Nr. 138 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mitderLamstogsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche vezug »preise: MK.20.—und Mkr. Z.- Trägerlohn,durch dicPost MK.22.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech» Anschlüsse: für die Schrift» feitung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Ameiaer Siehen. Postscheckkonto: Stonffurt o. M. 11688. Donnerstag, 15. Juni 1922 Erstes Blatt 172. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigern, 34 mm Breite Örtlich 150 'Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 UNN 'Breite 500 Pf. Bei platz» Vorschrift 20 Aufschlag. Hauptschriftletler: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. ®oet$. für den übrigen Tetl. Karl Walther; für den Anzeigenteil: HansBerk, sämtlich in Bietzen. GietzenekAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud nnö Verlag: Vrühl'sche Umv.-Vuch und Steinöruderei H. tange. $d)riftlettung, Geschäftrstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Gegen die Schuldlüge. Während de» Münchener Prozesses um die l^lSner'sche D o- kumentensälschung machte der bekannte pazifistische Schriftsteller Dr. Johannes Lepsius, der als » Sachverständiger vernommen wurde, aufsehenerregende Ausführungen über den L>f>a ratter der deutschen Politik bis zum Kriegsausbruch, mit besonderer Jßerudficbtifliing der Bismarck'fchen Politik. Wir geben hier die wichtigsten Stellen seiner Aussage nach den ^Süddeutschen Monatsheften" („Die Kriegsschuldlüge vor Gericht") wieder. Dr. Lepsius: 3cf) beginne mit der doppelten Buchführung. Doppelte Buchführung — tm kaufmännischen Sinne nennt man ein Buchungssystem, das dadurch, daß jeder Posten zweimäl, einmal im Debet und einmal hn Credit, gebucht wird, eine autotnatische Sicherung der Richtigkeit der Rechnung herstellt. Doppelte Buchführung im diplomatischen Sinne wird ein System methodischer Herstellung von Zweideutigkeiten in den Erlassen und Berichten der Diplomatie genannt ... 3n der Lat existiert etwas wie ein System der doppelten Buchführung in der ausländischen Diplomatie. Bei den Verhandlungen im Jahre 1887 über die Entente Mischen England, Italien und Oesterreich wurde von Lord Salisbury im voraus die Bedingung gestellt, das Abkommen müsse so formuliert werden, daß er eS vor dem Parlament ableugnen töimc. Es wurde in der Form eines Rvlenlvechsile. nicht eines Vertrages, abgeschlossen und tatsächlich im Unterhaus ab- geleugnet. 3d) habe in 33 Monaten tausende Bände von deutschen diplomatischen Alten durchgesehen und auch nicht ein Schrift st ück gesunden, das einen derartigen zweideutigen Charakter hätte . . 3n hen deutschen Akten stehen ßicht nur die Erlasse, die Berichte und die Aufzeichnungen der deutschen Politik, sondern in ausgebreiteter Fülle ist aus den Berichten unserer Botschafter und Gesandten, auch aus dem Rlunde der fremden Diplomaten, die gegnerische Politii in ihrer Tendenz und in ihren Motiven ersichllich. Es hat niemals, um mit Frankreich zu beginnen, einen französischen Präsidenten, Premierminister oder Außenminister gegeben, der hen Frankfurter Frieden und die Grenzen, die er zog, anerkannt hätte. Es gab keinen französischen Staatsmann, so friedselig sich auch manche gaben. der den Mut gehabt hätte, der im französischen Volke lebendigen 3dee der Revanche zu widersprechen; im Gegenteil, alle französischen Staatsmänner, wenn sie um ihren Sitz im Kabinett oder um ihre Majorität in der Kammer besorgt waren, haben an den Geist der Revanche appelliert, um ihr Schiff weitersteuern zu können. . . . Vor dem Kriege nannte alle Welt Wilhelm II. den Friedens- laiser. Niemand zweifelte, bah Deutschland durch Jahrzehnte Europa den Frieden erhalten hat. Warum liest man es nach dem Kriege anders? Auch Bismarck hat jetzt schon den Weltkrieg vorbereitet! 3ch stehe nicht an zu sagen: Die 6 Bände BiSmarckscher Dokumente, 'Aufzeichnungen und Diktate sind eine Pazi- fistenbibel. . . Freilich sind sie nicht baS, was man gemeinhin Pazifismus nennt, heuchlerische Dölkerbundsbeschlüsse und dergl. Mit solchem Pazifismus hat Bismarck nichts zu tun. Wenn man Pazifismus nennen kann, die unermüdliche Arbeit eines StaatSmatrncS, her die ganze ungeheure Macht, die in feinen Händen liegt, und die ganze ungeheure Kraft seines Genies nur dazu anwendet, Europa den Frieden ,zu erhalten, dann war Bismarck Pazifist. Die Friedenspolitik BiSmarckS ist, wenn auch dogmatisch erstarrt, das Grundgesetz der Politik seiner Rachfolger geblieben, samt den Dogmen von der Erhaltung Oesterreichs um jeden Preis, der traditionellen Freundschaft zu Rußland und der guten Beziehungen zu England. Es gibt etwas wie Tragik in der Weltgeschichte. Wir sind nicht für eigene 3nteressen in den Krieg gegangen, es sei denn, um unsere Existenz zu erhalten. Wenn man dokumentarischen Beweisen, wie sie für die Aera 1871 bis 1914 der Well vorliegen werden, überhaupt Glauben schenken will, so erkläre ich: 3n dem gesamten Aktenmaterial des Auswärtigen Amtes gibt es keinen Schatten eines Beweises für die Schuld. die uns von der Entente zugeschrieben wird: Für die Msicht, unsere Rachbarn zu überfallen, die Suprematie in Europa zu erlangen, die Weltherrschaft an mrS zu bringen. 3d> glaube, die Racbwell wird ein hartes Vrtell sprechen über die leichtfertige Beschuldigung, die frivole Begründung und bi? bemußte An - Wahrhaftigkeit eines Artei lSspruches. der ein moralisches Weltgericht affektiert, um.Habsucht und Rachsucht zu verhüllen. Die neue Note der ReparationskommWon. Berlin, 14. Juni (WTB.) Durch Vermittlung der Kriegslastenlommisfioii in Paris bat die Reparativ nskvm Mission an die deutsche Regierung die angetünbigfe ergän» zendeRotezu ihrer Mitteilung vom 31. 5. gerichtet, auf die sie sich eingangs der neuen Rote bezieht. Die Reparationskommission weist daraus hin, dah Einzelde. atungen des Garantiekomitees über folgende Punkte bereite- vereinbart find: 1. Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben des Reiches. 2. mitzbräuchliche Kavital a u s f u h r, 3. Statistik, lieber diese drei Punkte erklärt die Kommission das Ergebnis der Verhandlungen des Garantiekomitees mit der deutschen Regierung abwarten zu wollen. Bei den noch in der Schwebe befindlichen Punkten heiht eS unter < I. Zwangsanleihe. Die Kommission erwartet, dah alle Dispositionen getroffen werden, um biS zum 1. Januar 1923 mindestens 40 Milliarden Einnahmen zu erzielen. II. Defizit des Budgets der öffentlichen Betriebe. Die Konnnission stellt fest, dah der ihr unterbreitete Haushaltsplan leine ergänzenden Einnahmen zur Deckung dieses Defizits vorsieht. Zwar kündigt der Reicyslanzler im Schreiben vom 28. 5. eine Reihe von Ausgabebeichränkungen an. Aber es sei keine Rede von den Mitteln, mit denen die auherordentliäten Ausgaben der östent- licken Betriebe gedeckt werden sollen, die sich für die Eisenbahnen nui" 16 936 und für jöic Post auf 2534 Millionen beziffern. Hierüber erwartet die Kommission von der deutschen Regierung bc« stimmte Vorschläge. III. Autonomie der Ncichsbank. Die Kcmmission erkennt an, dah das deutsche Ersetz über die Autrnomisierung der Reichsbank her deutschen Regierung das Reckt entzieht, direkt auf den Gang der Finanzoperationen einzuwirken, wie sie es nach dem Gesetz von 1875 konnte. Damit indessen die Unabhängigkeit der Reichs- bant tatsächlich hergestellt werde, muffe die Dank nicht mir selbst 'unabhängig fein, sondern mich ein unabhängiges Personal haben. Die Kommission sei der Ausfassung, dah die Rechte der deut- Reichsminister Dr. RaLhenau über die Schuldfrage. Berlin, 13. Juni. Aus Anlah des Erscheinens der ersten sechs Bände der diplomatischen Akten des Auswärtigen Amts veranstaltete die „Deutsche Gesellschaft 1914“ in ihren Räumen eine Zusammenkunft fiihreuder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der Vertreter des Arbeitsausschusses deutscher Verbände, Geh. Regiei-ungsra« Dr. v. Bietsch, wies als erster Redner daraus hin, dah der Arbeitsansschuh schon vor längerer Zeit mit der Eins ü Heang in den In- halt des bei der Deutschen Derckagsgesellschast für Politik und Geschichte unter dem Titel: „Die grohe Politik der europäischen Kabinette 1871 1914“ er- scheinenden Attenwcrtes betraut worden sei. Die Begründung hierfür liege in der Aufgabe, die der Aroeitsausschuh sich gesetzt habe, alle Krelle des Volkes ohne älnterschied der Partei von der Bedeutung dc>- Schuldfrage zu überzeugen und der Allgemeinheit Kenntnis der Vorkriegsgeschichte zu übermitteln. Hierauf ergriff der Reichsminifter Dr. Rathen au das Wort und führte aus: „Der Anlah. der uns heute zusammenführt, ist das unmittelbar bevorstehende Erscheinen der ersten sechs Bände aus den diplomatischen ODtcn des Auswärtigen Amts. Wie kam die Aktensamm- (ung zustande? Die Vorgeschichte läßt sich mit wenigen Worten berichten: Vor ungefähr zwei Jahren fahte die deutsche Regierung den Ent- schlust. das gesamte Material über die deutsche Politik vor dem Weltkrieg der Oeffenllichkeit zu unterbreiten. Sie wurde dabei von dem Gedanken geleitet, dah von untrer Seite alles bekannt- gegeben werden sollte was zur Aufklärung über die Entstehung der grohen Katafttophe von 1914 dienen kann. Die ängstlich überwachten Schranken dcsbiplomat'uHenTe^eimnisfes sollten umgestohen, die verschwiegenen Siegel sorgfältig verborgen gehaltener Dokumente gebrochen, und rückhaltlos sollten die in den Archiven des Auswärtigen Amts ruhenden Allen ans Licht des Tages gesogen werden. Der Entschluh wurde zur Wirklichkeit. Drei Gelehrte, deren einwandfreie Sachlichkeit als zweifellos dasteht, wurden mit der Lösung der grohen Ausgabe betraut, und heute legen sie uns den verbeihungsvollen Anfang ihrer mühevollen Tätigkeit vor, für die Deutschland ihnen tiefen Dank schuldet. Die kurze Vorgeschichte, die ich hier umrissen habe, zeigt drst über dem ganzen Werk eigentfid) als Motto die Worte stehen sollten: 3 m Dienste der Wahrheit, denn das ist in der Tai das Leitmotiv, das ihm zugrunde liegt. Das deutsche Veli wisfaan seinem Teil die ganze Wahrheit über die Genesis des Weltkrieges enthüllen. Es erscheint ihm dies nicht nur für das eigne ®c= a ifLn und aus einem wrhll erstandenen Rotional- gefühl heraus notwendig, sondern auch für die ganze Menschheit. Man spricht heute — und mit vollem Recht - überall von der grundlegenden Bedeutung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus scheu Regiel-ung bei Ernennung des Präsidenten und des Aussichtsrats der Reichsbank sich nach der neuesten Regelung aus die Kontrolle beschränken. die in Form eines einfachen Einspruchsrechtes ausgeübt wird, und dah den Aktionären unb ihren Vertretern volle Freiheit bei der Wahl gelassen wird. Aus diese Bestimmung legt die Kommission grohen Wert. Sie mürbe es sogar verziehen, dah das Einspruchsrecht sich nur auf die 'Wahl her Präsidenten bezöge. Auherdem würde sie es für angebracht halten, dah der Präsident immer aus den Mitgliedern des im Amte befindlichen Aussichtsrats gewählt würde. Die Kommission verlangt von der deutschen Regierung eine Bestätigung der von ihr obenstehend zum Ausdruck gebrachten Auslegung. Die Kom- rnission befiehl nicht darauf, dah in bezug auf diese Punkte sofort ein neues Gesetz angenommen wird, falls die deutsche Regierung sich verpflichtet, die Intentionen der Kommission auf dem Der- n attungswege durchzuführen. Sm behält sich jedoch das Recht vor, ein neues Gesetz zu Der* langen. Wichtiger als die Unabhängigkeit der Reichsbank selbst erscheint her Kommission im Interesse einer Gesundung der deutschen Währung und des deutschen Kredits, dah die Reichsbank der deutschen Regierung nur noch nach dem Grundsatz einer gesunden Bantpolitik Vorschüsse leistet. Die lln- abhängigkit der Bank kann daher nach ihrer Ansicht erst wirksam werden, we.rm die Reichs- Hank nicht mehr die Ermächtigung oesitzt, Roten gegen Schatzschcine auszag eben. Die Kommission erkennt an, dah jede Einschränkung der 3 n f I o t i o n von der Deckung der öffentlichen Ausgaben b-ird) tatsächliche Einnahmen an Steuern and inneren Anleihen abhängt, .mb dah es zur Zeit verfrüht wäre, die im Gesetz von 1875 vorgesehene, feit 1914 beseitigte Limitierung der Papiergeldausgabe wieder Herstellen zr wolsen, wenn nicht vorher die Staatsstnanze.'i in Ordnung gebracht worden feien. Die deutsche Regierung müsse aber schon jetzt die Wiederherstellung einer vernünftigen Qt - mitierung des Emissionsrechts vor- berciten unb- fortgesetzt ernste Anstrengungen machen, um sie sobald tote möglich durchzuführen Andernfalls wäre leider zu befürchten, dah die Opfer, die jetzt von dem deutschen Volle verlangt werden, um dem Anwachsen der schwebenden Schuld Einhalt zu tun, nicht ihr Ziel erreichen. Die Rote ist unterzeichnet von D u b o t s, Hohn Bradbury, Delacroix und Raggi. von Europa Hand in Hand damit muh aber eine vielleicht noch schwerere und sicher nicht minder wichtige Aufgabe gelöst werden, die ich den geistigen Wiederaufbau Europas nennen möchte. Es ist aber klar, dah dieses Ziel nur erreicht werden werden kann, wenn jeder rücksichtslos mit sich selbst ins Gericht geht, um dadurch seinen Beitrag zu der gewaltigen Aufgabe des geistigen Wiederaufbaues zu leisten. Das deutsche Volk habe mit dem vorliegenden Wert den Anfang gemacht. Es habe verschmäht, seine Geheimnisse zu verstecken. 1870 bis 1890. zur Zeit Dism'arcks. habe Deutschland auf der Höhe seiner Macht gestanden. Aus den veröffentlichten Akten gehe hervor, dah es diese Macht niemals mißbraucht habe, um den Frieden in Europa zu gefährden, sondern dah es sie überall, wo es nötig schien, verwandt habe, um den Frieden zu erhalten. Man könne nur wünschen, dah die Wahrheit sich unaufhaltsam Bahn breche und endgültig alle Hindernisse beseitige. Der Weg der Wahrheit fei lang, er fei um so länger, als ein Mangel an europäischem Interesse Jbie Fragen, die für uns Lebensfragen seien, das älrteil der Geschichte als gesprochen anzusehen sich gewünscht habe. Ein Urteil könne nur gesprochen werden von einem vollgültigen Tribunal. Die llntersuchungen um die Wahrheit aber würden nicht ruhen, bis im Ramen der Geschichte ein befugtes Tribunal seinen Spruch gefällt habe. Die Vorbereitungen tm Haag. Paris, 15. Juni (WTB.) Die französische Delegation für die Haager Konferenz wird morgen von Paris abreifen. Rach der Meldung mehrerer Blätter aus dem Haag fallen dort dieVorbereitungen für die Konferenz noch stark im Rückstände sein. Bis gestern abenb 8 Uhr fei noch nicht einmal die Tagesordnung für die heutige Eröffnungssitzung festgesetzt gewesen. Diese werde jedenfalls mit einer kurzen Ansprache des holländischen Auhenministers van Karnebeek eröffnet werden. Zum Präsidenten der Kon- serenz werde wahrscheinlich der ehemalige Generalsekretär im holländischen Ministerium des AeuHeren P a t i e n gewählt werden, der die Rieder- lande auf der Konferenz von Genua vertreten hat. Gestern nachmittag fand eine lange Besprechung statt zwischen den englischen und belgischen Delegierten, die in der Hauptfach? die Frage der Restituierung des Privateigentums in R u h l a n d zum Gegenstand hatte. Rach dem ^P e t i.t P a r i f i c n“ werde man voraussichtlich von den russischen Delegierten Aufschluß darüber verlangen, weshalb sie sich weigern, einen Teil des segnest ierten Eigentums in natura zurückza- geben. Es sei wahrscheinlich, dah man die Entsendung einer Anzahl von S tu dien kvm mist' i o n c n nach Ruhland beschliehen werde, die an Ort und Stelle über den Zustand der zurück- zugebenden Fabriken und sonstigen industriellen Anlagen sich informieren sollen. Die englischen und belgischen Delegierten haben sofort nach Schluf! ihrer Besprechung von dem Ergebnis den französischen Gesandten Beno ist in Kenntnis gesetzt Jaspar bet Poincare. Paris, 15. Juni. (WTB.) Der belgische Anhenminister Iafpai ist gestern in Paris e i n g < t r d f f c n. Er hat am Abend Pvkn c a r c einen längeren Besuch abgeplattet. Die Unterredung der beiden Slaatsmärrner drehte sich zunächst um die Haltung des b ei gischen Delegierten i m'A nleiheaus- schust. Ha spar wiederholte die Erklärungen, die dem französischen Botschafter in Brussel M a r g e r i e bereits vom Ministerpräsidenten T h e u n i s gegeben worden sind und die dieser auch in der Sitzung des Senats abgegeben hat Ferner wurde die Frage der Konferenz im Haag angeschnitten. Die beiden Minister konnten feststellen, dah ihre Ausfasiring in allen Ruhland betreffenden 'Fragen völlig übercinftimmlc. Insbesondere hat Zaspar erflärt, dah Belgien die von ihm in Genua vertretene These in der Frage der Requisition des Privateigentums in vollem Umfange aufrecht zu erhalten gedenke. In politischen Kreisen glaubt man an nehmen zu dürsen, dah, wenn Frankreich sich entschliehen sollte, auf die Teilnahme an den direkten Verhandlungen mit den russischen Delegierten zu verzichten. Belgien diesem Beispiele folgen würde. Anfragen an Poincar^. Paris, 14. Juni sWTB.) Der 6cnzü8» ausfchuh für auswärtige Angelegenheiten beauftragte seinen Vorsitzenden Doumergue, über verschiedene Punkte von Po incarc Auskunft zu verlangen. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine Erklärung, die Briand früher vor dein Ausschuh abgegeben hat Dieser habe nämlich erklärt, dah die englische Regierung eine Verpflichtung eingegangen sei, anzuerkennen, dah die 'Nichtzahlung der Reparationen oder der Vesatzungskostei, durch Deutschland nach Ansicht Englands das Datum j>er Räu mun q des linken RheinuferS hinaus schiebe. Der- Ausschuh will wissen, ob diese Verpflichtung besteht. Paris, 14. Juni (WTB l Der Abgevrd- irrte Paul R e n a u b hat dem Ministerpräsidenten P o i n c a r e eine Interpellation über seine R c parationspolitik angekündigt. Die gunirate bezahlt. Paris, 15. Juni tWTD.) Das „3 out’« nal“ stellt fest, dah die ReparationSkom- missivn gestern von der ordnungsmähi gen Zah lung der am 15. Juni fälligen 50 Millionen Goldmark benachrichtigt worden ist. französische Meldungen über deutsche Anleiheplanc. Parts, 15. Juni. (WTB.) Der Der^ liner Berichterstatter des „Petit Parisi en" hatte gestenr fernem Blatte gemeb bet, bah bic deutsche Regierung mit mehreren ber cklliierten Länder wegen der Auflegung einer Anleihe von mäßiger .Höhe in Fühlung getreten sei. Trotz bes von der benL scheu Regierung veröffentlichten Dementis hält ber Korrespvnbent ferne Mitteilung in vollem Umfange aufrecht. Er behauptet, dah auch bic Reise des Garantiekvmitees nach Berlin aufs engftc damit Zusammenhänge. Wenn diese Mis-ron auch nach auheir hin in ber Hauptsache ber Organisation ber Finanzkontrolle gelte, so sei doch der eigentliche Zweck ber Verhandlungen ber, bte Garantien, bie Deutschland für eine Anleihe dieser Art zur Verfügung stellen könne, zu prüfen. Die Initiattve zu diesen Verhandlungen sei von ber Kriegslastenkommission in Paris ausgegangen. Eine Aussprache im englischen Ünterhause. London. 14. Juni. (Wolff.) Im Unter» Hsus fand gestern eine Debatte über die Frage des Kablncttsekretariats statt, besten Aufrechterhaltung in F i.denszeiten von Asquith und verschiedenen Koalitionsmitgliedern beanstandet wurde. Es wurde erklärt, das Sekretariat vermehre die Macht des Premierm« n i st e r s mth mische sich in die Angelegenheiten verlchiedener Aemter, insbeso,rdere des auswärtigen Amtes, ein. Chamberlain erklärte, das Sekretaiiat verdränge kein anderes Departemen' 21 o i) b George betonte nachdrücklich, die Auf-- gabe des Sekretariats fei. die Kabinetts beschlösse unb die Beschlüsse der älnterausschüsfe dem Kabinett mitzuteilen, die sehr zugenommen hätten infolge der Zahl und "her Schwierigkeit der Fragen, die infolge des Krieges entftanben feien. Daneben habe das Sekretariat keine andere Funk- ticn. Man scheine sich vorzustellen, dah das Sekretariat das W-erkzeug fei, am den Premierminister in die Lage zu setzen, eine Kontrolle über bie auswärtige Politik aaszuüben. Diese Behcuptang sei vollkommen haltlos. Weim ber Peemiermmister eine Kontrolle über biese Politik er halten wolle, so sei dies nicht der Weg dazu. Lloyd George verwies auf die Schwierigkeiten, die die Führung der auswärtigen Politik unter den . rge.rblicklichen ümftänben biete Er sagte, es beständen so zahlreiche Fragen, die mit den auswärtigen Ländern erörtert werden mühten und bie tatsächlich lerne Fragen des auswärtigen Amtes seien. Die Reparatro- n c n feien eine Frage, bic die wirtschaftliche Lage ber Welt in Einordnung bringe und bic zweitettos von Zeit zu Zeit den Frieden der Welt gefährde. Sie sei jÄwch etne R. Suchen anregen. bereits aus ge se tz nach den Ausschuhbeschlüssen mit bcn j ü^[cit Gipses neuen iinfrauteS bester einmal in Aenderungen zugestimmt, das) die Verzinsung i peni schnell ui Wachstum u.ll> feinem breiten Wuchs, nach der Regierungsvorlage festgesetzt und die »durch den es andere Dflanzen unterdrückt, zum an= in Pud Getreide arsführte. Durch eine besonders Aeni intensive Landwirtschaft zeichnete sich das 601 nach deren in der kolossalen -Verbreitung durch die sehe Heinen, auf schneeweißer Feder kröne fliegenden ©amen. Dah der Findling in geeigneter Weise un» chädlich gemacht wurde, versteh« sich von selbst. Möchten diese vorläufigen Zeilen zu weiterem ferner angenommene Entschließung fordert, die Kleinwvhnungsgrundstücke von den steuerbaren Zlowjetregierung im Zähre 1918 ins Leben gerufene autonome deutsche Sommine an der Wolga umfaßt die Kreise Rownoje, Golo- Karamysch, Marxstadt (früher Äatarincnftabt) und Teile der Kreise Rowousenfi und Potrowst. Dent- sc^r Fleiß hatte im Lause der letzten Jahr- zehnte hier ein blühendes Gebiet geschallen. das in den Zähren vor dem Kriege 25---30 Millionen Die Verelendung der deutschen Wolgakolonisten. Aus Reval wird geschrieben: Die von der !. der durch Arbeiten in verdichteter Lust hervor -1 gerufenen Erkrankungen, die, wie Dorfübrungen Um die Brotversorgung. Erklärungen des Landwirtschaftsministers. — Eine geringere Ernte. — DcrReichswirtschaftsratsürdieUmlage Berlin, 14. Juni. (WTB.) 3m vorläufigen Reichswirtschaftsrat wies der Reichsminister für Landwirtschaft und Ernährung Fehr bei der Beratung des Gesetzentwurfes zur Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 darauf hin. dah die diesjährige Ernte die vorjährige Ernte sicherlich keinesfalls erreichen werde, woraus sich die Rotwendigkeit ergebe, zur Sicher- stellung der Brotversvrgung die aus der Inlandserzeugung bestimmte Mengezu erfassen. Die Umlage bedeute wohl für die Landwirtschaft ein Opfer, aber auch die anderen Wirlschafis- klassen auher der Landwirtschaft, so d Tagung des Reichsvereius Deutscher Feuerwehringenieure in Gießen. Der Reichsverein Deutscher Feuerwehr* Ingenieure, der die oberen Beamten der De- rufsfeuerwehren der Deutschen Städte unb Fabriken in sich vereinigt, begann gestern hier eine diesjährige Tagung. An den Verhandlungen nahmen außer den Mitgliedern zahlreiche Vertreter der Behörden, der Industrie und verwandter technischer Vereine teil. Gr» chienen waren u. a. auch Branddirektor Schifter aus Wien und der Vorsitzende bei chwedischen Brandschutzvereinigung,'- Vize- >randdirekwr Borgen st ierna aus Stock- Holm. Nachdem der Vorsitzende in seiner Begrüßungsansprache auf die Entwicklung und Bedeutung der.Feuerwehrwissenschaft hingewiesen hatte, hielt Oberbranddirektor Reichel- Berlin einen Vortrag über die Verein- settlichung des Feuerlöschwesens von Groß- Berlin und schilderte die Schwierigkeiten, di« die Organisation eines so großen Bezirkes mit sich bringt. Es wird sodann eine Aussprache über dtt Verfolgungböswilliger Alarmierungen der Feuerwehren herbergeführt und eine Entschließung dahin gefaßt, daß der Reichsverein bei den Reichsbehörden vorstellig wird, daß die Bestrafung für die böswillige Alarmierung im Strafgesetzbuch besonders ausgenommen und eine Strafe festgesetzt wird, bet der die Gefährdung her allgemeine» Sicherheit durch die böswillige Alarmierung Berücksichtigung findet. Brandmeister Dipl.-Ong. Kaiser-Hannover vergleicht sodann in einem Vortrage die vorhandenen Typen von Mvtorlösch- fahrzeugen für das flache Land. Der Redner kommt zu dem Ergebnis, dah es im allgemeinen zweckmäßig ist, von der foge^ nannten Aeberlandlöschhilfe durch große Kraft- spritzen von einzelnen Zentralen aus abKi- sehen, daß vielmehr die Beschafffung möglichst vieler leichter Motorspritzen für möglichst viel Ortschaften mit Rücksicht auf die Wegeverhältnisse unb Wasserentnahmestellen erstrebenswert ist. Die Verhandlungen dauern fort. Wettervoraussage für Freitag. Aufheiternd, etwas wärmer, Gewitterneigung Ser Luftdruck über Mitteleuropa nimmt allgemein zu. Oertliche Druckschwa-nkungen bedingen Gewitterneigung. Aus Lern ReiSre. Der Arbeitsplan deS Reichstags. Berlin. 14. Juni. (Wolff.) Der Ael- testenrat des Reichstags setzte in der heutigen Sitzung, an der auch Der Reichskanzler und die Minister Brauns, Radbruch und Fehr teilnahmen, den Geschäftsplan für die Ple- narsihungen für die nächste Zeit fest. Am Freitag sollen neben kleineren Vorlagen die Zwangsanleihe, und die Anträge aus dem Haus wegen Abänderung des EinkommenSsteuergesches und des Erbschaftssteuergesehes auf die Tagesordnung gesetzt werden. Sie werden aber voraussichtlich ohne Aussprache an die Ausschüsse verwiesen werden. Sie große politische Aussprache wird im Zusammenhang mit der Ratifiz ierung des Wiesbadener und der sich daran anschließenden Abkommen erst am Dienstag oder Mittwoch der kommenden Woche ftattfinben. Am Samstag dieser Woche soll die Schlichtungs- ordnung und das Disziplinargeseh für die Wehrmacht und am Montag das Gesetz über die Ge- trcideumlage erledigt werden. Aus eine Anfrage des Präsidenten Löve an den Reichskanzler wegen Vorlegung eines Gesetzes über die Maßuah - menzurLinderungderRotderPresse wurde die Erklärung abgegeben, daß dieses Gesetz heute im Kabinett zur Beratung steht und in den ersten Tagen der nächsten Woche dem Reichstag zugehen wird. Der Besuch !>es Reichstags in Mün chen und die Zusammenkunft mit den Mitgliedern des bayrischen Landtages ist nunmehr auf den 29. Zuni festgesetzt. Saran wird sich ein Besuch der Oberammergauer Passionsspiele schlichen. Es besteht die Hoffnung, daß der Reichstag am 28. Zuni seine Arbeiten vor der längeren Sommerpause abschliehen wird. DaS Zwangsanleihegesetz. Berlin. 14. Juni. (WTB.) Der vorläufige Reich Sw irt sch af tS ra t hat heute her Vorlage über das Zwangsanleihe- fläche und 10,4 Stück Vieh. Der bolschewistischen Regierung ist es gelungen, in kurzer Zeit aus diesen blühenden Gefilden eine vom Hunger und Tode beherrschte Wüste zu modern. Es unterliegt keinem Zweifel, dah die deutschen Wolgakolonisten schon während der ersten Jahre des Krieges unter dem damals herrschenden blindwütigen Chauvinismus einen schweren Stand hatten. Es waren dies aber rechtswidrige Hnterbrücfungen politischer Ratnr, während der wirtschaftliche Schaden demgegenüber erst an zweiter Stelle stand. Wenn. aber heute die Sowjetregierung behauptet, das über die deutschen Wolgakolonisten hereingebrochene Elend sei nur auf die brutalen ilnterbrücfungen der Zarenregierung und zum Teil auch noch auf den Bürgerkrieg zurückzuführen, so ist das eine jener beliebten bolschewistischen Reinigungslügen, die aus das schärfste zurückgewiesen werden müssen. Einzig und allein die gewissenlose Ausplünde- rungstaktik der Sowjetregierung ist an der Verelendung der deutschen Wolgaiolonieü schuld. Sic Hungersnot brach keineswegs zur Erntezett 1921 über die Kolonien herein, sondern die öowjetregierung hatte schon im Januar und Februar 1921 genaue Kenntnis von dem dortigen Hungerelend. Sic Mißernte des vorigen Zahres hat dann die Lage allerdings noch verschlimmert. Es ist lächerlich, wenn die Sowjetregierung heute von .unmenschlichen Anstrengungen" ihrer Beam- ten zur Errettung der deutschen Bauern spricht. Die Räumung Oberschlefiens. Oppeln, 14. Juni. (Wolfff.) Lieber die Räumung Oberschlesiens durch die alliierten Truppen und den Einzug der polnischen und deutschen Truppen sowie über die Abreise der interalliierten Kommission verlautet folgendes: Die Bestimmungen über die AuflösungderPolizeiund der Gemeindewachen wurden in einer besonderen Instruktion festgelegt. Der Auflösung der örllichen Pvlizeigewalt folgt unter der Aufsicht der Kreiskontrvlleure der Einzug der deutschen und polnischen Polizei. Die 2ll>reise deS Personals der Kreiskvntrolleure erfolgt in Kattowitz, Kreuzburg und Ober- glogau am dritten Tage, in Königshütte und Leobschütz am sechsten Tage, in Rosenberg und Lublinitz am neunten Tage, in Kosel und Pleh am zwölften Tage, in Beuthen, Rati- bor, Rhbnik, Gleiwitz, Tarnowitz und Zaborze am siebzehnten Tage, in Groß-Sttehlitz am 22. und in Oppeln am 23. Tage. Die Termine für den Abmarsch der alliierten Truppen werden demnächst in den Einzelheiten bekannt gegeben. Abreise Calonders nach Oberschlesieu. Genf, 14. Juni. (WTB.) Der Präsident der gemischten Kommission in Oberschlesien, Ealvnder, ist heute nach Kattowitz, dem Sitz der Kommission, in Begleitung Monte- n a ch s von der politischen Abteilung des Döl- kerbundsrates, abgereist. Calonder stattet demnächst der deutschen und der polnischen Regierung einen Besuch ab. Frage der Finanz, ittcht des .mswärttgen Amtes, so dah sie von dem Schatzamt mittels Sachverständiger behandelt werden könne. Zn Genua feien sehr wenig Fragen erörtert toor- ben, die reine Fragen des Auswärtigen 31mteö gewesen feien, und die Minister hätten ihre eigenen sachverständigen dazu gehabt. Lloyd George erklärte außerdem, es sei die Rede von .Liebhabern, die sich in die auswärtige Politt t eimmfchen". Jeder Minister sei ein Amateur. Die britische Verfassung gründe sich aus die Stellung von Amateuren an d e r S p i tz e d e r M i n i st e r i e u, die von Sach- nerftänbigen verwaltet werden. Das System der Geschworenengerichte, die grobe englische Einrichtung, bestehe darin, dah Amateure aus den Rat non Sachverständigen das Urteil fällen. Es gebe auswärtige Länder, die Sachverständige an Die Spitze der Ministerien gesetzt haben. In Deutschland hatte man ein System von Sachverständigen an ber Spitze der Ministerien, und dieses System sei zusammengebrochen, als es in Konflikt mit Dem englischen kam. Lloyd George fragte, inaß die Bedeutung des Völkerbundes sei. Ser Völkerbund bedeute, dah die alte Methode abgeändert werden muffe; die Welt ver lange nach anderen Methoden. Ser Premier- mtrafter machte sich lustig über den Gedanken, daß man zum alten System zurückkehren wolle, das die Wett in den Krieg geworfen habe, bevor es wuhte. daß es dem Krieg nahe war. Der Premierminister erklärte zum Schluß, kein verantwortlicher Minister der Zukunft würde, auch wenn er es machen formte, diese neue Maschinerie beiseite toerfen. — 3n bet Abstimmung wurde der Antrag mit 205 gegen 111 Stimmen abgelehnt. Gegen Northcliffes Hetze. Madrid, 14. Zstmi. (WTB.) „Sol" bringt einen scharfen Artikel gegen Lord Rorthcliffes Veröffentlichungen über Deutschland. Die Zeitung sagt, Avrthcliffe fei zusammen mit allen Hetzern Englands und Frankreichs ein Hindernis für den wahren Frieden. Der Abzug der Amerikaner .{fcom Rhein. Koblenz, 14. Juni. (Svnderbericht.) Obwohl der erst kürzlich von Washington gekommene Befehl einen Teil der amerikanischen Truppen noch am Rhein zurückhätt (1200 Mann), so kann man doch hier bedeutende Anzeichen verspüren, daß es mit der amerikanischen Besatzung bald ganz vorüber sein wird. Vor allem hat das Strahenbild ein anderes Aeuhere angenommen, man sieht bedeutend weniger Soldaten jnb die vielen hier aufgetauchten Geschäfte verschwinden ebenfalls. Sie Heilsarmee und die Vereinigung chriflllcher junger Männer, PMCA, haben ihre Vergnügungsplätze zum Seil geschlossen, die Sol- hatenbiblistbef, die seither in her RizzaslrafN war und die ungefähr zehntausend Bände umfaßte, wurde aufgelöst und die Bücher teils verteilt, teils in der großen Festhalle untergebracht. Während der letzten Wochen haben bedeutende 'Berfleigemngen stattgefunden, bei denen Automobile, Pferde, Maulesel, Rahrungsmittel und anderes mehr versteigert wurden. Die Preise waren nicht überhoch. Sie amerikanische Tele- ptzpnzenttale hat sämtliche Angestellte entlassen, da sie mit dem nächsten Transport wegfahren; gß wurden gestern ein Dutzend deutsche Telephonistinnen angestellt. Das große Hospitalge- Mäude wurde geschlossen, teilweise den Franzosen übergeben, die bis auf weiteres dem Befehle des amerikanischen Befehlshabers, General Allen. Unterstehen. Die Offiziere nahmen an einer in den letzten Tagen abgehaltenen Pferdeschau mit verbundenem Rennen in Mainz teil, man befrachtet dieses als ihre letzte Vergnügung, da der am 20. Juni von Antwerpen abfahrende Transport „(Sontignb“ die meisten nach Amerika zurücknimmt. Allgemein wird von der Devöllerung bedauert, daß die amerikanische Besatzung ver« schwindet, denn sie war immer noch angenehmer, als eine französische, die wohl mit all ihren Härten und Schikanen der Devöllerung schwerer zur Last fallen wird. " Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 10. 3-im 1922 der Kanzlei- gehilfe Adolf M e u b zu Friedberg mit Wirkung vom 16. April 1922 an zum Kanzlisten bei dem Kulturbaiamt Friedberg. — Dem Bi- reauinspettor Gräf bet der Lapdes-Hypothekenbank wurde die nachgesachte @ntia)iang au.s dem Staatsdienste, und zwar mit Wirkung vom 1. August d. H. erteilt. Rechtsarrwalt Win-, d i s ch in Darmstadt wurde mit dem Auftrag zur Versetzung einer Referentenstelle im Ministerium der Finanzen in die Landesfinanzverwaltung übernommen. ** Auf eine 25jährige Tätigkeit bei ber Jean Sern L Co. kann heute d-c Prokurist Äugust H v ch n e r zurückblicken. — Sie Höchstpreise für Kohlen und Koks erfahren durch eine Vetannttnachang in unserem heutigen Anzeigenteile eine Reu regelang. ** Beruf und Erkrankung. (5. Vor° t r a g.) Bei Besprechung des Straßenbaues wurde zunächst der Schotter- und Kiesbahnen gedacht. Sic Steine werden in Steinmühlen zerkleinert, wobei sich beträchtliche Mengen von Staub entwickeln, der, in die Atmungsorgane eindringend, Erkrankungen der Bronchien und die sogenannte Steinstaublunge hervorruft. Beim Zerklopfen des Schotters durch Handbetrieb stellen sich manchmal Beschäftigungskrämpfe der Hände und Haulleiden ein. Auch können Verletzungen des Auges durch Steinsplitter zum Wundstar und anderen Augenleiden führen. Bei dem Führer der Sampfwalze. die zur Besesttgung des Schotters dient, findet man nicht selten Plattfuß und Varizen. Beim Einsetzen von Pflastersteinen unter Benutzung des gestielten Sessels entstehen durch die gezwungene Körperhaltung venöse Stauungen in den Unter- leibsorganen und Unterschenkeln. Wird die Arbeit in dauernder Knielage ausgeführt, so kommt es öfters zu Entzündungen der Schleimbeutel, des Kniegelenkes. Sas Feststampfen der Pflasterung mit der Ramme bietet durch den fortwährenden Hub des schweren Werkzeuges bei gespreizter Beinstellung Veranlassung zu Leisteichernien, wie an Lichtbildern gezeigt wurde. Bei der Herstellung von Asphaltmakadam bilden sich während des Schmelzens des festen Materials bzw. des Pressens und Rollens des gepulverten Stoffes mittels heißer eiserner Walzen empyreumatische Dämpfe, die Affekttonen der Schleimhaut der Atemwege und der Augenlider Hervorrufen. Es wurden alsdann die durch Einatmung giftige Gase entstehenden Erkrankungen der Kanalarbeiter besprochen und an Lichtbildern erläutert. — Die Torfbauer in den Mooren z. B. norddeutscher Gegenden haben unter dem Herauch oder Höhen- inuch beim Abbrennen der Flächen und unter dem endemischen Auftreten des durch die Sumpf- oder Gabelmücke (Anopheles) übertragenen Wechselfiebers ju leiden. Der Wirtswechsel des Plasmodiums zwischen Mensch und Mücke, die Einwanderung der Parasiten in die roten Blutkörperchen, ihre Schizvgonie daselbst, ihre geschlechtliche Fortpflanzung, die Zyftenbildung in der Darmwand der Mücke, die ilebertragung der Sichel- teimc aus den Speicheldrüsen des Tieres auf den Menschen durch Stich, sowie die charakterists- schen Merkmale der gewöhnlichen Stechmücke und ber Sumpfmücke und der Larven beider wurden an Lichtbildern geschildert. Es folgte bann nach Erläuterung der Ausrüstung von Tauchern und der Konsttuktion von Caissons eine Besprechung Aus Stabt und Land. Gießen, den 15. ßuni 1922. Kriegsbotanik in Gießen. Von sachverständiger Seite wird uns geschrieben: Die Verbreitung der Pflanzen, besonders die der Unfräuter ist von jeher durch Kriegszügc begünstigt gewesen. Sa die Völker Europas mit all chrem Troß und Kriegsgerät vielleicht noch nie so zahlreich und so weit über ihre Landesgrenzen hinaus geführt worden find als im letzten Kriege, so ist anzunehmen, daß überall da, wo fremde oder beimkehrende Truppenansammlungen stattgefunden haben, das Erscheinen neuer Pflanzen zu vermuten ist. Diese Tatsache hat einen neuen Wissenszweig, die „Stratobvtanik" — Kriegsbotanik erstehen lassen, dessen Spezialgebiet es ist, diese Fremdlinge unter den einheimischen Pflanzen nach Art, Herkunft und Verhalten zu erforschen. Es entsteht mm die Frage, wie e& in dieser Hinsicht im © cf angencnlager inGießen aussieht, wo im bunten Wechsel die Söhne Rußlands, Frankreichs, Italiens, Englands und Ca- ngdas sowie Hindus aus Ostindien eine Wohnstätte sanden. Wenn man sich vergegenwärtigt, was an Pflanzensamen an der Kleidung dieser Menschen verschleppt werden kann, wieviel Hunderte, wenn nicht Tausende von Post- und Bahnsendungen aus dem Auslande täglich dort eintrafen. Deren Packmaterial nebst den zufällig darin enthaltenen Pflanzensamen vielfach ins Freie gelangten und wer gesehen hat, wie nach dem Rückzüge die Tausende von Wagen, an deren Rädern noch der weiße Lehm aus Rordfrankreich haftete und die teilweise noch mit Futtermitteln usw. beladen waren und länger als ein Jahr jedem Wetter ausgesetzt auf dem Trieb standen, der würde sich über das Erscheinen einer neuen Flora oben auf dem Trieb kaum wundern. Angeregt durch den Vortrag über Pflanzen- Verbreitung durch Menschen, den Pros. Küster am 21. Mai vor einem großen Zuhörerkreise im Botanischen Hörsaal zur Linnöfeier hielt, wird gewiß schon mancher Raturfreund erwartungsvoll zum Trieb hinauf gewandert fein. Was ihn dort auf dem verödet daliegenden Platze und zwischen den noch stehen gebliebenen Baracken erwartete, war eine blühende Wildnis, die manches Kraut enthält, das dort zuvor noch nie gewesen ist, aber Fremdlinge der deutschen Flora wird er kaum gefunden haben. Das erklärt sich 1. durch die streng durchgeführte Desinfektion, bei der nicht nur alle tierischen, sondern auch die pflanzlichen Keime getötet wurden. 2. Durch die außerordentliche Trockenheit der letzten Sommer und den letzten strengen Winter. 3. 'Durch den unfruchtbaren, steinigen Kiesboden des ehemaligen Gefangenenlagers. Aber ganz vergebens ist der Gang doch nicht. An allen Wegrändern hat sich die lila-weiße Landgänsekresse (Arabis arenosa), eingebürgert, eine Pflanze die für Oberhessen neu ist und deren seitheriges Vortommen in Hessen das Sandgebiet des Mainzer Deckens zwischen Dingen, Mainz und Darmstadt war. Auf den grasigen Plätzen nach dem Lulenkopfe zu erscheint die blaue Wiesensalbei lSalvia pratensis), die seither in nächster Rähe Gießens nicht vorkam. Schon wollten wir den Platz etwas enttäuscht verlassen, da fällt unser Blick au ein goldgelb blühendes llnlraut, in welchem wir unschwer das Frühlings-Kreuzkraut (Senecia ver- nalis) erkennen. Es ist ein schlimmer Gast aus dem westlichen Rußland, der schon feit einigen Jahrzehnten bis rechts zur Oder vvrgedrungen ist und deffen vereinzeltes Vorkommen vor dem Kriege Werst südöstlich Saratow gelegene Mennontten-1 Freigrenze auf 200 000 Mk. erhöht Vttd. Eme gebiet ans. welches eine Fläche von 16000 Deß-' (SntlrMteftitna fnrhprt die jatinen (1 Deßjatine -- 1,09 Hektar) umfaßte. 3m Jahre 1914 gab es in diesem Gebiet 8 Damps- dreschniaschinen. 46 Motore, 156 Garbenbinder, 150 Drillmaschinen, 950 Pflüge und 4 Traktoren. Wie der Ackerdmi so ftdnb auch die Viehzucht sehr lwch. Häufig kannte man hier asphaltierte Vieh- und Pferdeställe mit Ventilation and elektrischer Beleuchtung sehen. Darchchnittlich entfielen auf jede Wirtschaft 7,5 Seßjatinen Acker- njR Hunden w^een, cjbemnerrtefl erzeug r Derben tonnen und mit Lähmungen infolge hon ®at- emboltc im tfcrDcngetocf* einhergehen Auch die zu therapeutischen Zwecke» benu^len Ttdfom* vrefsionSIchlcufen wurden im Lichtbild gezeigt. Nächster Bortrag 20. Juni, Bern ■ Verkantungen im Bergbau, bei der Verhüttung und Metallver- arbeitiinfl. OK ü 11 c r f 4> c Badeanstalt. Wasser manne der Lahn am 15. 3uni 17 Grad K ^Aornotixeu. — Tag e s ko. lc ndc r für D^ nn erStag. 3o6amiC3faa[. 8 Uhr: Bortrag des Bcreinä „Hwis und Schule" Astoria-Lichtspiele, heute 1 und ti1 t "hr ,Biociftc# Abenteuer", 3. .Seil, und «Die Ehaplin-Quellc": abends 9 Uhr: „20000 Metten unter 3ec**. Lichtspielhaus Bahnhof- stoache: „BZcnf Henopfer". — BühiienvolkSbund. Am Donnerstag, dem 29. (tunt, iindet im Phllosophenwald ein Äon= jette und Festabend zum Besten der Thealer- gemeinbe stall Dem Lautensänger v. Hunyadi, Detmold, der für diesen Abend gewonnen wurde, geht alS ÄünfHev der beste Aus vvrau«. (Siehe Anzeige) — Deutsch nationale BolkSpartei. 3n der heute s! aktfindenden Witaliederversamm' luna in: Postkeller wird dre Stellung der Partei ,u Den im Herbst stattsindenden Etadtvarla^ mentSwahlen besprochen werden. Außerdem mirb ccmd ineb. Jung ein Referat über „Die Kämpfe zwischen den Rassen Europas undAsienS" batten. (6. Anzeige! — Das Gleiderg-Sommerfest findet nicht am 17. i>. BZ., fnnbern am 28. d BZ 14. statt (Siebe Anzeige.» — 2st oria» Lichtspiele Der grober Nachfrage wegen bleibt der Film 200000 Meilen unter See noch heute, und zwar zur st - 11 h r - Borstellung auf bem Spielplcur. Räch' mittag um 4 und 6> ? Uhr gelangt MacisteS Abenteuer 3. und letzter Teil: 3m Anges ich t dcS Todes und Charly Chaplins beste» Lustspiel in diesem (lobre, Die Chaplin- quelle, zur Aufführung. lRähereS siehe An^.) Kreis Alsfeld. Z\ Wc11faafen, 14. 3uni. Bei den letzten Gewittern traf der Blitz wiederholt die elektrische Lichtanlage. (Lin Strahl zerstörte tu manchen Anlagen alle Sicherungen und drang tn das Umschaltehäuschen, hier Spuren txm seiner Wucht hinlerlassend Bon hier lief bar Strahl in bas Transformatorenhäuschen zu Ruppertenrod Bei den jüngsten Gewittern ging ein Strahl nieder auf bir Oettung zu Rupperten- rob und schlug dort ble Sicherung im ilmschalte- hauS durch, so da st die grüble Zahl der Lampen im Dvrse nicht leuchtete, sondern nur glühte. Kreis Schotten. B. Burkhards, 13. 3ixni Das Fest der Silbernen Hochzeit begingen die Eheleute Bürgermeister Heinrich Kneipp und Frau Margarethe, geb. Bissel. Kreis Zriedbera. fpd Bad-Rauheim. 14. 3u»i. Der- Klavierstimmer Zosef Hriesack aus Reu stabt a b T. hat hier eine dem Zahne 1710 entstammende Geige im Werte von 60000 Mk. un ter schl agen und ist damit flüchtig gegangen. Auf dem Boden der Geige ist eine rusti- sche Klosterkirche cingeschniht. Starkenburg und Rheinhessen. mb. Offenbach, 14. Zum. Gestern mergel geriet der bei der 5trn» Paffrath und Göhring besänftigte 18 Zähre alte Schmied Henrrich S v uv mc t aus Grotz-Stenchenn tn Die X r a n »• Mission. Dem HngLüdlütcii wurde der linte Arm vollständig abac rissen Das Ka.rr> lö tsauto verbrachte den Schwer verlebten in das Ki-anken Haus. Heffen-Rafsau. Die Folgen des öifenbabnerftreiti. fpd. Frankfurt a. M., 14. Zuni. Hier fand dieser Lage die Bcrtretemrfammlung der Reichsgewerkschaft Deutscher Eisenbahn- bcainteit des DirektiotivbezirkS Frankfurt a. M. statt. Dem Gesckaftsberickr zufolge wurde gegen 60 Cifenbahnbeamte des DircltiOnSbeziris wegen ihrer Beteiligung am Sifcnbahnerftrctf rm Februar d. Z. das Disziplinarverfahren eingeleitet. Davon schweben zurzeit noch 34 Fälle. Ein Beamtet wurde entlassen, zwei strafweise versetzt, und acht wurden mit insgesamt 8100 Mark bestraft. Gegen 15 wurde das Verfahren emgefteilt Der Berhretetlag drückte in einer Entschließung dem Hauptvorstand der ReichSgewerkschaft das vollste Bertrauen für seine bisherige Gewertschaftspvlitik, aus und berutteiltc die schwächliche um) ungewerkschaftliche Haltung des Deutschen Beamten- bundes gegenüber dem Streik der Reichsge- werkfck'afl und der Blaßregelungsfrage. Der Hauptvorstand soll jetzt BerbanMungen zur BUdung einer allgemeinen, streng parteipolitisch-unabhängigen Beamtenspitzenorganisa- tion anbahnen Brand deS LandeSauftrahmeheirnS. fpd. 3d stein i. T_, 14. Zuni. 3n dem erst kurz vor Ausbruch bc» Krieges erbauten ßanbefi- ausnahmeheims bes Rassauischen Konummalver- banZ>es brach am Dienstag nachmittag ein verheere nbes Grotzseuer aus, Z>aS bic Dachstühle Z>er Hauptgebäude und der Seitenflügel zerstörte und bebcutenbcn Sachschaden anrichtete Die groben Äletber- und BZäschevvrräte her Zöglinge tonnten größtenteils gerettet werden. Gine Weiterverbrei- tung des Brandes wurde durch die 'Feuerwehren, denen die Garnison helfend zur Seite stand, ver- binZ>crt. Die zur Hilfeleistung aus Wiesbaden barbeigcrufcnc Dampffprihe brauchte nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Der Millionenverlust aufgeklärt. fpd. Bad-Homburg v. d. H., 18. Zuni. Dex angebliche Verlust von einer Million Mart, über den wir gestern berichteten, hat bereits feine Aufklärung gefunden. Die Begleiterin bes Amerikaners, für deren Ehrlichkeit dieser der Polizei cinftanb, wurde von der Frankfurter Kriminalpolizei als Diebin ermittelt und festgenommen. Ss handell sich um eine gewisse Klara Schwege 1. Bei der Durchsuchung der Wohnung der Schwege! sand man noch 100 000 BZarL Rach den 'Darstellungen der Frankfurter Polizei sind dem Amerikaner mir 500 000 Mark gestohlen worden. • tnc. Frankfurt a. M, 14. Zuni. Bei Dörn iahet m wurden dieser Tage junge Burschen beobachtet, wie sie Handgranaten in den Main axirfen, um bann bie getöteten Fische mi fangen. Leiber gelang es nicht, der rohen Kerle habhaft zu werden, die unermeßlichen Schaben anrichten, beim nicht nur bie großen Fische. Tonbern auch bie ganze Brut geht auf diese Weise zu Grunde. e Hanau. 14 Zuni Tödlich nerm- gluckt. Am Samstag trollte der .3igarrenar» Leiter Karl Merz in Lieblos in bei dortigen Gemeindegrube clwas Lehrn für seinen Reuba i groben. Kaum hatte er mit seiner Arbeit bc- getmen, würbe er von einer fieß ubir ihm lösenden Erdschicht verschüttet. Mit schweren inneren Beilegungen in ein Hanauer Krankenhai» gebracht, ist er hort gestern nachmittag gestorben. Schlichtunqsausschuß der Provinz tberhesscn. Sitzung vom 13. Zuni 1922. Für die Arbeiter der Kicfelgurgrube Beuern des Düddeutschen Zfoliei Werkes wurden 110 Mk. Schichtlohn statt bisher 95 Mk. ab 1. Zuni vorgeschlagen. Die Lauterbacher Blechwarenfabrik soll im Zuni den gelernten Arbeitern über 25 Zähren 16,50 Btt, dc ' angelernten 16 Mk. und t>en Hilfsarbeitern 15,20 Mk. Stundenlohn zahlen. Die Mailöhnc waren 14 Mk., 13,60 Mk. und 13 Mk. Die Erhöhungen für die übrigen Altersstufen wurden ungefähr im gleichen Bcr- hälNtis vorgeschlagen. Die Verheirateten- und Kinder- und die Berzinker- und Beizer-Zulagen sollen bleiben wie bisher. Auch die Oberbessische Maschinenfabrik und die Schlossereien Bücking. Koch und Bierheller in Alsfeld sollen für den Zuni den Lohn der gelernten Arbeiter über 25 Zähren von 14 QKL auf 16,50 Mk. erhöhen. Für bie Arbeiter von 20 bis 25 Zähren wurden 14,50 Mk. und für die von 18 bis 20 Zähren 10 Mk. vorgeschlagen. Es wurde noch bekanntgegeben, daß infolge einer Einladung des Präsidenten des Hessischen Landgerichts der Provinz Oberhessen den ständigen, stellvertretenden ständigen und nichtständigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeisitzern des Schlichtungsausschusses Gelegenheit geboten ist, den Vorlesungen über das neue Arbeitsrech t beizuwohnen, die Privatdozent Dr. Groh im Sitzungssaal bei Strafkammer, Ost» Anlage 15. am 15.. 17., 22., 24. unb 29. Zuni nachmittags von 4 älhr (pünktlich) bis 5*/, Uhr, halten wirb. Landwirtschaft. Gegen die Zwangswirtschaft. fpd. Alsfeld, 14. Zuni. (Sine überaus stark besuchte Versammlung de» Bauernbundes des Kreises Alsfeld nahm nach ein- gehender Aussprache einstimmig eine Entschließung an, tn der sie jede Zwangswirtschaft an Brotgetreide m irgendwelcher Form ablehnt, aber bereit sei, den Bedarf an (Schreibe zum freien Marktpreis durch die Genossenschaften und den reellen Hanbel sicherzustellen. § 21 u» bem Ohm tal. 14. Zuni. Wenn auf den Wiesen tre W i cherbl ume so start erfcheiitt. daß ihr Weiß das Grün des Grases Dcrbtängt, bann st eht eine weniger reiche Heuernte gd erwarten. Das ist jetzt her Fall. Die trockenen Gagen zeigen einen nur schwachen GraSwuchs. Allerbinss haben bic letzten, ausgiebigen. Gewitter noch vieles gebessert. Die erste gründliche Durchführung des Bodens hat nach wochenlanger Trockenheit endlich eingesetzt, so daß das Sehen der Hackpflanzen vorgenom men werden kann. Aber es fehlt an Sehpflanzen, besonders Kraut- und Gemüsepflanzen. Hier haben die Erdflöhe faist alles vernichtet. Den ausgehenben Kartoffeln hat der Gewitterregen Den Durchbruch d irch daS hart gc- ttOuw Srvorick) emög!M)t und t*e tjurten Schollen einreicht, fr daß hir Ne zukünfrige ÄartofW ernte die Gnnidbebrnq mgen erneS besseren Ertrages gegeben sind. Vermischtes. Eisenbahnunglück. Budapest. 14 Zuni (2BXB.) Der heute früh ' L i’br von Budapest obgegangcnc Grazer Siizug. von dem einige Waggon» bet Raab abgekoppelt werden und über Liebenburg nach Wien geben, ist infolge Schienenbruch^ en tgleist Die Lokomotive stürzte über rinr Böschung und riß mehrere Wagen mit sich Von Budapest sind Hilfszüge abgegangen. BiS 11 Uhr vormittags waren 4 Tote unb ein Schwerverletzter geborgen. • Zung gefreit. . . . Ein unerschütterlicher Optimist ist der Oberrichter am hSch- sten ScheidungsgerichtShof von ZlltnotS in Amerika, Joseph Sabach, der in den letzten zwei Zähren 6500 Ehen geschieben hat. Trotz bes Einblicks in die Schwierigkeiten und Gefahren der modernen Ehe, ben er bamtt erlangte, richtet er jetzt an seine Mitbürger eilten Aufruf, in dem er sie ermahnt: „Heiratet und heiratet jung!" „Die jungen Leute bür» Jen sich vor der Ehe nicht fürchten", führt er in der Begründung feines Mahnrufes aus. „Zch habe genug Unglück in Ehen gesehen, aber ich hin dadurch nur ein größerer Ber- ehrer der Ehe geworden. Wenn ein junger Mann sein Auskommen hat und das richtige Mädchen, dann soll er sich erst nicht um Ausstattung, HvchzeitSkuchen, Automobil usw. küm rnern, sondern drauflos heiraten, und das Mädchen soll das Gleiche tun. Sie sollen ge meinsam den Lebenskampf aufnehmen als statt in einer langen BerlobungSzeit gegeneinander zu kämpfen. Zu viele Verlobte legen das Hauptgewicht auf Banknoten, Wohnungsein- richlangen und Kraftwagen, und heiraten deswegen nicht. Während sie sich mit diefen Din- gen beschäftigen, welchen sie selbstsüchtig, unb wenn sie heiraten, nachdem sie das alles zu sammengebracht kmben, dann laufen sie zunt SchcidungSgericht und denken nicht an das Schicksal ihrer Kinder. Zch habe mit 18 Jahren ohne einen Gent geheiratet und es nie bereut." 7nr IZÄmarnHana verwende man bet zarter zur Korperpnege empfindlicher Haut und für Kinder nur die feit mnrrholins^pifp .labrenglanzend bewährte *11V»!!VlUl8^U111 7- t'j Ein neuer») irohhui für 5.- Unter den Händen wird der sehmutzürste und verfrühteste Strohhut blütenweiß und wie neu bei der Behandlung mit Strobln mit seiner verblüffenden Bleichkraft. Sie werden überrascht sein, wie spielend einfach die Reinlfrung und Bleichunir mit Strobln ist In Drogerien und ■■■ ■ ■ ■ Apotheken erhältlich. ■ Sehördliche Anzeigen Bekanntmachung. .infolge Erhöhung der Zechenpreife für Stein- tohlenbriketts ab 1.6.22 unb ber allgemein gestiegenen Geschäftsunkosten werden die Höchstpreise für Kohlen unb Koks gemäß Beschluß ber städtischen Brennstoffdeputation vom 13.6. 22 auf Grund der Vorschriften bc4 § 117 ber Ausführungsbestim- numgen zum Gesetz über Regelung ber Kohlenwirtschaft vom 23.3. 1919 mit Wirkung vom 15. 6. 22 wie folgt festgesetzt: 94,75 2ELf.b. Ztr. 96,40 Mk. 83,75 Mk. . 104.- Mk. . 115,65 Mk. . 11135 BH. . 53^0 Mk. . 107,80 All. . 119.45 Mk. Fettstuck kohlen FeUnußkohlen Fetttohlen, meliert Stznußkohlen Anthrazit SteinfohIenbrikcttS 'Bnaunkohlen b r i k e 11S Zechen k o k S, grob Zechenkoks, mifi Diese Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen m Fuhren bis vor das Haus bes Käufers ober frei Laaerplay bes Kohlenhändlers für ben Zentner einschließlich Warenumsatzsteuer Zuschläge dürfen erhoben werden für den Zentner 1 Für das Einwerfen des BrennftvffeS von der Straße in den Keller 1,30 Mk. 2. Für das Einträgen bcS Brennstoffes von ber Straße in ben Keller 2,50 Mk. 3. Bei Lieferung bis zur Höchstmenge von 15 Zentner ab Eisenbahnwagen in den Keller 3,25 Mk. 4. Bei Abholung von dem Lagerplatz des Awhlenhändlers bis zur Höchstmenge von 15 Zentner 1,60 Mk. 5. Bei Lieferung des Kohlenhändler» ab Lagerplatz bis vor daS Haus für Kohlen 3,45 Btf. für Koks und Briketts 4,30 Mk. 6. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zur Höchftmengc von 15 Zentner ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in ben Keller für Kohlen 5,90 RN. für Kots unb Briketts 6,65 Mk. keltere Bestände sind zu den seitherigen Höchstpreisen abzugeben, lleber- tretung dieser Höchstpreise kann auf Grund bes § 4/ber Preistreiberei — Verordnung vom 8.5. 1918 — mit Gefängnis unb mit Geldstrafe bis zu 200 000 Mf. ober mit einer dieser Strafen bestraft werden, vorausgefetzt, daß bad Gesetz betr. Verschärfung von Strafen vom 18. 12.1920 nicht Anwendung findet. 5735 B Gießen, den 15. Zuni 1922. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. S e i b. Die amtlichen Rollgeldsätze sind vom 15. Zuni ab um 50% erhöht worden. Näheres ergeben die bei der Güter- und EilgütLr-Lbfertrgung, Gepäck- S'Ibfertigung ausgehängten Bekanntmachungen. Gießen, 14. Juni 1922. 5754D Eifeudahn-Verkehrsamt. Heil- iiilil ßruminetflrfl^Sfti'tfificrungeH auf Gräflichen Wiefeu. 1. Montag, ben 19. Zuni, von vormittags 8 IHyr an, in ber Gemarkung Laubach auf ber Geisewiese, 33 Lose — 28 Morgen (ohne Los 2): 2. an demselben Tage, mit Beginn um 91/. iDjr vormittags, am allen Ziegclhütterteich auf ben Zwaelhütlcrkcichwiesen (ohne Los 1, 2, 3) ca. 19 Morgen: 3. an demselben Tage, mit Beginn um 10 Uhr vormittags, int Tiergarten auf ca. 50 Morgen (ohne Los 1 in ber Hirtenbach), bie Müllerwiese mit Kleegrasfläche unb Oberlaubach), Zusammenkunft in ber Hirtenbach: 4. an demselben Tage, nachmittags 41/? ^lhr. auf der Schreiners müh le bei Freienseen: 1. von ca. 131 Morgen Wiesen im Wetterauergrund (Hartmannshausen bis Sorgenlos): 2. von ca. IW Morgen im Wolfsgarten (mit Ausnahme txm LoS 2c, 3 unb 11) Kreuzseen ergründ, Ober- fecncr-, Lipper- unb Altenhamergrunb: 3. txm ca. 55 Morgen — 26 'Abteilungen Der vom Ober- soeneichvfgut zurückgenommenen Wiesen. 5. Dienstag, den 20. Zuni, mit Beginn um 9 Uhr vormittags, in der Aepfelsbach auf ca. 172 Morgen Wiesen daselbst, am Altentzller, bi Den verschiedenen Heegbrücken, Gölls- unb Hexen- wtese. 6. an demselben Tage, nachmittags von 12 Uhr an, auf bem Jägerhaus von ca. 1Ö0 Morgen Wiesen tn Rittharbshausen, Hauxteilen. Hahl- garten, Mui sau, Lang Hecke, Geräums unb Lingel- bach: ferner ton ca. 17 Morgen in bet Silbach, GlgeuSbach Giehem- unb Bruchanese. Dicsemvätter Silß Zxr^^er unb bie betreffenden Gräflichen Förster sind angewiesen, bie Wiesen, bic durch nummerierte Holzvflöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Verlangen vor dem Termin vorzuzeigen. Händler sind nicht ^gelassen. 5734V Laub ach, bat 14. Zuni 1922. _______________Gräfliches Fvrskamt._______________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für Rj. 1922 liegt vom 16. Juni ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. GS wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. Trohe, am 14. 3uni 1922. Hessische Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. 5713V Wir bitten um Angebot von 30 bis 40 Waggons la Hoc Wmliolz SleWWril SM 6.01.6.5. Staffel (Lahn). 5738V Nach erfolgter Zulassung am Landgericht der Provinz Oberhessen zu Gießen habe ich mich hier niedergelassen. Hans Häuf, Rechtsanwalt. Gießen, Juni 1922. Wir haben uns zu gemeinsamer Ausübung der anwaltlichen Berufstätigkeit vereinigt Dr. jur. Kurt Spohr, SdhtNX: Hans Häuf, Rechtsanwalt Gießen, Juni 19L. Neuen Bäue 25, Telephon 1548, P8K. 26210. Antiquitäten Erstklassige Möbel, Gemälde, Porzellan usw. aus Privatbesitz von erster Firma unter strengster Diskretion zu kaufen gesucht. Angebote unter F. B. R. 6659 an Rudolf Moste, Frankstrrt a. M. ,T42ss üs @lei6t[81ominer|eft mutzte auf ben 28. b. 9JI• verlegt werd. Beginn nachmittags 41/* Uhr. Nähere Anzeige erfolgt noch. 5786D Der Festausschuß. Heute letzter Tag: Carola Toelle in Menschenopfer Ab morgen ble elnechL Sonntag: Der große Ranbtier-Sensationsfilm: Allein im Urwald In der Hauptrolle: Carl de Vogt. Die Tiere des afrikanischen Urwaldes in ihrer kraftvollen Schönheit. Ferner: DerWeltmeister Ein Trickfilm. Schüler haben za diesem Programm zu ermäßigten Preisen Zutritt Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 *TUc Die glückliche Geburt unseres zweiten i r Jungen zeigen wir in dankbarer Freude an r (Wilhelm Nebhuth und Frau Anna geb. Müller Gießen, 15. Juni 1922 .......... ...nnr..r "" ** * i Ein kräftiger Bub angekommen. : Wilhelm Boller u. Frau Käthe geb. Sauer-Wahl Gießen (Neuen Bäue 25§ ), den 14. Juni 1922 <*WJ Höchstpreise für kold-M Lilbttbnch sowie »erbrochene Ubren rnüer Art erzielen Sie NT nur -« bei Uhrmacher J.Wohlgeruch, Neue» Bäue 15. W Ubr-Revarature« werden bestens u. schnell auSgeführt. 06067 Stroh, sowie vrima Speise' Kartoffeln auf Lager. «*• WelseS Petri Grabenstr. 7. Tel. 1313. 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Seine im Krieg und Frieden bewährte Pflichttreue und fein echt deutscher, kameradschaftlicher Sinn sichern ihm ein dauerndes Gedächtnis int Herzen seiner Borgesehten und Kameraden. Wollwarth Oberst rr. Regimentskommandeur. Gießen, den 14. Juni 1922. 06067 Ml. MW» gesucht. Vogt, 5747 Goethestrafee 32 I. Solides steiniges Mädchen gesucht. ’ 5753 Frau Rosenberger, __Löbersirane 20. Allein mädchen sofort gesucht. Gute Be« Handlung, hoher Lohn. 674ic A. Kttllner, Frankfurt a. M., Auf der Kärnerwiese 21. ■e/1' 38, 1 Ztindermantel und L Mnderbütchen zu verk. XX »tu Plockstr. s, Laden. Kaufhaus Katz Babnbofstraste 14. Tüchtige jüngere Verkäuferin für 1. Full gesucht, «w Schubbaus Herbert. Suche einfache Mwe obre Wulm nicht unter 35 Jahr., zur Führung eines frauen- tofeit Haushalts auf dem Lande. Schr. Angeb. u. $8077 au den Giefe. Anz. ,3iing.5MtiiitrflttiliE für sofort gesucht. 5716 Hetorloh Zimmer, Weiter- kelilb. Laubach lOberbess.i. 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Mögen Geschlechter, die nach uns glücklichere Zeilen erleben, sich dieser kulturellen Aufgaben und Ziele des früheren Grotzherzogs und seiner Mitarbeiter erinnern. M. Strecse. Kirche und Schule. Exkommunizierte Lehrer. spb. Höchst a. M, 14. Juni. Der Bischof von ßtmburg hat die Lehrer Wilhelm Dielen- oach - Sindlingen, Paul Schmidt - Zeilshrim unb Fi ck - Nied wegen schwerer Verstötze gegen die GiTundlagen des katholischen GlaubenSlebens auS der katholischen Kirche ausgeschlossen. Der AuSschlafr der genannten ßebrer wurde am lehien Sonntag in den katholischen Kirchen der einzelnen Orte betamrtgegeben. Fi Ober - O hmen . 14. Uuni Der Leh - rerber zweiten Schulklasse hi«, Herr ßomel t, ist nach Hühnlein versetzt worden. Die ganze Gemeinde be&iuert ben Weggang des bei seinen Schülern unb allen Einwohnern geschätzten und beliebten Lehrers, der es verstanden hat, sich hier die Wertschätzung mb Achtung der ganzen 'Bürgerschaft zu erwerben. Der hiesig. Gesangverein verliert in ihm seinen fangeebe- gabten tüchtigen Dirigenten. Turnen, Sport und Spiel. — Zur deutschen Fuhballmeister- schäft. Die graben Tage im deutschen Fustball- sport stehen unmittelbar bevor. Am Sonntag, den 18. 3uni, werden im Deuts chen Stadion zu Berlin die Vertreter des nord- und süddeutschen Verbandes, der Hamburger Sportverein, AorddeutscherMeister 1921 und 1922 und der 1. F. E. Nürnberg. Deutscher Meister 1920 und 1921 im Entscheidungsspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft einander gegen- übertreten. Die imponierenden Siege beider über chre starken Gegner der Zwischenrunde sind bekannt. Gall der Sieg des Hamburger Sportvereins über ben süddeutschen Meister Wacker München als eine Üeberraschung. so war bcr schwer erkämpfte Erfolg des 1. F. E. Nürnberg über den Berliner Meister Norden Nordwest nicht minder vertrauenerweckend für das Endspiel. Sein oder Nichtsein ist hier also am 18. 3uni die Frage, unb da gilt es. alle Kräfte zu spannen, um die höchste deutsche Würde zu erringen. Wie grob das Interesse in Hamburg als auch in Nürnberg ist. geht aus bei Tatsache hervor, bah beide Städte am 17. Zirni Ertrazüge nach Berlin lahren lassen Da» Spiel wird geleitet von Du Bauwcns'KoUi • (Siebener Ruderklub M$affiaw. Bei der am Sonntag vom Süddeutschen Ruder- rc.band in Mannh im aus geschriebenen Regatta fl artete au chder XubcrDub „Hassia" Gicstcn Im interessantesten und spannendstenRcnnendcsTageS, in dem durch den groben Achter bcr Kunst» und wertvolle StudtpreiS non Mannheim auSgefahren wurde, blieb die .Hassia" Gieb gei aron grober und starkei Konkurrenz, besonders der Mannheimer und Ludwigsbaicner Rudervereine blieb bcr Sieg doch den ©ichcncrn. Leider konnten durch die technisch gut geschulten Vierermann- schäften weitere Siege nicht errungen werden. Hoffentlich fallen dem rührigen Klub bei bcr am 2. Iuli in Frankfurt a. M stattfindenden Regatta mehr Preise zu. "Bad-Nauheim, 12. Huni. Der 5 Bcziri im 5" u r n g a u Hessen, dem auber den Turnvereinen in Bad-Nauheim. Friedberg und Dutz- bad) noch über 20 ländliche Turnvereine der nördlichen Wetterau angehören, hielt am Samstag unb Sonntag in dem benachbarten Steinfurth fein Diesjähriges volkstümliches DezirkS- w c 11 u r n c n ab Der Fünfkampf erstreckte sich auf Laufen, Wellfpmng, Weithochfprung, Kugelstoßen unb eine Pflichtfreiübuna Um bic noch schulpflichtige Hugend nicht in den FesteStrubel hineinzuziehen, trugen die Schüler ihre Wctt- lämpsc bereits am Samstag nachmittag auS. Der Sonntag gehörte dann den aktiven Turnern und Iugendturnern Den Höhepunkt beider Veranstaltungen bildeten jewells die allgemeinen Freiübungen, die unter Leitung der Bezirksturnwarlc Hartmann (Bad-Nauheim) unb Lang (Lang- Göns) äusterst exakt ausgeführt wurden. - Aus den Ergebnissen seien folgenbe mitgcteilt Aktive Turner (98 Tellnehmer, 49 Sieger): 1. Sieg«: H Gabler, Tgm. Friedberg, 77 Punkte! 2. H Bender, Tv. Griebel. 76P.. 3. R. Kaiser, Tv. Lang-Göns, 75 P: 4. K. Bernhard, Tv. Nieder-Wöllstadt. 72 P ; 7. K. Klee, Tv. Holz- beim, 66 P . 8. G. H o f m a n n, Tv. Muschenheim, 65 P : 10. W Ruhl, Tv. Holzheim, 63 P., 17. W Keblcr, Tv. Lang-Göns, 55P.: 18. A. Luh, Tv. Lang-Göns, 54 P., 19. W Stoll, Tv. Lang- Göns, 53P.: 21. Ehr. 03 cd er, Tv. Grüningen, 51 Pi 22 R. Lüdge, Tv. Lang-Göns und K. S a m e s, Tv. Hollheim. 50 P. — Iu gend- t u r n e r, O b c r ft u f c (78 Tellnehmer, 65Sieger): 1. Sieger: O. Reibcrt, Seminar-T. u Spiclv. Friedberg, 96 P: 2 A. Langsdorf, Tv. 1860 Bad-Nauheim. 9IP; 3 H. Mörler. Tv. 1860 Bad-Nauheim. 89 P : 4. W. W ie tz. Tv. Griedel, 88 P; 6. H. Arch. Tv. Holzheim. 78 P; 8. W. S p i c b, Tv. Lang-Gons. 75 P , 10. H Hofmann. Tv. Grüningen, 73 P; 13. H Eulc r. Tv. Grüningen. 70 P ; 15. H. S ch ö d. Tv Holzheim. 68 P . 16. G. Müller. 67 P.; 17. W Eng c l. Tv. Grüningen. 66 P.; 18. H. Bede r. Tv. (Arü- ntngen. 65 P.; 21 K. Weil, Tv. Lang-Göns, 62 P : 22 H Schäfer, Tv. Grüningen, 61 P,; 23. O. Lechras, Tv. Lang-Göns. 60 P.; 27. H. Grieb, Tv. Holzheim und H. G ö r l a ch. Tv. Holzheim. 55 P.; 30. W. Der n, Tv. Lang-Göns. 52 P — Hu gen dturnem Unterstufe (104 Teilnehmer, 85 Sieger): 1. Sieger: R. Hanach, Tv. Kirchgöns, 103P.; 2. H. Faber, Tv. Lang- Göns, 95 P.; 3. W. B rüde st Tv. Lang-GönS, 93P.. 4. H. Fisch. T. u. Sp V Bur.bach, 91 P.: 5. W. Wagner, Tv. Lang-Göns, 89 P ; 9. W. Krausch, Tv. Mufchcnheim, 83 P.; 10. F. 0 11 o, Tv. Holzheim. 82 P; 12. K. I u n g. Tv Holzheim, 80 P; 16. F. S ch w e n z, Tv. Muschenheim. 73 P.; 17. A Rüdel, Tv. Muschenheim, 72 P.; 21. H Sarnes, Tv. Holzheim und W. G l a u m, Tv. Holzheim, 63 P ; 25. H. Kuhl I, Tv. Holzheim und H Hofmann, Tv. Mufchcnheim, 64 P.: 28. W. G ö r l a ch. Tv. Holzheim, 61 P; 29 K. Bede r, Tv. Grüningen, 60 P; 32. W. Lanz, Tv. Holl' heim und W H o f m a n n, Tv. Grüningen, 57 P.; 33 H. L ö f chh or n, Tv. Muschenheim, 56 P.; 36. W. Reif, Tv. Mufchcnheim, 53P.; 38. H. Kuhl II., Tv. Holzheim und K. Wirth, Tv. Muschenheim, 51 P. — Schüler (184 Bewerber, 140 Sieger): 1 Sieger: K Faah, Tv. 1860 Bad- Nauheim, 111 P.; 2. W. S ch ä f c r, Tgm. Friedberg, 105 P; 3. F. Häuser, T. u. Spv. Butzbach, 104 P. Don den im Kreise (Sieben gelegenen Turnvereinen erwarben: Tv. Lang-Göns 5 Siege, Tv. Holzheim 5Siege. — Gin Handballwett- spiest das nachmittags zwischen Turnverein 1860 Bad-Nauheim unb Turn- und Sportverein Butzbach auf dem Steinfuriher Fcstplah ausgetragen wurde, endete 6: 6 Halbzeit 3: 2 für Bad-Nauheim. -DieLeichtathletik-Wcttkämpfe des Sportklubs 1 880 Frankfurt a. M waren von zirka 5000 Zuschauern besucht. Am besten schnitt der Sport-Club Charlottenburg ab, der fünf Siege auf fein Konto bringen konnte. Die Nr. 158 Zweites Biati Deutscher Reichstag. 226 Sitzung, mittags 2 Uhr Berlin. 14. Zum 1922. Zunächst wird eine Anzahl kleinere' Vorlagen erledigt. Angenommen wird bcr Gesetzentwurf, durch den bie Geldstrafen in bcr Reichsverfichcrung unb in bcr Angestelftenversicherung aus den zehnfachen Betrag erhöht werben, in allen drei Lesungen. Der Entwurf über die wertere Entlastung der Gerichte, d. h. über bic Au Sbehn ung der Zuständigkeit der Amtsgerichte, wird dem Rechteausschub überwiesen. Sodann wird die zweite Beratung des ReichSjugendwohlfahrtSgc fetz e s fort- gefeyst Abg Leuthäuber (D. Dp.) fährt in seiner gestern durch den Ohnmachtsansall des Abg. D5umig unterbrochenen Rede fort Er fordert, bab eine engere persönliche Fühlung zwischen Derufs- vormund und Mündel hergestellt werde. Abg. Dr. Löwenstein (H© ) beantragt für den ersten Paragraphen eine Forderung, welche den öffentlichen Charaller bcr Iugendhille fest- legst Die Iugendämter seien wertlos, solange ihnen das Recht der Exekutive fehle Abg. Frau Dr LüderS (Dem.): Das Gefetz bezwedt die Zufammenfastung der bestehenden HllfSguellen und Hilfswerke, toic auch bic Beschleunigung bcs Hilfswerkes. Das Kind soll nicht mehr von fo vielen Ministerien reforttere. Trotz mancher- von rechts unb links gehegten Bedenken glauben wir, bab baS Gesetz gangbare Wege ge- funben hat Abg Frau Lang-Br rmann (Bahr. B.) ertemrt ebensalls an, bab das Gesetz bic Möglichkeit enthält, Gutes 8-1 scha f en Die Praris werde aber zeigen müssen, wie daS Gesetz arbeiten werde. Die rusgeworfenen 100 Millionen würden aber zweifellos nicht aus reichen. Iedenfalls könnte Bayern die auf dieses Land entfallenden Lasten nicht tragen. Abg. Heidemann (Kom ) wirst dem Ausschuß vor. Verschlechterungen tu das Gesetz Hinern- gebracht zu haben. ES sei keine Spar von einem arobgügigei; Vosüchc vorhanden, Arbeit»- rnd Gemei/sch-iftscrziehmrg zr leisten. Aach sei der Unterfchicd zwischen ehelichen und rnchclichrn Kindern immer noch nicht beseitigt Nach unwesentlicher weiterer Debatte toirb der grundlegende § 1 rnd schließlich der Rest des Gesetzes unter Ablehnrng aller dazr gestellten Qlb..nberungäantrüge tn der Ausschrtz- sassung angenommen, ebenso tn bcr sich daran anschliebendeir dritten Lesung. Das Gc'ctz wird mit dem 1. Avril 1924 tn Krall treten Der Gesetzentwurf über die 3 j • lassung bcr Fra ien z r den 2lem tert der Berufs- und Rechtspflege wird dem Rechtsausfchrst überwiesen. Freitag nachün 2 Ubr: Anfragen, Zwangsan leihe kleine Vorlagen. Schlust i/g7 Uhr. Künstliche Düngung und Produktionssteigerung. Von fachmännischer Seite wird unS geschrieben: Die Frage des Wiederaufbaues unb der Gesundung des deutschen WirtschallsLrpers gipfelt in dem Programm der Volksernährung. Je mehr die Verarmung der deutschen Wirtschaft infolge deS Versailler Diktats fortschreitet, je weniger wir aus Mangel an Zahlungsfähigkeit in der Lage sind, teure ausländische Nahrungsmittel einzuführen, um so gröber wtrd unsere Sorge um das tägliche Brot, um bte Ernährung unseres Volkes. Diese Sorge drückt um so schwerer, als wir bereits vor dem Krtege ca. 15 Proz. unseres Volkes. Diese Sorge drückt um so schwerer, 12 Proz. der früheren Anbaufläche verloren haben, die reiche Ueberfd)ubgcbiete barstellten Die Ernten sind bekanntlich infolge des Krie- ges ganz erheblich zurüdaegangen. Der niedrigste Stand der Erträge in den Jahren 1919/20 ist allerdings überschritten und hat einer erfreulichen Auswärtsbewegung Platz gemacht: wir blieben aber tm letzten Hahre immer noch ca. 20 bis 25 Proz. hinter den normalen FriedenSernten zurück. Die Aufgabe, bie der deutschen Landwirtschaft zusällt, nämlich das deutsche Doll in der Hauptsache aus den Ernten der eigenen Scholle zu ernähren, ist eine ganz gewaltige, beim sie fordert nicht nur eine schnelle Steigerung der Ernten auf die Friedenshöhe, sondmm darüber hinaus auch Ersah für die verloren gegangenen Kleberschub- gebiete. Dieses Ziel ist erreichbar und wird im Laufe von wenigen Hahren erreicht werden Simen, vorausgesetzt, dab die Vorbedingungen Mein Vetter Jolus. Rotmrn von Richard Skowronnek. 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Hos^a war aufgestanden, seine Br rst arbeitete. Er griff mit der Rechten am die Lehne seines schweren Stuhles, hob ihn auf wie ein Spielzeug, unb stieh ihn heftig oif den Boden .Siehst du," fuhr er fort, .wenn damals mir einer hunderttausend Taler geboten hätte für das Vergnügen, den Lawinier so aba^ühri haben, ich hatte sie nicht genommen. Ich war in dem Augenblicke überhaupt kein Mensch, sondern nichts anderes als ein rasendes Tier, das dL treirncnb? Eifersucht stachelte. Am liebsten hätt- ich aus meinen Gegner noch eine halbe Stunde so dreingeschlagen, und mir tat nur eins leib, bab sie ihn fd>on abführten. Das war roh und brutal, gewib, ich wettz eS: aber es war mir doch damals so zumute, und weshalb soll ich es letzt beschönigen?- Josua tat ein paar Schritte auf die Fre» treppe hinaus unb blieb eine ganze Weile ft eben, am seiner Erregung Hem' zu weiden. Als er auf seinen Platz zurückkehrte, war er anscheinend wieder ruhig geworden. Er griff nach bcr Kiste auf dem Tische unb steckte sich eine neue Zigarre an. An dem nervösen Beben seiner Hände merkte ich jedoch, wie sehr die Erinnerung ar bi :fe Zeit sein Inneres auswühlte. Ich wolttc etwas sagen, wie dast ich seine damalige Stimmung begreiflich fände, fast barsch aber schnitt er mir das Wort ab. „Ach was. llnfinn. Sophisterei! Wie durste ich in diese Mensur, wo ich nicht für mich dastand, sondern für mein Korps, meine ganz per- .sönlichen Hahempfindungen fcmeintragen ? I DaS hierfür erfüllt sind, bab namentlich die not- wendig en Betriebsmittel zur Ver- ü gu n q stehen und ein Anrci z zur In. tensivierung bcr Bodenkultur i n einer angemessenen Rentabilität g r> geben ist. Heute ist es die höchste vatertanditchc Pflicht jedes Landwirts, aus feinem Boden soviel wie möglich an Emtemasfen herauszuholen Neben der Derbefferung der Bodenbearbeitung und An- baumethoden, bcr Einführung zwedmäbiger Fruchllolgen. Verwendung angepabter und Iri- stungsfähigei Sorten, sorgsame Pflege der Kuttuipllanzcn. Bekamp'ung von Pflanzentrank- beiten unb Pflanzenschädlingen wird der Düngeraufwand der wichtigste biet er Faktoren fein. Die überhaupt erreichbare Ertragssteigerung. zu bcr wir im Interesse bcr Sicherstellung der Volks.-rnährung gelangen müssen, toirb etwa zur Hälfte allein bcr Wirkung de« KunstbüngcrS zuzufchrciben fein. Wir Dürfen unsere Kulturpflanzen nicht länger hungern lassen, sondern müssen ihnen zur Erzielung von Höchsternten alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stellen. Da bei Stalldünger und die Gründüngung hierfür nicht ausreichen, mub zu einer gesteigerten Anwendung bcr künstlichen Düngemittel gegriffen treiben, und zwar zum Stidstoff. Kali. Phosphorsäure unb Kall. Voraussetzung für eine günstige Wirkung des Äunftbängere ist feine sachgemäße Anwendung. Der Landwirt mub daher über diefe Frage, um Fehler zu vermeiden, möglichst gut unterrichtet fein Die Rentabilität bcr Kunst- düngcrantoendung steht aastcr jedem Zweifel unb ist heute erheblid) günstiger als vor dem Kriege, wenn auch das Risik) gröber geworben ist. Es sollte daher kein Landwirt versäumen, im steigenden Mabe Kunstdüngernittel zur Erhöhung seiner Roh- mb Reinerträge ii Verwendern Besonb^rs die grobe Zahl dcr ITei^ neuen Landwirte, die 72 Proz. des gesamten bc^ wirtschafteten deutschen DcchenS in der Hand haben, müssen in ihrem eigenen unb tm Bolls- mteveffe dazu übergehen, intensiver als bis-er zu wrrtfchasten mb dazi gehört in erster Ltnre die Derwcndung von Krnstbünger. w)bei ba Stickst of f dünger als ber wichtigste genannt sein mag Gerade an diesem Nährstoff, ber bi' Erntcerträgnisse am stärksten beeinslutzt, mangelt es in den meisten Fällen, wenn auch zir normalen Ausnutzung deS Stickstoffs es an ben übrigen Nährstossen, toic Kall, Phosphorsäure und Kall nicht fehlen darf Die Nachfrage nach Kunstbüngei, besonders nach Stidstoff und Phos- phovsäuredünger ist so grob, day immer wieder möglichst frühzeitiger Bezug empfohlen werden muh. Die „künstlich; Düngung" must auch bei dem kleinsten Landwirt Ei^izug halten und auf Acker, Wissen inb Weiden Anwendung finden, um das grobe Ziel ber Ernährung des beutschen Volkes aas ber eigenen Scholl emöglichst bald und sicher za erreichen. Dabei soll, abgesehen von bcr Not brr Zeit, jedem deutschen Landwirt das Wort Friedrichs des Groben als Leitstern dienen: „®aä ist ber nützlichste Mensch, welcher bork zwei Halme wachsen lässt, wo früher nur einer wachs." Darmstädter Künstler-Kolonie. Sonder-AluSstellung Professor Albin Müller. In feinen Atelierräumen rm Ernst-Ludwig- haus bat Professor Albin Müller, bas älteste unb vielseiligst künstlerisch produktive Mttglied der Künstlerkolonie, eine Sonderausstellung veranstaltet, die eine besonders für Darmstadt wertvolle und hochinter Harrte Ergänzung ber Ausstellung „Deutsche Kunst Darmstadt 1922" bilcet Die Eröffnung di ser Sonderausstellrng fand tm Beisein des Grostherzogs und zahlreicher Geladener statt. Geh.imoat von Römheld hirtt die Erösfnungsansprache. Die Ausstellung rmsatzt Werke aus fast dem gesamten Schasfensgrditt Prof. All tn MüllcrS durch etwa 2 Iahrzehnte. Sie bietet in erster Linie einen überzeugenden Beweis von der erstaunlichen Ti H ttigk.it künstlerischer Betätigung MüllcrS. Der Künstler ist immer und tn erster Linie Architekt. Aber sein Scha fensbeieich war nie eng begrenzt. Zeiten der Ruhe — die Albin Müller tn wörtlichem Sinne wohl kaum kennt — gaben ihm, wo immer er wellte, Anregungen zu künstlerischer Betätigung a ich austerhalb seines eigentlichen Schaf fensgebietes So entstanden neben hochd.k^uts men Ba w k n verschlldenster Art Richtung gebende Innenarchitekturen, eine umi offen St Wohnkultur, entzückende Kleinst ücke gediegensten Äunftgetoerbe8. So entstand ein lleines, auch technisch bis tnS einzelne durchgear- belletes künstlerisches Marionettentheater, fo ent- war roh und eines ordentllchen Burschen unwürdig. und von Rechts wegen hätte mir gehört, dah man nfld) dafür auf der Stelle aus dem Korps gefloßen hätte — da beifit keine Maus 'en Faden von abi Statt dessen haben sie mich damals bc glückwünscht unb wie einen Held gefeiert; es fehlte nicht viel und sie hätten mich und die beiden andern im Triumphzuge in bie Stabt zurückge- bracht. Rur Franz sah mich mii seinen braunen Augen forschend an und fragte: 'Mensch, was hast du nur gehabt?!' ,Na, und da ich das Lügen nie gut fertig gebrächt habe, so sagte ich ihm eben, das sei Helenens Verlobter grwesen, mit dem ich geformten. Franz schüitcl.e mistbiliaend mit dem Kopfe und erwiderte. ,Die Geschichte ist ja nun vorbei und leider nicht mehr rückgängig zu machen. Abei fühlst du nicht. Last du intcr dielen Umständen mit diesem Manne in der P P.-S ii r nicht fechten durftest? Ein Vorwand für die andern hätte sich schon gestunden.' »Ich rnustte ihm Recht geben und konnte mich nur damit verteidigen, dast ich es doch auch nicht ganz genau gctoufV, l andern nur aus aller band Indizien gefchlossen hätte ..Dann war es eben deine verfluchte Pflicht unb Schuldigkeit, vorher Klarheit zu schassen: ich hätte die Million schon übernommen. Alnb wenn der Lawi iei wirklich der Bräuttgam dieser junger Dame war. kann durftest du von Korps wegen nicht mit ihm losg h:n, dann hätte td> cbCTi auch deine Partie gefvchten Was ihr beide persönlich miteinander aiwafangcn hattet, war eure Sache Und so erteile ich dir hiermit als drin Leibbursch offiziell einen Rüffel. Hätte nicht geglaubt. gerade an dir solche Erzieh angsresullate zu erleben/ „Siele letzten Worte trafen mich tiefer, als der ganze Sermon, denn Franz war einer von den wenigen Menschen, bic ich lieb hatte unb an deren Urteil mir etwas lag." HosuaS Augen leuchteten aus. „Tla, über* Haupt, mein Franz! Das Muster eines echten 5iorpsburfchen, ttcr.- in stinem Wollen, makellos anständig im Fühlen unb Handeln, ein Mann schon/ trotz seiner jungen Jahre, and dabei doch kein Spastverderber, wenn's 'mal übrrschäumte unb lästig berging. So einen Ersten wünsche rch unfrei Ecltia alle paar Semester. Der verstand sein Korps zu führen und, wenn'S not tat. auch zu erziehen. Unb darum komm, last uns auf ihn anstosten unb feiner in Liebe gedenken!" Er schenkte ein. liest fein GlaS an dem meinigen erklingen, erhob sich unb sprach feierlich die Worte: ,DicS trinke ich dir. mein Franz du treuester meiner Brüder!" Wir tranken aus bis auf die Nagelprobe ,ilnb siehst du." so fuhr er dann fort, „bab auch er mich gut leiben mochte unb gerade an mich nach feinem Muster besonders Anforderungen stellte darauf bin ich noch heute stolz. 71a. ich steckte beim auch damals den verdienten Rüffel ruhig ein und hat bescheidentisch um gut Wetter. .Des Abends auf dem Kommers, den unsre Gastgeber uns zu Ehren veranstalteten, machte ich mich an einen der Noriker f>Man, bei dem ich r.L? ci'geborenem Halle.ser so manches zu erfahren hoffte von dem, was mich vor allem andern interefTicrtc. Von den Mensuren bracht? ich das Gespräch auf m i en Geg er, der 2a- toinicr, und mein Nachbar hotte denn auch hervor, was er über Ibn taufcte. Sic hatten zusammen das Gymnasium besucht unb seither einen gewissen oberflächlichen Verkehr gepflogen. „Nach Dem, was ich nun hörte, war der Ca» tränier — Georg Reiner hiest er — so eine Art von Sonntagskind: mit allen möglichen gesellschaftlichen Tugenden begabt, überall wohl- gelitten und dabei ein ernst Has ter Arbeiter, ber trotz der kurzen Reihe seiner Semester schon die ersten Stationen des medizinischen Staatseramens hinter sich hatte. Wohlhabend von Hause auS, ha'te er noch einen reichen kinderlosen Onkel zu beerben, der in seiner ernflustveichen Stellung ihm auch den Weg in die akademische Laufbahn ebnen würde Austcrdem mit dem schönsten und kugendhattesten Mähren von ganz Halle verlobt, alles in allem also ein äußerlich und innerlich wohllonsvlidierter Jüngling, dcmr eine tn jeder Beziehung glänzende Zukunft irinfte. ,Nun, und wc»S ist er denn sonst für ein Mensch?" fragte ich, nachdem ich diese tn kühlrm Tone vorgebrach-ten Angaben gehört hattr. „Ich meine, toic ist er von Charakter?“ „Mein Nachbar zuckte die Achseln: .Darüber habe ich, offen gestanden, roch niemals nachgedacht. Wenn ich aber mein ganz persönliches Empfinden äußern soll, so ist er mir zu lühlich und glatt. Ich habe mich nie in feiner Gesellschaft erwärmen können, auch nie, trotz unsrer langen Dekarnttschaf'. das Verlangen gespürt, mich ihm näher anzufchliehen ' Er hatte noch nicht recht ausgesprochen, als es an der Tüt klopfte und ein Westfale auf die Schwelle des Kommerslaales trat. Mein Noriker stand aut und getei'ete ihn zu dem Platze deS Eriten, wo er sich niederlietz und nach dem üblichen Degrühungstruni eine Meldung abftattete. (Sortierung folgt-» 5350,70 Marknotierungen. . Sh. 97.80 23.80 r Fr. 125.40 100 Kr- Dtsche. Dereinsbank 198,- 197.- । ■ ■ ■ ■ ■ Bk IfWeit unter Preis! WnWmW Selters tn 31 Beste Bezugsquelle für Wiederverkäufer | 14 Bahnhofstraße 14 Gn9c Stotterer zu Mk. 135 eitze Damen-Schnürhalbschuhe 240 Sandalen für Damen und Herren zu Mk. 225 im Bause 790, 1000, Fr. Kr. r Kr. Saturn: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... 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Deutschland Wien .... Prag . . . . Paris.... London . . . Italien . . . Brussel . . . Budapest . . Aeuyork. . . Agram . . . Warschau . erhalten umsonst die Bro- schüre: „Die Ursache deS Stotterns u.Bescitigung ohne Arzt und ohne Lehrer sowie ohne Anttalts besnch." trüber war ich selbst ein sehr starker <5tot- Äurä 13. 6. 77.50 108,- 132 - 82,- 410,- 315,- 299,- 288,- 555 - 415,— 313,- 250.- 294,- 6851,40 8139,80 378,65 1573,- 1405,70 312,60 2781,50 5992,50 4684,10 1,55 605,20 32,20 113,97 219,70 149,- *344,- Herrenstiefel, Damenstiefel und Schuhe in braun und schwarz, enorm billig. Kurs 13.6. 77,50 110,- 135,- 83,50 403,- 31z,- 302,- 290,— 556,- 417,50 315,- 249,25 293,- 1090,- 799,- 985,- Gölker Li durch die aus Eun fcn. 25 vvschiedr die Bal fHabt: Saaraebii 870,- 680,- 1174,- 725,- 644,- 680,- 840,- 645,- 491.- 446,- 79.50 770,- Sell der ■ Aus Don § Sen rechts der Krieges a 267675 5503,10 14. 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Franck.eich wünscht diese Schuldeu in langfristige Obligationen verlängert zu haben Fernerhin soll die Parmentier-Kom- mission llarzulegen versuchen, das; Frankreich seine Schulden nicht zahlen kann, weil Deutsch» land sein en Versailler Vertrags Verpflichtungen nicht nachtommt. Werler- hin soll dem Staatsdepartement durch die Par- mentier-Kommission erklärt werden,,datz es nicht Frankreichs Schuld sei, daß dir-Morgan- Gruppe keine Anleihe airbringen konnte, sondern das; es Deutschlands Schuld sei. Diese Besprechungen wrrden Voraussicht.ich sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, da der sogenannte Desunding Act bedeutende Diskussion Hervorrufen wird. Die englische Degierung hat im Gegensatz zu der Französischen bereits angesangen, ihre Schulden mit der amerikanischen Degierung ins Derne zu bringen, und das Schatzamt verkündet eine demnächstige grötzere Fnteressenzah- lung Englands an Amerika. Frankreichs Stellung erfordere deswegen diese Parmentrer-Kom- mission, um seinen guten Willen Amerika gegenüber zu demonstrieren. London. . Deuyork . Paris. . . 8? 53-13,30 6771 50 8029,95 664,15 1550,55 1390,75 311,61 2741,50 5952,55 4932,80 1,70 594,75 30,21 112,85 216.20 150,- 4324,- Schweizer -- 204-25 - 1.65 = 0.027 = 10.(5 = 46.- - 23.485 - 26.05 = 4810 = 0.53 = 524.25 - 1.83 ° 0,12 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117B0 4970ss selbst etn sevr uarrer öidi* lerer u. habe mich nach vielen vergeb!. Kursen selbst geheilt. Bitte teil Sie mir Ihre Adresse mit. Die Zu- send. mein. Büchleins erfolgt sof. oh. Firmenaufdruck vollst.kosten!. L.Warnecke,Hannover,Friesenstr.3,!. Tn rlnschnsts richttN-.A" Datum: 5°/» Dtsch. Kriegsanl. 4°/° Disch. Deichsanl. 3°/«, Dtsch. Reichsanl. 4e/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. 14.6. 1,68 -,82 1,50 1,26 6095, - 17,00 1,39 -,32 3,67 15.6. Franken 204L6 1.68 0.027 16.05 46.375 23.21 26.50 43.45 0.52 524.75 1.80 0,122 ÄS -n ^ir Bevor die enorme Steigerung der Schuhwaren zur vollen Geltung kommt, decken Sie Ihren Bedarf jetzt. Bei UNS erhalten Sie noch Schuhe und Stiesel bedeutend billiger als die heutigen Fabrikationspreise sind. Wir offerieren: Heber d M itngesf). löfifrfh ling P in ben Ql Preußens »erber, i fioeifelha von emic Wmdeih Äenntnilf ging, gel fiebern fthnmwig ®rlemun( Tie Ab Zechte insterb ten. 3n< men für - Polen ob Rufend e K' für $ neniDetbei jtnt für < in. einem mbibeftem tonnte m "W ei- mung mürbe a W in b ^.Ein ientr bi! M Freitag und Samstag !| Id- und Mail vsn Men und Eielmelab Kirchenplatz 23 II. r. Zahle für Juwelen, Gold Silber, Zahn-Gebisse die höchsten Tagespreise! SnulMkn leitet art MgfflS wen ote BtüülKüe Uuiu.-Drufletei. H. Laaae. lSiese« W. Borjans OS 040 Habe hier am Platze eine Filiale meines Geschäftes ans Hanau am Main eröffnet. I wlntsch, » mit KUerti Marken MNbllch ; > Te H ’Wttof, Ol9e6ei ^^rm 7 tote Streun diskrete Von 9 Uhr vorn. Evtl. Besuch reelle Bedienung bis6Ohrabds. LI (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die französischen Delegierten für die Haager Konferenz. Paris, 14. Juni. (WTD.) Die Havas- agentur meldet, dafi infolge der Entschliehung des MinisterratS, an der Konferenz im Haag teilzunehmen, Poincarö den französischen Gesandten im Haag, Charles D e n o i st. zum Führer der Delega.ion ernannt hat. Die Sachverständigen sind der Direktor des Amtes für Pri- vatbesitz, Alp Hand, der Sekretär der Bot- schaf tertonferenz, M a s s i g l i, Finaivstnspektor Charles und der Dechtsanwalt de Lapra- dello. An der Zusammenkunft vom 16. Huni wird Benvist allein teilnehmen. Die Sachverständigen treffen erst für die Zusammenkunft am 25. Juni ein. Das neue japanische Kabinett für die Durchführung der Washingtoner Beschlüsse. Paris, 14. Hirni. (WTD.) Dach einer Meldung der »Chicago Tribüne" rurs Tokio hat vorgestern der neue japanische Premierminister Admiral Kato in aller Form versichert, datz das neue japanische Kabinett bereit sei, die Washingtoner Abmachungen, soweit sie Japan berühren, tu allen Einzelheiten durch-'usühren. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluh- Sch'uh- Schluh- Schluh- ~ KurS Handel. Berlin, 14. Juni. (Wolff.) Börsenstimmungsbild. Die Sicherung der diesmonatlichen Reparationszahlungsrate und die von der Regierung in Aussicht gestellten Bemühungen, der weiteren Markentwertung ent- aegenzuwirken, veranlaßten eine Ermattung des Devisenmarktes. 3m Zusammenhang hiermit herrschte Lustlosigkeit für Industrieaktien, deren Kursbewegung sich nach unten richtete. Die Verschlechterung überschritt aber nur selten 30 Prozent. Erheblicher gedrückt wurden Ham- mersen auf Realisierungen nach den dorausgegangenen Steigerungen. Deutsche Kali- aktten sttegen vorübergehend auf Meinungskaufe um 50 Prozent, büßten davon aber später die Hälfte ein. Schifsahrtsaltien waren ungleichmäßig, Hansa gaben 23 Prozent nach. Bankaktien waren widerstandsfähig. Am Anleihemärkte stellten sich österreichische Renten, angeblich auf tschecho-slowarische Kaufe, an- ehnlich höher; auch türkische Werte waren est, während sonst auf diesem Gebiete die Tendenz farblos blieb. Das Geschäft gestaltete ich im Verlaufe bei andauernder Lustlosig- cit äußerst träge. Der Dvllarkurs ging nach einer vorübergehenden Erholung wieder auf 3081/s zurück. Frankfurt a. M.. 14. Z^ni. (Börsen- stimmungsbild.) Am Effektenmarkt war der Geschäftsverkehr ruhig, doch scheint sich in den großen Papieren eine Erholung brrchsktzen zu wollen. Die Spekulation deckt sich für die yi erwartenden besseren Tage mit Ware ein und berücksichtigt hierbei in erster Linie Spezialpa- pierc. Bevorzugt waren Indrstrieaktien. Dollarnoten begannen mit 316 und stellten sich im Verlaufe aus 308. Von unnotierten Werten wurden Benz 485, Fnag 400 genannt Man hörte ferner: Rastatter Waggons 555, Hansa Lloyd 240. Von Montanaktien waren Laurahütte gesuchter. Elek- trizitätspapiere lagen durchschntttlich ziemlich preishaltend. Anilmwerte unterlagen mätzigen Schwankungen. Im Verlause wurde das Geschäft wesentlich ruhiger. Zuckerfabrikaktten waren br- festigt. Dankattten vorwiegend behauptend. Der Kassamark! hatte bei bescheidenen Llmfähen eine festere Sstmmung aufzuweisen. Die Börse schsteht bei unregelmäßiger Tendenz. * Pr ivatdiskont 4 '/_> °/o. Frankfurt a. M.. 16. Juni. Rationalbank f. D.. Doch. Guhstahlwerke l025, Bud.- Eisenw - Akt.. 806, D.-Luxemb. Bergw. 970, Gelsenkirch. Bergw.. 9b0#— 1039,501000, Harpener Bergbau. 1840,— 1865, - 1850, Oberschl. Eisenb.-B. 850, Oberschles. Eisenind. 680, Phönst-Bergb.-Akt. 1165, Reue Dampferdurchsuchung an der irischen Küste. London, 14. Zllni. (WTB.) Die ^Ti- m e s" berichten aus Queenstown über die Du rch° suchung des Hamburger Dampfers Stella Maria": Auf den Dampfer, der ^rit Fracht sich auf der Fahrt von Hamburg nach Cork befand, wurden vorgestern um Mitternacht beim Einlaufen in den Hafen Queenstown zwei Schüsse durch den britischen Dampfer „Danae" abgegeben, die den deutschen Dampfer veran- Latten, den Anker zu werfen. Gestern nachnttttag wurde' der Dampfer in den Hafen bugsiert, wm die Ladung nach Waffen und Munition zu durchsuchen. Es wurde nichts Belastendes zu Tage gefördert. Die Revolution in Mexiko. Laredo lTexas), 14. Juni. Die revolutionäre Bewcg!.mg in Mexiko nimmt anscheinend immer gefährlicheren Charakter an. Man fani> heute früh in dem Flutzbette des Rio Grande-Flusses drei ermordete Generäle des Diaz-Regimes. General Lucro Blanc o, der ehemals Kriegssekretär unter Ca- ranza war, Oberst Martinez und Major Garcia teuren die zusammengefesselten Opfer des Obregon-Regimes. Verantwortlich für den politischen Teil: 3. CB.: Karl Walther. SUilMSWWen M, sicher u.schmerzlos tr ** 'e* © v ™ jAPÖjS Jnllporhekenu.besseren Drogerie^rhalrhch Gegen Fußschweiß und wundlaufen Kukirol=fuObadl Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. (j|MA Einige hundert Paar Daiußn-Florströinpfe schwarz u. farbig rn. kleinen Fehlern Paar I II III IV V VI VII 29.75, 36.76, 42.75, 46.75 , 49.76, 53.89, BC.50 nur so lange Vorrat Kaufhaus Katz MMlAllM SrllkMes 31 Gleiches Geschäft in Frankfurt am Main, im Gewerkschastshaus 5723c Srgebnisse: Kugelstoyen. 1. Steinbrenner, Frank- : fuit 11,55 Meter, 2. Abraham, Frankfurt, 11,19; 3 Lllpe (Derl. Sportclub). 100 Meter: 1. Söhn- aenll Frankfurt, 11,3 Sek.; 2. Weidel, Frankfurt; 3 Zirpel (S. C. Charl.). 100 Meter Damen: 1. Frl. Weber Bruchsal, 13,7 Sek. 110-Meter-Hürden: 1 Trohbach, Frankfurt, 17,1 Sek.; 2. Schmid, München, 17,3 Sek.; 3. ttlpe. Berlin. 800 Meter: 1. Bein, Charl., 2: 16,1; 2. Jöns, Coblenz. Hochsprung : 1. Fritzmann sS. C. C.) 1,80 Meter; 2. Quast, München-Gladbach, 1,75 Meter. Speerwerfen : 1. Dr. Oschmann, Mannheim, 51,60 Meter; 2. Krieche, Darmstadt. 4 mal 100-Meter-Staffel: 1 Eintracht, Frankfurt, 43,5 Sek.; 2. S. C. C. nur '/s Meter zurück. 400 Meter: 1. Düncker (S. C. C.) 51 Sek.; 2. Wellenreuther, Mannheim, 53 Sek. Stabhochsprung: 1. Lehninger (<5.®.®.) 3,50 Meter. Diskuswerfen: 1. Steinbrenner, Frankfurt, 41,32 Meter; 2. ttlpe (B. S. C.). 10 mal 100-Weter Staffel: 1. Eintracht, Frankfurt, 1:50,5; 2. T. V. 60 Frankfurt, 1:55. Weitsprung: 1. Ulpe (D. S. C.) 7,02 Meter. 5000 Meter: 1. Bedarfs, Frankfurt, 15:55,2; 2. Matthes, Osnabrück. Olympische Staffel: 1. S. C. C. 3:48; 2. T. D. 60, Frankfurt. 4 mal 100-Meter-Staffel für Damen: 1. T. D. 60, Frankfurt, 55 Sek. 4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Mannheimer T. G. 3:36,1. Büchertisch. — Schule nnd Leben, Schriften zu den Dlldungs- und Kullurftagen der Gegenwart. Heraus- gegeben vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. Heft 7. Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Karl Brandi: Einführung indieGeschichtswissen- schaft und ihre Probleme. Verlag G. S.Mittler & Sohn. — Der bekannte Göttinger Historiker wendet fich mit dieser neuen Schrift nicht nur an die Studierenden und Forschenden der Geschichtswissen, schast, sondern auch an weite Kreise der Gebildeten, der Geschichtsfteunde 3m ersten Teil des Heftes wird die Geschichte als Wissenschaft dem geschichtlichen Inhalt gegenübergestellt und in ihren Grund- zögen entwickelt, im zweiten dagegen eben jener geschichtliche Inhalt nach den Bedingungen seiner Gestaltung behandelt. , — BrunoReusborgh:.ToniRauschbeck . Aoman. Edition Jakobi, Berlin W 57. Zietenstraße 23. — In schöner und ruhiger Sprache, die auch das Gewagte erttäglich macht, erzählt der Verfasser von der Kindheit und der Ehe einer Frau, die nach seelischen und körperlichen Erschütterungen endlich das ersehnte Glück findet. Das Leben der Toni Rauschbeck gewinnt seine tiefere Bedeutung dadurch, daß Leid und Glück von vielen anderen darin wider- gespiegelt wird. — Dmitrij Mereschkowskij: .Der vierzehnte Dezember". Aus dem Russischen übertra- genvonA.Gliasberg.Drei-Masken-Verlag.München. — Mit dramatischer Wucht wird in diesem Roman der hoffnungslose Versuch, die russische Autokratie im Jahre 1825 zu stürzen, wiedergegeben. Der Verfasser beweist sein ungewöhnliches Talent für Charakterzeichnung durch feine Individualisierung der zahlleichen beteiligten Personen. Datum 13. Ium. 14. Juni. Olrnftö -Rotterd 12334,65 a 2365,4» 12084,85 12115,15 ^mHO.'-Kouero. nc,c*„. .^88,^5 2566>0 2573,25 5516,90 " ......... 6865,60 8160220 680,35