et9tgtn ;en mit t Ein. « »er- und ^t°g. '-Senden Mittags iny- Gemeinde Meisters mit Seiet, die lehoben. werden >en Te- ■9t: tön Te- gemeister April em wird jrentarif - Mark, 10 ’’ '05 I , (11.) in lange- M in nW 8=9" S l&A SfeÄ 9efJÄilUn äKü i im «** L°"° *a stimme Ja « i-t'Kli- t**sir :°ÄZ < 'M Nr. 64 Der Giehenrr Lnzeiaer erscheint täglich, außer Sonn* und feiertags. vronalNchevezug,preise: MK 11.50 etnschl. Träger» lohn, durch die Post MK 14 - einschl. Bestell, geld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Hern sprech-Anschlüsse: für dieSchriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. poilschetkfonto: Frankfurt a. M. 11686. \12. Jahrgang Donnerstag, (6. März 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und 51eindruckerei H. Lange. Zchnftleitung, Gefchäftrstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 90 Pf, auswärts 120 Pf.- für Reklame- Anzeigen von 70 mm Steile 350Vf. Bei Platzvorschrift 20 g Aufschlag. Hauptschriftleiter: Auq. Goetz Verantwortlich für Politik. Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Sari Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Die Gestaltung der wichtigsten Steuergesetze. Von Reichsminister a. D. Dr. Scholz, M. d. R. Das Steuerkompromih ist nunmehr durch die neuesten Verhandlungen zwischSK Deutscher und Bayerischer Volkspartei, Zentrum, Demokraten und Mehrheitssozialisten endgültig gesichert. Die „sachlichen Garantien" der Deutschen Volkspariei, die sich in ihren wichtigsten Teilen in die Worte: Sparsamkeit, Abbau der Zwangswirtschaft, Sanierung der Reichsbetriebe, Richtverwendung der Zwangsanleihe zur Deckung der Fehlbeträge bei Post und Eisenbahn zusammenfassen lassen, fanden allseitige Zustimmung. In diesem Augenblick dürfte die Oeffentlichkeit ein lebhaftes Interesse an einer kurzen Zusammenstellung der Gestaltung der wichtigsten Steuergesetze haben. Von den s ieben wichtigsten Gesetzentwürfen, die dem XL Ausschuß überwiesen waren, sind nur sechs übrig geblieben: das Gesetz über eine Abgabe vom Vermögenszuwachs aus der RachkriegS- zcit ist, einem Antrag der Kompromißpar- teicn entsprechend, in zweiter Lesung im ganzen abgelehnt worden. Das Vermögens st euergesetz wurde im wesentlichen gegenüber der ersten Lesung nur insofern abgeändert, als dies den Verabredungen des Kompromisses entsprach: Festsetzung des Tarifs auf einer mittleren Linie - 1 vom Tausend bei Vermögen bis zu 250 000 Mk., steigend auf 10 vom Tausend bei Vermögen über 25 Millionen Mark —, während die Bewertungsvorschrif- ten der ersten Lesung bestehen blieben. Immerhin gelang eS auch hier, einige Verbesserungen einzufügen: so wurde festgesetzt, daß bei Ermittlung des nachhaltigen Ertrags im Sinne der Reichsabgabeordnung nicht schlechthin, sondern nur „insbesondere" der Ertrag der letzten drei Jahre zu berücksichtigen ist eine Bestimmung, die die Berücksichtigung besonderer Umstände bei der Landwirtschaft, speziell bei Wein- und Gemüsebau, gestattet. Eine kleine Kunstdebatte entwickelte sich bei § 10, in deren Rahmen besonders von dem Vertreter der Volkspartei nuf die Notwendigkeit des Schutzes künstlerischen Schaffens hingewiesen wurde, während eigenartigerweise die sozialistischen Par^ teien, die in der Theorie ihre Kunstbegeiste- rung nicht genug betonen können, hierbei der praktischen Hilfe versagten. Es wurde beschlossen, Kunstgegenstände und Sammlungen, Vie vor dem Kriege angeschafft sind, überhaupt frei zu lassen, die übrigen nur dann zur Steuer heranzuziehen, wenn der Preis für den einzelnen Gegenstand mindestens 20 000 Mk., für die Sammlung 200 000 Mk. betragen hat. Die Deutsche Volkspartei hatte beantragt, die Ziffern 30 000 und 300 000 einzusetzen. Auf ihre Anregung wurde übrigens zu Protokoll festgestellt, daß unverkaufte Bilder oder Kunstwerke im Atelier des Künstlers niemals der Steuerpflicht unterliegen können. Außer den bereits in erster Lesung angenommenen Entschließungen wurde in zweiter Beratung die Regierung noch ersucht (Antrag von Volkspartei und Demokraten), die Besteuerung der Länder und Gemeinden durch das Reich und die Besteuerung des Reichs durch Länder und Gemeinden durch eine Vorlage einheitlich zu regeln. Im V e r m ö g e n S z u w a ch s st euergesetz wurde der Tarif ebenfalls auf eine mittlere Linie zwischen Regierungsentwurf und den Beschlüssen erster Lesung gebracht: für die ersten vollen oder angefangenen 200 000 M!. des steuerpflichtigen Vermögenszuwachses beträgt die Steuer 1 Prozent, um bei einem Zu- wachs von über 6 Millionen Mark bis zu 10 Prozent zu steigen. Der in erster Lesung angenommene volkSparteiliche Antrag, daß in jedem Vera nla gungsze itraum 100 000 Mk. Zuwachs steuerfrei bleiben sollten, wurde zwar in zweiter Lesung abgelehnt, immerhin aber bestimmt, daß ein langer als 12 Jahre zurückliegender DermogenszuwachS stets außer Ansatz zu bleiben hat. Das Körperschaftssteuergesetz brachte zunächst eine Aussprache über die Steuerpflicht der Sparkassen und gemeindlichen Bankinstitute. Von der Volkspartei war beantragt worden, diese Institute nur dann zu befreien, wenn ihnen durch Satzung der Betrieb spekulativer Geschäfte untersagt ist. Man einigte sich schließlich auf einen Vorschlag des Zentrums, der die Sparkassen befreit, soweit sie sich auf den eigentlichen Sparverkehr beschränken, die kommunalen Kreditanstalten, soweit sie gemeinnützig sind. Eine neue Befreiungsvorschrist wurde eingefügt für die Zentralgenossen, schäften und ferner (in § 12) neue Bestimmungen über die gegenseitige Anrechnung der Einkommen- und Körperschaftssteuer getrof-; fen. Das Inkrafttreten des Gesetzes wurde so geregelt, daß im allgemeinen das Gesetz Anwendung findet auf die Veranlagung des Einkommens derjenigen Wirtschafts- (Geschäfts-) Jahre, die mit und nach dem 31. Dezember 1921 zu Ende gehen. Im Amsay st euergesetz wurde grundsätzlich die Frage der Besteuerung der Ein- und Ausfuhr erörtert. Die in erster Lesung beschlossene Steuerbefreiung für Beherbergung. und Beköstigung der innerhalb des gewerblichen Betriebes des Unternehmers beschäftigten Familienangehörigen wurde auf Antrag des Zentrums gegen die Stimmen der Volkspartei und der Deutschnationalen wieder entfernt. Die Um satzsteuerfreiheit der Genossenschaften war durch die Kompromißverhandlungen bereits beseitigt; immerhin kam es, anläßlich eines deutschnationalen Antrages, zu einigen pikanten Auseinandersetzungen über, das Kompromiß als solches, die aber an dem Resultat nichts änderten. Eine lebhafte Aussprache entfesselte der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes; trotzdem, insbesondere auch von den Vertretern der Deutschen Volkspartei, sehr entschieden die Gründe gegen eine rückwirkende Kraft hervorgehoben wurden, lautete der Beschluß der Mehrheit auf den 1. Januar 1922 — darüber wird aber ohne Zweifel im Plenum noch zu reden sein! Das Versicherungs st euergesetz erfuhr Veränderungen wichtiger Art gegenüber der ersten Lesung nicht. Anders das Kapitalverkehrs- st e u e r g e s e tz, bei dem in mehrtägiger Beratung eine Reihe von Verbesserungen beschlossen wurde. Rur die wichtigsten können hier Erwähnung finden. Bankunternehmungen des Reichs, der Länder und Gemeinden sollen von der Gesellschaftssteuer befreit sein, wenn der Zweck ein ausschließlich gemeinnütziger ist. Dem Gedanken, die sogenannten Arbeiter-Aktien zu begünstigen, wurde durch eine Entschließung Rechnung getragen. Die Gewerbeanschaffungssteuer wurde, einem Anträge der Kompro- mihparteien zufolge, gestrichen. Der gefährliche Ausdruck: „Steueraufsicht" in § 84 des Gesetzes ist ersetzt durch „Rachprüfung zwecks Durchführung dieses Gesetzes". Das gesamte Steuerkompromih fand endlich seine Krönung in einer kurzen Sitzung der vereinigten Steuer-Ausschüsse, in der das sogenannte Mantelgesetz gegen die Stimmen der äußersten Rechten und der äußersten Linken angenommen wurde. Es sieht vor, daß die Reichsregierung für die Kredite, die durch den Haushalt bereitgeftellt und nicht für die Verkehrsanstalten bestimmt sind, Mittel im Wege einer drei Jahre unverzinslichen Zwangsanleihe in Höhe des Reichsmark-Wertes von einer Milliarde Gvld- mark flüssig machen darf — ferner daß die sämtlichen, einzeln aufgeführten Steuergesetze, soweit nicht in ihnen etwas anderes bestimmt ist, einheitlich und zugleich mit dem Mantelgesetz in Kraft treten. Nene Besprechungen mit der Deutschen Volkspartei. Berlin, 16. März. Wie die Blätter mitteilen, hatte der Reichskanzler an die Parteien des Reichstages, die das Steuerkompromih abgeschlossen haben, die Ditte ergehen lassen, geeignete Parteivertreter zu Verhandlungen mit der Reichsregierung über die Forderungen der Deutschen Volkspartei zu benennen. Gestern sanden bereits zwischen dem Reichskanzler und verschiedenen Führern der Koalitionsvarteien und der Deutschen Volkspartei Besprechungen statt, wobei die Frage des Sparprogramms, die Frage der Ernennung eines Sparministers sowie eines neuen Ernährungsministers erörtert wurden. Die Frage der Erweiterung der Regierungskoalition stand, entgegen der Ankündigung eines Berliner Blattes, nicht zur Debatte. Diese Frage soll, wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, erst in den kommenden Besprechungen von den Regierungsparteien ausgenommen werden. Der ,Derl. Lvkalanz." schreibt, dah für die Deutsche Volkspartei die Frage des Eintritts in die Regierung erst dann akut werden würde, wenn sämtliche Koalitionsparteien an die Deutsche Volkspartei das Ersuchen richteten, in die Regierung einzutreten. Der „3eit“ zusolge hat die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei als Vertreter der Fraktion bei den Verhandlungen mit dem Reichskanzler und den Kvalitionsparteien die Abgeordneten Dr. Stresemann, Dr. Decker, Dr. Quaah und Dr. Scholz ernannt. Eine Rede des neuen italienischenMinisterprästdenten Rom, 15. März. (WTB.) Gelegentlich der Vorstellung des n uen Kabinetts gab Ministerpräsident de Facta vor dec Kam.ner und den Senat eine Erklärung ab. in der er zunächst die Entstehung der gegenwärtigen Zusammensetzung des Kabinetts darlegte, das er als ein Kabinett der Konzentration bezeichnete. Das Land verlange nach Ruhe und Arbeit. Es sei ein Programm der Tatkraft vonnöten. Die erste und wesentlichste Bedingung sei, der Ordnung zur Herrschaft zu verhelfen. Man könne es unmöglich zulassen, dah ein Teil der Burger Unruhen schaffe. Die Privilegienwirtschast müsse verschwinden und es müsse Unparteilichkeit gegenüber allen im Rahmen des Gesetzes herrschen. Bei der Verwirklichung dieses Zustandes falle dem Parlament eine entscheidende Rolle zu. Man müsse wieder zu einer normalen Tätigkeit des Parlaments gelangen, derart, dah eine umfassende Kontrolle deS Staatshaushalts stattfinde. Eine solche Prüfung werde die Beurteilung der finanziellen Lage gestatten, die bisher noch nicht geklärt sei. Ilm die Staatsfinanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, müsse man die Einnahmen erhöhen und die Ausgaben vermindern, ein Ziel, das nicht leicht zu erreichen sei. Indessen müsse man die Ausnahmemaßregeln fallen lassen und vielmehr versuchen, ganz allmählich zu normalen Finanzen und zumGleichgewicht des Staatshaushalts zu gelangen. Zur Stunde sei es schwierig, aber es sei unerläßliche Pflicht, zum Ziele zu kommen. Die Ausstellung der Wertpapiere auf den Ramen werde beibehalten werden, man werde indessen die Möglichkeit der Konversion zulassen, unbeschadet des Rechtes, diejenigen zu besteuern, die sich gegen die Ausstellung der Wertpapiere auf den Ramen sträuben. Zur auswärtigen Politik übergehend, führte der Ministerpräsident aus, Italien, das durch die Tapferkeit seiner eigenen Armee den Sieg davongetragen habe, habe heute keinen Grund zu einem Konflikt mit anderen Volkern. Im internationalen Konsortium stelle Italien ein Element des Friedens dar. Die Grundlage der auswärtigen Politik Italiens sei die Treue gegenüber den Völkern, die im Kriege an der Seite Italiens gekämpft hätten. Die Freundschaft für England sei für Italien Tradition. Sie bilde mit die Grundlage jeder italienischen Politik. Italiens Freundschaft für Frankreich sei fest begründet, nicht nur durch die Rassen- und Sprachverwandtschaft, sondern auch durch gemeinsame alte ruhmreiche Ueberüeferungen und durch die Erinnerung an das gemeinsam für gemeinschaftliche Ideale im letzten Kriege vergossene Blut. Gegen die Besiegten vo irg e ft e r n empfinde Italien weder Haß noch Groll. Italien sei von den besten Absichten gegenüber Deutschland beseelt, das ein Faktor der Zivilisation und des Fortschrittes gewesen seiundauchweiterhin sein werde. Italien vertraue, daß Deutschland seine Verpflichtungen einhalte und in' dem zukünftigen Europa ein zuverlässiges Element des Friedens und wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit den anderen Rationen sein werde. Hinsichtlich Rußlands betonte der Ministerpräsident, Italien habe deutliche Beweise seines Wunsches geliefert, seine Politik nach den Empfindungen des Li- beialismus zu orientieren, der eine der hervorragendsten Charakterzüge des italienischen Volkes darstelle. Italien habe gegenüber Rußland keine Vorurteile und beabsichtige nicht sich in seine inneren Angelegenheiten zu mischen. 3tali<’n habe mit Rußland ein Handelsabkommen abg sch oss n d s V' rsp'el bedeutungsvollerer Olbmadningen und näherer Beziehungen sein könne, sobald die beiden Länder mit ihren wechselseitigen Verhältnissen und Hilfsquellen vertrauter geworden seien. Ereignisse der letzten Zeit hätten in Fiume Ordnung und Friede ernstlich gestört. Italien stehe der Fiumener Frage mit einem freimütigen Gefühl italienischer Gesinnung gegenüber. Dieses Gefühl dürfe Italien indessen nicht vom Wege loyaler Beobachtung seiner internationalen Verpflichtungen entfernen. Mit dem südslawischen Königreich wolle Italien Beziehungen guter Rachbarschaft und nutzbringenden Handelsverkehrs unterhalten. Um dies zu erreichen, sei die italienische Regierung fest entschlossen, alsbald Verhandlungen einzuleiten und zum Abschluß zu bringen, deren Ziel die Losung der hinsichtlich der Ausführung des Vertrages von Rapallo bestehenden Streitfragen fei, auf daß die beiden Rationen alsbald zu einer freundschaftlichen und tatkräftigen Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete gelangen konnten. Das benachbarte Königreich gehöre einer Gruppe von Staaten an, denen Italien mit Sympathie gegenüberstehe, indem es die bedeutsamen politischen und wirtschaftlichen Aufgaben anerkenne, die ihnen obliegen. Italien wünsche ebenfalls mit dieser Staatengruppe zusammenzuwirken, um den Frieden zu festigen und eine Rückkehr aller Nachfolgestaaten des ehemaligen österreichisch-ungarischen Kaiserreiches zu normalen wirtschaftlichen Bedingungen herbeizuführen. Der Ministerpräsident betonte weiter, Italien habe seine tatkräftige Unterstützung insbesondere den Bemühungen gewidmet und werde sie ihnen auch weiter widmen, Oesterreich aus seiner tiefen wirtschaftlichen Depression wieder aufzurichien und ihm eine normale Existenz zu ermöglichen. Italien lebe mit allen anderen Rationen in bester Harmonie und habe noch kürzlich ein Freundschaftsbündnis fruchtbarer Zusammenarbeit mit der großen nordamerikanischen Republik abgeschlossen. Neue Beschwerden der fremden Botschafter. Berlin, 15. März. (WTB.) Die feit längerer Zeit inoffiziell angekündigte Rote d e r B o t f ch a f t e r der in der interalliierten Militärkontrollkommission vertretenen Mächte ist heute bei der deutschen Regierung eingegangen. Die Rote enthält Beschwerden über angebliche Widerstände in der Entwaffnungsfrage und bringt dabei die Organisation der Schutzpolizei zur Sprache, die bereits in der Rote der interalliierten Militärkontrollkommission vom 27. Fe4 bruar zum Gegenstand einer Vorstellung gemacht wurde. In dieser letzteren Frage wurde heute der Kontrollkommission nach Benehmen mit den Länderregierungen eine Rote übergeben. (*itic Vorstellung des Allgemeine« Deutschen GewerkschaftSbundcs an Lenin. Berlin, 16. März. (Priv.-Tel.) Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes hat an Lenin ein Telegramm gesandt, in dem im Ramen von 8 Millionen organisierter Arbeiter Deutschlands für die 47 Mitglieder der Partei der Sozialrevolutionäre, die. vom Moskauer obersten Tribunal abgeurteilt werden sollen, Amnestie erbeten wird. Das Schicksal der internationalen Arbeiterklasse hängt davon ab, dah die Bekämpfung und Verfolgung von Bruderparteien in gewalttätiger Form aufhöre. Die in Entwickelung begriffene Annäherung zwischen den Arbeitern Rußlands und Deutschlands würde durch ein Bluturteil gestört werden. Die Zentralleitung der U.S. P. D. hat ein ähnliches Telegramm an die Moskauer Sowjetregierung gesandt. Aus dem Reiche. Eine Erklärung des Winzerverbandes für Mosel, Saar und Ruwer. Berlin, 15. März. Der Winze "verband für Mosel, Saar und Ruwer veröffentlicht eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Die Zuweisung von 8000 Zentner Zucker stellt keinerlei Begünstigung bar. weil sie durch die Verhältnisse des Weinbaues unbedingt geboten war. Sie kann auch darum nicht als eine besondere Vergünstigung bezeichnet werden, weil andere Weinbaurerbände verhältnismäßig mehr Zucker erhalten haben. Was die Lieferung von Wein an Reichsminister D r. Hermes angeht, so ist folgendes festzustellen: Die für die Weinlieferung in A isah gebrachten Preise stellen die Gestehungskosten dar aus dem Iahre 1915. Der Trierische Winzerverband hat noch 1917/18 Kreszenzweine bester Lage zu 2.50 und 3.50 Mk. geliefert. R"ch diesem Zeitpunkt kam sehr schnell der Preisaufstteg und der Verein tonnte, da die Vorräte zur Reige gingen, aus den alten Beständen nur noch gelegentlich an Bekannte abgeben. Dr. Hermes sind diese Weine so berechnet worden, wie es in vielen anderen Fällen geschehen ist. Aus dem Hauptausschuh des Reichstags. Berlin, 15. März. (WTB.) Im Hauptausschuh des Reichstages hat Reichswirtschaftsminister Schmidt über die Auslosung der K r ie g s g e s e l l s cha f t en erklärt, daß in seinem Ressort nur noch 4 Kriegs - geselischasten beständen, nämlich die Textil- bestandsversorgung, die Ende März ausgelöst werde die Z garettewabak-E nlau sgesellscha t.bie jetzt ihre letzte Quote Tabak verteile und voraussichtlich im Mai an das Reichsschatzministerium abgegeben werde, und die in Auflösung be- griffene Wirtschastsstelle für das deutsche Zeitungsgewerbe und die Reichsschuhversorgung, die ihre Liquidation demnächst beschließen werde. Weiter führte der Minister aus, die Kontrolle der Ausfuhr könne nicht entbehrt werden. Es sei bei einer ganzen Reihe von Waren ganz unmöglich, sie für die Ausfuhr freizugeben, wie z. D. Zement und Kalk, die im IÄande in ganz unzureichendem Maße vorhanden seien. Die Ursache all dieser Röte sei die mangelhafte Belieferung der deutschen Industrie mit Kohlen. Der Wagenmangel, der Eisenbahner- ft reif und die gesamten übrigen unglücklichen Faktoren unseres Wirtschaftslebens hätten zur mangelnden Kohlenbelieferung unserer Industrie beigetragen, und nicht zum wenigsten auch der Riesentribut an schwarzen Diamanten, den wir monatlich an die Entente abzuliefem haben. Dazu läme das Sinken der Kohlenproduktion gegenüber der Vorkriegszeit. Wenn man lediglich bai uns nach dem unglücklichen Kriege für die Kohlen- Produktion gebliebene Gebiet berücksichtige, sc träten 1913 insgesamt 173 Millionen Tonne» Kohlen produziert worden, dagegen 1921 nur 136 Millionen Tonnen. Staatssekretär Dr. Hirsch erklärte zur Fraqr der Rot der deutschen Zeitungen die Regierung verfolge mit großer Sorge oie Entwicklung der Preise des Druckpapiers. Wenn auch die Steigerung an sich nicht außen dem Verhältnis zu den anderen Preiserhöhungen stehe, so gebe doch der sprunghafte Aufstieg Vec- anlaffunq zu den schwerwiegendsten Bedenken. In der Vorkriegszeit habe das Kilogramm Druckpapier etwa 30 Pf. gekostet, jetzt koste es 8,30Mk.; das sei allerdings eine 28fache Steigerung. Diese Preiserhöhung bleibe an sich zwar zurück hinter der Steigerung der Kohlen-, Eisen» und Textilienpreise. Richtsdestoweniger sei zu befürchten. daß weitere Steigerungen erfolgten und daß daraus katastrophale Folgen für das deutsche Zeitungsgewerbe erwachsen, sowie auch allgemein kulturelle Schädigungen. Der Staatssekretär glaubt, dah durch eine neue Teuerungswelle die kleine Presse erschlagen werde und daß dadurch eine allgemeine Uniformierung derMeinungen erfolgen werde, ein Zustand, wie wir ihn in anderen Ländern bereits kennen, wie er aber glücklicherweise im deutschen Geistesleben noch nicht eingetreten sei. Die gesetzlichen Handhaben, die die Regierung zur Milderung der Rot besitze, seien in ihrer Wirksamkeit recht begrenzt. 3m Gegensatz zur Ansicht mancher Interessenten sei die Ursache der Preissteigerungen weniger in der Politik der Kartelle zu suchen als im Steigen des Holzpreises. Diese Schwierigkeiten würden sich vielleicht noch verstärken Als mögliche Abhilfsmittel bezeichnete der Staatssekretär die eventuelle Einflußnahme der Reichsregierung auf die Preisgestaltung, sobald der interfraktionelle Ausschuß und der Reichstag hierzu Stellung genommen haben. Vielleicht könne dann zum mindesten die sprunghafte Steigerung der Papierpreise hintangehalten werden. Ein barer Zuschuß könne bei der schweren Finanzlage des Reiches nicht in Aussicht gestellt werden. Zugeständnisse bei der Tarifierung des Druckpapiers .könnten nur in Frage kommen, wenn damit eine fühlbare Ermäßigung des Preises erreicht werde. Die Frage der möglichen Einwirkungsmittel solle demnächst mit den Interessenten und nötigenfalls mit dem interfraktionellen Ausschuß des Reichstages erörtert werden. Deutscher Reichstag. Berlin, 15. März 1922. Der Gesetzentwurf über die Bereinigung von Pyrmont mit Preußen wird nach kurzer Aussprache dem Rechtsausschuh überwiesen. Im Laufe der Aussprache verlangt Abgeordneter Ko eh en (Ä.), daß endlich mit der Kleinstaaterei Schluß gemacht werde und fordert eine groß.ügige Vorlage auf Zusammenlegung von Landesteilen. Abg. Koch (Dem.) gab dem Wunsche Ausdruck. daß auch der Waldecksche Gebietsteil gleich mitübernommen hätte werden sollen, da ja tatsächlich das ganze Waldecksche Verwaltungsgebiet in preußischer Hand sei. Abg Dr. K a h l (D. Vpt.) und Abg. A e u - Haus (D.-Datl.) stimmen der Vorlage ebenfalls zu, meinten aber, daß noch einige wichrige Rechtsfragen im Ausschuß zu klären seien, während Abg. Schulz (D.-Ratl.) namens eines Teiles seiner Fraktion erklärte, der Vorlage auch ohne Ausschußberatung zustimmen zu wollen. Preuß. Ministerpräsident Braun: Durch eine längere Ausschußberatung würden die gegenseitigen Verträge hinfällig werden. Die preußische Regierung steht durchaus auf dem Standpunkte, daß die Entwicklung der staatsrechtlichen Dinge sich in der Richtung auf den deutschen Einheitsstaat bewegen soll. Diesem Ziele würde nicht gedient durch Erhaltung von Kleinstaaten auf Kosten Preußens, das durch den Gebietsverlust infolge des Friedensvertrages schon erheblich gelitten hat.' Rach Erledigung einer Reihe kleinerer Vorlagen wird sodann die zweite Lesung des Deichswehretats fortgesetzt. Preußischer Ministerpräsident Braun. Es ist nicht so, als ob Preußen mit einem Federstrich die weitere Verleihung des Eisernen Kreuzes, dieses Tapserkeitszeichens. abgestoppt hät'e Mil derDerleihung von Kriegsorden muß endlich einmal . Schluß gemacht werden. Schon dreimal ist der Endtermm hinausgeschoben worden. Jetzt blei t r er mit dem 31. Dezember 1922 bestehen. Unter den unerledigten Gesuchen auf Verleihung des Eisernen 7 Kreuzes 1. Klasse befinden .sich solche von sechs Geheimen Hofräten, die im Militärkabinett des Großen Hauptquartiers im warmen Rest gesessen haben. (Hort, hörtl) Diese Auszeichnung kommt aber mir Frontkämpfern zu. Abg Brüninghaus (D. Dv.): Hätte der Ministerpräsident die Resolution gelesen, so hätte er die Tatsachen nicht so verdrehen können. (Hört, hört!). Es handelt sich darum, daß die in Feindes- - land zurückgehaltenen Krieger noch nachträglich zr ihrem Rechte kommen sollen. Reichswehrminister Gehler: Die sechs Ge^ Heimen Hofräte haben Mobilmachungsar'eiten geleistet. Vom letzten Kriegsminister ist ihnep das Eiserne KreuH versprochen worden. Dreuh. Ministerpräsident Braun: Zurückgehaltenen Kriegsgefangenen soll das Eiserne Kreuz auch jetzt noch verliehen werden. Es muh aber einmal Schluß gemacht werden. Aba. von Dallwitz (D.-D.) verweist darauf, dah noch 20 000 Gesuche vorliegen. Der Ministerpräsident hätte sich nicht in so animoser Weise über das Eiserne Kreuz aussprechen sollen. Ministerpräsident Braun bestreitet das. (Ruse rechts: Sie haben von Possenspiel gesprochen. Das wird Ihnen nicht vergessen werden.) Die Massenverleihung des Eisernen Kreuzes empfinde ich als bitterstes Unrecht gegen alle, die es wirklich verdient haben. Es bleibt aber beim 31. Dezember 1922, es sei denn, dah Ansprüche von zurückgekehrten Kriegsgefangenen an uns kommen. Dach weiterer Debatte, in deren Verlauf der Abg. Külz (Dem.) ebenfalls für die Währung berechtigter Interessen eintrat, als Demokrat und Kriegsteilnehmer aber seiner tiefen Beschämung darüber Ausdruck verlieh, wie das Thema des Eisernen Kreuzes hier behandelt wurde, schließt die Aussprache. Beim Kapitel „Militärbildungswesen" fordert Abg. Weiß (Dem.), dah in den Militärschulen nicht einseitig auf die Beamtenbildung hingearbeitet werde. Die Leute mühten vielseitiger ausgebildet werden, so daß sie jederzeit in einen gewerblichen oder technischen Beruf zurückkehren rönnen. Dachdem noch die Abg. Moses (U.S.) und Thomas (Komm.) ihre Wünsche auf Erziehung der Soldaten zur sozialen Verständigung Ausdruck verliehen hatten, erklärte Reichswehrminister Gehler: Die Bildungsvorschläge, wie sie der Abg. Weiß gemacht hat, werden nach Möglichkeit in die Tat umgeseht werden. Die heutige Offiziersausbildung sei anders als bisher. Die Anwärter haben zunächst zwei Jahre als Soldat gedient. Das Heiratsalter beim Militär wurde auf das 27. Lebensjahr festgesetzt. Dazu zwingt schon die Wohnungsnot. Dachdem der Minister sich noch für die energische Bekämpfung des Mkoholmihbrauches ausgesprochen und erklärt hatte, daß die Soldatenheime für diesen Zweck ausgebaut würden, wird das Kapitel bewilligt und eine Entschließung angenommen, in d-w ein parlamentarischer Beirat für Erziehungs- und Dlldungswesen beim Reichswehrministerium gefordert wird. Der Etat des Landheeres wird nunmehr bewilligt. Beim Marineetat spricht Abg. H ü n l i ch (Svz.) seine Bedenken darüber aus, daß in der • Marine noch kein verfassungstreuer Geist herrsche. Reichswehrminister Gehler entgegnet: Der 1 Dienst in der Marine, die im Rigaschen Meer- • busen Heldentaten verrichtete, ist heute ein ganz anderer als früher. Kohlen- und Finanznot erlauben es uns kaum, ein Schiff ins Ausland au schicken. Daher muh die Marine vielfach Land- oienst tun. Abg. Kuhnt (U.) legt in längerer Rede die Gründe dar, aus denen seine Partei das System bei der Marine bekämpfe und den Etat ablehne. Der Redner verteidigt sich gegen die Angriffe, die gegen ihn in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident von Oldenburg gerichtet wurden. Abg. Brüninghaus (D. Vpt.) erklärt diese Selbstentschuldigung rieche stark nach Selbst- antlage. Es stehe fest, dah Herr Kuhnt eine Aufwandsentschädigung von 12 000 Mk. monatlich bezogen habe. Der Marineetat wird sodann bewilligt. Donnerstag mittag 1 Uhr: Branntweinmonopol, Mantelgesetz und Steuervorlagen. Schluh 7 Uhr. Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß. rm. D a r m st a d t, 15. März. Der Finanzausschuß des Hess. Landtages nahm heute in Fortsetzung seiner Beratungen die Regierungsvorlagen über die Einrichtungen von Wohnungen in der östlichen Abteischeune, die Errichtung einer Scheune für die Veterinärklinik in Gießen, die Errichtung eines Verkaufshäuschens an der Usa- brücke in Bad-Dauheim und die Errichtung eines Luft- und Lichtbades in Bad Salzhausen ohne Debatte einstimmig an. Auch der Antrag betr. die Vertretung bei der Zentrale für Säugilngs- und Mutterschutz findet Annahme. Eine eingehende Aussprache veranlaßte der Antrag Bornemann betr. die Preistreibereien bei den Brennholzversteigerungen. Sch ieß ich wird ein abgeänderter Antrag Bornemann angenommen, wonach die Regierung ersucht wird durch gesetzliche Dotstandsmahnahmen und durch Einwirkung auf die Waldbesitzer dafür zu sorgen, daß den Gemeindeangehörigen die Beschaffung des dringlichsten Brennhvlzbrdarfs zu angemessenen Bedingungen gesichert wird. Für die größeren Städte wäre eine stärkere Zufuhr von Kohlen anzustreben. Dann wird die Verlängerung des Fi- nanzgesetzes auf vier Monate angenommen. In Verfolg des Antrags Dingeldey und Gen. hob der Ausschuh seinen früheren Beschluß, die Heber- teuerungszulage den Beamten mit einem Einkorn men von über 50 000 Mk. nicht zu gewähren, wieder auf. Aus Stodt und Land. G i e h e n, den 16. März 1922. ** Amtliche Personalnachrich- ten. Oberregierungsrat Weihenbruch in Darmstadt wurde zum Abteilungs-Präsidenten der Abteilung für Zölle und Verbrauchssteuern des Landesfinanzamts Darmstadt ernannt. — Hebertragen wurde am 9. März dem Schulamtsanwärter Theodor Dierbauer aus Ober-Erlenbach eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Ober-Wöllstadt, Kreis Friedberg. ** Zahlkarten für Steuerentrich- tu n g und Kapitalertrag.steuer werden demnächst einge.ührt werden, um einen bequemen und billigen Weg für die Abführung der Einkommen-, Hnstah-, Besitz-, Erbscha.ts- usw. Steuer, des Rcichsnotopsers sowie der Kapi:ale.tragsti.uer für Hypothe'enzinsen an die Finanz- und Steuerkassen zu schaffen. Für Buchungszwecke bei diesen Kassen sind die Abschnitte auf der Rückseite mit einem Vordruck versehen worden, den der Absender aus ufüllen hat Einen gleichen Vordruck, der eben al s cu^ufüllen ist, trng! die Rück eite des Posteinlieferungsscheins. Durch Vorlegung des von der Post anst alt vollzogenen Posteinlieferungsscheins kann der Absender der Zahlkarte die Entrichtung der Steuer jederzeit nachweisen. Damit die Kapitalertragsteuer für die am 1. April fälligen Hhpothekenzinsen an die Finanzkasse mit Zahlkarte abgeführt werden farm, werden die Vordrucke schon vom 20. März ab bei den Post- anstalten vorrätig gehalten werden. Die Zahlkarten für die Entrichtung der übrigen Steuern werden von Ende März ab bei den Postanstalten abgegeben werden. ** Eine Bismarckfeier wird von der Deutfchnativnalen Dolkspartei am 31. März veranstaltet. Die Gedenkrede hat Professor Dr. Gramzow -Berlin übernommen. Däheres wird noch bekanntgegeben. ** Diebstahl. On 6er Zeit vom Samstag, dem 11. bis Dienstag den 14. März d. I. wurde eine Feldscheune hinter der „Schönen Aussicht" erbrochen und 4 Sack schtoe- felsaurer Amoniak und verschiedene Werkzeuge entwendet. Die Säcke sind auf einem Wägelchen weggebracht worden. Mitteilung nimmt die Kriminalabteilung entgegen. Der Geschädigte sichert Belohnung zu. ** Der erste Maikäfer wurde uns heute überbracht. Die Temperatur der verflossenen Dacht bewies aber, daß man den Optimismus dieses verfrühten Lenzesboten noch nicht teilen darf. ra. Schuh den Hecken! Beim Beginn des trockenen Frühjahrswetters sei gewarnt vor dem Abbrennen des trockenen Grases unter den Büschen und Hecken. Dicht nur werden die nützlichen Vögel ihrer Brutstätten dadurch beraubt, da vielfach die Büsche durch das Feuer zerstört werden, sondern es werden auch oft nützliche Tiere, die im Laube den Winterschlaf halten, wie Igel, Blindschleiche, Eidechsen ufw. getötet. Man sollte mit allen zu Gebote stehenden Mitteln diesem Hnfuge steuern. Wie leicht kann doch Feuer überspringen auf einen angrenzenden Wald. Die groben Waldbrände, von denen so häufig im Frühjahr berichtet wird, sind meist aus diese Weise entstanden. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag: Kath. Bereinshaus, 8 Hhr: Klassischer Lustspiel- und Liederabend. — Astoria-Lichtspiele, ab heute: „Der Zirkuskönig" und „Charly Im Warenhaus". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Aus den Akten einer anständigen Frau". Wettervoraussage für Freitag: Wolkig, meist trocken, tags mild, nachts kühl, wechselnde Winde. DaS bottnische Ties dehnt sich in südlicher Richtung aus und wird bis morgen Einfluß auf unsere Wetterlage gewinnen. Wir können mit wolkigem, doch meist trockenem Wetter rechnen. Dachts wird wieder Frost eintreten. Landkreis Giesten. X W i e s e ck, 15. März. Leicht ist es, Über die sich mehrenden Steuern und die zunehmende Neuerung zu schimpfen; leicht war es, bei dem Lichtbildervortrag der Liga - zum Schuhe der deutschen Kultur zu sehen und zü hören eine, vielmehr die Antwort, die Dr. Falken berg gab auf die Frage: „Was treibt unser deutsches Wirtschaftsleben in den Bankerott?" Aber wieder einmal brachte es nur eine kleine Schar fertig, diese Gelegenheit fern von aller vergiftenden Parteipolitik zu nutzen zu einer gründlichen Beschäftigung mit dem Friedensvertrag in Wort und Bild. Gar trefflich wußte der Redner zu schildern die 14 Punkte und ihre seltsame Auslegung, Völkerbund und Abrüstung, aber auch den deutschen Michel in der bekannten Haltung, die Zipfelmütze über den Ohren und die Hände in den Hosentaschen, der den Feind nicht sehen teilt Dem Dank der Hörer gab Pfarrer Sattler Ausdruck, und in der Aussprache konnte der Hauptredner noch manche Frage beantworten. Der Abend brachte die hiesige Ortsgruppe weiter in ihrem langsamen, aber sicheren Wachstum und auch durch verkaufte Schriften den Hörern inneren Gewinn. tt. Treis a. d. 26a., 15. März. Die diesjährigen Winterversammlungen des hiesigen Frauenvereins wurden gestern abend mit einem Vortrag des Missionars Walther (Beuern) über unsere frühere Kolonie Kamerun, wo er kurze Zeit gestanden hat, geschlossen. Er veranschaulichte seine Ausführungen durch Gegenstände des täglichen Gebrauchs der dortigen Einwohner, getrocknete Früchte und präparierte kleinere Tiere und legte dar, welche reichen Schätze wir Deutsche dort church den Raub unserer Kolonien verloren hoben. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 15.März. Gestern feierten unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde die Eheleute Jakob Walther und Karvline geborene Wagner und Spenglermeister Wilhelm G o l d ° stein und Katharina geborene Traumüller das Fest der silbernen Hochzeit. )( Ortenberg. 15.März. Am Sonntagabend veranstaltete der hiesige V.H.C. einen wohlgelungenen Lichtbilderabend. Bauingenieur I e ck e l führte die Erschienenen in prachtvollen Lichtbildern, die er z. T. während feines Aufenthaltes als Austauschgefangener in der Schweiz selbst ausgenommen hatte, in die großen und kleinen Städte der Schweiz, an ihre schönen Seen und die wundervollen Berge bis hinauf zu den höchsten Gipfeln mit ihrem ewigen Schnee und Eis. Reicher Beifall, den V. H. C.- Druder Haas noch in besondere Dankesworte kleidete, lohnte den Vortrag. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 15. März. Die Stadtverwaltung hat den Erlaß eines Ortsstatuts betr. Umlegung von Grundstücken einstimmig angenommen. Für die Stadt wird dieses Gesetz in nächster Zeit von besonderer Bedeutung sein, auch die Projekte am Bahnhof, in der Deustadt und in Diedergirmes. Auch die Errichtung einer Beamt en s ch u le hat die vorbehaltliche Genehmigung des Kollegiums gefunden. Starkenburg und Rheinhessen. tob. Mainz. 15. März. Die gestrigen Verhandlungen zwischen den Arbeitnehmern und Arbeitgebern der Metallindustrie haben in der Lohnsrage zu einer E i n i a u n g ^geführt. Die Einigung kam ungefähr auf der Basis des Spruches des Schiedsgerichts zustande u>.d sieht entsprechende Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmer vor. Gleichzeitig wurde eine Einigung bezüglch der Lohnerhöhung für den Monat April erzielt. Zu den neuen Lohnsätzen kommt für den Monat April ein nach Klassen gestaffelter Stunden- lohnzuschlag, und zwar: für die erste Hälfte des Monats April in Klasse 1 0.75 Mk., Klasse 2 0.60 Mk., Klasse 3 0.40 Mk.; Frauen und Mädchen 0.40 Mk. In der zweiten Aprilhälfte erfolgt zu diesem Zuschlag noch ein weiterer. und zwar von I Mark in Klasse 1, 0.80 Mk. in Klasse 2. 0.55 Mk. in Klasse 3. 0.50 Mk. für Frauen und Mädchen. Jugendliche erhalten entsprechend weniger. Da über verschiedene Punkte noch keine Einigung zu erzielen war. werden die Verhandlungen heute unter dem Vorsitz des Ministers Raab fortgesetzt. Ein befriedigendes Ergebnis wird erwartet, so dah zum Wochenende mit der Wiederaufnahme der Arbeit gerechnet werden kann. tob. Worms, 14. März. Die heutige St a b t° berorbnetenoerfammlung genehmigte zur Erbauung von weiteren Wohnhäusern ben Betrag von 11 394.000 Mk. Es sollen 104 Woh- nungen erstellt werben. Dach ben neuesten Aufstellungen bes Wohnungsmarktes fehlen in Worms 700—800 Wohnungen. Wollte man biefe in 5 Jahren erbauen, so mühten jährlich rund 150 Wohnungen erstellt werben. Dach der Heirats- statistik mühten im Jahre 1922, wenn man allen Qlnforberungen gerecht werben wollte, 300—325 Wohnungen erstellt werden. Der angeforberte Betrag würbe einstimmig genehmigt. Schwurgericht» (Sieben, 13. März 1922. Heute hatte sich ber Agent Otto Scheel von (Sieben wegen Meineibs vor bem Schwurgericht zu verantworten. Den Vorsitz führte wiederum Lanbgerichtsrat Schabe; die Anklage vertrat Staatsanwalt Locher; mit der Verteidigung war Rechtsanwalt Dr. Spohr betraut worden. Folgender Tatbestand lag der Anklage zugrunde: Der Zeuge Schte. wollte im Sommer 1920 sein Anwesen Kirchenplah 12 verkaufen und beauftragte den Angeklagten mit der Vermittlung, wobei er ausdrücklich zur Bedingung machte, dab das Haus nicht an einen Drogisten verkauft werden dürfe. Ein Angebot des Zeugen D. lehnte, daher auch Echte, ab, weil dieser in bem Haus ein Drogengeschäft aufmachen wollte. Trohbem versuchte es bet Angeftagte, bas Haus doch, und zwar burch Vorschieben eines Strohmannes, in bie Hänbc bes Drogisten D. zu spielen. Den Strohmann fanb er in ber Person des Schlossermeisters Sch. Dieser erklärte dem Zeugen Schte., er wolle in bem Haus eine Sisenhanblung errichten. Am 16.8.1920 wurde bas Haus am Schlossermeister Sch. aufgelassen und am gleichen Tage von bWem wieder weiter an den Drogisten D. verkauft. In beiden notariellen Kaufverträgen war ber Kaufpreis mit 75 000 Utart festgesetzt worden. Als der Zeuge H.» der ebenfalls mit Schte. in Unterhandlungen wegen Ankaufs deS Hauses gestanden und 85 000 Mark geboten hatte, hiervon erfuhr, fühlte er sich von Sch. an der Rase herumgeführt, argwöhnte, dab ber Kaufpreis um 10 000 Mark zu gering angegeben worden sei, unb erstattete Anzeige bei ber Staatsanwaltschaft. Diese leitete ein Verfahren gegen Schte. wegen Hinterziehung ber ©runbertoerb- fteuer ein unb lieb bie beteiligten Personen burch bas Polizeiamt vernehmen, barunter auch ben jetzigen Angeklagten als Zeugen. Dieser sagte ba= mals aus, ber Schlossermeister Sch. habe bas Haus für *75 000 Mark gekauft; irgendwelche Schiebungen unb unreelle Hanblungen seien nicht vorgekommen. Er würbe bann auf Antrag ber Staatsanwaltschaft burch das Amtsgericht Gießen zum Zwecke ber Herbeiführung einer wahrheitsgemäßen Aussage eidlich vernommen, wiederholte seine frühere Missage unb fügte an, daß das Haus für 75 000 Mark von Sch. an den Drogisten D. weiterverkauft worden sei. Diese Aussage stand nun im Gegensatz zu den Aussagen des Zeugen Schw., ber befunbete, bah ber Kaufpreis in Wirklichkeit 85 000 Mark betragen habe, unb des Zeugen D., ber aussagte. Scheel habe mit ihm 75 000 Mark unb 10 000 Mark Hnnbgeld ausgemacht. Auch sonst sprach alles dafür, baß in ben beiben Kaufverträgen bie Kaufsumme um 10 000 Mark zu niebrig angegeben worben sei. Die Staatsanwaltschaft erhob baher gegen Scheel Anklage wegen Meineibs. In ber Hauptverhanblung behauptete der Qlngeflagte, er habe bei Schw. ben ursprünglichen Kaufpreis von 85 000 Mark auf 75 000 Mark heruntergehanbelt, unb bei D. sei nie etwas von 10 000 Mk. Hand- gelb gesprochen worben. Die Hauptbelastungszeugen liehen in ihren heutigen Bekunbungen Die Bestimmtheit, mit der sie in der Voruntersuchung ausgesagt hatten, vermissen, und darauf ist es auch wohl zurückzuführen, dah die Geschworenen die Schuldfrage verneinten. Der Angeklagte muhte daher freigesprochen werden. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Dr. 35 vorn 14. März enthält: Bekanntmachung, die Beiträge der Hebammenschülerinnen und Wochenpflegeschülerinnen in der Hniversi'äts- Frauenklinik zu Giehen und an ber Hebammen- Lehranstalt Mainz betreffenb. — Feuerlöschwesen; hier: Abhaltung ber Hebungen. — Ansteckenber Scheidekatarrh in Dorf-Gull. — Dienstnachrichten — Feldbereinigungen Treis an ber 2u.nba unb Allenborf an ber Lumda. earbmirttofift. Hb. Leihgestern, 15. März. In gut besuchter. Versammlung des Obst- unb Gartenbauvereins sprach Herr Kreis-Obstbautechniker H e b e r e r über bie Anpflanzung, Pflege unb Düngung ber Obst bäume. — Die Lage unseres Dorses unb seine Dobenverhältnisse würben in reger Aussprache erörtert. Die Anpflanzung von Spätblühern, von Steinobst und vielleicht auch Birnen auf feuchten Grunbstücken würbe empfohlen. Eine Freiverlosung von Gartensämereien be- schloh ben Abend. bs. AusdermittlerenWetterau, 15. März. Dank der guten Witterung wurde heute mit der Aussaat von Hafer begonnen. Infolge Auswinterung eines großen Teiles Winterweizen wurden auch schon Aecker mit Sommerweizen ausgestellt. Vermisstes. Kampf mit einer Räuberbande. Hindenburg, 15. März. (WTB.) Zwischen der Gemeindewache von Sw s n i tz a und etwa 40 bewaffneten Einbrechern ist es einem lebhaften Gefecht gekommen, das über eine halbe Stunde Dauerte. Die Banditen zogen sich nach Verlusten zurück. Kirche und Schule. Der neue Bischof von Trier. Trier, 15. März. (WTB.) Das Domkapitel hat den Weihbischof Dr. W. Born- wasser 'm Aachen zum Bischof von Trier gewählt. Der Papst hat die Wahl bestätigt. Hessischer Evangelischer Landeskirchenlag. rm. S a r m ft a b t, 15. März. Die Sitzung wirb um 83A Hhr durch Präsident Dr. 0. D i e h l eröffnet; das Gebet verrichtet Abg. Pfr. Lehn. Es wird mit dem 4. Abschnitt der Kirchenver- assung: Die evangelische Kirche im beerbe r en, deren 1. Abschnitt die Landesynode betrifft, fortgefahren. Er bestimmt, dah die Landessynode die verfassungsmäßige Vertreterin der Ev. Landeskirche unb Die Trägerin aller Rechte ist, die sie durch die Kirchenregierung und bas Lanbeskirchenamt ausübt. Abg. Dernbeck gibt als Berichterstatter Kenntnis von ben Verhandlungen im Derfassungs- ausfchuh. Die Frage deS Wahlverfahrens sei dahin erledigt worden, dah mit 9:2 Stimmen der Ausfchuh sich für die Hrwahlen nach Maßgabe der Verhältniswahl ausgesprochen hat. Den Vorschlag des Oberkvnsistoriums, die Wahlen durch bie Gemeindevertreter vornehmen zu lassen, habe man abgelehnt, da man zu starke Parteikämpfe befürchtete. Man habe sich für die Provinzwahleii ausgesprochen, da hier durch die größeren Wahlbezirke den Verhältnissen besser Rechnung getragen werden kann. Redner bringt noch bie verschiedenen Aenderungen zu den §§ 82, 84, 88, 89, 96, 97 fund 98 vor. Dann beginnt die Einzelberatung. § 82 wird nach kurzen Bemerkungen angenommen. § 81 bestimmt, daß die Landessynode aus 18 geistlichen unb 36 nichtgeistlichen gewählten Abgeordneten bestehen soll, ferner aus 6 von der Kirchenregierung berufenen Abgeordneten, darunter je ein Vertreter des Lehrkörpers des Predigerseminars in Friedberg und der Theologischen Fakultät der Landesuniversität, wenn diese nicht schon unter ben Gewählten sind. Geheimrat B e r n b e ck führt aus, daß man ursprünglich nur 52 Abgeordnete im ganzen vorgesehen hatte, da diese Zahl gegenüber den viel größeren Staaten Baden, Württemberg, Sachsen usw. ausreichend schien, man habe aber schließlich dem Verfassungsausschuß nachgegeben. Abg. Dr. .Walger bekämpft bie ir bem Entwurf enthaltene außerorbentliche Decstär- tung des nichtgeistlichen Elementes gegenüber den Geistlichen. Abg. Prof. Dr. Dr. Berger verbreitet sich über den Wahlmodus unb empfiehlt, j dah die Wahlen durch die freien kirchlichen Ar- Terp entinware 100. Dose Gießen, März 1922 t cz. In gut be» mb Tarten- Ä-Obstbaulech- anzung, Pflege He Lage unseres lsse wurden in npslanzung von vielleicht auch wurde empsvh- en|ämeieien be- Wetterau, tterung wurde $afer be- eines großen h \d)onHedex ungsblatt. sungsblati eiannunachung, Herinnen und ^IniversiätS' r Hebammen- ucrlö^tocfcn. Ansteckender chnachrichten i L u.üda und Iwermletungen ] mion Brandl t L eöbl. Zimmer mit zwei bl 'bil Bäte Verpfleg ing erbande. ärz. lMB.i ion 6-0 5 n 15a ieten Tiu» ihaften Gefecht halbe Stunde sich nach Der« ule. Trier. n DaS Dom« .. W- Dorn' hof von Trier Dahl bestätigt. Mer itag. ,n. ®it yt ♦ o.Sleht Äfr. Lehn Kirche "" be die Lande»' irä hAerung^ •< 'fÄ, faste ,-s$ ttaacs rsS: en nn§ vlederhvlie 5n den Sro. 'Dieses, Alagrn ■? ^luldreiz habe, und Qrf fcbtmÜ ^^ndgeld dah auflumme um 1 korben sei. ^gen Scheel ?• der Mevaate, er Msvreis von tta WaC. Duldungen die oruntersuchung daraus ist es ■ Deschwocenen geklagte muhte MeitSgerneinschasten vor genommen werden sollen. 2llle Volksglieber müssen bei der Wahl beteiligt Derben. Dies torme nur durch Urwahlen geschehen. "216g. Jakob bekämpft den Antrag der Minder- Mt, dah die Fakultät und das Seminar feine tcrufenen Vertreter haben sollen. Beide sind so x8 engste mit der Landeskirche verbunden ist, miet er dringend, den Derfasfungsentwurs anzu- | ich men und es nicht auf die Zufälle einer Wahl irtommen zu lassen, (ßebß. Beifall.) — Abg. ' T®a t ß e 8 bestreitet, daß man nur durch die !»llanatSwahl die Beteiligung aller Berufsstände reichen könne. Man solle die Zahl der Ab- iLvrdneten verringern- in dem großen Sachsen >obe man nur 20 geistllche und 40 weltliche Vet- reter. Prälat Euler warnt vor dem Ver- »ciltnis von 1.2 abzugehen. Es werde der Geistlich- c it doch sicher auch angenehm sein, bei den vielen iianziellen Fragen ein gewisses Maß von Der- uittoDrtllcßfeit auf die Laien abwälzen zu können. L.'g. P i tz tritt den Ausführungen des Abg. Dr. v glaubt, baß das einzig lästige bie freie Wahl, ohne jede Vebenbestim- -rng wäre. Abg. Frhr. v. Heyl ist der An- iviuung, baß ber P'^rrerstanb nichl als De- kn! mäbl. Zimmer mit cleftr. Licht, von Siudenien älteren Semesters gesucht. Schrikil. Angeb. unter 02137 an dm Gieß. Anzeiger erb. Beamter sucht gimmer in ruhiger Lage, möglichst 21'Cttnnlage. Schr. Angeb. unt. 02154 a d. Giey. Anz. ^iellonr»nsel><»te^ Xiidit. JienhiiHtn gesucht. Frau Tri eich, 02113 Seltersiveg 7a Statt Karten Sophie Hettler Dr. Oskar Kühn prahl. Zahnarzt Verlobte ’t« mit Vorraum h Bureau, Lager ober Deikstäite gecign.t, in ■Ute her Stadi zu ver- t.een. Näheres 2641v ^lusbesiüci Verein. ^JUytgeMnclie. vMaler. 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Gußstahlwerke 1210, Vud.-Eifenw.-Akt.. 10x5, ______ ______ Jeil zunächst ausgesetzt, Rach weiterer Aussprache wird mit 41 5639,30 6978, 5 <6,45 13fa,60 1170. 0 270,72 24.7,55 6244, S 4185,80 3,48 484,- 32, h6 96,90 18130 - 1231, - 1025, - 1200, - 121v, 570 ,.0 69a2, - 537,55 13'3,40 1172,70 271,28 2422,45 5525,25 4194,20 3,52 48»,- 33,u4 97,10 182,20 I.u. H. Grieb, Gambach (Hessen) Müblenbauauttalt und Maichiuentabrik. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Zuverlässige jüngere Anstreicher-Kcbilten für Gtseukonstruktion unb ein ielb'tnnbtner, hübet arbeitender Gcbilse auf 14. 3. 77,50 90,- 120,- 78 50 529 - 404,- 340,- 334,- 598,- 8 0, - 373,- 31h,- 348,- General- Dertreter einer nufstreben- ben, sehr leistungsfähigen Zigaretten- Fabrik sucht Bezirks- Vertreter tür Hessen, West- iaien unb Hessen- Nasfau gegen oute Provision. Nur arbeitS- sreubige Herren töoQen fctixlftL Angeb. unt. 2626 an ben Gienener Aneinreichen. Datum: 5°/, Lisch. Kriegsanl. 4°, Lisch. ReichLanl. 3° »Disch. Re'chsanl. 4°.o Preuß. Konsols Hamburg-Paketf.. . Äorddeutfcher Lloyd Eomni.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Baitk . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Rationalbank f. D.. D.-Luxemb. Bergw.. H9 ? Gelsenkirch. Bergw.. 1200* Harpener Bergbau. 1760 Oberschl. Eisenb.-D. 1160, Ooerschles. Eisenind. 970' Phönix-Bergb.-Akt. 1290* Bad.Anilin-u. Soda 775, Höchster Farbwerke. 732* Allg. Elektr.-Ges. . . 870, Felten & Guilleaume 1.60* Schuckert-Werke. . . — 77,50 91,— 121,— 78,50 529.- 404, - 340,- 337,- 595,- 500,- 370,- 31),- 349,50 14. März. 15. März. Kurs »4.3. 77,50 92 120,50 78,50 54b, — 414,50 343, - 33 \- 595, 503,- 377,50 315,- 350,50 Ein tüchtiger Sttkt oi. Polütm nef. Carl Setvv, Sattler, 02146 Lollar. 2212'75 2217^5 '9 57 5.8J Amstd.-Roiterb.l0289,70 1O31'J,3O 10139,85 1016u,15 Drüssel-Aniw. 2212,75 2217,^6 22.2,75 224/^5 47a o 20 ----- cussslanb, sondern mir als besonderer Sachverständiger zu betrachten ift Richt bei jedem Laien könne man dasselbe religiöse Verständnis wie bei dem Abg. Walger feststellen. Die Berufungen sind in ber fraaltchm Form nicht durchiühräir, wenn man bie Zahl nicht erhöht. Es folgen weitere Ausjührungen ber Abgg. Dr. Sell, Wag- net (ÖL), Dr. Schian. Frau HeräuS und Waih. worauf bie Abstimmung beginnt §81 wirb zunächst zurmLgesielli, § 82 angenommen § 83 wirb in feinem ersten Teil zunächst aus- Je 2 Schlosser-, Dreher-, Schreiner- Lehrlinge je 1 Dreher unb Schreiner Steinmetz gesucht. Schmall. 02136 Marburger Str. 6ä Sauberer, ehrlicher Hausbnrsche 17—19 Jahre alt. fof. gef. damöurgec fiaüee-tager 2639 MauSburg 3. Iür elektrotechnisches Bureau wirb zur Füb' runfl einer Kartothek unb Korreloonbenz geeignete Dame oder Herr oer sofort gesucht. Schr. Angebote unter 2632 an ben Giest. Anzetger erbet. Verkäuferin »um balbtflcn Eintritt gesucht. lowte au Ostern ein Lehrling. 02161 Mar Marum, Bahnhofstraße 4. QHontanmaittc betrugen die anfänglichen Kursverluste vielfach 40 bis 80 Prozent. Von chemischen Papieren büßten Anglo-C-ontinen- tal anfangs über 100 Prozent ein, erholten sich allerdings später etwas. Vobel-Dynamit verloren 60, Oberfchles.fche Kokswerle 65 Prozent. 3m weiteren Verlaufe waren Katto- wiyer und Laurahütte von interessierter Seite stark begehrt und ft.egen noch wesentlich über ben gestrigen Schlußstand hinaus. Sonst blieb das Geschäft träge bei nur vereinzelten Besserungen und überwiegenden weiteren kleineren Abschwächungen. Sch.ffahQS- und Bankaktien waren ziemlich widerstandsfähig. Der An- leißemartt behauptete im allgemeinen seinen Kursstand. Für Zprozentige deutsche Reichs- anleiye herrschte feste Stimmung. Die Devisenkurse befestigten sich nach vormittägiger Steigung zur Llbschwächung entschieden. 3m weiteren Verlaufe schwächten sich die Devisenkurse wieder ab und damit war ein weiterer Grund zu den Rückgängen in den 3n- dustriewerten gegeben. Man sprach von der Möglichkeit des Zustandekommens einer internationalen Anleihe. In den nur zu Einheitswerten gehandelten 3ndustriepapieren war die Haltung ungleichmäßig. Reben Erhöhungen schienen Rückgänge das Heber» gewicht zu haben. Frankfurt a. M., 15. März. Bör» senstimmungsbild. 3m Einllang der unsicheren Haltung der ausländischen Zahlungsmittel zeigte der Effektenmarkt ein ruhiges Aussehen. Da eS an sonstigen Anregungen fehlte und die Spekulation auf den variablen Märkten eher abgabelustig war, stellten sich vielfach ^Abschwächungen ein. ©cbr. Fahr 760 biS 770, Benz 710, DrockhueS 1420, Chemische Rhenania 1230, ManSfe.der Kuxe 29 000. Auslandspapiere schwächten sich ab. Am Montanaktienmarkte traten die führenden Aktien zirka 20—80 Prozent niedriger in den Verkehr. Elektrowerte ebenfalls meist niedriger. Anilin- werte schwächer. Auch im weiteren Verlaufe konnte sich die Börse nicht zu regerem Verkehr aufraffen. Die Tendenz blieb vorwiegend sä)wächer. Der Dollar bewegte sich auf 270, 269, 274, 272. Privatdiskont 4V2 Prozent. Frankfurt a M., 16. März Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- gcgebeiL Der Antrag Knodt betr. die Berufung der Reliaionslehrer usw. wird angenommen. Für die Bestiinnrung, daß llrwahlen flattfinöcn sollen, ergeben stch 30 Stimmen, während 31 dagegen sind. Für die Wahlen durch Gemeindeverlreter stimmen 12, für die Dekanats- Wahlen 26 Stimmen, die Gegenprobe ergibt die Zahl 35. Es ist also auch hier keine Mehrheit vorhanden. Schluß der Sitzung V/< älhr. Nächste Sitzung nachmittags i/24 Üßr. ♦ Die Rachmittagssitzung beginnt um 3,40. Es wird zunächst mit der Beratung des § 84 fortaefahren. Abg. Bernbeck verm.ßt, daß hier die Vertreter der theologischen Fakultät nicht als Geistliche anzusehen sind. Abg. Dr. S ch i a n ersucht die Abstimmung hierüber vis zur Entscheidung über den Wahlmodus auszusehen 2lbg Wahl (Schlitz) ersucht um Streichung der Dcstin:- mung betreffs der im Ruhestand befindlichen Geistlichen. Der Absatz 2 geht an den Derfassungsaus- schuß. Dec § 84 findet Annahme. § 85 setzt die Amtszeit auf sechs Jahre fest. § 86 betrifft die Wahlprüfung durch die Kirchenbehörde. Der Antrag wird angenommen. § 87 enthält die Ablegung der Verpflichtung. § 88 betrifft die Präsidentenwahl unb die Wahl des Schriftführers. In § 89 ist die Dauer auf drei Jahre bestimmt. § 90 enthält die Oesfenllichkeit, die Beschlußfähigkeit, die Abstimmungen, die mit einfacher Mehrheit gefaßt werden sollen, mit Ausnahme der Abstimmungen über Verfassungsänderungen. § 91 bestimmt. daß die Geschäftsordnung durch ein besonderes Gesetz geregelt wird. In § 92 wird der Wirkungskreis der Synode festgelegt. § 93 erwähnt, daß das Bekenntnis nicht Gegenstand der Verfassung ist. § 94 trifft Bestimmungen über die zu erlassenden Kirchengcsetze. § 95 betrifft Vorlagen von Gesetzentwürfen, § 96 betrifft Verkündi- gungen der Gesetze, § 97 Zurückverweisung von Geseßen an die Landesshnode. § 93 enthält Vertagung der Synode. Abg. Dr. S ch i a n ersucht, diese Frage an den Ausschuß zurückzuverweisen. Dein Antrag findet Annahm?. § 99 enthält die Wahl des Landessynodalausschu ses und sei ec Stellvertreter. Sin Teil der Anträge geht an den Ausschuß zurück. — Eine lange Aussprache entsteht über die Frage, wie weit die Mitglieder der Kirchen gemeinde auch Au s dußmi g'ieber sein können. Mitg jeder des Lan'e shnodalausschu ses können auch gleichzeitig Mitglieder eines anderen Ausschusses der Landessynode sein. Es wird darauf hingewiesen, daß ter Landesshnodalausschuß doch jetzt ein wichtiges Glied deZ Kirchenregiments ist. — Der Antrag auf Streichung dieser Besttmmung wird abgelehnt. — § 100 bestimmt, daß die Landessynode durch den Landes- shnodalauSschuß vertreten wird. Der Antrag wird angenommen. — Dann wird noch über die Anträge zu § 83 betr. die Abstimmung nach Provinzen oder Dekanaten abgestimmt. Die Abstimmung ergibt eine Mehrheit für die Wahl nach Provinzen mit 30 gegen 27 Stimmen. Da die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlt und eine ganze Anzahl An- trqae über die einzelnen Bestimmungen vorliegen, mutz sich der Ausschuß nochmals mit der Frage befassen.-- Äirdhlid)e Nachrichten. 3 srael. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sub-Anlage). Samstag, ben 18. März 1922 Vorabb.: 6,15: morgens 9; abenbs: 6,40 unb 7.20 Uhr. Ofrael ReltgionS-Gesellschaft. Sabbatfeier ben 18 März 1922. Freitag abend 6,05; Samstag vormittag 8,30. nachmittag 3 30 Sabbatausgang 7,20. Wochengottesdienst: Morgens 6,45, abends 6,00. Handel. Berlin. 15. März. Börsenstimmun g S b i l b. Die Börse eröffnete in schwacher Haltung. Angeblich veranlaßten die Erwägungen hinsichtlich einer Rentabllitäts- minderung ber 3ndustrie Lurch bie Annäherung ber inländischen Preise an die Weltmarktpreise, ferner die Verteuerung der Rohstoffe infolge der Markentwertung die Spekulation zu weiteren Abgaben. Wenn auch die Verkäufe nicht besonders dringend waren, so wurde Loch tellweise ein recht empfindlicher Druck auf den Kursstand auSgeübt, da es an genügender Kauflust durchaus mangelte. Am angenommen, der die Zahl der geistlichen Mitglieder auf 23 festsetzt. Züc den Luttrag des Verfassungsausschusses betre.fs der Zahl ließen Mitglieder werden nur 36 v 16.3. Schweizer Frauken Fr. =■ L91 0.06 9.20 46.10 Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. 6b. Fr. r 1.7.14. 125 40 59.20 88 80 11780 88.80 117.80 97.80 125 40 23-80 5,8) 4.12 -.37 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 100 Mk. - Kr. a 14.3. 1,90 0,97 1,79 20 87 1,47 29 34 5 87 4,18 -.36 Wechsel auf Holland........ Deutschland . . . . Wien......... Prag......... Kari«......... London....... Italien........ Brüssel....... Budapest....... Reuyork...... . Agram........ Warschau....... IS. 3. 1,91 0.98 1.77 1'45 Devisenmarkt. 15. x 194.- V‘0 0.G6 9.- 45.90 22.35 25.90 42*50 515.50 1.65 0,125 Markuotienmg«. Stte 100 deutsche Mark wurden gezablt: Datum: Zürich......... Amsterdam...... Kopenhagen...... Praa.......... Stockholm....... Wien.......... London......... Paris.......... Reuyork........ Züricher L. = 26.10 Fr. » 42.80 Kr. = 0.61 $ - 517.- = 1.65 Kr. = 0,125 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Amerikanischer Vorschlag einer neuen Gesellschaft der Rationen. P a r i s, 15. März. (WTB ) Rach einer Meldung der »Ehieago Tribüne" aus Washington hat Senator Porter Mac ©umber im Senat gestern einen Vorschlag zur Bildung einer Gesellschaft der Rationen eingebrach!, die Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien, Japan, Deutschland, Spanien Oesterreich und Rußland einschljcßen soll. Die Richtlinien ber .Meinen Entente" Prag, 14. März. (WTB.) Rach ben M i n i > fterberatunaen in Bukarest und nad; der Zusammenkunft Der tschechoslow-ck schm und südslawischen Minister des Aeußern in Preßburg wurden einheitliche Richtlinien für den bei den Arbeiten auf derGenueser Konferenz einzunehmenden definitiven Standpunkt erzielt, lieber den einheitlichen Standpunkt der betreffenden Regierungen wurde folgender amtlicher Bericht aüsgegeben: Die Regierungen der tschechoslowakischen Republik Rumäniens, der polnischen Republik und des Königreichs Jugoslawiens sind baf.ln übet' eingekommen, auf ber Konferenz von Genua einen einheitlichen Stanbpunkt einzunchmen Von dem Gedanken geleitet, Europa ein normales politisches und wirtschaftliches Leben zu sichern, sind sie zu dem Schlüsse gekommen, daß folgendes erreicht werden muß: 1. Das In Cannes von den Vertretern der alliierten Großmächte fest- gesetzte Programm für die Konferenz in Genua wird eingehalten werden, und über Punkte, welche aus diesem Programm ausgeschlossen werden, wird nicht diskutiert werden. 2 D e nach Belgrad einberufene S a ch- verständigenkonferenz bestimmt die gemeinsame wirtschaftliche Richtlinie, welche auf der Konferenz von XS?nua eingehalten werden muß. 3 Die Rotwendic e t die intern-t rnalen Hande s- und Transportbezich-'Ngen zu erleichtern, maß im Einklang stehen mit den Rücksichten auf die Selbständigkeit der cirz l en verbündeten S'aatcn. Es wird zwischen ihnen kein Unterschied gemacht werden. 4. Jeder der verbündeten Staaten wird sich nur an der Beratung und Entscheidung der Fragen, die seine Interessen betreffen, beteiligen. Die Schwierigkeiten der englischen Koalition. London, 15. März. (WTB) Die gestern im Unterhaus abgehaltene Versammlung von konservatwen und unionistischm Mitgliedern deä Unterhauses, die einberufen worden war, um eine Entschließung anzunehmen, in der die Führer der Partei unterstützt werden in ihrer .Entschlossenheit zu dem Premierminister zu stehen", brachte, wie gemeldet wird, diese Absicht nicht zur Durch- führung. Die in der Versammlung in voller <5!drfe anwesenden Unbeugsamen erklärten dem .Daily Telegraph" zufolge, daß sie einen Siez davon getragen hätten, da die geplante Entschließung nicht zur Abstimmung unterbreitet wurde und die Versammlung ohne ein greifbares Ergebnis auf unbestimmte Zeit vertagt worden fei. Erlösung eines KindeS aus französischer Gefangenschaft. Berlin, 15. März. (Priv.-Tel.) Der ..Zeit" zufolge hat bie ReichstagSabgeordnete Frau von Oheimb mit anderen weiblichen Abgeordneten nunmehr bie Mittel aufgebracht. um bie Tochter des Arbeiters H e y » mann in Köln, die sich bei einer französischen Familie In Ranch befindet, unb für bie ein Pflegegelb von 5000 Frank gefordert wurde, aus der Schuldhaft zu befteien. Frau v. Oheimb wird sich gemeinsam mit der Mutter nach Ranch begeben, um das Kind abzuholen. mit wertvollem beschenk ChemtWelubizynski 0C9A-G Bin lichtenbecg Engros-Vertrieb: Kllnerelhöffrr & Dilgee, Drogen-Großhandlung, Gießen. 02155 wissenhaste Fräulein Sofie Bramm Adolf Bramm. Gießen, den 15. März 1922. Empfehlungen, Trauringe äußerst preiswert. • Frau Charlotte Eichenauer Who die trauernd Hinterbliebenen Dr. Russell. Dr. Salomonsohn. ^chlieper. Dr. Mosler« Dr. Solmssen. Worms, Erndtebrück, den 15. März 1922. 02166 ff. Portions-Schellfische fe per Pfund.....M. 7.50 Anfn. 2618v . . 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Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Direction der Disconto-GeseHschaft Berlin. Unsere Kommanditisten werden hierdurch auf Dienstag, den 28. März 1822, nachmittags 4 Uhi«, zu einer außerordentlichen Generalversammlung nach unserem hiesigen Geschäftshause, Behrenstr. 42 II eingeladen. Verhandlimgsgegcnstände: 1. Erhöhung des Kommanditkapitals um 210000000 Mk. auf 610000000 Mk.; Festsetzung der Ausgabebedingungen. 2. Abänderung der Satzung: Art. 1 (Eintritt und Ausscheiden von Geschäftsinhabern!, Art. 5 (entsprechend den Beschlüssen zu 1); Art. 36 und 40 (Fassungsänderungen). Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jeder Kommanditist, zur Stimmenabgabe bei den zu fassenden Beschlüssen sind nur diejenigen Kommanditisten berechtigt, deren Anteile mindestens acht Tage vor Berufung der Generalversammlung im Aktienbuche der Gesellschaft auf ihren Namen eingetragen sind, und welche ihre Anteile — oder Depotscheine der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassen-Vereins spätestens einen Tag vor der Generalversammlung entweder bei einem Notar oder bei der Direction der Disconto-Gesellschaft in Berlin, der Norddeutschen Bank in Hamburg oder dem A. Schaaffhausen’schen Bankverein A.-G. in Köln, oder bei einer Filiale oder Zweigstelle der vorgenannten Banken an anderen Plätzen, oder in Augsburg bei der Bayerischen Dieconto- und Wechsel- Bank A.-G., „ „ Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp.. „ „ Breslau bei dem Bankhause E. Heimann, „ „ Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteilung Dresden. bei dem Bankhause Philipp Elimeyer, „ „ Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- und Wechsel- Bank, bei dem Bankhause E. Ladenburg, „ „ Hamburg bei der Vereinsbank in Hamburg, „ „ Karlsruhe 1. B. bei der Süddeutschen Disconto-Gesclh schäft A.-G., bei dem Bankhause Veit L. Homburger, bei dem Bankhause Straus & Co., „ „ Köln bei dem Bankhause A. Levy, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Cie., „ „ Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt und bei deren Abteilung Becker & Co., „ „ Magdeburg bei dem Bankhause F. A. Neubauer. „ „ Mannheim bei der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A.-G., „ „ Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp A.-G., „ . München bei der Bayerischen Hypotheken- und W’echsel- Bank, bei der Bayerischen Vereinsbank, , „ Nürnberg bei der Bayerischen Disconto und Wechsel- Bank A.-G., bei dem Bankhause Anton Kohn gegen Bescheinigung bis zur Beendigung der Generalversammlung hinterlegen. • 2620D Berlin, den 9. März 1922. Direction der Disconto-Gesellschaft. Die Geschäftsinhaber: Wilhelm Dürbeck - 3= jetzt 3g FK'mseralleeF hält sich bestens empfohlen Heute eintreffend: , Schellfisch 2642c Küdeljau g. K. Eoldbursch o. K. Seelachs o. K. Grüne Heringe Seeaal, geräuchert empfiehlt kmMllttiftls Marktplatz 21, gegen- über d. Engelapotheke. AavierimtcrriA für Anfänger und Fortgeschrittene lvird gründlichst erteilt von konscr- vatortsch gebtldet. Dame bei angemessenem Preise. Schriftl. Angebote unter 02148 an d. Gies;. Anz. erb. Baugewerkschüler sucht mährend seiner Ferien Beschäftigung als Zeichner. Schrisll. Angeb. unt.02130 an d. Gieh. Anz. erbeten. 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