nt 65 Der Siebener Anzeiger erlchrinl laglid), außer Sonn- und Feiertags. Monatliche yezugspreise: Mk il.SOernichl.Träger- lohn, durch bie Post Mi, 14. - einschl. Bestell- geld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprcch.Anschlüsse: sürbieSchrifileitung 112; für Druckerei, Verlag und Geichäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richtens Anzeiger Stehen. Poftschecitonro: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt 172. Jahrgang Freitag, 17. Marz 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulsttatze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ahne jede Verbindlichkeit vreir für 1 mm höhe für Anzeigeno 34 mm Breite örtlich 90 Pf., auswärts 120 'Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 3öOPs. Bei Platz- vorschnft 200 o Aufschlag. Hauptschrifrleiter: Äug. Goetz Verantwortlich für Politik. Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. Eine bedeutsame Kundgebung aus Weimar. Aus der Erkenntnis heraus, daß die Qlot der deutschen Presse nunmehr ein unerträgliches Aus- maf) angenommen hat, die Gefahrenzone überschritten und die Krisis im vollen Gang ist, ja, dah das Sterben der deutschen Zeitungswelt bereits einen erschreckenden Timfang erreicht hat, hatte der Verein Deutscher Zeitungs-Verleger zum Montag, den 13. März, nach Weimar eine äußerordentliche Generalvers ammlung einberufen, in der insgesamt J 827 deutsche Verleger und Herausgeber der Zeitungen aller Parteien und Richtungen vertreten waren. 3n eingehenden Darlegungen aus allen Kreisen der Derlegerschast. der kleinen, mittleren und großen Presse, wurde ein erschütterndes Vild der Lage giqeichnet. Die allgemeine Einmütigkeit der Versammlung und der gemeinsame Wille zur Ausbietung aller Kräfte fanden ihren Ausdruck in der geschlossenen Annahme folgender Kundgebung: „Wiederholt sind di? Rotrufe der deutschen Zeitungen in die Öffentlichkeit gedrungen, aber de.- furchtbare Zwang der Gewöhnung in Zustände, die man vor nicht langer Zeit noch für undenkbar hielt, hat es mit sich gebracht, dah diesem beredten Symptom einer besonderen Gefährdung des öffentlichen Lebens nicht die Aufmerksamkeit zuteil geworden ist, die notwendig gewesen wäre, das Schlimmste zu verhüten. Das Zusammenbrechen der Zeitungen hat erst mit einer Reihe in der großen Oefsent- lichkeit weniger beachteter Einzelfälle begonnen; es schreitet weiter, und die Beratungen, die zwischen einer großen Anzahl von Vertretern zum Teil sehr bekannter und alter deutscher Zeitungen und ihrer Derusorganisation notwendig gewesen sind, erbrachten die Gewißheit, daß Zeitungen aller Art. kleine, mittlere und große, in kurzer Zeit zur Stillegung oder mindestens zu weitgehenden Betriebseinschränkungen gezwungen sein werden. Schuld daran ist vor allem eine nur dem Ramen jiad) freie Wirtschaft, hei der in Wirklichkeit die deutsche Presse dec rücksichtslosen Preisdiktatur der Syndikate ausges ht ist. D.e Papier abrikrtton chic! en sich an, den Preis, der schon im Januar auf das Fünf- unddreißigfache des Friedenspreises gestiegen war, für die nächste Zeit auf das Fünfzig- bis Sechzigsache des Friedenspreises zu erhöhen. Das übersteigt alles, was selbst in diesen Zeiten der Teuerung dagewesen ist, wenn man bedenkt, um welche Mengen Druckpapier es sich handelt und welche enormen Gewinne aus dem Holzstoff, dem Z e l l st o f f und dem Papier heraus- gewirtschaftet werden. Die Rotlage der Presse ist seit langem von Regierung und Parlament anerkannt. Das hat aber leider nicht verhindert, dah andauernd die Presse troh ihrer Rotlage als ein Objekt der Luxusbesteuerung angesehen worden ist. Zu den ungeheuren, ganz plötzlich und in noch nie dagewesenem Tlmfange eintretenden, unerschwinglichen Verteuerungen des Papiers kommen wieder enorme neue Lasten für alle anderen Materialien, Löhne und Gehälter. Diese Lasten sind nicht mehr zu ertragen. Aus der Versammlung in Weimar sind über die Zustände in zahlreichen Zeitungen aller Art und über verzweifelte Rettungsversuche erschütternde Tatsachen bekundet worden. Es steht zu befürchten, dah von heute auf morgen Stilllegungen groher Betriebe eintreten. Wir bitten dringend, keine derartigen Schritte zu tun, ohne vorher mit der Berufsvertretung in jedem Falle erwogen zu haben, ob nicht doch noch eine Rotstandsaktion möglich und praktisch durchführbar erscheint. Tlnumgänglich erscheint allerdings eine scha rfe Einschränkung der gesamten Betriebe. In letzter Stunde erheben die Herausgeber der deutschen Tageszeitungen ihre warnende Stimme angesichts einer Gefahr, die nicht nur eine große Gruppe von Privatunternehmungen bedroht, sondern eine Einrichtung des öffentlichen Lebens, von deren Tlnentbehrlichkeit und dringender Rotwendigkeit man sich vielleicht leider erst überzeugen wird, wenn es zu spät ist. Schon vermag die deutsche Presse fast keine Auslandsver- treter zu unterhalten. Schon reifen geschäftige Agenten von Ort zu Ort, um nicht nur grohe, sondern selbst mittlere und kleinere Zeitungen zu „retten“ auf eine Weise, die sie in die Hörigkeit unbekannter Mächte und fremdländischen Kapitals bringen wird. Schon wird die öffentliche Meinung auf .eine gänzlich unkontrollierbare Weise beeinflußt durch Massenfabrikation von fertiggesetzten, für billigstes Geld gelieferten Artikeln und ganzen Zeitungsplatten gleicher Art. die das deutsche Schrifttum und die Freiheit der deutschen Meinung. die Meinungsbildung überhaupt unterdrücken. Wir fordern die Reichsregierung, den Reichstag, die parlamentarischen Körperschaften in den Ländern auf, an die Stelle der Beteuerungen ihrer Hohen Meinung von der Presse und der platonischen Einsicht in die Dinge die Tat treten zu lassen. Wir fordern strengste Maßregeln dagegen, dah die deutsche Presse gebunden ausgeliefert wird einer 1 grenzenlosen Preistreiberei und Wonopolwirtschaft auf dem Gebiete des Holzes, der Kohle, aller Vorprodukte desPapiers. Wir fordern die Sperrung der Ausfuhr von Papier und Zell st off, solange nicht das Papier für die deutsche Presse zu erträg- lichen Preisen sichergsstellt ist. Wir fordern ferner die Aufhebung und künftige Tlnterlassung jederSonder- befteuerung der Presse. Unfere deutschen Verleger aber bitten wir, auf dem Wege der Selbsthilfe mit uns in Verbindung zu bleiben .u>\ wenn die Stillegung der Zeitungen mangels eines Eingreifens der Regierung unabwendbar wird, gemeinsam zu handeln nach den Beschlüssen, zu denen wir dann noch eine allgemeine Derlegerversammlung einberufen werden. Die Zeitungsleser machen wir darauf aufmerksam, dah die Bezugs- und Anzeigenpreise, die in den Zeitungen für den 1. April angekündigt werden, ausnahmslos nicht einmal die Kosten des Papiers decken, und dah daher für sämtliche Zeitungen nichts übrig bleiben kann, als auf diesem nützlichen Wege bis zum Zusammenbruch weiterzugehen oder die Stillegung bereits zum 1. April vorzunehmen in den Fällen, in denen die ungeheure Belastungsprobe nicht einmal mehr auf Wochen auszuhalten ist. Die Verantwortung fürdie Folgen der Einschränkung und Stillegung von Betrieben müssen die deutschen Zer- tungsverleger ebenso ablehnen, wie die dadurch entstehende Vermehrung der Arbeitslosigkeit. Die Verantwortung dafür tragen allein diejenigen, die diese Zustände über die Presse verhängen und die es zulassen, dah Presse und Pressefreiheit willkürlich zugrunde gerichtet werden." W. T. B. -- 11 IUI Eine Rüstungsrede des französischen Kriegsministers. Paris, 16. März. Kammer. 3n der heutigen Kammerfrtzung ergriff zur Begründung derHeeresrefvrm, deren Diskussion nunmehr seit 8 Tagen andauert, der Kriegsminister Maginot das Wort. Er sagte u. a.: Angesichts eines Volkes wie des deutschen müssen wir uns um eine Organisation bemühen, die ihm den Gedanken an einen neuen Angriff nimmt. Die Eventualität eines neuen Krieges wird von uns mit Schrecken ins Auge gefaßt. Wir haben zu viel durch den Krieg gelitten, wir haben zu viel Schaden erlitten, als daß wir nicht leidenschaftlich dem Frieden ergeben wären. Augenblicklich besitzen wir 57 Divisionen. Dabei sind die Truppen im Gardedienst, in Oberschlesien und in der Levante, im ganzen 4 Divisionen, nicht mitgerechnet. Wir verfügen über 850 000 Mann, während die Budgetstärke 600 000 Mann beträgt. Die Stärke unseres Heeres muß genügend sein, damit Deutschland sich auch seinen Verpflichtungen nicht entziehen kann. Man muh auch in Betracht ziehen, ob Deutschland so entwaffnet ist, wie es behauptet. Das wenigste was zu sagen ist, dahDeutschland seine Einheit bewahrt hat, das es 60 Millionen Einwohner gegenüber den 40 Millionen Frankreichs hat. Alle die, die in Deutschland gewesen sind, sagten, die moralische Entwaffnung sei nicht durchgeführt, und der Gedanke der Revanche, der bei einem besiegten Volke natürlich sei, sei nicht aufgegeben worden. Es wäre also sehr unklug, zu warten, bis Deutschland eine Militärmacht geworden sei. Gegenüber einem Staat wie Deutschland, das seine ganze Industriemacht noch besitze, müsse man bedacht sein, die Vorteile auszunutzen, die der Krieg geschaffen habe. Der vorliegende Gesetzentwurf werde es gestatten, der Rheinarmee die sechs Divisionen zu geben, die sie nötig habe. Deutschland habe fett dem Waffenstillstand seine Kriegsfabrikativn fortgesetzt. Als Beweis dafür diene, daß man jüngst genügend Artilleriematerial für 22 Divisionen gefunden habe. Die deutsche Regierung lasse hinter dem Schwarzwald Eisenbahnlinien Herstellen, um im Kriegsfälle chre Streitkräfte auf der Rvrdflanke der Alli- ietten zu versammeln. Der Kriegsminister wies dann auch auf die mächtige Organisation der deutschen Transportmittel hin. Die Reichswehr sei ttotz schwacher Mannschaft und Bewaffnung bemüht, ein mächtiges Heer zu bleiben. Die Zahl der Offiziere sei so groß, daß man mehrere Reservekadres bilden könne. Der Hriedensvertrag habe die schwere Artillerie und die Flugzeuge verboten. Aber in den befestigten Plätzen des Ostens habe Deutschland genügend schwere Artillerie, um Mannschaften auszubilden. Der Minister behauptet auch, die Bureaus für militärische Mobilisierung und Organisation seien in Deutschland beibehalten worden. Im Jahre 1923 werde die französische Armee am Rhein und in Frankreich 420 000 Mann stark sein. Der Minister geht alsdann dazu über, die Bedingungen durchzusprechen, unter denen ihre Mobilisierung erfolgen soll. Man könne nicht ohne liebergang aus dem Stadium der zweijährigen zur einjährigen Dienstzeit schreiten. — Rach weiteren technischen Auseinandersetzungen sagte der Finanzminister, die ftanzösischen Militärlasten seien im Verhältnis weniger hoch als die der Vereinigten Staaten und Englands. Er weist schließlich noch auf das Sowjetheer hin mit einer Stärke von 1 360 000 Mann. Frankreich wolle nicht mehr den Bedrohungen der Stärke eines preußisch gebliebenen Heeres ausgesetzt sein. Die deutsche Antwortnote an die Kontrollkommission. Berlin, 16. März. (WTB.) Die interalliierte Militarkvntrollkornmif- fion hat unter dem 27. Februar in einer Rote an die Reichsregierung den Erlaß von Anordnungen an die einzelnen deutschen Länder bis zum 15. März verlangt, durch welch: die Ordnungspolizei den Forderungen der Kommission entsprechend umorganisiert werden sollte. Diese Forderungen, die vorher in mündlichen Verhandlungen mit Vertretern der Kommission definiert worden waren, sind in der Hauptsache die folgenden: 1. Beschränkung der staatlichen Polizei auf den im Jahre 1921 vorhanden gewesenen Stand, 2. Beseitigung der Rachrichten- und Kraftfahrformationen, der Luftfahrtüberwachungsabteilungen und aller anderen sogenannten „festen Verbände" (Hundertschaften), 3. ileber- sührung der dadurch frei werdenden Mannschaften in den Einzeldienst und entsprechende Aufhebung der jetzt für einen Teil der Polizei eingefühtten Kasernierung. Rachdem diese Forderungen bekannt geworden waren, hat die Reichsregierung sich sofort mit den Regierungen der Lander ins Benehmen gesetzt und hat sodann auf Grund dieser Verhandlungen am 15. März eine umfassende Antwortnote an die Kontrollkommission gerichtet. In dieser Rote sind zunächst die Verpflichtungen zusammengestellt, die Deutschland hinsichtlich der Ordnungspolizei durch die Rote von Bou- lognc vom 22. Ouni 1920, durch die Pariser Beschlüsse vom 20. Oanuar 1921 in Verbindung mit dem Londoner -Ultimatum und durch die zu beiden Entscheidungen erlassenen Ausführungsbestim- mungen der Kontrollkommission auf erlegt wurden. Unter diesen Verpflichtungen sind die Auflösung der im Jahre 1919 in den deutschen Ländern geschaffenen Sicherheitspolizei, die Wahrung des Charakters einer „Landes- und Ortspollzei" für die gemäß der Rote von Dou» logne auf 150 000 Köpfe verstärkte Ordnungs- Polizei. das Verbot einer „zentralen Organisation" dieser Polizei über das in 1913 bestehende Maß hinaus, CBemteibu-rg jedes militärischen Charakters, Unterlassung aller „Mobilmachungsmaßnahmen", Verbot des Personalaustausches zwischen Reichswehr und Polizei, Beschränkung der Bewaffnung der letzteren auf die von der Kommission festgesetzten Höchstzuweisungen (ein Karabiner auf drei Manu usw.) und das Verbot der Derw^ilduilg von Flugzeugen und anderes mehr, erwähnt. Im zweiten Teil der Rote ist eingehend bargelegt, dah und in welcher Weise diesen Verpflichtungen in allen deutschen Lä idern Rechnung getragen wurde. Es ist «achgewiesen, daß die Sicperheitspolizei <1 vx« zentralisierten und militärie Grenze des Möglichen bie Entente von bet loyalen Politik bes Reiches überzeugt und weiteren Anforderungen abhält. Die Polizei der deutschen Länder bedarf, wenn sie nicht völlig zerschlagen werden soll, nach den langen Zeiten der Unsicherheit dringend des Eintritts einer ruhigen und stetigen Entwicklungsperiode. Erhöhung der Güterund Tiertarife. Berlin, 16. März. (WTB) Der Reichsverkehrsminister hat den Regierun en der Länder und den Mitgliedern des »ortäuftien Reichseisenbahnrates mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die starken Erhöhungen der Ausgaben der Reichsbahn zum 1. Avril 1922 eine Tariferhöhung nötig sei. Die sachlichen Mehrkosten, die der Reichsbahn durch die starke Steigerung der Kchlenpreise und damit aller Materialienpreise erwachsen, sind für das Rechnungsjahr 1£22 auf mindestens 14.5 Milliarden zu beziffern. Die zwischen dem Reichsfinanzministerium und den Spitzenorganisationen der Deam'en und Arbeiter vereinbarten Gehalts- und Lohnerhöhungen werden eine weitere Belastung der persönlichen Kosten der Reichsbahn um 8,5 Milliarden bringen, so daß die Gesamtmehrbelastung der Reichsbahn für den kommenden Haushalt von 23 Milliarden eintritt. Damit steigen die Ausgaben des ordentlichen Haushalts für 1922 von 73,8 Milliarden auf rund 97 Milliarden Mark oder um rund 31Prozent. Bei der Ausgleichung dieses Fehlbetrages sollen die Personen- und Gepäck- tarifegeschont werden. Deshalb ist es erforderlich, die Güter- und Tiertarife entsprechend stärker heranz«zt»hen. seit l.März geltenden Güter- und Tiertarife sollen vom 1. April 1922 ab um rund 40 Prozent erhöht werden. Da wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit die Form eines allgemeinen , Zuschlags gewählt werden muh, wird die neue Frachtberechnung in der Weise vorgenomwen, daß die Gütertarife vom 1. Avril 1922 entsvrechend erhöht werden. Die Erhöhung der Frachten für Eilgut hat auch eine entsprechende Steigerung der Exprehgutsrachten zur Folgen jedoch wird von der (Hhöhung der Minbest- frachten für Expreßgut abgesehen. Die organische Einarbeitung der Zuschläge in das Tarifsystem der Reichsbahn ist zum 1. Iuli 1922 angeorbnet. Den Beiräten der Reichseisenbahn, die zu der Tariferhöhung vom 1.4. wegen der Kürze der Zeit nicht gehört werden können, wirb d'e Vorlage über bie Einglieberung ber Erhöhungen in bas Reichsbahntarifsystem Mitte März vorgelegt werben. Eine Erhöhung ber Personentarife ist nicht in Aussicht genommen. Ieboch ist es mit Rücksicht auf bie Finanzlage ber Reichsbahn nicht möglich, an ben für Berlin und Hanrburg gelten» ben befonberen nichtigen Stabt- unb *300001» tarifen festzuhallen. Es ist baher eine Erhöhung ber Zeitkarten für ben Stadt- und Vorortverkehr geplant, deren Tarife weit hinter den Zettlltrten» preisen für den sonstigen Rrichsbahnveriebr *-*- rückbleiben. . -- - toirfte, Trude Heh' /Better“ war eine geradezu u x, \j n -wiiti hau viuv yiiuvcju ।ytiiz>uzci|v in erstaunliche Leistung schauspielerischer Verwand- auf 3000 Mark. lungSkunst. — Der musikalische Teil zwischen den rt L i ch, ] sofvrr auShnltung Detter aus Bremen" errang durch feine zwingende Situationskomik den unausbleiblichen , Prügel-, Stock- und'Well-nhv'Ein anaemeffeier Heiterkeilserfolg. Die drei Mitwirkenden Adolf i Preis wurde festgesetzt, der sich zwischen 700 ’ unb Mittellun nach der l lungSkunst. — Der musikalische Teil zwischei beiden Lustspielen verdiente eine eingehe '... Würdigung, als eö in diesem Rahmen möglich ist. Die jugendlichen Sänger und Sängerinnen machten der Leitung des StudienratS Wilh. Kraus alle Ehre. Es war ein Genuß, von den prächtigen 900 Mark für die genannte Menge bewegt. Bei den neuerdings stattgefundenen öffentlichen Holzversteigerungen sind die Preise weiter gestiegen. Die.Klafter (4 Raummeter) Buchenholz kam bei- Ipielsweife in den fürstlichen Waldungen bis einer besonderen Nachprüfung unterzogen wird. Noll als Pächter Veit, Trude Heh als Gretchen und Rolf Leopold als Franz hatten ihre besten Momente in der Drei-Dettern-Szene, wo sich die beabsichtigte Komik in der glücklichsten Weise cms- Landwirtschaft. a. Aus demsüdlichenDogelSberg, 16. März. Trotz des strengen Winterö ist der StandderSaatim allgemeinen gut; eine Ausnahme macht der Raps, der größtenteils verschwunden ist. Das herrliche Frühlingswetter, das nun schon einige Tage anhält, ist für die landwirtschaftlichen Arbeiten sehr günstig. so daß mit der Frühjahrsbestellung begonnen werden kann. Aus Stadt und Land. Gießen, den 17, März 1922. •• Invalidenversicherung der Lehrlinge. Die OandeSversicherungsanstalt „Hessen" schreibt uns hierzu: Von Frankfurt am Main ausgehend ist in letzter Zeit eine — Gin Original-Idealkohlen- sparkocher wird von morgen ab im Hotel Prinz Carl ausgestellt. (Näheres s. Anzeige.) Landkreis Gicsten. s. Trohe, 16. März. Unser Dörflein ist neben Heuchelheim wohl der einzige Ort bei Gießen, der k e i n e n W a l d besitzt. Wie schmerzlich das aber gerade in der Gegenwart ist. weiß jeder, der stundenweit gehen muß. um Holz zu steigern. Durch die heutigen hohen Fuhrlöhne verdoppelt es sich fast int Preise. Ein Teil unserer Gemarkung - die Hardt —. die bei Annerod liegt, ist ja. wie der Name sagt, einmal Wald gewesen, aber längst in Ackerland verwandelt und an Rödgener Dauern verpachtet. 4 Lich, 16. März. Die Holzversorgung der einheimischen Bevölkerung hat nun durch den Gemeinderat eine befriedigende Regelung gefunden. Es kommen auf die Haushaltung etwa 6 Meter festes Jvlz, bestehend aus Scheit-, nd Wellenbol -.. (Sin nnnernt>s'c> ig durch die Tagespreise gegangen, Lehrlinge, die täglich unter 6,67 Mk. (männliche) oder 4,67 Mk. (weibliche) ver- Hesstscher Evangelischer Landeskirchentag. rm. D a r m st a d t 16. März. Präsident Dr. t). Diehl eröffnet die Sitzung um 8^/4 Uhr. Das Gebet wird von Abg.Stlftstechant Lenz-Lich Verlesen. Dann wird in die Beratung über die §§ 101—110, die daS Kirchenregiment behandeln. eingetreden. Abg. Dr. D. Schian weist auf die grüßen Schwierigkeiten hin. die sich der Erledigung dieser Frage im Verfassungsausschuß entgegenstellten. Es war unmöglich, alle Wünsche zu erfüllen, doch kam man zu einem annehmbaren Verständnis. Die Kirchenregierung soll gewählt werden, davon zwei Mitglieder lebenslänglich. Man entschloß sich auch zur Beibehaltung teS Landeskirchenamtes (seith. Oberkonsisto. iu ns), das die Derwaltungsangelegenheiten regelt. Der Prälat soll als oberster Kirchenh-err doch neben den Supenintendenten stehen. Geh. OberkonsMorialrat Dr. Flöring stellt die volle HebereinflilTrmung Kirchenregiments mit dem Bersas'ungsaus- schuß fest. Gr steht auf dem Standpunkt, daß an die Spitze des Kirchenregiments ein tüchtiger Late und umsichtiger Derwaltungsbeamter sich besser eigne als ein Geistlicher. Den Vorschlag, einen vierten Vertreter als Geistlichen neben die Super- i^^öenten zu stellen, könne er nicht empfehlen Der Gedanke, neues Blut in die Kirchs zu schaffen, dürfe nicht von dem Grundsatz überflügelt werden gute, bewährte Ideen zu beseitigen. Die Weiterberatung wird hier ausgesetzt und bei § 116 fortgefahren, der die Superintendenten betrifft. Abg. Dr. Hermann erklärt die Bedeutung der im ganzen Volke Mannten Stellung und des NamenS des Superintendenten. Abg. Jakob mochte die Auffassung, daß der Superintendent der Seelsorger des Pfarrers sei, nur in beschränktem Sinne gelten lassen. Abg. Lenz- Lich führt aus. daß der Geistlich! einen wirklichen Vertrauensmann benötige, mit dem er die Sorgen seines kirchlichen Lebens beraten könne, dazu müsse der Superintendent mehr Zeit haben, als bisher, um mehr Herz und Verstände nis für die Nöte des Pfarrers mitbringen zu können. Bisher war der Superintendent mehr Derwaltungsbeamter. Abg. Weber stimmt dieser Auffassung zu. Die religiöse Welle zeige sich nicht nur im Volke, sondern auch bei den Geistlichen selbst. Alle religiös gesinnten Pfarrer verlangen daher mehr Entlastung der Superintendenten von der Nebenarbeit. Abg. D. Schian unterstützt int Namen vieler seiner Freunde die Ausführungen des Dvri'edners. Geh. Oberton- sistorialrat Dr. Flöring glaubt, daß in seelsorgerischen Fragen der Superintendent immer Zeit für den Pfarrer hat. Der Wunsch nach weiterer Befreiung des Superiittendenten von Verwaltungsgeschäften sei nicht so leicht erfüllbar. Abg. Dr. Uhrig: Auch in Laien kreisen erwartet man, daß die Superintendenten sich ihrer oberhirtlichen Tätigkeit mehr widmen wie seither. Abg. Weber erwähnt, daß auch in Fragen der Evangelisation und in der Gemein- schastssache der Supettntentent dem Geistlichen mehr zur Seite flehen soll. Der § 116 wird dann angenommen, ebenso § 117 bis auf Absatz 8, der von der Ueberwachung des Religionsunterrichts handelt und nochmals vom Ausschuß beraten werden soll. § 118 setzt die Zuständigkeit des aus fcrt Superintendenten und dein Prälaten zu bildenden Kollegiums fest und wird angenommen. Paragraph 119, der von den Aufgaben des Prälaten handelt, wird ausgesetzt. Hierauf wird der Abschnitt 111—114, soweit er das Landeskirchenamt behandelt, beraten. Abg. Dr. Sch ian führt als Berichterstatter aus, daß das Landeskirchenamt die oberste kirchliche Der- waltt.ngsbehörde und dem Kirchen egitnent verantwortlich ist. Die Entscheidungen sollen in kollegialem Sinne erfolgen. Das Landeskirchenamt besteht aus dem Prälaten, der den tVorsitz hat, dem stellvertretenden Präsidenten, den Superintendenten und der erforderlichen Zahl von Räten, deren Zahl nicht festgesetzt ist. Geh. Oterkonsisto- rialrat Nebel erklärt, daß man in das Landeskirchenamt nur Beamten erhalte, die eine Dauerstellung einnehmen. Dem Bedürfnis nach Vermehrung der Räte im angebeuteten Sinne wird man sich nicht entziehen können. Abg. Dr. Sell empfiehlt die rein geistlichen Fragen dem Landeskit cher.amt abzunehmen .während Abg Hak ob auf das eigentümliche Verhältnis hinweist, das dadurch entstehe, daß die Mitglieder des Landeskirchenamtes und damit auch die Vorsitzenden der Kirchenregterung verantwortlich seien. Abg. Freiherr von Hehl gibt Aufllärung übet die Gründe des Ausschusses, welche zu der Fassung Veranlassung gaben. Hierauf wird § 111 angenommen, § 112, der den Prälaten betrifft, wird ausgesetzt: §§ 113 und 114 werden angenommen. Dann wird § 101 weiterberaten unb dieser angenommen, 102 bis 188 werden auSgeseht, ß 109, der die Aufgaben der Kirchenregierung behandelt, wird bis Abs. 15 angenommen. Zu Abs. 15 beantragt der Abg. Wahl-Schlitz, daß außer der Amtsbezeichnung für Beamte auch die Titelverleihung für Beamte und Pfarrer ermöglicht werden solle. Abg. Dr. S ch i a n spricht sich dagegen aus, da man durch das staatliche Vorgehen ja weitgehende Möglichkeit habe, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Abg. Frhr. v. Hehl möchte gerade dem Vorgehen des Staates, der ein offizielles Verbot erlasse und „hinten herum" doch alle möglichen Titel verleihe, nicht folgen, man solle offen und frei von dem Recht, die Geistlichen unb Beamten für ihre Verdienste zu ehren, Gebrauch machen, die Titel sollen aber den kirchlichen Verhältnissen angepaßt sein. Der Zusay wird abgelehnt. Dann werden noch die §§ 120 unb 122 angenommen, 121 ausgesetzt. In 8 123 gibt Abg. Wagner noch seinem großen Bebauern Ausdruck, daß es nicht möglich war. bad rechtliche Verhältnis zwischen Staat unb Kirche zu klären. Abg. Dr. Schlau unterstützt die Ausführungen des Vorredners. Die neue Kirchenregierung müsse alles daran sehen, um eine Verständigung über die Vermögensverwaltung und die anderen Fragen zu erreichen. Vielfach werden auch die Bestimmungen des Gesetzes von 1832 vollständig gegen die Bestimmungen deS Selbstverwaltungsrechtes gehandhabt. Es sei Zeit, daß hier bald eine Aente- rung erfolgt. Vielfach sei die KirchengemeindÄ gegenüber den staatlichen Bestimmungen rechtlos. Man soll, sobald die 'Schaffung zu Ende beraten ist, dagegen vorgehen. Nach weiteren Ausführatz- gen des Abg. Orth und verschiedenen versön- ltchcn Bemerkungen zwischen den Abg. Wahl- Schlitz unb Abg. Dr. Schian unb Wagner werden die §§ 123 unb 124 angenommen. dienen, von der Derpslichtung zur Znvaliden- versicherung befreit seien. Diese Auffassung ist unzutreffeno. BetslcherungSfrei sind Lehrlinge nur dann, wenn sie noch nicht 16 Jahre alt sind oder lediglich freien Unterhalt beziehen. Erhält ein Lehrling, der über 16 Jahre alt ist, einen Darlvhn, so stellt sich dieser ohne Rücksicht auf seine Höhe als Entgelt int Sinne deS 9 1226 der Reichsversicherungsordnung dar und begründet die Invalidenversicherungspflicht des Lehrlings. Sine Sonderbestimmung besteht nur bezüglich der Handlungslehrlinge unb derjenigen in Apotheken, die nur dann versicherunaspflichtig sind» wenn ihr regelmäßiger I^hreSarbeitSverdienst 2000 Mk. an Entgelt nicht übersteigt. •• Verliehen wurde dem Offizier- Stellvertreter Karl Hellwig, zuletzt im Rw.-Sch.-Regt. Nr. 22, Gießen, der Charakter als ßeutnant, zugleich die Erlaubnis zum Tragen der Uniform deS Feldartillerie-Re- giments Nr. 33. Zu unserem gestrigen Bericht über die Verhandlung des Schwurgerichts vom 13.Marz bittet uns Herr Schlossermeister Schmidt (Gießen) nachzutragen, bah er mit bent erwähnten Schlossermeister Sch. nicht identisch ist. I S. Lehrerversammlung in Gießen. Am Mittwochmorgen fanb in bet Volksschule in bet Schillerst raße eine Lehrerversammlung statt in der Herr Pros. Alles ben Anwesenden den neben Provinztaldirektor, Herrn Staatsrat Matthias vorstellte. 3n einer kurzen Ansprache begrüßte er die Lehrer und versprach, stets ein warmer Freund unb Förderer von Schule unb Lehrerstand zu sein. Dvbann ergriff Lehrer Loh von Leihgestern bas Wort zu einem kurzen Vortrag über ben Heimatgebanken Im Erdkunden- unterricht. An Hand einer ganzen Reihe. von Beispielen zeigte er. wie man bte Grundbegriffe der Geographie in und bei dem Heimatdorf gewinnen kann. Als zweiter Redner versuchte Lehrer Braunewell aus Wieseck den Heimatgedanken im Rechenunterricht zu entwickeln. Der Rechenstofs ist der Heimat unb dem Erfahrungskreis des Kinbes zu entnehmen. Alle Aufgaben sinb möglichst im Kopfe zu rechnen-, bte Tafel ist nur im Notfälle zu gebrauchen. Auch Aufgaben aus dem Wirtschaftsleben des Volkes sind heranzuziehen. Ein solcher Unterricht erfordert ein eifriges Stvff- sammeln des Lehrers. Beide Vorträge fanden den Beifall der Versammlung. Für die nächste Konferenz wurden zwei neue Themen festgesetzt: Das Helmatsprinztp in der Naturwissenschaft (Balser- Daubringen) unb: Die Frage im Unterricht (Linbenstruth -Gießen). Der Dor- sitzende macht eine Reihe von Mitteilungen. Gr weist auf die pädagogische Woche vom 3—6. April in Wetzlar hin. 3m April soll eine Wahl der Lehrer, ble Mitglieder der Kretsschulkommission werden ftattfinben. — Eine längere Aussprache fand über die Fortbildungsschule statt. Auch übet andere Punkte deS neuen Schulgesetzes entspann sich eine lebhafte Aussprache. Eine der brennendsten Fragen ist die der Schulgüter. Jeder Lehrer bekommt einen Morgen Land, den ihm die Gemeinde au übergeben hat. •• Der klassische Lustspiel- unb Liederabend Im kath. Derelnshaus war in allen seinen Teilen vorn besten Gelingen begleitet. D'e Besucher wurden mit einer solchen Fülle hochwertiger Darbietungen überschüttet, daß sich daS Verhältnis von Leistung und Gegenleistung sehr zu Ihren llngunften verschob. Die Gießener Wclld- bühne kann den gestrigen Wend als einen ihrer ^önsten Erfolge buchen zu dem die Spielleitung ? 8mit beitrug. Hebet Goethes Lustspiel Die Wette" ist hier das Nötige schon früher gesagt worden. Die Fein- ?ie?0CLauJVn diesem verhältnismäßig unbedeutenden Werk des Meisters enthalten find kamen durch das Spiel der Mitwirkenden zum erwünschten Ausdruck. Hans Arbeit gab lern besorgten und dabei doch humorvollen Vater Dorn lebenswahre Züge. Seinen Freund Förster zu verkörpern war Georg Franke mit Ecfola bemüht, doch wirkte die Maske des älteren Mannes nicht recht glaubhaft. Das Dedientenpaar Johann unb Friederike wurde durch Rolf Leopold unb Trude Heß in glücklichem Zusammenspiel bar- gestellt. Die im Mittelpunkt ber Handlung stehenden, aber die kleinsten Rollen tragenden Liebenden Eduard und Leonore.wurden von Josef Hei hier unb Friebel Lerch gegeben, wobei besonders ble letztere ben Ton sehnsucht-kranker Liebe traf. Das bekannte Lustspiel Theodor Körners «Der Stimmen in bester Schulung alte Volkslieder und andere schöne Weisen großer QKufifer vorgetragen zu hören. Besonders die jungen Damen machten ihre Sache gut, wobei die Begleitung der Laute und vor allem auch der Geige lobend erwähnt werden muh. — Die Zuhörer gaben ihrer Befriedigung reichsten Ausdruck und ließen erkennen, daß der Wunsch nach baldiger Wiederholung eines solchen Abends allgemein ist. tr. •* Luther- Feier in der Dtadt- k i r ch e. Die vom Evangelischen Bunde in Gemeinschaft mit dem Evangelischen Arbeiterverein und dem Wartburgverein veranstaltete Luther-Feier hatte am Sonntagabend eine zahlreiche Zuhörermenge in der Stadtkirche zusammengeführt. Es galt, Luther-Erinnerungen aus ben Jahren 1521 unb 1522 aufzufrischen unb ben Reformator In Kamps unb Arbeit aus der Wartburg vorzuführen. Studienrat Dr Kauer- Wetzlar, der Redner des Abends, entledigte sich der ihm gestellten Ausgabe in äußerst ansprechender, geschickter Weise, indem er aus- führte, wie der neue Gast der Wartburg, Ritter „Georg", in ber tiefen Stille ber waldumrauschten Burg, unter betn Druck einer auf gezwungenen Untätigkeit sich Rechenschaft ablegen mußte über die furchtbare Verantwortung, bie er burch seinen Kamps gegen bte Kirche aus sich gelaben hatte, wie er aber auch hier sich zu ber Ueberzeugung burchrang, nur seine Pflicht gegenüber seinem Gott unb betn beutschen Vaterlanbe getan zu haben. Unb dann ging es von neuem an ble Arbeit. Ohne nennenswerte Hilfsmittel entftanb bte geniale Uetersehtmg beS Neuen Testamentes, bie 1522 fertiggestellt war, begann ble Uebetsehung auch bes Alten Testamentes, entftanb bte beut* s ch c Bibel, beren Sprache noch heute in ihrer Wucht unb Kraft, in ihrer Volkstümlichkeit unübertroffen basteht. Aber schon forderten neue Aufgaben gebieterisch Lösung, war doch das Werk des Reformators in Wittenberg gefährdet, wo Stürmer und Schwärmer, frühere begeisterte Anhänger Luthers, einen blinden Dernichtungsfeld- zug gegen die Einrichtungen der alten Kirche begonnen. Nun litt es Luther nicht länger im Frieden der Wartburg, er eilte nach Wittenberg, um dem ungeistlichen Treiben dort durch sein persönliches Eingreifen und durch kraftvolle Predigt ein Ende zu machen mochte auch seine Popularität, sein Einfluß auf ble Masse, schwer bar- unter leiben. — Mit einem warmen Appell an ble Hörer, ben alten Luther-Geist nicht ersterben zu lassen, fonbern als Wegweiser zu neuem beut» fchem Aufstieg zu gebrauchen, schloß ber Redner seine Ausführungen. — Umrahmt war der Vortrag durch musikalische Darbietungen verschiedener Art. Zwei Doll der einheimischen Sängerin Frl. 3da Stammler (Arle aus „Samson" und ,.Mariä Wiegenlied" van Max Reger) befriedigten burch vollenbetetz Vortrag unb tadellose Aussprache ebenso wie ein Lieb beS Gemischten Chors bes Evangelischen Arbeitervereins (Leitung Musiklehrer G e r n h a r b t), das hingebenbes, erfolgreiches Dtubium verriet unb ben weiten Kirchenraum wundervoll ausfüllte. Daß Organist Otto G ö r l a ch mit gewohnter Meisterschaft die Orgel bediente und besonders In einer Sonate über ein Lutherlied sein Können vorteilhaft zeigte, sei ebenfalls mit besonderem Dank erwähnt. Alles In allem ein stimmungsvoller, wohlgelungener Familienabend! Bornolizeu. — TageSkalender für Freitag. Stabttheater. 7 Uhr: „Donna Diana". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Das Mädel von Bicabilly", 2. Teil, „Eine luftige Der* brecherjagd" unb „3hre Vergangenheit". — Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei ganz besonders auf ben „Heiteren Plaut-Abend" hingewie- en, der am Mittwoch, den 22. d. M.» im Stadttheater ftattfinbet. Joseph Plaut, der überall beliebte Künstler, wird sich auch in Gießen sein Publikum im Sturm erobern und ein gern gesehener Gast werden. Wir geben hier einen Auszug auö den Bremer Nachrichten: „Joseph Plaut, der Meister heiterer Vortrags- kunst, hat sich wieder einmal mit vollem Er- olge darin erprobt, eine große Zuhörermenge über Zeit und Stunde hinweg in glückselige Heiterkeit zu versetzen. Wie rasch er sein Bremer Publikum für sich gewonnen hat, konnte nicht besser bewiesen werden, als durch den vollbesetzten großen Saal, Doch was Plaut bietet, ist nicht Erheiterung an sich, sondern die Gelegenheit, sich zu erbauen an den Leistungen einer Persönlichkeit, die sich in der Vermittelung literarischer Perlen aller deutschen Dia- ekte zu einer kaum noch zu übertreffenden Höchststufe emporgeschult hat. ... ES war beneidenswert, wie vollkommen Plaut jedermann, alt und jung, in den Bann seiner reifen Kunst zu zwingen vermochte." — Auf Jordans Meisterbilder- Andachten, die am Sonntagnachmittag unb Sonntagabenb in ber Zohanneskirche stattfinben. el nochmals hingewiesen. Alles Nähere ist aus betn Anzeigenteil ersichtlich. -- - .dk 16. Marz. Heute mittag stürzte &cc "ch bis unter bas Turmgäßchen erstreckende Tunnel, aus dem Erbe für den Ringofen gefördert wirb, plötzlich zusammen, als gerate otoel Arbeiter mit einem Förberwagen Im Begriff waren, den Tunnel zu verlassen. Der eine kam mit dem Schrecken bavon, ber andere, ein Mann aus Birklar, erlitt einen Fußbruch. — 3n einem Garten hinter ter Butzbacher Straße würbe in einem Sack versteckt ein Treibriemen irr Werte von Über 3000 Mark aufgefunben. Es stellte sich heraus, baß er auf dem Hofgut Coln- hausen entwenbet worben war. — Die neue Die Attgcleqettßeiten des Kindes von Nancy. Berlin, 16. März. (Wolff.) 3n ber Angelegenheit des Kindes von Nancy wirb mitgeteilt: Die deutsche Botschaft In Paris hat von Der französischen Regierung ble Regelung bet Angelegenheit erreicht. Die betreffende Summe wurde von der deutschen Botschaft ausgelegt unb in Nancy bei ber Polizei niebergclegt. Die Einreiseerlaubnis für die Mutter nach Nancy wurde bewilligt. Am Samstag wird die Mutter in Nancy eintreffen, wo ihr das Kind ausgehändigt wird. —--- Nus dem Reiche. Die Notlage der Gemeinden. B e r l i n, 16. März. (WTB.) 3m finanzpolitischen Ausschuß des vorläufigen Reichs- wirtschaftSratv wurde bei der Beratung des LandeSsteuergesetzeS in zweiter Lesung zu den Paragraphen 17, 43 und 56 folgende Entschließung gefaßt: Mit Rücksicht auf die finanzielle Notlage, in der sich vielfach die Gemeinden befinden, hält 06 der Ausschuß für erforderlich, daß die Frage der Teilung der großen Reichs steuern (Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer) zwischen Reich, Ländern und Gemeinden Damit Ist bte erste Lesung bis auf die aus« gesetzten Paragraphen beenbet. | Nächste Sitzung Freitag früh. S t raße auf bem Wall wirb jetzt hergerichtet. Die neu entstandenen, an ber Stabtmauer liegenden Garten find von ber Stabt eingezäunt worben. Mit bem Bau zweier weiteren Zweifamilienhäuser wirb zur Zeit begonnen. — Verhaftet wurde hier ein Mann, bet In auffälliger Weise unter Versprechungen Kinder an sich locken wollte. Strcid Büdingen. □ Nibda. 15. März. 3n ben auSgebehnten Waldungen zwischen Nidda, Ulfa und Robheim haben sich neuerbings wieder starke Rubel oon H 0chwilb gezeigt, so besonders In bei sog. Harb. Der diesjährige Schnepsenstrlch dagegen ist nicht besonders günstig. KreiS Lauterbach. △ Lauterbach, 15. März. Zwei neue Vereine wurden hier gegründet, nämlich ein Hausbesiherveretn und ein Verein für das Deutschtum im Ausland (Deutscher Schulverein). △ Lauterbach, 15. März. Bürgermeister Alexander S t ö p l e r wurde heute unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft zur letzten Ruhe gebettet. Die Vertreter der Provinzial- und Kreisbehörden, der Stabt unb Vereine eröffneten den Leichenzug. Die vereinigten Gesangvereine unb ber Kirchengesangverein fangen Trauerchöre. Am Grabe würben zahlreiche Kränze nietergelegt. △ Angersbach, 15. März. T 0 0 lich verunglückte im Walbe ber Gastwirt Keller. Er war mit Ausladen von Bauholz beschäftigt, dabei stürzte ein Stamm ab unb verletzte ihn so schwer, bah er nach drei Tagen starb. △ Wallenrob, 15. März. Eine Ziege, die in fünf Zähren 15 Zunge zur Well brachte, besitzt ein hiesiger Züchter. Dieser Tage überraschte sie ihren Besitzer mit fünf munteren Ziegenlämmern. KreiS Schotten. □ Laubach, 15. März. Heute morgen 9 Uhr verstarb dahier dec hiesige Bürgermeister Rudolf Ritter. Er war der Sohn des Bürgermeisters Ritter, der von 1865—1833 dieses Amt bekleidet hatte, und der Nachfolger des Bürgermeisters Wilhelm Zochem, ter von 1883—1911 als solcher wirkte. Der heute Verschiedene war ein sehr pflichttreuer und geschäftsgewandter Mann, der sich besonders auch im Kriege als Verwaltungsbeamter vorzüglich bewährte. Große Derdieiiste hat er sich auch auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge erworben. Unter ihm errichtete die Stadt die Anlagen der elektrischen Leitung als eine ter elften Gemeinden deS Kreises. Rudolf Ritter ist geboren zu Laubach am 22. August 1857, besuchte die hiesige Stadtschule und darauf die Realschule zu Alsfeld. Nachdem er zum Kaufmann ausgebildet und 1878/79 als Einjährig-Freiwilliger beim Leibgarde-Regiment Nr. 115 zu Darmstadt gedient hatte, war er als Reisender tätig. 1884 errichtete er ein eigenes Manufaktur- Geschäft In Laubach, dis er erst vor 6 Zähren verkaufte. Der Tod beS trefflichen Gemeinbebeamten wirb allgemein hebiuert. — Gestern schoß der gräfliche Förster Krautwurst vom Forsthaus Glashütte bei Freienseen im sog. Kreuz- seener Kopf einen Hirsch von 8 Enden, der sein Geweih noch nicht abgeworsen hatte. Bekanntlich werfen die Hirsche in der Regel schon im Monat Februar das Geweih ab. Der Bestand an Hirschen in ben gräflichen Waldungen Ist sehr zurückgegangen. Dor 2 Zahrzehnten waren noch 100—120 Stück oorbanben; heute sind es höchstens 15—20 Stück. Die Schnepfen streichen vorerst noch schwach: bie Witterung ist noch zu ungünstig. 4 Droh-Eichen, 16. März. Der Plan, eine eigne Kraftquelle für bas elektrische L l ch t zu bauen, würbe nun endgültig aufgegeben. Der Anschluß an ble Provinzzentrale würbe vom Gemelnberat beschlossen. Die Arbeiten slnb Im Gange. Kreis Friedberg. 4 Frlebberg, 16. März. Die Handels- k a m m e r für die Kreise Friedberg, Bübingen unb Schotten wählte in ihrer letzten Plenarsitzung ble folgenden Herren wieder: Vorsitzender Kommer» zienrat LangSbors (Friedberg), stellvertretende Vorsitzende Kaufmann Phil, M üller (Bad- Nauheim) u. Dipl. merc. L. Fertfch (Friedberg). 4 Butzbach, 16. März. Das Leipziger Flugzeug, das bei der Meguin A. G. zu Gast war unb Llchibllbaufnahmen ter Werkanlagen hergestellt hat, trat unter ben jubelnben Abschieds- rufen bet Bevölkerung bie Heimreise wieder an. Diese Jing ebenso flott Donftalten wie bie Herreise. Bor ber Llbfahrt hielt Oberingenieur See- kah, ber Führer des Flugzeugs unb zufällig ein geborener Butzbacher, den Schülern der Volksschule unb ter Realschule auf bem Exerzierplatz einen lehrreichen Vortrag über „Flugzeug und Flugwesen' . Hessen-Nasian. fpd. Wiesbaden, 16. März. Kurz nach der Besetzung ter Stadt durch bte Franzosen ging bad erste Hotel, bet „Nassauer Hof" in französische Hände über. Zeht hat ter Znyaber tes Grand Hotels in Dad-Nauhelm, Zeschke, bie Aktienmehrheit käuflich erworben unb damit das Haus wieder in deu tschen Besitz gebracht. Die Franzosen haben ihre Anteile unter bem Ein- stanbsprelse abgegeben. Die Uebemahme erfolgt am 1t April. ÜB St' mungi nächst d wette foi touren Id ner St Lvchume vberschlc Phönix i Sonst hi« und 30 gabentig der Der lich bet Vorübet getoij/e 1 Qauttf)üt bedarf D ren, foit Siejt D« digkeit. T lvstgkett ( Don Sch! (111*2' »iger z ö Mgstä" haben sch BW, »« ® neuere »1 Berlin t Jocfüh^ 1 922 IP tiM 1 AelchM' Sportbeh verein D reicher 2 Eten Äauheim erwartet. festen b' fielt bie iammlur von Lai sihende Wb' rnmtag des rüfr zahlreich von 129 richtete die er 1 zu verwl fammlun llntefflül Turners X Sai N Sehfli Wi Ki . v6r|a Zürnen, Sport und Spiel. — Städtekamps Hamburg-Ber- (tn-Qeipelfl. Der 0tät)tdampf im Kunstturnen -wischen Hamburg und Berlin, der um eine Leipziger Auswahlmannschaft erweitert worden ist, findet am Karfreitag den 14. April in Hamburg seine dritte Wiederholung Jede der Städte stellt eine achtgliederige Ma.-nschast Um den letzten heiß errungenen Sieg zu wiederholen, geht Berlin diesmal ^sonders sorgfältig zu Werke. Zwecks Fest- »der besten Berliner Kunsttuirner finden usscheidungSturnen am 23. März in der Turnhalle Türmst raste 75 und am 6 April in der Turnhalle Prlnzenstrahe 70 statt. Die Ausschei- dungstämpse dürsten von allen Berliner Turnern mit gespanntem Interrsse verfolgt werden. Bisher haben schon Ehrhardt (Berl. Turngenossenschast), Albrecht und 3rtfe (Tib) sowie Strobel (03. f. L.) ihre Meldung abgegeben. Eine Einladung Han° noverS zu einem ähnlichen Städtekampf ist seitens Berlin wegen Ueberlastung mit Wettkämpfen, Vorführungen usw. abgelehnt worden. — Für die Deutschen Kampfspiele 1 922 ist der Meldeschluß zu den leichtathletischen Wettbewerben aus den 22. Mai beim ReichSauSschuß, für Angehörige der Deutschen Eportbehörd« alkf den 16. Mai bei der D. D. D. verlegt worden. Ä Lich, 15. März. Der Turn» und Sportverein Dustbach unternahm am Sonntag bei zahlreicher Beteiligung einen Turngana nach hier. Aächsten Sonntag wird der Turnverein 1860 Bad- Aauhetm als Gast des hiesigen Turnverein- hier erwartet. 4 Kirch-GönS, 16. Mürz. Der zum Gau Hessen der D.T. zählend« Turnverein „DorwärtS" hielt dieser Tage sein« stark besuchte Hauptversammlung ab, der auch auswärtige Turner, u. a. von Lang-Göns, alS Gäste beiwohnten. Der Vorsitzende L. Gerhard gab den ausführlichen Geschäftsbericht und teilte seine Eindrücke vom Gauturntag in Diesten mit. Die Mitgliederzahl deS rührigen Vereins, der im abgelaufenen Jahre zahlreiche turnerische Erfolge buchen konnte, ist von 129 auf 148 gestiegen. Turner W. Beppler richtete beherzigenswert« Wort« an die Jugend, die er ermahnte, daS Vermächtnis Hahns treu zu verwalten. Don dem guten Geist, der die Versammlung beseelte, zeugt di« Tatsache, dah zur Unterstützung der Angehörigen deS verstorbenen Turner- Zöller 700 Mk. gesammelt wurden -Handel. Berlin, 16. März. Dörsenstifm- mungSbtld. An der Börse setzte sich zunächst die Abwärtsbewegung der Industrie- werte fort. Namentlich auf dem Montanmorkte waren scharte Rückgänge zu verzeichnen. Essener Steinkohlen verloren 195 Prozent, Bochumer Guß 80 Prozent, Ilse 70 Prozent, Oberschles sche Eisenbaynbedarf 45 Prozent, Phönix 30 Prozent, Rheinstahl 75 Prozent. Sonst hielten sich die Rückgänge zwischen 10 und 30 Prozent. Geschäftsunlust und Ab- gabvneiaung wurden erklärt mit der Fortdauer der Geldschwierigkeiten, namentlich hinsichtlich der Depotstellung für Spekulattonskredlte. Vorübergehend führte lebhafter Begehr für gewisse obcrschlesische Werte wie Kattowitzer, Laurahütte und oberschles.scher Eisenbahn- bedarf Besserungen nicht nur In diesen Papieren, sondern auch im allgemeinen herbei. Diese Wendung entbehrte aber der Beständigkeit. Die Börse fiel bald wieder der Lustlosigkeit anheim. Die Umsätze blieben gering. Bon DchiffahrtSaktien verloren Hamburger Patersahrl, Ltg-Cübame diener und Hansa 15 bis 20 Prozent. Bankaktien waren ziemlich widerstandsfähig. Am Anlagemarkt gewannen bprozentige Reichsanleihe bemerkenswert. Sonstiae Kurse waren gut behauptet. Die ausländischen Zahlungsmittel zeigten am Bormitlag eine festere Haltung bei leichten Schwankungen, zogen an der Börse zunächst scharf an, schwächten sich dann aber wieder ab. Oesterreichische Roten waren lebhaft gefragt und besserten sich bemerkenswert im Zusammenhang mit den internationalen Anleihen für Oesterreich. Frankfurt a. M., 16. März. Börsen- fltmmungibllb. Die Unsicherheit, die bereits gestern an bei Börse geherrscht hatte, hielt auch heute an und stand dem Auskommen einer regercn I Geschäftstätig eit entgegen. Am Devisenmarkt war > ruhiger Geschäftsverkehr. Dec Dollar, der heute früh mit 271—272 eiisehte, war Schwankungen unterworfen und stellte sich gegen 1 Uhr auf 275—274. Am Markte der amtlich nicht notierten Werte zeigte sich regeres Interesse für Kasseler Fast, 2125, Chemische Rhenaniä 1210-1195, ManSfelder Kuxe 29 500, Gummi-Stöckicht 490, Gebr Fahr 760, Deutsch« Petroleum 1975—2000, Julius Sichet ca. 700. In den Ausland-werten entwickelte sich kein nennenswerter Verkehr. Oesterreichische Kreditanstalt und ungarische Goldreiten schwächer. Bankaktien verbältniSmästig ruhiger. Metallbank gab erneut nach. Am Montanaktienmarkte war bet Verkehr wenig umsangreich und die Kurse neigten zu weiterer Abschwächung. Auch Autoaktien setzten niedriger ein. Ehemische Aktien zeigten Abgabeneigung. Zuckeifa 'tlkaktien ebenfalls ntebriger. Stärkere Realisationen vollzogen sich In Kassa-Industrieaktien. DchlsfahrtSaktien nichtiger. 3pro#entlge ReichSanleihe hatte lebhaftes Geschäft. Die Börse schloß ruhig bei un- regelmäßiger Tendenz. Privatbiskont 41/» Proz. Frankfurt a M., 17. März Dorsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Dchluh- Schluß- Schluß- KurS Kurs Kurs KurS Datum: 15.3. 16..?. 15.3. 16.3 5"/,Dt ch.KriegSanl. 77,60 77,50 77.5C 77,50 4'»Dtch.Reichsanl. 91,— 91.26 92,- 92 - 3°/»Dt ch. Aelchsanl. 121,- 126,- 122,- 126,- 4" 0 Preuh. KonsvlS 78,50 79 - 78,10 78,- Hamburg-Paketf.. . 629 - 517,- 530,- 614- Rorddeutscher Lloyd 494, - 397,- 399,üO 389- Comm.u.Privatbank 340,- 338,- 342,- 340,- Dannstädtcr Bank . 33^,- 337,- 337,- 33b'- Deutsche Bank . . . 595, - 582, - 590, - 590* - Disconto-Vesellfchaft 500, - 497, 498,- 497 - Dresdner Dank. . . 370,- 370,— 375,- 371,- Mltteld.Ereditbank. 310,- 308,- 310,- 307,- Ratlonalbank f. D.. 349,50 3.5,- 349,- 348'- Doch.Guhstahlwerke - - ,- llcl'- Dud.-Elscnw.-Akt.. 1000,- 1000,- 99 D.-Luxemb.Dergw.. 1121,-1100,- 1118,- 1095 - Gelsenkirch. Dergw.. 1135 - 1120 - 1136,- 1113,50 Harpenet Bergbau.1710,- 1680 - 166),- 1651,- Oberschl. Eisenb.-D. 1120,- 1080,- 1120,— 10^2 - Oberschles. Elsenind. 940 - 920 - 920,- 920 - Phönix-Dergb.-Akt. 1235^- 1175,'- 1210,- 119*',- Dad.Anilin-u.Soda 7 5 - 725 - 724 - 700 - Höchster Farbwerke. 705,- 684*- 715* — 681'- Allg. Elektr.-Ges. . . 845,- 810,- 820,- 803,- Feltenä Guilleaume 1210 - 1)75 - 1225,- 1170 - Schuckert-Werke. . . 7 >5,- 775 Wien 100 Kt. = 0.06 0.07 Prag 100 Ät. = 9.- 9.- PariS 100 Fr. » 45.90 46.05 London 1 / — 22.36 22.35 Italien 100 2. = !<5.90 25.90 Brüssel 100 Fr. = 4 .50 42.75 Budapest 100 Äc. — 0.-325 0.625 Reuyork 100 I = 515.50 514.60 Agram 100 Kr. = 1.65 1.60 Warschau 100 Är. = 0,125 0,12 Marknotieruugea. Büchcrtisch. — Rathcnau, .Der Kandidat bei AuSlandc S". Don Alfred Roth. Verlag: Deutschvölkische DcrlagSanstall (X Dötting), Hamburg 1. Das Görlitzer Programm b c r D. P D. Ein kritischer Kommentar. Don Syndikus Hermann Schöler Verlag bei Meyer- schen Hosbuchhandlung, Detmold. — Rudolf D. Dinding, Unsterblich k e 11. Derlaa von Rütten & Lönlng. Fvank- urt a. M. — Farbe und Stimmung dieser Äodclle Ind von zwingender Gewalt. Die Handlung Ist >em Reich der 2llllägl»chkeit well entrückt. Der Heldin Innerlichkeit au verstehen, setzt freilich bei dem Leser eine entschiedene Einstellung auf bat Hyperlogische voraus Hat er diese gewonnen, wird er mit Ergriffenheit die heilige Flamme lodern sehen, die Demeter von Devern verzehrt Die Erzählung, vom Reiz deS Wunderbaren umkleidet, strömt ohne retardierend« Momente mit Raturgewalt dahin Man bewundert des Dichter« ge- sammelle Kraft und den Wohlllang seiner poetisch erhobenen Sprache. — Dom Himmel Astronomische Erzählungen für da« Volk und die Zugend von Viktor S ch m 11 L Verlag von Moritz Schauenburg. Lahr (Baben). Es hanbelt sich hier um ein Büchlein, baS in populärer unb erschöpfenber Welse alle Wissensgebiete auS ber Astronomie unb mathemali- fchen Geographie behandelt unb also trotz des freundlichen Plaudertons ein Lehrbuch genannt werden kann, das Jung und All gern begrüßen wird. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 15.3. 16.3. Zürich Fr. 125 40 1,91 1,89 Amsterdam Fl. 59.20 0 98 0,97 Kopenhagen Kr. 88 80 1 77 1,78 Prag Kr. 117 80 - 20 75 Stockholm Kr. 88.80 1,45 1,42 Wien..........Kr. 117.80 -, - 2697, London Sh. 97.80 6,8? 5 90 Paris Fr. 125 40 4,12 4.09 Deuyork $ 23.80 -,37 -,37 Markte. Frankfurter Schweine- und Kleknviehmarkt. F r a n k f u r t a. M., 16. März. (Amtlich.) Marktverlauf: Der Kleinviebmarkt wurde bei lebhaftem Handel geräumt Am Schweinemarkt verblieb bei gedrücktem Geschäft Ueber- stand. Im einzelnen ist zu bemerken: Auf- aetrieben waren 995 Kälber. 495 Schafe, 617 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendaewicht: Kälber, beste Qualitäten, 1850—2000 Mk., mittlere Qualitäten 1600—1800 Mk., geringe Qualitäten 1300 bis 1500 Mk. Schafe 850—1450 Mk. Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht 1750—2100 Mk., von 80—100 Ktlogr. Lebendgew. 2200—2300 Mark, von 100—120 Kilogr. Lebendgewicht 2200—2400 Mk., von 120—150 Kilogr. Lebendgewicht 2200—2400 Mk.; Fettschweine über 150 Kilogr. Lebendgewicht 2200—2400 Mark. Außerdem wurden 89 Rinder, darunter 32 Ochsen und 57 Färsen und Kühe (22 Rinder aus der Tschecho-Slowakei) ohne amtliche PreiSnvtierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schllehen. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Di« französ.sch« Delegation für Genua. Paris, 16. März. (WTB.) DaS „Echd de Paris" schreibt, es ist mehr und mehr wahrscheinlich, dast Poincarß nicht an die Spitze der Delegation treten kann, die Frankreich In Genua am Tage der Eröffnung der Konferenz vertritt. Nachdem nun einmal in Boulogne festgelegt worden sei, daß die politischen Fragen von dieser internationalen KonferenzauS» geschlossen seien, sei die Anwesenheit Poin- careö nicht mehr erforderlich. Die französischen Delegierten werden Im übrigen aus fünf Mitgliedern bestehen, unter denen sich der französische Botschafter In Rom Barrere befindet. Die amerikanische Forderung. London, 16. März. (WTB.) Eine Reuter- not« weist darauf hin, daß die Finanzminister der alliierten Mächte hervvrgehoben Haven, daß sie nicht kompetent sind für die Forderungen der amerikanischen Regierung auf Ersah Ihrer Be- fahunaskosten. Man erwartet nunmehr, dast di« amerikanisch« Regierung sich nunmehr a ft ble alliierten Regierungen wenben wird. Inzwischen hätten ble alliierten Finanzminister die Verteilung ber von Deu'schland geleisteten und noch zu leistenden Zahlungen ge- regelt. Die ReparationskommMon hab« Auftrag, die Leistungen Deutschlands für das Fahr 1922 festzusehen ES sei noch nicht entschieden, ob die alliierten Finanzminister noch vor der Konferenz von Genua eine neue Zusammenkunft abhalten würden. Riesenbrand ln Chicago. Chicago, 16. M irz (WTB.) Durch Großfeuer tt>urbc ein großes Häuserviertel zerstört. Der angerichtete Schaben wirb auf über 50 Millionen Dollar geschäht. Ausstellung KX und praktische Vorführung ZS meines konkurrenzlosen ZS WM-MWWMel und Backhaube im Hotel Prinz (Earl, Seltersweg, morgen Samstag, Sonntag und Montag von 10-1 u. von 3—7 Uhr (Sonntag nur von 11-1 Uhr). Eintritt frei! Nur 3 Tage! Kein Kaufzwang! Schüler M. 1.50 (Angehörige M. 8»—). Karten nur an der Kirche, HEM»! keine Wen Wie«- nnö GmeWiM WN A Butter- unb Samstag, 18. März, lU7 Uhr nachm.s ES3 Johannes-Kirche Sonntag, 19. März, abends V.9 Uhri Magermilch nbutflcbcn, täglich von 3 Uhr ab bei 02.39 Weller, Nittergasse 11. Billige Kleiderund Blusen erhalten Sie durch Selbst färben wie neu mit Unerreicht sind Riesche! Patent“ Wellsieb Grudeherde Rich. Jordan’» ■elsterhilder-Andacht M Mit wirkende: Ida Stammler (Gesang) u, Aug. Habicht (Orgel). SM ■ Sperrsitt M. 5.—, offener Plate M> 3.—. Karten bei den Buch- H M hlndlcrn Kicker, I erber, Free», PfetlTcr n. Schneider. L;« W Zum Besten der Kinder - Bewahranstalt. I Wiki-Haushaltfarben Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardi onfärben. Herrliche Eierfarben. 40jähdge eigene Fachkenntnleso der Hersteller. Beste Güte Verlangen Sie nur „Wiki" und Sie w.-rden zufrieden sein. und Oeferi. Vertreter: Emil ttr teil. ite Gießen. LLegen auherordenillch dringendem Leders unübeiboien hohe Preise zahlen wir für Perser-, Orientteppiche und dergleichen. Auch Qelncmalde erster Meister. Für tadellos erhaltene Stllcke legen wir bett 40—SOsachen Friedenswert an. Wir sind nächster Tone dort anwesend und erbitten poltwendende Cfierte von ttiL Herr« sch.ften unb Händlern an Ali Almas ÄSte (BabelBbergerftraße 59. Telephon Nr. 57898. Sofortige Barzahlung. Strcngfte Diskretion. Dermtttlung wird honoriert. 2(>47>98 folgende Gelegenheitrposten emoetnuft u.gebe diele, so Imme Poriai, wie folgt ab: Corned Beef dsunddose 18.— heei eskoat 1*/, . . IS.— (Alclfd). iVett u. Bohnen) Fetthcringe Pfnnddol« n 14.— Sappen würfel 300 OrQiltui n ^.80 (ErbS mit Reis) Bohnen ni.Felt n 5.60 (au Gemüse unb Suvvei Trockenmilch la.'/,Psd.loseM. 16.— Georg Wallenfels Marktplatz 21, fleneniiber der Engelavotbeke. (^c Zrauenhaare! kauft tu den 02212 W* höchsten Preisen -WG Georg Wahl, Fri?eur, Neustadt 33. Ärifdic Sendung Busch- ü. Hochstammrosen cinaeitoncn. 019R Mottkcstraste 7. Lpctsc- und Laut- kartoffeln sowie Tickwurz einaetr. H. Trechmier. Stein slraste 73, Tel. 1581 <> <> Näherin Kundschaft nn im Hanse bei reeller, schneller Bedieiiuna. ‘JJiarh. Inft H HL (V'nnnnn cm en aaste 8. Backpulver SA -G • KA Qt SPUHf ‘GDUNWfhVKEL h z taUn Hiessen |E. I) Gemäß § 38 der Statuten labe Ich zu einer General-Versammlung auf Samstag, den 25. März. 61-, Uhr nachmittags, Im Gattensaal hiermit ergebens! ein. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes- 2. Bericht über die Prüfung der Rechnung für 1919; 3. Nachträgliche Genehmigung des Voranschlags für 1921 und Feststellung des Voranschlags für 1922; 4. Wahl zweier Rechnungsrevisoren; 5. Statuten« änberungen; 6. Verschiedenes. 2656v Der 1. Direktor: Hofmann. Ankant v—<> * hr W Höchste Preise erhalten Sie für 2588a Gebisse Zähne bis WO M. Nur noch 1 Tag Samstag, 18. März L Hotel Schütz, BahnbcfetraBe Gießen, am 16. März 1922. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Todes-Anzeige. Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine gute Tochter, Fllegemutter, unsere Schwester, Schwägerin, Got und Tante krMMsüMMW im 43. Lebensjahre. Die trauernd Hinterbliebenen. Staufenberg, Mainzlar, Wißmar, den 17. März 1922. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. März 1922, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. 2674D Heute nacht ist unsere treue Mutter, unsere liebe Tochter und Schwester Frau Professor Paula Eck verw. Grein, geb. Gebühr von ihrem langen Leiden erlöst worden. Die trauernden Hinterbliebenen. | Vermietungen Pension Brand! »UH. i 0. mttbl. Zimmer mit zwei Betten. Gnte Verpthgang Ml. Mim mieten 02177 Ricgclpfad 21. H6bl. Zimmer m.Pens. sof. n.cm. Ledwigstr. 6III. | Mietgesuche | Best. jullg.Brautmr beim Wohnungsamt nn= gemeldet, sucht 2-5 Zimmer mit KüchklihkNiitzuiig leer oder möbliert zu mieten. - Schriftliche Angebote unter 2614 mt den Gietz. i. Anzeiger erbeten._______ Z Gesucht zu Beg. bei neuen * Schulj. s. 2 Gymnasiasten ' (Unterprimaner. Ober- 1 fekundaner) ein groyes od. zwei schöne kleinere möblierte Zimmer. Volle Pension erwünscht, aber nickt unbedingt erforderlich. Sckriftl. Ang. unter 2615 a. d. Gies;. Anz. 1 oder 2 möbl. Zimmer eleftr. Licht, in ruhigem . Hause zu mieten gesucht. Schr. Angeb. unt. 02172 an den Gieh. Anzeiger erb. Student sucht baldmägl. gut möbliertes freuntL Zimmer. Sckriftl. Angeb. unt.02170 an den Gleh. Anz. erbeten. Möbl.Zimmer in der Nähe der Kliniken per sofort gesucht. Schristl. Angeb. unter 02173 an den Gies;. Anz. Junges Ehepaar (Ober- Jngcnienr) ohne Kinder sucht »um 1. Avril möbl. Wohn- und Schlafzimmer. Schristl. Angeb. unter 02215 a. d. Gien. Anz. erb. [staHenangebote | Steinmetz gesucht. Sckmall, 02136 Marburger Slr. 60. Arbeiter gesucht. Schäfer, 2682 Licker Slr.che 9. Kräftigen jungen Arbeiter stellt sofort ein 02216 G. Schrader Bildhauerei, Leihgestern lüdltig. HanömDchen für sofort ober später ges. 2688 Ottanlage 37. Jüngerer gewandter Arbeiter im Alter von 16-18 Jahren, f. Lagerarbeiten ufro. in dauernde Stellung ges. Jürgens & Prinzen. 2689 G. m. b. H., Lndtvigstrasre 57. Lehrling für Lebensmittel- und Trog. Detail Geschäft auf Ostern bet steigender monatlicher Geraütung gesucht. Bewerber aus achtbarer Jamitie wollen schriftliche Angebote unt. 26S4c an den Eichener Anzeiger cinreirben. Pvitr elektrotechnisches Bureau wird zur Jüh- ritng einer Kartothek und Korrespondenz geeignete Dame oder Herr ver sofort gesucht. Schr. Angebote unter 2632 au den Gien. Anzeiger erbet. hausbursche j aus guter Familie gesucht Fritz Nowsck I Wäschefabrik und Ausstattungshaus | Tr-r t.....||Trtiriirrr...I.rT,2ß58crr| Je 2 Schlosser-, Dreher-, Schreiner- Lehrlinge je 1 Dreher und Schreiner werben noch eingestellt. 2635l) I.u. H. Grieb, Gambach (Hessen) Müblcubauanstalt und Maschinenfabrik. Solider Dauermieter iiidit möbl. 3iMintr. Schr. Ang, u. 02176 a. G.A. Ruhige Verkäuferin sucht per sofort 02166 mbl. Zimilltr. Näheres i. d. Geschästs- stelle des Giey. Anz. WobnuDgslausch. 4 oder 5 Aim.-Wohnung in Gienen gegen eine solche in ivrnnf- furt a. M. ober nächster 'Nachbarsch. (Höchst a. M.) zum 1. Juli zil kamen MU Schristl. Angebote unter 2663 an den Gießener Anzeiger erbeten._______ Wohnung; tausch. föpinrtif* Wohn » «g wksilllsl. von mindestens 7 Zimmern ober: Haus zum Alleiubewobneu. (geboten . A - ■ ■ ' Ecbr. KloseWiihtl zu kaufen ge'uckt. 02186 Noll. Neustadt 57. Sportwagen zu kauf. ges. Schr. Ang. u.02207 an denGieß.Anz. Neuen Friedhof recht zahlreich einznsinden. Gießen, 17. März 1922. haserstroh zum Süttern Heu und Barrmschrntt Samötag, 3 Ubr. Treffpunkt: Lahnbrücke. 2654/ Unloerfltdl5üud)l)ßn(ilg. Seltersweg. M24 zu kaufen gesucht 26' Lteinstrafre 73 v. Für tagsüber ein zuverl. Lucht. für kleinen Haushalt für sofort gesucht. Näheres n2t2< Walltorstrasre 71 y Schones 3x5 P>. Haus m.Bad, Balk. n. Obstgart, in feiner Lage, sowie ein Haos in. Stallg. zu verk. oiio.,l Baer. Ostanlage 29. Gut erhaltenes Damenrad zu kaufen gesucht. Schristl. An geb. unter 02191 a. d. Gieß. Anz. erb. ^ÄMküdctbclt. Schristl. Angeb. unter 02181 a. d. Gien. Anz. erb. Guter 2jähr. Hof und Beglcitbuud (Kreuzung deutscher Schäserhtind u. Dogge» zu verk. (02199 LannSbach.Haus Nr. 172. Stadttheater Leitung: H. Stelngoettar. LamStag, 18. März: Schüler - Vorstellung NMIni Teil. Anfang 3, Ende 5‘/« Uhr Zoh. Müller, Telephon 1650. Meinverkauf Lager Geilsutz, Westanlage. Job. Hüffler, Telephon 1560. Kleinverkauf Lager Geilfuß, Westanlage Gnterhaltene (02192 Sprungrahmen-Malratze a.ort Hillcbrandstr.8. Welch, alter, alleinsteh. Herr oder Dame würde jungem Ehepaar ein Teil ihrer Wohnung ablassen geg. Lerrtchtung d. Hausarbeit. Frau war läng. Jahre Haushälterin in erst. Herrschaftshaus. Schr Angeb. unt. 02218 an den Gien. Anz. erbet. FlMd.MWen zum Flaschenspülen gesucht. (9ebr. Schwan, 2676 Seltersweg 64. GksSWUKl« LlllWM' Eletzkll gegr. 1884. Zur Feier des Wer nimmt Rfinrl 14 Tage altes als Eigen an? Schr. Angebote unt. 153 an Frauen-Klinik, 02184 Gießen. an * xx.gacöa?AOG 2lrbeiter nicht ar % MDofoor Antrag । Nlcueti Die beten fi It immun DesW tottbbe 6d 188, 2h sZtr.) i mcnopi nislischk Gesetz f Es • ^>' vloiNknur rufen „e Forts riet nef bie ™ mir wurde ein Vergleich abgeschlossen. Die Kosten übernahm ein anterer Einwohner von Garbenteich, der in der Sache als Zeuge vernommen worden war. Ein hiesiger Oberlehrer hatte den Redakteur der hier erscheinenden „Ob er hessischen Volkszeitung" wegen eines in diesem Blatt unter der Ueberfchrift „Antise - Bett auf die Knie und drück'.« ihre Lippen auf die dünne, wachsbleiche Hand der Kranken. „Immer gehe ich getröstet von dir, immer hast du mich etwas gelehrt, immer mir Frieden gegeben. Und ist es nicht wunderbar, Tante ClU- nor, jetzt fühle ich mich so stark, daß ich auch wieder glaube, es werde mir gelingen, Jens zu helfen." „Das wird es dir auch, du Liebe," flüsterte Tante Ellinor. „Wenn tu nur immer d e Augst von dir selbst fernzuhalten vermagst. Dee Angst verzehrt alle Kräfte. Mir ist tee Angst immer wie eine böse Macht erschienen, und daß sie eine starke Macht ist, das fühlen wir an dem h.ls- losen Zustand, in den sie uns verseht. Wenn man selbst bange ist, kann man auch einem wrtern nicht helfen. Siehst du, mein Kind, darum mußt da die Angst aus dir selber vertagen; du schöpfst neue Kräfte aus dem Frieden, der dich umgibt, wenn dein Gemüt nicht mehr von Angst gepeinigt ist." Frau Ellinor schloß müde die 2Lugen; das Reden hatte sie angeitrcngt, uab Inger stand sofort auf. „Wie rücksichtslos von mir, Tante Ellinor, daß ich dich soviel habe sprechen la senl" rief sie reuevoll. „Sei mir nur ni.jt böse!" Und wieder führte sie die Hand der Kranken an ihre Lippen. „Bose! das bin ich dir nie, liebes Kind. Ich möch.e dir so gerne helfen, aber es bleibt mir gewiß keine Zeit mehr Lxiju.“ „Ach, Tante Ellinor, geh nicht von mir!“ flehte Inger. „O Kind, meinst du nicht, ich habe das Aus- ruhen verdient? Und sie kommt mir auch ’iten Tag einen Schritt näher." Inger hatte sich erhoben, um der Kranken gute Rächt zu sagen; jetzt blieb sie mit deren Hand in der ihren stehen. Sie meinte, Tante Ellinor rede irre, und fragte verwundert: „Wer kommt dir jeden Tag näher, Tante Ellinor?" „Die Pforte des Paradieses, meine Liebe." Und Tante Ellinor schau:e ihre Rich e fetzt mit ganz hellen Augen an. „Gute Rächt, Kind, und Vergiß nicht, was ich dir gesagt habe." Fünftes Kapitel. Frau Inger schloß leise tee Flurtür auf und war eben auf dem Weg zu ihres ManneS Zimmer. Sie fühlte sich jetzt stark und mutig, voll Trost und Hoffnung, und sehnte sich danach, mit ihm zu reden. Da wurde die Wohnzimmer- tür geöffnet, und Ellen steckte den Kopf heraus. „Richtig, ich hörte doch die Flurrur gehen. Ach, Mutter', komm doch Herei i, Base Malwine ist da, und wir findfo vergnügt." Aber Ellen bist du denn noch nicht zu Bett?" „Ich konnte doch nicht zu Bett gehen, wenn Malwine da ist! Es ist auch erst Halo elf Uhr. Vater i i au:gegangen,“ fuhr sie fort, als ihre Blutter in der 'ucichcung nach dem Zimmer des Hauptmanns blick:e. „Vater ist auigegangen!" Frau Inrers leise Stimme klang recht enttäuscht. „Das ist sehr uaa-genehm. Hätte denn nicht eines von euch veriuchea können—" „Es nützt doch nichts, wenn ich etwas zu Dater läge," unte brach ’.e Ellen. „Morens war draußen und rebe.e mit ihm. Aber komm doch herein, Mutter; nur so lange, bis Vater zurück- kvmmt." Im Wohnzimmer saß Base Malwine in mitische Hetze am Gießener Bahnhof- erschiencncn Artikels, durch den er sich bcleibigi fühlte, verklagt. Das Gericht sah in dem Artikel, in dem der Rame des Privatklägers genannt worden war, keine Beleidigung desselben und sprach daher den Angeklagten frei. Vermischtes. * Sic hoheSeeals Geburtsort. Dir Zahl der Kinder, il: auf brit.fchan Schiffen a.i; hoher See geboren trui.en, hat na ier neuesten Statistik im Hahre 1921 g:gen die Rekordzisser von 1920 etwas abgenemm.n. Während 1919 151 neue Erdenbürger auf ei em der Ozeane das Licht der Welt e blick ei, stieg diese Zahl 1920 aus 276 an und betrug 1921 2<3. „In Den letzten Zähren," bemerkt dazu ein Schiffsarzt, ..gediehen die Kinder, die auf hoher Se g b.rcn wurden, recht gut, besonders auf den Dampfern im Süllen Ozean, wo bedeu:ente Sammlungen zu ih en Gunsten veranstaltet v u den. Jetzt aber Haven die Spenden für die Säuglinge nachgelassen, und selbst die Passagie.e der ersten Klasse wollen nicht viel mehr g ben." Ein Kind, baß auf hoher See geboren wird, wird Untertan des Landes unter dessen Flagge das S^-iff fährt. Die Geburt wird in das Lo.buch des Kapttäns eingetragen und nach Rückkehr in die Heimat möglichst rasch dem Standesamt mitgeteilt. • ©in Kreuzzug gegen das Schmin- ke n. „Eine Frau hat nicht das Recht, die Welt irrezuführen; Frauen, die sich schminken, die Haare färben und die Augen vergrößern, sind Betrüger und müssen als solche beftraft we. den." Mit solchen Worten ruft die Führerin der amerikanischen Heilsarmee, Evangeliue Booth, zu einem „Kreuzzug" gegen das Schminken auf. „Viel? Scheidungen und namenloses U'gl ick lind schon durch solche T uschu g n h rv rg r fen worden. Rur der Kampf gegen di se F.Isch.nk infle tarnt die Sittlichkeit und das Eheleben verbessern." Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubril stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 16. März. Zu dem „Eingesandt" in der Dienstagnummer Ihres Blattes erlauben uns noch mi^u'.eilen: Das Zahlen von Kinderzuschlägen ist erst nach oder während des Krieges eingeführt worden. Fest steht m. E., daß bitte Kinderzuschläge angebracht sind und auch zu nicht geringem Maße den Zweck haben sollen, den Gehalt der Beamten im allgemeinen niedrig zu halten unter Hinweis darauf, daß den Familienvätern mit Kindern für diese durch die Zahlung der Kinderzuschläge geholfen wird. Eine Bezahlung der Leistung un£ Arbeit wie in privaten Betrieben und in der Industrie ist damit In Wegfall gekommen; sind mir doch Fälle bekannt, daß Beamte an Kinderzuschlägen mehr erhalten, als ihr Gehalt ausmacht. Von Beamten, die sich im Dienst ablösen, also gleichen Dienst (Arbeit) verrichten, könnten ähnliche Fälle angeführt werden. Annehmen müßte man, daß der Gebige zu seinem Unterhalt wenig Geld nötig hätte. Aber sehen wir uns heute einmal die Verhältnisse dieser näher an — welch eine Enttäuschung? Was kostet heute Wohnung (möbliertes Zimmer) und Kost in einer Stadt? — Zu einer erschöpfenden Darstellung und Schilderung der durch diese Besoldung sregelung — oder auch besser gesagt: Desvldungsumregelung — geschaffenen Zustände reicht hier der Platz nicht aus. — Warum wird dem Verlangen der Mehrzahl aller Beamten nicht nachgekommen und von selten der Regierung, des Reiches, Staates, Gemeinde, Reichstag, nicht dieses Gefetz geändert? Es würden zweifellos Fälle wie die Im „Eingesandt" angeführten vermieden. Würden nicht die Kinder unserer Beamten, die z. B. früher als Hausmädchen in Stellung gingen und sich so für ihren späteren Berus als Mu ter und Hausfrau vorbereiten konnten, von Staats wegen zur Faulheit erzogen? — Kann man dann verübeln, wenn ein Vater sein Kind, wie in vorliegendem Falle, anstatt in eine Fabrik zu senden, zu Hause läßt, wenn Fs doch bezahlt wird. — Also der Hauptfehler liegt Im System. Was sagen die Herren Reichstags - und Landtagsabgeordneten dazu? welche Stellung nehmen sie ein und was gedenken sie dagegen zu tun? Zum Schlüsse möchte Ich nur noch einen mit heute im Anschluß an das „Eingesandt" vom Dienstag bekanntgewvrdenen Fall anführen. 2Iuf einem benachbarten Bahnhof soll ein Weichensteller bedienstet sein, der noch 25—30 Morgen Land fein eigen nennt Dessen Sohn, 18 Jahre alt, bearbeitet dieses Land. Der Vater spart also mindestens eine Kraft, die er sonst haben und auch bezahlen müßte. Der So' n b-w. V i e bezieht für sich ebenfalls Kinderzufchläge. Mit Recht? S. einem der niedren Lehnstühle. Sie war von mittlerer Größe, sehr mager, und hatte ein Gesicht, so runzlig wie ein vergettener Winterapfel. Tie etwas flackernden hallb au ea Augen zeigten einen gutmutigen Ausdruck, und man sah sofort, daß diese Gingen ihr Stolz wa en, an der Mühe, die sie sich gab, sie hervorruheben. Ta die Ra- tur sie nur mit der schwächsten Ahnung von Augenbrauen ausgestattet hatte, half sie diesem Mangel damit ab, daß sie sitz selbst über jeteö Auge einen feinen, leichten Bogen zeichnete, and es siel ihr niemals ein, baß irgend jemand diese kleine Fälschung entdecken könnte, ebensowenig, als ihr der Widerspruch darin aa fiel, daß ihre Vörderhaare dünn u ü> angegraut waren, während ihr Racken eine Fülle glänzend schwarzer, gesteckter Locken aufwies. Tie Augenbrauen rieb sie sich übrigens stets vorher au3, ehe sie einen Besuch bei der Familie Borris machte. S e war nur wenige Jahre jünger als Frau Borris, sprach aber immer von „wir Jungen in der Familie". Eigentlich war sie nur mit Tante Rora verwandt, aber hier im H uw wurde sie auch als zur Familie geh?r g b t ach e , da sow hl Haup - mann Borris als auch Frau I ger ihr ehrliches, gutmütiges Wesen wohl leiten mochten und außerdem große Teilnahme für ihr trauriges Geschick hatten. Malwine Munk chatte als sehr junges Mädchen einen Stcu nnnann gc'-.eiraret ii n Lauf ter Jahre war er in ihren ($ < jßUi-gcn zum Kapitän vorgerückt); aber nach nur zweijährigem Ehestand erhielt sie eines Tages die Rachricht, das Schiff, auf dem er Heue g-nommen hatte, habe Schiffbruch erlitten, und ihr Mann fei unter den Vermißten, (Fortsetzung folgt) Behördliche Anzeigen Ortssatzung betreffend die Erhebung von Gebühren für die Reinigung der Straften und Fuftsteige und für die Abfuhr von Hauskehricht in der Stadt Gieften. Auf Grund der Artikel 15 und 193 der Städte- vrdnung vom 8. Huli 1911 wird zufolge Beschlusses der Stadtverordneteir-Bersammlung vom 20. 3a- nuar 1922, nach Anhören des Kreis-Ausschusses, mit Genehmigung des Ministeriums des Innern vom 28. Februar 1922 zu Rr. M. d. 3. 4546 für den Bezirk der Stadt Gieften nachstehende Ortssahung erlassen: 8 1. Die Reinigung des Fahrdammes und der Fuftsteige der innerhalb des Stadtgebiets gelegenen Straften und Plätze erfolgt nach Maftgabe der folgenden Bestimmungen durch das Stadtbauamt. Die Reinigung der Fuftsteige von Schnee und Eis, sowie das Bestreuen bei Glatteis liegt nach wie vor den Grundstückseigentümern ob. § 2. Die Reinigung wird in dem den polizeilichen Anforderungen entsprechenden Mafte ausgeführt. 8 3. Jeder Eigentümer eines bebauten Grund- stückeS oder eines unbebauten an einer Strafte gelegenen Grundstückes oder eines selbständigen Teiles ist verpflichtet a) für die Reinigung der Straften und der Fuftsteige; b) für die Abholung von Hauskehricht eine Gebühr zu entrichten. 8 4. Die Gebühr wird vom Grundstückseigentümer in vier Zielen erhoben. Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, von seinen Mietern oder Pächtern die Gebühr anteilsmäftig einzuziehen, doch darf der Anteil 10 Prozent des Miet- oder Pachtzinses jeweils nicht überschreiten. Weigert sich der Mieter oder Pächter, die Gebühr an den Grundstückseigentümer zu zahlen, so hat Letzterer die Stadtverwaltung davon zu benachrichtigen. 3n solchen Fällen wird die Gebühr nach § 13 dieser Satzung durch die Stadt von dem Mieter oder Pächter erhoben. Sind nicht selbständige Teile weiter vermietet oder weiter verpacytet, so ist der Vermieter oder Verpächter berechtigt, einen entsprechenden Anteil von dem -Untermieter oder Unterpächter zu erheben. 8 5. Die Gebühr beträgt 10 Prozent des einzelnen Miet- oder Pachtwertes für das Hahr. Dabei ist dec Miet- oder Pachtwert vom 1. Januar 1922 zu Grunde zu legen. § 6. Als Miet- oder Pachtwert gilt, wenn die Räumlichkeiten vermietet sind, der vereinbarte Mietzins unter Anrechnung der etwa im Mietpreis enthaltenen Kosten für Heizung und Beleuchtung, sowie sonstiger dem Vermieter oder Verpächter zum Vorteil des Mieters oder Päch- l ters obliegenden Leistungen. Der vereinbarte Miet- ober Pachtzins ist ' nicht maftgebend: a) wenn er die Gegenleistung für den Gebrauch der mitvermieteten Einrichtung, Möbel und sonstigen beweglichen Gegenstände mit umfaßt; b) wenn die Höhe deS Miet- oder Pachtzinses von dem Ergebnis eines gewerblichen Unternehmens oder von anderen ungewissen Ereignissen abhängig gemacht ist. 8 6. Wenn a) auf den vereinbarten Miet- oder Pachtzins die Voraussetzungen des 8 7, Ziffer a und b zutrefsen, oder b) Räumlichkeiten von dem Eigentümer selbst benutzt oder c) Räumlichkeiten zur Ruhung oder zum Gebrauch unentgeltlich überlassen werden, gilt als Miet- oder Pachtwert der ihrer Bestimmung, Beschaffenheit und Lage entsprechende ortsübliche Miet- ober Pachttvert, der von bem ©täbt. Wohnungsamt mit Zustimmung ber zuständigen Deputation der Stadtverordneten-Dersammlung festgesetzt wird. Bei Dienstwohnungen ist ber ortsübliche Mietwert in Ansatz zu bringen. § 9. Gebäude und Grundstücke, von denen ein Miet- ober Pachtwert auch nicht nach §8 festzustellen ist, unterliegen bennvch der Gebührenpslicht. Als Miet- oder Pachlwert gilt in diesen F llen ber 25. Teil des gemeinen Wertes von Gebäuden ober Grundstücken gleicher ober ähnlicher Grüfte, Lage und Denutzungsart. § 10. Die Grundstückseigentümer, sowie die Mieter und Pächter sind verpflichtet, die auf die Bemessung ber Gebühr sich beziehenden Urkunden ber Stabtverwaltung auf Verlangen vorzulegen. Die Gebührenpflichtigen werden durch Anforderungs- zettel benachrichtigt, die den Grundstückseigentümern zvgestellt werden. Von den Grundstückseigentümern wird nach 8 3 dieser Satzung die Gebühr für alle Verpflichtungen in einer Summe eingezogen. 8 H. Die Gebührenpflicht beginnt für neu hinzu- tretenbe Pflichtige mit Beginn deS auf die Benutzung folgenden Monats. 8 12. Den Abgabepflichtigen steht gegen die Heranziehung ^zur Reinigungsgebühr die Beschwerde beim Provinzial-Ausschuft b'nnen einer .Frist von 2 Monaten nach der Zustellung des Ansorde- rungszettels zu. Durch diese Beschwerde wird die Verpflichtung zur Zahlung nicht aufgehalten. Der Oberbürgermeister ist ermächtigt, offenbare Härten, die bei ber Gebührenerhebung hervortreten, zu beseitigen. § 13. Die Beiträge zur RetnigungSgebühr flnb öffentliche Abgaben und unterliegen der Beitreibung im Derwaltungszwangsverfahren. 8 14. Diese Ortssahung tritt mit dem 1. April 1922 In Kraft und gilt bis zum 31. März 1923. Gieften, den 16. März 1922. 26708 _____Der Oberbürgermeister: Keller.______ Bekanntmachung. Die Stadtverordneten-Dersammlung hat in der Sitzung vom 9. d. Mts. beschlossen, die bisher mit Südanlage 16a, 17a und 18a bezeichneten Grundstücke wie folgt, zu bezeichnen: Südanlage 16a erhalt die Bezeichnung: „An ber Zohcmneskirche" Nr. 4 Südanlage 17a erhalt die Bezeichnung: „An der Iohanneskirche" Nr. 5 Südanlage 18a erhalt dis Bezeichnung: „An der Iohanneskirche" Nr. 6. Gieften, den 14. März 1922. 21648 Der Oberbürgermeister. 3. D.: K r e n - i e m Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an: 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwarsn 2. Backwaren für die Provinzial-Pflegeanstalt Oberhesfen soll für bas Rechnungsjahr 1922 öffentlich vergeben werden. Angebote sind bis -zum 22. März 1922, vormittags 11 Uhr, einzureichen. 26558 Zuschlagsfrist 3 Tage. Gieften, den 16. März 1922. Direktion der Provinzial-Pflegeanstalt Oberhessen. Nutzholz-Versteigerung. Dienstag, den 21. März, vormittags 9 Uhr, kommt im Gemeindewald Eleeberg, Schuhbezirk Weiperfelden, Distritt Burgberg 1, 2, 5a, Sank- hardtsberg 6a, 9a und 12a nachfolgendes Stangenholz 1. Qualität zur Versteigerung: 788 Fichten-Stangen 2. Klaffe 5630 „ „ 3. * 5578 „ * 4. „ 8665 „ n 5. * 2140 „ „ 6. „ Zusammenkunft am Fuftpfad von Espa nach Bodenrod bei Ar. 1. Cleeberg, den 9. März 1922. 2660V Der Bürgermeister. Keil. Stödt. Arbeitsamt Gietzen Liebigftratze 16, Teleph. 2054. Es können einneftcflt werden: a. bei biestgen Arbeitgebern: zwei ProvisionS- reisende, 1 Verkäufer der Lederbranche. 1 Möbel- schreiner, 3 Schneider, 1 Photograph, 1 Schreiner. Lehrlinge: 3 Friseure, 1 Kaufmann, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, 1 Gärt- ner, 1 Polsterer, 2 BitderrahmenMncher, 1 Stein- blldhauer. 1 Steinhaner, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 1 Spengler und Installateur, 1 Buchbinder, 1 Stukkateur, 1 Wagner. b. bet answartigen Arbeitgebern: 2 Steinmetze. 10 Hauer und Schlepper, Stukkateure,! jüngerer Svengler, 1 GutSsctmned, 4 Normer, 1 Schäfte- macher. 1 Steinbildhauer, 3 Eisendreher, 1 lanbro. Eleve, 2 Schneider. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Friseure, ein Schlosser, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: Kaufleute. Schreiber und flfellenbe, Packer, Hansbnrfchen und Ausläufer, Maschinenschloiser. Banschloffer, Maurer, Wein- btnder, Schnhinacher, 1 verh. landwtrisch. Knecht, 1 Krankenvsleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger, mehrere Kellner, 1 jüng. Schmied, 1 Buchbinder, Mechaniker, 1 Wagner, 1 Schäfer, 1 Gäriner, Bergarbeiter, Antoschlosser, 1 Jnstalla- tenr und Svengler, 1 Monteur, Maschinisten und Hetzer. 1 Vermalter, 1 Schleifer, 1 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Elektrotechniker, 1 Schnhinacher, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser. 1 Schreiner. 1 Mechaniker, 1 Schriftsetzer, 2 Kaufleute, 2 Schlaffer, 1 Metzger. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen- genonuuen. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffranen unb -mädchen für einzelne Tage, tüchtige Alletnmadchen, 1 Küchen- mädchen, 1 Stütze tiurnelitini, 1 Zimmermädchen, 1 Kochlehrmädchen, 1 Lehrmädchen, 1 Köchin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dienümädcheu, Dienstmädchen. Allein» nuiödieit, Zimmermädchen. Küchenmädchen, eine Haushälterin, 2 Servierfräuleins, 1 Sekretärin, 1 Köchin für Hoiel. ES ,neben Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 3 Waschfrauen. einige Lauffrauen, auch für NacbmiltimS- befchaftigung, Mädchen f. tagsüber, 2Büglerinnen, 1 Fräulein erteilt französischen Unterricht, eine Schneiderin als Beihilfe bet Herrenschneider, 4 Brrkäuferinnenlehrmädchen, 1 Haushälterin, 1 Flickerin, 1 Kontoristin. Die Berns-beratung und ArbeitS Vermittlung sür Musiker findet werktags von 1<> bis 12 Ubr statt. 26718 Holzversteigerung des Grast. ForftamkS Laubach. I. Dienstag, den 21. März, 10 Uhr vonn.» Im GafthauS zur Traube, Laubach, aus Revier Tiergarten, Distrikt Hirtenbachskopf, Hirtenbach, Lampertstor und Süftekopf. Buchen, Rm.: 563 Scheiter, 290 Knüppel, 136 Stöcke, 39 Reiserknüppel, 323 Stammreiser, 261 Astreifer. Blau unterstrichene Rummern werden nicht ausgeboten. II Mittwoch, den 22. März im Revier Flensungen-Ilsdorf nach Zusammenkunft auf ber KreiSftratze Ilsdorf—Klein-Eichen, am Waldeingang von Ilsdorf, um 11 Uhr vormittags: 1 Duchenabschnitt 4. Kl. = 0,27 Fstm., 1 Ahorn- abschnitt 5. Kl. - 0,08 Fstm.: Fichtenderbstangen: 142 Stück = 16,03 Fstm. 1. Kl. (zu Sparren geeignet), 203 Stück — 14,74 Fstm. 2. Kl., 455 Stück == 19,30 Fstm. 3. Kl.: Fichtenreisstangen 56 Stück — 0,72 Fstm.: Bohnenstangen 95 Stück: Ruhscheiter, Rm.: 4 Buche (Felgenholz). 1,5 Siche: Ruhknüppel, Rm.: 10.9 Eiche, 2 Hainbuche. — Brennholz: Scheiter, Rm.: 58 Buche, 18 Ahorn, 12 Eiche und Kirschbaum , Knüppel, Rm.: 78 Buche, 10 Ahorn, 47 Eiche, 33 Aspe, 12 Erle, 15 Radel: Stöcke, Rm.: 13 Buche, 10 Ahorn, 12 Eiche, 3 Kirschbaum, 100 Radel: Reiserknüppel, Rm.: 21 Buche: Astreifer, Rm.: 200 Buche, 14 Ahorn, 224 Eiche, 4 Erle; Aspen- und Fichtenreiser flächenweise. Das Brennholz wird im Jlsdorfer Wald am Schulpfad auäpeöoten. Händler sind zu beiden Bersteigerungen nicht zugelassen. 2666D OÖDQaDDODDDDDDDODODDiDDOOOODODOO NIMM MM »ffiSSÄ wert vie btüül'fdje Ualo.-Vrudem. n L.mz?. Llezea DDDDDDDDODDOODDaaDDOQDaOOaODDDD Mein Bureau befindet sich ab heute Südanlage 22 Siegmund Hirsch Telephon 748 02167 Der Oberhessische Bienenzüchter-Verein e.D. hat uns zur Verteilung an die Imker in Oberhessen 5 Pfd. Bienenzucker per Volk zur Der- fügung gestellt, und findet der Verkauf durch die unienstehend oerzeich. neten Stellen geg. Barzahlung statt. Säcke zum Füllen sind mitzubringen. C. W. Nowack & Sohn, Gießen. Verkaufsstellen: T. W. Nowack & Sohn, Giehen, Telephon 1673 Carl Kipping, Alsfeld, Telephon 148 Gg. Hill jr., Alsfeld, Telephon 216 Wilhelm Glöfrr, Büdingen, Telephon 22 3. A. Windecker, Friedberg, Telephon 383 C. Stamm Nachf., Inh. Fr. Staubach, Friedberg, Tel. 268 Herm. Keutzer, Lauterbach, Telephon 319 Louis Sühel, Schotten, Telephon 48. 2663V ■yr bevor Sie M Schuhe kauten M r besichtigen Sie zuerst die Preise meiner Qualitätswaren. Schuhhaus Meyer Gießen, Bahnhofstraße 30 neben Schade & Füllgrabe Beste Bezugsquelle für dauerhafte gute Schuhwaren zu den A billigsten Preisen. Beachten Sie meine Sy////; Schaufenster. Achtung! Achtung! Grobe Sendung Ferkel u. Lauferschweine darunter «in Zuchteber und Zuchtsauen eingerrossen. Wll) Schwctnebandlung Adolf Henrichs, heuchelhtim eS;*Ä?n SAM (gutes Fulterstrob) abzug. Weise i toi, Grabenstr.7.°'»°° Tel. 1313 w-t u.uui.1 ca Holzsubmission Aus den Waldungen der Gemeinde Nonnenroth 1 St. --- 1,90 Fstm. Eichen- i» * i# Fichten- ff zirka 1000 Hessische Bürgermeisterei Nonnenroth. Hoppe. ft rt 14 38 43 3 9 3 70 1 1 1 1 3 3 n Krefern- --- 0,94 = 1,-3 --- 1,37 = 1,11 — 3,13 --- 0,91 = 0,72 = 12,58 ----25.23 —14,93 = 3,98 = 7,34 -- 2,16 =12,75 soll das nachstehend verzeichnete Holz im Submissions. wege verkauft werden: Buchen-Stämme 2. Klaffe 3. 1. 2. 8. 4. 5. 2. 3. 4. 5. 3. 4. 5a 5b bis 2000 Bohnenstangen. Das Holz ist gefallt und mit Rinde" gemessen. Nähere Auskunft erteilt Förster Butteron-Röthgee. Die Angebote sind, getrennt nach Klaffen und Sortiment, pro Fesimeter bis zum 21. März 1922, nachmittags 2 Uhr, an die unterzeichnete Bürgermeisterei mit der Aufschrift „Holzsubmission" einzureichen, wo alsdann die Eröffnung im Beisein der erschienenen Dieter stattfindet, und die näheren Bedingungen bekanntgegeben werden. Nonnenroth, den 15. März 1922. 26370 Nutz- nnö Brmhchvcchikkriinjl. Freitag, den 24. März d. Is., vormittags von 91/, Uhr ab, werden bei Gastwirt Lenz zu Atzenhain aus den Forstorten Seilbach, Sauplah, Heegberg, Schmidtbusch 2 und 3, Gr. Finkenwald, Streitbatns- kopf, Timmelberg 5, 6, 8. 9, 10, 11 und Igelshain der Försterei Atzenhain versteigert: Stämme, Eichen: 1 Stück 2. Kl. = 2,06 Fstm. (Schnittholz), 2 Stück 3.Kl. ----- 2,88 Fstm. (Schnittholz), ä Stück 5. Kl. = 1,28 Fstm., 64 Stück 6. Kl.--22 Fstm., 3 Kiefern 4. Kl. = 2 Fstm., Fichten: 4 Stük 3.Kl.--- 8 Fstm., 31 Stück 4. Kl. = 40 Fstm., 23 Stück 5aKl. = 20 Fstm., 12 Stück 5 b Kl. = 6 Fstm., 56 Fichten- derbstangen = 4,7 Fstm., 1 Rm. Eichennutzschett (2 Mtr. lang), 2 Rm. Etchennutzknüppel (2 Mtt. lang), 127 Rm. Fichtennutzreisig (in Schichten). Ferner Brennholz, Scheiter, Rm.: 58 Buche, 8 Eiche (6 rund), 10 Kiefer, 5 Fichte. Knüppel, Rm.: 15 Buche, 2 Hainbuche, 11 Eiche, 4 Birke, 2 Aspe, 2 Kiefer. 18 Rm. Kiesernknüppelreistg. Reisig,Rm.: 1126 Buche (hiervon 508 Rm. Stammreisig), 146 Eiche, 34 Aeve, Erle. Stocke, Rm.: 94 Buche, 16 Eiche, 22 Kiefer, 137 Fichte. Rur das blau gestrichene Brennholz wird versteigert. Wiederoerkäufer werden zum Mitbieten auf das Brennholz nicht zugelaffen. Auskunft erteilt Herr Förster Scheig, Atzenhain (Post Lumda), sowie die unterzeichnete Stelle. Grünberg, den 14. Marz 1922. 2673D Hessische Oberförsteret Nieder-Ohmen. ^KWolMrsteigerung. Dienstag, den 28. März, von vormittags 10 Uhr an, werden im Gasthaus zum Gamdrinus zu Nidda aus sämtlichen Domanialwalddistrikten der Oberförsterei versteigert: Stämme Fstm.: Eiche 3. Kl. 2 St. = 1,92; 4. Kl. 74 St. = 50,67; 5. Kl. 83 St. --- 37,05; 6. Kl. 261 St. = 78,37. Buche 2. Kl. 2 St. -- 1,51; 3. Kl 1 St. = 1,52. Obstbaum 4. Kl. 1. St. = 0,32; 5. Kl 1 St. = 0,21. Esche 6. Kl. 2 St = 0,50. Erle 4. Kl. 3 St. = 1,61; 6. Kl. 5 St. « 1,01. Klefcrn-Schnittholz Fstm.: 1. Kl. 1 St. = 1,27; 2. Kl. 15 St = 17,23; 3. Kl. 11 St. ----- 9,36. Kiefern - Bauholz Fstm. 3. Kl. 26 St. ---- 18,46; 4 Kl 30 St. = 18,13; 5. Kl. 32 St. -- 19,14; Lärche 3. Kl. 1 St. = 1,04; 5. Kl. 9 St. = 3,63; Fichte 3. Kl. 4 St. ----- 6,53; 4. Kl. 40 St = 41,97; 5a Kl. 112 St. = 86,73; 5b Kl. 180 St. = 59,63. Derbstangen Fstm.: Eiche 7 St =0,38; Esche 5 St = 0,21; Buche 3 St. --- 0,12; Lärche 12 St. =± 0,59; Fichte 1. Kl. 254 St. = 26,71; 2. Kl. 540 St. = 30,71. Reisstangen Fstm.: Fichte 75 St = 0,70. Rutz- scheiter Rm.: Buche 7,2; Hainbuche 2 (runb); Erle 13 (2 Meter lang). Nuhknüppel Rm.: Hainbuche 1,8; Fichte 16,5 (3 Meter lang). Nutzreistg: Fichte (Schichten) 24 Rm. Das zu versteigernde Holz ist an der Nummerstelle mit „Drst" bezeichnet. Das Holz ist vorher einzusehen, nachträgliche Beanstandungen werden nicht angenommen. Nähere Auskunst durch die Herren Förster und unterzeichnete Stelle. 2667D Hessische Oberförsterei Nidda. Platin-, Gold- und Silbergegenftänbe Brillanten, Zahngebisse, Uhren kauft stete zu den höchsten Tagespreisen Gg. Koch, Uhrmacher Mühlstratze 2, nächst der Bahnhofstraße 02114 Jeder Herr findet bei mir reichhaltige Auswahl in neuen il getragenen Anzügen; auch für korpulente Herren. Für jeben etwas paffendes l Ferner Anzüge für Burschen in allen Gröften. Neue feldgraue Litewken, sowie gebrauchte Röcke mit Westen, wie auch neue und getragene Hosen in allen Farben. Feldgraue Hosen in allen Gröften, ferner schwarze Hosen, geeignet für Eisenbahner. Preiswert zu verkaufen. L. Nosenzweig Herrengarderobehaus, Gieften Seltersweg 58 !., Ting. Ecke Dolksbad Wegen Ersparnis hoher Ladenmiete 1 Treppe. Ein Versuch dauernde Kundschaft!! DT Kein Laden! -g»