Montag, |2. Juni 1922 172. Zahrgang Frankreichs Hatzpolitik am Pranger täte r Dte Direktion ist gewarnt." — Der Arbeiter- auSschuh und die Vertreter der Organisationen haben zunächst auch das Oberbergamt der Saargruben auf diese Vorgänge aufmerksam gemacht. Hofffentlich gelingt es, eine Verstau kigung zu erzielen. Das Handinhandarbeiten de llr. 135 Erscheint täglich, anher Sonn« und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: EiehenerFamUienblätter Monatliche Sezugrpreif«: MK. 20.— und MK.2.— 1; Erägerlohn,durch diePost MK. 22.—, auch bei Nichterscheinen einzelnerNum- eiern infolge höherer Gewalt - Fernsprech- Lnschlüsse: fürdieSchrist- leüung 112; für Verlag end Geschäftsstelle 51. Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Die Schikanepolitik der Saarregierung. Kaiserslautern, 11. Juni. Die Mißstände innerhalb des Lohn- und ArbeitS- ' Verhältnisses der Grube Frankenhvlz, die ehedem Eigentum des bayerischen Staates war, । sind in den letzten Wochen derart stark geworden, daß sich jetzt zwei eigens einberusene VelegschaftSversammlungen mit der geschaffenen Situation beschäftigen mußten. Vollzählig waren die Bergarbeiter in den Versammliur- gen erschienen. Die von den VelegschaftSmit- gl totem vorgetragenen Beschwerden und Miß- Der Polenterror in Oberschlefien. Radzion kau, 10. Juni (WTD.) In der vergangenen Bucht tourte die auf ter @rute Rationierte Wache mehrfach beschossen. Dor« gestern ermittelte die Kriminalpolizei drei Der- Lachtige und beschlagnahmte ein Gewehr. Don einer Der Haftung muhte abgesehen toerden, weil 2-ie Beamten von einer 20köpfigen Bande bedroht wurden. Verschiedene deutschgesinnte Kaufleute Lnd Angestellte in Radzionkau erhielten Drohbriefe und Len Befehl, den Ort sofort zu ver- laffen. Sie flüchteten nach Deutben. B e u t h e n, 10. Juni. (WLD.) Gestern abend 9V3 Uhr tourte eine Zivilperson, wie sich später herausstellte, ein italienischer Offizier, von einer französischen Patrouille grundlos belästigt. Als mehrere Zivilisten siir ihn Partei nahmen, führten die Franzosen den Italiener ab. Kurz daraus wurden Zivilpersonen von der gleichen Patrouille auf ter Dar- notoitzer Straße belästigt. Die Patrouille, die sich anscheinend bedrängt fühlle, floh in ein Haus uni> schoß aus einem Fenster auf die ver- sammelle Wenge. Der völlig unbeteiligte Friseur Koh aus Bismarckhütte wurde durch einen Hals fhuß getötet. Ein Angriff auf die französische Patrouille erfolgte weder in ter Bahnhofstraße Saarregierung mit der französischen .Bergverwaltung zum Erwerb von Grundstücken für den französischen Staat ergibt sich aus folgender Tatsache: 3n ter »origen Woche weilte eine Kommission her Bergverwaltung in Begleitung eines Vertreters ter Regierungskommission in Saarlouis, um wegen tes Ankaufs der Trainkaserne zu »erhanteln. Als die Stadwerwaltung darau aufmerksam machte, daß sie wegen des schlechten Angebotes die Kaserne nicht verkaufen volle, wurde ihr die Antwort zuteil, daß eine piche Haltung politischen Gründen zugcschrie- fen werten müsse. Cs wurde auch davon gesprochen, daß die Regierung die Genehmigung zur Vermietung der Kaserne nicht erteilen verte und sie ter Stadt auch in anderer Weise Schwierigkeiten machen könne. L -» jdfach Unterhalter näheren Stadtumgebung zu starten anhaltenden Gewehr- und Revolverschießereien. Auch das (Jetnatter von Maschinengewehren und die Detonationen explodierender Handgranaten waren deutlich vernehmbar. Gegen Morgen trat Ruhe ein. Wie verlautet, war das Feuer gegen unlautere Elemente gerichtet, die in die Stadt eindringen wvlllen. Beut he n, 11. Juni. (WTD.) Auf Der- anlaffung der Interalliierten Kommission tourte mit dem heutigen 'Tage über den Landkreis und den Stadtkreis Ratibor ter Belagerung s- z u st a n d verhängt. ilttllltlW , Sff von HB Annahme von Auzetgen für die lagesnummer bi» zum Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34 mm Steife örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.: für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: AMg- Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Test Karl Walther: für den Anzeigentest: Hans Beck sämtlich in Dießen ckm 5588h K. fitinemto 1 ins il Atzen . Antti: me-Tage! Sgklegtnbeit von . Schubea, sonn t und itlbgrüntu derHolen, Cona tbcmden, amerif. braunen leinenen und Trelljackrv, en, Litewken, leid L, amerik. Teck«, tlvch!! das Baar 18 Mk. Größte Auswahl rückweisgn ganten- & Dro^rienund flften. 3n einer Erklärung, in ter dieser die Verweigerung seiner Unterschrift zu »echtfertigen sucht, heißt es. daß er in Hebcrcinftimmung mit dem Cßcrtxctor Frankreichs in ter Reparationskommis- sion ter Auffassung sei, daß das Anleihe- komitee seine Befugnisse überschritte. wenn es Abänderungen an den Der- vflichtungen tes Deutschen Reiches, wie sie in den Vertrag von Derfailles und dem Londoner Zahlungsplan festgelegt seien, zum Gegenstand einer Prüfung machen würde. Eine Erklärung Morgans. Paris, 11. Juni. (WTD.) Morgan hat gester n abend vor seiner Abreise der Presse eine Erklärung abgegeben, in ter er sagte: Als er die Einladung der Reparationskommission zrun Eintritt in den Anleiheausschuß erhallen habe, habe er zstnächst gezögert. Da er aber empfunden habe, daß die Angelegenheit für Europa, und wegen ihrer Handelsbeziehungen mit Europa, auch für die Bereinigten Staaten voir so ungeheuerer Wichtigkeit sei, daß er die Einladung nicht habe ablehnen können, so sei er in rein privater Eigenschaft mit der Hoffnung ttach Paris gekommen, etwas Positives zu erreichen. In der ersten Sitzung des Anleiheausschusses habe er auseinandergesetzt, daß in den Vereinigten StaatenkeinInteressefureinedeut- sche Anleihe an sich vorliege, jedoch erkenne ny.n in den Vereinigten Staaten mehr und mehr, daß die eigene Blüte Amerikas in gewißem Grade von derjenigen der alliierten Länder ab- hänge, d i c ihrerseits wiederum in hohem Grade von der P) i e d e r Herstellung desdeutschenKreditesabhängig seien Der Beschluß ' des Anleiheausschusses. . Eine Anleihe gegenwärtig unmöglich.— Regelung des Reparationsproblems erforderlich. — Frankreich verweigert die Unterschrift. In Paris ist die Entscheidung gefallen, die man nach den letzten Meldungen voraussehen mußte. Der Finanzausschuß hat, ohnezu einem positiven Ergebnis gelangt zu fein, seine Beratungen beendet. Sein nachstehend toietergetencr Bericht zeigt, warum seine Bemühungen scheitern muhten. So vorsichtig er gehalten ist, eines geht aus ihm doch deutlich hervor: ES ist Frankreichs Schuld, trenn sich keine Lösung der deutschen und damit der Weltkrise finden ließ. Der französische Vertreter hat auch seine Unterschrift octtocigeri. Der Bericht hat folgenden Wortlaut: Paris, 10. Juni. teil all ten ungewöhnlichen Erscheinungni de- - gegenwärtigen £ in Frankreich zurückaebaltenen 28 russbeamtentum auf. Für Deutschland fct es not- KäÄfJwj. Ä.V'Ä'äSÄWS“: Regierung namentlich bekannt und Gegenstand sationssraaen. Es entspann sich nun eine sehr 4» Ein am 11. pmgenen kerne werteren bk ^.riegsverl'ccer. Der Redner fommi auf d.n ngenen in Frankreich aber | Streit zu sprechen und erfrört sich als Gegner die A n t w v r t seiner vom 1. Juni datierte Me- betrefsend die Haager London datierte Havas- Starkenburg und Nheinhesien. * Darmstadt, 10. Juni. Schwer lag dem Quai d'Orsay Regierung auf das morandum Poincares Konferenz. Eine weitere aus Englands Antwort auf das französische Memorandum. Paris, 12. Juni. IWTD.) Der englische Botschafter übergab laut Havas gestern vormii- Aus dem Reiche. Die Dergarbeiterverbande gegen daS Abkommen. Bochum, 12. Juni. (WTB.) Die bände hat das Abkommen der Verbands- vorstände mit dem Zechenverband ab gelehnt. Das Abkommen sah eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 25 Mk. vor. davon 15 Mk. aus Kohleirpreiserhöhung und 10 Mk. aus dem Mehrerlös der Förderung durch Lleberstun- den. ES sollten vier Stunden Mehrarbeit in der Woche geleistet werden. Die Vorstände der Gewerkschaften empfahlen die Annahme des Vorschlags. 3n den Verhandlungen, die fünf Stunden dauerten, sprachen sich Vertreter aller Organisationen gegen das Abkommen aus, das mit 340 gegen 98 Stimmen verworfen wurde. Die Verbandsführer wollen neue Verhandlungen mit dem Zechenverband anknüpfen. ätionäf ragen. Es entspann sich nun eine sehr lebhafte Geschäftsordnungsaussprache, und es tarn zu sehr heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Rednern Stephan und Althaus, so schädigt wurde der hier in der Alexander- trahe wohnende Leiter des Volksschauspiels Werner. Er hatte einen jungen Schauspieler. Sohn eines hiesigen Beamten, der sich aus- bilden lassen wollte, bei sich aufgenommen. Als Werner gestern mittag von einem Ausgang zurückkam, war sein in der Wohnung zurückgebliebener Schüler mit 1400 Mark Bargeld. 6 Anzügen, Wäschestücken aller Art, einem Damenpelz, einer goldenen Lorgnette und einem Koffer verschwunden. Der Wert der gestohlenen Gegenstände beträgt über 100 000 Mark. Der Bestohlene ist in seinem Unternehmen schwer geschädigt. Bis jetzt hat man von dem Dieb feine Spur. fpd. Reu-Isenburg. 11. Juni. Eine hier von der Oberförsterei angesehte Holzverstei- gerung muhte von dem Forst rat abgebrochen werden, da eine Heine Gruppe von Personen, unter Führung eines kommunistischen Landtagsabgeordneten nicht duldete, daß alle Anwesenden mitboten- Dann zogen die Leute vor das Rathaus und veranlahten den Bürgermeister zu einer Reise nd3> Darmstadt, um hier eine Verbilligung des Holzes zu erwirken. wd. Mainz, 11. Juni. Am Freitag nachmittag war im Hauptbahnhvf Mainz ein in Bischofsheim stationierter marokkanischer S o l d a t in den Darmstädter Schnellzug cingeftic- ihrer dauernden Fürsorge. Sie stehen mit ihren Angehörigen in dauernder Verbindung. Kreis Friedvertz. L: Butzbach, 10. Juni. 3n dem nahen. Taunusdorf Espa wurde ein Gedächtnis- Hain mit Gefallenem-Denkmalein- geweiht, das nach den Planen des Architekten Lippert- Butzbach hergestellt wvrden ist. — Auch Fauerbach am Hausberg hat den Beschluß gefaßt, ein Denkmal für die Gefallenen zu errichten. Es soll an der Kirche aufgestellt werden. — Unser dies- ähriger Zugendfeiertag ist auf den 18. Juni festgelegt. Er soll gemeinschaftlich mit den Schulen Friedbergs und Bad-Rau- heims gefeiert werden. Durch die Hauptrede res Studienrats Dr. Weckerling-Fried- rerg, der im Auftrage des Landesamts für Bildungswesen handelt, soll das Zugendfest zugleich zu einer machtvollen Kundgebung für das Deutschtum im Ausland werden. Gesangliche und turnerische Darbietungen, Tanz, Spiel und Reigen sind vorgesehen. Z'. Hausen bei Butzbach, 11. Zunr. Liner Bürgermeister Johannes Haus er, der im Alter von 54 Zähren starb, wurde heute unter zahlreicher Beteiligung b e e r d i g t. 2üid>' Vertreter des Kreisamts Friedberg und zaU- reiche Bürgermeister des Kreises Friedberg gaben ihm das letzte Geleite. Zuni hier abgehaltene Revicrkonfe- renz der vier Bergarbeiterver- gen. Bei der Durchfahrt in Bischofsheim, merkte ei sein Versehen, sprang aus dem in voller Fahrtbefindlichen Zug und blieb betou&t- los liegen. Der Verunglückte wurde lebensgefährlich verletzt in das Militärspital Mainz verbracht. Heffen-Naffarr. wd. Frankfurt a. M., 10. Zuni. D« Magistrat hat dem Entwurf eines Orts- statuts über die Heranziehung der Arbeitgeber zu Beiträge^ für de» Wohnungsbau.zugestimmt. Hiernach sollen zu , den Ausgaben, die die Stadt für den Bau von Kleinwohnungen auswendet, die Arbeitgeber, die ■ im Gemeindebezirk Frankfurt a_ M. mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigen, und denen ein wirt schriftlicher Vorteil dadurch entsteht, daß durch die geplanten Wohnungen einer unter den Arbeitnehmern der Arbeitgeber hervorgetretene Wohnungsnot gemildert oder einer drohenden Wohnungsnot vorgebeugt wird, Beiträge an die Stadt leisten. Sofern unb soweit Arbeitgeber nach dem 1. öanuar 1919 und bis zum Erlaß eines Verteilungsplanes bereits selbst zum Bauen von Woh" nungen für ihre Arbeitnehmer aus eigenen Mit- teln im angemessenen Verhältnis zur Zahl ihrer Arbeitnehmer beigetragen haben, um eine Milderung der Wohnungsnot herbeizuführen, sollen sie von den Beiträgen befreit bleiben. fpd. Höchst a. W., 11. Zuni. Dre Siebe, die vor einigen Tagen aus der katholischen Ki^e des Rachbarortes Sossenheim mehrere heilige Ge- sähe raubten, wurden in den Personen zweier junger- Burschen aus Sossenheim e r m i 11 e l t und verhaftet. Hochschulnachrichten. • Frankfurt a. M., 9. Zuni. Sie Akt« Adelphia, der Alte-Herren-Derband der G i & stener Adelphia, hielt am Dienstag ihre alljährliche Pfingfltagung ab. Den Vorsitz führte Obcrfiubicnbircttor Kissinger (Darmstadt), bet warmherzige Förderer der Adelphenbestre- fcungen Die Verhandlungen bewegten sich auf hoher Warte, waren von vaterländischem Geiste durchdrungen und erledigten eine Fülle sachlich fördernder Fragen. Besonders beachtenswert waren die Ausführungen von Oberlandesgerichts-' 1 | rat Schilling TrYgvphpruS, öaubge* Blutiger Zusammenstoß in Königsberg. Königsberg i. Pr., 11. Zuni. WTB.) Heute mittag tarn es bei Gelegenheit einer links- ladikalen ®cg2nb?monfkation gegen ei re Kundgebung, welche die Krieger- und Militärvereine aus den Bezirken Königsberg und Gumbinne-» die Studentenschaft und zahlreiche andere OEäimei- und Freuenvercine auf dem Devauec Platz zu Ehren Hindenburgs veranstalteten, zu einem Zusammenstoß zwischen einer Abteilung Reichswehr und Kommunisten. Ein Trupp Kommunisten hatte die polizeiliche Abspenungslinie am Königstor durchbrochen und trat in der Richtung nach dem De- vauer Platz gezogen. Bei den letzten Häusern von Kalthof wurden die Kommunisten von de'- Schutzpolizei am weiteren Vordringen am S’° Caner Platz behindert. Auf Aufforderung des Führers traten sie den Rückzug nach der Stad', an. Hierbei tarn es zu dem erwähnten Zusammen- ioß, bei dem fünf Personen verletzt wurden, darunter eine tödlich. Königsberg i. Pr., 11. Zunr cn Ausführungen des Dr. Glaß nicht befriedigt, ie vermißten den Pflichtbeitrag für die im Eisenbahnerstreik entlassenen und gemaßregelten Führer. Dem Teamtenbund fehle die gewerkschaftliche Schulung, er pendele hin und her ohne ein festes Programm. Ein Redner verlangt Solidarität aller Beamten und die Gründung einer politischen Teamtenpartei. die einen größeren Erfolg erhoffen lasse. Schließlich wurde dem Referenten Dr. Glaß das Schlußwort erteilt. Don dem zweiten Vortrag des Abends „Stadtverordnetenwah- len und Beamtenschaft" von Stadtverordneten Simon wurde wegen vorgerückter Stunde Abland genommen. Er soll auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gesetzt werden. Es war längst Mitternacht, als der Vorsitzende die lebhaft verlaufene Versammlung schloß. Bor nonzen. — Tageskalender für Montag. Rene Aula, "8 Uhr: Brahms-Gedächtnisfeier des Gießener Konzertvereins. — Astoria-Lichtfpiele, ab heute: „20 000 Meilen unter See". — Licht- piÄchaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Menschenopfer" und „Chaplin bei der Feuerwehr". — Aus dem Stadttheaterbureau. Rockmials fei auf das morgige Gastspiel des Bab- Rauheimer Kurtheaters mit dem neuen Lustspiel „Scampvlo" (Gasfcnmädel) hingewiesen. Landkreis Gießen. Kraftwagen rannte auf der Wetzlarer Strafe gegen einen Baum. Der Wagen würbe vollständig zertrümmert, der Lenker erheblich verletzt. —o— G roßen - Linden, 12. Zuni. Gestern nachmittag wurde unter starker Beteiligung auch aus der Umgegend ein Gedenkstein für die Krieger unserer Gemeinde feierlich eingeweiht. Er steht in der Mitte des neu angelegten Ehren- riedhofes und trägt auf seinem Sockel die Ramen derer, die fern der Heimat in fremder Erde schlummern. Damit ist der allgemeine Wunsch der Hinterbliebenen in Erfüllung gegangen, inmitten der Gräber der Kameraden auch ein sichtbares Zeichen zu haben, auf dem das Auge ruhen kann. — Von der Kirche her bewegte sich unter Glockengeläute ein langer Zug von Vereinen mit ihren Fahnen nach dem Friedhof, voran die älteren Schulmädchen in peißen Kleidern. Die Musik stellte unser Pv- aunenchor. Pfarrer Schultheis hielt eine tief3 durchdachte," markige Weiherede. Bürgermeister Lang übernahm den Gedenkstein, der von einer chonen Anlage umgeben ist, in den besonderen Schutz der. Gemeindeverwaltung. Eindrucksvolle Chöre der Gesangvereine „Harmonie" und „Germania" unb des Kirchengesangvereins schufen einen weihevollen Grundtvn für die erhebende Stunde, die mit der Rieberlegimg zahlreicher Kränze schloß. — Hungen, 11. Zuni. Mehrere Gewitter entluden sich gestern vormittag über unserer Gemarkung und brachten den Fluren den so lange ersehnten, ausgiebigen Regen. Da das Erdreich sehr ausgetrocknet war, ist die Befeuchtung immer noch üngenügend, und für Feld und Garten wäre ein mehrtägiger Regen wünschenswert. — 3m benachbarten Langd wurde durch Hagel, den ein Gewitter im Gefolge hatte, erheblicher Schaden angerichtet. Auch in Wölfersheim und Umgegend wurden die Fluren durch Hagel- schlag sehr beschädigt. Kreis Lauterbach. a Maar. 11. Zunr. Altbürgermeister Hermann Weller!., Her 31 Zahre die Geschicke unseres Dorfes leitete, ist im hohen Alter von 82 Zähren gestorben. Die ganze Gemeinde nahm an der Beerdigung teil. Namens der Gemeinde legte das Orts- vorstandsmitglied Schwing einen Kranz nieder. Der Verstorbene war lange Zahre Mitglied des Kreisausschusses. △ Schlitz, 11. Zuni. Der Altveteran von 1870/71, Andreas Rommel, konnte mit seiner Ehefrau das seltene Fest der Goldenen Hochzeit begehen. △ Eratnfeld, 11. Zuni. Einem schlimmen 300jährigen Gedenktag hatte unser Dorf dieser Tage, denn im Zuni 1622 wurde das ganze Dorf von Halber- städter Reitern geplündert und angezündet. Kreis Schotten. a Ulrichstein, 11. Zuni. Bei dem Bürgermeister von Meiches brach Feuer aus, das die gesamte Hofreite ein» äscherte; auch ein Teil der Gemeindeakten ist verbrannt. Die Feuerwehren aus Köddingen und Helpershain retteten das schwergefährdete Dorf. Meldung besagt, nach der in der Rote ausgesprochenen Ansicht der englischen Regierung trägt das französische Memorandum nicht genügend den De- schlüssen von Cannes und Genua Rechnung. Von englischerSeitc tr?rben nach dem Haag, auch zu der Vorkonferenz, die vom 15. bis 25. Zuni stattfinde, n. u r S a ch v e r st ä n d i g e, die sich ad referenbum oussprechen, aber keine diplomatischen Vertreter entsandt. Von den Sowjets die vorherige Zurückziehung des finanziellen Memorandums vom II Mai zu verlangen, liegt nach der Ansicht der englischen Regierung keine Veranlassung vor. Diese Bedingungen hätten vor der Einladung Rußlands wach dem Haag gestellt werden müffen. Außerdem würden die Russen das Memorandum wahrscheinlich nicht mehr geltend machen. 3n dem 2. Teil der Rote wird auf Grund der Bedingungen von Ean- nes der Grundsatz ausgestellt, daß dos Privateigentum zurückerstattet, anderenfalls zum Gegenstand von tatsächlichen Kompensationen gemacht werden müsse. Man dürfe jedoch in dieser Beziehung von Rußland nicht mehr verlangen als von irgend einer anderen Regierung und müsse auch dem Grundsatz, der Souveränität Rechnung fragen. Deshalb dürfe man nicht Rußland im voraus ein Programm auf zwingen, wenn man feine unerläßliche Mit- ötrfung haben wolle. Zede politische Frage müsse im. Haag sorgfällig ausgeschältet (Derben. Die englische Regierung verlangt im 3. Teil der Rote eine praktisch: Regelung der russischen Schulden- frage und erflärt es für notwendig, b t c russischen Kriegsschulden teilweise herab z u s e tz e n. Was die Privatpersonen Rußlands zu gewährenden Kredite anbelange, so erforderten sie Garantien, bei deren Regelung die Regierungen ihre Staatsangehörigen unterstützen könnten. Die englische Rote erklärt schließlich, daß von einer Kapitulation Europas nicht die Rede fein könne, denn die Staatsmänner, die bei der Wiederherstellung Rußlands zusarnmenwirken, seien durchaus imstande, ihre Interessen zu verteidigen. Die letzten Kriegsgefangenen in Frankreich. Berlin, 10. Zunr. (WTB.) Durch die immer wieder austauchenden Gerüchte über die ßanbwirttoaft. rm. Darmstadt, 12. Zuni. Die hessisch en iand wirtschaftlichen Genoss en- schäften hielten, gestern unter Vorsitz von Bürgermeister L 5 s ch - Waldülversheim ihren 5 8. Verba ndstaa in Anwesenheit von Regie- ruugs- und städtischen Vertretern usw. ab. Der im Druck vorliegende von Direktor Berg zc'- gänzte Bericht ergab die dauernde Weiterentwicklung des Genossenschaftswesens, hebt aber die starke Belastung durch die Steuern und dre großen. Rachteile infolge der Beseitigung des hcimnisses hervor und verlangt dre Aufhebmrg ber Anzeigepflicht und der Kundenllsten. Ein entsprechender Antrag wird angenommen. Generalsekretär C&renntng vorn Rerchsverbarw in Berlin bringt Vorschläge zu weiterem Ausbau verlangt Stärkung des eigenem und verstärkte geschäftliche und genossenschasiliche Ausbildung. Gegen die Doppelbes'euQung ter -Dinzer und der Molkereigenossenschaften wird Einspruch erhoben. Der Leiter der landDirtschast- lich'.n Beratungsstelle macht erngehendeDvrschläge zur intensiveren Bewirtschaftung. Der Dorios soll im Druck erscheinen. 3n der nächsten Zett sicht die Vermehrung der Saatkartoffelbaustellsr beror so baß man von Rorbdeutschland unab- hängia wirb Die Erhöhung derDerbandsbekträge sowie des Beitrages zur Zeitschrift wird ge- nefrmiat Der vermehrte Gebrauch von Dorr-^ streu wird W empfohlen. angebliche Zurückhaltung deutscher Krieg s^-^an g e n e r in Frankreich und dM starrzöfischen Kvlonien veranlaßt, hat die deutsche Botschaft in Paris erneut eine amtliche Erklärung hierüber von der fran- 1 zösischen Regierung erbeten. Ans der französischen Antwort ckeht hervor, daß sich außer den nach Artikel 218)und 219 des 'Versailler Der- ; träges wegen Vergehen zurückgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen keine w eN eren , KriegSgefa^ _ * MdireS f&f 87'--- Srett® $$ Ä SöÄ ® 2lWa 1 werm4" 2ern^ Tagunga pratiito01 Tur ch. L< dir Tucnf' Dünsbc vormittag M.8 E Surner oe. Oberstufe i DetÜamPl' Lauf und Regen deu rasch aus ' xurnens fr flattfinbenl MSies preise ShrenP Lollar. 01 ringen uni Zögling Aohrba Unterfti SS Punkte. - Fü derrega 25. Md s Dereinen t Sie Deich ßtullcrmei den Einer flreitet, in r.l).«, Sch (fronten^ 18ZZ) und fammentu' DerbaM- vier und ■ -hr zwei M 'Birßeii frühere S nwrden ist $Dci M der 1 Mo reich an der ersten Pilchtor ö feilem c des Zorn tonen mächtig tvrbei bei 9n der 1! 21. Mim in ber 2! das 5., ii 44. ®tnu: aller Anst versagt, so ~ Das ö sehr inten Artige Lj M> s>c m M begtif Sjungm / nochbaZE waren for fürdie Landesve 'verband ILmmschc Spiele ar folgt cm Mohns Berndt । Darvhn lDocden ^ollack (< r Iiner Ao Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. Zuni 1922. Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 7. Zuni der Prwatdozent an der Landesuniversität Dr. Paul Willy Siegel zu G t e ß e n zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Landesuniversität Gießen. ** D i e diesjährige ordentliche Mitglieder-Versammlung der „Gießener Studentenhilfe c. V." fand dieser Tage statt. Der erste Vorsihenbe erstattete Bericht über die Tätigkeit des Vereins, dessen wesentlicher Inhalt aus der Rr. 131 des Gießener Anzeigers zu entnehmen ist. Aus dem Kassenbericht ergab sich, baß bie finanzielle Lage namentlich durch Spenden aus Amerika, aus der Schweiz und durch staatliche Zuweisungen sich zwar günstiger gestaltet hat, als im Voranschlag vorgesehen, daß aber angesichts der ungeheueren Teuerung doch noch große Mittel aufgebracht werden müssen, um die Arbeiten erfolgreich fortzuführen. An Stelle ausscheidender Ausschußmitglieder wurden Kommerzienrat Roll und Bros. Dr. Lenz gewählt: im übrigen wurden bk seitherigen Ausschußmitglieder bestätigt. — Äls Reinertrag des Konzertes, das Fräulein Zda Stammler mit ihren Schülerinnen in der Reuen Aula zu Gunsten der Studentenhilfe veranstallete, wurden 1500 Mk. abgeführt. ** Eine allgemeine Beamtenversammlung fand am Samstagabend auf Einladung des Deutschen Beamtenbundes.Ortsgrupp2 Gießen, im Katholischen Vereinshause statt. Der Besuch ipar nicht besonders stark, obwohl der Bnndesdirektor R e m m e r s aus Berlin als Redner angefagt war. Wie der Vorsitzende M o h r in feiner Eröffnungsrede mitteilte, hatte Herr R e m in e r s telegraphisch abgesagt. Dafür hielt Dr. Glaß-Darmstadt einen Vortrag über „Die Beamtenschaft und der Deutsche Deamtenbund". Er gab zunächst ein Stimmungsbild über den Bundestag m Berlin, ber durch den Streik ber Eisenbahner veranlaßt war. Der Beamtenbund wurde in Berlin auf eine neue Grundlage gestellt. Große Ausgaben Jelcn zu erfüllen. Mit dem furchtbaren Anfchwellen der Teuerung halte bas Einkommen nicht Schritt, bie Zulagen kämen immer erst, wenn sie schon längst überholt seien. Sv flänbe man jetzt wieder vor einer Ge^llts- regulicrung. Der Bund strebe die automatische Anpassung des Gehalles an die Teuerung an. Kein einziger Beamter stehe aus Friedeusbesol- bung, Ziel sei, wieder den Goldlohn der Vor- krügszeit zu erhallen, der gewiß nicht üppig war. Die Beamten seien ebenso wie die Kleinrentner Die Auffassung in Berlin. Berlin, 10. Zuni. (WTB.) Die Berliner Blätter ergehen sich in Betrachtungen über den Dertagungsbeschluh des Pariser 2In= leiheausschusses und fragen, welche Lage sich für Deutschland ergibt nachdem die Möglichteit einer internationalen Anleihe vorläufig außer Betracht bleibt. Sie stellen sich fast durchweg auf den Standpunkt, daß Deutschland in seiner letzten Rote an die Reparatwnskommissivn seine Zu- gefiänbniffe, besonders in bezug auf die Einstellung ber Rotenpresse und die Balanzierung des Etats, nur unter der Voraussetzung machte. daß ihm binnen einer angemessenen Frist eine ausreichende äußere Anleihe zugebilligt würde. Rach "bem Scheitern der internationalen Anleihe _ seien diese Zugeständnisse jetzt hinfällig geworden, berat nur unter der Voraussetzung der tatsächlichen Bewilligung einer äußeren Anleihe könne D^llfchland seine Zusagen auch wirklich erfüllen. Der 2luftchub der Anleih^>iskussion bedeute also für Deutschland die Fortsetzung der monat- liehen Devisenzahlungen von 50 Millionen Goldmark, ferner eine neue Markentwertung nach außen und innen, eine neue Zerrüttung des Bubgetgleich- gewichts und schließlich eine neue Inflation. Die Stimmung in Paris. Paris, 11. Zuni. (WTB.) Die Mor- geublätter stimmen in der Enttäuschung über den Schluhbericht des internationalen An- leiheausschufses überein. Das Gutachten der Bankiers, sagt der >12H a 11 n“, bestärkt entschieden den • deutschen Standpunkt, well dieser den Interessen der in- ternatiOnalen Finanz entspricht. Dagegen bringt das Gutachten den französischen Steuerzahlern nichts Gutes. Sv setzen wir uns zwar Der Gefahr.des Isolierens aus, aber es ist uns nicht gelungen, die einzige und wirklich ernste Wendung der Dinge zu vermeideir, daß nämlich das Sachverständigen-Gutachten der zuständigsten Bankiers der Welt unter dem Vorsitze Belgiens die französische Re- varatrvnspvlitik sabotiert. Das „Z v u r n a l" erklärt, Frankreich trug gestern einen großen moralischen, und Bergmann einen großen materiellen Sieg davon. Die Bankiers verkündeten feierlichst, daß in der Reparatronsfrage die französischen Interessen allem vvrangehen müssen, aber sie gaben zu verstehen, daß es im Interesse der Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichtes der Welt klug wäre. Deutschland gegenüber eine Politik weitgehender Mäßigung zu treiben. Der „Gaulvis" schreibt: Die Bankiers wünschen höflich zu bleiben, aber sie gaben zu verstehen, daß die Anleihe durch geführt wäre, wenn Frankreich bereit gewesen wäre, sie anders als durch das Mikroskop seiner politischen und nationalen Sorgen zu betrachten. Diese oorgen sind indessen gerechtfertigt. In jedem Falle aber stehen wir mehr als je vor der peinlichen Wahl: IsvlierteAktionvder « Verzicht auf das Gaukelbild der völligen Wiederherstrllung. Klein-Linden, 11. Zuni. 5228,45 5106.40 5093,60 Rio de Janeiro 4006,60 23.80 r Fr. 125.40 Züricher 12.6. Schweizer Franken seinen en er (Nachdruck verboten.) 6 Fortsetzung. 100 100 100 100 204.40 1.70 0.03 10X75 47.20 23.52 26.80 40.95 0.59 523.» 1L8 0,127 1,80 -.88 1,61 1,35 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag London. . . Reuyork . . Paris. . . . . 100 Är. = 100 Är. - Märkte. 6548,20 7749,70 632,dO 1529,45 1336,76 297,38 2693,40 5684,80 4695,90 1,82 571,75 32*95 108,15 218,05 142,62 4131,- 204.30 1.815 0.03 10.10 47.475 23.51 27.- . . Fr. 125.40 . . 51. 59.20 . . Kr. 88.80 . . Är. 88.80 . . Är. 117.80 . . Är. 117.80 . . Sh. 97.80 6378 - 7544,65 625,80 1496,90 1301,65 289,62 2628,30 5536,95 4575,75 1,96 565,25 32,70 105,15 206,80 139,- 4018,50 0.60 522.75 1.90 0,13 Brüssel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfors. . . Italien London Reuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch »Oesterr. Prag Budapest . . . . Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Handel. Frankfurt a. QU., 12. Juni. 1,30 -,34 3,80 euch miteinander und fechtet die Sache aaS, wie ein paar Männer, dir voneinander die Qleder- zeugung hegen, ba’f" einer von ihnen za viel ilt aus der Well. Einem aber heimlich und hinter dem Rücken da? Lirbste wrq ustch'en, das patzt sich nich. für einen anständigen Korpsburschen. Da du das jedoch vorher nicht gewußt hast mb das funac Mädchen als unverlobt und frei an* sahst, so trifft dich treitct keine Schuld, es ist nur dein ganz persönliches Pech. 'Denn, bah du die Sache nicht weiter verfolgen kannst, wirst du doch jcyl einsehen'' so schloff er, .nun nimm dein Herz in beide Hände, wie ein Mann, leg dich schlafen und vergib die dumme schichte! ' ,Jch hörte ihm zu. als wenn all bas, was er sagte, nicht mich anginge, sondern irgendeinen Wildfremden. 3d) war ganz stumpfsinnig gewor- Kapitän Raoul Amundsen bestieg s kleinen Dampfer, die „Maud", mittels der« 11. Juni 9m hia 'tehvljveistei' Forstrat ab- e Leine Gruppe htm ng eines lvw- »abgeordnetev oben mübotai Sara M unö veranlahlen eise naS) Äwnstaöt hvlzeS ju ettoüfen. "Xgi Freilaz nad^ hvs Minz ein in marvkkanis-n Schnellzug eingestir Bischofsheim incche c: s dem in volle, i g und blieb btoutö le wuchc lcbent i das Mlitärfvitnl Frankfurter Obst- und Demüsemartt. mc. Frankfurt a. M.. 9. Juni. Reichliches Angebot durch einheimische und ouswärtige Erzeuger zeichnete auch den heutigen Qltartt aus. Ucbcrongebzrt bestand wieder in Kopfsalat und Spargel, daneben wurden junge Gelberüben. Verantwortlich für den politischen Teil: 3. CB.: Karl Walther. 6362,- 7515,35 624,20 1493, IC 1298,25 288,88 2621,70 5523,05 4564,25 1,95 563,75 32,60 104,85 206,20 138,- Wechsel auf Holland Deutschland .... Dien Prag Paris London Italien....... Brussel....... Budapest Reuyork. ...... Agram....... Warschau gehabt, wofern du natürlih ernstliche Absichten l und Anteilnahme tat mir weh, unb blieb f) peatcst' Denn verlobt ist nicht verheiratet, und liegen mit brennenden Augen und vor mich hra- L. = Sr. = Är. = r — 1,33 -.33 3,75 100 Fl. 100 Mk. 100 Är. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ 10.6. 1,75 -,86 1,57 1,32 besessen. Mist Cillian Russell, die ihren Mädchennamen weiterbehiell. obwohl fte viermal verheiratet war. Cillian Russell, die mit 61 Iah» ren in Pittsburg das Zeitliche segnete, soll auch in diesem Aller noch inimmer schön gewesen fein, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so schön wie in jenen vergangenen Tagen, da fie als die »Königin des Easino" auf der befannteften Operet- tenbübne Rcuyorts die ersten Rollen spielte und fang. Als fic sich dann von ber Bühne zurückzog, pflegte sie nur noch ihre Schönheit und wurde nicht minder verühmt, als sie als Künstlerin gewesen, durch die Artikel über Schönheitsmittel, bie sie in den amerikanischen Blättern veröffentlichte. Diese Aufsätze enthielten eingehende Hinweise auf die Methode, mit der fie sich ihre „Dauerfchönheit" erhalte, und wurden natürlich fehr eifrig gelesen. Sie hat mit diesen Aufsätzen bis zu 200 000 Dollar im Iaht verdient. Später wurden dann ihre Aussätze mehr allgemeiner Ratur, und sie erging sich, nachdem fic alle ihre Geheimnisse ausgelramt hatte, in philosophischen Betrachtungen über die Schönheit überhaupt. Damals empfing fic von dem Redakteur eines Chicagoer Blattes, für bas fie schrieb, das ebenso deutliche wie bündige Telegramm: „Wünschen mehr Tatsachen und weniger Seele." ♦ S i n Bild auf einem Stecknadelkopf. Die Ueinftc Radierung, die jemals geschaffen worden ist, ist das Werk eines Washingtoner Kupferstechers Ramens 6. Habicht. Es ist ein Bild des Kapitols von Washington, bas auf den goldenen Kopf einer Stecknadel eingeschnitten ist. Die Herstellung dieses Bilde« nahm vier Monate angestrengter Arbeit in Anspruch, und drei Tage brauchte der Künstler, um die Oberfläche des Radelkopses zu polieren. Das Btld. das mit einem äuherst feinen Diamantstichel und mit Hilfe einer starken Lupe auSgesührt wurde, ist so öetn. dah man es mir durch das Mikroskop sehen kann. Die Einzelheiten. Tore. Fenster, Säulen usw des Gebäudes, sind auf das genaueste ausgeführt. Unter dem Bilde ist geschrieben United States Capitol" und darüber .Washing- ton 1922". den und wiederholte mir nur, wie ein Repetierwert, das man immer wieder aufztehi, die Worts: Sie ist die Braat eines andern!“ „Franz fetzte sich zu mir auf den Bettrand, streichelte mir leise da? Haar and sagte: .Armer .-sänge schluck's unter! Hätte gar nicht gegla ibt, bab die ramme Geschichte btt so zu Herzen gehen Kuntt und Wissenschaft. Sine intereffante Don Juan - Aufführung in Dgrmstadt. Darmstadt. 11. Juni. Das Hessische Landestheater hat gestern im Kleinen Hause ein interessantes Experiment zu schönem Erfolg geführt. Die Oper brachte eine Reuinszenierung von Äkozarts „Don Giovanni" (Don Juan) heraus, der die alte Fassung der ersten Prager Ausführung zugrunde gelegt war. Mozart selbst hat diese erste Fassung bekanntlich als „heiteres Drama" bezeichnet und ihr eine Schlußszene beigegeben, die diese sonst durchaus nicht berechtigte Charakterisierung rechtfertigen sollle. Ml das, was Mozart allerdings selbst wieder gestrichen, war ausgenommen. So trug die Reuinszenierung allerdings in erster Linie historischen Charakter, war flber darüber hinaus dank der reizvollen modernen, bem Farbcharakter des kleinen Hauses angepahten und vor allem feinsinnig und stimmungsvoll der entzückenden und charaktervollen Musik harmonisch vereinten Gestaltung der Bühnenbilder, von starkem künstlerischem Interesse. Die Ausführung selbst war in einigem ebenfalls ein Experiment. Die hochdramatische Partie der Donna Elvira wurde von der Altistin gesungen. Frau Anna Jakobs sichere und seine Künstlerschaft, die ein Schuldigbleiben überhaupt nicht kennt, loste diese Aufgabe mit glänzendem Erfolge. Im übrigen war die Besetzung bie alte Wir danken die interessante Reuerung wiederum Oberregiffenv Schlembach, dessen feinsinniger und künstlerischen Gesichtspunkten zielsicher folgender Führung sich F. K. D e l a v i l l a und Franz Scherl gut eingefügt hatten Das Publikum war begeistert tftib spendete Beifall, Blumen und zahllose Hernusrufe, die auch den Genannten galten. M. Streese. A. 10. Ium. S* timirf eines OrtfrB -anzie-ung der-» räaea für ü. Hiernach solle» zu U t fir tat r6au von» die Arbeitgeber, blt I 1 dUL mehr als 201 tnb denen m viw | Meht dah duMn I r unter den W I Morgetwtene 'M | ner drohenden W | Beiträge die eM» Arbeitg^r nach ta ■ un Erlaß eines »n» zum Dänen M nrI aus eigenen M U, Ml- M M I Zufuhren, sollen si-» -ZSZ x?,ss Ärrnrrbfcn imö JWrnbi «ht häufig zim Ber- Baut gestellt 5pmal war knapp. Aut dem Obst» markt woran Erdbeeren imb Kirschen reichlich Beim Groffhcmdel kostete der Zentner Kartoffeln 210—240 Mk.. Rtzabarber 190-200 Mk. Zwiebeln 900-1150 Mk.. holländischer Blamen- tobt der Kopf 20—25 ML. holländische Salat garten bas Stück 18- 20 Mk.. Rettich das Stück 1.50 dis 2 Mk. Bei Erzeugern wurden bcsatft für den Rentner Spinat 550 800 Bll., für Spargel 8 14 Mk., für Sappenspargel 2—4 Mk., für Ärmerbfer 8 -10 Mk. bc» Pi und. für rungv Gelberüben das Bündel 3.50 4.50 Mk.. für Kohlradi das Stück 2—4 Mk., für Kopfsalat die Stande 50. 70 Pf. and 1 Mk.. für Lattich das Pfund 2—3 ML. für Rettich 80 Pf. bis 2 Mk. — All dem Obstmarkt wurden Erdbeeren orts bem Ta i- nus das Pfund mit 20-35 ML. aas anderen Gebieten mit 18- 24 ML. .Kirschen mit 9—11 Mk„ Orangen in Packungen von 300 500 Stück mit 1500—1600 ML und Zitronen in Packungen von 300 Stück mit 1100—1250 Ml bezahlt. 2Uf dem Fischmarkt wurden Jlufffischc das Pfand mit 12- 30 Mk. und Seefische mit 8—11 Mr bezahlt. — Lebende Hühner hatten den Preis von 200-220 ML — Butter kastele 74—78 ML. Margarine 36—38.50 ML bas Pfand — Gier Warden mit 4.90—4.95 Mk. das Stück bezahlt - 3n Kopfsalat werden auf bem Markt erheb- liebe Lieberstände verbleiben. Mein Vetter Mlus. Roman von Richard Slowronnek. 6531,80 7730,30 531,20 1525155 1333,30 296,62 2686,60 567-,40 4684,10 1,78 570,25 32,o5 107,85 217,45 141,62 4119,- , DaS ist eine verfluchte Geschichte/ brummte tt nein diese Weiber! Ra, mutzt es brr nicht veiler zu Herzen nehmen ... also dieses Fräulein Dähne, die du zwei Tage über so heftig poussiert hast . . ,'Run, sprich, was ist'S mit ihr?" .Sie ist die Braut eines andern!" ,Mtt war. als hätte mir einer mit der Art tot den Kops' geschlagen. Ich 'krampfte mein 2 Finger in Franz erch Arm und fragte heiser: Sag's noch einmal, was ist sie ?'" „.Die Braut eines anbern/ wiederholte er. Die fange Frau Doktor hat es mir vorhin gesagt. und fic war ganz entrüstet, datz du dem fangen Mädchen trotzdem fo ernstlich den Hof möchtest."' „.Das ist ja aber ganz anbenftar!' erwiderte ch, obwohl ich jetzt mtt einem Male den Schlüsse za dem rätselhaften Benehmen Helenens gefunden hatte. Wie ein grelles Licht war es mir in die Seele gefallen, vor bem kein Eckchen und kein Dinkel im Dunkeln blieb.“ „.Berlatz dich darauf, mein Jungchen, es ist so!' sagte Franz, und feine Stimme war ganz weich geworden. .Sie ist schon seit drei Jahren verlobt mit einem Detter, der in Halle studiert — eine sogenannte Jugendliebe. Unb fei mir nicht böse, datz ich dich^vorhin fo hart anfatzle. ober sieh, ich glaubte, du wütztest es. und du sand ich's im höchsten Grade verwerflich, datz Devisenmarkt. 10.6. richtSdtteKor Pr aetorius - Dietzen. Landgerichtsdirektor Dr. Landmann - Offenbach. Geh. Obersinanzrat Braun. Oberfinanzrat Krap p, Oberforst rat Dr. II r ft a b l. Für die Aktivität» kprachen die Adelphen Roos und Müller. Landgerichts rat F u n ck - Gietzen würdigte die po^ sttioe. aus hohe nationale Ziele eingestellte Arbeit des Verbandes Deutscher Burschen, an dessen Spitze Adelphia steht. Finanzrat Dreitwiefer wurde die länger als ein De- »ennium selbstlos unb äuherst sachkundia geleistet: Arbeit des Schatzmeisters warm anerfannt. DaS Denkmal für bie im Felde verbliebenen Helden wurde von Geheim erat W a l b e ' Darmstadt und Bildhauer D e l t e - Riederramstadt geschas- fen und gebt seiner Vollendung entgegen Es soll aus der Diele des Hauses feinen würdigen Platz finden. Durch hochherzige Stiftungen wurde die Adelphia ausgezeichnet u. a. Don Pfarrer Zim - mermqnn-Darmstadt und Dr. Burger» Bernri^). Die ergebnisreiche und befriebipenbe Tagung erwies die alte Lebenskraft und die yvh-en praktischen Zulunftsausgaben des Adelphenideals. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries Datum: 9. Juni. 10. Juni. Xnflb .Rotterd 11285,8511314,1511585,5011614,50 ^miw. Aouero. ^26 95 2433*05 2486,85 2493,15 5093.60 5106.40 5228.45 5241,55 Turnen, Sport unb Spiel. xy. Launsbach. 11. Juni. Heute sand hier die Turnfahrt des Turnerbunbes Lahn- Dün s berg statt. Auf der kurz nach 7 Uhr vormittags beginnenben Kampsrichtersihung folgte von 8 Uhr an das Wetturnen. Es traten 106 Turner der Oberstufe (aktiv), 79 Zöglinge der Oberstufe unb 68 Zöglinge der Unterstufe zum Wettkampfe in Stabhoch. Kugelstossen, 100-Meter- ßauf unb Weiffprung an. Der anfangs nach Regen deutende Himmel hellte sich unerwartet tasch auf und so herrschte während des ganzen Turnens das beste Turnerwetter. Die um 1 ß Uhr ftattfinbenbe Preisverteilung könnt: etne gr-)tzc Zahl Sieger melden. Die ersten waren: Ehrenpreis mit 94 Punften Aug. Be st. Waldgirmes, Ehrenpreis mit 93 Punkten Karl Agel, Lollar, Oberstufe. 1. Preis Karl Erb, Saubringen unb Wilh. Gast. Garbenteich. 83 Punkte, ZöglingS-Oberstufe: 1. Preis Heinrich Rohrbach, Lollar. 77 Punkte. Zöglings- Unterstufe: 1. Preis Otto Zöller. Hausen. 88 Punkte — Fürdie31JnternationaleRa- berregotta in Frankfurt a. M., bie am 25 and 26. Juni stattsindet. werden von o2 Dereinen 264 Boote mit 1389 Ruderern gemeldet. Die Reichshauptstadt ist durch den deutschen Skullermeister Leur lR. E. Wiftng) vertreten, bet den Einer um den Preis der Gerbermühle bestreitet. in welchem er mit FrcmerSdorf (Mainzer R. B.), Schneider (Ruderriege Essen), Krackhardt (Frcmten-Schweinfurt). Joedt (Gietzener R. E. 1877) und Bort (Franff. R. G. Oberrab) zu^ sammenttisft Kaiser-Bierer. Grotzer Emer and Berbands-Vierer erhielten je sechs, Grotzer Achter vier unb Jubiläams-Achter sogar 10 Meldungen Hungen. 12 Juni. Gestern weilten hier zwei Mannschisten des Futzballvereins B i r st e i n. dessen Mttglied durch De.rsehung der frühere Tormann des hiesigere Sportvereins geworden ist. um auf bem Sportplatz „Ollewiesen" zwei Geselffck-aftsspiele auszutragen Das Spiel ber 1 Mannschaften war besonders spannend und reich an interessanten Momenten. B. spielt in ber ersten Halbzeit mit bem Wind unb kann das Platztvr öfter gefährden, aber alle Anstrengungen scheitern an bei Energie ber Berteibigung unb des Tormanns Dir Plahelf erzielt ebenfalls feinen Erfolg, so datz es 0:0 in Halbzeit geht. H. legt nun mit dem Wind als Dunbesgenoffen mächttg los unb es folgt mm ein Tor dem andern, wobei der H.-Tormarrn säst ohne Arbeit bleibt. Cm ber 18. Minute setzt die Platzelf das 1.. in dn 21 Minute des 2 . in der 23. Minute das 3., in der 25. Minute das 4., in der 28. Minute das 5 in ber 41. Minute das 6. und in ber 44 Minute das 7. Tor. Den Gästen blieb trotz aller Anstrengungen da« wohlverdiente Ehrentor versagt Io datz das Spiel mtt 7.0 für H. endete. - Das Spiel ber 2. Mannschaften war ebenfalls sehr intcreffant. Es standen sich ziemlich gleich- wertige Spieler gegenüber. Die Plahelf bewies, datz ftc in bestem BorwärtSfchreiten ihrer Leistun- qen begriffen ist. Halbzeit 2:0. Ende 3:1 für Hungen. Tirstein konnte 5 Minuten vor Schlutz noch das Ehrentor gewinnen. Beide Schiedsrichter waren korrekt. - Berlins Fu tzba kl m a nn sch a s t für bie Kampfspiele Als letzter der sieden Landesverbände des D. F. B. gibt nun auch der 'Verband Brandenburgischer Ballspielvcreine seine Mannschaft für die am 19. Juni begrünenden Spiele am den KampffPiel-Pokal bekannt, die wie folgt aniritt: Schwedler (B. f. B. (Pankow)', MohnS ('Sorben Rordwest), Bache (Wacker): Bevndt (Rorden Rordwest), Tewcs tBiktoria), Marvhn (Biktvria): Hein (Preutzen), Montag Morden Rordwest', Harttnarrn (älnion-Potsdam), Rollack (Preutzen). Schmidt sBavaria). — Froitzheim schlägt Rahe. Im Berliner Rot-Weif>TenniSturnier gab cs in bzr noky. n en dez I] »äs «iS ,c.®r6'8t Ach uut Z I Sneüetg | tofltfittL at. ® da DewLv. ^gen bchaulplelv, ;a\ sich ayj, i kwlMvMnev. M 1 einem Ausgang 1 Dchmmg iiiriuf. | » Mack Dargelü iQer 2lrt, cinnn I Wette unb einem | tert ber gestohlener 00 000 Mrl D« Unternehmen I m ton bem Sieb I Snffcheidong um die Preutzenmeisterschaft einen mter^Tanten Kampf Zwilchen Froitzherm and Der erste Satz fiel mit 6:2 ziemllch leicht an Froitzheim, bann aber land Rahe seine während bee ganzen Tarniers ge.-eigte Form wieder und erst raid; laitem Kampfe tonnte Froitzheim sich mit 7 5, 10 8 behaupten - Der Weltrekord im 25 - Äil d • meter-La.lfen üerbeffert Hannes Kolehmainen, Fi : lands bebeutentfle: ßongftredenläufci. hat in fei \ex Heimat den von ihm mit 1 Std 25 Min 2° Sek. geixHicrtv Welt- relDib im 25-Kilvmetör Laasen ganz crreblid) acr» bessert. Er durchlief die Strecke vor einigen -Sogen in ber phänomenalen Zeit von 1 22:43. Zur Jllastration dieser Leistung kt ber deutsche Rekord über 25 Kil.meter angeführt, den Rapperl- Dersrn mtt 1:28:09,7 hält. MS: KS! i Direkte ^sierent' - dauernde aber Steuern ujw s W-Z ^3*» Gebräu bri'fend. ohne etwas Zasairrmenhängendes zu denken. bis zam andern Morgen. Ich hatte nur bas dampfe Gefühl. Latz es am besten wäre, wenn ich jetzt einginge wie ein weidwunder Keiler . . . „Als es so halb neun geworden war. stand ich auf,, zog mich an und sagte zu Franz: ,Da sei so gut und nimm mein Gepäck an die Bahn mit. Ich komme nach zum Zuge, vorher mitz ich ober noch einen Gang machen'. ..Ist recht', erwiderte er fobfnidenb, .bring die Geschichte zum Abschlutzl' „Eir paar Minuten später stand ich vor bei Tür des Pfarrhauses Die Frau Oberpfarrer empfing mich selbst and schien recht überrascht, mich noch einmal zu sehen. „Ich sagte: .Verzeihen Sie. gnädige Frap wenn ich in aller Morgenfrühe störe, aber ich mutz Fräulein Dähne noch einmal vor meiner Abreifc sprechen.' .Die alte Dame sah mich prüfend an, und erst schien es mir. als wollte sie meine Ditte rundweg abschlagen. Dann aber mochte ihr mein verstörtes Äu-fehen Mttllid einflötzen, und sie erwiderte, immer noch etwas zögernd: .Run. vielleicht ist es fo besser. Aber nur in meiner Gegen- trott anb höchstens eine Minute Das armr Kind hat bie ganze Rächt kein Auge geschlossen, fo taten Sie ihm den inneren Frieden gccaabti Ich wollte etwas entgegnen, wie, datz es gar "nicht dahin hätte kommen tonnen, wenn Hclcne oder sonst jemanb vorher, als es noch Zeit trat, ein Wort der Aufklärung gesprocher hätte, aber da stand Helene schon auf der Schwell-: „Sic sah bleich aus und am ihre Augen lagen riefe Schatten. 3f?rc schlanke D.statt war tote gebrochen, aber mir tarn fte womöglich noch schö- da dich hinter dem Rücken des Bräut'.gan's so an i datz die l umme Geschichte btr so zu Herzen gehen Las Mädchen heranmachtest. Wenn er dabei ge- würde. wesen wäre, dann hätte ich gar nichts dagegen.» »Ich wehrte ihn ob, denn jebe Berührung eine lange siebenjährige Rordpol- reise unternehmen will, die in jeder Hinsicht eine Forschungsreise werden soll. Kapftän Amundsen hatte die Idee dieser Reise schon feit der Rachricht von Shackletons Tode, und jetzt erst hat die Geographical Society von 2om don ihm Gelegenheit gegeben, feine Pläne zu verwirklichen. Die „Maud ist mit drahtloser Tele- graphie auSgestattet und kann zu jeder Zett mit ber Auhenwelt in Derbindung bleiben. Ein vollkommenes Laboratorium ist ebenfalls an Bord des kleinen Dampfers. Einige der bedeutendsten Forscher ber Welt begleiten Kapitän Amundsen ner vor als sonst, tote eine sütze Dertorperung edeln Schmerzes. „Stumm standen wtt einander gegenüber, und ich suchte vergebens nach all den bitteren Worten, bie ich mir auf bem Hinwege zurechtgelegt hatte Und tote ich sie fo ansah in all ihrer Äümmer- nis und ihrem Herzeleid, da fühlte ich deutlich tr-te mir das Waffer langsam tn die Augen stieg, es fehlte mcht viel, bann hätte ich angefangen zu weinen wie ein kleines Kind. „Da mochte die Frau Oberpfarrer wohl fo etwas wie Müleid verspüren mit uns beiden liebeskranken Merffchentindern. Sie ging leise hinaus unb schlotz hinter ffch die Tür. „Jetzt streckte mit Helene bie Hand entgegen und sagte, ohne mich anzusehen: .Ich tortzte, datz Sie vor Ihrer Abreise noch eurmo[ kommen würden: ich habe die ganze Rächt darum gebetet „Mtt war die Kehle tote zugeschnürt: ich vermochte rrichts zu erwidern, sondern pretzte ihre Hand nur in meiner groben Tatze, ohne daran zu denken, datz ich ihr bannt wehe tat. „Sie lieh mich ruhig gewähren und fuhr dann fort in einem herz zerbrechend rührenden Tone: ,Jch habe Ihnen gegenüber ein grobes Verschulden begangen, Herr Daamlehner, denn ich mutzte Ihnen sofort, als ich sah. datz Sie sich für mich zu intereffieuen begannen, sagen, ich bin nicht mehr frei, ich bin die Braut eines andern. Zu Anfang aber beschwichtigte ich mich mtt dem Gedanken, datz wir etnanber nach diesen zwei Tagen ja im Sehen nie wieder begegnen würden, und nachher fand ich nicht mehr den Mut dazu, berat . . . berat ich wollte Ihnen nicht toehLll_t. Unb nun bitte ich Sie von Herzen, benten Sr rächt zu schlecht von mtt. und vergessen Sie mich tote ich versuchen werde. . . Sie. . . y vergessen. (Fvrffesrws folgtl gehabt, wosern du natürlich ernstliche Absichten I hegtest. Denn verlobt ist nicht verhriratet. unb | warum soll man sich in einem solchen Falle nicht um ein funges Mäbchen bewerbm? Es mutz nur in Ehren geschehen unb offen. Man nimmt ben Kerl von Bräutigam beifeite unb sagt thm: Sie. Herr Studiosus, nehmen Sie mtr's nicht übel, aber Sie sind mir da im Wege. Affo verziehen Sie sich, *BejammentetDerteftei, und geben Sie mtt die Bahn frei - oder! Ra, und wenn et dann auch Schneid im Leibe hat. dann bleibt er dir die Antwort nicht schuldig, ihr verlenkt Vermischtes. DaS Schicksal einer Briefmarkensammlung. Berlin. 11. Juni Wie die „Montazs- post" aus Hanchurg berichtet, hatte ein Reisender einer Innsbrucker Firma auf dem Hamburger Haaptbachnhof feine Aktrntafche mit Brieftnarkrn im Katalogwert von 500 000 Mt. verloren Ein ehrlicher Finder lieferte die Tasche mit den Marten ab, doch hat ein unbekannter Schwindler daS Pfundstück aus betrügerische Art beim F mdbureaa der Eisenbahn aitggeüefcrt erhalten. Starkes Grdbeben in Schweden. Stockholm. 11. Juni. (WTB.) Ein außer- ordentlich starkes Erdbeben wurde heute nachmittag kurz vor 2 tthr in verschredenen Orten der Provinz Wermlanb beobachtet. Ein Erb" beben von dieser Stärke hat tn Schweden seit 1904 mcht stattgefunden. * • Ein akademischer Räubertzaupt- mann. Seit geraumer Zeit, so wird jetzt aus Letinje, der montegrinifchen HauptstaLL berichtet, bildet eine verwegene Räuberoande den Schrecken des ganzen Kreises von Podgorica. Die Bande steht aber nicht unter der Führung eines gewöhnlichen Heiduken ober Freibeuters, sondern fic kann sich richmcn, unter dem Kommando eines akademisch Graduierten ihre Taten zu volfführen. Es ist dics ein Dr. juris Bukasin Martovic. Als Gegner des gegenwärtigen Regicrungssystems in Montenegro glaubte nämlich Dr. Markovic seine Oppvsttivn dadurch am besten manifestieren Lu können, bah er sich eine „Ceta", eine Bande zu- rcchtlegte, mit der er nach Herzenslust rauben, morben und plündern kann. Bor einigen Tagen hat er den Ortsvorstand und ben Ortsrichter von Piper aus offener Straffe überfallen, beide nieder- geknallt und dann bis auf die Haut ausgezvgen Hieraus sind der akademische Räubeckhauptmann unb seine Bande spurlos in den Bergen ver- fchwunden. * „Amerikas Dauerschönhei t." Amerikas Dauerschönbeit ist gestorben: diesen Beinamen führte nämlich die berühmteste Bühnen- schönheit, die Amerika 'm den letzten Jahrzehnten (In einem Teil ber Auslage wiederholt.) Britisch-irische Verhandlungen. London. 10. Juni. (WTB.) Griffith hatte gestern vormittag eine Besprechung mit Churchill. Später traten bie britischen Unterzeichner bes britisch-irischen Vertrages^ unter ihnen Lloyd George, gi der Wohnung des Premierministers zu einer Beratung zusammen, die nach etwa zweistündiger Dauer auf heute vertagt wurde. Beschlagnahmte Waffen für Irland. Washington, 10. Juni. Die amerikanische Regierung wurde von ber englischen RegieriHng ersucht, gritau zu untersuchen, wie es kam, daff bei einer kürzlich vorgenvmmenen Durchsuchung eine» amerikanischen Dampfers die englischen Beamten vierzig Fässer entdeckten, bie von Philadelphia stammten unb als „Larb" (Schweineschmalz) dekla--, riert worden waren, in Wirklichkeit Waffen und Kriegsmunition enthielten, ohne allen Zweifel für die irischen Truppen in 3r land bestimmt. Ein englisches Kriegsschiff hatte diesen amerikanischen Dampfer kürzlich durchsucht, kurz vor seiner Landung an ber irischen Küste, unb die englische Admiralität lieft diesen Protest direkt an den Staatssekretär Hughes gehen. Man hält irische Parteifreunde in Amerika für den Vorfall verantwortlich. Eine AntiprohibitionSvorlage im amerikanischen Kongreß. Washington, 10. Juni. Fünfzig Mitglieder des Kongresses haben an da* sogenannte „Wahs and Means Commitee" eine vereint unter- schriebene Petition gesnndt, damit möglichst schnell eine Vorlage des Repräsentanten Hill, Republikaner, von Maryland, paffieren dürfte, auf Grund deren die amerikanischen Wähler in ben kommenden Kongressionalwahlen im Rovember die Frage ber Herstellung unb des freien Verkaufs von Bier unb Eider uno leichtem Wein mit 2,75 Prozent Alkohol debattieren dürfen. Die Vorlage berechnet. baff ber Staat eine Steuer von 20 Prozent auf jede Gallone belegen kann, und mittels dieser Einnahme erwartet die Regierung eine jährliche Einnahmen quelle von ,Steuern in der Höhe von 400 Millionen Dollars bis zu 500 Millionen, wenn nicht noch mehr. Gin Kabinett Kato? London. 10. Juni. (WTB.) Reuter meldet aus Tokio, allgemein herrsche die Ansicht, daß Admiral Kato ersucht werde, das neue K o - binett zu bilden. Gine neue Dordpolreise AmurtdsenS. Seattle, 10. Juni. Der Rordpolsorscher Marknotieruugeru Für 100 deutsche Mark wurden gezahtt: Datum: 1.7.14. 9 6. Gießen, 10. Juni 1922. ■ SO39 TW. WnWMen Statt Karlen 05991 sofort gesucht Marktplatz 23. Gedern, Düsseldorf, Lieh, Langen, den 11. Juni 1922. Behördliche Anzeigen Putzfrau Gießen, den 10. Juni 1922 gesucht. 05907 8,02 Astoria-Lichtspiele Lohn gesucht. 5608 Ab heute bis inkl. Donnerstag: gesucht. 05979 Hotel Prinz Carl. Städelstraße 11—13. 5650D | Wohnungstausch | uiugehend bei 05995 M. 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(Bariton) Herrn Ernst Schneider, Gießen (Cello) nebst einem vorzüglichen Salonorchester veranstaltet der Gesangverein Germania in Laag-Göns unter Leitung des Herrn Georg Same» Sonntag, 18. Juni 1922, nachm. 3Vs Uhr, in der Turnhalle ein großes Konzert Das Programm ißt ausgestattet mit nur erstklassigen Volksliedern und Kunstchören, Gesangsorebester und Violinsolos. Für. hervorragende Leistungen bürgen schon die vorzügliche Leitung sowie Sämtliche Mitwirkenden. Karten sind im Vorverkauf für Auswärtige bei Herrn Georg Schäfer I, Lang-Göns, Amtbausstraße 3, zu haben, oder können telephonisch nachmittags von 3—7 Uhr durch Zwieback-Kaiser, Amt Gnxßen-Linden Nr. 18, bestellt werden. Gesangverein Germania, Lang-Göns Abends: BALL. zu kaufen. emc 3. G. Gagel Immobilien - Zentrale, Koblenz, Lohrstraße 97. iÜolladen 160-180X200-220, sucht 5644) Cbrift, Lollar. 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Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zmn 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr, bei unS einzureichen, woselbst die Eröffnung in An- ävesenheit der Bieter erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vor- Gehalten. Gießen, den 9. Juni 1922. 5635V Äreisbauverwaltung Gießen. Eellarius, Regierungs-Baurat. I Stellen 05916] Junge Dame aus guter Fam. (Waise) sucht Stelle als Stütze ob. Haustochter in seinem Hause zur Vervollkommnung ihrer Hauswirt« schastl. Kennmisie. Anspr. keine besonderen, jedoch gute Behandl. erwünscht. Kaiserallee 23, Nebenb. | Verkäufe "| Schöne Lauser und Kettel zu verkaufen. 5648 VoWimer Strotze 6, netz, moesers Selmützle. Braune deutsckkurzhaar. Fggdhündin int 2. Feld, sowie drei 7 Wochen alle junge Jagdhunde guter Abstammung zu verkauf. Grünberg, 5626 Bahnhofstraße 24. Zuverlässiges, sauberes Mädchen für sofort gesucht. uiNi Dr. Rullmann, Biebrich am Rbein. 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Aachdem ein Antrag auf Errichtung einer ^ZwLNgsimnrng für das Mechanikerhandwerk für fFsahrvader, Aäh° und Schreibmaschinen, Motorfahrzeuge und Sprechmaschinen, deren Bezirk die Btadt und den Kreis Gießen umfassen soll, ge- istellt wrden ist, fordere ich unter Bezugnahme auf Die Veröffentlichung des Kreisamts Gießen vom Hl. Mai 1922 (Amtsv. Bl. Ar. 69) alle selbstän- >digen Handwerker, die in dem Stadtbezirk Gießen «das Mechanikerhandwerk obenbezeichneter Art be- ftreiben, auf, mir bis spätestens 23. Juni ds. Fs. ffchristlich oder mündlich mitzuteilen, ob sie sich f ü r oder gegen die Errichtung der Zwangsinnung oussprechen. Die Abgabe der mündlichen Erklärung kann während des angegebenen Zeitraumes an Werk- !tagen von i/2S ifijr bis 12>/? Uhr vormittags unb von i/23 Uhr bis 6 Uhr nachmittags auf dem Ber-- fficherungsamt, Gartenstraße 2, Seuenbau, erfolgen. Die Abgabe einer Aeuherung ist auch für die Handwerker erforderlich, die den Antrag auf Errichtung der Zwangsinnung gestellt haben. Aach Ablauf des obigen Zeitpunktes ein- aehende Aeußerungen, sowie solche Erklärungen, die nicht erkennen lassen, ob der Errichtung einer Zwangsinnung zugestimmt wird oder nicht, bleiben unberücksichtigt. 5642 B Gießen, den 8. Zum 1922. Der Oberbürgermeister. F. D.: Dr. Fr eh. Bekanntmachung. _ Der vom Gemeinderat dürchberatcne Voranschlag der Gemeinde Odenhausen für das Rj. 1922 liegt vom 13. bis einschließlich 20. Juni lfd. Fs. auf dem Bürgermeisterei-Amtszimmer offen. Einwendungen können innerhalb dieser Frist mündlich oder zu Protokoll vorgebracht worden. Es wird eines Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Odenhausen, den 10. Juni 1922. Hessische Bürgermeisterei Odenhausen. __Nachtigall.__________56381) Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Grünberg für 1922 Rj. liegt vom Montag, 12. Juni bis einschließl. Samstag, 17. Juni L Fs. auf der Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloßen, zu der auch die Ausmärker heran- neues Fenster, Drahtbett ntJidr., AMiite f. Damen sind zu verkaufen [5647h Blockstraße 2 I. Gut erhaltenes Sofa, sowie Kinderwagen zu verkaufen 05993 Wetteraaffe 3 II. Guterhalt.Herrenstiefel, Gr. 42, billig zu verkauf. 05980 Kaiscrallee 48 H. 2 Ztr. kleine Kartoffeln zu verkausen 05986 Bleichstraße 66 II. lks. I KaMffl<8«che | In Gießen, Friedberg, Dauheirn usw. suche ich f. zahlungsfähige Reflektanten Frau Sebwtät, Darmstadt, Dieburger Straße 97. Netteres fleißiges Mädchen bei hohem Lohn gesucht. Ruckes, 05869 Wiesecker Weg 31. Mädchen i ob. einfaches Jräul., das kochen u. bügeln kann u. alle Hausarbeiten versteht, zu 3 Pers, gesucht. HauSmädchen vorhanden. Frau Paula höbet, Lob« oorl, Obersörst. Rabenau. Chr. Inderthal. Fuhrmann lies. HebNtreit, 5655 Klinikstrabe 21. m. miü Gietz Olon -Dtf. 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