VrvS «nd Verlag: Yrühl'sche UniverfilSis-vuch- tmfr Steinbniderei 1t Lange in Kletzen. 5chr!ftleltvng und Geschäftsstelle: 5chu!fttatze 7. Bergmanns Bericht und die deutschen Reparationsvorschlage. Berlin, 16. Dez. Staatssekretär Bergmann erstattete gestern nachmittag in einer Chefbesprechung Bericht über seine Loirdoner Verhandlungen. Vach den Mitteilungen Bergmanns soll, wie das ,Derl. Tgbl." schreibt, die durch die deutschen Vorschläge auf der Londoner Konferenz geschaffene Lage nicht ganz so ungünstig sein, wie man anfangs angenommen hat. Das Kabinett wird sich heute abermals in einer Sitzung mit dem Reparationsprvblem beschäftigen. Das Blatt hält es für ziemlich sich-r, dah die Reichsregierung zu dem von ihr vorgelegten Plan noch Srgänzungsvor- schlüge machen werde. Zu diesem Zweck werde sie mit Vertretern der Finanzwelt und der Industrie Rücksprache nehmen. Insbesondere habe die Deichsrcgierung bekannte Großindustrielle aus dem Rheinlandc nach Berlin gebeten. Eine sozialdemokratische Korrespondenz will wissen, dah bei dec Reichs regierung die Absicht bestehe, auch einen Plan über eine endgültige Lösung der Repo>-ationSfrage vorzubereiten. Dor allem schüne man bestrebt zu sein, Garantien anzubieten. Die Garantiefrage soll der Korrespondenz zufolge in Anwesenheit des Rnchsfinanzministers Hermes und des Staatssekretärs Bergmann mit maßgebenden deutschen Bankiers besprochen werden. Den Vorsitzenden der Reichstagsfcaktionrn sei ein Fragebogen zugegangen, der sich in der Hauptsache mit £er Aacantiesrage beschäftigt. Mehrere Blätter gielden, dah der Reichskanzler im Laufe des heutigen Tages die Führer der politischen^Parteien zu einer Aussprache über das Reparationsproblem und die allgemeine politische Lage empfangen werde. M. 296 Erscheint tigMd}, ru^ir Sonn» unb ftrirrlogs, wittberSomstaqsbetlage: GiebenerFannliendlätter Monatlich« verug,preise: 380 mark unb 20 Mark Irügerlohn,durch dikPost 100 Mark,auch beiMicht- erscheinen rinzelner Hummern infolge höherer Gewalt. — Fernsprech- Anschlüsse. sürdieSchrift» letlnng 112; für D erlag And töeschäslssielle 51. Anschrift für Drahmach- richten Snuiger Älefttiu Pcnfdicdfonfo: Sicnflnrt a. m. 11688- Annahme von lintaen für die lagesnumn er bi zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen o 27 mm Stelle örtlich 16 Mk-, auswärts 20 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Steile 60 Ulk. Bei Platz Vorschrift 20 *1, Aufschlag Hauptschriftleiler: Auo. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil Ernst Vlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießeii Wochenrückblick. DaS windige Weltgewissen, daS die Entente-Mächte während des Kr.egeS so lärmend im Munde führten, bewegt sich, um Geschäfte zu machen, auch in den bangsten Tagen schwerer Entscheidungen, nur scheu auf Hintertreppen. CS meidet die Konferenzsäle. Es weicht auS, wenn eS angesprochen wird, und selbst dem unbekümmerten Tschitscherin ist eS in Lausanne nicht recht gelungen, eine offene Aussprache darüber herbeizuführen. So dürfen wir uns auch nicht darüber wundern, dah der freimütige Brief des Reichskanzlers Dr. Euno an den englischen Premierminister leine volltönende Antwort erhielt. Man weih nicht, ob Herr Bonar Law Mitleid oder Beleidigung empfand, als er die paar Sätze niederschreiben lieh, in denen er von der unbefriedigenden Aufnahme Mitteilung machte, die der deutschen Bemühung zuteil geworden sei. 3n der Gesellschaft der Rationen, zu der Lord Grey, und mit ihm viele Große des tapferen Inselreiches, uns schließlich doch gnädigst zulassen will, gibt eS gewaltige Klassenunterschiede. Sollte uns erst einmal ein „Moratorium" zugebilligt sein, so werden wir wahrscheinlich immer noch bei den Gewaltigen dieser Erde antichambrieren müssen, falls sie einmal die Gnade haben, uns zu empfangen. Die Protestrede, die der deutsche Mchche.tSsozialist WelS, wie wir gestern berichteten, auf der internationalen Friedenskonferenz im Haag gehalten hat, ist nicht gerade ein Streich „aufs Ganze", der ein bißchen praktische Wirkung versprechen könnte. Jetzt warten wir darauf, was uns Staatssekretär Bergmann aus London mitbringen wird, der ja dort die Ehre gehabt hat, zu harren, ob er von der Konferenz empfangen werde. Vielleicht fällt auf dem Weg über die Hinter- treppe etwas von den Schüsseln ab, die in der bevorrechteten Gesellschaft herumgereicht wurden. Aber eS ging auf der Londoner Konferenz nicht um ideale Güter, eS wurden nicht die Ansprüche auf Ehre und Würdigkeit gemessen, sondern nur die unterschiedlichen Interessen und Geschäfte der „Sieger^. Wenn eS heute so scheint, als seien wir Deutschen bis zu einem gewissen Grade die Scl)ützlinge Großbritanniens, so erwächst unserer Regierung daraus die Pflicht, sehr aufmerksam und gespannt die Veröffentlichungen und Ergebnisse zu prüfen, die nach der ab geräumten Londoner Tafel auS- geftreut wurden. Bonar Law hat seinen KabinettSrat abgehalten, und seine letzte ün- terhauörede hat für d e am 2. Januar ftattfin- dende Pariser Begegnung der Alliierten die einschneidenste Bedeutung. Er erklärte mit erhobenem Tone, daß England nicht gleichgültig zuschauen könne, wenn Frankreich sich anschicken sollte, seine Pfänderpolitik allein durchzusetzen. 3n den Pariser Kommentaren zu der Londoner Konferenz hatte Herr Poincars bekanntlich verkünden lassen, es drohe kein Bruch der Entente, falls ein isoliertes Vorgehen Frankreichs sich nicht werde vermeiden lassen. Bonar LawS offenen Bekenntnisse verpflichten ihn nun auch zum Durchhalten, um so mehr, da chrn auch die Opposition Beifall spendete. Er glaube nicht daran, so sagte er, daß Deutschland die Inflation absichtlich herbeigeführt habe, und er widerlegte damit die Aeußerung des OberhauSmitgliedeS Birke n h e a d, der zwar auch jegliche „Sicherheitspolitik- Poincares mit treffenden Beweisgründen zurückwieS, aber doch von „vorsätzlicher" Inflation Deutschlands sprach. Reben Birkenhead hat auch LordriLrey, der langjährige Auslandminister, 'iin—O 6er- hauS an Frankreichs Vernunft appelliert und die Feststellung gemacht, dah wichtiger als Schuldene ntreibung für England die Herstellung der normalen Handelsbez ehungen sei. Wenn in der Rede Bonar LawS bestätigt wurde, „dah Deutschland einem völligen Zusammenbruche sehr nahe sei", wenn er hinzufügte, daß tragischerweise der rettende Versuch der Mark- stabllisierung den Zusammenbruch in der Industrie herbeiführen werde, so liegt darin für -Deutschland und seine Regierung der nach- drüälichste Ansporn, diese Diskussion fvrtzu- führen und die wahren Rettungsmittel aufzuzeigen. Donar Law sprach ja selbst im Zusammenhang mit der Streichung der Schulden von der absoluten Rotwendigkeit einer endgültigen Abmachung. Wo ein Wille cst, da ist auch ein Weg. Donar ßatoß Verlegenheiten schreiben sich nur von seinen Llbhangigkeiten her. Was hat er an dem deutschen Vorschlag auszusetzen? Der internationale B a n k i e r a u s s ch u h, dessen Vorarbeit doch auch Lord Grey anerkannte, indem er seine Wiedereinberufung empfahl, hat sich doch im Grunde auf denselben Dahnen bewegt wie die Anregung Dr. Eunos. Auf eine endgültige Regelung läuft auch der deutsche Plan hinaus. Die Vertretung der Deutschen Industrie stellt für chre tatfräf- die Alliierten strenger behandelt würden, als der für den Krieg verantwortliche Besiegte. so wäre daS die Unduldsamste der Ungerechtigkeiten. (Qcbtafter Beifall.. Frankreich habe keinerlei Absicht, seine Kr.eg?" schulden zu verleugnen. Aber es köime sie toe x; de jure noch de facto bezahlen, bevor es selb Dtrn Deutschland Bezahlung erhalten habe. Die französische Regierung habe England und Amerika zur Bezahlung ihrer Schulden deutsche Obligationen der Serie C in gewisser Höhe angeboten. DaS erste Mal, als er nach London gegangen sei, sei er auf die Balfournote gestoßen. Diesmal habe er Fortschritte erzielt und die Mglichkeit ins Auge gefaßt, eine Sonderregelung zu treffen, ohne auf die Entscheidung der Vereinigten Staaten zu warten. Die Verhandlungen seien eingeleitet und man könne an eine europäische Regelung denken, »ohne daß Frankreich etwas von dem opfern müßte, was Deutschland ihm schulde. Das sei unmöglich Poincars führt dann aus, wie die Dirvge in frv'f RevarationSkommission liegen. Diese habe sich bekanntlich hinsichtlich der von ^-eut,chau0 zu fordernden Garantien in zwei । Gruppen gespalten. Pvincare hält es für I notwendig, daß die Kommission zusammen mit i dem Garantiekomitee eine Kontrolle der deutschen Finanzen ausübe, damit die Mark sich nicht noch weiter verschlechtern könne, eine Kontrolle, die, um Unregelmäßigkeiten und Verschwendung zu verhindern, mit einem Veto- recht verbunden fein müsse. Wir haben, sagte Pvincare, nunmehr über ein neues Moratoriums- verlangen zu entscheiden. Seit Januar 1921 lebt Deutschland unter dem Regime des Moratoriums 3m Monat März hat die LeparationSkommission entschieden, daß Deutschland Z20 Millionen Golv- mait zu bezahlen hat. Davon seien 450 Millionen bezahlt-worden, der Rest aber durch sechSmonatioc I Schatzwechsel ausgebracht worden. Deutschland habe nur für 900 Millionen Goldmark Sach- I lieienmgcn erstattet, im ganzen also 1400 Mil- | Honen Goldmart bezahlt, anstatt 2 Milliarden | und darüber. Pvincare geht dann zur Besprechung der Lasten Deutschlands im Jahre 1923 über. 500 Mlllivnen habe Belgien zum Teil bekommen. Dann kämen die Vesatzungskoslen und schließlich der Anteil Frankreichs. Das gesamte deutsche Rationalvermögen könne beschlagnahmt werden. Der englische und der französische Text wichen nach dieser Richtung leicht voneinander ab. Aber nach dem Völkerrecht und dem Zivilrecht sei das Vermögen des Schuldners immer ein Pfand für die Gläubiger. (Der Abg. Blum unterbricht.) Poincarö aber fährt fort: Frankreich hat niemals den Gedanken gehabt und werde ihn niemals haben, militärische Expeditionen mit militärischem Charakter durchzufuhren. Es wolle auch Deutschland keine Strafsanktionen auferlegen. 2lber es wolle in dem Maße bezahlt sein. In dem es möglich sei. und denke nur daran, in gemeinsamem Interesse der Alliierten den deutschen Reichtum zu kvnversieren. Wir möchten in Gemeinschaft mit unseren Alliierten vorgehen und werden freundschaftlich darauf bestehen, daß man uns diesen Beistand nicht verweigert. Wenn wir aber zu unserem lebhaften Bedauern gezwungen sein werden, isoliert vvrzugehen und unsere Maßnahmen zu treffen, dann werden wir es niemals anders als für gemeinsames Konto unternehmen. Wenn Frankreich dazu gezwungen wäre, irgendwo seine Ingenieure und seine Zollbeamten zu installieren, werde es stets auh den englischen Ingenieuren und Zioilbeamten einen Platz reservieren. Es würde spontan die Kontrolle seiner Freunde über die Maßnahmen verlangen, die es ergreifen wird. Es wird stets bereit sein, ihnen zu beweisen, daß es weder von einem militärischen Geiste, der nicht bei ihm besteht, geführt wird, noch durch irgendwelche territorialen S r o b e r u n g S a b s i ch t e n. Heber diese Frage sowie über andere hatten sich die Verhandlungen in London sehr ruhig und herzlich vollzogen. Donar Law ha'e geftenT im Pinter Hause den britischen Standpunkt zur Kenntnis gebracht. Er habe in London den Standpunkt der französischen Regierung entwickelt. Donar Law habe ihn ersucht, die Unterredung am 2. Januar fortzusetzen. Er sei diesem Verlangen um so williger nachgekommen, als ja keine Maßnahmen jetzt während der Periode des regelmäßig bewilligten Moratoriums e fo'gen könnten. Er sei davon überzeugt, daß die Entente Cvrdiale zwischen England und Frankreich keine Einbuße erleiden werde, und er denke, wie Donar Law, daß es vorzuziehen fei, zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen. Er werde mit allem, was er an Erfahrungen und Charakterstärke besitze, dazu beitragen. Poinears unterstreicht das gemeinsame Interesse, das ein gemeinsames Vorgehen zwischen ihm und Donar Law zu Musso- > lini und Theunis gezeitigt habe, als sie die unannehmbaren Vorschläge Deutschlands zurückwiesen, das versucht täte, oie skandalösen Profite de r deutschen Großindustrie zu konsolidieren. Es sei etwas Wesentliches daß Deutschland zugestanden habe, dah seine Staatsangehörigen große Kapitalien ins Ausland überführt hätten. Pvincare entschuldigt sich schließlich, daß et nicht mehr sagen könne. Es wäre jedoch seinerseits i | unzulässig, ben Verlauf der ^Unterredungen kund^ tige Mitwirkung die gleiche Bedingung wie die englische SchuldennlgungSpolitik. Weniger Tragik und etwas festerer Wille wären dem englischen KabinettSchef dringend anzuratcn. Wir müssen über die Fangschlingen PoincareS hinauskommen, der seine Pläne in den letzten Tagen etwas gemildert, oder vielmehr etwas vernebelt hat, aber nach wie vor bestrebt ist, die endgültige und rettende Lösung des Wiederherstellungsproblems zu sabotieren und aufzuhalten. Während die Hoffnungen auf ein Eingreifen amerikanischer Vertreter bei den Londoner Beratungen leider nicht erfüllt wurden, kommen doch jetzt aus Washington Meldungen, die vermuten lassen, daß das offizielle Amerika seine Meinung und Machtmittel bei der bevorstehenden Lösung nicht ganz zurückzuhalten gedenkt. Die drei amerikanischen Botschafter haben in London Erfahrungen und Beobachtungen gesammelt, und mit der e n g - lischen SchuldentilgungSkvmmis- s i o n, die dieser Tage zu Verhandlungen in die Reue Welt hinübergefahren ift, hat Bonar Law wohl auch einige Briefe und Vorschläge befördert, die die Reparationsfrage betreffen, ilngcrufen und ohne Aussicht auf bestimmte Vorteile und Rotwendigkeiten würde Amerika in die europäischen Händel sich nicht einmischen. Aber England, das die Vorbehalte der Bal- four-Rote hat fallen lassen, i,t wohl in der Lage, der amerikanischen Politik einen neuen Antrieb zu geben. Herrn Pvincaro und seinem noch radikaleren Gegenspieler Tardieu würde das Kraftmeiertum wohl etwas vergehen,wenn das Weihe Haus am 2. Januar mit einem gut fundierten Vorschlag in Paris austauchen würde. Es war überraschend, dah Herr E l s - menceau auf amerikanischem Boden nunmehr die Aeberzeugung ausgesprochen haben soll, daß Frankreich die Poincarssche Methode der militaristischen ZwangSpolitik aufgeben müsse! Man hat ihn demnach bekehrt in einem Lande, das e r hatte bekehren wollen! Fährt er mit einem neuen politischen Wind, der dem Weißen Hause entströmt, in die Heimat zurück? Als die siegreichen Griechen darüber stritten, ob sie in Tro ja bleiben solltenoder nicht, schiffte der reisige Restor mit der einen Hälfte deS Heeres sich ein, denn „es ahnete ihm, daß ein Himmlischer Böses verhängte". Der Restor Frankreichs will vielleicht nun das Tigerfell mit der würdigeren Toga vertauschen, um in seinem Pylos das schöne homerische Bild des opfernden Greises darzustellen, auf weißem Steine sitzend, der friedlichen Heimkehr und Heimat gedenkend, nicht mehr der Kriegstreiberei. Ach, so weit geht die Amkehr Elemenceaus noch nicht, daß er den Seinen Rückzug aus den besetzten Rhe nlanden anraten wurde, stlnd doch liegt vielleicht auch dies im Plane der Götter, wenn sie eine neue Aera wirklicher Beendigung des Krieges begründen wollen. poincares Rebe in bei Paris. 15. Dez. (WTD.) Zu Beginn der heutigen Kammersihung kündigte der Kammerpräsident an, dah der kvmmunistuche Abgeordnete (Srneft Losont eine Interpellation über die Haltung der französischen Delegierten aus der Konferenz von Lausanne angebracht habe. Die Kammer beschlicht, den Zeitpunkt der Beratung dieser Interpellation noch nicht festzusehen. Hierauf ergriff Ministerpräsident Psincare das Wort. In diesem Augenblick schreit der rvtza- I listische 2ll>geordirete Daudet: Ich verlange das I Wort! Der Ministerpräsident sagt: Ich schrilde Lern Parlament Rechenschaft über die Ereignisse, I die sich feit einem Monat abgespielt haben. Keines dieser Ereignisse rechtfertigt irgendwelche Erregung der öffentlichen Meinung. Die allgemeine Lage hat sich seit einem Monat sicher nicht ver- 1 schlechtert, im Gegenteil verbessert. Dafür kann ich greifbare Beweise bringen. Die Regierung hat I nichts getan, was nicht vollkommen in lieber ein- F st immung mit den Erklärungen steht, die dem Par- lament über die Ereignisse im Orient gemacht wurden. D!e Konferenz von Lausanne geht unter denselben Verhältnissen weiter, wie ich rn der Kammer aus-einandergeseht habe. Pomcare beruft sich auf seine frühere Erklärung, daß vollkommenes Einvernehmen mit den Alliierten be- steh« Nachdem ec von Lausanne zurückgekehrt sei. sei er von diesem Einvernehmen noch mehr durchdrungen gewesen. Es habe sowohl in der Mrer- I engen- als auch in der Gren-frage bestanden. Es aenüge ihm, dah die Verständigung zwischen England, Italien und Frankreich zustandegekom- men sei. Wir werden, so fuhr Pvincare fort, in vollem Einvernehmen mit unseren Alliierten Han- I deln und dem Abkommen von Angora die Stz-eue bewahren. Frankreich wird seine moralische Stellung im Orient weder zerstören, noch verkleinern lassen. Er habe sich deshalb nach London begeben, um dort über das Problem der Reparatimien und der interalliierten Schulden vor der Dollkonferenz von Brüssel zu verhandeln. Die Londoner Besprechen en harten — er zögere nicht, das auLzüsprechsn - in der gesündesten und freundschaftlichsten Atmosphäre stattgefunden. Auf keiner Seite habe es Hintergedanken gegeben. Wo eine Mernungs- verschiedenheil aufgetreten sei, hätten die De- teiligten nach einer Möglichkeit gesucht, sich zu verständigen aus einer weit über Einzelheiten erhabenen Gesinnung heraus. Er wolle nicht die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleichen, aber der gegen Frankreich so ungerechterweise vorgeb rache unb verbreitete Vorwurf des Im° peiialiSmus werde in britischen Regierungskrei- | f?n niemals Widerhall finden. Poincars unter- j streich noch einmal den freundschaftlichen Charakter der Londoner Desprechungen. Diese seien nur bis zum 2. Januar hinausgeschoben worden, d. h. sie würden vor dem Zahlungs- te'.min vom 15. Januar wieder beginnen, an dem ba» Moratorium ein Ende nehmen werde. Die Kammer erwarte von den Ministerpräsidenten gewiß nicht, daß er sie von den ausgetauschten Reden in Kenntnis setze. Er habe einfach die Ideen entwickelt, die er auch der Kammer vorgetragen habe, und er habe seine Haltung in keinem Punkte zu ändern brauchen. Voincare saßt bann die deu tschenVor- schläge zur Stabilisierung b e r QR a r ! unb zur Festsetzung der deutsche Reparattons- schuld im Hinblick auf ein Moratorium für sämtliche Barzahlungen und Sachirferungen zusammen. Cs habe sich darum gehandelt, den Zahlungsplan von 1921 herabzusetzen und ein Moratorium für vier oder fünf Jahre zu erlangen, unb zwar ohne eine der von den 2uliierten entwickelten Reformen anzunehmen, namentlich was den Einzug der Steuern, die Stabilisierung der Mark u'w. anbetreffe. Die These der Herabsetzung der deutschen Schuld fei. wie man wisse, auch die These zahlreicher Finanzleute. Aber Frankreich das hauptsächlich irrtcrefiiert fei, werde Ende dieses Jahres für Deutschland 102 Militär- den verausgabt haben. Frankreich könne also nicht auf seine Forderungen verzichten. Pvincare bespricht alsdann die Hohe der Kriegsschulden der versch edenen Rationen untereinander. Sie erreichten den Gesamtbetrag von 52 Milliarden Goldmark. Pomcare zieht einen Vergleich zwischen diesen Schulden und der deutschen Schuld und sagt, die intsralli-lestcn Schuldet-, seien für die gemeinsame Verteidigung der Seite an Seite kämpfenden Völker abgeschlossen lvvrden und es handle sich au^>chlie,lich um Kriegskosten unb Kosten für den geneinsamen Sieg Die Alliierten Hütten hoffen dürfen, daß die Kriegskosten, die sie un:e.-rinander teilten, eines Tages zu Lasten D-utschlands gestellt würden. Sehen wir, so fuhr Pvincare fort, im Friedensvertrag nach! 3m Artikel 231 erklären fichDeutsch- [anb und seine Verbünde en verantwortlich für alle Verluste und Schäden, die der Krieg verursacht hat 3m Artikel 232 erkennen die Alliierten an daß die Hilfsquellen Dcutschands ihm nicht gestatten, alle Verluste unb alle Schäden zu reparieren, aber |ü eröärten, daß Deutschlaird unb seine Verbünde en die an Personen und Sachwerten verursachten Schäden reparieren müßten. Die Mliierten Hütten also den Gedanken, für alle Verluste Entschädigungen zu beantrage t, nicht auf gegeben, aber sie Hütten der Wiedergut- , machung der Schäden eine Priorität über der Kriegsschuld Anerkannt. Die Alliierten könnten also unter sich die Bezahlung der Kriegsschulden nicht ver- • langen, bevor Deutschland nicht die Erster Blatt 172. Jahrgang Samstag, 16. Dezember 1922 SietzenerAnMger General-Anzeiger für Gberhessen gegeben unb bn übrigen auch vollkommen unnütz, Dvrm eS iudre sehr schlecht, einen Monat im voraus, Deutschland, den Schuldner, über die Absichten seiner alliierten Gläubiger zu unterrichten. Gr Wunsche sogar, dah kein Wort ausgesprochen werde, weder von der Regierungsbank, noch von der Kammertribüne herab, das die friedliche Aktion der sranzösischen Regierung bindern könne. Wenn die "Kammer glaube, dah die augenblickliche Regierung weniger geeignet sei als eine andere, möge sie eS sagen. (Ruse: Rein, nein.) Die Besprechung. Hieraus ergreift der royalistische Abgeordnete Daudet das Wort. AlS einziges Mittel bleibe die Ruhrbesehung. Don Deutschland habe man viel eher ein (Srnborfteigen des Imperialist vms als eine Revolution zu befürchten. Daudet sprach auch gegen die von Clemenceau seht ge- auHerten Bedenken gegen die Ruhrbesehung. Als Daudet den Aamen D r i a n d s nennt, erhebt sich dieser und er Härt, als er die Regierung niedergelegt habe, habe Deutschland alle Derpflichtungen deS Londoner Ultimatums erfüllt. Seitdem habe sich Deutschland zahlungsunfähig gemacht, und er beurteile seine Lage genau so wie Poincarö. Er glaube, dah der Ministerpräsident die Solidarität der Derbündeten aufrechterhaUen wolle. Er leihe ihm feine Unterstützung. Nachdem sodann der Abg. Daudet seine Rede beendet hatte, beantragt der Abg. 2 a f a r g u e, die Diskussion über sämtliche Interpellationen bL8 tair Beendigung über die Reparationsfrage zu verlegen. Der Abg. Tardieu erklärt, er würde die Vertagung angenommen haben, wenn Daudet nicht die ehemalige Regierung Glemenceau interpelliert hätte. Auherdem habe er Driand gegenüber Erklärungen abzugeben. Die Kammer beschlieht mit 258 gegen 236 Stimmen, in der InterpellationS- uebatte fortzufahren. Als erster Redner inter- pelliert der Aba Levy über den Achtstundentag bei der Handelsmarine und den Eisenbahnen. Die Sitzung dauert an. Aach dem Abg. Levy ergreift Tardieu das Wort, um sich eingehend über die Lage zu äuf'mt. wie sie sich ihm nach der Konferenz von Londo nbarffeltt. Dann geht Tardieu auf Innet- olitischa Fragen über, worauf die Sitzung bis 10 Uhr abends vertagt wird. Die Zlnuahin' deck Bertrauens- votiinis. Paris, 16. Dez (WTB.) Die Kammer hat um l1/» Uhr nachts die Diskussion über die auStrartlge Politik der Regierung beendet und dem Ministerium mit 512 gegen 76 Stimmen daS Dertrauen 'ausgesprochen. Die Hoffnung auf Amerika. London, 15. Dez. (WTB.) Reuter: meldet auy Wassh ngtvn: Infolge der Erklärungen Donar Laws im Unterhaus ist in Re- g'erungskreisen von neuem die Frage einer internationalen Anleihe an Deutschland besprochen worden. Einige AegierungSmitglieder waren der Ansicht, dah eine derartige Anleihe Deutschland aus der gegenwärtigen Krise retten könne. ES wird gemeldet, dah 1'/- Milliarden Dollar als notwendig für diesen Schritt bezeichnet würden. Es werde aber klar ausgedrückt, dah die Regierung nicht an der Finanzierung dieser Anke he teilnehmen könne, obgleich einige Per- fönjfd)feiten erklärten, dah der Gedanke im Prinzip gesund sei. Bezüglich der Frage der inSe ralliierten Schulden werde Stillschweigen bewahrt, da, wie nachdrücklich erklärt werde, diese Frage von den Reparationen unabhängig sei. London, 15. Dez. (WTB.) Reuter meldet aus Reuyork: Es wird angenommen, dah der Botschafter Harvey mit dem Präsidenten Härdlng, dem Staatssekretär Hughes und anderen Persönlichkeiten besonders über die Fragen beraten werde, die mit den Beziehungen der Bereinigten Staaten zu Großbritannien und Europa im Zusammenhang stehen. BorauSsichtlich kehrt Harvey Anfang Januar nach Europa zurück. Falls die Washingtoner Regierung in der gegenwärtigen Lage irgend etwas in der Art eines Ausweges aus den ReparationSschwierigkeiten entdecken würde, werde Harvey wahrscheinlich angewiesen, die europäisck)en Auffassungen zu sondieren, bevor irgendein formeller Vorschlag erfolgt. In manchen Kreisen glaube man, dah Harveys Besuch vielleicht einen bedeutsamen E i n f l u h auf das Ergebnis der Repa- lationsbesprechungen haben werde. Eine (Oabr für die KIntcrcrnöhrten in Deutschland und Oesterreich? Reuyork. 15. Dez (Wollt.) Durch Funkspruch. Wie aus Washington gemeLbct wird, brachte das Mitglied deS Kongresses Rewton eine Entschliehung ein, nach der die Summe von 70 Millionen Dollars dazu Deruxn- bet werden soll, der Unterernährung in Deutschland unb Oesterreich a baureifen. Für diesen Betrag sollen in den Bereinigten Staaten Lebensmittel etngefauft axrben, di.' von dem amerikanischen Roten Kreuz mit Hilfe der Organisationen des deutschen und des österreichischen Roten Streune# verteilt werden feilen. Rewton wies darauf hin, dah der Frie- densvertvag von Deutschland die Hergabe von Milchkühen unb anderen für die Ernährung wichtigen Dingen gefordert habe und dah eine große Menge Kohlen von Frankreich und Belgien weg- genommen worden fei und sagte sodann: .Wir »ind eine christliche Ration. Ich bin dessen sicher, dah Amerika nicht zusechen toUl. trdc hilslose Frauen und Kinder durch Kälte und Hunger zugrunde gehen." Die Debatte im englischen Unterhaus. London. 15. Dez. (Wolfs ) Unterhaus. Garl os Percy erflärte, bevor man eine Regierung in Deutschland habe, die bereit sei, sich zur Zahlung angemessener Reparationsbeträge und zu einer Zohlungsmethode zu verpflichten, würde man in dieser Frage nicht um einen Schritt vorwärts kommen. Sii Robert Hutfvn richtete an die Regierung die 2lufforberung, ihr AeuHerstes zu tun. um He endgültige RepavationSsumme festzufetzen. Er widersetze sich entschieden der französischen Politik, die darauf gerichtet sei, Deutschland zu zerstückeln. Er fordere die Regierung aus, eine unabhängige Aktion zu unternehmen; die englische Regierung solle bis zur höchsten Grenze der englischen Finanzen gehen, um Deutschland Stabilität zu geben. Morel erklärte, das R h e l n l a n d sei behandelt worden wie eine eroberte Provinz, und die französische Politik gehe daraus auS, es von Deutschland zu trennen. Lord Robert Eecil trat dafür ein, das) die Frage, wieviel Deutschland zahlen müsse, an den Völkerbund verwiesen werde. Seiner Ansicht nach werden gesonderte Zwangsaktionen Frankreichs in Deutschland oder anderswo, um die Einhaltung der Vertragsverpslichtun^ zu erzwingen, einen ernsten Schlag für die Grundlage der Entente bedeuten. Er stimme vollkommen mit allem überein, waS der Premierminister zu diesem Punkte gesagt habe. Die Frage müsse rasch geregelt werden. Lloyd George erllärle sich von der Rede Bonar Laws befriedigt. Er sprach seine freudige Uebereinftimmung mit der Politik aus, die der Premierminister dem Hause bargelegt habe. Sir A. Steel-Maitland bemerkte: Die Dringlichkeit der Reparationsfrage schliehe ihre Verweisung an den Völkerbund aus. Es bestehe kein Zweifel, dah ein wirklicher Zusammenbruch in Deutschland immer näher heranrücke. Die deutsche Entschädigung müsse auf 2 Milliarden bis 2,2 Milliarden Pfund ermäßigt werden. Diese Summe und die gesamten Betrage, die England von Frankreich, Italien und anderen kontinentalen Landern zu fordern habe, mühten zusammengenommen tocröen. Dann mühte festgestellt werden, ob es nicht möglich sei, fte aus einen Betrag zu ermäßigen, der der englischen Schuld an Amerika gleichkomme. Die gesamten übrigen Schulden mühten erlassen werden. Tiits dem Neicde. DaS Urteil im Harden-Prozeh. Der l i n, 16 Dez Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion macht das Urteil im Harden-Prozeh zum Gegenstand einer Interpellation, in der gefragt wird: W'e beurteilt die Regie.'ung die innen- unb austen- politische Wirkung des Mrteil#, und welche Mah- nahrnen gedenkt sie zur Wiederherstellung der Rechtssichecheit in Deutschland gegenüber organisierten Mördern zu ergreifen. Hessischer Landtag. 38. Sitzung. Darmstadt, 15. Dez. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9,45 Ahr. Den Antrag der Aog. Werner und Gern, das Derufsbeamtentum betr., toirb gemäh Antrag deS Ausschusses durch die Regie- rungsantwort für erledigt erklärt, in der die Re- glerung es als ihre selbst verständliche Pflicht be* zeichnet, allen gegen das Derufsbeamtentum gerichteten Bestrebungen entgegenzukreten und für die wohlerworbenen Rechte der 'Beamten jederzeit emzutreten. Die Regierungsvorlage. C'mtttrirf eines Gesetzes die Aenderung des Gesetzes, bl,- Besteuerung des Dewerbebel riebes im il in- herziehen vom 22. Dezember 1922 bett., wird in zwei Gelungen gegen die zwei kommunistischen Stimmen angenommen. Ebenso die Reglernrgs- vorlage, Gesetzeckwurf dieErhohungdesDe- triebSstockes der Haupt st aatSkasse betr. (einschliehlich der nachträglichen Berdoppe- lung der ursprünglich vorgesehenen Beträge). Desgleichen die Regie nngsvorlage, Ge'etzen'.wurs bte Abänderung des Hundesteuergesetzes betreffend, mit den Abänderungen des Ausschusses, wonach die Sätze auf das 50fache erhöht werden. Fermer die Regierungsvorlage. Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des G emeindeumlage- geseheS oom 8. Iuli 1911 in der Fassung des Gesetzes vom 22. August 1922 betr., und die Regierungsvorlage. Gesetz zur weiteren Abänderung deS Brückengeld- und llcberfabrt- gebührengeseheS vom 15. Iuli 1921 betr., nachdem Abg. Ebner (K.) erklärt hat, dah er das Brückengeld grundsätzlich überhaupt ablehne. Die Regierunqsvor age, Entwurf eineSGcsetzeS über die Erhöhung deS Urkunden stempel s betr., beantragt der Au^schuh anzu^ehmen mit folgenden Aende ungen: Laut Art. 6 wird die Beste u lgsgrrnze von der F a b r r a Ö ft e u e r auf ein Einkommen von 50 ) 003 Mk. festgesetzt', nach Art. 9 erhält die Regierung die generelle Ermächtigung, auf dem Bevordnungsweze mit Zustimmung des Finanzausschusses die Gebühren der Geldentwertung entsprechend zu erhöhen. Die damit Derbu-tbenen Anträge „Rink und Ebn^r" und „Lang und Qlnt^eü“ au’ Au be un i fcer Fahr- radsteurr beantragI der Au .schuh a'zulebnen. Abg Lux (Hoz.) stellt fest, dah die Regierung erklärt habe, sowohl der gemeinnützige tu< •< der KleinwohnungSbau seien von Stempelabgaben (baupolizeiliche Genehmigung) befreit Rach wie vor fei die Sozialdemokratie für die völlige Aufhebung der Fahrradsteuer. D>ch habe sie im Interesse der Fahrrad'es her enc Einkommensgrenze von 1003 Goldmark für die Befreiung von Der Steuer in einem Eventualantrag verlangt. Die Abgg. Lang (Soz ) unb Ebner (Komm.) sprachen gegen die Fahrradsteusr. Letzterer regt an, statt der Fahrräder die Automobile zu besteuern. — Min.-Dlr. Schäfer m.rcht Darauf aufmerksam, dah der Kleinwvbnungsbau mir bann von Stempelgebühren befreit werde, wenn Daukostenzuschufse gewährt werden. Die Fahrvadsteuer bringe nach den neuen Sähen rund 50 Millionen ein und da ruf könne der Staat nicht ohne weiteres Der» zichten. — Abg Glaser (Bb.) spricht sich gegen die Sabrrabfteuzr auS. Ein Fahrrad sei .heutzutage kein Luxus mehr, fonä>ern werde von denen benutzt, die keine anbere Gelegenheit hätten, rasch zu Ihrer Arbeitsstätte zu kommen. Abg. Di ngeldeh (D. Bp ) warnt davor, den Begriff der G o l d m a r k in die Gesetzgebung hineinzubringen. Das bebeute eine Diskreditierung unserer gegenwärtigen Währung, die die unheilvollsten Folge-,' haben könne. Man könne die Fahrradsteuer beseitigen oder die BefveiungS- grenze 'hinaufsehen, aber den Antrag Lux bitte er dringend adzulchnen Abg. jtnoll (Ztr.) fordert erhöhte Besteuerung der lleberf^-eltting der Feierabendstunde. hält die völlige Aushebung der Fahrradsteuer nicht für em^eh'enswert und schließt sich dem Abg. Dingnldet) betreffenb her Goldmarkfestsotzmrg an Die Personalausweise für den Verkehr nach dem besetzten Gebiet mühten stempelfrei sein. Finanzminister Henrich: Es handele sich ja gar nicht um eine Revision des Gesetzes, sondern nur um eine Angleichung der Sätie. Alle die vorgebrachten Wünsche mühten einstweilen zurückgestellt werden. Die Abänderung des Gesetzes sei bereits in die Wege geleitet. Der Antrag des Ausschusses, die Anträge Rink, Ebner, Lang und Anthes abzulehnen, wird abgelehnt, batnü spricht sich der Landtag für eine völlige Beseitigung der Fahrradsteuer aus. Die Regierungsvorlage wird unter Ausschluß des Artikels 6 (Fahrradsteuers in erster Lesung angenommen. — Abg. Ebner (Kom.) beantragt, über seine Anträge abzustimmen. Die Anträge auf Aushebung der Fahrradsteuer werden Darauf sagen die Stimmen der Mitte (Demokraten, Zentrum und Deutsche Vollspariei) angenommen. (Schluh folgt.) Aus Siaöt und Land. Viehen, Den 16. Dezember 1922. Die Versorgung mit Frischmilch. Das Hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft Hal Bestlmmu igen über die Versorgung mit Frischmilch getroffen, die soeben in Kraft getreten find. Es helht Darin: I. 3ebe Molkerei des Landes ist verpflichtet, einen bestimmten Tell der von ihr erfaßten Voll-, milch als Frischmilch an die Städte unb Bedarfsgemeinden zu liefern. Die Oandesversorgungsstelle hat die Höhe dieser Ablieferung festzusetzrn und die Stelle zu bezeichnen, an die die Ablieferung zu erfolgen hat. II. Die Molkereien find verpflichtet, monatlich der OandeLversorgungsstelle eine ilebersicht über die aitgelieferte Milch unb über deren Derwertung einzusenben. Hl. Diejenigen Molkereien, die nach Lage ihrer Verhältnisse. insbesondere wegen ungün- fltgec Verlebrsverbindungen, nicht in der Lage sind, 'Frischmilch in solcher Beschaffenheit zu liefern, dah nach Der Beförderung zum Dcrbrauchsort eine Verwendung in einwandfreier Beschaffenheit gewährleistet werden kann, haben entsprechend Der Aickeilsmenge Die sie nach ihrer Anlieseru ig nach I alS Vollmilch zu liefern hätten, eine Vergütung an die LandeSversorgungsstelle zu zahlen. Die LanbesveZorgungsstelle seht die Höhe dieser Vergütung nach Lane der jeweiligen Verwertungsmöglichkeit Der Vollmilch fest. In gleicher Welse haben diejenigen Molkereien diesen Ablösungsbetrag zu zahlen, die ihren Lieserungsverpflich- tuigcn in der von der Landesversorgungsstelle festgesetzten Hohe nicht rnichkommen. Die hierdurch eingehenden Einnahmen sind in den Städten unb Dedarfsgemelnben für die Verbesserung der Mllchversorgung zur Verfügung zu stellen. IV. Die Landesversorgungsstelle kann fürMol- kerelen, die nach der Bestimmung zu 1 mit einem wesentlichen Teil ihrer Bollmilchanlieferung zur Frischmilchllefeiuig hevangezogen werden, auS Den Liesergemelnden ein Liesergebiet bildm. V. Zuwiderbandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen unb die auf Grund dieser Bekanntmachung erfolgenden Anorbnungen der Landesversorgungsstelle werden mit Gefängnis biS zu einem Iahre und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. ober mit einer dieser Strafen bestraft. Reben der Strafe kann auf Einziehung der Erzeugnisse erkannt werben, aus die sich Die strafbare Handlung bezieht, ohne ttnterschleb, ob sie dem Täter gehören oder nichr. Die LandeSversorgungsstelle kann Molkereien, deren Unternehmer oder Leiter sich in Befolgung der Pflichten, die ihnen durch die neue A o bnung auferlegt find, unzuverlässig c-toelicn, schliehen, ober durch Dvauftradte führen lassen. Gegen eine solche Verfügung ist Beschwerde zulässig, über die der zuständige ProvinzialauSschuh entscheidet. Die Beschwerde hat keine ausschiebende Wirkung. Neue Brotpreiserltöhunsi. 'Das Lebensmittelamt gibt im Tlnzeigen- teil unseres heutigen Blattes bekannt, dah ein l900-Gramm-Brot vom Montag, dem 18. Dez., ab 2 70 Mark kostet. Die Mehlpreise sind gleichfalls entsprechend heraufgesetzt worden. Näheres ist aus dec 'Bekanntmachung ersichtlich. ** Der Aufkauf von Butter und Käse ist für das hessische Staatsgebiet mit Wirkung vom 23 Dezember ab von dem Besitz eines Erlaubnisscheines abhängig. Dieser Schein wird von dem zuständigen Kreisamt ausgestellt. Personen, die Butter und Käse aufsaufen, ohne im Besitz der behördlichen Erlaubnis zu sein, werden schwer bestraft. DaS Ende der Pfennigrech- nung. Nachdem eine Reihe von Girozentralen und Sparkassen, sowie auch die Banken dazu übergegangen sind, Pfennigbeträge bei Aeberweisungen und Schecken sowie bei Berechnung von Zinsen, Gebühren u. dergl. nicht mehr zu berücksichtigen, gibt auch die Bezirkssparkasse Gießen im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß sie bei allen ihr erteilten Aufträgen, bei Einlagen, bei der Zinsberechnung u. dergl. von jetzt ab die Pfennigbeträge undeachtet läßt. Sie bittet ihre Kunden, ebenfalls hiernach zu verfahren. ** Die Direktion des Stadttheater ü bittet uns mitteilen zu wollen, dah vom 16. bis 31. Dezember die Nachmittagskafsenftrinden aus fallen, so dah die Tageskasse nur an Wochentagen von 10 biS 1 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 12V2 Uhr geöffnet ist. Am Sonntag, dem 24. Dezember, bleiben daS Theater and die Kaffe geschloffen. •• Oberheffischer Kunstverein. Die Ausstellung ist nur noch morgen, Sonntag, von 11 bis 1 Uhr geöffnet, ein Teil der ausgestellten Werke muh schon am Montag weitergesandt toeeben. Die Ausstellung bleibt von Montag ab wegen vollständigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschloffen. ♦ Preu h. -Süddeutsche Klasfen- t ottev le. Anfang Januar findet die Ziehung der 1. Klaffe der neuen Serie der Preuh.- Südd. Klassenlotterie statt. Der Gelben!Werbung entsprechend ist der Markbetrag der Lose zwar ettvas teuerer geworden, aber auf der anderen Seite find die Gewinne unb d'.e Gewinnchancen, namentlich für die mittleren Gewinne, erheblich Derbepert ES gelangen insgesamt Gewinne im Betrage von P/< Milliarde Mark zur Auszahlung. Im günstigsten Fall kann in her letzten Klasse auf ein Los ein Gewinn von 12'/, *IDXU Itonen Mark fallen. Es finden auch nicht mehr fünf Ziehungen, wie seither, fonbem nur noch vier Ziehungen statt, In denen die Hauptgewinne 1, 2, 3 unb 5 Millionen betragen. Der LospreiS für ein Los für die ganze Lotterie wird bei art gezahlt, bah in dec 1. Klasse für '/« LoS 75 Mark, in der 2. bis 4. Klaffe je 100 Mark zu entrichten sind, so dah also V» Los für die ganzq Lotterie 375 QBarf, */< Los 750, Vt Los 1500 und l/i Los 3000 Mark kostet. Konzert zum Best en der siebener Studentenhilfe. DaS am Mittwoch abend in der Reuen Aula der Universität gegebene panzert war so stark besucht, dah die Aula bis zum letzten Platz gefüllt war. Man fah hieran von neuem, dah die Siebener Bevölkerung gerade In der großen Rot, die weite Kreise der Studenten heute heimsucht, unzerloenw- lich mit den Angehörigen Ihrer Universität verbunden ist. Die Darbietungen stellten die Zuhörer in jeder Hinsicht zufrieden. Alle Schwierigkeiten des glücklich ^ufammengeflellten Programms wurden ohne Muhe genommen, obwohl hie Darbietung hohe Anforderungen an Technik mld ausdrucksvolles Spiel stellten. Die Mitwirkenden waren mit ganzem Herzen bei der Sache und halfen so zum guten Gelingen der wohltätigen Veranstaltung. Angenehm überraschte die Sopranstimme von Frau Hanna Mara-Peter- s e n, der die Schubertschen Lieder insbesondere gut liegen; von ihnen gebührt der anmutigen Darbietung des LledeS .Die 6lerne“ besondere Anerkennung Starker Deisall und zahlreiche Blumenspenden wurden der Sängerin dargebracht. Auch die Trio-Boriräge der Herren Kandidaten Andieae (Violine), Schliephake (Eello), und Delp lKlavier) verdienen mit höchster Anerkennung genannt zu werden. Es war eine wahre Freude, diese drei jungen Menschen musizieren zu hören. Leuchtenden Auges lauschte lebet ihrem Spiel. Man kann ruhig lagen, dah Ihre Darbietungen von hohem künstlerischem Können getragen waren. Besonders nach E. G. RelsigerS Trio op. 181 in O-Moll dursten sie immer wieder den Belsall des begeisterten Publikums entgegennehmen. Der bleibende Eindruck wat äuf)erft günstig, so dah wir wünschen möchten, im Lause des Winters noch öfter von dieser Seite für einige Stunden den düsteren Sorgen deS Alltags enthoben zu werden. ß. St Bornotizen. — Tageskalender für SamStag. Hotel Schütz, 8 IHyr: Bort rag über „Gesundheit und Lebenskraft durch galvan. Schwachstrom.“ — Gaf£ Leib, 7 tWyr: Konzert und humoristische Vorträge. — Asturia-Lichtspiele: „Du sollst nicht begehren“. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße brüte und morgen: »Das schwarze Gesicht“ und „Der Zechpreller". — Patast-Lichlspie^e, beule und morgen: „Der böse Deist Lumpaci-Vagabandus'‘ and „Die Dollarbraut''. — Lageskalender für Sonntag. Stadttheater, 31/» Uhr: „Das tapfere Schneider, lein"; 7 Llhr: „Frühlingslust“. — Darmstädter (HauZ, 2 ilbr; Versammlung der Vereinigten Fuhr- werksbefitzer von (Sieben. — Turnhalle (Oswalds- gurten), 8 Ubr: WelbnachtSseier deS Wartburg. Vereins. — Astoria-Lichtsviele, ab heute: .DaS Geheimnis der grünen Villa" unb .Dec tugendhafte Balduin". — Der Verein Kanarta veranstaltet morgen Sonntag, den 17.. feine diesjährige Ka - narien-Ausstellung. Der hiesige Verein, sowie auswärtige Ziichter von Eöln DuiSburo Marburg ufto. warten mit gutem Material auf. (Siehe Anzeige.) Mcttervoraussage für Sonntag: Boi schwachen südwestlichen Winden wird vorübergehend etwas wärmeres Wetter ohne wefenllichc Niederschläge zu erwarten sein. Eine flache Tiesdruckmulde hat sich im Laufe der oerfloffenen Nacht über Der Nords« entwickelt. KreiS Alsfeld. • Alsfeld, 15. Dez. In der jüngsten Sitzung dcSStadtvorftandeS beschäftigte man sich mit der Festsetzung der Hundert- sätzederMielzuschläge. Eine Einigung zwischen den Hausbesitzern und den Mietern war nicht zu erzielen, deshalb wurde auf Vorschlag der städtischen Kommission beschlossen: Die Hundertsätze der Mtetzuschläge auf die Grundmiete werden wie folgt festgesetzt: Für die Zeit vom l.Iult bis 1. Oktober d. I- auf 870 Proz.; für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember auf 2090 Proz. Für die Zeit ab 1. Januar 1923 ollen Die Sätze später festgesetzt werden. Da die Entwicklung der Verhältnisse bezüglich der Kosten baulicher Arbeiten im nächsten Vierteljahr jetzt schwer vorauszusehen ist. Man rechnet seitens der Stadtverwaltung mit einem Einspruch geger diese Festsetzung. Kreis Friedberg. «f. Friedberg. 15. Dez. In einem von dem Dclksbildungsveroin, Dem Geschiehts- unb OlIteitunidDerdn unb Der Ma'eumsgesellschaft gemeinsam veranstalteten Vortrag sprach Archiv. Direktor Pros. Dreher über daS Sterna. „3m Kamps umS Dasein. Ausstieg and Hieöergang der Reichsstadt Friedberg." Auf Grund eigener archivalischer Forschungen an Der Hand teilweise noch nicht bekannten Materials gab der Redner ein lebensvolles und packendes Bild des wechselnden Schicksal- der frichersn freien Reichsstadt Friedberg unb geuxj’b’rbe Den zahlreich erschienenen Zuhörern ehren in jeder Beziehung interessanten unb genuhreichen Abend. Hessen-Nassau. Zwei Mühlenbesttzer als MehlfDscher. svb. Frankfurt a. M., 14. Dez. Auf Grund eine? Hastb.'sehl? wurden am Mittwoch dir -jxi liier ber bet Oderurset belegenen „Herren- mühle", Heinrich Messer unb 3ea n Abt, durch hiesige Beamte der Wucherpolftei f e ft genommen unb Dem Frankfurter Untersuchung-S- gericht zugeführt. Abt unb Weiser hatten in den Letzten zwei Jahren das Ihnen von der ReichSgetreibestellc zugewiesene Getreide unterschlagen unb daS Mehl verfälscht, inbem sie das Korn zu 65 Prozent ausmahlten, das hier ge* Heutiger Stand des Dollars 10 älhr vormittags: Berlin 6500, Frankfurt a. W. 6500—6550. BTMX gtt hvd« Pressen verschob«, den th mtt OlbfaffTtoffen, Meie, Spreu uftix, EN uni) als ,gutes" Drotmehl ihren Kun- ibcten. Eine zugleich mit der Verhaftung it Durchsuchung der Mühle stellte die gen in grobem Umfang fest. Die Mengen lehlS. die die beiden Fälscher dem Drvt- tzogen haben, |mi> nach den bisherigen Meststelluilgen sehr bedeutend. Der größte Teil trielrt Mehls kam in Frankfurter Bäckereien. Die iDerhastungen erregen auherordentlich grobes Aufsehen. Messer unb Abt sind in den letzten Oupcrn zu schiüerreichen Leuten geworden. spd F r a n k s u r t a. M . 15 Dez Sie Mehl^ !versälschullg«asfäre der Inhaber Messer und A b l von der Herrenmühle bei Oberursel scheint >sich zu etiwm Skandal allerersten Ranges zu entwickeln. In den noch verschiedene Mitschuldige hliieingertssen werden dürften. 3n der Hauptsache belieferte die Muhle, soweit heute feft- steht, den Ärel« Ä ö n i g ft e i n und einen Teil de« Kreise - Höchst. sowie xum kleineren Teil auch Franksurter Bäckereien, darunter auch den Konsumverein. Die Mühle wurde Donnerstag früh von der Behörde geschlossen und wird voraussichtlich vorläufig nicht wieder geöffnet Dab die Hei^enmühle schlechte« Mehl lieferte, war schon seit Monaten offenes Geheimnis, namentlich in Oberursel selbst, aber niemand hielt die Inhaber solcher Taten, wie sie seht ausgedeckt wurden, für fähig Erst durch einige entlassens 03 ä cf er, die bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erfta rieten, kamen die Fälschungen an da- TageSlicht. ES wurde bi-her feftgefteUt, dah die Mühle von den Bäckern beanstandete« Drotmehl aufkaufte und in da- eigene Mehl htneinmengte, fo dah ein unglaublich schlechte- Gemisch entstand. Dor einigen Wochen kam hier eine Schiffsladung verdorbenen Wetzen« an, die niemand wollte. Plötzlich war die Ladung verschwunden. Die Herrenmühle kaufte sie auf und vermahlte den Weizen mit. Die Mühle stellte von dem guten Mehl täglich mehr al« 103 Zentner her und verschob diese Ware dann für ein sündhaft hohe« Geld. Diese Transporte wurden meist nachts au8- gefüfort Die dadurch entstandenen Fehlmengen am Drotmehl wurden dann durch allerlei Beimengungen zweifelhaftester Art wieder auf- yefüllt. Die Analysen des staatlichen Untec- suchungSamteS find noch In vollem Dange, fo dah sich zur Stunde ein volle« Bild über den Umfang der Fälschungen noch nicht geben (äfft Landwirtschaft. ** Die Maul- und Klauenseuche. Infolge de« Ausbruchs der Seuche In Watzenborn-Steinberg ist das Verbot des Handels mit Klauenvieh auch auf die Ortschaften Bellersheim, Obbornhofen und Steinbach ausgedehnt worden. — In Rollshausen (Kreis Marburg) ist die Seuche aus- gebrochen, in Holzheim (Kreis Wetzlar) ist sie erloschen. — Der Ausbruch der Seuche wurde ferner in Melbach (Kreis Friedberg) festgestellt. Die Gemeinde Echzell ist als Beobachtungsgebiet und die Gemeinden Gettenau. Heuchelheim, Bisses und Grundschwal- heim sind als gefährdetes Gebiet erklärt worden. •• Die Schafräude zu Sich ist erloschen. Die Sperrntabnahmen sind aufgehoben worden. Verwischtes. Bluttat eine« Wahnsinnigen. fpd. Aschaffenburg. 15. Dez. Der Jagdaufseher Spinler Im benachbarten Soden hat in einem plötzlichen Anfall geistiger Störung feinen Sohn erschlagen und feine Frau duich einen Schuh aus. dem Jagdgewehr so schwer verletzt dah sie nach kurzer Zeit verstarb. Rach der Schreckenstat nahm der Geistesgestörte sein Iagdgewehr und begab sich barfuß nach Aschaffenburg, wo er sich der Landespolizei flellie, die ihn der Irrenanstalt zu Lohr über wie«. Dampferzusammenstotz. London. 15 Dez. (Wolfs.) Rach einer Reuyorier Meldung ist der Dampfer ,M e f i t o“ von der Ward-Linie in der Lower Bucht bei Reuyork mit dem Dampfer .Hamilton" zusammen g e st o h e n. Die .Mesito", die 119 Passagiere an Bord hat, hat drahtlos um Hilse Betteten. DaS Schiff hat ein grobe« Leck erhalten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dietzen. Sonntag, 17. Dez. (3. Advent). Stadt- ltrche. 9 ,: Pfr. Rlahr. 11: Kinderk. d. Matthäus^ Pfr. Mahr. 5: Pfr. Becker. «Abendm. d. Martusg.). — IohanneSkirche. 9‘,: Pfr. Bechtels Heimer. 11: Ktndert. d. Lukasg., Pfr. Dechtolsheimer, 5: Pfr. AuSfeld (Abendrn.d.Iohannesg.). — Kirchberg. 10. — Main-Iar. 17,. — Wieseck. 10, 4'/, Kinderkirche. 77, Uhr. Katholische Gemeinden. Gietzen. Samst.b u. 3: Beicht Sonntl7. De«. (3. Advents!.) 6‘,: Beicht. 7: Messe Kom. d. Zungfr- u. HauSangest 8: Kom. 9: Hochamt m.Pr. 11: Messe m. Pr. 4 'Berfamml. b. Jungfr.-Kongregation und d. HauSangest. 57, : Christenlehre und fatramenlaL BruderschaftSand. — Lich ‘,,8 u. 7,3. — Hungen. 7,10 Hör. Eptetplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Somrtag, 17. Dez. nadjm. 3 Ahr: Undine, abend« 7 Uhr: Tosca. Montag, 18: Tannhäuser (Par. Bvarb.). Dienstag, 19.: Boccaccio. Mittwoch 20., nachm. 3 ilbr: Tutti- säntchen: abend« 7 Uhr: Tieslanch. Donnerstag. 21.: Rigoletto. Freitag. 22.: Die Frau ohne Schatten. 6am«tag. 23.: Die DohLme. Montag, 25 , nachm 3 Uhr: Tuttifäntchen: abends 7 Uhr: La Tcaviata. Dienstag, 26.: Aida. Mittwoch 27., nachm. 3 Uhr: Tuttifäntchen: abends 7 Uhr: HofsmannS Sr-zählungen. — Schauspielhaus. Sonntag. 17. Dez., nachm. 4 Uhr: Mär» chemrachmittag für Kinder: abend« 7Vs Uhr: Mohrenwäsche. Montag. IS.: Smilia Galotti. Dienstag. 19 : Des Esel« Schatten. Mittwoch, 20 : Der Gestagene. Donnerstag. 21.: Heber untere Kraft 1 Teil. Freitag. 22.: De« Esels Schatten. SamStag. 23.: Da« Postamt: hierauf: Der Engländer. Montag, 25.. nachm 3Vs Uhr: Alt-Heidelberg: abends 7Vs Uhr: GygeS und fein Ring Dienstag, 26., nachn. 3Ve Uhr: Des Esel« Schatten: abends 7Vs Uhr: Mohrenwäsche. MiU- wvch, 27.: (Sin Sommernachtstraum. Handel. Der! i n. 15. Dez. (Wolff.) Dorfen ft im» mungSbild. Da noch den vorliegenden Preise» meldungen die beulfchen Aussichten für eine Ordnung der Repa rativnsfrage anf^rdrenZ) etjoas günstiger beurteilt werden können, setzte sich bei unverändert kleinen Umsätzei die' Abschwächung am Devisenmärkte in mäßigem Umfange fort. In Rückwirkung hiervon und wegen der feerstehenden Feiertage ist auch am <3f e?tenmarft ein sichtbare« Rachlassen der bisheri ei starken Kauflust eingetreten. Bei der Spekulation und tfnem Teil des Privatpubliümns gewann die Renlt- satienSneigung die Oberhand. Das an den Markt gelangende Material war aber nicht grob, weil e« zumeist hoch limitiert war. fo das) in den zu schwankenden und EinheitSdtr^n gesandelten Papieren die Einbußen keinen groben Umfang erreichten. Sie betrugen durchschnittlich mehrere hundert bi« tausend Prozent, für einige schwere Montan- und Industriepapiere. die twrher ntti am erheblichsten gestiegen waren, 1000 bis 2C00 und vereinzelt auch 3000 Pro;., nur bei S’ettiner Dulkan 7500 und den ausgesprochenen Valuta» txipleren, wie Mexikaner. Canadas und (Balturne re 6000 bis 8C00 Prvz. Gins Ausnahme von der allgemein schwächeren Grrirrbfttnnnunq machten Deutsche Dcmk-Allien. Berlin-Karlsruher Industrie und einige industrielle Rebenwerle. Für Auslandrenten betrugen die KurSeinbußen sonst mehrere hundert Pro.-.ent. 3prv-u ReichZanleihe gewannen 80 Prvz.. wogegen Preu st. KonsolS stärker, so 3prvz. um 50 Proz. nachgaben. Bai geringen Veränderungen nach oben und unten konnten sich die Kurse dann auf dem ermäßigten Stund gut behaupten und vereinzelt auch Erholungen erzielen. Berlin, 15. Dez Die am Devisenmarkt anhaltende Abfchwächung kam auch am Cbctreite- markt schärfer zum Ausdruck. Die Preise gaten hirr bei verhältnismäßig geringen Umsätzen weiter nach, was besonders für Mai für nahe und spätere Lieferung gilt. Für Weizen zeigte sich seilens einiger Müh er. die unverändert guten Absatz für Auszugsm.hll haben, etwas Kauflust. Da die Reichsgetieibe'belle in den letzten Tagen viel Roggen bei den Müllem im Lande gehäuft bat, ist das Angebot darin geringer geworden fo daß sich die Preise decMtniSmäßlz gut be^ baubteten. Die PleiSabschwächung kam auch bei den übrigen Artikeln zum Ausdruck Frankfurt a. M., 15. Dez. Börsen- stimmungSbild Der Dollar stellt,- sich tm Frühverkehr aus 7500 und bewegte sich la den erste« Mvvgenstrn^en zwischen 7450 imb 7400. Devisen lagen zunächst schwächer. Dalutapapiere wurden mir wenig umgesetzt bei schwächerer Tendenz Die heutige dlfeltcnbörfc wies im allgemeinen eine schwächere Haltung auf. Eine Sonderstelle nahmen vereinzelte Spezialpapiere ein, Vie Z. T. kräftig an^ogen. Monianpapiere eröffneten mäßig niedriger. Ehemisch? Werte lagen uneinheitlich ihn 1 Uhr wurde der Dollar 7400 acnaiuu. Dörsevkurse. Frankfurt a. M. Berlin S*lu». S<6udi» S5.- 420— 425,- 430- V'7Dtfch.Rcich»anletde 47. Tmleicüen 37,7» T ergleichen 37. Terfllfitben Difch-Vvar» l>ram.-?lnl. <*/■> Preußische Konjol» 47. heften 3‘V/» Hessen 37. Hessen......... 2oo— 200/— aia- 2.x- 1035 - 1050,— IGöft—1050, - 100,— 180,- 165,— 151- 180— 180— 200;- 183,- 14)— 110.- 114,- pü- —r- —,— isa- -,- i9o,- i?a- 47o ßoniflrfen 8850,- 760a- R70a- 7200,- 57» Goldmcrikaner —,— 50000—95100.-9050),— berliner Handelsges . 15800,- 140UO- 17000,- 15200- Lomnierz- it. Privaibk. 250),— 2350— —2350.— Dornin. u.Nalionotbank 2500— 2ü:5 — 2575— 2450,- Deu'sche Bank 6000.- 59 ft- 6100,- 730(1— Deutsche BeicinSbaak. 1095,-1100,— ——,— DiSconio Eoinmarrdir . 338). - 3250.— 3500—8350,— WetnUbnnf 10100.- 13900,- —-,— Mttteldew. drcbitbnnf 2300— 2200— 2300,-2250- Crlferr. Credimnitalr . 24oft- 1300.- 2425— 1950,- Bochumer Guh .... —3ft>3ft—1K750,— vuderuS.........1210ft-10:X)a-l2!m-ll,- 7.55(1- Öirtffhcinier Electron 15C0ft— —15000. —12000, — Hochiter TVarbreerfe . -.— 650(1— — 5500,— VeUeerf ob Lutfi..... 8501— 715ft— — 3i6iacrSlverke......SiOft— 820’,— 8025,— 801tk— dteiöcrtnlialt 15100.-1445(1— — Alla. drletirüitÄtfreef 7100,- 5000,- tkrRiitann....... 577"t— 525ft— 5800,— 5125,— Dchuckert..........IIOjO,- 97'ft-KXXKl- 91.0,- Siemen« & Hafke. . . --172OO—17700,—170 0,- Adierwerke Silcott. . 320),- 3200,-3600- 3350,- Daimler 21otoren. . . . 4200— 3900.-442.0— 3950— £w)(i#enttaebt 5000— 4980— ——— -Üitfliihl.......... 7700— 6000- ©Oft- 6000- Metnvges. Frankfurt. 2850),-23000. — —— Schudfabrlk Her» . . . 2950— 2590— Ltchel 3900.- 3^01- -,- 8e6"ost Waldbof . . . 16500.-135 <1- 17000- 13000,- Zuckerkabr.7)ra ikeu bü 12000,-125)— — äuckerfabrikWag^äusellLloa-13100— — Vüchcrlisch. — Elera rnbault. Geschichte eines freien Gewissen« im Kriege, von RomainRolland. (Qkdag von Hütten u. ßoentng, Frankfurt a. M.) — Das innere Erleben eine« ganzen Volkes während des Kriege« Ist hier zu einem eindrucksvollen Zeitgemälde zusammengesastt: der Dichter Gleram- bault, in manchen Illusionen befangen, erkennt immer mehr, daß das Dersinken der Einzelseele im Abgrund der Massenseele die größte Gefahr für Frieden und Fortschritt Ist. — Die Heinzelmännchen, von August K o p l s ch, mit Bildern von Adolf Prvpp (Bolks- verband der Bücherfreunde: Wegweiser-Verlag G. m. b. H. Berlin). — Dieses gut auSgestattete Kinde buch erhält feinen vollen Wert erft, wenn den Kleinen von kundiger Hand die Fülle der Geschehnisse rtchiig nähergebracht wird. — Kleine Märchenbücher und (Zu- genberzählunaen bringt, Inhaltlich auf voller Hohe, der Lübecker Verlag von Otto Wessel. «Rus deutscher Märchmwelt", herausgegeben von Han« Satow. vereinigt sieben der Jugend noch nicht allgemein bekannten Märchen, und zwar von ElemenS Brentano, Arndt, Hebbel, Hauff. Morike, Treck und Goethe. — .Grobmütterchen erzählt", für Kinder jüngeren Alters bestimmt, tragt in bunter Folge Märchen. Geschichten, Ge- dich e und Rätsel zusammen, während ,Die Rächt auf dem Walfisch^ xmb andere Erzähbrngen vrm Fciedr. Gerstäcker, wie dieser Ran»e schon verbürgt, Groh und Klein erfreut. Weiler sind al« gute kleine Volksbuchelchen von berühmten Verfassern zu verzeichnen: .Da« Märchen vom Baron v. Hüpsenstich" (enthält zwei Märchen von Brentano und Aimdtf. .Der Bauer mrd sein Sohn", .Der tote Chaussee-Einnehmer". .Unterm Tan- nenbaum“ und .5)ent an mich" sind Heb« Hestchen poetischen Inhalt«. — Sonne und Regen im Kinder» land. Unter diesem Titel gibt der Verlag D Gunderl In Stuttgart eine Reihe sehr preiswerter Bändchen zum diesjährigen WeihnachtSsest heraus. die ein Kinderherz mit höchstem Entzücken erfüllen werden. Aur namhafte Iugendschrift- ft eile i Innen kommen xum Wort Wir nennen von Eharlotte Wörner .Im Reich derBlumenkbnigin". .Die Männlein vom Mummelsee" und .Prinzeß Gänfelore". Aima Schieber ist mit einer Kinder- geschuhte .Annegret" und Ida Froymeyer mit zwei Erzählungen .Hansi" vertreten. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die neue Mahnrede Bonar Laws. London, 15. Dez (WTB.) Im Unter- hause entsparrn sich aeslem eine Debatte über die Reparationen durch eine Anfrage von Simon, die von Asguith, Ramsey Macdonald und Lloyd George gebilligt war. Bonar Law antwortete unter anderem, während Frankreich glaube, die furchtbare Inflation sei vorsätzlich herbeigeführt worden, teile er selbst diese Ansicht nicht. Das sranzösische Finairzsysiem gründe sich auf daS, was Frankreich von Deutschland erhalten solle. DeutschlMid habe es auf sich genommen, sehr erhebliche Summen zu befahlen, und die Ansicht Frankreichs sei. daß es sich, während Konferenz aus Konferenz stallsinde, deren Resul'-at mü einem Moratorium für Deutschland gleichbedeutend sei. am Ende eines jeden Moratoriums, was die Eintreibung des Geldes von Dmtschland angehe, in einer Immer schlimmeren Lage befänbe. Dec britische Standpunkt in der Repaia- tionsfrage sei der. daß England nicht an frühere Fehler oder an eine Feind- f d>a f t gegen Deutschland denke, sondern das Problem einfach in folgender Weife betrachte: Welches ist die beste Metho)e. um den Betrag aus Deu:schland herauszubekommen, den es bezahlen sollte. Es beständen Meinung^ve schledenheit-n über die Höhe der Reparativnssumme. Wenn ,»ch aber Deutschland je wieder erholen werde, werde e« ihm weit eher möglich sein, feine Er rschädi- gung zu bezahlen, als es DroßbritannO.i möglich sein wird, seine Schulden bei Ame-rka zu be gleichen. Er würde den allgemei '.ux Grund- s a tz ausstellen. da ß England .licht gleich- aültigbeieinerAktlonzusehenkönne, die nach Englands Ansicht wahrscheinlich bewirken würde, daß feine Reparationen gezahlt würden sondern es sehr schwierig oder vtelleicht qan< unmöglich machen, sie zu erhalten. Es besteht fast keine Hoffnung für eine Lösung der furchtbare), Schwierigkeiten Europas, wenn Frankreich und England nicht gemeinsam bandeln. Alle Informationen. die Ich erhalte, besagen, daß Deutschland einem völligen Zusammenbruch sehr nahe Ist. Ich bedauere, das sagen zu müssen, aber ich glaube, es ist wahr. Das Tragische dabei ist. daß e« zweifellos keine Besserung für Deutschland geben kann, bissichdie Ma rk st a b i l i s i e r t hat. Doch nach den Erfahrungen der ganzen Welt und nach unseren eigenen Erfahrungen In den letzten Hahren und na4) der Meinung jedes Sachverständigen wird gerade der Versuch der Stabilisierung der Mark den Zusammenbruch In der deutschen Industrie herbei- führen den wir selbst erlebt haben. Wir müfen alles dies ins Auge fassen. Donar Law betonte weiter, daß jedes Zugeständnis hinsichtlich der Schulden mit der Gewißheit oder mindestens mit der Wahrscheinlichkeit verknüpft fein rnü.fc, daß es eine endgültigeAbmachungsei und daß die Frage nicht wieder von neuem angeschnitten werde Jedes Zugeständnis in der Schulden- fvage schlosse daher ein. dah nichts getan werden sollte, was eine endgültige Abmachung unmöglich machen würde. Lloyd George drückte feine große "Se- frlebigung aus über die Erklärungen Donar Laws, die die allgemeine Zustimmung bet übrigen Sprecher fanden. Zum Weihnachts-Fest Sctiarlachberg Meisterbrand in Geschenk-Packung Iim>u 1 Zum sofortigen Eintritt tüchtiger, bilanzsicherer, jüngerer Buchhalter gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen rn Volksbank Wetzlar E. ®. m. b. H. wäsefu- ctttes.relnigt schneit und gründlich Ad. KelnU« Gleflec. 5978c DöQaDOaDDöDÖODagQQDDQQDIJQ Achter s. eet albL Woha- eu ScMUfiiau, woruänl. Stnhe bei Salerne. Schr. Ung. U.0113U5 a. d.Ä Än^. rotrb kn frauenlofe GesldnstShau» eine LnnbstädkchenS in Cberbefien nefiutit Lchrlstl. Angebot unter 1O445D an be Gieh. Au«, exbew □cxaaaaaoaaDoa □□□□□□□□□□□□ Der beste Rasierapparat der Welt W TSalcutotitra V*.1 i,|),l>erw«hrend. EnormGeld V I A sparend. L Verteil. unmöxUlSchinere- 109 »Pikend nimmt / ä. Messer <1. Bart ah v x\£7 und bleibt lakrelang ehse äcklsUae Uarsaiarf. Warnung: Die echten Klingen sind Huleelo g.-steinp. 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Vom deutschen Gericht sei das St ras verfahren gegen ihn bereits emgeleitet worden. Die Rovellen zum Gesetz über die Gesellschaften m. b. und zur Konkurs- vrdnung werden in allen drei Lesungen angenommen Endgültig angenommen we den sodann Die Gesetzentwürfe über die Genossenschaften z u r B o de n ve r b e s s e r u n g, über Erstattung von RechtsanwaltSgebühren in Armenjachen, über die Beschäftigung Schwerkriegsbeschädigter sowie die 'Novelle zum Kraftsahrzeuggesetz, wonach! die Has tps licht summen bei Autounsällen der Geld- >enttt>eitung an gepatzt werden können. Bei der Beratung deS RachtragShauShaltS deS Auswärtigen Amts erklärt . Abg Frölich (5t.), datz sich die grvtzen Hoffnungen, die in der Außenpolitik an den Antritt der Regierung Cuno geknüpft worden seien, diSher in keiner Weise erfüllt hätten. Die tipita- llistische Politik der Schwerindustrie nehme nicht 'die geringste Rücksicht auf die sonst so oft gc- Predigten nationalen Interessen. Das beweise deutlich der kürzliche Borst oh der StinnesgruPpe gegen die Reparationspolitik der Regierung. Abg Dr. D r e i t s ch e i d (©.). Wir sind stets für korrekte Beziehungen zu Sowjetruhland eingetreten. Wir haben auch nicht den Rapallovertrag, sondern den Zeitpunkt seiner Bekanntgabe bemängelt. Die guten Beziehungen zu Sowjet- rutzland nützen blutwenig in den Fragen, die und jetzt auf den Nägeln brennen, besonders in der Repaixitionssrage. Der Etat wird bewilligt, ebenso die Nach- tragdetatö des Reichstages, des Haushalts für H>te Ausführung deS Friedensvert r ages und deS Retchsfinanzmmisteriums. Angenommen wurde hierzu ein Antrag Mumm (D.-N.). der für die Veteranen von 1864, 1866 und 1870 eine Erhöhung der MonatSrente bon 50 auf 250 Mk. verlangt. Da die butcaumäbigen Vorbereitungen für die Fortsetzung der Tagesordnung noch nicht getroffen find, fchlietzt Präsident Loebe um 3 Plhr die Sitzung und beraumt auf 4 ilfyr eine neue Sitzung an. (Abends! hung.) 3n der Nachmittagssitzung wird Zunächst die ReichShaushaltSordnung tn dritter Lesung angenommen, welche dem Re ich ssi - n a n z m i n i st e r ein gewisses Vetorecht bei allen ReichsauSgaben ein räumt. ES folgt die zweite Beratung deS ZwangS- anlelhegesehes Danach wird die Begrenzung von 70 Milliarden gestrichen und die Freigrenze verdoppelt, demgemätz also die Ersteingänge von 100 000 auf 200 000 Mk. erhöht. Der Ausschuß hat der Vorlage zugestimmt und be- antiagt eine Gntschlietzung. wonach das Reich Ländern und Gemeiiiden in Rücksicht auf ihre Finanznot Vorschüsse auS der Zwangsanleihe bewilligen soll. Ädg Bernstein (Soz.) wiederholt den Ai'Sschuhantrag, datz Wertpapiere mit 3/4 des Kurses vom 8. Dezember 1922 bewertet werden sollen. Abg. Fischer-Köln (Dem.) befürchtet, datz die Zwangsanleihe die geplante innere Gold- anleihe stören könne und bekämpft den fvzial- demokratischen Antrag. Gr beantragt, datz die schon im Juli und August in die Zwangsanleihe ein gezahlten Beträge doppelt angerechiet werden sollen. Staatssekretär Zapf bezeichnet diesen Antrag aus finanziellen und sachlichen Gründen alS undurchführbar. Die Herweghs. Obre rechtsrheinische Geschichte von L i e S b e t Dill. 63. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) < .Dieser TheatermarguiS." Kottenhan spuckte 'LuS.'.was ist er denn eigentlich? tzi»ehtsto rische jFigur? Keineswegs. Ein Spanier^-Erst recht 'nicht, denn ich kenne die Spaniers Dieser Posa ist dem spanischen Charakter völlig fremd, es ist ein deutscher Enthusiast. Schiller wäre besser nach Spanien gegangen, ehe er den .Carlos" sch i^h Diesen sentimentalen Ritter würde kein Philipp der Zweite angehört, geschweige denn zu seinem Vertrauten gemacht haben, denn die spanisch: Etikette — mein Herr, wissen Sie, wgS die bedeutet? Halseiserr, sage ich Der 'Verkehr mit Hosen ist nicht so einfach wie Sie sich das vorzusiellen scheinen." Kottenhan hatte die Daumen in die Westen- äimcl gesteckt und kniff das rechte Auge zu. .Es gehören dazu gewisse Talente, welche dem Ehrgeizigen nötig sind, zum Beispiel die Kunst, denen zu schmeicheln, die man verachtet. Die Geduld. t>le Herablassung eineS Dummkopses zu ertragen. Die Leich igieit und llebertoinbung, das Gegenteil von dem zu reden, was man denkt, und eine philosophische Gleichgültigkeit für die stations prolongues in den Antichambres." Damit verabschiedete er sich und war im nächsten Augenblick unter den Bäumen verschwunden. ilnb Lutz konnte nun endlich mit Ernst reden. Aber kaum hatte er von dem öijiff angefangen, als Ernst sich erhob. .Wir wollen lieber geben, eS spricht sich besser im WaiDern," schlug er vor, und sie gingen nach dem Weiher hinunter. „Du glaubst gar nicht, wie wohl ich mich hier fühle," sagte Ernst und schob feinen Amt in den des Bruders, während sie am Daldesrand bin» schritten. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, sh. Dezember (922 Nach weiterer Debatte wird die Vorlage unter Ablehnung aller Abänderungsanträge in der AuSschuhfassung angenommen. Die sofortige Vornahme der dritten Lesung schottert an dem Widerspruch der Sozialdemokraten. Die Ausschutzent- schließung wird angenommen Der Nacht ragselat zum Wiederaufbauministerium wird bewilligt. Beim Etat des Reichsernährungs- ministerS fordert Abg. Philipp (D.-N.) schleunige Beseitigung der Getreideumlage. Abg. Schmidt- Köpenick (S.) ersucht den Minister, die Verordnung über den Markenbrotbezug der Geldentwertung besser anzupassen. Abg. Dr Heim kDayr. Dpt ): Wucher- und Schiedertum ta-.m nur durch Produktionssteigerung bekämpft werden. Keine Regierung werde die Brotversorgung dem freien Spiel der Kräfte überlassen können. Der Bund der Landwirte treibt auf dem Lande eine Agitation, wie man sie sich nicht schimmer vorstellen kann. Wenn daS nicht anders wird, werden wir mit Ihnen (nach rechts) die Schwerter kreuzen. Nachdem Abg. Hepp (D. Vpt.) den Landbund gegen die Angriffe des Abg. Heim in Schah genommen hatte, erklärt Reichsernährungs- minister Luther: Der Ernst der Lage ift zi grob, alS datz wir der angeschnittenen Frage mit Gleichmut gegenüberstehen können. Nur Lei Anwendung aller Kräfte können wir die Ernährung im Winter sichern. ®ie Milchversorgung der Städte löst schwere Bedenken auS. Auch für das dritte Sechstel der Umlage mutz ein Preis festgesetzt werden, der der Geldentwertung Rechnung trägt. DaS wird zu einer erheblichen Brotpreissteigerung führen. Wir wissen noch nicht, ob die Landwirtschaft mit dem neuen Preis ^uflieben fein wird, richten aber die dringende Mahnung an die Landwirte, sich als Angehörige einer Lebensgemeinschaft mit der städtischen Bevölkerung zu fühlen. (Beifall.) Der Etat deS EmährungsrninisterÄ wirb angenommen, ebenso einige Entschließungen dazu. SamStag vormittag britte Lesung. Schlutz n«h 9 ilbr. Die Vorgänge an der Oberrealschule. Herr Professor Weihgerber schreibt uns: Infolge äußerer llmftänbe konnte ich bisher zu dem zweiten Artikel des Herrn Prof. Schlan noch nicht Stellung nehmen. Eine solche ist jedoch im Interesse der Aufklärung der Oeffentlichkeit nötig, da eS sich um den Versuch handelt, meine auf amtliche Feststellungen gestützte Darlegung der Angelegenheit zu erschüttern. Durch Beschränkung auf baä Wesentliche werde ich den umfangreichen Stofs in gedrängtester Kürze zu meistern suchen. Zunächst aber muh ich den Kern der Sache, der die Oeffentlichkeit allein interessieren kann, auS der Hülle des Rhetorischen und Persönlichen, mit dem ihn Herr Sch. umkleidet hat, wieder heraus schälen. Der Zweck des ersten Artikels des Herrn Dch. des agitatorischen Beiwerks entkleidet, war der Nachweis 1. daß die Versetzung des Direktors auf Grund haltloser Beschuldigungen erfolgt und daher ungerechtfertigt sei, 2. bah gewisse Personen, besonders „ein" Lehrer, die einzelnen Fälle hinterrücks der Regierung angezeigt und geholfen hätten, die „Maßregelung" herbeizuführen. In meinem Gegenartikel hatte ich gezeigt, baß bas Urteil wohlbegrünbet und das Verfahren eintoanbfrei war. Am Schlüsse seines Artikels sagt nun Herr Dch.: „Meine ganze Darstellung war richt! g;" Also war meine falsch. Meine? Nein, die der Regierung. Somit haben die Vertreter der obersten Schulbehörde am 3. August im Landtag und am 10. November in der Lehrerkonferenz die 11 n - Wahrheit gesagt. Ich muß es den betr. Herren überlassen, hierzu Stellung zu nehmen. Die Behauptung schließt aber auch eine Verdächtigung Der Zeugen ein, die auf ihren Diensteid aus- gefagt haben. Wie beweist nun Herr Sch seine ungeheuerliche Behauptung? Nur im Mittelstück seines Artikels geht er auf die Hauptsache, die oben unter 1 angeführte These, ein und bespricht die von mir im ersten Artikel unter 8—5 angeführten Fälle, nämlich „Ich habe viele gute Freunde hier, die Aerzle sind so nett mit mir, und ich darf musizieren, soviel ich will . . . den anderen ist es verboten . . . aber ich habe erklärt, datz ich verrückt würde, wenn ich nicht täglich spielen könnte." Gr blieb vor dem kleinen schiljumrahmten Weiher fielen. Hier muhte Wagner dir Idee zum „Rheingold" gekommen sein. „Rhctngvld, Rheingold, wie teil u einst strahlest . . . Nacht liegt in der Tiese, einst war sie hell," fang er laut. „Ilnb was man für Studien hier machen kann, die interessantesten Eremplare ftnb im Nachbargarten Es sind Phänomene darunter, zum Beispiel ein Student, der eine mathemalische Preisaufgabe gelöst hat. Ich gehe oft mit ihm spazieren. Sonntags spiele ich auch Harmonium beim Gottesdienst und abends musizieren wir oft beim ersten Arzt, seine Gattin hat eine herrliche Altstimme, überhaupt so viel vernünftige Menschen wie hier habe ich tn meinem Leben noch nicht gcfintben. Alle kommen zu mir mit ihren Wünschen und Beschwerden," fuhr er fort mit einem glücklichen Lächeln, „ober denkst du. daß wir hinter diesen Mauern etwa den alten Menschen ablegten und mit diesem grauen Kittel einen neuen Menschen anzögen? Nein, mein Lieber, so einfach ist das nicht, man mutz ihnen immer zu reden, glätten, glätten? er machte eine Handbewegung, als bügle er einen Stofs. „Die sind mitztrauisch, besonders gegen die Wärter, und können die Aerzte nicht leiben. Wenn du dich dafür mtereffierft, sie gehen eben dort drüben spazieren " „Nein, danke," sagte Luy. Er hatte genug von Kottenhan Auch war es Zell zum Zuge. Die Brüder verabschiedeten sich an der Park- mauer. „Kann ich dir denn nicht behllflich fein, hast du keinen Wunsch Ernst?" fragte Lutz, „du weiht ja, ich bin jetzt in der Lage." Etnsts Lächeln verschwand. Er fchloh die Augen, wie man Fensterläden schließt, um das Licht nicht hereinzulassen. a) die Sonderverfügung über die Ingen dgemein- schaft. Er sagt: „Ausdrückliche Mitteilung an die Schüler war nicht angeordnet, sie konnte sehr wohl als nicht notwendig beurteilt werden." Ich erwidere: Die Hauptsache wirb hier verschwiegen: es war allen Schulen mitgeteilt worden, daß eine solche Iugend- vereinigung nicht geduldet werden könne (Erklärung des Ministerialdirektors llrftabt im Landtag); der Direktor aber ha t sie geduldet, er hat bis einige Wochen voo der Untersuchung ihre Bekanntmachungen am Schwarzen Brett der Schule zugelassen. b) Die Rebe bei der vorjährigen Totengebenk- feier. „Das war keine Revancherede," sagt Herr Sch ; „daS hat sogar der sozialdemo- nalische Abgeordnete Kaul im Landtag zugegeben; bah barin auf ben Tag der Freiheit hingewiesen wurde, war wahrhaftig kein Anlaß zum Einschreiten." Erwiderung: Es ist natürlich Herrn Kaul nicht eingefallen, so etwas zu sagen. Dieser hat vielmehr im Landtag auSgefühit: „Der Lehrer war allerdings so vorsichtig, nicht zu sagen, ein solcher Tag müsse der Revanche gewidmet sein, nein, er hat nur vom „Tag der Freiheit, zu dem ihr Schüler euch rüsten müht", gesprochen. Stellt man aber in Zusammenhang damit, bah er zuvor davon gesprochen hat, man könne nicht von Versöhnung sprechen, bann, m.D.u.H., können Sie daraus ersehen, wie eine derartige Rede auf die Schülerschaft wirken mußte." (Sitzungsbericht S. 546.) Das lautet doch wohl etwas anders! Wie kann man aber irgend jemand ernstlich weismachen wollen, bad Einschreiten sei wegen des Hinweises auf „ben Tag ber Freiheit" erfolgt? Die Hauptsache war doch, daß ber Lehrer entgegen einer ausbrücklichen Verfügung ben Gebanken ber Versöhnung in bestimmtester Weise ablehnte! Ilnb beshald hätte der Direktor einschreiten müssen. — Es liegt also hier eine ganz groteske Irreführung der Oeffentlichkeit vor. c) Das Verhalten des Direktors gegen einen Kollegen. Herr Sch. sagt, i ch hätte die Bemerkung deS Direktors als eine 'Beleidigung ,ausgeleg t“. Ich habe gar nichts aufgelegt, sondern nur den Standpunkt der Regierung wiedergegeben, der sich auf juristisches Urteil stützt. Das „wen n" in ber von Herrn Sch. angeführten Aeuherung des Direktors hatte z u n ä ch st nicht lonbitionilen Sinn (lat. si), sondern bedeutete: wrs daS betrifft, bah (lat. quod); erst nachher würbe er ins Hypothetische gewendet. Die Hauptsache aber ist: der Direktor ging unmittelbar nach der Untersuchung gegen einen Kollegen vor, der in dieser vernommen worden war, so dah es nötig wurde, ihm durch besondere Verfügung jede Einmischung tn das schwebende Verfahren zu untersagen. Die Entgegennahme des von Kollegen unterzeichneten Schriftstücks (deS foqenanntcn Mißtrauensvotums) wurde unter demselben Gesichtspunkt gewertet. DaS sind die Beweise des Herrn Sch, durch die er die feste Position ber Regierung zu erschüttern sucht. Am gravierendsten Fall (Nr. 1 meines ersten Artikels), ber Untergrabung ber Staatsautorität durch die Behandlung des Schmäharlikels gegen ben Präsibenten des Vil- dungSamls geht Herr Sch. mit Stillschweigen vorbei. Aber er schließt seine wunderliche DeweiS- führung mit dem Urteil ab: Alles Winzigkeiten, Mißdeutungen, mühselig zusammengesuchte, künstlich gewendete Anschuldigungen!! Er scheint aber doch gefühlt zu haben, dah auf dem direkten Weg ber Bekämpfung des Tatsachenmaterials nicht viel zu erreichen ist, deshalb versucht er auch noch auf indirektem Weg zum Ziel zu kommen. Aus dem Umstand, daß eine Reihe von Fällen, die bei der Untersuchung und im Landtag eine Rolle spielten, nachher aber bei der Entscheidung ausgeschieden wurden, folgert er triumphierend: Also sehen wir, wie haltlos das Material war! Gemach. Herr Professor, Sie kommen auch auf diesem Wege nidj' allzu weit. Zunächst: Es wurde verfahren tote bet jeder gerichtlichen Entscheidung, bet der ein Teil der Anschuldigungen nach dem freien Ermessen der Richter aus irgendwelchen Gründen unberücksichtigt bleiben tarnt. Diese Punkte von vornherein als haltlos zu bezeichnen, ist durch nichts erlaubt. Ich hatte ja bereits gesagt, datz man manche Dinge als Imponderabilien wertete, d. h. man berücksichtigte die Möglichkeit „Ich danke dir, Lutz," sagte er und lieh dessen Hand los. „Ich habe alles, was ich brauche." Lutz ging, fein Kops war wie benommen. Und aus der Heimreise dachte er: Din ich nun verrückt ober Emst? Frau von Herwegh, die ihren Sohn auf dem Bahnhof erwartete, unruhig, was er bringen würde, war von Lutz' Bericht sehr enttäuscht. „Aber hast du ihm denn nichts gesagt von deiner Verlobung und von Australien?" „Ich habe ihm alles gesagt," antwortete Lutz, „aber er hat gar nicht zugehört. Es hat eigentlich immer nur ein Herr Kottenhan gesprochen." SS war nach den vielen Angeboten, die auf die Annonce im „Rheinische Kurier" eingelaufen waren, erst so leichi erschienen. em gebrauchtes Piano zu bekommen Nun lief die Generalin mit ihrer Nichte schon seit drei Tagen in der Stadt herum, ohne das zu finben, was sie finden wollten. ES sollte nämlich braun fein, weil es zu den Nutzbaummöbeln ber Generalin paffen sollte, dann sollte es tadellos erhalten fern und außerdem auch billig. Aber die Pianos, die sie in Familienpensionen, Gasthäusern und Eafes sahen, waren nur abgespielt und meist waren sie auch schwarz. Aus ihren Irrfahrten waren sie einmal tn ein auffallend stilles Haus gekommen, in dem es fit eng nach Tannengrün Duftete und dessen Besitzer sich gerade in ber letzten Nacht erschossen hatte. In einer Villa aus der Bellevue hatte sie ein sonderbarer alter Kauz in einer Art Mönchskutte mit langem, Weitzern Bart, der nach Aether roch durch seine mit byzantinischem Geschmack eingerichtete Villa geführt, in deren Unterst ock allein fünf Pianos standen Die Generalin rechnete ein Cembalo, eine Orgel und ein Harmonium ohne weiteres zu den Klavieren, und sie waren froh, unversehrt aus diesem unheimlichen Hause herausgekommen zu sein. Ilnb einmal hatte sie tn einem verwahrlosten Garten eine Bulldogge verschiedener Auslegung und kam dem Angeschul« bigten in bezug aus die bona fides weitgehend entgegen. AuS welchem Beweggrund? Wie ich vermute, auS Schonung unb weil man auch nur ben A n f che i n einer politisch gefärbten Entscheidung vermeiden wollte. Daher hat man auch — und ich möchte daS auch besonders in der Oeffentlichkeit hervorheben — für die Entscheidung offensichtlich nur diejenigen Fälle heran- gejogen, in denen der Beschuldigte der Stellung und den Ausgaben als Schulleiter nicht gerecht wurde, im wesentlichen allo daS Urteil auf formal-technische Verfehlungen gegründet Auch sogar das Aufhangen des Siin- plizissimusbilbeS ist in erster Linie aus pädagogischen Gründen beanstandet worden. Hätte die Regierung die sämtlichen Fälle unter dem Gesichtspunkt „Schutz ber Republik" gewertet, bann wäre sie genötigt gewesen, ein weil schirseivs Urteil herbeizusühren Denn so harmlos, wie Herr Sch. es darzustellen beliebt, finb ja alle die Vorfälle nicht. Auch die viel erörterte Fahnengeschichte nicht; denn an einem Tag. wo Ne Wogen der Erregung hoch gingen, hätte daS Gebot der Beflaggung unbedingt befolgt werden müssen, und wenn ber Direktor gewollt batte, hätte er die Fahne auch herauSbringen können, und wenn er sie an eine Bohnenstange gehängt hätte Und bazu all die anberen Dinge, die, zusammen gesehen, fiar erwiesen, dah ber Schulleiter, wie er persönlich unfähig war zur Einfühlung in die neue StaatSorbaung. m all ben Jahren auch nichts getan hat, um Liefen neuen Staat dem Verständnis und den He^en der Ougenb nahe zu bringen, datz er im Gegenteil dem entgegenwirkte. Alle entschiedenen Republikaner patten daher auch gewünscht, daß die Regierung die Gesamthaltung des Direktors nicht bloß unter dem formal-pädagogischen, sondern auch unter den schul- und ftaatspolitischen! Gesichtspunkt gestellt hätte. Wenn man auch Herrn Sch daS Verständnis für eine solche Einstellung nicht zumuten kann, so hätte er doch allen Anlaß, der Regierung für die schonungSvolle Behandlung seines Schützlings dankbar zu sein, statt dah er sie angreift. — Im Gefühl der Unzulänglichkeit seiner Beweismittel verbucht Herr Dch., die Glaubwürdigkeit meiner Berichterstattung durch Aufdeckung von W t d e r s p r ü che n seinem Leserkreis, dem er nicht allzuviel Urtoilsfädigkeir zuzutrauen scheint, zu verdächtigen. Die Alten stücke, sagt er, trugen den Te.merf: „Matz, nahmen zum Schutz der Republik', also sei meint Angabe, daß die Untersuchung nicht unter diesem Zeichen gestanden habe, falsch. Das ist natürlich nichts als Wortklauberei. Die Unter- s u chu n g frat unter dem Gesichtspunkt „Schuh der Republik" gestanden, aber bei der Gn t s che i- bung finb die neuen Maßnahmen oder Verordnungen nicht angewandt worden, bas ist das Ausschlaggebende, und daS habe ich gesagt, Ilnb weiter: Durch den Sah: „der Direktor hat ihn (den Stern) selbst inS Rollen gebracht" hätte ich nrich selbst widerlegt. Herr Sch. hat als» die ironische Färbung deS SatzeS nicht herauS- gefüfjlt? Ich muß daher den Sinn erläutern. Hätte der Direktor am Tage der Rakhenau feier etwas mähr Geschick und psychologische Einstellung bewiesen, barm wären seine Handlungen (an diesem Tage) nicht in die Oefsenllichkeit gebracht worden und der Stein (die Untersuchung) wäre nicht ins Rollen gekommen. Aber am meisten am Herzen liegt Herrn Sch doch wie er selbst sagt, der Nachweis, „wie eS gemacht worden ist", also der oben alS 2 bezeichnete Punkt, ber aber doch eigentlich gar nicht zur Sache gehört. Da eS sich hier um Persönliche Verunglimpfungen handelt, muß ich auch hierauf noch eingeben. Im ersten Artikel des Herrn Sch. stand än zwei Stellen: „Nur ein Gehret hat die und die Beobachtung gemacht, aber die Behörde erhielt Anzeige". Teidemal das „ein" auch im Artikel gesperrt! Ich frage: Mußte und sollte nicht jeder Leser dies so ausfassen, daß dieser eine Lehrer auch die Anzeige erstattet hat und daß das derselbe Herr ist. der in der Stadt als „Denunziant" derschrien mürbe? Derselbe, der schon im Landtag von Herrn Sch ganz deutlich als solchrr gekennzeichnet wurde? Ilnb derselbe, der in der deutschnationalen „Hess. Landeszei- tung" in Darmstadt kürzlich mit Namen genannt wurde? Wie kann es Herr Sch. vor der Oeffcnt» lichlcit verantworten, wenn er im zweiten Artikel diese Sätze schreibt: „In meinem Aufsatz steht fein Wort davon, daß jener Kollege selbst denunziert habe. Ich habe nur gesagt: Die Ne zierung erhielt Anzeige, durch wen, habe ich nicht gesagt." (Welche angefallen. Schließlich waren sie in der Goldgasse gelandet, wo in Nummer dreizehn ein tadellos erhaltener Kaps als preiswert gerühmt war. Man hatte die Anzeige anonym aufgegeben, denn die Mainzer Straße brauchte nicht zu erfahren. daß Generals ein gebrauch es Piano suchten. Zu den Musikstudien der Nichte, die eigens deshalb auS Thom getommen war, wollte die Generalin nicht ihren guten Bechstein her geben. Wie konnte ein Mensch nur in ein Haus ziehen das diese älnglücksnummer trug? Es war ja geradezu eine Herausforderung an das Schicksal. Errdlich hatten sie daS Haus gefunden, eS trat ein dreistöckiges Eckhaus, dessen Eingang rechts und links mit allerlei Plakaten bepflastert war. auf denen sich ein Zahntechniker, ein Hühneraugenoperateur und ein Kunstmaler anzeigten, und in dessen Parterre sich rechts ein Friseurgeschäft und UnM eine Maskenverleihanstalt befanden. Der lange Flur mündete auf eine Tür, hinter der man Schreibmaschinengeklapper hörte, und war so flirfter, dah man die Klinke kaum fand. Die Generalin (topfte mutig an und öffnete Zwe» Schreiber klapperten auf ihren Maschinen Av» Ofen sah eine Dame in tiefer Trauer, eine Handtasche auf dem Schoß. „Sind wir hier recht, wir kommen wegen eines Klaviers?" fragte die Generalin. „Jawohl" erwiderte der Schreiber und wicS mit dem Lineal nach einer Türe „Gehen Sie nur durch tn dem letzten Zimmer steht eS “ Irgendwo wurde Klavier gefptelt. so gingen sie diesen Klängen nach. In dem nächsten Zimmer verhandeldc ein älterer hagerer Herr mtt langem HalS. bet der Generalin merkwürdig bekannt vorkam, mtt einem verweinten blonden Mädchen und eine» hochgradig erregten Mutter. Beide redeten aus daS verschüchterte Mäd chen ein. .Der Herr Doktor wird tn ber Ausstellung fein,“ bemerkte der magere Herr. (Forts, folgt.) zu losen ist. Liegt em Gedächtnissehler vor? Dann wäre er sehr schwer. *2lun wird ja das Vorgehen der Hessischen Oandeszeitung in dieser Dach? totM zur Folge haben, dass der dort namentlich Beschuldigte den Rechtsweg beschreitet und dass diese Angelege.chrit dann vor Gericht ihre Klärung findet. 11. Das Edikt von 1920 war also ein Edikt von 1820! Ich sollte auf den Gedanken kommen, dass Herr Prof. W. ein Edikt von 1820 meine? Vein! Denn wer kann glauben, dass ein Sozialdemokrat im heutigen Volks- slaat Hessen sichaus ein vor 100 Jahren erlassenes Edikt berufen könnte, um.die Rechtsstellung der hessischen Beamten zu erschüttern? Jeder Beamte, der nun liest, dass Herr Prof. W. das wirklich getan hat, dah er also die Ansicht vertritt, noch heute könne jeder hessische Beamte jederzeit entlassen werden, wird sich an den Kopf greifen und Pagen, wie so etwas möglich ist. Mit dieser Ausführung hat Herr Prof. W. sich und seiner Sache den denkbar schlechtesten Dienst getan. 12. Alles Drum und Dran der Polemik, alles Hin und Her der Artikel des Herrn Professors W. ändert nicht das Allergeringste an der Tatsache, die ich fest gestellt 'faße: Kleinigkeiten, Winzigkeiten. Missdeutungen sind es gewesen, die zu der Entscheidung gegen Dr. Schnell geführt haben. Keine einzige war ein stichhaltiger Grund zur Versetzung: und die Anhäufung vieler nichtigen Bef Huldigungen reicht währ sich nicht aus. um die Entscheidung zu recht- fertigen. Mit diesen Feststellungen erkläre ich gern auch meine Aufgabe fzr erledigt. Prvf. D. M. Schien. und rechnet dabei darauf, dah die Leser meinen Artikel nicht mehr zur Hand haben. So in diesem Kill, so In vielen anderen Fällen. Ich begnüge mich mit £er Feststellung in dem einen Fall, der als Beispiel dienen mag. 2. Herr Pros. W. gefällt sich darbt, mir unterzuschieben, als wollte ich sagen, dah Regierungsvertreter im Landtag die Unwahrheit gesprochen oder Zeugen gegen ihren Diensteid ausgesagt hätten. Ich weise dieses sehr durchsichtige agitatorische Manöver, dgs die Grundsätze der allereinfachsten Logik verleugnet, mit derjenigen Empfindung zurück, die jeder rechtlich Denkende gegenüber einem solchen Manöver empfinden muh. 3. Zur Frage der IugendgemLinschaft stellt Herr Prof. W. plötzlich neue, und zwar falsche Behauptungen aus. Cs ist unwahr, dah Direktor Schnell die Iugendgemeinschast geduldet habe. Als die Aegierungsverfügung über die Iugend- gemeinschafl kam, hat er von entern Bestehen dieser Iugendgemcinschast an seiner Anstalt nichts gewusst. Von Anschlägen dieser Gemeinschaft am Schwarzen Brett der Schule weih er, wie ich mitteilen kann, bis zum heutigen Tage nicht das Allergeringste. 4. Zur Frage der „Beleidigung" eines Kollegen mitdeutet Herr Prof. W. die von mir mitgeteilte Aeutzerung des Direktors gröblich. Seine grammatische Ausführung wird die Heiterkeit vieler Leser erweckt haben. Ich begnüge mich daher mit der authentischen Mitteilung, dass Herr Direktor Schnell jene Aeuherung konditional gemeint hat: und er weih ja woU am besten, was ec hat sagen wollen. 5. Von einem „Vorgehen" des Direktors gegen jenen anderen Kollegen war überhaupt nicht die Rede; es handelte sich um eine Aussprache im Kollegium, die nicht vom Direktor von sich aus veranlagt war, sondern durch das Misstrauensvotum zahlreicher Lehrer der Anstalt gegen jenen Kollegen. Die Deutung dieser Aussprache als „Vorgehen" ist eine Missdeutung, die dadurch nicht richtiger wird, dah die Regierung sie sich zu eigen gemacht zu haben scheint. 6 Herr Prof. W. behandelt die Fahnen- geschichte jetzt wieder anders Ich hatte sie mit angeführt, weil sie gegen Dr. Schnell geltend gemacht war. Herr Prof. W. erflärte das für falsch weil die Sache bei der cklntersuchung aus- geschieden sei Darauf erwiderte ich: Das Flaggen sei eben unausführbar gewesen, Oeht verwendet Herr Prof. W. nun wieder die Flaggengeschichte gegen Dr. Schnell I Er merkt gar nicht, dass er damit seinen ersten Einwand gegen mich selbst als falsch kennzeichnet, und meinen ersten Artikel glänzend rochNertigti Die Art aber, wie er jetzt die Richtbsflaggung gegen Dr. Schnell auszubeuten sucht, zeigt vollends deutlich wie sehr Recht ich hatte. Die Fahne hätte herausgemusst, und wäre sie an eine Bohnsrstange gehängt worden! Das ist heiter. Aber wenn Dr. Schnell eine Bohnenstange verwendet hätte, dann würden ihn zweifellos feine Feinde beschuldigt haben, dah er Dadurch die Fahne der Republik verhöhnt habe! Z. Herr Prof. W. irrt mit der Behauptung, dass ich die Behandlung eines Schmähartikels gegen Dr. Strecker mit Stillschweigen übergangen habe Ich habe darüber in meinem ersten Artikel bereits alles Rötige getagt; bitte nachzulesenI 8. Herr Prof. W. sucht sich wiederholt mit der amtlichen Untersuchung und mit der Autorität der Regierung zu decken. Gewiss, die Regierung hat gegen Dr. Schnell entschieden; und deshalb habe ich mich gegen die Regierung gewendet, 'deren Spruch ich für verfehlt halte. Regierungen sind ja wohl auch jetzt nicht unsehlbar, und das i Recht der Kritik von Regierungshandlungen wird man ja wohl auch jetzt noch beanspruchen dürfen. Die Art, wie mein Gegner die Autorität der Regierung gleichsam als letzte Instanz gellend macht, wirkt gerade bei einem Mitglied der Sozialdemokratischen Partei sehr merkwürdig. 9. H-rr Prof. W. behauptet nebenbei, der Protokollführer bei der Unterlüchung gegen Dr. Schnell habe mir Einblick in die amtlichen Ulllersuchungsakten gewährt. Das ist eine g l a t le Unwahrheit. Ich habe keinerlei amtliche Akten in der Hand gehabt und in keine amtlichen Akren Einblick gehabt. 10. Herr Prof. W. erklärt, toeter er noch jener andere Kollege habe „mit dreien Dingen . allo mit dem Hinaustragen der Anklagen gegen I Schnell direkt oder indi.-ekt etwas zu tun gehabt. Wahrscheinlich liegt in diesem Satz — was ja nach dec Argumentationsweise, die mein Gegner sonst I übt. nahe liegt — irgendwie ein Sinn, auf den der Leser nicht sogleich kommen kann. So, wie die Erklärung auf den ersten Blick verstanden werden I muss, stecht sie nämlich in vollem Widerspruch zu Aussagen, die derselbe Herr Professor W. vor sehr glaubwürdigen I Zeugen vor einigen Monaten abge- I geben hat. Wir stehen hier vor einem Rätsel I des Selbst widerspruchL, das keine Swens einfach Sophisterei k) Und an anderer Stelle: »Gesagt ßobe ich, dass ein Lehrer bemerkt haben will usw." ^diesmal das .ein" nicht gesperrt!). Zwischen | „€ i n LeHrer" und „ein Lehrer" ist doch wohl ein gewaltiger Unterschied! Immerhin, Herr Sch. tritt nunmehr den Rückzug an, wenigstens einen halben, er erflärt zwischenduvch, er sei überzeug t, dass der b e t r. Kollege nicht selbst (auf direktem Wege!) denunziert habe. Das ist das einzige Erfreuliche bei der Sache. Es bleibt aber noch der indirekte Weg I her Anzeige, an dem Herr Sch. unentwegt fest- I hält. Der Beweisführung entledigt er sich auf die gleiche Weise wie im ersten Artikel, er nennt feine Ramen, lässt vielmehr seine Leser drei ein- | fache Rätsel lösen: „Wer hatte die Rachricht von I den Vorgängen bei der Rathenaufeier in die sczialdemvlratische Versammlung gegeben? Wer I hat die Rotiz betr. Simplizissimusbild in das Darmstädter Blatt gebracht? Woher wusste das ! Gewerkschastslartell von den Vorgängen? (Die Dinge, die zur Untersuchung führten.) Aber meint Herr Sch nicht, dass die Leser, auf die er es abgesehen hat, sofort die Lösung bei der Hand haben? Allerdings eine Doppellosung; denn ent» weder raten sie auf jenen Kollegen oder auf I mich Aber beide Lösungen sind falsch. Ich er- I kläre feierlichst: Weder der eine noch der I andere ha t direkt oder indirekt etwas mit diese n Dingen zu tun gehabt. Ich will Herrn Sch. die richtige Losung andeuten: Es gibt in der Ob^realfchute auch Schäler, ausserdem auch Besucher der Anstalt, die weder Schüler I Noch Lehrer sind. Zu der weiteren Frage, wer die LandtagS- abgecrdneten der Linken mit Material versehen habe — eine Frage, die mit dec Einleitung der Untersuchung auch rein nichts zu tun hat, da die Landtagsverhandlängen erst nach der Untersuchung stattfanden —, bemerke ich nur: So I wenig der Protokollführer bei der Untersuchung 1 berechtigt war, Herrn Sch. Einblick in die amtlichen Üntersuchungsakten zu gewähren, so sehr batten Vir das Recht, die Vorkommnisse nach der Untersuchung mit unseren Parteigenossen zu besprechen. Ganz übel aber sind die weiteren dunklen | Andeutungen in bezug auf die Gegner, Andeu- I Lungen, die geeignet sind, diese Personen von | vrrnherein zu diskreditieren. Herr Sch sagt, er I habe „unter grosser Schonung" mancher Gegner I des Direktors geschrieben, und meint an anderer Stelle, es sei schonender für die Gegenseite, wenn die Bekanntgabe des Inhalts der obenerwähnten. von Kollegen unterzeichneten Schriftstückes unterbliebe. Ich kann nur sagen: He aus mit diesem Flederwisch! Was wir in dem Verfahren getan haben, braucht das Licht der Oeffentlichckeit nicht zu sch- u>n. EL fei aber gleich hier gesagt, dass hatte wörtlich gesagt: „Die Untersuchung gegen ihn (Schnell) hat unter dem Zeichen „Massnahmen zum Schuh der Republik', gestanden. Herr Pros. W sagte dagegen wörtlich: „Es ist falsch, dass diese Untersuchung unter /bem Zeichen „Massnahmen zum Schuh der Republik" gestanden habe." Ich brachte den schlagenden Beweis für meine Behauptung. Jetzt erflärt er selbst, dass die Untersuchung unter dem Gesichtspunkt der Republik gestanden habe; aber es gewinnt es nicht über sich, einzugestetzen, dass arbeitet über 25 Jahre kommt hiermit auf 238 Praktisches lMt»c Man achte genau auf den Namen MAGGI. niL stehenden Lehrlinge den Teuerung-» SuppenaHikeh MAGGI8 Würze in Flaschen, MAGGI8 Suppen in Würfeln, MAGGI8 Fieischbrühwürfel. berg sollen den Detriebsarbettem über 21 Jahre vom 4. bis 16. Dezember 280 Mk. und vom 18. bis 31. Dezember 310 Mk. Stundenlohn zahlen statt zuvor vom 20. Rovembec bis Aum 2. Dezember 162 Mk., und die übrigen Löhne In demselben Verhältnis erhöhen. Dem Deutschen Textllarbeiterverband und dem Arbeitgeberverband für die Kreise Alsfeld und Lauterbach schlug der Schlichtungsausschuh Erhöhung dec Lohne der zweiten Rovemberhälfte um Z0 v. H. ab 1. Dezember und um weiters 15 v. H. für die Zeit vom 16. bis 31. Dezember vor. Dec Akkordgiundlohn der Arbeiter soll von 8 auf 40 Mk erhöht werden. Die Arbeiterinnen sollen 70 v. H. der Acbeiterlöhne erhallen. Ihr Grundlohn soll 28 Mk. betragen. Dem Antrag, ein festes Verhältnis der jeweiligen Lohnsätze dec tariflichen Altersklassen zum Spihenlohn aufzustellen, gab dec Schlich ung Zauss chuh nicht statt. Verhandlung vom 14. Dezember. Die Gailschen Tonwerke In Giesse« und die Tonwerke Abend st ern und Hütten- Weihnachtsgeschenk! MAGGI* Verhältnissen entsprechend dahin aufMbessern, dass mit Wirkung vom 1. Dezember 1922 folgende Vergütungen je Stunde gewährt werden: An die Werkstatttehrlinge im erften Lehrjahre 18 Mk., im 2 Lehrjahre 25 All. und im 3. Lehrjahre 30 Mk. und an die Gtehereitehrlinge 22 Mk.. 129 Mk. und 34 Mk." — Der Vorsitzende verhängt«: gegen die Antragsgvgner je 100 Mk. Ordnungsstrafe wegen unentschuldigten Ausbleibens. Die Gummiroarenfabrik Poppe u. Co. in Giessen 'batte were i Arbeitsmangels einer Arbeiterin vH ne vorherige Arbeitsstreckung gekündigt. Der Schsichtungsausschuss gab dem Einspruch der Arbeiterin nach der Demobilmachungs- Verordnung und nach dem Betriedsrälegesch stall. Den Kundigungseinspvuch eines Schlossers des Sägewerks I. Himmelsbach in Ridda erklärte er für unzulässig, denn der Antragsteller hatte das Arbeitsverhaltnis selbst ausgelöst. In einer wrtteren Kündigungssache einigten sich die Streilleile vor dec Verhandlung. In der Antragssache einiger Arbeiter in Ober-Schmitten gegen Len Holzhauerausschuss bei der Oberförsterei Ridck>a wegen ihrer Zulassung zur Holzhauerei, erflärte sich der Schlichtungsausschuss, nachdem in der Verhandlung feine Verständigung zustande gekommen war, für unzuständig, denn es handelte sich um eine Streitigkeit zwischen Arbeitnehmern. Verband von Erwerbs- und WirLschasts - Genossenschaften der Provinz Oberhessen. (Eigener Bericht des „Giess. Anz.") Giessen, 14. Dezember. 3n Anwesenheit zahlreicher Vertreter der im Verbände zusammengeschlossenen Genossen- schaften fand heute im „Hotel Hindenburg" unter Ser Leitung des Verbandsdicektors, Rektor Knaus-Giessen, der 32. Derbandstag VerbandSdirektor Knaus betonte in seiner Degrühungs rede, unsere Zeit brauche das nvssenschastswesen nötiger denn je Wenn es im Drange dieser Zeit nicht zugrunde gehen solle, feien auch für die Zukunft vor allen: drei Dinge nötig: nimmeimübe Arbeitsfreudigkeit, damit die Genossenschasten ihren Platz würdig aussüllen könnten; nüchterne Selbstbeurteilung, damit man voll und ganz seine Pflicht tun könne; und die Kraft des Höchsten in der Höhe, ohne die toir Menschen nichts auszuführen vermögen. Der Jahresbericht für 1922 liess erkennen, Lass dem Verband zur Zell 3! Genossenschaften angeboren; davon find 20 Kreditvereine, Vor- schussvereine und Darlehenskassen, 11 Konsum- Vereine. Die Rechnungsablage für 1921 wies 5139,97 Mk. Einnahmen und 4809.37 Mk. Ausgaben dec Verbandskasse aus; der Vortrag auf die Rechnung für 1922 belief sich also aus 330,60 Mk. In längerer Aussprache befasste man sich mit der Frage des gemeinsamen Bezugs der notwendigsten Fvcmularien und beschloss, nachdem namentlich derDerbandsdirektor Knaus und der Verbandsrevisor Will-Giessen die grossen Vorteile des gemeinsamen Formularbezugs überzeugend dargelegt hallen, dass bis zum I. April 1923 jede Kasse dem Derbandsvorstand melden soll: welche Formulare sie benötigt (Muster cinsenden). wieviel davon noch vorhanden sind und wie hoch dec ungefähre Hahresbedars Mark Stundenlohn. In den Antragsfachen des Deutschen Metall- atbeiterberbanbe8 Ire jen Regelung der Lehrlings- frztgütungen bei der Wertzcuzmaschinensabrik Hehligenstaedtu. To. und bei ter optischen Werkstätte Franke u. C o. In G festen war am 23 Rovernber 1922 kein Schiedsspruch zustande gekommen. Aus Antrag deS SteatSkommsisars für die wirtschaftliche Demobilmachung in Hessen hatte der Geschäftsführer des SchlichtungsauSsch-usses neuen Termin anbeixmmt. Durch den Arbeitgeberverband bestritten die AntragSgegner die Berechtigung des Staatskommiffars, ihre Ladung zu einem neuen Termin unter Androhung einer Geldstrafe zu veranlassen, denn durch die Verhandlung vom 23. Rovember 1922 fei das Verfahren zu Ende gewesen. Sie verweigerten deshalb die Teilnahme an der Verhandlung. Der Schlichtungsausschuss erliess folgenden Beschluss: „1. Vor Erlass eines förmlichen Schiedsspruches bezüglich der befteC-euben Lehrverträge muh mit Rücksicht auf die Stellungnahme der für die Verbindlichkeitserklärung zuständigen Stellen, auf die ergangenen Entscheidungen und die Verhandlung vom 23. Rovember 1922 abgesehen werden. 2. Für die noch abzuschliessenden Lehrverträge wird eine tarifvertragliche Regelung, etwa nach dem Vorbild der für die kaufmännischen Lehrlinge in der Industrie und im Kleinhandel in Giessen getroffenen Abmachungen, für zulässig erachtet. 3. Im übrigen wird Den Beteiligten vorgefchkagen, die Aufwandsentschädigung der schsn Im Lehrverhält- an diesen Formularen ist. Eine Dienstanweisung für Vorstand und Aufsichtsrat, deren Entwurf eine längere Debatte auslöste, soll zunächst in einigen Exemplaren für jede angefchlossene Genossenschnft vom Derbandsvorstand beschafft und den Genossenschaften zur Prüfung und Gntsch'ussfassung zugestesll werden. Auf dem nächstjährigen Verbandstag will man komm« von 79.90 auf 152.90 un'O 168.40 ML tiefe CmpfeStung aufs wärmste 6 ; [ol/angeftreSt ®ie tixroen, a, i x;uiiuar U21 uoecail «m 'Jkw 18' Ar Landkrankenka,fe lüt den ^950™. 3ÄÄ.0"CT'M ’ ""etterverband betreten, erklärte er für un- bie &Äbe^oÄf^ 3n aAl »eiteren eafen einlfften sich Sie ÖÄ « ”6ne öffentliche Derhanüknng. nen feine Ansicht durch Rundschreiben Mitteilen, I ----------- LrL?Lm'Es^ck ka^a^1 «>'» Amtsvcrkünvigunasblatt. effanten Aussprache, dah man die Beamten der I •• Das AmtSverkündfg ungsblatt Kassen auch enlsprechend der hohen Bedeutung Qtr. 124 vom 15 Dezenrber enlhält: Tilgung dec ihrer Tätigkeit besolden müsse. I 3'/chrozentigen Anleihe Der Provinz Ooerhessen. Drei Docträge des Derbandsrevisors Will- I Gebühren der Schornsteinfeger. Zeue^iisaoschrnf- Giessen begegneten grösstem Inter'ske. Sie be» ten. Einkommensteuer vom Arbeitslohn. Kampf la decken fo g n >e Themata: W:e müsse , Kon um- gegen Alkohol und Rikolin. Reisekostenverord- vereine bila.idieren ? Eintommenil^u^rireie Spar- I nung. Desch'idigungen an O&ftbaumcn. 3nlani>- Prämien-Einlagen. Reue Gmnahme-Quellen für [egitimlerung ausländischer Arbeiter. Gebühren die Genossenschaften. In allen Referaten gab der der Bauschätzer in Brandversicherungsangelegen- Vortragende, der zur Auskunfterteilungen bereit Hellen Umlagen der Hessische Landwrrtschafts- ist, eine Fülle sehr wertvoller Fingerzeige, deren fammer. Erwerbslofenfürsorge für erwerbslose Befolgung den Genossenschaften von grossem Vor» Bauarbeiter. Viehseuch.m. Dienstnachrtchten. SvlD» teil fein wird. Die Aussprache zeigte, dass die stei.einigung Treis a. d. Lda. und Gruinngen. Aus- Anregungen des Redners allseitig auf sehr frucht- stellung von Wandergewerbescheinen. Beschmreren baren Boden gefallen waren. Ramentlich den von Gebäuden usw. Aufklärungen über die neuen Ginnahmemöglich- --------- feiten der Genossenschaften schenkte man natur- cx1(n gemäss die allergrösste Beachtung. Dankbare An- 5tlTa)e UTtO Z>a)U!Ce erfennung der Hörer bekundete sich Im Anschluss •• Erledigte S chu Ist et len. (SrTebtgt an die Referate. n^: eine Lehrerinstelle für eine kath. Lehrerin Die turnusgemäh ausscheidenden Vorstands- an Volksschule zu Kelsterbach, Kreis Mitglieder A l b a ch - Daubringen und Rahn- G^^Gerau. Woh-irung für eine ßefyrertn ohne Kirchgöns wurden einstimmig durch Zuruf wieder- ebenen HauShalt kann besn L Al« geistlicher Abgeordneter für den DekanatS- bezirk Grün berg-Schotten ist Pfarrer Georgi- Ermenrvd aufgeftollt. _________ Siit ®eorQj Sa? L-u Selm Sttm begonnen. W & Forderungen ui ausgelchlolse"- in: Giehener R Laubenlhal S o Am 2. W Dagner L To. >. Äauhnann 5ari Dreilenbach «nö Lausch in 6®axl geselllchast W am gönnen. 2ngrg< Textilwaren. un Am 8. Dr-emi Firma ^ad Irrte! -st mit Dickung bie Rad Je4el Lusche In Diehen im VeschältSbeir Forderungen unk gegangen. Diese unter der leilheri Viehen, den 6 Hessische Bekam 3n unser Sem heute bezüglich t Rollsumveceins, ( schalt mit unbesi Mendorf a. ö.ßa nossenfchaft hat beschränkter Hastp Sima lautet jei Konsumverein All getragene Genosse HasWchl in Me ßaftlumme ift au Ser SeschWan/ei Stabil \\\ an geändert. viehen, ben U ssessischri Betau» 3nfo|ge ffrfjöf bflnbspreife für M Unkosten im Lackel Bezugnahme aus vom 18. August 19; aus Sroimarhi waren gemäß miitel-eputaiion oo ®7 Wirkung vom 1 Wtzt: Melzendrotrnehl ' -Mendrotmehl ' Beim kauf Do’r ®ef^mit3ubrinqe für Stellen v Don^ Ur jedes w ?!e ^rotmarh. Mitlnnhliff$lid)T)it ■ . Öen 1 tjoljoet «Bae ’Jffl A ®eöen 1 18 findet ui?h ®le£len. öen°i5n' Sucksac Behördliche Anzeigen ein Verkaufe: 01 m 10 biS 14 Uhr statt. 10812B 10766B geändert. Gießen, 16. Dezember 1922. D 10813V MK. 270. - für 1900 Gramm eingesehen werden. (10841D 5153D Volle Garantie! ZacheiS. D Astoria-Lichtsniele gelingen Immer! Man versuche 5 Akte. 5 Akte. Die Macht der Versuchung. io. 82 78 60 500 500 gesetzt: Drot....... Brötchen . . . . Weizenbrotmehl Roggenbrotmehl Königsberg, den 15. Dezember 1922. Lepper, Bürgermeister. Bekanntmachung. Infolge Erhöhung der Kommunaloerbandspreise für Mehl und der gestiegenen Unkosten im Bäckereigewerbe werden unter Bezugnahme aus meine Dekanntniachung vom 18. August 1922 folgende Höchstpreise für auf Brotmarken abzugebende Back- waren gemäß Beschluß der städtischen Lebens» mitteldeputolion vom 15. Dezember 1922 mit Wirkung vom 18. Dezember 1922 fest- Diehen, den 11. Dezember 1922. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. 3n unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich beS Landwirtschaftlichen Konsumvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht in Allendorf a. d.'Lahn eingetragen: Die Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umqewandelt. Die Firma lautet jetzt: Landwirtschaftlicher Konsumverein Allendorf a. d. Lahn, eingetragene Genoflenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Allendorf a. d. Lahn. Die Haftsumme ist auf 300 Mark festgesetzt. Der Geschäftsanteil beträgt 100 Mark. Das Statut ist am 25. September 1921 Ihre heute vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen: W eihnachts-Gebäck. Zutaten: 50 g Butter oder Margarine. 125 g Zucker. Vt abgenebene Zitrone oder Yt Fläschchen Dr. Oetker’» Zitronen-Oel, 1 Päckchen Dr. Oetker'» Milch-Eiweißpulver, Vt Päckchen Dr. Oetker'» Backpulver »ßackln*, 250 g Mehl. 3-4 Eßlöffel Milch. Zubereitung. Verknete alle Zutaten gut miteinander und stelle »le eine halbe Stunde kalt Dann rolle den Teig aus, stich mit ßlechformen Ringe aus, bestreiche sie mit Ei und streue groben Zucker darüber. Die Plätzchen setze aul ein geleitetes ßiedi itnd backe sie hellgelb. Zur Vereinfachung deS Geschäftsverkehrs werden wir mit sofortiger Wirkung bei allen uns erteilten Aufträgen, wie bei Hebcrweisungen, Einlagen, bei Verechnung von Zinsen, Gebühren und dergl. Pfennig betrage nicht mehr berücksichtigen. Wir bitten daher unsere Kunden, auch von jetzt ab bei Erteilung von Aufträgen alle Pfennigbeträge unbeachtet zu lassen. Gießen, den 15. Dezember 1922. Bezirkssparkasse Gießen. Willy Glatthaar Gretel Glatthaar geb. Goetz. Der Vorstand 9. II.: L. Vogel. Beim Kauf von Mehl sind Düten oder Gefäße mitzubringen, andernfalls der Ver» k&ufer für Stellen von Düten einen Zuschlag von 5" 0 für jedes Pfund berechnen darf. Die Brotmarken Br. 51 können noch bis einschließlich Dienstag, den 19. Dez. 1922 »um aller Preis von den Dääcereien be» liefert werden. Die Bäcker haben die eingegangenen Marken Mittwoch, den 20. Dezember 1922, vormittags an das Lebensmittelamt abzu, liefern. Gießen, den 16. Dezember 1922. Der Oberbürgermeister iet#ne£. h.bei an-wcirtigen Arbeitgeber«: zwei Innbio. Knech.e, l oerheiraieter Knecht mit älteren Kindern. 1 Schneider, 10 (fleftroinonieurc f iXernlritminSbnn. 5 Meiallsormer, 1 Au'onenfchweiüet, 1 Svenaler n Installateur, 2 Schretuer, 3 Dreber, 2 Schlosser. ES suchen Slrbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, 1 Schreiner, Kausteu'e, Schreiber und Reisende, Backer, Hausburschen und AuSläuler, Mnichinenschlosser. Bauschlosser, Schuhmacher, 1 Kranken offener, 1 Sattler, I Konditor, Bäcker und Metzaer, 2 Kellner, 1 Kraftfahrer, ein Buchbinder. Mechaniker. 1 Helte', em Waaner, 1 Kock, mehrere Anstreicher, 3 Weißbinder, 1 landio. Vermalter. Lehrlinge: 1 Kansntann. 2 Autoschlosser, 2 Schlosset, 1 Svenaler. 1 Mechaniker, 1 Schneider, 3 (Slefirononteuie, ein Schuhmacher mit Sloft und Wohnung, 1 Sckreiuer deSgl. (fielcoeubeit^nrbcitcu werden ebenfalls cntgeiicnncnommeiL Weibliche »lbteil nn,: pe können eingestellt werden: r. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für inn.'iibcr, Dienstmädchen,Lanffranen und -mädcken für rn.telne Tage, nichtige Aneilimädchen. 2 einfache Stutzen, eine Köchin, 3 Ivbfdjrraucn, 1 Skiläuferin, 1 Zimmermädchen. b. bei auswärtigen Nrbeitaebern: 3 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Zimmermädchen, Allein- mädchen« 1 Köchin, 1 Stütze. ES suche« Arbeit: 2 Büglerinnen. Kontoristinnen, 2 Flickerinnen. 3 Ber- käuiennnen, 2 Haushälterinnen, einige Lauffranem auch ftir NachmittaaSbe- schäi inimn, Lllädcken für taaSüber, 1 Waschfrau, 4 Fabrikarbeiterinnen. Die Berufsberatung und Arbeits- Vermittluna für Musiker flndet DienS tag, Donnerstag und Samstag von Cafe Leib vorderer Saal Sonntag, den 17. l>ce.. 7 Uhr: Konzert ab 8 I hr mit huniori*«'vve für Be» bördeuanaestellte. Herrn Kaiser, furt a. M.: Wichtige Fragen betr. die Behörden Angestellten. Nm vollzähliges Erscheinen aller Mtigiie- der sowie auch Gälte wird gebeten. KX--21D Der Vorstand. Durch frühzeitigen und günstigen Einkauf bin ich in der Lage, Nähmaschinen, Fahrräder und Gummi zu konkurrenzlos billigen Preisen zu verkaufen. Besichtigung meiner Geschäftslokalitälen erbeten. BeoorSie kaufen, holen Sie Angebote ein. Otto Göbel J Kraftfahrzeug-DerkaufSbureau, Dazu Dar tugendhafte Balduwln Beizendes Lustspiel In3 Akten. 10846c etkers Rezepte Beteiligung an Handels- od. Industrieunternehmen gesucht. Schriftliche Angebote unter 011370 an die Grichäftöstelle des Gießener Anzeigers erb. oHssn der Vorstand. — ii i— - - .. Därme und prima Rinds-, Kalbs- und Sdiweinsblasen empfiehlt S. Klebe, Stehen Mühlstrahe 2 Teufelsluftgärtchen 11 Telephon 1504. 01, m Palasl-Lichtsplele — Llndenplate — flim Mm n.yoraehflistesTli?ater am Platze Jbur noch heute u. morgen: Der brse GJst Lum^aci-Vagabundus 8 Akte und ein Zwischenspiel nach der Zauberpoise des bekannten Komikers Job. Nestroy. 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