Dienstag, 45. August 1922 172. Jahrgang Abbruch der Londoner Konferenz Finanznot der Gemeinden und Ueberspannung der e % Kaufe ZI §> 5. x. 35 >e- 3J 8. 00 fr »e 41 I ?n b. ij- Empfehlungen Sabtilneue lern 11 n< 11 3 P.S., 4 P.S, 4,2 P.S, 55 P.S..6 P.8.,7,5 P.& nnb 10 P. &, nur erstü Fabrikate, iojorlaöüagn unter Tagespreis abzug Mission zu gleichen Teilen gespalten sein. Es werde bei dieser Sachlage darauf hingewiesen, daß sich, seitdem der amerikanische Vertreter den Arbeiten der Kommission nicht mehr offiziell beiwohne, der Brauch eingebürgert habe, die Stimme des Vorsitzenden als ausschlaggebend zu betrachten. Dies würde zur Folge haben, daß die Stimme Dubois, der gleichzeitig französischer Ver- Hr. 490 . Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: PießenerFamilienblätter Monatliche vezugspreise*. MK.29.- und MK.3.- Trägerlohn, durch diePost MK. 32.—.auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schrift- lettung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Hießen. Postscheckkonto: Sranffurt a. M. 11686. rasse sowie cideak L ■«MfSfi K " 2000-2500 H r " Bei Abgang kreissser. ärutich unteriuM Uv. Ankunft garantiert Heinrich Demme^ J ^ielnierlnnb- ^Attenessen^_ 1 w* I Vie : welche 0^2 Greisen. 1 Tivnabaro2ii Katzen. t6alfl'nfl/fflienen suhl. w * J f*?Ä söKe f-eltmi'. heil 7163ö. Aus dem Reiche. TeuerungSaktisn der Beamten und Staatsarbeiter. Laut der „Germania" wurde eine D e - putativ n von Vertretern der Spitzen- vrganisationen der Beamten und Staatsarbeiter in Abwesenheit des erkrankten Reichs- finanzminister Dr. Hermes von Ministerialrat Dr. Kühnemann und Ministerialdirektor von Schrieben empfangen, um über die neuen Teuerungszuschlage zu verhandeln. Den Organisationsvertretern wurde erklärt, daß baldige Teuerungsverhandlungen auch der Ansicht des ReichSfinanzministers entsprächen, und daß die genannten Herren eigens zu diesem Zwecke ihren Urlaub abgebrochen hätten. Aach Einholung der entsprechenden Vollmachten vom Minister Dr. Hermes sollen die Verhandlungen am Donnerstag vormittag 10 Ahr beginnen. Kohlenbeschlagnahmungen in Berlin. Das Kvhlenamt der Stadt Berlin hatte, wie die Blätter melden, an drei verschiedenen Stellen Großberlrns etwa 7 0 0 0 Zentner Steinkohlen im Wette von mehr als einer Million Mark beschlagnahmt. Die beschlagnahmten Kohlen werden unverzüglich den städttschen gemeinnützigen Anstalten zur Verfügung gestellt werden. Schwere Ausschreitungen in Pirmasens. Die „Vossische Zeitung" bettchtet aus Pirmasens von schwerenAusschreitun- gen der Kommunisten bei der von den sozialisttschen Parteien veranstalteten Verfassungsfeier. Die Kommunisten versuchten die Redner zu stören, wobei es zu einem Handgemenge kam und die Feier geschlossen werden mußte. London, 14. Aug. (WTD.) Die Konferenz ist an der Reparationsfrage gescheitert. Die Dollkonferenz verhandelt jetzt über die Lage Oesterreichs. London, 15. Aug. (WTD.) Infolge des Abbruches der Konferenz werden die französischen und die italienische Delegation morgen London verlassen. London, 14. Aug. (Reuter.) Bevor die Konferenz am Aachmittag zusarmnentrat, versuchte S ch a n z e r das äußerste, um die Mei- nu.igsverschiede. 'fjV'iten zwischen Poincare und L l v h d George zu beseitigen. Sein Vorschlag, die Konferenz um etwa 5 W v chen zu vertagen, wurde von den britischen Vertretern angenommen, aber die französischen Vertreter machten zur Bedingung, daß Deutschland die während dieses Zeitraumes fällig wer- Gewerbesteuer. Wir erhalten folgende Zuschrift: I. Das Reichseinkommensteuergeseh hat den Gemeinden eine ihrer wichtigsten Steuerquellen genommen, nämlich die Zuschläge zu den staatlichen Emkommensteuersähen. Als Ausgleich hierfür hat jedoch das Landessteuergesetz den Gemeinden ein selbständiges Recht zur Besteuerung von Grundbesitz undGewerbebetrieb eingeräumt mit der besonderen Betonung, daß diese Steuern nach Maßgabe des Bedarfs voll auszunuhen sind. Von diesem Rechte scheinen nun auch die Gemeinden ausgiebigen Gebrauch machen zu wollen. Dies beweist z. D. der Beschluß der Gießener Stadtverordneten-Versammlung vom >28. Juli d. Zs., wonach die Gewerbesteuer von 72 auf 200 Pf. für je 100 Mk. des gewerblichen Anlage- und Betttebskapitals, also fast um das Dreifache, erhöht worden ist. Diese starke Anspannung der Gewerbesteuer hat in den Kreisen von Industrie und Handel die ernstesten Bedenken wachgerufen, weshalb die Handelskammer Gießen als die amtlich berufene Vertretung dieser Erwerbsstände sich öffentlich zur nach- folgenden Betrachtung und Untersuchung genötigt sieht und es der Stadtverordnetenversammlung überläßt, ihren Beschluß einer Aachprüfung zu unterziehen. Allem voran sei zunächst ganz allgemein das eine festgestellt, daß die Handelskammer und mit ihr Industrie und Handel keineswegs die große Finanznot der Gemeinden verkennen. Die ^Geineindefinanzen föraren heute nicht mehr so klar imb geordnet sein, wie vor dem Kriege, wo die unmittelbare Heranziehung aller Bürger zu 'den Gemeindelasten durch die Einkommensteuer eine Ueberspannung der Ausgaben verhinderte. Das ist eben nach dem Kriege anders geworden: auch in das Finanzgebaren hat der Krieg mit seinen verheerenden Wirkungen störend und hemmend eingegriffen. Die Städte müssen heute mit zu vielen unbekannten Größen rechnen; sie wissen nicht, welche Summen sie aus den ihnen vom Reiche zugebilligten Anteilen aus Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuern zu erwatten haben, sie wissen vor allem nicht, wann das Reich diese fälligen Steuersuminen abliefern wird. An- dMrsetts sind die Ausgaben der Gemeinden für Gehälter, Löhne, Pensionen, Zuschüsse an die gemeindlichen Unternehmungen unaufhaltsam bis ins Ungemessene gestiegen, für welche sie Deckung suchen müssen. Industtte und Handel sind selbstverständlich dazu bereit, an ihrem Teil und im Verhältnis ihrer Leistungsfähigkeit an der Deckung dieser Gemeindekosten beizutragen. Als Steuerquellen sind den Gemeinden in der Hauptsache nur noch die Ertragssteuern, d. h. Grund- und Gewerbesteuer, verblieben, wobei auch unumwunden zugegeben werden soll, daß die Gemeinden auf eine gewisse Ergiebigkeit und Stetigkeit dieser Steuerquellen angewiesen sind. Wenn somit die Wittschaft, d. h. Handel und Industrie und ihre amtliche Vertretung, bei ihrer Ktttik des kommunalen Finanzgebarens diesen hier nur kurz angedeuteten Schwierigkeiten der Gemeinden volle Gerechtigkeit widerfahren lassen, so dürfen sie billiger Weise auch eine Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und Lebensnotwendigkeiten seitens der Gemeindeverwaltungen und der Stadtverordnetenversammlungen erwarten. Dies ist aber leider nicht immer der Fall. Man braucht zunächst nur daran zu erinnern, daß diejenigen Persvnenkreise, welche die Hauptsteuerlast tragen sollen, heute gar nicht oder in ganz unzulänglicher Weise gehört werhen. Es ist eine ganz allgemeine Erscheinung, daß in den städtischen Körperschaften aus Gründen, welche an dieser Stelle nicht erörtert werden sollen, !die Gewerbetteibenden meist in der verschwinden- zden Minderheit sind. Die Wünsche und Anträge sich in der heutigen Zeit dieses Ausdrucks überhaupt bedienen darf, wird nur durch Steuergerechtigkeit hervorgerufen. Und wie verständ- nisvokl und weitblickend dieses Volksempfinden von der preußischen Regierung eingeschätzt worden ist, beweist die Aovelle zum Kommunal- abgabengeseh vom 20. August 1921, wo im § 54 bestimmt wird, daß die amtliche Vertretung der Steuerpflichtigen gehört werden muß, wenn Zuschläge über 500 Prozent der staatlich veranlagten Realsteuern erhoben werden sollen oder sofern in einer Gemeinde Realsteuern nach besonderen Steuervrdnungen mit veränderlichen Steuersätzen erhoben werden. Die Ausschaltung der Gewerbetreibenden von jedem Einfluß auf die Gemeindefinanzen und die Aichtanhörung ihrer Berufsvettretung hat nun in der Regel eine Ueberspannung der Steuerschraube zur Folge; dies beweist auch der Beschluß der Gießener Stadtverordnetenversammlung. Der Steuersatz von 200 Pfennigen für je 100 Mk. vom Anlage- und Betriebskapital schießt weit über das berechtigte Maß hinaus. Wenn auch die finanzielle Wirkung auf jede Einzelwirtschaft ziffernmäßig sich heute nicht feststellen läßt, weil die Unterlagen teilweise noch fehlen, so kann gleichwohl schon jetzt ausgesprochen werden, txif) dieser Satz die Tragfähigkeit der gewerblichen Unternehmungen übersteigt. Er konnte in dieser Höhe von der Gemeindeverttetung beschlossen werden, weil einmal das Landessteuer- geseh den Gemeinden ein großes Maß von Autonomie auf dem Gebiete der Besteuerung von Grundbesitz und Gewerbe eingeräumt hat und weil zum andern es unterlassen wyrden ist, eine Begrenzung der Steuer nach oben gesetzlich festzulegen. Wohl hatte.die hessische Regierung in dem Gesetzentwurf betr. die Ausführung zum Landessteuergesetz ursprünglich eine solche Begrenzung nach oben vorgesehen. Hiernach sollten die Steuervorschläge der Gemeinden nur dann die Genehmigung der Ministerien des Innern und der Finanzen finden, wenn die Belastung ausschließlich des vom Staate zu erhebenden Zuschlags zur Gemeindegewerbesteuer den Sah von 90 Pf. für je 100 Mk. des gewerblichen Anlage- und Betttebskapitals nicht übersteigt. Diese Festsetzung des Höchstsatzes der Gemeindegewerbesteuer im Gesetze selbst ist aber entgegen den ausdrücklichen Wünschen der hessischen Handelskammern an dem Widerstände des Landtages gescheitert. Eine Belastung von Handel und Industrie, wie sie der Sah von 200 Pf. darstellt, wird aber auf die Dauer nicht zu tragen fein, weil die notwendige, praktisch aber nicht immer durchführbare Abwälzung der Steuer zu einer erneuten Verteuerung der Lebenshaltung führen muh, weil sie die in unserer Zeit mehr denn je dttngend erforderliche Kapitalbildung erschwert oder ganz verhindert und weil sie schließlich für viele Betttebe die Gefahr der Einschränkung oder gar Stillegung oder auch der Abwanderung nach Gegenden,. wo die Gewerbesteuer niedriger ist, heraufbeschwört. Dabei ist ferner zu beachten, daß doch nicht allein die Gewerbesteuer es ist, welche das Unternehmen belastet, sondern es kommen noch eine ganze Reihe anderer Steuern in Betracht, und nur im engsten Zusammenhänge mit diesen ist die finanzielle Wirkung auch der Gewerbesteuer zu beurteilen. ^.ymolitiaqe t Ä‘»'»«“«'■ Ätn> & »>4 $ tretet und Vorsitzender der Kommission sei, einen Beschluß zugunsten der Aufrechterhaltung der durch die frühere Entscheidung vom 13. 3. 22 be- ’timmten deutschen Zahlungsverpflichtungen herbeiführen würde. Wenn dagegen Deutschland ein Moratorium 0hne Zustimmung der französischen Regierung gewährt wurde, hättediefranzosische, Regierung die von ihr für notwendig^ erachteten Maßnahmensicherbereits ins Auge gefaßt. Poincars sei in diesem" Punkt durch keinen Beschluß der Konferenz gebunden, und die französische Regierung wahre sich ihre volle Handlungsfreiheit. Der Ministerpräsident habe es übttgens abgelehnt, irgendeine Erklärung über sein Vorgehen abzugeben, das er sich für diesen Fall Vorbehalte, solange er nicht seinen Ministerkollegen über die Lage Bettcht erstattet habe. Aber selbst wenn die Stimme des Vorsitzenden nicht ausschlaggebend wäre, würde, auch wenn die übrigen Vertreter für ein Moratorium eintreten, eine Ueberein- timmung des belgischen und französischen Votums in der Reparationskommission juristisch die Ablehnung des Moratoriums bedeuten, da die erforderliche Mehrheit dann nicht zustande tarne und da die Qualttät der Stimmen zugunsten der Aufrechterhaltung des Statusquo ins Gewicht falle. Ein britischer Kabinettsrat. London, 14. Aug. Rachmittags 3.30 Uhr fand eine Sitzung des britischen Kabinetts statt, an der alle in London anwesenden Minister teilnahmen. »ihrer Berussvettretungen werden denn auch als -unliebsame Störung oder gar als Eingriff in die Rechte der Selbstverwaltung empfunden und oft mehr oder weniger unfteundlich zurückgewiesen. In einem Vortrage, welchen der Bürgermeister Dr. Ducerius aus Hannover auf einer Tagung des Vereins für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik m Stuttgart gehalten hat, ist es von chm als auf die Dauer schlechthin unsittlich bezeichnet worden, wenn 90 Prozent der Gememde- 'fertretec beschließen und 10 Prozent der Vertreter bezahlen sollen. Und es ist in der Tat so, daß Heute in vielen Fällen infolge der politischen Zusammensetzung der Gemeindevertretungen Mehrheiten übet die Gemeindefinanzen verfügen, welche selbst am allerwenigsten zur Aufbringung der Mittel beitragen. Ein solcher Zustand wird mit der Zeit den davpn in erster Linie betroffenen Kreisen und Ständen, selbst wenn die auferlegten Steuern noch mäßig sind, unerträglich, und muß diese Kreise den übrigen Burgern der Gemeinde entfremden. Dies sollte von den Gemeindeverwaltungen ja nicht unterschätzt, sondern vielmehr ernstlich beachtet werden. 5)anoelt es sich doch hier nicht, wie auf einer Gewerbesteuertagung der niedersächsischen Handelskammern in Hannover ein Redner treffend ausgeführt hat, um einen Sturm, der immer einsetzt, wenn jemand Steuern zahlen soll. Rein, es ist das verletzte Volksempfinden, das sich gegen die Steuerungerechtigkeit auflehnt, zu welcher sich die ganze Att des Gewerbesteuerverfahrens heute vielerorts -ausgewachsen hat. Und nicht minder richtig ist es, -wenn derselbe Redner gesagt hat, daß durch ein solches Verfahren auch der Steuererfolg in Frage gestellt wird, denn Steuerfteudigkeit, wenn man g Sptirtan AwV.Herr-D nnb . Schube : und zahle . blt b-ichftcu Preist'^ L Rosenm'm ^Aeftrn,EelterStveg58I denden Zahlungen leiste. Schanzer und Lloyd George waren anderer Ansicht, erklärten aber, sie seien bereit, daß die Reparationskommission darüber entscheide, ob Deutschland während dieses Zeitraumes bezahlen solle. Die Franzosen waren damit nicht einverstanden, worauf otc Verhandlungen ihr Ende fanden. In seiner Schlußrede erklärte Schanzer, daß die Reparationsfrage nicht getrennt von der der alliierten Schulden in Erwägung gezogen werden könne. Die Reuter- melbung schließt: Obwohl die Verhandlungen zu feinem Ergebnis geführt haben, haben sie die Beziehungen der Alliierten doch nicht verschlechtert, was sich aus der Tatsache ergibt, daß nach dem Abbruch der Konferenz Poincare die österreichische Frage mit den übrigen Alliierten besprach. London, 15. Aug. (Reuter.) Eine amtliche Meldung über den Schluß der Konferenz läßt die Stellung erkennen, in der der Abbruch erfolgte. Lloyd George erfiärte in einer VeSammlung heute früh, Großbritannien fei gewillt: 1. den italienischen Vorschlag auf Vertagung der Konferenz bis Ende des Jahres anzunehmen, 2. die Frage des Moratoriums der Reparationskommission zur Entscheidung zu überlassen, 3. zuzustimmen, daß die bereits vom Garantiekomitee geforderten und von Deutschland angenommenen Garantien sofort angewandt würden, 4. von den alliierten Schuldnern bis zum Ende dieses Zahres keine Zinsen zu fordern. Die britischen Vorschläge wurden von sämtlichen OTTHierten, ausgenommen Frankreich, angenommen. Poincare erklärte, zu seinem Bedauern könne er dies nicht annehmen. Frankreich nehme den Standpunkt ein, daß ohne neue Garantien Deutschland kein Moratorium gewährt werden könne. Lloyd George erwiderte, er könne der Vertagung der Konferenz ohne Moratorium nicht zu- ftimmen. Die Konferenz habe neue Garantien erörtert in der Annahme, daß das Moratotturn notwendig sei und es scheine (?), sich lür eine Vertagung zu entscheiden, während das Moratorium vollkommen ausgeschlossen sei. Lloyd George betonte. Großbritannien mißbillige die von den französischen Vertretern vorgeschlagenen neuen Garantien nicht aus irgendwelcher Rach- sicht für Deutschland, sondern weil er überzeugt fei, daß diese Garantien ihren Zweck nicht erfüllen würden. Gutachten der Sachverständigen. London, 14. Aug. (Reuter.) Der Sach- verständigenausschuh der Konferenz nahm heute nachmittag cm Gutachten an, wonach Deutschland die letzte Rate von 2 Millionen Pfund Sterling zur Begleichung von Privatschulden innerhalb 4 Wochen bezahlen soll. Hierauf soll dem Gutachten zufolge das Abkommen über diese Zahlungen außer Kraft treten. Schließlich empfiehlt das Gutachten, daß die aHüerten Regierungen für die von Deutschland zu leistenden Zahlungen Sonderabmachungen treffen sollen, die der Zustimmung der Reparationskommission bedürfen. Die Konferenz nahm ferner einen Bericht von Theu- n i s und Poincare entgegen, in dem es heißt, sie brächten große Opfer an Grundsätzen für die Sache der Einigkeit der Alliierten. Eine französische Darlegung. Paris, 14. Aug. (WTB.) Der Sond«- berichterstatter von H a v a s drahtet folgenoe halbamtliche Rote aus London: Am Mittwoch vormittag werde in Paris der französis ch e Mini st er rat zusammentreten, um die durch das negative Ergebnis der Londoner Beratungen geschasiene Lage zu prüfen. Da die alliierten Regierungen zu keiner Verständigung über die chren Vertretern in der Reparationskommission ; bezüglich der Beantwortung des deutschen Mora- . tottumsgesuches zu erteilenden Anweisungen gelangt seien, werde Poincare dem französischen Dettreter Dubois erneut die Weisung erteilen, ' sich gegen die Gewährung eines Moratoriums auszusprechen. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die belgische Regierung ihrem ■ Vertreter eine ähnliche Weisung erteile. Unter I diesen Umständen würden, wenn die englischen und italienischen Delegierten weiter für em Moratorium einträten, die Stimmen in der Kom- Eine Note der Reparationskommissio«. Berlin, 14. Aug, Die Reparation^ kommission hat der Kriegslastenkommifsion folgende Rote überreicht: Entgegen der in ihrem Schreiben vom 16. Juli ausgesprochenen Erwartung steht sich die Kommission nicht in der Lage, vor dem 15. August ihre Entscheidung auf Ihr Memorandum vom 12. Juli mitzuteilen. Sie wird Sie unverzüglich davon in Kenntnis sehen und gleichzeitig die Bestimmung über die Frage der Fälligkeit vom 15. August zu treffen, welche bis zu dieser Entscheidung in der Schwebe bleiben soll. Paris, 14. August. (gex.): Dubois, John Bradburh. Londoner Presseftimmen. London, 14. Aug. (WB.) Der Zusam- menbruch der Konferenz für die Re- paiationsftage wird in der Abendpresse ausführlich erörtert. Die Blätter betonen, daß die Haltung Poincaräs in der Frage der alliierten Kontrolle über die deutschen Staatsforsten und Bergwerke zum Bruch führte. Lloyd George habe mit der Unterstützung nicht nur der britischen Minister, _ sondern auch der übrigen alliierten Staatsmänner einen äußersten Versuch unternommen, um zu einem Einvernehmen zu gelangen, jedoch ohne Erfolg. Poincare habe sich unnachgiebig gezeigt. Der Abbruch der Konferenz sei als e rn st e G e - fährdung der Entente anzusehen, insbesondere angesichts der äußersten Feindseligkeit und Bitterkeit der französischen Presse bei ihrer Erörterung der btttischen Haltung gegenüber dem französischen Plane. Lloyd George sei äußerst enttäuscht über die Wendung, die die Ereignisse genommen haben. Er habe stets die Schvierig- feiten der Stellung des französischen Ministerpräsidenten eingesehen und habe auf alle Arten versucht, zu einem Kompromiß zu gelangen, das für die Alliierten annehmbar wäre, zu gleicher Zeit aber Pomcarös Stellung nicht gefährden würde. London, 14. Aug. (WTD.) „Pall Mall and ©lobe“ wirft in einem Leitartikel die Frage auf, ob Frankreich das Signal zum Bruch geben werde und führt aus: Die öffentliche Meinung Englands sei mehr als je von der Unwirksamkeit der französischen Poli- tit und ihrer Schädlichkeit für die allgemeine Wohlftkhrt Europas überzeugt. Die Unordnung, in Europa, die viele Hunderttausende m Großbritannien erwerbslos halte, sei zum großen Teil auf die Haltung Frankreichs zurüchw führen. Frankreich sollte allmählich gelernt haben, daß. selbst die Reparationszahlungen, auf die es so aus sei, niemals erfolgen würden, bevor Maßnahmen angewendet seien, die eine heilsame Wirkung auf die Lage ausübten. Großbritannien werde ftch keiner französischen Politik anschließen, die Entsendung des Gerichtsvollziehers auf die andere Seite des Rheins bedeute, beim dies würde wahrscheinlich den polittschen und wirtschaftlichen Zu-, sammenbruch zur Folge tzaben. Dieser Zusammenbruch werde katastrophale Wirkungen .weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ausüben. Wenn Frankreich allein auf ein solches Abenteuer ausgehen sollte, so würde England selbstverständlich jede Verantwortung ablehnen und die Entente würde im wahren Sinne- ' des Wortes zu Ende sein» Mm») 1 Teievbon 19. W «■■111 in j Mfe ,>’ k Annahme von Anzeigen WÄ ▼ für die Tagesnummer bis GietzenerAMger« General-Anzeiger für Oberhessen -WZ ( v 1 Anzeigenteil: Hans Beck, Druck und Verlag- Srühlsche Univ.-Vuch- und Lteiudruckerel B. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. s-mtlich in Ei-b-n. des cai“ Aus Lem besetzten Gebiet. der 1. 20 Mr. 12 Mk. 10 Mk. 4 Mk. 2. 50 Mk. 20 Mk. 8 Mk. 1 Mr |te sich von der Dorfkirche aus ein 40 24 Mk. Mk. die Fleischbeschauer: a) für ein Stück Großvieh (Bulle, Ochse, Kuh, Stier, Zungrind)..... b) für ein Schwein....... c) für ein Stück Kleinvieh (Kalb, Schaf, Ziege)........... d) für ein Saugferkel oder Sauglamm (Schaaf, Ziege)....... die Tierärzte: a) für ein Einhufer....... b) für ein Stück Großvieh (Bulle, Ochse, Kuh, Stier, Zungrind)..... c) für ein Schwein....... d) für ein Stück Kleinvieh (Kalb, Schaf, Ziege)........... e) für ein Saugferkel oder Sauglamm (Schaf, Ziege)........ Aus Hessen. Der hessische Bauernbund gegen die GeLreideumlage. gewaltiger 3ug unter Glockengeläuts zum Friedhof. in dessen oberen Teile ver Heldenfriedhof angelegt ist. An der Friedenseiche 1870/71 wurde zu Ehren dieser Helden von dem Vorsitzenden des Kriegecvereins, Sattlermeister Vö 1 zing. verlangt werden, eine Ganggebühr von 6 Mark zu I Rohrzucker ebenfalls verschiedene Sauren, oar- gewayren. unter auck die aiitiae Ornffnuro hi» r»; Lord Northcliffe f. London, 14 .Aug. (WTD.) Lord Rorthcliffe ist heute g e st o r b e n. Lord Rorthcliffe, der englische Zeitungskönig und Deutschenfeind, ist nur 57 Jahre alt geworden. Seinen Peerstitel führte er seit 1905 nach den ersten großen Erfolgen, die er durch die Begründung der „Daily Mail" errungen hatte. Sein ursprünglicher Aame war Alfred Harms Worth. Geboren 1865 und früh in die journalistische Laufbahn gekommen, gründete er 1896 die „Daily Mail" als ein auf Massenvertrieb eingerichtetes, dem Geschmack und den Bedürf» nisfen der Massen angepaßtes, in streng nationalistischem Geiste gehaltenes Halspenny-Blatt. Zehn Jahre später hatte er bereits zahlreiche kleinere Blätter in der Hand und war in der Lage, sich den Hauptanteil an dem Besitz der „Times" zu verschaffen, die er später ganz für sich erwarb. So gewann er die Stellung, die bis dahin in der Presse seines Landes ihresgleichen nicht 'hatte. gegangenen Konferenzen geweiht, und zwar deshalb, weil man mit demselben verstaubten Aktemnaterial nach London gegangen sei, das seit drei Jahren aus dem grünen Tisch hin- und hergeschvben werde. Wird man. fragt das Blatt, immer und ewig dieses ziellose Spiel fortsetzen, in dem wir keinen Atout besitzen und das bei jeder Partie zu unserem Nachteile ausschlägt, welche Mühe man sich auch geben möge, es ' öffentlichen Meinung zu verheimlichen. Zn diesen Gebühren ist die Vergütung für die gesamte Beschau, für die Stempelung des Fleisches Aus Staöt und Land. Gießen, den 15. Aug. 1922. Neuregelung der Aleischbefchaugebühren. Durch Verordnung des Ministeriums des Innern sind die Gebühren für die Fleischbeschau mit Wirkung vom 1. August ab neu geregelt worden. Danach haben zu beanspruchen: Die Ausweisungen aus Elsasi- Lothringen. Berlin, 14 .Aug. (WTB.) Zur Ausweisung deutscher Reichsangehöriger aus Glsah-Lvthringen wird der „D. Z.a.M." aus Appenweier gemeldet, daß die Ausweisung diesmal besonders hart gewesen sei. Freitag früh wurden die Opfer dieser unerhörten Repressalien aus der Wohnung sozusagen aus dem Bett her- ^ausgeholtund inSPolizeilokalge- führt. Als lästige Ausländer mußten Män- Fßer und Frauen bis 75 und 80 Jahren, von ;denen ein Teil seit 40 Jahren in Elsah-Loth- 'ringen lebt, und dort die Heimat gefunden hat, das Land binnen 48 Stunden verlassen. Es waren zumeist einfache Leute: Arbeiter, Angestellte, Kellnerinnen, daneben Geschäftsleute; also Menschen, die sich um alles andere als um die hohe Politik kümmern und unmöglich jene notorisch landschädlichen deutschen Elemente sein können, deren Ausweisung nach der Zusage PvincaräS allein in Betracht kommen sollte. HilssmahnahmensürOesterreich? Paris, 14 .Aug. (WTB.) HavaS erfährt von seinem Sonderberichterstatter in London, daß Lloyd George die alliierten Minister zu einer Sitzung um 5 Uhr nachmittags ein berufen habe, in der die Hilfsmaßnahmen für Oesterreich besprochen werden sollen. Der Berichterstatter fügt hinzu, daß im Anschluß an die DvrmittagSsitzung der Konferenz für heute nachmittag ein englischer Kabinettsrat einberufen worden sei. Paris. 14. Aug. (WTD.) Havas berichtet aus London: Die alliierten Minister haben heute ** Amtliche Personalnachrichten. 2lm 7. August wurde der Bauinspektor im Kreisdienst Heinrich Denker zu Reckar-Steinach zum Bauinspektor bei dem Hessischen Hochbauamt Bensheim mit dem Wohnsitz in Wimpfen vom 1 Oktober d. Z. an ernannt. — Ernannt wurde am 9. August der Dureauvorsteher i. R. Georg Hotz aus Darinstadt zum Derwaltungsobersekre- tär bei der Zentralstelle für die Landesstatistik mit Wirkung vom 1. April 1922 an. — Am 9. Aug. wurde der Forster der Forstwartei Deckenbach, Oberförsterei Homberg. Förster Simon Trupp zu Deckenbach, auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste )vm 1. Oktober d. Z. ab in den Ruhestand ver- eht. — Ernannt wurden am 11. August: der Kreisschulrat bei dem Kreisschulamt Gie- 3 e n Dr. Konrad Alles zum Stadtschulrat bei dein Stadtschulamt Gießen mit Wirkung vom 1. August 4922 ab; der Rektor an der Volksschule zu Gießen Martin Fischer zum Kreisschulrat bei dem Kreisschulamt Gießen mit Wirkung vom 14. August 1922 ab. — Ernannt wurde am 12. August 1922 der KreuS- schulrat bei dem Kreisschulamt Darmstadt Ed. Pfaff zum Stadtschulrat bei dem'Stadtschulamt Darmstadt. — Ernannt wurde am 12. August der Rektor an der Volksschule in Darmstadt Zohs. Losch mit Wirkung vom 1. April 1922 ab zum Kreisschulrat bei dem Kreisschulamt Darmstadt und mit Wirkung vom 15. August 1922 ab zum Stadtschulrat bei dem Stadtschulamt Darmstadt. — Entlassen wurde am 7. August der Lehrer Zosef Schneiderhöhn zu Bürstadt auf sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. September 1922 ab aus dem Schuldienst. ** Die Ausgabe der neuen Brotmarken findet am Donnerstag und Freitag dieser Woche statt. Man beachte die amtliche Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, aus der Räheres ersichtlich ist. ** D ie neuen Erwerbslosen- Unterstühungssähe der Stadt Gießen werden in unserem heutigen Anzeigenteil amtlich zur öffentlichen Kenntnis gebracht. ** Achtung Imker. Man schreibt uns: Wie man von verschiedenen Imkern des Kreises hört, haben.sich diese mit' Rohrzucker zur Winterfütterung ihrer Bienen versehe. Rach den Er- Für die Ausübung der Beschau in einer Entfernung von mehr als 1 Kilometer außerhalb ihres Wohnortes ist den Fleischbeschauern neben der Beschaugebühr noch eine Ganggebühr von 3 Mk. für jeden auf dem Hin- und Rückweg zurückgelegten Kilometer zu gewähren, wobei angefangene Kilometer voll berechnet werden. Tierärzte erhalten für jeden angefangenen Kilometer 6 Mark. In Fällen, wo dem Fleischbeschauer eine unrichtige Schlachtzeit angegeben wurde und dieser dadurch zu unnötigen Gängen veranlaßt worden ist, hat der Besitzer des Schlachttieres eine besondere Zusahgebühr zu entrichten. Diese Zusatzgebühr bettägt für Fleischbeschauer innerhalb ihres Wohnortes 12 Mark, für Tierärzte 30 Mark, außerhalb desselben die zu berechnende Ganggebühr, mindestens jedoch 20 Mark für Fleischbeschauer und 50 Mark für Tierärzte. Tierärzte erhalten in den Beschaubezirken, für die sie nicht selbst als Fleischbeschauer bestellt sind, für die Beschau (Ergänzungsbeschau) einschließlich der Stempelung des Fleisches und der Benachrichtigung der Ortspolizeibehörde von dem Beschauergebnis eine Gebühr von 60 Mark für jedes Schlachttier ohne Rücksicht auf die Gattung. Ein besonderes Tagegeld wird jedoch daneben nicht gewährt, Die beamteten Tierärzte erhalten für die Ergänzungsbeschau eine Gebühr von 12 Mark für ein Pferd oder ein Stück Grohvieh und von 8 OHL für ein Stück Kleinvieh, bei auswärtigen Geschäften außerdem die verordnungsmäßigen Tagegelder. Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduttion des Volksstaates Hessen weist für den Monat Zuli 1922 folgende Zahlen nach: An Rohbruln- kohlen wurden gefördert 51 524 Tonnen: verkauft wurden davon 17 007 Tonnen. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelerei- Produkten erzeugt: 2850 Tonnen Braunkohlenbriketts, 218 4Tvnnen Rahpreßsteine. Außerdem wurden in Hessen erzeugt 8746 Tonnen Stein- Preßkohlen. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Ab- ähes und Selbstverbrauchs verblieben am Mo- natsschluß absatzfähig: 5211 Tonnen Rohkohlen und 2299 Tonnen Rahpreßsteine, zusammen 7510 Tonnen Braunkohlen und Dvaunkohlenprodukte im Gesamtwert von 4 158 748 Mark. | unter auch die giftige Oxalsäure, die bei Menschen und größeren Tieren schon tödlich wirken kann, mithin für die Bienen ebenfalls verderblich sein muß. Um die Verluste an Völkern, die uns dieses Jahr schon gebracht hat, nicht'noch zu vergrößern, hüte man sich davor, diesen Zucker zur Winterfütterung zu verwenden. Auch lasse man sich nicht dadurch verleiten, daß man ihn eben von Haushaltungen billig angeboten bekommt, weil man ihn seines Geruches und Geschmackes wegen nicht zu Speisen verwenden will, meint aber, für Bienen sei er gut genug. .** Die Brennstoffpreise für den Landkreis Gießen sind mit Wirkung vom 7. Augufl ab erhöht worden. Es kosten in Zukunft je Ztr: Fettstückkohlen 148,90 Mk.. Fettnußkohlen 151,60 Mark, Fettkohlen (meliert) 128,50 Mk., Ehnuhkohlen 164,20 Mk., Anthrazit 181,70 Mk., Steinkohlenbri- fettd 166,50 Mk., Braunkohlenbriketts (rheinische) 81,60 Mk., Torfbriketts 82,30 Mk., Zechenkoks (grob) 175,40 Mk., Zechenkoks (nutz) 196 Mk. Vorstehende Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen in Fuhren bis vor das Haus des Käufers oder frei Lagerplatz dcs Kohlenhändlers für den Zentner ein- schließkich Warenumsatzsteuer. Geschieht eine Verteilung ab Waggon, so daß Abfuhr nicht in Frage kommt, so ist der hierfür eingesetzte Betrag für Kohlen 4 Mk. und für Briketts und Koks 6 Mk.< für den Zentner in Abzug zu bringen. Für die' Lieferung der Kohlen bis in den Keller sowie für' die Lieferung von Säcken usw. kommen noch Zuschläge in Betracht. Aeltere Brennstofsbestände find zu den seitherigen Höchstpreisen abzugeben. ' Anlagenkonzert findet Donnerstae mittag 12 älhr am Liebigdenkmal statt. Musik- folge: 1. „Marsch der Kurbrandenburger" (C. Zimmer). 2. Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von Rürnberg" (R. Wagner). 3. „Moment musi- cal“ (Franz Schubert). 4. „Erste Peer-Ghnt-Sutte" (Ed. Grueg): a) Morgenstimmung, b) Ases Tod, c) Anitras Tanz, d) In den Hallen des Bergkönigs. 5. „Durch Kampf zum Siegt" Marsch (O. Simon.) nachmittag von fünf bis sechs ilfjr über die Lage Oesterreichs beraten und beschlofien, ihm einen neuen Vorschuß zu gewähren. Die Frage ist zur Prüfung an den Dölkermund verwiesen worden, der den Alltterten ein Programm unterbreiten soll. Wien, 14. Aug. (WTD.) Die Kosten der Lebenshaltung find vom 15. Zuli bis zum 15. August um 12 4 Prozent gestiegen. ging flüchtig . - _____ Kriegsgericht der französischen Rheinarmee in Mainz zu zwei Zähren Gefängnis und 100 Franken Geldstrafe verurteilt. Die Mittäter erhielten je drei Monate Gefängnis und 50 Franken Geldstrafe. Fünf junge Burschen aus Mainz hatten bei dem Vorfall „Haut ihn" gerufen. Das Kriegsgericht verurteilte sie zu je 2000 Mk. Geldstrafe. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater, 7 Uhr: „Cyprienne". Landkreis Gießen. Winnerod, 12. Aug. Als selten«, aber unliebsamer Gast aus der Vogelwelt treibt sich feit einiger Zeit an den Teichen, die auf der Westseite das hiesige Hof gut umgeben, ein stattlicher Fischreiher herum: er plündert in der frechsten Weise die dortigen Fisch, bestände. In diesem Frühjahr gelang eS dem Sohne des hiesigen Gutsbesitzers, Herrn stud. foreft. M. Element, ein schönes Stück dieser Raub- oogelart M erlegen. Während der Fischreiher in unserer Gegend sich hin und wieder blicken läßt (er kommt hierher aus dem Lahntal), ist der Fischadler, der int östlichen Vogelsberg, besonders im Riddertal. als Durchgangs- aast sich fast jedes Zahr einstellt, hier ganz unbekannt. Ebenso ist der Storch, der noch vor zwei Jahrzehnten in unseren Wiesengründen häufig anzutreffen war. jetzt bei uns ganz fremd geworden. Hierzu hat jedenfalls die Verbesserung der Wiesenkulttiren, insbesondere das Trockenlegen zahlreicher Wasserflächen, viel beigetragen. Kreis Alsfeld. O Alsfeld, 13. Aug. Sängerfahrt. Der Dauersche Gesangverein aus Gießen hat am vergangenen Samstag eine Sängeftahrt nach Alsfell» unternommen. Abends and eine gesellige Zusammenkunft mtt den hiesigen Drudervereinen im großen Saale des „Deutschen Kaiser-" statt. Der Vorsitzende des Gesangvereins „Liederkranz", Herr D. Duchardt, richtete namens der hiesigen Vereine herzliche Worte der Degrühung an die Gäste. Den ersten Sanaes- gruß brachte der Gesangverein „Harmonie" dar. Rach einigen Dankesworten des Gießener Dirigenten brachte der Dauersche Gesangverein das Lied „Zubllate" zum Vortrag. Die stattliche Sängerschar mit ihrem hervorragenden Stimmenmaterial erntete stürmischen, wohlerworbenen Dekali. Insbesondere fand auch ein Instrumentalquartett der Gießener Gäste für seine prächtigen Leistungen lebhafte Anerkennung. Der hiesige Gesangverein „Liederkranz" trug ebenfalls, im Wechsel mit den anderen beiden Vereinen, einige Cieber vor. Der Abend nahm einen schönen harmonischen Verlauf und feftigte die bestehenden guten Beziehungen zwischen den Rachbarvereinen. kar. Groß-Felda, 13. Aug. Heute sand hier die Einweihung eines Ehrenfriedhof e s für unsere im Weltkrieg gefallenen Helden statt. Das schlanke Denkmal aus bayerischem Muschelkalk aus der Gegend bei Würzburg, mtt 24 geschmackvollen Steinen für die einzelnen Gefallenen soll uns und künftigen Geschlechtern allezeit der treuen Toten eingedenk sein lassen. Ilm Französische Presieftimmeu. Paris, 14. Aug. (WTD.) Der „Ternps" stellt fest, daß man in London noch immer in der Sackgasse steckt. Der Verfalltag vom 15.8. sei heute vormittag von der Reparationskommission aufgeschoben worden. Man werde das deutsche Moratoriumsgesuch sobald wie möglich beantworten. Dieser Beschluß sei einstimmig erklärt worden. Es hätten also für Frankreich ernste Gründe bestanden, ihm beizutreten. Ebenso richtig aber fei es, daß man auf diese Weise, wenn auch nur vorübergehend, gerade diejenige Lage schaffe, die man hätte vermeiden wollen. Ein Zahlungsaufschub ohne irgendwelche Sicherstellung eines produktiven Pfandes. Diese Lage könne nicht a n d a u e r n. Vinnen kurzem würden übrigens die Barzahlungen nicht allein in Detvacht kommen, man müsse auch auf Schwierigkeiten bei den Kohlenlieferungen gefaßt fein. Die deutsch« Regierung bleibe anscheinend hartnäckig dabei, feine polnischen Kohlen aus Oberschlesien kaufen zu wollen, trotz der beträchtlichen Ersparnis, die sie dabei erzielen würde. Die Ruhrbergleute hätten es abgelehnt, regelmäßige Ueber- stunden zu leisten. Die Zahl der (Bergleute selbst würde immer mehr abnehmen, denn die deutsche Industrie blühe dermaßen, daß die Fabrikttions- zweige aller Art sich die Arbeiter streitig machten und sie dem Kohlenabbau entzögen. Schließlich hätten es auch die deutschen Dergwerks- genossenschaften diesmal abgelehnt, für die Aufstellung des Planes der Lieferungen an die Entente Sachverständige zu bezeichnen. Deshalb dürfe man nicht überrascht sein, wenn demnächst eine Verfehlung Deutschlands in der Frage der Kohlenlieferungen eintrete. Die Zeit allein werde nicht regeln. Das „Journal des Debats" schreibt, die Politik habe in einer gewissen Beziehung Aehnlichkett mit der Strategie. Auf diplomatischem Gebiete wie auf dem Schlachtfelde bestehe eine große Stärke darin, daß man die Initiative zu erfassen trachte. Deshalb sei es auch sehr wünschenswert, daß die französische Regierung nicht warte, bis andere ihr zuvvrkämen und daß sie sich beeile, zu sprechen. Vielleicht rühre ihr Zögern daher, daß sie das Programm, auf das an dieser Stelle angespielt werde, nicht genügend sorgfältig bearbeitet habe. Möge sie in diesem Falle keine Zeit mehr verlieren und sobald wie möglich dazu gelangen, Vorschläge $u machen, die die Voraussetzung der Debatten duzch und durch veränderten. Welchen Abschluß auch die Londoner Konferenz finden möge, sie sei von jetzt ab d e m jämmerlichen Schicksal aller voran- wd. Mainz, 13. Aug. 13 junge Leute was Weisenau hatten der letzten Reujahrsnacht gelegentlich «per Tanzmusik einen französischen Sol da t e n durch Schlagringe, Biergläser usw. so schwer verletzt, daß er längere Zeit im Militärhospital zubringen muhte. Der Haupttäter, ein Schiffer Friedrich Dorn, ging flüchtig und wurde in contumaciam vom Kriegsgericht fpd. Der erweiterte Landesvorstand Hessischen Bauernbundes hielt in Frankfurt eine Sitzung ab, die sich mit der Frage der Getreideumlage beschäftigte. Die Versammlung kam nach längerer Aussprache zu dem Ergebnis, daß die auf Hessen entfallende Umlage* menge in Anbetracht des diesjährigen Ernteausfalles viel zu hoch ist und derart herabgesetzt werden muh, daß eine Erfüllung überhaupt im gereich der Möglichkeit liegt. In einer Entschließung wird ausgeführt, daß der Vorstand nicht in der Lage ist, seine Mitglieder aufzufordern, ilmtagegetreibe früher abzuliesern, als bis die Frage der von Hessen abzuliefernden -Umlagern enge und des Umlagepreises, der zu niedrig ist, einigermaßen den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend geregelt ist. Der Vorstand wird zu der Getreideumlage erst dann endgültigeDeschluß-- fassung herbeiführen, wenn seine Verhandlungen mit den Regierungsstellen abgeschlossen sind. fahrungen, die man mit Rohrübenzucker gemacht - . . r ------------ hat, ist davon entschieden abzuraten. Die da- und die Zeitversaumnis einbegriffen. Jedoch ist den mit gefütterten Völker gingen meistens an der Fleischbeschauern für besondere Gänge, die von ihnen Ruhr ein. Die Ursache davon sind die Säuren. bei der Erledigung der Ergänzungsfleischbeschau I welche er enthält. Run finden wir in dem M MMen m Mos. Roman von Ernst Scheitel. 34. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Als Ismais fertig war und die Zeremonie beginnen konnte, richtete er noch einmal das Wort an Eduard: „Meinen Körper sollt Ihr mit Ratron bestreichen und mit sieben Binden umwickeln. Dann legt ihn hinunter in die Felsen. Habu Dank, denn Ihr seid ein guter Mensch gr- toefenl Ihr habt einmal Euer Leben für mich gewagt „als mich das Zarotier verschlingen wollte unb so gehört mein Leben Euch. Aber mein Körper gehört der Erde, die ihn geboren hot. Lebt wohl und kehrt nicht zurück, ehe die Sonne hinter den westlichen Bergen in das himmlische Meer gesunken ist!" Dana winkte er Eduard noch einmal zu, ihn mn zu verlassen, warf einige der trockenen Pflanzen in die Raucherpfanne, legte die Hände in seinen Schoß übereinander, daß, sich die Spitzen der Daumen berührten, richtete seine Augen starr auf das Mädchen und rührte kein Glied mehr. Eduard folgte der Weisung des Knaben. Von den seltsamsten Empfindungen durchschüttelt, schlug er den Weg nach dem Tale zu ein. Bevor er die Wüste hinter sich ließ, wandte er sich noch einmal um, gewahrte aber nur in weiter Ferne die beiden versteinerten Körper, zwischen denen eine dünne, weißliche Rauchsäule emporstttg Planlos schleppte er sich am Riluser hin. Gr überdachte seine 3ufjnft. Er würde nm wohl nach Deutschland zurückkehren und dort das Dasein eines gebrochenen Menschen führen, er, dem alle Möglichkeiten zu Glück und Erfolg beschieden gewesen. Die Ereignisse der vergangenen Wochen hatten ihn furchtbar gereift. Mtt der Welt- verachtung und Resignation eines alten, v)m Schicksal zertretenen Mannes blickte er tn die Welt, deren glühendster Landstrich seinen Körper gebrochen und seine Seele versengt hatte. Er nahm nichts um sich herum wahr. Gänzlich nach innen gewandt war sein Blick, und die Dinge, die ihn sonst bewegt und fern Intere'se woch- gerufen hätten, lagen jetzt fremd und belanglos um ihn herum. Er merkte es nicht, wie der Himmel sich rötete, um mit seinem Purpur die Sonne zu umhüllen, und wie die Erde sich zum abendlichen Schlaf bereitete. Zwei Männer erschienen in der Ferne und wanderten mit eiligen Schritten auf ihn z i. Aber erst als sie ihn anfbrachen, wurde er ihrer gewahr und erkannte Perzelius uiU> den Duron. „®er Herr Baron ist mit einem Extrazug gekommen, ohne genau gewußt zu haben, wo toir uns befänden," erklärte der Doktor. Baron Hallams Gesucht war noch härter und seine Gestalt noch stählerner als sonst. In seinen Augen war nichts zu lesen als die leidvolle Stumnuheit eines Menschen, der überwunden hat. Er drückte schweigend Eduard die Hand und sagte nur: „Ich danke Ihnen! Sie haben mir die sterb- lichen Reste meines Lö bsten gerettet! Es folt Ihnen unvergessen bleiben." Dam, schritten die bret wortlos nebenetn- ander. „Ich habe es dem Dottor schon erzählt," begann nach einer langen Zeit der Baron wrede'r. „Miß Mason ist nicht mehr. Sie hat Morphium genommen.“ »Wieso das?" fragte Eduard. „Sie hat sich von Anfang an große Dor- Würfe gemacht, daß sie meine Tochter nur einen Augenblick allein gelassen hatte. Was natürlich sinnlos war. Aber sie ließ es sich nicht ausrÄ>rn. Ohne mich zu fragen, rannte sie zur Polizei und diese ließ sofort einen Haftbefehl gegen den jüdischen Kaschemmenbesiher Samuel Chujim ergehen, der schon länger verdächtig gewesen fein soll. Aber der bekam Wind davon, und als man ihn sestnehmen wollte, war er fort. Und er scheint feine Genossen gewarnt zu Habern Als dann Ihr Telegramm cintuaf mit der Rachricht, daß durch jenen Verrat alles in Frage gestellt sei, nahm sie eben Morphium. — Ich hoffte ja bis zuletzt, weil ich die Fähigkeiten von Dottor Perzelius zu würdigen weiß. Ich glaube auch sicher, daß er ohne jeden Zwischenfall ans Ziel gekommen wäre." Perzelius schien kaum auf die Worte des Borons zu achten, Eduard jedoch berührten sie ftart. Sv war also das alte Fräulein ein Opfer lh er wohlg m l tet Vor iligknit geworden. „Ich möchte meine Tochter heute noch mit mir nehmen," fuhr der Baron weiter, „um sie von Kairo aus gleich nach Deutschland überführen z i lassen. Sie soll in der Familiengruft neben ihrer Mutter ruhen." Kein Zittern klang dabei in seiner Stimme und niemand hätte ihm den Schmerz angesehen, daß er nun völlig einsam war. „Der Welt werden jene Leute jedenfalls keinen Schoden mehr tun," sagte Perzelius nach einer langen Pause. „Za," erwiderte der Baron, „Sie erwähnten I schon kurz, daß alle ertrunken seien. Wie taml das?" 1 „Ich habe die Schleusen geöffnet," erklärte der Doktor und fuhr mit der Hand nach dem Munde, wie um ferne Worte wieder zu verwischen. Eduard erinnerte sich habet an den riesigen Hebel, den ihm Pei^elius gezeigt hatte, als er noch gefesselt lag. „Die meisten dieser unteridrischen Paläste haben einen Zugang zum Ril," begann der Doktor wieder, „um tm Falle eines Eindringens von Feinden das Ganze unter Wasser sehen zu können. Run sind sie an ihrer eigenen Vorsicht $i- grunbe gegangen.“ Wieder schritt man wortlos nebeneinander her. In der Ferne erschien bereits die Triumner- stätte von Ombos in einen roten Dunstschleier gehüllt. Schweren Herzens machten sich die bret Männer daran, die Höhe der Wüstenhochfiüchr äu erklimmen, wo Silly lag. Der Abend brodelte unter der Wölbung des Himmels und die Glut der tm Westen sich auflösenden Sonne sickerte tn den feinen Sand und ließ ihn gleich flammenden Lavafeldern aufleuchten. Immer endloser breitete sich die Einsamkeit der Wüste, deren böses Schweigen durch keinen Laut unterbrochen wurde. Eduard führte seine beiden Degletter, und es war nicht leicht für ihn, die Richtung wieder z u finden, in welcher er mittags weggeschritten war. Denn Düne reihte sich an Dürre in grenzenloser Gleichförmigkeit. (Fortsetzung folgt) Cnt- 11585,- 11186,- 11214,- Rio de Janeiro 11615, 1,54 2162,70 60,08 313,15 473,60 416,55 59,92 312,35 472i-iO 415,45 Drüffel-Antw. . Christian!« . . . Kopenhagen .. Stockholm. . . . HelsingfvrS. . . Italien London Aeuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch. Oesterr» Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Kirche und Schule Kirchliche Wahlen. 1,45 2155,30 56,17 298,12 459,40 394,50 t Haft. — (siit am 2D. x)uu patte Die -rau o- u 4 Ilana Bätz von hier eine längere FreiheitsstrafeI Gertrud Schneider, Gießen. fpd. Frankfurt a. M., 14. Ang Der frühere Jockei Bruno Krahmann, geboren 1898 in Mannheim, unterschlug seiner Herrschaft, bei der er als Buchhalter angestellt war, 20 000 Mk. Bargeld und stahl der Frau des Hauses Brillanten im Werte von mehr als einer Million Mark. Dann brannte er nach Wies- wegen Kirchendrebstahls verbüßt. Seit dieser Zett. verübte sie in der Deutschordenskirche und in der | Allerheiligenkirche wieder neue Diebstähle, indem sie Altardecken wegnahm. Sie wurde dabei überrascht und fe st genommen. lich begangen wird. Die an diesem Sonntag zur Erhebung kommende Kirchenkollekte soll zur Bildung eines Landesbibelfonds dienen und dadurch den Gemeinden der Ankauf der Bibeln zu ermäßigtem Preis ermöglicht werden. 1,49 2160,70 56,33 298,8? 460,60 395,50 Dru st schwimmen: Gertrud Schneider, Gießen, b) 2 5 - Mt r. - Beliebiges Schwimmen: z e m b er abzuhalten. Sin Dibelsvnntag. weilen an Friedrich, prachtvoll Biicherlisch. — Der Hochwald und anvere Erzählungen. Bon Adalbert Stifter. (Sammlung „Deutscher Erzähler".) R. Doigtlän« ders Derlag in Leipzig. Die vorliegende Ausgabe bietet drei Erzählungen aus „Stifters Studien" und eine aus den „Bunten Steinen". Der „H o ch- wald" ist Stifters berühmteste Erzählung. Sie Marknotierunge«. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm Wien Prag London Aeuyork Paris baden durch, reiste von hier, als jnan schon am nächsten Tage auf seine Spur kam, nach Berlin, wo er am letzten Freitag verhaftet wurde. Mit ihm zugleich wurde seine Geliebte Agnes Lübbe fest- genommen. Die Schmucksachen konnten wieder herbeigeschafft werden. — Das 20jährige Dienstmädchen Anna W e i tz e n s e e aus Griesheim iahl seiner hiesigen Herrschaft Kleider im Werte von annähernd 100 000 Mk. Das Mädchen ^am in Haft. — Erst am 25. Juli hatte die Frau )( In dankbarer Erinnerung an die stehung der deutschen Lutherbibel vor 400 Jahren ordnete die hessische Kirchenregierung durch ein Ausschreiben vom 3. August an, baß der Sonntag, der 17. September, in allen Gemeinden des Landes als Dibelsvnntag fest- vor allem zeigt, wie innig er mit seiner heimatlichen Scholle verwurzelt war. In der Kraft der Stimmungsmalevei gemahnt Stifter hier bis- den genialen Kaspar David Brigitta" läßt aus der Datum: 12. August. 14. August. .TtnftM-b 33541,90 33458,1031885,05 31964,95 • 6638 35 664165 6342,05 6357.90 1489360 14856,40 14182,75 14217,75 1857320 18.-26,80 17627,9017672,10 22678’35 22621,65 21584, - 21602,- 1822 30 1817,70 1722,80 1727,10 3954'95 3945,05 3745,30 3754,70 3884,85 3875,15 3670,40 3619,60 871,09 868,91 822,96 826,94 7008,75 e9yl,25 6741,55 675b,45 16620,75 16579,25 15680,35 15719,65 13416,75 13383,25 12794,- 12816,- 2157^30 Gießener Strafkammer. Freigesprochen wurde der Apotheker Dr. H.-M., aus Deutsch-Krone gebürtig, der frühere zeitweise Besitzer der Engelapotheke in Giehen. 3hm war zur Last gelegt, in verschiedenen Fällen bei Verabfolgung von Medikamenten Patienten betrogen zu haben. Die Beweisführung konnte wegen mangelnder Kenntnis der Damen der damaligen Käufer in einem Anklagefalle nicht durchgeführt werden, und daher glaubte das Gericht zu einer Verurteilung nicht kommen zu können. In anderen Fällen, wo eä sich um Lieberschreitung der Taxe bei der Verabreichung von homöopathischen Mitteln handelte, war Verjährung ein getreten; übrigens konnte das Gericht in der Taxuberschreitllng keinen Betrug erblicken. Auch in der dritten Anklagesache hatte das Gericht Bedenken, gegen den Angeklagten mit Strafe vorzugehen. Der Apotheker Dr. E. H, der seinerzeit bei H.-M. als Rezeptor tätig war, war der Beihilfe in einem Falle angeklagt. Mit der Freisprechung des H.-M. entfiel auch die Voraussetzung zu seiner Verurteilung. .ta Kmnz Am Mrenfriedhvf hielt. HrtÜermeü' ng die Festansprache. HchÜlerchöre, Gedichte und Männerchöre folgten r um so lüderllcher ausfäftt, ist selbstverständlich. Kreis Büdingen. h. Hirzenhain, 14. Aug. Heute morgen um Vs4 Uhr verunglückte der 20jährige Arbeiter Wolf von Altenstadt im hiesigen Bahnhof, indem er auf einen fahrenden Zug sprang und dabei unter die Räder geriet, die ihm beide Seiije vom Rumpfe trennten, so datz der Tod auf der Stelle eintrat. Kreis Schotten. b. Schotten, 14. Aug. Wie in den übrigen Kreisstädten, sand auch hier im dichtbesetzten Turnhallesaal eine Feier zum Jahrestag der Annahme der R e i ch s v e r f a s s u n g statt Rach einleitenden BegrützungsworteN des ^^n Ärclä- direktors Boe ck mann sprach Herr Krersschulrat Kinkel in ernsten, gcbantentieien Worten über den Geist und Wert des Derfassungswerkes. das uns ein Wegweiser zur Einigkeit, Recht und .wahren Freihett sei. Der Tag werde noch kommen, wo auch der letzte Deutsche treu zu dieser Verfassung halte. Schüler- und Mannerchore, Rezitationen, musikalische und Liedervortrage unserer einheimischen Sängerin Berta Schütz um- rahmten die harmonisch verlaufene Feier. — Die Stadt baut zur Linderung der bestehenden Wohnungsnot in der Vogelsbergstrabe ein Familien Haus für 5 Familien, das mögltchst noch in diesem Jahve bezogen werden soll. £ a u 6 a & 13. Aug. Heute sand die feier» liche Enthüllling einer Geben ktaf el für bie im Weltkrieg gefallenen MitgliÄ>er des hiesigen Turnvereins statt. Um 10 Uhr war ein Trauer g 0 ttesdien st, der auf bie ernste Feier Bezug nahm. Herr Dekan V 0 l P hielt eine eindrucksvolle Predigt: Frl. Kü chl er - Frank- furt, verständnisvoll begleitet durch das treffliche Orgelspiel des Herrn Reallehrer Gerhardt, sang mit ihrer klangvollen Altstimme zwei Lieder. Hieraus bewegte sich ein stattlicher Zug zur Turnhalle. Hier weihte Herr Dekan V 0 l P die in die Wand des Turnsaales eingelassene Gedenktafel, welche die Ramen der 33 gefallenen Helden der Rachwelt überliefert. Die Tafel besteht aus einer Porzellan- Platte mit Inschrift, bie in eine steinerne Tafel eingefügt ist. Das Denkmal ist einfach, leboch von künstlerischer Wirkung. Kreis Friedberg. * Bab-Raujheim, 15. Aug. Dm Donnerstag abend findet in Hupfelds-Kurpark-Kasino der 2. grotzeKünstler-Ball statt. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteiil ersichtlich. Starkenburg und Rheinheffen. tob. Mainz, 12. Aug. Ein neues Gewerbe ist hier im Aufblühen. Bei einem Gang durch bie Stadt kann man vor den Hotels in groben Reihen Frauen mit Wagen stehen sehen, um auf Fremde zu warten, die in den Hotels kein Unterkommen finden können. Die Leute vermieten dann vorübergehend eine Schlaf st ätte an die Hotelgäste, und wie uns mitgeteilt wird, soll das Gewerbe recht lohnend fein, zumal es sich zumeist um Ausländer handelt. Hcffen-Naffau. Mädchenhändler am Werke. fpd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Ein junges Mädchen von hier nahm aus eine Zeitungsanzeige in einem auswärtigen Blatte eine Stellung als Kinderfräulein an und wurde von einem angeblichen Dr. Stümper zum Dienstantritt nach dem Wiesbadener Bahnhof bestellt. In Wiesbaden kam dem Mädchen die Sache aber verdächtig vor, und es reiste nach Kreuznach zu Verwandten, traf aber unterwegs seinen Vater, der von ihm über dte in Aussicht stehende glänzende Stellung benachrichttgt worden war, durch das sehr hohe Gehalt aber auch stutzig geworden war und nun die Tochter warnen wollte. Auch ein zweites junges Mädchen aus Kreuznach konnte rechtzettig der ihm drohenden Gefahr entrinnen. Der „Dr. Stümper" aber war mittlerweile unter Hinterlassung einer großen Hotelschuld aus Kreuznach, wo er zuletzt gewohnt hatte, geflüchtet. Die Taffe Kaffee Mk. 16.50. fpd. Frankfurt a.M., 14. Aug. Seit heute früh lassen sich die Kaffeehausbesitzer an der Kaiserstrahe bie Tasse Kaffee mit 15 Mk. bezahlen, bazu ber lOprozentige Zuschlag für bie Bedienung macht 16,50 Mark. And trotzdem sind diese Kaffeehäuser stets mit Gästen gut besetzt, abends sogar überfüllt. )( Durch Aus schreiben vom 31. Juli hät das Hessische Oberkonsistorium angeorbnet, bah bie nach §§ 15 und 16 ber neuen Kirchenverfassung vorzu nehmenden Wahlen ber Kirchengemeindevertreter im ganzen Gebiet ber Evangelischen Landeskirche in der Zeit vom 2 4. September bis 4. Oktober vorzunehmen sind. Die nach § 83 ff. ber Verfassung festgesetzten Wahlen für ben Landeskirchentag sind in der Zeit vom 6. bis 20. De - Gegensatz: das Hochgebirge mit jenem seltsamen Greise, der schon gewisse Töne Rietzsches anschlägt.. „Bergkristall" endlich, jene ergreifende Geschichte von den beiden Kindern, die sich am Weihnachtsabend im Gebirge verirrten, ist von jeher als eine Perle deutscher Erzählungskunst hochgehalten worden. — Es ist Zeit. Tiroler Aufstand 1809 von Georg Freiherrn von Ompteda. Stutt- gart, Deutsche Verlagsanstalt. — Seit vielen Jahren in Tirol ansässig, ein genauer Kenner vom „Landl", der jedes Tal durchwandert und fast jede Spitze erstiegen, durch Besitz, Bergfahrten, Jagd mit Land und Leuten vertraut, hat Georg von Ompteda sich schon lange mit der Geschichte seines Gastlandes beschäfttgt. Die Jahrhundertfeier des Tiroler Aufstandes von 1809 reifte in ihm den Plan zu „Es ist Zeit", aber der Krieg unterbrach die schon weitgeforderte Arbeit. Vielleicht ein Glück für das Buch, das ohne eigene Anschauung des Krieges wohl in dieser Wucht und packenden Gröhe nicht so gewaltig hätte werden können. Denn mit einer historischen Treue ohnegleichen hat ber Dichter bie Epopöe eines Hildenkampfes, Sieg unb Riederlage, geschaffen, wie ihn die Welt nscht vordem und nicht nachher bis heute erlebt hat: eine Epopöe, die in ihrer schlichten Gröhe, in ihrer phrasenlosen Selbstverständlichkeit, in ihrer dramatischen Wucht, in ihrer tragischen Gewalt neben die größten Vorbilder ihrer Art gestellt werden darf. Doppelt ergreifenb wird das Werk Hingen in die Herzen derjenigen deutschen Stämme, die damals dem Wort des französischen Eroberers folgen und sich zu Schergen gegen die stammverwandten Tiroler Brüder hergeben muhten. Turnen, Sport und Spiel. Deutsche Meisterschafts-Regatta in Trier. In Trier wurde am vorigen Sonntag die Deutsche Meisterschafts-Regatta abgehalten. Das Resultat ist folgendes: 1. Vierer ohne Steuermann: Ruderverein Effen 6:29-/z', Germania Köln 6:401/5. Sport-Borussia Berlin wegen Kollision nach zweimaligem Start ausgeschlossen. 2. Einer: Wiking Berlin (Leux) 7:33Vs. Ruderverein Tegel Berlin (Dr. Reinhold) 7:402/5. 3. Zweier ohne Steuermann: Kölner Klub für Wassersport 7:16s/5, Germania Köln :7:17. 4 Doppel-Zweier: Ruderverein Tegel Berlin (Gebr. Reinhold) 7:032/5. Essener Ruderverein 7:05, Ruderverein Frankfurt a. d. Oder ausgeschlossen. 5. Achter: Ruberverein Lübeck 6:072/5, Kasteler Rudergesellschaft 6:132/5, Sport-Dorassia Berlin 6:59. Kollision zwischen Lübeck unb Berlin. * — Die Schwimmabteilung des T. D. 1 846 Giehen hielt am Sonntag ihr erstes Wettschwimmen, an dem der V. V. Wetzlar teilnahm, m der Militärschwimmanstalt ab. Die insgesamt 75 Teilnehmer zeigten durchweg gute Leistungen. Rachstehend bie Liste der ersten Sieger in den verschißenen Abteilungen: Gruppe I. Aktive Turner: a) Mehrkampf (Fünfkampf): Ferd. Götz, Rud. 3a 0.01 0.01 100 Kr. => 13^0 14.35 100 Fr. = 43.- 41.90 1 £ - 23^5 23.44 100 2. » 24.20 23.90 100 Fr. => 40.85 39.80 100 Kr. = 0.375 0.37 100 r = 525.50 525.50 100 Kr. — 1.575 1.575 100 Är. — 0,075 0,075 Märkte. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 14. Aug. (Amllich.) Marktverlauf: Schleppender HandÄ. Schweine hinterließen größeren ileberftanb. Im einzelnen ist zu bemerken: Auf getrieben waren 1720 Rinder, darunter 296 Ochsen, 59 Dullen und 1365 Färsen unb Kühe, ferner 325 Kälber, 72 Schafe und 1397 Schweine. An Preisen würben angelegt per Zentner Lebendgewicht: Ochsen von 3600—4900 Mark, Dullen 3400—4400 Mk. Für Färsen und Kühe von 4000—4700 Mk. für beste Färsen, 2000 bis 4000 Mk. für beste Kühe. Kälber beste Qualitäten von 5400—5800 Mk., mittlere 4800—5300 Mark, geringe 4200—4500 Mk. Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht von 7200—8000 Mk., von 80—100 Kg. Lebendgewicht 8100—8500 ML., von 100—120 K. 8400—8700 Mk., von 120-150 Kg. 8400—8800 Mk., Fetffchweine über 150 Kg. 8400 bis 8700 Mk. Sauen und Eber von 7600—8000 Mark. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergetoinne in sich schließen. Franffurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 14. Aug. Die heutige Getreidebörse zeigte in ben Vormittagsstunden größere Zurückhaltung. Die Schwankungen der Devisen übten scheinbar einen Einfluß auf die Preisbewegung aus. Zu größeren älmsätzen kam es in keinem Artikel. Alter Weizen und Roggen schien zu ermäßigten Kursen gefragter, während Ware neuer Ernte, welche als gut befunden wird, noch toenia beachtet ist. Dieses war auch bei Sommergerste ber Fall. Hafer schien be- gehtter. Mais liegt still. Weizenmehl gut behauptet. Roggenmehl ruhiger. Hülsenftüchte, Futtermittel würben nicht gehandelt. Für Oel- faaten bestaub regerer Verkehr. Weizen 3800 Mk., Roggen 2950 bis 3000 Mk., Sommergerste für Brauzwecke 3600 bis 3700 Mk., Hafer 3300 bis 3400 Mk., Mais (Laplata) 3150 bis 3200 Mk., Mais (Mixeb) 3075 bis 3100 Mk., Weizenmehl (südd. Spezial 0) 4950 bis 5200 Mk., bei Waggon- bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 3700 bis 3800 Mk., Weizen- und Roggenkleie 1800 bis 1825 Mk., Heu (südd.), gut, gesund, trocken, 1550 Mark. Tendenz: fest, bei kleinem Geschäft. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Düstere Ausstchten in London. London, 14. Aug. (WTB.) Die Premierminister Großbritanniens. Frankreichs. Belgiens, der italienische Minister des Aeuhern Schanzer und der japanische Botschafter Hayashi werden heute vormittag eine gemeinsame Sitzung abhalten. Der „Times" zufolge kann angenommen werden, daß in dieser Sitzung ein Beschluß darüber gefaßt toerben wird, ob bie Konferenz fortgesetzt oder abgebrochen werden soll. Wenn man ber Ansicht fei, daß eine Vereinbarung aussichtslos sei, so werde die Vollkonferenz wahrscheinlich für heute nachmittag einberufen werden, um den Bericht ber Sachverständigen über die Vorschläge Poincares. ber bishei den Premierministern Vorgelegen hat, in Empfang zu nehmen. Die Unmöglichkeit, übereinzukommen, würde formell mitgeteilt werden, und die Kon ferenz würde dann ihr Ende finden. Der gefterr- in Abwesenheit Lloyd Georges geführteLNeinunas- austausch zwischen ben französischen, belgischen unb italienischen Abgeordneten habe zu keinerlei Ergebnis geführt. Die Londoner Meinungsverschiedenheiten. London, 14. Aug. (WTB.) Der „Time s" zufolge bestehe Grund zu ber Ansicht, baß bic'v. Franzosen im Laufe ber Sachverständigen verband- x hingen zustimmten, daß, wenn man Deutschland ein Moratorium bis zum 31.12. gewähren wird, dieses Moratorium sich auf bie Zahlung der privaten Forderungen ebenso wie auf die Zahlung der Wiederherstellungskosten erstrecken soll. Dies sei ein interessantes Zugeständnis angesichts der Forderungen Poincares, daß diese Zahlungen fortgesetzt werden müßten, und, der Straf Maßnahmen, die die französische Re gierung bereits Deutschland gegenüber zur Anwendung gebracht habe. MllVWW'Vs-M- 006 ®flr!enönaoereln, ©legen 2 und Frau Augusta geb. Landmann | bestraft. Der Vorstand lohnend. 7571 Gießen, den 5. August 1922 07 ;a Statt Karlen Großen-Duseck, den 14. August 1922. 75226 Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Marianne. 11.50 Der Oberbürgermeister. 3. B.: Dr. Fre h. 74MC 7543 D bis 20. d. Mts. an 07843 SltSWW Lmg-GSlis, Waoemönnö Keffelbach, den 14. August 1922. 7564D Hessische Bürgermeisterei. '. B.: Dietz, Beigeordnet an am 3. geordneter. Frau Frosch, Gemüsegroßhandlnng, Tel.1051 zu vermieten 07843 gung gesucht. 7553 Werte gesucht. 7^48 Plockstraße o. 7558h fte: »Mvffeln stets zu Huben 7430 'Udivig GufniciHrt zu pachten ob. zu kaufen, sowie ein gebr. eiserner Schubkarren zu kaufen gesucht. Schristl. Angeb. unter7515 a. d. Gieß. Anz Möbelschreinerei, Langsdorf. Gasherde SchSäuche Tische Oefen u. Herde Drahtgeflechte Dunkelbraune Handtasche verloren von MäuSburg, Kaplans» gasse, Bahnhofstraße bis Hauptpost. Gegen Belob» nung abzugeben MäuS» bürg 12. Schubladen. 75M 10.25 „ 75613 9.00 7.25 Ortsgruppe Gießen Mittwoch' 8 Uhr, Monats» Versammlung [85v Kaustuämu VeretnShauL^ b) über 21 3ahre, sofern sie in dem Haus- halt eines anderen leben.... c) unter 21 3ahren....... 3. Als Familienzuschläge für: a) den Ehegatten........ ±>) die Kinder und sonsttge unterstützungsberechtigte Angehörige .... Gießen, den 12. August 1922. Bürgermeisterei (Gartenstraße) nach Asterweg 9 (Stadt. Gebäude). Gießen, den 12. August 1922. Ihre in Bremen vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. med. Rudolf Attig AnschBagarbeiten Konstruktionen eiserne Fenster und Türen Reparaturen Sattler- und Polster- geichäst sucht einen Lsnsfrin! gesiitlzt. Q7849 Löberstraße 10. H. Ihre Vermählung geben bekannt Hermann Rothschild und Frau Emmy geb. Berlin. Hausarbeit versteht, per 14. Sept. od. 1. Olt. gesucht. Frau Aug. 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August 1922. | Vermietungen | Eins. mäbl. Zimmer mir MittagStisch frei 07845 Hinter d. Westanlage 9. Sin möbliertes und ein unmöbliertes Zimmer Die glückliche Geburt eines gesunden Mädels zeigen an Fritz Schuchard und Frau Paula geb. Krutzky. Gießen, den 14. August 1922 Seltersweg 44, z. I. Kath. Schwesternhaus. Heirat. Suche abständig, fflädche» od. Wllwo für meinen kl. Haushalt <2 Mädchen im Alter v. 7 u. 14 Jahren^ welche denselben ihre Mutter ersetzt, zwecks späterer Heirat. Off. unt. 24:54 an Herso, M. A.-C^ dntikbHg '«smu ,/ SLb Sir wob! merk Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf für 1922 liegt von Donnerstag, den 17. ds. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während Kaufs zu reellen Preisen Wolb= n. Silberwaren. Platin, Zabugebissc, auch Bruch-Perlen, Brillanten, Ubrcn, auch defekte, Prismen Fern- gläfer.MarkeZetß.Goerz usw. u. bitte um Angebote dnnsgrafi.BronOgoifeS Konzessionierte Pfand- ______lcih-Anstalt. 7441 Hauptversammlung am Sonntag, dem 20. August, nachm. 3 Uhr, im Sitzungssaal des Kreisamtsgebäudes, Landoraf- Philipp-Platz 3. ZrWZische Mittwoch u. Donnerötag früh 9 Uhr einrreffend: Zeinste portions-5chellfische Prima Nordsee-Cabliau und Seelachs obne Kopf Frische Fischkoteletts Ranchschellfische' Bücklinge, geräuck. Seelachs i. Stück. Suche z. sofortigen Einlr. zuverlässigen Chauffffiir Emil Reis Nachf., Friedberg, Ein älterer selbständiger für dauernde Beschäfti- 1—2 gute WMMWk gesucht. Dreschwagen 56-60 Zoll. Druschzeit für 1 Dreschsatz 16-20 Wochen. Angebote Berdux Bahnhofstraße 27. 7572a Mahllöhne für Selbstversorger. Infolge der Geldentwertung und der hohen Be- kriebsunkosten haben die Müllervereinigungen 06er« Hessens und der angrenzenden preußischen Kreise beschloffen, ab 16. August 1922 wieder das Molkern statt Barlohn einzuführen. 7547 von l 3tr. Weizen werden 60 Pfund Mehl und 28 Pfund Uleie und von l Ztr. Roggen 65 Pfund Mehl und 25 Pfund Meie geliefert. Für Gerste und geringwertige Frucht wird entsprechend weniger geliefert. Fuhrlohn ist mit einbegriffen. Unterbietungen werden zufolge besonderen Beschluffes in jedem Einzelfalle bis zu 1000 Mark Fuhrmann ellen ein 7510 vehördlich^Anzeigen Bekanntmachung. Donnerstag, den 17. und Freitag, den 18. August 1922, findet in den bekannten Bezirken Ausgabe von Brotmarken statt und zwar: Die Namen beginnend mit den Buchstaben A bis K Donnerstag, den 17. und L bis Z Freitag, den 18. August 1922. Die Bezirke 4, 6 und 7 find verlegt von Alte Versteigerung. Freitag, den 18. August 1922, norm. 10 Ubr anfangend, versteigere gegen Barzahlung: 1 landwirischaftl. Wag^ fastneu, 1 Häckselmaschine, lDickwurzmühle,lJauche' faß und -Pumpe, 1 eiserne Egge, 2 kompl. Pflüge, Pferdegeschirr, 3 Kuhge geschirre, zirka 10 Fuder Ernte stricke, 1 Schiebkar- ren, 2 Ernteleitern, 1 Tongrippe, zirka 7 Rm zum Teil kleingemachtes Holz, 2 große Stücke Wellblech, 10 junge Hühner, sonstige landwirtschaftl. Geräte 1 Anzahl Fichte-Wellen, Arbeitszeug für Metzger ü. Wagner, verschiedenes Haus- und Küchengerät. Besichtigung von 8 bis 9Va Ubr norm. 75661) Röthges, d. 14. Aug. 1922. Johannes Sprankel. Achtung! Große Sendung Einmach- und Salat- Neue vsA-hermge 1922er, Stück Mk. 5.50 und 8.50 Neue Matjes-Heringe Pfund Mk. 40.- Neue Salzgurken Wilhelm Zimmer (9. m. b. H. MMMW, MW. TWlltckhrrilllj für sofort bei Kost und Wohnung gesucht. 7395 Bekanntmachung Die Unterstützungssätze aus der Erwerbslosen- fürsorge der Stadt Gießen sind vom 14. August 1922 ab wie folgt festgesetzt worden: 1. Für männliche Personen: a) über 21 Fahre, sofern sie nicht in dem Haushalt eines anderen leben . . . 25.25 Mk. b) über 21 Fahre, sofern sie in dem Haushalt eines anderen leben.....13.50 „ c) unter 21 Fahren........9.00 „ 2. Für weibliche Personen: a) über 21 Fahre, sofern sie nicht in dem Haushalt eines anderen leben. . . 20.25 „ BullenverkÄuf. Die Gemeinde Geilshausen beabsichtigt einen zum Sprung nicht mehr tauglichen Du^en auf dem Submissionswege zu verkaufen. Angebote find mit der Aufschrift „Bullenverkauf" bis längstens Donnerstag, den 17. August, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa erschienener Bieter stattsindet. Bedingungen werden vorher bekamttgegeben. 7551D Geilshausen, den 14. August 1922. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. 6085 gut erhalten, mit Garten, evtl. mit Nebengebäude in besserer 2age Gießens ?,n hänfen gesucht. Offert, mit Preisangabe unter F. A. 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Anzeiger erb. ISilglieilBr,iiel[ÄlMorpiig naht heran. Wer auch in diesem Fahre wieder durch den Konsumverein seine Kartoffeln beziehen will, wird gebeten, seinen Bedarf sofort auf dem Bureau, Schanzenstraße 16, aufzugeben. - 3n den Landorten können die Bestellungen in den Verkaufsstellen gemacht werden. - lieber Zahlungsbedingungen erfahren Sie Näheres bei Aufgabe der Bestellung. Der Vorstand. Konsumverein Gießen und Umg. e. G. m. beschr. H. nTnTnrnniTn'nTnTiTnnTTnTTrnfifflTTnnnnTTTiinTnTTnTT Gießen, den 15. August 1922. ,7,57 Mstätte s Bau- ilWschlosserei Avolyere ö. Unlo.Slmiken. Tüchtige taljpit die an flottes Arbeiten gewöhnt ist, für sofort gesucht. Schr. Angeb. unter 07861 an den Gieß. Anz. Tücht. Mädchen fürs Land ges. Lohn 600 M. Desgl. suche Mädchen für hier und auswärts. Gewerbsmäßige Stellenvermittlung M. Herr, Sonnenstrabe 6. 07863 Zmgghoff Tabakerzeugnisse, Frankfurt am Main, Battonstraße 4—8. Buchhalter J übernimmt Beitragen v. Büchern. 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Bekanntmachung Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Keffelbach für Aj. 1922 liegt vom 15. August während einer Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Fntereffenten offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloffen, zu ■=• der auch die Ausmärker beizutragen haben. Geschäftsvechnmg evtl. N'öglich. Schristl. Angeb. unter 7557 a.d. Gieß. Anz. 7545 SellerSweg 79. (Gebrüder Kabl. Tüchtiges, ordentliches Mädchen das kochen kann und alle Familie mit 2jährigem Kinde sucht ein großes Möbliertes Zimmer mit Kochgelegenheit. Betten vorhanden. Schristl. Angebote unt. 07846 an den Gieß. Anz. [ Wohnungstausch | 1 Ammer in. K. evtl. 2X3 Zimmer m. K. in Wieseck gegen 5-0 Zimmer m. K. in Gießen zn tniisltzen pcsnA. Schristl. Angeb. unt. 07826 an den Gieß. Anz. erbeten Wohnungstausch ßteboicn: 3 - Zimmer- Wobnung mit Stürbe. Gesuch-: 4 - Zimmer- Wobunng mit Küche. Schrift!. 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