Donnerstag, tf. September 1922 172. Jahrgang Nr. 2^6 Erscheint täglich, autzer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monatliche vrzugrprrise: MK.75.- und MK.5.- Trägerlohn,durch diePost Mb. 75. —, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. postscheätonto: Krailkftltt - Aufforderung der hiesigen und der aus Schwien- serenz in anderer Gestaltung und mit einem tocf)fDtr);h rin getroffenen Polizei, sich zu zer- anderen Prooranim als lur die facher gep^nte beantwortete die Menge mit einem lieber= und dann verworfene Konferenz veabsichttgt war, Pvll-,elrnannsclmsten. Einige Poll- stattfinden zu lassen wohl^mzuschatze^. Dieeng- «fi auf Das zu? Ver- lisch- Xegterung Staube -uv-sl-n. dah-mg-ftchts S-rkung angetcmmenc Militär muhte uon bei der gegenwärtigen ^Leberhihung auf türkischer «= (ft u f f c Gebrauch machen und stellte Seite angebracht setz die ErergnMe m Ana ollen S ch u B toa f H^e D ra u q. ^sonen find tot, sich bis zum Abschluß des zwei weitere erlagen ihren Verletzungen, zwei und bis zur Festigung der uiilltarischen Lage schwer verletzt. Von der Polizei wurden Ä* W wL und ,-chs -eicht »erle6t. GietzenerAi......iger General-Anzeiger für Oberhessen ümtf mrd Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Schnfllettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Die Gemeinde- und KreiSrntrwahlen in Thüringen. Weimar. 13. Sept. (WTD.) Die Gemeinde- und Kreisratswahlen in Thüringen brachten als Hauptergebnis einen Ruck nach rechts. Andererseits vermehrten sich aber auch die kommunistischen Stimmen. Bei den Stadtratswahlen tritt dies zunächst dadurch in die Erscheinung, daß in verschiedene Stadtparlamente zum ersten Mal die Kommunisten einziehen, Immerhin gibt es auch eine Anzahl Stadtparlamente, die sozialistische Mehrheiten erhalten, so besonders in Oft» thüringen. Die Kreisräte, für die zum ersten Mal gewählt wurde, haben in der Hauptsache bürgerliche Mehrheiten, 5 Kreisräte werden sozialistische Mehrheiten haben, nämlich Saalfeld, Arnstadt. Altenburg, Rudolstadt und Sonneberg. Zahlenmäßig haben die Rechtsparteien bei den genannten Wahlen rund 200 000 Stimmen mehr als die Linksparteien aufgebracht. Der Parteitag der vereinigten Sozialisten. „Vorwärts" und „Freiheit" geben bekannt, daß der gemeinsame Parteitag am 24. September in Nürnberg stattfinden wird. Die Einberufung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Parteitage von Augsburg und Gera. Die zweite nordische Messe. Kiel, 13. Sept. (WTD.) Unter sehr zahlreicher Beteiligung ist heute vormittag im Kol- legtensaale des Kieler Rathauses die zweite nordische Messe mit Ansprachen des Präsidenten der Handels kammer, des Oberbürgermeisters und anderer Persönlichkeiten eröffnet worden. Das 36 Fachgruppen umfassende, weit über 40 000 Quadratmeter große Mehgelände ist von den Ausstellern aus ganz Deutschland sowie dem Auslande voll in Anspruch genommen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 14. Sept. 1922. Das Stadttheater im Winter 1922, Für die kommende Winter-Spielzeit des Stadttheaters gibt sich allenthalben lebhaftes Interesse kund, das durch die künstlerisch erfolgreichen Gastspiele dieses Sommers neue Nahrung erhalten hat. Es dürften daher jetzt, da die Abonnements ausgeschrieben werden svergl. Gießener Anzeiger von gestern), einige Hinweise auf den Spielplan von Wert sein. Eröffnet wird die Spielzeit am Freitag, 6. Oktober, mit L Fuldas jüngstem Lustspiel „Des Esels Schatte n", das seinen Stoff Wielands Abderi- ten entnommen hat und in reichbewegter lustiger Handlung fast dem gesamten Personal'Gelegenheit zur Betätigung bietet. Bon modernen Autoren sind weiter in Aussicht genommen: „Die T röst erin" von Bruno Frank, „Die Troe - rinnen" von Werfel, „Kain" von Wildgans, „Vater und Sohn" von v. d. Goltz, „Till Lausebumbs" von Walter v. Molo, „Die Fahnenweihe" von Rüderer, „K 5 n i g R i - cola“ von Wedekind, „Improvisationen im Juni" von Mohr. An Klassikern werden zunächst etnftuöiert Schillers „Wallenstein- trilvgie", Grillparzers „Meeres und der Liebe Wellen", Kleists „Zerbrochener Krug", Hebbels „Ghges und sein Ring" Moliöres „Eingebildeter Kranker": stir später wird Grabbes grandioses Drama „D o n Juan und Faust" vorbereitet. Auf dem Gebiet der Operette ist Künneckes neuestes Werk ^„Derliebte Leut'", dessen Text nach dem ^reizenden Lustspiel „Komtesse Guckerl" gearbeitet *ift, erworben worden, um als erste NeuAit dieser , Art noch im Oktober auf dem Spielplan — ' auch des Abonnements — zu erscheinen. Der Wechsel im Personal ist — wie ja auch von einem konsolodierten Institut wie unserem Stadttheater erwartet werden darf — kein allzu Baalsfempel Roman von Margarete v. Oerhen- F ü n f g e l d. 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Man hat Lilh fortgeschickt. Man überwacht sie. Man verbietet ihr, mir zu schreiben. Ich wlll Klarheit I Klarheit I" Riedinger wand sich verzweifelt, er kämpfte mit einem bitterschweven Entschluß. „Bist du deiner Sache so gewiß?" „Ganz gewiß." „Und du bist — von — von Lilhs Charakterfestigkeit überzeugt?" „Festigkeit? . . . Ich bin von ihrer Lauterkeit überzeugt I" Riedinger wandte sich ab. Da legte Heinz hart die Hand auf seinen Arm. „Sag' mal — verschweigst du mir etwas?" Riedingers Gedanken jagten sich wild. In seiner Hand trug er alle Möglichkeiten. „Heinz, laß dir raten! Den Geheimrat wirst du nicht aufsuchen — da wirst die Zähne zu- sammenbeihen und . . . schweigen!" Heinz lachte ihm gerade ins Gesicht. „Da kennst du den Heinz Güldewin schlecht. Mein Lieber! Ausgeträumt! Jetzt kommt das Leben! Ich gehe — und zwar sofort — zu dieser Stunde —" Er riß den Hut vom Tisch, die Handschuhe. Seine Hände zitterten in größter Aufregung. Riedinger vertrat ihm den Weg. „Run mal, wenn du um deiner selbst willen nicht hören willst! So um — Liltz! Bewahre dir doch ihr Bild, wie deine Phantasie es gedichtet! Erspar' es dir, ein Weinewdes. zitterndes Mädel vor dir zu sehen, vorn Papa gescholten, zu feige, aus dem Spiele Ernst zu machen . . „Es war kein Spiel." „Ach, Heinz . . ." Der fuhr jäh herum „Du weißt etwas! Run sollst du reden! Du weißt etwas von Lily!" Riedinger war blaß geworden. „Rur daß sie ein unvorsichtiges Kind ist wie die andern alle — nicht schlecht — und sehnsüchtig nach allem Reuen — Er griff in die Rocktasche, stieß ihm fast ein Blatt in die Hand, einen schmalen, grauen Umschlag. Heinz packte es. Las. Seine Augen wurden groß. Er schleuderte es zu Boden. „Lüge!" schrie er heiser. Riedinger stemmte die Knöchel auf den Tisch, das gab einen halten Klang. „Ja, ich log, als ich dir damals sagte, ich kenne sie nicht! Dort in jenem verwünschten Park — da habe ich sie ein einziges Mal gesprochen! großer. Für das Fach des Heldenvaters ist Herr Paul Schubert, der früher schon einmal unserem Personal angehört hatte, gewonnen worden. Er hat sich bei den Gastspielen in „Iphigenie" und „Heimat" bereits wieder das Vertrauen des Publikums erworben. In den Herren Hans Frommann vom Staüttheater in Hanau und Martin Jakob vom Stadttheater Saarbrücken sind für die Fächer der jugendlichen Helden und jugendlichen Bonvivants hoffnungsvolle Talente verpflichtet worden, über deren Qualifikation für unsere Bühne sich Direktor Steingoetter persönlich unterrichtet hat. Von Damen ist die neue Soubrette Fräulein Lu Wander vom Stadttheatei Münster i. W. zu erwähnen, die über günstige Mittel für ihr Fach, vor allem über eine wohl ausgebildete, sehr sympathische frische Stimme verfügt. Von Interesse dürfte noch sein, dah die Direktion in dem Bestreben, den Spielplan möglichst abwechstungsreich zu gestalten, verschiedene Gastspiele vorgesehen hat, so mit Frau Orczy, die von Bad-Nauheim ans Kleine Theater in Chemnitz geht, und Herrn L a m b e r t i n. Letzterer der für Die nächste Zeit in die Schweiz zieht, wird unter Umständen von Mitte Februar ab ganz in den Verband unserer Bühne eintreten. Die Bestrebungen unserer Bühnenleitung, im Verein mit ihrer bewährten Künstlerschar Gediegenes und Anregendes zu bringen, werden sicherlich bei dem Gießener Publikum den entsprechenden Widerhall finden, zunächst in starker Beteiligung am Abonnement und später in allgemeinem regen Besuch der Vorstellungen. Dann wird es auch in dieser schweren Zeit, in der so viele Bühnen einen verzweifelten Kampf um ihre Existenz führen müssen, dem Gießener Stadttheater gelingen, in Ehren zu bestehen. Erhöhung der Schorufteinsegergebühren. Infolge der weiter fortschreitenden Teuerung und der damit verbundenen erneuten Erhöhung der Gefellenlöhne im Schornsteinfegergewerbe ist eine weitere Erhöhung derTeuerungszuschlägezu den Fegegebühren der Schornsteinfeger erforderlich geworden. Das Ministerium des Innern hat daher mit Wirkung vom 28. August die T e u e - rungszuschläge zu den Grundgebühren wie folgt neu festgesetzt: für die Kehrbezirle der Städte Darmstadt, Mainz, Offenbach und Gießen auf 820 v. H., für die übrigen Kehrbezirke des Landes auf 920 v. H. • ** Dien st Prämien zur Bewältigung des Herb st Verkehrs der Reichsbahn. Zur Bewältigung der gewaltig wachsenden Anforderungen an den Güterverkehr der Reichsbahn im Herbst hat der Reichsverkehrsminister eine besondere Dienst- Prämie für das Personal des Außendienstes, insbesondere des Zugdienstes, eingeführt. Zur Erzielung besonderer Mehrleistungen können die Aufwandsentschädigungen des Zugpersonals verdreifacht, die Rangierprämien versechsfacht werden. Dem übrigen Personal des Betriebs-, Betriebsmaschinen- und Verkehrsdienstes kann eine Lagesvergütung von 30 bis 40 Mark gewährt werden, ähnlich den Arbeitern der Betriebs- und Verkehrsstellen. Zur Erzielung ganz außerordentlicher Mehrleistungen an Tagen mit äußerst angespannter Betriebs- und Verkehrslage können die Sätze verdoppelt werden. Die Maßnahmen sollen aber zeitlich und örtlich auf das unbedingt Erfvr- derliche beschränkt bleiben. Die Notwendigkeit Gesehen kaum! Da hab ich sie ein bißchen aas» gescholten und . . . nach Hause geschickt! Das ist alles! Ihr Verbrechen ist das eines Schmetterlings, der von einer Blume zur andern fliegt iln£> du — du wolltest den Schmetterling festhalten l Das war dein Fehler, Heinz! Verdamme sie nicht, aber — laß sie fliegen . . ." Heinz wollte reden. Gr rang nach Worten. Sein Gesicht war grau wie Asche. Verschwommen, beinahe geistlos schlaff. Riedinger starrte zu Boden. Da lachte er laut — konnte sich gar nicht mehr beruhigen — als hätte er soeben den besten Witz gehört — lachte und lackte — iln& als er am Ende seiner Lachsalve angelangt war, hiell er Riedinger ohne weiteres ben uleverzieher hin. Riedinger schlüpfte in die Aermel. „ . »Du — du wirst keine Dummheiten machen Heinz!" „Dummheiten!" Heinz lachte von neuem laut auf. „Hier vergiß dein duftiges Brieschen nicht —" » Er stieß es mit dem Fuß fort Riedinger nahm ihm heute nichts Übel. Er hob ven Umschlag auf und riß ihn in kleine Stücke. • Straße angekommen, atmete er tief in den Sturm hinein. Was, der Prachtkerl sollte von den Hufen der eiligen Mrde zerstampft werden, die ein leichtherziges Mädel weit fort ins lachende Leben trugen ? Er wischte sich den Schweiß von der Stirn Ihm war nicht wohl zumute. ^be es gut gemeint,“ dachte er, während er die Straßen durchwanderte ohne eigentlich zu wissen wohin. Der Sturm hatte sie blankgefegt mit seinem großen Besen. Ja, so nimmt man feinen großen Besen und schasst Ordnung! Staub und welkes Blatt und ~ alles fort — und mit dem Häßlichen und Schädlichen auch jeglichen Schimmer und den zarten Hauck der Blütensamen, die der Wind unter die Baume streut. Der Direktor sah in seiner Loge, halb verdeckt durch den roten Sammetvorhang, der lautlos an vergoldeten Ringen über die blitzende Messingstange glitt. Sein nervöses, blasses Gesicht blickte noch unbeteiligter als sonst über die Köpfe der Orchestermitglieder hinweg: die gleich» gültige Miene, die scheinbar hoch über den Sangen stand, hatte er einst von Amerika mit herübergebracht. Trotzdem galt es heute, eine Llnruhe, eine Sorge zu verbergen. Die Claßen verabschiedete sich vom Publikum in ihrer Lieblingsrolle als Carmen. Die Claßen, mit der Zigarette zwischen den blitzenden Zähnen, das eigentümliche Lächeln auf den Lippen, der Rhythmus ihres durch keinen muß von Tag zu Tag von neuem geprüft werden. ** Ausdehnung der Entfernungs- grenze für Schülerrückfahrkarten. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. teilt uns mit: Mit sofortiger Gültigkeit wird die Ent- fernungsgrenze für Schülerfahirrten von 100 km allgemein auf 150 km ausgedehnt. *4' Sie alten Knöpfe und Abzeichen bleiben! Die Hoheitszeichen der früheren Stoatsform an der Dienstkleidung der Beamten der Reichspost bleiben. Man hatte beim Reichspost Ministerium beantragt, die alten Knöpfe und Abzeichen durch neue Abzeichen zu ersehen. Dies würde .Mein im Bezirk der Oberpostdirektion Düsseldorf 450 000 Mk., für das ganze Reichs- postgebiet mehrere Millionen Mark kosten, die zu tragen den Beamten nicht zugemutet werden kann. Ebensowenig kann das Reich bei seiner ungünstigen Wirtschaftslage diese Summe auf die Reichskasse übernehmen. Der Reichspostminister erflärt deshalb in einem Bescheid, dem Antrag nicht entsprechen zu können. Wettervoraussage für Freitag: Fortdauer des kühlen, regnerischen Wetters bei starken westlichen Winden. Die ozeanische Depression ist östlich borge» brangen und zeigt Minima über dem Kanal und dem Skagerrak. Die Witterung wird weiterhin von dieser Depression beherrscht. icn. — Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater, 7 Llhr: Marcell-Salzer-Abend. - Iohannessaal, 8 Uhr: Mitgliederversammlung von „Haus und Schule". — Astoria-Lichtspiele, ab heute: „Der Kindesraub im Zirkus Buffalo". 2. Teil und „Anna Dolain filmt in Bumsdorf". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Madame Du- barry". — Eine zithermusikalifche Veranstaltung bietet am Sonntag nachmittag bvr Gernhartsche Zither- und Mandoline n ch o r. Er wird hierbei unterstützt von Frl. G u st e l Pfaff, die mit Zitherbegleitung Löns- lieder sowie Lieder von Pfihner u. a. singt, so daß neben dem Zitherorchestervorträgen für Abwechslung bestens gesorgt ist. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen. Landkreis Gießen. nc. Bellersheim, 12. Sept. Zu einer erhebenden Feier gestattete sich die am Sonntag stattgefundene Einweihung des Denkmals für die Gefallenen unserer Gemeinde. Unter den Klängen eines Trauermarsches bewegte sich der Zug nach der Kirche, vor der das Denkmal seine Aufstellung gefunden hat. Die Vorderseite trägt die Widmung, die beiden Seitenplatten die Namen der Gefallenen. Die Bekrönung zeigt eine trauernde Frauengestalt mit einem Knaben: sie soll das alte Deutschland, das trauernd auf vergangene Tage und auf feine im Kriege Gefallenen blickt, und das junge Deutschland das trotzdem hosfnunasfreudig der Zukunft entgegensieht, darstellen. Bürgermeister Müller gedachte in herzlichen Worten der Gefallenen. Nach Vorträgen des Gesangvereins und der 1. Schulklasse dankte Lehrer S p r e n » g e l allen, die am Zustandekommen bed Denkmals mitgeholfen haben, und übergab es der Kirchengemeinde. Darauf erfolgte unter Glocken- geläute die Verlesung der Namen der Gefallenen. Eine Salve grüßte die in weiter Ferne ruhenden Helden. Nach Niederlegung der Kränze setzte sich die weitere Feier in der Kirche fort Dekan Engel hielt hier eine zu Herzen gehende Gedächtnisrede, die alle ermahnte,- nach dem Vorbilde der Gefallenen auch Treue zu halten bis in den Tod. Kreis Schotten. X S ch o t t e n , 12. Sept. Infolge der Witterungsverhältnisse war die Ernte an Walderdbeeren in diesem Jahre nicht ergiebig, von Himbeeren, Ist es auch mit mancherlei Beschwerlichkeiten verbunden, so lohnt es sich doch der Mühe. Nicht nur die einheimischen Haushaltungen konnten sich heuer in reichem Maße mit dieser köstlichen Deere verseh«i, sondern schätzungsweise wurden von hiesigen Aufkäufern über 500 Zentner den Konservenfabriken zugeführt. Da für das Pfund durchschnittlich 12 bis 14 Mk. bezahlt wurden, konnten nicht wenige Sammler einen ^Lageserlös von über 100 Mk. erzielen Die Konservenfabriken scheinen sich mit Himbeeren sehr gut eingedeckt zu haben, denn Aeußerst reichen Ertrag lieferte das Sammeln die Aufkäufer zahlen für Brombeeren nur etwa 6 Mk. für das Pfund. Auch diese Früchte sind reichlich vorhanden, brauchen jedoch mehr Wärme. Uebrigens findet auch das Sammeln eßbarer Pilze in unserer Gegend immer mehr Anklang. Die feuchte Witterung ist dem Wachstum dieser Pflanzen äußerst günftig, und fc findet man denn in diesem Jahre die verschiedensten eßbaren Pilze in großen^Mengen vor. Nicht mir die Sommerfrischler kehren mit reicher Beute beladen nach Hause zurück, sondern auch die Einheimischen finden immer mehr Geschmack an diesem Nahrungsmittel. Kreis Friedberg. fpd. Bad-Nauheim, 13. Sept. Bef einem Konzert für die Mittelstands- hilfe übergab ein Herr den Veranstaltern eine hoheGeldsumme. Als man ihn nach seinem Namen fragte, erwiderte er: „Namen spielen bei einer Stiftung zu wohltätigen Zwecken keine Rolle!" Starkenburg und Rheinhessen. rm. Worms, 13. Sept. Wie die „Wormser Dolksztg." mitteilt, hat der Abg. Pfarrer Ä o- 'teH gegen die Schriftleitung d« „Hess. Landeszeitung“ Beleidigungsklage erhoben, da er mit einer Anzeige der Rheinischenrepublikanischen Volkspartei (die, wie festgestellt wurde, durch ein Versehen im „Mainzer Anzeiger" erschienen ist) in unliebsame Verbindung gebracht wurde. Hessen-Nassau. spd Frankfurt a. M„ 13. Sept. Das Polizeipräsidium ordnete an, daß in sämtlichen Geschäften, die Lebensrnittel führen, ein Preisverzeichnis aushängen muß. Die Preisankündigung darf nicht überschritten werden. Die Abgabe von Waren darf, falls sie vorhanden sind, nicht verweigert und darf auch nicht von der Abnahme anderer Waren abhängig gemacht werden. — Ein hiesiges Bankhaus übermittelte der Zentrale für private Fürsorge für in N o t geratene geistige Arbeiten eine Spende von 100 000 Mk. — In letzter Zeit haben die Diebstähle von Fahrrädern eine erhebliche Zunahme erfahren. Hierbei konnte in Vielen Fällen sestgestelli werden, daß die Diebstähle von Jugendlichen verübt wurden, und daß die Eltern dabei Vorschub leisteten. tob. Wiesbaden, 13. Sept. Nachdem auf erneute mündliche und schriftliche Vorstellungen der Lichtspieltheaterbesiher gegen Sic hohen Lustbarkeitssteuersähe der Magistrat auf seinem ablehnenden Standpunkt bccharrte, beschlossen die Kinobesiher, ihre Unter« nehmen am 15. September einheitlich z u schließen. Die Lokale sollen nicht eher wieder eröffnet werden, als bis der Mag ist rat Garantien gegeben hat, daß die ßuftbarfeitäfteuer in einer den Lichtspieltheaterbesihen erträglichen Weise geregelt würde. Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. Verhandlung vom 12. September. Die Gießener Sattler - Handwerksbetriebe sollen vom 4. September an entsprechend der Forderung des Sattlerverban- —o™ ■! WIM ■ 11 tSrUMI IJBI >- « Schnürpanzer eingeengten Körpers — Formen, toie sie sich aus der bunten Menge schälte und loslöste und den Kopf wie beschwert von Liebessehnsucht in den Nacken legte Der Herr Direktor würde das sehr lange nicht mehr sehen. Vielleicht überhaupt nie mehr. Sein Profil zeichnete sich mit grausamer Schärfe ab von dem maulwurfsgrauen Hintergrund der Loge. Ein seltsamer Gedanke bemächtigte sich seiner, wie da die Arbeiterinnen der Zigarettenfabrik über die Bühne wandelten, lachten, scherzten. Auch er war Herr einer großen Fabrik, ilnb die da alle unter ihm arbeiteten, ihre Kraft in den Dienst feiner Sache stellten — was waren die anders als jene? Kunstfabrik . . . Nein, der Gedanke war häßlich. Direktor Steinmann hatte sich noch Ideale bewahrt. Nur daß feine Ideale in einem einzelnen Menschen ihre Verkörperung nicht fanden, sondern in dem abstrakten Wesen einer allgemeinen, über den Welten thronenden Kunst sich bereinigten. Ganz ungeachtet dieser Anschauung, war er nebenbei noch ein Geldmann, falt und nüchtern, berechnend. Die treibenden Kräfte aber der großen, ewig rotierenden Maschine, diese Menschen und Menschlein, Sänger und Sängerinnen, diese Kommö- bianten im großen wie im kleinsten Sinn — die waren nur Material in seiner Hand. Ein Stäubchen, und das tausendfache Räderwerk der Maschine verwirrte sich, der Betrieb wurde gestört, das große Rad stand still. Zwischen ihm und feinen Werkzeugen war alles Persönliche ausgefchaltet. ilnb darum durfte er die Claßen nicht ansehen mit den Augen des Mannes. Unter seinen näheren Kollegen galt er dieser an Askese grenzenden Selbstbeherrschung roegen als Musterdirektor. Man konnte ihm nichts am Zeuge flicken. Diele hätten ihn gern gestürzt, denn er erregte den Neid anderer und war wohl geachtet, aber nicht beliebt Aber wo sie auch die Sonde anlegten — sie prallle ab an der kühlen, glatten Unnahbarkeit dieses Diplomatenbirektors. „Aergert dich dein rechtes Auge, so reiß es aus und wirs es von dir!" Er hätte sich auch die Hände dazu abgehackt, wenn sie je feinem Willen nicht gehorcht, wenn es sie gelüstet hätte, das seidenweiche Kll des Panthers zu liebkosen, der da draußen auf der Bühne seine Glieder streckte und reckte. Das ging ja alles vorüber. Herr Direktor Steinmann glaubte nicht an die Liebe, nur an bi» Leidenschaft, ilnb der konnte man den Kopf zertreten. — Tas Publikum teilte fein Interesfe zwischen der Claßen und dem jungen Tenor, den man nach feiner Krankheit zum ersten Male wieder sah. Steinmann wurde nervös, I Verteufelt! Güldewin benahm sich ja ganz unsachlich zerstreut und wie geistesabwefend. Der Direktor bemerkte, wie Carmen dem Sanger ein paar Worte juraunte, die gerade ferne Schmeichelei bedeuten mochten. Manche Stellen fang er dann ganz wundervoll, es Dar wie ein Weinen in seiner Stimme, bis das furchtbare Vorsichniederstieren wieder allem ein Ende machte. Rach Schluß des ersten Aktes begab sich der Direktor auf die Bühne. Er nahm den Regisseur beiseite. „Was ist mit Güldewin?" Der zuckte die Achseln. Der Inspizient beflagte sich in breitem, rheinischem Dialekt über Hen Künstler, der kein einziges Mal zur rechten Zeit zur ©teile war. Ter Kapellmeister wütete auf der Bühne herum, während die Theaterarbeiter Kulissen schoben, Versatzstücke schleppten, abgestumpft gegen jegliche Art von Komödie. „Bitte, nur keine Aufregung," sagte der Direktor in seiner leisen, trockenen Art. „Ich werde einen Anschlag machen lassen. Herr Güldewin unpäßlich geworden — ersuche das verehrliche Publikum um Nachsicht. — Sturm! Wo ist Sturm?" Der Bureauches war zur Stelle, aalglatt, wie immer. „Hören Sie mal — machen Sie mal sofort einen Anschlag." Im Publikum blieben während der Pause nur wenige vor dem Plakat stehen, an dem die Tinte noch feucht war. Ein paar Backfische, Arm in Arm — ein Herr mit einer Glatze, der sich während des Spiels unausgesetzt Notizen gemacht hatte. Der zweite Akt begann unter dem Zeichen einer allgemeinen Nervosität. Aber Heinz Güldewin hatte sich aufgerafft, und ein Aufatmen ging durch die ^Reihen. Sein Erscheinen im vierten Akt jedoch mit dem verwilderten Bart und dem zerrissenen Gewand wirkte eigentümlich beklemmend auf die meisten. Der Direktor beugte sich über die Brüstung seiner Loge, jeden Nerv in dem hageren Gesicht angespannt. Seltsam — das Spiel des Sängers war von einer so unheimlichen Natürlichkeit. Es mußte ja eine Täuschung fein, aber ihm war, als fei die Carmen erblaßt unter ihrer Schminke. Ein Murmeln im Zufchauerraum. Dann eine atemlose Stille. Man hörte das Flattern eines Theaterzettels, der sich vom ersten Range herab- senkte ins Parkett, gleich einer müden, weihen Taube. (Fortsetzung folgt.) 14. 9. Schweizer Franken Marknottenmge». Sh. 97.80 23.80 r Fr. 125.40 EKZÖE» CT Ohnl Obftversteigerung Das Obst (Aepfel, Dirnen, Zwetsc W II U B in den fiskalischen Gärten beiAlten-Di Zweischen) MÄRKE 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 12.9. — ,34 -.17 — ,34 - ,24 12.9. 77.50 141,- 480,- 87,- 616.- 488,- 315,- 310,- 590,- 420,- 340,- 325,- 1,93 5053,65 60,92 544,30 948,80 719,10 194,75 1,97 5066,35 61,08 545,70 951,20 720,90 195,25 2,02 0,29 — ,06 0,90 13. S. -.33 - ,16 -.32 -.25 4885,— 1,90 0,28 0,06 0.85 2050 - ! 1150 - 2050 - 2050 - 5000.- 975 - 880,- 2950 - 1589,- 1175,- 750,- 950,- 1000,- 525,- . 450,- 79,- Latnm: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . 2,03 5293,35 62,92 571,77 998,95 769,- 212,23 2,07 5306,64 63,08 573,22 1001,25 771,- 212,77 (Opernabend) Verstärktes Orchester. 13.9. 77,50 237,- 501,- 85,25 600,- 465,- 310,- 305,- 585,- 418,— 330,- 314,- Lackierer- Arbeiten für Möbel laufend au vergeben. Scbr. Angebote unt. 08764 an den Gtetz. Anz. Schuhputz Nigrin gibt auch bei Regen beständigen Hochglanz. Passagierdampfer: Doppelschraubendampfer „Moeigolia“ . Dreischraubendampfer „IWinnekahda” . Doppelschraubendampfer „Manchuria“ Doppelschraubendampfer „St. Pau!“ . . . Doppelschraubendampfer „Mongolia“ . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . Doppelschraubendampfer „Manchuria“ Frachtdampfere DaS Privat-Dotgeld. wd. Cleve. 13. Sept. Private Gut- scheine für das fehlende Reichspapiergeld werden jetzt auch hier bei Lohnzahlungen ausgegeben. Solche Gutscheine einer der größten deutschen Schuhfabriken haben folgenden Wortlaut: „Der ZahlungS- mittelknappheit wegen bittet die Firma Gustav Hoffmann, eochuhfcförik Cleve, diesen Gutschein über 1000 Mark (Eintausend Mark) an Zahlungsstatt anzunehmen. Der Betrag von 1000 Mark wird ohne Zinsenvergütung ausbezahlt, sobald die Reichsbank wieder Zahlungsmittel ausgibt. Cleve, den 11. September 1922.“ * Essen, 13. Sept. Der Reichsminister der Finanzen hat dem Direktorium der Friedr. Krupp A.G. die Erlaubnis zur Ausgabe von Notgeldscheinen b'.s zum Höchstbetrage von 4 0 0 Millionen Mark erteilt. Die Scheine dürfen den Bettag von 500 Mark nicht überschreiten. Die Laufzeit der Scheine ist auf höchstens zwei Monate festgesetzt worden. Landwirtschaft. ed. G i ch e l s d v r f, 12. Sept. Bei der letzten Pferchversteigerung wurden für eine Nacht Pferch 1 000 M k. gelöst, das ist das 250fache des Dvrkriegspreises. Datum: S°/gDtsch.Kriegsanl. 4°/oDtsch. Neichsanl. 3°/, Disch- Reichsanl. 4e/0 Preust. Konsuls Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Ereditbank. Nationalbank f. D.. 2050,- 1140,- 2000,- 2100,- 4960,- 963,- 830,- 2950,- 1120,- 1130,- 750,- 1004,- . 1002,- 550,- - 457,- 75,- 1125,- RegelmäBige Passagier- und Frachtdampfer Hamburg - Hewyork 499,» 88,40 601,- 470 - 320,- 318,- 600,- 429,- 350,- 320,- 2095,- 1120,- 2000, - 2175,- 4925,- 951,- 845,- 2725,- 1110, - 1125,- 730,- 990,- 1002,« . 560.- 449, - Züricher Devisenmarkt. 13. 9. 12.9. 77,50 238,- in den fiskalischen ©arten bei Allen-Dufeck wird Montag, den 18. I. Mts., vormittags 97, Ahr, an Ort und Stelle versteigert. , 8463u Gießen, 11. September 1922. Hesfifche Oberförsterei Giehen. 13.9. 77,50 236,- 500,- 87,— 570,- 455,- 310,- 306,- 600,- 416,- 344,- 312- cJACoBI kmr-kMMK raaß&jfl oßara morn? S~wn KreuzplafzS g-1—”*■ Drucksachen aller Art liefert rat jeder gewünscht«! Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl'iche Univ.-Druckerei, R. Unge. Frankfurt a. M.. 14. September 1922. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluh- Schluß- Schluh- Schluß- Kurs Äur8 Kurs Kurs . 16. September . 23. 30. • . 7. Oktober . 21. . 28. .11. November Doch, ©uhstahlwerke ~.~ Dud.«Eisenw.-Akt.. N85,- D.-Luxemb. Bergw.. 2030, - Gelsenkirch. Bergw.. 2175,- Harpener Bergbau. 4910, - Oberschl. Eisenb.-B. 960,— Oberschles. Eisenind. 950,- Phönir-Bergb.-Akt. 2725, - Dad.Anilin-u. Soda 1585,- Höchster Farbwerke. 1160,- Allg. Glektt.-Ges. . . 745,- Felten L Guilleaume 1000,- Schuckert-Wette. . . 1035,— Adlerwerke 539,- Daimler 450,— 4°7 Hess. Staatsanl. 76,- Electron Griesheim 1150,— 1180,0 1100, Dtsche. Bereinsbank 220.- 220,- -• Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Hamburg - Baltimore Hamburg - Boston Hamburg - Philadelphia usw. Auskunft erteilen: American Line, Hamburg, Börsenbrücke 2 Vertreter: Wilh. Jutlmann, Gießen, Bahnhofstr. 65. 7361A -- yehördlicheAnzeigen MMW m Vnmirlieiken. Zum Reubau eines Zweifamilien- Wohnhauses für die Stadt Grünberg werden die Grd-, Maurer-, _3onmcr*’- Dachdecker-, Spengler-, Glaser, Schreiner-, Schloster», Weihbinder- und Installanons- rbeiten, sowie die Gisenlieferung zum öfientlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Zeichnungen und Verttagsbedingungen liegen vom 15. September 1922 ab auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei in Grünberg sowie bei der Kreisbauverwaltung in Giehen, Zimmer Rr. 18, zur Einsicht offen. Angebote, zu denen die ttn- terlaaen gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst erhältlich sind (auch gegen Rach- nahme), find mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei, spätestens bis zum 23. September 1922, vormittags 10 Uhr, bei der Bürgermeisterei in Grünberg einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt daselbst zum gleichen Sennin in Gegen- wart erschienener Bewerber. Zuschlogsfrist 8 Tage. 8466B Wen den 12. September 1922. Kreisbauverwaltung Giehen. Lellarius, Regierungsbaurat. Autogarage für 3Vs'Tonnen-Lastwagen zu mieten gesucht.' Schriftl. Angeb. mit äußerster Preisang.unt.8450D an denGieß.Anz. Gerali^rtitoerlither- «nü Mandolinencnori Sonntag, 17. Sept., nachmittags 4‘/3 Uhr, in der Turnhalle: KONZERT unter Mitwirkung von Fräulein GUSTEL PFAFF. Lieder zur Zither, Lönslieder u. a. Abends: Tanzkränzchen. •«» Kassen Öffnung 4 Uhr. Anfang 4Va Uhr, »er Vorstand. Sandel. Berlin, 13. Sept. (Wolff.) Börsen- stimmungsbild. Die Forderung derGold- depvts durch Belgien hatte eine nicht unerhebliche Steigerung der Devisenkurse zur Folge. Das Geschäft blieb aber ruhig. An der Effektenbörse waren Balutapapiere, insbesondere ausländische Renten, der Steigerung der ausländischen Zahlungsmittel entsprechend, höher bewertet. Oesterreichische Staatsbahnaktien waren sogar 600 Prozent höher. Für Zndustrieaktien bestand keine Unternehmungslust, da die politische Verstimmung und die noch fühlbarer sich geltend machende Geldknappheit lähmend wirkten. Die Kursbewegung war.uneinheitlich bei vorwiegend mäßigen Abschwächungen. Einzelne Montanpapiere waren jedoch, angeblich für ausländische Rechnung, zu erhöhten Kursen aus dem Markt genommen. So gewannen Harpener 125, Hösch 150, Phönix im Verlaufe des Verkehrs 300 Prozent. Sonst nahm das Geschäft einen recht trägen Verlauf bei nur geringfügigen Kursveränderungen. Die Neigung zur Abwärtsbewegung war vorherrschend. Banken konnten ihren Kursstand meist nicht behaupten. Bemerkenswert abgeschwächt waren Darmstädter Bank um 12, Discvntogesellschast um 13, Leipziger Kreditanstalt um' 8, Dank elekttischer Werte um 42 Prozent. Von Schifffahrtsaktien büßten Argo 325, Hansa 22 Prozent ein. Heimische Anleihen konnten sich im allgemeinen behaupten. Die 3proz. Deutsche Reichsanleihe gab 10 Prozent, 3proz. Preußische Konsols 3V2 Prozent nach. Frankfurt a. OB., 13. Sept. Börsen- stimmungsbild. Ausländische Zahlungsmittel unterlagen starken Schwankungen. Der Dollar wurde anfänglich 1600—1680, später 1550 bis 1600 gehandelt. Balutapapiere lagen im allgemeinen fest. Die Effektenbörse zeigte heute eine schwächere Tendenz bei recht stillem Geschäft. Am Montanaktienmarkte machte die schwache Haltung weitere Fortschritte: die Kurserholungen waren rocht bescheiden. Verhältnismäßig gut gehalten waren chemische Aktien Elektrizitätsaktien schwächten sich vorwiegend ab. 3m freien Verkehr toar das Geschäft ruhig. Die Börse stand unter dem Eindruck der Forderungen Belgiens: infolgedessen vollzog sich der Verkehr recht schleppend. Lim 1 ilfjr wurde der Dollar 1600 genannt. Berliner Devisenmarkt. Gero Dries Geld Brief (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Der englisch-französische Notenaustausch in der Orientfrage. Paris, 13. Sept. (WTB.) Havas meldet, daß die Mitteilung der englischen Negierung, die gestern nachmittag von London angekündigt wurde, durch den englischen Botschafter in Paris heute übergeben wurde. Die englische Negierung erklärt in dieser Note besonders, daß sie auf die Mitwirkung der Alliierten rechne, um die Verteidigung Konstantinopels und der Halbinsel Gallipoli sicher zu stellen. Bezüglich der Lösung der militärischen Lage schlage die englische Negierung vor, diese Aufgabe den alliierten Kommissären zu unterbreiten. Ohne den Entscheidungen, die noch getrosten werden und den Ausführungsbestimmungen, welche in Erwägung gezogen würden, fcoraugreifen, sei es jedoch schon sicher, daß die französische Negierung ebenso sehr den Grundsätzen der Freiheit der Meerengen gewogen bleiben werde wie die englische Negierung. Besetzung Drussas durch die Türken. Konstantinopel, 13. Sept. (WTB.) Drussa ist kürzlich das erste Mal durch türkische Kavallerie beseht worden, mußte aber wieder geräumt werden. Gestern wurde nun die Stadt endgültig durch kemalistische Truppen besetzt. Die griechischen Truppen zogen sich nach No dost o zurück. Bückertisch. — Der praktische Heizer. Ein Lehrbuch für angehende Heizer und Hilfs» sowie Nachschlagebuch für Heizer, Oberheizer und Betriebs- führer. Von Ober-Ingenieur F. W i l ck e. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — Die ost asiatischen Kulturreligionen. Don MissicnIdirektorv.Vr.J. Witte. (Wissenschaft und Bildung, Band 178.) Vertag von „Duelle & Meyer in Leipzig. — Nicht nur die eigenartigen Gottesvvrstellungen und Ku.tur- formen schildert der Verfasser, ihm kommt es vor allem darauf an, seine Leser in das Verständnis der tiefen Ideen einzuführen, die jenen Religionen zugrunde liegen. ______________ tob. Köln, 13. Sept. Einen „zeitgemäßen" Ausgang fand eine Klage vor dem hiesigen Getoerbegericht. Der Leiter eines Kölner- Betriebes verlangte von dem Inhaber desselben 250 000 Mk. Durch die ihm gemachte Aussicht auf seine Aufnahme in die Firma als T e 1l - Haber und einer Heirat feiner Tochter mit dem Sohne des Beklagten habe er sich veranlaßt gefühlt, eine Zettlang täglich drei bis vier Lieber stunden im Interesse des Betriebes zu leisten und seiner Tochter eine höhere Bildung zu verschaffen. Der Beklagte wandte u. a. ein, man könnte bekanntlich niemanden zur Liebe zwingen. Der Vorsitzende des Gerichts empfahl in dieser schwierigen Sache außergerichtliche Einigung, und diese führte dazu, daß der Kläger 20 000 Mk. und zwei neue Anzüge erhall. Datum 12. September 13. September Umftö -Notterd 58626,60 58773,40 61922,50 62077.50 ^Sffeuintto 10786,50 10813,5011485,60 11514.40 (Shriftmnia * ' 25268,35 25581,65 26541,75 26608,25 Kovenbaaen * ' 32350,50 32440,50 33957,50 34042,50 Stockholm * ' 39909,90 40100,10 42247,10 42352,90 Alfinafors'I! 3285,85 3294,15 3440,75 2479,35 ^fnlien ' 6416,95 6433,05 6766,50 6783,50 London 6716,55 6733,45 7081,10 7998,90 Network' ! 1493,13 1496,87 1589,- 1602,- maris ' 11510,5511539,3512159,7512190,25 Schweiß * 28214,65 28285,35 30087,30 30162,70 Spanien’ ' ' . 23021,15 23078,85 24469,35 24530,65 Deutsch-Öesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro Vermischtes. Etwa 50 Menschen beim Untergang der „Hammonia" umgekommen. Paris, 13. Sept. (WTD.) Nach einer Ha- vasmeldung aus Madrid veröffentlichen die Morgenblätter Telegramme aus Vigo, daß sich an Bord des deutschen Dampfers „H a m m o n i a 559 Passagiere und 180 Mann Besatzung befunden haben. Zur Zeit des Untergänge^ des Schiffes befanden sich 5 englische Dampfer in der Bähe, die sofort zur Hilfe herbeieilten und die Passagiere und Mannschaften übernahmen, mit Ausnahme derjenigen Passagiere, die in die ersten Rettungsboote gestiegen waren. Diese sind sp^E untergegangen. Man nimmt an, daß ungefähr 50 Personen ums Leben gekommen seien. B'fDtatnbe OtunbenBfrre Kahlen: den Gehllfen | ÄBer 23 Jahre 50 QKL, von 20—23 Jahren • 40 Mk.. bis 20 Jahre 32,50 Mk. und im ersten Jahre nach der Lehre 25 Mk. Der Metallarbeiterverband und die Vereinigung der Friedberger 3nftal- lationsf irmen vereinbarten als September- Ohne die Septemberkvhnsähe der Gießener Metallindustrie. t I Dem Einspruch eines Arbeiters der e f - »ischen Hutstoffindustrie" in Lauterbach gegen Kündigung konnte wegen Versäumnis der Fristen für die Anrufung des Schlichtungsausschusses nicht stattgegeben werden: ferner dem Kündigungseinspruch eines kaufmännischen Angestellten der Weberei Hch- Sch omb er t. in Weickartshain nach § 84 gesetzes deshalb nicht, weil Betrieb keinen Betriebsrat hat. Gegen die Weberei Schombert wurden 25 Mk. Strafe festgesetzt, well sie der Verhandlung unentschuldigt ferngeblieben war. Turnen, Sport und Spiel. * Das Ligaspiel des Vereins für Bewegungsspiele gegen „Iahn" - Si e- qcn endete mit dem Sieg der Gäste 4:1 (1:1). .Zur großen Enttäuschung der zahlreich erschienenen Zuschauer und entgegen den getroffenen Vereinbarungen trat „Jahn", so schreibt man uns, -nicht mit seiner derzeitigen Ligamannschaft an, sondern schickte eine Reservemannschaft, bestehend aus einigen erst von Dezember ab spielberechtigten Ligaspielern und einigen Spielern der 2 Mannschaft ins Treffen. „Jahn" unterließ es, dem V. f. D. hiervon vorher Kenntnis zu geben, trug vielmehr mit seiner Ligamannschaft am selben Tag in Hagen ein Verbands spiel aus and gab die in Gießen erschienene Mannschaft noch nach ihrer Ankunft als Ligamannschaft aus. Das Unsportliche dieser Handlungsweise, das später tyn den Siegener Herren selbst zu- gestanden wurde, sei chiermit festgestellt. Der D. f. B. hat wettere Schritte in der Angelegenheit bereits unternommen. V. f. D. war gezwungen. für mehrere seiner besten Spieler Ersah ern- juflellcn. Aus dessen Unzulänglichkeit und dem Versagen des Torwarts nach der Pause erklärt sich der Verlust des Spiels, das schon bei Halbzett für die Hiesigen hätte entschieden sein fön- nen Während der ersten 45 Minuten hat Gießen das Heft in der Hand. Einer der zahlreichen Eckbälle für D. f. B. wird endlich verwandelt. Weitere Erfolge bleiben trotz aller Ueberlegen- hett und trotz günstigster Möglichkeiten aus. Der Sturm spielte zu energielos und wachsweich. K^rz | vor Halbzeit gleicht Siegen aus. Nach der Pause ; klappt V. s. D. zusammen. Siegen spielt überlegen und erzielt bis Schluh 3 Tore, von denen mindestens zwei unbedingt hätten gehalten werden müssen." (Berid)tsfaaL Dom Derwallungsgerichtshof. rm. Darmstadt. 12. Sept. Der Verwaltungsgerichtshof verhandelte über die Klage des Ingenieurs Kreckmann in Ober- Eschbach gegen den Lehrer Wllh. Mohr daselbst wegen Körperverletzung. Der Lehrer soll den Sohn des K. wegen Nachlässigkeit mißhandelt haben, weshalb K Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erftattete. die die Anzeige zur Vorentscheidung an das Landesamt für das Bll- dungswesen weitergab. Der Verwaltungsgerichts- hof befaßte sich beute zunächst mit der formellen Frage, tote weit das LandeSamt für das Bildungs- Wesen auf Grund des § 77 des BGB. gesetzlich als vorgesetzte Behörde gelten kann, ba nach den grsctzlichen Vorschriften ein Ministerium als vorgesetzte Behörde die Frage auf Vorentscheidung beantragen kann. Zur Sache selbst wurde fest- gestellt daß anscheinend eine Körperverletzung nicht vvrliegt, weshalb der Vertteter der Anklage die Abweisung der Klage beantragte. Der Gerichtshof beschloß, zunächst die grundsätzlich e F r a g e über die Zuständigkeit des Laudesamtes für das Dildungstoesen eingehend zu prüfen und wird die Entscheidung am 23. September verkünden. Wechsel auf Holland 100 FI. Deutschland 100 Mk. Wien 100 Kr. Prag ........ 100 Kr. Pari» 100 Fr. London 1 £ Italien 100 L. Brüste! 100 Fr. Budapest 100 Kr. Neuyott. 100 $ Agram 100 Kr. Warschau 100 Kr. 8484c ZJ Ittp’ds üieta BahnhofstraBe 34. Heute letzter Tag: Madame Dubarry Ab morgen bis elnschl. Sonntag: OieEntlaming Abenteuer einer Braut Senßationsdrama in 5 Akten. In der Hauptrolle: Ria Mabeck. Ferner: (8455c Lebenslanger , Vornehmes Gesellschaftsdrama . jn 6 Akten. In der Hauptrolle: > Ressel Orla. <■ In Vorbereitung: 'Ä \ Die Strandnixe t I Operette in 5 Akten unter Mit- H / Wirkung namhafter Sänger. Theater-Cafe Ernst Ludwig Morgen Freitag abend 8 Uhr Großes Maletzky-Konzert =3 205.60 206.21 =1 0.3475 0.32 =3 0.0075 O.UU75 =3 17.65 17.85 =3 <0.40 40.20 □3 23.55 23.60 S3 22.55 22.35 SD 38.25 38.10 =5 0.225 0.175 — 529.50 533.50 =3 1.75 1.925 «3 0,08 0,08 ist sparsam Im Gebrauch und billig. ALLEINIGE HERSTELLEI?, HENKEL » Cit, DÜSSELDORF o< _ Schnell! Sauber! Gut! Reell! 6876c ■ aller Art und Größe, Felle V Möbelstoffe, Tapisserien, Kleidungsstücke 7 reinigen u. färben in bester, sachgemäßester Ausführung k Braubach & Fischer j Neuenweg 4 Seltersweg 79 a Tel. 1553 Tel. 627 Gegr. 1848 Einer verehrlichen Kundschaft von Gießen und Umgegend zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich die ehemalige Vulkanisieranstalt Paul Schilling Gießen, Frankfurter Straße, mit dem 1. September an meinen seitherigen Geschäftsbetrieb angegliedert habe. Durch Mitübemahme des Schillingschen Fachpersonals bin ich in der Lage, der werten Kundschaft mit einer fachgemäßen und billigen Reparatur prompt und reell aufwarten zu können. Oberhessische Auto- und Fahrrad-Industrie Otto Qöbel 8271D Gastwirte! Durch rechtzeitigen Einkauf bin ich heute noch in der Lags, meine Is 13% Exportbiere zu nachstehenden Preisen anbieten zu können: Münchener Bürger-u. Löwenbräu hl M. 2750.— Kulmbacher Petzbrau.......„ „ 2700.— Münchener Löwenbräu Hellquell „ „ 2750.— Dortmunder Union Pilsener . . . „ „ 2750.— Münch. Märzenbier, 17°/«, Goldfarbe „ „ 3050.— Lieferung nach auswärts ab Bahnhof Gießen, für Gießen franko Keller. 8395D Emil Zchmav, Biergrotzhandlung Generalvertreter erster Großbrauereien für Oberhessen, Hessen-Nassau und angrenzende Gebiete. f Astoria-Lichtspiele N Ab heute bis einschl. Sonntag: Kintesnub im Zirkus Maloll >!I.Teil:_Samson« Anna Balain filmt in BumsM H Als Einlage Freitag und Samstag: ^1 f Das Geheimnis der Bettler H Ik —— 8476c «M Letzte Vorstellung 3/»9 Uhr. [Vermietungen | Kost u. Logis frei „7« Niegelvsad 30a (Stellenangebote M!MM -leotg) für Müllerei u. Landwirtschaft sofort gesucht. 8481 Karl Fred. Mühle, Lollar. Suche Der öalö jüngeren tekäoler und 08777 Lagen*. 3$. Krämer Butzbach nianufatturroaren Sonfettion. jüngerer L87,i Hausbursche für sofort gesucht. Hamburger Kaffee- Lager.MäuSburg 3. SSesueM für sofort ein tüchtiger, selbständiger Bohrmeister Aitr Instandhaltung unseres städtischen Wassernetzes nebst Pumvenanlagen. Bevorzugt werden, die sich als Fachmann der Wasserleitungsbranche ausweisen. Anmeldungen mit Zeugnisabschriften und Lebenslaus, nebst Angabe der Gehalts- ansvriiche, sind zu richten an die unterzeichnete Behörde. Butzbach, den 14. September 1922. Hessische Bürgermeisterei Butzbach. ______________Köhler.__8443V ° eine gesicherte Zukunft’ Wir bieten zielbewuhtcn Herren, die über Fielst, Organ.-Talent u. 50 Mille verfügen, eine solche bet vornehmer Tätigkeit mit Jahreseinkommen M23ss etwa 200000 Mark. Keine Branchekenntnisse nölig. Zuschriften unter Schließfach 37, Marktredwitz i, B. DOO □■□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ Ulmet iflilL iRobertZchnelder.Vaugeschäst Wetzlar. 8408V IQD□□DDDODDD DO Dp D O DD BoOen-Gneugaiffe M'üflöSleinWO-Bienen LnnMirtfüinslliilieMnslSinen und ©ernte Jago unö Siftöerei • Ounöe Kolnninl-Ansffellnng WM 'I M Becgnfignngspatr ♦ Mmerke * Borf-filno ♦ knnzerke ©roßet Brieftfluöen-ülufitieo GefongWe nnö snorlWe Wetnngen 8456c UiiWlMMW« io üemooen oom 15.-24. segi. 1922 mstegen. Tüchtige sprachgewandte Herren zum Vertrieb eines volkswirtschaftlichen Artikels sofort «nw gesucht. BiSmarckstr. 11». Ein Ziinge Hos-und Qeunbb- Stauen für Feldarbeit ges. Schneider, Frankfurt er Str. 29.8478 Sine Stickerin für sof. ges. Schrift!. Angebote unter 8482 an den Gieh. Anz. StMlLMditn für 1. Okt. gesucht. August Kilbinger, Seltersweg 79. «« Gesucht sofort oder später ein 08715 älteres Mädchen beigutemLohn.Dasselbe muh den Haushalt und die Küche gründlich verstehen. Liebigstraste 76 I. WnmoWn gesucht. 8457B ffleMj. Sfinit Stutze, d. naben k. (?s iul. od. Frau) od. Kiuderfräuleiu zu I Kind in ruh. HauSh. p. lö.Okt.od.svät.ges. Dir. Stautz, Darm-> stadt, Hochstr. 68. „4g0 Tücht., gut empfohl. »iiwfiöto zu ält.Ehev. ges. ot7M Ostanlage 23 ». Zuverl. Mädchen od. eins. Stütze, d. kochen kann u. sonst. HauSarb. verst., ges. Blumenbaus Dietz Selteröweg 38. M7U Aelteres zuverlässig. MW» gesucht. 08774 Frau Schilling, Bismarckstr. 6 a. Verkäufe Gebrauchtes Herrenrad zu verkaufen. 8486 Aßmann StSchneider, _____Katserallee 45. 1 Salongarnitur bestehend a. Plüschsofa, 4 Stühlen und 2 Sesseln, 2 Plüsch- divans, 1 Sofa, ein Sekretär,- ferner Anzüge u. Schube, 1 breitet! Rokbaar- keil, billig zu verkaufen 08773 Kirchenplatz 15. Eisernes Wasserbassin 4 cbm fassend, zu verkaufen 08776 WieseckerWea 1V. Handwagen zu verkaufen 08768 Atterweg 22. Kinder«äsen gut erhalten, vreis- roert zu verkaufen. Fleischhauer, 08771 9ieuftnbi 32 v. Kaufgesuche KanfeTonRrube lliochfeuerfest.lnabe Stal. Ang. ti. H. BI. 2038a. ALA-Haasen- stefn&Vogler, Mannheim._______8475A 5—6 P. «.-Dreh' strom - Motor 220/380 B-, neu ober gebt., sowie 1—2 Einlegeschweine gesucht. Off. m. Preis an L. Feilina. 8,72 Atzbach, HausNr.5. SHIossenoett- ieng, Sfiraalk Hott ufro. zu kauf, gesucht.Schr. Angebote unt. 8458c an den Gieh. Anz. 1 D.-Mantel f. 18jähr. Mädchen, 1 H.-Mantel f. l8jähr. Jungen, 1 Anina, Gr. 1,65 f. kräftige Figur, alles gut erhalt., zu kauf, gesucht. Schliftliche Angebote unter 8480 au den Giest. Anz. 1 Motordrescher fabrikneu, 16—20 Ztr. stündliche Leistung, mit Sortierzhlinder und Entgranner, zirka 7 P. S.. Kraftverbrauch, sofort lieferbar. Pfälzisch-Hessische Land baumaschinengesellschaft Didda, Bahnhofstraße 38. s-wod Pelzgarnitur für 13jahr. Jungen zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. unt. 08766 an den Gieh. Anzeiger. Tafelobst kaufe in jed. Menge. Angebote u. 2502 an Herfo, M. A.-E., 8479hl Plockstr. 5. emoHHoee Weinflaschen ca. 70 Stück, zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt. 08759 a. d.G.Änz. ••••»••eeeee JeöesQuöntum M kauft 8488 wilh. Nebhuth, Rodheimer Str. 58. Telephon 120«. Empfehlungen | Rieschel Patent- wellsieb Grudeherde ab Lager sofort lieferbar. Emil Pistor Nacht i Gießen. Einer sagt es dem andern 5. Okt Beginn Handelskurse. Priv. - Handelssch. HERMES Bahnhofstraße 60. Tel. 1097. Prosp. jrei. Anmeld. tägl. Kartoffel; Weisel i Schottstr. P. Tel. 2f97. 11. Oktb. Beginn neuer Kurse in allen Handelsfächern. Auskunft und Anmeldung bei der Hansa- 8124c ,«n Schule J. Kunzeimann Selters weg 73, Telephon 821, oder Vogtschen Handelsschule Goethestraße 32, Telephon 2064. Prospekt frei. r SW. r Butzbach, 12. September 1922 Zur Ersparung von Licht r Hamburg 27 Dierländerstratze 6 a Die Geburt eines Sohnes zeigen an Studienassessor August Rau und Frau Marie geb. Iakoby Grosten-Duseck, den 11. September 1922 Gietzen Moltkestrahe 22 z. Zt. Hamburg Margaretha Meldola Dr. Hans Bauer Verlobte Die Geburt einer Tochter zeigen an Dr. A. Gilbert und Frau Paula geb. Geißler Für die anläßlich unserer silbernen Hochzeits- feier erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir recht herzlich Leopold Borngässer und Frau Fanny geb. Hirsch Gießen, den 13. September 1922 findet der MÄtafcipttpeii von heute ab nur noch wie folgt s att: ar Werktagen (autzerSamstag) bis abends 6 Uhr. Mittags zwischen 12 und 2 Uhr bleiben die Läden geschlossen. Samstag ohne Unterbrechung bis 7 Uhr abends. MiX Fleischer-Innung Gießen Abbruch. Das Wohnhaus Löwengaffe 27 nebst Nebengebäuden soll auf Abbruch vergeb, werden. Die Unterlag, liegen in meinem Bureau offen. Angebote sind bis zum 18. b. M. bet mir einzureichen. Architekt Ph. Nicolaas, Südanlage, An der Jo banneskirche 5. ""v Tüchtige Lehrkraft wird für zivei Gnm- nasiasten im Alter von 11 u. 16 Jahren während d. Winter- monate auf nord- deutst es Landgut seMnclie. Schrift!. An geb. unt. 8462 V a. d. Gien. Anz. yiMtvelenkaoital auf 1. oder 2. Stelle in jeder gewünschten Höhe laufend auö- zu leihen. Elm, 08788 Friedridistr. 141. Besserer Kegelklub sucht w* für Montag oder Donnerstag. Schr. Angeb. u.8467 an dcuGieß.Anzeiger. JungcS das diehöh.Mädchen schule absolviert hat, sucht Unterricht in französischer u. eng« lisch. Korrespondenz. Schrift!. An geb. unt. 08758 an d. Giest. Anz. Schliiffel J ans b. Wege Schau zenttraste.Aordan Inne, Stcinttrahc verloren gegangen. Der ehrliche Finder wirb gebeten, dieselben auf b. Fnnd- bureau abzugcben. Geflügel- u. Vogelzucht Verein Gießen u.ümg. Generalversammlung Sonntag, 17.Scpt. 3 Uhr nachmittags, bei Felstng, Markkslc. Tagesordnung: Ausstellung. Jubiläumsfeier. Futterbeschaffung. Berschiedenes. eaiv Dor Verstaut. Fräulein sucht Prival-Mittagstisch. Schrift!. Angeb. unt 08767 a. b. Gieh. Anz lierSF Vmin.tzeMs' 1900, e.B. Freitag, 15. Sept., abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung beiMaliebSurbenllk „Larmsillütec Sous". Sonutagnachmitt. 3 Ubr: Abrudern verbunden mit Wettfahrten. mi Der Vorstand. Mlpottli i, 1111,11 Freitag, 15. Sept., 8*/a Uhr, Hotel Kobel: SIuBctoröcntlitfic (StnernlncrfannnL Tagesordnung: l.fDtltteilungen 2. Beitragserhöhung 3. Berschiedenes. ; Erscheinen aller Mitglieder dringend erforderlich. [8465v Der Vorstand.