nig er$ •SSfctlZ, "“fy/anai ?e. sA «MM, ’o^teller: •> Gelnhausen. Ausarbeüenvn MHI MbkßemMM [ter Berechnung j kz Rodheim« *U Strafe 34. rlfter-Teschäst. L WW! enülcrbiidjIiibrunA, leii )lr,e in ^anieiiben von en einoeiiiörL nur bc liieiifpolteiLvaupibud). ) ’l'crionfll! yioldjüre i Greif & Döhmel, 36, Tel 3M |4ßD rn, E« «ers üüeMüffly aufiOeftfemtifoMn rotrbn. SlfMnln» flutRodManbli:::; tn frrMftW •>» ■ nH'5 ju emp'ct'L Zubad Ina.flpo’k fcojct. a. jarl“^ leimiJaunus j! Dr.Sthu.ze-kahh^ benen Artikels |u«e hnhen Gewinnanteil Äff» 'S©* Nr.r Der Sirtzener Anzeiger erscheint >a glich, außer Sonn- und Feieriaas. lNonatlichetzezuqspreife: Mk 9.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 10.- einschl. Deftell- geld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n | p r e ch - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Zranisurt a. M. 11688. Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschastrstelle und Druckerei: 5chnlftratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 'Pf., auswärts 90 'Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 3-0 Ps. Bei Platz- Vorschrift20" .Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Karl Walther: für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. Erstes Blatt 172. Jahrgang Nontag, 9. Januar 1922 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Einladung an Deutschland, eine Delegation zu entsenden ’ „ . . - __1- Mohn rf der der am sich keinem geben. Vor der Abreise deutschen Delegation. ge- zu- db= die Die Einladung an Deutschland. Berlin, 8. Jan. (WTD.) Vormittags 11 Uhr wurde dem Reichskanzler als dem Minister des Auswärtigen durch die französische Botschaft folgendes Telegramm zur Kenntnis gebracht, das der Präsident des Obersten Rates an die französische Botschaft in Berlin zur Aebermittlung an die deutsche ReichSreaierung übersandte: Der Oberste Rat wird ohne Zweifel das Bedürfnis haben, Ihre Vertreter in der nächsten Woche (vom 8. bis 15. Januar) zu hören, älm Zeit zu gewinnen, regen wir an, daß Ihre Vertreter sich nach Paris begeben und sich dort bereit halten, um unserem Rufe zu folgen. (gez.) Vriand. (SanneS, 8. Ian. (Wolff.) Wie der Sonderberichterstatter derHavas meldet.bezog sich beider Zusammenkunft der mit der V o r p r ü f u n g der Reparationsfrage beauftragten alliierten Minister am gestrigen Vormittag die Debatte fast schließlich auf den englischen Vorschlag, nach welchem Deutschland für die Zahlung des Jahres 1922 Aufschub, Frankreich dagegen seinen vollen Anteil mit Hilfe des Wiesbadener Abkommens erhalten solle. Die englischen Delegierten hatten auf den Rückschlag der Wirtschaftslage der gesamten Welt hingrwiesen, der sich auch in Dei t'chland fühlbar mache. Im Jahre 1921, so hatten die englischen Vertreter ausgesührt, als das Zahlungsstatut vom 6.Mai aufgestellt worden sei.hätte die jetzigeKrisis nicht bestanden,man hätte mit dem Wachsen der Geschäftstätigkeit gerechnet, wodurch Deutschland instandgeseht worden wäre, seine Schuld innerhalb der gesetzten Fristen völlig abzutragen. Seitdem aber sei die Ausfuhr der _ ganzen Welt beträchtlich zurückgegangen, und zwar um 50 Prvz., was insbesondere auf Deutschland zu- trefse. dessen Zahlungsfähigkeit durch diese außer- gewöhnlichen Umstände erheblich beschränkt sei. Allerdings hätte Deutschland Maßnahmen ergreifen können, um diesen Mangel an Einnahmequellen zum mindesten teilweise auszugleichen: das habe es nicht verstanden oder nicht gewollt. Die Alliierten forderten also heute mit Recht, daß es sich einschlägigen Material ausgerüstet, um jede an sie gerichtete Frage Auskunft zu ben. Die deutsche Delegation begibt sich nächst nach Paris, um dort das weitere zuwarten. Es wird angenommen, daß sitzenden der Kriegslastenkommissivn in Paris, Staatssekretär Fischer sowie Ministerialdlrek- wr Lrendclenburg und Legationsrat Martms. verteilt iperden solle. Loucheur über Deutschland. Paris, 8. Jan. (WTD.) Wie der Sonderberichterstatter des Inttansigeant in Cannes berichtet, erklärte gestern abend Lou - ch e u r, niemand hättt nach der Beendigung des Krieges voraussehen können, daß ein Chaos entstehen würde, wie es heute fest- gestellt sei. Die Deeinttächtigung des Handels nach dem Kriege sei schrecklich. Der Gesamtumfang der Ausfuhr der Völker habe sich in beunruhigender Weise vermindert. Auch Deutschland sei unter den Völkern, die in ihrem Handel beeinttächttgt seien. Man dürfe sich also nicht wundern, daß das Deutsche Reich die Verpflichtungen nicht ausführen könne, die man im Jahre 1919 von ihm gefordert habe. Der Sonderberichterstatter fügt hinzu, das sei vielleicht die Sprache der Vernunft, aber Minister Loucheur habe hinzugefügt, Frankreich brauche die Reparationszahlungen, es wolle sie und werde sie haben. Der Berichterstatter bemerkt, es scheine a priori schwierig, diese beiden Erklärungen Loucheurs miteinander in Einklang zu bringen. Die geplante Wirtschafts- Konferenz in Genua. Ein Moratorium für Deutschland. Sannes, 7. Jan. (WTB.) Die Konferenz beschloß, Deutschland unter noch festzusetzenden Bedingungen für einen Teil seiner Zahlungen Aufschub zu gewähren. Paris, 8. Jan. Havas erfährt von seinem Sonderberichterstatter in Cannes, daß heuteimallgemeinenRuhe geherrscht habe, jedoch hätten die Finanzsachverständigen heute vormittag eine Sitzung abgehalten. 3m Laufe des Rachmittags werde sich hieran eine Zusammenkunft der mit der Reparativnsfrage besonders befaßten Minister anschliehen. Anscheinend seien jetzt alle Delegierten für eine Heraufsetzung der von Deutschland für das Jahr 1922 geforderten Barzahlungen auf 700 Millionen Gvldmark gewonnen. Englischer Verzicht aus deutsche Zahlungen? Cannes, 7. Zan. (Wolff.) Havas berichtet: 3n gut informierten Kreisen erhalt sich hartnäckig das Gerücht, daß England auf die von den deutschen Zahlungen chm zustehenden 450 Millionen Goldmark im Jahre 1922 verzichten wolle. Dadurch werde erreicht, daß Frankreich auf keines seikler Rechte zu verzichten brauche. v Paris, 7. Jan. (WTB.) Wie der Sonderberichterstatter der Agentur Havas meldet, wird in der Reparativnsfrage getrennt verhandelt. Die alliierten Minister und Sachverständigen beraten in gesonderten Sitzungen. Die Sachverständigen studieren in der Hauptsache die Zahlungsfähig- leit Deutschlands. Die belgischen Delegierten, unterstützt von ihren französischen Kollegen, sind tatsächlich der Ansicht, Deutschland könne im Jahre 1922 eine höhere Summe als 500 Millionen Goldmark, die in London vorgesehen worden seien, bezahlen. Sie ^alten Dokumente vorgelegt, die beweisen sollen, daß das Deutsche Reich dieses Jahr mindestens 300 Millionen Goldmark mehr bezahlen könne. Wenn diese Meinung durchdringe, wie es wahrscheinlich sei, würde ein zweites Problem politischer Art auftauchen, wie diese Goldzahlung unter die Alliierten Paris, 8. Ian. (WB.) Der Sonderbericht- , erftatter des „Petit Irmrnal" berichtet seinem , Blatte, daß man sich in den 'Beratungen der alli- ierten Finanzminister gestern in Sannes über die Rotwend gk-.it gcein gt h b.', Deu 'chl nd Zahlungserleichterungen für 1922 zu gewähren. Der zwischen Briand und Lloyd George am 22. Dezember ausgestellte Plan, der neun Punkte enthält, solle als Grundlage für die werteren Verhandlungen der Alliierten dienen. Der „Matrn" gibt den Inhalt des Abkommens wreder. Art 1 klimmt, daß Deutschland im Kalenderjahre 1922 nur 500 Millionen in Goldmart zahlen soll. Art. 2 bestimmt die Garantien, die von Deutschland für die Sanierung seiner Finanzverhältnisse vei langt werden sollen. Art. 4 beschränkt die Sachlieserungen Deutschlands an Frankreich sür 1922 aus 1200 Millionen Goldmark, für die brr- den folgenden Jahre aus 1500 Millionen Goldmark. Art. 5 bestimmt, daß d.e anderen alitierten Mächte zusammen von Deutschland im Jahre 1922 nur Sach'ie.e u tgen im Wette von 500 Millionen Goldman: verlangen können. Artikel 6 setzt fest, daß die Ausgaben für das Vesahungsheer ans 200 Millionen Goldmark limitiert we den müssen unter Hinzufügung von 2 Goldmark pro Lag und pro Mann für das britische Heer. Art. 7 beschäftigt sich mit dem Preis der von Deutschland zu liefernden Kohlen. Art. 8 mit dem alliierten Finanzabkommen vom 13. August. — Rach dem „Mat.n" scheint intern eine Aen-- derung dieses Abkommens g pta-r.t za sein, daß nicht das Kalenderjahr für die Berechnung zugrunde gelegt wird, sondern daß man ein sogenanntes Reparationsjahr schaffen will, das am 1. Mai beginnt. Hierdurch werde es ermöglich, die letzte Rovember?,a.hlutrg Deutschlands zu den zu erwartenden Geld'ahlungen in den Mcnaten Januar bis Älpril zu schlagen. von der gebracht, Verfügung habe. Französische Prcsseftimmen. Paris, 7. Jan. (Wolff.) Die Pariser Mor» genpresse beschäftigt sich mit dem Ergebnis des ersten Verhandlungstages der Konstwenz von Cannes, also mit der Frage der Einberufung einer allgemeinen Konferenz, zur Wiederausrichtung Mittel» und Osteuropas. Die „Liberte" schreibt, in Cannes habe gestern mit dem Schlage 4 Ahr ein Krieg von vier Jahren seinen Sinn verloren. Hugo Stinnes und Walther Rathenau hätten begonnen, die Riederlage Ludendorffs zu rächen. Die Resolution von gestern mache die Garantien des Versailler Vertrages, der an sich schon eine Enttäuschung gewesen sei, zu einem reinen Gerede, habe die Reparationen entwässert und aufgelöst, die Restitutionen erschüttert. Das hätte man nach der „Liberte" haben können, ohne den Krieg zu verlängern, wie es geschehen sei. Dazu hätten Aoyd George und seine Kollegen nicht bis gestern zu warten brauchen, und es wäre billiger gewesen, Lord Lansdowne, den man als Defaitisten behandelt habe, im Jahre 1917 anzuhören, anstatt im Jahre 1922, aber was man ohne Widerrede im Jahre 1917 für schlecht gehalten habe, fbnno heute nicht gut fein. Der „Teinp s" stellt fest, Z-ntteich hatte seine Zustimmung zu der nunmehr in Cannes angenommenen Resolution in dem Aug n lick nicht mehr verweigern können, wo auf Vo.' mag lands die anderen Alliierten sich mit dem »stane eines Wirlschaf tskongreste3 ein. erstanden erklärten der über den Wiederaufbau von ganz Europa beraten werde. Briand habe gut daran getan, nubt abseits zu stehen und Frankreich ntcht einer Zuch- London, 7. Zan. (WTB.) In der Begründung, die über die Einberufung der internationalen Wirtschafts- k v n f e r e n z bekannt wird, die in der ersten Hälfte des Monats März in Genua statt- inden soll, findet man zwei Punkte, die Deutschland interessieren: Lloyd George habe in seiner Rede vormittags ausdrücklich erklärt, man dürfe Deutschland nicht zur Verzweiflung bringen, dadurch, daß man zu hohe Anforderungen an es stelle, sonst werde man es dem Bolschewismus in die Arme treiben. Lloyd George erklärte ferner, Deutschland könne Reparationen erst dann in bemerkenswerter Weise leisten, wenn es imstande sei, seinen Handel mit Rußland wiederherzustellen. Lloyd George versuchte, den Satz durchzudrücken: Auch Hindernisse politischer Art, die Schaden zufügen könnten, mußten durch die Beziehungen der Völker untereinander beseitigt werden. Auf Antrag des Ministerpräsidenten Briand wurden die Wotte „politischer Art" aus dem Text gestrichen. Italienische Einladung an Lenin! Rom, 9. Jan. (WTB.) Die Agenzia Stephani meldet, infolge des Beschlusses des Obersten Rates in Cannes hat die italienische Regierung durch Vermittlung der russischen Wirtschaftsdeleqation Lenineinge- laden, an der Konferenz, die in Genua stattfinden wird, teilzunehmen. London. 9 3an. Reuter meldet aus Cannes, bezüglich der Teilnahme Rußlands an der Konferenz von Genua werde darauf hingewiesen, daß die Einladung bedingungslos fei, daß jedoch gewisse Bedingungen mit der Frage der je jure Anerkennung der Sowjetregierung verknüpft würden. Die italienische Regierung werde eine Cin'adung nach Mn5km senden. _ Stoffe» »u ringen. Weniger Qdegenäeii ,u. fficn Die Arbeitslosen in (^nglarrd. London, 7. Jan. (WTB.) Wie zu Rodau, Kreis Dieburg, eine evangelischen Lehrer zu besetzende in Raibach, Kreis Dieburg, eine evangelischen Lehrer zu besetzende zu Billingen, Kreis Gießen. Schulstelle mit einem Schulstelle mit einem Schulstelle Gleichzeitig sanden in 2 Wahllokalen in Tietzen und Lich die Wahlen für den Landkreis (Sichen statt. Auf unsere höfliche telephonische Anfrage bei dein zuständigen Wahlleiter nach dem Ergebnis wurde uns sehr kurz ange Hunden mitgctcilf, die Resultate mühten erst von der Wahlkommission geprüft werden. Mehr war nicht herauszubringen. Der Friede mit Irland. -„London, 8. San. (WTB.) Die gestrige Abstimmung des Sinnfein-Parlaments in Dublin über den englisch-irischen Vertrag, die eine Mehrheit von sieben Stimmen Der amerikanische Botschafter in Berlin. «acmcnrarc Vorsichtsmaßnahme nicht ergreife, werde man dem Chaos verfallen. Aber die Rachrichten aus Cannes r-’Men ja an, daß diese Vorsicht.m^hnahine ergriffen werden solle. Das „Journal des Debats" sagt, indem es von einer Inszenierung in Cannes spricht. cS werde immer klarer, daß Driand in London aus- gedehntere Verpflichtungen übernommen habe, als er dem franzöflfchen Parlament eingestanden hätte und daß die Verhandlungen von Cannes dem französischen Volke aus ilmtoegen ein im voraus geregeltes Programm zur Annahme empfehlen soll. Die wahre Triebfeder der Handelsfreiheit hinter den Kulissen, das sei derDeat- rott an. Vriands Rücktrstt würde v n Stand- punki des europäischen Wiederaufbaus keineswegs verhängnisvoll sein. Poincare würde mehr Aussicht fxitzn, die französische Kammer bet einem Friedens Vorschlag mit sich zu f-h.en. da er gröberen Einfluß auf die Reaktionäre in der Kammer habe Der Sonderberichterstatter des .Weekly D i s p a t s ch" in Cannes meldet, die Unterredung zwischen Lloyd George und Driand über die Frage der Sicherheit Frankreichs und die Frage einer englisch-französischen Allianz hätten zu einem weitreichenden System vonGaran- 6 tien geführt, die Großbritannien für die Sicher- j heit Frankreichs anbieten werde. Das Wort «Allianz" werde wahrscheinlich nicht gebraucht , werden Eine Derftärfte Entente werde jedoch praktisch auf einen Bündnisvertrag hinauslausen. Lord Derby schreibt im „Sunday Erpreß", ein Bündnis zwischen England und Frankreich zu Derteidigungszwecken würde der sicherste Weg sein, um Frankreich zu überreden, sich Engla:ids Ansicht auf Einschränkung, vielleicht sogar Abschaffung ter Unterseeboote anzu chliel en. — De englischen Blätter westen aus den Argwohn hin, der in einem Teil der französischen Presse gegenüber der Konferenz in Cannes zum Ausdruck gebracht wird. Im Theaterleben des modernen Japan rin gen moderne europäische Einflüsse mit der ur Gietzener Konzertverein. Georg Kulenkampff-Post (Berlin): Violine und Walter Rehberg (Mannheim): Klavier. *• Freie Lehrerstellen. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle in A o r d h e i m, Kreis Bensheim, zwei mit evangelischen Lehrenr zu besetzende Lehrerstellen'in Hühnlein, Kreis Bensheim, eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstclle in Bürstadt, Kreis Bensheim, eine Lehrer- stelle an der katholischen Volksschule zu Groh-Zimmern, Kreis Dieburg. die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende zu kräftig für die Darstellung einer vornehmen japanischen Dame. Aber die Begleitung eines Gesanges durch mimischen Tan- gehört zur elementaren Schulung der Kabuki-Schauspieler: die Japanerinnen sind in der Regel von zu kleinem Wuchs und die Entwicklung ihrer Muskeln zu schwächlich, um Grazie und Kraft in Haltung und körperlicher Darstellung zu vereinen. Darum zeigen auch die Farbenholzschnitte die Javanerinnen gewöhnlich sehr grob, da sie ursprünglich Bühnenfiguren Wiedergaben." Erst feit 1836 erwarben sich Schauspieler gesellscha.t'ichen Rang, als sie vor den kaiserlichen Majestäten spielen durften, und zu den „modernen" Schauspielertruppen gehören jetzt oft Schauspielerinnen. Eine andere Eigentümlichkeit des japanischen Voll's- stückes ist der Chorsänger, der zusammen mit einem Samisen-Spieleri für die Zuschauer unsichtbar, seitlich von der Bühne sitzt, und einen tie Empfindungen und Situationen beschreibenden Text vorträgt. Diese Einrichtung. die unmittelbar vorn Marionettentheater herzuleiten ist, patzt zu der grotesken Ucbcrtreibung des Gesuch sausdrucks unb den steifen Stellungen, die ebenfalls noch mit dem alten Puppensviel zusammenhängen. Die modernen europäischm Stücke, soweit sie in Japan aufgeführt wurden, bettachtet man e')cr als eine intellektuelle Unterhaltung, denn als eine Sache der .Kunst. Selbst bei den besten Kabuki-Schauspielern sind die geistigen Fähigkeiten nur mäßig entwickelt, weil diese ganze Darstellungssorm durchaus unpersönlich ist und viel mehr Wert legt auf schönen Tanz und ausdrucksvolle Gesten, auf die Anordnung von Blumen und die Vor-' fühcung der berühmten Tee-Zeremonie. Es must daher eine ganz neue Schauspielergeneration entstehen, um die Reform der japanischen Dübne durch,zusühren, die an dem veralteten Kabuki- Stil nicht mehr fest halten kann. Rur ganz allmählich wird sich ein Typ von Bühnenstücken und Schauspielern herausbilden, bei denen europäischer Geist mit japanischer Tradition zur Einheit verschmilzt. D. Berlin, 7. San. Die dem kulturellen Leben des Mikadoreiches, aber die Gegensätze sind hier viel schroffer und unausgeglichener, als es sonst tn diesem Reich der Fall ist. das in politischer und wirtschaftlicher Beziehung sich die Methoden des Abendlandes so geschickt angeeignet hat. Ueber die höchst verwickelten Bühnenverhältnisse Japans macht ein japanischer Theaterkritiker im „Blauen Heft" interessante Mitteilungen. Es gibt im japanischen Theater .gegenwärtig drei verschiedene Bühnen- stile. Der eine ist das altjapanische Kabuki-Melo- drama, der zweite ist die sog. „Reue Schule", die vor 3J Jahren zum erstenmal hervortrat und eine realistische Schilderung des japanischen Lebens erstrebt. Der dritte Bühnenstil, der sog. „moderne", begann mit dem Versuch, die Meisterwerke Shakespeares und anderer Europäer in javanischem Gewände aufZuführon und überhaupt den Geist der europäischen Bühne mit der Kabuki-Technik zu verschmelzen. Bei der Zähigkeit, mit der das japanische Volk an seiner alten nationalen Kunst festhält, wird der Stil dec alten Kabuki- oder Volksbühne sicherlich die Grundlage auch für einen modernen Stil des japanischen Theaters bleiben müssen. Wenn diese Reform durchgeseht ist. bann wird das alte Kabuki wahrscheinlich ebenso der Geschichte angehören, wie es heute schon mit dem Ro-Drama der Fall ist. dem alten klassischen Bühnenstück Japans, das heute nur noch von einer kleinen Anzahl von Sonderlingen gepflegt wird. Das jetzt noch so beliebte Volksdrama in Japan, das Kabuki, ist aus dem „Onna Kabuki" hervorgegangen, einem Melodrama, in dem ursprünglich Schauspiele.innen beschäftigt waren. Diese Schauspielerinnen standen mit Bettlern und Vagabunden auf einer Stufe, und die Behörden erlichen gegen sie ein Verbot, worauf th Schauspielerinnen durch Knaben erseht wurden. Aber auch den Knaben wurde das Auftreten auf der Bühne verboten, und so waren nur noch erwachsene Männer als Schauspieler zugelassen. ! Diese Verwendung männlicher Schauspieler in weiblichen Rollen ist noch immer eine wesentliche Eigenart deS Kabuki-Spiels. ..Ihre sonderbare Falsettsprache klingt unnatürlich," tagt der Verfasser, ..und ihr Hals ist meist Jur Einwanderung nach den Vereinigten Staaten. Aus Reuyork wird dem Deutschen Ausland- Institut unter dem 11. Dezenter geschrieben: „Im Kongretz hat jetzt der Vorsitzende des Einwande u gZ-Komi ees im Repräsentantenhaue, dec A.g ordnete Johnson vom Staate Washington, ken Antrag sic Pafsieiaing eines Gesetzes gestellt, welches praktisch die ganze Einwanderung für die Dauer von drei Jahren verbieten würde. Es sol en nur Gatten, Frauen oder minder- tahttge Ki dr von natu alliier en Bü gern oder ■-e jenigec Ausländer zugelasse.a werden, tvebhe Drei Iah e in den Vereinigten Staaten gewohnt haben und ihre Absicht erklärt haben, Bürger ter Verci igien Staa.en zu werden, mit anderen ODorten ihre ersten Papiere herausgenommen haben, wie der landläufige Ausdruck lautet Herr Johnson beg.ündet seinen Antrag damit, datz unter dem jetzigen Ge,etz, das bekannt- Alancan Bigvlow Houghtons durch Harding zum amerikanischen Bvt° sch after in Berlin wird als endgültig meldet. Ans Stcr Sprecher teilte bas Ergebnis zuerst in jaelischer unb bann in englischer Sprache mit. Die Rachricht erreichte bald die vor dem Gebäude wartende Menge, die in große Deisa.'lskündgebungen ausbrach. de VaI er a teilte dem Sinnfein-Parla- ment formell seinen Rücktritt mit unb erklärte, er werde heute eine Versammlung seiner Anhänger abhalten. Laut „Äeekly Dispatch" isttde Valeras natürlicher Rachfolger Griffith, der Führer der Rat f ckationspartei. Die Rachricht von dem Beschluß des Sinnfein-Parlaments wurde In London, sobald sie in den großen politischen Klubs. Theatern usw. bel'amit wurde, m i t grober Genugtuung ausgenommen Man erwartet, daß die Bildung einer neuen irischen Regierung in einigen Tagen mitgeteilt wird. 5)ie Presse teilt die allgemeine Zufriedenheit. „Weekly Dispatch" sagt, wenn die Mehrheit, die im Dail Gireann abgestimmt habe, auch gering sei, so herrsche doch kein Zweifel darüber, daß bie große Mehrheit bes irischen Volkes sich nach dem Frieden sehne und der Annahme des Vertrages zu- stimme. „Sunday Expreß" schreibt, bie" freien Rationen des britischen Gemeinwesens hießen den irischen Freistaat willkommen. „Sunday Times" schreibt, es bestehe fein Zweifel darüber, daß die geringe Mehrheit die Ansichten des irischen Volkes nur ungenügend zum Ausdruck bringe. Dublin. 7. San. (WTB.) De Va- l e r a hat seine Rücktrittserklärung zurückgezogen. Er bleibt vorläufig im Amte. ** Zur Förderung der Leibesübungen. Das Landesamt für das Dil- dungswesen gibt zwei Erlasse bekannt, die es in der Frage der körperlichen Ausbildung an die Studierenden der Technischen Hoatzschulen, wie an die Lehrer sämtlicher Schulen gerichtet, in dem besonders auf die Heranziehung der jungen Lehrkräfte zum Turnunterricht, Beitritt zu den Turnvereinen hingewiesen und bei den Meldungen um Zulassung zum Borbereitungsdienst für das höhere Lehramt stets Angaben der Anwärter über die körperliche Ausbildung während des Studiums verlangt werden. * Das Rodeln im Kreise Gießen. Das Polizeiamt Gießen bringt nachstehende Verordnung erneut zur Kenntnis: Auf allen Rodelbahnen int Kreise Gießen dürfen nur Rodelschlitten, die mit höchstens zwei Personen besetzt sind, benutzt werden. Bobsleighs sind unbedingt ausgeschlossen. Ebenso ist das An- cinanderhängen mehrerer und das Benutzen schadhafter Rodelschlitten verboten. Das Rodeln auf sämtlichen Kreisstraßen des Kreises sowie das Kreuzen chaussierter Fahrbahnen mit Rodelschlitten ist verboten. Innerhalb der Stadt Gießen und der Ortschaften des Kreises ist das Rodeln auf öfs. Glichen Straßen, Wegen und Plätzen, insbesondere auf deren Fußsteigen, gänzlich verboten. Vornotrzcn. — Tageskalender für Montag: Hotel Großherzog. 8’ < Ahr: Oeffentliche Be- amtenversammlung der Demobrati^ctzen Partei. — Moria-Lichtsviele, ab beute bis einichliehlich Mittwoch, „Goliath Armstrong" und „Sträflings- Ketten". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, ab heute bis einschließlich Donnerstag: „Das große Radiumgeheimnis". 4. Teil: „Der Llebersall auf den Stahltresor" und „Die Geliebte des Grafen Darenne". Lasrdkreis^ief;cn. Lollar, 8. Ian. Die Hessische Landes ^Wanderbühne, die in der letzten Zeit in verschiedenen Ortschaften unserer näheren Umgebung erfolgreiche Gastspiele gab, wird dahier am Donnerstag, dem 12. Januar, einen Theaterabend veranstalten: zur Darstellung gelangt das Lustspiel „Der Herr Senator" von Schönthan und Kadelburg. Kreis LauLerbacks. zl Lauterbach, 8. Han. Ein gemein sames ® r a b erhielt das Ehcpaar K. Reith in Großen-Lüder. Die Eheleute starben an einem Ta^e wenige Stunden nach ei ea :der, nachdem fie vor zwei Jahren ihre Goldene Hochzerr hatten feiern können. —■ Lauterbach, 8. 3an. Die Grippe tritt hier de.art stark auf, datz die Schulen noch immer geschlossen sind. Schlitz, 8. Can. De Hessische Can» deswanderbÜhne gab am Donners.'äg in ra. a« it.1l*’’’ Ott W1W s<^i ^ltl a 21 u s SS «S' 2Il Mslch in bei von 30 1. Onni und 48 häg? d Kraft: 3r und 24 Aeichsn trägen 20. N anfprud riumß r digungs Da machen^ (am. 5 sind sich sich geg Da SytW Detx An di . Ar öes L< Die Einkomm einer L stellen ai Gleit gefordert lMgezc damit eti Lvhnslust toiti) mit Gie fil Srfcheii Ar. k Inhalt! kranken Pflanzu ih*1 IN .»«Ä* °ger. Tönung erneut ager. cf er. Agbr-Mager 336c : Reinhard Burkhardsfelden, den 7. Januar 1922. ¥> Astoria-Lichtspiete $(Utjd)(r$roH3j)oittitl)tikrDtrtaii Cckanzeustr. !8, Tel. 18. 315 •te Stell V des Srafen Var&nne Eine erste Zigarren-, Zigaretten' und Tnvak- (yfoübGnblunß sucht für die Provin, Oberheffen und Hessen-Si n'sau zu- verlässige und tüchtige gegangen und habe ihr noch im C&ett mit den Fäusten gedroht. In ihrer Angst sei in ihr urplötzlich der Plan gereift, den Vater umzubringen. Sie habe das Küchenbeil genommen und unter Aufbietung ihrer ganzen Kräfte mit dem Beit auf den Kopf des Vaters geschlagen. M(r-1 hidilbnlbmÜGt.möbl. Zimmer, mögt Wabe der Kliniken. Schriftl- Angeb. unter 0129 a. d.Gteb.Anz. en und der Oct» f öffentlichen »esvndere auf ten. 'vrschriften toerben, eine höhere Strafe chrast. Desgleichen men, deren Aussicht uf Grund des Acts wegen Zuwider- ntwvctung gezogen, >en fehlen lassen. em Lage der Der- Die Geburt ihres zweiten Sohnes zeigen an Lehrer Valentin Stumpf und Frau Else geb. Buß. Hesien-Nanau. . ra. Aus Aassau. 8. Ian. Die Dreh Vermischtes. Vat ermord. Berlin, 8. Ian. Die Tochter des Stubenmalers B a r h a u e r aus Berlin-Buchholz, die 20jährige Arbeiterin B a t h a u e r hat eingestan- den, ihren Vater ermordet zu haben. Ihr Arbeitslohn wurde zur Bestreitung des Haushalts benutzt, oa der Vater nur selten arbeitete, ständig trank und in der Trunkenheit Frau und Tochter Sofort o^er foater 1-2 gut mölMrle Zimmer «1 lieub.). n. t. m. elctr Virbt u. Chaiselongue, m gutem Hanse ah mieten gesucht. Botlständ.Bett u. s.'.m l. Wäsche kann genell t weiden. Schriftl. Angeb. mit Vreisang. unter 328 au den ©icp. An», erbet. nuS der Manufakiur- ob. KiirAwaren-Branche, mit guier Handschrift, für einfache ^uchiührung,nnb .s;orreivonöeifA gesucht. Etnlrill 1. 2., evtl früher. 0266 L. W. Plank. • Wenn jemand eine Reise tut . . . Aus Kreiensen wird der „Braunschweigischen Landeszntung" folgendes nette Erlebnis geschrieben: Unglaubliches Pech hatte ein Reisender, der dieser Lage den hiesigen Bahnhof berührte. Bei seiner Anlunft in Kreiensen mühte er feststellen, dah er in Harriehausen seine Brieftasche mit über 800 Mart am Schalter hatte liegen lassen. Ein Beamter lieh ihm, da er von allen Mitteln ent- bläht war, Geld für ein Telegramm an den Bahnhof Harriehausen, von wo dann auch nach kurzer .Feit die Rachricht eintraf, dah die Lasche gc» Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 s,?c Für Angestellten unseres „©iehener Anzeigers" «junges Ehepaar) suchen wir für Mitte März, 'väteitenS 1. Avril, 2 to 3l*wt mit Kochgelegenheit. 232 vekl.b.GletzenerAnzelgers. monleur gcsncht,über25J.alt, selbständig arbeitend. Lebenslauf und genaue Ansprüche unter 0249 au den Gieß. Anzeiger. Gießener Konzertverein ^onntas, 15. Januar 1922, nachm. 5 Uhr, in der Neuen Anla der Universität: Sechstes Konzert Das j .ötainn uro eiiivu o------ —— ünftincr liegen die Verhülmisse bei den Schafen mS Siegen, ^ie Zahl der Schafe bat wayrend eä Krieges um 27 Prozent zugenommen. In unserem Mzrl we dm z Z. 65 000 Schafe ge° wlten, und die Ziegen haben sich von 1914 bis 1020 um drei Viertel vermehrt. bmett.Mfenb, krmazjalordnuug fKnunis des M verordnet, ®>e&en dürfen nur ? bM sind, beigeschlossen. Ebenso 's Denuhen schad- lrahen des Kreises mit Rodelschlitten 'Polizeiamt Gießen )lgt im Amtsoer- 2er Turnyalte ein Gastspiel, das sich eines lehr äarfen Bewuchs erfreute. Zur Aufführung ge- Eang.eii „Tie Vau.ie des Verliebten" und »Der (5tibißd;€'.T3 Krug". _ A Aus o e m Schlitzerlande, 8. Ian Lie hessi.Qv:n Gemeinden des sogenannten Fulda- -nuides. Hemmen, Hatters.-ausen und alellers- Raufen haben ein g e m e i n f d; a f 111 d) e 6 U l e t» «rizitätswert zu Hemmen angelegt. Es i>(t am 15. Cxinaar brennen. Als Kraftquelle Dient eine Mühle. '-Un,Ctcböi[i*Qn6' '°"dioeM tel» Gerichtssacrl. Derurieilte Anruhrstifter. rm. Darmstadt, 8. Ian. Wegen Beteiligung an den Kommunistenunruhen des vorigen März in Darmstadt und Bensheim erhielten der 27 Iahre alte Metallschleifer Wilh. Wagner dahier, der 23 Iahre alte Installateur Fr. Rau und der 26 Iahre alte Schlosser Wilh. Rau, alle von hier, je v i e r Wo ch e n Gesa n g n i s, die durch die seinerzeit erlittene Untersuchungshaft als verbüßt gelten, der 39jährige Heizer Frz. Ios. Kronenberger aus Bensheim eine Geldstrafe von 100 Mt. unter Anrechnung einer Strafbefehlsumme von 50 Mst, die die anderen wegen verbotenen Anschlagens von Plakaten an nicht erlaubten Stellen erhielten. W. war seinerzeit Vorsitzender der hiesigen Ortsgruppe der Kommunistischen Partei und brachte als solcher eine Anzahl ihm von der- Parteizentrale zugegangener aushehender Plakate zur Vertei- Tüchttge Zchreiner für sauberste Arbeit gesucht. 0232 W. & H. Seibert, Wetzlar. schwer mihhandelte. Das Verhalten des Vaters hatte bei dem Mädch en ständig steigendes Rache gefühl geweckt, das feinen Höhepunkt erreichte, als die Mutter infolge der schweren Mihhandlungen nach dem Krankenhause gebracht werden muhte, die Mutter nicht zu ihrem Manne zurückkehren wollte, hatte sie mit der Tochter verabredet, dah diese die Möbelstücke und sonstigen Sachen nach einer Stube in der Kaiser-Friedrich°Strahe nach Pankow bringen sollte. Am Donnerstag machte sich die Tochter in Abwesenheit des Vaters dabei, einige Sachen zustmmenzuvacken. D tbe überrasch e sie dieser. Ietzt bekam sie grohe Angst, dah der Vater sie wieder mihhandeln werde. Dieser habe vor Wut mit den Zähnen geknirscht, sei ins Bett aus Stuttgart. Quartette von Beeiboven op. 18 Nr. 3 D-Dur. s'e^r op. 109 Es-Dur, Haydn op. 76 Nr. 5 D-Dur. E ntri’tsliarien Mk.!).—, 8.—, 6.— und 4.— bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studenten- arten M. 3.— nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität Regen Vorzeigung der _______________Auswpjskarte____________329v russische Landes-Wanderbühne Theater der Zentralstelle zur Förderung der Dol s^ bildung und Zngendpflege in Hessen in Verbindung mit dem Hessischen Landertheater Darmstadt. WW in £ne „ZA o»ie” Donnerstag, den 12. Januar, abends 8 Uhr „Der Herr Senator" Lustspiel in 3 Auszügen von Franz v. Schöntban und Gunav Stnbclburn. 0263 Vorverkauf: Hoinann „3ur Linde", Friseur Vcmpscr, Schubmachermcister Schnell. er Turnen, Sport und Spiel. — Internationales Berliner Hal t e n s p o r t s e ft. Der Verband Brandenburgischer Athletik-Vereine ve.austaltet am Sonntag und Montag, 12 und 13. Februar, anläh- lich der Iabiläumstagung der D. S. B. sein 10.' Hallensportfest im Sportpalast. War fein 9. Hallensportfest in jeder Beziehu g ausgezetch- net, so wird der V.B. A.V. bemüht sein, das nächste qualitativ noch besser auszugestaiteu. Zu tiefem Zweck find Verhandln:gea mt Wien. Budapest und P r a g e ng l i ct w rden. Um nur die wirklich besten Spor.ter an den Start zu bringen, sind fast alle Konkurrenzen als (Sm- ladungs-Wettb.w.rbe vorgesehen, nur cm 10.0- Meter-Borgabelousen ist für jedermann offen. Im einzelnen sollen zum Austrag gelangen: für Senioren: eO-Meier-, 8 ?O Meter-, 3000- Meter-Lo.u en, öO-Meter-Hürdonlausen. Kugcft flohen, Stabhochsprung, Weitspru g 10 mal 53= Meter-Pendelstaffei, Olympische S asset ( v l. alb Länder staffelst 20 mal Zw?i-Rund.:n-Stasfel und 3OOO-Meter-Gehen. Für Vereine der unteren Klassen 4 mal 400-Meter- und 3 mal lOOO-Meter-Stasfel, für alte Herren: 5- Runden-S.aifel, für Iugendliche: 6O-Mcter- üaufen, 63-Me.er-Hürdenlausen, 1500-Meter- Vorcabelaustn und Schwedenstaffel, und für Frauen: b3-Meter-Laufen, Kugelstoßen und 10- Runten-Verfolgungsstaffel. Dan.bm kommen wieder alle anderen Sportarten zu Wart. — Rodel rennen in Oberhof. Bei glanzenden Bahnvrrhältnissen wurden am Donnerstag in Oberhof Zweisitzer-Lenk r o d : l- Rennen abgehalten, die ein? starke Beteiligung aufzuweisen hatten. Die 3 Kilmeter lange Bahn muhte zweimal abgefahren toerben. Sieger wurde Wi11 -- GieI) eu kn 15:24 vor Kloppe-Berlin in 16:44,4 und Hapy-Derlin in 16:47,2. — (Sin interessantes Sd) achtur -. nier nimmt am 14. 3a-mar in den Raumen der Berliner S ch a ch g e s e l l s cha f t feinen Anfang Um die Klubmeisterschaft tu der Berliner Schachgesellschaft sviclen der Deutsche Meister Post, ferner die Meitter A.nos, Gre- gorv, Iohn and Schlage, sowie Dr. Dührsfen, Bodenstein, Peltzer Dr. Preiswerk, Rothenstetn, Schweinburg und Westphal. — Ein internationales Schach- ; nteisterturnier stndct Anfang Feb nar t n ■ Wien statt. Als bestimmte Teilnehmer gelten ; bisher: Dr. Tartakowe., Reti und Saemtsch. Heute bi« inkl. Donnerstag: DasgrßöeRadM^iiei» DerOberlail a.ä.Stah!tresor Fenier: Lya Mara Johannes Riemann in dem großen Gesellschaftsdrama in 5 Akten: fanden sei. Der Stellenbe Neh Nch nun Fahrgeld nach der Bahnstation Harriehausen, um die Tasche zu holen. Mil dem nächsten Zuge kam er zurück, froh, seine Tasche wieder erhalten^ zu haben, gleichzeitig aber wieder aufs neue betrübt, denn er hatte jetzt seinen Karton mit Lebensmitteln und Wäsche in Harriehausen stehen lassen. Während er nun dem betreffenden Beamten auf dem Bahnsteig das geliehene Geld zurückerstattete und ihm fein Mißgeschick klagte, fiel ihm ein Geldpäckchen von 500 Mark auf die Erde. Dies wurde indessen von einer vorübergehenden jungen Dame bemerkt und ihm zurückgegeben. And als der Herr dann der Dame seinen Dank aussprach und mit ihr und feinem gewesenen ©laubiger einige Worte wechselte, fuhr indessen der Zug ab, in dem er auch noch seinen Regenschirm hatte stehen lassen. Monml. Berdienft von 'Dir. 5000.— wird Aime- sichert, da nofiiiver Erfolg da ist. Schr. Angeb. unter 331 a. d. Gieh. Anz. Hausierer und Händler l^ksriM für leicht verkäuflichen Artikel. Zu erfragen bei Herso, Mitleid. Ann.- Exped., Plockitr. 5. 337h Wegen Verheiratung des jetzigen gesucht ver sofort ein älteres DlenftmifOdjen b. gut. Lohn u. gut. Verpst. Karl Lückcl, Fabrikant, Idstein i. T., ,<6 Limburger Strube 29. Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. Verhandlung am 5. Ianuar 1922. Die Schlossereien Aug. Koch und Hermann Bücking, i ic Maschinenfabrik H. u. A Rötz- ier und die Oberhessische Maschtnen- ^adrik, sämtlich in Alsseld, sollen von der aufenben Lohnperiode an auf die derzeitigen »Dun^-nlöhne (Spitzenlohn 6 Mk.) folgende 3u= '„läge zahlen: Arbeitern über 25 Iahren 1.20 -ntarl, von 20-25 Iahren 80 Ps., unter 20 Iahen 60 Pf. Die Hoch- und Tiesbaugesellschaft m. b. H. in ©testen soll vom 1. Dezember 1921 an in yrem Sägewerk in Bermuthshain die Lohne ahlen, die auch für die übrigen Sägewerke in Öberhesten mahgebend sind (z. Z. Ortsklasse 4 L>er Vereinbarung zwischen dem Aroeitgeber- »erband der Industrie in O5erhessen und dem Seutschen Holzarbeiterverband). Der Einspruch eines Werkmeisters des I- Himmelsbachschen Sägewerks in '2iibsa /»Ubr, im Gewcrkichansbauö Versammlung MJWMtt.ßWkikl8Meilek Taaeckordnuna: 1. Bericht über die rwhubemegung -2. alle Ablehnung deSSchiedespruchs vom 3.1.22 be-5 LchA. Iüüu beiden Bari eiens L>eschlutzfa,sung über wettere Äkahnabinen. Keiner darf feblen. Die OrtSverwaltung. nahm das Gebäude in den Besitz der Demetnde. 1 Die Oberklasse fang ein mehrstimmiges Weihe- ! lieb. Rach der Hebergabe erfolgte die Besichtigung 1 des Gebäudes, dessen Innmeinrichtung allgemein bewundert wurde. Im Erdgeschost ist ein Volts» , bad für die Gemeinde eingerichtet. In den beiden unteren Stockwerken befinden sich vier Schulsäle und darüber eine geräumige Lehrerwohnung. Austerdem besitzt das Schulhaus ZentraDeizung. Wasserleitung und elektrisches Licht. Der Rohbau wurde 1914 vor dem Kriege auf geführt. Mit Rücksicht auf den Krieg lieh man ihn unvollendet stehen, 1916 wurden die Innenarbeiten ausgeschrieben: da die Angebote sehr hoch über den Voranschlag gingen, sah man von dem Ausbau ab. Erst 1921 ging man an die Vollendung des Baues. Der Voranschlag betrug 1914 rund 50 000 Mark, nun kostet ber fertige Reu bau rund eine halbe Million Marl. Das alte Schul Haus steht I als ehemaliges Amts Haus des Amtes Buseck unter Denkmalschutz. Es soll zu Wohnungen eingerichtet werden. _ , ,. , rr. Schlitz, 7. (Jan. Aus dem kirchlichen ©emcihbelebenim vergangenen Iahr ist folgendes zu berichten: CS wurden getauft 59 Kinder gegen 57 im Vorjahr. Getraut wurden 23 Paare gegen 29 im Vorjahr. Kirchlich beerdigt wurden 39 Personen gegen 30 im Iahre 1920. — An Kir° chenlollekten gingen ein 1753 Mk. Für die Heiden- miffion wurden gespendet 2765 Mk., für die Hess. Kinderhilfe 1200 Mk., für das Darmstädter Schwesternhaus .Elisabethenstift" Raturalien im Wert von etwa 2500 Mk., für die Ortsarmen 1035 Mark und für das zu errichtende Gemeindehüus 6580 Mark (dieser Betrag ist hauptsächlick) von Schützern in Amerika gestiftet). * Darmstadt, 8. Ian. A b e r m 111 g c Verlängerung der Schulferien. Mit Rücksicht darauf, das) die Zahl der Grippeerkrankungen noch nicht zurückgegangen ist. wurde der Beginn des Hnterr-ichts an den Darmstädter Volks- und höheren Schulen auf Montag, den 16. Ianuar festgesetzt. ra. Biedenkopf. 8. Ian. Für den L a n = deskirchentag sind aus dem Hinterlandkreis gewählt: 1. Dekan Lehr-Gladenbach, Stellvertreter Pfarrer A n t h e s - Waldgirmes: 2. Kir- chenvorsteher PH. H a m m e r - Hermannstein und als dessen Stellvertreter Kirchenvorsteher Bamberger- Günterod. Tanermretev IKausmann),sticht per sofort oder später ptüioM.3i«i* «auch Wohn- n. Schlaft.) m. elefir. Liclu bei aufmerksamer Bedien.ng. Lchriul. Ang. unter 02m an d. GlenenerAnzeiger. Suche grotzes troctenes a o e r mit Ein- ober Anfahrt. Tchrisll. Angeb. unter 02ä5 an den Gieh. Anz. Fraulein, berusst., sucht möbl. Zimmer ver sofort. Schr. Angeb. unier0238an d.Gtesz.An-. VersLeigernng. Dienstag, 10. Januar, von 2 Uhr ab, versteigere ich Branbgaüe 3: 1 ©Krimmer 'Eichens, I StiKcn« schrank m. Aufsatz, 1 aroehür. zkleiderfchrank, 2 Bell- ftcUen, 1 kleines §chretbvult, 1 Gasherd, 1 cleftr. Locher, 1 Pe:roleumoien, 1 neuen Pavageikang, zwei Tanogren.3Konfolbräler, t5Backkästen,Wä'.nikrüge n.Wärinstafchen, Llieseleisen. Schrubber n. Bürsten. 5 neue Mato-Unierhoien. rafchenlamven, Lederioh- ien, 3Klnderschiitlen n. Schlittschuhe, 2Bllder, einen Ciilaway.inzug, 2 Herrennberzieher, Kleidungsstücke Saalönnnng und Abendkasse 1 Stunde vor Beginn, aller Art. 1 Partie fast tteue Kleider s 16i Mädchen, --——--1 Konfirinandeukleid. 1 ^ischtucharbeit m. allem Zu- I bctjöv u. o. a., 100 P. Kinderstrümvfe u.^errensockew r?. Benner !!., Auktionator und Taxator, Krofb. Str. 9. Bon 10 Uhr ab können Striimvie u. Ledersohlen abgegeben werden. Annahmc o. Persteigeriingen aller Art, and» ein.einer Stücke, besonders erwünscht sind Diöbclmicke jeglicher Art.'327 sürrch-u.Nersonenwagen Auto-Schneider Benz-Automobile Telephon 2057 Marburger Strafte 68 Händler erhalten Rabatt! Die Gemeinde Bersrod beabsichtigt einen dienstuntauglichen Dullen auf dem Sub-> missionswege zu vergeben. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind an die unterzeichnete Bürgermeisterei bis Mittwoch den 11. Ianuar 1 922 nachmittags 2 ilfjr einzureichen, woselbst die Eröffnung statisindet. Besitzer von jungen sprungfähigen Simmen" taler Bullen wollen ihre Offerte an unterzeichnete Bürgermeisterei einfenben. Bersrod, den 8. Ianuar 1922. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. . Decker. 338D ülflldiincnmi^tinntn, Wein^eug - Nä lerinnen bevor,umtz finden immer hochbemlil'e Arbeit. 01* Sdilrntfaöcil M. £enL . Hlltze, die nähen kann, bei bobcm Lohn für 1. ,3-ebr. gesucht Babnbofstrafre 37 Ist smifitre P«tzsr«» zum Vnbenouöeu für sofort gesucht. , 343 Zigarreilbauö Ntchter, Frankfurter Strane l». TöMiges Müöllttt zur Ausbilfe sofort,gef. 347) Liebigütrite 7 » H- SaubereSauyfrau zwei Stunden am Tage gesucht. 2'4 Schistcnberg. Weg 10 l- Nicht zu junges, in aller Hausarbeit erf. Miidche«! z. 15. 3M licjucht. — 3raa IBeteie SeiüMiMM. IMtig. MäWll für Küche u. Hausarbeit gesucht. M Griebbaaer, Lonystr. 19. i'cfiänöe die w^h.end des Krieges sich start elick-tet hatten, beginnen nun wieder zu er- ' aiken Bestand vom Herbst 1920 bheb •iM±. immer am mehr als 20 Prozent hinter dem u Beginn deö ersten Kriegswtnters zurücst B^tt Eva Gesundes Töchterchen angekommen. Rechtsanwalt Eugen Rothenberger u. Frau Dr. med. Margot geb. Nathan, j (Bieftcn, den 7. Januar 1922. om s nSohfwngsta uschj WohnnngStattfch. Schöne ueuzeitlickie 5—6 - Zimmer : Wobu. in feiner Wohngeg 'nd Darmstadts gegen eine solche von 3—4 Zimmern in guter, ruistger Iboun* tage in Mienen für Frühjahr 1922. Nälieres Süd -An- lage 23 11. 0267 WoljüMgslillisÄ. Beamter sucht 6-Zimmer- Wolmung oder nröftere, möglichst mit ©arten, nn Umiaufch geg. feine schöne 5-Zim.-Wobn., L Stock, ob. im weiteren Umtaufd) gegen eine schöne 4-Zrm. Wobunng. Umzug wird voll vergütet. Dtskreuon ungesichert. Schrtstllche Angebote unter 02h3 an den Giestener Anzeiger. Ab heute bis einschl. Mittwoch: i. Goliath Armstrong Der Herkules der schwarzen Berge. 2. Teil. ä Sträflingsketten Ein ergreifendes Sensalionsdrama in 6 Akten. s»c In der Hauptrolle: Lle Parry. Durch die geschickte Einflechtung des ersten I eils von Galiath Armstrong In den zweiten Teil ist dieser sehr gut verständlich Nir dlelesigeu, dio den ers eu TeU nicht gesehen haben. Letzte ¥or!flhrnng abends 8Vi Ihr. 02« 321D IM? k K Ä I i •«2 i K •X: Äii i U4) ; H | r‘|V 'M Z H M g I I M >3 UME- Beuern statt. 0277 Gestern mittag 2 Uhr verschied sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Groftvaier Sm MM M II. im Alter von 71 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Georg Balser Familie Heinrich Kehr. Gießen lWeidengasse 7), Beuern, den 9 Januar 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. Januar, nachmittags 21/« Uhr, in ■ 1 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine herzensgute Frau, meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Frau Margarethe Jäger geb. Malier heute mittag 123/< Uhr nach kurzem schweren Leiden im 41. Lebensjahre sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Heinrich Jäger und alle Angehörigen. Reiskirchen, Großen - Buseck, Lind dns ihm 2n!»l Rotjetalioen » Stntn für D fit privaten 1 Mi, den i als Rmpenfai Lrslandc aui tommiiiariat u 2usland4M' Teutfchlcmd "t< und SUp-.taV steint fältelt In Älosiaa eröffne!, in '■ Leben geruse toiflung in Möglichkeit g Aandslaa! dem die 2a! Lelilmd, Jini fal der Lows Die vzrl land ist ve im Friedens 2. Februar 1$ fningw jum 1 aus dem ruffifc gezogen. Den leiltveise in de Darenauslau sc zelMte geschäf auhrrvrdenlljch erstmalig ein 3 nen Gtümarf c dings noch für Estimack Heu nebr beit vor ienit Die 2Ii Millionen 5fijr f'miarf. 3m Deutschland 1 i van und Da! gefichrt An 1 5?0799$uö. 3 Ugland mit 5> während nach i Mrt tvu^den «g-ortartifei S, te gwnen m Ansr bv der Z A bildet A «Jta ü L> Anteil VflQ und Lid« b'«s wohl ^'fchen Das Personal der Firma Fritz Nowack. fr. Gießen (W alltorstr. 33), Gummersbach, 9. Jan. 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. Januar, nachmittags 3 72 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt vz/o Samstag morgen 4 Uhr entschlief sanft und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Marie Baumann geb. Hohmeier im 56. Lebensjahre Die trauernden Hinterbliebenen. Heute morgen verschied nach kurzem Kranksein meine liebe Mutter Frau Dorothea Heller Witwe des Oberbahnassistenten Wilhelm Heller im 66. Lebensjahr. 0270 Im Namen der Hinterbliebenen: Franz Heller. Lollar, den 7. Januar 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. ds. Mts., nachmittags V/2 Uhr, in Lollar statt. Am Samstag, dem 7. Januar 1922, entschlief nach längerer Krankheit unser hochverehrter Chef Herr Fritz Nowack. Wir stehen in aufrichtiger Trauer an der Bahre des Entschlafenen, der uns jederzeit ein gütiger Berater war. Seine vorbildliche Pflichttreue, verbunden mit stets liebenswürdigem Wesen, sichern ihm für alle Zeiten ein ehrendes Andenken. Tüchtiger Vertreter gesucht für den Alleinverkauf unserer la WIMM-SelWM aus eigene Rechnung an Selbstverbraucher, Grob- und Kleinkonsumenten ufw. Geeignete Herren wollen sich bei uns. Generalvertreter Herrn Häusler im Hotel Zlubne, Zimmer 11, Montag und DienStag von 8—10 und 4—6 Uhr vorstellen. 0287 Hertenstein L Helm, Offenbach am Main Waldstrabe 38. Fernsprecher 1012. nachmittags 3 Uhr, statt. 313D ■I Fran Henriette Goetz vollendeten 84. Lebensjahre. im fast aii verkaufen [0242 342D Gießen (Marburger Str. 14), den 7. Januar 1922. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Großen-Linden (Moltkestraße), den 9. Januar 1922. Die Beerdigung findet am Dienstag nachm. 3V2 Uhr statt. 0272 hülfen gesucht. i und Wäsche. 074 [steiiengesuche| schäftsbäuser. 0240 Braves Mädchen gesucht. Pfarrhaus Rokn- bach (Dberh.s. 273 zu verkaufen 305 KÄfS I At. DikiMWen 4—2 Stunden gesucht. f. sofort ob. svätcr ges. w.<, 0286 Stepbanstrafte 3.1 Schwan, Mäusburg 16. Mfiuner Hoslinnd Gießen (Ebelstraße 7), den 8. Januar 1922. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. Januar, Adolfine Heß geb. Omnus Arnold Heß August Heß (Bruder) Familie Omnus Familie Fähnrich. Junger Mann snrbt Stellung als Verläufer, Schaufensterdekorateur und Plakatmaler. Schrtstl. Angeb. unt. 0251 an d. Gieh. Anz. erbeten. Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe Mutter und Großmutter Transport prima Hannoveraner Ferkel und Länferschweine Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 0275 wu“U«‘ u.uiuiaua, ö. lange Jahre in der Zigarren- Emil Goetz und Frau nebst Kindern. Ordentliches Dienstmädchen gegen hohen Vo&n sofort TMc ilülcn Scilliül'cr mit 10—15000 Mk. gegen Sicherheit und monatlich für je 1000 Mark 20 ML Vergütung. Schr. Ang. u. 335 an den Gien. Anz. Anmeldungen erbeten! ' Prospekte frei. ^Klavierspieler gut nach Gehör u. Blatt, frei für Kino oder VotoL Briefl. an E. Hcidbucs, z. Zt. Laasphe, Lahuftr. j Vsi-K3u»s | Di; Auftraggeb'r kleiner verkanfr- Anzeigen werben oebeien, unter allen ber« arl een 'Jbincbottrt ihre Abref!» (Strafte, ftauenumnierunb Stoa« werftljuoerbljeiitlic^en. Soll öle Ifbrellcoerbedit bleiben, |o wolle mau ichrutllche Angebote unter der Miigelgemiunimcr fordern, riuoiiuiift über Adressen u. f. f. durch cie GeichLs »fteil: kann nicht erteilt werde i. In tiefer Trauer: Ludwig Seth nebst Angehörigen. Gießen (Riegelpfad 22), den 8. Januar 1922. In hiesigen GeschäftS- baushalt für sofort WWS MSWell bei hohem Lohn u. guter Verpflegung ges. Schr. Ang. u. 0262 a. d.Gteft.Anz. 4 Ladentheken zu verkauf. Wo? sagt die Geschäftsst. d. G. Anz. Suche für sofort [319 junges Wchkli aus guter Jamilie für tagsüber zu einem Kinde. Fran Dr. Kockerbeck, Frankfurter Slrahe 36. Eine saubere Putzfrau oder Mädchen wird für morgens 2 Stunden gesucht. Zu melden O—311 br Roonttrafte 18 v. 247h «ES» W tt W S Die Turnftundeir beginnen wieder morgen Dienstag 10. Snmmr. Haus * m. Wirtschaft u. Laden sowie Wobu- und (Sc- Stadttheater Leitung: H. Stalngoatfer. Dienstag. 10. Januar: 12. Dienst ag-?lbon.-Lvrst. Innmöot. Anfang 7, Ende 10 Uhr. Am 6. Januar früh ist mein lieber Mann, Vater, Bruder, Schwiegersohn und unser lieber Schwager Herr Karl Heß Telegraphensekretär nach kurzem, schwerem Leiden im 50. Lebensjahr sanft verschieden. Holz Nutz- ii. Brennholz abzngcbcn. Wo ? sag, die Geschäftsstelle des Gtetz. Auz. 333 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Seth nach kurzem, schwerem Kranksein Sonntag nachmittag zu sich zu rufen. Verseh i Mieren Junge Leuts, d. zur See fahren roofleii, erb. vorder Aiiikl u. Rat. Ausil:anftel Samhnrg 35. Sch». 112. A. 148. [6s 4 SkilkNv. Mlltz- unö Wäl Dienstag, 8 Nhr, im Hotel (Yrohberzo.i Bortrag Kauer 341 Der Borstand. Wo fehlt der Nachtolger? Ortllfmrtntl mit längerer Bankiättgkeil, 29 Jahre alt und verheiratet, von durchaus ernster Vebensaufsassung, sucht selbständige Tätigkeit in Geschäfts- oder Jabrikunternehmen hier oder auswärts Suchender leistet auch Jnieressenctnlage oder beteiligt sich an gutem Unternehmen, wo tüchtiger gebildeter Vetter fehlt oder Mitwirken kann. Auc-sühr- liche Angebote unter 0237 an den Gieh. Auzetger. Schlitte« N,-'u bock zu verkausen. 0274 Cbr. Svics, Neustadt 8. «... ,6 Wito ■JüHSulggiyg vaihnud zu verkaufen. cmp* Schrift!. Angebote unter, flbhll billigst 0256 an den Gien. Anz. Daniel Raum, > 10279 Sleinstrasje 35. i L. Rosenzweig Giehen,CelterSwegi»8I [ Empfehjungen j Kaufe ! aetragcue Herren- und f Damenklcider, Schube th«»***«* /s e* Mitesser. Dlütei. verschwinden sehr schnell, wenn man abends ben Schaum 0 Zuckcr’s Patent- Medlzinal-Seifc eintrocknen läfet Schaum erst morgen? abwaschen u. mit Zuckoob- Creroc nachslreicheg. Gros,. artigeWirkung. v.Tausenden bestätigt. In allen Apothct Drogerien. Parsümerie- u Frtscurgeschästen erhältlich In ttZiekren in der Drog. Wiutcrboff, KreuzvlaO 9 10, Vöwen-Drogerie und Victoria-Drogerie. Erste Bremer Rauchtabakfabrik sucht für Gleken n. Umgegend einen eingefübrten Vertreter. Nur Herren au» der Branche wollen sich unter P-7078 an die Annoncen-Expedion von Herm. Wülker, Bremen wenden. 332 M Wsissg^ber, ^•rniiksnrt a.Main. 1 nebr. Fahrrad, auch wenn defekt, sofort zu kaufen gesucht. Schriftliche ?lugebote unter 0>3 au d. Gieheuer Anzeiger. IWigeSt S 0250] Roonstrake so II. Gestern morgen entschlief sanft nach kurzem Kranksein unser einziges liebes Söhnchen und Enkelchen Heinrich Magnus im Alter von 1 Jahr. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Magnus Familie Ludwig Magnus V. Ww. Familie Wilhelm Volk. 1 auch Ssp. Schlitten, auch für Geschästszwecke verwendbar, zu vk. 0258 Gr.-Vindcu, Bergstr. 10. Rodelschlitten Vnfrfsche Handelsschule Gießen Goethestraße 32 11. Januar beginnen neue Kurse in Buchführung Stenographie Ma sch inenschreiben , gesucht. 310 l schönes Tier, bill.abzugeb. >. Ä lock strake S. Laden. 10253 Marburg. Str. 2S. Nodbcimer Strafte 6. Mimner 0of!ni!ii) u. 1 Drandportschlitten (120x50) zu verkauf. [0248 Wcierstrafte 17. brauche tätig, jucht Stelle als Verkäufer ob. Filialleiter. Sfaiitlon k. gest. iv. Schr. Ang. u.2035o.Herso, M. A.-E., Plockstr. 5. fll7h coooooomataauccoaxxxa. L. W. Heger, Steinstr. 57 I. (Mr. NähmchHiie u. aebr. Fahrrad bifiig zu verkaufen- Näheres 0243] Stepbanstr. 30 11. neru’l Fahrrad zu verk. Näheres durch arl Becker, Steinberg, Gieftener Strane 35. ["«» Swei gut erhaltene Herbe, Oefen, Gasherde und Tische zu verkaufen. 0254 Schön A Co., Marburger Strafte 22. 6000 Mk • Sicherheit ges. Bovis., hohe Zinsen. Niick- zahl. besiimmt 31. März. Geft. Ang. 11.2031 1. Earao, M. A.-C., Plockstr. 5. -"»h Schwarzer 0278 Dackel entlausen. Abzugeben'bel Schetter, Schulstr. 11. Veroine j Wetzlarer Weg 6k» p., r. Stnhlschlittcn zu verkaufen 324 Frankfurter Str. 63 I. L'r Ä» ! zu verk. *Klo? sagt die Ge- s d) äftssielle des Gieh. Anz. EiscrmLiiililschlitttii und Hnndrljiiite W 0281] Neuen Bäue 15. { Kaufgesuchel Gut auögebildeter kräftiger Polizeihund gesucht. Schr. Angebote 11. 344 an den Gieh. Anz. Wir suchen Fabriken, Hotels oder gröftere Unterneh- muugen aller Art für Kavitalisten zwecks [320 ™ Kauf, Teilhaberschaft oder ttaviralaulage. V.LSMSvLLo., llaaaoeer. iRotoaS)ngki$ Weichen Aippwagen ' sofort ncflcn Kaffe zn WM Montag, 9. Zanuar 1922 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Zweites Blatt Ur. 7 Die wirtschaftliche Entwicklung DDA nach Tasche. „3dj ' „Wo Kapitän. „3m gebiet ein. DiS zum 1.April sollen alle totrt- schastlichen Grenzen zwischen Polen und Danzig fallen. Die Regelung der Währung tst aber einem späteren Zeitpunkt Vorbehalten da vorläufig an die Einführung der polnischen Mark im Freistaatgebiet Danzig nicht zu denken ist. Danzigs Zukunft beruht auf der Entwicklung Po- lens, dessen Haupt°Aus° und -Einfuhrhafen es darstellt Einen verzweifelten Kampf um seine Selbständigkeit kämpft das Memelgebiet, das augenblicklich noch unter französischer Verwaltung steht und das die Entente als Handelsobjekt betrachtet, um es nach Bedarf Polen oder Litauen zuzuteilen. Mit Ausnahme der wichtigsten Ge- treidearlen, von Kartoffeln. Hüllenfruchten, Fletsch unt> Eiern ist die Aus- und Einfuhr im Memelgebiet vollkommen frei. M , Trotz der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Randstaaten und trotz der großen Bedeutung, die die Randstaaten für Deutschland als Vermittler für den Ve^ kehr mit Rußland besitzen, ist es Deutschland noch nicht gelungen, auch nur einen einzigen Handelsvertrag mit diesen Ländern zustande zu bringen. Man hat verschiedentlich von Verhandlungen gehört, doch haben diese noch kein endgültiges Re- sultat ergeben. Man kann aber hoffen, daß es noch nicht zu spät ist, um doch noch Deutschland den Einfluß zu sichern, der ihm auf Grund seiner Jahrhunderte alten Beziehungen und seiner geographischen Lage zukommt. überwachte. Der Kapitän schaute nach der Tür. als habe er im Sinne, die Flucht zu ergreifen. .Wer war es?" fragt« er. „Der Mörder." „Wer ist der Mörder?" fragte der Ka- sehe noch Blutspuren daran," sagte er. haben Sie ihn gefunden?" fragte der Garten," antwortete T. „3n die Erde ersehne nes] ange Leute, ur See fahren wollen, vorder Aiiikl ii.Rei. ssfeanftel "ambarg k ill. 112. Ä. 143. I'J_: Hause wäre oder ein Feind im Anmarsch, vor Dem man flüchten müsse ist etwas geschehen." Die rasche und heftige Anrede ließ eine Kreis Alsfeld. l. Elben r o d, 8. Han. Run hat die G r i p p e auch hier oben ihren Einzug gehalten. Reben zahlreichen leichteren Erkrankungen Legt auch eine Anzahl schwerer Fülle vor, bei denen Rippenfellentzündung mit Wasserbildung als Begleiterscheinung auftritt, ülnter den Erkrankten sind die Waldarbeiter besonders stark vertreten. — Die reichlichen Riederschläge haben nun endlich einigermaßen die W a s s e r n o t bei uns beseitigt. Lustig klappert unsere Dorfmühle wieder Tag und Rächt. Die größte Wohltat aber ist die, daß unsere Brunnen wieder ausreichend Wasser haben. Kreis Lauterbach. •• Die neuen Reichsmünzen. Die langwierigen und schwierigen Versuche zur Herstellung neuer Reichsmünzen sind, wie wir bereits mitteilten, zu einem gewissen Abschluß gekommen. 3m Frühjahr hofft man, mit der Aus- Prägung von 1°. 2- und 5°Markstücken beginnen zu können, sie werden nach den bisherigen Vorschlägen aus Aluminium mit einer Kupferseele bestehen. Die Neuen 1- und 2-Markstücte sind etwas größer als die alten Münzen, das 5-Mark- stück dagegen hat nur die Gröhe des alten 3= Markstücks, das nicht wieder ausgeführt wird. Prägeversuche mit einigen Avers- und Reversversuchen sind bereits ausgeführt, für die Beschriftung werden lateinistche Buchstaben gewählt. Die Plattierung und die Ausführung der Münzen schließt eine Fälschung vollkommen aus Herstellungskosten und der Metallwert der neuen Stuck sind so bemessen, daß auch bei sehr schlechter Valuta die Stücke nicht überwertig und deshalb nicht gehamstert werden " Gröhe und Gewicht der Postkarten. Es wird von neuem darauf hingewiesen daß Postkarten im 3nlandsverkehr die Größe von 15,7: 10,7 Zentimeter nicht überschreiten und nicht mehr als 8 Gramm wiegen dürfen. Größere oder schwerere Postkarten unterliegen der Brief- gebühr und werden mit einer Rachgebühr in Höhe des doppelten des an der Freigebühr für einen einfachen Brief fehlenden Betrags belegt. Diese ^lachgebühr beträgt vom 1. Januar an z. B. im Fernverkehr 1,50 Ml. Postkarten im Auslandsverkehr dürfen nur 14:9 Zentimeter groß sein. *• Pr euhisd) öüddeutsche Klassen- Lotterie. Die Lose zur zweiten Klasse müssen unter Vorlegung des Vorklassenloses bis 11. Januar, abends 6 Uhr, eingelöst werden, auch müssen bis dahin die Gewinnlose gegen Ersatzlose eingereicht sein. Landkreis Gietzen. * Lich, 7. Jan. Vielseitigen Wünschen nachkommend. hat sich der Turnverein bereit erklärt sein Weihnachtsprogramm für die Allgemeinheit zu wiederholen und zwar ist dazu der nächste Sonntag (15. Januar) vorgesehen. Außer der Operette „W i n z e r l i e s e l" gelangt ein Turnerschwank „Fritzchen in der Damen - rieg e“ zur Aufführung. Der geschlossene Der- einsübend ist für später in Aussicht genommen. Wd. Meli». SlQltn tr|d)iDinbtn seh |d)neO. >tnn man abtnb) btn idjaum o. Zucker1! Patent- kdliinal-Seilc emlrodnen ißl Schaum erfl morgen? bwalchen u. mit Zuckoob- ferne na^lreidjen, @ro[<- rtigtSirlung.o.2.mi|tnlfai e|töligt. In allen Apolls )rogerien, Parlament- u irtlkukg«lchislen erbältiiö n Kieken in der Trog, öintcrlwsf, Kren,platz 10, 2öwen-?roacrie ö B/ttor/a-Drogcrrc. in Osteuropa. Von Dr. Hans Westenbergec. Die Gerüchte, die sich an die Reisen nn“‘ier, QJroB- mutt gesteckt." „Gewiß, gewiß," erinnerte sich nun Der Kapitän, der mit einem Male ganz eifrig wurde. „Bei der großen Eiche war er tief in die Erde gestoßen, so daß nur der oberste Teil des Messinggriffes zu leben war." . _ Verwirrt starrte er dem Detekitiv ins Ge- verwirrt, aber sobald er i geschüttelt und das ernsthafte . . deren erblickt hatte, sagte er: „Ich weih was geschehen ist. Sie haben den Dolch gesunden." Spuren im Schnee. Roman von Sven Elve st ad. Ermächtigte älebersetzung. 33. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Am anderen Morgen lag der Schnee als dichte Decke über Wegen und Feldern. Der Tag war düsterer als sonst, und in den Zimmern war es so dunkel wie zur Zeit der Dämmerung. Aus einigen Häusern schimmerte Licht. Es war draußen eine merkwürdige Stille eingetreten. Kern Rollen munterer Wagenräder war mehr auf den Straften zu hören, denn der Schnee dampfte leben Laut, und aller Lärm der vorhergegange- nen, klingenden Frost tage war plötzlrch von der Stille verschlungen. , . x Als der Detektiv ins Haus trat, fand er ben Kapitän schlafend in seinem Sluhle. Er blieb eine Weile vor dem Schläfer stehen und betrachtete fern Gesicht. Im Schlafe, da ihm das Lebens- betoufttletn fehlte, hatte es einen Ausdruck von Schwermut und Müdigkeit, der bem uut= tretenden das Herz bewegte, denn er flüsterte verschiedene Male vor sich hin: „Armer Kerl, armer Kerl!" Dann weckte er ihn, indem er ihn schüttelte. „Geschwind, stehen Sie auf!“ rief er. „Es L Angersbach, 8. Ian. Hier findet am 21. Mai d. 3- ein großer Gcsangswettstreit statt. Zahlreiche Vereine, darunter solche von altbekanntem Rufe, haben sich angemeldet. Erprobte Dirigenten und Komponisten werden als Preisrichter tätig fein. Gewertet werden: Tonreinheit, Rhythmik, Stimmenausgleich, Aussprache, Dynamik und Auffassung. Zahlreiche wertvolle Preise stehen schon jetzt zur Verfügung. Es wird in einer Stadtklasse und in einer Landllasse gelungen, die nach der Anzahl der Sänger wieder in Unterabteilung gen gegliedert sind. Jede Klasse singt einen auf- gegebenen Preischor, der 12 Wochen vorher zu» gestellt wird. Außerdem trägt jeder Verein ein selbstgewähltes Lied vor, mit dem er noch nicht preisgekrönt war. Für diejenigen Vereine, die nicht am Wettstreit teilnehmen, aber doch erscheinen, findet ein Gastsingen statt, nach dem den Teilnehmern Ehrenurkunden ausgehändigt werden Wenn der Verlauf des Festes den Vorbereitungen entspricht, die schon jetzt getroffen werden, wird es für unsere Gegend ein noch nie dagewesenes Ereignis sein. rr. Schlitz. 7. Han. Die Hessische Landeswanderbühne hatte die Absicht, am Dienstag hier ein Gastspiel zu geben. Infolge eines Defekts, den das Lastauto der Schauspielertruppe bei der Fahrt durch den Vogelsberg erlitt, konnten erst gestern abend die in Aussicht gestellten Stücke „Sie Laune des Verliebten" und „Der zerbrochene Krug" in Szene gehen. Die Darbietungen waren vorzüglich und bei: Beifall des sehr gut besetzten Hauses wohlverdient. Kreis Friedberg. Za" erwiderte der Detektiv. „Der Mörder ist endlich entdeckt. Muß ich Ihnen sagen, wer es ist?" Der Kapitän schlug die Hände vors Gesicht. Eine entsetzliche Angst schien ihn ergriffen zu haben. „ „ Sagen Sie es!" erwiderte er. „Seit gestern aftne ich es. Da leuchtete Ihnen Ihr Verdacht aus den Augen und weckte eine dunkle Erinnerung in mir an meinen Traum. Und doch wird mir meine Ahnung nicht klar." T. zog einen langen, spitzen Dolch aus der t10-15000 djerbeit unb nwnag •je 1000 3»«rf »Ä -rniitunfl. SÄr. I s*b '««It pitän atemlos. , „ Ser Detektiv betrachtete ihn einen Augenblick voller Reugier. Der andere sah ihn slehent- ^Der Mörder," wiederholte T. und indem er dem anderen eine Hand auf die Schulter legte, sagte er: „Der Mörder sind Sie!" Eine Stunde danach hatte der Detektiv dem Kapitän den ganzen Verlauf des Trauerspieles auseinandergeseht. Den ersten Verdacht hatte er gefaßt, alS er von Maria hotte, daß der Kapitan m lemem Stuhle zu schlafen pflege und zuweilen des Rachts a*1 er wußte, daß der Kapitän Kokainist war, hielt er es für möglich, daß der Kapitän diese nächtlichen Wanderungen in unbewußtem Zu st and: mache, nervös, wie er war teils von dem übermäßigen Gebrauch des Reizmittels und teils von den unheimlichen Begebenheiten, deren Zeuge er gewesen war. Der Gedanke, der Kapitän konnte tm Dämmerzustand den Apotheker ermordet haben, bedrohende. Gefahr bermuten, toie '^ Sjuer Jm | ich mich daran, ich habe es ja gesehen!" Klavierspieler 1 nach W il W >i für Kim> oöer J lnL lieft an E. HeidbuK 3i. Laaövbe. Vnbinn. Rußland In engster Beziehung zu Deutschland steht Litauen, das unmittelbar an die Provinz Ostpreußen grenzt. Zwischen Ostpreußen und Litauen bestand bereits früher ein enger geschäftlicher Verkehr, der auch nach dem Kriege, besonders geförbert durch die Deutsche Ostmesse Königsberg, ausgenommen worden und in stetigem Wachstt'.m begriffen ist Erleichtert wurde dieser Verkehr mit Deutschland dadurch, daß Litauen die von der Okkupationsmacht seinerzett ausgegebene deutsche Ostmark als Währung bei- behalten hat. Dies war für Litauen, dessen Grenzen infolge der Wilna» Frage nod)> nicht einmal festgelegt sind, ein erheblicher Votteil. Rach dem katastrophalen Sturze der Mart glaubt aber Litauen die Zeit für gekommen, sich von der deutschen Währung frei machen zu müssen. Die Flucht vor der Matt hat in Litauen große Llmwälzun- gen hervorgerufen. Eine Teuerung aller Le- densverhältnisse ist emgetreten, gegen die die deutsche Teuerung noch bescheiden zu nennen ist. Gestützt auf die reichlichen Dollarmengen, die rück- getoanberte amerikanische Litauer dem Lande zugeführt haben, und die noch monatlich mit etwa 100 Mill. Mark aus Amerika zuströmen, beabsichtigt die litauische Regierung eine auf den Dollar basierte eigene Währung einzuführen. Ob oas angesichts der unbestreitbaren Abhängigkeit Litauens von der deutschen Industrie gerade zweckmäßig ist, mag dahingestellt bleiben. Rach einer Rede des litauischen Industrie-, Handelsund Finanzministers Galwanauttas kommen b.e Pläne einer Dollarwährung halb zur Ausführung Litauen bezieht seinen gesamten Bedarf an In- dustrieerzeugnisten aus Deutschland. Seine Aus- fuhr, die hauptsächlich aus Bodenprvbutten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen best Hst g ht zum größten Teil nach England und Amerika. Lieber P o 1 e n ist zu sagen, daß seine Gesundung nur im engsten Anschluß sowohl an Rußland wie an Deutschland erfolgen kann. Wie die gegen- toärtigen Verhältnisse liegen, dürfte in Deutschland bekannt sein. Als Gradmesser kann man den Stand der polnischen Matt betrachten, deren Wert in letzter Zeit zwischen 3 und 8 Pf. schwankte. Die beiden vom Deutschen Reich getrennten Ostseehäfen Memel und Danzig haben fich verhältnismäßig günstig entwickelt. Die Abtten- nung ist ihrem Hafenverkehr zugute gekommen Am 1 Januar 1922 tritt Danzig in das polnische Zoll- Unterbliebenen: S "es Weitzel. V | 91 uflnuar IM D «n dnebbofitatt. 5$ ^'7?® - Die wirtschaftliche Lage der Republik Estland ist verhältnismäßig günstig. Estland hat nn Friedensvertrag mit öotojetruftlanb vom 2 Februar 1920 auch feine wirtschaftlichen Beziehungen zum russischen Hinterlande geregelt und aus dem russischen Transit bereits große Vorteile gezogen. Wenn sich dieser Transitvettehr auch teilweise in den primitivsten Formen des reinen Warenaustausches abspielt, so hat er doch das gesamte geschäftliche Leben der jungen Republik außerordentlich befruch ei. Im September wurde erstmalig eia Ausfuhrü.erschuft von 58,3 Millionen Estimark erzielt. Damals zahlte man allerdings noch für hundert deutsche Reichsmatt 320 Estimark. Heute ist der Kur-s der Estimark nicht irehr weit von demjenigen der Reichsmatt entfernt Die Ausfuhr im September betrug 451 Millionen Estimark und die Einfuhr 395Millionen Zsftmatt. Im ersten Halbjahr 1921 wurden aus Deutschland 1 324 377 Pud in erster Linie Metall- toaren und Maschinen, Stoffe und Schuhwett ein- geführt An zweiter Stelle steht England mit 570 799 Pud. In der Ausfuhr des Landes nimmt England mit 598 022 Pud die erste Stelle ein, wahrend nach Deutschland nur 56 516 Pud aus- geführt wurden (1 Pud gleich 16,33 Kilogramm). Exportartikel Estlands sind Saaten und lebende Pflanzen, Papier, Furniere und Bretter, die hauptsächlich nach England, Finnland, Schweden und Deutschland gehen. Der Hafenverkehr in Reval ist durch den russischen Transit vollkom- fommen in Anspruch genommen; zumal in diesen Sagen wo der Petersburger Ha'en bereits vereist ist' bildet Reval den wichtigsten Einsuhrplatz für alle nach Rußland gehenden Güter. Während sich für Estland die Hoffnung auf den russischen Transit im allgemeinen erfüllt hat. ist der Anteil Lettlands und seiner Häsen Riga und Libau bisher sehr bescheiden. Es ist dies wohl in erster Linie auf die Politik der lettischen Regierung zurückzufüh en. die unter dem Eins laß des Finanz- und Handel-Ministers Kal- • Friedberg, 8. Fan. Zu unserem Berich! über die Stadtverordnete nsihung am 22. Dezember wird uns berichtigend mitgeteilt, baß in dieser Sitzung von feiten des Bürgermeisters erklärt wurde, Friedberg und Bad- Rauheim hätten die beantragte Oberrealschule genehmigt erhalten. Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 7. Jan. Ein Konflikt ist zwischen dem hiesigen Lebensmittelamt und sämtlichen hiesigen Z e i t u n g s v e r l e g e r n ausgebrochen, der noch weitere Kreise ziehen wird. Die'Stadtverwaltung hat die jetzt neu zur Ausgabe gelangenden Bro.- bzw. Lebensmittelkarten mit etwa 70 Reklameadressen hiesiger Firmen versehen lassen. Sie erspart hierdurch die Druckkos^n, und macht sogar noch ein Gesckrist dabei. Sie Darmstädter Zeitungsverlage sind aber der Auffassung, daß sie hierdurch stark geschädigt »erben, zudem sie auf der anderen Seite zahlreiche städtische amtliche Rotizen ohne Vergütung aufnehmen sollen. Sie haben gegen das Vorgehen der Stadt Verwahrung eingelegt, die aber zu keinem Ergebnis führten. Sie veröffentlichten nun ohne Ausnahme nachstehende Roth: „Bestimmter Maßnahmen des Lebensmittelamtes wegen sehen sich die sämtlichen Zeitungsverlage Darmstadts von heute ab veranlaßt, die Liste der gültigen Lebens- mittelkarten in ihren Zeitungen nicht mehr zu veröffentlichen." , * Offenbach, 8. Han. EinDammrutfch. der leicht verhängnisvoll werden konnte. Der neuer baute Eisenbahndamm tfi, oer „Offfenb. Ztg." zufolge, an der Pattstrafte, nahe dem ilcbergang am Schlittschuhklub, infolge des anhaltenden Regenwetters der letzten Tage zu- sammengerutscht. Die Gleise der Strecke Offenbach—Frankfurt wurden verschütte-. Bahnpolizei beamte bemerkten den Dammrutsch rechtzeitig. Es konnte durch Sperrung des $auptgleife0ein Unfall durch Entgleisung verhütet werden. Der Schaden ist von besonderen Baukolonnen durch Errichtung einer neuen und etwas kräftigeren Stützmauer wieder beseitigt worden. Da bereits Bau- Materialzüge auf dem neuen Bahndamm verkehren, ist hier besondere Vorsicht geboten. * Mainz, 8. Jan. lieber einen Etfen» baftnunfall gibt die Eisenbahndirektion o^ gen de amtliche Mitteilung aus. Am 5.3anuar vormittags 6.18 llhr, fuhr auf Bahnhof Boppard der von Mainz kommende Eilzug 301 auf den Schluß des im Bahnhof rangierenden (Silgutet- zuges 6231 auf. Vier Wagen !^s Silguterzuges wurden zertrümmert und die Lokomotive des Eilzuges stark beschädigt. Personen sind nicht zu Scha- den gekommen. Beide Hauptgleise sind voraus- festigte sich immer mehr in ihm. Damit war ja alles erklärt, und er tonnte die Kette Glied an Glied zusammenfügen, wie sich das Verbrechen , entwickelt haben mußte. itad«e£ Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. Han. 1922. ’• Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 3. Januar 1922 der Amtsgehilfe bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach Friedrich Schneider zum Kanzleiassistenten bei diesem Gericht. — Ernannt wurde am 4. Januar 1922 der Obeijustizsekretär Rikolaus Knöll tn Groß-Gerau zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Lorsch. — ilebertragen wurde am 2 -Januar dem Lehrer Philipp D e ck e r zu Schwaben» rod die Ceftrerftelle an der Volksschule zg Appen« rod, Kreis Alsseld. dem Schulamt.anwärter G.org Wilhelm aus Seidenbuch eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Rieder-Gemünden, Kreis Ms- feld: am 3. Hanuar dem Schulamtsanwärter Paul Stieler aus Frankfurt a. M. die Lehrerstelle an der Volksschule zu Seibelsdorf, Kreis Alsfeld: am 4. Januar dem Lehrer Angelin Rau zu Hainhausen eine Lehrerstelle an der Volks- schule zu Klein-Ha äsen, Kreis BenSheim. ning eine für den Außenhandel Lettlands sehr , nachteilige Richtung einaeschlagen hak. In dem | berechtigten Bestreben, den lettischen Rubelkurs < zu stabilisieren, der scheinbar unaufhaltsam im । Sinken begriffen war, und der sich im September noch zum deutschen Reichsmattkurs wie 1:4 verhielt, hat Kal. lag einen Zo l arif au gestellt und in jeder Beziehung den Handel mit derartig hohen Abgaben bcLiftet, daß der Verkehr nahezu lahmgelegt wurde. Zwar ist es gelungen, den Rubel- turs zu heben und der Staatskasse erhebliche Einnahmen zuzuführen, doch ist auch gleichzeitig der geschäftliche Verkehr erstickt worden. Die Be» schränkung des Rotendrucks hat eine ungeheuere Teuerung im Lande berbergerufen, so daß 5 B ein Amerikaner heute in Lettland trotz seiner Doliarwährung teuerer lebt, als in Amerika selbst. Solange die Verhältnisse so liegen, wird nicht daran zu denken sein, die durch den Krieg zerstörte Rigaische Industrie wieder aufzubauen. Der Außenhandel leidet noch unter einer sehr hohen llnterbilanj. Einer Ausfuhr von 112 Mtll. Rubel im September stand eine Einfuhr von 4.9 Mill Rubel gegenüber. 75—80 v. H. aller nach Lettland eingesührten Waren stammen aus Deutschland. Der größte Teil der eingesührten Erzeugnisse geht weiter nach Rußland. Der lettische Markt'selbst ist vollkommen tot, obwohl der lettische Rubel besser steht als die deutsche Mark. (100 Reichsmark gleich 30 bis 90 kett. Rubeb) Finnland nimmt insofern unter den Rand- ftacten eine gewisse Sonderstellung ein, als es bereits unter der Zarenherrschaft eine Art Selbstverwaltung besaß, so daß hier nicht erst der getarnte Regierungs- und Verwaltungsapparat neu geschaffen werden muftte. Finnland ist auch früher bereits nicht so ganz und gar abhängig gewesen non Rußland, wie das bei den übrigen Rand- flaaten der Fall war. Trotzdem ist selbstverständlich auch Finnland statt durch die russiiche Entwicklung beeinflußt. Die großen Hoffnungen, die man auf den russischen Transitverkehr setzte, haben sich in dem entarteten Umfange wohl nicht erfüllt. Die Weltwittschaftskrisis hat sich im Sommer in Finnland sehr fühlbar gemacht und Arbeitseinstellungen in großer Zahl bewrrktt In jüngster Zeit hat sich aber der Außenhandel wieder belebt und Finnland konnte den Monat September z. B. mit einem Ausfuhrüberschuß von 163,3 Mill. Fmk. abschließen. Die finnische Einfuhr stammt größtenteils aus Deutschland, was nicht verwunderlich ist, da für 100 Fmt. in Berlin 558 Reichsmark (11. Rov mber 1921) zu zahlen find. Die finnische Ausfuhr, bestehend aus verarbeitetem Holz, Papiermafse und Karton, geht hauptsächlich nach Schweden, England und Htinnes nach London und von Rathenau Frankreich knüpfien, der Rotenwechsel zwischen Tschitscherin und der Entente über die An- vn ennung der Vorkriegsschuld und die Einberufung einer internationalen Konferenz, außerdem vi« Q(eubefel)ung der Abteilung für Ostfragen im deutschen Auswärtigen Amt mit dem F.eiherrn von Maltzahn haben erneut die Aufmerksamkeit auf den Osten Europas gelenkt. Immer stacker dämmert die Erkenntnis auf, daß die Entwicklung im Osten Europas, insbesondere in Solvietrußwnd für Deutschlands Zukunft von ent» schadender Bedeutung ist. Die Sow,etrepubltr bar vor ein paar Tagen ihr vierjähriges Bestellen feiern können. Es ist bereits genügend Darüber geschrieben worden, wie wenig der heutige Zustaird den ursprünglichen Ideen entspricht, und die deutsche Presse hat bereits eingehend über die Maßnahmen berichtet, die die Umstellung der Sowietwittschaft beireffen. Doch hat man hierbei in erster Linie diejenigen Reformen hervorgehoben, die sich auf das innere Leben und den inneren Verkehr der Republik beziehen. Weniger beachtet worden sind die für Deutschland besonders wichtigen Resormmaßnahmen des Außenhandels. Lkrsprünglich waren b.kann'.lich nur die offiziellen Vertreter der Dowjetrepu- Mit im Ausland« berechtigt, Einkäufe zu machen. Reuerdings hat aber der Oberste Wirtschafisrat auch den Kooperativen (Genossenschaften) und !v- gar privaten Unternehmern die Einkauf im Ausland gestattet. Diese bereits in der „(Sion. Shisn" vorn 4. Ottober 1921 veröffentlichte Verordnung gibt privaten Unternehmern, den Besitzern von nicht "nationalisierten Unternehmungen und den Pächtern staatlicher Unterneftmu gen das Recht, aus'dem Auslande Maschinen, Brennstoffe, Kler° düng Lebensmittel usw entsprechend dem 'Ve- darf ihrer Industrieunternel-men einzuführen. Die Kooperativen haben außerdem noch das Recht, Waren für Warenaustauschzwecke einzuführen Sie privaten Unternehmer haben weiterhin das Rtzcht, für den inneren Markt freigegebene Waren als Kompensation für die Einkünfte nach dem 2Urslande auszuführen." Das Außenhandels- kvmmissariat ubt nur eme Kontrolle über diele Auslandsgeschäfte aus. ähnlich wie das auch tn Teutschland Der Fall ist. Die Individualisierung und Kapitalisierung der russischen Wittschast scheint schneit im Fortschreiten b-griffen zu sein. In Moskau und ^Petersburg sind Handelsbörsen eröffnet, in Petersburg eine Handels'.ammer tns Leben gerufen worden. Durch die günstige Entwicklung in Rußland ist für Deutschland dte Möglichkeit gegeben, auch das Verhältnis zu den Randstaaten auf eine feste Basis zu stellen- denn die Randstaaten, insbesondere Estland und Lettland, sind auf das engste mit dem Schicksal der Sowjetrepublik verknüpst. Q3D<>flBXBX)CCCCCO holz iö= u. Brennholz znqeden. 5'0? Wie 0ef» le der Gletz. Anz. 333 sroöStxEtfltjuaocaj) U’MCÜM*' 1. 'et datier: :tot9 Soifer ^vrichKehr. Es hatte damit angefangen, daß das schon zerüttete Rervensystem des Kapitäns durch die Rachricht von Doktor Flodins S-lbstmord einen gewaltigen Stoß erlitten hatte. Dre Erzählung des 2Ipothekers von seiner letzten Unterredung mit dem Selbstmörder hatte auf den Kapitän unzweifelhaft einen ungemein statten Eindruck gemacht Die Aeußerung von dem Unglück das m einer verhängnisvollen Rächt herbei geschlichen und der Gerechtigkett einen Dolch ins Herz stoßen werde, hatte sich in seinem Hirn festgesetzt und da eine fixe Idee auSgebrütet, deren er Tu» tm wachen Zustand nicht bewußt war, die stch faber in der Rächt, während seines nervösen Schlafes, weiter entwickelte, und da er in seinen Traumen seinen eigenen unglücklichen Zustand mit oer traurigen Geschichte Doktor Flodrns ^durchein- anderbrack-te, befahl ihm diese fixe Idee, den Apotheker umzubtingen. Der Kapitän war von jeher Echlafwandlert In jener Schreckensnacht hatte iftn zu allererst ^toi’tTSir bJr Wunsch geleitet. " V verschaffen, da der Apotheker gedroht hatte eS ihm zu verweigern. Schlafwandelnd g.nq er^also Lch um sich iS Reizmittel zu holen. So waren auch vor dem Ei chruchsvettuch der berden Man oer die anderen Geräusche, dte der Apotheker gehört hatte, zu erilären. (Schluß folgt) Der^Kapitän war zu Anfang ein wenig 1 „Es ist l>eate^ nacht Wied« jemand in der - - - öen Schlaf ganz ab- Apotheke gewesen, berichtete T., der die ganze Kifte Gesicht des an-1 Zeit über alle Bewegungen des anderen scharf iwsS ASZL gdiwara« - 0278 Dackel i. V1 »jenstac, 0, S fjs. 11 Berliner Devisenmarkt. in Cannes. 1 Schweizer Franken Fl- = 18J.4Ü auf ! 31a EL 4öa findet bis auf weiteres 325c T'rtcssePÄ1 °"L" (,KI'=hen„,„.e9 \ □.b.Häuser , goessen jfgk NEUSTADT 56 u. RODHEIMER5TR.4CN| 0FßtfiflÖi?n jPhPt ’Mrt Ä> !S,c3” nemWttii v>±u.^. ÄiMtmnaftiirein ii.ore!»- SehUtzenairafle 12 Teleohon 1487 7.84 6.75 -,54 Erst prob’s, dann (ob’s! 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 100 7.1. 2,77 1.48 2,80 6,13 300,15 30,96 61,65 121,35 6,17 300,85 31,04 61,85 121,65 Kemteifen- Pulyer rnildemflüaeMem. d hinge, so freimütig dargelegt fet Der Hauptpunkt sei die Frage der Bedingungen, unter denen die Teilnahme Rutzlands erfolgen solle. ES sei daher noch zu früh, Lloyd Georges im Prinzip ausgezeichneten Vorschlag als bereits verwirklicht an- zufehen. Dem wic-tjchast.'ichen Wiederaufbau Europas habe bisher ein Regime in Rußland im Wege gestanden, daS auf den wir-tschqMchen R itn hinziele. Der Oberste Rat und die hinter ihm stehenden Rationen würden für vollständige Sicherheit sorgen müssen, bevor sie auf die Teilnahme RufstairdS an der geplanten Konferenz tollen konnten. Die .Morni '.gpvst" schreibt, cä erhebe sich sofort die Frage, ob i> gendwelä)e Garantien, die die Bolschewisten gäben, das Papier toert seien, auf das sie geschrieben sind. Die bolschewistischen Führer hätten ihre Taktik geändert, doch nicht ihre Ratur. Die neuen Ga- Gießener Strafkammer. G i e 6 e n. 6. Jan. 1922. 3n der Berufungsinstanz wurde gegen H. wegen Vergehens gegen das älrkunden- stempelgesetz verhandelt. Die Verhandlung drehte sich um die Frage, ob für jede einzelne Kinevorstellung eine besondere Stempelabgabe zu entrichten sei. Ziff. 4 der Tarifnummer 35 des Urkundenstempelgesetzes ist sehr unglücklich gefaßt. Obwohl hier durch einen Klammerzusah auf § 33a Der 'Gewerbeordnung hingewiefen wird, weicht der Inhalt von dem § 33 a der GO. erheblich ab; während es in § 33a GO. heißt »Schaustellungen von Personen." findet sich in dem ilrfun&en- stempelgrsetz nur das Wort »Schaustellungen". Das Schöffengericht vertrat den Standpunkt, die Erhebung der Stempelabgabe nach Ziff. 4 der Rr. 35 des älrk.-Stempcl-Def. habe den Tatbestand des § 33 a GO. zur Voraussetzung; eine Kinovorstellung sei keine »Schaustellung vcn Personen". Das Urteil erster Instanz lautete daher auf Freisprechung. Hiergegen verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Sie führte aus: In Zisf. 4 der Tarifnummer 35 des 41rk.-St.-G. fei nur die Rede von .Schaustellungen"; diese Bestimmung umfasse daher auch Kinovorstellungen; aber ab- aesehen davon fielen Kinovorstellungen auch unter den Begriff »Schaustellungen von Personen" insofern, als die musikalischen Darbietungen, die zu jeder Kinovorstellung gehörten und die mit dieser zusammen ein einheitliches Ganzes bildeten, durch körperliches Tätigwerden von Personen erfolgten. Die Strafkammer fchloh sich der Auffassung des ersten Urteils an und wies die Berufung der Staatsanwaltschaft zurück, indem sie insbesondere ausführte, datz die Musiker stets an verdeckter Stelle spielten und vom Publikum nicht gesehen werden könnten, man infolgedessen auch nicht von einer »Schau,tellung von Personen" sprechen forme. Der Diehwärter L B. aus Büdingen wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens nach § 176 Ziff. 3 StGB, zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt unter Anrechnung von einer Woche der erlittenen älntersucbunashaft. 3. F. aus Friesenhausen war vom Schöffengericht Schlitz wegen Betrugs zu 2 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil er mehrere Male angeblich für seinen Dienstherrn in einem Geschäft Zigaretten auf Borg geholt hatte. Seiner Berufung wurde insofern stattgegeben, als statt der 2 Tage Gefängnis auf eine Geldstrafe von 200 Mk., ersatzweise 2 Tage Gefängnis, erkannt wurde. Der Kutscher St K aus Holzhausen erhielt wegen Fahnenflucht und LI n t e r s ch l a - g u n g von Militärischen Bekleidungs- Rüden eine Gesamtstrafe von 4 Monaten und Fliijeteii- taseMier Freitags von 8 bis 1 Uhr fatt- Der Vorstand, -j- Brochleldende 4- ._Sie anfilen sich unnötig! Benützen Sie kein drückendes r>rder- ober nutzlose» (Mu "mibcmb mehr! bleie Ihnen das bciväbrteüe Band, das den Bruch von unten heraus zurückhält. „ 0. «.-Patent Dr.Winterhalter Mr. 304113 ohne Feder, kein Drücken mehr! sicher und unouf. lnUi