S»KA d höhne^o^ İL, Zge des.LjÄA^r ^6e wiederhvlH Str ML KD- den muh. m London. M) Testern früh tfl itt Mderer Mrischv hoffen Sie fa! Mittwoch. 8. Zevrunr (922 Erster Blatt 172. Jahrgang Druck und Verlag: vrühl'sche Unio.-Vuch- und Stelndruckerei H. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Ausbehnun einer Politik der wird, nachdem der Reichskanzler seinerseits Lloyd George über Deutschland und Frankreich., Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr bis zum ‘Jlad)m:ttag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 'Pf, auswärts 90 pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 3 0Pf. Bei Platz« vorschr>p20 „Aufschlag Hauprfchristleiter: Aug. töoetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Äarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Berk, sämtlich in Dietzen. reichs bis zum Rhein in der 2lrt einer Annexion von Gebietsteilen auf Bevorstehender Abbruch des Eisenbahnerstreikes. Berlin, 7. Febr. (WTB.) Die Besprechungen, die zwischen der ReichS- regierung und Vertretern der Gewerkschaften wegen der Beendigung des Eisenbahnerstreiks geführt wurden, haben heute abend 9Uhr zu einem positiven Ergebnis geführt. Nachdem auch zwei Vertreter der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten zu dieser letzten Aussprache hinzugezvgen worden waren, wurde über folgende Erklärung Uebereinstim- mung erzielt: Die Reichsgeweölschaft gibt die Erklärung ab, daß sie noch heule abend den Streik der Eisenbahner für beendet erklären Kassel. 7. Febr. (Amtlich.) Durch Heranziehung von Arbeitswilligen ist eS gelungen, den Güterverkehr in stärkerem Umfange durchzuführen, insbesondere die Beförderung von Lebensmitteln und Kohlen. Der Dienst auf den großen Rangier- bahnhöfen konnte gleichfalls ausgedehnt werden, so daß die bisher abgestelltcn Frachten bald abgefahren sein werden. Die Kvhlen- versorgung der Industrie wird im Benehmen mit den notleidenden Werken nach Möglichkeit durchgeführt. Der Personenverkehr ist weiter ausgebaut, so "bafe jetzt auf jede, Strecke mehrere Züge in jeder Richtung verkehren, und der Anschluß auf den UebergangS« stativnen an die Rachbardirektionsbezirke tun« lichst gewahrt wird. Magdeburg, 8. Febr. (WTB ) Die Eisen- bahndirektion teilt mit: Wesentliche 21. n* derungenin der Streiklage sind k id>t erngetreten. Arbeitswillige Bed e-'st te kehren in den verschiedenen Orten nach ihrer Dienststelle zurück, um die 2Tbeit toie'e auszunehmen. 3n den letzten 24 D.u den tourie.i Im Tirettionkbezirt 3 Milchzüge, 48 Güter ü,c 22 Kohlenzüge und 99 Perch.renzüge ge ah en. E e wesentliche Erweiterung ist zu erwarten, sobald die aus Süddeukschland überwiesenen and bereits unterwegs besindlichnr 150 Lvkomotivfüh er ringe troffen sind. 3nebe andere wird t>le Zahl d.r Kohlenzüge vermehrt werden, um D tr.cb ein stet- lungen in der Industrie zu vermeiden. Dar Unwille der Bevöttermng über die streilenden Eiscn- bahner zeigt sich allerorts. 3n Oebisfelde bot)- Eüttterte die Kaufmannschaft die streikenden Eisenbahner. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen empfindet. Wenn man Frankreich Vertrauen gibt, so gibt man ihm Ruhe. Frankreich ist im Zeitraum eines Jahrhunderts dreimal verwüstet worden; das rechtfertigt seine Besorgnisse. Eine der wirklichen Gefahren für Europa, vielleicht nicht während der nächsten 20 Zahre, aber vielleicht für die folgende Generation, besteht darin, daß die deutsche 3u g e n d im Geiste der Revanche auferzogen werden und heranwachsen könne. (Zuruf von feiten der Arbeiterpartei: Hub die f ran- gung seiner Rechte zu sichern. Die Aussichten des englisch-französischen Ausgleichs. Paris, 6. Febr. „Oeuvre" schreibt zu der Anwesenheit des Londoner französischen Botschafters in Paris: Trotz des OpttmiSmus der letzten halbamtlichen Mitteilungen des Foreign Office und des Quai d'Orsay hätten sich unzweifelhaft die französisch-englischen Meinungsverschiedenheiten sowohl in der Orientfrage wie in bezug auf den Entwurf des DarantiepakteS dermaßen zugespitzt, daß ein Ausgleich schwieriger als je erscheine. Die Note, in der am Donnerstag Pvincarg von der englischen Regierung eine Aenderung deS Konferenzprogramms für Genua gefordert habe, sei schlecht ausgenommen worden. Lloyd George und Lord Curzon wollten an der in Cannes am 6. Januar festgesetzten Tagesordnung keinerlei Aenderungen vornehmen. Sie seien gegen die Einmischung des Völkerbundes in die Arbeiten des Kongresses für den europäischen Wiederaufbau. Das Gesagte ist nach dem Blatte das Wesentliche der Unterredungen, die der französische Botschafter in London Jn den letzten Tagen mit den Vertretern der englischen Regierung gepflogen hat und über die er dem französischen Ministerpräsidenten Bericht erstattete. Nr. 35 Der Gießener Anzeige» erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Monatliche Bezugspreise: Mk. 9.50 einschl. Träger« lohn, durch die Post Mk. 10.- einschl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch - Anschlüsse: fürdieSchriftleitung 112; für Druckerei. Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnachrichten: Aineiaer Stehen. poftschecttonto: Frankfurt a. M. 11686. London,?. Febr. (WTD.) Unterhaus. Rach der Rede ClyneS' nahm Lloyd George Las Wort zu folgenden Ausführungen: 2llle auf den letzten Haager Konferenzen gefaßten Beschlüsse hatten einen allgemeinen Charakter und find im Weltkriege wirkungslos geblieben; ba- ceaen sind in Washington präzise De- schlüsse sefaßt worben, in denen bestimmte Zahlen für die Kriegsschiffe, die Geschütze und die Besatzungen festgesetzt wurden. Was dieTatig- feit des Obersten Rates betrifft, so hat er die Entwaffnung Deutschlands burchge- führt, die Dienstpfticht tn Deutschlanb abge- schafft unb Mahnahmen getroffen, damit Frankreich sehr beträchtliche Summen als Reparationen erhält. Diese Ergebnisse sind im Verlaufe der ersten Konferenz des Obersten Rates erhielt worden. Man ist schrittweise borgegangen, man hat aber ein großes Ergebnis erreicht, nämlich dafür gesorgt, daß Konflikte nicht zu Kriegen aus- arten. Frcuirdschaft bedeutet nicht Ünterorbnung ober Gehorsam, sondern ehrliche Zusammenarbeit zwecks Erreichung gemeinsamer Ziele. (Das die Frage des Garantiepak- tes betrifft, so ist es notwendig, daß Frankreich Gefühl hat, daß es ni i ^amen fer Reichsregierung ausgeführt SS? ei ne* 1 ap s°r l laH$u rcht | Mt, datz bet !°f°rttgem Abbruch de- L.r-ttcs die Disziplinierung nach den vom Gesamtkabinett aufzu st eilenden Regeln erfolgen wird. Die Reichsregierung wird bei sofvrttgem Abbruch des StteikeS in der Anwendung und Durchführung der Disziplinarmaßnahmen von Massendiszi- plinarverHandlungen und Massen- entlassungen absehen. Die Dertteter der ReichSqewerkschaft erklärten, noch am Abend an ihre Organisationen im Lande telegraphisch die Weisung zum Abbruch deS StteikeS ergehen zu lassen. Der Notbetrieb. D e r 11 n, 8. Febr. (Priv.-Tel.) Wie den Blättern vom Aeichsverkehrsministerium mitgeteilt wird, ist es durch die Einrichtung des Rotbetriebes gelungen, in den letzten 24 Stunden in den S t r e i k b e z i r k e n annährend 2000 Züge zu fahren. Durch weiteren Ausbau des Rotbetriebes wird es gelingen, das Wirtschaftsleben auch bei einer weiteren Anbauer des Stteikes vor dem Erliegen zu bewahren. Berlin, 7. Febr. (WTD.) Heber den Einsatz der Technischen Rothilfe in den städtkschenWerkenBerlins wird mit- geteilt, daß von ihr als dringendstes Bedürfnis zunächst die Wasserversorgung Groß-Berlins sichergestellt worden sei und im Anschluß daran mehrere Elektrizitätswerke in Betrieb gesetzt worden sind, in welchen Strom in steigendem Umfange erzeugt wird. Lieber den Einsatz der Technischen Rothilfe zur Unterstützung der Eisenbahndirektionen im ganzen Reich wird ferner mit geteilt: Die Technische Rothilfe stellt sich nach dem Stand von heute morgen den Eisenbahndirektionen im ganzen Reich zur Verfügung. Es wurden Führerpersonal für rund 1000 Züge, 1200 Mann De triebspersonal und weit über 5000 Mann Personal für DetriebSwerkstätten, Stellwerke, Weichenanlagen und die sonsttgen Arbeiten gestellt. Die Lage in Berlin. Berlin, 7. Febr. Rach einer Meldung der „V. 3.“ legten auf die Nachricht vom Stteik der Berliner städtischen Arbeiter die Belegschaften des Saarkraftwerkes Golpa-Zschvrnewitz, das einen großen Tell von Berlin mit elektrischer Kraft versieht, die Stromversorgung zum allergrößten Tell lahm. Da ein großer Tell der Berliner Arbeiter und Angestellten wegen Fehlens von Verkehrsmitteln nicht zu den Arbeitsstätten gelangen konnte, ist ein großer Tell der Perliner Fabriken gezwungen, zu schließen. 2luch der Wasser- und Kohlenmangel führte in mehreren Werken bereits zur Einstellung des Betriebs. Die Groß-Berliner Däckerinnungen und Brotfabriken teilten dem Magistrat mit, daß infolge des Eisenbahnerstreiks und des Ausstandes der städtischen Arbeiter die Drotversorgung Berlins zusammenzubrechen droht. Die Brotfabriken haben keine Kohlen mehr, und durch die (Stillegung der Wasserwerke ist die Teigbereitung unmöglich gemacht. Auch die kleineren Bäckereien, die tells Dampfbetrieb, teils elektrischen Dampfbetrieb besitzen, können nur noch wenig Brot liefern. Wegen Kohlen- mangels wurde heute morgen der größte Tell der städtischen Schulen Groß-Berlins geschlossen und die Schüler bis zur nächsten Woche beurlaubt. Infolge Wassermangels detDot die Feuerwehr sämtlichen Berliner Theatern die Aufführung wegen FeuerS- gefahr. Anter dem Personal der Hoch- und Antergrundbahn findet heute nachmittag eine Urabstimmung über die Frage des Eintritts tn den Streik statt. Sollte sich eine Mehrheit für den Stteik ergeben, so soll der Dettieb zwar heute noch fahrplanmäßig durchgeführt, dagegen morgen früh nicht mehr ausgenommen werden. Betriebsrätevolitik. Berlin, 8. Febr. (WTB) Von der Groß- BerlinerBetriebsräteversa mm lung wurde gestern nachmittag eine Resolution angenommen, in der angesichts des Kampfes der Eisenbahnbeamten um ihre Existenz die Prvllamie» rung des Generalstteikes für ganz Deutschland gefordert wird. Eine Urabstimmung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 8. Febr. (WTD.) Dei einer 11 r ffb ft i mmu n g, die heute die Mit- glieder des Eisenbahnerveröandes, Ortsgruppe Groß-Frankfurt unb Umgebung, über die Fortsetzung des Streikes Vornahmen, stimmten 2554 für unb 428 Eisenbahner gegen den Streik Dom deutschen Parieiwesen in Polen. 3n ebnem Leitartikel spricht die „Gobjct Freie Presse" über die Parteizersplitte- rung der Deutschen in Kongrehpolen. Die Deutschen in Polen seien im allgemeinen durchaus apolitisch. Erst die Sejm- unb ötabt- verttetungswahlen hätten einen gewissen Zusammenschluß gebracht. So entstand in Lodz die »Vereinigung körperlicher unb geistiger Arbeiter", auf dem Lande die „Deutsche Vollspartei". Die mit der Assimilierung Liebäugelnden grünbeten eine eigene Partei der ,deutsch-polnischen Demo- fraten“, die allerdings von vornherein wenig Mitglieder zählte und es zu keiner Debeutung brachte. Die beiden erstgenannten Vereinigungen konnten je einen Vertreter in den Sejm entsenden. 3n die Lodzer Stadtvertretung entsandten die Vereinigung 6 Vertreter, die Demolraten einen Dertteter. Rach den Wahlen starben die drei Vereinigungen eines unrühmlichen Todes. Für den neuen Wahlkampf (Sejm-Wahlen im Herbst, Lodzer Stadtverordnetenwahlen im Februars treten wiederum neue Parteien auf: die „Arbeitspartei“ mit sozialistischem Programm, der die „Deutsche sozialdemolratische Partei" mit dem Hauptsiy in Drvmberg unb mit bem Programm der reichsdeutschen Mehrheitssozialiften entgegentritt, indem sie ihren Sih nach Lodz verlegen unb dort ihr Dromberger Organ herausbringen will. Diese deutschen Sozialdemottaten werden von den polnischen So-staldemottaten (P. P. S.) unterstützt. Als dritte Partei gründet der derzeitige Sejm-Abgeordnete Spickermann eine Art Wiederholung i>er Vereinigung geistiger unb körperlicher Arbeiter, d. h. aller Kreise des werktätigen beutschen Volkes. Ferner ist eine „Partei der Parteilosen" in der Gründung begriffen, deren Hauptträger deutsche Fabrikanten sind, und die Deutsche, Polen unb Huben umfassen soll. Es sott eine bürgerliche Partei fein, der sich an* scheinend ziemlich viele deutsche Kreise des Mittelstandes angeschlossen haben. Diese Partei habe als Stadtpräsidenten einen polonisierten deutschen Großindustriellen in Aussicht genommen. Ferner ist eine „evangelische Partei" in der Gründung begriffen, deren geistiger Vater der Generalsuperintendent Dursche, der „ungekrönte evangelische Dischof" von Polen, ist, den unsere Leser aus seiner bisherigen Haltung ja zur Genüge kennen. Diese Partei spekuliert durch ihren Ramen namentlich auf das 3ntereffe der Landbevölke- rung. Ihr wird versucht, eine ©egengrünbung in ber „Deutschen Vollspartei" entgegenzustellen, die die "Rachfolgerin ber einst so gut empor geblühten Partei gleichen Ramens werben soll. Doch ist ber Plan erst vorhanben, zu seiner Ausführung scheint noch nichts unternommen worden zu sein. Das erwähnte Dlatt ruft beshalb die Deutschen zu hräftiger Organisationsarbeit auf. Die deutsch - polnischen Verhandlungen. Genf, 7. Febr. Arn 10. Februar tritt in Genf dir Vvlkskvnferenz zwischen den deutschen und polnischen Bevollmächtigten unter dem Vorsitz des Präsidenten C a l v n d e r zusammen. Die Konferenz dürfte etwa bis Ende d. MtS. dauern, ohne daß darüber bestimmte Angaben gemacht werden können. Präsident Calvnder wttd morgen hier eintteffen. Die polnische Abordnung hat ihre Ankunft auf den 9. Februar angestrqt. Was die deutschen Vertreter betrifft, so pofst man, daß ihr Eintteffen nicht durch den Elsen- bahnerstteik verzögert wttd, weil diese Verschleppung der Verhandlungen schädlich und ^höchst bedauerlich ist und tm übrigen ein Ab- zösische Zugend ebenfalls!) — 3ch sage, wenn die deutsche Jugend an den Gedanken gewöhnt wird, das alte Prestige, den früheren Einfluß unb bie ehemaligen Besitzungen des Kaiserreiches wieberzuerlangen unb bie Sieger für bie Deutschland zugefügte Riederlage zu bestrafen und den deutschen Rationalstolz zu verteidigen, so liegt darin eine große Gefahr, ber bas zukünftige Europa ausgesetzt ist. Deutschlanb muß bie Ueberjeugung erhalten, bah biese Kriegs- politll ihm keinen Vorteil bringen würde, und daß es einem Rachekriege gegen Frankreich nicht nur Frankreich, sondern auch andere Rationen gegen sich hätte. Es gibt aber noch einen weiteren Grund für den Garantiepakt. 3n Versailles hat man die Verbindlichkeit übernommen, um Innung Frank- (einer Politik, etwa dem linken Rheinufer) Widerstand zu leist e n. Diese Verbindlichkeit war dazu bestimmt, Frankreich Sicherheit zu leisten. Präsident Wilson und Balfour haben eine Garantie gegeben, und angesichts dieser Garantie hat man auf bie erwähnte Polllik Verzicht geleistet. Da nun Frankreich dies getan hat, handelt es sich in dieser.Angelegenhell um eine Ehrenschuld. Hierauf kam Lloyd George auf den Vorschlag zu sprechen, als Maßnahme für den allgemeinen Wiederaufbau der Welt die Kriegsschulden zu annullieren. Er sagte: Grohbritan- nien ist bereit, die Frage zu erörtern, vorausgesetzt, bah alle Gläubiger- unb Schulbner- nationen bereit sind, dasselbe zu tun. Aber es würde ungerecht sein, zu verlangen, dah Groh- britannien allein auf bie ihm geschuldeten Gelder verzichten soll. Heber bie ägyptische Frage sagt Lloyd George: Für den Augenblick kann ich keine vollständige (Srflärung geben, da die Regierung sich erst mit dem auf bem Wege nach London befindlichen Marschall Allenby beraten muh. Poincar« über die „Sanktionen". Paris, 8. Febr. (WTD.) 3m Heeres- und Finanzausschuß der Kammer sagte Ministerpräsident Poincars über die Sanktionen.^ die Frankreich gegebenenfalls zu nehmen genötigt wäre, um Deutschland «u zwingen, seine Verpflichtungen zu halten: Ich habe weder die Absicht, noch den Wunsch, zu Sanktionen zu schreiten, aber man darf nicht vergessen, bah ber Vertrag von Versailles das Recht gibt, die Derücksichti- Nochmals die Regierungsbildung in Hessen. Herr LandtagSabg. Prof, v- M. Schian schreibt und: Die Ausführungen des Herrn Iustizrats Weidemann in Rr. 31 des Gießener Anzeigers erfordern eine Erwiderung. Ich habsl nicht die Absicht, mich in eine lange Polemik einzulassen. Auf die Frage, ob die Darstellung des Herrn Obenauer in allen Punkten au» trifft, gehe ich nicht ein. Auch das Urteil des Herrn ZustizratS Weidemann über die allgemeine Haltung der Deutschen Volkspartei mag ich nicht kritisieren; die Leser werden sich selbst sagen, daß es durchaus vom Standpunkt einer anderen Partei aus gefällt ist. Aber Herr Weidemann fragt: „Warum hat die Volkspartei das Zenttum in seinen Bemühungen um die Verbreiterung nicht dadurch unterstützt, daß sie energisch ihren Eintritt in die Regierung forderte und sich rückhaltlos auf den Boden des Regierungsprogramms stellte?" Dazu ist zu sagen: Erstens: Die Deutsche Volkspartei hat sowohl durch eine Zeitungskundgebung wie auch auf andere Weise nachdrücklich eine Beteiligung der Rechten an der Regierung gefordert, und zwar gerade in den Tagen der Regierungsblldung. Der Sinn dieser Forderung war klar. Wer damals die Zellungen gelesen hat, muß das wissen. Außerdem weiß eS bie Zentrumsfraktion des Landtags ganz genau. ES ist erstaunlich, dah eS Herr Zustiz- rat Weidemann nicht weih. Zweitens: Es ist eine sehr sonderbare Forderung, daß die Deutsche Volkspartei sich hätte rückhaltlos auf den Boden „des Re- gierungsprvgramms" stellen sollen. Welches Regierungsprogramms? Eine neue» Regierung muß doch ein neues Programm unter sich vereinbaren. ES gab also in jenem Augenblick überhaupt kein Regierungsprogramm, auf dessen Boden sich die Volkspartei hätte stellen können; es wäre erst eins zu verabreden gewesen. Oder meint Herr Zustizrat Weidemann, daß die Deutsche Vvllspartsi sich auf das Programm der vorigen Regierung, wie es z. B. Herr Dr. Strecker dem Hessenlande so klar vor Augen geführt hatte, hätte stellen sollen? Rein — das kann er doch wohl nicht meinen! Diese Vorwürfe gegen die Deutsche Dollspartei sind also in jeder Hinsicht und in jedem Wort gegenstandslos. Endlich eine kurze Bemerkung über die Haltung des Zentrums. Das Zentrum hatte die Entscheidung in der Hand. Ohne das Zentrum konnte die Sozialdemokratie keine Regierung bilden; dazu war sie — auch mit der Demokrattschen Partei — nicht stark genug. Es kam also darauf an, von welchen Bedingungen das Zenttum seinen Eintritt in die Regierung abhängig machte. Stellte es die Bedingung der Zuziehung der Deutschen Volkspartei, und hielt eS diese Bedingung fest, dann stand die Sozialdemokratte vor der Wahl: Verbreiterung der Koalition oder Ausscheiden aus der Regierung. Das Zentrum hat es nicht für richtig gehalten, jene Bedingung zu stellen. Heber die Gründe will ich mich hier nicht unterhalten. Aber indem das Zentrum eine solche Bedingung nicht stellte, hat es das Zustandekommen der alten Koalition ohne die Deutsche VollSpattei herbeigeführt. Das ist Tatsache. Frankfurt a. M., 7. Febr. (WTD.) Der Stteik der dem Deutschen Eisenbahnerverband angehörenden Arbetter des Werk- stättenamtes Betzdorf ist beendet Die Werkstättenarbeiter nehmen morgen früh die Arbell wieder auf. 3m EisenbahndttektionS-1 bezirk haben sich heute 113 Lokomotivführer zum Dienst zurückgemeldet. 1 Siebener Sladttheater. Die Tür ins Freie. Lustspiel von OSkar Blumenthal und Tu st ad Kadelburg. Gießen. 8. Febr. 1922. ®3Jtou£I>e<^er und herzlich gelacht gestern aLML im Stadttheater. Das Lustspiel der be- Sl?^?lUxment^Is Kadelburg infolge der völlig veränderten Der- fn b'men wir heute leben, nicht mehr 1°^!$ ^^inst ttn Jahre 1908. als es erstgnd. fSr Ä Zeichen Sttuationskomik. Erfasser ausgestaltet haben, vlel Frische bewahrt, daß es H noc^ leinen Zweck erfüllt, nämlich bcn, unbeschwett vom Ballast irgendwelcher Probleme, einige Stunden zu vergnügen. So lacht F^1, auch letzt rwch über die tollen Vorgänge, Die ^^uschaft und der daraus entstehenden Amtsvernachlässigung des Herrn Bür- aermelsters von Buchenau in dieser ehrsamen hi?bfio3ftoicößr entehelichen. HnhJ^C fln^rR8 Natürlich — wieder zu^ b b C ”$Ut m8 Treie" in die Ehe Wie gesagt, man lacht, wozu man dopvelt Grund hat, wenn sich die Darsteller fo warm & oF18. 3^8 legen wie gestern Bei ^r Fülle von Personen, die das Lustspiel aus die Buhne bringt, ist es nicht möglich, Einzelleistungen eingehender zu würdigen. Wir nennen darum ohne abstufen oder hervorheben zu wollen als besonders glangen Georg Heding. den Ruhestörer und „Süröffner“, der schließlich zuletzt seiner Malva (Cläre T ür k) ins — ach so süße - Ehe. joch folgt. OSkar Fe igel, der sich auch als Spielleiter verdient gemacht hatte, und seine Fanny (Rose Rubner), Rudoi' Goll der wieder Gelegenheit hat. alle Register seines unverwüstlichen Humors zu ziehen, und Luise 2tam- weit- Wld str die Deranl das schluß der Genfer Konferenz vor der Kvnfe> renz in Genua wünschenswert wäre. land übergesührt werden. Seine Frau hat den Wunsch auSgedrückt. man möge ihren Gatten auf der Insel Süd-Georgien, wo er gestorben sei. begraben. Der Kapitän Husseh. der den Sarg nach Montevideo geleitet hatte, ist b-au,'tragt worden, die Leiche Shackletons wieder nach Grytoiket zu- rückzusühren. Sv wird der Forscher denn aus dem Friedhof des kleinen Fischerhasens begraben sein, wo er gestorben ist. Der Kabinettswechscl in Italien. Rom, 8. Febr. De Rico la hat in letzter Stunde die Bildung des neuen Ministeriums abgelehnt. Angestellte zu zahle«. Allein bei der LcmveSver- sicherungsanstalt Hessen-Rassau handelt es sich um über 58 000 lausende Renten. Llebrigens sind die Landesve.sicherungsansta'ten durch das Gesth vom 23. Juli 1921, das bekanntlich die Beiträge ganz erheblich heraufgeseht und sehr hohe Dei- tragsklassrn geschaffen hat. aus der bisherigen Rotlage befreit und in den Stand gesetzt, aus den zur Deckung künftiger Rentenzahlungen dienenden Beträgen wieder wie früher erhebliche Summen zur Förderung des Wohnungsbaues darlehnsweise zur Verfügung zu stellen, was bei der derzeitigen Wohnungsnot von weitreichender sozialer Bedeutung sein wird. feS k9jer ho-i? wn l fcjüt die ».Höchs ZK-K mel, Fredy D ö r i n g und Karla Keller. Wla- bimir D r a n d e s und Else Koop, Karl V o l ck und Auguste M a r ck s und schließlich — eine der gelungensten, sicher aber die überraschendste Lei- Mrng des Abends — Paul Mehnert als Rektor Zirbel. — Jeder Besucher der folgenden Vorstellungen des Lustspiels kann jedenfalls emiger frohen Stunden versichert sein. —r. * Die Fortsetzung der Shackleton-Gxpedition. Rach dem Lode des Kommandeurs Sir Ernest Shackleton hat Frank W t l d das Kommando der englischen SüdpolarerpeLition übernommen Zum vrertenmal macht Wild jetzt die Reise in die antarktischen Regionen. An sämtlichen seit 1901 von England aus unternommenen SuLpolarexpe- cntlonen hat Wild teligenommen, so an der Scott- Expedition 1901 bis 1904; auf Shackletons erster Reise von 1902 bis 1909 machte er die berühmte Schlittenreise mit, die bis nahe an den Pot her- Dann begleitete er den P!>hsiker Dr. Douglas Mawson auf besten Reise (1911 bis 1913) am Südpol; als Führer der Westabteilung, Die triele geographische Aufnahmen von Gedu gen und Erhebunaen des antarktischen Tafellandes machte, lag Witt.» die Berichterstattung über einen wich- ttgenJScll ter wissenschaftlichen Ergebnisse de er Expedition ob. Auf der verunglückten zweiten D^ckleton-Expedition, der (verfilmten) „Imperiai 1 rans-Antarctic-txpedition“, die 1914 ihre Aus- reife machte, gehörte Frant Wild zusammen mit einem jüngeren Bruder zu jenem Teil Der Expedition, der nach dem Schiffb uch der „Endurance" säst vier Monate auf der Elefanteninsel tm We- dell-Meere eingeschloslen war. Damals war ihm die Führung dieser Abteilung anvertraut, die im August 1916 nur infolge ter beispiellosen Energie Shackletons nach mehreren vergeb sichen Versuchen mit Hilfe eines kleinen chilenischen Schisses buchstäblich, in letzter Stunde gerettet werden konnte o ■ efn?r Meldung der -Times" wird d e Leiche Sir Ernest Shackletvns nicht nach Eng- auf den Gedanken, den ülrbeltätcm den Prozeß iu machen. Es wurde auch eine ordnungsmäßige Llntersuchung ein geleitet, die die angeschuldigten Rager in allen Formen des Rechts vorgcladen La sie zum Termin nicht erschienen, so b.schsoß ™n> J ihrer Abwesenhett zu verhandeln, wobei ter Verfasser des obengenannten Buches den Mausen als Offizial-Verteidiger bestellt wurde. Er wies zunächst darauf hin, daß die Mäuse, die M über ein weites Gebiet zerstreut feien, öffentlich geladen werden müßten, und daß zu diesem ^iveck in jeder Kirche Der verschiedenen Gemeinden bei der Sonntagspredigt von der Kanzel herab die Ladung verkündet werden müsse. Da aber dieser Einwand auf die Richter keinen Eindruck machte, so beschäftigte sich Chassanöe mit der juristischen Seite Der Frage und erklärte, daß es gegen alles Recht verstoß«, in Da«ttch und Bogen eine Menge zu verurteilen, in der sich neben Schuldigen auch ülnschuldige befänden. Das wurde von den Richtern auch anerkannt und die angeflagten Mäuse Infolgedessen von Schuld und Fehl freigesprochen. Am 7. Februar 1314 wurde nach durchgesührtem Prozeßverfahren in Miosy-le-Lemple cm Ochse gehängt, der durch einen Hornstoß einen Menschen getötet hatte, und am 5. September 1379 wurde zr vmfsh in Burgund eine Sau. die überführt war ein Kind in Der Wiege getötet zu haben, öffentlich mit dem Beil hmgerichtet und Die Kosten der Llrteilsvvllstreckung dem Besitzer des gerichteten Schweines auferlegt. Endlich wurde tm 2ahre 1474 einem Hahn der Prozeß gemacht aus Grund der Beschuldigung, daß er ein Ei gelegt habe. Der unglückliche, Der Hexerei ver- Dächtigte Bogel wurde auch hingerichtet Rach der Hinrichtung stellte sich allerdings heraus, daß Der Halm eine Henne war. Rachdem sich seine Unschuld so offenbart hatte, mußte man ihm ein ehrenvolles Begräbnis zugestehen — im Bauch seiner Richter. — Telephonische Her-Diagnose. Der im Londoner Rationalhospital für Herzkrank- hellen in Gebrauch befindliche AuSttrltationS- apparat hat in letzter Zeit eine neue Vervollkommnung erfahren; er ist jetzt imstande, den Herzschlag des Patienten nicht nur elektrisch wiederzugeben, sondern auch durch das Telephon einem rund zwei Kllometer entfernten Arzt zu übermitteln. Ein den Zustand des Herzens verzeichnendes Diagramm wurde kürzlich durch gewöhnliche Telephondrähte vom Bett des Patienten im Addenbrooke-Kranken- haus In Cambridge nach dem U/, Kilometer ent- len Pathologischen Institut der Universität übertragen. Das Telephon gibt die Herztöne so scharf und deutlich wieder, daß der abwesende Arzt sich ein genaues Bild von der Position des Herzens und dem Druck des Blutlaufs machen kann. Der neue Apparat, der den Ramen „Phono-Kardio- graph" trägt, ist In England hergestellt und benutzt das von Professor Hughes erfundene Mikrophon. — Au Dem Kapitel der Tierprozesse bringt ein alles historisches Wen von Darthelemy ChassanHe einige noch unbe- tannie Einzelheiten. Der gelehrte Jurist, der das Buch verfaßt hat. fungierte selbst als Offizial- Verteidiger In einem Prozeß, der im Jahr 1530 gegen Die Mäuse in Autun in Frankreich geführt worden ist. Die Mäuse hatten die Felder so gründlich verwüstet, daß man eine Hungersnot befruchten zu muffen glaubte. Man kam deshalo ** Der Verein für Öter&eunter» stühung Gießen hielt seine 17. Iahresver- sammlung unter dem Vorsitze des langjährigen Vorsitzenden Seidewand im Postkeller ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Der Bericht des Vorstandes und Rechners ergab wiederum ein erfreuliches Bild von dem steten Fortschreiten des Vereins. Die Mitgliederzahl betrug 1580 und das Vermögen 32 815 Mk. 3m Jahre 1921 tour- den 26 Sterbefälle entschädigt mit 12 520 Mk. Interessant war an den Ausführungen des Rechners. daß unter den 26 Verstorbenen 7 Mit- gründer des Vereins waren. Jeder dieser Mit- gründer hatte bis zu seinem Todestage an Beiträgen insgesamt wahrend Der 34 Jahre 156 Mk. gezahlt, während den Hinterbliebenen ein Sterbe- Aeld von 500 Mk. ausgezahlt werden konnte. Dieses Beispiel zeigte den Anwesenden, daß der Verein aus äußerst gemeinnütziger und sparsamer Basis aufgebaut ist. — Die Reuwahl des Vorstandes ** Zur Abgabe der Einkommen- steuererklärung für die Veranlagung zur Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1921 wird in einer Bekanntmachung des Finanzamtes im heutigen Anzeigenteil aufgefordert. Die Erklärungen müssen unter Benutzung des vorgeschriebenen Vordrucks, der von dem Finanzamt zu beziehen ist, in der Zeit vom 15. Februar bis 15. März eingereicht werden. N. Dekanat Gießen. Zur Zell bereift dm Verbandssekretärin der Evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Hessen, Frl. Storck, die evangelischen ©emeinben des Dekanats, um Abend für Abend in den Frauenvereinen Vorträge über Die Aufgaben der Sraucnbereine, über die christliche Familie, Die Freude in Der christlichen Familie und andere Fragen zu halten. Die Vorträge sind überall sehr gut besucht. Da die Vortragende von ihrer vorjährigen Reise als vorzügliche Rednerin bekannt ist. ** Ermäßigung der Kirchensteuer. Auf Den Steuerbescheiden, die im vorigen Monat ausgegeben worden sind, wird auch die evangelische Kirchensteuer angefordert. Der evangelische Gesamckirchenvorstand bittet uns, mitzu- teilen, daß er im Einvernehmen mit dem Oberkonsistorium dafür Sorge getragen hat, daß die berechtigten Wünsche der evangelischen Steuerzahler auf Ermäßigung der Kirchensteuer Berücksichtigung finden. Heber die Art, wie das ge- s°ll. wird demnächst eine Erklärung veröffentlicht werden. " Durch die Kriminalpolizei wurden in Gießen und einem Rachbarvrt bei Verkäuferinnen, die sich während ihrer Tätigkeit jn einem hiesigen Geschäft rechtswidrig Sachen angeeignet hatten. Durchsuchungen vorgenommen, wobei für mehrere tausend Aus Stobt und Lsnd. Gießen. 'Den 8. Fedr. 1922. •• Auf dem Gießener Bahnhof ist auch heute die Lage noch nicht verändert. Die Züge verkehren -Detter nach dem gestern ver- öffenllichlen Rotfahrplan, zu dem auf Der Strecke Gießen— Frankfurt noch folgende drei Züge hinzukommen; G i eß en — Do n a m es ab Gießen 4,05 vorm., 9,55 Dorrn, und 3,32 nachm. und zurück von Donames nach Gießen. **EineBekanntmachungderEisen- bahndirektion Frankfurt sichert jedem, der Personen zur Anzeige bringt, die während des augenblicklichen Eisenbahnerstteiks Bahnanlagen oder Betriebsmittel zerstören oder beschädigen, je nach 'der Schwere des Falles eine Belohnung zwischen 1000 und 10 000 Alark zu. ’’ Die Zuschlagsgebühren für Ex - preßzüge. Die Eisenbahnverwaltung hat neuerdings bestimmt: Exprehzüge (Züge mit besonderer Geschwindigkii. und Bequemlichkeit) können nur mit Fahrkarten, die zu Den Schnellzügen gelten imd gegen Entrichtung eines Preiszuschlags von 1 Mark in Der 1. Klasse und 60 Pf. in Der 2. Klasse für das Kilometer benutzt werden. Für die Benutzung der in den Fahrplänen mit „L" bezeichneten Expreßzüge (Luxuszüge) sind neben Den Gebühren für die Exprehzüge noch die in besonderen Tarifen.festgesetzten Preiszuschläge zu entrichten. Die Fahrt in Expreßzügen wird sich danach auf 2,34 Mark in der 1. Klasse und auf 1,74 Mark in der 2. Klasse für jedes zurückgelegte Kllometer stellen. Die Beförderung von Gepäck in Expreßzügen erfährt einen Zuschlag von 100 Prozent gegenüber den übrigen Gepäckfrachten, außerdem wird eine Abfertigungsgebühr von 10 Mark für je 10 Kilogramm Gepäck erhoben. Rach der Tariferhöhung am 1. Februar werden ole vorstehend eingeführten neuen Sähe weiter um 75 Prozent erhöht, und zwar werden die Zuschläge Dann 1,75 Mark bzw. 1 Mark je Kilometer betragen. Die erste Handlung Pius XI. Rom. 7. Febr. Fürst Chtgi, Ron- klavemarschall, machte auf Anordnung des Monsignoresekretärs des Konklaves, der Agentur Stefant folgende Mitteilung: Seine Heilia- kett Papst Pius XI. Erteilte unbeschadet aller Vorbehalte zugunsten der unverletzbaren Rechte der Kirche uird des Helligen Stuhles, die zu behaupten und zu verteidigen er beschwor, den ersten Segen vom äußeren Balkon auf dem St.-Peter°Platz in der Absicht, daß dieser Segen nicht allein der Stadt Rom und Ztalien zutell werde, sondern allen Rationen, und allen Vollem und der ganzen Welt denWunschunddie Botschaft einer allgemeinen Befreiung überbringe, die alle so heiß ersehnen. äleber den Lebensgang des neuen Papstes ist Ach nachzutragen: Geboren 1857 in Desto bei Mailand, studierte er an Der römischen Jesuiten- Universität Gcegottana. Er steht überhaupt Sen Zefuiten nahe, Deren General Ledvchowski er feine diplomatische Beförderung verdankt. Er arbeitete hauptsächlich im Bibliotheksdienst, zuerst 24 Jahre an der Mailänder Ambrosianischen Bibliothek; im 3a$re 1911 wurde er in die vatikanisch? Bibliothek berufen, deren Präfekt er 1914 als Rachfolger P. Ehrles wurde. Er veröffenllichte zahlreiche wissen- 'chaflliche Arbeiten, ging 1918 nach Warschau, zunächst als apostolischer Visitator zwecks Organisation Der polnischen Kirche, alsdann als Runtius. Kardinal seit Dem letzten Juni wirkte er als Erzbischof von Mailand nur wenige Monate. Rom, 8. Febr. (WTB.) Der Papst bestätigte Den Kardinal Gaspari als Staatssekretär, Desgleichen die Prälaten, Die unter Benedikt XV. den päpstlichen Hof blldeten. Aus dem Reicke. Au- dem HauptauSschuß des Reichstages. Berlin, 7. Febr. (WTB.) Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages , stand die Beratung über den Etat des Schatzministeriums. Vor Eintritt in die Tagesord- . nung schlug der Vorsitzende die Vertagung ! der Sitzung vor, well ein Tell der Vertreter der einzelnen Parteien nicht anwesend sein 'könne. Dr. Rosenfeld (USP.) beantragte, die durch den Eisenbahnerstrell geschaffene , Lage zu besprechen. Der Ausschuß lehnte den i Antrag ab und beschloß, die Sitzung auf morgen zu vertagen. Putschabfichten Der Kommunisten? Magdeburg, 7. Febr. (WTB.) Die " „Magdeburger Zeitung- meldet aus Halle: Bei der hier vechafteten Räuberbande P l ä t t n e r und Genossen hat man einen Mo- Misatwnsplan für einen neuen mittel« deutschen Putsch in aller Ausführlich- kett Lefunden sowie anderes wichtiges Material, das auf neue Absichten der Kommunisten hindeutet. Die allgemeine Onvalidenverstcherung. > r Landesdersicherungs- ?flt Hessen-Aassau wird uns ge- 1 daneben: 'Bei ben Wahlen der Vertrauensmänner zur Angestelltenversicherung ist In Veröffentlichungen den Befürwortern einer gesonderten Angestelltenversicherung die vollkommen unrich- ttge Behauptung verbreitet worden, die allgemeine Invalidenversicherung stehe dem Zusammenbruch. Diese Behauptung muß als _ leichtfertig erhoben bezeichnet werden. Es SÄ’JJS! aEchen Zahlen zu ver- der Invalidenversicherung zwei 2tentj hatte sich der hiesige Zweigverein «S D. H. E. versammelt, um das von den | g. H. E.-Schwestern gestiftete Danner zu leihen. Der 1. Vorsitzende des Zweigvereins, 5 rein, übernahm das Danner mit Worten c i Dankes an die Spenderinnen und er» iinSiiÄ ^tizev. tz'L'K-r le JVnJ’l'.’lStaui. ÄL? N Im ÄaufmUiWu' rfäÄS Wir, abeM W ? Nchrlü. Tie i. » Gietzen. SiSÄ ,1 atffanb, gelayg $ m, '"ertales hmsichilich ?bng zur Sprache ju VllKen au können, dah Bevölkerung als be» t So will die General« iv dahin oettend machen Lendzug Lich-SttingK» Mgelegt wird. Der neu )Wn soll dem Interesse eser '3ug bi« ©rünbetg vnge als Arbeitersrühzuo RechMng tragen. Durch n Güter- und Personen» madiges Fahren der Züge lls soll der neue Fahrplan en Gemeinden zur 2egu!» tn. GS ist zu hofsen, dass daS erstrebte Ziel emichl emeinden und sicher auch Stabilität der Bahn In g waren die Gemeinden Met und Ettingshausen Febr, 2m vergangenen Gesangverein ,Iu» fffaufe .Zur Krone" sein t eines Asm», ds. — Die gesosrte 3er» der fachmännischen SA» org Harnisch-Steinau her Konzertstücken m h>rvvrgehoben leien: a Aeer", Paulis M aeäS.Der Frendenlemv» nie"; d svlg^ der lhca- ingte an erster Stelle »m im Dvlksstück mit Gesang arbeitete Oper .Der R sungen bezeichnt vewm len wurden mit IschllMin Kraters f V (N‘ iS-'r-'AL S'ffS •»•ft* iihorer nut v®-/y* M zufrieden. 3"^ Jder Leitung d dem regen »W eb«r ju2!Ü— ante wieder die Kapelle Ackermann von : )irten6etg übernommen, die sich tn geschickter greife chrer Aufgabe erledigte. Auch wurden rshrere Einakter zur grössten Zufriedenheit er Zuhörer gespielt. Die ganze Deranstal- ung zeigte daS Dlld eines Jahrmarktes, bei j em sogar die Duden, Wahrsagerinnen und ).arensührer nicht fehlten. Später wurde dem Danae noch fleihig gehuldiat. Krcts Schotten. A Lardenbach, 7. Febr. 3m hohen Sliter von 87 Zähren starb Lehrer kcchneider, der lange (Zachre tn unserem Dorfe t-nriert hat. Mit ihm scheidet einer der ältesten ieHrer Hessens dahin. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 7. Febr. Den Rachforschun- stahls zw.'iselhaft, und erst allmählich schied sie Möglichkeit der Beteiligung von Postbeamten uS Es musste angenommen werden, dah nächtlicherwelle die heimliche Eröffnung solcher Briefkasten mit Werkzeug oder Aachschkussel geschah. Verhaftet wurden nunmehr der mehrfach vorbestrafte. in den dreitziger Zähren stehende Kaufmann Ernst Reinhardt und der älhrmacher Ludwig Delp, beide von hier, die bereits ein teilweises Geständnis abgelegt haben sotten. Hessen-Nassau. * Hanau, 7. Febr. Der falsche Oberleutnant. Die Kriminalpolizei nahm gelegentlich einer Hotelrevision den angeblich 31jährigen Kaufmann Hans Bachmann aus Posen, der sich hier in Begleitung einer Frauensperson und eines Dautechnikers Helmut Hinz von Posen einlogiert hatte. Bachmann trat, dem „Han. Anz." zufolge, als Referendar Dr. Hans Decker auf und gab sich als früherer aktiver Oberleutnant auS, der tm Begriff stehe, für seinen in Posen wohnenden Vater, der dort eine Möbelfabrik betreibe, hier ein neues Tätigkeitsfeld zu suchen.DieAachvrüfung ergab die älnrichtigkeit dieser Angaben. Es wurde festgestellt, datz B. in den Städten Stettin, Reu- Brandenburg, Hannover, Braunschweig, Lübeck, Eassel, Hamburg, Erfurt und Berlin unter der Maske des Oberleutnants und Zuristen fortgesetzt Geldbeträge erschwindelte, mit denen er seinen sowie den Lebensunterhalt seiner beiden Begleiter bestritt. * Buchenau (Kr. HünseD), 7. gebt. Wie die „Hersf. Ztg." berichtet, hat die Siede- lungsgesellschast .Hessen-Heimat" den Stammsitz des 1885 ausgestorbenen Adels» geschlechteS von Dullen au erworben. DaS Dchloh ist wieder im Renaissancestil ausgebaut worden. 3n der nächsten Zeit ziehen aus Elsah-Lo- thringenvertriebeneFlüchtlinge ein. Es handelt sich um 40 Personen, meist alte Leute und Geistesarbeiter. Diese bilden eine Gemeinschaft mit gemeinsamer Derpslegung. Auch die Zimmer werden gemeinsam geheizt. Ein Bauerngut, das von einem elsah-lothringischen Land- manne übernommen wird, hat die Versorgung der Heinen elsah-lothi4ngischen Kolonie tn Hessen übernommen. Mit dieser Einrichtung hat die Siedlungsgesellschaft „Hessen-Heimat" ein beachtenswertes Vorbild geschaffen. SchlichtungSausschutz der Provinz Oberhessen. Sitzungen vom 2. und 7. Februar 1922. Die M5 eltranspoi^eschäfte Stückrath L Bender, Kehler & Merkel und Ehr. W e- b c r in Vieh en sollen vom 2 Februar 1922 an 9 Mk. Stundenlohn zahlen (bisher 6 Mk.). Sie hatten 8 Mk. geboten und lehnten den Schiedsspruch ah. Dem Antrag von vier Arbeiterinnen der Zigarienfabrik Aug, Ackermann in Darben- teich auf Wiedereinstellung auf Grund der Demobilmachungsverordnung konnte nicht stattgegeben werden, axril der Schlichtungsausschuh zu spät angciirfcn worden war, und es sich nicht im Entlassungen zur Verminderung der Arbeitneh- merzaht handelte. Dem Faselwärter und Ziegenbockhalter der Gemeinde Beuern sott auf feine durch Submission festgelegte Vergütung von 1489 Mk. für das Rechnungsjahr 1921, an der der Schlich- tungSausschuh zur Zeit nichts ändern konnte, dieselbe prozentuale Teuerungszulage gewährt werden, wie sie auf das Grundgehalt der Gemeindebeamten in Aussicht fleht. Die sonstigen auswärtigen Sachen konnten infolge des Eisenbahnerausstandes nicht erledigt werden. Kirche und Schule. iS. Steinbach, 7. Febr. Da die Het- zung der hiesigen Kirche ungenügend ift, be- schloh der Kirchenvorsland, anstatt Anschaffung eines weiteren Ofens eine Warmluftheizung einzudaaen, wie sie bereits stellenweise in der Ümg düng besteit. Holfe;t.i i, sind die Kesten erträglich, damit die Hebung bis nächsten Winter in Ordnung ist. Gerichtssaal. Köln, 6. Febr. Ein grober Prozef) wegen Verschiebung von Sprit tm Werte von acht Millionen b.gann heute vor der Strafkammer. Hauptangellagter ist I orbetten- kapjtän a. D. Meyer--Berlin, der ebenso wie weitere neun Angeklagte tn Berlin und Leipzig wegen Eisendah erstieiks rt.cht erscheinen konnte. Das Gericht beschloß, gegen die anwesenden sechs Kölner Angetiagten zu verhandeln. Der Prozetz soll eine Woche dauern. Vermischtes. * Studenten als Messeführer und Dolmetscher. Aus Leipzig wird gemeldet: Auf 15. Februar bis 15. März 1922 bei dem unterzeichneten Finanzamt einzureichen. Die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuer- erflärung besteht auch dann, wenn ein Vordruck nicht zugesandt worden ist. Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des zur Abgabe der ctcuererflärung Verpflichteten und deshalb zweckmähig durch Einschreibebrief. Mündliche Erkllirungen werden von dem unterzeichneten Finanzamt an den Amtstagen zu Protokoll entgegengenommen. Bei verspäteter Abgabe der Steuererllärungen kann ein Zuschlag bis zu 10v.H. der endgültig festgesetzten Steuer auferlegt werden (§ 170 R.A.O.). D i e Hinterziehung der Kapitalertrags st euer wird mit einer Geldstrafe im ein» bis zwanzigsachen Betrage der hinterzogenen Steuer bestraft: daneben kann auf Gefängnis erkannt werden. , 1298B Giehen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 8. Februar 1922. _______________Die Finanzämter._______________ Aibeitsvergebimg. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung von Kleinwohnungen an der verlängerten Bleich- sttaste sollen Samstag, den 18. Februar ds. Zs. vormittags 10 Uhr öfsenllich vergeben werden. 1. Erd- und Maurerarbeiten sowie Herstellung von Massivdecken (3 Lose). 2. Zimmer- und äutzere Schreinerarbeiten (3 Lose). Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen.' Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei unS einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 13108 (Sieben, den 7. Februar 1922. Stadtbauamt ©leben. Braubach. 1921 beantragen wollen, haben diesen Antrag unter gleichzeitiger Abgabe einer Ginkommensteuererklärung innerhalb der oben bezeichneten Frist (15. Februar bis 15. März) bei dem Finanzamt zu stellen. Auf die veranlagte Einkommensteuer wird dann der einbehaltene und vorschriftsmäbia verwendete Steuerabzug angerechnet werden. ' II. zur Abgabe der Kapitalertragssteuer- erklärung für das Rechnungsjahr 1921. Wer in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1921 fällig gewordene Kapitalerträge der nachbezeichneten Art: 1. Diskontbeträge von inländischen und ausländischen Wechseln und Anweisungen, ein- schliebltch der Schahwechsel, 2. ausländische Kapitalerträge jeder Art, auch aus Wertpapieren bezogen hat, hat eine Kavitalertragssteuererllä- rung abzugeben An Stelle des maßgebenden Kalenderjahres tritt bei Steuerpflichtigen, die zur Einkommensteuer oder KörperschaftZfteuec re- anlagt werden, gegebenenfalls das für die Einkommen- oder Körperschaftssteuerveranlagung maßgebende Wirlschafts-(Ge'chäfts-)jahr. Die Verpflichtung zur Abgabe der 5^apital° ertragssteuererk ärung besteht ohne Rücksicht auf die Höhe der bezogenen Erträge. Don der Verpflichtung zur Abgabe der Ka- Pitalertragssteuererklärung sind jedoch befreit, unbeschadet der Befugnis des Finanzamts, die Abgabe der Kapitalertragssteuererklärung im Einzelfalle zu verlangen: 1. Personen, deren steuerbares Einkommen nicht mehr als 5000 Mk beträgt, wenn sie a) über 60 Zahre alt oder erwerbsunfähig und nicht bloß vorübergehend behindert sind, ihren Lebensunterhall durch eigenen Erwerb zu bestreiten und b) bereits bei der letzten Einkommensteuerveranlagung die volle Anrechnung der Kapitalertragssteuer auf die Einkommensteuer nach § 44 des Einkommensteuergesetzes erreicht haben. 2. Das Reich, die Länder, die Gemeinden (Gemeindeverbande) und die Darlehenskassen im Sinne des Darlehenskas enge'ehes rom 4. August 1914, die der Anschaffung und Darleihung von Geld dienenden Unternehmungen, die auf Grund des § 76 des Reichs« stempelgeseheS vom 3. Zuli 1913 in der Fassung des Gesetzes vom 26. Zuli 1918 an- aemeldet oder nach den vom Reichsminister der Finanzen bestimmten Voraussetzungen einer angemeldeten Unternehmung gleich» ?estelll sind, insoweit sie mit den zu er- lärenden Erträgen nach §3 des Kapital- ertragssteuergesetzes von der Steuer befreit sind, sowie andere nach §3 des Gesetzes von der Steuer befreite Gläubiger, insoweit sie für die zu erklärenden Kapitalerträge eine Freistellungsverfügung erwirkt haben. Die Steuererklärung eines Ehemannes muß die Kapilalbezüge seiner Ehefrau mit umfassen, sofern beide Ehegallen nach § 4, Absatz 4 des Kapitalertragssteuergesetzes steuerpflichtig lind und nicht dauernd voneinander getrennt leben; werden die Vorauösetzungen für die Zufammenrechnung erst im Laufe des für die Veranlagung maßgebenden Zeitraumes begründet, oder fallen sie im Lause dieses Zeitraums fort, so hat jeder der Ehegatten eine betontere Steuererklärung abzugeben. Bei fortgefeftter Gütergemeinschaft gelten die Kapitalerträge aus dem Gesamtgut als Kapitalerträge de- überlebenden Ehegatten. Für minderjährige hinter hat der Träger ter elterlichen Gewalt auch bann eine selbständige Steuererklärung obzugeben, wenn ihm die Rutz- nießung am Vermögen ter Kinder zusteht. Für Personen, die unter Pflegschaft oder Vormundschaft stehen, ist eine Steuererklärung vom Pflichtigen oder Vormund abzugeben. Die hiernach zur 2Lgobe einer Kapllol- ertragssteuererklarung Verpflichtete/i, mit Ausnahme derjenigen, welche eine Körperschafts- fteuererüärung obzugeben und die Kapitalertrags- fteuererflärung mit dieser einzureichen hoben, werden ergebenst aufgefortert, die Erklärung auf dem vorgeschriebenen Vordruck, der von dem Finanzamt zu beziehen ist, in ter Zell vow Holzverkauf. Die Gemeinde Wetterfeld beabsichtigt nachver. zeichnetes Holz im Wege des schriftlichen Angebots zu vergeben: Buchenstämme .... 1 St. 4. Kl. 0,42 Fstm. Eichenstämme iSchnittholz) 1,3., 1,32 „ (Bauholz) . 3,3., 3,35 , „ , . 33 , 4. k„ 22,83 , „ , . 33 „ 5. , 17,01 , Grubenholz..... 93 , 19,96 , Birkenstämme .... 2,5., 0,84 , Efchenstämme .... 1,6., 0,22 , Kiefernstämme .... 1 „ 3. „ 1,11 , .....2,4., 1,22 , Grubenholz 3 , 0,49 , Fichtenstämme .... 1 „ 3. „ 1,73 „ . .... 29 , 4. , 29,30 , .... 116 , Sa . 72,81 , „ .... 141 „ 5b , 53,16 , Die Vergebung erfolgt auf Grund der allgemeinen Derkaufsbedmgungen. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote pro Festmeter und Klasse sind bis Samstag, den 11. ds. Mts., mittags 1 Uhr, mit der Aufschrift „Holzverkauf" bei der Bürgermeisterei Wetterfeld einzureichen. 1283V Hess. Bürgermeisterei Wellerfeld. Krauß. Bekanntmachung. Bei der diesjährigen planmäßigen Verlosung wurden die Schuldverschreibungen Rr. 108, 145 und 147 des Jahres 1892 und Rr. 6 des Jahres 1897 zur Rückzahlung am 1. Juli lfd. Js. bestimmt, an welchem Tage die Verzinsung aufhört. Die Rechnung für 1920 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des unterzeichneten ersten Vorstehers offen. Gießen, den 7. Februar 1922. 1302V Der Vorstand der israelitischen Religionsgemetnde Gießen Moritz Strauß. ter bevorstehenden Leipziger Frühjahrsmesse werten viele Leipziger Studenten, die sich in einer Organisation zmammengeschlossen haben, als Führer und Dolmetscher tätig fein De^ Zweck dieser bereits zur Frühjahrsmesse 1921 ins Leben gerufenen Organifotion ist, den Meisebesuchern, Die Leipzig nicht genau kennen, und bjentere- den Ausländern Führer und Dolmetscher zu verschaffen, um ihnen dadurch den Ausenthall und die Abwicklung ihrer Geschäfte während der Messe zu erleichtern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Zahlreiche Anerkennungsschretden von 3n- und Ausländern beweisen, daß die vor- Genannte Organisation viel Rützliches geleistet hat. Das Hauptaugenmerk wird nah wie vor ter Vertiefung ter Sprachkenntnisse der Dolmetscher, besonders in der Mejse betreffenbea Zr-ei ien zu- getoentet bleiben. Es werden Dolmetscher für 20 verschiedene Sprachen zur Derfügunn stehen. Die studentischen Dolmetscher hallen sich auch bereit, um älebersetzungen, die durch das Messegeschäft notwendig werten, wie Briese, Verträge usw. zu übernehmen. * Gine deutsche RordlandSexpe- dition ist vor luizem mit reichen wissenschaftlichen Ergebnissen, so le'ea mir tn der Schriften ter Zoologischen 0:ation Villam für Meereskunde, zutückgek.h t. Zwei Haldilot.llen Mine-suchdoole mit dem Heinen Kreuzer „Hamburg" sind vor drei Monaten von Wilhelmshaven cirgelau.c.i, am die von unS zu Anfang tes Krieges gelegten Minensperren am Weihen Meer u d an ter Murmanküsle zu räumen. Dieser E pe i.ion halle sich Waller Dernard Dachs-Ehartollen u.g im Auftrage der Zoologischen Station Büsum jj wissenschaftlichen ilntei1ud)ungen ange chloffen. Tie QIu- b.ute, die Satzs mt h im cd . ch Hit, umfaßt vor a Len Dingen Planktonsä ge, Vryo- zoen, Mollusken und einzelne 03cg Ib.ilge. Genauer konnte Sachs Ne Sauna ter Vllfeducht an ter ru fischen Lappenkülte erior chen. Außerdem hat Sachs -ahlreia-e Hydrograph s tze un > ozeano- graphisckie Messungen tureig s hrt. Tae zocll» gische Ausbeute soll im ‘Berliner Zoologischen Museum v.rarb.itll werten. Apotheken u Oroaerlenerhfcirll ukirol beseitigt schnellster und schmerzlos ^HühnerauQGn Homhaut, Schwielen »würzen. Ärztlich empfohlen Millionenfach bewährt DrogerieNoll, Bahnhofstraße 51. (IIOOA Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Stadt Gi ßen, Bezirk des Försters Brück, Rödgen, und zwar aus den Ab» teilungen 1b, 2o, 5a, 5b sollen am Montag, den 13. Februar 1922, oorm. STL Uhr beginnend, versteigert werden: 577 Fichtenderbstangen 1. Kl. mit 71,34 Fstm 1027 „ 2. „ „ 65,82 „ 24 Fichtenreisstangen 1. „ „ 0,50 Zusammenkunft: An den Ochsenwiesen. Gießen, den 6. Februar 1922. 13093 Der Oberbürgermeister. 3.03.: vr. Rosenberg Geffeniliche Vergebung. Die Lieferungen der für das Landgericht und die Staa'sanwaltschast Gießen im Rechiiungs ahr 1922 erforderlichen Schreibmaterialien und Buchbinder- arbeiten sollen auf dem Wege der Submission vergeben werden und können Angebote sowie Muster der Materialien verschlossen dis zum (Eröffnungstermin: Montag, 13. März 1922, vormittags 10 Uhr, auf der Gerichtsschreiberei des Landgerichts, Zimmer Nr. 33, kostenlos niederuelcgt werden. Bezüglich der Beschaffenheit der Schreib» und ftonjeptpapiere wird auf die Bekanntmachung des Hess. Staatsministeriums vom 17. Januar 1907, betr. Erlaß von Bestimmungen über Verwendung von Papier bei den Staatsbehörden, verwiesen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A des Erlasses sämtlicher Ministerien vom 16. Juni 1893 enthaltenen Bedingungen, die hier ein» zusehen und kostenlos erhältlich sind. Die Zuschlags» frist beträgt 10 Tage. Gießen, den 6. Februar 1922. 1301V _________Gerichtsschreiberei des Landgerichts.________ Holzverfteigernng. Versteigert werden Montag, den 13. L Mts., aus den Domanialwalddistrikten Wüstung und Tann acker der Forstwartei Großen-Llnden: Stämme: Kiefer 3. M- 1 Stück — 1,15 Fstm^ 4. Kl. 1 Stück =* 0,59 Fstm., Fichte 5a»Kl. 10 Stück = 4,59 Fstm., 5b»Kl. 37 Stück - 8,73 Fstm ; Derbstangen: Fichte 1. Klasse 406 Stück — 37,70 Fstm., 2. Kl. 5 Stück = 0,30 Fstm.' Ruhscheiter: Kiefer 33,3 Rm. (2,5-3 Mir. lang), Fichte 19 Rm. (3 Mtr. lang); Rutzknüppel: Kiefer 2 Rm. (2,5 Mll. lang), Fichte 32,6 Rm. (3 Mtr. lang); Nutzreisig: Fichte 65 Rm. (Schichten); Scheiter: 60 Rm. Kiefer 1. Kl., 2Rm. desgl. 2. Kl., 11,7 Rm. Fichte 2. Kl.; Knüppel: 22 Rm. Kiefer 1. Kl, 1 Rm. desgl. 2. Kl., 7,5 Nm. Fichte 2. Klaffe; Reisig (Wellen): 1 Hundert Esche, 9 Hundert Kiefer, 36,8 Hundert Fichte; Stöcke: 22 Rm. Kiefer, 49,6 Rm. Fichte. Beginn der Versteigerung 9 Uhr vormittags am Bahnübergang im Diftllkt W ftung. Weiteres durch Herrn Förster Seipp zu Großen.Lmden. Gießen, den 7. Februar 1922. 12998 Oberförsterei Schiffenberg. Traut wein. 8tau H 6t. a ft. einpflebU «(• StwUrtt» ytUtel jepw towwwf- C">mntnere iQet»W”al» n - fl anfe SlSrmfte Zm 9?o t N4* Ift Jftrt6a.6rre< bt1 |u rotpffhln Zu bo*>m In -"(kn Msoi^ctäL Dioz. ä - ** ’ imb tBarfumerica. J> Q 1. und 2. Hypotheken sowie gute ot* Restkaufgeld Hypotheken werden in nröftcren Beträgen übernommen. Näh. durch Scbanmbctflcr & 2oüu, ’2JZarburnet Str. 22. SniCiaitien ieöer 'litt wett ole vrüvl'sche Unio.-Drutfecei. ü. Luag2. diejeo § sto bei MnmenDarlch Ang der Aehrh SMedieges« -m Mark cmzsc die aber 9l der Derbanbi Jetbcrt des ®i ^etriebskapita man die U CJ” das 5 5 Slot $ie$l Non Don H 'Hebung. A^Lore.r c *1* Muer E tcären AZädel vr Schs7- KL s& - ,lS' M Di zur Landl İ"E Sie °"L ^"„sungen lUNg^Är di' -eilung^ agndw ilage".^ ^cmei mal evlb UmM oanbtri tagen oUL~ aci ”£rtIfl»n d-« A« i.uAtj lvie w" f ,• ijfi da- i! S-i-? “ " M einer m aui Grund der Ve !cn WU^K er Huup-lache ai lammet Betrag iabM . Prozent nicht 1W >5 Prozent NM Jmlagc. 16 Prozent nM Mage, NPrvzenl acht Umlage. §aß mit o?' lung der G-lden aing, die W .-Haltung ihres ter Förderungski eiterigen Untia ekrmann versta Es müssen d ür die Förderui ichastskommer und lagen erhöht werd -atz die obengman ^gehörigen im 5 18 M zahlen. Derglcicht mc reiche die Angehl Deruisorgcmiiatw trucleigehilie im glied des □Heia eine Hmrdlungsc nbeiter mehr ioi ncht behaupten Üanbtoirtfdxiftsfa •dl der Derba .'teuerkapital höh mdlich, aber da Progression nach ieser AerbandÄ’ amner bleiben ir :m, die sie zu ers Aun bestehl t rhebliche Dalut immer so zu ti wckvirtscha st so t dem die Jeckma W Aber trenn, d leit voraus unse imm, dies nicht ie erlvartet, und Fahrrad wenn anch defekt ob. verrostet, zu fnnfeu gesucht. Schr. Ang. u. 2097 a. Hereo, M. A.-E.,Plockstr.5. 1314h au kaufen ges. Schrisil. Angebote unter 01223 an den Gieffener Anzeiger. 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Tages-Qrdnung: L Satzungsänderungen. 2. Clnbzeilnng. 3. Neuwahl. 4. Verschiedenes. 1303v Vollzähliges Erscheinen erwünscht! Der VeriteaiL der Universität 1213D Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. OllSO 1324D Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute / 13O5v Der Vorstand. DD□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ Gießen (Ebelstr. 20), Klein-Linden, Gau-Algesheim, den 7. Februar 1922. 1323 Telephon 1248 Kaiserallee 47 1331 in dem Mainzlar, Daubringen, den 8. Februar 1922. zu verkaufen 01346 Rodelschlitten zu verkaufen 01340 zu verkaufen 01345 1. | Steil engesuchej L LaufinMeil gesucht. i im Alter von abzurufen. früh 93A Uhr lager unseren Beerdigung findet Freitag, 10. Febr., 3 Uhr nachm., von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Seelenamt am Samstag, dem 11. Febr., 7Vs Uhr vormittags, in der Katholischen Pfarrkirche. 1$08c Gießen (Neustadt 77), Cassel-K., Hofgeismar, Zierenberg, Berlin, den 8. Februar 1922. * Obst- o. CarleabanveFeiö. Mitgliederversammlung am Samstag, dem 11. Febr., abends 8 Uhr, imKanim.Vercinslrans mit folg. Tagesordnung: Bortrag von Herrn Laudg.-Nat s>iink: Die Rechtslage in bezug auf Pflanzung von Obst- bäumen in die Rahe v. 9iachbargrundstücken und ihre Folgeerscheinungen. GratiS-Berlosung von Sämereien und gärtnerischen Gebrauchs« gegenständen. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 9. Februar, nachmittags 3l/2 Uhr, in Mainzlar. 01360 Verein für das Deutschtum im Ausland Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. vr. Stapff. . Lihttibmgschiilt neu od. gebraucht, iedoch gut erhalten, au kaufen gesucht. Schr. Angeb. mit Angabe des Systems und Preis, u. 1329 a. d. G. Anz. am 6. Februar, morgens 3 Uhr, im Alter von 30 Jahren nach bereits 6 Monate langem schweren Krankenlager in die Ewigkeit abzurufen. Dies zeigt an in tiefer Trauer Frau Anny Schröder geb. Rose. . 18 Jahren in ein besseres Jenseits In tiefer Trauer: Familie Georg Hassemer. 3. Mitteilungen. 130ßv Ter Vorstand. M. NlMNW. ölksgr. Wil. Sitzung des erw. Borst. Donnerst., 9. d. Mts., abds. 8 Uhr, i.Hopfeld, Erscheinen aller Bertr. d. anflcfdjL Fachgr. drin gend erfordert., da wichtige Tages-Ordn. 1326 Der Vorstand. Vortragsabend zu Cun* der Oeberscliwemmten M Klausen (Sllrol) am Donnerstag, 9. Februar, c Uhr abends, Neue Aula. Mitwirkende: Frau Müller-Bangert, Konzertsängerin und Gesanglehrerin, Fräulein H olzapfel, Herr Prof. Küster, Herr Dr. Faber. Karten bei Challier und beim Hausverwalter Statt Karten. Am 7. Februar verschied unerwartet nach langem, schwerem Leiden meine liebe Tochter, unsere liebe Schwester und Schwägerin Fräulein Marie Koch im 25. Lebensjahr. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Ludw. Koch Familie Ludw. Kraushaar Familie Wilh. Schwarz. Kräftiger jüngerer Hausbursche für sofort gesucht. Albert Stoll Nachf., Albert Knorr, Eisenbandlung, Frankfurter Str. 86. Beteil fit ons MWm int Moni). Der Vortrag über Süd» tirol beginnt um 9 Uhr (nicht 8 Uhr). 13320 und Dammereifl Cabelgber-jer, SamStag, den 11. Febr^ abends 8 Uhr, im Post- feiler: GlibMWAs GeSiMSkWSlkiLl. Um recht zahlreiches Erscheinen bitten 1311v die Vorstände. Offiziere und Mannschaften des ehemaligen Inf.» Regts. 118 sowie seiner Feldformationen werden ge- beten, Donnerstag, den 9. Februar 1922, abends 8 Uhr, im „Poftkeller" sich zu einer Zuiammenkunit einzufinden behufs Gründung einer kameradschaftlichen Vereinigung. Auf Wunsch vieler Kameraden. Der vorläufige ArbeltrüULschuß: Fett, Oberstleutnant, Lüters, Hauptmann, Schäfer. (01363) Kopp. Heute bis elnschl. Sonntag: Harry Piel Oefsentliche Bekanntmachung. Wer Personen, die während des augenblicklichen Eisenbahnerstreikes Bahnanlagen oder Betriebsmittel zerstören, beschädigen oder für den Betrieb unbrauchbar machen, uns derart zur Anzeige bringt, dah ihre strafgerichtliche Verfolgung ermöglicht wird, erhält je nach der Schwere der Tat eine Belohnung_zwischen 1000 und 10000 Mark. Die Höhe bet Entschädigung sowie die etwaige Art der Verteilung an mehrere Entdecker bestimmt die unterzeichnete Stelle. __Licbiastraffe 73 II. 2 Schlitten, T Vogelkäfige, 3 («arten stiible, VierleitnngS- Stechbabn mit Manometer preiswert zu uert H. Schneider, Altbändl, Neuenweg 6. O1MI W. ßiniinfrmüödicii ntchi unter 18Jahren, auch »ur Mithilfe in der Küche, auf einen GutShof gesucht. Offerten an Fran Hertha Potbs, Lud- wigsbof b. Speyer a Rh. Auch zu erfr. in Giehen, Mänsbura 13. 01339 Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen innigstgeliebten, herzensguten, treusorgenden Mann Peter Schröder Weil 12—15 mm stark. 75 m lang evtl auch Teilstück, weiche Qualität, zu kanten gesucht. Schr. Angebote unter 1327 an den Gies;. Anz. Lichtspielhaus Rahnhofstraße l280c Lehrstelle für einen Jungen ^zeichnerisch veranlagt) in Schreinerei. Fein schlösse- rei usw. gesucht. Schriitl. Angebote unter 1242 an den.Gieh. Anzeiger erb. nach kurzem, schwerem Krankenlieben Sohn und Bruder Willi Wegen Verheiratung suche ich f. in. Herrschaft, bei der ich l. Jahre tn Stellung war, ein ehr» littieS, anständig., in HauS und Küche bewandertes Mädchen zum 15. März. 1317 Frankfurter Str. 129. Ein sauberes tüchtiges Mädchen z. 15. Febr. od. 1. März ges. 1321 Bleichstraffe 21. MWenKL.'°°- 01347 Frau i*. Noll, Bahnhossirafle 51 l. 14—16jähr. gesundes, ehrliches, braves Mädchen tagsüber ob. für ganz gesucht. Guter Lohn. 01364 Goetbestraffe 31 I. Für 2 Stunden vorm. Liebigstraffe 33 p. Ein Paar fast neue Hcrreii 01366 Walltorstr. 41 l,. I Naulg«suek,s \ fit. Wotjiitsims möglichst mit Stallung, in Gieszen zu kaufen gesucht. Schr. Angebote u. 01348 an den Gietz. Anz. LausbuOe gcsMt. ß Meldungen Säuglings- beim, Weiz'teingaffe 43. Für Geschäftshaushalt tüchtiges, gutemvfohleneS Mädchen per bald gesucht. 01271 Fr. Steuer, Kreuzvlatz 2. Staues MAN sür2—3Stunden morgens ............ » gesucht. 013211 L ? eT Frankfurter Str. 831.« Babnbofstraffe 56, H. □□□□□□□□□□□□□□□naaa□□□□□□□□□□□□ M, zwtev nnö Bogehuffit- MWiirleill Me» n. llmoeoenö e. D. 1897. Sonntag, den 12. Februar 1922, J/Tr nachmittags 3 llbr, findet bei Mit- fllteb Rabucfcld, Sckanzcnstraffc, —die diesjährige Generalversammiung verbunden mit einer Verlosung von lebendem Geflügel statt. Tagesordnung: 1. Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr,- 2. Nechnunasablage und Entlastung des Rechners^ 3. Aufstellung des Voranschlages für 1922 ; 4. Neuwahl des Vorstandes; 5. Jubiläumsausstellung; 6. Verschiedenes; 7. Verlosung. Sämtliche Reparaturen an Schreib- und Nähmaschinen werden in unserer mechanischen Werkstatt als Spezialfach sauber ausgeführt, desgleichen alle vorkommenden Reparaturen an Fahrrädern sowie Vernickeln und Emaillieren in guter Ausführung bei billigster Berechnung. Reichhaltiges Lager in Fahrrädern, Nähmaschinen u. Gummi. Ahmann & Schneider romantisch-sensationellen Abenteuer mit herrlichen Naturaufnahmen aus Spanien: JirFintteBffgi“ 6 Akte. — Ferner: Ein lustiges Beiprogramm. Lehrling mit guten Schulkennt- utffen für mein Kontor gesucht. Eintritt sofort oder Ostern. 1318 Heinrich Dreher, Schuhfabrik, Butzbach (Hessen). Ehrliches braves Mädchen das mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut ist, wird für sofort gesucht. Näheres zu erfragen bei A. Meister, Ludwtgstrahe 14 11. <,,, Konfirmandin od. Schulmädchen, saub. u. willig, z. leicht.Mithilfe i.Haush. ges. Guter Lohn. PW Goetbestraffe 31 i. Ab 1. März eine ' Monatsfrau gesucht. Näheres 01351 Walltorstraffe 71 v. I Bleichstraffe 40 v. Sttthlschlitten Zweisitzer, billig zu verk. 013« 1_ Südanlage 20 l. Off»thrt* für 16» und SllCWCr 18 jährige, Wäsche für 13jähr. Begabter junger Kaufmann der seine Lehre demnächst beendigt oder bereits abgeschlossen hat,von angesehenem Unternehmen Gießens sofort oder zum 1. April gesucht. Schriftliche Bewerbung unter 1300 an den Gieß. Anz. erbeten. Größerer industrieller Betrieb am Platze sucht zum Eintritt am 1. April ds. 3s. einen mit allen vorkommenden Bureauarbeiten durchaus vertrauten Jungen Mann im Alter von 18—20 Jahren. Gute Kenntnisse in Stenographie unb in der Bedienung der Schreibmaschine erforderlich. Ausführliche Angebote mit Zeugnisabschriften unter 1322 an den Gießener Anzeiger erbeten. j Stellenangebote! Jüng. .Schneider sowie Lehrling gesucht. Schneidermstr. Steiff, 01349 Westanlage 51. Junger Kellner und Kellnerlehrling für sofort gesucht. 1325 Mel Herzogliches Sous Wetzlar. Di: Auftraggeber kleiner Verkaufs» Ün;eiaen werden oebettn, nuter allen derart gen Angeboten 'hre Sörefje (Straße, Sansnummerund Stock» I werk)zuversichtlichen. Soll sie ?!dref>e verdeckt bleiben, |o woll; man ichr>itliche Angebote unter der Anzeigennummer fordern Auekunft itber Adressen u j. f. durch ole Geschäftsstelle kamt nicht ectei.t werde i._______ Zwei Fabrradmäntel nebst Schläuchen, ein Knaben-^abrrad, alles neu, billig zu verk. 01951 :Dubn, Steinstraffe 70. Schubm.-Arm - Masch., noch gut erhalten, sehr preiswert zn verk. °‘ii3 Echclstraffe 9 Htb. v. Starker swelräil. Karren ('liiild)iönn.)83ir. Trngkr. 2 'K. Ig. Stiefel, Nr. 40b,ll. zn verkaufen. Schmidt. Marktplatz 7 III. [01367 Zn verkaufen: Ein gebraucht. 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Boman von HannSvonZobeltih. brültts. geht heim und legt tall de« blauen Dürgerrocks sofort die Feldmar- chaltunifvrm an. Lo zeigt er sich Unter den Lmden seinen Berlinern, die sich schon nach feinem Palais drängen. Kaum sehen sie den Wien, den ^^en Kriegshelden, der so stramm daherschreitet, als Hatte ihn nie eine Krankheit geschüttelt, so langt die Menge auch an zu schreien und zu brüllen, zu jubeln dazu: „Hurra Vater Blücher: Hetzt geht s wieder vorwärts!" Tenn sie alle glaubten an ihn, vertrauten chm. Wo Baler Blücher war. ging's vorwärts. ?as fühlte, wulste das ganze Boll! Und dasselbe Boll, das so viel und so Schweres durchgemacht m den langen Jahren von Anno 1806 bis 1814, DMn Tage von Zena bis zu den letzten Sieges- iagen um Paris, das jetzt woch litt unter der nachwirkenden Not der Kriegszeiton, das füllte auch, was Bater Blücher meinte, wenn er cmsries: „Ist das größte Glück, das Preußen be- Legnen tonnte! Nun fängt der Krieg wieder an, Der Verkehr mit dem in engsten Ge- schästSbeziehungen zu unserem Bezirk stehen- den Saargebiet war besonderen Erschwerungen durch die Vorschriften der Saarregie- rung unterworfen. 3m Einvernehmen mit der Handelskammer in Saarbrücken hat die Kam- mer die Firmen auch in dieser Beziehung beraten und ist für eine Vereinfachung des Verfahrens und für die Berücksichtigung von zahlreichen Einzelwünschen eingetreten. Die Wasser st raßenpläne, namenh lieft der eines Rhei n—M a i n—D onau. Kanals, beschäftigten die Kammer lebhaft. An dem Zustandekommen des letzteren Projekts waren Mitglieder der Kammer wesentlich beteiligt. Ferner richtete sich ihre Tätig- leit auf den Ausbau der städtischen Hafen- und Lagerhäuser und die Regelung der Gebühren. Hier wurde mit der städtischen Verwaltung im großen und ganzen ein Einvernehmen erzielt. teitfcerigen Umlagen auskvmmen ledermann verständlich. Es müssen deshalb für das nicht behaupten können, daß die Beiträge zur Landwirtschaftskammer hohe seien. Dah ein deiner Lei! der Verbandsangehörigen mit größerem Lteuerkapital höhere Beiträge zahlt, ist felbstver- stündlich. aber das entspricht ja der geforderten Progression nach oben. Aber auch die Beiträge iiefer Verband sangehörigen zur Landwirtschafts- tammer bleiben im Vergleich zu anderen ßciftun- qcn, die sie zu erfüllen haben, immer noch gering. Nun besteht die Absicht, die leider entstandene chebliche Dalutaschuld der Landwirtschafts- 'ammev so zu tilgen, dah damit die hessische erfolgt. 2lber wenn, da wir ja heute nicht auf lange -Zeit voraus unsere Geschicke allein bestimmen tonnen, dies nicht in dem Ausmaß möglich wäre. Die erwartet, und die Deckung durch Erhebung non Umlagen stattfinden müßte, dann durfte die- immerhin bei der Art der in Aussicht genommenen Darlehnsaufnahme ohne erhebliche Belastung der Mehrheit der hessischen Landwirtschaft erfolgen. Sollte die gesamte Schuld von rund 38 Millionen Mark ausschließlich durch Umlagen gedeckt roerben, die aber nicht gleichmäßig nach der 3ahl der Verbandsangehörigen. sondern nach dem öteuertoert des Grund und Bodens einschließlich d«S Betriebskapitals ausgeschlagen werden, und vürde man die Abtragung nach einem vorgesehe- Ts ist mit ihm schlecht gegangen in den letzten Sagen. Tie Lore, die ihn ein paar Male aussuchen incHie, ist immer wieder abgewies zn worden: ^ucchlauät wären krank. Und der alte Diener, der das Mädel von Kindesbeinen an kannte, hat betrübt hinzugefügt: „Kein Piep Kanaster haben Durchlaucht geraucht!" Run aber weiß er's. Gneisenau, fein Ge- treuefter, ist früh am Morgen zum 9. März an fein Bett getreten, hat ihm miigeteilt, was der Te° veschenreiter aus Wien gebracht. Führt der Blücher aus den Kissen, fährt in d« Kleider, geht schnurstracks zum englischen Ge° tanbten. Ter muß erst geweckt ttxtrten. Zum AnNeiden läßt ihm der Marschall keine Zett, er dringt in das Schlafzimmer, schnaubt: „§at Snglanö eine Flotte im Mtttelmeer?" — „(Sine 5totte? Jawohl, ich denke doch," meint die (Sj- Eenz und reibt sich den Schlafrest aus den Rugv). »Ich will Ihnen sagen, was ich denk'! .lamlich wir müssen — Gott straf miri — von serne anfangen, und daran seid ihr Engelländer 'chUldl' Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 1921. Aus dem Jahresbericht der Handelskammer Mainz. Die schweren Sorgen, mit denen die deutsche Wirtschaft in das Jahr 1921 eintrat, sind im Laufe desselben nicht geringer geworden, sondern haben sich vermehrt und verschärft. Vor allem ist die Zerrüttung unseres Geldwesens und unserer Staatsfinanzen weiter fortgeschritten und mit einer fortgesetzten Entwertung der Mark Hand in Hand gegangen. 3n «ersterer Hinsicht sei darauf verwiesen, daß der Notenumlauf von 68.8 Milliarden Mark am 31. Dezember 1920 auf 113,6 Milliarden Mark am 31. Dezember 1921, d. h. um weit mehr als in den beiden vorangegangenen Jahren zusammengenommen. zugenommen hat. Die schwebende Schuld des Reiches stieg im gleichen Zeitraum von 169,6 Milliarden Mark auf 246.9 Milliarden Mark. Für Hie Geldentwertung im Znlande sind .die von dem reichsstatistischen Amt veröffentlichten Indexziffern der wichtigsten Waren des Großhandels von wenigstens vergleichsweiser Bedeutung. Sie fielen zwar in der ersten Hälfte des Jahres von 1439 auf 1308, stiegen dann aber von Monat zu Monat immer rascher, und zwar auf 2460 im Oktober. um im November auf 3416 hinaufzuschnellen, worauf bis Ende des Jahres ein mäßiger Rückgang, jedoch nicht bei den Kleinhandelspreisen, einttat. Die Wertverminderung der Mark im Auslande zeigt sich darin, daß der Dollar von 75 Mk. zu Beginn des Jahres auf (etwa 190 Mk. Ende Dezember stieg und isogar im November bis auf 310 Mk. getrieben wurde. Die Ursachen der Zerrüttung liegen zunächst in der Ausführung des Friedensdiktats 3n der wirtschaftlichen Gesetzgebung ist man im Berichtsjahre in ein nen Plan auf eine längere Reihe von Zähren verteilen, dann hätten für die Abtragung der Schuld. einschließlich dec Verzinsung duich^chnitt- lich jährlich zu zahlen, berechnet nach der Verteilung für 1919, die in ihren Grundlagen heute noch gilt: 54 o/o aller Verbandsangehörigen: im Zahre 1921 ..... 17,00 Mk. im Zahre 1922 bis 1926 . . 12.50 Mk. vorn „ 1927 ab ... . 6,90 Mk. Weitere 31 Prozent der Verbandsangehörigen Die Steuergesetzgebung deS Reichs, des Freistaates Hessen und der Stadt Mainz gaben reichen Stoff zu Anträgen. Dabei hat sich die Kammer auf den Standpunkt gestellt, daß in der Heutigen Zeit einer schweren finanziellen Notlage die Steuern an sich nicht bekämpft werden dürfen, sie hat sich vielmehr nur von dem Gesichtspunkte leiten lassen, daß die Produktion, der Hantel und Verkehr von den Steuern nicht erdrückt und nicht einseitige Ueberlastungen einzelner Zweige des Erwerbslebens herbeigeführt werden dürfen. Von diesem Standpunkt aus hat sie gegen die zu starken Eingriffe in die Der- Mögenssubstanz durch die Reichssteuergesetz, gebung und die sogenannte Erfassung der Sachwette Stellung genommen. Andererseits hat sie einen Ausbau der Vermögenssteuern befürwottet. Gegen die neuerdings im Reichs- steuerausschuß in die Erscheinung getretene ungerechte Bevorzugung der Genossenschaften inzwischen hat der Herr Feldmarschall alle Hände voll zu tun gehabt; war aber öaruber kerngesund geworden und so puppenlustig baß die Frau Fürstin und selbst Doktor Bieseke, der Leibarzt, der schon seinen Liebling, den e,ottor Hünswanger, die junge Kapazität von der Pe- piniere zur Konsultation hat hinzuziehen wollen, des Staunens und der Freude volt getreten sind. Empfing tagein, tagaus Meldungen, Ravpotts, Besuche, mufterte Truppen, konferierte mit Gnci- senau und andern, zeigte sich dem jauchzenden Volke und tränt abends in mäßigen Zügen seinen Pontac und rauchte seinen Piepkanaster dazu. An die Nichten zu denken, die Giesernädels. hat ec keine Zeit gehabt. Nur den Zungen, den Kadetten hat er sich einmal kommen lassen, hat ihn von oben dis unten scharf angesehen und entschieden, daß der Kutt mit ms Feld solle, übernahm auch seine Equipierung und ließ ihn bet I fern 6 lllanen-Regirneitt als Zunler emftellen. , 3n den Mansarden bei den Gieses schlug | darüber die Begeisterung doppelt hohe Flammen, und die Armee wird alle in Wien verbrochenen Tummhetten wieder gutmachen!" War ein kerniges Volt geworden, das Preußenvolk, gestählt im Leid! Hart und lerntg wie Vater Blücher selber . . . Also hat der Feldrnarschall gedacht: „Natürlich übernehm' ich das Oberkommando wieder, gleich, geh' zur Armee und schlag den Napoleon über den Schädel, daß es flutscht, llnd krieg ich ihn in Persona, so lass' ich ihnlsüsilieren. Sjut hundertfach den Tod um uns verdient, und wär nur gerecht und billig I“ Ist aber alles nicht so schnell gegangen, wie der schlichte Kttegsmann es sich gedacht. Es sind da Stimmen gewesen, denen ist der Blücher za alt gewesen; andere, die wußten, er war krank, manche meinten, daß er närrisch wär', und wieder andere hielten ihn überhaupt für keinen re^ en Feld Herrn mit seinem ewigen Vorwärts! Vorwärts! So wurde hin- und Herberaten, bts am Ende der König Fttedttch Wilhelm III. doch das rechte und sell»swerständliche befahl: Blücher und kein anderer soll Bas Preußenheer führen^und sein Generalstab-chrs wird wiederum der Gnet- scnau sein So daß Doktor uitd Apotheker wiederum zum Besten arten und taten sollten und konnten. mhrlich zahlten: nicht Die Umlagen zur Landwirtschaftskammer. Man schreibt uns: Die an die Schweizer Schuldangelegenheit der Landwittschastslammer angeschlossenen Zei- ungserörterungen brachten auch vielfach Mitteilungen über die hohen (Steuern, richtiger Umlagen, zur Landwirtschaftskammer. Cs dürfte deshalb im allgemeinen Interesse- gelegen fein einmal eine Uebersicht darüber zu geben, in welchem Umfange die hessischen Landwirte seither Um» lügcn zur Landwtrttchastskammer — ihre Berufs- )ertretung - gezahlt haben. Wenn es auch nahe so soll doch heute nicht auf viele Aeuye- nagen gegen die Landwirtschaftskammer. bie mit cm Steuerzettel bzw. den Umlagen in Verbindung stehen, eingegangen werden, nur soviel sei agi. vast diejenigen, welche erllären, sie hätten oon der Landwirtschaftskammer bis jeßt weiter ichts tote den Steuersettel gesehen, sich damit selbst ba3 schiech teste Zeugnis eines rückständigen 2anbtoirt3 ausstellen. Nach, einer von der La ndwirksc>)af tskammer auf Grund der Hebregister für 1919 durck^esühr- icn Zählung, deren steuerliche Grundlagen in Ser Hauptsache auch jetzt noch Geltung haben, •;gab sich, daß von den zur Landwirtschasts- fammer 'Beitrag zahlenden Verbandsangehörigen von Versailles, das durch die Beschlüsse der - Alliierten von Paris, London und Spaa, so- , wie durch die Entscheidungen über die Zugehörigkeit ehemals deutscher Gebiete, insbesondere Oberschlesiens, verschärft wurde. Zu den allgemeinen Lasten des FriedenSdik- tats kommen noch diejenigen des besetzten Gebietes, zu dem auch unser Bezirk gehört. Hier ist es vornehmlich die immer steigende 'Besatzung, die das Land bedrückt, die das Wohnen vielfach unerträglich macht und daS Geschäftsleben einschnürt. 3m Berichtsjahre traten die „Sanktionen" hinzu, b. h. die wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, die die Entente durch die Errichtung einer besonderen' Zollinie und Einführung einer eigenen Ein- und Ausfuhrkontrolle über das besetzte Gebiet wegen der Weigerung der Regierung, das Londoner Ultimatum zu unterzeichnen, verhängte. Die schärfsten Proteste der wirtschaftlichen Körperschaften und des bei dieser Gelegenheit gebildeten Wirtschaftsausschusses für das besetzte Gebiet konnten zunächst an der Sachlage nichts ändern, hatten aber doch das Gute, daß die Aufmerksamkeit der gesamten Oefsenilichkeil auf die Zustände des besetzten Gebietes in erhöhtem Maße gelenkt wurde. Erst im Spätjahre wurden die Zwangsmaßnahmen zum Tell aufgehoben und die Rhein- zvlltnie befeittgt. Die Sin- und AuSfuhrkon- irvlle dagegen blieb zunächst bestehen. Das WittschaftSleben des Deutschen Reiches und des besetzten Rheinlandes im besonderen kann nicht eher wieder gesunden, bis die bestehenden Lasten auf ein erträgliches Maß herabgesetzt werden und das Friedensdiktat von DersaUles eine gründliche Um» Man darf sich über die herrschende wirtschaftliche Notlage Deutschlands durch schein- bare äußere Zeichen deS Wohlstandes nicht täuschen lassen. Die Aussichten für den Außenhandel sind nichts weniger als günstig, da die deutschen Znlandspreise sich immer mehr den Preisen des Auslandes an- nähern und alle auswärtigen Staaten sich gegen das Ausland und insbesondere gegen Deutschland abzuschließen suchen. Auch trägt das Geschäftsverfahren der Außenhandelsstellen nicht zur Belebung der Ausfuhr bei. Eine nachdrückliche Förderung unserer Aus- fuhrtättgkeit ist eine Lebensnotwendigkeit für uns und muß mit allen Kräften als Ziel verfolgt werden. Die innere Verfassung unserer Wirtschaft ist ungesund, daS liegt auch daran, daß nicht produkttv. d. h. wittschaftlich genug gearbeitet wird. Als Beispiel sei angefühtt, daß im Ruhrgebiet zwar 100 000 Bergarbeiter mehr wie in der Vorkriegszeit beschäftigt werden, daß aber nur 80 Proz. der damaligen Produktion erreicht werden. A,n stättsten tritt diese Unwittschaft- keit bei den ReichSbettteben, der Eisenbahn und Postverwaltung, zutage. Die Ausgaben eilen den Einnahmen weit voraus. Die Verwaltungen suchen durch immer neue Tariferhöhungen das Gleichgewicht in ihrer Betriebsrechnung herzustellen; bisher vergeblich. Die zu erwartenden Fehlbettäge verschlingen einen großen Teil der neuen Steuern. Jede neue Tariferhöhung zieht außerdem neue Lohnforderungen nach sich. Wenn auch der Personenverkehr an Pünktlichkeit zugenommen hat. so entspttcht der Gütervettehr keineswegs den Anforderungen, die man billigerweise an ihn stellen kann. Es wird sehr über die Wagen- gestellung und. Verzögerungen in der Beförderung der Güter geklagt. einen Husaren, mächtig und breit dyjf ig. Man sähs ihm an: muf;te ein MordSterl sein. Den Mordskerl kannte sie. An ihn hat fte gedockt bei Tag und bei Nacht. Einen Moment ist sie stille geftanb n, ganz stng g g:n- über dem Geldgeber erreicht werden Deshalb ist das unbeschränkte llnllagerecht der Landw:tt- schastskammer für diesen Zweck, und nur für kneten ist es gefolgert und gewährt, eine notwendige Maßnahme und eine solche im Interesse d^r h.'-- sischen Landwittschaft und des hsssr chen Staates, sofern letzterer sich> nicht bereit erklärt, die entstandene Schuld zu übernehmen. Zedensalls aber zeigen die oben st eher, den Zahlen, daß bi? Umlagen für die Tätigten der Landwittschaftekamme jölche sind, welche unsere Landwirtschaft trotz der sonstigen Anforderungen zugenrrtet werden können. die nur ein wenig gedämpft wurden durch die 1 seltsamen Nachrichten der Frau Mutter aus Wien. Denn von der kam ein Brief, aus dem sie alle nicht recht klug wurden. Es ist darin die Rede gewesen von dem großen Hnglüd, von der Brandmunde der Luise, von einer lieben, sanften Gräfin, und wie Gott im Himmel alles doch' so wundersam gefügt, und aus dem Unglück ein Glück geworden und Ttod; ein größeres werden föraite. Eine große Briefschreiberin war Mama Diese gewißlich nie gewesen: in dieser Epistel aber ging alles quer durcheinander, und als das Wunderlichste wollte es den Töchtern dünken, daß der Brief fo weich gestimmt war. Am meisten aber zerbrachen sie sich bie K'B e über einen kleinen Zettel von Luisens Hardch:-ist. Da stand mit etwas zitterigen Buchstaben: »Nun braucht die Hebe Frau Mutter sich nicht mehr zu jorgen, daß in ihre Töchter hineingemanscht wird." Weiter nichts, llnd konnte doch so viel bedeuten. Am wenigsten Anteil hat an all dem die Lore genommen. Sie ist wie verwandelt gewesen: trotzig und grob wie ein Klotz: scharf wie ein neues Reibeisen, dann wieder ungestüm zärtlich. Hat nachts in ihre Kissen geheult, ist frühmorgens auf die Straße gelaufen und kaum zu den Mahl- - erten wiedergekommen. Einmal hat ihr die Zu- lie als die Netteste im Haute einen ernsten Strafsermon hatten wollen, ist aber damit an dte Un- , echte gekommen. Denn das Kind hat das Stups- näschen hoch ausgeworfen, hat gelacht, daß es dröhnte und gemeint: „Was verstehst du von meinen Seetengu-alen?" ..Seelengualen" hat sie wahrhaftig gesagt, und das hat eigentlich aus dem Dupperrmündchen sehr komisch geklungen. Zn Wirllichkeit hat die Lore dem Onkel Blücher auf gelauert. An den ist fceilich tn diesen Tagen schwer heran-ukommen gewesen, denn wenn er sich zeigte, war er immer in großem Gefolge und zudem von jubelndem, jauchzendem Volk umringt. Wie eine Mauer stand das um ihn and schsb sich mit ihm von Haus zu Haus und von Straße zu Straße. Endlich einmal ist's ihr doch gegluckt. Wie fr>nn Beharrlichkeit immer zum Ziel fuhrt Da hat sie den Feldmarschall aus fernem Valais kommen sehen, in den frühen Vormittagsstunden Ein Paar Adjutanten find hmter ihm geschritten. Aber neben ihm, auf der lullen Seite, ging ein Hrksarenvffizier, zu groß eigentlich für I etwas ruhigeres Fahrwasser gekommen. Die zuerst so heftig geforderte Sozialisierung ist unter dem Druck der Tatsachen zurückgestellt worden, wenn sie auch noch aus dem Programm politischer Parteien und gewerkschaft. licher Organisationen unverändert fortbesteht und keineswegs als erledigt angesehen werden kann. Die Zwangswirtschaft ist mehr und mehr abgebaut worden. Trotzdem sind itvch zu viele Reste von ihr vorlmnden, so insbesondere auf dem Gebiete der Kohlenversorgung und des Wohnungswesens. Gerade hier aber sind so große Mißstände entstanden, daß nicht dringend genug der Ab^au gefüttert werden kann. Die Tätigkeit der Handelskammer Mainz war im abgelaufenen Jahr entsprechend der Vielseitigkeit der ihr gestellten Aufgabetr sehr lebhaft. Zm Vordergrund der Tätigkeit der Kammer standen n heben und wenigstens äuf -ihre Beschränkung hinzuwirken. iüc bie Förterungsmaßncchmen 'chaftskammer und deren Verwaltung notigen Umlegen erhöht werten, aber diese Erhöhung ergibt, daß bie obengenannten 54 Prozent der Verbands» ungehörigen Im Zahre 1921 nicht mehr wie rund i8 Mark zahlen. Vergleicht man damit z. B. die Beiträge, ivelche die Angehörigen anderer, und zwar freier Berufsorganisationen zahlen, wie ein Buch- i'rodergetjilte im Zahre 430 Mark, ein Mitglied des Metallarbeiterverbantes 546 Marl, eine Handlungsgehilsin 244 Mark, ein Landarbeiter mehr wie 200 Mark, fo wird man wohl 11 Prozent nicht mehr wie 11 Umlage. Daß mit dem Eintritt und ter Fortentwicklung der Geldentwertung, ter allgemeinen Teuerung. die Landwirtschaftskammer zur Aufrecht- c.Haltung ihres Betriebes und zur Durchführung Förderungsmaßnahmen nicht mehr mit den - - - - - konnte, ist für Den fünften fiaffee trinkt man dort, roo Pfeiffer dt Dillera fidffee »Cffenz zu Bohnen oder fllafz, hinzugetan roird; das* ocredclt den Gefcbmack ganz übe trafd) end oJjilft lehr erfreulich sparen! Ortginaldofen u.5ilberpakete zu haben in den Gdcijäften* hat sie mit aller Entschiedenheit Einspruch erhoben. Sehr lebhaft beschäftigten sich Gesetzgebung und Verwaltung int Berichtsjahre mit den Maßnahmen gegen Wucher und Preistreiberei. Hier ergab sich als wichtigste Aufgabe der Kammer, die Gerichte und Preisprüfungsstellen über das Wesen der Preisbildung aufzuklären und zu verhüten, daß in dem berechtigten Bestreben der Bekämpfung der Ausbeutung und des Schieber- tums nicht die reellen kaufmännischen Geschäfte Not litten. Es kann gesagt werden, das) die maßgebenden Stellen des Kammerbezirks mtt Verständnis der Kammer entgegenkamen, und daß dank dem Zusammenarbeiten aller Beteiligten, einschließlich der Konsumentenver-- treter, der hiesige Bezirk von Ausschreitungen einigermaßen verschont blieb. Einen besonderen Uebelstand der neueren Entwicklung bilden der Strahenhandel und das Wandergewerbe. Gegen diesen hat die Kammer einschneidende Maßnahmen gefordert, deren Ausführung auch tm Gange ist. Manches Gute konnte für Handel und Industrie des Bezirks erreicht werden, manche Wünsche blieben infolge der Schwierigkeit der Lage Zunächst unerfüllt. Jedenfalls war niemals die Tätigkeit einer Handelskammer wichtiger und verantwortungsvoller wie in den heutigen schweren Zeiten, insbesondere im besetzten rheinischen Gebiet. Ans dem ArntsverkündigungsbLatt. Das Amtsverkündigungsdlatt Ar. 17 Dom 7. Februar enthält: Armen Unterstützung. — Ausschlag der einmaligen Umlage ur Deckung der nachträglich zu leistenden Ent- chüdigungen für Viehverluste. — Schlutzprüfung der Aspiranten und AsPiraMrnnen des Schulamts im Frühjahr 1922. — Fortbildungsschule. — Dienstnachrichten. — Feldberetnigung Londorf. — Reinigung der Fußsteige von Schnee and Ens. In Ulrichstein (Kreis Schotten) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. — In der Gemeinde Wisselsheim (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche er- loschen. Dermnschtes. ^Lod einer über Hundertjähri gen. In Cunvw (Kreis Nando w) verstarb die älteste Einwohnerin des Kreises, die Witwe Hahns geb. Schäfer, vier Monate vör Vollendung ihres 10 3. Lebensjahres. • Internationaler Aerzteton- gretz. Für das nächste Jahr ist die Veranstaltung eines internationalen Aerztekongresses in Slockhobn geplant; es sollen nur persönliche Einladungen versandt werden, und man beabsichtigt, 500 vis 1000 Aerzte einzuladen. In Kreisen des dänischen Aerztevereins bringt man dem Plan gleichfalls großes Interesse entgegen. Ein Mitglied des Vereinsvorslandcs, Dr. Mogens Fenger, erklärt in der „Nationaltidende", es fei kein Geheimnis, daß man in den Vervandsländern die Fühlung mit der deutschen ärztlichen Wissenschaft start vermisse. Handel. Berlin,?. Febr. Börsen st immungs- bild. Infolge der Hoffnung auf voraussichtliche baldige Beilegung sowohl des Eisenbahner- als auch des Berliner Streiks verkehrte die Börse in fester Haltung bei Kurssteigerungen für bevorzugte Papiere von durchschnittlich vis 30 Prozent, für einzelne auch 50—70, Laurahütte 100 Prvz. Äali- unb Petroleumaktien hatten lebhafteres Geschäft. Deutsche Petroleum 1812. Sonst ist das Geschäft wiederum still. Renten behauptet, Devisen still Frankfurt a. M., 7. Febr. Börsen- stimmungsbild. Dezeichne-B für die an der Börse herrschende Gelchäftsstille ist es, daß immer nur wenig Gebiete regeren Verkehr zeigen und Spezialvopiere bevorzugt bl'.-den. Gebr. Fahr ftärter beachtet, 600—605. Chemische Nhenama 975 Zunge Ufa 210, Benz 575, Inag 825, Deutsche Petroleum 1850. Die Haltung am Montanmartte war nicht ganz einheitlich. Stärker gefragt waren Oderbedarf, 950. Ebenso Laurahutte hoher, für welche größere Auslandskäufe Vorlagen, 1500. Harpener und Phönix hatten ebenfalls regeren Verkehr Fest tagen Autowerte. Unter den variablen Notierungen tarnen bei freundlicherer Stim- mung auch Zuckerfabrikaktien zur Beachtung. Kali Westeregeln anziehend, 2500. Im weiteren Verlause machte die mäßige Aufwärtsvewogung in chemischen Aktien Fortschritte. Befestigt waren ElLktrizitätspaPiere. Aus dem Ein Heils markt blieb das Geschäft ruhiger bei fester Stimmung. Gesucht waren 3prvzentige Neichsanleihe, 109,50. Vallttapaviere wenig beachtet und schwächer, Dollar 202-203. Die Börse schloß etwas lebhafter bei festerer Tendenz. Privatdiskont 4lA Prozent Frankfurt a. M., 8. Februar. Dörsenkursr. Frankfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr° Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 6.2. 7.2. 6.2. 7.2. 5°/„ Dtsch. KriegSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4ßoDtfch. Reichsanl. 87,30 8i 40 87,40 3°/° Disch. Reichsanl. 109,— 109,50 109,50 109,80 4°/0 Preuh. Kvnsols 71,10 74.25 71,25 Camburg-Pakets.. . 400, — 403.— 407,— 407,50 Norddeutscher Lloyd 290, — 315,— 302,— 297,— Comm.u.Privatbank —,— 295,- 301,— 302,— Darmstädter Bank . —, — 303,— 300,— 304,— Deutsche Bank ... —,— 489,— 476,— 479,50 Disconto-Gesellfchast —,— 408,- 410,— 411,50 Dresdner Bank. . . —,— 326,- 320.- 320, - Mitteld. Sreditbank. -,- 290,- 287,- 288, - Nationalbank f. D. . —,— 305,- 306,— 311,50 Boch. Gußstahlwerke — — 1062,— 955,— 1050,- Bud.- Eisenw.-Att..' 837,- 856,- 850,- 858,- D.-Luxemb. Bergw.. 850 — 875,— 855,— 874,— Gelsenkirch. Dergw.. 880,— 699,— 885,- 895,— Harpener Bergbau. 1490 - 1525 - 1495,- 1525,- Oberschl. Eisenb.-B. 895,- 950,- 920,- 993,- Ooerschles. Eisenind. 740,- 796 - 765,— — Phönir-Bergb..Akt. 995,- 1000^- 991,- 1045,- Bad.Anilin-u. Soda 598,- 602,- 605,- 624,- Höchster Farbwerke. 550 - 554,50 554,- 562,- Allg. Elektr.-Ges. . . 649,- 650,- 655,- 666,- Felten L Guilleaume — - 9*0,— 985,- 980,— Schuckeri-Werke. . . 616,- 630,- 612,50 624,— Adlerwerke.. ---- 555,- 559,- 545,- 553,- Daimler....... 480,— 493,- 494,- 500,- 4°/o Heff. Staatsanl. -,- 73.75 -,- Electron Griesheim 686,- 703,- 700,- - Dtsche. Dereinsbank 219,50 Markvotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 6.2. 7.2. Zürich Fr. 125.40 2,50 2,52 Amsterdam Fl. 59.20 1,32 1,33 Kopenhagen Är. 88.80 2,45 2,87 Prag Är. 117.80 25,62 26,25 Stockholm Är. 88.80 1,93 1,93 Wien Är. 117-80 3847,- London Sh. 97.80 8,81 8,77 Paris Fr. 125.40 5,88 6,82 Neuyork $ 23.80 -,49 -.49 Züricher Devisenmarkt. 6.2. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 190.25 190.- Deutschland 100 Qllt = 2.52 2.»5 Wien 100 Kr- = 0.17 0.17 Prag 100 Är. — 9.65 9.29o ParüZ 100 5r. = 48.- 42.80 London \ ” 22.13 22.05 Italien 100 2. = 24.- 2.5.35 Brüste! 100 Fr. ” 41.40 40.90 Budapest 100 Är. = 0.77 0*775 Neuyork 100 5 = Lil.- 510.- Agram 100 Är. = 1-65 1.70 Warschau ...... 100 fit. = 0,16 0,15 Märkte. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 3. Febr. Die heutige Börse verlies in sehr fester Stimmung. Durch das knappe Angebot fast aller Waren stieg die Nachfrage. Besonders gesucht waren Futtermittel. In Lebensmitteln war das Geschäft bei normalem Bedarf fest. Es notierten per 100 Kilo: Weizen 860—900, Roggen 685—725, Hafer 650—700, Gerste 775—815, Futtergerste 150—800. inl. Weizenmehl 00 1300—1400, inl. Weizenmehl Spez. 0 1275—1325. Weizenmehl mit Auslands- mehl gemischt 1350—1375, amerik. Weizenmehl 1500, Roggenmehl 70 Proz. 1000—1050, Weizen- kleie ohne Sack 480—510, Roggenkleie ohne Sack 480—520, Mais 780—850, Mais schrot 800—860, Futtermehl 600 ital. Luzerne 6000—7000, Provene. Luzerne 6000—7000, ital. Rotklee 6400, inl Rotklee 3600—6500, deutsche Linsen 1500 bis 1800, weide Dohnen 1050—110, Vittonr- Erbfen gesck, 1200—1400, Viktoria-Erbsen ungeschält 1000—1200, Durma-ReiL II. 1400—1600, Haferflocken 1000—1100, Graupen 1300—1400, Wiesenheu lose 340—420, Wiesenheu gepreßt 430, Kleeheu 460—480. Hafer st roh 136—145, Roggen- strvh 120—140 Mark. Büchertisch. auf die große Bedeutung eines vorherigen Einvernehmens von Grvh-Brttannie.n, Italien und Frantreich über die in Genua zu befolgende Politik hin. Die Sanierung Der Dank von China. Paris. 7. Febr. (WTD.) Der Senats- ausschuß für Finanzen, der gestern die Sanierung der Bant von China verhandelte, hat auch den Wunsch geäußert, in dieser Frage den Ministerpräsidenten Poincar 6 zu hören Eine Entschließung über den Gesetzentwurf hat der Ausschuß bis jetzt noch nicht getroffen. Die Fimdierrmg der alliierten Schulden. London, 7. Febr. (WTB.) Reuter meldet aus Washington, es verlaute, daß die Verhandlungen über die Fundierung der alliierten Schulden an die Vereinigten Staaten sehr bald eingeleitet werden sollen. Zuerst würden die Schulden der großen, dann die der kleinen Rationen behandelt werden. Paris, 7. Febr. (WTB.) Rach einer Meldung aus Washington erklärt man tm Schatzamt, die Verhandlungen über die Konsolidierung der alliierten Schulden würden sehr bald beginnen. Das nordirische Kabinett und die Grenzfrage. London, 7. Febr. (WTD.) Das Kabinett von Rordirland hat an Lloyd George ein Schreiben gerichtet, in dem es erklärt, daß es mit keiner Abänderung der Grenzen Rordirlands, wie sie im Gesetz von 1920 festgelegt wurden, unverstanden sei, es sei denn bei gegenseitige: Zw stimmung. Das Kabinett gründet sein Recht aut die Einnahme dieser Haltung auf Grund der Erklärungen Lloyd Georges gegenüber de Valero im Laufe der Verhandlungen im Jahre 1920. Dor Neuwahlen in Ungarn. Budapest, 7. Febr. (WTB.) Minister» Präsident Dethlen erklärte in einer Sitzung, daß die Regierung entschlossen sei. die Mandatsdauer der Nationalversammlung, die am 16. Februar abläuft, nicht zv — Wandervogelgeschichten. Verlag Eugen Salzer, Heilbronn. — Das Büchlein enthält Beiträge von Hermann Hesse, Emil Strauß, Robert Walser, Norbert Jacques, Alfons Paquet und Wilhelm Schäfer. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine StreikenLfchließmrg in Mannheim. Mannheim, 7. Febr. (WTB.) Auf gestern nachmittag 4 Uhr hatte die Eisen dahner - streikleitung eine öffentliche Versammlung in den Nibelungensaal einher rfen, zu der auch die Arbeiterschaft der Ind istrie ein* geladen war. Dabei wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: Die heutige von über 3000 Personen besuchte Protestversammlung fordert: 1. Daß der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund den Aufruf, der sich gegen die im Streit befindlichen Eisenbahner richtet, sofort zurückzieht, 2. daß der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund sofort seinen ganzen Druck gegen die Regierung und nicht gegen die Streikenden richtet, und 3. daß endlich mit der Durchführung der 10 Punkte angefangen wird, da-, mit nicht alle Steuerlasten von der arbeitenden verlängern. Der Wiener städtische Kredit. Wien, 7. Febr. (Korr. Bureau.) Gegenüber privaten Meldungen, daß der städtische Kredit auf nur 100 Millionen Kronen beschränkt sei. wird von maßgebender Seite mitgeteilt, daß sich der Kredit auf eine Gesamthöhe von 500 Millionen erstreckt, und daß hiervon, sowie die Vereinbarungen zwischen den beiden Regierungen die Zustimmung des städtischen Parlamentes erhalten haben, ein Vorschuß von 100 Millionen flüssig gemacht wird. Dabei ist zu bemerken, daß es sich nicht um einen gebunbenen, sondern um einen freien Kredit handelt, so daß eine Erleichterung der valutarischen Lage Oesterreichs mit Sicherheit zu erwarten ist. Die Elektrisierung der Gotthard-Dahn vollendet. Bern, 7. Febr. (WTB.) Die Elektrisierung der Gotthard-Bahn ist durch die Beendigung der letzten Strecke Lugano—Chass» vollendet. Bevölkerung getragen werden müssen. Frankreich wünscht vorheriges Einvernehmen für Genua. London, 7. Sehr. (WTB ) Der „Times" zufolge ist die gestern vom Dotschasterrat de Monti l l e dem Foreign Office überreichte Note betreffend die Teilnahme Frankreichs an der Konferenz von Genua von beträchtlicher Länge. Eine Abschrift davon sei zweifellos nach Rom gesandt worden. Die französische Regierung weise in der Note, wie man annehme, SS GMeins Gdelsovtiment elegant in der Packung » »ieattiiettfabeW A. M. GKKei« & SSvue » DsesdSM-A. 2S » 45 a St Gartenfreunde und Landwirte! 791c Eret prob’«, dann lob’al „Darm zu empfehlen tft Zocker*« Pateat-Medizinal- Sclfe gegen unreine Haut. Kermeffen- Pulver mit dem flüaebtem. Samenhaus Heinrich Hahn, Gießen Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. Telephon 1403. Herren- Anzuge naü) M seat&eltef. liefert Bei nut outet Beturöeitono. «u® öei geflellten Stoffen KM Senser, MntMtmersm. Fabrikant: P. Jos. Mobs, Gießen Seifenfabrik. Fräulein Amanda L... schreibt: „Ich habe Creme-Peltzer mit Erfolg gegen rauhe Haut angewandt und bin sehr zufrieden damit“. 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In jeder Familie finden sich wohl einige nicht mehr benötigte Bücher und Zeitschriften, besonders illustrierte, Märchenbücher und Erzählungen für Kinder, mit denen man den armen Kranken noch große Freude bereiten kann. Auf geschehene Mitteilung werden die Sachen im Haus abgeholt. Mitteilungen nehmen entgegen die Direktion der Heil- und Pflegeanstalt und der Vertrauensmann des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Hessen, für Gießen Herr Rektor Dal. Muller, Stadtmädchenschule. 1307 spendet Bücher und Zeitschriften. Hyrgui allerbesten Itotewfen hernesle'lt sdxddie iAixbiund grafliie nicht ar» Eckstein Gold so Pfg. köstlich im Geschmack Torrero 1OO Pfg. Traviaia 120 Pfg.