Donnerstag, P. August 1922 172. Jahrgang Die Krisis in der Entente * *or9tn von den Ergebnissen der Londoner Konferenz ah. gewiesen worden, daß die von der englischen Dresse veröffentlichten Nachrichten, denen zufolge e"> Verreist SiUl.M Dr. Honigmann UW Vereine 5 ► zu erklären, daß 21 n t e i l e a n i n d u st r i e l l e if, reichs. kn der dre Regierung erklärtste werde St'afverfrchrsn gegen die „Münchener Neueste die Landesverwaltung den Verbun- deren über geben, wenn Oesterreich nicht « die Pfänder zurückerhalle, die man ihm genom- Berlin, 10. Aug. Mehrere Blatter melden men habe, habe die Alliierten äiun Nachdenken AUS München^)haß JKO0LJH& »Mü NLLNLL übet ro c die meisten Vorschläge Poincares von dem Sach- verständigenausschust abgelehnt worden seren, verfrüht. wenn nicht irrig seien. wesen, man 'hätte die Frage der Schulden an Amerika gar nicht mit der Reparationsfrage in London, 10. Aug. (MTB.) Lord Dreh sagte gestern in einer Rede in Oxford ob die europäische Krise mit Zusammenbruch oder Ge- N e u e st e n R a ch r i ch t e n" auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze der llVpublrk ein Ermittlungsverfahren cingeleitet sei. das sich auf einen Artikel „Kritische Tage" des Blattes, stütze. Dieser Artikel habe wegen Beleidigung des früheren republikanischen Ministers Auer eine Strafanzeige beim Oberreichsanwalt veranlaßt. Verbindung gebracht. Ausweisungen ans Clsatz-Lothringen. Paris, 10. Aug. (LTD.) Der „Malin" berichtet, daß gestern etwa i 00 Deutschen in Elsah-Loth'ringen dec Ausweisungsbefehl zugestellt wurde, der heute ausgeführt würde. . Ur. 186 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit berSamstagsbcilage: GießenerFamilienblätter Monatliche Bezugspreise: Mlr. 29.- und Mk. Z.- Trägerlohn,durch dicPost Mlr. 32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - F er n sprech- Anschlüsse: für dieSchrift« Icilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Eietzen. z Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Hl686. Konzernen den Alliierten gegeben werden sollen. sei ebenfalls abgelehnt worden. Die von dem italienischen Minister des Aeußern ausgesprochene Ansicht, daß ein Widerspruch darin liege, ein Moratorium zu bewilligen und gleichzeitig deutsches Eigentum zu beschlagnahmen, habe günstige Aufnahme gefunden. Der Bericht, mit dessen Abfassung der belgische Delegierte Demelmans beauftragt rst, dürfte heute mittag der Konferenz vorgelegt werden. Lloyd George gibt wieder nach? Paris, 9. Aug. Neber die heutige Vormittagssitzung von Poincare, Lloyd George und Theunis berichtet der Sonderberichterstatter der Havasagentur. Lloyd George habe von den französischen Vorschlägen die 26vrozentige Ausfuhrabgabe, die Beschlagnahme der Zolleinnahmen, die Kontrolle der Staatsgruben im Ruhrgebiet und der Dominialforsten am linken Rheinufer angenommen, indessen die Wiederaufrichtung der Zollschranken in den Rheinlanden und im Ruhrgebiet entschieden abgelehnt. Poin- care behärre gleichfalls unnachgiebig auf seinem Standpunkt. Die Sachverständigen sollen heute nochmals die Frage der strittigen Pfänder prüfen. Lloyd George werde morgen Vormittag einen Kabinettsrat einberufen. Inzwischen werde auch Poincarv seine Kollegen unterrichten, um im Einverständnis mit ihnen zu handeln. London, 9. Aua. (WB.) Wie Reuter erfährt. wird über die Beratungen des Redakttonsausschusses der Konferenz von heute vormittag nichts Näheres mitgeteilt, doch werde zugegeben, Last dieLageschwierigist. Indessen tun alle Beteiligten ihr Bestes, um einen Bruch zu verhindern. Lloyd George stattete heute vormittag Poincarö in seinem Hotel einen' Besuch ab und nahm mit ihm ein Frühstück ein. In ihrer Gesellschaft befand sich auch Theunis. Lloyd George lehnte es ab, Über das Ergebnis seiner Änterr^ng Mit Po iw- Hch, Schmidt, CWn- rnd, Hauptitr. & bW Paris, 9. Aug. (WTD.) Havas meldet aus London: Poincarä hat heute vormittag mit Lloyd George und Theunis in der französischen Botschaft gefrühstückt. Anschließend daran fand eine lange und wichtige un- terredung zwis chen den drei Mr- nistern statt, die noch um 11 Ähr andauerte. In französischen Kreisen ist heute darauf hin- veranlaßt. Naturgemäß fürchte man, vor einer entsprechenden Lage auch in Deutschland zu stehen. Eine Rede Lord Greys. Vus dem Reiche. Besuch des Reichspräsidenten in Hamburg. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Hamburg, daß der Reichspräsident in Deglei- .tung'der Reichsminister Dr. Köster und Dr. Hermes am 17. August in Hamburg eintreffen werde. Der Reichspräsident und die Minister werden an der Eröffnung der überseeischen Woche in der Äniversität teilne'hMen. Ferner sei eine Besichtigung der kunstgewerblichen Ausstellung, eine Hafenbesichtigung und ein Besuch der städtischen Sieülungsbauten vorgesehen. Der Reichspräsident werde darauf mit dem Minister des Innern Altona besuchen. Das Verbot des deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbundes. Berlin. 10. Aug. Den Blättern zufolge 'hat der Staatsgerichtshof zum Schuhe der Republik die Beschwerde des Deutsch- voMschrn SiMh- und Trutzbundes in Hamburg, der Ortsgruppe Dresden dieses Bundes und der Ortsgruppe Leipzig gegen die Verfügung des sächsischen Ministeriums des Innern, durch welche der Deutschvölkische Schuh- und Truhbund mit allen Bezirken und Ortsgruppen in Sachsen aufgelöst worden ist, verworfen. Der Schuh- und Trutzbund ist damit endgültig aufgelöst. Gegen lästige Einwanderer. Berlin, 9. Aug. (WTB.) Zur Verminderung der überhandnehmenden Einwanderung von Galiziern und Polen werden von den Gerichten neuerdings gegen paß- lose Einwanderer mehrmonatige Gefängnisstrafen und Abschiebungen verhängt, da es sich gezeigt hat, daß die früher verfügten Geldstrafen bis 1000 Mark keinen genügenden Schuh boten, ja, daß von manchen östlichen Einwanderern mit der Zahlung solcher Geldstrafen als mit einer Art Geschäftsunkosten von vornherein gerechnet wurde. Zum Maffenfund kn Stettin. Vertraten HerrDr.SMlnikl.'- ------ San.-Rat abend eingegangene reichs, in der die Regierung erkläre, sie werde schen Finanzlage beschäftigen. Die g e st e r n Note Oester- Heutiger Stand des Dollars 10 Ähr vormittags: Berlin 855, Frankfurt a. M. 865— Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts ISO Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platzvorschrift 20 °/0 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschcin; fürden Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. abends»/-"" 5p*' Versam-nlE ersännen- r’.Ml AU *•!. .„funk Äliceschule. ®te’n’.„itt Rückporto Aniragea W gamStsa«. M Zonn as' Z t, 13- İS- Jugend^ ""KSÄ' 8? sich ein trauriges Bild. Es beg^nete uns ein endloser Zug von Menschen, die hinter sich auf kleinen Schlitten die Reste ihrer Habe schleppten: Stühle, Geschirr, kleine Schränke, was nur eben im Haushalte entbehrlich schien, um es in der benachbarten Gouvernements auptstadt, Saratow, auf dem Markte zu verkaufen. Man sah junge Leute mtt mageren bleichen Gesichtern, eine Frau mit ihrer kleinen Tochter, einen alten Mann, der nur mit Mühe seine Last die steile Anhöhe am Äser der Wolga emporbrachte, dazwischen einen mit einem Kamel bespannten Schlitten, auf dem eine Truhe verladen war. Ein anderer war mit Pflügen und Eggen bepackt, alles geopfert, um — wenn auch, nur auf Tage — dem Hunger zu entgehen, denn viel Erlös wirft der Verkauf nicht ab bei dem Äeberangebot. Auch sind ja die Preise der Lebensmittel beinahe unerschwinglich und steigen noch von Woche zu Woche. 400 Gr. einfachstes Schwarzbrot kostete im Januar in Saratow 12 000 Rubel, heute bekommt man es nur zu 120 000 Rubel und für andere Lebensmittel sind die Preise entsprechend. In den Städten kann man ja alles kaufen, aber niemand besitzt die Geldmittel, die dazu nötig sind. So sehen sich die Leute gezwungen, ihren ganzen Hausrat, den sie im Laufe der Jahre vorn Erlöse ihrer Arbeit angeschafft haben, zu verschleudern. Wiesen doch jene Dörfer noch einen geringen Wohlstand auf. Änd heute! — eine-solche Kolonie, in der früher auch irn Winter an schönen Tagen ein reges Leben war, liegt heute wie ausgestorben da. Die Meisten hat allerdings der Tod/ dem sie hier zu entrinnen suchten, an anderer Stelle erreicht; nur ganz Wenigen ist es gelungen, anderswo eine Existenzmöglichkeit zu finden. Nur selten sieht man heute in den Dörfer^ einen Bewohner auf der StMhe. Die meisten bleiben in den Häusern, schwach, entkräftet, zupr Teil vor Hunger geschwollen, zahlreiche krank, wie ja im Gefolge der Not sich Seuchen — namentlich Flecktyphus — einstellen. Diele verlassen überhaupt ihre Lagerstätte nicht mehr. Es fehlt ihnen an Kraft, auch nur aufzustehen uich einen Gang vor die Tür zu unternehmen. Andere schleppen sich mit der größten Anstrengung von Haus zu Haus in der Hoffnung, vielleicht eine erfrorene Kartoffel, einen Knochen oder ein Stück halbverfaultes Fleisch zu erhalten. Man karm sich nicht denken, was die Leute essen, um ihren Hunger zu stillen. Hunde und Katzen sind in den Dörfern selten geworden, die Zieselmäuse aus den Feldern fast ausgervttet. Kuchen aus gemahlenen Hülsen der Sonnenblumenkerne und getrocknete Kürbisschalen sind das einzige, wovon sich viele ausschließlich ernähren. Auch hier mehren sich die Nachrich- ten von Ka n i ba li s m u s . wenngleich die sicher beglaubigten Fälle im Gebiet nicht Deutschen. sondern irgendwelchem eingewanderten Stevpenbewohnern zur Last gelegt werden müssen." Das Sonderheft des Roten Kreuzes kann bezogen werden bei dem Generalsekretariat des D. R. K., Berlin-Charlottenburg, Berliner Straße 137. zum Preise von 3 Mk. Berlin. 9. Aug. Die Meldung der „Roten Fahne", unter der Äeberschrift „Ein sozialdemokratischer Polizeipräsident versteckt Orgeschwaffen" hat sich als völlig frei erfunden herausgestellt. Der fraaliche Raum in der Schupokaserne ist der Pollzeiverwaltung in Stettin erst bet der Untersuchung durch die Kontrollkommtssion bekanntgeworden. Der Raum war bei einem Ämbau vor dem Einzug der Schuhpolizet tn dte Kaserne entstanden, vernagelt und durch eine Bretterwand verdeckt. Mtthin konnte weder der Polizeipräst- dent noch eine andere Stelle darin Waffen versteckt haben. Der Raum war übrigens leer und auch früher war nichts darin versteckt worden. Ein Sonderheft der Blätter des Deutschen Roten Kreuzes Dom Juni 1922 bringt mit erschütternden Abbildungen und Berichten Tatsachen über das Hungerelend in Rußland, dem auch viele Deutschs mit ihren Kindern auSgelie- fert sind. Es ist schwer, diese Bilder ohne Tränen zu betrachten, obwohl das abgelaufene Jahr angestrengter Arbeit Her Hilfsaktion des Deutschen Roten Kreuzes nicht ohne Erfolge geblieben ist. In verstärktem Maße muß die Arbeit fortgesetzt werden, denn Millionen sind der Hungerkatastrophe zum Opfer gefallen, und den Äeberlebenden, besonders an der Wolga und im Schwarzmeergebiet, muß bei dem traurigen Werk des Wiederaufbaues geholfen, dem weiter drohenden Änheil muh mit voller Kraft entgegengetreten werden. „Sendet uns Lebensmittel als Allheil- mittel gegen Hunger und Seuchen", so ruft Professor Dr. P. Wühlens aus, der über die Tätigkeit des Deutschen Roten Kreuzes einen ausführlichen Bericht erstattet. Man sehe diese Abbildungen hungernder und abgezehrter Kinder, die zum Teil durch Hunger zu Verbrechern geworden sind und Kameraden oder gar Brüder getötet haben, um eines Stückes Brotes willen oder gar um — ein Fall wird besonders bezeugt! — um sie aufzuessen! Dr. Fischer berichtet von der Hungersnot in den deutschen Wolgagebieten: „Schon beim Äeberschr eiten der Wolga bot Ferienaufenthalten zerstreut. Diele von ihnen müssen eiligst aus dem Auslande zurückkehren. Es wird erklärt, daß die Lage zweifellos ( e rn st ist, Das Kabinett wird morgen ernste Entscheidungen zu treffen haben. Freitag die entscheidende Vollsitzung. Paris, 10. Aug. (WTD.) Wie dem „Petit Parisien" aus London berichtet wird, soll Poincare gestern schon ein Telegramm des Präsidenten der Republik, M i l l e r a n d, erhalten haben, in dem dieser Festigkeit empfiehlt. Äebrigens erfahre man, daß heute nachmittag, nach der englischen Kabinettssitzung, P o i n c a r 6 und LloydGeorge eine Än- terredung haben werden. Es sei also augenscheinlich, daß am Freitag vormittag diegroße Vollsitzung stattfinden werde, die endgültig über den ausgebrochen ^nKonfliktentscheide. Das sogenannte belgische Kompromiß. Paris, 10. Aug. (WTD.) Heber das bei- g ische Kompromiß erfährt der Berichterstatter des „Echo de Paris", Belgien würde zuerst empfehlen, sofort den Plan über die 2 6- prozentige Abgabe von der Ausfuhr und die Einziehung der Zolleinnah- men durchzuführen. Sollte diese Maßnahme nicht genügen, um Deutschland, wie das Blatt sich ausdrückt. auf den rechten Weg zu bringen, dann würde die Beschlagnahme der staatlichen B erg- werke und der Staatswäld er auf dem linken Rheinufer erfolgen. In dritter Linie würde man alsdann, wenn auch dies nicht zum gewünschten Ziele führe, die Aufrichtung der beiden Zollbarrieren in den Rheinlanden und an der Ruhr beschließen, aber diesmal nicht als Mittel, um eine Zahlung herbeizuführen, sondern als Sanktionen. Belgien erkläre, man dürfe nicht zugleich von produktiven Pfändern und Sanktionen sprechen, sondern man müsse sagen: Heute produktive Pfänder, morgen Sanktionen. Die Lage in Oesterreich. Paris, 9. Aug. (WTD.) Nach dem Londoner Sonderberichterstatter des „Intransigeant" wird die Konferenz, bevor die Teilnehmer auseinandergehen, sich noch mit der öst erreicht- nicht überraschen. Der „Manchester Guardian" schreibt, offenbar feien Lloyd George und sein Ratgeber nun za dem Schluß gelangt, daß die französische Vorschläge nichts als eine europäische Katastrophe bedeuteten, und daß Frankreich einen Druch an- Irebe und barm schließlich isoliert vorgehen wolle. „Pall Mall and Globe" schreibt, die einzige Hoffnung auf einen günstigen Ausgang liege in der Möglichkeit, daß ein von dem belgischen Ministerpräsidenten Theunis eingebrachter Vermittlungsvorschlag angenommen werde. Reuter meldet, in britischen amtlichen Kreisen werde erflärt, die britische Haltung werde von mancher Seite als deutsch- reundlich bezeichnet. Dagegen sei zu bemerken, daß Großbritannien nicht die deutschen, sondern die gesamten Interessen der Alliierten vertrete. Die englische Politik wolle die höchstmöglichste Reparationssumme von Deutschland erlangen. Die Frage gehe nicht um den Grundsatz der Repara- ionen, sondern um das beste praktische Mittel, sie zu erlangen. Man befürchte, daß einige von anderen alliierten Regierungen vorgeschlagene Maßnahmen nicht zur Drahtung, sondern Zerstörung jeder Aussicht auf Bezahlung führen würden. Minifterrat in London und Paris. Paris, 10. Aug. (WTD.) Ministerpräsident Poincars hat gestern den Präsidenten der Republik Millerand über den Stand der De- ratungen unterrichtet und ihn ersucht, einen Mini st e r r a t zusammenzuberufen, da Lloyd George seinersetts sich entschlossen habe, einen K abinettsrat zu halten. Die französischen Minister werden sich deshalb heute vormtttag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik im Elysee zusammenfinden. London, 9. Aug. (WTD.) Reuter erfährt: Auf Grund der Tatsache, daß keine Der stän- bigung zwischen den Alliierten in Sicht ist, ist für morgen eine Sitzung des britischen Kabinetts zusammenberrfen worden. Die Minister sind in verschiedenen, care Mitteilungen zu machen. Einer der hervorragendsten Teilnehmer an der Konferenz sagte bei Rückkehr in sein Hotel, er glaube nicht, daß es möglich sei, eine Grundlage für ein Abkommen VULU+>UI|U>, luu. VUIU11U11111UIUUJI — zu finden. Die für 12.30 Ähr festgesetzte -ou= nefung enden werde, Ijänge tn großem Maße sammenkunft des Sachverständigenaus- ton öen Ergebnissen der Londoner Konferenz ah. schusses ist bis 3.30 Ähr verschoben worden @ret) tottfierte dann die Note Balfours und Bisher ist ein Zusammentritt der Konferenz noch ^gie. sie habe die Lösung der europäischen Schwie- nicht beschlossen worden. Die vorherrschende Aus- tmfctten noch mehr erschwert. Besser wäre ge- assung geht dahin, daß, wenn auch mcht alle * - • ~ Hoffnung aufgegeben zu werden brauche, die Lage doch sehr schlecht sei. Gin Abbruch würde Eine Verleumdung der Deutschen Rcichsbank. Berlin, 9. Aug. Die französische Havasagentur lieh sich aus Kopenhagen melden, die Deutsche Reichsbank habe die deutschen Industtiellen und Kaufleute aufgefordert, zur Herbeiführung einer Baisse und Beeinflussung der Londoner Verhandlungen französische und belgische Devisen auf den Markt zu werfen. Wie das W. T. D. zuverlässig mitteilen kann, ist diese tendenziöse Nachricht vollkommen aus der Luft gegriffen. Die Vorschläge Poincares. P a r i s, 9. Aug. Nach dem „Petit Parisien" : smd die von Poincatt unterbreiteten Vorschläge ■ die folgenden: 1. 26prozentige Abgabe von den durch den deutschen Export erzielten Eingängen an ausländischen Devisen, 2. Ausbeutung der deutschen Zollemnahmen, 3. Abgabe von 60 Proz. des Aktienkapitals der auf dem linken Rheinaser gelegenen chemischen und Farbfabriken, 4. Beschlagnahme der staatlichen Bergwerke und Do- manialwälder auf dem linken Rheinufer, 5. Wre- deraufrichtung der Zollschranke am Rhein und um das Ruhrgebiet, 6. Erhebung der Steuern auf dem linken Rheinufer, 7. stärkere Kontrolle der Reichsbank und verschiedene andere Maßnahmen von geringerer Bedeutung. Der Bericht des SLüchVerstcindige^-Ausschusses. London, 10. Aug. (WTD.) Das Reutersche Bureau erfährt: Der Bericht des Sachverst ändigenausschufses über die Vottchläge Poincares ist überreicht worden. Der, Ausschuß ist zu dem Schluß gekommen, daß die Vorschläge überhaupt keine außew- ordentlichen Gelder von Deutschland einbrinqen würden. Hinsichllich des Vorschlages, daß die Alliierten eine Kontrolle über die deutschen, dem Staate gehörenden Kohlenbergwerke und Forsten errichten sollten, stimmten der italienische und japanische Vertreter mit dem britischen Vertreter darin überein, daß eine solche Maßnahme zwecklos sei, außer als Sanktion. Was die vorgeschlagene Zollinie zwischen dem besetzten Gebiet und dem übrigen Deutschland anlangt, so wären alle Alliierten außer Frankreich der Ansicht, daß eine solche Maßnahme unerwünscht sei. Gegen die Anregung, daß die Alliierten einen Anteil von 60 Prozent an den deutschen chemischen Produkten übernehmen sollten, erhoben die Alliierten außer Frankreich Widerspruch und betrachteten eine solche Garantie mir als einen Grund für Deutschland, mehr Papiergeld zu drucken. Die nächste Sitzung der Konferenz wird am Freitag stattfinden. Die britischen Minister nahmen den Standpunkt ein, daß es nicht wünschenswert sei, irgendeine Meinung über die Lage zu äußern, bevor sie sich mit ihren Kollegen beraten haben. London, 9. Aug. Es verlautet, daß aus dem Bericht des Sachverständigenausschusses hervorgehoben werde, daß die Mehrheit des Ausschusses gegen den französischen Vorschlag au Errichtung einer Zollschranke und ebenso gegen die Auferlegung von Steuern im besetzten Gebiet ist. Der Vorschlag wegen der Beschlagnahme von Bergwerken und Forsten sei ebenfalls verworfen worden, doch solle ein System von Garantien erwogen toerbep, um die Lieferung von Kohle und Holz an die Alliierten zu sichern. Der Vorschlag, wonach Deutschland auf gefordert werden soll, sich damit einverstanden Die bayerischen 5tegienmgs= > Vertreter in Berlin. . Berlin, 10. Aug. Wie die Blätter Mitteilen, dauerten die Besprechungen der bayerischen Minister Dr. Schweyer und Gürtner mit den Reichsministern Dr. Koster und Radbruch gestern abend bis in bte Abendstunden hinein. Laut „Derl. Tageblatt" konnten diese Einzelberatungen gestern a^eschlossen werden. Heute vormittag findet eine Vollsitzung der bayerischen Re- gierungskommifsion mit der Reichsregierang unter dem Vorsitze des Reichspräsidenten statt. Das Blatt 'trofft, daß die Besprechungen im Laufe des Tages beendet werden können. Nach einer Meldung der „Deutschen Allgemeinen Zig.' wird die bayerische Kommission am Freitag wieder in München erwartet, wo sie dann dem Ministerrat und den Vertretern der Regierungsparteien Bericht erstatten wrid. Witwer 42. Jahre alt evangelisch mit 3 Kindern. jiinM ' Jahre alt, Hausbesitzer vom Lande, mit etwa.« Ackerland,willsichwiedn *11 Mädchen ob. Witwe ohne Anhang, v. Lande, wollet! sich schristiich unter 07661 an den Siebener Anzeiger wenden. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien vnick mid Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- uni» SteindruSerei n. Lange. Schristleitnng, Seschästsstelli und vruckerei: Schulstraft- 7. 'iiltNg “3 "*itt»9 4». Aus Liavt unv Land. Gießen, den 10. Slug. 1922. 9^rehnng des Altrcntnergefctzes znm Uttfallfürsorgcsctz. Personen des Soldatenstandes, die nach ixm ülnsallfürsvrgegesetz versorgt Weeden, der- 'treten des öfteren — gestützt auf 2lr. 5 der 'Vorbemerkungen zu den Ausführungsbestim- nrungen zum Pensrvnsergänzungsgesetz vom Ä. Juki 1921 — den Standpunkt, daß für die Neufeststellung ihrer Dersorgungsge- !b ü h r n t s s e nunmehr das Pensionsergän- izungsgesetz vvm 21. Dezember 1920 in Frage «komme. Dem ist entgegenzuhalten, daß das iPensionsergänzungsgesetz nur für 'Offiziere und Beamte gilt, auf Vie 'Angehörigen des Soldatenstandes also keine ^Anwendung finden kann. — Ferner wird die "Ansicht vertreten, daß die nach dem Unfall- "frrsorgegesetz versorgten Personen nach dem Altrentnergesetz anzuerkennen sind. Auch diese Ansicht tst nicht richtig, da das U n f a l l f ü r - sorgegesetz nicht als Militärversorgungsgesetz anzusprechen ist. Im Anfallfürsorgegesetz vom 15. März 1886 und 18. Juni 1901 ist aber zum Ausdruck gebracht, daß dem Verletzten, falls ihm nach anderweiter reichsgesetzlicher Vorschrift ein Höherer Betrag zusteht, dieser - zuzubilligen ist. Cm Hinblick hierauf ist es erforderlich, daß dir Versvrgungsbehörden nunmehr feststellen, ob die Versorgung nach dem Militärpensionsgesetz vom Jahre 1871 in Verbindung mit dem Altrentnergesetz etwa günstiger ist als die bisher bezogene. Ist fiel günstiger, so hat der Beschädigte Anspruch auf diese Versorgung. Ergibt sich aus der Gegenüberstellung, daß die bisherige Versorgung die günstigere ist, so behält er diese. Das gleiche gilt für die Hinterbliebenen. Wettervoraussage für Freitag: Meist heiter, trocken, warm Die Randwirbel der weiter nordostwärts gezogenen Depression werden morgen die Witterung .unseres Devbachtungsgebiets wohl nicht mehr beeinflussen. Wir kommen unter den Einfluß hohen Drucks und haben heiteres, warmes Wetter zu erwarten. w •* Am tliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 28. Juli der Lehrer Lllbert Boßler zu Klein-Linden, Kreis Gießen, zum Rektor an der Volksschule daselbst, der Lehrer Heinrich Jung zu Leihgestern, Kreis Gießen, zum Rektor an der Volksschule daselbst. — Ernannt wurde am 1. August der Schulverwalter Johannes Ringel aus Hechtsheim mit Wir- "fung vvm 1. August 1922 zum Reallehrer an der Taubstummenanstalt Bensheim. — Ernannt wurde am 4. August der Lehrer Kurt Vogel zu Vaitshain zum Lehrer an der Volksschule zu Lauterbach. ** Sine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses findet am 16. August d. 3-. norm. 9 Ahr. im hiesigen Aegierungs- gebäude statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Reuregelung der Vergütung des Bürgermeisters und der Besoldung der Beamten in der Gemeinde Röthges. 2. Reuregelung der Vergütung des Bürgermeisters und der Besoldung der Beamten in der Gemeinde Atphe. 3. Reuregelung der Vergütung des Bürgermeisters und lber Besoldung der Beamten in der Gemeinde ^-Trais-Horloff. j Die Gebühren der Reichsbahn '»für die Handgepäckaufbewahrung werden von 1,50 auf 3 Mk., für größere Gepäcke von 3 auf 5 Mk. erhöht. " Wertkästchenverkehr mit Oesterreich. Aach Oesterreich sind, vom 15. August an Wertkästchen bis zum Höchstbetrage von 10000 Franken zugelassen. Nachnahme ist unzulässig. Beizufügen ist außer dem statistischen Anmeldeschein und der Ausfuhrerklärung eine Zollinhaltserklärung in deutscher Sprache. Eine Neuerung im Schlaf- wagenverkehr wird mit sofortiger Wirkung durchgeführt. Am eine Kontrolle der Qteifenhen in den sämtlichen Schlafwagen jederzeit zu ermöglichen, müssen die Reisenden der Schlafwagen 1.—3. Klasse ihre Fahrend Bettkarten dem ^Schlafwagenschaffner aushändtgen, der die Karten rechtzeitig zurückgeben muß und hierfür verantworllich ist. fpd. Dom neuen Hartgeld. Einige Berliner Blätter meldeten vor einigen Tagen, daß das neue Hartgeld — 5-, 3- und 1-Markstücke — am 14. August ausgegeben werde. Wie wir hören, steht jedoch die Sache wesentlich anders. , Das erforderliche Metall ist erst vor ganz kurzer Zeiit aufgekauft worden und sieht noch seiner Verarbeitung entgegen. Am 11. August werden nur etwa 100 0 Dreimarkstücke ausgegeben als Er-1 innerungSstücke an den Verfassung s t a g? Die Ausprägung der übrigen Millionen steht noch in weiter Ferne. ** Das Anlagenkonzert, welches für Donnerstag, den 10. August, angesetzt war, findet anläßlich der Verfassungsfeier am Freitag, den 11. August, von 12—1 Ahr mittags am Liebigs- denkmal statt. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag: Cafe Leib, 8*/2 Ahr: Larsens Experimentalabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fride- ricus Rex". — V e r f a s s u n g s f e i e r. 3n der Festversammlung im Stadttheater am kommenden Freitag abend wird Herr Zustizrat Dr. W. Grünewald sprechen über „Rationalversamm- lung und Verfassung". Kreis Büdingen. nd. Nidda, 6. Aug. Heute veranstalteten alle Fünfzigjährigen aus unserem Kirchspiel eine gemeinsame Feier, zu der auch die auswärts Wohnenden fast alle erschienen waren. Wie vor 36 Jahren zogen sie nun gemeinsam zum Gottesdienste, in dem Pfarrer Laut eine eindrucksvolle Predigt über die wahre Freundschaft und die verschiedenen Heimsuchungen der Menschen hielt. Gemeinsames Mittagessen mit anschließendem gemütlichen Zusammensein gaben Gelegenheit zum Austausch der Iugenderinnerunaen und Erlebnisse. nd. N i d d a, 8. Aug. Die hiesige Eh r i - schonagemeinde will ein Vereinshaus mit Preoigerwohnung erbauen. Sie hat von der Stadt im Ivhanniterhof einen Bauplatz erworben und mit der Ausgrabung der Fundamente bereits beginnen lassen. — 3m Stadtvorstand hatte ein Mitglied den Aütrag gestellt, die Namen der beiden städtischen Straßen, der Ludwigs- und Bismarckstraße, zu ändern. Der Antrag wurde abgelehnt. Kreis Friedberg. Mandatsmederlzgung von vier sozialdemo- krati scheu Stadtverordneten. z$ Bad-Nauheim, 9. Aug. Die von uns kürzlich mitgeteilten Differenzen zwischen den sozialdemokratischen Stadtverordneten und der hiesigen Fraktions- leitung haben nun dazu geführt, daß vier sozialdemokratische Stadtverordnete ihre Mandate niedergelegt haben. An ihre Stellen treten die nächsten Anwärter des Wahlvorschlags. Von den 1919 gewählten sieben sozialdemokratckchen Abgeordneten befinden sich außer dem Beigeordneten Kling noch zwei rm Parlament, die beiden sind aber vor einiger Zeit bereits aus der Fraktion ausgetreten, darunter der Stadtverordnete Minder, ein alter besonnener Führer und Gewerkschaftler aus der Vorkriegszeit. Starkenburg und Rheinhessen. wd. Mainz. 9. Aug. Am Dienstagnachmittag wurde auf einen zur Stadt fahrenden Wagen der Straßenbahn, anscheinend zwischen Klostcrkaserne Weisenau und Eisenbahnbrücke, ein Schuh abgegeben, der die Scheibe durchschlug, glücklicherweise ohne daß das Geschoß jemanden verletzt hätte. Es wird angenommen. daß Bubenhände die Waffe aus einem an der Straßenbahn vorbeifahrenden Zuge, der von Akeh über Bodenheim kam, gegen den Straßenbahnwagen gerichtet haben. Hessen-Nassau. Der Duchdruckerftreik. fpd. F r a n k f u r t a. M., 9. 2lug. In dem Duchdruckerftreik ist es bisher zu keiner Verständigung gekommen. Infolgedessen ist Frankfurt noch ohne Zeitungen, auch die Nachbarstädte Offenbach und Bad Hom- b u r g sind in der gleichen Notlage. Diese zeitungslose Zeit machen sich die großen Berliner Blätter zu Nutzen und lassen durch chre Händler die Stadt /mit ihren Ausgaben überschwemmen. In der BahnhofSbuchhandlung reihen sich morgens und abends, wenn die Berliner Züge eintreffen, die Leute um die einzelnen Nummern. Wie wir hören, sind heute nachmittag die Arbeitgeber zu einer Besprechung der Lage versammelt gewesen. Jedenfalls dürften aber wohl noch einige Tage vergehen, ehe wieder die Zeitungen erscheinen. — Da der Streck sich auf Offenbach ausgedehnt hat, ist auch die Gießener „Oberhessische Volkszeitung" am Erscheinen verhindert. ( Der Angeftelltenstreik beendet. Frankfurt a. M., 9. Aug. Der Streik der kaufmännischen Angestellten ist heute nachmittag y2l Ahr beendet worden. Die Arbeit wird heute noch ausgenommen. Es kommen 5 Tage in Betracht, die nicht bezahlt werden. Der Taris wird durch Schiedsspruch eingeführt. Die Altersllasse von über 30 Iahren fällt fort, so daß, wie bisher, die Höchsteinkvmmen mit dem 2 6. Lebensjahr erreicht werden. Die geringere Besoldung der weiblichen Angestellten von 10 Prozent fällt ebenfalls fort. Dann wurde bestimmt, daß noch heute Vorschüsse bis zu 3000 Mark ä conto ausgezahlt werden. Die Iuligehälter bleiben. Für den August sind in der höchsten Altersstufe folgende Ledigensätze vereinbart worden: Klasse A: 9250 Mk., Klasse B: 10 650 Mk.. Klasse C: 10 840 Mk. Klasse D: 11875 Mk.. Klasse E: 13 210 Mk. Die sozialen Zulagen bleiben wie bisher für Verheiratete 250 Mk.. für jedes Kind nach neun Iahren 150 Mk. Die Ginbrecherbande im Taunus. fpd. Frankfurt a. M., 9. Aug. Von der Taunus-Einbrecherbande, die in den Wintermonaten eine erhebliche Zahl von Dillen in den Taunusorten ausplünderte, ist soviel an Wäsche, Silbersachen und Kleidern zusammen - geraubt worden, daß diese Gegenstände im Polizeipräsidium mehrere Zimmer buchstäblich ausfüllen. Anter der Diebesbeute befindet sich auch viel Frankfurter Gut. Der Bande konnte bisher eine erdrückende Menge von Einbrüchen nachgewiesen werden, die bis in das Frühjahr 1921 zurückreichen. SchlichtungSausschutz der Provinz Oberhessen. Verhandlungvom 7. August 1922. Dem Einspruch eines Formers der Fittingsfabrik Bänninger in Gießen gegen Kündigung wurde nicht stattgegeben. Dem Antragsteller war zugeslanden gewesen, daß er ohne Einhaltung der Kündigungsfrist seine Arbeit auf» geben könne, um eine Stelle in seinem früheren Berufe als kaufmännischer Angestellter anzunehmen, die er in Aussicht hatte. 'S)a er iüese Stelle auch nach längerer Zeit noch nicht hatte antreten können und ein Ersatz für ü>n eingestellt worden war, der auf dauernde Beschäftigung rechnete, war ihm gekündigt worden. In der Lohnstreitsache des Deutschen Metallarbeiterverbandes mit der Fabrik land- wirtschastlicher Maschinen H. Schieferstein in Lich, ergab die Verhandlung, daß die Antragsgegnerin den geforderten Tarif grundsätzlich anerfermt, eine Reihe Arbeiter aber toagan geringerer Leistungsfähigkeit davon ausnehmen will. Der Melallarbeiterverband und der Arbeitgeberverband als Vertreter der Antragsgegnerin vereinbarten daher nunmehr Sinigungsverhandlutz- gen über die einzelnen Ausnahmefälle. In feiner Antragssache gegen das elektrotechnische Geschäft H. Brinkmann in Gießen wegen Entlohn u n g der Arbeiter nach dem Tarif der Gießener Metallindustrie zog der Metallarbeiterverband, nachdem keine Einigung zustande gekommen war, seinen Antrag zurück, well es sich herausstellle, daß der Antragsgegner Tarifkvntrahent und der Lohnstreit daher Gerichtssache ist. Die Gerbereien Becker unö Lotz in Gießen sollen im August den Arbeitern über 25 Iahren folgende Stundenlöhne Zahlen: den gelernten 31,50 Mk. statt bisher 21 Mk., den angelernten 29,50 Mk. (19 Mk.), und den ungelernten Arbeitern 27,50 Mk. (17 ML.). Die Löhne der Arbeiter unter 25 Iahren sollen sich um 50 Prozent erhöhen. Die Strellteile, Zentralverband der Lederarbeiter und Arbeitgeberverband der Industrie, erhielten eine Woche Frist zur Stellungnahme zum Schiedsspruch. Für die Weißbindergehilfen in Gießen wurden 32 Mk. Stundenlohn ab 5. 8. und 36,50 Mk. ab 19. 8 bis 1. 9. durch Schiedsspruch vorgeschlagen. Die Lohnregelung für die Iugendlichen und Hilfsarbeiter wurde der Verständigung der Streitteile überlassen. Der Verband der Maler und die Vereinigung der Malermeister erhielten Grklärungsftist bis einschließlich 11. August. Der Sattlerverband teilte in seiner Lohnstreitsache mit den Gießener Sattlermeistern Verständigung mit Der Zentral verband der Fleis cher war in seiner Lohnstreitsache mit der Fleischer- Innung Bad-Rauheim nicht zur Verhandlung erschienen. Von Verhängung einer Ordnungsstrafe wurde bis zur Aufklärung der Versäumnis abgesehen. Rach Anhören des Innungsvertreters wurde dem Antragsteller durch Beschluß anheim gegeben, die Anberaumung eines neuen Termines zu beantragen, wenn er auf seiner Forderung besteht. :-- Kirche und Schule. Heimatschulwoche in Gießen. Der Reicbsbund Heimatschule tagt diese Woche in unserer Stadt Mehr als 100 Lehrer aus allen Teilen des Reiches, besonders aus Bayern und Berlin, haben sich hier eingefunden. Auch aus Oberhessen nehmen zahlreiche Lehrer an den Vorträgen und Beratungen teil Am Sonntag fand im „Felsenkeller" ein Degrüßungs- abend statt, bei dem in zahlreichen Ansprachen der Vertreter von städtischen und staatlichen Behörden sowie der Lehrerverbände den Bestrebungen des Reichsbundes Heimatschule hohe Anerkennung gezollt, aber auch tatkräftige Mithilfe und Anterstühung zugesagt wurde. Sell Montag früh finden im großen Hörsaal der Aniversität die Versammlungen statt. An den Vorträge^ sind auch hiesige älniversitatsprofessoren, die sich in dankenswerter Weise in den Dienst der guten Sache gestellt, beteiligt So sprach Prof. Dr. Harassowitz über die geologische Geschichte des Dogelsberges, wahrend Dr. Funk die botanische Eigenart der hessischen Heimat, besonders der Gießener Gegend, in kurzer Strichen treffend zu zeichnen verstand. Prof. Helmke wird heute abend über die Römerherrschaft im rechtsrheinischen Germanien sprechen, und Prof. Hepding wird die Volkskunde in den Bereich der Betrachtung ziehen, indem er sich für Samstag vormittag das Thema .Ortsneckereien und Schwänke" gestellt hat. Von auswärtigen Gelehrten hat bereits Prof. K. G ünther (Freiburg). der Führer und Bahnbrecher in derRatur- und Heimatschuhbewegung, über „Tierleben der Heimat" gesprochen. In das Arbeitsfeld der Altertumskunde führte Prof. Kieke- b u s ch, der Direktor des märkischen Museums in Berlin, in zwei lehrreichen Lichtbildervorträgen über „Die germanische Bronzezeit" und „Germanische Kultur der ülrzeit". Dr. Dunkel (Gießen) toirb nach dieser grurckrlegenden Einführung in die Arbeitsmethoden der Altertumskunde mit ihren für den Laien überraschenden Ergebnissen mit dem Thema „Die vorgeschichtliche Forschung in Oberhessen" Interessantes über unser engeres Hcimatgebiet mitzu- tellen wissen. Zu grundsätzlichen und methodischen Fragen der Heimatschul-De- wegung nahmen hervorragende Vertreter des Heimatgedankens in größeren Referaten Stellung. So sprach einer der Führer der Heimatschulleute, der aus seiner elsässischen Heimat vertriebene Kreisschulrat Hauptman n (Wanzleben), bekannt durch sein größeres Werk „Rationale Erdkunde" und viele im Brennpunkt des pädagogischen Gegenwartslebens stehende methodische Schriften, über den Begriff „Heimatschule". Wie die eindrucksvolle Persönlichkit des Redners für das in der pädagogischen Presse viel umstrittene Problem die Lösung fand, klang wie ein neues Evangelium voll starken Glaubens an die innere Kraft der Volksgemeinschaft und die Zukunft unseres Volkes. Irr das Gebiet der Methodik führte Rektor L i n d h o r st (Berlin) mit tem matkunde als Mittelpunkt des Unterrichts", da- Thema „Zur praktischen Durchführung der Hei- mit viel Anregung bietend, tocirn auch manche Forderung wie beispielsweise die Beseitigung der Fächerung im älnterricht nicht den ungetellten Beifall der Lehrerschaft finden wird. Als ein erfahrener Praktiker der Heimatkunde zeigte sich auch der Vorsitzende des Reichsbundes Heimatschule und umsichtige Leiter der Gießener Tagung. Lehrer R a t t h e y (Berlin), der „Aus der Arbell einer Heimatschultlasse" interessante Ergebnisse mitzuteilen und in seinen ausgestellten Zeichnungen, Modellen uni> Schülerarbeiten zu veranschaulichen wußte, wie Arbeitsschule und Heimatschule nichts Verschiedenes sind, fDirbem als ein harmonisches Ganze zusammengehören. Die mit der Tagung verbundenen Führungen begannen gestern nachmittag mll einer geologischen Exkursion in die ülmgebung Gießens, die Dr. F l o e r ck e (Gießen) leitete. Morgen findet unter Führung von Prof. Helmke eine Tageswanderung statt. Außerdem werden kleinere Gänge durch Gießen und ^Umgebung unternommen. * ** Freie Schulstelle. Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle in Oppenheim. Landwirtschaft. ** Die Regelung des Gesetzes über den Verkebr mit Getreide aus derErnte!922/23 wird im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. * O denhausen, 5. Aug. Bei einem Pferde (Rotschimmelstute, etwa 18 Inhre alt) des Gutspächters Fr. Welker auf dem Ho f g u t Appenborn bei Odenhausen ist amtlich der Verdacht der ansteckenden Blutarmut festgestellt worden. Turnen, Sport und Spiel. Athletik-Länderwettkampf Holland- Westdeutschland in Enschede (Holland). Der Kampf wurde im 100-, 400», 1500-, 5000- Meter-Laufen, Hoch-, Weit-, StabhEprung und 110-Weter-Hürdenlaufen, Diskus- und Speer- werfcn, sowie im 4xl00-Meter-Staffellauf ausgetragen. Iedes Land stellte seine 20 besten Leichtathleten, die hervorragende Leistungen erhielten. Auch unsere Heimatstadt Gießen war in der westdeutschen Ländermannschaft durch Paulus (Athl.-Abtlg. Gießener S. C. 1900) vertreten. P. gewann das Diskuswerfen mit 37,05 Meter (Gegenwind, internationales Gerät) vor dem neuen Westdeutschen Diskusmeister Hoffmeister, Münster i. W.» und dem holländischen Relkordhalter Bakker, Bbru Wit, Amsterdam. Im 110-Meter-Hürdenlaufen muhte ec sich von dem holländischen Meister O. von Rvppord, Vlug en Lenmg den Haag, nur ganz knapp geschlagen bekermen. Zeit 16,5 Sek. (Gegenwmd!) P. holte für feinen Verband allein 7 Punkte heraus. Bit m SSW. Roman von Ernst Scherte!. 31. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Riemcrtzd hielt ihn auf. Seelenlos erstaunte, im Rausche erstarrte Aagen stierten ihn nie an, wie Schlafende wälzten sich die Getretenen röchelnd auf die andre Seite, oder tauchten inter in dem Sumpf von Leibern. Doch was er am Altäre sah, beflügelle seine Schritte zum Rasen. Der Priester war wieder neben Silly getreten, er hatte einen kleinen zierlichen Dolch in den Händen und entb.öiche ge- tabe Dillys Hals von dem schützenden, dünnen Gewebe. Sollte Sillhs Blut fließen? War sie denn noch nicht tut? Oder was wollte der Priester mit dem Dolch? Diese Fragen bestürmten Eduard und er erinnerte sich der Mumien von Ab isrr, deren jede die Spur einer Wunde gezeigt hatten. Sollte auch Silly zur Mumie verwandelt werden und Begann jetzt diese grausige 'Zeremonie? Eduard stand festgek.ilt zwischen glühenden, feuchten Leibern und nur langsam vermochte er durch die Menge zu dringen, wie einer, der bis zum Halse im Schlamm versunken ist und den jeder Versuch des Schwimmens weniger vorwärts bringt als er ihn niederzieht in die klebrige Tiefe. Oft sanken ganze Rudel zusammengrdalltcr Körver über Eduard und mühsam mußte er sich wieder emporarbeiten unter der animalischen, dünstenden Last. Eine Dienerin brachte ein glänz'endes goldenes Gx^äß, einem breiten Pokale gleich, und hielt es oem Priester entgegen. „Es darf nicht sein, es fcarf nicht fein V* schrie es in Eduard und er schrak vor sich selbst zr° lammen, denn er gewahrte, daß er wi.Mch gerufen hatte daß er brüllte, wie ein Wahnsinniger brüllte in unartikulierten Lauten, bjL sein Ruf vernommen wurde mitten in dem Tosen, Kreischen und Krachen. Der Priester ließ den Dolch sinken und blickte in der Richtung, aus der Eduards Schreie drangen. Kein Muskel bewegte sich in dem Gesicht dieses braunen Menschen, dessen nacktw Körper wie eine Dildsä^ule aus vielfarbigem Metall starr dastand und glänzte. Er hob mr langsam einen Arm und alsbald rollte ein d unkler, schauerlicher Ton durch den Raim, gleich d.r E-plo- sion ferner vergrabener Minen, verschlang alle Klange, die die Halle durchfluteten und von den Mauern wider hallten, riß Menschenstimenen, Tiergeheul und schwirrende Fa efaren mll sich j in den Abgrund, aus dem er gekommen war, ind bedtc eine düstere grauenvolle Sülle über alles. Eduard hatte den freien Platz erreicht, der sich um den Altar zog, und stand nun, un'- geben von einer Meute wi der De 'ren und tm Angesichte des Priesters, dessen Blicke ib r wie! hypnotisch bannten. Aber vor ihm lag auch der j Preis für alle Qualen, die er erduldet und für j I den Tod, der ihn vielleicht in dem AuMnblick • erreichen sollte, in welchem er die Hand ausstreckte den kostbarsten Besitz zu umfangen — vor ihm lag Silly still und marmorn wie das Bild einer Totem -Unb die Schönheit dieses Leibes ließ ihn alle Schauer um ihn her vergessen, war stärker als der bannende Blick des Priesters unb mächtiger als jeder Gedanke an die eigene Sicherheit und die mögliche Rettung, trieb ihn die Stufen hinan, bis der goldene Grabschmuck seine Finaer streifte und ehe noch ein Mensch sich zu fassen vermochte über das Wunder, das hier vor aller Augen geschah, griff Eduard nach dem schlafenden Körper, riß ihn an sich in namenloser Wonne und humelte zurück, hinein in die Menge, dem Ausgang zu, ohne daß eine Hand sich regte, um ifju zu hindern. Doch die Halle war lang und die Treppe noch fern, die nach oben führte, und schon kam Bewegung in die Massen. Man richtete sich auf, stemmte sich ihm entgegen, anfangs mechanisch, ' Wie jemand, der sich im Schlafe wehrt, dann be- j wußter uw) zi 'llooller. Roch ein zwei es Mai donnerte der unteridische Mahnruf durch die Raume, weckte die noch Trunken und befeuerte die schon Erwachten. Fäuste reckten stch Eduard entgegen, Schwerter blitzten, an feine Füße hingen sich Arme, zerrten ihn nieder, er erhob sich I strauchelnd wieder und schob sich vorwärts, je* i mand umschlang seine Brust und benahm ihm. I den Atem und noch war dis Treppe nicht er- j reicht. Sollte er jetzt noch fallen, wo er dem Erfolg so nahe war? Wut der Verzweiflung stieg ihm in die Kehle — ober es half nichts, er sah, baß mit jedem Schritt die Menge dichter wurde, die gegen ihn an ging, ihn vom Ausgang zurückzudrängen suchte. lyu> in feiner Brust brannte es, jeder Atemzug wurde schwerer, seine Kräfte schwanden. Schon größten rauhe Kehlen tm Triumphe — aber bald schien es weniger ein Schrei des Sieges als ein Schrei der Angst. Fürchtete man sich vor ihm trotzdem man in solcher Mehrheit war? Das Gedränge wurde stärker 'und stärker — aber nun nicht mehr ihm entgegen, sondern ihn milreißend dem Ausgang zu, und ein Riefeln und Rauschen ward hörbar, erst keise plätschernd, dann lauter werdend, sch ließ'itz trs.nd unb gurgelnd wie ein Sturzbach, der sich durch Klippen und Felsen drängt. Auch merkte Eduard, daß er bis an die Knie im Wasser stand, das rasch em- pordrang und ihm nach wenigen Sekunden schon bis zur Hüfte reichte. Ein Zischen schlug an sein Ohr, als ob ein Meer über einen glühenden Kontinent strömte, ülnd dann erfüllten dichte Dampfwolken die Halle, die sich von Sekunde zu Sekunde mehr dersbrsterte. Die Flutcu: deö Wassers mußten den ©dielt''-häufen erreicht .md ihn ausgelöscht haben. Dis zur Brust im Wasser watete Eduard weiter, gedrängt von einer Hoiwe von Wilden denen die Todesangst culs den Auaen schrie LFortfetzung folgt) KurS Kurs 2150,- 500, 6.60 5,03 10.8 Schweizer Franke« 100 Kr. Brief 8. August. 9. August. Datum' 1,50 Rio de Janeiro 10337, )er Dollar wurde 800, 818, i Dienste für das so Privatdiskont 6 Prozent. I der Alliierten leisten. -.13 1.62 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 1006, 875, 900, 1080, 48»57 276,60 452,60 100 100 100 100 100 52,93 280,12 Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. 2750, 800, 735, 950, -.12 1,57 48,43 275,90 451,40 758, 730, 960, Dab.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. 2lllg.Etektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . KurS 9.3. 77,50 112,25 265,- 78,- 530,- 384,- 28'3,- 266,- 485,- 388,- 284,- 239,50 270,- 2300,- 1150,- 1850,- 2275,- 4850,- 1 j 02,— 8'5,- 1850,— 975,- 870,- 906,- 1C6O,- t. 8 77,50 119,— 265,- 74,10 540.- 395,- 279,- 265,- 499,- 387,- 280,- 239, - 265.- 2060, — 1200,- 1800 — 2090,- 5050, - 1120,- 1000 - Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien Prag Paris London Italien Brüssel ....... Budapest Reuyork....... Agram ...... Warschau das Finanzgeseh ablehne. Abg. Kaul (Soz.): Der Herr Vorredner hat es für nötig befunden, zu sagen, wir hätten uns durch die Teilnahme bei Opel in die Gefangenschaft des Kapitalismus begeben. Wir befinden uns da in guter Gesellschaft, wenn ich daran erinnere. daß einer der berufensten Führer der Weltanschauung des Herrn Ebner, dar Sowjetpräsident Tschitscherin, auf einem italienischen Kriegsschiff an einem Frühstück teilnahm, das der König von Italien gab. (Hört, hört! Heiter- lelung besteht. Es wird niemand länger in Haft belassen, als unbedingt notwendig ist. Die Rechtspflege darf sich nicht politischen Forderungen beugen, das würde zur Auflösung jeder Ordnung führen. nur aus politischem Idealismus sich beteiligt hat. Abg. Wünzer (D. Vp.) bestätigt dcä. Es 1,54 1998,50 53,07 280,87 463,46 375,50 10714,- Abg. Wünzer (D. Vp.): Diese Entlassung ist unmöglich, so lange die Gefahr der Verdun- 100 FI. --- 100 Mk. = 100 Kr. = 100 Kr. ----- 100 5t ---- 1 £ > =» 374,50 10367,- 10686,- Kurs 8. 8. '.7,50 119,- 265,- 73,- o00,- 350,- 282,- 2G6,-« 495,- 390,- 284,- 238,- 269,- 1800,- 890,- 1775,- 1900,- 5103,- 995,- 835 - 203.6C 0.61 0.01 12.9k 42.- 23.43 23.75 3985 0.76 526.25 1.57 0,075 Lesung. Damit ist der Voranschlag erledigt. Em.,FrühftLcks"-Jnterm2zFo. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Handel» Dis Kalipreise. Berlin, 8. Aug. (WTD.) Der Reichs- k a l i r a t hat einen Antrag des Deutschen Kali- shndikats auf eine durchschnittliche Preiserhöhung von 30 Prozent bei Kalisalzen und Kalisalzsabri- tatcn gegen vier Stimmen der Larrdwirtschaft angenommen. Don dieser Preise>H7hung sollen aber ausgeschlossen sciy alle bis zum 19. Juli beim Deutschen Kalisyndikat cingtgangenen Aufträge der inländischen Landwirtschaft und Industrie. Außerdem soll, falls bis zum 15. Oktober die Kbhlanproise, Kohlenfrachten. Kohlensteuer sowie die Löhne und Gehälter der Kali- bergarbeiter Und --Angestellten oder die eine oder andere dieser Positionen eine Steigerung erfahren sollten, eine aus sechs Mitgliedern des Reichskalirates gebildete Kommission ermächtigt sein, vom Tage dieser Steigerung ab die Kalipreise im Verhältnis zur Erhöhung der Selbstkosten der Kaliindustrie zu steigern. Sh. 97.80 r 23.80 St 125.40 Berlin, 9. August. Börsen st im- mungsbild. Anter dem ungünstigen Eindruck der Londoner Konferenzberichte er- 203.75 0,47 0.01 12.875 42.70 23.44 24.- 40.35 0.35 520.75 1.625 0,085 8. 8. -,G9 — ,34 — ,63 - ,52 9.3. - ,66 -,33 -,62 -.50 Datum: 5°/,Dtsch.Kriegsanl. 4"/vDtsch. Reichsanl. 3°/gD1sch. Reichsanl. 4°/y Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconko-Gesellschafl Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Rationalbank f. D. . Doch. Guhstahlwerke Dud.» Eisenw.-Akt.. L. -- Fr. = Kr. — S = Kr. ---- Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 8.8. 77.50 117,- 24d - 73,- 500,- 360,- 279,-. 264,- 482,50 387,- 278,- 238,- 268,- 1786,- 880,- D.-Luxemb.Bergw.. / ^70, - Gelsenkirch. Dergw.. 2000,— Harpeiier Bergbau. 4S2c>, - Oberschl. Eisenb.°B. i280,- Oberschles. Eisenind. 865,- Phönir-Bergb.-Akt. 2325, — Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schlllh- Schluß^ feit) Präsident Adelung stellt fest, daß er diese Aeußenmg zum Abg. Ebner nicht gebraucht, auch gar nicht tun konnte, da eS dem Hause bekannt toar und in den Ausschüssen wiederholt mitgeteilt wurde, daß die Firma Opel zu dem Frühstück eingeladen hat Nachdem der Abg. Ebner es für geschmackvoll gehalten hat, die Firma Opel hier in die Debatte zu ziefen, muh ich doch fest stellen, dah der Zweck des Besuches war, einmal allen Ständen Einblick in die Verhältnisse der Industrie zu geben. Wir haben 915.- 1036,. 502,- 520.- 440,- 600, - 71,- 70,25 9z0*— 975,— Hessischer Landtag. 31. Sitzung. St. Darmstadt, 9. August. Am Regierungstische: Staatspräsident III = rich, Finanzminister Henrich, Minister des Innern v. Brentano, Wirtschaftsmimster Raab und Reaierungskommissare. Vizepräsident Soherr eröffnet die Sitzung um 81/, Ahr. Das Haus tritt alsbald m dm Tagesordnung ein und seht die Beratung des Haupt voran schlag es fort Sämtliche r-stierenden Kapitel des Voranschlages/ werden ohne wesentliche Debatte erledigt, ebenso die zurückgestellten Kapitol und dazugehörigen Gesetzesvorlagen, mit Ausnahme des Kapitels Polizei, das nochmals aus Antrag Kaul (Soz.) zuruckgestellt wird. . Zur Beschaffung von F a h n e n in den neuen Reichsfarben für die amtlichen Gebäude werden vorläufig 2 Millionen Mark bewilligt. Der Verwaltungsvoranschlag des, Landtags für 1 922 wird ohne Debatte angenommen. Es tritt dann eine Pause von V/2 Stunden Hn, in der die Fraktionen über das Kapitel Polizei beraten. Rach Wiederaufnahme der Verhandlungen wird das Kapitel 28 Polizei beraten. Abg. Delp (Soz.) erstattet Bericht! auch über die zum gleichen Kapitel gehörigen ■ Vorlagen. Rach einer Vorlage werden mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 an die staatlichen Ortspolizei- beamten wie folgt in die Besoldungsord- n un g eingereiht: Gruppe hl 1 Amtsgehilfe. Gruppe IV 277 Polizeiwachtmeister, 12 Polizei- assistenten. Gruppe V 216 Polizeiwachtmeister, 62 Kriminalwachtmeister und Wachtmeister in besonderen Dienstzweigen, 12 Polizei-Oberassisten- ten. Gruppe VI 31 Polizei-(Kriminal-)Oberwacht° meister, 12 PolizeisÄretäre. Gruppe vll 15 Polizeikommissare, 7 Polizeiobersekretäve. Gruppe VIII 3 Polizeiinspektvren als Vorstände der Polizei- ämter in Reu--Isenburg, Lampertheim, Viernheim. 6 PolizciinspeLoren. 3 Pvlizeiverwaltungs- inspektoren, 1 Ministerialoberrevisor beim Ministerium des Innern. Gruppe IX 3 Polizei- oberinspektvren als Vorstände' der Polizeiämter Bensheim, Friedberg und Dad-Rauheim, 2 Poli- zeiverwaltungsoberinspektoren. Gruppe X 1 Re- aierungsrat als Polizeiamtm.inn und Vorstand des Polizeiamts Giehen, 1 Regierungsrat als Polizeiamtmann und Vertreter des Amtsvorstandes bei dem Polizeiamt in Darmstadt, 1 Po- [ixeiiat als Polizeiamtmann und Vertreter des Amtsvorstandes bei dem Polizeiamt in Offenbach a. M. 1 Regierungsrat als Ministerialamtmann beim Ministerium des Innern. Gruppe XI 2 Pv- lizeidirektvren als Vorstände der Polizeiämter in Darmstadt und Offenbach mit Anerkennung zu Gruppe XI der Besoldungsordnung, 1 Regierungsrat als ständiger Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern. fuhr die Mark von neuem eine beträchtliche Entwertung. Daraufhin setzte für Industrieaktien, sowohl von spekulativer wie von Kapitalistenkreisen starker Kaufandrang bei Fortsetzung der gestern begonnenen stürmischen Aufwärtsbewegung ein. Namentlich Montanaktien erfuhren z. T. mehrere hundert Prozent betragende Steigerungen. ^Essener Steinkohle gewannen sogar 1170 Prozent, dagegen litten die gestern von der Spekulation gewaltig in die Höhe.getriebenen Harpener und namentlich Rheinstahl stark unter Realisierungen. Rombacher stiegen um über 700 Prozent. Deutsche Kali stellten sich zeitweise um 700, Westeregeln etwa 400 Prozent höher. Andere Wertgattungen wurden in bescheidenem Mähe aufgebessert, ansehnlich stiegen aber auch Schiffahrtsaktien, so Syxnfa, Rordd. Lloyd, Paketfahrt, und besonders Vereinigte Elb- schiffahrt. Von Bankaktien gingen nur Bank elektrischer Werte mit erheblichem Gewinn hervor, während sonst die Veränderungen unbedeutend blieben. Auf dem Maschinenaktienmarkte waren vielfach 100 Prozent übersteigende Erhöhungen zu verzeichnen, so für Berliner Maschinen, Deutsche Maschinen, Gasmotoren Deutz, Humboldt-Maschinen, Karlsruher Maschinen, Gebr. Körtig und Orenstein & Koppel. Im späteren Verlaufe veranlaßte das Sinken der Devisenkurse auf Meldungen über die Nachgiebigkeit Frankreichs auf der Londoner Konferenz spekulative Realisierungen unter erheblichen Rückgängen, namentlich der anfangs in die Höhe getriebenen Werte. Festverzinsliche Werte waren wegen der Konzentrierung des Interesses auf Industrieaktien vernachlässigt. Oesterreichische und ungarische Papiere waren meist schwächer, türkische Werte wurden auffallend niedriger abgegeben, weil angeblich die Verwertung deutscher Stücke gewissen Schwierigkeiten begegnen soll. Frankfurt a. M, 9. Aug. Börsen- slimmungsbild. Obwohl die Devisenpreise im Frühverkehr eine Befestigung erfuhren, zeigten Valutapapiere ein sehr stilles Aussehen. Im freien Verkehr wurden Benz 580, Gebr. Fahr 640 genannt. Anilinwerte lenkten in besonderem Maße die Aufmerksamkeit der Börse auf sich. Die Kulsst eigerungen betrugen hier zwischen 100 und 200 Prozent. Der Montanaktienmarkt verkehrte in uneinheitlicher Tendenz. Metall- und Ma- schwenfabrikaktien erzielten meist höhere Kurse. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich rn Clektrizitats- papieren. Schifsahrts- und Bankaktien zogen an. Die Grundslimmung blieb im Verlauf auf allen Gebieten fest. Der Einheitsmarkt zeigte ebenfalls Befestigung. Der Dollar wurde 800, 813, 805 biS 808 genannt. * Amstd.-Rotterd. 29563. - 2.637,- 30262,1030337,90 Brüssel-Antw * 5847,65 5862,35 5>_>92 5a 6007 50 Christiania ' " 13958,65 13991,35 13333,30 13366 70 Kopenhagen * * 16329,65 16370,45 166.'4,15 16695,85 Stockholm. . . . 1987 -.tu 19924,90 20174,8520175,20 Helsinafors. . , 1609,9o 16x4,05 1707,85 17x2 15 Italien .... 34-5,65 3484,35 3573, - 3582,- London . . 340-.70 34d9,3ü 3465,65 3474,25 Reuyork'. *. . . . .762,04 .763,96 _7?9,u2 780,98 Paris Schweiz .... Spanien Deutsch. Oesterr, Prag Budapest.... Buenos AireS . Bulgarien . . . Japan zwischen diesen beiden sich gegenüberstehenden Thesen, und seine Regierung könne kostbare Dienste für das so mühevolle Einverstairfers 6182,25 6197,75 6352,95 6367,95 14431,9014468,1014981,2515018,75 11735,80 11764,70 12209,70 12248^0 1,45 1,49 1,7" 1875,65 1880,35 1&2.50 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbank Schuld und die vielen überflüssigen Zwerg regierungen in Deutschland. Dem könne seine Partei nicht zustimmen. Er beanstandet die hohen Verwaltungskosten der hessischen Regierung und rügt, dah das Frühstück, das der Landtag bei Opel eingenommen, auf Kosten des heisischen Volkes ging, wie ihm Herr Präsident Adelung bestätigte. Dafür könne seine Partei keine Kosten bewilligen. (Zwischenrufe. Heiterkeit.) Redner stellt dann die Kosten füc Polizei. Dienstangestellte usw. in Po.rallele zu den Ausgaben für Armen- und Jugendpflege usw. Die Schupo fei ein Herrschaftsinstrument der besitzenden Klasse. Die Arbeiter werden nicht geschützt, sie werden verhaftet, wenn sie einmal, wie in Dingen, das Wuchergeseh praktisch an- wandten. (Zwischenrufe.) habe gesehen, wie die Arbeiter bei Opel ihr karges Mahl eingenommen haben, während sich die Herren Abgeordneten ckn die schwer besetzte Tafel setzten. Leider haben auch die Kollegen, die vorgeben, selbst Klassenkämpfer zu sein, „feste mitgegessen" beim Opelschen Frühstück. (Zwischenrufe: Nur kein Neid! Heiterkeit.) Die Oeffentlichkeit wird die in Dingen dem Dahnhof zustrebten. Sie anders urteilen über die schwankenden Gestalten, haben mitgegessen bei Opel, obwohl Sie ^sich hätten überzeugen können, daß die Opelschen Arbeiter Wassersuppen und trockenes Drot aßen. (Widerspruch. Anruhe. Vizepräsident Soherr ersucht den Redner wiederholt zur Sache zu sprechen. Die Generaldebatte sei vorbei.) Redner spricht unbeirrt weiter, auf wiederholte Zurufe zur Sache zu sprechen, macht der Präsident den Redner auf die Folgen eines dritten Ordnungsrufes aufmerksam. Ms diese Folgen in Kraft treten sollen, schließt der Redner- mit der Versicherung, daß seine Partei den Voranschlag und liege eine Eingabe vor. die zur Zeit geprüft wird. Im übrigen kommen nur gemeine Verbrecher in Frage. — Der Ausschuhantrag wird angenommen. Eine Reihe weiterer Vorlagen wird dem Ausschußantrag entsprechend erledigt. Dann tritt Vertagung ein. Nächste Sitzung Donnerstag 8V2 Ahr. Schluß 12V2 Ahr. St/ Darmstadt, 10. Aug. Der Zweite (Gesehgebungs-) Ausschuß trat gestern nachmittag zu einer Sitzung zusammen, die sich bis in die späten Abendstunden ausdehnte. Eine Vorstellung Sparrenferger-Sprendlingen (Rheinhessen) wurde dem Regierungsantrag entsprechend angenommen und die Strafe zur'Hälfte auf geschoben. Sodann wurde in die Weiterberatung der Schuhgesetze eingetreten. Das Abänderungsgesetz über die richterlichen und die nichtrichterllchen Beamten, das dem Schuhe der Republik dienen soll, wurde angenommen. Ein volksparteilicher Antrag, die Beratung und Beschlußfassung über die vorliegenden Initiativanträge der Sozialdemokraten, als über den Gesetzentwurf der Regierung bis zum Herbst z ^vertagen, wurde abgelehnt. ebenso die Anträge der sozialdemokratischen Fraktion, die für die richterlichen Beamten in Hessen schärfere Strafbestimmungen bei Vergehen gegen die Gesehe zum Schutze der Re- sniblik vorsehen sollten, toip sie das Reich und Preußen beschlossen haben. — Fortsetzung Donnerstag nachm. 3 Ahr: Beratung des Pacht- schuhgesehes und des Wahlgesetzes. rw. D a r m st a d t, 9. Aug. Dem Landtag sind heute eine Anzahl Regierungsvorlagen fett, die Pachtschutzordnung, das Wahl- qeseh für Gemeinden, Kreise usw., sowie ein Schutzgcfeh für die Beherbergung Fremder in Bad-Rauhe im, durch welchen der Verkauf von Grundstücken beschränkt ist und dem Staat das Vorkaufsrecht zusteht, vorgelegt wo» 1 den. --- (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Krise der Londoner Konferenz. London. 9. Aug. (WTB.) „Daily News" schreibt: Die Downing-Street- Kvnferenz ist vom Zusammenbruch bedroht. Nicht zum mindesten sind die Aussichten besser. Es ist nicht ausgeschlossen. dah die Konferenz heute beendet sein wird. Großbritannien und Italien widersetzen sich dem Plane Pvincares. Die britische Auffassung ist, dah er von Grund aus schlecht ist. Der diplomatische Berichterstatter des Blattes meint, außer in abgeänderter Form sel es kaum denkbar, daß der Plan Zustimmung finden werde. Seine Ablehnung würde das Ende der Konferenz bedeuten In diesem Falle werde Frankreich vielleicht isoliert vorgehen. Die Haltung Belgiens zum englisch-französischen Konflikt. Paris, 9. Aug. (WTD.) Rach einem Do- richt des „Matin" aus London hat gestern nachmittag der belgische Ministerptäsident Theunis den Versuch gemacht, eine Aeb et- brückung der französischen und englischen Gegensätze herbeizuführen. Er habe eine lange Unterredung mit Poincatö gehabt und sich dann zu Lloyd George begeben. Die Stellung Belgiens sei eine besondere. Belgien habe wie die französische Regierung selbst gewollt, daß das gesamte Reparationsproblem in London angeschnitten würfe, aber es sei ihm sehr schwer gewesen, die Frage der Kriegsschulden aufzutollen, weil es auf Grund des Friedensvertrages seine Schulden in deutschen Schahbonds bezahle. Belgien wolle aber den Bruch zwischen Frankreich und England vermeiden. Das Brüsseler Kabinett lege sich Rechenschaft davon ab, daß bei det augenblicklichen Lage zwei verschiedene Arten von Politik miteinander in Gegensatz geraten seien: die eine, die die Entschuldigungen Deutschlands annehme, die andere, die französische, die an Deutschlands schlechten Willen glaube. Die Grundlage der beiden Arten von Politik verschieden. Wenn Deutschland für seine anscheinende Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sei, müsse es darunter leiden, um zu erfahren, was seine Pflicht sei. Wenn aber die wirtschaftlichen Fatalitäten verantwortlich seien, dann habe Deutschland einzig und allein Zeit und Hilfe nötig. Der belgische Standpunkt wolle vermitteln Es folgt Beratung des Finanzgesehes. Abg. Ebner (KPD.) beklagt sich darüber, dah der Voranschlag ,.durchgepeitscht" wurde und legt bann in längeren Ausführungen fen Stand-\ ' 2lbg. Schildbach (Soz.) möchte von den punkt feiner „Fraktion" zum Voranschlag nno, Frage kommenden Sträflingen einen Offen- zum Finanzgesetz bar. An fern 75manzeleno ocr hb.cher herausnehmen, der Amnestie verdient, weil deutschen Läiiber sei die ErsullungspoMu - cc vorbestraft ist, leicht erregbar ist und Züricher Devisenmarkt. 8. 3. 940,- 11)0,- 500,- 545,- 430, — 490,— 67,- 72,- 900,- 1025,- 179.- 180,“ Staaksprästdenten Alrrch ist das Verfahren niedergeschlagen. Der Ausschuß beantragt demgemäß, die Vorlage für erledigt zu erklären. Das Haus stimmt zu. Den Antrag der Abgg. Rink und Ebner, alle politischen Gefangenen zu entlassen beantragt der Ausschuß für erledigt zu erklären, nachdem die Regierung in einer längeren Erklärung die in Frage kommenden Sträflinge kennzeichnete und sich gegen die Entlassung aussprach. Abg. Ebner (KPD.) vertrttt den Antrag und fordert, auch die aus Anlaß der Annihe vom 27. Juni Verhafteten zu entlassen. zug der Beiträge der Beamten wird der Staat noch 2 500 000 Mark auf wenden müssen. Im Einvernehmen mit fern Ministerium der Finanzen ersuchen wir daher ergefenft, den für Bekleidung und Ausrüstung vorgesehenen Betrag von 1000000 Mark auf 3 500 000 Mark zu erhöhen. Hierdurch I erhöht sich die Summe des Tttels 1 auf 23 790 540 Mark und des Kapitels 25 aus 109 897 550 Mark. Diese Vorlagen beantragt der Ausschuß anzunehmen. Endlich liegt vor ein Antrag des Abg. S t u r m f e l s (Soz.) u. Gen.: Wir beantragen, in der Schutzpolizei folgende Stellen zu streichen unter Entlassung ihrer seitherigen Inhaber: 1. eine Oberstenstelle: 2. fünf Wasorstellen, nämlich diejenigen : a) eines Hilfsarbeiters im Ministerium: b) zweier Stellen in der Verwaltung der Schupo, und zwar des Leiters der Abteilung Personal der I Oberbeamten sowie des Leiters Der Abteilung Polizei; c) der Stelle eines Stellvertreters der Wachabteilung Friedberg: 6) der Stelle eines Stelwertreters ber Wachabteilung Babenhausen, 3. vier Hauptmannstellen, nämlich: a) bte brei Adjutantenstellen der drei Wachabteilungen: b)die Stelle des Leiters der Abteilung Nachrichtenwesen der Verwaltungsstelle: 4. eine Oberleutnantsstelle, | nämlich diejenige beim Stabe der Wachabteilung Darmstadt. Der Ausschuß beantragt, den Antrag der Regierung als Material zu überweisen. Der Ausschuß hat weiter eine Resolution beschlossen, in der die Regierung ersucht wird, die Verhältnisse in der Schupo genau zu untersuchen und Mißstände abzustellen. Aba. Brauer (Bbd.) gibt namens seiner Partei die Erklärung ab, daß sie fern Kapitel zustimme, jedoch die Regierung ersuche, dafür zu sorgen, daß die Polizei ein unpolitisches Instrument in der Hand der Regierung bleibe und jederzett zur Verfügung stehe, daß sie jede Storung der offentlicheii Ordnung, von welcher Sette sie auch komme, bekämpfe. Minister des Innerii v. Brentano begrüßt die Resolution. Die Regierung stehe auf dem Standpunkt, daß die Schutzpolizei zum Schuhe aller da ist und werde dementsprechrnd gehand« habt Darauf werden die Kapttel und sämtliche Doriagcn genehmigt, die Vorlagen auch in zweiter Mit Wiickung vom 1. Oktober 1921 ab gelten in der Desoldungsordnung, Anlage 1 zum Gesetz vom 14. Oktober 1921 als gestrichen: Gruppe VIII Nr. 11 Vorstand des Polizeiamts in Bad- Nauheim. Nr. 12 2 Polizeikommissare in Darmstadt und Offenbach. Gruppe X Nr. 10 1 Regie-, — - -- . ~ ~ nmgöcat als Vorstand des Polizeiamts Giehen, alle daran gelernt und sind der S^rma aufrichag 1 Regierungsrat als Polizeiamimann in Darm- dankbar. (Lebh Bravo, auf allen Setten ) Im fta&t Gruppe XI Nr. 4 2 Polizeldirektoren bei übrigen überlasse rch es dem Urteil des Hauses, den Polizeiämtern Darmstadt und Offenbach. sich über den Geschmack des Abg. Ebner zu Eine weitere Dorlage soll die Desoldungsord- unterhalten. (Dravo!) nunq für die staatliche Ortspolizei, wie folgt, ab- Das Gesetz wird in erster Lesung gegen die ändern: 1. Gruppe IV: 273 (statt 277) Polizei- zwei Stimmen der KPD. angenommen. Wachtmeister. 2. Gruppe V: 212 (statt 216) Polizei- Zur alsbald vorgenommenen 2. Lesung des Wachtmeister. 3. Gruppe VI: 39 (statt 31) Polizei-1 Gesetzes beginnt Abg. Frau Roth (KPD.) aber- Wachtmeister. Die Umwandlung von Wachtmeister- mals eine Generaldebatte. Ihre Jungfernrede in Oberwachtmeisterstellen, die versehentlich bei geht aber in der allgemeinen Unruhe des Hauses der ersten Vorlage unberücksichtigt blieb, ist bei I verloren. der stark vermehrten Zahl der Polizeiwach tmeifter 2Dg. Kaul (Soz.) wlll nur fest stellen, daß im Interesse des Dienstes dringend erforderlich. Behauptung, fer Etat fei durchaepeitscht wvr- An Mehrkosten würden nut rund 25 000 Mark I fon, besonders fer Schuletat, falsch sei, dah be- jährftch entstehen. sonders bei Beratung des Schuletats die Komm. Rach der dritten Regierungsvorlage sind für Fraktion durch völlige Abwesenheit 'Belleidung und Ausrüstung 1 000 000 Mark vvt- glänzte. (Sehr gut) Ich stelle weiter fest, daß gesehen. Dieser Betrag ist nach der sprungweisen von der KDP. keinerlei Anträge zur Vetfesse- Preissteigerung der letzten Monate vollständig rung des Etats gestellt wurden. Ich überlaste unzureichend. Die Verbesserung der Bewastnung Sem Urteil des Hauses und der Oeftentlichkett erfordert allein 1 000 000 Mark. Hierzu kommen die Tätigkeit der KPD. hier im Hause, die Kosten der Dienstkleidung. Bei den derzeitigen ^lb Ebner (KPD ) bleibt bei seinem Stoffpreisen und Arbeitslöhnen werden für 1922 Standpunkt. (Allgemeine Unruhe.) — Doch wird 3 000 000 Mark kaum ausreichend sein. 27ach^Ab°} Gesetz in zweiter Lesung angenommen. Kleine Vorlagen. In Erledigung der weiteren Tagesordnung werden nachstehende, vom Ausschuß beschlossene Vorlagen auf Grund des Art. 32 fer Geschäftsordnung zur Kenntnis des Hauses gebracht: Regierungsvorlagen, fett. Umbau des ehemaligen Gefängnisses zu Darmstadt, Bleichstrahe 1; hier Mobiliarbeschaffung für die Zentralstelle ber Laubesstatistik und das Ver- mestungsamt Dannstadt-Land betr. — Staatliche Maßnahmen zur Behebung der Raum- und Wohnungsnot. — Größere bauliche Herstellungen in fer Landes-Heil- und Pflege- a n ft a 11 zu Gießen. — Das alte Iustizge - bäude zu Gießen und die darin vorzunehmenden Herstellungen. — Unterstützung notleidender Kle mrentner. — Die Ruhe gehalte und die Versorgung der Hinterbliebenen der Hochschulprofessoren. — Die Dienstbezüge der Beamten, Lehrer usw. Ohne Debatte werden angenommen die Regierungsvorlagen, betreffend die Wahlen zum II. Landtag des Volksstaates Hessen vom 27.No- vember 1921, Gesetz, den Ueßergang der hessischen Wasserstraßen auf das Reich und Hilfsfonds. Es folgt Regierungsvorlage, Verfahren gegen Unbekannt wegen Diebstahls eines 'Bür- stenabzugs eines Aufrufs der Deutschen Volkspartei bei ber L. C. Wittich- schen Buchbruckerei betreffend. Abg. Diehl- Hochweisel (D. Vp.) erstattet I Bericht. Auf Grund eines Schreibens des Herrn Streng diskrete Von90hrvorm. Evtl. Besuch reelle Bedienung bis K Dhrabds. im Hause ■ H V- Ä H Z Heute vormittag um 8 Uhr entschlief sanft und unerwartet unser lieber Werner im zarten Alter von 13 Monaten. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Gerlach und Familie. Lollar, 9. August 1922. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag um 3V2 Uhr statt. 7428D Sauber! Schnell! r aller Art und Größe, Möbelstoffe Tapisserien, Kleidungsstücke, Felle so@img$®ra ynd färben in bester, sachgemäßester Ausführung k L Fischer . Neuenweg 4 Seltersweg 79a Tek 1553 Gegr. 1848 TeL 627 Darb “rteilf 6ie Mienen Z ^fincarr nicht nur un DM mtb Wrx W Dir Mchsi Mark siir - HanLkoerk gestellt, die Republik bl ^ollsgesunö eine loeitere Geringsügigk unseres Lan! junge deutsch dahingegang und unsere 8 dennoch wer verzagen. 3r uns freudig Wn und Dvüschlands Ät uns die Frei! feit D^ - •halten. So st 2echt und 3 und Recht un idem Liede d innerer Zerss Sehnsucht al Mh jetzt uns« ^Zukunft begl Zwietracht u Men im Kampfges gerichtet toai Äusdruck na so, wie einst iDeutschlurd Sehnsucht (i Fahnen dei Recht und F sein vaterla Jahre noch 1 des Staates C, ss ta.l'tab toftben *«UfM8 6t«Unu8 w %t toutix Aer Ierli" mW* qjor dr 2olk am 11- neben, das F M Freude M voM Minden. gehen! Das Mn und ad ^üigerkrieg Dir wollen LS KZ SA pssis""! zranPll^ Gut! Reell! 7412 vom 10. August bis 10. Sept. gesucht. 7408 Less. Wllstin zu Kindern in angenehme Stellung gesucht. 7424 Bahnhofstraße 44 II. Dr. H. Buchinger verreist 3n allen größeren Städten der Rheinpfalz, Hessen- Darmstadt, Nassau und Saargebiet suche ich je einen tüchtigen Vertreter für den Verkauf eines erstklassigen, in jedem Haushalt benötigten Artikels. Verdienstmöglichkeit monatlich je 10-20 000 Mk. Gefl. Anfragen erbeten unter U M. 978 an Rudolf Mosie, Mannheim. (T Junges Ehepaar sucht einfach möbl. Zimmer evtl, auch nur 1 Bett. Sehr. Ang, u. 07706 a. d. G. Anz. Freundlich möbliertes Zimmer mit elektr. Licht v. junger Dame, berufstätig, per 1. 9. ob. 15.9. gesucht. Schr. Ang, u. 07707 a. d. G. Anz. M. Rosenthal, Landwi^tsch. Maschmen. Zungen BüUöjöjen wird gesuchl 7403c Marktplatz 21. 7422V Heute entschlief sanft nach langem Leiden meine geliebte Gattin, Mutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Christine Arnold geb. Krick im 70. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Arnold V. Georg Arnold II. Marie Arnold Christine Arnold. Leihgestern, den 9. August 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den 11. August, nachmittags 3y2 Uhr statt. An 07685 zu vermieten Erübrigung Die Liquidatoren: Freundlich möbliertes Zimmer Wilh. Wagenbach, Daubringen. Franz Diener Gießen. 1 803.40 23 501.02 5 138.10 30 442.52 2 478.25 7 995.01 3 803.32 4 320.90 26 030.08 4 412.44 30 442.52 | Vermletungemi | Pension Brandl Neuen Bäus 22 Gut möi)I. Zimmer m. Verpll. Tel. 1635. ,77l2 Passiva. Per Mitgliederguthaben . . . „ Reservefonds..... „ Betriebsrücklagen . . . . „ Umsatzsteuer pro 1921 . . Aktiva. Kassenbestand..... Warenbestand .... Außenstände..... Liquidationsbilanz des Konsmomins Daubnügeü 6.§. am 30. Juni 1922. > Eichweg 7 II. j MietgesycheJ Dauermieter sucht ab 15. 8. oder 1. September Wr möbl. Zimmer evtl. Wohn- und Schlafzimmer mit elelir. Licht. Schriftl. Llngeb. unter 07709 an den Gieß. Anz. erbeten Ausstellung im Herbst, Verschiedenes. 7410, gliedern angelegentlichst. Der Vorstand. Die am nächsten Samstag und Sonntag vom Naturheilverein im Hotel „Felsenkeller" veranstaltete „Pilz-Ausstellung" empfehlen wir unseren Mit- MHWoWp MM MW. || SkllptllttsUMlllW i am 12.d.M.> bV-älhr, im - Kaufmann. Dereinshaus I mit der Tagesordnung: L« Jahresbericht, Rechnungsablage, Obst- u. Gartenbau- j LLLLMLMMMMLMx. | io- ita leti m 11 | Junta und Etaatita i Zahle für Juwelen, Gold und iW Silber die höchst. Tagespreise! ngß ä Zahngebisse W und einzelne Zähne W per Zahn 30 und 35 Mark. W | to Freitags und Samstags! i sd Kirchenplatz23 II.r.(hint.d.Kirche) M Bekanntmachung. Auf die im Amtsverkündigungsblatt Ar. 87 vom 8. August 1922 erschienene Bekanntmachung des Kreisamts (Kommunalverbands) Gießen vom 7. August 1922 werden hiermit sämtliche Landwirte hingewiesen. Darnach werden auf Anordnung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Abteilung f. Ern. u. Landw., in Darmstadt vom 1. 8. 1922 zu Ar. M. 2l. W. L. 12437 Erzeuger, deren landwirtschaftliche Gesamtnuhungsfläche mehr als 5 Hektar beträgt, in diesem Jahr zur Umlage herangezogen; das Liefersoll wird demnächst mitgeteilt. Alle Landwirte, welche hierdurch als Ablieferer in Frage kommen, sind verpflichtet, Getreide hierfür in Reserve zu halten. Anter Gesamtnuhungsfläche sind zu verstehen, sämtliches Ackerland, Wiesen, Daumgrundstüde und Gartenländereien, soweit sie nicht zu einem mit der Hofteite verbundenen Hausgarten gehören. Ferner ist bekannt geworden, daß Erzeuger auch Baumgrundstücke, Gartenländereien und Weiden wie vorstehend angeführt bei Angabe der landwirtschaftlich genuhten Fläche nicht angegeben haben. Ich gebe zur Berichtigung dieser Angaben eine Frist bis zum 13. August 1922. Die Berichtigung muh schriftlich an daS städtische Lebensmittel- amt, Afterweg 9, abgegeben werden. Wird bei der Kontrolle der Gesamtnutzungsflächen festgestellt, daß dennoch unrichtige Angaben gemacht worden sind, kann eine höhere Einschätzung (Strafein- schätzung) im Liefersoll erfolgen. Ein Beschwerderecht gegen diese Strafeinschatzung besteht nicht. Gießen, den 8. August 1922. 74146 Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seib. Achtung Sportteute! Der neue Berichterstatter und Märchenschreiber der „Sport-Woche" nennt sich 7385h Konfuzius. Er macht in seinem Sportbericht seinem Aamen alle Ehre. Ich bitte Herrn Konfuzius um Aufklärung. Hatte die Sonne am vergangenen Sonntag so eine Wirkung, oder ist Ihr Fleisch so willig und Ihr Geist zu schwach? Grünewald. Wegen des großen Erfolges bleibt Fridericus Rex p noch bis einschließlich Freitag auf dem Spielplan. « Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34 | 4 Bis einschließlich Freitag verlängert! I Fridericus Rex | M Ein Königsschicksal. L und II. Teil. W Bo Teils Sturm umtS Drang II. Teils Vater und Sohn. H Großes, dem Stück angepaßtes Orchester. B K Gewöhnliche Eintrittspreise! 7426c M Um der Bedeutung und Größe des Films zu entsprechen geben wir täglich nur 2 Vorstellungen; die erste von 41/* bis 7 Uhr, /'A M die Abendvorstellung von 8*/4 bis */2ll Uhr. jl (07667 Fahrrad mit Einbau-Motor ver- ventar, evtl, auch kleinen gut durch 7418A W, 91005 & 60 Ttftl. an zu verkartfen. 07714 Sehr günstig, sofort lieferbar: neu bereifte, fahrfertige Kleinere, gebr. elektr- Bclcuchtunaskörper zu kaufen gesucht. Nähere^ tn der Geschäftsstelle deß Gießener Anzeigers. 741,3 käuflich nbenbdß1'.,—8Ubr. 07717 Neustadt 52 H. 1-ÄMK-Mk-kkselWW 1H-II. 60. Carl Mühlberger, Wetzlar Fr. anerh. Sachverständiger für Automobile. Unparteiischer Rat bei An- und Verkauf. Schwamerl I Samstag vergeblich erwartet. Erwarte Dich am 12. z. selben Stunde. Gib briell.Nochricht postlagernd E. II. 12. (71S3 Mr. MssleiWülig Uapierieinen kleine u. große Stücke, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unt. 07652 an d. Gieß. Anz. Gebr. M oder Ofen zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unter 07691 an den Gießener Anzeiger. Wnenlal-, Mier-MiUM- zu hohem Preis gesucht. Schristl.Angeb. mit Preis unt 07704 an d. Gieß. Anz. la Wetteraaer große 0 Fröh-Kartoffeln Preis: Mk. 450.— per Zentner Tel.2091 CoSchunck Bahnhofstr.76 lVabi6 2P.S. für 123 Bolt (Stromnetz Wetzlar» zu kaufen gesucht. Schri' ' Angebote unter 07698 .... den Gießener Anzeiger. Walltorstraße 24 I. | Kaufgesuche] Gebrauchte Lederwalze u. HaushaltungsnätiDiascliine zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unter 07716 an den Gießener Anzeiger. Landsitz oder Mühle mit LckNd zu kaufen. J. Homeyor, Harleshausen b. Kassel, Sätigelsrain. T***id Ihr Haus verkaufen Sie schnell und Mulm schwerer, mit oder ohne Bild, sucht Privatm. aus Prioath. zu kaufen. Schr. Angeb. mit Preis unter 7350 an den Gießener Anzeiger.______________ [Verschiedenes) SamStag, d. 12 d. M., nachm. um 6 Uhr, läßt derNodheimer Naifteisen» verein auf dem Hofe deS GastwirtsPausch inRod- beim a.B.solgend.Gegen- stäude meistbietend versteigern: 1 Tbekc.Neaake m. Schubladen, 1 Cd- bebälter, 2 Waagen u. noch sonst.Gegenstände'»^ Gasherde, Gas- Wäüche, Tisch, Gesen und Herd billigst zu verkaufen. H. Schön & Co., 07703 Marburger Str. 22. EtOn irischkü SFen 11. einen WömserLsen hat abzugebkn 07710 SanWsse 111, links. 1 SflWüewt komvl., m. Sviegelschrank, zu verkaufen. 07715 Kirchenplatz 15. Mnttlcta ausklavvbar, zu verkauf. 07695 Kaiscrallee 15III. 1 Velour-Hnt, schw., Gr. 56, 2 P. Herrenschnürschnhe, 42 und 43, 2 Paar Arbeite- Bchnfce, 43 u. 44, 1 Ansag kür mittl. Flgnr zu verk. Kaieerallee 6 1. Tügl. 5-7-/, Uhr, s07699 AmeiiliiWsihe Nr. 37, fast neu, abzttgeben. Zu erfrag, in d. Geschäfls- stelle des Gieß. Anz. 7«°7 Frühäpfel VeWer Sßfiler der oberen Klassen deS Gymnasiums gibt einem Quintaner Nachhilfe in Latein nnh Rechnen? Schriftl. Angeb. unter 07697 a. d. Gieß. Anz. erst Junges Ehepaar sucht von Selbstgeber 20009)1. geg. monatl. Rückzahlung mit Zinsen. Schr. Angest unt. 07705 an d. Gieß. Anz. aim*» auf d. Lande fW Sun^ VwWflP kauf, gesucht. Schrifll. Angeb. unt. 7409 an d. Gießener Anzeiger. Billa mit ü-I Zimmern und schönem Garten in Gießen oder Umgegend zu kaufen gesucht. Schr, Angebote unter 7411V an den Gießener Anzeiger. Suche Gut 100—500 Morgen, m. guten Gebäuden u. vollem In- Mr. Sh» oier l SU kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe an Goetbestraße 68 II. MM ßöet HW von Privatmann zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 7423an den Gieß Anz. 1 gebrauchte 8-Klarinette zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unter 07708 an den Gießener Anzeiger. Sofa wenn auch reparatur* bedürftig, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter07651 a. d. Gieß. Anz. in Bensheim. Gebrauchter BretotaM* WA eine gebildete Frau mit nur hauSwirtschaft- lichen Interessen für größeren GeichäftshauS- halt. Mutz perfekt in gut bürgerlicher Küche und gern selbsttätig sein. Schriftliche Angebote unter 07711 a. d Gießener Anzeiger erbeten._______ Suche für sofort ein tüchtiges Mädchen gegen hohen Lohn. 7416 Frau Job. Peter Zöller, ______Herdorf.______ Für kl., besseren Haus» halt ordentliches, braves Mädchen für 1. Sept, gesucht. Da z. Zt. in Ferien, erbitte schriftl. Angeb. unt. 7429 an den Gießener Anzeig. AeltereH Mädchen, mit guten Zeugnissen, für kleinen Haushalt gesucht. 7324 Selterswea 01 l Aruch-sLanfmabAn für morgens v. 8—10 Uhr sofort gesucht 07702 Moltkeftrake 2 p. Lehrmädchen sucht 07692 Putzgeschäft Lehmann, __ Seltersweg 68. 18 t e j 11 eng es uc h e| Für in. Sobn m höh. Schulst, Lehrling in in. Zrolonialwarengefchäft, suche ich z. weh. Ausbild, u. Lehrbeendigung geeigneten platz. Schriftl. Angeb. unter 07689 a. d. Gießener Anzeiger erbeten. Verkäufe | Verkaufe, weil überzählig, wachsam, reinrass. Deutschen Zchöfertzund. Dr. Köhler, z- Zt. Hofgnt Birklar lPosi Lich). v7"« DentsißeLihiifkthnndin sehr wachsam, zu verk. 07700 Guteubergstr. 29. 1 Wnes schöner -öniiöe sowie neue graue Mili- tarhose preiswert zu verkaufen. 07686 Katliariuengasse 10. Deutsche 07713 WM zu verk. Bal)nbofstr.26. Villa 7425 mit 6000 qm Gärten, Obstanlagen, herrlich gelegen, ca.7 Zimmer,Bad, Diaus., beziehbar in ca. 7 Woch. Mk.!>50000. Abplanalp&Co. Friedberg 1. H. Tel. 312. 1 Deiimlwage 200 kg und 1 AA»« 5 kg, lfast neu), zu verkaufen. 07694 Dlezstraße 7 H. Herd, gut erhalten, mit Lrupferschiff, Gr. 120x80, zu verkaufen. Näheres durch W. Tb. Boller, Lang-(tzönS,Bergstr. 07°'« Gut erbalteneS Herren-Fahrrad zu verkaufen. 07687 Kaiserallee 11.