Nr. 112 Erscheint täglich, aufcer Sonn, und Feiertags, mit derSamstaqsbeilage: ViehenerFamilienblätter Monslltch« Ve;vg§preise: Ulk. 18.— und Mk. 2 — Trägerlohn,durch dicPost Mk. 20.—.auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fern sprech. Lnschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Imeigtr Kietze». postscheUlonto: Krimftutt a. M. 11686. k i-.l Erster Blatt 172. Jahrgang Samstag, 13. Mai 1922 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer di» zum Nachmittag vorher odnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm'Breite örtlich 120 Pf, auswärts 150 Pf.; für Neklame. Anzeigen von 70 mm Breite 430 Pf. Bei Platz. Vorschrift 20 "/.Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. General-Anzeiger für Oberhesfen xMZ " ’ * Anzeigenteil: Hans Veäl, vniS mld Verlag: vnlhl'sche Univ.-Vuch- und Stehtönideret H. Lenge. Schrlftlettung, SefchSftsftelle un) Druckerei: 5chulstratze 7. sämtlich in «.etzen. Wochenrückblick. Die russische Antwortnote, deren bollen Wortlaut wir gestern bereits veröffentlichen konnten, wird die Genueser Konferenz nicht etwa auSeinanderfprengen, wie befürchtet worden war. Selbst die französische Delegatton, die ein Ja oder Nein verlangt hatte, findet sich mit der neuen Lage ab, ohne das Zelt abzubrechen. Herr Tschit- scherm — und seine Moskauer Kollegen von der bolschewistischen Reinkultur werden ihm dabei wohl stark geholfen haben — hat der Welt die Gefühle und die Bestrebungen der Sowjetrepublik gegenüber den europäischen Mächten sehr ausführlich auseinandergeseyt, wobei er die ihm zur Beantwortung vorge- legte Denkschrift reichlich mit dem Salz seiner Polemik und Propaganda bestreute. Was bisher in Genua hinter verschlossenen Türen verhandelt und umstritten worden war, seit die Russen in den Mittelpunkt des Interesses rückten, das wird uns jetzt greifbar menschlich näher gerückt. In Tschitsckserins Note sind ohne Zweifel einige breitspurige und groteske Ansinnen an die anderen Völker enthalten; der funkelnde Sowjetstern, der aus kalter Nacht über einem zerttümmerten, aller Wofil- sahtt und geregelter Sicherheit entbehrenden Riesenreiche uns entgegenleuchten will, übt wirklich kernen himmlischen Zauber aus. Woher soll das geforderte volle Vertrauen, die rückhaltlose Anerkennung dieses Regimes denn kommen, das doch nur auf den experimentellen Ideen einiger Volksbeglücker, nicht aber auf dem redlich befragten und deutlichen Dolkswillen beruht? — Das einzige Argument, auf das die Moskauer Herrn in ihrer Note sich stützen, ist dies: Wir sind ein ganz gefährliches, verzweifeltes, aus eigener Kraft au gor nichts — wenigstens nichts gutem — ffähigeS Proletariertum; unser Schwergewicht ist die stärkste Belastung Europas und wird Lie Völker in zunehmendem Maße bedrohen, wenn uns nicht geholfen wird. — Mit einem Io knotigen Bettelstock in der Hand sollte man freilich keine allzu hochtrabenden Reden halten und lieber der praktischen Notwendigkeit und einer nicht gerade einfachen Sachlage Rechnung tragen. Herr Lloyd George hat durch seinen Sekretär der Genueser Pressekonferenz bereits sagen lassen, das) die russische Note vom Standpunkt des russischen Volkes aus gesehen ein „törichtes Machwerk" sei, und das ist nicht unrichttg, insofern der ganze Bolschewismus ja als nichts anderes erscheint. Indessen läßt sich gegen die Logik des Dokumentes, vom Sowjet- standpunkt aus gesehen, nicht viel einwenden, und man muß sogar gestehen, daß mancher ktttische Hieb Tschitscherins, besonders auf diejenigen Mächte, die sich als „Gendarmen Europas" immer gebärden wollen, tief und treffend sitzt. Ganz besonders wir Deutsche können mit einiger Genugtuung zusehen, wie den Gewalthabern von Versailles einmal gründlich zu Gemüte geführt wird, daß auch fljre Grundsätze alles Ruhmes und reiner Menschlichkeit durchaus mangeln, mit denen ste auch den deutschen Zöllner aus dem Tempel der Völkergemeinschaft ausgeschlossen haben. Man mag sich mm in Genua zusammensetzen und beraten, wie die Welt haltbar wieder aufgebaut werden könne. Nicht mit dem Säbel' und der Flinte kann dies geschehen, sondern mtt den Werkzeugen produktiver Arbeit und mit dem Geiste wirklichen Friedens. Die englische Delegatton hat bereits eine kleine Kundgebung erlassen, in welcher anerkannt wird, daß der Schlußteil der russischen Note besser sei als ihr An- fcmg. In der Tat steckt ja m dem wetten Mantel der Polemik auch manches brauchbare Saatkorn für neue Versuche. Sowjet- rußland will bei weitem nicht alle, aber doch manche Schulden an das Ausland anerkennen, nicht die von der früheren Regierung für die Kriegführung eingegangenen Schulden, da Rußland den Krieg abgebrochen und vom Sieg nichts angenommen habe. Das ist wichttg für uns Deutsche, denn darin liegt der unerschütterliche Grundsatz ausgesprochen, daß die Moskauer Regierung mit dem Ver- saille" Vertrag nichts zu tun haben will. Auch gegen manch andere Angebühr der Entente ziehen die Svwjelleute erfolgreich zu Felde. Sie verurteilen z. B. das Verlangen, Rußland solle sich jeder Handlung enthalten, die den polittschen oder territorialen Status quv in anderen Staaten stören könnte. Dies Verlangen bezeichnen die Russen als einen verschleierten Versuch, Rußland dazu zu bringen, die von der Entente mit anderen Staaten abgeschlossenen Verttäge anzuerkennen. In den bevorstehenden Verhandlungen über einen vorläufigen oder zeitlich umgrenzten Friedenspakt kann diese Feststellung sehr bedeutsam werden. Auch den herzhaften Hinweis auf die Ausschließung der Türkei von den Genu- eLr Verhandlungen kann man autheihen. Die Moskauer Regierung wünscht vor allem Kredite und Anleihen, nicht für irgend- welche Unternehmer, sondern für sie selbst. Sie stellt die wirtschaftlichen Notwendigkeiten, die ja auch in den Grundsätzen von Cannes beschlossen worden seien, in den Vordergrund und bezeichnet die Angelegenheiten der Schulden und sonstiger Ansprüche an Rußland als Fragen zweiten Grades. Darin kommt der etwas anmaßende Ton zum Vorschein, auf den wir schon Hingedeutel haben. Herr Tschitscherin wird es sich doch gefallen lassen müssen, daß man über diese Schulden- und Vertrauensfragen noch weiter verhandelt und er wird die Zugeständnisse machen müssen, die er heute noch zurückhält. In den Schlußsätzen seiner Note schlägt er „zum gründlichen Studium der an Rußland gerichteten Ansprüche und zur gerechten Erwägung der Rußland zu gewährenden verfügbaren Kredite" einen von der Konferenz zu ernennenden gemischten Sachverständigenausschuh vor. Dieser Ausweg, mit einigen versöhnlich und verheißungsvoll klingenden Sätzen verbrämt, scheint bei der englischen und der italienischen Delegation willkommen geheißen zu werden. Der italienische Minister Schanzer hat Presseverttetern gegenüber eine optimistische Stimmung an den Tag gelegt und die Fortführung der Genueser Konferenz in sichere Aussicht gestellt. So erweist sich die Politik Lloyd Georges trotz vielfacher Hemmungen und die Grundprobleme verwässernder Zwischenfälle im ganzen als ergiebig und fortschrittlich. Wir sind heute berechtigt, seine Bemühungen durchaus ernst zu nehmen, zumal neue Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Versailler Vertrages uns überzeugen, daß der englische Kabinettschef stettg bestrebt war, dem Tlebermoß der französischen Gewaltpolitik entgegenzuwirken. Wir wissen noch nicht, ob und wie die Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien sich weiterhin zu- spitzen. 2lber je heftiger und ernster die zwischen Paris und London geführte Zwiesprache ist, desto mehr müssen wir uns bemühen, Lloyd George Verständnis entgegenzubringen. Ein Genueser Mitarbeiter der „Köln. Ztg." widmet dem brittschen Staatsmann einen großen Leitartikel, der seine Persönlichkeit, feinen Willen und seine Fttedensziele würdigt. Er zeigt den puritanischen Fade« auf, der sich durch das Leben Lloyd Georges hindurchzieht und wieder erkennbar wurde, als der furchtbare Krieg zu Ende war: „3n seinem Kampf gegen den Versailler Vertrag hatte er vor der Hand nur die morali - s che n Mittel zur Verfügung. Es galt, die Franzosen vor der öffentlichen Meinung Englands und der übrigen Welt unter Druck z u sehen und die F e st u n g selbst moralisch zu vergasen, um auf diese Weise die Franzosen -um freiwilligen Abzug zu veranlassen. Er ist dabei auf gewaltige Hindernisse gestoßen, er hat oft zwei Schritte zurücktun müssen, um wieder drei vorwärts gehen zu können, und er mußte in der Wahl der «taktischen Mittel und Wege fortwährend wechseln. Aber das eigentliche Ziel seines Lebens, die T-egründung des europäischen Friedens auf gesicherter Grundlage durch Zerstörung des Vertrags, hat er keinen Augenblick aus den Augen gelassen, sondern mit einer unglaublichen Zähigkeit zu erreichen gesucht." Wir wollen hoffen, daß die „Köln. Ztq." recht behält, wenn in ihr gesagt wird: „Wie die Dinge auch laufen mögen, schon heute kann man sagen: der Gedanke einer europäischen Massenkonferenz war ein genialer Gedanke." An die vdyssceische Vielgewandtheit Lloyd Georges werden indessen noch manche Ansprüche gestellt werden. Die Wolle des 31. Mai steht noch am westlichen Himmel. Llber auch da steht eine VerhandlungSkommis- sion bereit. Das System der Blitzableiter muh die drohende Hand PoincareS zurückhalten. Lloyd George, nicht Herr Dr. Wirth, trieb die wahre ErfüllungSpvlittk. Wir aber wünschen uns etwas von der Zähigkeit der Russen, die trotz Not und Elend ihre nationalen Rechte zu schirmen wissen. Folgen der russischen Antwort. Der Standpunkt der englischen Delegation. Genua, 13. Mai.' (WTV.) In der eng- ljschen Pressekonferenz wurde gestern folgende Erklärung abgegeben. Wir gehen jcht mit Volldampf a u f dem bisher begangenen Wege weiter. Lloyd George und die übrigen Mitglieder der britischen Delegation haben die russische Antwortnote emgehend geprüft. Obwohl uns das Dokument v o m r u s s i- schen Standpunkt sehr töricht erscheint, 'jxil es mehr der Propaganda als praktischen Zwecken dient, will die britische Delegation doch nicht, daß Europa der Friede versagt bleibt, oder t>afe der schwerleidenden Bevölkerung langer als nötig die Hilfe entzogen wird, weil der größte -^eil der russischen Antwort törichte Darlegungen Gnb. Die russische Antwort erschwert auf jeden Fall die Gewährung von Hilfe an Rußland, aber das ist schließlich Sache der russischen Regierung. Wir sind bereit, die drei aufgeworfenen Fragen der russischen Rote: 1. Kredit an Rußland, 2. die Schulden Rußlands und 3. das Privateigentum in Rußland einer gemischten Kommission zur Prüfung vorzulegen. Diese Kommission mühte dann in drei Unterkommissionea eingeteilt werden, von denen je eine eine Frage prüft Dieser Vorschlag erscheint der englischen Delegatton durchaus praktisch, doch ist sie gleich' zeitig der Ansicht, daß alle diese Fragen in den Unterkommissionen nicht dilatorisch behandelt werden dürfen. Die andere große Frage der Konferenz von Genua fand in dem russischen Memorandum gleichfalls eine befriedigende Lösung. Iedenfalls ist die britische Delegation der Ansicht, daß es für diese Frage eine gute Arbeit gebe. Auf die russische Antwort hin die Konferenz abzubrechen, hieße alle Rußland benachbarten Cänber der Gefahr der Invasion auszusetzen und wurde eine neue Störung für Europa bedeuten. Die russisch: Delegatton erklärt sich aber in ihrem Schriftstück bereit, Frieden zu schliessen und den Wellsriedenspall zu unterzeichnen. Selbstverständlich ist England nicht bereit, Vertreter in die Kommission zu entsenden, ohne eine flare und eindeutige Garantie dasür zu haben, daß in der Zeit, in der die Kommission arbeitet, nieder Propaganda in den anderen Ländern getrieben wird noch andere Länder bedroht werden. Es ist not- wcitdig. zu faacn, daß diese Garantien auf Gegenseitigkeit beruhen müssen. 'Wenn Rußland sich verpflichtet, sich jeden Angriffs auf feine Rachbarn zu enthalten, so müssen alle anderen Staaten sich zu dem gleichen Verhallen Rußland gegenüber verpflichten. Dasselbe mühte airch für die Propaganda „gelten. Der Weltsriedenspakt kann natürlich nicht geschlossen werden, solange die Grenzen Ostpreußens nicht fixiert und allgemein anerkannt sind. Deshalb hat die britische Delegation die Absicht, zunächst feine Treuga bei auf der Basis der de facto bestehenden Grenzen vorzuschlagen, bis die Kommission ihre Arbeiten beendet und bis man ein definitives Abkommen mit Rußland geschlossen hat. Das sind im Prinzip die Vorschläge, die die britische Delegation der Konferenz dorzulegen gebenft mit der Bitte, sie arrzunehmen. Lloyd George wird sich jedenfalls mit allen Kräften dafür einsehen. Die Haltung der Franzosen. Genua, 12. Mai. (Sonderbericht des Ver- tteters des WTV.) lieber die Haltung der Franzosen gegenüber der russischen Antwort wird mitgeteilt, baß Frankreich über den stark polemischen Ton der russischen Rote ungehalten ist. Es hatte eine präzisere Antwort erwartet. Dennoch wird die russische Antwort nicht ab - gelehnt. Im Gegenteil dementieren Mänrer wie Picard, Darrere und Poncet energisch das Gerücht, nach dem die Franzosen in drei bis vier Tagen abreifen würden. Das treffe nicht zu. Man toerte die russische Antwort in der ersten llnterkommission für russische Fragen, die auf morgen nachmittag vertagt würbe, vorlegen. Diese Kommission werde sich, wenn Zwischenfälle nicht eintreten, dahin entscheiden, daß die finanzielle Frage der Sachverständigenkommission überwiegen wird. Damit ist nach Ansicht der Franzosen das russische Problem vorläufig erledigt. Die Konferenz kann sich mnunefxr den anderen noch ausstehenden Aufgaben zuwenden. Die Qleu traten, besonders die Schwei), sind mit dieser Lösung der russischen Frage durchaus nicht einverstanden, weil sie gern gesehen hätten, daß diese Angelegenheit in Genua restlos erledigt worden wäre. P a r i s. 13. Mai. (WTD.) Wie das „3our- nal" mitteilt, glaubt man in französischen offiziellen Kreisen, daß heute über oaS Schick- s a l der Konferenz entschieden wird. Heber die Rotwendigfeit, zum Ende zu gelangen, scheine feine Diskussion nötig; es bleibe nur die Frage, wie man die Liquidierung vollziehen könne. Minister Darthou habe präziseInstruk- Honen erhalten. • Paris, 12. Mai. (WTD.) Angesichts der durch die russische Antwort geschaffenen Sage ist nach dem Leitartikel des „Temps " folgende Politik für die französische Regierung geboten: 1. Frankreich, das am 2. Mai das Memorandum unterzeichnet hat und seit diesem Tage nicht mehr an den Verhandlungen mit den Bolschewisten teilnimmt, kann augenscheinlich ebensowenig sich in Zukunft daran beteiligen. In feiner Form, auf keinem Umtoege dürfen die Vertreter Frankreichs sich zu neuen direkten oder indirekten Verhandlungen mit der Sowjetdelegativn herbeilasscn. 2. Wenn Frankreich sich an den Arbeiten der Kommissionen beteiligt, die Lloyd George voraussichtlich vorschlägt, also an Beratungen über die Frage der russischen Schulden, der Frage der russischen Anleihe und die des Privateigentums, wird es nur seinen Absichten treu bleiben; eine Teilnahme Frankreichs sei vielleicht dann möglich, wenn die Bolschewisten im Gegensatz zu der in ihrer Antwort funbgegebenen Absicht nicht an den Sachverständigenberatungen teilnehmen. 3. Es ist die RÄ>e von einem Abkommen das Sowjet-Rußland mit den Rach- barftaaten schließen soll. Die Vertragschlie- henden sollen fich verpflichten, auf jeden Angriff ober jede aggressive Propaganda zu verzichten Der .Temps" bezeichnet diesen Plan als nutzlos und gefährlich, weil er gefährliche Illusionen Hervorrufen könnte. Wenn man dic Rachbarstaaten Rußlands schützen wolle, müsse man ihnen eine tatsächliche älnterftützung versprechen für den Fall eines Angriffes auf sie. Man müsse ihnen das Gefühl geben, daß man auch den andern Signatar des Vertrage« von 'Rapallo, nämlich Deutschland, in Schach halten werde. Wir dürfen niemals vergessen, bafo ble Konferenz von Genua den Vertrag von Rapallo erzeugte. Der Zwiespalt in der Entente. London, 12. Mai. (Wolfs.) Die.T r in e s" veröffentlicht einen ausführlichen Artikel ihres neuen Par.sei Korre ponbenien ©Ulet) Hubd- leston. Er nennt die äugend ickliche Krtsis die e r n ft e ft e von allen. Die Genueser Konferenz treibe einem offenen Bruch der Entente zwischen England und Frankreich zu. Dies bedeute, daß Rußland and Deutschland einander in bte Arme getrieben würden. Eine Allianz zwischen diesen beiden Ländern könne Frankreich die Stirn bieten, den neuen polnischen Staat vernichten, die Rationen der Kleinen Entente bebrotjen sowie tue gesamte durch den Versailler Vertrag festgesetzte europäische Karte abänbem. Wenn nicht einen neuen Krieg, so werde sie doch em dauerndes Durcheinander auf dem Kontinent zur Folge haben. In Frankreich befürchte man infolge der letzten politischen Ereignisse, daß die' britische Sympathie sich zum grö’jten Teil auf die Seite der riesigen russisch-deutschen Allianz wenden und daß Frankreich in manchen Dingen isoliert sein werde. Der Korrefponbrnt führt die ti Fra-nt- reich herrschende Opposition g?gen En-I n) auf die Peilönlichkeit LloydGeorges xuruck. Aus der anderen Seite babe Poincar 6 niemals eine offizielle britische ilntevftütu .g cri altcn. Die Franzosen seien entschloßen, Poincarä nicht durch Lloyd George ober durch b.i ifdje /Leitungen stürzen zu lassen. Auch England könne nicht auf die Entente mit Frankreich verzichten. Die britischen Wiederausbaupläne in Europa könnten cudi nicht gegen einen passiven Widerstand und viel weniger gegen Frankreichs aktive Gepi?r- schaft curchgeführt werden. Frankreich s i eine der Schlusselnattonen Europas. Es werde ai-gen- blicklich in eine extreme Stellung getrieben, die in gewissem Sinn« eine fall'd)« Stellung sei, bu es gar nicht einzunehmen wünsche. Hubblrston zufolge herrscht in Frankreich tm Durchschnitt .eine Stimmung zu Gunsten einer vernünftigeren und mäßigeren Regelung mit Deu schl >nd und wenn es möglich sei, auch zu Gunsten eines 'Versuches der Rlöglichkeit kommerzieller Beziehungen. Die Franzosen feien jedoch von der iln- au.Nichtigkeit D.utschlands übn-zmgt. Fr nkretch habe au, den Versailler Vertrag gebaut und seine ganze Wohlfahrt damit verknüpft. Frankreichs Abneigung gegen Abrüstung werde durch die Episode der älnterzri chmr g des Rnpal v-Vrtta .es gestärkt. Wenn Ru.land und Deutschland za- fammenftänben, so sei die Lage Frankreichs verzweifelt. Frarckreich könne nicht lange auf bu Llnierstühung Englands rechne i. Amerika sei weit weg und zum größten Teil gegen Frankreich. London, 12. Mai (Wells.) Reuter meldet: Chamberlain führte gestern in einer Rede in Birmingham aus, er sei tief beunruhigt über den Widerstand, den Frankreich einer Beratung der Alliierten über eine gemeinsame Maßnahme für den Fall, daß Deutschland seine Repa rationsschuld nicht bezahle, entgegensetze. Schanzer über die neue Lage. Genua, 12. Mai. (Spezialbericht des Vertreters des WTD) Der italienische Minister des Aeaßern Schanzer erschien heute im Prefeha^« anb erklärte den Pressevertretern, er sei bereit die Fragen, die man an ihn zu richten wünsche zu beantworten. Auf die Frage, wie sich die allgemeine Lage infolge der Ueberreityung der russischen Antwort gestaltet habe, führte der Mi t ;cr a. a. aus: Ich werde Ihnen mit vollem Freimut meine persönliche Ansicht über die gegenwärtige La^e darlegen. Ich muß sagen, daß wir eine andere Antwort erwartet haben. Ich glaube, die russische Delegation hätte den Interesten ihres eigenen Volles besser gedient, wenn sie das Memorandum als Grundlage für wtt.'ere Verhandlungen angenommen hätte. Wir haben alles mögliche getan, um der russischen Delegation unsere Vorschläge zu erläutern und das Kreditsystem zu erflären, das dem Wiederau bau Rutz.ands dienen soll und bas weit größere Aussichten bietet als die russische Delegation erwarten konnte. Wir haben besonders darauf Hingewi fen, daß das Kapital des internationalen Konsortiums nur ein Fond für den Anfang der Opera.ionen fein sollte daß noch weitere finanzielle Methoden die Leistungsfähigleit dieser Organisation verstärken könnten. Statt dessen hat man auf bi-etten Krediten an die russische Regierung bestanden. Solche sind tm Augenblick unmöglich, vielleicht sind sie in naher Zukunft möglich, wenn sich das Vertrauen erst wieder eingestellt hat. Wir haben uns bemüht, tn der Eigen tumssraze eine versöhnende Formel zu finden zwischen den beiden einander grgenüberstehenden Au fas ungen. Obgleich die russische Delegation sie in Erwägung gezogen hat, hat sie nicht geglaubt, sie annehmen zu sollen, vielleicht auf Weisung von Moskau hin. IG fürchte, der Wiederaufbau Rußlands wird dadurch eine Verzögerung erfahren und das ist zu benagen tm Interesse Rußlands, Mitteleuropas und des ganzen Kontinents. Die russische Delegatton glaubt, es werde trotzdem Kapitalisten geben, die ihr Kapital in Rußland anzulegen bereit wären. Ich fürchte, Rußland würde für solches Geld enorm viel zu bezahlen haben, denn die Kapitalgeber würden, wenn sie kein Vertrauen haben, ihr Rissko mit in Rechnung stellen. Erst muß das Vertrauen wiedeiHergestellt sein, dann wird sicher em grober, Strom von Kapitalien nach Rußlano fließen. Halten die Russen sofort zugegriffen, so roürde die Wiederherstellung ihres Landes sicher unverzüglich ihren Anfang nehmen können. Der erste Teil der russischen Antwort ist polemischer und propagandistischer Aatur. 3d> kann hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, die eine Widerlegung erfordert. Ich will nur folgende erwähnen: Man sagt, totr hätten alle Lasten und Opfer den Russen auferlegt und unsererseits nichts tun wollen. Diese Beschuldigung muh ich zurückweisen. Ich erwähne nur das Beispiel Italiens, das in Ruhland viel 'weniger Interessen besitzt als andere Länder, sich aber trotzdem verpflichtet hat, 400 Millionen Lire beizusteuern, trotz seiner schwierigen Lage. Man hat uns auch vorgeloorfen, wir verteidigten die Interessen der groben Kapitalisten. Wir haben im Gegenteil die Grundsätze des internationalen Rechtes ve t.idigt, so das Prinz p. dah, wnn eine Regierung die Berp.I.chungen ihrer Vorgängerin verleugnet, eine Kontinuität im internationalen Leben unmöglich ist. Wenn die Russen sagen, sie wollten auf die kleinen Besitzer Rücksicht nehmen, so erwidern wir: „Was für die Kleinen recht ist, ist für die Drohen billig." Zusammenfassend sage ich: Dor allem muh das Vertrauen wiederhergestellt werden. Das russische Dokument beschuldigt uns. einen Schritt nach rückwärts getan zu haben. Wenn die Rüssen die Anerkennung der Verpflichtungen ihrer Vorgängerin ablehnen, nachdem sie zuvor schon versprochen hatten, die Vorkrwgs- schulden anzuerkennen. dann ist das ein viel gröberer Schritt nach rückwärts. Wir können den polemischen Tell des russischen Memorandums nicht annehmen. Aber sein Schluh ist besser als Der Anfang. Er ist in gewissem Grade beseelt vom Geiste der Versöhnlichkeit und des Willens zur Zusammenarbeit. Das stelle ich mit größter Freude fest. Man schlägt russischerseits die Einsetzung eines Sachverständigenausschusses vor, der die Prüfung der verschiedenen finanziellen Fragen, die aufgeworfen worden sind, fortsetzen könnte. Heber diesen Punkt kann ich mich nicht äuhern, weil erst die Mächte gemeinsam die Antwortnote prüfen massen und weil die A '.twort gemeinsam sein muh. In meinem eigenen Damen, int Sternen des Ministerpräsidenten und der italienischen Delegatton erlläre ich: Wir sind der Ansicht, dah es sicher nicht angebracht wäre, die Verhandlungen abzuorechen und die Antwort der Russen ungeprüft zurück^uwellen Wir tonnen es nicht ablehnen, die Besprechungen fortzusehen. Ich stelle mit Vergnügen fest, dah der letzte Teil des russischen Dokuments wirllich tröstlich ist, denn dort spricht die russische Delegatton, toetm auch verstohlen, den Wunsch aus, an der Konsolidierung des Friedens mitzuarbeiten, und das ist auch eine Antwort an die Leute, die den Fehlschlag der Konferenz vorauss agten. Es ist ein Zeichen für den Erfolg dieser Konferenz, wo sich zum erstenmal seit dem Kriege Sieger und Besiegte am gleichen Verhandlungstisch zusammen- aefunden haben. Diese Annäherung, diese Rück- kehr Ruhlands m das europäische Leben ist ein Erfolg, Uns liegt eine feierliche Erllärung der russischen Delegatton vor: Ich bin sehr zufrieden, zu sehen, dah die Delegatton ihre Teilnahme an der Arbeit des Friedens fortsehen will. Ich glaube, dah das Werk dieser Konferenz noch nicht beendet ist. Sie muh noch arbeiten für den Frieden, um die Konflikte zwischen den Völkern zu beseitigen. Die italienische Politik ist in dieser Richtung feil Kriegsende unverändert geblieben. Es ist eine Politik des Friedens , und der Solidarität gewesen. Wir wünschen, diese Politik fortzasetzen und ihren Sieg zu sichern, damit sie die Politik der Zukunft Europas wird. Don Genua muh, bevor die Konferenz ihren Abschluß findet, ein Wort des Friedens und der Garantie ergehens damtt es keinen Angriff zwischen den Völkern mehr gibt. Ich vertraue fest darauf, dah alle hier vertretenen Rationen sich diesem Gedanken an- schließen und an dieser groben Aufgabe Mitarbeiten werden. Ich rufe die Pressevertreter zur Mithilfe auf. Helfen Sie uns bei diesem großen Werk, verbreiten Sie die Ueberzeugung, dah von Genua der Friede und die Befriedung verkündet werden muh. und Sie werden sich ein Verdienst um die ganze Menschheit ertoorben- haben. (Lebhafter, anhaltender Beifall.) Auf die Frage eines Journalisten, ob es bereits einen fertigen Entwurf für den Burgfriedenspakt gebe, erwiderte Schanzer: Ein offizieller Entwurf liegt der Konferenz nicht vor. Es ist möglich, dah es offiziös Projekte gibt. Mehener KonIertverein. Bruckner: Kroße Messe (Nr. 3). Giehen, 11. Mai 1922. Bruckners Große Messe zu einem überzeugenden Ausdruck gebracht zu haben, ist eine Leistung, puf welche der Akademische Gesangverein mit seinem hervorragenden Dirigenten, weiter auch die Stadt Giehen und Provinz Oberhessen stolz fein dürfen. Richt nur darum handelt es sich, die technischen und musikalischen Schwierigkeiten des Werkes zu überwinden, obwohl schon das eine große Aufgabe war. Sondern nur eine von gewaltigem seelischen Sichausgeben beä Lei- ters und vollem Hingebungswillen aller Mitwick en den getragene Aufführung war im Stande, den Hörer in Bruckners Wett hineinzuzwingen. Die Zurückhaltung, die ein Richtkenner dieser Musik entgegentvagen muß, ist beträchtlich. Es muh wirllich Scheu erwecken, wenn Inhalte, die mit versunkenen Götterschicksalen und mit Rymphenerfchttnungen weniger als nichts gemein haben, in Klängen geboten werden, in welchen ble Gestalt Richard Wagners sich unabweisbar ausdrängt, oder die Märchenwelt Undines uns zu emsangen scheint. Von da bis zu dem Druck- ner-Ellrbnis, dah hier ein gläubiger katholischer Oesterrecher und großer Künstler alle musikalische Ausdrucksschönheit, deren er habhaft werden konnte, zum eigenen Besitz errang, um sie in den Dienst der Glaubensfeier zu stellen, ist kein Seines Stück Weges. Und auf ihm Führer gewesen zu fein, ist eine musikalische Tat. Richt als ob gar keine Bedenken gegenüber Bruckners Musik verblieben und er ohne allen Abstand den ganz Großen der größten der Künste nachfolgend erschienen wäre. Eine gewisse Eintönigkeit in Rhythmik und Degleitungsfiguration wollte nicht ganz aus dem Gesichtsfelde schwinden. Das vielfache Auf- und Abklettern an Tonleitern ist in der Großen Messe weniger am Platze, als in Bruckners Jugendzeit, da er als Organist sein Spiel auf Tonleitern beschränkte, um feine unzureichende Ernährung zu veranschaulichen. Mit Formalmusikern wollte Bruckner nie» Abreiseabfichten der „Kleinen Entente". Paris, 12. Mai. (WTB.) Der „Temps" erfährt aus seiner Quelle in Genua: Falls die politische Unterkommission, der durch die vorgestrige .Entscheidung der einladenden Mächte die galizische und die Wilnaer Frage unterbreitet werden soll, über den Rahmen eines rein informatorischen Meinungsaustausches hinausgehe, würden Polen und die drei übrigen Staaten der kleinen Entente die Konferenzver- lassen. Schweizerische Handelsverträge. Genf, 13. Mai. (WTB.) In Genua begannen. wie die hiesige Presse meldet, Der- han besungen zwischen der schweizerischen und polnischen Delegation über den Abschluß eines Handelsvertrages aus der Grundlage der Meistbegünsttgung. Desgleichen traten die schweizerischen Delegierten in ähnliche Verhandlungen mit Zugo slawien. Die Pariser Besprechungen des Rcichsfinanzministers. Berlin. 12. Mai. Den Blättern zufolge wird der offiziöse Meinungsaustausch zwischen dem Reichsfinanzminister Hermes und der ReparationSkvmmission voraussichtlich a m Montag beginnen. Der Haushalt zur Ausführung des ^riedenövertragcs. Berlin, 12. Mai, Der umgearbeitete Haushalt zur Ausführung des Friedenövertrages, in den wegen der Rote der Reparattonskommisfton vom 21. März für die in ausländischen 'Valuten zu vergütenden Leistungen ein Umrech- i^ungskurs von 70 statt 40 Papiermart eingesetzt wurde und die mit einer Gesamtsumme von 2261/2 Milliarden abschlieht, ist nunmehr dem Reichstag zugegangen. Die bisherigen deutschen Zahlungen. London, 12. Mai. (WTB.) Sir Robert Horne teilte gestern im Unterhause mit, daß die deutschen Zahlungen in bar und Warenlieferungen an Pas britische Reich und die Alliierten vom Zeitpunkte des Waffenstillstandes bis zum 21. Dezember 1921 einschließlich der Zahlungen für das Besatz- ungLheer, die Rückzahlung von Vorschüssen und der Kvhlenlieferungen auf 324 392 800 Pfund Sterling zu schätzen sein. Die Danziger Verfassung in Kraft getreten. .Genf, 12. Mai. (WTB.) Der Kommissar des Völkerbundes für die freie Stadt Danzig, General H a k i n g, erklärte heute die Verfassung der freien Stadt Danzig als in Kraft getreten gemäß den Beschlüssen des Danziger VvlkStageS vom 4. April 1922 und Artikel 103 des Versailler Vertrages. Wie erinnerlich, konnte die Verfassung bisher nicht in Kraft treten, weil auf die Amtsdauer der Senatoren die bezüglich der Verfassungsänderung notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erzielt werden konnte. Haking ging nunmehr von der Erwägung aus, daß es sich nicht um Verfassungsänderung, sondern um die erstmalige Annahme einer neuen Verfassung handelt und hierfür die notwendige absolute Mehrheit am 4. April erzielt worden ist. Damit ist die Verfassung Danzigs ab heute vollständig und der Völkerbundsrat wird sich damit begnügen, die Erklärung des Kommissars zur Kenntnis zu nehmen. Die Ueberqabcverhandlungen in Oberschlesien. Oppeln, 13. Mai. (WTB.) Gestern hat hier unter dem Vorsitz des General Le R o n d eine Vollsitzung der deutschen Delegierten mit den polnischen Delegierten stattgefunden. In dieser Sitzung wurde bekanntgegeben, daß die mals verglichen werden: aber seinem Schaffen wäre etwas von dem unermeßlichen Formenreichtum Regers sehr zustatten gekommen Aber diese Dinge traten in den Hintergrund, wie es sich gebührt. Für die Ausführung, die alles dieses vermochte. ist der Dank nächst dem Dirigenten an den Chor and an das Orchester mit Herrn Gör- lach als Orgelspieler za rießten. Wenn zuweilen ein kleiner Wunsch nach Tonausfüklung (das Passus des Chors, der Ausklang im Orchester) blieb, so bedeutete das wenig gegenüber der vorzüglichen Wurzelfestigkeit des Chors und dem angesichts großer technischer Schwierigkeiten doppelt bemerkenswerten Ausdrucksreichtum der Orchester- leistung. Don den Solisten schien uns der Bassist, Ioh. Willi aus Freiburg l Br., feiner Sache am vollkommensten gewachsen, während die beiden Frauenstimmen (Thilde Walther und Poldi H e y l aus Darmstadt) zu Anfang, und zwar jene mehr in der Höhe, diese in der Tiefe, die eigenartige und wenig dankbare Aufgabe, in wenigen eingeftreuten Tönen über Chor und Orchester- moffen aufzuleuchten, nicht ganz erfüllten. Mit ihnen half der Tenorist Franz Müller aus Darmstadt durch vornehmen Vortrag den Gesamt- charakter der Ausführung zu wahren. lieber allem Großartigen der Messe ragte als Mittelpunkt das mächtige musikalische Glaubens- bekenntnis. Hier haben Trautmann und die Seinen ihr Ätztes hergegeben, sie haben nach der Seele des Werkes gegriffen und haben es erreicht, ein unwiederlegliches Zeugnis für Bruckner abzulegen. In dem Auferstehungs^e'enntnis waltet tatsächlich eine Größe, die hinter der Beethovens nicht mehr zurückbleibt. Die metaphysische Gewalt dieser Szene erreicht den Schluß des ersten Satzes von Beethovens Reunter, ja auch die atemberaubende, schreckungsvolle Gegenüberstellung von Seligkeit und Friedlosigkeit zu Ende der Missa solemnis. Rur daß die Grundstimmung bei Bruckner ein grenzenloser Jubel bildet. Bruckner feiert das Auferstehungswnnder: das eine große Glaubenswunder, dessen Bejahung alle anderen Glau- I benssvagen an Maßgeblichkeit zurücksinken lassen Unterkvmmissionen in allen wesentlichen Punkten des ersten Teiles der Bedingungen für die Uebergabe jueiner Sinigung gelang- t e n. Daraus überreichte Le Rond den beiden Bevollmächtigten den zweiten Teil der Bedingungen, welcher die Post- und Eisenbahn» Verwaltung usw. regelt Die nächste Vollsitzung soll am 18. Mai stattfinden. Aus dem Äesetzlen Gebiet. „Ein neues Lied vom Rhein." == Mainz, 10. Mat Del der Festllchkett der Zugendgruppe der Deutschen Dolkspartei in Worms wurde „ein neues Lied vvm Rhein" durch Fräulein Heil aus Darmstadt vorgetragen. Das Militärpolizeigericht verurteilte den Vorsitzenden der Zugendgruppe, R. Brehm, zu 6 Tagen Gefängnis, Frt H. in Abwesenheit zu 10 Tagen Gefängnis, den Vorsitzenden der Mainzer Zugendgruppe ebenfalls zu 6 Tagen. Das Gedicht gehört angeblich zu den im besetzten Gebiet verbotenen Liedern. 'Berufung ist angemeldet. — Das Gedicht ist von einem Ausländsdeutschen versaßt und erschien seinerzeit in der „Täglichen Rundschau". Davon, daß es im besetzten Gebiet verboten fei, ist dort nichts bekannt. Vielleicht ist die Interalliierte Kommission einmal so freundlich, ein Verzeichnis derjenigen Gedichte aufzustellen, durch deren Vortrag die „Sicherheit der Besatzungsttuppen" gefährdet werden Knute. SifenbahnernRheinlandsundWest- f a l e n s gegenwärtig eine erregte Stimmung bemerkbar, die den dortigen Eisenbahnerverband veranlaßte, eine Anzahl Vorstandsmitglieder dorthin zu entsenden, um zu verhüten, daß von örtlichen Organisationen Seilfi reif g beschlos- fen und durchgeführt werden. — Wie die Blätter aus Essen melden, ist auf den Zechen des Dortmunder Bezirkes die Belegschaft vollzählig wieder zum Dienst erschienen. Aus vier Zechen streiken noch Telle der Belegschaften. Die steigende Teuerung. F r a n f f u r t a .M., 12. Mai. (WTB.) Rach den von Dr. Elsas-Frankfutt a. M. ermittelten und bearbeiteten Indexziffern über hie Kosten der Lebenshaltung einer vierköpfigen Familie am 1. Mai ist die Indexziffer für Frankfurt a. M. von 619 am 1. März d. Z. auf 830 am. 1. Rtei g e ft i e g e n. Dor einem Zahre stand sie' auf 280. Der Geldwert ist mithin innerhalb der letzten 12 Monate fast auf ein Drittel gesunken. Die Kaufkraft der Mark in bezug auf die Lebenshaltung beträgt jetzt noch 3,19 Pfennig. Dr. Elsas hat den interessanten Versuch unternommen, durch Ausprobieren zu einer Formel zru gelangen, Lebenshaltungskosten für zwei Monate annähernd die den ungefähren Geldwert in bezug auf die vorauszubesttmmen vermag. Aus Grund dieser Formel müßte die mutmaßliche Kaufkraft des Geldes in bezug auf die Lebenshaltung für den 1. Zull d. Z. 2,49 Pfennig sein. Aus dem Reiche. Reichsralsbeschlüsse. Berlin, 12. Mai. (Wolff.) Der Reichsrat nahm den Gesetzentwurf an, der die bisherige Verordnung über die schiedsgerichtliche Erhöhung von Preisen bei der Lieferung von elektrischer Arbeit, Gas- und Leitungs- Wasser dahin abändert, daß eine Berufungsinstanz eingejüjrt wird. Es soll ein besonderer Senat beim Reichs wirtschaftsgericht errichtet werden. Mit der Prägung von weiteren 200 Mill. Mark in 50-Pfennig-Stücken aus Aluminium erklärte sich der Reichsrat einverstanden, ebenso mit dem erneuten Beschluß feiner Ausschüsse, nach dem eine Verteilung von 600 Mill, Mark Entschädigung der Gemeinden für den durch den Wegfall der Besteuerung des Mindesteinkommens erlittenen Ausfall nach Maßgabe der Dwölkerungszahl vorgenommen werden soll. Angenommen wurde ferner der Gesetzentwurf über die Erhöhung der Verwaltungskostenbeiträge bei Tilgungsdarlehen. Beratungen des Deutschen Städtetages. Aachen, 12. Mai. (WTB.) Die Mitglieder des Vorstandes des Deutschen Städtetages traten, soweit sie in Aachen eingetroffen waren, am Rachmittage im Sitzungssaale des Rathauses zu geschäftlichenBeratungen zufammem In der Frage der Besoldungsausschüsse von Reich und Staat an die Gemeinden sandte: der Vorstand des Deutschen Städtetages an den. Reichsfinanzminister folgendes Telegramm: „Der Vorstand des Deutschen Städtetages spricht die bestimmte Erwartung aus, daß zur Milderung der kommunalen Finanznot der Gemeinden der in Würzburg gefaßte Beschluß voll durchgeführt wird, wonach die beschlossenen Defoldungszufchüsse unter allen Umftänben auch für die neuen Desoldungserhöhungen gewährt werden sollen. Die Fortführung der Kriegsbeschuldigtenprozesse. Leipzig, 12. Mai. (Wolff.) Das Reichsgericht hat für die Fortführung der Kriegs- beschuldigtenprozesse den nächsten Termin zum 2 8. Z u n i anberaumt Das erste Verfahren richtet sich gegen den Arzt Dr. Michel- sohn aus Berlin, der auf Grund der französischen Auslieferungsliste der Gefangenenmißhandlung verdächtig erscheint Michelsohn soll als leitender Arzt des Lazaretts in Effrh und anderer Lazarette französische Gefangene mißhandett haben. Außer mehreren deutschen Zeugen wurden zu dem Termin vierzehn französische Zeugen geladen. Die Verhandlungen werden einige Tage dauern. Erregte Stimmung unter den Eisenbqhnern Rheinland-Westfalens. Berlin, 13. Mai. (Priv.-Tel.) Einer Kor» respondenzmeldung zufolge macht sich unter den Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. Mai 1922. Die Bevölkerungsbewegung insbesondere die Sterblichkeit in der Stadt Gießen im Jahre 1922. Vom Kreisgesundheitsamt (Dr. Schüppert) wird geschrieben: Im Zahr 1921 wurden in der Stadt Gießen von einheimischen Müttern 7 0 4 lebende Kinder (614 ehelich, 90 unehelich) geboren, und zwar 356 Knaben und 348 Mädchen. (1920, waren es 698, 1919 549 und 1918 349 Lebend- geborene.) Auf eine durchschnittliche Einwohnerzahl von 33300 berechnet, kommen 21 Geburten auf je 1000 Einwohner (1920: 21°/00, 1919: 16,5°/oo. 1913: lO.S'Voo). Einschließlich der zumeist in der Frauenklinik geborenen Kinder ortsfremder Mütter kamen in Gießen im ganzen 1218 lebende Kinder zur Welt. Totgeboren wurden im ganzen 48 eheliche und 12 uneheliche Kinder: davon entfallen auf Gießener Mütter 16 eheliche und 6 uneheliche, zusammen 22 Totgeburten (27 im Zahre 1920). Rach den Mitteilungen des Standesamts fanden im Berichtsjahr 360 Eheschließungen statt (gegen 491 in 1920, 388 in 1919 und 210 in 1918). Die Zahl der Gestorbenen betrug im Zahr 1921 einschließlich 387 Ortsfremden, welche in den hiesigen Kliniken und anderen Krankenanstalten starben, 774, die sich in folgender Weise auf die einzelnen Altersklassen vertcllen: Jahre Einheimifche Ortsftemde 0—1 83 55 1—5 16 26 5—15 12 16 15—30 46 85 Zus. 138 42 28 131 Jahre 30-60 60-70 über 70 zusammen Einheimische 74 64 92 387 Ortäfreinbe 148 32 25 387 Zus. 222 96 117 774 Don den 387 einheimischen Verstorbenen — nur diese sind nachstehend berücksichtigt — warm 187 männlichen und 200 weiblichen Geschlechts. Auf oben genannte Einwohnerzahl berechnet, beträgt die Sterblichkeitsziffer 11,6 pro Tausend (1920: 11,7°/00, 1919: 13,2%o, 1918: 13,70/00- Geordnet nach den K r a n k h e i t en, die zum Tod geführt haben, fallen 38 Sterbefälle unter den 83 Kindern des ersten Lebensjahres auf angeborene Lebensschwäche, Frühgeburt, Mißbildungen u. dgl. (29 in 1920). 44mal ist Altersschwäche als Todesursache angegeben. Don den 92 Verstorbenen der letzten Altersklasse hatten 27 das 80. und zwei das 90. Lebenjsahr (98 Zahre 6 Monate und 92 Zahre 11 Monate) überschritten. An Diphtherie starben 2 Kinder im vorschulpflichtigen Alter: im ganzen waren uns im mag, seinerseits aber Voraussetzung bleibt für die volle sieghafte Kraft des christlichen Glaubens., Gegenüber der Sprach» von Bruckners Musik bleibt fein Zweifel, kein Deuten, fein Ausweichen: hier spricht einer, der das Wunder glaubt, das geschichtlich erfolgte Herüber greifen der jenfeifigen über Raum und Zeit und Verursachung erhabenen Welt in die diesseitige Gebundenheit wahrhaft glaubt und die ungeheuerliche Bedeutung dieser Tatsache für alles menschliche Glücksempfinden voll erschaut. Wundervoll ist es, wie die Drucknerschen Ewigkeitsquinten hernach bei der refurrectio mor» tuorum abermals ertönen und die Frage aller Religion und alles Menschendaseins, die Frage: Werde i ch leben ? bejahen, vor Wonne erzitternd. Daß Bruckners Musik, zumal wenn sie nicht mit solchem opfernden Ernst wie in der Gießener Stadtkirche bargeboten wird, nicht leicht aufzunehmen ist, läßt sich begreifen. Aber nicht zu fassen ist, wie gegenüber der aus felsenfestem Glauben geborenen tiefen Herzensfröhlichkeit seiner Musik das Wort vom „keherfleischduftenden Tedeum" gesprochen werden konnte. Das war eine häßliche Roheit der Reunmalllugen, die am Ende der Dinge doch dem neunmaligen Credo vitam Venturi faeculi Bruckners werden die Ehre geben müssen. * R. H. Otto Ubbelohde ist gestern auf dem Dvrffriedhofe in Goßfelden, seinem langjährigen Wohnsitze, von der Dorfgemeinde und seiner geistigen Gemeinde, von vielen seiner Freunde und Verehrer zur letzten Ruhe gebettet worden. Die schlichte, vornehme, verständnisvolle Aufbahrung an seiner Schaffensstätte, in seinem Atelier, in Verbindung mit der tief ergriffenen Trauergemeinde waren kennzeichnend für Ubbe- lohde. Ein verwandter junger Pfarrer war noch in letzter Stunde aus der Ferne herbeigeellt, um dem so sehr geliebten Onkel bezeichnende, treffliche Worte nachzurufen, die von innigem Verständnis für dessen Persönlichkeit und Schaffen zeugten. Er schilderte die Wahrheitsliebe des Verstorbenen, feine Innerlichkeit, Lauterkeit und echte Frömmigkeit. Auch fein ganzes Schaffen, sowie fein ganzes Haus, das in vollem Umfang feinen Bedürfnissen und feinem künstlerischen Empfinden Ausdruck verleihe, seien ein getreues Spiegelbild seines innersten Wesens und legten in allem Zeugnis ab von seinem Deutschtum, das ganz besonders in der engeren Heimat Wurzeln geschlagen habe. So führte er uns den Hessenkünstler in des Wortes hehrster Bedeutung vor. Der Rektor der Marburger Philippsuniver- fität, deren Ehrenbürger Ubbelohde war, tonnte1 den Beschluß der Universität mit teilen, daß ein Sitzungsraum in dem neuen Universitätsgebäude £ mit vielen Zeichnungen des Künstlers geschmückt e fortan dessen Ramen tragen soll zur bauernden Erinnerung der engen Verbindung des Künstlers mit der Hochschule. Der Oberbürgermeister betonte, daß Ubbelohde einen Ehrenplatz im Herzen aller Marburger einnähme, wenngleich er nicht nominell Ehrenbürger sei. Schlichte Gesänge der Dorfjugend und eines Männerchors beendeten die äußerst eindrucksvolle häusliche Feier und der lange Zug, voran die studentische Zug end in Farben und Fahnen, bewegte sich durch die schone, dem Verstorbenen so Vertraute, Frühlingslandschaft, über die Lahn zum hochgelegenen Friedhöfe. Am Grabe widmete der Dekan der philw sophischen Fakultät der Gießener Ludwigsuni- versität dem Ehrendoktor innige Worte der Verehrung und Anerkennung und unser Kunsthistoriker entwarf ein treffliches Bild von Ubbelohde als Künstler und Mensch. Ein Vertteter der Lehrerschaft Marburgs dankte namens der deutschen Lehrer dem Geschiedenen für das bleibende Denkmal, das ei sich selbst in den Herzen der Zugend Deutschlands durch seine prächtigen Zeichnungen für Zugend- und Märchenbücher gesetzt habe Das ist wohl auch die wertvollste Hinterlassenschaft des Künstlers für das ganze deutsche Doll. L. LZ w nmg. *!?*>*» L tn über hu .jJ^Wigen z,,. ft ’« 3mS 833 onu in^U fUnb W "" 'nnechalb §L.'L ÄS eI W gelangvi * MinL« Mufl auf di. J ®runt> bieier “ Mhaft bet für den 'Beriet*45 Ärfrentim gdfäne gemeroet nroröen (hn Vorjahr 40 Erkrankungen mit keinem Todesfall). Bei 89 unS zur Anzeige gebrachten Sch ar- lacherkrankungen ist ein Todesfall nicht vorgekommen (Im Vorjahr 52 ErkrankungSfälle mit einem Todesfall) Ein Kind erlag einen Wasernerkrankung. Don Unterleib»- thphuS find unS 5 Fälle (im Vorjahr 2) und von Paratyphus 2! (7) auS der Sradt Diesten gemeldet morden, die alle in Genesung übergingen (im Vorjahr ein Todesfall an Typhus). Auch eine Ertränkung an übertragbarer Ruhr endete mit Genesung. An Tuberkulose starben im ganzen 47 Personen (42 in 1920), davon 35 an Lungenschwindsucht (36); hiervon entfallen auf daS schulpflichtige Älter 4 Todesfälle an Lungentuberkulose und auf die Altersgrenze von 15—30 11 Fälle (im Vorjahr 3 bzw. 14). An Lungenentzündung starben 25 Personen (40), an Grippe und deren Folgen 6 (17). Krankheiten der Ltmungsorgane brachten 12 (9). der KreiSlaufSorgane 56 (53), deS Zentralnerven- shftems 18 (12) und der Harntoege 14 (15) Todesfälle. G-'-irnfchlag führte in 18 (28) Fällen zum Tod. Akutem Wagen-Darrnkatarrh erlagen 12 Personen, darunter 1 Kinder unter einem Jahr. Blinddarmentzündung endete in 3 Fällen (im Vorjahr 1) tödlich. Krebs führte in 19 Fällen (33) und andere bösartige Neubildungen in 12 Fällen (9) zum Tod. Infolge Selbstmords schieden auS dem Leben 7 Personen (5 männliche und 2 weibliche, im Vorjahr 13). 3n Land. B13. Dai 1922. llivkquvtz Üblichkeit « Jahre 1922. eitsamt (Dr. der Stadl Sichen 7.04 lebende eW geboten, 3 Mädchen. 11923 1918 349 Lebend- iiliche kinwohner- ’ommen 21 0c- nwohner (1920: i"/o»). Einschlichlich geborenen Kinder Tiehen im ganzen M 48 eheliche unb entfallen auf ®it- > 6 uneheliche, zu- i Jahn 1920). des Standesamt- Eheschliehun- ; 388 in 1919 und >enen betrug im Mßfrcmben, welche anderen firankn- in folgender Deik Verteilen: 5-15 15-30 12 46 16 85 w" über 70 zufarnm« 117 774 4 Fällen ist Verunglückung als Todesursache angegeben, darunter befinden sich zwei Säuglinge. • ^a « darf man an Geld tnS Ausland mitnehmen? Durch das Gesetz zur Abänderung des Gesetzes gegen die Kapitalflucht Dom 22. März 1922 ist die Freigrenze für die persönliche Mitnahme von Zahlungsmitteln nach dem Ausland im Fernverkehr von 3000 Mk. auf 20 000 Mk. erhöht worden. Für den fietnen Grenzverkehr bleibt es bei den bisherigen Vorschriften. Bornotizen. — Tageskalender f ü r Samstag. 3m Zelt der Deutschen Zeltmission, OswaldS- Srten, nachm. V,3 Ahr Kindervers rmmlung, 4 11 br bclerfldrung. abends '/LAHr Vortrag Thema: .Der jüngste Tag". — Ästoria-Lichtspiele, heute unb morgen: »DaS verschwundene Haus" und ,3m Zeichen deS Verkehrs". — Lichtspielhaus, Dahnhofstrahe, heute und morgen: ,DaS Spiel all dem TDeibe". — Ta geSkalender für Sonntag. 3m Zelt der Deutschen Zeltmission, OswaldS- gaiten: Vachmittag« 3 Uhr MissionSvvrtrag über China durch einen Ehinamissionar. Abends V«9 Uhr Dortrag, Thema: .Der Zustand nach dem Dellgericht". Landkreis Gießen. L Cid), 12. Mai. Heute fand im hiesigen Vathause eine Versammlung der Interessenten der Vutzbach-Licher Dahn statt. Die Bahnleitung war vertreten durch Regierungsbaumeister Doack-Berlin. Hs gelang durchzusetzen, daß ein Abendzug ton Lich nach Ettingshausen fährt, der den Anschluß des Zuges Gießen—Lich ab 5.30 Gießen aufnimmt. Der neue Zug bleibt die Rächt über in Ettingshausen und fährt von dort ab 5.30 morgen«, so daß Reisende schon »or 7 Uhr in Gießen und um ‘/»IO Ahr in Frankfurt sein können. Vom Dinierhalbjahre ab soll der Zug — wenn er sich rentiert — diS Grünberg geführt werden und von da ab benb bericfMtigt- 200 weiblichen Ge» Anwhncnahi 19: 13,2%» »IS- kSeiten.bte l oterbdänc unter IMS ÄTw tSLL 0 Kinder im vor' ^MtÄi^nd Schallet e, seien.^' ^en ncm^imat*3ljncIn tn Wj, Hell«"' ÜffSSi aefchnw-v l Wß kauert LL *** «tonte, dab £ •Hf-* L rge ^I-ahnen. er. und Aocbenen deul.^dte chast. e. nhilv' Säg, ch unser ^Mloh^ M°> °°" , S-ltE **S*I*£i* Ä* 's- , Ioll- VehöMch^Änzeigen Stäöt. vrennstoffamt. Ausga be von Kohlenkarten für das Wirtschaftsjahr 1922/23. 3n den letzten Tagen sind die Kohlenkarten iür Haushaltungen und Kleingewerbe ausgegeben worden. Die Dersorgungsberechtig'.en werden ge- fceten, die Kontrollabschnitte btS spätestens 20. Mai 1922 bei derjenigen Kohlen Handlung oder Dczugsvercinigung abzugeben, von der sie zu beziehen wünschen. Verfall von auf gerufenen Kohlenmarken au« dem WirtschaftSjahr 1921/22. Am 20. Mai 1922 verfallen sämtliche im Wirtschaftsjahr 1921/22 aufgerufenen Kohlenmarlen und Bezugsscheine. Eine Belieferung erfolgt alsdann nicht mehr, da von diesem Tage an die Velieferung für da« Wirtschaftsjahr 1922,23 ein- fttjt Ausgabe von Kohlen für den Hausbrand und das Kleingewerbe. (1. Zuteilung f ü r 1922 23.) Dom 20. Mai 1922 ab werden beliefert: Marke 1 der HauShaltimgskarte (rote Karte) mit 1 Ztr. Rohkohlen. Marke 2 der Haus ha llungskarte (tote Karte) mit 1 Ztr. Braunkohlenbriketts. Marke 3 der HauSl-altungskarte (rote Karle) mit 1 Ztr. Anthrazit- oder Eiformkvhlen. Marke 1 der Kleingewerbekarte (graugrüne Karte) mit 1 Ztr. Braunkohlenbriketts. Diesten, den 13 Mai 1922. 47308 Der Oberbürgermeister (Dremrftvfsanrt). Bullenverkauf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt einen ab- clngigen Dullen zu verkaufen, ^christliche Angebote \_:o Zentner Lebendgewicht sind bis zum Montag, den 15. Mai I. I., nachmittags 4 Uhr, bei unter- Zuchneter Bürgermeisterei einzureichen. Weitere Der- iamfsbebingungen werden vor der (Eröffnung der An- gibote bchanr.tgegeben. Gleichzeitig sucht die Gemeinde zum Ankauf einen frönen, fprungfähtgen Simmenthaler Dullen. Der- kiufer solcher Tiere werden gebeten, unterzeichneter Bürgermeisterei hiervon Kenntnis zu geben. Mainzlar, den 9. Mai 1922. _______Bürgermeisterei Mainzlar. DogeL 456OD Bekanntmachung. Unser Gemeindevoranschlag für Rj. 1922 liegt tarn 16. L Mts. ab eine Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Zu der beschlosienen Umlage haben auch die Aus- irärter beizutragen. 4733V Beltershain. 12. Mai 1922. Dürgermeifterei Deller«Hain. Zimmer. als Frühzug fahren. So ist den langjährigen Wünschen der an der Bahn liegenden Ge- meintem eine Abschlagszahlung geleistet. Hoffentlich haben wir bis zum Herbst einen ganzen Erfolg als Lohn der unausgesetzten Bemühungen um unseren Verkehr. Starkenburg und Rheinhessen. mu Dreyenheim b. Mainz, 12. Mai. Durch Gasvergiftung umgekom- men ist die Ehefrau des Bäckermeisters Sch. dahier, bgren Mann mit pem Kinde zur Zeit bei Verwandten zu Besuch weilt. Man fand die Frau morgens tot im Bett. Die Feststellungen haben ergeben, Last undichte Rohrstel- len die Entweichung einer gröberen GaSmenge verursachten, durch welche die Frau getötet wurde. rm. DibliS, 12. Mai. Tot in der Weschnitz aufgefunden wurde der über 60 Jahre alte Rentner P e c o r o n i aus Bensheim, der seit einiger Zeit vermißt wurde. Ob ein Anfall, Verbrechen oder Selbstmord vvrliegt, ist noch nicht aufgeklärt. Kreis Wetzlar. ■= Krvfdorf, 13. Mai. 3n ber nahen Seemühle wurde gestern bei Hellem Tage eingebrvchen. Der Einbrecher, der es sicher auf Geld abgesehen hatte, machte sich mü einem Beil an dem Schreibtisch zu schaffen, brachte diesen aber nicht auf. Er nahm dann einen Aeberzicher, einen Anzug, zwei Paar Stiefel und ein Hemd mit. Don dem Täter fehlt jede Spur. — 3n einem unbewachten Augenblick stürzte gestern ein zweijähriges Kind einer Arbeiterfamilie in einen mit Wasser gefüllten Waschzuber und e r t r a n k, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 12. Mai. Roch sind die Antersuchungen über die Eisen- bahndiebstähle bei der Eilgutabferttgung nicht abgeschlossen und schon gelang es der Gtsenbahnkrlminalpvlizci F c.n'furt bei der Güterabfertigung Frankfurt-Sud eine Diebes - und Fälscherbande auszuheben. Hier waren es der Güterboden- arbeiter Heinrich Lehr aus Dad Homburg v. d. H. und fein Bruder, der Kaufmann Burkhardt Lehr aus Frankfurt, die es ge- metnschastlich verstanden haben, durch Fälschungen von Frachtbriefen wertvolle Güter, wie Kisten mit Kognak, Wein oder Zigarren au« der Güterhalle zu entwenden. Die Täter sind festgenommen, auch die Hehler sind tn Hamburg und Frankfurt ermittelt. • Kassel, 12. Mai. Gaunerstreich. Ein Handwerksgeselle in der Altstadt hatte seine Eh> frou verlassen. Plötzlich tauchte er wieder auf. Gleichzeitig war bet der Ehefrau ein Trauerbrres eingttröffen, wvru»ch ihr Bruder tn Vorddeutsch» land gestorben fei; sie möchte an der Beerdigung unter allen Timständen teilnebraen. D« Reisekosten sollten erstattet werden. Die betrübte Frau trat die Reife schnellstens an, staunte aber nicht weniH, datz sie ihren Lotgefcgtrö Bituder wohl und munter bei der Arbeit rörsand. Erst letzt ging rhr ein Licht auf, datz dieser Trauerbrief von ihrsm eigenen Manne geschrieben fetn könnte. Als sie mit diesen bösen Ahnungen iu»ch hier zurückgetehrt war, mähte sie erfahren, das) ihr Marrn rnzwischen den gröfiien Teil der Wohnungseinrichtung entfernt und verkauft hatte, woraus er mit dem Erlös wieder »aas Reisen" gegangen war. Turnen, Sport unb Spiel. • Der Gießener Sport-Elub von 19 0 0 empfängt morgen einen hervorragenden Der tretet des FuhballspvrtS auf seinem Sportplatz an der Hardt. Der diesjährige Daullgamcislcr 1848 Kassel kommt mit feiner Ligamannscbaft nach Diesten, um gegen die gleiche Elf deS D. S. E. ein rückständiges Derbandsspiel auszurragen. Die anerkannt hohe Klasse der Gäste verbürgt guten Sport, und Ho werden alle Freunde Jdxönrn, fairen Ausfalls auf ihre R«hnung kommen. Spielbeginn 3 Ahr. AähereS siehe Plakate. Kirche unb Schule. Die Gießener Rektorfrage. Gießen, 12. Mai. Die Cebrcrldyift an den DolkSschulen hat, wie unS mitgcicill wird, sich am 11. Mai mit dem in Hummer 110 des »Giehener Anzeiger-" erschienenen Artikel »Die Gießener Rektorfrage" befahl und folgende Ent- fchliehung angenommen: .Die Lehrerfchaft bedauert, daß in dieser Frage die Tagespreise in Anspruch genommen wurde unb lehnt jede Verantwortung für den Artikel ab. Sie Hütte erwartet. daß in der Angelegenheit der Takt und die Zurückk»lnmg beobachtet worden wären, die zu einer befriedigenden Erledigung der Sache erfo- derlich sind." . wd. Rüssels beim, II. Mai. Zwischen dem Kreisschulamte Groh-Gerau und der Leitung der Opelwerke Rüsselsheim ist ein Uebercinfommen getroffen worden, wonach sich die Firma Opel verpflichtet, den obligat orif eben Fortbildungsschulunterricht für die in ihrem Betriebe beschäftigten foribildungSfchulpslichtigen jungen Leute unter Anstellung eines DerufSfortbildungsfchul- lehrers sowie durch Ingenieure, Kaufleute usw. des Betriebs während des ganzen Jahres selbst erteilen zu lassen. Der Staat leistet den Opelwerken dafür einen entsprechenden Jahresbeitrag, überwacht aber den Anterricht durch das Kreisschulamt. — Dermiscitps. • Cine 3nsel, die 1500 Milliarden wert i st. Ein Mittel, um aus allen Finanzschwierigkeiten herauszukommen und die biüden- den Steuern herabsetzen zu können, empfiehlt der Forfchungsreisende H. de Vere Stacpoole der englischen Regierung in einem Londoner Dialt. „Es macht mich wild," schreibt er. .daß unsere Poli- ttfer so wenig von unferm Reich und feinen Schätzen wissen. Da« einzige Gute, was England von dem Kriege bekommen Hal, ist die Insel Vau ru im westlichen Stillen Ozean. Vcmru hat 500 Millionen Tonnen phoSphorsauren Kalk, der der beste Dünger in der ganzen Welt ist. Die Insel gehörte Deutschland vor dem Kriege und ist uns von dem Völkerbund zugeleilt toörtert. Hier ist em Gebirge von Reichtum, ein Schah, wichtiger alS ein Derg von Gold, weil dieser Dünger nie an Wert verlieren kann, sondern aus Mangel an solch kostbaren Düngemitteln immer wertvoller wird. Wenn ein intern itionale« Syndikat Vauru zu vollem Preise kaufen würde, bann müßte es nicht weniger als 1500 Millionen Pfund bezahlen. Wenn die Vereinigten Staaten uns diese Insel auch nur. um die Hälfte des Preises abnehmen, so wäre dgs das groharligste Geschäft, das unsere Regierung je machen konnte, und Die Rettung für England Wie wenig Steuern brauchten wir dann zu zahlen! Deshalb macht es mich fo wild, dah unsere Politiker so garuichts davon wissen, wie reich wir eigentlich sind." Die 1500 Millionen Pfund, die Vauru nach dieser Schätzung wert sein soll, wären heute etwa 1500 Milliarden Mark, und es formte uns vielleicht noch wilder machen als den eNglifchrö Reifenden, dah wir nicht mit diesem Willtardensegen unseren Finanzen wieder aufhelfen können. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sormtag. den 14. Mai. Kantate In ter Stadtkirche. Dorm. 8 ülhr, zngl. Christenlehre s. d. Veukonsirm. a d. 'Martesgcm.: Pfr. Becker. 9*,: Pfr. 'Mahr. 11: Ktndertirche t. d. Maithä-lsgem.: Pfr. Mahr. — Montag, den 15. Mai, abds 8: Vereinig, d. tont, männl Jugend d. MatthauSgem. — Montag, den 15. Mai, abds. 8: Qktxiirig. d. tont, weibl. Jugend £>. MarkuSgem. — Dvtmerstag. den 18 Vlai, abds. 8: Zufanrmenkuntl d. FvcrienvercinS d. MarkuSgem. In der Iohannestlrche. Dorm. 8Ahr. zu gl Christenlehre L d. Veulonsirm. rfsist. Müller. 9>,»: Psr. Dech- wlSheimer. 11: Kinberkirche f. d. Lu las gern.: Pfr. BechtolsHeimer. Wies eck. Sonntag. 14. Mai, trorm. 9 ülhr: Beichte. 9v?: GoUeSteenst. an Anfchl Feier d hl Abendmahls. — Mittwoch, 17. Mai, abds 8. Iugendabend (männl Adlig ). Letztes Abendmahl: Sonntag. 21. Mai. Sonntag, den 14. Mai, vorm. 10: Kirchberg. 11: Hl Abendmahl f. d. jungen Leute von Lollar. — Vachm. 1^: Lollar. — Vachm. 1^,: Saubringen. Katholische Gemeinde. SamStag. ten 13. Mai nachm. 5 u. abM. 8 Ahr: Gelegenh. z. hl. 'Beichte. — Sonntag, ten 14. Mai. 4. Sonntag nach Ostern. Torrn. 6*/»: Delegenh. z. hl Beichte 7: Hl. Messe. Stommunion d. Jünglinge u. d. Verein« L lathol Kaufleute u. Beamte. 8: 2fcu«teil ing d. hl Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. Fahnenweihe d. Vereins f. kalhol. Kaufleute u. Beamte. 11: Hl Messe tn. Pr. Vachm 2»,,: Shristenlehre; daraus Andacht. 3'/»: Festakt im Dereln«- hause. — Dienstag u. Frötag abds. 8 Tlhr ist Maiandacht. Diaspora-Gottesdienst am 14. Mar. Grünberg, vorm. 91/2 Ahr. Kat hol Gottesdienst. 14. Mar. Lich. vorm. 10, nachm. 2 Ahr. — Hungen, vorm. 8 Ahr. Fortlaufend Eingang der Frühjahrs-Neuheiten. Jackenkleider und MMnteJ Seidene u. wollene Kleider Blusen, Koslöm - Röcke Morgen röcke, UnlerrÖcke Hagener &Schlötel Frankfurt a. M. Goethestraße 9 und 11 4681a ÄhllÄL! VMckwMäZN sind alle HautanreialgkKten ■ H*uUu»scbUge, vie Mitesser, Pickeln, Blütchen usw durch tigl. Gebrauch d. allein echten Itedtmpferd- Seasdvötfy.-pfeife von Bercmace 4c Co., Radebeul, überall tu haben. Bei Kopf senmer; aHofnaoriuMerOttose ■ ■ frankfwt/M-S.l Frovanille^Äj IZahnechmnri. Rheuma aBaBuei ErhlltHch in Apotheken. Rasch u.vor« züglichwirlc. 2712c /müllers Palmitin- / Seifenpulvcr / Grtifi Hände and Gewebe nicht an. A ' I >b3h AAizkr cjengler uni) Znßnllnttnr sofort gesucht. 4673 Gs. Appel, Seltersw. 56 Wir bieten ftrebf., organ. befähigten Herren mit etg. nachw. ücrfilcb.ÄaDttal von etwa Mk. 5000.— ein den 3rit= Verhältnisse« cntivr. höbe« Eiokommen bet völlig felbüänb. Position, evrL auch nebenberuflich. Bewerbungen mit attefüörL Ängab. unter A. Z. Bll an „Stella“. Ann.-Eroed., Sannover. Eckerstr. 15, erbeien. 4662 Nicht au jungem ernsterem Herrn, rührig, redegewandt, eoti Studenten, bietet sich im Nebenberufe siute Einnahme. Stein Stundengeben. Off. unter 2283 an E»erso, Mttteld. Aon. » Er Oed., Sieben.__________46s2h ?,um inönl tefor:tnen An tritt tüchtig., strebsamer Reisender gefacht. Angenehme, dauernde Stellung bet gutem Verdienst. Schriftliche Angeb. unter 04957 an den Giefe. Anz. erbeten. Alte, angesehene Gesellschaft sucht redegew. rühr. Herrn für angenehme GestdäflSverbindung a!S Mitarbeiter bei hohen Einnahmen. Offen, m. Lebenslaus erbeten unt 2285 anHcrio, M.A.-Srv..Blockstr-S Jüngerer Schreiner fnr dauernde Beschäftigung gesucht. Lchriftl. Angeb. mtter 4697 a. d. Gieß. Aaz. MMkl und VWIlükk gesucht. 04966 Eebr. Nicolaus Sffitneiitieraet wes 2». Tüchtiger älterer Maschinenschlosser sofort rott für dauernd gesucht. Bewerber mit Kenntnissen im InitallationS- wesen werden bevorzugt. 4561 cj g-btygrg. Klinik. Arbeiter gesucht. 4734 Schäfer, Lieber Str. 9. Äräftiqcr junqer Arbeiter im Alter von 16 bis 18 Jahren gesucht. 4741 Eugen Dürr & 6on Liebigitrafee 6L Jänjfrtt ßmburscht sofort gesuchL 04979 Karl Breker IL, Lederhandluna. 5chlosser!ehrling gefucbL Karl Schmidt. 04964 Neuen weg 42 Eine fiofieefcW nnö eia SoMrWem gesucht. 4737 Hoiel Grvhherzog. Gebildetes junges Mädchen das gern nähr u. kinderlieb itt sinder angenehme Stellung tu gutem Haufe in (Biefeen. SchrlitL Angebote. mögl mu Bild, unL 4768 an d. Gien. Anz. Ana t. Alle iuutclu f. klHöb. b. gr. Vobnlu. g. Behdlg. fof. gef. Off. m. gt. Zeuan. an J. Apfel, Frankfurt a. . Senckenbergstr. 11 4687 KlaÄerfrL, L ö. Kinbervff. crt,4.1l/ti.SintLfof.8elOn. tn. ?.gn. a. J. Apfel, Frktt, Senden berg str. 11. 4688, Znverlä**. I,anffrau oder Mädchen oormtttagS 3—4 Stunden gesucht. 04948 «»enselttrafee t IL Nach Wiesbaden besseres Mädchen. d. n. kocht, ln ^illenhaush. (3Herf.) gesucht. Zimmermädchen vorhanden. Angebote an Bankdirektor Cchneider, Wiesbaden, Schenkendorfsir. 7. Söul, brms ÜRihtfitn das Kochen u. d. Haushalt erlernen will, flehttüt. Fran Ctudieorat Klotz, Butzbach (Oberhessenl. Wer würde für die Sommermonate die Bewirtschaftung in kleinem Landhause übernehmen? Schriftliche Angebote unter "4933 an den Gtefeener Anz. erb. Wtofcto gesucht von 8—5 Uhr. 46^1 Afterweg 47 p. Jur sofortigen Eintritt wird tn Haushalt in Frankfurt ein tüchtige- und solides 04930 gegen flirte Bezahlung und Bervflegung gesuevr. Fahrgeld wird vergüteL vorzufteüen bei Frau Schlkerr. »ranffurt a. M., EicherShelin i'andftr. 408. ^'e/ren Erkrankung des ievlgen, zuverläss., im Hanstzalt erfahrene« Erstmädchen mit guten Emvsehlungen zum bald. Eintritt gesucht. 3ran Ä. Tennlnaboff. 46M DeNlintage 30. Hausmädchen ae'ucht für gang, evtl nur für tagSüb-r. 04973 Jnstizrat Pr. Inng. Für 1. JnU, eotL früher, anftändiges. erfahrenes Mädchen mit nuten Empfehlungen gesucht. 04986 Ara« öhrna Rotb, LudwigSplatz 91. TScht. Nlleinmädch., d schon in besser. Haus, gedient bat, wird z. 3 Perf bei hob. Lohn und flutet Behcinbl gesucht. **’D Mau, Ärnnfiurt a. M., Hermannstrane 41. Wgeres MgWra tagsüber oder für ganz gesucht. Bäckerei Keil. 04963______Neustadt 6. Aelteres, luchiigeS, steife. Mädchen für HauS und Küche ver 1. Juni gefuebt I>r. Ilanbach, 4678 SelterSweg 79. ZiimläMSMSien gesucht. 0498» Laudgrasenftrafee 8 II Suche bess. Ä).ädchen ob.f^rdnlein al$KtU(ze. das mu allen häuslichen Arbeiten vertraut unb kinderlieb ist. Mädchen vorhausen. 4709 Frau Winterboff, _______Kreuzolatz 10 I. Hausmädchen mit guten Zeugnissen ae- fudit. 04983 Krau Vaukdirektor Herz, Neuen ^nnt Z3 L Töchl. ßftiM daS kochen kann, für 1. Juni geiuebt 4728 8ran Willtz Jndertbal. Eüdanlage 11. ^olorl gesucht: tüchtiger Kitecht und erfahrene» Mädchen für alles, roel«- cheS kochen kann. «TU Major a. D. kranke, Kämmerzell bei ^nlda« Teleohon 619.__ Ordentliches nicht zu» iuiiges Dienstmädchen für Küche und Hau» bet hohem Lohn und guter Behandlung für 1. Juni gesucht. 4727 Schlfhaorr, v’llba, ^abnbofstr. P IL Tückr.. gut ewofohlene«' Mädchen gute Stelle gesucht 7 II. $rtm6or - 04955 zu verkaufen. L 2. 4516 abzugeben. 3. Eintritt zu verkaufen 04997 4656A 46 4h Gießen. I Wohnung billig zu veik. Schaumberger & Lohn I Geschäft v.iss., zu verkauf. Ludwigslraire 30. 1 *w Babndokstrade *9. S NWUMWMG o OU'MOWMM L <> Für die Rechnungs- und Versand- Abteilung eines grotzindustriellen Unternehmens werden zum baldigen Tagesordnung: Erstarrung des JahreS» berichteS. Borlaae der Rechnung für lt'21 und Entlastung des Rechners. Neuwahl v. Vorstands« Mitgliedern. Für die liebevolle Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau danke ich auf diesem Wege allen herzlichst. bis 6 Uhr nachmittags, Sonntags von 11 bis 1 Uhr. PlatinGold- u. Silber- gegenstände | Kaufgesuche | Meerschweinchen gesucht. Hjrglen. Institot. Frankfurter Str. 101. Sommerkorn, Bleichstraße 10. S!IütttzoAze!l onö SeslhiiHsjudilSM fegen mir trif ötefem Wege heuiidien Sank. Söjuömntßenn etftet Heinrich Müller und Frau Woltengaffe 23. Sieben. 13. Mi 1922. Ä fiinbtrkripiilt mit veritellb. Sitz preiswert ah verkaufen 04998 (tzarteitltrasic 18p. ßroütr Wamsltriuk Mahagoni, massiv, 5 Glastüren in. Messingverglas., 4X4 in, 24 Schnbl., 2 Sei» leuichr., Pracht stück i. fein. Die Beerdigung findet Montag nachmittag l1/» Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt- Seelenamt am Montag, 15. d. M., vormittags 6 Uhr. Tierschchverein Grstzen. Einladung ZN S«W!vklsMM!lINg am 22. d. M.. abendS 8'/? Ubr, im Kausmän« niichen VereinsbauS, Nordanlage 15. 1 Adler-Damen-, Adler-Herrenrad fast neu, au verkaufen. Schrift!. Angebote unter 04921 an den Gieß. Anz. 5i?lnlal)l?ö-B?3iig5- ©eieiliMIt Men. Ordentliche SWtMsMMlW Montag, den 15. Mai dö. FS., abend» 8 Ubr, im Powtkeller. TageS Ordnung: 1. Berichterstattung, 2. fltechnunaSablage, 3. Ersatzwahl. 4. Satzungsänderung. 4162D Der Vorstand. Die geprüfte Rechnung liegt bei dem Vorsitzenden, Herrn A. Dickorä offen. bekMMMNg. Der Konsumverein für Daubringen e. G. m. b. H. zu Daubringenist nrit dem Ablauf des 30. Juni 1922 in Liquidation getreten. Wir fordern alle Gläubiger auf, eventl. Forderungen an die Genossen- schaft geltend zu machen. i MsUMMia f.Dßuütlngene.ö.in.B.ö. Die Liquidatoren: W.Wflsenftaip. Z. Diener. einige tüchtige Angestellte gesucht. Jüngere Herren oder Damen, die möglichst schon Erfahrungen in Rechnungs- und Versand-Wesen besitzen und flott stenographieren und Maschinenschreiben können, wollen ausführliche Bewerbungen mit Angabe der Gehaltsansprüche und des frühesten Eintrittstages u. F. T, 3863 an Ala Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. einreichen. f 1 Gasbügelofen Alt kauf, gesucht. Wilhelm Sehsrmnly, Walltorstr. 18. Schönes Ziegenlamm z. Zucht zu verk. 05000 Gärtnerei, Frankfurter Str. 110. Zahnpraxis Rpdheim a. d. Bieber Habe mich nach langjähriger praktischer Tätigkeit als Dentist in Podheim niedergelassen. Meine Praxisräume befinden sich in der Gastwirtschaft Mank Paul Walter staatlich gepr. Dentist. Sprechsstunden werktags von 9 Uhr vormittags Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Johannes Rinker sagen wir allen, insbesondere dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, sowie dem Gesangverein und Kriegerverein für die Begleitung zur letzten Ruhestätte unseren herzlichsten Dank. Die tieftrauemden Hinterbliebenen; Familie Karl Rinker Familie Georg Metzger II. Zu verkaufen 1 Bügelofen Tapezierer geeignet, 1 Gestell für fertige WW alles fast neu, bei 04994 Fran Köhler, rflfte 32. Für d. Freistaat Hessen hab. wir Hrn. Gn* av Ito eg er, Londorf lOberhess.» zum 4746c Generalvertreter ernannt. Rühr. Herren, welche eine Bezirksver- tretuna innerh. Hessen« übernehmen wollen, können sich mit Obigem in Verbindung setzen. Gleichzeitig emnfebien wir landw Bedarfsartikel aller Art. Zu beziehen d. obige Firma. Deutsche Landwirtschaftliche Ge3. m. b. B. Bobow & Comp., Berlin. X Hinterrad m. Freitauf, ohne Gummi, au kaufen gesucht. Srhr. Angebote au 04980 Herrn. Stock, Wetztteinaaste 5. Gut erhaltenes Stehpult zu kaufen gesucht. S-christl. Angebote unter 4747 an den Gießener Anzeiger. Gietzener8reiw. §euerWchr. Montag, den 15. Mai, abends pünktlich 8 Uhr- hpl-lletag. 47,1v Das Kommando. Kinderwagen, möglichst schlicht aber gut erb., u. kl. Wanne geeignet, zu kaufen ae- iudit. Schriftl. Angebote u. 04976 an den G Anz. Für den Verkauf erstklassiger Schreibmaschinen schreib. Addiermaschinen und and. Bureaumaschinen hranchekund. Vertreter gesucht. Ausführliche Angebote unter J. V. 4180 an Invalidendank, Frankfurt a. M. Haus m. freiwerd. Wohnung zu kauf. ges. Schriftl. Angeb. unt.04999 an d. Gieß. Anz. Auftrage flül Mslel- M VeiWiHöelllldeilen übernimmt Konrad Dürr Frankfurter Strave 125. MsMiMser, MWg ms Sinn kauft für Eigenbedarf Karl MalkomesiuS „„ Kaiserallee 14 Hth. MsZIlft MM Wfel üfiv. 86 zahlt die höchsten kreise Znfall, Wolkengasse. Doppelhaus 8x3 Z., BahnbosSviertel, in. freiwerd. 2 Zimmer- Fahrradsattel gut erhalten, kauft Marburg. Str. 20 A v. Haushalt.-Srebleiter u. mitlelgr. LLaschbütte 'Zink oder Emaille», gebraucht, ah kauf, gesucht. Schrinl.Angeb mir BretS unt. 4707 an d. Gieß. Anz. ßiiötnc Srcgje St,® Heuchelheim, Marktstr. 27. 049S8 Erich Beyer Juwelier, Gießen, Bahnhofstr. 1. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem so plötzlichen Hinscheiden unseres lieben Töchterchens u. Enkelkindes Tilly sowie für die vielen Kranz, und Blumen- spenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe, sagen wir innigsten Dank. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familien Bellos u. Düringer. Eine zweischläfrige, sehr gut erhaltene Bettstelle lackiert, mit einteiliger Sprungfedermatratze, für 1500 9)1 f. 1 MlW'MM 35 cm Walzenbreite, neu, für 400 9)11. zu verkaufen. 04913 Ebelttrake 26 p. Gartenschere, Avotb.- Schränkchen, 2 Blumen käitcn, Patlkordel zu Mikroskop an kaufen oder zu leihen gesucht. Schrifil. Anaeb. unt. 4708 an d. Gieß. Anz. Graecum.Latinum.Maturum Einzeivoiber Oberl. Dr* Roes«, Goetheslr. 34. («*< llausmännischer Verein. Außerordentliche 6(nrralDfti(iHiininn(| am Montag, 29. Mai, abends 9 Uhr, Im Vereine haue. Tagesordnung: 1. Das neue Hessische Lchnlg.setz, evtl. Angliederung unserer Fachschule an die allgemeine Fortbil- dungSschule. 2. Satzungsänderung. 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung er» suchen wir dringend um rege Beietligung. 4676v Der Vorstand. Haus mit Karten u. Land in Unisikbung Gießens zu kaufen gesucht. Hohe Anzahlnnsi. Schr. Ang. u. 04903 an den G. Anz. Suche für rasch entschlossene Käufer Gütchen u. größere Güter au kaufen. Fedes Kapital Aur Bersügnng. Li64 F. Abplanalp, Fmmobi- liengeschäsi, Friedberg, Hessen, Telephon 312. 'MemnaOäaöin reinrassig, etnjähr., a 1 vk. H. Dort, Bischoffen 049811 Str. Biedenkovt. A)er kauft eine gelbe Dogge (nicht rein) sehr scharf iir Geschästsmaiin de- ondcrS geeignet. 04960 Sehmiilt, Binzenbach 47 Habe noch einige sieben Wochen alle Deutsche Waie Welpen iRüdenI, von meiner Nores achter Alma von der Voonmüble nach dem bekannten Rüden des Hrn. Kretzschmar- Giehen abzugeben. Uw Otto Lenz, Hof Heina, silodbeim a. d. B., Tel.Rodheim 11. IM. SWriW iRüdel, 1 Fahr alt, sehr wachsam, au verkaufen. 04952 „LiebigShöde." Deutsche Schäferhündin Aur Hucbr, mit 2 Jungen au verkaufen 4695 Bismarckstraße 14. (Sin neuer Kassen« schrank Fabrikat Kroamann, hoch 1.60 m, Tresorhöhe 80 cm, preiswert zu verkaufen. Zu erfragen bei Loulw Rothenberger Neuenweg 22 ThAV schließt sich im August einer MWgev setltüteife n a ch D-iu: o l an? Schrifil. Angeb. unt. 4699 an den Gießener Anzeig. Junge Frau mit 2 Kind., neuhergertcht. Wohn, und gedieg. Anstatt., wünscht a. dies Wege einen biav., foL Mann kennen zwecks ‘c/dlul a. lern. Nur emsigem, schr. Ang. u. 04866 an den G. Anz. Verschiedenes! M öle vielen Auf- merstamketten anläälidj Franks. Str. 140 L l. Eleganter Peddigrohr- Kinderwagen preiswert abzugeben 04915 Atterwea 56 p. Kinderwagen und Nähmaschine hlinir-l Kobserv.-Dosenöffner„Moment“ u ** J'Konserv.-Glasöffn. „GmnmlBohätxer1, mann J öffnen Dosen u. Gläser spielend leicht. Gasanzünder „Zün Verkäufe | 04929] Ein ostvreuirisches WlkWkl 12 Wochen alt, z. verkaufen vsahrlagsn, Ssnptstrsßs b Fritchmelkende angekörte Tasim au verk- 3u erfragen im Gießener Anzeiger. 14722 Ein Wurf acht Cfcprf pf Woche» alte 0^^** foft neue« Killdmdktk Ait verk. in Heuchelheim, Rodheimer Str. 2. 01990 Fsaaw zu kauf, gesucht. Schriftl. Ang, u. 04991 a. d. G. Anz. Eine gebrauchte §nni)niil|iiifiid)ii!t zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 04987 an den Gieß. Anz. 1 Badeofen mit Kohlenfeuerung zu kauf. ges. Hetur. Blum, 04985 Grabensiraße 9. Englischer Lehrer sstr abends gesucht. Schriftl. Angebote mit Honoraransvrüchen unter 01947 an den Gieß. Anz. Teilnehmer zum «panischen Konversationszirkel KON. Off- ti. 2279 an Herso, Ak. A.-E.' .Plockitr. 5. 4616h Ich, der UnterAcidmetc, nehme die gegen Hubert Engeln in Trohe und gegen dessen Batcr O«o77 ausgesprochene Beleidigung als unwahr zurück. Trohe, am 10. Dtat 1922. Heinrich Stanbach. In Gießen vornehmes, 3^siöcktgeS ,--------------------------- w .. EineSinger Riugschiff. 4 • Klltl* 5 Maschine, tadellos erhal- nebsi wohnlichem N'eben- i m« Äarantte, preis- gedttude u. groaem Herr- | rocrl Äs!'ll^ben 4/19 schastl. Obit-u.Ziergarten: Alterweg 44 p. au ve>kaufen <1 Bauplatz». Eignet sichiusolgeBauart te $ Felri, Grabenstt. 7, Tel. 1313. zick 150-200 Ztr. la MW abzugeben. Saner, 049S2 Walltoiiiraße 48. und beiter Lage für seines Geschäft u.Fnsiitut. Wohnung demnächst frei. Schrlstl. Angebote unt. 2288 an Herso, Mitleid. Ann.-Erp« Gießen. s468.'>h Gießen: herrtchaflchaus 3x6 31m., Land, Veranda u. Mansardenstock, elektr. Licht, Obst- und Gemüse- gart., (2 Bauplätze) schöne freie Lage. 3 Min. elektr. Bahn entfernt, sofort zu verkauf. Wohnung kann frei gemacht werd. Schr. Ang. unt. 2289 an Herso, Mitteld. Annonc.-Exved.. Atterweg v Htb. Ein gltinmii^Iiititl preiswert z. verkauf. Off. u. 22*10 an Herso, M. A.- E., Plockllraße 5. 4717h "'"hl Großer gebrauchter Eisschrank zu verk. Zu erfragen bet i Herio,M.A.-E /Btoditr.ä. ZkgWNMWie VklkWUlel. SamStaa, 2«. Mai, nachmittags 4 Ubr, im Schiitzcnbaus: gemütliches Zusammensein der Kamillen mit allerlei Darbte« Hingen für Groh und Klein. Kahlreiche Beteiligung erbeten, Anmeldungen er- wiins t: Löberstr. 4 I. 4705v Der Vorsiatid. Geseüsch.-Verein Biawatha. Sonntag, d. 14. Mai: Ausflug nach der Karletrub. Anfang 4 Ubr. 04984 Der Vorstand. Nr. 112 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberhessen) Samstag, 1s. Mai 1922 Die Iwangsanleihe. Der Entwurf eines Gesetzes über die Zwangsanleihe ist. nachdem er vom Kabinett genehmigt worden ist. nunmehr dem Reichsrat zugegangen. Dort soll er möglichst bald erledigt werden, damit er schon in allernächster Zeit dem Reichstag vvrgelegt und noch vor dem 31. Mai verabschiedet werden kann. Was den Betrag anlangt, so ist man durch die seit Annahme des Steuerkompromisses weiter fortschreitende Geldentwertung dahin gekommen, einen Betrag von 60 Milliarden Papi e r m a r k als den aufzubringenden Mindest betrag anzuseyen. Die dreijährige Un Verzinslichkeit bleibt bestehen. geht also, da spätestens im Laufe des Oktobers 1922 zunächst die Selbsteinschätzung bewirkt werden muh. bis zum 1. Rovember 1925; in den folgenden fünf Jahren wird sie mit 2*/i v. H., und sodann mit 4 v. 5). verzinst. Zur Zwangsanleihe herangezogen werden nurdieBermögenüber denBe- trag von 100 000 Mark hinaus. Für die Rentner, die im wesentlichen ihr Einkommen aus dem Vermögen ziehen, wird, wenn das Einkommen den "Betrag von 50 000 Mark nicht übersteigt, die steuerfreie Grenze des Vermögens bis auf eine Million Mark erweitert. 3m übrigen ist das Einkommen der Zwangsanleihe nicht unterworfen. Die Zeichnungspflicht steht in direktem Zusammenhang mit Der Steuerpflicht zur Vermögensabgabe, d. h.' alle diejenigen, die nach den Paragraphen 2 und 3 des neuen Vermögenssteuergesetzes vom 8. April 1922 steuerpflichtig sind (Ausnahmen in den Paragraphen 4 und 5), haben auch die Zwangsanleihe zu zeichnen. Dabei ist für diejenigen, welche bereits mehr als das in dem genannten Gesetz vvr- geschriebene Zehntel des steuerpflichtigen Vermögens als Reichsnotopfer gezahlt haben, vorgesehen, daß der zuviel gezahlte Betrag, falte der Steuerpflichtige es wünscht, auf die.Zwangsanleihe in Anrechnung gebracht werden kann. Sowohl bei der Vermögenssteuer (§ 14 des Gesetzes) wie Jetjt bet der Zwangsanleihe wird bei der erstmaligen Veranlagung der Stand vom 31. Dezember 1922 zugrundegelegt, wie überhaupt die Vorschriften deS ersten Gesetzes für die Aufstellung deS DermögenSstandeS maßgebend sind. Reu ist die Form der vorangehenden Selbsteinschätzuna im Laufe des Oktobers. Ergibt die endgültige Veranlagung einen geringern Betrag, so wird die zuviel gezahlte Summe mit Zinsen zurückgezahlt. Ergibt sie einen hohern Betrag, muß der Unterschied natürlich nachgezahlt werden. Rähere Bestimmungen hierüber, soweit sie noch nicht in dem Gesetz selbst enthalten sind, sowie überhaupt über die genaueren Modalitäten wird der Reichsfinanzminister erlassen, sobald das Gesetz vom Reichstag angenommen ist, mithin seine endgültige Fassung erhalten hat. Deutscher Reichstag. 208. Sitzung, 1 Uhr nachmittags. Berlin, 12. Mai 1922. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Abg. Dr. Herzfeld (Komm.) fragt nach dem Erlaß eines Amnestiegesehes Sin Regierungsvertreter ertoibert, daß diese Frage erst erörtert werden könne, wenn im Laufe deS Juni die Nachprüfung der Urteile beendet sein werde. Aus eine Anfrage deS Abg. von Schoch (D. Dpt.) erwidert ein RegierungSvertreter, daß sich der Ueberfall eines marokkanischen Soldaten auf die 52jährige Ehefrau deS Wachtmeisters Cehrt In Fieiendiey in der Weise abgespielt habe, daß die Frau in der Rahe deS Wafserturms der Eisenbahn von einem Marokkaner niedergeschlagen wurde, der sie zu vergewaltigen versuchte. Don deutscher Seite sei sosort bei der Desatzungsbehörde Anzeige erstattet worden. Der Täter habe jedoch bisher nicht ermittelt werden können. Aus eine Anfrage des Abg. Gräf (D.-Ratl.) wegen der großen Anzahl von Juden unter den deutschen Vertretern in Genua wird erwidert, daß bei der Auswahl der Herren die Religions- und Rassenzugehörigkeit des einzelnen nicht geprüft worden sei. DieSakramentshex. Roman von Marie Kerschen st einer. 19. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Statt zu antworten, verkroch sich daS junge Ding angstvoll in dem Gestrüpp. Und als er nähertrat, sah er eine zerzauste, dunkle Haarkrone, rotglänzend und schwer, wie aus Bronze, und eine kraftvolle Gestalt, an der jeber Muskel zur Flucht bereit stand. Hetzt erhob sich das Mädchen. Die Furcht schien plötzlich von ihr gewichen. Finstere Entschlossenheit im Gesicht, reckte es den schlank- gewachsenen Leib; kampfbereit, wie ein angegriffenes Tier. Feindselig bohrten sich die blitzenden Augen In Heiners Gesicht. Der starrte )em Gegenüber an, wie eine Diston. Roch eben hatte ihn der Anblick der Weide gefangen genommen, aber dies Mädchen da, das war nicht die blühende, trotzige Heide ins Me-schliche übersrht 'c Roch nie hotte er ein lieblicheres Frauenantlih gesehen. Freilich hatte er sich bisher wenig mit dem weiblichen Geschlecht bc.a'jt. Hatte immer nur die große Nebensächlichkeit der Schöpfung darin gesehen und seine Schulbücher darüber nicht im Stich gelassen. Aber hättet, die andern ebenso sonnenbraune Wangen gehabt und ebenso kirschrot den Mund, er hätte es bemerkt! Der entschlossene Auid mck auf des Mädchens Gesicht wurde unsicher unter fernem Blick. Ein weicher Zug ließ es Girren Augenblick unendlich jung erschei -en. Aber Trotz und Mißtrauen wischten ihn gleich wieder weg. Halte das Mädchen den Sinn von Heiners Frage nicht gleich verstanden? Oder hatte es so Ian je gebraucht, sich Aus eine Anfrage der Deutschen Volks- Partei erwidert der Regierungsvertreter Geheimrat Meyer: Rach einer Derordnung der Interalliierten Rheinlandkom- misfion dürfen im besetzten Gebiet draht- lose Telegraphen st atlonen ohne schriftliche Genehrntgung der Oberbefehlshaber der einzelnen Besatzungszonen ntcht errichtet werden. Die Technische Hochschule in Aachen hat versehentlich die Genehmigung für ihre lediglich wissenschaftlichen Zwecken bienenben derartigen Einrichtungen nicht eingeholt. Auf eine Anzeige hin ist das ganze bei der Hochschule vorhandene Gerät beschlagnahmt worden. Gegen drei Professoren ist ferner ein militärgerichtliches Der- fahren eingelettet worden, das noch nicht ab- acschlossen ist. Die Hochschule hat sofort bei der belgischen Desatzungsbehörde um Freigabe der Gerate ersucht. Die Angelegenheit wird weiter verfolgt. Auf eine Anfrage deS Abg. v. Schoch (D. Dpt.), was die Reichsregierung zu tun gedenke, um die ständig zunehmende Beschlagnahme von Wohnungen und von neuer bauten Wohnhäusern im besetzten Gebiet auf ein erträgliches Maß zurückzuführen, erwidert der Regierungsvertreter, daß entsprechende Derhand- lungen mit der Rheinlandkommission schweben. Eine weitere Anfrage des Abg. v. Schoch (D. Dpt.) betrifft einen Dorfall, der sich am 12. Qftai bei Landau abgespielt hat, wo eine Touri st engesellschaft von sranzösi- sischen Kriminalbeamten angehalte.» u d gelegentlich der Aufforderung, die Pässe vvrzu- zeigen, geschlagen und angeschossen worden ist. Die ganze Gesellschaft sei später verhaftet urtd in das Militärgefängnis abgeführt worden. Die Antwort des Regierungsvertreters geht dahin, daß über den Dorfall amtliche Erhebungen eingeleitet wurden, deren Ergebnis noch nicht vorliegt. Eine weitere Anfrage des Abg. v. Schoch bringt einen Dorfall zur Sprache, d e r f i ch i n Wahn Ende März d. 3. ereignet hat. Rach der vom Regierungsvertreter Geheimrat Mayer gegebenen Darstellung waren abends zwei französische Soldaten In der Wirtschaft von Baum erschienen und hatten erst Dler und Zigarren, später aber Wein verlangt. Dier und Zigarren wurden verabreicht, Wein verweigert, da keiner im Hause sei. Der als Gast anwesende Bauunternehmer Küster, der etwas Französisch konnte, setzte das den aufgeregten Soldaten auseinander. Es entspann sich noch ein weiterer Wortwechsel, in dessen Verlauf der eine der Soldaten immer aufgeregter wurde, fo daß Küster mit ihm hinausging, um ihm zum Weggehen zuzureden. Unmittelbar daraus hörte man Küster rufen: »Ich bin erstochen!" als man hinauskam, liefen die Soldaten davon. Küster hatte einen Stich in der Brust und starb sofort. Küster ist Dater von fünf Kindern und genoß in der Gemeinde den besten Ruf. Die Untat wurde sofort bei der örtlichen Desatzungsbehörde gemeldet, die eine Untersuchung cinleitete, deren Ergebnis noch nicht bekannt Ift Aus eine weitere Anfrage der Deutschen Dolkspartel wird von dem Regierungsvertreter Dr. Mayer mltgeteilt, daß am 31. Januar dieses Jahres ein belgischer Gendarm In der Gastwirtschaft von Fein in DulSburg die Personalausweise der Anwesenden revidierte. Auch ein deutscher Dchuhpolizeibeamter mußte sich ausweisen. Als er um Rückgabe des Ausweises bat, wurde er von den belgischen Gendarmen zu Boden gestoßen. Als der deutsche Beamte das Lokal mit einer anderen Person verließ, folgte ihnen der Belgier, kam aber dann in das Lokal zurück und verlangte mit vorgehaltener Pistole von dem Wirt einen Kognak. Darauf forderte er von der 13jährigen Tochter des Wirts ebenfalls einen Ausweis. Ihm wurde erwidert, das Mädchen brauche keinen Ausweis, da es noch keine 14 Jahre alt sei. Der Belgier fuchtelte darauf weiter mit der Pistole herum. ®ie Mutter schickte die Tochter in das Obergeschoß. Der Belgier zwang jedoch die Mutter mit vorgehaltener Pistole, die Tochter wieder herunter zu holen. Das Mädchen kam herunter und hängte sich angstvoll an die Mutter. Plötzlich krachte ein Schuß. Der Belgier hatte das Mädchen in den Leib getroffen. Er zwang dann die Mutter, das Kind zu entkleiden, um Die Wunde festzustellen. Im Krankenhaus wurde die Wunde als lebensgefährlich festgestellt und eine Operation vorgenommen, an deren Folgen das Mädchen starb. Die Untat tzparde sofort der Desahungs- bchörde gemeldet, die den Täler zu einer mehr- jäh ijen Freiheitsstrafe verurteilte. Die Entschädigungsfrage wird weiter verfolgt. Die große Beratung des Etats des ReichKverkehrsmintsteriumL wird nunmehr fortgesetzt. $j soffen? Erst jetzt hob es zögernd den Arm und wies stumm die Richtung an, die Heiner zu nehmen hatte. Mechanisch verfolgten dessen Augrn die Bewegung der ausgestreckten Hcrnd. Aber bis er die Schru überwunden und den Mut ausgebracht hatte, dem Heidemädel wieder ms Gesicht zu sehen, da war es in dem Gestrüpp verschwunden. Kein Zeichen verriet, wohin es entwichen war. Heiner rieb sich die Stirn. Er hatte doch nicht geträumt ? — Reim Er sah noch das nlebergetretene Gras an der Stelle, wo das Mädchen gestanden hatte. Wo konnte es sich so blitzschnell versteckt haben? Seine erste Regung war die, sie z-u suchen, ober irgendeine innere Hetnrnung hielt ihn davon ab. Auch begann das Derlangen, endlich in die neue Heimat zu kommen, mächtig in ihm zu drängen. Er schlug also die Richtung ein, die das Heidemädel ihm angewiesen hatte. Das romantische Ereignis hatte die Erinnerung an die ihm voran gegangene Sunde um einiges in den Hintergrund gerückt. Heiner mochte wollen oder nicht, während er dahinschritt, trat immer wieder das süße Müdchengrsicht zwischen seine Gedanken und es flutete dabei eine wohlige Welle über ihn hin, die er bisher nicht gekannt. Und wenn er an den trotzig geschwungenen Mund dachte, mit den blitzenden Zähnen dahinter, dann packte ihn, erschreckend und §inreißsid zugleich, ein tolles Begehren, diesen Mund zu küssen, zu küssen, zu küssen! H indertrnal gewiß drehte er sich unterwegs nach ihr um. Doch was er sah, war nichts als Heide, lauter Heide! Allmählich wuchte am HaWizont die G'.ebe- lung eines Gebäudes auf, mehr und mehr hob sich das zugehörige Gemäuer empor, und die Abg. Dr. Qu es sei (Soz.) erklärt, die Sozialdemokratie werde unter keinen Umständen die Reichseisenbahnen einer Aktiengesellschaft von Privatkapitalisten ausliefern, selbst wenn sie nach ihrem vollen Werl bezahlt würden. Der Reichsverband der Industrie verlange aber in seiner Denkschrift die Reichseisenbaonen geradezu geschenkt. Der Hauvtubelstand bei der Eisenbahn sei der große 'j)crforten- und Materialverbrauch. Technische Derbesserungen müßten den Kohlen- und Oelverbrauch herabseyen. Die kommunistische Redensart von den gepeinigten Lohnsklaven der Eisenbahn würde schon dadurch widerlegt, daß von Ostern bis Psiugsten 100 Milliarden zur Aufbesserung der Beamtengehälter bewllligt worden seien. Mehr könne man den Steuerzahlern kaum zumuten. Was den Personalabbau anbeträfe, so dürfe nicht nur die Arbeiterschaft beschränkt werden, es müsse auch bei den Beamten unter voller Wahrung der erworbenen Deamten- rechte ein jährlicher Abbau erfolgen. Redner schließt mit der Erklärung, daß an dem gesetzlichen Achtstundentag unbedingt festgehalten werden müsse. Derkehrsminister Öner betont nochmals, daß das finanzielle Ergebnis der Eisenbahn;n in diesem Jahre wesentlich günstig »r fei als im Vorfahre. Borberei ungen für die Abwchr eines Streikes bei der Eisenbahn würden mit aller Energie bekleben. Uebrigcnd fei die Eisenbahn an dem Aküenlapital der Schlafwagengeseilschaf- ten start 'beteiligt. Außerdem beschaffe sie auch reichseigene Schlafwagen. Das Gu achten des Reichsverbandes der Industrie nehme er sehr ernst. Das Deschaffungswe en werde nur auf den Gebieten zentralisiert, wo wir zentralisierten Lir- ferungsorganisationen ge^iüber ständen. Reue Reichsbahnen würden zur Zeit nicht gebaut, vielmehr nur die von den Ländern begonnenen Bauten vollendet. Der Löwenanteil dieser Bauten falle auf Bayern. Weitere Disziplinarverfahren aus Anlaß des Streikes würden nicht mehr eingeleitzt werden. Abg. Geißler (D. D.) betont, daß leider die gesamte Linke einschließlich der Mehrheits- svzialisten, also eine Regierungspartei, die Auffassung vertrete, daß den Beamten das Streikrecht zustehe. Auch werde in jenen Kreisen die Gewerkschaft als Selbstzweck betrachtet, deren Interessen sogar den Staatsinteressen Vorgehen sollten. Mit solchen Anschauungen könnten toir nie ein pflicht- getreues Msenbachnpersonal erhalten. Als Vorsitzender des Afa°Bundes gesteht Abg. Aus- häufet (USP.) den ihm unterstellten Beamten kein Strelkrecht zu. Als die Angestellten des der „Afa" angeschlossenen Werkmeisterverbandes fl reiften, habe er sie auf die Straße werfen lassen. Welch ein Unterschied zwilchen Theorie und Praxis! Auch die Regierung ist nicht ohne Schuld am Streike. Warum hat sie ihr Versprechen, die Lokomotivführer den Assistenten gleichest eilen, nicht gehalten? Die Satzungen der Gewerkschaften, welche alle gewerkschaftlichen Kampsmittel vorsähen, also auch das Streikrecht, hätten dem Minister vorgelegen Die Regierung erkennt ja auch die wirtschastssriedlichen Verbände, welche auf das Strelkrecht verzichten, gar nicht als Gewerkschaften an. Zudem hat der Minister ausgerechnet Herrn Menne als Vorsitzenden der Reichrgecoerk- schaft zum Dienst für diese Gewerkschaft beurlaubt, obwohl Herr Menne 1919 Führer des Eisenbahn- putsches in Erfurt war Der Minister hat sich so bn gewissen Sinne mitschuldig amEifenbahnerstrcik gemacht. Die Sozialdemokratie als Regierungspartei ist noch höheren Grades mitfck-uldig, denn ihre Führer bejahen das Cßeamtenfl reif recht. Wir ersuchen deshalb die Regierung, bei Durchführung der Richtlinien doch die größte Milde gegen die am Streik Beteiligten walten zu lassen. Während der Abg. Dreunig (USP.) noch verschiedenen höheren Beamten vorgeworfen hat, daß sie zu enge Fühlung mit der Schwerindustrie genommen hätten, forderte Abg. Seibert (D.D.), daß in Zukunft wieder nur handwerksmäßig ausgebildete Lokomotivführer eingestellt werden. Rach weiteren Ausführungen des Abg. Baarh (Komm.) schließt die Debatte. Das Gehalt des Ministers wird bewilligt. Angenommen werden ferner eine Entschließung der Unabhängigen auf Vermehrung der Fürsorge für erhöhte Betriebssicherheit im Interesse des fahrenden Publikums, sowie eine Entschließung des Zentrums, Lieferungsverträge möglichst auf der Grundlage der sogenannten gleitenden Preise ab- zuschließen und schließlich auch die Ausschuhentschließung über Einführung des Vorortverkehrs in den Industriegebieten. Eine Anregung des Abg. Koch (Dem.), Kinderfahrkarten bis zum 14. Lebensjahre auszugeben und bis zum 6. Lebensjahre freie Fahrt zu gewähren, wird dem Hauptausschuh überwiesen. In der sich anschließenden Spezialbevatung bringen die einzelnen Redner lotale Wünsche über Dahnbauten vor. Die Einträge des DlldungSausschufses, die Fahrpreis- Anhöhe, auf der es fußte. Der Beschreibung nach mußte dies des früheren Pfarrrrs Behausung, die künftige Wohnung des Lehrers fern. Er riß den Hut vom Kopf und schwenkte ihn der neuen Heimat entgegen. Andere Gedanken drängten sich ihm jetzt auf. Rüsttg schritt er aus, fröhlich Lied am Lied in die Luft schmetternd. Er trat in das neue Geben ein, mit der ersten, ungebrochenen Hoffnung, k.aft feinet zwanzig Oafrre Zunächst begab er sich in den Krug, um sich zu erquicken. Es war nicht mehr der Waldsackerer. der ihn führte. Der hatte das Heidedorf verlassen, nachdem sein Weib dem kleinen Roman rasch nachgestorben war, inb nachdem er selbst eine Zeitlang ebenso reumütig als erfolglos nach dem Verbleib des Pflegekindes geforscht hatte, das seit jener Kirchweihnacht auf rätselvolle Weise verschwanden war. Den Krug hatte der Alois getauft, von den Batzen, die die Schlups- line für ihren Einzigen zasammengekratzt hatte. Sie selbst ruhte unter den Hügeln am Waldrand, wie so mancher andre, der seinerzeit sich um fein bißchen Geben auf der Heide abgerackert hätte. Mit ihr und der Kolath waren auch die abergläubischen Umtriebe im Dorf schlafen gegangen, wenn auch der Aberwitz nach wie vor das Erbgut der Heidedörfler geblieben war. Nachdem der Alois in Erfahrung gebracht hatte, daß der fremde Gast der neuerwählte Schulmeister war, schlug feine ursprüngliche Dienstfertigkeit in ihr Gegenteil um. Er war ein geschworener Gegner dieser Neuerung, besonders seit er wußte, daß die Pfarrburg, auf die er fein Auge geworfen hatte, des neuen Sch ilmristers Wohnung werde» sollte. Im übrigen war das ermaßtgung für den Besuch des Religionsunterrichts verlangen, werden an den Hauptausschuh zurückverwiesen. Die Deiterbcvatung wird um 71/» ilfcr auf morgen mittag 12 Uhr vertagt, außerdem Postetat. Aus Stabt unb Canb. Gießen, den 13. Mal 1922. •• Amtliche Persv na Inachrich- tcn. Ernannt wurde am 6. Mat der Schul- amtöanlvärter Georg Greim and Fränkisch- Crumbach zum Lehrer an der Volksschule zu Erzbach, Kreis Erbach. — Erledigt ist die Forst wartet Alsfeld in der Oberförsterei Eudorf vom 1. Juli d. Z. ab. Bewerbungen sind bis Ende d. Mts. bei der Ministerialableilung für Forst- und Kamercll- verwaltung emzureichen. *• Ernannt wurde zum Obersteuersekretär Steuerpraklitant Knauf beim Finanzamt Rü- desheim a. Rh. mit Wirkung vorn 1. April 1922 ab. *• Reichsbahnnetzkarten beabsichtigt das Reichsverkehrsministerium in absehbarer Zeit auszugeben. Sie sollen für die Dauer von 30, 45 und 60 Tagen gelten und für die !., 2. unh 3. Wagenklasse ausgegeben werden. Die Ausgabebedingungen stehen im einzelnen noch nicht festz auch nicht die Preisberechnung. Indessen wird, wie das Reichsverkehrsmiuisterium dem Verband reisender Kaufleute Deutschlands auf seine Anfrage mitteilt, mit der Ausgabe dieser Netzkarten eine Verbilligung eintreten, insofern, als die Karten für alle Schnell- und O-Züge ohne Zahlung des Schnellzugszuschlages gelten sollen. *’ 3n demF lm „DasSpie 1 mit dem Weibe", der bis einschließlich Sonntag im Lichtspielhaus gezeigt wird, hat die bekannte Schauspielerin Lotte Neumann eine dankbare Rolle gefunden in der Gestalt der jungen Hanna, eines Mädchens aus einfachen Verhältnissen, das dem unbeherrschten Leichtsinn eines gewissenlosen Mannes zum Opfer fällt. Wohltuend mildern herrliche Naturaufnahmen im winterlichen Gebirge die Schrecken der Ereignisse und machen allein schon den Film sehenswert. Kreis Lauterbach. • Lauterbach, 11. Mai. In Dlrlarnen wurde ein Gräberfeld aus der Zeit von 2 0 0 0 vor Christus entdeckt. Zahlreiche Funde an Waffen, Iagdgeräten und Schmuck- fachen machen die Ausgrabung besonders wertvoll. Kreis Büdingen. tjrr. Altenstadt 10. Mai. Am vergangenen Montag hielt der hiesige Zweigverein des V. H. C. seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende OberamtSrlchter H o s- meyer erstattete den Bericht über das vergangene Jahr, der Rechner Iustusekretär P s a f s legte den Rechenschaftsbericht ab. Die Anträge für die diesjährige Hauptversammlung des Ge- famtvereins in Fulda wurden hierauf lm einzelnen durchgesprochen. Die Stellung unseres Zweigvereins wurde zu den einzelnen Punkten genau festgelegt. Zu Vertretern deS Zweigvereins wurden gewählt Lehrer Fleischhauer zu Halnchen uno Oberjust izInspektor Steller zu Altenstadt. Del der Dorslandswahl wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. Besonders, wurden dabei die Verdienste hervorgehoben, die Oberamtsrichter Hosmeyer als langjähriger Vorsitzender sich um den hiesigen D. H. C. erworben hat. hr. Ober-Mockstadt, 10. Mai. Die letzte Brennholzversteigerung im hiestzrn Markwald gab in den erzielten Preis »n ein getreues Bild unserer gegmtoärllgen Ee'dmtwer» tung. Denn wer gekommen war in der Annahme, bei der letzten Dersl ttgerung noch ‘billigeres Holz taufen zu tonnen wie im Frühjahre, war sehr enttäuscht über die Preise. So wurdr für zwer Rm. Buchenscheitholz 2630 Mk., für zwei Rm. Duchenknüppel 1600 Mk. geboten. Viele, die zu taufen gelommen waren, gingen infolg» dieser Preise leer nach Hause. Kreis Friedberg. ss. Friedberg, 12. Mai. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde der Plan für die Notstandsmaßnahmen für di e Kleinrentner nach den Vorschlägen der zuständigen Ausschüsse genehmigt. Die Stadt be- abfichtigt, für diejenigen, die weniger als 600 Mk. jährliche Rente haben, und deshalb nach dem Gesetz keine Unterstützung beziehen, eine Altershilfe in die Wege zu leiten. — Dem Schüyenverein wird auf fein Ersuchen hin genehmigt, daß er für das im Sommer stattfindende Schützenganze Dors der Aenderung abhold, um die niemand gefragt hatte, und sie waren sich einmal selten einig in dem Vorsatz, es dem neuen Schulmeister einigen Schweiß kosten zu loffeni Glücklicherweise war dem Lehrer von Amt- Wegen die Wo'mu^g cmgewi.sen, denn Die Dörfler würden ihm schwerllch zu einem Unlertom- men verholfen haben. Auch in dem Küster, der die Schlüssel zur Psarrburg in Verwahr mg hatte, fand Heiner einen übelwollenden Greis, halb- taub und zu Führerdiensten schlecht aufgelegt. Heiner mußte sich bequemen, seinen Einz ig in die Pfarrburg allein zu halten. DaS Torfchloß, in dem feil Jahren tem Schlüssel sich gedreht hatte, gab ächzend nach und er betrat das aus- gestorbene Haus mit Unbehagen. Man hat'.» sich's um den neuen Sch ilmelfler keine Mühe kosten lassen. In den Stuben roch es dumpf und muffig. Mäuse raschelten über die Dielen und über das Spinn Webengewirr überall huscht: flüchtendes Spinnengetier. Alles log und stand da, wo es vor neun Zähren seinen Platz hatte, als Christine gestorben war. Beisplellos ozr- lottert war das Haus, kein Streich war gefchehm, um es einigermaßen wohnlich zu machen. Heineb fand sich gleid) beim Eintritt in das neue Leben den gröbsten Anforderungen des Alltags gegenübergestellt. Die Erinnerung an den erlebnisreichen Wandertag trat ohne weiteres zurück. Am meisten ging ihm beim Instandsetzen der Wohnung die Hilfe einer Frauensperson ab. Da sich freiwillig keine erbot, ging er tm Dorf von Haus zu Haus. 2lber es zeigte sich, daß jedes der Weiber eine Ausrede hatte, und auS der Art, wie sie sie vortrugen, erkannte Heiner den passiven Widerstand. (Fortsetzung folgt) 4733c am kr« gro Dr.O mit bl Spo So Kurs Kurs Kurs 11.5. 12. 5. Berliner Devisenmarkt. Brief 104,15 23.80 r . . Fr. 125.40 13.5, Schweizer Franken 100 Kr. Märkte Kaffee wird billiger Geologischen Landesan stall. Lichtbild und sicherherten durch Polen. Viehseuchen. Dienstnachrichten. Gefunden, verloren. erloschen. Dir angeordneten Sperrmaßnahmen, vatdiSkont 4'/- Prozent. Dollarkurse: 285, 284, sind aufgehoben. — 3n den Gemeinden G a m-' 286, Schule Personenstandsaufnahme der.in Hessen ansässigen äste-reichischen Staatsangehörigen. — Andauflächene Hebung. — Einhaltung von Steuer- 136, 3970, Einzelstreitig- vor der Der- 100 Fl. 100 Mk. 137, 3980, Kr. 117.80 Sh. 97.80 59.20 88.80 88.80 117.80 100 100 100 1 100 100 100 100 100 12.5. 180 0,90 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London.. . Reuhork . . Paris. . . . 18,05 1,27 0,34 3,78 der Arbeits- Schiedsspruch Kr. Kr. Fr. £ L. Fr. Kr. r Kr. Datum: 5°/, Dtsch. Kriegsanl. 4°/0 Dtsch. Reichsanl. 3°'g Dtsch. Reichsanl. 4°/a Preuh. Äonsols Hamburg.Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitteld. Creditbank. 11.5. 1,80 0,91 1,67 1,40 5353,30 6117 39 7320/0 594,25 152305 1277,40 286,89 26 >1,70 5558,- 4484,35 3,20 55 ,30 3?,20 103,85 239 >,50 5136 70 6077,60 7314,15 5JU,75 1269,10 1284,15 28 ,,61 2623,80 5,4 -,9b 446 ,60 3,27 537,70 37,10 103,40 212,80 136,50 3655,- 77,50 9150 128,- 83 - 390,- 304,- 298,- 297,- 588,- 433,- 315, — 255,— 725,- 662,— 645 - 751,- 605,— 475,- 414,- 79,75 760,- 224, - 2384,50 5323,30 6162,40 729? ,85 589,25 15 8,10 126 >,90 284,89 2614,20 5533,05 4449,40 3,23 536,30 37,- 103,10 212,20 135,50 394o,- SpieHpLttn der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 14. Mai, nachm. 3 Ahr: Andine. Abends 1 Ahr: Amelia oder Ein Maskenball. Montag, 15.: Madame Butterfly. Dienstag, 16.: Mignon. Mittwoch, 17.: Die Walküre. Donnerstag, 18.: Herzog Blaubarts Burg. Hierauf: Der holzgeschnihte Prinz. Freitage 19.: Mörder, Hoffimng der Frauen. Hierauf: Sancta Susanna. Zum Schluß: Das Rusch-Ruschi. Samstag, 20.: Die tote Stadt. Sonntag, 21., nachm. 3 Ahr: Mignon. Abends 7 Ahr: Boccaccio. Montag, 22.: SriMtD. Dienstag, 23.: Herzog Blaubarts Burg. Hierauf: Der holzgeschnitzte Prinz. Mittwoch, 24.: Doris Godunow. Donnerstag, 25.: Tannhäuser. — Schauspielhaus. Sonntag. 14. Mai: Manon Lescaut. Montag, 15.: Torquato Tasso. Dienstag, 16.: Michael Kramer. Mittwoch, 17.: Maria Stuart. Donnerstag, 18.: Ein Sommer- nachtstcaum. Freitag, 19.: Turandot, Prinzessin von China. Samstag, 20.: Sankt Peter vergnügt sich. Hievauf: Der Roßdieb zu Fünsing. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Sonntag, 21.: Die lustigen Vagabunden. Montag, 22.: Ein Sommernachtstraum. Dienstag. 23.: Der Schlach- tenlenler. Die Erziehung zur Ehe. Mittwoch, 24.: Vatermord. Donnerstag, 25.: Penthesilea. €$ erhöht die Ausgiebigkeit» kräftigt die färbe» veredelt das jffroma des $etrankest König Alexander Kandidat für den albanischen Thron? Paris, 12. Mai. (WTD.) Aach einer Meldung des „Matin" aus Belgrad sind dort Gerüchte verbreitet, König Alexander von Serbien sei Kandidat für den albanischenLhron. Die serbische Regierung unterstütze diesen Plan und sei einer Anion zwischen Albanien und Zugoslavien günstig gesinnt. Aus dem AmLsverkündrgungsblatt. *• Das AmtSverkündigungsblatt Ar. 62 vom 12. Mai enthält: Erhöhung der Gebühr für die Benutzung des Bohrzeuges der Datum: Amstd.-Aotterd. Drüsfel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors. . . Italien London Aeuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch. Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro 1.7.14. . Fr. 125.40 Schöne, Bäckermeister und Gemeinderatsmitglied Ludwig I h r i n g und Oberverwalter Büchsen- schütz zu L i ch wurden zu Mitgliedern des Wiesenvorstandes bestellt und von dem Kreisamt verpflichtet. — In den Gemeinden Burg- gräfenrode, Rieder-Erlenbach Ober- Erlenbach und Kleinkarben (Kreis Friedberg) ist die Maul- unh Klauenseuche 5366,70 6137,70 733b 20 595,75 1526,95 12 SO,60 2s7,61 2538.30 5572, - 4495.65 3,24 554,70 200.50 1.815 0.05 10.- 47.25 23.06 27.45 43.15 0.67 518.75 1.90 0,13 Straßensperre. — Verordnung über Mahnahmen zur Siche ung der Fleischversorgunz in der Aeber- gangs'eit nach Aufhebung der Zwangswirtschaft. Maul- und Klauenseuche in Lang s- dorf. In Langsdorf ist die Mau^- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Langsdorf, und ein Beobachtungsgebiet, bestehend aus den Gemarkungen Hungen, Bettenhausen, Birklar. Dien st nachrichten des Kreisamts. Beigeordneter Heller, die Landwirte und ®e- mern ^e atsmitg ieder Fr. Menges VI., Heinrich K. L. Schäfer, Karl Adam Schöne, Vorarbeiter und Gemeinderatsmitglied Konrad 18 70 1.28 -.34 3,81 bach und Weckesheim (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Diese Gemeinden und Gemarkungen wurden zum Sperrgebiet erklärt. In der Gemeinde Da ll e r s b a ch (Kreis Dtllenburg) ist die Rkuul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Die Sperrmahnahmen sind angeordnet. Anter dem Viehbestände in Riederweimar und in der Schafherde in Lohra (Kreis Marburg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. DieMaul- und Klauenseuche in Ober-Ofleiden (Kreis Alsfeld) ist erloschen. Der Sperrbezirk Oct und Gemarkung Ober-Ofleiden wurde mit sofortiger Wirksamkeit aufgehoben. In der Gemeinde Hemmen (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und seuche erloschen. Der Sperrbezirk Hemmen wurde aufgehoben. Die Gemarkung Hemmen wurde auf die Dauer von zwei Wochen zum Deobachtungs- gebiet erklärt. Die Gemarkung Hartershausen wurde aus dein Beobachtungsgebiet entlassen.— In Lau terbach ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Ortsgemarkung Lauterbach tourte bis auf weiteres zum SperrbezicL erklärt. Das Deobachtungsgebiet umfaßt die Gemeinden Angersbach, Maar, Heblos, Rimlos, Sickendorf und Dlihenrod. — In Aellers» Hausen (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die Gemarkung Aellers- hausen wurde für zwei Wochen zum Deobach- tungsgebiet erklärt. Die Gemarkung Pfordt wurde aus dem Deobachtungsgebiet entlasjen. — In Bannerod (Kreis Lauterbach) ist die Maul- uni) Klauenseuche erloschen. Die Gemarkung Bannerod wurde auf die Dauer von 2 Wochen zum Deobachtungsgebiet genommen. Das bisherige Deobachtungsgebiet wurde aufgehoben. In den Gemeinden Aulendiebach, Bleichenbach, Düdelsheim und Höchst a. d. R. (Kreis Düdingen) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. In den Gemeinden Hartmannshain und Eichelsdorf (Kreis Schotten) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. In der Zeit vom Iß — 30. April 1922 wurden in Gießen gefunden: 1 Paar Damenhandschuhe, 1 Herrenfilzhut, 1 schwarzer Damenschal, 1 einzelner Handschuh, 1 Gummischlauch für Motorrad, 1 Ahrket e, 1 Gummipüppchen, ein Lederhandschuh, 1 Taschenmesser, 1 Portemonnaie mit etwas Inhalt, 1 Silbernadel, 1 schwarzer Pelz. 1 Damenregenfchirm, 1 Brosche mit Glasstein: verloren: 1 schwarze Wachstuchgeldtasche mit etwa 100 Mk., 1 goldenes Medaillon mit Bild, 1 rotbraune Damenhandtasche mit etwa 100 Mk., 1 braune Lederbrieftasche mit etwa 170 Mk., 1 gelbes Portemonnaie mit 135 Mk., eine bräunliche Brieftasche mit 800 Mk. — Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11—12 Ahr vormittags und 4—5 Ahr nachmittags bei dem Hessischen Polizeiamt Gießen, Zimmer Rr. 1, erfolgen. Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris London Italien Brüssel Budapest Aeuyork Agram Warschau Angestellten soll von Ablauf der frist an eine Woche der Versuch p re düng gemacht werden. Der wurde beiderseits anerkannt. Mehrere landwirtschaftliche leiten in Lohn fachen erledigten sich Handlung.-- 77,50 91,50 124,- 83,- 407.- 323,- 297,- 298,- 594.- 433,- 315,- 260,- 296,- 1055,- 790,- 940,- 985,- 18-iO,- 845,- 700 - 1120,- 735,- 680.- 665,- 8)0,- 620,- 500,- 421,- 7k,- 765.- 224. fest die Vergnügungssteuer als Pauschalsumme in der Höhe von 4000 Mark entrichren kann. — Der Umbau des Feldwcbelhauses zur Beschaffung von neuen Anterrichts räumen für die Schillerschule wird nach dem Plan des Dauaus- schusses genehmigt. Stadtv. Koch referiert über den Stand der Fortbildungsschulfrage. Die Bildung eines Fortbildungsschulvorstandes wird dem Organisationsausschuß überwiesen. Der Gewerbeschule toirb ein Darlehen von 5000 Mark bewilligt. — Die Vorschläge des Finanzaus- fchusses, die die Bezüge der nach Privatdienstvertrag bezahlten Angestellten regeln, werden angenommen. — Die monatliche Vergütung für den Vorsitzenden des Mieteinigungsamres wird von 300 aus 500 Mark erhöht. — Es wird beschlossen, von der Einrichtung einer städtischen Preisprüfungsstelle Abstand zu nehmen und notwendig werdende Entscheidungen dem Kreisamt zu überlassen. — Der Hausmeister der früher Helmoltschen Hofreite soll als Vergütung freie Wohnung erhalten. — Einem Gesuch der Turngemeinde wird entsprochen und die Miele für die Benutzung der Turnhalle durch die Musterschule von 800 auf 1600 Mk. jährlich festgesetzt. Lllrherdem übernimmt die Stadt die Kosten für die Aufstellung eines neuen Recks, die etwa 200 Mark betragen. — Der Beitrag zur Sammelvvrmundschaft wird für ein Kind von 20 auf 40 Mark jährlich erhöht. hr. Staden, 10. Mai. Für die hiesige Kirche wurde eine Tafel in schlichtem Eichen- rahmen gestiftet, die unter Glas das Licht- bild aller Kriegsteilnehmer, drr Gefallenen wie der Zurückgekshctea. enthält. Diese schöne Erinnerung an die Micknmpfer aus rn- serenr Orte soll auf Deschutz des Kirche. Vorstandes hn Triumphbogen unserer Kirche ihren Platz finden. Starkenburg und Rheinhessen. ' Mainz, 12. Mai. Geisteskrank. Ein unbekannter Mann erschien in dem Laden eines Milchgeschäftes und nahm Messungen von Türen und Fenstern vor. Hebet sein Tun befragt, verweigerte er jede Auskunft und entfernte sich. Er begab sich in ein Haus nebenan und als man ihm dorthin folgte, ergriff er die Flucht. Dech mutlich hat man es mit einem Geisteskranken zu tun. Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhessen. Verhandlung vom 11. Mai 1922. Als Stundenlohn für die Weißbinder tn Gießen wurden 18,50 Mk. ab 6. War vor- geschlagen. Die Mitglieder des Verems Friedberger Kaufleute sollen die Märzgehällrr der lauf- männischen Angestellten im Handel ab 1. Aprit um 33VS v. H. erhöhen. Die Jndust rieangestellten sollen 10 v. H. mehr erhalten als die Handelsangestellten. Die Berh i atetaazulage soll in der bisherigen Höhe mit 262,50 Mk. monatlich bestehen bleiben. Die Regelung [ür Mai wurde zunächst ter Part.ioereinbarung überlas en. 3n beiden Sachen erhielten die Parteien Er- klärungsfrist bis zum 15. Mai nachmittags 5 bzw. 6 Ahr. Die Grundvergütung der beiden Rächt- wächterder Gemeinde Beu er n wurde entsprechend ihrem Antrag auf jährlich 3500 Mk. cch 1. April 1922 vorgeschlagen. Hierzu soll noch die Teuerungszulage wie bet "den übrigen Ge- nleindebedien steten kommen. Dem Einspruch eine Sehers der Du ch » Druckerei Ritschkowskl'm Gießen ge- Züricher Devisenmarkt. 12.5. 12. 5. 77,50 94,- 120,- 85,75 406,50 315,75 298,- 297,50 597,- 433,- 318,- 280,- 298,25 109/,50 802,- 950,-' 998,75 1825,- 849,- 705, 1101,- 730,50 679,- 665,- 810,- 619,- 501,- 430. 79,75 775,- 11.5. 77,50 91.75 129,- 83,25 387,50 302,- 295,- 297,- 575, - 432,- 318,- 258,- 298,- 1005,- 756,- 920,- 944,- 1805,- 800,- 685,- 1090,- 710,- 655,— 464,- 754,— 625,- 481,- 405,- 78,- 780,- Frankfurter Obst- und Gemiisemartt. mc. Frankfurt a. M., 12 .Mai. Durch die fortschreitende Derbesserung im Angebot von Frühprodukten gingen diese im Preise erheblich zurück. — Beim Großhandel kostete Spinat (alter Ernte) 350—400 Mk., Kartoffeln 280—310 Mk., Zwiebeln 1100—1300 Mk. der Zentner, Lattich 6—15 Mk., Kohlrabi Stück 6—7 Mk., Kopfsalat Staude 4—6 Mk., Spargel daö Pfund 10—15 Mk., Meerrettich Pfund 11—12 Mk^ Sellerie der Kopf 2 Mk. bis 2.50 Mark, und Lauch das Stück 60 Pf. bis 1 Mk. — Bei Erzeugern kostete junger Spinat der Zentner 600—700 Mk., Spargel das Pfund: 8—18 Mk., Kopfsalat Staude 5—7 Mk., Lattich bei Verwendung von Webers karlsbader xaffee -Gewürz. Marknotierungen. Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt: ---- 199.85 = 1.79 = 0.66 — 9.97 — 47.37 = 23.06 --- 27.47 --- 43.50 = 0.67 — 518.36 — 1.90 = 0,12 Fl. Kr. Kr. Kr. gen Kündigung wurde stattgegeben. Gemäß J? 12 der Verordnung vom 12. Februar 1920 über Einstellung und Entlass ung von Arbeitern und ' ' Kündigung s- Rativnalbank f. 'S). .^96, Soch> Gußstahlwerke *000 Dud.°Eifenw.-Akt.. D.-Luxemb. Dergw.. ^25, Gelsenkirch. Dcrgw.. ^50, tzarpener Dergbau. 1630, Oberschl. Eisenb.-D. 790, Oberschles. Eisenind. 675, tzhönix-Dergb.-Akt. t070, 8ad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Rllg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank Frankfurt a M.. 13. Mai. Börsenkurse. Frankfurt Derlin Dermischies- • Der verhängnisvolle Dollarbrief. Eine Tragödie, die zeigt, daß das Leben noch seltsamer spielt, als jeder Roman, wird aus Dowy Sacz in Galizien berichtet. Ein Mann namens Schein war vor Ausbruch des Krieges nach Amerika ausgewandert, um dort Arbeit zu suchen, und hatte Frau und Kinder zurückgelassen. Da von ihm keine Rachricht kam, so hielt ihn seine Frau, nachdem sie viele vergebliche Briefe geschrieben hatte, für tot Dun kam plötzlich vor kurzem ein Brief von ihm art, aber die Freude der Frau verwandelte sich in Wut, als sie feststellte, daß der Brief nur ein Bild ihres Mannes enthielt. In ihrem Zorn warf sie den Brief ins Feuer. Da kam am nächsten Tag ein anderer Brief an, der mitteilte, daß sich in dem Rahmen des Bildes 600 Dollar in Banknoten verborgen befänden. Das Geld war der Sicherheit wegen auf diese Weise geschickt worden. Die Frau nahm sich nun den Verlust so zu Herzen, daß sie sich erhängte. Handel. Berlin, 12. Mai. Dörsenstim- rnungsbild. Anter fvttgesetzten Rückkäufen rrvffnete die Börse mit um etwa 10—30 Prozent erhöhten Kursen für alle Gruppen der Jnduslriewette. Damhaft gröhere Besserungen erzielten Ilse Bergbau. Essener Steinkohlen, Bochumer Bergwerk, Riebeck Montan, Akkumulatoren und Deutsch-Atlanttsche Telegvaphengesellschaft. Auch SchiffahrtS- aktien erfuhren Aufbesserung. Bankaktien waren nur schwach behauptet. Am Anlage- marEt besserten sich preußische KonsolS, und zwar die 3prozenttgen um 3Prvz^ während 3prozentige Deutsche Reichsanleihe ebensoviel einbüßten. Türkische Anleihen schwächten sich ab, während türkische Lose sich wieder etwas höher stellten. Angarische Werte hatten keine gleichmäßige Tendenz. Oesterreichische Silber- rente gaben nach. Im späteren Verlauf wurde die S)2. Mai. Börsenstimmungsbild. Ein Moment der Beruht gung liegt für die Börse in der Tatsache, da das Angebot nachgelassen hat. Die russisch Antwottnote übte auf die Börse nur geringen Einfluß aus. Der Grundton war freundlicher, daS Geschäft im allgemeinen jedoch noch immer verhältnismäßig geringfügig. 3m freien Verkehr stellten sich die meisten Papiere höher. Benz 490, Becker-Stahl 420, Mansfelder Kuxe 20 000, Deutsche Petroleum 2010. Am Mvntanaktienmarkt übertrug sich die gestrige feste Tendenz auch auf den heutigen Verkehr. Bei den chemischen Wetten erhöhte sich das Kursniveau um durchschnittlich 10 bis 30 Prozent. Zuckerfabrikaktien waren gefragter. Am , Kassamarkte trat seit längerer Zeit wieder regere Nachfrage hervor. Schiffahrtsaktien konn- ; ten sich gut erholen. Die Börse schloß fest. Pri- Geld Dttef Geld 11. V ai. 12. Mai. Echlus)- Schluß- Schluß- Schltih^ ~ ~ ‘ Kurs 093 .8010963,70 11086,10 11113 90 -------— -- 2397 - 2403- (In einem Teil der Auflage wiedertzolt.) Die französisch-englische Krise und die Kleine (Entente. London, 12. Mai. (WTB.- Steed berichtet der „Times" cms Genua, man befind- sich inmitten der kritischsten der so zahlreichen Tage der Konferenz. Die Frage der Trennung Frankreichs und Englands be» herrsche immer noch die Lage. Ein besonderes MerkinA sei die Zurückhaltung der Kleinen En» teilte. Denes ch habe an den Verhandlungen^ der letzten 10 Tage teilgcmynrmen. Die Gründe sür diese Haltung seien klar. Während seiner Besuche in London und Paris Habs er eine wichtige Arbeit verrichtet, indem er die Premierminister Englands und Frankreichs zusammerrb.achte uni ihre Zusammenkunft vorbereitete. Er Ha5e damals beide Premierminister davcnr in Kenntnis gesetzt, daß im Falle eines Bruches zwischen Frankreich und England sich die Kleine Enteat« nicht auf die Seite einer Pattri gegen die andere stellen könne, solidem daß sie sich dann respektvoll abseits halten müsse. Denesch habe das Aeutzerste getan, um einen Bruch abzuwenden. In den letzten Tagen habe er gesehen, daß die Lage auf eineit Bruch zutreibe, und daraus sei'seine Ne 1» tralität abjuleiten, die in Genua einen tiefen Eindruck mache. Die englische Presse zur russ.scheu Antwottnote. London, 12. Mai. (WTD.) Die russische Antwortnote süidet in dem Teil der Presse, die bereits Stellung datzu nimmt, ein* sehr günstige Aufnahme. Die Blätter, von der „Daily Mail" abgesehen, Heven fedoch hervor, daß dir Ver.^r.id angen ft>rtgesehi werden müssen. „Daily Chronicle" bezeichne» die russische Note als sehr UTtbefriettgenb nach allen Richtungen. Sie biete jedoch eine Grundlage für weitere Verhandlungen. „Daily Telegraph" schreibt, das Dokument mache den Eindrua einer glatien Weigerung, irgendwelche Rechte des anderen Tri.es anzuerkennen. Außerdem zeige die Rote die Absicht, das ermüdende 'Dciterargumentleren, das die Teil- nahme an der Genueser Konferenz bisher kennzeichnete, unbegrenzt fortzusetzen. Das englische Mandat über Palästina vor dem Dölkerbnndsrat. Genf, 12. Mai. (WTB.) Der Volkerq bundsrat eröffnete gestern seine 18. Tagung^ Den Vorsitz führte der Vertreter Spaniens, Qui- nones de Leon. Die anderen Mitgliederstauten waren folgendermaßen vertreten: Belgien: Hymans, Brasilien: Clark, China: Tang Tsei Fu, Frankreich: Leon Bourgeois, England: Dalsvur. Italien: Jmpettali, Japan: Adatoi. Der wichtigste Derhandlungsgegenstand dieser Sitzung war die Frage des englischen Mandats über Palästina. Balfour verlangte, daß diese Frage auf der gegenwärtigen Tagung des Dölker- bundrates desprochen werde, damit das Großbritannien anvertraute Mandat bestätigt werden könne, das im übrigen gesetzlich erst nach der Ratifizierung des Dettrages von Seores in Kraft treten Hürde. Die Verhandlungen zwischen England und den Vereinigten Staaten über die Mandatsfrage sind, wie Balfour mitteilte, nunmehr beendet. Amerika habe sich dem englischen Mandat nicht widersetzt, sondern nur für den Fall, daß dieses Mar^at erlllchi, die Wiederherstellung der Kapitulationen Palästinas gefordert. Der Vertreter^ Englands rechtfertigte schließlich die Lösung der Mandatsfrage mit der schwiettgen Lage Palästinas und der Möglichkeit von Anruhen. Der Rat beschloß, die Entscheidung darüber, ob er sich auf dieser Tagung mit der Bestätigung bzS englischen Mandats befassen solle, auf tommenbert Donnerstag zu verschieden. Er erledigte hieraus kleinere Verwaltungssragen von untergeordnttec Bedeutung. Unter ihnen ist nur die Gründung eines Verbindungsbu-L>us des Völkerbundes für Südamerika hervorzuheben. Dieses Bureau, dcsssn Gründung auf der letzten Vö kcrbund-Versammlung im Interesse einer schärferen Heranziehung der südamerikanischen Staaten beschloflen wurde, soll borläiifig seinen Sitz in Genf "Haden. 0rÄsZÄ=*rJr.2B" vom Zahnarzt verordnet, daher 4193 „das rechte Zahnpflegemettel“. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. land 5—8 Mk., Kräuter für Sauce 9—111 Mark, Sauerrampfer 4—5 Mk.. Rhabarber! 1—1.20 Mk. — Zitronen in Kisten von 300 1 Stück kosteten 480—500 Mk. — Auf dem Fisch" markt kosteten Seefische das Pfund 12—14 Mark. Flußfische 5—20 Mk. — Butter hatte den Preis von,72—74 Mk., Margarine den von 34—36.50 Mk. das Pfund. Eier kosteten das Stück 4.10—4.20 Mk. Ziegenlammfleisch das Pfund 24—26 Mk., Geflügel 34—38 Mk. Mainzer Produttenbörse. Mainz. 12. Mai. Die heutige Börse verlief für Getreide bei etwas stätterem An-, gebot ruhig. Für Weizen war das Geschäft wegen des schlechten MehlabfatzeS wenig ren- tadel. Eine starke Nachfrage war nach Kleie. 3n Braugerste war bei schlechterem Angebot die Kauflust etwas reger. In Rauhfutter war die Tendenz bei geringem Angebot fest. ES notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 1525, Roggen 1150, Hafer 1325, Braugerste 1360, Futteraerste 1350, inl. Weizenmehl 00 2300, inl. Weizenmehl, Spez. 2200, Weizenmehl mit Auslandsmehl gern. 2250. Roggenmehl 70Prvz. 1550, Weizenkleie, ohne Sack, 825, Roggenkleie, ohne Sack, 825, Mais 1330, Maiöschrvt 1380, ungar. Luzerne 6800, inl. Rotklee 7000, deutsche Linsen 2750, weiße Bohnen 1400, Viktoria-Erbsen, ungesch^ 1550, Burma-Reis II. 2000, Haferflocken 2000, Graupen 1950. Wiesenheu, lose, 650, Wiesen- heu, gepreßt, 710, Kleeheu, lose, 670, Haferstroh 390, Roggenstroh.370, Kartoffeln 565. Millen (eti- ed*£»o r» OeolnJcJftCB Ur Bltrt»- aal Monftejj» bd SrWe, ör* K'hölUl» ia he, 'writät-ext^a RAR/Tät-LUXUS Statt Karten Statt Karten tttU. Lich, im Mai 1922. • M Statt Karten Gau-Liga 4704 v Die Geburt eines Sohnes zeigen an 3m Mar 1922 Barmen. Gießen (Ludwigsplatz 1), den 12. Mai 1922. 4733c Cafe Großherzog r 04 »n Eigene Konditorei! zu Ädam Bolz. 4729c NN MSN Kammgarn bei M4M 3 ither - KIub 1915 (Säfte willkommen. 04967 Auf der Hardt Sonntag, den 14. Mai Druckfeste verz. DelegenheitSkauf I 4723 Im großen Saal: Lichtspielhaus Vereinsvergnügen mit Tanz. Astoria-Lichtspiele Stehnhofetraße 34 ■c Beate bin einechl. Montag: frei trwi Schärfe. in seinem neuesten Erlebnis Ferner: 7 Akte 7 Akte »u§us t Jacobi fkt Ges. Londorf. 4691D Dr. Emil Steinreich und Frau Käte geb. Asch Die Verlobung ihrer Tochter Paula mit Herrn Studien- afleflor Dr. Otto Stotz geben hiermit bekannt Ferdinand Zimmer und Frau Marie geb. Müller. Rwins Badrole die besten Louise Schuchhardt Toni Schneider Verlobte 6, 11, 17, 19, 25, 27, 42, 52 h und 57). 3ch labe hiermit die Mitglieder des Ausschusses dieser Sitzung ein. Der Vorsitzende des Vorstandes. 5 BK U.S.LINES Regelmäßige Abfan rten Anfang 4 Uhr. 04975 D. D. Musikklub Thalia. Paula Zimmer Dr. Otto Stotz Verlobte wir retten Ihre haare! Lenden Eie sofort zur mikroskopische« llntcdatbuna unter ärstlidict Leitung ifi öas Jtlerfmnf Täglich Solistenkonzert Meine Verlobung mit Fräulein Cläre Grote beehre ich mich anzuzeigen. Heinrich Henkel. Dießen, Kaiserallee 5 IH Burkhardsfelden 14. Mai 1922 Die Verlobung meiner Tochter Cläre mit Herrn Heinrich Henkel beehre ich mich anzu- zeigen. Frau Clara (Brote, geb. Molineus. Gießen (Diezstraße 4), im Mai 1922' 50B0 Hark Belo&mg demjenigen, der mir eine bessere Konstruktion als meine neueste Massivhohldecke (Deutsches Reichspatent angemeldet) bringt. Decken für Wohnhäuser, Fabriken, Stallungen usw. Uebertrifft alle Systeme. Wilhelm Rinn VIII., Heuchelheim. Sportplatz an der Hardt Sonntag, 14. Mai, 3 Uhr: Mfal-tKiB Cafe Leib Samstag u. Sonntag im vorderen Lokal: Künstler-Konzert Krofdorfer Straße 7. Metallbetten Stahlmair., Kinderbett., dir. an 93riö., Äat.31 N frei Blieimöbeinir. SuhllTb.l iAUMMe WÄtW ©lesen. Autzerordentl. Ausschutzfitzung. Dienstag, den 23. Juni 1922, abends 81/, Uhr. im Poftkeller. Tagesordnung. Abänderung der Satzung (§§ 1, Ab flontar- Kaiserin Bisabeth von ßssteiTBicb. Großes Selleten-Orchester! Billige Kleider und Blusen erhalten Sie durch Selbst färben wie neu mit 3724D Wiki-Haushaltfarben. Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardinenfarben. Wiki-Waschblau erzeugt bllitenwelße. fleckenlose Wäsche zur Freude jeder Hausfrau. Verwenden bie daher nur Wiki und Sie werden zufrieden sein. Verein lür Lnltfahrt in Giessen. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Obe.'h. Gesellschaft für Namr-n. Heilkunde. Vortragsabend am Frrltnc. dem 19. Hal. SV, Fhr, Im froUen llöreaal der Lnlvenltttt: Dr. Georgii aus Frankfurt a.M.: Land- u. luGralsen durch Palästina mit Lichtbildern. Cl.le willkommen. MS Vorzügliche ’ Re la egelegenhelt In allen Klassen mltden größten zwischen Oeuteehl.no u. Amenk. v«rr- > Uehrer.d OepprteohniuDen- ’ Sefondamplem „George । Washington-, „America“, I sowie 0..,Pendula S’ate“ i und „Lone Star Stete“ s KinrWÄ ßatsn Nlhere Aual^nFt, Fahrkarten und 0rucke»oben duroh dl. General- Vertretung küfSSsMLliS? Ueyd [ Bf6Hf3n und Mine Vertretung#* [ In Glitten: Theod. Lots. Kirohoeplatz | L-——___s Acker-Saat- Erbsen neue Sendung. M-Iieoiaiiil 17 Mausburg 17. Telephon 1486. Im Zeichen des Verkehrs Lustspiel. Ab Dienstes: 4®6c Die Schlucht des Grauens. HALPAUS* CIGARETTE - Rohre mit Äormalgewinde, neu, vorgerichtet, 4—7 Mtr. lang, 7/ Ult 43.—, 1“ Ml. 62.—, ferner schwarz v / am. 75.—, 2“ am. ns.-, 27/. 3u ufw., vorübergehend, bei 300—3000 CQltt. 5—10"/, Rabatt. F. Metzer, Ing^ Regenanl^ Berlin, Langestr. 110. 9f 0189« Weißstück Graustück Q'ä F-TK B Sö erstklassiaeRingofenware B m lE^B B BW von größter Ergiebigkeit • ™ WW WWW stets zu haben. c*“3 Carl Haas |r.,GleOenK« * ■ Cafe Astoria ■ Täglich ab 37, Uhr: i Salon-Orchester-Kenzerte i I des Künstler-Trios Sy I habi I Sonntag von */,12 bis 1 Uhr: ! Frühschoppenkonzert \ 4735c I n — — n^anioaiiang Umtauschstelle IM« acet der mnötMe, SWenltr. 2, bei ' für „ Wrt M 5W. 58«, öm 14. mal: Schafwolle 1 ~ “ gegen prima 10000 M. bar für LorwärtSstrcbende u. Erfinder HitfTL, Anreg. und beite Berdienitmöglichkeir biet. Broschüre gratis durch F. Erdmann & Co., Berlin, M'sl Königgrätzer Straße 7L Asthma k. i. etwa 15 Doch, geheilt werden. Svrechitun-1. d. n. meineinBersabrensachlich gebildeten Arztes in (Äie= neu, Bakubof'Sbotel rfenr, jeden Moutag von 10-1 llbr. Br. tned. Al- dort» Berlin SW 11, Spe- lialorrt Htr AathialeKea. Büglerin ■** empfiehlt heb außer dem Hauie. Näheres durch die BeichähSst. d. Gieß. Anz. Großer Transport ÄMMkMl zu verkaufen. 4742 Dem. Meim We 36. Hotel Schüia noreen Nonntac: Große« Famihenkonzen An!ane V,8 (Ihr abnnde F Hast Du Deine Wäsche gern So n s N Kernselfen-PHlver MxrncJvnx Schokolade Angebote an 4450 Turnverein Gr.-Linden ab MegerlHndor Station W SIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIQ Generalvertreter i U,c Klein&Stlefsl Frankfurt a.M.,West Gießen K v 8239 Vorrfltiff in fließen: Drogerie J. W. Kurz Nacht., Inh.: H. Noll. 41c । z M Ä r-—.. o K T O B E R Zu SD CT PERSONEN-UND LASTKRAFTWAGEN MOTORPFLÜGE « ö e 6 nibeitduofl uLebemfrrade erhallen und geben ' « üodesberger Krauler; Bahnhofstr.60. Tel.1097 Noch tagt. Auf nahmen für das neue Schuljahr. Tages- und Abendkurse. BergimlS- hk6 Laubcdars Sielen Frankfurter Stratze 13 :: Televbou 2169 yiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiimimiimiiiiimiiiiiiiiiiiiniiimiiiiiiiiie | Louis Rothenberger | UNERREICHT IN AUSFÜHRUNG,LEISTUNG KONSTRUKTION c Die Deutsche Gewcrbcscheu München 1921 bietet eine umfaßende Amlete der gediegenen, formenididnen Arbeit deutscher Industrie und deutschen Handwerks vom einfachen bis nun Zu heben rn Apotheken u. DrogerlenMlw^M) dunh A.Dorfsfecher & CaNachf. Gjn.bJt Bad Godesberg. Privat- Handels- Schule Qnnmno« Fulda GR Sflmtl. Maschinen für Schreiner Wagner Sägewerke usw. 3 N 6xheuf)d graft M mehl an. Neuenweg 22 Adalbertstraße 26 Telephon 176/2124 Telephon, Taunus 4904 = Alteisen • Metalle • Lumpen ■ Papier D sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. 500 1 iiiiimiHiiiiimiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiir; REINER WEINBRAND mWWWWE MARKE: STOEWER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT vormals GEBRÜDER STOEWER-ST^JTIN Vertreter für den dortigen Bezirk gesucht -i Automobil-Centrale Wellen Tel. 157. Frankfurter Str. 82. Jedes Quantum Oclmduflne Siegfried Stern Bureau: ScltcrsiDcg so Sieben Lager; margarctcnüütte CtltPbOn H78 4693D OEUER fyrt abzugeben u70c Carl Haas jr. Frankfurter GtraHe 5 9 Telefon. 1682. wasche nur mit „Flügelstern“ Fritz Schilling, Gienen ^Juxpla-ta 'SeMÄ«W 00m Ss Mn am 16. und 17. Juli (Karussells, Schießbude« usw.) Krau a St. tn 8L empfletilt al« «nHlrt« «Mel gut» gubahm’fV^t'n jo'Kctni YtOfr SkWOen IWM wen öle ßrüüiW Uaio.-Lruaerei. H. £jnaz. töiezea 5tpmi ui Nlm für Hemden und Hemdblusen Feinste Elsässer Qualitäten in modernen Mustern Fritz NowackSLLL 4690a Erstklassige gesunde SM-IÄSMRiSW verschiedene Sorten, billinst 4531 Hinter der Weftanlage 11, Teleph.178 Intern. 13 ar ^rennen Königsaal —Jilowischt l‘/i Min. Vorsprung (reeen den 2. bei zahlreicher Konkurrenz («t»c I.Sieaer Singer llllllllllllllllll Nähmaschinen V im ii m iiiitiim litt, in miiiiiiiiiiiiiii Lrleichterte SahlungLbedingnngen Ersatzteile-Nadeln - Gel - Garn Reparaturen 4209 D Singer Co. QiiascliMMfc. Betitelet: 8tlo Beltz, Gietzen, Tä4 " .. ■ J.STUCK-NCHF.A.G. WEiNBRENNEREIEN HANAU fäfü hervorragende Qualität Petzold 8 Aulhorn A.-G., Dresden Vorrätiff in den meisten Spezial-, Delikatessen-, Ko onialwaren - Geschäften und Konditoreien. Vertreter: Ph. Heraus, Gießea, Beiheteer Str. 88. 4Mess m von IW kkUilI-8 zu billigsten Preisen. Rldöloi Mite MM# Kaiserallee 5. Blutninigungs - Brust-L ungen-Husten-, Verkalkungs:Henren-.Mdgtn-.LeberHiefen I Blasen■Unterieibs-.ÖichlRhnma-Kräuter. Empfehle Cetralin - Bemal 6^ )um Cagesprcls LT sowie meine beftdewähnen Qualitäten in Mtomovil.MaWnmölm und LonMmten fetten Färbe zu Hause Kleider, Blusen.Tücher, Bänder, 5trümpfe,Garne, Gardinen, Spitzen usx nur mit Heitmann? Farben — Z8X bewährt cw^L Auswahl Andere Farben zurückweisen Alleinige Fabrikanten: 6ebr.Heifmann,Köjn&Biga Erhältlich in Apotheken, Drofferien und allen pin^chläffiuen Geschäften (324Iss GolöÄmti Bezirksvertreteri August Weidig, GieOen, WalltorstraBe 48, Fernruf 2070. CtaiscliB Zeitorillen zu kaufen gesucht. 1217c „LITERA4* Darmstadt. D.K.W.-Slege 1922 Winterfahrt de* A. v. A. C. in die bayr. Berge am 18. u. 19. Febr. 1922 D.K.W.: 8. u. 3. Freis Internationalen Rennen In Breacla 4.4.22 tabtiigÄrmeii: D. K. W. 1. Preis MJometei’-taßi..: D.K.W.2.Preis Hoffleler-taeo..: 0.K.W. 1.Preis Internationale* Bergrennen Kttnlgaaai- Jilowischt für Motorräder bis 250 ccm. D. I. u.2.Preis Olymptabahnrennen Saarlouis 8. 5. 22 D. K-W- Sieger KÄ? tnch.Schäfer rlarKtstr. 20.