Nr. 12 Der Lietzener Xn$etatt erscheint täglich, nutzer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezuyspre se: Mk 9.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 10.- einschl. Bestellgeld. auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. 3 er n sprech-Anschlüsse: sürd!e?chr!stleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehe«. poftscheälonto: Frankfurt a. Dl. 11688. Erster Blatt 112. Jahrgang Samstag, U- Januar 1922 GietzenerAnzelger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrllhl'sche Unlv.-Vuch' und Stelnbruderci n. Lange. Zchrlftleltunq, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chu!strahe 7. Annahme von Anzeiaen für die laqesnummtr bis zum Nachm itaq vorher ohne jede Lerdtndlichkeit. Preis für 1 Mission, der, tote seinerzeit gemeldet wurde, auf Ersuchen Lloyd Oeorged erfolgt sein soll, eien vielleicht noch nicht vergessen worden. Poincar^ und Lloyd tocorgr. Paris, 13. Jan. (WTB.) Da Lloyd George vor seiner Abreise aus Cannes deutschen R gierung Jten e.ngehen ttxr- Öen, nicht schon gedeckt sind, und zwar unter Bor- bemalt der nächtigenden Dedjngunoen: 1 TSä'" e d der v r öu i--e i Der'ugssr st zablt die d:ut ch- Drg!erung alle zehn Tage 31 Millionen Goldmart ti zuge.as.enen griffen werden. Artikel 4. Dieser Vertrag bildet feine Der- pflichtung für irgendein Dominion des britischen Reiches, es sei denn, daß das interessierte Dominion ihn gebilligt habe. Artikel 5. Der gegenwärtige Dertrag wird für die Dauer von zehn Jahren in Kraft bleiben und kann nach Miaus dieser Zeil durch gemeinsames Abkommen erneuert werden. Der Kabinettswechsel in Frankreich. Paris. 14 Jan. (WB) Senator Pvin- car e hat sich nachmittags 5 Uhr zum Präsidenten MiNe-and 5 geben u b erklärt, datz er die Ka- bi.wlrsbildung trarchiühen werde. L v n d o n, 13. Jan. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter des ..Manchester Guar- dl a n“ schreibt, es dürfe nicht übersehen werden, daß der vormalige Präsident der französischen Republik vielleicht als persona grata bei der britischen Regierung angesehen werden könne. Die Timstande seines Rücktritts vom Vorsitz der ReparattonSkom- auch den übrigen Delegationen erwachsen. Die v ~ . u . . .»frage haoe vertagt werden müssen. Soweit aber das Ersuchen der deutschen Regierung um ein Moratorium in De- ' die Reparationskommission Ein vorläufiger Iahlungsauf- schub für Deutschland bewilligt! Cannes, 13 Jan. (Wolfs.) Amtlich Die deutsche Delegation wurde heute mittag 12 Uhr im Carcle nautique zu einer gemeinsamen Sitzung des Oberst en Ra tes und der Repa ° rationskommission grlad.m. Lwyd Geo ge teilte mit, baf) der Oberste Ral zu der Entschließung gekommen sei, bah er in ber Abwesenheit eines feiner Mitglieber mit ben Derhanblungen nicht fortsahren könne unb daher beschlossen habe, die Konferenz zu v e r t a g c n. Gr erwähnte, bah bie Aufgaben ber Konferenz zum Teil gelöst worden seien. Insbesondere sei beschlossen worden, eine Wirtschaftskonferenz nach Genua einzuberufen, zu der die deutsche Regierung eingelaben tre den soll. Mit Befriedigung habe er ben gestrigen Ausführungen Dr. Rathenaus entnommen, bah die beutsche Regierung am Wieder- ausbau Mittel - unb Osteuropas leib zunehmen gewillt fei. Er bedauerte, bah der deutschen De'egation Mühen erwachsen feien, d e durch den Abbruch ber Konferenz unterbrochen rn-.r-.t n nt-f-Son Mühen feien aber feit« von Gut und Böse, der Schachergeist, be-1 herrschen das Handeln unserer früheren Gegner nachhaltig und offensichtlich; eS ist noch Geist vom alten Geist, und es ist unser Recht und unsere Aufgabe, ihm durch Vergangenheit und Gegenwart ins Gesicht zu leuchten. Der Abbruch der Konferenz von Cannes soll uns nicht zu sehr betrüben, denn In- Grunde waren auch die dort bekanntgegebenen englischen Pläne keineswegs zu unserer Wohlfahrt geschmiedet. ES sollte uns auferlegi werden, im Jahre 1922 700 Millionen Goldmark bar und in Sachleistungen 1700 zu bezahlen, insgesamt also 2400 Millionen Goldmark. Dazu kam der Beschluß, die Kohlenpreise den Weltmarktprcisen gleichzustellen. DaS bedeutet eine Verteuerung der industriellen Arbeit, die wiederum eine erhebliche Erhöhung der Preise und Löhne im Gefolge hat. Die Beschlüsse von Cannes versprachen uns also keineswegs wirksame Hilfe, und wenn unsere Delegation einer Halbheit wieder ihre Unterschrift gegeben hätte, so wären höchstens Rückschritte erreicht worden. Der bekannte englische Wirt- schaftSkenner Professor Keynes schlägt in seinem soeben erschienenen neuen Buche vor, die in London auf insgesamt 138 Milliarden Goldmark festgesetzte Wiederherstellungsfvrde- rung zunächst auf HO Milliarden zu ermäßigen. Das wäre der Betrag, den damals die britischen Vertreter im Wiederherstel- lungSausschuß für angemessen bezeichnet hätten. Keynes teilt aber die Meinung derer, die an dieser Summe noch den Posten für Pensionen usw. gestrichen haben wollen, weil er nicht in den beim Waffenstillstand formulierten Begriff der „Reparationen" passe. So mühten also 74 Milliarden abgezogen werden, und es verbleibe die zu zahlende Restsumme von 36 Milliarden Mark. Aber Keynes geht noch weiter. England solle seinen Anteil ganz fallen lassen (11 Milliarden) und es solle Italien und den kleinen Staaten durch seinen Verzicht auf deren Kriegsschulden an England ermöglichen, dem englischen Beispiel zu folgen, so daß sich die deutsche Schuld auf 18 Milliarden für Frankreich und 3 Milliarden für Belgien beschränke. Will Herr Dr. Wirth absolut mehr bezahlen? Warum geht unsere Regierung an so wertvollen Gutachten nichtdeutscher Autoritäten beinahe gleichgültig vorüber? Herr Poincare kommt ans Ruder und wird eine verschärfte Tonart mitbringen. Erfüllungsbereites Stillschweigen Deutschlands würde die englischen Vorkämpfer für eine Vertragsrevision entwaffnen. Das Reichskabinett muh jetzt den Mund auftun, und zwar nicht lediglich den Mund Rathenaus. Wir sind gespannt nicht nur auf das Programm Poincares, sondern auch auf die weitere Haltung unserer Reichsregierung. den Wunsch ausgesprochen hatte, morgen, Samstag, in Paris eine Besprechung mit Dem neuen Ministerpräsidenten zu haben, hat Poincars dem britischen Botschafter Lord Hardinge mitgeteilt, dah er gern bereit ein werde, sich morgen zur britischen Bot» chaft zu begeben, um dort Lloyd George auf seiner Durchfahrt durch Paris zu sprechen. Das Ende der Konferenz in Cannes. Cannes, 12. Jan. (WTB.) Sämtliche Delegierten haben heute abend Cannes verlassen. Die italienische Delegation ist mit Sonderzug um 8 Uhr abgefahren, die französische, belgische, japanische und die deutsche Delegation im Sonderzug um 7 Uhr. Die deutsche Delegation befand sich in dem gleichen deutschen Wagen, der sie nach Cannes gebracht hatte. Abschiedsänsternngen Lloyd (gcorqcS. Paris. 13. Jan. (WTB) Vor f:lner Abreise aus Cannes empfing Lloyd George französische Pre severlreter unb gab ihnen während einer halben Stunde Auskunft Über eine Reihe von Fragen. Lloyd George erklärte, er habe den Wunsch, bah ber Garantievertrag unterzeichnet werben möge, bevor die Konferenz von Genua zusammentrete. Die italienische Regierung fei im Augeirblick nicht aufgefordert worden, sich dem Avkommen anzuschließen. weil bie Lage bei- italienischen Grenze dies nicht zu einer gebieterischen Rotwendigkeit mache. Das Einvernehmen mit Belgien in dieser Angelegenheit sei vollkommen. Was die Orientfragen betreffe, so hoffe er, bah sie in <-*wa zwei Wochen auf einer Zusammenkun t der Außenminister in Paris geregelt würden. Auf eine Anfrage wegen der U-Boote antwortete Lloyd George das Fahrzeug fei gefährlicher für Handelsschi.se als für Kriegsschiff Das fei im letzten Krieg bewiesen worben. Seiner Ansicht nach seien es Torpedoboote unb nicht U-Doote, bie ben Schutz der Küste übernehmen mühten. Lloyd George Tagte: „3d) fürchte nicht die französischen U-Boote, sondern bie U-Boote im allgemeinen." Ium Schlüsse sagte er noch, ber Wiederaufbau Europas könne erst in Angriff genommen werben, wenn ber Friede in Europa hergestellt fei Französische Press--stimmen. Paris, 13. Jan Andre Tardieu schreibt im „Echo Rational", Briand habe verstanden, bah Weber bas Parlament noch bad Lanb ihm folgten. Mer burch bie Form, bie er seinem Rücktritt gegeben habe, habe er barauS ein p o l i t i s ch e s Manöver gemacht, bas alle bie Barger verurteilten, denen bie nationalen Interessen am Herzen liegen Brianb habe auf ber Kammertribüne demissioniert. Dadurch habe er die Kammer verhindert, durch Reden oder Abstimmungen irgendeine Meinung kundzugeben 3m selben Augenblick, In dem er diese Mcinungs- äuherung unmöglich gemacht habe, habe er sich bemüht, sie so auszulegen, bah bie Kammer vor bem Lanb verantwortlich sein solle für bie Fehles bie sie nicht begangen habe. Brianb habe durch seine Politik bie Allianz mit England in einen Kriegszustand geführt, aus dem ferne Rachfolger sie wieder herausfuhren mutzten, us handle sich nicht, wie Briands Freunde sagen, darum, den Pakt zum Scheitern zu bringen, fon- bem barum, bie Freundschaft zu retten. Die „Action Franeaise" ruft au«: „Brianb gehtl Es lebe Frankreich!" Das Matt schreibt man sei darin einig, bah bie Repa- rationssrare bem chimä ilck-e i W e 'ercu bau Europas nicht untergeo-bnet fein bür e, sonst wur- ben Deutsch'ard unb Rußland wirtschaftlich Frankreich überflügeln. Die „San ter ne“ schreibt zum Rücktritt Diiands: Welche auch immer bie Rene ung von morgen sein werde sie werde das Opfer eines unheilvollen Antagonismus sein. Sie müsse eine mc-gliche Politik betreiben und auf die sinnlose Politik verzick-'en, von ber bie Kandidaten des na i-malen Blockes ttaumei^ als Pe ih ei W>äh em lückenlose Re a atiore i u d die Milliarden des bejtcg.en D^utch.a.ids versprachen. Der „Matin" scheibt, die Diskussion i m M i n i st e r r a t sei l e d h a s t ge ve en. Der- schiebene Befürchtungen hätten s ch aus ben Erläuterungen Bria ds ergeben. S.e hatten besonders den englisch-französische n D er» tragsentwurs brtrof en. Meh e e Th irite*, hätten bemerkt, bah bie von E gla d rorgc'ch a- gene Tauer von zehn Jahren, bie TebeuJing unb die Tragweite des Paktes ce Tingeri en. D .e kommenden zehn Jahne feien tatsächlich di - emc.en, in denen ein deutscher Angriff am we -iguen zu befürchten, auf jeden Fa't aber am le che''en zu- rückzuschlagen sei, weil Frankreich am Rhein Ueye, 3n fünfzehn ober zwanzig Jahren werbe die Lage eine anbere sein. Dann fei «Jranl tre- niger gesiche 1 und Deutsch a d (tarier. Alsdann könnte der englisch sra>nzösi che 'Pakt leinen wahren We-t erkalten. Andere Mi iftcr h tten aut) be- ' n-e-ft ba" ker V)re twuri L oyb G o g.*i N chl von einer Militärko oention spreche. rL e n Fran^ reich sein Heer heradletzen müsse, fei es bann nid* Wochenrückblick. Den Kabinettswechfel in Frankreich kann man nicht eine große Überraschung nennen, und wenn wir die Wirkung auf den Hauptbeteiligten, nämlich England, betrachten, so sehen wir, dah auch er nicht etwa „aus dem Häuschen" geraten ist. ES war zu viel in der letzten Zeit auf den überspannten Siegerdünkel des westlichen Nachbars eingeftürmt, als das) die neuen Weisen auf dem englischen Instrument in Paris un» vermittelt dankbare Zuhörer hätten finden können. Die französische Politik ist mit längerer Vorausberechnung eingefädelt worden als die neueste Ueberlegung Lloyd Georges. Sie hat den Griffel auf der Tafel der Geschichte auch weit schärfer und schneller geführt als der die Meere beherrschende Alliierte, der in Versailles mit allen übrigen von der heißen uno unnachgiebigen Leidenschaft Clemenceaus schnell gefangen und festgelegt wurde. Damals wußte England noch nicht, in welches Ney es sich verstrickte; den Franzosen aber schwoll der Mut und die Tatenlust, erstand im Taumel stolzer Herrenmoral das geflügelte Wort: „Der Boche wird alles bezahlen". In gewissem Sinne haben die Franzosen ganz recht: Das neue Europa deS Versailler Vertrages ist gar nicht für den Frieden geschaffen, von dem Lloyd George jetzt fingen und sagen will. Warum zerstückelte man das wehrlose Deutschland, warum hält man seine StammeSgenossen künstlich auseinander? Ist das geschwollene Polenreich etwa eine Saat deS Friedens? Und alles soll umsonst ersonnen und aufgebaut sein: das Gebilde der kleinen Entente im nahen, die französischen Machtpositionen im weiteren Orient? Frankreich ist den Ereignissen vorausgelaufen; es hat sich P f ä n der schließlich geschaffen auch gegen England selbst. Und jetzt soll eS um- kehren und den Weg wieder zurückgehen? — An eine Bekehrung zu einer besseren Moral mag man bei der Betrachtung der englischen Pläne in Paris nicht glauben. Es ist auch durchaus wahr, daß in Lloyd George nicht ettoa ein Gewissen oder eine Sentimentalität erwacht ist. Die englische Rechnung von Cannes beweist dies nur zu deutlich. Sie gedenkt, trotz mancherlei vorausgegangener tönenden Worte, das deutsche Rheingebiet kaltlächelnd der französischen Knute zu überlassen, wenn sie dafür andere Zugeständnisse von Frankreich erkaufen kann. Wir kennen den inneren Wert der moralischen Aufmachung in den englischen Reden und Denkschriften genau; er ist gleich Null. Nicht nach sittlichem Verdienst geht der Gentleman, sondern nur nach nüchternen Geschäftsinteressen. Hier, in seiner Abwägung der Folgen bei Deutschlands Niederbruch, hat etwas nicht gestimmt. Englands Industrie und Handel sind dabei verderblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Lloyd George will, spät genug, diesen falschen Weg verlassen, während Frankreich nach tote vor mit seiner Politik ber „Sanktionen" und Pfänder auf nichts anderes hinauswill als das von ihm ursprünglich auf gestellte Ziel: völlige Zertrümmerung des Deutschen Reiches, um es bequem und sicher beherrschen zu können. Gleich AeoloS hatte Lloyd George dem erfindungsreichen Volke, seinem Schützling, in einem großen Schlauch alle Winde mitgegeben, um ihm die Fahrt zu sichern. Und da er jetzt selbst den Zorn der Götter spürt, will er das Geschenk nicht erneuern. Cs ist psychologisch verständlich, daß die Franzosen in der neuen Windrichtung der Weltpolitik nicht mitsegeln wollen; sie sehen sich ihrem Ziele nahe und werden, da eine bessere Ueberzeugung für sie nicht in Frage kommt, höchstens der Gewalt weichen. Das Sinnlose chrer Gewaltpolitik, das schlimme Ende, das für sie selber und für Eurova dabei herauSkommen muß, werden die Franzosen erst sehen, wenn sie unmittelbar vor der Katastrophe stehen. England wird zweifellos den Kampf um das weitere Friedensziel nicht aufgeben, um so weniger, da es im Wettbewerb der Machtpolitik in Frankreich all» Devisen. Die erste Zahlung erfolgt am 18. Januar 1922. 2. Die deutsche Regierung unterbreitet binnen vierzehn Tagen her Reparativ» swmmissivn einen angemessenen Resorm - und Garantieplan bet eisend das deutsche Budget und den deutschen P Piergellumlauf, sowie iti vollständiges Programm für die Bar ahlungen und Dachlieieru igen für das Jahr 1922. ’3. Die vorläu igr Verzugsfrist geht zu Ende, sobald die Ri pai-ativnstommis ton ober die alli ie ten R g:e u gen eine Entscheidung über den oben unter Punkt 2 eiwr.hnten G.ckwuil und bas Programm getroffen haben. Unbeschadet Hessen kann in dieser Entscheidung vorgesehen werden, bah ber Unterschieb zwischen ben tatsächlich wahrend ber vorläufigen VerzuaSirist gezahlten Beträgen und ben auf Grund bes Lonboner Zahlungsplanes fälligen Summen innerhalb von vierzehn Tagen, gerechnet von dem Datum unb je nach ben Umständen ber von ber Nrparativnskvmmission ober ben alliierten Regierungen getroffenen Entscheidung zu zahlen ist. Wenn ber Entwurf unb das Programm ber Repara.ionskvmm.s Ion vor- liegt, werben sie sofort von ihr den alliierten Regierungen übermittelt, die so in ber Lage sein werden, entweder bie Angelegenheit selbst in die Hanb zu nehmen, ober sie an bie Reparationskommission zurückzuverweisen, damit diese darüber entscheide. Reichsminister a. D. Rathenau erklärte, bah er namens der deutschen Regierung von ber Einladung zur Konferenz von Genu aKennt- nis nehme. Die deutsche Regierung sehe der ilebermittlung des Einladungsschreibens entgegen. Er betonte ferner, dah aus den gegebenen Erklärungen hervor gehe, dah aus ber Nichtzahlung ber zum 15. Januar fälligen Summen für Deutschland keine unmittelbaren Folgen erwachsen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Der Entwurf des französischenglischen Garantievertrages. Paris, 13. Jan. (WTB) Der Entwurf des vorgesehenen französisch-englischen ®a* rantievertrages wurde heute nachmtttag veröffentlicht. Er hat folgenden Wortlaut: Angesichts der Tatsache, bah Frankreich seit der Erinnerung lebender Menschen zweimal von Deutschland besiegt wurde, und bau Frankreich tief burch bie Verwüstungen leidet, bie auf ben Feind zurückzuführen sind, da das französische unb das englische Volk einen schrecklichen Tribut an Menschenleben unb Gelb bezahlt haben, um ben Einfall ber beutschen Heere zurückzuweisen, ba bie Prosperität ber europäischen Völker unb bie wirtschaftliche Organisation ber Welt durch ben langen Krieg tief erschüttert wurden, sowie endlich, west die Sicherheitsgarantien Frankreichs gegen einen zukünftigen Ein.all Deutschlands unerläßlich sind für die Wiederherstellung der Stabilität Europas, für die Sicherheit ©rohbritan- niens und für ben Weltfrieben, aber ba die in Artikeln 42. 43 unb 44 des Friebensvertrages von Versailles enthaltenen Sicherheitsmaßnahmen nicht genügen zur Verteidigung der wesentlichen gemeinsamen Interessen ber hohen Vertragsschließenden. sowie für die Aufrechterhaltung des Friedens in Westeuropa, haben der König von England und der Präsident der französischen Republik folgende Abmachungen getroffen: Artikel 1. 3m Falle eines direkten und nicht provozierten Angriffes gegen das Gebiet v o n Frankreich durch Deutschland wird sich Großbritannien sofort mit allen Streitkräften zu Wasser, zu Lande und in der Luft auf die Seite Frankreichs stellen. Artikel 2. Die hohen Vertragschließenden bestätigen aufs neue das gemeinsame 3ntereffe, das für sie die Artikel 42, 43 und 44 des Vertrages von Versailles haben. Sie werden sich gegenfeitig verständigen, wenn die Bedrohung irgendeiner Verletzung der angeführten Artikel besteht oder wenn ein Zweifel über ihre Auslegung entstehen wird. Artikel 3 Die hohen vertragschließenden Parteien verpflichten sich außerdem, sich gegenseitig zu verständigen im Falle militärischerMahnahmen irgendwelcher Art. die mit dem Vertrage von Versailles unvereinbar sind, von Deutschland er- rnählich einen lästigen und nicht ungefährlichen Nebenbuhler erblicken muß. Es heißt jetzt in gewissen, dem Kabinett Wirth wohlgesinnten Blättern, Deutschland könne auch fürderhin nichts weiter tun, als seinen guten Willen zur Erfüllung der sogenannten Reparationspflichten zu bekunden. In Wahrheit müssen wir die Bemühungen Englands und Amerikas mit einer ganz anderen Parole unterstützen. Frankreich rettet auf dem hohen Roh der wider Deutschland gerichteten Schuld- lüge; die neue Taktik der Engländer wird vielleicht geneigt sein, der Wahrheitmehr Raum zu lassen als bisher. In der veruneinigten Schieberpolillk der „Sieger" hat sich ja mit jedem Tage mehr enthüllt, wie wenig, und wenn sie es tun, tote plump, sie den Schein, von Recht und Gerechtigkeit auf ihrer Richtlinie leuchten lassen. Die bloße Nützlichkeit, jen-1 schütz der RerchSdank, der jetzt nicht ganz eine Milliarde beträgt, von besonderer Bedeutung als Reserve für den Wiederaufbau. Aus Stadt und Land. Dietzen, den 14. 3an. 1922. Wettervoraussage für Sonntag: Wolkig, leichte Schneefälle, kalt, wechselnde Winde. Das Hochdruckgebiet Über Schweden hat sich füduZarts ausgedehnt. Wir werden deshalb mit Andauern der lallen Witter mg zu rech..en haben. •• Amtliche Persv nalnachrichten. Oberzollsekretär Heinrich Lehr in Dad-Äauheim wird mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts zum Steuerinspektor beim Finanzamt Lauterbach ernannt. " 40 Jahre im Pvlizeidtenst. Der Vorsteher des Polizei-Meldeamtes, Obersekretär Sier, feiert am 15. d. Mts. sein vierzigstes Jubiläum. Am 15. Januar 1882 trat Herr Sier als Schreibgehille beim hiesigen Polizeiamt ein und übernahm später die Geltung des Meldeamtes. Während dieser langen Dienstzeit hat er sich stets das Vertrauen seiner Vorgesetzten und der Wertschätzung des Publikums erfreut. seine „Lazzi" zum Vesten gibt, wellet sich zur Cbarakteranalyse, die die tiefsten Gründe der Menschenseele blotzlegt' die Charakterkomödie wird zum Sittenstück, bo: derbe Spatz zum todt- umfassenden Humor. 3n diesem Sinne hat Goethe in seiner Ge» sprächen mit Gcktzrmann immer wieder die „Groh- bell" Molyres gefeiert, seine ..reine Menschlichkeit", die sich über alles Rationale und Zeitliche erhebt. Französische Kritiker haben seine sprachlichen „Unkorrektheiten". seine Vernachlässigung der „Regeln" getadelt. Aber gerade dadurch, dan er die Fesseln der gallischen Konvention f trennte, sich von den Gesehen der französischen „t äffischen Dichtung" befreite, das Ratür.iche und das Indi° viduelle zum Mittelpunkt seiner Kunst machte, wurde er zum Weltdichter, der aus die Litera- turen aller Völker eingewirkt hat und noch heute fortwirkt. Die Finanzpolitik der Reichsbank. Berlin. 13. Ian. (WTB.) Der Gesetzentwurf betreffend den Kassen bestand der Reichsbank wurde am Donnerstag vom Reichsrat angenommen. Die Reichsbank beabsichtigt, einen Betrag an Gold, zunächst 50 Millionen Mark, bei der Bank von England zu hinterlegen und nach Bedürfnis vorübergehend zu lombardieren. Die Lombardierung soll nicht blotz erfolgen zur Beschaffung englischer Devisen, sondern auch anderer Devisen. Die Bank von England soll dabei als Treuhänder fungieren. Run kann nach dem Bankgeseh, wenn Goldbestände in das Ausland verbracht werden, die Reichsbank das Gold nicht mehr in ihrem Bestände aufführen. Sie hat aber nach wie vor die unbeschränkte Verfügung über das Gold, solange es nicht lombardiert wird. Aus diesem Grunde wird in dem Gesetz vorgeschlagen, auszusprechen, datz als Teil des Kassenbestandes der Reichsbank im Sinne des Bankgesetzes auch solche Goldbeträge gelten sollen, die bei einer ausländischen Zentralnotenbank niedergelegt werden, so weit sie jeder Zeit zur freien Verfügung der Reichsbank stehen. ES wurde der Bank von England vorgeschlagen, zu bewllligen. datz die Reichsbank bei ihr gegen das Gold, daS die Reichsbank bei ihr deponierte, Lombarddarlehen aufnehmen könne, jedoch nicht um dauernde Reparationszahlungen zu leisten, sondern nur, um uns über die vorübergehenden Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. Das wurde von der Bank von England als berechtigt anerkannt. Der Gouverneur der Bank von England zeigte freundschaftliches Entgegenkommen. Es wurde auch mit der Riederländischen Bank eine Vereinbarung getroffen, und daraufbin ein Lombarddarlehen von 20 Millionen holländischer Gulden zu be- wllligen, jedoch nur zur Zahlung von Schulden in Holland selbst. Die Reichsbank legt größten Wert darauf, ihren vollen Geldbestand angeben zu können, wegen ihres Kredites, der bisher im 3n» und Auslande unerschüttert geblieben ist. Abgesehen davon, ist der GoldAus dem Reiche. Erhöhung der Eifenbahngülertarife. Berlin, 13. Jan. (WTB.) 3n der heutigen Sitzung des vorläufigen Reichseisen- bahnrateS ist die Vorlage der Deutschen Reichsbahn auf Erhöhung des Eisenbahngüter- und Tiertarifs angenommen worden. Die Vorlage sieht im ganzen eine Erhöhung um 33'/» Prozent im Durchschnitt vor. Die Erhöhung erstreckt sich nicht nur auf die außerordentlichen Tarifklassen, sondern auch erforderlich, katz eS bet fernen Alliierten wenigstens einen Teil dcS Esse tirdestandes vorhanden wisse, den es selbst entlane < „Oeuvre' sagt, Driand habe gestern vielleicht den größten politischen Sieg feiner Karrieoe tavvng t a^en. a öbirh aber ei e Demission gegeben. Wenn er h^t e abftimmen lasten, hätte er ein Ve.trauLNsvot.lM von 420 S.immen bekommen. Driand sei g'gangen, weil er den Präsidenten der Republik sowie die Häi te 'einer Ministertollegen gegen sich gehabt habe.Mcklerand habe Vriand gestürzt. Das „Journal des Debats" schreibt zum Abgang Driands, er habe sich zurückgezogen, wie er verhandelt habe! Ohne Olfen beit und ohne Würde. Seine Handlungen vor dem Obersten Rat hätten In Widerspruch gestanden mit seinen Worten. Sr habe sich in London über das hinaus verpflichtet, was er zugestanden habe. Gr habe das Land auf Wege fuhren wollen, auf die weder das Parlament noch die öffentliche Mei- mzng ihm hätten folgen wollen. Seine gestrige Rede nennt das Blatt Theater. Wenn Vriand sich einbilde, datz er in Schönheit abgegangen fei, so täusche er sich, älebergehend zu der Kabinetts- bildung durch P o i n c a r 6 schreibt das Blatt, er habe schon einmal eine ebenso delikate Sxrife entwirrt. Sr habe Saillour er etzt und habe i n Jahre 191,1 die komprom.t ierle englische Entente durch persönliche Verhandlungen sichcrgc- stelll. Kein Engländer könne an sei icn Aosich.'en zweifeln, noch an der Festigkeit, mit der er der englische Allianz anhange. Der „T em ps" schreibt, jede rückblickende Diskussion sei nunmehr überflüssig Llond George gedenke morgen mit Poincare in Paris zusammen- zutreffen. Das Blatt slelll fest, datz Driand Recht gehabt habe, als er gestern offenheraus erflärte, die Mehrheit für das Moratorium stehe fest, in der Schweb schienen nur noch die Kompensationen für Frankreich au fein. Die „Liberte" schreibt, nach der Polltll der Verwickelung, die Millerand und nach der Polllik der Anpassung die D iand bet i.ben habe, werde die rationelle Durch ührung des Friedens- bertrageS, de-en Poincare sich vorau sichtlich befleitzigen we.de, die dritte Grfabrung fein. Lie werde Festigkeit, kaltes Blut und auch Geduld erfordern. Es dauere länger, einen Abhang hin- aufzusteigen, als chn heruntergleiten. Aus der englischen Presse. London, 13. 3ensve trag örtllche Ge darm?rie vo s he rei das Saargebiet noch von französischen Truppen besetzt. Mottöre. Zu seinem 3 0 0. Geburtstage. - 1622 — 15. Zanuar — 1922. Don Dr. Paul Landau. Wie ein ununterbrochen dahinbrausender, bald hell und jubelnd glänzender, dann wieder trüb ftrubelnber Strom rauscht die komische Theaterdichtung durch das Schrifttum der Völker und Zeiten, stets gespeist in ihren Riederungen und Höhen von denselben urewigen Leidenschaften, die im Zerrspiegel der Witzes bunt und grell funkeln, von densüoen Witzen, Spähen und ©cfltn. Rur wenige grobe Meister haben aus diesem Urgrund oes Ewig-Lächerttchen unvergängliche Äunftmerfe geschaffen: Aristophanes, Plauius, Moliäre, Holberg, Raimund. Sie tauchten in die Tiefe dieses Meeres von Possen, Grotesken und tollen Improvisationen, sie holten die Perlen herauf, in denen alle« Dumpfe und Wüste zu leuchtendem ©laiu geklärt ist. Aus den Farcen und Schwänken der altfranzösischen Volkskunst, aus den Stegreifkomödien des italienischen Theaters, aus den romantischen Intrigen-Lustspielen der spanischen Bühne formte Moli.re seine Dichtung, und er, der vielleicht der erfindungsreichste aller Poeten war. ist zugleich derjenige, der viel- leicht am meisten andere nachgeamt hat, der das Gute nahm, wo er es sand." Rur so ist die ungrheu e Produktsität und Die'g:ilallrgkeit seines Werkes, fein Reichtum an Motiven und Themen, die bunt verwirrende Fülle seiner Eha- raftere zu verstehen, indem er die Quellen und Zuflüsse aus Jahrhunderten in dem breiten, frohen Strombett feine« Schaffens vereinigte. Er vollendete die Form der alten Posse, die mll ihren typischen Figuren, den filzigen Greisen, leichtsinnigen Sövnchen, durchtriebenen Schmarotzern, Verführer.sben Dirnen und durnmpsif.igen Dienern, bis auf die griechische und altrömische Komödie zurückgeht, und er gestaltete durch seine überragende Genialität eine ganz neue Gattung deS Lustspiels, deren Meister er mürbe und die noch heute in feinen Spuren wandelt: d i e E h a ■ rakterkomödie, die Ges ellschaf ts- des Zornes, wohl beeinflußt durch das Unglück in feiner Ehe, durch den Beginn feiner Krankheit. Sein Glaube an die Güte der Ratur scheint er- schüttert; die dem „Tartuf e" folgenden Werke, der „Don Zuan", der „Mi anthrope", der „Geizige", „Georges Dandin", haben eine zerrissene ungewisse Stimmung, deren Kraft in einer dunkel- umwöllten Tragik liegt und sich in c lner unruhigen Szenenführung äutzert. öei.ie Stellung bei Hose, gewisse Rücksichten, die er nach den schlimmen Erfahrungen mit dem „Tartusse" nehmen muh, scheinen das reine Feuer seines Genies zu dämpfen, machen ihn unsicher und problematisch. Aber der gereifte, geläuterte Mann findet den Glauben an die Menschhell wieder, und so werden die Dichtungen feit dem .„Monsieur de Pour- ceaugnac" zu den wundervollsten Offenbarungen einer groben und guten Seele. Molitzre ift einer der geistigen und slllllchen Befreier der Menschheit. Wir vergessen heute, wo seine Anllagen Gemeinplätze geworden sind, wenn sie auch freilich ihre Berechtigung noch nicht verloren haben, was es in der Epoche des Barocks bedeutete, der Modebildung der Pre- ziösen, der frömmelnden Heuchelei, dem Par- denue- und Schiebertum, der Herzenshärte und seelenlosen Koketterie die Maske herunterzu- reitzen, „die Laster dem Gelächter preiszugeben", wie eHaltsforderung streiken. ihrer 08ss Mei Prof. D. MAGGI'Suppen ■ Man achte auf den Namen MAGGI und die gelbrote Packung. 500c 14 CONTINENTAL GIESSEN 4903c Werkzeugmaschlnen-Fabrik. Eigene Konditorei. UTS Rhein-Main-Donau Aktiengesellschaft und Regler 554A Hebezeuge. Zahnräder. Eisengießerei. Der Vorstand- statt. [545] ► Schneiden von Gbstbäumcn und Seerensträuchern fHfho Neuanlagen, llmände < 6 I Vvf V runa loiuie olle einfdilän. » • Baüath Armstrang 8 Neuaulagen. L Garten-Arbeiten 4Ö7e 5» 1111011111111111! überall zu haben. Kurze Kochzeit! 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L i ch» vorm. i/gö, nachm. l/i3. — Hungen, vorm. i/,10 Uhr. •jmu/ii— ... pram- S seiner W Ausgabe von Mk. 255350000 re!chsimindels!cheren Vorzugsaktien (vom Jahre 1928 ab zum Kurse von 110°/». vom Jahre 1937 ab zum Kurte von 115% jederzeit auf Beschluß einer Gon ralVersammlung, und bei Auflösung der Gesellschaft unter gesamtschuldnerischer Bürgschaft des I eutschen Belebe und Bayerns zum Nennwert rückzahlbar) der Hhem-Main-Donau Aktiengesellschaft, wahrend der Bauzeit mb ß°A, Bauzinsen, von da ab ml Vorzugsdividende bis zu 7•/* die vom Deutschen Kelch und von Bayern In flöhe von 5°/0 gewährleistet Ist, ferner Mk. 300000000 Teilschuldvorschreibungen oder Handdarlehen der Rheln-Maln-Donau Aktieng« Seilschaft, 6°/olg. vom Jahre 1932 ab zum Kurse von 102% rückzahlbar, vom Deutschen Keich und von Bayern gesamtschuldnerisch für Kapital uud Zinsen verbürgt, erststellig hypothekarisch einzutragen, reichsmündelsicher. billige- Offen geben zu können, steht sich genötigt, den Preis für das Sflen zu erhöhen, da nicht genügend Kartoffeln vorhanden sind, und jetzt für Kartoffeln sch e. unc schrniaglich? Preise verlangt werden. Die akademische Krankenkasse ist in ihrem Fortbestehen bedroht, und totvb selbst bei einem Beitrag von 30 Mk. für das Semester nicht aus.echtzue halten sein. Da müs en alle Mittel aufgeboten werden. helfend ein;ugr:i.en: denn der Fortbestand der Universität ist bedroht, wenn es nicht gelingt, mit allen Mitteln die Selbsthilfe der Studentenschaft durch Un'erstütz ing deS Vereins Studenten Hilfe aufrechtzuerl alten. Dec von der Kammer am Donnerstag gefaxte Deschluß ehrt die Studentenschaft und wird mehr als alle schönen 'Redensarten und Aufrufe derDürgerfchaft zeigen, worum es gehtl unb Schule. • Freie Lehrerstellen. Erledigt sind zwei mit katholischen Lehrern und eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetze.roe Dchulstellen in Seligen st ad t, Kreis Offenbach. ♦ Garbenteich, 12. Han. 3h der vom Gemeinderat und Schulvorstand gemeinsam ab- gehaltenen Sitzung wurde einstimmig die Einführung der MädchensortbtldungSschule schon für das Schuljahr 1922 beschlossen. Versteigerung. Meistbietend gegen Barzahlung wird am Donnerstag den 19. und Freitag den 20. d. W t S. eine größere Anzahl ausgesonderter Kasernengerate in den hiesigen Kasernen versteigert. . _ Die Versteigerung beginnt an jebem Tage norm. 9 Uhr in der Aeuen Kaserne und endigt am 20. d. Mts. in der Zeughauskaserne. 493D Reichsvermögen samt Gießen. ’U fi'im 8. V M- r°>Ie ÄÄ «Hr l jii so men. ..tunliche he über *»» l9’ »6. Oanuaz, to|?. «« lzeir. :r Sonntag- :e aanaff-älin“; Z Ufjr. 511Öt: 6. Äüiuen M - Wt Samriag: und myrgen: .Die i lernt M,(Wufene )«i Kunftbeteln. Aerdereinigmg „Der Donlagö, Mitwochs > Uhr geöffnet Ärn chmillag von 3 bis werden facbflemäB ans- gcfüort. Heinrich Junaermann, i/andschaitsgäriner Weferstr. 10, (Sde Steinstr. Kar noch heute und morgen: , Ole 13 aus Stahl 6 Akte. Großer Defektivfllm. U Akte t Charly lernt kckMM Lustspiel mit Charly Chaplin. Ab Mon'ag: Wasserkraft jeder Art und Größe wird voll ausgenutzt durch Hansenwerk-Turblnen Die Demrinüe Staufenberg beabsichtigt einen dreijah.igen gutgenährten Ziegenbock wegen 3n uchl auf dem Submissiowswege zu vergeben. Schriftliche Angebote bittet man bis zum 17. d. Mts., nachm. 2 Uhr, bei der unterzeich- nrten Dehörde abzugeben. Staufenberg, den 12. Hanuar 1922. Hess. Dürgermeisterei Staufenberg. Meyer. 481D Vogtffs Handelsschule Gießen Goethestraße 32 11. Januar beginnen neue Kurse In Buchführung Stenographie Maschinenschreiben Anmeldungen erbeten! Prospekte freu Gesellenprüfungen 1922. Die Anmeldungen zu den gesetzlichen Gesellenprüfungen im Frühjahr 1922 werden im Gewerbehaus, Zimmer 13, am Samstag den 21. Januar von 5—7 Uhr für weibliche Lehrlinge, um Montag den 23. Januar von 3—7 Uhr für männliche Lehrlinge entgegengenommen. Mitzubringen find der Lehrvertrag und 30 Wk. Prüfungsgebühren. 503D Dr. Krau smüller, Vorsitzender. Habe mich in Bad-Nauheim als prakt Zahnarzt niedergelassen. Dr. med. dent Max Sammet Parkstraße 12,1 Haus Kolumbia Sprechstunden: 10-12, 7*3-5 Uhr. 677D Der 18. Januar nnd die Itudcntenschafi brr Universität(Hicsten Man schreibt uns: Aach einem Deschluß der deutschen UnLersitaten ist der 18. Januar als der Tag der Gründung des Deutschen Aeiches in Versailles akademischer Feiertag. In einer am 12. (Januar abgehaltenen Sitzung ver° .ichtete die Vertretung der Studmtenschaf. darauf, den Tag. wie eS zuvor beabsichtigt war, durch einen Fac'elzug festlich zu begehen. Statt dessen wurde beschloifen, mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Aotlage so vieler Kommilitonen den Umzug ohne Fackeln stattsinden au lassen und auch zu der Feier der Universität nicht im 'Sagen aufzufahren, sondern zu F u ß z u chargieren. Dafür aber sti.tet die Studentenschaft dem Verein „Gießener Studenten- Hilfe" e. D. den 'Vetrag von 1000 Mk.. desgleichen zur Errichtung einer würdigen Gedacht- n i s t a s e l für die gefallenen Kommilitonen der Alma mater die Summe von 1000 Mk. Dieser Deschluß der Studentenschaft wird in weitesten weisen der Dürgerschaft volles Verständnis und Anerkennung finden, und eS ist w erwarten, daß. wenn demnochst der Verein ^Gießener Stüde n t e n h i l f e" sich an die Dürgerschaft mit der Ville um finanzielle Unterstütz rna we rdet, viele noch einmal so gern die Börse öffnen und spenden werden, nachdem die E udentenfchasl selbst durch den Verzicht auf den kostspieligen Fackel^ig gezeigt hat, wie auch die wenigen bemittelten Studenten aerne bereit sind, zugunsten ihrer notleidenden Kommilitonen ein Opfer zu bringen Die Aot unter der Studentenschaft ist größer, als viele noch heute zsu alauben bereit find. Das Studentenheim, daS seither noch imstande war, den Akademikern ein verhältnismäßig Icrbach. Jan. Aach guter alt« ersten Male In bleiern amur eine Dinter« it ^todg',e«ilne be? en-Clubs nach bau bieser 3u'ammenfunfi feier üerbunben, wobei strebe halten tölcb. d Nheinhcsseu. . X, 13. San. TSeaen u n g tvllide durch das ^abrllant 2. 6 t off- traft von 70000 M. / er bie Steuer nach- ufet auf oorsägliche MrMnziehMtz. . Darmsladi, 13. An. 1 gesamten Personals otheke auf mehrere erden. Dir Dorslanb bt6 W reins vom Vvgels- j, hll bereit? nahezu 2X ich folgenbetma'en zu- (er. 1. iy.hr un» I. ** Aofmann. 1. 2 Mse'toari Maye Danbemeister. Kar epud, Oller. nnWfldtM®1 fite Ml »“•“TA” :pfHS ®c et @1 L Spab ium ‘t^tibiS mmer wieder L Teil. l , Sträfllngsketten 9 2. Teil 497 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 15. Jan. 2. nach Epiphania. Kollekte für die evangel. Gemeinden in Oesterreich. In der Stadtkirche. Vorm. 9'2 Uhr: Psanass. 'Decker. 11: Kinderkirche s. d. Markus- gem.: Psarraff. Decker. Adds. 5: Pfr. Mahr. — Montag. 16. Ian., abds. 8: Vereinigung d. fon- firm. weidl. Jugend d. Markusgem. — Dienstag, li. Ian., nachm. 4: FrauenmissionSverein. — Donnerstag, 19. Jan., adds. 8: cuiamnrnlunft d Frauenvereins d. Martusgem. — 3n der Johan n e s k i r ch e. Vorm. 9-/2 Uhr (zugl. Mili- tärgottesdienst): Pfr. Llusseld. 11: Kinderkirche f. d. Iohannesgem.: Pfr. Ausseld. Adds. 5: Pfarrasflst. Muller. 7>/<>: Verei.tigung d tonf. männl. Iugeird d. Iohannesgem. — Montag, 16. Ian., abds. 71/2: Iugendvereinigung d. Lukas- gern, (weibl. Abtlg ). — Freitag, 20. Ian., abds. 51/2: Vereinigung d. tonf. Mädchen d. Johannes- Dr. Bahrs Zahnpulver „Nr. 23“ von» Zahnarzt verordnet, daher TOD „das rechte Zahnpflegemittel“. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. Spröde u. rote Haut teufipringrn der x'ftnöe u. drS Gtstchl», Wundsein u. unrein. Teint I a n p o m DstieS beirl Ifit lofort LCUUI will bewährte tzautpfleqemtttrl erdaltrn Tie fibfraO, wo Die die bdannie Lht»robo..t» Zahnpaste tauien /-coni"^ H Stadttheater Lettnng: H. stelogoetter. Lonntaa. 15. Mannar: Aus;er Abunnenient. Sie MrirW. Aniana S'/g, Ende 6 Uhr. Börleßfieier Wn'nng 7, Ende 9 U6r. Ticn»tnn, 17. hnnitdr: 13. Ticn*tn>cht ausgeschlossen, unter 0456 an bin eiger erbeten. verkauft mein IvchchW itt ca. 2000 Stück tern, Türen sowie ir auf Abbruch, n erbittet küdöingrhachu Stehen. 507D K S : 100 Gramm itei füt , 52 Weihstück Brauftüto ir aücrbeüer Vabntatf n bdtoiiem Aettacbali n öijier ^titebinfel! fiel? au haben 111237c »WM. MM .WilMerM nhaare ft/ fieln Vaben ®otss«^b Erfinder «attwöie*** gftS ®“ii? "S «'«“? nodin | ortnwi»w । -—.— Stajtth* ' Liit6”?;. |5. Nan»". *w» «„Miifl- Januar ?lbon,‘'ül ‘ hSÄ*. ^anu"»' W^Ilbr. •'< WU --OS- Jetzt ui « Zelt. Ihrem Kln« Med. Lebertran I oder Emulsion zu gflCen. in der | (n bester Q«"«' treezptiu 9U.H Samstag. U. Januar 1922 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zweites Blatt Nr. 12 (Nachdruck verboten.) 3. Fortsetzung. ich!' (Fortsetzung folgt.) Die Vlüchermchten. Roman von HannsvonZobeltitz. Schutze von Atocl Gendarmen und des Poltet» diener- das Rohr gelegt werden. Auch jetzt kam es zu heftigen Auftritten, in deren Verlaus V. een Polizetdiener in das Gesicht schlug DaS Schöffengericht Q3ilbel (ritte iun deshalb wegen Beleidigung und Wider st ands gegen die Staatsgewalt zu 500 Mk. Geldstrafe und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Seine Be- Aus Stadt und Land. (Sieben, den 14. 3an. 1922. Dademeeum für— Zigarettcnraucher. In Zeiten, da das Rauchen noch nicht so allgemein war wie heute, wo diese Kunst ja eigentlich schon „angeboren" ist, gab es genaue Anweisungen, die nicht selten den Titel „Vademecum für Raucher" führten. Auch heute aber sind solche „Gebrauchsregeln" noch nicht überflüssig, und besonders dem Zigaret- tenraucher liehe sich manches Beherzigenswerte sagen. Die meisten Zigarettenraucher rauchen zu viel und zu schnell; sie verlieren dadurch den wahren Genuß, den der geliebte Glimmstengel vermitteln kann. Wer 10 Zigaretten am Tag raucht, wird mehr davon haben, als derjenige, der 20 Stück in die Luft pafst, denn der „Kettenraucher" stumpft seine Geschmacksnerven gegen das Aroma und die Güte des Tabaks ab. Ein Fachmann gibt deshalb die folgenden Ratschläge: Man rauche nicht sofort beim Aufstehen, man rauche nicht unmittelbar vor dem Essen und während des EssenS, denn der durch den Geschmack der Speisen beeinflußte Gaumen kann das Aroma des Tabaks nicht würdigen. Man rauche langsam. denn durch das rasche Verbrennen der Zigarette verschwindet der Geschmack. Man stecke sich die Zigarette nicht an Wachslichtern, an Petroleum- oder Gasflammen an, weil diese das Aroma vernichten. Man rauche weniger Zigaretten, aber dafür gute. Die billige und schlechte Zigarette enthält grünen ■mb unreifen Tabak, der viel mehr Rikvtin besitzt als die teuere Zigarette. Man rauche nie Zigaretten in einer Spitze, weil das dem Aroma schadet. tiefen Ohrenwangenstuhl zurnckfallen. Ihm war's wohl, als hätte er eine Schlacht geschlafen and nun des Sieges gewiß. Za, er schmunzelte trotz des Stöhnens sogar und lächelte: wie matzte die gute Giesen sich freuen! Das war nun freilich ein Trugschluß, dem aber vielleicht sogar brr wackere Gneisenau verfallen wäre, wenn Blücher ihn hier als General- ItabSchef zur Seite gehabt hätte. Zuerst satz Matter Giese wie ein Bild von Stein. Dann zapfte sie an den Haubenbändern rechts und links und stietz heraus: .Dte mchts- natzige Göhre!" L . „3a, aber wieso denn, Frau MuhmeT fragte verwundert der F ldmarschall. (5H da soll man srch nicht suchten, wenn solch'dammes, freches Göhr hinter dem Rucken der Matter solche Geschichten eitfa eit?!“ „Ole, Frau Muhme, das ist doch mcht P schlimm.' D.e liebe Zagend —" Äch was! Zagend hat feine Tugend! Ich werd's ihr aber anstreichen, dem Fiekchen. Kenn ia den Herrn Hauptmann von Rsblitz gar nicht. Aber ich kenne ihn. Ist ein honetter Herr, hat auch etwas Fortune. Wär' ich >onst her- gek ommen 7‘ Madel! Möcht' nur wissen, wo sie ihn kennen gelernt?" He nun. Mahnte Giese. Wie sich junge Leut- cten kennen lernen. Bei RIarwttzens, denk ich. Und werden sich aus der Promenade gesehen und aetroffen and allerlei parliert Haden. Ta ist die Liebe gekommen. Wie das so geht, Muhme Giese. 3fi ja das richtige Techtelmechtel! Meine Tochter! Do soll doch gleich die Schockschwerenot dreinschlagen. Gott verzeih' mir, wenn ich fluche.' Indem ist die Matter eingetreten. Hat erstaunte Augen — graue Augen, in denen immer etwas wie Feuer unter der Asche gew sen — und Hm! Hm!" gemacht and dazu eine tiefe Verbeugung: .Herr Feldmarschall — Eure Durchlaucht —" , , .... Toch> Durchlaucht waren noch gar zu beschäftigt Waren nämlich mit Sporengellirr die Reihe wieder herur.t rg schritten, hatten fest am rechten Flügel die aschblo.rde Sophie auf die Backe geklopft, gemeint: .Gib "tal dein Göhre. Ich hab' was Heimftch-s für dich. Unb hatte wirklich ein paar Worte in die rosige Muschel geflüstert, also datz die Sttrn und gleich auch das ganze Ge'icht bis unter die Stirnhaare sich in Blut tauchte. Dann erst wandt«-er sich und sagte: „Ah - die gnädigste Frau Mama. Kützte ihr chevalercsk die Hand: .Ich freu mtr. Sie wohl zu sehen, Frau Muhme." Alrtb da ei könnt' er sich der Erinnerung nicht erwehren, wte sauer die strenge Frau es oft dem guten Gte.e gemacht hatte, u cd dachte doch: .Ist ei e B.ava i Hat sich wacker mit der vielen Kindern Durchgeschlagen. Hat 's noch jetzo schwer genug. Frau von Giese hob sich von ihrem ttefen Knicks, hatte Haltung, kerzengerade wie ein Grenadier. Lietz ihre Augen über dte Mabels g.ei- tcn. „Hvsfe. Euer Durchlaucht sind die Ktnder nicht lästig gefalle1'?“ .Datz mich Gott bewahr. Hab' mein Lebtag lolch" hübsche Dinger gern gehabt. Sind ja zum hingen oder um Dergnügungen geschlossener Gesellschaften handelt. Cs ist daher zwecklos, ber- artige Gesuche einzureichen. Landkreis Gießen. * G a r b c n t e i ch. 12 Zan. Die Liga zum SchutzederdeutschenKultur veranstaltete hier einen zweiten Vortragsabend. Herr W e n - d e l sprach über das Thema „D i e s a l s ch e R e ch» n u n g“ und beleuchtete in trefflicher Ausführung die Auswirkung des Versailler Vertrages auf unsere Feinde. Die Ausführungen fanden reichen Beifall. Daß die Zuhörer mit den Destrebunaen der Liga einverstanden waren, wurde durch Den Beitritt fast aller Anwesenden zu der schon bestehenden Ortsgruppe erwiesen. Wenn genügend Teilnehmer (30) zusammen kommen, soll für den Rest des Winters noch ein Vortragskursus eingerichtet werden. Kreis Schotten. Fi Laubach , 12. Zan. Der Zwe ig - v e r e i n Laubach des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt auf dem Ramsberg er. e eindrucksvolle Feier zum Gedächtnis des Marschalls Rikolaus Grasen Luckner ab, der vor 2C0 Zähren zu Cham in der Oberpfalz (am Bayrischen Walde» geboren ist. Zu Ehren de? terübmten Heerführers wurde ein Gebent - ft e i n mit den Tarnen der beiden Feldherren (Luckner und Diesbach) und dem Datum der Schlacht bei Laubach (21. März 1761) geweiht Inmitten der I sch.ist sind zwei sich trea\em e Degen eing g oben. Au erbem würbe e.ne eherne Tafel geweiht, geftiftet v-m V H. C. Laubach: sie wurde auf ber Friedrich, hu: te gegossen unb an die sog. Luckner-Eiche mit ent- sprechender Inschrift geheftet. Pros. Dc. R o e schen hielt bie Weiheiede. Er begrünte zunächst die Anwesenden, insbesondere herzlich den als Vertreter der Familie erschienenen Graten Rikolaus Luckner (i-i Gettenbach bei Gelnhausen anfällig). Er ist ein Hr-Urenfcl Gefeierten. Sodann führte er die -Befeu- turtg des Ma schalls als H erführer aus H er unter dieser Eich? habe C' gestanden von h er aus die Schlacht an ber Spitze von 4 hessischen Grenadier-Bataillonen unb 15 Schwadrorei siegreich geleitet. Ein Volk, das so bedeutende Kriegs- Helden hervorgeb-acht habe, könne auf die Dauer nicht ohnmächtig bleiben. Durch Tüchtigkeit l>ibe sich Luckner aus einfachen Verhältnis en empor- gearbeitet, und so werde auch das deutsche Vuk wieder hochkvmmen. Sodann übernahm Beigeordneter Diehl namens der Gabt den Geder.kstein und bie Tafel in ben Schatz der Gemeinde Hierauf bankte Prof. W e i h b a r t im Tarnen des B H E. dem (Sia en zu Solms-La ibach für d e Stiftung des Gedenksteins, der Stadt für bie Stiftung der Dank unter ber Eiche, sowie Pr>f. Dr R o e s ch e n für bie Anregung und An- ordnung ter Feier. Der gemeinsame Gesarg- Deutschland, Deutschland", wobei sich die Häupter entblößten, beschloß bie erhebende Feier: D. Aus demVogelSberg, 13. 3an. Ebenso seltsam wie der vergangene Sommer scheint sich der Winter anlassen zu wollen. Das T a u w e t t e r, das in der vorigen Woche so überraschend schnell einsetzte, war von kurzer Dauer. Rach wenigen Tagen trat F r o st ein. Und über Rächt hat die Ratur chr winterliches Gewand angezogen. Für den Schlitten- Verkehr auf den Landstraßen und die Sportfreunde, die das LandschaftSblld beleben, dürfte die Schneedecke allerdings noch etwas Vorträge für Lehrer und Lehrerinnen an der künftigen Mädchen- fortbildungöschule beginnen Montag, den 16 l.M unb finden Montags, Mittwochs und Freitags von 3-6 Uhr fottlausend m den nächsten Wochen statt. Die für Montag und den geprüften, aber noch nicht dienstlich verwandten Anwärterinnen für den Berus der technischen Lehrerinnen ist der Besuch der Vor düngen gestattet, soweit noch Platz vorhanden ist. Oie-batte ein dunkllrotes Gesicht. Und auf ber Stirn des Alten schwollen bie Falten. Mil Permission, Frau von Giese Sie Hnb’la ganz fuchtig ... um nichts unb wieder nichts. Ist doch ein ehrenvoller Antrag. Dafür bürg' ich!" „Ich dank' gehorsamst! Da könnt' ja jeher kommen —“ Der von Reblitz ist nicht 'n jeder, trägt des Königs Rock Sie hatten beide sich in Zorn geredet Der Fürst stand auf, begann im Gemach aus und ab zu schreiten. Auch sie erhob sich, tat das gleidje. Ein paar Minuten lang liefen sie im engen Raum immer aneinander vorüber. Dis er endlich wieder fleben blieb. .Also, Muhme, scheint mir. Sie mol- len nicht. Haben Sie denn einen vernünftigen Grund?" .Einen — ein Dutzend. Durchlaucht — auch mit Permission gesagt. Erstens halt mir bi« Heimlichtuerei, die verdammte, nicht. Zweiten« in bie Göhre zu fung zum Heiraten. Knapp neun- zehn. Drittens: ich lass' mir nicht in meine Töchter hineinmanschen . . .“ „WaS? Hineinmanschen? Das versteh' ein andrer." „3fi doch ganz klar. Ich geb’ sie nur der Reih nach fort. Dem Alter nach. Hat mein 3)err Vater lelig auch so gehalten, unb wir nvren auch vier Mädels unb finb alle noch rech^e-tm un et bie Haube gekommen. Ordnung muh I K Wf könnten ber Herr Feldmarschall besser willen als * Kirchliche Dien st nachrichten. Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Rau zu Altenstadt zum P arrafiiftenten in Groß-U.mstabt (erste luthe-ische Pfarrstelle): Pfarrassistent Schäfer zu Gadernheim zum Pfarras istenten in Vilbel: Pfarramtskanbidat Blum zu Darmstadt zum Pfarras istenten in Gadernheim: Psana fiftent Dauer zu Larnveriheim zum Pfarr.^rwalter in Wallenrod Pfarramtskandidat Paul Becker zu Darmstadt zum ersten Pfarrassistenten in Gießen, Pfarramtskandidc^B e r n b c d ?u Groß-Umstadt zum Pfarrverwalter in Mainz (Zohannis- gemeinde): Pfarramtskandidat Brandau zu Gießen zum Pfarras istenten in R^eder-Ingel- beim: Pfarramtskandidat Delp tr Rüsselsheim zum zweiten Pfarrasiistenten an ^er Martins- gemeint« zu Darmstadt: PßKrramtSkandidat Grießmer ;u Staden zum Pfarras i’lenten des Kirchspiels Michelstadt (mit dem Wohnsitz in S'einbach): P arramtskandidat Sto r ck zuUeberau zum Psarrverwal er in Kirtorf: Pfarramtskandidat Wehe 1 zu Rauheim zum Pfarrassistenten in Ai Heilgen: Pfarramtskandidat Driegleb zu Groß-Umstadt zum Pfarrassistenten in Griesheim, Dekanat Darmstadt: Pfarramtskandidat G u y o t zu Heppenheim a. d. B. zum Psarrassi- ftenten in Bad-2lauheim: Pfarramtskandidat Müller zu Gießen zum zweite i Piarrassisten- ten an der vereinten evangelischen Gemeinde Offenbach: PsarramtLtindidat Wih mülle r zu Hergershausen zum Pfarrassistenten in Bischofsheim? Pmrramtskanbibat Dehlinger zu Wei- leihof zum Pfarras istenten in Mümling-Grum- bach: Pfarramtskandidat Bohn zu Laubach zum Pfarras'istenten in Worms (Luthergemeinde): Pfanaflistent Lenz zu Rieder-Inge h-im zum Pfarrverwalter in Watzenborn: Pfarrasllstent von der Au zu Reu-Isenburg zum Pfarrverwalter in Reichelsheim (zwei'e Pfarrstelle): Pfarrverwalter Söbler zu Ridda zum Psarrassistenten in Reu-Ifenburg: PfarramtLkandidat Kornmann zu Darmstadt zum Verwalter der Zugendpfarrei in Offenbach: Pfarramtskandidat Fritsch zu Ober-Ramstadt zum Pfarrassistenten in Lampertheim: Pfarrverwalter Ackermann zu Grohsn-Linben zum Pfarras.istenten in K ein- Ctnbcn; Pfarras istent Rau zu Groß-Umstadt zum Pfarras i."leiten in WormS: Pfarramtskandidat Georg B e ck e r zu Alzey zum P'arras> istenten in Rhein-Dürckheirn: P arramt-llaididat Turck zu Bobenheim zum Pfarrverwalter in Hoch- Weisel: Pfarrassistent Ramge, zuletzt in Gießen, zum Pfarrverwalter in Ilbeshausen. Verbot karnevalistischer Veranstaltungen. Mit Rücksicht auf den- Ernst und die Rot der Zeit ist auf Anweisung des Ministeriums des Innern auch in diesem Zahre Gesuchen um Zulassung karnevalistischer Lustbarkeiten, wie Kapvenabenden. karnevalistischen Konzerten, Maskenbällen, nicht stattzugeben, und zwar einerlei, ob es sich um öffentliche Veraustal- Turnen, Sport und Spiel. - Lokaltreffen S. E. 1 900-V.f.B. mit den unteren Mannschaften. Am nächsten Sonntag treffen sich die zweiten und dritten Mannschaften des V. f. B. auf ihrem Sportplatz Trieb mit ihren Lokalnvalen S C. 1900 in den Meisterschaftsspielen der A- unb uuv A ^,UUi,cll W|üllyluo TClu^iu. ft-Klas e Di? an der Tabellenipche marid)icrcnbcn I ..ufyng Dar insofern von Erfolg, als bie Sirasen V f. B.-Mannschasten treffen auf einen Harten 200 Unb 1500 Mk ermäßigt wurden. Gegner, es wirb also spannender und guter Sport Gietzcner Strafkammer. Gießen, 10. Zan. Dn Pvstaushelfer Franz F. von Butzbach hatte im September und Oktober 1921 mehrere Briefe, die ihm teils zum Austragen an die Adressaten übergeben waren und die er teils | auS dem Sortierschrank des Postamts entwendet hatte, geöffnet und die darin befindlichen Dollarnoten sich angeeignet Andere Briefe, deren Eröffnen ihm nicht nachzuweisen war, hatte er hinter einen Schrank geworfen, wo sie später gefunden wurden. Mit Rücksicht auf sein Ge- ständnis und seine schwere Kriegsbeschädigung anderntells unter Erwägung des Umstandes, bah bie Allgemeinheit ein erhebliches Jnteres'e daran hat datz derartige Amtsvergehen unterbunden werden, wurde er zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt Das Schöffengericht Gießen hatte am 23.10 21 zwei Verkäuferinnen eines hiesigen Ausstat- iungsgeschäfts wegen fortgesetzten D i e b st a h l e zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt Ihre Berufung. die unter Hinweis auf ihre Zugend. Unbeftraftbeit und Verführung durch bie ebenfalls verurteilte Anstifterin und Hehlerin, ihr Geständnis und den von ihnen geleisteten Schadensersatz eine mildere Strafe bezweckte, wurde verworfen: die Strafkammer hielt bei dem hohen Wert der gestohlenen Sachen und dem groben Vertrauensmißbrauch dem Geschäfte i.i Haler gegenüber bie Strafe für angemessen Dem Schweinehändler V. von Vilbel waren 3 Zimmer semes Hauses zwecksZwangseinmietung beschlagnahmt worden. Da V. selbst das eine dies.r Zimmer nicht zur Benutzung als Küche einrid)len ließ wurde der Polizeidiener Pfeifer beauftragt, einen Arbeiter, der bas Wasserleitungsrohr in dieses Zimmer legen sollte, zu beg'eiten unb dafür zu sorgen, daß dieser die Arbeit ausführen könne. Infolge des ungebärdigen Benehmens des Ange- fiagten unb seiner Söhne mußten Polizeibiener unb Arbeiter sich aber unverrichteter Sache wieder entfernen. Im Laufe der Auseinandersetzung äußerte D.: »die ganze Sache komme von d^n Zigarettendieb auf dem Rathause". Am Rachmittag desselben Tages konnte dann unter dem schädigten in Opvan. M— <— >» ■ 'Küsten Hab s auch gleich besorgt. Za. and allo' ich hab' mit ber Frau Muhme unter vier Augen was zu besprechen . . So geht in das Schlafzimmer!" sagte sie. Unb" der Feldmarschall. Fürst und Durchlaucht sagt: „Pascholl!" Sie stoben bat»n,_ wie eine Schar Hummeln. Rur datz an ber Tür der eine Zwilling, die Sophie, noch einmal stehen b.iev, ihre Kornblumenaugen noch einmal auf den Alten richtete unb noch immer b tlend die Hande hob. Wollen Du. chlaucht gnäbigst Platz nehmen. "Rack Ihi en, Frau Muhme." So saßen sie denn beide. Die Frau auf dem Kanapee, der Feldmarschall gegenüber auf dem einzigen Lehnstuhl. Er hatte ben Hut abgelegt. den Husarensäbel zw schen die Knie genommen; darauf lagen bie festen Hände anb er streifte langsam, sehr langsam die waschledernen Handschuhe ab. Es sah fast aas. alL suche er em weniges nach ben passenden Worten. ,3a allo," begann er enblich. „bie Frau Muhme wissen's: von ben Diplomatikern anb solchem Gelichter haft' ich wenig. Sinb Schwinb- ler anb Betrüger, wie sie anjetzo wieber in Wien zur Genüge betocilen tun. Komm' aber doch heut' in so was wie ’ner biplomatischen Mission." Run ist er schon am Ende, streicht sich über ben Schädel, zwirbelt am weißen Schnau.bart. Fängt nach einer Delle wieber an. „Kann unb will nicht viel Worte machen, 5rau Muhme!" Steht auf, steift sich in Positur: „Also . . ia . - - ick bitt als Fürsprecher für den Haup mann von Reblitz um bie Hanb von Fräulein Sophie von Giese." Sprach's. stöhnte ein weniges, ber Marschall Vorwärts, unb ließ sich schon wieder in ben gewonnen sührungsbestimmu naen zumS n ( o m • ~ Fußba11 - La nder kam inensteuergesetz. Aus Grund ber 63. 68. kommende Sonntag bangt zwei Futzvalltrenen un^ Absatz 2 ber AuSfuhrungSbestimmungen von internationaler Bedeutung In ® 01 o m b e 6 bad Landesfinanzamt. Ab e.lung für Besitz- stehen sich die Rationalmannschaften von Fran k- Derkehrssteuern zu Darmstadt zum Enlom- reich und B e l a i e n und m M a , I.a nib 0e I n€nf(CUCCgCfe^ im Einvernehmen mit der Landes- von O e st e r r e > ch u n d I t a l t e n im Kampf rcgierung angeordnet: 1. Die steuerlichen 2In- gegenüber Lest erreich trittmtt folgender Mann- j Mmeldungen nach §§ 6Z unb ?0 ber Ausschaft an: Ostrtzek (Hertha). Beer (o. I fübningebeftimmungen zum (Sinfomm n teucvgcfejj (Vienna): Geyer (^^teure) sind mit den polizeilichen An- und Abmeldunaen $ur2 %’cnnK?'mÖeit> ' \ 3U verbinden. Es gelten für sie die gleichen Kuthen (Raptd), Reumann (WAE.), Gutti (Ama ^r^ten ^nd Formvorschriften wie für bie polizei- teure). lichen Meldungen Die Anmeldungen müssen je- — Zum Ha ndballkampf Dresden enthalten: a) Rame des Zuziehenden, b) sein Berlin am Sonntag in ber Relchshauvtstrbt ^^heriger Wohn- ober Llufenthaltsort. c) jetzige fleben nun auch bie Dresdener Mannschaftsauf- d) Stand ober Beruf, e) Geburtsort stellunaen fest Sie lauten: Man ner: Schreiber unb @eburtgtag, f) Zweck des Aufentha ts. ß) An- (Brandenburg) Aomprecht Hofmann (Guts Finanzamts, von dem er für da- lau- Muts): Rademacher (Brandenburg). Papsdorf Rechnungsjahr zur Einkommensteuer ber- (Guts Muts), 2llger (Dres^nsia): Hempel(Dres- worden ist. Bei Abmeldungen ist ber Ort benfia), Böhme, Girsch (Gifts Muts), Haase, ^zugeben, an dem der neue Wohnsitz ober 5robbte (Dresdensia). — D a n Reubert Aufenthalt genommen wird Meldungen können (Dresdensia): Falke (Dresdenfta). Pils(Branden- ^aushaltungsangehörlge durch ben Haushai- bürg); Moßbach (Radebeul) Muller(Dresdensii). tungsvorsland erfolgen. In allen anderen Fällen Schreiber (Brandenburg): Gerstenberger (Aade- von dem Meldebf sichtigen selbst vor- beul), Peschel (Brandenburg), Settmann, Lale- .^nehmen.— 2. Die Meld behörden haben Dobbel- mann (Dresdensia), Deumer (Radebeul). stecke der An- bzw. Abmeldungen an da« zuständige Finanzamt innerhalb eines von diesem näher zu bestimmenden Zeitabschnittes einzu- reichen. Gegebenenfalls sind Fehlanzeigen zu erstatten. Die Finanzämter bestimmen für ihren Dienstbezirk, daß bie Dvbbelstücke ber An- und Abmeldungen entweder wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich bei ihnen eingereicht werden. Die Finanzämter ordnen weiter an, für welche Gemeinden ihres Dienstbezirks die vorgenannten Mitteilungen der Meldebehörden aegebencnsatts in Listenform erfolgen können Die Vordrucke hierfür (Muster 23 und 24 der Aussührungsbestim- mungen zum Einkommensteuergesetz) können die Finanzämter von der Dordruckverwaltung beziehen. Die Finanzämter setzen bie Gemeindebehörden ihres Dienstbezirks von ihren Besllm- mungen und Anordnungen in Kenntnis — 3 Von ben Meldungen nach §68 der Ausfuhimnasbestim-, mungen zum Einkommensteuergesetz, bie Anmeldepflichtige innerhalb 3 Wochen bei ber Gemeindebehörde zu erstatten haben, hat bie Gemeinde- behörbe Doppelstücke dem zuständigen F.nanzamt einzureichen. Wegen des Zeitpunktes ber Einreichung gilt hier bas zu Zisser 2 Gesagte. zu bünn sein. Starkenburg und Rheinhessen. e. O f f e n b a ch a. M., 12. Zan. Veranlaßt durch das sprunghafte Steigen der Vieh- preife hat die hiesige Fleifcherinnung eine erneute Erhöhung der Fleischpreise eintreten lassen. Von heute ab kostet Ochsen- und Rindfleisch, Kalbfleisch und Hammelfleisch je 18 Mk. pro Pfund. Da der Mangel an Schlachtvieh immer stärker sich bemerkbar macht, soll versucht werden, Gefrierfleisch einzuführen, wenn solches zu angemessenen Preisen erhältlich ist. Hessen-Nassau. e. F r a n k f u r t a. M., 12. Zan. Der hie- sige Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Clubs veranstaltete in seiner Mo- natSversam-nlung eine Sammlung, deren Er-« trag in der Höhe von 300 Mk. zur Beschaffung, notwendigster Bekleidungsstücke fürbedurs- tigeSchwesternauSOberhessen ver- wandt wurde, die zur Zeit im Krankenhause liegen Die Sektion Offenbach a. M. spendete den Bettag von 200 Mk. für die Be- geboten werden. ,cha7. g® flU= n b i e° "e <6 n,« i V 5^ ben"am Aus dem Amtsvcrkü>,digunasbl°tt 26 März in Frankfurt a. M. stattfindenden " DaS Amtsverkundigungsblatt VIH Fußball-Lä nderkampf Deutfch - Rr. 8 vom 13 Zanuar enthält: Verordnung beS land-Schweiz gibt der Deutsche Fußball- Reichsvräsidenten - Anmeldung unb Be- Bund die Mannschaftsaufstellung bekannt. Zur schlagnahme von ilrtunben und Wer papleren. Vertretung der deutschen Farben find fast durch- - DaS Meldewesen nach ben Au?ftchrungS- toea Spieler aus Rürnberg und Fürth heran- bestimmungen zum Einkommensteuergesetz. - gezogen worden Der Vormg dieser Mannschaft Vorträge für Lehrer und Lehrerinnen an ber zu- ist ihr durchaus einheitliches Gevräge. Zeder künftigen MädchenfortbildungSschu'e. - Beurei- Spieler weiß genau, was der andere zu leisten bung der Reichslederabgabe. - VersicherungS- imstande ist Das Tor hütet Löhrmann. Die gefetz. — Feldberemigung Holzhetm. - Dienst- übrigen Posten sind wie folgt besetzt: Müller, nachrichten. - Verbot karnevaluitsher Veranltal- Wellhöfer Hagen. Kalb. Riegel: Kreß (Pforz- tungen. - Verordnung über die Einstellung unb beim) Franz Seiderer. Träg, Sutor. Als Ersah- Entlassung von Arbeitern und Aigestlll en wah- mann' ist Eby (Leipzig) in Aussicht genommen cenb der Zeit der wirtschafllichen Demobllmachung Von den sieben bisher ausgetragenen Länder- (Fvttsetzung). treffen hat Deutschland vier, die Schweiz brei Sad Meldewesen nach den AuS- «Sptklpian ver frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 15. Jan.: Spule - Mtrnchen. das Sonntagskind; 7 U&r: Der Grai von Luremburg. Montag, 16 : Der Barbier von Sevilla. Dienstag 17.: Tiefland. Mittwoch. 18. Hänsel und Gretel; 7 Ubr: Der Graf von Luxem bürg. Donnerstag, 19.: Der Schatzgräber. grci aj, 20.: Margarethe Samsiag, 21.: HofjmannS C.° Zahlungen. Sonntag, 22.: Hänsel und Gretel ZUhr. Carmen. MontaL23.: Die Jüdin. Diens tag, 24.: Rigoletto. Mittwoch, 25.: Svule zwirnchen, daS Sonntagskind; Z Uhr: Madame Butterfly. Schauspielhaus. Sonntag, 15. Jan.. Dathan der Weise. Z Uhr: Turandot, Prinzessin von China. Montag, 16.: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. DienStag, 17.: Himmel und Hölle. Mittwoch. 18.: Himmel und Hölle. Donnerstag, 19.: Die lustigen Vagabunden. Freitag, 20.: Penthesilea. Samstag, 21.: Die Marquise von ArciS. Sonntag, 22.: Vorm. 11 Uhr: Epos und Mythus der Bibel; 3V2 Uhr: DaS Rotkäppchen; 7 Uhr: Die lustigen Vagabunden. Montag, 23.: Dathan der Weise. Dienstag. 24.: Der alle Dürgerkapitän. Mittwoch. 25.; Die luftiucn Vagabunden.-- • Wiederaufnahme deS Ueber- lveisungSverkehrS nach Rußland. Wie uns mitgeteilt wird, ist die DiSconto- Gesellschaft von jetzt ab in der Lage, Geldüberweisungen nach dem Gebiet der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjet-Republik auszuführen. Die Ausführung der Aufträge erfolgt durch die neuetablierte Russische Staatsbank in Moskau, welche die Reichsmark zu ihrem jeweiligen Ankaufskurs für Vista Berlin in Sowjet-Rubel umrechnet. Der Kurs wird nach Berlin täglich oder, so oft eine Aenderung eintritt, bekanntgegeben. Berlin. 13. Han Börsen st immungs- bild Die durch den Rücktritt des Kabinetts Briand deutlich zum Ausdruck gekommene unversöhnliche jeder Verständigung und Entgegenkommen abgeneigte Stimmung der franzö tfcpea Kammer läßt naturgemäß den Wert der Verhandlungen von Cannes fraglich erscheinen. Die hierdurch wegen der unmittelbar bevorstehenden Reparationszahlungen geschaffene ungünst-ge Lage Deutschlands bewirkte naturgemäß ein Aufflackern der spekulativen Kauflust, ohne daß aber das Pri- vatoublikum in nennenswertem Umfange sich daran beteiligt hätte. Infolgedessen stellten d e Devisen- und Effektenkurse sich fast durchweg höher. Reu- York erreichte vormittags 195, ohne indes diesen Stand behaupten zu können. Am Wertpapiermarkt toaun die Umsätze anfangs nichts besonders erheblich, doch war der Verkehr weiterhin ziemlich angeregt, als namentlich Kal:- und einz lne Mon- tanpapiere, wie Harpener. Gelsenkirchener,Deutsch- Luxemburger und Rheinstahl, ihre Die gcrung kräftig sortsehten. Hier kamgi die Kurssteigerungen bis an die 100 heran, während sie sonst für die Mehrzahl der Papiere nur 30 bis 50 betrugen. Westeregeln stiegen um 300, Thale Eisenhütten um 400 und mehr. Für Schisfahrts-, Dahnen» und Bankaktien waren die Kur-Veränderungen unbedeutend bei nicht einheitlicher Kursbildung. Arn Moi'tanmarkl erhielt sich die gute Meinung für heimische Anleihen. Dalutarenten zumeist etwas gebessert. Der Einheitskursrncirkt für Industriepapiere scheint, soweit bei Abfassung des Berichtes übersehbar war, freundlicher veranlagt zu sein. Frankfurt a. M., 13. Jan. Börsen» stimm ungSbild. Zur Diskussion stand heute der Rücktritt BriandS. Durch den Rücktritt BriandS hat die Konferenz in Cannes ein vorzeitiges Ende erfahren. Die Börse bewahrte durch dieses eingetretene politische Ereignis eine bemerkenswerte Ruhe. Das Anziehen der Auslandswerte im Frühderkehr bot MarLnotierungeir. — 3722, 14. 1, Schweizer Franken 100 Kr. --- Mainzer Produttenbörse. auf der Berlin 1-Uhc- 1-Uhr- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs 850,50 905, 3GU, 290, 920, 720, 835, 100 Fl. 100 Mü 100 Kr. 100 Kr. £ L. 1340, 780, 100 1 100 100 100 100 IM 7 65 6 66 -,55 2,75 1,44 2 67 31,87 2,16 690,- 680,- 6F4,- 720,- 10 5,- 660,- CbO, - 517, - 75,50 692,- 6,42 306,35 30,14 63,>0 125,15 7,91 6,50 — ,53 0,38 305,65 30,06 63,40 124,85 Cannes. 13. Ian. (WTB) Drr Sonderberichterstatter des »Petit Paristen" in Eanncs 6,13 23^,20 29,22 60,15 122,35 Kr. - r = Kr. 13. 1. 77,50 88 - 104,25 71 75 433 - 450,- 299 - 280, - 470,- 412- .'.,17 238,90 2 .-,28 60,35 122,65 Dörsenkurse. Fcantsurt 12. 1. 77,50 88 60 104,60 71 10 41875 42 3)0 - 285,- 475, - 420 - Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien. . . . London. . . Paris. . . . Aeuyork . . v. Bergmann 6 Co., Radebeul, beste mtlcbsewlfÄi I. zarte, weisse Haut und schönen Teint. Überall zu haben. 8,1 - 950,- 5.0,- 56,- 655, - 980,- 600,- 625, — 503 - 76,75 660,- 229,- 12. 1. 77.50 88 - 103,- 71, — 414 - 412,- 287, — 280,- 480,- 40),- 312,50 300,- 290, - 899,— 710,- 8 0,- 848 - 300 - 29 955 - 740'- 880- 9j1 - 1330 - 740 - 850,- luOu,- 589,- 580,- 690,- 975,- 625,- 639,- 515,- 75,59 880,- 229,- 2,86 1,49 2,85 34 - 2,30 1.7.14. Ar. 125 40 Al. 69.20 Kr. 88 80 Kr. 117 80 Kr. 88.80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 Fr. 125.40 - 23.80 Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag .. Paris London Italien ...... Brüssel Budapest Reuyork. ..... Agram Warschau 18). -u 2.60 0.17 8.20 4 .5) 21.76 22.22 39.90 0.825 516. - 1.60 0,18 180.,5 2.-25 0.17 8.40 42.05 21.76 22.45 40.30 0.825 515.- 1.65 0,17 Brüssel-Antwerpen. Christiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors . . . .. Italien........ London Reuyork Paris Schweiz Spanien Wien (altes) . . . . Veutsch-Oesterr.. . . Prag Budapest Buenos Aires . .. Bulgarien Konstantinopel . . . Datum: S"/, Dtsch. KrieaSanl. 4°,,Dtfch. Reichsanl. Z'/yDtsch. ReichSanl. 4"/n Preuß. Konsols Hamburg-Pakets.. . Rorddeutfcher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Eesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteid. Credttbank. Rationaibank f. D. . Boch. Guhstahlwerke Bud.- Gifenw.-Akt.. D.-Luxemb. Bergw.. 12o0, - 764,- b40,- 925,- 579,- 561,- 648,- 962,- 610,- 600,- 500,50 76,- 660,- Kurs 13.1. 77,50 88,10 104,30 71.10 420, _ 4 0,_ 298, 286,- 470,- 420, - 315,- 300,- 290,- 1015,- 720,- »05,- Gegen Grippe! ^Jhr PALATOL habe ich alt wirkungsvoll nnSvrobieri bei Lctutupscu und Krivve. Sdmiipfcii kenne Id) nicht mehr Ein Orivveanfall, Zuerst in beiden Beinen, dann tm Cbevtöruev un) -Patö. wurde durch ittgliche Einreiliuna von Brun, Nlicken und Beinen in 2 Taaen behoben. (Jin (ttrtppe- ausall meiner ttrau war in 4 Tagen Wey.* Balaiol au haben in Anotheken, Drogerien ititb Resornihänsern. Flasche M. 12.—. 498o Oberschl. Eifenb.-B. Ooerfchlef. Eisenind. Phönir-Bergb.-Akt. Bad.Antlin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Clektr.-Ges. . . Feiten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4“ „ Hest. Staatsanl. Electron Griesheim Dische. Vereinsbant Züricher Devisenmarkt, n. i. politische ßagc zurückzuführen ist. Im allgemeinen war die Geschäftstätigkeit gering, da sich der Handel in allen Artikeln abwartend verhält. Es wurden per 100 Kilo notiert: Weizen 740—Z85, Roggen 600—630, Hafer 600—630, Gerste 740 bis 775, Futtergerste 650—700, InL Weizenmehl 0 1300, int. Wciwnmehl Spez. 0 1175—1200, Weizenmehl mit Auslandsme)! gemischt 1225—1275, Roggenmehl ZOproz. 825—850, Wetzenkleie ohne Sack 420—450, Roggenkleie ohne Sack 420—450, Mais 750—830, Maiöschrot 760—820, Futtermehl 500—520, trat Luzerne 5000—6500, Provencer Luzerne 6200—6500, Üal. Rotklee 5500—6500, InL Rotklee 6000—7000, deutsche Linsen 1600, weiße Bohnen 1050, Viktoria-Erbsen gesch. 1200—1300, Viktoria-Erbsen ungeschält 950—1050, Burma- Reis II. 1250—1300, Ha.erflocken 900-953, Graupen 1000—1200, Wiesenheu lose 350—4C0, Kleeheu lose 420—440, Haferstroh 125—130, Roggen- stcoh 100—120. ---------- Büchcrtisch. — Danziger Handels-Adreßbuch 192 2. Verlag »Der Osten", Verlagsgesellfchaft m. b. H.. Danzig. Lanzenmarkt 15. — Kleine Leute Sech,iz heitere Künstler- bilder aus dem Ktnderleben. Gingeleitet von Martin Lang. Verlag von Julius Hoffmann in Stuttgart. — Die bunte Welt des Kindes ist es, aus der die von hervorragenden Künstlern gefertigten Bilder die drolligsten Geschichten erzählen. Heimann Kaulbach, Desreg-er. Earl Fröschl, Marie Wunsch, Igler, von Bergen, Ludwig Knaus und die vielen andern Maler des Buches haben es meisterlich verstanden, die Kleinen zu beobachten. Alle Freuden glückseliger Jugendzeit rufen ihre Bllder wach. (In einem TeU der Auflage wiederholt.) PoirrcaräS Antwort. Paris, 13. Jan. (WTB.) Der „E'elsior" glaubt zu wissen, daß die Antwort, die P ? t n» c o. r 6 heute dem Präsidenten der R p. blit überbringen würde, die Annahme der Kabinettsbildung sein werde. Die Krise wsrde schon heute abend gelost fein. Vertagung m Tannes? Cannes, 13. Jan. (WTB.) Die deutsche Delegation reist heute abend ab. Datum: 12. Ian. 13. Amsterdam-Rotterd. 66 3,30 666^,70 6983, - 6097,— 1433,55 1436,451 <76, - 1479,- 2322,15 2^27.85 2)87,- 2993, - 3621, 5 3628,65 33 >3,65 3d 16,35 4 05,15 4514,55 4735,25 4744 75 33s, 15 315,85 348,55 34<-5 78 ,7) 712,30 870/5 8 1,85 764,20 765,80 80 ,65 863, <5 18',81 1'1,19 189,56 189,97 1497,50 1506, 0 1 37,45 1540,55 349. ,50 35.'3,5( 3)81,30.1668,70 23,7,30 2/02,70 2b3 ,lö 2342,15 dem Effektenmärkte eine gute Stütze; obwohl sich später eine schwankende Haltung cinstellte — der Dollar schwankte zwischen 1^6 und 190 —, ist zu Beginn eine feste Tendenz zu erkennen. 3m Frühverkehr war baß Geschäft ziemlich lebhaft. Man bemerkte Käufe in Deutsche Petroleum 1725, Benz 680, Gebr. Fahr 445—455, Junge Ufa 680. Mansfeldcr Kuxe 22 000. Rastatter Waggons 695—685, Chemische Rhenania ca. 910. 3n Kaliwerten hielt die Rachfrage an. Die Interessenkäufe in Westeregeln scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. Die Kurserhöhung machte weitere Fortschritte. Aus erhöhter Basis gehen auch verschiedene Montanaktien hervor. Deutsch-Luxemburger hatten regere Umsätze. Scheideanstalt 1450. Auch in den übrigen chemischen Aktien stellte sich Kauflust ein. filetier höher. Auslandspapiere anziehend. Unter den Schiffahrtsaktien wurde Rvrdd. Lloyd lebhafter gehandelt. Die Börse schloß bei ruhigem Geschäft in fester Verfassung. Frankfurt a. M.. 14. Januar. Derliner Devisenmarkt. Geld B.ief Geld Brief stellt die Frage, was die unmittelbare Folge Demission Drtands fei. Die Aitw-rt I - nicht Zweifel ha t. Der Oberste Rai M (c xtoungen, seine Arbeitens unterbreche!' Er könne sie tat ächlich nicht in Abwesenheit eines seiner hauptsächlichsten Mitglieder so t c tzen. Ais Höflichteil fit Dc. Rathenau werd? hi d r Oberste Rat ersahen, sein C po ö ?u d le d:n Aber es fet üb.rzeugend, da) schon füc beule die sranzösilch? Delegation die nötigen Jnsti-uk" ttonen habe und daß der Cb "rite Rat sich entschließen werde, sich zu Verlagen. Einkommenverbesserungen fiic die RelchS- beamt^n und -Arbeiter. Berlin, 13. Jan. (WTB.) Die mehrtägigen Verhandlungen Über die durch die 2se tcuccung weiter notwendig geworden en Einkommen' Verbesserungen für die Bcawten, A'ge' stellte und Arbeiter des Reich'- wurden gcftirn abend im R tchsfinanMi.istermm End.' geführt. Zwischen den Ve tretern der R'gie ung und den Be-auftragten ter Spih)'.ien wurde unter Rückstellung w.'ite gehender Wünsche ein Einvernehmen emuU. A.ich Diäiare, Beamte im Ruhestand, P nstonäre u-.d Hinterbliebene s> Lei an den Verdes eru g'ii ui entsprechender Weise tcttnehmen. D.o R gururg wird bestrebt s ii. dem Reich.t g.' dl.' n twei- dige Vorlage unvemi'glich vor ule, en, so daß sch. Falle der Genhmigu g die ersten Bezüge inDäldezurAuszahlung kommen können Ocsierreichlfch-ungllrische Te h ndlungrn. Wien, 12. Jan. (WTB.) Korr.-Bureau. Die ungarische Delegation traf unter Führung des Ministerpräsidenten Grafen Bethlen hier ein und trat bereits vormih tags mit der österreichischen Delegation zu der ersten Vollsitzung zusammen.. Bundeskanzler Schober begrüßte Die unga^ rischen Vertreter und skizzierte das Arbeits- Programm, das sich im allgemeinen auf die Durchführung des Venediger Protokolls beziehe. Er sprach die Äoffnung aus, daß die Verhandlungen ein den Interessen beider Staaten entsprechendes Ergebnis zeitigen werden und schlug vor, drei Kommissionen für die Regelung der finanzpolitischen Angelegenheiten, für die Eisenbahn-, Verkehrs- und Grenzfragen und für hie Behandlung der finanzpolitischen Beziehungen zu bilden. Drr ungarische Ministerpräsident schloß sich diesen Vorschlägen an uno sprach gleichfalls die Hoffnung auf ein günstiges ^Verhandlungs- ergebniö aus. Ungarn werde das arößtmögu lichste Entgegenkommen in oen Wlrtschafts- fraaen beweisen. Hierauf nahmen die Kommissionen sofort ihre Beratungen auf. yüt 100 deutsche Mark wurden gezahlh; 12 1. 1 Main z, 13. Jan. Die Stimmung Börse war heute allgemein etwas fester, was auf das Anziehen der Devisen und die unsichere Gelfenkirch. Bergw.. Harpener Bergbau. IWO, “ 76", Vertreter: Paul Hetdttndemann, Gießen, Goethestraße 31, Fernruf 665. M behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Infolge Erhöhung der Drvtmehlpreise hat die stLdtifchcLebensmilteloeputaiton in ih-er gestrigen Sitzung die Preise für Brvl und Brötchen mit Wirkung vorn 16. Januar 1922 wie folgt festgesetzt: 1-Pfund-Laib Mk. 1.90, 2-Pfund-Laib n 3.80. 3-Pfund-Laib „ 5.70, 4-Pfund-Laib „ 7 63. Brötchen zu 50 Gramm das 6tud 25 Pf. Gießen, den 14. Januar 1922 565 B Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Arbeitsvergebnng. Für den Erweiterungsbau der Frauenklinikzu Gießen sollen unter Hinweis auf den Mtntsterialerlah vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungsvvrschr.ften die Glaserarbeiten durch öffentlichen Wettbewerb ver- «eben werden. Es kann auf nachfolgende Lose sowohl getrennt als auch geschlossen angeboten werden. LvS 1, Sockel- und Dachgeschoß: 42 Fenster, etwa 55 am, LoS 2. Erdgeschoß: 31 Fenster, etwa 100 qm, LoS 3, I. Obergeschoß: 24 Fenster, etwa 63 qm, LoS 4 II Obergeschoß: 26 Fenster, etwa 63 qm. AngcbotSunteilagen, ke ne Zeichnungen, werden von unterzeichnetem Amte, Stephanstrahe 18, wo die Zeichnungen offen liegen, zum Herstel- lungSpreife abgegeben. Angebote, mit entsprechender Aufschrift und LoSnummem versehen, find verschlossen, Porto- und bestellgeldfrei bis zum 2 0. Januar d. I., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, wo sie In Gegenwart etwa erschienener Anbieter eröffnet werden. Zuschlagsf nft: 3 Wochen. . Gießen den 13 Januar 1922. 543B Hessisches Hochbauamt Gießen. 2. D.: Kuhlmann. Bekannt»,»aclßung. 2luS den slädt. Sandgruben kann bis auf weitei es Sand abgegeben werden: Aus der Grube im Diadtwald nächst der Rodgener Straße am Montag, Dienstag und Mittwoch, aus der Grube unterhalb dec Liebigs- hohe am Donnerstag, Freitag und Samstag. Die Preise betragen ab Grube: Für 1 cbm Mauersand =» 15.— Mk. 1 .. Pu.)sand =■ 18.— „ Gießen, den 12 Januar 1922. 540B Stadtbauamt Gießen. I B. : K ö h l e r. Holzversteigernng^ in der staat.ichen Oberförfterel Krofdorf. Mittwoch den 18 Januar 1922, vormittags um 10 Uhr, weroen bei Dem im Kirschenwäldchen bei Wetzlar auS dem Revier Sloppel- bero (Förster Menger) öffentlich meistbietend versteigert: A. Rutzholz: 43 Eichen-Stämme 2. bis 5. Kl. (meist 3.) mit 27,63 Fstm. 8 Rrn Eichen'Schichtnutzholz 44 Fichten-Stärnrne 2. bis 4. Kl. (meist 3.) mit 29,46 Fstm. 5 Fichten-Stangen 3. Kl. 9 Kiefern-Stämme 3. biS 4. Kl. mit 433 Fstm. B. 2 rennKolz: Eichen: 15 Rm Scheit, 12 Rrn. Knüppel, 640 Rm. Reifer 2.. 300 R-n. 3. Kl. Weichholz: 3 Rm. Knüppel. 210 Rm. Reiser 2.Kl. Radelhol.;: 6Rm. Knüppel. Die Holzstöße mit durchkreuzten Dummern werden nicht versteigert. 4550 Nutzholzverkauf. Die v. Vassavantsche Forstverwaltung Ziegenberg (Poft Duybach) verkauft ca. 230 F st m. Fichten-Dtämmeund -Stangen 4260 gegen schriftliches Höchstgebot. Termin am 21. Januar. Bedingungen und jede nähere Auskunft gegen Portoersatz. Besichtigung erwünscht. Arbeitsveegeimng. Unter Hinweis auf den Ministerialerlah vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungen werden für zw e i WohnhauS-Deubauten in Gießen zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: A. HauS 1. Zimmer- bzw. Schreinerarbeiten: 100 Treppenslusen. 160 qm Bretter- und Caüen- verschläge, 245 qm rauben Fußboden. — Glaserarbeiten: 123 qm Fenster, 20 qm Berglasunaen. — Weihbinde rarbeiten: LoS I äußere Arbeiten: 510 qm Wandpuh 300 qm Oclfarben^ anstrich. Los II Innere Arbeiten: 500 qm Fugenbestrich, 800 qm Deckenputz, 2350 qm Wandputz, 1200 qm Oelfarbenanstrich. — Schreiner- arbeiten: 75 Türen. 670 qm Fußboden, 740 Meter Fuhsockel, 40 qm Fensterläden. — Dchlos- ferarbeiten: 75 Türen anzuschlagen. Jnstallationsarbeiten: 140 Meter galv. Eifenrohr, 100 Meter D. D. A.-Rohr, 6 Klosetts, 40 Meter Gasrohr. — Kanaltsativns- arbeiten: 50 Meter Tonrohre, 2 Hofsinkkasten. B. Haus 2. Zimmer- bzw. Dchreinerarbeiten: 50 Treppenstufen, 175 qm Bretter- und Latten- verschlüge. — Glaserarbeiten: 110 qm Fenster, 20 qm Berglasuna. — Weihbinder-- ar beiten: Los I üuyere Arbeiten: 450 qm Wandpuh, 300 qm Oelfarbenanskrich; Los II innere Arbeiten: 450 qm Fugenbestrich, 680 qm Deckenputz, 1750 qm Wandpuh, 1050 qm Oetf-.itben- anstrich. — Sckreinerar betten: 65 Türen, 530 qm Firhboden 205 qm rauhen Fußboden, 650 Meter Fußsockel, 50 qm Fensterst den. —Schlosserarbeiten: 63 Türen anzuschlagen. — 3 n- stallattonSarbeiten: 85 Meter galv. Eisenrohr, 50 Meter D. R Ä -Rohr, q Klosetts, 30 Meter Gasrohr. — KanaltsationS- arbeiten: 35 Meter Tvnrohre, 1 Revision-» schacht, 35 Meter D. R. A.-Rohr. D 'dingungen. Angebvksunterlagen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte. Stephanstr. 18, erstes Obergeschoß, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebot-Voranschläge können von Mittwoch dem 18. Januar ab, so lange dec Vorrat reicht, gegen Erstattung der Herstellüngsküftcn Yon uns bezogen werben. Angebote find verschloffen, m'.t entsprechender Aufschrift versehen, post frei bis Montag den 3 0. Januar d. IS., vormittags 11 Uhr. bei uns einzureichen, wo sie in Gegenwart etwa erschienener Bewerber geöffnet weiwen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 576B Gießen, den 13. Januar 1922. Hess. Hochbauamt Gießen. ____—________ Der t h. Arbeittzvergebnng. Die -um Innenausbau desDoppel- wohnhaufeS für 4-gam Illen für die Daugenofsenschaft Klein-Linden G. m. 6. H. ei-- sorderlichrn Glaser-, Schreiner-, Schlosser» und Weihbinderarbeiten sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Die Unterlagen, Bedingungen und Zeichnungen können ab Montag, den 16 d. MiS, in der Zeit zwischen 7.-6—7-3 41 hr nach mittags, beim Schrift ührer Herrn Wilhelm Fink, Frankfurter Strahe 3. eingesehen bzw. dort in Gmpfana genommen werden. Die Angebote sind verschlossen mit entsprechend«: Aufschrift versehen biSspätestens Samstaa. den 21. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, beim Vorsitzenden Herrn August Luh. Fcanksurter Straße 76, etnzuretchen, woselbst auch die Eröffnung der eingegangenen Angebote tm Beisein der erschienenen Bewerber erfolgen soll. Zuschlagssrist 3 Wochen. 532D Baugenossenschaft Kleln»Li idm G. m. 6. H. Aug. Luh. Wilh. Fink. iHöonneiflrPrtsh’nnknfflütßieücö Die noch rückständigen Beiträge zur Franken- kaffe und Inva idenversicheruna für den Monat November 1921 können noch bis zum 31. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf diesem Termins find der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gießen, den 14. Januar 1922. 660B Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. 3. 21.: H. Hinkler. 561 it Der 1. 2. Elektromonteure Me wieder Sprechs'nnde General-Vertreter 544 nulte ncfadrt. 501c (»icHtn, Hotel Nubne. 0507 Metallen. 478c teleoboii 1682. [Stellengesuche r.08v erwartet SSloitfhfln# 5. B18h F munöcsrucr 564 D Dlekchstratze 16 L Lehrling 0384 flefncbt. cnbrton- brr sucht MOS Seltersweg 81. 541 r»U LlUPhtiillChHiM tt TM Obtnll tu Ubeu. vie Ini jhiben unb Mo-beii nm bemnnberi tft, nach i'icbcnfovf a. d. Valin ge sucht. Ticnitmäbcticn vor banden <2dniiiL 21 narb uutcr4G0D a b. Äleij. Anz. 21m 12 b. Dl brauner, gefüttcricr, lederner Herren - llandechnh verloren. (Menen 2-cloim. nbum in der (9eschäf<^ii. beo iHlcfrencr Anz. 10459 Kran ktnlolph *enior Seueröweg 91 1. 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Ärr )ent schloß sich dir- sprach gleichst die iges VerhündiangS. >e:de das gröhimbg- m ben Dirtschllfis. f nahmen die!tvm- ratungen auf. Brennholz fault lebe Sone u. jedes Quantum. Zahlung sofort. 558V Hol^handla. Wächters' Häuser, Vad Homburg. ML Mädchen sofort gesucht. 436 | Bäckerei Bende, I Bahnhofstraste 12. MsM-M 95x295. auch als Zeichen, lisch für rechn. 'Bureau sehr geeignet, preiswert au uctf.iitfcn. Nah. 0418 Zrreurvlatz 15, i. Vaden. Ordentliches, flcihinci? Mädchen aes idit 036' Ncst.^Zunt-luanstiner" V11 b wtgSvlah 15. Diiphpn wisseulch Werke. Oubllui A,i,inten u. Verlka (neuere Vlii'lag.i kauft die Pleilfersehe Boohhaadlp.. WaUtoritr. 21. OKI BerfönliditeHen die nebenbei den Vulkans von gebrauchten Lacken gegen Pergütung Über« nehmen wollen, von gro« her fflnna geeiichl. Schr. Angeb. nut. BIG an den Gteüener AnAelger. fialbrenner gesucht. Schr. Ang. m.Prelrang. uni. 019*» an d. Gtest. An». Eine hodelbans gebraucht ober neu, am kaufen gesucht. 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MMmMilüli! u öollüDßiteL Wir bitten innere Mitglieder und freunde den am Montag, den 16., nm 8 Uhr abends im Cafe Lcib stattfindeii- den Vortrag der Viga z. Lch.d.D..Kultur „Die grosse Lüge" zahlreich zn befuchen. miv Der Vorstand. MiejtieäucheJ Junaer solider Herr H. Münrb, Schreiner- tnelüer, «roken-Vuseck. G&rt nerlrhrlingr für Ettern geincht. 0404 (Kristav Wittmann, Gärtnerei, Marburger Strahe 100. SHlülea- SiljiiklSMfSllie gut erhalten, »u taufen gesucht. Walltorktr. 39 >491 j________(int Vabcnl Frische Landeier und Butter Z kauft lebes Quantum Vebensml tel-HauS Weisel. Marktttr. 14. werheiratetiian fclbltänb. Arbeiten gewöhnt, fg-t StcOaag af<ü Filialleiter ober sonstigen Vertrauen-- po ten. Kaution tonn ye- stellt werden. Schrittl Angebote unter 0479 an den (Siebener An»elgkr. | Verkäufe | Di' Allftraizeb'r Heiner verkauf-« llnzeiren trerhtn tebe «h, imttr allen Der» eri ren 91 urboten ihr« SlOrtHe (Strafe«, 9.i ruf-tät., wünscht llch lulcb. jn DtHeitmtn. 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Mannschaften Beginn 12 Uhr mittags. verein für vewegungsspiele Gießen. Saalbauläfilelb Besipcr: HanS Ktrzingcr 665 — Nur noch kurze Zeit — = Konzert meiner = Inntaler Banern-Kapelle Samning und Sonntag neue* Programm Im großen Saul herein«- Fest lieh ketten Liebigshöhe nitriiiirinihririiriuiiiiinriiriininTTTTniiiiiuiiiiuiniuiiiiiiiiu Sonntag ab 4 Uhr Tanz-Kränzchen Schöne Aussicht Sonntag, den 15« Januar Tanz Eintritt frei! 0170 Eintritt frei! Lebensmittelhaus Gerstenhauer Nachf Gießen, Walltorstraße 39 Meiner werten Kundschaft von Gießen und Umgebung zur gefL Mitteilung, daß ich mein Lebensmittethaus im Hause Walltorstr. 39 mit dem heutigen Tage an Frau Marie Woldt Wwe. übertragen habe. , Ich danke für das mir in so vollem Maße erwiesene Vertrauen und bitte dieses Wohlwollen auf meine Nachfolgerin gütigst übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Paul Gerstenhduer. Höflichst bezugnehmend auf obige Mitteilung, bitte ich mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. 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