Druck und Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- und Äeindruckerei H. Lange. Zchriftleitung, Seschästrstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7 die an dec Konferenz von fl Cannes teilgenommen für die Friedensbesprechungen zu bc- zu Tag. Sie seien ausschließlich auf wjets seien jeden Vertrauens unwürdig. Sc (E in scharfes deutsches Dementi v bittet die euroPa stimmen. Kleinen nicht Pflicht,.sich v ferenz selbst e i n st i m m u nur Die an- an* von den or begründet. Wie könnten Grotzbritannrrn Italien nutzbringende Absatzgebiets tn einem ierten Lande finden, in dem niemand, weder Staat noch Die Privaten, mehr die Mittel unmoi «lisch, sondern auch ein Wahnsinn Solvt« ts, die Herr Facta als Regierang erlern xn wolle, seien selbst in Ratzland nicht erfan nt, und ihre Autorität verringere sich Tag Terr und ruht der. ernehmen zu lassen. Auf der Kon- Eonnte eine erfreulich: Heber« foati jen zu bezahlen Die Furcht, Deutschland könne sich des russischen Marktes bemächtigen. Ui eine Sch imäre. Der russische Markt werde erst wieder er» lfnet werden, wenn Rutzland von Männern reg zert wird, die genügend CB:rtrauen erweckten, Dr nit man ihnen Kredit gewähren könnte. Dr: n g der Ansichten der Delegationen ^en Linie festgestellt werden. Die Nr. 85 Erscheint täglich, nutzer Sonn» und Feiertags, mit berSomstaqsbeilage: GiehenerFamilienb lütter Monatliche vezuarpreise: Mk. 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch dicPost Mk. 17.50, auch beiNicht» erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schrift» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift jur Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. postschealonto: Sranffnrt a. M. 11686. eingetroffen. Die Ankunft der Nüssen. Oen ua, 9. April, fl^efani. Die russische Relegation wurde h» mte im Königlichen Palais vom Ministerpräsidenten Tasta und dem Minister des Aeuhern Schanz er empsangen. Die Unterredung dauert L etwa eine Stunde und war von großem Rutzeti,, denn sie bewies, Dah die Rusen von versöhnslichem Geist und dem Willen zur Mita rbeit erfüllt» sind. Die Besprechung behandelte namentlich die Haltung, die einzunehmen ist. um im allgemeinen den Erfolg der Konferenz zu sicher.it. Die Abordttnnfl. dcS Völkerbundes. Genua, 9. April . Stesani. Die Abteilung des V ö l k e r b u n d e s, die der Konferenz beigeordnet ist, ist hier e ingetroffen. Sie steht unter der Führung des rlieners Attolico, de8 stellvertretenden Sekretär:s des Völkerbundes. Die Abordnung besteht > aus dem Franzosen Haas, dem Engländer CHU® n und dem Polen Rackman. Bnudesrat ^Lchulthest über die .^onsere!» z der Neutralen. 150 Pf.: für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 450Ps. Bei Platz» Vorschrift20 „Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen gegen Poincar^. Berlin, 8. April. (WB.) Amtlich. Der .anzösifcheMintsterpräsrdent machte jt tz. April im Rühmen der D Tratte über die Re- zweifellos bekannt sein mutz, ilt dec Bericht, aus den sich der Ministerpräsident bei diesen Mitteilungen stützte, in allen Einzelheiten von Anfang bis zu CnDe er - s u n d e n. Man darf erwarten, datz die Kommission für die offizielle Richtigstellung Derartiger, nur Der Verhetzung Dienenden tönformationen aus offenbar unterrichte'.er, unverantwortlicher Quelle Sorge tragen wicD. , als £i jung für Die Wiederbevölkerung Europas. 3m üI rrigen sei eine Ki>mbination, Die auf einem Abkon imen mit Den Sowjets beruhe, nicht Montag, io. April 1922 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 120 Pf.auswärt« halb eines Zeitraumes von drei Wochen Vertreter zu Friedensverhandlungen zu entsenden Die Regierung des Sultans bedauert, aus Gründen dec ösfentlichen Ordnung Konstaniinvpel als Verhandlungsort nicht annehmen zu können und alliierten Mächte, eine Stadt in Ost - Erstes Blatt f'V 2. Jahrgang SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen haben, sitzen werden. Die übrigen Teilnehmer an Der Konferenz haben ihre Sitze an zwei länglichen Tischen und fcttD in alphabetischer Reihenfolge noch in zwei Gruppen geteilt. Die deutsche Delegation sitzt «am Ende des einen Tisches, zunächst Dem Pcö.lidententisch. Mit den Vorläufern Der deutschen v Delegation ist gestern abend auch die holländische Delegation zur Stunde nod h nicht über Die wünschenswerte AuMärung übe/ r Die Absichten der zu Der Konferenz einladend )en Mächte. 3n Genua erwarten wir zunächst üj. re Anregungen unD toetDen uns nicht vorDrängl en. Aber es kann auch eine Lageentste h e n, i n d e r d i e Au f f a s f u n g Der S6)wei ,zer klar und deutlich ge- agt werde >n mutz, denn es handelt sich nicht nur um das ^Schicksal der Grohen, sondern um Das Schicksal • aller, und deshalb haben auch Die nur das Recht, sondern auch die Der Reichstag und die Not der Presse. Der Hohe Reichstag scheint am Freitag der Rede des Präsidenten Lvebe über die Rotlage der Zeitungen und der darauf gefolgten Regierungserklärung nur halb, oder vielleicht noch nicht einmal halb, zugehört zu haben, wenn man in der „D e u t s ch e n T a- geszeitung" liest, das) die meisten Abgeordneten beim „Monvlog" Loebes schon dabei gewesen wären, das Reichskursbuch zu durchblättern, um für die Osterferien ja noch den nächsten Zug in die heimatlichen Penaten zu erwischen. Das genannte Blatt macht dann weiter folgende zutreffenden Bemerkungen: Da man indessen schon Dem Ochsen für ein gutes Stück Rindfleisch dankbar ist, so wollen wir auch dem Reichstag Die Anerkennung dafür nicht versagen, dah er tat, was er zu können glaubte, und den oben erwähnten Antcäg beschloß. Wonach also nunmehr Die verehrliche Reichsregierung das Wort hat. Die Reichsregierung, Die bishw schon immer von Verständnis und Wohlwollen für Die Presse troff. Die in ihren Verkehrsressorts eine so großzügige Tarifpolitik betreibt, und Die jn Ergebung Dem Fiskalismus Der waldbe- sitzenDen unD papierholzliefernden Einzelstaaten zusieht. Datz es einen Hund jammern kann um das rührende Bild. Der R e ich s p o st m o l o ch hat neulich erst wieder das Gehege seiner Zähne geöffnet, um zu verkünden, datz Die Beförderungsgebühren für Die Zeitungen viel zu niedrig seien, und datz sie spätestens zum 1. Juli erhöht werden müßten weil sonst ein Vakuum in seinen beträchtlichen Crngeweiden einträte. Er ist sich Dabei ungemein kaufmännisch vorgekommen: aber dafür kann nichts. Denn das Kaufmännische — heiliger Sankt Stephan — sind ihm böhmische Dörfe.r Ansonsten nämlich würde er sich überlegen, datz Die Presse nicht blotz Durch die Zei- tungsbesörderung sein Kunde ist. sondern durch Briefe. Telegramme. Telephone unD Durch Die Vermittlung eines höchst umfangreichen postalischen Verkehrs jeDer Act. Es gehört schon Die ganze Borniertheit Der postalischen Burcaukratie dazu, um Die Rolle Der Presse a ls Zu bringerin für Den Po st verkehr zu Der- kennen oder zu ignorieren und ihr eine Einzel- rechnung auszumachen über irgendein Eckchen, an Dem sie einmal Die Leistungen Der Post ohne volle Barzahlung in Anspruch nimmt. Raturge- wäh kann sich Der Herr Reichseisenbahnmoloch bei seiner erheblicheren Gefrätzigkeit von seinem Post- kollegen nicht beschämen lassen. Deshalb tut er, als hinge seiner Seele Seligkeit — obwohl sie längst rettungslos Dem Defizitteufel verschrieben ist — von Den heutzutage paar lumpigen Millionen ab, Die ec aus Der höheren Eintari- fieru’ng des Druckpapiers in sich hineinschlingt. UnD Die verehrliche Zentralregierung, vertreten durch den Herrn Hirsch vom Reichswirtschaftsministerium. fanD letzthin, es habe keinen Zweck mit den paar Millionen zugunsten Der Presse anzufangen, Denn kleine Mittel nutzten nichts.'* , r Es ist nicht wahr, Dah es feine grohen Mittel gäbe, um Der Presse zu Hilfe zu kommen, unD 5ah Die kleinen Mittel nichts nutzten. Diese Behauptung ist lediglich Der Ausfluh eines bureaukratischen quieta non movere, das selbst Durch die offentunbiac Katastrophenlage des Deutschen Zeitungsgewerbes bisher nicht zu erschüttern gewesen ist. Es wäre immerhin Denkbar, dah diese Erschütterung jetzt Durch Den Antrag des Reichstages gelänge. Eie muh Dann aber vor allen Dingen und in erster Linie sich auf den Fiskalismus auswirken, der vom Reich und von Den walDbefitzenden Einzelst.raten zum Schaden Der Presse verübt wirb. Die paar platonischen Redensarten, Die Der Herr Reichsinnenminister. wohl aus GrunD seiner früheren Explosionsunglück auf dem Hültenfriedhof in Gleiwitz» G le,Witz, 9. April. (WTB.) Bei einer Durch suchung nach Waffen auf Dem Hütten- friedhof durch französische Truppen ereignete sich eine gewaltige Explosion. Die Leichenhalle und eine Gruft wurden in Die Luft geschleudert. Aus Dem Trümmerhaufen sollen bisher 2 3 Tote und 10 Schwerverletzte geborgen fein. Sipobeamte übernahmen Die Auf- räumungsacbeiten. Auf Anordnung Des Kreiskontrolleurs wurDen alle Kinos unD Theater geschlossen. Mit Der Verhängung Des Belagerungszustandes wirD bestimmt gerechnet. Beuthen, 9. April (WTB.) Von authentischer Seite wird folgende SchilDerung Des Er- plosionsunglücks in Gleiwitz gegeben: Als heute kurz nach 12 älhr auf Dem HüttenfrieDhof französische Besahungstruppen in einer alten Gruft nach Was f en suchten, stietzen sie auf Minen. Die in Die Luft flogen. Dabei sinD 1 5 Franzosen getötet worden unD 10 wurDen schwer verletzt. Eine Abordnung Der alliierten Besahungstruppen begab sich an Die Unfallftelle zur Untersuchung Des Tatbestandes. bundes Ei, rtrag tun Dürften, Dessen weitere Entwicklung » alle vertretenen Rationen lebhaft wünschten. Ein ft «nzösisches Stimmungsbild. Pars .s, 9. April. (WB.) Das .Journal Des S eJ so t d“ schreibt zu Der Konferenz von Genua: ! Die Deutsche und Die russisch: Delega "tion kommen mit Der sehr bestimmten Absicht m ach Genua, Die Einigkeit Der Alliierten zu spreng en unD Das Durch Die FrieDensverträge getroffen« europäische Statut zu vernichten. Sie würden t ielleicht gezwungen werden, zu indirekten unD tüifl Ischen Mitteln ihre Zukunft z i nehmen. Diese se ien gefährlicher als Die Direkten Ver- stotze. >ch ie würden ein günstiges Terrcnn bei einem Teil De r englischen und italienischen Delegierten firiZ en, höre man doch mit Erstaunen, Datz ein M < 3nn wie Minlster Ehurchilr das Heil« .ittel gegen die wirtschaftliche Unordnung v "er Welt in einer französisch-englisch- Deutschen Entente erblicke. Das sei Die 5‘h tirat Des Karpfens mit Dem Kaninchen Zugehörigkeit zur Presse, kürzlich gemacht hat, können Darüber nicht Hinwegtäuschen, Datz Die Praxis Der Regierung bisher von einer nicht zu überb etcnden Prefsefeindtichkeit gewesen ist. Dieser Tatsache gegenüber wäre es sehr znOckmätzig gewesen, wenn Der Reichstag ihr etwas mehr Dampf aufgemacht hätte. Hosienllich nimmt er dazu wenigstens Dann Anlatz, wenn Die momentan heftig gadcrnDe Reichshenne ihm nach Den Ferien Den verlangten Gesetzentwurf in Gestalt eines Windeies Darbieten sollte. Die Tagung des Deutschen Beamtenbundes. Berlin, 8. April. 3n Der heutigen Sitzung des Bundestages des D e u t s ch e n B e a m t e n - bunDes gab Menne folgende Erllärung ab: 3m Ramen Der Reichsgewerkschast Deutscher Cisenbahnbearnten, Der R.ich postgewe k ch.isten und Des deutscherr Zuitizb.amteidnrDcs l-ave ich za erllären, Da?) wir bereit sind, an Der Klärung Der Lage dec Deutschen Beamtenschaft weiter mi: = zuarbeiten. Die genannten Geveckschrften verbleiben a'so b.im Deu schm Doamtenbund Zur Mabregelungssrage tourte folgende Entschsietznng einsti'nrnig angenommen: Der Bundestag des Deutschen Beamtenbundes 1 nimmt Kenntnis von De ■ . .usage nicht entsprechender Durchführung Der Matzregelung Der Beamtenschaft uuD eib.iät hierin eine für Die deutsche Beamtenschaft unerträgliche HerabtoürDiguag ihrer Stellung zum Volke unD zum Staat. Der Bundestag ertoartet seitens Der Regierung eine sofortige Behandlung Der Frage bei Matzregelung auf Den Grundlagen, Die durch das Wort des Reichskanzlers geschaffen wurden. Der Bundestag ist bereit, für Die Gemas) regelten bis zur völligen Klarlegung dec Frage einzutreten. Berlin. 9. April. (Wolff.) Sn Der Tagung des Deut sche n Beamtenbundes wurde gestern em Antrag angenommen, Der besagt, Datz augenblicklich Die Schaffung eines festen Programms infolge Der neugeschafsenen (Situation im Teamtenbund unmöglich sei, datz aber Die Bundesleitung zunächst ein vorläufiges Programm auf GrunD Der Ausführungen des Tun- Desvorfitzenden Flügel ausarbeiten solle. Reben Flügel wurden Drei weitere VocsihenDe gewählt und zwar Zugführer G e r i n g h o f f von der Reichsgewerischach Deutscher E senboh rbeamten. Postsekretär Kugler von der Reichspostgewerkschaft und Oberregierungsrat ReiDhardt- München vom Bayerischen Beamtenbund. Aus Antrag des Reichsberbandes Der Polizcibeamten wurde in Den Sitzungen ausdrücklich ,estgelegt. Datz für Beamte Der Polizei ein Streik in keiner Form möglich sein Dürfe. Mit einer Ansprache Des Bundcsvorsitzenden Flügel wurde die Tagung geschlossen. Bern, 8.Api chl. (WTB.) Bundesrat Schul- theh, einer der beiden schweizerischen Delegierten für die Gei luefer Konferenz, äutzerte sich über die Konferenz der (neutralen u. a. wie folgt: Die Bedeutung Dei Zusammenkunft der Sachverständigen und Dele gierten' der nordischen Länder, Hollands und «Sy-aniend darf nicht unterschätzt werden. Die Fühß rmgnahme ist sichtlich geeignet, die moralische: Stellung der am Kriege nicht beteilig t gewesenen Länder zu stärken und sie hat überdies erwiesen, wie viele Berührungspunkt: c. ja sogar gemeinsame Sntcrcffen fi -estehen. Auf Der Konfebenz von Genua werden T Dir keinen geschlossenen B l o ck bilden, s andern uns nur bestreben, mit allen übrigen T eilnehmern den Erfolg der Beratungen zu föi rdern. Wir Schweizer verfügen Eine internationale Studenten- Konserenz in Leipzig. Leipzig, 8. Llprll. (WTB.) Heute vormittag wurde die internationale Studentenkonferenz, zu der Vertreter aus etwa 15 Ländern sowie von verschiedenen ausländischen Studentenorganisationen erschienen sind, im Senatssaal der Universität feierlich eröffnet. Als Vertreter dec Reichsregierung waren Reichs- Minister des Snnern, Koster und Staatssekretär Schulz erschienen. Der Vorsitzende des Auslandsamtes der deutschen Studentenschast Der Beginn Der Konferenz von Genua. Genua, 8. Zlpril. (Spezialbericht dcS Vertreters des W.T. D. in Genua.) Dei herrlichem Sonnenschein und sommerlicher Wärme empfängt die rcichgeschmückte Stadt die zahllosen Gäste, die die europäische Wirtschaftskonferenz bilden und mit mehr oder minder guten Reden begleiten sollen. Für ihre Aufnahme und ihre Berufsarbeit ist das möglichste geschehen, aber noch ist alles im wirren Durcheinander und die Verhältnisse beginnen sich erst langsam zu klären. Die amtliche italienisäie Welt trat heute mittag beim Emch fang Lloyd Georges feierlich in . die Erscheinung. Der Andrang der Bevölkerung war nicht übermäßig und die Begrühung zeigte nicht allzuviel von südlicher Lebhaftigkeit. Aber die ganze Stadt scheint in freudiger Erregung der Dinge zu harren, die da kommen und ein neues Blatt in den geschichtlichen Ehrenkranz Genua cinfügen sollen. Die 70 0 Journalisten aus aller Herren Länder sind schon ziemlich vollzählig eingetroffen und in der Casa di Stampo, dem Pressehause, zeigt sich das Leben und Treiben eines Bienenkorbes. Die deutsche Delegation wird erst morgen erwartet. Der Pressechef der Reichsregierung mit seinem Stabe ist aber schon seit einigen Tagen hier. Die Delegation selbst wird im Edenhotcl und im Bavariahotel absteigen, während die Vertreter der deutschen Presse in der Hauptsa6)e in zwei Zvurna- ' listenhäusern regelmäßig an Den Hebungen Der Reichswehr. Um Di: militärische Ausbildung auch Derjenigen Polizeibeamten zu sichern, finDe von Zeit zu Zeit ein Austausch statt. Hierzu wird fest gestellt: Wre ae.ch der inteva liierten Militärkontr^l kommissron Zimmermann, betonte in seiner Begraßungs- ansprache, das; die Leipziger Veranstaltung sich in keiner Weite gegen andere Organisationen richte, die lief) die internationale Zusammenarbeit Unter den Studenten zum Ziel gesetzt hätten: sie halte sich fern von der Politik und wolle nur der Arbeit gewidmet sein. Als Hauptaufgabe bezeichnete er die Organisation des inter- nationalen Studentenaustausches, die Vermittlung des internationalen Briefwechsels und den Dücheraustausch; ferner die Beratung über die Errichtung eines internationalen Sanatoriums für tuberkulöse Studenten in der Schweiz, sowie das Hilfswerk für die russischen Studenten. Reichsminister des Innern, Köster, übermittelte die Grüße des Reichspräsidenten. Er erklärte, er führe diesen Auftrag gern aus, weil er der Lieberzeugung sei, daß aus den Menschen und Gehirnen, die in diesem Saal versammelt seien, vielleicht ebensoviel und vielleicht noch mehr in Zukunft für die Zusammenarbeit Europas herauskommen könne, als auf den Konferenzen von hohen Würdenträgern. In Genua tritt eine ältere Generation zusammen, belastet mit dem ganzen Erbe von Zwiespalt und Spannung, das die letzten Jahre in die Menschen hineingebracht habe: in Leipzig arbeite mehr die unbelastete Jugend an der ZukMifl. Richts sei wichtiger für die Zukunft Europas, als wenn die zukünftigen geistigen Führer der Länder sich schon in jungen Jahren zusammenfinden und lernen über die nationalen Schranken hinaus auch m geistiger Beziehung allein dem Erfolg versprechenden Gedanken der Korporation zum Siege zu verhelfen. Wenn auch in jedem Lande die Studentenschaft der erste Träger des internationalen Gedankens sei, müsse doch ohne eine zwischenstaatliche und ohne eine überstaatliche Zusammenarbeit die wirtschaftliche, ebenso die geistige Zukunft zusammenbrechen. Ebenso wie die Arbeiter gelernt haben, international ihren Kampf zu führen, ebenso wie die Industrie und die Dank- well seit Jahrzehnten international zusammen- arbellen, müssen auch die geistigen Führer der Wissenschaft den Gedanken der internationalen Zusammenarbeit pflegen und praktisch durchführen. Zum Schluß wandte sich der Minister an die anwesenden Ausländer und bat sie, Deutschland so zu sehen, wie es in Wirklichkeit ist und sich nicht von der Scheinblüte der deutschen Wirtschaft täuschen zu lassen. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen auf- benommen. Aus dem Reiche. Aus dem Hauptausschuß des Reichstags. Berlin, 8. April. (WTB.) Der HauptausschuhdesReichstageshat bei Beratung des Haushaltes des Reichs - arbeitSniinisteriums die mit 200 Millionen Mark eingesetzten Bezüge der Klein- r e n 1 n e r auf 500 Millionen Mark erhöht. Der als Beihilfe für die Schulung von Be- triebsratsmitgliedern im Etat angesetzte Betrag von 300 000 Mk. wurde gemäß dem Anträge eines Zentrumsabgeordneten auf eine Million Mark erhöht. General v. Falkenhahn f. Berlin, 9. April. (Wolff.) Der frühere ^preußische Kriegsminister und spätere Chef des ^Seneralstabes des Feldheeres, General der Infanterie Erich v. F a l k e n h a h n ist gestern -auf Schloß Lindstedt bei Wildpark gestorben. Die Einfuhr von Weizen- und Roggenurehl. Berlin, 8. April. (Wolfs., Nachdem sich in letzter Zeit ergab, dass der Preis für ausländisches Mehl zum teil billiger ist als für einheimisches, wurde die Einfuhr von Weizenmehl und Roggenmehl aus dem Auslände bis auf weiteres zugelassen. Für diese Einfuhr bedarf es einer besonderen Einfuhrbewilligung nicht mehr. Die Zollbehörden werden demgemäss angewiesen, Mehl hereinzulassen. Es steht zu hoffen, daß diese Maßnahme dazu dient, die Versorgungslage für die Bevölkerung zu erleichtern und auf die Preise günstig einzuwtrken. Die Gehälter der Bankbeamten. Berlin, 9. April. (WTB.) In Sachen des Reichstarifs für das Dankgewerbe hat der im Reichsarbeitsministerium tagendeSchlichkungs- ausschuß nach dreitägigen Verhandlungen einen Schiedsspruch gefällt, der für Angestellte zwischen 10 und 20 Berufsjahren folgende Iahresgesamteinkommen vorsieht: Angestellte, Gruppe 1: Mk. 34 800, 39 500, 50 200; Gruppe 2 Mk. 36 400, 42 200, 55 300; Gruppe 3: Mk. 36 400,’ 42 900, 58 000. Weibliche Kräfte unterliegen bis -um 7., 14. und 20. Berufsjahre einem Abschlag von 10, V/2 und 5 Prozent. Gewerbliche Angestellte erhalten Mk. 34 600, 38 100, 43 500 und 50 200 im 1., 10., 20. und 30. Dienstjahr. Lehr- Der Rembrandtdeulsche. Lieber den bisher unbekairnten Autor des im Januar 1890 zuerst erschienenen Werkes „Rembrandt als Erzieher" von einem Deutschen ist schon manches geschrieben worden. Das berühmte Buch erscheint jetzt in dem früheren Verlag von E. L. Hirschfeld in Leipzig in um- aestalteter Ausgabe, die der langjährige Freund des verstorbenen Verfassers besorgt und mit einer Einleitung „Der Verfasser und sein Werf' versehen hat. Wir erhalten durch diese einen Einblick in das Denken des „Deutschen" Dr. August Julius Langbehn, wie nachstehender Abschnitt, den wir mit Genehmigung des Verlages zum Abdruck bringen, deutlich zeigt. Seelenreinheit und Wahrheitsliebe bildeten In dem Rembrandtdeutschen den Untergrund einer Geistesverfassung, die heute kaum mehr gefannnt wird: der Hochherzigkeit. Llm so mehr achteten die alten Denker auf diese „Ausdehnung der Seele nach dem Großen hin" auf die magnani- mitas als den „Schmuck aller Tugenden". Der Hochherzige, so sagen sie, gehe aus von dem Großen, das er in feiner gottverwandten Natur finde, erstrebe überall das Vorzügliche und Vollkommene, fliehe das Mangelhafte, ziehe stets das Ehrenvolle als das Höhere dem nur Nützlichen vor; er lege keinen Wert auf äußere Güter. Er unterliege deshalb weder einer Seelenunruhe, noch einem Menschen, noch den Glücksumständen, handele gleich fest und sicher bei großen Ehrun- gen wie bei Llnehre, und er werde durch letztere nicht gebrochen. Er schätze andere nie so sehr, Laß er ihretwegen Llngeziemendes tun möchte, ja verachte sie, wenn er sie abfallen sähe von der wahren Bestimmung ihrer Ratur. Er könne linge sollen im 1., 2. und 3. Lehrjahre Mk. 7200, 9000 und 15 000 beziehen, während Bureaubur- schen vom 14. bis 19. Lebensjahre Mk. 8500 bis Mk. 17 200 erhalten. Die Einkommen der jugendlichen kaufmännisch-gewerblichen Angestellten unten 20 Jahren wurden, sofern die Detressenden 1905, 1904 oder 1903 geboren sind, auf 23 650, 24 500 und 25 350 festgesetzt. Rachzahlungen aus Anlaß von Versetzung einzelner Orte in eine höhere Ortsklasse sollen in Zukunft nicht mehr erfolgen. Den Bankbeamten-Organisationen ist die Verhängung einer Sperre über Dankbetriebe verboten. Die gesetzlich zugelassenen Lieberstunden wurden für Pflichtleistungen erklärt. Die 'Beisitzer des Allgemeinen Verbandes der deutschen Bankangestellten haben gegen diesen Schiedsspruch gestimmt, der im übrigen mit den Stimmen der Unparteiischen, der Beisitzer des Reichsverbandes der Banlleitungen sowie der Vertreter des Deutschen Dankbeamtenvereins zustande kam. Aus dem besetzten Gebiet. Der Abzug der Amerikaner. Koblenz, 9. April. (WD.) Die „Rhein. Rundschau" meldet: Auf Beseht des amerikanischen Hauptquartiers wurde 7>ie Aufhebung des amerikanischen Militärgefängnisses in der Cschelstraße angeordnet. Die deutschen Zivilgefangenen werden am Montag den deutschen Behörden überwiesen. Ebenso gehen die Baulichkeiten wieder an die deutsche Dermal tunU zurück. In Zukunft werden neu verhaftete Zivilpersonen ebenfalls den deutschen Behörden ausgeliesert. — Am gestrigen Nachmittag haben, wie bereits angekündigt, zwei Transportzüge mit amerikanischen Soldaten den Rhein verlassen. Neue Verbote der Interalliierten Nheinland- kommission. Koblenz, 9. April. (WTB.). Die Interalliierte Rheinlandkommission hat dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete mitgeteilt, daß sie, beschlossen hat, für das gesamte besetzte Gebiet alle Vorträgezu verbieten, die sich mit der Frage der SchuldamKriege befassen. Die Interalliierte Rheinlandkommission hat mit Schreiben vom 5. April dem Reichskommisfar für die besetzten rheinischen Gebiete mitgeteilt, daß sie die Organisationen des Deutschen Pfadfinderbundes und des Bayrischen Wehr- krastvereins im besetzten Gebiet verbietet, weil diese Vereinigungen mehr militärischen als sportlichen Charakter besäßen. Druckerstreik im Saargebiet. Saarbrücken, 8. April. (Wolff.) Obgleich vor einigen Lagen im Zeitungsgewerbe für das Saargebiet ein neues Llebereinkommen mit den Druckereigehllfen getroffen war, haben die Druckereigehilfen der „Saarbrücker Zeitung" die Forderung auf eine Wochenzulage von 170 Mk. erhoben. Da die Forderung nicht bewilligt worden ist, haben die Gehilfen heute mittag 12 Uhr den Streik erklärt. Die übrigen Zeitungsverleger des Saargebiets mit Ausnahme der sozialistischen „Bollsstimme" und Les zweisprachigen „Neuen Saarkurier", haben sich mit dem Verlag der „Saarbrücker Zeitung" solidarisch erklärt, so daß voraussichtlich in den nächsten Lagen keine Zeitungen erscheinen werden. Aus Stabt und Land. Gießen, den 10. April 1922. ” Amtliche Personalnachrichten. Liebertragen wurde am 29. März dem Lehrer Philipp Dieter zu Eich, Kreis Darmstadt, eine Lehrer stelle an der Volksschule zu Ridda, Kreis Büdingen. Liebertragen wurden: am 29. März dem Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Homberg Johannes I m m e l mit Wirkung vom 24. April 1922 ab eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Homberg, Kreis Alsfeld: dem Lehrer Adolf Mayer zu Homberg mit Wirkung vom 24. April 1922 ab eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Kaichen, Kreis Friedberg: am 31. März den Schulamts an Wärtern Jakob Lautenschläge r aus Harper tshausen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Raibach, Kreis Dieburg, Anton Hock aus Darmstadt eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Seligenstadt, Kreis Offenbach a. M., Heinrich Hotz aus Pfungstadt eine Lehrer- stelle an der Volksschule zu Rommelhausen, Kreis Düdingen, Heinnch Scholz aus Friedberg eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Seligenstadt, Kreis Offenbach a. M., Wilhelm Seibert aus Groß-Zimmern eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Ober-Roden, Kreis Dieburg, der Schul- ckmtsanwärterin Marie Meyer aus Hungen eVne Lehrerinstelle an der Volksschule zu Bü- mit anderen, außer Freunden, nicht familiär zusammenleben, denn er vermeide durchaus jede Schmeichelei und Verstellung als die Kennzeichen fleiner Seelen. Er klage nicht, weil dadurch die Seele äußeren Liebeln zu erliegen scheine, vielmehr trage er alles Bittere so, daß er in nichts der Reinheit seiner Ratur noch der Würde des Weisen etwas vergebe. Diese Wesenszüge der Hochherzigkeit sind Dildniszüge Langbehns: daher seine universale, freie und doch pietätvolle Anschauung, seine Fähigkeit, ein jedes Phänomen sogleich einem geistigen Gesamtbild einzuordnen, alle künstlerischen, wissenschaftlichen, politischen Einzelfragen aus das rein Menschliche zurückzubeziehen, seine fast instinktive Ablehnung alles Linnatürlichen und Linechten, sein Haß gegen alles Gemeine. Daher Mischung von Begeisterung und Besonnenheit, von Schweigsamkeit und Mitteilsamkeit, von Weltflucht und Reformeifer in dieser heldenhaften Ratur. Daher vor allem auch sein stetes Streben. Edles auszuströmen, Gutes zu tun, das er in die Worte faßte: „Welch wunderbar beseligende Wirkung das Wohltun mit sich führt, wenn es wirklich aus dem Herzen kommt, ist nur wenig Leuten bekannt; sonst würde es weit mehr geübt werden." Daher sein heiliger Eiser, sich restlos einzusehen für das Heil. 5er Gesamtheit: „Ich denke Tag und Rächt daran, Wie ich den Menschen Helsen kann." Llnablässig läuterte und vertiefte er fein eigen Seelenleben, um es binzugeben im Dienste der Menschheit Hiersür hatte er sich schon frühzeitig das Leitwort gewählt: „Mehr als gekreuzigt kann man nicht werden." Wie er dann immer deutlicher gewahrte, öot’ kein anderer da war, um der Entseelung des dtngen; am "’j. April den üdjulamtsantoariern Friedrich Fnüerbach aus Darmstadt und Joseph Oe st reicher aus Münster Lehrerstellen an der Volksschule zu Hainstadt, Kreis Offenbach. ' Anbr ingung einer Gedenktafel. In der Geschichte der Gießener medizinischen Fakultät nimmt der Begründer der experimentellen Pharmakologie. ^Professor Dr.. Rudolf Duch- heim (gest. 18?W ein bedeutsame Stelle ein. Die Erinnerung an > seine Gießener Lehrtätigkeit soll durch eine an seinem Wohn- und Sterbehaufe (Ludwigst. 12) angebrachte Gedenktafel dauernd lebendig erhalten werden. Die Mittel, für diese Ehrung sind hauptsächlich durch die jüngst begründete Deutsch? pharmakologische Gesellschaft ausgebracht worden. Wir behalten uns vor, ge= gelegentlich der fitr Anfang Mai iy Aussicht genommenen Enthü-Lpng der Erinnerungstafel Die wissenschaftliche "Selbeutung des verdienten Gelehrten eingehender z« würdigen. ** Au skünf 1 e über Kriegerverluste (Kriegergräber, Liste, Vermitztsein, Verwundung, Krantheit usw.) toid>, wie die Gauleitung Hessen- Rassau des Reichst indes der Kriegsbeschädigten mitteilt, vom „Zentrack-Nachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber^ zu Spandau, Schmidt- Knobelsdorfstraße, jp'geben. Bei Anfragen bedarf es genauer Persona.Eingaben, wie: Dor- und Zuname, Geburtsort und Geburtsdatum. Dienstgrad, Truppenteil, '.Ä bteilungszugehörigkeit (Regiment, Bataillon, Kompagnie, und alles, was zweckdienlich erscheint, Jotoie die notwendigen Zeitangaben. i ** Orthopädische Versorgung der Kriegsbeschädigten. Die Gauleitung Hessen-Rassau des R «chsbundes der Kriegsbeschädigten teilt uns folgendes mit: Es ist in den interessierten Kreisen noch wenig bekannt, daß die Versorgung der Kriegsbeschädigten mit Prothesen und anderen orü hvpädischrn Hilfsmitteln durch Errichtung von Em sonderen orthopädischen Dei sorgungsstellen neu gl ^regelt worden ist. Die orthopädischen Versorgung isstellen haben die Aufgabe, Anträge auf orthop ädische Versorgung entgegenzunehmen und sie «entsprechend zu behandeln bis zur Lieferung des Kunstgliedes. Von Zeit zu Zeit wird an andere» Orten ein orthopädischer Sprechtag abgehalt en, dessen Bekanntgabe durch die Tageszeitung erlügt. Außerdem erprobt die orthopädische Dersorgu:Lgsstelle neue Konstruktionen auf dem Gebiete der Orthopädie. In Hessen-Rassau und Hessen gibt es orthopädische Dersorgungsstellen in KasflÄ, Gießen, Offenbach a. M.. Frankfurt a. M. und Mainz. Anträge für die Beschaffung und 21 rparatur von orthopädischen Hilfsmitteln unb $Mrotf)efen find seitens der KriegÄeschädigten an i>h Ijenige orthopädische Dersorgungsstelle zu richten»., die im Bereiche ihres Wohnortes gelegen ist. ** I m Stadttheateir ging gestern Gerhart Hauptmanns träumt Hönes Marchenspiel von der „CB erfundenen lGlocke" einmalig in Szene. Wieder vergaß ma n über dem vielen Schönen, das der Dichter hie? r bietet, des Werkes Schwächen: das deutsche Märchen ging durch den Raum und schlug die Zuhövßr in seinen Bann. — — (Klingt nicht auch in unserer Zeit eine Glocke, die versank, und bie„ wie wir hoffen, dereinst, wieder laut tönen toiil >?)--In der Besetzung waren einige Rollen in andere Hände gelegt worden. Kitty F ran k 1 v af für die Magda richtig Ton und Spiel, Georg ! Dadura sprach in gelungenster Weise den Rick, ümann. Von den von früher her in ihren Rolle?» bekannten Darstellern müssen erneut Karl Iu Hf. nie als Heinrich und Karl Volck als Pfarrer n# it höchstem Lobe genannt werden, vor allem abn : Cläre Türk, deren Rautendelein eine Tlufle-ti etftung war. — Unter Volcks tüchtiger Spiel k lltung traf die Ausführung glücklich die PalmsoN ntagsstimmung. • —r. ** Tabaksteuer. In? I- teresse unserer Leser, die mit Waren, die der TrE^ksteuer unterliegen, Handel treiben, machen j vir m dieser Stelle auf die einschneidende Bestin tmung in §20 des Tabaksteuergesetzes besonders a?x fmerksam, wonach jeder, der mit unbearbeiteten oder bearbeiteten Tabakblättern, Rippen, ©tenej ein und Abfällen von Tabak, mit Tabakhalb- und -ganz- erzeugnissen jeder Art, tabakähnlichen. Waren oder mit Zigarettenpapier Handel treiben oder tabaksteuerpflichtige Erzeugnisse getoerbfi mäßig Herstellen will, dies der Steuerbehörde fc ines Bezirks spätestens 2 Wochen vorher schriftlich • anzumelden hat. Die Anmeldung hat im CBexiri T eines Zollamts bei diesem, im übrigen aber unmittelbar bei dem zuständigen Hauptzollamt ;3U erfolgen. Die Beachtung ist um so mehr erfrir derlich, als Zuwiderhandlungen gegen die betnij senden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hissen Strafen geahndet werden. **ZurErhöhungderBed t enungs- preife in den Friseurgesch 5 ften erhalten wir von der Innung eine Züsch» äst, in der dargelegt wird, daß die Friseure mit! Rücksicht auf die allgemeine Teuerung berechtigt! n Forde- Vaterlandes. dessen innere Rot ihm |o| klar vor Augen stand, Halt zu gebieten, daß in Oer „Zeit ohne Scham uni) Zeit ohne Treue, — a leit ohne (Siam und Zeit ohne Reue" der heimliche! Geisteskaiser fehle, um die Deutschen vor de« : Ma hl- strom einer seelenmörderischen Bildung zu warnen, da ward er aus Pflichtgefühl zu feiner tüftnen Rationalpädagogik getrieben. Dabei ra ir dies feine Richtschnur: Zur geistigen Führers haft berechtigt nur volle Bescheidenheit und li Ineigen» nütjigleit; des Volkserziehers Persönlich eit soll in der Volkspersönlichkeit ausgehen, soll e ur das bringen, was dem Volke fehlt, nur das \ in die Wege leiten, was ihm dient. Ich finge nicht, euch zu gefallen; Ich finge nicht, euch zu gebieten; Ich finge, um euch besser zu betten, Llm euch aus dem grauen Elend zu teil en! In dieser Strophe des Rembrandtdeui schm sieht man deutlich seine praktische Zielstrebi. fteit. Er war durchaus kein Idealist ins Blaue hi? lein, sondern ein bei aller Lebhaftigkeit kühl' ü verlegender Denker, der jedes Wort für die Ordentlichkeit politisch erwog, der ganz methodisch?, rem geistigen Triebkräften irn modernen Leben o ?aß- gebenden Einfluß zu verschaffen suchte unötoj ßte. Er paarte in sich Idealität und Strategie in ei ner Werse, die in der deutschen Geistesgefchichte \ aai ist. Gerade diese Charaktermifchung hat ihn vi«s 'en Mißdeutungen ausgesetzt, weil man bisher i >?e Typ'en „Hölderlin" und „Mollke" als untx r- einbare Gegensätze innerhalb der deutschen (8; -t» Wicklung ansah. Gerade diese innere PolariLi it, welche ihm eine so große geistige Spannweit ve r- lieh, der er sich voll bewußt war, brachte ihn o ft in Widerstreit mit seiner nächsten ilmgebtin, }. Als abgesagter Feind des Militarismus an d rangen ihrer Gehilfenschaft Nachkommen miffiren und nun ihrerseits zur Erhöhung der Bedienungs- Preise gezwungen sind. Die Innung bittet ihre Kunden, dieser Sachlage Rechnung zu tragen und ihr treu zu bleiben, da die neuen Preise angesichts der ftar3 gestiegenen Ausgaben der Frisenre durchaus angemessen sind. —v— Turngau Hessen. Gestern vormittag trat der Gau Hessen (D. T.) zu feiner zweiten diesjährigen Gauvorturner stunde zusammen. (Sauoberturntixirt W. Will- Gießen leitete die reichhaltige Tagung mit einer kurzen Begrüßung ein. Vom Gauvorstand teuren Gauvertreter Arthur Pfeiffer- Wetzlar und Rektor Bach- Grohen-Linden erschienen, vom Turn- ausschuß die Bezirks- und ©onbertumtoarte; von feiten der Gauvereine war die Beschickung nicht so umfassend wie gewöhnlich, eine Folge der hohen llZerkehrskosten. Dainit wächst die Verantwortung der sechs Dezirksturnwarte, die ihre „für jeden Verein erreichbaren Dorturnerstunden Ende April abhalten werden. Der Tag erhielt fein Gepräge von den kommenden Wettkämpfen im (Saugcbict. Die Geräteübungen für das Gaufest in Wetzlar am Reck, Barren und Pferd wurden unter Leitung der Dezirksturnwarte nochmals genau durchgeturnt, ebenso die Freiübungen und das Völls- turnen für die kleineren Ka?npftage. Llm die Spannung zwischen Llnter- und Oberstufe zu mildern, wurde für das Gaufest (1.—3. Juli) noch eine Mittelstufe gebildet, in die seitherige Turner der Oberstufe nicht abwandern, wohl aber die ersten 20 Sieger der vorjährigen ünterft ufe zu- wandern sollen. Llm die breite Masse auf der Höhe ihrer Leistungen zu halten, muf^bei sechs Wetturnern der Verein auch eine Musterriege stellen. Denn der Gau Hessen steht, wie die vorjährigen Wettkärnpse gezeigt haben, un Mittelrheinkreis mit an erster Stelle. In der Oberstufe erhält jeder Sieger im Zwölfkampf einen Kranz, ebenso jeber, der nur im Reunkampf herauskommt, die Mittelstufe ist mit nur 15, die Unterstufe mit nur 10 Kränzen ausgestattet, denn der schlichte Eichenkranz muh dem deutschen Turner eine hohe Auszeichnung bleiben. Das Gaufrauenwetturnen am 28. Mai in Bad-Rauhe im ist in das Programm der Kurverwaltung ausgenommen worden. Die Keulenübungen wurden nach Musik durchgeturnt. Sondervvr'iührungen der einzelnen llZereine sind sehr erwünscht und werde?? mit Wertung und Urkunden ausgestattet. Bei den volkstümlichen Wettkämpfen in Len Bezirke?? werden auch die Schüler (geb. 1908 und spater) ihre Kräfte messen können, aber schwächere Jungen sollen wegen der Gefahren der UeberanstrLngung sich noch nicht zum Kampfplatz drängen. Die Gau- turnfafctf, die erste wieder nach langen Jahren, wird unsere Turner am 3 September noch einmal zusammenführen und zwar in dem gastlichen Riederwöllstadt, dessen Turnerschaft alles tun will, um den Gauveranstallungen dieses Jahres einen würdigen und freundlichen Llbschluh zu geben Möge die Arbeit des Tages, die mit ihren mannigfachen Hebungen und eingehenden Besprechungen erfi gegen 6 Uhr erledigt war, ihr Teil zur körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend beitragen. * * Richt identisch. Herr Herrn Grass bittet uns. mitzuteilen, Laß er mit dem in nuferem letzten Schöffengerichtsbericht genannten Fensterputzer nicht identisch ist. Boruotizen. — Tageskai ender für Montag. Stadttheater, 8 Uhr: Vortrag über „Die Meistersinger von Rürnberg". — Astoria-Lichtspicle, ab heute: „Die Lodesleiter". „So'n Teuf eichen" und „Muttersegen im Tierreich". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, ab heute: „Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars" und „Dedaure, besetzt!". — Aus dem Stadttheaterbureau. Georg Engel, der Dichter des Dramas „Ueber den Wasser??" ist ein populärer Autor, der faum einer besonderen Einführung bedarf. Man darf der morgen und übermorgen st all findenden Aufführung des Dramas ?nit größtem Interesse entgegensehen. Hauptdarsteller sind die Da?ne?i Rubner, Marcks und die Herren V o l ck, Juhnke und Dechst ein. Regie: Adolf Te- leky. Wettervoraussage für Dienstag: Zunehmende Bewölkung, noch meist trocken, etwas ?nilder, über Süden nach Westen drehende Winde. Von der biskayschen Küste drängt eine starke Depression östlich vor. Unter ihrem Einfluß werden wir mit wolkigem Wetter, später mit Niederschlägen in Schauern rechnen müssen. Landkreis Gietzen. s. Treis a. d. Lumda, 10. April. Welche fabelhafte Höhe die Preise allmählich erllim?nen, zeigt folgende Tatsache: Einem hiesigen Händler bot jemand für eine Kuh 30 0 0 0 Mark und — bekam sie nicht. Da wundert es uns nicht mehr, wenn das Pfund Butter 60 Mk. und mehr kostet. Egoismus, wie er un breiten Bürgertum wuchert, darbend und leidend für die Heranbildung einer edle?? Minderheit, ohne Rang und ohne Parte?, gelang es ihm um so seltener, für sich und feine Taseinsbedingungen Verständnis zu finb.-n, als er mit fest formulierten Forderungen materieller wie moralischer Art für das, was ihm die Sache der Wahrheit tour, aufzutreten pflegte. Und die heftige Anfpannung seines harten Willens brachte in ihm einen Eifer hervor, der mit der gleicher, Macht, mit der er all seine Kraft auf hohe Ziele sichtete, alles Entgegenstehende zurücktrieb Das äußerle sich früheren Freunden gegenüber z?- weilen in sehr herber Art durch Abbruch von allen Beziehungen, wenn diese seinen Erwartungen für seine Pläne oder seine Person, die er gleichgcachlet wissen wollte, nicht entsprachen. Sem Handeln, obwohl ununterbrochen auf das Allgemeinwohl gerichtet, ward doch nicht immer durch abgeklärte Einsicht, sondern mitunter allzu febr durch leidenschaftliche Empfindung beftimmt. Du er sich stets mit seiner ganzen Natur in die Bresche warf, schoß alsdann sein Eifer über das Ziel hinaus, setzte sich allzu verwegen über Personen und Einrichtungen hinweg. Auch Langbehn hat die Klippe nicht immer gemieden, die allen Hochstrebenden droht, daß sie nämlich eine gewiss? Gewalttätigkeit üben gegenüber Weggenossen, welche ihrem hohen Flug nicht folgen wollen oder können. Au-ch bei ihm gab sich bisweilen neben dem „Prinz Tugendsam", der er in der Tat war, der „Prinz Uvbermut" tu?tb, der in vorwärtsdrängendem Kraftgefühl den Bogen übrrspannte — altnordischer Zornes mut, der allzu viel auf sich selber setzte und allzu schroff aburteilte. Aber im allgemeinen wurde seine Lebensführung durch Hugo Besonnenheit bestimmt. ittn > chrr u.ib chtS art X>r- Mer 'de ßen ^en au- tef. m- otin w 'M lMz Atn lpril gilt fitd. »ich. vllL. die mil- noch rver die W- der «HS M an® hu- , die tarn Zur- Kauheim oub 1ÄCT st der «den Sei »irlcn miet) ingen MNg Dau ihren, imnol i M° ein, einen jfkn innig- ingen I Ju' > bei- »rafi ,n un- mnlen tag. ei'ter- le, ab i“ und ilhaus. irzbuch -seht!", reau. .lieber c laum n da rl i M se cnp rtainen lolck. Te- trwttf. ^hendc e starke itzver' Aiedcr- Del-He linunm. Händler rf unb t mehr. : lostet- Plicht- ifl^r Parier. t leine n, als ÄS Inö die brach'r ileich:" 2 Zirlc b. ras bei r" ach von tpartun* die cr en.£ L'L' ;nil- ,c. V®; as v,cl Eft ehnV?' -fr* a;0||L drf «g6»'4 8. VpriT. Datum. jlpnL 5622.05 lü.4. Schweizer Franken 100 3L — 194.bö . 100 Mk. bald im Schlvßpark zu Tegel versuchten Gieren besuchen »vollen und ein (Zunge, der mit Zeit in große Aufregung verseht Lurch das unfeinen Eltern nach Rödgen verzieh-t. 3n die I beimliche und gefährliche Treiben einer unbefann» Schule tominen 2 Zungen und ein Mädchen, I ten Macht. Blaue Flammen zuckten und sprühten SLMSW REIFEN QUALITÄT-KEINE REKLAME! Beim kühlen Wetter QTlbdebausQafomort. , Besichtigen Sie das Spezial-Fenster. und Regler 554A Hebezeuge. Eisengießerei. Zahnräder. 3o/oss 100 Är. 100 Är. aus den ÄT. Str. Fr. Da kein Laden billigste Preise. 100 100 100 1 100 100 100 100 Frieda Jtahn Seltersweg 5 7 hi. 2. Fr. Är. Auswahl einige 100 Stück 632315 8050,05 595,75 1626,05 1357,10 307,S 4 2808,55 5932,30 4?6öl93 3,-9 598,75 353' 109,15 20-i.jO 146,69 4181, Brüssel-Antw. . E Kristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingsors . . . Italien..... London ..... Reuyork..... Paris...... Schweiz. , . . . Spanien..... Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest .... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan ..... Rio de Janeiro 2603,25 5556,35 3463,10 7985,- 576,75 1607,05 1346,70 306,b9 2803,50 5964,95 4740, 5 4,04 584,75 36,45 107,77 207,80 145,60 4168,50 «°*c 1.705 0.06 9.925 47.02 22.63 27.23 43.55 U-od 514.60 1.57 0,13 Berliner TedisemaarL" Geld Dries Geld Mf Kassenraum des staatlichen Steinkohlen- Werkes in Zauckerode und raubten 49000 Mark In Tausendmarkscheinen. Die Räuber versuchten in einem Automobil zu entkommen, was jedoch mißlang. Da der Kraftwagen nicht angekurbelt werden konnte, entflohen die Räuber zu Fuß und hielten die Verfolger durch Revolverschüsse vom Leibe. Zwei Räuber entkamen, während sich der brüte erschoß, als er von den Verfolgern gestellt wurde. Die Beute führten die beiden Entkommenen mit. Don den Verfolgern wurde niemand verletzte. Grabstörer. Berlin, 8. April. (Privattelegramm.) In die Grabstätte der Gebrüder Alexander und Wilhelm von Hum- aus den Wänden und Möbeln; seltsame Feuer sprangen plötzlich aus aus Matratzen und Teppichen. Ein Gutshaus in der Rähe von Anti- gonish in Rowa Scotia wurde von den geängstigten Bewohnern verlassen, weil sie diese aufregenden Flammen- und Funkenspiele nicht mehr ertragen tonnten. Eine kranke Dame zu Alva in Oklahoma wurde dadurch dem Tode nahegebracht, daß in Zwischenräumen solche blauen Flammen aus ihrer Matratze und aus den Bildern an den Wänden hervorzuckten; sie kamen sogar aus den Kleidern der Kranken. Ratürlich gaben diese seltsamen Erscheinungen Anlaß zu den abenteuerlichsten und abergläubischsten Borftellungen und wurden in den Blättern sehr viel besprochen. Ein hervorragender Gelehrter aus Boston Edward O'Brien vertritt die Anschauung, daß es sich hier um elektrische Entladungen handelt, die durch die drahtlose Telegraphie hervorgerufen werden. Er führt aus, daß das Gutshaus von Antigonish in einer direkten Linie zwischen zwei der stärksten drahtlosen Stationen liegt, und meint, dah die Erscheinungen blitzartige Entladungen seien, die von den elektrischen Strömen in der Luft ausgehen. Bei Witterungsverhältnissen, die diese Erscheinungen unterstützten, sei es gar nicht unmöglich, dah auch einmal ein solcher .Drahtloser Blitzschlag" ein Haus anftecke und niederbrenne. — Man wird näheres über diese echt „amerikanisch" klingenden Meldungen abwarten müssen. Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris........ London....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Warschau..... * Dlitzeinschläge durch drahtlose Telegraphie. Verschiedene Teile der Der- einigten Staaten und Kanadas wurden in letzter Frankfurt a. M., den 8. Avril 1922. Ter AussichtSrat der Mitteldeutschen Creditbank. Richard v- Pasiavant-Gontard. Dr. Ctto v. Steinmeister. Vermischtes. Räuber in einem Bergwerk. Derlin, 8. April. Wie die Blätter Dresden melden, drangen Räuber in 2596,75 5553,05 6446,90 7965 - 573,25 1602,95 1343,30 306,11 2796,50 5950,05 4739,65 4,- 583,25 35,35 107,47 207,20 145,20 4156,50 dachte der Ortsgeistliche besonders der letzt zur Schulentlassung kommende«: Konfirmanden. Der Derlauf der Deransttltung bewies, dah solche Elternabende auch auf dem Lande eine Zu- kunfl haben.-- ' Der Papst gegen b i e neuen Rio-, den. Der neue Papst hat befohlen, dah 3n- ftrulüDncn über die „gegenwärtige Unanständigkeit der Moden" vorbereitet und an alle Bischöfe versandt werden. Dieser Bericht aus dem Vatikan zeigt, dah auch der jüngste Rachfolger Petri den Kampf gegen die Srtravaganz der Toiletten aufnimmt, den seine Vorgänger geführt haben. Diejenige Verurteilung der Moden, die bisher das gröhte Aufsehen erregte, war die. die Pius X. vor dem Kriege gegen die neuen Tänze und besonders gegen den Tango erlich. Pius XI. wendet seine Aufmerksamkeit weniger den Tänzen als den Kleidern zu, und er begann seinen Kriegszug während eines Empsanges, der im Vatikan für die römische Aristokratie stattsand. Er wendete sich an die versammelten Damen und bat sie. mit allen Kräften gegen die jetzt herrschende Mode aufzutreten, die er für ..skandalös und unziemlich" erklärte. Es ist bekannt, dah der Pavst gerade in diesem Punkte sehr streng denkt; andererseits bat er die höchste Meinung vom Werte der Frau und hat sich stets zu dem Glauben bekannt, dah in dem Ringen der Menschheit um eine höhere moralische Vervollkommnung die Frau ein mächtiger Faktor sei Gerade deshalb hält er unwürdige Kleidung für eine Schmach, die die Frauen selbst nicht dulden dürften Als Erzbischof von Mailand sagte er einst; „Frauen sind eine mächtige Kraft für das Gute [ Die wenigen schamlosen Frauen, die sich' durch । ihr Auftreten der Allgemeinheit besonders sichtbar darstellen, geben Zynikern Gelegenheit zu billigen Witzen und verleiten dazu. Schmutz auf die Frauen im allgemeinen zu werfen. Aber eine Welt ohne den veredelnden Cinfluh der Frau ist ein Gedanke, so furchtbar, dah man ihn gar nicht denken mag. Die 'Frauen sollten nicht dulden, dah einige Wenige unter ihnen sie alle In einen schlechten Auf bringen, und die Kirche muh alles tun. was in ihrer Macht sieht, um zu verhindern, dah die wenigen Schlechten die vielen Guten anfteefen.“ ' D i e dreihig Silberdollars des Judas Die Amerikaner, die ja bekanntlich an der diesjährigen Aufführung, der Oberammergauer Passionsfpiele das regste Interesse neh men, zerbrechen sich ihre Köpfe darüber, woher denn Judas icine 30 Silberlinge kriegen wird. M cs nadh ihrer Ansicht in Deutschland schwer halten würde, bei der Herrschaft des Papier gelber noch .'0 wilder münzen ar izu treiben. Wie die .Chicago Tribüne" berichtet, haben daher amcrik.inische Freunde dem Darsteller' des Chri stus. Anton Lang, angcboUn. sie würden für' d'esc Szene 30 Silberdollaizur Per sügung stellen. Sie wünschen also, dah Judas in Dollars bezahlt wird, wahrscheinlich weil sie ihm seinen Lohn in .starker Valuta" gönnen. Die Oberammergauer haben aber dieses großartige Angebot abgelebnt, unb es ist interessant, wie Anton Lang diesen Verzicht auf die Dollars begründet. >Wir halten es nicht für richtig, dieses Geld zu nehmen", sagte er einem Berichterstatter des Blattes. „Sie wissen, wie man in Europa heutzutage gegenüber dem Dollar empfinbet Gibt es doch Leute, die sagen, man könne bei bem gegenwärtigen Stande des Dollars für dieses Geld alles kaufen, selbst Seelen. Wenn wir 30 Silberdollars benutzen würden, wie wir früher 65ü6,85 8u29,95 554,25 1621,93 1334,30 306,83 28)’,*5 5967,50 4734,05 3,95 597,25 35,70 108,65 2)7,70 115,80 416», - Kosten-Anschläge bereitwilligst. BrleMHansen&Co.,Gotha Handel. Berlin, 8. April. Börsen st immun gsbild. Am heutigen börsenfreien Tage zogen die Devisenpreise bei mäßigen Umsätzen und ohne direkt erkennbare Arsache wieder etwas an. Im Verkehr von Bureau zu Bureau, der sehr geringfügig war, wurden ungefähr die gestrigen Schlußkurse genannt, nur für oberschlesische Montan- und einige Kaliwerte wurden höhere Kurse bekannt. Frankfurt a M., 10. April. Marknotierungea. - Für 200 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . . (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Energische Mahnungen Lloyd (tzeorgcs an Poincare. London, 8. April. (WTB) Dem Bericht erftatter der »Time s" zufolge hatLIoydGe o rge dem französischen Premierminister bei tx gestrigen Begegnung in Paris, wie angenommen wird, in sehr deutschen Worten erflärt, die D e mokr'atie Englands erhoffe von der Genueser Konferenz Groves und werd, keiner Ration vergeben, deren Haltung den Erfolg der Genueser- Konferenz gefährde. Dem Berich' crOatlcr des „Daily Chr onic le" zufolge fatv LloydGeorgePoincarö außerdem erklärt jeder- Versuch Frankreichs. In Genua eine ander Politik einzuschlagen, müsse eine verhäng nisvolle Wirkung haben und Frankreich auch in England politisch schädigen Lloyd George ersuchte P o i n c a r e, sich die Folgen jeder negativen oder passiven Politik, die er möglicher nxife beabsichtige, wohl zu überlegen. Dem Berichterstatter zufolge hörte PoincarS Lloyt George ohne Unterbrechung dis zu Ende an, erklärte jedoch, nachdem Lloyd George seine Ausführungen beendet hatte, ausdrücklich England könne auf die Unterstützung Frankreich? rechnen, solange inan von den Bringungen vor Boulogne nicht entfernt sei. Dor dem Zusammentritt der Konferenz. Rom, 8. April. (WTB) Ministerpräfiden, Facta ist gestern an der Spitze der italienische Abordnung für die Genueser Konferenz abge r e i st. Am Sonntag findet in Genua eine D v । Versammlung zwilchen Vertretern der ei<* lodenden Mächte statt, die sich nach Havas ajr- schließlich mit den Fragen der Organisation Konferenz befassen wird. Es fei wahrschnnltch datz auch Belgien teilnehme. Die Lage in Irland. London. 8. April. (WTB.) Zur Lage in Irland meldet die ,D a i l y M a i f“, datz öaf Dubliner Schlotz. das der Regierung des krischen Freistaates gehört, von bewaffneten britischen Truppen geschützt werden müsse. London, 8. April. (WTB.) Einer Reiter- Meldung aus Dublin zufolge haben wähi-endder Rächt 300 Männer das Zollgebäude v v Dublin Überfallen und durch die Zer ftcrung von Belfaster Firmen gehörigen Lager» mit Wein und Whisky einen Schaden von mehreren Tausend Pfund Sterling angerid>tct Sin Einbrecher, ein 19jähriger Arbeiter, wurde ergriffen. Mord in der Eisenbahn. Magdeburg, 8. April. (Wolff.! Gestern abend 8 Ahr wurde auf den Zug Rr. 6 der Kleinbahn Halle-chett st edt zwischen Köllme und Teutschenthal ein Heber fall verübt. Die in Abteilungen der zweiten Klasse getrennt sitzenden Reisenden, Frau Dr. Retter aus Schwittersborf, der Bahnhofsvorsteher Schulz und ein junger Mann namens Koener, beide aus Gerbstedt, wurden von den Räubern erschossen. Die Mutter des Koener konnte flüchten. Lieber die Täter ist nichts bekannt. Man vermutet, daß Ausländer in Frage kommen. Kommunal- und Schutzpolizei wurde noch in der Rächt aufgeboten, um die Verfolgung der Verbrecher aufzunehmen. Halle, 9 Avril. (WTB.) Auf die Ergreifung der beiden Eisenbahnraudmörder sind bisher 1 10 000 Mark Belo hnung ausgesetzt worden, davon 100 000 Mark von privater Seite. Ein Droßsener in Magdeburg. Magdeburg, 8. April. (WTB.) Das hiesige Finanzamt auf dem Traensberg wurde heute nacht durch ein Grohfeuer heimgesucht. Zahlreiche Steueraklen wurden vernichtet. Stets Eingang _ von /leufteiten in Damen-und Kinder- Hüten Amstd.-Rotterd. 11535,5511564,45 11635,40 11664,60 ------ ------ ------ 2g 4^ 2510 80 5607,95 30 deutsche Silbermünzen verwendeten, so würde das zu endlosem Gerede Anlatz geben Die deutschen Münzen, die wir das letztemal 1910 als Lohn des JudaS benutzten, sind längst ausgegeben. um Brot zu kaufen. Ich fürchte, wir werden in Staniolpapier eingewickelte Holzstücke verwenden müssen, denn unter den Dorfbewohnern dürften keine Silbermünzen aufzutreiben fein.“ eine gute wollene Strick-Jacke oder eine hübsche wollene Schlupf-Bluse 19p.- 1.655 0.Ü6 9.96 47.25 22.70 27.5t 43.70 0.60 513.84 1.67 0,13 so datz unsere Klasse nach Ostern 46 Schüler zählen wird. 2$. Friedberg, 10. April. Zur heute und morgen stattfindenöen Vertreter- und Hauptversammlung des Hessischen Landeslehrervereins sind bereits gestern »ahlleiche Lehrer aus allen Teilen des Landes eingetroffen. Zum Zeichen, daß die Schulfragen nicht nur Berufs- und Standesfragen sind, leitete der hessische Lehrerverein gestern seine Tagungen erff malig mit einer grotzen öffentlichen Versammlung ein, die auch aus Kreisen der hiesigen Bürgerschaft gut besucht war. Abgeordneter Rektor Reiben (Darmstadt) sprach äußerst anschaulich über dos neue hessische Dollsschulgesetz. das am 1. April in Kraft getreten ist. Dn? Redner erntete lebhaften Beifall, bewnders als er allen Be° (trdbungen den Kampf ansagte, die den Bestand der duäh Has Dollsschulgesetz von 1874 für Hessen gesicherten Simultanschule gefährden. Mit der Lehrertagung ist eine gut beschickte Lehrmit - telausst ellung hn Lehrerseminar verbunden, auf der auch Gießener Firmen vertreten sind. D. Burkhards, 9. April. Die hiesige Schule bot unter Leitung tzes ersten Lehrers Ludwig den Eltern und den zahlreich erschienenen ©emcinbegliebem einen genußreichen Abend, wobei Lieder und Gedichtsvorträge mit- cinander abwechselten. In einer Ansprache ge- Wasserkraft jeder Art und Größe wird voll ausgenutzt durch Hansenwerk-Turbinen Krei» »Friedberg. A Hochweisel, 9. April M i t einem Flvbertg ewehr spielte cin 13jähriger Junge, ohne zu wissen, datz es geladen uxir. Gr legte auf ein Ijähriges Mädchen an Der Schutz krachte, und die Kugel drang dem Kinde in den Backenknochen, wenige Millimeter unter dem Auge △ Rieder-Weisel, 9. April. Alt - Bürgermeister Ehr. Äraudgrill III. wurde heute unter allgemeiner Beteiligung beerdigt. Der Kriegerverein hat wieder einem von den wenigen Altveteranen einen Kranz auf daS Grab legen müssen, denn Altbürgermeister Krausgrill hatte den Feldzug 1870 71 mitgemacht. Hm seine Heimatgemeinde hat sich der Verstorbene sehr verdient gemacht. Gr war lange Jahre Kreistagsmitglied und ebenso Mitglied der Köckommisfion für Oberhessen. Die Landwirtschaft hatte in ihm einen warmen Förderer. Startenvurg und Nsteinhessen. * Ma i nz, 8. April. Zucker'im Rhein. Mehrere Diebe ertttoenbeten auf einem in Mainz vor Anker liegenden Schiffe 40 Zentner Zucker i.nd brachten ihn auf einem Rachen rheinauf- rmrts. Dabei stießen sie an der Bleiau auf die vkippen, wodurch der Rachen mit dem Vorderteil 'ank. Der Zucker wurde zum großen Teile im Baffer aufgelöst, ein geringer Teil wurde von den Dieben gerettet unh an verschiedene Einwohner nach Ginsheim gebracht. Die Mainzer Kriminalpolizei hat bei einer Haussuchung den gestohlenen Zucker, der noch beigebracht werden konnte, und eine Anzahl leerer Säcke beschlagnahmt. • Dingen. 8. April. Kürzlich wurde in Ober-HilbershLim auf dem Turnplatz vergraben eine Frau enleiche aufgefunden, die bereits längere Zeit in der Erde gelegen hatte. In einem Vororte KölnS wurde jetzt ein gewißer Jakob Antweiler verhaftet, der aus Ober-Hilbrrs- heim stammt und sich durch Kriegstrauung mit einer auswärtigen Frauensperson verheiratet, sich ober nachher mit ihr nicht vertragen hatte. Man nimmt an, daß er sich seiner Frau gewaltsam entledigt hat. • Worms, 8. April. Der Odenwald- kl ab feierte unter Leitung des Oberbürgermeisters Köhler sein Dekonerungsfest. Der Klub, im besetzten Gebiet immer mehr ein Hort treuen Deöenntnisses zur deutschen Heimat, konnte wieder eine stattliche Zahl von War'derern mit dem Goldenen ,'eichen ehren. Das Luilspiel .Ersah oder Schiebung" von Eugen Köser wurde vortrefflich gespielt und erntete reichen Beifall. Hessen-Nassau. Hochwasser. fpd Kirchhain, 9 April. Die starken Regengüsse der letzten Tage haben die im Gebige lagernden Schneemassen rasch zam Schmelzen gebracht. Infolgedessen führen die Flüfte Hochwasser, deren Fluten vielfach über die Ufer getreten sind und die tiefer gelegenen Wiesen überschwemmt haben. ---------- Kiribe unb Schule. s T rohe, 10. April. Im innen und außen geschmückten Schulhmrse fand heute eine schlichte Abschiedsfeier für die entlaßenen Schüler statt. Vier Knaben und 2 Mädchen kommen dieses Jahr auS der Schule, dazu kommen noch 2 Kinder, die nach Ostern die höhere Schale m Mitteldeutsche Creditbank. Ein!adnns zur 67. ordentlichen Generalversammlung. Die Aktionäre unserer Bank werden hierdurch zu der am DienStag, dem 2. Mai 1922, vormittags 11 Ubr in unserem Baukgebäude Neue Mainzer Ltratze 32 dahier stattfindenden siebennndsechzigsten ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Gegenstände der Verhandlung find: L Vorlage deS Bericht- dcS Vorstands für daS Jahr 1921 mit den Bemerkungen deS AusiichtS- ratS; Beschlnhfasstmg über die Genehmigung der Bilanz und Gewinn- und Berlustrechnultg per 31. Dezember 1921 sowie über die Verwendung des Reingewinns. 2. Entlastung des Vorstands. 3. Entlastung des AufsichtSratS. 4. AufsichtsratSwablen. 5. Ltatntenänderungen. Streichung des §8 Abs. 1 iBestintmung der Modalitäten der Kavitalerhöhung durch die Generalversammlung und entsprechende Slenderung des § 8 Abi. 2 (Streichung der Festtetzung deS MindestkurseA»: Streichung deS § 13 Abs. 4 lZustimmung zur Prokurenerteilungl. Aendernng des § 16 (Abschlui'r von Dtenstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern. Zustimmung zur Pro- fiirencrteiluna durch PersonalauSschuw: des § 20 <9icuwabl des Vorsitzenden des Aufstchtsrats tm Laus beS Geschäftsjahres); des S 21 lErsetzung der Zahl „drei" durch „sechs"l; des § 24 21 bi. 2 Ziffer n infolge der Aenderung deS § 16; Einschaltung etneS 825a tPerfonalauSschutrl; Aenderung deS 8 29 «Ersetzung des Wortes „Tire ft km" durch „Gesellschaft"»; deS § 31 Abs. 1 lVorsitz in der Generalversammlung». Die Slktionäre. welche an der Beschlnstsasittng in der Generalversammlung teilnebmen wollen, haben ihre Aktien spätestens am 27. Avril 1922 bei einer der nachstehend verzeichneten Stellen zu hinterleaen: in Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutichrn Creditbank, in Berlin bei der Mitteldeutschen Kreditbank oder bei der Bank des Brrliuer Kanen-Vereius, in Augsburg, Baden Baden, Estca, ^iirth, Giesten, Göttingen, Hamburg, Hanau, Hannover, Hildesheim, ftarlsrnbe, 5töln, Königsberg i. Pr., Leipzig, Magdeburg, Mainz, Marburg, 2.>remmingen, München, Nürnberg und Wiesbaden, bei den Filialen der Mitteldeutschen (Kreditbank, sowie bet den an anderen Platzen benndlichen Wechselstuben und Niederlanungeu der Mitteldeuticheu lr reditbank, auberbeni in ftoblenz und Köln bei der Firma Leopold Leligmann, in Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. »trupp Aktiengesellschaft, in München bet der Firma H. Aushäuier, in Stuttgart bei der ütrma Toertenbach & (*ic. to. m. b. H., in Tübingen, Hechingen und Sig" mariugeu bei der Bankeommandite Sigmund Weil. An Stelle der Aktien kann auch der Hinter- legungoscheiu der Iieichsbank oder mich derjenige eines Notars Unterlegt werden. Der Hinterleaungs- schein eines Notars ist jvateitens am dritten Tage vor dem Tage der Generalversamiulung bei der Gesellschaft zu hinterlegen. Bet diesen Stellen sind auch die Eintrittskarten tm Empfang zu nehmen. Züricher Devisenmarkt. S. t. D o l 0 tm üG)iDßpan zu oei iucnren , gestern.abend sechs Mäuner einzubringen. Sie hatten schon ein Gitter zertrümmert, als sie pon Spaziergängern verscheucht wurden. vickwur; gelbe ttohlrabi haserftroh aus Lager. M7., Weise & petti Ärabeiftr. 7. Lei. 1313 SraBSSS 1.7.14. 7.4. 8. 4. Fr. 125.40 1,68 1,68 Fl. 5920 0,86 0,86 Är. 88.80 158 1,55 Är. 117.80 17,32 «M — Är. 88.80 1,30 1,28 Är. 117.80 — _ * _ — Sh. 97.80 1,33 3.57 Fr. 125.40 3,57 1 2330 “,32 —,32 I Die trauernd Hinterbliebenen: 03752 Watzenborn, Leihgestern, Annerod, den 8. April 1922. 03758 BH Stone Telephon 1609. Haltestelle der roten Li ie. 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April, nachmittags 3x/2 Uhr, statt. die vssKhmis Qualttütszigarette Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauenden Hinterbliebenen: Karl Balser. Herzlichen Dank allen, die unsezLr^lteben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, sowie dem Herrn Pfarrer aus Lardenbach für die trostreichen Worte am Grabe. [03703 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Stephan und Frau. Weickartshain, den 7. April 1922. egenstüude. Ketten, ^inge, Bestecke, soivte ® Kaufs getragene Herren- und Damenklcider, Schube und Wasche und za >lc Klavier oder Flügel gebraucht, zu kaufen gesucht. Schr. An geb. mit äußerstem Preis unt. 3526 an den Gieg. Anz K. Biedenkopf, Griinbcrg, Schulnr. 9. ÖIÜifiAP f. Oberrealschule -üdUIll v. Sexta,Quinta und Quarta zu verkauf. 3589 Steinstrane 73 v. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern abend 91 /, Uhr nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebtesTöchterchen, Schwesterchen, Enkelchen, Patin und Nichte Lieselotte im zarten Alter von 2 Jahren 7 Monaten sanft entschlafen ist. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Müller III. und alle Angehörigen. Heuchelheim, Gießen, Rio de Janeiro, Zell und Münchholzhausen, den 8. April 1922. t- Die Beerdigung findet Dienstag, 11. April, nachm. 21/. Uhr, vom Sterbehause Bachstraße 31 aus statt. " 3585 Eiöige M- MkMm 500 Bolt, Iabr. A. E. G., neu, sofort ab Lager lieferbar. Anfragen sind zu richten unter 3573 D. an die Expedition der Dill-Bettung in Dillenburg. 83XSKS Stadttheater Leltano: EL Steiajoalter, Dienstag, 11. Avril: 24. Tienötag-Abon-Borst. lisöet öeii Boiietii. Drama von ßleoiq (£ncel. Anfang 7, Ende 9'/, Uhr ZMchj für alsbald oder 1. 7. er. auf das Bureau einer i(yro&banblunngesncht. Es wollen sich nur sicher und flott arbeitende Bewerber mit Angabe über seitherige Tätigkeit und Gehaltsansvrüchemelden. Schristl. Angebote unter 7t571 nu den (Ales;. Anz. 4 Heute bla elnechl. Mittwoch: Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars 0 Vier sehr interessante Einakter nach W/ dem Leben. zz Hauptrollen: Eduard vou Wlnterstein, Wilb. Dinoelmanu, Fritts Kortner, Lilly ftA Flohr, Sasoha Gura, Otto Gebühr. W Ferner: U Bedaure besetzt! Tolles Lustspiel aus der Zeit der j^X Wohnungsnot. ÄA Um den Wünschen unserer werten Ht Besucher entgegen zu kommen, haben Kg wir d.is eroße, vom indischen Grabmal her bekannte Orchester wieder für 7/ dauernd engagiert. Gegenwart in G Akten. — Ferner: So’nTeuf ©geben Köstliches Lustspiel in 3 Akten und Merwo im Tierräh Interessante Naturaufnahme. Ab Donnerstag: (Braß Bullet). 35S4c Suche zu baldigem Eintritt, spätestens 1. Mai, erfahrenes, älteres M ädchen für Küche u. Hausarbeit und kräftiges, nicht zu junges Hausmädchen. Hilfe beim Putzen und Waschen vorhanden. Frau Dr. Wetzl, 3570 Liebigstrasze 32. Nach langem schweren Leiden entschlief heute nachmittag 3 Uhr mein lieber Mann, unser treuer Vater, | Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Herr Johann Georg Burk III. im Alter von 60 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: g Christine Burk geb. Philipp r Georg Burk und Familie Heinrich Jung V. und Familie | Heinrich Hammel und Frau E Marie Burk. k für Herren- und Daman-BnSie’duag Qualitätsware »u Reichhaltige Auswahl Bauer, Tsicltafcg, föoltkestr. 22 Alke KmMe ölte MVel ulke kWsklsMe MeZ MellM, olkes SIuii kauft zu höchsten Preisen tathaiifag Hirz Sclttröwea 22. BRENNAßOil Vrennabor- Alappwagen mit und ohns Derdeck, in Ausführung,Material, Forini'chönheik und Halt- barkeit unerreicht, neu eingetroffen. MM kiibinger Selterswcg 79. (ss£uc 8hrl. Mb. MSditzeil für tagsüber gesucht. a3747 Stevbanstratze 34 I. Abentlichts Mädibtü evtl. Aushilfe für tagS- als Vorarbeiter gesucht, der später evtl. Wieisterpcsten übernehmen kann. WdMÜlMzMttHbL Friedberg (Messern). 3558 Zum sofortigen Eintritt ein ehrl. flettz. Mädchen vom Lande gesucht, das imstande ist, den HauSH. sclbiiänd. zu führen und kochen li.nähen kann. Näh. Gietzen, Neustadt 22.^« Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, E Urgroßvater, Schwager und Onkel Herrn Heinrich Dippel I. Kirchenrechner i. R., Ortsgerichtsmann I nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem f Leiden Samstag mittag 1 Uhr im Alter von 83 Jahren 6 zu sich in die Ewigkeit abzurufen. LiehtspieSliaass Bahnhofstraße 34- w,c ftMU. Sofort gesucht ordentl., zuverlässiger Fachmann W»M) mit der Herstellung von genauestem, komplettem Aluminiumpräzisions- gutz vertraut. Demselben wird Ge- legenheit geboten, bei befriedigenden Leistungen Meister zu werden. Bewerbungen mit Lebenslauf und Lohnansprüchen sind zu richten unter F. T. 3204 an Ala-Haasenftein & Vogler, Frankfurt a. 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Ein Gutachten des Reichsverbandes der Deutschen Industrie. Bel den Besprechungen, die dec Reichs- verband dec Deutschen Industrie im Herbst D. I mit dem Reichskanzler über die Finanznot Des 2Leiches halte, nur von ihm die Forderung erho- loorDen. die deutsche Wirtschaft von unproduktiven Ausgaben zu entlasten. Die Industrie hatte in diesem (u'omrnenhang ganz besonders auf die Tiottocnbiglcit einer öanierung der Eisenbahnen hingewicsen. Die Beseitigung ihres Defizits und die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit tixir alS Vorbedingung für jede Gesundungsmögllchkeit der oeutschen Bol.wi tschaft b z ichnet wo.den. Der Reichsverbond dcr Deutschen Industrie hat die letzten Monate benutzt, um von einem Aussch itz bernott.*g?nDei Eiscnbahnsachnänner und Wirtschaftssachverständiger ein Gutachten über die Lage der Reichsbahnen und die Möglichkeit ihrer Sanierung ausarbeiten zu lassen. 5k*8 Guachten liegt nunmehr Dor; es ist unterzeichnet von dem früheren Hnterstaatsselretär im Preu i ch?n Mi rtsterium der öisentlichrn Arbeiten, F ranke, dem bisherrnen Borst'e rden des Direktoriums der Siemens Schuckert-Werke, Henrich, dein früt-eren Mitgliere der Estenbatzn» Direktion Berlin und ehemaligem Vorsitzenden der Direktion der Hinle-Hosmann-Werke, Geheimen B-u at Martin, dem früheren Vortragenden Rat im Preußischen Mmisterium drr öffentlichen Arbeiten, letzrgen Syndikus der Han- delskommer Essen Geheim at Dr. Qua atz, M. d. R und dem Eisentx»')ndirektwnspräsidentm a. D. früheren Generaldirektor der Pyönix°A °G. v. Schae w o n. Das Gutachten gibt in einem mit re chhaltrgcm statistischen Materral versehenen Leit zunächst einen Hcberblict über die je-jige Lage der Reichsbahnen. Die schlechte finanzielle Entwickle.g, das ©Ilten des Lei »u g'g adeZ, die gewaltlze öu- ,rahme des Personalbestandes bei gleich.ettg erheblich zurüägcgangenen Betriebsleistungen ftn- ben in iym eine eingehende Behandlung. Als Ursachen für die heutige Valutawrrtschrft der deutschen R Ichshöhnen bez i ) en dre Sachverständigen die mangelhafte Ausnutzung des me- chanischen und personellen Apparates, die daraus resultierende -Behinderung des Verkehrs, die tn den Wagengesteliu gszijfern ihren überzeugenden Ausdruck findet, und die falsche Finanzpolitik, die die Ausgabenseite ohne Deckung vielfach mit rückwirkend.r Kraft belastete, während d e Einnahmen erst durch zögernde und dann durch 11 sprunghafte Tariferhöhungen ungünstig bectnfl iht wurden. Die Sachverständigen setzten sich dann tn eingehender Weise mit den Santcrungsplänen der Reichsregierung auseinander. Sie kommen zu dem Urteil das) weder die von der Reichsverkehr sverwal tu g als Hauptteilmittet angewandte mechanische Anpas'ung der Tarife an dir Geldentwertung noch das von ihr geplante Ar- beitSzeitgeseh und Eisenbahnfinanzgr etz geeignet sind, eine tatlää^iche Gesundung der deutschen (Sifenba men h rbeizusähren. Dir Lari c Höhungen sichren nach ihrer Ansicht der heute angewendeten Form nur neue Teuerungswellen herbei und wirken sich in vermehrter Inflation aus, wodurch wiederum das Gleichgewicht des Eisenbahnetuts ins Wanken gebracht werden muh. Das Eisen- bahnfinanzgesetz reicht nach der Meinung der Sachverständigen nicht aus, um das in ihn ausgesprochene erbem Die Gewerkschaften und Kommunalverbände, daneben auch das. Reich und die Länder sein sollen, nicht möglich ist. Auch eine Beteiligung der Eisenbahnbeamten und »arReiter ist vorgesehen. Am Gewinn der Gesellschaft "fallen das Reich und die früheren Eisenbahnländer besonders beteiligt werden. Die Organisation der Gestrllschaft ist so getroffen, dast das ganze Reichserfenbahnnetz etwa in 8 mit weitgehender Selbständigkeit ausgestattete Generaldirektionen zerfällt, die ihrerseits in einer Hauptverwaltung «zusammengefastt werden. Die in dem Gutachten ausführlich behandelt^ Organisation bietet die Sicherheit dafür, dast tatsächlich ein neuer Geist in den Eisenbahnbetrieb einzieht und die bureaukratische Verwaltung durch eine bewegliche, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten arbeitende Verwaltung ersetzt wird. Wenn auch schon in der von den Sachverständigen vorzuschlagenden Zusammensetzung der Gesellschaft aus den Erwerbsständen, die ja an niedrigen Tarifen ein grösteres Intercs e haben als an der Gewinnerzielung aus den Eisenbahnaktien, die Gewähr liegt, dast unbillige Tariferhöhungen unterbleiben werden, so gehen die Sachverständigen dann doch noch weiter und behalten dem Reiche ein besonderes Aufsichtsrechl darüber vor. Als neuen Gedanken bringen s i e in diesem Zusammenhang die Einrichtung einesbefonderenTaris- g e r i ch t s. In Anlehnung an das amerikanische Vorbild schlagen sie vor, das Reichswirtschafls- gericht als unparteiischen Gerichtshof darüber einzusetzen. Das Gutachten betont im übrigen, dast auch in der neuen Form die wohlerworbenen Rechte der Beamten erhalten tberden sollen, und dast das neue Unternehmen der gerade b'i den Elfen» lahnbeamten b sonder3 stark Herr chenden Wo ■ nu.tgsnvt durch großzügige öicorungtitätig.eit steuern soll. In dem finanziellen Teil, der das Gutachten abschliestt, ist der Vorschlag bemerkenswert, den An.eilseignern nur eine mastige Kapltalverzinsung von 6 Prozent zu gewähren und den darüber hälftig dem Reiche und den Eisenbahnländcrn, hinaus zur Verteilung gelangenden Gewinn hälftig den Anteilseigenern zu geben. Die von rein fachmännischen Erwägungen geleiteten Ausführun;e.r des Gutachtens gipfeln in der Feststellung, dast die Reorganisation nur durchzusühren ist, wenn die Vorteile ausschliest» lich der deutschen Volkswirtschaft zugute kommen und die Entwicklung ungehindert von äusterem Druck vor sich gehen kann. Gelingt die Wiederherstellung des deutschen Verkehrswe ens, so wird sie von segensreichem Einflust auch auf den Wiederaufbau der gesamten europäischen Wirtschaft fein. Aus Hessen. Reichsversassung und 93arteicgttation. Don Prof. D. M. Schian, M. d. L. Die deutsche Reichsverfassung vom 11. August 1919 wird auf c fse.rtllche Kosten jeoem Kind, das die Schule Der läut, mitgegeben. Das bedeutet eine nicht ganz kleine Ausgabe: aber im Interesse der staats bürgerlichen Erziehung der Heranwachsenden Generation ist diese Mastnahme zweifellos zu begrüßen. Run aber geschieht etwas sehr Merkwürdiges. Den hessischen Schulkindern wird eine Ausgabe der Äeichsverjasiung übergeben, die neben dem Text und einem nützlichen Register auch noch ein Vorwort enthält. Verfasser dieses Vorworts ist Reichsminister a. D. Hugo Preust. Und dieses Vorwort enthält Ausführungen, die du-chaus vom Parteislandpur kt geschrieben und die auf anderem Boden Stehenden schwer zu verletzen gewinnet sind. Ich stelle zum Tewels einige wenige Aeusterungen dieses Vorworts zusammen. „Sie al en Machthaber haben das opferwillige Volk unverantwortlich irregeführt." 1 Die neuen Machthaber haben sich in staatskluner Mc<> l ung „rü HUtslos" aum ..demokratischen ReckMprinzip" bekannt. „Die Rutz- nieder des alten zusammengebrvchenen Regiments versuchten tic neue Demok atie mit der r n eheuren Schuldlast ifaeS eIrenen zusammeng brcch nen Regiments zu belasten." Dast die Weimarer- Verfassung selbst in diesem Vorwort über die Masten gepriesen wird, versteht sich von selbst. Wir fragen: Ist es zulässig, dast aus Mitteln des Staates durch dieses Vorwort Partclagitation getrieben wird? Erhöhung der Slaatszuschüsse für die Kirchen. Darmstadt, 10. Avril. Die F a? Ionen der Deutschen Dolkspartel und des Zentrums (Abgg. Dr. Schian und Lenhan) haben gemeinsam im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, der Staat möge die der evangelischen und der katholischen Kirche gewährten Zuschüsse mit rückwirken- der Kraft für bad Rechnungsjahr 1921 um das Zehnfache erhöhen. Zur Begründung wird auS- h geführt: c „3n Preuhen, Baden, Württemberg und p Bayern sind die Staatszuschüsse für die christlichen j Kirchen bereits seit mehreren Jahren wesentlich erhöht toorDen. Hessen ist bisher bei den alten Sätzen stehen geblieben, obwohl selbstverständlich die aus diesen Zuschüssen bestrittenen Ausgaben a der Kirchen ganz ungemein gestiegen sind. Wir *■ halten es für durchaus notwendig, dast der Staat t wenigstens für eins der bereits abgelaufenen c Hahre, also für 1921 22, eine Erhöhung seines Bei- i trags nachträglich oomimmL Er wird damit nur j das tun, was die oben genannten Staaten bereits . seit längerer Zeit getan haben. Wir glauben, dast - eine Verzehnfachung der Zuschüsse ungefähr der Geldentwertung, wie sie sich im abgelaufenen Rechnungsjahr 1921 22 herausgedllde; hat, entspricht." Für daS Rechnungsjahr 1922 beantragt die ’ Fraktion der Deutschen Volkspartei (Abg. Dr. I Schian und ©en.) die Erhöhung des Staats- ’ zuschusses für die evangelische Kirche um das Fünf- < zehnfache. Also anstelle dec Summe von 322 C00 । Mark eine solche von 4 830 000 Mark. Zur De- , gründung deS Antrages wird gesagt: , „Eine groste Zahl von deutschen Ländern hat , die S aats^uschüsse für die evangelische Kirche bereits seit mehreren Jahren sehr erheolich erhöht. Auch die evangelische Landeskirche in Hessen hat die Ausgaben, die aus dem Staatszuschuh bestritten werden, entsprechend der Geldentwertung ganz bedeutend erhöhen müssen. Es entspricht der Blligkest, dast der Staat seinen Zuschust nunmehr endlich in dem durch die Geldentwertung geforderten Mast herau,s. ht Die eta7.g-.li d>e Landeskirche ist durch die Teuerungsverhältnisse in schwere Bedrängnis gekommen: sie kann auf die Erhöhung des Staatszuschasies nicht mehr länger warten. Wir halten es daher für notwendig, das) der Staat noch in den Doranschlag für 1922 die erhöhte Suyrme einsetzt." Das amtliche Kartenmaterial in Hessen. Rack.dem nunmehr das letz e Blatt (Büdingen, Ar. 34) der Hess. Höyenfchichtenlarte feriijgeftcllt worden ist, hat für Hessen ein Kartenwert von hoher fach- u d rulstar wissen chasilichcr Tetzr.i- tung einen Ab^chtzust grf anden. Die Höhenschichtenkarte im Maststab 1: 25 080 (Metztischtzlätter) verdankt ihre Entstehung den Bedürfnissen, die sich nach Grünt urg des Deutschen Reiches bemerk- Lat machten. Ihre Herstellung erfolgte durch die topographische A trilu rg des Landcsvermes- sungsamtes. Für Hesien tarn die Herstellung von 80 Blättern in Frage. In Würdigung der Fertigstellung der Hess. Höhenschichtenk -rtm fyit daS Landes e mesfangs- c .nt begirfhenb in der Woche nach Ostern — insbesondere auch in Verbindung mit der Iah-res- versam-nlu ~g des Hess. Pyilologenoe.eins — eine Äartenciid Stellung im Gebä rce des Landes- vermessu gsarnts zu Darmstadt, Zeughaasstr. 1 vorgesehen. Diese KartrneaZsiellu g hat d n Zwe t, alle brte lig'en Kreise über dt? vo'k. - wir^schaftliche BÄ) u urg geeigneter Karte-Werke awzuklärem Es soll tn Bilde gezeigt werden, wie ein Kartenwerk entsteht, welch: Anforderungen nnch dem Kulturstand der verschiedenen Zeitabschnitte an die Kartenwerke gestellt worden sind und welche Bebeutsing die Kartenwerke für die Wcwtermittelung und Sicherung des Gr^nd- eigen rund, die Geologie, das Feldberetnigungs- und Sied-elungsw fen, die Dm- mb Forstverwak- tung sowie f-str die Altertumsforschung, die Pflege der Heimatstinde und im Schulunterricht besitzrn Im weiteren soll gezeigt werden, in welcher Weise man in Hessen bestrebt sein wird, die votswirfchrftlw'«' Bedürsti'e der kommenden Zeit durch Herstellung geeigneten Kartrnmate- rials zu b^ried gen. Die Herste! u rg der neu^n Grundstückspläne (früher Ka asterlarten) erfolgt nunmehr bei Aas- fuh'ung neuer Ka'astervermessungen tn einer z ir Vervielfältigung auf photom-chinischem Wege geeigneten Form, so da') auch diese Karten tote in den anderen süddeutschen Staaten gegen geringes Entgelt von Jedermann erworben werden können. Kirche und Schule. ss. F r i e d b e r g, 9. Llpril. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres werden in unserer Stadt einige einschneidende Beränderun- genimAnterrichtSwesen etnt e en. An der Augustinerschule wird durch Errichtung der Unterprima der Realschule der erste Schritt zum Ausbau der Oberrealschule erfolgen, mit dem im nächsten Jahre folgenden weiteren Aufbau der Oberprima ist diese Schule dann vollständig und Friedberg besitzt dann zwei gleichberechtigte Anstalten; eS ist den Eltern dann die Wahl freigcstellt, welcher von beiden dieser Schulen sie ihre Kinder anvertrauen wollen. An dem Lehrer- eminare fanden in dieser Woche die Aufnahmeprüfungen für die untere .Klasse der neu zu errichtenden Auf bauschule statt, die an die Stelle des seitherigen Lehrerseminars treten soll; von 12 Angemeldcten wurden 10 ausgenommen; weitere Anmeldungen liegen vor und eS soll eine weitere Prüfung am 1. Mai stattfinden. Damit ist der erste Schritt zur Errichtung der Aufbauschule geschehen, in fünf Jahren werden die letzten Seminaristen die Anstalt verlassen. x Echzell, 9. April. Im Knaben- Institut Lucius auf dem Forsthcuts bei Echzell fand am vorigen Samstag die diesjährige Reichsverbandsprüfung statt. Durch diese Prüfung haben die dem Reichs- verband angehörenden Privatschulen einen Ersatz geschaffen für d e f-ühere Einjährigen- Prüfung, jedoch sind die Anforderungen höher, als eS bei jener Prüfung der Fall war. Im ganzen unterzogen siä) fünf junge Leute der Prüfung, und zwar mit gutem Erfolg. Herr Mendelssohn-Bartholdy (Eichen) war Borsitzender der Prüfungskommission. Am Abend fand eine Feier, verbunden mit musikalischen Darbietungen, statt. ch. Münzenberg, 6. April. Vorgestern hielt Frau Pfarrer Behr ich dahier im Saale des Gaslhaufas zum Lötven ci en Misfions- Vortrag und sprach über drei wich ige Fragen dcr S)'uento?lt. An einer Reihe intcrcfianter Licht .Iber zeigte sie zunächst die Ixuptfächlichsten tropischen Ra> .ungsmitlel, die Iago, ilrtoalb und Feldbauarbeiten, und dann die primitiven, oft s h: merkwürdiger Schnuckgegerstärdc und Kleidungsstücke, die immer in entern Zusammenhang mit den Produkten des Landes, dem Klima und der Bcschästisung der Dewohntzr stehen. Im brit'en Teil führte die Dortrarerde aus. wie all die - ige a. tigen T auerge näuche der Q'atmTöltet, ihre Ortungen und sogar fast alle Grausamkeiten ihre Wurzel haben in einer furchtbaren Angst vor Zaube.ei und Geistern und wies dadurch auf d'e Rotwen^iikeit d-t Mistion bin. — Ein paar C c id>t \ t boi "Ti’glie'er: icST äb'/.n? re ns Vvrgetragen tour »n, Hal en den Abend verschönern. Gestern wu de der Dv't ag in etwas veränderter Form für die Schuljugend wiederholt. Der Besuch war an beiden Abenden erfreulich gut. Der Reinertrag tnurbe der Rheinischen Mission überwiesen. Turnen, Sport und Spiel. — Stadion-Lehrgänge für Fußball. Die von der Deutschen Hochschule für Leibesübungen ausgeschriebenen Lehrgänge sehen gleich zu Beginn zwei Kurse für Fuhball, vom 15. bis 21. Mai für UebungSleitcr und vom 29. Mai bis 10. 3uni für fortgeschrittene Spieler, vor. Das nähere Lehr- und Aebungsprogramm ist bereits feftgefe.-t. Der praktische UebungSbetrieb steht unter dec Leitung des bekannten Fuhball- lehrers Knesebeck: als <$rgänaun.]cüjungen werden Leichtathle.ik und andere Spiele (Handball usw.), sowie Schwimmen unter Anleitung der Stadionlehrer S^chclenz und Kellner betr.ejen. Für die sportfachlichen und wissenscha'tüchen Lehrgebiete sind ebenfalls anerkannte Kräfte, wie Dr. Diem, Dr. Kirchberg, Dr. Kohlrausch. Dr. Mair, Dr. Dallwitz, Koppehel, Steinhoff tätig. — Für die Deutsche Dereins» Meisterschaft 1 922 hat der Technische Ausschuß der Deutschen Spvrtbehörde für Lcicht- athle ik folgende Hebungen fest gelegt: 110 Meter Hürdenlauf, 1500 Meter Lauf, Hochsprung mit Anlauf, Dreisprung mit Anlauf, Ku. e.ft oben und Diskuswerfen. Im vergangenen Iahre wurde die Meisterschaft erstmalig ausgetragen. Der Frankfurter Turnverein von 1860 ging als Sieger aus dem Wcttbewcrb hervor, der seitens Der deutschen Leichtachlctik-Dereine recht mäßig heft ritten war. — DeräOO-Meter-LaufbeiLeicht- athletikveranstaltungen. Die Deutsche Sportbehörde für Leichtathl trk gibt bekannt, dah in den Ausschreibungen bei Orts- Bezirks- Landesverbands- oder Rationalen Veranstaltungen der 300-Meter-Lauf nicht fehlen darf, um für die 25mal 300-Meter-Staffel bei den Deutschen Kampifpielen in den einzelnen Landesverbänden eine Hebersicht über das für diese Strecke in Betracht kommende Läufermalertal zu bekommen. Vie Pforte der Paradieses. Roman von Ingeborg Bvllquartz. Ceredirtgte Ueberfefeung aus d m Dänischen. 31. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Im Wagen fast der ^uptmann ganz still da und Frau Inger tonnte beinahe nicht an ihr eigenes Leid denken, so bekümmert war sie über das veränderte Aussehen ihres Mannes. Aks sie zu Hause ankamen, sprcmg Mogens zuerst aus dem Wagen und schlost die Flurtür aif. .Die Post ist dc^ewesen," sagte er and ergriff einige Briese. .Dieser ist an Vater" und bot ihn seiner Mutter hin. .Er ist von Herrn Flint-I. 3582 B 2. Mai l Rm. CO. u Bohnhofstr.60. Tel. 1097 3583 B 3577V zur am 100 000 80 000 70 000 60 000 50 000 40 000 25 000 50 000 50 000 50 000 50 000 50 000 50 000 Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 10 000 5 000 1000 500 100 50 10 Mk, Mk. Mk. Mk.' Mk. Mk. Mk. zu zu zu zu zu zu 15 600 Mk. 14 100 „ 500 „ 15 600 „ 126,9 95 39,8 8,8 188 116 24 6 240 Das ist ein Spruch von altersher, Sie sitzen darum beide In ihrem großen Leide. Der Piefke und der Honigsüß. In jener Kneip zum Goldnen Vlies. 5. Drauf nehmen eie noch 'nen Likör, Und dann und dann noch einen mehr, Und »erden riesig Hefter. Doch wehe, ala die Zeche kam, Da wurde ihnen Übels am, Sie konnten es nicht zahlen, Das waren bittere Qualen. --