Erstes Blatt Samstag, Sebruar p)22 172. Zayrgang GiehenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verla-: vrühl'scht Univ.-Vach« und Zteindruckerei R. Lange. Zchriflleitung, Gefchöftsftelle und Druckerei: Schulsiratze 7. Mitnahme von Anzeigen für die logtsnummer bis zum Nachm Hag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höbe für Anzeigen v 34 mm Breit« örtlich 70 ps, auswärts 90 'Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Treite3jO*Pf. Bei Platz« Vorschrift20 „Aufschlag, kauplfchriftleiter: Äug. V>oeh Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Äarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. nt.36 Der Eietzener Anzeta« «scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche Bezugspreise: Mk. 9.50 einschl. Träger« lohn, durch die Post Mk. 10. - einsckl. Bestell« gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech. Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag and Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: ötanffurf a. M. 11686. Wochenvückblick. Der Eisenbahner st retl ist zu Ende, I und der Reichskanzler hat im Reichstag überzeugend nachgewiesen, daß das Ultimatum der Reichsgewerkschaft ganz Unmögliches forderte und auf eine Machtprobe, eine „De- amtenrevvlte" hinauslief, die schärfste Zurückweisung verdiente. Zweifellos wird auch der Reichstag in seiner großen Mehrheit den Streik als ein Verbrechen an Staat und VvllS- gesamtheit bezeichnen und mit Dr. Wirth darin übereinstimmen, daß ein S t r e i k r e ch t der Beamten niemals anerkannt werden kann. Das ist wirklich der Kernpunkt der ganzen Frage; daß die Beamtenorganisationen Forderungen und Wünsche vorbrachten, war ihr gutes Recht. Ausgleichsverhandlungen waren im Dange und sind trotz des Streiks auch zu gewissen Ergebnissen geführt worden. Die Bedingungen des Ultimatums sind unerfüllt geblieben, von einem Sieg der Streikenden kann also keine Rede sein. Gleichwohl gibt eS bei den Vermittlungs- Verhandlungen, die geführt worden sind, Schritte und Wirkungen, die nicht nach einer absoluten Aufrechterhaltung und Stärkung der Staatsautorität aussehen. Ueber den genauen Hergang der CinigungSverhandlungen werden wir durch die Aussprache im Reichstage vielleicht noch einiges erfahren; — es wäre nicht erhebend, wenn wirklich Führer der streikenden Reichsgewerkschaft mit am Verhandlungstisch gesessen hätten, da doch grundsätz- I i ch die Bestrafung der Anstifter in Aussicht genommen ist, freilich nur grundsätzlich, trenn praktisch wird man sie meist wohl infolge gewisser Zusagen entwischen lassen. Die Regierung wird sicherlich auch noch um bestimmte Konsequenzen aus den Erklärungen des Reichskanzlers angegangen werden, damit künftig ähnlichen Revolten dorgebaut werde. Die sang- und klanolose Zurückziehung der Strafverordnung des Reichspräsidenten weckt fast den Anschein, als solle die Frage über das Streikrecht der Beamten, soweit geschriebenes Recht entscheidet, in der Schwebe gehalten werden. Die politischen Rachspiele des Streikes sind noch keineswegs abgeschlossen. Sie werden allerdings nicht soweit gehen, wie die sensationellen Ankündigungen des „Daily Expreß", dessen fettgedruckte Ueberschriften uns soeben zu Gesiebte kommen, worin eine niedliche Folge von Begebenheiten an die Wand gemalt wird: Eisenbahnrevvlte, Sturz der Reichsregierung, eine neue Revolution und — als markanter Schlußstein! — Uebertritt der französischen Truppen über die Grenze! Das ist ein Beispiel für die Wirkung des Eisenbahnerstieikes auf das Ausland. Es wäre aber auch die Möglichkeit nicht ganz von der Hand zu weisen, daß die Gedanken und Betrachtungen der Engländer und Amerikaner auch noch nach einer andern Richtung gelenkt werden. Schließlich ist es die Ueberspannung der Erfüll u n g s pv l i t i k, die den deutschen Existenzbedingungen den Leibgurt zu eng angezogen hat und die Zerfallserscheinungen im deutschen Deamtenkörper hervorrief. Der Reichskanzler sagte in seiner großen Rede, eS werde darauf Bedacht zu nehmen sein, daß gesunde Lebensbedingungen das Beamtendasein sichern und festigen. AIS Nutzanwendung daraus möge er die Entente in geeigneter Weise wissen lassen, daß die bisher in Aussicht genommenen Wiederherstellunqs- fvrderungen schon jetzt den deutschen Dolks- körper ernsten Heimsuchungen auszusetzen beginnen. Wie herrlich weit wir es in unserer AuS- landpvlitik gebracht haben, das zeigen uns die neuen Leuchtkugeln, die in London und Paris aufaestiegen sind: LlvydGeorgeSRede, worin er das Frankreich PvincaräS mit der Erneuerung der englischen „Ehrenschuld" besänftigt, und jenes gestern zur Veröffentlichung gelangte Zwischenspiel der französischen Politik, das der Konferenz von Genua die Wege zu verbauen sucht. Das Kabinett Poincars ist unter den in immer neuen Variationen erfolgten Beeinflussungsversuchen Londons und Washingtons keineswegs weich geworden. Es will nicht die neuen, sondern die alten Methoden. Die Gegensätze klaffen, aber Lord George empfiehlt den geplanten Garantiepakt gegen Deutschland und läßt sich vielleicht auch noch dazu bringen, mit fertigen, Frankreichs Wünsche erfüllenden Kom- prvmissen nach Genua zu gehen. Sein ironischer Satz: „Nichts ist gefährlicher als wenn eine tapfere Nation Furcht empfindet" wird ausgewogen durch die eigentümlichen Aeber- zeugungskünste, die Lloyd George uns Deutschen auftischt. Er warnt uns davor, die deutsche Jugend im Geiste des nationalen Freiheitsgedankens zu erziehen: „Wenn sic an den Gedanken gewöhnt wird, die alte Pracht, den früheren Einfluß und den ehemaligen Besitzstand des kaiserlichen Deutschlands wieder zu erlangen, die Sieger für die Deutschland zuqefüate Niederlage zu besttafen und den deutschem Nationalstolz zu verteidigen, so liegt darin eine der größten Gefahren, denen iXlö künftige Europa ausgesetzt ist." Einige Lage vorAr hat der alte Zwangs- und Drangspraktiker mit biblischer Milde gesprochen: „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Nun, ein Wohlgefallen beschert Lloyd George den Deutschen nicht, wenn er ihrer Aufwärtsentwicklung Fesieln anlegen will. Würde er vor einer unerhörten Gewaltpolitik warnen, damit die oentsche Jugend nicht mit Rachegedanken aufwachse, dann hätte er recht! Würde er die Lüge von der alleinigen Schuld Deutschlands aus dem Buche des Friedensvertrages tilgen, so handelte er klug! Denn in Deutschland möchte man nicht auf Rache sinnen, sondern auf Gerechtigkeit. Unö der „deutsche National- stolz" wird die Worte Lloyd Georges von der deutschen Zugend als einen höchst unedlen Ausfluß naiv zutappender Anmaßung zurückweisen. 3n einer zu Reichenhall in den letzten Togen gehaltenen Rede sagte der bayerische Ministerpräsident Graf Lerchenfeld: „Die Erfüllungspolitik kann nur zum Ziele führen, wenn sie die moralischen Kräfte der Welt auf unsere Seite bringt. Dies setzt voraus, daß wir nichts versprechen, was wir nicht leisten können, und daß wir unsere Ehre hoch halten. Die Ehre verlangt die Klarstellung der Schuldfrage und die Ablehnung der Auslieferung der angeblichen Kriegsverbrecher." Wird die ErfüllungSpolitik des Reichskanzlers die neueste Parole Lloyd Georges sich etwa zu eigen machen und dazu auffordern, das „deutsche Gefühl" tatsächlich schon im Keime zu ersticken? Das wäre nicht der Sinn der angesttebten großen Koalition. Diese wollte ja dem AuSlande ein In neuem Aufwärtsstreben, in der Geltendmachung unveräußerlicher deutscher Rechte einiges Volk vorführen. Herr Dr. Wirth hat die Aussichten fürs erste durch seine voreilige Ernennung RathenauS zum Minister des Auswärtigen vereitelt oder getrübt. Der Parteiführer Dr. Sttesemann bestätigt in den „Deutschen Stimmen", die Deutsche Volkspartei habe in dem Vorgehen des Kanzlers einen „wirklichen Affront" sehen müssen, der sich gegen sie richtete. Er fürchtet, daß die Reichsregierung vor- habc, diejenige Linkspolitik in Deutschland zu inaugurieren, die in den letzten Zeiten bereits von sozialdemokratischen Kabinettsmitgliedern in entscheidenden Fragen vertiefen worden sei. ES ist betrübend, daß die maßgebenden Personen der jetzt Regierenden zu zäh an ihren Parteiprinzipien festbängen, daß sie nicht sehen, wie die Welt, nicht in mdralischen Auffassungen, aber doch in manchem andern, anders geworden ist und eine neue Lage neue Forderungen stellt. Die Washingtoner Konfe- renzH ie jetzt erfolgreich beendet worden ist und eine neue Politik auch in Europa in Fluß zu bringen scheint, ist doch wohl nicht ein Erfolg oder eine Folge deutscher Erfül- lungspvlitik? Auch in der Koalitionsfrage war Dr. Wirth mit Worten beim Einlenken begriffen, aber mit seinen Taten verschüttete er die Ausführung. Und ähnlich ist es bei der Regierungsbildung in Hessen zugegan- qen. Die Königskinder — die Sozialdemokraten sind natürlich nicht in e r st e r Linie damit gemeint — konnten nicht deshalb nicht zueinander gelangen, weil das Wasser zu tie gewesen wäre, sondern weil eS dem einen Teil an Entschiedenheit deS Wollens fehlte. Dabei hätte das Zentrum innerhalb Hessens den Weg zur Vvllspartei sicher leichter finden können als die Fraktion in Berlin. Wie sehr der Mangel eines rechten Programms spürbar war und noch heute ist, geht ja aus der neuesten parlamentarischen Anfrage Widmann an die Darmstädter Regierung hervor: Wie sie sich zu den Aeußerungen eines Staatsanwalts stelle, der da in seinem Plädoyer gegen einen Redakteur der „Darmstädter Zeitung" gesagt habe, daß es „dem Rufe des deutschen Volkes im Auslande nichts schade, wenn Veranstaltungen stattfänden, in denen die Traditionen der früheren Zeit tn dem jetzigen Elend hochgehalten würden". Za, was wird denn das Zentrum jetzt zu dieser Anfrage sagen, die ja noch ganz aus der Aera kleinlicher Dilderstürmerei hrrauögebvren ist? Will es ein Schrittmacher der Forderung Lloyd Georges sein, das deutsche Gefühl schon im Keime zu ersticken? Wir hätten der Sozialdemokratie, deren praktische Mitarbeit in den Regierungen wir für unentbehrlich halten, doch einen anderen, freieren und vernünftigeren Geist gegönnt, als er aus der Anfrage Widmann hervvrleuchtet. Vielleicht werden die Geister bei der Beratung im Landtag endlich erwachen und dem trägen Schifflein der großen Koalition einen weiteren Antrieb geben! Der Friedensgedanke in Frankreich. Paris, 10. Febr. (WTB) Der Abg. Zean Henessh fetzt im .Oeuvre" feine Bemühungen für ein allgemeines europäisches Einvernehmen fort. Er schreibt, viele Franzosen eien heute der Meinung, daß «s höchste Zeit sei, die Böller Europas durch friedliche Bande zu einigen. So erachte es die Kommission für auswärtige Angelegenheiten, die Liga der Republik, ür sicher, daß eine republikanische und demokratische Partei Frankreich dazu bestimmen müsse, mit allen Kräften zur friedlichen Organisation Europas beantragen. Dies hänge von fünf diplomatischen Zentren ab: Moskau, Berlin, London, Rom und Paris. Wenn ihre Rivalität andauere, bedeute das für Europa ein Zeitalter der Rüstungen, der wilden Wirtschaftskämpfe und der ederzeit möglichen Kriege. Wenn sie sich verständigten, sei der Friede gesichert, die Ordnung wieder hergestellt und die Notwendigkeit der übermäßigen Rüstungen schwinde. Mit einem Wort, dann sei Europa geschaffen. Paris, 10. Febr. (WB.) Lieber die Folgen der in Amerika nunmehr Gesetz gewordenen Dili über die Konsolidierung der alliierten Schulden äußert sich Abg Leon B l i m im .Populaire": Weit entfern?, angesichts seiner Forderungen zu erklären „Schwamm drüber", beabsichtige Amerika beute, sie überall einzuziehen, in England wie in F'antieich, und wenn England geneigt sei, mit Amerika abzurechnen, so werde es den Versuch machen, das Geld hereinzubringen, das eS selbst zu fordern habe. Lloyd George habe es, ohne etwas zu verschweigen, erklärt, und der gesunde Menschenverstand hätte genügt, es vorauszusehen. Um mit Amerika abz rrechnen, werde England sich gegen Frankreich wenden. Frankreich werde wohl bezahlen müssen, wenn Eng- l darauf bestehe. Das bedeute schätz-tngswcise eine Mehrbelastung von 2 Milliarden jährlich. Zwei neue Milliarden zu dem Defizit, das der Finanzminister de Lastehrte nicht mehr zu ermessen wage, aus Angst, ihm könnte schwindelig werden. Hier sehe man, was die Politik der diplomatischen Isolierung und des militärischen Gepränges, der Bruch mit der öffentlichen Meinung der Welt ind mit der gesamten Moral dec Welt koste. Hier sehe man, was man sich zuziehe, wenn man sich daraus versteife, Milliarden in die Rüstungen hineinzustecken, und was man von Frankreichs abgewendet hätte durch eine Politik intelligenter Verständigung und aufrichtigen Friedenswillens. Das englische Marinebndgct. London, 10. Febr. (WTB.) Wie die Blätter melden, erklärt die Admiralität, daß der Vorschlag Geddes', am Marin e- b u d g e t Abstieichungen von 21 Millionen Pfund Sterling vorzunehmen, allzuweit gehe. Es sei nur eine Verminderung um 14 Millionen Pfund Sterling angängig. Lloyd George an Nordirland. London, 10. Febr. (WTB.) 3m Unterlaufe verlas heute Churchill ein Schreiben, das Lloyd George an den Premierminister von Nordirland gerichtet hat, und worin er auf die gegen nordirische Bürger ausgeführte Angriffe hinweist und erflärt, unter diesen Umständen sei es nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht der nord- irischen Regierung, alle Maßnahmen zu ergreifen, um eine Wiederholung solcher Attentate zu verhindern. Nordirland habe unstreitbar das Recht, jede auf Verteidigung und den Selbstschutz gerichtete Maßnahme zu ergreifen. Die Ereignisse hätten klar bewiesen, daß die Anwesenheit von britischen Truppen tn Nordirland unbedingt nötig sei. Diese Streitkräfte würden eventuell verstärkt werden, um den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen. Am Nachmittag hatte Lloyd George eine Unterredung mit Griffith, tn der er ihn auf den Ernst der Lage hinwies. Ein Dankschreiben an die Technische Nothilfe. ' Berlin, 10. Febr. (WTB.) Der Reichs- verkehrs Minister hat an die Hauptstelle der Technischen Nothilse folgendes Dankschreiben gerichtet: Dem Eingreifen der Technischen Rothilfe bei dem nunmehr beendeten Streik eines Teiles der Eisenbahnbeamten ist es wesentlich zu verdanken, daß der Bahnbetrieb nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist. Das uneigennützige tatensrohe Verhalten der Technischen Rothilfe hat den Willen der dienstbereiten Beamten zum Ausharren kräftig unterstützt. Bei der Natur des Eisenbahnbetriebes war es unmöglich, die Not- Helfer schon vor Beginn des Streiks durch eine praktisch? Betätigung im regelrechten Betrieb in ihren Obliegenheiten zu unterweisen. Trotzdem haben sie es verstanden, binnen kurzer Zeit die schwierigen Verhältnisse so weit zu meistern, daß im Verein mit den pflichtgetreuen Beamten ein umfangreicher Notbetrieb in allen Tellen des Reiches ausgenommen werden konnte. So haben sich namenllich Hunderte Männer aus den ma- schincn.echmschen Berufen verantwortungsfreudig -als Lokomotivführer zur Verfügung ae- 3 stellt. Rur so wurde es möglich, der notleidenden ! 'Bevölkerung wen gstens den dringendsten Lebensbedarf zuzuführen und unrer stark erschüttertes I Wirtschaftsleben vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren. Leider hat der Einsatz der Nothelsei Opfer gefordert. Die Männer, die den Gefahren deS Eisenbahnerberufs erlagen, haben den Gedanken mit dem Tode besiegelt, daß über alle» Sonderinteressen baS Gemeinwohl steht, dem wir alle zu dienen verpflichtet sind. Allen Beteiligte» gebührt der aufrichtigste Dank und die wärmste Anerkennung nicht nur der Eifenbahnverwaltung sondern des gesamten deutschen Volkes. Ich darf Sie bitten, diesen Dank allen Ihren Mithelfern übermitteln zu wollen. Aus dem Reiche. Um das Steuerkompromitz. Berlin, 11. Febr. Die gestrigen interfraktionellen Verhandlungen, bei denen die Deutsche Vvlkspattei, das Zentrum, die Sozialdemokraten und die Demokraten teilnahmen und sich mit den Steuervvr- lagen befaßten, haben, wie die Zentrums- parlamentskvrrespvndenz mitteilt, eine grundsätzliche Uebereinstimmung in der Frage noch nicht ergeben. Man sei aber darin übereinge- kvmmen, daß die Steuerausschüsse die unterbrochene Beratung der Steuervorlagen wieder aufnehmen sollen. Auf die Frage der Koalitt v n 6 e r w e i t e r u n g sei in der Besprechung ebenfalls eingegangen worden. Eine Entscheidung sei jedoch nicht gefallen. De» „Lokal-Anzeiger" will sogar wissen, daß eine große Koalition im Augenblick nicht mehr in Betracht komme. Deutscher Reichstag. Die Besprechung der Regierungserklärung über den Siseubahnerstreik. B e r l i n, 10. Febr. 1922. Die Debatte über die gestrige AegierungS- erflärung wird in Verbindung mit der Beratung des Antrages der Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft auf Einstellung des Disziplinarverfahrens gegen Eisenbahnbeamte und Unterlassung von Ginzel- oder Massenenllasfungen anläßlich des Eisenbahnerstreikes bei den Reichs- oder Staatsbetrieben fortgesetzt. Reich-verkehrSminister Groener. Mein Standpunkt zum Deamtenstreik ist allgemein bekannt. Ich habe öhn bereits vor Jahr und Tag öffentlich kund getan und niemals den Beamten meiner Verwaltung einen Zweifel darüber gelassen, daß Staatsbeamte, die gegen ihren Beamteneid verstoßen, indem sie unberechtigt (Zurufe: Unberechtigt?) die Arbeit niederlegen, sich eines schweren Dienstvergehens schuldig machen. Glücklicherweise hat der von der Reichsgewerkschaft angezettelte Streik nicht nur Beamte gesehen, die ihre pflichtmäßige Arbeit verließen. Zehntausende sind auf ihrem Posten geblieben. Diesem staatstreuen Opfermut ist die T e ch n i s ch e N o t h i l f e vollwertig zur Seite getreten. (Beifall.) Ihnen gefeilten sich die Arbeiter zu, die in richtiger gewerkschaftlicher und staatspolitischer Erkenntnis von vornherein es abgelehnt hatten, den Streik mitzu- machen, einige Punkte Deutschlands ausgenommen. Dieses dreifache Zusammenwirken hat unser Vaterland vor einer schweren Hunger- und Kohlenlata- strophe bewahrt, vielleicht vor noch Schlimmerem. Darum sage ich den tapferen Nothelfern, Cß.'amten, Angestellten und Arbeitern für ihre aufopfernde Leistung wärmsten Dank (Lebhafter Beifall) und dehne diesen Dank ohne Einschränkung auf die Eisenbahner in Süddeutschland aus (Lebhafter Beifall), die ihr gesundes Urteil mit Recht höher eingeschätzt haben, als die verhängnisvolle Taktik ihrer Führer hier in Berlin. (Lärm bei den Korn.) Zeder Arbeiter in der Privatindustrie muß täglich acht Stunden angestrengt arbeiten. Dasselbe gilt nach dem Lohntarifvertrag auch für aste Arbeiter der Eisenbahnverwaltung. 3m Ersenbahnbetrieb gibt es aber außer der eigentlichen wirklichen Arbeitsleistung auch 2 e r e i t scha f t s- dienst und für Lokomotiv- und Zugpersonal solche Zeiträume, in denen das Personal auf fremder Station unbeschäftigt warten muß, bi5 für seinen Zug die Zeit der Rückkehr gekommen ist Von der Reichsgewerkschaft wird der Standpunkt vertreten, dah solche Zeiten ress: os ali wirkliche Arbeit zu bewerten seien, ledrglrch des« halb, weil das Personal nicht zu Hause fein kann. Diese Forderung würde dazu führen, daß solches Personal in seiner Mehrheit im ganzen nur täglich 5 bis 6 Stunden einschließlich des Vor- und Anschlußdienstes wirlliche Arbeit zu leisten hatte. Der Entwurf des Arbeitszeitgesetzes beabsichtigt nichts anderes, als lediglich dieses offenbare Anrecht zu verhindern und zu beseitigen. Bereitschaftsdienst darf nur zum Teil als wirk siche Arbeitszeit gerechnet we^ den. Es war notwendig geworden, beim Ausbruch des Streiks auf Grund des Artikels 48 der Reichsversassung eine Verordnung de S Reichspräsidenten herbeixusühren. Ich komme zu den Richtlinien der Regierung zur Disziplinierung der am Streik beteiligten Beamten. Die Richtlinien sind nichts anderes als der selbstverständliche Ausfluß des Reichsbeamtengesehes. über dessen Absichten und Bestimmungen sich keine Regierung Hinwegseyen kann. Ich würde es mit meiner Auffassung über das Verhältnis der Beamten zum Staat und. mit meiner Derantworllichkeit als Minister gegenüber diesem Hohen Hause nicht vereinbaren ton- nen, schwere Vergehen von Beamten nicht zu verfolgen. (Sehr richtig! rechts.) Täte ich dies so würde ich mich selbst eines schweren Vergehens schuldig machen. (Sehr wahr! rechts.) Ich bto sestgelegt. ist. I i au entziehen und sie einer die nach wechselnden poli- man mit VA Deelenhaltung ®U st re die für Erl tlni 8üt 100 1 5>alum: Zürich Amsterdam ., faptnbafltfl.. Prag etßdtola , Dien London M Ärnvort..... * n Verfahren fv baß )( Hirzenhain. 9. Febr. Das hiesige Werk mußte wegen des Eisenbahner- iks und des dadurch bedingten Kohlen- mangels den Betrieb zu einem großen Teil e i n st e l l e n, so daß mehrere hundert Arbeiter zur Zeit beschäftigungslos sind. Aus demselben Grunde stellte auch das O h m t a l - basaltwerk zwischen Ortenberg und Lißberg seinen Betrieb ein. Sobald wie möglich sollen die Betriebe wieder ausgenommen toerben. Kreis Wetzlar. ra. Altenkirchen, 10. Febr. Beim Holzfällen wurde der Schmied H. Hardter so unglücklich v e r l e tz t, daß er trotz sofortiger Ueberführung in die Klinik verstarb. H. war 50 Jahre alt und hinterläßt drei unversorgte Kinder. Hesscn-Naffail. mc. Frankfurt a. M., 9. Febr. Im Kampfe gegen das Verbrechertum hat has Frankfurter Polizeipräsidium Alle 1 Sorten Roh-, D liefert ab Laj 0 Ohskon Lahnstraße 9 Arrian, । Speise. W 3nh, ®itb Wechsel1 Holland LkMiand .. Dien P-az..... Pont London.... Öfulien .... Drüssel .... Dudapest ... Deuvori.... Agrom.... Warschau... durch Verordnung jede Willkür ausgeschlossen Nd)»1 ,l°da »I -Serif «tung«61^ & wte"J s M «nD Ä* jtaiff» stimmungvv Md- " beeinslui)l. tzpchalaiuen bei BcglM el ieilwe^Deal hoher. 2lm folgende Kurst Petroleum Auslaudsvei'R Q[m liontdiMl zu leb Husted t 1610 eine” -Ku Äscheren Autoabien M TvldcnZ. $°11 M 3 Züt der letzten Tage, das nur zur Untergrabung der Autorität der Regierung führen muß. ntcht fortzufahren, sondern um^ulehren und sich auf Grundsätze zu besinnen. die das deutsche Beamtentum aufgestellt hat. Reichskanzler Dr. Wirth: Der Abgeordnete Scholz befindet sich seinen Darlegungen im Irrtum: gang, die Disziplinierungen der Beamten der allein zulässigen Ressortstelle Instanz auszulcesern, Einschlägen der Romanik, der Gotik und der späteren Stile sowohl als auch der mystischen katholischer Weltanschauung Rährbooen bot. In daran glerung unv insbesondere der Reichskanzler ist glatt um gefallen. Sie haben gleich nach dem ersten Tage indirekt und direkt mit der streikenden Gewerkschaft verhandelt und dadurch den Reichsverkehrsminister desavouiert. Der Berliner Gemeindearbeilerstreik i,t dank der festen Haltung des Oberbürgermeisters zusammengebrochen. während der Estenbahnerstreik durch Verhandlungen beendet worden ist. Es ist bezeichnend, daß in D a y e r n, wo es noch eine Autorität der Staatsregierung gibt, nicht gestreikt worden ist. Abg. Dr. Scholz (D. Dp ): Wir vermissen mancherlei in der gestrigen Erklärung des Reichskanzlers, aber auch an der gesamten Haltung der Regierung. Die ganze Rede des Reichskanzlers setzte sich in ihren Worten in Widerspruch zu den Taten des Kanzlers. (Sehe wahr! rechts.) Der Reichskanzler war klug genug, nicht von einem Siege der Regierung zu sprechen. Hätte er es getan, dann würde das Wort auf ihn zugetrvffen haben: Roch ein solcher Sieg und wir smd ver- loren! Auch meine Partei billigt das Gesamtverhalten der Regierung in der Besoldungsfrage keineswegs. Wir hätten eö begrüßt, wenn sie für eine durchgreifende Reform der Deamtengehälter rechtzeitig e.»getreten wäre, wenn sie es nicht versäumt hätte, ein gerechtes Existenzminimum fest- zulegen, um darauf die Grundgehälter gerecht auf- zubauen, und schließlich auch die Frage der gleitenden Gehaltsskala zu beraten. Dies alles ist nicht geschehen. Wenn sie In diesem Sinne rechtzeitig an eine Revision der Gehälter herangetreten wäre, hätte vielleicht dem Lande die schwere Erschütterung der letzten Tage erspart bleiben tonnen. Die Verordnung des Reichspräsidenten war eine absolute Selbstverständlichkeit. Der Reichskanzler hat von einer Revolte der Beamten gesvroch-'n. In dieser Beziehung spreche ich ihm die Anerkennung meiner Partei aus. Gr Halle auch schon zuvor evflart, daß es mit revoltierenden Beamten keine Verhandlungsmöglich-- feiten gebe. Wie sehen dagegen die Taten aus! Es haben Verhandlungen beim Reichskanzler selbst stattgefunden, unb zwar mit Vertretern der streikenden Reichsgewerkschast. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts.) Dies kann nicht unsere Billigung finden. Er hmt auch von schärfster Handhabung der Verordnung des Reichspräsidenten gesprochen. Was ist gegen diejenigen geschehen. Sie in verbrecherischer Weise zum Streik auf- geheht haben? In der kommunistischen „Roten Fahne" erschienen jeden Tag Aufrufe, die nichts anderes waren ald wüstes Streikgehetze. Hat der Herr Reichskanzler daran gedacht, die „Rote Fahne" zu verbieten? Es ist em unmöglicher Vor- eines *?*! Ss VW Das Kabinett wird in keinem Falle einen Beschluß fassen über dieses oder jenes Disziplinarverfahren: davon kann keine Rede sein. (Unruhe links.) Ich will auch darauf eingehen, inwieweit ich mich persönlich zu Verhandlungen mit den Beamten bereitgefunden habe. Man kann zwei Phasen unterscheiden: Die Tage bis zum Streikausbruch und einige Tage nach Beginn des Streiks galten den Beratungen der Ressorts. Als der Stteik an Ausdehnung zunahm und in ein politisches Fahrwasser kam. habe ich im Auftrage des Kabinetts, und zwar seinem einstimmigen Beschluß folgend, die Verhandlungen mit Öen Dpitzenvrganisationen geführt. Run ist es richtig, daß bei den Verhandlungen mit den Spihenorganisationen am Montag auch ein Vertreter der Reichspostgewerkschaft teilgenommen hat, der sich im ßaufe der Verhandlungen als mit einem besonderen Mandat der A e i ch s g e w e r k- schaft versehen erwiesen bat Ist das ein Un- alüd? (Zurufe links: Rein!) Wollen Sie in einem lojialen Kampf zu einem Frieden kommen, bann müssen Sie, Herr Abgeordneter B e ck e r, zugeben, daß mindestens einer au gegen sein muß. der das Mandat der Streikenden hat! (Unruhe rechts.) Wenn es tatsächlich t-v^gekommen ist. w^e man behauptet, daß Massendisziplinierunaen im großen da und dort vorgekommen sind, so werde ich als Kanzler mit dem Derkehrsminister darüber sprechen, ob die Richtlinien öe3 Kabinetts ein- gehalten worden sind. (Beifall bei der M hrhcit Gelächter aus der äußersten Rechten und Linken ) 3n einer so bitteren Stunde der Rot mußten wir uns ein anderes Ziel sehen als eine Politik der Vergeltung und der Rache. Daß Sie (nach rechts) cme so lebhafte Kritik an dem angeblichen Unterschied zwischen den Worten und den Taten der Re- giei-ung machen wundert mich: Sie sind ja selber heilfroh, daß Sie aus der Sach: so herausge- kommen sind! (Schallende Heiterkeit und lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Hat man cemeint daß die Reparationsausgaben, wie sie uns erwach- len, daß die Zahlungen an Gold und Sachleistungen. daß die unendlichen Mengen von Güter- zunen. die mit Waren beladen über die Grenze gehen, unserem Volke im Innern Erleichterungen S%LfCrx würden?! Wir müssen diese wirtschaftlichen Erschütterungen ertragen. Die Organisation der Technischen Rothilfe muß so gefördert und ausgestaltet werden daß Sie (nach links) niemals mehr Gelegenheit bekommen können, unmöglich zu machen! (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) ^2lbg. Di tt mann (Unabh): Die heutige Rede des Reichskanzlers stand in erfveulichem Gegensatz zu seiner gestrigen Scharfmacherrede Der Vorstand der Reichsgewerkschaft der Eisen- babner besteht in seiner Mehrheit aus Dvlksparteilem und Deutschnationalen. DaS Streikrecht ist den Beamten durch die Verfassung gewährleistet, denn das Koalitionsrecht ist vom Streikrecht untrennbar. Die Schuld daran daß der Streik nicht schon am ersten Tag beigelegt worden ist. trägt nur drr ReichSverkehrs- minlfter. Dieser Mann hat dem deutschen Volk bisher nur ärnhell gebracht. /Lebhafte Zustim- i mung links.) Er hat im Kriege die ölfpmwmmin der Ufer. Dr. Waldschmidt erzählte dabei Legenden und Sagen, so daß das Wundersame unsrer rheinischen Vergangenheit als unverlierbares Stück echtester deutscher Kultur lebendig werden mutzte. -f- ♦♦ Der Hausbesiherverein hielt gestern abend im „Einhorn" seine Hauptversammlung ab, die sehr zahlreich besucht war. Der Vorsitzende Launspach begrüßte die'Versammlung. Er betonte, daß die Mieteinnahmen so spärlich seien, daß der Vermieter nicht in der Lage sei, Reparaturen an dem Hause vvrzunehmen. Es sei deshalb nicht zu verwundern, wenn der oberste Mieter in der Mansarde bald mit dem (Regen- schirm zu Bett gehen mute. In Berlin seien 1800 Hausbesitzer almosenbedürftla. 12 000 suchen um Stundung ihrer Haus- und Grundbesihsteuer nach. Die Hausbesitzer befänden sich allerwärtS in großer Rotlage. Es sei auch bekannt, daß Mieter bedeutende Kapitalien besäßen, mit denen sie ein Haus kaufen könnten, sie zögen es aber bet den heutigen Verhältnissen vor, Mieter zu bleiben, da sie so billiger wohnten. Die in den amtlichen Richtlinien in der Presse angeführten Berech- mmgen seien nur als Abschlagszahlungen anut- fepen, man werde im HauSk^'itze-verein ganz entschieden dagegen Einspruch erheben, ti\> die- auch In anderen Städten bereits gescheh*!? fei. Für gewerblich vermietete Räume (Läden nnb Geschäftsräume) seien überhaupt private )'-herein- kommen zu treffen. Es sind bereits Vo^.chläge gemacht worden, die seitherigen Verträge baldigst au kündigen und Verträge auf Monatsdauer abzu- schließen lieber die Verhandlungen mit dem MieteinigunqSamt äußerte sich ein Redner ziemlich pessimistisch: bei Zwischenfällen und Streitigkeiten, auch bei vertragswidriger Benutzung der •^nieteten Räume sei eS empfehlenswerter, un» eine l s ^,2)evd°' mt 2e!)do (jn-' .pn o ?W Ko ^L°° alle Schotte Aus 5ter Rhein, seine Burgen und Dome, lautete das Thema, zu deM die VortragS- bereinigung Dr Waldschm idt (Wiesbaden) gewonnen hatte. Der Redner, ein inniger Verehrer des Rheines und guter Kenner seiner Kunst, hat mit sehr ansprechender Wärme eS verstanden, den Rhein nach seiner geschichtlichen und gleichzeitig künstlerischen Eigenart hervorzuheben. In der Tat ist auch das Rheingebiet, abgesehen von der augenblicklichen Bedeutung, kulturgeschichtlich das merkwürdigste Stück deutscher Erde. Ein großes Sammelbecken für Kelten, Germanen, Römer, Franzosen, hat es von allen jenen Kulturen Wesenstrieb zurückgehalten, die im Wandel der Völker dauerten, allerdings von dem urdeutschen Stamm dort zu einer Blüte ohnegleichen fort- getrieben und so von diesem deutschen Leben ihrer ursprünglichen Fremdheit entkleidet wurden. Sicherlich war daran, daß dort so vieles Un- aermanische mit Kraft umgebildet werden konnte, die frühe Abschließung dos Rheins von den Wald- germanen durch den römischen Limes beteiligt. Es konnte in diesem Menschenschlag früh die nötige Beweglichkeit des Geistes neben der ursprünglichen Kraft des Gemüts sich entwickeln, die später allen tiscken Mehrheiten zusammengesetzt ist, die also nickt mehr nach dem Veamtenge^oh. sondern nach politischen Gesichtspunk'.en ent ch^bet. (Lebhaftes Sehr richtig! rechts.) Was der Reichskanzler gesagt hat. könnte von meinen Freunden mit einem BertrauenLootum gebilligt werden, was er aber getan hat, hat unser schärfstes Mißtrauen geweckt. Er wird sich selbst sagen müssen, daß das Vertrauen der Deutschen DvliSpartei zu ihm nicht mehr sehr groß sein kann. Wir richten den ernsten Appell an die Reichsregierung, in dem Verfahren auch verpflichtet, dafür zu sorgen, daß das Ansehen und die Autorität der Gisenbahnbehörben im Land: und gegenüber dem Personal ge- ,:xchvt bleibt Was würden die pflicht- :v?u gebliebenen Beamten von mir und der anzsn Regierung halten müssen, toenn alle diese -.■ergeben, die in den Richtlinien aufgesührt sind, • ie mit 'einem Schwamm weggewischt würden. Zustimmung rechts.) Es handelt sich dabei auch , nr nicht um die Willkür der Derwallung. Es : ird lediglich nach Recht und Gesetz versahren. - >eim Disziplinarverfahren kommt jeder vor seinen r cbentiidyen Richter und er wird im ordentlichen richterlichen Verfahren in zwei Instanzen Gelegenheit haben, seine Sache zu vertreten. Auch fei kündbaren Beamten ist das mittelbar ans Amtsgericht zu geben. Architev Breidert erwähnte, daß z. B. ein Quadratmeter Dachreparatur auf 109 Mr. komme, und daß die Mietpreise lange nicht die Untermaltungdloftea des Hauses deckten. Die Aussprache ging einmütig dahin, daß die heutigen Zustände unbedingt einer durchgreifenden Aenderung bedürfen. Bezüglich der amtlichen Richtlinien soll dahin gewirkt werden, daß diese mehr die berechtigten Interessen der schwergeschädigten Hausbeiitzer berücksichtigen Mehrere Redner sprachen bem Vorstand, besonders dem Vorsitzenden, den Dank des Vereins für tatkräftige Vertretung der Interessen der Hausbesitzer gegenüber dem Mieteiniguugö- amte und für seine rege Wirksamleit aus. Der Jahresbericht und die Aechnungsablage ergaben ein günstiges Bild über die Entwicklung deS Dererns. •* Vom Republikanischen Lehrerbund wird uns geschrieben: Die Ortsgruppe Gießen des Republikanischen Lehrerbundes beriet in ihrer ersten Mitgliederversammlung die Satzungen und nahm die Dorstandswahl vor, bei der je ein Vorsitzender aus den Kreisen $er Universität, der höheren und der Volksschulen genommen wurde, zu denen jede Dchalci^heit einen Vertreter in den erweiterten Vorstand entsendet. Ein daraufhin beschlos ener Aufruf (siehe heutigen Anzeigenteil) soll die Oeffenttichkeit über die Ziele und Ausgaben des Bundes aufEläicn. Danach erblickt die Ortsgruppe Gießen, auf Lern Boden der Weimarer Verfassung stehend, in der demokratischen und sozial gerichteten Republtt die würdigste, ?rigleich für Deutschlands innere und auberc Politik jetzt einzig mögliche Stautsform. Die Ortsgruppe treibt leine Partcipolitik; in ihren Reihen wird jeder willkommen sein, der sich rückhaltlos zur deutschen Republik bekennt. DaS 2 5. Geschäftsjubiläum beging gestern die Firma W. Kilbinger. Lölvendrvgerie, SelterSlveg 79a. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Kaufm. Vereinshaus, 8 ilfcr: Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins. — Astoria--- Lichtspiele, heute und morgen: »Die Macht des Blutes", 1. Teil: „5>er Tod in Venedig" und 2. Teil: „3n der Schlinge des Indiers". — Tagcska lender für Sonntag. Stadttheater, 3y2 4lhr: »DaS DreimaderlhauS , 7 älhr: .Wilhelm Tell". — Aus dem Stadttheaterburean, Für die Reueinstudierung des ^W i l h e I m Tell", deren erste Aufführung morgen Sonntagabend stattfindet, hat Direktor Steingoetter eint Einrichtung getroffen, die außerordentlich raschen Szenenwechsel emröglicht und dabei noch wirksamere Bühnenbilder als früher bringen wird Di- Spieldauer wird etwa 2Vr Stunden betragen. Der Zuschauerraum bleibt während der meisten Verwandlungen verdunkelt und wird nur in den Pausen nach dem 5. und 8. Bild erhellt. — Zum Tanzabend von Frl. Erika Horneffer, der am Montag, 20. Februar, abends 8 Ahr, im Stadttheater stattfindet, sei bemerkt, daß die Dame noch in diesem Frühjahr vor der künstlerischen Oeffenttichkeit in München ihren Tanzstil vpr- führen wird. Im Gegensatz zu der modernen Richtung, die den Tanz zur schauspielerischen Mimik und Theatralik umgewandät hat, beabsichtigt sie den Tanz in seiner ursprünglichen Bedeutung als fließende und melodische Bewegung wieder zur Geltung zu bringen. — D ie Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde beranftaitet am Mittwochabend 8V- 11 br Im Großen Hörsaale der ülniversttät einen Lichtbildervortrag. Prof. Dr. Ludwig Sur« tiuS (Heidelberg) spricht über »älrsprung and Werden der Plastik". — D i e Deuts ch e Demokratische Partei hält am Dienstag, abends 8V» ^lhr, im Hotel „GroßHerzog" ihre Hauptversammlung ab. — DerWartburg-Derein veranstaltet am Donnerstag kommender Woche einen Familienabend, auf dem ein früheres Mitglied des Vereins. Missionar Schäfer (gebürtig aus Annerod) einen Vortrag mit Lichtbildern über »Reu- Guinea" halten wird. Ebenso ist für gute mast- kalische Darbietungen gesorgt. (RahereS siehe Anzeige.) Landkreis Gicftcn. * Eberstadt, 9. Febr. Am Samstagabend fand hier Im gut gefüllten Saale des Gastwirts Gorlach ein F a m i l i e n a b e n b, veranstaltet durch die Lehrer Löffler und Heil, statt. Es wurden von den Schülern Gedichte und Lieder vorgetragen, sowie ein Puppenspiel und bat Märchenstück „Schneewittchen" zur Ausführung gebracht Sämtliche Darbietungen wurden sehr beifällig aufgenommen. tt. Aus dem Lumdatal, 10. Febr. Au f der Strecke Gießen —Lollar —Grün-- berg, auf der während des Eisenbahnerstreiks durch Einspringen von Ersatzkräften wenigstens zwei Zugpaare ziemlich regelmäßig verkehrten, ist der fahrplanmäßige Betrieb beute noch nicht aufgenommen toorbm. Rur der vormittags gehende Güterzug fuhr wieder. Man ist auch in unserer Gegend über die durch den Streik gezeigte Disziplinlosigkeit der Streikenden allgemein sehr empört, was einer der Streikenden am eigenen Leib fühlen muhte, indem er, als er von Gießen aus mit der Bahn nach Londorf fahren wollte, von den Reisenden so bedroht wurde, daß er es vorzog, auf die Mllsahrt zu verzichten und den Weg zu Fuß zu machen. * Wieseck, 11. Febr. Das Konzert des Männerquartetts „Harmonie" mußte nochmals verlegt werden und findet nunmehr im März statt. Kreis Bttdinften. Die Entscheidung über die Durchführung aller Disziplinarmahnahmen liegt nach dem Ge.eh und dem Willen der Reichsregierung in der Hand des dem Reichstag ver-antworllichen zuständigen Ressortministers. Wie notwendig ein entschiedenes Vorgehen in disziplinärer Beziehung aus Anlaß des Beamtenstreiks ist, zeigt eine Reihe von Einzelfällen, die ich hiermit erwähne, ohne auf weiteres Material eingehen zu wollen. Es sind Sabotage-Alle in einer Reihe von Bezirken bedauerlicherweise vorgekommen. Cs wurde auf Auf- sichtsbeamle geschossen, es wurden Handgranatenanschlage verübt (Hört! hört!), Schienen aus Geleise gelegt, Lokomotiven mit Puffern ineinander- gefahren (Hört! hört!), so daß Drehscheiben und ^uscchrtZst af:en gesperrt waren. Hemmschuhe in Hauptgeleis.' eingesetzt, um Personenzüge zum Entgleisen zu bringen (Große Unruhe und lebhaftes Hört! hort!), Gasschläuche an Lokomotiven durch- schnitten, Roste aus Lokomotiven entsernt.Teile aus Vor Erlaß der Derord..ung des Reichspräsiden- stahl" eine neue Dienststelle geschaffen, wo die Bürgerschaft sachdienliche Ratschläge und Auskünfte erhält, wenn sie besondere Siche- rungS- und Schutzmahnahmen gegen Einbruch ergreifen will. »Betzdorf, 10. Febr. Dom BetriebS- o m t Betzdorf wurden die ersten Kündigungen ausgesprochen. Gekündigt wurde sechs Zugführern zum 31 Mas, 134 Schaffnern zum 31. März, fünf Hilfsschaffnern durch ihre Dienst- stelle sofort, gegen 22 Zugführer wurde das form- jiche DNz'plinarversahren eröffnet, zusammen 167 Bedienstete. Gegen die Lokomotivführer erfolgen alle Schritte vom Waschinenamt. SonbeL Berlin, 10. Februar. Dörsenstim- mungSbild. Die Llufwärlsbewegung der Börse, an der sich auch langsam das Publikum zu beteiligen beginnt, setzte sich auch heute fort. Reben Montan-, Elektrizität-- und Kali- ktien waren es besonders auch Bank- und ::chifsahrrspapiere. die lebhaft gehandelt wur- ?en. Hin und wieder wurden zwar einige in aen letzten Tagen gestiegene Papiere realisiert, doch blieb die Grundstimmung fest. Frankfurt a. M.. 10. gebe. Börsen- stimmungSbild. Die Tendenz der Börse wurde heute in erster Linie von DeckungSkäufen heeinsluht, die auf verschiedenen Gebieten und in Spczialaktien stattsanden. DaS Geschäft war bei Beginn etwa« lebl>rfter. Bankaktien sanden teilwelse Beachtung. Metallbank 1050, 40 Proz. hoher. Am Markte der unnotierlen Werte werden folgende Kurse genannt: Benz 600—605, Deutsche Petroleum 1800, Chemische Rhenania 1000. 3n AuSlandSwerken war das Geschäft geringfügig. Am Monranaktienmarkte kam es verschiedentlich zu lebhaften Ilmfähen. Laurahütte erfuhren mit 1610 einen Rückgang, später wieder fester. Kali- Asd-ersleben steigend. Cl^kirizitätsaktien fest. Autoaktien lebhafter. Die Börse schlvtz bei fester Dvrdenz. Dollar 19Z—194.50. Privatdiskont 4 /, Frankfurt a M., 11. Februar. Züricher SetrifemnartL Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 31 = 191.63 191.- Deutschland 100 Qllt = 2.57 2.55 Wien 100 Ät. — 0.175 0.19 Prag 100 Kr- = 0.72 9.65 Paris 100 Fr. ■ 41.155 43.90 London 1 Ä - 22.40 22.30 Italien 100 ß. - 25.10 24.90 Brüssel 100 Fr. » 41.50 41.90 Budapest 100 Är. = V-80 0.80 Reuvori 100 S — 514*50 514.- 2kgrom .....100 Kr. = 1 65 1.65 Warschau 100 flr. = 0,16 0,16 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 8.2. 10.2. Zürich Fr. 125 40 2,67 2,57 Amsterdam Fl. 59.20 1,39 1,35 Kopenhagen ..... Kr. 88.80 2,48 2.51 Brag..........Kr. 117 80 27,62 27,25 Stockholm jtr. 88.80 1,93 1,96 Wien Kr. 117.80 3622,- London VH. 97.80 8.38 8,62 Paris Fr. 125 40 C,- 5,84 Aeuvork I 23-80 -.52 -,50 BörfenTrp-fe Frankfurt Berlin Schluh- Schlusj- Schluh- Schlutz- KurS Kurs Kurs Kurs Datum: 9.2. 10.2. 9.2. 10.2. S'/.Dtfch.KriegSanl. 77,53 77,50 77,50 ?7,5O S'.Dtfch.ReichSanl. 87,60 87,40 8 7,50 87 75 3°/.Dtfch.ReichSanl. 109.50 HO,- 109,75 110,- 4e/0 Preuh. KonfolS 71,75 71,50 71,90 71,90 Hamburg-Paketf.. . 420 - 423,— 420,- 423,— Aorddeutfcher Lloyd 315,- 3J9, — 304,50 308,— Eomm.u.Privatbank 303,- 8z 1,— 312,- 319,— Darmstädter Bank . 3u8,— 312,- 31»,- 315,- Deutfche Bank . . . 5GO,— 505,— 500, — 513,— DiSconto-Geiellschaft 426,- 442. - 441,- 449,- DreSdner Bank. . . 325,- 3to,— 33J, — 315, - Mitleid. Lred.tbank. 255,- 301,- 298,- 302,50 Aalionalbank f. D.. 314,- 318,- 315,- 32z,- Boch.Guhstahlwerke 1075,- 108J- 1099,50 1075,- Bud-Eisenw.-Akt.. 917,- 970,- 940,- 950,- D.-Luremb.Bergw.. 960,- 93!,- 930,- 941,- Gelsenkirch. Bergw.. 99J,- 9 1,- 9jO,- 990,- Harpener Bergbau. 1525,- 1515, - 1525,- 1505,- Oberfchl. Eisenb.-B. 1200,- 1020, - luO5,- 1035,- Ooerschles. Eisen,nd. 814 - K24.- 800,- 7e9,- Phönix.Bergb.-Akt. 1050,- 1070,- 1039,- 1048,- Bad.Anilin-u.Soda 625,- 635,- 623,- 624,50 Höchster Farbwerke. 58/,- 594,50 590,- 597,- Allg. Elektr.'Des. . . 697,- 716,- 699,- 710,- Felten S Guilleaume 1056,- 1 80,- 1080,- 1080, - Schuckert-Werke. . . 715,- 716,- 705,- <11,- Adlerwerke......514,- 516,- 5 8,- 533,- Daimler 511,- 524,50 515,— 614,- 4°. Hess. StaatSanl. 71,90 73,- 73.5g Electron GrleSheim 729,- 735,50 735,- 745,- Dtfche. DereinSbank 224,- 22*,- -,- * Märkte. Frankfurter Schweine- und Klemvichmarkt. granff ult a. M., 9. ge6r. (Amtlich.) Kälber und Schafe wurden bei ruhigem Geschäft ausverkauft. Schweine hintcrlieben bei anfangs lebhaftem, später abflauendem Handel etwas Lleberstand. Aufgetrieben wurden 694 Kälber, 612 Schafe und 312 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber beste Qualitäten von 1500 bis 1600 Mk, mittlerer Qualitäten von 1350 bis 1500 Mk., geringe Qualitäten von 1200 bis 1350 Mk., geringste Qualitäten von 1000 biS 1200 Mk.; für Schafe von 550 bis 1000 Mk.; für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht von 1700 bis 2000 Mk., von 80 bis 100 Kg. Lebendgewicht von 2000 bis 2200 Mk., von 100 bis 200 Kg. Lebendgewicht von 2000 bis 2250 Mark, von 120 bis 150 Kg. Lebendgewicht von 2000 bis 2250 Mk; Fettschweine über 150 Kg. von 2000 bis 2250 Mk.; Sauen und Eber von 1800 bis 2000 Mk. Au herbem wurden 40 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. — Die Marktpreise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Die französische Note an England. Pari«, 10. gebt. (WTB.) Havas veröffentlicht den Wortlaut der Rote der französischen Regierung an die britische Regierung. Es beifot bann unter aoberem: Die Einladung zu der Konferenz von ©en ja ist im Aamen der Mächte ergangen, die an der Konferenz von Emmes teilnahmen, darunter auch Frankreichs. Die französische Regieiung hat also eine derartige Einladung, die mit in ihrem Aamen ergangen ist, weder anzunehmen noch abzulehnen. Indessen könnte sie von der Teilnahme an der Konferenz von Genua Abstand nehmen, toerm die Einladung unter Umständen angenommen werden sollte. die die französischen Rechtegc- f ähr den und die französischen Entere fen bedrohen könnten. Q£eim dieSowietregierung oder irgendeine andere Regierung in ihrer Antwort oder durch die offiziellen Erklärungen 5.1 verstehen geben würden, datz sie die Bedingungen vorn 6. Haimar nicht vollständig und von vornherein armühmen, könnte die französische Regierung keine Delegierten nach Genua entsenden. H ist eine weitere De d tngung [ür die Teilnahme der französischen Delegierten an den Arbeiten von Genua, datz zwischen den alliierten Regierungen über die Auslegung der Artikel des Programmes und über die g rag en, d i e angeschnitten werden dürfen oder nicht, sowie über die tZnflruktionen. die die alliierten Regierungen erhalten werden, um jeden gegenteiligen Versuch zu beseitigen, ein v o 1 - ständiges Einvernehmen zustande tsrnml Es ist unbedingt n)twendig, bah auf der Eröffnungssitzung der Konferenz inb bevor irgendeine Diskussion beginnt, festgestellt wird, datz die vertretenen Mächte bereit sind, durch ihre blotze Anwesenheit ihre vollständige Einigkeit über die grundlegenden Prinzipien zu bestätigen. Die bestehenden Verträge, d h. diejenigen, die da- Ergebnis der Friedenskonferenz sind, bilden einen Teil deS internationalen Rechtes in Europa. Ein Angriff auf diese müsste den grieden Europa- von Grund aus stören. Es würde insbesondere nicht zu gestatten sein, das) die Konserenz sich an Stelle des Völkerbundes bei den Aufgaben, die tbm überwiesen wurden, setzte. Tie französische Regierung kannnlchtgestatten, bah irgendeine der Bedingungen dieser Verträge diskutiert wird. Der erste Grundsatz, der sich in der Resolution von Eannes befindet, ist der bezüglich der Achtung des Inneren Sou- veränetätsrechtes der Staaten. Es ist unentbehrlich, genau zu wifsen, was man bei der Aufstellung dieses Grundsatzes hat sagen wollen. Andernfalls würde die Bestätigung gesährlich für die Aufrechterhaltung des Friedens in Europa. Der zweite Grundsatz behandelt die Achtung vor den privaten Gütern und Interessen. Es mutzte erklärt werden, dah in diesem Falle die Rechte und Interessen der Ausländer der inneren Gesetzgebung nicht unterstehen, sondern nach der Gesetzgebung des Mutterlandes des betreffenden Ausländers geregelt werden. Das würde also bedeuten, dah man ein tatsächliches Regime der Kapitulation ins Auge zu sassen hätte. Der dritte Grundsatz bedarf ebenfalls die Aufklärung, Anerkennung der öffentlichen Schulden, Pflicht zur Rückgabe, bzw. zur Schadenvergütung. Was die Rückgabe und die Schadenvergütung betrifft, fo ist es von Wichtigkeit, zu wissen, welche Behandlung die Forderungen erfahren werden, die die Russen ihrerseits in dieser Beziehung stellen werden. Aach dem fünften Grundsatz müßten alle Aationen die Verpflichtung übernehmen, sich jeder Propaganda zu enthalten, die geeignet ist, die Ordnung und das politische System in anderen Ländern zu untergraben. Die praktische Durchführung dieser Bedingung mutz darin bestehen, datz die Staaten auf ihrem Gebiet eine geeignete Gesetzgebung einführen. Die praktische Anwendung dieser Bestimmung lasse sich nur so denken, dah die Staaten sich verpflichteten, eine derartige Propaganda weder direkt noch indirekt zu betreiben und eine Gesetzgebung innerhalb ihres Gebiete- einzuführen, die geeignet ist, Privatpersonen, die eine solche Propaganda unternehmen, daran zu verhindern und zu bestrafen. Die sechste Bedingung der Erklärung von GanneS ist die Derpslichtung, sich t eben Angriff- auf benachbart« Länder zu enthalten. Diefe D-vvfllch- tung dürfe and.re.s its nicht den Al.iierten das ihnen durch den Verfailler Vertrag gewährte Recht entziehen, im Falle einer Richt- durchführung der Reparation-Verpflichtungen durch Deutschland die ZwangSmatznahmen zu ergreifen, die Deutschland nicht aU feindselige Handlungen anzusehen berechtigt wäre. Die französische Aote wendet sich hieraus wieder den einzelnen Punkten des PrvararnmentwurfeÄ zu und besagt: Die Wiederherstellung deS Vertrauen- wird viel eher zum Ergebnis in der Neutralität der Länder werden, die bisher daran gearbeitet haben, die europäische Ordnung zu zerstören, aI5 sie zu besestigen. ES ist deshalb dringend notwendig. die Tragweite diese- Artikels zu präzisieren, ohne dabei die darin enthaltene Einschränkung au- den Augen zu verlieren. Die folgenden Qlrtifel beziehen sich mehr auf technische Fragen 4. Finanzielle, 5. wirtschaftliche und kommerzielle Fragen, 6. Transportwesen. Oben ist beinerlt worden, dah die Zeit sehr kurz ist. um ein so umsassendeS Programm vorzubereiten. Daher dürste es auf jeden Fall notwendig erscheinen, den A u s s ch u b der Konserenz von Genua in- Auge zu fassen. Mindesten- drei Monate würden notwendig ein, bevor ein Zusammentritt der Konserenz nützliche Erscheinungen zeitigen könnte. Anderenfalls würde die Gefahr bestehen, dah sie In Einordnung und Verwirrungen ende. Das amerikanische Gesetz zur Kousokidiermrg der Schulden. Washington, 9. Febr. (WTB.) Pra- itent Harding hat daS Gesetz über die Konsolidierung der alliierten Schulden unterzeichnet. Zehnstundenlag in Polen. Warschau, 9. Febr. (WTB.) Del Sejm nahm mit 136 gegen 61 Stimmen da- Gesetz über die zehnstündige Arbeitszeit im Handelsgewcrbe an. Ein Antrag, nach dem die Handelsgeschäfte ununterbrochen zehn Stunden ohne Mittagspause geöffnet fein müssen, wurde gleichfalls angenommen. Verbilligung ber Leben-mittel in der Schweiz. Vern, 10. Febr. (WTB.) Die schweizerische Hoteliervereinigung hat beschloßen, mit Rücksicht auf die Verbilligung der Lebensmittel ab 1. März die MlndestpenslonSpreife and die Preise für Die Mahlzeiten um 10 Prozent herabzusetzen. x-^SEepLO,UsrHf. ,,„h Beamter sucht ». 1. Mär» 1-2 inöbl. gimkr bei aiieinft. älterer Dame. 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Jakob Stein und Familie Wilhelm Stein und Frau Ober-Telegraphensekretär Reitz und Frau, Heuchelheim, den 11. Februar 1922. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Februar 1922' mittags 12'/, Uhr, vom Sterbehause Brauhausstraße 22 aus statt. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Kollegen und langjährigen Vereinsmitgliedes Gießen (Marburger Str. 74), Ahlbach, Dehrn, Limburg a. d. L, Frankfurt a. M., Höchst a. M., Wiesbaden, den 11. Februar 1922. Die Beerdigung findet am Montag, 13. Febr., nachm. I1/« Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Friedhofs aus, das Seelenamt am Dienstag, 14. Febr., vorm. 7 Uhr, in der Pfarrkirche in Gießen statt. Iie Mckannte vom Sonntag den 29. Ian, ift gemeint. HT- Alte -M» Uirfchbaummöbel Stühle, Tisch, Sofa, gesucht. Schr. Angebote u. 01476 an den Wien. Anz. Der Vorstand des Straßenbahner-Vereins Gießen Klein-Linden, den 11. Februar 1022. Die Beerdigung findet Montag, den 13.ds.Mts., nachmittags 21/3 Uhr, vom Sterbehause Lützellindener Straße 2 aus statt 14440 in Kenntnis zu setzen. Wir verlieren in ihm einen treuen und gewissenhaften Vereinskollegen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags um 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Fahrrad wenn auch defekt ob. verrostet, zu kaufen gesucht. Schr.Ang. u.2097 n. Herso, M. A.-E., Plockitr.fi. 1314h AlMlehrliW kann einireten bei 1406 Diedrich Krogmann, Kassenschrankfabrik, Bahnhofstrafie 30. AMaZchrkÄ zu kaufen ges. Schrisil. Angeboie unter 01223 an den Wieben er Anzeiger. In tiefstem Schmerz: Joseph Ludwig zugleich im Namen der trauernden Hinterbliebenen. „Bolkro" entlausen. Wiederbrinz. erbält gute Belohnung. mit Stall, Scheuer, Hof und Warten sowieältcres Haus, Mitte Stadt, auch einige (SeschäftSbäufer, gnie Lage, zu verkausen. L. W. Heger Stein 'trabe 571. nuM Wcdranchter Benzolmotor 5 P. 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Danksagung Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre und uns ihr herzlichstes Beileid erwiesen haben, sagen wir innigsten Dank. Gott dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, heute nacht unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Sltbürnermelstor Philipp Germer im 90. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Germer. Mmes MWi tagsüber für kl. Haushalt Fran Barle Stumpf Familie Fenchel Heinrich Stumpf Familie Wagner. Heuchelheim, Villingren, Frankfurt, Gießen, den 1L Februar 1922. WB MM 440Volt,indcnStärlen von 5,13, 32, 50 und 80 P.S.billig abzugcbcn. Freitag, den 10. Februar, vormittags 1 Uhr, entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Kreiling geb. Hofmann Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Kreiling II. Familie Wilhelm Kreiling VII. Friedrich Kreiling X. , ' Gut erhaltene Schneeschuhe za kaufen gesucht. Schrisil. Anaeb. mit Preis u. 01407 an den Gieb- Anz. W:ZinMmWen nicht unter IKJabren, auch zur Mithilfe in der Küche, auf einen GutShos gesucht. Offerten an Frau Hertha PotbS, Lud- wigüthof b. Speyer a. Rh. Auch zu erfr. in Wieben, Män-burg 13. 014L3 Gebrauchte Säcke aller Art »22 kauft zu höchsten Tagespreisen MM.NWWn Sackgrobhandlung Gießen SelterSweg 83. das aut stenographiert und Maschine schreibt, ver sofort gesucht. UM Carl Schunck. doppelw. hWerhM für cn. 10 Hühner, wie neu, abzugeben. um H. Meyer. Wiefeck. »Schling-I Konserv.-DosenöfFner,.Moment“u. -Konserv.-Glasöffn. „Gaamlsoh6tzer" 7 mann ' öffnen Bosen 11. Gläser spielend leicht. Gasanzünder „Ztiadeteinsparer“. Stein er- 'rneueru mühelos. Wäscheleinenspanner ,,Leine- Straff“ spart Arbeit. Nur bei Carl Uenxel, Walltorstraße 10. [7124c Suche für meinen Sohn, der Obern d. Schule ucrl, Lehr stelle, wo er die Schuhmacherei erlernen kann. Schriftl. 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I Verkäufe ] Vie Auftraggeber Heiner Derfanfs« Hnjeken werben gebeten, nutet allen bet» ert een Singeboten ihre Abreise (Strohe, 5>«u»nummer n» VStaL- werbszuveröXe-itlichen. Soll »le Ubrent oerbeiht bleioen, Io wall, man ichriitliche Angebote unter der Sitielgeunnmmer ferbern. «uebunsl über «drelsen u. f. f. durch die GeichSbogelle kenn nicht erteilt «erbet._______ Fettes Lchwein und 2 starke Ferkel an verk. (gelernter MWnüler) zur Unterstützung des MagazinverwaltcrS fürzabrilder Eisenbranche zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl.An- acbote mit Lichtbild 11. Neferenzangaben unter 2104 an „Herso", Mitteld. Ann.-Exped., Blockstraße 5. 1413h Kräftiger jüngerer Hausbursche für sofort gesucht. Albert Stoll Nachf., Albert Knorr, Eifenbandluna, Frankfurter Str. 86. ““ 9ttöODööie-me6)onl(et: Lehrling sucht Ludwig Bevler, 01439] Bahnhosbr. 1L Brayer Junge in die Lehre gesucht. ttzg. Häuser, 61,33 Buchbinderei mit Motor- betrieb, Lndwigbrabe 8. Schelks MgWeli sucht Stellung in kleiner bürgerlicher Familie mit Familienanschluir. Schr. Angeb. mit Lobnangabe unter01419 a.d. Gieh. Anz. 4* gen, in der Rühe des Steinbruchs. 13826 Finanzamt Giehen. 1331B 1407V Gans. Gietzen, den 6. Februar 1922. 1309B Der Oberbürgermeister. 3.03.: vr. Rosenberg. 7, 569 8, 657 1333V K8ln •6ede"kir , 8 *x t w ^tiLTcl]Cr -DU £1)2 uJUV 4V’wH.ül UILD Lg-7^ beim ’■* Ä ÄtaÄÄS Stien^fMO auf der affen Wiedener Strafte bei Brennhol; Ar. 1; daS Drenn- weröen, welchen sich zu unterwerfen l|t hol?. wird fthTnnn-ypifp trnr-rf« r^rfrt-wnf ,!f?d tv'rrn Fürstlich SvlmSsche Oberförsterei Lich . Finanzamt 1380B Chlorodont Am. Am. 5 32 6 43 4 1 2. 3. 4. 5. 6. 5, 6, Eichenreisig Duchenreisig 14 55 35 40-49 30-39 25—29 Los 4 Los 5 7 14 43 2. 3. 4. 2 1 8 2 296 615 V. Dirkenstäunne: 40—49 cm Durchm. 2. Kl. 16t. 1 „ VI. Aspen stamme: 25—29 cm Durchm. 5. Kl. VII. Dirnbaumstamm: 55—60 cm Durchm. l.Kl. 1. Kl. mit 19,16 Fstm. 2. Kl. mit 0,51 Fstm. mit 0,19 Fstm. Am. Fichtenscheit Am. Fichtenknüppel 10,72 Fstm. 8,74 w 12,24 „ 25,13 „ 11,10 „ 6,07 „ 3 12 53 49 112 396 18 74 200 250 47 89 115 d 1 3. 4. 5a 5b 7,37 Fstm. 5,10 „ 0,48 „ überall zu haben. Kurze Kochzeit! 2 16 3 12 4 33 5 37 2 15 3 53 4 21 1,32 Fstm. 0,46 „ 4. 5a 5b Los 1 . 2 „ 3 . 4 Los 1 „ 2 „ 3 Ka t hvl. Gottesdienst. 12. Fevr. Li 4^ tonn. 10 und nachm. 2 älhr. — Hungen, vonn. 8 älhr. Fstm. Fstm. Fstm. Los 1 „ 2 7,85 Fstm. 42,15 . 84,25 w 19,44 „ Gießen, den 9. Februar 1922. Der Oberbürgermeister. 2. D.: vr. A v s e n b e r g. Siegerländer Dampfkessel- Industrie und -Handel Neunkirchen (Bez. Arnsberg) « 0,65 = 6,56 = 1,06 = 56,92 = 57,41 — 54,60 30—39 25-29 20-24 12-19 50—59 40—49 30—39 25-29 12-24 Lechgestern, den 7. Februar 1922. Bürgermeisterei Leihgestern. Eichen-Stämme Fichten-Starnrn Fichten-StÜmme Kiefern 3. Klasse 1 Stück 1,20 4. Klasse 16 Stück 16 57 5. Klasse 82 Stück 46,41 234 Kiefernstamme von 4 bis 14 Meter Lange, ton 14 bis 29 Zentimeter Durchmesser, mit 71 Festmeter Inhalt Die Angebote sind getrennt ton Eichen und Kiefern verschlossen mit der Aufschrift „Hvlz- beginnend: 6 32,5 120 40 beginnend: 185 Fichten-Derbstangen 11 Fichten-Derbstangen ’ 11 Fichten-Aeisstangen 16 Am. Eichenstöcke 23 Am. Duchenstöcke 10 Am. Fichtenstöcke 105 Am. Eichenreisig 160 Am. Duchenreisig. Jagd - Verpachtung. Die Hagdverpachtung vom 8. ds. Mts. wurde vom Gemeinderat nicht genehmigt. Eine anderweitige Verpachtung findet deshalb am 15. Februar 1 922, nachmittags 3 Llhr, auf der unterzeichneten Dürgermeisterei nochmals statt Weickartshain, den 9. Februar 1922. Dürgermeisterei Weickartshain. Holz wird schlagweise zuerst torgezeigt und dann au-geboten 14380 gegen üblen TTlundgeruch kommt folgendes Holz auf zum Verkauf: Kiefern-Starnme 4. Kl. n r> 5. _ I. Eichenftämme: 6 St. über 60 cm Durchm. 1. Kl. Bekanntmachung. Auf Grund des § 363 der Reichsabgabeir- ordnung wird-hiermit auf Kosten des Beschuldigten zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dah durch rechtskräftigen Strafbescheid des unterzeichneten Finanzamts vom 15. Rovember 1921 der Zigarrenfabrikant Ioh. Georg Schmidt in W i e s e ck wegen versuchter Llmsah steuer- hinter ziehung gemäß §§ 359, 360 AO. und § 43 11 St. Ges. v. 24.12. 1919 zu einer Geldstr a f e v o n 15 OOOMarkunddenKosten des Verfahrens verurteilt worden ist Giehen, den 9. Februar 1922. Holzsnbnttssion. Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern 30-35 „ 4. „ III. Kiefernstämme: 40—49 cm Durchm. 2. Kl. Qualitätsware! in den beliebten Sorten Erbs, Reis, Kartoffel, Erbs mit Speck, Reis-Julienne, Ochsenschwanz usw. wieder 2,41 Fstm. 19,17 . 7,72 „ 16,43 „ 9,78 „ II. Duchenstämme: 5 St 50—59 cm Durchm. 2. Kl St = 9,01 Fstm. „ = 16,19 „ , = 53,38 , (Schnittholz) „ = 2,18 „ . --- 4,98 „ „ — 8,90 „ „ --- 43,61 „ „ = 59,47 „ , = 77,37 , „ = 17,35 „ „ = 51,66 , „ = 64,00 , „ -- 64,01 „ , — 49,20 w , = 56,72 , , — 38,29 , „ = 3,35 w „ = 0,59 w Holzsubmission. Die Gemeinde Grohen-Buseck verkauft im 4. 5a 5b 4. 5a 5b 4. 5a 5b 5b 4. 5a 5b 4. 5. 178.9 Am. Fichtenstöcke. Zusammenkunft: Alter Steinbacher Weg, Waldeingang. 2. 3m Hangelstein (Förster Lotz. Wieseck), Abteilungen 1, 6, 7, 8, 11 am Freitag, dem 17. Februar 1922, norm. 9Vs Uhr Holzabgabe. Aus der Waldung der Gemeinde Leihgestern sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots nachstehende Holzarten abgegeben werden: Unter den Fichten befindet sich etwas trockenes. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift Holzsubmission bis spätestens Mittwoch, 15. Februar d. H., nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemessen und wird auf Verlangen von Forstwart Kämmerer, Londorf, vorgezeigt. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 5 Tage vor. Rähere Bedingungen werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. 1376V K e s s e l b a ch, Z*n 8. F:l>ruar 1922. Bürgermeisterei Kesselbach 3. V.: Dietz. IV. Fichtenstännne: LoS 1 2 St. über 50 cm Durchm. 1. Kl. Bekanntmachung. 2lus den Waldungen der Stadt Giehen sollen versteigert werden: 1. 3m Bezirk des Försters Geisel, Giehen, Abteilungen 55, 56, 60, 64, 65. 106, 107 am Mittwoch, dem 15. Februar 1922, vorm. 9Vs Uhr Geschäftliches. — Thomasmehl kann jetzt dem Getreide als Kopfdünger gegeben werden, und Atoar mit demsell>en Erfolge wie im Herbst bei der Aussaat. Ebenso ist Thomasmehl jetzt auf die Wiesen zu bringen. Es empfiehlt sich es mit Kali vermischt auszustreuen, da das Verstauben dadurch vermieden wird. Hierbei muh aber streng be- Ankauf Verwertung und Reparaturen Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Stadt Giesien, Bezirk des Försters Drück, Rödgen, und zwar aus den Abteilungen 1b, 2'o, 5a, 5b sollen am Montag, den 13. Februar 1922, norm, v'/, Uhr beginnend, versteigert werden: 577 Fichtenderbstangen 1. kl. mit 71,34 Fstm. 1027 „ 2. „ „ 65,82 „ 24 Fichtenreisstangen 1. „ „ 0,50 „ Zusammenkunft: An den Ochsenwiesen. Zum Kaffee-Getränk Werner Breuer Dann wird es nicht teuer Los 1, , 2, . 3, Hachborn, den 8. Februar 1922. 1369V Waldvorstand. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten, und zwar: 1. Verlängerung des Schmutzwasserkanals in der Senckenbergs! rahe: 2 Herstellung des Regenwasserkanals und der Strahenauffüllung in dem Strahenzug unterhalb des Obstbaumgrundstückes x sollen Freitag, den 17. Februar d. 33., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns 8iir Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. 1418B Giehen, den 8. Februar 1922. Stadtbauamt Giehen. Braubach Bekanntmachung. Auf Grund des § 363 der Reichs abgaben- ordnung wird hiermit auf Kosten des Beschuldigten zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dah durch rechtskräftigen Strafbescheid des unterzeichneten Finanzamts vom 3. Januar 1922 der 'Kohlen- hä ndler Georg Schäfer in Giehen wegen versuchter Umsatz steuerhinter- ziehung gemäß §§ 359, 360 AO. und § 43 11 St. Ges. v. 24.12.1919 zu einer Geldstrafe von 6790.— Mark und den Kosten des Verfahrens verurteilt worden ist. Giehen, den 8. Februar 1922. achtet werden, dah diese beiden Dünger nicht m gemischtem Zustande ausbewahrt werden, sondern alsbald nach dem Vermischen auszustreren Jino. Man gibt auf den Aormalmorgen etwa 2—3 Ztr. Thomasmehl, mit 1-3 Ztr. (je nach Boden- beschaffenheit) 40prozcntigem Kali vermischt, wobei zu beachten ist, dah, je sandiger der Boden, desto weniger Kali gegeben zu werden braucht. Zur Volldüngung gehört noch Stickstoff, den man in Form von Ammoniak oder auch Kalkstickitoff Pfeiffer und Dillers Kaffee- Ess e n z ist ein Kaffee-Zusatz von steter Reinheit, unerreichter Ausgiebigkeit und gibt jedem Kaffee- Getränk den gesuchten seinen, kräftigen und echten Kaffee-Geschmack. Bekanntmachung. Für das Stadtbauamt wird zum baldigen Eintritt ein jüngerer Hock^xrutechniker mit abgeschlossener Daugewerkschulbildung zur vorübergehenden Beschäftigung gesucht. Bewerber muh die nötigen praktischen Erfahrungen im Hochbau aufweisen können und gewandter Zeichner sein. Bewerbungen sind unter Vorlage von Zeugnisabschriften und Angabe der Gehaltsanfprüche bis zum 20. ds. Mts. an uns einzureichen. Giehen, den 8. Februar 1922. 14198 Stadtbauamt Giehen. Braubach. Angebote sind getrennt nach, Losen, Sortiment und Klassen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift , Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 21. Februar d. Hs., nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst anschliehend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemessen, lagert in verschiedenen Distrikten an fahrbaren Wegen, ungefähr s/4 Stunden von der Bahnstation Grohen-Buseck entfernt, und wird auf Verlangen von Forstwart Wagner vorgezeigt. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Die näheren Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. Grohen-Buseck, den 10. Februar 1922. Bürgermeisterei Grohen-Buseck. Pergamenten ans der Zeit Dantes bis zur Renaissance. • 28 Iahre unschuldig im Zuchthaus. 3m Krankenhause zu Trostberg starb der Schäfer Josef Schmal von Tachterting im 62. Lebensjahr, welcher 28 Jahre unschuldig im Zuchthaus Derbütite. Der wirkliche Täter hat erst am Sterbebett seine Tat eingestanden, worauf Schmal sofort entlassen wurde. • Ser letzte Patrouillenreiter des Grafen Zeppelin t. Dieser Tage ist der 81 Jahre alte Gottfried Gut in Aeultlngen gestorben, der letzte ton den drei Patrouillenreitern, die am 24. Zuli 1871 den Grafen Zeppelin auf seinem AufllärungSritt nach Frankreich begleitet hatten. Bei der Attacke auf den Scheuerlenhof bei Wörth geriet er damals tn französische Gefangenschaft. Gut war später in Reutlingen Bureaudiener bei der Eisenbahndirektion. Derbstang. 1 „ 1 w n i. — 59 92 . 9, 4,5 Nrn. Fichten-NutzknÜppel (3 Mtr. lang). Die Angebote sind getrennt nach Losen für den Festmeter bis längstens den 16. Februar I. Is, «achm. 2 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzu' reichen, wo die Oeffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Zuschlagsfrist 8 Tage Bedingungen werden vor Oeffnung der Angebote bekanntgegeben. 3n der Hohanneskirche. Vorm. 9y2 Uhr. zugl. MilitärgotteSdienst: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Oohannesgem.: Pfr. Ausfeld. Abds. 5: Pfr. Bechtolsveimer. 7i/3: Vereinigung d. tont. mäimL Jugend d. Johannes- gemeinde. — Montag, 13. Febr., abds. 7Vs: Iugendvereinigurg d. Lulasgem. (weibl. Adrig ). — Freitag. 17. Febr.. abds. 5^: Vereinigung d. konf. Mädchen d. Hohannesgemeinde. Von Sonntag, een 19. Febr., an beginnen die Abendgottesdiensie wieder um 6 Llhr. Reue Aula. vorm. !!'/< Ubr, Universitätsgottesdienst: Prof. Dr. Hans Schmidt. Wieseck. 12. Febr., vorm. 93/*: Gottesdienst. 11: Kinderkirche. — Donnerstag, 16. Febr., abds. 8: Iugendabend (männl. Adtig.). Sonntag, 12. Febr., vorm. 10: Kirchberg. Rachm. ly8: Mainzlar. Rachm. ll/2: Dau - bringen. Katholische Gemeinde. Samstag. 11. Febr., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag. 12. Febr. Deptuagesima. Vorm. 6*/?: Gelegenh. z hl. Deichte. 7: Hl. Messe. 8: Austeilung d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 2: Jünglings-Kongregation. 3: Christenlehre; dar. Andacht. 4: Hausangesteilten-Derein. Diaspora-Gottesdienst am 12. Febr. Grünberg, vorm. 91/2 ^Ihr. Sür die armen Pflegebefohlenen der Landes-Heil- u. Pflegeanstalt (Siegen Bei Eröffnung der Heil« und Pflegeanstalt zu Giehen wurden von den verschiedensten Seiten alte Bücher und Zeitschriften zur Unterhaltung der Kranken in grober Anzahl zur Verfügung gestellt. Diese Spenden bereiteten grosie Freude, und viele Kranke sahen, tage- und stundenlang über ihren Büchern und Heften, die sie wie einen Schatz hüteten, besonders wenn die kalte und nafle Jahreszeit einen längeren Aufenthalt im Freien unmöglich machte. Im Lauf der Jahre ist der damals gesammelte Unierhaltungsstoff verbraucht und Geldmittel zu Neubeschaffungen sind nicht vorhanden. Deshalb wenden wir uns an die Freunde der Kranken und Unglücklichen mit der inständigen Bitte, uns wieder mit Unterhaltungsmaterial für die Kranken zu versehen. In jeder Familie finden sich wohl einige nicht mehr benötigte Bücher und Zeitschriften, besonders illustrierte, Märchenbücher und Erzählungen für Kinder, mit denen man den armen Kranken noch grohe Freude bereiten kann. Auf geschehene Mitteilung werden die Sachen im Haus abgeholt. Mitteilungen nehmen entgegen die Direktion der Heil- und Pflegeanstalt und der Der- trauensmann des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Heffen, für Giehen Herr Rektor Dal. Müller, Stadtmüdchenschule. 1307 spendet Sucher und Zeitschriften. Holzversteinerungen in der Fürstlichen Obersörfterei Sich. Montag den 2 0. Februar werden in den Distrikten Langeberg und Mühlenwäldchen versteigert: R m. Scheitholz Siche 1, Fichte 16, Knüppel Buchen 3, Eiche 18, Linde 2, Fichte 59, Stockholz Fichte 20, Astreiser Buche 35, Eiche 22, Kiefer 10, Forstreiser Buchen 263, Eiche 90. Zusammenkunft 10 Uhr vorm. auf der Langsdorf-Riederbessinger Strahe unweit der Abfahrt nach Ronnenrvth. Dienstag den 21. Februar werden in den Distrikten Schwarzwald und Hohler (Rorb- feite) versteigert: R m Scheitholz Buche ca. 200, Fichte 22, Knüppel Fichte 25, Stockholz Buche ca 53, Eiche anflaoin- paflUlea (trtetWw JW üolnfrfttea Str tu* RochrrchShq btfonb<$» bd tfttrlnns Odlcrfäi, f)a(«rnh8t*mg, Zkr* VlWr, Wdmung. Hrtzallllch le !<■ Viot^elci v Vragerft» Holzsubmission. 3m Hachborner 3nteressentenwald kommen folgende Holzarten im Wege schrifttichen Angebots zum Verkauf: 42 Eichenstämme von 4 bis 10 Meter Länge, von 20 bis 71 Zentimeter Durchmesser mit 39 'Festmeter 3nhalt, 4. Kl. = 0,81 Fstm. 3. --- lsSuppen Man achte auf den Namen MAGGI und die gelbrote Packung. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 12. Februar. Dcptuagesimae. Kollekte für das Hess. Krüppelheim. 3n der Stadtkirche. Vorm. 9V? Uhr: Mfr Becker. 11: Kinderkirche s. d. MarkuSgem.: Pfr' Becker. Abds. 5: Pfr. Mahr. - Montag, 13 Febr., abds. 3: Vereinigung d. konf. männl. Jugend d. Matthäuegem. — Montag, 13. Febr., at-D$ 8: Vereinigung d. konf. weibl. Jugend d. Markusgem. — Dienstag, 14. Febr., nachm. 4: Fraaenmissionsverein. Jagd - Verpachtung. Sa m s t a g, d en 18. Fe b ru a r 1922 soll die Gemeindejagd der Gemeinde Hattenrod, bestehend aus 415 Hektar Feld- und 112 Hektar Waldjagd, öffentlich meistbietend auf 6 Jahre auf dem Gemeinderathaus verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist in 20 Minuten von der Bahnstrecke Giehen—Fulda, und zwar Station Reiskirchen, zu erreichen. Bedingungen liegen auf der Dürgermeisterei Hattenrod offen. Dieselben werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. 1431D Bürgermeisterei Hattenrod. Reeb. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffe innerhalb der Lose, da keine Zusarnrnenrech. nung stattfindet, pro Festmeter bis zum Freitag, den 17. Februar d. Fs., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können vorher bei uns eingesehen werden. Das Holz lagert in verschiedenen Distrikten und wird auf Verlangen vorher von Forstwart Koch dahier vorgezeigt, spätere Einwendungen werden nicht mehr berücksichtigt. Etwaige kleinere Abweichungen im Festgehalt bleiben Vorbehalten. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 4 Tage vor. Beuern, den 6. Februar 1922. 1384D Bürgermeisterei Beuern. Walther. Holzsubutissiou. Die Gemeinde Kesselbach verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichneles Holz: Fichten. 2. Klasse 1 Stück 2.38 Fstm. 3. Klasse 9 Stück 12 92 Fstm. 4. Kia fr 15 Stück 15.15 Fstm. 5^-Klasse 27 Stück 16,63 Fstm. 5d-Klassr 119 Stück 30,82 Fstm. lumy wqt/n bn Katarr btt» Franz Vogt. J. Kunzeimann, 1403a Statt Karten Wut Wormsberg b. Oelde L Westf. Gießen, Seltereweg 79a Februar 1922 Gießen TXK531 Donnerstag, den 23. Februar 1922, 7 Uhr abends, [1394D Londorf Der Vorstand 1421v r 01471 Gretel Freund, Ludwigstraße ein. der 0146* Der Vorstand. 1404] CafeGroßherzog DT Tllgllch “W 1U3 01487 Es ladet eilt Ham Kirzinger. 2.Teil: In der Schlinge des Indiers. *• A 6 Akte. 1396c > Die Scbtüuggter von Sau Disgs < Der Vorstand Lindenplatz. 01435 Auskunft und Prospekte kostenfrei Gießen, den 11. Februar 1922. Sensationelles Drama in 2 Teilen 1. Teil: Der Tod in Venedig. 6 Akte. Hansa-Schule lnh.:J. Kunzeimann Seltersweg 73 Hansa-Schule aller Art. Solideste Preise. Meine Verlobung mit Fräulein Gretel fiilbinger, Tochter des Herrn Wilhelm Kilbinger und seiner Frau Gemahlin Käthe geb. 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Bosold Vermählte Stühle werden ncfloditen 01406 (flroitec Stcinwca 3 I. Kinderkleidung wird angeserttgt 014)2 edjiffenb. Weg 54 II. 1 Acker 4,'nS,e" ober wer nibtöknbitiitt ab? Lchriitt. Ängeb. nut Gröhe und PretS unt. 425 an d. Gtcircner Anzeiaer. Bietzen, Lindenplatz, Telephon 641 Provencer Luzerne (ewiger Klee) in la Qualität empfiehlt, solange Vorrat reicht, per Pfund zu Mk. 32.- Oberhesfifches Samenhaus,Gietzen Männer-und Zrauenvereinigung der Malthäusgemeinde. Mittwoch, den 15. Februar, abends 8 Uhr. im MatthSusjaal, Kirchstraße 9 Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Dorstandswahl. 4. Verschiedenes. Alle Mitglieder werden freundlichst eingeladen. Gießen [01451 Die Unterzeichneten geben hiermit bekannt, daß sie ihre Schulen vereinigt haben und unter dem Namen Vereinigte Priva t-Handelslehranstaltcn Gießen ästhma $■ kann gebcilt werden. Sprechstunden des nach '.ueineuiVersahren sachlich act'ildeicn Arzied in (Liehen , Balrnbofcttrotcl Lenz, ieden Montag von 10—t Ubr. Dr. taed. Alberti. Berlin SW. 11, Spe- zialarxt f. Aithmalelden. Astoria-Lichfspiele 4 ZWMW SlkWS Freunde und Gönner herzlichst eingeladen. Anfang 7 Uhr. Der Vorstand. Geschäftshaus Qberhesfens zu 90 Mille bei 70 Mille Anzahlung zu verk. 4.Iimmer»Wohnung wird im Sommer 22 bezieht). 1398A] Wolff Moos L Co.. G. m. b. H. in Denshelm. in den Räumen des Gesellschafts-Vereins MWMW'MO ZM besten öer Slestener Sla-enleiitzttse. Gesang - Rezitationen Instrumentalmusik. Während der grohen Pause: kaltes Büfett u a. Karten (ab Montag, den 20.) zu Mk. 10,— (num.), Mk. 6,- (nicht num.) bei Thallier und an der Abendkaffe. Studentenkarten gegen Ausweis zu MK.6,- bzw. 4,- beim Hausverwalter der Universität. ,.5tuöeufenl)llfe"e.D. SleOteßenerSrouenoereine. Der viehhändleroerein Giehen und Umgegend lädt alle Mitglieder und Nichtmitglieder zur Versammlung -am Mittwoch, dem 15. ds. Mts. nachmittags, ins CafL Amend ein. Tagesordnung: Steuerfragen, Verschiedenes. Fritz Schone Elisabeth Schöne geb. Hillgärtner Vermählte Lich (z. It. Glimbach) Mendorf a. d. Lumda den 12. Februar 1922 Dentist tzans kohres Margarete Köhres geb. Volk Vermählte Großen-Duseck Februar 1922 Nur noch heute nnd morgen: Der größte Lichtspielerfolg a Die Macht des Blutes 3 oder Goethestraße 32 Vogt sehe Handelsschule. Billige Stoffe! 150 cm breiter Marengo Stoff solange Vorrat Zwetikasliel, Aeterweg 48, I. St. Sonntag, den 12. Februar 1922 int Saale des Cafe Leib winterfest Die Leitung der vereinigten Schulen liegt in den Händen des Diplom-Kaufmanns und Diplom- Handels lehrers J. Kunzeimann, an welchen auch alle schriftlichen Anfragen zu richten sind. Der Unterricht wird wie bisher in den Räumen beider Schulen Seltersweg 73 und Goethestraße 32 erteilt. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden jetzt schon entgegengenommen: Vogtsche Handelsschule Inh.: Franz Vogt gemeinsam führen werden. Gesellschaft der GieOeuei' Kunstfreunde Mittwoch, 15. Februar, ebenda 87, Ubr pünktlich, Im groBen Höriaal der Universität Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Prof. Dr. Ludwig Curtiue aus Heidelberg über „Brsprang nnil Werden der Plastik“ Eintritt für Mitglieder frei. Nichtmitgllcder zahlen M. 3— (Karten bei Cha liier), Studenten u. Schüler M. 1— (Karten bei Hausverwalter Ritter in der Universität). 1409D LeMMuWl Merm an Volks-. Mittel- und Hochschulen Ortsgruppe Giehen. Wir stehen auf dem Doden der durch die Weimarer Verfassung geschaffenen demokratischen und sozial gerichteten Republik. Wir erblicken in ihr die würdigste, zugleich die für Deutschlands innere und äußere Polilik jetzt einzig mögliche Staatsform, die nach dem Zusammenbruch des ollen Systems unserem schwer bedrückten Vaterland den Frieden zu wahren vermag und der Erfüllung des nationalen Sehnens nach einem grohdeutschen Einheitsstaat die Wege ebnen kann. Wir wollen die Heranwachsende Jugend zu sozialem Fühlen und Sandeln, zu republikanischem Derantwortlichkeitsgefühl und zu demokratischer Achtung vor der freien Persönlichkeit und ihren Rechten erziehen, durch unser Beispiel nicht minder als durch unbedingte Wahrhaftigkeit in Unterricht und Lehre. Wir sind entschlossen, jeder an Schulen sich zeigenden, gegen die Republik gerichteten Propaganda entgegenzutreten, von welcher Seite sie auch komme. Wir werden Anfeindungen und Schädigungen, die Lehrern oder Schülern aus ihrem Bekenntnisse zur Republik erwachsen, gemeinsam abwehren. Wir treiben keine Parteipolitik. In unseren Reihen ist jeder ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit willkommen, der sich rückhaltlos zur deutschen Republik bekennt. Zum Beitritt fordern auf von der Universität: Ernst von Aster, Paul Eermak, Robert Fritzsche, Hugo Hepding, Georg Honigmann, Walter Kinkel, Kurt Koffka, Wolfgang Mittermaier, Karl Schaum, Karl Ludwig Schmidt, Karl Uller, Oswald Weidenbach; von den höheren Schulen: Wilhelm Hahn, Ludwig Heber- mehh Ludwig Hüter, Siegfried kann, Karl Michel, David Sander, Otto Weitzgerber; von den Volksschulen: Julius Biedenkopf, Wilhelm Dietz (Cid)), Fritz Euler, Martin Fischer, Luise Flick, Pauline Groffart, Otto Grünebaum, Ernst Hahn (Hungen), Friedrich Huf, Heinrich Huth, Wilhelm Loos, Friedrich Ost, Ernst Ploch (Lollar), Johannes Reul, Hermann Schmidt. i405D Wie die Saat - so die Ernte. Unsere SAM-MM für 1922 ist erschienen. Da wir die Adreffen einiger unserer geschätzten Kunden sowie aller Garten- und Landbesitzer entbehren, bitten wir freundlichst, die Kataloge abholen zu laffen. Wie im vorigen Fahre, soll es auch diese» Jahr unser eifrigstes Bestreben sein,unseren werten Abnehmern mit nur erstklassigen, sortenechten, hochkeimfähigen Sämereien zu dienen. Die vielen Wrtennungen aus Stßöt naß £nuö sind die besten Beweise für zufriedenstellende Lieferungen und Leistungsfähigkeit unserer Firma. Durch Ausstellung unserer Samenkeimapp a r a t e ift jedem Gartenliebhaber u. Landwirt Gelegenheit gegeben, sich unverbindlich von der hohen Keimkraft unserer Sämereien zu überzeugen. Wir haben auch dieses Mal die Preise äuherst gesetzt, welches Sie auch in unserer Preisliste bestätigt finden werden. Dienstag, den 14. Februar, 8 74 Uhr, im „Hotel Grotzherzog": Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Kassenbericht, 3. Dorstandswahl, 4. Vortrag: „Die deutsche Republik und ihre Gegner". — Rektor Fischer. Um zahlreichen Besuch wird besonders gebeten. Herren- Anzüge na® IM gescheitet liefet! Del nut guter Betürheltuug, and) Del geftenten Stoffen Ml Wit. BohnDofftroBezgiit. Spart Porto! 51aull Moden- u. Schnitt- »mfter nur in der O.Z..A.,M(0tfir.l8. Gröfiie Moden-An'wahl am Platze. D-e laufenden Rüb- und Znschneidekurle beginnen ob 1. Februar. 989h Tie Leitung. Wei- nnö WelMk- mein Sieben u.!lingegeiiö e. D. 1897. Sonntag, den 12. Februar 1922. . nachmittags 3 Ubr, findet bei Mit *£251 glicd Rabuefcld. Schanzcuitrane. die öicjjubnoe Generalversammlung verbunden mit einer Verlosung von lebendem Gesinge! statt, Tagesordnung: 1. Bericht über das abgelanfene Beretnsjabr; 2. Nechnungsablage und Entlastung des Rechner-: 3. Aufiieuung des BoranftlilageS für 1922; 4. Neuwahl des BoritandeS: 5. Jubiläums- aii-üellung: 6. Berschiedcueö; 7. Berlokung. 130Gv Der Voratand. •!«» Telephon 641. Liebigshöhe niiiiiiiiiiiii.niiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniim Sonntag ab 4 Uhr Tanz-Kränzchen Der Saal Ist gut gehelxtt 01445 Gießen, den 11. Februar 1922. Sonntag, den 12. d. Mts. öffentliche Tanzbelustigung wozu freundlichst einlabet (1432 Gustav Borger Gasthaus zur Stadt Giehen, Londorf. Grtfdrf oeritlat unter (Garantie tarnt Brut rnfar 3ü|ull und 9terwegl. Heh Schäfer arKlzir. 20 1390A vernichtet verbMffenü n Sofort lieferbar sowie die 1393h mein BtzU Wigger Vieser Ms erhältlich, da auf Lager, bei 1389V -I Smgrn ’M s i -MF - 1 Alt«» cxnrn, welchr oa S s DUmwww iv g 60 HANDSCHUHE MARKT ***1*10« Die katarrhalische Form der Grippe Wirts chafts kraftwagen <6 S 0) n 250-300 300-31,0 3f0-420 420-489 480-540 )fo9, geriet Metallbetten Stahlmatr., Kinderbett., dir. anPrio.,Kat.31dlfrel. Eisemnöbelür. 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