Nr. 59 Der Siebener Anze^n erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Msnallicheßezuyrpreise-. Mk 9.50 unschl. Trager- lohn, durch die Post Mk. 10. - einichl. Bestellgeld. auch beiNichterschei- nen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. F ernip rech-Anschlüsse: furdieSchriftleituna 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Atnelger metzea. postschelnonto: gronffun a. M. 11688. Erstes Blatt 172. Jahrgang Mittwoch. (5. zevruar 1922 GietzenerAn;eiger General-Anzeiger für Oderhessen Druck nnb Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch« und Steindruckerei R. Lange. Zchristleituna, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachm ltag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigenv 34 mm Breite örtlich 70 Pf. auswärts 90 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 3^0Pf. Bei Platz. Vorschrift 20 Aufschlag, Haupischristleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Äarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans 'Leck, sämtlich in Gießen. Die Regierungskrise. Dor dem Entscheidungstag am heutigen Mittwoch Haden noch einmal Versuche emge- setzt. die Krisis durch Verhandlungen zu beseitigen. Wie es heißt, waren am Dienstag vormittag die Führer der drei KoalitionS- Parteien zusammen mit Vertretern der Deutschen Dolkspartei zu einer Besprechung beim Reichskanzler erschienen. Die „Frankfurter Zeitung- schreibt dazu, die Aussprache, die vom Reichskanzler herbeigeführt worden sei, sollte einer Klärung der Meinungen dienen. 3n der folgenden Ausgabe kritisiert das Blatt dieses Verhalten des Reichskanzlers, indem es ihn daran erinnert, daß er ein Ja oder Rein gefordert habe und die „Eindeutigkeit der Situation" nicht habe verwischen wollen. Die demokratische Fraktion denkt über die Dinge offenbar etwas anders als die „Franks- Ztg", denn der „Vorwärts" teilt mit, daß sie das Problem der grvhenKoalition noch einmal aufgervllt habe. Aus dieser Aufrollung scheint bisher kein Erfolg herausgekvmmen zu sein, wie den Meldungen, die wir hier Nachfolgen lassen, zu entnehmen ist. ES ist bezeichnend, wie eifrig die „Franks. Ztg." sich in diesen Dingen geradezu zu einem Wortführer der sozialdemokratischen Partei macht, deren Ansichten sie sich völlig zu eigen macht, für die sie aber auch merkwürdigerweise die Zentrumspartei festzulegen sucht. Das Blatt schreibt nämlich: „To i i>*r Sozialdemokratie weiß man, daß sie erst Ende der vergangenen Woche die Kooperation mit der Vollspartei angesichts der Belastung, die das Steuerkompromitz und der Ausgang deS Eisenbahnerstreiks für sie bedeutet, als vorläufig unmöglich bezeichnet Hal. 3n der Besprechung am Freitag hat man dies vor allem beim Zentrum verständigerweise anerkannt. Welche Ereignisse inzwischen die Sozialdemokratie zur Aufgabe ihrer Bedenken geneigter gemacht haben solllen, ist nicht recht zu rchen." Berlin, 15. Febr. Das Ergebnis der gestrigen Reichstagsfraktionssitzungen kann dahin zusammengefaßt werden, daß die Bemühungen um die Herstellung der großen Koalition gescheitert sind. Der „3clt" zufolge kam die Aoic^tagsfraktion der Deutschen Volks- Partei nach kurzer Beratung zu dem Ergebnis, daß vorläufig für die Deutsch« Dolkspartei noch keine Möglichkeit besteht, zu den Fragen Stellung zu nehmen, die in den interfraktionellen Besprechungen aufgeworfen wurden. (Eintritt der Deutschen Dolkspartei in die Regierungskoalition.) Sie war der Ansicht, daß es zunächst Sache der Sozialdemokratischen Partei sein werde, sich über die Frage der großen Koalition zu entscheiden. Die sozialdemokratische Reichs- tagSfraktion hat gestem folgenden Beschluß gefaßt; 1. Die sozialdemokratische Rcichstagsfrak- tion wird bei der morgigen Abstimlnung alle ihre Stimmen für die vom Reichskanzler angenommene Erklärung abgeben. 2. Sie ist nicht in der Lage, zu dem Zwecke, das Ergebnis dieser Abstimmung zu beeinflussen, irgendwelche Zulagen bezüglich ihrer Beteiligung an der sogenannten großen Koalition zu machen. Der „Freiheit" zufolge hat die Fraktion der USP. beschlossen, gegen den Antrag zu stimmen: .Der Reichstag billigt die Erklärungen der-Regie.ung". Sollte dem Reichstag von den Regierungsparteien ein anderer Antrag vorgelegt werden, dann wird die Fraktion der USP. erneut Stellung nehmen und eS wird dabei für die Entscheidung der Fraktion von Bedeutung sein, ob Garantien und Sicherungen gegen Maßregelungen der Beamten und Arbeiter aus Anlaß des Eisenbahnerstreiks gegeben werden. Ihn es den Unabhängigen zu ermöglichen, für ein Vertrauensvotum zu stimmen oder sich wenigstens der Stimme zu enthalten, und so eine ausreichende Mehrheit für die Regierung Wirth zu erzielen, wird den Blättern zufolge innerhalb der Regierungsparteien erwogen, den D e r t r au ens- antrag s o abzuändern, daß er sich nicht lediglich auf die Regierungsercklärung über den Eisenbahnerstreik bezieht, sondern auf die gesamte, insbesondere auf die äußere Politik der Regierung, die auch von den Anabhängigen gebilligt wird. Ein solches Vertrauensvotum würde folgendermaßen lauten: „Ser Reichstag spricht der Reichsi egierung das Vertrauen aus, desson sie nach Artikel 54 der Reichsverfassung zu ihrer Amtsführung bedarf." Die endgültige Formulierung Les Dertrauensantrages soll heute vormittag nach Verhandlungen mit den Regierungsparteien erfolgen. Die Blätter fassen ihre Ausführungen über die innerpolitische Lage dahin zusammen, daß sie eine ausreichende Mehrheit für das Kabinett Wirth für gellchert halten. ßaat „Vofsischer Ztg." wird man sich in der heutigen Reichstagssitzung nicht lediglich auf die Abstimmung beschränken, sondern der Reichskanzler wird vor ter Abstimmung das Wort ergreifen und dadurch eine Debatte ermöglichen. Das soll den Regie>.ungspartoien die Möglichkeit geben ihren ursprünglichen Antrag zurückzuziehen uno durch einen neuformulierten zu ersetzen. Die Stellung der Bayrischen Volkspartei. München, 14. F.br. (Privat-Telegr.) De .Bayrische Volkspartei-Korrespon- denz" sch iibt^tie Bayrische Vollsparter ha'.e bei der AbsiimMng über Las S euerkompromiß sich von dem Mdanken leiten lassen, daß aas außenpolitischen Gründen zur Zeit ein Kanzlcr- wechscl nicht im Interesse Deutschlands liefl-e. Mit der Einnahme dieses Standpunktes sei aber keineswegs irgendein Vertrauensvotum für a 11 e außenpolitischen Handlungen deS Kabinetts Wirth ausgesprochen. Zn der kurzen Zeit, die zwischen diesem Vorgang unb heute liege, habe sich nichts ereignet, was der Partei zur Pflicht mache, dem Reichskanzler für alle Fälle Existenzsicherheit za garantieren. Eine Partei, die politisckkes Ver- antwvrtlich^eitSgefühl in sich trage, müsse freilich in solchen Situationen ihre Entschlüsse sine ira et Studio fassen und sich von Gefühlen gegen Personen, so verlockend und berechtigt es auch sei, ihnen zu folgen, frei hallen. Die Stellungnahme zur Politik und zur Person des Reichskanzlers dürfe nicht dazu verleiten, eine Katastrophenpolitik zu treiben, die im Augenblick Wohl sehr populär wäre, die aber einen allgemeinen politischen Katzenjammer nach sich ziehen könnte. Richt positiv die Hand dazu geben, jetzt einen Kabinettswcchsel im Reich zu erzwingen, heiße aber noch lange nicht, die bisherige Politik der Regierung zu decken oder sogar ihr Blankovollmacht für de Zukunft auszastellen. Das Schicksal des Kabinetts Wirth sei wieder einmal von Heinen Minoritäten abhängig, über die-DerReichskanzler sonst hinweggehen zu können glaube. Auf die Dauer werde sich ein solches Mißverhältnis zwischen Abhängiglcit in kritischer Sage einer) eits und rücksichtsloser Richtbcachtung dann, wenn die Krise überwunden ist, nicht aufrecht erhalten lassen. Tas gelte für die Innenpolitik des Herrn Tr. Wirth ebenso wie für seine Außenpolitik. Die Konferenz von Genua. Paris, 14. Febr. (WTD.) Havas meldet aus London, es liege Grund für die Vermutung vor, daß Lloyd George sich einem Aufschub der Konferenz von Genua nicht widersetzen werde. Es scheine sogar, daß er von der Aenderung seiner Auffassung die französische Regierung verständigt habe und daß die britische Regierung einen Aufschub der Konferenz um zwei Wochen ertoage, so daß diese also am 24. oder 25. März beginnen würde. Weiter meldet Havas aus London, in der französischen Antwortnote betreffend eine Vorkonferenz der Sachverständigen werde noch darauf hingewiesen. daß es zweckmäßig sein würde, daß die Sachverständigen vor der Vorkonferenz die fraglichen Probleme studieren. Ebenso werde in der französischen Antwort der Wunsch ausgesprochen, daß vor einer Entscheidung über den Zusammentritt der Sachverständigen die britische Regierung auf die fränkische Rote über die Konferenz von Genua, die am Montag vor acht Tagen dem Foreign Office überreicht wurde, antworte, damit die politischen Fragen geregelt seien, bevor man an die Prüfung der technischen Fragen herangehe. Ein Sieg Frankreichs in der Frage der Zahlungen für 1922 ? Paris, 15. Febr. (WTB.) Wie der „Petit Parisien" mitteilt, scheint eine Ent- scheihungin derReparativnsfrage getroffen worden zu sein. Die R e p a r a - tionSkommissivn soll, wie Frankreich eS verlangt habe, damit beauftragt worden sein, den Bettag der deutschen Zahlungen f ür baß Jahr 1922 festzuseyen; alsdann würden die alliierten Finanzminister in London eine Zusammenkunft haben, um gemäß dem brittschen Vorschlag sich über die Verteilung der deutschen Zahlungen zu einigen. Deutsche Schiffsbauten für die Entente 3n Paragraph 5 der Anlage 3 zu Tell S des Versailler Vertrages ist bestimmt, daß die Re- parationSkommission binnen zwei Zähren nach Inkrafttreten des Vertrages der deutschen Regierung die Höhe des Schiffsraumes mitteilen wird, der in jedem der drei Zahre auf die erwähnten zwei Zahre auszuleaen ist. Dor einigen Tagen ist jetzt in Berlin eine Abordnung der Reparationskommission cingetr: ffen, um mit der deutschen Regierung Über die Einzelheiten der für die Alliierten zu bauenden Schiffe zu verhandeln. Rach der „Deutschen Allg. Ztg." hat die Delegation verlangt, daß jährlich 4 0 000 Tonnen Bruttotonnen auf deutschen Werften für die Alliierten gebaut werden. Argentinische Schiffskänse. Paris, 14. Febr. (WTB) Rach einer Havasmeldung aus Buenos Aires hat die argentinische Regierung beschlossen, von Deutschland 10 Avisos und acht Schiffe von 185 Tonnen für den Hilfsdienst der argentinischen Flotte zu kaufen. Deutsche Landwirte in Rußland. Moskau, 14. Febr. (Wolff ) Der Rat der Vollskommissare beschloß, für 1922 und 1923 eine einheitliche Raturalsteuer aif die Erzeugnisse der Landwirtschaft zu legen und zwar auf Drotkorr, Futtergetreide, Kartoffeln, Oelsa men und Fleisch. Eire deutsche Gesellschaft bewarb f ch um die Konzession für die AuebettLNg von Landflächen im Wolgagebiet. 3n der ersten Zeit will sie 50 000 Desjatinen im mittleren Wrlg g biet mit Moto pflügen b arbciei. Die Dauer der Konzession soll 24 Zahre betragen, rach deren Ablauf die ganze Wirtschaft an die Sow^ctrcpub'ik zurück ä li. D e Befahl ing soll bis zum 6. Konzcssionszahre 25 Prozent, sodann 40 Prozent des Reinertrages der Wirk- jchaft betragen. Tas Volkskommista iat für Landwirtschaft will die Konzession im B zirt Äon- nosawodtschet 'gewähren und zwar unter der Bedingung, daß die Interessen der örtlichen Bevölkerung nicht geschädigt werden dürfen. Ti-se muß also zur Bearbtttig der Konzcsfior.s l che herangewgen werden, ev l. verstärkt durch land' wirtschaftliche Arbeiter anderer russischer Gebiete. Flugpostvcrkehr Prag—Berlin. Prag, 14. Febr. Tschechoslowakisches Presse- bureau. Wie die Abendblätter melden, fanden in diesen Tagen Vorbesprechungen zwecks Schaffung einer regelmäßigen Flugpost Verbindung Prag-Berlin statt, an der für baä tschechoslowakische Arbeitsministerium Ministerialrat Za- vak teilnahm. Der Verkehr soll auf vollkommen paritätische Grundlage gestellt werden. Beide Regierungen werden Die Gesellschaften bestimmen, die den Verkehr nach dem Ausland bewerkstelligen werden. Der regelmäßige Flugpostverkehr Prag — Berlin wird noch in diesem Zahre, vermutlich Ende des Frühjahrs, eröffnet werden. Eine Havasmcldnng über deutsche Boxer. London, 14. Febr. (Wolff.) Havas meldet: Gewisse englische Impresarios für Boxkämpfe beabsichtigten, deutsche Boxer nach London einzuladen, um Boxkämpfe auszutragen. Der Minister des Innern teilte denselben mit, daß er ihnen jede Ermächtigung hierzu verweigere. Die deutsch-polnische Konferenz. Genf, 14. Febr. (WTD.) Die deutsch- polnische Konferenz hat heute nachmittag ihren offiziellen Anfang genommen. Calvnder eröffnete die erste Vollsitzung mit einer feierlichen Ansprache an die beiderseitigen Bevollmächtigten und sprach die feste Hoffnung aus, daß der Geist der Versöhnlichkeit, von dem die beiden Abordnungen bereits in den vorhergehenden Verhandlungen Beweise abgelegt hätten, die Konferenz zu einem befriedigenden Ergebnis führen möge, wie es dem Interesse beider Rationen entspreche. Die Bevollmächtigten Deutschlands und Polens dankten dem Präsidenten für die bisherige Leitung der Konferenz und hoben ebenfalls den versöhnlichen Geist hervor, mit dem sie in die Schluhverhandlungen eintreten. Hierauf wurde auf Antrag Calonders die Arbeitsmethode der Vollkonserenz festgelegt, die bekanntlich den endgültigen Text des deutsch-polnischen Abkommens in Ausführung des Beschlusses vom 20. Oktober auszustellen hat. Das Revisionskomi- tee, in dem die deutsche Abordnung durch Geheimrat Schlegelberger vertreten ist, wird den Text vorbereiten, dem zunächst die wesentlichen vorliegenden Ergebnisse der ersten zehn Unter- kommissionen zugrunde liegen. Die Entwürfe sind dann der Dollkonferenz zu unterbreiten, die daher einige Tage aussetzen wird, bis die ersten Arbeiten des Komitees vorliegen. Vormittag fanti die erste Arbeitssitzung des 11. Unterausschusses (Minderheitenschutz) statt. Rach einer eingehenden Äussprache überreichte die deutsche Abordnung dem an der Sitzung teilnehmenden Vertreter des Präsidenten. Golbach, vom Völkerbundssekretariat, einen ausführlichen Entwurf, in dem das Minderheitenproblem im Hinblick auf die Sprache, Schule und Kirche in feinen Einzelheiten behandelt wird. Der 11. Unterausschuß wie auch der 12. Unterausschuß (Wissenschaftliche Organisationen) wird morgen und in den nächsten Tagen seine Beratungen fortsehen. Zurückziehung der britischen Truppen von Malta. Malta, 14. Febr. (Havas.) Zn gut unterrichteten Kreisen wird erklärt, daß die Zurückziehung der britischenTrup- pen von Malta beabsichttqt sei. Die Ver- teidigung dieses wichttgen Postens würde alsdann lediglich den Luft- und Seestreitkräften obliegen. Der Plan soll mit dem Berichte von 'Geddes in" Zusammenhang stehen. Das amerikanische Auswanderergefetz. Paris, 15. Febr. (WTB.) Wie dem „Reuyork Herald" aus Washington gemeldet wird, hat ein Abgeordneter einen Gesetzentwurf eingebracht, das Auswanderungsgesetz bis zum 30. Juni 1923 zu verlängern. Hinrichtung eines mexikanischen Generals. Paris, 15. Febr. (WTD.) Rach einer Havasmeldunq aus Mexiko ist General Anvnio Prüdenta, der wegen Re- bellivn vom Kriegsgericht zum Tode per» urteilt worden war, gestern füsiliert worden. Der Aufruhr in Irland. London, 14. Febr. (WB.) Churchill teilte im Unterhause mit, daß die Regierung angeordnet hat, die Räumung Irlands durch die britischen Truppen 31 unterbrechen. Michael Collins lommt heute aus Irland nach London, um mit der britischen Regierung z i beraten. Collin teilte telegraphisch mit, teil) et Schritte zur Freilassung der (Sn t führt en unternommen habe. Der P cmierminiitcr von Ulster erklärte, wegen der Entführung herrsche große Erregung. —'Die Schießerel in Belfast ging heute vormittag weiter, ©eit 3 Uhr wird anuntcr- brochen gefeuert Drei tixitere P.rsonen wurden getötet. Bei den Kümpfen der leiten zwei Tage wurden bisher 18 Personen getötet urcb 53 verwundet. Ein Attentat in Finnland. HelsingfvrS, 14. Februar. (WTB.) Heute nachmittag wurden auf den Minister des Innern Rttavuvri, als er vor seiner Wohnung aus dem Automobll stieg, drei Revolverschüsse abgegeben. Er erlag auf dem Wege zum Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Mörder wurde verhaftet'. HelsingfvrS, 14. Febr. (WTD.) Der Mörder deS Ministers des Innern ist der Kaufmann Ernst Tandefelt, der niemals eine polittschs Rolle gespiell hat. Der Mörder wird für nicht zurechnungsfähig gehalten. Aus dem Reiche^ Die WirtfchaftSbeihllfen für Beamte. Berlin, 14. Febr. (Wolff.) Irn Reichsfinanzministerium wurde unter dem Vorsitze des Ministerialdirektors von S ch l i e b e n eine Besprechung mit den Spitzenorganisalionen der Beamten über die Einführung von Wirtschafts - beihilfen für die Beamten in Anlehnung an die den Arbeitern zu gewährenden Ueberteue- rungszuschüsse fortgesetzt. Unter den Spihenorga- nisationen herrschte Uebereinstimmung darin, daß in den Orten, in denen die Arbeiter Uebertcuc- rungszuschüsse erhalten werden, den Dramten in engster Anlehnung an diese Zuschüsse Wirtschaftsbeihilfen unter Umrechnung von je 10 Pfennig Ueberteuerungszuschuß für die Stunde in einen jährlichen Deihilfenbetrag von 250 Mark, gewährt werden sollen. Rachdem noch eine Reihe weiterer technischer Einzelfragen besprochen worden war, hat der Vorsitzende namens des Reichsministers der Finanzen die Versicherung abgegeben, daß die Reichsregierung Wert auf eine möglichst rasche Durchführung der Auszahlung der Wirtschastsbeihilsen lege und ihrerseits alles Erforderliche dazu tun werde. Für die Angestellten wird eine entsprechende Regelung getroffen werden. Statistik der Gnadenbeweise. Berlin, 14. Februar. (WTB.) In) Hauptausschußdes Reichstages gab der Reichsjustizminister R a d b r u ch eine ausführliche Gnaden statt st ik bekannt. Danach wurden bisher insgesamt 1230 Gnadenerweise in Vorschlag gebracht. Außerdem wurde mit Rücksicht auf die Weihnachtsentschließung des Reichspräsidenten dir Straf- Vollstreckung bei den mit nicht mehr als einem Zahre Freiheitsstrafe Bestraften in nahezu 300 Fällen mit Rücksicht auf den bevorstehenden Gnabenerweis unterbrochen. Von den Urteilen, dis Zuchthaus betrafen, sind 314 abge- ändert worden, und zwar in. 302 Fällen durch Umwandlung der Zuchthausstrafe in Gefängnisstrafe oder Festungshaft, meist unter gleichzeitiger Herabsetzung der Sttafdauer. Das Stquidationsschädengesetz. Berlin, 14. Febr. (Wolff.) Der Vorrat- Wurf des Liquidationsschädengesehe?, der die Vo'schriften über d e Entschad gu g für die Vorschriften über die in den von Deutschland abgetretenen Gebieten liquidierten deutschen Güter enthüll und wich'ige Arnde^ung^n des Reichsausgleichsgesetzes vor ieht, ist im Reichsvertehrsrninisteriu n für den Wi?ßer ulbaa unter dem Vorsitz des Staatssekret-ürs Dr. Müller mit einem großen Kreise von Vertretern der in Betracht kommenden Wictschastrberöände eingehend erörtert worden. Ein Amnefticgcsctz? Berlin, 15. Febr. Wie die „Vossischr Zeitung" hört, ist im Reichsjustizministerium der Entwurf eines Amnestiegesetzesfür politische Vergehen und Ver- brechen ferttggestellt worden. Au-; dem besetzten Gebiet. Das englische Kommando der Rheiniruppeu. London, 14. Febr. (WTB.) Wie das Reutersche Bureau meldet, wurde Generalleutnant Sir Thomas Morland, der Kommandeur der brittschen Stteitkräfte am Rhein, zum Kommandeur des Lagers von Aldershot bestimmt. An seiner Stelle übernimmt Sir Alexander Godley, mllitättscher Sekretär des Kriegsamtes, bos> Kommando über dm Truppen am Rhein. London, 14. Febr. (WTB.) Im Unten Hause fragte Sir Harry Brittain nach der Zahl der britischen Truppen, die augenblicklich am Rhein bzw. in 06er» schlesien stehen. Der englische Kriegs- Minister gab an, daß am Rhein 4700 und in Oberschlesien 4200 Mann stehen. Alle diese Truppen würden zurückgezogen werden, sobald chre Aufgabe beendet sei. \ i besichtigen. ÄlÄ EBSL™ ÄI“w( «"ffteit. Sr'cunb -m», Kind Mrtfcln- Wolkig. Winde. Fräulein Homeffer selbst handelt. Der Kartenverkauf ist seit Montag im Dange. — Hochschulring deutscher Art. Am kommenden SamStag, abends um 8ülhr, spricht in der Deuen Aula der Aniversität Graf v. d. Goltz über „Meine Sendung in Finnland und im Baltikum". Mit dem Grafen v. d. Goltz kommt ein Mann nach Gie- sten, der in den letzten Phasen des Krieges ganz besonders hervvrgetreten ist. Die schnelle Art, wie er Finnland von den bolschewistischen Truppen säuberte, wird noch in aller Erinnerung sein. von 11—5 Ahr unentgeltlich zu (Siehe Anzeige.) Wettervoraussage für Dvnnerstvg- leichte Diederschläge, mild, westliche sf. Friedberg, 13. Febr. In dem ftim- iruicSb.r re chrü .'tert grafet £<(f ate deZ Artel Trapp se e.te gestern nachmittag die Bruder- schäft Friedberg des Iungdeutschen Ordens ihre Dannerweihe: zahlreiche Mitglieder der hiesigen und auswärtigen Bruder- schiften sowie geladene Gäste mit ihren Damen füllten den Saal bis zum letzten Platze Bei der Deloration des Saales fiel besonders die Kriegs- Oper „Lohengrrn" von R. Wagner. 3. Der letzte Gruß. Lied für Trompete von H. Levi. 4. Große Fantasie aus der Oper „Die Jüdin", bearbeitet von G. Thiem. 5. Torgauer Parademarsch, Armeemarsch II, Dr. 210. * Verein Jür das Deutschtum im Ausland. 3m überfüllten Großen Hörsaal der Aniversitat fand der angekündigte Vortragsabend zugunsten das überschwemmten Städtchens Klausen in Südtirol statt. 3m Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Aniv.-Prof. E. K ü st e r über „Deutsch-Südtiro l". Der Redner verwertete die Reiseeindrücle. die eine Fahrt nach dem Süden vor wenigen Monaten ihm gebracht hatte, und schilderte in fesselndster, vielfach ergreifender Weise Land uitd Leute südlich des Drenner, die trotz ihrer urdeutschen Art der Friedensrertrag von St. Germain dem Erbfeind der Tiivler. Italien, zugesprochten hat. Dach einem einleitenden Hinweis auf die allgemeine wirtschaftliche und politische Dot des zerrissenen Tirol führte der Vortragende seine Hörer entlang der Dtenncrstrahe zunächst nach Klausen (jetzt Chinsak), der Pforte nach dem sonnig heiteren Grenzland unseres Dolles. Eine furchtbare Wasserkatastrophe hat im August des vergangenen Jahres das kleine, schon in früheren Zeiten wie- ander. Der Feldmai-schall stürzt. Ein tratet Anteroffizier — Schneider hieß er — hilft ihm auf. seht ihn aas sein eigenes Pferd; ein Adj itant bringt ihn e.ivlich in Sicherheit zu einem noch festen Fußvollviereck. Aber er ist von feinem Stab, von seinen Lcuten, getrennt. Dicht G.'.ei- senau, nicht Grolman wissen, wo er sich befindet . . . ob er tot oder verwundet oder gefangen sei. X Wieseck, 13. Febr. lieber die im Jahre 1921 im Bereich unserer evangelischen Gemeinde geübte Liebestätigkeit, soweit sie sich zahlenmäßig fassen läßt, gibt die Statistik folgende Auskunft, wobei die Zahlen in Klammern die Ergebnisse des Vorjahres bedeuten: Milde Gaben an Vereine und Anstalten evangelisch- christlicher Liebestätigkeit: 3225 Mk. (2824 Mr); Allgemein erhobene Kirchenkollekten: 737 Mk. (374 Mk ); Opfer und Gaben für die Ortsarmen: 1963 Mk. (965 Mk.); Sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke: 9322 Mk. (1662 Mk); Gesamtsumme aller Gaben: 15 247 Mk. (5825 Mk.). * Wieseck, 13. Febr. Am gestrigen Sonntag wurde unter großer Beteiligung der Gwßh. Hess. Förster i. D. Adam Stappel, ein Veteran von 18 7 0/71, zu Grabe getragen, der in seinem früheren Wirkungskreise zu Heimertshausen, Kreis Alsfeld, in den Jahren 1879—1912 sich allgemeiner Beliebtheit erfreute und diese auch in der hie- sigen Gemeinde genoß. Kaplan Dr. Laufe n b e r g zu Gießen hielt ihm die Grabrede. Kreis Alsfeld. l. Elbenrod. ia. Febr Am letzten Samsung vercmsta'tete unser Gesangverein anläß ich seiner Iahresfchtußfeter im Saale von Eduard Decher eine wohlgelungene Abendunter- Haltung. Ein reichhaltiges Programm hielt die zahlreichen Gäste, die den Daum bis zum letzten Platze füllten in gespannter Austnerkam- keit. Zwölf Männerchöre kamen zu gutem Vortrag. Daneben legte auch der mit dem Gesangverein verbundene „Gemischte Chor" Proben eines Könnens ab. Außerdem sorgten noch sechs lott gespielte Theaterstücke dafür, daß niemandem die Zeit lang wurde. Als erstes Stück kam „Der und kühl berechnend. Alt Blüchar dagegen tm oftenen Ueberrod mit der toeiben Weste darunter, uter die das orangefarbene Band des hohen Ätzens vom Schwarzen Adler läuft; an der Seite lXls Schwert, das so manchen guten Schlag getan; auf dem Kopf eine abgetragene Landwehrmütze, tn Der §anb oder zwischen den Lippen die geliebte Kanaster piep; hc ll, kühn und treu das tn Augen frohes, zuversichtliches Leuchten. Ter Eng'änder u-d der Deutsche — .. v e besp echen sich Und als der „etterne" E, Iut£em Abch.ed.g aß sein Pferd treadet. ruft er dem Feldmarschall za: „Um 4 Uhr werde ich hier sein." Immer hübsch modisch französi ch Mete er's aud? vor dem großen Kampf mit dem ®mbercur. Qlber der Blücher ver.'eht ihn schon: ldm, er baut aaf ihn. Und daraufhin nimmt er die Schlacht an. man ausgelesen. Ein Kornett von den sechsten Ulanen, die sich gestern mit Todesverachtung herumgehauen. Hat eine derbe, blutige Schmarr» quer über der linken Backe, steckt in zerschlissener Ulanka. ist mit Dreck bespritzt von oben bis unten. Aber der Alte erkennt ihn doch: „Kiek mal, bzr Kurt! Ter Kurt Giese! Komm her, mein Jung wie war's denn?" Deckt sich der Kornett, steht stramm, wie ein Licht: „Euer Turchlaucht za befehlen: schön war's!" „So? Da ja — bist VaterS Sohn. Sollst auch gleich was Warmes in ter Leid Liegen Und der Bieseke soll dir ’n Pflaster ..." Aber der Diese!« ist fo .1. Er muß Msistenz holen. Arm und Hand sind ihm ganz lahm geworden vom Kneten, denn der A.t: Fd inte nie re ug bekommen. Kommt i des en g eich wieder, süh-.t einen su gen Fe Lchi u ge: heran: .Hier' Tu.chlaucht ... der Do.tor Hünlwnger . der verstcht's ebenso ut wie ich, Hier, Kollege und nickt geniert, derb zuge'atzt. So will's der Herr Fe dma schall." Also reib; und knetet jetzt die iü-g'-re Straft Scheint dem Feldmarsckall wohl utun denn er winkt Herrn Doltor Biese e u d mdi': „Da. Freundchen, könnten mir und den Herren da mal was Heikes brauen lassen. Halten Sie mal Umschau Es dauert auch nicht lange, und eS erscheint ein schönes c^p e-dej Wärm'-'er; b^ e3 aus einem v^tallctmer l edenz^ we den mar ganz se'dgernäß und hat der G lle rtch @ ntrog ge an. Bis ur Re lmeige haben sies aulgrtran- len und mit der ihn. Hin und her wagt der hÖL”? Legen Abend der Kaiser seine Garde Vergeblich, umsonst hofft Bliich-r, Grolman aif Wellingtons ,$:mc H'lte b.eibf aus. Die Preaym muffen weichen, verbi!sei. Schritt um Sch ist Rar. ev der Alte nvch einmal mit allem, was 1 an ine Spitze, haut ein. Ein gewaltiger, toterer — Die Aliceschule schließt den Winterkursus der Haushaltungsschule mit einer Prüfung am Donnerstag, 16. d.M.. 3 Uhr, in der Steinstraße 10, und die übrigen Kurse mit Prüfungen am Freitag. 17. d. M., 3 Ahr, am Brandplatz 4 ab. Die Ausstellung der Schülerinnenarbeiten befindet sich Svnnenstrahe 2, und ist Freitag ** Eine öffentliche Sitzung des Prvvinzialausschusses findet am Samstag, den 18. Februar 1922, vormittags 81 /) älhr, im Sihungssaale des Regierungs- gebäudes zu Gießen, Landgraf-Phi ipps-P!atz Dr.3, statt mit folgender Tagesordnung. 1. Gewerbebetrieb des Schreinermeisters Karl Scholl in Homberg a. d. O., hier: Berufung der Be- zirksLasse Homberg gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Alsfeld vom 27. September 1921. B1/» ülhr. — 2. Deuregelung der Besoldung der ©emeinbebeamten in Maibach; hier: a) Berufung des Gemeinderechners Maurer in. Maibach gegen das Urteil des Kreisaus- schusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921, b) Beschwerde gegen die Festsetzung des Streitwerts in demselben Urteil. 9 Uhr. — 3. Die Festsetzung der Besoldung des Polizeidieners Berg zs Wohnbach; hier: Berufung der Gemeinde Wvhnbach gegen das Urteil des Kreisaus- Friedberg vom 30. September ^21. 9 Uhr. 4. Deiusting der Gemeinde LAfMheim gegen das Urteil des Kreisaus- schusses des Kreises Friedberg vom 13. Oktober E w Sachen Gesuch des Kriegsbeschädigten Otto Merkel zu Ossenheim um Übertragung der Gememderechnerstelle daselbst; hier: Beschwerde des Gemeinderechners Albach gegen den Gemeinde ratsbe sch luh vom 18. Aprll 1921. 10 Uhr. •• Ihr 25jahriges Gef chä f t sj u b i- I a u m feiern heute die Eheleute R a h n e f e l d - Albert Rahneseld stammt ous Zeitz Bevor er nach Gießen tarn, war ™ der Brauerei Ihring in Lich beschäftigt. In .d^ann er feine Geschästslausbahn 1897 Apostel" am Asterweg ?en „Pfälzer Hof" in de? er zum Vorsitzenden ocr Ciehe. ec Casttocrleveremigu g gewählt. " Diebstahl. In der Dacht zum Mon° telg wurde aus einem massiven Gartenhaus an der Lahn mittelst Cinsteigens ein Ofen von unbekannten Tatern entwendet. Dor Ankauf wird gewarnt. 1 ** Anlagenmusik findet am nächsten Donnerstag, mittags um 12 Uhr, am Liebia- statt (nur bei günstiger Witterung). Musllfolge: 1. Schwedischer Deitermarsck Armeemarsch 11, Dr. 211. 2 Dorspi^ zur ^DieBlüchernichten?^ Dvman vonHannsvouZobeltitz. 29. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.) Auf einer Strohschütte, im Dorfe Gentinnes r*. n C ium 3-tni der Herr gelb-’ mar^all, Fürst von Wahlstatt, gelegen und Sc^ete ^at ihm tte rechte Köc-p'ersei'.e bie der Schmerzen voll war, kneten und mit seinen elnrecben müssen. Ein paar Talg- ^2n da^ flackcrnd g terchtet, und im 06^0 bwnnten em paar Scheit Holz Es ist nach glühend hcißen Tagen b tter t.l g toe ei .dec Sommerzeit; brau ei Hat ch e inb ^d^Fenst?r. «egen Dach Halle Pech gehabt, der alte Blücher am mSV?Lfcr' a?ie’ßoiTn Ärtc0€ 6edt. Bellona und Mars hoben ihre Launen. Dlesmal waren bv beiden noch, einmal für Dapoleon gewesen — zum Oa. wenn man zu fest Bundekgenosten traut und wenn ter Bunde gerosse ein E gländer ist- sc^ar ein Herzog von Wellington, den man den „Eisernen" nannte. Aoch um die Mittagsstunde ist der Wel- linHton herübergeritten gekommen, sich mit Blücher unb ©neifer.au zu besprechen. Aus seinem hochbeinigen Renner, die Reügerte in der 5a.,d knapp anliegend der blaue Rock und die weißen Deinlleider; über der h)hen S.irn den kahn- Srmigen Hut mit dem rotweißen Fedei b -sch and n vier Kolarden, der fchsta zen für E g'anö ter roten für Spanien, der schwär en mit rotem Äteua für Portugal, der orangefarbenen für die 1 DaS skandinavische Tief ist ostwärts abgezogen. Vorn Atlantischen Ozean naht ein neues Tiefdruckgebiet, das uns morgen wieder gelinderes Wetter bringt. Landkreis Gießen. △ Klein-Linden. 13. Febr. Der älteste Einwohner unseres Dorfes, Altbürger- meifler Germer, wurde gestern zur letzten Ruhe gebettet. Ein stattlicher Leichenzug bewegte sich durch das SJorf, wobei der Posauneirchor einen Trauerchor spielte. In seiner Grabrede hob Pfarrer Schultheiß die Verdierrste des Verstorbenen hervor, der besonders das religiöse Leben in der Gemeinde gefördert habe, er war Gründer des christlichen Vereins und der Senior des Kirchenvorstandes. Pfarrer Schultheiß legte namens des Kirchenvvrstandes. Pfarrer Lenz namens des Posaunenchors je einen Kranz nieder, und der gemischte Kirchenchvr fang ein Grablied. Altbürgermcister Germer ist 1832 geboren, also 90 Jahre alt. Die heute sehr einträglichen Obstanlagen der Gemeinde sind ein Zeichen seiner verdienstvollen Wirksamkeit als Ortsoberhaupt. * Daubringen, 14. Febr. Gestern abend Hielt tm Auftrage der Liga zum Schutze deutscher Kultur Ingenieur Ertel im dichtbesetzten Saale der Wirlschaft Schäfer einen Dortrag über, die Hikngersnot in Rußland und ihre wirtschaftlichen älrsachen. In packender Weise entwarf der Redner anschauliche Bllder seiner Srlebnisse und der zum Teil grauenhaften Zustände in Rußland. Zehn neue Mitglieder traten der hiesigen Ortsgruppe bei. Au-s ihnen r.iht die Verantwortung Die müssen, wie's unvermeidlich, lei Rückzug orb> neu, müssen ihm Rich ung und Ziel weifen And ter Grreisenau ist ein anderer als der Wellington- auf Wavre geht es rückwärts, daß — so morgen oder ub.rmo.gm der Emper uo ?en E g äiU«- angiitfe — man ihm rechne:t,g Beistand leisten könne. Dicht nach Osten, nach Dordrn werden die Kolonnen in Marsch gefeht, die todmüden Kampfer nach dem b ut g:n Sch'achttage; nicht aus ter bequemen 6t.alte nach Damar - über elende Feldwege müssen sie ziehen, Bataillone Schwadronen, Batterien. Werden sie 's schaffen? Der Preuße schasst's! marschall?^ ist der Feld- Sie suchen und finden ihn endlich Halb gelahmt noch, suchend in sei- en Schmerzen an &er bieseke streicht mb bmmt ©nelfe tau. mb "reckt ihm, schon wieder mit leuchtenden Augen, Ne Hand entgegen: „Haben Schlage ge= !£icßtr, Ak^ss^ ^ie Scharte wieder aubwätzeni Gotk straf mir!“ ©ene äle lommen, a dre O s z-ere. Ist a -ch ein ulatjungesS Kerlchen daranter, das der Grol- neue Landrat“, ein vom hiesigen Lehrer verfaßter Dreiakter, zur Aufführung, wobei die Lachrnustell, der Zuschauer in dauernder Bewegung gehalten wurden. Es folgten bann noch. .Die Theater» probe", „3m 3unggefellenneft“, „Die Hochzeitsreise", „Herr Kiekebusch sucht eine Wirtschafterin" und „In die Falle gegangen", ebenfalls lauter Stücke mit urwüchsigem Humor, die reichen Beifall ernteten. Gur gefielen auch noch die später Dorgetragenen Einzelszenen: „Der Bürgermeister von Meiches" und „Die Kur in Dad-Äauheim" Auch ein Tanz schloß sich an, bei dem die Parole „Dur deutsche Tänze erlaubt" bis zum Schluß mit aller Strenge durchgeführt wurde. Eine ganz vorzügliche Musik lieferte die Kapelle Lippert aus Lingelbach. Kreis Büdingen. gn. Didda, 14. Febr. Eine rege Wieder» aufbautätigfeit herrscht unter den Gesangvereinen der näheren und weiteren Umgebung. So hat sich vor einigen Wochen im oberen-Didda- tal ein Sängerbund gebildet mit dem Sih in Ober- Schmitten. Für Didda und Umgegend bestand schon vor dem Krieg die „S ä n g e r ö e r e i n i= gung von Didda und Umgegend". In der Pstege des Volksliedes hat dieser Bund Er° hebliches geleistet, durch Veranstaltung von Sing- Nachmittagen unter Zuziehung von Sachverständigen und Einberufung von Dirigenten-Konferen« zen. Dach Beendigung des Krieges begannen die Einzelvereine ganz im Stillen ihre Wiederaufbau- tätigfeit und drängen darauf, den Bund wieder lebenskräftig zu gestalten. Zu den bisherigen sechs Bundesvereinen haben noch zwei weitere ihrer Beitritt in Aussicht gestellt. Eine zu große 2luS- dehnung des Bundes soll u. a. wegen der Der- kehrsschwierigkeiten vermieden werden. Kreis Schotten. e. Schotten, 12. Febr. Um einem längst gefühlten dringenden Bedürfnis abzuhelfen, sind Kreis und Stadt eifrig bemüht, Den Plan zu der Errichtung eines zeitgemäßen Krankenhauses zur baldigen Durchführung zu Belagen. Leider kann bei den immer mehr steigenden Herstellungskosten die Schaffung eines Deubaues wohl kaum in Frage kommen, man wird vielmehr an den Um- oder Au sbau zweckentsprechender Häuser denken müffen. Auf jeden Fall sind die in Betracht kommenden Stellen dauernd bestrebt, einfttoellen einen möglichst hohen KrankenhausGrundstock an- zusammeln. — Die Ziehung der für d.e Wiederherstellung unserer alten schönen Stadtkirche genehmigten Kirchenbaulotterie wird heft immt am 21. Februar ds. Is. stattfinden. e. Schotten, 12. Febr. Das hiesige Hotel „Zur Post", früherer Besitzer Eellarius, zuletzt Schlorb, wurde an eine hiesige Bankniederlage verkauft, die das Haus für ihre Zwecke umbauen wird. Der ©emcinberat hat den Verkauf genehmigt. — Der Mietpreis in den Häusern der Stadt erfuhr eine 40prozentige Erhöhung. -7 Die Mädchenfortbildungsschule wird hier an Ostern noch nicht eingerichtet, man will erst die neuen Lehrpläne abwarten. — Für das I«hr 1921 sollen drei Steuerziele erhoben werden, 1 Mk. auf 100 Mk. Steuerwerk der landwirtschaftlichen Grundstücke, 40 Pf. bei Gebäuden und Grundstücken, 40 Pf. bei gewerblichen Gebäuden und Anlagekapital. — In letzter Zett wurde die S t r o m z u f ü hr u n g in der Stadl wieder mutwillig gestört. Auf die Dam- haftmachung des Täters setzt die äleberlandanlage eine Belohnung von 1000 Mark. e. Schotten, 12. Febr. In allen Orten &$> Kreises Schotten starben im Jahre 1921 zusammen 351 Personen. Vergleicht man die Zahl mit den Sterblichkettsziffern der tiorangegangenen Jahre, so ist sie feit 1914 die niedrigste, so daß die bereits 1920 fest gestellte Abnahme der Sterblichkeit unter der Bevölkerung des Kreises weitere Fortschritte gemacht hat. Br sonders viel Opfer erforderte der Scharlach, an dem 99 Personen erkrankt waren, well nach Ansicht der Aerzte gerade bei dieser Krankheir die getroffenen Sperrmaßnahmen von der Bevölkerung nicht genügend beachtet werden. Kreis Friedberg. ch. M ü n z e n b e r g, 13. Febr. Zu einer sehr bedauerlichen Maßnahme sah man sich tn den hiesigen Schulen genötigt. WegenKoh- lenmangels mußten die Lehrer Volksschule und Fortbildungsschule schließen. Wie lange dieser Zustand zum Nachteil unserer Jugend Noch anhalten wird, läßt sich leider nicht voraussehen. Dus Stabt unb Land. Dieß en, den 15. Febr. 1922. Die Drotprciserhvhnug. Von zuständiger Sette wird uns ge- geschrieben: Zur Verbilligung des Brotes wurden von Seiten des Reiches jährlich mehrere Milliarden Mark zugeschossen. Diese Zuschüsse müssen auf Verlangen der Entente in Wegfall kommen. Durch die zunächst vorgenommene Verminderung des Reichszuschusses ist eine erhebliche Erhöhung der Drotpreise erforderlich geworden. Wie aus der heutigen Dekannttnachung des Lebensmittelamts ersichtlich ist, beträgt der Dreis vom 16. d. M. ab ür 1 Pfund Brot Mk. 3.25, seither Mk. 1.90, ür 2 Pfund Brot Mk. 6.50, seither Mk. 3.80, ür 3 Pfund Brot Mt. 9,75, seither Mk. 5,70, ür 4 Pfund Brot Mk. 13.00, seither Mk. 7.60. Der Preis für 100 Kilogramm Mischmehl stellt sich bei einem von der Reichsgetreidestelle vorgeschriebenen Mischungsverhältnis von 40 Prozent Weizenbrottnehl und 60 Prozent Roggenmehl auf seither Mk. 374.83, jetzt Mk. 673.40. Die Unkosten der Bäcker für Arbeitslohn, soziale Versicherungen, Heizmaterial, Beleuchtung und Miete sind von Mark 70.87 auf Mk. 93.30 für 100 Kilogramm Mehl gestiegen, desgleichen für elektrische Kraft, Wasser, Licht, Abschreibung und ülnterhaltung von Maschinen und Geräten und Umsatzsteuer von ULL 18.00 auf Mk. 34.55, ferner für Salz, Streumehl, Verkaufsspesen, Verzinsung des Betriebs- und Anlagekapitals sowie allgemeine ilnlDflen von Mk. 14.75 auf Mk. 20.00. An Reinverdienst wird den Bäckern 8 Prozent vom Mehlpreis zugebllligt = Mk. 53.87. Zusammen also Mk. 875.12 für 100 Kilogr. Mehl. Da aus 100 Kilogramm Mehl 67'/, Laibe Brot zu 4 Pfund gebacken werden, so stellt sich der Preis für einen solchen wie oben angegeben, auf Mk. 13.00. Soweit bis jetzt bekannt, beträgt der Preis für einen 4 Pfund-Laib nach der neuen Berechnung, die auf Grund einer vom Hessischen Arbeits- und WirtschastSamt herausgegebenen Anleitung vorgenommen wird, in Frankfurt a. M. Mk. 14.66, in Darmstadt Mk. 13.50, und in Mainz Mk. 15.31. ~ Sa8eSfalenber für Mittwoch: ©tabttbeater, 7 Uhr: „Die Tür ins Freie" - ©roöer Horsaal ber ülniversttät, 8V»älhr: Licht- btlberoortrag ber Gesellschaft der Gießener Kunst- reunde. - Matthäussaal, 8 Uhr: Hauptverfamm- tung ber Männer- und Frauenvereiniguna — Astona-Lich,,viele: . Falsch,vieler" unb .Eine Platonische Ehe . — Lichtspielhaus, Dahnhofstr., heute und morgen: „Shackletons Sübpol-Expe- bition . — Aus bem Stadttheater- vielfache Anfragen zum Tanz- abend Enka Horneffer, der am Montag, 20. Februar, abends 8 Ahr, im Stadt- ipeater stattfindet, sei noch mitgeteilt, daß E? slch nicht um Gruppenvorführungen der schule, sondern um künstlerische Solotänze von «kS Dcrfl^Jmai 8* tn dre A Gela" Dort (unt)Un unje /fflaior < ZS 'fielen WJV iveMenw^eltse legensceich M ®1' Z^Seulschlandlu alle 2lnwe'endM M der Mansch die me^en besonders auch r Oll-enSzenossensü boten bti Mit 1 IllngsrächeS Pri mc. Frar Magistrat Sitztmg mit Wuchers st Bedarfs beschc gegen die unre Mitteln des Insbesondere s Händler in den ttvlliett verdei daß sie tvähm Kohlen mit Aek in einzelnen Fö dringender Äo! Koke über 100 BezirkScniSschuf dast die Wie! 80 Proz. d« steigert Verden, lokale wurden Leinen Aeparai Mieter getrager )[ Marbu schen Saale fa: kannner zu Kass besuchter Ober ineifamnmgen 1 bau, ßtanlenfat ZyndimS ber S heiser sprach üb weriö" unb Dener über „Das neue ter Kammer fanden einstimmi« tag schloß sich ' 2- Kreishand Marburg an. Au Dr- Hartman ^rkergeseh- un] den gesetzlichen ? geschädigten Hon wurden 600 Dk spd. Serstu J*"?“ »--ich, sL’.V11“u" aunbtnenH^ hltztenOsen tx S? n ^nnen falle. $a ®obnung unö W ^usnachdarn g Erlichen L ,erllaltei 40j&|.ri G flagge des Bootes 80 ans, bte ein TtltgR® Der hiesigen Ocdensgruppe unter seinen Kiewern versteckt au» englischer Gefangenschaft glücklich tn die Heimat zu rück geb na chl hat. Dach dem gemeinsamen Gesänge des niederländischen Dank- gedetes ergriff cand. theol. Schreiber das Wort zur Weiherede: er betonte^ bah nur die innere Gesundung durch Vaterlandsliebe und GotteSsu>.cht unser Dclk wieder aufwärts führen könne. Dach der Weihe übernahm der Groß- meislec. Masoc Hupe, mit einer Ansprache das Danner, sein besonderer Dank galt Fräulein Sofie Hitler Tvchier des hiesigen Stadlpfarrers 21., die die kunstvolle Stickerei auSgeführt hat. Das Banner zeigt auf der einen Seite das schwarze Ordens kreuz im weihen Felde auf der anderen Seite das Wappen der Stadt Friedberg, den doppelköpfigen Adler mit schwarz und weih geteiltem D uslschilde, die künstlerische Ausführung erregte allgemeine Bewunderung, der der Groh- meister durch Lieberreichung der Insignien als Ordensschwester auch äußerlich 2lusdruck verlieh. Aach solgendem Musikstück und gemeinsamen Gesang des OrdenSliedes ergriff Professor Keller öaS Wort zur Festrede, in grohzügiger Weise 'Zeichnete er ein Bild unseres von innerem Hader .erriffenen Vaterlandes, er zeigte, wie leider in vielen Kreisen das 2lalionalgesühl noch viel zu wenig entwickelt sei und wie eS die hohe Ausgabe des (^ung deut schon Ordens sei, in dieser Beziehung segensreich zu wirken. Der gemeinsame Gesang oeS Deutschlandliedes schloh die Feier, die aut alle Anwesenden 5inen tiefen Eindruck machte. Aach der offiziellen Feier vereinigte ein Kommers noch die meisten der Teilnehmer: 2lnsprachen, besonders auch von den QJertretem auswärtiger Ordensgenossenschaften. Gesänge und Musikstücke boten biS zur späten 2lbendstunde ein abwechslungsreiches Programm. Hessen-Nassau. mc. 5ranffurt a. M., 14. Febr. Der Magistrat hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Bekämpfung des Wuchers für Gegenstände des täglichen Bedarfs beschäftigt und dabei beschlossen, gegen die unreellen Geschäftsleute mit allen Mitteln des Strafgesetzbuches vvrzugehen. Insbesondere sollen die Kohlen- und Koks- Händler in den nächsten Tagen schärfer kontrolliert werden, da sich herauSgestellt hat, dah sie während des Eisenbahnerstreiks die Kohlen mit Aeberpreisen verkauften. Das ging in einzelnen Fallen soweit, dah Leuten, die in dringender Notlage waren, für den Zentner KokS über 100 Mk. obverlangt wurde. — Der BezlrkSauSschuh in Wiesbaden hat genehmigt, dah die Mieten für Wohnungen auf 80 Proz. der Friedensmieten gesteigert werden. Die Zuschläge für GeschäftS- lokale wurden auf 120 Prvz. festgelegt. Die kleinen Reparaturen sollen auch künftig vom Mieter getragen werden. ][ Marburg, 14. Febr. 3m Freidhof- schen Saale fand ein von der Handwerkskammer zu Kassel etnberufener, sehr zahlreich besuchter Ob e r me i sie r ta g für die Handwerkerinnungen der Kreise Marburg, Kirchhain, ^rankenberg und Ziegenhain statt. Der Syndikus der Handwerkskammer Than- heiser sprach über ..Lebenssorgen des Handwerks" und Generalsekretär Dr. Hartmann über ..Das neue Handwerkergesetz". Die von oer Kammer vorgeschlagenen Entschließungen fanden einstimmige Annahme. — Am Montag schloh sich im Lederschen Saale der 2. Kreishandwerkertag für den Kreis Marburg an. Auch hier sprach Generalsekretär Dr. Hartmann über „Das neue Handwerkergesetz" und die damit zusammenhän- den gesetzlichen Bestimmungen. Für die brand- geschädigten Handwerksmeister in Wasungen wurden 600 Mk. gesammelt. fpd. Gerstungen. 14. Febr. 3m denach- barten Horschlitt fetzte eine Ehefrau ihr 5jähr igeS uneheliches Kind mit gebundenen Händen vor den start uberhitzt e n Ofen, damit das arme Wesen nach und nach dem Feuer nahelommen und so elend verbrennen solle. Dann verriegelte das 2$kib dre Wohnung und begab sich aif ein Tanzvergnügen. Hausnachbarn hörten das Schreien deS Kindes, sprengten die Tür auf und befreiten es ais feiner gefährlichen Lage. TluS Dem AmlsverkündigungSblatt. •• DaS Amtsverkündigungsblatt Dr. 21 vom 14. Februar enthält: Verordnung, betreffend die 2$erarbeitung von Brotgetreide, Gerste und Hafer auf Branntwein. — Viehseuchen. — Dienstnachrichten. — F.ldberemigung Langd. Handel, Berlin. 14. Februar. Börsenstim- mungSbild. Rach den Zeitungsmeldungen über die Besprechungen der Parteivorstände werden die Aussichten für die Festigung des Kabinetts Witth wesentlich günstiger beurteilt. Daraufhin schwächten die Devisenkurse ab, weil man nach befriedigender Losung der inner- politischen Schwierigkeiten eine Besserung deS MarkkurseS im Auslande erwarten zu können glaubt. Auf Grund dieser Erwägungen erfolgte eine Abschwächung der Devisenkurse, und dies veranlaßte die Spekulattvn Gewinn- realisierungen vvrzunehmen. Daraufhin war die Kursbewegung uneinheitlich, obwohl die Kaufaufträge des Privatpublikums auch heute überwogen. Starke Steigerungen erfuhren lediglich vberschlesische Werte unter Bevorzugung von Laurahütte, die auf andauernde Gerüchte von einer Umwandlung in eine englische Gesellschaft zeitwellig den gestrigen Schlußkurs um mehr als 200 Prvz. über- stiegen. Gute Meinung machte sich für chemische und Elektrizitätswerke geltend. Danken und Schiffahttsaktien veränderten sich im allgemeinen nur unbedeutend. 3m Verlaufe schwankten die Kurse in mäßigem Rahmen bei erkennbarer eher fester Grundsttmmung. Festverzinsliche Werte haben sich wenig verändert. Frankfürt a. M., 14. Febr. Börsen» fl i m m u n g 8 b 5 f. b. Die feste ©runbftimmmg. die sich schon gestern bemerkbar machte, übertrag sich auf den heutigen Börsenverkehr. Das Privatpublikum beteiligte sich wieder in steigendem 2Itabe am Geschäft. Am Montanaklienrnarkte nahmen die ümjähe keinen allzu groben Umfang em. Chemische Werte hatten ruhigeren 2krtcbr. Gesucht waren Industrieaktien. Elektrizitätsaitien unterlagen Schwankungen. 3n den nichtamtlichen Werten waren die Umsätze lebhafter. Deutsche Petroleum 1925—1950, Chemisch? Dhenania 1C73, Mansfeldrr Kuxe 24 100, Gebr. Fahr 693, Rastatter Waggons 735. Badische Anilui lebhaft. DchrffahrtS- und Kaliwerte lagen ruhiger: Westeregeln 2840. Ausländische Werte ebenfalls ruhiger. Ter Schluß gestaltete sich besonders tn Industriepapieren lebhafter. Tie Tendenz blieb fest. Privatdiskant 91/2 Prozent. Frankfurt a M., 15. Februar, Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Saturn: 13. Febr. 14. Febr. Amsterdam-Rotterd. 7572.40 7557,60 7142,55 7157,45 Brüssel-Antwerpen. 1618.35 1651,65 1633,351636,65 Lhriftiania 3336 65 334 ,35 3276,70 3283.30 Kopenhagen 4165,80 4164,20 4038,40 4396,60 -Stockholm 5269,70 5280 30 5179,80 519 ,20 Helsingfvrs <05,55 406*45 395,60 396.40 Italien........ 970,50 972,50 95?,- 954,- London 881,60 883,40 867,60 869,40 Deuyork 202,79 203,11 199,30 199,70 Paris 1736,251736,75 1723,251726,75 Schweiz 3966,- 3974,- 3896,103908,90 Spanien 3166,80 3163,26 3116,85 3123,15 Wien (alles) .... Deutsch-Oesterr.. •. 6;93 6,97 6,33 6,37 Prag.........38 <,GO 384,40 377,10 377,90 Budapest 31,01 31,04 31,01 31,14 Buenos Aires . . . 74,52 74,72 72,90 73,10 Bulgarien 135,85 136,15 132,36 133,65 Konstantinopel ... Züricher Devisenmarkt. 14.2. 15.2. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 190.. 0 191.75 Deutschland 100 Mk- = 2.515 2.58 Wien 100 Kr- = 0.175 0.17 Prag 100 Kr. = 9.70 9.70 Paris 100 Fr. = 43.70 44.35 London 1 £ — 22.2) 22.37 Italien 100 L. — 24.25 25.- Drüssel 100 Fr. = 41-70 42.30 Budapest 100 Kr. = 0.80 0.79 Deuhork 100 $ — 512.- 512.25 Agram 100 Kr. — 1 60 1.675 Warschau 100 Kr. = 0,15 0,15 Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs ÄurS Kurs Kurs Datum: 13.2. 14.2. 13.2. 14.2. b'/.Dtsch.Kriegsanl. 77,60 77,50 77,50 77,50 4'.Dtsch.Reichsanl. 87,25 87,75 88,- 88 - 3'/,Dtsch.Aeichsanl. 110,- 110,- 110,- 110,- 4e/e Preuh. KonsolS 71,12 89.- 73,56 73,- Hamburg-Pakets.. . 479 - 481,- 461,- 483,— Dorddetllscher Lloyd 409,— 3«6, - 430,— 38a,- Lornm.u Privatbank 326,- 326,- 327,- 330,- Darmstäbter Bank . 323,- 323,- 824,- 322,- Deutsche Dank . . . 550,- 550,- 545,- 540,- Disconto-Desellschafl 460,- 455,- 462,- 453, - Dresdner Bank. . . 372,- 375— 362,- 3o5,- Mitleld.Lredilbank. 312,- 31V,50 313,- 3.4,- Dationalbank f. D.. 325,- 338 - 331,- 331,- Doch. Gußstahlwerke 1100,- 1100 - 1100,- 1130,- Bud.-Slfenw.-Akt.. 990,- 985,- 98),- D.-Luxemb. Dergw.. 965 - 995- 960,— 9b0,- Delsenkirch. Bergw.. 1000,501022.- 1000,- 1035,- Harpener Bergbau . 1560,- 1560*- 1555,- 1550,- Oberschl. Eifenb.-B. 1070,- 1130^- 1080,- 1160,- Oderfchles. Gisenind. 840 - 850* - 822,- 850,-1 Phönir-Bergb.-Akt. 11C0,- 1110,- 1101,- 1100,- Bad.Anilin-u. Soda 642,- 655,- 645,- 660,- | Höchster Farbwerke. 611,- 630*- 624^- 645,- Allg Slettr.-Des. . . 780,- 892,- 780,- 890,- Fellen L Guilleaume 1185.- 1190,- 1190,- 1170,- Schuckert-Werke. . . 730,- 710,- 711, - '<00,- Adlerwerke...... 565,- 635^- 590,- 675,- Daimler....... 653,- 570,- 540,- 561,- 4'. Hess. Staaksanl. 74,- 74,10 73,75 73,- Slectrvn Griesheim 755,- 783,- 775,- 79u,- Dtsche. Dereinsbank 227,- 230,- -,- — Marknotierungen. Datum: 1.7.14. 13.2. 14.2. Zürich Fr. 125 40 2,52 2,60 Amsterdam Fl. 59.20 1,32 1,34 Kopenhagen Kr. 88.80 2 43 2,46 Prag Kr. 117.80 26,35 26 37 Stockholm Kr. 88.80 1.92 1,92 Wien Kr. 117.80 London Sh. 9780 8,85 8 65 Pari- Fr. 125.40 6,75 5.82 Deuhork $ 23-80 —-.50 sich seit Sam-lag hier aushält. hatte gestern eine ziemlich lange Konferenz mit Ministerpräsident P 0 i n c a r ä. Dach dem „Petit Pa- rifien“ soll er erklärt haben, eS sei unerläßlich, wenn man Überraschungen vermeiden wolle, daß die alliierten Länder sich im voraus über die wesentlichsten Punkte, die in Genua beraten werden sollen, einigten. Denesch werde jedenfalls schon am Mittwoch Paris verlassen, um den Mitgliedern der englischen Regierung Kenntnis von dem Standpunkte der Kleinen Entente in der Frage der Konferenz von Genua zu geben. Er habe die Absicht, Anfang der kommenden Woche wieder nach Paris zurückzukehren. Englische Vorschläge in der ägyptischen Frage London. 14. Febr. (WTB) Lord Allen bh hatte gestern eine lange Untcrrcbung mit Ll 0 yb George über seine Vorschläge in der ägyptischen Frage. »D a l l y E r p r e ß" zu- folge soll Lorb Allenby in ber Hauptsache u. a. den Vorschlag gemacht haben, dah die b r 111 - schenTruppen Kairo und Aleranbria räumen unb Garnisonen in Kantara, Port-Said unb El-Roubri beziehen. Die Flugslalion von Aboukir soll weiter bestehen bleiben Die Kapitulationen sollen abgeschafft werben. Großbritannien trage bie Verantwortung für die ' ausländischen Interessen tn Aegypten. Das Amt des Obcrtom» rnissars werde abgcschasft unb der Titel Generalkonsul unb bevollmächtigte Minister wie zur Zeil KitchenerS unb feiner Vorgänger wiederhergestellt .Daily Erpreß" will wissen, baß Sarwal Pascha diesen Bestimmungen In ber Hauptsache zugestimmk habe. Die Frage von Tanger. London, 14. Febr. (WTB.) 3m Unterbau f e erklärte HarmSworth. die britische Regierung stehe seit einiger Zeit mit der französischen und spanischen Regierung in Gedankenaustausch über die Frage von Tanger. ES sei zu hoffen, daß binnen kurzem eine Konferenz zwischen den drei Mächten zur Behandlung dieser Frage in London abgehÄ-- (3n einem Teil ber Auflage wiederholt.) Britische Vorbereitungen für Genua. ß 0 n b o n. 14. Febr. (WTB.) Die »Time s" berichten, bah biebritifcheRegierung auch biebelgischeRegierung ersucht habe, Sachverständige nach London zu entsenden zur Vorbereitung ber Konferenz von Genua. Amtlich wirb weiterhin ber 8. März als Zeitpunkt für bie Eröffnung ber Konferenz angegeben. Dichtamtlich wirb jedoch allgemein erwartet, bah bie Konferenz erst einige Zeit nach biefem Zeitpunkte zufammen- treten werde. Der diplomatische Berichterstatter des »Daily Chr 0 nicle" schreibt, die britischen Vorbereitungen für bie Konferenz von Genua gingen weiter in ber Annahme, baß bie Konferenz am 8. März beginnen werbe. Die hritifche Mttons- linie für Genua fei auf bas eingehendste bearbeitet worben. Die Haltung der franzosis-Sen Regierung. Pari«. 14. Fevr. (WTB) Tie französische Regierung hat gestern dem „ Foreign Office“ mitteilen lassen, daß sie den Vorschlag annehme, die in Cannes vorgesehene Sachverständigenkonferenz für die Konferenz von Genua baldigst zufammentreten 31 lassen, beten Ausgabe darin bestehe, das technische Programm vorzubereiten. Die französische Regierung begehrt jedoch, daß die Zusammen! mft erst stattsinden soll, wenn schon,vorher eine erste Aufklärungsarbeit zwischen den beiden Regierungen erfolgt fei. Sie schlag« des ferneren vor, an den Beratungen teilnehmen zu lassen bie technischen Vertreter brr Tschecho-Slowa- kei, Rumäniens. Polens, Südsla- wienS. Sie schlägt ferner vor. die erste Zu- fanunenfunft in Paris ftattfinben zu lasten, da tn Genua beschlossen worden fei, daß Ministerialrat Seydoux die Sachverständigen zusammenberufen soll, unb bie von ihm auf ben 23. Januar festgesetzte Beratung nur wegen der T«Mission des Kabinetts Brianb habe aassallen müssen. Endlich soll nach dem »Petit Parisien" die französisch: Mitteilung die Hoffnung aas- fprechen. die britische Regierung möge vor dem Zusammentritt der Sachverständigen ihre Antwort auf das französische Memorandum über die Konferenz von ©enua zur Kenntnis bringen. Denesch bei Poincaro. Paris. 14. Febr. (WTB.) Der tschechoslowakische Ministerpräsident Denesch, der len werde. England sei nach wie vor bereit. Tanger und das angrenzende Gebiet unter eine internationale Verwaltung zu stellen. Sepp Oerter. Braunschweig, 14. Febr. (WTB.) Dir bisherige „Freiheit" teilt mit, daß die braun- schweigische Landtagsfraktion einstimmig beschlossen habe, den Abg. Sepp Oerter aus der Fraktion auszuschließen. Schäringen, 14. Febr. (WTB.) Die letzte Versammlung des Ortsvereins der USP^ in der Oerter ein fast dreistündiges Referat hielt, hat nach einem Bericht der „Schäringer Zeitung" einstimmig beschlossen, Oerter das Vertrauen auszu sprech en. Die Zentralleitunq der USP. wurde aufgefordert, das Ausschlußverfahren gegen Oerter einzustellen. Oerter erklärte, er lege sein LandtagSmandat nicht nieder, es fei denn, daß die braunschweigischen Sozialisten ihm ihr Vertrauen entzögen. Eisenbahnrauber. Magdeburg, 14. Febr. Der Heber* wachungsstelle ter Braun schweig-Magdebur- qer Eisenbahndirektion ist es gelungen, ir Ringelheim eine elfköpfige Eisenbahn- räuberbande auszuheben. Beteiligt waren ein Eifenbahnfekretär, ein Rangierführer, ein Bahnsteigschaffner und acht Arbeiter. Ein er* heblicheS Warenlager gestohlener Güter wurde beschlagnahmt. Die Bande hat monatelang die Eisenbahnzüge der Strecke Magdeburg-- Braunschweig beraubt. Originaldofcn u.Sr ie größte Taffe itt noch ru klein Gtksteins Gdelsovtiment Eckstein Gold 80 Pfd. köstlich im Geschmack Toirero 100 Pfg. elegant in der Packung Traviata 120 ?kg. | » Aigaeettensabrit Sl. M. 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Februar 1922. 01565 I Kaufgesuche ) über gesucht. 1517 Asterweg 47 p. ©leben, Ludwiystratze 4. 1847 und Wäsche. 074 1 Gestern abend 8 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unsere liebe Schwester und treusorgende Tante Lannsbach 109, Aäh. MöserS Wühle. Prof. Dr. Jesionek und Frau Prof. Dr. Watzinger und Frau Frau Else von Grundherr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Blum, Spenglermeister. L. Rosenzweig Gie»cn,SelterSweg58I Heute nacht um 1 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden im 67. Lebensjahr unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel MEßilM Ä.6. Bntzbach 'B8S8en. Die Beerdigung findet Freitag den 17. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Alten Fried- Gießen (Goethesfr. 69), den 14. Februar 1922. Die Beerdigung findet am Donnerstag den 16. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. eßliöfS Mchkil bei hohem Lohn tnnfl- 808qm Hofrette u.3400 qm Garten u. Wiese, gegen geeignetes unbebaute? Statt besonderer Anzeige. Unsere liebe Mutter und Schwiegermutter Frau Hedwig von Bollinger geb. Usener ist am 13. Februar in München sanft verschieden. Jüngeres Mädchen für £chrcibma»ciiine n. Bttreanarbenen für sofort gesucht, das verfett stenographiert und Maschine schreibt. Schri'tl. An geb. in. Zeugntsabschr. unter 1537 a. d. Gieß. Anz. tasmicta gesucht, eo., welches Melken unb Rüttern der Kuh. Liegen und Hübner übernimmt. Reinigen der Stalle besorgt der Gärtner. Schritt l. Angebote sVorlokost. vergütet) üb. bisher.Tätiakeit, Alter, Lobnansvr. an Mu Heml Slheoeikr. Salenlfein I. Taunus. Haus Heimfried. Frau Marie BelloffWw geb. Werther im Alter von 70 Jahren. 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Hal :te sichtbare Spuren hinterlassen r Sie Bezeich- ung auswärtige Politik mag etwas gewagt er« cheinen für die Versuche, die Eisner unternahm, i'.m auf iem Wege über den jungen bayrischen yreiitaat die au e:rpoliti chr Führung des Reiches entscheidend zu beeinflussen." Zur Macht gelangt, nimmt Eisner seine Anschauungen sofort und un beben EI id) zum Aus« jangspunlt für fein praktisches politisches Handeln und macht sie zur Grundlage seiner Staats- lührung. Schon in dem Ausrus vorn 8. Rovember heifjt es: „Bayern will Deutschland für den Völkerbund rüstenI" Eisner bat bestimmt geglaubt, Last die Entente der deutschen Revolution vertrauen entgegenbringe und das) es der Revolution gelingen werde, für Deutschland einen milderen Frieden erwirken zu können. 3n diesem .Irrtum wurde Eisner von dem P r o s e s s o r ; ft r ft er bestärkt, den er zum borläufigen G e° * anbten bei der Schweizer Regierung bestellt hatte. Einen Tag nach feiner Ernennung sandte Förster an Eisner einen Drahtbericht worin wlgender tröstender Satz stand Hatte soeben mit einem zufällig hier anwesenden, höchst einfluhreichen Vertreter der Entente eine mehrstündige Unterredung in Ihrem Sinn. 5>urch die vierjährige deutsche Dluffpolitil ist das lEibtrauen uns gegenüber- so gros) geworden, dah -um fürchtet, auch die jetzige Umwälzung sei nur ine Parade, oder nach kurzer Zell würde die jetzt erbrängte Reaktion toieber hervorbrechen Rur darauf beziehen sich die harten Bedingungen. Ak an wird uns aber beftimmt in grobem Stile in der Ernährung helfen, sobald der neue Geist beut» lichund zuverlässig inWort undTat * u ta g e tritt Förster sieht in Bern alles durch die rofen» nte Brille In den Telegrammen, die er am 18 und 19 Rovember an Eisner richtet, heiht es unter anderem „Aussichten für Milderung der Dafsenstitlftandsbedingungen verbessern sich unverkennbar. auch aus englischer Seite. Doch wird ich diese Milderung mehr in tatsächlicher Praris als in sofortiger öffentlicher Zurücknahme ein- einer Punkte vollziehen. . Sie dürfen jedenfalls in der Organisation der Volksemährung •uberläffig damit rechnen, dah die auf der En- i entefeite noch vorhandenen Widerstände nur vor- 'vergehende sind und auf einer abwartenden Haltung in bezug auf die Konsolidierung des neuen Deutschland beruhen. Worauf gründet Förster feine Hoffnungen? Aus feine Verbindungen mit dem englischen P a - > i f i ft e n Eeorge ID Herron , der feiner- seits unter dem 17. Rovember Eisner in einem ■ cercfo phrasenreichen wie - nichtssagenden.Telegramm seiner „alten Freundschaft" versichert. Später telegraphiert Förster im Hinblick auf Frankreich „Run ist ja alles im besten Dange. '5knT3 besonders hat man in Frankreich den bringenden Wunsch, bas zwei tausendjährige Rachbar- schaftsverhällnis zum deuischen Volke auf eine neue Grünt läge za stellen. Dieses Telegramm Ichlieht damit, dah es auf bic Gefährlichleit unb Anzweckmäßig leit bolschewistischer Met hoben hinweist. Der oben erwähnte Amerikaner Herron ist auch in Anspruch genommen worben für eine Verbindung mit dem Präsidenten Wilson unb Den übiigen Ententeregierungen. Herron berichtete über feine Bemühungen in einem Telegramm vom 17. Rovember an Eisner: _.3d) habe mein möglichstes getan, um ben Präsidenten Wilson und die Ententeregierungen zu überzeugen, dah Ihre Regierung vertrauenswürdig ist Ihre beiden Telegramme, mit meinen Begleitworten vergehen, wurden unverzüglich an den Präsidenten und an die Ententeregierungen telegraphiert. Dor altem rate ich Ihnen dringend. möglichst viele deutschen Staaten zu über- icugcn, ihrer Führung zu folgen. Zweitens die ersten Schritte zu einem vollen und offenen Bekenn tnis der Schuld unb Untaten ber deutschen Regierung am Anfang des Krieges und an ben Grausamkeiten ber Krieg führung zu unternehmen. Tie moralische Wirkung einer solchen Handlung wäre gewaltig unb entscheiden!». Drittens unternehmen Sie die ersten Schritte zur Berufung einer bayrischen ober beutfdym Kommission, die die verheerten Gebiete Frankreichs und Belgiens besuchen und ihrem Ministerium unverzüglich- Bericht erstatten sollte. Ich bitte Sie, kühn, offen unb unverzüglich z u handeln, hi.ev)lu- tion kein heiliges Erbe ist, das es zu.mehr m gilt, sondern irgendein politischer Vorgang, :e: man Linnimmt, wie einen Punkt der Tagesordnung einer "Parlamentssitzung. Während tn Bayern »ärmlich tebenebuiitigc Kräfte aufquellen, >m 5lang zut Höhe die Mallen belebt und ein seitlicher Ernst das gewaltige Ereignis w:iht, herrscht in Berlin Terdrosfenhell. eine bange Schwüle Man hat den Eindruck, als ob bas Ideal des Sozialismus bie Regierungsmänner falt liehe. Doch auch bie Tätigkeit bes Mannes, der „Leidenschaft und Schwung" nicht vermissen | liest, Kari Li.blnechts. verursach'« Herrn Harten Hei beklemmu gen. Liebknechts Auftreten schZetze, so belehrte Heer Harden den bayrischen Bevollmächtigten, bie schwersten Gesah en in sich. Harden sieht in ber Veröffentlichung der Geheimakten. der Bei Haftung ber Schuldigen unb der (Sinterung eines Staatsgerichtshoses bie geeigneten Mittel, um Liebknecht, „der gefährlich ist wie Sprengstoff, das Waller abzugraben unb bie Entente zu versöhnen. Gleich nach dem Eingänge des Muckleschen Berichts in München erhält Herr Mückle die telegraphische Weisung, „unverzüglich bei ber Reichsregierung Schritte zu tun. dah bie Urkunden über den Krieg umgehend ver- öllentlicht würden". Zu gleicher Zeit fing CiS - ner mit einer Akten-Veröffentlichung aus den Münchener Archiven an. 3m Ministerium des Innern und bei der bayerischen Gesandtschaft in Berlin befanden sich Akten, die nach Eisners Ansicht als Beweis dafür gelten konnten, dah der Hauplftiegsgrund von Deutschland gegeben worden sei Diese Deröfsentlickungen rufen das Auswärtige Amt in Berlin auf ben Plan. Das Amt weist in Vorstellungen barauf hin, in welchem Maste diese Eisner schm Veröffentlichungen „die deutsche politische Arbeit gestört" hätten. Später wird von München aus Verbindung mit Oesterreich und ber Tscheslowakei gesucht. Ein eigener diplomatischer Vertreter wurde nach Prag gesandt, ber vor allem den wirtschaftlichen Warenaustausch wieder in Gang bringen sollte, auf den beide Länder von jeher angewiesen waren. Mer die Bemühungen, böhmische Kohlen zu bekommen, um der Kohlennot in Bayern abzuhelfen, blieben ohne nennenswertes Ergebnis. Aus dem erstrebten Handelsabkommen ist nichts geworden. Dazu liefen beunruhigende Gerüchte um, die sicherlich nicht unbegründet waren, dah die Tschechen ihren französischen Freunden mit einem Vormarsch auf der Mainlinie entgegenkommen würden, wenn sich die Friedensverhandlungen zerschlagen sollten und dah sie an der bayrischen Grenze militärische Vorkehrungen träfen. Dirrs Untersuchungen laufen in das Gesami- urteil auS, dast die auswärtigen Aktionen des bayrischen Freistaates unter Eisner wesentliches Wirrwarr gestiftet haben. Deutscher Reichstag. 169. Sitzung, 2 Ahr nachmittags Berlin, 14. Febr Präsident Löbe widmet dem verstorbenen Ab- georbneten Konrad Haustmann (Dem.) einen herzlichen Rachruf, gedenkt der Tätigkeit des Verstorbenen als Vizepräsidenten der verfassunggebenden Rationalversammlung und seiner 30jäh- rigen Tätigkeit als Mitglied des Reichstags. In dieser Stunde, da sein Körper den Flammen übergeben werde, richte der Reichstag seine Gedanken in die schwäbische Heimat des Verstorbenen. Vizepräsident Dr. Riesser habe es übernommen, einen Kranz an seiner Bahre niederzulegen. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein und erledigt eine Reihe kleinerer Anfragen. Bemerkenswert ist lediglich eine Erklärung der Regierung, dast eine Festlandverbindung mit der Insel Sylt sich im Stadrum der Vorarbeiten befindet. Es folgt die zweite Beratung deS Reichsmietengefetzes. Die Deutschnationalen beantragen, ben ganzen Gesetzentwurf abzulehnen. Ministerialdirektor Ritter: DaS Gesetz will den gesetzlichen Charakter der Wohnungsmiete fest legen, gegebenenfalls mit Hilfe des Mieteini- gungsamtes. Die Miete soll bestehen aus Grund- miete unb Friebensmiete vom 1. 3uli 1914 sowie Zuschläge für Betriebs- unb Derwaltungskosten sowie für laufende Instandsehungsarbeiten. Außerdem sollen Zuschläge erhoben werden für die sogenannten großen Instandsetzungsarbetten. Die Bestimmungen im einzelnen hat Die oberste Landesbehörde zu treffen, die auch anortnen kann, dast die Vermieter Beträge der Zuschläge für grvhe Instandsetzungsarbeiten übernehmen. Bei der Festsetzung der Zuschläge sind auch die Organisationen der Mieter und Vermieter zu hören. Der Entwurf legalisiert auch die Mietervertretungen der einzelnen Häuser und sieht Mieterausschüsse vor. Das Gesetz soll am 1. April 1922 in Kraft treten und zunächst vier Jahrs gelten. Ritter erklärt, es handle sich bei dem Gesetz um eine Sicherstellung des Hausbesitzers, ohne den Mieter unmäßig zu belasten, und wolle eine Mille darstellen zwischen Zwangsbewirt- schaftung des Hausbesitzes und der völlig freien Wirtschaft. Eine freie Mietpreisbildung, die die Miete ins Angemessene steigern würde, lehns die Regierung ab. Andererseits mühten aber auch die Vermieter mehr als bisher geschützt werden unb in die Lage kommen, notwendige Reparaturen ausführen-zu können. Abg. Silberschmidt (S.) betont, dast dieses Gesetz keineswegs eine Sozialisierung des HausbelltzeS bedeute, vielmehr ein Schutz der Hausbesitzer fei Wir stehen dem Entwurf im allgemeinen jedoch sympathisch gegenüber, jedoch müssen Katuelen geschaffen werben, damit dem Hausbesitzer auch nicht in verkappter Form Zuwendungen gegeben werden und eine Spekulation entfesselt wird. Abg. G u t k n e ch t (D.-Ratl.) lehnt das Gesetz ab, weil es ein Ausnahmegesetz sei, und derartige Kosten verursachen würde, daß es an sich selber zerschellen müßte. Der Zweck des Gesetzes sei die Sozialisierung des Wohnungsnrarktes, zudem bedeute ber Entwuri eine Verfassungsänderung Rur die freie Wirtschaft könne die Wohnungsnot steuern. Der Gedanke des Gesrzes sei zwar gut, die Durchführung aber unmöglich Abg. Schleck (Z.): Das Gesetz beruht auf wirtschaftlichem Zwang. Dem Verfall der Häuser müsse vorgebeugt werden, sonst würde ein grober Teil des Rationaldermögens gefährdet. Weite Kreise ber Hausbesitzer sind schon verarmt und können große Instandsetzungsarbeiten überhaupt I nicht ausführen lassen Einen neuen groben Be- | amtenstand lehnen auch wir ab. Eine höhere Grundmiete für gewerbliche Betriebe scheint durchaus gerechtfertigt. Das Gesetz ist durchaus mitieistandssreundlich und hat auch ben Reben- zweck, das Handwerk mefcr als bisher zu beschäftigen. Rachd-enr Ministerialdirektor Dr. Ritter den Vorwurf der Verfaßungswibrigkeu mit Dein Satz: „Eigentum verpflichtet!" zurückgewiesen hat, bemerit Br. Hoythien (D. D.>, ber Grund für die Wohnungsnot sei darin zu suchen, daß während des Krieges und in ber Nachkriegszeit eine Angleichung ber Mieten an die Geldentwertung künstlich verhindert worden fei. Mit einem allmählichen Anpassen der Mietspreise wäre allen Sellen mehr gedient gewesen. Die Grundmiete müsse eine angemessene Verbindung des im Hause angelegten Kapitals sowie eine angemessene Abschreibung enthalten. Werde diese Bestimmung nicht in dem Gesetze aufgenommen, so sei der Entwurf für seine Partei unannehmbar. Abg. Ku hn t (A. S.): Rur die Sozialisierung des Hausbesihes kann die Wohnungsnot beheben. Redner begründet alsdann eine große Anzahl von Anllägen. wonach bei allen Instandsetzungen ein Einvernehmen zwischen Vermietern und Mietern hergestellt werben muß. unb verlangt alsdann weitere Maßnahmen zunt Schuhe ber Mieter. Bisher haben bie Hausbesitzer alles in die Tasche gesteckt. Dem müsse begegnet werden. Seine Partei mache ihre endgültige Haltung von dem Ausgange der 2. Gelang abhängig. Daraus wirb bie Weiterberatung auf morgen nachmittag 2 Ahr vertagt. Austerdem Abstimmung über das Vertrauensvotum bzw die Mißtrauensvoten für die Regierung Schluß 61/« Ahr. Turnen, Sport und Spiel. Der Skiklub Wintersport-Gießen in Grünberg. Am Sonntag fand, wie wir bereite meldeten, in Orünberg unter reger Beteiligung das vom dortigen Slillub ausgeschriebene Rennen stall. (Singelaben war der befreundete S k i k l u b Wintersport Gießen Das abwechslungsreiche Gelände brachte allen, die Grünberg noch nicht kannten, eine freudige Aeberraschung. Der Gangla'üf führte über 3'/r Kilometer mit starken Steigungen, Gräben unb Böschungsbindernissen. Am Start standen 18 Läufer Sieger wurde Wieg meyer - Braunfels, ber auch kürzlich am Hoherodskopf den Langlauf im Gießener Skiklub gewann. Zeit 22 Min 52 Sek. Zweiter wurde Sey d e l - Gießen in 24 Min 14 Sek, Dritter Walker- Gießen in 25 Min 43 Sek, Vierter Gerster ' Gießen in 26 Min 5 Sek., Fünfter W. TH vm e-Gießen in 26 Min. 45 Sek. Von ben Grünbergern erzielte die beste Zeit B ü r k h in 2? Min. 20 Sek Dankenswerterweise hatten bie Grünberger sogar einen Sprunghügel improvisiert. Den ersten Preis gewann Sey del- Gießen, den zweiten G e r st e r - Gießen, den dritten Walker. Als bester Grünberger sprang K l e i n w ä ch t e r , der im Sprung den 5. Platz besetzte. Den 1. Preis im kühnsten Sprung gewann G e r ft e r , den 2. Walker. Der Samen lauf über IV2 Km. verdiente Beachtung wegen des schwierigen Geländes mit vereisten Stellen. Erste wurde Frl. D a h m e r - Grünberg, Zweite Frl. S t e i n h ä u s e r - Friedberg, Dritte Frau ©elfter« Gießen. Den Seniorenlauf (über 40 Jahre) gewann Zimmermann- Gießen, Zweiter wurde S e i f a r t-Grünberg. Im Kunstlauf belegte Gerster ° Gießen den 1., Legler- Gießen den 2., Allmendinger- Grünberg ben 3 , Hergen röther- Gießen ben 4.. Trinkhaus- Grünberg ben 5. Platz. In der Zugenbklasse für Kunstlauf erhielt Wolff- Gießen (14 Jahre) mit vorzüglicher Bewertung ben 1. Preis, nachdem er auch mit besonderer Auszeichnung im Langlauf einen Preis erhalten hatte. Der Volks- und Zugendlauf mußte in zwei Klassen gelaufen teerten. Erster wurde Kappes, Zweiter Z ö ck e l, Dritter Eisenkraut Die 2. Klasse startete auf selbst gefertigten Skiern, die mit viel Geschick aus Fahkrnuben und Brettern hergestellt teuren. Anter allgemeinem (Jubel gewann Hamel ben 1., Paul ben 2., Trinkhaus den 3. und Adrig den 4. Preis (ebenfalls sämtlich Grünberger). Hamel gewann bann noch allseitige Sympathie, indem er auf seinen Faßdauben glücklich über ben Sprunghügel heruntersegelte. Es hatte sich in dem herrlichen ©onnenteetter eine zahlreiche Zuschauerschaft eingefunben, die unter freudigen Beifallskundgebungen bis zum Schluß des Rennens ausharrte. In diesem Rahmen gewann die Veranstaltung das Gesicht eines wahren Volkssportfestes. Die Rermleitung lag in den bewährten Händen von Walther- Grünberg, dem für feine Tätigkeit besonderer Dank gebührt. Die Gießener schieden dankbaren Herzens und teerten das Verdienst der Grünberger um das Wiederaufblühen dieses edlen Sports nicht vergessen. * — Fußball im Reiche. Mitteldeutschland: Leipzig Spielvereinigung gegen Viktoria 3:0 (Spielvereinigung ist dadurch Kreismeister), V. f. B. gegen Wacker 3:2, Dri- tannia gegen Eintracht 2:2, Turn- und De- teegungsspieler gegen Fortuna 1:0. Dresden: Ring gegen Guts Muts 2:0 (Wiederholungsspiel. Protest). Sport-Cluk» gegen Chemnitzer Ballspiel-Club 4:3. Brandenburg gegen Epielvgg. 5:4. Magdeburg. Viktoria 96 gegen Germania Halberstabt 2:1. Dessau: Sport und Spielvgg. Magdeburg gegen Dessau 05 3:1. In Halle fielen sämtliche Spiele aus. Chemnitz: 1. Sportverein (Jena gegen V. f. D 4:0. Erfurt: Spielvg. gegen Sport-Club 5:1. (Spielvg. ist dadurch Abteilungsmeister.) Westdeutschland: Dortmund Dortmund 95 gegen Essener Turnerbund 1:1. Borussia Dortmund gegen Germania Bochum 3:1, Dortmund 08 gegen Hattingen 2:0. Bochum P- eußen gegen Langendreer 2:2. Essen: Preußen gegen Alemannia Dortmund 2:1. Bur Erle: Bur Erle gegen Altenessen 1:3. G el sen- f träten: Gelsenkirchen 07 gegen Linden 1:2. Dielefeld: Arminia gegen D. f. B 2: 1. Hamm: Turn und Spiel gegen Hammer Spielverein 1:1. Osnabrück: Sport und Soiel gegen 99 1:0 Cronenberg. Sportclub gegen D. f. B Remscheid 3:1. Solingen: 95 gegen Borussia 5:3. Barmen: B. s. D. gegen Sonnborn 1:1. Rondsberg: F. C. gegen Ohligs 4:0. Herford: Anion gegen Osnabrück 06 9:3. Drackwede: Westsalla gegen Fortuna-Wacker (Ulinben 2:5. Süddeutschland München: Bayern gegen Sportvereinigung 3: 0. Tum- gemeinde gegen 1860 4:3. Reichenhall: M. T. D. München gegen S S. Reich, ichall ausgefallen. Frankfurt a M : ®cr inia gegen Eintracht 4:1, S. C. Bürgel- gegen Isenburg 2. 1 -Spielvereinigung Fürth schlugt den Deutschen Fu ß b a l l m e i !> e r 3:2 (3:1) Dor 20 000 Zuschauern stanbc 1 sich am Sonntag in Fürth der 1. F E Rürtrderg und die Sbiclneremiiung Furth im crite: Spiel um b-c Meisierscha,t des Krei'es Rortvahem .c enülxr Aeb er rasche nberwei' e unterlaßen die 'Nürnberger nach scharfem, spannenden Kampf mir 2 3. In bei 8 Mircute verwirkte Hagen (Fürth) einen Elfmeter, ben Kalb (Rurnbergi veiiv.irbllle. Fürth kam bald start auf. Ein Angriff von Ku ’ v wurde durch unfaire Weise unterbunden Di Elfmrt-r oemanbclle Franz (Furth) zum cuv 1 senden Toi. Beide 'Mannschaften spielten , er'-ös unb zerfahren. In der 41 Minute veruirkte bzr rechte Verteidiger Dark eine Ecke, die Hiiwlander für Fürth einfanbte. Kurz vor dem We 'el erhöhte Franz durch eine glänzende Ei z Ile nung die Torzahl für Fürth auf 3:1, Rach bei Pause nahm das Spiel zeitweise recht scl-arfe Formen an. In der 17 Minute wurde Ri fei mögen einer Auseinandersetzung mit dem S"1. Trichter vom Platze verwiesen Ein scharfer Schuf) von Popp wurde von Lohmmim schlecht ab.ewehrt, so daß Träg bas zweite Tor für Rümderg ein- senden konnte. So blieb es bis zu:n Schluß. — Tas zweite Spiel um bie Meisterschaft geht am 19 Februar auf dem Platze ber Rürnberger vor sich — Preise für Turnen unb Sport. An der Ayiversität sind zu den schon früher vorhandenen Preisen in diesem Semester vier neue Wanderpreise für Handball, ©erätcumen, Langlauf und Schwimmen getreten. Die Preise bestehen aus mit der Hand getriebenen Metalft l rietlen mit der Darstellung von Motiven aus Gießen unb Umgebung, besonders des Aniversitap »ebäudes mit der davor befindlichen Anlage, sowie des Blickes auf Gleiberg, Vetzberg unb Dünsberg mit der Stadt im Vordergrund nach einem alten Stich Von den Preisen sind zwei von der AniverfUät unb zwei von Geheimrat Sommer (Gießen) gestiftet. Letzterer hat außerdem, wie bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, einen Wanderpreis mit Darstellung der Stadtkirche für den Wettkampf sämtlicherGiehenerTurn- und Sport vereine einschließlich der Studentenschaft gestiftet, bei- im (Juni 1922 auf dem akademischen Turn- und Spielplatz zum Ausllag kommen soll. Die Preise werden in dieser Woche in dem Blumengeschäft von Dietz, Seltersweg, ausgestellt. Sie sind vom Ziseleur Alohs Schmitt, früher in Gießen, jetzt in Wabern, hergestellt Eduard Authcs *Y- Am 7. d. Mts. verstarb zu Darmstadt an den Folgen einer Lungenentzündung der weitbekannte Geschichts- und Altertumsforscher Prof. Dr. Anthes, Hessischer Denkmalspfleger und Präsident des Historischen Vereins für Hessen, bis 1916 Professor am neuen Gymnasium zu Darmstadt. Er hat literarisch und praklisch für die Förderung und Verbreitung der Altertumswissenschaft eifrig gewirkt. Er wurde am 3. (Juni 1859 zu Brensbach im Odenwald als Sohu des Pfarrers H. Anthes geboren: seine Mutter gehörte der weitverbreiteten Familie Lucius an. Sein ganzes Leben lang war er, auf dem Lande ausgewachsen, ein treuer Sohn seiner schönen Heimat. Seine erste archäologische Arbell war die Herausgabe ber „Antiken der gräflichen Sammlung in Erbach". Seit 1897 gab er ben trefflichen Windhausschen „Führer durch den Odenwald" heraus. Ebenso dii prächtige „Klassische Bildermappe". Daneben verfaßte er zahlreiche Aufsätze in archäologischen und historischen Zeitschriften, bie fron bleibendem Werke sind. Sehr verdient machte er sich als Mitglied der ReichS- Limes-Kommission, sowie der römksch^germ^nischen Kommission. Die Pfahlgraben-Forschung verdankt ihm manche werwolle Deisteu .r Außerdem war er ein eifriger Tourist, der an den gemein- nühigen Bestrebungen des „Odenwaldllubst' lebhaften Anteil nahm. Er war ein liebenswürdiger, anregender Wandergenosse und ein trefflicher Gesellschafter. Sein Tod hat bei seinen za ^reichet' Freunden und Bekannten lebhafte Teilnahmc erweckt. Dr. A. R. Dermischtes. Bestechliche Beamte. Berlin, 14. Febr. (WTB.) Wege« Bestechung wurden zwei Beamte von den Berliner Wohnungsämtern namens Zweck und Buchholz üerurteilt, der erstere zu 6 Monaten Gefängnis und 10 000 Mk. Geldstrafe, letzterer zu 5 Monaten Gefängnis und 800 Mk. Geldstrafe. Ein Angestellter der Erwerbslosenfürsorge namens Strupp erhielt wegen Beihilfe dazu einen Monat Gefängnis und 1000 Mk. Geldstrafe. Die Verurteilten hatten durch den Inhaber der Woh- nungstauschzentrale gegen hohe Provisionen Wohnungen vermittelt. Wie der Staatsanwalt feststellte, war in den Listen der beiden beteiligten Wohnungsämter min- bestens ein Drittel aller Einttagungen fingiert. Sobald einer dieser fingierten Bewerber an die Reihe kam, wurde fein Rame durch den eines zahlungsfähigeren Bewer- bers ersetzt. Gattenmord. Nürnberg, 14. Febr. (WTB.) Priv.« Tel. Der Direkwr Kahl des hiesigen Kaufhauses Graird Bazar wurde in seiner Wohnung erschossen aufgefunden. Ebenfalls in der Wohnung lag tödlich verwundet seine Ehefrau, eine geborene Belgerin. Anscheinend ist Kahl von seiner Frau erschossen worden, die darauf die Waffe gegen sich richtete. Der Grund zur Tat soll Eifersucht der Ehefrau gewesen sein. ___________ B^ukiroj PVV- fc-'-seitigt schne'iv<.*>erund sdirr^rzk» Jn Motnhaul. Schw^do* HeK u. Ärztlich erhöhten HM Dienen ernÄlthcTX./ M c<*ehrt Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. GimA Behördliche Anzeigen Statt Karten Gießen, Februar 1922 Fichten Erlen 3,37 Gießen, den 14. Februar 1922. 15276 beim Hausverwalter. 1523V Bilanz per 1921 Aktiva. Passiva. 6 6t über 60 cm Durchm. 1. KI. 5. T iehen, den 14. Februar 1922. 1553B Der Oberbürgermeister. 3. 03.: Or. Rosenberg. Der Vorstand. 01547 40—49 3. Wege Hinzu getreten in 1921 1 Stück 2. Klasse 0,93 Fstm. 5. 32 3. 112 LoS 1 16t. 0,46 Fstm. und LoS 1 16t 30 85 1921 W agner. 1457D 1551 Der Vorstand. Astoria-Lichtspiele N Um 9 Uhr mH Vortrag! \ 6 24 2 2 3 4 IV. FichtenstäMAte: über 50 cm Durchm. 1. Kl. 40—49 30—39 25—29 129 5 32 90 86 10,87 37,17 40,90 55,65 71,68 2,05 16,52 160,13 16t 16 „ 30—39 25—29 20—24 12-19 2. 3. 4. 5. 6. v> 2 10 13 59 288 4 £D CD 93 95 15,88 28,03 . 1 2 16t 1 , 3 6t. 4 „ 1 „ Jt 2433,13 2890,21 6362,60 5,29 17,66 1,00 0,73 0,84 7 „ 14 „ 43 „ 32 „ 43 „ 7,85 Fstm. 42,15 . 84,25 . 19,44 . 10,72 Fstm. 8,74 „ 12,24 . 25,13 . 11,10 . 6,07 , 2,41 Fstm. 19,17 w 7,72 , 16,43 . 9,78 „ 5a 5b 1,32 Fstm. 0,46 . 23 5 a-. Eichen-Stamm mit Kiefern „ „ Brötchen zu 50 Gramm das Stück auf 35 Pfg. Vorstehende Preise treten am 16. ds. Mts. in Kraft 3 12 4 33 5 37 3. 4. 5a 5b 1,33 Fstm. 0,43 , 0,73 5.90 „ 39,50 „ 1,32 , 1,70 „ 12,08 „ 12,47 w 32,96 „ 71,26 , II. Kiefernstämme: 3 Stück 3. Klasse 2,70 Fstm. III. Fichtenstämme: 6 Stück 4. Klasse 4,40 Fstm. CD c7> vom nach» Los 1 . 2 LoS 1 „ 2 „ 3 II. Buchsnftäumre: 50—59 cm Durchm. 2. Kl. 7,37 Fstm. 5,10 „ 0,48 „ Los 1. . 2. , 3. LoS 1 . 2 Los 1. „ 2. • 3. Los 1 „ 2 . 3 . 4 . 5 „ 6 Los 1. „ 2. Unsere Mitglieder sowie alle Wohnungsuchenden werden hierzu herzlichst eingeladen. Mitglieder-Konto Waren-Schulden Reservefonds Detriebsrücklage Ueberschuß . . 50—59 40—49 30-39 25-29 12-24 6.50 9.75 13.- LoS 1 2 6t. „ 2 15 „ . 3 53 . . 4 21 , Summa 54940 18 M 3> - . . 2478 25 114 ML. 3420 Mk. 30 Mitgliederbestand Ende 1920 Es gingen ab 1921 durch Beschluß der Lebensrnitteldeputalion 14. ds. Mts. die Preise für Backwaren wie stehend festgesetzt worden: für 1 Pfund Brot Mk. 3.25 Kassenbestand .... Ausgeliehene Kapitalien Ausstände nach Ang. des Warenbestand nach dem 5 Proz. Abschreiben . Die Angebote sind verschlossen, nach Sortiment und Klassen getrennt, mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Freitag, den 17. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst in Anwesenheit der erschienenen Dieter die Eröffnung erfolgt. Die Der- baufsbedinqungen werden vor der Eröffnung bekannt- gegeben. Nichterschienene Bieter unterwerfen sich mit ihrem Angebot den Verkaufsbedingungen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Wallenfels. Geilshausen, den 11. Februar 1922. Hess. Bürgermeisterei Geilshausen. „ 4 . 23 , 46 . 90 , 270 Kiefernstämme 4 . 25 , 581 3.ÄL = 55 Stück 3. Kl. - 49 Stück Tagesordnung: Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr Rechnungsablage und Entlastung des Kassierers Dorstandswahl Anträge Verschiedenes. Jofl SMeobetter Lagerhalter Bekanntmachung. Infolge der durch Verminderung des Reichszuschusses notwendig gewordenen Erhöhung der Brot- mehlpreise und der erhöhten Däckereiunkosten sind TM (Eitel Dr. phiL Fritz Deutler Verlobte 26588,94 Die Zahl der Mitglieder betrug zu Anfang des Jahre».............130 Ausgeschieden durch Tod ... .1 Freiwillig ausgeschieden . ..... _ 30-35 „ 4. „ III. Kiefernstämme: 40—49 cm Durchm. 2. Kl. V. Dirkenstännne: 40—49 cm Durchm. 2. Kl. 25—29 „ 5. . VI. Aspenftämme: 25—29 cm Durchm. 5. Kl. VII. Dirnbaumstamm: 3. 4. 5a 5b 1. 2. 3. 4. 5a 5b Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment Klaffen pro Festmeter bis zum Mittwoch, den 22. Februar ds. Is., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann 1 Stück 1 „ 2 „ 13 „ 157 „ zureichen, woselbst die Öeffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter startfindet. Die Derkaufsbedingungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben. Zuschlag auf jedes einzelne Sortiment vorbehalten. 1526V Daubringen, den 14. Februar 1922. Hessische Bürgermeisterei Daubringen. Preis. 3. 4. 5. 2.. 3. 4. 1. 2. 3. = 69 Fstm. 36 Fichtenderb st angen --- 2,58 Fstm. Auhscheiter, Am.: 2 Kiefer (1,25 m lang), 8 Eiche (1,25 m lang), 2 Hainbüche (1,25 m lang). Autzknüppel, Am.: 13Eiche (2 m lang), 7 Eiche (4 und 5 m lang, Deichseln), 9 Fichte (3 m lang). Autzreisig: 508 Am. Fichteschichten. Jähere Auskunft zu 2 erteilen die Herren Förster Müller zu Mücke und Edelmann zu Merlau (Post Mücke). 1542D Grünberg, den 14. Februar 1922. Hessische Oberförsterei Aieder-Ohmem 2. 3. 4. 5a 5b 3. 4. 5. Die Generalversammlung bes ^nsumoereins Daubringen findet am Freitag, ahttiS 8 Uh- i" -3um , , Tagesordnung: 1. Rechnungrvorlage. 2. Dorstandswahl. 4 Vechhi^den^b^denden Aufsichtsratsmitglieder. Passiva Per Mitglreder-Guthaben Warenschulden . . Reservefonds . . . Detriebsrücklage. . Umsatzsteuer . . . Reingewinn . . . Nur noch heute und morgen der mit so Kroßem Beifall aufgenommene Film Shakletons Südpol- Expedition! Anfang 4, V27 und 9 Uhr. Aktiva je PerWarenbestand am 31.12.21 nach Einkauf 37930 Kaffenvorrat.........3573 Ausstände..... .... 10200 Bankguthaben.........3135 fern Ä. ßototn«, S8tt s cd reibt: Meine «bt ich durch '•oge von Obennever-, Medizinal-ft • 0 Zeitigt Zar Nachbehandlmi« iS 4 j f i/ Lerla--reme dejond. ,u anpftbletr Zn b oben m ollen Apothkteu ** Holzsubmission. Die Gemeinde Grvften-Duseck verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: I. Eichenstämme: Summe 54940 18 113 . . 26740 . . 5000 . . 3803 - . 4320 . . 12596 3« verkaufen: Eine Halle 24,70 m lang, 6,10 resp. 8,95 m breit mit 2 fertigem Dach mit Schieferdeckung auf Schalung. Lichte Höhe 2,35 m. Eine Halle einseitig, 17,60 m lang, 7,70 m breit mit Falzziegel, deckung. Verschiedene gute Bauhölzer. Näheres durch die Holzsubmission. Die Gemeinde Oppenrod verkauft im schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz. I. Eichenstämme: Holzverstei^ernngen des Gräflichen Forftamts Laubach. Montag, den 2 0. Februar, 10 Uhr vorm., im Saale des Solmser Hofs zu Laubach aus Ziegenberg, Weidenau, Lränkbach des Reviers Freienseen: Scheiter Rm.: 654 Buche 40 Esche, Birke, Eich» (teils Runbscheit), Knüppel Rm: 315 Buche, Stöcke Rm.: 107 Buche Reiserknüppel Am: 140 Buche; aus Kreuzseener- berg, Hoherain, Eichelgarten: Scheiter Rm- 26 Buche, Birke, Knüppel Rm: 31 Buche, Kiefer Stöcke Rm 5 Buche. Reiserknüppel Rm 162 Buche teils Erle (meist Stammreiserknüppel) 2 Frchtenderbstangen — 0,09 Fm, 22 Fich'en- Etangen - 0.32 Fm 44 Rm. Fichtennuh- rethg (Bohnenstangen). Kohkreiler und Leseholz flächenwetse. S-bruor. 10 Ahr vorm.. im Saale des Gastwirts Schlörb zu Rup- ^Zberg, Hubberg, Glasbau. Stlbach. Hrrschrvt des Reviers Ruppertsburg: ^IL : B5 Buche, 12 Eiche, 8 Radel. Knüppel Rm.: 287 Buche. 43 Eiche. 8 Radel, Zopfreiser Rm: 1179 ZK- Ssch« - 2.54 Fm (Wagnerholz). Leseholz flächen weise. Händler sind nicht zuge- lassen. Auswärtige Steigerer müßten den Zug ab Hungen 6L7 vorm. benützen. 1543D Forst wartet Lehnheim: Stamme: Eichen: 1 Stück 2. Kl. = 0,88 Fstm, 2 Stück 3. Kl. = 1,41 Fstm., 11 Stück 4. Kl. = 7 Fstm, 13 Stück 5. Kl. = 5,33 Fstm, 62 Stück 6. Kl. = 16,37 Fstm, 4 Buchen 3. Kl. — 5 Fstm Dirken: 3 Stück 4. Kl. - 2,43 Fstm, 1 Stück 5. Kl. = 0,42 Fstm. Kiefern. Schnittholz in Linnes 7 (Gebrannte Tanne): 4 Stück 2. Kl. = 5 Fstm, 20 Stück 3. Kl. - 25 Fstm, 1 Stück 4. Kl. = 0,49 Fstm. Kiefern (Bauholz): 1 Stück 2. Kl. = 1,38 Fstm., 45 Stück - *"■ ~ Stück 4. Kl. = 57 Fstm, Fstm. Fichten: 15 Stück Nutzholzversteigerung. Freitag den 2 4. Februar 1922, vor- mittags von 91/» ilfcr ab, werden bei Gastwirt Hörle in Werlau versteigert: 1. Aus Fvrstvrt Streithainskopf 1 und Tim- melberg 8 der Fvrstwartei Atzenhain (Förster Scheig zu Atzenhain): Stämme: 2 Eichen 3. Kl. = 1,71 Fstnr., 8 Eichen 4. Kl. = 5,29 Fstm (Schnittholz). 2 Buchen 1. Kl. = 4,97 Fstm, 2 Buchen 2. Kl. = 2,63 Fstm (Schnittholz). Aus Forstort Oberer Haagkvpf der Fvrstwartei Rieder-Ohmen (Förster Schäfer. Rieder-Öhmen): 1 Buche LÄI = 1,99 Fstm (Schnittholz). 2. Aus den Forstorten Haag 1 und 2, Gäns- heege 1, 2, 3, Eichheege 3 imb 5, Burgwald 4, 5, 7, und 8, Beunewald 2, Ahenboden, Keilskvpf und Hohervch der Fvrstwartei Merlau und den Distrikten Linnes 3, 7, 11, Lehnheimer ßinned 1 und 2, Kammerwall» 5, 6, 9 und Erlen 1 der Lichtspielhaus ______Bahnhofstraße 34 IMOc k ..........................................—AS-i Aliceschule. Die Abschlufivrüsunaen für die Kurse des Ginterhalbjahrs finden Donnerstag, d. lO.Äebr., 3 Uhr, in der Steinitr. 10 u. Freitag, d. 17. Febr., 3 Uhr, am Brandplatz 4, statt. Die Schülerinnen» arbeiten sind Sonuenstr.Lam Freitag von 11—5 Uhr ausgestellt. Die Mitglieder deö Aliceschul-Bereins, die Angehörigen der Schülerinnen und alle Freunde der Schule find an den Prüfungen und zur Aus. stellung eingeladen. Die Kurie deS Sommers beginnen am 7. März. (1524D Der Vorstand des Aliceschul-Vereins für Zrauenbildung und Erwerb. VÄU StMlIlliltW Arme Mm in MW «in ZWm am Samstag, 18. Februar 1922,8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität. Karten zu 5 Mk. (genummert) und 3 Mk. bei Challier und den Buchhandlungen Frees, Ferber u. Rickert. Studentenkarten zu 2 Mk. Heut© letzter Tag: Falschspieler 4 Kriminalfall aus der eleganten Welt e * Akte. — Ferner: Eine platonische Ehe mil Mia May < _ ... Ab morgen: 1519c 2 Eddi® Polo und Butchy in G Oer Zirkuskönig * des größten Zirkus der Welt: Zirka« Barnom and Barley Ferner: Charly Chaplin. . 55—60 cm Durchm. l.Kl. 2,47 Fstm. Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment und Klassen prv Festmeter verschlossen mit ber Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 21. Februar d. Hs., nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei ein- zureicheu, woselbst anschliehend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemessen, lagert in verschiedenen Distrikten an fahrbaren Wegen, ungefähr 3/4 6turtben von der Bahnstation Grohen-Buseck entfernt, und wird Es gingen zu 1921 Stand der Mitglieder Ende Die Haftsumme beträgt und hat sich vermehrt um MV. wagrovach cov. Gcsiz Direktor Rechner auf Verlangen von Forstwart Wagner vorgezeigt. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Die näheren Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. Grvtzen-Buseck, den 10. Februar 1922. Bürgermeisterei Grvhen-Duseck. Gans. 1407V Hochschulring deutscher Art. WWmimWmiMÄ ötr Ml Donnerstag, 16. d. M., abends 8 Uhr, fm PostkeLer General-Versammlung wege verkauft werden: 3. KI. ------- Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Datibrhtgett soll das nachstehend verzeichnete Holz im Submifflons» Mithin Stand der Mitglieder am Ende des Jahres 134 Canbn)trtfd)aftL Consum-DereLn Burkhardsfelden e. G. m. u. H. Der Direktor: Der Rendant: Der Lagerhalter: L. Schmidt HI. H. Decker. Theodor Heuser. Bilanz Oes Conlmn-Betelns Saaüringen e. 6. m. o. g. vom 31. Dezember 1921. die Eröffnung erfolgt. Die Gemeinde behält sich die 2Iuswahl der Dieter sowie die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Nähere Bedingungen werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. Oppenrod, den 14. Februar 1922. 1554V _______Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. Holzsubmifsion. Die Gemeinde Geilshausen verkauft im Wege schriMchen Angebots nachverzeichnetes Holz: Fichtenstämme 1 Stück 1. Klaffe 3,93 Fstm. . 14 903, - 26588,94 • JC . 4288,- . 1010,37 . 5330,58 . 2836,- . 13123,99 3 4- » 5 „ 1,83 w Das Holz ist gefällt und mit der Rinde gemeffen, es kann vorher eingesehen werden, spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Es lagert fünfzehn Minuten vom Bahnhof Mainzlar entfernt an gut fahrbaren Wegen. Angebote sind verschloffen und mit der Aufschrift „Holzsubmission- versehen, bis spätestens Montag, den 20. Februar 1922, nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein- Achtung! Achtung! Kaufe immer noch zu den höchsten Preisen Gold-, Silber-, Platin-Gegenstände, Edelsteine, Uhren u. Zahngebisse Georg Koch Uhrmacher und Goldarbeiter Mühlstraße 2, Ecke Bahnhofstraße Haltestelle der Elektr. (rote Linie). Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Stadt Giehen sollen versteigert werden: 1. im Bezirk des Försters Geisel, Gießen, Abt. 68 und 70, am Montag, den 20. Februar 1922, vorm. 9V2 Uhr beginnend: 1 Am. Sichenstheit, 63,6 „ Kiefernscheit, 92,6 „ Kiefern knüppel, 140 „ Kiefernreisig, 51,6 „ Kiefern stöcke. Zusammenkunft: Licher Strafte, 3. Schneise. 2. im Bezirk des Försters Drück, Rödgen, Abt.lb, 2a, 3, 5a, 5b, am Freitag, den 24. Februar 1922, vorm. 9l/s Ufrr beginnend: 115 Rin. Eichenreisig. 16,5 „ Eichenstöcke, 49 „ Kiefern stöcke, 86 , Fichtenstöcke. Zusammenkunft: An den Ochsenwiesen. das selbsttätige Waschmittel von unerreichter Wasch'- und Bleichkraft. Macht die Wäsche frisch und duftig, wie auf dem Rasen gebleicht Wäscht muhelos, schnell und billig! DÜSSELDORF Alleinige Fabrikanten: HENKEL L CIE such der •Henko”, Henkel s Wasch- und Bleich-Soda.