'erholt.) nttn. Chicago Jton, hte-2d. Mb® en 2or. des 2d- en zu, bah 'S- ve. K Rute, n9Nttei Dei. Fe Aer eine Offnen J ta tuhi, s Nter 1 bchaap. öigen. inet Del» LS Tßa* »mßü. 11 en ein. MbamU mDudgrt jgen bä n Arbeiter» Dirlenheab ie, er hoffe, ju Oleu* itfürfe mehr Dillen deS xmöte sich m er ouS- irtd oder Tegimiaz u edlärm, mberen De. s fügte hin- ibauinbuftde nlasjen, eine 'vrziMhmw. solchen Dor. ev ftbeanden Der A u S» ten, der sm berta|en n rctitm. 9er „Da» r Sieb» .Werke, M^eLe. L\\aticM» ngen dieser geführt Hit» (en der Sich Wieder» euer gro» löele, die die nö besessen der Sowjet- il. aus. nge" TTem 1 2147P \ S-hreibA' 4- Nr. 51 Der -,ehener Hnjeigtt erscheint lägltd), außer Sonn» und Feiertags. Monatliche vezugrpreisrt MK l l.öO ernschü Tröger- lohn, durch die Post MK. 14. - ein'cht Bestell, gelb, auch bei Nrchlerschei. nen einzelner 'Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech Anschlüsse: türdieSchristleituna 112; für Drudurei, Berlag und Gekchaftsslelle 51. Anschritr für Drahtnach. richten Anzeiaer Siehrn, poftschecttonlo: Frankfurt a. M. 11686. Erstes Blatt 112. Zayrgang Mittwoch, 8. März 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien vrurk nnö Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch- und Stcinöruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher obne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 90 Pf., auswärts 120 Pf., für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 350 Pf. Bei Platz. Vorschrift 20u'. Aufschlag. Hauptschriftleiter: Auo. Goetz. Verantwortlich für PolinK. Aug. Goetz, für den übrigen Teil. Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Se*, sämtlich in Gießen friedigen. Der Kreditgewährung an Deutschland ständen zur Zeit die Bedingungen des Versailler Vertrages entgegen. Darüber habe sich niemand deullicher ausgesprochen als der Leiter der Bank von England. Ob Genua zu einem Markstein in der allgemeinen Entwicklung des Weltfriedens werde, sei davon abhängig, wie Amerika sich zu Genua verhalte. Durch daS Eintreten in den Krieg habe Amerika den Krieg entschieden, durch das Eintreten in den Frieden habe Amerika den Frieden entschieden, und durch den Eintritt in die Weltprobleme der Verschuldung und Sanierung werde Amerika in der Lage sein, die Weiterentwicklung in wirtschaftlicher und Frieden bringender Richtung zu entscheiden. Derjenige, der den Krieg und Frieden entschieden habe, trage auch für das Wohlergehen derjenigen Völler, deren Schicksal bestimmt wurde, die Verantwortung. Der Minister erklärte zum Schluß, er glaube, daß in Genua der Boden für die Erörterung wirtschafllicher Grundfragen vorbereitet sei. Wenn wir auch noch immer weit vom wirklichen Frieden entfernt leben, so wäre doch die Hoffnung vorhanden, daß der wahre Frieden der Welt herannahe. Berlin, 7. März. (WTB.) 3n Beantwortung einer Anfrage sagte Rathenau im HauptauSschuß des Reichstages noch über die Wiederaufbaufrage, er würde eSfür falsch halten, daß Deutschland sich auS- schlösse von dem Wiederaufbaukonsortium in London, das sich ja nicht allein auf Rußland beschränke, sondern ein Wiederaufbaukonsortium für Mitteleuropa und Osteuropa sei. Deutschland kenne und verstehe die russische Psychologie gut, kenne auch die russischen Interessen gut und achte sie. Mit diesem Konsortium sei nicht im entferntesten der Gedanke einer Kolonisation verknüpft. Die Kolonisation eines zivllisierten Landes müsse unbedingt zurückgewiesen werden. Hier handele eS sich nur um eine Kooperation, um Osteuropa zuhllfe zu kommen. Deutschland werde niemals vergessen, Rußlands Gegenwart und Zukunft in Rechnung zu ziehen. Auch mit intellektuellen Kräften werde Rußland geholfen. * London, 7. März. (Wolff.) Ein Berichterstatter deS „Daily Telegraph" schreibt, amtliche deutsche Kreise verhehlten sich nicht die Tatsache, daß bereits seit einiger Zett in der Oeffentlichkeit der Eindruck herrsche, daß Deutschland seinen Reparationszahlungen nicht werde nach kommen können. Man erwarte, daß dieser Fall im Mai, vielleicht sogar schon im April eintteten werde. Wenn man die bekannten Tatsachen der Lage in Bettacht ziehe, die dauernde Inflation, die Entwertung der Mark, der Mangel an Rohstoffen in Deutschland und die meist vergeblichen Versuche, Rohstoffe zu erlangen, so könne man über das hartnäckige Gerücht, daß Deutschland säumig werden wttd, nicht erstaunt sein. Der Berichterstatter des Blattes fügt hinzu, die deutschen Staatsmänner hätten noch nicht gelernt, die Sachlage offen und aufrichtig auseinander zu setzen. _________________ Eine wirtschaftspolitische Rede des Reichspräsidenten Ebert. Leipzig, 7. März. (Wolff.) Reichspräsident Ebert hielt bei dem im Anschluß an den Dundgang durch die Leipziger Frühjahrsmesse siattfindenden Festessen im Zentraltheater folgende Rede: Bei unserem heutigen Rundgang durch die Meßhäuser Leipzigs ist wohl allen Teilnehmern unauslöschlich der tiefe Eindruck von der Tatkraft des werktätigen Deutschlands geblieben, von seinem unerschütterlichen Willen, sich durch Arbeit seine Freiheit wieder zu erkämpfen. Die Leipziger Messe von heute ist für uns mehr als eine Einrichtung für den Warenaustausch; sie ist ein Spiegelbild unserer schaffenden Arbeit, ein Gradmesser für den Stand der wirtschaftlichen Produktion. Das Bild, das wir hier von unserem wirtschaftlichen Leben sehen, ist gewaltige in tau- fenhen Derkaufsständen häufen sich die Muster bester Qualitätsware, bewährten deutschen Ge- werbefleihes. hochentwickelter moderner Technik, llnser aller Wunsch ist. daß dieser gewattige Eindruck sich in der dauernden Wiederaufrichtung unserer Wirtschaft auswirken möge. Herr Geheimrat Rosenthal hat uns soeben sachverständig die Rotwendigkeit verstärkten Exports auseinandergeseht. Das ist zweifellos richtig. Deutschland, das für den Bezug von Rohstoffen und Lebensrnitteln auf das Ausland angewiesen ist. kann wirtschaftlich nur dann gesunden, wenn es ihm gelingt, durch die Ausfuhr von Industrieerzeugnissen sich wieder Guthaben im Ausland zu verschaffen. Aber die Erreichung dieses Zieles ist aus Gründen, die nicht an uns liegen, schwer, und weit sind wir noch von ihm entfernt. Die Tatsache, daß in den letzten 2 Monaten der Wert unserer Ausfuhr den unserer Einfuhr überstieg. unsere Handelsbilanz also in geringem Rathenau über die jetzige und künftige Lage. Berlin. 7. März. (WTB.) 3m HauptauSschuß des Reichstags besprach der ReichSmtnisttr des Aeußern, Rathenau. bei Beratung des Haushaltsplanes seines Ministeriums zunächst die drei Auffassungen. die gegenüber dem ReparationS- prvblem in 'Deutschland erkennbar seien. Er tonte dann, er habe in seiner Rede im Reichstag über das ReparativnSproblem erklärt, daß das Maß der Erfüllung gegeben sei durch die Frage, wie weit man ein Volk in Rot geraten lassen dürfe. Dieses „Dürfe“ habe er unterstrichen und unterstreiche er nochmals; denn darin wäre die sittliche Verpflichtung mit enthalten, nur bis zu dem Punkte zu gehen, den ein Staatsmann verantworten könne. Jede andere Auslegung dieser Worte sei ein Mißverständnis oder böswillig. Psychv- logisch habe sich daS Vorgehen der Regierung als richtig erwiesen. Die Sprache der Tatsachen sei so stark, daß heute in allen Ländern das Rcparationsproblem von neuem studiert werden müsse. Gerade in diesem Moment schwebten Verhandlungen darüber, auf welches Maß die Reparationen für 1922 begrenzt werden sollen. 3m weiteren Verlaufe seiner Rede führte der Minister aus, daß die zerstörten Gebiete Frankreichs wieder hergestellt werden müßten. So lange sie als Wüsteneien zwischen Deutschland und Frankreich liegen, würden sie ein Symbol der Spaltung zwischen den Völlern bleiben. Während das Ergebnis von Wiesbaden nach außen bin den beabsichtigten Erfolg gezeitigt habe, sei eö im 3nncm zum Anlaß einer schweren Agitation und Kontroverse geworden, und zwar nicht nur gegen die Sachleistungen. Die Argumentationen, die dieser Konttoverse zur Unterlage dienten, machten es jedem äln- voreingenommenen klar, daß es weniger wirtschaftliche oder politische Fragen waren, die die. große innerpolittsche Agitation gegen Wiesbaden hervvrgerufen haben. Das Ergebnis von Cannes sei kein negatives gewesen, wenn auch durch die Amtsniederlegung des französischen Ministerpräsidenten die Konferenz leider nicht hätte zu Ende gebracht werden können. Rathenau crflärtc Wetter, daß er nicht er- warte, es könne einem aus vierzig nicht durch- n>eg am FriedenSvertrage beteiligten Rationen bestehenden Gremium, wie es die Genueser Konferenz darstelle, das Repa- attonsproblem und der Versailler Verttag zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Dafür sei Genua niemals der Ort. Wohl aber werde die Möglichkeit gegeben sein, daß n Genua die allgemeinen Ursachen der Welterkrankung erörtert werden, und daß die Rationen gemeinschaftlich nach solchen Degen suchen, die zur Gesundung des ganzen KvnttnentS führten. Prakttsch Derbe Genua vermutlich das erste Glied oiner Serie von Konferenzen fein, die voraussichtlich dieses und das nächste Jahr in Anspruch nehmen würden. Die Konferenz qebe uns die Möglichkeit zu mündlicher Aus- Sprache mit den Staatsmännern unserer Rach- barvöller. Der Weg sei unter allen Umständen dem Austausch von Roten vvrzu- stehen. WaS die Entwicklung des Reparations- drvblemS selbst betreffe, werde das hierfür zuständige Gremium voraussichtlich die ReparativnSkommission bleiben. Zunächst könne eö sich nur um provisorische Lö- 'ungen handeln. Auf der einen Seite sei ein gewaltiges Geldbedürfnis bei den empfangs- derechttgten Staaten vorhanden, auf der anderen Sette sei die Zahlungskraft Deutschlands, besonders in Barmitteln, außerordentlich begrenzt. Die Dekaden- mhlung von 31 Millionen, die uns als Vvr- twviforium für die ersten Monate 1922 auf« abe. Leinett warf hier ein, daß dies mit dem Gegenstand der Tagesordnung nichts zu tu > habe. Schulz fuhr dann fort: „Eine Antwort soll dem Präsidenten werden, ich werfe ihm die Einladung mit Verachtung ins Gesicht!" Tatsächlich warf er dem Präsidenten eine zerknitterte Einladung zu. Der Vorgang wurde von ter Mehrd it mit stürmischen EntrüstungSlund- geLungen begleitet. Die Löhne der Berliner Arbeiter. Berlin, 7. März. (WTD.) Das vom Reichsarbeitsamt eingesetzte Schiedsgericht über den neuen Lohntarif der städtischen Arbeiter hat auf der Grundlage des Vorschlages des Magistrats seinen Schiedsspruch gefällt. Danach erhalten die männlichen Arbeiter für Februar eine einmalige Zulage von 200 bis 500 Mark in vier Gruppen je nach dem Lebensalter. Dom l.März ab erhalten dieselben vier Arbeitergruppen eine Stundenlvhnzulage von je ! Mk. bis 2,50 Ml.,- weibliche Arbeitnehmer erhallen 80 Prozent der genannten Zulagen. Die Regelung gilt bis 31. März und danach ohne Kündigungsfrist bis auf weiteres. Die Erklärung muß bis 15. März einschließlich erfolgen. Aus Hessen« Hessische HarrLtverksküNWer. Auf Einladung und in Anwesenheit des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft fand am Freitag, den 3. März, eine Besprechung über Lehrlingsfragen, insbesondere Lehr- lingsvergutungen, unter Zuziehung von Vertretern der Darmstädter Handwer- kerOrganisationen und der Gewerkschaften statt. Beiden Tellen war jn dieser stark besuchten Versammlung Gelegenheit zu eingehender Aussprache gegeben. Sellens dec Arbeitgeber wurde streng an dem Grundsatz festgehalten, daß Lehrlingsfragen tarifliche Behandlung nicht finden können. Die Vertreter der hessischen Handwerkskammer betonten ausdrücklich den gleichen Standpunkt, gestützt auf die gesetzlichen Vorschriften der Gewerbeordnung. Dabei gaben sie nähere Darlegungen, welche Maßnahmen bis jetzt seitens der Handwerkskammer zur Regelung der Lehrlingsvergütungen getroffen worden seien. Es kam hierbei zum Ausdruck, daß man Lehrlinge, oft noch im Kindesalter (14—17 Jahre) dem poltttschen Gettiebe nicht ausltefcrn dürfe; daß Lehrverträge Privawerträgs seien ujw. Auch vertritt die Handwerkskammer Die Auffassung, daß diese Frage durch Verhandlungen innerhalb der Imnungeu und Vereinigungen mit ihren Gesellen erledigt werden müsse, da die Handwerkskammer das Selbst- bestimmungSrecht der gewerblichen Organisationen achten muß und auch wegen der örtlichen Verschiedenheiten und persönlichen Angleichheit der Lehrlinge sche matisch e Festsetzungenpraktischundurchführbar sind. Rach eingehender Aussprache, an der sich auch der Arbeitsminister beteiligte, wurde vvrgeschlagen, erndut an die Innungen heranzutreten, damit alsbald in gemeinschaftlicher Verhandlung zwischen Meister und Gesellen diese Vergütungen für jeden Berufszweig Den heutigen Verhältnissen entsprechend neu festgesetzt werden. Die Handwerkskammer ist selbstredend jederzeit bereit, vermittelnd einzugreifen, wenn sie von einer Immng oder Vereinigung aus besonderen Gründen darum angegangen wird. Gleiche Verhandlungen, wie innerhalb der Darmstädter Organisationen müssen sofort im Handwerk des gesamten Kammergebietes aufgegriffen werden; dabei wird erwartet, daß überall im Lande dieser wichtigen aktuellen Frage volles Verständnis entgegengebracht wird. Aus Stadt und Land. Gießen, Den 8. März 1922. DSettervoraussage für Donnerstag: WoMg. strichweise Riederschläge, mild, auf- frischende Winde aus Süden und Südwesten. Das Tiefdruckgebiet über Schottland und der nördlichen Rvrdsee hat sich verstärkt. Das steile Druckgefälle bringt auffrischende Winde. DaS unbeständige Wetter hält an. * "Wiedereingestellte Züge. Ab 9. März verkehrt wieder der V-Zug 81/82 Frankfurt — Siegen — Gladbach—Köln (nur werktags); ab 15. März Cllzug 227/28 Gießen—Fulda, und Personenzug 2924/25 Friedrichsdorf-Friedberg (nur werktags). ♦* An Geheimrat Knapp, der, tote wir berichteten, gestern seinen 80. Geburtstag beging, hat Der Reichspräsident an Geheimrat Knapp folgendes Telegramm gerichtet: „<$u Ihrem 80. Geburtstag, den Sie tote ich höre in voller Rüstigkeit begehen Dürfen, sende ich Ihnen meinen aufrichtigsten Glückwunsch. Ich verbinde damit den Ausdruck des Dankes, den Ihnen ganz Deutschland für Ihre toertvolle, s^ensreiche Tätigkeit als Forscher und akademischer Lehrer namentlich an der Straßburger Universität schuldet. Mögen Sie sich noch lange Ihres reichen Lebenswerkes erfreuen.“ — Romens der Hessischen Regierung richteieStaat?- präsident Ulrich folgendes Schreiben an Den Jubilar: „Sehr geehrter Herr Gehelmevatk Zu Ihrem 80. Geburtstage verfehle ich nicht, namens der Hessischen Regierung aufrichtigste Glückwünsche auszusprechen. Es ist Ihnen vergönnt, auf ein arbeitsreiches, gesegnetes Leben zu'ückzu- blicken, das Sie ganz in den DieM der Wissenschaft stellten, die Ihres heutigen Ehrentages gebührend gedenkt. Mit dem Wunsche, daß Sie noch einen schönen Lebensabend in den Mauern der hessischen Hauptstadt verleben mögen, die Sie sich nach Ihrer Vertreibung aus Ihrer alten Lehrstätte Straßburg zum Aufenthalt erwählt haben, bin ich in vollkommener Hochachtung Ihr ergebener Ulrich, Staatspräsident." ** Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern am 10. März die Eheleute Jakob W 1 i'M v. i «affii 33. ■fiHlffl 2erl bild. cnigai, b reife mit lartt ger rebisenpn Um 3egi; "thchchen 11 teilt ton Realisation , Uilation, t ■ ! Mschen "Flatt er ■Wfpc ■terftpreiä zur x ÄliSslanü töot auf ^inabmer yb verein, MaA -i -W tob 5 "Wgen ur 'fln!» ycr- z«rg2uder zum Ausdruck kommen dürfen. Karl Juhnke hatte sich in den schweren Kampf Do,: Cesars zwischen glühender Liede und erzwungen^- älnenrpfindlichkeit mit feinem Verständnis eln^ gefühlt. Adolf Telekh brachte die Verstellungskunst der Sekretärs Perin meisterhaft zum Aus' druck. Karl Volck war als Don Diego, iou> betäner Graf von Darcelona, ein würdiger Grande. Seine Richten Donna Laura und Donna Fenisa wurden durch Karla Keller und Tlsc K p o p mit bestem Gelingen verkörpert. Aueträgt, ist sie in Cden kaum 3 Proz. Zum Schluß gab der Redner noch interessante Dar. stellungen von Siedlungsbauten und billigen Wohnungen in Eden. lo. Londorf, 7. März. Dieser Tage err eignete sich bei einer hiesigen ganrilie ein 41 n - g sücks f'a ll, der sehr leicht noch schlimmere Folgen hätte Haden können. Von der Haasfvaa wurde die Wärmeflasche, in der sich noch etwas Wasser befand, zur Anwärmung auf den Zimmer psen gestellt. Auf dem recht warmen Ofen geriet Las in der fest verschlossenen Flasche enthalten- Wasser alsbald ins Kochen und zersprengte mit heftiger, explcsionsarttger Wirkung das Gefäß. Die obere Hülste des toertDoIteff Ssens wurde durch die Explosion auseinandergesprengt. Em glücklicher Zufall fügte es, daß das kleine Kmd der Familie »roch nicht m seinem Dettchen in diesem Zimmer lag. Dieser Vorfall sollte eine Warnung sein, niemals verschlossene Wärme-- flaschen zum Erwärmen auf den Ofen zu stellen — Mit dem 1. März d. Is. ist die einmal täglich verehrende Landpoft RüddingZha-l" sen —Londorf —Rordeck eingestellt worden. Der Wegfall wird von manchen Einwohnern der angegebenen Gemerndr-n beklagt, da die Post besonders bei schlechtem Wetter in den frühen Morgenstunden eine angenehme und billige Reise- gelegenheit bot. Wegen der hohen Kosten für 6ü- Pferdetzaltung war der 'Betrieb für die Post- verwaltang jedoch zu kostspielig geworden. Kreis Alsfrlv. A Burg-Gemünden, 7. März. Linser Elektrizitätswerk ist vollendet. Als Äraftstation dient die Dicknertsmühle an per Ohm. Auch Rieder-Gemünden ist daran angeschlossen und Bleidenrod gedenkt dies noch zu tun.' Kreis Linrterbach. a Lauterbach, 7. März. Wieder sind zwei weitere Gemcinden dem Elektrizitats- toeri Wölfersheim angeschlossenw'r den: A! t e n s ch i i r s and Almenrod konnten ihr .,Lichtfest" begehen. Wallenrod steht a. mittel bar vor der Vollendung seix.es A'.ischlu'feS. In Maar, Heklvs, Rimlos, Reuters und Hopfgarten wird fleißig art Ortsnetz, ileberlaableitung and Limschalteh2uschen gearbeitet. Wernges and Wil lofs wollen sich an Schlitz anschlteßen. Öbcr - Moos. 7. M.irz. Endlich scher nen die unerhörten Brennholzp reise baut der Vernunft der Steigerer herunter» 8 U g c ft c n. In dem Distritt Ataxburg kam em Meter Bachenscheitholz auf 130—150 All., -Prügel auf 90—110 Mk. Die Forstleute betonen stets, es sei genügend vorhanden und warnen vor der. hohen Preisen. A Frischborn, 7. März. Billige Elektrizität hat unsere Gemeinde, die ihr eigene-' Licht eräugt. Der Preis für Licht ist 2,50 Mk., für Kraft 1,50 Mi. für dte Kilowatt stunde. In 3 Jahren werden die Kosten des Weit-ts abgetragen fein. Karl Philipp und Frau, Krosdorser Str. 24; dasselbe Fest begingen gestern die Eheleute Karl Eduard Koch und Frau, Großer Steinweg 12. ** Dom Brennst ossamt wtrd mttgeteilt, daß zur Zett die zur Derfuguitg stehende Holz- menge vollständig ausverlauft ist. Dis zum Ein- treften neuer Hvlzvvrräte werden daher Bezugsscheine nicht mehr ausgestellt. Ein Lichtspleltheater, baS 700 Personen faßt, heahfichtigt Herr Alwin Haberland auf dem Seltersweg zu erbauen. Die Zeichnungen sind von dem Gießener Architekten Fr. R i k o l a u s entworfen, der auch den Umbau leitet; die Inneneinrichtung stellt die Firma C. 111 m a n n, Frankfurt. Eine landwirtschaftliche Versammlung fand unter dem Vorsitze des Land- tagsabg. Fenchel, Ob.rhorgern im gelfen'cltet statt, die sich mit der Ablteserung des Brotgetreides befaßte. Deith, Ober-Florstadt, der als Vertreter der hessischen Landwirte bei Minister Hermes in Berlin gewesen ist. teilte mit, daß den Landwirten 20 v. Hdt. der ursprünglichen Lieferung nachgelassen worden fei Gegen die verschiedene Veran'chtegunz der Steuer- Umlagen auf je einen Morgen wurde Einspruch erhoben, da die Landwirte in den Ausschüssen nicht genügend vertreten gewesen seien. ** Die Deutsche Demokratische Partei hielt gestern eine öffentliche Versammlung ab. Rach Bsgrüßungsworten des Vorsitzenden erhielt der Reichttagsabgeordnrte Kore ll das Wort zu einem Dorttrage über: „Die Regierung Wirth-Rathenau und die Lage im Reich". Der augenblicklichen Regierung des Derttschen Reiches ist, so führte der Referent aus, wie jedsr anderen, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen an ihre Stelle treten würde, ihr Weg vor gezeichnet durch den Vertrag von Versailles. Das Problem ist, wie wir die Fesseln dieses Vertrages lockern, wie wir uns wieder eine Stellung in der Welt schassen fönnen. Gegen den Zwang des Versailler Friedens tat c5 weder passive Resistenz noch aktiven Widerstand geben, sondern es ist allein möglich, den Weg der Wahrheit zu gehen und darauf zu bauen, daß aus der wirtschaftlichen Rot auch in den Ländern der Entente die 6r» lenrttnis von der llnmöglichleit der uns ailb» erlegten Vedingungerr über den Vernichttrngs»- willen obsiegt. Wir müssen eine absolute mehr-- jäbtige Atempause haben, unb unser? Leistungen müssen so festgesetzt werden, daß fir erfüllbar sir.d, ohne uns zu erdrosseln. Drr Vertrag verpflichtet uns zum Wiederaufbau, aber nicht zur Tragung der wahnwitzigen französischenRüstungs- kosten. Unablässig müllen tote namentlich arbeiten an der Erschütterung des uns abgepreßienSchuld- bekennttltsses. Auch von demokratischer Seite werde, so Icgie der Redner dar, in dieser Hinjlcht der Regierung der Vorwurf gen'.acht, daß sie zu wenig tue. Der Grund sei wohl der, daß die Regierung nicht die wirtsckmftliche Erkennrnis durch Auswersen der moralischen Frage trüben wolle, eine Ansicht, von der jedoch der Referent zugab, daß man sie fite falsch halten könne. 2m ganzen jedoch sei der Weg. den die 21c» gicrung Wirth-Rathenau eingeschlagen habe, der einzig gangbare. Das habe sich auch bei der Beratung im Reichstage über dir Mißtrauens- bzto. VertrauensvytLil gezeigt, Uebergehend auf die Fragen der großen Koalition im 'Reiche, begrüßte der Redner die Bereitwilligkeit der Deutschen Volksvartei, mitzuarbeiten, wenn sie ehrlich gemeint sei. Sie deutsche Demokratie müsse von weitesten Schichten der Devötterung geftüftt werden, wenn sie gejichert sein solle. Das müßten auch die Mehrheitssozialisten einsehen. Die Hauptsache ist, daß die Autorität des Staates gefestigt wird, in der 6teuergefcftgcbung, wo man dem Staate geben muß. was er braucht, wie in der Beamtenpolitik, wo gegen alle Streitgelüste diese Autorität gewahrt werden muß. Die Demokratische Partei habe sich als die festeste Stütze des demokratischen Slaates erwiesen, und die Regierung Wirth-Rathenau habe, wenn man auch zugeben müsse, daß einzelne Fehler vorgekommen seien, im allgemeinen die einzig mögliche Politik getrieben, wozu noch komme, daß sie sowohl im Inlande (Wirth) tote im Auslande (Rathenau) Vertrauen genieße. Richt Parteipolitik, sondern Staatspolilit muh heute mehr denn je getrieben werden. — Cs schloß sich eine Aussprache an, in der u. a. Geh. Rat S o mmer ausführte, im Gegensatz zam Referenten lege er mehr Gewicht cMs'den Degrifs Volk als auf den Staat. Man könne der Regierung nicht den Vorwarf ersparen, daß fte zu viel paktiere statt durchzugrelfen; namentlich in der Abwehr gegen die schwarze Schmach am Rhein müsse viel mehr getan werden. Es werde bei uns nicht demokratisch, sondern pareaukratisch- autokratisch regiert. In seiner Entgegnung legte Abg. Korell Dar. wie für ihn Staat und Doll dasselbe sei. Den Vorwurf, Die Regierung tue zu wenig gegen Die Schandwirtschaft am Rhein, wies er zurück; gerade in dieser Hinsicht werde unablässig gearbeitet. Zum Schluß betonte der Refarrnt nochmals, wie es notwendig sei, daß jeder einzelne an sich selbst nn demokratischen Sinne arbeite, unö wie nur aus dem Zusammenarbeiten aller Volksschichten eine belfere Zukunft für Deutschland entstehen könne. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater, 7 Uhr: „Der keusche Stehemann“. — Kath. Dereinshaus, 8 Ahr: Zweiter Vortrag der Gießener Frauenvereine. — Astvria-Lichtspiele: Gastspiel von Frl. Margot Werner sowie „Der Mann im Salz" und „Das Geheimnis der Spielhölle von Sebastopol". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der gelbe Diplomat" und „Der- Katzen kovf“. — Aus dem Stadttheaterbureau. Die heutige Aufführung des Schwankes „Ser keusche Lebemann" von Arnold und Dach bringt ein Werk zur Erstaufführung, das schon in Berlin und Frankfurt a. M. einen durchschlagenden Er-° folg erzielt hat. der ihm auch hier bei der sorg- fältlgen Dorbereituna und guten Rollenbesetzung treu bleiben wird. Die beihen Dersassec fjaben ihren Beruf als Schwankdichter durch „Spanische Fliege" und „Zwangseinquartierung" schon hinreichend erwiesen. — Der Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund halt am kommenden Sonnt.ig in Gießen seinen Gautag für Hessen ab. Landkreis Gießen. ' Saubringen, 7. März. Gestern abend hielt im Auftrage der Liga zum Schuhe deutscher Kultur Lehvac Flett aus der Siedlungskolonie Eden bei Berlin in der Wirt- Tdzift Weimer einen äußerst lehrreichen Dorirag über Siedlungswesen. Der Redner erörterte zu 8.3, Schweizer Aranbui 100 3L 100 -art 5eL); der itet. an* Berliner Devisenmarkt. Drogerie No!1, Bahnhofstraße 51. (. 4,62 4,03 4,07 171,94 174, Sü 175,20 elegant in der Packung * Wsasette«fab«» A.«. G»«ei« & SSbn« » Dvesde«-A. 2S Nr-kktl. Lehrliig 6 Uhr zum P«ye« und Äs. Är. Fr. Keder 1.85 23,20 1,47 740,- 700,- 870,- 1180,- 775,— 625,- 557,- 75,50 960,- 100 100 100 1 100 190 100 100 100 100 Fr. 5L Är. Är. Är. Är. vb. Fr. r Aas.- KurS Laub. ehrl. Frau für Samstag? von 2 bis 805,- 629,- 593,- 75,- 680,- 248,75 L. Fe. 6.3. 1>5 Echuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4*/« Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtfche. DereinSbank Är. Är. 4,58 423,55 36,26 97,27 171,55 747,- 900,- 1235,- 810,- 638,50 585,- 75,40 1020,- 195.50 2,04 03)65 a.40 46.60 2X55 26.8(1 44-05 0.70 »12.5» 1.60 0,11 EJ. Billig« uinbe, die ibr ■ für Licht ih dir Ailolwll je.losten dv rzen flrznkh cm; Millioncnlech twwj 77,50 91,— H9..5O 74,50 635.- 409,- 342,- 332,- 565,- 483,- 365,- 316,- ®atum: Amsterdam-Aotterd. Brüssel-Antwerpen. Christiania Kopenhagen Stockholm HelstngfvrS Italien London ..... Reuhork....... Paris Schwei- Spanien Deutsch-Oesterr.. . . Prag Budapest Buenos Aires . .. Bulgarien XDornewn v Dvooenen ernÄirttcfi Frankfurt a M., 8. März Börsenkurse. 195.25 0.08 8.40 46.16 22. >1 25.70 43.20 0.70 J14.- 1.70 0,11 V,:,; rot 43, Pl. 20, 100, 70. 23 14 Teiln. - ubwig-Preis: 1. O. Tamminecis @mail üoh Bel); 2. Sascha lBef.); 3. Sylvester e r |© e 11 e wird darauf verzichtet, d Fr-^ge der ständigen Kontrolle mit der Frage de^ Zurückziehung der militärischen Santtionen zu verbinden. Franzö- sischerseits bobe man emgewilligt, bah die Berlängrt ung der 3 Kontrollarten — militärische, maritime und Luft — geprüft werde: jedoch sei die Schwtertgteit nur aufgehoben. Denn selbst wenn die interaUiicrtc Misstrrtomir.ission von BerfailleS einen Entwurf z.st. ade bringe, kiabcte es sich darum, die Entschc ungen non Deutschland annehmen zu lassen. a:t diesem 'Augenblick werde man zweifellos vetiuchen, daS Einverständnis Deutschlands durch die'Aäumung von Düsseldorf. Auhrortund Duisburg zu »er- langen. Die Kontrolle des deutschetl Flugzeugbaus. Paris. 7. März. (MTB.) Die der.Ma- tin“ mitt eilt, ist es nach langen Verhandlungen besonders zwischen Frankreich und England. Den französischen Delegierten gelungen, für die F a - brikation von Flugzeugen in Deutsch- beoeihgt sehndUkhtrund xhmcrzlw i’MühneiMuoCTi “ ' iut 5öiyyic0öa.d.Äfeh.Anz. Salien mit 1 Zimmern unb Kllche gegen schöne rleiue Wobnung ■ n tauschen. Schriftliche Angebote unter02019 a.d. Gieb.2lnz. jStetiQ^r^eüo^l 35,96 36,04 97,15 97.40 97^0 Turnen, Sport unb Spiel. — Berliner Leit- unb Spring- turntet Die Springwettbewerbe am Öonn- .cfinbenb im Sportpalast halten eine äu'jerfi zahl' rnche eunr«.gLn Dir Italien zugefprochene (Vndemnit n entspreche nicht ben die eS erlitten habe Die englische Knfe dauert fort. London. ?. März. (WTB.) ..Daily Mail" berichtet, daß Vie politischeKrtfe uoch nicht beendet fei. Lloyd 5> c d r g a Qlüdtritt sei immer nod) möglich. Für den Qlupcnbild sei der ^rrmierm nister bereit, die Deichafte weiter zu führen. ..Daily Tcle- grapb" Jagt, der Rücktritt Lloyd Georaer- dleide ittfcr Schwede. Der Premierministc: habe beschlossen, nicht unverzüglich zurückzutreten. Dadurch werde eine wertvolle Atem pause geschaffen, die dazu benutzt werde, die Pläne für die Zukunft zu formulieren Zussuf Kemal Dey in Frankreich. Paris. 7. März. (MDB.) Iussv f s e • mal Beh ist gestern mit 'Der diplomatisches» Mission der Aattonalversammlung i i M a r seilte cinaetroffcn. Heute abend a>irö s: die Reise nach Paris an treten. Er wird a. a. b.*- gleitet von HomiL. dem augendticklichrn P:r- tieter der Regierung von Angora in konstant, nopet. sowie.von Tcrtretern verschiedener Ministerien von Angora. Das Steuerkompromi^. Berlin, 6. März. (WT2.) Der AeichL- tagSauSschuh für Steuerfragen bat bei der zweit«! Beratung deS Kapital v e r k e h r s st e u e r g e s e tz e s u. a. die Befrei- ungsvvrfchriften dahin gefaht, oah von der Steuer befreit fein sollen- i) inländische Attiengesell schäften, Kommanditgesellschaften auf Attien und lich dem öfsontlicheti Verkehr dienende Gesellschaften, sallS ihre Beteiligung in unentgeltlichen x}u Wendungen in Höhe von mindestens einem Zehntel des Aktien- ober Stammkapitals oder bei Aebernahme von mindestens einem Viertel be* Kapitals bzw. der entsprechenden Garantie be steht. Reu eingefügt wurde als Abschnitts die Befreiung der Ge Vorzugsaktien mit einfachem Stimmrrch; ans 5 Prozent ennäöigt. Msnlsterreife nach Leipzig. Berlin. 7. März. lDTB.) Dei Reichspräsident begab sich gemeinsam mit dem Präsidenten des Reichstages L o c b e. den Reichsministern Bauer. Schmidt, Dr. Köster, (Sroener und Dr. ^tab- bruch, sowie den Ministerialdirektoren von Schönebeck unb Dr. Meißner zum Belud) der Frühjahrsmesse nach Leipzig. J”CT & Ori^inaldofcn ' Silb^rpakate zu haben >n den Q«kchähon! Gesucht zum 1. April evtl, später einsachet Hausmädchen ober Köchin Näheres bei Sran hon mehrfachen Schwankungen, hielten sich aber noch >inner unter dem gestrigen Stand. Am Effekten- c.rlt wurde die schon gestern zu beobachtende ' c^lisationsneigung, besonders seilens der Spe- 'i.lation, allgemeiner, da die wirtschaftlichen and '■;! '-lbischen Verhältnisse ihr noch reichlich an- t'ärt erscheinen. Von einer Annäherang der e.-sloffpreise bei Kohlen asw. an den Welt- arttpreiS wird eine ungünstige Rückwirkang auf m zar Zeit zwar noch immer recht guten Gr- HäftSgang in der Industrie defürch'et. Der '»nSstand senkte sich daher bei mastigem 2ln- -ot auf der ganzen Linie mit unbedeutenden 'psnahmeir durchschnittlich um 30 bis 50 Proz ■ib vereinzelt um 75 Proz. Laurahütte. Ilse crgbacb Riebeck Montan, Felten u. Guilleaume, ötdhr unb Deutsch-Atlantische Telegraphen büsttcn aqegcn ungefähr 100 Proz. ein. während sich -M Zamilie Neher. I Gießen, 8. März 1922. 02023 == 01795 zu verkaufen == 2330a = älllllllll!lllllll!lllllll!lllllllllll!llllll!llllllllllllllllllll!llll!lllllllll|]|llllllllllllllllllllllllll!lllllllllllllllll!lllllli^ Arm.-Exp. D. Schürmann. Düsseldorf. 2338c Astoria-Liditspiele Wetzlar, den 7. März 1922. 2314 A Der Vorstand K 3. Das Geheimnis der P Spielhölle von Sebastopol 6 Akte. 8321C General-Vertretung! Trped.. Hagen L W. 2335c 2299h gesucht. C Strasse 36. 2316D An erlern., sucht ein. tiicht. 1 5 <> Jicst SSodje Witter s = heute vormittag 10 W Ewigkeit abzurufen. I I = = Gießen (Dammstr. 36), Offenburg i. B., den 7. März 1922. Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 10. März, nachm. der trauernden Hinterbliebenen: Fedor Kraemer. Diamant- 01798 Schreibmaschinen mit 1 Jahr Garantie fof. preiswert lieferbar durch die Generalvertr. f. Hessen ii. Hessen-Nassau, Frank- tert a. HL, HermeSweg 24. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Blumenspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Gold-, Silber-, Platingegenstände, Uhren Brillanten, Zahngebisse kauft au den höchsten Tagespreisen Georg Koch, Uhrmacher Müblstrasse 2, nächst der Bahnhofstrasse. Besteingeführte Gesellschaft, bereits über ca. 300 Vertreter verfügend, beabsichtigt zwecks durchgreifendem Ausbau der Organisation ihre General-Vertretung für jede Provinz an je einen seriösen, organisatorisch veranlagten, arbeitsfrei:, digen Herrn zu vergeben. Bestehender Dertreternetz sowie Kundschaft wird über- geben. Reklameunterstühung und sehr hohes Einkommen gewährleistet. Erforderliches Mindestkapital 5000 Mk. Offerten unter H.Q, 1617 an ®. Geerkens' Ann.- Fritz Nowack WSschefabrik und Ausstattungshaus Kontrollkasse nur National kaufe aeg. Barzahlung. [16*2ss Paul Lindner, Stachen, Magdalenensirasse 15. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute- Muttei;, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Carl Gacrthe, Wetzlar. Tüchtiger älterer Maschinenschlosser At. Wchtll per sofort gesucht. I>. Benner, A60 Bahnhofstrasse 40. Extra hohe s Belohnung! s Im Pers.-Zug 776 Sonn- tag mittag beim AuSstei' gen in Gießen ein kl. in Papier verpacktes Paket liegen lassen. Wiederbringer erhält extra hohe Belohnung. Rebmann, Köln, Moltkestr. 139 'V Düngekalk lose und in Säcken, jede Menge zu haben.. Carl Haas jun., Gießen, Frankfurter Str. 59, Teil 682.1831c und tüchtiger älterer erkzeugschlosser bei gutem Lohn und dauernder Beschäftigung gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften unt 2345D a. d. Gieß. Anzeiger. !■■■■■nee«es In Küche und Haushalt gut erfahrenes Mädchen mit guten Empfehlungen für 1. April oder später nach Darmstadt gesucht. NchaffnSt. 01778 Moltkestr. 26 II. von 5-100 P. S, nach 1900 gebaut, sofort zu kaufen gesucht. Angebote an Christian Pinkert Maschtnenhandlung, Mainz a.RH., Mitternachtsgaffe2. * 6tt6W iiiiu zu billigsten Tagespreise«. 2310 NB. Leere Fischkörbe werden abgegeben. ÜW'RM Fisshliandln. SchulstrabelV. Tel. 1612. Lacke f Leinöl f Streichfertige 1 (Beifarben Lackfarben Pinsel usw. empfiehlt »7»c l Drogerie Winterhott j 'bk. Kreuzplatz 9u.io SüömsW Wemeck 1-6. Wetzlar. Wir geben hiermit bekannt, daß die Hinterlegung unserer Aktien für die am 18 März d.I., vormittags 9Vs Uhr, in Wetzlar stattfindende außerordentliche Hauptversammlung auch bei den Filialen der Direktion der Dis conto- gesellschaft in Elberfeld, Dortmund, Gießen und Saarbrücken erfolgen kann. Einfamilienhaus oder Landhaus gut gebaut, mit großem Obstgarten, in Gießen, "Marburg oder Wetzlar oder deren Umgebung mit guter Verbindung nach Hauptbahnstrecken Giessen -Kassel- FrantfurL sofort zu kaufen gesucht. Offerten mit Angabe des Kaufpreises unter 8. 512 an die Kaufe getragene Herren- und Damcnkleider, Schube uud Wäsche. 074 L. Rosenzweig Giessen,SelterSweg58I Gebrauchtes, gut erhalt. W»-W inicht moderns zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. u. 2328 an den Gien. Anz. EcOiM-Rkimlalmchr gebraucht, auch reoarcnur- bedürftig, zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt. 02010 an den Giess. Anz. Sprechstunden: 02025 Werktags von 9—-12, 2—5 Uhr Fritz Friedrich, Dentist. Ab morgen: ZZS7» Zirkus^enig 4. Teil. Im Kamen des Gesetzes. Wieder eingetroffen: Feine Wäschestoffe Mako, Madapolarn, Opal, für eleg. Damenwäsche Carlowitz- Code neu oder gebraucht, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unt. 2347 an den Giessener Anzeiger erbet. Schellfische Kabeljau Me SeüUk usw. treffen heute ein. Wcftanlage 62 HL Wegen Umbau verkaufe 1 elektrisches Klavier, Wirtichaftsbolzstiibkc 1:. tische, Gartenstühle uud tische. 2350 Adolf Henrichs, Heuchelheim, „Jur Ludwigsburg". Umzugshalber verkaufe grosse uud kleine Käfige sowie Aquarien uud verschied, and. (02020 Zoolog. Handlung Brandgaxse. In besten Qualitäten empfehle: Kakao 2353c garant. rein Pfd. 34 Mk. Tee feine Misch. Psd.70Mk. Gemüse-Nudeln Pfd. 12 ML Erbsen grün u. gelb „ 6.50 Mk. Weizen-Griest Pfd. 8.50 Mb Grünkorn gemahlen Pfd. 6.50Mk. Gem. gucker Pfd. 0.50 Mk. Dierfrucht- Marmelade 10-Pfd.'Eim. 07.50 Mk. Rein. Apfelgelee ö-Pfd.-Etmer 67.50 ML Preitzelbeeren Pfd. 12.50ML SMülh AikslS Seltersweg 70. - Kaufe getragene Herren- und damenkleider, Schuhe, Stiefel, wasche sowie Möbel aller Art. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 öllo Habe meine Zahn-Praxis in Gießen, Sonnenstrahe 8 Ecke Schulstrahe eröffnet. Qr Ferner das Beiprogramm I Fahrbare und stationäre 83Mc Nur noch heute und morsonll Niemand versäume D das wundervolle Programm: Friedrich Zelnik und Käte Haack D in | Der gelbe Diplomat | Fernen ^8 Der originelle Detektiv-Film D I Der Katzenkopf | Anfang 6 und 8 Uhr. 4 Marktstraste 4 Telephon 119. j Verschiedenes] 0006 W. ou8 flutet Hypothek gc- ' sucht. Schr. Angeb. unt. 2290 an den Giess. Anz. 20060 mt auf erste Hypothek sofon anSzule hen. Schr. Aug. unt. 2291 an d. Giess. Anz. Kleiner grauer [01800 Pelzkragen Sonntag abend lLudwig- str., Gartenslr., Theater» verloren. Abzugeben geg. Belohn. Ludwigstr. 4 v. »' iUUV, Ui Ii Donnerstag, 9. Vlärz 192? abends 8.15 Uhr MmMchWlmg im „§inöe«burfl". a<8v Der Vorstand I WW-s-Ael bei hoher Anzahlung von Selbstkäufer zu kaufen gesucht. Gest. Offert, mit ausf. Beschreibung unt. 868 Annoncen» Expedit. Monopol E. m.b. H. Frankfurt a.M. Post- schliessfach 165. 2267 „§öhn"-Apparat zu verkaufen 02008 KavlanSs.lv, Wirtschaft lclotL?7S Anzüge für umerküte Figur zu verkaufen 02015 Badnbofttrasse 67 I. mrstr. Stroh au verk. K. stork I., Nodbeim a. d. Bicbei. rSauf^esuch^® sind Glanzleistungen küchenchemischer Errungenschaften u.werden von erfahrenen Hausfrauen als Perlen im Küchenschatz bezeichnet Ole bekanntesten Marken sind: Dr. Oetker’s Backpulver „Backin“ Dr. Ostker's Vamiiin-Iuvkör " Dr. Oetker’s Pudding-Pulver Dr. Oetker’s „Gustin“ Dr. Oetker’s Milcheiweiß-Pulver Dr. Oetker’s Bote Grütze Dr. Oetker’s Einmache-Hülfe 0. 8. W. Dr. Ä. Oetker Bielefeld. Mam Zickelfelle sowie alle anderen Felle und Häute kaust zu den höchsten Tagespreisen H. J. Dreifuß, Steinstr. 86. n21i* Tel. 753. »9 Be Monatsversammlung Irettag, 10. Marz 22, abends 8 Ahr, Pfälzer Hof. 2324v Der Vorstand Gitar Sporl-M Handels- Lehranstalten QI ESSEN Leiter: J. Kunzelmajin Selters weg 73 Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. 2. Ai al beginn d. neuen Schuljahres. Auskunft u. Anmeldung täglich bei der Hansa-Schule Selters weg 73 Tel. 821 Oder 2326a Vogtschen Handelsschule Goethestr. 32 Tel. 2064 Prospekt frei. Metalibetterr Stablmatr., Kinderbett., dir. anPriv.,Kat.31Nfret. «iBBimöbeinir. SuhltTh.) Frau EliS Kraemer geb. Föhrenbach «*»*•» unt. a. d. Giess-Anzeig. I Gießen, Neustadt 22.1 Fuuge Foxterrier Hündin entlausen. ___Ottanlage 17. | Vereine ] Aelteres, tüchtig., solides Mädchen gesucht. Wenzel, 02011 Bergstrasse st II. Suche für sofort ein weiteres tüchtiges 01799 . HaDRtnädchen. Frau Iustizrat dr. Rosenberg, Alicestr.5 Mildehen gesucht. Bäckerei Lange, 02002 Neustadt 477 Mädchen für Küche und HauS auf sofort gesucht. 01797 Heuchelheim, Giessener Strasse 41. Aelteres, erfahrenes Mädchen das kochen kann. In Dauerstellung für sofort oder föntet gesucht. Gute Behandlung zugeffchert, Lohn nach Uebereinkunft. Reise bezahlt. Angebote, wenn möglich mit Bild, an Frau B. Stephan, Wetzlar. Hausertor^ Besseres jung. Mädchen, dasdenHaushalt erlernen möchte, in kleine Familie (1 Kind) bei Familienanschluss und gegen Taschengeld n. auswärts gesucht. Schr. Angeb. unt. 2365 an den Giess. Anzeiger erb Jüngeres fleissiges Mädchen bei gutem Lohn und Behandlung gesucht. 2359 Fran C. 51 osenau, M a r burg,Wettergasse38. raMes iineinmööifjen iür sofort ob. bald gesucht. Frau Dr. Bloch, 2342h Asieriveg 34. | Stel!engesuche| Bl'amzu^ev.LaiiSe mit out. Schulkenntnissen, welcher Lust hat, das SAMl-SMMk Modernes eichen Klubgarnitur, Standuhr, grasten Teppich, sucht Privatmann zu kauf. Schr. Angeboie umer 02009 an den Giess. Anz. vamenHahrrad gebraucht aber gut erhalten, zu kaufen gesucht. Off. unt. 2158 an Herio, At. A.-E., Plockstr. 5. 400 Meter gebrauchte SMWem 65 — 70 mm, zu kaufen S »Ws! Nur noch ein vaar Tage zahle 2 Mk. für Wein- und Kognakflaschen. Süskind, Neuenweg 29. Telephon 1517. 2354 | Empfehlungen! I! Heute letzterTag!! 1.Gastspiel von Frl. IHargot Werner ► 2. Dee* Mann 8m Salz nach dem Roman von Lndw. Gtnghöfer. werh)3U0*röfleHt(i*»stell- Kana nicht erteilt werden._______ Zu verkaufen 1 leichtes Pferd, 1 junge Hahrkuh u. 1 Selbstfahrer mit abnehmbarem Bock. 01796 Hammttrane 15. Lebensmittelgeschäft in guter ^age Giessens sofort zu verk. Bermittl. verbeten. Schr. Angeb. u. 02013 an den Giess. Anz. Ein fast neuer WsMner-WM zu verkaufen. Wistmar, Haus Nr. 245. 01775 Gebrauchte, gut erhaliene Nähmaschine preiswert zu verk. 01794 Babnbosstr. 51 III l. gut trh. fiinötrniuiien Erfahrener, fleissiger Landwirt Mitte der 30er, sucht Bttli'MnSjitllunz. Geht auch in kleinen Betrieb, wo der Herr fehlt, bei Familienanschluss. Schriftliche Angebote imtcr'02001 an den Giess. Anzeiger erbeten.______ Chanifenr 20 Jahre, Führerschein II und III b, sucht Stellung. Schriftliche Angebote unter 02007 an den Giess. Anzeiger erbeten. | Verkäufe | yr. Oetker^ Fabrikahe r pUO°lH6ä EIWEISS X Er. 0 1118. V>. net g in“ Br ! »MUS G. lenwasche | ick! gshaus 1 2330a = llllllllllllllllllllllllllllllli heWche »abehu I Wß tifw. •Ä -ra/e ein >larktftrahc 4 Telrvbon IIS. rschiedenes WK ' « irtra hohe ielohnung. er vervMkW'. it laS eM ^tei a « mW ffÄ' guter Hyvoibek 6‘ Al-r.M-b.ur an den Gles-^ih W M ftr Hyvotbe! lofor > Ken. Sror. !)1 and-Äie^ :r grauer 10» ‘ertragen Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhetzen) Nr. 5? Zweites Biatt Mittwoch, 8. Mär^ (022 Beamtenbesoldung nach gleitender Skala. 3n der Ratl. Korresp. beschäftigt sich der Reichstage abgevrdnele M o r a l h mit der De- amtenbesoldungöfrage uni) stellt fest: Die Deutsche Dolkspartei vertritt die Auffassung, das; mit einer selbsttätigen Anpassung des Beamten- einkommens an den Geldwert endlich Ernst gemacht werden muh. Als am 21. Januar im Reichstag jene Regierungsvorlage zur Abstimmung gebracht wurde, die den Beamten als Ausgleich für die Teuerung (die seit der letzten Besoldungsaufbesserung nach den Ermittelungen des Statistischen ReichSamtS um wehr ais 38 Prozent für die notwendigsten Lcbm .haltungskostcn gestiegen war) ganze 2000 Mk. jährlich anbot. da versagte die Fraktion der Deutschen Bolköpartei dieser Gehaltsaufbesserung, die wie eine Verhöhnung der Beamten wirken muhte und nicht unwesentlich zum Ausbruch des Eisenbahner- streiks beigetragen hat, ihre Zustimmung. Ber- aeblich wies ich als Sprecher der Fraktion auf die Gefahren einer solchen „Gehaltsaufbesserung" hin. vergeblich stellte die BolkSpartei die bekannten Derbesserungsanträge. Rur die Forderung, sofort in eine Erörterung der Frage einer Reuregelung des Beamteneinkommens auf der Grundlage der gleitenden Skala einzutreten, fand die Zustimmung deS Reichsfinanzministeriums. Am 27. Januar wurde auf QIntrag der Deutschen Bolkspartei jener UnterauSfchuh zur Erörterung dieser Frage eingesetzt, der seine Arbeiten mit einer Befürwortung der gleitenden Skala beschlossen hat. Der Anterausschuh hat die bedeutendsten Sachverständigen gehört. Die Direktoren der statistischen Bureau» von Berlin, Schöneberg. Hamburg, Bremen wurden herangezogen. Der Reichsgerichtsrat Zeiler, einer der bekanntesten Verfechter des Gedankens der gleitenden Skala, kam aus Leipzig; aber auch die Etatreferenten aus den Finanzministerien der größeren Lander nahmen an den Verhandlungen teil, und Vertreter aller Arbeitergewerkschaften und Beamtenorganisalionen hatten Gelegenheit, sich zu äuhern. Ablehnend verhielt sich nur ein einziger Redner, der Vertreter des Deutschen Städtetages, der freilich nur seine persönliche Meinung, nicht die des Städtetages, zum Ausdruck zu bringen betonte. älnd wenn auch die Auffassungen über den Wert der gleitenden Skala bei den Vertretern der Arbeiter- und Angestellten-Ge- werkschaften geteilt waren, so ist doch ein Widerstand von keiner Seite laut geworden. Mit allem Rachdruck haben sich natürlich die Sprecher der eigentlichen Beamtenorganisationen für die Reform eingesetzt. Läßt sich der Gedanke in die Wirklichkeit umsetzen? Ost eine gleitende Skala technisch durchführbar? Zweifellos. England, Schweden. Oesterreich kennen dieses System, und wenn es hier und dort gewisse Schäden gezeigt hat, so ist es unsere Sache, sich die Er- faffrungen der anderen Länder nutzbar und das Ganze besser zu machen. Zunächst kommt es darauf an, das Einkommen festzusetzen, das einem Beamten schon der untersten Gruppe das zum Lebensunterhalt mindestens für eine kinderlose Familie Erforderliche gibt. Der Aufbau für die übrigen Gruppen mühte alsdann in gleicher Spannung von Gruppe zu Gruppe erfolgen. Die Reichsindexzahl zum Zeitpunkte der Einführung des neuen Systems gibt die Möglichkeit, diese so gefundenen Ge- haltSzahlen auf die Indexzahlen 100 oder 1000 zu reduzieren. Die Anpassung an jede Veränderung der Indexzahlen stellt sich dann als eine einfache Multiplikation dar. Die Reichsindexzahlen werden gegenwärtig auf Grund statistischer Erhebungen in 71 Gemeinden ermittelt, die monatlich herauSgegebene Indexziffer ist also eine Durchschnittszahl. Wenden wir sie an, so müssen wir noch in irgend einer Weise den lokalen Preisunterschieden gerecht werden. Dazu gibt es mehrere Wege; welcher der gangbarste ist, bleibe einstweilen dahingestellt. Ganz abwegig erscheint der von Sozialisten und Kommunisten aufgegriffene Gedanke ZeilerS, die Anpassung an die Teuerung nur für einen gewissen Gehaltsteil in voller Höhe vorzunshmen, für den Rest des Gehalts sich aber mit einem geringeren Hundertsatze zu begnügen. Die politischen Gründe, die die Linksparteien bei dieser Forderung leiten, sind durchsichtig und bedürfen keiner Erklärung. Eine andere Frage scheint mir beachtlich und bisher weniger erörtert zu sein. Ist eS möglich, das Beamteneinkommen ganz schematisch zu steigern, wie auch die LebenShal- mngskosten wachsen mögen? Können nicht Amstände eintreten, die es dem Staat unmöglich machen, seinen Verpflichtungen gerecht zu werden? Kann man einem Bruchteil deS Volkes ein Arbeitseinkommen garantieren, das es ihm erlaubt, immer dieselbe Menge von Waren einzukansen? Mit diesen Fragen türmen sich neue Schwierigkeiten auf, aber auch diese sind keineswegs unüberwindlich. Man braucht, wenn eS notwendig werden sollte, nur um etwas hinter den steigenden Indexziffern zurückzubleiben, das Gehalt würde dann ge- wissermahen zögernd der Preissteigerung folgen; das wäre immerhin ein Vorteil, denn es würde folgen, nicht wie jetzt, stehen bleiben. Dabei böte sich der Vorteil, dah man auch fallenden Indexziffern nur mit gleicher Verzögerung zu folgen brauchte. Den Grad dieser Verzögerung festzustellen, wird Sache der gesetzgebenden Körperschaften sein. Die Feststellung kann vierteljährlich vorgenommen werden. Alles in allem lässt sich sagen, dah eine selbsttätige Anpassung des Beamteneinkom- menS an die Teuerungsverhältnisse keine unlösbare Frage darstellt und dah bei gutem Willen aller Parteien die Einführung nicht allzu lange auf sich warten zu lassen braucht. Aus Stobt und Land. Gießen, den 8. März 1922. •• Zollpersonalien. Die Prüfung als Oberzollsckretär b€f1anZK.n: Die Zolljetretäre Fischer und Saat, Vorstände der Zollämter Lauterbach und Ridda. " An l agenmus i k findet am Donnerstag mittag 12 Llhr am Liebigs-Denkmal statt (nur bei günstiger Witterung». Musikfolge. 1. Armeemarsch Rr. 58 (Marsch aus „Moses"). G. Rossini. 2. Ouvertüre zu »Athalia". F. Mendelsohn°V. 3. Fantasie aus der Oper »Der Trompeter von Sälkingen". V. Retzler. 4. Espana-Walzer. E Waldteufel 5. Armcemarsch Rr. 186 (Düppeler- Dchanzen-Marsch). G. Riefte. ** D i e G e s ch l e ch t S k r a n k h e i t e n u n d ihre Folgen. Es ist eine bedauerliche Tatsache, dah die meisten Menschen keinen rechten Begriff davon Haden, wie start verbreitet die Geschlechtskrankheiten heute in unserem Volke sind. Erst eine Reichsstatistik hat Aufschluh darüber geben müssen und lehrt, dah es in Deutschland gegenwärtig etwa 6 Millionen Geschlechtskranke gibt, dah mithin etwa jeder zehnte Deutsche geschlechtskrank ist. Aufgabe der Wissenschaft und einer auf dem Gebiete der Hygiene radikal durchgreifenden Gesetzgebung wird es sein müssen, der verheerenden Volksseuche entgegenzuwirken. Die e Arbeit ist jedoch nutzlos, wenn sie nicht eingeleitet und begleitet ist von einer grundlegenden Aufklärungsarbeit. Rur so kann der falschen Scham, über dieses heikle Thema zu sprechen uni) der durch nichts gerechtfertigten Furcht, rechtzeitig einen tüchtigen Facharzt aufzusuchen, begegnet werden. Mit viel Erfolg bedient man sich im Kampfe gegen die Geschlechtskrankheiten i > letzter Zeit des modernsten Aufklärungs- und Illustrationsmittels. des Films. „Die Geschlechtskrankheiten und ihre Folgen ist der Titel einer Dilderreihe. die im Auftrage der „Deutschen Gesellschaft für Dekämp- fung der Geschlechtskrankheiten" unter Mitwirkung der Fachärzte Dr. med. T Horn a l l a und Kaufmann in Berlin zusammen- gestellt wurde und die augenblicklich in Giehen im Lichtspielhause in der Dahnhofstrahe gezeigt wird. Der Film erfüllt seinen Zweck in ganz hervorragendem Mähe und darf nicht verwechselt werden mit irgendwelchen sensationellen „Ausklärungsfilmen", die gerissene Geschäftsleute, auf den Rervenkihel der Masse spekulierend, aus den Markt gebracht haben. Man hat es bei diesem Film im Gegenteil mit einer ernsten wissenschaftlichen Arbeit zu tun, die auf alles Drum und Dran verzichtet und nur die Tatsachen ihre furchtbare Sprache reden läht. In sehr gut gelungenen Bildern und scharfen Aufnahmen zeigt der Film die älebertragung und Verbreitung der Geschlechtskrankheiten sowie ihre schrecklichen Rachwirkungen auf den menschlichen Körper. — Zur Erläuterung des in den Lichtbildern gegebenen Materials wurde die gestrige erste Vorführung von einem ausschluhreichen Vortrage des Giehener Facharztes Dr. Storck begleite;, der einerseits die furchtbaren Gefahren der venerischen Krankheiten aufzeigte, andererseits aber auch erläuterte, dah es -Rettung und Hilfe auch hiergegen gibt, namentlich wenn rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird. — Heute findet eine zweite gleichartige Veranstaltung statt, deren Besuch dringend empfohlen werden kann. Landkreis Gießen. A Bersrod, 6. März. Unsere Gemeinde hat sich von der Dieberg-Gruppe abgetrennt und jetzt ein eigenes Wasserwerk erbaut. Die Quellen liegen im Wiesengrund nach Beuern zu. Die neue Anlage mit Pumpstation kostet eine halbe Million Mark. Kreis Friedberg. sf Friedberg, 7. März. Aus verschiedenen aus Giehen hier eingelaufenen Zuschriften läht sich entnehmen, dah in dafür interessierten Kreisen eine gewisse Beunruhigung wegen der Verhältnisse an der hiesigen polytechnischen Lehranstalt herrscht. Diese Befürchtungen sind durchaus grundlos; richtig ist, dah vor kurzem wegen im Grunde genommen geringfügiger Ursachen. ein Konflikt zwischen dem Kuratorium und den Studierenden ausgebrochen war, und dah letztere deshalb in den Streik getreten waren. Rachdem die teilweise auf Mißverständnissen beruhe.den Beschwerden in entgegenkommendster Weise erledigt wurden, besteht nunmehr wieder zwischen Direktorium, Kuratorium und der Studierenden das beste Einvernehmen und es ist durch Aendemng der Satzungen auch für die Zukunft dafür gesorgt, dah weitere Ver- flimmungen nicht mehr auskommen werden. Das Sommers emest er beginnt am 19. April; die Stadt Friedberg wird auch für die Folge keine Opfer scheuen, um den guten Ruf der Schule immer mehr zu befestigen; so sind in der letzten Stadtverordnetenversammlung bedeutende Mittel zum Ausbau der- Bibliothek und des Laboratoriums bereitgestellt worden. Kreis Schotten. e. Schotten, 7. März. Rach einem G e - meinderatsbeschluh soll künftig eine Wohnungsluxus st euer erhoben werden, deren Satzungen sich zur Zeit in der Ausarbeitung befinden. Wer e i n Zimmer mehr hat, als ihm nach der Kopfzahl zustehe, soll 30 Mk., bei 2 Zimmern 50 Mk., bei drei 80 Mk., für jedes folgende 100 Mk an die Stadtkasse bezahlen. Man schätzt den eingehenden Steuerertrag auf etwa 4000 Ml., die für Wohnzwecke verausgabt werden sollen. — Auch eine Wohnungsbauabgabe ist beschlossen, sie wird etwa 17 480 Marl ergeben Die Abgabe beträgt 50 Pf. pro Tausend des für die Gebäude in dem Brand- lata sier angenommenen Wertes. Starkenburg und Nbcinheß'en. e. Offenbach a. M., 7. März. Bekanntlich trennt der Bahnkörper der Bebraer Dahn die Stadt in zwei Hälften, was bei dem regen Zugverkehr auf dieser Hauptstrecke durch das stete Wartenmüssen an bei: geschlossenen Schranken ju groben Llnzuträglichkciien führt. Seit Jahren ist man nun damit beschäftigt, die Geleise böber zu legen und an den Strahenkreu- jungen Unterführungen einzurecht en. Geplant ist weiterhin die Erbauung eines neuen Dahnhofsempfangsgebäudes Dieser Tage fand nun eine Besprechung des Professor- Eberhardt, des Direktors der hiesigen Technischen Lehranstalten, des Oberbürgermeisters Granzin und des Bürgermeisters Weil mit dem Eisenbahnminister G r ö n e r in Berlin statt m t d si i derReich verkehrsmi ifter mit einer gänzlichen Umgestaltung des Planes Der Frankfurter Eisenbahndirektion. der hier keinen Beifall gesunden hatte, einverstanden erklärte. Allerdings soll die Stadt Offenbach die etwa über den Voranschlag hinausgehenden Kosten selbst tragen. — Die Löhne der städtischen Arbeiter werden ab 15. März um 2.35 Mark pro Stunde erhöht. - Mit Ablauf des Schuljahres 1921 wird die an die Höhere Mädchenschule angeschlosiene Frauen schule aufge- 15 st. Die Errichtung einer Studienanstalt für Mädchen wird im Schulausschutz eingehend beraten. _— Die Offenbacher Musikkapellen erhalten für Veranstaltung von Sonntags-Anlage- konzerten 15 0C0 Mark aus der Stadtkasse. — Für den Ausbau der ileberlanbanlage wurden 26 6 Millionen Mark bewilligt vorbehaltlich der Rückerstattung von 11,2 Millionen Mark von den Anschlußgemci-iden. rm. Darmstadt, 7. März. Zur Behebung der Wohnungsnot will die Stadt- vertpaltung in Darmstadt einem der vielen Vorschläge. und zwar demjenigen, der den Aufbau von Stockwerken auf vorhandene Häuser vorsieht, energisch nähertreten. 3m Falle die Eigentümer sich hierzu bereit erklären, will die Stadt die gleichen Zuschüsse, wie das Land gewähren. Bekanntlich kommen den Bauherren auf Grund der Einkcmmensteuergesehnovelle von 1921 besondere Steuererleichterungen zu gut, wenn die Bauten bis zum Jahre 1923 erstellt sind. Heffcu-Nagau. e. Frankfurt a. M., 7. März. In dem Saale des Dolksbildungsheims veranstaltete der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenclubs eine Vorstellung des von Lehrer Dörfler dramatisierten Märchens „Rumpelstilzchen". Als Reinertrag der Veranstaltung konnte dem Verbände Rhein-Main-Lahn-Fulda der deutschen Jugendherbergen der Betrag von nahezu 5000 Mark überwiesen werden. Eine Wiederholung des Stückes zugunsten der Klubhäuser auf dem Hoherodskovf soll in Bälde ftattfinben. Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 7. März 1 92 2. Die Mitglieder der Vereinigung der Maler- und Weihbindermeister In Giehen sollen vom 1. März an den Stundenlohn auf 12 Mk. erhöhen (bisher 9.75 Mk.). Dem Zimmermeister Schindler in Steinbach wurde aufgegeben, vom 16. (nicht erst vom 27.) Januar 1922 an den Lohn der 3. Lohngruppe des Rachtrags vom 4. Januar zum Lohn- und Arbeitstarif für das Baugewerbe zu zahlen. In zwei weiteren Sachen verständigten sich die Parteien. Kirche und Schule. e. Ober-Lais, 7. März. Zum Kirchenrechner der evangelischen Gemeinde wurde Otto Schauermann Hl. gewählt, verpflichtet und in den Dienst eingewiesen. • Frankfurt a. M„ 7. März. In der französisch-reformierten Kirche am Goetheplah hielt am vergangenen SonntagPfarrer Correvon nach 42jähriger Amtstätigkeit seine Abschiedspredigt. Bei dieser Gelegenheit wurde zum letzten Male überhaupt hier in Frankfurt a. M. in französischer Sprache gepredigt. Vie Pforte öe$ Paradieses. Roman von Ingeborg Vollquartz. iBeretfitigte Ueberfefcung au8 b:m Dänischen. 5. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) .älnd ich hätte auch bei dir gewohnt," warf Glien ein. „Ja, natürlich," bestätigte Orla. »Dis du dich verheiratet hättest, denn es hätte doch sicherlich nicht lange gedauert, bis dich einer von den Gutsbesitzern in der Kirche gesehen und sich in dich verliebt hätte." »Ach, Junge, Junge, wärest du doch Pfarrer geworden!" »Freilich, freilich; aber du vergisst ganz, Ellen, dah ihm ferne ganzen Pfarrerpläne vergangen smd, als fein einer Dackenzahn plomd ert werden muhte, denn da tarnen die vierzehn Tage, während benen er durchaus Zahnarzt werden wollte. Sei ehrlich, Orla — war es nicht hauptsächlich deshalb, iceit es beim Zahnarzt so eigentümlich roch, dah du Lust zu dem Beruf bekamst?" »Ach, es wurde mir sehr schnell klar, datz daS eine rohe Beschäftigung ist, den Leuten Zähne auszuziehen — besonders für mich, der ich temer Fliege etwas zuleide tun kann. Aber ihr solltet mich nicht immer damit aufziehen. Es finden ja nicht alle sofort ihren Platz im Leden, und solange man den nicht gefunden hat, muh man eben danach suchen." „Du haft ja einen Platz," wandte Frau Dorris ein. „Unö du solltest zu sehen, dah du ihn behältst. Aber wie kannst du Beförderung und höheren Gehalt erwarten, wenn du keine innere Teilnahme für deinen Berus hast." „Liber Mutter, wie kann man für einzelne Maschinenteile innere Teilnahme haben? Es sind ja nicht einmal ganze Maschinen, sondern nur Einzelteile. Rein, das halte ich nicht mehr aus." „Wo möchtest du denn jetzt hin?" fragte Frau Borris sanft. „Das will ich dir gerne sagen, Mutter, Iah mich nur einmal so weit kommen. Ich bin nämlich heute vormittag Jakob Aarstedt begegnet, und der hat mir von feinem Bruder Kay erzählt, der drüben in Buenos Aires ist. Er verdient glänzend auf einem der großen Güter; sie ziehen Schlachtvieh auch für die großen Fleischextrakt- fabrilen drüben. Seit zwei Jahren ist er dort und bekommt jetzt ein eigenes Gut. Jakob sagt, er hat es wie ein Graf. Er reitet den ganzen Tag nur herum und sieht nach, ob das Vieh auch richtig behandelt wird. Sieh, das ist ein Beruf, der eines erwachsenen Marmes würdig ist." „Dann hast du wohl an ihn geschrieben?" fragte Frau Dorris und schüttelte lächelnd den Kopf. f „Rein, Mutter, das Schreiben führt zu gar nichts, es dauert zu lange, bis Antwort kommt." „Lind bis sie kommt, laufen wir ja Gefahr, dah Orla inzwischen Lust zu etwas andrem bekommen hat," warf Mogens lachend ein. „Was willst du denn sonst, Kind?" fragte die Mutter. i „Soll ich dort hinüber, so will ich auch sofort gehen. Worauf sollte ich denn noch lange warten?" »Vielleicht auf das Reisegeld," sagte Mogens trocken. „Oder hast du das vielleicht?" »Es wäre eine Schande, wenn etwas so Lumpiges wie das bißchen Reisegeld Orla verhindern würde, nach Buenos Aires zu kommen und ein reicher Mann zu werden!" rief Ellen zornig. „Mutter, du wirst doch keine Angst Huben, ihn reifen zu lassen, wenn es lein Glück gilt!" »Sein Glück!" wiederholte Frau Borris mit einem leichten Seufzer. »Wer weiß, ob es fein Glück wäre. ilnb das Reisegeld — wo soll das denn Herkommen?" „Das habe ich schon bedacht, Mutter," sagte Orla und rückte seinen Stuhl dicht neben den ihren. „Könnten wir nicht Grosstante bitten, day sie mir es leiht? Wir sind ja doch ihre Erben," schloß er etwas matt. i „ilnb wir sollen hingehen und einen todkranken Menschen bitten, uns einen Vorschutz aof das zu geben, was wir möglicherweise einmal von ihm erben werden —“ Missbilligend betrachtete Frau Dorris ihren Sohn. „Es weitz übrigens lein Mensch, ob Tante Ellinor überhaupt irgendein nennenswertes Vermögen besitzt, und weder dein Vater noch ich sind taktlos genug, sie danach zu fragen." ! „Sie würde es aber gewitz nicht übel nehmen. wenn du sie fragtest," sagte Ellen einschmeichelnd. „Es gibt ja keinen Menschen, von dem sie so viel hält, wie von dir." „ilnd darum sollte ich die fein, die die kranke und einsame alte Tante mit einer taktlosen Frage quält und verletzt?" rief Frau Dorris. „Rein, Kinder, Tante Ellinor soll in Frieden sterben dürfen. Weder euer Vater noch ich haben je mit ihrem (Selbe gerechnet; vielleicht hat sie gar keines. Aber sie ist jederzeit gut und liebevoll gegen mich und uns alle gewesen von dem Tag an, wo sie aus Westindien herkam, und das wenigste, was wir für sie tun können, ist das, datz wir sie in Frieden sterben lassen." »Gewitz, Mutter," sagte Orla. »Du weitzt ja Wohl, datz ich Tante Ellinor nichts zuleide tun will. Dann muh ich eben sehen, mir das Geld auf andre Weise zu verschaffen. Ich mih einmal mit Vater darüber reden." „Wäre es nicht besser, wenn du auch den Vater m Ruhe liehest?" schlug Frau 'Dorris vrr. „Er ist in letzter Zeit so nervös, und du weiht-doch, mein Junge, datz er dich so sehr gern zu Hause behalten möchte. Das ist ja Vaters fixe Idee, dah du meine Stütze sein sollst." „Gewitz, das möchte ich ja gerade dadurch werden, daß ich fortgehe und in eine glänzende Stellung komme. Denke doch mir, was ich alles für euck tun könnte, wenn ich dort drüben auf einem großen Gute sähe! Wenn ihr doch mir —" „Pst! —" machte Ellen, die eben mit dem Tee hereinkam. „Vater ist draußen." älnb wie mit einem Zauberschlag wurde es ganz still im Zimmer. Rur Frau Borris erhob sich und trat an den Tisch. Während sie die Tasten zureckt rückte und Tee einschenkte, schielte sie verstohlen zu ihrem Mann hinüber, der eben in die Stube trat. Hauptmann Dorris war ein großer, magerer Marrn von beinahe sechzig Jahren; da er sich aber sehr stramm hielt, sah er jünger aus. Mit einem hastigen Grubwort setzte er sich sofort an den Tisch und naf die Tasse Tee entgegen, die ihm seine Frau . ächte. Jetzt machte sie einen Versuch, ihm in die Augen zu schauen, aber er wich dem aus, indem er seine Dlicke auf den ältesten Sohn richtete. „Wovon hast du gesprochen, als ich hereinkam?" fragte er und kniff die müden, schwermütigen Augen zusammen, als ob ihm das Licht lästig wäre. „Du hast etwas von einem großen Gut gesagt." „Es war — es war — ich habe daran gedacht, nach Duenvs Aires zu gehen — und —“ „ilnd was?" fragte der Hauptmann scharf, und nun starrten seine Augen den Sohn beinahe feindselig an. „ilnö Gutsbesitzer zu werden, und Vieh aufzuziehen für die großen Fleischextraktfabriken," vollendete Orla, und die hellblauen Augen, die denen des Vaters glichen, sahen ebenso fröhlich und vertrauensvoll aus, wie die des Hauptmanns traurig und schmerzvoll. »Hirngespinnste!" brummte der Hauptmann. »Wenn nun aber Orla doch so große Lust hat, hinauszukommen, lieber Vater!" sing Ellen vorwurfsvoll an. „Du solltest ihn wirllich nicht jedesmal entmutigen, wenn er mit einem Vorschlag kommt." „Davon verstehst du nichts, Kind," sagte der Hauptmann und winkte seiner Tochter abwehrend mit der Hand. „Orla ist alt genug, um zu wissen, daß man damit auf der Welt nicht weiterkommt, wenn man all seinen plötzlichen Gelüsten und Sm* fällen folgt. Ter Mensch mutz lernen, sich selbst in der Gewalt zu haben; das kann zuzeiten recht schwer sein, aber man mutz das lernen, solange man jung ist. Tu weißt übrigens recht gut, datz du nicht außer Landes gehen sollst. Tu hast mir doch' einmal versprochen, Orla, datz du deiner Mutter eine Stühe fein solltest." »Gewiß, Vater; aber bis jetzt braucht Mutter doch keine andre Stühe als dich." „Deshalb ist es mir doch ebenso peinlich, sehen zu müssen, datz du es immer noch nicht zu einer Stetigkeit bringst, Zunge; du weißt gar nicht, wie verzweifelt ich sein kann, toerrn ich deine verrückten Einfalle hören mutz." „Dabei ist doch nichts zum Verzweifeln, Vater," tröstete Ellen. „Tu solltest lieber darüber lachen wie d-ie Mutter." „Ellen!" warnte Frau Dorris. „Es sind nicht alle Leute so glücklich, MutterS leichten Sinn zu haben," entgegnete der Hauptmann. (Fortsehung folgt.) I Emanuel G= m. b. H I Schtihverkauf Seltersweg 31, früher Central-Gaß - MirWail ■ Frankfurt a. 1„ Gewerkschattsh! Gewerkschaftshans 2350a Behördliche Anzeigen 3. Klasse 5a d. Ztr. M. 2332 IflIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIOIIIIIllllllllllllllllllllin Bekanntmachung meistbietend versteigert. 2336B Kreis Biedenkopf. 2329V Statt Karten Liebigstraße 95 Ms Modernisieren Ml W Reparaturen. W 2325V 2334 HI I - • ■> ■ • ■■■. $ ■ ■ . ■ Wir machen darauf aufmerksam, daß die Preise für Schuhwaren ins Unerschwingliche steigen und daß es sich empfiehlt, den jetzigen Bedarf und den der nächsten Zukunft sofort einzudecken. Bei uns sind große Mengen in allen Sorten Schuhen und Stiefeln von früheren Abschlüssen zu noch verhältnismäßig sehr billigen Preisen eingetroffen und jeden Tag kommen neue Sendungen herein, so daß wir imstande sind, Unvergleichliches zu bieten Halbj.- u.Jahresklassen. Tages- u. Abendkurse. Prosp.fr. Anmeld. tägl. 57,70 f. 58,75 50,70 63,60 71,10 63,45 31,55 67,- 75,40 Großer Strimoeg 10 2367h «Ruppertsburg, den 6. März 1922. Hessische Bürgermeisterei. 3. D.: Fritz, Beigeordneter. festgesetzt: Fettstückkohlen ...... Fettnußkohlen...... Fettkohlen, mel....... Eßnuß (Halbmagerkohlen) . . Anthrazit........ Eiform- und Steinkohlenbriketts Braunkohlenbriketts . . , . Zechenkoks, grob..... Zechenkoks, Nuß..... Krofdorf (KreiS Wetzlar), den 6. März 1922. Der Bürgermeister. sprechen. Näheres wird noch bekanntgegeben. Der Gauvorstand: Dr. Lenz. Manschen Loche! Wilhelm Möll Verlobte Gießen, im März 1922 5 Stück 4,97 Fstm. 38 „ 33,02 „ 105 „ 55,79 „ Holzversteigerung der Gemeinde Ruppertsburg. Freitag, den 10. März I. 3s. werben im Distrikt Hohenberg, Buchwald und Röthe versteigert: Stämme, Esche: 6. Kl. 1 Stück — 0,25 Fstm.; Kiefern: 1 Stück 3. Kl. —0,39 Fstm.; Derbstangen, Fichte: 480 Stück — 16,49 Fstm.: Reisstangen: 17 Stück — 0,17 Fstm.; Scheiter Rm.: Buche 256: Knüppel Rm.: Buche 103, Elche 6,4, Aspe 1,2, Kiefer 2, Fichte 24,2: Stöcke Rm.: Buche 40,9. Fichten-Reisig flächenweise. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags im Disttikt Hohenberg an der Kreissttaße Ruppertsburg-Wetter- selb. Diejenigen Steigerer, welche bie Dahn benutzen, können bis Station Wetterfeld fahren. Hänbler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma Marie Götz vormals Wilhelm Schäfer, Daubringen. Inhaberin ist die Franz Götz Chefrau, Marie geb. Korz zu Mittelstmühle. Angegebener Geschäftszweig: Zigarrenfabrikation. 2362 B Gießen, den 2. März 1922. Hessisches Amtsgericht. Gießener Konzertverein Sonnte®. 12. H&rz 1922. nachm. 5 Uhr. In der Aula der Universität Neuntes Konzert im Abonnement Johanna Hesse (Sopran) Alexis af Enehjelm (Tenor) vom Landestheater Darmstadt. Am Klavier: Gustav Beck. Lieder und Duette von Franz Schubert Eintrittekarten: Mk. 12.—, 10.—, S.—, 6.- bei Ernat Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 4.— nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 2246v Versteigerung von Abfallholz. Donnerstag, den 9. März 1922, nachmittags 2 Uhr beginnend, wird in der nachstehenden Reihenfolge das an der Wilhelmstrahe, der Westanlage, im Hof des Stadthauses Gartenstrahe und an der Friedhofsanlage lagenrde Abfallholz (Reisighok, teils zu Grbsenreisern geeignet) an Ort und Stelle Holzsnbmisfton. Aus den Waldungen der Gemeinde Steinbach soll folgendes Holz auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Fichtenstämme: Zusammenkunft: Scke Wilhelm» und Cbelsttahe. Gießen, den 7. März 1922. Der Oberbürgermeister. Ä. B.: vr. Rosenberg. StTT Ä. Rötohta. Gött. schreibt: Meine nabt ich durch Schaumaüt läge von Obermever's Tltbte 0 /V* • Q eRttiflt Zur Nachdehandluna ift 'UXd/agWlt-(MIÄmL befand. ,u empfehlen \JvWtT Zu haben in allen Apocheten. 2)toa./f ■ mb Parfümerien. V • Aus unserer Gardinen-Abteilung: Halbstores Bekanntmachung. Infolge Erhöhung der Zechenpreise und Frachtsätze für Kohlen und Koks sind die Höchstpreise durch Beschluß der städtischen Brennstoffdeputation vom 7. März 1922 mit sofortiger Wirkung wie folgt Bekanntmachung. Die dem Brennstoffamt zur Zeit zur Verfügung stehende Holzmenge ist vollständig aus- verkauft. Bezugsscheine werden daher bis auf weiteres nicht mehr ausgestellt. 2367B Der Oberbürgermeister (Drennstvffamt). Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Mitteldeutschen Creditbank Frankfurt a. M., Filiale Gießen, eingetragen: Die Generalversammlung der Aktionäre vom 18. Ro° vember 1921 hat beschlossen, das Grundkapital außer um 50 Millionen Mark um weitere bis zu 30 Millionen Mark zu erhöhen. Auch dieser Beschluß ist durchgeführt. Das Grundkapital beträgt nunmehr 170 Millionen Mark. Durch Beschluß des hierzu ermächtigten Aufsichtsrats vom 24. Dezember 1921 ist der §5 des Gesellschaftsvertrages der erfolgten Kapitalserhöhung entsprechend geändert worden. Die Prokuren dsS Richard Speher, Carl Stoer, Emil FlaSbarth, Max Rosenthal, Karl Marquardt, Alwin Bendel, August Loh, Carl Stölting, Jacob Stern, Jacob Zeih, Dr. Eugen Maurer, Kurt Meißner, Otto Schwab, alle zu Frankfurt a M., sowie des Ludwig Landsberg, Adolf Mannheim, Fritz Rette, Kurt Repke, Heinrich Krahmer, Georg Lust, Erich Pindter, Wilhelm Deurmann, Wil-elm Brühl, Richard Döring, Paul Albert, Wilhelm Kochmann, Carl Weihger-- ber, Georg Obernesser, Otto Bartholomäus, Paul Anne, Ernst Mucha, Ernst Thurm, Erich Burger, alle zu Berlin, sind auf den Geschäftsbetrieb der Riederlassungen in Frankfurt a. M. und Berlin beschränkt worden. 2363 B Gießen, den 4.März 1922. Hessisches Amtsgericht. halbe» Glück Zucker*» Patent-Medizinal-Seife habe Id) daS Übel völlig befethgL 'H. S. Pollz-Serg. Dai» Zockooh-Crcme(nid)t|ettrnb u.fetthallig)Lnoll Apotheke Drogerien w. Parfümerien. 3n Kiesten in der Drog. Winterboff, Kreuzvlatz 9'10,. Löwen -Drogerie und Victoria-Drogerie. MWölk. M- I0Ö MM Sonntag, den 12. März 1922, von norm. 10V, Uhr ab, findet in Gießen im Hotel „Grotzherzog" der Gautag fürHessen statt, wozu alle Mitglieder herzlich eingeladen sind. Nichttnitglieder haben keinen Zutritt. »üMeWBWIiN hie Herreil Pros. Dr. Werner nnh Alfred Roth, Hamburg von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung in Etamine, Erbstüll, engl. Tüll usw. von Mk. 165.— an Fritz Nowack, Ausstattungshaus. 2331a Vergebung von Bauarbeiten. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungen sollen nachstehende Dauarbeiten bei Errichtung von 2 Beamtenmiethäusern in Friedberg durch öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: Los IA und IB Glaserarbeiten: je 14 Kellerfenster, 41 Geschohfenster und ca. 20 qm Verglasung. Los IIA und IIB Schreinerarbeiten: je 2 Haustüren, 45 Zimmertüven, 4 Glasabschlüsse, 630 qm Holzfußboden usw. Los IIIA und IIIB Weihbinderarbei- ten: je 417 qm äußeren und 1860 qm inneren Wandpuh, 900 qm Deckenputz, 1600 qm Leimfarben an strich, 639 qm Oelfarbenanstrich auf Holz und Wandflächen, 530 qm Fußböden zu ölen usw. Los IVA und IVB Schlosserarbeiten: je 290 kg Kleineisenzeug und 100 kg Treppengeländer zu liefern, 5 Abschlüsse, 69 Zimmer- und Kellertüren und 25 Fensterläden zu beschlagen usw. Los VA und VB Installationsarbeiten: je 64 m gußeiserne und ca. 80 m galv. Eisenrohrleitung, 38 m Gasleitung, 4 Gasbadeöfen. Los VIA u. VI B Elektr. Deleuchtun g: je 5 Zählertafeln, 75 Brenn stellen. Zeichnungen, Bedingungen unb Angebotsvor- drucke liegen auf dem Zweigbureau (neue Blindenanstalt) offen. Die Anaebotsvordrucke werden zu den Selbstkosten abgegeben. Die mit besonderer Aufschrift einzureichenden Angebote werden am 24. März d. Is., vormittags 11 Uhr, in Gegenwart erschienener Bewerber in Zimmer 4 des Hochbauamtes geöffnet. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Friedberg, Den 27. Februar 1922. 2349D Hvchbauamt. Haag. Otto Faber Wagen- und Karosseriebau Mühl- GioRan Fernruf Straße 22 XJICUCBI 1096 Lager und Anfertigung von Selbsllahrern IM, Jagd- und LauleMerwagea a ßmhällswap Autokarosserien Vorstehenbe Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen in Fuhren bis vor bas Haus bes Käufers ober frei Lagerplatz bes Kohlenhänblers für ben Zentner einschl. Warenumsatzsteuer. Die Zuschläge für Lieferung frei Keller usw. bleiben bestehen. 2337B Gießen, ben 7. März 1922. Der Oberbürgermeister (Drennstvffamt). (tit fett 8 3a Oren an geloltdfem vuslchlag etil furcht» barem Hellmut Die glückliche Geburt eines Kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Privatdozent Dr. Groh und Frau Ilse geb. Müller. Gießen (Goethestraße 10), ben 8. März 1922. 03011 chuhverkauf Seltersweg 31 früher Central-Cafö fragt den anderen, wohin mit dem Sohne, der Tochter? Die Privat - Handels - Schule „Hermes“ O/eßen, Bahnhofstr. 60 Tel. 1097 :: Qegr. 1909 beginnt das neue Schuljahr am 2. Mai. I 5b „ 449 „ 111,29 „ Das Holz ist mit Rinbe gemeßen. Etwaige (Ein» wenbungen wegen ber Vermessung sowie ber Güte bes Holzes werben nicht berücksichtigt Die Kaufbe- bingungen werben vor ber Eröffnung bekanntgegeben. Die Angebote sinb verschloffen, mit Aufschrift versehen, bis zum Freitag, ben 10. bs. Mts., nachm. 2 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart ber erschienenen Dieter bie Eröffnung statt- finbet. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Herbert. Steinbach, ben 3. März 1922. 2243V ______Bürgermeisterei Steinbach. Krämer.______ Holzsubmission. 3m Wege des schriftlichen Angebots Werden aus dem Gemeindewald Vetzberg folgende Holzmengen vergeben: Distrikt I. Los 1 2 Fichtenstämme 2. Klaffe — 2,19 Festmeter Los 2 45 Fichten- und Kiefernstämme 3. Klaffe — 30,11 Festmeter Los 3 239 Fichten- und Kiefernstämme 4. Klaffe — 73,91 Festmeter. Angebote, getrennt nach Losen, erbitte bis 18. März 1922, nachmitt. 2 älhr, mit der Aufschrift „Fichtenholzverkauf aus dem Gemeindewald Betzberg" an meine Adresse. Eröffnung der Offerten zur selben Zeit in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Dieter muß sich den "hier geltenden Holzverkaufsbedingungen unterwerfen und dies schriftlich anerkennen. Er ist 8 Tage lang vom Tage der Eröffnung ab an fein Angebot gebunden. Zahlungstermin 20. April er. an die Gemeindekasse in Krofdorf. Auskunft erteilt Herr Förster Wagner Rodheim, I I e c i 9 1 9 9 n ir 5 f«' füi rnt A" rief V tur ein ha stä kr 3i w b e li s- 5 so L. g» de . §i'c von sich Bei leit za zw imi Soi mül dem teil Ben 6inl im: zum Reil SW Lebe Mg W foni Zw 3di nah fein zu t 3nte voll Tag mal. N Ni M tun dvc De Pc all ma sch Jer ai bei t sranki derbe zu ntü Pi ers Tei Lok An< den mög len, ter ki auch Enttr ist es Hand, Stanl ?"lch stehun gl lahrsr ? to Tende e'tig deren Sq letzt g( int X Deutsck b ^.igSd zvsen, ■ flen he