iJSJgg 'n AusM^n mg q? 9?«*S*MC «11 Sitzen t^'Qnu«i und 1 «"d fütik^ngen. unseres T^v^Nen m°chk d^7 5 ^dung Ä«y«f verbsle^ ufe erbfirf^6 eilige tohSra ’» ssch «d Canb. n' $■ Ung, M Wtz Srs SÄ- Notgeld außer Kur? "• ^eues darf nickt t ausgegeben werden Ze etz als Crsatzgeld, Münzen, m Scheinen ^gegeben. Cs mH Aer Verkehr gefeg, ) e 'hm etwa darüber I'eit, ohne Rücksjch, MS der Urkunde«. 2m 24. Oktober ab 3ie gesetzlichen Zahnen Geldbetrag lau- ufschrift, oder Geld. lsfeld. Aug. 24 Schüler und der Oberrealschule und Mädchen-) Schule un- :r diesjährigen Svm- erfahrt über Han- er ÄordseeinselShlt i dortigen Hamburger n Klent dauerte vier- lg lag in den Händen i. Die Schüler haben hten Reiseandenken in reichen AuLstelkmg in ergelegt. ,7. Aug. Verschiedene >re feit Oftem in tm» ichte elektrische (aus der Zentrale betrieb zumtze. Sie t Herrichten, womit sie waschtnen. Sägewerke chotten. Mg. Die Laubacher )aftM feierte gestern -a die Weihe ihres tiges „Dergfeuer k)- eLlich erklangen die n nächtlichen Himmel lC Gäste lvaren Mr- inL MW erschien. >omehmlich fröhlichem mteren Ausflügen in , mferes Städtchens. Aug. Seit einigen WM«, de" E Zentral« ; Z-W * M* rhen- nEtpc historisch^, . jö sind, die Nid ^^nalichkeit. di- ner Ä W r < der Dls Dün,' Peter O Hd W' So”®1 d-e ® jiebcA Ht. Mittwoch, 9. August A922 172. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Brette örtlich 150 Pf., auswärts- 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Gruft Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. SietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien vroa nnb Verlag- vrühl'sche Mio,Much. und LteindruSrrei H. Lange. Schristleitung, Seschästrftelle und Druckerei: Schulstratze r. Nr. 185 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilagc: GießenerFamilienb lätter Monatliche Bezugspreise: Mk. 29. - und Mk. 3. - Irägsrlohn,durch disPost Mk. 32.—, auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schrift- lettung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Postscheckkonto: Sranffurt a. M. 11686. Vor einem Bruch der Entente? Die NachmMagssitzung gramm nicht geändert werde, die Entente cvrdiale nur schwierig fort» g eseht werden könne. richtet. Dem Sonderberichterstatter des „Iittransi- geant" zufolge habe ein französischer Mini st e r die Lage nach dem ersten Verhandlungs- tag wie folgt gekennzeichnet: Wir sehen der Umwandlung der deutschen politischen Schuld in eine reine Handels- schuld entgegen, d. h. der Mobilisierung der deutschen Verpflichtungen durch eine Anleihe. Er habe den Eindruck, daß der Bruch der alliierten Einheitsfront nicht mehr zu befürchten sei. sehung der Reparationssumme, sondern auch eine Zurückziehung der Besahuirgsarinee, ein Verzicht auf die ausländische Kontrolle des deutschen Finanzwesens, Zulassung Deutschlands in den Völkerbund und Aushebung der kleinlichen wirtschaftlichen Sanktionen, die Frankreich soeben hx Kraft gesetzt habe. Die Pfändervorschläge Poinear^s dem Sachverftändigenausschutz überwiesen. Die argentinischen Fleischlieferungeu. Wie die „Vossische Ztg." mitteilt, sind die Verhandlungen des Handelsbevollmächtigten der argentinische Regierung Dr. Bartolomeo Daneri über die Lieferung argentinischen Fleisches nach Deutschland zum vorläufigen Abschluß gekommen und Dr. Daneri ist von Deutschland nach Buenos Aires zurückgereist. Die Schlußverhandlungen werden in Argentinien stattfinden. Vorläufig ist ein Mindestimport von 100 000 Stück Lebendvieh und 100 000 Tonnen Gefrierfleisch, das auf deutschen Schiffen verfrachtet werden soll, in Aussicht genommen. Wie das Blatt mitteilt, werde es möglich sein, das argentinische Fleisch um ein Drittel billiger zu liefern als das deutsche Fleisch ___________ Die Grieche« vor Konstantinopel. Konstantinopel, 8. Qhig. 3n Rodesto am Marmarameer sind weitere ariechische Trup». Pen eingetrvffen. Aus dem Reiche. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 797,50. Frankfurt cu M. 813 Paris, 9. Aug. (WTD.) Der Sonderberichterstatter des „Petit Parisien" meldet, er glaube zu wissen, daß, als Poincare im Laufe des in der belgischen Botschaft gegebenen Frühstücks wiederum davon gesprochen habe, evtl, seine Handlungsfreiheit zurückzunehmen, Lloyd George ziemlich streng seine Meinung dahin geäußert habe, daß ein Bruch unvermeidlich sei. Der englische Premierminister hätte hinzugefügt, ein Bruch sei vom englischen, und vom französischen Standpunkt aus gleich bedauerlich. Aber die nun einmal von Poincare eingenommene Stellung scheine ihm keinen anderen Ausweg als den Bruch zu lassen. Dieses sei übrigens gestern abend auch bereits einer Anzahl von Vertretern der britischen Presse mitgetrilt worden. Paris, 9. Aug. (WTD.) Pertinax telephoniert dem „Echo de Paris" um 1 Uhr vormittags aus London, man versichere, Sir Eduard Grigg, der Privatsekretär des englischen Premierministers, habe gegen 9J/2 Uhr abends in der Downing- Street die meiften englischen Journalisten empfangen und vor ihnen erklärt, daß Lloyd P a r i s, 8. Aug. (WTD.) Die Lieberweisung des Poinca reschen Programms, das er vor dem Obersten Bat vorgebracht hat, an ein! Sonderkommission mißfällt dem „T e m p s", der darauf hinweist, daß die „Chicago Tribüne" in einem Londoner Telegramm erllärt habe, die Forderungen Frankreichs seien auf ein totes Gleis geschoben worden. Das Blatt sagt, es sei schon unwürdig, daß derartige Absichten bestehen und daß sie sich hervorwagen könnten. Man habe der französischen Regierung anempsohlen, gegen Deutschland die sofortige Feststellung der Verfehlung zu verlangen. Das wäre das Mittel gewesen, uni afc8balb zur Prozedur der Sanktionen zu gelangen. Der „Temps" ist glücklich, daß der Ministerpräsident in seiner Weisheit sich enthalten habe, das zu tun. Auch die von der französischen Regierung ins Auge gefaßte allgemeine Regelung der Reparationen sei unmöglich geworden durch die englische Stote vom 1. August. Poincarö habe deshalb von Pfändern gesprochen, da er gewußt habe, daß der Ministerrat ihm am letzten Donnerstag das imperative Mandat gegeben habe, D eutsch- land kein Moratorium zu bewilligen, wenn man nicht produktive P sänder verlange. Man hätte zwei Umstände anwenden können: Die französische Regierung hätte sich daraus beschränken können, die grundsätzliche Entscheidung anzukündigen und zu rechtfertigen, indem, sie es ihren Alliierten überlassen hätte, ihrerseits zu erklären, welche produktiven Pfander in Deutschland beschlagnahmt werden konnten. Wenn aus Zufall die Alliierten Frankreichs er- 1 klärt hätten, es gebe in Deutschland keine produktiven Pfänder, dann hätte die französische Regierung das Recht gehabt, zu antworten, daß ein Man“ die Befürchtung aus, daß die Zeit noch nicht gekommen sei, wo der französische Ministerpräsident es wagen werde, die übertriebenen Hoff- nungen seiner Landsleute bezüglich der Reparationszahlungen zu enttäuschen. Der hohe finanzielle Verlust auf dem Papier, der mit einer vernünftigen Regelung der Reparationsfrage Hand in Hand gehen müsse, werde auch nicht durch einen Verzicht Englands auf die ihm geschuldeten Gelder vermieden. Es sei aber noch gar nicht an der Zeit, von einem solchen Verzicht zu sprechen, denn die Voraussetzung dafür wäre nicht nur eine Herab- London, 8. Aug. 3n der Sitzung der Sachverständigenkommission erklärten die britischen Sachverständigen, daß die Alliierten berei ts über präzise produktive Pfänder verfügten, wie z. D. die 26prozentige deutsche Ausfuhrabgabe. Ebenso sä der Garantiecmsschuß berechtigt, ähnliche Maßkollektives Vorgehen nunmehr zur Unfruchtbarkeit verdammt sei und daß Frankreich den gemeinsamen Interessen durch seine eigenen Mittel dadurch dienen würde, daß es die Pfänder beschlagnahme, die nicht nach seiner Ansicht ertragsfähig feien und dadurch, daß es ihren (Nettoertrag zu Reparationszahlungen verwende. 3n zweiter Linie hätte die französische Regierung sich damit begnügen können, den Grundsatz aufzustellen, sie hätte auch die Ausführungsmodalitäten Vorschlägen können. 3n diesem Falle hätte sie sich natürlich einer Diskussion und einer Expertive nicht entziehen können. Aber andererseits hätten die Alliierten diese Diskussion nicht verlangen dürfen, ohne daß sie von vornherein das grundlegmrde Prinzip angenommen hätten: Kein Moratorium ohne produktive Pfänder. Auch das „Journal de D6bats" ist nicht sehr hoffnungsvoll. Es schreibt, die Erfahrung der zahlreichen ht den letzten Zähren abgehaltenen Konferenzen gestatte nicht, auf die gestern angenommene Prozedur viel Hoffnung zu setzen. Die Spezialisten hätten die natürliche aber unangenehme Tendenz, die Dinge in kleinen Dahnen zu sehen, und ihre Irrtümer seien sehr zahlreich gewesen, man hätte jedoch nicht verweigern können, die Sachverständigen zu Rate zu ziichen, aber man müsse erwarten, daß man sich nicht blind ihrem Urteil füge. Was man vermeiden müsse, sei, daß wie so ost, die Staatsmänner. die geteilter Meinung seien, um den Bruch zu verhindern, aufs Geratewohl irgendein Kompromiß annehmen würden, das die Lage nicht mehr verbessern werde, als alle die anderen Kompromisse der letzten drei Jahre. Ein Schritt der deutschen Regierung in London? Berlin, 8. Aug. Die „Voss. Ztg." bemerkt zu dem falschen Gerücht, daß Staatssekretär a. D. Bergmann der Träger einer Sondermission in London sei, daß die deutsche Regierung lediglich auf normalem dipl o - manischem Wege den Alliierten die Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Situation Deutschlands ü b e r m i 11 e l t h a b e, in der darauf hingewiesen worden .sei, daß Deutschland eine gewisse Zeit zur Erholung gewährt werden müßte and daß die ewige Aolittk der Drohungen außen- und innenpolitisch die allerschlimmsten Wirkungen ausübe. 3n dieser Darlegung wurde das Ersuchen gestellt, die Lösung des Reparationsproblems herbeizuführen, die Deutschland nicht Unmögliches zumute und es nicht zur Verzweiflung treibe. Berlin, 8. Aug. Zu den gestrigen Verhandlungen in London bemerkt die „G e r m a n i a“ u. a., es sei eine Unwahrheit, wenn Poincare behaupte, Deutschland weigere sich, die, zerstörten Gebiete wieder herzustellen. Frankreich besitze heute den größten Militarismus der Welt und denke gar nicht daran, diesen abzubauen. 3m Gegenteil, wir erleben hier das merkwürdige Schauspiel, daß ein Land, dessen Ministerpräsident den unmittelbaren wirtschaftlichen Ruin befürchtet, die größten Ausgaben für militärische Dinge, also für ganz unproduktive Zwecke leistet. Die im Zusammenhänge mit den produktiven Pfändern erhobene Forderung einer inneren Kontrolle bezeichnet die „Germania" als gleichbedeutend mit einer französischen Finanzhoheit. Nichts als Wahnsinn sei es, wenn Poincare noch die Beschlagnahme und die Ausbeutung der staatlichen Bergwerke sowie der Domanial- wälder beanspruche. Aehnlich wahnsinnig sei die Beteiligung Frankreichs an unseren großen Industriegesellschaften. Poincare wisse sehr wohl, daß sie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft seien, und daß gleichzeitig mit ihrer Vernichtung Deutschland aus der Weltwirtschaft getilgt wäre. Französische Presseftimmen. Eine Kundgebung des Neichswehrministers. Wie die Blätter mitteilen, hat der Reichs- wehr Minister jetzt dem Reichsheere offiziell von der Erklärung Kenntnis gegeben, die er im Reichstag über die Vorgänge bei der Hindenburg f e i e r in Königsberg hat abgeben lassen und ferner von dem Schreiben an den Reichspräsidenten, in dem er um die Einsetzung ,-ines Untersuchungsausschusses für die Reichswehr bittet Der Reichswehrminister erllärt in dem betreffenden Erldß an das Heer: Ich lege Wert darauf, zum Ausdruck zu bringen, daß mir eine derartige Untersuchung als der beste, wenn nicht der einzige Weg erscheint, um die systematische Lügenpropaganda gegen das SSeer in aller Öffentlichkeit aufzuklären. Der Schild der Reichswehr ist blank. Ihre Haltung und ihr Auftreten wird und muß vctt ledern Unparteiischen, wie gerade jetzt in Oberschlesien, gern anerkannt werden. Wo Fehler Vorkommen, werden sie abgestellt. Wir haben es nicht nötig, uns beschimpfen zu lassen und brauchen keine Untersuchung zu scheuen. Ein preußisches Beamtengesetz. Laut „Dosfischer Zeitung" liegen Teile des Entwurfes eines allgemeinen preußischen Beamtengesetzes, das von dem Staatskommissar für Vorbereitung der Verwallungsreform Dr. Drews ausgearbettet wird, dem preußischen Staats Ministerium bereits vor. Es handelt sich hierbei namentlich um das Disziplinarrecht. Mit den Spitzen- organisationen der Beamten findet am 22. und 23. September eine Vorbesprechung über das Beamtengesetz statt. Waffenfunde in Neiße. Berlin, 8. Aug. Die Havasmeldung von der Auffindung von 1000 Tonnen Kriegsmaterial in der Festung Neiße wttd .von zuständiger Sette bestättgt. Es ist anzunehmen, daß die Waffen von dem sogenannten wilden Selbstschutz in Oberschlesien während der Unruhen dort versteckt wurden. Da auch große Mengen von Schrott vorgefunden wurden, wttd vermutet, daß das Material aus gewinnsüchtigen Zwecken dort versteckt wurde, um bei Gelegenheit verwertet zu werden. Von irgendwelcher mili-v tärischen Bedeutung ist der Fund mit Rücksicht auf die geringe Zahl der vorgefundenen Waffen nicht. George entschlossen sei, das Programm Poincares zurückzuweisen. Er habe hinzugefügt, daß, wenn dieses Pro- der Sachverständigen. London, 9. Aug. (WTB.) „Associated Preß" meldet über die gestrige R a ch m ittags- fitjung des Sachverst ändigenaus- schusses: Der Vertreter Frankreichs war bei Beginn der Sitzung nicht anwesend, kam aber bald darauf. Gegen Abend wurde bekannt, daß die im oer ^aiuiuimux-iu^Q . Arbeiten etwas langsam fortgeschritten sind. Die nahmen zu ergreifen. Der französische Fi- Erörterung verlief nicht ganz glatt. Die franzofi- nansmin ift er behauptete, daß Deutschland schen Vertreter wollen naturgemäß in weitem sich feiner Verpflichtungen bezüglich der Export- Maße die von Poincare gezogenen ßimen em= abaabe nicht mehr entledige. Die ins Auge ge- halten. wonacy keine weiteren Zugeständnisse an faßten Pfänder hätten feinen militärischen Cha- Deutschland gewahrt werden sollen außer unter ^cktm den ausdrücklichen Garantien. Andere Mit- «Äs» &SSS5 -y.,E'ÄÄ getreten. , düng des Sonderberichterstatters der Havas- Rach dem „Obferper fmb die franäoftfdjen I Agentur über die gestrige Rachmittags- Borschläge bis ins Einzelne ausgearveitet. isitzung des Sachverständigenaus- OnnJ... O oritn IWTB 1 SSeute mittaa s chusses erstreckte sich die Aussprache haupt- Olnhb Geora eED o iTca rTein sächlich auf die Beschlagnahme der deutschen V '■Rnttoaf t Bergwerke im Rheingebiet und der D o m a - Frühstück in der französischen Botschaft. Lialforften auf dem linken Rheinufer. Die London, 8. Aug. (WTD.) Der parlamen- belgischen Sachverständigen hätten den Bor- tarische Korrespondent des „Daily Expreß" schlag in diesen beiden Punkten unterstützt und schreibt, die britische Regierung, die sich über die erklärt, daß es unzulässig sei, daß Deutschland ernste Lage Deutschlands und Europas klar sei, ^^ch nicht die vorgeschriebenen Mengen Holz und sei der Ansicht, daß die Franzosen ihre Kohle abgeliefert habe, trotzdem es dazu im Beschwerden übertrieben. Der erste stände sei. Die Sachverständigen beschlossen, an- Eindruck von Poincares Plan sei zuempfehlen, daß die 26prozentige Ab- nicht günstig. Die britische Regierung werde gäbe von der deutschen Ausfuhr un- auf keine leichtsinnige Politik eingehen, die ein mittelbar von der Ausfuhr der Erzeugnisse von weiteres Chaos in den europäischen Finanzen Reparationskommission erhoben werde, wäh- anrichten könne. Aus demselben Grunde, aus dem ten& bis jetzt das Deutsche Reich nur verpflichtet Großbritannien gegen militärische Aktionen sei, I war, insgesamt den Betrag zu bezahlen. Die würden die praktischen Kontrollmaßnahmen jetzt Sachverständigen werden, wie der Sonderbericht- für den englischen Standpunkt vielleicht unmöglich erstatter weiter meldet, heute vormittag den Be- fein. Die Stimmung der diplomatischen Kreise sei ^cht Bemelmans entgegennehmen, der beauftragt gestern abend sehr sorgenvoll gewesen, aber alle worden ist. sich über die Ergiebigkeit der ins Ministerpräsidenten hätten darin übereingestimmt, 2Iuge gefaßten Maßnahmen auszusprechen. Die daß die äußersten Anstrengungen unternommen güjrer der Delegationen würden sich dann zuwerden müßten, um die Einigkeit der Alliierten sammenfinden und entscheiden, ob sie den Be- bezüglich ihrer Ziele und ihrer Politik aufrecht-1 ^cht ganz oder teilweise annehmen. zuerhalten. Die Mehrheit des Ausschusses Wie der Berichterstatter des „Echo de Pans s;e französischen Vorschläae. mitteilt, hat Poincare gestern vormittag er- gegen Die wenn seiner Forderung nicht Rechnung Stagen d rge n a us sen N e^bervorgehm m^e aß würde. Lloyd George sei gefragt worden, d?e Erricktuna ob er vor einem regelrechten ü11imatum 8.°h n Dorsch tag über ^rnchtti g stehe. Chamberlain habe aber alsbald die einer Zollsch^nke und die hon Dtsch. Reichsanl. 3°/„ Dtsch. Reichsanl. 4% Preuß. KonsolS Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Discvnto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. 8.8. 77,50 117,- 243 - 73,- 500,- 360,- 279,- 264,- 492,50 387.- 278,- 238,- 268 - 1786 - 880 - 2770 - Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . 865 - 2325,- 900,- 798,- 730,- 960,- 940,- 7.8 77,50 117,- 243,- 73,25 510.- 370,- 286,- 264,- »87,50 387,- 280,- 235, - 272 - Aationalbank f. D. . Boch. Gußstahlwerke 1580, Dud.- Eisenw.-Akt.. 760, D.-Luxemb. Bergw.. 1435, Gelsenkirch. Dergw.. 1550,- 2000, Harpener Bergbau. 4300, - 4925, Oberschl. Eisenb.-B. 955,- 1080, Oberschles. Msenind. 807 Phönir-Bergb.°Akt. 1610, Bad.Anilin-u. Soda 892, 7.8. ir<*- 240,- 70,50 520,- 359,- 283,- 266,- 503,- 390,— 284,— 236,- 269,- 72“:- 1425,- 1550,- 4405,- 974,— 895,- 159'5,- 875,- 789,- 735,- 824, - 815,* Adlerwerke 495,- 500,- 495,- Daimler 430,— 430,- 416, — 4°/° Hess. Staatsanl. 67,- 70,50 Electron Griesheim 885#- 900,® 895,- Dtsche. Bereinsbank 17t#.- 179,- — 8.8. 77,50 119,— 265 — 73- o90,- 350,— 282,- 266,- 495 - 390,- 284 - 238,- 269,- 1800,- 890,- 1775,- 1900,- 5100,- 995,— 835,- 2500, - 790,- 800,- 735,- 950,- 915,- 502,- 440,- 71,- 920,- Derliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Dries Datum: 7. August. 8. August. Amstd -Rotterd 30262,10 30337,90 29563, - 29637, - Brüffel-Antw. 5817 70 5882,30 5847,65 5862,35 Christicmia. . 13333,20 13366,80 13058,65 13091,35 Kopenhagen .. 16604,29 16645,80 16329,65 x6370,45 Stockholm. 20074,85 20125,15 19875,16 19924.90 Helsingfors. . . 1624,95 1629,05 1609,95 1614,05 Italien 3455,40 3464,60 3475,65 3484,35 London 3440,65 3447,35 3400,70 34ü9,3u Neuyork 761,55 753,45 762,04 763,96 Paris 6117,35 6132,65 6182,25 6197,75 Schweiz 14181,25 14217,7514431,90 14168,10 Spanien 11460,65 11489,35 11755,80 11764,79 Deutsch.Oesterr. 1,53 1,57 1^5 1,49 Prag 1872,65 1877,35 1875,65 1880,35 Budapest.... 42,9* 43/16 4fr,43 48,57 Buenos AireS . 277,dC 278,60 275,90 276,60 Bulgarien . . . 460*40 461,66 451,40 452,60 Japan Rio de Janeiro 10337,- 10367,- Marknotterungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 7.8. 8.6 Zürich Fr. 125.40 -,70 -,69 Amsterdam ..... Fl. 59.20 - -,34 Kopenhagen Kr. 88.80 -,62 -,63 Stockholm Kr. 88.80 -,52 -,52 Wien Kr. 117.80 6685,- Prag Kr. 117.80 5,42 5,60 London . . . Sh. 97.80 Neuyork I 23.80 -,- —,13 Paris Fr. 125.40 —,- 1,62 (3n einem Tell der Auflage wiederholt.) Französische Blatterstimme» Über die erste Sitzung in London. Paris, 8. Aug. (WTB.) Nach dem Berichterstatter des ,,P e t i t Parisien" können die Meinungsverschiedenheiten auf der Konferenz in London wie folgt gekennzeichnet werden: Die Engländer glauben, die beste Art, Deutschland zum Zahlen zu bringen, sei, daß man ihm Zeit lasse, sich zu verschnaufen. Die Franzosen jedoch glaubten im Gegenteil, daß, je Länger man warte, desto mehr Deutschland geneigtsei,sichzu entziehen. Mair müsse deshalb unverzüglich wirkungsvolle Zwangsmaßnahmen gegenüber diesem Schuldner ergreifen, der weniger zahlungsfähig als widerspenstig sei. Es sei noch nicht sicher, daß es gelingen werde, eine Drücke zwischen diesen beiden Auffassungen zu schlagen. Der Sonderberichterstatter des „Petit (Journal“ will andererseits den Eindruck fest- gestellt haben, daß die Meinungsverschiedenheiten ernst genug seien, und daß dieAussichtenauf eine Verständigung ungewiß bleiben. Weder die englischen Minister noch die Finanzkreise von London hätten Vertrauen zu den vorgeschlagenen Hilssmttteln. Man befürchte, sie kämen zu spät. Man hätte sie besser während der Konferenz von Cannes Vorschlägen sollen, als der Markkurs noch elastisch genug gewesen fei. Man frage sich ob diese Maßnahmen helfen könnten, das große Problem zu lösen, das darin bestehe, ungeheure Summen aus einem Land mit mdteigem Geldstand in ein Land mit höherem Geldstand überzuführen. Da man außerdem von der Wirkung der vorgeschlagenen Maßnahmen überzeugt sei, schwanke man, sie Deutschland aufzuzwingen, weil man als Konsequenz befürchte den heftigen Widerstand Deutschlands, den Stillstand der Industrie und die Verminderung der Kaufkraft Deutschlands. empfand er eine magische Beziehung zu ihr, ein Verschmolzen sein mit ihrer ganzen Wesenheit, tote es ihm vorher in der kurzen Zeit feiner Liebe aud) in den Augenblicken stärkster Erregung nicht vergönnt gewesen war. Doch alö die narkotische Wolke an ihm vorübergezogen war unb von irgendwoher ein frischerer Lufthauch ihn umwehte. stürzte er nir umso schmerzhafter in die echte Wnklich'eit h.rab. er wand sich wieder in zweckloser Anstrengung,' um seine R teuren zu sprengen, und blickte qialvoli zu dem Doktor hin. ob dieser keinen Weg zur Befreiung wußte. Perzelius lag ruhig, nur seine Augen suchten unruhevoll in dem Raum umher. Erschöpft ließ Eduard den Kopf finten. Der Lärm schwoll um ihn, und mit der Stimme von Tausenden von Mannern, Weibern und Kindern vermischte sich das Trompeten tei der Elefanten und das Dellen und Heulen von Hunden und Schakalen. Der wirre Schrei von Vögeln gellte dvzteischen. und monströse PaukAl, aus ganzen Baumstämmen glimmert, donner e’.t d_n Takt. Mit der Wucht entfesselter Elementargewalten blauste die Orgie dahin. Ein wahnsinniger Tanz Ixgann sich zu entwickeln. Erst eia langsames rhtzthmi'ches Treten, allein oder zu zweien, tann ein Drehcn und! Winden, schließlich ein Wirbeln ganzer Horden, i von denen keiner mehr seiner selbst bewußt war, j sondern blind dahinstürntte, Schaum vor dem Mund, den Brand der Ekstase in den Augen, wühlend, stürzend und in entsetzlichen Verkrümmungen sich wiegend, bis alle in eins verschmolzen in ein Meer von Gliedmaßen, die sich verflochten und umkrallten, währeird der Orkan einer teüflen Leidenschaft ihr Blut durchtobte. Eduard vermochte von Si ly nichts mehr wahrzunehmen. denn alles um ihn herum drehte, drängte und stieß sich, stürzte nieder 'und wälzte sich in lebendigen Knäueln über den Boden, ineinander verbissen gleich wütenden Tieren und triefend von Schureitz, Speichel uiub Blut. Silly, verstrickt in diesen Aufruhr der Leusei und schutzlos preisg.g?den den wilden Instmt- ten der Ülrzeit und keine Rettung, kein ferner Strahl der Hosf.rung — das war der einzige Gedanke, der in rasender, endloser Wiederholung Eduards Gehirn durchzitterte. Aber da war es ihm, als hörte er mitten durch den Taumel ehre Stimme mit ausländischem Ak-,ent dicht an seinem Ohre flüstern. Er verstand erst nicht recht, nur daß sie ihn hastig auf forderte zu einer Lat, zu der- ihm jetzt jede Möglichkeit fehlte, wurde ihm bewußt. Dann fühlte er, daß jemand feinen Körper berührte, sich an den Riemen zu schaffen machte, die ihn umwanden. Hetzt lockerten sie sich. Er empfand deutlich das Reißen eines scharfen Messers, das eines dec Bänder nach dem andern durchschnitt. Bald konnte er feine Arme bewegen und sich halb aufrichten. Er sah vor sich hin und ge- tr-ahrte, umhüllt von Schatten, die über ihn hin- wogten, aber von Zeit zu Zeit grell beleuchtet von einer Lichtgarbe, einen Knaben, der eifrig bemüht war. den Rest der Fesseln zu losen. „Ismais!" durchzuckte es ihn. „Knabe, welcher gütige Geist hat dich gefanbt zu unsrer Befreiung?" „Flieht, flieht!" keuchte Ifnrais. ängstlich um sich blickend, ob niemand aus der wilden Versammlung sein Dun bemerite. Aber keiner kümmerte sich um die beiden Gefangenen. Man glaubte sie in sicherem Gewahrsam, und die tterifche Trunkenheit, die alle ergriffen hatte, verhinderte jede Besonnenheit und Vorsicht. „Flieht!" rief Ismais nochmals, „ihr werdet getötet, sobald das Fest vorüber ist. Dann ist keine Rettung mehr möglich!" Eduard empfand die wiederkehirende Freiheit feiner Glieder wie ein unerwartetes Geschenk und er brauchte Zeit, um sich zu fassen. Dann aber trieb es ihn vorwärts, zwarugS- mätzig, irrsinnig, ohne der greifbaren Gefahr zu achten, hin zum Altar, wo immer noch der Körper Slllys schlief. Mit den Fäusten "ind Ellbogen arbeitete sich Eduard vorwärts durch das Chaos. Wo es ihm nicht gelang durchzukommen, trat er über die Leiber hinweg, immer den Blick auf das eine Ziel gerichtet. (Fortsetzung folgt). link) Sr fc a Lbeit einbringe ausgebaut t tzr »Äittert durch m besonders beoen Pe Gebiet Wg. 3ofl M t Schule in Herbst 1 Mng er barlcg ■ t dortige cvangeli fcnemte und sie vom Staat übe Ä nicht, so wird Äessivnelle Frieder Landtvirtschastlic tjft, so muf) unbed ti die Sonunmno ‘ffte der Landwirt! Lr in der kurzen odarbeiten zur D , entbehren. Die < Mir verlegt Werk Dg. fiauffe; ■ x 4eit doch die H< Achen wir aber ii - iitten, bm Antrag 1 2bg. Fenchel ' tn Antrag Glaser, m sollte auch $ H gehört werden. . Wg. Reibe . AK m Herbstein | «ÄMnschule Dori tvinsch keine katho N Füller * W ist mit bei : W nicht zusrieör •wntiienmg bei | 6 I pwa9C$ KW M eint3 rjm und entgeh * MW I OTÄrteiI« w Oungsschulen. & äinmennwMten ar ^Mungsschule n | Jon einer I rjle halten vir er Idew Landwirte I «den, er kann den I; j-jct (120 Stunde: Sn aÄj.J öi 9en, JWNi Urft werden zwa lie E W« damit «ttenmvl anM in A L Massige nc*b< Lenzen. $v> SS?” »4 ÄWto schgelw^meine tot?rfi nur äSÄ 'Mi fr !0 €tunfe Ä äü'te K Wbon‘^r' $ jung sollte die Regierung besonder« Rücksicht auf ] die weile und teure Frachten ersparen. Daher» das besetzte Gebiet nehmen. Es sollten alle ist hier vorbildllch vorgegangen. Ho. Wan sollte hier nicht nach dem Duchstaoen. I sondern nach dem Geist des Gesetzes entscheiden. 'NA v 0 litionsfreiheit zu gewährleisten. e ne Abteilung für Handel und Gewerbe und eine gemäß erhöht werden w 7.8. -.70 ,62 ,52 Der Abg. Knoll hat beantragt, die zwei eingegan- genen Staatsratsstellen wieder herzustellen und dafür einen Ministerialrat weniger zu bewilligen. Diesen Antrag befürworten wir. Wir verlangen eine weitere Teilung des Arbeitsministeriums in Volksgenossen, die Wohnräume übrig haben, schon aus christlicher Aächstenliebe diese zur Verfügung stellen. Die Umsatzsteuer für vermietete Räume sollte im Interesse der Sozial- und Kleinrentner aufgehoben werden. Die Summe von 40 000 Mk. für Rechtsauskunftsstellen ist zu gering, wir beantragen Erhöhung auf 200 000 Mk., was der Ausschuß leider abgelehnt hat. In den Betrieben sollte man den Terror gegen nicht freigewerkschaftlich Organisierte doch bekämpfen. Besonders die letzten Straßendemonstrationen haben solchen Terror gezeitigt. Wir stehen auf dem Boden der Weimarer Verfassung und haben zu Straßen- demonstvationen keinen Anlaß. Wir beantragen, daß eine Konferenz im Arbeitsministerium sich einmal mit diesen Dingen befaßt, um die Koa- durchgeführt werden. - Abg. Hofmann-Seligenstadt (Ztr.) _erinnert daran, daß die Feld bereinig ung früher manche Gegner hatte, die heute Freunde geworden sind. Die Feldbereinigung muh nur schneller durchgeführt werden. Es sind allerdings noch manche Mißstände vorhanden die beseitigt werden müssen. Rotwendig ist die Schaffung eines Oberschiedsgerichts als letzte entscheidende Instanz. Die landwirtschaftlichen Unfallrenten mußten zeitgemäß erhöht werden. Es gibt heute noch Ren- Abg. Obenauer (Dem.): Kleber die Ge» tveideumlage heute streiten, ist zwecklos. Ich möchte nur auf die Frage der Durchführung der Umlage im besetzten Gebiete aufmerksam machen. Konsequenzen für neu zu gründende Schulen können sich hier nicht ergeben, wo es sich um wohlerworbene Rechte handelt. Man sollte auch nicht Obersekundaner noch in die Fortbildungs- Ich bestreite, daß die Erregung im besetzten Gebiete großer ist als im unbesetzten und baß die Reichsregierung daran Schuld trägt. Wir wollen im besetzten Gebiet uns unserer Pflichten nicht entziehen. Rur aus politischen Gründen muß tea besetzte Gebiet mehr berücksichtigt werden. Abg. Reumann (Soz.) widerspricht tet Feststellung, daß für die Landwirtschaft zu wenig geschähe. Es sind über 12 Millionen nach Ab tUg der Einnahmen eingestellt. Das ist doch er- -eblich mehr, als für das Bildungswesen. Es bleibt bedauerlich daß Abg. Blanck nicht auch beim Kapitel ^Gesundheitspflege" für größere schule schicken. Abg. Hoffmann- Alzey (Ztr.): Wir stehen auf dem Standpunkt, daß die Landwirtschaft geschützt werden muß, daß wir aber dem Antrag Glaser nicht zustimmen fönnen. Wir beantragen, daß in Gegenden, wo Gemeinderat und Schulvorstand gemeinsam eine Verlegung des Unterrichts wünschen, dem Rechnung getragen wird. Abg. Lenhart (Ztr.) bestätigt die Ausführungen des Abg. Diehl. Damit schließt die Debatte. Die Aus- schußatnräge zu diesem Kapitel werden angenommen, der betr. Auflösung der evang. Schule in H e r b st e i n wird a b g e l e h n t, Die Schule bleibt also bestechen. Der Antrag Jost, die Schule auf den Staat zu übernehmen, wird angenommen. — Der Antrag Glaser, die landw. Fortbildungsschule im Winter abzuhalten, wird abgelehnt. — Der Antrag Hoffmann - Alzey, den Unterricht Nährend der Ernte und Herbstzeit zu unterbrechen, wird angenommen. — Das Kapitel ist damit erledigt. Ohne Debatte teerten angenommen die Kapi- til 50, 51, 52, 53 54. Zu Kapitel 54, Hö'hereBürgersch ule n usw.» bekämpft Abg. Frl. Birnbaum (D. Dp.) den Antrag Reiber, die Stelle einer Oberin an der höheren Mädchenschule zu Mainz zu streichen. Abg. Reiber (Dem.): Diese Stelle ist etatmäßig die eines Konrektors, die derzeitige Inhaberin aber hat diese Amtsbcsugnis nicht. Darum habe ich die Streichung beantragt. Wenn die Stelle mit einem Konrektor oder einer Konrektorin bedacht wird, verzichte ich auf Streichung. Abg. Frau Hattemer (Ztr.) unterstützt den Antrag Birnbaum, diese Stelle wieder her- zustellen. Den Titel Oberin sollte man durch Konrektorin ersehen und die derzeitige Inspektorin in ihrer Stellung, in ter für sich berichtet ist, belassen. Abg. Dr. Werner (Dtschntl.) wünscht getrennte Abstimmung und Aufklärung über den Standpunkt ter Regierung. Präsident Urstadt: Wir sind grundsätzlich nicht gegen die Einstellung im Sinne des Antrags Birnbaum. .7.14. 25.40 59.20 88.80 88.80 17.80 6685,- 17.80 5,42 97.80 23.80 25.40 Abg. Fenchel (Dbd.) bespricht verschiedene Spezialsragen. Er rügt die Verschmelzung des Ärbeits- mit dem Wirtschaftsministermm, wünscht Durchführung des Feldbereinigungsgesehes, Bes- erstellung der Geometer usw. Die Landwirt- chaftsschulen müssen geförtert werden und die Mittel zum Ausbau dieser Schulen müssen erhöht werten, ebenso für die Garten- und Obstbauchulen. Das Versuchs- und Demonstratiopswesen eilte bei der Landwirischaftskammer verbleiben. Die Beschimpfungen der Landwirtschaft in der Presse sollte auch regierungsseitig als unberechtigt zurückgewiesen werten. Rächste Sitzung 31/2 UJjt nachmittags. Rachmittagssitzung. Am Regierungstische: Wirischaftsminister Raab. Vizepräsident Soherr eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 5 Minuten. Es sind 17 Abgeordnete anwesend. Die Generaldebatte wird fortgesetzt. Abg. Blank (Ztr.) weist zunächst die Angriffe des Abg. Delp auf die Geistlichkert als unberechtigt mit Entschiedenheit zurück. (Bravo!) Die Getreiteumlage ist leider Gottes Gesetz geworden, und die Regierung muh sehen, wie sie damit fertig wird. Im besetzten Gebiet _ herrscht darüber eine Erregung, an der das Reich nicht schuldlos ist. Es ist das Schlimmste zu befürchten. Wir begrüßen es, daß die Pachtschutzordnung auf Jagd und Fischerei ausgedehnt werten soll. Wir hoffen, daß die Verordnung sehr schnell durchgeführt wird, besonders bezüglich ter Jagden. Für die Landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen sollten an Stelle der Hilfslehrer Landwirtschaftslehrer verwendet bzw. angestellt werden. Zum Weinbau-Kapitel erwarten wir die ausgedehnteste und rücksichtslose Bekämpfung ter Reblaus. Das Reblaus-Gesetz bedarf aber in mancher Richtung der Revision. Auch die Domänen-Weinberge müssen sich dem Gesetz fügen und keine Reblausbekämpfung auf eigene Faust machen. Zum Kapitel „Landwirtschaftskammer" ist ter angesehte Betrag für Viehzucht viel zu gering. Hier müssen unbedingt Millionen eingesetzt werten, um Die Viehzucht, die auf ten Hund gekommen ist, wieder zu heben. Redner stellt ten Betrag hierfür in Parallele zu dem für das Theater bewilligten. Abg. Hahn (D. Vpt.) stimmt dem Vorredner im großen und ganzen zu. Das Arbeits- und Wirllchaftsministerium ist überlastet. Wir stimmen ter Ansicht ter Landwirtschaftskammer zu, daß die Landwirtschaft ein eigenes Ministerium erhält. Die Reblaus ist bis jetzt noch nicht zu bekämpfen gewesen. Wir müssen uns darauf ern- stellen. Die wirksamste Bekämpfung bildet letzt noch die Okulierung deutscher Reben auf immune amerikanische Wurzelstöcke. Das mühte im großen .‘7,50 119,» 265 . 73* _ »30. 350'. 282* 2G6e 49&'_ 8.8. -.69 -.34 -.63 -.52 6*60 ",'13 1.62 Kapitel 55, Kinderpflege, wird ohne Debatte genehmigt, ebenso Kapitel 56, Jugend- $ 1 ' Zu^KaP. 57, Volksbildung, spricht Abg. Kaul (Soz.) der Zentrale für Volksbildung Dank und Anerkennung für ihre Tätigkeit aus, besonders ter Landeswanterbühne, und befürwortet die Einstellung weiterer Mittel für die Landeslichtbildstelle. Präsident Urstadt: Dem dahingehenden Antrag Kaul hat die Regierung bereits durch Schassung einer ständigen Stelle entsprochen. [fort 73 i" 360 . A- Ä- ZI 278'7 Z- 238'» .. 268,. K- 2S8; 780 . 269 iflage wiederholt.) iterstimMll ig m London. xr.) 'M ten > Parifien" kämen iten auf der Konferenz Verden: Die beste Art, Deutschland i daß man ihm Zeit äufen. Die Fran- m C^enteil, daß, je nehr Deutschland lzieheriMmMsfe igsvolle Zmngsmch- chuldner ergreifender ifrig als vid-v ) nicht sicher, «J zwischen diesen bei-cn Itter des its den Eindruck mngsverschlecenheiten ieAussichtea'iuf ungewlb blei m Minister noch^c ft?n Vertrauen zu den 1 Man befürcht^ sie besser schlagen iab 2?toin besiehe, mit hohervn Äi übcrja,9‘ 3S?S8 jening der Abg. Dr. Müller (Bbd.) bespricht dann eingehend die Getreiteumlage und führt Zahlen an zum Beweise, daß die Hessen auferlegte Umlage zu groh ist. Es entspricht sicher nicht dem Reichsgesehe, daß Hessen zu schwer belastet wird, besonders die Betriebe zwischen 20 und 40 Morgen. Der Redner weist besonders auf die Verhältnisse im besetzten Gebiet hin. Hiev hat Preu- ;en eine weitgehende Entlastung eintreten lassem Das Haus muh sich einmütig dafür einsehen, daß erleichternde Möglichkeiten, die das Reichsgeseh offen läht, erreicht werden. Die Reichsregierung wird zu der lieb erfreu gung kommen müssen, daß diese Erleichterungen für Hessen Rotwendigkeit ind. In Hessen bewirischaften die Großbetriebe 'aum eine größere Anbaufläche, als die Betriebe von 20—40 Morgen. Der Redner stellt einen entsprechenden Antrag. Abg. Delp (Soz.): In Rücksicht auf die Geschäftslage wollen wir uns kurz fassen wir hätten sonst sehr viel zu diesen Kapiteln zu sagen. Herr Abg. Felder hat an die christliche Rächsten- liebe appelliert in Bezug auf Bereitstellung von Wohnungen. Ich kann auf Grund meiner Erfahrungen sagen, daß das Gefühl christlicherRächsten- liebe längst gerate bei ten Kreisen geschwunden ist, die nod). über viel Wohnräume verfügen. Wir beantragen darum erweiterte Beschlagnahmebestimmungen zur Durchführung ter Zivilzwangs- cinquartierung. Im besetzten Gebiet muh heute schon damit gerechnet werten. Die Wohnungsluxussteuer hat leider nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Die Leute bezahlten lieber die Steuer, als Wohnräume herzugeben. Meine Fraktion steht auf dem Standpunkt, daß Staat und Gemeinde alle Bestrebungen zur Wbhnungsbeschaffung un- te> stützen müssen. Die Einstellung von 40 000 Mk. für Rechtsauskunftsstellen begrüßen wir. Diese Summe muh erhöht werden, wenn genügend Erfahrungen gemacht werden. Herr Felder konnte sich nicht versagen, eine Attacke gegen links zu reiten und gegen ten Terror der Linksgewerkschaftler zu wettern. Wir stehen auf dem Standpunkt daß jeder Arbeiter das Recht auf Arbeit hat und die Freiheit, sich politisch nach seiner Ueberzcugung zu betätigen. Für Einzelfälle sind nicht Fraktionen oder Parteien verantwortlich zu machen. Wir billigen keine .Hebergriffe. Gerade die freien Gewerkschaften sind ja in den 80er und 90er Jahren Mimmstens terrorisiert worden Die Christlichen verübten den stärksten Ter- 1 ror. (Widerspruch. Unruhe.) Ich habe das am eigenen Leibe erfahren müssen. Aus dem Amtsverkündigungsblatt« •• Das Amtsverkündigungsblatt Crtr 87 vom 8. August enthält: Der 11. August. — Gebühren der Schornsteinfeger. — Voranschlag des Kreises Gießen. — Handel mit Speiseeis. — Gleisunterhaltungsarbeiten. — Viehseuche. — Reinigung und Heizung der Schulräume. — Gesetz.Ichor Feiertag. — Einkommensteuer anteile bet Gemeinten. — Erhebungen über Allmendbesitz. — Verkehr mit Getreide. — Dienstnachrichten deS Kreisamtes. — Feldbereinigung Lumda. — Gefunden, verloren. Die Ausschußanträge werten angenommen. Der Antrag Reiber, Streichung ter Stelle einer Oberin an ter höheren Mädchenschule, wird abgelehnt. — Ein Antrag Kaul, Streichung der höheren Bürgerschulen, wird abgelehnt. — Angenommen werden ferner die Anträge der Abgeordneten Reiber und Gen., für die höhere Bürgerschule in Sprendlingen den gesetzlichen Zuschuß in den Staatsvoranschlag einzustellen. Die Schülerzahl dieser Anstalt beträgt seit Ostern mehr als 60, und ter Antrag ter Abgg. Hoffmann und Schian samt Fraktionen, ten höheren Bürgerschulen in Sprendlingen und Hungen einen Zuschuß zu gewähren, wie ten übrigen höheren Bürgerschulen und außerdem die private höhere Bürgerschule in Seligenstadt gerate so zu behandeln, wie es nach dem Beschluß des Finanzausschusses mit ter Genossenschaftsschule in Cvainfeld geschehen soll. Monate. Präsident Urstadt: Bei der Berufung von Lehrern werten zwar die Instanzen gehört, allein die Entscheidung liegt ausschließlich beim Ministerium. Den Vvlksschulplan werten wir hoffent- H sich im Laufe des Winters ändern können. Es Dird sofort damit begonnen, wenn die Richtlinien des Reiches vorliegen. Die weibliche Leitung der MädchenfortbildungSschule lehnen wir amndsätzlich nicht ab. Wir haben schon weibliche Leiterinnen angestellt. Die Vergütung der Fortbildungsschullehrer sollte auf eine gleitende Skala gestellt werten. Dasselbe geschieht für Gesangs- und Religionsunterricht. Was die evangelische Schule in Herbstein betrifft, so muß ich doch sagen, daß eine so kleine einklassige Schule Beine Existenzberechtigung mehr hat, wenn am Orte eine sechsllassige Simultanschule bestcht. Wenn toir hier nachgeben, führt das zu unhaltbaren Konsequenzen. Herbstein sollte sich ein Beispiel nehmen an Helden bergen, wo die Verhältnisse umgekehrt liegen. Hitzfrei kann man den Fort- lbiltengsschulen schon aus praktischen Gründen richt geben. Bei großer Hitze soll der Unterricht ins Freie verlegt werten. Was die Fortbildungs- schule im allgemeinen betrifft, so ist diese gesetzlich lestgelegt. Wir können nur die Gesetze ausführen. Die Frage ist nur, wie das geschieht. Im Gesetz «heißt es ausdr-ücklich, daß der Unterricht im ganzen Jähre stattfinden soll mit Ausnahme ter Ferien und ter Erntezeit. Es sollen im Sommer nur 40 Stunden gehalten werden. Der Schulvor- siand kann festsehen, wenn sie stattsiirden sollen. Das muß sich bei einigermaßen gutem Willen ermöglichen lassen. Den Antrag Glaser bitte ich abzulehnen. Abg. Frl. Birnbaum (D. Vp.) befürwortet len Antrag ihrer Partei betr. Leitung von Fortbildungsschulen durch Frauen. Abg. D. Dr. Diehl (Dtschntl.) bespricht die Schule von Herbstein. Es scheint, daß man die geschichtliche Entwicklung nicht genau kenne. Die Herbsteiner Schule ist eine Konfessionsschule und feine Simultanschule. Daran ändert auch die Tat- 'ache nichts, daß israelitische Kinder diese Schule besuchten. Diesen Standpunkt teilt auch ter Abg. Lenhart. Wo wohlerworbene Rechte vorhanden linb, sollte man diese um des Friedens in ter Devollerung willen nicht zerstören. Hier aber sind vohlerworbene Rechte vorhanden. (Sehr richtig!) Man sollle hier nicht so rigoros verfahren. Ich nuß auch entschieden bestreiten, daß die Kinder m sechs klassigen katholischen Schulen mehr lernen würben. Es wirkt auch hrer ter Geist mit. Das ist in evangelischen genau wie in katholischen Schulen Abg. S t o r ck (S.) stellt fest, daß das Volks- 1/fcuItDcfcn in Hessen in den letzten Jahren man - Fortschritt gemacht Hai. daß aber noch Mmer riel zu tun übrig bleibt. Es fehlt z. D. noch ter Ümtesschulbeirat, in dem vre Eltern vertreten s«d. Sie Umgestaltung ter Ce^Iane ist bringend nottocntHg. Die gesamte Öebrcridwft muß daher mitwirkei? Redner verbreitet sich dann sehr aus- rihrlich über eine Menge Spezialfragen, er tritt hir Besserstellung der Hilfslehrer ein, für Aefcrm ötr Geschichts- und Umgestaltung ter Aealbucher ufip und bespricht dann die Fortbildungsschulen, < cfonterß die landwirtschaftlichen. Sie Canbtoir : hoben sich allen Fortschritten auf dem Gebiete der Schule entgegengestellt. Die früheren Prow- lolle des Hauses tewersen das. (Widerspruch) Menn Sie glauben, daß ein Volksschullehrer enem 14-15jährigen Jungen nichts mehr beidringen kann, so schätzen Sie ihn doch verkehrt em. BDte Vergütung für ten Fortbrldungsschulunter- ri&t von 20 Mk. die Stunde sei viel zu niedrig und müsse zeitgemäß festgesetzt Harten Die Schule, besonders die Volksschule, müsse noch vollständig ausgebaut werten, und zwar als Glied der Einheitsschule. Das müsse aber sehr bald geschehen. Abg. Hahn (D. Vp.): Wir versprechen uns Denig Vorteile von ter Umgestaltung der Fortbildungsschulen. Es ist durchaus unpraktisch in Sommermonaten an einer Landwirtschaftlichen I Fortbildungsschule nachmittags Unterricht zu er- tetten. Don einer landwirtschaftlichen Wmter- lchule halten wir erheblich mehr. Hinzu kommt, daß dem Landwirte erhebliche Kosten auferiegt werden, er kann ten Arbeitern nicht die Schulstunden (120 Stunden ä 10 und mehr Mark) vom Lohn abziehen, wie es die Industrie tut. (Wider- ipmch links.) Er kann auch nicht ten Ausfall an Arbeit einbringen. Die Landwirtschaft wird sehr verbittert durch derartige Gesetze, das solle man besonders bedenken in Rücksicht auf das be- urtt> »r sich p ikn hri' i" tu» »-Äs )*,Ä ihr werd« Dann lft ein KL« '<*&«* Summen eingetreten ist. Was die Getreiteumlage betrifft, so kann ich nicht gelten lassen, daß diese eine Sondersteuer für Landwirte ist. Es verlangt kein Mensch, daß das Umlagegetreite unter Selbstkosten abgegeben wird. (Zwischenrufe.) Sei Getreidebau ist nur ein Teil der Produktion Aber selbst wenn es eine Sondersteuer wäre wäre sie berechtigt. Abg. Harth (Soz.) polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Felder, der sehr daneben gehauen habe mit seinen Vorwürsen gegen die freien Gewerkschaften. Abg. Schott (D. Vp.): Rotwendig ist vor allem die Förderung der Produktion. Was wir elbst erzeugen, ist immer noch gesunder und billiger als tes, was wir aus tem Ausland beziehen. Sie hohen Lohne, die die Industrie zahlen kann, kann die Landwirtschaft nicht bezahlen. (Redner belegt dies mit Zahlen.) Sie Getreideumlage bleibt unter allen Umständen eine Sonderbelastung ter Landwirtschaft. An ter Verbilligung des Brotes für Minderbemittelte sollten alle Stände mithelfen. Abg. Kindt (Dntl.): Ich habe die Ausführungen des Abg. Felder über die Arbeits- resp. Vollsgemeinschaft mit großer Freude gshört. Auch wir wenden uns gegen ten Terror, der leider vielfach noch heute vorkommt. Die Wohnungsnot ist gewiß groß, aber ich frage, warum läßt man die Scharen ter Oestlinge in Deutschland herein, selbst wenn sie keine richtigen Pässe haben. (Zwi- schmrufe.) Sie Getreitepreise sind abhängig vom Weltmaritpreis. Wie man da bei der heutigen Valuta sagen kann, die Selbstkosten werten bei ter Umlage gedeckt, ist unverständlich Zugegeben, daß es ter Landwirtschaft heute noch gut geht. Aber ich warne, so lange zu warten, oder es dahin zu treiben, daß es ihr schlecht, daß sie zugrunde geht. Abg. Dr. Werner (Dntl.) weist persönliche Angriffe des Abg. Harth' gegen seine Person energisch zurück. — Abg. Felder (Ztr.) weist ebenfalls Ausführungen ter Abgg. Delp und Harth zurück und erörtert einen Fall von Terror gegen Mitglieder tes christlichen Metallarbeiterverban- teS. Er 'habe keine Vorwürfe gegen eine Partei oder Gewerkschaft gerichtet, sondern nur vom Terror einzelner Arbeiter gesprochen. Damit schließt Die Debatte. Die Ausschußanträge werden angenommen. Ein Antrag Brauer, das Hessische Liefersoll für Umlagegetreide zu ermäßigen, wird abgelehnt. Kapitel 67, 68, 69, 70 71 werten ohne Debatte angenommen. Zum Kapitel 72: Verbesserung der Milchversorgung, stellt Abg. Frau Hattemer (Ztr.) fest, daß die Milchversorgung der hessischen SLädtr. besonders schlecht ist. Eine Verbesserung hat die Einstellung ter erheblichen Mittel nicht gebracht, namentlich nicht in Darmstadt. Man sollte ten Bauern, die Milch in die Städte liefern, die Kraftfuttermittel verbilligen, ten Transport der Milck herabsehen und dergleichen — Das Kapitel wird genehmigt. Ohne erhebliche Debatte werden angenommen die Kapitel bis 83. Zum Kapitel 84: Arbeitsnachweise und Erwerbslosenfürsorge tritt Abg. Frau Hattemer (Ztr.) für Erhöhung ter Mittel für Kleinrentnerfürsorge ein. Abg. Dingeldeh (D. Vpt.) erflärt, seine Partei behalte sich vor, einen Antrag einzubringen, die viel zu geringen Mittel für die Kleinrentner zu erhöhen. Minister Raab: Wir begrüßen das und werden tun, was uns möglich ist. Abg. Kindt (Dnatl.) begrüßt dieses Ent- gegenkommen des Ministers Raab. Abg. Delp (Soz.) ebenfalls. Er verweist dazu auf seine Ausführungen in der Generaldebatte. Hessen habe im Verhältnis zur Einwohnerzahl mindestens ebenso viel getan wie Bayern. — Das Kapitel wird nach ten Aus- schuhanträgen erledigt. Ebenso Kapitel 85. Zu Kapitel 86, Bergbau, wünscht Abg Mann (Soz.), daß die Regierung entsprechend dem Artikel 62 des Berggesetzes darauf bringe, baf) die Bergbetriebe, die nicht von dem Besitzer betrieben werden, entweder enteignet oder die Inbetriebsetzung tem Besitzer auferiegt werden. — Das Kapitel wird genehmigt. . Ohne Debatte werten erledigt die Kapitel bis 95 Zum Kapitel 96: Kunstgewerbliche Zwecke usw., liegt ein Antrag vor, für die Ausstellung „Wärme im Haushalt"-Frankfurt ehren Zuschuß von 50 000 Mk. zu bewilligen. — Der Antrag wird angenommen. Damit ist das Ministerium „Arbeit und. Wirtschaft" erledigt. Ohne Debatte werten auch sämtliche Kapitel des Ministeriums der Justiz angenommen. . Zum Ministerium der Finanzen werten tebattelos erledigt die Kapitel 105 bis 111. Dei Kapitel 112 wird von der Rechten die Beschlußfähigkeit bezweifelt. ' Rächste Sitzung Mittwoch 8.15 Uhr. — Schluß 6.15 Uhr. setzte Gebiet. Abg. Jost (Dbd.) bespricht die Verhältnisse 6er Sckmle in Herbstein, deren geschichtliche Ent- vickelung er darlegt. Seit 67 Jahren besteht die dortige evangelische Schule zum Segen der Gemeinde, und sie müsse auch weiter bestehen und vom Staat übernommen werden. Geschieht das nicht, so wird ter zur Zeit mustergültige loiifessionelle Frieden dort schwer gefährdet. Was die Landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen betrifft, so muß unbedingt verhindert werten daß für die Sommermonate irgendwelche Arbetts- fräfte ter Landwirtschaft entzogen werten. Gerade in ter kurzen Zeit, die im Vogelsberg für Landarbeiten zur Verfügung steht, ist keine Hand zu entbehren. Die Schule muh auf die Winter- mvnate verlegt werten. Abg. Laufs er (Bbd.): Die Hauptsache ist zur Zeit doch die Hebung der Produttivn. Dazu brauchen wir aber im Sommer alle Hände. Wir bitten, ten Antrag Glaser anzunehmen. Abg. Fenchel (Dbd.) befürwortet ebenfalls ben Antrag Glaser. Bei ter Berufung von Lehrern sollte auch Kreisschulamt und Stadtschul- amt gehört werten. Abg. Reiber (Dem.): Die evangelische Schule in Herbstein ist überflüssig, da dort eine Simultanschule vorhanden ist, wenn diese auch praktisch keine kacholische Schule ist. Abg. Füller (D. Dp.): Auch das Handwerk ist mit ter Regelung ter Fortbildungs- fchllen nicht zufrieden. Es wünscht ebenfalls eine Konzentrierung ter Schule auf die Winter- 880'_ 77O\ 630- J 300* K-M5- ! J25\ Ä-190Ü -. !80L qS'510^ '65 _ ST 89i - 125' S- 835 - 100 , $' 2500,- '38. U" 790,. '30 . 800,- )60 . S- 735,- 340 - U- 850,- 500 . 430 - Ä' 502.- S: ä; semnatki. 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Ich beantrage: „Einstellung von 100 000 Mk. unter dem Rainen „Georg Büchner- Preis", aus dem das Landesamt für das Bildungswesen alljährlich am hessischen Verfassungstag bis zu fünf Preisen an hessische oder in Hessen wirkende Künstler (Schriftsteller, bildende Künstler, Architekten, Musiker, darstellende Künstler) vergeben soll. Das Landesamt für das Dildungswesen hat vor seiner Entscheidung Sachverständige zu hören." Der Ausschuß beantragt, dessen Antrag der Regierung als Material zu überweisen. - Abg. Reiber (Dem.): Rach alter Hebung bedeutet das ein Begräbnis erster Klasse. Das beteuere ich. Ich halte es für eine Pflicht des Volksstaates, zu beweisen, daß nicht nur die Fürsten Förderer der Kunst waren. Der Volksstaat muß seine Verpflichtung, die Kunst zu fördern, anerkennen. ~ Abg. Dingeldey (D. Vp.): In der Ansicht, daß der Staat die Pflicht hat, die Kunst zu fördern, sind sich wohl alle Parteien einig. Es hantelt sich nur um ten Weg. Da llönnen wir dem Antrag Reiber nicht alsbald zustimmen und treten dem Antrag tes Ausschusses bei. Abg. v. vr- Diehl (Dntl.): Wir würden es beteuern, wenn dem Antrag ein Begräbnis würde. Aber festlegen auf Einzelheiten können wir uns nicht. Wir sind ebenfalls für ten Ausschußantrag. — Der Antrag wird angenommen. Ohne Debatte werten erledigt nach den Aus- schuhanttägen die Kapitel 58, 59 (Universität und Hochschule), 60. 61, 62, 63, 64, 65. Rach ter Pause folgt zunächst eine Generaldebatte über tes Ministerium für Arbeit und Wirtschaft. Abg. Felder (Ztt.): Vor einigen Monaten wurde der langjährige Wunsch ter christlich- nationalen Gewerkschaften erfüllt und ter Abg. Kuoll in tes Wirtschastsmlnisterium berufen. 390;. V. Hessischer Landtag. 29. Sitzung. St. Darmstadt, 8. Aug. Am Regierungstisch: Staatspräsident Ulrich, nister teS Innern v. Brentano, Wirt- cktsminister Raab und Degierungskommissare. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung 8.40 Uhr. Das Haus tritt aföbaU) in die aesordnung ein. Die Beratung des Haupt- Van schlag es wird fortgesetzt bei Kap. 49. Volksschulen. | Stel lemii^aotel Für ein industrielles Unternehmen in Gießen wird eine in Lohn- duchhaltung, Kranken- kassenweseu n. sonstigen Kontorarbeit, ersahrcne Melk smt (Air «Ser Dame) zum baldigen Eintritt gesucht. Schristl. Angeb. mit Referenzangaben unter 7381V an d. Gießener Anzeiger erbeten. Tücht., selbständiger Vreschmaschinen- sührer sofort gesucht. 7399 Wilh. Schwab Frankfurt a. M. _____Eckenheim.____ Fraulein als Stütze für Geschäft u. Haushalt gesucht. 7337 Fritz Meister,Metzgerei, Lelteröweg 57. Gießen, den 29. Juli 1922. (72108 Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor. Naturheilverein Gießen 7392v Zirka 350 Meter 07 ««r. la Wetterauer große 07SS8 zu verkaufen 07681 lir Sltgti mit größerem Bezirk gegen höchste Bezüge. *' sucht sofort 07653 beizulegen. 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