•Ss ■«. ' Geld >2057 ?23«p Mik Oa..'i35 ■ ' ,»0,66 ü» '81.50 °Ä [em, ^"-ratiovr. Ä2 Ä sfist Sä ehtÄY* ftprbon i lNüllcu- sL°"°6« »■ fienmg fcet Nbe. Z2SS Greifet, der das N Mlen, Eng- N°-Slvwalei itti) pfählt auf der intu, estatigt. ^VLrWesim. QB9y. polnische Oberschlesm gegen die Arbeiter führte zur Hütten und Tcubenan^ n der 'Betrieb der S& ingefteHt, iveil die deut- hren ArbeitsftLtlen vei' Stich'losiverlen in Chor- 'ickfal. M gleichen Zu- Darzrube und der Srä- us der ZoildrmhLtte ^1|25 ioV S‘ & „ U??135«ä 2«,ss ,ä,$ S-*5 10>8^6 S "H uL 191.95 .!Y'5< «n.Rc in Frankreich, DTD.) Jach einer Do ischen Lage Deutschlands [ le“ daraus hin, daß der tiefgründige Dort gt- i möge eine Politik feine berechtige zu der Frage, der jeijigen Aegierungs Die Politik Poincares wären sie Geeignet, dir vWeren, ober seien sic :er werdende Tchwimg- (en von einer Furcht vor Daudet scheine Poincare Zwangspolitil zutvenden ms für vereinzelte 2In: d verstecke Kontrollmah' en des Deutschen Leiches stützungsgedanke sei das •o die deutsche Depublil Ws stehe imt den Nonar^ M 3a, s° ^rde man den Plan Lc 2roc- beruhigt. S^ift aui ben Merands zurakhusuhren, are nut gezwungen an, n Weg müssen vtr uns i unseren 3nteresien, die mtü®. ®11 e ihre SteuerpoM hre ! unb ihre SparsamleA n [ann. DietM wll^ äne Xättgktt ta™ tn Zusammenarbeit ao ; und Dettrauen dazu men Tun wir das nB, DeM>» m bte schäften der Aufforderung ihrer Führer folgen juü> den beabsichtigten Schlag der radikalen darüber sei, daß der Zusammenbruch der Mark den Ausfuhrhandel Englands mit Deutschland sehr benachteiligen könne. Baldwin erwiderte, die Regierung sei sich über den Ern st der L a g e t l a r. Ein Mitglied des Hinterhauses fragte den P r e m i e r m i n i st e r, ob angesichts des Schadens, den der Llmstand, daß die Reparationsfrage noch nicht geregelt sei, dem europäischen Handel im allgemeinen und dem englischen Handel im besonderen zufüge, die englische Regierung bereit sei, zu Frankreichs Gunsten auf einen Teil oder die Gesamtheit seiner Ansprüche an die Reparationszahlungen zu verzichten und einen Vorschlag bezüglich der Regelung der französischen Schulden an England zu machen. Lloyd George erwiderte, die Frage sei so verwickelt, daß es nicht möglich sei, sie in Form einer Die Finanzkrisis. London, 10. Juli. (Wolff.) Der Die Sozialdemokratie gegen die Mitarbeit der deutschen Dolkspartei. Berlin. 10. Juli. (WTB.) In kommen. Die Tätigkeit der Sozialisten in Frankreich. Paris, 10. Juli. (WTB.) Rach einet Havasmeldung aus Marseille wird auf Einladung der französischen Sozialistenpartei 'dort morgen der englische zur Laboui-Patth gehörige Abgeordnete Tom Shaw ankommen und in einer Versammlung für die AufrechtertzalLu«^ Br. 160 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatlicheßezugspreise: MK. 22.50 und MK. 2.50 Trägerlohn,durch diePost MK.25.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. postfcheskonto: Zranksurt a. M. 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breit- örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm BreitebOOPf. DeiPlah- vorfchrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Fraktionssihung der sozial demo- tratschen Partei, die heute nachmittag stattfand, wurde folgende Entschließung gefaßt: „Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion erklärt, daß die zum Schuhe der Republik zr beschließenden Gesetze nur von einer entschieden republikanischen Regierung durchgeführt werden können. Die Deutsche Volkspartei ließ bis in die letzte Zeit in der Bekämpfung einer Reihe wichtiger Regierungsvorlagen die notwendige Rücksicht auf die Interessen des Staates und die Bedürfnisse der breiten Volksmassen vermissen und lehnte noch nach der Ermordung Rathenaus die Vorlage über die Getreideumlage ab. -Unter diesen Umständen würde bei Einbeziehung der Deutschen VolkZpartei in die Re- gierungskoalition bei den breitesten republikanischen Massen das Vertrauen auf die Absicht der Regierung, das Gesetz zum Schuhe der Republik energisch durchzuführen, aufs tiefste erschüttern. Für die sozialdemokratische Reichstagsfrattion kommt daher eine Mitarbeit in einer nach rechts erweiterten Regierung nicht in Frage." Paris, 10. Juli. (WTB.) Nach Meldung der „Chicago Tribüne" aus Concord (Ohio) hat Präsident Hard in g gestern in einer Adresse an die Studenten des Muskingum-Kollege erklärt, angesichts der bevorstehenden Krisis in Deutschland fei die erste Pflicht Amerikas, für seine eigene Sicherheit Sorge zu tragen, so daß es dann besser in der Lage sei, der Welt bei ihrem Wiederaufbau zu Hilfe zu Die Verhandlungen der deutschen Vertreter mit der Reparationskommission über die Lieferung von Reparationskohle sind h vornrittag wieder ausgenommen worden. Für die Oeffentlichkeit ganz unerwartet kommt daher die Kunde aus dem Ruhrgebiet, daß trotzdem die radikalen Elemente in dem alten .sozialdemokratischen Bergarbetterver- band über die besonnenen Führer hinweg den JJ Bergarbeiter gegen unsere Wirtschaft und die gesamten Volksinteressen abwehren. Bei der Stärke der christlichen Bergarbeiterorganisa- tion ist aber ein Stteik ohne deren Hilfe von vornherein völlig aussichtslos. Wer aus den Bergarbeiterkämpfen des Jahres 1912 weih, wie außerordentlich schwer es für die Arbeiter gerade im Bergbau ist, sich streikenden Kameraden gegenüber für die Fortsetzung der Arbeit durchzusetzen, dessen volle Sympathie wird bei den wackeren Bergleuten sein, die in dieser Stunde der Vernunft gehorchen und ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Gefahren sich der Welle der Unvernunft entgegenstemmen. Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird für den sozialdemokratischen Dergarbeiterverband sein Beschluß den Verlust vieler tausender besonnener und aufrechter Mitglieder bedeuten. Die sozialistischen Gewerkschaften treiben der Stunde entgegen, die eine Scheidung der verantwortlichen und der unverantwortlichen Elemente bringen wird. Das sehen die Besten unter ihren Führern. Sie haben deshalb sich vorgenommen, am 14. Juli nachmittags zur Streitfrage Stellung zu nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob die Vernunft siegt oder der politische Radikalismus sich völlig durchsetzen wird. Angesichts der Festigkeit der christlichen Bergleute ist vielleicht noch Raum für eine schwache Hoffnung auf Erhaltung des wirtschaftlichen Friedens gegeben. (Ein unverantrvorLlicher I Vergarbeiterstreik. Von Otto Thiel, M. d. R. 2. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschafts- bundes. Man kommt sich vor, als befände man 'sich in einem Narrenhause, wenn man das gegenwärtige Durcheinander in unserem 2ani>e sieht. In höchstem Maße bedenklich muh es einen jeden, der es ehrlich meint mit unserem Voll, stimmen, wenn man sieht, wie die vernünftigen Geweickschaftsführer im Lager der sozialdemokratischen Gewerkschaften von Tag zu Tag an Einfluß verlieren. Aus Düsseldorf und Köln, aus Dortmund Und Frankfurt a. M., aus Magdeburg und Niederschlesien, kurz aus allen Teilen des Reiches werden scharfe Ausschreitungen gemeldet, die im Verlaufe der Demvnsttattvnen der sozialistischen Gewerkschaften am vergangenen Dienstag sich ereignet haben. Unzählige Verwundete und viele Tote sind zu beklagen und alle Leidenschaften sind aufge- pettscht worden, als ob das Ziel der Veranstalter wäre, den Kampf aller gegen alle herbeizuführen. Der Dollar kletterte von Tag zu Tag um Dutzende von Punkten und hat einen Stand erreicht, der auch dem Blödesten zeigt, .wohin wir mit derartigen Unsinnigkeiten kommen, die mit einer „Trauer- kundgebung des Landes für den Reichsminister Rathenau" absolut nichts mehr gemein haben. Angesichts dieses Amstandes muß es als eine weitsichtige Politik der Wirtschaftsführer im rheinisch-westfälischen Industriegebiet bezeichnet werden, daß sie die berechtigten Forderungen der Bergarbetter, die in ihrer Lohn- Entwicklung während der letzten Monate weit hinter den Metallarbeitern, insbesondere aber Hinter den Bauarbeitern zurückgeblieben waren, im großen und ganzen erfüllt haben. iRichtig war es auch, daß die Reichsregierung ffid) energisch darum bemühte, hinsichtlich des ^Manteltarifs Verbesserungen zu erzielen, so daß die Gefahr eines Bergarbeiterstreiks im Ruhrgebiet gebannt erscheinen konnte. Das war umsomehr zu erwarten, als der sozialdemokratische Bergarbeiterführer Hufe- mann entschieden für Annahme des zustande- gÄommenen Abkommens zwischen Arbeit- geder- und Arbeitnehmerverbänden eintrat und insbesondere den nach seiner Ansicht bedeutend verbesserten Manteltarif als Gegenleistung für das Aeberschichtabkommen be- >sonders hervorhob. Dinge in den nächsten Tagen derart entwickeln würden, daß die Regierung den Wunsch haben werde, eine Crllärung abzugeben. Auf eine Anfrage, ob die Regierung keine Politik finden könne, die eine Beseitigung der Schwierigkeiten ermögliche, antwortete Lloyd George, weder er noch die Regierung hätten die Verantwortung für die Schwierigkeiten, sondern mehrere Nationen, deren Interessen miteinander in Einklang gebracht werden mühten. Die Frage sei viel schwieriger, als die Frage stellec anzunehmen schienen. Auf eine weitere Anfrage erwiderte Lloyd George, die Deutschen hätten Ersatz an Frankreich und Belgien für den tatsächlich angerichteten Schaden nicht geleistet. Dies fei eine der Schwierigkeiten, die man in Betracht ziehen muffe. London, 11. Juli. (WTB.) Der „M a n - chester Guardian" schreibt in einem Leitartikel, England könne die Krise nicht gleichgültig mit ansehen. Die Auflösung Deutschlands würde die Auflösung Mittel- europas bedeute n und eine kommunistische oder, was wahrscheinlicher ist, eine monarchistische Reaktion zur Folge haben. Die junge Republik befinde sich in einer unmöglichen Lage. An der einen Stelle habe man ihr etwas weggenommen, an der anderen werde sie beseht gehalten und an der dritten Stelle werde sie geteilt. Daß die Mehrheit der Devöllerung alles dies aushält. zeigt, daß mehr politischer Sinn im deutschen Volke steckt, als man gemeinhin annimmt. Der „Temps" gegen den Obersten Rat und für Streichung der interallierten Schulden. Paris, 10. Juli. (WTB.) Zur Erörterung eines Zusammentritts des Obersten Rates ob-T der alliierten Finanzminister in englischen Blök tcrn schreibt der „Temps": Obwohl die fran-- zösische Regierung bis jetzt ireber zu einer Tagung des Obersten Rates noch zu einer Konferenz der Finanzminister eingeladen worden ist, muß gc zeigt Iverden, warum beides nicht wünschenswert erscheint. Der Oberste Rat ist finanziell nn zuständig und hat bis jetzt, wenn er sich mit den Reparationen beschäftigte, keine glückliche Hand gehabt: Sein Werk ist das Londoner Abkommen. Es besteht wirklich kern genügender Anlaß zu einer Einberufung in einem Zeitpunkt, in dem dieses Abkommen eine solche Enttäuschung bereitet. Die Finanzminister aber würden sich höchst: unnütz bemühen, so lange man weder beweise, was Deutschland fordere, noch was man von diesen Forderungen denkt, noch was das Garantiekomitee in Berlin getan und gesehen hat. Der „Temps" verlangt demgegenüber die Befer tigung der interalliierten Schulden, auf deren Vorhandensein er den Mißerfolg der Anleiheverhandlungen zurückführt. Gegen den Einwand, daß das englische Parlanrent diesem Schulderlatz seine Zustimmung versagen werde, führt das Blatt an, daß die englische Regierung offiziell ihren unwiderruflichen Entschluß mitgeteilt habe, Rußland einen großen Teil seiner Kriegsschulden zu schenken, obwohl die Vereinigten Staaten ihrerseits noch nichts von ihren Forderungen an die Alliierten aufgegeben hätten. Sobald die europäischen Alliierten, sagt der „Temps", ihre gegenseitigen Forderungen gestrichen hätten und auf ®runb dessen einen vernünftigen Plan für die deutschen Schulden auszustellen in der Lage wären, würden die Vereinigten Staaten entdecken, daß Europa wieder zu Verstand gekommen sei, und dann wäre eine Re- parationsanlLihe in großem Stile möglich. Daraus folge: Was sobald wie möglich erörtert werden sollte, ist: nicht das deutsche Moratorium, ist vielmehr die Beseitigung der interalliierten Schulden Die neuen Verhandlungen mit der RcparationskommLsion. Paris, 10. Juli. Die Staatssekretäre Fischer und Schröder hatten nachmittags private Linkerredungen mit den Mitgliedern der Reparationskommission. Bestimmte Schlußfolgerungen sind erst in einigen Tagen zu erwarten. Man rechnet damit, daß das offizielle deutsche Ersuchen um Zahlungsaufschub Mitte der Woche eintreffen wird. DieReParakionskommission wird sich jedoch erst nach Kenntnisnahme des noch nicht eingegangenen Berichtes des Garantiekomitees mit der Frage beschäftigen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Druck und Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. matifche Berichterstatter des „Daily Telegraph" hält eine baldige Zusammenkunft der alliierten FinanzministLr und Reparations-Sachverständigen für unvermeidlich. Hierbei würden vielleicht mit Rücksicht darauf, daß der Sturz der Mart buch andere Länder nicht nur im Westen, sondern auch im Osten und Südosten in Mitleidenschaft ziehe, noch einige andere Signatarmächte des Versailler Vertrages zur Teilnähme eingeladen werden als die, die im allgemeinen tm Obersten Rat vertreten sind. Infolge des Zusammenbruches der deutschen Mark würöm die Alliierten vielleicht das Bankierkomitee einladen anstatt im Herbst schon jetzt zusammenzutreten, und ihm Vollmachten geben bezügliche aller Einzelheiten des Reparationsproblems. Angesichts der Folgen des Mißerfolges oes Komitees werde Frankreich vielleicht dem Komitee volle Freiheit in feinen Beratungen lassen. London, 10. Juli. (Wolff.) Die „Westminster Gazette" meldet aus Neuhork, die amerikanische Regierung beobachte die Entwicklung in Deutschland mit unverkennbarem Interesse. Es könne auf Grund zuverlässiger Informationen gesagt werden, daß, wenn die Haltung der französischen Regierung in der Frage der Reparationszahlungen nicht in einer Weise geändert würde, daß Deutschland Sicherheiten für eine ausländische Anleihe bieten könne, die Vereinigten Staaten kein Geld mehr geben würden. „Daily News" schreibt: Der neue sensationelle Zusammenbruch der Mark ist nur auf Grohankäufe ausländischer Zahlungsmittel zur Bestreitung der Reparationsleistungen zurückzuführen. Dies ist selbstverständlich den französischen Bankiers ebenso genau bekannt wie irgendwelchen anderen Teilnehmern der Dankierkonferenz. Die unbelehrte öffentliche Meinung aber hindert die Regierung, dies zuzugeben. Es ist Sache der französischen Politiker, zu entscheiden, wann sie ihren Wählern die Wahrheit sagen; es ist aber nicht einzusehen, warum her Rest Europas ebenso darauf warten soll. Wir müssen uns entschließen, mit ober ohne Frankreich zur Lösung des Problems zu schreiten, damit der Friede eine feste Grundlage erhält. „Daily Expreß" verlangt den Abschluß eines neuen Friedensvertrages. „Daily Expreß" verlangt, daß anstelle des Versailler Vertrage s ein neuer Friedensvertr ag geschlossen werde. Die Männer von 1919 hätten im Dunkeln gearbeitet und hätten nicht wissen können, wie das Rach- kriegseuropa aussehen würde. Heute aber wüßten sie es. .Das Blatt hofft, daß Harding nach den Novemberwahlen die Signatarmächte des Versailler Vertrages zu einer Konferenz nach Washington einladen werde, um einen neuen Vertrag abzschlietzen. Eine Besprechung im englische» Unterhaus. London, 11. 3uli. (WTB.) Die Befürchtungen, die der katastrophale Sturz der M a r k in England hervorgerufen hat, kamen auch in der gestrigen Sitzung des Hinterhauses zum Ausdruck. Kennworthh fragte den Präsidenten des Landesamtes Baldwin, ob er sich klar Eine Kundgebung der Demokratischen Partei. Berlin, 10. Juli. Die Demokratische Partei erlaßt soeben nachstehenden Aufruf: Trotzdem die sozialistischen Parteien und Gewerkschaften sich anscheinend entschlossen haben, auf eine dritte Wiederholung - der Straßenkundgebung zu verzichten, werden in einzelnen Landesteilen „Generalstreiks", „Teuerungskundgebungen" usw. geplant. Offenbar haben die verantwortungsbewußten Führer den Einfluß auf einen Teil der Masse verloren. Anverantwortliche Führer suchen die Arbeiter an sich zu ziehen. Die Demokratische Partei lehnt wiederholt jede Gemeinschaftmit solchen Straßenveranstaltungen und jede Verantwortung für solche ab. Wer sich an Kundgebungen dieser Art beteiligt, entfernt sich von der demokratischen Staatsauffassung und dient der Gewaltpolitik, die letzten Endes immer reaktionär ist. Wir ersuchen /rlle demokratischen Republikaner, jede Beteiligung an solchen Kundgebungen abzulehnen. Wir ersuchen, sich dem Terror der Putschisten mit allen Mitteln zu widersetzen. Wir ersuchen, die Arbeit auf jeden Fall weiterzuführen. Von der Staatsgewalt erwarten wir, daß sie jeder Störung Der Ordnung, möge sie von rechts oder von links kommen — rücksichtslos entgegentritt. Die deutsche Republik muß ohne Schwanken nach rechts oder links Ruhe, Ordnung und Sicherheit aller Staatsbürger erzwingen können. Eine Rede Dr. Petersens. Der sonst bei Gelegenheit oft ziemlich scharf nach links abglertende demokratische Parteiführer Reichstagsabgeorbneter Senator Dr. Petersen äußerte sich, so lesen wir in der „Köln. Ztg.", in einer Hamburger Mitgli^rerversammlung seiner Partei über die cheißumstrittenen Tagesfragen im ganzen sehr gemäßigt und sogar abweisend gegen die sozialdemokratische Linke m ihren parteipolitischen Aeberspannungen. Zwar trat er für das Ausnahmegesetz ein. aber nur, weil es nach seiner Meinung kein Ausnahmegesetz sei, sondern nur eine notwendige Ergänzung des Strafgesetzes. Er sagte aber auch folgendes: Ein Ausnahmegesetz gegen rechts müsse seine Partei entschieden ablehnen; deshalb werbe sie sich auch bem leidenschaftlichen Verlangen ber gesamten Sozialdemokratie nach einem Ausnahmegesetz widersetzen. Die Me'hrheitssvzialisten sähen den Tag der Einigung mit links gekommen und seien deshalb sehr tolerant gegen die -Unabhängigen, obwohl biefe eine rote Ärbeiterarmee forderten. Selbstverständlich mache so etwas dieDemokrattsche Partei nicht mit. Petersen sagte weiter, die jüngsten Reben des Deutschnationalen Düringer und Stresemanns bezeigten ber bemokratisch-republi- kanischen Staatsform wenigstens Achtung. Daraus sei zu folgern, baß bic bepossebierten Oberschichten für biefe Staatsform gewonnen werben muhten, benn auf der Arbeiterschaft allein könne die Republik nicht auf gebaut werden. Innerpolitisch könnte man der Koalitionserweiterung wohl zustimmen, aber außenpolitisch betrachtet, wäre sie gefährlich; benn wenn 170 Sozialdemokraten mit 40 bürgerlichen Demokraten die Regierung bilden würden^ bann Halle feine Partei das für eine außenpolitische Gefährdung. Zum Schluß trat er für große deutsche Ge- — , - • - _ sichtspunkte in ber Politik ein. Wehe aber auch I parlamentarischen Anfrage zu bchaiibeln. Auf der Welt wenn bem beutschen Voll nicht drrrch eine weitere Frage Kennworthys erwwerte eine klare Tat Hilfe gebracht werbe. 1 Lloyd George» es sei möglich, daß sich die dss eurv pätschen Friedens das 'IBditi toteTiertereinten Oberschlesiens und begrüße Herz- Sir* - ^rsEMlung nehmen anch lichst die hier anwesenden Vertreter der Reichs- als belaischer Delegierter der Sozialist de Drouk» und preußischen Staatsregierung. — Rach einem ♦ ^^»^^oftscher die sozialistuchen Ab- dreifachen Hoch auf das deutsche Vaterland stimmte geordneten Marcel Sembat und Mostet teil. 4 WM " Amtliche Personal nachrichten. Ernannt wurde am 6. Juli der Schulamtsanwärter Karl Bungert ans Nieder- lahnstern zum Lehrer an der Volksschule zu Fürth, Kreis Heppenheim. — 3n den Ruhestand versetzt wurde am 6. Juli der Amts- vbergehilfe an der Hessischen Brandversiche- rungskammer Fr. Schneider in Darmstadt auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seine» dein Staate geleisteten Dienste mit Wirkung von: 1. August 1922 an. ** Reuregelung der B ackwaren- p reise. Das Lebensmittetamt gibt un unserem heutigen Anzeigenteil Mannt, das; die Preise für auf B roturarke n ab u gebende Backwareri mit Wirkung von morgen ab neu festgesetzt sind. Die weitere Erhöhung der Backlöhne, der Preise für Heizstoffe und der sonstigen Unkosten werden als Grund der Erhöhung genannt. ** Reue Koh lenhöch st preise sind mit Wirkung von morgen ab von der Stadtverwaltung festgesetzt worden. Man beacht« die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. ** Die Fahrscheinheft chen für die Straßenbahn werden vom 15. ds. MtS. ab nur noch in den bekannten Verkaufsstellen aus- gegeben. Der Verkauf durch die Wagenführer findet nicht mehr statt. (Siehe Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil.) rischen Standpunkt sehr beklagenswert, leichter überwunden wird, weil seine Person, ob mit oder ohne eigene Schuld entzieht sich unserer Kenntnis, eine ständige Quelle des Unfriedens und der Beunruhigung war. An sein gegen den Willen des Orchesters erfolgtes Engagement knüpfen sich die Erinnerungen an die unliebsamen, unsere Oper schwer gefährdenden Konflikte zwischen Ballmg und Hartung. Das Schauspiel sieht einen feiner Besten und Größten scheiden- Walter Rehmer, dessen indiriduelle starte Künstlerschaft eine ganz n^ic künstlerische Rote in unser Ensemble brachte, oer ein ausgezeichneter Sprecher und ^rodernrr Darsteller war. Sein Kean, Lours Feroinand. um nur diese zu nennen, waren Rollen von höchster künstlerischer Vollendung. — Daß auch Edith Biele" feit, die entzückende amnutvolle uird bestrickende junge Tanzkünstlerin geht, ist für sie von Vorteil. Zwei so verschieden geartete und so verschieden künstlerisch gerichtete Tanzkünstlerinnen, wie sie und Rim Willens, können nicht nebeneinander wirken. — Em schmerzliches Scheiden in gewissem Sinne bereitet auch Joseph Schlembach, unser erster Bassist. Er bleibt zwar der Oper als Oberregisseur erhalten, nicht aber als Sänger. Seine vornehme nie versagende Künstlerschaft bedeutet für die Oper einen fühlbaren Verlust, über den nur die Hoffnung hinwegtröstet, daß wir ihn doch öfters als Gast hören werden. — Schließlich sei auch der Herren Oberregisseur Hehthecker, Bühnenarchitekt Pilarh und Theatermaler Scherl gedacht, denen wir manche schöne und großzügige Reuheit verdanken. Für die Sommerspielzeit hat nun Bruno Harprecht das kleine Haus übernommen, um es ausschließlich der heiteren Muse zu widmen. Mit der Ballerina des Königs hat er einen vielversprechenden Anfang gemacht, wird aber das 12 Millionendefizit kaum mindern können. MaxStreese. Aus neuen Erinnerungen Theodor Fontanes. Theodor Fontane hatte die Absicht, in seinen klassischen .Wanderungen drrch tie Mark" dem Vom Bürgerkrieg in Irland. L o n b o n. 11. Juli. (WTB.) Aus Belfast wird gemeldet: Frische Irreguläre haben fünf Eise nba Andrucken in die Luft gesprengt und dadurch die Bahnverbindung 'Giblin—Belfast unterbrochen. Aus Hessen. Vertagung der politischen Aussprache hn Landtag. rm. Darmstadt, 10. Juli. Da der Staatspräsident tllrich sowie Minister von Brentano zu wichtigen Reichstagsberatungen heute abend nach Berlin gereift sind, wurde die für den Beginn der Landtagsberatungen am Dienstag vorgesehene große politische Aussprache zunächst ausgesetzt. Sie soll dann nach der Rückkehr der beiden Herren mit der Generaldebatte über den Hauptvoranschlag verbunden werden. Der Landtag wird daher zunächst die übrigen Punkte der Tagesordnung erledigen. Das Befinden Dingeldehs. rm. D a r m st a d t. 10. Juli. Wie wir erfahren. ist der Zustand des Abg. Dingeldey noch derartig, daß es ihm unmöglich ist, an den nun beginnenden Landtagsverhandlungen teilzunehmen, da einzelne Kopfwunden noch eiterige Ausflüsse zeigen. Der Arzt soll auch wegen des allgemeinen Körperzustandes noch möglichste Ruhe und Schonung ungeordnet haben. Die Haager Verhandlungen mit den Russen. Haag, 10. Juli. (WTB.) Heute hatte der älnterausschuß für die Kredite wieder eine Z u - sammenkunft mit der russischen Abordnung. Der Vorsitzende des älnteraus- schusses legte den Russen eine Reihe von Fragen wegen des Wiederaufbaues von Rußland vor. 3n der Auseinandersetzung, die dreiviertel Stunden dauerte, erteilte Krassin über diese Fragen Auskunft. 11. a. gab er Auskunft über das Material, das die russischen Eisenbahnen brauchen und über die landwirtschastlichen Bedürfnisse. Bezüglich der zu verleihenden Konzessionen teilte er mit, daß die russische Regierung nur für neue Eisenbahnlinien Konzessionen erteilen werde. Schließlich machte Krassin noch Mitteilungen über die den russischen Außenhandel betreffenden Fragen. Ramens der russischen Abordnung legte Litwinow eine Reihe von Fragen vor. Heber die statistischen Fragen wird der britische Abgeordnete demnächst Antwort geben, während hinsichtlich der politischen Fragen der Vorsitzende crflärtc, daß die Aussprache darüber sich noch nicht so entwickell habe, daß man diese Fragen schon beantworten könne. densvertrages von Versailles für , diejenige« Staatsangehörigen der alliierten und affccirenen' Mächte stattzufinden. die ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt im deutschen Reichsgebiet haben. Da die Staatsangehörigen di.ser Mächte aus Grund dieser Bestimmung keiner höheren Abgabe unterworfen werden können, als die Reichsdeutschen, brauchen sie, soweit sie tnt deut schcn Reichsgebiet Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, eber.so wir derartige Reichsdeutsche die Stempelabgabe nur in Papier- mark zu zahlen. D.i Berechnung der Stempel- aE gäbe in Gold mark ist der jeweils von der Reichsbank allwöchentlich neu festgesetzte Ankaufspreis für Gold am Tag der Entrichtung oder Anforderung der Stemp.lAbgabe zur Grwde za legen. Wochenjagopässe (50 Mk.) können nach wie vor nur solche Personen, Reichsdeutsche oder Ausländer erhalten, die im Volks staut Hessen weder einen Wohnsitz noch dauernden Ausenthalt haben und sich im Besitze eines von einer nichthifsischen deutschen Staatsbehörde ausgestellten, noch gültigen Zahresjagdwafsenpasses befinden. Um zu vermeiden, daß Ausländer oder im Ausland ansässige Deutsche sich ter in Goldmart zu zahlenden Abgabe dadurch entziehen, daß sie aus den Inhabeipaß eines evtl, nur vorgescho Venen deutschen Pächters oder Mitpächters (z. D. eines zu diesem Zweck als Mitpächter eingetragenen Iagbhüters) die Jagd ausüben, ist die Abgabe des Inhabeipasscs an di» oo-g nannten Personen durch den Iagdpächter ausgeschlossen worden. Tie vielerlei Klagen über mißbräuchliche Benutzung von Hagdwassenpässen bei Ausübung der Jagd und die entsprechenden Vorstellungen aus Oägcrtreten, haben veranlaßt, anzuorduen, daß in Zukunft der auf den Ramen ausgestellte Hahresjagdwasfenpaß mit dem Lichtbild und der Unterschrift des Paßinhabers versehen sein muß. Das Lichtbild deü Paßinhabers, das aus neuerer Zeit sein muß. ist mit der Jagdkarte durch Abstempelung derart zu verbinden, daß ein Loslösen und Einfügen eines anderen Bildes sofort u erkennen ist. Die Heber» einflimmung des Lichtbildes mit der Person des Paßinhabers und der eigenhändige Vollzug der llnterschrift ist vom Kreisamt oder vop der Orts- pvlizeibehörde des Wohnortes des Payinhabers zu bescheinigen. Wettervoraussage für Mittwoch. Wechselnd bewölkt, kühl, troffen, vorwiegend Rordwestwinde. Der tiefe Druck hat sich nach Finnland verlagert, während ein Barometermarimum vvn etwa 770 Millimeter über Deatschl-aird und England liegt Die Wetterlage bringt das Emst römen kühler Luftwaffen aus dem Rorden. Hessisches Landestheater. Saisonschluß. Darmstadt, Öen 9. Juli. Die letzten Vorstellungen der nun zu Ende gegangenen Spielzeit brachten ein großes und für viele Theaterbesucher schmerzliches Abschiednehmen. Es scheiden eine Reihe von Künstlern aus dem Ensemble des Landestheaters, die nicht mit Anrecht zu den sogenannten Lieblingen des Publikums geworden waren, die aber auch der Kritik ein herzliches Bedauern erpressen, weil nach allem, was bisher für die Scheidenden gastierte, der Ersah zum Mindesten nicht vollgültig ist. Da ist vor allem unser Heldentenor Peter I o h n s s e n. der nach Berlin berufen wurde. In den fünf Jahren feines Wirkens an unserer Oper hat dieser nordische Künstler, begabt mit wundervollen stimmlichen Mitteln ununterbrochen und unermüdlich an sich gearbeitet, Lücken in seiner Künstlerschast, die für den Ausländer besonders auf sprachlichem und darstellerischem Gebiete lagen zu bessern und er hatte schließlich einen Grad der Bollendung erreicht, die seinen Verlust doppelt schmerzlich empfinden lassen, im Angesicht der Tatsache, daß Heldentenöre immer schwieriger zu finden sind und was für uns ins Gewicht fällt, immer „unbezahlbarer" werden. - Leichter hatte es Frau Hesse, unsere Hochdramatische, die uns Dresden wegholte, sich in die Herzen der Darmstädter hineinzusingen. Sie brachte viel natürliche Veranlagung, eine große Intelligenz und einen menschlich gediegenen Charakter zu ihrer großen ernsten Künstlerschaft in innigem Verein. Sie hatte auch noch die leider immer mehr verloren gehende große Geste für die Wagneropern. Wenn nicht alles täuscht, blüht dieser Künstlerin noch eine bedeutende Zukunst. — Diese ist auch wohl Jenny Jung bau er gesichert, die wieder dem trotzalledem schönen Wien entgegen geht, daß sie uns einst gab. Diese echt Wienerische Künstlerin war eine blendende Koloratursängerin ; sie verband ftüt ihrem Können ein schönes Temperament und ein immer heiteres , liebenswürdiges Menschentum, das sie allen Kreisen sympathisch machte. — Endlich ging auch Kapellmeister Szell, dessen Scheiden, vom kunstle- Aus Stadt und Land» Gießen, den 11. Juli 1922. Oberhessisches Museum und Garlsche Sammlungen. Das vergangene Vierteljahr hat den Beständen einsn Zuwachs von etwa 200 Rummern gebracht, großenteils Geschenke, über deren wichtigste demnächst berichtet wird. Bon den Stif tern seien genannt, soweit das nicht verbeten wurde, oder der Rame unbekannt blieb: Aus Gießen Ingenieur Gutmann, Frau Haas (f, Vermächtnis), Landgerichtsrat Hirsch, Amts- gerichtsrat Höckel, Hauptmann König, Major Lrndenau, Oberstleutnant Mohr. Kommerzienrat Roll, Oberst Suur, die Wilhelm-Gail-Stiftung, Berichterstatter Wohlmuth; aus Bersrod die Herren Graulich: aus E i s e n b a ch Erbmarschall Freiherr Riedesel zu Eisenbach: aus Fried- Beko? 3nfolge weitrre fo||t unb der sonsti des Neichsgesehes i mit (Betreibe vom 2 fühningsverorünung imnnhnatfiung des H 1921 folgenbe hgchfti qebtnbe ßehensmittelbeputatii »m 12.3nfi 1922 f Brot <[ Brötchen Weizenbrotmehl AWnbrolniehl JMen, ben ii.« -A Oberbürgeri ~ Bekai, - Tot tztadtthealH 'SÄ ° fiel«'5»” »k HK ” Wei««*’ xjp Aisleinsche Älteres!-, Sn i" Kreist tnW Theorie Einste Mlären Dr-s «js nicht W rurch den M yan Allgemeini niachen. Der F stellung nötiger Nieder. Ja, er Serüst einer sch au^dfommen m W Sorm t Hierdurch wird Tschaders eNtg, IchulEg treck llnkerfaltung gc - Sie De Lusik- und ! die sich schon .Deutschen Abeu am Samstag di .Deutsche Ku fessor D. Schiai Ernst Schuchai Schor bringen. 1 (ich Pianist Hc Harfenist Wigg den Abend verschi MamatiDncn, au geplant Besonder dieses Abends em die Menge „Deutschland, Deutschland über alles" an. Darauf wurden noch zwei Degrußungstele- gramme, die vorn Reichspräsidenten und dein Reichsminister des Innern Dr. Köster eingegangen waren, verlesen. ——————— . i* ( Aus dem Reiüre. Die Rotlage der Presse. Berlin, 10. Juli. Der Reichsrat beschäftigte sich heute mit den Ausschußbe- richten über den Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Notlage der Presse. Es wurde ein Antrag Preußens angenommen, in dem es heißt: „Bei der Veräußerung von Holz durch die zur Gewinnung des Holzes von forstwirtschaftlichen Grundstücken Berechtigten wird eine Abgabe von 7, Prozent des Verkaufspreises erhoben. Die Rutznieher von forstwirtschaftlichen Grundstücken unter 10 Hektar bleiben frei. Die Abgabe ist an die Rückver- gütungSkasse für die deutsche Presse abzulie- fern. Das Gesetz soll vorläufig bis zum 31. Dezember 1923 gelten. In erster Linie soll die " I eine und mittlere Pre sse berücksichtigt werden. Außer der Umsatzsteuer bei Holzverkäufen wird eine Ausfuhrabgabe von anderthalb vom Tausend erhoben. >, Ä a-l sind mü /Ä Aew VesM 5 haben hiej Msbezeicy führen- Das Amnestiegesetz. Berlin, 10. Juli. (WTB.) Der Rechts- tusschuh des Reichstags beriet heute das Am n e st i eg e s e tz. Reichsverkehrsminister Grö- ner erklärte in der Debatte, daß eine Amnestie .für bie anläßlich des Eisenbahnerstreiks zur Verantwortung Gezogenen die Autorität der Reichsregierung ernstlich gefährden würde, doch versicherte er, daß er für milde Behandlung der au ahndenden Fälle eintreten werde. Der Antrag der Sozialdemokraten und Unabhängigen auf Ausdehnung der Amnestie auf gewisse politische Straftaten wurde abgelehnt. 3m übrigen wurde bie Regierungsvorlage unverändert angenommen. Gegen .das Amnestiegesetz stimmten die Deutsch- nafiDna'en, die Deutsche Volkspartei und die Bayerische Voltspartei. Auslösung der deutschnationalen Gruppen in Braunschweig. Braunschweig, 10. Juli. Das StaatS- ministerium hat sämtliche im Freistaat Braunschweig bestehenden Gruppen der Deutschnationalen Volkspartei aufgelöst. Die Organisation C. München, 10. Juli. Wegen angeblicher Zugehörigkeit zur Organisation C wurden hier drei Studenten fest genommen. Die Haussuchungen förderten kein Belastungsmaterial zutage, so daß die Freilassung der Studenten bevorsteht. Die Vernehmung zahlreicher Personen, darunter des Generals Ludendorff, verlief ergebnislos. langjährigen Chefredakteur der „Kreizzeitung", Hermann W a g e n e r. mit dem er als Redakteur lange zusammen gearbeitet, ein besonderes Kapitel zu widmen, denn er empfand ihn in vieler Hinsicht als einen bezeichnenden Vertreter märkischen, ruppinischen Wesens. Rar aas Raam- inangel b.ieb duses Kapitel dann fort, aber es sind Entwürfe für Lichen Aufsatz im Rachlaß erhalten, und aas ihnen teilt Mario Strammer im neuesten Heft der „Deutschen Rundschau" Zehr bezeichnende Stellen mit, die nicht nur den Eha- raller des Da.g.cht.l.ten, sondern auch den des Darstellers beleuchten. Fontanes Absicht ging Lahin, ein Bild Wageners im Rahmen einer Schilderung seines ruppinischen Heimatortes Sege- leetz, wo sein Vater Pfarrer gewesen war, zu entwerfen. An eine Beschreibung des Doches und der Pfarre sollten sich „Stellen mus verschiedenen Zeitungen" schließen, und ba.m wollte der Dichter eigene „Wahrnehmungen" mitteilen. In diesen Wahrnehmungen hat er persönliche Eindrücke niedergelegt un) schildert Len „Kreaz- zeitungs-Wagener" als einen „faperioren Mann": „Er war wirtlich eine superiore Ratur und gehört zu den Wenigen mir in meinem Leben begegneten Menschen, denen man diese Superiorität abfühlle. Das ewig Wiederkehrende, ganz besonders bet Beamten in hohen Stellungen ist das, daß man die Sache nicht recht begreifen kann. Hier tag es anders. Er hatte die Allüren dieser Superiorität und durste sie haben. Diese Allüren aber — ein Kennzeichen mehr für seine ganz ungewöhnliche Potenz — waren keineswegs von der bureaukratischen Sorte, ganz im Gegenteil, erhalte was Bummelig-Geniales, anscheinend Leidenschaftsloses, viel Donhommie, glänzenden Witz, wundervolle Einfälle und ließ dies alles ruhig spielen und gewärtigte die Wirkung aller dieser Gaben und Vorzüge. Diese Wirkung konnte bei leidlich klugen Menschen auch gar nicht ausbleiben: blieb sie aber bei den Stupiden oder lächerlich Selbstbewußten doch aus, so half er mit einem Witz, einem feinen Spvttwort nach, und ich habe nicht erlebt, daß jemand diesen hingeworfenen Handschuh ausgenommen hätte. Dabei war er von einer enormen Forschetö, ganz granö, ganz unkleinlich, und wenn man ihm, unb mit Recht, Eine deutsche Feier in Oppeln. O p p e l n, 10. Juli. (WTD.) Bei leuchtendem Sonnenschein fand heutedieW iederbesehung des letzten Stückes der wieder an Deutschland fallenden oberschlesischen Erde durch das deutsche Mllrtär ihren Abschluß. Mit der Begrüßung der Reichswehr war der feierliche Akt der formellen Uebergabe der Regierungsgewalt, die gestern von der interalliierten Kommission dem deutschen Gesandten von Eckardt übergeben worden war, an die Reichs- und Staatsbehörden verbunden. Der Festakt wurde eingeleitet durch einen Gottesdienst in der tltcn Pfarrkirche. Als Ver- , tretet des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers war Reichsminister Braun erschienen. Das Reichsministerium des Innern hatte Ministeinal-: rat Geheimrat Dr. Schmidt, das Auswärtige Amt Regierungsrat vvn Liers entsandt, die preußische Staatsregierung den preußischen Minister des Innern Severing. Den Ring, auf dem der feierliche Akt vor sich ging, umsäumten zahlreiche Vereine, Körperschaften und studentische Korporationen mit ihren Fahnen. Gegen liy2 älhr erreichte der Jubel seinen Höhepunkt, als der Stab der Reichswehr mit Generalmajor von Ledebour an Iber Spitze in den Ring einritt und vor der Rednertribüne Halt machte. Rach einem vom Oppelner Musikverein zum Vortrag gebrachten Lied übergab Gesandter Dr. Eckardt mit kurzen Worten . die Legierungsgewalt Oberpräsident D i 11 a. Bitta erwiderte darauf mit einer Ansprache, in t der er u. a. sagte: Freude und Schmerz bewegen heute unser Gemüt, Freude, daß unser Ober» F schlesien nach zweieinhalbjähriger D:sehung vom Druck des FLindbundes befielt ist, aber 0 ich Schmerz, daß so viele oberschlesifche Brüder von uns getrennt und einem anderen Lande zugeteilt worden sind, zu dem sie innerlich nie gehört haben. Wir wollen es genug fein lgsfen des Haders, der Zwietracht und der Berleumdung, die unserer Heimat so schwere unb tiefe Wunden geschlagen haben. Die allgemeine Sehnsucht nach Ruhe und Frieden t gibt mir Gewähr dafür, daß jeder Oberfchlesier und jeder wahre Freund Oberschlesiens durch unbedingte Ruhe unb Orbnung, burch Arbeitsamkeit und Betätigung christlichen Opfersinns an bem Stieben unserer engeren Heimat unb bamit auch an dem unseres großen Vaterlandes nach Kräften toetterarbeiten wird. Mit diesem Gefühl übernehme ich nach genau 29 Monaten die Verwaltung des städtisches >0« I AA^Aec U^tag, bl H-pter' , Batken 4^ ■ mit' ' (grü, lien oder $r den 11 3 w ,h 10. An W n den einen grenzenlosen Geldkonsum vorgewvrfen hat, so bars boch aber auch gesagt werden, er leistete was damit unb hatte eine offene Hanb und einen offenen Weinkeller. Dies war überhaupt eine glänzende Sette bei den damaligen Trägern der „Kreuzzeitung", nicht der Kreuzzeitungspartei, fondern der Kreuzzeitungsleute selbst, und Georg Hesekiel trieb es bis ins Großartige. Im Gasthause Alexander ht der Reuen Friedrichstraße habe ich Abende mit durchigemacht, wo er für die ganze Gesellschaft zahlte. Ausgaben von 50 bis 100 Thalern waren nichts Seltenes, was damals — Anfang der 50er Jahre — eine große Summe war. Er verschuldete bann auch burch Zins auf Zins bis hoch in die Tausende hinein, bat aber durch einen noch großartigeren Fleiß alles wieder abgearbeitet. Auch darin ganz wie fein großes Vorbild Walter Seott. ünb so war auch Wagener, vielleicht nicht ganz so gütig, aber bei seinen großen Mitteln viel großartiger in der Inszenierung der Sache. Alle diese Leute hatten einen genialen Zug, und Wagener war pur fang.“ In einem zweiten Entwurf faßt dann zum Schluß Fontane feine Charakteristik des „klügsten Ruppiners" zusammen: „Mein ilr« tetf, wie sich's jetzt stelll. — Höchst anfechtbar, aber doch mit einer ganz anderen Elle zu messen. Tritt man an ihn mit der gewöhnlichen bürgerlichen Respektabilitätsette heran, so kommt er zu kurz. Aber es ist, wie wenn man Bismarck nach ben Grausamkeiten gegen Harry Arnim, nach Gefscken usw. beurteilen wlll. Viel Licht, viel Schatten. Aufs Ganze hingesehen, war er ein bcbcutenber, ganz gewiß ein eminenter Mann. Talent, Klugheit, ganz ungewöhnlich. Aber was er auch pecciert haben mag, auch bas Land, die Gesettschaften haben große Vorteile von ihm gehabt. Er hat die Bourgeoisie und ben Liberalismus bekämpft, aber er hat immer ein Herz, ein Interesse, eine große Wirksamkeit für Doll unb Menschheit, für die großen Realitäten beS Lebens gehabt. Mit der Bourgeoisie ist es so. Ich mag in ihren Derdammungsschrei nicht einstimmen, aber ich begreife den Haß gegen dieselbe. Sie legt das Gewicht auf das Fragwürdigste, das Geld." berg Medizinalrat Dr. Rebel: aus Heuchelheim Rektor Dietz: mkohlen oder Braunkohlenbriketts beliefett ^ Verfall von Kohlenmarken Marken 1, 2 uni) 3 der Haushaltungskarte oer- ^I-° am 91. August 1922. (Eine B-Ii°,kruug di-kr wirken erfolgt alsdann nicht mehr. 9 ' Gießen, den 11. Juli 1922. 6564B Ser Oberbürgermeister. . (Lebensmittelamt und Brennstoffamt.) BechenMid H^gccheln folgten, stellte den öd tn» ! 5^’ 1Kattofselausmachcrinnen mit r^?llrsch«n Kopftüchern den Herbst ^rftnnbild rchten. Knecht Bupprecht auf einem öd;inimel führte den „Winter" heran: Schiit- zerlander Schone, die unter dem Weihnachts» bäum ipre Weihnachtslieder fangen, und auf einem anderen Wagen das muntere Treiben in »Schlitz er län der Spinnst ube". xJntm>nant war dann noch vor allem ein mit pauSgerat, Flachs, Röcken. Betten und berg! hLchbeladener Brautwagen mit danach fol- gendem Hochzeitszug, bei dem die Braut eine altertümliche, wundervolle Krone trug Auf £>em Festplah angelangt, wurden von den Teilnehmern am Hochzeitszug 3 Reigen getanzt worauf zahlreick-e Ansprachen erfolgten Die 2e^ grußungsansprache hielt Lehrer Stephan- Sandlofs, em gebürtiger Pfordter, außerdem spra- Maner Reith-Hartershausen. -nelchstagsabgeordncter Dorsch, Dr. Rohde r g - Gießen, Bürgermeister Schröder-El- benrvd, Kurt Göbel- Pfordt. Sämtliche Redner mahnten zur Bollsversöhnung, zur Ar- deitsgemeinschaf t ^eg nüber dem Bern rungswillen unserer Feinde. Gemeinsam gesun- gene Lieder, wie auch Gesangsvorträge des „Har- monischen Kränzchens"-Schlitz umrahmten die gaiv,e Beranstaltung. So nahm die Feier an der Anhanger Wohl aller Parteien und Stände teilnahmen ohne jeglichen Mißklang einen schönen und wohlgelungenen Berlauf. Hochschulnachnchlen. ersten, 9. Juli. (Wolff.) Nach einer Korrespondenzmeldung sind an der Wiener änLb.cJfität iufolge des Ablebens vieler Borstande sowie infolge der Aebersiedeluna an ausländische Universitäten über zwan- gig Lehrstühle unbesetzt. ZU pachten gesucht. Schriftliche Angebote mit Preis unter 6546 an den Gießener An-eiger. Die Person, welche Sonntag abend auf meiner Veranda die Tischdecke mitgenommen hat, ist erkannt und wird gebeten, dieselbe sosott zurückzubringen,andernfalls Anzeige erfolgt. Franz Rathenow. „Deutsche Eiche", Klein-Linden. Wolfgang Die Geburt unseres Stammhalters zeigen hocherfreut an Gustav Ehr. Schmidt und Frau Gustel geb. Möhl Löberstraße 10 - z. Jt. Tv. Schwesternhaus 2. Für das Einträgen des Brennstoffes von der Straße in den Keller . 3. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen von 15 Ztr. ab Eisenbahnwagen in den Keller Bei Abholung von dem Lagerplatz des Kohlenhändlers bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern . Del Lieferung ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis vor das Haus für Kohlen...... für Koks und Briketts . . 6, Bei Lleferung in Säcken ober Körben biö zu Hochstmengen von 15 Ztr. ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller für Kohlen .... nr rx ™ Koks und Briketts „ 11.30 Aeltere Bestände sind zu den seitherigen Höchstpreisen abzugeben. Uebertretung dieser Höchstpreise fann auf Grund des § 4 der Preistreiberei-Ber- 8" 3??ai 1Q18 mit Gefängnis und mit ®e[bftrafe biö zu 200000 Mark oder mit einer dieser ©trafen bestraft werden, vorausgesetzt, daß das Ge° betr- Berscharfung von Strafen vom 18. Dezember 1920 mcyt Anwendung findet. Gleßen, den 11. Juli 1922. 65666 Der Oberbürgermeister. J. B.: Dr. Seib fcnbjü?ÄrLng^/.Ä? ÄI to6 . H^en-Nassau. zu v^sttuei^.^Etti^^B^a^'achung O^^nanlage wurk^ gestern geg?« jn heutigen Anzeigenteil fordert zur AbgabeS.lner (Banf fißend tot t>cr diesbezugftche.'i Anmeldungen auf° ?» ? •" ben 6 t u r m war ein s chw e- ^aben Die @>eü>crbcinl>ftü)nen künftighin die! wb. Frankfurt a. M., 10. Juli. Jn der Amtsbezeichnung „Geloerbeaufsichtsämter" zu ^cht vom Samstag auf Sonntag kam es in luvK’n- I a b t zu einer regelrechten Straßen- Bornotizen. L. . fanden sich zwei umfangreiche und -U-Ln Mpn. m LiL SS“ - Zu 6er ^stousfstdruna ,6in. Fllmes m den Ast o r ia - L i ch t - Zwei Schwerverletzte blieben auf her spielen am 12. Huti, nachm. 6 u n d! ^^^pfstütte zurück und einer davon ist bald 8j > Uhr, wird uns geschrieben: Kaam jemals feinen Verletzungen, die ihm durch Stich- i)at eine Hypothese aus einer abstrakten Wissen- tount>€n beigebracht worden waren, erlegen, schäft die Gemüter der Zeitgenossen so erregt tote L Wb. F r a N k f u r t a. M., 10. Iuli. Zu un- die Einsteinsche Relativitäts-Thwrie. Dieses All- ^rer Meldung von dem Explosiv nSun- gemehnntereffe veranlaßte die Colonna- Film- g l ü ck in einer Wohnung in H e d d e r n h e i m gesellschasl in Beilin, dem Wi sensdiang weiter noch nachzutragen, daß jetzt auch das funf-- Kieise entgegenzukommen und zu versuchen, die Mrige Mädchen seinen Berletzunaen im Theorie Einsteins, die selbst durch die besten Krankenhaus erlegen ist. Damit hat das populären Broschüren dem aklgem.i en Berständ- Mn9Iud Zwei Menschenleben aefor- nis nicht wesentlich nähergebracht werden tann öcrL burrb ben Film in ihrem hauptsächlichsten Znhalt L 5 r a n f f u r t a. M., 10. Juli. Auf Mgemeingut der strebenden Menschheit du her Rückkehr von Oberschlesien berühr- iTwben. Der Film gibt alle zur lückenlosen Dar- tc? Sonntag nachmittag mehrere Sonderzüae fteflung nötigen Gedankenexperimente sinnfällig ^tt französischer Infanterie den wieder. Ja, es wurde.sogar erreicht, über das ^^huhof Süd. Die Truppen fuhren nach Terifft einer schematischen Bersinnbildlichung h-n- 'yrem neuen Standort G o b le n z. auszukommen urib die Gedankenreihen in die bild- I _____ hafte Form von Raturvorgängen zu Heiben. or Hierdurch wird dem ästhetischen Bedürfnis «PPCU 02tßanbbeüÖItterUrtG entgegengekdmmen und an Stelle einer QH dw schulmaßig trockenen Belehrung cine'onregenbe _ Unterhaltung gegeben. Born Lande wird uns geschrieben: Die neueste w - Die Bereinigung jugendlicher Vos? Ist^der^W Deutschen Reichs- Mustk- und Literatu r freunde Gießen D e s! c s t l l d e r S o n n . a g s p o st- bie sich schon durch einen wohlgelungenen alle ^nbrJff»ib"2V .Vorkriegszeit fast ^eutfd^n Abend" eiagefühtt {Sm iÄÄ Ä ihre Post- «arienift Digger wird burdfrin Sa^enfoto aSSra*h?fDC aÄ-^Dd)<” baSVW 2Ibcnb Männern. Weiter smd nod) einige Stcnfn bdannf ’na6?ibcn!>cn ks. Bekanntmachung. 2n unser Handelsregister, Abt. A, wurde eingeteagen: Am 1 Juli 1922 bezüglich der Firma Koch L Kraatz m Gienen: Dem Kaufmann Willi Stengel in Gießen ist Prokura erteilt. Am 3 Juli 1922 a) bezüglich der Firma Adolf Montag Spezial- Tapeten- und Farbenhaus in Gießen Die Firma ist geändert in ©. Adolf Montag, Spezial-Tapeten- ^uus. Der Gustav Adolf Montag Ehefrau, Rosa geb. Flotte in Gießen ist Prokura erteilt, bj Die ?n«Tt?cfo? t Sohrmann in Heuchelheim. Ge- sind: Kaufmann Karl Piorkow in Gießen und Kaufmann Fritz Sohrmann in Grünberg. Angegebener Geschäftszweig: Fabrikation und Großhandel in Rahr- und Lebensmitteln. Die offene Handelsgesellschaft hat am 16. Januar 1922 be. gönnen. Gießen, den 8. Juli 1922. 6531B ___Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. , .. "User Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Spar-' und Borschußvereins, einge. tragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Alten-Buseck eingetragen: An Stelle des verstorbenen Konttolleurs Ludwig Becker IV. zu Alten- Duseck ist Wilhelm Becker XIII. dafelbst als gewählt. Gießen, den 3. Juli 1922. 6530B ____________ Hessisches Amtsgericht. r - ----- 6565B Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Bekanntmachnng. . infolge Erhöhung der Zechenpreise und Fracht, für Kohlen und Koks ab 1. Juli 1922, sowie m allgemein gestiegenen älnkosten, werden die Mtpreise gemäß Beschluß der städtischen Brenn- 'offdeputation vom 10. Juli 1922 auf Grund der E Umschriften des § 117 der Ausführungsbestim- iomgen zum Gesetz über Regelung der Kohlen- Äft Dom 23. März 1919 mit Wirkung vom Juli 1922 wie folgt festgesetzt: Zettstuckkohlen — ' Fettnuhkohlen »ettkohlen, meliert ^ßnußkohlen -Anthrazit «nkvhlenbriketts Braunkohlenbriketts Zechenkoks, grob Zechenkoks, Ruß .. 162,— ,1 ” Diese Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen . fuhren bis vor das Haus des Käufers ober r- öeS Kohlenhändlers für den Zent- 1 ^vschsteßlich Warenumsatzsteuer. demß.aber Qusefa isi besser und durch seine A usgfebi'g heft" billiger! Quieta mit 1O,25u4o% «■Bohnenkaffee #67 8 t D I E im 35. Lebensjahr. Watzenborn, den 10. Juli 1922. otm ■ Die Beerdigung findet Mittwoch, 12. Juli, nachm. 4 Uhr, statt. Kaufgesuche | 06825 / kauft ständig 4°/o 06826 E-MI & Der Einsteinfilm 8 UWMWSl! *5j 65528 gesucht. e S Letzte 6520 Stück 6 Mark. Frankfurter Strafte!!. und r? Viktor sofort gesucht. 6544 Heu 6556D MWle MmMsWtzek (W WN MW Alleinhersteller Werner 4 Merh Ar6. Meint. 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Juli 1922. ar Ausnahme, nen Zahlung i Antrag in besc Gebühren b< Auf Grünt iKz 1921 Muhren für h Nieder-Ofleiden, Lang-Göns, Holzhausen, Beuern, den 11. Juli 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. Juli, nachmittags 3l/2 Uhr, in Lang-Göns statt. 0684s Optiker Eoüert Geller Giehen. Frankfurter Str. 19 p. r. LS" Reparaturen •'38 . Vorstehende ledvch, bleiben i bü!!e bis zum , Darmslai ^effifches 7 n, ^uard SS ihn 6 2gü und ; Die auf die Zagdtvofsenpäss des Inhabers i Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Stein, geb. Schomber, und Kinder Erstes Spezial Leinen-, Wäsche- und Aussteuer-Geschäft rheinischer Großstadt sucht Lücht., fachkundige Verkäuferin sowie tüchtigen Verkäufer ür Bettenabteilung. Schriftl. Ang. unt. 6567D an den Gieß. Anz. erbet. 1 mbl. Zmnier für einen Herrn zu mieten gesucht. Angeb. an oaa« F. Salomon & Co. Heute früh um 2 Uhr verschied an Herzschwäche nach glücklich erfolgter Geburt eines Söhnchens meine liebe, gute Frau Marie Engel geb. 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Am Samstag abend 1/20 Uhr verschied ganz plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter'Gatte, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Stein Die Kultur-Film-A.-G. in Dresden veranstaltet am 12. Juli, abends 6 und 81/» Uhr in Astorla-ldchtspiele eine Vorführung des Einstein-Films: „Die Grundlagen der Relativitäts- Theorie". der seit seiner Uraufführung am 2. April geradezu einen Siegeszug durch zahlreiche Städte des In-und Auslandes feiert. Der Film ist von der Colonna-Filmgesellschaft in Berlin in anderthalbjähriger Arbeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern und Techniken! hergestellt worden und wird von der Kultur-Film-A.-G. in Dresden vertrieben. Die Techniker und Operateure an den Tricktischen der Colonna-Filmgesellschaft haben für den Relativitätsfilm, der ungefähr 2000 m lang ist. annähernd 85000 Einzelaufnahmen hergestellt. Die Filmdarstellung umfaßt drei Teile: der erste Teil erklärt die Begriffe der „Relativität“ und des „Bezugssystems4*: der zweite Teil führt ein in die Probleme des Lichtes und des Weltäthers: der dritte Tel! versuchte für das Besondere der Einsteinschen Erklärung und Problemlösung Verständnis zu erwecken. 6533c Man verkauft stets feine • 03s« OK-, Mer-, WM-GMMWe, gahngebisse (auch einzelne Zäbuc). Holzbrandfttfte Taschenuhren, Zimmeruhren Ferngläser sehr vorteilhaft zu böchstenTagespreisen an Uhrmacherei und Edel« metall-Verwertung. 2 Mühlftratze 2. Streng reelle, saHmümMe Seöiennng. - Gegc. 1894. Daselbst imkerst vrcis- wert 8« verkaufen: Gutgeh. getr. herren- und Samen-Uhren. | Mietgesuch® j Cut mö6l. Zlwer per sofort, evtl, vom 1. 8. ab gesucht. Schriftliche Angeb. unter 06836 an den Gieh. Anzeiger erbeten. Examenskandidat (Mediziner) sucht kleines rulnB Ammer z. 1. Aug. od. später. Schr. Ang, u. 06828 an d. G. Anz. Student sucht zum 15. 7. schön M Zimmer. Schriftl. 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Koch (Soz.) begründet den Entwurf, , Len die ReichsvcSicherung dahin abanderte, dah $ neue Lohnllajsen gebildet werden und die Stenten ! der Invaliden-, Alters- und SDitiDcnrentner um jährlich 3000 SIU. erhöht werden. Abg. Karsten (U.): Die im Entwurs ge- forfceLtcn Rentensätze sind noch immer so gering, dr' dem heutigen Geldwerte nicht aus- 1 reicjcu, uiet weniger künftig bei den stetig steigenden Preisen. Das Gesetz bindet uns aus viel zu lange Zeit. Unter keinen ilmftänben dürfte dw Annahme der Landesversicherungsanstalten als Thesaurierung verwandt werden. Ein Vertreter der Regierung erklärt das allgemeine Einverständnis bei- Regierung mit bent Entwurf. Stach weiteren Ausführungen des Abgord- neten Maltzah n (Korn.) und Meier-Zwickau (Soz.) wird der Gesetzentwurf in zweiter Lesung angenommen, mit einer Abänderung, welche die Unterstützung von Rentenempfängern durch Rot- standsmahnahmen erleichtert. Ebenso auch in dritter Lesung. Ein Gesetzentwurf über die Ermächtigung zu Zvllerhöhungei wird dem Volkswirtschaftlichen Ausschuß überwiesen. Es folgt die zweite Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zum Schutze der Republik. Berichterstatter Dr. Bell (3.) erstattet den Bericht des R.-chtraussch.ifses. § 1 ist das Kernstück der Vorlage. Er richtet sich mit den schärfsten Bestiinirrunger gegen bk Ge.eimOrganisationen, die als Mördecze: calen charakterisiert teerten. Es ist aber lebigliv. von den Bestrebungen der Vereinigungen die Rede, damit die tatsächlich verfolgten Bestrebungen entscheidend sind, nicht sahmigsmäpige Ziele. Der Aasschih hat aber die früheren Mitglieder einer republikanischen Regierung aafxrhalb d eses besonderen Schutzes gestellt. 3m Falle einer begangenen ober versuchten Tötung wird jeder, der z ir Zeit der Tat an der Vereinigung oder Verab.edung b tet'igt war, und diese Bestrebungen kannte, mit dem Tode oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bestraft. 3m Paragraptzen über die Begünt'igung des Täters wurde bestimmt, daß die allernächsten Angehörigen zur Ermsg.iching der Strs.osig- teit bemüht gewesen sein müssen, den Täter zum Austritte aus der Vereiuig mg zu veranlaftrn. Es genügt nicht, wenn sie sich darauf beschränkt haben, ihn lediglich von der Teilnahme an der geplanten Tötung abzuhalten. Es wird nicht jede Beschimpfung oder Verleumd ing eines Regie- rungsmftgliedes, wobei die früheren Mitqlleder überhaupt ausgeschaltet sind, tnter Strafe gestellt, sondern es must auch das Tatbestands- merkmal hinzutreten. dah durch diese Beschimpf ing oder Verleumdung die Republik herabgewürdigt wird. Ferner hat der Ausschutz die Abweich ing beschlossen, dah den Verurteilten der Aufenthalt in bestimmten Teilen ob-er an bestimmten Orten dos Rttches auf die Dauer bis zi fünt Jahren angewiesen werden kann. Bei Ausländern ist dagegen auf Ausweis ing aus dem Reichsgebiete zu erkennen. Der Stoatsgerich's- hos stellt sich nicht als ein nach der Reichsverfassung unstatthaftes Ausnahmegericht dar. Abg. Bell (Z.) fortfabrenb: Er ist lediglich ein Sondergericht, wie die Gewerbe-, Kaufmanns- und Wuchergerichte. Somit liegt in den Bestimmungen des Staatsgerichtshofes keine Verfassungsänderung. Eine besonder: Berücksichtigung des Laienelementes ist dadurch erreicht worden, datz fünf Laienrichtern nur zwei Juristen gegen» überstehen. 3n Anbetracht der besonders schwierigen und eigenartigen Verhältnisse in Bayern erscheint es als eine Staatsnotwendigkeit, tunlichst den berechtigten Wünschen der bayerischen Regierung zu entsprechen, soweit dies mit den Zielen und Zwecken des Gesetzes in Einklang zu bringen ist. Andererseits müsse auch von allen Ländern die gebotene Rücksicht auf das Reich erwartet und Verständnis für die schwierigen Aufgaben verlangt werden, die das Reich zur Sicherung seines Bestandes zu erfüllen habe. Der Reichsjustiz' Minister hatte zwar Bedenken, die Anhörung des Reichsgerichtspiäsidenten bei der Ernennung der Richter als zwingende Vorschrift in das Gesetz auf zu nehmen. Selbstverständlich werde aber der Reichsgerichtspräsident über die Persönlichkeiten der Ernennung gehört werden. 'Bei der Ernennung der Laienrichter würde ebenfalls dafür gesorgt werden, dah die verschiedenen Länder und Landesteile vertreten seien. Die Ausweisungsvorschrift der Mitglieder ehemaliger regierender Familien ist gestrichen worden. Auch soll Oie Bestimmung, dah Mitglieder solcher Familien, die ihren Wohnsitz im Auslande haben, das Reichsgebiet nur mit Erlaubnis der Reichsregierung betreten dürfen, dahin abgeändert werden, dah der Paragraph nur in Anwendung kommt, falls die Besorgnis gerechtfertigt ist, dah das Wohl der Regierung gefährdet ist. Eventuell ist Aufenthaltsbeschränkung innerhalb Deutschlands zuzulassen. Der Redner- schlieht mit dem Hinweis, dah die auherordentlich gespannte Situation cineun» verletzbare En.scheidung erfordere,^ und empfiehlt die Annahme der Ausschuhbeschlüsse. Dahr. ©efanbtet Preger. Der Gesetzentwurf verfolgt denweck, Angriffe auf die ver.assungsm ästige Staatssorm mitschärf- Reihe von Anträgen borlegen, die geeignet wären, sten Mahnahmen zu bekämpfen. Auch die bayrische Regierung stimmt dieser Absicht grundsätzlich zu. Auch sie hält eine Verschärfung der bestehenden Vorschriften in jeder Richtung für geboten. Sie hält jedoch den Gesetzentwurf in der vorliegenden Form für unannehmbar, da er in den Strafandrohungen weit über das zur Erreichung des gesetzten Zieles notwendige Mast hinausgeht. Redner sieht im Staatsgerichtshof ein nach der Verfassung nicht zulässiges Ausnahmegericht, dah in die Zuständigkeit der Länder tief eingreife und überdies in feiner Zusammensetzung auf eine bedenkliche Politisierung der Strafrechtspflege hinausläuft. Der Entwur-s unterwirft das ganze Vereins- und Versammlungsrecht und auch die Freiheit der Presse tief einschneidenden Deschrän- fungen. Durch die Ausschuhbeschlüsse ist zwar ein Teil der Bedenken gemildert worden, immerhin ist aber ein Teil grundlegender Bestimmungen beibehalten oder noch verschärft worden, die es Bayern unmöglich machen, dem Gesetzentwurf in dieser Fassung zuzustimmen. Bayern wird eine Reih evvn Anträgen vorlegen, die geeignet wären, wenigstens die allerschärfsten Bedenken zu beseitigen. Die Weiterberarung über diesen Gegenstand erfolgt morgen. — Das Gesetz über die Pflichten der Beamten zum Schuhe der Republik soll nach dem Vorschlag des Präsidenten dem Rechtsausschuh überwiesen werden. Ein Antrag Schiele lDntl.), die Beratungen am Mittwoch ohne Aus- schuhüberweisung vorzunehmen, wird abgelehnt. 2Ibg. Deglerk (Dntl.) erklärt den Entwurf für seine Partei als unannehmbar, da er den Verfassungsbruch verankert. Das Gesetz geht sodann an den Rechtsausschuh. Morgen nachmittag 2 Uhr: Zweite Lesung des Gesetzes zum Schutze der Republik und Amnestiegesetz. Schluh nach 8 Uhr. 14. Verbandslag der Fabrikarbeiter Deutschlands. fpd. Frankfurt a. SH., 9. 3-ilt Di starker Beteiligung aus allen Gebieten Deutschlands wurde heute abend im Volkf bildan-gsh:rm der 14. Verbandstag der Fabrikarbeiter Deutschlands durch dm Verbandsvorsihenden Reichst^ 'abgeorbneten August Brey - Hann over eröffnet. Zu den Verhurdlangen, die etwa ehre Woche bauern sollen, sind auch Ster trete r der Fabrikarb .it rv r .ä' b? Engla dl-, Ho^a dZ, Belgiens, Dänemarks, Schwedens und Oe?er- leichs eingetroffen. Der Verband steht mit seiner , Mi glledeizahl von 710 000 nach dem Metall- \ arbeiterverbande an erster Stelle unter den beat- i schen Gewerkschaften und .rmfa'rt lavpt ächi tz die ! Angehörigen der chmr.fchen, der Papier-, St in-, Konserven-, Gummi-, Seifen- and Zündholz- 3ndustr>e. Dem Verbände sind nicht wm-ger als 2 50 000 Arbeiterinnen aaig s.l s n die höchste Zahl, die innerhalb einer Organisation zu verzeichnen ist. Der gegenwärtige Derbainds- tag ist vor besonders schwere Aufgaben gestellt, weil gemäh den Beschlüssen des Leipziger Ge- wectschaftskongresses das Zuständrgkeits- gebiet des Ve rbandes auf b i c chemische Industrie b schcänt werden v i. Damit wurde aber der Verband etwa 75 Prozent seiner Mitglieder verlieren. Auch über das Obbauer Erblosionsunglück mb seine Ursachen wird eingehend ve ha beit werde". 31 te.i z ch.r.iyen B g ü u g a sp achen : ernten die ausländischen Vntreter die Mastergütiigküt ler deutschen g weib.iche.r Betll b?. Ramenllich sand de- belgische Delegierte für die soz.alen (Sin» richtnr.gr . in Deatschlr-n) rng-.w H it warme Worte. Der e g she D legre.t: OG rady fir derte zu eitern s.h engen Zasamin.nschlas) alle; Arbeiter der llveli für den SDi-.’becaufbaa der zerstörten Wi tsch.fi auf and bedauert', dah die deutsche Arbllterschaft in sich zerrissen sei Derselben Ansicht war der österreichische Stbgeoronete. — Die nun folgende Darc au bild an g ergab die Wohl vor Brey- Han over, Fischer- Frai k furt a. SH. and Sch oenfeld - Leipzig zu Vorsitzenden. fpd. Frankfurt a. SH., 10. Juli. Der heutige zweite Verhandlungstag war in der Hauhtsache der Erstattung des umfangreichen Jahres- und Geschäftsberichts gewidmet. Die Berichte bieten ein umfassendes Bild a.uhervrdent- lichec Tätigkeit, nicht nur in organisatorischer Hinsicht, sondern auch in der Richtung, den Mitgliedern neben wirtschaftlichen Erleichterunaen vielerlei Art auch geistige Anregung und Bildungsmöglichkeiten zu vermitteln. Welche un- gehmiren Summen in dem Verband investiert find, beweist die Tatsache, dah der Verband in seinen sämtlichen Kassen am Ende des 3abred 1921 über einen Bestand von 51255 372 Mk. verfügte. Dem Verband gehören gegenwärtig mehr als 710 000 Mitglieder an. Er gewährte im setzten Jahre rund 63 Millionen SRart Unterstützungen. Für die nächsten Tage ist die Beratung der zahlreichen eingegangenen Anträge vorgesehen. Aus Stadt und Land. (Sieben, den 11. Juli 1922 Winke für den Neifeantritt. 3m Hinblick auf den verstärkten Reiseverkehr während der graben Ferien wird zur Vermeidung von Stockungen bei den Fahrkartenausgabe- und Gepäckannahmestellen empfohlen, bereits a m Tage vor der Abreise die Fahrkarten zu lösen und die Gepäckstücke aufzugeben. Eine frühere Ausgabe von Gepäck ist nur dann nicht zulässig. wenn auf der Bestimmungsstation die Aushändigung des Gepäcks durch die Zugführer erfolgt. Eine feste Verpackung und gute Verschnürung der Gepäckstücke liegt im 3nteresse jedes Reisenden. Jedes Stück mutz die genaue und dauerhaft befestigte Sldresse des Reisenden (SZame, Wohnort, Wohnung) sowie den Sternen der Aufgabe- und Bestimmungsstation tragen. Sehr zu empfehlen ist, dem Gepäckstück einen Zettel mit gleicher Aufschrift beizulegen, damit bei Abhandenkommen der äußeren Dezettelung bei amtlicher Oeffnung des Koffers der Eigentümer sofort ermittelt werden kann. Alte Dezettelungen müssen sorgfältig entfernt werden, um zu verhüten, dah das Gebäck verschleppt wird. Zum Schluffe fei auch bei Ausgabe des Gepäcks die Versicherung desselben empfohlen. Die Bedingungen und Gebührensätze sind durch Auöhang an den Gepäckschaltern bekannt gemacht. Die Versicherung bietet besondere Vorteile dadurch, dah bei Verlust, Minderung, Beschädigung und Lieferfristüberschreitung der volle entstandene Schaden einschliehlich des entgangenen Gewinns ersetzt wird. Fahrpreisermäßigung zur Leipziger Herbstmesse. •• Fahrpreisermäßigung zur Leipziger Herbst mess e. Zur Leipziger Herbstmesse, 27. August bis 2. September, werden wieder eine gröbere Zahl Gesellschafts-Sonderzüge mit einer Fahrpreisermähigung von 20 bis 40 Prozent verkehren. Sie werden bei genügender Beteiligung auf 22 Strecken gefahren. Als Ausgangspunkt ist auch Frankfurt a. M vorgesehen. Da nur soviel Fahrkarten verkauft werden, wie Sitzplätze vorhanden sind, ist sofortige Bestellung nach Bekanntgabe der Züge, unter Angabe der Mehzugnummern, des Verkehrstages, der Wagenllasse und Strecke zu empfehlen. Die Fahrkarten für die Rückreise werden nur in Leipzig durch das Reisebureau beim Meharnt verkauft. Kreis Büdingen. tz. Ortenberg, 10. Juli. Bei schönstem Sommerwettec feierte gestern der Gesangverein „Frohsinn" dahier das Fest seines 80jährigen Bestehens. Von auswärts hatten sich 26 Gesangvereine eingestellt. Slach- mittags gegen 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die ©traben unseres Ortes nach dem Festplatz Der Festredner Herr Pfarrer Kahn hob hier die Bedeutung des deutschen Volksliedes besonders hervor und zeigte, wie der Volksgesang, der den Menschen von Der Wiege bis zum Grabe begleitet, so recht geeignet ist, an dem Wiederaufbau unseres Vaterlandes mit» zuhelfen. Alles, was des Menschen Herz bewegt, ob Freud oder Leid, wird in dem deutschen Volls- lied besungen. Der Festredner gedachte noch in ehrenden Worten der Begründer und Dirigenten des festgebenden Vereins. Rach der Festrede fand die llebeneichung der von den Jungfrauen der Stadt gestifteten Fahnenschleife statt. Hierauf erfolgten die Liedervorträge der Gastvereine, woraus sich bald ein lebhaftes Treiben auf dem Festplahe entwickelte. Kreis Lauterbach. O. M. A l l m e n r o b , 9. Juli. Am Scheidberg bei der Thorkuppe muhte vor längerer Zeit ein „Hünengrab" beim Baumfällen angeschnitten werden. Dabei fand man ein Paar sehr gr'he B r o n z e s p i r a l e n , Frauenfchmuck aus einer mehr als 3000 tjafjre zurückliegenden Kul- turpeiiode. Sie wurden jetzt von Freiherrlich Riedeselschen Forstverwaltung dem Oberhessischen SHufeum zu (Sieben für seine vorgeschichtliche Abteilung überwiesen. Aus Gräbern in unserer Feldgemarkung besitzt das Museum des Sllsfelder Geschichtsvereins einige sehr interessante Funde, verschißene Stücke liegen auch in dem Schloß Sickendorf, die hoffentlich in absehbarer Zeit ebenfalls in einer öffentlichen Sammlung der Wissenschaft zugänglich gemacht werden. O. SH. Angersbach, 9. Juli. Vor längeren Jahren wurden auf Freiherrlich Riedesel- schein Gebiet beim Steinebrechen zwei prächtig erhaltene Dronzebeilklingen, sog. Stanb* feite, gefunden, di? zu den schönsten aus Ober- Hessen bekannten Stücken dieser Art gehören. Sie gelangten nunmehr als Geschenk des Herrn Erbmarschalls Riedesel zu Eisenbach in das Oberhessische SHufeum in (Sieben. 3n unserer Gegend haben sich in den Wäldern sehr viele „Hünengräber" erhalten, die von dichter Desie- delung in der „Bronzezeit" erzählen. Die Beile stammen aber offenbar nicht aus einem Grabe: sie scheinen vielmehr von dem einstigen Besitzer, etwa einem Händler, an sicherem Versteck verborgen worden zu sein, das sie denn auch als sie aus irgendeinem Grund damals nicht mehr hervorgezogen wurden,' mehr als 3000 Jahre lang treulich bewahrt hat. Hessen-Nassau. Der Straßenname als Parteikuudgebrrng wd. Biebrich, 10. Mi. Bn einer Kundgebung dec sozialistischen Parteien teilte der Stadtverordnete Reuse! mit, dah der Magistrat b.schlossm habe, verschißene ©traben n amen bzw. Schulbenn a ngen zr ändern. Danach werden umgetauft: Herzcgsplatz in August Bebelp lah, Kaiserstrahe in ©trabe der Republik. Kaise platz in Rathenauplah. Hohrnzoller schu e in Goetheschule, Kaiser ßibtoigftrabe in Gorthe- ftrabe che-zog Adolfs chll' in Schil'.erfchale. Cr ni'nschulr l- Di st rw gsch le. Hohe.-z. IL r-r» ftrabe in Richlstrahe, KoniM-lw' i : Rosa Luxemburgplay, Hindenb rrgstrahe in Liebknechtstrab e und Wichllmsa rlage m Friedensanlage. » n>i). Wiesbaden, 10. Juli. Die führenden Organisationen des Handels, der Industrie und des' Gewerbes von Wiesbaden haben in ihrer SHitaliederversammlung zu den Vorkommnissen auloblich der von den sozialistischen Gewerkschaf- len veranlassten Demonstrationen S ellung genommen und eine Resolutton gesaht, in welözei die Arbeitseinstellung und die Ausschreitungen aufs schärfste verurteilt werden. Von der Stadtverwallung werden Schritte verlangt, um das Ansehen Wiesbadens als Kurstadt zu erhalten, das durch wüste 'Strabenszenen irz hohem Mähe gefährdtzl । werde. I ---- W Wkl öMlkSS. Sroman von Ernst Schertel. 10. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Der Boden senkte sich stärker abwärts, so dah man rascher vorwärts kam. Aber auch die Verfolger konnten fi” diesen Vorteil zunutze machen. Eduard hatte keine Besinnung mehr, er fühlle nur, wie ihn der Doktor plötzlich nach der Seite emporrib und wie die frische Slachtluft ihm entgegenschlug. Stber auch hier drauhen wartete der beiden der Untergang. Die Pferde waren weg und statt ihrer umringten neue Feinde Eduard und den Doktor. „Zurück! Schnell!" rief dieser und zerrte Eduard wieder hinab, während die Gegner sich nachstürzten. Der Doktor hatte rasch seine Lampe ^verlöscht und rannte nun mit Eduard in dem Teil des Ganges weiter, der nach dem Stil hinabführte. Eduard bemerkte, wie die unterirdischen Gegner nach oben stürmten, da sie ihn und den Doktor dort vermuteten, und wie die äuberen Feinde hereindrängten, so dab Augenblicke lang eine ftirchtbare Verwirrung entstand. Diese Zeit nützte Perzelius aus und gewann einen Vorsprung. Immer mehr verebbte das Schreien und Klirren der Verfolger, die sich scheinbar mit der Flucht ihrer Opfer abfanden. Vielleicht weil sie nicht so weit in die Rilgegend Vordringen wollte^ La g am lehr e Ed ard dasBeteuhtsein zurück. „Svas ist nun mit uns?" fragte cr fchliehlich derzweiflungsvoll den Doktor. Dieser aber kümmerte sich scheinbar gar nicht um ihn, sondern schritt in raschem, doch gleichmähigem Tenrpo wie ein guter Gebirgsführer in die Dunkelheit hinein. Eduard flimmerte die Finsternis vor den Augen, aber Perzelius entzündete feine Lampe nicht. Erst nach einer Zeit, die Eduard schier unendlich dünkte, lieb er einen schmalen Lichtstreifen nach vorne dringen — aber es war nur das kahle Gemäuer des Ganges, was sich den Blicken bot Schlieblich schien der Gang auszuhoren, denn hohe Schuttmassen versperrten den SBeg. Eine neue Angst stieg in Eduard auf. Wenn sie wieder zurück mubten, um aufs neue ihren Verfolgern in die Hände zu fallen? Vielleicht waren diese absichtlich zurückgeblieben, weil sie schon toubten, dab ihm und dem Doktor nur die Wahl gelassen war, umzukehren ober zu verhungern? Inzwischen untersuchte Perzelius bei der dürftigen Beleuchtung sorgfältig das Mauerwerk. Wände und Decke bestanden aus massivem Gestein ohne die fleinften Ritze. Das Geröll am Ende erwies sich als undurchdringlich. Eduard sah den Doktor an mit einem Blick, der so viel sagte wie: „Run ist es doch aus mit uns." älnd zu seinem Schrecken wandte sich auch Perzelius zur Umkehr. Behutsam schritt er zurück, alles sorgfällig beschnuppernd wie ein Spürhund. Erst jetzt fiel Eduard ein eigentümlich südlicher Geruch auf und dieser schien den Doktor zu leiten. Perzelius drehte seine Lampe weiter auf, so dab plötzlich ein breiter Lichtstrom die Wände entlang glitt, äcknd da bemerfte er eine seitliche Ausbuchtung des Ganges, die ihm in der Dunkelheit entgangen war. Von dort schien auch der schwüle Geruch zu kommen. In dieser Höhlung war bei näherem Zusehen ein grober, schmutziger Kessel zu bemerken, in welchem der stinkende Rest irgendeiner alkoholischen Substanz lag. Daneben stand eine Leiter. Perzelius stieg diese empor, während Eduard fiebernd wartete. Oben deckten schwere Holzbohlen den Staum. Der Dollar drückte mit aller Kraft dagegen, ein Teil der Decke hob sich und Perzelius kroch durch die entstehende ßüde, während er Eduard winlle, ihm zu folgen. Sluch dieser flieg empor, ohne sich zurechtfinden zu können. „Wissen Sie, wo wir sind?" fragte ihn der Doktor. „Wie konnte ich das?" erwiderte Eduard. „Dann will ich es Ihnen sagen: in der Hütte unseres Dorfvorstehers." Viertes Kapllel. Eduard von Wulfsen war vollkommen zerschlagen, als er sich von Perzelius trennte unb seine Lagerstatt in einer ber schmierigen Hütten aufsuchte. Seine zerschundenen ©lieber bluteten unb cr verbrachte lange Zeit bamit, sie auszu- waschen unb notdürftig zu verbinden. Sein Hirn war noch erfüllt von den Schrecknissen der vergangenen Stunden unb immer aufs neue hörte er sim Geiste bas unartikulierte Geschrei der Verfolger und das Krachen ber Schüsse. Endlich Verfiel er tn einen dumpfen Schlaf, in welchem ihn schwere Träume peinigten. Dennoch verlief die Skacht ungestört. Der Mond hing grob unb gelb an bem blauschwarzen Himmel unb ein kühler Winb strich über bie Ebene. Tiefe Stille lag über ben brüchigen Lehmbauten, die wie zufammengekauerte heimtückische Dämonen unter den Palmen hockten. Aber sobald die ersten Strahlen ber ausgehenden Sonne über ben Kamm ber nubischen Wüstenberge stachen, begann! es sich zu rühren in bem kleinen Weiler. Doktor Perzelius, ber kurz, aber vorzüglich geschlafen hatte, kroch leise zwischen ben ölgetränkten Laken hinburch, die die Türen an seinem „Wohnhaus" vertraten. Er mubte vorsichtig sein, um die „Sultaninnen" nicht zu wecken, die hinter einer Matte dicht neben ihm schnarchten Sie waren schon des Rachts etwas unruhig geworden unb hatten sich wie dicke SHafttiere auf die andre Seite gewälzt, als er aus bem Schnaps- feller heraufgestiegen war. Sie bürsten um keinen Preis erfahren, bab er das Geheimnis ihres Herrn kannte. Der Doktor ging zunächst auf eine Erkun- dungsfahrt aus. Slach der Aeberraschung, die cr in bem unterirbifchen Gange erlebt hatte, muhte er auf seiner Hut fein. Denn baran, bab diese Wüstenräubei ihre einmal erspähten Opfer gut» willig würben fahren lassen, war nicht zu benfen Von allen Seiten drohte jetzt Gefahr, zumal ja ja in dieser Gegend alles unter einer Decke steckte. Dah er die beiden Pferde unb verschiedenes Gerät hatte verloren geben müssen, notierte er mit Fassung auf das Konto ber Spesen. SIbei immerhin war da etwas passiert, was leich! bie furchtbarsten Folgen hätte haben können, und nach der ganzen Lage ber £>inge — so schlob er seinen (Sebanfengang — wär ein längeres Verbleiben in dieser Gegend für den Augenblick nicht geraten. Was er finden wollte, hatte er nur allzu reichlich gefunden. Perzelius entzündete eine Zigarre unb vergewisserte sich, bab die übrigen Tiere, Werkzeuge unb Provianigegenstände noch vorhanben waren, dann setzte er sich auf einen ber herumstehenben Tröge, zog sein Rotizbuch aus ber Tasche und versenkte sich in seine Pläne unb Aufzeichnungen Er wurde erst gestört, als ihn einer ber Fellachenjungen ansprach unb zum Frühstück rief. Dieses war inzwischen in einer groben Sanbmulde hergerichtet worden. Bald erschien Silly, die sich lebhaft der ganzen Sache annahm unb schon seit einer halben Stunde Brötchen geröstet unb mit Marrnelabe bestrichen hatte. Sie strahlte jung unb morgen'risch unb freute sich kindlich über das reiche Feld der Betätigung, das sich ihr plötzlich geöffnet hatte. Auch ber Baron lieh nicht lange warten. Mib Mason war beschäftigt, die braunen Diener anzuleiten, wobei sie jedoch mehr Unordnung stiftete, als unmittelbar nötig_ gewesen wäre. Sie legte eifrig mit ihren dürren Fingern Löffel und Teller zurecht, glättete das Tischtuch, das auf der weichen Sandunterlage nicht die nötige Korrekthell bewahrte, und verteilte die Plätze. (Fortsetzung folgt.) Kurs Brief 8,72 Sh. 97.80 11.7, Schweizer Franken 100 UL = 202. 5 . 100 Kr. schwer für bte Käufer, gröbere Mchlusse^zu XnlMuecfoTm bewerkstelligen, da nur für den dringendsten De- > k .«h ■■ nndere mürrisch. „3d) bin hier, um nachher das 1: 36: 2. Fix (Hasso-Russovia) 1: 36,3; 3. Thiel nndere mürrisch. „3d) bin hier, um nachher (Teutonia) 1:41. — 100 Meter-Rücken für An-1 Licht auszulöschen und die Tür zuzuschlleßen. 23.80 125.40 -.19 2,40 100 100 100 100 100 8.7. -.99 I Sr. -,19 2,62 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . 8050,05 2,24 1141,45 40,66 18/,50 33u,*5 246,50 7009,« 10. 7. -.97 -.48 -L0 -.73 Färsen Färsen Kälber Kälber Kälber viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewicht5Verluste, Spesen und Hand- lergewinne in sich schließen. 8220,30 1156^5 39,30 190,76 329,45 252,50 7735,- Brussel-Antw. . Christtania . .. Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelsingfocS. .. Italien London Reuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro 555, 395, 287, 289, 530, 394, 305, 255, 290. 810,- 890,- 940,- 81-",- 600,- 518,- 78,75 950,- 195, — 9C ,75 1153,55 39,20 190,25 328,55 251,50 7215,- 7.7 77,50 110, 220,- 81,50 53),- 375,— 287,- 290,50 525,- 401,- 304,- 255,- 291,50 1365, 84),- 1271,- 1350,- 2299, — 1100,- 835,- 1490,- 860,- 799,75 880,- 830,- 805,- 570,- 520,- 73,10 925,» 1440, 879, 799, 850, 929, 800, 555,. 510,. 80, 935, 204 Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. — 100 Meter-Brust für Dorgeschrittene. 1. Laun *"' (Hasso-Russovia) 1:36,3; 3. Thi Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Clektr.-Ges. . . Fellen & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adierwerke. . . . . . Daimler ...... 4° o Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank und von 1800—3203 Mk. für beste Kühe, beste Qualitäten von 2500—3000 ML, mittlere Qualitäten von 30.0—3403 ML, geringe Qualitätet von 2400—2903 ML, von 1500—2000 Mk., Schweine unter 80 1.05 0.02 10.10 40.20 23.2» 224G 38.89 0.40 523.- 1.575 0,10 10. 7 77,50 110, 220, - 80,50 520.- 390,- 292,- 300,- 530,- 404,- 317,- 252, — 2L4 50 1395,- 829,- 1305,- 1350,- 2250,- Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien Prag Paris. London Italien....... Brüste!....... Budapest Reuyork....... Agram....... Warschau 5 ran ff urt a. M, 10. GulL Die Getreidepreise unterlagen auch heute den Kursschwankungen der ausländischen Zahlungsmittel. CS halt 522 24 41-4,85 99 2,56 8029,95 2,20 1138,55 40,54 187, ~ 32 .55 245,60 6j91, - jO. 7. 77,50 110,25 249,25 80,75 5i0,- 380,- 291,* 294,- 500,- 404,- 309,- 255,- 295,- 1394,- 855,- 1360,- 1315,- 2300,- 989,- 771,- 1450,- 880,- 789,- 851,- 930,- 786,- 579,- 564 - 72,5c 910,- ioo am. = 100 Kr. — 100 Kr. = 100 Fr. = 1 £ = 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Schluß» Schluß- Schluß- Schluß- Kurs ÄurS Kurs Kurs 203. 1.- 0.02 12.- 41.40 23.21 23.30 39.30 0.375 522.75 1.55 0.095 L. == Fr. -- Kr. = r = Kr. — bis 3900 ML, Dullen von 2800=3500 Mk., für und Kühe von 3200—3700 Mk. für beste Schafe Kilogramm Lebendg wicht von 6030—6 03 ML. Schweine von 80 -103 K l gramm 2cbe dgcw.cht von 6300—7000 ML, Schweine von 100—120 Kilogramm Lebendgewicht von 6800—7100 ML, Schweine von 120—150 Kilogramm Lebendgewicht von 6800—7000 ML, Fettschwci w> über 150 Kilogramm von 6300—7000 <£Rt„ Sauen and Eber von 6300—6700 ML Die Preise liegen um fr Marknotiernnge«. Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt: Martti Frankfurter Getreidebörse. *Gießener Sportsleuteals Pokalsieger. Am Sonntag feierte der Turn- und Sportverein Schweinsberg fein Stiftung^fest, mit dem Potatiplele in der 01-, D- und C-Klaste verbunden waren. In der D-Klasfe dieser Spiele wirkte auch der Sportklub „Vorwärts" Gießen mit, der nach dem Stege über drei Vereine den Pokal der Klasse D als wertvollen Siegespreis mit nach Hause nehmen konnte. 2332,96 23*7,1)5 235.,95 ------ 627,83 529,17 623,06 4125,15 4U<85 41'25,15 9937,45 10087-3$ 10112,65 ------- " 81 9,i0 Landwirtschaft. bs. AuSdermittlerenWetterau, 9. 3uIL Trotz der Feuchtigkeit der letzten Wochen herrscht immer noch Futtermangel, da der Klee fast überall auSgewintert ist. Sehr zu statten kommt der Regen Den Wiesen, wo jetzt daS Grummetgras gut vorstößt. Auch Dickwurz und Kartoffeln stehen prächtig. Letztere lassen eine Rekordernte erwarten. Sogar auf leichtem Boden und auf Dergäckern haben sich kräftige Stauden gebildet. bs. A l f a J 9. Ziili. Bei der hier stattgehabten Fohlenauktion wurden gewaltige Preise erzielt. Saugfvhlen belgischen Schlags wurden mit 30—40 000 Mk. bezahlt. SS hatten sich über 100 Käufer eingefunden. Pitouum-lMtel A "Das jceine Ujodständige 3iühn&ceL _ ÄA TAjjWSdtOrm, Udowerk. N^hkrim i W V „ (In einem Teil der Auflage wiederholL) Englische Stimmen über den Sturz der Mark. London, 10. 3uIL (WTD.) L l o hd George hatte gestern eine längere ilnterrebung mit Chamberlain, in der die durch den Zu- ammenbruch der deutschen Mark geschaffene Lage besprochen wurde. Diese Frage wird den Blättern zufolge auch das Kabinett am Dienstag be- chäftigen. T „Daily Chrvnicle" schreibt in einem Leitartikel über die Politik in der Reparationsfrage, trotz der gemachten Erfahrungen und trotz des Rates der Finanzleute habe Frankreich die Bedingungen des Finanzkomitees verworfen und dadurch eine internationale Anleihe zu Fall gebracht. Auch das englische Industrieschuhgesetz bilde ein Hindernis für die deutsche Einfuhr und die deutsche Zahlungsfähigkeit. Unter solchen ihn» ständen müsse die deutsche Mark ihren Aiedergang fortsetzen. Der „Ob fern er“ sagt: Der Zusammenbruch der Mark ist so plötzlich erfolgt, daß die Banken es vielleicht ablehnen werden, sich überhaupt mit dem deutschen Zahlungsmittel zu befassen. Die Entwertung der deutschen Mark ist allerdingsnichtDeutschland, sondern seinenGläubigernzuzuschreiben. Das Reparationsproblem darf nicht lange unerledigt bleiben. Gerards Optimismus hinsichtlich der tzEutwick- luug in Deutschland. Paris, 10. 3ult (WTD.) Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Reuyork hat der frühere deutsche Dotschafter in Berlin, Gerard, der vorgestern aus Europa in Reuyork angenommen ist, erklärt, er sei in Bezug auf den Ausgang der Krise in Deutschland im wesentlichen sehr optimistisch gestimmt. Rach seiner Ansicht hätten die Deutschen von den russischen Erfahrungen profitiert. Er nehme an, daß ein Zusammenbruch nicht erfolgen werde, gebe jedoch zu, daß die Verhältnisse in Deutschland äußerst schlecht seien. Gerard glaubt sagen §u können, daß die Regierung, die gegebenenfalls m Deutschland die Oberhand gewinnen könne, in der Hauptsache nach dem Mu st er der Vereinigten Staaten gebildet fein werde. Siu SchiffahrtSstreik in Duisburg. Duisburg, 10. Juli. (WTD) Das bei den Duisburger holländischen Reedereien beschäftigte Schiffahrtspersonal hat durch den holländischen Transpvrtarbeiterverband Fvrde- rungen eingereicht. die dahin gehen, daß die im vorigen Jahre erfolgte lOprozentige Lohnherabsetzung zurückgezogen wird und die Dewasfnungs- frage sowie die soziale Frage im Sinne des § 616 des Deutschen bürgerlichen Gesetzbuches geregelt werden. Die Verhandlungen führten bisher zu keinem Ergebnis. Die holländische Organisation wird daher in den nächsten Tagen den Streik er» Hären. Tritt dieser Streik ein, dann wird das bei den deutschen Firmen beschäftigte Personal ohne weiteres gezwungen fein, in den Solidaritätsstreik einzutreten. Die holländische Schifffahrt beherrscht zu vier Fünfteln den Verkehr zwischen Amsterdam und den Ruhrorten. Der Streik werde das deutsche Wirtschaftsleben gewaltig schädigen. Der Verband hessischer DegimentSdereiue hat im Namen von 28 000 ehemaligen Solda tenbeimReichsratBeschwerde eingelegt gegen die Ausführungsbestimmungen des Freistaates Hessen zum Ausnahmegesetz, wodurch in Hessen die Regimentsfeiern oder andere Versammlungen ehemaliger Re- qimentsangehöriger verboten sind, weil hierdurch das Gesetz gänzlich einseitig zur Anwendung komme. Der Verband habe niemals Politik getrieben, niemals sei ein Verstoß vor- gekomnten, der die Anwendung des Gesetzes rechtfertigen liehe; ein großer Teil ehrbarer Staatsbürger werde zu Bürgern II. Klasse gestempelt. Büchertisch. — Gürtelkämpfer von Anselma Heine. Verlag Ullstein, Berlin. — Das Werk Anselma Heines gibt Psychologie des künstlerischen Schaffens, dem es bis in feinste Erregungen folgt, und ist zugleich ein Frauenroman, der Roman einer Liebenden. Eine Bildhauerin hat die Figuren eines Tonreliefs gearbeitet, auf die sich der Titel „Gürtel- käinpser" beziehL die Gestalten eines Mannes und eines Weibes. S e sind mit dem Gürtel zusammen- geschmiedet wie Verurteilte des Mittelatters; ihre Kratt aufs äußerste spannend, stemmen sie sich gegeneinander. Sie bedeuten den Kamvf von Seele und Sinnlichkeit. Heber persönliches Erleben ist dieser Antagonismus zum Problem der Kunst überhaupt gesteigert. fänger: 1. ThieI (Teutonia) 1: 43,4; 2. Enhlinl 1:54; 3. Ehmann 2:11. Für Vorgeschrittene.' 1. E ck 1:31,1; 2. Rothmann 1: 36; 3. 2a u n 1:40,2. — ICO Meter - Seite für Anfänger: 1. Rothmann (Teutonia) 1:40,3; 2. Thiel (Teutonia) 1:45; 3. Arnold (Frankonia). Für Vorg.schrittene: 1. ©örnemann 1:24,1; 2. Guth i e r (Germania) 1:37,1; 3. Körbel (Germania) 1:37,1. — 50 Meter-Brust für Studentinnen: 1. Aubel 55,4; 2. Schöbel 57,3: 3. Werner 61. — 100 Meter-Hand-über-Hand für Anfänger: 1 Külb (Hassia) 1:34; 2 Dach (Frankonia) 1:37,2; 3. W ü st (Frankonia). Für Dorgefchrtttene: 1. Eck 1:25; 2. F i x (Hasso-Raf- sovia) 1:27; 3. Althoff (Chattia) 1:28. — Springen (5 Sprunge) für Anfänger: 1. Dorten b ach 21 Punkte. Für Vorgeschrittene: 1. E ck 36% Punkte; 2. Thiel 34% Putte. — 4 mal 50 Meter-Lagenstaffel (W anderst reis der Hni= berfität): Sieger Ducf chen s chaf t Germania 2:59 vor Teutonia 3:3,3. — 3 mal 50 Meter beliebige Staffel: Sieger Burschenschaft Germania 2: 5,2 vor Teutonia 2:17,2 und Frankonia 2:19,2. * Wallenstein, Sieger im Großen Preis von ‘ Berlin. Aus der Grünewald-Rennbahn in Berlin wurde am Sonntag der Große Preis von Berlin (300 000 Mark, 2400 Meter) bei sehr ungünstigem Wetter und überaus starkem Besuch entschieden. Sieger blieb Freiherr von Oppenheims „Wallenstein", Zweiter wurde A. und C. von Weinbergs „Aventin", Drttter Lewins „König Midas". Sieben Pferde liefen. Tot. 14; 10, 13, 18, 22:10. jSie Meisterschaften des Heeres und der Marine, i um die im Deutschen Stadion im Grünewald gerungen wurde, erbrachten sehr gute Resultate. So wurden im 5000-Meter--Laufen, 5mal 100- Meter-Chargenstaffel, im Diskuswerfen, 800- Meter-Gruppenhindernislaufen und 100-Weter- Schwimmen neue Militärrekorde ausgestellt. Die Ergebnisse: Schießen mit Gewehr: 1. Feldwebel Diedermann (5. I.-R. 9. Komp.); Schießen mit Armeepistole: 1. Feldto. Drattke (8. I.-R. 10. KP.); Turnerischer Zehnkampf: 1. Gefr. Strauch (Stab I. R. 18), 160 P. 400-Meter-Laufen: 1. ilnteroff. Ehlers (I. R. 18, 1. Kp.), 53,1 SeL; 4mal 100-Meter-Staffel: 1. I.-A. 19, 1. Komp., 46,5 Sek., Kugelstoßen: 1. Schütze Wild (I. R. 20. 9. Komp.), 11,80 Meter; 50 0-Meter-Lau'en: 1. ©er Hör en am (I.-R. 9, 2. KP.), 16:21,2 (Mil. Rekord); 30-Kilometer- Gepäckmarsch: 1. Ge r. Kipping (I. R. 11), 3:45; 40; 5mal 100-Meter-Chargenstaffel: 1. I. Rill, 15. I. R., 58.2 Sek. (Mil. Rekord); Stabhochsprung: 1. Oberfeldw. Schneider (I.-R. 21,6. Kptz, 3,20 Meter; Diskuswerfen: 1. Uffj. Äöthel, I.-R. 19, 1. KP., 36,71 Meter (Mil. Rekord); Tauziehen: 1. R. R. 1, 3. Komp.; Wettsprung: OberIL von ©raffen (ArL-R. 11, 6. Batt.), 6,45 Meter; 8'0- Meler-Gruppenhindernisauf en: 1. I.-R. 19 l.Kp., 2:58,2; im Vorlauf hatte die gleiche Mannschaft mit 2:58,1 einen neuen Mil. Rrtord aufgeftellt — 100-Meter-S chwimmen bei.: 1. Obermasch. Matt (Schiffsdio. l) 1:11 (Mil. ReL); 200-Mcter- Brustschw.: 1. Li. Klatt (3. Batt. Act.-Rat. 2), 3:31; 100-Meter-Rücken: 1. 2t Riesch (1. Komp. I.-R. 19), 1:23,6.; 4mal 100-Meter-Slasfel- schwimmen: 1. 5. Komp. I.-R. 16, 5:58; 1000 Meter freier Stil: 1. ®efr. Schramm (5. Komp. I.-R. 16), 18:37,6. Frankfurt a. M., 10. Juli. Börsen- stimmungsbild. Der Wochenansang brachte eine unregelmäßige Tendenz. Man bemerkte verschiedentlich Abgabencigung von Setten der Spekulation, was auf Gewcnnsicherung zurückzuführen ist. Der Devisenmarkt brachte feine Anregung. Der Dollar wurde in den ersten Morgenstunden 535 — 555 — 530 genannt. Er nahm bei Beginn der Börse eine rückläufige Bewegung ein und schwankte zwischen 520 und 515. Auslandsrenten schwächten sich ab. Am Markte der unnotierten Werte war das Geschäft ruhiger als in den Vortagen. Benz 450—440 Hansa Lloyd 390—395, Deutsche Petroleum 2250, Entreprises 4425, Inag 370. Weniger fest lagen Mvntanvapiere. Oberbedarf büßten bei erster Rotiz 80, Phönix und Harpener zirka 50 Prozent ein. Sehr große Umsätze fanden in drei- prozentiger Reichsanleihe statt wobei wiederum Auslandskäufe eine sehr große Rolle spielten. Anilinwerte lagen schwacher; Elektrizitätswerke durchschnittlich 10—50 Prozent niedriger. Auto- werte formten sich behaupten. Das Geschäft in Zuckerfabrikaktien war sehr rege. 3m toeiteren Verlaufe hielten sich die Verkaufs- und Kaufaufträge die Wagfchale. Das Geschäft blieb rege, die Tendenz aber unregelmäßig. Privatdiskont 5Prvz. Frankfurt a. M. 10. Juli. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Dernrischles. tob. Trier, 9. Iult Erschossen hat hier, laut der „Landeszeitung", ein Hausbesitzer feinen steter, mit dem er auf der Straße ,n Wortwechsel geraten war, der in Tätlichketten ausartete. Der Schuß ging in den Unterleib. Der Schwerverletzte wurde sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo er noch am gleichen Tage starb. Der Täter wurde in Haft genommen. * Löffel als Liebeszeichen. Bis ins 18. Jahrhundert hinein nannte man „löffeln“, was wir heute etwa „puffieren“ nennen, und die „Löffelei“ war eine Liebelei, der leicht eine gewiße Rarrheit anhaftete. So war der Löffel also eng mit der Liebe verbunden, und in England ist dies noch heute der Fall, wo der Ausdruck „spooning“ noch die Bedeutung bat wie unser altes „löffeln“. In England hat sich auch, wie Ruskin Buttersield berichtet, der Liebes-Löffel als ein volkstümliches Liebeszeichen erhallen. Während in unserer Volkskunde der Löffel nur noch als Zeichen der hausfraulischen Würde und des Küchenregiments eine Rolle spielt wird und wurde in England auf dem Lande ein Löffel von dem jungen Manne dem Mädchen seiner Wahl überreicht, um ihr auf die Weise zwar nicht „durch die Blume“, aber dafür „durch den Löffel“ feine Reigung zu betraten. Die Liebeslöffel, die nicht zu praktischen Zwecken verwendet werden, sondern als süßes Andenken eine ehrenvolle Aufstellung erfahren, sind ein eigenartiges Erzeugnis der Dauem- kunst, denn sie haben einen reichen Schmuck und besondere Formen. Solche Liebeslöffel sind immer aus Holz und zwischen 6 und 18 Zoll lang. Der breite flache Sttel enthält eine reiche Ornamentik und zwar meist von Symbolen, die mit der besonderen Eigenschaft des Löffels zusammenhängen; es sind also Herzen darauf abgebildet, Schlüffel und Schlüssellöcher. Der Schlüffel und das Schlüffelloch symbolisieren die gegenseitige Liebe und Harmonie wie ja schon die ältesten Liebeslieder von dem Schlüffe' zum Herzen zeigen. Der Löffel selbst ist nie einfach, sondern es zweigen sich von dem Stiel zwei und noch mehr Löffel ab; man findet bis zu 6 Löffel an einem Stiel, und manche haben Löffel ebenso am Griff wie am Ende. Die Liebeslöffel sind Meisterwerke bäuerischer Schnitzkunst; sie sind fein poliert und z. T. bunt verziert und verraten eine handwerkliche Geschicklichkeit, die auf lange Heberlieferung dieser Schnitzkunst von Geschlecht zu Geschlecht schließen laßen. * Verkannt. „Sie scheinen sich zu langweilen. lieber Freund,“ sagte der Dorttagende zu einem Manne, der beständig und hörbar gähnte. „Sie paßen ja garnicht auf?“ „Ich bin nicht Ihr Freund und ich bin nicht hier, um auszupaßen,“ sagte der darf zur Zett höhere Preise bewilligt werden. Rachfrage bestand in Weizen, für Roggen trat Zurückhaltung hervor. Ruhiger lag auch Mais, die Preise hierfür sind fest. Hafer und Gerste fanden gute Aufnahme. Für Weizenmehl scheint der Beäirs groß zu fein. Die Verkäufer hallen an ihrem hohen Preisstand fest. Futtermittel bleiben gesucht. Kleesaaten finden weitere Be° achtung. Reis liegt sehr fest. Infolge der günstigeren Wttterung werden die Ernteaussichten wesentlich besser beurteilt Getreide, Hülsen- rüchte und Biertreber ohne <5ad„ Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack Preis je 100 Kg., alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Weizen 2500—2550, Roggen 2050 bi:: 2 ICO, Gerst: für D auztoecke 2350—2450, Hafer 2200—2z5v', Mais Laplata 2100-2125, Mixed 2075—2100, Weizenmehl südd. Spezial Rr. 0 bei Waggonbezug ab Mühlenstation 3250—3450, Roggenmehl 2350—2450, Weizen- und Roggenkleie 1300—1350, Biertreber 1300 Mk. Tendenz: est, bei kleinem Geschäft * Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 10. I-rli. (Amtlich.) Marktverlauf: Ruhiger Handel. D.i Schweinen verblieb größerer IKb’rjtanb. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1421 Rinder, Darunter 216 Ochsen, 78 Bullen, 1127 Färsen und Kühe, ferner 450 Kälber, 137 Schafe und 1381 Schweine. An Preisen wurden angelegt für den Zentner Lebendgewicht: Ochsen von 2500 Züricher Devisenmarkt. 1C. 7. Turnen, Sport und Spiel. Wettkampfe der Universität Gießen. Unter großer 'Beteiligung fanden am Sonnabend, den 8 Juli, die Leistungsprüfungen und Schwimm wettkämpfe der üntoerf ität statt Die für Sonntag angesetzten Hauptkämpfe mußten wegen Regenwetters verschoben werden. Die Bedingungen für die Leistungsprüfungen waren: 100 Meter-Laufen in 14,6 Sek., 100 Meter- Schwimmen in 3 Minuten, Hochsprung 1,25 Meter oder Weitsprung 4,50 Meter, Speerwerfen rechte und linke Hund zusammengerechnet 35 Meter oder Diskuswerfen entsprechend 30 Meter, Kugelstoßen rechte Hand 71/4 Kilogramnr linke Hand 5 Kilogramm zusammen 13 Meter. Jeder Teilnehmer hat also fünf Bedingungen zu erfüllen. Da die Prü» fungen noch nicht abgeschlossen sind, wird später über sie berichtet werden. Die Schwimmkämpfe nahmen in Gegenwart des Rektors und zahlreicher Zuschauer einen glatten Verlaus. Cs wurde in zwei Klassen (Anfänger und Vorgeschrittene) getoerteL Die Beteiligung war namentlich in den Wettkämpfen für Anfänger sehr groß; die Leistungmr waren überall besser als im Vorjahre, wobei besonders das Wasserballspiel erwähnt werden muh. 'Beteiligung und ßeiftungen lassen erkennen, daß die körperlichen Hebungen an der Universität an Breite (Erfassung der großen Masse) und Tiefe (Verbesserung der ßeifrungen) ständig zunehmen. Ergebnisse: 10C Meter-Drust für Anfänger: 1 Enhlinl: 48,4; 2 Derendorf (Hasso- Rhenania) 1:59,3; 3. Elser (Frankonia) 2:3,1. Kirche und Schule. * Der Hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes beschloß, seine diesjährige Haupwersammlung im August in Laubach abzuhalten. Bereits 1914 sollte sie dort stattfinden, mußte jedoch wegen des Kriegsausbruchs ausfallen. Die Versammlung soll zu einer würdigen Feier ausgestaltet werden, zu der auch zahlreiche auswärtige Gäste erwartet werden. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Es darf erwartet werden, daß sich diese Tagung würdig chren Vorgängerinnen anschlie- hen wird. * Freie Lehrer st eilen. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Alten-Duseck, Kreis Gießen (eine Dienstwohnung ist nicht vorhanden); eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Brauns- Hardt, zuständiges KreiSschulamt Groß- Gerau. • * Organistengehalte. Man schreibt un«: Das Erweiterte Oberkonsistortum hat beschlossen, den Gemeinden auf Grund eines Beschlusses' des LandeSki iche^ttages als Mindestsätze für einmaligen Gottesdienst 1500 Mk., für zweimaligen Gottesdienst 2000 Mk. zu empfehlen. Der Hessische Organistenverein hatte als Mindestsatz 6ei einmaligem Gottesdienst 2000 Mk., bei zweimaligem Gottesdienst 3000 Mk. vorgeschlagen. Beide Festsetzungen sind eigentllch durch die aufs neue emtretenben Verschi,eoungen im Geldwert schon wieder überholt, und es steht zu erwarten, daß die Kirchenvorstände die Vorschläge — wie sie gedacht sind — als Mindestsätze ansehen und tn Berücksichtigung der ZeitveLhältnisse über diese Sätze hinausgehen werden. * * Kirchliche Dien st nachrichten. Dem zwellen Pfarrer Otto Colin zu Beerfelden wurde die erste evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrer Richard Z i tz m a n n zu Dalheim, zurzeit Pfarrverwalter in Hahnheim die evangelische Pfarrstelle zit Hahn- • heim, und dem Pfarrverwalter HanS von d e r A u zu Reichelsheim i. O. die zweite -evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. • • Kirchliche Wahlen. In den 1 nächsten Lagen werden in fast allen evange- F lischeu Gemeinden Hessens die Wählerlisten für die Wahlen zur Kirchen- '' gemeindevertretung offen liegen. Da bie Gemeindevertretungen nach der neuen Kir- chenverfassung alle weiteren Wahlen vorzunehmen haben, ist ihre Wahl diesmal von besonderer Bedeutung. Gießener Strafkammer. vom 7. Juli: Der IohcrnneS St. aus Deckenbach hatte einen Strafbefehl über 60 Mk. vom Am.sge itzt Hrm- berg erhalten weil er am 2. Rovember 1921 eine große Last dürres S:cmgemvisholz enttrenbet hätte. Auf feinen Einspruch hin erhöhte das Schöffengericht die Strafe auf 80 Mk. Die Strafkammer bestätigte dieses Ur;eil. Der La -btoict Johannes D. von Dortslweil hotte vom Amisgericht Vilbel einen Straft»-, s. hl über 50 Mk. und der Maruer Franz $L von Vilbel einen solchen von 100 ML erhalten, w-.il erstgenannter als (Bauf>err, zwcitgenannter als ‘Bai» Handwerker bei der Errichtung eines Wohngebäudes mit der Arsf h.rng der M.^reraibei- Len begonnen hatten, ehe die Dau genehmig' rng bttju erteilt worden war. Das Schöffengericht stellte das Vers rh en to'gcn et-g-ix teuer Verjährung ein. Die Strafkammer sprach die An- gefiogten frei, weil sie in einem gewissen Rot- ftomd gehandelt hatten. Hationalbanf f. D. . . Boch. Gußstahlwerke *420 Bud.- Eifenw.- Akt.. D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw.. 2“40, Harpener Bergbau. 2350, Oberschl. Eisenb.-V. W8-),- 970, Oberschles. Eifenind. 840,- --0, Phönik-Bergb.-Akt. tb00, ~ ~ ' 870, .... Fr. .... Fl. . . . . Kr. . . . . Kr. >. . . Kr. . . . . Kr. Datum: *• *• 5"/.Dtsch.Kriegsanl. JJ-60 4°/,Dtsch. Reichsanl. 3°/°Dtsch. Reichsanl. - 4°/0 Preuh. Konsols Datum: 8. Juli. 1). Juli. en?ntterb 20574 25 20625 76 20474,3521525,65 1 3925 05 3934'95 3925.05 3934,95 86 -9,15 8660 85 871 .05 87. 5,95 1133x^0 11364’20 11160,65 11489,35 13538,05 13566 ,5 13662,90 13697,10 113 ,55 1138,45 1139,55 1142,45 2332,10 2307,90 2327,05 2332,95 23.7,05 " noc