■ E c* a-3l? ?a- Ä rh >S?3’ rhf H W i!H '8'5^ y4 3Ü®” 57-T 1« HI 3| äi. V ™rt2» ?2Li» ß 2 o !$)fs kih. ’hh uh ifhä k"S'9? IIK? -M 2rt~, g. 72-5 *gW ®3Ö| i.2® t *2 o ^5 t « S n M?* C5’ ft 2° r! 5-Sgs l»MU cht t?U M yfisss ft> <0 a»» ,SS|? Ö 5 5 r* s?s“* ® 0 fr * FL-8 S i.ß - .BJ? iS A^rZ§§ ?U| p । s 9 ft I <223 • 2ZL-^ w ?>a Mas Montag, J3. November 1922 172. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und SefchSft5stelle: Schulstratze r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 600 Pf., auswärts 800 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Br eite2800Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für ben Anzeigentetl: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Nr. 267 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienb lütter Monatliche vezuarpreife: Mk. 185.- u. Mk. 15.- Trägerlohn,durch diePoft MK.200. - .auch beiNicht- erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech» Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. poftscheätonts: firantfnrt a. M. 11686. 00 » .Feine Regierungs- Krisis"? Während bisher bei parlamentarischem । System die Umbildung des ReichskabinettS die I Ausgabe der Parteien war, während man bisher dachte, daß dazu eine neue Koalition notwendig sei, versucht der Reichskanzler einen anderen Weg. Sein Ruf ergeht nach Persönlichkeiten, nicht nach Fraktionsmitgliedern. Er braucht einen Außenminister, einen Ehes für das Wiederaufbau-Ministerium, und drittens ! unter Umständen einen Minister ohne Porte- feuMe. Mit letzterem ist bereits angedeutet, daß die Zustimmung der einen oder anderen Partei zu der Erweiterung deS Kabinetts erkauft werden muß. 3m Zeichen der republikanischen Verfassung und auf dem Boden der parlamentarischen Regierung geht es eben । nicht ohne die Parteien. Minister aus den | Wolken des GeniereicheS holen zu wollen, wäre ein Rückfall in die Verhältnisse der kaiserlichen Zeit. Ob dieser Rückfall in Anbetracht der zerfahrenen Zustände nicht vielleicht ganz wohltätig wäre, soll hier unentschieden bleiben. Genug, die Parteien des Reichstags müssen die betreffend Persönlichkeiten als genehm bezeichnen, sonst ist eine ersprießliche Ergänzung des Kabinetts un- 1 möglich. Wie denken nun die Parteien über , den Fall? Die Deutsche Dolkspartei i ist im Verlaufe der Regierungsverhandlungen mit der Reparationskommission von dem i Kabinett Wirth merklich abgerückt, während i sie sich vorher doch schon deutlich genähert hatte. Wenn es dem Reichskanzler gelingt, Manner in das Kabinett zu ziehen, die der Deutschen Volkspartei nahestehen, dann ! wird es nur ein Streit um Worte sein, ob die ! Partei zur neuen Koalition gehört oder nicht. ! Die Sozialdemokratie jedenfalls wird den : „Volkspartei-Ersatz" ernst nehmen, und sofort ! ist wieder der Bruch und die Krise da. Die vereinigten Sozialdemokraten sind seit dem für sie so günstigen Ausfall der sächsischen Wah- i len an Mut und Stoßkraft stärker geworden. | Sie lassen es auf jede Kraftprobe ankommen. Täglich wird In der sozialdemokratischen Presse auf Neuwahlen hingedrängt, um eine Klärung der Lage zu erzielen. Daß Neuwahlen bei der jetzigen ttostlosen Auhensituation zur Katastrophe führen müßten, kommt den radikalen Parteipolitikern offenbar nicht zum Bewußtsein. Oder glauben sie, daß Poincire, Donar Law und Mussolini warten, bis das , deutsche Volk in einem neuen Reichstag seine „konzenttierten Kräfte" herausdestilliert hat? Die politische Welt Deutschlands ist gerade jetzt über das Wahrungsproblem in zwei Lager gespalten. 3n dem einen Lager heißt das Feldgeschrei: Erst mutz der Mark geholfen werden; über das andere kann man später reden. Die andere Seite sagt: Zuerst muß Deutschland der Entlastung von außen, der Produktionsvermehrung im Innern gewiß sein; dann hilft sich die Mark selber. Die erste Gruppe ist von der Sozialdemokratie geführt, die zweite von der Deutschen Volkspartei. Der Gegensatz hat bereits zu den heftigsten gegenseitigen Beschimpfungen geführt. Am besten wäre es wohl, das Gesamtkabinett । würde zurücktreten, und neue Persönlichkeiten ! versuchten, eine neue Politik einzuleiten. Berlin, 11. Rov (WTB.) Wie den Zeitungen mitgeteilt wird, besteht keine Regie- i rungskrisis; ein offizieller Auftrag zur Um- , bildung des Kabinetts liegt nicht vor. Berlin, 11. Rov. Heute vormittag haben die Einzelbesprechungen des Reichskanzlers mit dem Führer der Koalitionsparteien, der Deutschen Dolkspartei und der Bayerischen Dolkspartei über die Umbildung des Reichskabinetts begonnen. Rach einer Mitteilung des „Berliner Tageblatts" soll die allgemeine Meinung dahin gehen, daß das ganze Kabinett zum Rücktritt veranlaßt und dann gegebenenfalls Dr. Wirth mit der Reubildung des Kabinetts beauftragt wird. Der „Vorwärts" hat gegen die Begehung der offenen Ministerien mit geeigneten Männern der Wirtschaft nichts einzuwenden, dagegen müsse, wie das Blatt schreibt, gegen jede Umbildung der Regierung in der Richtung, daß der Stinnes-- Polittt ein erhöhter Einfluß gewährt wird, Protest eingelegt werden. Berlin, 12. Rov. Die Frage der U m - bildung des Reichskabinetts bildet . auch gestern nachmittag den Gegenstand weiterer | Gespräche zwischen dem Reichskanzler Wirth and den Parteiführern. Zuerst empfing der : Reichskanzler die Führer der nichtsozialistischen Parteien mit Ausnahme des Zentrums, bann die j Sozialdemokraten, zuletzt die Zentrumsführer. In I den Besprechungen hat der Kanzler die Parteiführer ersucht, ihm Männer vorzuschlagen, die । ihnen zur Besetzung der Mlnisterposten geeignet erschienen, wobei er sich das Recht der ^Auswahl vorbehalten will. Wie die „Vossische Ztg." hört, haben die Parteien der Arbeitsgemein- ; fchaft dem Reichskanzler das umgekehrte Ver- I fahren dorgeschlagen. Er solle aus eigener Ini- ! tiattoe Ministerien besetzen und dann die Ver- trauensfrage stellen. Dem „Berliner Tageblatt zufolge dürfte neben Besetzung der freien Mi- nisterpl sten und Umbesrtzung der wirtschaftlichen Ministerien auch eine Veränderung in der Leitung des Reichsfinanzministeriums zu erwarten sein. Der Reichskanzler hatte gestern nachmittag auch eine längere Aussprache mit Hermes. Rach Informationen des Blattes seien die beiden Hauptpunkte des Programms, nach em der Reichskanzler die Hinzuziehung von Wirtschaftsleuten in das Kabinett erwägt, die Frage der Mark- ftabilifierung und die Produktionsvermehrung. Rach dem »Vorwärts" haben die Vertreter der Sozialdemokratie dem Reichskanzler keinen Zweifel darüber gelassen, daß ihrer Auffassung nach ein gemeinsames Programm mit der VolkePartei, und damit mit der großen Koalition, unmöglich sei. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" will wissen, daß bisher über die Personalfragen noch nicht gesprochen worden sei. — Morgen treten säntt- liche Fraktionen des Reichstages zu Sitzungen zusammen, am sich mit der Frage der Regierungsumbildung zu beschäftigen. Einiguug aus ein Wirtschaftsprogramm. Berlin, 13. Rov. Am gestrigen Sonntag hat im Reichstag der von den Parteiführern eingesetzte Ausschuß zur Aufstellung eines wirtschaftspolitischen Programms getagt Rach Mitteilung der „llNontagspost" soll es dabei gelungen sein, alle fünf Im Ausschuß vertretenen Parteien — außer den Regierungsparteien die Deutsche Volkspartei und die Bayerische Vollspartei — auf gewisse einheitliche Leitsätze zu einigen. Wie das Blatt schreibt, scheint es sich um eine mehr akademische Auseinandersetzung zu handeln. Stiunes über die Stabilisierung der Mark. Berlin, 11. Rov. (Wolff.) Rach einer in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Rede von S t i n n e s vor dem wirt- schafts- und finanzpolitischen Ausschuß des Reichswirtschaftsrats führte Stinnes zur Frage der Stabilisierung der Mark aus, es sei kein Zweifel, daß jeder, der in der Industrie stehe, den dringenden Wunsch haben müsse, daß die jetzigen Inflationszustande aufhvren und daß es zu einer Stabilisierung der Mark komme. Verschieden seien die Meinungen in Deutschland in der Frage, wie und unter welchen Bedingungen man stabilisieren könne. Wenn die Sache als Pump" geschäst ohne wirkliche Behebung der Fehler und ohne Sanierung der hiesigen Verhältnisse versucht werde, komme man nie zum Schluß. Es sollten Maßnahmen auf einer vernünftigen Basis gemacht werden, wie sie jeder Geschäftsmann machen würde, würde man bald einig sein. Dann gingen die Hoffnungen und Interessen von allen parallel, nämlich dahin, daß wir möglichst rasch eine stabilisierte Mark und eine anständige Währung haben müssen.. Was die Arbeitsfrage angehe, so sei das ferne spezielle Arbeiterfrage, sondern überhaupt eine Frage der Produktivität. Die Frage des Achtstundentages bliebe zweckmäßig nicht erörtert. Aber nachdem die ganzen Instrumente der Wirtschaft in unserer verzweifelten Lage auf den Achtstundentag, so wie er ausgeübt werde, nicht eingestellt seien, sei es eine Frage von Leben und Sterben, haß man diese Instrumente so aus» nütze, daß damit genügend Güter erzeugt würden und daß wir leben konnten. Gegen die Kriegsschuldlüge. Hamburg, 11. Rov. (WTB.) Die (Bürger- schäft nahm gestern nach lebhafter Aussprache über die Schuld am Weltkriege einen dernokratisch-sozialdemok-atisien Antrag an, worin der Senat ersucht wird, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß die Lüge von der Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Wellkrieges schärfer als bisher bekämpft werde. Diese Lüge bilde, wie sich immer mehr herausstelle, die moralische Rechtfertigung des 'Versailler Vertrages. 3vte Widerlegung vor der ganzen Welt sei daher eine Vorbedingung für die Befreiung Deutschlands aus der heutigen Lage und für die Herbeiführung eines wahrhaften Friedenszustandes. Der Waffenstillstands- gedenktag. In Frankreich. Paris, 12. Rov. (Wolff.) Havas: Millerand führte gestern vormittag bei der ©rinne- rungsfeier zum Gedächtnis des Waffenstillstandes in Paris am Triumphbogen den Vorsitz. Mehrere Minister, die Marschalle Iosfre und Fvch, viele Parlamentarier und eine Abordnung vcn K iegst i re mer.i wvh. ten der F ier bei. nach der sich Millerand zum Grabe des -Unbekannten Soldaten" begab. Ein Kanonenschuß gab das Zeichen zum Schweigen, das eine Minute dauerte und von allen Anwesenden beachtet wurde. Die Marseillaise und Artilleriesalven beschlossen die Feier. Millerand und die Minister begaben sich alsdann nach Rethondes bei Coinpiögne, wo nachmittags zwei Denkmäler zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Waffenstillstandes enthüllt wurden. Es wurden mehrere Reden gehalten, darunter eine von Poincarä. Dem englischen Admiral Wehm iß wurde die Militärmedaille überreicht. Paris, 11. Rov. (WTB.) Bei Cvmpiögne. an der Stelle, wo vor vier Jahren der Waffenstillstand unterzeichnet worden war, ist heute ein Gedenkstein errichtet worden. Der Enthüllung wohnten der Präsident der Republik sowie Vertreter der alliierten Regierungen und Ministerpräsident P o i n c a r e bei, der eine Rede hielt. Rach einer Darstellung der Verhandlungen, die der Waffenstillstands- Unterzeichnung vorangegangen waren, sagte Poin- car£, vergeblich habe Deutschland behauptet, daß es nicht militärisch besiegt worden sei, sondern daß nur innere Unruhen es gezwungen hätten, die Waffen zu strecken. Poincarö sprach auch von der Kriegsveraniwortllchkeit und behauptete, daß weder die umfangreichen Veröffentlichungen der Sowjets noch diejenigen einiger preußischer Professoren die Bedeutung verlleinern könnten, die das Eingreifen so vieler Völler im Kriege gehabt habe. 27 Rationen hätten sich gegen Deutschland gewandt. Deutschland hätte sich sagen müssen, erklärte Poincarö, daß die Blldung einer solchen „internationalen Liga" eine eklatante Verurteilung der kaiserlichen Politll sei. In England. London, 11. Rov. (WTB.) Am Vierten Jahrestage des Abschlusses des W a s f e n stillst a n d e s fand heute vormittag in Anwesenheit einer gewaltigen Menschenmenge am Grabmal des „Unbekannten Soldaten" in Wh i t ch a l l eine Feier statt, welcher der König in Begleitung seiner beiden Söhne, des Prinzen von Wales und des Herzogs von Bork beiwohnte. Mit dem Glockenschlag 11 trat für zwei Minuten eine vollkommene Stille ein, und der ganze Verkehr stockte. Zur gleichen Stunde wiederholte sich diese Kundgebung der Achtung vor den „Toten" im ganzen britischen Reiche. Es wurde eine Liste der verliehenen Auszeichnungen auf Vorschlag des früheren Premierministers Lloyd George veröffentlicht, u. a. wurde Lord Birkenhead der Titel „Earl" verliehen. London, 11. Rov. (WTB.) Während am heutigen Vormittage jede politische Tätigkeit mit Rücksicht auf die W a f f e n st i l l st a n ds f e i e r ruhte, setzte am Nachmittag die Wa hlkam- p a g n e mit erneuter Energie ein. Im ganzen Lande wurden zahlreiche, stark besuchte öffentliche Versammlungen abgehalten. In Manchester sprach an Stelle des erkrankten Donar Law Lord Derby. Lloyd George unternimmt gegenwärtig in einem Extrazuge eine Gewalltour durch Wales und hält auch aus einzelnen Bahnstationen, um in Walliser Sprache zu reden. Nächste Woche wird er die letzte Tour durch Lancashire unternehmen. Teilung Oesterreichs? Wien, 11. Nov. (Wolfs.) Zu einem Artikel des „Popolo d'Italia", worin die Idee eines neutralen Alpen st aates propagiert wird, der Nordtirvl, Vorarlberg, Salzburg, Kärnten und Steiermark umfassen soll, erhalten die „Innsbrucker Nachrichten" von besonderer Seite Ausführungen, die die Möglichkeit des Bestehens solcher Absichten auf Grund verschiedener Anzeichen darlegen. Auch bei der Zusammenkunft zwischen Dr. Denesch und Schanzer soll von der T e i l u n g Oesterreichs in eine tsche- choslowali ch? und italienische Interessensphäre die Rede gewesen sein. In dem Artikel des Blattes heißt es: Mißlänge die Sanierungsattion, so können wir gewärtig sein, daß die in Venedig in großen Zügen festgelegte Teilung Oesterreichs von unseren Nachbarn durchgeführt oder durchzuführen versucht werden wird. Italien hätte dann mit einem Male die direkte .Berührung mit Deutschland durchgesetzt. Für uns Grenzdeutsche in Oesterreich, so schließt das Blatt, erwächst angesichts dieses Anschlages auf unser Volkstum die Pflicht, die Sanierunasattion des Bundeskanzlers zu fördern, denn wir wissen, welch? Gefahr uns droht. Hierzu schreibt die „Diener Allgemeine Ztg.": Aus der Aeuherung des Organs Mussolinis erhält man den Eindruck, daß ein ähnlicher Plan zum mindesten noch vor ^kurzem existiert hat, und daß er in demselben Moment aktuell werden könnte, wo, die Sanierungsaktion schrttert. Daraus erq:bt sich ganz deutlich wie überflüssig und verfehlt die großen Worte von unserer angeblichen Freiheitsberaubung durch die Völkerbundskontrolle sind. Man hat jetzt die Vorstellung, wie eine tatsächliche Versllavung aussehen würde, sollte das Sanierungswerk scheitern. Sein Gelingen also, und mrs-dieses bedeutet Misere Freihett. Der Anschlutzgedanke in Oesterreich. Wien, 11. Nov. (WTD.) Der Kammer tag, eine aus Berttetern aller Handelskammern Oesterreichs bestehende Körperschaft, hat eine Sitzung abgehalten, um sich mit dem Sanierungsprogramme der Regierung zu befassen. Die Vertreter der Länderkammern bezeichneten als endgültiges Ziel des politischen und vollswirtschaftlichen Strebens Oesterreichs die endliche Bereinigung mit dem deutschen Bolle. Englische Forderungen zur Tagung von Lausanne. Paris, 13. Rov. (WTB.) Der Londoner Korrespondent des „Petit Parisien" meldet seinem Blatte, er glaube sagen zu können, daß di? englische Regierung immer noch entschlossen sei, sich in Lausanne nur bann vertreten zu lassen, wenn die drei Großmächte vorher die Einheitsfront wiederhergestellt hätten, die nach dem Zwischenfall von Tfchanak allein die Situation gerettet habe. Diesen Entschluß habe das Kabinett Bonar Law Lestern gefaßt, und es werde ihm, dem Berichterstatter, von sehr gut unterrichte er Seil? erklärt, daß dieser Entschluß unwiderruflich fei Cs tpürde nichts nützen, wenn man sich verheim lieben wolle, daß zwischen London und '■SariS In diesem Augenblick eine sehr carke Spannung bestehe und daß die Entente eine sehr ernste Krise durch- mache. Peinlich überrascht sei man in amtlichen englischen Kreisen davon, daß der französisch Oberkommissar in Konstantinopel, General Pelle, vom Quai d'Orsay nicht ermächtig, toor- :>en sei, sich den beiden anderen Oberkommissa ren hinsichtlich der etwaigen Verhängung bes> Belagerungszustandes über Konstantinopel air zuschließen. Dem Berichterstatter wurde versichert, daß die englische Regierung ihren Botschafter m Paris beauftragt habe, sich bei Poincar > zu erkundigen, ob er geneigt wäre, selbst z u Verhandlungen mit Lord Curzon nach London zu kommen. Paris, 12. Rov. Wie die Agence Havas mitteill, ist der Vertreter der Regierung von A -. gora in Paris heute mittag offiziell durch den Quai d'Orsatz von der Verschiebung der Lausanner Konferenz bis zum 2 0. November in Kenntnis gesetzt und ersucht worden, den auf der Reise nach Lausanne befindlichen Vertreter Angoras Ismid Pascha davon zu unterrichten. Ismid Pascha werde die Tage bis zum Beginn der Konferenz nicht in Lausanne verbringen, sondern nach Paris Weiterreisen. Bern, 13. Rov. (WTB.) Die türkische Delegation für die Friedenskonferenz ist am Samstag in Lausanne eingetroffen. Paris, 11. Rov. (Wolfs.) Rach einer von den Morgenblättern wiedergegebenen Meldung aus K o n st a n t i no p e l hat die Rational- Versammlung von Angora den Kompromiß- Vorschlag zurückgewiesen. der von Ri - s a a t Pascha zusammen mtt den alliierten Regierungen ausgearbeitet worden sei, um die alliierte Okkupation mit den Forderungen der Nationalversammlung in Bezug auf die Besitzergreifung der Regierung von Konstantinopel zu verhindern. In alliierten Kreisen werde die Lage als sehr emft bezeichnet. Hinrichtungen in Konstantinopel. Paris, 12. Nov. Nach einer HavaSmel- dung aus Konstantinopel find am9.November acht wegen Hochverrats angeklagte Personen hingerichtet worden. Die Antwort der Entente an Rußland. London, 11. Rov. (WTD.) Die alliierten Regierungen haben die Antwort auf die letzte Rots der russischen Sowjetregierung betreffenb die Forderung aus Teilnahmen nderLausan- ner Konferenz abgesandt. Die Verbündeten betonen, daß ihre Länder sich noch nicht im endgültigen Friedenszustande mit der Türkei befanden und daß die Konferenz eben der Herstellung eines Friedenszustandes dienen solle. Die Svwjet- belegiertcn würden Gelegenheit haben, bei der Erörterung der Meerengenfrage an den Verhandlungen and Beschlüssen teilzunehmen, und habet ihre Auffassung über die verschiedenen Setten dieser Frage auszusprechen. Es stehe der Sowjet- regterung frei, hierbei Vertreter der HEraine und Georgtevs nach dem Dorbilde von Genua in ihre Delegation aufzunehmen. Ein neues Strafgesetzbuch in Rußland. Paris, 11. Roo. (WTD.) Havas berichtet aus Moskau, daß zur Zeit ein neues Strafgesetzbuch für Sowsetruhland au:gearbeitet werde. Darin solle der Privatbesitz rechtlich nicht anerkannt werden. Es solle aber dieses Recht einzelnen Privatpersonen ausnahmsweise in dem Falle zugebilligt werden, wo der Staat nicht auf die private Initiative ^verzichten zu können glaubt. i—flnrrm'i —— Die Wirkung der amerikanischen Neuwahlen. Paris 11. Rov. (WTD) Der „Rew Bork Herald" berichtet aus Washington, es feien in politischen Kreisen Gerüchte über die Erschütterung der republikanischen Partei im Umlauf, die den Zusammenbruch ihrer bisherigen Organisation befürch en lasse. Eine Reihe angesehener Führer werde au'gefordert werden, zurückzutteten und ihre Stellungen jüngeren Parteimitgliedern zu räumen. Dabei würden die republikanischen Parteigrundsätze eine weitgehende Auslegung erfahren. Das fortschrittliche Element innerhalb der Partei, insbesondere im Senat, werde ausschlag - gebend werden. Unter anderem kündigt das Dlatt den Rücktritt des Vorsitzenden der Partei, Adams, und des Führers der republikanischen Mehrheit im Senat, Lodge, an; mit dem Rücktritt Lodges werde auch die Dildung eines neuen geschäftsführenden Ausschusses und die völlige Reorganisation in der Führung der revublllani- sch n Partll im Repräsentantenhaus nöllg werden, trete, werde die republikanische Mehrheit neue Vorsitzende für den Finanz- und Zusttzausschuh bestimmen, um die nicht wiedergewählten Mtt- glieder Fordney, Dolstead und Campbel zu ersetzen. Die radikale Gruppe innerhalb der republikanischen Partei, zu der u.a. die Senatoren Borah, La Follete, Johnson und NomS gehören. oft" teilt bas Statt mit, Daß nacy den Erklärungen der Polizeivrgane gegen den verantwortlichen Redakteur Zerfaß das Verfahren wegen Landesverrats eingeleitet sei, aus Grund einer vor einigen Tagen in der „Münchner Post" erschienenen Rotiz über ein Waffenlager beim Grafen P Oppenheim. Die Haussuchung erstreckte sich nicht nur auf • e Geschäftsräume der Redaktion und der Verlagsfirma Dirk u. Cie., sondern auch auf das Bureau des Abgeordneten Auer. ES seien dabei Drucksachen beschlagnahmt worden, die für die Behörden hergestellt und diesen längst zugestellt waren. Außerdem seien Aktenstücke beschlagnahmt worden, die mit der Tätigkeit AuerS als Abgeordneter zusammenhängen. Dem Iustizminister seien die Beschwerden der „Münchner Post" der Firma Birk il Cie. und des Abgeordneten Auer zugeleitet worden. Aus Stadt und Land. Dieken, den 13. Rovernber 1922. Anzeigen-Annahme. Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmetag statt; Anzeigen für die SamstagSnummer müsse« fpä- trstens bis Freitag mittag auf gegeben fein. Geschäftszeit von S—12Vs und von 2—S'/z Uhr. • Die Elsast - Lothringische Woche. ,.Du weiht, ich bin gerne einer der Stillen im Lande; man liest mich wenig und teitni mich wenig' — so schreibt Hans Karl Abel, dessen Mianntschaft uns der Dichtecabend der Sl- s s; L. thringischm Wochr am Freitag im großen -Aö saale der Universität vermittelte, im Jahre 19.6 an seinen Freuird Paul ©ctnitttealter. *S)a» mut* irnuerte der Dichter bereits um den Verlust seine* herrlichen Heimes bei Metzernl in den Hea ;avkn Als wahrer Fceuno und Lehrer fein • Volles, als Verkünder tie echten Dsuisch- lums vereinigte er zurrst die jungen Burschen fein” Gemeinde, die in geifttötenccr ©infamleit ten langen Winter in den lLeiner. Melkerdäus- chrn veb.n den Heuschobern uii> Kuhställen auf halbe- Höbe bes GebirgS zubringen, dann and wann in feiner Wohnung za einem Vortrag, §eig1 c. ihnen die uralten S'-irir und Heimarbeiten iß c- Vor;ahren und erzählte ihnen die schönen Märchen Ser paradiesischen Heimat And schließ- lid gelang ihm der große Wurf eines Ratur- ibeafc S, einer Perle wahrster Volkskunst und bmlidri’er TJatur, in Metzer al. H ute liegt dort alles in Schutt uird Asch?, und Hans Karl Abel mJ.lt im allen deutsch,m Vaterlande, um dort zu fingen und zu sagen „was fein einst war" Auf Rodemberstimmung aufgebaut war da« Programm, das der Dichter in drei Gruppen: „Rächt". „Märchen" und „Heimat" eingeteilt hatte Tigene 'Siefhingen wechselten mit solchen seines Freimdes vxx> bedeutendsten e sast-lothrin- gischen Dichte rgenof, en, Friedrich Lienhard aus den er unmittelbar im Werte folgt, ab Auch ein kleines stimmungsvolles Gedicht- chen des Altelsäsfers Christian Schmitt vernahmen wir. 'm gleichi Weise sympathisch, wertvoll, edel und tief toirtlen der Dichter selbst und seine Werte aus die zahlreich erschienene und andachtsvoll lauschende Zuhörerschaft ein. Wir sahen bei nicht wenigen Besuchern, elsäsischen Männern und F auen, Tränen wehmutsvollen Stolzes in den Augen glänzen. Schwer wäre es, die Q, betonen Stücke miteinander zu vergleichen — c8 war alles gut und schien Am besten gefiel wohl neben seinen „Märchen" („Die Geister- tannen" und „Silberherz") das Gedicht „Der Dor',biunn?n in der Maiennacht" Und Jubel I itete den Vortrag eigener Geeichte in ober- ('s i>ch?r Mundart. Die von Hans Karl Abel herauSgegeb-nen. alsbald nach Erscheinen r iini fznen „Briefe eines elsästischeu Dauern- t '< fr? 'n aus dem Weltkrieg" verdienen, allent- hrit n bekann> zu werden. Als Romanschrift- s e l .r, Dramatiker, Lyriker, Dialekt- und Volks- Lid er ist Abel gleich bedeutend. Mögen seine *TP< c ins Voll gebracht werden, um ihrerseits l i>,utragen die Seele jenes schönen, und heute verlorenen, aber für ewig in Kultur, Sprache und Sitte deutschen Lande- kennen zu lernen. Dar der „Festabend" am Mittwoch der Ausspannung und Unterhaltung gewidmet, so ber Farmer über dcwjenige des Landes. u 'D Schlllerschen Schluß geboten. __f._ Friedberg und die Ortenberg. Starken ticr wie bei anderen er -x c schast" von Martha Veite „Landstrahe" von E. Fries Äranien taffen, die im Bezirke des genannten Vee» stcherungsamts mindestens 50 Mitglieder l-abrn. Es sind die- folgende: Allgemeine Ortstranken- kafstz des Landkreises Gießen, La. rtz tranken kaffe bet- ci wachsen könnte. Die Gruppe werde ferner gegen ,ed. Acnderung des Zolltarif- fein, falls nicht die Wechfellurfe durch Besserung der fremden Wäh- rungen von selbst einen Schuhwall gegen fremde landwirtschaftliche Erzeugnisse schüfen. D'tr rabt- iröbten landwirtschaft- .äs Interesse der Heutiger Stand des DoKars 10 Ahr vormittags. Berlin 8400, Frankfurt 8300—8350. M ist verstandenen wird, besonders dort, wo mit imp> efsionisti«ch^n Mllteln Auseinanderfehungen an gestrebt werden mit äutz'rlich formalen Problemstellungen des „ ExpreffioniSrnus". Hier dürfte es doch keinen Mittelweg geben, sondern • rm Standpunkt de- Künstler« aus nur ein Entweder — Oder. ..Expressionistische-" in mehr oder weniger scharfer Ausprägung ist weniger stark vertreten. lalc Gruppe Der trete die gi lichen Gebiete und stelle Di ,..?üffeii'orfer Rach. ch e t" m<: Mittag ein Streit au^gelrfrv Landkreises Gießen, Betriebs'.laicken totrß nach dem Blatte voraussichtlich jeder Gesetzgebung Widerstand leisten, die xur Erleichterung der Lage der ausländischen Schuldner Amerikas führen könnte, und jede Initiative auf gesetzgeberischem Gebiet bekämpfen, auS der den Vereinigten Staaten außenpolitische Verwicklungen Firma Rinn & Tioos A. (2>. in Heuchcltz, im, Br- trieb-kranken kaffe für die Main-Weser-Hütte tn Lollar, Betriebs sanken kaffe der Firma Scheid Hauer. & Tic h ing in Mainzlar, Staatliche Betriebs- franlenfiffe stir Hessen in Darmstadt. Ferner neh men an der Wahl teil die Vorstandsmitgliei-er dr- : KnadPfchaftlichen Krankenkcpfen und Grsahkassetz, soweit sie im Bezirke des genannten Versiche rung&amte« mindestens 50 Mitglieder haben! ok ; Ersahkafsen und die austerhalb des erwähnten Bezirkes sesthaften Kassen außerdem nur, wenn fk ihre Beteiligung an der Wahl binnen einer Woch- beim Kreisamt (Dersicherungsaml, anmelden und I die Zahl ihrer Mitglieder in diesem Bewirt nach weifen. Bei der Anmeldung ist Qtame und Wohn ort dec Wah(berechtigten sVorstandsmitgtieoe».. Geschäftsleiter) anzugäen. Jede Kasse erhält fib jedes aniechnungssähige Mitglied eine Stimme. Der Wahltermin wird noch betgu-azegcbk-n. Dir an der Wahl Beteiligten mögen die Delanntt i machung im neuesten Amtsverkundigilngsblatt!l beachten. ** Volkshochschule. Morgen and übermorgen beginnen einige neue Kurse (ßcfunf j und Besprechung von Goethes „Werther", Gymnastik für Frauen und Männer) Ra Here« darüber im Anzeigenteil. ** Die Schiller-Morgenfeier Der; „W a ldbühne" war gestern in der Stile der Sonntagsmorgens zu einer überraschend eindrucks vollen Gedächtnisfeier geworden. Der Schilta, wie ihn die Deutschen kennen, der Schiller bei Sehnsucht und der Tragik, der sich aus Dem ver neinenben Kampf gegen Gemeinheit, Tyrannei unb Verlogenheit zu reinen, freien Höhen der Menschlichkeit hinan ßringt, hatte einen Verkünder gesunden, s.o jung wie er selbst damals, einen, der in einer Dichterseele den Schlüssel trug zu Schillers innerem Sein. 3n großem Aufriß gestaltete Hanns Werner Langer ben ganzen Schiller so, nachdem Beethovens Schlustsatz ber 9. Sinfonie mit bem „Lied an die Freude" die Hörer fern von aller Kleinheit gerückt hatte. Das Halbdunkel des großen Dramas, die drei unruhigen Kerzen auf der für einige Szenen vorbereiteten Bühne, das Spiel von Fiäu ein Belke und Herrn Kraus weckten selbst in dem, der Schiller- und Beethovens Einklang nicht tarnt, jene ernste Anruhe und Sehnsucht, die das Schillersche Ethos begründen. Der Gesang der Frau Müller-Bangert und die gesprochenen Gedichte des Herrn Prosper streuten sich geschmackvoll ein, um dem Zusammenschluß des Ganzen in den Szenen Don Carlos II. 7—9 einen gewissen Abstand zu schaffen. Die Damen Slse Speckhardt, Hanny Kohler mann und Herr H a n S Kling haben darin in Auffassung unb Spiel das Feuer idealischer Leidenschaften" au'gebrachi und Damit einen echi j',r> p würden. G'.n Ktrrik im Industr Düsseldorf, fi. Roy Vers.Hie denen Fnbrllbctrieb'N ’Ui- La t gelegt, da er sich mit oc . - tic.it ' ■ • rjinhung grlehl und dort Mstteilungen chl I??c, btc ihm als Lmrdesm rr.ll uu&- ♦♦ 20000 Papiermark für ein Zwanzigmark stuck Der Anlauf von Gold für da« Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 13. bis 19. Rovember unverändert zum Preise von 20 000 Mk. für ein Zwanzigmarkstück, 10 000 Ml. für ein Zehnmarkstück. Für au ländische Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. ** Dec Ankauf von Reichssilbermünzen für DaS Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt 6iS auf weiteres unverändert zum 450fachen Betrag des Rennwertes. — Sie Wahl der Versicherungsvertreter als Beisitzer des Kreis- amt« lDersicherungsamts) Gießen soll alsbald stattfinden. Gs sind je sechs Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten zu wählen. Wahlberechttgt find die Vorstandsmllglieder der Zusammenhängen neuester Kunst erfahren sind, Den großem Reize, den Einflüssen nachzugehen, die Dom Werte Einiger, die im Mittelpunkt Die Ausstellung bietet Durchschnittlich Gutes. Einzelne Klänge lassen stärker aufhorchen und, seien deshalb im einzelnen erwähnt. Dora Schulz- Mainz stellt in kraftvoller, großzügiger Technik Die Inrpression eines aufziehenden Gewitters heraus (»Hirschhorn a. QL"). Bon seinem Reiz im Stofflichen und der inneren Einstellung nach ist H. S ch e l d - Darmstadt besonders in »Arbeit-Paus«" und »3m Sprung". Malerisch von schöner Qualität ist Die »Land- Aber e- steht gefühlsmäßig stark spürbar hinter dieser Ausstellung. And hier wie bei anderen Gelegenheiten ist es für Beschauer, die in den ZA *' gähn ,l5W Pa«.? 1 L var W ^7“ 55«« Scheuder der V W- Ai lenUe vm M M itW ar.eriLN.it. fpd.Srankfu lusgrabungen M" zvischen oei jö Praunheim, ö« lütein Mgere Zeii lieber fflifgencmmei billiger Helfer { lergümg an bestr tnntag vormMagi chrS Dündel s lufgabe unterz eht. pibungen find um iaftliche Forschung Kil jie den Dewels n Amern, d'e hi hinten hinterlassen Mruheim ein S t:enbtT Stein Zeitalter mürben ®u itleit Funden fieig Ah wichtige Sunb; macht. spd. Franksur r hohen Fahrpreis, :nbahn eine Je zuSinschränk ? ab Wirb ber 3e feilt, anbete Gini i-nbevMrd klarier " ßkenbuytii bt fnima Mumm v 1 Ater von 71 $ cm« ber größten • ter Armen ans -e 4 Hal sich die De ranffurter fugend M «letzt, baß n Sanobomen, so [ Wt unentMichen MoMte fbb. Oberurfe k-n°kratische "lUvn hatte sich rr « den ftabiilrf P -en Dünsche /■taöennamen, S M nachgek, ln dle Siadtver ^lpiel fr urb i Xh- 2!,4 3 '»ÄOüHtei L”*™1 'S- Ä'J, R-tthTft-ann wegen SandeSdrrrct-. IZe r l in, 11. JIod. lWTB.) Der Bor - f i c - r. : "d c x; BezirksbetriebsraleS 'cv Re icysbay direktion Berlin. 7 ;.guf.- 'T a e . w.i'b am Don.Stig acenb von m i be; positii'^n Polizei in seiner Wvb- uni verhaltet. D • Ver a tu tq erfolgte auf si eßen ober gestanden haben, nach der Peripherie hin laufen, und in bestimmter Formung oder Umformung sogar in das gegnerische Lager hinüberwirken. Vielleicht regt diese, hier nid^t näher auszuführende Andeutung manchen Betrachter zu vergleichendem Verweilen auch dort an, wo sonst vielleicht ablehnend Vorbeigehen würde. •* Die Gießener VortragsVereinigung hatte gestern ab md einen vortrefflichen Eingang in den Winter ring ihrer Beran- flaltungen. Hofrat Verend aus Darmstadt sprach im QSerein mit dem jungen Pianisten Hermann Hüß aus Darmstadt Tennysons „Enoch Arden". Es war ein glücklicher Griff nach die" fam alten lieblichen 3dyllendichtcr. der stets die Seelen des Hörers und Lesers gewaltig erschüttert Fast ist es bed Anerträglichen zuviel, toemi Enoch nach errdlicher Heimkehr aus wilder Einsamkeit die Frau rm zweiten Glück an anderen Mannes Seite sieht, umkehrt und schweigt um ihrer Ruhe willen. Aber daß er seine Frau von seinem Tode wissen lassen will und sich mit dieser — faßt könnte man sagen Genugtuung in fein weitere. Leben schickt, versöhnt mit der fast unnatürlichen Kraft Gnochs. Zeder Empfindende dankt es sicher dem Dichter, daß er die furchtbare Tragik m die befreiende Idylle von Enochs Sterbebereitschaf ausllingcn ließ. Die herzliche Hingabe des Sprechers und die künstlerisch hochwertige Begleitung des Pianisten hat den »Enoch QIrben“ zu vollem Leben erweckt. Den erschütterndsten Eiudruä machten das -trostlose Harren Enochs auf dec Insel und sein unsaßlicher Kampf um Entsagung, als er unter dem Erlenbaum abends das Glück seiner Familie sehen mutzte und sich vor Gott warf, um Kraft flehend, die Finger m die Grd? kralll und doch alles hingibt. —f.— Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Stadttheater, 7Vg Ahr: Konzert- und Bor- ttagSabend. — LtchtspielhauS, OSahnhofstr., ab heute: „Die Ehe der Fürstin Demidoff" und „Lehmanns Geheimnisse". — "Palast-Lichtspiele, ab Henle: „Die Konfektionspuppe". Wettervoraussage für Dienstag: Dunstig und wolkig, trocken, falt, Rächt- frost. Der hohe Druck hat sich noch weiter verstärkt und wird in den nächsten Tagen die Witterung beherrschen. Landkreis Gießen. * Wieseck, 13. Rov. Silberne Hochzeit feierten gestern Former Christian Wag.- n er unb Frau Margarethe, geb Kreiling Kreis Alsfeld. • Alsfelb, 11. Rov. Die Orte Brauer- schwend, Hopfgarten, Ober-Sorg. Anter-Sorg, Renzendorf, QZadenrvd und Storndors wurden in den Stromkreis der Aeberland. zentrale eingeschaltet. Kreis Lauterbach. * Schlitz, 11. Rov. Pfarrer Listmann von hier, zur Zeit lutherischer Pfarrer in Texas (Roch amerifa) hat für die notleidenden hessischen Anstalten der Inneren Mission o5 8 Dollar gesammelt. -.ic • > i nterä Yen Haftbefehl). De. »B. ]. 'folge hand.'l! is sich um ein: Ql.schuldige i Baer, de - «ich angeblich öe^ 2 an - a t. s - ul i' g ma-ht habe« fol . Cßacr Oberhessischer KunstvereLn Ausstellung br' He s.schrn Arhch.'n Kunst ^rverbände, und damit über den Stand ter Kunst in unserer engeren Heimat überhaupt. Dieser glückliche Fall liegt hier nicht vor. Wohl find Werke her verschiedensten Artung und Absicht vertreten D>e größte Anzahl von ihnen aber gehent künstlerischen Einstellungen an, die inan nun einmal unter dem Begriff „Impressionismus" zusammen faßt, der deshalb der Kürze halber auch hta angewandt sei. Gute malerische Aeberlieserung ist einige Wale ml spüren, die 'hre Bedingtheit in ber innersten Einstellung des Kunstlers hat. Aber auch Anklares und Aeußer- llches gibt sich kund, baS manchmal zu beutlich Reiz haben bie „Winterlandschaften" von H. Z e r n i n - Gberstadt und die Aquarelle von Ä. Hartmann -Darmstadt. Für Freunde beschaulicher Vertiefung in anspruchslose, aber einfach- starke Idhllischkeit sei die „Tiroler Landschaft" von H. P a u s e r - Oftenbach genannt Anziehend locken bte Blättchen von Aenni D e tz l e r - Frankfurt „Odenwald I und II, und unter den Stillleben, die G. B r e i t to i e f e r - Darmstadt zeigt, „Blumenstock und Früchte". Gunschmann -Darmstadt ist von starker Wirkung. Zu einem Teil ist daran zweifellos der Amsiand schuld, daß er in seiner Art auf dieser Ausstellung allein ist. Aber ebenso zweifellos schwingen besonders in seinem „Liebespaar" eindringliche Töne von Zartheit und Klarheit, und im „Selbstbildnis" ist nicht bloß gewollte Eindringlichkeit. Vor P. T h e s i n g - (Darmstadt) dekvratrven Gemälden steht immer wieder die Frage auf, ob sie bei längerer Bekanntschaft halten, was sie versprechen. Eigene Wege, oft in- Gruselig-Grvteske geht I. Hamann (Bensheim) („Aeber schwemmt es Dorf, „Rachen am Meer", „Stimmung"). Eigenwillig und voll erfreulichster handwerklicher Sachlichkeit sagt G. P f a f f - Darmstadt das Seine, dabei schöpft er sein Motiv bis ins Kleinste aus. Man beachte den Wolkenschatten auf dem Blld „Feldkapelle". Er ift eine der sympathischsten Er- f(Meinungen unter unseren jungen Hessen. W. CEQ29 SpQß cQlühlxoppQp Marke o DFeil<* sparten laut technischen Untersuchung 259% Gaa flr vot ber schlutzadenv am Samstag tm Lhea° tersaale bes Katholischen Berernshauses, ber auf bem Programm bescheiden als „Bunter Abend" angezeigt war, beste künstlerische Genüsse. Drei Duette von Schumarm („Lanbliche- Lied", „Da- Glück". „Tanzlied") eröffneten bie Darbietungen. Die Sängerinnen, Frl. Else Mangels dorff und Frl. Marie Mül- l e r, trugen rein, klangvoll und mit Gefühl vor und verdienten den Beifall unb bie Blurneu- fpenden Die letztere ber Damen ließ als Solo eine Arie aus „Freischütz" folgen und zeigte sich hierbei als vielversprechende Kunstlerm. Die Schwester eines elsässischen Dialektdichters (Karl Knapp) trug in der schmucken elsäfsischenTracht, die stürmisch begrüßl wurde, Alcbertragungen klassischer Gedichte vor, denen Erfolg gleichfalls nicht versagt blieb. In einem reizvollen und melodiösen „Singfpielduett Kind und Greis" traten Frl. Liesel Paul und Joses Paulus, den wir am Mittwoch als Lhlopbonkünstler bewunderten, auf. An „Tänzen im Mttivnalkostürn" wurden ein lothringischier und ein elsässischer Volkstanz geboten, ersterer von einem Paare, letzterer von drei Paaren getankt. Richt endenwollender Jubel durchbrauste das von über tausend Menschen gefüllte Haus und erwirkte eine Wiederholung der elsässischen Tänze, die, von Tanzlehrer Theodor Bäulke einstudiert, in künstlerischer unb graziöser Weise gezeigt wurden. War dieser Erfolg kaum zu übertreffen, so a dies dennoch durch die Ausführung des hen Dialeltschwankes „G Dudell Quetfchel- wasser" von Julius Greber. War sahen ein an dramatischen Effekten und treffender Situationskomik reiches ßuHfpiel eines namhaften, vor kurzem verstorbenen Dichters. Die Schauspieler, Attelsäs'er, „Dil ttanten", verdienten, an anderer Stelle ihre Kunst wiederholen zu dürfenI Vor Beginn deS Tanze- faßte der ehemalige Rektor der Straßburger Aniversität, der mit zahlreichen hiesigen Kollegen nebst Familien erschienen war. Prof. S. W Mayer, Zweck und Erfolg der „CI aß-Lothringifchen Woche" zusammen, die den Zusammenhang der elsässischen und lothringischen mit ber allgemeinen brutschen Kultur bar getan unb bie IdeeElsaß-Lothrin- gen kulturell geweckt und gestärkt habe. Der Dank für Die hervorragend organisierte und durch- geführte Veranstaltung gebühre in erster Linie 6em Universitätsbibliothetar Dr. List, dem es zu verdan'eu und gelungen sei, daß er ein erstklassiges Programm zu vermitteln und mit Hilfe treuer und ta! kräftiger Mitarbeiter, insbesondere auch des Herrn Tarnogrocki, restlos durchzuführen vermochte. Der durchschnitLkichq Iahr^Sarbeits- verdieuft kand- itnb forstwirtschaftlicher Arbeiter. Das Oberversicherungsamt Darmstadt hat den durchschnittlichen IahreSarbeitSverdienst lanv- und forstwirtschaftlicher Llrbeiter mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab wie folgt festgesetzt: Stadt Gießen: Für Versicherte über 21 Jahre, männlich 105000 Mark, weiblich 78 000 Mk., für Versicherte von 16—21 Jahre, männlich 87 000 Mk., weiblich 60 000 Mk., für Versicherte unter 16 Jahren, männlich 54000 Mark, weiblich 39 000 Mk. Alle übrigen Gemeinden des Kreises: Für Versicherte über 21 Jahre, männlich 87 000 Mk., weiblich 63 000 Mk., für Versicherte von 16—21 Jahre, männlich 75 000 Mark, weiblich 51000 Mk., für Versicherte unter 16 Jahren, männlich 45 000 Mk., weiblich 33 000 Mk. wegung setzte am Freitag abend in dem Man- ''smann-Walzwerk in Rach ein, wo bi.1 Qlr= '•-'iierfd’aft mit der ZurückZahlu-q Vor- ick.,'sfes ' eßt einverstände.r Wäc. Die ^Bewegung breitete sich heute vormittag weiter aus. Die Ausständigen zogen zu verschiedenen .rn» Deren Werken, um Die Belegschaft aus Den Betrieben herauszuholen. On Rath liegen in- folgedessen die Werke der Metallindustrie fast sämtlich still. Auch in anderen Rather Betrieben ruht die Arbeit zum großen Teil. Die Gruppen der Ausständigen sind nach Oberbilk und Oberkassel gezogen, wo daraufhin ebenfalls in einigen Werken der Eisenindustrie Arbeitseinstellungen in größerem Umfange er» folgten. Einzelne Werke entließen die gesamte Belegschaft fristlos. Rach einer späteren Meldung kam es in den Mannesmann- Walzwerken in Rath zu Ausschreitungen, wo Streikende in das Kesselhaus des Betriebes eindrangen, um die Arbeitswilligen zur Einstellung der Tätigkeit zu veranlassen. Es kam zu Tätlichkeiten, mehrere Personen wurden verletzt. D e Polizei hat veLschiedene Verhaftungen vorgenommen. LebenSmrtte^krawulle in Hannover. Berlin, 12. Rov. Gestern vormittag fam es In der Markthalle dec Altstadt von. Hannover zu schweren Lebensmittel- k c a w a l l e n. Das Publikum stürmte dir Stände mehrerer Butterhändler, Die 1100 bis 1300 Mark für das Pfund verlangten, und plünderte sie. Es wurden einige Verhaftungen vorgenomme.tt Haussuchung bei Der „Münchner Post". München, 11. Rod. lWvlsf.) Zur Haussuchung bei der ..Münchner DTB.) In n Rath, ist, wie oie ß^U/iC DO'*» Aus Lern Reiche. Verßafttmgen wegen Geheftnbündelri. ? C r (in, 11. atoD. (WLB.) Der ehemalige minflcbrling Flefck> der Mitte Juni nach der r b f Helffericks im Reichstage e» ich' nen war, um einen Blumenstrauß für n lernet abzuge >eN und damals sestgenommen mer rp mar Han., nachdem er wieder auf freien rnft gei.ta war, neuerdings mit rechtsstehenden -rt ' cifen Verbindung zu rrlcmaen versuck'i und ist . .!-t nniri dem b. in v nben Verdacht der Ge- , "i'iu/uiDelci ab.r.naf-j > er haftet worden. Berlin, 11. Roc iDTB.) Gestern ist , als Freikorps ührer belaimt. gewordene > > U b e ' Vcntnan! Roßbach durch die ilifj < Polizei r rhafte! worden. Wie ber amt» j . - rische Pc .g edienft melbet, soll er im • j.' Sta«tts> ritte tu den letzte.,. WochM i ■..-.y riri:,Vc:i ii ber Begründung unb i iina nrn Ge . imorgnnifatwncn entfaltet •.PFTIL L ein- SteuerauSschuß des R.^chs .Zn- Steuer. Darüber hinaus sollen fci • $* 'Strici 1 eine Prozent 2 i n nah- iert wer- garische Goethe-Gesellschaft" gegründet worden, die sich außer dem Goethe-Kult die Pflege der deutsch-ungarischen literarischen Beziehungen zur Aufgabe stellt. 3nm Vorsitzenden ist der Abgeordnete der ungarischen Nationalversammlung Prälat Dr. Gießwein gewählt worden. Sfti Für unsere Postbezieher ist der äußerste Zeitpunkt zur Nachzahlung der erhöhten Bezugsgebühr für den November herangerüctt. Wer den Mehrbetrag von 75 Mark noch nicht an uns eingesandt hat, benütze unverzüglich die heute nochmals beigefügte Zählkarte, um seiner Nachzahlungspflicht zu genügen. Nom 16. November an stellt die Post die Writertieferung der Zeitung rin, wenn bis zum 15. der Mehrpreis nicht an unS entrichtet worden ist. Verlag des Gietzener Anzeigers. ^'tolieh unb e u frankfurter Dedifenmartt. (Telegraphische AuSzahluug.) Amtliche Notierungen. )ef Dakars 18 langen unentgeltlichen Aufenthalt auf dem Lande «rnchglichte. fpd. Oberursel, 12. Nov. Die so zial- , demokratische Stadtverordneten- !raItion hatte sich in den letzten Wochen nicht mhr an den städtischen Geschäften beteiligt, da man ihren Wünschen auf LI m taufe der Straßennamen mit monarchistischen Grinne- rangen nicht nachgekommen war. J^t hat sich ran die Stadtverwaltung zu der Umbenennung bereit gefunden. Die Kaiserstraße erhält den Namen Nassauer Straße, eine andere bic Bezeichnung Nathenaustrahe, eine dritte wird 8'ichtestrahe heißen. men nur noch mit 2 Prozent verft den. Der Beschluß ist rückwirkend ab 1. Januar 1922. Es ist also der gesamte Steuerlarifüber 2 Prozent aufgehoben worden. Starke« Erdbeben. Etwa 700 Menschen mn» Sieben gekommen. Buenos Aires, 11. Nov. (Wolfs.) Hrvrs: Hier wurde ein starkes Trdb eben verspürt. Die Ähren blieben stehen und die Lichter erloschen. Santiago de Chile, 11. Nov. (Wolff.) HavaS: Auch hier wurde ein Erdbeben verspürt. 3m ganzen Lande sind die Telegraph en ltnien unterbrochen. Bologna, 12. Nov. (Wolff.) 3n der vergangenen Nacht wurde auch von der hiesigen Erdbebenwarte em weit entfernter E r d st o ß verzeichnet, der so stark war, daß die Apparate beschädigt wurden. Florenz, 11. Nov. (WTB.) Heute morgen um 5 Ahr 46 Minuten 4 Sekunden registrierten die Seismographen der hiesigen Sternwarte ein langanhaltendes, ungemein heftiges Fernbeben in einer Entfernung von etwa 10 000 Kilometern. Anscheinend liegt das Zentrum des Bebens in Amerika. Die Tätigkeit der Seismographen währte vier Stunden ununterbrochen. Paris, 12. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Neuhork sind durch das Erdbeben in E hi l e bei Eoquimbo 500 Häuser zerstört worden. Das Zentrum des Bebens liegt zwischen Serona und Eoquimbo. Während des Bebens ist das Meer ca. 200 Meter landeinwärts vorgedrungen und hat in den Küstenstädten Eoguimbo, Antofagasta und Ealdera großen Schaden angerichtet. London, 12. Nov. Wie Reuter aus Santiago de Chile meldet, sind bei dem Erdbeben in Eoquimbo 5 0 0, in Copiape und anderen Orten schätzungsweise 2 0 0 Menschen ums Leben gekommen. 400 Personen wurden verletzt. gesetzte Unterausschuß hat beschlosstfür die erste Million an vierteljährlicher /.innahme die Anzeigensteuer auf 1 , ' ü r- abzusetzen. ES soll dann für hier, .jährliche Einnahmen aus Inseraten über eine Million bis zu zwei Millionen Mark 1 seratensteuer erhoben werden, und weitere Million Einnahme l1 für DontaS inAert* und & Achnhofsk-. ai __ -Palast-Lkbb i KionSpuPpk' GanDel. Berlin, ll.Aod. Dörsenstimmungs- bild. Für Devisen herrschte vormittags bei ziemlich reger Nachfrage wegen anscheinend weniger günstiger Aussichten aus ein gedeihliches Ergebnis der Brüsseler Konferenz eine feste Stimmung. Späterhin erfuhr aber die Haltung infolge einiger Abgaben der Reichsbank eine Abschwächung, zumal auch die Käufer zurückhaltender wurden. Für 6,"fetten schien sich eher eine Befestigung durchgusetzen. Berlin, 11. Nov. Die Haltung des Produktenmarktes paßte sich vollkommen den Schwankungen der Devisenkurse an. Nach anfänglicher Festigkeit wurden die Käufer vorsichtiger, wenn auch die geforderten Preise hoch blieben. Für Brotgetreide blieb auf spätere Sichten einige Nachfrage bestehen. Gerste war ruhig und weniger beachtet. Non Hafer war wenig angeboten. Mais war was zweiter Hand etwas billiger käuflich. Für spätere Abladung wurden höhere Preise gefordert. Non Hülsenfrüchten hatten Nilloria- erbsen sehr feste Tendenz. Futterstoffe waren wegen der grohm Flauheit des Kartosfelmarktes schwer verkäuflich, für spätere Abladung blieben die Preise aber gut behauptet. Frankfurt a.M.» 11. Nov. Börsen- sttrnmungsbild. 3m Wertpapierhandel fand heute kein Geschäft statt. Der Dollar überschritt in den ersten Morgenstunden wieder die Grenze von 8000 auf 8400 und wurde zeitweise 8450 genannt, dm Verkehr von Bureau zu Bureau wurden keine großen Umsätze getätigt, da die Spekulation eine starke 3urüc6)altung bewahrte- Für Valutapapiere wurden bessere Pre se bezahlt. Montan- papiere wurden verschiedentlich niedriger genannt. Schwächer lauten die Kurse für 3n- dustriepapiere, besonders für Auto- und Maschinenaktien. Chemische und Elektrizitäts- aktten wurden etwa zu den gestrigen Preisen umgesetzt. Der Dollar wurde gegen 1 Ahr 8175 genannt girier der i Stt Schier ..dn Schild de: ch Ms bä »er- Tyrannei wen tzvhm br Tertünbe » einen Schlussel trug » Auch ge- 19 e r ganzer ’ Schluhfeh btr die Freude" die E hotte. Das 2. die drei un- W Szenen vor- 1 F-M.etnTelke M in dem, der klang nicht krau, hnsucht, die das Der Gesang der ddiegesp!vch:Aen ' streuten fich m» tmmenschlutz ms Cellos II. 7-9 iffen. Die Damm Kohlermann tn darin in Auf- Zeuer identischer - damit einen echt Gießener Sladttheater. 3m weiße« Rotzl. Lustspiel tr drei Auszügen von O. Blumenthal urd G. Kadelburg. Gießen, 12. November 1922. Cs ist immer eine Erheiterung, eine gute Aufführung dieses altbekannten Werkes 'der beiden Zchwanksabrllanten genießen zu können. N o s e Xubner gab eine in allen Situationen frisch und natürlich wirkende treffliche Wirtin Zosesa. Wolf L e u t h e r s e r's Zählkellner Leopold befriedigte in hohem Maße. Den grandigen Berliner Glüh- Rruntpffabnfanten Wichelm Giesecke verkörperte R. Goll nach jeder Richtung hin in bester Weise: namentlich sein Berliner Dialekt war fanwS. Gie- secke's Tochter Ottilie wurde von Karla Keller mit aller Innigkeit dieser Rolle vorzüglich ge- flebcjt. Die kleine Partie der Eharlotte lag bei Luise Rammel im guten Händen. Oskar Feigel als Rechtsanwalt Dr. Siedler gefiel in hohem Maße, ebenso bot Karl N o l d als Pri- vatgelehrter Hinzelmann eine sehr dankenswerte Leistung. Cläre Türk war ein allerliebstes klärchen. Martin Jac ob's Arthur Sülz- tyetmer war sehr zufriedenpellend, Heinz Bech- ft e i n als Bettler LoiSl wirkte in der trefflichen Maskierung und im Spiel gleich Estlich. L u Wander machte aus der Heinen Partie der Resi in geschickter Weise das, was daraus zu machen war. Georg Hedings Hochtourist wirkte befriedigend. Hermann Stichel durfte als ®e- birgssührer Sepp nicht übersehen, daß zu einer Hochtour auch eine alpine Ausrüstung gehört, daß man zur Erfüllung einer solchen Ausgabe nicht im Aelpler-Sonntagsstaat geht. Paul Mehnert gab einen sehr gewandten Kellner Franz. Wit der Erledigung Ser kleinen Partien konnte man einverstanden sein. R udols G oll als Spielleiter gebührt volle Anerkennung: die wirkungsvolle und stilgerechte Herrichtung oer Bühnenbilder sei lobend angemerkt. r , Das sehr stark besetzte Haus gab seiner sehr begründeten Zufriedenheit mit der guten Ausführung durch starken, oft bei offener Szene einsetzenden Beifall Ausdruck. Dn. er tot ♦ Der „Triumph" des ersten Sowjet-Autos. Ein Jubelfest wurde in Moskau awd Anlaß des ersten Kraftwagens gefeiert, der in der russischen Automobilfavri? zu Fili bei Moskau gebaut worden ist. Das Mitglied der Sowiet-Regierung, Kalinin, der mit verschiedenen anderen Kommissaren unb dem Obcrlxf lshaber der Armee der Einweihung veiwohnte, hielt eine fulminante Rede, in der er den Kraftwagen als ein Symbol der „Wiedererlangung der technischen Kräfte in Rußland" pries. ..Dieser erste Kraftwagen," sagte er, „ift ein Beweis dafür, daß unsere Schwäche in technischen Herstellungen vorüber ist; er ist keine einfache Maschine ohne Seele, sondern verkörpert den Willen und die Kraft der russischen Arbeiter und Tachniker, es mit _ den amerikanischen uvtb westeurvpäischrri Mechanikern auf>une6men.“ Aus dem neuen Kraftwagen stehend entbot dann Kalinin einem )lufzug von Eisenarbeitern feinen Gruß und machte als erster Insasse deS Wagens eine Fahrt, die vortrefflich ab- liq. 3n beu FilNverken sand dann ein Konzert statt, bei Dem auch ein Lied gefangen wurde mit dem Refrain: „Jeden Tag auf jebe Weise geht es uns besser und bester." Ern Berichterstatter betont aber-, daß dieses erste Sow'et^Auto nicht etwa durch die Znitiative der Bolschewisten ae- schasfen worden ist, sondern daß der Erbauer der Aütomobilfabrit in Fili ein russischer Kapitalist namens CBtoroff ist und daß auch sonst die Sowjetleute in hochtönenden Reden groß sind, aber nicht, in ihren Taten. AreiS Schotten. □ Ulf a, 12. Nos. Unfer Dorf wird neuet- bings wieder öfter von Zigeunern und anderen. herumziehenden Gesindel belästigt. Hefter werden die Leute bestohlen. ilnlängL jaefte cm, solcher Strolch den hiesigen Bürgermeister am Dege zwischen unserem Dors und Gonters- lirchen hinterrücks an. Verschiedene Leute kamen in Hilfe und gaben dem Strolche eine derbe Lektion Prügel. Der Angreifer wurde festgenommen and erhielt eine schwere gerichtliche Strafe. a Ruppertsburg, 11. Nov. Die W a s - lernot, von der wir neulich berichteter, ist durch das anhallende Regenwetter etwas behovan. An ter sog. .Hohl", links Der Chaussee nach Laubach, ist nunmehr ein B o h r l o ch in b er 2 i e f e® o n ;\,z Metern angelegt worden. Jedoch ist der "Dasterstand noch zu niedrig. Man denkt daran. V-nn das Wasser ungenügend bleibt und sich nicht tebt. hier einen Motor anzubringen Starkenburg und Rheinheisen. rm Darmstadt, 11. Nov. Zum Abschied in den Ruhestand getretenen Senatsvrasiden- ten beim Oberlandesgericht, Geheimrat Dr. Kel- cr, der über 27 Jahre dem Oberlandesgericht, -jQon 12 Jahre als Präsident, Mrgehörte, fand Frellag im Plenarsaale des Gerichts eine tour» »ige Feier statt, bei der Oberlandrsgerichtspräsi- tent Dr. Best, Generasstaatsanwalt Dr. Pree- ivrius, sowie der Nachfolger Kellers, Senclls- vräsident D o r n f e i f f, dem Scheidenden herzliche WschiedSworte widmeten. Keller ist jetzt 72 Jahre alt, war lange Zähre Mitglied deS 'Nerwaltungs- l Gerichtshofs und Dorsitzender der Reichs- oisziplinarkammer in Darmstadt, 22 Jahre war er Vorsitzender der Prüfungskommission für daS Justiz- und Derwaltungsfach, viele Jahre Nor- litzender des Hess. Richtervereins. Seine Der- bienfie um die heMsche Rechtssprechung wurden Schlichlungsausschuft der Provinz Oberhencu. Verhandlung vom 10. November Die Gailschen Tonwerke ii Gießen und die Tonwerte Hüttenberg und Abend- stern sollen die Löhne, die vom 23. Ottvber bis 4. November 1922 galten, für Die beiden Lohnwochen nach dem 4. November um 63 v. H. und für die beiden Lohnwochen nach dem 18. November um 83 v. H., d. h. weitere 15 v. H., erhöhen. Der Stundeulohn der Betrieb?arbeller -über 21 Vahce kommt hiernach auf 148,53 und 162 Ml. In demselben Verhältnis sollen die Ober- hessischen Sägewerke ihre Löhne erhöhen, jedoch je eine Woche früher. DerMaschinenarbeiter über 25 Jahre in der 3. Ortsklasse kommt nach, dem Schiedsspruch auf 133,95 Mk. Stunb enlohn ab 28. oder 30. Oktober und auf 149,40 ML. ab 11. oder 13. November dis zum 23. oder 24. November. Als Stundenlohn der selbständigen Weihbindergehilfen über 20 Jahre inGiehen schlug der Schlichtungsausschuh 140 Mk. ab t.November und 160 Ml. ab 18 November bis zum 1. Dezember vor. Dis zum 3. November war der Stundenlohn 85 Mk. Die Lohne der jüngeren Gehilfen und der Hilfsarbeiter sollen entsprechend erhöht werden. Die Lackfabrik Megerle tn Friedberg soll vom 13. bis 30. November den Detriebs- arbeitem über 21 Jahre 140 Mk. Stundenlohn zahlen, statt bisher, seit dem 30. Oktober, 90 Ml., und die übrigen Löhne in demselben Verhältnis erhöhst. ssagk te » E Vermischtes. Großfeuer bt deu SiemenS-SchuÄerl-Werren. Berlin, 12. Nov. (WTB.) Am Svnntag- nachmittag gegen 5 LIHr brach aus bisher unbekannter Ursache im Kabelwerk Gartenfeld der Siemens-Schuckert-Werke ein Feuer aus, dem die Klöppel- und ein Teil der Spinnsäle zum Opfer gefallen sind. Den vereinten Bemühungen der Betriebsfeuerwehr der Siemens- Schuckert-Werke und der Spandauer Feuerwehr, die alsbald auf dem Brandplatze eintraf, sowie den spater hinzukommenden Feuerwehren von Charlottenburg und Wilmersdorf gelang es, das Feuer zu lokalisieren. Die gesamte Kabel- und Gummifabrikatton sowie der gesamte Betrieb der Metallwerke sind unversehrt. Ein Teil der Arbeiten der beschädigten Säle kann in der den Siemens-Schuckert-Werken gehörenden Leitungs» fabrif in Plauen ausgeführt werden. Der Ausweis für Radfahrer. Berlin, 11. Nov. (Wolff.) Der Zwang zur Führung eines amtlichen Ausweises, verbunden mit der Umständlichkeit der Beschaffung bei den Gemeindebehörden wird von den Radfahrern als überflüfTig und als eine Belästigung empsurden und deshalb von allen Radfahrer- oi gantfalionen seit vielen Jahren bekämpft Auf eme Anfrage aus dem Reichstage, ob die Reichsregierung der Forderung der Radfahrer Rechnung tragen werde, antwortete der Reichsverkehrs- mir ister, daß die Länder sich sämtlich dafür aus- gesprocher haben, daß von den Radfahrern ein persönlicher Ausweis nicht mehr gefordert toerben soll. Der Reichsverkehrsminifler hat daher die obersten LandesbehSrden angewiesen, die Polizei- Verordnungen, die auf Grund der vom Bundesrat am 14. März 1897 angenommenen Gründzüge über den Radfahrverkehr erlassen wurden, entsprechend zu ändern. Sine ungarisch« Goethr-Gefellfchafl. Budapest, 12.Nov. (WTB.) Heute ist im Saale der Akademie der Wissenschaften die „Hn- tfetne LhrN'an Ib. Kreiß119' '** crtß -Sta-def >org' j. tpuröe- Nelsettig ar erian.it Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 12. Nov. Die Ausgrabungen in der Nörnersiedlung „Nida" zwischen den Dororten Heddernheim Md Praunheim, die aus Mangel an Geldmitteln längere Zeit ruhen mußten, sind jetzt Vieder ausgenommen worden, da sich ein Kreis steiwilliger Helfer gebildet hat, der ohne jede Vergütung an bestimmten Tagen, namentlich Sonntag vormittags, unter Leitung des Professors Gündel sich dieser dankenswerten Aufgabe unterz'eht. Die augenblicklichen Ausgrabungen sind um deswillen für dis wissenschaftliche Forschung von großer Bedeutung, Teil sie den Beweis erbringen, daß längst vor len Römern, d'e hier bekanntlich groß-rrtige. bauten hinterlassen Haden, die Gemarkung Heddernheim ein Siedlungsplatz der Men- jchen der Steinzeit waren. Aus diesem <,ciialter wurden Gräber und Wohngruben mit vielen Funden freigelegt. Daneben wurden auch wichtige Funde aus der Keltenzeit gemacht. fpd. $ran !f urt a.M , 12. Nov. Als Folge der hohen Fahrpreise macht sich bei der 0 t r a- hcnbahn eine Berkehrsverminderung geltend, di? zu Einschränkungen zwingt. Vom Mon- tag ab wird der Betrieb der Linie 5 eingekeilt, andere Linien werden nur noch als Pendelbetrieb belassen. — Die erst vor 14 Tagen -ii.' Ehrenbürgerin der Universität ernannte Frau imma Mumm von Schwarzenstein ist im Alter von 71 Jahren aestorben. Wit ihr ift eine der größten Wohttaterinnen der Frank- hivter Armen aus dem Leben geschieden. Namentlich hat sich die Verewigte in den Herzen der Frankfurter Jugend ein unvergeßliches Denkmal dadurch gesetzt, daß sie ihr durch die Schaffung von Landhermen, so im Rheingau, einen wochen- lHr? .^siNkrA^ ?affe riC,nc tünh' 3c,an"t‘ ^"gu-igsbiat Wb U>.r, Urie (gJJJJ • -Metes da» (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) ®tae Unterredung zwisch-rn Darthou und Wirth. Paris, 11. Nov. (WTB.) Nach einer Meldung einer Nachrichtenagentur aus Berlin hatte Barthou gestern vorntittag vor seiner Abreise nach Paris eine Unterredung mit dem Reichskanzler Dr. Wirth, der den Wunsch geäußert habe, ihn zu sprechen. SS werde das größte Stillschweigen über diese Unterredung gewahrt, aber man wisse, daß sie einen sehr herzlichen Charakter gehabt habe. Der Eröffnungstag der Lausanner Konferenz. 'Paris, 11. Nov. (WTB.) Havas. Cs wird bestätigt, daß Frankreich, falls England auf seinem Vertagungsantrag für die Lausanner Konferenz verharren sollte, endgültig das Datum des 20. November für den Eröffnungstag an nehmen wolle. Paris, 11. Nov. (WTB.) Der Londoner Berichterstatter des „IRattn“ glaubt zu wissen, das englische Kabinett halte ein vorläufiges Abkommen mit den Alliierten für unerläßlich und sei fest entschlossen, nicht an einer Kon ferenz teilzunehmen, die den Türken ein Schauspiel der alliierten Zwietracht geben könne. Der Sultan dankt nicht ad. Paris, 11. Nov. (WTB.) Wie Havas mt3 Konstantinopel berichtet, hat der erste Sekretär des Sultans offiziell erklärt, daß der Sultan um keinen Preis abdanken werde. Die Freilassung der Mohol'Trart'portfchiff'! in den Bereinigten Staaten. Washington, 11. Nov (WTB) Der Se» kretär beim Schatzamt ordnet die Freilassung aller beschlagnahmten in den amerikanischen Gewässern befttldlichen fremden Schiffe an, die Wein, Bier und andere Spirituofen transportiert haben. Der Reichspräsident. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Der Reichs Präsident erschien heute abend im Berliner Rathause, um einer Sondersitzung des Magistrats beizuwvhnen. Dem Empfang wohnten außer dem Reichskanzler eine Anzahl Minister des Reiches und Preußens sowie hervorragende Persönlichkeiten aus Handel, Industrie, Kunst und Wissenschaft bet Neue Terrerungsverhandlungen. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Die Vertreter der Spitzenorganisattonen der Beamten, Angestellten und Arbeiter hatten am 1 0. November eine Aussprache mit dem Reichsfinanzminister über die Notwendigkeit der Einleitung einer neuen Teuerungs-- a k t i o n. Die Entscheidung des Reichsfinanzministers ist für Anfang nächster Woche in Aussicht gestellt. Die «mgeblichen Putschgrsah sn in Brhern. München, 10. Nov. (WTB.l Wie die Korrespondenz Hoffmann feststellt, ist die bayrische Regierung bereits am 4. November den Gerüchten über angebliche Putsch- gefahren in Bayern entgegengetteten. Trotzdem seien Tendenzmeldungen dieser Art nicht verstummt, sondern würden hartnäckig weiterverbreitet. Es werde deshalb erneut an die Bevölkerung die dringende Aufforderung gerichtet, nicht durch die Verbreitung von haltlosen Gerüchten die Erregung noch zu steigern, vielmehr die Verbreiter aller alarmierenden Ausstreuungen der Polizei namhaft zu machen. Zur Sache selbst sei wiederholt darauf hingewiesen, daß nach der derzeitigen Lage keinerlei Anlaß zu Befürchtungen gegeben ist und daß die bayerische Regierirng jedem Versuch, die öffentliche Ordnung zu lihren., mit allem Nachdruck entgegentteten werde. Die Anzeigenst;urr. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Der vom < j I.« n v lortragSoer- . ib einen vortrrss- i ing ihrer Deren- i > aui Darmstadt en Pianisten Her- ^mrysvns „$nod) • Griff nach bitter, Der stets Die valtig erschüturi. I löiet toerax 8nod> vMr fcwmftit I anberen ManneS gt um ihrer 2ufc i tron seinem Tote rit dieser - säst j in sein toeitercs last imnatürlidK’i nde dankt es sicher | irre Tragik i» Sie । Sterbeberestschai^ Eingabe des Spn- »ertige Deglei^g erndsm Smdnll Znochs aus «: pf um Zn'saML aW das W mb sch n>r i inger tn oic sroe Datum: 10. November 11. 'November Geld Brief (?elb Briet Antw.-Brüflel . 14(5,Kö 44", 15 493,75 496,25 Holland...... 3002.45 3017,55 3281,75 3298,25 Vonbon ...... 34038,40 34711.60 37281,05 37468,95 Paris....... 502,70 505,30 532,65 535.35 Schwei,...... 140S45 1415,55 1504.20 1511^0 Spanien..... 1162,06 1167,95 1236,90 1243,10 Jialien...... 335,15 •»V85 364,05 365,95 Viilabon-Dporto 162Tb9ß ■■■ Dänemark.... 1546,10 1553.90 1634.10 Norwegen.... 1411.45 1418,55 147'^30 11813,70 Schweden .... 2029,90 2040,10 2179,50 2190,50 £elmiflfor8. .. . - Nennork...... 7630,85 7679,15 8154.55 8195,15 Deutsch-Oesterr. 9,73 9,77 10259 10,6' Budavest..... 304,- 306- 319,— 321. - Vraa........ 239,40 240,60 •260,30 261,70 Sofia....... —/ — — —»— wie altern Frauen? ES gibt Frauen, die erstaunlich lange jung bleiben, und zwar kommt daS jetzt viel häufiger vor, alL früher. Wir wollen nicht so indiskret sein, daS Alter einiger Filmschönheiten zu verraten, die in ihren übermütigen Dackfischrvllen das Entzücken jedes Primaners find, obgleich ste schon längst verheiratet waren, als er noch in den Windeln lag. Wir erinnern auch an die weltbekannte Schönheit der Kön^in eines Balkanlandes, die bei ihrem Bolke den Beinamen „bie Liebliche" hat, obgleich sie vor kurzem eine bereits recht angejahrte, aber ebenfalls noch in erster Iugendfrische strahlende Tochter verheiratete. Es ist kein Zufall, wenn die Töchter solcher Mütter, denen man ihr wahres Alter nicht ansteht, ebenfalls lange schön bleiben. Sie kennen eben das grvye Torlettengeheimnis der Mutter. Dieses Geheimnis ist nun eigentlich sehr einfach. Die Haut ist teils mit Muskeln, teils mit Fett unterpolstert 3m Gesicht ist die Hauptsubstanz sogar mit Muskeln und Fett durchzogen. Wird dieses Fettpolster zum Schwinden gebracht, so wird die Haut welk und schlaff. Dun schwitzt die Haut dauernd etwas Fett aus, nicht um es wegzuwerfen, sondern weil sie diesen feinen Fetthauch braucht. Durch Waschen mit Seife wird er aufgelöst und weggespült. Weil ihn aber die Haut braucht, so erneuert sie ihn sofort und je öfter sie dazu gezwungen wird, desto mehr von ihrem Fettpolster muh sie hergeben. Sie foirb dadurch vorzeitig schlaff und welk. Auher- dem aber werden die feinen Talgdrüsen, mit denen sie durchzogen ist, dadurch übermäßig in Anspruch genommen, sie werden überreizt, funktionieren nicht mehr und entzünden sich. DaS sind dann die sogenannten Miteffer. Wan kann sich also tatsächlich alt und häßlich waschen. Frauen, die das wiffen, vermeiden möglichst den Gebrauch von Seife. Sie reinigen die Haut durch Bestreichen mit Marylan-Creme und durch Abreiben mit einem guten Frottiertuche. Marylcnr-Crerne ist nur unter diesem Damen neu, das Rezept ist alt. Eine der schönsten Frauen Europas bediente sich seiner, und die Geschichte erzählt von ihr, dah ste noch im hohen Alter Iüng- linge zu heißer Liebe entflammte. Marylan-Creme hat die Eigenschaft, der Haut kein Fett zu entziehen und die erschlafften und da- durch nach abwärts gesunkenen Partien wieder zu kräftigen. Dadurch glätten sich die Falten und Runzeln wieder, und was alt und welk war, wird wieder jugendfrisch und glatt. Sie stellt die nor- male Tätigkeit der überreizten Hautdrüsen wieder her, gleicht die Blutstauungen aus, mit dem Erfolge, das Miteffer und sonstige Entzündungen ver- schwinden, graue oder gelbliche Hautstellen erlangen lein über Schönheitspflege. 100001) erne natürliche, gesunde Farbe, und zwar Dauert das nicht etwa jahrelang, wix sonst bei kosmetischen Kuren, sondern das Resultat zeigt sich in sehr kurzer Zeit. Leser und Leserinnen, die den hier abgedruckten Gratisbezugsschein an den Marylan-Dertrieb in Berlin einsenden, erhalten außer einer kostenfteien Probe Marylan-Creme auch, und zwar ebenfalls kostenlos, ein intereffantes Büchlein über Schön- heitspflege. Senden Sie den Gratisbezugsschein sofort als Drucksache im offenen Kuvert. Auf deffen Rückseite schreiben Sie recht deutlich Ihren Damen und genaue Adreffe. Sie ersparen dadurch Porto. Diese Drucksache ist mit 1,— Mk. zu frankieren. Sine Postkarte erfordert 3,— DU. Gratisbezugschein. Än den Marylan-Dertrieb, Berlin 248, Friedrichstr. 18. Erbitte gratis und ftanko eine Probe Marylan-Creme und das Büch- Altertum! 9966 gesucht. zu verkaufen. 9923V gesucht. 999S Bewerber geöffnet werden. 9990V WWW« be- Ausstellung 99Si' hörend. Bahnhofstraße 34. Besichtigung ohne jeden Kaufzwang 9965a .Junge Teckel 6 Wochen, vertäuilich ‘HiS'4 9tvonnr. 18 I. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiihhiii Wenig gclirMt. zrauMMenkW grants. Str. 53. 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November 1922 im Erdgeschoß unseres Geschäftshauses Wirzeigen: Luxuswäsche,handgearbeiteteStores,Künstlerdecken künstl.Kissen und andere Erzeugnisse des textilen Kunstgewerbes Passagierdampfer: Doppelschraubendampfer „Mongolia“ . . . Dreischraubendampfer „lÄinnekahda“ . . Doppelschraubendampfcr „Manchuria11 . Doppelschraubendampfer „Mongolia“. . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . . Doppelschraubendampfer „Manchuria11 . Gießen (Grabenstraße 6), den 10. November 1922. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 010398 Hess. Bürgermeisterei Saubringen. Preis. In dieser Woche ginnen folgende Kurse: Freitag abend 68/, Uhr entschlief sanft nach kurzem in Geduld getragenem Leiden meine edle, herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Käthchen Stommel geb. Kuhl. Im Namen der Hinterbliebenen: Karl Stommel, Wagenmeister. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Klein-Linden sollen nachfolgende Arbeiten ver- geben werden: Los 1 Fuhrleistungen etwa 1100 Zentner „ la „ „ 600 „ „ 2—4 Drainagearbeiten, zusammen etwa 17000 lfde. Meter. Pläne und Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Klein-Linden zur Einsicht offen. Angebote können nur auf den durch die Bürgermeisterei gegen Bareinsendung von je 8 Mk. für Los 1 und la und von 15 Mk. für Los 2—4 zu beziehenden Dordrucken gemacht werden und sind ohne Textänderung und mit Aufschrift versehen zum Eröffnungstermin am Donnerstag, dem 16. d. MtS.» vormittags 9 älhr, auf dem Rathause zu Klein-Linden einzureichen. Die Lose können einzeln und zusammen vergeben werden. Freie Auswahl Vorbehalten. Zuschlagsftist 3 Wochen. 9920B Gießen, den 8. Dovember 1922. Hessisches Kulturbauamt. H. Steinbach, Reg.-Baurat. 25. November 2. Dezember 16. 30. 6. Januar 20. tasten Line Regelmäßige Passagier- urtd Frachtdampfer Hamburg ■ Newyork MSMMwlK Fabrikat Aegir, vollkommen neu, Kupferwicklung, in normaler offener Ausführung mit normaler Riemenscheibe, einschl. Sterndreieckschaller, 1500 Umdrehungen, Spannung 220/380 Volt, ab Lager kesselbach Kraftfahrer. Wir suchen zur Führung von Kraftfahrzeugen tüchtigen Kraftfahrer und bevorzugen gelernten Maschinenschlosser. Schriftliche Angebote unter 9982D an die Geschäftsstelle des Gieß. Anzeig. Tägige* Trillinge usw., Revolver lauft zu höchsten Preisen ..... Diirbeck, Äaiscrallce Piano bis 175 000__ Flügel bis 300 000.— neuen fof Kaffe gs«. Off. m.Pre.In allen Apotbe'en, Drogerien und Parfümerien erhältlich. In Vließen in der Trog. Wiuterhoff. StreiiAplau 9/10, Löwen Drogerie nnd PictorraDrogcrie,Hcrm. Plank Wwc. Photo- *”‘h Apparat 6X9 G^ilm) zu verk. Off. u. 2575 a n H e ri o, Al. A.-E-, Plockstr. 5. Gebrauchter Mn ser wagen ». Fleischmaschine für Metzger sowie kl. Hanvwagen zu verk. 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Dir verlange mit denen wir juiar feste Erklärung, daß Scuischen DolkMrte^ die gegenwärtige unC des Reiches nicht rnehi sich geändert werden 2crhäÜnisse ift unba Können Wer nicht >■ Mung ebtes Älnii diese Ersordwiissc nie Lach einer Mite soll die b'itd) die abk schra IMartei ge truo.skreiseil irv danken an die 2ui tages und die Au. haben amtauchrn las wissen, man gehe a Kreisen mit diesem @ Gn Peschs dcmokralischcick kratischr Wi zur Frage der Aeg den Beschluß: Die? der Forderung der Äark als der örii inneren und äußere- in ein Kabinett eintr. tif konsequent vertrit M'Sen EieÜungnal l Bolsspllktci fei . Durchführung der t und damit für die fr : *"e des SiDarui Crnentc % L Merlin, 13 31., tev?* Partei, die twruX 6g?**r* 7 sä der Ma ’Oecc ’ 2lröctt' 'Tiit ö-n t geführt. ^^"dlU'tg >n i,aI die Äejck?Mktvn Meibt pck^ Kris? 3u un er, tzst. ÄSU'