vrvck mrt Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vnch- unö Steinbruderct N. Lange. Schriftleitung, SeschSftrflelle und Druckerei: Schulflrahe 7. Eine Unterbrechung der Konferenz von Mudania. I nüge zu tun. Der Prozeß Rathenau keine man fein Mörder, er habe nur den Wagen gefahren, von der Tat aber nichts gewußt. Bei sich hatte er nur eine Brieftasche und ein Notizbuch. Auf gewonnen, das) er zweifellos von der Mordabsicht wußte, aber nicht glaubte, daß die Tat an dem Morgen begangen werden solle. Aach schweren Kämpfen sei Behrens zu dem Entschluß gekommen, daß es für Ernst Werner am besten wäre, ihn der Kriminalpolizei zu übergeben, da er sonst vielleicht gelyncht würde. Auf eine Frage des Oberre'.chs- ancralts erklärte der Zeuge nochmals, Werne, habe von dec Mordabsicht gewußt. Er habe er- zählt, am Abend vorher habe Kern ihm gesagt. Einfluß gehabt. Damals sei der Unterordnurrgs-- geisl in ihm entstanden: er habe eine überaus stark entwickelte patriotische Gesinnung. aAch seiner Entlassung widmete er sich mit ehrlichem Fleiß Nächte lang dem technischen Studium, während dieser Zeit habe er zweifellos an den Treibereien nicht teilgenommen. 3m Oktober stand er vor dem letzten Examen, fei aber, weil er das Aoh- nug sind, um uns die allgemeine Achtung in Brüssel wiederzugewinnen. die Frage des Zeugen, ob er kein Geld und Pässe bekommen habe, antwortete er: „Aein, hat mich einfach gehen lassen, ich stehe ganz allein. Darauf habe der Zeuge den (Sinbrucf „Evening Standard" meldet. General Harr i n g' ton bleibe bis nach der Zusammenkunft zwischer Curzon und Poincarö in Konstantinopel. Eine engiisch-sranzöstsch- italienische Konferenz in Paris. Paris. 7. Oft. (WTD.) Gestern abend kam Lord Curzon im Quai d'Orsay an und hatte sofort eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten PoincarS, der unterstützt tourbc von Direktor Peretti de la Facca und dem Referenten für die asiatischen Angelegenheiten. Lord Curzon war begleitet von seinem Sekretär Sittart und von dem britischen Botschaften in Paris Lord Hardings. Etwas später erschien der italienische Geschäftsträger Galli, der ebenfalls an den Beratungen teilnahm. Die Konferenz ging um 2,15 ilfjr heute früh zu Ende. Lord Curzon erklärte nach Schluß den 3ournaliflen. Wir haben heute abend gute Arbeit verrichtet. Wir werden morgen früh um 9 Uhr unsere Beratungen fortsetzen. Aach dem „Journal" ist der Hauptzweck der Konferenz ge- wesen, den Engländern zu zeigen, daß sie sich vielleicht eine Übertriebene Einbildung gemacht haben von dem, was die T Ü r k e n unter Besitzergreifung Thraziens innerhalb von 30 Tagen verstehen. Bon einer mllitärischen Besetzung könne nicht die Aede sein. Das Abkommen vom 23. September sei nach dieser Richtung hin formell. Es handele sich nur um die Wieder einsehung der Zivilbehörden und um die Organisierung der Gendarmerie. Das Blatt glaubt, in dieser Frage sei man grundsätzlich zu einer Lösung gekommen, die die Wiederaufnahme der Konferenz von Mudania unter günstigen Bedingungen gestatteten. Heute vormittag wurden die Instruktionen, die den alliierten Generälen von ihren Regierungen zu senden seien, ausgearbeitet. Wahl kann in den Bahnen ruhiger Gewissens- Überlegung, ohne allzu hefttge Erbitterung, geführt werden, weil es sich nicht darum handeln kann, Eberts einwandfreie Persönlichkeit herabzuziehen, sondern nur dem rein s ich- lichen Moment politischer Ueberzeugung Ge- Leipzig, 6. Olt. (WTD.) 3n der heutigen Verhandlung des Rathenau-Pro- z e s s e s wurde mit dec Zeugenvernehmung begonnen. Zunächst wurde der Onkel der beiden Brüder Techow, Gutsbesitzer Behrens aus Dciegen, vernommen. Er sagte aus, auf Ernst Werner habe seine Freikorpszeil einen großen Aus dem besetzten Gebiet. Vergehungen belgischer Soldaten. Berlin, 6. Oft. (Privattelegr.) Wie die Blatter aus dem besetzten Gebiet melden, werden erst jetzt, nach Abschluß der amtlichen. Feststellungen, schwereAusschreitun- gen belgischer Soldaten in Straeten (Regierungsbezirk Aachen) bekannt, die am 14. September während der belgischen Manöver begangen wurden. Als gegen 12 Ahr nachts der Wirt eines Gasthauses in Sttaeten eine Anzahl Unteroffiziere und Mannschaften aufforderte, das Lokal zu verlassen, well er schließen wolle, versuchte ein anscheinend angettunkener belgischer Unteroffizier die beiden Töchter des Wirtes bei sich zu behalten. Die Eltern, die die Töchter in Schutz nehmen wollten, wurden von den Belgiern niedergeschlagen. Er versuchte darauf, in das im oberen Stockwerk gelegene Schlafzimmer der Mädchen einzudringen. Diese konnten, nur notdürftig bekleidet, durch die Fluch! über die Dächer sich retten. Der Unteroffizier konnte schließlich verhaftet werden. Aus dem Reiche. Die Regimentsfeiern wieder gestattet. B e r l i n, 7. Oft. Der preußische Minister des Innern hat die Regimentsfeiern auch außerhalb gedeckter Räume wieder gestattet. Waffen darf nur die Gewehrsektion mit sich führen. Aufteizende Bezeichnungen sind verboten. DaS neue Beamt en recht. Berlin, 7. Oft. Unter dem Borsitz des Präsidenten des OberverwaltungSgecichtS, Staatsministers a. D. Dr. Drews fand eine Verhandlung über das neue Beamten- r e ch t statt, an dec neben Regierungsvertretern Delegierte der Spitzenvrganisationen der Beamtenschaft teilnahmen. ES fand der Vorschlag beifällige Aufnahme, die Beamteneigenschaft durch Aushändigung einer Be- stallungsurfunde zweifelsfrei festzustellen. Daneben soll aber auch eine Anstellung auf Zeit möglich sein. Das Ausscheiden eines Beamten auS dem Dienst soll auf seinen Wunsch jederzeit möglich sein. Bei pvlittschen Beamten soll die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand jederzeit möglich sein. Die Verhandlungen werden heute fortgeführt werden. zum Nachmittag vorher ohnejed« Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 400 Pf., auswärts 500 Pf.: für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite ItzOOPf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/e Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil. Ernst Blumschein; für den Anzeigente,l: Hans Beck, sämtlich in Dietzen London, 6. Oft. (WTD.) 3nfolge des LerOgebnislosen Verlaufs der bisherigen Verhandlungen in Mudania hat sich die Krisis im nahen Osten verschärft. Den Dlättern zufolge ist die Kriegsgefahr tote* der aufgelebt. Von amtlicher britischer Seite wird die Lage als sehr heikel bezeichnet. „Pall Mall and Globe" schreibt: Krieg und Friede im nahen Osten liegen wieder auf des Messers Schneide: die Konferenz der Generale in Mu- dania ist gescheitert. Die Berichte, die heute von General Harrington eingetroffen sind, besagen, daß der türkische Vertreter in anmaßender Haltung den Standpuntt eingenommen habe, daß die Angora-Regierung den Alliierte,t ihre dingungen diktieren könne und Forderungen unterbreitet habe, die vollkommen außerhalb der Konferenz von Mudania liegen. Die Konferenz sei wegen politischer und nicht wegen militärischer Fragen zusammengebrochen. Die Türken hätten Bedingungen .aufgestellt, die weit über die in der Pariser Rote zugestandenen hinaus- gingen, ohne sich selbst bereit zu erflären bte Bedingungen dieser Rote auszuführen. Die Aussicht auf Wiederaufnahme der Verhandlungen scheine in ziemlicher Ferne zu liegen. Paris, 6. Oft. (WTD.) Wie das „Journal des Debats" meldet, haben die nach Konstantinopel zurückgekehrten alliierten Generale bort heute eine wichtige Unterredung mit den alliierten Oberkommissaren gehabt. Daß die Kon- fererrz von Mudania heute nachmittag wieder zusammentreten könne, nehme man nicht an. Trotz der pessimistischen Kommentare der englischen Presse von heute morgen scheinen nach dem Blatte die Aussichten auf eine Verständigung, sowohl hinsichtlich des Wafsenstillftandes, als hinftchtlich der endgültigen Friedensregelung nicht merklich in die Ferne gerückt zu jein; keinerlei fundamentaler Grundsatz erscheine in Frage gestellt. Aur die Einzelheiten der Durchführung, insbesondere hinsichtlich Thraziens bildeten anscheinend den Gegenstand der Erörterungen. London, 5. Oft (WTD.) Reuter erfährt von unterrichteter Seite, daß Folgendes die Gr- flärung der plötzlichen Aenderu ng der Lage im nahen Osten ist: Anscheinend gingen die Verhandlungen in Mudania bis gestern abend ziemlich gut von statten, obgleich die Türken so viel wie irgend möglich zu erhalten strebten. Gestern jedoch wurden sie sehr anspruchsvoll in der ostthrazischen Frage und verlangten die sofortige Besetzung, wollten jedoch keinerlei Bürgschaften für die Minderheiten usw. geben. 5)led führte zur Aufwerfung einer politischen Frage, die die Muda- niaoknserenz nicht befugt war, zu behandeln. 3n- folgedessen kehrten die drei alliierten Generale nach Konstantinopel zurück, um die Angelegenheit dem Obeckom- missar zu unterbreiten. Der britische Oberkommissar hat jetzt die letzten türkischen Forderungen nach London übermittelt, um Weisungen zu Abalten. Soweit in London bekannt ist, ist die augenblickliche Schwierigkeit nicht durch die Haltung der griechischen Generale verursacht worden, sondern allein durch die unnachgiebige Haltung der Türken. Soweit Griechenland in Betracht kommt, ist noch nicht bekannt, welches die Haltung der griechischen Regierung oder des griechischen Volkes ist. Deniselos hat London verlassen, nachdem er dem Grundplan des Pariser Abkommens so gut wie zugestimmt hat, mit anderen Worten, er hatte sich in das Unvermeid- Wochenruckblick. Der französische Finanzminister de Baffe bei te konnte am Donnerstag seinem s Bolle ein günsttgeS Bild innerer wirtschaftlicher Verhältnisse malen — eS ließe sich mit keinem Gedanken auf die deutschen Gestaltungen und Aussichten übertragen. Trotzdem tun die ftanzösischen Staatsmänner fortgesetzt so, als spiele Deutschland einen betrügerischen Bankrott, indem eS nebenbei in großen Zügen seine Wirtschaftsanlagen ausbaue und verbessere. Da war es gut, daß Mac K e n n a, der frühere brittsche Schatzkanzlerund Chef der vornehmsten englischen Bank, auf dem Kongreß der amerikanischenBan- kierS einmal ausführlich auseinandersetzte, was bei der Dettachtung Deutschlands Schwindel, und was Wahrheit ist. „Z u k e i - ner Zeit wird Deutschlands ausführbarer Ueberschuh genügen, um es in den Stand zu setzen, die in dem Londoner Ultimatum geforderten IahreSzahlungen zu leisten, und daß Deutschland das heute tun kann, ist völlig ausgeschlossen." DaS ist also eine vernichtende Kritik der Versailler Politik. Mac Kenna leistete unS aber noch einen größeren Dienst. Er wieS nämlich nach, daß es eine Unwahrheit ist, Deutschland habe absichtlich seine Währung entwertet. Auch höhere Steuern würden seine Gläubiger nicht befriedigen, denn es muh D e- oisen kaufen, um Entschädigungen zu bezahlen Und diese Praxis entwertet die Mark immer mehr. Sehr wichtig war, was der englische Finanzmann über die Aus land - werte sagte, die zahlreiche Deutsche besahen; er schätzte sie auf nicht weniger als eine Milliarde Dollar, einen Bettag, den Keynes, der sich zu der Rede bereits geäußert hat, als viel zu hoch angenommen bezeichnet. Ein zwangsweiser Verkauf dieser AuSlandwerte sei nicht durchzusetzen. Sie seien zu einem bettächtlichen Maße der Er- ttag von Verkäufen in Mark, die von Deutschen auf den ausländischen Markt geworfen wurden, unter der wohlbegründeten Befürchtung, daß der Druck der Entschädigungszahlungen ihren Wert rasch vermindern werde. „Beseitigt diesen Druck", m7~ Kenna aus, „unddieMarkwirdsichsv- liche geschickt. Kabinettsrat in London. London, 6. Oft. (WTD.) Das Kabinett trat heute mittag um V,12 Uhr zusammen, um die Lage zu erwägen. Lloyd eorge führte den Vorsitz: zahlreiche Minister nahmen an der Sitzung teil. Rach ihrem Ende reiste Lord Curzon unverzüglich um 2 Uhr nachmittags nach Paris ab, um sich mit der ftanzösischen Regierung zu beraten. Die Lage wird augenblicklich als kritischer denn je angesehen, selldem Mustapha Kemal Pascha in die neutrale Zone eingedrungen ist. Die Kemalisten glaubten, die erstrebten Ziele sicherer durch Kampf zu erreichen, als durch Verhandlungen. Erne gut unterrichtete britische Seite erklärt, es sei jetzt ziemlich klar, daß der von französischer Seite auf die Türken ausgeübte Einfluß nicht gerade der günstigste zu sein scheine und daß die plötzliche Versteifung der Haltung der Türken auf diesen Einfluß zurückzuführen sei. Die Dlätter erflären, der Einfluß Franklin Douillons habe sich, wie verlaute, gegen einen Erfolg der Konferenz gerichtet. Lloyd George soll ausgedrückt haben, daß er für den Fall des Schetterns seiner Demühungen für den Frieden dem Könige unverzüglich anraten werde, beid Häuser des Parlaments zusammenzuberufen. — ekamen zu früh machte, durch ministerielle Verfügung nicht zugelassen toorben, das habe niederdruckend auf ihn gewirkt. Seit dieser Zeit habe sich der Einfluß Günthers geltend gemacht. Ernst Werner sei stets ein bescheidener offener Kerl gewesen, der die Kameradschaft pflegte: es sei ihm, dem Zeugen, unfaßbar, wie dieser sonst so weiche Jüngling zur ‘Beteiligung an einer so ungeheuer- liehen Tat kommen konnte. Einige Tage nach dem Morde fei der Zeuge mit seiner Frau nach seinem Gute zurückgekommen, und habe Ernst Werner dort vorgefunden. Am nächsten Morgen sei die Zeitung gekommen, in der die Dcüder Techow genannt wurden. Er habe seinen Revolver genommen mit der Absicht, ihm denselben zu geben, damit er sich erschieße. Sein Reffe fei kreidebleich geworden. Er sagte, er sei Ur. 2.56 Erscheint täglich, «ßer Sonn, und Feiertags, mit berSamstaqsbtilage ViehenerFamilienb lätter Monatlich« ver»L»preise: Mir. 102.- undMK. Z.- Trägerlohn,durch diePost Mk. 125. - .auchbeMtcht- «scheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fern sprech- AnschUisse: für dieSchrift- kitung 112; für Verlag gwb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Etetze». post1che davon zu versprechen Haden. Die Darstellun- , gen des ehemaligen Monarchen sind überraschend oberflächlich. Man erkennt, daß er doch eigentlich ein innerlich unsicherer, in seinen Entschließungen vielfältig abhängiger Fuhrmann durch die Fluten politischer Bedrängnisse gewesen ist. Wie matt und äußerlich ist er in seiner Kritik des eisernen Kanzlers Bismarck, dem e r mangelnde Kenntnis der Weltpolitik vorwirft! ES überwiegt der Eindruck: nüchterner EintagSdilletantismus stand dem überspannenden Staatsmannsblick des Reichsgründers gegenüber, der für sein Handeln immer die rechte Stunde wählte und der Mittelmäßigkeit unverständlich bleiben muhte. Auch die Aera Bülow und Bethmann- Hollweg werden durch die kaiserliche Beurteilung in einen mangelhaften Rahmen gestellt. Das rein Gesellschaftliche überwiegt und ent- bet. Bülow verletzt seinen Herrn, den er nach dessen eigenem Wort verwöhnt hatte, bei der Beilegung des Rovembersturms von 19O8, und Bethmann erhält ohne beweiskräftige , Begründung das Zeugnis der Unzulänglichkeit in seinem Amte. Etwas überraschend erklärt der ehemalige Kaiser, sowohl die Reichsverfassung als auch die Praxis Bethmann-Holl- wegS hätten dem Monarchen nicht viel Raum und Möglichkeit zu eigner Initiative verstattet. Wilhelm II. lieh sich von Äußerlichkeiten leiten und mochte fühlen, daß ihm bei großen Entscheidungen der Mut eigner Verantwortung fehlte. Sein Buch wird bei etwa bevor- stek^nder Revision des Versailler Verttages dem deutschen Volke nicht viel Nutzen bringen. Die innerpolitische Kraft der Deutschen wird überhaupt in der Gegenwart durch zu viel bittere Erinnerungen und Streitereien zer- legt und zersplittert. Der Prozeß Rathe- fn mH Mac uau vor dem Staatsgerichtshof freilich ver- *•..... ' mag zu dem bekannten Tatbestand nicht viel fÄrt horKsffom“ I hinzuzutun; die Jünglinge, die da vor den f »nnnfAe Qß/effe äußerte im allae- Schranken stehen, sind in jeder Weise unreif, säSs fefen «X nber anfanas nach- die endgültigen Friedensbedingungen wogt. «“paraWDÖlem au» die Frage der B®eÄ8 ÄÄS 2lber gibt ™in anderen Lagern Nichtmetalls nnfaN-n und !hm tiSw drückende Männer von Takt und -^°ntatw°r W,r. AbhängigkeitSpflichten auflegen wird, wie sie kung? Kann durch ietzt Oesterreich für die ihm gewährte inter- taten Eberts un <5al(e fcer Neuwahl die Prin nationale Anllik^ttägt/Herr^isteverie hat SiPielle Frage entschieden werden, welcher uns in dieser Ziehung Aussichten eröffnet, Weltanschauungsrichtung ^e Führung des von denen man noch nicht recht weiß, ob sie Reiches anverttaut werden soll? D^ Reichs- etwa auf dem alten Programm der Zerflei- regierung will dem AetchStag den Deze schung des deutschen Reiches erwachsen sollen, termin für tue Wahl dorschlagei^ unb bie Möge Amerika als ein tatkräftiger Mit- Parteien scheinen in ihrer Mehrheit gen^g arbeitet bei ber Regelung der internationalen Aü sein, diesem Vorschlag zuzustlmmen. Die Finanzftagen baldigst gewonnen werden! Deutsche Volkspartei tritt für eme Verschie- $ y . J ™t t . bung der Wahl deS Reichspräsidenten bis zur Der Reichskanzler Dr. W i r t h hat einen Neuwahl des Reichstags ein, die verfassungsschüchternen Anlauf unternommen, bis zur mäßig im Jahre 1924 stattfinden muß. Man Brüsseler Tagung auch die Schuldfrage in d^sen Kreisen, wie die „Nationallib. für uns besser zu stellen. Die Veröffentlichung Korresp." schreibt, „eine tiefgehende Beun- neuer, d. h. bisher unbekannter russischer ruKtgung des ganzen Volkes und eine Er- Dokumente zum Ausbruch des Weltkrie- i)er politischen Erregung für unver- aeS hätte chreS geradezu sensatlonellen 3n= weidlich-. Dieser Standpunkt ist berechtigt und Halles wegen durch unsere Relchsregierung ^angreifbar in seinen Motiven. Anersprieß- noch ausgiebiger nutzbar gemacht werden mus° Iid) in ber Zeit der Fremdherrschaft die sen. Iswolsky hat von Paris auS in der tritt» Aufwühlung innerer Gegensätze. Im Vorlieschen Woche vor dem Kriegsausbruch nach ^enben Falle isteines vielleicht ttöstlich: Die Petersburg gebrahtel, Deutschlanb ■ — — — ' -• ~ macf)e alle Anstrengungen, um ben serbisch-österreichischen Konflikt auf seinen Herb zu beschränken! ES fürchte den Eingriff einer weiteren fremden Macht, daS heißt Englands! Damit wird der Lüge von der zielbewußten Enffesselung des Krieges durch Deutschland der Todesstoß versetzt. V i v i a n i, der damalige französische Ministerpräsident, hat sich nun beeilt, auf die Feststellungen des Reichskanzlers wortreich zu erwidern, aber — er bekundet, die erwähnten russischen Publikationen noch nicht zu kennen! Dafür verschwendet er seine Beredsamkeit an den Gegenbeweis, daß Frantteich guten Willens gewesen sei, der Welt die Katasttophe zu ersparen. Dieser Beweis entbehrt aber der Durchschlagskraft, denn die diplomatischen Zu- rechtmachungen und Vorsichtsmaßnahmen, die Diviani anführt, beweisen eben nichts. Das Samstag, 7. Oktober 1922 Swnahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis •1 ie ■ EBcarranx’ Eine Feststellung der ReparationsAommisston. Paris. 7. Oft. (WTD) Die Repara- tionskom Mission veröffentlicht ein Cvm- munique, in dem darauf Hin gewiesen wird bah die von der Kommission veröffentlichte Tabelle u^r die von Deutschland geleisteten Zahlungen srch nur auf die Deutschland aus Teil 8 und 9 erwachsenden Verpflichtungen bezieht und keine vollständige Darstellung der von Deutschland geleisteten Zahlungen enthalt. Es seien darin nicht enthalten der Wert von den Vesahungsbehörden requirierten Papiermark (571 Millionen Gold- mark), ebensowenig seien aufgeführt die staatlichen Requisitionen und Dienstleistungen für das Desahungsheer, die von der deutschen Regierung bezahlt wurden und die auf 1 Milliarde Gold- mark geschätzt werden müssen, und ferner die Zählungen an die alliierten Ausgteichsämter für Ae Privatschulden (546 Millionen Gvldmark) Endlich sei in der Tabelle keine Abschätzung des Wertes des Staatseigentums in Oberschlesien mitgeteilt, das an Polen abgetreten wurde und evtl. Deutschland gutzuschreiben sei. Aus LtQdL und LmrD. Gießen, den 7. Oktober 1922. Ein grotzziigiqcS Hilfswerk in Gießen. Am Donnerstag fand unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Keller im Siadtver- °5«netier^er find Original-Scherenschnitte von Minna Saalwächter und haben allenthalben, wo sie schon gezeigt wurden, tiefen Eindruck hinterlassen. (Räheres siehe Inserat.) " Der Diehmarkt zu Gießen,der für Dienstag, den 10. Oktober, angesetzt war, ist wegen der Seuchengefahr verboten worden. " Die Arliste für die Schöffen und Geschworenen liegt von heute bis nächsten Samstag auf dem Stadthause, Berg, sttaße, offen. Näheres ist in einer Bekanntmachung des heutigen Anzeigenteils enthalten. ** Amtliche Personalnachrichten Ernannt wurde am 28. März die Lknwärterin für das Lehramt an höheren Mädchenschulen Äilbe» Zard Schäfer aus Berlin zur Lehrerin an ber höheren Bürgerschule (Mädchenschule) in Dingen. — Ernannt wurde am 29. September der Lehrer Ewald F a l l s zu Krumbach, Kr. Heppen- heim, zum Lehrer an der Volksschule zu Gießen. — Ernannt wurde am 3. Oktober Heutiger Stand des Dollars 10 Ähr vormittags: Berlin 2212, Frankfurt 2240—2250. Die Eisenbahnsahrpreise II.SU. nach I.ÄI. km nach im 8.1 Lollar. . Die Schnellzugzufchläge 2. Klasse auf 90 Mk. wache tag. I m ars MAG Gr Fleischbriih 50. Soßen, Ragouts, Gemüsen usw. 9089c Natürlicher, feiner Fleischbrühgeschmack ist ihr großer Vorzug des Vereins 09436 Ferner: 9064c Gönner freundlichst ein. 09415 boben sich ab 1. Oftobet nicht unwesentlich erhöht. Es kostet jetzt ab Gtehen eine Fahrkarte . 7. ...____ , I__ ___C I Af It *1 Ilf »k I ■ IVJtL Mk. Mk. 409 265 261 731 tag. 1 die teer-. )MS°. 30 72 134 301 316 479 374 500 381 429 562 299 294 823 24 39 11 SO 107 16 n 46 55 70 18 28 33 51 66 104 129 147 216 479 X 47 54 95 139 160 188 269 113 200 223 11 34 81 151 339 356 539 421 563 X 11 18 28 36 49 7,5 10 17 21 25 32 8,5 13 15 23 30 47 67 98 216 6 30 53 103 41 48 84 123 142 167 239 100 177 198 I.ÄI. X 49 79 124 162 217 33 45 73 94 112 142 37 57 67 Mnsikverein „ Verstärktes Orchester. 2. Klasse auf 30 2. Klasse auf 60 . 772 . 1011 . 537 . 529 . 1481 Fulda) . . Dresden . . Erfurt . . Weimar. . Breslau . . allen SZarft teuer den und bei- Die dem das . 262 298 . 438 970 27 . 132 . 237 462 Men te bis Berg* fannl' -alten. ite n. rin für Hilde- in an n Diner der AM- le zu Oktober 12,5 Wetzlar . 65 Limburg. 117 Koblenz . 228 Trier . . Hoch. » zu 1 be. Dillenburg . . Haiger . . . Betzdorf . . . Eitorf.... Siegburg . . Äoln .... Aachen . Siegen ü.Betzd. Hagen . . . Dortmund . . eau. humg Doch i .Die üung“ n, dah Ommer t Vie- Würfel geben kräftige Fleischbrühe zum ■ Trinken, Kochen von Fleischbrüh-Suppen, Harmonie“. . Ende 1 Uhr. Vom Nordkap insWeiße Meer Interessante Bilder aus der Welt des ewigen Eises Großes So Unten Orchester! Gastwirt Dechert. DDDODOaCJDD □□□□'(□□□□□□□□□□□ ZlMW aller All "ML HusHflttnng mitein iLDteisroen ö-e BrüNW Unb.-3ru(f?rti. H. Sange. Gletzen. Söjnim. 1. n.drr t war, Dien Dom 1. Hobembet ab werden die am 1. Oktober gültigen Fahrpreise um 100 vom Hundert heraufgesetzt. Die gleiche Er- Höhung erfahren auch die Schnellzugzuschlagkarten, so dah dann überall der doppelte Preis gegen setzt erhoben wird. _______ _______ _________ Landwirtschaft. •• Obbornhofen. 6. Oki Unter dem Rindviehbestande der Gemeinde Obbornfen ist der ansteckende Scheide- k a t a r r h amtlich festgestellt worden. X 5.50 Atter. Obi» Ober. H,50 tQate btoten i M 6X' Ibis Oer Brat von Honte Christo Millionen haben den Roman gelesen. Millionen wollen den Film sehen. Nach dem weltberühmten Roman v. Alexand. Dumas. In aller Kürze erscheint er in Gießen. 9119c 777 ter > die darf al« ^ten. toutlg mit Sendung Ariel u. Läuserschweine eingetroffen und stehen zum billigsten Tagespreis zum Berkaus. ?t11D Mols tzevMs, WelDeim Aus dem Amtsvcrkundigunstsblatt. •• Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 104 vom 6. Oktober enthält; Abänderung des Getreideumlagegesehes. Gebühren für bü Arbciten der Bermessungsämter. Pflichtabon- nenten der „Darmstädter Zeitung". -■ Vieh seuche. Statistik der Streiks und Aussperrungen. — Besoldungen der Gemeinde beamten. Hauptkörungen des Kreises Giesten. Dienst- nachrichten. — Feldbereinigung Beltershain unt Stangenrod. Aadfahren auf öffentlichen Wegen, Strahen und Plätzen I* an ilchen Uano n> 5ui- Hldgt Jtotje Jnnb ^bilo- X 84 98 171 250 288 339 484 203 359 401 19 61 146 272 610 640 970 758 1013 mfilll- icht. Mv it flt- ?r|en), »elnde kom- jolbcn. -inbrad bestimmtes, man vermutet Kurzschlust. Bon Hausbewohnern waren nur Herr Drvmm das Dienstmädchen anwesend. Beide hätten nahe den Tod in den Flammen gefunden. Frau und das Söhnchen waren verreist. Aus lichterloh brennenden Hause konnten nur lke sich Dilar d ganz (Subu- Georg i treff’ San* waren Türks Philv’ . fünft' -freuen, eller aber' d Hedy Vallas! Adolf : iKiae- , Derna' Deist fippibes ügfid^ rat 31 f^J iels mH Blume"’ l ä >. SÄ digt°E §ie Statisten' en* Geld und die wichtigen Papiere gerettet werden, alles übrige verbrannte. Kreis Schotten. s. Laubach, 5. Okt. Gin Handwerksmeister von hier, der in guten Verhältnissen lebte, erhängte sich In seiner Behausung. Was den Lebensmüden in den Tod trieb, ist unbekannt. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 6. Okt. Der bisherige Leiter der Ober-Postdrrektion Oppeln, Präsident also ehr 3"' starke" Grünberg . . B^u.A.-Gemd Alsfeld . . . Lauterbach . . Fulda . . . Sich ... . Hungen . . . Aid da . . . Stockheim . . Büdingen . . Gelnhausen. Butzbach. . Bad-Aauheim Friedberg Dilbel ... 104 Frankfurt a. W. 134 Mainz ... 211 Worms . . Mannheim . Karlsruhe . München Vas Geld ist zu schade, um es nutzlos auszugeben. Darum färben alle praktischen Hausfrauen ihre Kleider, Blusen, Gardinen, Strümpfe usw. nur mit den weltberllbmieii „Heitmanns ftarben", Marke „ffuchskops im Stern", weil diese die besten sind. «mis Marburg . . Treysa . . . Eassel.... Hannover . . Braunschweig . Hamburg . . Magdeburg Berlin P. . Leipzig (über Die böchsteu Tagespreise für Frauenhaare zahlt 09454 Georg Wahl, Friseur, Neusiudt 33 Ttctf en b e r. der zur Apotheke wollte, zu- rückgcwiesen werden, weil der Zug in Grünberg keinen Aufenthalt mehr hat, obwohl iy< Stunden vorgesehen sind. Abhilfe kann allein die Einlegung eines Güterzuges jetzt bet der Kartoffelernte chaffen, sonst ist die Bahn als Verkehrsmittel ül das reisende Publikum wertlos, denn An- chlüsse sind dann nicht wehr erreichbar. e. Grohen-Linden, 6. Okt. Da unser Ehrenbürger, Herr Heinrich Rohrbach aus St. Louis, Missouri, der fast ein halbes Hahr unter uns geweilt hatte, am kommenden Sonntag die Heimreise aniritt, so hatten seine zahlreichen Freunde eine Abschiedsfeier am vergangenen Donnerstag in der Gastwirtschaft von Phil. Pirr IV. veranstaltet. Pfarrer Schul te gedachte dabei der Mildtätigkeit und Barmherzigkeit Rohrbachs gegen seine alte Heimat, die er in jungen Jahren mittellos verlassen hatte, um sich in der Fremde eine sichere Stellung zu gewinnen. Altbürgermeister Leun feierte m sehr anregenden und humorvollen Worten die Gemahlin des Herrn Rohrbach. 3n tiefer Bewegung dankte der also Geehrte. Mit spannender Aufmerksamkeit lauschte der nicht kleine Kreis, als dann H. Rohrbach mancherlei aus dem Leben der amerikanischen Grvtzstädte erzählte, auS St. Louis selbst, wo jeder zwölfte Einwohner sein eigenes Automobil besitzt, auS Detroit, wo in der großen Fabrik des Mr. Ford mit ihren 40 000 Arbeitern jeder von dem Kehrer der Fabrikhöfe an bis zum geschicktesten Mechaniker den gleichen TageSlohn von 5 Dollar empfängt, von Öen vielen Kirchen, die in den großen Städten sind (St. Louis, 1000 000 Einwohner .hat 274 Kirchen» u. a. mehr. Da Herr Rohrbach im Gegensatz zu andern Ausländern Deutschland nur besucht hatte, um die Verwandten zu sehen und dabei in Deutschland zu helfen, wo er konnte, so sieht ihn der Kreis seiner Freunde nur sehr ungern scheiden. s. Münster, 6. Okt. Als die hiesige Schlul- stelle neu beseht werden sollte, verwandte sich die Gemeinde fe^r für den die Stelle versehenden Schulverwalter. Trotzdem bekam ein anderer die Stelle, während der Heist begehrte nach Ober- Bessingen versetzt wurde. Run ruft man in Münster zum Schulstreik auf und Ober-Des- fingen erklärt fich solidarisch indem les die Aufnahme des ihm zugesagten Schul- Verwalters verweigert. s. R e i n h a r d s h a i 7t. 6. Okt. 3n einer der letzten Rächte erbrachen Dubeähände die A r - beitsbaracke der hiesigen Dauxitgrube und warfen den Inhalt von Kisten und Kasten bunt durcheinander. Es scheint sich am einen Roheitsakt zu handeln: wenn auch einige Gegenstände mitgenommen worden sind. Kreis Büdingen. )( Hirzenhain, 5. Oft. Gestern nachmiv> tag fand man im elektrischen Maschinen raum des hiesigen Eisenwerkes den Arbeiter Schmalz von Gelnhaar schwer verletzt vor. Offenbar war er mit einem der zahlreichen Treibriemen oder einer elektrischen Leitung in Berührung gekommen. Der Schwerverletzte wurde in die Giestener Klinik gebracht, wo er jedoch seinen Verletzungen erlag. Schmalz beschäftigte sich im Rebenberus mit Sternkunde und hatte es zu einer erstaunlichen Kenntnis auf diesem Gebiete gebracht: er hielt über dieses Gebiet öfters Vorträge. für 1- 75 Vm (I. Zone) in 3. Klasse auf 15 Mk., in 1. und für 76-150 km (11. . ) in 3. Klasse auf 30 Mk., in 1. und über 150 km< (III. „ ) in 3. Klasse auf 45 Mk., in 1. und . . Bahnsteigkarten kosten 1.50 Mk. Die Gebühr für Erlaubniskarten zum Betreten der Bahnsteige zum Aul geben oder Abholen von Zeitungen beträgt monatlich 30 Mk Der Mindestsatz für Gepäck beträgt 10 Mk. Für 10 Ktlogr. und 1 km. werden 10 Pf. erhoben. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 8. Okt.; Die Mei■ flerftnger von Rürnberg. Montag. 9.: Rigoletto Dienstag, 10.: Die Braut des Lucullus. Mittwoch, 11.: Boris Godunow. Donnerstag, 12. Tannhäuser (Pariser Bearbeit.). Freitag. 13 Der Barbier von Sevilla. Samstag, 14.: Die Braut deS Lucullus. Sonntag, 15.: Die Afrikanerin. Montag, 16.: Der Waffenschmied. Dienstag. 17.: Die Braut des Lucullus. Mittwoch, 18. Tannhäuser (Pariser Bearbeit.).— S chauspiel- haus Sonntag, 8. Okt., nachm. 3>/2 äthr: Alt- Heidelberg: abends 7' .- Uhr: Dttnetrius, hierauf Wallensteins Lager. Montag. 9.: Ein Sommer - nachtstraum. Dienstag, 10.: Die TJbeber. Mitt' woch, 11.: Emilia Galotti. Donnerstag, 12.: Die Weber. Freitag. 13.: Die lustigen Vagabunden Samstag, 14.: Demetrius, hierauf: Wallensteins Lager. Sonntag, 15., nachm. 3'A ilbr: Hannelc, abends 7Vs übr: Die Weber. Montag, 16.: Der Richter von Zalamea. Dienstag, 17 : Die bc rühmte Frau. Mittwoch, 18.: Demetrius, hierauf Wallensteins Lager. so gestalten, das) nicht Partei Interesse, sondern das Wohl der Gesamtheit oberster Grundsatz und alleiniges Ziel ist und bleibt. Zu diesem Zwecke hält am nächsten Dienstag abend im Postkeller eine Mitgliederversammlung ab, auf die hiermit besonders aufmerksam gemacht wird. (S. Anzeige.) " Palast- Lichtspiele. Der Gesamteindruck, den die Filmoper „Jenseits des StrvmS" auf die Zuschauer ausübt, ist ohne Zweifel der eines starken künstlerischen Erlebnisses. Ludwig Czernys Werk bedeutet einen groben Schritt vorwärts in der Entwicklung der Filmkunst. Man denkt bei dieser Schöpfung nicht daran, die Einzelheiten zu analysieren und zu prüfen, sondern läht sich ganz von dem Zauber der Bilder aus dem unbekannten Reich der Abgeschiedenen gefangen nehmen. Der Vorteil des Filmes, in dem Ausbau der Inszenierung unbehindert zu fein, kommt in dieser Filmoper voll ^ur Geltung. Die Musik Ferdinand Hummels ist die beste Dolmetscherin der anspruchslosen, und doch so tief ergreifenden Handlung, die von den Schauspielern mit ganzer Seele wiedergegeben wird. Sv wirken alle Faktoren zusammen, um ein einheitliches Kunstwerk erstehen zu lassen. Landkreis Gießen. i. Ettingshausen, 6. Oft. Für Obst werden hier und in der Umgegend billige Preise bezahlt. Es gelten der Zentner beste Taselbirnen 300 Mk., beste Tafeläpfel 350 Mk. Sie sind cklso nicht teurer als die Kartoffeln. Zwetschen erbrachten 150—200 Mk. pro Zentner. — Die Dutzbach-Licher Eisenbahn hatte vorgestern P/4, gestern l1, , und heute fast 2 Stunden Verspätung, weil dem Personal von der Dahnleitung eine Arbeitsleistung zugemutet wird. die über seine Kraft geht. Heute muhte ein BahnhofMtraße 34. Kar noch beete end Borgen: Henny Porten t. In dem berühmten Lustspiel „Sie und die Drei“ der Stellenanwärter August Trumphheller aus Darmstadt zum Kanzleiassistenten bei der Kanzlei des LaudeSamles für das Dildungs- wesen mit Wirkung vorn 1. Oktober 1922 ab. - Durch Gntschliehung des Hessischen LandesarnteS für das Dildungswesen wurde der Studienrese- r en bar Gustav Schlosser zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1922 ab zum Studienassessor ernannt 3n den Ruhestand wurde versetzt am 25. September 1922 der Oberassistent beii dem Landgericht der Provinz Oberhesien zu Giesten Josef Geck aus aRchsuchen mit Wirkung vom 1. Dezember 1922 ab unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste. — Am 29. September Gourde der Oberlandesgerichts- rat Dr. Krug aus Mainz infolge seiner Ernennung zum Reichsgerichtsrat aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. •• Studentenwohnungen für das kommende Wintersemester fehlen schon jetzt in grober Zahl 3m heutigen Anzeigenteil wird daher eine dringende Bitte an die Einwohnerschaft Giestens gerichtet, alle.entbehrsichen Räume zur Beseitigung dieses RotstandeS zur Verfügung zu stellen. " Die Giestener Kunstsammlung im Reuen Schlost, SingangSenckenbergstraste, ist auch morgen, Sonntag, von 11—1 älhr unentgeltlich geöffnet. ' Diebstähle Aus einem hiesigen Gast- Hause wurden 2 Deckbetten und 2 Kopfkissen im Werte von mehreren tausend Mark entwendet. Der Täter, der die Betten bereits zu einem Spottpreise weiterverkauft hatte, wurde in der Person eine» auswärtigen Arbeiters ermittelt und festgenommen. — 3n der Alten Klinik (Der- forgungMmt) wurde gestern bei Tage aus einem Klosett ein Bleirohr gestohlen. " Oberhessischer Kun st verein. Der Ausstellung für Grabmalkunst wurden neu eingefügt Arbeiten eines jungen Bildhauers, die auf der Münchener Gewerbeschau Aufsehen erregten Die Wiesbadener Gesellschaft für Grabmalkunst hat dort einen Musterfriedhof ausgestellt. auf dem neben Denkmalen nach Entwürfen langjähriger Mitarbeiter der Gesellschaft, wie Prof. W. Kreis. Prof. Emst Gaiger, Prof. Karl Sattler, Dir. Senf. Prof. Georg M et- ze n d v r f, Prof Heinr. K a l e t s ch. O. Pfennig, drei E^stlinngsarbeiten des Expressionisten Sepp Mages aufsallen, von denen gute Abbildungen aus dem neuesten Hefte der ^Deutschen Kunst und Dekoration", jetzt im Kunstverein zu sehen sind Die Ausstellung und die Kollektion von Fritz Riemschneider-Derlin ist morgen. Sonntag, von 11—1 Uhr »um letztenmal zu sehen. Von Montag an bleiet die Ausstellung wegen vollständi^er^Aenderung^inige^agegeschlossem Stroh, ein geborener Hesse, hat an Stelle Vein den Ruhe stand getretenen Präsidenten Milka u die Derwaltuna ber Ober-Po st direktion in Darmstaot übernommen rm. Offenbach, 6. Oft Die Lokaldah n soll nun doch in Bälde ft i 11 g e 1 eg t werden, wie der Oberbürgermeister in einer Stadtverordnetenversammlung mitteilte. Lebhafter Wider spruch erhob sich gegen die erneute Erhö - hungderStrayenbahntarise, sie wurde aber schliesslich genehmigt um eine weitere Erhöhung deS Fehlbetrags zu verhüten. Hestcn-Rastau. Schließung der Gasthäuser in Frankfurts std. Frankfurt a. M, 6. Ott. Die Vertreter deS Frankfurter Gasttvrrtegewerbes be schlossen, alS Protest gegen die beabsichtigte Einführung der Rachthoder - und Schiern- mersteuer ihrem gesamten Personal zum 15. Oktober zu kündigen und dann die Gaststätten sv lange zu schlief) en, bi« die Stadt- verwalttmg die Bürgschaft dafür gegeben hat. bah die Steuern nicht wirksam werden. Die ©labt Verwaltung hält an der Einführung der Rächt hvckersteuer fest, die sich vor allem gegen die Lokale richten soll die feine .normalen Betriebe haben In diesen Gaststätten soll die Steuer nachts um 12 Uhr in Kraft treten. In den Lupuslokalen dagegen wird die Steuer wahrscheinlich schon von abends 9 iHjtr ab zur Ginführung kommen. fpd. $ranf für t a. Al.. 6. Ott. Kaum hak das Bahnamt die Fahrpreise für die Straßenbahn erhöht, so kündigt es schon wieder eine neue Steigerung derselben an Die Begründung ist in den neuen, erhöhten Löh neu zu suchen. Die Kriminalpolizei v e r h a f t e t c zwei hiesige Einwohner, die im dringenden Verdacht stehen, am letzten Sonntag nach einer ausgiebigen Aepfelweinreise durch Frankfurts Umgebung ihren Mitgenossen, den Hilfsarbeiter Müller, inden Main gestoben zu haben Müller soll nach anderen Angaben im angetrunkenen Zustande ohne Zutun der Verhafteten selbst in den Main gefallen fein. Die Leiche Müllers tonnte noch nicht aufgefunden Weichen. ** Dom Dü rgerverein wird uns geschrieben: Mehr als je hat sich in den gegenwärtigen Zeiten, den trübsten Tagen deutscher Geschichte, den Tagen beängstigender Verhetzung und Zersetzung des deutschen Voltes, die Da- seinsberechllgung einer Vereinigung erwiesen, die es sich zur Ausgabe macht, das Wohl und Wehe unserer gesamten Bevölkerung berührende Tagessragen und Ereignisse ohne parteipolitischen Einschlag zu erörtern oder ihre Erörterung an mastgebender Stelle zu veranlassen. Seit einer langen Reihe von Jahren hat der hiesige Dürgerverem in diesem Sinne erspriestlich gewirkt und wird e« auch in Zukunft tun. Der- kehrsfragen, die Schiffenbergangelegenheit u. a. waren Gegenstände der Besprechung in seinen letzten Vorstandssihungen. und auch zu den bevorstehenden Wahlen in den Stadtvorstand, den Kreistag usw wird er Stellung nehmen, um das seine dazu beizutragen, dnst sich diese Wahlen Saalbau Cafe Leib Heute Samstag abend groß. Tanzkränzchen hingerichtet sind die Schritte nach dem FlaschenhauS Süsfinö Hier erzielen Sie für Wein- u. Kognak- flaichen die höchsten Preise. Auch Sekt- und Maggislaschen werden angekauft. Hut Sflstinö, üenrowea 29, lei 1517 Weißstück K OSEff Graustück BrÄ W MU erstkl. Ringofen- ■ ■LjS H B|ek wäre von größter W WWW 111 Ergiebigkeit stets zu haben. ‘”’c Carl Haas jr.,Hers Kreis Alsfeld. —er. Homberg a d. O., 6. Oft. 3n dem Drommschen Anwesen brach Donnerstag, morgens gegen 4'/, älhr, Feuer aus, das sich mit grober Geschwindigkeit ausbreitete und das Wohnhaus und das anschliehende Elektrizitätswerk in Asche legte. Rur die Maschinenhalle und der Lagerschuppen sind verschont geblieben. Die Stadt ist zunächst ohne Licht. Heber die Entstehungsursache weist man nichts 5e|r#la em?fehlen. 8» habe» ta allen »voUteten. Drogeriea »»d BarfümaUn MWMlüSM. Dienstag, denlO.Oktober, abends 8 Uhr WttMng im Postkeller. —Der Vorstand. □□□□□□□□□□□□□□□□□□ □□□□□£! Sonntag, den 8. Oktober M WWm mit Tanz, M ^umorift. Einlagen auf her Sonn Hierzu lade ich alle meine Gäste und Ill.Kl. IV. ÄL X X 28 19 33 22 57 38 84 56 96 64 113 76 162 108 68 45 120 80 134 90 6,5 4,5 21 14 49 33 91 61 204 136 214 143 324 216 253 169 338 225 258 172 337 225 179 120 177 118 494 329 11. Kl. Ill.Kl X X 27 17 44 27 69 42 90 54 121 73 18 11 25 15 41 25 52 32 62 38 79 48 21 13 32 19 38 23 58 35 75 45 117 71 146 88 166 100 243 146 539 324 15 9 74 44 132 79 257 154 stellen sich Hrtegini te Brltopäfctatakiras Anmeldungen: Friedrichstraße 11 Jakob SchmittgaH Prof. Brüning Oberamtsgehilfe Im 63. Lebensjahre. Frankfurt a. M., West Gießen Gießen (Frankfurter Straße 94), den 6. Oktober 1922. oetei eee.eeseeeeee | Mast-Lichtspiele® Pnnfilno n unnnohmofno Thnnfno nm Pht7Q Männchen Löwenberg g Größtes d. vornehmstes Theater am Platze Eveline Noack geb. Schellecker im 64. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Montag, nachmittags l1/, Uhr, statt 9122V ® Chaplin im Glashanse® Auerbach (Hessen), Ludwigstraße 46. Danksagung 9123V Gin zuverlässiges | Junger KZWA S””” Geschäfts mit allen Bureauarbeit. 904388 Leipzig. Dank. | Vereine | 9125v statt. Stück. 9139 09429 aasse 24 p. |$efiere9, Wrerl 09471 gesucht. gesucht. 9127 verkaufen. oMse Nordanlaae 71. 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Insbesondere ist man nicht im Klaren darüber, vb man auch weiter die Berechtigung zum Brvtmarkenbezug hat, oder davon ausgeschlossen wird. Zur Behebung der Zweifel mögen die nachstehenden Angaben dienen. Bezugsberechtigt bleibt diejenige Einzelperson, die im Jahre 1921 weniger als 30000 Mk. steuerpflichtiges Einkommen hatte. Hat eine Einzelperson im Jahre 1921 me h r als 30 000 Mk. steuerpflichtiges Einkommen gehabt, dann scheidet sie mit dem 16. Oktober aus der öffentlichen Brotversorgung auS, d. h. sie hat keinen Anspruch mehr auf Brotmarken. Weist diese Person aber nach, das) ihr Einkommen im Wirtschaftsjahre 1922/23 das Vierfache des Einkommens von 1921 nicht übersteigt, also geringer ist als 120 000 Mk^ dann behält sie den Anspruch auf die Brotmarke auch weiterhin. Brotmarkenbezugsberechtigt bleibt diejenige Familie, deren Einkommen im Jahre 1921 den Betrag von 30 000 Mark für den Familienvater, und 15 000 Mk. für jedes weitere, nicht selbständig zur Steuer veranlagte Familienmitglied (Frau, nicht verdienende Kinder, und auch Dienstpersonal) nicht überstieg. Besteht also ein HauShalt aus dem Haushaltungsvorstand und drei nicht selbständig zur Steuer veranlagten Personen, so hat dieser Haushalt Anspruch auf Brotkarten, wenn das gemeinsame steuerpflichtige Einkommen im Kalenderjahr 1921 nicht mehr als 75 000 Mark betragen hat. 'Ueberstieg das Einkommen der vier Personen im Jahre 1921 diesen Betrag, so ist der Haushalt nicht kartenberechtigt. Er bleibt jedoch bezugsberechtigt, wenn das Gesamteinkommen der vier Personen im Wirtschaftsjahr 1922/23 (16. August 1922 bis 15. August 1923) das Vierfache der erwähnten Sätze, also 300 000 Mark, nicht übersteigt. Selbständig verdie- nende Söhne oder Töchter kommen hier nicht in Betracht, da sie in diesem Falle steuerlich selbständig veranlagte Personen find. Dagegen wird das Dienstpersonal zu ben nicht selbständig verdienenden Personen gerechnet, es ist also bei der Berechnung des Gesamteinkommens zwecks Feststellung der Mar- kenbezugsberechtigung mit zu berücksichtigen. Alle Personen bzw. Familien, die hiernach mit dem 16. Okwber auS der öffentlichen Drotversorgung ausscheiden, haben — man beachte die Bekanntmachung im Anzeigenteil deS „Gießen. Anz." von gestern — dies bis zum 9. Oktober auf dem städt. Lebensmittelamt anzumelden. Wer widerrechtlich Brotmarken weiter bezieht, setzt sich schwerer Bestrafung aus. Äcrndel. Berlin, 6. Ott. Börsen st immungs» bild. Nachdem gestern zum Dörsenschluh durch Realisationen die berufsmäßige Spekulation den Kursstand herabgedrückt hatte, spiegelt sich heute die dadurch geschaffene Unsicherheit in der toei- leren Beurteilung der Dorsenverholtnisse deutlicher in der uneinheitlichen Kursbildung besonders der deutschen Aktien wieder. Erhöhungen und Rückgänge von durchschnittlich 20—80 Proz. Hielten sich ungefähr die Wage. Laurahütte, Norddeutsche Wolle und Feldmühle waren 200 bis 300 Prvz. niedriger. Phönix, Hösch, Deutsche Kali, Anglo Guano, Stöhr u. Co. und Otavi waren 150 bis 500 Proz. höher. Dabei hielten sich die Umsätze gegenüber den Dortagen in etwas engeren Grenzen, Unverändert lebhaft ging es aber in Dalutawerten her, so besonders in Kolonial-, Petroleum-, ausländischen Renten« GiehenerAnzelger (General-Anzeiger für Gberhessen) papieren und Auslandbarckaktien, die alle ihre steigende Bewegung bei zeitweise starten Kurs- erhöhungen fortsehten, ohne daß allerdings die höchsten Tageskurse später überall aufrechter- hal'.en wurden. Don dieser Haussebewegung zogen Deutsche Bankaktien und im minderen Mähe Diskontoanteile starken Nutzen. Bei den führenden Grobbanken und Bankfirmen ist der Eingang von Aufträgen seitens des Publikums nach wie vor unverändert grob, so dah auch heute die Umsätze in den zu Crnheitskursen gehandelten Industriepapieren wieder umfangreich waren. Devisenpreise zogen weiter an, was der festen Tendenz für Valutawerte naturgemäß eine weitere Stütze bot und auch sonst schließlich eine mäßige Befestigung der Börse bewirkte Frankfurt a. M., 6. Okt. Dörsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühverkehr 2160, im Verlaufe 2190. Devisen lagen fester. Der Effektenmarkt zeigte ein ruhiges Aussehen. Montanwerte lagen durchschnittlich 100—300 Prozent niedriger. Die Aktien der chemischen Industrie hatten größtenteils Kurs- befserungen zu verzeichnen. Die Tendenz der Maschinen-, Metall- und Autowerte war nicht einheitlich. Kleher und Daimler stellten sich niedriger. Zuckerfabrikaktien nahmen einen unregelmäßigen Verlauf. Am Rentenmarkt stellten sich Zolltürken niedriger. Ungarische Goldrente waren begehrter. Kassa-Inoustriepapiere wiesen eine unregelmäßige Tendenz auf. Der Dollar wurde gegen 1 Uhr 2210 genannt. Frankfurter Devisenmarkt. Amtliche Notierungen. Datum: 5. Oktober 6. Oktober Geld Bries Geld Brief Antw.-Brllssel . 15487,50 1'515,40 15634,30 15665,70 Holland...... 85264,60 85435,40 85264,60 85435,40 London 9765,20 9781,80 0677,80 9697,20 Parts 16783,20 16816,80 16558,40 16591,60 Schweiz 41108,80 41191,20 40509,40 40590,60 Spanten 33216,70 33283,30 33016,90 33083,10 Italien 9378,10 9396,90 9328,10 9346,90 pissabon-Oporto ——»— — Dänemark .... 45054,90 45145,10 44455,50 44544,50 Norwegen .... 38711,20 38788.80 37962,- 38038,- Sckweden . . . 57742,20 57857,80 57242,70 57357,30 HelsingsorS. . . . — Sleuyork...... 2180,30 2184,70 2152,70 2157,30 Deulsch-Oesterr. 2,95 2,99 2,97 3,07 Budapest 91,90 92,10 84,91 85.09 Prag 7392,60 7407,40 7380,10 7394,90 Sofia -- Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Datum: 5°/a Dtsch. RetchSanlethe 4°/<> Dergleichen S'/i’/o Dergleichen 3°/,, Dergleichen Dtsch.Spar-Präm.-Anl. 4°/, Preuhische Konsol» 4°/-. Hessen ..... 3'///, Hessen 37o Hessen......... Schlich« Schluß» Schlich, Schluß- fcur» Äurs flurs Aurs 5 10. 6.10. 5. 10. 6.10. 774)0 77,50 77,50 77,50 200,- 22L— 217,— 225,— 115,- 125,- 122,-r- 122,- 420,- 440,- 422,— 431,— 80,50 80,- 80,- 80,- 80,- 82,- 82,50 87,25 73450 70,- 72,- 71,— 66.- 66- -,- -,- 64,— -,— 59,50 60,25 4% Zolltürken 170Ü— 1675,— 1650,— 1650, 5°/0 Goldmerikaner 28500,— 30000,— 28800,— —, 322,- 322,- 312,- 700,- 305, 740,- 210, 4'50, 1375, 308,- 750,- 460,- 312'— 355,- 455,- 315'= 350,- Berliner HandelSges. . 1600,— 160U— 162->-~~ Commerz- u. Prioatbk. 328, Darmst.u.Nattonnlbank 310, Deutsche Bank...... 735. Deutsche VereinSbank. 210, Disconto Conimandit . 447, Llletallbank 1400, Mitteldeut. Kreditbank 318,— 315,— Oesterr. Creditanstalt. 378.— 375,— Bochumer Guh 3225,— BuderuS..........1550,— Caro 1300,— Deutsch-Luremburg. . . 3375,— Gelsenkirchener Bergw. 3450,— Hnrvener Bergbau. . .5800,— Kaliwerk Aschersleben. 1950,— Kaliwerk Westeregeln . 2600,— Vaurabütte........ —,— Oberbedars 1920,- Pliönir Bergbau 4400,- Othetnstabl 3180,— Rtebeck Aiontan . . . . 3600,— TelluS Bergbau 4000,— 3250— 3350,— 3100,- 1460,— 1460,- 1405,— 12:30,- 1226,- 1250,- 3200,- 3350- 3000,- 3310,- 3575,— 3250,- 5550,- 5500,- 5420,- 1*100,- 1950,- 1920,- 2500,- 2600,- 2700,- 3950,- -,- -,— 1780,- 1850,- 1810,— 4100.— 4400,- 3950,- 3050,- 30W,- 3010,- 3450,- 3345,- 3225.- 960,- -,- vamburg Sinter. Paket 869,— 860,— 850,— 840,— Norddeutscher Vlonb. . 580,- 570- 540,- 58b- ZenientwerkHeidelberg 1300,— 1285,— —,— —,— Philipp Holzmann . . . 850,— 850,— 790,— 835,— Anglo-Cont.-Guano. . . 4250,— 4700,— 4100,— 4525,— Badische Anilin 1801,- 1S35,- 1800,- 1825,- Goldschmidt 1505,— 16®,- 1548,- 1500.— Grieoheimer Electron. 1350,— 1318,— 1350,— 1315,— Höchster Farbwerte . 1375,— 1360,— 1375,— 1360,— Hotzverkohiilng 1050,— 1000,— —,— —,— Nütgerswerke 1030, — 1040,— —,— 1100,— Lcherdeanstalt 1640,- 1665,— —,— —,— Allg. Elektrizitäts-Ges. 890,— 855,- 860,— 340,- Berginann 860,- 820,- 805,— 752,- Schuckert 1575,- 1550,— 1530.- 1525,- LiemenS & Halske. . . 2700,- 2675,- 2600,- 2550,- Franksurt a. M. Berlin Schluß. Schluß- Schluß. Schluß, fiurs Sure ftur» Rurs Adlerwerke Klever. . . 520,- 520- .'>39.- 52t- Taimler Motoren. . . . 600,— 550,— 553— 575,— Hepltgenstaedt —,— 1000,— —,— —,— Meauin 1640.- 1550.- 1500,- 1580,- Metallges. Frankfurt. . 209(1— 1375,— —,— —,— Lchuhsabrik Her» .... 600,- 593.— -,- -,- Sichel 620.- 624.- -.- -,- Zellitoss Waldhos .... 1035,- 999,- 1(60,- 955,- Zuckerfabr.Irankentbal 9N>,— 950,— —,— — — ZutkerfabrikWag>>ausel 965,— 950,— —— ,— Berliner Produklenmarkt. Berlin, 6. Okt. Neben der fortgesetzten Steigerung der Devisenpreise war es hauptsächlich noch die außerordentliche Zurückhaltung der inländischen Abgeber, die die Preissteigerung am Getreidernarkle weiter im Fluh hielten. Die abermalige Erhöhung der Mehlpreise ist die Folge der erneut gestiegenen Preise für Welzen und Roggen. Speziell in letzteren ist die Nachfrage nicht voll zu befriedigen gewesen. Gerste, Hafer und Futterstoffe schlossen sich der allgemeinen Preissteigerung an. Für Oelkuchen zeigte sich, besonders für spätere Giefemng, viel Nachfrage. Weizen, märkischen 4300—4450 Mk., schlesiscl)en 4250—4300 Mk. (fest), Roggen, märkischen 3975 bis 4025 Mk., pommerschen 3925—3950 Mk. (fest), schlesischen 3900—3950 Mk., Sommergerste 3950 bis 4250 Mk., Wintergerste 3700—3900 Mk. (fest), Hafer, märkischen 4250—4400 Mk. (fest), Mais, Hamburg Ott. 4200—4300 Mk. (stetig), Weizenmehl (100 Kg.) 11 900-12 700 Mk. (fest). Roggen- mehl (100 Kg.) 10 400—11200 Mk. (fest), Weizen- fleie 2350 Mk. (fest), Roggenkleie 2300-2400 Mk. (fest), Raps 5300 Mk. (fest), Diktoriaerbsen 6100 bis 6400 Mk., kleine Erbsen 4900—5400 Mk.. Futtererbsen 4000—4200 Mk., Lupinen, blau 2300 bis 2500 Mk., gelb 2500—2800 Mk., Rapskuchen 2600 M!., Trockenschmhsl» 2200—2300 Mk., Kartoffeln, weiße und rote 360—380 Mk., gelbe 400—420 Mk. Rauh futter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 1100—1150 Mk., Hafer st roh, drahtgepreßt 1100—1150 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 1100—1150 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dormahd 650—710 Mk., Nachmahd 590—650 Mk. Mainzer Börse. Mainz, 6. Oft. Zufolge der hohen Devisenkurse war die Tendenz auf der heutigen Börse sehr fest. Es notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 9200—9500, Roggen 7800—8200, alter Hafer 8000—8500, neuer Hafer 7000—8000, Braugerste 7000—8000, Weizenmehl Spez. 0 14 000-14 500, Roggenmchl 10 500—11 000, Weizenkleie 4300—4400, Roggenkleie 4300—4400, WeizenfuttermeHl 5000—5500, Torfmelasse 2800, Biertreber 4500—4600, Luzerne 55 000—65 000, ital. Rotklee 65 000—75 000, Esparsette 16 000 bis 17 000, Wiesenheu, lose, 2300, Wiesenheu, gepreßt, 2700 -2900, Klethen 2500—2600, Haferstroh 1900 bis 2000, Roggenstroh, geb., 1900—2000, Roggen- strvh, drahtgepretzt, 2500—2600, weihe Dohnen 12 000, ungeschälte Erbsen 14 000, Linsen 16 000 bis 20 000, Haferslocken 18000. Für Kartoffeln seht die Mainzer Börse für die Folge Grzeuger- und Groh Handelspreise fest. Beide Preise verstehen sich für hessische und pfälzische Kartoffeln ab Erzeugerstattonen. Heute wurden notiert als Erzeugerpreise für weiße und rote Kartoffeln 700—750, für gelbe Kartoffeln 800—840. Die entsprechenden Grohhandelspreise betragen 805 bis 860 und 920—965. (3n einem Teil der Austage wiederholt.) Die Antwort Angoras. London, 5. Oft (WTD.) Der Staclls- fefretär des Aeußern hat folgenden kurzen Auszug aus der Antwort der Angor a-regie- rung vom 4. Okwber auf die alliierte Einladung erhallen: Die Regierung von Angora weiß den Wunsch nach einem gerechten und dauernden Frieden zu würdigen. Die alliierte Note bezieht sich auf zwei Fragern nämlich die gegenwärtige militärische Lage und die Verhandlungen zwecks Abschluß eines Friedens. Die Zusammenkunft von M u- d a n i a wird unseren Standpunkt bezüglich der militärischen Lage prüfen, den wir in unserer Note vom 29. September bekannt gegeben haben und ihre Entscheidung wird in allen Punkten ausgeführt werdcm. Was die Friedensverhandlungen betrifst, so find wir bereit, Vertreter zu entsenden, um einen Dertrag zwischen der Türkei und Griechenland sowie den Alliierten zu erörtern und akyuschließen. Da die Alliierten die Möglich kett zulassen, dah die Konferenz anderswo [lattfinbet als in Venedig, möchten wir Vorschlägen, dah die Konferenz am2 0. Oktober in Smyrna zusammentritt. Auher den Grohmächten fmb lediglich zwei Staaten zu der Konferenz eingeladen worden, nicht Samstag, 7. Vttober \022 weil sie am Kriege beteiligt sind, sondern wahr- scheinjich, weil sic an gewissen Fragen, die durch den Friedensvertrag geregelt werden sollen, besonders mtereffiert sind. Da die einzig wichtige Frage dieser Art die künftige Kontrolle der Meerengen ist, können wir nicht Unterlasten, unsere Ueberraschung darüber auszusprechen, dah Ruhland, die 11 tra in e und Georgien, die tatsächlich an der Frage interessiert sind, nicht cingelaben wurden. Da die Teilnahme dieser drei Staaten nur geeignet wäre, die zu treffende Regelung dauerhafter zu machen und jede künftige Ursache für Konflikte auszuschliefxm. schlagen wir endgültig vor, dahsieinderselbenWeise eingeladen werden, wie das bei den anderen Staaten der Fall ist. Wir hoffen, daß die Einladung vor der Konferenz an sie ergehen wird Wir danken den Alliierten dafür, dah sie unser Recht auf Thrazien anerkannt baben. Es gibt im Prinzip keine Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Freiheit der Meerengen, der Sicherheit Konstanttnopels und des Marmaraineeres und des Schuhes der Minderheiten innerhalb der Grenzen, die sich mit der Unabhängigkeit und Souveränität der Türkei vertragen sowie bezüglich der Forderung einer tatsächlichen Regelung der Cticntfrage. Wir werden zu gegebener Zeit unseren Standpunkt bezüglich unferer Zulastuna zum Völkerbund belamxtgeben. Wir sind glücklich, die erneute Versicherung betreffend der Räumung Konstantinopels durch die alliierten Trupen zur Kenntnis zu nehmen. Wir sind davon überzeugt, dah die Alliierten sich überhaupt der Ungeduld, mit der wir die Durchführung der versprochenen Räumung erwarten. Har sind Wir sind enrpfänglich für den Appell, der ben Schluß der alliierten Note bildet und können die Alliierten unserer loyalen und aufrichtigen Unterstützung bei WicderHerstellung und Aufrechterhaltung des Friedens versichern. Sie Politik Englands. London, 6. Oft. (WTD.) Nach einer halb- amtlichen Meldung ist Lloyd George nach der Downingstreet zurnckgekehrt, wo er mit mehreren Ministern zusammentraf, um an einem Kabinettsrat teilzunehmen. Ein Communiquö deS Kabi nittsrats von heute abend besagt: Nach der Sitzung des Kabinettsrats kamen die Minister heute abend wieder zusammen und berieten während zweier Stunden über die Orientfrage. Der Vorschlag, wonach die Friedenskonferenz am 20. Oktober in Smyrna und nicht in Venedig zu sammenkommen soll, wird indessen von den zu ständigen Londoner Kreisen nicht günstig bc urteilt, mit Rücksicht auf die große Entfernung, die Smyrna von den alliierten Hauptstädten trennt. Das britische Kabinett wird morgen vormittag halb 12 Uhr wieder zusammenkommen und die Antwort der Angoraregierung eingehend prüfen. Die russisch-ftanzösifchen Beziehungen. PariS, 6. Okt. (WTD.) Nach dem „Pe- ttt Journal" soll der Abgeordnete H e r r i o t mitgeteilt haben, dah er am 15. Oktober aus Rußland zurückkehre. Der Moskauer Berichterstatter des „Chicago Tribüne" will eine Unterredung mit Her- riot gehabt haben, der ihm auch unter anderem sagte, die Russen erklärten sich bereit, ihre Dorkriegsschulden an Frankreich anzuerkennen, ein Zugeständnis, das das Haupchindernis beseitigen würde. Herriot soll wörtlich gesagt haben: Wenn ich nach Paris zurückkehre, werde ich die ftanzösi- | sche öffentliche Meinung davon zu überzeugen suchen, daß die Aufrickttgkeit dieser Versprechungen anerkannt werden muß. Sobald Frankreich daS einsieht, wird eine Einigkeit die Folge sein. Wir sollten mit einem Wirtschaftsverträge beginnen, der zur Anerkennung Sowjetruhlands durch Frankreich führen würde. Der Berichterstatter will Herriot gefragt haben, ob die französischen Radikal- Sozialisten die Furcht Poinc ar es vor einem deutschen Revanchekrieg teilen und deshalb auf eine Einigung Rußlands mit Frankreich bedacht seien. Herriot habe geantwortet: Heute ist Deutschland schwach, in der Zukunft aber wird es äußerst gefährlich für uns werden. Es gibt nur ein paar wirkliche Demokraten in Deutschland; denn in Deutschland ist die Demokratie Oberfläche, hier in Rußland besitzt sie Tiefe. 3n Deutschland sind von den Monarchisten, die noch das wichtigste Element im Reiche darstellen, nur die Formen geändert worden. Die Herweghs. Eine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Dill. 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie hatte den Salon verdunkelt und ein Stehpult mit schwarzem Stoff verkleidet, zwei Kerzen brannten rechts und links von dem Pult, auf dem sie stand, lilienschlank in ihrem schmucklosen weihen Kleid, das nur eine Girlcmde von Herbstblättern trug, das goldrote Haar schimmernd wie eine Aureole, eine moderne Ophelia, zwischen den leise knisternden Lichtern, ihr Gesicht war sehr blaß, ihre Augen brannten in einem düsteren Feuer. Als sie begann, wurde es still in dem Saal, in dem 7wch die weihgedeckte Hochzeitstafel stand mit den verwelkten Hyazinthen, den verschobenen ®ebcden und den herabgebrannten Kerzen. Die Damen sahen in grünen Plüschsesseln in zwei Reihen vorne, die Herren in ihren Fracks lehnten an der Wand, Ernst stand an der Türe, die älhr in der Hand, denn der Wagen wartete schon unten, um sie zur Bahn zu bringen. Aber er bergab Zeit und Abreise, sah nur Lianes große Augen und hörte ihrer schwingenden Stimme zu. Nie hatten ihn Worte derartig ergriffen wie die Ballade von dem Verbrecher, der zum Richtplatz geführt wurde nach jahrelanger Quälerei. Er sah ihn, stolz aufgerichtet, die leuchtenden Qiagen in unbekannte Fernen gerichtet, die Hände auf dem Rücken gefesselt, zur Guillotine gehen, „mit Schritten wie befreit“. älnd auch die anderen, die eben noch gelacht, geschmaust und getan : hatten, blickten nachdenklich drein, es war, als wehe von irgendwoher ein kühler Wind durch das üppige, warme Zimmer. Liane wurde mit Beifall überschüttet und stieg gelassen vorn Pull, ,3a, diese Liane," sagte sein Schwiegervater zu dem General. „Mit Schritten wie befreit, man sieht ihn ordentlich, den armen Teufel. So ein junges Mädchen mit neunzehn Zähren! Alle Achtung, Herr General." Während sich die Gäste um Liane scharten, war es dem Brautpaar gelungen, ohne Abschied fortzukommen. Doch als sich Ernst im Wagenpolster zurücklehnte, um seiner jungen Frau Platz zu lassen für ihre vielen Koffer und Hutschachteln, dachte er: Man hätte doch lieber noch ein Glas Champagner trinken sollen, als dieses Gedicht von Liane mitzunehmen auf feine Hochzeitsreise. Aber solche Stinmrungen hielten bei Ernst nie lange an. Ihre Hochzeitsreise, die sie nach Italien machten, war heiter und ungetrübt verlaufen, genau nach einem Plan, den der General entworfen hatte. Sie reiften über den Brenner nach dem Gardasee und von dort nach Verona, Dicenze und Padua -UeberaÜ blieben sie, wie vorgeschrieben, zwei Tage. Sie sahen Städte. Kirchea Paläste und Brücken, Museen mit Gemälden und Statuen, und nahmen diese Bilder mit dem Hunger der Jugend in sich auf. 3n Venedig fuhren sie in Gondeln über den Canale Grande uni) wohnten in einem Palazzo, ttl dem die Schränke aus bemaltem Blech und Die Fußböden aus roten Ziegelsteinen bestanden, die mit zerfetzten Teppichen belegt waten. Für QSenebig hatte der General nur vier Tage, für Florenz aber sechs vorgesehen Grete aber wäre lieber länger in QJencbtg geblieben. Sie hatte dort eine wonnige Konditorei am Markus platz entdeckt, und tn Floren; regnete es ununterbrochen. Doch Emst bestand auf dem Festhalten des Planes. Er fürchtete, dah sie sonst etwas von den Sehenswürdigkeiten Italiens verlören. 3n Rom blieben sie zehn Tage in einem „von Deutschen bevorzugten Hotel", in dem sogar der Hausknecht aus Eppenhausen war. Grete knüpfte mit allen Hotelbediensteten Gespräche an, was immer etwas kostet, denn diese Unbekannten tauchten dann beim Abschied als Freunde an der Haustür auf. Grete war die angenehmste Reisegefährtin. Immer heller, guter Laune, immer bereit, mllzumachen, scheute sie vor keiner Anstrengung zurück. Sie war auf störrischen Mauleseln an steilen Bergabhängen entlang geritten, und als ihnen einmal in Genua das Rad der Droschke absprang und der Wagen umstürzte, lachte sie Tränen. Sie sah überall Komisches unb gewann mit dieser Liebenswürdigkeit, die im Rheinland so billig ist, Wirte, Kellner und Blumenmädchen. Von Genua aus machten sie einen Ausflug an die Riviera di Ponente, blieben einen Tag in Turin und einen in Mailand, wo sich Grete einen roten Chiffonhut erstand. Als sie an die italienischen Seen kamen, war es schon heiß, die Saison war zu Ende und sie fanden gähnend leere Hotels. Trotzdem sahen sie sich Como und Lugano an, fuhren über den Lago Maggiore, blieben in Verona über Nacht und kehrten befriedigt über den verschneiten Brenner zurück, denn jenseits der deutschen Grenze war es noch Winter. Auf der Rücrretse erkältete sich Grete und muhte in Luzern drei Tage zu Bett bleiben Diese stillen Tage benutzte Emst, um allein durch die schöne, freie Stadt zu schweifen und seine Reiseeindrücke niederzuschreiben. Ec gedachte sie spater herauszugeben in gutem Druck und feinem Ledereinband. Von dieser Reise behielt Ernst eine Erinnerung wie an .ein Paradies, das man scheuen Schrittes betreten hat und durch das man wie berauscht wandelt Nun waren sie verheiratet. 3n seinem Bureau sahen zwei .Schreiber, die vorläufig nicht viel mehr zu tun hatten, als Botengänge für die junge Frau zu besorgen. Der Haushall wurde so üppig geführt, wie er eingerichtet war Grete wollte alleä tti großem Stil, denn das warf wieder auf Ernsts Praxis ein günstiges Licht. Die drei ersten Klienten, die das funkelnagelneue Rechtsanwaltsbureau betraten, waren ein Stammtischfreund Kollins, der Ziegeleibesiher Winterich, sein Hauswirt Goldenberg und ein Postbote, der wegen Diebstahls angeklagt war. Alle drei Fälle waren ziernlich verwickelt. S)ctt Winterich hatte mit dem Geld vieler Aktionäre, unter denen sich auch Kollin befand, in der Rheinebene, tn dem Städtchen Eppenhausen, eine große Ziegelei erbaut, die aber keine Zinsen abwarf, weil sich zur selben Zell eine Konkurrenzziegelei in der Nähe aufgetan hatte. Dadurch waren Streirtgfeiten und Prozesse entstanden, die bis jetzt zu nichts geführt hatten, als dah die Aktten der Gesellschaft derartig sanken, dah sie niemand mehr kaufen, aber alle Mitglieder sie loswerden wollten. Auch Herr Kollin wollte die seinen abstoßerr. Hiervon durfte aber sein Freund Winterich nichts erfahren, und er hatte Ernst betraut, das „unter der Hand" zu arrangieren. Der junge Anwalt ping nun mit Volldampf gegen die Konkurrenzfabrtk vor, die ein geriebener Unternehmer führte. Er fuhr nach Eppenhausen, einem alten, engen, kleinen Städtchen, und leitete die Sache im Sinne seines Schwiegervaters vor- sichttg ein. Man muhte erst das Ansehen der Winterichziegelei haben, und wenn diese Aktien wieder fliegen, sie rasch abstohen, denn Kollin hatte fünfzigtausend Mark hineingesteckt, die er zu anderen Zwecken brauchte. (Fortsetzung folgt.) WM . vY-. v D ® ® *T I xN ®i ®i ®i t» D ®i D ®i ®! t» •Bi t®. « W Xü Schrvuryericht. Steven. 5. Oktober 1922. Als nennte und letzte Sache dieser Schwur- gerichtsperiode stund heute die Strafsache gegen den Schuhmacher Wilhelm Maar aus Homberg a d. Ohm wegen Totschlags, begangen an dem Althändler Heinrich Stein aus Nieder-Oflei- den. an. Am 8. Ouli 1922 befand sich Stern mit seinem 19jährigen Knecht auf einer Händlerfahrt. Sie hatten die Ortschaften Wettsaasen, Aieder-Ohmen, Bermsfeld und Homberg besucht und waren gegen 9 Uhr abends gerade auf der Mitte des Wegs Homberg—Ober-Ofleiden, als ihnen der Angeklagte begegnete, der von seiner Arbeitsstätte Siegen bis nach Schweinsberg gefahren war und nun im Begriffe stand, den Weg nach Homberg zu Fuß zurückzulegen. Der Angeklagte hatte früher einmal bei Stein gearbeitet, seine Stelle aber wegen eirres geringfügigen Zwischenfalles wieder aufgegeben Seitdem bestand ein etwas gespanntes Verhältnis zwischen beiden. Als der Angeklagte schon einige Schritte vorüber war, hielt Stein den Wagen an und rief Maar mit den Worten zurück: „He, warte einmal, kannst du nicht „Guten £ag‘r sagen?" Maar drehte sich um, erwiderte etwas und setzte seinen Weg fort. Stein aber rief ihn nochmals zurück und es entspann sich ein Wortwechsel. Wiederum wandte sich Maar zum Gehen. Hetzt sprang Stein vom Wagen herab, lief mit umgedrehtem Peitschenstiel auf Maar zu und wollte ihn schlagen. Der Knecht aber riß ihm noch rechtzeitig die Peitsche aus der Hand. Es kam nun zu einer Rauferei und Balgerei, in deren Verlauf der Knecht verschiedentlich versuchte, die Streitenden gu- trennen, was ihm auch ein paarmal gelang. Beim vorletzten Male war Maar der Ueber- legene, er drängte Stein an den Straßengraben zurück. Da packten sie sich beide noch einmal, aber nur für einen Augenblick, dann ließen sie sich von selber wieder los: Maar hatte Stein mit einem Taschenmesser ins Herz gestochen. Stein taumelte einige Schritte zurück, rief: „Erich, ich glaube, ich bin erstochen," und siel dann um. Maar packle darauf sein Bündel und entfernte sich in der Richtung Homberg. Der Knecht rief ihn in seiner Fassungslosigkeit zurück Maar drehte sich aber nur um, sagte, er gehe zum Gendarm, und ging weiter. Er tat dies auch und benachrichtigte außerdem D^. Augst. Als diese zum Tatort kamen, war der Tod bereits eingetreten. Der Angeklagte beruft sich auf Notwehr. Der Sachverständige Dr. Schüppert schildert ihn al£ einen typischen Psychopathen, der aber in vorliegendem Falle für seine Tat verantwortlich sei. StaatsaMvalt Locher wies darauf hin, daß zum mindesten Lleberschreitung der Notwehr vorliege, bei einer Balgerei und gegenseitigem Bearbeiten mit Fäusten sei es zur Abwehr nicht erforderlich seinem Gegner das Messer ins Herz zu stoßen. Die Geschworenen verneinten die Frage nach Totschlag, bejahten aber die nach Körperverletzung mit tödlichem Ausgang unter Zubilligung mildernderLlmstände, woraus das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend auf 9 Monate Gefängnis, abzüglich der erlittenen Untersu- chungshast, erkannte. Den Vorsitz führte Landgerichtsrat Dr. H a n° sult, Verteidiger war R.-A. Homberger. Schöffengericht. G i e h e n, 6. Okt. Ern Arbeiter aus Ober-Seemen entwendete einem Fuhrmann aus Atzbach auf der Fahrt von Gießen nach Heuchelheim einen etwa P/2 Ztr. schweren Sack mit Kartoffeln und wird, ba er rückfälliger Dieb ist, zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen Urkundenfälschung wurde die Ehefrau eines hiesigen Studenten an Stelle einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen mit einer Geldstrafe von 2000 Mark bestraft. Sie hatte bei den Aufgebotsveichandlungen ihre Geburtsurkunde dahin verfälscht, daß sie den Stand ihres Vaters aus „Handarbeiter" in „Major a. D." und ihre Vornamen „Minna Rosa" in „Marie Rosa" änderte. Die Ehefrau eines hiesigen Fuhrknechts wurde mangels ausreichenden Beweises von der Anklage des Diebstahls von 230 Mark, 2 Taschenmessern und Vs Laib Brot freigesprochen. Ein Former aus Wetzlar hat einem Schüler aus Krofdorf aus dem offenen Kellerraum der Turnhalle des hiesigen Realgymnasiums ein FaHrvad gestohlen und.erhält l^shalb 4 Monate Gefängnis. * Wegen ruh^störenden Lärms wurden ein Schlosser und ein Gewrndschneider von hier zu Geldstrafen von je 35 Matk verurteilt. Eine Näherin aus Weisenau erhielt wegen Unterschlagung eines Stoffrestes in Dau bringen eine Geldstrafe von 5 00 Mk. 3m Februar I. 3. schlug ein Fuhrmann von hier einem städtischen Angestellten auf dem hiesigen städtischen HolzlagerPlatz mit einem Peitschenstiel zweimal auf den Kopf. Heute spricht er sein Bedauern über den Vorfall aus und verpflichtete sich, eine Buße von 1000 Mk. an die städtische Kriegs'hinterbliebenenfürsorge zu zählen, worauf der Strafantrag wegen tätlicher Beleidigung zurückgenommen 'and das Verfahren eingestellt wurde. Ein Former aus Niederlahnstein stahl im Juli und August l. H. nach und mich 6 Fahrräder und erhielt dafür eine Gesamtgefängnisstrafe von 14 Monaten. 3n der ersten Hälfte des Jahres 1921 entwendete ein Masseur aus Frankfurt a. M. einem jungen Mädchen von hier eine Schiffsfahrkarte für die äleberfahrt nach Amerika. Weiter unterschlug er ihm einen Betrag von 1000 Mk., den er auf der Sparkasse für das Mädchen einzahlen, und 20 Marl, die er nach Darmstadt senden sollte. Schließlich hob er noch ohne Einverständnis des Mäd- chens von dessen Guthaben bei der Sparkasse 200 Mk. ab. Er wurde wegen dieser strafbaren Handlungen zu einer Gesamtgefängnis- ftrafe pon 9 Monaten 20 Tagen verurteilt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 8.Okt., Erntedankfest. Stadtkirche. 91/,: Pft- Mahr. — 11: Kinderkirche d. Matthäus- gemeinde. - Abds. 6: Pft. Becker. — Johannes- kirche. 91/,: Pft. Dechtolsheimer. — 11: Kinderkirche d. Lukasgem. — Abds. 6: Pft. Ausfeld. — Kirchberg: Kollekte. — 11: Christen!, f. d. männl, konf. Jugend (Schluß) Kl. — Daubringen: l‘/9- — Mainzlar: l1/,. - Wieseck: 9: Beichte. — 10: Gottesdienst u. Abendmahl. - 11: Kinderkirche. Opfer f. d. evangel. Gemeinden in Oesterreich. - Mittwoch, 11. Okt., 8: Iugendabend (männl. Abt.). Katholische Gemeinde. Samst., 5 u. 8: Beicht. — Sonnt., 61/?: Beicht: 7: Messe, Kom. der K. K. V. u. d. Jüngl.: 8: Kom. 9: Hochamt m. Pr.; 11: Messe m. Pr.; 51/,: Christenlehre u. Rosenkr. m. Segen. — Dienstag u. Freitag abds. 8: Rosenkranz. — Diaspora: Sonnt. 91/,: Grünberg. — Sonntag, 8. Okt., vorm. 8: Hungen — Lich: 10 vorm. u. 2 nachm. Geschäftliches. Die siegreichen Stoewerwagen. Ob Ebene oder Gebirge, ob gute oder schlechte Wege, „Stoewer in Front"! Das beweisen die glänzenden Erfolge der beteiligten Stoewerwagen in nachstehenden Zuverlässigkeitsfahrten und Rennen der letzten Zeit, welche fast durchweg unter starker Beteiligung der bekanntesten Automobilmarken ausgetragen wurden. 3 erste Preise und 2 zweite Preise erbrachte die 286 Km. lange Zuverlässigkeitsfahrt quer durch Holstein, ferner 2 erste Preise die Schwarzwaldfahrt des A. D. A. C., Gau Südbahern, den 1., 2. und 3. Preis mit goldener, silberner und bronzener Medaille die Pommern- fa^rt des A. D. A. C. von Stettin nah Freren- Walde, oen 1. Preis dre bei Sturm und Regen ausgetragene Badener A. D. A. C. Gaufernfahrt Freiburg—Schwetzmgen, 188 Km und den 1. und 3. Preis das Harzer Dergrennen des Hamvurger Automobilklubs. Einen 2. Preis hotte sich bei schärfster Konkurrenz Prinz Sigismund von Preußen mit einem 9,5-?.8.-Stoewerwagen anläßlich der Kissinger Automobilwoche, der bedeutendsten autosporilichen Veranstaltung auf deutschem Boden. Demerkungswerte und anerkannte Leistungen vollbrachten ferner 2 Stoewerwagen in dem Schweizer Bergrennen auf dem Klausenpaß am 27. August d. I. Die 20,5 Km. lange und schwierige Dergprüsungsstrecke (das Ziel lag 1952 Meter über dem Meere, die Höhendifferenz vorn Start bis zum Ziel betrug 1288 Meter) durchfuhr der beteiligte 6-Zylinder-Stoewer D 7, 42/120 P. S in der Tourenwagen-Klasse in 25,48 Min, der Heine 2V2"Ltr.°9,5°P. 8.-Stoewerwagen, Vierzylinder, in der offenen Klasse in 26,16 Min. und belegten den 4. resp. 5. Platz. Zu beachten ist hierbei, daß die beiden Stoewerwagen erst am Tage vor dem Rennen eintrafen, und so ein Trainieren resp. eingehendes Befahren der sehr schwierigen Dergsftecke unmöglich war. Die Leistung der Fahrzeuge war jedenfalls den ersten Wagen ebenbürtig. Bei den Vorbesprechungen in Schweizer Zeitungen wurde besonders darauf hingewiesen, daß eine sorgfältige und gründliche Vorbereitung durch „längeres" Trainieren auf der Strecke „conditio sine qua non" sei und Zufalls- ersolge bei der Schwierigkeit der Strecke aus- geschlosien seien. Die Fahrer der Wagen, die erste und zweite Preise errangen, hatten infolgedessen längere Zeit trainiert und kannten die Dergsftecke wie ihre Westentasche. Unter diesen Voraussetzungen müssen die Leistungen der beiden Stoewerwagen bewertet werden. Beide Wagen erhielten für die hervorragende Leistung ohne Training silberne Grinnerungsbecher. Erwähnt seien auch nochmals die großen Erfolge, welche dieselben 2 Stoewerwagen am 1. und 2. Juli d. H. in den großen internationalen Strandrennen in Fanö (Dänemark) erhielten. Der Stoewer- 2^/s-Ltr.-9,5-P. ä.-Wagen schlug hier mit 138 St.-Km. wett überlegen sämtliche Wagen der in- und ausländischen Konkurrenz bis einschl. 6-Lft.-Wagen und erhielt den 1. Preis. Der Stoewer-O 7-Wagen erzielte als schnellster Tourenwagen 183 Std.-Km. und errang den zweiten Preis. Ungenannt wollen wir hier lassen die bekannten Siege der Stoewerwagen in Indien, Estland, Norwegen usw. Diese außerordentlichen Erfolge sind um so höher zu bewerten, als alle Siege ausschließlich von normalen Serienwagen eingebracht wurden, ein Zeugnis für die vorzügliche Konsftuktton und Leistungsfähigkeit des Stoewerfabrikates. Die außerdem bei den Stoewer-Werken, Aktiengesellschaft vormals Gebrüder Stoewer, Stettin, fast täglich eingehenden freiwilligen Urteile dokumentieren, daß der „Sftewer- toagen“ im ganzen Weltall nach wie vor der ersten Kl55 „ 94« „ 921 „ 930 „112 „11» „ 1222 „ 1- Köln Köln Köln Betzdorf Köln Köln Haiger Köln Köln Köln Eitorf Dillenburg . . Köln Köln Dillenburg . . ., Köln Herborn Betzdorf Dillenburg ab 353 „ 4°7 „ 4io „ 551 „ 6'5 „ 940 „ 1001 „ 1145 „1163 „ 122 « 430 40R „ 5«8 „ 62« .. 722 Alsfeld Fulda....... Fulda Fulda Grünberg Fulda Alsfeld Lauterbach .... B.-U.N.-Gemünden Fulda Fulda Grünberg..... Mücke Hungen Hungen Hungen Hungen Hungen Hungen Hungen »Mücke . . (Brünberg Fulda . . »Mücke . . •f (Brünberg -fLauterbach tzSalzschlirf Fulda . . Fulda . . -fAlsfeld. . t (Brünberg -fLauterbach Fulda . . Fulda . . Gießen . Gießen . Gießen . Gießen . XV E Köln Köln Dillenburg . . Gießen Gießen...... Gießen Friedberg Gießen ...... Bad-Nauheim . . Gießen Dad-Nauheim. . . Gießen Vilbel Gießen ...... Gießen ...... (Bienen ...... Gießen ...... Friedberg Gießen Gießen ...... Vilbel Friedberg Gießen...... Vilbel Vilbel....... Dad-Nauheim. . . Gießen Gießen Dad-Naubeim . . Bad-Nauheim . . Gießen Gießen Friedberg Gießen »Hungen . . Hungen . . Hungen . . »Hungen . . Hungen . . • Nur werktags W Lieber . Lieber . Bieber . W Bieber . Stockbeim Stockyeim Stockheim 515 522 650 658 714 731 846 915 1136 131 225 427 632 732 8*4 915 1010 »Nidda . »Gießen . Gießen . Gießen . Gießen . »Hungen »Gießen. Gießen . Gießen . -fGedern. . »Gedern. . Lauterbach »Oberfeemen Gedern. . Hirzenhain »Lauterbach »Gedern. . »Ortenberg Lauterbach Lauterbach Gedern. . Oberkleen Butzbach-Ost . . . Oberkleen Dutzbach-Ost . . . Butzbach-Ost . . . Oberkleen..... Oberkleen..... Butzbach-Ost . . . 6*5 Bad-Nauheim 953 Dad-Nauheim Betzdorf . Herborn . Betzdorf . Gießen . . Gießen . . Laubach ..... Mücke Laubach Ruppertsburg . . Mücke Mücke Mücke Mücke Ruppertsburg . . Laubach Laubach . ab 409 Friedberg • „ 6«o Friedberg . „ 1107 Friedberg . „ 428 Friedberg . „ 532 Friedberg und am 22. November Kirchhain Kirchhain Kirchhain Kirchhain Kirchhain »Kirchhain . . ab 52® Kirchhain . . „ 8>9 »Kirchhain . . „ 4°« Kirchhain . . „ 5»° -fKirchhain . . „ 7» Betzdorf Gießen Gießen Gießen Gießen Betzdorf Gießen Gießen Gießen Betzdorf Gießen Betzdorf Gießen Gießen Herborn Betzdorf Stockheim 623 Stockheim »Butzbach ... ab Frankfurt . . „ »Friedberg . . „ Frankfurt . . „ Frankfurt . . Friedberg . . „ Frankfurt . . „ ^Friedberg . . „ Frankfurt . . „ Frankfurt . . „ »Friedberg . . „ -fFrank urt . . „ Frankfurt . . „ Friedberg . Friedberg . Friedberg . • Nur werktags — .. 1 Nur am Werktag vor Sonn, und Feiertage, WE Betzdorf Gießen . D (Bienen . Frankfurt . W ^Friedberg . • Nur werktags und am 22. November Schotten—Nidda »Friedberg . . ab 4*7 Echzell Nidda . . ab 527 • „ 6'3 . . „ 630 - - „ 81« . . „10'7 1232 - I 245 . - „ 330 339 .. .. 510 . . „ 549 - - „ 656 . . „726 . . „ 9°0 - - „ W«5 . . „US . . „ 1209 . . „ 155 Nidda—Friedberg. »Echzell . ... ab b>8 Friedberg. . . . Nidda .... „ 625 Friedberg. . . . Nidda .... „ 1047 Friedberg. . . . Nidda .... „ 430 Friedberg. . . . • Nur werktags und am 22. November Friedberg—Nidda. * Rur werktags t Nur am Werktag vor Sonn» und Feiertagen • Nur am Werktag vor Sonn- und Feiertagen außer 21. November, 29. März und 9. Mat Hungen—(Villingen - Ruppertsburg)—Mücke. ----- - an 604 Hanau—Friedberg . . . ab 549 Friedberg. . . . „ 923 Friedberg. 1’0 Friedberg. . . . „ 4'6 Friedberg . 550 Friedberg. 626 Friedberg . • • • „ 807 Friedberg . 82ß Friedberg . „ 543 Hanau . „ 826 Hanau und am 22. November Friedberg . . . . Frankfurt.... Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Friedberg . . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Friedberg . . . . Frankfurt. . . . Friedberg . . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Friedberg . . . . Frankfurt. . . . Frankfurt. . . . Butzbach Friedberg . . . . »Hungen . . Laubach . . »Hungen . . »Dillingen. . Hungen . . »Hungen . . Hungen. . . »Hungen . . »Hungen . . »Hungen . . Hungen . . B.» u. N.-Gemünden an 633 B.- u.N.-Bemünden „ 9’9 B.-u. N.-Gemünden „ 520 B.» u. N.-Gemünden „ 630 Schweinsberg... „7*3 ab 5» Gießen „ 700 Gießen Nur werktags und am 22. November Marburg—Gienen Nur werktags und am 22. November Friedberg—Hanau tn Kraft tritt, liegt nunmehr vor. Dir bringen nachstehend eine .uebcrfiajt der Züge, die für (Sieben und Oberhessen besonders in Frage kommen. Die Zeiten von 6 älhr abends biS 559 Uhr morgens sind, tote üblich, in den Mtnutenzahlen unterstrichen. Sonstige Abkürzungen: D - 0-Züge, E -- Silage. W -- werktags. 5 = Sonn- und Feiertags. Die Ankunfts- und Absahr-tzeiten im setzten Gebiet sind in westeuropäischer Zeit gegeben liegen also eine Stunde früher. ^Friedberg E Frankfurt Butzbach-Wefi—Lich—Grünberg. (Brünberg an 767 (Brünberg 10*1 Grünberg 1050 (Brünberg 342 Grünberg 426 Ettingshausen . . „ 7io Lich 9« Vilbel—Stockheim »Heldenbergen ab 622 Stockheim «Vilbel .... „ 624 Stockheim • Nur werkiaav und am 22. November t Dom 1. April an § Nur am Werktag vor Sonn, und Feiertagen • Werktage, außer dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen X Nur Sonntag» vom 1. April an Frankfurt—Gießen. g Außerdem Sonn, und Feiertags vom i Oktober bis 31. März bi» Friedberg, ab I. April dis Dad-Nauheim tt Nur werktags anher bem Werktag vor Sonn- und Feiertage» und am 22. November o Auher dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen und am 21. u. 22. November, 29. März und 9. Mai Dom I April an Gießen—Marburg. Gießen .... ab Friedberg . . „ »Gießen. . . . „ Groß. Karben „ »Vilbel Gießen .... „ Gießen.... „ Gießen Bad-Nauheim „ Gießen . . . . „ Gießen Friedberg . . „ -fBad-Nauheim „ Gießen .... „ Gießen.... „ Gießen .... „ »Vilbel . . . . „ § (Biegen . . . . „ «Butzbach . . . „ Gießen XDad-Nauheim „ Gießen Vilbel Gießen . -fBad-Nauheim „ Gießen ... Gießen . Gießen -fBad-Nauheim • Nur werktags und am 22. November Mücke—(RuppertSdurg-Villingen)—Hungen »B.-u.N.-Gemd.ab 663 B.-u.N.-Gemd. „ 1065 »D.-u.N.-Gemd. „ 7?2 -fSchweinsberg „ 757 D.-u.N.-Gemd. „ 854 • Nur am Werktag nach Sonn- und Feiertagen und an 23. November t Nur werktags und am 22. November § Nur am Werktaa vor Sonn- und Feiertagen • Nur werktags außer dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen • Nur werktags und am 22. November t Nur am Werktag vor Sonn, und Feiertagen Kirchhain—Burg- «. Nieder-Gemünden. Gießener Mzeigertz-^-^ Echtei’ alterWeinbrand E* 1». Kempe EjG? WT>ie Perle dep Liköre cs