'iedenes srReise rück. lete, unm ’ükv. ii ble blauen Hit unflüldi ten.®erbk ie be Satte jinlurnd)flU' w« rÄ rv?H.c. I Gießen M BeenliB ff ll.S'P1 ' Anven- ■ellen'ieln- allltek. Sh Kݰ^ .auf I.Hvo. fleliirt).-' )iianlaaeg>. nae-rrrkn r von 22 bis cntiefflnnt- jeier neuen Im nlcldien fytrat. Un-ed. mit welche nu> ibi werben, 67H an den feinet erb. iie die neuen ofmnnn UL nibcini ailS- ene Sielei* mH dem ! be8 Be« al6nnwnbr 8:69 Ine ffitd. Inbelm.___ -„ibtelivi ü.etvU «»s bS forb^J^ Zrettag, 8. September 1922 172. Zahrgang Aaupt|d)rl|t(tlt (DOen. 'Ucrai er: '.'lug. rh. 'Hmuitmortlld) 'Politik: 9hiq. (Jlorli; Ur Die Haltung ^ugland^ London, 7. Sept. (1003.) Heute mittag hat in ber Downing Street unter dein Vorsitze (ich erörtert. ES verlautet, baf) oor einer Stabilisierung der Lage in Kleinasien eine nur geringe oder gar keine Intervention erfolgen kann, abgesehen von den, Schuh dec britischen Untertanen Ünb der Verhinderung von Metzeleien. itr hm übriaen > • 11 krnsi 'Ülumschein; s lir den Anzeigenteil: i'ymio 'Neck, | A nt 111 d) l ii <0 tehen. Nr. 2U Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit berSamstaqsbeUaqe: GiehenerFamilienblAtter Monatliche Vezuarvreise: Mk. 7b. - und Mi,, b.- Irägerlohn, durch dieDost Mit 75. -, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Kietzen. postfchedtonlo: Zranksurt a. M. 11688. Annahme von Anzeigen für die 1 aqesnuininer bl» zum Nachmittag voiher ohne jede Verbindltd;ltelt. vrei» für 1 mm Ifdhe |tit Anzeiqeii v 27 mm 'Breite örtlich 300'Pf., auttiudrte 400 'Pf.; für Ne 1,1 am«. A i> zetqe n van 70 nun Breit. 1'00'Pf. Bei'piah- vorfchrtft20 "/^ Aufschlag. settS schlof) fiel) den Forderungen TectlS an, wonach der Völkerbund sich mit den Hauptfragen der Stunde beschäftigen müsse, und wies auf den Ernst des ReparattonSproblemS und des Marksturzes hin. Zu Beginn der Sitzung sprach Ishji (Japan) seine Genugtuung über die Ergebnisse der Washingtoner Konferenz a iS. Paris, S. Sept. (WTB.) HavaS meldet aus Konstantinopel, nach den letzlen Berichten aus Angora te'ltebt die Stärke der kemalifli- schen Armee auS 350 000 OH a n n, von denen 200 000 an der jetzigen Offensive beteiligt sind, während diesen 150 000 Mann als Reserve folgen. Paris, 7. Sept. (WTB.) Havas melket auS Konstant nopel: Der hiesige sranzöslsche, englische und italienische Dragoman fonbe i der 'Regierung von Angora eillärt, das) Grte.l)en'and die Oi ä u - m u n g Kleinasiens unter der Vedtngung des Abschlusses eines sofortige n W a f f e n st i l l st a n d e s annehmen wtirc c, 3m Falle der Annahme würden die Parlameiitäre In der neutralen Zone zusammenkoinmen, um die OBcbingungcn sestzusetzen London, 7. Sept. (WV.) Reuter meldet weiter auS Smyrna von heute mittag; Die Lage tritt in ein kritisches Stadium ein. Oldrntral Vrock stellte der englifchen Zivilbevölkerung verschiedene Kauffahrteischiffe zur Okrfügung Die etwaige Einschiffung wird durch Zerstörer geschützt. Die Franzosen und Italiener landeten zum Schutze ihrer Untertanen OHavtnelrupien und riesen die männlichen Untertanen zum Dienst In Freikorps aus. Griechische Truppen auS Thrazien mb De- r.iselistische Offiziere sind eingeirsseno. Man hofft, baf) infolgedessen dem Vormarsch der türkischen Truppen Widerstand entgegengesetzt wird. Der türkische Vormarsch geht vorsichtig vonstatten. Mustapha Kemal Pascha erlief) einen Tagesbefehl an die Truppen, in dem er bekannt gibt, das) jedeBelästtgungvonEhristen mit dem Tode b e ft r a f f wird. Paris, 7. Sept. (WTD.) Olach einer Ha- vaSmeldung au« Adana wird au« Angora gemeldet, das) die griechischeSüdarmee von Iben keinalistischen Truppen in der Oegcnb von SaIihli umzingelt und, wie e« heitzt, nach Widerstand gefangen genommen worden sei. Polikessir und Sambirghi seien von den Kemalisten besetzt worben. Die türkisd-en Vorhuten befänden sich nur noch rund 4 0 Kilometer von Smyrna entfernt. Die grie- chtschen Verluste beziffert inan bisher auf 50 000 Mann, davon seien 15 000 gefangen genommen worden. Ueberraschende Wendung in bet Oberkasseler Morvsache. Verlin, 8. Sept. Der „Lokal-Anzeiger* gibt eine „TemPS"-Meldung au« Brüssel wtete-r, laut der die Untersuchung hreaen der Vorfälle (n Oberkassel ergeben hab-, das) der t n t auf- gefundene belgisch« Unteroffizier in völlig betrunkenem Z u sl a n d d c u beb 11 d) p ii Posten mit seinem Revolver erschossen und sich bann s e l b st getötet habe. Die belgische Regierung soll eine Erklärung vorbereiten, worin auch bei btulfdjen Regierung Genugtuung verschafft toerben soll. Der Reichspräsident bei den Marinemanövern. Flensburg, 7. Sept. (WTD.) Der Reichspräsident hatte an den Verbands- Übungen der Marine in der Ostsee am 5. und 6. September teilgenvmmen. Hierbei waren fämllld)« im Dienst befindlichen Seestreitkräfte der ReichSmarine zu gemeinsamen Manöver» zusammengezogen worden. Der Reichspräsident nahm dabei Einblick In den vielgestaltigen Dienst der Marine. Beim Verlassen deS LintenschifseS „Braun- schweig" drückte der Reichspräsident durch Funksprud) seine Freude über das bisher 0e- (etftete au-, wobei er der Vewihheil Ausdruck gab, das) die ONarine allch zu Ihrem Teil an dem Wlederanssiieg der deutschen Orepubllk Mitarbeiten werde. bitte N «spräche d. ö NeichSpriisidettte«. Flensburg, 7. Sept. (WTV.) Der Reichspräsident ist heute vormittag hier eingetroffen. Im OkathauS antwortete er auf die Vegrühung de« Oberbürgermeister« mit einer kurzen Ansprache, in welcher er u. rf. aufl- führte; . , Es sind nicht die Güter wirtschastlid>en Lebens allein, die burd) den Machtspruch des Versailler 03ertrage« über die Rordmark In Rot gekommen sind, auch dem deutschen Volkstum und der deutschen Kultur sind hier sd)were Wunden geschlagen und brobenbe Gefahr entstanden: Deutsch.' 03olkSgenossen sind wider ihren Willen und trotz ihrer Proteste von u n S a b g e t r e n n t worden, und auch jetzt nnd) wird in den deutsd) gcbliebenen Teilen Schleswigs Imme wieder poli- llfd)c Beunruhigung hineingetragen, ble das VolkSbewuhtsein und den Gemelnsd-astSgeist mancher OKwohner diese« Lande« gefährdet. Wir wollen e« al« unsere gemeinsame Ausgabe an- sehen, mit den geistigen Waffen einer ziel- betnuf)ten kulturellen Deutschtum s- pflege allen Versuchungen und Verlorkungen enlgegenzutrelen. Wir wollen in opferbereiter Arbeit die Jahrhunderte alte deutsche Kultur diese« iianbe« erhalten und wo e« not tut, festigen. Die besten Grundlagen unsere« Hoffens auf wirtschaftlichen und geistigen Wiederaufbau sind die groben Mächte der Heimat«- treue und Vaterlandsliebe Unvergessen wird dem ganzen deutschen Volke da« gewaltige Treubekenntnis zum Reiche sein, da« Schleswig in seinen Abstimmungslagen abgelegt hat und unS auf« neue mit diesem Grenzland im Gefühl fefljtr Zusammengehörigkeit eint. In ihrer Heimattreue feft/)u halten an diesem deutschen Doben und in diesem unseren Bewußtsein unlösbaren Zusammenhalten« mit der Rordmark ist un« die Zuversicht gegeben, das) wir die OI6te ber Gegenwart überwinden und den Weg in eine glücklichere Zeit un« bahnen. Der gusammenbruch Griechenlands. Während der Völkerbund in Genf seine angebliche Friedensmission durch schöne Reden erfüllt, hat ber blutige Krieg ber Griechen unb Türken im Südostzipfel Europas seinen dramatischen Höhepunkt erreicht. Der Rückzug der Truppen Konstantin« vor den nationaltürlischen Scha- ren Kemals bedeutet nicht eine jener ivechselnden Schlappen in dem nun schon zweijährigen Olingen, sondern den Zusammenbruch de« griechischen Secve« unb die Katastrophe de« Griechentums in Kleinasien. Die erste unb zweite Armee der Griechen soll sich zwar unter groben OHate- rialverlusten geixt tot haben, unb nach ben letzten Depeschen aus Athen vereinigt sich da« griechische 1 Armeekorps mit ber griechischen Hauptmacht, um da« Schlachtenglück noch einmal zu versuchen, aber Infolge der Einnahme von Vrussa durch die Türken wird die Lage ber griechischen Olorbannce verzweifelt, unb ber Rückzug ber Griechen artet, wie man hört, bereits In tollbe Flucht au«. Die mabgebenben Mächte, d. h ble führenben Rationen des D ö l k e r b u n be « , Englanb unb Frankreich, halten ben Zeitpunkt für gekommen, ben Kleinen bas Schäbelspallen zu verbieten, nachdem sie diese unfriedltche Tätigkeit lange genug geduldet und heimlich unterstützt haben. Die Griechen mubten offiziell um Vermittlung eines Waffenstillstandes bitten. Die englische Regierung beeilte sich, die Anregung nad) Pari« weiterzugeben. In Paris befürchtet man bereit«, baf) der begönnerte Sieger Kemal sich nad) Erledigung der Griechen, d. h. nach Eroberung von Smyrna, gegen Syrden, ble franzö fische Clnslub- sphäre, wenden könnte. Prompt erging die fran- zösisd)e Antwort an das Forelgn Office, baf) man nun zur Regelung ber Fragen be« nahen Orients bereit sei. In England mubte Lloyd George feinen Urlaub von neuem unterbrechen, um am Donnerstag einem KablnettSrat vorzusitzen, der sich mit der Beendigung des türkisch-griechischen Kriege« befassen soll. Okillanlflerung Europas macht überall Fortschritte. Wels) man In Genf lein Heilmittel? Der flricd)ifd)f Oberbefehlshaber flcfniiflcn ßcnoiiiiiu-ii X London, 7. Sept. (WTV.) Reuter meldet au« Konstantinopel z»i der Olachrlcht, baf) ber griechische Oberbefehlshaber Trl - kupts, fein Stab und e i n Korpskommandant gefangen genommen worden seien, man halte es für möglich, das) sie in die Hände von türkischen Irregulären gefallen seien. Eine weitere Oleutermeldung aus Konstantinopel besagt, au« Angora werde berichtet, Trtkupis und bcrfd>lebcnc andere griechische Generale seien am 2. September abends von den türktsd)en Truppen gelangen genommen und nach dem Hauptguartier der kemallpischen Sirelt- träfte gebracht worden, wo sie sich als Gäste Mustapha Kemal Vasd-as befänden. Olach der Besetzung von Oedemisd) rückte ein türkisches Kavalleriekorps in ber Richtung nach Smyrna vor. Die Ldiwierigkeiten der deutsdi'belgischett Berhaiidluttgen. 'Berlin, 8. Sept Wie die Blätter mlttellen, hat der gestrige Tag in den deutsch-belgls6)en Verhandlungen betrcffeitb die Gaia ulten für die Schatzwechsel keinen weiteren Fortschritt aebracht. Rach einer Information de« „B. T.' soll von deutscher Seite der Vorschlag gemacht wordei, sein, ble Garantie für die Einlösung der Sd)atz- sd)eine durch ein Konsortium übernehmen zu lassen. Wie ber belgische Delegierte Bemelman belglsd-en Presseverli etern gegenüber erklärte, sei jedoch dieser Vorschlag von ben Belgiern ab- gelehnt worden. Okmelman habe sich weniger optlmistlsd) als gestern auSgesprod-en und e« für wahrscheinlich gehalten, bab die Unterhandlungen länger dauern würden, al« er ursprünglich vor- auSgesehen f>abe DaS längere Hin ziehen der Verhandlungen wird von dem „V T daraus zuimk' geführt, das) sich die Besprechungen entgegen Den anfänglichen Dispositionen au] die Deckung der ganzen in diesem Jahre noch fälligen Reparationsschuld in Höhe hon 240 Millionen Gold- mark beziehen. Otech einer weiteren Mitteilung de« Blatte« sind In ber Rachmltwgssltzung zu den Lloyd Georges ein KablnettSrat stattgefunden, an welchem mit Ausnahme von Balfour und Fisher, die sich In Genf befinden, alle Minister teilgenommen haben. Dei «KablnettSrat befd)äftlgte sich mit der letzten Rote Poin- c a r 6«, auf welche, wie die Blätter melden, wahrscheinlicy eine Antwort erteilt wird. Auber- dem wurde ble türtlfd)-grled)ifd)-e Frage ernft- Verhandlungen auch bcrtwrragenbi* Otevtreter her bentscheu Industrie, unter ihnen Hugo D 1 inne « und Generaldirektor Enno, hinzugezogen worben, um an den Beratungen der Frage leilzii- nehmen, ob und unter welchen Bedingungen eS möglich sei, ble beut sehe Industrie bei ber Lösung des Garantleprobiems heixinzuzlehen. Der tycrtvnfl Ttittttr^ Vttbcrsac. Paria, 7. Sept. (Wolfs.) 311 einer Unterredung über das Abkommen, das er mit Öl In ne« unterzeichnet hat, erklärte de Lu- bersac, das) das Olbkommen von Wiesbaden nnd Berlin vom 3. Juni 1922 jedem Bewohner der zerstörten Gebiete das Recht gibt, mit der deutschen Industrie in Verbindung zu treten die französische Regierung fei bereit, zu gestalten, das) die Kohleniieferungen In Form i>i>n ,|ef1 onen an "ic „i onfi ■ fl6u6raie des cooperativeS" gemacht werden, bei der es dann liegen würde, die erhaltenen Kohlen U) eher adzutieten. Der beiaienl e Aus- schuh erklärte sich mit dem neuen Abkommen befriedigt. 3n bezug auf die Materiallieferungen rechnen wir damit, von Deutschland nächstens Lieferungen von 1 500 000 Kubikmeter Holz für den Wiederaufbau zu erhallen. Man must den erfolgten , । iailieferungen p- viel wie möglich ble deutsche Arbeitskraft einverleiben. Die fünf- prozentige Provision, die von der deutschen Industrie gefordert werde, sei In den Preis mit einbegriffen und es wurde abgemaci)!, baf) die verlangten Preife niedriger ober doch ebenso hoch find, wie die der sranzösischen Konkur- ceng be i erklärte, bflfi tlnn ■ bst feste Absicht habe, die Klauseln des Vertrages streng durchzuführen, sonst hätte er den Vertrag nicht unterzeichnet. Bayern und das Neich. München, 7. Sept. (WTB.) Unter her Ueberschrlsl ..Besinnung" bringt die ,.B aHerl s ch e S t a a t S z e 11 u n g" an der Spitze ihrer heutigen Ausgabe einen Artikel, In welchem eS u. a helfit: Von neuem laufen Gerüchte um, bafl demnäd)st der Versuch gemacht werden soll, eine Umgestaltung der gegenwärtigen Reglerimg auf einem Wege, der dem Gesetz unb der Verfassung zuwlberläuft, vorzlinehmen. DaS Quält weist darauf bin, in welch unverantwortliche» Welse sich die Kreise, die sich mit solchen Absichten tragen, mögen sie rechts oder links stehen, am Wohle ber VolkSgesamtheil versündigen DaS Blatt sagt weiter. Rur politische Unfähigkeit vermag zu glauben, das) durch einen Wechsel der leitenden Stellen der Olcgterung oder wohl gar der Regierungsforrn ble OterhältNisse geändert oder gemeistert werben können. Defv letzt wurden, die inS Krankenhauö gebracht wurden. Bei dem hieraus entstehenden Hcuid- gemenge wurden die Demonstranten zerstreut, so das) bald wieder Ruhe etnkehrte. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittag«: Berlin 1375, Frankfurt a. M. 1375 H0O GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vrvck imd Verlag: vrühl'fchc Nniv.-Vuch- und Steinöruckerei N. Lange. Schristleitung, Geschästrstelle nnd vruckerei: Zchnlstraste 7. Schllehllch ist die nachgerade unerträglich gewordene Lage Im nahen Orient nur durch den englisch-französischen Zwiespalt verschuldet. Der Vertrag von S -vres war unhaltbar und dieAUilerten erklärten sich terelt, denTür- fen die bessere Hälfte der den Griechen grotzmütig gemachten .Geschenke", nämlich. Smyrna und den gröberen Teil von Thrazien wieder zursrckzu- erftatten. Damit waren wiederum die ®rled)cn nicht einverstanden, und während noch die Vorbereitungen zur Orientkonferenz Im Gange waren, versuchten die Griechen Ihren Handstreich auf Konstantinopel In S)ene zu setzen, der aber auf den Emspr-uch Frankreichs ft leb und letzten Ende« aud) auf den Englands, das doch einige Scheu vor dem Erwachen des muselmanischen Furors hatte und hat England bediente sich bisher Gried)enlands, um ble türkische Macht zu schwächen. Frankreid) stützte sich auf die Regierung von Angora, um besser seine Zwecke In Kleinasien versolgen zu können. Beide Mächte behaupten unaushörlid), fein andere« Interesse al« den Frieden zu haben. Aber keine von ihnen wollte bis jetzt irgendeinen stärkeren Einslub auf ihre öcfolgnatlon aus- üben, um diesen Frieden wirklich Herzustelten. Schon im vorigen Jahre arbeiteten die Alliierten mit grober Mühe ein Friedensprogramm aus. Grlecyenland nahm es nur widerwillig und mit Einschränkungen an. Die Angoraregierung, die einzige wirklid-e Otlad)t In der ehemaligen Türkei, ging überhaupt nicht daraus ein. Griechenland ist unterdessen durch die dauernden Rüstungen wirtschaftlich in eine äußerst schlimme Lage geraten. Der kriegerische Enthusiasmus der athenischen Jugend tauschte nicht darüber hinweg, das) die ganze kriegerische Ration schon vor der jetzigen Riederlage keinen sehnlicheren Wunsch hegte, als die Beenoigung be« Krieges Dn Deutschland bedauert man es aufrichtig, bab eS ben Griechen jetzt so schlecht geht. Wir haben nichts gegen ble Griechen, am wenigsten gegen ihren Walteren und charaktervollen König Der Bil- dungsburst ber Hellenen, ble Grobzüglgteli ihrer sührenben Kreise in der Grünbung unb Beschenkung von Hochschulen, enblich die lanbwirtschaft- liche, getoer ch ___~... , . I Allgemein herrsche 6ie Ansicht vor, bab ble 8man bnur Mn* %:leßn Alliierten ble Ereignisse abwarten mühten, tanb hoch gewertet, wo man nur ourcy l die Forderungei, im nahen Orient ko auherorbentllch verschlungen trat für das Mitbestimmungsrecht ber unb wanbelbar, bab ber Gegner zugte'^ auJ saarlänbischen Bevölkerung bei ber 'Wayl be« trger.belnem verwickelten Umtoege ein örcuno saarlänbischen Mitgllebes der ReglerungSkommls- sein kann und umgekehrt. So spielt z. P- PaF10 slon ein unb beantragte Prüfung der Lage ber ben Freistaat von Angora nicht nur gegen Die I deutschen Minberheiten In Polen. Motta feiner» Griechen, sonbem auch gegen ble Italiener aus. ■ ....... - - - Englanb beschützt ble Griechen, fühlt sich aber daburch nicht' im mtnbeften gehinbert, Handel mit Anatolien zu treiben unb Otertreter in Angora zu unterhalten. Die Italiener stehen schon wegen ber zwölf Inseln Im Sübwesten von Anatolien in idjarfem Gegensatz zu ben Griechen, benn ble Bevölkerung blefer Inseln Ist griechisch, die Staatszugehörigkeit Italienisch. Man sieht, bie 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) N > tver anal für an Beteiligung die 14. ordentl. sammlung des Fulda—La hochwichtiges hoffentlich in wird. Bienenzucht in ganz Oberhessen Unternehmen begonnen, das sich den kommenden Jahren bewähren Hessen-Nassau. Stegen, 6. Sept. Die Leitung der vom 15. bis 24. September stattfindenden Sieger- länder Ausstellung hat der Deutschen Kolonial -i!olonialgesellschaft, Abt. Siegen, ent- gegenkommenöerweise Gelegenheit gegeben zur Ausstellung ethnographischer Gegenstände usw. aus unseren deutschen Ko - Die westeuropäische Zeit im besetzten Gebiet. 3n der Nacht zum 8. Oktober 1922 wird die Eisenbahnen im besetzten Gebiet Stelle der jetzigen mit der m i t - * 5 vtuderi umdschrei Deutschen weigerte Äudenter über Z5’ Dvrstanlx W übergc «ntrnscho Tau-lgcsc h Chai Derimer Hauptversammlung des Fulda—Lahn-Kanal- vereins. ][ Q2Z a r 6u r g, 7. Sept. 3m groben Sitzungssaals des Rathauses tagte heule unter zahlreicher Tu * 3 Diebe Verein s Diegenei spiel der ff 8e| technisch den Ein, Schöffengericht. Giehen, 7. Sept. Ein mehrfach vorbestrafter Arbeiter von hier entwendete im April d. I. aus einem verschlossenen städt. Lagerplatz drei gußeiserne Straben- rinnen, die er später trotz inzwischen erfolgter Beschlagnahme durch die Kriminalpolizei an einen Allhändler weiterverkaufte. Weiter entwendete er feinem früheren Arbeitgeber ein Hemd und Aus Stadt und Land. ©leben, den 8. Sept. 1922. Wichtig für 'Vertriebene aus Posen, Oberschlesien, Oft- und Weftpreuffen. Die Frist zur Anmeldung von Ver- drängungsschäden ist bis zum 31. Dezember 1922 verlängert. Um eine fachgemäbe Beratung der Vertriebenen zu bewerkstelligen, ist es geboten, nicht erst bis zum Fristablauf mit der Einreichung des Schadensantrages zu warten. Es wird seitens der Flüchtlinge irrtümlich angenommen. dah nach Einreichung des Schadensfalles Vorschüsse oder Darle^n usw. gezahlt werden können. Zur Aufklärung sei dagegen bekanntgegeben, dah nach Ginlauf des Schadensantroges bei der Vorprüfungsstelle erst geprüft werden muh, ob die im Antrag gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen bzw. richtig sind. Es müssen Beweiserhebungen, Vernehmung von Zeugen in manchen Fällen, vorgenommen werden usw. Erst dann kann ein Urteil abgegeben werden, ob ein Verdrängungsschaden vorliegt und kann Antragsteller evtl, ein Darlehen auf seinen angemeldeten Schaden haben. Da alle die angeführten Dinge Zeit in Anspruch nehmen und die Schadensanträge nach der Reihenfolge des Eingangs behandelt werden, ist es, wie gesagt, erforderlich, nicht erst den Ablauf der Meldefrist abzuwarten. teleuropäischen Zeit, übereinstimmenden westeuropäischen Sommerzeit die eine Stunde später liegende w e st - europäische Zeit (W. E. Z.) wieder eingeführt. Die Eisenbahnuhren werden daher im besetzten Gebiet in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober 1922 von 12 Uhr auf 11 Uhr zurückgestellt. Die Stunde von 11 Uhr bis 12 Uhr nachts erscheint demnach doppelt. Für das bürgerliche Leben bleibt die mittel- * 6 ist eine i anders ®enm ! Srtebigt i «Wit heimlet« Bacilsfempel Roman von Margarete v. Oerhen- F ü n f g e l d. fpd. Frankfurt a. M., 7. Sept. Dom nächsten Montag ab wird der Preis für ein 1500 Gramm schweres Brot von 27 auf 34 Mk. erhöht, der Preis für ein 50-Gramm-Weihbrötchen von .1,25 auf 1.50 Mk. und ein 100-Gramm- Brötchen auf 3.00 Mk. festgesetzt. Für Anfang Oktober ist mit der Wahrscheinlichkeit einer wetteren hundertprozentigen Erhöhung zu rechnen. — Bei den am Mittwoch stattgefundenen Verhandlungen zw schen Arbeitgebern und Arbeitnehmern der FrankfurterWetallindustrie konnte über die Septemberlöhne eine Einigung nicht erzielt werden. Am Freitag wird der Schlichtungsausschuh die Angelegenheit entscheiden. Absatz-Genossenschaft Wetterauer Bienenzüchter gegründet wurde. Da die Zuckerbeli^erung in diesem Jahre gänzlich versagte, sowie auch der Honigmarkt bei den stets steigenden Preisen sehr unsicher war, hofft man durch die einstimmig erfolgte Gründung Oer Genossenschaft für die Zuluft Abhilfe zu schaffen. Oberkontrolleur Lehr von der Zentralstelle der landwirtschaftlichen Genossenschaft in Friedberg legte die Vorteile einer 3mkergenossenschaft auseinander und zerstreute in der Aussprache manche Zweifel. Damit auch Bienenzüchter anderer Imkervereine sich die Vorteile der gegründeten Genossenschaft zu eigen machen können, wurde das Recht der Mitgliedschaft auf alle Bienenzüchter der Provinz Oberbesse n, soweit sie einem Blenenzüchterverein angehören, ausgedehnt. Mit dieser Gründung hat der Wetterauer Blenenzüchterverein unter seinem rührigen Vorsitzenden, Lehrer R u n k, ein zur Förderung der verband Wiesbaden 100 000 Mk. gegeben. KassÄ steht noch aus. Es sei deshalb dringend erforderlich, für weitere Mittel zu sorgen, sonst würde die Linie ausgeschaltet. Direktor D a n s a -Limburg hielt anschließend einen Vortrag über „Die Kanalverbindung Frankfurt—Kassel—Bremen". Er schilderte zunächst den Lauf, den der Kanal F r a n k f u r t—G i e h e n nehmen soll. Die ganze Länge beträgt, geographisch gemessen, 58 Kilometer. Es kommen insbesondere der K l e e b a ch und die Wetter in Frage. Rach der Geheimrat Contaschen Berechnung stellten sich die Vorkriegskosten der Strecke Frankfurt—Giehen auf 61500 000 Mk. und die Gesamtkvsten der 214 Kilometer mit dem Abzweig über Wetzlar auf 153 Millionen Mark, das seien a/3 Millionen pro Kilometer. Von den Projekten der Kanalverbindung der Weser mit dem Main verdiene dasjenige der Lahn nach den Lympherschen Berechnungen in jeder Hinsicht, besonders mit Rücksicht auf die Bodenschätze, die Devölkerungsdich- tigkeit usw. entschieden den Vorzug. Selbstredend müsse die Finanzierung nicht alleick" durch die Schiffahrt, sondern auch durch die Gewinnung von Wasserkräften unterstützt werden. An die Ausführungen, in denen auch die Projekte der Wasserstraßen von Süddeutschland nach Nord- deutschland gestreift wurden, schloß sich eine rege Aussprache. Man erledigte dann noch einige geschäftliche Angelegenheiten und beschlvh, den wetteren Ausschuh auf etwa 150 Mitglieder aus allen Kreisen und den engeren Ausschuß auf 15 Mitglieder zu verstärken. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Kassel gewählt. vz 1 Deg IX»J ferne I« heb ver^ fen dc Ein dete^ eine K' ®aina er 5 $ De mittet strafe ein A 3,50 2# KäM ■ 300 Weg tonn-tissai mann « 200 Dl leisten Verurteil Ein Selbst Konirvlll verlaust von fr * Vor gels aui Datuifia 6in Manöver 200 Ml M hier ein einem 21 Mark 3n Ein WWHr eine Ge Eine eheliches, mit der chtoaqe Kitte. 21 chleudert Beinchen dell inert Minuten wurde 31 urteilt. atmet sie hoch auf: Es ist nicht Spiel! Tiefgründiger Ernst ist's! „Lilh." murmelte er immerfort, _Lilh!" „Ich muh gehen." „Wann — morgen?“ „Um diese Zeit — im Park — wie Sie mich damals vergeblich warten liehen —" „O, ich Narr!“ Ihre trockenen Lippen fiebern. Sie küssen sich nicht. Das Kinderhaste trt beiden ist noch zu machtvoll. Lilh ist fort Heinz beiht sich die geballte Faust wund vor lauter Glückseligkeit Dies Kind! Dies wundervolle Kind! * Der Geheimrat wunderte sich nicht, daß die Fertigstellung von Lilhs Toiletten gar so lange 3eit in Anspruch nahm, und dah die Anproben — besonders in den späten Rachmittagsstunden — sich oft bis zum Abend ausdehnten. Lilh schien ganz voll davon, wie „entzückend" die Krauhmann arbeite, ihr ganzes Wesen tänzelte gleichsam heiter auf der Oberfläche dahin. Doch nicht mit der duftigen Leichtigkeit eines Schmetterlings — mit dem lockenden Flackern eines Irrlichts. — — Und einmal nahm Heinz Güldewin ihre Hand, umschloh fest die feinen Finger und fragte ohne jede Einleitung: „Warum hast du mir damals ®rieben? Warum bist du zu mir gekommen? zog dich gerade zu mir hin?" Sie lächelte, er konnte es mehr hören als sehen, denn im Park lastete das Dunkel. Und sie antwortete: „Wer kennt seine Beweggründe? Sie sind dunkel wie dieser Garten — warum zu dir? Weih ich's?" „LUh, du zitterst ja!" Da warf sie den Kopf zurück und sagte ehrlich: „Das Theater war's! Wir kennen es nicht — und kennen euch nicht — aber es ist ein steter Trieb in uns nach seinen Rätseln — und dann . . . du bist mir immer unter den Händen fortgeglitten . . . ich dir nach — ja, gerade dir! Warum, weih ich selbst nicht! Alles, was geschehen ist, geschah ohne meinen bestimmten Willen unter einem Zwang, den ich nicht begreife — Heinz, wenn du später einmal meinen Namen in dein Lebensbuch vermerkst, so schreibe; Lilh, die Nachtwandlerin!" .Später einmal!" wiederholte er traurig. (Fortsetzung folgt j europäische Zeit bestehen". Die Wiedereinführung der roeusteurvpäischen Zeit für die Eisenbahn ist somit eine betriebstechnische Maßnahme, die zwar in den zu veröffentlichenden Fahrplänen äußerlich zum Ausdruck kommt, durch die aber das Berkehrsleben im Nahverkehr im allgemeinen nicht berührt wird. • * Amtliche Personalnachrichten. Zu Obersteuersekretären wurden ernannt: die Steuerpraktikanten Jakob Müller und Hans R e i b o l d, beide beim Landesfinanzamt Darmstadt, Friedrich Eugen Grüll zu Vilbel (Finanzkasse), Konrad Hillesheimer zu Mainz (Finanzamt I), Johann Adam Kerz zu Mainz (Finanzamt III), Heinrich Naumann zu Offenbach (Finanzkasse), Karl Ruppel zu Worms (Finanzamt Stadt), Georg Schnellbächer zu Worms (Finanzamt Land), Ernst.Schmitt zu Hungen (Finanzamt). — Am 31. März 1922 wurde der VermessungspraktiLrnt Peter Andres zu Darmstadt vom 1. April 1922 ab zum Obervermessungssekretär und der Finanzpraktikant Jakob Muth aus Crainfeld vom 1. Npril 1922 ab zum Verwaltungsobersekretär bei, dem Hessischen Landestheater zu Darmstadt ernannt. Am gleichen Tage wurde der Frhrl. »pn Rabenausche Forstwart der Frhrl. Forst- Wartei Londorf, Oberförsterei Rabenau, Ludwig W i h n e r zu Londorf unter der Amtsbezeichnung „Forster" vom 1. Oktober 1921 ab in den Staats- Äensl übernommen. ** Soziale Hilfsmaßnahmen für Kleinrentner, Minderbemittelte usw., denen man den Lebensunterhalt im kommenden Winter erleichtern,will, werden zur Zeit von der Stadtverwaltung vorbereitet. Entsprechende Vorlagen sollen der nächsten Stadtverordnetensitzung zur-Genehmigung unterbreitet werden. ** Staatliche Unterstützung von Krippen. Zur Unterstützung bestehender Krippen, Kleinkinderschulen (Kindergärten) und Horte können aus Staatsmitteln Zuwendungen gemacht werden. Ebenso besteht bei der Schaffung neuer Anstalten dieser Art die Möglichkeit einer staatlichen Beihilfe. Anträge sind durch die Bürgermeistereien dem Kreisamt bis zum 25. d. Mts. einzureichen. **. Gegen das Aufkäufen von Waren durch Ausländer hat das Ministerium des Innern die strengste Handhabung der für die Ausländer geltenden Pah- und Mcldebestimmungen angCoronet. Unter Hinweis auf diese Anordnung hat das Kreisamt die Ortspolizeibehörden der Landgemeinden und die Gendarmerie des Kreises angewiesen, die ministerielle Anordnung strengstens durchzuführen. Alle Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. Lbisländer, die sich nicht im Besitz ordnungsmäßiger Ausweispapiere befinden, sollen i>em Kreisamt zwecks Durchführung des Auswei - sungsverfahrens vorgeführt werden. Das Kreisamt fügt seiner an die Polizeibehörden gerichteten öffentlichen Bekanntmachung die folgende beherzigenswerte Mahnung an das Publikum an: „Es wird nicht ausbleiben, daß bei Ausübung der hiernach erforderlichen Kontrolle an Bahnhöfen, auf Straßen oder an sonstigen öffentlichen Orten gelegentlich auch einmal Inländer oder im Besitze gehöriger Pässe befindliche Ausländer durch die Polizei angehalten werden. Es darf aber angenommen werden, daß die Bevölterung lm allgemeinen die Notwendigkeit genauer Kontrolle anerkennen und im Interesse der Sache unvermeidliche Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen wird." ** Fluggebühr für Post nach Rußland. Infolge bedeutender Erhöhung der Betriebskosten bei der Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft werden die Zuschläge für Flugpostsendungen nach Rußland, die neben den gewöhnlichen Auslandsgebühren erhoben werden, vom 10. September an auf 25 Mark für Postkarten und für jede 20 Gramm eines Briefes festgesetzt. Es kosten also dann eine Flugpostkarte nach Rußland 3.50 Mk. gewöhnliche Gebühr + 25 Mk. Zuschlag, zusammen 28.50 Mk., ein Brief bis 20 Gramm 6 Mk. -s- 25 Mk., zusammen 31 Mk., ein Brief über 20 bis 40 Gramm 9 Mk. 4- 50 Mk., zusammen 59 Mk., ein Brief über 40 bis 60 Gramm 12 Mk. + 75 Mk., zusammen 87 Mk., u. s. f. "* Astoria-Lichtspiele. In beiden Tellen des seit gestern laufenden Programms spiell der Humor eine Hauptrolle. Wenn auch der Film „Maciste und die Javanerin" eine abenteuer- und spannungsreiche Derfolgungsge- schichte darstellt, so ist doch mit jeder Situation ein solches Maß von Komik verbunden, dah auch hier die Heiterkeitsausbrüche nicht selten sind, die dann in dem nachfolgenden Film „Fatty in der Garage" fast ununterbrochen anhalten. Landkreis Gießen. gck. Grohen-Bufeck. 7. Sept. Am nächsten Sonntag findet hier der Verbandstag der freiwilligen Feuerwehren desKreises Giehen statt. Nach den bisher vorliegenden Anmeldungen darf mit einer großen Beteiligung der auswärtigen Wehren gerechnet werden. Da das seitherige Spritzenhaus den gestellten Anforderungen nicht mehr genügte, hat die Gemeinde in der sog. Schulfcheuer einen Raum Zur Aufstellung der Geräte sehr zweckmäßig Herstellen lassen. Nach Erledigung der Tagesordnung ist für 1 Uhr ein Drandangriff vorgesehen. Hierauf soll ein Festzug veranstaltet werden, an dem sich zur Ehrung der gemeinnützigen Wehren die übrigen Vereine des Dorfes beteiligen werden. Bei der darauf stattfindenden festlichen Veranstaltung haben auch die vier Gesangvereine ihre Mitwirkung zugefagt. Kreis Friedberg. am. Friedberg, 7. Sept. Der Wetterauer Dienenzüchterverein hielt gestern im Ratskeller eine außerordentliche Hauptversammlung ab, in der eine Einkaufs- und nieru Die Ausstellungsgegenstände sind von Herren des Kreises Siegen zur Verfügung gestellt. Sie dürften, insbesondere die reichhaltig« Trophäen- und Waffensammlung, Interesse für jeden Hervorrufen. Der hiesigen Abteilung ist es gelungen, den bekannten Afrikaforscher Schom- bürgt zu gewinnen, der an drei Ausstellungstagen hervorragende Lichtbilder aus unseren ehemaligen Ueberfeegebieten zeigen wird. Mit der Ausstellung ist auch eine große Sonderausstellung der Siegerländer Industrie verbunden, die einen breiten Raum in der gewaltigen Industrie- und Gewerbehalle einnehmen wird. Dem Besucher der Ausstellung werden die Leistungen der weitverzweigten Siegerländer Industrie vom Rohstoff bis zu den mannigfachsten Fertigerzeugnissen vor Augen geführt werden. Auch die Schwerindustrie wird vertreten fein. Der Raum, den diese Abteilung einnimmt, wird einheitlich hergerichtet werden und sicher ein Hauptanziehungspunkt des ganzen Unternehmens werden. „Du befindest dich in einer Uebergangszeit. Da eignet man sich so ganz falsche Anschauungen vom Leben an. Eine gewisse Romantik greift Platz. Man wird — man wird — ein bißchen überspannt. Ja, wie soll ich nur gleich sagen? Man begeht törichte Handlungen, für die man nicht verantwortlich zu machen ist — da ist es oft ausgezeichnet, andere Menschen, andere Verhältnisse kennen zu lernen. Da regelt sich das alles ganz von selbst. Neue Eindrücke finb die besten Heilfaktoren bei etwas angekränkelter Phantasie. Tante Kordula ist beliebt bei Hofe Der Britzer Hof, selbst klein — aber entzückend — mit anderen Worten: Ich habe dich für nächste Woche bei Tante Kordula angemeldet. Die Herzogin soll sich schon des öfteren sehr gnädig nach dir erkundigt haben." Der Geheimrat schwieg und blickte in seine Tasse. Gr wollte es seiner Tochter ersparen, vor ihm zu erröten. Doch Llly errötete nicht. Sie hatte schon so viel gelernt von ihrer auf Form gestimmten Umgebung, dah sie jeden Zug, jeden Blutstropfen in ihrer Gewalt hatte — so lange sie sich in dieser Umgebung befand. Ihr erster und einziger Gedanke war: Er weiß alles! Ein guter Freund muh den Spion gespielt haben. „Wie du befiehlst. Papa," sagte sie gleichmütig. „Da werd' ich mir wohl ein paar neue Toiletten machen lassen müssen." Gr blickte auf, verwundert und befriebigt. Sie schien sich das nicht besonders zu Herzen za nehmen. „Es wird ja lehr einsam werden für mich," sagte er wärmer. „Llch, Papa —“ hier lächelte fte mit gutmütigem Spott — „ob du deine Tasse Kaffee allein hier trinkst, oder ob ich dabei die gedrehten Fühe dieses Douleiisches bewundere —" Er war hellhörig für den Vorwurf. „Du muht unter Jagend. Ich bin ein alter Wann, Llly — war schon alt, als du geboren wurdest — und deine Mutter nahm den letzten Rest meiner Jugend mit — es war verkehrt, dich so allein für mich behalten zu wollen!" „Ach, Jugend! Was am Ho? von Britz schon grob Jugend ist! Lauter untertänigste and ge- hvrsamste Jugend — das ist gar keine, Papa —“ sie lächelte wieder. „Dah ich so eine schreckliche Demokratin bin, weiht du wohl gar nicht? Es ist jetzt Mode so. Papa: nächstens fliege ich auch noch aus lauter Verzweiflung! Bei Hofe werd' ich mich nicht jünger fühlen als bei dir." Der Geheimrat überhörte geflissentlich Lilhs Ton. Er zog die Brauen hoch und sah nach seiner Uhr. Für Lilh das Zeichen, aufzuspringen und den Diener zu klingeln. „Es ist also abgemacht," sprach der Geheimrat freundlich. „Triff deine Anordnungen. Du weiht, was du für Britz brauchst. Ich wünsche, dah du mit allem tadellos vorgesehen bist." „Danke, Papa. Kann ich den Wagen haben? Ich fahre dann gleich nachher zur Krauhmann. Auf Wiedersehen, Papa!" Er fußte ihre Stirn, sie streifte seine Wange mit ihren Lippen. Die kühlen, dunllen Räume des Hauses in der Marzellenstrahe lagen in Grabesschweigen; die schweren Vorhänge fanfien in reichen Falten über bie Perser-Teppiche, deren Muster so traurig über die weiten Flächen liefen, halb verwischt — tote von den Tränen der dunklen Frauen, die sie geknüpft hatten. Das Silber auf den pompösen Büffets glänzte kaum. Die Blätter der Fächerpalmen am Fenster rührten sich nicht, starr und gespreizt strectten sie ihre spitzen Finger in die ruhende Lust Lilh sprang in den Wagen, ihr schwarzer Hut wippte, am Jackett trug sie einen ganzen Busch von weihem Flieder. „Zur Krauhmann!" Vor dem Modesalon raschelte sie aus dem Wagen wie ein schönes, schillerndes Reptil. „Es kann hier sehr lange dauern. Fahren Sie voraus zu Braun. Sie erwarten mich dort." Der starre Pelzkragen ihres Kutschers verschwand langsam im rieselnden Nebel. Mit ihm der schmale, funkelnd schwarze Wagen, die schlanke Silhouette des kleinen, nervösen Fuchses. Ein früher Abend setzte ein. Lilhs Auge folgte dem Gefährt, bis sie nichts mehr sah als Regen, Regen und Dampf — Schneereste zu ihren Füßen, hählicher, verwaschener Schnee Dann lieh sie den Modesalon der Krauhmann links liegen, bog in die nächste Seitengasse ein, bestieg eine der dort hallenden Droschken, nannte eine Straße, eine Nummer. Und wieder vorwärts in Nebel und Dampf, erleuchtete Schaufenster ziehen vorüber, immer weniger, zuletzt nur noch schwarze Mauern, Büsche und Bäume, das Nichts — sie wankt mit Vereins. Der Vorsitzende, Landeshauptmann Dr. W o e l l - Wiesbaden, erstattete zunächst einen eingehenden Bericht über das letzte Geschäftsjahr und verband darntt einen Hinweis auf die großen Verdienste des mittlerweile verstorbenen Ministerialdirektors Shmpher - granffurt a. Main, als eifrigen Förderer der Erschließung Deutschlands und unseres engeren Heimatlandes durch den Dau von Wasserstraßen Er gab dann einen Rückblick auf die Bestrebungen, die Lahn schiffbar zu machen, und wies darauf hin, dah diese schon 100 Jahre all feien. So wurde im Jahre 1844 ein Staatsvertrag zwischen dem damaligen Herzogtum Nassau, dem Königreich Preußen für feinen zur Rheinprovinz gehörigen Kreis Wetzlar und Dem Grvßherzogtum Hessen geschlossen, um die Lahn von der Mündung. Koblenz bis Giehen schiffbar zu machen. Ungefähr im Jahre 1900 schlossen sich die Interessenten zunächst za einein Komitee und im Jahre 1903 zu einem Verein zusammen. Vier Jahre später wurde von der Regierung die Strecke Mündung bis Gießen ausgebaggert uiid damit zu jeder Zeit, auch bei niedrigem Wasser, schiffbar gemacht. Im Jahre 1920 wurde die Lahnkanalisation auf einen Ueberlandkanal Koblenz—Gi her—Kassel, Weft-Ost-Derbindung zwischen Rhein und Weser, ausgedehnt und später die Strecke Frankfurt—Gießen hinzugenommen. Es wurde klar ausgesprochen, daß der Groh- fchifsahrtsweg Frankfurt—Gießen—Kassel lausen müsse. Im Jahre 1921 trat der Main—Fulda— See-Kanal neu auf. Dieser Kanal ist ein Kompromiß zwischen den beiden groben Projekten Werra—Main über Meiningen und Bamberg und Main—Weser über Frankfurt—Gießen— Kassel. Mit dem l^erra—Main-Kanalverein geht der Fulda—Lahn-Kanalverein Hand in Hand. Alle drei gehören dem Weserbund an, der nur eine großzügige Schiffbarmachung der Weser herbeiführen will, ohne welches keines dieser drei Projekte zur Verbindung von Main und Weser praktische Bedeutung haben würde. Die Kosten für Die Prüfung eines Projektes betragen heute etwa 1,25 Millionen: davon gibt das Reich 8/s, während die Interessenten s/5, also heute rund 750 000 Mk. selbst beibringen müssen. Der Werra- Main-Kanalverein hat die Mittel schon vor Jahren zusammengebracht und sein Projekt ist von Eisenach annähernd fertiggestellt. Der Mam— Fulda—See-Kanalverein hat angeblich die Mittel jetzt zusammen und die Prüfung seines Projektes wird etwa bis 1925 dauern. Für das Lahnkanalprojekt sind bis jetzt rund 200000 Mk. sichergestelll. Cs muß nun nachdrücklich darauf hingewiesen werden, daß die alle Main—Weferlinie der technisch und volkswirtschaftlich gegebene Weg ist. Wie der Redner ferner mitteilte, hat der Bezirks- dem klappernden, lärmenden Kasten, fühll jede Veränderung des Strahenpflasters in ihrem empfindlichen Körper, atmet den Dust ein von altem Lack und alten Polstern und alten Pferdedecken. Der Wagen hall. Lilh reicht dem Mann auf dem Bock ein Geldstück, rennt in den Hausflur — der Wagen klappert fort Oben ist Licht! Gott fei Dank! Gott fei Dank! Sie fliegt die Treppen hinauf, ihre Füße, ihre Hände, Hirn und Herz, alles ist nur eine Bewegung. Gin ZuihmhinstrebenI Die Eingangstür ist nur angelehnt. Man braucht nicht zu öingeln, nur schnell hineinz a- wischen — im Flur noch dunkel — aber hinter jener Tür Licht. Sie klopft. Klopft tote in wilder Verzweiflung, als seien ihr alle Schrecken der Well auf den Fersen. Jemand öffnet. In der erleuchteten Tür steht Heinz Güldewin, in der Hand hält er einen Kragen, den er soeben abgeknöpft hat er achtet es nicht. Er starrt Lilh an, und Lilh starrt ihn an. Von einer unwiderstehlichen Macht getrieben, hebt sie beide Hände, und er faßt sie — zaghaft, scheu, mit einer zitternden Glut — mit einer ©lut, die so weit entfernt ist von jeder sinnlichen Beimischung. tote der Vjond vom heißen Mittag. Er geht und zieht sanft die Tür ins Schloh, und feine entzückten Augen tauchen in die des weißen, schweigenden Mädchens. Der schwarze Hut fenfte seinen Rabenschatten über ihn und sie —. Plötzlich fährt sie auf: „Ihre Braut!" Ich habe feine Braut mehr." M - - Sie können nicht reden. Das Wunder ist zu groß. _ Eines vertiefte sich in die Züge des andern. Endlich zittert ein seltsam kindisches Lächeln über Lilhs Gesicht. „Er schickt mich fort — ganz fort — aber vorher — mußte ich zu Ihnen kommen!" Er kniet vor ihr und umfängt ihre Gestalt mit feinen Armen. Er vergißt, wie jung, wie furchtbar jung sie ist. „Lilh!" flüstert er versonnen. Sie streicht leise und zärtlich mü ihren feinen Fingern über fein Haar, das ihr vertraut ist wie das eines Bruders. Sie liest in feinen Augen wie in einem Buch. Etwas tote Reue zuckt durch ihr Him, dann Ä !-S ,?anai 18 Älb= eebach §eheim° f Dor° !b Dis ,7 214 Mr auf klonen 1 «anal» l eichbaüig, teresie für ung ist es : Schom« sstellungs- us unseren vird. Mit Sonder« der In. . Raum in «Halle ein« :[[ung wer« m Sieger« s zu Len Uugen ge« rr\t wird Wielluna xrden und anzen Un« Z. Sept. !t von hier i verschlos« > Straften» i erfolgter u an einen 'ntwendete Hemd und >idl Tief« Mi" je Sie mich derhafte ht 'f MNö Wt t, haft die t so linge Anproben Ä ckend" die >n ianze ^ ihin. Doch Schmeüer^ eines 3n fragte ohne nir bam$ gekommen' . hören kel '611 ß m 8U * 7-kK iA=" trouMS- etne Muse. Wegen schweren und einfachen 2Ui wegen Arrestbruchs erptell er eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr zwei Monaten. Der wegen Hehlerei angeklagte Althändler wurde mangels Beweises freigesprochen. Ebenso ein Arbeiter von hier und dessen Ehefrau, die gleichfalls der Hehlerei angeklagt waren, gegen die aber das vorgebrachte Beweismaterial trotz der schwerwiegend- sten Verdachtsgrünbe nicht ausreichte. Wegen Diebstahls von einem Geldtäschchen nebst Inhalt und einer Perlenkette wurde ein lunger Bursche von Lang-Göns mit. Auastcht auf seine seitherige Llnbeslraftheit an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafen zu Geldstra- fen von 200 und 300 M k. verurteilt. Din Metallarbeiter aus Oberschlesien entwendete aus der Toreinfahrt eines hiesigen Geschäftes eine Kiste mit Seifenflocken und suchte sie in Mainz zu verkaufen. Wegen Diebstahls erhalt er 5 Wochen Gefängnis. Wegen Preistreiberei wurde ein Lebens- Mittelhändler von hier zu 300 Mark Geld- ft r a f e verurteilt. Gr hatte in seinem Laden ein Schild mit der Aufschrift »Eier das Stück 3 50 Mk., 100 Stück 300 Mk." ausgestellt, einem Käufer aber die Hergabe von 100 Stück zu 300 Ml. verweigert. Wegen Beleidigung eines hiesigen Polizei- konnnissars im Theatervvrraum wurde ein Kaufmann von hier zu einer Geldstrafe von 200 M k. verurteilt. Auster dem wurde dem Beleidigten die Befugnis zugesprvchen, den entscheidenden Teil des Urteils auf Kosten des Verurteilten im .Gieß. Anz." zu veröffentlichen. Ein Bäckermeister von Wieseck erhäll eine Geldstrafe fton 500 Mk., weil bei einer Kontrolle seines Dackbetriebs 20 frischgebackene, verkaufsbereite 4-Pfundbrote ein Mindergewicht von je 60 Gramm hatten. Von der Anklage des Betrugs wurde mangels ausreichenden Beweises ein Kaufmann aus Darmstadt freigesprochen. Sin Handelsmann von hier wurde wegen Pfandverschleppung zu einer Geldstrafe von 200 M k. verurteilt. ~ Wegen Diebstahls erhielt ein Schlosser von hier einen Monat Gefängnis. Er hatte einem Arbeitskollegen seine Lohndüte mit 1050 Mark Inhalt aus der Rocktasche entwendet. Ein Viehhändler von hier erhielt wegen Dichtführens des vorgeschriebenen Kontrollbuchs eine Geldstrafe von 30 Mk.- Eine unglaubliche Gefühlsroheit zeigt folgender Fall. Ein hier wohnender Arbeiter aus Schalke misthandelte fortwährend sein auster- eheliches, kaum Vs Jahr altes Kind durch Schläge mit der Hand und einem Riemen, so daß es schwarze und blaue Striemen auf dem Rücken hatte. Auch faßte er es an den Beinchen und schleuderte es im Zimmer herum, dast es ein Beinchen brach und in der Kinderklinik behandelt toerben mutzte. Einmal sperrte er es einige Minuten lang in einen Koffer ein. Der Unmensch wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Kirche und Schule. ♦ Erledigte Lehrer stellen. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule inMörfelden, Kreis Groh- Gerau. Dienstwohnung ist nicht vorhanden. — Erledigt ist eine Lehrerinnenstelle für eine evangelische Lehrerin an der Volksschule Mörfelden, Kreis Groh-Gerau. Wohnung für eine unverheiratete Lehrkraft kann beschafft werden. Hochschulnachrichten. ♦ Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft teilt in einem Presse- rundschreiben mit: „Der frühere Vorfther. der Deutschen Studentenschaft, Herr Holzwarth, weigerte sich, dem auf dem 4. ordentl. Deutschen Studententag 1922 (Würzburg, 21.—23. Juli) von über 75 Proz. der Studentenschaft neugewöhllen Vorstände die Hauptgeschäftsstelle in Göttingen zu übergeben. Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft sah sich deshalb gezwungen, die Hauptgeschäftsstelle der Deutschen Studentenschaft in Charlottenburg (Technische Hochschule, Berliner Str. 170/172) einzurichten." Turnen. Sport und Spiel. * F. E. »Iahn" - Siegen gegen 03. f. CÖ. Giehen. Für den kommenden Sonntag Hal der Verein für Bewegungsspiele Giesten den bekannten Siegener F C. „Hahn" v. 99 zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. .Jahn", ein von jeher in Giesten gern gesehener Gast, spielt einen vornehmen und technisch vollkommenen Fuhball und hat durch den Eintritt von Hohmann, früher V. f. B. Marburg, an Spielstarke nur noch gewonnen. Der Ruf der Gäste bürgt für ein interessantes Spiel. V. f. D. wird alles hergeben müssen, wenn er erfolgreich abschneiüen will. Das Spiel beginnt 3.15 Ußr auf dem Sportplatz auf dem Trieb. (Näheres im Anzeigenteil) Kirchliche Nachrichten. IsraebReligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, den 9. Sept. 1922. Vorabd. 6.30. Morg. 8.30. Abds. 7.00 und 7.40 älhr. Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatfeier den 9. Sept. 1922. Freitag abd. 6.25. Samstag vorm. 8.00. Nachm. 4.30. Sabbat- ausgang 7.40. — Wochengottesdienst: morg. 6.00, abds 6.30 Ahr. Vermischtes. * Magdeburg, 7. Sept. (WTD.) (Prtv.-Lel.) Wie die „Magdeburgische Zeitung" aus Erfurt meldet, sind in Artern, Reinsdorf, Schönfeld, Ringleben und Borxleben 2 5 Personen nach dem Genuß gehackten Schweinefleisches erkrankt. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden. Handel. Eine neue amerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft. Reuhork, 7. Sept. (WTB.) Dem Washingtoner Berichterstatter des „Reuhork Herald" zufolge werden Plane vorbereitet, um eine amerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft mit einem Kapital von 30 Millionen Dollar zu bilden, die z w e i elektrisch betriebene Dampfer bauen wird. Jeder davon soll 70 000 Bruttotonnen fassen und 1000 Fuß lang sein. Der Plan wird die finanzielle Unterstützung des SchiffahrtSamteS erhellten. Berlin, 7. September. Börsen st im- mungsbild. In Nachwirkung der gestrigen Abschwächung setzte sich heute zu Dörsenbeginn die rückläufige Kursbewegung in verstärktem Tempo fort, wofür neben den erneut weichenden Devisenpreisen vor allem die sich immer mehr fühlbar machende Geldknappheit als Gründe genannt wurden. Die Mehrzahl der Industriepapiere erlitt erneut Kursein buhen von 30 bis 80 Prozent, vereinzelt auch 100 Prozent und darüber. Am stärksten, nämlich um 100 bis vereinzelt 300 Prozent waren die Rückgänge wieder am Montanmarkte. In der ersten Stunde machten sich dann Ansätze zu einer Befestigung bemerkbar, da der Dollarkurs von einem tiefsten Stand von ungefähr 1200 bis 1300 wieder anzog. Abgesehen hiervon blieben aber weiterhin bet anhaltenden Schwankungen Anstcherhett und Zurückhaltung bestehen. Am Auslandsrentenmartt traten mit Ausnahme der unifiz. Türken und Ungar. Goldrente gleichfalls Rückgänge ein. Deutsche Rentenwerte veränderten ihren Kursstand nur unbedeutend. DaS Geschäft nahm keinen größeren Umfang an. Die Kursrückgänge vollzogen sich in aller Ruhe. Frankfurt a. M., 7. Sept. Dörsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühverkehr 1310, im Verlaufe 1250 und 1225. Am Devisenmarkt war das Geschäft ruhig und unsicher bei schwächeren Preisen. Die Stimmung am Effektenmarkt gestaltete sich heute recht schwach. Die Umsätze Nellen sich in engen Grenzen. Montanpapiere waren gedrückt. Unter den chemischen Aktien wurden Anillnwerte niedriger bezahlt. Auslandsrenten waren auf Rückkäufe teilweise wieder fester. Zucker- und Zellstoffaktien lagen schwach. Es zeigte sich weiterhin große Geschäftsunlust, und die Stimmung blieb vorwiegend schwach. Um 1 Uhr nannte man den Dollar 1260. Frankfurt a. M.. 8 September 1922. Züricher Devisenmarkt. 6. 9. 7. 9. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 5L = 205.- 205.— Deutschland 100 Mk. -- 0.395 0,39 Wien 100 Kr. ---» 0.ÜU76 0.0075 Prag 100 Kr. - 18.40 18.— Pari- 100 Fr. --- 41.05 40L0 London ....... 1 £ =» 23.49 23.49 Italien . 100 L. = 22V5 22.90 Brüssel 100 Fr. = 38.60 38.65 Budapest 100 Kr. = 0.245 0-225 Neuhort 100 $ = 526.25 527.- Agram ...... 100 Kr. = 1-55 1.55 Warschau 100 Kr. --- 0,075 0,075 Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schlutz- Schlutz. Schlutz- Schlutz- Kurs Äuc« Kurs KurS Datum: 6.9. 7.9 6.9. 7.9. S°/,Dtsch.KriegSanl. 77.50 77,50 77,50 77,50 4°/»Dtfch. Reichsanl. 245,- 235,- 240,- 240,- S° oDtsch. Reichsanl. 435,- 440,- 445 - 445,- 4% Preutz. Konsols 92,75 88,50 87, - 86,70 Hamburg-Pakets.. 651,50 625.— 655,- 620,— Norddeutscher Lloyd 481,— 450,— 462,— 451,— Eomm.u.Privatbank 325,— 312,- 320,— 315,- Darmstädter Dank . 325,- 308,- 325,- 310, — Deutsche Bank . . . 580,- 570,- 595, - 2400, - Disconto-Gesellschaft 445,— 425, — 438,• 430,- Dresdner Dank. . . 345,- 330,- 350,- 347,- Mitteld.Creditbank. 335,- 320,- 330,- 315,- Nationalbank f.D.. -,- — Doch. Gußstahlwerke 2100,- 2250,- 2325,- 2035,- Bud -Eisenw.-Akt.. 1200 - 1120,- 1200,- 1150,- D.-Luxemb. Dergw.. 2200 - 2050,- 2205,- 2090, - Gelsenkirch. Dergw.. 2350*- 2150,- 2301,- 2100,- tzarpener Dergbau. 4950* - 4910,- 5000, — 4900, - Oberschl. Eisenb.°D. 1098 - 975,- 1060,— 975,— Oberschles. Eisenind. 950,- 870 - 910,- 860,- Phönir-Dergb.-Akt. 2800,- 2775, - 2800, - 2710,- Bad.Anilin-u. Soda 1505,- 1400,- 1502,- 1405, - Höchster Farbwerke. 1085 - 1000,- 1085,- 1030,- Allg. Elektt.-Ges. . . 740,- 732,- 745,- 765,- Felten L Guilleaume i010, - 1002, - 970,- 990,-- Schuckert-Werke. . . 1070, - 978,- 1050, - 975, - Adlerwerke 590,- 545,- 500,- 550,- Daimle^ 452,- 450,— 435,- 465, Electron Griesheim 1095,-» 1040,- 1080,- 995,- Dtsche. Vereinsbank 225.- 220.- Berliner Devisenmarkt. Gero Drief Geld Dries Datum' 6. September 7. September 2mstd -Rotterd. 49438,10 49561,9048938,75 49061,25 Drüstel-Antw ' 9388,25 9411,75 9588, - 9612,- Ebristiania * ' 21023,65 21071,35 20973,75 21026,25 Kovenhaaen * ' 27116,05 27183 95 27066,10 27133,90 Stockholm * ' 33558,- 33642,- 33957,50 34042,50 Helfinafor» ’ * ' 2846,40 2852,60 2636,70 2643,30 Italien I 6337,- 6383,- 5617,95 5632,05 London . . . 5518,05 5531,95 5617,95 5632,05 Neuyork' ' . 1248,43 1251,57 1298,37 1301,63 Paris ” . 10037,4010062,6011062,25 10187,75 Schweiz ' * . 23970, - 24030,- 24569,25 24630,05 Spanien' ' . . . 19425,65 19474,35 19999,95 20050,75 Deutsch-Oesterr, 1,73 1,77 1,68 1,72 Prag . . . 4544,30 4555,70 4344,55 4355,45 Budapest . . . 51,93 52,07 55,93 56,67 Buenos AireS . 454,42 455,57 454,42 455,57 Bulgarien . . . 749,05 750,95 739,05 740,95 Japan 590,25 600,75 614,20 615,80 Rio de Janeiro 165,79 166,21 170,78 171,22 Marknottenmgeu. Für 100 deutsche llllark wurden gezahll: Datum: 1.7.14. 7.9. 8.9. Zürich Fr. 125.40 -,42 -,41 Amsterdam Fl. 59.20 -,20 -.19 Kopenhagen. .... Är. 88.80 -.40 -,39 Stockholm Kr. 88.80 -,30 -.33 Wien Kr. 117.80 Prag Kr. 117.80 2,17 2,40 London Sh. 97.80 -, - Neuyork $ 23.80 0,08 -.08 Paris Fr. 125.40 1,00 1,00 Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Sept. (Amtlich.) Marktverlauf: Kälber und Schafe bei flottem Handel geräumt. Bei Schweinen erheblicher Ueber- stand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 534 Kalber, 205 Schafe und 353 Schweine. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebendgewicht: Kälber beste Qualttäten 8200—9200 Mk., mittlere Qualitäten 7400—8000 Mk., geringe Qualitäten 6000-7000 Mk., Schafe 3700 -6500 Mk. Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 9500 bis 12 000 Mk., 80—100 Kilo 13 000—13 500 Mk., 100 bis 120 Kilo 13 000—13 500 Mk., 120—150 Kilo 13 000—13 500 Mk. Außerdem wurden 42 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die deutsch-belgischen Verhandlungen in Berlin. London, 7. Sept. (WTD.) Reuter meldet aus Berlin, dah die gestrige Zusammenkunft der belgischen Delegierten mit dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Reichs» ffnanz Minister Dr. Hermes gezeigt habe, dass der deutsche und der belgische Ausgangspunkt identisch seien. Beide Seiten hätten i Xiher gute Hoffnungen, dah ein Hebet- einkommen erzielt würde. Demelmans er- Härte in einer Unterredung mit einem Vertreter des ReuterbureauS, was Belgien wolle, seien wirksame Garantien. Es beständen immer noch gewisse Schwierigkeiten. Er sei jedoch zu verächtlich, datz eine Lösung erzielt würde. Gr sei optimistisch bezügllch be8 Ergebnisses der Verhandlungen, die, wie er hoffe, am Samstag ihren Abschluh finden würden. Demelmans erklärte noch, augenblicklich stehe eine Gold- sicher heil nicht in Frage, obgleich es möglich sei, datz eine geringe Golddeckung erforderlich fein werde. Die Verhandlungen in der Garantiefrage werden einen Aufschubvon sechs Monaten geben. Wahrend dieser Zeit würden dann Vorbereitungen getroffen werden können für eine künftige grobe Konferenz, die durch die letzten Entscheidungen der Reparations- kommissivn eingeleitet wurde. Reparationen und inleralliierte Schulden. London, 7. Sept. (WTB.) Dem politischen Berichterstatter des „Evening Standard" zufolge verlautet, datz ^Ine interalliierte Konferenz über die gesamte Frage der Reparationen und der interalliierten Schulden .zu einem Zeitpunkt vor dem 1. November vereinbart wird. Frankreich und das Ruhrgebiet. Paris, 7. Sept. (WTB.) Nach einer Ha« vasmeldung hat Senator Lucien Hubert, der Berichterstatter für das Budget der auswärtigen Angelegenheiten, an den Ministerpräsidenten ein Interpellationsverlangen über „die Anwemi- düng einer wirksamen Reparationspolitik im Ruhrgebiet" gerichtet. Minifterrat in Pari«. Paris, 7. Sevt. (WTB.) Der „Pettt Parisien" meldet, daß Poincare gestern nach Paris zurückgekehrt ist und. daß heute ein Minister rat unter seinem Vorsitz stattfindet. Die republikanischen Führer Irland« gefangen genommen. London, 7. Sept. (WTD.) Nach einer Reutermeldung aus Dublin ist dort aus Cork die Nachricht eingetroffen, daß die republikanischen Führer de Valera und Erskine- Clinders gefang en genommen worden seien. Der letztere soll oertounbet fein. Die soziale Fürsorge in Berlin. Berlin, 7. Sept. (WB.) Wie das Nach- richtenamt der Stadt Berlin mitteilt, hat der Magistrat gestern erneut über die Maßnahmen gegen die Teuerung und zur Hilfeleistung für den unbemittelten Teil der Bevölkerung verhandelt. Bei der verzweifelten finanziellen Notlage waren umfassende Maßnahmen für die rechtzeitige Versorgung mit Lebensmitteln und Brennstoffen nicht zu finanzieren. Wenigstens für den ärmsten Teil der Bevölkerung sollen Erleichterungen geschaffen werden, u. a. einmalige Winterbeihilfen an die Empfänger von Armenunterstühungen, Llnterstühungserhöhungen und Brennst offbechilfen an Unbemittelte. Ferner soll die Volksspeisung auch während be5 Winterhalbjahres fortgeführt, die Armenspeisung durchgeführt, sowie die Milchverbilligung in der bisherigen 'Weise weitergeführt und die Zuschüsse für die privaten Krippen unb Horte erhöht werden. Die Durchführung dieser Mahnahmen erfordert bei der Wohlfahrtspflege rund 120 Millionen und bei der Jugendfürsorge 800Millionen. älm die Durchführung zu ermöglichen, sollen die Werktarife so erhöht werden, datz 40 Prozent des obigen Betrages durch die Gaswerke und 60 Prozent durch die Eleltrizitäts- werke aufgebracht werden. Ferner soll u. a. eine Verkehrs- und Schlemmer steuer schleunigst eingeführt werden. f BÄD-KÄUHEIK? Huxfelds Kurpark-Kasino Tägl. abds. SViUbnD.erBtkl.Künstlerprogramm. State Greef, Vortranskünstlerin. Laila und Will,Meistersch.-Tai-.zpaar. Baroninv.Beilen, Diseuse. Gastspiel Eng. Streußler, Chansonnier. Nach mittag*-Tanz-Tee Mittw, Samstags u.Sonntags mit Vorführ. — Tanz-Unien iclit VoranzeigeI Donnerstag, 14.Sept. Voranzeige! Der 3. große HU-KD-KA-Kt-BA. (S M.9 Kaiserstr. 44. Dr. Hauhach von der Reise zurück 8276 io- und totai h ' Juwelen i Edolilata Zahle für Juwelen, Gold und Silber d. büchst. Tagespreise! Zahngebisse und einzelne Zähne Holzbrandstifte Nur Freitags u. Samstags! Kirchenplatz 23II. r. (hintd.Kirche) Sti'eng diskrete IWübrvornLl EvtL Besuch reelle ßpöienung bise öhrahds. im Hause Hersh? fier: mflllonenfbch bewährt, sparsam, billig. garantiert unschädlich, reinigt verblüffend Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Die städtische Fuhrwerkswage vor dem Hause Frankfurter Straße 63 ist ab heute wieder für Verwiegungen geöffnet. Gietzen, den 8. September 1922. [8287B DerOberböraermeister. I.B.: Kreuzten. Obstversteigerung. Donnerstag, den 14. September, vormittags 9 Llhr anfangend, soll das der Gemeinde Burkhardsfelden gehörige Obst meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist bei der Kirche, woselbst auch die Dersteigerungs- bedingungen bekannt gegeben werden. Burkhardsfelden, den 6. Sept. 1922. Hessische Bürgermeisterei. Schmidt. 8285D Garben- Bindegarn la Italiener Bindegarn» la Kolonial- Bindegarn, la Garben- Bander empfiehlt 8299 Mein Ueößutü, tHobbeimer Sir. 58. Tclept>onI206. glöDiete i öfllBlOßi» werd, sachgemäß u. preiöweri ge« stimmt u. repar. 8.kbkrtü!L Gletzen.vioM.il - Ankauf gbr.SHcw. ii. HarmonittmS. Gasherde, Schwache, •Tische an i Osten billigst au verk. ”*** II. Schön & Co., Marburger Sir. 22. 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Rechnungen müsien sofort bezahlt werden, da andernfalls ein der weiteren Geldentwertung entsprechender Zuschlag erfolgen mutz. Barzahlung liegt deshalb im Interesse des Publikums. [8280 Der ärztliclie toemiu. Vereinigung der Vad-Nauheimer Aerzte E. v. Herr Dr. med. Aigner 6er gelegentl. der Tagung des International. Vereins der Wünsche!- rutensorscher in Bad-Nauheim am Freitag, den 8. Sept., abends 8 Uhr, im Theatersaal des Kurhauses zu Bad-Nauheim einen Lichtbildervortrag halten wird über Okkultismus und Wissenschaft hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, am Samstag, den 9. ds. Mts., nachm. 5 Uhr, vor Aerzten und Naturforschern, ebenfalls im Theatersaal des Kurhauses zu sprechen über Die okkultistische Bewegung der Gegenwart vom ärztlichen Standpunkt. Alle Kollegen, Naturforscher, Lehrer, sowie alle Damen und Herren, die für dieses Gebiet ein wissenschaftliches Interesse haben, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen, wobei besonders darauf auf- merksam gemacht wird, daß freie Aussprache stattfindet. Tausche GaSöfen ein und kaufe solche. Stoohalh Lindenvlatz 1 III, . früher Hotel Einborn. Feines helles BIüikWchINr.8P,d^E.W S'rrifr.=2JiflrnidflDc 48.00 Wst.-Mmclade an die untenstehende Adresse wegen Segellisten und Sdiffsp/änen Nr. 343 B 901 #nf