Nr. 87 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstaqsbeilage: vießenerFamilienblätter Monatliche öezuaspreise: Mk. 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch diePost Mk. 17.50, auchbeiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrift« leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: feonffurt a. M. 11686. Erstes Blatt 172. Jahrgang 150 Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Drelle 450Ps. Bei Platz- Vorschrift20 ^Aufjchlay Hauptschriftleiter: Aug Goch Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Gießen Mittwoch, (2. April 1922 Hniaqnu von Anzeigen für die Tagesnummer bis a a zum Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichkeli | XB S ▼ Preis für 1 mm Höhe für Ü Jr ftJ Anzeigen^ 34 mm Breite tA örtlich 120 Pf., auswärts General-Anzeiger für Oberheffen Druck unü Verlag: Vriihl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei N. Lange. Zchristleltullg, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. ndes gehöre, de ilnteE&mmiffion der Welt, das unter den jetzigen Verhältnissen digt werden, welche gerade jetzt CM fo grob und kolossal ist. daß es nicht gelöst werden . Diese Wiederverteilung der ©olbrcfq Cann, wenn nicht alle überseeischen und lußerüber- cjne Kombination mit der rationellen • Die wirtschaftliche Rekonstruktion Rußlands, mtert Die russische Delegation ist nicht mit der Absicht hierher getommen, um ihre eigenen Theorien zu betonen, sondern um praktische Beziehungen mit allen Regierungen sowie mit Industriellen- und Handelskreisen anzuknüpfen, und zwar auf der Basis der Gegenseitigkeit, der gleichzeitigen gerechten, vollen und ganzen Anerkennung des Problems der ökonomischen Rekonstruktion Genua, 11. April. (WTD.) Heute nachmittag 31/2 Ähr trat die geschäftsführende Un« terkommission der ersten Hauptkom- Mission unter dem Vorsitz des italienischen Ministers des Aeuhern Schanz er zusammen. Gegenstand der ‘Beratungen war Punkt 1 des Programms von Genua, der die Einführung einer neuen Methode vorsieht, durch welche den Grundsätzen der Resolution zur Wiederherstellung Europas Geltung verschafft werden sollen. Als deutsche Delegierte nahmen an der Sitzung teil der Reichskanzler und der Reichsminister des Aeuhern. Der englische Delegierte Lloyd George regte an. die Denkschrift zur Verteilung zu bringen, welche die Sachverständigen der Alliierten in London über die Frage des europäischen Wiederaufbaues ausgearbeitet haben und die Kommission zu vertagen, um den Delegationen Zeit zum Studium der Denkschrift zu geben. Der schweizerische Delegierte Motte ersucht um Verteilung der Denkschrift an alle an der Konferenz beteiligten Rationen, nicht nur an die in der Kommission vertretenen. Der russische Delegierte Tschitscherin erklärte, die Sähe der Sachverständigen von London seien ihm vollständig unbekannt. Er habe davon lediglich Kenntnis aus unzureichenden Pressemeldungen. Er bitte um Erteilung von weitgehenden Informationen. Au eine Frage von Lloyd George, wie lange die russische Delegation Zeit brauche, um die Denkschrift zu prüfen, erklärte Tschitscherin, dah er mit einer Vertagung von zwei Tagen einverstanden wäre. Die Kommission wurde sodann auf Donnerstag vormittag IOV2 ^Ihr vertagt. Wieder eine Reibung mit den Franzosen im Finanzausschuß. Genua, 11. April. (WTD.) Die erste Sitzung der F i n a n z k 0 m m i s s i 0 n aus der Konferenz von Genua hat heute nachmittag 4 Hfcr stattgefunden. Sie wurde von dem italienischen Schatzminister Peano eröffnet. 3um Vorsitzen- den wurde Sir Robert Hörne gewollt. Er betonte in feiner Antrittsrede, dah die Ausgabe der Finanzminister besonders schwer fei und daß tag Ziel nut das fern könne, die bestmögliche Lösung der zahlreichen Finanzfragen, die unter den gegebenen Verhältnissen Europa angingen, ?.u finden. Die Lösung könne aber, solange Amerika fehle, keine endgültige sein. Andererseits l tonne sich Europa an diesen Fragen nicht dcs- seeischen Staaten den aufrichtigen Wun ch haben, ihre Anstrengungen zu koordinieren, und wenn sie njcht entschlossen sind, die dafür notwendigen zeitweisen Opfer zu bringen. und Mineralg'-ubenkvnzcssionen von seinem un- endlichen Reichtum, besonders in Sibirien, sowie Konzessionen aller Art auf den Territorien der sowjetistischen Republik von Rußland. Die russische Regierung beabsichtigt, zwischen der Industrie einerseits, der Agrikultur und der Industrie Sibiriens andererseits eine Cooperation zu bilden, welche die Basis der europäischen Industrie erweitern würde, besonders was die Rohmaterialien anbriangt. Ein detailliertes Projekt für eine allgemeine wirtschaftliche Rekonstruktion wird von der russischen Delegation im Lause der Konferenz vorgelegt werden. Indem die russische Delegation diese Vor- aber außerhalb des Rahmens der allgemeinen Bestrebungen zum Wohle der ganzen Menschheit liegen, von einer Konferenz ausgeschlossen werden müssen, deren Tagung .schon etwas über das Mah dessen hinausgeht, was einige von uns in den wenigen zur Verfügung stehenden Wochen ohnehin schon bewältigen können. Eine allgemeine Konferenz ist zweifellos etwas sehr Schönes und Bewunderungswürdiges, aber nur wenige von uns haben Zeit dazu. 3d) selbst werde älter und glaube nicht, dah ich eine universelle Konferenz überbauern könnte. Deshalb mochte ich Herrn Tsd-itscherin bitten, nicht darauf zu bestehen, dah die Genua-Konferenz über das gegenwärtige Programm hinausgehl und sich auf das Universelle, Aetherische, Edle und Erhabene ausdehnen soll. Während all diese Dinge noch in der Schwebe und in tveiter Ferne sind, st c h t schon in dem Cann er Programm, wie ich dem Herrn Tschitscherin versichern kann, eine Unmenge von Dingen,- über die er Herrn Darth 0 u in die Schranken fordern, Herrn Poincare und auch mich tüchtig kritisieren kann. Wenn er das will, so braucht er nicht über das Programm ton Cannes hinauszugehen, bann Cann er mit allen Teilnehmern einen kleinen Zank anfangen, wenn er sich nur auf diese Gegenstände beschränkt. Heber die 21 b r ü st u ng möchte ich jetzt meine Meinung ganz offen sagen. Wenn die Genua-Konferenz nicht zur Entwaffnung führt, wird sie ein Fehl sch lag sein. Aber ehe es zur Ent- wafsnung kommen kann, must eine Verständigung da sein. Man must erst wissen, ob die Rationen wirklich gemeinsam miteinander marschieren wollen. Das ist Sache der Genua-Konferenz: das must erst erreicht werden. Wir dürfen dem Konferenzschiff keine allzu grohe Ladung aufpaden, andernfalls würde das Schiff zum Sinken gebracht werden, und vielleicht würde Herr Tschitscherin selbst mit ertrinken. Schwere See ist in Sicht. Ein überladenes Schiff kommt nicht sicher durch die Wogen. Wir dürfen die Hoffnungen der Völker nicht zu schänden machen, indem wir mehr haben wollen, als menschenmöglvcherweise bewältigt werden kann. Lassen Sir uns erst diese Reise zu Ende bringen, und wenn wir erst gutes Einvernehmen und guten Willen haben, und wenn Rustland und andere Mächte sich verstanden haben und im Geiste der Freundschaft nach Hause zurück- kehren. dann wird auch die Entwaffnung kommen. Deo Völkerbund studiert gerade die praktischsten Entwaffnungsvorschläge. Herr Bar» thvu widersetzt sich diesen Dingen ja auch nicht. Alle noch verbleibenden Fragen können dem Völkerbund überwiesen werden, der dadurch nur gefestigt werden kann, wenn er noch nicht stark genug fein sollte. Herr Tschitscherin hat behauptet, die Canner Beschlüsse seien nicht klar und bezieht sich dabei auf Herrn Poincare. Die Canner Beschlüsse sind so klar, wie sie in den beiden besten Sprachen der Erde, englisch und französisch, nur ausgedrückt werden können. 3chsuche zu vermitteln, als ein Mann des Friedens. Lassen Sie uns ans Werk gehen und keine uferlosen, abseits liegenden Fragen aufwerfen. Lassen Sie uns bei unserem riefengroben Programm bleiben und damit praktisch vorwärts kommen. Die Verhandlungen in den Ausschüssen. eine Kombination mit der rationellen Verteilung der 3ndustrieprvdukte, sowie der Verheilung der ‘Brennmaterialien, wie Raphka. Äonte usw. des grössten Staates mit unzählbaren Reichtümern, erscheint als unablehnbare 2lotWendigkeit für die Rekonstruktion der ganzen Welt. Rußland seinerseits erklärt sich bereit mit allen Mitteln seiner Macht zur Lösung der Pläne der Konferenz behutragen; und Rußlands Mirtel sind nicht unbedeutend. Rußland ist bereit, in Anbetracht der Bedurfnrssr >er Weltwirtschaft und der Entwicklung der politischen Kräfte der Welt wissentlich und trci- toillig seine Grenzen zu offnen, um die Schaffung internationaler Transitwege zu ermöglichen. Cs ist bereit, der Kultur Millionen von Hektar Flächen zu liefern, es ist bereit, Konzessionen zu errichten, und zwar Waldkonzcfsionen, Kohlen- Rustlands aus. Dem russischen Wunsche könne dadurch Rechnung getragen werden, daN jeder Delegierte die nötige Anzahl Sachverständiger zu- ziehen könnte. Der Delegierte Tschitscherin erklärte sich mit diesem Vorschlag des englischen Premierministers einverstanden. Die Bildung de Unterkommission in dieser Form wurde hierauf angenommen und die Sitzung auf eine Stunde unterbrochen, um den Delegationen Zeit zu geben, ihre Vertreter zu benennen. Rach Wiederaufnahme der Sitzunn teilte de Facte mit. dah als Vertreter der übrigen Machte in der Ünterkommisfion zur Behandlung Oct Minderheitenfrage je ein Delegierter der Schweiz. Schwedens, Polens und Rumäniens benannt worden feien. Tschits cherin proteftie r t bim< auf gegen die Beschickung der älnterkommrssionen durch Rumänien und Japan, gegen Rumänien wegen der Besetzung Bessarabiens und gegen Ich habe nur die Grundlinien der<8orschläge angezeichnet, welche die russische Delectzation Vorbringen würde, wenn ihr Gelegenheit dazu geboten märe. Wir find bereit, alle xtrogreffmen Vorschläge zu unterstützen, welche anderen Ländern in diesem Sinne gemacht werden. Tschitscherin begrüßte zum Schlüße ferner Ausfüb ungen die Konferenz und dankte der italienischen Regierung für ihre Gasts peundfchast. Den Arbeiten der Konferenz wünschte er den besten Verlauf. Lloyd Georges E»tgeg««ng. Genua. 11. April. (Spezialbericht des Vertreters des W. T. B. in Genua.) Zu £ier gestrigen Eröffnungssitzung der Konferenz fei noch folgendes nachgetragen: Lloyd G e o> r g e ergriff im Laufe der Diskussion nochmals das Wort und erklärte: 3n bezug auf die drei Punkte in Tschll'cherins Rede, auf die sich Herr Darchou bezogen hat. möchte ich sagen, dah ich nicht der QSleinung bin, dah Herr Tschitscherin diese Punitte als Bedingungen verstanden haben wollte, sondern als allgemeine Bemerkungen welche zwar an sich lehr nützlich, aber doch wos/l etwas sehr gefährlich sein können. Richts istfo mit Explosivstoff geladen wie eine (Friedenskonferenz. Wenn man im Geiste des Friedens und des guten Willens zusarnmenkomint. liegt jedermann, wie ich immer beobachtet habe, auf Äer Lauer, feinem Rachbar einen Tor t anzutun. l Deshalb hoffe ich aufrichtig, dah die bewunde- schläge macht, nimmt sie dis-Res0 luti 0 n von r ungswürdrgen und an sich du^auS «spriE Cannes im Prinz ip'an, indem sie sich das«lichen Bemerkungen des Herrn TMitschervi» drc interessieren. Es müsse bestrebt sein, seine» Lage zu verbessern, da andenrfalls der Handel und die Wirtschaftsverträge aufs äuherste erschwert würden. Zu den ‘Aufgaben gehöre in erster Linie die Stabilisierung der Währungen Die Vorschläge der vereinigten Finanzminister aller Länder mühten als Grundlage für die Be- pvechungen genommen werden. Was die Methoden der Ar^iten anlange, so schlage er vor. a.i Hand der Ergebnisse, die die Sachverftändigeir ■ kornrnission der einladenden Mächte in London gesunden habe, in einer ÄlnteiriommtffIon die schwebenden Fragen zu erörtern. Die Zu - ammensehung der UntetfommUfion denke ec sich 0, dah sie aus je einem Delegierten der fünf einladenden Mächte, ferner aus je einem Vertreter Deutschlands und Ruhlands und schlichlich aus vier weiteren Vertretern gebildet würde, die in besonderer Wahl bestimmt werden sollten. Von ranzösischer Seite wurde angeregt, nicht eine, sondern zwei älnterkommissionen für die r erseh iedenen Fragenkreise aus dem Arbeitsgebiet der Kommission einzusehen. Diesen llnterfom- Missionen solle je ein Vertreter der fünf einladenden Mächte angeboren. 3m übrigen sollten nach dem Grundsatz der Gleichheit die übrigen sechs Vertreter gc wählt werden. Diesen Vorschlägen des französischen ©elegierten wurde sowohl von deutscher als auch von russischer Seite widersprochen. weil es nicht dem Geiste der bisher gefaßten Beschlüsse der Genueser Konferenz ent- fpred;?, Deutschland und Ruhland bei der Beratung einer Immission eine andere Stellung zuzuweisen als den einladenden Mächten. Dem Vorschläge von Sir Robert Horne traten sowohl der belgische als auch der italienische Delegierte bei indem sie sich besonders darauf beriefen, dah ebenso wie in der politischen Kommission auch in der Kommis io 1 kür die Fnanzf.agen Deutschland und Rußland ohne bc sondereWahlver tretenfein mühten Der französische Delegierte Picard erklärte nun mehr unter Protest kicher Aufrechter Hal t u n g feines Vorschlages, sich der Wil lensmeinung der Kommission nicht widersetzen zu toi l(en. Die Kommission stimmte alsdann dem Anträge von Sir Robert Horne zu. Danach toi oben die vier Vertreter der übrigen Staaten gewählt, welche auf die Vertreter von Däne mark, Finnland, Holland und die Tschechoslowake entfielen. Die nächste Sitzung wurde nach Erledigung einiger gefchästsordnungsmähiger Fragen auf Mittwoch, den 12. Llpril, nachmittags 3*/o älhr festgesetzt. Eine interessante Debatte in der Frage der nationalen Minderheiten. Recht vorbehält, ihrerseits zu den bestehenden Artikeln Rachträge vorzutragen. Inzwischen aber wäre das Werk der ötonomischen Rekonstruktion Ruhlands absolut vergebens, auf einen falschen Weg geraten und fatal, wenn die ökonomisch mächtigsten Rationen, statt die notmenbiacn Vorbedingungen zu schassen, zur ökonomischen Wiedergeburt Ruhlands beizutragen und seinen Weg in die Zukunft zu erleichtern, es unter der Wucht ihrer Ansprüche und ihrer Kraft erwürgen würden. Wir müssen gleichwohl bemerken, dah die letzten Mahnahmen der russischen Regierung im Wege der inneren Gesetzgebung in wirtschaftlicher Beziehung den Wünschen, die in der Resolution von Cannes enthalten sind, entgegenkommen. Inzwischen werden alle Anstrengungen, die zu einer, wirtschaftlichen Rekonstruktion der Welt führen, vergebens sein und alles wird bleiben, solange über Europa und über der Welt d i e Gefahr neuer Kriege schweben wird, die noch vernichtender sein sein werden als der hinter uws liegende. Die russische Delegation hat die Absicht. der Konferenz Vorschläge einzubringen, die auf eine Einschränkung der Rüstungen abzielen and die Schwere des Militarismus erleichtern unter der Bedingung, dah sich die Einschränkung auf diL Axmeen aller Länder bezieht, und dah die Kriegsrechte ergänzt werden durch ein unbedingtes Verbot der Heritellu.g giftiger Gase und des LuftkcLges, welche als barbarische Waffen anzusehen ijnd, sowie gegen den Gebrauch von Repressalien gegen die friedliche Bevölkerung. Es. versteht sich von selbst, dah Ruhland aus sich selbst bereit ist, eine Einschränkung der Rüstungen vorzunehmen unter der Bedingung, dah die nötigen Garantien gegen jede Einmischung in seine inneren Angelegenheiten geschaffen werden. Mit BtsriediLuig nimmt die russische Delegation von dem Vorschlag des, englischen Ministeipräsidenten auf der ersten europäischen Zronferenz Kenntnis, welcher die periodische Berufung ähnlicher Konferenzen in der Zukunft vorsieht, und von Der Bemerkung, dah es notwendig ist. alle Rationen daran zu beteiligen. Die Herstellung des Weltfriedens muh das Werk eines älnive-rsat- kongresses werden, der auf der BaKS der Gleichberechtigung aller Völker und der Erkenntnis des Selbstbrstimmungsrechtes aller gegründet fein muh. Wir betrachten die Teilnahme der Arbeiterorganisationen an diesen Kongressen als absolut unabwendbar. Die Entschlüsse dieser Kongresse dürfen in keinem Falle in die Tut umgeseht werden durih einen Zwang über die Minoritäten, sondern tm Gegenteil durch den freien Willen aller Beteiligten. D e russische Regierung ijt selbst geneigt, dir Auhrnoertcägr zwischen dem Groh- mächten, welche dir internationalen Begehungen regeln, an^rnehmen und an der Reoitzcon der Statuten des Völkerbundes t:i zunehmcy', damit dieser in eine wirkliche Völkerli.La verwandelt wird, ohne Beherrschung der einen durch andere, ohne die jetzige Teilung zwischen Siegern und Besiegten. Die internationalen Konferenzen worden sich auch für die technische Verbesserrung der Weltlage einsehen, wodurch unendliche Reichtümer eröffnet werden, was rine Erhöhung des Wvl)lsta..dez aller Völler herbrisühren wird. Die Bestrelungen aller nach euer wirtschafttkichen Zu- Genua, 11. April. (WTD.) Die erste allgemeine Kommission der Konferenz trat um IO1/2 Ahr unter dem Vorsitz des Präsi- denten de Facta zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Präsident de Facta stellte die drei ersten Punkte des Genueser Programms zur Diskission Der Delegierte Ungarns, Graf Drthlen, verlas zu Punkt 2 und 3 eine Erklärung, die besagt, dah die ungarischen Minderheiten unter frentber Herrschaft nach der Zerstückelung lln> garns durch die Ausführung der bestehenden Verträge nicht geschützt seien, und dah, solange dieser Zustand keine Aenderung erfahre, ein wahrer Friede unmöglich sei. Ungarn verlange deshalb, daß die Minderheitenfrage in ernar br- sonderen Sitzung der ersten Kommission behandelt werden, oder dah eine UnterEoaraniffion für Die Minderheitenfrage gebildet werden soll. An die ungarische Erklärung schloh sich eine längere Debatte an. Der tschechische Delegierte Bene sch erklärte, dah er die Behandlung der Minderheitenfrage in einer kleinen Kommission nicht hindern wolle. Er müsse jedoch darauf aufmerksam machen, dah die Frage der Minderheiten auch zu den Kompetenzen des Völkerbundes gehöre de Facta schlug darauf vor, eine Unterkvmmission zu bilden und eine kurze Unterbrechung der Sitzung eintreten zu lassen. In der Unter» kommission sollen die einladendenden Mächte, Dertschland und Rvhland mit je einem Delegierten, die übrigen Mächte mit zusammen 4 Delegierten vertreten sein. In der Debatte über die Bildung der Kommission Dcrlingie Tschitscherin für Rußland zwei Delegierte. Auf die Frage des Delegierten Bart Hou, ob der russische Vorschlag auch für dir Delegatior der einladenden Mächte und für Deutschland je zwei Vertreter vorsehe, erklärte sich Tschitschenr mit einer solchen Regelung einverstanden. Dei Schweizer Delegierte Motta gab dem Gedanken Ausdruck, dah man nicht zu Beginn der Beratungen allzu grohe Unterschiede zwischen den Delegationsmächten schassen solle. Lloyd George sprach sich für eine gleichmäßige Beschickung der Unterkommission durch je einen Bei- treter der einladenden Mächte, Deutschlands un) sammenaibeit in der aufrichtigen Qlbfitbt, durch eine gemeinsame Anstrengung der ökonomischen Weltkrisis zu begegnen, werden es nhcht schwer machen, ein Mittel zu finden, die Wechselkurse zu stabilisieren. Eines dieser Mi-ckel könnte die Verteilung der G 0 ldrese-wven, die in den verichiedenen Ländern exist^ren. sein, ohne dah die Interessen derjenigen Län-öer geschä- diat werden, welche gerade jetzt Gold besitzen. -■ ■ — • " *■— zu-'’rJ‘“~f-|cDen wäre Die bellenden Hunde. Rach den Berichten aus Genua hat Lloyd George in der ersten großen wirklich politischen Rede, die dort gehalten worden ist. einen ehrlichen Erfolg erzielt. Das trifft besonders für die Bildhaftigkeit seiner Sprache zu, durch die er sich von jeher ausgezeichnet hat. Ein drastisches Wort, das starken Eindruck gemach! hat, sprach er aus, als er bemerkte, in Europa gebe es zur Zeit noch immer viel zu viel bellende Hunde, deren Treiben Einhalt geboten werden müsse. Es wird wohl kaum jemanden unter den Teilnehmern der Konferenz wie in der ganzen Welt geben, der nicht deutlich verstanden hat. wohin dieser Hieb zielte. Die heulende Meute sitzt zu beiden Seiten Deutschlands, in Paris. Brüssel und Warfchau. Die geradezu unglaublichen Aeußerungen Poin° carös über die Organisation unserer und namentlich der bayerischen Schutzpolizei, von denen jedes Wort einfa'ch erlogen ist, haben glücklicherweise eine kräftige Abfertigung sowohl durch die Reichsregierung wie besonders durch die bayrische Regierung erfahren. Diese '2kuf>erIngen waren offenbar zu dem Zweck gemacht worden. noch im letzten Augenblick eine besonders ungünstige Stimmung für Deutschland zu erzeugen oder zu Derftärten. Dcr ist das Wort von chen bellenden Hunden wie ein Peitsch rn- hieb in die Meute dazwischengefahren. Wenn man hinzufügt, das) der franzöfische Oberchau- vinist B a r t h 0 u. der Pomcaro in Haß und Hetze noch um einige Punkte über ist, gleich darauf in seinem pikanten Zusammenstoß mit Tschitscherin erheblich den kürzercm zog, so läßt sich jetzt schon Voraussagen, daß die Franzosen in Genua ebenso abschneiden werden wie inWashing- ton. Wenn sie nicht sehr stark einten!.11, werden sie bald im Rat der Völker völlig vereinsamt und vereinzelt stehen. lllebrigens hat Lloyd George noch ein anderes glückliches Wort geprägt. Er bemerkte mit trockenem Sarkasmus, cs sei zu wünschen, daß Amerika Genua entdecke, wie es seinerzeit von einem Genuesen entdeckt worden ist. Der amerikanische Botschafter Harvey fitzt als Beobachter vorläufig auf bevorzugtem Platz in seiner Loge. Vielleicht steigt er im Lauf der Konferenz hinab zu denen, die da raten, um später zu taten. Die Rede Tschitscherins. Genua, 11. April. (WTB.) Tschitsche - rin sührte u. a. aus: Die russische Delegation begrüßt mit Zufriedenheit die Auffassung derjenigen. welche die Rotwendigkeit des Friedens festgestellt haben. Sie schließt sich besonders den Erklärungen des italienischen Ministerpräsidenten an. dah es weder Besiegte noch Sieger gibt, und den Erklärungen des Ministerpräsidenten Lloyd George, welcher versicherte, daß hier alle gleichberechtigt sind. Die russische Delegation erklärt mit besonderem Rachdruck, daß sie im allgemeinen Interesse des Wiederaufbaues nach Genua gekommen ist, des Wiederaufbaues des ökonomischen Lebens Europas, welches durch den langen Krieg und durch die Politik der Rachkriegszeit ruiniert wurde. Die russische Delegation schreibt die größte Wichtigkeit dem ersten Puntt der Resolution von Cannes zu, welcher die gegenseitige Anerkennung der verschiedenen Wirtschaftssysteme und der verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Formen, die in den verschiedenen Ländern existieren, p r 0 k 1 a - 'GcLpcm toggen Der Besetzung voü russischen Ge- bieten im fernen Osten. Der rumänische Delegierte Bratianu wies den russischen Protest mit der Erklärung zurück, daß Bessarabien kraft der Volksabstimmung und durch den Vertrag, dem drei der einladenden Konfersnzmächte zugestünmi haben, zu Rumänien gehöre. Rochdem auch der Delegierte Japans den russischen Protest schärf zurückgewiesen hatte, erklärte de Facte. daß der russische Protest nicht zugelassen werden könne. Die Sitzung wurde hierauf auf nachmittags 31/2 Ufjc vertagt. Die zweite Kommission (A- nanzkommission) wird ebenfalls nachmittags 4 Uljr zusammentreten, die beiden anderen, die Wirtschafte,- und Derkehrslommission morgen vormittag um 10 Uhr. Llohd Georges Ideen einer Rüstunqspause. Paris. 12 April. (WDD.) Der Sonderberichterstatter d^s „Echo dä Paris" in Arn2a will erfahren haben, daß Lloyd George । seinen Vorschlag, eine Rüstungspaufe von 10 Jahren eintreten zu lassen, der aufgebaat ist auf dem Vorschlag von Hughes, einen Flotten- seiertag anKunehmen, baldigst in Genua Vorbringen werbe. Der Vorschlag sei vollkommen redigiert und werde in Kürze verteilt werden. Lloyd George werde den Besprechungen in Bou- logne treu bleiben und in Genua die De 0 alte über eine Abrüstung vermeiden. Aber indem er alle Staaten cruffordere, sich gegen-- feilig für 10 Jahre ihre Grenzen zu garantieren. hosse er allen Kräften, die ui Europa für die allgemeine Abrüstung arbeiten, einen Antrieb geben zu können. Es sei unnütz, zu bemerken, das), da die russische Entwaffnung nicht nachprüfbar sei. die deutsche theoretische vollzogen und die englische ausgeführt sei. Das ganze Unternehmen werde nur gegen Frant- i:ei ergwerkliche Zwecke. Man werde besondere Gerichte einsetzen, um die Streitfälle mit Aus- - ländern zu schlichten. r, Eine Beratung 2 r ' der deutschen Delegation. y . Genua, 11. April. (Wolff.) Heute morgen - 'rat die deutsche Delegation zu einer Sitzung mit den Sachverständigen zusammen. Der Reichskanzler gab in großen Linien ein Bild der politischen Lage, wie es sich aus dem Verlauf der gestrigen Eröffnungssitzung ergibt. Hierauf wurden die Delegierten und die stellvertre- teiibcn Delegierten für die erste Sitzung der allgemeinen Konferenz bestimmi. Hauptdelegierte find Reichskanzler Dr. Wirth und Reichs- Minister des Aeußern Dr. R a t h c n a u: als stellvertretende Delegierte fungieren die Staats- jetretäre. Den Delegierten werden Sachverständige beigegeben werden. Heute nachmittag um 4 Ubr werden sich alle Sachverständige zu einer Vollsitzung zusammenfinden, nachdem bereits he ite vormittag die Unterkommissionen getagt hatten. Der Widerhall in der englischen Presse. London, 11. April. (Wolff.) „Daily Chronicle" berichtet aus Genua zu der Eröffnung der Konferenz, Lloyd George kämpfe, wie er es seit Jahren nicht mehr getan habe, mit dem Eifer eines Kreuzfahrers' und mit der Geschicklichkeit eines Fechtmeisters. Es Gießener Stadtlheater. Heber den Wassern. Drama von Georg Engel. Gießen, den 12. April 1922. linier der groben Schar der „Jüngsten" Hal sich Georg Engel durch zahlreiche Romane, Rovellen und Dramen einen Ramen zu schassen gewußt, der weiteste Verbreitung genießt. Ein abschließendes Urteil über die Kunst des Dichters zu fällen, wird der Folgezeit vorbe- >halten bleiben, wenn sein Lebenswerk als Ganzes überblickt werden kann. Unstreitig enthalten aber besonders seine Romane wertvosse Stellen, die nicht nur den Beifall einer besonderen Geschmacksrichtung finden. Zum großen Teil suchen sich seine Werke einen durchaus bodenständigen Charakter zu wahren, der uns in die Heimat des in Greifswald gebotenen Dichters führt. Auch das Drama „Ueber den Was- fern" spielt an der Meeresküste. Allerdings ist mit dem Schauplatz der Handlung im wesentlichen auch die lokale Eigenart erschöpft. Die Personen tragen, soweit sie als Ortsansässige aus- treten, keine hervorstechenden Züge, die sie als typische Küstenbewohner kennzeichnen. Ueberha lpt liegt der Wert dieser Schöpfung mehr in der Schilderung der Ereignisse, dih den Menschen zum Spielball der Raturgewalten machen, als in der Gestaltung der Personen. Auch in seinem dramatischen Schaffen zeigt hier- der Autor, daß seine Stärke in der Romandichtung liegt. Der Gang der Handlung ist in großen Zügen folgender: Zn das sittlich verwahrloste Fischerdorf, dessen alter Seelsorger sich im Laufe der Zahce dem moralischen Riveau seiner Bewohner an- gepaßt Hal, wird der junge Pfarrer Holm anstelle des seines Amts enthobenen Pfarrers Siewert Lesandt. Der junge Geistliche sucht nun mit etwas gewaltsamen Methoden das Fischer- voll wieder zu Arbeit und besserem Lebens- wandel zu bekehren. Doch eine gewaltige Sturmflut macht diesem Streben jäh ein Ende. Das sei wähl kein Zweifel gewesen, daß bei den Worten Llohd Georges, „das Geknurre in Europa gehe weiter", sein Gesicht der französisd)en Abordnung zuck e w a n d t war. Weiter an die französische Ansicht sei der Ausspruch gerichtet worden, daß der Nutzen eines Landes nicht notwendigerweise den S cha d e n eines anderen Can* des /bedeuten müsse. Er habe den Gedanken, daß die Konferenz nur der technischen Frage bezüglich der Währungsverhaltnisse und des internationalen Handelsverkehrs gelte und daß die Aufgabe der Konferenz die Behandlung dieser Frage sei. „Daily Herald" schreibt, Lloyd George hoffe, die ReparationS- und die Abrüstungsfrage durd) seinen Eigensinn hereinzubekommen. „Westminster Gazette" schreibt, man könne nicht ganz ohne Hoffnung sein, daß sich die Konferenz als besser erweisen werde als ihr Programm. Großes sei bereits erreicht worden. Abordnungen Europas einschließlich Deutsck)lands und Rußlands seien unter den gleichen Bedingungen zusammen- gekommen. Rach diesen Ereignissen könnten die Dinge nicht mehr schwer sein. Es sei zuzugebcn, daß Europa nicht mehr ein Paradeplatz für die Alliierten sei. „D a i l y R e w s" schreibt, wenn die Konferrenz erreichen sollte, daß Rußland seine anerkannte Stellung in dem Rate Europas wieder erhalte, so sei die Konferenz der Mühe wert gewesen. Der Chefredakteur der i m e S", Wick- ham Stead, meldet seinem Blatte aus Genua, das Schreiben des Papstes an den Erzbischof von Genna habe in verschiedenen Kreisen einen peinlichen Eindruck gemacht und werde als Annahme des deutschen und grvhdeutschen Standpunktes angesehen. In anbetracht der bisherigen engen Beziehung zwischen dem Vatikan und dem Quirinal sehe man das Schreiben des Papstes als einen Beweis der Uebereinstimmung an, die zwischen dem Papste und den italienischen Bestrebungen bestehen. Die Italiener und Japaner hätten während der ganzen, der Eröffnungssitzung vorausgehenden Erörterungen die Ansichten der britischen Abordnung unterstützt. Die Haltung der Reparationskommission. Paris, 12. April. (WTB.) Wie das „Oeuvre" mitteill, wird die Reparativns- lvmmissivu schon heute in offizieller Sitzung eine Entscheidung über die deutsche Rote treffen. Die Mitglieder der Kommission seien in ziemlicher Verlegenheit. Sir Iohn Brad- b u r 1) habe seinen Kollegen auseinandergeseht, daß es gefährlich und besonders inopportun sei, von den Alliierten jetzt Sanktionen zu verlangen. Die Reparationskommissioit würde, nicht nur abdanken, sondern auch hierdurch vielleicht unwiderruflich die Versuche der Einigung in Genua kompromittieren. Auch der französisch: Finanzminister de Lasteyrie, den die Mitglieder der Kommission gefragt hätten, habe die Ansicht ausgesprochen, man müsse eine zuwar- tende Haltung einnehmen. Unter diesen Umständen hätte man einen abwartenden Entschluß zu erwarten. Die Kommission werde sich bis zum 31. Mai gedulden, für welchen Zeitpunkt sie von Deutschland den Erlaß fiskalisch?!- Maßnahmen vertrugt habe. Bis dahin hoffe man, daß die Konferenz von Genua den Lauf der Ereignisse geändert haben werde. Ein amerikanischer Vertreter in der Reparationskommission? Paris, 11. April. (Wolff.» „Reuydrk Herald" schreibt: Falls die Entschließung, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten ermächtigen soll, einen offiziellen amerikanischen V e r- tretet in die Reparationskommission zu entsenden, im Senat der Vereinigten Staaten angenommen werde, so werde das Recht Amerikas auf eine derartige vollgültige 'Vertretung wahrscheinlich von einigen der Verbündeten in Zweifel gezogen werden. Es zeige sich mit wachsender Deutlichkeit, daß gewisse Staaten, die an Reparationsfragen besonders interessiert seien, wie Frankreich, es vorzögen, daß die Voll- -TxroscHi®ue«2/TöTW3ÄmKrDiiDtfcem*nBa«ssuMMenBsaeHe«tosau Dorf mit allen Einwohnern wird ein Opfer der Wellen. Rur die Insassen des höher gelegenen Pfarrhauses bleiben verschont: sehen aber auch ihren Untergang schon mit unvermeidlicher Sicherheit heran nahen, als im letzten Augenblick ein Doot vom Festlande die Rettung bringt. Diese Ereignisse mit ihren näheren Begleitumständen bewirken eine innerliche Wandlung des jungen Holm. Allein der Grundgedanke des Dramas, der Läuterungsprozeß des jungen Pfarrers zum wahren Seelsorger, geht von völlig falschen Voraussetzungen aus. Dieser finstere Zelot ist in seinem stürmenden Fanatismus, um die Worte Siewerts zu gebrauchen, überhaupt kein christlicher Geistlicher. Die Grundlagen der christlichen Weltanschauung, die man bei einem Seelsorger als elementarste Vorbedingungen voraussehen muß, sind ihm nicht eigen. Er lebt ganz im Geiste des Alten Testaments, dem der Gott der Liebe fremd ist, und das nur den zürnenden und strafenden Gott kennt. Doch auch diese Uttcsta- mentlich-jüdische Religionsauffassung kommr nicht schlackenlos zum Ausdruck. Ein völlig heidnischer Zug ist das Ansinnen Holms an die junge Mrgb Stine Kos, durch freiwilligen Opfertod die Wut des rasenden Meeres zu besänftigen und ihr verfehltes Leben mit der davon zu erhoffenden Rettung dev anderen Ueberlebcnbcn zu sühnen. Man kann diesen Pfarrer in einem für die Gegenwart geschriebenen Drami nur als quälenden Anachronismus empfinden. Die seelische Läuterung an sich war ein überaus dankbares Motiv, aber sie muß le sich im Rahmen des Christentums, und das heißt hier inrterbalb des Möglichen, bewegen und sich daraus beschränken, unreife Selbstüberhebung in gereifte Demut aus- llingen zu lassen. - Auch in der Charakterzeichnung der zweiten Hauptperson, der Magd Stine Kos, wirken die seltsamen Gedankengänge des Autors störend. Wie prächtig ist diele Gestalt in der ersten Hälfte des Dramas gelungen, wo sie in ihrem scheinbaren Haß gegen den Pfarrer Holm, der sie wegen ihres unsittlichen Vorlebens mit verletzender Verachtung straft, fein Ä- Jahres einberufen. eines M)ö 4 machten des jetzigen Vertreters B 0 y d e n weiterhin des chränkt blieben, anstatt daß an seine Stelle ein Delegierter trete, der imstande wäre, mitabzustimmen und möglicherweise einen maßgebenden Einfluß auf die 'Beschlüsse auszuüben. Anders liege der Fall, wenn die Vereinigten Staaten den auf die Reparationen bezüglichen Teil des Versailler Vertrages wenigstens teilweise anerfennten. Rach demselben Blatte wird obige Auffassung als die der höchsten amtlichen Kreise in Frankreich betrachtet. Falls die Reparationskommission auf Grund der deutschen Antwortnote das völlige Versagen Deutschlands feststellt, fchreibi der „Rew Dork Herald", so würde das nach fran- zöfifcher Anlicht bedeuten, daß jede Regierung berechtigt fei. selbständig vvrzugehen. Frankreich werde sich wahrscheinlich gegen jede Art Annahme des deutschen Vorschlages aussprechen, obwohl die deutsche Rote vielleicht von der Absicht eingegeben sei, die Tür offen zu lassen. v 011MLchtigte,n in der Lstfutdattdnssrag sind heute endgültig gescheitert. Damit ist nunmehr der auf morgen festgesetzte Schiedsspruch des Präsidenten Ealonder unvermeidlich geworden. Die deutsch-polnische (Kinigttttg gescheitert. Gcüf, 11. April. (Wolff.) Die letzten direkten Ginigungsbemühungen zwischen den deutschen und p 0 lnischenBe- h bei; babtn^m kcgenstäM 2 U I P- hanb Dam 2 mi' Tose mit 2 1 fii Die do Wigeidjnt i’-iommcn t Tichn, ’Wötsi berenten taernbe « jkMdirek zMereimci In, Wiesei der De taiüingMi jnHrvgrar Die internationale Studenten- Konferenz. Leipzig, 10. April. (Wolff.) In der heutigen Schlußsitzung der Konferenz b er st udentischen Auslandsämter tour bat Sie Ergebnisse einer Reihe von Beschlüssen zui.-mmm- gefafjt, die auf die Durchführung des Ötibenlm- Austausches, Einführung von internationalen Studentenausweislarten, Einrichtung ind Erhaltung des Univeilitätssanatoriums in der Schweiz, den Austausch wissenschaftlicher Bücher, studentische Serienreifen in größerer AuZdestnung im Auslande und den internationalen Brrefverkehr unter den Studierenden beziehen. Ferner wurde beschlosfen. Särnlliche studentischen Auslandsämter werden bei ihrer Regierung fortwährend daraus tintoirlen, daß bei den Studentenaus- schußattionen und Serienreifen die Paßgebühren ermäßigt oder erlassen werden, ferner, daß die staatlichen Schvanken, die dem tniemattonalen. wissenschaftlichen Bücherausttmsch entg?genstehen. beseitigt werden. Die nächste Konferenz wird kas dänische Studentische Auslandsamt vrnerhalb Aus bt 'Gehend uge oetha A 1 Hubol w 2 ®ir >. b tj./J.faöa Nr. 1; " n 2 Mr. 5 ' „ 6: ' , 7: ' , 8: ' . 9: ' »10: ' .11: M.i2; Eos ft. 13: " ° 14: " • 15: " ° 16 " - n e°^r.i8 • n 1( ' 2( ' - 21 « 22 ' " 2.3 ' - 24 ' » 25 ' .. 2ß ' ' 27 Ä * ■’M 1 2,l?n s Rubner als Stine Kos wuchs mit ihrer Rolle. Ließ ihr Austreten im ersten Akt jede Vorbereitung für die Enthüllung ihres wahren inneren Wesens in den beiden folgenden vermissen, so tarn schon im 2. Akt die wilde Freude der Magd, sich für die Beleidigungen des Pfarrers Holm rächen, zu können, zu packendem Ausdruck. Und auch der jähe Umschwung der Gemütsverfassung zu einem hingebend und aufopfernd liebenden Weibe gelang der Künstlerin in so vollendeter Weife, daß sie ihren großen Leistungen als Magd im ..Fuhrmann Henschel" und als Hedda Gabler eine ebenbürtige Probe ihres Talentes anreihte. Der 2. Qüt ließ Karl Juhnke als Pfarrer Holm ebenfalls erst in günstigerem Lichte erscheinen. Sein barsches Wesen im ersten Akte deckte die Schwächen in der Gestaltung dieser Figur aus eine, allerdings auch vom Verfasser unbeabsichtigte, Art auf. Es war wirklich nicht .möglich, sich in dieser Verkörperung einen Pfarrer vorzustetten, man hätte eher an einen Offizier in Zivil denken können. Es fehlte diesem Geistlichen die Verbindung mit jenem, der trotz quälenden Durstes' den Wein zuruckweist, weil er zum Abendmahl bestimmt war. In den beiden letzten Akten dagegen hatte sich der Schauspieler glücklicher in die Rolle eingelebt. Daß er auch jetzt nicht zu uneingeschränktem Mitgefühl fortriß, war nicht die Schuld des Künstlers. — Die Spielleitung und Inszenierung Adolf T e l e t y s verdienen wiederum mit größter Anerkennung genannt zu werden. Besonders die schlichte Schifferkirche bot den paffenden Rahmen für die Drr- stellung. Alle Bühneneffekte, über die das Drama in reichem Maße verfügt, kamen zu voller Wirkung. Dem ist es neben der vortrefflichen Gesamtleistung der Schauspieler zuzuschreiben, datz fi? Anteilnahme des Publikums die denkbar regst, war. Man muß dieser Aufführung auf ®rur.‘ ber hochwertigen schauspielerischen Darbietung'?» wünschen, daß sie stets ein volles Haus finden wird. tr. 2lus dem besetzten Gebiet. Franzosen in der amerikanischen Zone? Koblenz', 11. April. (Wolff.) Wie die „Koblenzer Ztg. "erfahren haben will, soll zwischen den Alliierten beschlossen worden sein, daß Frankreich die amerikanische Zone im Lheinlande nad) Abzug der Amerikaner besetzen soll. Die französische Regierung folr angeblich erklärt haben, daß sie dadurch ihre Truppenzahl in Deutschland nicht zu verstärken braucht. Wie die „Rheinische Rundschau" berichtet, beabsichtigen mit wenigen Ausnahmen alle amerikanischen Geschäftsinhaber in Koblenz, die Stadt sofort nach dem Abmarsch der amerikanischen Trup- Pen zu verlassen. Eine bayrische Zurückweisung für PoinearL. Berlin, 11. April. (WTB.) Der Münchener Korrespondent der „Deutschen Allgein Ztg." hatte mit dem bayerischen Minister des Innern Dr. Sch weyer eine Unterredung, in der dieser die ihm oorgelegten Fragen über die in der letzten Rede Poincarss enthaltenen Aeußerungen über die bayerische Landespolizei wie folgt beantwortet: Frage: Entspricht die Behauptung des französischen Ministerpräsidenten, daß in Bayern eine gemeinsame Ausbildung der Landespvlizei mit der Reichswehr ftattfinbet, den Tatsachen? — Antwort: Diese Behauptung ist aus der Luft gegriffen. Niemals fanden gemeinsame Hebungen der batzersschen Landespottzei mit dem ReichSheer statt. Kein einziger Polizeibeamter besuchte jemals seit Bestehen der taferniecteit, Polizei die militärisch?.! Schulen oder nahm an irgendwelchen praktischen oder theoretischen Kursen des Reichsheeres teil. Die polizeiliche Ausbildung unterer Landespolizei hat mit der militärischen Ausbildung nach keiner Richtung 'Beruh 1 migspuulte, sondern ist volllommen auf sich selbst gestellt und auf rein polizeiliches Gebiet beschränkt. Ebensowenig lieferte oder liefert das Reichsheer militärische Ausrüstungsstücke an b.c ba Herr sch 2 Landespolizei - Frage: Gibt es m der Landespolizei wirklich sechs Schneeschuh l 0 m p a g n l c n , die nach militärischen Vorschriften ausgebildet werden? - Antwort: Keine einzige Schneeschuhsormation irgendwelcher Art ist vorhanden. Einzelne Landespolizei- beamte werden mit Schneeschuhen ausgerüstet, um im Bedarfsfälle den Iagd- und Forstschutz im Gebirge zu verstärken. Außerdem gibt es natürlich auch in der Landespolizei Gottseidairk viele Freunde des Skisportes, die den Schneeschuh-- lauf in unseren Bergen den verweichlichenden Vergnügungen in der Stadt verziehen und an Spo ri fest en und Konkurrenzen teilnehmea. Ich lann selbstverständlich solche freiwilligen B e st r e b u n g e n mit aufs Wärmste begrüßen. Bei einer derartigen freiwilligen, ganz allgemeinen Skikonkurrenz bei Kempten wurde nich mir gewordenen Mitteilungen.für die Teilnehmer aus den Kreisen der Landespolizei der Sammelname Leponie seitens der Sportleitanz gewählt. Von einer ständigen, etwa in der Form eines den Franzosen verdächtigen Vereins, ist natürlich feine Rede. Bezeichnend aber' für den französischen Geist ist eS, daß man dort aus dieser harmlosen Tatsache sofort militärische Schneeschuhformationen tonstruiert. Frage: Finden Stand wechsel iimerhalb der Landespolizei,statt, um sie von Zeit zu Zeit in räumliche und innere Beziehungen zum Reichsheer zu br'.n- gen? - - Antwort: Diese Unwahrheit reiht sich würdig der anderen an. - Frage: Wie steht es mit dem neueiirgerichteten Pressedienst der Lnn- despoliztzi? - Antwort: Einen solchen gab es niemals ynE> wird es niemals geben. Ich weiß mich eins mit allen vernünftigen Teilen unseres Volkes und mit weiten Kreisen des Auslandes, wenn ich meine Uebevrafchung Darüber ausdrücke, daß sich ein verantwortlicher Staatsmann solcher minderwertigen Auskünfte aus der Gegeno von München in einer öffentlichen Kammersstzung bedient. anderes GÄsüdl als glühendsten Rachedurst kennt! In Wirllkchteit verdeckt dieser Haß nur _ ihre leidenschaftliche Liebe zu dem jungen Gerstlichen. Das Hervö^vrechen ihres wahren Gefühls in dem gewählten Zeitpunkt ist schon schwach motiviert: leider laßt, sie nun aber der Dichter auch Verständnis fiu die kaum faßbaren Andeutungen Holms cmbfmbcn und nimmt ihr damit die Lebenswaht^cit. Wenn der Verfasser schon diesen Opsertod Zrr Stine Kos nicht entbehren^ zu können meipte, so hätte er doch fühlen müssen, daß er gGrebe durch diese Ausführung des ungeheuerlichen Gedankens die beabsichtigte Wirkung absck'ciächt. LNuß Holm nicht den Umstand, daß dem freiwilligen Tode Stine Kos unmittelbar die Anyrnft des Rettungsbootes folgt, so auffassen, daß dies Opfer ein Gott wohlgefälliges war? Mutz'er darin nicht eher eine Rechtfertigung als eine Verurteilung feiner Anschauungen erblichen? — Glücklicher ist der Dichter in der Gestaltung des ulten Pfarrers Siewert gewesen Ein willensschwacher, und doch warmherziger Mansch, der das Schicksal, aber nicht die damon^chen Seelenkräfte Gösta Berlings teilt, tritt urr» hier lebenswahr entgegen. Diese Figur ist ifit wohltuender Konsequenz vurch- gesührt. sieben den mit satten Farben gemalten Hauptpersonen treten noch der Küster Rutfchow unp die Mamsell Westphal auf, deren Individualisierung fast ganz der Auffassung der Schauspieler überlassen bleibt. Und Heisnz B e ch st e i n , wie auch Aug tfk Marcks botpn in der gestrigen Aufführung eine Verkörperung dieser beiden Rollen, die mit vollem Leben beseelt» war. Die glücklichste Figur des Dramas sand' durch Karl 33o Id die beste Darstellung. Dies«' hinfällige Greis wurde in allen, auch vom Diü)ker fein beobachteten Zügen, mit überzeugender -Echtheit toteberg^geben. Die Selbstsucht des Grsßsenalters mischte sich mit warmen Mitleid für aridere. Man fühlte mit diesem alten Pfarrer die fragil eines verlorenen Lebens, das so spät frnter der Schwere des Schicffals. als verfehlt erkannt und bereut wird. Rose | »• 0» «ctf ! * w Ä mW. »»ßi ■ ÄM \ rSniArntt UW- * - j " Se H 41 Di E,rmei,njc i; fjs DsM WDeißge laffuilfl Wiirchs i. ' Ieriastim.q H-kircheMZö l'bic mir ? äugen, geg ; Ut fle nad) i Ml getign S lick i foton ein • 3) sftuü Aus dem Reiche. Reichsral und ZrauentatigLeiL. Berlin, 11. April. (WTB.) Der Reichs- r a t welcher seinerzeit mit Stdunrengleichhett sich für die Ablehnung der Vorlage über die Zulassung der Frauen zum Schöffen- unb Geschworenenamt erklärt Ijatie, hat, rrach- dem nunmehr der Reichstag sich grundsätzlich füc die Regierungsvorlage entschieden hat. mit 39 gegen 23 Stimmen beschlossen, gegen die Reichstagsbeschlüsse keinen Einspruch zu erheben. Die Vertreter der preußischen Provinzen stimmten geteilt für den Gesetzentwurf über die Zulassung der Frauen zu Olemtern und Berufen der- Rechtspflege. Mit 38 gegen 25 Stimmen wurde der von den Ausschüssen beantragte Zusatz angenommen, daß der Vorbereitungsdienst, den Fr-auen schon vor Inkrafttreten des Gesetzes leisteten, als solcher im Sinne des Gerichtsversas- sungsgesehes anerkannt werden soll. Auch bei dieser- Vorlage stimmten die Vertreter der preußischen Provinzen getrennt. Der bayerische Gesandte non Preger stimmte gegen den Entwurf, da Bayern lieber ein etappenweises Vorgehen gesehen hätte. Diachdem noch das neue Diäteugesetz für den Iteichstag angenommen wurde, vertagte sich der Reichsrat bis 27. April. Ein Landarbeiteraufftand. Magdeburg.il. April. (WLB.) W'n die „Magdeburgische Zeitung" aus Oschersleben meldet, ist es dort zu einer von Kommu- nisten veranstalteten Demonstration auf dem Marktplatz gekommen. Die Versammlung pro- testierte gegen die Ungerechtigkeiten bei der K a r t 0 f f e l v e r t e i l u n g an Minderbemit. tdte, gegen die hohen Pachtpreise und die niedrigen Landarbeiterlvhne. Der De- monstrationSzugE marschierte vor die Häuser der grätzeren Landwirte, die Wortführer drangen in die Wohnungen ein und die Landwirte mußten zugeöen, je einen "Morgen fertigen LttkerS für 820 Mk. abzugeben. IV U bk Bilde W- uai. M eib. ich», !>ba6 rhald Ute null ui- tiin **’>, ibto- fl im ch»- V 'ich Zulas- unb M-- itzlick , mit i die 'eben ti die crufen 6tlm= traglc dienst, cschee Belial- ei dir- . bischen le htm Bauern Hölle ir den ch bet ,) Dil ichrre- irnmu- den i bei iemit* i die ,rDe- HLchl :biQn- ßanb- m fer= rt. tue? lle Die ; lo» )Dtbcn is»c Am- je «e* daß sie nb nicht «inischc t meni’ n Sc- tiofort iW’ inneren jo kam aur oul unbeab' /Cffi' t «°» 6er M». iÜ'h* *•5 eietD« ivmgg s i# Se!< frßft ar M ud) der i einem ca „Führ' ie eben1 e Der r U. ÄPI Apomwen» M.lWanenfed' Wr Neubauten f bieten wir an: 1 1 2 t Ihre in Bamberg vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen : Giehen, im April 1922 „„„D in Mücke. Telephon 7. Los Nr. oesis 4: 14 Gesunder Junge angekommen los Nr. mit 11: 1 Giehen, den 10. April 1922. Los Nr. 12: 0,97 Festmeter 03800 Los Nr. 13: 2 0S7J K c° Astoria-Lichtspiele < Los Nr. 1 Stamm 2. Klasse mit 1,72 Festmeter 5 Stämme 3. mit Icontinental 770c Lvezialgeichiist für Hessische Bürgerin isierei Lollar. Schmidt. 5 6 7 2 3 1,01 2,58 2,80 r 8: 10 9: 35 10: 38 Stamm Stämme 5 6 5 6 10 29 3. 3. 4. 4. 4. 4. 5a 5b t 1 11 4 1: 2: 3: 14: 2 15: 2 16: 2 17: 1 26: 106 27: 263 2. Klasse 3. „ 3. „ Arwed Sundheim Lo Sundheim geb. Kraft 18: 19: 20: 21 22: 23: 24: 25: Elisabeth Hoss August Schäfer Verlobte Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gründonnerstag, den 13. Avril. 3n der (3 t a b 11 i r d> c. Abds. 6: Deiche Feier d. hl. Slbcnbnt s. Matthaus- u. Mark'- Fsrael. Religionsgcmetndc. Gottes dienst in der Synagoge (Südanlage). Donnerstag, den 13 u Freitag, den 14. Ap^il 1922. Pal labte ft. 1. Tag Vorabd. 7 Uhr. Morg. 830 'ß r e b i g t. — 2. Tag. Vorabd. 7 Uhr. Morg. 8 30 Sr-mStag, beit 15. April 1922. Vorabd. 7 Ah:. Morg. 8.30. 2ll)dS. 7.30 u. 8.10 iU)r. kompl. Pod.-Treppe, 4 Läufe, 1,02 m i. L. breit, zuf. 28 Stufen u. "\c 1 Auslrittstufe Stockwerkböhe 3.20, 3,10 und 2.65 in, Tritte ca. 60 nun Eiche. Mangen ca. 70 mm Kiefer, mit Geländer: Stufen wie vor. 1,15 m breit , rweiflüg. Haustüre, ca. 2,20x1.25 m groß, mit 2 oberen Glasfüllungen: Glasabschlüfse. lonrpl mit Oberlicht. 3flügelig, 2,85, (2,45 und 2.60x2.45 in grost: Otto Birkenbeul und Frau Emmi geb. Mainzer * Frankfurt a. M., 11. April. Schon wieder ist eine neue Erhöhung der Straf) en bah ntarife vorgesehen, und zwar auf mindestens 2.dO Mk. für die Fahrt. Die städtische Nachrichtenstelle schreibt dazu, dah diese neue Fahrpreiserhöhung unbedingt erforderlich ist, um den durch die legte Lohn Kirchberg. Pasiions-Kindergottcsdienst lette f. b. syrische Warenhaus. Katholische Gemeinde. Grünbonnerslag, 13. April. Vorm. 6: Achtung! Achtung! Iu dem am 9. und 10. Juli d Is. zu Weickartshain ftattfindenden Bundes- Sängerfest mit Fahnenweihe ist der Iuxplatz zu vergeben. Entsprechende Angebote an d. Vorstand d. M.-Gesanyvereins Weickartshain, woselbst auch Bedingungen 311 er« erfragen sind. Außerdem wird eine gute Festmufik gesucht. Angebote an obigen Verein erbeten. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde RüddingS- hausen für Rj. 1922 liegt vom 13. I. Mls. an eine Woche auf unserem Bureau zur Einsicht der 3n- teressenten und etwaigen Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Aüddingshausen, 11. April 1922. Hess. Bürgermeisterei Aüddingshausen. Müßig. 36491) erhöhung der städtischen Angestellten um über 52 Millionen gestiegenen Etat der städtischen Straßenbahnen zu balancieren. 1. Eichenstämme: Stämme 3. Klasse mit 1,63 Festmeter oS^irol txscihgl schnellskherund xhmtrzk» ühnaaugen >mhaut Schwiden gern.: Psr. Decker. (Zn der FohannesNrche Bonn 9; - Nhi Vorstellung u Prüfung b SUmtirmanben d v Fobanncsgem: Psr. Ausscld. Abds. V t; Pf Ausseld. Beichte u. Feier b. hl. Adcudm. f Lula? d. Holxrnnesgemeinde Wiesect. Gründonnerstag, vorm. 9 llht Deichte Grünbonnerstag. 13 April. Vormittags 10 Wissenschafti. Privatzirkel (Fortbildungsunterricht) Literatur, Kunstgeschichte, Englisch, Französisch, Stenographie Frau Dr. Gerster-Pfältzer staatl. gepr. Lehrerin Liebigstraße 77. Sprechstunde 11-12 Uhr Lieh, Lhda Salmonvva und Biggo Larsen). Landkreis Giesten. * Grüningen, 11. Avril. Hier veranstaltete die Liga zum Schuhe der beut« s 6) e n Kultur einen Vortragsabend Dr. 5 alle n b c r g sprach über „bic Fremder,legion An ca. 16 Zimmer- und Abvrttüren mit Füllung und Bekleidung: ca. 20 qm Treppenhausbrüstrlng, 1,10 m hoch,A.u F.: ca.50 „ Wandvertäfelung, 1.10 in hoch, A. u. 5.; ca.15 „ „ 1,50 m „ ,, „ „ evenll. noch einige Fenster. Sämtliche Gegenstände sind in gutem Zustand und tadellosem Anstrich. Besichtigung hier. Dampfjligewerk Mücke G. m. b. H. Dr. phil. Walter Lejeune Else Lejeune geb. Dittmann — Vermählte — ®ic6--, im April 1922. Hanau Gummi-Bereifung jeder Art ÖF- Reparatur und Neulicsernng Bestens bewährte und ancrk. Spezialität: Au flegen n e u e r Laufflä ch e n i m ttl um m in leilf chup Profil aus abgefahrene Autodeaeu. Paul Schilling, Giehen. M eitterLPillers Kustes (stsnr fein tm GcfcbmadK- DoUhommen löslich, ergiebig u.lpadanv im Gebrauch! Origmaldoron u.Stlbcrpakcfc zu ljaben in cün Ccfehäften „ 5,40 , „ 5,82 „ 7,77 , „ 3,43 „ 4,47 „ 7,92 . 24,51 , „ 59,86 , 71,89 nach Losen Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 zy> 1 von ungefähr 200 Morgen in I S | schöner Gegend zu Kauf. ges. W <<<’ Offerten erb. untj. PJ3611 an Ülubolf Masse, Berlin SW 1943643« Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. (ueeA Vieh- u. Krämermartt zu Allendorf au der Lumda, Mittwoch, den 19. Zlpril 1922. Auf den Viehmarkt dürfen aufgetrieben werden: 1. Schweine aus Bestäuben des Kreises Giehen. Durch Ursprungszeugnisse, auf denen die Orlspoltzeibehörden ausdrücklich bestätigen, bah die Tiere aus eigener Zucht desjenigen stammen, der die Tiere zum Markt brlrtgt, ist die Herkunft der Tiere nachzuweisen. 2. Schweine aus dem Kreise Marburg, sofern sie aus der Zucht des Besitzers stammen, und aus den Ursprungszeugnissen durch den Kreislierarzt oder die Polizeibehörde vermerkt ist. dah der ganze Kreis Marburg frei von Maul- und Klauenseuche ist. 3. Der' Auftrieb darf nur in der -Seit von 8 bis 9 Llhr vormittags ftattfinben. 3657D Allendorf a. d. Lda., den 11. April 1922. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Dein. 1,88 Festmeter 8.42 „ 3,57 . 4,82 „ 18,29 14,93 , 0,44 » 4. „ » 5a_ „ „ « 5b „ „ 2. Kiefernstämme: uimHiHiHimiiiiiiinnniHiiimiifiiiiiiMiiiiimiiiniiiiiiiiimiifiiimiiiifH: | Louis Rothenberger | | Gießen Frankfurt a.M.,West 1 = Neuenweg 22 Adalbertstraße 2ö - E Telephon 176/2124 Telephon: Taunus 4904 = Alteisen Metalle - Lumpen - Papier sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. e SiiiiiiiiiiimiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiuiiimiHiiiiiHiiiiiHHimiimmiiiimuiihü grobe Filmwerke _ den Hauptrollen Sadjah Gezza und Ludwig Hartau) und „Der Wahn des Philipp Morris" (in den Hauptrollen Erich Kaifer- 2,18 Festmeter 2,03 2,66 „ 2,23 1,08 „ Don morgen bis einschl. Sonntag laufen zwei /Treulose Frauen" (in Die Angebote sind getrennt bezüglicher Aufschrift bis zum Donnerstag, den 2n- April 1922, nachmittags 5 Uhr, bei der unter- Zeichneten Stelle einzureichen, wo alsdann die Oeff» "ung erfolgt Es wird empfohlen, das Hol; (weil Dürrholz und Winkifall darunter) vorher zu bcfiditigen, da 'vßtere Neklamationen und Cinwändc wegen der Düte usw. des Holzes nicht angenommen werden. Forftwart Fuchs zeigt auf Wunsch das Holz vor. Die Gemeinde hält sich die Genehmigung im Einzelnen wie im Ganzen 8 Tage vor. Nähere Bedingungen über fraglichen Holzverkauf werden im Eröffnungstermine bekanntgegeben. Lollar, am 10. April 1922. 3644D Vorstandes wurden gewählt die" Herren Fischer. Kirchner, Aeuenhagen, Sier. Weih- aerber, Weller, Zschunle und Pfarrer Becker, auherdem die Damen Happel, S ch w b b c I und Strih. ' Der Aatu rheilverein Giehen hielt eine Protest Versammlung gegen den Entwurf des Gesetzes zur Belänwhmg der Deschlechtslranl- beiten ab. in der svlaende Entschllrhung gefaht wurde: ,Die vom Mrturhrilverein Giehen am 8 April 19-2 veranstaltete Protestversammlung gegen den Entwurf eines Geicyes zur Deläntpfung der Geschlechtslranlheiten legt entschieden Verwahrung gegen dielen Entwurf ein. Der Verbreitung der Geschlrchtskranlbeiten kann nur durch unermüdliche von hohem sittlichen Geiste getragc- genen Aufklärungsarbeit am ganzen Volle ent- oegengetreten werden Vorbeugung und Heilung sind mir vom Standpunkte der Aaturheilkunt>c erfolgreich zu leisten. Solange die öffentlichen K'ankenhäuser und ilnibtrHtötfrf inifen nicht min» dellens geschlossene Abteilungen für „natur- gemähe" und ^homöooathlsche' Dehandlungs- weise haben, darf und kann keinerlei Dehandlungs zwang angeordnet werden Ein Monopol der approbierten Aerzte ist bei dem derzeitigen Stande der Dinge durchaus verwerflich Si"e den Delicben überlassene Anzeigepflicht ist unerträglich, da sie zu den schwersten ilngercebtiq» feiten führen muh. Soll schon eine Anzeigepflicht eingesührt werden, so muh sie allgemein fein aber mit solchen Sicherungen versehen, dah kein Unbefugter Kenntnis erhalten kann. Die Ginbezie- l-ung von anderweiten Erkrankungen insbesondere llnterleibsleiden aller Art und die völlige Unter» giabung der freien wissenschaitlichen (Forschung unter Mitarbeit aller Kreise sind unmöglich." ^oritöiucii. — Tageskalender für Mittwoch. Stadtthealer, 7 Uhr: Ueber den Mastern" — Astoria-Llchtspielr: „Die Todesleiter." — Lichtspielhaus, Bahnhofstvahe: „Aus dem Schwarz- l-uch eines PolizcUommistar?." — Der Bühnenvolksbund bittet uns, schon jetzt baraaf hmzuweiscn, da st die 2. Vor stellung der Tbesiergemeinde (Turundot am SamStag den 22. d. M. stattfindet. Aäheoeü durch Anzeige. — Lichtspielhaus Bahnhof sira he. Harw einer grohen AnzaP von Lichtbildern zeigte er, wie die Jungen Leute in die Legion kommen und wie es ihnen dort ergeht. Die atemlose Stille der Zuhörer zeigte, mit welch großem Ontercffe sie den Dorten des Vortragenden folgten. Der Besuch war ziemlich gut. und die Ortsgruppe nahm wieder um einige Mitglieder zu. tt. TreiS a. L.. 11. April. Die in der gestrigen Aummer gebrachte Vkeldung über einen Kuhhandel war nicht ganz richtig, indem nicht der Händler eine Kuh von einem Landwirte kaufen wollte und — nicht bekam, sondern ein Landwirt kaufte die Kuh von dem Händler zum angegebenen Preis. Das Tier ist freilich auch ein Pracht stück. Denn die Preise so weiter steigen, was soll dann freilich noch die Milch und die Butter kosten, die wegen de- Futtermangels an und für sich schon sehr knapp sind - Bei der gestern im hiesigen Gemeindewald abge- baltcncn 2 Holzversteigerung gingen die Preise, trohbem bei Beginn der Versteigerung zum Masthalten im Bieten ausgefordert wurde, noch weiter in die Höhe alS bei der ersten Versteigerung vor 14 Tagen 2 Am. Buchenfcheiker kamen auf 1000—1100 Mark, 2 Meter Buch?,,- stocke auf 700 -900 Mark, 6 Meter Buchenreisig auf 400 -500 Mark. Starkcnburst nnh fHhctithcncn. rm. Osfenbacha. M., l 1 April. Dreiste Gas dieb stähle hat man hier entdeckst Ein Deckmcister, der (Id) heimlich ciif Tcrbinbungr rohr vor bent Ga:i>nester aniegte, (oll monatlich Aitiit Kochen und für Beleuchtung für etwa 3000 Mort GaS hinterzogen haben. Andere Gas Verbraucher haben in "oe." Zwischenzeit von einer Messung zur anderen sich edeiyalls- V:rbinduugs- rol)rc vor dem Zähler angelegt und dadurch die Stadtverwsltung stark geschädigt. Hcsscn-Napatt. Aussperrung im Dersicherungsarwerde. • Frankfurt a. M. 21. April Da ber- schiedei e Hefige Verlichet'ingsgel.'It(.chasten die den Angestellten vom Aeichsarh'ftsmmisteriam 'agestandenen Lohnerhöhungen in Höhe von 40 Prozent nicht be;vtzlen lön.re i oder wollen, erfolgte heute früh bi: Aussperrung der Be amtenfetaft, dic auf der Auszallang der er- hShten Gehälter bestand. Die Veilichcrangsanstal- ten sind von der SicherheitspoltTei leletzt. 2lus StÄtrt'unb Cans. Gissten, den 12. April 1922 *♦ Oster verkehr. Folgende Sonderzüge werden zu Ostern gefahren Am Donnerstag, den 13 April. Vorzug D 76 Altona — Frankfurt im Plano deS Haupppiges Giefien ab 8.18 vorm iSynjJp^uft fahrt im Abstand), Vorzug D 176 Lften—Frankfurt—Offenburg, Giehen ab 1.36 norm.; Vorzug D 175 Offenburg— Frankfurt— <^ss«r. Giehen ab 3.42 nachm.: Vorzug D 75 ^rankfu pt—Altona, Drehen ab 11.32 nachm. Am yraUg. den 14 April, Vorzug D 76 wie am 13. April. Am Samstag, den 15. April, Vorzug D 176 urd D 175 wie am 13 Avril. Am Montag, l>en 17. April, Vorzug D 75 wie am 13. April. Am Sien&nq, den 18. April, Vorzug D 76 wie am 14. Avril. *• Einfuhr von Auslandsmehl. 3er Münzer Dorsen-Verein teilt uns mit, dah auf GmnD von Despreckunqen im Ernah- rungdmEniftcrium der Reicksminister für Er- iLhrurg und Landwlrtfckaft durch Erlaß vvm 3. Aprzil d. 3. die Einfuhr von Weizen- und Ttoggetmebl aus dem Ausland bis auf toei- lereL -ugelaFen hat. Für die Einfuhr bedarf tf. nichr mehr einer besonderen Einfuhrbewil- jgnng. Die Zollbehörden werden dement- 'prcckei td angewiesen, das Mehl frei herein- -ulatfciL ” Gestohlen wurde aus einem ®arten in |>er Nähe des Bootshauses ein Bienen- liock mitt Volk im Werte von 1000 Mk. * Die VolkSkirchliche Arbeits- c c m c Ln f d> a f t hielt am Montagabend ihre $au p'jJber f ammlung ab. 3m Mittelpunkt her Va:handlungen stand ein Vortrag von Prof. 'Scibgcrber über die neue Kirchenver- faffutefl und den Ausbau der Volks- ki r ch ei Ser Aedner uMerzog zunächst die neue Verfasstmg sowie die Tätigkeit deS Landes- firchenpszS einer etngel)en6en Ärltit. Obwohl die neue Kirchenversassung eine Reihe Verbesserungen. gegenüber dem früheren Zu stand bringt, jlt sie nach Ansicht des Referenten bei weitem nicht geeignet, den Gedanken einer wahren Volks- kirche verwirklichen. Der Redner entwirft fodcum ein Bild der zu erstrebende« Dolkskirche und «Läutert gleichzeitig die in diesem Sinne gebalteeen ^?iichtlinten der Volkskirchlichen Dr- veltSgemeinfchaft. — An die Ausführungen des Referenten schloh sich eine säst bis Mitternacht dauernde Aussprache, an der sich Landgerichtsdirektor Reuen ha gen, Pros. Schian, •Saidcrehnctflcr Fischer und Pfarrer Sattler, Wieseck beteiligten. — 3m weiteren Verlauf der Detsarnrnlung wurden die von dem Vor- bereitungsausschuh vorgelegten Richtlinien (Ar- beittsprogramm) genehmigt. Bei der Reuwahl des » 4. „ „ : 11 5a „ w . „ 5b „ „ LärchenstämML-. 5 Stämme 5b Kl. mit Buchenstämme: Stämme 2. Klasie mit , 2. „ 2. „ 2. „ Stamm 3. „ „ Fichtenstämme: Bnti|ffeehe«d dea Greßlllzon, die wir von morgen ab geben, iastepondere dorn Wunsche der Beiucner naebkommend, haben wir das große Orchester von Lady Hamilton weiterverptllcbfet. Ab morg. unser erst. Großprogramm: 1. Am Marterpfahl Der beste Oritpnal-Wild•,< est-Film. der in diesem Jahre in Deutschland gegeben M-urde. 0 Akte- 2. Das Panzergeschoß 6 Akte. (Brod Balleth G Akte. Aur noch honte: 3847c Die Todesleiter- mit Luciano Albertlnf sowie das komische Beiprogramm Heute leister Ta$: Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars. Ab morgen bis InkL Sonntag: „Treulose Frauen“ Gcrellscbaftedraiua in ü Akten. I. d H.: Radjah tiezza rnd Lodnlc Harten. Fenier. > Wabo des Philipp Morris“ Eine Tragödie in 5 Akten. I. d- H-: Erich Kaiser-Tietz. Lyda ßalmonova und 3 iggo Larsen. _____ _ PrS- digt s. Mämrer u. Jünglinge. 7, 71/», 8. 8; . d. 9: Austeilung d. hl. Kommunion 9: Horb amt m. Pr s. alle. Darauf stille Anbetung^- (tanben. Rachm 5: Andach'. Abds. 8 Prediri s. Männer a. Hui'.glinge. (Salramentrft-icr.) Fronhausen (Lahn), Stollberg 61. .................................-^ü Sehördliche^Anzeigeu 3ii der Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1922 laben sich in unseren Straßenbahnwagen nachstehende Gegenstände voraefunden: 2 Damenschirme, 2 Paar Damenhandschuhe, 1 Paar Herrenhandschuhe, 3 einzelne Damen» Handschuhe, 2 einzelne Herrenhandschuhe, ein Damenglacehandjchuh, 2 Geldbörsen m. 0nhast, 2 wissenschaftl. Bücher, 1 Iweimarkschein, eine Tafel Schokolade, 1 Päckchen Keks, 1 Tüte mit Salz, 1 Mundharmonika, 1 Schere, 1 Roman, 1 Küchenmesser, 1 Markttasche. Die vorbezeichneten Gegenstände können bei der »nterzeichueten Verwaltung, Zimmer 4, in Empfang genommen werden. Giehen, den 8. April 1922. ileVrizitStswerke und Strassenbahn der Stabt Siegen. Stolte. (3611B Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Lollar soll nachstehend angeführtes Holz auf dem Submissions- vcge verkauft werden: 08«0ö SMs Telephon 1669. Haltestelle der roten Lviie. FürdieFeiertage Pa. Speisefett 38.00 Rohkaffee 80.00 4.50 Cafin Gießen, den 12. April 1922. 3635V 2.50 8665a Prospekt frei Telephon 2174 Neustadt 21-23 3645 Td6poon Jean Eckert Holzheim, Ober-Hörgern, im April 1922. 03809 3651 Elbeitrane 15. 03829 getroffen. LltziihmMtc-Mlisllike (3659A Dogler. Dresden. zu verknusen 03830 ftirchenplatz 8. Mztata BlauerMatroicnanzug (Sbeuiot) für 5 biö Gjnhr., LU verkaufen 03813 Neu! Neu! stundenweise. 0382» Au zu verkaufen 03823 zu verkaufen 03808 Wcsianlage 42 I r. nachmittags 03824 wacher 03826- 03685 fort gefischt. kauft zu hohen Preisen gesucht. 3653 zu verkaufen. 03828 SCHIRME STOCK! HANDSCHUHE stellt eilt 03812 2 tticht. Kdohenmädchen könn. sos.eiulreten. Wiener Restanrant, Fraaklart/B., Malzkaffee i-Pfv.-P. 8.50 Malzkaffee i-M.-P. 9.80 11.00 13.00 30.00 52.00 30.00 Pa. Blütenmehl. Fsts. Blütenmehl Rosinen...... Sultaninen. . . . Korinthen . . . . Limburger Käse Weichkäse Handkäse Camembert Corned beef Frische Bücklinge Gr. Rollmöpse St. PlatinGold- u. Silber- gegenstände Plock- stfaße 4 III. Ubrmacherei Koch, Mühltzratze 2. Seltersw eg 73 Tel. 82L J. Wohlgerucb, 15 Neu. MligkS MWM in kleinen Haushal so- Ärnn Oberstleutnant Wegcli, Brandvlaiz 1II. Zuverl., im Haushalt err. Mihlchen für tagsüber gesucht. Borzustellen 5tu. 4 und 7 Uhr Frische - Seefische zu günstigsten Preisen ein- Fg. Studenttn, stud. med., sucht zum 15. April gut möblierter Zimmer. Offerten unter N. 725 an Ala-Haasenstein & Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie', für die überaus zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgänge meiner lieben unvergeßlichen Frau, unserer lieben guten Tochter Frau Ottilie Ohly geb. Fenchel sagen wir Allen auf diesem Wege innigen Dank. Wilhelm Gg. K. Ohly Wilhelm Fenchel u. Familie. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: E$ Schäfer. Sämtliche Waschartikel zu billigen Preisen Leifenabfälle, solange Vorrat Pfund 11 Mark Ferner empfehle: bester Ersatz^ür Schmalz Kaffee-Ersatz, 20% Dvknen- kaffee, »/,-Pfund-Paket TI.50 Eanerfeo - - Pfd. 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Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester im 71. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Keil. Wieseck, Lich, Baitimor, 11. April 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den 14. April, 21/? Uhr, vom Sterbehaus Nabenauer Straße 1 aus statt. (S650 • Heute verschied nach kurzer Krankheit unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Adolf Gompf im Alter von 57 Jahren. Vereinigte Handelslehranstalten Gießen Leiter: J. Kunzelman n, Seltersweg 73, Diplom-Kaufmann u. Diplom-Handelslehrer. Tages- und Abendkurse in allen Handelsfächern. Halbjahres• und Jahresklassen. 2A A rt 1 beginn des neuen Schuljahres . IV 1 dl Auskunftu.Anmeld.tägl.b.der Hansa- »der Vogtschen Handelsschule für Herren- und Damen-Bekleidung Qualitätsware 85I8 Reichhaltige Auswahl Bauer, Tuchhandlung, Mßltkestr.22 Suche zu baldigem Ein- tritt, svätesreus 1. Akai, erfahrenes, alleres Mädchen für Küche n. 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Arnsberg verw int. 6rftou :t starrte Rora ihre Schvägerin an; । diesen Ausdruck hatte sie noch niemals In Ingers in dem Verhalten des Angeklagten ein strafbares Sun nicht erolirft und Hai ihn deshalb sreige- sprochen. Gegen die es Urteil tatic tie Staats- anwaltschaft Revision eingelegt. Das Reichsgericht hob darauf das älrtcil a u s und vv'.wieS die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurück und zwar an das Landgericht Darmstadt, wo die Sache nun nochmals zur Verhandlung kommen wird. uriA Sattle. x Wieseck, 11. April. Richard Zor- dans Meisterbilderandachten haken ihre Wände.ung in die Provinz hinein begonnen, sanden vor acht 'Tagen in Großen-Linden eine wohlgesü.lt? Kirche und vollb frie igte Gemeinde und warfen obendrein noch für wohltätige Zwecke 400 Mark ab. Auch hier in der Vorortgemeinde verstand Zordan in der Schülerfeier die Jugend zu begeistern und im Lied und Zusammenauf a~en von Schrif twvrten und Versen zur Eelbstb titigung anz I Iren. Ihr gab Fräulein Ida Stammler- Gießen in Vlax Reger- Wiegenlied einen Vorschmack von ixr Freude, die am Sonntag abend dazu noch Mendelssohns „Zerusalem" und Mozarts „Ave verum" weckten. Der Wunsch mit dieser Andacht der örtlichen Feier des Bußtags einen würdigen Schluß zu geben, ging brl.auf in Erfüllung Zeder von den geschickt verteilten Orbncm und Helferinnen bis zum Organisten war auf seinem Posten und mit dem langsamen 21u,tauchen und Verschwinden der Bilder tarnen und verklangen die Töne, lieber die Auswahl der Bilder soll man nicht streiten: man yiuß schon sehr im Bann der Schlagworte über Religion und Kirche sein, um sich diesem Dienst der Kunst am Heiligsten zu entziehen. - Von der Einnahme stiftete Richard Zordan 300 Mark .für den Kleinkindeischulfonds. △ Lauterbach, 11. Ap il. Auf ihr 25- jähriges Bestehen blickt, die hiesige Realschule zurück. In dem obgc'.aufenen 25 Schuljahr wurde die Anstalt von 157 Schülern, 97 Knaben und 60 Mädchen, besucht. 134 Schüler wohnten in hiesiger Stadt. Der Besuch aus den Or.en des Vogelsbergs und des S. ttinerlandeS würde besser sein, wenn die Bahnverbindung günstiger wäre. — Reollehrer Ka de l, der 25 Zahce an der Anstalt wirlle, trat in den Ruhestand. Berlin, 11. April. Rach einer Meldung der „Voss. Ztg." aus München beschäftigte sich der bayerische Ministerrat gestern mit der Lebensmittelteuerung. Die bayerische Regierung werde auf der Aufrechterhaltung des Getreideumlageverfahrens bestehen, sofern es nicht möglich fein sollte, ein Getreidemonopol zu schaffen. 5ocf)fd)ulnarfvnd)len. Berlin. 11. April. Die Privatdozentin für Mathematik an der Götttnger Universität. Dr. Phil. Emmy R o e t h e r wurde die Dienstbezeichnung außerordentlicher Professor verliehen. Fräulein Roether ist die Tochter des Erlanger Universitätsprofessors M. Roether. Ans dem AmtsvcrkttndiqunqsblatL. *♦ Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 50 vom 11. April enthält: Zagufchuy. — Ausführung der Polizeiverordnung über das Vertilgen der Blutlaus. — Feuerlöschwesen: hier: Besichtigung der Feuerlöscheinrichtungen und Abhaltung von Hebungen. — Gemeinde-Inven- tarien. — Ausstellung von DupliiatsarbeitS- büchern. — Erhebung von Zuschlägen zum Uv kundenstempel. — Diehmärkte. — Dienstnach- richten. Turnen, Sport und Spiel. — B. f. B. Gießen gegen Fuß ball» verein Sprendlingen 0:0. Dem stark aufstrebenden V. f. B. Gießen gelang es am Vergangenen Sonntag, dem Fußballverein Sprendlingen (Süddeutsche Oberliga) ein .Unentschieden" zu liefern, ein schöner Erfolg dieser eifrigen und durchweg fairen Mannschaft. Die beiden Gegner lieferten sich ein Spiel, wie Gießen im letzten Zahre wenige gesehen hat, nur zwei Strafstöße während des Spielverlaufs einer von Sprendlingen und einer von Gießen verwirkt, zeugen davon, wie überaus vornehm der Kamps durch- gesührt wurde. Die Gäste enttäuschten nach der angenehmen Seite. Der Mittclpunll der Mannschaft ist der Mittelläufer, hinter dem zwei gute Verteidiger und ein ausgezeichneter Torwächter stehen. Der Angriff ist fQ.iell und zeigt durchdachtes Spiel. Wenn Sprendlingen keinen Erfolg erringen konnte, dann lag das an dem wiicklich guten Spiel der D. f. D.-Läuferreihe und Ver- Gesicht wahrgettommen. Sie. die stets zu »wohlerzogen" gewesen war. sich jemals zu beklagen, die niemals irgend jemand hatte sehen lassen, was sie litt, sie sah jetzt aus, als sei ihr eine Maske vom Gesicht gefallen. In ihren Augen lag es wie ein inniges Flehen um Güte und Freundlichkeit und cfn Ausdruck, als sehne sre sich nach Verständnis. Rora wußte selbst nicht, wie ihr wurde, sie fühlte sich von Ingers Anblick so merkwürdtg gerührt, datz sie ganz unwillkürlich die Arme ousstreckte und zum erstenmal in ihrem Leben die Frau ihres Bruders an ihr Herz zog. 11 nb Inger legte den Kopf auf Tante Roras ©dritter und weinte. Wie rounberbar, datz die harte, kalte Tante Rora einen so mütterlich in die Arme schließen konnte: ..Inger," flüsterte Rona, so sanft sie konnte. ,Liebe Inger, was ist geschehen? Ist Zens sehr krank? Er wird doch nicht todkrank fein, datz du nach mir geschickt hast?" .Er ist sehr krank," sa#e Inger, die immer noch weinend in Roras Armen lag. „Tiber ich hoffe doch, daß er die Krankheit überstehen wird." .Das wollen wir hoffen." flüsterte Rora wieder, während sie sich mit der einen Hand, die sie frei hatte, die Tränen abwischte. „Darf ich ihn sehen?" .Za," nickte Inger, indem sie ihre Schwägerin zu einem Smhl führte und sie veranlaßte, sich zu setzen. .Aber ich mutz dir vorher etwas sagen. Du darfst ih.n nicht merken lassen, dutz dir der Dettust des Ge des unangen- hn 11 Ich sage dir, ich kenne Zens. uib wenr er wieder besser ist. wird er sich selbst genug mit Vorwürfen quälen." (Fortsetzung folgt.) Kurs Kurs Kurs Kurs 1820 789, 712, 765, 1214,- 860,- 1825,- 792,- 7L,- 788,- 948,- 730, 640,50 525, - 74.75 8ü0,- leit auf den Einheitsmarkt. Die Dürfe schloß ruhig. Prioatdiskont 4'/2 Prozent. H60- 820 — 1285 - 787 - .716,- 783 - 930,- 730,- 540,- 520,- 77,50 845, - 238,- Datum: 5°/. Dlfch. Kriegsanl. 4° o Dtfch. Reichsanl. 3°'0®ticf)- Reichsanl. 4°/0 Preuh. KonfolS Hamburg-Pakets.. . Rorddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitleid. Creditbank. Rationalbank f. D.. Doch. Gußstahlwerke Bud.. Eifenw.. Akt.. 1029, D.-Luxemb. Bergw.. 1045, Gelsenkirch. Dergw.. 1115 Harpener Bergbau. 1^50, Oberfchl. Eisenb.-D. 1210, Oberfchlef. Eifenind. 8 5. Phönik-Dergb.-Akt. 1348, 735,- 555, — 521,- 76,50 852, - 238,t- aber aucy hier waren die Hmsätze bescheiden, ebenso in Elektrizitätspa üeren und sonstigen Zn° dustriepapieren der variablen Märkte. Im toei» Büchertisch. — Die im Derlag von I. (Z. Weber in Leipzig erscheinende Leipziger „Illustrierte 1150,- 1010,- 1025,- 1 1845,- 1142,- 803,- 1275,- 793,- 705,- 785,- 911.— 720,- 549,- 62', 74.75 845,- neue Quartal. Beben zahlreichen Bildern von den letzten Zeitereignissen, von Mode und Theater bringt das stattliche Heft auch eine Reihe fesselnder illustrierter Beiträge, wie „Quedlinburg, die tausendjährige Stadt", „Der Maler Johann Vincenz Cissarz", „Berühmte Tänzerinnen", „Zwergvölker", „Mehrsachbckdung von Körperteilen im Tierreich" u. a. m. Verschiedene Kunstblätter in Ton- und Mehrfarbendruck yervollständigen den reichen Inhalt des vorliegenden Heftes, das auch eine Fülle interessanten Lesestoffs bietet. — „Der Knabe Hüssei n", türkische Ro° vellen von Armin Wegner. (Sibyllenverlag, Dresden.) — Es glüht in diesem stimmungsvollen und gediegenen Buche, das lebendig von den Kämpfen des Weltkrieges oder auch vom alten System Abdul Hamids erzählt, ein dusteres Leben. Besonders erschütternd sind darin die Leiden und Verfolgungen dec Armenier, ob nun vom blutigen Sturm auf das Frauenhaus oder dem tragischen Schicksal des Bankiers von Bagdad erzählt wird. 1200, 1010 - 1020, Bad.Aniltn-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank 1040 - 1050, 1097 - 1100, 1820'- 18,0, Frankfurt a M.» 12. April. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß-- Schluß- Schluß- Schluß» tekbigung ein schließlich- Tormann. 3m Sturm noch etwas mehr Verständnis, dann durst« noch mancher Erfolg lcschieden sein. 3n ihrer Gesamtheit waren sich beide Mannschaften ebenbürtig, so daß das < r f ui nie einseitig wurde. 3n mustergültiger Weise vom Schiedsrichter geleitet, verlief dn Spiel, das die zahlreichen Zuschauer deshalb befriedigt verliehen. — De rlin gegen Westdeutschland. Für den Zuhballkantpf Berlin—Westdeutschland am 23. April in Köln hat der Westdeutsche Spielverband folgende Elf ausgestellt: Helldusa !(Remscheid): Steinhauer (Köln): Brendges (Rheydt): Flink (Köln): Pohl (M.-Gladbach): Po^ (Köln): Dlethgen (Huisburg): Sackenheim (Duisburg): Ohler (Dielefeld): Hürther (Köln): Fiederer (Duisburg). — Kleber 200000 Mitglieder im Deutschen Schwimm-Verband. Der Schwimmsport in Deutschland hat nach dem Kriege einen ganz gewaltigen Aufschwung genommen. Dieses geht am deutlichsten aus den Mitglieder- zahlen herwor, die der Deutsche Schwirnrn-Ver- band anläßlich seines 32. Verbandstages bekanntgibt. Der Verband wurde im Jahre 1886 aus acht Vereinen mit 565 Mitgliedern gegründet. Aach zehn Jahren waren es schon 35 Vereine mit 2036 Mitgliedern. Das Jahr 1914 sah nicht .oeniger a6 61 153 Mitglieder aus 378 Vereinen im D. S. V. organisiert. Aach dem Kriege trat die deutsche Sch wimmeret ihren großen Siegeszug an. 3m vergangenen Jahre gehörten schon 533 Vereine mit 130 483 Mitgliedern dem D. S. V. an und in diesem Jahre ist die Zahl der Mitglieder auf über 200 000 gestiegen. Zur Zeit umfaßt der D. S. V. 800 Vereine mit 213281 Mitgliedern, die sich auf 32 384 Knaben, 22 954 Mädchen. 54 572 Jugendlichen und 103 371 Erwachsenen zu- sammensetzen. Don diesen wurden im letzten Jahre nicht weniger als 33 797 Personen mit der Kunst dem Schwimmens vertraut gemacht. Zeitung" eröffnet mit der soeben erschienenen r . ...... .. . ... ™ Kummer 4071 in verheißungvoller Weise das > teren Verlause beschrankte sich die Geschäststatig Handel. V Berlin, 11. April. (Wolff.) Börsen- stimmungSbild.) Die guten Aussichten, -die anscheinend auf der Konferenz von Genua sich für den wirtschaftlichen Wiederaufbau En- 'rvpas gezeigt haben, bewirkten als nächste Folge für die Börse eine starke Ermäßigung der Devisenkurse, die auch durch die wohl der gleichen Ursache zu dankende Aeuyvrker Markbesserung gefördert wurde. Am Effektenmarkt trat in Rückwirkung hiervon eine Abbröckelung der Cffektenkurse ein, die hauptsächlich dem Fehlen irgend nennenswerter Kauflust zuzuschreiben war. Das Angebot war keineswegs dringend und so blieben die Rückgänge fast durchgängig eng begrenzt. Rur Kaliaktien erlitten wohl hauptsächlich mit Rücksicht auf das Auslandsgeschäft starke Verluste. Deutsche Kali büßten anfangs 165 Prozent ein und erholten sich nur mäßig. Westeregeln büßten 76 Prozent ein. Von Montanwerten stellten sich Mannesmann um 35 Prozent höher. Kattowitzer hoben sich nach anfänglicher Abschwächung etwa um 10 Prozent über den gestrigen SchlußkurS hinaus. Köln-Reuessener Bergwerk stellten sich 100 Prozent niedriger. Sonst bewegten sich die Ermäßigungen meist in einem Ausmaße von 10 bis 30 Prozent. Valutapapiere waren wegen der abgeschwächten Devisen gedrückt. Bankaktien waren nahe unverändert. Von Schifffahrtsaktien waren nur Hansa etwas gebessert. Von Bahnaktien gewannen Oesterreichische Staatsbahn 75 Prozent, der Anlagemarkt behauptete seinen Kursstand. 3m späteren Verlauf war der Verkehr ohne Belebung bei mäßigen Schwankungen. Die schwache Haltung war vorherrschend. Frankfurt a. M., 11. April. (Börsen- st i m rn u n g s b i l d./ Die gestrigen Reden der verschieden Mi i'epcksdneir auf b r Eröffnungssitzung der Genueser Konferenz malten aus die Börse einen guten Eindruck. Der Deoisemarkt setzte mit weiteren Rückgängen ein. Der Dollar schwankte zwischen 279—284, 237 und 278., Die Tendenz für Auälandswerte war daher unsicher. 3m freien Verkehr war die Stimmung ruhig. Deutsche Petroleum 2100, Man nannte ferner folgende Kurse: Entreprises 3725, Benz 605, Dedr. Fahr 730, Mansfelder Kuxe 29 775, Rastatter Waggons 750, Julius Sichel 700. Der pHontan» aktienmarlt bewahrte bei rutziger Grfchäftstättg- leit eine uneinheitliche Tendenz. Die Kursernbußen betrugen anfänglich 10—20 Proz. Für Schifsah ts- werte lag anfangs Kau Neigung vor. Chemische Aktien wurden verhältnismäßig besser gehandelt. 10. 4 Ü.4. lu. 4. 11.4. 77,53 77,50 77,50 77,50 9 ,10 97.- 97, — 97 - 140,- 135.- 140,- 140, - 90,- 85 50 84,50 84,10 410 — 478 - 468,50 474,75 360,- 372 - 365,- 366,75 3 8,- 315'- 319,- 319,- 323,- 323 - 3’4,- 324, 567,- 583,- 593,- 595,— 483, - 488 - 490,- 490,- 389,- 338 — 344,- 344,- 305,- 303 - 30),- 302,- 339.- 330,- 333,- 232.- Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 10. Äpnl. 11. April. Amstd.-Rotterd. 11435,65 11464,35 10711,55 13738,45 BrüffebAntw. . 2556 80 2j63,20 2411,-15 24lo 05 Christiania . . . 5543,05 5556,95 5208,45 5221.45 Kopenhagen . . 6303, 6408, — 6/67 15 6022 55 Stockholm. . . . 7865 15 7884.85 739 ,75 7409,25 Helstngfors. . . 56o,25 56/,75 524,30 525,70 Italien 1607,95 1612,05 1516,60 1520,40 London 1319,30 1822,70 1246,90 1250,10 Aeuyork z97,87 2^8,63 281,14 281,86 Paris 27-/6,55 2763,45 2611,70 2618,30 Schweiz 5817,75 5832,30 5193,10 5506,90 Spanien 4029,20 4640,80 , —, — Prag 584,25 585,75 571,25 572,75 Budapest .... 35,85 36,95 35,45 35,55 Buenos Aires . 105,97 100,27 100,60 106,90 Bulgarien . . . 20^,70 2J7.30 196,75 197,25 Japan 141,80 142,20 Rio de Janeiro 4069,50 4081,— Züricher Devisenmarkt, .1. 10. < Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 19 j. 19- Deutschland 100 Mk. --- 1.815 1.655 Wien 100 Kr. ----- 0.06 0.06 Prag 100 Kr. — 10.35 9.90 Paris 100 Fr. ---- 47.55 47.25 London 1 £ = 22.77 22.70 Italien 100 L. = 27-93 27.55 Brüssel 100 Fr. ---- 44^)5 43.70 Budapest ...... 100 Kr. — Ü»G3 0.60 Reuyork 100 $ — 514.- 513.84 Agram 100 Kr. — 1.60 1.67 Warschau 100 Är. = 0,13 0,13 Marknotierungea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Dalum: 1.7.14. 10.4. 11.4. Zürich Fr. 125.40 1,72 1,83 Amsterdam Fl. 59.20 0 88 0,941 Kopenhagen Kr. 88.80 1,59 1,70 i Prag Kr. 117.80 18 - I Stockholm Kr. 88.80 1,29 1,39 Wien . . . Kr. 117.80 ■ 2770. - London Sh. 97.80 l.rt) 124 Paris Fr. 125.40 3,63 3.87 Reuyork I 23.80 -.33 -,35 Märkte. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. mc. Frankfurt a. M., 11. April. Die Zufuhr zum heutigen Markt war allgemein schwach. Ki.r.offeln kost ten M.n Großhandel 260—300 Mk., Spinat 500 Mk., unterirdische Kohlrabi 200 Mk., Gelberüben 260 Mk., Zwiebeln 700 Mk. der Zentner, und Meerrettich 12—13 Mk. das Pfund. Bei Erzeugern wurde Spinat der Zentner mit 500 bis 600 Mk., Lattich das Pfund zu 26—28 Mk.. Schmalzkraut zu 22—24 Mk. und Radieschen das Dündelchen zu 2,50 Mk. verkauft. — A^pfel hatten den Preis von 500—600 Mk. der Zentner. Eier kosteten dus Stück 4^0—4,40 Mk., Ducker 73—75 Mark. Lebende Hühner wurden per Stück mit 100-120 Mk. bezahlt. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine Sonderaktion Frankreichs gegen Deutschland? London, 11. April. (WTD.) Der französische Berichterstatter der »W e stmin ste r Gazette" schreibt, die Frage einer u.n a b h ä n g l - gen Aktion Frankreichs gegen Deutschland müsse angeiHts der deutschen Rote an dir Reparationokomrmssivn ernstlich in Erwägung gezogen tocr.e.t. Die etwaige Haltung Frankreichs hänge in der Hauptsache ab von der Haltung, die von der Repara.ionskommission eingenommen werde. 3n maßgebenden f a zbsifchen Kreisen werde bereits daraus hingewiesen, daß, wenn Die Kommission offiziell feststelle, daß Deutschland feine De Pflichtungen nicht erfülle, Frank eich durch den Friedensv.r.rag ermächtigt sei. eine separate Aktion nach Frankfurter M u st e r zu unternehmen. Vielleicht werde die Reparationskonrmission in Berlin dt< Aufhebung des Movawriums erklären und an Deutschland die Aufforderung richten, die vollen Raten zu bezahlen. Rach Ansicht des Bericht- erstatters seien die Möglichkeiten der Lage sc ernst, daß sie an Fntevesse die Eröffnung der Konferenz von Genua überschatten. 415 Millionen Dollar Entschädigungsansprüche. Paris, 11. April. (WTD.- Rach einer Mel» düng der „Chicago Tribüne" aus Washington hat der Treuhänder für das beschlagnahmte Eigentum ehemals feindlicher S.aatsangehörrger gestern im Senat einen Dericht eingebracht, in dem die beim Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg beschlagnahmten Werte auf 350 Millionen D ol tars, die ameritani^ scheu Ansprüche auf Entschädigungen aus 415 Millionen Dollar veranschlagt werden. Der Dericht des Treuhänders schlägt die Versteigerung des beschlagnahmten Eigentums durch ein besonders für diesen Zweck geschaffenes Gericht vor. * Englisches Eingehen auf Amerikas Forderungen. .London, 11. April. (WTD.) Die „T i m es^ veröffentlicht den Wortlaut einer vom ?. April datierten Rote Lord Curzons an den amerikanischen Botschafter rn London in der Frage der amerikanischen Forderungen zur Rückzahlung der Lasten für das amerikanische De- satzungsheer am Rhein. In der Rote heißt es u. a., "der von der amerikanischen Regrerung vorgebrachte Anspruch auf Rückerstattung dieser Ausgaben werde von der britischen Regierung unter keinen älmständen in Frage gestellt. Die britische Regierung wünsche ernstlich, daß so ball wie möglich Mittel ge,undcn würden, um den amerikanischen Wü scheu Wir ung zu verschaffen, und suche daher die Verbindung mit den Tte* gierungen Frankreichs und Belgiens m der Hoffnung, daß eine baldige ^ledereinstiinmung erzielt werde. Der Metallarbeiterstreik in Mannheim and Ludwigshafen. Mannheim, 10. April. (WTD.) Heute nachmittag hat hier eine Demonstrationsversammlung der streikenden Metallarbeiter von Mannheim und Ludwigshafen stattgefunden. Die Versammlungsteilnehmer, etwa 7000 Personen, bildetet' nachher einen Demonstrationszug, der sich ohne Zwischenfall durch die Stadt bewegte. Billige toomeier erzielt nur ein Reifen wirklich guter Qualität. Die Güte der verwendeten Rohstoffe — Gummi und Gewebe — in höchster technischer Vollkommenheit verarbeitet, ist ausschlaggebend für die Leistung. Fahren Sie den neuen ßntinentai Cord-Reifen er wird auch Sie befriedigen. Die unterzeichneten Banken geben hiermit bekannt, daß ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume W MW, Dem 15. Will 1922 für jeglichen Verkehr geschloffen sind. Baut für SuMl und WuW MüeMssW MW. WrksWWe ©legen. Seme MeiuslMl Maik Wen Won ö.WMo-GeWAsl Zweigstelle MSeu. Metw rn Men e. G. m. ö. S. WM Bnntoeiein M.-Gef. Filiale (Siegen. NlttelSeMe GreöiW Filiale ©legen. LeiSsösoksleNe Gießen. Kernseifen- Pulver mil dem flüaebiem C n er 3 Hast Du Deine Wäsche gern So wasche nur mit „FlögeSstern“ KernsBifen-Puhrer Fabrikant 6 P. 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