fernem Steuer- die Steuer- 9 Juni Mkündig"^ düng von Unkosten tunfl einer !chuid ter« Entgelt zu der ist das dir Steuer Die Drstim« Steuechelle : Höhe der : ihm Oer- Air Tanzelustigungen ujto. &nier zur Teilnahme >angig ift. Preise oder tbgerundel. -I bezeich- : Charakter )ur Hälfte ranstaltung erden ober gegebenen Uten blei« lnM ge- gabe nach DK. »rffifte: idigen Dort- ientlichunS 3U Samstag, März 1922 erscheint lä itr Drurf »nd Verlag: vrllhllsche Univ.vuch- and Lteindruckerei R. lange. Lchristleltung, Geschäftsstelle und Druckerei Zchulftraße 7. Nr. 60 Ter Eichener Hnjelaer Die Konferenz von Genua. Zu der amerikanische« Absage. Bern. 10. Marz. (WTD.) Der „*3unb“ findet die Absage Amerikas befremdend und bedauerlich. Dadurch sei die größte und bedeutendste Rachkriegskonferenz Europas, die erste, die alle Staaten Europas vereinigen solle, von vornherein zur Anfruchtbarkeit verurteilt. Die Absagebegründung Amerikas klinge wie eine Ausrede. Die Vereinigten Staaten seien mit dem Ziel der Politik Poincarös nicht einverstanden. Ihre Absage richte sich gegen Frankreich, genauer gegen Poincare. Paris, 10.März. (WTB.) Der „Ternps" hebt hervor, daß der „Reuhork Herald" aus der Antwortnote der Vereinigten Staaten an die italienische Regierung folgende Stelle mitteilt: Gewisse Fragen seien von der Debatte der Konferenz in Genua ausgeschlossen, ohne daß vorher eine befriedigende Lösung hierfür gefunden worden sei. Infolgedessen sei die Regierung der Vereinigten Staaten genötigt, die Konferenz von Genua eher als eine Konferenz politischen als wirtschaftlichen Charakters anzusehen; man werde nicht in nützlicher Weise teilnehmen können. Das halbamtliche 'Blatt meint, das könne bedeuten, daß die Vereinigten Staaten an der Konferenz von Genua teilnehmen würden, wenn gewisse Fragen von der Debatte ausgeschlossen seien. Das könne man nicht annehmen. Welches seien also di^ Fragen, auf die die amerikanische Regierung Hinweise? Offenbar die, welche Lloyd George und Poincare in Voulogne als nicht diskutabel bezeichnet hätten, die Fragen betreffend das Reparationsproblem und die Friedensverträge. Wenn diese Fragen auf der Tagesordnung stehen würden, würde sofort die Konferenz von Genua den politischsten Charakter annehmen, den man sich denken könne. Da aber die Vereinigten Staaten gerade erläuterten, sie wollten nicht nach Genua gehen, weil die Konferenz der Gefahr aus- geseht sei, politischen Charakter anzunehmen, hätte man, wenn man die Revision der Verträge in Genua doch diskutieren wolle oder die anderen Sonn« und Feiertags. Monallichtvezugrpreise: Mk 11.50 emschl Träger« lohn, durch die Post Mk 14. - einschl. Bestell, geld, auch bei Nichlerschei« ntn einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern 1p rech-Anschlüsse: für dieSchnstleitung 112; für Druckerei, Verlag und Gefchastsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Stehen. roft,d)edfonlo: Jjranffurt a. M. 11686. Führung der Verträge mit Oesterreich und An« g verkchrsminist.w, der Reichsfinanzminister und auch der Reick skanzler. Unter solchen Umständen sei an eine W-r iterfüßrung der Besprechungen nicht zu denken gew esen. Darauf wurde die Sitzung ge- . schloffen. Im Anschluß daran besprachen die Gewerkschaf tsverrtieter noch einmal den Fall. Die Gcwerkfchaste» wollen den Reichskanzler um fein Eingreifen in der Angelegenheit ersuchen. Kein gemeinsames Vorgehen der beiden Linksparteien. Auf die. Aufforderung der Zentrale der KPD. zu einer gemeinsamen Aktion gegen das Steuerkompromiß hat die Zentrale der ASP. geantwortet, daß die Beratungen über ein gemeinsames Vorgehen nicht erfolgversprechend sein können, da die Unabhängige Partei fortgesetzt in dem Zentralorgan der KPD. beschimpft und verleumdet werde. Zum Weiitbezng des Minister Hermes. Wochenrückblick. Herr Rathenau hat uns in seiner letzten Rede gezeigt, wohin die Reise gehen soll. Don Genua ist nicht viel, auch nicht deo Anfang einer Revision des Versailler Vertrags zu erhoffen. Mit seinem abgeklärten Pessimismus eröffnete der Minister des Auswärtigen noch die Aussicht auf eine Reihe, weiter folgender internationaler Konferenzen, die durch die nächsten Jahre hindurch die künftige Lage bestimmen sollen. Rur ein ganz klein wenig resignierte Herr Rathenau in seiner Erfüllungspolitik: diese hätte Grenzen, die nicht nur an das Können, sondern auch an das Dürfen der Reichsregierung gebunden wären. Ein so zarter Einwurf ist aber nicht dazu bestimmt, in London oder gar Paris irgendwelchen Eindruck zu machen. hatte vor einigen Tagen in unserem Blatte die zunehmende Unsicherheit auf dem Lande einer Erörterung unterzogen, die einen vberhessischen Feldschüyen veranlaßte, bei uns vorzusprechen. In der folgenden Zuschrift, die er uns in bescheidenem Auftteten übermittelte, ist das Wesentliche dessen, was unsere Leser interessiert, enthalten: .Cs ist richtig, daß die Diebstähle zugenommen haben, aber der Schutz- und Wirtschaftsbund sollte sich auch einmal erkundigen, wie Fcldschützen heute teilweise bezahlt werden. Das hessische Ministerium hatte Richtlinien für die Bezahlung der Gemeindebeamten aufgestellt; Da bekam ein Feldschüh an Gehalt bei Vollbeschäftigung 11000 Mack. Es gibt Gemeinden, die bezahlen diese Summe auch, aber die meisten Feldschützen bekommen, kann man sagen, einen Hungerlohn. Ich zum Beispiel bekomme 5000 M k. bei 48 Stunden Dienstzeit. Im Winter muß ich noch Arbeiten verrichten, wofür ich nichts bezahlt bekomme. Sonst in der Landwirtschaft arbeiten ist verboten. Da kann sich jeder denken, was man für Freude am Dienst hat! Bei einer solchen Bezahlung wird ja ein Beamter selbst gezwungen zu stehlen, wenn er seine Kinder nicht betteln schicken will. Der Schutz- und Wirtschaftsbund schrieb weiter, die Feloschühen, so tüchtig sie auch seien, ließen an Strammheit und Festigkeit viel zu wünschen übrig. Der Dienst ist aber, besonders bei Rächt, viel schwieriger und gefährlicher geworden, und wir sind nur ausgerüstet mit einem Stock. Warum gibt uns die Regierung nicht auch die Berechtigung zum Waffentragen wie den Forstwarten? Ein ein- Mittlerweile steigt in Deutschland die Flut der wirtschaftlichen und finanziellen Bedrängnisse beängstigend an. Es mehren sich die Bedenken gegen die Tatlosiakeit des Reichs- kabinettS. Stegerwald yielt vor einigen Tagen in Bochum eine vielbeachtete Rede, in der er erklärte, er halte es „nicht für eine weitschauendeauswärtige Politik, wenn immer restlos und vorbehaltlos unser CrfüllungSwille betont und dem Gegner nicht mit aller Energie klargemacht wird, daß wir wirtschaftlich ausgepowert sind, daß wir drei Jahre aus der Substanz des Vermögens gelebt, mit Scheingewinnen gearbeitet haben und am Rande unserer Kraft sind". Was der frühere preußische Ministerpräsident weiter über sein bekanntes Essener Programm ausführte, ist in mancherlei Beziehung höchst interessant. Indem er noch immer in der Pflege eines tiefgreifenden nationalen und sozialen Gemeinschaftsgeistes die Voraussetzung für den Wiederaufstieg des deutschen Volkes sieht und die Bedeutung christlicher Triebkräfte dafür unterstreicht, äußert er die Besorgnis, daß die wirtschaftlichen Kräfte, die in der Ausdehnung der Interessengruppen und Berufsorganisationen bei uns am Werke sind, allmählich die StaatSautorität überwuchern. And damit hat er vollkommen recht. Der Staat, wie wir ihn früher kannten, mit manchen; sehr einflußreichen antikapitalistischen Grundtendenzen, ist zerrüttet, aber nicht neu gefestigt. Stegerwald spricht etwas aus, was man täglich sehen und festststellen kann: „Roch nie ist das deutsche Volk so bewuchert und ausgebeutet toorbc«i, wie seit der Revolution. Es ist dem Kapitalismus, ober besser gesagt, der Hochfinanz, immer leichter gewesen, zu überwiegender Macht und Einfluß zu kommen in einem Augenblick, wo die Demokratie durch eine Revolution formal cingefübrt wurde, ohne daß sie sich in langsamer Entwicklung als Gcsinnungsdemvkratie im Volke oorbereitet hätte. Heute gehen die fast unsichtbaren Kanäle der Hochfinanz in beinahe alle Parteien P"!.eln, auch in jene, die sich äußerlich als die schärfsten Bekämpfer des Kapitalismus gebärden." Die Gefahren einer solchen Entwicklung in unserer auswärtigen Politik liegen aus der Hand. Stegerwald warnt davor und muß doch wohl bestimmte Ansätze des amtlichen deutschen Verhaltens dabei im Auge "icht dazu kommen, daß die WrrtschastSmittel Europas von dem egoisttschen Bestreben der internationalen Hochfinanz reguliert und auSgebeutet werden. ES kann nicht das Ziel der Zukunft sein, ein Durcheinanderwürfeln der Völker hrrberzuführen und die Seßhaftigkeit und damit auch die Gesellschaft und Gemeinschaft erhaltenden Kräfte zu vernichten. Hier muß der nationale S taa t ein Bollwerk sein". And diesem nationalen Staat wünscht Stegerwald die breite weltanschaulicheDasiS.die ihre Wurzeln in den ewigen Wahrheiten des Christentums habe. ES ist ganz klar, daß er die Wege Rathenaus und Wirths für äußerst bedenklich hält, und es wird von großer Bedeutung sein, zu beobachten, ob diese Bochumer Rede besonders in der ZenttumSpartei eine nachhaltige Wirkung haben wird . . . * * * Die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse Deutschlands werden von den verschiedensten Richtungen her kritisiert und bespöttelt, und wenn eine gewisse Parteipolitik unentwegt beflissen war, nur ja nichts auf den Ehrenschild oder die weiße Weste der Republik kommen zu lassen, so wurde damit eigentlich nur aufs neue die geistige Armut der republikanischen Schildhalter bezeugt. Die kulturwidrige Geschäftsunmoral, die unser ganzes öffentliches Leben durchdringt, hat in den neuen Staatseinrichtungen keinerlei Schranken gefunden. Wohlmeinende Versuche, wie die Frankfurter Goethe-Woche, werden „von des wilden Augenblicks Gewalt" grausam verschlungen. Wie die notwendigsten Stützen des erwünschten kulturellen Aufbaues oft geradezu mutwillig Zerschlagen werden, dafür möchten wir ein besonders charakteristisches Beispiel anführen. Der Hessische Schutz- und Wirtschaftsbund Abbruch der Verhandlungen mit dcm Beamten. D e rlin, 1,1. März. Die Verhandlungen im Reichssinanzmim.steriurn über die Erhöhung der Gehälter der Qkamten und Staatsbediensteten wurden wie die Blätter mittcilen, abgebrochen, da die Rejchs^gewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten /ich weigerte, ihren Vorsitzenden Menne, den die Regierungsvertreter als Verhandlungskontrahenten abgelebt hatten, durch einen anb rren Beamten zu ersehen. lieber die Vorgänge bei den Verhandlungen weiß eine Berliner Korrespondenz folgende Einzelheiten zu melden: Als man in die Debatte über eine Abänderw ig der Grundgehälter eintreten wollte, habe ein Regierungsvertreter den Eisenbahn beamt en Menne erkannt. Der Vorsitzende Ministerialdirektor von Schlieben forderte Menne auf, den Saal zu verlassen. Menne fügte sich nach einigem Widerstreben der Entscheidung des Vorsitzenden. Die Satzung wurde daraus unterbrochen, da die Beamter:- und Arbeitervertreter zu dem Ausschluß Meines Stellung nehmen wollten. In der Besprechung stellten sich die Bevollmächtigten des Allgemeinen Deutschen Gewerk chasribuades, des Gewerkschastsringes. des Deuttchm Beamten- bundcs und bei Asa auf den Standpunkt, daß die Regierung einen Bevollmächtigten irgend einer anerkannten Körperschaft nicht beanstanden könne Der Reichsbund höherer Beamten und der Deutsche Gewerksch: lftsbund (christlich) vertraten dagegen die Ansicht, daß man der Regierung aus Gründen der E taatsautvrität nicht zumuten könne, mit einem Beamten zu verhandeln, gegen den ein Disziplinarverfahren im Gange sei. Da die Mehr-» heit der Gewerkschaftsvertreter sich für die Teilnahme Mennes an den Verhandlungen entschieden hatte, erschien dieser bei Wiedereröffnung der Sitzung wieder im Saal. Ministerialdirektor von Schlieben gab offiziell die Erklärung ab, daß die Regierung niöht mit einem Beamten verhandeln könne, der weg en schwerer Verfehlungen in seinem »Berufe ein >isziplinarverfahren notwendig gemacht habe, ^stiesen Standpunkt teile der Reichs- Probleme. die aufgeworfen seien, der amerikanischen Regierung keinen Grund geliefert, der Konferenz beizuwohnen, sondern ein noch ernstlicheres Motiv, nicht zu erscheinen. Keinerlei Ueberraschung in London. London, 10. März. (Wolfs.) Der Londoner Berichterstatter des Wolff!: ureans erfährt, Latz der Entschluß der amerikanischen Regierung, nicht an der Genueser Konferenz teilzunehmen, in gut unterrichteten Kreisen Londons nur wenig bzw. keinerlei Aebervaschung erzeugte. An dem Programm seien aber keine Aen- berungen vorzunehmen, da man stets der Ansicht war, daß selbst ohne die Teilnahme amerikanischer Vertreter die Konferenz viel zur Wiederherstellung des europäischen Gleichgewichtes beitragen könne. Die Gründe Amerikas für die Richteil- nahme werden als ein direkter Wink angesehen, daß Europa erst sein eigenes Haus m Ordnung bringen oder ernstliche Schritte in dieser Richtung unternehmen müsse, bevor Amerika an der wirtschaftlichen und finanziellen Wiederherstellung Europas mithelfen könne. Es herrsche wenig Zweifel darüber, daß. falls die Ergebnisse der Genueser Konferenz befriedigend seien, ein großer Schritt in der Richtung der Sicherstellung eines wirksamen Interesses Amerikas an den europäischen P r oblemen getan würde. Einiqnng ans der Pariser Finanzkonsercnz. Paris. 10. März. (WTB.) Havas meldet: In der Rachmittagssihung der alliierten F i n a n z m i n i st e r. 6ie von drei bis sieben Ahr dauerte, ist eine Einigung s o gut w i e zustande gekommen. Das im Laufe der dreitägigen Beratungen von den Delegierten bzw. den Sachverständigen ausgearbeitete Verteilungs- system wird im Laufe des morgigen Sihungstages endgültig festgestellt werden können. Jin Laufe des Rachmittags haben die Minister ihren Meinungsaustausch über die Mittel, wie die deutsche Schuld flüssig zu machen ist, fortgesetzt. Ein (Kommunique der Reparationskommission. Paris, 10. März. (Havas.) Die Reparationskommission veröffentlicht folgendes Communiquö: Die Reparationskommission hat in ihrem Communique vom 8. März im Einzelnen den Wert der von Deutschland seit Lern Waffenstillstand bis zum Ende des Jahres 1921 geleisteten Zahlungen, Lieferungen und Gebietsabtretungen artgegeben. Die Summe beträgt ungefähr 6; Milliarden Goldmark. wobei der Wert der Restitutionen und gewisser dirett an die Besatzungsarmeen ausgeführter Leistungen, sowie die an die Ausgleichsämter gezahlten Summen und die zu Lasten Deutschlands gehenden Kosten der verschiedenen Kommissionen nicht einbegriffen sind. Von d e en Kommissionen Haden die Reparationskommisston und der Garantieausschutz gegenwärtig ein j ä h r- Der Vvvstand der Reichstagsfraktion der A S P. hat an den Reichskanzler D r. Wirth und die Zentrumsfr.aktion ein Schreiben gerichtet, in dem erklärt wird, daß sich der Vorstand der Fraktion davon überzeugt hat, daß Dr. Hern ces im April 1920 187 Flaschen Wein im Gesamtbc trage von 8483 Mark bezogen und dafür 600 2Lark bezahlt habe, ferner daß Dr. Hermes in einer Ressortbesprechung am 18. Dezember 1920 eine besondere Zuweisung von Zucker Erster Blatt 172. Jahrgang GiehenerAnzei mit ausgesprochen sozialen Zielen, uns viel- s tige Restitutions-Operationen. Sie umfaßt di« leicht Rettung bringen könnte? Aber dann Ausgaben nicht nur für die Ausführung des Ter wären ja demokratische Illusionen zerronnen,! lrages mit Deutsc^rnd. sondern auch für die Aus- und darum werden Einsicht, Wahrheit und ---" **-*—•- - - Besserung sich nur langsam und schrittweise Dahn brechen können. Februar 1921 erneut 110 Flaschen zum Preise ton drei Mark die Stofcbe von dem Winzer ver» bcrnd bezogen hat. Das Schreiben schließt mit der Erwartung einer baldigen Stellungnahme der Reichsregierung., Aus dem Reiche. Abgeordneter v. Krause Ehrenvorsitzender der Deutschen Dolkspartei. Berlin. 10. März. Der bisherige Vorsitzende der Landtagsfraktion der Deutschen Dollspariei Staatssekretär a. D. Dr. v. K r a u s e ist gestern auf einem ihm zu Ehren veranstalteten Festabend der Partei zum Ehrenvorsitzenden der Deutschen Dolkspartei ernannt worden Aus Hessen. Teilweise Ermäßigung der Getreideumlage. rm. D a r m st a d t, 10. Marz. Eine Besprechung mit Dertretern der Landwirtschaft auS den verschiedenen Provinzen, den Kreisdirektoren und interessierten Persönlichkeiten fand gestern im Landesernährungsamt wegen Ermäßigung der Getreideumlage statt, die bekanntlich durch das Reichs- ernahrungsamt für Hessen um eine beträchtliche Wenge zurückgesetzt wurde. Wir erfahren hierzu, daß mit Rücksicht auf die schlechte Ernte die Provinz Rheinhessen eine besondere Berücksichtigung finden soll. Die Kohlenproduktiou in Hessen. • Darmstadt. 10. März. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat Februar 1922 folgende Zahlen auf: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 46 889 To., verkauft wurden davon 18 324 To.: der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Der- arbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Scbwc»lereiprodukten erzeugt 199) To BraunkohlenbrikettZ. Außerdem wurden in Hessen erzeugt 4562 2.0 Steinpreßkohlen, linier Berücksichtigung der aus Dormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am MonatsscUuß absatzfähig: 5635 To. Rohkohlen, 40 To. Briketts. 196 To. Raßpreßsteine. zusammen 5871 To. DraunkoUen und Dra unkohlenprodukte im Gesamtwert von 1 144 782 Mk. Aus Stadt und Land. G i e ß e n, den 11. März 1922. Frühlingserwachen — Die Schnepfen. Die Frühjahrsboten mehren sich. Die Kibitze zeigten sich schon Ende Februar in großen Zügen. Jetzt haben sich schon einzelne . Pärchen abgesondert, aber nicht nur, um sich die künftigen Brutplätze anzusehen. 3n elegantem Flug tummeln sie sich über den Wiesen. Mit den Kibitzeiern dauert es, wie aus der jährlichen Geburistagsspende der Getreuen von Jever für Bismarck bekannt, freilich bis Ende März. Beiläufig bemerkt, darf sie nur der Iagdpächter sammeln. Run sind die weihen Bachstelzen, die Bor- Loten der Schnepfen, da. Auch einzelne l Schnepfen streichen, wenn der erste Abendstern erglüht, und zeigen ihre Frühlingsfreude, y Einige sind in der Nähe von Gießen schon zur Strecke gekommen, doch dürften es nur Stand- schnepfen fein, die den Winter über bei uns geblieben sind. Der eigentliche Schnepfenzug aus wärmeren Gegenden nach dem Nordosten hat noch nicht begonnen. Dies ist auch daraus zu schließen, daß noch keine Bekassinen anzutreffen sind, trotzdem die bisher trockenen Wiesen erfreulicherweise fast überall überschwemmte Strecken zeigen unb die Lang- schnäbel zum Wurmen einladen. So müssen sich auch die menschlichen Feinschmecker noch ein paar Tage begnügen und können sich erst dann darüber streiten, welches der feinere Braten ist, die Schnepfe oder die Bekassine. Oder ob der Schnepfendreck nach dem Braten, wie er ist, auf das Brot kommt, oder ob die Eingeweide vor dem Braten gereinigt werden müssen. Die Schnepfe ist glücklicherweise auch dem Nichtjagdpächter zugänglich. Es ist alter guter Waidmannsbrauch, sie dem glücklichen Schützen kostenfrei zu überlassen. Bei Bekassinen würde sich das schon weniger lohnen. Die . zuerst kommende, mittlere Bekassine, auch Himmelsziege genannt, und noch mehr die später kommende, kleine Bekassine, die stumme, die in manchen Gegenden den bezeichnenden Namen Fledermausschnepfe führt, sind wirklich nur Kostsuppen, dagegen führt die zuletzt durchpassierende, große Bekassine den Damen Doppelschnepfe mit einigem Recht, freilich ist es nur eine Doppelbekassine. Unter Schnepfe ist in diesem Fall die Sumpfschnepfe verstanden. Die Sumpfschnepfe ist eben die Bekassine. Für Neidische möchten wir in dieser Zeit der schmalen Bissen hinzufügen, daß dem Jäger bei den ungemein hohen Iagdpachten, den teueren Patronen (3—4 Mk.), den oft nicht zu umgehenden Eisenbahnfahrten eine Zukost zu gönnen ist. Ein nasser Buckel und oft nasse Füße sind ihre Zugaben. Auch ist die Pause, bis am 15. des schönen Monats Mai die Schonzeit für die Rehböcke aufhört, eine lange, und reizt in dieser nur der rucksende Täuber, der zudem nur für die Suppe zu empfehlen ist. * ** Preise für d i e ersten Schnepfen. Der Hessische Zagdklub vergibt dieses Zohr drei silberne Schnepfenmünzen für die erste auf dem Strich geschossene Schnepfe, und zwar eine für Starkenburg und Rheinhessen, eine für den Hinteren Odenwald und eine für Oberst e s s e n. Die zwei ersten konnten bereits ver- geben werden, und zwar an Förster May, Langwaden b. Hähnlein a. d. Dergslr., der am Samstag, 4. März, abends 6.30 Uhr, im Slaatswald der Oberförsterei Zägersburg die „Erste" schoß, und an Oberstleutnant Trupp, Erbach i. O., der am Sonntag, 5. März, abends 6,50 Uhr, im Revier Erlenbach b. Erbach eine Schnepfe auf dem Strich erlegte. * . * Aöettervoraussage für Sonntag: Wolkig bis heiter, trocken, Nachtfrost, wechselnde Winde. ließet Mitteleuropa hat sich ein starkes Hoch- druckg^iet entwickelt, das uns Aufheiterung und Dachtfrvst bringen wird. ” Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 24. Februar 1922 der Kanzlei- gehilfe Sebast ian H e 11 m e i ft e r in Mainz zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom 1. März 1922 ab. - Ernannt wurden am 1. März 1922 der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim Dr. Hans Michael Minnich zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Osthofen, und der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim Amtsgerichtsrat Dr. Wilhelm Weiffenbach zum dienstaufsichtführenden Richter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim mit der Amtsbezeichnung „Oberamtsrichter". — Ernannt wurden am 1. März 1922 der Gerichtsassessor Philipp Karl Friedrich Hamm aus Sandhof b. Eich (Rheinhessen) zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim mit der Amtsbezeichnung „Amtsgerichtsrat": am 2. März 1922 der Gerichtsassessor Wilhelm Geißler aus Gießen zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Gießen, und am 3. März 1922 der Gerichtsassessor Ferdinand E1 b e r t t aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Homberg mit der Amtsbezeichnung „Amtsgerichts rat". — Am 2. März 1922 wurde der Fvrstwart der Kommunalforst wartei Rimhorn, Oberförsterei Höchst L O., Leonhard Schäfer I. zu Rimhorn unter der AmtÄrezeichnung „ Förster" vom 1. April 1921 ab in den Staatsdienst übernommen. — Am 4. März 1922 wurde der Fvrstwart der Konunu- nalforstwartei Bisses, Oberförsterei Bingenheim, Heinrich Zimmer zu Bisses unter der Amtsbezeichnung .Förster' in den Staatsdienst übernommen. ** F ü r dieDerwendung derReichs- zuschüsse zur Unterstützung not- leidender Kleinrentner werden amtlicherseits folgende Richtlinien veröffentlicht: Als Kleinrentner gelten bedürftige, im Inlande wohnende Deutsche, die selbst oder deren Ehegatten durch Arbeit ihren Lebensunterhalt erworben haben, sich vor dem 1. Januar 1920 für das Alter oder die Erwerbsunfähigkeit ein Vermögen (auch Rente) mit einem Jahreseinkommen von wenigstens 600 Mark sichergestellt haben und jetzt wegen Alters oder Erwerbsunmöglichkeit im wesentlichen auf dieses Jahreseinkommen angewiesen sind. Ihnen können bedürftige Personen gleichgestellt werden, die wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen keine Arbeit finden konnten, denen aber aus Vorsorge ihrer Angehörigen ein entsprechendes Einkommen gesichert ist. Arbeit im Sinne dieser Bestimmungen ist auch eine Tätigkeit in häuslicher Gemeinschaft, die üblicherweise ohne Entgelt erfolgt, aber im Falle der Einstellung fremder Kräfte vergütet werden mühte. Ihr steht eine wissenschaftliche oder ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit gleich, wenn sie Zähre hindurch die Arbeitskraft wesentlich in Anspruch genommen hat. Als Unterstützungen kommen insbesondere in Betracht: Leibrenten- t er träge, Vermögensverwaltung,Darlehensbeschaffung, bestmögliche Verwendung des Hausrats, Beschaffung billiger Lebensmittel, Kleider, Heizstoffe, Bereitstellung billiger Krankenpflege, Forderung der verbliebenen Arbeitskräfte, Unterbringung in Heime. ** Die Liebigshöhe ging durch Kauf an die Stadt Gießen übet. Der Kaufpreis beträgt 400 000 Mk. In diesem Preise ist das Inventar, das nach Schätzung Sachverständiger einen Wert von etwa 80 000 Mk. hat, einbegriffen. Der Kauf wurde durch Vermittlung des Stadtverordneten Winn getätigt. Die Stadt beabsichtigt die Säle und die Wohnung neu herzurichten und das Anwesen zur Verpachtung auszuschreiben, da der seitherige Besitzer, Herr Tex- t 0 r, die Wirtschaft nicht weiterbetreiben will. Don feiten der Stadt ist weiterhin geplant, die bereits auf der Liebigshöhe bestehenden Tennisplätze, die jährlich etwa 6000 Mk. einbringen, instand zu sehen und noch einige neue anzulegen. Auf dem Trieb vor der Liebigshöhe wird voraussichtlich ein großer Festplatz angelegt und eine Anzahl Spielplätze eingerichtet werden. △ E i n biologischer Lehrfilm kam gestern und heute im Lichtspielhaus Bahnhofstraße durch das Landesbildungsamt zur Dorführung. Der Film betitelt sich „Wc»s der Wald erzählt". Auf einem Spaziergang in den Wald werden im Bild Ausschnitte aus dem Kleintierleben gegeben, das sich dem oberflächlichen Betrachter im allgemeinen verbirgt. Die Dildvvrführung bezweckt den Kindern naturwissenschaftliche Tatsache zu zeigen, die der Lehrer im Unterricht nicht in voller Wirklichkit darzubieten vermag. Die Jugend soll auch dazu erzogen werden, wie sie draußen in der Natur eine Menge interessanter Beobachtungen anstellen kann. Die Bilder des Films waren schön und riesen lebhaften Beifall hervor. Nur hätte das Ablaufen der Bilder und der Dortrag des Redners etwas weniger hastig geschehen sollen. Außer den hiesigen Dolksschulen und höheren Schulen waren die Schulen aus der gesamten Um- gegend zu dem Filmvortrag erschienen. *• Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern am Montag die Eheleute Werner Krug und Frau, Wetzlarer Weg 59, und das Ehepaar Schreinermeister Karl Wacker und Frau geb. Diebel. Bornotizen. — Tageskalen der für Samstag: Stadttheater, 4 Ahr: „Wilhelm Teil". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3 Uhr. „Die Tür ins Freie": &/<, Uhr: „Die Csardasfürstin". — Neue Aula, 5 Uhr: Neuntes Konzert des Gießener Konzertvereins. — Kath. Dereinshaus, 8 Uhr: Oeffentliche Dersamm- lung des Deutschvölkischen Schuh- und Trutz- bundes. — Stadtkirch*. 8 Uhr: Luther-Feier des Evangelischen Bundes. — Aus dem Stadttheaterbureau. Unter Hinweis auf die Anzeige in der heutigen Nummer sei auch an dieser Stelle daraus aufmerksam gemacht, daß die noch ausstehenden Karten bei- Abonnementblocks (für Dienstag und Freitag also die Scheine für die 21. bis 25., für Mittwoch für die 22. bis 25. Abonnementsvorstellung) zwecks Erhebung der lOprvz. Dergnügungssteuer zur Abstempelung vorgelegt werden müssen. Zur raschen Erledigung findet diese Abstempelung an der Kasse in der Dorhalle des Stadttheaters statt, und zwar zunächst für die Dienstagabonnenten am Montag den 13. und Dienstag den 14. März jeweils von 10—1 Uhr vormittags. Für die Mittwoch» und greitagabormentcn wird der Termin noch betaimtgegeben. Nur in Ausnahmefällen (z. D. bei auswärtigen Abonnenten) kann die Abstempelung noch an der Abendkasse vorgenommen werden. Nur Karten, für die die 10 Proz. Steuer entrichtet sind, berechtigen künftig zum Eintritt. — Oberhessischer Kun st verein. Die gegenwärtige Ausstellung von Werken des Süddeutschen Illust ratoren-Dundes verbleibt nur noch bis einschließlich Mittwoch. Am Donnerstag wird eine teilweise Olenberung in der Ausstellung vorgenommen, weshalb ein Besuch berfeiben baldigst zu empfehlen ist. Die Ausstellung ist täglich von 11-1 Uhr geöffnet — Evangelifcher Bund. Wie man in diesen Tagen im „Gießener Anzeiger" las, hat zu Anfang der Woche in Wittenberg eine große Luther-Feier stattgefunden, an bei- auch das Ausland hervorragend beteiligt war. Es galt, die Rückkehr Luthers von der Wartburg, feine Ueber- sehung des Neuen Testaments und den Kampf gegen die „Schwarmgeister" vor 400 Jahren in würdiger Weise zu feiern und die Organisation einer übernationalen evangelischen Gebens- und Arbeitsgemeinschaft zu schaffen, einen Zusammenschluß also des gesamten Protestantismus herbei» zuführen. — Auch in unserer Stadt soll, wie schon kurz gemeldet, eine Dierhundertjahrfeier jener Ereignisse stattfinden, veranstaltet vom EvangelischenBunde. Morgen abend wird in der Stadtkirche ötubienrat Dr. Kauer« Wetzlar sprechen über „Luth erd Kampf und Arbeit au f der Wartburg in bere Zähren 1521 unb 1 522“. Der Dortrag' wird ein gerahmt fein durch musikalische Darbietungen von Fräulein Ida Stammler, eines Trio des Wartbürg-Dereins und Choren der Gesangsabteilung beä Evangelischen Arbeiter- Vereins unter Mitwirkung des Organisten Herrn Otto G ö r l a ch. — Gießener Waldbühne. Der Gieße» ner Goethegemeinde unb den sonstigen Freunden der Gießener Waldbühne wird durch diese in den nächsten Tagen Gelegenheit geboten, ein vielen vielleicht noch unbekanntes Lustspielchen Goethes, „Die Wette". kennen zu lernen. Als Goethe int Zuli 1812 in Teplih weilte, gehörte er zu dem Gesellschaftskreise der von ihm verehrten Kaiserin Ludovica von Oesterreich Dort unterhielt man sich einmal darüber, wer zuerst die Liebe eingestehen dürfe, der Mann oder das Weib. Goethe antwortete in Form einer Erzählung, und diese gefiel der Kaiserin so sehr, daß sie ihn «ifforderte, „das Betragen zweier durch eine Wette getrennter Liebenden" in einem Lustspiel zu zeigen. Sprachlich und in der Handlung nicht unbedingt bedeutend, wie manches unbekanntere Werk Goethes, enthält das so entstandene Lustspiel doch Weisheiten und tiefe Schilderungen der menschlichen, insbesondere der weiblichen Seele, die die pädagogische Weise, die Lebenserfahrung unb bas rein menschliche Empfinden Goethes erneut erkennen lassen. — Im Anzeigenteil dieses Blattes ist Tag und Zweck der Aufführung mitgeteilt. Landkreis Gießen. • Wieseck, 9. März. Am Sonntag, den 12. März, veranstaltet das Männerquartett „Harmonie", Wieseck, im Braunschen Saale sein bereits angesagtes diesjähriges Konzert. Außer einem aus besten Kräften zusammengesetzten Orchester wirken noch Herr Hormann (Tenor) aus Frankfurt a. M., Herrn Schröder (Cellist) aus Gießen und das Frankfurter Doppelquartett mit. △ Li ch, 9. März. Gestern mittag fiel einer der alten Lindenbäume auf dem Wall an der Oberstadt um. Obwohl der Wind um diese Zeit noch nicht so heftig einfetzte, konnte der sehr starke Daum dem Luftdruck nicht standhaften, weil fein Wurzelstock stark angefault war: äußerlich war dies nicht zu erkennen. Wäre der Daum in der entgegengesetzten Richtung gefallen, ’fo hätte er an den benachbarten Gebäuden großen Schaden angerichtet. Der alte innerlich faule Daum stand mit feinen ftehengebliebenen Kameraden unter Denkmalschutz. Soweit bekannt, haben die Anwohner nun ein Gesuch um Defeitigung der übrigen Däume an den Gemeinderat gerichtet. • Grünberg, 10. März. Am Svnntagvor- mittag fiel unter dem Einfluß der Witterungs- Verhältnisse ein Teil der Stützmauer der (Burg in den Durggarten nach dem Drunnental hin zusammen. Der rechte Erker ragt frpt in die Luft. Es gelingt hoffentlich, durch geeignete Maßnahmen weiteren Einstürzen vorzubeugen, die unter Umständen auch den Bewohnern gefährlich werden könnten. Die „Durg" gehört zu den wenigen eindrucksvollen 'Bauten Der Stadt. Sie stammt aus dem Jahre 1555, war früher De- amtenwohnung und ist feit 1810 Privatbesitz. An ihrer Stelle stand die 1186 errichtete Festq, von der aus Grünberg sich zur Stadt entwickelte. Kreis Friedberg. * Friedberg, 10. März. Städtische Frauenschule Friedberg i. H. Die Frauenschule gliedert sich an die zeynstufige Höhere Mädchenschule (Lyzeum) an; die Schülerinnen haben die 1. Klasse einer zehnstufigen Höheren Mädchenschule oder die Ilb einer Höheren Knabenanstalt ober eine ihr gleichwertige Anstalt mit Erfolg durchlaufen. Aber auch Mädchen, die das 16. Lebensjahr entweder bereits zurückgelegt haben oder bis zum 1. Oktober des Eintrittsjahres vollenden, werben, auch itoenn sie keine ber genannten Höheren Lehranstalten besucht haben, als ordentliche Schülerinnen aufgenommen. Die Fvauenschülerinnen werden in allen technischen Fächern gemeinswn unterrichtet; sie sind in den meisten wissenschaftlichen Unterrichtsgegenständen entsprechend ihrer verschiedenartigen Vorbildung getrennt; in einigen, hie nicht auf bestimmte Vvrkenntnisse auf bauen, vereinigt. Für die Ausbildung solcher Mädchen, die das gesetzlich vorgeschriebenc Ausnahme alter um 1 Zahr ober mehr überschritten haben, finb besondere Maßnahmen getroffen. Die Unterrichtsgegenstände liegen in der Hauptsache am Vormittag, so daß auch auswärtigen Schülerinnen aus der roheren Umgebung Gelegenheit geboten ist, die Frauenschule zu besuchen. Kreis Lauterbach. Ä Lauterbach, 11. März. Da der Anbau von Flachs von großer wirtschaftlicher Dedeutung ist, so läßt sich die Kreisbehörde die Förderung des Flachsbaus sehr an- Die Pforte des Paradieses. Roman von Zngeborg DoUquartz. Berechtigt« nebcdcfciuig aus dem Dänischen. 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Tante Ellinor hat so viele, denen sis geben soll," entschuldigte Frau Inger. „Aber ich bin die einzige Unverheiratete in der näheren Familie," rühmte sich Tonte Nora stolz. „Ich bin auch unverheiratet," behaiptete Orla. „Und Mutter erlaubt nicht einmal, daß ich Tante Ellinor um Reisegeld nach Duenos Aires bitte." 1 „Da bin ich ganz einig mit deiner Mutter!" erklärte Tante Nora entschieden. „Was willst Du in Duenos Aires? Du hast doch eine Stelle, eine ausgezeichnete Stelle, wenigstens solange, als du in deiner schönen Heimat bei deinen Ellern wohnen kann. Es ist ein großer Kummer, daß du nicht mehr Stetigkett hast, Orla.“ „Kummer ist ein starkes Wort," sagte Frau Borris vermittelnd und nickte ihrem Sohne zu. „Orla ist ja noch nicht einmal zwanzig, es ist noch nicht alle Hoffnung bei ihm verloren" „Za, Inger, deine Schwäche deinen Kindern gegenüber ist unglaublich," bemerkte Fräulein Nora und schaute ihre Schwägerin streng an. „Alle Leute reden über deine gren—zenlose Nachgiebigkeit gegen sie! Sie sind ja verzogen in einem Grad — sind das nicht Nüsse dort m der Schale auf dem (Büfett — nein, ich danke, ich nehme keine ich kann mir auch keinen solchen Luxus gestatten Wenn deine Kinder Taugenichtse werden, bann kannst du dich bei dir selbst dafür bedanken." Herausfordeimd schaute sie Frau Dorris an, | die statt jeder andern Antwort hinging, die Schale > mit Nüssen ergriff unb sie Orla reichte. , „Da sich Tante Nora nichts aus Nüssen macht, so könnt ihr sie nehmen," jagte sie gelassen. „Teilt sie in drei gleiche Teile unb eßt sie drinnen m Mogens Zimmer." Ellen, deren Wangen vor Kampfeslust glühten, war plötzlich guter Laune unb zog Arm in Arm mit ihren Brüdern mit ben Nüssen ab, wäh- renb Tante Nora tief aufseufzte, als ob das Schicksal der drei Kinder ihres Bruders als eine unsägliche Last auf ihrer Seele liege. „Wollen wir nicht ins Wohnzimmer gehen?" schlug Frau Inger vor. „Es ist dort wärmer." Halb beleidigt kam die Schwägerin mit ihr. „Und bu wolltest also wirklich heute nichts Desonderes bei mir?" fragte sie. „Nein, liebe Nora, ich wollte nur nach dir sehen, weil bu mir, wie Ellen schon gesagt hat, das letzte Mal, wo wir dich sahen, etwas verstimmt vorgekommen bist." „Das finde ich nun eigentlich ganz unverantwortlich!" fing Nora an. „Du hättest zum mindesten in der Pension hinterlassen können, es sei nichts Wichtiges, was du bei mir wolltest. Ich versichere dir, ich war wie gelähmt, als ich nach Hause tarn unb hörte, du seiest bei dem schrecklichen Wetter dagewesen — da muhte ich doch denken, es sei ein Unglück geschehen." „Ein Unglück!" wiederholte Frau Borris mit einem kleinen Lächeln. „Was hätte das denn sein können, daß ich den ganzen weiten Weg gelaufen wäre, nur um es dir zu erzählen." „Ach, es hätte ja etwas mit meinem Bruder — mit Zens gegeben haben können. Du brauchst dich gar nicht so erstaunt anzustellen, du bra ichst nicht zu meinen, man fei'blind, weil man schweigt." „Mit Zens?" sagte Frau Borris fragend und ihr Blick wurde plötzlich aufmerksam. „Mit Zens ist bod} nichts Besonderes. Ich weiß nicht, was bu meinst." Tante Nora rückte ihren Stuhl näher zu dem ihrer Schwägerin hin. „Ach, Inger!" bat sie mit gedampfter Stimme. „Wenn bu dich doch überwinden könntest, em offenes Wort über Jens zu reden! Meinst bu denn, ich hätte nicht schon längst gesehen, wie schlimm es mit ihm steht? Wo ist er übrigens heut abend? Er kann doch bei dem schlechten Wetter nicht spazieren gegangen sein?" „Nein, er sitzt in seinem Zimmer unb lieft vermutlich." „Währenb er weiß, baß seine leibliche Hald- schwester bei diesem Unwetter aus ihrer behaglichen Wohnung hierhergestürzt ist aus lauter Angst, es sei ihm etwas geschehen! Ich frage dich beträgt man sich so, wenn bei einem alles in Ordnung ist? Zawohl, ich habe es schon lange bemerkt, daß er niedergedrückt unb nervös war, unb seine Augen bekommen immer mehr denselben Ausdruck wie die seiner Matter." „Welchen Ausdruck die Öligen seiner M itter gehabt haben, bas kannst bu boch nicht wissen, Nora," wandte Frau Borris gelassen ein. „Nein, gesehen habe ich sie ja nicht. Da Zens' Mutter meines Vaters erste Frau gewesen ist unb schon zwei Zähre tot war, als ich auf die Welt kam. Older meine Mutter tat sie doch während ihrer letzten Lebensjahre gepflegt, bis sie in die Nervenheilanstalt gebracht wurde, wo es ihr endlich gelang, sich das Leben zu nehmen, unb sie hat mir immer erzählt, wie wirr unb schwermütig ihre Augen waren. Und ben Bildern von seiner Mutter sieht er doch auf und nieder ähnlich." „Selbst wenn Zens etwas von dem verdüsterten Gemüt seiner Mutter geerbt haben sollte, so ist boch das lange nicht so schlimm, wie bJ meinst," sagte Frau Dorris ernst. „Seine Mutter war richtig geisteskrank, unb das ist Zens entschieden nicht." „Ich heiße es nun aber doch so," erklärte Tante Nora bestimmt. „Was tft es denn anders, wenn ein Mensch herumläuft wie er, menschenscheu unb so voll Angst, etwas mit dem Leden zu tun zu bekommen, daß er sich vor seinen nächsten Angehörigen einfchlieht, vor denen, die es am besten mit ihm meinen. Ich heiße das geisteskrank und wenn jemand krank ist, so ist es die Pflicht der gesunden, ihm zum Gesindwerden z i verhelfen." „Und du meinst, Zens finde zu Hause nicht genügend Hilfe?" „Nein!" erklärte Nora fest und bestimmt. „Mir hat das nie gefallen', wie du Zens behandelst. Zuerst hast du selbst ihn sehr verwöhnt und verzogen; unb dann hast du es auch deinen Kindern hergebracht, bah sich bas ganze Haus um ihn drehen müsse, unb läufst außerdem leibst herum, mit einem Gesicht, als ob du Angst um ihn hättest." Sie hielt einen Augenblick inne, um Atem zu schöpfen, unb Frau Inger schaute sie traurig an. „Es mag wohl fein, daß bu recht hast mit manchem, was bu sagst, Nora," gab sie zu. „Ader es ist leicht zu tadeln, und es ist sehr schwer za sagen, wie geholfen werden könnte." (Fortsetzung folgt.) Turnen, Sport und Spiel. — Berliner Rett- u.n b Spring- turnicr. 6r5graf-^rcU; 1. Fauste Esl. Äipr. R.-Rgts. 17, Orkus (Rittm. Frhr. p. Cohb-.'d; 2- 1,1 (Stotd); 3. Rittei^mann (Des.); 4. Hon (Stoed); Tot.: 221 Pl. 25 19, 77. 16 12 Leilu. — 'Panscht-PreiS. 1. ObtL Wacgcrs Remgald CBef.); 2. Mafia (®raf ®örn); 3 Ab dafür (Rittm. Weinschenk); 4 Piccolo (Bef ): Tm: 167, Pl. 30. 30, 24, 19. 13 Teiln. — Watthari- JreiÄ: 1. Wa,. v. Pcondzvinskis Safdxi (Bef.); 2. Lietzmann (Stacd); 3. Felicitas (ObtL Sdiu.ei; 4. Quercus (Ll. v. Sydow); Sot.: 55. Pl. 15. 14. 27, 21. 10 Seiln. — DUtorta-Preis: 1. Turnier» stall SleinbedS Walküre 1 (v Ho meyer): 2 Qkg'i (Des): 3 Viktoria (Des.); 4 Eiserr.er Tiaren (Des.): Tot. 46. Pl. 17 . 49. 22. 24. 12 Teiln. Kreon-Preis: 1. T. Schaurtc'su 2t Andrea s Teufel (2t Andre«)-. 2. Döllnitz (Des ); 3 Rochus (Des.); 4. Erich 1H (Des ); Tot.: 43. Pt 17. 15. 17, 20. 11 Teiln. — Rochus-Preis: 1 v 'IBitter1 Heims Drünhilde 11 (Des.); 2. Findling (Fr Sjanebcd); 3. <5liegerbaup tmatm (p. Senden) Tot: 83. Pl. 25. 45. 47 10 Teiln — Rennausschreibungen und R e n- nungSschlüsse. Der Große Preis von Hamburg 1 922 sieht nach der 3. Einsatz- -atzlang noch 49 Pferde teilnahmeberechiigt. und zwar von dreijährigen u. a. Kairos, Lciuulas. Innizenz, Habicht. Freigeist, Schlingel undWidi.l- ger, von vierjährigen u. a. Ordensjager. König Midas, Ossian, Omen. Graf Ferrl). Damenroeg. Luftibus, Liebediener. Anakreon und Äamilic und Ne fünfjährigen Wallenstein, Der Mohr und Pallenberg. — Die Magdeburger Ans- gleichsrennen am 2. und 4. April erhielten den guten Durchschnitt von 25 Rennungen. 3m Grcchen Magdeburger Frühjahrsausgleich über 1600 in sind u. a. Damenweg,. Hallunke. Enver. Rein- weih, Laubfrosch. Armenier. Ulan 11, Falter Konvad, Famulus und Tmrnkvnig genannt. Die Rennvererne in Frankfurt a. M. Köln. Re uh und Regensburg veröffentlichen die Propositionen für ihre Frühjahrsveranstaltungen. Der Rennklub Frankfurt a. M. seht für seine drei Tage am 17., 19. und 23. April 462 000 Mark an Preisen aus. — Der Kölner Rennverem wirft für seine Eröffnungsveranstaltung am 17. und 19. April 480 000 Mart aus. 3m Mittelpunkt steht der traditionelle Kölner Früh- jahrsausgleich im Werte von 70 000 Mari - Die Eröftnungsrennen in Reuh am 9. und 12. April sehen an jedem Tage 212 000 Mark an Preisen vor und der Renn verein Regensburg hat seine Rennen am 2. und 5 April mit insgesamt 141 000 Mark ausgestattet. gelegen sein ES ist eine Auskunftstelle errichtet und eine Gesellschaft zum Bezug von Leinsaat ins Leben gerufen worden. D^e AuStonststelle befindet sich in Frischborn. Starkenburg und Rheinhessen. wd. ®roß-®erau, 10. Mürz. Im Jahre 1921 wurden 67 Personen im Kreise Groh-Gerau wegen Milchfälschung zur Anzeige gebracht und bestraft. • Mainz, 7. März. Es ist der Kriminal- pollzet gelungen, das Geheimnis einer Kindes- auSsehung im Kleinen Sand bei Mombach aufzuklären und die Täterin, das 23jährige Dienstmädchen Ehristine Schmitt aus Kempten bei Dingen, festzunehmen. Mit dem Kinde, einem Bübchen, das leicht bekleidet war, begab sich die unnatürliche Mutter mit der Eisenbahn nach Mombach, dort flieg sie aus und brachte das lebenbe Kind nach dem Walde, wo sie eS aus- sÄfte. Dann fuhr fie, das Kind seinem Schicksal überlassend, nach Mainz und stürzte sich in Vergnügungen. Das arme Kind erlitt inzwischen den Tod durch Erfrieren. Es ist schon das zweite un- eheliche Kind, das die Schmitt besessen. Die unnatürliche Mutter kam in Untersuchungshaft. Hessen-Nassau. Bevorstehender TraaSportarbeilerstreik. mc. Frankfurt a. M., 10. März. Die ransportarbeiter werden in den nächsten Tagen >n Streik treten, da ihre Forderungen abgelehnt wurden. ♦ ' Herborn, 1V. Mürz. Ein Ißjähri- ges Mädchen wurde auf dem Markt dabei gefaßt, als es einem Dauern die Rocktasche auSräumen wollte. Die junge Taschendiebin trat mit „großem Gefolge- den Weg zur Polizei an. Oberhesfischer Kunstverein. Sonderausstellung deS Süddeutschen Illustratorenbundes. Sieben, 10. März 1922. Diese Ausstellung entläht den Betrachter mit geteilten Gefühlen. Er hat mit Behagen and Freude den wohltuenden Cinbrud Eingenommen, den gute, sichere und Nuge Technll vermittelt, . die gerade in unseren Tagen an sich schon ein i Erlebnis sein kann Auf der anderen Seite aber \ hat er wieder einmal empfinden müssen, bat) gesteigerte und solide Handwerllichkeit allein denn 1 >och noch nicht ein Kunstwerk ausmacht, wenn jenes mit den Worten gar nicht fahdare Etwas ft 41t, das das technische Gebilde zur eindringlich w irkenden Schöpfung werden lätzt: Geist und Seele, letztes innerliches und äußerliches Leben. Damit ist die Starte dieser Auskeilung ge- ku mzeichnel, aber auch ihre schwache Seite. Die Mehrzahl der vertretenen Werke be- to*tgt sich auf einer ruhigen, etwas tülylen Höhen- laj'e und weist einen starken dekorativen Einschlag auf. Das letztere hat seinen berechtigten Oilinb wohl darin, daß sie meistens als Älu° strcttionen für Zeitschriften usw. von vorne herein gaita besonders auf schmückende Wirkung eingekeilt sind. Hie und da läßt em Klang stärker auf horchen: A Hoffmanns Drachenkämpfe, einige Blätter von K W. Lechner (bef. die . K' w^e"). O. Reumanns javanifch-d.korative Tier stücke, von P. Herz ein Bild voll verhal- .c.iec. o.unmung: »Das verlassene Schloß“. . Zahlenmäßig am stärksten ist W. H e u b a ch - Mü.ichen vertreten, in dessen Auswahl sehr ©uted neben manchem Schwachen Ausnahme ge- funde.f hat. Seine Federzeichnungen sind am wenigsten) erfreulich. Unter den Kohlezeichnungen stehen feine Stüde (.Habicht mit Schnepfe" und einige Tierbildnisse) neben Unbedeutendem. So ist es auch bei feinen Aquarellen, unter denen sich ein,7S der stärksten Blätter der ganzen Ausstellung. befindet: ,21 m Fuß der Zugspitze". Dieses Werk macht mit den ftimmungd- starken iTierszenen im dämmerkalten Winterwald von 213 o I f Achleitner-München (bef., Am Drechsel") und mit den drei famosen Seeftüden von 6. Bergen- München den Höhepunkt der Ausstellung aus. Ausgezeichnet besonders auch im Zusammen- llang aller Mittel der Darstellung sind die meisten Aquarelle von Z. M iu d e r - Hohenschäftlarn: „Betliebt“, „Sonnenaufgang“ (Man beachte auf diesem Bild nur einmal die Profile der Raturschwärmer!), „Heuarbeit", „Fußballspiel“ usw. Die Märchendarstellungen gelingen ihm weniger» die zarten Prtnzeßlein vertragen daS Karikiertwerden nicht gut. Bon Radierern find zu nennen: O. Kreuzer- Riünchen, der viel von Dähle gelernt bat, H Wilm- München mit seiner kräftigen Klarheit (bef. „Vorfrühling" und „Frühling"), B. WitfcheI - München (bef. reizvoll „Rivo" und „Das alte Schiff") und M. Lüth mit seinen fernen Wirkungen. Außer den Mitgliedern des Süddeutschen 3llustratorenbundes sind rwch R. Curry- München und E. Eimer- Darmstadt mit Werken vertreten. Curry zeigt zwei reizvolle Hochgebirgslandschaften. Eimer beweist in einer ansprechenden Reihe lieber Märchen bilder aufs neue seine bekannte liebenswürdige Meisterschaft. Hier verbindet sich reifes technisches Können mit heiterer Innerlichkeit zu erfreulichem Werk. Auch auf Jeine Radierungen sei bei dieser Gelegenheit nochmals eindringlich verwiesen, besonders auf den kraftvollen „Kirchweihtanz“ und das feine, einfach-klare „Volkslied" mit der starken Wirkung seiner anspruchslosen Mittel. W. Kirche und Schule. A Ilbeshausen, 11. März. Im nahen Hochwaldhausen wurde eine neue Landes- erziehungsanftalt errichtet, an die zugleich eine Haushaltungsschule angegliedert ist. Aus dem 2lmtsverkündiguugsblatt. " Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 33 vom 10. März enthält: Pflegegelder in der Anstatt für Schwach- und Blödsinnige .Alice- stift" bei Darmstadt. — Unterstützung notleidender Kleinrentner. — Brandbekämpfung auf dem ßanbe — Errichtung einer Zwangs Innung für Küfermeister im Kreise Gießen, begL für die Znnmermeister im Kreise Gießen. — Errichtung von Prüfungskommissionen zur Abnahme von Tleifterprüfangen. — Ortssatzung für die Stadt Lich betreffend die 2Ienberungen der Bestimmungen über die Vergnügungssteuer. Vermischtes. Der Fall Kahne. Derlin, 10. März. In dem gegen den Gutsbesitzer v. Kähne eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlages ist nach Mitteilung der Potsdamer Staatsanwaltschaft noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob die Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird. Gegen den Arbeiter R t e t e r t. der von dem Rittergutsbesitzer niedergeschossen wurde, soll ein Verfahren wegenDedrohung und Forstfrevels eingeleitet werden. Wie die Blätter erfahren, beabsichtigt v. Kähne nicht nur gegen eine Reihe Berliner Tageszeitungen, sondern auch gegen eine Anzahl Provinzzeitungen, die ihn wegen des Vorfalles mit Rieten angegriffen haben, und sogar gegen eine große englische Zeitung die Beleidigungsklage zu erheben. Roch em Selbstmord im Grupen-rozeß. H i r s ch b e r g, 10. März. (Wolff.) Der Gefängnisinspektor S ch e n t k e, der dem Doppelmörder Grupen im Gefängnis allerlei Gefälligkeiten erwiesen hat und in dem dringenden Verdacht stand, die Flucht Grupens begünstigt zu Hatzen, hat sich erschossen, nachdem ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worben war. QEinqefanM. (<5«r Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tiehen, den 10. März 1922 BJärc es nicht möglich, die Anlagekonzerte wie früher, auf ben Sonntag zu legen.1 Es ward? dies sicher von vielen musikliebenden Einwohnern begrüßt werden, welche werktags ihrem Berufe nachgehen und sich auch beute den Besuch eines teueren Konzerts nicht leisten können. Herrn Otzermusikmeister Loder und seiner Kapelle wäre der Dank Der Musikfreunde sicher. Einige für Viele. * (Sieben, den 10. März 1922. Kein Gießener Bürger kann sich mehr getrauen. heutzutage zu einer Holzversteige- tung zu gehen. So wurden bei der am 7. März im Fernewald abgehaltenen Versteigerung wieder horrende Preise erzielt. Z. B eichene Prüqel und Scheitholz 550 Mark. Buchen-Scheiler 750 Mark, Tannen-Prügel 360 Mart pro Meter. Unb wer waren die Glücklichen, die dieses bezahlen tonnten ? Keine Gießener, sondern auswärtige Landwirte. Könnte die Versteigerung nicht nur für Gießener Bieter angeorbnti werdenW. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 12. März. Reminiszere Kollekte für die Anstatt für Epileptische. In der Stadttirche. Bonn. 9>,3 llßt: Psarrass. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markus- gem.; Psarrass. Becker. Abds. 6: Pfr. Mahr. — Montag, 13. März, abds. 8: Bereinig, d. kons. männl. Jugend d. Matthäusgem. — Montag, 13. März, abds. 8: Bereinig, d. tonf. toeibL Iugenb d. Markus gern. — Dienstag, 14. März, nachm. 4: Frauenmrssionsverein. — Mittwochs 15. März, abds. 6: Passionsgottesdienst: Pfr. Becker. InderIohanneskirche. Bonn. 9i/s LIHr. zugleich Militärgottesbienst: Pfr. 2lusfeld. — 11: Kinderkirche f. d. Iohannesgem.: Pfr. 21usfeld. 2lbds. 6: Psarrass. Muller. 7y2: Bereinigung d. tonf. männl. Jugend d. Iohannesgem. — Btontag. 13. März, abdS. ?i/2: Iugendvereinigung d. Lukas- gem. (treibt 2£btlg.). — Freitag, 17. Mörz, abds. bi/2: Vereinigung d. konf. Mädchen d. Io Hannes- gemeinde. Am tommenben Sonntag findet in beiden Kirchen im Abendgottesdienst Beichte and Feier des hl. Abendmahls statt. 2Inmelbangen werden vorher von den Gemeindepfarrern erbeten. Im Konfirmandensaal (Liebigstr. 56): Rachm. 2 Uhr: Taubstummengottesdienst und Feier d. hl. Abendmahls: Pfr. Bechtolsheim er. W i e J e d. 12. März, vorm. 93/<: Gottesdienst. Börm. 11: Kinderkirche. — Dienstag, 14. Marz, abds. 8: Iugendadend (männl. Abtlg.)' — Freitag, 17. März, abds. 8: Versammlung etxmgeL Männer u. Frauen (Ratssaal): Evangel. Bund — Evangel. Gemeinde. , Sonntag, 12. März, vorm. 10: Kirchberg. — Rachm. iy2r Daubringen. — Rachm. PA: Mainzlar. Katholische Gemeinde. Samstag, 11. März, nachm. 5 a. abds 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag, 12. März. 2. Kistensonntag. Dorrn. 6^2' Gelegenh. z. hl. Deichte. 7: Hl. Messe. 8: Austeilung d. hl. Korn- airunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. (Messe m. Pr. Rachm. 2: Iünglingskongregation. 3: Christenlehre. daraus Passions-Andad^. 4: Hausangestelltenverein. — Dienstag u. Freitag nachm. 6*/2: Fastenandacht. Diaspora-Gottesdienst am 12. März. Grünberg, vorm 9'/z bkhr K a t h v l. Gottesdienst. 12. März. L i ch, vorm. 10, nachm. 2 Uhr. — Hungen vorm 8 LIHr. BE anflaoie- Vastille» ut Oolnftftton brr ZTltmb- enb Rochknhihl« 6tfonb«t» M SrlM. fST"8- l» *. Dr. Rieier, Darmstadt, Klappacher Str. 15. Arthur krucfr & to., Kunstgewerbliche i.'crl- stätte f. Metallarbeitcih Wilhelmstraße 45. kiilbMerJllM der d. Metzgerei erlernen will, forort ob. fpäter gef. Ludwig Hofiimu« L, Grünberg «Hessen), 2232 Marttstr. 5. jüngerer Banßje oder HlBötöen stundenweise ges. 2444D _____Säuglingsheim. Lehrling für unser kunstgewerbliches Zeichenburcau gesucht. "75 Von eiinem unter Führung der Disconto-Gesellschaft stehenden Konsortium werden 300 Millionen Mark 5% vom Jahre 1927 ab zu 102% rückzahlbare Teilschuldverschreibungen der erststellilg hypothekarisch gesichert, vom Lande Baden für Kapital und Zin&en selbstschuldnerisch verbürgt, reichsmündelsicher zur Ausgabe gebracht Die Zaichnungsfrist läuft vom 13. bis 24. März 1922. Der Zefichnungspreis beträgt 2460V iooy4% Wir nehumen Anmeldungen hierauf entgegen. Direction der Disconto-Gesellschaft Plockstraße 13. PßDsiön Brandl bK^1,. i G. möhl. Zimmer mit \ wei Bettan. Bote Varpilagi ang Gut möbl. 3imnt?r an ruüifl. Herrn zu ve'.rrn. Ham in» raste 14 r I. @ut Ml. jiüimw mit 1 und 2 Beuen zu vermieten 2192 Wetzlarer Weg 77 v. Möbt Zimmer zu uer m. ai** Leltersweg 59 J. Zweigstelle Gießen Telephon Nr. 62 und 2039. kiüfaiß Simnitr an durchaus fol. Herrn zu verm. Eoil. mit Pen non. oi*m Hillebrandstr. 8 I. SeWskslokul t 1. Einge, ca. 26 die das alle, üftungi Die m im vorige 19, gute : treten bei : Nan freu : zu sehen, gearbeitet dir Käme! schalten, i nicht naii alles in £ 6tü(f bief - 2 MWeeiseMl neu, zu verkaufen. ,,eT Wieieck, Giestenerftr. 21. Im Auftrage habe etliche Waggons Durchforstungswellen (Buchen m. etwas Biehen) sofort lieferbar, abzugeb. Anfragen an 01816 Kchttfer, Hermannttcin, Tel. 276. 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EndeO'-'^äri- M Mui» ,3, %??? M ic^aren M« W5' prM ob ltl'kßr. 44- Zweites Blatt Nr.b) Deutscher Reichstag. 'Berlin, 10. 'JHärj. Die TlotxUen -am P e n» i sionscrgänziangsgeseh und -um Wchr- machtversorgungsgesetz geben ohne De- ! bette an einen Äurschuß. Die Novelle zum Gesetz gegei die Kapitalslucht wtrd ’ ohne Debatte nal) den Beschlüssen des Ausschußes in zweiter und dritter Lesung angenommen. Dann wird die zweiw Lesung des Branntwein» mvnopolgesetzes sortgeseht. Die Einzel- betatung ergi'/t nichts bemerkenswertes. Nachdem die 6irui a v.'richicdrntsich infolge Anzwois- lung ter Bcsck iußfähigkeit des Hauses hat inter- krochen werde l müssen, wurde vieler Gegenstand I der Tagesordnung verlassen, und in einer neuen ; Sitzung ging tnan über zum Stal Kes Reichswehrministeriums. Nach te/n Berichterstatter 2lbg. S tücklen lSoz.) ergriff Reichswehrmini st er D r. (Schier ihitf Wort: Der Etat hat seine besondere Bedeut mg dadurch, das) in ihm zum ersten । Mal Lte Neuorganisation (Heer und Tlarine; nach len ^Bestimmungen des Friedensvertrages voll zum Nusdruck kommt. 3n diesem äuberen Aufbau steckt eine gewaltige Arbeit, die von den verschiedenen Parteien des Hauses schon anerkannt wurde. Nrrchdem die Bestimmungen des Frie- lensvertra/ges jetzt durchgeführt worden sind, ha- ben wir cud) ein Recht darauf, das) jetzt die alliierten M I itärkcmnusiionen, dre nach d.n Bestimmungen r-es Friedensvertrages dazu da sind, I zeitlich feHlgelegte Rüstungsbeschränkungen zu kon- I trolliercn, ebenfalls an einen energischrn Abbau I denken. (Gehr wahrl) Ich darf wohl die Ge- I [egenljeit benutzen, um den Borwürsen entgegen- , zutreten, die in der Presse der Ententeländer I immer r^ieberkehren, und die darauf hinaus- I laufen, ' ausbildung genossen. Der Offizier must auch ein ! Lehrer und Erzieher der Truppe sein. Ich erwarte hier eine Besserung vor allem davon, dah sich nun in den festen Garnisonen der erzieherische Wert der älteren Offiziere geltend macht. Ich bin im Ausschuh gefragt worden, ob ich die Garantie dafür übernehmen könne, dah das Heer seine verfassungsmästigen Pflichten erfülle. Ich habe diese Frage ohne Rückhalt bejaht. (Grohe Unruhe aus der äuhersten Linken; Zurufe: Auch in Bayern? Ein zweiter Ävskel) Auch in Bayern! Viel erwarte ich mir für das Verhältnis zwischen Offizier und Mannschaften von der sportlichen Ausbildung. Der staatsbürgerliche Unterricht soll dazu dienen, den inneren Wert des Mannes zu heben. Die Disziplin ist nicht allein mit Gebot und Verbot mifvechtzuerhalten. In der Erziehung haben wir mch das beste Kampfmittel gegen Alkvholismus unb Geschlechtskranvheiten. Das Heer muh innerlich auf dem Boden der Staats- Verfassung stehen. Das ist aber nur möglich, wenn cs sich als gleichberechtigt empfindet und wenn cs von keiner Klasse der Bevölkerung als Feind betrachtet wird oder gar als minderwertig! Ich hoffe, dah wir gerade nach der Dichtung hin in den letzten zwei Jahren grohe ; Jtrtfdjritte gemacht haben. i Zusammenfassend möchte ich dem Wunsch Ausdruck verleihen, dah unserem Heer eine ruhige und stille Entwicklung beschieden sein möge; dah . die Erziehungsarbeit, die wir im Sinne der Ver- 'assung leisten, nicht unterbrochen wird, dah dadurch eine feste Brücke zwischen Volk und Heer geschaffen wird und dah. wenn wir auch die allgemeine Wehrpflicht nicht mehr haben, die in ihr liegenden sittlichen Kräfte auch im neuen Heere 'ich auswirken mögen! (Beifall.) Nächste Sitzung: Dienstag nachmittag' 2 älhr. Fortsetzung der heutigen Beratung. Hessischer Evangelischer Landeskirchentag. rm. Darmstadt. 8. März. Der Evangelische Landeskirchentag trat heute unter feinem Vor- tbenben Prof. Dr. Dr. Diehl zu feiner elften Citjung zusammen, nachdem an den beiden vorher» sehenden Tagen geschäftliche Vorberatungen und aussprachen der einzelnen Gruppen stattgefunden «Wen. Der Präsident eröffnet die Sitzung um - 4 Hhr, Dekan Jaudt spricht das Gebet. I Der Vorsitzende weist in seiner Begrüßung 0 - - - — Spanien 3^26,05 3932,95 Deutsch-Oesterr.. .. 3,73 3,77 3,48 3,52 Prag 405,80 4u7,70 417,55 418,45 Budapest 32,06 32,14 31,96 32,04 Buenos Aires . .. 93,15 93,d5 93,77 93,97 Bulgarien169,55 169,95 169,55 169,95 Marknotiernngen. Oeheimms, warum es manchenorts fo feinen.billigen fiaffee gibt: Man kocht mir echter Pfeiff er 4 Villers fiaffcc-€ffent! tnadHnSi«dud?eir»-nPtrfu^l Originaldofen u.Silberpakete zu haben in den Gele haften! Märkte. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 10. März. Auf der heutigen Börse war im allgemeinen das Angebot etwas größer und die Tendenz ruhiger, was auch durch die etwas geschwächten Devisen begründet ist. In Kleesaaten und Rauhfutter war der Markt dennoch weiter fest. Es notierten per 100 Kilo: Weizen 1300 bis 1375. Roggen 1000 bis 1090. Hafer 1000 bis 1100. Gerste 1100 bis 1175, Futtergerste 1100 bis 1150, inl. Weizentnehl 00 1950 bis 2000, inl. Weizenmehl Spez. 0 1900 bis 1950, Weizen- mehl mit Auslandsmehl qem. 1900 bis 1975, aincrif. Weizenmehl 2000, Roggenmehl 70pro- zenlig 1400 bis 1450, Weizenlleie ohne Sack 750 bis 840, Roggenkleie ohne Sack 750 bis 840, Mais 990 bis 1150, Maisfchrot 1020 bis 1180, Futtermehl 850 bis 950, ital. Luzerne 6200 bis 7000, Provenc. Luzerne 6500 bis 7000, ital. Rotklee 6500 bis 7500, inl. Rotklee 4000 bis 7500, deutsche Linsen 2000 bis 2400, weiße Bohnen 1300, Biktoria-Erbsen gesch. 1600 bis 1700, Biktoria-Erbsen ungesch. 1350, Burma- Reis II. 1750, Haferflocken 1400, Graupen 1600 bis 1700, Wiesenheu lose 450 bis 620, Wiesenheu gepreßt 450 bis 700, Kleehcu lose 520 bis 560, Haferstroh 170 bis 195, Roggcn- stroh 165 bis 190. ^3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Dr. Hermes zum Reichsminister der Finanzen ernannt. D e r l i n, 10. März. (WTB.) Der Reichs- kanzler hat den bisherigen Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Hermes unter Entbindung von der Führung dieses Ministeriums zum Reichsmini st er der Finanzen ernannt. Beratungen über „Groß-Hamburg". Hamburg, 10. März. (WTB.) Gestern vormittag versammelten sich die preußischen und hamburgischen Kommissare im Rathaus, um die Ende Februar in Berlin vertagten Verhandlungen über die Frage Groß-Hamburg weiterzuführen. Unter dem Vorsitz d?s Bürgermeisters Distel wurde bis gegen 4 llhr nachmittags verhandelt. Heute vormittag werden die Verhandlungen fortgesetzt. Die preußischen Kommissare beabsichtigen, sich mit dem Nachmittagszuge nach Berlin zu begeben. Nach einer auf den ersten Beratungen getroffenen Vereinbarung zwischen den Vertretern Preußens und Hamburgs wird der In halt der Verhandlungen vertraulich behandelt. Der italienische Ministerrat über Fiume. Rom, 10. März. (WTB.- Der Minister - rat hat sich ausführlich mit der Flumer Frage beschäftigt und ist etnstlmmig zu der Ansicht gekommen, daß diese Frage gemäß den internationalen Verpflicht ungen unter Beobachtung der Verträge gelöst werden müsse. Die britische Besatzung in Indien. Delhi, 8. März. (WTB.) Reuter. In der gesetzgebenden Versammlung hatten einige Abgeordnete eine weitere Herabsetzung der Heeresausgaben, namentlich der Ausgaben für die britischen Truppen in Indien verlangt, die mehr Kostenaufwand verursachten, als die indischen Truppen. Darauf antwortete der Oberstkommandierende, Lord Rawlinson, eine weitere Verminderung des Heeres fei wegen der weit verbreiteten aufständischen Bewegung nicht möglich. Er würde eine weitere Verminderung in Erwägung ziehen, wenn ein geeinigtes Indien dem britischen Reiche seine treue Ergebenheit bezeige. Unter den gegenwärtigen Umständen sei die britische Besatzung in Indien keineswegs zu groß. Explosion eines englischen Munitionslagers. Paris^ 10. März. (WTB.) Nach einer Meldung aus Boulogne fir mer ist dort ein englisches Munitionslager, das inzwischen Eigentum einer englischen Firma geworden war, in die Luft geflogen. Bis fetzt sind,7 Tote ynb 20 Verletzte festgestellt; man fürchte aber, daß sich die Zahl der Getöteten noch erhöhen werde. v. Bergmann & Co., Radebeul, beste I.llienmilehselfe l zarte, weisse Haut und schönen Teint, überall tu haben. Datum: 1.7.14. 9.3. 10.3. Zürich Fr. 125.40 2,06 2,03 Amsterdam Fl. 59.20 -—, — Kopenhagen ..... Kr. 88.80 1,92 —, - Prag Kr. 117.80 24,25 Stockholm Kr. 88.80 1,55 -,- Wien Kr. 117.80 -,- 3022,- London Sh. 97.80 5,44 — Paris Fr. 125.40 4,50 4,57 Aeuvork $ 2180 -,4G -,39 Züricher Devisenmarkt. 10.3. 11.3; Wechsel auf Schweizer Sranfea Holland 100 Fl. =» 195.10 195.10 Deutschland 100 QHt = 2.08 2.- Wien 100 Kr. = 0.075 0.07 Prag 100 Kr. — 8.35 «.60 Paris 100 Fr. = 46.35 46.20 London 1 £ = 22.51 22.49 Italien 100 2. = 26.25 26.20 Brüssel 100 Fr. — 43.56 43.25 Budapest 100 Kr. — 0.66 U-G5 Deuyork 100 r — 515.50 515.50 Agram 100 Kr. — 1.775 1.80 Warschau 100 Kr. = 0,12 0,12 or.BahrsZabnpulver Jr.23" vom Zahnarzt verordnet, daher 70D „das rechte Zahnpflegemittel“. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. E Beseer als bittere Mandeln u Zitronen = j rßeppiiFBacköle—| z .Bittermandel. Zitrone' mw. |= Universität Frankfurt a.M. Das Vorlesungsverzeichnis für das am 19. April beginn Sommersemester ist v. d-Univ.- Buchhandig. Blasek & Borgmann, Goetheatr.34 g.Voreinsendg. v. Mk. 5L0 zu beziehen (Postscheck-Konto 11746 Frankfurt a. MK (17ss Behördliche Anzeigen Eichen-Stämme (Schnitcholz) 3. Kl.. 1,12 Fstm. 2 heute 5°/ 57-°/« bis 6°/o 5 5°, 5/2% Butzbach, Friedberg, Gießen, Vilbel, den 1. März 1922. abzugeben. 020% 2437D schriftlichen Angebots einen Bullen. Verschlossene Rödgen, den 9. März 1922. 2471D 11 Eichenstämme 5. Kl. ,21 Fstm. | Wagnerholz. 99 6. durch 1629sl 2. 2,23 2440D Bürgermeisterei Rainrod. n 28.- Holz im Submissions- 30.- Los 50.- 2. und 15.- 9.- 2446D 2.50 n 2.50 3.50 m Eintritt frei. 2484v Der Vorstand. 2255 D strichen. Angebote find nach Klaffen gOrMlMS die c 95 11 21 47 46 der der Zur Jackenkleider und Mäntel Seidene u, wollene Kleider Blusen, Kostüm - Röcke Morgenröcke, Unterröcke 4,: 20/ nicht nicht 5a 5b 1. 2. Derbstangen: Nutzknüppel: Mahonnaise in Gläsern Hering in Tomaten, Dose Riesen - Roll- mövie v.St. Bismarck- beringe St. Russische Sardinen '/«Pfd. Dchicnmaul- salat '/«Pfd. 1 Kiefernstamm 13 Fichtenstämme 67 172 238 289 Fichtenderbstg. 104 a) Für Darlehen gegen Hypothek auf b) Für Darlehen gegen Bürgschaft von Privatpersonen auf...... c) Für Darlehen an Gemeinden sowie sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechtes auf........ d) Für Darlehen gegen Hinterlegung von Wertpapieren auf .... . Bekanntmachung» In unser Handelsregister Abt A wurde 28.— 32.— 31- Nutzholzversteigerung. Donnerstag, den 16. März, norm. 10*/4 Uhr, kommt nachstehendes Nutzholz aus den Waldungen Zuschlagsfrist: 14 Tage. Dietzen, den 10. März 1922. 'Hessisches Hochbauamt Dietzen. 3. D.: Kuhlmann. Bezirkssparkaffe sMathildenstift) Butzbach Rühl. Holzversteigerung im Holzheimer Mark- und Gemeindewald. Öffnung bekanntgegeben. Die blau unterstrichenen Nummern kommen zum Ausgebot und kommen bei oberer Summe in Abzug. Die Bekanntgabe erfolgt bis Samstag nächsten Dienstag. Albach, den 9. März 1922. Steigliebhaber werden gebeten, sich das Holz vorher anzusehen. Nähere Auskunft erteilt Förster Ruppert zu Nainrod und die unterzeichnete Stelle. Rainrod (Kreis Schotten), den 7. März 1922. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Döbeln-- r 0 d für Rechnungsjahr 1922 liegt vom 13. März ab eine Woche auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Es wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, wozu auch Heff. Bürgermeisterei Rödgen. Kraushaar Das Holz ist mit der Rinde gemessen und kann vorher eingesehen werden, kleine Abweichungen sowie sonstige Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Die 2lngebote sind getrennt nach Klassen und Sortiment pro Festmeter bis zum 16. März 1922, nachmittags 2 Uhr, an die unterzeichnete Bürger- meisterri mit der Aufschrift „Holzsubmission" einzu- reichen, wo alsdann die Eröffnung bei etwa erschienener Bieter stattfinüet. Die Derkaufsbedingungen werden vor der Er- Bezirkssparkaffe Gietzen Z a ch e i s. Hessische Bürgermeisterei Albach. Arnold. Kokosbutter. Palmin Cttol...... Margarine, Marke Mohr Feinste Teebutter - . . . Sützrabm- butter Frische Landbutter Frische Landeier ...... Nalurheilrerein Men. Montag, den 13. Mürz, 8 Uhr, im Srhipkapatz, Vortrag von J-rl. Spiel. Thema: Herzkrankheiten iu Arterienverkalkung. Gäste willkommen. das nachstehend verzeichnete wege verkauft werden: 10000 Mk. bar f. Vorwärtsstrebende u. Erfinder Aufkl., Anreg. u. beste Berdienstmöglichkeit biet Broschüre gratis Lebensmittel- u. velikatessenhans Loder 9 Sonnenfiratze 9 empfiehlt prima per Pfd. Speisefett. . . M.28.- „ 46.- per St. M. 3.20 per Pfd Die Dorstände der Bezirkssparkaffe Malhildenstist) Friedberg (Hessen) Damm. bei der Firma S. H. Sondheim, Gieften, Folgendes eingetragen: Kaufmann Karl Sondheim in Eietzen ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. 2434 B Gietzen, den 6. März 1922. Hessisches Amtsgericht. Die mit unseren Schuldnern vereinbarten sonstigen Bedingungen über Kündigungsrecht, Kündigungsfristen, Tilgungen der Darlehen und dergl. werden durch diese Festsetzungen des Zinsfußes nicht berührt. Brennholzverfteigernng. Freitag, den 17. März ds. 38., vormittags 10 Uhr, werden in der Gastwirtschaft von Fr. S e i l b a ch zu Rainrod aus den Forstorten Schenken Wald 4 und 5 und Wolfslauf 2 der Försterei Rainrod versteigert: Scheiter Rm.: 330 Tuche 1. Kl., 126 2. Kl. Knüppel Rm.: 2 Buche 2. Kl., 2 Eiche 2. Kl., 1 Dirke 2. Kl. Knüppelreisig Rm.: 2 Lärche. Reisig Rm.: 650 Buche, 66 Eiche. S t ö d e Rm.: 120 Buche 1. Kl., 43 2. Kl. Rähere Auskunft erteilt Herr Forster Ruppert zu Rainrod sowie die Oberförsterei. Das Holz beliebe man vorher anzusehen. Rur die blau unterstrichenen Rummern kommen zum Ausgebot. Händler werden nicht zugelassen. Eichelsdorf, den 9. März 1922. 2474D Hessische Oberförsterei Eichelsdvrf. Bechtel. Ihren getrennten V Verkaufsraum in sanitär.,Wochenbett- u. Damenbedarfsartik. mit Damenbedienung ■ empfiehlt *>”c Mrogerie WinWf 1 Kreuzplatz 9u.l0 .jF Holzsubmission. Die Gemeinde Nieder-Dessingen verlauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: Äsähma £ kann geheilt werden. Sprechstunden des nach meinemPerfahren sachlich gebildeten Arztes in ttfte bett, Babnhoföbote! Lenz, jeden Montag von 10—1 Uhr. Dr. med. Alberte, Berlin SW. 11, Spezialere! I. Asthmaleiden. Habe nocl> einen Posten srhöne^bstbäume und Johawrrisbeer- strLucher Schlachtbullenverkanf. Die Gemeinde Rödgen verkauft auf dem Wege Angebote, mit zusammengezogenen Klaffen oder Vorbehalt versehen, werden nicht berücksichtigt. Es wird empfohlen, das Holz (toeil Küferholz darunter) vorher zu besichtigen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Forstwart Franz zeigt auf Wunsch das Holz vor. Die Bedingungen können auf hies. Bürgermeisterei eingesehen werden Allendorf a. d. Lda., den 10. März 1922. 2472D Heff. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Rein. Amine i Bekanntmachung. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates haben wir den Zinsfuß für Darlehen mit Wirkung vom 1. Juli 1922 ab — für neue Darlehen mit sofortiger Wirkung —, wie folgt festgesetzt: 3. 3. 4. 5a 5b \hXarKlstr. 20. Arbeitsvergebung. Für öie ErrrchtnnF einer Scheune bei den Deterinärkliniken zu Gietzen werden unter Hinweis auf den Ministerralerlah vom 16. 3unt 1893 und dessen Ergänzungen zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: Erd- und Maurerarbeiten: 140 cbm Erbaushub, 100 cbm Bruchsteinmauerwerk, 85 qm Schlackenbeton ufto.; Dachdeckerarbeiten: 325 qm Dachschalung aus vorhandenen Brettern, 325 qm Dachpappebelag; Spen glerarbei- teu: 54 m Hängekandel, 30 m Absallrvhre. Bedingungen, Angebvtsunterlagen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte, Stephanstr. 18, während der Dienst stunden zur Einsicht offen. Angebo tsvv rausch läge können von Mittwoch, dem 15. März ds. Fss., so lange der Vorrat reicht, gegen Grstatlrrng der Herstellungskosten von uns bezogen werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen postfrei bis Samstag, den 2 5. März ds. Zs., vormittags 11 ilftr, bei uns einzureichen. Wieder eingetroffen! Neue feldgraue Litewken, seldgr. Hosen, auch schwze. Hosen, geeignet f. Eisenbahner, auch prima Hosenträger preiswert zu verkaufen. £. üofeniroelfl Gletzea. Selkersweg 581. Eingang Ecke Bolksbad. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Nutz- u. Brennholzversteigerung in der Fürstlichen Oberförftcrei Lich. Dienstag, den 21. März, wird das Brennholz aus den Distrikten Hard, Fuchsstrauch und Höler (Südseite) und das Rutzhvlz aus der ganzen Oberförsterei versteigert. Zusammenkunft 10 ilbr vormittags auf der Lich—Garbenteicher Strafte am Wald. Zum Ausgebot kommen: Rm. Scheitholz: Buche 99, Eiche 4, Fichte 11; Knüppel: Buche 24, Eiche 8, Dirke 6, Lärche 9, Fichte 60; Stockholz: Eiche 9, Fichte 11; Reisholz: Buche 244, Eiche 192, Hartholz 37, Kiefer 23 Fichte 20; Wellen: Buche 730, Eiche 400, Hartholz 140. — Stammholz, meist Starkholz, Fstm.: Eiche 1.—4. Klasse 6 Stück mit 5,85 Fstm., Feldahorn 1/0,16, Elsbeere 2/0,18, Pappel 1—3. Kl. 8/15,17, Akazien 4.-6. Kl. 9/1,93, Erlen 5. und 6. Kl. 2/0,56, Kiefer 2.-5. Kl. 13/12,66, Fichte 2.—5b-Kl. 36/33,78, Derbstangen: Esche 75.3,25, Ahorn 4/0,31, Fichte 1. uni> 2. Klasse, ca. 30 Festmeter in verschiedenen Losen; Dohnenstar^en: 2800 Stück. Garten- Pfosten 117 Stück. Ruhscheiter Raummeter: Buche 5, Eiche (rund) 88, Dirke 3, Kirschbaum 0,5, Kiefer 6, Fichte 21; Rutzknüppel: Hainbuche 1, Kirschbaum 0,6; Ruhreisig: Fichte (Schichthaufen) 170. Auskunft über das Holz erteilt die Oberförsterei und die Forster: Heuser-Lich, Fasanerie (Tel. Rr. 19) und Stein-Hattenrod. Ersterer gibt an der Zusammenkunftsstelle von 8 Uhr vormittags ab nähere Auskunft über das Holz. Das Ruhholz ist rot, das Brennholz nicht unter- KI. — 0,77 Fstm. „ --- 20,19 „ „ --- 73,92 „ » = 112,94 „ - = 63,01 „ „ = 27,73 „ „ = 4,02 ,, x-- 1 nno n einen ^uueiu ^>ci|u.jiu||ene Dienstag, den 14. Marz 1922, vorm. 9 Uhr, @e5Dtc pro Zentner Lebendgewicht, mit der Auf- am Kreuzungspunkt der Kreisstrage Holzheim - Lang- Dullenverkauf sind bis Mittwoch, den 15. Gons-Grumngen anfangend kommt nachstehendes ö. nachmittags 2 Uhr. bei der Bürgermeisterei Bau- und Nutzholz an Ort und Shelle zur Versteigerung: ^ödaen einaureiefien 2419D Stämme: Eiche 3. KI. 1 Stück = 1,60 Fstm.; ^gen emzureicyen. Z4iyu Fortlaufend Eingang der Frühjahrs-Neuheiten Wirtschaft mit Saal und sreiwerdender Wohnung sofort zu verkaufen. Beziehbar spülest. am L Mai. Schriftl. Angeb. unter 24800 an den Gieß. Anz. werd.fachgem.u.preiS- roert gestimmt u.repar. Gemeinde Rainrod, Forstort Löfflershölzchen, in Wirtschaft von Friedr. Seilbach in Rainrod Versteigerung. Stämme: Eiche 5. KI. Fichte 3. „ Bezirkssparkaffe Mathildenstift) Bilde! Bötticher. - ... und Sortiment getrennt, verschloffen und mit Aufschrift versehen, bis zu obigem Termin bei uns einzureichen. ftSchlötel Frankfurt a. M. Goethestrasse 9 und 11 1 Duchenstamm (Schnittholz) 1. Kl. 1,36 Fstm. 1 „ „ 2. „ 0,44 , 8 Eschenstämme 6. ÄL = 1,15 Fstm. 215Rm.Fichten°Ruhreistg,8—11 Mtr.lg, 43,00 Fstm. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffen, per Festmeter, verschloffen mit der Aufschrift „Holzfubmission" bis spätestens Mittwoch. 15. März, vormittags lOilftr.an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Gebote erfolgt. Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemessen, und wird auf Verlangen von Förster Blei vorgezeigt. Die Gemeinde hält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 5 Tage vor. Die näheren Bedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei offen und werden am Cröffnungstermin bekannt gegeben. Rieder-Bessingen, den 8. März 1922. Bügermeisterei. Steuernagel. 2459D In besten Qualitäten empfehle: Kakao 2353c garant.retn Psd. 34 Mk. Tee seine Misch. Psd. 70 ML Gemüse-Nudeln Psd. 12 ML Erbsen grün u. gelb „6.80 ML Weizen-Grieh Pfd. 8.50 ML Grünkorn gemahlen Pfd. 6.50 ML Gem. Jucker Pfd. 9.50 ML Dierfrucht- Marmelatze lO-Psd.-Etm. 97.50 ML Rein. Apfelgelee ö-Pfd.-Eimer 87.50 Mk. Preitzelbeeren Pfd. 12.50 Mk. AM N!M Seltersweg 70. Hochprozentig von unübertroffener LUaschkraff. 30% Fettgehalt. /Iunuil3ac(rßifl9 Alle litten non Men: Schweizer». Holländer-, Kräuter-, Liptauer-, Tilsiter-, Limburger-, Handkäse Bütflnae, Sielet Sprotten, Hdudjer-fterioge. —— Schokolade — in allen Preislagen. Kunsthonig Psd. M.8.50 Bohnen mit Speck Dose M.7.- Zitronen, Apfelsinen, Feigen. Malzkaffce, Kaffeetin Alle Atten feiner löütinger unö öefflföjer £ örourflroacen. Prima Lachsschinken. Alpenmilch in Dosen. Hotzverfteigerung. Bei der nächsten Brennholzoersteigerung am Dienstag, den 14. März, wird aus Distrikt Klause und Teufelspfütze nachoerzeichnetes Nutzholz mitoer- steigert. Ausmärker heran gezogen werden sollen. Göbelnrod, den 10. März 1922. 2467D Bürgermeisterei Göbelnrod Weber. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute bei der Firma Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengietzerei, Aktiengesellschaft, Gietzen eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 6. Februar 1922 ist das Grundkapital um 4 500 000 M. erhöht und beträgt jetzt 9 000 000 Mark. § 2 des Gesellschaftsvertrags ist geändert. 2456B Gietzen, den 10. März 1922. Hessisches Amtsgericht. Eichen-Derbstangen — 3,76 „ \ zu Deichseln und Eschen. „ — 0,30 „ f Langwied.geeig. Fichtenstämme Sb-Kl. = 4,08 Fstm. Fichten-Derbstangen 1. KL — 4,01 Fstm. Sauerkraut . M. 3.50 Dörrobst Zwetschen. . M. 16.— Oelsardinen in verich. Preislagen. LachS t Dosen 0,836 '/. Psd. 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