Botschafters sicherlich ihre Zustimmung erteilen. In die schier beängsttgende Stille der deutschen Politik gegenüber der gewalttätigen Londoner Konferenz klingt dieser Austausch von Freundlichkeit zwischen Volk und Volk doppelt wirksam hinein. der ewig konferierende englische Staatsmann endlich fragen. Das Kabinett Wirth aber geht den Leidensweg unermüdlich und ohne Widerstreben mit weiter — was will es heute auch anders machen? Wir wollen ihm schon dank- Englische Vorschläge zur Erzielung einer Verständigung. Paris. 11. Aug. (WTB.) Der Sonderberichterstatter ter Havas-Agentur meldete hrute mittag von 1 Hlyr aus London: Die französische Delegation hat heute vormittag eine R i ch t n o t e erhalten, die von der britischen Regierung anschließend an den gestrigen Kabinettsrat den alliierten Ver- bar sein, wenn es uns wenigstens die innere Einheit nicht mehr gefährdet und der schönen Worte des Reichspräsidenten eingedenk bleibt! Wälder und die Möglichkeit der A u s l e g u n g einer internationalen Anleihe mit dem Ertrag der 2 6 p r o z e n t i g e n Ab- gäbe von der Ausfuhr als Sicherheit. Paris, 12. Aug. (WTD.) Rach der „Chicago Tribüne" soll dieReparations- kommissivn beschlossen haben, den internationalen Bankierausschuh Paris, 12. Aug. (WTD.) Havas erfahrt aus London über die Sachverständigen- arbeiten, die Sitzung der Finanzmmistec und Sachverständigen, die gestern nachmittag im englischen Schatzamt stattgefunden hat, habe bis nach Mitternacht g edauer t. Sieben von den Punkten der brittschen Rote seien geprüft worden und hätten einstimmige Annahme gefunden. Es handele sich um diejenigen, die auf die Autonomie der Reichsbant, die Herabsetzung der schwebend-n Schuld, die Heberwachung des Budgets, die Beschlagnahme der Zolleingänge, die 26prozentige Abgabe von der Ausfuhr abzielten. Die durch die letzteren beiden Mahnahmen erzielten Summen wurden auf em im Rainen des Garantiekomitees bei der Reichsbank eröffnetes Konto eingezahlt. Das Komitee werde diese Summe zur Verfügung der deutschen Regierung stehen lassen, zum erneuten Zusammentritt am 15. September in Paris aufzufordern. Das) die Tagung stattfinden werde, stehe fest. Als direkten Anlah zu diesem Beschluß der Reparationskommission führt das Blatt eine gestern aus London eingegangene offizielle Mitteilung an, chah die Verständigung über die Reparativnsfrage zwischen Frankreich und England so gut wie erzielt sei. Sachverständigenberatungen über die britische Note. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 800. Frankfurt a. M. 806 Paris, 12. Aug. (WTD.) Heber den Stand der Verhandlungen in London berichtet man dem „Matin", dtt Sachverständigen seien abends 10 Hhr zu einer Sitzung zusammengetreten, um den Meinungsaustausch der im Laufe des Tages stattgefunden habe, zu klären und um den folgenden Meinungsaustausch vorzubereiten. Die Regierungschefs würden fich heute vormittag wiederum beim ersten Frühstück zusammenfinden. Das Dlatt stellt fest, daß Lloyd George hartnäckig diskutiert habe und dah er ein ihm sonst fremdes Gebiet, die Interpretierung der Texte, betreten habe. Lloyd George behauptete, die Alliierten könnten keine Pfänder von Deutschland nehmen, solange die Reparattonskommisston keine Verfehlung, b. h. den schlechten Willen Deutschlands, festgestellt habe. Das bedeute also, dah bis zu dieser unwahrscheinlichen Feststellung Frankreich nichts zu seiner Verfügung haben würde für den Fall, dah die verlängerte Zahlungseinstellung es in die Rotwendigkeit versetze, unerlähliche Einnahmequellen für seine Finanzen zu suchen. London 11. Aug. (WTD.) Reuter erfährt, obgleich die Besprechung zwischen dem britischen, französischen und belgischen Pcenrierrnini- ster «heute über 1 Stunden andauerte, kann ehrlicherweise doch nicht gesagt werden, daß eine Hebereinstimmung bereits in Sicht ist. Zur ©rörtenung stand der neue britische Plan, von dem es heißt, dah er sich vollständig auf den Bericht des Sachverständigen- ausschusses gründet. Verschiedene vvrzuschlagende Abänderungen wurden zur Berichterstattung an Len Saäwwstä VienauZsch h u ücE?e.u leie i Die Sachverständigen treten heute abend zusammen. Ihre Sitzung dürfte bis Mittenracht dauern. Wenn es ihnen nicht gelingt, den Bericht heute abend abzuschließen, wird dieser morgen ben Premierministern vvrgelegt. Gegenüber den von Belgien und Frankreich ausgehenden Meldungen von einer Heberein st immung zwi chen dem britischen und französischen Premiernttnister in verschiedenen Punkten wird in englischenKrei- sen hervorgehoben, dah die Gesamtheit der Vorschläge gleichzeitig stehen oder fallen müsse. Es ist daher irreführend, von einer Hebercinftimntung in dem einen oder anderen Punkte zu sprechen. Cs wird betont, dah die Erörterungen sich nur auf die Frage der Bedingungen für das Moratorium beziehen und nicht bezwecken, neue Mahnahmen vvr- zusch lagen, um Extra-Bargeld aus Deutschland herauszuziehen. Erwägungen des „Gaulois". Paris, 11. Aug. (WTD.) ®er „© a u l o l ist der Ansicht, dah man die Frage des Rachgebens französischerseits einmal unter dem Gesichtspunkt und Prestige betrachten und erwägen müsse, was ein Druch infolge der französischen Hnnachgiebigkeit in dem von der Mehrheit der Alliierten mißbilligten Programmpunkte denn einbringen würde. Er fragt, ob Frankreich es sich gestatten könne, ihn mit eigenen Mitteln konsequent durchzuführen. In materieller Hinsicht würde es auf Schwierigkeiten stoben, die die Sachverständigen als unüberwindlich betrachteten. Rechtlich würde es den Geist und Buchstaben des Bersailler Vertrages verletzen, der für den Fall der Uneinigkeit der Reparationskommission das Recht verleihe, mit einfacher Mehrheit einen Aufschub der zwischen 1921 und 1926 fällig werdenden Zahlungen zu beschließen, vorausgesetzt, dah biefe£ Moratorium nicht über 1930 hinausreiche. In dieser Kommission aber besitze ja Frankreich nur eine einzige Stimme. Wäre es also nicht geschickt^:, zunächst die Durchführung berjemaen Drei Maßnahmen zu verlangen, deren Annahme seitens der Alliierten für Frankreich einen Erfolg barstellen würde und dabei den Vorbehalt zu machen, daß man später, allein ober gemeinsam mit den Verbündeten, zu Sanktionen greifen wurde, falls Deutschland sich seiner Verpflichtungen entziehen würde? KeitteBeunruhigungfürdasRheinland. Berlin, 12. Aug. Im Verlaufe einer Unterredung mit dem Berliner Vertreter der „Köln. Volksztg " antwortete derReichskanzlerDr. Wirth'auf die Frage: „Bestehen Anhaltspunkte M einer groben Beunruhigung der rheinischen Bevölkerung? Wird die Reichsregierung die rheinische Bevölkerung schützen? u. a: Rie und nimmer werden wir die Interessen des Rheinlandes im Stiche lassen. Mit keinem Gedanken ist von der Reichsregierung jemals die Preisgabe der rheinischen Interessen erwogen worden. Bezüglich der Gerüchte über die Bereitwilligkeit der Reichsregierung, dem Auslande Konzessionen In der Richtung einer rheinischen Autonomi^ außerhalb und innerhalb des Reiches zu machen, erflärtc der Reichskanzler, das) diese Gerüchte zu unsinnig seien, um ernstlich einer Widerlegung zu bedürfen. I f olange die« ihre Verpflichtungen erfülle; anderenfalls werde das Garantie- I komitee das Recht haben, die genannten Bet lüge sofort zu beschlagnahmen. Der Finanzausschuß wird heute vormittag folgende Punkte prüfen: Kontrolle der Staatsbergwerke und _ , » - . nxv>rben die Staatsmänner der un-, tretem zugehen sollte. GS ist übrigen« nicht auS- D3od)tnirÜdlbIin. Das Ausbleiben der englischen Rote und Präsidenten Dank dafür. Seine Ansprache an Maßregeln mit seiner Valuta nur immer ^te Fortsetzung der Hnterredungen würde in das deutsche Volk rührte auch an den tiefen weiter inö Bodenlose getrieben würde. Gleich- Konferenzkreisen in günstigem Sinne ausgelegt. Ernst der Zett. „Auf viele Jahre noch wer- wohl feilscht er nach den letzten Meldungen London 11 Aug. (WTD.) „Daily Expreß" den für uns alle die Festtage des Staates doch wieder mit seinem hartnäckigen Wider- berichtet, wenn man zu keinem Hebereinkommen zugleich Tage gemeinsamer Sorgen sein." Ja- facher um Bedingungen, Pfänder und „Sank- über die Bestimmungen des Moratoriums, das wohl. Die öffentlichen Gebäude hatten geftem ttonen“, d. h. Gewaltmaßregeln. Poincare will Deutschland erhalten müsse, gelangen sollte, so geflaggt, aber von Begeisterung der Bürger, deutschen Zolleinnahmen, sowie 26 Proz. werde Poincarö ersucht werden, mit einem be» des Volkes, wurde kaum etwas sichtbar. Jeder Devisen, die Deutschland von jeder Aus- sonderen Vorgehen Frankreichs zu wußte es, daß am gleichen Tage wieder ein- ^hr erhält, einziehen; ferner will er in warten, bis bie < ■ mal in London um unseres Reiches Bestand Deutschland wieder eine Zollschranke errichten, Meldung Sge werden die gespielt, gewürfelt wurde. Ein fmstereS und daneben seine Hand auf die deutschen Staats- ^wert>reiteten britischen Gegenvorschläge banges Erwarten verdüsterte diesen Ter» bergtoerEe, die Staatswälder, die Steuerein- DDn Lloyd George, Poincarö und fassungstag. „Eifersüchttg sind des Schicksals nahmen im besetzten Gebiet und, last not least, Theunis Punkt für Punkt durchge- Mächte; vorellig Jauchzen greift in ihre auch auf privaten Industriebesitz, legen. Die nommen. Es könne als äutes Zeichen ange- Rechte." Wer wollte heute aus Herzens verbündeten Minister und Sachverständigen sehen werden, daß die Verhandlungen fort- Grunde feiern! Hns braucht keine Kassan- haben in ihrer Mehrheit diesen unerhörten dauern. . bra des „Gottes Schreiten" zu vermelden, Plan für ein „Moratorium" abgelehnt. Der WiedereiNverusUNg der solche Feste jammervoll zerreißen wird.— Emst der europäischen Lage brannte wieder BanKierSQUSschusseS? Hnd doch traf uns, tote zur Tröstung, einmal auf. Das englische Kabinett stellte' der warme Strahl eines freundlichen Zu- endgültige Richtlinien für die Reparations- kunftslichtes in der Hnterzeichnung des polittk auf, die wir heute noch nicht kennen, deutsch - amerikanischen Abkom- Es totrb mit dem Bruch der Entente mens, dessen Bedeutung man durch die heu- gedroht. Arn Ende aber — darauf lassen die tige Veröffentlichung erst voll ermessen kann. Meldungen der letzten Stunde schließen — Mtt wohllautenden Friedensglvcken wird da kommt "doch nur wieder ein jammervolles ein neues Derftehen eingeläutet. Amerika Kompromiß heraus. Es wird wieder Zeit „ge- schloß mit uns einen milden Verhandlungs- Wonnen" — aber wann wird Frankreich be- fdeben, ein wundervolles Gegenstück zu dem lehrt werden können, daß es mit seinem Poin- nichtswürdigen Londoner Stteithandel. Die care selber ins Verderben geht? Inzwischen von ben Vereinigten Staaten aus dem vor- werden die unhaltbaren Wirtschafts- und jährigen Berliner Vertrag hergeleiteten Scha- Geldverhältnifse Deutschlands noch unhalt- denersatzforderungen bedeuten eine demonstta- barer. Ein Ende mit Schrecken, ober ein tive Abkehr von den Versailler Methoden und Schrecken ohne Ende? — so müßte sich auch werden in einer Sphäre von Vertrauen und Freundschaft erfüllt. Die gefühlvolle Geste, mtt der die Reichsregierung den Präsidenten Harbing bitten läßt, die zur Schlichtung etwaiger Meinungsverschiedenheiten vorgesehene Persönlichkeit aus dem amerikanischen Volle selbst auszuwählen, wird schwerlich irgend ein deutsches Interesse gefährden. Wir suchen den Gedanken des Rechtes und der Ge- rechttgkett nicht nur in unseren eigenen Reihen, sondern gerade auch in der großzügigen amerikanischen Ration. Diese wird den freundlichen Worten ihres sympathischen Berliner ,«8 Mies Blatt (72. zahrgang samiag, 12. August 1922 tu. KrlJlW VlUW . ----w 1 rx Annahme von «nzcigen Erscheint täglich, anheH AH A» IWl - ~ für die Tagesnummer dir Sonn, und Feiertags, /W» ▼ P' _ - _ ' * Alk AA zum Nachmittag vorher mitberSamstaqsbeilage: . Jk. A& aA HN kW j/T/k A ?/,,# ohnejedeVerbindlichkeit. KießenerFamilienblätter M ÄW Imt ® ® kK KM H M WW m ’ preis für 1 mm höhe für UMVi SC Jiv Iiv 1, XX|L ivLUvw "3? Gewall.- Aernfprech- W\^ V Hauptschriftleiter: Aug. -MZ General-Anzeiger für Oberhefsen richten: Anzeiger Gietze«. V w Anzeigenteil: Hans Beck, 6r4$Tmnn«o. Vn« mrt vrrl-,- vrSHI'sch. Un!°,vuch- und Ltrindruckrrei N. la«,.. Schriftlrwn,. S-schSstsft-lle und vr«-krrrl: Sch-Istr-,. 7. I - m. u ch , n i. „. n. Ausweisungen aus Elsatz-Lothringen. Berlin, 12. Aug. Die f ran z ö si sche Ätzgierung hat der Reichsregierung eine Verbalnote überreichen lassen, in der mitgeteilt wird, daß bis zum 12. August 500 deutsche Staatsangehörige aus El- sah-Lothrin gen ausgewiesen wurden. Die Ausweisung weiterer 500 Deutscher wird angelündigt, falls den französischen Forderungen nicht entsprochen wird. Enthüllungen eines englischen Blattes über die Lügengrundlagen des Versailler Vertrages. London, 11. Aug. (WTB.) Unter der fettgedruckten Ueberfchrift „Das französisch» zaristische Kriegskomplott enthüllt" veröffentlicht „Daily H e r a l d" Mitteilungen D. G. Mo r e l s über „Die sensationellsten ®nt- Hüllungen, die die kaiserlichen Archive bisher zutage gefördert haben", nämlich die Protokolle oer Konferenzen zwischen den französischen und russischen Obersten Generalstäben in den Jahren, die dem Beginn des Krieges unmittelbar vorausgingen. Diese Protokolle, von denen einige von Zoffte und Millerand unterzeichnet sind, beweisen laut „Daily Herald" über alle Zweifel, dah Frankreich und Rußland vorsätzliche Vorbereitungen zum Offensivkrieg gegen Deutschland trafen. Es wird darin endgültig erklärt, dah die „ersten großen Zusammenstöße wahrscheinlich in Lothringen, Luxemburg und Belgien stattfinden werden". Die Behauptung, daß der Krieg als eine „U e b e r r a s ch u n a" für die alliierten Mächte kam, wird durch diese Dokumente himmelhoch in die Lust gesprengt. In einem „Die Lüge" überschriebenen Leitartikel schreibt „Daily Herxrld": „Der sogenannte „Friede" von Versailles, die Ursache der augenblicklichen Rot Europas, sei auf eine Lüge gegründet worden. Dieser wirtschaftlichen und politischen Zwecklosigkeit sei eine Annahme zugrunde gelegt worden, der die Alliierten tvahrscheinlich den Qtomen „Moral" geben, nämlich die Annahme der alleinigen Schuld Deutschlands am Kriege. Man sehe in den Dokumenten das kaltblütige Zugeständnis, dah der Angriff Deutschlands nicht unerwartet war, daß die Verletzung Belgiens nichts mit der Teilnahme Groh- beitaimiens am Kriege zu tun 'hatte und daß d i e Pläne auf die Zerstückelung Deutschlands tief gelegt waren und dah Großbritannien, vertreten durch seine 'chauvinistischen „Liberalen", Seil daran 'hatte. Die Derfassungsfeier in Berlin. Berlin, 11. Aug (WTB.) Der Tag der Wiederherstellung der deutschen Einheit und der Geburtstag der Verfassung im Reiche und den Ländern wurde heute mit einer- amtlichen Feier aller Behörden im großen Saale des Reichstages unter lebhafter Beteiligung der Bevölkerung in würdiger Weise begangen. Eine verstärkte Ehrenkompagnie hatte vor dem Reichstagsgebäude Aufstellung genommen, die kurz vor 12 Uhr der Reichspräsident unter den Klängen des Liedes „Deutschland, Deutschland, über alles!" abschritt. Der große Sitzungssaal war hübsch geschmückt, als das philharmonische Orchester stimmungsvoll -und mächtig die Feier mit Beethovens „Egmont"- Ouvertüre eröffnete. Dann hiell der badische t Staatspräsident Dr. Hummel die Feier- rede, in der er den Reichspräsidenten und den 6 Reichskanzler als Badener begrühte. Er sprach , über das Entstehen des badischen Staatsgefühles. Die Stärke des Reichsempfindens in Baden sei zu verstehen aus der Gleichzeitigkeit der Entstehung von Staatsgefübl und Reichsgefühl. Aus diesem ■ Gedanken begrüßte der Staatspräsident dieReichs- verfassung vom 11. August 1919 als ein großartiges Gefehgebungswerk mit dem Ziele der Aufrechterhaltung der Reichseinhett. Die Rede schloß "mit einem Hoch auf die Republik, das deutsche Vaterland und das deutsche Voll. Die festlich jubelnden Klänge des Vorspiels zu den Meistersingern von Rürnberg schlossen die eindrucksvolle Feier. Berlin, 11. Aug. 3m staatlichen Schauspielhause fand abends aus Anlaß des Der- fassungstages eine künstlerische Abendfeier statt, die einen sehr eindrucksvollen Verlauf nahm. Dem Dichter Gerhart Hauptmann, aus dessen Iahrhundertfestspiel Teile zur Aufführung gelangten, wurde eine begeisterte Ovation dargebracht. Rach der Ausführung hielt von der Freitreppe des Schauspielhauses aus derR eichs- präsident eine Ansprache, in der er die deutsche Republll feierte. Rach dem Reichspräsidenten sprach der Reichskanzler. Beide Ansprachen wurden mit Begeisterung ausgenommen. (Ein Telegrammwechsel mit Präsident Harding. Berlin, 11. Aug. (WTB.) Der Präsident der Vereinigten Staaten hat anläßlich des Derfassungstages an den Reichspräsidenten folgendes Telegramm gerichtet: Präsident Ebert, Berlin. Zur Wiederkehr des Tages, an dem Deutschland die republikanische Staats- fvrm angenommen hat, bin ich glücklich, 3hnen meine Hoffnung auszudrücken, dah die große deutsche Republik stetig vorwärts schreite auf den Wegen des Friedens, die zu einer guten Verständigung und zu Gedeihen und Glück führen werden. Harding. Der Reichspräsident erwiderte: Präsident Harding, Washington. Aufrichtig erfreut durch Ihr freundliches Gedenken unseres Derfassungstages bitte ich, mit herzlichem Dank meine Wünsche entgegenzunehmen für das Wohlergehen der Vereinigten Staaten. Deutschland hofft, daß die gleichen Grund ätze unserer gemeinsamen repu- bllkanischen Slaatsform zu dem guten Ideale einer Verständigung und glücklichen Zukunft unserer Völker führen mögen. Ebert. Aus dem Reiche. Die Verhandlungen mit Bayern. Berlin, 11. Aug. (WTB.) Die Verhandlungen der Reichsregierung mit der bayerischen Regierung wurden heute vormittag beendet. Das Ergebnis wurde in einem Protokoll zusammengefaßt. Die Vertreter der bayerischen Regierung sind heute gegen Mittag nach München zurückgekehrt. Das I Protokoll wird dem bayerischen Ministerrat vorgelegt werden, der die endgültige Entscheidung für Bayern zu treffen hat. Für die Reichsregierung ist die Zustimmung des Kabinetts bereits erfolgt. Reue Postgebührenerhöhung. Der „Vorwärts" meldet, daß wegen der neuen Ausgaben im Posthaushalt eine weitergehende als die bisher geplante im Reichspostministerium ausgearbeitet werde, die den Teuerungsverhältnissen Rechnung trägt und eine Steigerung um fast 50 Prozent der bestehenden Gebühren vorsehe. Danach soll ab 1. Oktober der Brief im Ortsverkehr bis zu 20 Gramm 1,50 Mk., bis 100 Gramm 4 Mark, bis 250 Gramm 6 Mark kosten. Im Fernverkehr sollen die Kosten für einen Brief bis 20 Gramm 6Mk., bis 100Gramm 7 OHL, bis 250 Gramm 8 Mk. betragen. Für Postkarten sollen die Gebühren im Ortsverkehr 1 Mk., im Fernverkehr 4 Mark fein. Auch die Gebühren fürPakete, Wertbriefe, Wertpakete, Postanweisungen usw. sollen entsprechend erhöht werden. Im Telegraphenverkehr soll die Wortgebühr auf 3 Mk., im Fernsprechverkehr der Zuschlag zu den gesetzlichen Fernsprechgebühren auf 400 Prozent festgesetzt werden. Der Verkehrsbeirat des Reichspostministeriums wurde auf Montag, den 4. September einberufen. Eine Aktion der Deamtenorganisntionen. Berlin, 12. Aug. Wie die Blatter Mitteilen, haben die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen der Beamten und Angestellten tm Staat und den Gemeinden beschlossen, die Reichsregierung zu ersuchen, sofort in Verhandlungen einzutreten, damit die Augustbezüge des im Reichs-, Staatsund Gemeindedienst beschäftigten Personals aufgebessert w.rden. Uber die Höhe der zu erhebenden Forderungen soll erst Beschluß gefaßt werden, wenn bei Beginn der Verhandlungen sich Geldentwertung und Preisgestaltung völlig übersehen lassen. Aeue Verhaftungen in der Morduffäre Aathenau. Frankfurt a. M, 11. Aug. (WB) Der wegen der Teilnahme an den Vorbereitungen zu dem Morde an dem Reichsminister Rath en au gesuchte Ernst v. Salomon wurde gestern von der Kriminalpolizei hier festgenommen. Der frühere Sekretär Kurt Eisners verhaftet. München, 11. Aug. (WTB.) Zu der Meldung aus Halle, wonach der frühere Sekretär Kurt Elsners, Felix Fechenbach, verhaftet worden sei, erfahren die „Münchener Reueften Rachrichten" von zuständiger Seite, daß der Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft am VvlkSgericht München I wegen des dringendenBerdachtSdeSLandeS- verrats erlassen worden ist. 3m Interesse der Untersuchung könnten nähere Angaben noch nicht gemacht werden. Aus Slafct Lsnd. Gießen, den 12. Aug. 1922. Der Verfassungstag in Gießen. Im Reichstage liegen Anträge aus den Reihen der Koalitionsparteien vor, die darauf hinzielen, den 11. QI u g u ft, den Tag der Deutschen Reichsverfassung, durch Reichsgesetz zum Rationalfeiertag zu machen. Diese Anträge sind in der verflossenen Arbeitsperiode des Reichstages nicht mehr zur entscheidenden Beratung gekommen. Um aber trotzdem den Versassungstag aus der Reihe der Werktage herauszuheben, hat sich die .Reichsregierung an die behördlichen Stellen im ganzen Reiche gewandt mit der Empfehlung, mit einem Festakt diesen Tag zu feiern. Die hessische Regierung hat dem Ersuchen der Reichsregierung entsprochen und ihrerseits die Kreisämter ersucht, am gestrigen Tage Derfassungsfeiern zu veranstalten. Die Gießener Feier, zu der Oberregierungsrat Welcker in Vertretung des beurlaubten Kreisdirektors eingeladen hatte, fand gestern abend im Stadttheater statt. Die Spitzen der Behörden, eine Abordnung des hier garnisonieren- den Bataillons des Reichswehr-Infanterie-Regi- rnents Rr. 15, sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten der Einladung Folge geleistet. Oberregierungsrat Welcker betonte in seiner Begrüßungsansprache, es gelte jetzt, den Blick nicht mehr rückwärts, sondern vorwärts zu lenken, denn nur die Zukunft könne aufbauen. Einigkeit, Recht und Freiheit mühten die "Marksteine der neuen Staatsform Jein. Einig züsammenstehen müsse das ganze Volk auf dem Rechtsboden der neuen Verfassung, barm werde es die Freiheit im Innern haben und sich auch die Freiheit nach außen erringen. Die Hauptrede des Abends hielt Iustizrat Dr. Grünewald, der über das Thema: „Rationalversammlung und Verfassung" sprach. Er ging in seinen Ausführungen von der Flaggenfrage aus und trat dabei für die unbedingte Respektierung der neuen Reichsfarben ein. Gr selbst 'habe in der Rational- Versammlung za der Minderheit gehört, die für die Beibehaltung der Farben schwarz-weih-rot ge- sttmmt habe, aber nachdem sich die große Mehrheit des verfasfunggebenden Parlaments für schwarz-rot-gold entschieden, sei es die Pflicht der Minderheit, sich dem Mehrheitswillen zu fügen und den neuen Farben als Symbol des Reiches die schuldige Achtung zu erweisen. Wer sich an den neuen Fahnen vergreife, müsse die ganze Schwere des Gesetzes spüren. Der Redner ging dann in großen Zügen auf die Vorgeschichte und die Entwicklung des Verfassungswerkes ein, gedachte dabei der überaus schwierigen Umstände, die zur Zeit der Schaffung der Verfassung innen- und außenpolitisch bestanden, wies forz auf einige wichtige Kapitel des neuen Reichsgrundgesehes hin und schloß mit der Mahnung, auch in Zukunft zusammenzuhalten, da das neue Reich sicherlich noch manchen Stürmen ausgesetzt sei. Im engen Zusammenstehen auf dem Boden derReichs- verfassung werde unser Voll catch künftige Schwie- rigkriten sicher überwinden können. Die Versammlung banttc dem Redner für feine etwa eir.stündige Ansp ache mit starken Deifallebczrugun-ee.. Ober- regicrungsrat Welcker faßte diesen Dank des Publikums in einige herzliche Werte an den Redner zusammen. Instrumentale Darbietungen der Reichswehrkapelle boten eine wertvolle Verschönerung des Abends. Der Rednertisch auf der blattpslanzengefchmückten Bühne war mit den Reichsfarben geziert. Die öffentlichen Gebäude wiesen sämtlich Flaggenschmuck in schwarz-rot gold u:.d zum Teil, auch in rot-weiß auf. Das werktägliche Leben i ging seinen gewohnten Gang, Neue Höchstpreise für Mehl und Brot im Landkreise Gieften. Durch Beschluß des KreiSausschusses des Kreises Gießen lind die Verkaufspreise für Mehl und Brot 'an die Verbraucher der Landgemeinden des Kreises ab 18. August wie folgt festgesetzt: 1. für Mehl: a) Weizenbrotmehl Mk. 8 40 das Pfund, b) RvggenmeHl Mk. 8,— das Pfund: 2. für Brot: a) für den 4-P-und-Laib Mk. 28,70, b) für den 2-P,und°Laib Mk. 14.35. Das Derkaufsgewicht des Brotes muß noch 24 Stunden nach feiner Fertigstellung vorhanden fern. Das vom Kommunalverband gelieferte Mehl darf nur gegen Brotmarken abgegeben werden. Wettervoraussage für Sonntag: Wolkig, warm, trocken, Südwestwind. Die Depression über Island dehnt sich Wetter aus und beeinflußt bereits die Witterung über England. Wir haben morgen noch mit gutem Wetter zu rechnen, doch steht ein baldiger Witte- rungsumschlag in Aussicht. « * * Reue Bro t ma rken für das in der Mitte dieses Monats beginnende neue Wirtschaftsjahr werden in den nächsten Tagen in alten Bezirken ausgegeben. Die bisherigen Brotmarken Rr. 34 und 35 für die Woche vom 21. August ab werden nicht mehr beliefert Räheres wird durch amtliche Bekanntmachung noch mitgeteilt • * Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten ist die S ch l o ß g a s s e bis auf weiteres für jeglichen Rad fahr- und Fuhrwerksverkehr gesperrt * * Fahrraddiebstahl. Ein Fahrrad, Marke „Zeitgeist", Fabriknummer 28 423, ist hier gestohlen worden. Das Rad hat schwarzen Ruh- menbau, gewöhnliche, vernickelte Lenkstange mit neuen Korkgriffen, Torpedofreilauf mit Rücktrittbremse. Die Reifen find fast neu. Vor Ankauf wird gewarnt Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei. '* Ein herrenloser Spihhund tft ftattung der Unfoften kann er dort abgehvll beim Polizeiamt eingeliefert worden. Gegen Erwerben. *• Oberhessischer Kunstverein. Die älbbelohde-Gedächtnis-Ausstellung, welche nur kurze Zeit hier verbleiben sollte, ist nunmehr gesichert bis gegen Mitte September. Von hier aus gelangen die Werke nach Kassel, Frankfurt a. M., und Karlsruhe zur Lttrsstellung. Vornotizen. — Tageskalen der für Samstag. Felsenkeller Heute und morgen: Pllg- crusstellung. — Kaufmännisches Vereiushaus, 8j/2 Ahr: Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins. — Astoria - Lichtspiele, heute und morgen: „Zirkus des Lebens" und „Anständige Frauen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: „Der Strom" und „Die kleine Dagmar". — Der Wartburgverein hält seine Veranstaltung morgen nicht im Dereinslokal, sondern im Gemeindehaus, Kirchstrahe 9, ab. (Siehe Anzeige.) — Aus dem Dtadttheaterbureau. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, findet am kommenden Dienstag wieder ein Gastspiel des staatlichen Kurtheaters Bad-Rauheim im Stadttheater statt. Zur Aufführung kommt „Chprienne", Lustspiel in 3 Akten von Sardou- und de Rajac. In den Hauptrollen find beschäftigt: Frau Orczy und die Herren ßambertin, Schüler, Hellborn und Dolck. Die Spielleitung führt Herr Goll. Landkreis Gießen. * Albach, 10. Aug. Am vorigen Sonntag wurde hier ein Denkmal für die im Weltkriege gefallenen 21 Krieger unserer Gemeinde eingeweiht Das Denkmal steht auf dem Friedhöfe: es ist nach dem Entwürfe des Kreisbauamtes Gießen entstanden und besteht aus einem Obelisken aus einfachem Kunststein mit ausgehauenem Stahlhelm und metallenem Kreuz als oberen Abschluß: auf der Vordersette des Denkmals ist eine entsprechende Inschrift angebracht. Zu beiden Seiten der Säule sind die Gedenksteine mit Inschriften für die Gefallenen gruppiert. Der Ortsgeistliche hielt die Weiherede und danach übernahm Bürgermeister Arnold das vom Regierungsbaumelster Schneider vom Krelsbauamt Gießen übergebene Denkmal in den Schutz der Gemeinde. Der Kriegerverein feuerte den gefallenen Kameraden zu Ehren eine Ehrensalve ab, Vorträge der beiden hiesigen Gesangvereine, Gesänge der Schulkinder und weihevolle Klänge des Posaunen - ch-vrs von Oppenrod verschönten $te eindrucksvolle Feier. Die Denkmalsanlage soll von der Gemeinde nach einhelllichen Gesichtspunkten gepflegt werden. * Bersrod, 11. Aug. Wegen Vornahme von Wasserleitungsarbeiten in Bersrod ist die K r e i s st r a ß e am Ortsausgang Bersrod— Beuern für den Durchgangsverkehr von morgen, Samstag, ab bis auf weiteres gesperrt. △ Oueckborn, 10. Aua. Wieder ist einer von den wenigen noch lebenden Kämpfern von 1870/71 geftorben, nämltth der Landwirt Balthasar Schmidt, der während des Feldzugs in dem Gießener Infanterie-Regiment 116 mit-, kämpfte. Kreis Büdingen. tz. Hirzenhain, 11. Aug. Bei den Bauanlagen an der Talsperre zwischen hier und Lißberg verunglückte heute morgen der 22jährige G. Preu sch, als er den Starkstrom ernschalten wollte, tödlich. Der Verunglückte ist ein Sohn des Maurers Pr. in Ober-Lais. >( Selters (Hessen), 11. Aug. Am 19. d. MtS. findet gelegentlich einer Generalversammlung der Gewerk schäft Sel- ters-Ortenberg die Eröffnung unseres Bades statt. Der unermüdlichen Arbeit der Handwerker ist es trotz aller Schwierigkeiten endlich gelungen, das Badehaus fertigzustellen. Es erhebt sich im herrlichen Tal der Ridder und grüßt den Wanderer schon von weitem durch seine hellen schönen Farben. Eine Allee führt von der OrtSstraße zu dem im Jahre 1903 erbvhrten, in den beiden letzten Jahren neu gefaßten Bene- diktus-Sprudel, der fernen Ramen nach dem 21. März, an dem der Sprudel zur Oberfläche kam, führt. Aeber ihm erhebt sich jetzt eine Helle, geräumige Trinkhalle. Der immer sprudelnde Quell gibt in der Stunde 13 800 Liter. An die Trinkhalle schließen sich eine Anlage für die Abfüllung und den Versand des Hellwassers und die Dureauräume. Das Badehaus enthält 12 große, Helle Badezellen. Schon jetzt wird fleißig gebadet, die Zahl der täglich verabreichten Bäder beträgt schon 30—40. Da unser kleines Dors und das anliegende Ortenberg die Zahl der Badegäste schon jetzt kaum fassen kann, soll in der Generalversammlung der Frage der Erbauung eines in unmittelbarer Rähe des Badehauses gelegenen Kurhauses näher getreten werden. Kreis Lauterbach. Schli tz, 10. Aug. Im Echlitzerland besteht der alte Brauch, daß Burschen von außerhalb, die sich in irgendeinem Dvrse ihre Lebensgefährtin erküren, den ledigen Burschen des betreffenden Ortes als den „Geprellten" etwas „abgeben" müssen. Diese alle Sitte führte dieser Tage zu einer Roheit, bie ein gerichtliches Rachspiel tm Gefolge haben wird. Ein junger Alaun aus Llnter-Wegfurth besuchte in Queck seine Braut. Als er sich in später Abendstunde auf den Heimweg machte, wurde er von Quecker Burschen überfallen und derart mit Latten geschlagen, dah er sich nur noch mit größter Mühe fortbewegen formte. Wie die Täter angaben, soll ihnen der auswärtige Bräutigam nicht genug Alkohol spendiert haben. — Etwa 100 hiesige Siedler haben sich organisiert und eine OrtsgruppeSchlitzderhessischenAr- b e i t s g e me i n s cha f t für Siedlungswesen gegründet. Vorsitzender wurde F. Reinhardt. In nächster Zeit soll der Vorsitzende der hessischen Arbeitsgemeinschaft Walther- Düdingen einen Vortrag halten. △ Steinfurth bei Herbstein, 9. Aug. Auch hier und in den Rachbarorten Rösberts, Schlechtenwegen, Stockhausen wird jetzt am elektrischen Licht gearbeitet, die Ortsanschlüsse sind zum Tell schon fertiggestellt. Dis Herbst soll das Licht brennen. — Dieser Tage fanden wieder Vermessungen zur Errichtung einer Tals perre unterhalb unseres Dorfes statt. Im Quellgebiet unseres Daches sollen tm Oberwald einige weitere Quellen erbohrt und dem Flüßc^n zugeführt werden: dadurch soll die Wassermenge erheblich verstärkt werden. Die Sperrmauer ist zwischen Steinfurth und Blankenau vorgesehen, an der engsten Stelle des Tales. Das kleine Elektrizitätswerk soll dann mit der Zentrale Wölfersheim verbunden werden. Der 6ta,,fee wird von ber Mauer bis an die Gehrigsche MüUe unterhalb Steinfurths reichen. Kreis Friedberg. ch. Münzen berg, 8. Aug. Auch unfern Gemeinde wird nunmehr in Kürze ein D en k- mal zu Ehren der im Weltkriege für das Vaterland auf dem Felde der Ehre Gefallenen ober im Lazarett verstorbenen Glieder unserer Gemeinde erhalten. Die Ausführung verspricht nach dem von Herrn Architekt Hanö Burg, Gießen, entworfenen Plan sehr schön zu werden. Die Dildhauerarbeit wird Herr Bildhauer K ö d d i n g , Gießen, übernehmen. Das Denkmal wird in unmittelbarer Rahe unserer altehrwürdigen Kirche, unter dem Schatten einer hohen Linde, aufgestellt. Hessen-Nassau. Deihülfen für die Echulheizung durch die Schüler. fpd. Kassel, 11. Aug. Die städtischen Körperschaften beschlossen, von sämtlichen Schülern und Schülerinnen der ^oberen Lehranstalten, Mittelschulen und der Handels- und Gewerbeschule zur Deckung der außerordentlich hohen Heizungsgelder neben dem Schulgeld einen Heizungsbeitrag von 100 Mk. für die kommende Heizperiode zu erheben. Familien mit mehreren Kindern sollen Ermäßigungen gewährt werden. Der DuchdruckersLreik in Frankfurt. fpd. Frankfurt a. HL., 11. Aug ©eit Donnerstag mittag verhindern größere Trupps ftreitenber Buchdrucker den Verkauf auswärtiger Zeitungen durch die Dahnhc^s- buchhandlungen. Sie haben dabei verschiedenllich Gewalt angewendet und die neueingetroffenen Zeitungspakete zerrissen. Heute nachmittag versuchten Buchdrucker die.aus Berlin eingetroffenen Zeitungen den Dahnhofsbuchhändlem am Zuge fortzunehmen. Die Schutzpolizei mußte alarmiert werden, unter deren Schutz die Pakete dann in das Verwaltungsgebäude gebracht und sichergestellt wurden. Die Verkaufsstände werden ständig von Streikposten beaufsichtigt. Die Polizei ist gegen diesen Terror machtlos. Auf der Eschenheimer Landstraße wurde ein 70jahriger 3ei»x tungsverkäufer beim Verkauf von Zeitungen angetroffen und von Ausständigen mißhandelt. Der Strahenverkauf von Zeitungen ist eingestellt. Frankfurt ist buchstäblich ohne Zeitungen. Mm Zeitungsblätter reiht man sich hier förmlich. Bisher ist es noch zu keiner Einigung zwischen den Arbeitgebern und Arbett- nehmern gekommen. Jedenfalls werden noch Tage darüber vergehen, bis die Arbeit wieder ausgenommen wird. mc. Frankfurt a. M, 11. Aug. Gestern wurden von streikenden Duchdruckergehilfen die Erkerscheiben der „Offenbacher Dollszettung" ein- geschlagen, well man dort die amtlichen Wolff- depeschen ausgehängt hatte. In Frankfurt drangen kommunistische Buchdrucker in eine kleine Druckerei in der Allerheiligengasse und nötigten den Geschäftsinhaber zur Riederlegung Der Arbeit. Durch einen Schutzpolizisten wurde einer der beteiligten Streikenden t^er haftet, zwei andere an der Rötigung beteiligte Buchdrucker wurden nachts in ihren Wohnungen von der Polizei aus Den Dellen geholt und sistiert. Man ließ sie aber nach kurzer Vernehmung wieder frei Wilde Gerüchte in Frankfurt. fpd. Frankfurt a. M., 11. Aag. Frankfurts Bevölkerung lebte am Dvnnersatg im Zeichen wilde st erGerüchte. die durch das Fehlen jeder Zeitung immer phantastischere Formen annahmen. Sine große militärische Hebung französischer Truppen, allerdings in Stärke einer ganzen Division, auf mehreren hundert Kraftwagen 'gab die Veranlassung dazu. Die Truppen fuhren über Höchst, Soden und Königstein weiter in den Taunus hinein. In wenigen Augenblickenr wußte Frau Fama von der Besetzung desVor- orteS Rödelheim zu berichten. Am Eisernen .^Ny*bttj [Slfe. ®e l'M 'fcftl38W l9 Unb ho,, N «he lj»«ta. kW ,WLb'' Nl 'N Zahl dn an. toetei irb«ch. L-KKL ^iL?* •rft«r> Daim tit hi 5«nffnrt ®, 11. Ä 3«*®» »er« __ -m<>rkaus aus habet verschieden^ die rieuemgetrvfsvM Heute nachmittag w /Berlin buÄe^S > gebracht undlW ^sMdeva^sist ichtigü D^ gfc^en« chtlos. McSet de ein an« •{auf w” .jjjtdt Der ohne 3e,1' Hernan lältel .-aer @tnl* «4 ä aM -«SB? In W^L M a i e D e r1 e ’ Jje einet MoltF^.Äandere . L wurden w s16 r ,Kl nung ^(Ct W möbi. Zimmer Bei [07824 ob 1. Oku und 2297 377=20 t ©cbriftl Angebote unter 07783 an d.Gteß.Anz. erb. Pension. ««39 verwenden. Ein älterer, tüchtiger । toti» älterer, tnronncr SWWA STOEWER - ■- PERSONEN-UND LASTKRAFTWAGEN MOTORPFLÜGE -o-UNERREICHT IN KONSTRUKTION,AUSFÜHRUNGM.LElSTyNG Un Der Ei n sp ru ch Ssa ch e etneS 2fcbet- ters der Meguin A-G. in Butzbach gegen Entlassung schlossen die Parteien einen Vergleich. an Schuhen, wenn Sie Edelschuhputz Nigrin Vermischtes. Kurzschluß im Leunawerk. Magdeburg. 11. 2lug. (WTB.) Wie die „Magdeburgische Zeitung" aus Leuna meldet, wurden durch Kurzschluß in der eleltrischen Leitung des Leunawerkes 10 Arbeiter schwer verletzt Einer ist bereits gestorben. Hane fr au en lollten — ein dringend Gebot*. TeScrwaren schütten als Helfer in Not'. Die haben am meisten nährende Kraft Und rind mit weniger Kosten __ beschafft! Svielvlan der Frankfurter Theater. Schauspielhaus. Sonntag, 13. August, abends 71/2 -Uhr: Ein Sommernachtstraum. Montag, 14.: Der Richter von Zalamea. Dienstag, 15.: Ein Sommernachtstraum. Mittwoch, 16.: Alt- Heidelberg. Donnerstag, 17.: Ein Sommernachtstraum. Freitag, 18.: Mein Freund Teddy. Samstag, 19.: Der Richter von Zalamea. Opernhaus. Sonntag, 13. August bis Samstag 19. August täglich 71/2 älhr: Operetten- Turnen, Sport und Spiel. — D i e Athletik-Abteilung des Giehener S. C. 1900 in Fulda bei den VII. Rati onalen der I. F. E. Borussia. Rach den Siegen in Bochum, Hersseld und Butzbach wurden nun auch in Fulda zahlreiche Erfolge errungen. Die 2. und 3 Besetzung des Clubs beteiligte sich dort an den obengenannten Kämpfen und errang insgesamt 2 erste, 4 zweite und 3 dritte Preise bei einer Teilnehmerzahl von 120 unter starker Konkurrenz Kasseler, Frankfurter, Offenbacher, Kölner und Gothaer Vereine. — Sammler Erster im Diskuswerfen (28,50 Meter). A. Wallenfels Zweiter im Weitsprung (5,69 Meter, 4 Zentimeter hinter dem Ersten). Derselbe Dritter im Hochsprung (1,55 Meter). W. Luft Zweiter im Dreikampf (100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen), 104 Punkte. 4X100- Meter-Staffel Dritter. — Jugendliche: M. Fischer Erster im 100-Meter-Lauf (13 Sek). Ratt- mann Zweiter (13,2 Sek.). Dreikompf: M. Fischer Zweiter (2 Punkte hinter dem Ersten). Rattmann Dritter. Die Zahl der Siege des Clubs ist damit auf 116 gestiegen. 4 Dad-Rauheim, 10. Aug. Die vom hiesigen Sportverein veranstalteten Propaganda-Wett- und Staffelläufe führte eine Reihe guter Kräfte nach unserer Badestadt. Aus den Ergebnissen seien nur aus einzelnen Konkurrenzen die ersten Sieger genannt: 100- Meter-Laus für Erstlinge: Dauer, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 11,2 Sek.: 800-Meter-Lauf: Kern. Eintracht, Frankfurt a. M., 2 Min. 18,2 Sek.; 1500-Meter-Lauf: Schneider, Tv. 1860. Frankfurt a. M., 4 Mm. 22,2 Sek.: 100-Meter- Laus für Senioren: Reinbold, Spv. Wiesbaden, 10,6 Sek.: 100-Meter-Lauf für Damen: Frl. Amsel, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 13,5 Sek.: 1000-Meter-Laus: Simon, Bar-Kochba, München, 2 Min. 54 Sek.: 3x400-Meter-Staffel: Tv. 1860 Frankfurt a. M., 2 Min. 53 Sek.: 400- Meter-Lauf: Frantz, Frankfurt 1880, 53 Sek.: 4xl00-Meter-Staffel: Tv. 1860 Frankfurt a. M., 46 3 Sek.: 3000-Meter-Lauf: Bedarfs, Eintracht Frankfurt a. M., 9 Min. 24,6 Sek.: 10x100- Meter-Stasfel: Tv. 1860 Frankfurt a. M., 2 Min. 25 Sek.: 10xl00-Meter-Staffel für Damen: Tv. 1860 Frankfurt a. M.: 2 Min. 2,5 Sek.: Olympische Staffel: Frankfurter Turnverein 1860, vier Min. 5 Sek. Möbl. Zimmer zu vermieten 07821 Kavlnnsgaste 23. nutz dem Nmrsverrünvrgungsblatr. 1 •• Das Amtsverkündignirgsblattj 2lr. 88 vom 11. August enthält: Abänderung der Fleischbeschcruordnung. — Llbänderung des Statuts für die Handwerkskammer. — Reichsfleisch- beschauordnung. — Hoheitszeichen. — Quellfassung Bersrod. — Erhöhung der Preise für Brennstoffe. — Höchstpreise für Mehl und Brot. — Lese- und Realienbücher. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigung Lumda und Treis a. d. Lda. — Straßensperrung. elnf. möbl. Zimmer mit 2 Betten per sofort, beide mit Pens., z. verm. Lndwigstrasie 6 HL fesispreie. ftue Uetoeit AachtraaHen. Operette von .Willy Dredschneider. Äußer Abonnement. Preise 25 bis 250 Mk WöhliWstaM. Friedrichftr. 5 II ist eine j-Zimmr-WsSmii gegen eine gleiche in nicht zn weiter Ent- fernvng zn tanschen. Näheres daselbst bei H. 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Juni für den Monat August entsprechend der Forderung des Dekleidungsarbeiterverbandes um 50 Proz. Eine erste Arbeiterin erhält hiernach 1640 Mk. Monatslohn. Auch dieser Schiedsspruch wurde beiderseits anerkannt. Streitig war zuletzt nur die Geltungsdauer der Lohnregelung gewesen, über die entsprechend dem Antrag des Dekleidungsarbeiterverbandes entschieden wurde. Für die Arbeiterinnen der Giehener Damenschneidereien Gebr. Zmheu- ser, Herr & Egli und Kugelmann Rachf. wurden für die Zeit vom 1.—15. August 1922 durch Schiedsspruch 60 Proz. Erhöhung der bisherigen Löhne vorgeschlagen, die gemäß Schiedsspruch vom 24. März 1922 seit dem 1. Mai galten und zum 31. Juli gekündigt waren. Die selbständige Hackenarbeiterin z. D. bekäme hiernach jetzt 8,80 Mk. Stundenlohn. Geboten waren 50 Proz. Erhöhung. Durch die Begrenzung der Lohnregelung auf die Zeit bis zum 15. Ldigusl soll die Möglichkeit der künftigen gleichzeitigen Regelung mit einem verwandten Betrieb (Wäiche- sabrik) geschaffen werden, dessen Löhne ungefähr in der Höhe des heutigen Schiedsspruches bis zum 15. August tariflich festgelegt sind. Der Bekleidungsarbeiterverband erkannte den Schiedsspruch an. Die Antragsgegner (Handwerkerbund) erhielten eine Woche Erklärungsfrist. In Auslegung des umstrittenen Paragraph 5 Absatz 2 des LNanteltarifvertrages für Tagelöhner in landwirtschaftlichen Betrieben in Oberhessen, Starkenburg usw. wurde die Darentlohnung eines Gutshandwerkers (gelernter Schmied) oeS Schmidtmannschen Gutes in Marienborn bei Eckards hausen entsprechend dem Antrag des Landarbeiterverbandes auf den Tagelöhnertarislohn mit 25 Prvz. Zulage festgesetzt. Der Antraggegner wollte den Dienstbotentariflohn zugrunde legen. Er erhielt eine Woche Erklärungsfrist. erteg trttre man statt her Äutomobil-Sprengwa^n Panzevautos gesehen, und an der H a u p t w ach e sollten sogar schon Marokkaner unsettgen -an- aedenkens von 1920 stehen. Dazu kamen wettere Gerüchte über die Ausrufung des K ö n i a r e r chr- in Bayern, die auch überall willige Gläubige sanden. Ratttrlich bemächtigte sich die S P e k u - la t t 0 n dieser Gerüchte und schor in geschäftlicher Beziehung gar manches Schäfchen. Auch baute früh waren die wilden Meldungen noch nicht verstummt. Erst nach und nach beruhigten sich die erregten Gemüter. Der Höchster Schulstreik. mc. H öchst a. M., 11. Aug. Rachdem der Bischof von Limburg drei Lehrer in Höchst, Zeilsheim und Ried exkommuniziette und die Lehrer von der Rc> aierung nicht anderweitig angestellt werden, sind im Kreise Höchst nicht weniger wie 2000 Kinder in den Schulstreik getreten. Das Dorgehen des DischosS beruht auf einer Ediktsbestimmung, wonach in nassauischen Simultanschulen nur Lehrer christlicher Konfession wirken sollen, eine Destimmung, die hier nicht innegehalten worden ist. Wenn die Regierung auf ihrem bisherigen Standpunkt verharrt, dürste ein Ausbreiten des Streiks auf ganz Dassau unausbleiblich sein. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. vonrttag, den 13. August, 9. n. Trinitatis. In der Stadtkirche. Bonn. 8 Uhr, zugb Christenlehre f. d. Reukvnfirm. a. d. Markus- gern.: Pfr. Decker. 9'/-: Psarrassist. Decker. - Iugendvereinigung d. Matthäusgem.: Heden Montag abend 8 ^lhr männl. Abttg.: jeden Dienstag abend 8 Ahr weibl. Abtlg. — Montag, den 14. Aug., abds. 8: Bereinigung d. konf. weibl. Jugend d. Markusgem. — Donnerstag, den 17. Aug., abds. 8: Zusammenkunft d. Frauenvereins d. Markusgem. In der Hvhanneskirche. Bonn. 8Mr, zugl. Christenlehre f. d. Aeukonfirm. a. d. Jo- lxlnnesgem.: Pfr. Ausfeld. 9i/2: Pfarrassistent Müller. Abds. 8: Dibelbesprechung im Iohannes- saal: Pfr. 2ll>olph. Wies eck. Sonntag, den 13. Aug. Bonn. 8V2: Christenlehre (konf. weibl. Jugend). 9V2: Gottesdienst. 103/4: Kinüerkirche. Abds. 8: In d. Kirche Bersammlung d. Frauenvereins. 81/2: Singabend für Frauen und Iungfrauen. Sonntag, den 13. Aug., vorm. 10: Kirchberg. 11: Christenlehre f. d. männl, konfirm. Jugend. — Rachm. iy8: Daub ringe n. Katholische Gemeinde. Samstag, den 12. August, nachm. 5 Alljr u. abds. 8 Uhr: Gelegeilh. zur hl. Deichte. — Sonntag, den 13. August, vorm. 6i/2 • Gelegenheit z. hl. Deichte. 7: Hl. Weste. Kommunion d. Jünglinge. 8: Austeilung d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 2V2 und 6: Andacht. Diaspora-Gottesdienst am 13. Aug. Grünberg, vorm. 91/2 , Kaih 0 l. Gottesdienst. 13. Aug. L tch. vorm. 1/98, nachm. i/23 Llhr. — Hungen, porm. 1/2IO Uhr.______________ Jßtrdte nnd Schule» • Gießen, 12. Aug. Die letzten Tage der Heimatschulwoche waren in der Hauptsache heimatkundlichen Führungen gewidmet. Am Donrierstag nachmittag besuchten die Teil- nchmer in verschiedenen Gruppen die Ubbelohde- Ausstellung. das Liebig-Museum, das Ober- hessische Museum, eine Anzahl Kliniken und ben Dotanischeit Garten. Rektor Müller und Dr. Kunkel haben dabei die Gäste and allen Teilen des Reiches davon überzeugt, wie reich unsere Stadt an Schenswürdigkeiten für Heimatfreunde und Heimatforscher ist. An den einsühretiden Bortrag über die Römeicherrschaft im rechtsrheinischen Deutschland schloß Prof. Helmke gestern eine Tagesführung, die von Garbenteich ausging den Limes mit seinen Befestigungsanlagen um) Warttürmen auf weiter StrecLe von seinem nördlichsten Punkte bis nach Arnsburg verfolgte und nach einer Desichttgung des Klosters dann zu den prähistorischen Hügelgräbern bei Muschenheim führte. Die Exkursion ging dann weiter nach Münzenberg und Butzbach. Gestern abend vereinigten sich Dozenten und Teilnehmer der Heimatschulwoche zu einem Beisammensein im „Felsenkeller", wobei herzliche Worte des Dankes und der Anerkeirnung über die treff= siche Borbereitung der Beranstaltung durch den Ortsausschuß und über die gastliche Aufnahme in Gießen gesprochen und Richtlinien für die weitere Arbeit des Reichskundes Heimatschüße tn anregen, der Aussprache aufgestellt wurden. Heute früh fanden noch einige Borträge statt. Prof. Hep- d i n g sprach über Volksneckereien und Schwanke, während Dr. Zech über Bolkskunst interessante AusfÄcungen machte. EinAuSslugaufden Schiffenberg wird heute mittag die Taguftg beschließen die viel Anregung bot und für unsere vberhessisch'e Heimat manchen neuen Freund geworben hat. STCEWER^WERKE AKTIENGESELLSCHAFT VORMALS GEBRÜDER STOEWER - STETTIN Urt te Erfolge. Fanö-Renoen (Dänemark). Stoewer 2‘/,-Ltr..Wagen schlägt die gesamte in- undausiändischeKonk„rre„z bis ein chl. 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Anz. erbeten. ------«edefie------ SeriiiiflÄfet hier oder Umgegend, mit oder ohne Geschäft, beziehbar ober nicht, gesucht. Heinrich Hofmann, Frankfurt am Main, Schillerftrahe 30. (7 5 a a| || 4 fi »9 Samstag, 12. August 1922 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen) Zweites Blatt Ar. 188 8'8 o z. des 5 0 d d i 5 & s to a ■o -? Eigenleben staaten bleibt ist der Gedanke Einheit des 2d ■- 0 § 7, besitzt. , . Aber die Verfassung von Weimar mutz den Doden abgeben, auf denr sich alle finden, die Deutschland vorwärts und aufwärts führen wollen. Eine andere Plattform gibt es nicht. Jeder andere Weg führt in den Abgrund. Diese Erkenntnis sollte uns allen der heutige Erinne- gewahrt, aber fester wie ehedem fundiert: Ueber alles die Reiches. Der Dorspruch der Weimar lautet: „Das deutsche düng verraten, kehrte der Doktor dem Opfer der Katakomben den Rücken und ging hinaus an die Luft. Schon war die Sonne schimmernd und glitzernd über die nu bischen Derge gesttcgen, und endlich entschlaf) sich auch Eduard, seine tra^rrge Wacht bei Sillh zu -unterbrechen und ins Freie zu treten. Perzelius war an dem brausenden Ril entlang gewandert, um nachzusehen, ob keine Rachrichten von Davon Hallam in der entfernt liegenden Station eingetrofsen wären. Ismais war nicht zu sehen. Er streifte irgendwo in der Gegend umher zu unbekairnten Zwecken. _ Trutz der Erschöpfung fühlte Eduard kein Bedürfnis nach Schlaf oder Rahruny und lief) dre wenigen Früchte unberührt stehen, die ihm der Knabe vor seinem Weggang g b acht hatte Eine vor ehrende Unruhe trüb ihn umher. So sehr es ihn auch drängte, bei Silly zu bleiben, vermochte er sich bod) eines von Minute zu Minute stärker werdenden Grauens nicht zr erwehren wenn er ihren starren Körper betrachtete der kalt anzufühlen war und sich mit einer feuchten Schicht überzogen hatte. Momente lang flammte in ihm eine Hoffnung auf, ob nicht doch irgend ein Wunder geschehen könne, aber dann versank er wieder ti eine nur tim so düsterere Trostlosigkeit. Er brachte eö dann nicht über sich in dem Felsenschacht zu verweilen, der den Leib seiner Geliebten barg, sondern rannte ern- sanr und ziellos über den glühenden Sand, dessen grenzenlose Oede nur die Leere seiner Seele rns Unerträgliche steigerte. Der Mittag nahte heran und die Sonne stach senkrecht hernieder, als Ismias hinter einem der Sandhügel auf tauchte. Er trug etzrtLe getwcr- ßänbem vom 25. August 1921 anschließt. Auster- dem möchte ich persönlich meiner g rohen Genugtuung Ausdruck geben, die, wie ich sicher bin, auch von meiner Regierung empfunden wird, für die Ehre, die ihr durch das Ersuchen erwiesen worden ist, das Sie mich gebeten haben, an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika weiterzuleiten. Ich werde die Ehre und das Vergnügen haben, dies sofort zu tun, und werde nicht verfehlen, Sie unmittelbar nach Empfang einer Antwort zu benachrichtigen. Gestatten Sie mir auch die Versicherung, dah ich Ihre großmütigen Erklärungenin Ihrem Briefe wohl zu würdigen weih. Zugleich benutze ich diesen Anlaß, um Ihnen, Herr Reichskanzler, die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung zu erneuern. gez. Houghton. Die Vervollständigung des deutsch-amerikanischen Friedensvertrages 3 K 2.1z keitsstaates tritt der Volksstaat. Des Volkes Wille ist oberstes Gesetz. Der Mehrheitswille ist im Staat entscheidend, aber auch den Minderheiten ist weitmöglicher Schuh im Wahlrecht und Einfluh auf die Gesetzgebung gesichert. Das der deutschen Einzelnste Pflan'en an frinem Gürtel und Hi lt eine kleine McteMschate in den Händen, m welcher einige Stücke glühender Kohleii lagen. .Wir müssen sie hinaustragen," sagte der Knabe, „ich will den groben Bahozauber an ihr machen." Eduard verstand kaum etwas von den Worten des nub shen Jungen, e8 to -r>e ihm nur soviel klar dah er mit diesem Silly aus dec Felsenhöhle tragen sollte. Halb totberftrebenb ging er ans Werk. Es graute ihm vor dem immer erneuten Anblick des Körpers, den er einst in Liebe zu um "argen g h M halte und über dem nun der Reis des Todes lag. „Wir wollen sie liegen lassen, bis wir ei.te Stätte für sie gefunden haben," sagte er tonlos, um Ismais von seinem Vorhaben abzubringen. Aber Ifmais bestand auf feinem Willen. „Wir müssen sie die Sonne sehen laficn,“ erwiderte er bestimmt. „Matummu unter der Erde, Dahv über der Erde." So gehorchte Eduard und todnde' te sich, dah er sich von einem Stroiym len len lieh . Sie trugen nun g emetnf om Sillh hinauf auf die Wüstenhochfläche und Ismais legte sie so dah ihr Antlitz nach Osten sah."Gr selbst setzte sich zu ihren Füßen nieder, mit untergcschlagencw Beinen, stellte das kleine Metalllxcken vor sich hin, blies die Kohlen an und hantierte tote ein gewandter Fakir. Eduard lieh ihn gewähren. Gr war im Innern ergriffen von der kindlichen Religi)sität dieses Eingeborenen, der hier einem Mädchen, das ihm nie nahegestanden, die letzten Ehren erweisen wollte, tote es die Gesetze seines Glaubens verlangten. l Fortsetzung folgt) als für die beiden Regierungen bindend angenommen werden. Das Abkommen tritt mit dem Tage der Unterzeichnung in Kraft. Soweit der wesentliche Inhalt des heute am 10. August 1922 abgeschlossenen Abkommens selbst. In einem Begleitschreiben, ebenfalls vom 10. August 1922, das auf ein Schreiben des Reichskanzlers an den amerikanischen Botschafter erwidert, läßt edoch die amerikanische Regierung durch ihren Botschafter erklären, daß sie nicht beab- ichtige, in dem Kvmmissionsverfahren An- prüche vorzubringen auf Erstattung der Mi - litä rpen sionen sowie der den amerikw nischen Kriegsgefangenen oder ihren Angehörigen und den Familien der Mobilisierten von der amerikanischen Regierung gezahlten Anterstützungsgelder. Da nun die deutsche Regierung im Verlauf der Vorbesprechungen die Absicht der amerikanischen Regierung glaubte erkennen zu dürfen, die eingeleitete Regelung der zwischen den beiden Staaten noch zu lösenden Fragen in entgegenkommender und gerechter Weise durchzuführen, so hat sie, wie wir der „Köln. Ztg." entnehmen, die Gelegenheit ergriffen, den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu bitten, er möge selbst das Amt dieses in Artikel 2 vorge- ehenen Anparteiischen einer ihm für diese verantwortungsvolle Aufgabe geeignet erscheinenden amerikanischen Persönlichkeit übertragen. Die Antwort, die darauf durch t>en amerikanischen Botschafter erfolgt ist, rechtfertigt vollauf diesen Schritt und verdient es an sich schon, als geschichtliches Dokument, vor allem aber als Gegenbeispiel zu dem diplomatischen Verkehrston, mtt dem die deutsche Regierung immer noch zuweilen von anderer Seite bedacht wird, im Wortlaut wiedergegeben zu werden. Das Schreiben des amerikanischen Botschafters lautet in der Übersetzung folgendermaßen: Berlin, 10. August 1922. Herr Reichskanzler! Ich habe die Ehre, den Empfang Ihrer heutigen Rote zu bestätigen, die die (Srnermung eines Anparteiischen nach Artikel 2 des heute zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Deutschlands geschlossenen ■ n t> * p Abkommens betrifft, auf dessen Grundlage ein Anparteiischer durch Vereinbarung zwischen den beteiligten Regierungen gewählt werden soll. Ew. Exzellenz stellen fest, daß die deutsche Regierung von der Absicht der amerikanischen Regierung überzeugt ist, die mit der Unterzeichnung des Abkommens etngeleitete Regelung der zwilchen den beiden beteiligten Staaten noch zu losenden Fragen in entgegenkommender und gerechter Weise durchzuführen. In dieser Auffassung ist die deutsche Regierung durch die von mir erhaltenen Zusicherungen noch bestärkt worden. Sie stellen fest, daß Ihre Regierung glaubt, daß das durch den Krieg hervorgerufene Mißtrauen der Volker gegeneinander und die schweren wirtschaftlichen Schädigungen, die eS für alle beteiligten Staaten im Gefolge hat, am sichersten aus der Welt geschafft werden, wenn diese Staaten sich entschließen, an die Lösung der als Folge des Krieges zwischen ihnen entstandenen Fragen in großzügiger Weise und tm Geiste gegenseitigen Entgegenkommens heranzutreten. Sie sagen auch, daß die deutsche Regierung eÄ begrüßt, daß die amerikanische Regierung hierzu die Inittative zu ergreifen beabsichtigt, daß, um dies zu ermöglichen und um ihrerseits der amerikanischen Regierung einen Beweis ihres Vertrauens zu geben, die deutsche Regierung sich beehrt, den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu bitten, einer ihm für diese verantwortungsvolle Aufgabe geeignet erscheinenden amerikanischen Persönlichkeit das Amt eines Unparteiischen, wie>es in dem erwähnten Abkommen vorgesehen ist, zu übertragen. Zum Schluß stellen Sie fest, daß Sie dankbar lein würden, wenn ich diesen Vorschlag der deutschen Regierung dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika unterbreiten würde. In Erwiderung auf die Rote Ew. Exzellenz erlauben Sie mir zunächst meine Glückwünsche zu dem Abschluß dieses Abkommens auszusprechen, das sich an den Friedensvertrag zwischen den beiden hr »O? - 0 Sa« 2 MM Sq r> 9 3 ? 35^ Mck Am Donnerstag nachmittag ist in der < Reichskanzlei vom Reichskanzler Dr. Wirth und Dom amerikanischen Botschafter in Berlin. Alanson B. Houghton, ein Abkommen zur Vervollständigung des Friedensvertrages vom 25. Aug. .1921 unterzeichnet worden. Auch in diesem Abkommen ist eine Kommission vorgesehen, aber eine Kommission ganz anderer Art als all die verschiedenen Kommissionen, deren An- terhalt zur Ausführung des Versailler Diktats Deutschland bestretten muß. Es handelt sich um eine gemischte Kommission zur Festsetzung der amerikanischen Schadenersatzfvrderungen, d. h. also der gesamten von den Vereinigten Staaten «t beanspruchenden Kriegsentschädigung. In diesem Fall wird die festzusetzende Summe also nicht einseitig diktiert, sondern auf dem regelrechten Verhandlungswege genauer festgesetzt werden. Wie die Bezahlung dann erfolgen soll, auf welchem Wege, in welchen Terminen usw., das wird eine weitere Frage sein, die im Anschluß an die Arbeit Lieser Kommission erfolgen kann. Der Wortlaut des Abkommens beginnt folgendermaßen: Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika, von dem Wunsche beseelt, die Summe festzusehen, die Deutschland in Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen aus dem zwischen den beiden Regierungen am 25. August 1921 abgeschlossenen Vertrage zu zahlen hat, welcher den Vereinigten Staaten und deren Staatsangehörigen in einem Beschluß des Kongresses der Vereinigten Staaten vom 2. Juli 1921 näher bezeichnete Rechte, einschließlich solcher aus dem Vertrag von Versailles sichert, haben beschlossen, die Fragen zur Entscheidung einer gemischten Kommission zu überweisen, und haben zu ihren Bevollmächtigten für den Abschluß des nachstehenden Abkommens ernannt: Der Präsident des Deutschen Reichs den deutschen Reichskanzler Dr. Wirth, und der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika den außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der DereinigtenStaa- ten von Amerika in Deutschland, Alanson B. Houghton, welche nach Austausch ihrer für gut und richtig befundenen Vollmachten folgendes vereinbart haben: Artikel 1. Die Kommission soll Über die folgenden Arten von Ansprüchen befinden, die des näheren im Vertrag vom 25. August und in dem Vertrag von Versailles bezeichnet sind: 1. Ansprüche amerikanischer Bürger, die seit dem 31. Juli 1914 aus der Schädigung oder Beschlagnahme ihrer Güter, Rechte und Interessen erwachsen sind, einschließlich jeder Gesellschaft oder CBereinigung, an denen sie beteiligt sind, innerhalb des deutschen Reichsgebiets, tote es am 1. August 1914 bestand: 2. andere Ansprüche aus Verlust oder Schaden, den die Vereinigten Staaten ober ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges durch Verletzung von Personen oder von Gütern, von Rechten und Interessen, einschließlich jeher Gesellschaft oder Vereinigung, an denen amerikanische Staatsangehörige beteiligt sind, seit dem 31. Juli 1914 erlitten haben: 3. Schulden der deutschen Regierung oder deutscher Staats- UMl n ' « -°3 9>o n ' 3 3 Verfassung von ---- Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben.“ Meine Damen und Herren! In schwerster Zeit ist die neue deutsche Verfassung erstanden. Die Lasten, die damals Deutschland bedrückten, sind auch im Verlauf der drei Jahre wahrlich nicht geringer geworden, sondern haben stch noch erheblich vermehrt. In den maßgebenden E n - ten tefreif en kann man sich immer noch nicht von Item unklugen Gedanken frei machen, den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Deutsch- land zu vermehren. Trotzdem für jeden Einsichtigen klar sein könnte, daß die Verelendung Deutschlands die Verelendung der ganzen Welt, vornehmlich der arbeitenden Klassen bedeutet. Die entsetzlichen äußeren Röte, die unser Volk bedrücken, werden noch erheblich gesteigert durch innere Schwierigkeiten. Wahnwitzige und verbrecherische Elemente glauben, sie könnten die Republik in Deutschland zu Fall bringen dadurch, baß sie ihre führenden Männer morden. Die schweren inneren staatlichen Erschütterungen, die durch diese Bluttat hervor- gerufen wurden, wirken leider jetzt noch nad Diese und andere Vorgänge zeigen deutlich, daß die deutsche Verfassung keineswegs gegen Gefahren gesichert ist. Cs ist kein Zweifel, daß sich der Staat gegen Gewalt im Innern mit den Mitteln der Gewalt zu verteidigen hat. und daß er die Kraft dazu auch = 3or32.S'= na VH.- 3» -io A3 «Q. <563 3 3 „Xd KM 'S. 1 $ fein und dunkel dämmerte in ihm die Erkenntnis, baß er sich tm Eingang der Katakomben befand, die ihm vor einigen Tagen noch Verderben gedroht. , Er hörte Schritte aus der Dunkelheit bringen, die die hintersten Gemächer umfaßte. Dann sah er Perzelius sich entgegenschreiten. „Wir sind gerächt," rief ihm dieser schon von weitem zu und verlöschte das Feuerzeug, das er in der Hand trug. „Die uns nach dem Leben trachteten, sind selbst dem Untergänge geweiht worben." „Was ist?" fragte Eduard voll Erwartung. „Iechiel den Iehud -und Samuel Chujim sind ertrunken mit all den andern. In einem der rückwärtigen Gänge, die tief hinabführen, liegen ihre Körper aufgedunsen und blau inmitten andrer Toter. Wahrscheinlich Haden sie sich auf einem unterirdischen Weg hierher retten too'Ien, oßne jedoch dem nachbringenden Wasser entrinnen zu können." Mit Genugtuung vernahm Eduard die Rach- richt des Dokt ors. Doch was nützte ihm jeßt alle Rache? Vermochte sie doch Silitz nicht lebendig zu machen. Perzelius trat neben Eduard zu Silitz hrn. Er fühlte ihren Puls, der völlig versiegt war. Er hielt ein Haar vor ihren Mund um einen etwa noch vorhandenen Atem feststellen zu können. Aber alles umsonst. Sie war zu lange schon dem nervenzerstörenden Einfluß. der Matummu- zeremonie ausgesetzt gewesen. Die Lebenskraft war bis zur Erschöpfung ihrem Organismus entzogen worben, so baß der Tod eintreten mußte. Sonst hätte auch der Priester nicht schon mit den Vorbereitungen jur Mumifizierung beginnen können. Kopfschüttelnd und ohne irgend efrie Emplw" - ' MM r s » X fl M MMtn M Mos. Roman von Ernst Schert«!. 83. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Ismais schritt ausrecht und tote ein j mger Held der afrikanischen Vorzeit nach dem Ausgang der Hohle, Seine Glieder toaren gestrafft imb sellle braune Haut glänzte metallen unter den Strahlen der ausgehenden Sonne, deren .Widerschein zu den Felsen tyeretnftutete. Trotzdem Eduard nicht wußte, was die Worte des nubischen Knaben bedeuteten, fuhtte er sich doch seltsam gestärkt, als er jenen Jo schreiten sah wie den Sohn eines Fürsten, dem lMacht gegeben war über Leben und Tod. Welches Pharaonen Blut pulsierte noch in den Adern dieses späten Sprossen? Welche hohen und geheimen Kräfte lagen In diesem schmalen Körper schlafend, nur darin und wann aufgepeitscht, um etite Versammlung betrunkener Hafenarbeiter zu belustigen und den kärglichen ünterßalt zu verdienen ? „ , Eduard wollte aufspringen und Ismras nach- gehen und mit Fragen bestürmen, aber ber Schmerz hielt ihn nieder. Es war ja alles umsonst, und er brach aufs neue in einen Strom von Tränen aus. Zehntes Kapitel. Doller und voller strömte bas Licht des werdenden Tages in bas Innere der Höhle, in welcher Ed'iard neben Silitz lauerte. Erschöpft und leer blickte Eduard “um sich. Er ließ seine Augen nach dem Hintergründe z i wandern, wo er zwei mächtige, geöffnete Torflügel sah. Matt stand er auf und durchsuchte die dahinter liegenden Räume. Sie tarnen ihm be- taiyit vor. Hier mußte er schon einmal gewesen Hessischer Landtag. 33. Sitzung. St. Darmstadt, 11.Aug. Am Regierungstische: Ministerpräsident 111 - rich, Finanzminister Henrich, Iustizminister von Brentano, Wirtschaftsminister Raab. Die Plätze der äußersten Rechten und äußerten Linken sind leer. Der Sitzungssaal ist arte Anlaß der Derfassungsfeier mit Pflanzengrün geschmückt. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 8.40 Uhr und hält folgende Festansprache: Meine Damen und Herrens -Qeutc am 11. August jährt sich zum drittenmal der Tag, an dem dieneueVerfassungdesDeutschen Reiches von der Rationalversammlung in Weimar beschlossen wurde. Der erste Artikel, der vornehmste und grundlegende, lautet: „Das Deutsche Reich ist eine Republik. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus." In Weimar, auf historischem Doden, in der Stadt Goethes und Schillers, der großen deutschen Denker und Dichter, die mit ihren Werken die gesamte Kulturwelt befruchteten, ist die rechtliche Festlegung der Grundorganisation des neuenStaaiswesens geschaffen. Das staatliche Dasein wurde hier verankert und fest umgrenzt. Die Dtaatsform ist Republik und Demokratie. An die Stelle des monarchischen Obrig- Siaatspräsidenten mit dem Abg. Ebne r. Staatspräsident Ulrich: Der Abg. Ebner hat sich gestern darüber beschwert, und zwar auf Grund einer Rotiz hx der Südwestdeutschm Arbeiterzeitung, baß in Bingen kommunistische Ber- smnmlungen unter freiem Himmel verboten wurden und baß besonders hessische Minister dieses Verbot gutgeheißen bzw. veranlaßt haben. Er hat besonders mich Herrn Dr. Davrd und Herrn Adelung genannt. Wir hätten den Kreisdirektor Schön ersucht, in Bingen für Wiederherstellung der Ordnung Sorge zu tragen und alle kommunistischen Versammlungen unter freiem Himmel zu verbieten. Ich habe veranlaßt, baß Herr Kreisbirektor Schon befragt wurde, ob er eine dahingehende Auskunft gegeben hat. Ich sowohl wie die Herren Dr. David und Adelung wußten, daß wir mit Herrn KreisdirektorSchön überhaupt nicht gesprochen hatten. (Höri! Hört!) 'Die Besprechung des genannten Dlattes und des Abg. Ebner ist also eine glatte Unwahrheit. (Hört! Hört! Unruhe.) Herr Kreisdirektor Schön, der uns als durchaus rußiger, besonnener und sehr verdienter Beamter bekannt ist, hat uns beftdilgt, er habe dem Kommunistenführer erklärt, daß er sich mit den hessischen Ministern, die in Dingen toaren, einig wisse in der Absicht, die Ruhe und Ordnung wieder herzu stellen. Völlig falsch sei, baß er versichert habe, daß wir drei uns in dem angeführten Sinne geäußert hätten oder ein Verbot angeregt haben. (Hort, hort!) Er habe einzig mit dem Herrn Minister des Innern über die Vorkommnisse in Diägen gesprochen. Dieser- habe sich für ein Verbot der Versammlungen unter freiem Himmel in den erregten Tagen ausgesprochen. Der Kommunistensührer sei damit einverstanden gewesen (Hort!) und habe die Versammlung in ein Lokal verlegt. Ich muß doch sagen, wenn derartige falsche Behauptungen hier benutzt werden sollen, um einzelne Personen Ijer- abzusehen, ist es an der Zeit, hiergegen Stellung zu nehmen. Run hat der Abg. Ebner inzwischen einen Bericht geschrieben in der Snd- westdeutschen Arbeiterzeitung Über den Ausflug nach Rüsselsheim. Sie haben ihn doch geschrre- s ö Q angehöriger an amerikanische Bürger. Die Zusammensetzung der Kommission ist nach Artikel 2 des Abkommens folgende: Die deutsche Regierung und die Regierung der Vereinigten Staaten sollen je einen Kommissar ernennen, die beiden Regierungen sollen auf Grund einer Vereinbarung einen Unparteiischen auswählen, um über alle Fälle zu entscheiden, in denen die Kommissare verschiedener Meinung sein sollten, oder über alle strittigen Punkte, die sich im Laufe der Verhandlungen zwischen ihnen ergeben sollten. Die Kommissare sollen innerhalb zweier Monate nach dem Inkrafttreten des Abkommens in Washington zu- ;sammenkvmmen. Zett und Ort weiterer Zusammenkünfte können sie festsetzen, wie es zweckmäßig erscheint. Jede Regierung bestreitet ihre eignen Ausgaben, sofern sie nicht von beiden Regierungen zu gleichen Teilen getragen werden. Die Entscheidungen der Kommission und die des Un- partettschen (falls solche Vorkommen) sotten : -LS ? 'lyi ■ß n OJJ B X tyj»* I’iLsö ‘Ri rungStag an das Werk von Weimar vermitteln. Es gilt, die Verfassung mit lebendigem Geist zu er» üllen, mit dem Geist ber Opfcvtoilligfcit. Die republikanische demokratische Staat, form legt die Verantwortung für daö Staats- ganze auf d i e Schultern beS Volkes. Sie zwingt dadurch jeden zllr Mitarbeit und stellt somit große Anforderungen an den Einzelnen Sie gibt größere Rechte, erheischt indessen auch größere Pflichten. Demokratie erfordert aufs I ochste gesteigertes staatliches P f 11 d> t b e ip u ß 11 e i n. Demokratie ist unvereinbar mit Vorherrschaft einer Minderheit und Diktatur. Sie verlangt die Mitwirkung aller am Werke. Der Sinn für den Dienst am Volksganzen und das Zuriickdrängen des kleinen eigenen Ichs muß unserem Volke immer mehr anerzogen werden. Meine Damen und Herren! Die Zuftmsi Deutschlands hängt davon ab, in welchem Blaße es gelingt, den Geist der Schaffensfreude zu erwecken, der zur Freiheit und zu Erhöhung aller Kulturwerie führt. Wir dürfen nicht verzweifeln am Schicksal, sondern müssen besonders in der größten Rot die Kraft und den Mut aufbringen zu rastloser, unverdrossener Arbeit am wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg unseres Volles. Dieser Gedanke muß uns tragen, und In diesem Gedanken müssen alle Glieder des deutschen Volkes einig gehen. „Allen Gewalten zum Lnitz sich erhalten, rufet die Arme der Götter herbei!" sagt der große Weimaraner Goethe. Die Verfassung von Weimar ist die Grundlage des staatlichen Seins unseres deutschen Volkes. Bauen wir darauf ein Reich der Freiheit, ein Reich der Gerechtigkeit! (Lebhafter Beifall.) Es tritt danach eine Pause von 30 Minuten ein. Um 9,20 Uhr wird die Sitzung wieder eröffnet. Abg. Lücke! (Soz.) fordert in Form einer kleinen Anfrage ein Ausfuhrverbot für Obst und Festsetzung von Richtpreisen. Präsident Rebe! erwidert, älhnlich tote gestern bezüglich der Kartofselfrage behalte die Regierung die Preisentwicklung dauernd im Auge. Ausfuhrverbote kann sie nicht erlassen, ebensowenig Richtpreise festsetzen. Doch fei man an die Reichsregierung berangetreten mit dem Ersuchen, Bestimmungen zu erlaffen, daß Ausfuhr ins Ausland erst zugelafsen wird, wenn die heimische Devöllerung versorgt ist. Es kommt dann zunächst eine scharfe Auseinandersetzung 1 I F KurS Kurs P Han 9J0,~ 168, 980,50 980, Berliner Devisenmarkt. Rio de Janeiro 11786,- 11816,- 11585,- 11615,- 12. 8 Schweizer Franken . 100 Kr. 4,70 Fr. 125.40 7480B 7481B □□ □□□□□□□□□□□□□□□□□□£]□ □□□□noooa liefert In jeder ge^ttasohlen 100 100 100 100 100 100 100 100 100 wird ab» .,11 1.42 100 Fr. 1 £ Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. 2172,75 61,03 3 >1,65 485,65 40 i,50 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 -.12 1.47 203.70 0.65 0.01 13.21 42.80 23.43 24.05 »0.70 0.37 525 50 1.575 0,372 2100, 1001, 890, 900, 1C35, Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Neuyork . . Paris. . . . Brüffel-Antw. . Ehristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelstngforS. .. Italien London Aeuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos MreS . Bulgarien . . . Japan 2001, 905, 9u5, 893, 1045, 2157,30 59,92 312,35 472,-tO 4K,45 204.- 0.61 0.01 13.10 42.50 23.44 23.90 40.- 0.375 625-75 1.575 0,075 540,- 520,- 70,50 1000,- 548.- 520, 69,- 1005, - 11.8. -.61 -.29 -.56 — ,47 2060,- 98),- 872,- 875,- 1040,- 99J,- 550,- 500,— 70.50 980,- 183- weitergefuhrt. Gießen, den 31. Juli 1922. Hessisches Amtsgericht. 1,54 2162,70 60,08 313,15 473,60 416,55 Gießen, den 4. August 1922. Hessisches Amtsgericht. 1368 ft— 1,50 2167,25 60,92 310,85 481,35 399,50 , at, die aber im starken lGegensah zu der Tatsache steht. (Lebh. BravoI Widerspruch. Unruhe.) Abg. Harth (Soz.) stellt fest, daß die Arbeiterschaft in Rüsselsheim in keiner Weise erregt ist, trohdeni der Herr Ebner in der halben Stunde, da der ßanbtag frühstückte, versucht hat, draußen die Arbeiter gegen den Landtag auf» izuhchen. (Hört, hört!) Unruhe.) Die Opelschen Arbeiter sind, etwa 6000, im Metallarbeiterver- lbanb organisiert. Ihr Vertreter hat mit vollem Einverständnis aller gesagt: Opel sind wir, wir sind Opel. (Hört, hört!) Abg. Ebner (KPD.) bestreitet, daß er die Arbeiter aufge^hetzt habe, er habe nur mit zwei 'Arbeitern gesprochen. (Hört, 'frört!) Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien . , Prag........ Paris London ...... Italien....... Druffel Budapest ..... Neuyork. ...... Agram ....... Warschau Niemals Vergessen darf die praktische Hausfrau, daß es xum Färben von Kleidern, Blusen.Gardinen nhü. nicht-? Besseres gibt, als die wc!'.berühmten „Heitmanns Farben". Marke „Fnchökops im Stern". M3ss 11.8 77,50 119,50 290,- 78,- 550.- 410,- 281,- 2/4,- 495,- 386, - 296, - 238, - 282.- Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden ändernde Antrag A u ß und S ch e r e r angenommen, der Antrag Büchner gelehnt. (Schluß folgt.) Handel. Berlin, 11. Aug. (Börsenstimmungs* bild.) Aach den starken Steigerungen der letzten Tage behielt heute die schon gestern am Schluß der Börse bemerkbare Realisatiousneigung die Ober» Hand. Die Spekulation, die sich anscheinend doch etwas übernommen hatte, glaubte sich wegen der bevorstehenden zweitägigen Verkehrsunterbrechung etwas entlasten zu müssen. Es ergaben sich daher Rückschläge von durchschnittlich 10—50 Prvz.; für Montanwerte von 50—100 Prvz.: für Hösch und Essener Steinkohlen sowie Anglo Guano von 225 bis 275 Prozent. Das Geschäft ließ sich im allge» meinen etwas ruhiger an, belebte sich aber später etwas, als Harpener mit rund 700 Proz. Gewinn die steigende Bewegung wieder aufnahmen. Die herauskommende Ware wurde übrigens von durchaus potenten Händen und zwar großen Konzernen und dem Privatpublikum ausgenommen. Da die Börse weiterhin eine gute Widerstandskraft bekundete, sind im allgemeinen Erholungen eingetreten. Die Grundstimmung ist weiterhin als durchaus fest zu bezeichnen. In Auslandsrenten lag das Geschäft ruhig, die Kursbildung war überwiegend fest, aber nicht einheitlich. 3prozentige Reich an eihe überschritt mit einem Aufschlag von 30 Prozent infolge von Auslandskäufen 300 Prozent. Am Devisenmärkte waren Schwankungen bei stillem Geschäfte nicht erheblich. Bei Otavi-Minen und Eisenbahngesell» schäft beträgt der Bruttogewinn 109514 Pfd. Ster- ling, der Reingewinn 43668 Pfund Sterling, wo- raus 5 Prozent Dividende gleich 1 Schilling für jeden Anteil verteilt wird. Die Kapitalrentensteuer trägt die Gesellschaft. Frankfurt a. M., 11. Aug. Börsen - stimmungsbild. Die ungeklärte politische Lage spiegelte sich auch heute an der Börse in der Kursgestaltung wieder. Der Dollar wurde im Frühverkehr mit 840—845 und später 850 genannt. Im freien Verkehr traten Kursabschwächungen hervor. Benz 620, Hansa Lloyd 300, Deutsche Petroleum 2250, Ufa 220, Becker-Stahl 620, Gebr. Fahr 640. Montanaktien bewahrten bei mäßigen Umsätzen eine gut behauptete Tendenz. Am 5kitnm: 5% Dlsch. KriegSank. 4° oDisch. Reichsanl. 3"/,Disch. Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privaibank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . DiSconio-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitield. Creditbank. 10. 8. <2,50 119 25 238,- 77,50 o49,- 405,- 284,52 266,50 499, — 388,- 284, - 239,50 270,- 1990,- 1050,- 1800,- 2000,- 4800, — 1102,- Kurs 11.3. 77,50 119,25 2y4, — 78,50 550, 413,84 288,- 278,- 510,- 398,- 298,- 249,50 281,- 1875,- 2005,- 1770, - 2000,- 6300,- 1/35,— 1U. 6. 77.50 119,- 265 — 77, - 535,- 400,- 283,- 267,- 490,- 366 - 279,50 238,- 260 - gezahtt: 10. 8. -.60 -.29 -.57 -.47 Mk. = Kr. = Kr. = L. - Fr. ■ Kr. = $ = Kr. — Höchster Farbwerke. 875, - Allg. Glektt.-Ges. . . 898, - Felten & Guilleaume 10/0,- Schuckert-Werke. . . 960,- Adlerwerke 549,- Daimler 503,- 4° o Hess. Staatsanl. 72,50 Electron Griesheim 1000,— Dtfche. Bereinsbank 184.- Büchertisch. — Der Zusammenbruch der Demokratie. Zum Tode Rathenaus. Sozialisten und Demokraten im Spiegel ihrer Worte und Taten. Verlag Schack & Co., Berlin-Wilmersdorf. Schluß» Schluß- Schluß- Schluß. " ' " ~ Kurs Bekanntmachung. 3n unser Genoffenschaftsregister wurde heute eingetragen: Heuchelheimer An- und Verkaufs- Genossenschaft, eingetragene Genossenschaft mtt beschränkter Haftpflicht au Heuchelheim. Gegenstand des Unternehmens ist die gemeinschaftliche Beschaffung von wirtschaftlichen Gebrauchsgegenständen im großen und ihre Abgabe an die Mitglieder im kleinen sowie der gemeinsame Absatz von Erzeugnissen der eigenen Wirtschaft der Mitglieder. Die Haftsumme ist auf 3000 Mk. festgesetzt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Zum Vorstände sind bestellt: 1. Josef Gentner, Wirt: 2. Heinrich Reuschling III., Landwirt: 3. Heinrich Rinn IX., Landwirt — alle in Heuchelheim. Das Statut ist am 7. Juli 1922 beschlossen. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft im Landwirtschaftlichen Genoffenschaftsblatt in Aeu- wied. Sie sind, wenn sie mit rechllicher Wirkung für die Genossenschaft verbunden sind, in der für die Zeichnung des Vorstandes für die Genossenschaft bestimmten Form, sonst durch den Vorsteher allein zu zeichnen. Der Vorstand hat mindestens durch zwei Mitglieder, darunter den Vorsteher ober seinen Stellvertreter, seine Willenserklärungen kundzugeben und für die Genossenschaft zu zeichnen. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zur Firma der Genossenschaft oder zur Benennung des Vorstandes ihre Aamensunter- schrist beifügen. Die Genossenschaft wird durch den Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Dor der Entscheidung in London. Paris, 11. Aug. (WTB.) Die Pariser Blatter berichten, daß höchstwahrscheinlich Lloyd George und Poincars freute vormittag das erste Frühstück miteinander einnehmen werkten, um die Sage zu besprechen. Es wird ferner bekannt, daß Llohd George Chamberlain, Home und Worthing» ton Evans damtt beauftragt wird, eine Erklärung der englischen Regierung auszuarbeiten, in der die These der englischen Regierung klargelegt werden wird und die den Führern der Delegationen übermittelt werden soll. Ter englische Standpunlt soll nach dem De» richtersiatter des „Petit Parisien" folgender sein: Wir sind bereit, so wurde erklärt, alle die Maßnahmen anznnehmen, die in dem französischen Plane enthalten sind, die sofort Goldmark ein» bringen, aber wir weigern uns, denen, die nichts anderes als Papiergeld ergeben können, zuzu- siimmen. London, 11. Aug (WTB.) Die Morgen» blätter berichten übereinstimmend, daß man über den toten Punkt, der in den Verhandlungen zwischen den Vertretern Frankreichs und den Vertretern der übrigen Länder auf der Londoner Konferenz eingetteten sei, noch nicht hinaus- gekommen ist. Es wird darauf verwiesen, daß sowohl das britische als auch das französische Kabinett die einander entgegengesetzten Ansichten beider Länder bestätigt haben. -Es, müsse abgewartet werden, ob ein neuer Versuch, ein Kompromiß zu erzielen, möglich sein werde, wenn die Vollkonfecenz freute ihre Bettungen wiederauf- nehme. Die Sitzung des britischen Kabinetts habe gezergt, daß die britische Regierung in der 216- Icfrrrung des Poincarsschen Planes einig ist. Die „Morningpost" will von einer in amtlichen Kreisen herrschenden optimistischen Stimmung wissen, Reuter dagegen berichtet über die Aussichten der Konferenz, es sei bis gestern in amtlichen englischen Kreisen nichts bekannt gewesen, was die verschiedenen Ansichten über eine Aenderung in der französischen Politik bestättgen könne. London, 10. Aug. (WTB.) Reuter berichtet, es sei wahrscheinlich, daß das Schriftstück, in dem der britische Standpunkt dargelegt wird, freute abend vorbereitet werden wird. Man glaube nicht, daß es neue englische Vorschläge enthalten wird, da die Stellung der britischen Regierung bereits klar genug umschrieben ist und nichts geschehen kann, bevor über die Vorschläge Poincares von der Konferenz entschieden sein wird. Llohd George hatte heute eine längere Ilnterredung mit den Ministern Belgiens und Italiens und wurde freute abend vom König empfangen. Eine diplomatische Zwistigkeit zwischen Amerika und England. Aeuhork, 9. Aug. Sine ernftlidte diplo» matische Zwistigkeit dürfte zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien über die gegen alles internationale Abkommen vorgenommene Beschlagnahme eines englischen Handels» dampfers „Minnie Walker" entstehen. Vor einigen Tagen wurden verschiedene Motorboote beobachtet, die 100 Kisten Whisky aus der Drei- Meilen-Zone an der Küste Aew Jerseys einschmuggeln wollten. Die Kriegsmarine nahm die Boote unter Beschlag, es stellte sich nun heraus, daß die 100 Kisten Whisky aus dem englischen Dampfer „Minnie Walker" stammten, der 35 Meilen wett draußen im Ozean lag. Die 2Ikarinebehörde gab nun Befehl, diesen englischen Dampfer ebenfalls zu beschlagnahmen, was auch geschah, und nun entsteht die Streitfrage: Hat die amerikanische Regierung ein Recht, außerhalb der Drei-Meilen-Zone ihres Landes, Schiffe beschlagnahmen zu dürfen. Die englische Regierung hat beretts protestiert. Eine Zusammenkunft amerikanischer Konsuln in Deutschland. Berlin, 10. Äug. Hier fand dieser Tage die erste Zusammenkunft sämtliche!- in Deutschland befindlichen amerikanischen Konsuln statt. Der Ehef des amerikanischen Konsulatswesens, 2Iir. H. C. Hengslar, und Generalkonsul William (Soffin waren gegenwärtig, um eine innigere Zusammenarbeit der amerikanischen Konsulate in Deutschland herbeizuführen. Aus acht deutschen Städten waren die Konsulatsvertreter erschienen, auch aus Kopenhagen. Eine Abendgesellschaft, die von dem amerikanischen Gesandten und Mrs. Houghton veranstaltet wurde, beschloß die erste Zusammenkunft dieser Art nach Friedensschluh. Züricher Devisenmarkt. 11. 8. Stlidt. Arbeitsamt Gießen Lisbigstrafle 16, Teleph. 2054. E- können eingestellt werden: L. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Bäcker, 1 Wagenlackierer, 1 Schreiner, 4 Schuhmacher, 1 Korrespondent, 1 Maschtnenschretber, 3 Stetnhauer, 1 Weinbinder. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Polsterer. 2 Bilderrabmenmncher, 1 Steinbildhauer, 1 Stetnhauer, 2 Bäcker, ein Metzger, 2 Svengler und Installateure, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 3 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Weißbinder. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreher, 2 Kesselschmiede, 3 landiv. Knechte und Arbeiter, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 1 landw. Verwalter, 2Tavezierer und Polsterer, 3 Bäcker, 4 Schreiner, 1 Polsterer, 1 Sattler, 2 Steinmetze, 1 Hetzungsmonleur. Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Zigarren- sorlierer, 1 Gärtner. Cs suchen Arbeit: 1 Buchdrucker, 1 Schriftsetzer, Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer, HauS- burschen und Ausläufer, 1 Autogenschweißer, Maschinenschlosser, Nauschlosser, Schuhmacher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, Bäcker und Metzger, Kellner, 2 'Buchbinder, 2 Wagner, 1 Installateur und Spengler, 1 Monteur, Heizer, 1 Kraftfahrer, 1 Glaser, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter, ITchmied, 1 Schäfer, 1 Gärtner, 1 Friseur. Lehrlinge: 3 Elektromonieure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost u. Wohnung, 1 Kaufmann. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen* genommen. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tags« über, Dienstmädchen, Lauffranen und -mädchen für Geld Brief Geld Brief Datum: 10. August. 1i. August. Amstd.-Rotterd 33458,1G 33i41,95 33458,1033541,90 “------ 6541,80 6558,z0 664165 66-8,35 14831,35 14918,65 14d56,40 1*893 60 1ö601,70 18648,30 18? 26,10 1857320 22571,75 22628.25 22621,65 22678'35 1802,76 180.,30 1817,70 1822 30 392.,05 3929,95 3945,05 3964’95 3850,16 3864,65 3875, 5 3834,85 866,41 868,59 868,91 871,09 6316,25 6983,75 69x1,25 7008,75 15779,- 16221,- 16579,25 16620,75 13617,- 13383,25 13416,75 1,54 1,50 Zum Schutz Der Repuplik. Die Abgg. lÄaul und Gen. beantragen: Der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen: 1. die leitenden Stellen in (der gesamten) Verwaltung und (einschließlich der) Justiz (ver- wattuna) nur solchen Personen zu übertragen, die unbedingt zuverlässige Anhänger der republikanischen Verfassung find; 2. das Personalreferat in allen Zweigen der Verwaltung und (einschließlich) der Justiz (Verwaltung) ;.ur solchen Beamten zu übertragen, die hervorragend sachkundige und unbedingt zuverlässige Aepibü» kaner sind. (Die eingeklammerten Stellen sind nachträgliche Aenderungen.) Hierzu liegen folgende Aenderungsanträge vor: Abgg. Ruß und So Herr beantragen: In Ziffer 1 statt die Worte „die unbedingt zuver- läss.ge Anhänger der republikanische Verfassung sind", zu setzen: „Sie rückhaltlos bereit sind, im Gei st der republikanischen Verfassung ihr Amt auszuüben". In Ziffer 2 statt „sachkundige und unbedingt zuverlässige Republikaner sind" zu sagen: „sachkundig und entschlossen sind, ihr verantwortungsvolles Amt im Geiste der republikanischen Verfassung unparteiisch auszuüben". Abg. Dr. Büchner (Dem.), Reiber und Gen. beantragen: Der Landtag wolle die Regierung ersuchen, sie möge eine Verordnung an sämtliche Behörden ergehen lassen, durch die alle Beamte, die auch jetzt noch nicht ihr Amt im Geiste der republikanischen Verfassung ausüben zu können glauben, nochmals aufgefordert werden, ihre Versetzung in den Ruhestand zu beantragen. Wer von diesem Angebot binnen einer bestimmten Frist keinen Gebrauch macht, gibt damit zu, daß er der Republik in seinem Amte loyal zu dienen bereit ist. Abg. Dingeldey (D.Vp.): Ich stelle fest, daß hier schwerwiegende und tiefeinschneidende Gesetze verabschiedet werden sollen, ohne daß der Mehrheit der Mitglieder des Hauses ein Bericht über die Ausschuhverhandlungen zu gegangen ist. Kein Mensch weiß, was in den Ausschußverband- lungen besprochen wurde. Ich muh doch sagen, ich finde es geradezu unerhört, in welcher Weise hier solche Gesetze gemacht werden sollen, und wir legen die schärfste Verwahrung dagegen ein. Ich stelle den Antrag, diese Gegenstände von der Tagesordnung abzusetzen, bis ein gedruckter, mit einer ausführlichen Begründung versehener Ausschuhbericht vorliegt und den Abgeordneten zugängig gemacht ist. (llnrufre und Widerspruch.) Abg. Kindt (Dnatl.) schlieht sich dieser Erklärung an. (Unruhe.) De r Antrag wird a b g e I e fr n L Es wird in die Beratung der Gesetze ein- getreten. — Abg. Sturmfels (Soz.) erstattet den Ausschußbericht. Danach liegen noch einige Abschwächungsanträge vor, die der Presse nicht mitgeteilt wurden. Avg. Dingeldey (D. Vp.): Wi r werden unsere Zustimmung zu disser Vorlage räch geben. Vicht, weil wir fi’ inhaltlich für bedenklich halten. Was frier gefordert wird, ist selbstverständlich und, gerade weil es selbstverständlich ist, 'fralten wir es für eine Beleidigung and Herabsetzung der Beamten, ifrnen zu unterstellen, daß es erst eines solchen Gesetzes bedarf, um sie zur Pflichterfüllung auf Grund ihres Eides anzuhalten. Wir proteflieren gegen diese älnterstellung and tefr.ien aus diesem Grunde die Vorlage ab. 2Ibg. Kindt (Dntl.) gibt eine inhaltlich ähnliche Erklärung ab. Wir stimmen besonders gegen den Antrag Büchner, der noch eine Verschärfung des sozialdemokratischen Antrages ist. Abg. Dr. Büchner (Dem.) '.reist das zurück. Sein Antrag stelle eine Milderung, keine Verschärfung dar. Abg. Kaul (Soz.): Wir erheben Einspruch gegen die Stellungnahme des Herrn Dingeldey. alnser Antrag richtet sich nicht gegen die Beamten: er soll einzig dem Schutz der Republtt dienen. Er richtet sich nur gegen pflichtvergessene Beamte. Abg. Ruß (Ztr.): Für uns war der erste Leitgedanke: Das Wohl des Staates ist oberstes Gesetz: der zweite Leitgedanke war die Gewissensfreiheit des einzelnen. Darum haben wir unseren Abänderungsantrag eingebracht. Den Standpunkt des Abg. Dingeldey bedauern wir und bitten, unserem Anträge zuzustimmen. Rach kurzen Ausführungen der Abgg. ü r - (labt und Kindt folgt Abstimmung. Der Ausschuhantrag wird abgelehnt, der diesen ven, Herr Ebner, oder störte Sie das? Die schweigen! (Hört, hört! Grohe Unruhe.) — Abg. Ebner schreit: Ich schweige nicht, vor Ihnen schweige ich noch nlcht! — Zurufe: Antworten Sie doch Ja oder Rein! — (Große älnrufre.) — Staatspräsident ällr ich fortfahrend: Dieser Bericht enthätt unglaubliche Verdächtigungen. (Grohe Unruhe.) Ich protestiere gegen diese Art des Kampfes auf das Energischste. (Lebh. Beifall. Unruhe.) Abg. Ebner (KPD.): In dem Bericht der Südwestdeutschen Arbeiterzeitung sind Zeugen für ®ie Behauptungen genannt Herr Staatspräsident ällrich hatte ja diese Zeugen vernehmen können. Tatsächlich hat die KPD. ihre Versammlung nicht unter freiem Himmel abhalten dürfen. Heber i>en Ausflug habe ich bereits meine Ansicht ge^ lagt. Dem Herrn Staatspräsidenten erwidere ich: Jawohl, ich habe den Artikel geschrieben! (iln- ruhe, Hört, hört!) Diese Behauptungen (Staatspräsident ällrich: Sind gelogen!), beweisen Sie, dah es nicht wahr ist! (Große -Unrufre.) Staatspräsident Ulrich: Der Herr Ebner kennzeichnet sich mit seinen Ausführungen selbst. {6bner: Jawohl!) Damit ist die Sache für mich i’tm Grunde erledigt. Feststellen will ich aber, nachdem ich beide Teile gehört habe, hatte ich das -Recht, ein Urteil zu fällen. Das ist geschehen. ^Was die Bemerkungen in dem Bericht Ebners [anLingt, so sage ich: Was darin steht, beweist, dah der junge Mann zwar eine starke Markte der chemischen Aktien gaben die Kurse nach. Die allgemeine Stimmung blieb während des Verlaufes behauptet. Vereinzelte Spezialpapiere wurden reger gehandelt. Privatdiskont 6 Prozent. Frankfurt a. HL. 12 August 1922. Börsenkurse. Frantturt Berlin einzelne Tage, tüchtige Alleinmäöchen, 2 Küchen- madchen. 1 Stütze, 1 Köchin, 1 Kochlehrmädchen, 2 Stenotttvistinnen. auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirtschaftliche Dtenitiuädchen, Dienstmädchen, Allein- madchen, Zimmermädchen, Ltüchenmädchen. Aroei $au§&dHerinnen, 1 Köchin für Hotel, 1 Köchin für Anualt, 1 Friseuse. Es suchen Arbeit: Waschfrauen, einige Laufsrauen,auch für Nachmiitagsbefchäftigung,Mädchen sttr tagsüber, 1 Büglerin, 2 Berknuserinnenlebr- 1 Kontoristin, 2 Berkäuserinnen, 1 Bechilfe zu Herren- oder Damenschneider. Tie Berufsberatung und ArbeitS-Bermitt- lung für Muuker rindet werktags von 10 bis 12 Ubr statt.___ 74698 Arbeitsvergebung. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893, der Ergänzungsbestimmungen vom 24. Februar 1911 und der Arbeiterschutzverordnung vom 7. September 1920, werden nachfolgende Weißbinder- und Anstreicherarbeiten für den Amts- gerichtSneubau zu Gießen öffentlich ansgeschrieben- Faffadenputz Los 1, 2 und 3, zusammen etwq 2175 qm auf Dacksteinwände, 200 qm auf Betonflächen (Brücke)' Aeußerer Oelfarbenanstrich Los 4, 5 und 6, zusammen etwa 215 qm Hauptgesims, 600 qm Holz, sproffenfenster, 40 qm Eisenfenster, 380 qm Holzrolläden, 215 m Dachrinnen, 168 m Abfallrohre. Die Verteilung bezw. Zusammenfassung der einzelnen Lose bleibt Vorbehalten. Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephanstraße 18, soweit der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Angebote sind bis Samstag, den 26. August d- IS., vormittags 11 Ahr, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen und portofrei bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Gießen, den 11. August 1922. [7500D Hessisches Hochbauamt Gießen. I. V.: Kuhlmann, Reg.-Vaurat. * Rationalbank f. D.. Boch. Gußstahlwerke 1895,- Bud.-Eisenw.-Att.. 995,- 1030, D.-Luxemb. Bergw.. ^730f— 1767, Gelsenkirch. Dergw.. 1968,— 2000, Harpener Bergbau. 41>uü, - 5300, Oberschl. Eisenb.-B. 1140,- U08, Oberschles. Eisenind. 970,- 970, Phönir-Bergb.-Akt. 1950, Dad.Anilin-u. Soda 950, Drtiacten aller Sri SnsBtattang stl’.roln n. preiswert die BrBhl'eohe Üalv.-Dreckerel, R. Lange, (ließen Mittwoch, den 16. I. Mts., vormittags 7 Uhr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Mesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mähplatten und den Eisteichen in den Forstwarteien Baumgarten, Leihgestern und Großen-Linden in der Wirtschaft des Gg. Sommer VI. zu Watzenborn versteigert. Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbielen zugelaffen, aus denen seither schon regelmäßig eine Beteiligung stattaefunden hat und die das Futter in der eigenen Wirtschaft verwenden; der Zuschlag wird nur für eine den Derhäl*niffen des Bietenden angemessene Anzahl Lose erteilt. Wettere Auskunft erteilen die Herren Förster Menges zu Forsthaus Baumgatten, Seipp zu Großen- Linden und Forstwart Heß zu Leihgestern. Gießen, den 12. August 1922. Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein, (7492D Bekmrutmachnng. Im Amtsverkündigungsblatt Rr. 87 vom 8. August 1922 sind die neuen Gebührensätze der Schornsteinfeger veröffentlicht, woraus ich hierdurch Hinweise. 7478B Gießen, den 8. August 1922. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Fre h. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Wemper & Sviesmacher, Gießen, eingetragen: Der Gesellschafter Alfred Spiesmacher in Gießen ist aus dem Geschäft ausgeschieden. Dasselbe wird von Heinrich Wemper in Gießen, als Einzellaufmann, unter der seitherigen Firma CWTc »,->M W vergessen Ä1U5frau, infi eZ Aiim diniert ®nt^i|en l’^‘ MVA MA “j’ÄwS SM» Uj« Ä \ « I« &"J* 7 ;,kn nichts Bdfltm? m Politik 5t$ fett« J? ri genug umschrie, nÄ bevor über bie oa Konferenz enischie- Rr°? ^u,e eine S?Än^8kn8 veuie abend vvm &g Zdistiglrit zwischen d Englmd. §ine ernstliche diplo» -it dürste zwischen den Grvhbritannien über die le Abkommen vvrgenom- nes englischen Handels« er" entstchen. Aor einigen l>ene Motorboote bevl» Dhisch aus der Irei- iüsie Aew Jerseys ein- Kriegsinarine nahm die s stellte sich nun heraus, lisch aus dem englischen taflet“ stammten, der en im Ozean lag. Die Befehl, diesen englischem eschlagnabmen, was auch ht die Streitfrage: hat ma ein Recht, au fierhalb reJ Landes, öMe bt- Die englische Regie« ert. mmlamschrr AvnsulL schland. hier sand dieser Tage sämtlicher in Deuisch- n amerikanischen jhef des amerikanischen 5 Hengslar, und Gene- loaren gegenwärtig, um sammenarbeit der in Deutschland herbei' chen Städten waren die rnen, auch aus Kopen« 5jft die von dem amen« »Mrs. Houston ocr- - die erste Zusammen« iedensWh. ^risien" y »X'-pS .MLD) Si l?nicnh' itah ?Ot9ö1‘ iitadfitud* ungäblatt ft.1 6et neuen S^xüurch licht, Ivoraalid) 9 Mö £5m^- gte- Ffti* B 1022. MS., voE Mesen L^L-khi* ÄÄ^enöe"1 “ %&•* *’ Hhi 5dr, n *« mut» cm uvi oimr IPRöf ? Riß H wirt Ludwig Bierau. ■»lUH Iw}! 8 w 15* Tan^aei'i gewöhnI.Breise < < 1. 2. 3. 4. 5. 35 113 Generalvertretung und Lager Wilhelm Magnus,Gießen 13,04 Fstm. 39,40 „ 81,12 „ Gießen (Großer Steinweg 16), den 12. August 1922 Von der Reise zurück. Dr. Klewitz. © Fußball © Sportplatz a. d. Hardt SMl« WllMNWß Ihre Verlobung zeigen Anna Ruhl Karl Funk Gießen - Frankenau (Dez. Kassel), den 18. August 1922 Gießen (Rodheimer Str. 2), den 12. August 1922 llllllirttriilltittirmittliirttiilttittimtitltHlti Originalfabrikat der Zschopauer Motorenwerke J. S. KaRniURsen, Zschopau, wieder Dr. Otto Sievers Dr. Luise Sievers geb. Porth Vermählte Ihre in Wetzlar vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. med. Ewald Stangier und Frau Magdel geb. Geibel Adolf Zarnover Emilie garnover geb. Oppenheimer Vermählte Ihre Vermählung geben bekannt Karl Rödiger und Frau Elisabeth geb. Metz Ihre Vermählung geben bekannt Albert Diehl und Frau Käthe geb. Rentmeister Dr. Josef Spier Recha Spier geb. Spier Vermählte Willi Schumacher Elisabeth Schumacher geb. Seibert Vermählte Hoizsnbmisfion. Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen vll im Wege schriftlichenAngebots nachverzeichnetes Evans - Leichtmotorrad Mod. 1922. mit elektrischer Dynamobeleuchtung, Gewicht 32 kg. Einfach In Konstruktion. 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Klaffe Bekcnutmachnng. In unser Genoffenschaftsregister wurde heute bezüglich dem landwirtschaftlichen Konsumverein, eingetragenen Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht in Garhenteich, eingetragen: Rachdem das Genoffenschaftsvermögen verteilt ist, ist die Liquidation beendet und die Vollmacht der Liquidatoren erloschen. 7479B Gießen, den 4. August 1922. Hessisches Amtsgericht • la Musik am Platrc! <2 Es labet ein der Burg- 1 mlvf VtihtMiA 'Kiprni i 115 „ 5b „ = 43,38 „ 4 Derbstangen mit zirka 0,61 Fstm. Das Holz ist mit der Rinde gemessen, jedoch geschält, und liegt ungefähr 20 Minuten von der Zahnstation Reiskirchen entfernt. Vorherige Be- flchtigungen empfohlen. Spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Angebote sind verschaffen und mit der Aufschrift Holzsubinission verf h n bis spätestens Mittwoch den 16. August 1922, mittags 1 Uhr, auf der unterzeichneten Vürgermeisterei einzureichen, wo die Waggonladungen Grasmäher Getreidemäher sowie Zäemafchinen sofort preiswert ab Lager Mittelsmühle liefert 8. w. Stephan, Großen-Vuseck, Mechanische Reparaturwerkstülle. W W kl« nach Heuchelheim Sonntag, den 13. August 1922. ES laden ein die Wirte Ferd. Kreiling, Fr. Volkmann II., W. Rinn. Gießen Garbenteich den 12. August 1922 Mitte t Snnmlms merd.fachgem.n.prets- wert gestimmt urepar. G. Eberl, Klaviermaclier ©iefien. Dlodftr. 11. Slnrausgebr.Klaviere und Harmoniums. Schöne Aussicht] Sonntag großes Sängertest mbiinlica!iiit!8i>lkSbcllisligoiig,PieWiehcii und Ball. Alles muß kommen! Eintritt frei! SU e t n e v ft. 07770 - Dutenhofen, den 12. August 1922 ............................... Bekanntmachung, Der Rachtragsvoranschlag der Gemeinde Dorf- Güll für das Rj. 1921 liegt vom 13. August bis einschließlich 20. August ds. Is. auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Gr- Hebung einer Rachtragsumlage beschloffen, zu der auch die Ausmärler herangezogen werden. Dorf-Güll, den 10. August 1922. 7491D Bürgermeisterei Dorf-Güll: Schmidt. Htt-bettsvergebrrng. Zur Erbauung von 24 Woyaungen solle,, nie Grobschlvsscr-, die Glaser» und Schreinerarbeiten vergeben werden. Angebote in beschlossenem, mit entsprechender Aufschrift versehenem Umschläge sind bis 24. August ds. Is., nachm. 5 Ähr, bei dem Architetten Hamann, Bergstraße 11, durch dem auch jede gewünschte Auskunft erteilt wird, einzureichen. 7508V Ba^ruoisrnjEüft 181)1 c. ®. m. b. H. ©itjjen. Das Im.6iariaatioia3i.le Woi'fcg'espräch । ist die Dauerbügellalto Fesers Knieschutz । verhütet die Knicbenlen in der Horo Preis 8111k. 50.— (mit Porto Mk. 33.-1 Utberall erhältlich. Frits Feser, Erfindet und alleiniger Fabrikant, Frankfurt am Main Vertrieb für Hessen-Nassau, Rheinland-Wesitalen, Baden, Wilrttembetg. für alle anderen Plätte und Aailand der Genetalvertrieb FREU PELd. । G m b. 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