Donnerstag, 9. $ebniar 1922 172. Jahrgang Der Kabinettswechsel in Italien. vom König empfangen. Aus dem Reiche. schuh machen zu lassen. L o n d o n, 8. Febr. (Wolff.) Siner Ren- termeldung aus Washington zufolge hat S e - natvrLodgeim Senat eine Erklärung ein. gebracht, in der vorgeschlagen wird, Oesterreich vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu retten durch Ausdehnung des Zeit- raumes der Rückzahlung der österreichischen Schulden an die amertta- Nische Getreide-Corporation auf 25 Jahre. Rom, 8. Febr. (WTB.) Nachdem d» Nicola die Kabinettsbildung abgelehnt hat wurde Orlando vom König damit bettwtt Orlando hatte im Laufe des Tages Besprechungen mtt Abgeordneten der verschie. denen Parlamentsgruppen über die Losung der Krise. Morgen vormittag wird Orlando Die Maßnahmen gegen die Schuldigen. Cisenbahnunfälle. Köln, 7. Febr. Wie die Sisenbahn- direktion Köln mitteilt, fuhr heute nachmittag der von Neuh kommende Personenzug auf Bahnhof Köln aus noch nicht aufgeklärter Ursache über Haltesignal und Drehscheibe hinaus in das Smpfangsgebäude. Infolge des Anpralles schoben sich zwei Wagen ineinander. ES wurden 4 Personen tödlich, fünf schwer und 33 leicht verletzt. Die Verletzten stammen meist aus dem Rheingebiet. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Heute nachmittag stieben zwei von der Technischen Nothilfe geführte Züge, von denen der eine aus Spandau und der andere vom Lehrter ^bnhof kam, i n voller Fahrt zusammen. Beide Maschinen und «ine grobe Anzahl Waggons und Ladegu wurden sehr beschädigt. Soweit bisher festgestellt werden konnte, sind zwei Personen getötet, und vier verletzt worden. Die Konferenz von Genua. Paris, 8. Febr. (WTB.) Der Lvn- dvner Berichterstatter des .Aemps" meldet, die liberale öffentliche Meinung sei trotz der Kritik, die Lord Grey an der Diplomatie der Konferenzen geübt habe, der Ansicht, man würde auch dann nicht auf die Konferenz von Genua verzichten, wenn die Vereinigten Staaten und Frankreich ihr fernblieben. Die offiziellen Kreise bereiteten sich vor, als ob die Konferenz am 8. März eröffnet werde. Aus Italien sei keine Information । eingegangen, die auf eine mögliche Vertagung schließen lasse. Die dritte Zahlung von 31 Millionen Goldmark. Frankreich hätten. Nach der „Cifoerte“ antwortete Lord Curzon im Zähre 1922, wie Georg V Pomcare im Iuli 1914 geantwortet habe, ©nglano lasse weder eine offensive noch eine defensive Allianz zu. Unter diesen Bedingungen hätte die Garantie nur einen moralischen Wert. Das dürfe man in Frankreich nicht vergessen. Die Sorge für die Srch^° hett Frankreichs müsse also wie vor 1914 die erste Pflicht Frankreichs gegen sich selbst wie gegen seme Freunde sein. , , Das „Iournal des Debats" sagt wenn das britische Parlament den Pakt von 1919 unabhängig von den Bereinigten Staaten für gulti.i erklären werde, so werde es w^rscheinlich dazu beitragen, die Wolken zu ve^cheuchen die seit 1921 aufgestiegen seien. Dadurch werde das Parlament keine neuen Lasten auf sich nehmen, denn es sei klar, dab das vitale Interesse Englands mit oder ohne Verpflichtung ihm anempfehle die französisch« Unabhängigkeit gegen emen deutschen Angriff zu verteidigen. Das enMche Parlament werde aber das Herz Frankreichs bewegen und werde dem durch die Annullierung der beiden ZchuhvL7äge ^?n 1919 gestärkten MMtarismus ein Argument entziehen und auch Deutschland eine nützliche Warnung geben. Die Vergiftung der Hirne besonders in den Schulenunddurch die Propaganda nehme einen derartigen Umfang an dab die Aufrechterhaltung des Friedens ernstlich kompromittiert erscheine wenn man n'ch schon eine gründliche Desinfektion vornehme. Die Thronrede des Königs von England. London, 7. Febr. Die Thronrede mit der der König heute das Parlament eröffnete, begrübt die groben Resultate derWashing' toner Konferenz, namentlich das Vier- mächäeabkommen über den Sttllen O^ean, welches das englisch-japanische Bündnis ersetzt und das Abkommen betreffend die Einschränkung der Rüstungen Die Thronrede besagt weiter, das Problem der Sicherung der Reparationszahlungen durchs Deutschs an d in einer den allgemeinen Interessen zuträglichllen Weise beschäftigt noch immer die verbündeten -Regierungen. Ferner kündigt die Thronrede an, dab die Bill über die Ratifikation des Abkommens mtt Irland welche den an den Unruhen in Irland beteiligten Personen Amnestie gewährt, dem Parlament zugeht. f _ In d«r Thronrede heißt es noch^ ldie Lage im nahen Osten bildet weiterhin den Gegenstand eifriger Bemühungen der britischen Regierung Der König gab der Hoffnung Ausdruck, dab die vorläufigen Erörterungen der Alliierten in Pari- eine Weltlage herbeiführen werden, durch die der Konflikt in einer für alle in Betracht kommenden Parteien ehrenvollen Weise beendigt werde. Ueber die innere Politik heißt es, alle I Anstrengungen werden gemacht, um die Stactts- ausg>rb2N sobald wie möglich herabzusetzen. In einer Zeit grober innerer Depression, die die Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm Höhe für Anzeigen!) 34mmBreite örtlich 70 Pf., auswärt, 90 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 300 Pf. Bei Platz. Vorschrift 20Aufschlag Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Die Vorgänge bei der Regierungsbildung in Hessen. Von Herrn Rektor Fischer, dem Vor- i sitzenden des Vereins Gießen der Deut» > scheu Demokratischen Partei werden wir um Aufnahme der folgenden Zuschrift gebeten: Herr Zustizrat Weidemann beschäftigt sich in Nr. 31 deS „Gießener Anzeigers" ' in einem längeren Artikel mit den „Vorgängen bei der Regierungsbildung in Hessen". , Wenn auch die in dem Artikel geübte Kritik sich in der Hauptsache gegen Stellen richtet, deren Verteidigung nicht meine Sache ist, so enthalten die Ausführungen doch auch einen Satz, zu dem ich — mit der durch die Umstände gebotenen Zurückhaltung — einige Worte sagen möchte. Ich verzichte dabei auf eine Stellungnahme zu dem Inhalt des Artikels im ganzen wie auch zu den darin von dem Herrn Verfasser erhobenen Forderungen. Daß zunächst Herr Landtagsabgeordneter Obenauer als parlamentarischer Neuling eine schlechte Zensur bekommt, daß gesagt wird, eS sei fraglich, ob seine Darstellung überhaupt zutreffend sei und er verfüge bei seiner geringen parlamentarischen Erfahrung wohl kaum über die zu einer richtigen Beurteilung so wichtiger usw. Verhandlungen erforderliche Schulung, mag hingehen. — Schwerer wiegt der Vorwurf, die Demokratische Partei habe bei diesen Verhandlungen so wenig zielklar operiert, daß man zweifeln müsse, ob sie sich überhaupt über die politischen Absichten der anderen Parteien klar gewesen sei. Zunächst scheint mir: Wenn die Demokratische Partei „zielklar" operieren wollte, so mußte sie sich in chren Entschließungen von ihren eigenen Auffassungen leiten lassen, und erst in zweiter Linie durfte sie auf die Absichten der anderen Parteien Rücksicht nehmen. Denn sonst hätte sie ja doch wohl nicht „zielklar" gehandelt. Die politischen Absichten der anderen Parteien aber waren uns nur soweit „klar", als sie uns von den anderen Parteien eben mitgeteilt wurden. Oder hätten wir den mit uns verhandelnden Parteien andere Absichten unterstellen sollen als die uns mit- geteilten? Doch die Hauptsache: Ich kann als Mit- glied des Sonderausschusses dem Herrn Verfasser die Versicherung geben, daß die Demokratische Partei bei den Verhandlungen zur Regierungsbildung durchaus zielklar gehandelt hat, daß sie in der Frage von der ersten Beratung im Landesausschuß an eine feste, unmißverständliche Formel gefunden und an dem so aufgestellten Ziel bis zur Entscheidung unverändert festgehalten hat. Welches unsere Auffassung war, ist von Herrn Obenauer auf dem Parteitag in Ober-Ingel- heim zutreffend wiedergegeben worden. (Hess. Volkszeitung Nr. 2/22 vom 14. Januar 1922.) Es ist also nicht zutreffend, wenn von der Demokratischen Partei Mangel an Ziel- vcuhett behauptet oder angenommen wird. Berlin, 9. Febr. Die Reichsregie- rung stellte gestern nachmittag in einer Kabi- nettssihung die Richtlinien auf, nach dencm die Maßregelung der streikenden Eisenbahner erfolgen soll. Das »B. T." teilt mit, daß folgende Richtlinien aufgestellt worden seien: 1. Das ordentliche D i s z i p l i n a r v e r- ahren wird eingeleitet gegen Beamte, die a) Urheber des Streiks sind, b) soweit ste Sabotage oder gewaltsame Singrisse in den Betrieb ausgeführt oder andere Beamte an der Erfüllung ihrer Dienstpflicht durch Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt behindert haben. 2. Soweit einzelne Beamte wegen des Streiks zur Verantwortung gezogen werden, soll nur aus Ordnungsstrafe erkannt werden, sofern sie alsbald zur Erfüllung ihrer Dienstpflicht zurückkehren. Geldstrafen sollen nur in Sonderfällen verhängt werden. 3. üleber das D i e n st e i n - kommen während der Streiktage gilt §14 Abs. 3 des Reichsbeamtengesehes (Nichtzahlung der Streiktage). 4. Soweit Diszi- plinarverhandlungen bereits eingeleitet sind, sollen ie im Rahmen der Grundsätze zu 1. nach den ge- ehlichen Bestimmungen weitergeführt werden. 5. Die kündbaren Beamten sollen nach den gleichen Grundsätzen behandelt werden. Wie das Blatt weiter mitteilt, sollen als Urheber nicht nur diejenigen Beamten, die an den Zentralstellen, sondern auch diejenigen, die im Reich in den Verwaltungsbezirken zum Ausbruch oder zur Fortsetzung des Streiks hervorragend mitgewirlt haben gelten. Kündbare Beamte, die unter la oder 1b fallen, sind zu entlassen. Das Beschwerderecht wird dadurch nicht berührt. Die nicht unter la oder 1b fallenden kündbaren Beamten werden zur Beschäftigung wieder zugelassen, auch wenn sie schon entlassen worden sind. Berlin, 8. Fevr. (Priv.-Tel.) Die ,3ett meldet: InderReichsgewerkschaft werden nicht unwesentliche Veränderungen eintreten. Einer der jetzigen Führer, Lokomotivführer Scharf - f ns k o m m i ssi o n veröffentlicht folgendes ziellen und wirtschaftlichen ^ederaufbaus ent- S£)mmunigu6: Gemäß der Entscheidrrg der Re- stehen. Die ThEe^e -mdigt außerdem Vor Parationskommission, die am 13. Januar in Cannes schlage für die Resorm d es Ob er Haases wurde, hat Deutschland soeben in Aus- und für die Beilegung der D^fser-nzeii z s, iandsdevifen an die von dem Garantieausschuh beiden SMetn an 1Ä « 3a61u«s SeÄÄÄ ÄÄ 3?WUN°nen V°ldm°r. «. internationalen Hcrndelskorporation an. Amerikanische Diplomaten. Nr. 34 Der Giehener Anzeian erscheint iäyl'ch. außer Sonn, und Feieriaas. Monatliche Yemyrpreste: gjih.9.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Ulh. 10. - einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Pummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei. Verlag und Gejchäfisstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen, postfchecttonto: Frankfurt a. Öi. 11688. GietzenerAn;eiger - General-Anzeiger für Oberhesfen Druck und Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch. und §teindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Der AuhenhQnvel §owjeLru lerieiaserne" am Oranienburger Tor und daraus wieder zurück, bis sie endlich Matttei am letzten tn der Breilenstvaße ankamen. Da sind sie denn vor dem kleinen Ladenfenster des Monsieur La- crvix stehen geblieben, haben sich, red>t innig die schonen Lackschuhe in der Auslage beschaut oder auch nicht: daraus hat sie sich auf die Zehenspitzen gehoben, das süße Mäulchen gespitzt: „Da nimm, Lexi!" , Und et hat genommen. Auf offener Straße. Es ist der Lore heut auf einen öffentlichen Skandal mehr oder weniger nicht angefomnun. Dann sind sie zwei Häuser weitergegangen und in den dunkeln Hausflur getreten. $a hat er sie hvchgehvben, sie dreimal in der Luft herum- geschwentt. »Laß! Hetzt kommt di? CBerminft!“ sagte sie. „Vernunft? Ich war noch nie so Vernunft g wie heute 1“ sagte er. „71a, Lexi, da könnt' man schon verschiedener Meinung sein — von wegen der Vernunft. Wer weiß aber, wozu es gut ist, so man einmal unvernünftig ist. So — und nun: Adiei — leb wohl — sei brav — behalt mich lieb! Kannst es noch einmal mit einem Kutz geloben!1' Den 6etam sie, reichlich. Und stürmte stürzte die Stiege binauj zur Mansarde. Hatte le ich tenbe Augen, dachte tn einem: .Daß er mir nur gesund heimtommt, der Lexi!" und gleich: „Ontci Dlücher wird schon helfen —“ Mit der Hilfe des Herrn Genrralseldmar- schalls hatte eS aber diesmal gute Weile. Tenn erstens hatte er wirklich sehr, sehr viel zu tun. Zweiten- hatte er Verdreh und Zwar mit seinem Aflerget euesten, mit ®net;enaa Cer Durchaus sich nicht mehr mit Der schönen, aber Offenbach a. M. zum Studienrat an den Technischen Lehranstalten zu Offenbach a. M. mit Wirkung vom 1. Januar 1922 an. — Uebertragen wurde am 28. Dezember dem Schulamtsanwärter Albert R o h l aus Reichelsheim t d. W. eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Dalheim, Kreis Oppenheim. — Uebertragen wurde am 26. Han. dem Schulamtsanwärter Friedrich Langner aus Darmstadt unter Zurücknahme der Ueber- tragung der Lehrerstelle zu Eichelsachsen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Rainrvd, Kreis Schotten, dem Schulamtsanwärter Heinr. © t ein- Hauer aus Wisselsheim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Eichelsachsen, Kreis Schotten. — Der Eisenbahninspektor Georg S ch m i 11 e r aus Alsfeld wurde zur Güterabsertigung nach Gießen versetzt. ♦* Univerfitätsgottesdienst wird am nächsten Sonntag, ll’/i Uhr morgens, in der Reuen Aula von Prof. Dr. Hans Schmidt abgehalten werden, an dem wie sonst außer den Studierenden auch die übrige Einwohnerschaft teilnehmen kann. -"Diebstähle. Die Diebe der Messinghähne an den Wasserleitungen in den äußeren Gärten und Gärtnereien der Stadt sind immer noch an der Arbeit. ES wird daher nochmals Darauf hingewiesen, alle diesbezüglichen Diebstähle und Wahrnehmungen der Kriminal-Abteilung zur Kenntnis zu bringen. Dor Ankauf wird dringend gewarnt. — Von einem Friedhof in einem in der Nähe gelegenen Dorf wurden in letzter Zeit 16 gußeiserne Kreuze abgebrochen und gestohlen, hier wird vor Ankauf gewarnt. Von Der Literarischen Gesell- schaf t wird uns milgeteilt, datz der Ballaten- Adend vvn Dr. v. Fader du Faur bereits im Herbst als Veranstaltung des Vundes zir Pflege von Musik und Literatur angezeigt und seit längerer Zeit von Der Literarischen Gesrilschaft übernommen war. Da Der Dichter W. v. Scholz wegen des Streikes nicht kommen konnte, erklärte sich Dr. v. Faber bereit, feinen Abend schon setzt zu halten, an dessen Stelle dann später der Scholz-Abend treten wird. • • Rich Hinten für die Festsetzung von Mietpreisen in der Stadt Gießen werden im heutigen Anzeigenteile vom Städtischen Mieteinigungsamt veröffentlicht, die für Vermieter wie Mieter von gleichem 3ntereffe sind. • • Eine Warnung zur Vorsicht beim Einkauf von Stoffen erlassen im heutigen Anzeigenteile der Verband der Arbeitgeber für das Schneidergewerbe und die Freie Schneider-Innung. Ihre Mitglieder lehnen es in Zukunft ab, minderwertige Stoffe, wie sie häufig von fliegenden Stoffhänkflern verkauft werden, zu verarbeiten. * * 6 e i n e n 8 0. Geburtstag begeht heute in voller geistiger und körperlicher Frische Oberpostschaffner Adam C m i g, Alicestraße 19. Er ist Kriegsteilnehmer vvn 1866 und 1870/71 und Zn- Haber mehrerer Orden und Ehrenzeichen. BornoLizen. — Tageskalender für Donnerstag. Reue Aula, 9 Uhr: Vortragsabend zi- gunften der Ueberschwemmten von Klausen. — Asioria-Lichtspiele, ab heute bis einschb Sonntag: „Sie Macht des Mutes", 1. Teil. „3n der Schlinge des Indiers" und 2. Tell: „Ter Tod m Venedig". — Hausbes i herverein. Am Freitag, dem 10. Febr., abertbä 734 Uhr findet im Hotel Einhorn (großer Saal) die diesjährige Hauptversammlung statt. Als Punkt 1 der Tagesordnung steht an: »Die jetzt beschlossenen Richtlinien des Mieteinigungsamtes für Mietpreisbildung". Da Deren praktische Anwendung und die Rechte and Pflichten der Hauseigentümer eingehend erläutert werden, empfiehlt es sich im eigensten Interesse der Mitglieder, die Versammlung zu besuchen. Landkreis Gießen. * Dettenhausen, 6. Febr. Am Sonntag brachte der hiesige Gesangverein sein Programm vom 15. Januar noch einmal zur Aufführung. Bei abermals gut besetztem Saale fanden sämtliche Aufführungen wiederum reichen Beifalls Besonders gefiel erneut der Vierakt er .Die gestört' Hochzeit oder Vadder leid's net!" Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 7. Febr. Um der Wohnungsnot steuern zu können, will Die S:adt mehrere D op p e 1 w o hn h äu se r in der Tilo- mann-Straße errichten. ^Ruppertenrod, 8. Febr. Eine Folge des Eisenbahner st reiks wurde uns gestern hier sehr anschaulich vor Augen geführt. Da kommt eine Familie, Vater, Mutter und drei Heine Kinder, durch den Schnee gestapft, alle sauber gekleidet. Der Vater trägt das jüngste, etwa ein Hahr alte Kind, in ein Tuch um seinen Racken geschlungen. Die Familie kommt von Gießen zu Fuß gewandert — bei dieser Kälte und diesem Schnee und kleinen Kindern, von denen das älteste Wohl 5 Zahre alt ist. Die Leute immerhin bescheidenen Stellung als Generalstabschef begnügen, sondern gern ein selbständiges Truppenkommando haben wollte, während man ihn doch als rechte Hand Blüchers nicht entbehren konnte. Drittens hat er Sorgen gehabt wegen einer schweren Erkrankung seines Sohnes Franz Und viertens endlich hatte der greife Krieger — eS muß gesagt fein! - Angst. Wenn er an die Lore dachte, brummte er immer wieder vor sich hin: „Dreimal lieber in die Schlacht, als vor die Giesin!" So hat ews denn besonders klug anfangen wollen und eine Avantgarde voraasgeschickt Morgens tat er zam zweiten Frühstück einen guten Trank, ließ sich seinen Piepkanaster behaglich mit einem gut gewickelten Fidibas anzüichen, dampfte ein paar mächtige Wolken und sagte z-,r Frau Fürstin: „(St helft allens nichts. Du mifet kur Giesm in die Trachenhöhle. Leicht wird's nicht sein, aber du hast so 'ne Art, Malchen wirst sie am End' doch persuadieren." Tie gute Frau Amalie war immer zur Hilfe bereit und sie hat es insoweit günstig angetrof- fen, als sie Mutter Giese in eigen fünfter Stimmung antraf. Sie war am Tag vorher aus Wien heimgekehrt mit Luise und befand sich in einer Slrt Rausch. Es war ja eine schreckliche Affäre, mit der großen Brandwunde der Aeltesten und Luise mußte einem von Herzen leid tun' Tafür ledoch ist sie Braut, und der Graf ist ein so vortrefflicher Herr und die Frau Schwieger- mama eine überaus gütige Dame, die Luise lieb bat wie ein eigenes Kind. ,Za . . und schließ- N «r-1®? ,ie 8ur Frau Fürstin, „des Men- Jluck soll ja nicht vom Gelde abhSnge.i, Euer Durchlaucht . . . gang gewiß nicht. Slehet haben nrit der Bahn nicht weiterfahren können und sind völlig mittellos. Ihre letzte Barschaft hat Las Uebernachten in Gießen verbraucht. Die Familie will nach Lauterbach und zuletzt nach Meiningen. Ein barmherziger Menschenfreund von Ober-Ohmen hat Erbarmen mit den Armen und nimmt sie mit, um ihnen ülachtquartier za gewähren. § Ruppertenrod, 7. Febr. Ganz ungewöhnlich hohe Preise ergab die hier im Saale „Zum Reichsadler" abgehaltene größere D r e n n- holz Versteigerung aus den Riedeselschen Waldungen. Der Besuch war sehr stark und die Kauflust groß. Bezahlt wurde das Raummeter Buchenscheit, im Tarif angesetzt zu 110 Mk., mit 230—250 Mk., Buchenprügel und Buchenstöcke zeigten im Verhältnis dieselbe Teuerung, die am krassesten bei den Duchenreisern auftrat. § Aus dem Ohmtal, 8. Febr. Heute morgen hatten wir die niedrigste Temperatur in diesem Winter: —14 Grad R. Die Fenster in den Wohnstuben waren nicht eisfrei zu bringen. Die Ohm ist, nachdem sie aufgetaut, abermals zugefrvren. Einzelne Leute haben ihren Holzvorrat schon aufgebraucht, da im vorigen Zahre die Velieferung mit Holz nicht ausreichend gewesen ist. Manche Pumpen sind ein- und auf- gefroren. Kreis Büdingen. * Büdingen, 7. Febr. Die Sandbornquelle, die im vergangenen, außerordentlich trockenen Sommer ihre Schuldigkeit getan hat, trenn sie auch nicht alles erforderliche Wasser für die Wasserleitung mehr herbeibringen kann, fing bei den ergiebigen Regentagen vergangener Woche an sich zu erholen und ergiebiger zu werden, hat aber jetzt bei der grimmigen Kälte wieder erheb» lich nachgelassen. e Ridda, 6. Febr. Die Gesangvereine von Eichelsdorf, Eichelsachsen, Ridda, Oberschmitten, Rainrod, Tumgesangverein Schotten und flllsa haben sich nach einer vom Kreisamt ausgegangenen Anregung zu einer Sänger Vereinigung zusammengesch'lossen. Zum Bindesdirigent-rn warte Lehrer Diehl-O bersch mitten, zum Bundesvorsitzenden Sägewerksbesitzer Schäfer-Eichels dorf gewählt. Man erwartet bestimmt, datz die Zahl der angeschlossenen Vereine sich bald auf 12—15 erhöhen wird. 3n Kürze soll unter Zuziehung eines Musik- sachverständigen eine Dirigenten ko n f e r enz stattfinden, die Richtlinien und Winke zur Erzielung eines schönen Gesanges geben und die Grundlage zielbewusster Arbeit in den einzelnen Vereinen geben sott. Auch zu den Bun des - festen und Sängertagen soll ein Sachverständiger zugezogen werden, der keine Wertung nach Punkten vornehmen, wohl aber die vorgetra-- genen Ehöre einer objektiven Kritir unterziehen und sachgemäße Anregungen geben soll Kreis Lauterbach. Zä Eichelhain i. Vogelsberg, 7. Febr Eine großes Ereignis war es, als dieser Tage die »Licht ki rmes" stattftnden konnte. Zum ersten Male erstrahlte das Dorf in elektrischem Lichte. Die ganze Gemeinde und die Schule verfammelie sich am llmschaltehäuschen. Die Schüler fangen unter Leitung des Lehrers Sils emen Chor mb Bürgermeister Schaa f dankte der Kreis- und Provinzialbehörde sür den Anschluß an die Zentrale Wölfersheim. Ramens der Rheinelektra sprach Monteur Volk: Lehrer Sils dankte tem Orts vorstand. rr. Pfordt, 7. Febr. Rachdem bis dahin Queck als einzige Schlitzerlanter Gemeinde ein Kriegergedächtnismal errichtet hat, wird nunmehr auch in unserer Gemeinde auf dem schön gelegenen Friedhof ein solches Denkmal erbaut. Die. Ausführung wurde dem Steinmehmeister Zohann Schmidt in Schlitz übertragen. △ Schlitz, 7. Febr. Zimmermeister Heinrich Metzendorf, ein Veteran von 1 870/7 1, wurde unter allgemeiner Beteiligang beerdigt. Ramens des Krieger- und Veteranenvercins legte Fabrikant Habermehl einen Kranz nieder. Metzendorf hatte im 4. Hessischen Infanterie-Regiment Rr. 118 gedient. rr. Schlitz, 7. Febr. Der Gesangverein „Harmonisches Kränzchen" hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Sein Mitgliederstand beläuft sich zur Zeit auf 295. An Stelle des bisherigen Vorsitzenden, des Sparkassenrechners Karl Reinhardt, der 12 Zähre lang den Verein geleitet, diesmal aber eine Wiederwahl entschieden ablehnte, wurde Stadtrechner Zohann Hühn gewählt und an dessen Stelle Buchhalter Theodor Hahn zum Schriftführer: alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder bleiben auf ihrem Posten. Es wurde schließlich noch beschlossen, die in diesem Zähre in Angersbach und Dlitzenrod stattfindenden Ge- sangswettstreite zu besuchen. Kreis Schotten. e. Ulrichstein, 7. Febr. Zum Mitglied« des Vorstandes der hiesigen israelitischen Gemeinde wurde HeSkiaS Reiß vvn hier ernannt und verpflichtet. 8. Febr. Zn vielen Gemeinden wurden bereits die ersten Brennholzversteigerungen abgehalten. Der Gedanke, daß mit einer neuen Preissteigerung zu rechnen sei, hatte 1 viele Kauflustige herbeigetrieben. Die starke Rachfrage hatte zur Folge, daß das Klafter Knüppelholz 900—1000 Mk. und 4 Raummeter Buchenscheitholz 1. Qualität 1200 Mk. und geringerer Güte bei schlechter Abfuhr für 1100—1175 Mk. zugeschlagen wurden. Die Buchenwellen stellten sich vielfach auf 5—6 Mark pro Stück. Der fortgesetzt strenge Winter hat in vielen Familien die geringen Hvlz- und Kohlenvorräte bereits vollständig auf» gezehrt. ra. Krofdorf, 8. Febr. Der hiesige Gesangverein „Germania" hat für den letzten Zunisonntag das Bundesfest des DünSberg-SängerbundeS übernommen und gedenkt damit fein 8 0. Stiftungsfest zu verbinden. Außer Wertungssingen wird noch eine besondere Klasse gebildet aus Gastvereinen, die dem Bunde nicht angehören. Die Dorbereittmgen zu diesem großen Sängertag werden schon eifrig betrieben-, bei günfttger Witterung ist auf starken Besuch zu rechnen. Starkenburg und Rheinhessen. fpd. Groß-Gerau, 7. Febr. Unter einer Herde von 600 Schafen, die zwei Schafhalter aus Corbach in Waldeck tn die Pfalz bringen wollten, und die vorläufig auf den Wiesen bei Mörfelden lagert, ist die Räude auSgebrvchen. Das KreiSamt hat um- faflende Maßregeln gegen die Weiterverbreitung der öeudfc ergriffen. rm. Nauheim b. Gr.-Gerau, 7. Febr Beim Holzfällen im Walde erlitt der Holzmacher G. B o l l b a ch VI., der gerade von der Grippe wieder geheilt war, einer Schlaganfall, der feinen sofortigen Tod herbeiführte. " O f f e n b a db, 7. Febr. Gin mißglück« ter Einbruch. Eine hiesige Arbeiter in, die sich zuletzt in Essen auf hielt, vereinbarte, wie di? „Offenb. Ztg." meldet, mit zwei zweifelhafter Männern, die sie dort kennen gelernt hätte, za- fammen nach Offenbach fahren, um tn bei hiesigen Wohnung ihres D'uders einen Einbruch zu begehen. Gestern abend kam das.Trio hier an Tie Anstifterin bezeichnete ihren beiden Komplizen das betreffende Haus und zog sich dann selbst zurück. Als die beiden Diebe kaum in die Wohnung eingedrungen waren, to irie.i sie von der zuriickiehrenden Frau Les Wohn angsiüHaders überrascht. Aus deren Hilferufe ergriffen sie Die Flucht. Der eine von ihnen konnte durch herbei- geeilte Polizeibeamte Les naheg. legenen Reviers nvch> auf der Flucht ergriffen und der zweite sowie das Weib späterhin auch noch festgenommen werden. e. Offenbach Herats, datz beide geloben2 Pistolen mit sich führten. — Hier bereiteten sie einen Flachtversuch vor, dirchbrachen die Zellenwand und bearbeiteten das Gitter mit einer Säge Das Vorhaben der Arrestanten wurde aber rechtzeitig bemerkt and die Flacht verhm- tert. Am lammenden Tag verschickte der eine einen Eßlöffel, der noch nicht entfernt werten konnte. Die Rachforschungen haben ei geben, daß auch ihre Ramensangabe unrichtig war inb daß man es mit zwei vorn Rhemlandtzrus steckbrieflich verfolgten Räubern zu tin hat. Kreis Wetzlar. ra. Aus- dem Kreise Wetzlar, getö 8. $cbr. Datum: 7. Febr. Lhriftionia Febr. Bei a. OK., 7. Arnold Mendelssohn in Darmstadt. D. Marknotierungen. Züricher SebtfenmariU Schweizer Franken Fl. --- 19L- Ma Kopfschmerz 703,- 21 WO ter berichten über ein Eisenbahnunglück in der Ufraine, bei dem 73 Wagen zertrümmert, 25 Personen t e t und 8 schwer verletzt wurden. Ausländer Besitz ge- Fr. Fl. Kr. 7.2. 77,50 87,30 109,50 71,10 403.- 315,- 295,- 303,- 489 - 408,- 326,- 290,- 305,- 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 511,- 79,25 724,- 6,43 376,10 30,46 71,15 134,35 6,47 376,90 3^54 71,35 134,61 100 ICO 100 100 100 1 100 100 100 100 100 100 haben die m ihren Renten» im Bett datz der 1045, 624, 562, 666, 980, 624, 653, 500, Vad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Tlektr.-Ges. . . FeitenL Guilleaume Schuckert-Werke. . . Oldlerwerke...... Daimler....... 4', Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank Kopenhagen. Stockholm . . Helstngfor- . Italien. . . . London . . . Reuyork . . . Paris .... Schweiz . . . Spanien . . . Wien (alte») Deutsch-Oesterr. 6,78 379,60 3'\d6 72,62 136,35 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Neuvork . . L. Fr. Xr. $ Kr. Kr. Risch wirkend. ErhlltUch ia Apotheken. 12C 4077,- 8,58 5,88 -.46 9.X hinter steckt. Durchweg recht wertvolle Häuser bracht. fpd. Frankfurt * Verhungert. Die 77jährige empfangerin Stimme! In Plauen wurde tot auf gefunden. Der Arzt stellte fest, Tod durch Verhungern eingetreten ist. 8.2. 2,57 1,34 2 48 26,30 1,93 Amsterdam-Rotterd. 7517,45 7532,55 7417,55 7432,45 Brüssel-Antwerpen. 16 8 35 16JL65 1620,85 1624,15 " '• . 3231,70 32 8,80 3251,70 3258,30 . 4120,65 4129,15 4055,90 4064,10 . 520<75 5'220,25 5184,60 5195 20 . 397,60 398,40 389,60 390,49 2,52 1.33 2,57 26,25 1,93 8*77 5,82 — ,49 8.2. Kirchliche Nachrichten. Fsrael.Religi)nsgemetnde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag. 11. Fetr. 1922. Voradd. 5.30. Morg. 9.00. Adds. 5.45 und 6.25 U&r. Israel. Reiigi >ns - Gesellschaft. Sabbatfeier, 11. Fedr. 1922. Freitag abd. 5.10. Samstag norm 8.30. Rachm. 3.30. SaddatauSgang 6 25 — Wochengottesdienst: morg. 7.00, adds. 5.00 Ahr. Frankfurt o 1, 9. Februar. Berliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Dries 6,82 3-0,40 31,04 72,22 133,65 losem Zustand in das Krankenhaus. svd. Limburg, 7. Febr. Der Fahrrad Händler AilolauS Hohntn Limburg wurde wegen Hinterziehung der Umsatz- >teuer vom Finanzamt in eine Geld st rase von 13 725 M k. genommen. spd. Niederschelden, 7. Febr. Beim Ueoerschreiten der Gleise auf der Charlotten- Hütte wurde der 60jährige HUfSarbeiter Wagner von einem Rangierzug ersaht. Er kam habet so unglücklich zu Fall, daß ihm der Kops abgefahren wurde. * Kass e l. 6. Febr. 3n einem Hause in der Altstadt geriet eine Frau mit ihrem Untermieter in Str eit. Als der Untermieter au die Frau einschlug, ergriff diese eine Flasche und zertrümmerte sie auf dem Kopfe des Untermieters, so daß dieser von der Schutzpolizei mit einer klaffenden Kopswunde ins Krankenhaus gebracht werden muhte. * Wiesbaden. 6. Febr. In der Stadt- verordnetensihung wurde die Erhebun,; einer Wohnungssteuer beschlossen, die ab 1. Oktober 1921 mit 5 Prvz. für den Staat und 5 Proz. für die Gemeinde bis 31. März 1922, von da ab mit 15 Proz. sür die Gemeinde erhoben werden soll Kurs Kurs KurS Doch. Guhstahlverke 1062, Bud.-Eifenw.-Alt.. 856, D.-Luxemb. Bergw.. 875, Delfenkirch. Dergw.. 899, Harpener Bergbau. 1525, Oberschl. Eifenb.-D. 950, Oderfchles. Eisenind. 796 Phönix-Dergb.-Akt. 1000, 959,. 895,. 930,. 1595 ■ 975, 814, 1090, 625, 575, 690, 995, 650 510, 508, 74, 723, i 220, Vermischtes. Eisenbahnunglück in der Ukraine. Stockholm. 8. Febr. (WTB.) Man meldet aus HelsingfvrS: Die Odessaer Diät- mc. Frankfurt a. M, 7. Febr. Die bei einem Sattler beschäftigte Verkäuferin Ottilie Eimer eignete sich anfangs kleinere Gegenstände an, stahl dann aber Waren im Gesamtwerte von 15 — 20 000 Mark, die sie toetter veräußerte oder verschenkte. Aus diesem Grunde hatten sich nun 15 Personen vor der Strafkammer zu verantworten, von denen sieben frei- gesprochen tourben, während die übrigen acht kleinere Gefängnisstrafen erhielten und zum Teil bedingt begnadigt wurden. Die Diebin selbst erhielt acht Monate Gefängnis, ihr Druder Wilhelm Eimer neun Monate wegen Hehlerei und eine andere Verkäuferin Gertrude Nikolai sieben Monate Gefängnis. ant = Kr. Kr. Fr. = 43.80 — 22.24 — 24.40 — 41.45 — 0-75 = 512-- = 1.65 = 0,15 Kr. 117.80 Kr. 88.80 Kr. 117.80 Eh. 97.80 Fr. 125.40 r 2180 192.75 2.70 0.17 9.80 44.50 22.50 25.60 42.- 0.82 514- 1.70 0,16 7.2. 77,50 87,40 109,80 71,25 407,50 297,- 302,- 304,— 479.50 411,50 320,- 288,- 3il,50 1050 - 858,- 874,- 895 - 1525 - 993,- tn den Stellwerken 2.65 0.17 9.70 Prag..... Budapest. . . DuenvS Aire Dulgatten. . Konstantiuope 954,- 956,- 954,- 956,- 875,10 876,90 866,60 >68,4u 201,79 202,21 ln8,80 199,20 169.-,25 1702,70 1693,30 1696,70 L )4^5S 3951,45 3888,60 3>96,40 3106,85 3113,15 3096,90 3103,10 602,- 554,50 660,- 990,- 620,- 553,- 493,- 8.2. 77,50 87,25 109,- 71,60 411, — 3ü0,- 297,— 306,— 484,- 412,- 324 — 292 - 313,'- Wechsel auf Holland. ...... Deutschland .... Wien........ Prag........ PariS........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Neuyork. ...... Agram....... Warschau...... * Kirchendieb st ah l. 3n der berühmten Basilika des Heiligen Ambrosius in Mailand ist vor längerer Zeit ein Diebstahl verübt worden, der erst kürzlich durch einen Zufall entdeckt tou de. Als die Gruft geöffnet wurde, um die jährlich üDtgefebnebene Reinigung vorzunehrnen, meiste der die Aufsicht führende Kirchenbeamte, dah der Sarkophag des heiligen Ambrosius erbrochen und ein Ring und eine Brosche gestohlen worden waren. Die Tat muh dem äußeren Anscheine nach vor einer Reihe von Monaten geschehen fein. Infolgedessen wird es schwer halten, die Diebe zu ermitteln. * Richard Strauh' LieblingSlied. Richard Strauß hat in London auf allgemeinen Wunsch auch drei seiner Lieder mit eigenhändiger Pianobegleitung dcsKomponif.e» aufsPrvgramm gesetzt. Eines davon ist das auch in Deutschland fast populärste unter Richard Strauh' Liedkompositionen, die Vertonung von Dierbaums Text .Traum durch die Dämmerung". Ein englisches Blatt erwähnt bei dieser Gelegenheit, dah der Komponist selbst in Amerika einmal dies Stück als dasjenige bezeichnet habe, das ihm unter seinen Liedern das liebste sei. Er habe es, wie er erzählte, in fünf Minuten geschrieben, und zwar an einem wundervollen Sommerabend, während, er seine Frau erwartete, um mit ihr einen Spaziergang zu machen. KurS 8.2. 77,50 87 50 109,75 71,30 414,60 302,- 312,25 811,- 490,- 421- 324,- 292,- 315,- 1075,- 89a,- 895,- 925,- 1513,- 1010,- 800,- 1040,- 618,- 684,50 695,- 1060,- 680,- Datum: 5"/. Disch. Krieg Sani. 4*>,Dtfch. ReichSanl. 3*/.Dtfch. Reichsanl. 4e/0 Preuh. KonfolS Hamburg-Paketf.. . Rorddevrtscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gefellschast Dresdner Dan!. . . Mitteid. Ereditbank. Rationalbank s. D.. AuSdesserungSarbeiten stürzte der Dachdecker Otto Elben vom Dache ab. Er kam in fast Hof fnungS» sofortige Aufnahme von Verhandlungen — i?a in der hiesigen Industrie febr nMo auswärtige Arbeiter beschäftigt sind, die infolge des .^treito nicht zu ihrer Ardercssielle aiw.angt..i tonnen, werden die Arbeitnehmer von Den Gabrilen vielfach mit Lastautos in ihren Wohn- orten abgeholt und abends wieder zurückgebrachl Wenn der Streik noch länger anhält, wird die stark beschäftigte Industrie wegen mangeln der Kvhtenzufuhr mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben und zu Detriebseinschrän- tu n g en schreiten müssen. Hc^cn-Naffau. ' Frankfurt a. M^ 8. Febr. 3mLaufe der letzten beiden Jahre sino in Frankfurt nicht weniger als 300 Häufer und Liegenschaften mit einem Wen von min- ' bestens 100 Mill. Mk. in den Besitz von Ausländern übergegangen. On erster Linie erwarben Schweizer, dann Holländer, Italiener und schließlich Franzosen die Grundstücke. 3n welcher Höhe Ausländer Hypo- : :x-fen erwarben, dürfte schwer feftzustellen -ein. Leider haben sich in den meisten Fällen rutsche Rcichsangehörige zu BeriaufSver- mittlern hergegeben, so daß es schwer festzu. stellen ift ob ein Ausländer als Käufer da- Hochschulnachrichten. D. A.I. Dorn deutschen Hochschulwesen in der Tschechoslowakei. Die Ge- sehescingaben auf Verlegung der deutschen Prager UniDcrfität nach Reichen berg und der deutschen Technischen Hochschule nach Auhig bzw. nach Letschen und Teplitz sind nun von den deutschbürgerlichen Senatoren beim Parlament eingereicht worden. In der Begründung wird gesagt, dah die Verlegung der deutschen Prager Universität auf rund 500 Millionen Kronen veranschlagt wird. Die bisher gemeinsame Bibliothek der beiden technischen Hochschulen soll so getrennt werden, dah grundsätzlich jeder Hochschule die aus ihrem Kredit beschafften Werke zufallen. Die Verlegung der Technischen Hochschule in deutsches Siedlungsgebiet soll im Interesse einer engeren Fühlungnahme mit dem Arbeiter-, Dauern- und Mittelstand erfolgen. Eine kleine Stadt verbürge auch ein besseres Studium. In ihr liehen sich auch die Studenten leichter unterbringen und verpflegen als in der großen Stadt Prag. Die Industrieunternehmungen. Bauten- und Handelsunternehmungen in den für die Technischen Hochschulen in Betracht kommenden Städten böten große Hilfsmittel für die Studenten. Ein weiterer Gesehantrag wünscht die Loslösung der seinerzeit von der österreichischen Regierung errichteten drei deutschen Spezialschulen in der Akademie der bildenden Künste in Prag von dieser Akademie und die Neuerrichtung einer Bildhauerschule als Grundstock einer neuen deutschen Hochschule für bildende und angewandte Kunst unter gleichzeitiger Verlegung dieser Hochschule nach Reichenberg, wo sich die S.adt für Bereitstellung der Gebäude erklärt hat. Auch soll eine forstliche Abteilung an der dräschen Hochschule in Prag eingerichtet werden, von der ein Teil sofort nach Reichstädt verlegt werden foll. Ferner soll eine bergbauliche Fakultät an der deutschen Technischen Hochschule in Prag errichtet werden, die vier Lehrgänge umfassen soll. (BericMsfaaL Bestrafte Weinwucherer. Mainz, 6. Febr. Der W«inspekul!!2GroMlme!! äußerst preiswert. G. Gümblein, Bruchstraße 19 II. Schellengeläute Sckweif weiß-rot, Sonntag verlor. Gießen-Stein- buch. Geg. Bel. abzngeb. oi.™ Hrrbn, Rittergaffe 23. taSS. Die für heute anberanmte ®c&m- fällt aus, dagegen findet Donnerstag, 16. Februar, 8 Uhr abends, im Johannessaal ein Vortrag . von Frl. M. Rennert statt: Die Folgen der Trennung v. Staat u. Kirche für HauS und Schule. Gäste herz!. willkommen. Eintritt frei. 1 Acker oder wer gibt Grabstück ab? Schriftl. Angeb. mit Größe und Preis unt. 425 an d. Gießener Anzeiger. SamStag. den 11. Fe bruar, abends 8 Ubr: gemütliches Beisammensein auf der Karlsruhe. 1347v Der Vorstand. SamStag, den 11.2.22, 7'/r Uhr: JsgenöBeffiMltw (Hahnefeld). Erscheinen sämtlichem Jugendlichen ist Pflicht. S‘/5 Ubr: SmeVbeO SkselW. 1345 Der Vorstand. i™™! 10. II. 9 Uhr. KonL r>.wwi’ ™ 1® !• 6r.r sodann Generalvers. der W.- n. W.-Kasse. 1337v Stadttheater Leitung: H. Stolsgoettar. Freitaa, 10. Februar: 17. Freuaa-Abou.-Vorsl. Beter Brauer. Anfang 7, Ende 98A Uhr.