Mittwoch, 13. September 1922 172. Zahrgang Ein Gewaltbeschlrch Belgiens von Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 1575, Frankfurt a. W. 1600. Nr. 215 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienKlätter Monatliche vezuaspreise: MK. 75. - und MK. 5. - Trügerlohn,durch diePost MK. 75. -, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger viietze«. Postscheckkonto: Sroiffurt fl. M. 11686. scheinen durch die Federführung Gold ins Ausland zu sichern, findet bei Aus dem Reiche. Die Verordnungen des ReichSernähnmgs-- Ministers. Berlin, 12. Sept. (TBoIff.) Das Reichs- ministerium für Ernährung und Landwirtschaf t hat eine Verordnung über LebenSmtttel erlassen, die den Zweck verfolgt, die unter den heutigen Verhältnissen unzweck- mäßige Verwendung von Zucker, Gerste und Obst zu unterbinden. Die Verordnung bestimmt mit sofortiger Wirkung, daß bis auf weiteres 3 n - landszucker zur Herstellung von Schokolade, Süßigkeit, Branntwein, Likören und Schaumwein nicht mehr geliefert werden darf. Auch die Erfüllung noch laufender Verträge über die Lieferung von 3nlandszucker für diese Zwecke ist verboten worden. Vachgelassen ist lediglich, bah die etwa bei den Betrieben noch vorhandenen Bestände an 3nlandSzucker aufgearbeitet werden bürfen. Bemerkt wird hierzu, dah die genannten ttndustrtcn schon fett längerer Zeit überwiegend AuslandSzucker verwenden. Durch weitere Vorschriften wird auch die Herstellung von Branntwein eingeschränkt. Das geeignetste Mittel zur Ersparung von Rohstoffen bei der Bierherstellung ist die Herabsetzung des Stammwürzegehalts des BiereS, weshalb die Herstellung von Starkbieren verboten wird. Ferner wird angeordnet, dah Vollbtere (9—13 Prozent Stamm- würzcgehalt) soweit sie mehr als 10 Proz. Stamm- würzegehalt haben, nur bis zur Höchst menge von 1/ hes gesamten AusstoheS der Brauereien in einem Laaer hergestellt werden dürfen. Um das Obst in erster Linie der Frtschver» Wertung und der Marmeladeverarbeitung zuzuführen, wird endlich die Herstellung von Branntwein auS Obst verboten. Vur für Obst, dafür menschliche Ernährung ungeeignet oder anders nicht verwandt werden kann, ist die Ver<^ arbeitung auf Branntwein im Ausnahmeweg zu- gelassen. Angesichts der gegenwärtigen auherordent- lich schwierigen ErnahrungSverhältnisse erscheint Brüssel, 12. Sept. (WTB.) Wie die Agence Belge mitteilt, hat der belgische Ministerpräsident, der seine in Brüssel anwesenden Kollegen über die Lage auf dem Laufenden gehalten hatte, beschlossen, von Deutschland die Bezahlung der am 15. August und 15. September fälligen Zahlungen mit Schatzscheinen zu verlangen, die durch ein Golddepot sicher- gestettt werden sollen, das in einer der belgischen Regierung genehmen Dank hinterlegt werden soll. Heute vormittag notifizierte der Außenminister dem deutschen Geschäftsträger Dr. Landsberg den Beschluß der belgischen Regierung. Der Reichskanzler über die Verhandlungen mit Belgien. Berlin, 12. Sept (Wolff.) Der Reichskanzler gewährte gestern mehreren ausländischen Pressevertretern eine Unterredung über den Verlauf der Verhandlungen mit Belgien, in der er folgendes bemerkte: Die deutsche Regierung hat ernstlich versucht, den Beschluh der Reparationskommission über die Barzahlungen dieses Jahres zu einem positiven Ergebnis zu machen. Sie ist sofort mit den Vertretern der belgischen Regierung in Verhandlungen cmgetrcten und hat Vorschläge gemacht, um die für Belgien auszustellenden Schahwechsel zu garantieren. Dies war nicht leicht, da die Regierung als solche über besondere Sicherheiten nicht verfügt. Aber die autonome Reichsbank hat sich loyal zur Verfiigung gestellt und sich bereit erklärt, die Schahwechsel zu unterschreiben, und damit zu garantieren. Sie stellt afferdings die Bedingung, dah die Lauf frist über sechs Monate hinaus verlängert werden mühte. Dies war notwendig für ein nach kaufmännischen Gesehen und nach kaufmännischer Ehre handelndes Bankinstitut, weil die Reichsbank eine Summe von 280 Millionen Goldmark nicht innerhalb sechs Monaten einlösen könnte. Die wirtschaftlichen und rechnerischen Vachweise hierfür wurden den belgischen Vertretern mitgeteilt und auch den verbündeten Regierungen bekanntgegeben. Ferner war die deutsche Regierung bereit, mit der 3 n d u st r i e und den deutschen Privatbanken Verhandlungen über eine subsidäre Sicherheit anzuknüpfen und auch die bereits bestehende Fühlung mit dem Auslande, besonders mit England, wegen Uebernahrne eines Teiles der Garantien zu einem positiven Ergebnis zu tu n g werde er für die kommende Erzeugung durch festeren Zusammenschluh der Fabrikm und des Handels, sowie durch Beschränkung des Einkaufes der Luxusindustrie für eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit Mundzucker bemüht sein. Er werde trotz der in Aussicht stehenden guten Zuckererzeugung von Anfang an selbst fest zu greifen und es unter keinen Umständen dahin kommen lassen, dah die Luxusindusttie der Bevölkerung den Zucker wegnehwe. Gr hoffe, es auch ohne Zuckerkarte dahin zu bringen, dah die Bevölkerung besser versorgt werde. Die Bestrebungen zur Hebung der landwirtschaftlichen Erzeugung sehe er als feine vornehmste Aufgabe an. Gr werde immer unterstützend eingreifen, wo immer in feinem Ministerium wirklich ernster Wille zu positiver Leistung dargetan werde. Mit diesen Darlegungen schloß die mehrstündige Beratung. führen. Die kaufmännische Grundlage für das Abkommen mit Belgien im Sinne des Beschlusses der Reparationskommifsion war also gegeben. Wenn es nur nach kaufmännischen Grundsätzen gegangen wäre, wäre am letzten Samstag ein Abschluß erzielt worden. Wir hätten davon eine wesentliche Besserung der wirtschaftlichen und der politischen Atmosphäre zu erwarten gehabt. Die Mark hätte sich aller Wahrscheinlichkeit nach gebessert und wäre auf Monate hinaus stabil geworden. Deutschland hätte sich für den schweren Winter einrichten können und mit aller Ruhe hätte man die Vorbereitungen für die große Reparationskonferenz treffen können, von der die Ruhe Europas abhängt. Leider ist dies alles in Frage gestellt worden, weil die belgische Regierung an dem Schema des Beschlusses der Reparationskommission festgehalten hat, der von sechsmonatigen Schahwechseln spricht. 3ch kann die Entscheidung der belgischen Regierung nicht kritisieren, sondern nur bedauern, weil sie weder unseren 3nteressen noch den 3rrter- cssei' der allgemeinen europäischen Sache dient. Der Reichskanzler fuhr fort: „3ch kann nicht glauben, bah sich bic Reparationskommifsion der Regelung widersetzt hätte, wie sie in den Verhandlungen mit den belgischen Vertretern vorgesehen war und wie sie von diesen selbst als möglich betrachtet wurde. Die Reparationskommission hat es auch jetzt noch in der Hand die belgischen Bedenken zu beseitigen, indem sie in die Verlängerung der Lauffristen einwilligt. Dies wäre die einfachste Lösung der Lage. Aber man darf keine Zeit verlieren, denn in dem Zustande, in dem sich Deutschland befindet, bedeutet jeder Tag eine Verschlechterung der Finanzlage und damit eine Verminderung der Reparationskraft. 3ch hoffe, daß die Wirkung der unentschiedenen Verhand- hingen mit Belgien auf den Stand der entart mchä allzu groß unb nicht ruckartig fein wird, so bah es gelingt, rasch zu einer Klärung der (Situation zu gelangen. Die belgischen Vertreter haben bemerkt daN sie das größte 3nteresse daran 'haben, die Verschlechterung der Mark aufzuhalten. Dies wollen auch wir. Qlbcr, wenn dies erreicht werden soll, wenn bermieben werben soll, bah bic Entwertung der deutschen Valuta irrepanabel tovrb, so darf fein Tag mehr verloren werden. Die deutsche Regierung ist zu jeder Regelung bereit, die sie nach gewissenhafter Prüfung vor dem deutschen Volke vertreten kann, aber sie mühte es ablehnen, Verpflichtungen auf ^sich zu nehmen, von denen sie überzeugt ist, bah sie nicht geleistet werden können und bah sie auch gar nicht der Förberung des Hauptzieles dienen, nämlich der endgültigen Lösung der Reparationsfrage und damit der endlichen Beruhigung Europas unb der Welt." Ablehnende Aenhernngen der Deutschen Presse. Berlin, 13. Sept. Die belgischen Forderungen, die deutschen Zahlungen mit Sch atz - überliehen. Der Reichswirtschaftsmini st er legte die von ihm auf dem Gebiete des Außenhan- dels getroffenen Maßnahmen (Erhöhung der Ausfuhrabgabe und Beschränkung der Einfuhr von nicht lebenswichtigen Waren) dar, welche voll! die Zustimmung der Gewerkschaftsführer fanden. Er erörterte die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, welche sich bei den angeregten weiteren Schritten zur Bekämpfung des Ausverkaufes des deutschen Marktes durch Ausländer zeigten und unterstrich die schweren Bedenken, welche der tadelnswerten Fakturierung in Auslandswährung im 3nlani>e ent- gegenständen. Weitere währungspolitische Mah- Neue Verhandlungen mit den Gewerkschaftsführern. Berlin, 12. Sept. (WB.) 3m Reichs- wirtschastsministerium hat heute erneut eine Aussprache der Gewerkschaftsführer unb der Leitung des Reichswirtschaftsund Reichsernährungsministeriums stattgesunden. Tie beiden Minister führten persönlich bic sehr eingehende Besprechung unb zwar Punkt für Punkt der Forderungen durch, die in der kürzlichen Unterredung der Gewerkschaften mit bem Reichskanzler berührt worden waren. Die Führer der Gewerkschaften erkannten an, bah seit jener Besprechung einige ihrer Forderungen seitens der Regierung erfüllt worden seien. Sie wiesen indessen auf die starke Erregung hin, in welcher sich nach wie vor die gesamte Der- braucherschaft angesichts der weiteren Preisentwickelung auf allen Gebieten des notwendigsten Lebensbedarfes befinde. Die Führer wiesen auf die bedauerlichen Härten hin, welche die Durchführung ihrer Forderungen auf Einschränkung des Verbrauches und der Einfuhr nicht unbedingt lebenswichtiger Güter für die Arbeitnehmer mancher Gewerbe naturgemäh zur Folge- hätte. Um die Einfuhr zur Stützung des Markwertes kurz zu halten uno um von den weiterverarbeitenden Werken Lohnausfälle, Kurzarbeit unb Arbeitslosigkeit fernzuhalten, hätten die Bergarbeiter zu Beginn dieses Monats inbieUeberarbeit eingewilligt, wenn seitens bet Arbeitgeber das gleiche für die anderen Schlüsselinbustrien gefordert werde. So müßten die Arbeiter verlangen, bah auch die Arbeitgeber ihr 3ntercffc angesichts der Rot des Volkes xurüdtreten liehen, und bah Handel unb 3nbuftrte in ber Preisgestaltung Maß hielten unb nicht bem Dollarstande auf dem 3nlanMmarft wahllos nachliesen. Die Kartelle müßten ihrem preisermähigenden Einfluß schärfer Geltung verschaffen und die Arbeitgeber mehr von negativer Kritik zu wirtschaftlicher unb staatserhaltender Mitarbeit kommen. Unter Anführung der Tatsache, bah unser wirtschaftliches Schicksal in erster Linie von ber Lösung ber Reparationsfrage abhängig ist, würbe von ben Wirtschaftsressorts unb vom Gesamtkabinett geforbert, baß sie die Anwendung aller vorgeschlagcnen Mittel nicht verzögerten, und bah sie die Wirtschaft unb die Preise sich nicht selbst bzw. außenpolitischen unb spekulativen unb damit schließlich extremen linksagitatorischen Einflüssen Der Reich?ernährungSmlnister flam eingehend I auf die Frage ber Wicbereinführung der Zwangswirtschaft zu sprechen. Gr warnte eindringlich vor der Auffassung, daß es möglich I fei, einseitig ein Gebiet der Ernährungswirtschaft allein oder diese letztere insgesamt unter Frei- laffung der übrigen Gewerbe in die Zwangs- I wirtschaft zu nehmen. Alle Erfahrungen aus dem Kriege und der Ucbergangszeit sprächen dagegen, daß dies möglich sei, ohne bic in Zwang genom- I menen Wirtschaftszweige zugunsten ber freien Gewerbe zur Verkümmerung zu bringen. Der Minister ging ausführlich auf die Aussichten unserer Ernährung ein. Die Reichsgetreide st eile I habe für die nächste Zeit genügend Brotgetreide in der Hand. Entspräche die Ablieferung auf die Umlage den Erwartungen, bann fei unter Berücksichtigung ber AuslandSkäufe die Versorgung bis zum Frühjahr 1923 sichergestellt. Er habe keine Sorge, bah bie Umlage zum wesentlichen Teil nicht ein gehen ober gar systematisch sabotiert werde. Bedingung, und ganz besonders für die j kleinere und mittlere Landwirtschaft, sei indessen, bah der Preis für llmlagegetrcibe der eingetretenen Geldentwertung nach Möglichkeit angepaht werde. Den Ausfall der GrntP schätze er in Brotgetreide um etwa 20 Prozent niedriger als im Vorjahre ein. 3m Gegensatz zu den Vorjahren lebten wir indessen heute noch von ber vorjährigen Ernte. Es seien zweifellos noch beachtliche Bestände alter Ernte in den Händen der Erzeuger unb des Handels. Die Kartoffelernte verspreche in alten Tellen Deutschlands sehr gut zu werden; in Süddeutschland wüßten sich alte Leute eine« ähnlichen Segens kaum zu erinnern. Selbst auf schwerem Boden hätten die Untersuchungen ergeben, daß übergroße Feuchtigkeit In ber Regel die mengenmäßigen Erträge wenig beeinflußt hätten. Angesichts dieser Aussichten empfehle es sich nicht, heute mit Zwangsmaßnahmen ober auch nur mit ber Einführung von Richt- oder Höchstpreisen vorzugehen, denn diese würden sofort zu Mindest- preifen für alle, auch für die Erzeugergebictc selbst, werden. Ginc gute Ernte werde die Preise selbsttätig nichtiger halten, als es die Festsetzung von Höchst- ober Richtpreisen tun könne. Den Verkauf durch unmittelbaren Verkehr zwischen Erzeugern unb Verbrauchern vor allem unter Hinzuziehung von Konsumgenossenschaften, begünstige er durch alle Mittel. 3n der Zuckerbewirtschaf- Die Ereignisse im Orient. London, 12. Sept. (WB.) Reuter erfährt, bah nach einem gestern abend spät aus Smyrna abgesandten Telegramm alle britischen Untertanen, die die Stadt zu verlassen wünschten, cingeschifst worden sind. Entgegen anderslautenden Berichten bleibt das britische Konsulat geöffnet unb wird von einer britischen Marine-Abteilung beseht. Rachdem der türkische Oberbefehlshaber Garantien für bic Aufrechterhaltung ber Ordnung unb ben Schutz ber 3ntcreffcn aller Auslänber in ber Stobt gab, würben die britischenMarinepatrou Ille n zurückgezogen. Es steht außer Zweifel, daß die 3ntereffcn ber britischen Untertanen nur ben britischen Behörden anvertraut werden. Wie Reuter weiter berichtet, wurden Mitteilungen zwischen den alliierten Regierungen ausgetauscht bezüglich der allgemeinen Linie einer Politik, die befolgt werden soll, unb es £tnn angenommen werben, daß keinerlei Abweichungen von ber allgemeinen Linie ber Politik gegenüber ber Türkei, bie am 1. März auf ber Konferenz ber Außenminister in Pari« festgesetzt wurde, ftattfinben. Es wurde bereits durch eine gemeinsame Mitteilung klar gemacht, daß keinerlei Verletzung der neutralen Zone durch die Kemallsten gestattet wird. Eine Mitteilung über die allgemeine Politik Ist nicht notwendig, da diese unverändert bleibt. Deden Blättern allgemeine Ablehnung. Rach Ansicht des „B. T." ist die Reichsregierung schon deshalb nicht in der Lage, das gewünschte Gvlddepot zu hinterlegen, well die Reichsbank vor kurzem auf Wunsch der Entente in ein autonomes Unternehmen umgettxmbclt worden ist, was zur Folge hatte, daß der Reichsregierung kein Eingriffsrecht in ihren Betrieb mehr zusteht. Die deuffchc Regierung kann, fd)reibt Der „Lokal-An zeig er", sich nicht mit einer Lösung des Stundungsprvblcms einverstanden erklären, die keine Lösung ist, weil sie noch immer Leistungen von uns fordert, denen wir nicht gewachsen sind. Bei solcher- Lage muh man schon jetzt seststellen, daß alle Mühe, eine der deutschen Finanz- und Wirtschaftslage entsprechende Veuregclung unserer Reparätionsverpflichtungen zu erreichen, umsonst ist. Für die „Boss. Ztg.“ ist die Fordmung unannehmbar und undiskutabcl. Der Rcichsbanr- präsident habe sich nur unter ber Bedingung zur Garantierung der Schahwochscl bereit erklärt, daß die Schahwechsel von 6 auf 18 Monate verlängert würden. Qfile Möglichkeiten e uer zufti d-enstellen- den Regelung der Garantiefrage seien durch den unerwarteten Beschluß Belgiens zerstört worben. Der europäischen Sache habe die belgische Regierung keinen guten Dienst erwiesen. Der .„Vorwärts" betont, daß der Weg, auf den sich bie belgische Regierung begeben 'hat, zu ben schwersten Verwicklungen führen kann. Er wirst die Frage auf, ob Deutschland der Papiermark auch noch die letzte dünne Golddecke nehmen soll. Dadurch würde bem Währungsverfall von neuem die Tür geöffnet werden. Die „Germania" stellt fest, dah nicht nur von deutscher Seite, sondern auch von einsichtigen und mahgdbenben Persönlichkeiten des Auslandes anerkannt worden ist, daß eine solche Lösung für uns nicht in Frage kommen kann. Die „Deutsche Tageszeitung" schöpft die einzige Hoffnung, daß es nicht zum äußersten kommen werde, daraus, baß durch die scharfe Zuspitzung ber Lage im Orient es selbst Frankreich im Augenblick nicht erwünscht sein könne, eine Reparationskrise mit allen Folgen, di? dadurch, für die Beziehungen zwischen England unb 3talien entstehen, durchzusechten. nahmen, wie bic Mllbcrung der Geld- und Kreditnot unb eine schärfere Kontrolle des Devisen- Verkehrs, würben mit den anderen zuständigen Stellen erörtert. Eine Besteuerung ber Börsengewinne bezw. scharfe Erfassung ber Einkommensteuer habe durchaus seine Billigung, während eine Ausgestaltung der Besteuerung deS LuxuLgewcrbes Arbeitgeber unb Arbeitnehmer auS zum Teil berechtigten Bedenken gegen sich habe und wohl auch nicht viel erbringen könne. Zur Frage der Mehrarbeit stellte er fesß bah ber dankenswerte und notwendige Beschluß der Bergarbeiter, Ueberschichten zu fahren, teilweise aQf die erwarteten Widerstände stoße, die aber nach ben vorliegenden Berichten abebben wurden. Unter Zustimmung ber Erschienenen stellte der Minister fest, daß er an ben Preis- prüfungs- und Wucherbestimmungen grundsätzlich fest halten werde. Es unterliege einer Beratung, ob eine strafrechtliche Festlegung dessen, was Wucher ist, möglich sei. Annahme von llnjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe fV Anzeigern) 27 nun Breite örtlich 300 Pf., auswärts 400 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 1200Pf. Bei Platz- Vorschrift 20°/o Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. züglich ber vorgeschlagenen Konferenz für den nahen Ostet, ist die britische Regierung, obwohl die Votwcndigkeit für ben Zusammentritt einer solchen Konferenz zu etnem baldigen Zeitpunkt anerkannt wird, der Ansicht, dah ber Augenblick für irgendeine Erörterung auf der für die Konse renz von Venedig vorgcfchlagencn Grundlage nicht günstig ist. Die alliierten Regierungen werden die Klärung der militärisch en Lage ab warten, bevor sie irgend etwas Endgültiges in der Art einer allgemeinen politischen Konferenz Vorschlägen. Die britische Regierung erhielt keinerlei offizielle Berichte bezüglich der Mel düng, daß die jugoslawische Regierung sich an Italien wegen ihrer Vertretung aus irgendeiner solchen Konferenz gewandt habe. Aber ein derartiger Schritt wurde bereits seit einiger Zelt als unvermeidlich anerflamü angesichts ber Tatsache, daß die Frage die Gemeinsamkeit zwischen ber Türkei unb Bulgarien unb die vitalen 3ntercssen Serbiens berühren würbe. Man hält es ntdyt für unwahrscheinlich, daß andere Mächte, i die auch indirekt interessiert sind, ebenso handeln werden. Paris, 13. Sept. (WTB.) Vach einet Havasmeldung aus Adana haben bie aIIl - ierten Matrosen, bie am Tage ber Besetzung Smyrnas burch bie Türken gelandet worben finb, Smyrna jetzt wieber verlassen. Paris, 13. Sept. (WTB.) Havas mel- bet aus Smyrna: Die Türken haben bie nötigen Maßnahmen getroffen, um bic in Smyrna befinblichcn Flüchtlinge nach Haufe zu schicken. Waffenftittstandsverhandlungen? Paris, 13. Sept. (WTB.) Vach einer Meldung aus Angora schreibt die Zeitung „Beni ©uenc“: Wir sind bereit, Derhandlun- gen au eröffnen, aber nicht In Benebig, sondern inSmyrna. Der griechische Thronfolger. A th e n, 13. Sept. (WTB.) Der Thron» folger ist, aus Bukarest tommenb, in Athen eingetroffen. Benizelos. Parts, 13. Sept. (WTB.) Wie bie „Chicago Tribüne" melbet, ist Der frühere griechische Ministerpräsident VentzeloS heute nacht in Paris elngetrvffen. Man erwartet. dah er heute mit Poincar 6 eine Besprechung haben wird und sich dann nach London begeben werde, wo er am Donnerstag eine Unterredung mit Lloyd George haben werde. Benlenpeft. Paris 13. Sept. (WTB.) Wie dem „Qlcu* York Herald" aus Beirut gemeldet wird, sind unter den armenischen Flüchtlingen in Tripolis 4 Todesfälle durch Dculenpest zu verzeichnen. 141 Flüchtlinge werden unter Beobachtung gehalten. ES wurden Maßnahmen ergriffen, um , eine Ausbreitung der Seuche zu unterbinden. SietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck mt6 Verlag i vriihi'sch- Univ.-Vach- und Steindruckerei R. Lange. Schristieitung, Seschästsftelle und druckerei: Schnistratze 7. e& als angezeigt, für die Herstellung von Branntwein aus Kartoffeln, trotzdem die diesjährige Ernte weit grober als im vergangenen Jahre zu werden verspricht, die gleiche weitgehende Beschränkung wie im Vorjahre vor- zufchreiben. Die Verwendung von Kartoffeln in Brennereien überhaupt zu verbieten, erscheint nicht angängig. AuS dem AeichStagSausschuß für soziale Angelegenheiten. Berlin, 12. Sept. (WTB.) Der ReichStagSauSschuß für soziale Angelegenhe iten hat sich heute mit dem Entwurf der Verordnung über die Wochenbei-- hilfe beschäftigt. Er ging über die von der Regierung vorgeschlagenen Erhöhungen in einzelnen Punkten noch hinaus. — Ferner beschäftigte sich der Ausschuß mit dem Dervrd- nungsentwurf über die Erhöhung der Zulagen in der Unfallversicherung. Aach Der Begründung der Regierung entspreche das Maß der Verteuerung im allgemeinen einer Verdoppelung der bisherigen Gesamtbezüge der Zulageberechtigten. Bei Verletzten, die eine oder mehrere Renten beziehen, deren Hundertsätze zusammen die Zahl 50 nicht erreichen, sei aber eine Verdoppelung der Bezüge noch nicht erforderlich. — Der Ausschuß nahm einen sozialdemokratischen Antrag an, daß auch für die Leichtverletzten eine Verdoppelung der Zulagen eintreten solle. — 3n der Frage der Versicherungsgrenze der Krankenversicherung fürAnge st eilte stimmte die Mehrheit des Ausschusses gegen die beiden sozialistischen Fraktionen dem Beschlüsse des Reichsrats zu, der die Versicherungsgrenze auf 200 000 Mk. zu erhöhen bereit ist, aber jeden höheren Beitrag ablehnt. Die städtischen Dachrichtenamter für die Presse. Magdeburg, 11. Sept. (WTB.) Die hier tagende Arbeitsgemeinschaft der st ä d t i- schen Nachrichtenämter hat eine Entschließung angenommen, in der es heißt, daß die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft auf Grund eigener Erfahrung den hohen Wert der Presse für das gesamte öffentliche Leben kennen. Die Arbeitsgemeinschaft erwarte daher mit Bestimmtheit, daß angesichts der zunehmenden Rot der deutschen Presse die Regierungen und Parlamente nunmehr — im letzten Augenblick — diejenigen Schritte unternehmen, die geeignet erscheinen, den deutschen Zeitungen die Fortexistenz zu ermöglichen. Aus dem besetzten Gebiet. Die Vorfälle in Oberkafsel. Paris. 12. Sept. (WTB.) Rach einer Meldung des „Matin" aus Brüssel kommt die Feststellung des Ober st en Mag. der vom Zustizdepartement mit der Prüfung der in Oberkafsel am Tatort gefundenen Munition beauftragt ist, zu folgendem Schluß: Die auf der Straße gefundenen Patronenhülsen stammen von den von der Pistole System Colt ab- ^geschossenen Kugeln, die der Sergeant Staes in der Hand hielt. als er fiel. Die 'am Tatort gefundene Kugel ist von einer „Pistole desselben Kalibers abgefeuert, wie die des Sergeanten Staes gehörige. Die Schlußfolgerungen führen also mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu der Annahme, daß der Sergeant. ■ der infolge eines Streits, den er hatte, in großer Aufregung aus dem Cafe herauskam, aus Unachtsamkeit die Sicherung seines Revolvers löste, um sich gegen einen etwaigen Angriff zu sichern, und so^zufällig den belgischen Wachtposten tötete. Als er sich dann über die Schwere seiner Ilnklughett und Verantwortung klar geworden sei, hätte er die Waffe gegen sich selbst gewandt. Rach den, „QKatin“ ist die ^lntersuchung noch nicht abgeschlossen. Man habe noch den Auftrag, einen zweiten Bericht anzufertigen. Rach dem „Petit Parisien" kam Mag in seinem Dettcht zu dem Schluß, daß der Zwischenfall durch die Waffe Staes verursacht worden sei. Diese Waffe sei keine Armeewaffe, sondern eine Kriegserinnerung und Eigentum des Unteroffiziers. Jetzt ist eine Untersuchung im Gange um festzustellen, wie es möglich ist, daß der Unteroffizier um 3 Uhr morgens außerhalb der Kaserne war. Aus Stabt und Land. G ieh en, den 13. Sept. 1922. Die Zahlungsmittel-Knappheit besteht in verschiedenen Gegenden noch immer weiter. Um den zu erwartenden Schwierigkeiten bei der Lohn- und Gehaltsauszahlung zu begegnen, haben sich jetzt z. D. die größeren Werke des Han- delskarnmervezirks Dillenburg, und zwar zunächst der Hessen-Rassauische Hütteuverein zu Steinbrücken, die Frankschen Eisenwerke zu Riederscheld und die Burger Eisenwerke zu Burg, entschlossen, vorübergehend zur Aushilfe handschriftlich unterzeichnete Gutscheine mit einmonatlicher Laufzeit, zunächst auf 1000 Mk. lautend, auszugeben, die mit Serienbuchstaben und laufenden Rummern versehen sind. Die Handelskammer Dillenburg richtet durch öffentliche Bekanntmachung an die Geschäftswelt ihres Bezirkes das Ersuchen, diese Gutscheine, die auch von den Geldinstituten des dortigen Handelskammerbezirks angenommen werden, an Zahlungsstatt anzunehmen. Reben diesem Privat-Rotgeld. das man als ein neues betrübendes Zeichen unserer deutschen Wirtschaftsverhältnisse bezeichnen kann, feiert auch das städtische Rotgeld trotz seiner kürzlich durch Reichsgesetz bestimmten Beseitigung mehrfach eine Auferstehung. So hat sich der Reichsminister der Finanzen genötigt gesehen, den Städten Magdeburg und Zella-Mehlis die Ausgabe neuen städtischen Rotgeldes zur Behebung der Zahlungsmittelnot zu gestatten. Magdeburg darf bis zu 10 Millionen Mark. Zella-Mehlis gleichfalls bis zu 10 Millionen Mark städtisches Rotgeld in den Verkehr bringen. Das Magdeburger Stadtgeld ist in Fünfzigmarkscheinen auszugel^n, die Zella-Mehliser Scheine dürfen den “Betrag von 500 Mk. nicht überschreiten. Die Laufzeit der beiden Rotgeldarten darf die Dauer von zwei Monaten nicht überschreiten. 3n Gießen und, soweit wir uns unterrichten konnten, in ganz Oberhessen sind Za hlungsmittelnötebishernochnicht eingetreten. Man hat diese erfreuliche Tatsache den guten Vorsichtsmaßnahmen unserer Danken und der Ruhe und Besonnenheit der Bevölkerung zu danken. Die Banken werden, wie man uns versichert, auch weiterhin alles tun, uni die Zahlungsflüssigkeit in Oberhessen zu sichern Rotwendig ist aber, daß die Bevölkerung auch weiterhin Ruhe und Disziplin bewahrt. Wenn das der Fall ist. wird unsere engere Heimat voraussichtlich keinerlei Zahlungsmittelschwierigkeiten erleben. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde der Steuersekretär Wilhelm Kol- m e r beim Finanzamt Michelstadt zum Obersteuersekretär. Gleichzeitig wurde derselbe mit Wirkung vom 1. Oktober d. 3. ab zum Finanzamt l West zu Frankfurt a. M. verseht. — Am 5. September 1922 wurde der Forstmeister Edwin von Becker zu Ernsthofen zum Forstmeister Der Oberforsterei Ernsthofen und am 7. September 1922 der Forstmeister Franz Wahl zu Lauterbach zum Forstmeister der Oberförsterei Lauterbach. beide vom 1. April 1922 an ernannt ** Die Sprechstunden des Wohnungsamtes werden im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. ** Die Sprechtage der amtlichen Kreis-Fürsorge st eile für Kr iegs- beschädigteiindKriegshinterblie- bene sind bojn Kreisamt Gießen auf Dienstag (vor- und nachmittags), Donnerstag vormittag und Samstag vormittag jeder Woche beschrankt worden. Maßgebend für diese Anordnung war die Erwägung, durch die Beschränkung an den übrigen Tagen der Woche die notwendige Zeit zur Bewältigung und glatten Abwicklung der Geschäfte, die bisher durch den täglichen Personenverkehr sehr notgelitten hat, zu gewinnen. ** Zur Durchführung der Getreideumlage. Das neueste Amtsverkun- digungSblatt enthält den Schluß der ministeriellen Ausführungsverordnung zu dem Gesetz über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922. Der erste Teil dieser Verordnung war in der vorigen Ausgabe des Amtsblattes zur öffentlichen Kenntnis gebracht worden. Die Verordnung ist mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft ge- tteten. ** Sperrung der Kreis st raße Gießen —Lollar. Wegen Walzarbeiten ist die Kreisstraße Gießen—Lollar von heute ab für den FuhrwerkSverkehr bis auf weiteres gesperrt. Der Verkehr geht über Wißmar- Ruttershausen. * * Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre Der Frankfurter Sttahe zwischen Klinikstraße und Straße „Am Steg" ist aufgehoben. * * Schweinepe st in Gießen. 3n dem Gehöft Ederstraße 6 ist die Schweinepest fest- gestellt worden. Die Sperrmahregeln sind an» geordnet ** Eine Zwetschenversteigerung findet am kommenden Freitag statt Alles Nähere ist aus einer Bekanntmachung des heutigen Anzeigenteils ersichllich. * * Der Verband der Gemetnde- und Staatsarbeiter, Filiale Gießen. schrowt uns zu unserer Notiz „Zweistündiger Proteststreik der städtischen Arbeiter" folgendes: „Wenn in der Rotiz des „Gießener Anzeigers" vom 11. September gesagt wird, daß der Arbeitgeberverband Hessen in Mainz die Forderung von 40 M t auf die Stunden löhne nicht in vollem Umfang bewilligt habe, so könnte der Irrtum aufkommen, daß das Angebot diese Forderung bald erreicht hätte. Diesem Irrtum vorzubeugen und der Bürgerschaft von Gießen ein klares Bild zu geben, hält es die städtische Arbeiterschaft für ihre Pflicht, einiges zur Aufklärung betzutragen. Rachdein der Arbeitgeberverband in zweimaliger Verhandlung auf eine Forderung von 30 bzw. 40 Mt ein Höchstangebot von per Stunde 15.60 Mk. für einen Handwerker über 24 Jahre machte, würde der Lohn für einen verheirateten Handwerker der Stadt Gießen einschließlich der Hausstandszulage den Betrag von 52.60 Mk. erreichen. Rach dem die Großhandelspreise laut „Frankfurter Zeitung" gegenüber dem Monat August eine Steigerung von 104 Prvz. erfahren haben und das Angebot der Arbeitgeber eine Verbesserung von nur 42 Prvz. der Augustlöhne bedeutet, glauben wir das UrteU der Bevölkerung von Gießen überlassen zu müssen. Dazu kommt noch, daß die Löhne der Privatindustrte von Gießen und Umgebung für den September trotz des Angebotes unseres Arbeitgebers oa. 15—20 Mk. höher stehen, als die unsrigen. Dieser Unterschied zeigt sich tn den Städten Offenbach, Darmstadt, Mainz, Worms usw. noch in weit größerem Maße, so daß der ablehnende Standpunkt der städtischen Arbeiter verstanden werden kann Das Angebot der Arbeitgeber trägt somit ein weiteres Stück zur Verelendung der städtischen Arbeiterschaft bei und mußte als vollständig ungeirügeno abgelehnt werken." ** Astoria-Ltchtspiele. Der 3. Teil des Filmwerks „Tarzan" laßt den Affenmenschen nochmals viele Abenteuer und Gefahren bestehen. Dor den Verfolgungen seiner Feinde findet er schließlich 'wieder Zuflucht in der Wildnis. Dorthin wird nun auch seine Geliebte durch einen Schiffbruch verschlagen, die ihm in ihrem Herzen noch immer die Treue bewahrt hat. Aufs neue finden sich so die Liebenden, um auf immer vereint einer glücklicheren Zukunft entgegenzusehen. Wettervoraussage für Donnerstag: Wechselnd bewölkt, Regenschauer, Westwind. Die herbstliche Witterung hält an. Die Wetterlage zeigt vorläufig noch keine Aussicht auf Besserung. Bornotizen. — TageSkalenderfürMittwoch. Astoria-Lichtspiele: „Tarzan", 3. Teil, und „Satans Peitsche". — Aus dem Stadttheaterbureau. Der morgige Marcell-Salzer-Abend findet pünktlich um 7 Uhr statt. Rach Beginn werden auf besonderen Wunsch des Künstlers die Saaltüren geschlossen. Es wird deshalb dringend rechtzeitiges Erscheinen angeraten. Herbftverbandstag der freiwilligen Feuerwehren des Kreises (Hießen. *Grvßen-Buseck. 11. Sept. Am gestrigen Sonntag sand hier im Gasthaus „Zur Germania" der Herbstverbandstag der freiw. Feuerwehren des Kreises Gießen statt. Als Vertreter des Kreisamts Gießen war Regierungsvat Dr. Heß anwesend, ebenso die Bürgermeister von Lich, Lang-Göns, Lollar und Grohen-Buseck Zwölf freiwillige Feuerwehren waren vertreten. Um 10 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Kreisverbandes, Brandinspektor Fritz Wenzel, mit kameradschaftlicher Begrüßung den Derbands- tag. Zu Punkt 1 der Tayesordnung berichtete der Vorsitzende über die seitherige Tätigkeit des Verbandes, insbesondere auch über die Gründung einer freiw. Feuerwehr tn Ettingshausen. Ueber seine Bemühungen um die Beschaffung der erforderlichen Feuerwehrausrüstunasstücke berichtete Branddirektor Daurat Braubach. Auch Hungen hat sich entschlossen, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Regierungsrat Dr. Heß b^rüßte die Ver- sammlungstellnehmer und ermahnte die Kameraden, weiter treu und fest zu ihrer guten Sache zu halten. Er hofft, daß auch weitere Kreise der Devöllerung sich zum Dienste der Nächsten-- liebe bereitfindM werden. Rechnungsangelegenheiten und die Wahl der Rechnungsprüfer wurden glatt erledigt. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung (Anträge) beantragte die Freiwillige Gailsche Feuerwehr durch ihren Kommandanten Karl Wenzel: „Der Kreisverband wolle beschließen, daß bei dem nächsten Abgevrdnetentag der freiwilligen Feuerwehren des Freistaates Hessen folgender Antrag eingebracht wird: Satzungsänderung des § 3 dahingehend, daß der Landesausschuh sich aus 7 Mttgliedern zusammensetzt, und zwar aus je 2 Vertretern der drei Provinzialausschüsse und dem 1. Vorsitzenden, der von dem Abgevrdnetentag gewählt wird. Die Provinzialausschüsse sollen aus je einem Vertreter der Bacilsfempel Aoman von Margarete v. Oertzen- F ü n f g e l d. 21. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) „Ich bin nicht sonderbar! Rur, mein lieber, alter Zunge —" er legte ihm die beiden Hände auf die Schultern und sah ihm in die Augen mit seinem tiefen Hamletblick — „nur helfen möchte ich dir! Ist sie denn wirllich all das Echte und Köstliche wert, das ein Mensch deiner Art an sie — verschwendet? Rein, fahr nicht auf, Heinz — du kennst meine skeptische Ader — und du bist nichts anderes als ein großes Kind, dem die Mutter fehlt! Da steh'n wir alle hilflos vor dir —' ^>e“Te Kunst geht kaputt darüber, und wir müssen es mit anfehen, wie eine Zukunft zerbrochen wird von zwei gedankenlosen Madchen- händen — du weißt es wohl, Heinz! Sei ein Mann! Schüttle sie ab! Stürz dich in die Arbeit! Mach Schluß! Aber — radikal!" Heinz war rot und blaß geworden. Zuweilen legte er den Kopf zur Seite, hellhörig wie ein Wild, das den Jäger wittert. „Du hast mich also auch nicht verstanden" sagte er mit dem Eigensinn der Kranken. Riedinger kniete fast vor ihm. „Doch, doch! Ich verstehe alles!" .Do sprich nicht mehr. Suche zu erfahren, was sie treibt. Ob. sie mich vergebens erwartet hat. Alles, hörst du? Ja, und eh' ich es vergesse — das Wengernsche Haus wirst du kennen. Ich —" er lächelte schmerzlich — „ich ging sehr oft vorüber — doch niemals hinein. Der Geheimrat von Wengern ist ihr Vater." „Ach," sagte Riedinger unwillkürlich erschrocken. Heinz fuhr aus. „Was, ach?" „Der Vater ist ein sehr großes Tier . . Güldewin schoo das Plaid fort und erhob sich unter Anspannung aller seiner Kräfte. „And wenn er noch ein viel größeres Tier wäre! Ich schätz' mich auch nicht gering! Willst du mir nun helfen oder nicht?" Riedinger schüttelte ihm die Hand, dah er wankte. „Helfen will ich dir, da sei du sicher!" „Du sagst das wieder so merkwürdig —" Ein großer, leuchtender Blick traf ihn. „Kops oben! Lind — Geduld!" Heinz hatte Geduld. Aber die zehrte ihn auf. Riedinger wich feinen Fragen aus, gebrauchte Ausflüchte. „Ich kann doch nicht vor dem Hause Schild- wache flehen. Ich darf das Fräulein doch nicht . . .“ „Schon gut. schon gut —“ So heimlich Heinz es anstellte, Riedinger merkte es doch, dah er Anstalten traf, trotz des ärztlichen Verbotes auszufliegen. Und dann . . . Er kam just zur rechten Stunde. „Ich wollte gerade ausgehen," entschuldigte sich Heinz etwas verlegen. „Es ist so ein herrlicher Tag heute." Der Sturm pfiff um die Dächer. Riedinger hing seinen Mantel behutsam über eine Stuhllehne. „Prachtvoll! Ich bin fast in den Fluh geflogen — doch bevor du gehst möchte ich dir noch was sagen." „Dttte," sprach Heinz, um einen Schatten die Farbe wechselnd. Das Wort blleb ihm in der Kehle stecken. Riedinger redete. Langsam und trocken, je mehr er sich bemühte, zu verschleiern, das Krasse zu mildem. „Ich habe in Erfahrung gebracht, dah Fräulein Lilh von Wengern seit gut drei Wochen verreist ist. Dah sie am Hof — tanzt —" Er sah Heinz noch immer nicht an. Es dauerte eine ganze Weile, bis Heinz ihm antwortete. „Ah — ich danke dir, Riedinger. Sie ist also fort Sie hat also nicht mehr geschrieben. Sie — tanzt also!" „3a,“ sprach Riedinger, und machte sich an seiner Krawatte zu schaffen. „Es ist also vorbei." Kreise bestehen." Dieser Antrag fand allgemein« Zustimmung. Es wurden in dieser Beziehung beherzigenswerte Winke gegeben. Regierungsrat Dr. Heß stimmte den Ausführungen über die Neuregelung zu. Er gibt aber zu bedenken, ob nicht in den Provinzialausschüssen noch .eine engere Vertretung gu schaffen sei, die in eiligen Fällen und in solchen von geringer Bedeutung aktionsfähig fei. Branddirektor Braubach ist der Ansicht, dem Landesverband eine eingehende Begründung des Antrags beizugeben und eine fix und fertige Rieder- schrift vorzulegen, da voraussichtlich die gewünschte Reuordnung auch viele Gegner finden werde. Hierauf führte Branddirektor Braubach einen fntereffanten Fall an, wobei durch ungelöschten Kalt Feuer ausgebrochen sei. Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r ö gab bekannt, dah Alarmübungen nur mit Genehmigung des Kreisamts zulässig seien. Regie- rungsrat Dr. H e h sagte die Ltnterstützung des Kreisamts zu. Er hält die AbhaltuLZ von Alarmen für notwendig, aber nur bei vorheriger Bekanntgabe an die Bevölkerung, um alle Unannehmlichkeiten von vornherein zu vermeiden. Die in den Uebungsplänen vorgesehene Alarmübung soll als Genehmigung angesehen werden. Kamerad Fendt» Lich schlug vor, zu den Kreisverbandstagen die Kommandanten der Pflichtfeuerwehren einzuladen. Der Vorsitzende begrüßte diesen Antrag, der von der Versammlung genehmigt wurde. Rach Beantwortung von verschiedenen Anfragen gab der Vorsitzende, Kamerad Wenzel, noch bekannt, daß am 24. d. Mts. die Glehe° ner Freiwillige Feuerwehr und die Freiwillige Gailsche Feuerwehr ihre Schluhübung abhalten, wozu er die Wehren deS Kreises Gießen einlud. Eine gleiche Einladung erging von Kommandant F n d t - Lich zu der Schlußübung am 8. Oktober. Rach Verlesen der Riederschrist schloß bet Vorsitzende mit Dankesworten die Versammlung, sammlung. Um P/2 Uhr fand eine Hebung der Freiwilligen Feuerwehr Grohen-Buseck statt. Rach den Einzelübungen wurde dem Kommandanten vom Kreisfeuerwehrinspektor Dickor 6 die Drandidee bekanntgegeben, welche von der Wehr in fast einwandfreier Weise gelöst wurde. Am Rachrntttag bewegte sich ein Festzug durch die Ortsstrahen, der von zwei Musikkapellen begleitet war. Reben den Feuerwehren beteiligten sich der Ortsvorstand und die Gesang- und Turnvereine an dem Zuge. Die Zugtell- nehmer vereinigten stch dann in den Räumen des Gasthauses „Zur Germania", wo die Musikkapellen und die Gesangvereine zur weiteren Unterhaltung ihr Bestes boten. Landkreis Gießen. bf. Burkhardsfelden, 12. Sept. Die ungeheure Erhöhung der Denzolpreise int letzten Jahre hat den Betrieb unserer OrtS-Wasserleitung außerordentlich verteuert. Run hat sich die Gemeinde entschlossen, einen Elektromotor anzuschaffen. Trotz des hohen Preises von 39 000 Mk. hofft man, dah er sich im Laufe von einigen Jahren bezahlt machen wird, da er viel billiger arbeitet. Kreis Büdingen. Wallernhausen, 10. Sept. Das Ab - turne n, das der Tu r nverei n Wallern- Hausen heute veranstaltete, kann als vorbildlich bezeichnet werden. Am Vormittag versammelten sich die Turner mit der Gemeittde zu einem Hugenogottesdienst, bei dem Burschen und Mädchen durch Lieder- und Gedichtvorträge mitwirkten, und bei dem Pfarrer Laut- Ridda in trefflicher Weise das Ziel, dem ein rechter Turner nachstrebt, heraus stellte. Mittags traten die verschiedenen Riegen zum Wetturnen an, das flott von statten ging und von tüchtiger Arbeit Zeugnis gab. Damit verbunden war das Hugendfest der Schule, so daß den zahlreichen Zuschauern abwechslungsreiche Unterhaltung geboten werden konnte. Der Tag wurde mit einem Familienabend des Turnvereins beschlossen, bei dem die Vreisverteilung vorgenommen wurde und Rektor Bach- ©rohen- Linden, Mitglied der Gauleitung des Gaues Hessen der Deutschen Turnerschast, über Ziele und Organisation der Deutschen Turnerschaft sprach. Auch er betonte, dah die Turnvereine Leib und Seele pflegen mühten, um ein tüchtiges Geschlecht heranzuziehen. Kreis Schotten. eb. Aus dem Vogelsberg, 12. Sept. In diesem 3ahre sind die Brombeeren so gut geraten, wie kaum in den letzten Jahren. Aber gesammell werden sie kaum, denn bei den ungeheueren Zuckerpreisen unternimmt es fast keine Hausfrau mehr, Drombeergelee zu kochen. eb. Michelbach, 13 Sept. Die Gemeinde beschloß die Anschaffung einer neuen Kirchenglocke und die Wiederherstellung der Orgel. Run streifte Riedinger den Freund mit einem schnellen Blick. Der sah ganz steif und gerade in feinem Stuhl, und Riedinger erkannte sofort, dah ihn los werden wollle. Riedinger richtete sich häuslich ein. Und wenn er ihn hinauswars, so würde er nicht gehen. „Hast du denn heute keine Probe?" fragte Heinz nervös. „Gott fei Dank, nein,“ erwiderte Riedinger verstockt. Aber endlich hielt er es nicht mehr aus. „Heinz, lieber, alter Junge! Ist es denn so schwer? Meinst du, ich hätte das nicht auch durchgemacht? älnb ich hab es überwunden! Wir sind eines Traumes wert, Heinz! Wir sind Wecker, aber nicht Ersüller! Was wir wecken, erfüllt ein anderer — aus ihren Kreisen — lah dir daran genügen, Heinz, dah du deinen Traum gehabt hast! Ein Kartenhaus sprengt man nicht mit Dynamit in die Luft! Sie hat es sanft umgeblafen und ist von dir gegangen — ohne Auseinandersetzungen, Tränen, Vorwürfe — bei Gott, das könnte einen noch aussöhnen mit ihr!" Heinz hatte ihn mit unheimlicher Ruhe angehört. Sem Gesicht war steinern. „Ich werde zu ihrem Vater, gehen." „Bist du toll?!" schrie Riedinger, sich vor ihm aufpflanzend in feiner ganzen Größe. (Fortsetzung folgt.) 11 $ . Sept. Die rlpreise :b unfercr ordentlich neindeent- anzuschas- 59000 1 on einigen bielbiHi» Das 2b» Wallern- ,ls vorbild- ag versain- t>e zu einem n Burschen jchwocträge lut'Didda ein rechicr lags traten Mrnen an, n tüchtiger n mr öas den zahl' Merhal- ^ag wurde 'urnvereias M8 vor- ch-Groben- des Taues über Zick Turnerschaii Turnvereine >in tüchtiges lchloh der "fammüflig, der Frei- att. Dach nandanten drtz die der Dchr mrde. in Festzug xl Musik- euerwchren >ie Gesang- ie Zugteil- n Baumen die Mstk- : weiteren ), 12- Sept- leeren 1° lenN^ ■im ni es last zu kochvn Gemernde Nrchen' :r Orgel- »-Yi LL "Londez- d«S An- >e Aichy-, die ge, let sinL ^b°ch unge- 1 gab be- mit l **• ut)un9 dez d°n 2lar- snger ^nan- ewen. Sic ^wiübung - zu den ft der Ersitzende ■Matmn. böten 2n- Denzel, e Tiehe- c und die oehridre vehren deS Einladung ich zu btt > mit einem in W® >rt. daß «f i lind wenn e Liedinger '° nen ^5 11 * hne vl^chei Auh-^ Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. aHii der nach Zustimmung des Reichs- arbeitsministers erteiltenErmachtigung des Hess. Ministeriums für Arbeit und Wrtt- schäft wird die Gültigkeit meiner Urtoro- nung vom 8. Dezember 1919, wonach die zwangsweise Räumung einer Wohnung nicht erfolgen darf, wenn die Gcmeindc> behörde (Wohnungsamt) bescheinigt, daß der Inhaber der Wohnung bei Durch, führung der Räumung wohnungslos werden würde, bis zum' 30. 3uni 1923 erstreckt. t 1AAA8441B Gießen, den 9. September 1922. Der Oberbürgermeister. I.D.:Krenzren. EberverKauf. Freitag, den 15. I. Mts.. oorm. 11 Uhr, wird ein abgängiger schwerer Eder der Gemeinde Nonnenroth versteigert. Nonnenroth, den 12. September 1922. Bürgermeisterei Nonnenroth. - 5 o p p e. (8429V Bekanntmachung. Zwetschenversteigerung. Freitag, 15. Sept. 1922, vormittags 8'tihr beginnend, werden die Zwetschen von den Baumen am Wingertsweg, am Leihgesterner Weg, am Schisfenberger Weg und an der Liebigshöhe meistbietend versteigert. Anschließend werden einige Bäume Frühäpfel in dem Obstbaumstück und einige Körbe gebrochene Aepfel aus- geboten. Die Zusammenkunft findet um 87., Uhr am Schlachthaus statt. 84396 Gießen, den 11. Sept. 1922. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. Die Gemeinde Bersrod beabsichtigt einen sprungfähigen jungen Eber an- zuschaffen. Besitzer solcher Tiere wollen sich melden bei unterzeichneter Bürger- meisteret. Bersrod, den 11. September 1922. wt6D Nutzholz Submission. Das nachverzeichnete; im Sommer 1922 gefällte Nutzholz soll auf dem Wege der Submission verkauft werden. Gebote sind getrennt nach Holzart und Klaffe, verschlossen und mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 19. Sept. 1922, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch dieOeffnung derGcbote erfolgt. Die Verkaussbedingungen, denen sich die Käufer mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, liegen bei uns zur Einsicht offen. Nähere Auskunft erteilen auf Wunsch die unterzeichnete Stelle sowie die hessische Ober- försterei Lich. Das Fichtenstammholz ist bereits entrindet, jedoch mit Rinde gemeffen. Wegen Vorzeigung des Holzes wolle man sich an den Forstwart-Aspiranten Sommers« heim in Dillingen wenden. 1 Kiefernstamm 3. Klaffe — 0,94 Fstm., 2 Weymuthskiefern 5. Kl. = 0,68 Fstm., 273 Fichtenstämme 2. Klaffe 2,64, 3. Klasse 18,10, 4. Klaffe 37,83, 5a Klaffe 51,54, 5b Klasse 41,38 Fstm., 36 Fichten - Derbstangen 1. Klasse 2,19, 2. Klaffe 0,28 Fstm. (8417V Hungen, den 7. September 1922. Hessische Bürgermeisterei Hungen. Fendt. Bekanntmachung. Aus Beschluß der Deputation für dar Wohnungswesen sind die Sprechstunden des Wohnungsamts für Dienstags, Donnerstags u. SamStagS, vormittags von 10 bis 12 tihr, festgesetzt worden. Der Wohnungsnachweis ist an jedem Werktag, vormittags von 10 bis 12 tihr, geöffnet. 84406 Gießen, den 9. September 1922. Der Oberbürgermeister. I.V.: Krenzien. Versteigerung. Donnerstag, ben*14. Sept., von nachm. 2 Uhr ab, versteigere ich Brandgaffe 3: 2tür. Kleiderschranke, Tische, Stühle, Betten, Bettzeug,Bettwäsche, 2 Glasschränke, 1 Unterschrank, 1 Brorschrank, 1 Fliegenschrank, 1 Natur-Blumenstand., 1 Liegestuhl, 1 Koffer, 1 Schließkorb, 1 Waschmasch., 1 Weinschrank, Gaslampen, 2 Herren-Velourhüte, 2 Anzüge, 1 Frackanzug, einz.Hosen, 1 Ulster, neue Herr., Socken u.Darnenhandschuhe, Schuhe u.Stiefel* Fig.,Nippes, viel Haush.-Geaenst.f.Onstallat., 14I-Stücke,200Rohrhacken,80Mauerhacken, Nippel, Bogen, Winkel, 2 Lötkolben usw.(^.., h. Benner u.. MMon. il lotator, firof ö. 50. Annahme v.Dersteig. all.Art, auch einz.Stücke. 8435 Der Vorstand. 5 St. 5 PS ISt. 7,5 PS 1 St. 10 PS 2,20 380 V., 1400 220/380 V., 1400 220/380 V., 1400 Drucksachen allerArt liefert fh jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl'ache Unlv.-Druckerel, R. Lange. Orehstrom-Motore ab Lager Schotten weit unter d. Tagespreis. 6 St. 3 PS Kurzschi. 220/380 V , 1400 n. 1 St. 4 PS Schleifringanker 220/380 V., 1400 ISt. 4,2 PS „ 220/380 V., 1400 H. Imhof. Schotten. 83401) lißsanjiM (gemischter Chor) üebunnslokal: Großer Eöraaal d.ünivereiU\ Beginn der Proben: Montag, 18. September, abends 8 Uhr pünktlich. Kantaten von Joh. Seb. Bach Elias von Mendelssohn - Bartholdy. Neuanmeldungen bei Herrn Professoi Trautmann. Moltkestraße 6, nachmittags 1—2'/, Uhr (außer Mittwoch und Freitag). 11.9. 12.9 11.9. 12.9. 77,50 77,50 282.- 233, 539, 1100, Dtsche. DereinSbank 220, 13. 9. Schweizer Franken Macknotterunge«. 23.80 r Fr. 125.40 Besucht die Siegerläuder LandVirljchasiliche Abstellung irt Siegen! 15. bis 24. September Obst und Gemüse; Gartenbau • Zagdausstellung • vorskino 7885V 5053,65 60,92 544,30 948,80 719,10 194,75 5066,35 61,08 545,70 951,20 720,90 195,25 Fr. 31. Kr. Kr. Är. 205.75 0.35 0.ÜU76 17.70 40.45 23.53 22.70 38.20 0.23 528.50 1.70 0,075 1185, 2030, 2175, 4910, 960, 950 2725, 1585, 1160, 745, 1000, 77,50 141,- 480,- 87,- 616— 488,- 315,- 310,- 590,- 420,— 340,- 325,- 450, 76, 1150, 220. Är. 117.80 Sh. 97.80 1 <49 5306*65 64,08 558,20 1001,25 740,95 202,26 Datum: Zürich . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Neuhock . . Paris. . . . 205.60 0.3475 0.0075 17.65 <0.40 23.55 22.55 38.25 0.225 529.50 1.75 0,08 77,50 240,- 450 - 98,- 660,- 500 - 325 - 315,- 575,- 420,- 349,- 332 - 1280, 2200, 2300, 5100, 1095, 940, 2874, 1610, 1180, 775, 1100, 1090, 588, 499, 77, 1150, 1,95 5293,35 63,92 556,80 998,75 739,05 201,74 468,- 87,— 641,- 499,75 320,- 320,- 595,- 430,- 350,- 330 - 100 FI. 100 ont 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ 100 L. 100 Fr. 100 Kr. 100 r 100 Kr. 100 Kr. 1.7.14. 125-40 59.20 88.80 88.80 117.80 Datum. Amstd.-Rotterd.! Brüssel-Antw. . Ehristiania . . . Kopenhagen ..: Stockholm. ... HelsingforS. . . Italien..... London ..... Reuyork..... Paris...... Schweiz..... Spanien..... Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest.... Buenos AireS . Bulgarien . . . Japan...... 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September 59925 - 60075.- 58626,60 58773,40 11186,- 11214,- 10786,50 10813,50 25767,75 25832,25 25268,35 25581,65 32953,75 33041,25 32350,50 32440,50 40348,75 41051,25 39909,90 40100,10 3455,65 3464,35 3285,85 3294,15 6641,65 6658135 6416,95 6433,05 6866,40 6883,60 6716,55 6733,45 1538/17 1541,93 1493,13 1496,87 11785,25 11814,75 11510,55 11539,35 29163,50 29236,56 28214,65 28285,35 23670,35 23729,65 23021,15 23078,85 1,93 1,97 Büchertisch. — Wunder der Welt. Roman von Franz Herwig. Verlag von Adolf Bonz & Domp. in Stuttgart. — Der Verfasser deS jetzt in vierter bis siebenter Auflage vorliegenden Buches, einer unserer befähigtsten Romanschriftsteller, hat hier ein mustergültiges Werk geschaffen. Der Held seiner historischen Erzählung ist Kaiser Otto der Dritte, der in Italien das Heilige Römische Reich deutscher Ration wieder aufrichten und darin namentlich Kunst und Wiffen schäft zur Blüte bringen wollte. Der Roman läßt ein Stück Mittelalter, erstaunlich treu und anschau- lid) in den Einzelschilderungen, z. T. in düsterroter Beleuchtung vor uns erstehen. — Siebenfchmerz. Roman von Rorbert Jacques (S. Fischer, Verlag, Berlin). — Der Dichter stellt in einer leidenschaftlich eindringlichen Geschichte dar, wie ein tapfer erduldeter Schmerz in Freude und Fruchbarleit verwandelt werden kann. — Die Simona, Roman von Otto Flake (S. Fischer, Verlag, Berlin).—Wollte man den Inhalt dieser Erzählung wiedergeben, so wäre er die Geschichte der Tänzerin Relly und des kleinen deutschen Leutnants, die sich in Konstantinopel begegnen, erfassen und auseinander gehen. 2n dieser Erzählung vom Goldenem Horn läuft Flake Pierre Loti den Rang ab und^ist einen Grad diskreter, der ihn Wenin»'- ft'iülich macht. RattonalLank f. D. . ' Boch. Gußstahlwerke 23°$,' Bud.» Etsenw.» Akt.. 1210, D.-Luxemb. Dergw.. ^200, Gelsenkirch. Dergw.. 2275/ Harpener Bergbau. 5000, Oberschl. Gifenb -B. 1080, Oberfchlef. Stfenind. 955, Phönir-Bergb.-Akt. 2750, Bad.Anilin-u. Soda 1550, Höchster Farbwerke. 1200, Allg. Elektt.-Des. . . 770, Selten L Guilleaume 1000, Schuttert-'Werke. . . 1030, — 1035, Adlerwerke...... 562, Daimler....... 490, 46/0 Hess. Staatsanl. 76, Electron Griesheim 1190, Datum: S'/.Dtsch. Kriegsanl. 4'/»Dtsch. Reichsanl. 3°/,Dffch. Reichsanl. 4*/0 Preuh. Konsol« Hamburg-Pakets.. . Rorddeutscher Llohd Lomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Kreditbank. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Teilnahme Llohd Georges an der Volker» btmdsversammlung? London. 12. Sept. (WTD.) „Daily Rews' will wissen, daß Lloyd George sich zur Teilnahme an der Völkerbundsversammlung nack Genf begeben wird. Der diplomatische Berichterstatter des Blattes schreibt aus Ge»rf, Lloyd George werde sich in der Frage, ob es ratsam sei, das gesamte Reparationsproblem offen vor der Dölkerbundsvecsamm- lung darzulegen, zweifellos von Balfour und den anderen britischen Delegierten leiten lassen. Es sei jedoch klar, daß em derartiger Schritt große Zustimmung finden werde. ES bestehe auch Grund zu der Annahme, daß die Franzosen sich einer allgemeiner Erörte-- rung der Frage nicht im geringsten abgeneigt zeigen würden. — Einer weiteren Meldung aus Genf zufolge wird Lloyd George wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche eine große Rede vor der Volkerbundsversamm- l u n g halten. Wie der Londoner Berichterstatter des WTD. ersährt, wird eine Reise Lloyd Georges zur Völkerbundsversammlung nach Genf nur zur Erörterung einer großen Frage unternommen werden. Skvkkenbirrg nnb Rheinhessen. rm. Darmstadt, 12. Sept. Die Preis- ^rüfungsst eile der Stadt Darmstadt gibt 6eta*mt, daß die Geschäfte, welche Lebensmittel verkaufen, die P r e i s e in ihren Sch a u°> fenstern gut sichtbar auszuzerchnen haben. rm. Darmstadt, 12. Sept. Die Darmstädter Arbeiterschaft zog am Montag im geschlossenen Demonstrationszuge gegen 11 Ahr vor das Stadthaus und verhandelte durch eine Llbordnung in Abwesenheit des Oberbürgermeisters mit dem Deig. Duxbaum wegen der Erhöhung ihrer Bezüge. Cs wurde ihnen mitgeteilt, daß Verhandlungen wegen Regelung der Frage im Gange seien, worauf der Zug sich auflöste. — Auch in Offenbach haben die städtischen Arbeiter gestern demonstriert. Heft'en-Naftau. fvd Bad Homburg v. d. H., 12. Sept. Für die Armen des Obertaunuskreises und der Stadt Homburg stellte ein Herr Martin Cohen aus Kurland 50 000 Mk. zur Ver- b 9Ufp6. Frankfurt a. M., 12. Sept. Der 31jährige Schneidermeister Karl Eckert im Stadtteil Dockenheim nahm von zahlreichen Kunden Stoffe zur Verarbeitung und Geld zum Ankauf von Stoffen an. Niemals aber lieferte er einen Anzug ab; denn Geld und Stofte verjubelte er in frohem Zecherkreise. Jetzt hat sich die Kriminalpolizei des Schwindlers angenommen. — Aus Furcht vor einer unheilbaren Krankheit v e r a i f t e t e sich in der Duchrainstrahe eine ältere Ehefrau. Den gleichen Tod wählte im Stadtteil Dockenheim eine alte Frau, die durch den Tod ihres Mannes der Mildtätigkeit anderer Leute preisgegeben war. — 3m Schleusenkanal bei Riederrad wurde die Leiche eines etwa dreißigjährigen unbekannten Mannes auS dem Main geborgen. Der Tote ist etwa 1,75 Meter groß, hat blondes Haar. Das rechte Dein ist amputiert. Kirche und Schule. X Usenborn, 11. Sept. Gestern sand in unserer Gemeinde das Zahressest des Zweigvereins der Gustav-Advls- Stistung Büdingen statt. Das Fest wurde durch einen Gustav-Adolf-Kindergottesdienst am Vormittag eingeleitet. Am Rachmittag sand der Festgottesdienst statt, der durch einen vom Mannergesangverein unter Leitung des Herrn Lehrers Meininger stimmungsvoll vorgetra- aenen Chor und durch die Mitwirkung des Obermock st ädter Posaunenchors eine wesentliche Bereicherung ersuhr. Die packende Festpredigt hielt der frühere Lothringer Pfarrer Loch aus Durggräfenrod. tim 4 tihr fand ebenfalls in der Kirche eine Rachversammlung statt. Pfarrer Göbel-Wolf grüßte als Vorsitzender des Zweigvererns und überbrachte die Grüße des Dekans. Pfarrer Werner dankte der Gemeinde tisenborn und gab als Schriftführer des Vereins den Rechenschaftsbericht, Pfarrer Becker lieh vor den Zuhörern interessante Bilder aus der früheren Gustav-Adols-Gemeinde Bensheim und dem kirchlichen Leben Amerikas erstehen, der Festprediger führte die Gemeinde in die Leidenszeft der Protestanten des Elsaß unter der Herrschaft der Franzosen einst und jetzt. Gemeinöegesänge und prachtvolle Darbietungen des Posaunenchors aus Obermockstadt umrahmten in wirkungsvoller Weise die einzelnen Ansprachen. Eine Festkollekte von 900 Mk. für die Gustav-Adolf-Gemeinden Heusenstamm und Ilbenstadt wurde von der dankbaren Gemeinde gegeben, die die Festgäste von nah und fern in gastlichster Weise in ihre Häuser ausgenommen hatte. Gicßencr Strafkammer. Gießen, 8. Sept. Ein wegen Betrugs ttoh seiner Jugend bereits dreimal bestrafter Elektrotechnikergehilfe erhielt wegen Hehlerei drei Monate Gefängnis, weil er mit einem jungen Menschen (der deshalb bereits bestraft worden ist) eine größere Geldsumme, die dieser sich erschwindelt hatte, verjubelt hat. Ein Landwirt von Büdingen verfolgte Berufung gegen ein Schvffengerichtsurteil, durch baä er wegen Milchfälschung zu einem Monat Gefängnis und 6000 Mk. Geldstrafe verurteilt worden war. Er habe die Milch nicht gefälscht, dies könne Handel« Berlin, 12. Sept. Der Devisen- und der Effektenmarkt standen im Zeichen großer Ge- schästsunlust. Die Befürchtung schwieriger Geldverhältnisse zum tiltimo und die tinklarheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der politischen Lage mahnte zur Zurückhaltung. Aas beiden Märkten überwog entschieden die Reigung zur Abschwächung, wenn sich auch bei geringer Geschäftstätigkeit die Rückgänge meist in engen Grenzen hielten. Stärkere Verluste hatten von Industrieaktien in der Hauptsache mir einzelne Montanwerte zu erdulden, von denen Harpener etwa 200, Deutsch-Luxemburger 145, Hösch 225, Rhein. Braunkohlen 205 und Rieb eck Montan 250 Prozent einbühten. Ferner verloren Deutsche Kali 175 Prozent. Sonst beliefen sich die Verluste auf etwa 20 bis 50 Prozent. Der Bankenmarkt erwies sich widerstandsfähiger. Schwache Haltung herrschte auch am Markte der Valutapapiere und in ausländischen Renten vor. tingar. Goldrente gaben 400 Prozent nach. Deutsche Anleihen waren gut behauptet, 3proz. Reichsanleihe gewann 21 Prozent. Frankfurt a. M., 12. Sept. Börse n st i m m u n g s b i l d. Dollarkurs im Frühverkehr 15Ö0, im Verlaufe 1550—1500. Rach einer mäßigen Befestigung trat aus dem Devisenmarkt eine schwächere Haltung ein. Auslandspapiere ruhiger. Auf dem Montan- aktienmarkt ergaben sich verschiedentlich Kursrückgänge. Die Aufwärtsbewegung der Anilinwerte kam bereits wieder zum Stillstand. Elektrizitätspapiere waren verhältnismäßig gut gehalten. Das Geschäft war wesentlich ruhiger als gestern, da sich die Spekulation in Anbettacht der Geldsorgen sehr zurückhaltend zeigte. Auwaktien waren angeboten. Der Dollar wurde gegen 1 tihr 1520 genannt. Frankfurt a. M.. 13. September 1922. Berliner Devisenmarkt. Gelo Brief Geld Bries Vermischtes. Menschenverluste beim Untergang des Hapag- dampfers „Hammonia". Hamburg, 12. Sept. (WTB.) Rach den neuesten Meldungen erscheint es noch nicht ganz sicher, ob bei dem tintergang der „H a m m o n i aa tatsächlich sämtliche Passagiere und Mannschaften gerettet werden konnten; die Aamen einiger Passagiere fehlen noch. Das hiesige Passagebureau der „Hapag" ist noch mit der Sammlung der Ramen der aus den verschiedensten Häfen als gerettet gemeldeten Fahrgäste beschäftigt. Der Kapitan der „Hammonia" landete heute in Southampton und wird sich so schnell als möglich zur Berichterstattung nach Hamburg begeben. Berlin, 12. Sept. (Wolff.) Die „Reue Berliner Zeitung" meldet aus London, entgegen den bisherigen Mitteilungen, daß alle Passagiere des gesunkenen deutschen Ha- pagdampfers „Hammonia" gerettet seien, sei ein Funkentelegramm Les englischen Dampfers „Kinsvuns Castle" eingettoffen, wonach ISMenschenleben bei dem Schiffsuntergange zu beklagen gewesen seien. SchneefäNe. Freiburg, 12. Sept. (WTB.) Wie in den letzten Tagen, so ist auch heute wieder infolge des starken Temperaturrückganges auf dem Feldberg und im höheren Schwarzwald Schnee gefallen. Paris, 12. Sept. (WTB.) Rach einer Havasmeldung aus Perpignan ist gestern in den gebirgigen Teilen des Departements den ganzen Rachmittag über Schnee gefallen. Zn Saint de Paul de Sennvuinnet wurde ein Erdbeben verspürt. Eine Weltumsegelung. Karlskrona (Schweden), 12. Septemb. (Wolff.) Die Jacht „F i d r a" ist gestern abend nach vollendeter Weltumsegelung hier wieder angelangt. Die Jacht hatte Karls- k r o n a am 25. September 1920 verlassen. mir tmrd) feine Frau geschehen fein; um den Milchbetrieb kümmere er sich nicht Da in der Wirtschaft Les Angeklagten bereits früher Milchfälschung festaestellt worden war, erkannte das Gericht, daß der Angeklagte allerdings die Pflicht gehabt hätte, nach dem Rechten zu sehen und sich um die Milchwirtschaft zu kümmern, und daß er diese Pflicht fahrlässig versäumt habe. Er erhielt eine Geldstrafe von 1200 Mk. Verworfen wurde die Berufung eines Land- Wittes von Rendel, der wegen Dickwurzdiebstahls zu vier Wochen Gefängnis verurteilt worden war und fteigesprochen sein wollte. Die Haupt- Verhandlung vor der Strafkammer hatte das gleiche Ergebnis wie die vor dem Schöffengericht. EinLandwitt vonAngenrvd war wegen Preistreiberei beim Kartofselhandel zu 4000 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Auf seine Berufung wurde die Strafe mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine Vermögenslosigkeit auf djL Hälfte ermäßigt. (BericMsfaaL München, 12. Sept. Ein Kausmannsehe- paar in Dachau bei München, das 2 100 Rentner Zucker etngelagcrt hatte, um ihn spater zu Wucherpreisen zu verkaufen, wurde vom Wuchergericht zu sechs bzw. drei Monaten Gefängnis und Geld st rasen von 75 000 bzw. 35 000 Mk. verurteilt. Der übermäßige Ver- kaufsgewirm und der noch nicht verkaufte Zucker wurden beschlagnahmt. Aus vem Ltmtsverkündigungsblatt. *• Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 97 vom 12. September enthält: Gesetz über die Regelung des Vettehrs mit Getreide (Schluß). — Hauptversammlung des Hessischen Lehrerturnvereins. — Gebühren der Schornsteinfeger. — Sprechtage der amtlichen Kriegsfürsorgestelle. — Bestellung eines Hilfsbauschätzers. — Verpfle- gungstosten für Wutschuhpatienten. — Feldbereinigung Lumda. — Dienst Nachrichten. — Straßensperre. — Schweinepest in Gießen. ■ N In tiefer Trauer: Georg Laux und Familie. Holzheim, den 12. September 1922. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M., nachmittägs 21/* Uhr, statt. 08741 Psalm 23. Allen Verwandten und Bekannten die M traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau, £ unsere gute Mutter l Frau im Margarete l« gell Jäger 7 heute morgen im 56. Lebensjahre sanft ent- schlafen ist Elisabeth Wilhelm Lenz IV. Für alle Beweise der Teilnahme bei dem Heimgange unsrer lieben Entschlafenen danke herzlichst Klein-Linden, den 9. Sept. 1922. 08699 Heute mittag 12 Uhr entschlief sanft nach I langem, schwerem Leiden im 18. Lebensjahre H unsere liebe, herzensgute Familie Hch. Zeug. Lollar, den 12. September 1922. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M., nachmittags 3% Uhr statt. 8438V |iMietgesuche | 2-4-Zimnier-Wohn. evtl. 2—3 leere Zimmer von i jungem Ehepaar x-uegen entsprechende Miete sofort ge- ' sucht. Vermittler Hobe Provision. Schr. Angeb. unter 8434 a. d. G. Anz. Zwei korrekt möblierte Zimmer oder zwei Wobn- und Schlafzimmer von zwei Studenten gesucht. Sofortige fchriftl. Angeb. unter 08742 a. b. Giest. Anz. TüTzHEr0 von ruhigem Studenten gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 08731 a d. Gteh. Anz. Möbl. Zimmer mit 2 Betten von zwei anständigen Herren per sofort oder später gesucht. Schrtftl. Angeb. unt. 08739 a. d. Gies;. Anz. Junger solider Kaufmann sucht per 1. Oktober möbliertes Zimmer. Schrift!. Angeb. unt. 8419 an d. Giest. 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