Nr. 153 Erscheint täglich, aufoer Sonn- und Feierlags, mit berSamstaqsbeilagt lYiehenerFamilienblätter Monatliche Sezdgspreise: Mk. 20 — und *Dlh. 2.— Träger lohn,durch diePost Mk. 22.—, auch bei Nichts erscheinen einzelnerNum« mern Infolge höherer Gewalt.- Fernsprech« Anschlüsse: für die Schrift« Teilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. poftschecttonto: Frankfurt o. M. 11686. Zrettag, 9. Juni 1922 172. Jahrgang Annahme von Anjeiaen für die Tagesnummcr bi# zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. preis für 1 mm Höhe für Anzeige,,v 34mmVrcite örtlich 150'Vf.auswärt» 1R0 Pf.; für Neklamec Anzeigen von 70 mm ‘Breite 500'Pb Bei Platz- Vorschrift 20 Aufschlag. Hauptschriftlciter: Aug. Goetz VerantwortNch für Politik. Aug. Goetz, für den übrigen Teil tzarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans ‘Bcdt, sämtlich in Gießen SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen drvck nnö Verlag: vrühl'sche Univ.-Vllch- und Ziemdruckerei R. Lange. Zchrisilettung, SeschSft5stelle und vruikerei: 5chulstratze r. -lbschaffung der Todesstrafe?'' Die LtSführungen des Herrn Professors Ißiftcrmaicr in seiner am 7. b. Mts. erfolgten Duplik aus meine Replik vom I.Huni können nicht unwidersprochen bleiben. Für Professor 71t., den Kenner der eine Bibliothek füllenden Literatur über die Todesstrafe, hätte es bei seinen ersten Ausführungen zwei Möglichkeiten gegeben: Entweder mit Hinweis auf das umstrittene Problem sich der Stellungnahme zu enthalten, oder, wenn er einmal die Frage vor der Öffentlichkeit erörtern wollte, seine Ansicht gründlich und eingehend zu belegen. Statt dessen hat er, in autori- tativ-apodiltisch-suggestiver Weise seine Ansicht nicht begründet, sondern er cathedra verkündet, hat seine Meinung als sittliche eingeführt und kurzweg von der angeblich erfahrungsgemähen Wertlosigkeit der Todesstrafe gesprochen. So war es. was ihm entgangen zu sein scheint, in erster Linie die von ihm gewählte Methode, die die Äritit auslösen muhte, und auch heute muh ich zunächst meinem Befremden über die Methode Ausdruck verleihen. Professor M. behauptet nachdem er Hunächst aus die angebliche Ecfühlsmäbigseit meiner Ausführungen hingewiesen hat auch ich batte mich „berufen aus a priori hingestelltc, absolute, daher offenbar des Beweises nicht bedürs- fenbe tfoll heihen bedürftige» Anschauungen". Diese den Mittelpunkt der Erörterung verschiebende. unrichtige Zusammenfassung war nur so zu bewerkstelligen, daß von mir gebrauchte Ausdrücke aus gänzlich verschiedenen Zusammenhängen ausgerupft 'nid anejnanderqekopvelt wurden. Meine keineswegs flrif'L'? >, sondern durchaus verstandes- mähigen kritischen Auslührungen gipfelten erstens in dem "n.n+roeri, daß das die Todesstrafe fordernde Rechlsbewusttsein des Bolkes nicht, wie Proscsso, T.t. behaupt et. auf Rachsucht beruht, sondern aus Gerechtigkeitssinn, mithin aus sittlichem Boden. Wei'er habe ich nicht gefühlsmähig. sondern mit verslandesmähiq-psychologischer 'Begründung und keineswegs mit apriorisch-absoluter Behauptung gezeigt, worauf die Wirksamkeit der .'.odesstrnfc allerorts beruht. Wenn nun gar an diese unmögliche Zusammenfassung, die dartun soll, als hatte auch ich nicht begründet, sondern apodik- lisch behauptet, der mir wie anderen unverständliche. durch nichts begründete Schluß geknüpft wird, hierin zeige sich, „daß diese Strafe die Entwicklung der Gesellschaft zu einem Zustand, der uns immer mehr befriedigt, hemmt" so ist das eine Wiederholung der bekannten Taktik: die eigne Ansicht als die sittlich-fortschrittliche, die der Gegner als die unsichttlich-rcaktionäre einzuführen. Verstärkt wird diese Suggestion, wenn am Schluß die Gegner der Todesstrafe mit den Gegnern der, mit keiner neuzeitlichen Strafart irgendwie verwandten Folter als Kämpfer für Freiheit und Licht zusammengenannt werden. Danach ist cs offenbar: auf der einen Seile Kultur und Humanität, auf der anderen Dunkelheit und Barbarei. Wenn Pros. 71t. im Gegensatz zum Volks- empsindcn wie zu den bedeutendsten Gelehrten, die sich fast durchweg für die Beibehaltung der Todesstrafe ausgesprochen haben, die „heutigen Sittlichkcitsgrundlähe" anders wersteht, so ist darüber an sich nich's zu sagen. Aber seltsam erschein, es im Munde eines Rechtsqelehrten, wenn er dies scheint Pros. M. doch sage,, zu wollen die degrisslichc Unterscheidung des Mords vom Todschlag als zu unsichrer bezeichnet, um für Mord schwerste Strafe zu verhängen. Danach bat es fast den Anschein dies wäre folgerichtig als wolle Pros. M. die begriffliche Scheidung zwischen Mord und Todschlag aufgeben und die Tötungsverbrechen unter den gleichen Begriff zufammenzufafsen was doch unbestritten den Rück! all in längst überlebte Rechtszustände, in Unsicherheit und Willkür bedeuten mühte. Tatsächlich besteht zwischen überlegter, vorbedachter, lallblütiger (über die Fassung ist hier nicht zu streiten) Tötung, d. h Mord, und der Tötung aus Affekt (Totschlag) schon in der Theorie ein scharf umrittener Unterschied, der sich auch in den meisten Fällen der Praxis und namentlich bei den gefährlichsten Mordtaten einwandfrei bqrtun läßt. In Iweifelsfällen gilt natürlich der Satz: „in dubio pro reo — im Zweifel für den Beschuldig- tcn“. Hätte Herr Prof. M. zur Ergänzung seiner Literaturkenntnifse den vor dem Schwurgericht hier verhandelten groben Mordprozessen beiwohnen wollen, so hätte sich ihm die Lieberzeugung aufdrängen müssen, dah sich Mord und Totschlag zweifelsfrei unterscheiden lassen, dah es sehr wohl gelingt, die wahrhaft schweren Fälle klar, unter Ausschaltung des Zufalls, leidenschaftslos und ohne unbestimmtes Gefühl zu erkennen und mit gerechten Maßstäben zu messen. Wenn — um mir einige Fälle aus unsrer Provinz herauszugreifen ein Mensch seinem vertrauensvoll neben ihm schlafenden CB an bergen offen mit einem Stein den Schädel zermalmt, um ihn feiner Barschaft zu berauben, wenn ein Mensch aus Raubgier Echtlicherweile in ein Haus cin- brichi und den erwachenden Hausherrn mit einem zu diesem^ Zweck bereitgehaltenen Tranchiermesser wie ein Tier abschlachtet, wenn ein Mensch auf offener Landstraße einen harmlosen Radfahrer mit der Frage nach dem Weg anhält und den freundlich Auskunft Gebenden mit einer bereitgehaltcncn Pistole nicderschietzt und beraubt, wenn — um den kürzlich verhandelten Heüxüberger Mordsall her- anzuziehen — ein Mensch sich mit einem Karabiner auf den AnstcMd legt und friedliche Wanderer wie R-chböcke abschichd und ausraubt — so sind das alles Falle, in denen hie ^leberlegung tote die *) Vergl. die vorhergehenden Aufsätze in Ar. 127 llvd 131 Anzeigers". gemeinen Beweggründe, b. h. das Fehlen mildern- ber Mmftänbe klar und unzweideutig zutage treten Schandtaten, für die das Volksbewußtsein die, zugleich der Sicherung und Abschreckung dienende, einzig gerechte Sühne fordert nicht aus Rache, sondern nach objektivem, auf dem Verlangen nach ausgleichender Sühne oder Vergeltung beruhenden Gerechtigkeitsbedürfnis, das nichts weniger als ein Unflates Empfinden ist. Wobei noch zu bcmcrlcn wäre, dah alles Recht letzten Endes im Rechtsgefühl wurzelt, und dah der Gefehestenner ohne lebendiges Rechtsgefühl für die Rechtsfindung und Rechtsgestaltung nichts bedeutet. Dieses Rechtsgefühl ist übrigens häufig selbst im Rechtsbrecher wirksam: die meisten Mörder betrachten, wie auch in der Literatur sestaestellt, die gegen sie verhängte Todesstrafe selbst als gerecht. Richtig ist, baf} ein Fehlurteil bei Anwendung der Todesstrafe nicht mehr gutzumachen wäre. Dieser von Holzendorff übernommene Einwand beweist zuviel und darum nichts. Wenn ein Unschuldige! fein Leben oder auch nur die besten Jahre seines Lebens im Zuchthaus verbracht hat, so ist dass ebenfalls durch nichts wieder gutzumachen. Mögliche schwere Folgen fehlerhaf- tenGebrauchs einer Einrichtung tonnen niemals deren Beseitigung, sondern nuv äußerste Vorsicht bei ihrer Anwendung rechtfertigen. Tatsächlich ist, soweit ich sehen kann, mjndestens im letzten Menschenalter in Deutschland nicht ein einziger Fall der Hinrichtung eines Unschuldigen, d. h. eines Menschen, der die Tat nicht begangen hätte, bekannt worden. Und gerade die „gewaltigen Fortschritte der Psychologie und Pst>chiatrie" machen es heute mit hinlänglicher Sicherheit möglich, die st rasrechtliche Verantwortlichkeit eines Rechts- btechers festzustellen. Daß aber in allen wichtigen Fällen der Geisteszustand des Täters durch geschulte Llerzte auf das peinlichste untersucht wird, ist auch dem Laien bekannt. Erfreulich ist, daß Professor Qli. seine apodik- liichc Behauptung von der „Wertlosigkeit" der Todesstrafe stark eingeschränkt hat: er bezeichnet sie nur noch als entbehrlich. Aber gerade seine Auszählung der Staaten ohne Todesstrafe, darunter meist tfeine Schweizer Kantone, die Republik San Marino mit zehntausend Einwohnern, „hochkultivierte Staaten" wie Brasilien, Venezuela und Ecuador, ein paar nordamerikanische Bundesstaaten, in denen man die abgeschaffte Todesstrafe durch Lynchjustiz wirksam zu ersetzen sucht, stützen die Angabe, dah die groben .Kulturstaaten durch Jahrhunderte hindurch den THorb mit bem Tode bestraft haben und noch bestrafen. Daß und weshalb das hierdurch erzeugte Gefamtbewusttsein aller Völler von der Furchtbarkeit des Mordes überall wirkt, glaube ich in meinen letzten Ausführungen gezeigt zu haben. Den Ausspruch: „Die Herren Mörder mögen beginnen" angeführt zu haben, möchte ich fast bedauern. Prof. 71t hat die geistvoll-ironischen Worte zu trockener und anfechtbarer Interpretation benutzt: der geistreiche Urheber des Satzes, der bei seinen gleichgearteten Kollegen für die feingeschliffene treffsichere Wendung auf Ver ständnis rechnen durfte, hat die Möglichkeit einer derartigen Auslegungsmethode gewiß nicht geahnt. Tliag man über die Abschaffung der Todesstrafe in einer ferneren, hoffentlich glücklicheren Zukunft denken wie man wolle, zweierlei bleibt für die kommenden Beratungen zu wünschen. Möge von den gefühlsmäßigen Gründen, die nach dem ausgezeichneten Gutachten des Professors Finger auf dem «31. Deutschen Zuristentag gerade bei den Gegnern der Todesstrafe nachzuweisen sind, wenigstens der eine Wegfällen, ber die Todesstrafe ablehnt in Konsequen-. eines politischen Parteiprogramms. Im Kampfe .der Untertanen gegen eine absolute unkontrollierie Staatsgewalt spielte auch die Forderung der Abschaffung der Todesstrafe eine grobe Rolle, und diese, übrigens auf nachweisbar irrigen Voraussetzungen beruhende Forderung ist trotz der veränderten Umstände von vielen gewöhn heits- rnäßig beibehalten worden. Möhe vor allem im Volks fl a a t nicht vorbeigegangen werden an der Ueberzeugung des Volkes. Sie liegt, um mit Professor Kahl zu reden, auf dem Markte, sie ist zu llnden in der Presse und der S?itcrafu •. fie deckt sich mit der Ueberzeugung der bedeutendsten Gelehrten, und sie ist heule, nachdem wir dank Der eingetretenen Verwilderung Bluttaten von unerhörter 3ab( und Graufigkeit erleben muhten, stärker als je. Zur vollkommenen Rechtfertigung der Todesstrafe genügt aber, um mit dem groben Rechtslehrer La banb zu reden, d i e volkstümliche !Rechtsanschauung allein. Staatsanwalt Dr. Eckert. zufehen. wenigstens seine Zahlungen für eine Reihe ron Jahren vermindere. Es sei nicht wahrscheinlich. dah dieser Plan angenommen werde, andere wieder hätten für eine kleine Anleibe von etwa einer Milliarde , Dollar Marimum plädiert, die wenigstens Deutschland ‘.m einige 3af;rc Ruhe bringen würde Endlich sei aber r ergeschlagen worden, dah der Anleitzeausfchuß sich nicht trennen solle, ohne wenigstens in theoretischer Form die Bedingungen für eine Mobilisierung der deutschen Schuld du-ch eine internationale Kreditoperation fest.rule-.en Das nennt das Platt eine Art Pazifismus des ReparationSvroolen'S zum Gebrauch der EyefS der alliierten Regierungen. Aber dieser Pazifismus rii auch oas Testament des Anleiheausschusses, und da> Blatt hofft, entgegen der Obstruktion der französischen Politiker, dah der Ausschuh dadurch ein praktisches und belebendes Weri hinterlasse. Deutsche Besprechungen über die politische Lnge. Berlin. 9. Zuni Wir die blätter mit- teilen, ist der R e i ch s nr i n i st e r des A e u - Hern D v. Rabenau gestern abend nach Stuttgart ab gereift, wo auch'der Reichskanzler Dr. Wirth cingclroffen ist. Die ..Deutsche Allgemeine Zeitung" nimmt an, dah eine Aus- spiache des Reichskanzlers und des Rrictzsauho,!* Ministers über wichtige-clltuelle Fragen :*ee auhen- unb innenpolitischen Lage stattsiaden wird. Auch der badische ö 1 j_a t 0 p r ä sident wird, wir 1 "is Blatt tert, in otuttgji 1 anwesend in. <' ?-• Be'chslanzlcr wird vor i"ssich,!lich am irret-.j Gl'cnb nach Berlin zurückkehren .Nrcdikverftatrdluttge,» itt Wiev. Wien, 8. Juni. lWTB ) Amtlich rnrrb verlauf bart: x{ur Fortsetzung der Verwandlungen über dir Kredite ist der englische Fmanzdese giertc Hilton P 0 ung wieder in Wien cingr troffen. Er crffatfelc vo'-mittags in einer meir• stündigen ilntcrretning, der auch Minister des Aeußc-ren Dr. Gründe rger und Finanzmi- nister Segur beiwohnten dem Bindeskanzler Bericht. P 0 u n g ist vorläufig als alleiniger 'T^rtreter der britisch-amerikanischen Finanz- gruppe, mit der die 'Verhandlungen geführt oer- den, erschienen: andere Delegierte (UcrOat nach Mahgabe des Fortschreitens der Vephandlungen Nachfolgen. Zn der heutigen Besprechung ist bereits der gesamte Fragenkomplex, von dessen Erledigung die Entschcidung in der Kreditfrage ab hangt, durchgesprochen und auch die Methode fcflgolegt worden, nach der die weiteren finanziellen Verland tun gen ovrgenommcn werden sollen. Der Bundeskanzler berichtete hierüber in der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Rationalrates. Auhcrdem ist für die Abendstunden ein aufer' ordentlicherMinj st errat cintenifen a>or den. Die Tesprechung zwischen V 0 u u g und den zur Führung der Verhandlungen berufenen c^te> len werden morgen fortgesetzt. Pariser Vudgctverhandl«ne;ett. Paris, 9. Zuni. (WTV.) Der Finanz- a u s s ch u h der Kammer hat gestern m An- ttvfentrit des Plinisterpräsidenten, e'-üianz Ministers und des Ministers für die bereiten Gebiete über den Ausgleich 0 es Budgets 1 5. mrdcll Der Ausscomh beauftragt" feinen Cvneralberrchtcrflatter, ihm in kürzester Frist Vor- ' Ic lag. zur Herbeiführung des B-dgetsgleichge- ,1'.c! ts aus?uarb.!ten. Er beschlost fernee, bi.' Regierung au,^.ufordern, cinenE onderausschuh ein^usehen, um eine tiefgef? :noe Reform in d r Verwaltung herbei'uführmi. Zn der, Debatte ft ll der Berichterstatter B 0 g a n 2 w s k t auf die Cefährlichkeit der Anleihepolitic hrage- iriden haben. Ministerpräsident PoincarL l abe Erklärt, das sei ihm wohl belanni und cv wolle nech einmal der Herabsetzung der Ausgaben zustimmen und auch jedem Vorschläge der Cinnahmeerhöhuag, i*cn der Finanz- aueschuh unterbreiten könne. Qtat bem „Zournal", soll Poincare hinsichllich der Frage der internationalen Anleihe erklärt haben, die Delegierten der Reparationskonimission, die der Erwriterung des Mandats des Anleiheausschuisrs zugestimmt hätten, hätten noch keineswegs die Herabsetzung der deutschen Schuld angenommen. Paris, 9. Zuni. IW TB.) 3m gestrigen Ministerral gab Finanzminister d e Last e y r i e von feiner Absicht Kenntnis, demnächst eine neue Anleihe Les Credit Aatio- n a l aufzulegen. Frankreichs Vertreter im Haag. Paris, 8. Juni. (Havas.> Die S)i • vaSagentur glaubt zu wissen, falls Frankreich an den Verhandlungen im Haag lellnehmen werde, werde der französische Gesandte im Haag, Ben 0 ist, Frankreich be» den Vorverhandlungen vom 15. bis 25. Juni vertreten. Starkes Vertrauensvotum für die italienische Regierung. Rom, 8. 5uni. (WTB.) Dis Kammer hat mit 209 gegen 67 Stimmen eine Tagesordnung angenommen, in der die Auhenpoliti? dxp Regierung gebilligt wipd. Der Beschluß der Reparationskommission Londoner und Pariser Stimmen. 21 uf dem Wege zn einem Zrompromisi? London, 8. Juni. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter der „Time s" schreibt, zum ersten .Male sei in ber Reparationskommission in einer wirklich erstklassigen Frage ein Mehrheitsbeschluß gefafjt worden. Die Stellung Belgiens sei äuherst heikel gewesen. Man hoffe, dah- die Bankiers zu einem Kompromiß kommen werden, dah die Gesamtschuld Deutschlands nicht angetastet werden solle. Dagegen solle die Bezahlung während eines Zeitraumes von zwanzig Zähren suspendiert werden. Wenn diese Mittel angcwendet würden, so sei es wahrscheinlich, dah Frankreich keine weiteren Einwendungen mache. Dieser Zwischen-all habe gezeigt, dah eine Herabsetzung der französischen Forderung ohne gleichzeitige Kompensation nicht stattfinden könne. Ein etwaiger Bericht der Bankiers werde vielleicht eine allgemeine Debatte auslosen, die zu einer größeren Konferenz führen könne. Es stehe nicht fest, dah unter den augenblicklichen ilmftänöcn eine Anleihe möglich sei. Es würden vielleicht die ernstesten Einwendungen besteben gegen eine Teilbehandlung eines Problems, das durchaus ein Ganzes bilde. Vieles müsse noch getan werden, wie auch der „Temps" bemerkt. Die deutsche Anleihe müsse angefehen wvrden als volle Regelung der internationalen Schuld. Der Par iser Berichterstatter der „M 0 r n i n g P 0 st" schreibt, der gegen die Franzosen angenommene Beschluh ber Reparationskommission betreffend die Erweiterung des Mandats des Bankierausschusses habe in Paris ilefcerrafdntng hervorgeru'en anstatt Bestürzung. Dieser Beschluß bedeute einen weiteren Schritt auf dem Wege der Herabsetzung der französischen Forderung an Deutschland: das sei in jedem Falle die in französischen parlamentarischen Kreisen vorherrschende Ansicht, und Poincare und de Laste yrie seien durchaus dieser Meinung. Man erkenne, dah eine wirkliche Gefahr bestehe, die Frankreich in eine Lage hineinmanövrieren werde, in ber ein Druck auf Frankreich ausgeübt werden Birne, eine weitere Herabsetzung der Reparationen anzunehmen. Das ,D a i l Y C h r 0 n i c I e“ übt in einem Leitartikel Kritik an der Haltung dep franzosilchen Regierung gegerdi-er dem Bankier ausschuh. Es sei unverständlich, dah die Franzosen den unerfüllbaren Reparationstraum dcn Reparativnen selbst vorzögen. Der Plan deS DankiersausschusseS sei der einzige vorhandene Weg, um den deutschen Finanzen wieder auf die Beine ^u helfen, und zugleich das einzige Mittel, um für Frankreich felbst m beträchtlichem Umfange CExngüö ,u fcctrmmcn. Diese Bankiers, die die einsluhreichsten Körperfchasten von FinanzleutLN und Sachverständigen verträten, die bic Welt aufweise, interessiere nicht wie Politiker die Frag,», was Deutschland »osse zahlen zu können, foa- dem, 'was Deutschland in Wirklichkeit zahlen könne. Das sei nicht eine Politik des Rech'S oder Anrechts, sondern eine solche der barten Wirtlichkeit, die allein in Bargeld umgeseht lver- dcn könne. Die Haltung der Franzosen sei vielleicht patriotisch, aber jedenfalls nicht geschäfts- llug. Wenn dies so weitcrgehe, Bane di» öe»d = sche Anleihe nicht verwirilicht werden und Deutschland werde nicht in ber Lage sein, die Verpfli/ch- tung, seinen Rotenumlauf einzuschränken, aus- zusühren. Deutschland werde dazu getrieben werden, auss Geratewohl Kunstgriffe anzuwenden, um sich ausländisch: Kredite zur Dezaylung unbestimmter Reparationen zu fichern. Paris, 9. Zuni. (WTB.) Die Mvr^en- presse gtcubt berichten zu tönreen,. dah sich im internationalen Anlerheausschut; gesternzwei Strömungen geltend gemacht hätten. Es zeige sich eine Tendenz, tfnrir vollkommener Anerkennung der 5d>mieiig*citciu dir sich Gugenblictlid) ber Emittiemng einer rnler- nationalen Anleihe entgegenftelkn, die Zu/lunll dadurch Dor^ubereiten, dah Empfehlungen vofi- liten Charakters ausgearbeitet werden füllen. Die andere Tendenz, die nach dem „Petit Parisien" vorgeherrscht haben soll und für die auch Morgan eintritt, sei, man müsse, damit der Mih- crfclg nicht offenbar werde, einen Bericht vor- bereitem, um di: Bedingungen fest?.ulegen, unter denen später eine Anleihe burchgcführt werden könne. Das Blatt sagt, es bestehe allo dieHokf- nur.g, dah der Bericht, den der Ausschuh aus- arbeite, wenn auch wenig ermutigend für die ^Gegenwart sei, doch nützlich sei für die Zutunst. Obzwar die Z^owperrfierung eines Teiles der d rutschen Schulden mit den interalliierten Kricgsfchu den h.mte unmöglich erscheine und Morgan dies bet 'bem augenblicklichen Stande der öffentlichen Meirrung in Amerika nicht empfehlen forme, so werde doch wenigstens der Bericht des Anleiheausschusfes vielleicht den Weg zur Regelung einer internationalen Abrechnung ebnen. Der „Petit Parisien" fügt nvch hinzu. allcrbin^ müsse man willen, welche Haltung Deutschland entnehme. Alle Anstrengungen. die im Augenblick in Paris unternommen würden, würden vergeblich sein, wenn, rote aus Berlin eingetroffenen Rachrichüen dies befürchten ließen, die deutsche öffentliche Meinung. wenigstens der einflußreichste Teil, jeder Anleihe scinülich gefilmt wäre Man wehre iich, dies an-unchmen: denn Deutschland würbe durch eine derartige Haltung, oder wenn es aus den augenblicklichen Schwierigkeiten das Argument herleiten werde, um feine am 31. Mai übernommenen Verpflichtungen in Frage zu stellen, wieder dieAeraderSanktioncnundder Zuhilfenahme Zke r Gewalt eröffnen. Rach dem „Oeuvre" ist auch gestern ün Ausschuß die Ansicht ausgesprochen wovden, man könne eine Kombination Vorschlägen, 1 die, ohne die Gc^anchlchtlb Deutschlands fcrab; Schanzer über Genua. 2 om. 7. Omni (Wolff.) 3*n der Ausspruchs über die äußere Politik erklärte der Minister des Äeuhern Schanzer gegenüber verschiedenen 2ebnem, es werde einer gewissen Zeit de» dürfen, um ein endgültiges Urteil über die Genueser Konferenz fällen zu können. 'Die Auswirkungen der Konferenz auf die wirtschaftliche und politische Lage Europas gehörten der.Zukunft an. Die Konferenz habe «ne Reihe von Ergebnissen von unleugbar großer Bedeutung auf dem Wege zur Hälrng der vom Kriege geschlagenen Wunden und z.i einem neuen Gleichgewicht gezeitigt. Die Aufgabe in Genua habe darin bestanden, diese große Bölter verfammlang zu organisieren und ihr regelrech es Arbeiten sicherzuslellen sowie in aller Aufrich.igkeit und mit aller Energie z tr Erreichung der wesentlichen Ziele der Konferenz beizutragen. Der erste Teil dieser Aufgabe fei w llkr mmen gelöst worden. Die Organisation der Konferenz habe einstimmiges Lob gefunden. Hinsichtlich der Lösung des zweiten Teiles der Aufgabe wies der Minister darauf hm, daß die technischen Ergebnisse der Konferenz bemerkens- toert seien.' Die Frnanztommission und die Witt-- ichaftskommission hätten Fragen von höchster Bedeutung für den Wiederaufbau Europas studiert und hätten auf der Konferenz zahlreiche Ewt- »chlieHungen zur Annahme gebracht, die einer, bedeutsamen Beibag zur Gesundung der wiat- schastlichen and finanziellen Lage Europas brieten. Hinsichtlich des politischen Teiles der Genueser Konferenz erinnerte er daran, daß öic Fragen über die Abrüstungsverträge und über die R e p a r a t i o n e n ausgeschlossen waren. Man habe diese Einschränkungen annehmen müssen, um die Konferenz zu retten. Eine be$c ©rxjibißeen — fuJ>r der Minister fort dir uns beseelte, war die von dem besonderen Ehw ’:a±ter der Konferenz, von ihrer europäische* Universalität und der Gedanke, daß die Plötze Tatsache dieser Versammlung ein noch nicht nach dem Kriege dagewesenes politisches Ereignis war, das einen entscheidenden Einfluß auf die z u - künftige Äichtung der europäischen Politik haben würde. Von dieser 32>?e ließen, wir uns ständig während 'der erregten Wechselfälle der Konferenz leiten auf dem langen schwie-H eigen Wege, den wir durchmessen mußten, indem«, wir wiederholt riesige Anstrengungen machten, um einen Bruch zu vermeiden. Dann behandelte Schanzer das r u f s i s ch e j Prob lem und erwähnte die verschiedenen $ Arten, es zu betrachten, wobei er von denen sprach, die an eine Interventionspolitik gegen das bolschewistische Regime dächten, die so bittere Früchte zeitigte, sowie von denjenigen, die wenigstens um Rußland eine Art politischen Sanitätskordon aufrechterhalten wollten. Wenn inan, sagte Schanzer, diese Ansichten nicht teilt, ist man logischerweise genötigt, eine Politik zu verfolgen, die unter Beiseitelassung von Vorurteilen gegen die Verfassung und das innere • Regime Rußlands danach strebt, das russische Voll in das europäische Geben toieber gurück- zuführen, damit es zur Befriedigung der Be° . aürfnisse Europas beitragen könne, indem es lerne Produkte im Austausch gegen Waren liefere, und baipit es ermöglicht werde, von neuem das Gefühl der Sicherheit und Beständigkeit in Europa hervorzurufen. - Der Redner betrachtete darauf die Ergebnisse - der Konferenz im Zusammenhang mit der allgemeinen Politik Italiens und wieder- i Holle, daß Italien in einem allgemeinen Abkom- .. men mit Rußland eines der wesentlichsten Elemente zur Befriedung und zum Aufbau Europas erbltde, daß Italien deshalb für ein solches eintret und seine eigene politische. Linie verfolgte, ohne die Grundlagen der politischen Gruppe zu erschüttern, der es angehörü Es lag in der Ratur der Dinge selbst, daß England und Italien in der allgemeinen Politik dieselbe Linie e i n h i e l t e n. Sie sirrd zwei große Demokratien, welche keine Konfllltsgründe zwischen sich haben und durch wechschseittges Verständnis für ihre gegenseitigen Interessen verbunden sind. Wir freuen uns darüber, daß eine engere Solidarität zwischen England >/nd Italien aus dem Kampf hervorgeht, welchen die beiden Rationen zusammen in Genua lieferten, um einen neuen Geist und neue, für die W iederaufnähme der allgemeinen wirt- schafllichen Tätigkeit günstigere Bedingungen zu schaffen. Diese Solidarität — überflüssig eigentlich, davon noch zu reden — ist well davon entfernt, auch nur im geringsten in Widerspruch zu stehen zu den Interessen der anderen Rationen. In der Tat betrachten wir die Freundschaft Italiens zu Frankreich als einen der Grundpfeiler i.jnscrer Politik und als wesentliche und unentbehrliche Bedingung für die Aufrechterhaltung des Friedens in Europa. Um Oberschlefien. Besch?üssedespre»stischen Staatsrates. Abtransport der Alliierten am 11. Juli. Berlin, 8. Juni. (WTB.) Im preußischen Staatsrate wurde ein Dringlich- - keitsantrag der Staatsratsmllglieder Trappe, Dr. Stephan und Genossen angenommen Danach soll der Staatsrat bei den ^ständigen Stellen darauf hinwirken, daß den Terrorakten und dem Bandenunwesen n Oberschlefien Einhall getan wird; fer= ter sollen nach einem Zusatz antrage Mittel und Wege gesunden werden, um der vertriebenen ^berschlesischen Bevölkerung zu ge- * ernten und zu helfen. — Ein Regierungs Vertreter sagte diesem Anträge weitestgehende iln» rerflüßung seitens der Staatsregierung zu. Paris, 8. Juni, lWolff.) Havas meldet: Die Botschafterkonferenz traf gestern die letzten Bestimmungen betreffend die Lieber- tragung der Verwaltung Oberschle- s i e n s an die deutschen und polnischen Behörden. Die Verständigung, von der an die Frist von cinctn Monat bis zur Beendigung der Befugnis der iirteraHtierten Kommission läuft, wird demnächst, wahrscheinlich am I. Juli, erfolgen. Die alliierten Truppen werden daher vom 1 1. Juli an aus Oberschlesien abberufen werden können. Beuthen, 9. Juni. (WTB.) Der Tagesbericht der Fünfer-Kommission besagt unter anderem daß in den einzelnen Orten infolge des W ohmrngsterro rs ein Mafsenaus- / u q eingesetzt hat. Es ist fefigefteüt daß es i m allgemeinen überall gä'hrt, ohne daß 's bis xetzt zu meiferen ernsten Zwischenfällen 7tfmnmen ist. Zwischenfalle ereigneten sich bei den Beldonhütte. der Hugozwangsgrube und in Lipjrre. Die Belegschaften verurteilen, den Lerrvr und fordern sofortige Besetzung durch betbc Regierungen. Den Beamten ist der Schutz der Belege sthasten zugesichert worden. In Beuthen ist eine Fünfer-Kom- Mission gebildet worden, die sich aus deutschen und fcolnifdjen Gewerkschaftlern zusammensetzt. Sie verhandelten mit dem Kreiskmttrotteur, der zugesagt hat, daß für alle Fälle ein erhöhter Schuh bereit gestellt wird. In ihrem Ausruf gibt diese Kommission der Bevöllerung von Stadt und Land davon Kenntnis. Die polnische Kabinettskrise. Warschau, 7. Juni. (Wolff.) Die „Gazeta Pvranna" sieht als Arsache der Kabinettskrise PilfudskiS Streben nach neuen Kriegslorbeeren und seine Bemühung, die Sejmwahlen zu beeinflussen, an. Die Demission des Kabinetts ohne Wissen des Sejm sei eine Vergewaltigung der Verfassung. „Kurjer Warsza- to 6tiu schreibt: Die Bildung einer neuen Regierung wird erschwert durch den Streit um die Auslegung der Verfassung. Die einfachste Lösung wäre ein Vertrauensvotum der Sejm für die bisherige Regierung. „Kurjer Polski" halt eine Krise für sehr bedenklich, zumal die Bildung eines stärkeren Kabinetts unwahrscheinlich sei. „R z e c z- pospolita" sagt: Die ausschließlich dem Sejm verantwortliche Regierung handelte mit der Demission widerrechtlich. „Kurjer Po- rauni)" bestreitet, daß die Gründe der Kabinettskrise außenpolitischer Art seien. Die schwache Regierung mußte zurücktreten, als ihr auch der Staatschef Kritik entgegenbrachte. „Robotnik" erklärt: Der Grund der Kabinettskrise war die Anzufriedenheit des Staatschefs mit den vorgekegten Richtlinie des Kabinetts für die innere und äußere Politik. Die Demission ohne Anhörung des Sejm bedeutet eine Mißachtung der Rechte desselben. Aus dem Reiche Die Einnahmeziffern deS Reiches. Berlin, 9. Juni. Der „Vorwärts" veröffentlicht eine Zusammenstellung der steuerpflichtigen Einnahmen des Reiches im ersten Monat des laufenden Finanzjahres. Danach betragen die fortlaufenden Besitz- und Verkehrssteuern insgesamt 8 792 395 822 Mk., die einmaligen Steuern 139 667 178 Mk., das Aufkommen an Zöllen und Verbrauchssteuern 3 373 757 721 Mk. Die sonstigen Abgaben beziffern sich auf ,887 315 091 Mark. Die gefatfite Summe an steuerlichen Einnahmen hat die Höhe von 13107125 812 Mk. überschritten. Die Reichspost- und Telegraphenverwaltung hat 'A 327 176 589 Mk., die Verwaltung der deutschen Reichseisenbahnen 8 997 291 000 Mk. ver- ,entnahmt. Der Stand der schwebenden Schuld wird mit 29 804 Milliarden Mark ausge- wtesen. S»ie Verhandlungen über die Getreideumlage. Berlin, 8. Juni. Die fett längerer Zeit Mischen dem Reichsernährungsministerium und den landwirtschaftlichen Organisationen schwebenden Verhandlungen über die Frage der Ge- tzreideumlage wurden gestern laut „B.T." tin Ernährungsministerium fortgesetzt. Es würben noch keine Beschlüsse in den gestrigen Beratungen gefaßt. Heute vormittag begannen erneut die Verhandlungen über die Vorschläge, die txirauf hinauslaufen, einen Weg zu suchen, um eventuell ohne Amlageverfahren mttszukoimnen. Im allgemeinen ist. wie das Blatt schreibt, die Frage der Getreideumlage im Augenblick noch ungeklärt. Die Aeberstunden im Ruhrbergbau. Essen, 7. Juni. (WTB.) Heute waren hier Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern im Barg bau und den Arbeitern über die Heber» stmnden- und Lohnfrage. Man hofft aus eine Einigung, da im Mai allem etwa 600 000 bis 700'000 Tonnen englischer Kohle eingeführt tvvr- be'4 sind, diedurcheine Stunde täglicher pleberschicht im Ruhrgebiet hätten gefördert werden können, und da die Arbeiterführer in den Vorbesprechungen Reigung zur Einigung gezeigt haben. Entschließungen der-deutschen Gewerkvereine. Berlin, 7. (Zuni. (WTB.) Der Verbandstag der deutschen Gewerkvereine nahm heute gegai wenige Stimmen eine Entschließung an, wonach er grundsätzlich am Achtstundentag fest hält und die Vertreter des Gemrrkschaftsringes in den Parlamenten ersucht, dahin zu wirken, daß die in dem Entwurf eines Gesekes über die Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter vorgesehenen Ausnahmen nicht gesetzlich, sondern im Wege der tariflichen Regelung zwi« scheu den Organisationen der Arbeitgeber und Arbejitnchmer' festgelegt würden. Angenommen wuidi: ferner eine Entschließung, die allen in den pon der deutschen Heimat abgetrennten Gebieten und in den adzutretem den (Gebieten Oberschlesiens wohnenden Verbandskollegen lebhafte Sympathie aus- sprichrl, sie trotz aller Gewaltmaßnahmen der Treue des Verbandes versichert und dir llebeMeugung ausspricht, daß auch sie niemals vergeben würden, daß sie deutsche Arbeiter seien In eia ter weiteren Entschließung zur Frage der Schaffung eines Einhettsverbandes stellte der Verbcmdstag sich auf den Standpunkt, daß im Hinblick auf die immer stärkere Konzentration der chatternehmerschaft ein festerer Zusammenschluß beruf sverwandter ®e» toe tf.be reine zur wirlsamen Vertretung beachtlich sei, daß aber die Art einer solchen Zu- sammcpfassung Gegenstand weiterer Beratungen auf ben einzelnen Tagungen bleiben solle. Reichsdeutscher Mittelstand Stag. Braunschweig, 8.Juni. Der erste feit 1912 stattfindende Reichsdeutsche Mittelstandstag am 11. (stini in Braunschweig wird in jeder Hinsicht von größter Wichtigkeit für die Standes- beweguqg des selbständigen Mittelstandes in Handel und Gewerbe sein Bekannte Führer werden auf der Tagung das Wort ergreifen, so u.a.: DürgerrLieister a D. Dr. Eberle, M d. L., Bors, des Reichsdeutschen Mlltelstandsverbandes, Dresden, Staidtrat Humar, M. d. R. W. R , München, Bäckervbsameister Rieseberg. M. d. R., Ouedlin- burg, Freiherr von Richthofen, M. d. R. W R, Bors, des Schlesischen Landbundes, Derlagsbuch- händler H. Wessel, M. d. L„ Wvlfenbüttel, und Dir. Lamersdorf vom Reichsverband deutscher Kolonialwaren- und Lebensmittelhändler, Duisburg. Der mit dem Reichsdeutschen Mittelstandstag verbundene 19. Verbandstag des Reichs- Schuhverbandes für Handel und Gewerbe e. B. verzeichnet diesmal auf seinem Programm außer den geschlossenen Verbandssitzungen auch' öffenlliche Verhandlungen über äußerst wichtige Standesfragen: „Fachliche Deruss- ücrtretungen. Der Handwerkerbund, die Einzelhandelsbewegung und der Reichs-Schutzverband." »Warenhäuser und Konsumvereine. Pfuscharbeiten und heimlicher Warenhandel." „Abwehr der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen der Syndikate und Kartelle." „Der gerechtfertigte Preis und die Wuchergesetzgebung." „Die ungerechte Steuergesetzgebung und ihre Reformbedürftigkeit." „Kreditgenossenschaften und Wittel- siandsbanken." „Kranken- und Altersversorgungskassen für den selbständigen Mittelstand." DaS Präsidium der braunschweigischen Landesversammlung. Braunschweig, 8. Juni. (WTB.) In der nachmittags abgebaltenen Sitzung der Landesversammlnng ist die W o h l d e s P r ä- f tb turne vollzogen worden. Zum Präsidenten gewählt wurde der Abgeordnete G e n - zen Unabhängig), zum 1. Vizepräsidenten der Abgeordnete Wessel voit der Deutschen Vollspartei, zum 2. Vizepräsidenten der Ab- geordnete Scholz von der Sozialdemokratischen Partei, zttm 3. Vizepräsidenteit der Abgeordnete Müller von der Bürgerlichen Ar^itsgemeinschaft. - .■wTrrOTxnBU^." Aus S'töbt und Land. Gießen, den 9. Juni 1922 - Amtliche Personalnachricht en. Durch Entschließung des Landesamts für das Dil- dungswesen wurde der Studienreferendar Dr. Karl Karst ien zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab zum Studienassessor ernannt. Ernannt wurde am 31. Mai der Lehrer Wilhelm Hebeis zu Rieder-Roden zum Lehrer an der Volksschule zu Jügesheim, Kreis Offenbach a. M. - Ernannt wurde am 6. Juni der Privatdozent an der Landesuniversität Dr. Hubert E: tzard aus Gießen zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor an der Landesuniversllät. Eine Sitzung des Gießener Schwurgerichts findet am kommenden Montag (vormittags 9> Ahr) statt. Verhandelt wird gegen Wilhelm Gelzenleuchter von Mudersbach wegen Raubes. Die Anklage vertritt Staatsanwalt W e i b e m a n n, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Fischer. Frühzeitigere Z u fi c 11 u n g der Berliner P o st. Die bisher erst nachmittags bestellten mit dem Schnellzug 180 morgens hier eintreffenten Briefschaften anb Tageszeitungen werden infolge frühzeitigeren Eintreffens dieses Zuges seit dem 1. Juni schon mit der ersten Ortsbriefbestellung abgetragen, die jeßt, wie bis por einigen Monaten, wieder um 8 11 tjr beginnt. ** Das Hilfswerk unserer deutschen Stammesverwändten in Amerika zu Gunsten der notleidenden Bevölkerung Deutschlands hat durch das Zentralkomitee für Linderung der Rot in Deutschland und Deutschösterreich (Central Relief Committee) schon viel Elend gelindert. Reuerdings ist in G i e ß e n durch Vermittlung des Deutschen Roten Kreuzes als amerikanische Liebesspende ein Sack Weizenmehl an das Kath. Schwesternheim-Hospital verteilt worden. ** Ein zweischneidiges Schwert. Ein Paragraph, über den sich wohl jeder Schriftleiter einer Zeitung gelegentlich einmal geärgert hat, fft der 8 11 des Preßgesetzes. Er besagt, daß eine Zeitung, die über irgend einen Vorgang berichtet hat, verpflichtet ist, eine Berichtigung aufzunehmen, die ihr von „betelligter" Seite zugestellt wird. Die Berichtigung muß ausgenommen werden, wenn sie formell richtig gefaßt ist. Ob sie den Tatsachen entspricht oder nicht, tut nichts zur Sache. Run hatte sich der Geschäftsführer des Hauptverbandes deutscher Ortskrankenkassen zu Dresden über eine Rotiz geärgert, die in der „Deutschen HandelSwacht", dem Hauptorgan des Deutschnationalen Hand- lungSgehilfenverbandes, erschienen war. Er schickte dem Schriftleiter auf Grund des Preßgesetzes eine Berichtigung. Die „Handels- Wacht druckte sie pflichtgemäß ab — und schickte dem Herrn in Dresden eine Rechnung über mehr als 2000 Mark. Dieser, darob sehr erstaunt, mußte auf den Absatz 3 des § 11 des PrehgesetzeS hingewiesen werden, der nämlich besagt, daß Berichtigungen, die räumlich über die zu berichtigende Rotiz hinausgehen, für den überschießenden Teil nach dem Anzeigentarif der Zeitung bezahlt werden müssen. Der unglückliche Berichtiger suchte vergebens nach einem Ausweg — es half ihm nichts, er mußte den geforderten Betrag bezahlen. Zur Lehre und Warnung für manche Leute, die die Zeitungen oft mit langen, aber wenig belangreichen. und sachlich gänzlich unberechtigten „ Berichtigungen" belästigen,- sei dieser Fall hier mitgeteilt. Marken zu 10 000 Mark Der- sicherungssumme werden jetzt für die verschiedenen Gebührensätze von Reisegepäck und Expreßgut eingeführt. Die neuen Marken zu 10 000 Mark werden aber nur von den Gepäckabfertigungen verwendet, bei denen öfter Versicherungen über 20 000 Mark abgeschlossen werden. Alle übrigen Gepäckabfertigungen verwenden nach wie vor mir Marken zu 1000 Mark. ** Prcuß. -Süddeutsche Klassen- l v 11 c r i c. Mit der soeben beendeten Schluß- klaffc der 19. (245., Lotterie beginnt sofort wieder die Ausgabe der neuen Lose für die am 27. und 28. Juni ds. Is. stattfindenden 1. Klasse der 20. (246.) Lotterie. Die außerordentlich starke und dauernde Rachfrage nach Losen konnte das letztemal nicht mehr genügend befriedigt werden, und die General-Lotterie-Direktton sah sich daher veranlaßt, eine abermalige Vermehrung um weitere 120000 Lose vorzunehmen, wodurch die Preuh.-Süddeutschc Klaffenlotterie nunmehr insgesamt 120 000 Lose mit 325 000 Gewennen und 4 Prämien umfaßt. Es werden jetzt insgesamt über 306 Millionen Mark airägefhielt, was eine bedeutende Vermehrung und Erhöhung aller Ge- trinnbeträge bedeutet, wobei auch diesmal tote der besonderer Wert auf die Vermehrung und Verstärkung der außervrdenllich beliebten Mittel - gewinne von 1500 Mark aufwärts bis 100 000 Mark gelegt wurde. Aber auch die großen Gewinne sind bei der Umgestaltung des Spielplanes ganz wesentlich erhöht worden, nämlich die 4 Hauptgewinne von bisher je 500 000 Mark auf je eine Million Mark, ebenso die 2 Haupt Prämien von bisher je 750 000 Mark auf je eine Million Marl und die bisherigen zwei wetteren Prämien von je 250 000 Mark auf je 500 000 Mart, wodurch sich die Möglichkeit bietet, im günstigsten Falle 2 Hauptgewinne mit zusammen , fünf Millionen Mart zu erzielen. ' Müllersche Bade an st alt.--Waff«-' trärmc der Lahn am 9. Juni: 18 Grad R ♦ Wettervoraussage für Sams ta g. Wollig b-,5 beiter, trocken, warm, wechselnd» Winde, heute Gewitterneigung. Die Luftdruckverteilung hat sich nicht wesentlich verändert. Vornotizen. Tageskalender für Freitag: Astoria-Lichtspiele, ab heute: , .Macifters Aben- teuer“, 2. Teil. — Aus dem Stadttheater- Bureau. Am Dienstag, 13. Juni, wird wiederum ein Gastspiel des Staall. Kurtheaters Bad-Rauheim stattfinden, und zwar mit bem neuen Lustspiel „Scampvlv (Gassen - madel)" von Dario Ricodemi. Die Vorstellung kann in keinem Fall im Winter wieder-« holt werden, da einige Hauptrollen in Händen von Mitgliedern liegen, die nur für den Sommer ans Bad-Rauheimer Kurtheater ver-^ pflichtet sind. Die Titelrolle wird von Frl. Marianne Sahling gespielt, die vom Intimen Theater Nürnberg nach 'Bad-Nauheim gekom-- men ist. Mit der Bonvivantrvlle, Rolle des Tito Tonti, wird sich Herr Karl Lambertm einführen. Weiter sind in Hauptrollen beschaf- tiigt Fräulein Odette Orczh, die neulich tms „Tenor der Herzogin" einen so starken Erfolg buchen konnte, 'Frl. Koop, Herr Feigel,' und Herr Mehnert. — Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen-' (Ortsgruppe Gießen) hält am Samstag in- der Turnhalle (Oswaldsgarten) eine öffenlliche Versammlung ab, in der Gausekretär Eichinger und Frau P r ö s ch e l sprechen werden. (Siehe Anzeige.) Die Altersvereinrgang 187 2 19 2 2 unternimmt morgen (Samstag) ancnD einen Gang nach dem. Forstgarten (s. Anz ). Für die erste P f v st e n s ch a u de r Ortsgruppe Gießen und Amgegend des Vereins jur deutsche Schäferhunde stehen die Ehrenpreise im Zigarrengeschäft Petersen (Marktplatz) ausgestellt. Kreis Büdingen. )( Lißberg, 7. Juni. Die Arbeiten an der Talsperre nehmen einen guten Fortgang. Die beiden Sperrmauern im Hillersbach- und Riddertal sind fast fertiggstellt, z. Z. wird eifrig an der Durchgrabung des Bergrückens zwischen den beiden Tälern gearbeitet, die durch einen Stollen miteinander verbunden werden. In einem Jahr soll die ganze Anlage in Betrieb genommen werden. Kreis Schotten. a. Ober-Lais, 8. Juni. Anter großer Beteiligung wurde am ersten Pfingstseiertag Altbürgermeister Friedrich Schauer mann zu Grabe getragen. Im Jäh re 1893 zum ersten Male zum Bürgermeister gewählt, hat er bis zum Jahre 1919 ununterbrochen an der Spitze der Gemeinde gestanden. Ern schweres 2eibcn, an dein er nun nach langem Krankenlager gestorben ist, nötigte ihn, bei den allgemeinen Neuwahlen auf eine Wiederwahl zu verzichten. Der Ortsgeistliche gedachte am Grabe der selbstlosen und uneigennützigen Arbeit, mit der der Verstorbene in seiner langen Amtszeit der Gemeinde gedient 'fjat. Für diese legte mit ehrenden Worten, in benen die allseitige Wertschätzung des Altbürgermeisters zum Ausdruck tarn, Bürgermeister Karl Schauer mann einen Kranz nieder. Für die Kirchengemeinde, deren Rechner und fang* jähriger Vertreter in der Tesonotssinode der I»er- fl c rbene war, wurde von Kirchenrechner Otto Schauermann ein Kranz niebergelcgt. Auch der Kriegerverein ehrte sein Ehrenmttglred durch Niederlegung eines Kranzes durch feinen Präsidenten Otto Ries. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 7. Juni. Tot auf- gefunden wurde tn dem Tunnel zwischen Heigenbrücten und Aschaffenburg der Eisen- bahnfchafsner Gg. SchneHbächer aus lieberau. Er versuchte anscheinend in dem dunklen Abteil das Fenster zu schließen und fiel durch die schlecht verschlossene Türe aus dem Zuge, ohne daß die anderen Reisenden' den Vorfall beachteten. Sch. fft den erlittenen Verletzungen alsbald erlegen. Hessen-Nassau. Die Zwötfhundertjahrfeier in Amöneburg. js Amöneburg, 7. Iunj. In diesen Tagen begeht unsere Stadt die Feier ihrer vor 1200 Jahren gefolgten Gründung durch den heiligen Bonifatius. Seit Sonngbend hat Amöneburg sein Festlleid angelegt und eine festesfroh gestimmte Menge durchwogte täglich die Straßen. Ein H e i- nt a t f b i e I, versaßt von dem kürzlich infolge eines Anglücksfalls verstorbenen Haupllehrer Schick, ist bis jetzt schon viermal unter gewaltigem Astdrang bei der Schloßruine aufgeführt worden und soll am 10. und 11. Juni wiederholt werden. Es schll- dert zwei bedeutende Ereignisse aus der Geschichte der Stadt, nämlich die Gründung durch Bonifatius im Jahre 722 und den Verrat der Festung durch ein Weib im Jahre 1646. Die Darsteller sind Männer. Frauen und Kinder aus Amöneburg. Außer den Festgottesdiensten am ersten und zweiten Psingfttag fanden auch Umzüge durch die Stadt statt und in verschiedenen Lolchen wurden Tanzbelust tgungen abgehalten. Am gestrigen dritten Feiertag trafen eine Menge Prozessionen ein, da die Kirche die Andächtigen nicht alle faffen konnte, fanden die Gottesdienste tm Freien statt C i u r a h T E tollt -c,«ev §°Iv landi laffen zu ineti Ujtk, Nt m rnie, vier Ml 11 ^enhals- » ein 3 Samen- ^nde be- 4en- an jedem chnittagz Ä-‘ s «7KL- -j tofl* ^tüer jen. .eier'» tl^rf bat Mß E ?Ä'§§ ‘ J tttttfw etn grvst-s Seuertncrf nbacArorati W ÄEtneter be? »4 der Feier erschienen CtnrM «na der Gewerbefchulmanner im 2ömer. • Frankfurt a. M., 8. Juni. Die Tagung de» Deutschen Gewcrbcfchvlverban- be» in Stanfhirl a M. ist gestern nachmittag um 4 MrSurch den (Smbfang de? DorstandSrates. der Druppenvorsländc. der Vertreter der Wunsterien, Behörden. Äommcm und Derufsvereine und der Rorstände der 5ranfturtrr 2lirsfchüssc im Romer etSffmi- motbe*. Okid) einer Degrüstungnanivrache des Öberburgcrmetf!cr6 CBoi g t im Kurfürsten. Annmer. öanfte •eheünrat Pros 5>r. Gürtler nom Ministerium für Handel und Gewerbe, für die 'Bcgrij^'irg durch den Oberbürgermeister und rühmte die nusgezeichnete Organisation der mit der (SyirxTix’ chnli agung verbundenen Hochschul, wochc Bom Gewerbefchulverband dankte dessen .'wrsitzsckter. Direktor Diplom-J^ W. r o ff. hit die Ginladung zur Tagung nach Frankfurt am ■Ttom. fkg- man umso freudiger gefolgt sei. als Scanftur? die Brücke zwischen Lord- und Süd. rcufftilanh darstelle und sich eines vorbildlichen ^achschultzoescns rühmen dürfe Hierauf fand unter Fuhnrng.non Rathausverwalter Deckendorff eine LesHchtigung der historischen Rathaussälc fl.itt, an bic sich ein kurzes Zusammensein bei einer Tasse Kaffiec anschlost » Fravlkfurt a M.. 7. 3«nt Ein vor- l' i lblichen Rothelfer. Ein hiesiger Mit» glich der Technischen Rothilfe erfuhr beim Hock« Acitifeft seimu- Tochter am Pfingstfest, bah btc '^stsgruvve -Gießen der Rothilse wegen vlötz- I scher Arsteitsniederlogreng in den Buderus werten in Wetzlai alarmiert sei. öofort verliest del n-ackere 7ü>tbdfer die fröhliche Hochzeitsschar, .bewaffnete" sich mit blauem Bothelsevangug mb Kochgeschirr ueb stellte sich der Rothilfe-Dienst« stelle zur Verfügung. Während daheim lustig die Becher aneinanderklangen, fast er viele Stunden geduldig harret tm Kreise der alarmierten Rot- Helfer, darchdrinuaen von der Lieberzeugung, die ja das geistige Kernstück der Rothilfe bedeutet, daß die eigenen Belange zurückzustehen haben, wenn die Volksgemeinschaft tn Gefahr ist. fpd. F r a n k'f u r t a. M., 8. Juni. Obwohl der heutige Viechmarkt wie üblich stark beschickt war, tourf)c kein einziges Stück Vieh verkauft, da zwischen den Händlern unb den Metzgern wegen der Preisgestaltung «hwere Au s ctnanherletyungen vvrstunen. Die Metzger weigerten stch, die geforderten abermals gesteigerten Preise zu zahlen, infolgedessen unterblieb, da keine Einigung erfolgte, jeder Verkauf. * Frankfurts. M. 8. Juni. Den „Fortschritten- der Zeit entsprechend hat die Frankfurter Kriminalpolizei jetzt im Polizeipräsidium eine Beratungsstelle zum Schuhe gegen Einbruch und Diebstahl errichtet. Gerade bei den in letzter Zeit sich häufenden Woh- nungseinbi üchen liegt es im eigensten Interesse des Publikums, sich bei dieser Stelle, die über die neuartigsten DiellstahISabwehreinrichtungen »ich DiebeStricks stets auf das Genaieste unterrichtet ist, Rat zur Sicherung der Wohnungen gegen Diebstahl einzuhoken fpd. Höchst a. UU 8. Juni. 3n der vergangenen Rächt brachen Diebe in die ka- 'dolische Kirche des DachbarvrtS Sossenheim cm und rauEtien aus chr eine Anzahl heiliger Gefäße. Dvu den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur. spd. Griesheim a. M., 8. Juni. Die Gemeindevertretung bewilligte für die Erweiterung des hiesigen Gaswerks einen Kredit von vorläufig drei Millionen Mark. Die Entschädigung vertriebener Reichsdeutscher. 3m Hinblick auf die Ende Juni ab- laufende Frist zur Anmeldung der Schadenersatzansprüche vertriebener Deutscher kommt den nachstehenden Ausführungen erhöhte aktuelle Bedeutung zu. Durch den Krieg und feinen unglücklichen Ausgang sind mehrere hunderttausend deutscher Rcichsangc höriger über die allgemeinen Kriegs- seigen hinaus noch besonders dadurch betroffen worden, dast sie aus den abgetrennten Gebieten, aus den ehemaligen deutschen Schutzgebieten oder dem Auslande von Haus und Hof unter Zurücklassung ihrer Habe vertrieben wurden. Das Reich hat es als Pflicht der Gesamtheit des DolkeS ancricnrt, derartige Schäden, soweit es die finanziellen Kräfte des Reichs erlaubten, mitzutragen. Das Derdrängungsschädengesetz, das Kolonialschädengefetz und das A u s» landsschädengesetz, die am 28. r 1921 erlassen wurden, suchen diesem Grundsatz gerecht zu werden. Durch den Krieg entftorrbene Schäden an 0etb and Sebeo werden ßurxB «n beäbicd7Xfler früherer Angehöriger der Wehr-1 macht für dre bereits das Reichsverlorgungsg^eit vom 12.5.20 gilt Das gleiche trifft aut die sogenannten Liquidalivnsschäden zu, da- heißt auf Schäden, die dadurch entstanden find, dast die früher feindlichen Mächte aus Grund bei Bestimmungen des Friedensvertrages das in ihrem Gebiet befindliche Vermögen der deutschen Reichsangehörigen beschlagnahmt unb liquidiert haben bzw. liquidieren werden Die Anträge auf Grund der drei genannt en Gesche sind bi? zum 3 0. Juni 1Q22 bei Derlustdes Cntschä- digungsanspruches einzureichen Es ist allerdings zu erwarten, dast die Frist um einige Monate verlängert wird. Zuständig für die Entschädigungen find die Spruchkammern dc- „RcichsentschädigungsamtS für K r i e g s f ch ä d c n", gegen deren Bescheide Berufung innerhalb eines Monats an das Reichswirtschaftsgericht eingelegt werden kann. Das Der- fahren ist geregelt durch die Rcichsentschädigungs- ordnung vom 5.8.1921. Dem eigentlichen Entschä- digungsverftchren geht cm Vorprüfungsverfabren voraus, das den nachstehenden Znteresfen- üertretungen übertragen worden ist. 1. Dem Hilfsbund für die Eisast-Lothringer im Reich e. V., Berlin-Schöneberg, Martin-Luther- ftnaste 27, für die Vertrieben«» aas Elfast-Lothringen und Eupen-Malmedy, 2. dem Deutschen Ostbund, Berlin W. 9. Potsdamer Str. 14, für die Vertriebenen aus den frü Heren preustitchen, jetzt polnischen Gebieten, sowie für die Vertriebenen aus Rvrdschleswig: 3. dem Reichsverband der Kolonialdeutschen u. Kolonialinleressenten, Berlin-Lichterfeldc-West, Wildenvwftr. 2. für die Kolonialdeutschen, 4. dem Bund der Ausland-deutschen, Berlin C. 2, Klosterstr. 75, für die Ausländsdeutschen und 5. dem Verband der im Ausland geschädigten Winlands deutschen, Berlln W.9, Potsdamer Str.28, für diese Interessenten. Die genannten Interessenvertretungen haben im Deutschen Reiche zahlreiche Prüfungsstellen errichtet. Diese sind, ebenso wie die einschlägigen Bestimmungen über Ersatzansprüche, Umfang des Schadenersatzes und Art des Verfahrens in einer soeben von der Reichszentrale für Heimatdienst, Berlin OB. 35. herausgegebenen Broschüre „'33 a 8 geschieht für die aus den abgetretenen Gebieten und dem Ausland Vertriebenen?", die aus Wunsch jedem Interessenten unentgelllich zur Verfügung gestellt wird, befannt gegeben. Die Adressen der Prüfungsstellen werden austerdem von den oben genannten Interessenvertretungen bzw. von ihren Ortsgruppen auf Anfrage mitgctcilt. Die Anträge sind bei diesen Vorprüfungsstellen unterDenützung der a m t l i ch e n Formulare einzureichen, die von den Vorprüfungsstellen und von den Ortsgruppen der genannten Interessenvertretungen unentgeltlich aus gehändigt werden. Schlichtungsausschuft der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 8. 3 u n j 19 2 2. Das landwirtschaftlicheUntversi- tätSinstitut in Gi esten soll seine landwirtschaftlichen Arbeiter und Qlrbetteriraren nach den Qonixirbettertartfen für Oberhessen vom 28. Aprrl 1922 entlohnen. Das Institut erkannte den Schiedsspruch an. Der antragstellende Verband der Staats- und Gemeindearbeiter, der die Entlohnung nach den Tarifen der Staats- und Gemeindearbeiter forderte, lehnte ihn ab. Der Zentralverband der Fleischer vereinbarte mit der Darmgrosthandlung I. Theisebach tn Giesten ab 4. Juni 19 Mark Stundenlobn für die staub'gen Arbeiter uni 16 Mk. für die Aushilfsarbeiter. Für die Arbeiter der Darmgrosthandlung OB. Theisebach Söhne in Dietzen wurden 19 Ml. Stundenlohn ab 4. Juni durch Schiedsspruch vorgeschlagen. Vorarbeiter sollen 10 v. H. Zuschlag erhalten und Ueberftunben mit 50 v. H Zuschlag vergütet werden. Der Firma wurden 50 Mk. Strase wegen unentfchul- bigten Ausbleibens auferlegt. Einem Dienstboten der Mittel st mühle bei Grosten-Duseck wurde für besondere Pflege von Dreh eine vorübergehende Lvhnzulage zu gesprochen. Dem Bürgermeister Reichhardt in Rabertshausen wurde bte tarifliche Entlohnung seines Schweizers abgegeben. Die Parteten oen cmbarten die Auflösung des Dienstverhältnisses spätestens -um 30. Juni. Durch diese vorzeitig: Auslösung des Dienstverhältnisses entsteht dem Arbeitnehmer etn Ausfall am Ertrag des Gartrn- landes, das ihm vom Arbeitgeber gewahrt worden war. Gemäst § 18 der vorläufigen Land- ardeitsordnung tetzre der ^csttichvmgSausschutz fite Abfindung dafür lest In einer weiteren Sache verständigten |id) die Parteien. Gerichtssaal. Der Grzberger-Prvzetz. Offenburg i Bad. 8 Juni. (MTB. > Am 2. Tage des Prozesses K i l l i n g e r wurde .zu« | nächst eine Gruppe von Zeugen vernommen, die fick) am 26 8 1921 im Gebiete von Kniebis aufgehalten und die beiden des Mordes an Erz- tetger Verdächtigen vor oder nach dem Morde gesehen haben. Mertere Bekundungen betrafen die Einzelheiten des Tatortes. In ter Rachmittagssitzung hielt der Vorsitzende dem Angeklagten vor. dast in feinet Mvknung ungebrauchte Geschosse derselben Art, mit denselben Ziffern und Zeichen, gefunden worden find, wie sie bei der Ermordung Erzbergers verwende» waren. Aus den weiteren Vernehmungen ist die Aussage des Krinrinalobermspektors Schumacher aus Karlsruhe hervorzuheben, der über den Aufenthalt der Erzbergermörder m Budapest Erhebungen angestellt Hal. Zusammen mit d.nr deutschen Krinnnallommissar vernahm er m Budapest einen Reichsdeutschen namens Kal>n. der auf der Strafte gcsehen hatte, wie zwei junge Leute die „Vossische (Leitung“ kauften, in der brühstücksstube einander eine Rotiz über die angebliche 'Verhaftung eines gewissen Tillessen in Dresden zeigten. Später sah Kahn in einer Z:it- schrifi die Bilder der Mörder und erkannte dl« jungen Leute wieder. Er sah, wie einer auf dem Telegraphen amt etn Telegramm ausgab, als dessen Adressol später Rechtsanwalt Müllet in München festgestellt wurde. Der Zeuge Schumacher suchte alle Friseure tn der Umgebung des Astoria-Hvtels, tn dem beide Mörder gewohnt hatten, auf. Ein Friseur erkannte die betben ebenfalls aus Bildern wieder, ebenso etn Schneider, der Tillessen einen Mantel geliefert hatte. Die beiden Mörder hatten in verschiedenen Hotels gewohnt, deren Personal sie auf den Bildern wiedererkannte. Es wurde feftgcfteUt, dast der Beamte den Mördern Pässe und Waffen abgenommen hatte, die ihnen aber aus Veranlassung der Budapester Stadthauptmann- schaft zurückgegeben wurden. Am 22. Dezember reiften Schultz und Tillessen mit unbekanntem Ziele ab. Die deutschen und ungarischen Kriminalbeamten suchten eine Reihe von ungarischen otäbten ab, ohne die beiden zu sinden Morgen findet ein Lokaltermin in Griesbach und Oppenau statt. vermischtes. Hchiffszusammenstost im Danziger Hafen. Blättermeldungen aus Danzig z »folge ist gestern iun dortigen Hafen der Schleppe unb Ber- gungsdampser Weichsel" von dem einlaufcnden Dampfer „Pvlonia" gerammt worden. Der Schleppdampfer sank sofort. Don der an Bord befindlichen sechs Mann starken Besatzung tonnten süns Personen gerettet werden. Der Maschinist deS Schiffes ist ertrunken. * Eine reiche amerrkanische Kunst- st i f t a n g. Das Reuyorker Metrepositen-K inst« müfeum hat schon wieder ein Geschenk von einer Million Dollar von dem Multimillionär Georzr Fisher Daker erhalten. Der reiche Bankier, der 13 Jahre lang ein Kurator des Muse ims gewesen ist, machte sein Geschenk ohne weitere De- bingimgen, als dast das Kapital unberührt bleiben must. Die Zinsen können die Derwalter jedoch verwenden, wie sie wünschen. In der letzten Zeit ist in demselben Museum die Dreier-Samm- lung ausgestellt, die ihm im 3ult vorigen Jahres durch ein Dermächtnis zufiel. Unter den der Oessentlichkeit zugänglich gemachten Bildern befinden sich nach einer Aufzählung der „Kunst- chrvnik"^ Memling, Mann mit dem Pfeil aus der Samml'ung Oppenheim. Rogier van der Wenden „Christus erscheint seiner Mutter", der rechte Flügel eines Triptychons, dessen übrige Teile sich in der Kathedrale von Granada be- finden: vor. demselben Künstler noch das Bildnis eines Mönches: ferner Simon Marmön, Martyrium zweier Heiligen, und Piero dt Cosimo, Kops des jugendlichen Johannes des Täufers aus der Sammlung des Aynurd in Lyon. ' Sowjet-Briefmarken. Die Sowjet- Regierung hat in der Hochblüte ihrer Phantasien auch das Ideal der Gebührenfreiheit verkündet und darum die Marken abgeschasft. Aber wie die meisten tiefer Utopien mußten die Bolschewisten auch diese bald aufgeben, und die Briefmarken sind wieder gekommen, bereits sogar m so hohen Werten, dast wohl bald auch Marken zu 100 000Rubel ausgegeben werden dürfen. Die Räteregierung nimmt sogar jetzt so starkes Interesse an den Briefmarken, dast dem Dolks- kornmissariat für Post und Telegraphie ein besonderes Etliches Bureau für Philatelie ange- ghcöert worden ist Selbst die Bvlschew'wm haben bemerkt, dast mit den Bciefmar^-nsammler'r sehr gute Geschäfte zu machen sind, unb dir zahlreichen Marken au »gaben nehmen auf diese „kapitalistische Samrnellc'idenschaft" grobe Ruck sich' Wre in der .Illustrierten Zeitschrift für Philatelie" berichtet wird, sind in neuester Zeit kobaltblaue Mchrken zu 7500 Rudel unb violett braungclbc Marken zu 22 500 Rubel abgegeben worden. Derartig hohe Werte sind schon von den Hungermarken des Wvlgagedietes Der bekannt Die Bilder der Marken sind schlecht lithoaraphiert. sic sind ungezähll, wer! sic sich so leichter Herst elien lassen und von den Sammlern bevorzugt werden Das erstaunlichste in ihrer Spekulation aut die Briefmarkensammler leisten die Bolsche- triften in den Armenien-Sowjet-Marken, von denen gleich ebn Satz von 11 Werten heraus- gegeben worden ist. Datz diefe Marken eine posta- lifchc Derwendung finden sollten, ist natürlich ganz ausgeschlofsen, denn Xanten sagte ja erst kürzlich, dast es nach all den Metzeleien bald keine Armenier mehr geben wird, wenn man die Hungersnot dort weiter wüten läfit, unb jedenfalls find diese Unglücklichen nicht imstande, noch Geld für Briefmarken aufzubringen. Man will also mit diesen Armenier-Marken einen schwunghaften Hairdel betreiben. Dabei ist aber andererseits die Aus fuhr von russischen Marken verboten. Desto eifriger wird der Schmuggel mit dieser Ware betrieben, und sie kommen in groben Mengen mit dem Gepäck der „RegierungSver-treter", das keiner Kontrolle unterworfen ist, über die Grenzen. Da man diese geschmuggelten Marken nur mit Hilfe des nötigen Trinkgelds erhält, so sind sie sehr verteuert, und besonder« die ersten fünf Werte der Sowjct-RegierungSmarken stehen fabelhaft hoch tm Preise. • Reue Mars-Untersuchungen. Im August 1924 wirb der Planet Mars in die grötzte Erdnähe kommen, die er feit 50 Iahrm erreicht hat, unb die Astronomen rüsten sich aus biofem An last zu neuen Forschungen über die verschiedenen Probleme, die gerade mit ihm verknüpft sind und die noch keine befriedigende Lösung gefunden hoben. Für die europärfchm Observatorien werden die Beobachtungsbedingungeir allerdings sehr ungünstig fein; man mutz eine Gegend südlich des Aequators aussuchen, im den Mars hoch am Himmel zu sehen. Ein reicher amerikanischer Freund der Astronomie Mac hat nun, wie der Temps berichtet, den Beschluß gefaßt, die Frage der Marskanäle bzi dieser EelcgcnhZt nach Möglichkeit zu klären. Er begibt sich im Jahre 1924 nach Charanal in Chile, wo er den Pluneten im Zenit beobachten tann, und er läßt zu diesem Zweck ein neues senkrechtes Teleskop an Ort und Stelle bauen. Statt eines St iegcls von großem Durchmesser, der schwer oder' unmöglich genau ausz »führen wäre, ist bei diesem Teleskop eine Fläche von Quecksilber ver wendet. die in eine schnelle Rotation versetzt wird. Ein solches Instrument hat den Rachteil, nur für Sterne gebraucht werden zu tonnen, dre im Zenit vorübergehcn. Die Astronomen erwarten jedoch dic Ergebnisse der Beobachtungen mit dem neuartigen Teleskop, das über 200 000 Dollar tosten wirb, mit lebhaftem Interesse. Mnc Afees 'Bcwbachtungen können vielleicht die Lösung des Problems der doppelten Marskanäle billigen, die für manche den 'Beweis einer hochentwickelten Kultur der Marsbewohner bedeuten, für ander.- nur eine einfache optische Täuschuitz infolge der Tknvollkvmnienhcit unserer Instrumente darstelken. Jedenfalls ist Mars der einzige Planet unserer Sonne, dcr dieselben Bedingungen für die Bewohnbarkeit wie unsere Erde darbietet, besonders in seinen äquatorialen Gebieten. ' Im tiefsten Indien. Trotz aller eur i- Väischen Kultur, die die Engländer nach Indien gebracht haben, und trotz dcr rev ilutionärem Bewegung, die in dem Lande gärt, ist das wirtliche Indien doch noch em „dunkler Erdteil . zu denr nichts vom europäischen Leben und Tver- ben bringt. Ein Missionar, der im tiefsten Innern von Indien von Dorf zu Dorf zieht, erzählt von den Anschauungen der Bewohner. Millionen und Millionen von Indern leben, arbeiten, plaudern, spielen, heiraten und sterben in diesen vielen Dörsern des inneren Indiens, ohne jemals eine Zeitung zu sehen, ohne eine Dorstellung zu haben vom Meer, von Schiffen, von Großstädten ufto. „Ein fernes Geflüster von der Welt draußen dringt tangfam in diese Dörfer," schreibt der Missionar. „Ich bin beständig gefragt worden, ob die „bleichgefichtigen" Menschen noch im Kriege leben. Letzte Woche war ich in einem Dorf, in dem man noch nie einen Engländer vor mir gesehen hatte, und ich sutz nut gekreuzten Beinen auf einer Matte von Palm- blättern und wurde von den neugierigen Dorfbewohnern gefragt: „Woher ich komme?" „Wieviel ich bezahlt erhalte?" ^„Wieviel Reisfelder mein Dater besitzt und wieviel meine OnkelS?" Schließlich fragte einer: „Hast du von einem gehört, den sie ben großen König Ghanbi nennen? Weißt bu etwas von ihm?' So wenig war von dem berühmten Führer der indischen Revolution bisher an diesen abgelegenen Ort gedrungen." «At/TÄT-EXTtA r «ÄS- ilhiib crtroSrene iff Wtaf HALPAUS-CIGARETTE Eier. Butter, Margarine, Palmin, ttnnsthonig, Obst nfw. frei Haus zu Tagespreisen. Heltt fciucn Kriegsopfern, indem Ihr ftc auf drefe Werfe unterstützt und nicht verhungern laßt. [5550 h wllh. Lanz, Lonqstr. 2, Gießen. 8SISlS!iBl!SB98!S!9!"S!!SE!lBS! Stroh, sowie vrima Sveiic- Kartoffeln auf Lager. «M? Welse 8 Petri Grabenftr. 7. Tel. 1313. Erstklassige gesnude SpeiseWelo verschiedene Sorten billigst [5478 öinter öet iBenonlaae 11 Telephon 178. Ig. Mann in gut. Stella, sucht, da eS ihm an vast. Tarnenverkebr feblt auf dies. Dege anstärrd. Mädchen kennen zu lernen zwecks späterer €»etral. Nur ernstgemeinte ichriitl. Anqeb. u. 2340 an taM, M. 3L-G- "Blotfitr. 5 erberen. Berschwiegenheir zugei. u. verlangt. > 5553h 05s7«7) Hellblaue AnOMl verloren lSaiserallee) Geg. Belnbn. abzngeb. Westaulage 51 p. 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Imn 1922, 05187 Heute nachm. 3V4 Uhr wurde mein innigstgeliebter Mann, mein lieber Sohn, unser Schwiegersohn und Schwager Heinrich Weidenhaus, Friseur im 39. Lebensjahr von seinem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer: Marie Weidenhaus geb. Herrmann Familie Jakob Weidenhaus Marg. Herrmann Familie H. Herrmann. W, Mer-, MMgegeWM, Menten, ftto. MWUe, i AfttnnnWfte kaust jederzeit zu büchst erreichbaren, nicht zu übcrbietbaren Preisen Gg. Koch, UörmflHerel unö Göel- metaöoerroertung. 2 Mühlstrahe 2. Daselbst gukgeh. getragene ßerreo- n. Damen - Uhren tmtzersl nreisroerl zu nert axxnooiwcoooGaxca, Fritz Heck Anny Heck geb. Drommershausen Vermählte feistes Kampf gegen List und Verderben. Ferner: Das Beiprogramm. Um zahlreichen Besuch bittet der Vorstand. Heute entschlief sanft unsere hebe Schwester und Tante Frau Marie Winter Witwe geb. Kreuder im hohen Alter von 79 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lisette Röder geb. Kreuder. Altersvereiniguug Samstag abend: Alnnilienansflng nach der Heuchelheimer Mühle. Abmarsch 8 Uhr von der Lliirkmsche angenommen 05876 «rnckrtratze 24 II. Vereinigung s. Feuerbestattung in Kietzen unö Umgebung. Montag, den 12. Juni, abends 8*/2 Uhr, im fiaufmönn. verelnsbans Wl!MW. Tagesordnung: 1. Erweiterung der Statuten. 2. Milgliederausnahme. 3. Verschiedenes. 05910 Der Vorstand. doppctstarir, qcrudjloe. .WSpolhÄwn mwDrvgeriea Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger und inniger Anteilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Berta Rau geb. Ruppel sage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. Friedrich Rau und Kinder. Nach erfolgter Zulassung am Landgericht der Provinz Oberhessen zu Gießen habe ich mich hier niedergelassen. Hans Häuf, Rechtsanwalt. Gießen, Juni 1922,. Wir haben uns zu gemeinsamer Ausübung der anwaltlichen Berufstätigkeit vereinigt. Dr. jur. Kurt Spohr, Ä Hans HaU 1, Rechtsanwalt. Gießen, Juni 1922. Neuen Bäue 25, Telephon 1548, PSK. 26210. BW ZUM Verkauf von la Kernseife, Schmierseife und Seifenpulver a-Kolonialwarengeschäste ufro. für Giehen u. Umgebung gesucht. Bei aus- lchlieftlicher Retsetätig- feil der genannten Artikel sür meine Firma wirb Reisezuschuß gewährt. Offerten mit Ne- ferenzen u. Altersangabe, sowie bisherige Tätigkeit unter K. L. 528 M an 8.1a- Haa*enstein & Vogler, Cassel. M78A Gestern abend 11 Uhr entschlief sanft nach kurzem’ schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Rinn X. im 67. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Rinn geb. Hartmann nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Krofdorf, Bieber b. Offenbach a. M., den 8. Juni 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Juni, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Bachstraße 90, aus statt. (°5902 Ernst Balser. 5551 Mäusburg. Kaufmann sucht sich sofort tätig mit größerem! Kapital an rentabl. 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Existenz und Lebensstellung Konkurrenzs. erstkl. süddeutsche Pserde- und Biehvers.-Ges. sucht zur Unterstützung ihrer Generalvertretung einen in dieser Branche durchaus erfahrenen und mit den Verhältnissen in Hessen vertrauten Fachmann als Ober-Inspektor. Verlangt wird anher organisator. Fähigkeit zum Ausbau des Bertreternetzes eine tüchtige Werbekrail. Dagegen wird gutes Einkommen geboten lProv., Spesen u. fefie Bezüge». Angebote unter St. 1422 an Ala-Ho.asenttcin @ & Vogler, Frankfurt a. M. 5549A Wer gibt Unterricht im Weiftzeug u. Äleider naben abendsnach5Uhr? Schristl. Angebote unter 05873 an den Gieh. Anz. I Vereine | Reichs- vereinigung ehem.Kriegs* gefangener, el.Kreiggr. Gießen. Am Sonntag, 11. Juni, vormittags 9 Uhr: Versammlung bei Kamerad Heckmann, Kaiserallee, wozu wir alle ehemaligen Kriegsgefangenen einladen. Tagesordnung: Bericht über den Bundestag in Nürnberg. 5558 Der Vorstand. VeutM WerP Ur. 135 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Stdtag, y. Juni (922 Das Gesetz über die Iroangsanleihe. ’ Bon Dr. Julius CurtiuS. M. d. R. Einleitung. Dem Reichstag ist der Entwurf des ^wanasanleihegeseyes zugegangen. Das Ge^ seh soll den 8 i des Gesetzes über Aenderun ranAwesen vom 8. April 1922 3teuerfvmpromi!>) ausführen, der folgendet- vesttmmt: ..Die Reichsreaierung wird für die । Kredite, die durch das RcichSdauShaltSgesetz '^0 Rechnungsjahres 1922 derritgestellt und echt für die Lerkehrsanstalten bestimmt sind. Mittel im Wege einer in Reichsmark ein- rzahlenden, in den ersten drei Jahren unver> i zinslichen ZwangSanlethe in Hohe des Ge aenwerteS von 1 Milliarde Goidmark flüssig rachen." Die Vorlage hat bereits mehrere Wandlungen durchgemacht. Der erste Entwurf der Reichsregierung ist im Reichsrat und Reichs^ wlrtschaftSrat einer eingehenden Kritik unterzogen und daraufhin in wichtigen Befttm munaen abgeändert worden, lieber Mei Punkte, Verzinsung und Ueberzeichnung. hat sich eine Uebereinstimmung zwischen Reichs- rat und ReichSregterung nicht erzielen lassen. Gemäß Artikel 69 der Reichsverfassung werden daher bei § 4 und hinter § 34 der Vorlage die beiden Vorschläge dem Reichstag unterbreitet. Im Reichstag wird voraussichtlich die erst« Lesung unmittelbar nach dem Wieder- Zusammentritt (13. Juni) stottsinden. Es ist zu erwarten, daß die Vorlage debattelos dem 11. Ausschuß überwiesen wird, der nach seinen bisherigen Disposittonen am 19. Juni die Beratungen beginnt. Die Vorlage muß noch vor Beginn der Sommerferien des Reichstags verabschiedet werden. Inhaltsübersicht: 1. Anlethetechnische Vorschriften. Zeichnungspreis: 100 vom Hundert des Nennwertes (§ 2). Schuldverschreibungen auf den Inhaber; Stückelung noch Vorbehalten; keine Schuldbuchetnttagungen (§ 3). Verzinsung: Bis 31 Oktober 1925 unverzinslich, von do ab a) Vorlage des RetchSrats: 4 Proz.; b) Vorlage der Reichsregierung: bis 31. Oktober 1930: 2Va Proz., vom 1. November 1930 an: 4 Proz.4). Tilgung. Mit i/2 Prvz. deS Nennwertes vom 1. November 1925 an durch Ankauf zum Börsenkurs oder durch Auslosung zum Nennwert nach der Wahl der Reichsregierung (§ 5). Beleihung. Kein Beleihungszwang für ReichSbonk oder ReichSdarlehnSkassen. Ueberzeichnung. Wenn Einnahmen auS Zwangsanleihe den Betrag von 60 Mll- liarden Mark um mehr als 10 Prvz. übersteigen, können überzeichnete Beträge im Verhältnis des Gesamtertrags zu 60 Milliarden Mark bei der nächsten freiwilligen Anleihe kostenlos umgewandelt werden (§ 34a). 2. Steuerliche Vorschriften. Zeichn un gSvflichtige Personen. Natürliche und juristische Personen, die vermögenSsteuerpflichttg sind (§ 6). Umfang der Z4ichnungSpflicht. a) Maßstab: Vermögensstand vom 31. Dezember 1922 nach BewertungSvorschristen des Dermögenssteuergesetzes (§ 7); Wertpapiere mit Börsenkurs zu 75 Proz. der Kurswerte dvm 28. 2lprtl 1922 (§ 32). b) Freigrenzen (§ 8): allgemeine: 100 000 Mark, besonders bei überwiegendem Kapitalvermögen : Mein Vetter Jolua. Roman von Richard Skowronnek. 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ihre Verlegenheit gab mir meine alte Sicherheit wieder. ich sah ihr keck In die Augen jn£> behauptete, feine neuen Sünden begehen zu fönnen, wenn sie mir die alten nicht zuvor vergeben hätte." „Sie sentte das 5köpfchen, eine feine Rote fließ*ibr in den Wangen empor, und ganz leise, >o bot} ich es kaum verstehen konnte, kamen die Worte von ihren Lippen: .Wenn Ihnen über- ctwas daran liegt?! ... Ich bin Ihnen nicht döse."' Ich wollte nach Ihrer Hand greifen, doch ba stand mit einem Male die junge Frau Doktor zwischen uns und sagte mit einem Tone, der idXTäbah Mn sollte, in Wirklich! U aber recht Idxirf Dang: .Was sehe ich, hier giot's Heimlichkeiten? Das wird nicht g^buKet. meine Herrschaften!- Damit ergriff sie Helenens Arm, zog fie fort unb sprach im Abge^en eifrig auf sie ein. ohne bofj ich verstehen konnte, um was es sich handeln mochte." ■ „Das unvermutete, aber sicherllch ad tchtllche Dazwischen treten der ju .gen Fi.au machte mich stutzig, aber ich hatte keine Zeit, der Sache weiter nachzugehen, denn ich wurde vom schönen Heinrich angerufen, um durch mein Zeugnis irgendeine fürchterliche Lügengeschichte zu bekräftigen, die er den jungen Mädchen erzählt hatte, and später war mir die ganze Angelegenheit überhaupt aus dem Sinn gekommen." „Der Tag verging unter Tafeln, Singen. Tanzen und allerhand Kurzw'il, tri: Pfände - spiel, Scharadenlösen. Ti chrücken und so webe.. Es war eben eine richtige, altmodische Hochzeit, die ordentlich unb so lang; g.s.iert wird, bis Küche und .Keller der Vrauteltern leer gegessen trrtb getrunken sind." „Ich hatte wenig Gelegenheit, mü Helene allein zu sein, denn sie wich mir anscheinend mit Absicht aus, und zudem war sie auch rtetS von einem halben Duzend der Vcautjüng i:g. mnlaacrr. die heute ihren Respekt vor uns .--et» loren" hatten und gaiid ftbPig ins Kraut schossen. 1 Proz. von sich ergebende weiteren Beträgen 10 Prozent. Dic hieraus zahlenmäßig iftung ist folgende: die Erzeugung erheblich zu stei - gern. Qluf diese Steigerung kommt eS an. Wir haben durch den Versailler Vertrag wird nur erhoben, wenn a) das endgültige Vermögen das vorläufige um mehr als ein Viertel übersteigt (§ 23). b) als vorläufiges Vermögen mindestens der vierfache Betrag des Nowpfer- vermögens angenommen war, bas endgültige Vermögen aber mehr als das Sechsfache des Nowpfervermögens be- yägt (§ 24). Nachträgliche, das heißt bis zum 31. Januar 1923 erfolgende Zeichnung und Zahlung ermäßigt die Abgabe auf die Hälfte (§ 25). 3. Schlußbestimmungen. Stundung bei Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz ober drohender Betriebseinstellung. Beschwerde an das Landesfinanzamt. Entbindung von Zeichnung ober Vorauszeichnung bei Härten durch Reichsfinanzminister. Strafvorschriften. Ergänzende Anwendung der Vorschriften der Reichsabgabenordnung. Inkrafttreten des Gesetzes mit dem Tage seiner Verkündung. 300 000 Mark, wenn 30 000 Mk. Einkommen, 1 000 OCO Mark, wenn Einkommen unter 50 000 Mk. vorwiegend aus Erträgen dieses Vermögens, für Personen. die über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig sind. c) Tarif (§ 9): Zu zeichnen sind: den ersten 100 000 Mark Vermögen Juristische Personen die Halste der vov- stehenden Sätze. d) Anrechnung zuviel gezahlter Reichs- notopferbeträge: Kriegsanleihe in Höbe des Annahmewertes. Barzahlungen (Schatzwechsel) unter Belassung der gewährten Vergütung (§ 12). Voraus zzeichnung (§5 13—18). Selbsteinschätzung bis Ende Oktober 1922. Geschätztes Vermögen — vorläufiges Vermögen. Zeichnung und Zahlung in bar bis 1. November 1922 . bei noch näher zu bestimmenden Annahmestellen. Endgültige Zeichnung: Mit erster Veranlagung zur Vermögenssteuer setzt Finanzamt den endgültig zu zeichnenden Anleihebetrag fest und erteilt dem Zeichnungspslichtigen einen schriftlichen Bescheid („Steuerbescheid") darüber, welchen Betrag er noch zu zeichnen oder zurüllzuerhalten vornehmlich im Osten wertvolle Korn- und Kartvfselgebiete verloren. llmso wichtiger ist es. baß die Landwirtschaft in Deutschland sich auf die höchste Stufe der technischen Entwicklung einzustellen vermag. Das geht nur, wenn die Erträge aus der Wirtschaft ausreichend sind, da der Betrieb sich nicht mehr in der Dreifelderwirtschaft erschöpft, sondern ein kostspieliger und empfindlicher Mechanismus geworden ist. Während In Deutschland die Landwirte von jeder staallichen Zwangsbewirtschaftung stei sein wollen, versuchen die Sanner in Kanada, die staatliche Bewirtschaftung wieder einzuführen, und zwar deshalb, weil die Weizenpreise in Amerika gefallen sind. Die staatliche Bewirtschaftung gewährleistete den kanadischen Farmern einen angemessenen Preis, der Veranlassung gab, immer neue Bodenflächen dem Weizenbau zuzuführen. Nichts kennzeichnet schärfer die Wandlung auf den Getreidemärkten, daß die günstigen Ernteaussichten in den Lleberschuß- länbem die Drotpreise in den Zuschußländern so gut wie gar nicht beeinflussen. Darin drückt sich die Wirkung der staallichen Zwischenhand aus. Wenn es vor dem Kriege einen mustergültig eingerichteten Markt gab, so war es der Getreidemarkt. Er war Handels- und Verkehrs- technisch international ausgebaut und so Der» vvllkommnet, daß in den sogenannten Zuschußländern Hungersnöte nicht mehr entstehen llnwille der Verbraucher zu Unrecht immer gegen di. Stellen wendet, oie den erhöhten Preis er: eben. Die amtlichen Organe, die ben Brvtpreis bestimmen, sind indessen jo -.ufammenge Es ist bekannt, daß die zuständigen amtlichen Stellen glaubt.a, auf diese Umlage nach nicht verzichten zu können. In der Auswirkung ist die Umlage ein Verfahren, durch das die Landwirte gezwungen werden, einen Teil ihrer Ernteerträge zu einem Preise an die ReichS- getreidestelle abzugeben, der wesentlich niedriger ist, als es die Inlandspreise für Brotgetreide ionft. sind. Damit wird den Landwirten zweifellos ein Opfer auferlegt, das in dieser Form und in dieser Höhe andere Berufsstände nicht zu tragen brauchen. Die Regierung will schon deswillen nicht auf die Ge- treibevmlage verzichten, well"sie sich gezwungen sieht, die sogenannten Lebensmittel- zuschüsse abzubauen. Trotzdem ist die Umlage ein schlechter unb unzulänglicher Ersatz für üie früheren Zuschüsse. Diese hätten seinerzeit zweckmäßiger angelegt werden können, wenn i ar die Milliarden, die ausgegeben wurden, nicht nur ausländisches Brotgetreide, sondern , vor allem hochwertige Düngemittel aufgelauft Brotpreis und Getreidepreis. In Deutschland wird der BrotpreiS als sinnfälliger Ausdruck amtlich festgesetzt. Das darf bei der Beurteilung der BrowreiS- erhöhungen nicht übersehen werden, oeson- ders deshalb, well sich gewohnheitsmäßig der worden wären. Mit gleichzeitiger, vollstän- baf ($ 19). I biger Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung Üeberfteigt das endgültige Vermögen das^ für Getreide hätte diese Wirtschaftspolitik die vorläufige, so wird eine Abgabe in Höhe von > 'kutsche Landwirtschaft m den >^tano gesetzt, 20 bis 70 Proz. des Unterschiedes erhoben, s "' " " " es sei denn, daß der ZeichnungSpfllchlige gewissenhafte Schätzung nachweist. Die Abgabe „ . «nächsten 150000 „ 2 „ „ „ 250000 4 „ . 250 000 6 " „ . 250 000 5 „ Vermögen 250 000 Mk. Anleihcbetrag 4 000 Mk. Prozen ts a 1,6 v. H. 500 000 „ 14000 ., 2.8 „ .. 750 000 „ 29000 „ 3.86 .. „ 1000 000 „ 40 000 ., 4,9 .. 2 000000 „ 149 000 ., 7,45 „ „ 3 000 000 „ 259 000 „ 8.3 „ „ 5 000 000 „ 449 000 „ 8.68 „ „ 10000 000 „ 949 000 ., 9,49 „ „ 20 000000 „ 1949 000 „ 9,74 „ ,. konnten. Der Handel übersah die gesamten Getreidevorraic auf der Erde, um sie dahin zu führen, wo sie gebraucht wurden. Heute sind die Vorräte wohl auch noch zu übersehen, aber die zerrütteten Wechselkurse der Zuschuß- linder erweisen sich als fast unüberfteigbare Zollmauern. Weiler kommt chnzu. daß Ruß- l i n b M i l l i 0 n e n T 0 n - n en Getreide durch Umlage aufzubringen. Die Herstellung völlig freier ©e» stileidewirtschaft ließ sich illcht durchführen, da die heimische Ernte nicht ausreicht zur Deckung des Bedarfs und ausländisches Getreide nur in sehr beschränktem Umfang eingeführt werden kann. Da die Getreidepreise leider ganz in Abhängigkeit vom Valutamarkt geraten sind, ist ohne Vorsorge der Regierung eine Gewähr für xine ausreichende, stockungsfreie Belieferung der Verbraucher mit Mehl und Brot nicht gewährleistet. Würden Geirewepreise in Zukunft zugrundezulegen sein, wie sie Ende März auf der Berliner Effektenbörse notierten, so würde der Preis für das Weizenbrot (1900 Gramm) etwa 36 Mark, für ein gleichwertiges Roggenbrot etwa 29 Mark fein. Eine staatliche Einfuhr ist angesichts der Valutarisiken bei Wegfall des ReichSzuschusses nur bann durchführbar, wenn die Reichsregierung aus dem Inland genügende Mengen Getreide zu einem gegen den Marktpreis ermäßigtet) Preis in die Hand bekommt, um aus beit Preisen für daö Ausland- und Inlandgetreibe einen MischpreiS bilden zu können. Die obersten Landesbehörden können zum A u S - g le ich von Ausfällen bis zu 15v.H. (bisher 10) mehr auf die Kommunalverbände unterverteilen, als nach der ursprünglichen Vertellung auf daö Land entfällt. Sie können auch die gesamte landwirtschaftlich benutzte Fläche ganz oder zum Teil der Vertellung zugrundelegen (nicht nur die Getreidefläche wie bisher). Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Flache bis zu fünf Hektar bleiben von der Umlage befreit. Für das laufende Wirtschaftsjahr war ein einheitlicher Preis für das Umlagegtereibc für das ganze Jahr festgesetzt toprben. Infolge der großen Preisschwankungen soll für die zweite Hälfte des Wirtschaftsjahrs ein neuer Preis festgesetzt werden, der den veränderten Verhältnissen Rechnung trägt Um zu verhüten, daß in Erwartung dieses Preises „Na," erwiderte ich mit der selbstbewußten Bescheidenheit eines Jndiairerhäuptlings, der seine ?,toc'H?ng Slalpe am Gürtet 'h ngen hat, „ich weih jo nicht, was diese Lawtnier können, aber ich glaube es ihnen schriftlich geben zu können, daß sie sehr viel Prügel h-imlragen toe d.n. Unb wenn ich mciic Doppel, urchzogenen übermorgen 1 icht flach schlage, bann kann mein vorehelicher KLMporent seiner Mama eine ganz nette Backe nach Hause bringen.“ „Sie sah mich an mit angsterfüllten Augen, wie ein verschrecktes Rehkihchen, and durch ihren schlanten Kö.per ging cli plötzlicher Schauder: .Es ist doch eigentlich eine barbarische Rohheit, so mit einem Menschen um-,u.,ehen, den man gar nicht kennt und der einem im Beben nie etwas getan hat!"' „Was wollen Eie, liebes Fräulein," erwiderte ich, „er, ber Lawinier. f>egt doch im Augenblicke gegen mich genau dieselbe 1 f eundwill gen Absichten?' Unb ich Weitz nicht, wie ich dazu tarn, brom7, b fierend und ganz g'gen m.iie for.ftige Art hirzuzufiigen: „Ober vielleicht ist er aich eine Suse, die nicht gern den Spietz in die Hand nimmt, unb die Sache ist ihm eklig." „Wie kämen Sie von Ihrem (Segnet so etwas kehaapten?!" versetzte sie darauf, fast entrüstet „Das ist nicht ritterlich, finde ich!" „Und ich," gab ich gereizt durch ihre Parteinahme. zurück „möchte grrae w.ssen, weshalb Sie sich so für einen Menschen ins Zeng legen, der Ihtwn doch, gelinde gesagt, gleichgültiger sein mu", als mcimr geschätzte We'.llgkeit zum Beispiel?“ „Woher wissen Sie, datz er mir gleichgültig fein null- ?" sagte 'ie herausfordernd. Ei e eifersüchtige Wu flieg mir jäblingä aus dem Herzer: empor, dach es mir fast rot wurde vor den Augen; „na, dann lann das Lawinier- bürfchlein sich ja gratulieren! Die Sympathie» die Sie ihm zuworwen, wird ihm übermorgen nicht zum Segen gcrdbenl“ „.Nun, viell icht wird er sich zu wehren wissen!' Damit stand sie auf, lietz mich sitzen und ging aus dem Zimmer." (Fortsetzung folgt.) „Bitte, sprechen Sie nicht weiter," unterbrach sie mich leise und ohne aufzublicken. „Fräulein Helene," erwiderte ich, »jetzt müssen Sie mich anhören!" „Ich darf nicht!" unterbrach sie mich wieder. „Fräulein Helene," jiig ich von neuem an, „ich will ja augenblicklich keine Entscheidung, wie sollen mir nur erlauben. Sie im stillen zu' verehren. Ich will geduldig sein und werten — ober haben Sie Mitleid und las en Sie mich nicht von hier fortgehen ohne ein Wvrt, bai mir wenigstens einen Schimmer von Hoffnung gibt für bie Zukunft!" „Sie blickte mich an und ich sah, wie tn jedes i wer schönen Augen langsam eine g.otze Träne trat: .So vuajleu oie mich doch nicht, ich darf Sie ;a nicht anhören!"' „So tarn es über mich wie em wilder Bausch. Das ldg mir an den Gründen, die ihr es verwehren nwchten, mich anzuhören, ich sah in dem Augenblicke nur baö ci-e, bat) auch sie mich liebte Ich 'achte sie übermütig an, hob mein Glas und tränt ihr zu: .Auf Wiedeuf-ehen. nächstes Semester in Halle!'" „ünb bann begann ich zu schwatzen von allem möglichen durcheinander, gab ihr die Versicherung. la, ich streben würee, um in zw<', Semestern m.ii (S amen zu machen, datz ca2> rm üb i'«n aber egal wäre, denn im Notfälle könnte ich ;a auch Landwirt werden, wozu ich, nebenbei g-f^gi, bedeutend ni.br Lust Hütte, als zur Juristerei, kurz, was Weitz ich, was ich ba» mr-I? nllss m meinem Elü-s ligkeitstaumec zu- sammenf chwadronnert habe." Sie hörte mir still zu mit gesenkten Augen anb "lietz mich gewähren. Plötzlich unterbrach sie mich mit der 5ixye: Sagen Sie. Herr Daum- lehner, watrr findet Ihre Suite mit den 2a» miniem fto.t?*" . Ucbermorgen, mein verehrtes Fraulein. Aber tt«5f>3[b f ugen Sie danach?" ..Nun — es interessiert mich. Unb welche Partie fechten Sie?" „Ke ipsburfchenpar'.ie. ratürllch." '<3 c -iickte jufa nmen und wurde ganz blatz. Üni>- — das folgende kam zögernd heraus, als koste sie jedes Wort eine besondere Anstrengung; — tote glauben Sie, wird die Alensur ausgehen • Erst beim Nachtessen gelang es mir durch cm geschicktes Mannöver, sie an einem kleinen Tischchen in der Ecke zu isolieren, das ich mit meinem breiten Rücken gegen etwaige Eindringlinge deckte. Miu schlug das Herz, datz ich es bis in die Zähne hinein spürte, und ich "tonnte vor Aufregung nicht einen Bi'seu hirnunterbringm, denn letzt mutzte die Cnkschei^ng fallen. Es bauerte ja nur noch ein paar Stunden, dis die Geschichte hier zu Ende war. Am andern Morgen um zehn ll.hr mutzten wir Wetter nach Halle." „Sie sah mir gegenüber, anscheinend heiter unb unbefangen, aber ein i rstinkttves Gefühl sagte mir bat; Tie meine Absicht durchschaute und m^ch innerlich drrb.,cht.te. Mit dem Au gebot alle Energie führte ich eine Viertelstunde lang irgend ein gleichgültiges Gespräch, dann gab ich mir einen Ruck, iommandterte innerlich .losst unb eröffnete die Feindseligkeiten mit der Frage, ob sie später zuweilen noch an diese beiden schönen Tage zu- rückdenten würde." „Gewiß," erwiderte sie schernd^r anbefangen, „es ist ja das Hochzeitsfest meiner liebsten Freundin." „Da satz ich nun fest auf dem Sande und war genötigt, eine Kunstpause zu maajen, denn mir wurde klar, datz es hier mit der alten Tanz- stundentattit nicht getan wäre, wo man bekanntlich in solchen Fällen den gchchickten lleergo.g vom allgemeinen auf das persönliche Gebiet vollzieht." „Mit dieser Ei kennt.ats ton nur aber auch der Mut, ich sah ihr fest in die Augen und sagte: .Mein gnädiges Fräulein, ich h-de Ihnen ein paar Worte zu sagen. Sie dürfen mich aber nicht unterbrechen. Wollen Sie nicht, datz ich spreche, bann sagen oie nur ein einziges Wort, unb ich werde schweigen.," „Sie wurde mtt einem Male ganz bl atz, hob."wie abwehrend ti Hand sah dann aber zu Boden unb sagte gar nichts." „Ich lietz ihr noch eine Sekunde Zett und dann fuhr ich fort: .Was ich bin, das wissen Sie seit gestern. Ich hab- in der "Schilderung meiner persönlichen Verhält niste nichts hinzu- qefeht noch verschwiegen, llud, um es also kurz zu machen, ich weiß, datz ich von W an ohne Sie nicht mehr leben kann 7. Juni. 8. Juni. Datum. 2352,95 4893. 5 6122.30 5328,30 £341,70 3ii amiii.o nicht notierten Lagen Venz fm A:i- rmgeutng. Die Börse schlotz bet uitbebeutenb’m j ;'iaiien Geschäft bei schwächerer Tendenz. Die Kurse 85,50 550, 762, Kirchliche Nachrichten O bersch les. Eisenind. 593 Phönix-Bergb.-Alk. 1H0, 1001 £01052, 737, 705, ÜKKSPS 8.6. Behördliche Anzeigen 55688 55718 5569V 55708 5542B 55738 Bechtel. 5546D 100 Kr. 100 Kr. 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 125.40 Brüssel . Budapest Reuyork. Agram . Warschau 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 293, 940, 522.50 1.90 0,12 702,- 198,- Wieseck ist Lehrer Dr. Vorsitzenden Zürich . . , Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris . . . be° wir, vor- 1,66 1,40 wenn i>k enO- je Fc , ing 0^.3 Gesetzes liegt, noch zurücllLtnmen. Fl. ont Kr. Kr. Fr. £ L. Fr. Kr. $ Kurs 8. 6. 77,50 117 - 142,75 915, 1795^ 735, 579 Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. $ Fr. 690, 613, 640, 758, 600, 463, Kurs 7.6. 77,50 118,- 149, — 8-*,50 405.- 318,- 299 - 204.35 1.86 0.035 10.075 47.675 23.51 27.50 44.- 0-595 522. - 1.30 0,13 Hessisches Kulturbauamt. H. Steinbach, Reg-Baurat. 710,- 636,- 675,- 785,- 615,- 500,- 455, — 84,oO 74o»— 198 - Kurs 8. 6. 77.50 115, 112 60 8 ,50 3'6,- 304,1=0 298, - 2b8,- 560 - 415, 312- 250, - 295.- Drüssel-Anllv Ehristiania. Kopenhagen Stockholm. . Helsingfors. Italien . . . London . . . Aeuyork. . . Paris .... Schweiz. . . Spanien. . . Deutsch -Oesterr Prag .... Budapest. . Buenos Airei 4119,45 1,93 535,30 31,21 101,10 199,75 13j,5ü 3875,- -1906,15 613 r,70 7209,- 593,75 1459,35 1251,66 278,35 2548,20 4430,65 1,97 536,70 3i,29 10 5,10 230,25 134,öO 3905, 6388 - 7549 45 625,80 1501,40 1299,15 2<7,/8 2633,30 5526,90 4550,70 1,97 554,70 32,75 105,15 20t,20 107,75 3980,- 204.10 1.75 0.03 10.1 C 47.50 23. tl 27.05 47.50 0.58 718,- 636,- 664, - 785, - 630,- 482,- 449,- 880* 905* 177-.-' 730 567 1030, 630 618* 641, 760, 6üa, 470,- 420, 129 -,34 3,95 Giehen, den 3. Juni 1922. Hessijcucs Amtsgericht. 592,25 14 5 ,65 1248,40 277,65 2541,80 D.°Luremb. Bergw.. 920, Gelsenkirch. Bergw.. 948, Harpenec Bergbau. 1825, Paris. 8. Cun. (WTD) Die Reparativ n s ko m m i s s i o n verösfe t rcht fe’.genbei Communique- (wodurch unsere an anderer 242 i .95 5102,90 6372,60 7530,55 624,20 loüO,6C 1295,85 287,01 2 i2 i,70 5513,10 4539,30 1, '3 55 ',30 32,65 104,b5 2i)'.70 136,75 3970, - Datum: 5°/. Disch. Kriegsanl. 4°/g Dtsch. Reichsanl. 3" «Disch. Reichsanl. 4°/o Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Giehen. den 7. Juni 1922. Hessisches Amtsgericht. Kurs 7. 6. 77,50 120, - 145, - 86,75 390,- 312,75 300, - 2'30,50 560,- 419,- 318, 250,25 2ti4,- 999,- 804,- 917,- 949,- 1818,- 808,- 585 - Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatfeier, den 10 (^ini. Freitag ab2. b 7 40 Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.30, Sabdata^s- g«ng 9.35. — Wocheng-ottesdieust: morgens 6 00 abends 7.30 ' * Verantwortlich für den politischen Teil: I.D.: Karl Walther. 7.6. 1.83 - ,89 1,60 1,32 5395,- vertreter gewählt. Giehen, den 1. Juni 1922. Hessisches Amtsgericht. Giehen, den 6. Juni 1922. Hessisches Amtsgericht. 1,28 »,35 3,82 Brßchertisch. — Disma rcks eng ische Bündnt - Politik. Von Professor Ord. Fe.ix R a ch f a h l. Verlag Theodor Fischer, Frechurg i. Br — Diese nunmehr im Druck vorliegende Rede des Fcei- burger Historikers, hie er beim Antritt seines Amtes als Rektor hielt, säht tiese Einblicke in ein bisher noch wenig beachtetes Kapitel der Dis- marckscheu Politik und G.dankenwelt tun. — Han e 3 ansso«n: „ Rhe'in- A 0 t". El-Fran- zis-Ve> lag Düsseldorf. —Die Tragik eines Lebens, das vom Schicksal mit schweren Schlägen heimgesucht wird, spricht aus dem iesselnd geschriebenen Roman mit erschüttender Gewalt zum Herzen des Lesers. Das Einzelschickfal wixd zum Symbol der Leiden deutscher Volksgenosse«, die unter fremdem Joch den Tag der Erlösung herbeisehnen. — Ant 0 n Lunkenbein: „Die Geheimnisse der Aa m ib". Preis geb. 14 M., in Halbleinen 18 Al. Safari-Verlag G. m. b. H., Berlin AW 7. Die Erlebnisse einer Reise durch Südwestafrika schildert A llon Lunkenbein aus eigener langjähriger Kenntnis des Landes in anschaulichster Weise. Die Schrecken des Durstes, die fürchterlichen Sandstürme, Kämpfe mit Eingeborenen und wichen Tieren toerben dem Leser zum eigenen Erlebnis. Bekanntmachung. Itz unser Genossenschaftsregister wurde heule bezüglich des Landwirtschaftlichen Konfum- vereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht, Beuern II eingetragen: Philipp Karl Walther ist nunmehr zum ordentlichen Vorstandsmitgsiede bestellt, an Stelle des durch Tod ausgeschiedenen Pl.cklipp Lindenstruth V. ist Forstwart Heinrich Koch II. zu Beuern gewählt. Giehen, den 1. Juni 1922. 5572B Hessisches Amtsgericht. die Landwirte zu den Terminen nicht mehr als nötig ab liefern, wird für die auf die zweite Hälfte, aber vor der Preiserhöhung gelieferten Mengen, de« Unterschied zwischen allem (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Das Kommunique der Repsrationsksrnrnisfion. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Karl Herm. Walter In- dust.ie-Bedarfs-Handeft'gesellschaft mit beschrankter Haftung in Giehen eingetragen: Richard Keppler in Giehen ist als Geschäftsführer aus- geschieden. Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der T 0 d t e n- wart-Stistung findet Samstag, den 10.Juni 1922, morgens um 5 Uhr, in der Stadtkirche statt. Es werden sämtliche Bewerber bÄmcht. Giehen, den 8. Juni 1922. 5576B Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt) . Dr. Frey. 'Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Briet Bekanntmachung. _3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Wilhelm Zurbuch. lso.sell- schäft mit beschc. Haftung, Giehen, eine et ragen. Dr. 3sa der Entwurf bringt, treffen technische Einzel.'-eiten, auf die Arbeitsvevgebung. Zur Erbauung von 24 Wohnungen sollen die Grd-, Maurer- und Eil'enbetonarbeiten und die Zimmerarbeiten vergeben werden. Angebote in verschlossenem, mit entsprechender Aufschrift ver- sehenem Umschläge, sind bis 20. Juni d. Is., nachm. 51Ihr, bei dem Architekten Hamann, Bergstraße 11, durch den auch jede gewünschte Auskunft erteilt wird, einzureichen. 5560D Baugenossenschaft 1894, Gießen, e. G. m. b. H. H. Fourier, 1. Vorsitzender. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wieseck, eingetragenen Genossenschaft mit be= schränkter Haftpflicht, Wieseck eingetragen: Gemeinderechner Ludwig Möbus zu aus dem Vorstande ausgeschieden, Georg Rein daselbst ist zum 1. Wechsel auf Holland....... Deutschland .... Wien ....... Deutschland zu gewährenl-en nutzeren Anleihe ohne' die auszunehmen, die sich auf die alt- gemeii’.e Wiederherste läng fernes Auslandskre- dites beziehen. Tatsächlich wird jeder Vorschlag, be t das Komitee in dieser Richtung in der Lage |ei, vorzubrirg n, oh e a le drngs die Berant« toct u g .e R p ad n toncmisaon zu derpflick)- ten, sicher den größten Werl Haden." Diese Eutschliehung ist mit Stimmenmehrheit angenommen worden. Dafür haben gestimmt der bri ische, der italienische unD der t^lgische De- legierle, dagegen der franzdsisax, der offiziöse aniLrikanische Delegierte hat fein persönliches Einverständnis mit dec Mehrheit zum Ausdruck gebracht. Wiederkehr der Ordnung in Obsrfchlesien? K a t t 0 w i h , 8. Juni. (WTD ) Der heutige Bericht der Fünfer-Kommission, die sich am5 deutschen und polnischen GeHerk «Hafts«. Vertretern zusammensetzt, bi tagt teilweise beruhigende Mi tc Lun gen. In dem Bericht heitzt es unter anderem: In den Werken und Arbeitsstätten hörte der Terror auf. Das Eingreifen der Gewerkschaften b.achte Ruhe und geordnete Zu stände. Leider ist jedoch die Fünfer-Konrmission machtlos gegen den noch immer auflodernden Wohnungs- und Strafientcrror. Au'5 Gleiwft) wird ge:nel» det, dah auch auf den Strai-en völlige Sicherheit herrscht, stlnruhen, die vie.l.icht noch nachts hin und wieder Vorkommen, werden durch energisches Eingreifen der Polizei und ' V 0 l k s w e h r unterbunden. In Rybnck ist ! alles ruhig. Aus Pletz mi.d nichts berichtet. In , anderen Orten Oberschlesiens wie Lauvahütte und ! Kattowitz scheint Ruhe eingetreten zu sein. Die au gesandten Kommissionen Haden in An- tonienhüttc, Lipine, Hei litzgrube und oaöeien Orlen des deutsch bleibenden Obeckchlesöms Frieden gestist l. D sonderL bemertenätoert ist die Arbeit der Betriebsräte jn den Werken. Viele Ausschreitungen in den Werken und Industrie» orten wurden durch die Arbeiterräte verhindert. Die Abneigung der Vereinigten Staaten gegen Sowjet-Rußland. London, 8. Juni. (WTB- Der Solli- citor - General der Vereinigten Staaten Deck erklärte gestern abend aus einem ihm zu Ehren g'.g:benen (Sf,en: Solange Lenin u n d Trotzki das Schicksal des rufst- schen Reiches beherrschen, wo.Wn wir, so wahr Gott lebt.'nichts mit ihm zu tun haben. Deutsche Dodenreforrnrr in Sofia. Sofia, 7. 3unt (Wolff.) Auf Einladung der bulgarischen Regierung weilen Dr. Adolf Damaschke, der Vorsitzende des Bundes deutscher Vodenrefvrmer, und Dr. Karl H a r t w i ch in Sofia. Dr. Damaschke sprach anläßlich des bulgarischen Bauernkongresses über die Agrar- und Bodenreform. Er hatte auch verschiedene Besprechungen mit den Ministern über die Regelung der Bodenfrage. Auch König Boris empfing die beiden Deutschen. aktien nach. Die starke Verslauung wurde zum Teil auch mit der Befürchtung eines industriellen Konjunkturrückganges erklärt. Va- lutapapiere, auch türkische Lose, waren empfindlich gedrückt. Rach Erledigung anfänglicher Verkaufsallfträge konnten sich die Gewinnsicherungen der Spekulation etwas bessern, jedoch ohne nachhaltige Wirkung. Rur deutsche Kaliwerte erlangten den Anfangsverlust voll zurück und stiegen noch über ihren gestrigen Schlußkurs hinaus. Devisenkurse unterlagen auf ihrem niedrigen Niveau leichten Schwankungen. 51 a n f f u r t a M. 8. Juni. (Börsen- st i m m u n g s b i l d.) Die hrutige Börse stand im e-chen der Geschäfte i le Ikl schwächerer Ten- i e z Von i?e: bariab.en Werten wu den vor Gekanntmnchirng. Auf Beschluß der Stadtverordneten-Dersammluna vom 30. Mai 1922 werdensolgende Strahenbenennunqen emgeführt: Die Straßen zu beiden Seiten der Eisenbahn nach Beinhausen, zwischen der Heyligenstaedt'schen Fabrik und dem Wald, führen künftig die Bezeichnung Erd- hauterroeg. Auf der Nordostseite der Bahn werden die ungeraden Nummern und auf der Südwestseite werden die geraden Nummern als Grundstücksbezeick. nung verwendet. Der Straßenzug in der Verlängerung der Bleich, ftraße Zwischen der Stephan- und Keplerstraße führt künftig die Bezeichnung Gnauthstraße. Gießen, den 2. Juni 1922. 5556B Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. 6 e i b. SönbeL , Berlin, 8. Juni. Dörsenstim- m u n g s b i l d. In Dlbhängigkeit von den » wechselnden AuSsichteA des Zustandekommens ,öer internationalen Anleihe erfuhren die De- ^visenkurse im Anschluß an die ausländische i Besserung der Mark einen empfindlichen Rück- ; schlag und daraufhin trat am Effektenmärkte starke Kauflust hervor, die zu erheblichen Kursverlusten auf allen Gebieten führte, welche vereinzelt über 100 Prozent hinausgingeü; so für Laurahütte, Deiatsche Kali, Karlsruher Maschinen, Hosch und Hammersen. Auch ausländische Renten stellben sich erheblich niedriger. Ferner gaben Sch^fahrtsaktien und Bank- gaben aus bc-n meisten Marttg bi ten bei b<* scheidenem Angebot nach. P inatdi.kont 4 :-> °/o. Frankfurt a. M.» 9. Juni. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schtub- Schiutz- Schluß- Schluß- Bekareumzacktting. In unser Genossenfchaftsregister wurde heute bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, Mendorf a d. Lahn eingetragen: Heinrich Binz IV. zu Mendorf an der Lahn ist aus dem Vorstande ausgeschieden, au seine Stelle ist Landwirt Heinrich Steinmüller daselbst gewählt. Arbeitsvergebung. - die Feldbereinigung Heuchelheim ist die Herstellung von verschiedenen Bieberbachdurch. Mchen, veranschlagt zu 39 000 Mark zu vergeben, plane und Beengungen liegen auf der Hessischen Burgermetsteret Heuchelheim offen. Angebote auf den dort und bet uns für 5 Mart erhältlichen An- Eidum Eröffnungstermin Freitag, den 16. ds. Mts., vormittags 9 Ahr, Heuchelheim einzureichen ^"AuswahlVorbehalten. Zuschlagsftist3Woch.n Gießen, den 7. Juni 1922. gewählt. Gießen, den 6. Juni 1922. ___Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung B eka n u tma ch n u g. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsum- Vereins, eingetragenen Genofsenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht, Hausen eingetragen: Die Vorstandsmitglieder Ludwig Hörr und Ludwig Müller, beide in Hausen, find aus dem Vorstande ausgeschteden, an deren Stelle sind Landwirt Georg Gobel in Hausen zum Direktor und Landwirt Wilhelm Haas daselbst zu dessen Stell- „Die Absicht ber Repa^ationskommtssion ist das Mandat des Anleiheaasschusses nicht so aif= zufassen, daß irgendetwas iil) dem widersetze, । irgendwelche der Bedingungen zu prüfen, die notwendig sein könnten für die Emission einer 8. 6. 9. 6» Schwerzer Franker. Freitag, den 16. Juni ds. Is., vormittags 10 Uhr, werden in der Lehr'fchen Gastwirtschaft zu Eichelsdorf aus verschied. Distrikten der Förstereien Ulfa und Stornfcls versteigert: Nutzholz: Stämme: Fichte 3. Kl. 2 St. — 2,56 Fstm., 4. Kl. 2 St. = 1,98 Fstm., 5a Kl. 11 St. = 6,23 Fstm., 5b Kl. 18 St. — 4,53 Fstm. Derbstangen: Fichte 1. Kl. 15 St. = 1,00 Fstm. Nutz- kn ü p p e l Rm.: 7 Lärche 2. Kl., 1 Fichte 2. KI. Nutzreisig Nm.: 30 Fichte. Brennholz: Knüppel Nm.: 4 Buche, 3 Eiche, 2,5 Dirke, 8 Erle, 17 Lurche, 7,5 Fichte. Knüppel- reisig Rm.i 4 Erle. Neisig Rm.: 50 Buche, 20 Eiche. Anschließend findet VEeigmHM WML MNgeULl statt. Es kommen 5360 lfde Mtr. altes Drahtgeflecht in 23 Losen aus den Förstereien Stornfels (2860 lfde Mtr), Langd (2300 lfde. Mtr) und Eichelsdorf (200 lfde. Mtr.) zum Ausgebot. Das Holz und das Drabtgeflecht beliebe man sich vorher anzusehen. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Jacob in Stornfels, Zimmer in Ulfa, Büttner in Langd und Schmitt in Eichelsdorf. Eichelsdorf, den 7. Juni 1922 Hessische Oberforsterei Eichelsdorf. 288, 560, 418, 3.4, 251, Nationalbank f. D.. 295, Doch. Gußstahlwerke 1060, Bud.- Eisenw.- Akt.. 820, Stüöt. Arbeitsamt Metzen Liebigftraße 16, TeLeph. 2054. Ek> können eingestellt werden: a- bicsiaeu 'Arbeitgebern: 1 Schneider, zwei Promsionsrejsei'.de, mehrere Former, 2 Stein- bnucr, 1 Wagenlackierer, 1 Schlosser, 1 Buchbinder. «cbrlinoc: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, ein voluerer, 2 Bilderrahmenmacher, 1 Steinbild- Hauer, 1 Steinhauer, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 Svengler und Installateure, 2 Buchbinder, 2 Schriftsetzer, 1 Stukkateur, 2 Wanner, 2 «chmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder, ISchlosser, 1 ©ärmer. E* bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 -Vmier, 1 'Lieinbildhatier, 1 Llutogenschweißer, 1 landivirtschaitlicher Eleve, 2 Schneider, 1 Satt' ler, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Friseur, mehrere Weißbtnder und Llustrelcher, mehrere Maitrer, 2 Gärtner, 1 Schlosser, 1 Sattler und Polsterer, 1 Backer, 2 Schreiner, 1 Spengler, l Polsterer, 1 Äüter, 1 Koch. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 Friseur, ein Schlößer, 1 Svengler u. Installateur, 1 Zigarren- fortiercr, 1 Gärtner, 1 Bäcker. Es kurben Arbeit: Kaufleute, Schreiber und s ei ende, Packer, HatlSburschen und Ausläufer, Nlaschinenschloner, Bniischlosser, Schuhmacher, 1 verh. laudiv. Xlnecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger, Kellner, 1 Küfer, l.verh. Hosmeister, 1 Mechaniker, 1 Ovtiker, ein Üinger. Sclunied, 2 Buchbinder, Mechaniker, ein Wagner, 1 Müller, 1 Installateur und Svengler, 1 Monteur, Maschinisten u. Heizer, 3 Kraftfahrer, Bauhtlfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker. 3 Autoichloner, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung. Gclcaenbcitsarbeiten werden ebenfalls entgegen- genommen. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: knesiae,, Arbeitgebern: Mädchen für tags» i.b.r, Dienstmädchen, Laufs rauen und -mädchen für cit.Acine -r.age, luchiige Alleinmädchen. 2 Küchen- madchen, 1 Stütze, l Kaffeeköchin, 1 Köchin, eine Haushälterin, 1 Büfettfräulein. d' bei nuswärtigeu Arbeitgebern: 2 landtvirt- schngliche Dtenumadchen, Dieustmädchen, Alieiu- n,äd en, Zimmermädchen, Küchenmädchen. Aro-i -VnußbaltCTinnen, 1 .Köchin s. Hotel. 1 Kaffeeköchtn. ^«Jwd’cn Arbeit:. 2 Perkäuferinnen, 3 Wasch- n,flC üir Nachmittags- J,r?^un„f1.,nn3Übec' 25s gle> innen. dkihlfte zu Schneiderin, zwei Peclauferinnenlehrmahcheu, I Flickerin 1 Kon iortitin, 1 Büfettfräulein. 2 Haushälterinnen. i«?iei£e.wf‘Acra,.M"we "Nd Ilkbeit^ Uecmitt fec ^ubct werktags uo-i ; - bt.. 14 Ubr »tmt 55328 Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.°Ges. . . Felten & Guilleaume Echuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dlsche. Vereinsbank Warknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum- - - - . - - Amstd -Rotterd 11285,85 1 t3i4,15 IC838,40 -0863,60 2428 )5 2344,05 5a 16.10 4222,.2 S O db ? chmchten- — Der Al l c i u Deutsche Bur schendund (A.D^8.) v.~r mm-? le si -u P t"-' sien cn Fucr ikenhaulrm am Zu e des 5rf, Äurbranbcnburg, 25 run. Damit um; .-r brr A. D. D. 42 Burschc-nschaften. Zum Gedenket im Weltkriege gefallenen Mitglie er ) ■ wurde eine an der Frankenburg angebrach'e Gedenktafel ciugeweiht, Zum Schluß es Vu ^ees- tages vereinigte ew erhebende F^i.e die Teilnehmer am Fttße deS Kyffhäuser-De".ttnals a;ten Men o ckien a ig br.t m. Kack Werte e.- ; fahren eine Avschwächu. g. Autowerke ^ulganen bröckelnde Kurse. Au ) i>er Markt der chemischen L.?^n. . . 23tien leg vorwi g.nd s chwächer. AEG. crfiLten : •hlD De Janeiro nach de g.st g n B f.st gu.ig einen Rückgan -. j Züricher Devisenmarkt. 390' S elle bevckts geb achten Meldungen bestätigt 300'- I ^e^en. Die Schckftltg. d. „Gietz. Anz."): Am 300' ! Donnerstag, den 1. Juni hat der Anleiheausschutz . 03'50 fCinen Vorsitzenden bco.U| !ragl, die folgende Frage - der Repa^ackvnAcmmis ivn zu stellen: Rach semen Instruktümen chrnpelTtd, hat der Au.schätz das Ein Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Holzheim für Rj. 1921 liegt vom 10. Juni ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Einwendungen hiergegen können während dieser Zeit bei uns vorgebracht werden. Zu der Nachtragsumlage haben auch die Ausmärker beizutragen. Holzheim, den 8. Juni 1922. 5545D Hessische Bürgermeisteret. Weh. fclMslänark-KasIno Vom 12.-17. Juni einschl. täglich abends 81/, Uhr: Sensations-Gastspiel Ose Bms Deutsch ands beste Parodistin 3463D Außerdem das große Künstlerprogramm mit der Omigmai-^ajestic -Jazz-Band gebot 460—465. Deuft,>e P^trolerrrn 1925. t?ebi. Fahr 530. ZuckerfabliEaltien waren ftärler schwankend. Im Verlaufe schrumpfte lo3 Geschäft weiter ein, da die Haltung der aueländifchen Zahltings- mitiel recht unsicher ockeb. ■ Dollar schwank e z stllag . zwischen 278—272.50—216. Am Einpeitsma-rk: \ Paris . zeigte die Geschäftsiäckgkeit wieder eine Ver- z !.-,ndon ,, ' __________, ____ WVIA, 314*50 I Studium der Frage ei zer auswärtigen Anleihe, 249 50 t/M anbertraut war, b:gcTtten. Bevor de: Ru schütz jedoch wlltergechrn fair', hält er cj für iiDt g, bei ber Repa a ion. k. mmis ion crnzu- lw_ । fragen, ob die Worte: „Beim augenblicklichen 880^50 Otand feiner Derpfck ytu-igen, so wie sie von dem Beitrag von Versailles bestiirmt wurden, rnsb:-' sondere aber durch den Zahlungsplan vom 5. Mai 1921“ in dem Srrrne ^ gelegt werden müf.en, datz in seinen Bera!nige:i -er Ausschutz die durch den Zahlungsplan vorges'-rrebenen Zahlu-gen als eine tura-.rlastbare Te P achtung unte. de aa3» drückckchen R ftrve der MachchZugnis der Repa- raironskommission von Zeit yu Zeit gemäß den Bestimmungen des Artcke^s 234 i:e3 Be tro-g.s yu ändern, ansehen mutz, oder es (ohne in irgend- j einer Weise die Verantworiung der Reparatt'ons- 415 kommission engagieren zu tool.e 1) dem Aus schütz 7950 1 ^eisteht, die Möglichke.t von Lösungen zu prüfen, die Abänderungen an bijfen Bestunmungen vo * aussetzen. Am Mittwoch, den I. Juni hat die Reparationskornnrission die folgende Antwort an ben Anlerh-au. schütz gericht t. As A Iwort a. s die nründckch namens des Anleihcau-schuf es von seinem Vorsitzenden gestellte Frage hat die Re- 1,83 Parationskomnrisjion de Ehre, den Aasschutz za -^^benachrichtigen, datz heute vormittag in ein« offiziösen Sitzung folgende Entscheidung getroffen Warpe: Israel. Religivnsgemeinde Gottesdienst in der Sy-ea.vgL: (S>danlage) Samstag,, .----, den 10. Juni. Boradevid: 7.45. Morgens: 8 30. I Oberschl. Eisenb.-B. 8-9, Lldends: 8.55 and 9.3^