montag, 16. Januar 1922 172. Jahrgang Erstes Blatt 922 e durfte hech irb kleben ten 601 M ;höhe ,4 Uhr Deber geb, Pütz, n 1922. ers leb, Denhard Januar 1922 ftL» Metz Syndikus der Riederländischen Handels- I der Regierring Briands habe man mit dem Dachkammer in Sranfhirt hält seit einigen Semestern bar jenseits des^ Kanals to i e in wilde r Ehe auch an unserer Universität Dorträge über nieder- | gelebt. Bald sei man Arm^"^rm ge- ia-2'Ich- 2°tt-w^„,chatt Schon t-S. W°iI°n w>r bald ha^ man I-ch non dor S-rn- > Reimer net 9eb. Sioch lUe Lektorin für niederländische Sprache und Kultur Fräulein Dr. MarieRamondt. Herr Dr. Th. daraus hin, das) nächstens zwei hervorragende, im öffentlichen Leben stehende Niederländer in der Oiefoener H o ch s ch u I g e se l l s ch a s t. die ja der Pflege des Auslands! uoiums besondere Aus- merksamleit widmet, sprechen werden. Eine en(tfifd)e Forderung auf Regelung des Statuts von Tanger. Paris, 13. Han. (WB) Die .Liberte» alaubl zu wissen, tah am Samstag, dem 7 . Ia- rrnar, der englisch? Botschafter im 2uar dO say eine Rote überreicht habe, in dec das „ Forergn Tanger verlangte und sich bereit erklärte, dies« Angelegenheit dem Dölkerbu >d zu u terdreiien, falls Frankreich sich dem S andpualte der bn tischen Regierung nicht ansdlie -e. DaL Blatt Nndet es ziemlich überraschend, das) diese Art Mahnung in dem Augenblickmach Piris felargt sei, da in Cannes der Oberste Rat tage und das Allianz- und Garantieablommen auogearbeitet worden sei. Der Rückgang des englischen Handels. London, 16. Ian. Der Wert der Gin uhr betrug im Dezember 85312081 Pfund Sterling. Das sind 57 375 027 Pfund Ster - ling weniger als im gleichen Monat des Dor jahres. Die Ausfuhr bezifferte sich au) 59 374 750 Pfund Sterling, das sind 37 255 773 Pfund Sterling weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Wiederausfuhr bc trug 9 203 91 Pfund Sterling oder 3 495 465 Pfund Sterling weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. izertverein 922, nachm. 5 Uhr. der Universität': (onzert täblung erwiesene Jnhen herzlich chiite ag: Große* konzert hr abend* Quirlett gart, oi). 18 Nr. 3 D-Dur, In op. 76 Nr. 5 D-Dur. - und 4,- bei Ernst ■r Kasse Studenten- verkauf beim Haus- e«en Vorzi'ijjunff der *te S 1513mat 1922 die Begründung des Instituts zu verdanken ist. hinzu, Sa!) auch an der Universität Gießen seit einigen Jahren eine Lehrstelle für niederländische Sprache und Kultur eingerichtet ist. Sie wurde schelen Augen beobachtet. Jedesmal aber habe Frankreich die Kosten der Wiederannäherung getragen. Mit Poincare an der Spitze des Kabinetts würden die Beziehungen bald wieder normal werden. Unter ihm würden die Staatsgeschäfte nicht mehr in den Kaffeehäusern erledigt. Die Entente und die Leipziger Kriegsprozesse. Paris, 14. Ian. (Wolff.) Havas m'li mit. das,- am 6. und 7. Januar der durch Beschlaf', des O d e r st e n Rates am 13. August 1921 eingesetzte Aus schuh zur Bcg.itachiang der Ur teile, die das Reichsgericht in Leipig in den Kriegsbe'chuldigter.prozesfen gefällt hat, e t n m ü - t i g beschlossen habe, dem Obersten Rat zwei R e - s o l u t i o n e n zu unterbreiten. In der erste-.' werde angeführt, daß das Reichsgericht in Leip' zig bis jetzt neun Fälle erledigt ijabe. Was die Verhandlungen anlange, so sei der Aus chuh einmütig der Ansicht, dal das Reichsgericht sich nicht ausreichend bemüht habe, die Wahrheit ausfindig zu machen u d i r d esem Sinne dem Verlangen der alliierten Regie: u.gen nicht Genüge geleistet habe. Was die Urteile betreffe, so gehe die einmütige Ansicht des Aas» schusses dahin, daß das Gericht den gestellten 21y- forderunaen nicht gerecht gerv'den sei, indem Jfc gewisse Angeklagte freigelpr.chen hab', die h-'.t en verurteilt werden müssen, und da.-) felbjt in bai Fällen, in denen die Angeklagten für schu'.dig erklärt wurden, die verhängten Sira en ungenügend gewesen seien. Die zweite Resolution besagt, dal) nach einmüt ger Au fa su g des Ausschusses kein brauchbares Ergebnis zusamme k Time n werde, wenn man dem Reichsgericht weitere Fälle unterbreite. Der Ausschuh ist ln^lgedes einmütig der Ansicht, dnh künftighin die Bestimmungen des Aü. 228 des F iedeiLvertran entsprechend der a liierten Rote vom I. Mai 19 n voll in Kraft gesetzt werden sollte-', und daß die deutsche Regierung ersucht werden folte, dieA geschuldigten den alliierten Mach ten zur Aburteilung aaszu liefern. Das Verhalten des Wiederherftellttnqsansfchnsseo» Paris, 14. Jan. (WTB.) Präsident Mille r a n d hat heute vormittag den Vorsitzenden der Reparationskommission. Louis Dubois, empfangen. Beim Verlassen des Slysees gab Dubois folgende Erklärung ab: Er habe ucr Präsidenten der Republik über den Gang bet Ereignisse in Kenntnis gesetzt, die sich in Cannes in bezug auf die Aeparationsfrage abgespielt hatten. Diese Frage sei gleichzeitig vom Obersten Rat und von der RevarationskommiIIwn behandelt worden. Die Kommission habe von Dr. Rathenau Erklärungen erhalten, die sich aus gewisse Schriftstücke stützten. Die e Sch-islstücke wurden zur Zeit überseht und ihre zahtenmaßigeir Angaben mühten sorgfältig kontrolliert werden. Wenn diese Arbeiten beendet feien, werde die Reparationskommission in voller Kenntnis der Sache urteilen und eine angemessene Entscheidung treffen können. Wenn jedoch die alliierten und assoziierten Mächte als Gläubiger Deutschlands selbst mit Deutschland verhandeln sollten ko.me die Reparationskommissionsich dem uurbeugew In diesem Falle werde der Oberste Rat selbst über das deutsche Ersuchen um mn Moratorium für das Jahr 1922 befinden. D.e Krmmichu)^ !Ä Lell 9 Kirrinscr int meliui 61 ” progra«1® ein*/—-— Die russische Delegation für Genua- Paris. 15. Ian. (WTB.) Der „Tempo" bringt das folgende amtliche in Moskau veröffentlichte Kommunique: Die russische Regierung hat die Einladung zu der internativ-' nalen Konferenz in Genua erhalten. Die russische Delegation, die dorthin entsandt werden soll, wird in diesen Tagen durch den ZentralvvllzugSauSschus; zusammengestellt werden. Man hält es für sicher, daß L s ch i t - scher in die russische Delegation führen und daß Krassin ihr angehören wird. Als weitere Mitglieder werden genannt: Litwinow. Kamenew und Rykow. Auch der Rame des ehemaligen Zarenministers Kuller wird erwähnt. Aus Sowjet-Rußland. Moskau. 14. Ian. (Wolff.) Mit dem 1. Januar ist für sämtliche Wohnhäuser des Moskauer Gouvernements die Zwangs- Versicherung gegen Feuer eingeführt. Scharfe Gesetze sind gegen Waldverwüstungen eingeführt worden. Holzdieb stähle wei> den das erste Mal mit sechs Monaten Gefängnis und das zweite Mal außerdem mit Vermögenseinziehung besttaft. Rücksichten sich für ihre Kolonien interessierten, zogen rein wissenschaftliche Beweggründe deutsche Forscher dorthin. In einem herrlichen Gebirgsklima bei Cem- bang auf West-Java steht in der Mitte einer einsamen grasreichen Ebene, umschattet von ewig- rauschenden Chinabäumen, die Hnsterblichkeits- gebanfen wecken, ein Grabmal für den deutschen Forscher Dr. Franz Wilhelm Iunghuhn, dem die Wissenschaft der Geologie so viel verdankt. Das Institut will seinen Benutzern die Möglichkeit bieten, sich über die Fragen, die Holland und Holländisch-Indien betreffen, sachgemäh zu unterrichten, und will weiterhin alle. Bestrebungen unterstützen, die das Verständnis für die Kultur Hollands bei den Deutschen und auch für die Deutschlands bei den Niederländern zu fördern geeignet sind. So soll z. D. für die Osterferien versucht werden, Frankfurter und Gießener Studenten einen Aufenthalt an niederländischen Universitäten zu ermöglichen. Das Institut ist nicht nur den Studierenden, Lloyd Georges Heimreise. Paris, 15. Ian. (WTB.) LlvhdGevrge hat heute vormittag Paris verlassen. (Sine neugegründete Liga der Republik. Paris, 15 .Ian. (WTB.) Bei dem Festmahl, daS die neugegründete Liga der Republik, eine linksstehende bürgerliche Organisation, gestern abend veranstaltete, hielt deren Führer P a i n l e v 6 eine Rede, in der er sagte, alle Welt sei sich einig, daß Frankreich die Lasten der Reparationen nicht tragen könne und dürfe, aber wie könne man praktisch die Revarationen erlangen? Wenn die Regierung vorRealisierungs- schwierigkeiten stehe, sei es nur zu bequem, eine rednerische Unversöhnlichkeit zu entfalten, ohne klar die Politik zu bestimmen, die man verlange, oder vhne den Mut za haben, die Derantwortang für ihre Ausführung zu übernehmen. Zwei Arten von Politik seien logisch möglich. Eine bestehe darin, den Alliierten zu sagen: Wir haben das Recht, wir haben die Macht. Wenn wir euere Zustimmung nicht erlangen, sind wir gezwungen das, was man uns schuldet, selbst zu nehmen. Wolle der nationale Block diese Politik betreiben? Wenn ja, dann möge er die Regierung allein übernehmen und die Maßnahmen zur Kenntnis bringen durch die er Frankreich die Reparationen und die Sicherheit gewährleisten wolle. Ader unzulässig sei, die Stimme einer Regierung zu geben, die eine andere Politik betreibe und sie zu gleicher Zeit vor der öffentlichen Meinung als schwach zu bezeichnen und in der entscheidenden Stunde zu verlassen. Die andere Politik bestehe darin, die Einigkeit mit den Alliierten aufrechtzuerhalten und den Frieden herzustellen. Damit Frankreich bezahlt werde, müsse Deutschland produzieren und seine Produktion außerhalb des Landes absehen. Die Welt müsse den Frieden und die Stabilität und Deutschland seine normale Währung wiederfinden. Das Wirtschaftsleben müsse wieder kraftvoll werden, das sei aber unmöglich, solange Rußland außerhalb des Kreises der Westmächte bleibe. Damit Frankreich, im Einverständnis mit England die Reparationen verlange. auf die es ein Anrecht habe, mühte Europa befriedigt und Rußland wieder emporgehoben werden. Die Rückwirkung auf Polen. Warschau, 14. Ian. (Wolff.) Die Warschauer Presse kommentiert ausführlich die große Bedeutung der Demission Briands für Polen. Der Kurjer Poranny" hebt den Einfluß der Reaktionäre Rußlands in den Kreisen Porn - cared hervor. Driand sei ein gemäßigter Politiker der über die polnischen Angelegenheiten gut informiert gewesen sei. Er habe sich nicht mit dem polnischen Lager' des gedankenlosen Rationalismus verbunden, Poincare aber stehe unter einseitigen Einflüssen. Polen werde durch das Scheitern des englisch-französischen Abkommens, dieser Garantie seiner Existenz, am meisten betroffen. Der Kurier Polski" schreibt: „Wir wünschen Frankreich im Interesse der ganzen Rachkriegs- welt, daß es niemals bedauern muh, was letzt geschah!" Das Kabinett Poincare. Paris, 15. Ian. (WTB) Das Ministerium Poincare hat im Laufe des heutigen Vormittags mehrmals noch Umgruppierungen erfahren. Seit heute nachmittag aber ist eß endgültig gebilöet unb um 6 Vs W heute abend hat der ehemalige Präsident der Republik dem Präsidenten Millerand seine Mitarbeiter vorgestellt. Das Kabinett seht sich wie folgt zusammen: Auswärtige Angelegenheiten. Poincare, stellvertretender Ministerpräsident Justiz und Elsaß-Lothringen: Barthou; Krieg und Pensionen: Maginot: Marine: Raiberti; Finanzen: de Lasteyrie: Inneres: Maunoury; Hnter- richt: Berard: öffentliche Arbeiten: Le Sroquer; Landwirtschaft: Cheron: Kolonien: Sarraut: handel: Dior: befreite Gebiete: Reidel; Arbeit. Teyronnet; Gesundheitswesen: Strauß; Unter® slaatssekretär beim Ministerpräsidenten: Colrat; für die Handelsmarine: Rio; für das Post- und Telegraphenwesen: Laffont; für den technischen Unterricht: Visal; für die Luftschiffahrt: Eynac. .Der Parteigruppierung nach verteilen sich die 10 Minister aus der Kammer wie folgt: vier Minister sind Mitglieder der demokratischen republikanischen Linken, nämlich Maunoury, Maginot. Berard und Barthou. drei Minister sind Mitglieder der Partei Arage. nämlich de Lasteyrie. Dior und Raiberti, einer ist radikaler Sozialist: Sarraut, einer ist Mitglied der republikanisch-sozialen Union: Reibel, einer Mitglied der linken.Republikaner: Le Troguer. Von den vier Senatoren, die Ministerposten erhalten haben, sind zwei aus der Gruppe der republikanischen Union entnommen: Poincare und Cheron, zwei gehören der radikalen Gruppe an: Strauß und Teyronnet. Von den fünf Hnterstaats- fefretären ist einer Mitglied der republikanisch- sozialistischen Partei: Laffont, zwei andere sind Sozialrepublikaner: Rio und Vidao. Der Vierte ist Linksrepublikaner: Eynac und Hnterstaatsfekre- tär Colrat gehört der demokratischen Linken an. Paris. 14. Ian. (Wolfs.) Die radikal- fozialistischeparlamentarische Gruppe hat gestern eine Tagesordnung angenommen, in der sie erklärt, sie trete für alle Maßnahmen ein, die geeignet erscheinen, den wahren Frieden wieder herzustellen. Sie begünstige alle Zusammenkünfte, die zum Ergebnis haben könnten, die Wirtschaftslage Europas zu verbessern unter der Reserve, daß sie den Interessen der Völker und nicht den Forderungen der internationalen Finanz dienten, und unter der Bedingung, dah die Rechte der Franzosen, die Rußland Geld geliehen hätten, anerkannt würden. Die Gruppe betonte aufs neue, daß die Repara- t i o n « f r a g e nicht mit dem Problem des Wiederaufbaus Europas verquickt werden dürfe. Das angegriffene und verwüstete Frankreich könne DeutschlandkeineneuenOpfer bringen, ohne sich der größten finanziellen Gefahr auszu- seheii. — Es Hal den Anschein, daß nicht sehr viele Deputierte und Senatoren diese Resolution unterschrieben haben. Pariser Presscftimmen« Paris, 16. Ian. (WTB.) Die Pariser Dresse beschäftigt sich mit dem nunmehr gebildeten Ministerium Poincare. «Der Petit Parisi en" schreibt: Selbst diejenigen, die am meisten den Abgang des Ministerpräsidenten Briand bedauern, sind zu sehr Patrioten, um nicht dem Staatsmann einen großen Kredit zu eröffnen, der ihm folgt und dem schon zu Beginn die delikate Ausgabe jifällt, den britischen Standpunkt mit dem französischen in den ernsten Fragen der augenblicklichen Stunde in Einklang zu bringen. Man hätte gedacht, dah in diesem Augenblick wie im Jahre 1914 der Burgfrieoe so vollkommen wie möglich gewesen wäre, und daß die politischen Leidenschaften noch einmal von einem Ende Frankreichs bis zum anderen, von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken sofort verstummt wären. Warum, so fragt oas Blatt, ist es notwendig, dah im externen MUieu offenbar ein Vergnügen darin gefunden wird oen neuen Ministerpräsidenten anzugre'.fen? Er have eine persönliche 03 e r a n t to o r t u n g f u r die Katastrophevon 1914? Stammt dies Propagcmida nicht von Moskau oder von Paris Luch dL „Echo de Paris" spricht von der Kriegsverantwortlichkeit und sagt, Deutschland und die Deutschfreundlichen se en gegen Poincare, das genüge, damit alle guten ^Der^Äemp s" schreibt über das Ministerium Poincare, das Ministerium sei homogen und W fei etwas Gutes. Poincare wolle den Burgfrieden, aber andere weigerten sich Mit diesen anderen meint das Blatt die radikalen Sozialisten, deren offizielle Führer Doumergue und .Semot den Eintritt in das Ministerium verweigerten. Das Journal" schreibt, cs fer übertrieben, von einem Burgfrieden zu weist im übrigen darauf hrn, da,, b/? B.iandpre se im Laufe dieser Woche pvincaristifch werde, nn Innern werde also nichts verschoben. Mas die Lloyd George und Poinearv. Paris, 14. Jan. (WTB.) Lloyd George ist heute nachmittag */o3Ubr in Paris eingetroffen und wurde auf dem Bahnhof von Briand und dem englischen Botschafter in Paris, Hardingc, empfangen. Mit dem letzteren hatte er noch auf dem Bahnhof eine Unterredung. Hm 4 Hhr begann die vorgesehene Besprechung zwischen Lloyd George und Poincars. Paris, 14. Ian. (WB.) Havas. Lloyd George hatte nachmittags von 4 bis. 1 6 Hhr in der englischen Bcllchaft ei e Hnter- redung mit P 0 incarö. Daran anschließend verhandelte er mit den belgischen Ministern Theunis und Ja spar. Hm 6 Hhr hatte Lloyd George eine Besprechung mit Briand. Paris, 15. Ian. (WTB.) Wie die Morgenblätter melden, wird Poincare morgen mit Lord Curzon eine Hnterredung haben. Auch zwischen dem Finanzminister L a st e y r i e und Sir Robert Hör ne soll gestern abend bereits eine Aussprache stattgefunden haben. Diese Verhandlungen würden, so behauptet der „Matin", in den olgenden Wochen fortgesetzt, jedoch auf diplomatischem Wege. Rach dem gleichen Blatte hat Poin- care mit Lloyd George alle aktuellen Fragen durchgesprochen. Dem Blatte zufolge werde der englisch-französische Schuhvertrag vervollkommnet und so umgestckltet, dah Frankreich nicht die Rolle des Bittenden zugewiesen werde, und dah es größere Bürgschaften erlange. Was die Konferenz von Genua anbelange, so sei die Hnterschrift Frankreichs gegeben, aber Poincarö selbst werde sich nicht nach Genua begeben, sondern jedenfalls Diviani. Wir fügen dem Aussatz des rührigen Leiters des Holland-Instituts der Hniversität Frankfurt a. M., dessen eifrigen Bemühungen vor allem sondern der Allgemeinheit zugänglich und berücksichtigt besonders auch Handel, Verkehr und Industrie. Der Vorsitzende des Vorstands des Instituts ist Dizekvnsul H. W. ter H 0 r st, Präsident der Riederländischen Handelskammer für Süddeutschland. Dem Verwaltungsausschuh gehören auch zwei Gießener Herren an: Geheimerat Professor Dr. O. Behaghel und Professor Dr. H. D m e l i n. Die Leitung des Instituts liegt in den Händen des Professors Dr. van der Meer und des Vorstehers der Abteilung für Wirtschaft Dr. Th. Metz. Syndikus der Riederländischen Handelskammer. Deutschland und Holland. •Bon HniversitätSvrosessor Dr. M. I. van der Meer, Lener des Holland-Instituts der Hniversität Frankfurt a. M. Schon während deS Krieges hat sich immer 'stärker die Ueberzeugung durchgesetzt, dah die ibeuHeben Hniversitäten dem Auslandstudium viel । grobe re Beachtung schenken müssen. Insonderheit -mt den Riederlanden und ihrer Kultur haben ''ich die deutschen Universitäten viel zu wenig beschäftigt. Das Schlagwort „Die Riederländer sind »Germanen" verdaut manchem die Einsicht in die Latsache. dah im äuhersten Westen des alten Deutschen Reiches sich ein Volk und eine Kultur entwickelt hat von einer scharf ausgeprägten 'Eigenart; vor allem der Calvinismus bat in Liefern Volk einen stark individualistischen Zug ihcrauggetl'bet, der aber Organisationsqeist nicht «ins- sondern einschlteht. und mit Hang zur »sigenbrödclei nicht gleichbedeutend ist. Deutsche Literatur, deutsche Technik, deutsche »Dissenlchaft und auch deutsche Kunst wurden in Holland stets geschätzt und eingehend studiert, zeht sind aber starke inländische und auslan- Lische Kräfte am Werke, diesen Einfluß zu ver- ningem, womöglich ganz auszuschalten. Vor allem machen die Franzosen die grohten Anstrengungen und erfreuen sich der Hnterstützung maß- «ebender niederländischer Persönlichkeiten. An der pariser Hniversität ist auch die Gründung von Lehrgängen für niederländische Sprache und Literatur geplant; die Pariser Hniversität laßt Ichon seit längerer Zeit Riederländer, die in den Niederlanden die höchste Staatsprüfung für Französisch bestanden haben, zur Promotion zu. Die Engländer und dic Amerikaner beslei- ligen sich, die kulturellen Bande mit Holland enger zu knüpfen. An der Londoner Hniversität iDurücn vor einiger Z:" eine Professur und ein Lektorat für niederländische Sprache, Literatur und Geschichte gegründet, und für eine damit verbundene Bibliothek wurde in den nieber- Aän'o Ischen Etat eine namhafte Summe eingestellt. In den Vereiniaten Staaten von Amerika Tjaben schon mehrere Hniversitäten einen Lehr- fiuhl für niederländische Sprache und Llleimtur. - .'.chland steht in der Pflege des Rieder- «ndifc>-n noch zurück. Für Deutschland stehen ^rcre Werte auf dem Spiel, und es darf diesem Wctttamps nicht länger müßig zusehen. Für die -Krtco- dieses Kulturgebiets kommen natürlich in erster Linie die Hniversitäten Westdeutschlands in ‘Betracht So wird denn auch das Studium des Niederländischen in Bonn, Münster, Frankfurt und Gießen besonders betrieben. 5 ranffurt, das enge Beziehungen zu Holland unterhält, hat neuerdings ein eigenes Hniversi- tät t ütitut für das Studium Hollands begründet. Das Holl and-Institut will den Deutschen Aelegenhcit bieten, die Riederlande und ihre Kultur vom wissenschaftlichen sowohl als vom praktischen Standpunkt kennen zu lernen. Dieses Studium soll nicht nur den Niederlanden in Fnropa gelten, sondern auch „Holland zwischen ten Tropen". Auch in die niederländischen Kolonien wird der Selbsterhaltungstrieb viele Deutsche ziehen. Hab auch daraus wird ein erneutes Interesse Deutschlands für das Studium dieses schönen Landes geboren werden. Ein erneutes Interesse, denn schon sehr früh, als die Riederländer in Indien meistens nur auS materiellen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohnejede'llerdindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigern) 34 mm Breite örtlich 70 'Pf, auswärt* 90 'Pf.; für Reklame' Anzeigen von 70 mm Breite 3-0‘Pf. Bei Platz, Vorschrift 20 Auf Mag. Hauptschristleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den Übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in Gießen. Hr. 15 Der Siebener Anzeiger rrscheint täglich, außer Sonn« und Feiertaos. Monatliche Yezug-prcise: Mk 9.50 einschl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 10.- einlchl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. 5 e r n 1 p r e d) • Anschlüsse: für die5christleituna 112; für Druckerei, Berlag and Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. poftschedtonto: Frankfurt a. DL 11688. 5Uf , Januar n -111 2 M na°s •••*•« V°N GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerel R. Lange. Schristleltung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. hab« in Cann«- mir einen vorläufigen Zahlungsaufschub gewährte Wenn die Frage bet der Repa- rationSkvmmissivn bleiben werde, werde diese sich nach sorgfältiger P ü ung aller Einzelheiten des Problems und aller ihr zur Verfügung stehenden Auskünfte aussprechen. Erhöhung der Mehl- und Brotpreise. Berlin. 14. Jan. (WTB.) Bei der letzten Festsetzung des Brotpreises bestand bei der Regierung die Absicht den Pi°eis möglichst dis Ablauf des Wirt chastsiahres beizllehalten. Die Durchführung dieser Absicht erweist sich als unmöglich. und zwar in der Hauptsache aus zwei Gründen: Erstens infolge des ständigen Druckes der Entente auf Abbau der Reichszuschüsse, zweitens infolge der seit der letzten Festsetzung eingetretenen außerordentlichen Verschlechterung der Valuta. Die letzte Festsetzung der Preise für Ge- treide und Mehl durch die AeichsgetreidesteNe wurde bei Deainn des neuen Wirtschaftsjahres Mitte August 1921 dorgenommen. Auf Grund- läge der damals festgesetzten Preise stellten sich . 1900 Gramm Brot durchschnittlich auf etwa 7 Mk.. in dielen Orten etwas niedriger, in anderen Orten, beispielsweise Berlin, etwas darüber. 'Die Versorgung der Bevölkerung mit rationiertem Brot erfordert rund 4*/2 Millionen Tonnen, wovon 2'/- Millionen Wonnen durch Umlage, der Rest durch eingeführtes Getreide gedeckt werden soll. Die Kosten des Auslandgetreides liegen um ein Mehrfaches über dem Verkaufspreis der Reichsgetreidestelle. Der Abgabepreis entspricht dam Getreiderinkaufsvreis, welch?r nur wenig üre dem für ilmlcgegct eide gezahlten P eiÄ liegt. Der Abgabepreis konnte nur gehalten werden unter .erheblicher Zubuße von Reichsmitteln. Zu diesem Zwecke wurden für die Zeit bis zum 31. März 1922 im Reichshaushaltsplan 3,27 Milliarden Mark bewilligt. Infolge der starken Verschlechterung der Valuta stellten sich die Kosten" für die Auslandskäufe sehr viel. höher als veranschlagt. Dem Beschluß des • Reichstages folgend, wurde in der jüngsten Zeit von der Reichsgetreidestelle auch f'eies Inlandsgetreide aufgekauft. Die QlufLue können aber schon mit Rücksicht auf die von ihnen zu besorgenden Preiserhöhungen nur mit Vorsich' erfolgen und nur beschränkte Mengen in öffentliche Hand bringen. In der Hauptsache istchie Beschaffung des Restbedarfes aus dem Auslande nicht zu vermeiden. Die Gesamtausgabe für Aus- landSgetreide wird sich voraussichtlich so stellen, daß bei Beibehaltung der bisherigen Abgabepreise vom Reich an Derbilligungszufchüssen etwa 16.4 Milliarden Mark für das ganze am 15. August 1922 ablaufende Wirtschaftsjahr aufzuünnden sein würden, so dah au fier den bereits bewilligten 3,27. Milliarden Mark noch weitere 13.5 Milliarden Mark erforderlich würden. Bei Berechnung dieser Summe wurde das bereits gekaufte Auslandgetreide mit dem tat* sächlichen Kaufpreis, der noch zu beschaffende Rest ' auf der Grundlage des voraussichtlichen Welt- Marktpreises und deS derzeitigen durchschnittlichen DollarckurseS eingesetzt. Bei einem Kursstand des Dollar- von 100 Mark würde die Zubuhe des ' Reiches für die Drvtverteuerun g immer noch über 12 Milliarden bis zum 15. August betragen, bei ' einem Kursstände des Dollars von 250 Mark - 20,2 Milliarden Mark. A'-geselen t>~n der Finanzlage d s Reiche*, welche die Au b ingung bcrtrli er Mi tei ausgeschlossen erscheinen lä^ck, zwingt der dauernde Druck der Entente zum Abbau dieser Zuschüsse als Voraussetzung für Erleichterung unserer Ver- pilichlungen. Aus di.sen Gründen sah sich d c Reichsregierung genötigt, dem Gedanken ctnei Erhöhung ter Mehl- und Brotpreise nähere- treten. Las Reichs abinett besch v \ die Abg. be- preise der Reich sgetreide'ele für M hl und Getreide mit Wirkung vom 16. Februar ab zi erhöhen. Die Erhöhung wird etie Steigerung de S Drvtpreis eS zur Folge hi! en, d'e nach den anaes e ltm Lu chchllttsberrch unsen auf etwa drei Viertel des lehtgen Preises zu veranschlagen ist, wobei sich je nach den örtlichen Verhüt iifen in den einzelner Kommunalverbänden Abweichungen nach -oder o"e unten ecg.fen körmen. Bei der Du ch chnitts- berechnung ist bi? voraus eddare Erhötzu g der Unkosten nach Möglichkeit bereits berücks chtigt. Auch bei dieser Erhöhung der Mehl- und Brot- Preise wird das Reich bei Zuzrunde'egmr d geführt werden, weim auch nur für eine bc- Ilimmte Fri.'t, war yi erwarten. Das bedeutet aber mir eine vorläufige Erleichterung. Ein sogenannter Gaiantievertrag zwischen Frankreich und England baucht uns nicht zu bernruhigen. Wäre doch auf dem Boden ei.'es solchen Vertrages eine gewisse Entparnu.g der politischen Aachtrieg?a1mi>sp-äre in Ea opa mög ich. D,ß Frankreich gerate dielen Vertrag oder die 'Bedingungen, unter denen er zustande km men sollte, mit der Regie ungscrise beanteor ete. tonn Deutschland vorübergehend beträch liche Schwie- rigteiten machen. Aus die Lauer toiro sich aber Frantreich mit dieser Haltung selber schaden. Von uns muß eine Politikder Geduld undder klugen Mäßigung betrieben werden Wir haben uns gleich^whl nachdrücklich zu wehren gegen ofsenbures Unrecht und zweifellose Der- tragLveiletu.lg.m. Minis er Braun sprach stdunn über innere Fragen. Regierung und Reich.tug müssen alles tun, um ein Ueberschich'.enabkomnuen int Steinkohlerb.rgbau zu ermöglichen. Wir hab n keinen 21itox‘, v m G.u tdsatz des Ach stunden tages ab ugehen. Wir hoffen zu'.erchchtllch nÄH Beiabschie ung der St eiert es r.n unsere inneren Finanzbrdürfnis.e zu befriedigen und auch noch für die Zwecke der Kriegslasten Mittel zu gewinnen. Aber an die Erfüllung des Londoner Ultimatum» allein auf dem Wege dec Steuerreform kann nicht gelacht werden. Bei der Erörterung der Steuerfrage sagte der Minister: Der Staat hat unter Umständen das Recht und die Pflicht, in die Substanz des Vermögens einzugreisen. Aber d'e'e Eingriffe haben ihre Grenzen. Vor allem dürsen die Werte nicht in das bodenlose Faß der Reparationszahlungen geworfen werden. Der Minister sagte bann, es sei notwendig, mit der Sozialdemokratie zusammenzuarbeilen. Dagegen seien die Bestrebungen der Extremen von rechts und links abzuweisen. Rach einer längeren Erörterung wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der es heißt: Der Reichsparteitag spricht der Parteileitung und der Fraktion des Reichstags sein vollstes Vertrauen aus. 3n Anbetracht der schwierigen außenpolitischen Lage erklärt er sich rückhalllos einverstanden mit der von der Regierung geführten Politik der Klugheit und Waßi- oung, die. unbeirrt und zielsicher geführt, der wirtschaftlichen Gesundung der gesamten Welt und der Zusammenarbell dec Völker die Wege ebnen wird. Er empfindet es mit großer Genugtuung, daß in den schwersten und entscheidensten Augenblicken des politischen Lebens die Führer der Zentrums- Partei frei von verwirrenden Einflüssen auf verantwortungsvollsten Posten ausgehalten haben, und daß die Partei selbst jederzeit bereit war, die Gesamtverantwortung für das Vaterland zu übernehmen. Der Reichsparteitag ist ferner davon überzeugt, dah unsere Finanzpolitik energisch toehergefübrt werden muß unter Berücksichtigung der Grundsätze einer gerechten Lastenverteilung und der prak ischen Durchführbarkeit. Der Reichs- Parteitag erblickt In der entschiedenen Abweisung einseitiger politischer Richtungen der Rechten und Linken, die unser Vaterland nicht zur Ruhe kommen laffen, das Gebot der Stunde. Rur eine weise Politikder Mitte vermag die Aufgabe der Versöhnung aller Greife und öerEinigungallerDeutschenzu erfüllen. Die Verhandlungen des Völkerbundsrates. Ein erschreckendes Bild der Gefundheits- verhältniffe in Osteuropa und namentlich in Rußland entwarf in der heutigen öffentlichen Sitzung des Völkerbundsrates der Leiter des hygienischen Ausschusses Dr. Rajchmann. Aus dem Bericht Dr. Rajchmanns geht hervor, dah sich die Lage seit zwei Monaten erheblich verschlechtert hat. Die starke russische Auswanderung nach Polen hat eine Schwächung der polnischen Sicher- heitsmahnahmen zur Folge gehabt und ein Anwachsen des Typhus verursacht. Auherdem seien auch Cholera und ähnliche Krankheiten zu befürchten. Da im kommenden Frühjahr zirka 700 000 russische Flüchtlinge in Polen und den anderen Randstaaten zu erwarten seien, mühten schon jetzt alle erforderlichen Mahnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Genf. 14. Jan. (WB.) 'Sie 16. ordentliche Tagung des VölkervundSrates nahm Helle nach mittag ähren Abschluß. Die Tagung zeichnete sich von den blshe'-iaen Tagungen vor al'em durch ihre öfsent ich m Li u gen aus. ß.:e aro e A - zahl organisatorische F agen wurde erledigt, eine Reihe anderer Prob cme will die nächste Tagung verschoben, so ver chie ene Minderh itsongeleen- heiten. De wichtigsten politischen Ergebnisse waren: Die Ablehnung des deutschm Einspruch« ?u kem be’amten Be'ch'aß der Re g e ungscmnmissivn des Saargebiets in der Saarbewohnerfcage, die Wiederernennung bei. vier Mitglieder der Regier ungsllrnmissivn des Saargebiets, die CBeftätlgung verschiedener Danzig betreffenden Betrüg-. das ofliell Ei.r- geftändnis, daß die Ve mittelungsallion des Völkerbundes in dem Wil naerKonflikt gescheitert sei, die für Frankreich verbindliche Ent ftfelkbuiig betreffend die Armenier in Cilicien und ti<* Aefolution des Rates in der ottto'.'rllfcheii Frage. 3n seiner letzten heutigen nrchtöffenllichen Beratung forderte der BölkerbundSrat den Finanzausschuß auf, auf der nächsten Tagung einen Bericht über die bisherigen Ergebnisse der tute r- nationalen Kreditaktton und über seine Pläne für die Zukunst einzureichen. Er befchloß ferner die Ernennung eines Ausschusses zum Studium der Organisation der geistigen Arbeiten und lud Dänemark, Spanien, England, Frankreich, Italien, Japan, Polen, Ru- mänlen und Uruguay ein, Vertreter in die neu- gebildete Kommission zur Bekämpfung des Kinder- und Mädchenhandels zu entsenden. Der Rat vertagte die Besprechung der Minderheitsfrage in Estland, Lettland und Litauen und nahm einen Bericht des Generalsekretärs über die statistischen Ergebnisse zur Abrüstungsfrage entgegen, die gegenwärtig organisier toeroeu soll. Ec ernannte endlich den japanischen Botschafter in Brussel. Adatzi, zur Vorsitzenden der mit der Untersuchung des DchlichtungsversahrenS beauftragten Kommission. — Die nächste Tagung wird am 25. April in Genf unter dem Vorsitze des brasilianischeti Dotschasters in Paris stattfinden. Kiautschou. Washington, 14. Jan. (WTB.) Die chinesische und die japanische Delegation einigten sich, dah Tsingtau und das ganze Gebiet von Kiautschou dem Handel aller Rationen unter gleichen Bedingungen offen stehen soll. Washington, 14. Han. (Wolff.) Japan hat der Unterstellung Kiautschous unter chinesijcheVerwaltungzugesti mm t. England und Irland. Dublin, 14. Jan. (Wolff.) Das süd- irische Parlament hat heute den V e r- trog mit England einstimmig genehmigt. Die Anhänger de BaleraS hielten sich der Sitzung, fern. Die einstweilige Regierung unter der Leitung von Collins wurde mit der Ausführung des Vertrages beauftragt. Griffith bleibt anscheinend Präsident des Dail Eireann, das gleichzeitig mit der) einstweiligen Regierung bis zu den allgemeinen Wahlen in Tätigkeit bleiben wird. Aus dem Reiche. Die Desolduugsverhandlungsu. Berlin. 14. Jan. (WTB.) Die Presseabteilung des Deutschen Beamtcnbun- d e s teilt mit: Der Vorstand des Deutschen De- amtenbundes bat den Bericht seiner Vertreter über die Besotdungsverhandlungen mit der Regierung entgegengenommen und erkennt deren Haltung an. Obwohl festzustellen ist. dah die von dem Deutschen Beamtenbund ausgestellte Forderung nach sozialerer Gestaltung des LeuerZings- Zuschlages prinzipiell verwirklicht werden soll, tonn cu nach Prüfung aller Verbältnissse dem Vorschläge seiner Vertreter auf Annahme der von der Regierung angebotenen Regelung nicht betreten. Ec lehnt sie deshalb im Endergebnis ab. SudenSorff und der Kapp-Putsch. Berlin, 14. Januar. (WTB.) Der R e i ch s j u st i z rn i n i st e c teilte in ausführlicher Antwort auf eine Anfrage der 2lbgg. Ledrbvur und Dr. Rosenfeld über die Beziehungen des Generals Ludendorff zu dem Kappschen tzochverratsuntcr- nehmen mit, es ergebe sich der Eindruck, dah Ludendvrsf über die politischen Nnschiu- ungeit und Ziele der am Kapp-Putsch hauptsächlich Beteiligten im allgemeinen unterrichtet gewesen sei und das Unternehmen selbst mit sichtvarem Interesse begleitete. Andererseits deute der Brief des Direktors Dewitz daraufhin, daß Ludendorff von jeder Verquickung mit derartigen Angelegenheiten für den Fall eines Zugriffs der Regierung bewahrt bleiben wollte, damit fein Einfluß, gleichgültig, ob er im entscheidenden Augenblick offiziell oder hinter den Kulissen aus- geübt werde, dann ungemindert einsetzen könne. ES scheine die Absicht der Führer deS hochverräterischen Unternehmens gewesen zu fein, bis zum entscheidenden Augenblick zu vermeiden, dah die Anteilnahme Ludendorffs zu einer tätigen Mitwirkung werde. Diese Absicht wurde, soweit fick) nach dem Beweisergebnis übersehen lasse, erreicht. Der Oberreichsanwalt verneinte unter Würdigung dieser Umstände die Frage, ob ein ausreichender Verdacht für eine strafbare Beteiligung LudendorffS an dem Kappschen Unternehmen gegeben fei, und betonte, dah jedenfalls kein Anhalt bestehe, dah er sich als Urheber oder Führer im Sinne des Gesetzes über die Gewährung der Straffreiheit vorn 4. August 1920 betätigte. Der ReichSjusttzminister trat dieser Auffassung bei. Die Agitation der Unabhängigru. Berlin, 15. Jan. (WTB.) Die Bezirksgruppe der Unabhängigen Partei Deutschlands veranstaltete heute eine internationale Kundgebung für die Verbrüderung des Proletariats und gegen den Gewaltfrieden. Der Andrang war außerordentlich groß. Sö sprachen PauÜ Faure-Frankreich, Archur Crispien-Deutsch- land, Robert Grimm-Schweiz, Pierre«Renau-- öel - Frankreich, Abramowitsch - Rußland, Grumbach-Frankreich, Friedrich Adler-Oester- reich und Ledebour-Deutschland. Ihre Ausführungen gipfelten in der Verurteilung des Gewaltfriedens und in der Forderung nach ?tnem internationalen Zusammenschluß des Proletariats zur Bekämpfung des Kapitalismus und zur Aufrichtung der Weltrepublik. Eine Wasserbau-Ausstellung in Essen. Essen. 14.. Jan. (Wolff.) Die Wasserbau- und Vinnenschissahrtsausstel- (u n g in Essen fand bei den weiteren Vorarbeiten auherocdentlich starkes 3nteref(e in weiten Kreisen der beteiligten Industrie, des Kanalvereins ferner bei Staats- und Kommunalbehörden. Firmen wie Philipp Holzmann in Frankfurt a.M.. Attirn- Tefellfckast für Hoch- und Tiefbau, Dykerhpsf u. Wiedmann. Deutsche Werke, Gute Hoffnungr>- hülle, Maschmensabrit Augsburg-Aürnverg, Ma- Ichinenfabiäk Ehlingen. Fried. Krupp mit Germania coerst, Grusonwerk Union, Rheinmetall, Dc- mag, Mannesmann und andere große Firmen meldeten bereits bedeutende AuSjiellungen an. Die Eröffnung der Ausstellung ist auf den 31.März festgesetzt und sie wird einen Monat dauern. Aus Hessen. Mainz, 14. Januar. (Wolff.) Sei hessische Handelskammertag be=> schäftigte sich in seiner Sitzung vom 12. d. M. mit der Frage der Befreiung der Genossenschaften von der U m s a tz st e n e r, wie sie durch-einen Beschluß des Steuerausschusses des Reichstags beabsichtigt ist. Entsprechend dem bereits von der Stadt Mainz erlassenen Protest hat der Handelskammertag wiederholt seiner Entrüstung darüber Ausdruck gegeben, dah die Gleichheit vor dem Gesetz zugunsten der Genossenschcksten durchbrochen werden solle, indem diese von Lasten befreit werden, die der selbstälidige Handel zu tragen hat. Aus Stabt und Land. Gießen, den 16. Jan. 1922 •• Gefrierfleisch ist, tct2 uns nütgetelH wird, wegen der hohen Fleischpreise von der hiesigen FlÄscherinnung beschafft wvrpen und zu wesentlich billigerem Preise zu haben. ** Der Umzug der Studentenschaft zur Feier der Reichsgründung findet niDtaen nachmittag statt. Ausstellung 4 Uhr am Ludwigsplatz, Umzug durch die Stadt über Reuen-Baue, Seltersweg, Süd-Anlage. Lud- wigstraße bis zum Bismarckturm. Dort wird Professor Laqueur die Festrede halten. ' Der Wartburgverein veranstaltete gestern einen Familienabend, der sich eines recht guten Besuches erfreute. In gefälligem Wech el lösten wusitalich: Darbieturg^n, boa denen ein mit fe'.rum Kunstverständnis to.-'et ajeneö Violin- foio besonde'.e Erwähnu g ve.die.ck, und Rezitationen einander ab. Letzte e wurden da g b^en vvn Frau Direttor Mendelssohn-Bartholdy. die in recht glücklicher Auswahl ErnsteS und Heiteres einer gespannt lauschenden - atyörer= schäft vortrug. Dec rechlich gespendete B.ifeU bewies. wie sehr sie es verstand, ihnen zu gefallen. So verlief der Abend in fchönster Harmonie and wurde das, was der Bvrfitzende im Schlnhwart mit freudigem Dank hervarhrben konnte, ein rechter Familienabend. — Dio nächste größere Be.anstaltung des Wartburgvececns. ein Konzert, findet am 29. Januar in der Turnhalle (OSwaldSgarten) statt. Lrornoiizen. — Lageskalender für Montag: CafS Leib. 8 äkhr: Oeffentlicher Dorlrag der Liga zum Schutze ber deutschen Kultur. — Astorsti - Lichtspleie ab heute bis einschließlich Mittwoch: „Goliath Armstrong", 3. Teil „Das Haus bei tausend Qualen" und .StraftingSketten" 2. Dell „Das Geständnis vor dem Tode". — Lichtspiel-' Haus, Bahnhofstraße, ab heute bis einschließlich Donnerstag: „Das große Radrumgeheimnis", ö.Tell „Der Schicksals tanz in derSchmu^gliw-Ball und „@tne angeorochrne Ehe". — Gedächtnisspende der Universität. Am nächsten Sonntag nachmittag um 4 Uhr veranstalte! der Bund .zur Pfleye vvn Musit und Literatur im Auftrage des Giehener Studenten = Ausschusses einen Herma n n - Löns-Abend, de-sen Reinertrag der Gedäch- nisspende dec Universität zugute kommen wird. Wie in den vergangenen Semestern so ist wohl- auch für dieses Semester zu erwarten, daß von allen Seiten unserer Gießener Bürger'basl d.e er, eic.em wohltäägen Zwecke dienenden 'Der . anstaltung Te-lnahmc entg^gengebracht wird. Als Rezitator ist der unseren hiesigen Kunstfreunden vom ersten Abend im Wintersemester 1919 für unsere GedächtnisspenLe her betonnte H.-Löns-. Rezitator Dr. Friedrich Castelle aus Breslau gewonnen worden. Dr. Castelle war dein als 48jähciger Kcieasfreiwilliger vor Reims gefallenen Dichter in Lebensfreundschaft verbünd'n und ist mit einer Biographie des Dichters beschäftigt. Ec ist also Wohl der berufenste Deuter der starken, eigenartigen Perfönlicht eit. die in Hermann Löns nach Gestaltung des tiefsten mensch licken Schicksals rang. (S. heutige Anzeige.) — Sonder io nzert des Konzert- veceins'. Heinrich Hcnsel, der berühmte- Wagnersänger, wird uns am Samstag, dem-, 21. Januar 1922, in dec Reuen Aula der Uni ‘ rcrsität mit einem S.rau'?-'Äagner-A. e id erfreuen. Kammersänger Hensel zählt unter b.c ersten Denöre Deutf-chta ds. Eb:nso geht seinem. Begleiter, dem Km e tptanisten Wich..cl Ros fort aus Minchen ein a'isge^ich eter Ruf vcr aus. Man wird mit hochZefpannten Erwartunqeu dem Konzert entgegc.afet-en dürfen, u id es sich empfehlen, sich rechtzeitig mit E ntritt: Litten im Borveitaiif zu versehen. (S.eh-e Anzeige) Kreis Schotten» A Gedern, 15. Jan. Die Provinziale Geflügelausstelllung für Oberbeff en fand gestern und heure hier statt. Unter den Aus- > ftellern befanden sich auch bekannte Geflügelzüchter aus Gießen. Dem ChrenauSschu^e get;6r.en> die Bertreter der Behörden und dec Landwirt-- schaftstommer an, die auch an der Eröffnung! teilnahmen. Die Ausstellung war sehr reichliw beschickt, und das vorbandene Zuchtmaterial fonntej als vorzüglich bezeichnet werden. Aus dem Er-' gebnis der Preisvecteilung entnahmen wir so!-- gende Auszcichnungen: I. Abteilung Hühner: a) Silber-Brackel: Ehrenpreis P!'-> Sö dl er-Rieder-Gemünden; b) Plymouth Rocks: Ehrenpreise Lehrer Steffan Maar A Remy-Gedern; c) Hamburger: M) - er. , preis; Fr. Iöckel-Grünbecg; d) Brahma. Eh.enpreiS L. Samuel- Gedern; e) Orping - ton: Siegerpreis und Ehrenpreis Hch. G a n » • Gedern, Ehrenpreise R. H o p p e - A .ten'tadt und F.. Leuck ll.-Weckesheim; f) Wyarrdottcs: SiegerpreiZ Rothenberge r-Ge ecu und P!'. Södler-Rieder.-Gemünden; g) Ahvdelän der: Ehrenpreis G erbig - Schlitz: h) Anda lusier: Ehrenpreis A). Heß-Echell; >) 7Bi; ixorta: Ehrenpreise H Maul--WeckeSheim A. Lauer-Gedern, H. Bind in g - Echzell! k) Italiener: Siegerpreis H. K ö n i g-Glau-i berg; I) Zwerahühner: Ehrenvreis R; Hoppe-Altenstadt. O. S ö d l e r - Xur'^cr^c* münden, R. Diehl-Gedern. II. Abteilung (Sa mm elklasse): a) Plymouth-RockS: I Siegerpreis Lehrer Steffan - 'TRaax; b) 3 ta» 1 liencr: Ehrenpreis Ioh. Schäfer UI,-Gießen, KOLÄ-D W zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Oie Hauptversammlung Bund zur Pflege von Musik und Literatur. Sinn (DtUhreis) Der Vorsitzende des Alto. Stud'Ausscbusses Der Vor$. des Bundes zur Pflege v. Musik u. Uteralnr Fr. Ringenwaid, eand. jur. 0. Henning, cand. jur.— G-^s-ndu-« | Gießener Konzertverein Lrppesche Ferner | Sametae^l. ^er CnivereltAt: und Läuferschweine Sonderkonzert Astoria-Lichtspiele Ab heute bl» einachl. Mittwoch: .Darm zu empfehlen ifi Zucker’» Pateo(-Medizi«?al- Selfe gegen unreine Haut.^. Gießen 595h Privat- Handels- __x- Schule Unnmnn« Bahnhofströl)- Tel.>097 noch tag/. A ufnähme für die neuen Tagesund Abendkurse. Prospekt u. Aufnahmeschein frei. Emmy Giehl Ernst Wiegelmann, Ingenieur Verlobte Hochschulnachrichten. Prag. 14. Jan. (Wolff.) Entsprechend dem Antrag auf Verlegung der deutschen Wn i = versitä tvon Prag nach Reichenberg wurde Wettervoraussage für Dienstage Trüb regnerisch, mild, wechselnde Winde. Ein starkes Tiefdruckgebiet zieht von England Sn östlicher Richtung. Wir werden mit trübem, regnerischem Wetter rechnen können. Achtung! 0548 Arbeiter! Landwirte! tg. jät seine Tätigkeit als »eit sind bei Meldung der ei uns anzumelden. eschläger._____________ Kreis Wetzlar. Wetzlar. 15 Jan. 3n der Rächt zum iannstag erfolgten mehrere starke Explosiv- Gerichtssaal. Verrat technischer Geheimnisse an das Ausland. mc. Frankfurt a. M., 15. Jan. 2lm Freitag hatte sich in einer bis in die späten Abend- tunden dauernden Verhandlung der Chemiker der Höchster Farbwerke. Dr. Paul Kappelmeier, wegen Diebstahls von Geheimmaterial, Vergebens gegen das Gesetz wegen unlauteren Wettbewerbs zu verantworten. Kappelmeier wurde zu neun Monaten Gefängnis und 50000 Marl Geldstrafe verurteilt und sofort verhaftet, da Fluchtverdacht vorliege. Ein mitangeklagter Dr. Sander wurde freigesprochen. 3n der älrteilS- begründung wurde insbesondere der grobe Ver- trauenstruch gegeißelt den Dr. Kappelmeier begangen habe, gar nicht zu reden von dem oer-- werflichen Versuch deutsches Geheimmaterial an das Ausland zu verschachern. ♦ Ab Donnerstag: Mociste*. Wm der Wed. Arbeitsvergebung. (Berichtigung.) Frauenklinik Giehrn Glaserarbeiten: Sub, misfionstermin am 30. Jan. 1922, nicht 20. Ian. 1922. Kietzen, den 16. Januar 1922. 612D Hessisches Hochbauamt Drehen. 3 D.: Kuhlmann. Arbeitsgemeinschaft Mbelgläubiger Lehrer Witttoorb, 18. Oaitnnr, uackmittaaS 2 , Ubr, tut Saale deS „Gastbaus Hindenburg : Äckilli üts Hcmi Pros. Kl litt zil Friköbttg: „Welt und Bibel". Alle Lehrer und Lehrerinnen sowie alle Freunde ter evang. Schule sind eingeladen. Echten Nordhäuser Kautabak beste Ware, lief, sehr billig Tabakfabrik Traumann & Co., G. m. b. H., Nordbanien. Vertreter nesudu. Ctimmnng, Denken, Tätigkeit sowie jede Bewegung: des Körpers sind abhängig vom Gehirn. Mattigkeit, Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Nervenschwäche und allste' meine KörpmchwÄehesindZeichen mange Preise so gehalten, daß möglichst vielen Kreisen der ^suchjnoglich stin wird und so alle — abgesehen von dem künstlerischen Genuß ihr Denen lein für unsere edle Sache, eine Ehrenpflicht für uns alle, beitragen können. Der Rektor der Undewoiveräläl Roloff. Fußball Club gegen V. f. L. Krefeld 2: 1 Rorddeutschland Hannover Arminia gegen Sport-Club 4 :1, 1895 gegen Spvrtl. Vergg. 1911 6:2, Olympia gegen Laatzen 1:0, Werder gegen Borussia 3:1, Riederfachsen gegen Kon- bordia-Hildeslieim 3:2; Peine: D. f. D gegen Sport-K.ee e b 2:1; Braunschweig: 6in r chi gegen Eintracht-Hannover 6:1; Wilhelms baten: Vf. D. gegen Eintracht-Bremen 5:1: Bremen: A. B. T. S. gegen D. f. B.-Oldenburg 2: 3, Werder gegen Deestemünder S. C. 1: 2, Bre mer Ballspielverein gegen Woltmershausen 2:4. Stern gegen Rasensport-Harburg 2:1; Ham b u r g: Hamburger Sportverein gegen St. Pauli 7:0, Ottensen gegen Rormannig 6:2, St. Georg gegen Teutonia 7:1, Altona gegen Borussia-Harburg 4:3, Eimsbüttel gegen Blankenese 6:1. Kiel: Kilia gegen Borussia 7:1. Tur-nvereio gegen Olympia-2leumünster 1:3; Itzehoe Preußen gegen Holstein-Kiel 1:2; Lübeck: Ballspielverein gegen Turnerschaft 1:1, Gut Heil gegen D. f. L. Schwerin 0:2; Rendsburg Sportverein gegen Flensburger F. C. 1:1; Hu fum: Fußball-Club gegen Schleswig 06 3:3. Süddeutschland. München: Wacker gegen TD. Augsburg 4:0. Ing olstadt. Bayern München gegen M. T. D. 5:1. Nürnberg M T. V. gegen l. F. C. 1:1. I. F C Bamberg gegen Pfeil Nürnberg 1:1. Fußballverein gegen Franken Fürth 4:1. Fürth: Spielvg. gegen T B Schweinau 3:2. T. B. 46 Rürnberg ycaen Kickers Würzburg 3:4. T. D. 60 gegen Spielvg. Erlangen 3:0. F r a n k f u r t a. M.: D. f. L. gegen S. C. Bürgel 1:1. Eintracht—Hanau 93 1:0. Fuß ballsportverein gegen Borussia 2:2. D. f. R. gegen B f L. Friedberg 7:0. Helvetia gegen Germania Rückingen 4:3. Sportfreunde gegen Germania Riederrodenbach 3:0. Aschaffenburg: Hahn gegen F D. Offenbach 1:1. Offenbach: <5.6 99 gegen Kickers 1:3. Bieber: Germania gegen 03 Sachsenhausen 3:0. Seckbach. F. C. gegen D. f. L. Groh-Auheim 1:0. Han au: F. C. 94 gegen Germania 2:4. Fechenheim: 03 gegen Fußball-Derein Rödelheim 0:1. Mitteldeutschland. E r f u r t:Sp;elverein gang gegen Germania-Mehlis 11: 0; T. D.Ilvers- gehoben gegen F. C. Lauscha 7:2. — Magdeburg: Kricket Viktoria gegen Viktoria 93 1:0, S C. 1900 gegen Fortuna 3:1. Halberstadt. Germania gegen Sp. u. Spiel-Vg. Magdeburg 2 4 Bern bürg: Sportverein 07 gegen Preußen-Dessa l 1:1; Leipzig V. f.D gegen Olvmpia 5:1, For una gegen DcllspicKlrb 4: 1. T u B. gegen Wacker 2:4, Britannia gegen Ein. tracht 3:1, Viktoria gegen Spielvergg. 3:4; Dresden: Spvrtlust g gen Guts Muts 3:-l. Sport-Elud gegen Brandenburg 4:6, Ring gegen Svielva. 2:1, Sportgemeinschaft 06 gegen D f B Hahn 3:2; Chemnitz: Preu cn gegen Ballspielklub 1:4; Teutonia gegen S.'irm 2:2; Halle: Borussia gegen D. f. L. 96 2: 4. Ab heute bis inkL Donnerstag: Das große Radiumgeheimnis 5. Teil Eine Geschichte voller Abenteuer Der »ksaletanz io der Schmuggler-Bar. Ferner: Das pikante Lustspiel in 5 Akten acht. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt. 16. Jan. Glücklich xr Fremdenlegion entronnen sind lin junge Leute aus der näheren und wei- ■. en Umgebung, die auf dem Truppen- l'.'ngsplak) eingebracht waren, um von da ms nach der Hauptsammelstelle in Frank- ■ ek'ch für die Fremdenlegion gebracht zu wer- : e"l. 3n der Rächt zum Freitag verstanden es, ihre Wächter zu täuschen und durch- u zchen. Sie gelangten in den hiesigen Haupt- -)nhof. wo sie der Polizei auffielen, die Mn für ihre Rückkehr nach der Heimat sorgte. mc Mainz, 15. Han. Soweit sich die Lage u her überblicken lä^t, haben die Weinberge ' a!l v : > ; ü g l i ch ü b e r w i n t e r t. De mei° • Win»« si 'd mit Dmgungsarbeiten ve chif- zu Le 'cn man infolge des hohen Preises für 'üllinffl vielfach Kunstdünger verwendet. Der ' e > n m a r k t hat sich in den letzten Wochen start ' iDickelt. name tlich seit der eri'te Abstich 1921er ( äugt ist. Man zahlt am Rhein und an der lü>fel pro Stück 40-50002, Erbach verkaufte sogar i< 70—100000 Mk. An der Saar sind die Preise ■ t Golla TeiL 9 Kleider fotvie lehr aute Arbeiter-Schuhe. Elisabeth Stork W^.GieGen, »^:"^. iet KeltulUloen sanHBtstolonue vom Roten Kreuz, Giehen findet Montan, den :'O. Januar 1928, avcnds b Ubr, im „‘6 oft feiler" statt. qeSordnung: Jahres- u. Sassenbericht; Ueoungs- vlan; yieiimabl des Vorstandes; Verschiedenes. ttOv Der Vorhand. ,nb,t'S. x oas Haus der tausend Qualen 4 > - Strällingsketten 4 k Das Geständnis vor d emTode < Kirche und Schule. A Maar, 15. Jan. Hier wird zurzeit ein S ch u l h a u s gebaut, das zwei Lehrerwohnungen enthält. 3m Frühjahr soll das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 200 000 Mark. Nidda 15. Han. Aus eine ausgeschriebene Stelle an'der Volksschule haben sich 17 Lehrer gemeldet. e. Offenbach a. M., 14. Jan. Da hier immer noch zahlreiche Erkrankungen an G r 1 p p e Vorkommen, so wurden die Ferien an allen Schulen bis zum 19. Januar verlängert. 3n den KreiSorten Seligenstadt, Klein-Krohen- burg Hainstadt, Heusenstamm, Dietzenbach und Sprendlingen beginnt der Unterricht erst wieder am 23. Hcinuar. Alle übrigen Orte des Kreises nehmen am 16. Januar den Schulbetrieb wieder auf. «? w ,+,‘C öS. y rnrf+ cl A C Ä auf d l 5. 3»?tY06‘’ 'M LKS eui Antrag out Dcrlcgung Der deutschen Technischen Hochschule nach Aussig und der deutschen Kunstakademie nach Reichen berg eingebrachl. ■ Leises. lntnAmebtunb^ul' 'eben. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 M,c Ilse, Irmgard Hocherfreut zeigen wir die glückliche Geburt eines gesunden Mädels an Lehrer Reinhold Praß und Frau Tilli geb. Walter Grotzen-Linden, 14. Januar 1922 V Äaae? ^deuten ' u li g ^chende Laufe 4Ut 4n° ,cn eingetroifen. Adolf Henrichs, Heuchelheim Ludwigsburg. 608 Kammersänger Heinrich HENSEL ) Heldentenor Am Flügel: Michael Rossert. Programm: Lieder von Strauß, Sekles und L-lszt, Wagner, Walküre - Uebeslied; Siegfried: Schmied^ lieder; Lohengrin^Graherzählun^ Werke KÄ'"!nndVend;and£rK^St^entan karte. Programm 2 Mk. VW i-r-zmiUs-Mt n it Karten zu kaufen gesucht Tauschwohnung vor landen. Offerten unter M., R. Nr. 95 an Ma haasenltefn k Vogler, Meiningen. 520A Ei -thenderge r-Grdcrn c) Höchst; c) Enten: R üb s am e n- hen urj) O. Södler-Rieder-Gemunden; Abteilung (Tauben): Siegerpreis H. Ll t er -Bad-Raubeim, Ed. Bä r- Ridda, O. ", mv-D?dern. Ehrenpreise wurden u a. ge» iTet von der Landwirtschastskammer, dem sur- - xu Swlberg der Gemeinde Gedern, dem K-eise 5: otten, dem G e f l ü a e l zu ch t v e r ein G i e- n dem Provinzial-Geslügelzuchtverbano, zahl- IL Hen Deflügelzuchtvereinen Oberhessens und '^^^u^ppertSburg. 15. Jan. Eine Obst- uperfammlung fand heute nachmittag bei 11 wirt K. Schlörb statt. Regierungsrat Dr. > ck m a n n auS Schotten hielt einen Vortrag , v Obstbau und verteUte die Preise von der iiausstellung, die im Herbst vorigen Jahres u-v stattsand. Die Versammlung war recht gut Eilt! Eil e- Große Geld-Lotterie z.ßesMMiirief tosten Ziehung vom 25. h|» 31. Januar 1922 26 671 Geldgewinne im Betrage von 1 Mill. Mark Hauptgewinne: Hark 150 000 1OOOOO „ 75 000 „ 50 000 UbW. Lose versendet zum amtlichen Preis v. Mk-6^. 10 Lose sortiert Mk. 60.-. für L;ste Mk. 1 - 559 w. Grother. Lotteriekollekteur. Eambore SS. Maurienstraße 15. unh die Isirger- bes Kreises. ds. Mts. zu beriHten durch Aaber.srah txr= gegebenensalls brreits Schmidt. hier: KvslenLus- ^21. Januar 1922 liegt n Lreis a. b. Lda. lies Ziffer 5 vom : Erhebung eines 'slenausschlags Meldung späteren Auschristlich und mit Grün- i a. d. Lda. einzureichen. gskommissär: .rngsrat_______________ ireisamtes. >e vom Kreisamt Sieben mt und verpflichtet. m Verein Lehrlingsschuh t, 5000 Qofe einer am Mlotterie innerhalb Rach dem von der zu- igsplan dürfen 111000 chsstempelabgabe) aus- >n dürfen nur mit dem >se gelangen. Während Klasie einer Preuhilch- ing, Ausgabe und Ver- (TfACoB/NERa “ ” W 0539 Gießen, Bremen, Frankfurt, den 15. Januar 1922. Gießen (Wolfstraße 9), den 16. Januar 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, V?3 Uhr, statt. |steiiengesuche| und Wäsche. 074 aus statt. 60UD ■ Wieseck, den 16. Januar 1922. I I. A. d. Q: Heil KB XXX Lieh, den 16. Januar 1922. 0420 U findet Gelegenheit, sich unter nünft. 'j'ebinßim«icn in einem hiesigen Engros- nefdjnft iveiter auszn- bilöen. ©rbrifil.'2lnnebote unter 0542 a. d. Gieh. Anz. MU MS M K Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. M ti b d) e n 1—2 Stunden vorm. ges. u'm Blcichstrastc 33 I. Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter.guterMann W i *6- H * srl. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil» nähme bei dem Verluste unseres teuren Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Anna Katharine Dietz geb. Uhrhan | und alle Angehörigen. Die trauernden Hinterbliebenen: Elifabethe Kreiling geb. Krieger und Kinder. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 0549 Star . kv,, tottbn Herr Willy Behrens im Alter von 46 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Behrens. Todesanzeige. Ein sanfter Tod erlöste am Sonntag den 15. Januar, nachmittags 3Vs Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante Frau ilariaSchmidt geb.Neidel im hohen Alter von 82 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. "Lollar, den 15. Januar 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Januar 1922, nachmittags 2 Uhr, statt. O54o Klm.SMttigtsW zu verkaufen. [0477 Baer, Oil-Anlage 29. Lehrling zum sofortigen Eintr. ges. Hcinr. Fuchs, Schmiede und Schlosserei, Lollar. 0i)33 I gellend. 3. Halle 2Zart m Äe Ä'Ha. nel. Für | 3, Halle i - Die bt neben dem auch den 2 Schule schule u «ine lebem Ich ist. 2 werden, 6 Oberrealfd Wgkril i fügung der mit der Ja zulallen, di Gewandte Stenotypistin an selbständiges Arbeiten gewöhnt, von Reichsbehörde sofort gesucht. Vorstellung unter Vorlegung von Zeugnisabschriften täglich von 9-1 und 3-4 Uhr Bleichstrahe 16 I. 5640 I Men als i Stt betete I Stadttheater Iiflltnno: E. Stalagoeitar. Dienstag, 17. Januar: 13. Dienötag-A bon.-Bvrst. Sie lonjgc&Hn. Anfang 67» Ende 97. 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L'ezember 1921 erfolgten Ableben ihres 1b. i. a. B. Otto Blumtritt (f.m.) Forstreferendar, Scheibe (Thüringen) geziemend Kenntnis zu geben. Die Landsmannschaft Darmstadtia ersparen Sie durch Ausgabe als Naßwäsche. Großwäscherei Edelweiß SchützenNfraOe 12 87eD Teiep hon 1487 ariniiniiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiifimniiiiiiiiimiiifiiiiiiiiiimiiH iümiiiiiiie |Louis Rothenbergeri J Gießen Frankfurt a. M., West i E Neuenweg 22 Adalbertstraße 20 E Telephon 176/2124 Telephon: Taunus 4904 = Alteisen - Metalle • Lumpen ■ Papier sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. öüd | piriii/nnrrnnirrniiiiniiiiiimiijiiiiniHifiniiiHiiiiiiimimiiiiiiiiiimiiiir MDWWMWÄ sucht Kommifftonsbetrieb ober Filiale in hiesiger Gegend. Ausführl. schriftl. Ängeb. unt. 536 an den Gieh. Anz. erb. OÄfggf®raMlscäö W WmmMsW CAic-egtsAft ui), sdiioii'crti in Giehen oder weitercr Umgegend ah kauf. ob. au nücieu gesucht. Schr.Ang. unt. 0415^ an den G. Anz. M ä d ch e n “S" Bügeln eiI?1,™n Frav Huth. Lollar. Wasch- unb Plättanstali. Annahme jederzeit 10521 Wiederbeginn aller Kurse von heute 589v Montag, 16. Jan^ ab JungdOo Die für Dienstag, den 17. L angesetzie Vollversammlung muh auf Dicnstafl, d. 24. Jan. verschoben werden. 606 Für unsere Korrespondenz wird ein junger Mann (ober junge Dame) gesucht; vollkommene Beherrschung der Schreibmaschine und Stenographie Vorbedingung. Schriftl. Angeb. unter 535 an den Gieß. Anz. erbeten. Mhrigeplatzvertreter sucht 598D DtuW KontrMhrengcscWast, Wn. | Vermgatysigen] Sni tnübl. Zlnuusr mit 1 u. 2 Betten zu verm. 054l _Wetrlarcr Weg 77. Kost n. Logis für 2 Mann frei RlegebM 30 a. f iat, oniibi. Zimmer mit Pension zu vermieten Kavlansgasse 10 0547 tWirischasl). LMjetgesuche J DraveS, fleißiges, in HauS u. Küche erfahr. Mädchen bei gutem Lohn alsbald gesucht. . 602 Frau Dr. Adolph, Moltkestrahe 24 II. Tücht. Miidclicn gegen hohen Vobn u. gute Behandlung nach Bad Münster am Stein gesucht. Vorzustellen mit Bcurtii. b FranFabr:&bes. 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Ian. 6653,30 6666,70 1426.051428,^5 2822,15 2827,85 3611,^5 36)8,65 4485,50 4'94,50 340,65 311,35 78-,70 782,30 761,70 788,30 Handel» Frankfurt a. M.. 16. Januar. Marino tienmgea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag Paris London Italien Brüssel ..... Budapest Beuyork. ..... Amsterdam-Rotterb. 6983, - 6997,— Brüssel-Antwerpen. 1<76,- 1479,- Christiania 2987,- 2993,- Kopenhagen. .... 3813,65 3816,35 Stockholm .... • 4735,25 4744.75 Helsingfvrs .... 348,65 349,35 Italien........ 820,15 8-1,85 London ...... 801,65 803,35 Reuyork . 189,56 189,97 Paris 1537,451540,55 Schweiz .... Spanien .... Wien (altes) . Leutsch-Oesterr. Prag Budapest. . . . Buenos Aires ‘Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Kreis Friedberg. Sf. Friedbera, 12. Jan. Bor Eintritt in tie .Lagesordnung der heutigen S t a d t v e r - vrdnetenversammlung gedachte der Bür- «eimeister in ehrenden Worten deS vor einigen Lagen in Cannstatt verstorbenen früheren Bürger Leisters, Bau rat Dr. Stahl, der 14 Jahre die beschicke der Stabt gelenkt hat. sowie auch des «estern verstorbenen früheren Stadtverordneten L h o m a S. — Der Direktor der Hiesigen G e werbe akademic 180,56 UC,94 w.ww,— 1498,501501,50 3681*30 3688,70 3511,45 3518^5 2837,15 2842,85 2697,30 2702,70 einen Käufer hereinzulegen. DaS Salzen hat. sich zu einer richtigen Kunst entwickelt, von der Albert Dorringtvn in einem Londoner Blatt erzählt: „DM Smith hat einen kleinen Anteil in einem goldhaltigen Gebiet, und er hat mit seinen Genossen die Stelle bereits ergiebig ausgebeutet. Run gibt sie nicht mehr viel her, der Tagesertrag wird immer spärlicher und seine Rechnung beim Kaufmann 1 immer grötzer. Bill ist ein „ausgerv sicher stelle. Erhöhung der BeamtengehLlter. Berlin, 14. Januar. Heber die Verhandlungen im Reichsfinanzmmiste- rhim mit den Beamtenorganisationen über die Reuordnung der Beamtenbezüge berichten die Blätter, das) von der Regierung die Erhöhung der Grundgehälter der Deancken ab- gelehnt wurde, dagegen soll eine Erhöhung der TeuerungSzuscHäge emtreten, unb Atoar sollen die Beamten auf die ersten *0000 Mark ihres Gehalts plus OrtSllas^nAuschlag 40 Prozent anstatt wie bisher 20 Prv-eM Teuerungszuschlag erhalten. Auf den Betrag über 10 000 Mk. soll der Zuschlag nur 20 Prozent betragen. Dies bedeutet eine Verbesserung von jährlich 2000 Mk. Hiervon sollen für die oberen Beamten 35 und für die unteren Beamten 10 Prozent Steuer abgezogen werden. Eine Erhöhung der Kinderzulage wurde abgelehnt. In den besonders teueren Orten sollen den Beamten sondere Zuschüsse gewährt werden. Diese Vorschläge der Regierung fanden nicht die unbedingte Zustimmung der Beamtenvrganisationen. Diese werden heute au den Vorschlägen Stellung nehmen. Insgesamt werden die Erhöhungen her Beamtengehälter und D^S^hne Mehraufwendungen Dun 8—Iv MMarden erfvr dem. Die Regiemng beabsichtigt, die: Vorlage über die Gehaltserhöhungen dem Reichstag bei seinem Zusammentritt zu unterbreiten. Ein Bubenstreich. Berlin, 14. Jan. Von dem Denkmal Bismarcks, das auf dem Königsplatz vor dem ReichStagSgebäude steht, ist das über 1 Meter lange Schwert der allegorischen Siegfriedö- gestalt abgeschlagen und entwendet worden. MM - S Sewfiium» ubtt. 5ie Summe von 19 000 Mk. erfordert, welcher Ausgabe nur 10 000 Mi. Einnahme an Haus- Liet« gegenübcrstehen. Der Erlös aus den Ge- tirinbeg cunbftüden belief sich 1921 aut 70 000 Ml 2us den Waldungen auf 93 000 Ml. Die Kosten rj>r die Verwaltung betrugen 67 400 Mk.. für Krankenpflege 7000 Mk., für Armenpflege 19 000 Hart Unterhaltung des Friedhofs 5000 Ml. Der Fehlbetrag von 220 000 Mk. soll auf Gewerbe, Landwirtschaft und Hausdesih nach dem Beschlüsse des Gerne« nderats derart ausgeschlagen werden, bat 1,40 Mk. pro 100 Ml. Steuerwert des gewerblichen Betriebs- und Anlagekapitals, 350 Mk auf 100 Mk. Steuerwert der landw. Grundstücke und 1,40 Mk. auf 103 Mk. Steuer wert der Gebäude und Bauplätze erhoben werden. w * MM — . Reclams Universum. Philipp Reclam jun., Leipzig. — Das neue (13.) h Heft des laufenden Zahrgangs dieser empfehlenswerten Wochenschrift bringt auher der Fortsetzung des Wvlzogenschen Romans »Wenn bie alten Türme stürzen" eine fesselnde Erzählung von Grete I Iacaucs »Ein Südseefrühstück", eine interessante illustrierte Abhandlung über „Kostbares Porzellan" eine Erzählung „Das Fährhaus'und eine Modeplauderei über „ FaschmgsNeider . Die Lichterstadt. Roman von Juliana von Stockhausen. Verlag Ivssf Kofel und \ Friedrich Pustet, München. — Zeitecht in Bild, und Rede steht dieser neue Roman aus den be- weaten Tagen der Renaissance und der beginnen- den Reformation da. In seinem Mittelpunkie der deutscheste Mann, Georg von Frundsb^g: um ihn die ganze Lebenssülle jener gegensahreichen 3eit. Z"liana von Stockhausens Kunst M expressionistisch im besten Sinne: sie hat die Mhig- keit in kurzen, schlagenden Worten em Geschehen in seinem vollen Stimmungsgebalt zu geben. — Kürschners Jahrbuch 1 922 'Verlag Hermann Hillger, Berlin) erscheint m diesem Jähre zum 25. Male. Auch diesmal wieder bieten die Artikel des Iahrbuches elnen guten Zeitspiegel: in dem statistisch-genealogischen Teil srnd die Angaben bis auf die jüngste ©egentoart ergänzt so baft der Kalender gleichzeitig auch ein brauchbares Rachschlagewerk darstellt. Weise beliefert. Hessen-Nassau. mc Frankfurt a. M., 15. Ian. Die seiner- zeit von uns gebrachte Mitteilung über das V e r- » schwinden des Drauereivertreters König hat . ! sich nur insosern bewahrheitet, als König nach " । Daris aeaanaen ist. Für die übrigen Mitte'.lun- > frm hat ^n Prei saus - 9 9^ fonnten Beweise nicht erbracht für die Studierenden der Anstalt 10 RH** Cf»i„f iunziätno on ovs I we>.0en. „ < «e ][ Aus dem Kreise Marburg, 15. Ian. In mehreren Orten südlich der Stadt macht seit einigen Tagen ein „Gespenst das die Leute das goldene Kalb" bezeichnen viel Bulgarien Konstantinopel ... Züricher Devisenmarkt. -W- ernM-Kb.iS.M!* i SgS tS, ML'! fegte ’ größer. Bill ist ein „ausgekochter l Warschau Besser al» bittere Mandeln u Zitronen^ pJleppiifßijcköle^ \ . B i iurmmdel, 2 ■« r O n e' ui,* — geben. Starkenburg und Rheinhessen. e ONendacha M., 13. Ian. Die Stadt-, »«rorbneten - Terfammlung tut der schmttlich- Mächtiakett btefet &g=r totrb auf em Polizeiverordnung betr. Verbot karncva- Futz angegeben; die Zrohte Tiefe tex Äubfer l i st i scher B e r a n st a 1 t u n g e n gegen die schichten soll aber 150 Futz betragen, Viertel Stimmen der cklSP. zugestimmt. — D e Gebühren Million Tonnen des wertvollen Metalls liegen für die Aerzte in den Bera uigSste l-n, für die „ach den Schatzungen des Entdeckers ganz frei Sckulärzte. für die nebenamtlichen Lehrkrä te an | an der Oberfläche. Gardner ^it mit anderen der kaufmännischen Fortbildungsschule und für die Ingenieuren, die wie er als Eingeborene ver- Helammen wurde erhöht. — Für die Er- kleidet waren. Marokko nach seinen Attneral- richtung von Wohnhäusern im Iahre schätzen durchforscht. Er schätzt den Wert der Kupse.- 1922 wurden Deihilfedarlehen in Höhe van I lager, die er gefunden hat, so hoch, day ne ge- 1 700 000 Mk. bewilligt. — In dem in der Goethe-1 nügen würden, um die f r a n 8 d 111 q? c n st ratze gclegenenVerwaltungsgebäude soll eine Kriegsschulden z u b e z a bien. Schulzahnklinil emdjtet werden, die da- * „Gesalzene Goldminen. In der für geforderten 60 800 Mk. werden genehmigt. Sprache der Goldgräber bedeutet das „Sal- — Der Erhöhung der Badepreise wird ein€r Goldmine das künstliche Hrnein- zugestimmt. ein Schwimmbad kostet jetzt 3 Mk., ? . ÜDn etwas Gold m eine bereits aus- !in Volksbad 2 Wk. - Tie DeschNitzfassung über bringen durch diesen Schwindel die Dergniigungssteaer wird aus oier ßeueuieie uku^ Wochen vertagt. — Künst g sollen bei En^sche-.-I düngen über besonders schwierige Mietangelegenheiten 2 Beisitzer des Schlichtangs- aussckus es für die Zwangsmiewng zugezogen werden - Die Müllabfuhr wird teurer. - Ter Dringllchkeitsantrag auf Gewährung eines Kredits von 1 Million Mk. zur Unterstützung von Sozialrentnern wird ein- stimmig angenommen. 80 Prnrent d.eser auf. gew-endeten Beträge werden vom Reich zurück- GBftein Llo. S Ä8& ciMete auf 20 Ä.«®66t «*»«--. Kach Actraoene Herren- ml Tainenklcider, und Wäsche. 1| L Rosenzweig Kienen,LeltrrsNicgod t ■ Motorrad lvd.2Zyl, mötil mobrr. - auch Kcawtutbebiiritu ■ yatmiieiiflei. Schr.Än- • m. Piets u. Leichreib/.r. uni. 5'. 9 (in b. (SH gn,' . ttlridcrichrank.Mkr ’ aci'lell, giii eiimlien u fauienflcfuM £(!)(. 2 . v. taru|erL ««'s4äuC“ Uillbt. bnnt5lniD" Ä schreiben s— >etr einer Arbeit iiber KleinsiedelungLwe en erlassen. für welchen Zweck die Stadtverordneten 250 Wk. bewilligen: für die Zukunft sollen für liefen 3nxd 1000 Mü in D°"n,ch!ag -in. nau aoiocne uiu .... gestellt werden. — Für die Vortrage der Hilfs » n»bcn Wie erzählt wird, handelt es lel)ier an der polytochnifch^i Lehcanstalt werden ewe plötzlich auftauchr/ide weihe Gestalt, für die Lehrstunde 40 Wk., für die .Uebungs- allerhand' Unfug treibt /ad Schrecken ein- ttunben 30 Mk. bewilligt. — Da sich bw Aus- Die Mädchen getrauen sich nicht mehr \n deshalb nicht, datz das Ministerium W Ä werden kann. Weihnachtsmann erfüllt hatte, wieder von London ßlet)b George an Driand. nach Spanien aufgcbrochen und hat im ganzen P a r i s, 14. Ian. (WTB.) L l o h d G e s rg e etwa 3000 Kilometer im Fluge zuruckgelegt. \. t Telegramm, durch das ihm Briand I seine Demi si 'n ais Ministerpräsident mitteilte, beantwortet. Er teilte ihm den Wortlaut einer Verlag Resolution mit. die von bei Vertretern der ' a[liierten imd assoziierten M chte in Tanne- angenommen wu de. In dieser Re vlution wird grotzes Bedauern darüber ausgrdrückt. datz Briand seine Demi ston grgelen habe, und gesagt, man habe die Geschicklichkeit und den Takt !x> wundert, mit denen er die Verhandlungen in Tannes als Vorsitzender geführt habe. Man bedauere aufiichtig, die nü-lichen Arbeite i n cht fvrtsetzeii zu tonnen, die bereits im Lause der Betrachtungen geleistet worden seien. Die Abwesenheit eines französischen Vertreters habe die Dele- ! Gierten der alliierte« u-.ö assoziierten W-cht« in die Rotwendigkeit versetzt, die Konferenz v o n Cannes zu beenden. Se hatten aber öaf Vertrauen, datz die einmütig von ihnen mit dem Beistand der französifchen Decgtti)n angeiom- mene Resolution ihre guten Fruchte tragen werde, datz sie die europäischen Rationen etnar.b.r naher brächte und ihre gemeinsame Arbeit für di« Wiedeirwfiichtung der Prosperchit ihrer Völker x Carl Haas jr ^1 verkaufe It bracht. Autzerdem verschafft er sich eine alte Wien. . Kanone und schießt mit ihrer Hilfe Gold- London, lörner in den Boden der Grube, so datz ste Pan« . beim Rachprüfen zum Vorschein kommen. So- -u^vvn ?Ä;9,f£ »4tnÄ’3 er, falls der Käufer eine Probe vorlangt, $ ? m sogleich imstande ist, ein kleines Sümmchen Paris. 14 Ian. (WTBs Senator Poin- Gold aus diesem präparierten Schlamm her- care hat im Laufe des gestrigen Tage- viüe ‘ 'kiä SnUon hör Mine erfolat Parlamentsmitglieder empfangen, denen er folgen- a'tSzuwafchen. DaS^Salzen der Wtne erfo gt CTflärte. Jh nicht die Absicht, ei« von „Fachmännern in so lauschender Wetfe^ politisches Minister iu m zu bilden. Allen datz schon DergwerkSsachverstandtge dadurch Pa^kamentsmitgliedern, die zu mir kommen, sage hinters Licht geführt worden find. In -Austra- Personenfragen nicht auf dem Spiele lien find Hunderttaufende Pfund 'r solche fteben. Riemond tonn sich die Schwierigkeiten der werllosen Minen von Syndikaten ge<< 'it wor»! augenblicklichen Lage verheimlichen. Die Siunden. den die sich beim Ankauf auf ihre Agenten die wir durchleben sind e b e n f o e r n st w i e d i e oon , J des Jahres 1914. Einigkeit ist notwendiger ä? SSÄSSS.T»ä”ä>?£ Weihnachtsnmnn^fzut^ten Ak^i b .? ^mncr radikale Sozialisten enthalten gewesen seien. groüen iseicyafis tt ,— | bcil Wunsch geäufjert, aus der Durchreise nach London eine Unterredung mit dem Rachfvlaer Driands zu haben. Er habe dem engllschen 1.7.14. 13.1. St. 125 40 2,75 31. 59.20 1,44 Kr. 88.80 2 67 Kr. 117 80 31,87 Kr. 88 80 2.16 Kr. 117.80 2722.- Sh. 97.80 7,Ki St. 125.40 6,50 $ 23.80 -.63 trag enthält alle gesetzlichen Bestimmungen und berücksichtigt alle Punkte, die für eine fruchtbare kaufmännische Lehre von Bedeutung sind. f 3 n der Oberh. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissenschaftliche Abteilung) sprach am Donnerstag im Hörsaal des Physiologischen Instituts Professor Dr. Küster über Mihformen im Pflanzenreiche: Probleme der modernen Teratologie. — Linier Teratologie versteht man die Lehre von den Mißbildungen. 3m Tier- und Pflanzenreich sind solche weit verbreitet: an Pflanzen fallen auch dem ungelehrten Beobachter mit den Viertelligen Kleeblättern, den gefüllten Blüten, den fleischigen Massen der Blumenkohlblüten allgemein bekannte Pflanzenmihformen auf. Der Dortragknde machte cs sich zur Aufgabe, den Wandel, den die Stellung der Mißforrncn des Pflanzenreiches in der Wissenschaft durchgemacht hat. in Kürze darzulegen und die mannigfaltigen Probleme zu cr[ä item, zu Deren Bearbeitung das Studium der Pflanzenmihformen angeregt hat. Ihr» sprünglich war das 3nteresse an diesen lediglich das des Kuriositätensammlers, der sich damit begnügte, wunderliche Formen zu registrieren. Siner der ersten, der sich in wissenschaftlichem Sinne mit den teratologischen Bildungen beschäftigt hat. war Goethe, dessen Metamorphosenlehre auf den an gefüllten Blüten beobachteten Erscheinungen begründet ist. G o e t h e s Betrachtungsweise war die vergleichende, die auch spätere Autoren zu vielen fruchtbaren Gedanken geführt hat. Besonders nachdrücklich ist von vielen Gelehrten die Frage diskutiert worden, ob die bei den Pflanzen gefundenen Mitzformen Aufschluß über das Aussehen der Ahnen heutiger Pflanzenarten geben. Der Dedner hält bei solchen Folgerungen größte Zurückhaltung für geboten, gibt aber zu, Daß eine Reihe von Mißbildungen bekannt sind, die wie ein Rückschlag zu Ahnenformen aussehen. Hiernach wandte sich der Redner zu einer Schilderung dessen, was die experimentelle Behandlung der Teratologie geleistet hat. Ein Blick auf die mannigfaltige Formenwelt der Gallen lehrt, was für verschiedenartige abnorme Formen ein Pflanzenlöcvec unter der Einwirkung bestimmter Agentien zu produzieren vermag. P e y r i t s ch hat sehr erfolgreich gearbeitet, indem er parasitisch lebende Insekten und Milben auf geeignete Pflanzen übertrug: diese lieferten hiernach die verschiedenartigsten Blütenanomalien: Blaringhem zeigte, was für Mihbildungen viele Pflanzen nach Verwundung produzieren : V ö ch t i n g hat uns über den Einfluh der Belichtung auf die Vorgänge der Blütengestaltung belehrt. Die vielseitigsten und aufschluhreich- ften Ergebnisse verdanken wir den großen Versuchsreihen von G. K l e b S. der fast alle bekannten Kategorien von Dlütenanomallen künsllich hervorzurufen verstand. Zum Schluh wies der Redner aus die grohe Bedeutung der „inneren Faktoren" hin. die bisher beim Studium der Terato- genese noch nicht genügend berücksichtigt worden wären. S p e r l i ch s neue Beobachtungen über die „phyletische Potenz" eröffnen nach Ansicht des Vortragenden hier neue und verheihungsvolle Perspektiven. S p e r l i ch hat an Alectorolophus festgestellt, dah Die Nachkommenschaft einer famen-- tragenden Pflanze um so geringer an Wert ist. je später der Sarnen entsteht. Die aus spät reifenden Samen sich entwickelnden Pflanzen unterscheiden sich von den frühangelegten durch ihre Neigung zur Bildung allerhand Mihforrnen. Der Redner erörtert die Theorien, die diese neuen Befunde zu erklären geeignet scheinen. Kreis Schotten. e. Schotten, 12. Ian. Der Voranschlag von 1920 schloß für unsere Stadt mit einem Fehlbetrag von 100 000 Mark ab: hiervon sollen 2/3 etwa 60 000 Mk. — durch Gemeindeumlagen aufgebracht werden. Hm die Rechnung der Stadt für das Rechnungsjahr 1920 abschliehen und den Haushall ordnen zu können, wird die Erhebung eines weiteren Steuerzieles nötig sein, dessen genaue Höhe erst nach erfolgtem Heberschlag festgestellt werden kann. 3m Voranschlag für das Rechnungsjahr 1921 beliefen sich die Einnahmen und Ausgaben auf 710 262 Mk. gegen 100 000 Mk. in den Friedensjahren. Ser ungedeckte Fehlbetrag von 220 000 Mk. soll durch Gemeindeumlagen in vier Zielen beschafft werden. Der Holzerlos blieb in 1921 gegen das Vorjahr um etwa 50 000 Mk. zurück, wahrend die von der Stadt zu leistenden Kreisumlagen von 75 000 auf 130 000 Mk. stiegen gegen 12 000—15 000 Mk. in Vorkriegszeit. Der für 1921 festgesetzte Zuschuß f ü r die Schulen betrug 115 245 Mk., wovon 66 589 Mk. auf die Realschule entfallen. Hierbei ist jedoch die neueste Besoldungsordnung für Staatsbeamten nicht berücksichtigt. Die Kosten für die Sicherhell belaufen sich auf 27 450 Mk.. während die Hnter- Haltung und Verzinsung der städtischen Gebäude Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. (3 Zweites Blatt Keynes' neues Buch über die Revision des Vertrages. Der englische Volkstoirtschaftler I. M. Keynes, der durch sein Werk über „Die wirtschaftlichen Folgen des Friedens" einen Weltruf erlangt bat. veröffentlicht, wie wir bereits mitgeteilt haben, ein neues Buch unter dein Titel „Eine Revision des Vertrages". Er betont darin, dah die in seinem ersten Werk ausgesprochenen Anschauungen von der Sinnlosigkeit und Hnmöglichkeit der Versalller Bedingungen, die damals so heftig bekämpft wurden, nunmehr so allgemein an= erkannt worden sind, dah seine neuen Vorschläge zur Lösung des Wiedergutmachungs- Problems englischen Ohren weder ungewöhnlich noch beleidigend, ja nicht einmal pro- jeutfd) klingen werden. „In England, agt er, hat die öffentliche Meinung einen .vollständigen Hmschwung erfahren atnd der Premierminister bereitet sich vor. die n ä ch st e Wahl z u gewinnen unter dem Schlagwort des an Deutschland erlassenen Verbots zu zahlen, der Beschäftigung für alle und eines glücklichen Europas". Keynes glaubt feftstellen zu können, dah die Gefahren, die er vor zwei Jahren drohen iah, zum größten Teil glücklich vorübergegangen sind. „Die Geduld der Völker Europas und die Standhaftigkeit chrer Institutionen staben die schlimmsten Erschütterungen überstanden". die ausgingen voneinemFrie- den. „der Gerechtigkeit, Güte und Weisheit beleidigte“. Das war nach der Ansicht von Keynes nur möglich, weil die Taten klüger waren als die Worte. „Es ist nur eine leichte Hebertreibung", meint er, .jnenn man sagt, dah kein Teil des Friedensvertrages ausgeführt worden ist mit alleiniger Ausnahme derer, die sich auf die Grenz- festsetzung und auf die Entwaffnung beziehen. Viele der unheilvollen Ereignisse, die ich bei der Ausführung der Wiedergutmachungs- varagraphen voraussagte, sind nicht einge- troffen, weil kein ernsthafter Versuch gemacht wurde, ihre Ausführung zu erzwingen. Trotz der HandelSswckungen und der Arbeitslosig- ieii, unter der besonders Großbritannien und die Vereinigten Staaten leiden, ist nach Keynes „das Schlimmste überwunden", und Europa ist unter der Oberfläche gefestigter und gesünder, als es vor zwei Jahren war. „Zwei Hindernisse bleiben", sagt der Verfasser. „Der Vertrag, obwohl nicht ausgeführt, ist nicht geändert. Hnd derjenige Teil der Gesamtvrganisation, der im Geldumlauf, in den öffentlichen Finanzen und im Warenaustausch besteht, bleibt fast ebenso schlecht wie er war. In den meisten europäischen - Ländern ist noch kein Ausgleich geschaffen । 'wischen den Staats ausgaben und dem Em- ' kommen, so daß die Inflation fortdauert und ? 'er internationale Wert der Währungen unsicher und schwankend ist." Die Vorschläge, die Keynes im einzelnen für die Revision des Vertrages macht, sind nicht neu und verhältnismäßig einfach. Er verlangt, dah die Alliierten ihre Ansprüche für Pensionen und Entschädigungen streichen, die Zweidrittel der ganzen Summe ausmachen, -Die Deutschland bei strenger Ausführung des Vertrages schuldet, und er nennt diese Ansprüche einen Akt internationaler Hnsittlich- feit. Sodann sollten Großbritannien und, wenn möglich, auch Amerika, dem er eindringlich ms Gewissen redet, alle Schulden streichen, die ihnen von den europäischen Regierungen geschuldet werden; Deutschland soll 12 60 Millionen Gvldmark jährlich 3 0 Jahre langzahlen. Auch einen Verteilungsschlüssel dieser Summen gibt er an. Er meint, man solle Deutschland nur so viel zahlen lassen, als es wirklich aufbringen könne und als es selbst nicht für ungerecht halte. Dadurch würde eine ständige und regelmäßige Zahlung gewährleistet sein. Wenn Frankreich auf diese Vorschläge eingehe. Dann werde es feine nationale Stellung in eine der festesten, sichersten, glücklichsten Der ErDoberfläche um- wanDeln. „Wenn es aber, wie Shhlock, sein PfunD Fleisch verlangt, Dann lasse man Das Gesetz walten. Möge es sich von Deutschland nehmen, was es kann, und zahlen, was es Den Vereinigten Staaten unD England schuldet." Wie I. A. Cummings in einer Besprechung des neuen Buches hervorhebt, spricht Keynes in England zu schon zu seiner Anschauung Bekehrten, aber „das Buch hätte in Französisch geschrieben werden müssen". Die Kohlennot. Auf die Hrsachen der Kohlennot sind wir bereits mehrfach eingegangen. In Den nachstehenden, uns von fachmännischer Seite zugesandten Ausführungen werden die Gründe für die mangelhafte Belieferung mit Heizstvffen zusammenfassend folgendermaßen erläutert: Die diesjährigen Wintermonate finD — mit Ausnahme weniger milder Tage — Monate des Frierens im wahrsten Sinne des Wortes geworden. Man friert in den Straßenbahnen (die Zeiten, wo sie noch geheizt wurden, sind lange vorüber), man f-r-i-e-r-t in den Eisenbahnwagen — man friert im Bureau und man friert zu Hause in seinen vier Wänden munter weiter! Die Zentralheizung ist lauwarm — der Ofen ist lauwarm — Kvch- und Heizgas gibt es in minderwertiger Beschaffenheit und stellenweise in Sperrstunden und ähnliche Annehmlichkeiten stehen wie dräuende Gespenster am Horizont, im Keller sucht man vergeblich nach Den Wintervorräten an Koks unD Kohlen! Man schreit nach ihnen, man schreibt lange Artikel in Den Zeitungen — Doch man schreit unD schreibt vergebens! Wer ist schuld — wo ist Die Hrsache Dieses Kvhlenmangels zu suchen? Der gut unterrichtete Leser sagt: „Die Entente!" — „Der Wegfall der oberschlesischen Kohle!" Recht hat er! Das sind zwei Faktoren, die schwer auf Dem deutschen Volk lasten -- doch getragen werden müssen. HnD doch geht unsere heutige Kohlennot, der Mangel an Industrie- kvhle und vor allem an HauSbrandkohle und Kohle zur Gaserzeugung nicht allein zu ihren Lasten. Zwei andere Hrsachen sind es. Die die Kvhlennot wesentlich verschärfen, und Die geänDert werden können und müssen; sie stellen einen zu behebenden Hebelstand Dar, unter dem unsere gesamte Volkswirtschaft zu leiden hat. Zurückgegangene Förderung und schlechte TranSpvrtverhält- nisse haben die Lage in unverantwortlicher Weise verschärft. Es ist unzutreffend, wenn sich die Eisenbahn auf Wagenmangel beruft! Vor Dem Kriege war Die Durchschnittliche werktägliche Wagengestellung im Ruhrgebiet 32 000 Wagen, in Oberschlesien 11500 Wagen. In Der zweiten Oktvberhälfte dieses Jahres, in welcher Zeit keinerlei Störungen Vorlagen, waren Die entsprechenDen Zahlen für das Ruhrrevier rund 20 000, für Oberschlesien 8000, währenD in Der zweiten De- zemberwvche im Durchschnitt arbeitstäglich im Ruhrrevier 15 500, in Oberschlesien vielleicht 7000 Wagen gestellt würben. Wenn man hört, daß in Der zweiten Oktvberhälfte Dieses Jahres gegenüber Der verlangten Wagenzahl im Ruhrgebiet 127 000 Wagen fehlten, währenD im Jahre 1920 nur 41 000 Wagen zu wenig gestellt toerDen konnten, so wirft Dies ein bezeichnendes Licht auf Den StanD Der Dinge. Hm so auffälliger ist Dieser Rückgang m Der Wagengestellung als Der Lokomotiv- unD WagenbestanD der Eisenbahnen ftänDig zugenvmmen hat unD sich heute höher stellt als in Der Vorkriegszeit; unD Das noch bei verminderter Gleislänge — vermindert durch die Bahnen in den abgetrennten Gebieten. Auch Der PersonalstanD Der Eisenbahnen hat sich gegenüber Der Vorkriegszeit erhöht. Entgegen allen Mitteilungen, Die in letzter Zeit vielfach Durch Die Presse gingen und wahrscheinlich von Dem Daran interessierten Ver- kehrsministerium veranlaßt tourDen, genügt heute Die Bahn Durchaus nicht den AnfvrDe- rungen, Die an sie gestellt toerDen, hauptsächlich aber nicht den Anforderungen, die die Kohlenbeförderung an sie stellt. Hm so schärfer muß dies gerügt werden, als — wie gesagt — es nicht etwa an genügendem Transportmaterial fehlt, sondern nur der Wagenumlauf ein viel schleppenderer geworden ist. Die Gleise sind verstopft! Die Derschiebe- bahnhöfe sind entweder verstopft oder sie stehen vor der Verstopfung durch massenhaften Wagenandrang. Wo kommen diese Wagen aber her, wenn doch Waaenmangel herrscht? — Die Wagen werden nicht bewegt — das Ganze arbeitet nicht! Im Ruhrgebiet müssen die geförderten Kohlen auf Halde gestürzt werden, well die Möglichkeit fehlt, sie abzu- transportieren. Hnd hier setzt eine böse Folge des Verschuldens der Eisenbahn ein! Die Bergarbeiter haben keine Lust mehr zu fördern, wenn sie sehen, daß die geförderte Kohle nicht abtransportiert wird. Sie lehnen den Achtstundentag für die Bergarbeiter ab und weigern sich vor allem, Heberschichten zu verfahren, was um so schwerer ins Gewicht fällt, als die Förderleistung in Den Dergrevieren ohnehin schon weit hinter Der FrieDenSleistung zurückbleibt, ja sogar- gegen Das Vorjahr und gegen Anfang 1921 sich verschlechterte. Die Bergarbeiter sind Der Meinung, well Der Abtransport Der Kohle nicht funktioniert, habe ihre Mehrarbeit keinen Wert. Vor Dem Kriege waren in Den Kohlengruben Des Ruhrreviers 391000 Bergleute beschäftigt; sie förderten zusammen im Durchschnitt arbeitstäglich 380 000 Tonnen Kohle, also Der Einzelne je 972 Kilogramm. Jetzt (Ende Oktober 1921) beträgt Die Belegschaft 552 000 Mann, also über 41 v. H. mehr, die mittlere tägliche Förderung aber im ganzen nur noch knapp 300 000 Tonnen, das sind über 21 v. H. weniger, und, auf den Kopf der Belegschaft bezogen, nur noch 542 Kilogramm täglich, also 44 v. H. weniger? Dabei stellte sich Der Durchschnittliche Schicht- lvhn eines Häuers im Jahre 1914 auf 6,47 Mark, im Oktober 1921 Dagegen auf 123,83 Mark, also reichlich das 19fache und, bezogen auf die mittlere Leistung auf reichlich das 34fache. Zur Besserung unserer Kohlenlage kann also nur ein Appell dienlich sein an alle Die, welche in den Kreisen Der Bergarbeiter unD Eisenbahner Einfluß haben. Diese Kreise müssen sich mit aller Energie Dafür einsehen, aufklärend zu wirken unD WanDel zu schaffen. Pflicht jeDeS Deutschen ist eS, an seinem Platze alles zu tun, was in seinen Kräften steht, um Der Allgemeinheit zu Dienen! .. .. . ................. <&an> w ii ■ Aus Stadt und Land. Gießen, den 16. Ian. 1922. *• Amtliche Person alnach richten. Am 11. Januar wurde Der Förster der Forstwartei Feldkrücken Julius G e b h a r 0 zu Felokrücken in gleicher Diensteigenschaft in die Forstwartei Rudingshain, Oberförsterei Feldkrücken, verseht. ** Beleuchtung Der Eisenbahnwagen. Die bisher geltenden Bestimmungen über die Einschränkung des Gasverbrauchs sind nunmehr aufgehoben worden; es sollen wieder sämtliche Lampen in den Wagenabteilungen während Der Besetzung Durch Reisende brennen. Die erforderlichen Maßnahmen für Die Inbetriebnahme Der ausgeschalteten Lampen sinD von Der Eisenbahnverwaltung sofort eingeleitet worden. Naturgemäß wird Die Anstellung aller Lampen nicht bei allen Wagen gleichzeitig vorgenvmmen werden können; es ist jedoch Sorge getragen worden. Daß Die sämtlichen Wagen so rasch wie möglich — D-Zugwagen unD In Nachtzügen laufenDe Wagen zuerst — wieder voll beleuchtet werden, und daß auch Die kleinen Glühkörper im früheren Hmfange wieDer Durch größere ersetzt toerDen. " Kaufmannslehre — Lehrvertrag. Man schreibt unS: Bei Dem Antritt einer kaufmännischen Lehre ist Der Abschluß eines schriftlichen Lehrvertrages unbeDingt erforderlich. Zu Diesem Zweck gibt der Deutsch- nationale HanDlungsgehilfen-DerbanD Hamburg einen Musterlehrvertrag kostenlos an Die Eltern unD Vormünder ab. Der aus langjähriger praktischer Erfahrung auf Dem Gebiete Der Berufsberatung und gewerkschaftlichen Rechtsschutzes herausgewachsene VerMontag. (6. Januar 1922 Die Blüchermchten. Roman von Hanns von Zobeltitz. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Es ging dem Greise doch über die Hutschnur. Er fließ mit dem Säbel auf den Fußboden, daß es dröhnte. „Nehmen Sie 's mich nicht übel, das ist ja Der reine Hnfinn.“ „Nehmen Sie 's mir nicht übel, Durchlaucht, beleidigen lass' ich mich von niemand. Auch nicht von solchi großem Mann wie Der Herr Feld- marschall sind. Wenn ich auch nur eine arme Witfrau bin, meine Ehre hab' ich im Leibe!" Er hat sich auf Die Lippen gebissen, hat ein paar Momente mit Der Antwort gezögert Hat Dann gesagt: „Wir wollen doch ruhig bleiben, Frau von Giese, wollen verständig miteinander reden —" „3d; red' ganz verständig, glaub' ich." „Allo, Frau Muhme: fünfe sind's. Hnd der Kadett. Die Zeiten sind schiwer. Sie könnten doch, weiß Gott, froh sein, so eines von den füni Mädchen aus Dem Hause käme, in eine gute Assiette und kriegte einen honetten Mann, and Sie wären ein Stück Sorge los. D'.e Männer wachsen heut nicht wie Die Acppel auf Den Bäume- ken. die, Die wirklich heiraten wollen. Cb Da die Aelteste oder Die Jüngste oder eine aus Der Mitte zuerst 'rauskommen, ist Doch ganz egal. So sie nur glücklich wird. Also, liebe Frau Muhme, überlegen Sie's —" „Ich brauch' nichts zu überlegen." „Es wird Sie gereuen." „DaL wird's nicht." „Der Herr von Nedlitz wird selber kommen, sich präsentieren." „Ist gar nicht vonnöten. Ich laß nicht manschen unter meine Töchtings. Kommt einer, Der mir paßt, und er will Die Luise, meine Aelteste, so werd' ich nicht Nein sagen." „Also, Frau Muhme, die Kinder selber wollen Sie gar nicht befragen." „Gibt's bei mir nicht. Mein Herr Vater sellg hat mich auch nicht gefragt." „Aber wenn solch Mädelchen nun verliebt ist? Bis über Die Ohren verliebt, sozusagen?" „Ach wasi Die Liebe ... die kommt schon in Der Ehe. Hnd so sie nicht so kommt, wie solche Dummen Dinger sie träumen, geht es auch. Es muß gehen." Hat Der Alte Den Kopf geschüttelt. Was für eine rabiate Seoul Tie als Schwiegermutter: das muh auch schön sein. Hnd war doch eine tüchtige brave Frau, hatte sich immer durchgeschlagen. hatte überall Respekt gewonnen. Da mein Himmel: aber ein Starrkopf, ein Starrkopf! Könnt' mit Dem Eisenfresser, Dem einen Strang ziehen. „Also, gnädigste Frau Muhme, ich soll geben, so ich recht verstanden, und dem Herrn von Nedlitz tagen, Dah er vergeblich gehosll hat?" sagt er endlich, nun ganz förmlich, hat Den Sibel an Die Hüfte gezogen und hebt Den Hui auf. „Ist nicht anders. Hnd bleibt mir nur, Eurer Durchlaucht zu danken für Die Ehre -" „Nicht vonnöten," sagt er. Küßt Der Frau von Giese, wieder ganz förmlich, Die Hand.' Fugt Dann noch, recht von Herzen, hinzu: „Tut mir bitter leih . . am des lieben Fiekchens willen ..." Hnd gebt. Geschlagen, her Sieger von der Katz- bach, von Möckem und Paris. Der Marschall Vorwärts, der Fürst von Wahlstatt. Sie, die Frau von Giese, aber steht unD horcht, bis Die Flurtür zugeschlagen. Hnd Dann ruft sie: „Sophie! Sophie!" Lang ist Die Rede mit dem Kinde nicht gewesen, ganz kurz vielmehr. Hat dem Fiekchea nur eine knappe Strafpredigt gehalten, daß sie sich jegliche Techtelmechtelei verbäte, und was sie Dem Herrn Feldmarfchall. Durchlaucht, Der um sie als Fürsprecher Des Herrn Hauptmann von Neblih gekommen, erklärt. Hat das Fi kchen geschluchzt, hat große dicke Tränen in Den Kornblumenaugen gehabt. Aber als Die Frau Mutter am End streng gefragt: „Hast gut verstanden." hat sie Den aschblonden Kopf tief gesenkt und Die Hand geküßt. Sind halt gut erzogene Kinder gewesen, die Giesemädels . . ., haben aufs Wort parieren gelernt . . . Drinnen aber, In hem langen kahlen Hof- zimmer, wo die fünf schmalen Mädchenbellen nebeneinander standen wie in einer Kaserne, immer nur mit einem engen Gang zwischen zweien, hat sich Das Fiekchen auf ihr Bett geworfen, hat in Das Kopfkissen gebissen und bitterlich geweint. Die vier Schwestern haben um sie gestanden und trösten wollen. Doch das machte die Tränen nicht versiegen. Bis die Julie sich beugte, ihre beiden Hände nahm und leise und schmerzlich flüsterte: „Armes Fiekchen ... ich weiß, wie es tut . . Da hatte sie sich aufgerichtet und ist her Schwester um den Hals gefallen, hat sie zärtlich an sich gerissen, sie geküßt, wieder und wieder. Das ist für die Giese ein ereignisreicher Tag gewe'en, Sonntag, Der 29. Januar Anno 1815. Am Mittags tisch haben zwar Mutter und Töchter recht wenig oder gar keinen Apveiit gehabt. Nur Kurt. Der Kadett, her auf Urlaub gekommen war, hatte feste -ugehaaen, trvhbem die Rüden etwas ungebrannt schmeckten; aber ha die andern wenig aßen, konnte er sich nachher an Dem Speckeierkuchen für seinen Kadettenmagen etwas übriges an tun. Die Frau Majorin prä- fihierte mit säuerlichem Gesicht. So recht wohl war ihr doch nicht im Sinn. Dachte: hast am End' Den Feldmarschall, Durchlaucht, erzürnt; warst wieder einmal zu heftig und zu hastig, wie es Dir Der gute Giese oft genug unD immer vergebens vorgehalten. Doch man kann eben nichts gejen sein Temperament, so das Durchgehen und Purzelbäume schlagen will Gott sei mein Zeuge: erzürnen wollt' ich den Alten nicht, her so viel für uns getan. Das war das eine Aber zum andern haben auch die Mädels sie (Dotiert. Saßen da wie Die Oelgötzen, konnten Die Mäuler nicht auftun, nicht zum Schwatzen, nicht zum E.sen. Hnd plapperten doch sonsten wie Die Spatzen und hatten alle miteinander gesunden Hunger. MU Ausnahme etwa von der Julie, die immer nur naschte, als ob sie ein Kanarienmatz wäre. Das Dumme Ding wollte und konnte nicht begreifen, daß verloren — verloren ist, und Der Mensch sich wieder zurecht finden muß. Muß! Zurechtsinden muß sich das Fiekchen auch und wird's. Tut Weh, natürlich. Kann einem auch leid jem. Armes Mädel ich muß aber eben Verstand für alle haben. Hnd laut sagt sie: „ Fiekchen, mein Siebl^g, nimm Doch noch ein Stückchen Eierkuchen. Kurt, schieb Sophie mal Die Schüssel hin!" (Fortsetzung folgt)