lir. m Erscheint täglich, trauer Sonn» und Feiertags, mit berSamstaqsbeitaqe: ®iefcigten zur Last, daß sie bie ihnen als Beamten obliegenden Pflichten gröblichst verletzt, den Ausbruch des EisenbahnerstreikeS verursacht haben und für die Verlängerung des Ausstandes eingetreten sind. Die drei Beschuldigten geben zwar zu, am Streike beteiligt gewesen zu sein, bestreiten aber, den Streik vorbereitet zu haben. Erfurt. 11. Mai. (WTB.) Wie die „Thüringer Allg. 3tg.*'- meldet, hat heute nachmittag die Disztplinarkammer in dem Verfahren gegen die Urheber des Gtsen- bahnerstreikes vom März dieses Jahres das Urteil gefällt. Die Angefchuldigten, Stten- bahntnspektor Menne, Lokomotivführer Thieme und Etsenbahnsekrstär D i b l i k wurden für schuldig befunden und die Disziplinarkammer erkannte gegen sie auf Entlassung. Von der Gewährung einer Teilpension wurde abgesehen, da keine Gründe für eine milde Beurteilung der Handlungsweise der Beschuldigten vorhanden seien, außerdem auch die Aussicht bestehe, daß die drei Angeschuldigten In der Reichsgewerkschaft der deutschen Ersenbahnbeamten und Angestellten einen ausreichenden Lebensunterhalt finden. Die Frage, ob die Angeschuldigten bei der Ausübung ihrer Tat Beamte gewesen seien oder nicht, wird bejaht, ein Streikrecht der Beamten gäbe es nicht. Delschmelzungsbestrebungen der Eisenhahner- verbändr. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" ersährt. tat die Reichsgewerkschaft DeutscherEisenbahnbeamteran den Deutschen Eisenbahn erverband das Ersuchen gerichtet, mit ihn 'in Verhandlungen über eine Verschmelzung der beiden Großgewerkschaften einzutreten. Der Deutsche Eifenbahnerverband soll sich hierzu bereit erklärt haben. Dom sächsischen Landtag. Dresden, 11. Mai. (WTD.) In der heutigen Landtagssitzung wurde der Antrag der Rechtsparteien auf Auflösung des Landtages mit 48 gegen 47 Stimmen abgelehnt. Freisprechung im Prozeß Fechenbach. München, 11. Mai. (WTD.) 3n Dem DeleidigungSprvzeß des früheren Privatsekre- türs EiSnerS, Felix Fechenbach, gegen den Herausgeber der „Südd. Monatshefte", Prof. Coßmann, den Schriftleiter der „Münch. Reuesten Rachr.", Emanuel Muller, den Hauptschriftleiter des „Bayerischen Kuriers", Ost er Huber, und ben Schriftleiter des „Bayerischen Vaterlandes", Dr. A d e l - maier, wurden durch Ar teil des Schöffengerichts am Amtsgericht München die ersten drei Angeklagten von der Anklage eines Vergehens der üblen Rachrede freigefprochen, während Dr. Adelmaier, bei dem das Gericht die Absicht der Beleidigung für erwiesen erachtete, zu einer Geldstrafe von 500 Mk. verurteilt wurde. Der Privatkläger Fechenbach hat die Kosten des Verfahrens in der Richtung gegen die Angeklagten Cvßmann, Mütter und Osterhuber zu tragen, während Dr. Adelmaier Die Kosten des Verfahrens gegen ihn zu übernehmen hat. Das Urteil gegen Dr. Adelmaier kann der Privatkläger auf Kosten des Beklagten im „Bayerischen Vaterland" verösfentlichen. In der UrteilSbegründuna wird hervvr- gehvben, daß die Veröffentlichungen EiSnerS als eine Fälschung im wahren Sinne des Wortes zu betrachten seien, was sich auch aus den Aussagen der verschiebenen Sachverständigen ergebe. Aus Stobt und ßemb. Gießen, Den 12. Mai 1922. L.A. Universitäts-Gottesdienst. Am Sonntag, den 14. Mai, vormittags 11 V< Uhr pünktlich, findet in der Reuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Universität eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Prof. Dr. Karl Ludwig S ch in i d t. •• Fe st genommen wurde ein von Limburg dahier zugereister Arbeiter, der mit seinem Freunde, dem cs allerdings gelungen war, sich inzwischen zu entfernen, vier Gartenhäuser erbrochen und Sachen daraus gestohlen hatte. — Gelandet wurde in der Lahn an Burks Mühle eine männliche Leiche. Es handelt sich um einen auswärts wohnenden, in Gießen beschäftigten Maschinisten, der sich am 19. April d. ZS. in selbstmörderischer Absicht von seiner Arbeitsstelle entfernt hat. — Am 8. d. MtS. wurde in hiesiger Stadt ein braungebeizter Handkastenwagen, der mit zwei Schiebern versehen ist und Die Fabriknummer 906/2 trägt, tm Werte von 1000 Mk. ge> st 0 hlen. ** Joseph Plaut mußte, wie uns mitgeteilt wirb, seinenhetterenAbend absagen,daerern st licherkrankti st. ** Die Vorträge im Zelt der Deutschen Zeltmission auf Ostealdsgarten erfreuen sich eines außerordentlichen Veluches. In den letzten Tagen waren die 1500 Sitzplätze alle so beseht, daß manche Besucher stehen mußten. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgt alles den geistvollen Ausführungen Des Redners, Der in fesselnder Weise die tiefsten Probleme DerMensch- heit erörtert. Seine Veteeise über das Dasein Gottes, die Unsterblichkeit Der Seele, Den Zustand nach Dem Tode muh man selbst gehör« haben, um zu verstehen, in wie hohem Maße Das Interesse Der Zuhörer geweckt wird. Vornotizen. _ — Lageskalender für Freitag: Großer Hörsaal der Universität, 8l/< Uhr: Vortrag der Gießener Hvchschulgesellschaftt — Im Zelt der deutschen Zeltmissivn, Os- waldSgarten, nachmtttags 4 Uhr: Bibelerklä-^ rimg. abends 8'/2 Uhr: Vortrag, Thema: „Das zweite Erscheinen Christi und seine Vorzeichen". — Astorta-Lichtipiele, ab heute: „Das verschwundene Haus". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Das Spiel mit dem Weibe" und „Nordische Land-/ schäften". — Vom Raturheilverein wird uns mitgeteilt: Die Universität hat Dem Verein in Dankenswerter Weise Die neue große Aula zu einem Vorträge Des Herrn Professor Dr. meb. Emil Klein aus Verlin über Das Thema: „Die wissenschaftlichen GrunDlagen Der Ra urheillehre" zur Versügung gestellt. Im Anschluß an den Vortrag ist eine auf ärztliche Kreist beschränkte Diskussion vorgesehen. Das große Allgemeininterefse an dem Thema, behandelt durch eine anerkannte Autorität auf diesem Gebiete Dürfte jede weitere Ausführung! über Die Bedeutung dieses Vortragsabends unnötig machen. (Siehe Anzeige) — Der Wc»rtburg-Äerein veranstaltet am Sonntag Den 14. d. Mts. seinen ersten diesjährigen Fa m l l l e na u s f l u g nach Annerod. (Näheres siehe Anzeige., — Jordans Meisterbilder-An- dachten werben in Der nächsten Woche m Den evangelischen Kirchen von Schotten, Dauern- l) e i in b. RH) da, Londorf, G rünberg unD Alsfeld ftattfinben. Näheres in der heutigen Anzeige. Starkenburg und Rheinhessen. * BenSbeim, 11. Mai. Unterhalb Birkenau wurde die verstümmelte Leiche des 12jährigen Schülers Adam F. aufqefunDcn. Der Knabe hat sich, nachdem cf sich vorher die Augen verbunden hatte, von dem von Mannheim kommenden Zug überfahren lassen. Der Beweggrund des Selbstmordes dürfte Furcht vor Strafe getoefen fein. Hessen-Nassau. * Biedenkopf, 11. Mai. In einer Gartenhütte versteckt wurde der feit fünf Tagen vermißte 12jährige Sohn einer hiesigen Familie völlig erschöpft aufgefunden. 21IZ Lagerstätte hatte er sich eine Truhe aus- gewählt, in Der ihn Der Gartenbesitzer zufällig, entdeckte. Was den Zungen zu diesem Streich getrieben hat, ist nicht bekannt. Der Fulda—Lahn-Kanal. In der „Deutschen Vergwerkszeitung" vom 20. April beschäftigte sich ein Aufsatz von Dr. Wey mar mit „Südteestdeuischen Kanalfragen" uno kam ztt einem abfälligen Urteil über Den Fulda—Lahn-Kanal. Eine ausgezeichnete und treffen De Entgegnung, Die das genannte Blatt sodann in seiner Nummer vom 3. Mai brachte, liefert so schlagende Beweise für den Fulda— Lahn-Kanal, daß tetr sie wörtlich unseren Lesern vorlegen möchten, zumal in klarer Weise auch Die Irrtümer des Weymarschen Aufsatzes herausgearbeitet sind. Dieser war durchaus im Frankfurter Sinne geschrieben, aber gerade in diesem Sinne betrachtet, vergaß er aus den De- ftrebunyen des Fulda— Lahn-Kar.alvei.eins die Verbindung F r a n k f u r t — G i e ß e n zu erwähnen, er streifte sie vielmehr nur mit einer einzigen und falschen Ziffer. Durch Einbeziehung dieser Verbindung In die Linie Koblenz—Kassel mit dem Knotenpunkt in Gießen wird aber das ganze Bild verschoben und sämtliche Schlußfolgerungen des Aufsatzes über den Haufen gestürzt. Die Pläne des Fulda—Lahn-Kanalvereins verbinden einmal in einer von der Natur gegebenen und an Bodenschätzen reichen Linie, dem Lahnlauf, das Rhein-, Mosel- und Daargebiet mit Kassel und Der Weser. Dabei gehen die Eisenerze Der Lahn nicht nur westwärts, wie Herr Dr. Weymar meint, nach Dem rheinischen Industrie- gebtet zu, sondern ebensowohl ostwärts nach dem Eisenhüttenbezirk um Wetzlar, Lollar und die Dill herum. Wenn Herr Dr. Weymar schreibt, daß dieser Wasserweg ein Einfallstor aus Mosel- und ©aargebiet sei und Der französischen Wirtschaft zum Schaven Der Deutschen entgegen komme, so ist dieser GeDanke Durchaus unnational! Wir müssen uns von unseren abgetrennten Brudern nicht durch möglichst vorsichtige Schranken trennen, sondern wir müssen versuchen, alle Schranken zwischen uns einzureißen, ihnen Die Hand zu reichen, too es nur möglich ist, und sie an Deutschland zu fetten, statt sie davon abzustvßen. Der Fulda-. Lahn-Kanal ist deshalb nicht zu verwerfen, sondern auf das wärmste zu begrüßen. Vielleicht ist er das erste Glied in einer zweiten West-Ost- Verbindung, ähnlich Dem Mittellandkanal, zu Wasser .durch ganz Deutschland vom Saargebiet über Lahn, Thüringen und Sachsen nach Oberschlesien! Die Kilometerziffer, welche Dr. Weymar über Die Verbindung Mainz—Minden zuungunsten des Fulda—Lahn-Kanals bringt, ist falsch. Sie beträgt nicht 623 Kilometer, Denn kein Schiffer wird den ilmtoeg über Oberlahnstein—Limburg von Mainz aus machen, fonDern er wird die Verbindung Frankfurt—Gießen—Minden benutzen; Dann arer beträgt Der Weg Mainz—Minden nur 482 Kilometer absoluter Länge. Das sind 141 Kilometer -- 29 Proz. weniger. Hier macht sich eben das, was Herr Dr. Weymar ausgelassen hat, bemerkbar, nämlich daß die natürlichste Verbindung von Frankfurt a. M. nach Der Weser längs der Main—Weserbahn geht, wie das ja schon die alten Eisenbahn-Ingenieure 1850/52 . erkannten, von Frankfurt durch Die Wetlernu/ «ich (Stoßen. ö» muß ßtor betont »erben, baß nach ber Lage ber Bebauung unb nach den Möglichkeiten ber nwberncn Technik biese Linie nicht in Höchst längs ber Ridda In ben Main einlaufen, sondern etwa in ber Richtung Gronau— Bischofsheim ihren Fußpunkt zwischen Hanau unb Frankfurt, sehr günstig für bellen Osthafen, haben würbe Diese Linie Frankfurt—Gießen würbe nur 65 Kilometer absolute Länge haben, allo 27 Prvz. weniger als bic 83 Kilometer, welche Dr. Wehmar angiot. Alles, was er über bic Vorteile sagt, bie die Städte Mainz, Höchst, Frankfurt, Offenbach unb Hanau von einer Kanallinie über Kinzig— Fulba haben würben, trifft auf bie Wetterauer Linie ebenfalls zu, unb zu ben genannten Städten würben noch Friedberg mit Manaan-Braun- kohlengruben, Rauheim, Butzbach mit seiner mächtig aufblühenden Schwerinbustrie bie Vorteile des Wasserweges genießen. Die Stäbte aber längs Kinzig—Fulda, Gelnhausen, Fulda, Hersfeld unb Melsungen, werben an wirtschaftlicher Wichtigkeit weit von denen an der Fulda—Lahn-Linie überragt: Gießen, Weh la r mit den Buderusfchen Eisenwerken, Lollar mit deren Hütte, Marburg und Treysa. Kassel als belben Projekten gemeinsam scheidet beim Vergleich aus. Wenn Herr Dr. Weymar schreibt, daß der Fulda—Lahn »Kan al nicht konkurrenzfähig sei, weil schon Eisenbahnen aus .seinem Gebiet nach dem rheinischen 3nbu- strierevier erlliierten, so trifft dies ebenfalls auf den Fulda—Kinzig-Kanal und verallgemeinert wohl auf jeden Kanal zu. Es ist dem Fulda—Lahn-Kanalverein nie eingefallen, seine beiden Strecken Koblenz— Gießen—Kassel und Frankfurt-Gießen—Kassel als eine Verbindung zwischen Donau unb Weser anzugeben. Dafür £l ber Werra—Itz-Maln- Konal bei weitem die günstigste Lösung. Abgesehen bavon, baß er die kürzeste Linie zwischen Weser unb Main—Donau barstellt, würde er ganz Thüringen und Oberfron Fen mit dessen Gisenerz- lagerstätten erschließeu. genau wie der Fulda— Lahn-Kanal ganz Oberhessen mit dem Zentralpunkt Frankfurt unb bie reichen Bodenschätze von Nassau erschließt. Gegen die Erbauung dieser beiden Kanäle wendet sich Herr Dr Wichmar mit bem Argument, baß ein Kanal, nämlich der Kompromiß Kinzig—Fulda, kürzer sei als zwei. 3n Erwiderung darf ich aus einer andern Stelle des hier bestrittenen Aussätze» zitieren: „GS dürfen nicht allein verkehrstechnische Gründe maßgebend sein, sondern in erster Linie wirtschaftliche." Es gilt nicht, bie kürzeste Linie zu finden, um über diese einen unbelebten Kanal, etwa für Rennboote, zu bauen, sondern eS fragt sich, wo die größten Decke h rSm en gen liegen, wo Massenerzeu» gung ober -bedarf längs ber Wasserstraße zu erwarten ist und schließlich, wie deren Betriebslänge sich stellt. Richt auf die absolute Länge, auf die Kilometer, wie man sie auf ber Karte abstechen kann, kommt eS an, fonbem auf die Betriebslänge, auf bie Zahl ber Kilometer, welche sich ergibt, wenn jede Llnterbrechung bes Kanals, jeder Aufenthalt für die Schiffahrt durch Schleusen, Schifsahrtstunnels oder dgl. als Zusatz- kilvmeter ben absoluten Entfernungen zugerechnet wirb. Dann hat nach ber ersten Autorität aus biesem Gebiete, bem verstorbenen Ministerial- birektor Sympher, der Weg von Franksurt- Osthafen nach Hann.-Münden trotz ungefähr gleicher absoluter Kilometerzahl über beide Linien eine Betriebslänge über Fulba von 536 Kilometer unb 468 Meter Höhenunterschied, über Weiterau nur 425Kilometer und nur 373Meter Höhenunterschied. Da S ist ein Vorteil von nicht weniger als je 26 Proz. in Betriebs- länge unb Höhenunterschied zu - grinsten der Verbindung Frankfurt- Weser Über Gießen. Herr Dr. Wehmar wendet sich zu ber Werra— 3h-2mie unb macht sich daS Urteil einer französischen Handelskammer deS besetzten Gebietes Kinzig—Fulda zu eigen. Einen Deutschen sollte gegen biese Linie und zugunsten der Linie aber daS Wort .einer französischen Handelskammer höchstens zur Vorsicht mahnen; es könnte fein, baß bie Franzosen nur deshalb gegen die Werra—3h—Maln-Llnle sinb, weil diese zu weit außerhalb deS französischen Einslußbereichü liegt! Welter aber verrät daS französische Urteil durchaus rocht einen ..wirklichen Kanalpraktiker", denn es läßt einen bereits bestehenden Kanalweg zwischen Weser und Main (la voie deja canaliste) nur für große Schiffe vertiefen, während dieser Kanalweg üoerhaupt noch nicht besteht. Die .französische Handelskammer" verwechselt äugen- fcheinlich die Verbindung Weser—Werra—Main mit der allerdings bestehenden kleinen alten Verbindung zwischen Donau und Main, dem Lud- wegekanal. Der Aufsatz versucht dann durch Aufzählung der einzelnen Frachtgüter, nämlich Braunkohlen, Kali, Holz, Basalt, Kalk unb Sandsteine den Beweis zugunsten des Kinzig—Fulda-Kanals gegenüber den beiden anderen Projekten zu führen. Rur hat über die vergessene Verbindung Gießen— Frankfurt da- Kasseler Braunkohlen Hecken nach Frankflcrt unb Höchst einen kürzeren Weg in absoluten wie in DetriebSkilomeiern, als über Fulda— Kinzig. Die Dvaunkohlenvorkommen von Fulda unb Schlüchtern sinb. wie der Auftah selbst zugibt, minderwertiger; dann wirb man schon besser über die Lahn unb Wetterau bie bessere unb nachhaltigere Wester Wälder und Welterauer Braunkohle ober solche auS der Ziegenhainer Gegend beranziehen! Wa» Kali betrifft, so Ist ber Abbau längS ber Werra erheblich bedeutender als längs der Fulda: wenn man also mit Dr. Weymar einen Seitenkanal zum Anschluß deS einen Vorkommens an das andere annimmt, scheint es doch richtiger, da- Kleinere an daS Größere anzuschließen, alS umgekehrt. Holz ist kein Rtassenariikel, im Sinne großen Verkehr»; 10 20 Festmeter geben nur einen Eisenbahnwagen an Gewicht; außerbem ftnbei es sich ebenso wie Kalk unb Sandstein .auch Im reichsten Maße läng» ber Lahn— Fulda-Llnle, ersterer in ben ungezählten Kalköfen zwischen Diez unb Gießen, letzterer In der Marburger Gegend. Wenn Herr Dr. Wehmar von ber 3nbustrle der Steine spricht, die au» feinem Kanalgebiet über Frankfurt nach au Ständischen Häfen gehen sollen, so kann sich da» wohl hauptsächlich auf Basalt beziehen; hier ist aber für das riesige Vorkommen des VogelSberges wie die unerschöpflichem in Hunderten von Brüchen au»* gebeuteten BafaMagern deS Westerwaldes der 'Weg über bie Lahn nach ben Auslandshäfen und dem großen Verbrauchsgebiet Holland bei weitem am besten. Die Betriebslängen für die Schiffahrt stellen sich bei Lahn — Fulda— Frankfurt—Wetterau unb bei Werra—3h—Main günstiger al» bei der Fulda—Kinzig-Linie. Zrochtmengen sind auf diesen beiden Qlnten in weit beträchtlicherem Umfange zu erwarten, läng» ber Lahn durch Eisenerze, Braunkohle. Kalk, Ton. Basalt, Holz, ©anb- ftein, ©dMDerinbuftrle von Wetzlar unb Butzbach, längs ber Werra namentlich bie Eisenerze von Oberfranken unb Kali. Auch in ber Erschließung vonWasferkrästen dürfte aus selten dieser beiden Linien der Vorteil gegenüber Kinzig— Fulda liegen. Die Baukosten sind für bie kurze Gabelung Fulda—Kinzig unb Fulda—Sinn vielleicht billiger al» für die belben anderen Linien, die schon bei Münden auseinanberzwel- gen. dafür aber auch einen viel größeren Sin- klußbeteich befruchten. Wa» man übrigens an Schwierigkeiten und Kosten Im Gebirge zwischen Schlüchtern und Fulda zu erwarten bat, das beweist das Beispiel der Eisenbahn mit ber Spitzkehre bei Elm, bas 50 Zähre dauerte, bl» man In einer 3ngenteurtat allerersten Range» und mit ungeheuren Kosten den Tunnel bei Flieden doch alS Ersatz durchführen mußte; bei dem Dau glaubte man auch gerade wie Dr. Wehmar heute für seinen Kanal, von dem Tunnel abfehen zu können. — Sympher gibt al» Anhalts,Iffer für den Kilometer Kanal Tim Flachlande 600000 unb im gebirgigen Gelände 2 000 000 Doldmark al» Baukosten an. Für die Großstadt Frankfurt selbst mit bent anschließenden ^Industriezentrum, auf die natürlich jede» Projekt ben größten Wert legen muß, ist der Weg zur Weser über bie Wetterau billiger im Bau, kürzer unb billiger im De trieb unb mehr versprechend in ben Frachtmengen. WaS bleibt ba eigentlich noch für oas Kinzig— Fulda-Drvjekt übrig al» ba» letale 3ntoressc von Delnyausen. Schlüchtern und Fulda? ■iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiHiiniiiiiiiiinniinHiiiiiiHniiiiiiiiiiiiiiHininiiHifiiunRiiiiiiininiittiiiiiHiiB Behördliche Anzeigen » Gießener Hochschulgesellschaft fr ■ Die Grundlagen der niederländischen Frei „ute urunatagen aer meaerianaiscnen rrei- g Handelspolitik u. die jetzige Wirtschaftskrise“ Gäste sind willkommen. V Statt arten <«n | Verein« Lichtspielhaus Jeder Herr 46Ö7 6.45 vorn,. Lebens 227D Ein Versuch dauernde Kundschaft ll i Leipzig LHeBirenicheraDp-Caellschalt iß, Idpzlfl. DlWrftg 21 Tertreter Id (ä: [iri lalther, Frantfnrler Stralte 29, Fernspr. 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Verband»- unb Unsallmeldestellen hat die Freiwillige SanitätSkolonne In Gießen bei den nachverzeichneten Mitgliedern ber Kolonne eingerichtet, worauf hierdurch besonder» hinaewiesen wird. Del vorkommenden älnsällen toetwe man sich an die nächstaelegene Stelle, In der im De- barfSfalle Rotverbände angelegt unb Anordnungen für weitere Hilfeleistungen getroffen werden. Harne . Wohnung: Rächst es Telephon: FritzNowack WWÄSi 4634a 14. V. 82: Frühtour narb Vluncrod. 7 Ubr: Ecke Slcuievallec— Vl(ter Straße. (MWT T. V. V. 1848. Turnsang Sonntag, ben 14. Mai. Weltenbern. FellingS- bauien, Tün'berg. Abin I Ubr Vnbnbrütfc. Zweigverein Taufstein des D. H. C. Sonntag, d. 14, Mai: Familien- ► Wanderung ° über j^aunsbach—tttlei- bcrseriorst—Alteuberg — Lollar. 4 StX Abmarsch 0 Ubr Lahnbr. Ehem. Hess. CtlMrogoMt. Abfahrt nach Darmstadt ab (Bieben morgen Sam» tan <13. V.) 2 4ö und 4.05 nach m. 21b Sonntag <14. 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Mit Rücksicht aus die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Wald- b r ä n d e n mache ich darauf aufmerksam, daß c» verboten ist, mit unverwahrtem Feuer oder Licht einen Wald zu betreten, sich diesem zu nähern oder in der Rahe eine» Walde» Feuer anzu- zünden. 4640B Gießen, den 5. Mai 1922. Der Oberbürgermeister. 3.2.: vr. R o s e n b e r g. Stadt. Arbeitsamt (dienen Liebigftratze 16, Teleph. 2054. E» rönnen elnnerteflt werden: m. bei biennen *2lrbcUeeUern: 1 Schneider, ein Bhotograoh, mehrere Former, 2 Stetnhauer, 1 yikUrtcr, 1 Wagenlackierer. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Blaser, 1 Lackierer, 1 ilhrmacher, 1 Pdotogravh, ein Polsterer, 2 Bilder rahmen macker, 1 Steinbild- bauer. 1 Sielnhaner, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 Svengler und Fnstallaieure, 2 Buchbinder, 2 Schriftsetzer, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 2 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder, 1 Schlosser. b. bei answartlaen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 Nauer, 1 Sicinbildhauer, 1 Autogenschweißer, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 2 Schneider, 1 Sattler, 1 Schmied, 1 Tavezier und Polsterer, ein Slfenr. 2 Zigarren- und Wickelmacher, mehrere eistdinder u. -lustreicher, mehrere Maurer, zwei Gärtner. 1 Schioster, ein Sattler und Volsterer, 1 Elektromonteur, 1 Installateur, 1 Bäcker, cm Müller, 2 Schreiner. Lebrttnae: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 yrifeur, ein Schlouer, 1 Svengler u. Jnitallateur, 1 Zigarren- sortierer, 1 Gärtner. y» suchen 'Arbeit: Kansleute. Schreiber unb Neiseude, Vacker, Hausbursckeu unb AuSläuser, Diaschinenlchlo'ser. Bausckioster, Schubmacker, 1 oerb. binbm. Knecht. 1 Krankenpfleger, 1 Sattler. 1 Politerer, 'Zäcker unb Pleyger. Kellner, 1 Küfer, 1 ve>b- Hofmeister. 1 Mechaniker. 2 Dreher, ein Ovtiker. 1 Clcnfeocr. 1 Hing. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker. 1 Wagt'er, 1 Müller. 1 Zn- itallateur unb Svengler, 1 «tonteur, Maschinisten unb Heizer. 1 Schleifer, 3 STraftfabrer, Bauhilf». arbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker. 3 Autoschlosser. 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kauileute, 2 Schlosser. KeleaenbeitSarbeiten werben ebenfalls entgegen- genommen. Weibliche 9lb teil nttflt Oft fänneit eingestellt werden: n. bei biesigett Arbeitgebern: Mädchen für tags- ftber, Tienitmäbdten, Vauffraaen unb -mädchen für vtr.tclne Tage, nichtige Alletnutädchen. 2 Küchen- mnbcken, 1 Lnltze, 1 Kasfeeköchin, 1 Köchin. b, bei auswartiaen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- mädchen. Ziininertnädchen. ziüchenmädchen. xroel vauSbältcTinnen, 2 Servierfräulein, 1 Köchln für Hotel, 1 Kafieeköchin. (T4 suchen Tlrbeit: 2 Berkäuserinnen, 3 Wasch- trauen, einige Vauffrauert auch für NachmittagS- besck'istiqung, Mädchen s. tagsüber, 2Biiglerinnen, 1 Schneiderin al« Bethilse zu Schneiderin, »tuet Verkäuferinnenlebrmadchen, 1 Flickerin, 1 Kontoristin, 1 Silfeitfrftitlein, 1 Haushälterin. Di- Berufsberatung und Rrdeits 'Vermittlung für Musiker fintzet werktags von 10 bi» 18 Ubr ftotu 4641B Onhnffan Hauptfeier: Sonntag, 14. Mai, 8 Uhr, duliUUüll Schülerfeier: Samstag, 13. Mai, 8 Uhr. fiQUernhofm «suptfeier \ Donnerstag, 18. Mai, yaliSrilllghil Schülerfeier | 8 ? Uhr. 8 Hauptfeier: Sonntag 21. Mai, 8 Uhr, LUliuUl I Schülerfeier: Samstag, 20. Mal, 8 Uhr. Priinhorfl Hauptfeier: Himmelfahrtfeet, 8 Uhr, blUIIUBiy Schülerfeier: Mittwoch, 24. Mai, 8 Uhr. Hauptfeier: Sonntag, 28. Mai, 8 Uhr, mdluiU Schülerfeier: Samstag, 27. Mai, 8 Uhr. Heute vormittag 10 Uhr verschied sanft nach kurzem schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, meines Kindes treubesorgte Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Emilie Reitz geb. Schmidt im Alter von 47 Jahren. Die trauernd Hinterbliebenen: 1. d. N.: Georg Reitz. Gießen (Weserstr. 25), Alsfeld, 10. Mai 1922. 04930 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 13. Mai 1922, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Danksagung. Für die aufrichtige Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: MLMWgU.MUgeWM. Wieseck, den 10. Mai 1922. 4613 Srfaöttntr, zumlA Chaiffair für Lastkraftwagen gesucht. Schristl. Angeb. unter 4638 an den Giesi. Anz. Junger Laufbursche für sofort gesucht. 4669 Dr. Wolfgang Mcvcr, norm. Freeü'sche Univ.* Buchhdlg., Seltersweg. | Vermietungen | Gül 13811. ZiMZkk anDaucrmieterz vm Hinter d. Westaul. 9 V. | Mietgesuche j Kdl. bess.Ebev. sucht möbl. 2-3*Zün.-Wohn. Schltf.l. Ang, u. 04877 a. Giesi. Anz. Gesucht gut möbliertes, sonniges Zimmer* von ruhigem Herrn. Schristl. Angeb. unter 04833 an den Giesi. An». Junges gebildetes Ehepaar sucht sofort 04908 möbl. Zimmer. Offerten mit Preisangabe erbet, an Caf6 Aftoria. Ruhiger Bl crr (Dauermtetcr) sucht einfach möbliertes gimmer. Schrifi L Angeb. unt. 04898 an d. Giesi. An», erbeten. krotzes hcües Zimmer mit ober oljiit $tniott sucht dringend 04912 Wenöat DIMM. Hotel Stadt Mainz. Gesucht Ml Ml. MM von ruhigen Damen. Schrifll. An geb. unter 04907 a. d. Giesi. Anz erb. Cand. med. aus besserem Hause sucht für sofort 4652h Mn Ml. 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Berlin, 11. Mai 1922. 207. Sitzung, nachmittags 1 Uhr. Fortse^ung der zweiten Lesung des Haushalt» deS AeichSverkehrtministeriumS. 2Tbg. Dr. Q uaa h (D. Vp.) teilt den Optimismus deS Ministers nicht. Gewift hätten sich die Leistungen, der Eisenbahn im letzten Jahre gebessert, aber ihre eigentliche Aufgabe, die Güterverteilung am rechten Orte und zur rechten Zeit, bade sie nicht erfüllen können. Dies gelte besonders von der Stöhle. Außerdem sei der 'Jfcr- sonal bestand der Eisenbahn im Verhältnis zum Rückgang der Kilometerl i'kung ganz en rm gestiegen: nämlih von 740 ^OJ ouf 1 380 0.0 Beschäftigte. 5>cr Ausbau d s Ei-enb h nehes fei dringend erforderlich und der kaufmännische Geist müsse stärker als bisher betont werden. Auch für das Kleinbahnwesen, das sich namentlich in Rord- deutschland in eiiem geradezu bejammernswerten Zustande befinde, müsse mehr getan werden Der Aebner wandte sich dann noch gegen Schluss seiner Ausführungen in scharfen Morten gegen die TarhpLlltll des Ministers. Früher hätten die Beiräte bei den Darifverhandlungen noch mit- gewirkt, heute würden diese Beiräte nicht mehr gewählt, sondern ernannt und somit laufe das Ganze auf die präfekte Wirtschaft hinaus, wie man sie in Frankreich gehabt habe. Das sei ein Rückschritt tm Zeitalter der Demokratie. NeichSderkehrSminister Gröner: sichert zunächst für die Zukunft eine schnellere und regelmähigere Erstattung der Geschäftsberichte zu uud betont, daft er sich von seinem Optimismus nicht abbringen lassen werde. Er Hube in die Angestellten, Beamten und Arbeiter der Eisenbahnverwaltung das unbedingte Betrauen, daft sie ihn unterstützen werden, die Eisenbahn wieder vorwärts zu bringen. Zweifellos sei der ganze Apparat der Eisenbahnverwallung jetzt nicht in der Lage, dem Dalutagüterverkehr voll und ganz zu genügen. Industrie und Handel sollten sich aber nicht der Eisenbahnverwaltung als Gegner gegenüber fierten, sondern sich gemeinsam mit ihr bemühen, den Aebelstand zu beseitigen, wie es beispielsweise die Hamburger Kaufmannschaft in dankenswerter Weise getan hab. Das Defizit von 1920 in Höhe von 15,6 Milliarden brüde noch heute auf unsere Verwaltung. Als das Defizit schon aus etwa 5 Milliarden herabgemindert war, kam die neue Valutawerte und lieft es auf etwa 11 Milliarden ansteigen. Das laufende Jahr werde aber wesentlich günstiger abschlieften. Solange aber Arbeiterlöhne und Materialpreise das Ergebnis der Eisenbahn weiter als Schraube ohne Ende beeinflussen, sei eine ruhige Entwicklung nicht möglich. Gröner geht sodann auf die Per- sonenpolitik ein und meint, daft diese in erster Linie von der Wohnungsfrage abhänge. 3m übrigen müsse der Grundsatz „Dem Tüchtigen freie Dahn" ohne Rücksicht auf das Dienstalter gelten. Eine Aebernahme der Mitropa und der Reichs- bureaus auf die Reichseisenbahnverwaltung ist noch nicht denkbar. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die Dienst- und Ruhezeit wurden in diesen Tagen zu einem befriedigenden Abschluh kommen. Was das Streikrecht angehe, so seien die Beamten noch kurz vor dein Eisenbahnerstreik darauf hingewiesen worden, daft ein solches ihnen nicht zuslehe. Die für die Disziplinierung der am Streik beteiligt gewesenen Beamten herausgegebenen Richtlinien würden loyal gehandhabt 105 Fälle seien auf dem Difziplinar- wege erledigt worden, weitere 40—50 Fälle seien noch in der Schwebe, und 168 Kündigungen seien ausgesprochen worden. Diese geringe Zahl fiele gegenüber den etwa 100 000 am Streik beteiligt gewesenen Leuten kaum ins Gewicht. Bei den Beförderungen kämen allerdings die Disziplinierten nicht in Frage. 3m übrigen werde aber der Streik von der Verwaltung als etwas Vergangenes abgesehen, um das Vertrauen zwischen Beamtenschaft und Verwaltung wieder herzu- stellen. Abg. Wieland (Dem.) sagt: Die Eisenbahn müsse wieder zum Rückgrat unserer Finanzen werden. Die Ausschufta.r träge bewegen sich in dieser Richtung. Das Arbeitszeitgesetz muft die bestehenden Mift stände beseitigen. Cs geht nicht länger an, das; die Norddeutschen weniger arbeiten als die Süddeutschen. Andererseits darf gegen die am Streik beteiligt gewesenen Beamten keine Radelstich-Politik getrieben werden. Wie steht es mit der Wa ftengestellung "i Vor allem mit der De "sorgung S ddeutschlands? Jedenfalls müftte die Tarifpolitik in engerer Fühlu:g mit den Privatwirtschaftskreisen, besonders Srrddealsch- lands, geführt werden. Gemischt-wirtschaftliche Betriebe wären die für die Reichsbahn geeignete Detriebsform. Verkehrsminister Gröner: Das Gutachten des Aeichsverbandes der Industrie schätzt den DieSakramenlshex. Roman von Marie Kerschen st einer. 18. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Lind nun fiel ihm em, daft die Mutter ihm beim letzten Händedrua einen Brief zugeschoben hatte, mit der Bitte, ihn in der ersten nachdenklichen Stunde nach der Trennung zu lesen. Er entnahm das Schreiben seiner Tasche, entfaltete es und las: .Mein lieber Sohn! Run bist du von mir gegangen und dieser Abschied lastet schwer auf mir, so klar ich ihn m seiner Anabänderlichleit seit Jahren kommen sah. And fast will, es mir scheinen, als ob Dein Weggang noch einschneidender in mein Leben sei, als es der Tod Deines Vaters damals gewesen ist. 'Denn unsre Wege sind eins gewesen und so sehr Dein Vater mir auch vor- aneilte, ich folge ihm nach und jeder neue Schritt weist mir die Spur seines Fuftes, in die ich trete. Dem Vater hat mich nicht verlassen, wenn er auch gestorben ift Du aber wirst dem Leben gehören und mich dennoch verlassen. Richt lied- los oder in ilneftrerbietigteit, — sondern einem Gesetz des 'Da eins folgend, dem keiner entgeht: Der flügge Vogel löst sich vom Rest. Auch Du muftt Däne eigenen Wege gehen, Zielen entgegen, die abseits von meiner Strafte liegen. Rar mein Auge wird Dir folgen, solange lebendige Kraft in ihm wohnt. And wenn es sieht, daft Dein Weg aufwärts führt, dann wird mein Herz jubeln und segnend bei Dir sein! And Dein Weg wird auswärts gehen! Denn ich hab» Dich gelehrt, Gott und das Andenken des Vaters in Ehren zu holten und ich gab Dir das Beispiel Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Personalbedarf zu niedrig ein. Wir sind aber bemüht, das Personal aus das notwendig- May 3*»_ vermindern. Die Kohlenversorgung fort in Kürze sichergestellt werden, lieber die Schwierigleiten der Wagengesiellu.ig sind wir zetzt h.naus, letzt müssen auch die Gruben mit allen Kräften fördern. Die Haldenbestände samme.n sich nicht allein wegen Wagenmangel an, sondern es müssen auch die Handelskräste zum Verladen vorhanden sein. S.it dem 1. April sind die Haldrn- bestände auch wesentlich zurückgegangen. Die Kriegsschäden an den Lokorno iven w rden dis zum 1. Aprll 1923 vollständig beseitigt fein 3n der Frage der Tarifpolitik wird der neu; Reich;- eifenbohnrat seine Beratungen am 1. Zull aus- nehmen. Die auf niedrigere Haltung der tßcr- fonentarife gerichteten Wnnsche werde ich weyi wollend prüfen. Für be,' i.nmte b grenz e Auf gaben bin ich auch ein Freund gemischt-wirtschasl licher Betriebe. Wie weit dies aber aus die Reschscisendahn Anwendung finden kann, biei.l sehr zu überlegen. Abg. 21 u f ft ä u f e r (Anabh. Soz.): Der Kampf um die Reichseifenbahnen spiegelt deutlich die wieder erstarkende Macht des Privatkapitals wider. Der Reichsverband der Industrie arbeitet still, aber wirksam an der Aeberführung der Dahnen in Privatbesiy. Darüber lassen auch die Ausführungen Dr. Reicherts keinen Zweifel, und die Erklärungen des Ministers waren mehr als flau. Die Misserfolge der Eisenbahnen sind nicht auf die neue Staatsform zurückzuführen, sondern auf diejenigen, welche den Krieg und seine Folgen verschuldet haben. Die Denkschrift des Reichsverbandes der Industrie ist ein demagogisches Machwerk, ba£ in der Angabe der Arsache des Defizits die Tatsachen aus den Kopf stellt. Die eigentliche Anterbilanz der Eisenbahnen hängt nicht mit der bureaukratischen Verwaltung zusammen, sondern mit den Kriegsfolgen. Die „Mitropa" zahlt heute geradezu lächerlich geringe Pachtverträge. Das muft geändert werden. Die Personalausgaben fallen gegenüber den eigenen Materialpreisen kaum ins Gewicht. Eine stärkere Kontrolle der Industrie mit Rücksicht auf die Interessen der Allgemeinhell könnte die sachlichen Ausgaben wesentlich zurückschrauben. Die Sozialisierungskommission hat die richtigen Wege zur @ntbureaufratifierung der Eisenbahnen gezeigt. Erst toemi die Rohstoffquellen in ftaat- lichen Besitz übergeführt worden sind, werden die Eisenbahnen die Erträge abwerfen, deren wir bedürfen. Der Redner behauptet sodann, daft trotz aller Versprechungen die Vergeltungspolitik we^en des Streikes im polten Gange sei und daft infolgedessen die Privatindustrie den Achtstundentag abzubauen beginne. Abg. Sauer (Bahr. Vpt.) wendet sich gegen jede Zentralisierung des Deschasfungswesens für die Eisenbahn. Abg. Daartz (K.) richtet heftige Angriffe gegen die Verwaltung wegen der Maftregelungen der am Streik beteiligten Eisenbahner und gegen das Arbellszellgeseh, das einen Angriff auf den Achtstundentag darstelle. Damit schliesst die allgemeine Aussprache. Morgen mi tag I Ahr Einzelberatung und Anfragen. — Schluft 8V2 Ahr. Aus 5iat)t und Land. ® i e ft e n, den 12. Mai 1922. Vorauszahlungen ans die Umsatzsteuer für das Kalenderjahr §922. Dom Finanzamt Gieften wird uns geschrieben: Es ist nunmehr von jedem Amsatzsteuerpflich- tigen, für den der Steuerabschnitt mehr als ein Vierteljahr beträgt, eine Voranmeldung (Zahlkarte) innerhalb eines Monats nach 2rt>lauf eines Kalendervierteljahres bei der zuständigen Kasse abzugeben. Zinsen kommen erst dann zur Erhebung, wenn der Detrag 50 Mark übersteigt. In der Voranmeldung (Zahlkarte) ist der Gesamtbetrag b£r im vergangenen Kalendervierteljahr vereinnahmten Entgelte, soweit sie nach dem Am- sahsteuergesetz steuerpflichtig sind, anzuführen, gegebenenfalls getrennt nach den verschiedenen Steuersätzen. Gleichzellig mit der Abgabe der Voranmeldung hat die Vorauszahlung nach Maftgabe des Gesamtbetrags der Entgelte oder Leistungen zu erfolgen. Cs beträgt beispielsweise die allgemeine Amsatzsteuer 2 Prvz., die Luxussteuer 15 Proz. der Entgelte. Die Qtbgabc der Zahlkarte hat bei derjenigen staatlichen Kaffestelle zu erfolgen, die für die Erhebung der Einkommensteuer zuständig ist: für die Erhebung der erhöhten Amsatzsteuer (Luxussteuer usw.) fommen jedoch nur die Bezirkstassen und die mit der Wahrnehmung von Dezirkskassengeschäften betrauten Kassen in Betracht. Bei denjenigen Steuerpflichtigen, für die der Pflicht. And trotzdem zittert meine Hand, die der Deinigen sich enttoinöet, aus daft Du fortan allein wandern mögest. Denn Dir fehlt der Vater, des Jünglings innere Kämpfe männlich Kl>. beraten. Anberaten lass' ich Dich ziehen! Aufs gute Glück taucht Dein Schiff einst in die Wogen ber Leidenschaft. Wird ein glücklicher Impuls Dich leiten, die gefahrvollen Klippen unbeschadet zu umgehend Ich kann es hoffen, wissen tonn ich es nicht! So höre, was die Sorge der S',u:rde mich von Dir fordern läftt: Wo immer eine Frau über Demen Lebensweg geht, achte in ihr die Würde Deiner 2Hutter allezeit! Last eines Menschen Leib Dir heilig setn, denn er ist seiner Seele Haus und damit Gottes Eigentum. Auch wird Dir des Lebens Irrsal Rot und Schmerzen bringen, — in Schuld Dich za verstricken, soll ihr nie gelingen! Versprich es mir, so zu handeln, daft Dein 2luge sich nie in Scham senken nm- vor einem Weib! Daft nie eines Kindes unschuldiger Mund vergeblich den Daternamen ruft, durch Deine Schuld! Hart hat mich Deines Vaters Tod getroffen, aber noch härter träf mich das Leid, das der Sohn mir bereitet, indem er Gottes Seelen zertritt! Du wirst es mir nicht antun! Versprich es mit! And [oft dieses Versprechen das Pfand Deiner Sohnesliebe sein, auch wenn ich nicht mehr bim Deine Mutter." Tiefernst barg Heiner den Brief auf feiner Drus!. stützte die Ellbogen auf die Knie and vergrub das Gesicht in die Hände. Deutlich stand so das Bild der Muter vor feiner See e er sah sie, das früh gealterte Ku .merge icht auf die nie versiegende Stickarbeit gebeugt, mit der - sie ihr Brot verdiente. Sah die bescheidene Stade.1 der Steuerablchnitt ft/.Iahr oder weniger beträgt (z. B. Lurussteuer) gilt die für das Vierteljahr abzugebendc Steuere.ck.ärung als Voranmeldung. Die Steuerpflichtigen haben daher den sich aus der Steuererklärung ergebenden Eteuerbetrag spätestens am Ende des 1. Monats nach Ablauf des Steuerabschnitts als Do rausza blusig abzuführen, es fei beim, daft fie vorher veranlagt worden und den Steuerbescheid erhalten h tbcn. Für das 1. Vierteljahr des Kalenderjahres 1922 war somit die Amsatzsteuer spätestens Ende April d. I. zu entrichten. Die nicht rechtzeitig eingehenden Voraus- Zahlungen werden ohne weiteres im Zwangswege Ablauf des ersten Monats nach dem Kalender- beigetrieben. Sie find außerdem für die Zeit vorn Vierteljahr mit 5 Proz. zu verzinsen, erstmalig somit vom l.Mai d. I. an. Die entsprechenden Vordrucke sind noch nicht eingetroffen und werden demnächst den Pflichtigen zugestellt. Es bleibt ihnen jedoch unbenommen, schon jetzt Vorauszahlungen zu leisten. Wenn die am Schlüsse des Steucrabschnitts — z. D. bei der allgemeinen Amsatzsteuer nach Schluft des Kalenderjahres — vorgenommene Veranlagung den Gesamtbetrag der Vorauszahlungen um mehr als 20 Proz. übersteigt, demnach zu geringe Vorauszahlungen geleistet worden sind, wird ein Zuschlag xur Steuer in Höhe von 10 Prvz. des Anterschiedsbetrages zwischen der veranlagten und tatsächlich geschuldeten Steuer und den Vorauszahlungen erhoben, soweit dieser 20 Prozent der Vorauszahlungen übersteigt. ** Folgen der hohen Gebühren. Die Erhöhung der Telegrammgebühren hat nicht nur keine höheren Einnahmen gebracht, sondern macht auch der Post fortgesetzt Schwierigkeiten. Das Publikum spart auch im einzelnen Telegramm mit Worten viel mehr als früher. Die Zahl der eingehenden Telegramme mit ungenügender Aufschrift ist so graft geworden, daft bei gröfteren Aemtern ernste Detriebsschwierigkeiten aufgetre- leit sind. Es wurde deshalb bekanntlich eine Gebühr von 4 Mk. für die Ergänzung der Aufschriften eingeführt. Die Pvstanstalten haben aber, päpstlicher als der Papst, diese Gebühr auch erhoben, wo der Empfänger ohne viele Mühe zu ermitteln war. Das Reichspostministerium hat deshalb jetzt wieder neue einschränkende Bestimmungen getroffen. Die Gebühr soll nur in besonderen Einzelsällen erhoben werden. Es soll alles unterbleiben, was verkehrsseindlich wirkt. Unnötige Härten sind zu vermeiden. Die Sonder- gebühr gilt nur für Inlandstelegramme. Für mehrere Telegramme wird sie nur einmal für den Desteilgang erhoben. Sie soll zunächst nur eingezogen werden, wenn die berussmäftige Ortskenntnis der anwesenden Abfertigungsbeanllen oder ein einfaches Rachschlagen in den Qlbferti- gungsbehelsen nicht genügt. Sie soll nicht erhoben werden, wenn bisher keine nennenswerte Mehrarbeit nötig war, auch nicht für Telegramme an Behörden, Handelskammern, Reichsbank, Konsulate, Zeitungen, Industrie- und Handels- verbände, Groftbanken, Krankenhäuser, gemeinnützige Anstalten usw. Kreis Friedberg. 2£ Bad-Rau heim, 10. Mai. In erfolgreicher praktischer Arbeit bemüht sich die S t i ö t - Verwaltung seit Jahren um Behebung der Wohnungsnot, die hier recht empfindlich wirkte. Durch Reubauten und Ankauf von Häusern wurden bereits zahlreiche Wohnungen geschaffen. Sv wurde im Herbst ein Reubau vollendet, dessen Wirtschaftsrechnung mit 265 000 Mk. von der gestrigen Stadtverordnetenversammlung genehmigt wurde. Ein weiterer Reubau kann demnächst bezogen werden. Eine umfangreiche Bautätigkeit fort noch in diesem Jahre einsetzen. Die Stadtverordneten bewilligten auch wieder gröftcre Summen für Instandsetzung von Häusern, so 203 000 Mark für ein städtisches Gebäude in der Bismarckstrafte und 104 000 Mark für Arbeiten zur Verschönerung des Krankenhauses. — Die Gebühren der Friedhofs- und Begräbnisordnung erhalten gegenüber dem Friedenspreis einen Zuschlag von 500 Prozent. — Festgesetzt wurden folgende Preise für Wasser und Beleuchtung: Gas 4,50 Mk., elektrisches Licht ab 1. Juni 8Mk., Wasser 2,50 Mk. — Angeregt wurde in der Stadtverordnetenversammlung die Einführung einer Fremdenwohnsteuer, wie man sie in anderen Städten schon erhebt. Hessen-Nassau. * Limburg, 10. Mai. Der Bund der Kaufmanns fugen di im D. H. V. «Kreis Rhein-La'm) veranstaltete hier feinen diesjährigen Kreistag Die Ortsgruppen aus dem besetzten Gebiet waren besonders stark vertreten. Der Kreisjugendobmann F. Höfel- Limburg begrüßte die Erschienenen und gab der Hoffnung Ausdruck, boft die wenigen Stunden den jungen Freunden aus dem besetzten Gebiet Kraft and in der sie ihr stilles Heldentum durchgekämpst, viel länger, als Heiner zurück zu denken vermochte. Denn sein Vater war heimgegangen, bevor der Sohn geboren war. And doch tannte und liebte Heiner diesen Vater, well "die Mutter frühzeitig ein strahlendes Bild von ihm tn des Sohnes Herzen au gerichtet, so aller Schönheit Doll,' taft Heiner, wenn er als Kind neben der Mutter in der Kirche kniete, meinte, nur das Bild des Herrn Jesus könnte dem des Vaters ähmlich sein. And plötzlich wurde sich Heiner der vielen Liebes taten dewuft t, die er fein Leben Lang von der selbstlosen Frau hingenommen patt», achtlos, als verstünde es sich von selbst. Heift stieg die Dankbarteit in ihm au), ein heft ges Verlangen, diesen aubeitserprabten Händen den Feierabend w bereiten, dieses Herz, in dem die Sorge der tägliche Gast war, frei ou1"atmen zu lassen, soweit es in feiner Kraft stand. Die Heide, dieser stille Erdenfleck dünkte ihm gerade der richtige Ruheort für die Mutter. Es war ihm zumut, als hätte die "Vorsehung ihn eigene zu dem Zweck hierher geführt, der Mutter ein friedliches Obdach zu bieten, sobald seine Anstellung, die einstweilen noch widerruflich war, endgültig geworden wäre Wie wollte er arbeiten und rührig sein, dies bald zu erreichen: Er spra g mit einem Satz auf die prüfte. Ein namenloses Kraftgefühl lieft ihn die Arme uus- breiten, der Weite entgegen, die sich vor ihm ins Anbekannte verlor. In überschcumendem Zugendmut ft/tte er das Vorgefaßte der Zukmft entreißen und die Gegenwart damit erfüllen mögen. Laut und feierlich sprach er in die Hstde hinein: .Mutter, ich verspreche es dir, dich nicht Srcitcg.lZ. Mai (922 Mut geben möchten, damit sie kdicht rr ihre Bürde trogen können Der Krei-Vorsteher Stricker- Diebrich sprach von den Leiden und Lasten der Mitglieder jenseits des Rheins, von der Treu- wacht, die trotz der Grenzen stets eins bleiben wlld mit dem groben lk u schen Vaterland. 3m weiteren Verlau, der Sa^ung fanden Wellschrei- den in Kur schri t, Wetuämp c auf -sportlichem Gebiet, Sonderst mgen von Driefmarkensamm- [ern, Rotgeldsammlern, Brieswech e bünd ern u w. statt. Rach eiiem Rundgi.g rurch di? Stadt fchloft ein Festabend .D.u.iches Schickai", drsfen 1. Tert: 3m Spiegel der Vergangenu a. die Aufführung des Theaterstückes Königin Luise" und im 2 Teil. Ars dem Dunkel tnS Licht, die .Ruttlt-Szene" aus Schiller Wtthelm Teil'brachte, die K sistagurg. — Sie 5. Gau - lagenbtagung des Bundes der Ka ifmanns» jugend im D.H.D. (Gau Main-Weser) findet Pfingsten in Marburg statt. Turnen, Sport und Spiel. — DaS Deutsche Derby auf 303 000 Mart erhöht. 3n Anbetracht der fortgeschrittenen Teuerung hat der Hamburger Rennkluv für das am 25. Juni zur Entscheidung gelangende Deutsche Derby die Getdpr.ise ganz bedeutend heraufgefeftt. Die Ge amtpreiftlumme beträgt letzt 300 000 Mk. u.td zwar erhall davon der Sieger 225 000 RU., der Zweite 40 000 Mk.. der Dritte 20 000 Ml., der Vierte 10 000 Mk. und der Fünfte 5000 Ml. Die früheren Preise betrugen 160 000 Mk., 25 000 Mk.. 10 000 Mk. 4000 Mk., 1000 Mk. Durch die Erhöhung deS Graften Preises von "Berlin aus 225 000 21lf. war eine Heraufsetzung der Prei e un Derby unvermeidlich, wenn das Rennen feinen Rumen als wertvollste deutsche Zuchtp.üsU g b.holten sollte. — Das erste Entscheidungsspiel um die Berliner Fuftballmei st erschuft, das am Mittwoch aoenb auf dem B. S. V.-Platze in Schmargendorf zwischen den beiden Abteilungsmeistern Anion-Charlottenburg und Rorden 2lordwes'. zum Austrag kam, endete mit 4:2 zugunsten des Rordvereins, der schon bei der Pause mit 3:0 führte Die zweite Begegnung geht am Samstag auf dem Preuften- Platze in Martendorf vor sich. — Das 1. Süddeu ts che Gaukegeln findet in den Tagen vom 10.—18. Juni d. I. in Frankfurt a. M statt. Gekegelt wird nach den Regeln des Deutschen Kegler-Bundes bei beiden Du smarten. Asphalt und "Bohle. Einladungen an die einzelnen Verbände sind bereits ergangen, es ist mit dem Besuch vieler Kegler auS Holland zu rechnen. Ebenso zeigen Schweizer Verbände groftes 3ntereffc an dieser Veranstaltung, so daft auch die Teilnahme eidgenössischer Kegler erwartet werden darf Zur Teilnahme sind berechtigt alle dem Deutschen Kegler-Bund angeschlosse- nnen Verbände, Vereine und Einzelkegler. Landwirtschaft. Groft -Karben,11. Mai. Gestern fand hier die ordentliche Generalversammlung des hessische niDauernvere ins statt. Dr. Dauer- Darmstadt berichtete über den Rechenschaftsbericht. Aus einem kurzen Bericht über die Versicherunqsabteilung geht hervor, daft das BersicherungSkapital 6l/t Millionen Mark betrage. Der Fürst von Isenburg-Birstein sprach zum Schlüsse über „wichtige TageSftagen^. Kirche und Schule. Reifeprüfungen für Richtschüler" und Richtschülerinnen sinden für Hessen im Herbst 1922 statt. Der mit 1,50 Mark stempel- pflichtigen Meldung, die bei dem Landesamt für bas Bildungswesen einzureichen ist, sind hinzuzu- fügen: Lebenslauf, Leumundszeugnis, Olachweis des Bildungsganges und der Dorberellung zur Prüfung, sowte die letzten Schul- und Pr-ivat- zeugnissc. Genaue Angabe der Anschrift ist nötig. Zu den Prüfungen werden in der Regel nur solche zu gelassen, die durch Geburt oder Wohnort der Eltern dem Dollsstaat Heften angehören oder seit mindesteits drei Jahren darin ihren ständigen Wohnsch haben oder feit mindestens drei Jahren die hessische Staatsangehörigkeit besitzen. Richthessen bedürfen für die Zulassung der Genehmigung der Schulverwaltung des zuständigen Landes. Bei der Meldung für die Prüfungen können Wünsche wegen Zuweisung an eine bestimmte Anstalt vorgebracht werden, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen. Bei der ebenfalls stempelpfsichtigen Meldung für eine Prüfung zur Erlangung der Reife für Prima ober Obersekunda genügt die Vorlage des Lebensganges, Leumundszeug- zu betrüben! 3ch will ein Mann sein, start un Kämpfen, rein im Lieben, unerschütterlich im Worthaltenl" And das Bllb des Vaters trat dabei vor ihn hin und gab dem Augenblick die letzte Weihe. Mit einem energischen Ruck schickte sich Hetner jetzt zum Wellerwandern an. Eine Weile schlenderte er, Derfunlen in Erinnerung und Hoffnung, achtlos dahin, doch allmählich besann er sich auf die Wirklichkeit. Wo lag nur das Dorf? Jede Himmelsrichtung bot die gleiche Möglichkeit. Orientierungspunkte gab es da nicht. Ratlos sah er sich um. Du kam ein leichter Windstoy und kämmte die Gräser der Heide, ihre gesenkten Aehrchen glänzten tote Blondhaar t n Son.ien- sicht. Heiner, einer Eingebung folgend, schlug die Richtung des Windes ein. Aber kaum war rr hundert Schritte gegangen, da blieb er stuhetzd stehen. Er hatte durch das Gestrüpp hindurch etwas blinken sehen, was sich ausnahm, tote ein blitzendes Augen paar. Anverwand: starrte es ihn an. War es ein Reh. oder ein Luchs, drr auf Beute ausging? Heiner nahm den Stock fester in die Ha id und ging braut z t. Da schnellte ein menschliches W» en aus dem Dickicht empor und sprang in hastigen Sitzen über die Etilapolster. Katzen.geschmeidig duckte es sich hinter em Wachholdergebusch, wo es regungslos verharrte. Wieder sah Heiner das glänzende Augenpaar halb in Schrecken, halb in Neugierde auf sich gerichtet. Roch ein Schritt und er erkannte, das; es einem halberblühten Wetbc angehörte. „Wo liegt das Dorf?" rief er es an, froh, eine Auskunft zu erhalten. (Fortsetzung folgt) 738,746 753 745 752! 8°0 2383,- Brüssel-Antw. 5323,30 12.5. Schweizer Franken Haftung angevrdnet. yre S28 | 836 I 843 821 Schützenhaus—Ka?erne—MarKL—Bahnhofstraße—Bahnhof r T üili 918 927 806 9?x5 gia 9« «w 922 y* A 9Z 917 9ß 900 gü7 ; 922 ! sg i 638 | 723 Dahnhof unb so 515 145. 152 115 122 130 137 815 8-2 8"-o 837 745 752 800 . 1 02 v - o1-' <| 122 1 30 137 145 152 206 der. MiiuUe bla 'UlinUte bU Friedhof-Marburger ^kratzs—Markt—SeUersweg—Bahnhof | ! und so ! ! ! ! "| | I I und so | ’ [ s 1 weiter 142 1-19 15?! 2041212 219 237 235 243 5051 oiit o-n 0Q1 s«r v'.trt stündlich in ,4.: im 901:91]« 9IC> 923 OSl i 9.181946 stündlich erse cic k« 5.31 F»38!M5 stündlich 1031 stündlich 838 848 gSB MO ?.‘9 ;W. z” < S.zTR. 6,5 I 830 j 83* 915!^2 Bahnhof . . . . |54s 553|600 230 M 833 824 705 707 709 715 720 722 724 730 und so weiter 125.40 59.20 88.80 88.80 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . ?3'J. 895, 962, Fr. Fl. Kr. Kr. zu derselben Minute bis 200| 207 214 1,82 09i 16» 1,49 18'S5 1,26 0,35 3.8! Trio» 10ä? 10Z 10§ mH guter Wölb und Eilbwol! Fülinnoin verschied. Farben vorrätig Daunen- Bock tu mit prima Ein lageund guter Füllung a. Lager. und so weiter stündlich zu derselben Minute bis Datum. 5"- Dlsch.Kriegsanl. 4"/° Disch. Reid-sanl. 3°/, Disch. Reichsanl. 4°/0 Preuss. Konsols Hamburg-Paketi.. . Ror'odeutscher Lloyd Eonun.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Di s co n to-Gese llschaft Dresdner Dank. . . Qliittelb. Crevitbank. Aationcübank f. D.. Doch. Gnssstahlwerle Bud.- Eisenw.- Akt.. D.-Luxemb. Dergw.. 53id,35 6.42,40 7305*5 594,25 15(3.10 126 ,40 283,14 2601 70 5480.60 4409,15 3,30 542.30 36,85 102,60 211.70 13 l,25 3896,- Schützenhaus — Liebigshöhe. Kaserne und Siechenanstalt Moltkestratze..... Markt........ Friedhof . . Wiesecker Weg Markt. . . Dad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerte. Allg. Eiektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werte. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4° n Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank 845;852 853(900 Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors . .. Italien ..... London ..... Reuyork..... Paris...... Schweiz..... Spanien..... Deutsch-Oesterr. Prag..... Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan...... Rio de Janeiro 199.85 1.79 0.06 9.97 47.37 23.06 27.47 43.50 0E7 518.36 1.90 0,12 831 83? w. zTk 8^5 660, 630, 715, 550, 476, 415, 79, 755, 224. 100 Fl. 100 All. 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ 100 L. 100 Fr. 100 Kr. 100 $ 100 Kr. 100 Kr. weiter nur bis Wiesecker- Weg bis 6362.40 729: ,85 589,25 15 8,10 126 >,90 284,8» 2614,20 5513,03 4449,43 3,23 536,30 37, 103,10 212,20 133,50 3945,- 6077,60 7314.15 S9O>5 1269,10 1284,15 283,61 262j,80 5j4'>,95 446 ,60 3,27 537,70 37,10 103,40 212,80 136,50 3855,- Bahnhof. . . Markt . . . Wiesecker Weg Friedhof. . . und so weiter stündlich zu derselben Minute bis 8'>7 813 8ö5 817 815 8Z ©ertchtsfciaL . Zuchthaus für Dutterschteber. spd. Svbernheim, 11. Mai. Dor der Strafkammer in Eoblenz hatte sich der Kaufmann Paul D. aus Svbernheim unter der Anklage des Dutterschmuggels zu verantworten. Das Gericht führte aus: Strafschärfend müsste in Betracht gezogen werden, daß es sich um ein sehr erhebliches Quantum gehandelt habe. Es sei an der Zeit, gegen derartigen Schmuggel, durch den das deutsche Wirtschaftsleben in der empfindlichsten Weise geschädigt würde, mit schweren Strafen einzu- fchreiten. Der Angeklagte wurde zu einem Jahr Zuchthaus, 30 OVO Mk. Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch wurde auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt, sowie seine sofortige Der- Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris........ London ....... Italien...... . Brüssel ....... Budapest...... Aeuyork. ...... Agram....... Warschau..... w iw w; I 502 622] 645 83S 846 845 855 ” W. z?H. 900 11.5. 1,80 0,91 1,67 1,40 1870 1.28 — .34 3,81 11.5. 77,50 91 75 129,- 83,26 387,50 302,- 295,- 297,- 575,— 432,- 318,— 2t>8,- 298, 1005,- 756,- 920,- 944,- 1805,- 800,- 685,- 1090,- 710,- 655,— 464,- 754,- 625,- ' 481,- 405,- • 78,- 780,- 153,2»1 208: 216 , 200.2071215 222 I207I215W Kirchliche Nachmchten. Zsrael.Religions gemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (wüdnnlage). Sanrstag. den 13 Mai 19^2. Borabd. Z.;5. Morg. 8.30. Predigt. Abds. 8.1Ö u. 8.55 rlhr. Is rael Retigi 0 ns - Gesellschaft. Sabbatfcier den 13. Mai 1922. Freitag abd. < ...c O..-mstag Dornt. 8.00. Oiachm. 4.00. ©abbat» auSgang 8.55. — WochLNgottesdienst: morg. 6.30. abds. 7.00 Übr. Arm Wöen fieber qi «m 6äb Kr. 117.80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 $ 23.80 Fr. 125.40 6326,65 6057.60 7324 15 595.75 1516,90 1267,60 256 83 2608,30 5494,40 4420,55 3,34 543,70 36,95 102, JO 212,30 135,25 3905,- 1015 108 icM 11.5. 77,50 91 50 128,- 83 - 390,- 304,- 298,- 297,- 588,- 433,- 315, - 2o5, — 296,- 1000- 765 — 925 - 950 - 1830- 790,- 675, — 1070 - 199.45 1.78 0.06 9.75 47.22 2>*.O4 27.42 43.15 0.66 518.25 1.86 0,13 10. 5. 77,50 92,- 128,- 83,- 385 - 300,- 295,— 30.), — 578,- 434, - 314,- 203,- 298,- 858 U 83? W?H. 8to 907 1015 95 i WZ 9-3 ' 10^ 10. 5. 77,50 92,30 123,75 83,25 390,- 299,50 298,- 300,- 594,- 435,- 320,- 261,- 300,- 970, - : 736,- 900,- 93,- 1745,- 760,- 660, - 1030,- 730,- 650,- 629,- 750,- 56C,- 468,50 405, - 78.25 760,- 662,— 645,— 751,- 605,- 475,- 414,- 79,75 760,- 224. 2354,50 239'1,50 -------) 5136,70 Bahnhof....... Markt........ Moltkestratze. . ... Kaserne und Siechenanstalt. Schützenhaus - Liebigshöhe Ä Ä? h bedv Mt tau A,51“« Gelsenttrch. Dergw.. . Harpener Bergbau. * oberschl. Msenb.-B. 800, Oberschles. Eisenind. °70, Phönix-Bergb -Akt. 1050, Werktags — W. z. H. — Werktags jur Halle — S. z. kt = Sonntag» zur Halle. 800 807 ! 81S 807 815 8?5 813 8^l 858 ! 815 8^ , 8^3 I 8Ü । ; 8^ Linie II — Grüne Linie vvm Ri. V* Berliner DevifenmarkL. Geld Brief Geld Brief Datum: lO.Moi. N. Mai. Amstd..A°tt-r!>. 10936,4e 1OM3.70 1O93K.SO1O963.7O — ■ 2383,- 2388.- 2^" 93$ki RA Märkte. Frankfurter Schweine- und Klemvtehmarkl. Frankfurt a. M.. 11. Mai. (Amtlich.) Marklverlauf: Kälber und Schafe wurden bei lebhaftem Handel ausverkauft. Schweine hinterlassen bei regem Geschäft etwas Lleberstand. 3m einzelnen ist zu bemerfen: Aufgetrieben waren 736 Kälber, 469 Schafe und 581 Schweine. An Preisen wurden angelegt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber bester Qualität 2500—2800 Mk., mittlerer 2000—2400, geringe 1600—1900 All., Schafe von 900—2300 All., Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht von 2007—3100 All., Von 80—100 Kg. 3000—3300 Mk., von 100—120 Kg. 3000—3300 Mk. Fettschweine über 150 Kg. 3000—3300 Wk. Außerdem wurden 83 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel höher über den Stallpreisen, als sie dis nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. - mi ^TU11 Menschlich Büchertisch. — »Froh Gejaid!" Don Gdwin Müller. De.lag von Paul Sch.ttlers (Srbcn, G. m. b. H. in Got.-en (Anhalt). 3n Wesen und Sinn des unvergeßlichen Hermann Löns, dem er sein Buch widmete, sucht der Dersasser die junge, heutige Jägerwelt. zn möglichst vollendeten, echten Weidmännern hera'nzudildQii und selbst Oiichtjäger wird beim Durchl.sen erst Klarheit darüber aufgehen, was es denn eigenilih am das gepiiesene, edle, deutsche Wcid>wert ist. — Dr. Maria Montessori, Mein Handbuch. Grundsätze und Anwendung meiner neuen Methode der Selbsterziehung der Kinder. (Verlag von Fulius Hoffmann in Stuttgart.) — £k. Montessori eröffnet ausgesprvchenermatzen einen. Feldzug gegen die bisherige „Sttaverci" Der Kinder, Deren „Unart“ oft gar nichts anders ist, als Qltongel an Verständnis bei den Eltern. Mit ihrem warmen Herzen und ihrer geschickten Hand steuert Die erfahrene Pädagogin nach Möglichkeit der von ihr erkannten grossen Aot der Kleinen. Fetzt liegt auch das kleinere Werk der Verfasserin deutscher Heber» tragung und mit Abbildungen vor, das — in erster Linie für Mütter bestimmt — eine gedrängte, klare und allgemeinverständliche ^lebersicht des gesamten älnterrichtsganges enthält. Die vielgenannten „Kinderheime“ Der Verfasserin, die in fast allen Kulturzentren Europas und Amerikas Aachahmung gefunden haben, beruhen in der Hauptsache auf zwei Grundsätzen: 1. Ausbildung des Geistes durch Entwicklung Der Sinne. 2. Freiheit der KinDer. . 144 153 159 207 140 14?l 155 208 210 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eiu Vertrauensvotum der englischen Koalitionsliberalen für Lloyd George. L 0 n d 0 n, 5. Mai. (WTB.) 3n einer Sitzung der Koalitionslideralen un Lli'.teryTLfe wurde gestern nachmittag etnfhmmig eine Entschliessung angenommen, in der der 1. Münster Englands die Ll n t e r st ü h u n g und das Vertrauen zugesagt wird. Diese Gntschttevung würde Lloyd George telegraphisch mitgeteilt. Der Vor> sitzende erklärte, wenn es je eine za ihm za stehen bei einer Gelegenheit, wo er für die liberalen Grundsätze eintrete, denen alle zustimmten, so sei es die augenblickliche Zeit. In der Entschlrehung wird Lloyd George zu feinem helldenhaftenVer- s u che, in Genua die Grandlage für den europäischen Wiederaufbau za schaffen und einen all- gemeinen FrwdenLp^kt in ilcbereinftiminung mit den Grundsätzen der Freiheit zu sichern, beglückwünscht. In Erwartung der rnsfffchen Antwort. London. 11. Mai. (WDB.) Der Sonderberichterstatter des „Daily Chconicle" berichtet aus Genua, über den Inhalt der russischen Antwort fei genügend bekannt, um vorcrussaZen zu können, dass sie als Grundlage für eine Erörterung annehmbar s.tn werde. Die Franzosen dagegen gäben in Genua den furchtbarsten Drohungen Au.druck. Sic errlärten, dass Die Instruktionen, die sie auä 'Paris erhalten hätten, keinen anderen Ausweg liessen, als ihre Sachen zu packen und abzureisen, wenn die russische Antwort nicht em klares und unmissverständliches „Ja" sei. D es: ErllärungVr liessen jedoch die öffentliche Meinung der Konferenz falt und skeptisch. Amerikanische Leutschlnudfahrer. Hamburg, 10. Mai. (WDB.) Der Dampfer Aanfa“ der Hamburg-Amerikalmie, der aus- säü'.esslich von Mttg! iedern des plattdeutschen Volksvereins Amerikas zur Fahrt nach Hamburg benutzt wird, ging am Montag vorn Aeuyorker Hafen mit nahezu tausend Aeisenden ab. Bei der Abfahrt kam es, wie aus Aeuyork gemeldet wird, zu begeisterten Kundgebungem 5000 Personen gaben Den Deutschlandsahrern das @e- leit Unter grossem Jubel und Hurrarufen verlieh die „Hansa" den Aeuyorker Hafen. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum.' 1.7.14. 10.5. Q.-l und so »’^nwiter Itünd. THF S R 9^ 9^ 9^ 9^ 913 I gT3 .He-rdel. Berlin, 11. Mai. Börsenstimmungs- btID. Für den Effektenverkehr lagen von aussen keine besonderen Anregungen vor. Der Beginn vollzog sich im Zeichen der Lustlosigkeit, wobei allsrdmgs eine gew-sfeWiderstandsfähigkeit gegen weitere Kursrückgänge bemerkbar war. Die Spekulation war offenbar bestrebt, mit Rücksicht auf den bevorstehenden Wochenschluss Decklingen vorzunehmen. Laurahütte fetzten infolgedessen 90Proz. höher ein und zogen dann weiter etwas an. Im späteren Verlause gewann der 'Verkehr auf vermehrte Deckungen vorübergehend an Lebhaftigkeit unter Bevorzugung von rheinischen 'Montan- werten. Harpener erzielten eine Besserung von 65 Proz.: auch Dev.tsch-Luvembu-ger waren mehr begehrt. Kattowlher stellten sich nm 67 Prozent höher. Sch'.f fahrtsaktien neigten eher zur Schwäche, Bankaktren behaupteten ungefähr ihren Kursstand Türkische Anleihen und ungarische Renten litten teilweise unter Realisierungen. Die Devisenkurse unterlagen nur geringfügigen Aende- rungen mit leichter CReigung zur Abschwächung. Frankfurt a. M., 11. Mai. Börsenstimmungsbild. Unter dem Einfluss der andauernden Geschaftsunlust eröffnete Die Börse in schwächerer Haltung. Teilweise trat weiteres Angebot hervor. Die Geschäftstätigkeit hielt sich in engen Grenzen, da Die Zurückhaltung' der Spekulation und des Pr-ivatpublikums an hielt. Interesse zeigte sich nur für österreichisch-ungarische Werte, und auch hier war die Amsatz- tätigfeit bescheidener geworden. 3m freien Verkehr wurden Benz 460 genannt. Man hörte ferner Deuffche Petroleum 1975, Mansselder Kuxe 19 000, Drvwn-Boweri 355, öebr. Fahr 545, Elberfelder Kupfer 545. Der Devisenmarkt lag sehr still. Der Dollar schwankte zwischen 284 bis 283. Am Montanmarkt zeigte sich eine bessere Tendenz, namentlich waren Harpener fest. Elektrizitätspapiere konnten sich von ihren Kursabschlägen etwas erholen. Jckckerfabritattien schwächten sich erneut ab. Am Ginheitsmarkt machten sich vereinzelt leichte Ansätze für eine nisses, deä letzten Schulzeugnisses und des Aach- weises über die Ai2 Der Vorbereitung. Für die Zulassung gelten im allgemeinen dieselben Bestimmungen wie für die Reifeprüfung. Mitteilung über die Zulassung, Qrt undZeit derPrüfung erfolgt durch die für die Prüfung in Betracht kommende Direktion. Meldeschluss am 24.3uni 1922. Erst nach Llblauf dieser Frist einlaufende oder durch nachträgliche Vorlage einzelner Llachweise ergänzte Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Schöffengccicht. Giessen, 10. Mai 1922. Ein Lokomotivführer aus W i e s e ck war angzflagt, beim Cisenbabnerstreil! im Februar >. I. es unternommen zu haben, durch Drohungen dienstwillige Beamte an Der Ausführung ihres Dienstes zu verhindern. In, der Verhandlung wurde fest gestellt, dass der Angeklagte einem Heizer und einem Lolomotivfrihrerauwärter beim Aangieren eines Personenzu.ges, den sie nach Burg- und Aiedergemünden fahren sollten, zurief: /Was tut ihr da oben, ihr Lumpen, ihr habt doch als Führer nicht zu fahren. Macht, dass ihr von Der Abaschine herunterkvnimt, sonst schlage ich euch Die Knochen laput. Euch gehört eine Kugel durch den Kopf, ihr Streikbrecher I" Das Gericht war jedoch Der Auffassung, dass der Angellagte die geäußerten Drohungen nicht ernstlich gemeint habe, und dass Die angeblich Bedrohten leineÄ» Wegs dadurch in eine ihre Willensfreiheit beschränkende Furcht hätten versetzt werden lönnen, und verurteilte den Angeklagten deswegen nicht ’toegen Boamtennötigung nach § 114 Str GB, son- 'Dem lediglich wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 6.00 Mark. Den Beleidigten wurde Die Besugnls zugesprochen, den entscheidenden Tell des Urteils eine Woche lang an der Anschlagtafel des Bahnhofs Giessen öffentlich bekannt zu machen. Ein Soldat des hiesigen Regiments wurde wegen Fahnenflucht zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, ein anderer! Soldat wegen Fahnenflucht und militari f cb e r Unterschlagung zu einer ©e- samtgefängnis strafe von elf Monaden verurteilt. 3n beiden Fällen wurde auch an Stelle der früher ausgesprochenen Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes nach den Bestimmungen des neuen Wehrgesetzes auf Dienst- entla ssung erkannt. Auch in Der folgenden Sache war ein Soldat des hiesigen Regiments angeklagt. Er hatte seinen Dien st mantel unter Der Angabe, er sei sein Eigentum, einem Weissbinder von Steinberg, Der in Der Kaserne arbeitete, verkauft. Da er wogen Diebstahls schon zweimal vorbestraft war, erhielt er eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten, und es wurde auch gegen ihn auf Dienst ent Fassung erfannt. Der Weissbinder, der a^ischeinend der Meinung war, Der Mantel sei tatsächlich Eigentum des Soldaten, wurde mangels Beweises von Der Anklage Der Hehlerei freigesprochen. Mehrere Privatklagen, Die noch verhandelt wurden, sind für die Oeffentlichkeit ohne besonderes Interesse. Billige Kleider imd BI usen erhalten Sie durch Selbstfttrben wie neu mit 37240 Wiki-Haushaltfarben. Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardmenfarben. Wiki-Waschblau erzeugt blü en weiße, fleckenlose Wäsche zur Freude jeder Hausfrau. Verwenden die datier uur Wiki und Sie werden zufrieden sein. Bahnhsf—Bahnhosstrahe—Markt—Kaserne—Schützenhaus -t——n—r 1 ’ >—1—»—r”----- r l..-i : 800 ! 807 ! 815 i 807 Bahnhof—Seltersmeg—Markt—Marburger Straße—Friedhof _... unhin ... .. ______ un- Hupfelds Kurpark-SCasino Bar Tanzpalais Diele Wein» und Likärstuben Hotel Rffiajestic“ ÄutchaBle 3463D Stallungen 1 bessere Stimmung geltend, doch fehlte es nicht cm Angebot. Die Börse schloss bei unregelmässiger Tendenz. Prioatdiskont 41/2 Prozent. £ t o n t f u t ’. a M.. 12. M^i. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluss- Schluss- Schluss- Scyluh- Kurs Kurs Kurs Kurs Züricher Devisenmarkt. 10. 5. Fahrplan der StädtischenIträßenbähn in Giehen Linie I - Rote Linie r --- 'y Deutschlands prolongiert wird, schon [4649c Alte Decken werden a’ifgß- k Mi 22. sh M toria-Lishtspiele, Seileraeg « arbei,ei und neue an5efert'®t -- AAA3AAAAA.J E.Schott,WalitorstraSe241. 758 806 813 831 S28 , 836 8^3 851 800 ! 808 815 833 ' 830 838 , 8'15 853 I 803 | 810 817 | 825 I 832 810 , 848 856 | _ i 822 | 830 822 830 ! 837 I 453 500 507 515 522 ! 459 507 514 522 529 i503 I 822 830 8-D 8^ 843 836 8B 851 W 875 853 8io 8» 855