** atzen s-s» liesse fefif** •öaS sLL Än.'dL S?ÄS dichteten. if"** KLN »ftshs da der 2^. Werten, svndm 2g* k die de, Mt toürten feto Nphitiimen öre MskintzW ftefien Kd M 2egMmg besonder- stM &, ehre bmmsÄderMg dolhiche rmd oj| dränge 3n die - «ivaffmmM MH, Ungarn cingesch^sfev > Dertröge gezüxmgm IWen. Aach Lord ch mttg, dah X-ift, ^Mwosfmmgsplml M' er Änsichl |et es im° 5e'enfwp'an mit dem ästungen »u itrbinten. - Lord Äobert Tecil, i.tnc Drn-He mb inen nxiteten, ähnlich sgrarbeitet hide, ver- ?. Dreien Pion von iehlen Session vorge- f ?e: 6Mhng von für MLiri/che Md tiftajlMOOmm Jen em-ÄNM Staat dn TvWM fest» Änsany für Belgien X) Soldaten, für die nheiten g'.eich 90COO, gl ich 60 CO?, Frant- 80000, AwhbritsmiM ? 'Griechenland, 9üd> mämen je drei Sm* tolren und Polen >e 000 Wann, Schloßen, > zwei Einheiten gleich 2 eine Einheü von Xra der Strnikrost, .halb sechs Monate eqten EfsektivbestaA MiM haben- Die Oesterreich. Un- belassen werden, w Mten. ^isch-ameMkW Dei dem geM aus Lre Tin der er «, ■ffimb Ämerck, jnerifa it der isnms oeorvt- KZÄ M- ö«°SZ '»SSs oldatea So* Stand SA < bo6 >ten- Ur. 15 Z Erschemi täglich, außer Sonn« und Feiertags, mit berSamstagsbcilage: GietzenerFa mi üenblätter Monatliche Sezuarpreise: Mb. 22.50 und Mb. 2.50 Trägerlohn, durch di-Post ML. 25.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrist, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Zrcmtfvtt n. N-. 11686. Erster Blatt 172. Jahrgang zrettag, 7. Juli 1922 SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: SrShl'sche Umv.-Vuch- und Sleindruckerei H. Lange. Zchnftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chulstrahe r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichln'it. 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Das Wesentliche ist, daß wieder 2Vs Millionen Tonnen der kommenden Ernte zu festgesetzten Preisen eingezogen werden. Für das erste Drittel sollen die Preise für die Tonne Roggen 6900, Weizen 7400, Gerste 6700, Hafer 6600 Mark betragen. Für die beiden späteren Lieferungen werden die Preise auf derselben Grundlage neu berechnet. Bedeutet diese Fortsetzung der Zwangswirtschaft nun wirklich eine Verbilligung des Brotes, die die Lage der Verbraucher in nennenswerter Weise verbessert? Der Drvtpreis setzt sich zurzeit nach einer amtlichen Statistik der Reichsgetreidestelle zu ca. 30 Prozent — 4.90 Mark aus dem Anteil der heimischen Landwirtschaft, zu 34 Prozent — 5.60 Mark Ausgaben für das Auslandgetreide zusammen, das übrige verschlingen die Kosten für Frachten, Steuern, Verwaltung, und der Ent- qeld an Müller und Bäcker. Legt man — wie die Regierung in ihren Begründungen — einen Weltmarktpreis von 17000 Mark für die Tonne zugrunde, so würde unter Berücksichtigung aller angegebenen Faktoren das Brot von 1900 Gramm etwa 30 Mark während der nächsten Monate kosten. Wieses Resultat stimmt mit den vor einiger Zeit gemachten Angaben der Reichsgetreidestelle ziemlich überein. Um nun die angebliche Verbilligung des Brotes durch das Umlageverfahren abzuschätzen, sei zum Vergleich der Preis ausgerechnet, der sich auf dieselben Angaben stützt, nur für das inländische Getreide Weltmarktpreise annimmt. Zwar lagen die deutschen Getreidepreise fast immer unter diesem Weltmarktpreise, aber er soll angenommen werden, um dem Vorwurf einer tendenziösen Statistik zu entgehen. Aus demselben Grunde sollen die Kosten für die Verwaltung der Reichsgetreidestelle und der Kvmmunalverbände mithineingerechnet werden, obwohl die Verwaltungskosten sich bei Einführung der freien Wirtschaft natürlich vermindert hätten. Für die 30 Millionen Zentner Getreide der ersten Lieferung würden 14,2 Milliarden für inländisches, 11,3 für ausländisches, zusammen 25,5 Milliarden Mark bezahlt werden müssen, während die übrigen Preisfaktoren, wie bei der ersten Berechnung, 5,6 Milliarden ausmachen würden. Der Gesamtaufwand für Brot beträgt also 31,1 Milliarden Mark. Das 4Pfundbrot käme auf etwa 41 Mk. Bei dem durchschnittlichen Anteil von einem Brot für den Kopf und die Woche bettägt also der Unterschied 45 Mark im Monat für den Verbraucher. Das ist die Entlohnung für noch nicht zwei Arbeitsstunden. Es ist bezeichnend für die geistige Verfassung des neuen Deutschland, daß eine solche Mehrleistung an Arbeit überhaupt nicht in Frage kam, um eine in tausend Volksversammlun- aen als unerttäglich geschilderte Verteuerung der Lebenshaltung wett zu machen. Die tägliche Ersparnis beträgt für eine Person Vs der Kosten einer Sttahenbahnfahrt in Berlin, Vio Tafel Schokolade, 1 , Kinvbillet, 2 Zigaretten mindester Güte, Arbeitslohn für etwa 5 Minuten. Bei einem weiteren Ansteigen der Teuerung wird das Verhältnis das gleiche bleiben. Darum ist auch die Beweisführung des Reichsernährungsministers Fehr nicht durchschlagend, daß nämlich ein ruhender Pol geschaffen werden müßte. Es ist übrigens bemerkenswert, daß Herr Fehr selber das Moment der Verbilligung in seiner Reichstagsrede garnicht erwähnt hat, also wohl auch nicht daran glaubt. Es ist ein v v l k s w i r t s ch a f t l i ch e r Unsinn, einem gewerblichen Betrieb die Möglichkeit zu nehmen, bei Verteuerung seiner Selbstkosten die Preise für seine Selbstkosten zu erhöhen. Die nächste Ernte muß, ohne daß ein Vorwurf der Sabotage erhoben werden kann, hinter dem zurückbleiben, was sie bei Befreiung vom Zwange hätte bringen können. Es ist zu fürchten, daß unter dem Druck unserer mißlichen außenpolitischen Lage die Ausgaben für ausländisches Getreide im nächsten Jahr um ein mehrfaches höher sein werden. Was die deutsche Ver- braucherschaft in diesem Erntejahr für die Produttionssteigcrung der Landwirtschaft ausgegeben hätte, hätte sie doppelt und dreifach. vielleicht zehnfach, in den nächsten Jahren gespart. Darum ist das neue Gesetz in Wirklichkeit kein Dienst am deutschen Volke. Wie sollten die wirklich mit dem Hungertode ringenden Schichten unserer Sozial- und Altersrentner in die Zukunft sehen? Sie sind in erster Linie die unschuldigen Opfer des Versailler Vernichtungsfriedens und des Niederganges deutscher Wirtschaftskraft und Arbeitsleistung. Ihnen kann nur Hilfe werden, wenn diese traurigen Ursachen ihrer Not beseitigt werden. Da nun aber die so stark umstrittene Maßnahme Gesetz geworden ist, muß es die gesamte Landwirtschaft im Interesse des Ganzen als ihre Aufgabe betrachten, sich zu fügen und die ihr auferlegten Pflichten voll und rückhaltlos zu erfüUen. Zeder Landwirt, der das jetzt nicht tut, versündigt sich am Volk und Vaterland. Die Frage der Regierungserweiterung. Die deutsche Volk «.Partei von Zentrum und Demokraten zur Zusammenarbeit ausgefordert. Berlin, 6. Juli. Die Zentr-nmsfrak- tion und die demokratische Fraktion des Reichstages,haben gemeinsam einen Brief andieDeutschcBolksPartei gerichtet, in dem gejagt wird, daß sie eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Volkspartei für möglich halten und sie daher um Aeußerung bitten, ob die Deutsche Dolkspartei bereit sein würde, sich an der Regierung zu beteiligen. Berlin, i. Juli. (Priv.-Tel.) Zu dem ge- meinsamen Dries des Zentrums und der Demv- lraten an die Deutsche Dolkspartei und die Bayerische Volkspartei, der diese Parteien crufsvrdert, sich an der Regierung aktiv zu beteiligen, bemerkt der „D o r w ä r t s", in maßgebende» Kreisen der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion stehe man diesem Schritt der bürgerlichen Koalitivnsparteien äußerst pessimistisch gegenüber, zumal man sich klar baniber sei, daß ein Gesetz zum Schuhe der Republik, wie es unter den augenblicklichen Verhältnissen notwendig sei, nur durch eine Linksmehrheit mit Einschluß der Unabhängigen erledigt werden könne. Bei der Deutschen Volkspartei, .so meldet der „Vorwärts" weiter, scheine seit der Rückkehr Stresemanns die Geneigtheit zur Teilnahme an der Regierung stark zu wachsen. Prügelscenen im preußischen Landtag. Berlin, 6. Zuli. Im preußischen Landtag tag kam es heute im Laufe der Beratung über die Anträge der Kommunisten, der Unabhängigen und der Koalitionsparteien zu dem Gesetz über den S ch.u h der Republik und das Am- nestiegeseh zu unliebsamen Szenen. Die Ausführungen der deutschnat. Abg. Weihermel und Dr. Deerberg wurden wiederholt^iirch stürmische Zurufe aus den Reihen der Linken unterbrochen. Als der Abg. Herrmann-Fredersdorf (dntl.) zu einer persönlichen Bemerkung auf die Rednertribüne zuschreitet, erhebt sich auf der Linken ein ungeheurer Sturm der Entrüstung, offenbar wegen der in den letzten Tagen erschienenen Notiz, wonach Herrmann Angehörige der Mordorganisation angeblich mit Geldmitteln unterstützt habe. Unter Führung des unabhängigen Abg. Meier eilten Abgeordnete der Linken zur Rednertribüne; deutschnationale Redner kamen zum Schuhe des Redners. Meier ergriff eth auf dem Tisch liegendes Aktenstück und warf es dem Herrmann an den Kopf. Es kam zu einem allgemeinen Handgemenge und einen Moment lang sah man nur einen sich stoßenden und drängenden Knäul von Abgeordneten. Nach einer Unterbrechung der Sitzung schlug Präsident ß ei rt er t Vertagung vor. Dieser Antrag wird gegen die Stimmen der Linken angenommen. Das Gesetz zum Schutze der Republik. Berlin. 6. Zuni. (WTB.) Im Rechts- arrs schuß des Reichstags wurde mit der Beratung des Gesetzes zum Schutze der Republik begonnen. Zu dem Gesetz sind verschiedene Anträge gestellt worden. So beantragte das Zentrum, den Kreis der durch» das Gesetz zu schützenden Personen auch auf die Volksvertreter des Reiches und der Länder auszudehnen. Von sozialdemokratischer Seite liegt eine Reihe von Anträgen vor, die die unter Strafe zu stellenden Handlungen noch erweitern und höhere Strafen vorsehen. Weiter beantragten die Sozialdemokraten, daß der Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik nickt bei dem Reichsgericht, sondern tn Berlin errichtet werden soll. Der Antrag der Deutsche» Dolkspartei will die Straffreiheit nicht nur auf Geistliche, wie sie im § 1 des Gesetzentwurfes vorgesehen ist, sondern and), auf Re chtsan wä l t e ausgedehnt wissen in Ansehung dessen, was ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertraut ist. Die Debatte drehte sich in der Hauptsache um die Frage, ob ein Gesetz zum Sckutzc der Republik sofort notwendig sei, oder ob man vorläufig mit der Verordnung aus- Icmmcn könne. Für letztere trat?» die Deutich- nationalen und die Deutsche Dolkspartei ein. Nach Schluß der Aussprache wurde zur Durchberatung der verschiedenen Anträge eine Vnlerkommission eingci'cht. In der morgig :n Sitzung d-s Rechts - ausschusses soll sofort mit der Abstimmung begonnen werden. Die Frage der Kriegsschuld in der französischen Kammer. Nach der in unserer gestrigen Nummer skizzierten Rede des Kommunisten Abg. D a i l l a n t- Cvutourier ergriff Vibiani, der Chef der Regierung im Zähre 1914, das Wort. Er nimmt für sich die volle Verantwortung für das. was sich» zu Beginn des Krieges ereignete, in Anspruch. Diviani sprach von der Verantwortung Oesterreichs und Deutschlands und von den Opfern, die die frairzösischie Regierung bis zum letzten Augenblick gebracht habe dadurch, daß sie zehn Kilometer von ihrem Gebiet aus gegeben habe. (Viviani wird von einer Anzahl von Abgeordneten umarmt. Selbst Poincare verläßt seinen Platz, schüttelte ihm die Hände und umarmt ihn, als er an den Burgfrieden erinnerte, den man am 4. August 1914 abgeschlossen habe.) Der Präsident der Republik und er hätten tragische Stunden zusammen durchlebt. Er müsse aber dm unvergleichlichen Geist des damaligen Präsidenten der Republik anerkennen der völlig auf dem konstitutionellen Boden geblieben sei, aber auch in den Ministerräten die wohlwollendste Aktion ausgeübt habe. Za u res habe im entscheidendsten Augenblick gesagt: „Ich sehe keinen Abgrund zwischen dem Frankreich der Regierung und dem Frankreich der Arbeiter." Als beschlossen worden sei. bi- Truppen zehn Kilometer von der Dr'irze zurückzuziehen, sei es Poincare getreten, der die Initiative ergriffen habe, um bchondsrs än die Kavallerie zu denken, die in dem Befehle des Kriegsministers nicht einbegriffen ge wesen sei. Als man Rußland den Krieg erklärt habe, sei Iswolski ins Elysee gekommen und habe gefragt, ob Frai^reich, durch seine Allianzvrrträge gebunden, den Krieg erklären werde. Poineare habe Frankreich»nicht verpflichtenkönnen. Er habe nur gesagt, nach seiner Ansicht werde es Frankreich nicht tun. Er habe die Minister, die gerade versammelt gewesen seien, um Rat gefragt. Diese hätten verneint. Die Antwort sei also offiziell im Namen der Minister an Iswolski gegeben worden. Diese An ertennung müsse er, Diviani, Poincare zollen. Er könne nicht dulden, daß man Verantwortlichkeiten, die er als damaliger Ministerpräsident getragen habe, anderen aufbürden wolle. Er erinnere daran, daß Lord Grey eine Konferenz in London borg:fliegen habe, daß die Deutschen und Oesterreicher sie aber ak>- gelehnt hätten. Deutschland habe den Vor plan angenommen. Sasonow habe bar-n von Oesterreich verlangt, daß cs seinen Vormarsch einstelle. Oesterreich habe sich gewergert. Am 29. Zuli habe Oesterreich eine Teilmobilisierung an der galizischen Grenze vorgenommen. Was formte Rußland tut? Es sei gezwungen gewesen, an der galizischen Grenze, nicht an der deutschen Grenze zu mobilisteren. Während man in Deutschland, Oesterreich und Frankreich nur drei Tage dazu gebraucht habe, seien dazu in Rußland 16 Tage nötig gewesen. Dann sei das Ultima- tumDeutschlands gekommen. Warum? Die deutsche Grenze sei durch Linen russischen Soldaten bedroht gewesen. Aber am 29. Zuli habe in Potsdam ein Rat stattgefunden. Dazu habe Deutschland Oesterreich gefragt, ob es auf seiner Seite sei. Auch Sasonow habe ihn gefragt. Er habe darauf geantwortet, Frankreich bleibe feiner Allianz treu, aber- Rußland solle nichts unternehmen, was Deutschland gestatten könne, daß es mit Rußland in einen Konflikt komme. Seine Geste sei vergeblich gewesen. Das .Ultimatum sei nicht zurückgezogen worden. Am 29. I-lll habe es keine allgemeine russische Mobilisierung gegeben. Diviani erinnerte an die kalten Extrablätter des „L o k a l a n z^e i g e r s" und verliest ein Dokument, das feststellen soll, daß I a g o w anerkannt habe, daß am 31. I»li morgens 11 Uhr die russische Mobilmachung angeordnet sei. Sie sei also nach der österreichischen Mobilmachung angeordnel worden. Schließlich erinnerte Diviani an die Erklärung Giolittis in der italienischen Kammer 1914. Er habe gesagt, haß man schon 1913 bei Italien vorstellig geworden sei. um einen Schlag gegen Serbien zu führen, also lange vor dem Attentat von Serajewa. Aber Italien habe es abgelehnt. 1913 habe man also schon in Serbien einfallen wollen Dann wandte sich Diviani an den Abgeordneten Daillant-Coutourier und besprach den Vertrag von Versailles. Er sei zerbrechlich, aber er sei imprägniert mit dem Blute der Märtyrer. Er sei die Charta, auf der das französische Recht beruhe. Was tue man aber in der heutigen Debatte? Wir haben den Krieg nicht gewollt. Ich war Ministerpräsident. Als ich am 4. August 7 Uhr abends den Krieg ankündigte, habe ich an den Burgfrieden erinnert. Der Abg. de Mun und der Abg. Daillant-Coutourier, die die Tradition Frankreichs verkörpern, die der Kreuzzüge und die der Revolution, sind einander entgegengegangen. An diesem Tage haben wir uns über alles Trennende erhoben. Denken Sie auch heute daran und erneuern Sie auch heute Ihre Zusage der Treue für das Vaterland. Nach dieser Ansprache fetzte der Abg. Daillant-Coutourier feine Rede fort. Cs gelingt ihm aber nicht, mit feiner Stimme durchzudringen. Back dem Berich! der Havasagentur kann er nur mühsam zum Schluß sagen. dieAnwesenheit Poincares an der Spitze der Regierung fei ein täglicher Sieg der deutschen Imperialisten. Diese Aeußerung soll nach dem gleichen 'Bericht mit Heiterkeit aufgenommen worden sein. Man will die Debatte fortsetzen. aber Poincare selbst erklärt, alles das. was auf der Äammertribüne vor gebracht worden fei, könne richtiggestellt werden. Diviani habe von der Mobilmachung gesprochen, er wolle von der Periode sprechen, die ihr voraufgegangen sei. Deshalb müsse die Debatte in voller Freiheit fortgesetzt werden. Die Kammer beschloß sodann Vertagung und Weiterberatung am Donnerstag nachmittag Cs ist beantragt worden, die Rede Viv i a n i s in ganz Frankreichanzuschlage», lieber diesen Antrag soll am Donnerstag abgestimmt werden. Paris, 6. Zuli. Nach Annahme des Gesetz entwurfes über die direkten Steuern, dessen Be ratung die Rechte zur Herbeiführung einer großen Finanzdebatte benutzen wollte, wurde die Aussprache über die Interpellationen betreffs der Kriegsschuld fortgesetzt. Als zweiter Interpellant sprach Marcel C a ch i n. Er sagte, die Kommunisten hätten niemals versucht, dus kaiserliche Deutsch land zu entlasten. Wilhelm II. habe den Frieden nicht gewollt, sondern den Krieg. Der Anteil der Verantwortlichkeit Wilhelms II., seiner Diplomaten und.seiner Militärs sei schrecklich. Diejenigen, die die Bewegung entfacht hätten, würden in der schlimmsten Weise vor der Geschichte bloßgestellt Ein Ereignis wie das vom Iahre 1914 habe Vorläufer und Ursachen. Das Schwarzbuch, non dem gestern gesprochen worden sei, enthalt- nur Depeschen, die zwischen dem russischen Botschafter in Paris und seinem Außenminister ansgeiauscht worden seien. Aus diesem erfahre man, was I s Wolski, der Vertreter des Baren, von Frank reich und seinen Absichten gedacht habe. Das fei ein wesentliches Moment für das Urteil. Die fran- zösisch-englrfche QHIiaiu vor 1914 habe Frankreich Vorteile in Marokko, England solche in Aegypten eingetragen, also den Kampfmut anderer europä ischer Staate.» cnffeffelt. Aus diese Kriegsgefahren, die jeden Tag stärker geworden seien, habe Zaurös hingewiesen. Cachin verliest eine» Bries Iswolskis aus dem Jahre 1912, der besagt, man beginne sich tn Paris zu wundern, daß Rußland keine Vorbereitungen treffe, um aus die Vorberettungen Oesterreichs gegenüber Serbien zu antworten. Frankreich habe also an Krieg gedacht, als Rußland noch nicht daran gedacht habe. 1912 habe man den Botschafter in Wien. Crocir, abberufen, weil er sich für einen Europäer ausgegeben, der pazifistische Gefrchle gehabt habe. Ich will, ruft Cachin aus, den genauen Inhalt einer Korrespondenz Poincares mit Sasso n o w über unseren Botschafter Georges Louis betanntgeben. Poincare protestiert gegen die Vorbringung derartiger Akten. Cachin ruft: Keine Ablenkung! „Diese Kammer ist bedauernswerter als eine Dollsversamm-' lnng." Es entsteht ein ungeheurer Lärm und der Kammerpräsident greift ein. Cachin erklärt weiter, Louis fei in Ungnade gefallen, weil fein Geist nicht dem der Regierung Poincares ent' fprochen habe. Er verliest einen Bericht des belgischen Gesandten in Paris vom Iahre 1914, in dem von der nationalistischen Po" litik Poincares und Millerands gesprochen wird, die gefahrvoll sei. Cachin bedauert, daß der Ministerpräsident jetzt abwesend sei, da er gerade hn Begriffe stehe, ihn direkt in die Debatte zu ziehen. Cachin hält in feiner Rede inne und fährt erst wieder fort, nachdem Poincare in den Sitzungssaal zurück- gekehrt ist. Er ruft Poincare zu: I ch habe das Recht, Ihre Anwesen heitzu verlangen. Dann geht er aus die Friedens versuche Kaiser Karls von Oesterreich im Iahre 1917 ein. Poincare unter bricht und sagt, er habe von diesem Schritt sofort Ribot Kenntnis gegeben. Auch am 5. April — sechs Tage nach dem Bries des Kaisers - habe er mit Briand gesprochen. Cachin er innert daran, daß Lloyd George hie Friedensvorschläge für wichtig ge halten habe. In Frankreich aber habe man sie fallen gelassen. Mniffterprasident Potticare, mit Beifall begrüßt, ergreift das Wort und sagt, er gestehe offen, daß er nicht wisse, auf was er antworcken solle. Er habe versucht, von der langen Rede Vaillant-Couturier etwas zu verstehen. Poincare spricht nochmals von dem Bild, das verbreitet werde und auf dem er auf einem Kriegerfriedhof lächeln solle. Cs handele sich hier nicht um eine offizielle Photographie, sondern um eine Reproduktion aus der Monde illuftre. Ein Abgeordneter ruft, das Bild sei retuschiert. Poincare geht alsdann sachlich auf die Debatte ein, wobei er den Kommunisten den Vorwurf macht, daß sie einen Teil der Verantwortlichkeit Deutschlands auf Frankreich ablaben wollten. Wenn man den ehemaligen Präsidenten der Republik angreife und alle Regierungen, die um ihn waren, bann greife man Frankreich selbst an. Man Sinne das feststellen durch die Heftigkeit der Hahkarnpagne, die in Deutschland gegen diese Regierungen und gegen die Urheber des Versailler Friedensvertrages entfessell werde. Die Urheber des Vertrages hätten gewollt, daß er vollkommen auf dem moralischen Geda nken und nicht nur auf den Sieg der Waffenberuhe. Dieser Vertrag baue sich auf auf die Verantwortlichkeit für den Krieg, und die beiden französische» Kammern hätten einstimmig dieser Auffassung zugestimmt. Deutschland habe versucht, in En^ land, tn den Vereinigten (Staaten und selbst tn Frankreich dieselbe Kampagne zu «itsesseln. öte In Deutschland entfesselt worden sei. um seine Verantwortlichkeit aus andere abzuwälzen. Briand erhebt sich und sagt, nicht nur der Versailler Vertrag beruhe auf diesem Grundsatz. Während der Verhandlungen von London habe • Dr. Simons die Verantwort lichtettssragc aus- werfen wollen. Die Alliierten hätten Deutschland ein Ultimatum übermittelt, und nicht nur die deutschenäknterhändler, sondern auch, die Mitglieder der deutschen National- Versammlung hätten noch einmal mehr die Kriegsverantwortlichkeit übernvm- men. (Lebhafter 'Beifall.) Poincare dankt Driand und erinnert daran, daß er 1912 keine persönliche Politik, auch feint kriegerische Politik betrieben habe. Er habe seine Kollegen im Ministerium ständig auf dem ßaiu senden über seine Handlungen gehalten. Damals sei, als er das Kabinett gebildet habe. Frankreich noch erregt gewesen wegen der Abtretung eines Teiles von Kongo. Das von ihm gebildete Kabinett habe als erste Handlung einen Akt des Entgegenkommens gegen Deutschland vollzogen dadurch, daß es den Vertrag von 1911 habe ratifizieren lassen. Man könne sich jetzt fragen, ob diese Geste zu früh getoefen sei, denn seitdem habe Marsc^ll Lhauteh in Marokko bereits gefunden, dah Deutschland entschlossen gewesen sei, einen Krieg in Marokko zu entfesseln, wenn am Balkan der Krieg nicht ausgebrochen sei. Die Politik, die sein Ministerium 1912 verfolgt Hobe, sei eine Politik europäischer Entente gewesen. Paris, 1. Juli. (Havas.) 3m weiteren Verlaufe seiner Rede in der gestrigen Kammer- fifeung erinnerte Ministerpräsident Poincare daran, dah die Weigerung, 1911 den französischen Finanz markt für Oesterreich zu eröffnen, nicht von ihm ausgegangen sei. Oesterreich habe damals die Ratifizierung des französisch-deutschen Abkommens von der Oeffnung dieses Marktes abhängig gemacht. Bezüglich der Behauptung Iswolskis sagte Poincare, das; dieser weiter keinen Einfluß auf öte Haltung Frankreichs gehabt habe, welches immer eine Politik der Annäherung des ganzen Europas verfolgt habe. Frankreich habe sich 1912 damit begnügt, den Balkankvnflikt örtlich zu begrenzen irö ausz r° kalten. Freiherr von Schon habe fe'bft an- c.Icmnt, dah die Bemühungen Frankreichs sich denen Deutsch lcr.rds zur Wahromg des Frie- .üens angeschlossen hätten. 1914 habe die französische 'Regierung sv wenig an etnen Krieg gedacht, dah er, Poincarv, und Viviani nach Ausland gereist seien. Poincare verliest einen Bries anden König von England, in dem er die Ansicht ausspricht. daß mit Rücksicht auf die intensiven Vorbereitungen Deutschlands, wenn England. Frankreich und Rußland den Eindruck einer starken Einigkeit gäben, große Aussicht vorhanden sei, daß der Frieden nicht gestört werde. Frankreich habe alles getan, um Europa und der Welt diese Katastrophe zu ersparen. Die Bedingungen, die Deutschland für die Neutralität Frankreichs auf- gestellt habe, nämlich die Auslieferung der fran- zösischen Festungen an der Ostgrenze, seien beschämend für Frankreich gewesen. Aber Deutschland habe nicht einmal die Antwort abgewartet, sondern Frankreich den Krieg erklärt. Poincare rühmt die Antwort des Königs der Belgier und bed belgischen Volkes. (Aach ' dem Havasberichte jubelte bei diesen Worten die ganze Kammer dem belgischen Botschafter und , Belgien, zu.) Poincare erinnerte an die Einmütigkeit der Kammer einschließlich der Sozialisten, t welche der Botschaft des Präsidenten und der Rede Vivianis zugejubelt hätten, wonach Frank- F reich keine Schuld trage. Bezüglich der Beschuldigung, die Friedensmöglichkeiten * während des Krieges zurückgewiesen zu haben, erklärte Poincare, man habe die Vorschläge Kaiser Karls von Oesterreich, die vom Prinzen Sixtus von Bourbon übermittelt wurden, nicht in Betracht ziehen können, da Oef erreich von deutschen Truppen beseht gewesen fei. Deutschland hübe diesen Vorschlägen, die es ---nicht gekannt habe, keineswegs zugestimmt; übrigens hätten diese Vorschläge durchaus keinen Vorteil für Italien enthalten und Frankreich hätte nicht gegen das Abkommen von 1915 verstoßen und an einen Frieden ohne Italien denken können. Die Kommunisten schweigen sich über das Protokoll der Zusammenkunft zwischen Lloyd George, Sonnino und Ribot am 19. April 1917 aus, in dem die Prüfung des Vorschlages eines Sonderfriedens mit Oesterreich erwähnt wurde. Damals habe man die Ansicht gehabt, dah die ''Beratung über diese Frage als besonders gefährlich für den Bund der Alliierten zu betrachten sei. Der frühere Ministerpräsident Painleve greift ein und erklärt, dah Sonnino auf die ernsten inneren Folgen hingewiesen habe, die daraus entständen, wenn Italien nur das erhalten würde, was Bülow schon im Falle seiner Neutralität geboten hatte. Auster dein würde Deutschland Oesterreich nicht gestattet haben, die elsah-lvthringische Frage aufzuwerfen. Oesterreich und Deutschland wären Verbündete geblieben, während das verratene Italien uns aufgegeben hätte. Painleve schließt. die Friedensverhandlungen von 19 17 wür - den zu einem Unglück geführt haben, £nb verliest zum Schluß die von der französischen Kammer einschließlich Sembats und Cachins angenommene Entschließung, in welcher der Wille Frankreichs zum Ausdruck gebracht wurde, Frankreich und Italien unauflöslich miteinander verbunden zu halten. Poincare bestätigt die Erklärung Painleväs und fügt hinzu, er könne über die persönlichen Beleidigungen hinweggehen, er könne aber nicht die Wirkung dieser Angriffe bei den Alliierten außer Acht lassen. 16 Aationen hätten Frankreichs Gerechtigkeit widerfahrenlassen, ihm in dem Kampfe recht gegeben und den Frieden von Versailles unterzeichnet, der nicht nur die teilweise, sondern die ausschließliche Verant- . Wortung Deutschlands festgestellt. Diese Rationen hätten nicht aus dem Boden Frankreichs gekämpft, wenn Frankreichs auch nur einen geringen Teil der Schuld gehabt hätte. Die deutsche Campagne wolle den Glauben erwecken, dah Frankreichs seine Verbündeten hinters Licht führe. Poincare erklärt es für beschämend und erbärmlich, daß einige irregeleitete Franzosen sie hierbei -.unterstützten. Das ganze Land betrachte bas in ;einem unerschütterlich gesunden Verstand als eine Verleumdung des Vaterlandes. Die Kammer erhob sich und ja bette Poincare zu. Abgeordnete alter Parteien eilten auf die Regierungssitze zu. und beglückwünschten den Ministerpräsidenten. Wir können kaum mit treffenderen Worten diese oberflächliche und nichtssagende Art und Weise der Rechtfertigung Vivianis geißeln, als es ein französisches Blatt, nämlich der sozialistische „P o p u l a i r c", tut. Dieses Blatt schreibt: „®er ehemalige Mi 'iiterpiäfident Viviant hat die Haltung seiner 'Regierung im Jahre 1914 rechtfertigen toolten. Heute wird man den Anschlag dieser Rede beschließen. Das ist nicht die Debatte. Es handelt sich nicht nur um die unmittelbare Verantwortlichkeit für den Konflikt. Aiemand von uns hat daran gedacht, die deutsche Regierung rein zu draschen, teurer hat mehr als mir die militärische Reaktion von Berlin verurteil!. Aber wenn man .ine Debatte über die wirkliche und vollkommene Verantwortlichkeit für den Krieg haben will, dann darf man sich nicht darauf beschränken, fcte b i b l o m a t i» schenDokumenteausdenletzten Stunden vor dem Kriege heranzuziehen. Es ist unerläßlich, puf die Quellen z urückzu- gehen. Sic berühren das wahre Problem. Wir müssen in die verwickelten Verhältnis ,e aller alten Dinge hineinleuchten. Die unparteiische Geschichte wird, wenn es geschehen soll, sagen, wer den Krieg mit mathematischer' Sicherheit herbeigcfuhrl hat Das Blatt nennte die äußere Polckck, die Kolonialpolitik, die Politik der militärischen Allianzen, das wirtschaftlichen und kriegerischen .'-imperialismus und spricht dabei von Rußland, Deutschland. England und Frankreich." Auf Poincares Besch önigungen der französi- schsn Politik wird noch zurüchzukommen fein «nmww--- Eine Debatte im bayrischen Landtag. München, 6. Juli. (Wolff.) Der ßan b t a g beschäftigte sich mit der Interpellation der ätnabhängigen wegen der kürzlich von dem Regierungspräsidenten Oberbayerns. Dr. von Kahr, in einer Versammlung gehaltenen R ede In der Interpellation wird gesagt, daß Kahr in seiner Rede unverblümt zur Wredereinsührung der Monarchie aufgefordert habe Minister des Freistaates Bayern seien unter den Zuhörern gewesen und hätten gegen das monarchistische Bekenntnis des von der Republik besoldeten Kahr feinen Widerspruch erhoben. Die Regierung wird gefragt, ob sie gegen biefc monarchistische Propaganda etwas zu unternehmen geheute. Der Minister des Innern, Dr. Schweyer, erklärte, daß die Versammlung, in der Kahr gesprochen habe, eine geschlossene Versammlung der Beamtenvereinigung und der Studentengruppen der Bayrischen Volks- Partei gewesen sei. Cs stehe jedem Deutschen nach der Reichs uttb Landesverfassung das Recht zur freien Meinungsäußerung zu. Ein Beamter, der aus seiner monarchistischen Gesinnnna kein Hehl mache, mache sich dadurch keiner ?■ feftung brr Dienstpflicht schuldig Für die Regierung bestehe daher keine Möglichkeit, Kahr wegen seiner Aeuße- rungen zur Verantwortung zu ziehen. München, 6. Juli. (WTD.) In der heutigen Sitzung!des Landtages nannte der mehr- heitsfozialistische Abg Dill den früheren bayerischen Ministerpräsidenten v. Kahr einen unselbständigen und doppelzüngigen Katastrophen- politiker mit nichtpolitischen Ideen. Adg Hilpert lMittelpartei) sagte, das Ausnahmegesetz gegen rechts werde ein neues Metternich-System brutalster Art in Deutschland eiwfühvM. Minister des Innern Schweyer verwahrt sich dagegen, daß Bayern die Geheimorganisationen beschütze. Die Organisation C werde weiter verso l g t: ihre Mitglieder seien aber zugcwandcrtc Roi-ddeutschc und andere Reichsdeutsche. Die bayerische Regierung habe es für ihre Pflicht gehalten, gegen bai Gesetz zum Schutze der Republik zu stimmen, nicht um dem Reich die Mittel zu versagen, gegen die Verbrecher vorzugehen, sondern weil dieses Gesetz über jedes zulässige Maß weit hinausgehe. Die bayerische Regierung habe auch darauf zu sehen, daß ihre Landeshoheit nicht in der Weise geschmälert werde, wie dies durch das Gesetz geschehe. Wegen dieser letzten Worte des Ministers entspinnt sich eine lebhafte Debatte zwischen dem Vizepräsidenten Auer und der Rechten. BorlaufigerReichswirtschaftsrat 42. Sitzung, vormittags IO1/? TlHr. Berlin, 6. Juli 1922. Bei der Einzelberatung des Ha "sgc Hitfengesetzentwurfes beim §12, der eine täglich: Arbeitsbereitschaft von 13 Stunden Vorsicht, ergibt sich eine längere Aussprache. Schließlich wurde ein Arbeitg^erantvag mit 86 ^egen 77 Stimmen angenommen, wonach die Hausge- Hilfen nur auf eine ununterbrochene OLachtrrihe von neun Stunden Anspruch haben follen. Als alle anderen Anträge abgetönt worden waren, erklärte die Vertreterin der Hausangestellten, Frau Köhler, daß die Arbeitnehmer nun kein Interesse an dem Gesetz mehr hätten, woraus diese sämtlich den Saal verlaßen. Der Rest des Gesetzes wird nun nach dem Anträge der Arbeitgeber angenommen. Eine dritte Lesung soll nach den Feiten stattsinden. Ein Antrag des finanzpolitischen Ausschusses auf Aendei ung des Einkvmmensteu erge - setz es dahin, daß entsprechend dem gefundenen Geldwert der abzugsfähige Betrag von 3000 Mark auf 6000 Mark erhöht wird, wird einstimmig angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus auf unbestimmte Zeit Schluß 5 ili)r. Aus Dem Stetoe. Gin Aufruf der Reich sregierimg bezüglich OberMefiens. Berlin. 6. Juli. (WTB.) Die Reichs- r c g i c r u n g erläßt folgenden Aufruf: In wenigen Tagen wird die Interalliierte Kommission Obeischlesien verlassen, und mit ihr zugleich räumen die fremden Truppen und Behörden das Land. £>er deutsch gebliebene Teil Oberschlesiens wird ^wieder mit dem Mutterlande vereint sein. Jeder, der durch gesetzwidrige und unbcfonnene Taten gegen die Angehörigen der fremden Mächte neue, unabsehbare Verwicklungen heraufbcschwört, fügt Oberschlesien und dem ganzen Deutschen Reiche schweren Schaden zu. Ramens der 'Reichsregierung ermähne ich daher die gesamte Bevölkerung sowie insbesondere alle mit der Durchführung des Abtransportes der interalliierten Truppen beauftragten Beamten dringend, die Ruhe zu bewahren und sich aller feindseligen Handlungen gegen die interalliierten Truppen und Behörden zu enthalten, und an einer schnellen und reibungslosen 'Durchführung der Räumung mitzuarbeiten Wirth, Reichskanzler. Aus Hessen. Der Landtag. rm. Darmstadt, 6. Juli. Die Einladung zur 14. Sitzung des ßan b tagö ist soeben auf Dienstag, den 11. Juli, vormittags 10 Ahr. ergangen. Der erste Punkt der Tagesordnung heißt: Allgemeine politische Aussprache. 3n Verbindung damit: a) Antrag der Abgg. Dr. Osann und Gen. betr. den Erlaß des Staatspräsidenten wegen Ausfälle des Schulunterrichtes am 1. Mai. b) Antrag des Abg. Kindt u. Gen. in gleicher Angelegenheit, c) Antrag des Abg." Dr. Osann und Gen. zur Ernennung des Abg. Borne mann zum Ministerialrat beim Staatspräs identen. Ein Wunsch der Stadt Ridda. cm. Darmstadt, 6. Juli. 3m Finanzausschuß des Landtags fand eine Vorstellung der Stadt Ridda, das Kreisamt von Büdingen wieder in die frühere Kreisstadt Ridda zu verlegen, Ablehnung, doch wurde die Regierung ersucht, den Wünschen Riddas bei anderer Gelegenheit Rechnung zu tragen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 7. Juli 1922 Beruf und Erkrankung. (7. Vortrag.) Es wurde zunächst der Gewinnung des Quecksilbers im Alberti'schen Flammofen und im Schachtofen von Idria sowie mittels dos Aludel verfahrens von Almaden gedacht. Eine Schilderung der Gedächtnisabnahme, der Haluzinationen und Delirien sowie lichtbildliche Darstellungen der Stomatitis mercurialis und der besonders in der Handschrift deutlich zum Ausdruck kommenden Tremors gaben Aufschluß über die schwere chronische Vergiftung, welche die Arbeiter bei de«' Quecksilber gewinnung befällt. - Der Vortragende soiien, die durch jähen Temperatur-Wechsel entstehenden Erkältungskrankheiten, die Lu'igenafsek- Honen infolge der Einatmung von Metallstaub unö Rauch, die Reizung der Luftwege durch ätzende Oase und Säuredämpfe, die bei der Walzenstecherei und der Ausführung von Metallüberzügen auf galvanischem Wege entstehen, sowie die Maßnahmen zur Fernhaltung der genannten Erkrankungen. Zuletzt wurde noch auf die wenig bekannten Ursachen des Gießfiebers hingewiesen, das Arbeiter in Zinkhütte :>nd GelbgiZwi manchm H befällt. (Aachster Vortrag: 11. Juli: Berufs- crtcantungen in der chemischen Industrie, der Glas- und Tonwarenindustrie, sowie in der Tabakindustrie.) behändste alsdann unter Benutzung zahlreicher Lichtbilder die Verhüttung des Effsns: Den Hoch- ofenprvzeß, das Puddel-, 'Bessemer-, Thomas- und Martin-Swmensv erfahren, gab eine Heberfidjt über die verschiedenen Eisen- und Stahlsorten unter Hinweis auf ihren Gehalt an Kohlenstoff und anderen Beimengungen und kennzeichnete die dem Eifen dadurch verliehenen Eigenschaften. Es folgte eine Beschreibung des Umschmelzens der Roheisen- masseln im Kupolofen und der Verarbeitung *u Guhwaren. Lichtbilder verdeutlichten den gesamten Gießereibetrieb. Des weiteren kam die Behandlung des Eisens unter dem Dampfhammer, in Duo- unt Triowalzwerfen unter besonderer Berücksich- sichtigung der Krupp- und Mannesmannwerke zur bildlichen Darstellung. Auch der Elektrostahkgewin nung nach Stassano, Kjellin .u. a. wurde gedacht. Darauf besprach der Vortragende die Veraiwei- tung des Metalles durch Schmiedc, Schlvffer, Dreher, Schleifer, Feilenhauer, Drahtzieher, Radler und Klempner mit Erläuterungen der Arbeitsmethoden durch Lichtbilder. Dann wurden die Be- rusStrankheiten der Arbeiter in den einzelnen Betrieben geschildert. Besonders eingehend behandelte der Vortragende die Vergiftung mit Kohlenoxyd durch Gichtgas und bei anderen Entstehungsweisen desselben, bie von den Arbeitern als Hühnerplwz bezeichnete Hemeralopie, die durch ultraviolette Strahlen glühender Metallmassen Terror gerufenen entzündlichen Zustande der Horn- und Bindehaut des Auges, die in Skotomen sich äußernden Bleu- dungscrscheinunge«, den Lichtftar, die Schädigung des Eortifchen Organes bei Kesselschmieden und anderen m lärmenden Betrieben beschäftigten Pcr- Me neue Derfkcherungsgreuze bei bet Ortskrankenkasse. Mit Wirkung vvm l.Iali ab ist die Ein» kommensgrenze für diezwangsweise Zuge-' hörig leit zur Ortslrankenkasse vvn 40 000 MI auf 72000 Mt. Hera afgesetzt worden. Zur Vermeidung von Weiterungen sei diese Er- höhirng noch einmal in (Srinnetung gebracht. Im Anschluß hieran verweisen wir auf die heutige Bekanntmachung der Allgemeinen Ortskrankenkasse. Wettervoraussage für Samstag. OKeift beiter, wärmer, trocken. Dor Tiefdruckwirbel, der geftecn Sturni und Abkühlung brachte, ist mit sehr großer Geschwin- bigfeif nordwärts abgezogen. Hoher Druck ist von Frankreich nachgedrungen und bringt wieder Aufklärung. Gestrige Temperaturen: Gießen Wapimurn 28, Minimum 12; in Deutschland Maximum 33. Minimum 9 Grad. * • Am tl iche Personalnachrichten. Am 1. Juli wurde der Bauinspektor Georg S ch ä - s e r zu Friedberg auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Oktober ds. Is. an in den Ruhestand versetzt. — Erledigt ist die Stelle eines mittleren Baubeamten (BauinsVektors ober Oberbausekretärs) bei dem Hessischen Hochbauamt Friedberg. f pd. D i e Au sbreitung des Wucher- unwesens. Im IaHre 1921 tarnen nicht weniger als 19 938 Personen vor die deutschen Wuchergerichte. 2839 wurden freigesp-rvchen, 9511 erhielten Geldstrafen, und zwar 6084 eine solche bis zu 1000 Mark, 3112'bis 20 000 Marl, 194 bis zu 50 000 Mark, 91 von mefrr als 50 000 Mart. 5497 erhielten Freiheitsstrafen. 910 von diesen hatten so großen Wucher getrieben, daß fte mit Zuchthaus bestraft warben. Der Rest wurde bm ordentlichen Gerichten überliefert. * * Ast o ria- Lichtspiele. Der zweite Teil des großen Filmwerkes „Tarzan" versetzt den Urwakdbewvhnm- in die ziviliHerte Welt. Dieser schroffe Wechsel ruft eine Rerhe von Konflikten hervor zwischen dem Rninrmenfchen und feiner Umgebung, die ihm 'cilw.-or n-ch noch feindlich gesinnt ist. Enttäusch! such» Tarzan wieder die Stätte seiner Kindheit auf, aber der kurze Aufenthalt unter den kultivierten Merkchen bat ihn schon so verändert, daß ihn feine einstigen Freunde, die Tiere des Urwaldes, v-chl oiede«' erkennen. Mit der völligen Vereinsamung Tarzans schließt der zweite Teil. ^rnofueiL Tagestalender für Freitag Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Ad heute „Äw Rzrj)t her Einbrecher" und „Mariechens Heimkehr". — Fe st Vorstellung des Goethe- bundes im Stadttheater. Wan schcerot uns: Wie bekannt, muhten die Aufführungen des „'Deutschen VoWliedes" durch den Goethe- Bund und S ckrgerkranz im hiesigen Stadtthoater infolge technischer Schwierigteiteu verlegt werden. Runmehr sind die Verhandlungen mit der Direktion des Kurtheaters Bad-Rauheirn beendet und die Auffühlmngen auf Dienstag,-Den 18. und Mittwoch, den 19. Juli festgelegt worden. Wie im vorigen Sommerhalbjahr der Goethebund mit einer größeren Veranstaltung im StadttHeater — cs waren damals die Festspiele dei Haeß Berkow-Spiele aus Jena an die Oesfentlich- fett trat, so wird auch für diesen Sommer wiederum im Rahmen einer WohltätigteitSver- anltaltung eine größere Festvorstellung, die Ausführung des Liederspiels ..Das deutsche Volks' lieb" gebracht Die Spielleitung des Werkes, das im Laufe der Jahre eine größere Zahl von Auf fübrimgen im Hofthoater zu Dessau, im Hof- theater in Schwerin, int StadttHeater zu ßwne- burg und anderen Städten unter großem Beifall erlebt hat, liegt in den Händen des Herrn Spielleiters K. V o l ck vom Kurtheater Bad-Rauheim, der das Werk in Szene gesetzt und 6 wirkungsvolle Bühnenbilder geschaffen hat. Die Massst- chtzre und die Solisten sind zusammengestellt aus Mitgliedern des Sängertranzes und des Goethe- tzundes, während bas Orchester durch eine größere Zahl hiesiger Musikfreunde gebildet wird. Für die Leitung des musikalischen Teils ist Herr Musiklehrer Kasten gewonnen worden. Das Werk, wie jedes Bild, wird durch einen Vorspruch, der uns die Bedeutung des deutschen Volksliedes für unsere deutsche Volksseele zeigen will, eingeleitet. Die Dorsprüche werden von Frl. Karla Keller vvm Kurtheater Vab-Rauheim gesprochen. Der Dv'spruch für das 3. Bild, das in Gießen mit dem Blick auf den Gleiberg vielt, ist von einer bekannten und geehrten hiesigen Perfönli<^eit eigens für das Gießener Bild und die Gießener Heimat verfaßt worben Für die mit großem Effet und Müchewaltung durchgeführtc Einstudie- rung des Werkes ist es nur zu wünschen, daß alle Vereine unserer Büraerschast O.-rch allseitigen Besuch Hessen, der RuffüDv^ng des Werkes, das unsere deutschen D^>lksgebräuchc irnd Brstssitten verherrlichen will, den vcrdi:>cken Erfolg zu bringen. iS. heutige Anzeige.) — Aus dem 6 t a b 11 b c a i c r b u r c a u. Am kommenden Dienstag bringt ^as Bad-Rau Heimer Knrtheater mit seinem Gastspiel die. Erstausführung des neuen Lustspieles „Das Jubiläum" von Bach und Arnold. Die beiden Verfasser sind bekannt durch die erfolggekrönten Schwanke „Die spanifchc Fliege", ..Zwaogsein- guartieniug“ und ..Der keusche Leben: an»". Auch das neue rlösen. Da zahlreiches Personal für die Besetzung des Stückes erforderlich ist, mutz mehr beim je aji De^ung der Unkosten mit gutem Besuch gerechnet werden. — Leibesübungen an der Landes-- ii n iversitä t. Der schtzuc ^nin.-ch'.täi>.--Spiel- und Sportplatz' hinter beut Schühenhaus iEndpunkt der roten Elektrischen) ist eine Zierde für Gießen geworden Die prächtige Lage ' Anzeige.) — Gießener Hochs chulgeselkscha f f. Auf der Hanptversammlu m Gefellfchaft am Sonntag. 0 Juli, vormittag- um ’ 1 Uhr rünkt- liefe, tut großen Hörsaal her Universit t hält Pros. Dr. Iesi o n ek einen Vortrag über „D i e wissenschaftlichen Grundlägeu der Hautpflege". Zu dem Vortrag haben Gäste freien Zutritt. Landkreis Rieften. * Rvdheim a. b. Horloff. 7.. Juli. Die Eheleute Adolf Hofmann dahier feiern brate am 7. Juli in voller Rüstigkeit und Frische ihre a n I fe c n c Hochzeit. ii. Holzheim, 6. Juli. Eine ta is-irdtäpfige Menge hatte sich zum di jarnqen Bibel mö Missivnsfest eingesunden, das jetzt 60 Jahre lang besteht. Das Fest fand auf hem geräumigen Grasplatz hinter der Kirch? statt. Der Posaunen- chor »ad bei gemischt? Ehor wirkten mit. Den drei Festprcdigern Pfarrev P e t s ch c r aus Ebsdorf. Stistsdechant Lenz aus Lich und Vlissionar Dassel aus Reuguinea hörte die Menge mit andauernder Aufmerlsamteit zu Die Bewodner Holzheims ließen cs sich nicht nehmen, in ga» freundlicher Weise die zahlreichen auswärtigen Festgäste zu bewirten. Kreis Friedberq. * Vad-R anheim. 6. Juli Bis zum 6. Juli betrug der Gesamt besuch 19 247 Personen. . spd Bo d-Rau he im. 6. Juli. E.n a m e- r i t a n i) d; c r Kurgast spendcie für dm Kriegsbeschädigten in der hw'iaei R?r- forgungdanftolt 100 Dollar. Kreis Alsfeld spd. Alsfeld, 5. Juli. Der Pferdeknecht H ö l l f ch e r in Eifa wollte während der Fahrt vom Wagen aus das Pferd besteigen. Er kam zu Fall, wurde überfahren und getötet. Kreis Lauterbach. >' Ilbeshausen, 7. Juli. Eine emp> s i n d l i ch c Strafe erhielt die Ehefrau ein.^ Streckenarbeiters aus einem Rachbarborfe, weck sic der Milch, welche sie dem Molkereibefitzer TSfod) ffirr D-eferte. «ne v-rtümg 40 P ro-e n t und IMM« n Erfolg su Behördlich« Anzeigen Me Dr geto Städt- 'Arbeitsamt Gießen LiebisftraßL 16, Teleph. 2054. ollar- <1*^ 0*0 3uü. Lb der.^n Kosten z. Dartshain, 6.3uti. Die Wasser- [eitiinggarbeitcn jam Anschliff an die Gemeinde Wasserleitung Grcbenham such soweit fertiggestellt. dasz demnächst die 3ufeitunfl der hierzu angekauften Quellen erfolgen wird. An den Hausanschlüssen wird noch eifrig gearbeitet, toenfo verhält es sich mit dem Anschluß an die Oberhessische Ueberlandzentrale. Auch wird unserem kleinen Ort trotz der groben Kosten noch in diesem Herbst bei Degen der elektrischen Beleuchtung zuteil toerbert. z. Aus dem oberen Vogelsberg, 6. 3uli. Bei der gestrigen Heugrasverpachtung der fiskalischen Wiesen der Ober» förfterei Grebenhain wurden noch nie dagewesene Preise erzielt. Don einer Wiese am sogenannten Maienbusch betrug der Pachtpreis allein 20 000 All. Der gesamte Pachtbetrag belauft sich aut über 200 000 Mk. Bei den Ge- 'neinde- und Privatgrasversteigerungen wurden ebenfalls sehr hohe Preise erhielt. Kreiskultur- inspettor Kunz erziÄte von fernen 10 Morgen Wiesen in der Gemvikung Crainfeld allein die 'Pachtsumme von 42 000 Mk. Der Ar stellt sich :chvn auf den Wiesen auf 300 Mk. und darüber. 'Vie Heuernte ist seit Anfang dieser Woche in --.ollem Gange. Cs scheint eine schwache Mittelernte zugeben Kreis Schotten. O. M W e i ch es , d. Zuli. Aus dem Friedhof unseres sagenumwobenen Totenkippels mit seiner ehrwürdigen Kirche und dem heilbringenden Taufstein standen noch vor wenigen Jahren mehrere schmiedeeiserne Grabkreuze aufrecht, bewunderungswerte Zeugnisse erprobter Handwerkskunst aus der Zeit, da noch nicht geschmacklose Fabrikware unsere FriÄ>höfe verschandelte. Sie sind jetzt alle dahingesunken bis auf eines und auch dieses letzte Deickrnal bodenständiger Kunst ist im Zustand des Derfalls; ein vor Rost schützender Anstrich wurde es noch lange erhalten. Hoffentlich entschließt man sich bald batu. Starkenburg und Rheinhessen. toö. Mainz, 6. Juli. Die Stadtverordneten - Versammlung beschloß gestern eine neue Müllabfuhr-Gebühr, die sich im wesentlichen an die bereits bestehende anschlieht. Die alte Ordnung war für ungültig erklärt worden, weil sie einen steuerlichen Charakter hatte. Die jetzige Verordnung soll rückwirkende Kraft haben, um die bereits eingezogenen Gebühren in den letzten zwei Jahren nachträglich sanktionieren zu können. Die Gebühr beträgt 10 Prozent. Ein Antrag der Sozialen Bauhütte für Rheinhessen auf Beteiligung der Stadt wurde gegen bir Sozialisten abgelehnt. Sine sehr lebhafte Debatte entwickelte sich bei den sozialistischen Anträgen auf Beschaffung von repu- blikanischen Flaggen für die städtischen Gebäude, Entfernung von Bildern, die an die Monarchie erinnern, Einsetzung einer Kommission zur Durchsicht der Schülerbibliotheken, und Umbenennung von Straßen und Dsützen. Bei diesen Anträgen platzten dieGe- gensätze sehr heftig aufeinander. Zum Schluß wurde die Angelegenheit einer Kommission überlassen, die geeignete Vorschläge wachen soll. WammcngefteCt Ute und des Gorchr- ter durch eine gröbere : Ed« wird. Ar ist h«r Msik. Vörde«. Has Derk, 1 einen Dvrspruch, der 'tschen LMiedes fit ngen M, etngMel. 1 M Karla Keller beim gesprochen. Ler düs in Gießen mit 8 spalt, ist ton einer Uigen Persönlich!«! dild und die Gießener Für die mit großem urchMhrte EMM- mr au tvünschen, dch rschast burt) allseitigen .üfw des TbcM das Gttßcv. W" ^tc nn dab. r stick" uRfi * :Cpt ®“?"t «116 ®4’ «il h^ric Es können eingestellt werden: *. bei bicstaeu Arbeitgeber«: 1 Schneider, ein Wagenlackierer, 1 Schlosser, 1 Kellner, 1 Schmied, 2 Schuhmacher. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, ein Polsterer, 2 Bilüerrahmenmacher, 1 Steinbild- Hauer, 1 Steinhauer, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 S oen g ler und Jnstallateure, 1 Stukka« teur, 2 Lugner, 3 Schmiede, 1 Wage«- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 «Schuhmacher, 1 Weinbinder, 3 Schlosser, 1 Gärtner. B. bei ««Swärttaen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreher, 2 Kesselschmiede, 5 landw. Knechte und Arbeiter, 1 herrschaftlicher Kutscher, der landw. Arbeiten verrichten kann, 1 landwirtschaftll Eleve, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Friseur, mehrere Weihbinder und Anstreicher, mehr. Maurer, 1 Schlosser, t Bäcker, 4 Schreiner, 1 Polsterer, 1 Küfer, 1 Koch, 2 Spengler und Installateure, 1 Müller. Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Zigarren- sortierer, 1 Gartner. S- suchen Arbeit: Kaufleute. Schreiber und Reisende, Packer, Hausburfcken und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschiger, Schuhmacher, 1 verh. landw. Knecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger, Kellner, 1 Küfer, 1 verh. Hüsmetster, 1 Mechaniker, 1 Optiker, ein jünger. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker, ein Wagner, 1 Müller, 1 Installateur und Spengler, 1 Monteur, Maschinisten u. Heiser, 3 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. rehrliuge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung. Aelegeubeitsarbeiten werden ebenfalls entgegengenommen. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: ®- bei bicfigcu Arbeitgeber«: Mädchen, für tagsüber, Dienstmädchen, La uffrauen und -madchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 2 Küchen- mädchen, 1 Stütze, 1 Kafseeköchin, 1 Köchin, eine Haushälterin, 1 Zimmermädchen, 1 Kochlehr- mädchen, 1 Schneiderin als Beihilfe zur Herrenschneiderei. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- «ädchen, . stmmermäöche», Küchenmädchen, zwei Haushälterinnen, 1 >> öchin s. Hotel, 1 Kafseeköchin, I Biumenbinderin. suchen Arbeit: 3 ä^aschtrauen, einige Lauf- stauen, auch für 2lachuü!tsssveschättigu«g,Äkädchen für tagsüber, 1 Büglerin, 1 Schneiderin als Beihilfe zu Schneiderin,2Berkauferinnenlehrmädchen, ! Flickerin, 1 Kontoristin. Tie Ber ufsberatung und AcbcitS Bermitt- !uns kür Musiker Hübet werktags vou 10 bis 12 Ubr statt. 64158 ttbcaictburcau. bringt t ac Had-A-u- tcro ^aü’cid bic Erst- spieleS „3as Jubi- Arnold. Die haben ch die eiipiggdronten SW', Jrangäcifl' (dK 2ebr>rann". 2£iidj •i Sytttrtäl «nilNen. für "öic ZcsttzMg des ch mehl dem je zn gutem W gerrch«' >i an der Landes> ■ttc ^Ind'.erfittte-Hptel- m StMetchcuis ati W eine SW räiftiic Lage , mer Bistums, das Licht der Welt, jetzt vor 1100 Zähren. Auch der durch die Kämpfe mit den Sollschen Kaisern bekannte Erzbischof Adalbert von Bremen wurde als Sohn eines Pfalzgrafen von Somrnerschen- burg hier um 1030 geboren. 3m Zähre 1814 erhielt der Feldmmsi ill ? > af von Gneisenau, nachdem die Burg jcchihnndertelang ein Spielball der bcnochparlcn Länder gewesen war, die Som merschenbuig vom preußischen Staate als Eigentum überwiesen. Ka rlsru v c, 6. Zuti. 3m Bürgernus- schiußsaol in Durlach r:i Karlsruh-o hangen seit ZaHrzehnten "-vertvolle Bilde." der Markgrafen aus dem 17. und 18. Zahrhundett. Vierzehn dieser Originalgemälde wurden am Dienstag bei Ausschicitungen demonfirie- teriber Arbeitei auf die Straffe geworfen and von der Menge in lausend Fetzen zerrissen, die Bilder rühmen tourben zerschlagen. Da^ nach fielen mxh- fünf kleinere Bilder von Qliacf- grafen her Vernichtung anheim. Am Mittwoch, dem 26. 7juU, vormittags 7 Uhr, findet in Wetzlar auf der „Starken Weide" (Steindorfer Str.) ein statt. Auftrieb für jedermann offen. Meldungen mit Geburtstag, Angabe der Eltern und des Geschlechts der Tiere bis spätestens 20. Juli an unterzeichnete Geschäftsstelle unter gleichzeitiger Einsendung des Auftrieb sgeld es: 50 Mark für Mitglieder des Reichs-Landbundes, 100 Mark für Nichtmitglieder des Reichs-Landbundes (Mitgliedskarte als Ausweis mit einsenden). Bauernschaft für den Kreist ji Kornmarkt 2 etzlar Postscheckkonto Frankfurta.M. 31256 Fernsprecher 79. 64isn Um den Landwirten und sonstigen Zntereffenten Gelegenheit zu geben, sich übet die Anwendung der Kunstdünger unter den heutigen Verhältnissen -u unterrichten, hält die Landw. Schule Lich vom 10. bis 15. 3uli in Gieffen im Hotel Schwab (Felsenkeller) von vormittags 6—11 Uhr einen Kurfus über Düngung ... Bodenbearbeitung"»" Trauerhalber bleibt unser Geschäft vom Sonntag, den 9.Iuli, bis Samstag, den 15. Juli geschlossen. Metzgerei Stern, Wkfcd. | Vermietungen | Biöf. möbl. Zimmer zu vermieten 06734 Hammstraße 15 v. Zimmer m. evtl. 2Betten auf vier Wochen zu vermieten 06735 Settersweg 22. I Lisi I enangebote | Tüchtiger kisellbetollpolier für dauernde Beschäftigung für sofort gesucht. Job. Georg Müller. G. m. b. H., Bauunternehmung, Wetzlar. 6W5V haurbursche für sofort gesucht. Ernst Balser, 6429______Dtäusburg. Junger haurbursche zu kleinemPserde gesucht. 6431h Kaiierallee 27. 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Ruderverbandes am 15. und 16. Juli 1922 zu Giessen auf der Lahn unter Leitung des Ruderklubs „Hassia“. 16 Vereine, 66 Boote, 330 Ruderer. HF* Näheres durch Plakate. ^8 (6405D Der Regatta-AusschuB. Samstag. 8. Juli 1922 AlMuff nach dm Heuchelheim. Miihlchen Treffpunkt 7>/2 Uhr Lahnbrücke. 6433v Der Vorstand. Fritz Kraatz in Kenntnis zu setzen. Ml-. 601(1- nno swflwn kaust zu oeiei höchsten TageSvreisen Aus Stuß. Ä Konzess. Pfandleibanstalt. Streun diskrete Von 9 Ohr vom Evtl. Besuch reelle Bedienung bis 6 Uhr abds. Goethe-Bund, Gießen Dienstag. 18. und Mittwoch, 19. Juli 1922, abeudS 7'/, Uhr, im Stadttbeater Oos deutsche Volkslied Vfebeifptel in 6 Bildern mit Chor und Orchester von Kapellmeister Fr. Seelmann. [6410v Aufgeführt von Mitgliedern des Goethe- Bundes, verstärkt durch den „Sängerkranz" und weitere hiesige Musikkräfte. Dorspruch: Fräulein Karla Kellett v. Kurtheater In Szene gesetzt: Herr Karl DolckjBad-Nauheim Musikal. Leitung: Herr Musiklehrer A. Kasten. 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Ur. <57 Zwetter Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Cberheffen) ■—aBa—m—MTOm—nm—nrmmrrtw ■ »vaj-r.. —■ ■■ 8reitag, 7. )uli (922 Deutscher Reichstag. 245. L itzmrs vom 6. Olli 1922, nachm. 2 lXt)r. Der Reichstag beriet baute die vier Inter» pellationen, die mit der ersten Lesung des Gesetzes zum Schutze Der Republik verbunden sind. Qlbg. Moses (U.) begründet die Interpellation )einer Partei, die über das Fortbestehen von Selbstfchutzorganisationen Aufschluß haben tc4ll. Gr wendet sich dann besonders gegen den Reicb-teel rminister Dr. Gehler, der zwar an sich ei: aster Mann sei, aber nicht über die ■ .-.gie verfüge, um sich allen Einflüssen antirepublitanischer Kreise entziehen zi können. Auch ter M H h it.s zielist Vogel-Franken wandte sich bei der Begründung der Interpellation fäner Partei betreffend antirepublila- nischer Kundgebungen von Angehörigen der alten Armee und der Beteiligung cer Reichswehr an derartigen Veranstaltungen gegen ten Reichs- Wehrn inister Gehler. Durch die äußere Leilnahine der Reichs weh an solchen Veranstaltu ngen er- hielten i ie Feiern erst ihr Gepräge. 5)ier mutz rücksichtslos eingegriffen werden. Die Reichsregierung müsse auch die nölige Energie auf- bringen, Bayern gegenüber ihren Willen durchzusehen. Anstelle des Reichswehrministers, der krank ist, verla Major Schleicher eine lange Erklärung, in der es heitzt, datz bei der Hindenburg- feier in Königsberg der Polizeipräsident auf die Möglichkeit von Zusammenstößen aufmerk am gemacht worden sei. Der Polizeipräsident habe aber geglaubt, keinen Grund zur Besorgnis zu haben. Seitens der Truppen seien alle Verordnungen eingehalten worden, nicht aber seitens der Demonstranten. Der Ueberfall sei vorbereitet gewesen, und die kleine Grippe hätte sich in Rotwehr befunden. (Bei diesen Ausführungen wird der Redner von lärmenden Zwischenrufen der äutzer- sten Linken unterbrochen, liest aber ruhig weiter. Der Präsident versucht vergebens, die R uhe wieder Herzustellen.) Wie Regierungsvertreter Walther mitteilte, seien die Gedenkfeiern zum größten Teil tadellos verlaufen. Die Teilnahme der Reichswehr bei der Ehrung der Gefallenen sollte die Liebe zum deutschen Vaterlande festigen, und die Rcgimentstage sollen ein Mittel sein, über die im Volke vorhandenen Gegensätze hinwegzusehen. Reichsminister des Innern Dr. Köster wies zuerst darauf hin, datz die Interpellationen eigentlich schon wiederholt seien und betonte, datz schon im Septemer vorigen Jahres eine Reihe von Bünden seitens der Regierung berboten worden seien. Jetzt feiert sofort in Preußen, Sachten und anderswo et ne grotze Rcihe von OrZanisa- tionen verbeten worden. Man müsse aber bedenken, da. nicht alle diese Vereine aus Bosheit entstanden seien. Schon bei der Auflösung hn Herbst hätte man versucht, viele wurzellose Existei^en unterzubringen. Auch jetzt wären wieder viele existenzlos geworden. Der Minister sei desh'lb mit dem Gewerkschaftsbund und der Industrie in Verbindung getreten, und er freue sich, sagen zu können, datz der Gewerkschaftsbund bereit sei, diesen Leuten wirtschaftlich zu helfen. Es folgt die Besprechung der vier Interpellationen. Abg. Cuno (D. Dpt.): Hindenburg ist hoch- betagt noch einmal in seine Heimat gefahren und in die Städte, die ihn zum Ehrenbürger ernannt halten. Die Veranstaltung war ganz unparteiisch, die Begeisterung ungeheuer. Einen Mann wie Hindenburg politisch zu stempeln, ist unerhört. Schämen müssen wir uns vor dem Ausland. (Beifall rechts, wütender Lärm auf der Linken und bei den Kommunisten, welche sofort die Tribüne verlassen. Glocke des Präsidenten. Im Saal bilden sich erregt herumspazierende Gruppen. Eine Anzahl Tribünenbesucher wird von Dienern Der- anlaht, die Tribüne zu verlassen.) Redner geht so- darm unter fortwährenden ülnterbrechungen der Linken und stürmischen Erwiderungen der Rechten auf die Einzelheiten des Besuches Hindenburgs ein. Abg. Hensel (Dntl.): Die Selbstschuhorganisationen sind nur eine Gegenmaßnahme gegen linksradikale Ausschreitungen, die Regi- mentsfeiern dienen nur der Kameradschaft, die wir unserem deutschen Heer und seinen großen Taten nicht aus dem Herz reihen lassen. (Beifall rechts, Lärm links.) Die Heimat ist dem Heer in „ den Rücken gefallen. Die Linke sollte sich schämen, ein neues Zuchthausgeseh zu machen. (Wütender Lärm links: Rufe: Unerhört 1 Bluthund!) Die Abgeordneten der Linken dringen auf den Redner ein, und Präsident Löbe unterbricht die Sitzung. Der Lärm legt sich erst ganz allmmählich. Rach Wiederaufnahme der Sitzung teilt Präsident Löbe mit, daß der Abg. Hensel sich> bei dem Satz „in den Rücken gefallen" auf den Magdeburger Stadtverordneten Vater .habe berufen wollen und erteilt dem Abgeordneten Hensel von neuem das Wort. Die Linke schrie: Rein, nein und drang unter erneutem Lärm gegen die Rednertribüne vor. Darauf schloß der Präsident um 7 Ülhr die Sitzung. Morgen nachmittag 4 Ülhr: Weiterberatung. Die Novelle zur Erbschaftssteuer Berlin, 5. Juli 1922. Im Steuerausschuß des Reichstags wurde die Aenderung des Erbschaftssteuergesetzes behandelt. Rach längerer Aussprache wurde in der Abstimmung gemäß einem Zentrumsantrag folgende Aenderung des Crbschaftssteuergesetzes angenommen: Paragraph 1 erhält folgende Fassung: Der Erbschaftssteuer unterliegen 1. die durch den Tod einer Person eintretende Bereicherung einer andern Person (Erwerb von Todes wegen); 2. die Zuwendung unter Lebenden (Schenkung); 3. die infolge einer Verfügung von Todes wegen oder durch Rechtsgeschäft unter Lebenden eintretende Verpflichtung einer andern Person zur Verwendung von Mitteln zu einem bestimmten Zweck (Zweckzuwendung). Die Vorschriften dieses Gesetzes über den Erwerb von Todes wegen gelten, soweit nichts Besonderes bestimmt ist, auch für Schenkungen und Zweckzuwendungen. Die Paragraphen 2 bis 19 des Crbschafts- steueigesehes wurden aufgehoben. Damit wurde die gesamte Rachlahst euer gestrichen. Bei Erbanfallsteuer wurde Wsah2 des Paragraphen 20 des bisher geltenden Erbschaftssteuer- gesehes durch folgende Vorschrift ersetzt: „Als vom Erblasser zugewendet gilt auch 1. der ilebergang von Vermögen auf eine Dom Erblasser angeordnete Stiftung; 2. was jemand infolge Vollziehung einer vom Erblasser ungeordneten Auflage oder infolge Erfüllung einer vom Erblasser gesetzten Bedingung erwirbt, es sei denn, daß eine einheitliche Zweckzuwendung Dorliegt; 3. was jemand dadurch erlangt, daß bei Genehmigung einer Zuwendung des Erblassers Leistungen an andere Personen an- geordnet oder zur Erlangung der Genehmigung freiwillig übernommen werden; 4. was als Ab - f in dun g für einen Verzicht aus den entstandenen Pflichtteilanspruch oder für die Ausschlagung einer Erbschaft oder eines Vermächtnisses von dritter Seite gewährt wird." Als Absatz 3 wurde folgende neue Vorschrift angenommen: „D a s Erlöschen von Leibrenten und andern Don dem Leben einer Person abhängigen Lasten gilt als Erwerb von Todes wegen." Hinter § 20 des alten Erbschaftssteuergesehes werden folgende neuen Vorschriften eingefügt: „Als Schenkung im Sinne des Gesetzes gilt: 1. jede Schenkung im Sinne des bürgerlichen Rechts; 2. jede andere freiwillige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird; 3. was infolge Vollziehung einer Don dem Schenker ungeordneten Auflage oder infolge Erfüllung einer einem Rechtsgeschäft unter Gebenden beigefügten Bedingung ohne entsprechende Gegenleistung erlangt wird, es sei denn, daß eine einheitliche Zweckzuwendung vorliegt; 4. was jemand dadurch erlangt, daß bei Genehmigung einer Schenkung Leistungen an andre Personen angeordnet oder zur Erlangung der Genehmigung freiwillig übernommen werden; 5. was als Abfindung für einen Erbverzicht gewährt wird; 6 was ein Vorerbe den Racherben mit Rücksicht auf die angeordnete Racherbschaft vor ihrem Eintritt herausgibt; 7. der ilebergang Dom Vermögen auf Grund eines Stiftungsgeschäfts unter Lebenden; 8. was bei Auflösung eines Fideikommisses, anderweitiger Aufhebung der Bindung Dom Vermögen und bei Aufhebung einer Stiftung erworben wird. Im Falle des Absatzes 1 ist der Versteurung auf Antrag das Verhältnis des Racherben zum Erblasser zugrunde zu legen. Gegenleistungen, die nicht in Geld veranschlagt werden können, werden bei der Feststellung, ob eine Bereicherung vorliegt, nicht berücksichtigt. Die Steuerpflicht einer Schenkung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß sie zur Belohnung oder unter einer Auflage gemacht ober in die 'Form eines lästigen Vertrags gekleidet wird. A u s st a 11 u n g e n , die Abkömmlingen zur Einrichtung eines den Vermögens- Verhältnissen und der Lebensstellung der Beteiligten angemessenen Haushalts gewährt werden, ■ gelten nicht a l s Schenkung, sofern zur Zeit der Zuwendung ein Anlaß zur Ausstattung gegeben ist und der Zweck der Zuwendung innerhalb zweier Zähre erfüllt wird. Ausstattungen, die über das angegebene Maß hinausgehen, find insoweit steuerpflichtig." Ein neuer Paragraph 21 erhielt eine veränderte Fassung, wonach im Falle der Fortsetzung der ehelichen Gütergemeinschaft der Anteil des verstorbenen Ehegatten am Gesamt- gut so behandelt wird, wie wenn er ausschließlich den anteilsberechtigten Abkömmlingen angefallen wäre. Im Falle des Todes eines anteilsberechtigten Abkömmlings gehört dessen Anteil am Gesamtgut zu seinem Rachlah. Weitere Bestimmungen über den Fall der Racherbsolge wurden durch Aenderung der im Paragraph 23 des alten Gesetzes sichernden Vorschriften festgelegt Angenommen wurden auch die Bestimmungen über Eintritt der Steuerpflicht, die dem Paragraphen 24 deS alten Gesetzes folgende Fassung geben: „Die Steuerpflicht tritt ein für den gesamten Erbau fall, wenn der Erblasser zur Zeit seines Todes oder der Erwerber zur Zeit des Eintritts der Steuerpflicht ein Inländer ist. Die Steuerpflicht tritt ein für den Erbanfall, soweit er in inländischen Grund- oder Betriebsvermögen, in einem Rutzungsrecht an einem solchen Vermögen oder in im Inlande befindlichen Sachen usw. besteht." Die vom Ausschuß alsdann angenommene neue Fassung des Paragraphen 25 regelt die Errechnung des Detra gs, von dem die Erbschaftssteuer zu erheben ist. Der Paragraph 26 wurde dahin geändert, daß der Erwerb des Ehegatten der Erbschaftssteuer itftr dann unterliegt, wenn der Altersunterschied zwischen den Ehegatten mehr als 20 Jahre beträgt und die Ehe noch nicht fünf Jahre bestanden hat. Auch wurde eine neue Fassung bezüglich der unehelichen Kinder gewählt. Die Behandlung des Steuertarifs wurde zunächst ausgesetzt. Angenommen wurde dagegen gemäß dem Zentrumsantrag die Bestimmung, wonach für je angefangene 100 000 Mark des Betrags, der das zur Zeit des Anfalls bereits vorhandene Vermögen des Erwerbers von einer Million Mark übersteigt, ein Zuschlag von 10 v.H. des Steuerbetrags erhoben wirb. Der Zuschlag soll die Hälfte des eine Million Mark übersteigenden Betrags nicht überschreiten. Er darf ferner nicht mehr betragen als 100 v. H. der Steuer. Paragraph 29 wurde dahin abgeändert, daß für den oben- bezeichneten Zuschlag das Vermögen des Erwerbers maßgebend sein soll, wie es bei der dem Erwerbe Dorangegangenen Veranlagung zur Vermögenssteuer festgestellt ist; solange eine solche Veranlagung nicht stattgefunden hat, ist die Feststellung des Vermögensstandes für die Erhebung des Reichsnotopfers zugrunde zu legen. Dem für das Reichsnotopfer festgestellten Vermögen sind seit der letzten Veranlagung des Erwerbers eingetretene Vermögensanfälle hinzuzurechnen, soweit sie den Betrag von 50 000 Mark übersteigen. Soweit das Vermögen von Ehegatten zusammen veranlagt ist, ist es jedem Ehegatten zur Hälfte zuzurechnen, sofern die Anteile nicht anderweitig feststehen. Auch für den Paragraphen 30 des alten Gesetzes wurde eine neue Fassung gewählt. Schöffengericht. Gießen, den 5. Zuli 1922. Schon wieder muhte ein Einwohner von Klein-Linden wegen Vergehens gegen die Verordnung über Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel bestraft werden. Im Juni 1921 war durch das Mieteinigungsamt Gießen- Land ein Zwangsmietvertrag zwischen einem Schreinermeister von da und einem dortigen Schlosser über eine im Hause des Ersteren befindliche Wohnung abgeschlossen worden. Trotzdem sein Widerspruch dagegen verworfen und er mehrfach vom Kreisamt aufgefordert worden war, die Wohnung zur Verfügung zu stellen, war der Schreinermeister nicht dazu zu bewegen. Bei seiner Vernehmung vor der Bürgermeisterei erklärte er vielmehr, er sei unter keinen ülmständen bereit, seine Wohnung weiter zu vermieten, wer in die Wohnung wolle, möge es ein- (Rachdruck verboten.) 7. Fortsetzung. Mittlerweile war es hoher Rachmittag geworden und Perzelius wollte noch einen Erkun- ungsgang nach den Stätten unternehmen, die das Ziel der ganzen schwierigen Reise bildeten. Die übrigen Mitglieder der Gesellschaft, die inzwischen ausgeruht und sich gestärkt hatten, schlossen sich Em, denn sie waren froh, aus den dumpfen zu kommen und begierig, endlich etwas ürdiges sehen zu dürfen. Der Weg führte anfangs auf der Ebene weiter. Zur Linken sah man auf die saftgrünen Aecker des Riltals, zur Rechten stiegen die Sandhügel der Wüstenhochfläche empor. Bei einigen großen Wasserlachen, über denen Scharen von Regenpfeifern gleich Mücken wimmelten, bog die Straße aufwärts über nacktes Geröll und weichen, gelben Sand, der Wüste zu. Rach einem kurzen Marsch war die Höhe erklommen, und endlos entrollte sich das glühende Sandmeer vor den Blicken. Sand, Sand, aus dem nur hie und da eine Gruppe schroffer, weißer Felsen gleich ^1^= pen ragte. Wie die Züge eines künstlichen Gebirges erhoben die Pyramiden ihre grauen S>mi5?= ter und wie auf einem von Termiten "uterwühl- ten Grund öffneten sich Grüfte und starrten die zerbrochenen Stümpfe von Säulen und Pilastern zu dem schweigenden Himmel. Der Hauch einer unaufhaltsamen Zerstörung webte durch die offenen, verfallenden Gewölbe und sttich mit trauernder Gebärde über die zerbröckelnden Reste der Vorzeit. Drittes Kapitel. Doktor Perzelius schien einen genauen Plan beS ganzen Gebietes im Kopfe zu haben, denn mit größter Genauigkeit verfolgte er eine bestimmte. Bit fiotoWtn m Mos Domcm von Ernst Schertet. aber vielfach gewundene Linie in dem Gewirr von Felsen, Sand und Ruinen. Manche bedeutsamen Reste beachtete er kaum, dann aber stieg er bei irgendeiner öden Sanddüne ab und untersuchte sie eingehend. Aber es ereignete sich nichts, es wurde nichts ausgegraben und nichts entdeckt. Die Sonne fenfte sich im Westen und entzündete den Horizont in violetter Glut. Die Damen wurden müde und Dvttor Perzelius machte den Vorschlag, sie sollten mit dem Baron umkehren, während er selbst mit Herrn von Wulfsen noch bleiben wolle. Baron Hallam war es zufrieden, und auch den Damen schien es nicht unangenehm zu sein, endlich zur Ruhe zu kommen. Bald sah sich Perzelius mit seinem jungen Begleiter allein und fing nachlässig an, einige Schaufeln und andere Werkzeuge loszubinden und auf den Boden zu legen. „Wollen Sie denn heute noch graben?" fragte Wulffen, als er diese Vorbereitungen sah, „ich dachte, die Damen und der Baron hätten sich so darauf gefreut, von Anfang an dabei fein zu können, und nun beginnen Sie allein V „Für die Herrschaften habe ich noch genug anderes, das sich zu Vorführungszwecken besser eignet. Die wichtigen Sachen mache ich immer möglichst solo", entgegnete Perzelius, stopfte seine fleine Pfeife und setzte sie in Brand. Er schien außerordentlich viel Zeit zu haben und zeigte keine Spur von Erwartung oder Erregung. Langsam griff er dann nach einer der Schaufeln und begann in schweigender, gleichmäßiger Arbeit einen Hub Sand um den andern hinter sich zu werfen. Herr von Wulffen griff auch zu, da er nicht müßig herumstehen wollte. Rach halbstündiger Arbeit trafen die Schaufeln auf festen Grund, der sich nach einer weiteren halben Stunde als die Decke eines Ganges darstellte, der sich darunter befinden muhte. Die Richtung dieses Sanges lief von West nach Oft, also von der Wüste hinab nach dem All. ^ilnd was hat es für eine Bewandtnis cüt diesem Gang, den wir vor uns haben?" fragte Eduard. ..Enthält er Denkmäler oder Inschriften?" „Enthalten wird dieser Gang nicht Diel“, entgegnete Perzelius, „aber er führt sicher nach einem Raum, der vieles enthält, wenn auch nicht gerade Inschriften. Wir brauchen auch keine." Damit stieg der Doktor in die Grube hinab und untersuchte die Ritzen der mächtigen Sandsteinquadern, die die Decke des Ganges bildeten. Die Platten schlossen wie vernietet aneinander. „Eine solide Arbeit haben die Alten wirklich geleistet", sagte Perzelius zu Wulffen, „so etwas läßt sich überhaupt nicht besser machen." Trotzdem schien er nicht ganz befriedigt von dem Ergebnis seiner Grabung. „Hier wird es wohl schwierig sein, hineinzukommen", fuhr er weiter, „die Platten find gegen vier Meter lang und zwei Meter breit, die formen wir nicht heben." „Wir wollen also warten, bis wir morgen Leute bekommen, die uns helfen", sagte Wulfsen. „Um Gottes teilten“, rief Perzelius, „nur hier feine fremden Diener. Das machen toir schon allein Wenn ich richtig gerechnet habe, brauchen wir diese Kolosse gar nicht zu heben. Wir sind nur noch nicht an bet Stelle, die da sein muh." Wieder schaufelten die beiden Männer, während bereits der Mond silbern emporstieg. Perzelius grub nun weniger in die Tiefe, sondern in einer schmalen Rinne am Rande des Ganges entlang. Rach einer Arbeit von dreiviertel Stunden stiehen die Schaufeln auf große ungefüge Steinbrocken, die um den Gang herumzuliegen schienen. Mauerreste und verschüttete Hohlräume traten zutage, und Perzelius, dessen Körper doch so gebrechlich schien, grub und schaufelte ununterbrochen und mit dem Ausdruck rühiger Befriedigung. Bald war der Schutt nun so teeit weggeschafft, bah man tief hinabsteigen konnte. Trotzdem zeigte sich auch bei näherer ülntersuchung nichts als Geröll und eingestürzte Stücke von Mauern. ^ier ’.Ü alles zerstört", meine Wulffen. mal probieren. Der Frau des Mieters, die wegen des Einzugs einmal mit ihm verhandelte, sagte er: ..Was liegt mir an einem Menschenleben!" Heute cillärtc er, er habe diese Aeußerungen nicht getan, jedenfalls nicht in dem Sinne, als ob er den Tinzug verwehren wolle. Er sei jederzeit und heute noch bereit, den Mieter in seine Wohnung ein- nehen zu lassen. Das Gericht hielt diese Angaben für eine leere Ausrede, da sein ganzes Verhalten ihnen widerspricht. Es war vielmehr der Auffassung, daß der Angeklagte sich strafbar gemacht habe, weil er über die vermieteten Räume verfügt habe. Ein Vergehen liege nicht nur darin, daß z. D. die Wohnung weiter vermietet würbe, sondern in jeber Handlung, die erkennen lasse, baß l er Vermieter dem Zteangsinietvertrag nicht nach« kommen und ihn nicht erfüllen wolle. In der Aeußerungen gegenüber der Bürgermeisterei und gegenüber der Frau des Mieters liege die Erklärung, über die einem Dritten zugesprochenen Räume wie ein Berechtigter verfügen zu wollen. Er wurde deshalb nach §§ 8 und 26 der obenerwähnten Verordnung bestraft, wobei noch darauf hingewiesen wurde, daß er auch gegen § 9 (Räu- muiigspflicht) verstoßen habe, da eine Räumung auch die Gestattung des Einzugs und das Untertanen jeglichen Widerstands gegen den Einzug erfordere. Unter Berücksichtigung des Umstandes, daß der Angeklagte selbst in beschränkten Wohnungsverhältnissen zu leben gezwungen und deshalb naturgemäß gegen alle Maßnahmen des Mieteinigungsamtes gereizt ist, wurde eine Geldstrafe von 1000 Mk. für angemessen gehalten. — Diese grundsätzliche Entscheidung mögen sich alle Wohnungsinhaber, über bereu Räume seitens des Mietetnigungsamtes ganz ober teilweise zwangsweise verfügt worben ist, zur Warnung bienen lassen. Ein Feldwebel des hiesigen Reichswehrregiments wurde im Februar d. Zs. fahnenflüchtig, weil es ihm bei der Truppe nicht mehr gefiel, und er fuhr nach Mainz, wo er sofort von einem französischen Gendarmerie-Offizier festgenommen wurde. Am nächsten Tage wurde et nach Griesheim gebracht, wo er ebenso wie in Mainz von französischen Offizieren und einem Dolmetscher aus dem Elsaß, der früher hei den 81ern in Frankfurt a. M. gedient hatte, ausgefragt wurde. Da er angeblich jede Auskunft verweigerte und auch den Eintritt in die Fremdenlegion ablehnte, wurde er wieder freigelassen und zog dann nach der Pfalz, um Arbeit zu suchen. Dias gelang ihm jedoch nicht, und er stellte sich deshalb, da ihm seine Mittel in der Zwischenzeit ausgegangen waren, schließlich bei der Polizei in Mannheim. Er wurde wegen Fahnenflucht zu einem Za h r Gefängnis verurteilt. Gleichzeitig wurde auf Degradation und Dienstentlassung erkannt Eirde Zanuar l. Zs. hatte ein hiesiger Geschäftsmann in seinem Schaufenster Rotwein ausgestellt, der mit 2 0 Mark ausgezeichnet war. Als ein Herr eine Flasche kaufen wollte, wurden ihm von der Frau de£ Geschäftsmannes 30 Mk. verlangt. Den Hinweis auf die Preisauszeichnung im Schaufenster beantwortete sie damit, daß ein Irrtum ihres Mannes vorliegen könne. Als der bett. Herr einige Tage später wieder an dem Laden vorbeiging, war der Wein immer noch mit 20 Mark ausgezeichnet. Dieser Sachverhalt wird von dem Geschäftsmann an und für sich nicht bestritten. Der ausgezeichnete Preis stellte jedoch nach seiner Angabe nur den Preis des Weines ohne Steuer und ohne Kosten der Flasche dar. Selbst wenn dies richtig wäre, würde sich der Preis nur auf 2 7 Mark, nicht aber auf 3 0 Mark, wie verlangt, stellen. Der angegebene Verkaufspreis muß jedoch alles enthalten was der Verkäufer fordern zu können glaubt, also auch die Preise für Flasche und Steuern. Die Abgabe zu den angekündigten Preisen darf nach der Bekanntmachung der Preisprüfungsstelle dahier vom 1. Rovember 1920, bett. Preisauszeichnung für Gegenstände des notwendigen Lebensbedarfs im Kleinhandel, nicht verweigert werden. Mit Rücksicht darauf, daß das kaufende Publikum gegen unreelles Geschäftsge- bahren geschützt werden muß, wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 1000 Mk verurteilt.-- ©ertd)tsfaaL mc. Franksurt a. M., 6. Zuli. Gin schwerer Zunge ist der Schriftsetzer Wilhelm Decker, auf dessen Schuldkonto unzählige Wohnungseinbrüche in den besseren Vierteln der Stadt gesetzt werden. Die meisten derselben sind ihm „Das ist es ja gerade, was wir brauchen. Zerstörte Mauern sind immer leichter zu beseitigen. als gut erhaltene." Damit warf und schob der Doktor Klumpen um Klumpen neben sich immer in der Richtung nach dem noch erhaltenen Gange hin schaufelnd. Wulffen half ihm dabei und ball» schien das Geröll aüfzuhören und ein leerer Raum dahinter sich zu öffnen. Es galt nun lediglich das Loch zu erweitern, und nach kurzer Zeit standen die beiden im Innern des noch unversehrten Ganges, in den ein Eindringen von außen so unmöglich geschienen hatte. Wulffen verstand nun die Berechnung des Doktors. Dieser hatte einfach einen verfallenen Seitengang angeschlagen und war so in den Hauptstollen getan.jt, ohne dessen gewaltige Quadern irgendwo beiseite räumen zu müssen. „Sie haben hier wohl schon viel gegraben?“ fragte Wulffen den Gelehrten, „Sie kennen sich ja in dem Boden aus, wie ein Anatom im menschlichen Körper." „In dieser Gegend habe ich noch wenig gearbeitet“, entgegnete der Dvttor, „aber ich weih, daß alles so fein muh, wie ich es im Kopfe habe. Die Pläne dazu sind alle in Berlin in meiner Wohnung gemacht." Eduard von Wulffen erstaunte immer mehr über den Geist dieses Mannes und über die Möglichkeit, überhaupt so verwickelte Dinge aus der Ferne baarflein festlegen zu können. Dabei sah er sich in dem hohen weiten Gang um, der nach vorne und hinten in ein undurchdringliches Dun, fei führte. Do tot P rz üius drpste seine eie'Irische Traa- lampe an und sofort erstrahlten die Wände in einem honigfarbenen gelben Glanze. Eduard begann gleich vorwärts zu schreiten, soweit der Schein der Lampe reichte. „Hier kommen Sie ja nach Hause," rief ihm aber Perzelius zu, „wir müssen in der entgegengesetzten Richtung gehen, nach Westen." (Fortsetzung folgt) 1394,50 1340, 6.7. 7.7. Schweizer Franke« Lander. 100 Kr. I 6376 Jede Menge prima Sonntag, öen 9.3ail abzugeben. SriltffflfSiPn IPhpr Ars ‘?fecr la lern oeuünmjrra 'liusinnungftllrein iLDreid- I wert Oie hruül ftüe diiM.-üciKtereL L Lana?, (fließen । [WM liidn’iif Gufm and M Puddings, Auflauf und Flammeries. 799 1210, 850, 770, 800, 990, 740, 550, 499, 7* 891, ISO 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. Fl. Mk. Kr. Kr. Fr. £ 2. Fr. Kr. I Kr. 755,- 780 - 810,- 715,- 530,- 500,- 78,- 895,- 174, — 77,50 108,,- 190,- 81,60 480 - 339,- 285,- 289,- 514,50 394,50 300, - 250 — 290,- 1315- 760,- 1260,- 12,05 -.23 2,87 840,- 760,- 790,- 875,- 710,- 550,- 455,— 70,75 895,- Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4°'o Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Deretnsbank Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . Marku oneruugeu. Für 100 deutsche Mark wurden beute irisch einaetroffen ver Pfund ML 15.—. Kurs a. 7 77,50 109, - 190,- 81,75 468 - 326,- 298,- 284,- 505,- 392,- 294,- 250,- 284,- 2255, 660,- 1175- 740,- 1396,- 850,- 785,- 798,- 860,- 765,- 544,- 49j,50 76,- 880,- 203.25 1.22 0.02 16.175 43.05 23.35 24.05 4M5 0»45 524-50 1.625 0,11 Vp^iosa.-Eüro-Einrichtungshaus Frankfurt am Main gezahlt: 5.7. 1,22 -.61 1,12 ,92 ll,b2 -*22 2.80 203.- 1.11 0.025 10.50 41.95 23.29 23.15 39.20 0.44 523.50 1.537 0,107 Kurs 6.7. 765 - 640, C.7. 1,15 -.57 1,05 — ,90 5.7. 77.50 106,50 185 - 81 - 455,- 342,- 294 - 286 - 525 - 389 - 296,- 250 - 285 - L7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 6. 7. 77,50 103, - 190, - 75, — 485.- 353, — 382,- 288,- 520 - 394,- 304,- 250,- 288 - Kosenschau Hier in Gießen in der Turnhalle am Oswaldsgarten Rosenblumen-A usstellung der Steinfurter Rosenschau über 100 Sorten von Samstag, den 8. bis Montag, den 10. Juli 1922 Geöffnet von nachmittags 2 Uhr bis abends 9 Uhr Jean Gillmann, Gärtner, Ederstraße20 Sinin“ Wechsel auf Holland....... Deutschland .... Wien........ Prag........ Paris........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Warschau..... örllüi'slve uniü.-ßcuäeieL 11 EflOflk Älepell ' Ltebigstr.71.""e Tel. 1685. 5 r a n Zf uc . n . 7 ’ j =: Börsenkurse. Frankfurt Berlin _ ____- -Prokop, der Schneider". Ro- * man von Theodor Heinrich Mayer. Verlag , L- Staackmann, Leipzig. — Gin Meister der Feder ' deckt hier schonungslos die Schaden unserer Seit in ihrer Sucht nach Genus) und Vergnügungen auf. Besonders betont dec Verfasser die Rot des geistigen Arbeiters, der am md.ten von den wirtschaftlichen Umwälzungen bttroffen ist tn ihrer ganzen ^Ingerechtigkeit und — Ge'ahr. — Der neueste Roman von Alfred Dock beginnt in der soeben ausgegebenen Rümmer 4077 der Leipziger Illustrierten Zeitung (I. 3 Weber) zu erscheinen. Er betitelt sich „Der Elfen, deiner“ und behandelt das tragische Schicksal eines von echtem Künstlertum erfüllten, weltabgekehrten Elfenbeinschnitzers, der an der Ehe mit einer ihm wesensfremden Frau zerbricht. Außer diesem Roman bringt die Rümmer anlählich der Wiederkehr des 100. Todestage des Dichters E. T. A. Hossmann einen mit Bildern geschmückten Artikel von Dr. H. Benz- mann. Vorzügliche R'Produktionen aus der kürzlich eröffneten großen Berliner Kunstausstellung sowie Hervoragende andere Bilder, darunter zwei mehr, farbige, verleihen diesem Heft einen besonderen Wert. Daneben sinden die Tagesereignisse in Wort und Bild eingehende Berücksichitgung. Schluß- Schluß. Schluß« Schluß- Kurs Kurs Ser tfxzf kcrmmi morgens msBera, Was fsfcfenn heut'für em Halder Was wir sa laufe taten hoffen.-.- .sie fsf eirzf erraffen/ Ageineiilk SriMrnuknMf für Ürn LtadlbeMk Gieße». Durch Erhöhung der Dersicherungsgrenze ist durch Beschluß des Ausschusses den §§ 17 und 42 unserer Satzung, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Oberversicherungsamt, ab 3. Juli 1922 folgende Fassung gegeben worden: sW und x\6iW-1® AtMtk Wo ®S ifl- nuna und W Dollar steht auf dieser Woche 0 - land gerast I Städten Scherbe rttrfroj* d-b°n->L» Ausruf des rechts! war eo StnuMNgssM den unteren vct wörtlich genom wider die poutl DaS brachte Em lamentarifche Kl wirklich besonne, krack hat der 9 Gmderhand ent eine Teilnahme stimmten Mdim teilt, und so tön: nun beginnen - der Schrei nach mindestens so t jenen Tagen, l vor dem Feind Sas Ausland c Kredit aufs A Stimmung schwc Aegierungskoalit nicht unbedingt Flügel, Zentrun schon mehrfach, DvllSpartei gest heMg, die unm Achenaus einse vernünftigen Ert rung arg erschlr Kanzlerwort liec die Radikalisiert bte schon vor he von Herrn Scheid; len war. Daß n 5vße Sttaßenkun mstaltet werden s emster und bedenk Ost es denn offenkundig, daß. und gestärkt wird M positiven Regt auf -em Boden den Wiederaufbau geheime Wördervr Hoffnung auf ein ( wahnwitzigen M 1 sungsmehrheit * 2Ingtij Kan«. ,sit äb| * »roße Aib^ *'» ^arteigen ' ?"e Shmpachi« gaoteform? 6ih)Q 3 bto'3 rot, bei, V1 dii tkoreffl treibst «J A-ß w"Ä8' Sot Mit « ? Sinh,. ™ «« Ole?'unserer 6 xjamn Ab. die würde »K>° & putsch Qß ’ aller! DahL^gefahte dir Ls-B..- , .^nn Ajp? ui eHlHf d W dad„Zchten t die q Lnb toh -Wir nNann fc Mfev fein') 1 "Ußewch — Die Rätsel der Rervosität. Streifzüge in das Gebiet bewußten und unterbewußten Seelenlebens, nach den Anschauungen nwdemer Psychologie gemeinverständlich dargestellt von Dr. med. Karl Wvffgang Ger st er-Gießen, München, Verlag Otto Gmelin Preis 30 Mk. Einem feinsinnigen, mit den Lehren neuzeitliger Seelenkunde vertrauten Arzt, der nicht mit dem Bewußtsein der Aeberlegenheit an seine Patienten herantritt und sie mit äußeren Mahstaben mißt, sondern sich als Seelenfreund und Berater in das Gemüt der Hilfesuchenden versenkt, haben sich die lange verborgen gewesenen Rätsel der Rervosität scheinbar von selbst entschleiert und er hat es verstanden, Problem und Lösung in höchst fesselnder, auch dem Laien mühelos verständlicher Weise darzusteüen. Das alte Märchen von den „schwachen Rerven“, die durch Unterernährung oder äußere Anlässe entstehen sollen, wird widerlegt und die wahre Ursache aufgedeckt, die regelmäßig in geheimen seelischen Vorgängen, in dem uneingestan- oenen Gefühl der Minderwertigkeit oder in unter, bewußten seelischen Konflikten zu suchen ist Dies wird nicht mit grauer Theorie erörtert, sondern an ebendigen Fällen greifbar gezeigt, und überall inden sich tiefgründige, aufschlußreiche Erörterungen über seelische Vorgänge und menschliche Beziehungen über Kunstrausch, Mach'trieb, die Bestie im Menschen, über Angstzustände, Phantasie, Krankheitswahn und Schiclsalsüberwindung, Frankfurt a. M., 6. Huli. Börsenstimmungsbild. Rach der gestrigen stürmisch erregten Börse trat im heutigen Verkehr zunächst eine gewisse Ernüchterung ein. Die Tendenz ist aber für gewisse Spezialpapiere als fest zu bezeichnen, wenn auch vereinzelte Kurseinbuhen ein- traten. 3m freien Verkehr kam es zu lebhaften Umsätzen. Benz 540—575, Rastatter Waggons 560, Gebrüder Fahr 570, Brown-Boweri 365, Hansa Lloyd 285—300, 3nag 440—470, Stockicht-Gummi 460, Ufa 260—265. Auf den variablen Märkten waren besonders wieder chemische Aktien fest. Die Haltung wurde im weiteren Verlaufe wieder sehr lebhaft infolge großer Kaufaufträge. Rege Rach- frage herrschte für Metall» und Maschinenfabrik" aktien. Der Dollarkurs, der vormittags niedriger stand, 432, bewegte sich im Verlaufe wieder auf-- wLrts 437 — 444 — 450. Die Kauflust in Aus- landswerten war dementsprechend befestigt Auf dem Montanaktienmarkte wurden Oberbeüarf, Earv, Harpen er unb Deutsch-Luxemburg zu wesentlich höheren Kursen umgesetzt. Zuckersabrik- aktien lagen ruhig. 3m weiteren Verlauf blieb die Tendenz fest. Auch am Einheitsmarkte machte sich starke Kauflust bemerkbar. Die Aufwärtsbewegung machte weitere Fortschritte. Privatdiskont 47/8 Prozent. BAD-NAUHEIM Hypfelds Kurpark-Kasfno Ab 1. Juli das neue grofie 3463d Künstlerprogramm mit Fritz Junkermann Nachmittags: Mittwochs, Samstags und Sonntage: Boch. Gußstahlwerke 13 - 0f Bub.-Gisenw.-Akt.. 638, D.-Luxemb. Bergw.. 1165, Gelsenkirch. Bergw.. 1255,- 1298’- 1290*- 1270' Harpener Bergbau. 2300,- 2280,- 2300, - 2290, Oberschl. Eisenb.-B. ^30,- 1010,- 925,- 1030, Oberschles. Eisenind. 652, Phönir-Bergb.-Akt. 1310, Bad.Anilin-u. Soda 860, ......Fr. 125.40 Züricher Devisenmarkt. • Zur 39. Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes, die am 15. und 16. Zull auf der Lahn in Gießen unter Lei- Äi*e$ Ruderklubs „Hassia" stattfindet, haben reine 66 Boote mit 330 Ruderern gemeldet. * Heuchelheim, 6. Juli. An dem Gau- toetturnen des Gaues Hessen (D. T.) in Wetzlar war unser Turnverein zahlreich beteiligt. Die Erfolge beim Einzelwetturnen sind: Oberstufe, Aeun-Kampf, 9. Preis, Albert Rinn. Hnter- ftufe, 2. Preis, Rud. ©tlbert; 15. Preis, Adolf Rinn: 27. Preis, Max Kreiling: 31. Preis, Otto Dolkmann: 34. Preis, Hermann Volk- mann und Hermann Freitag: 41. Preis, Aug. Volkmann. Eine Riege der aktiven Turner am Reck erhielt mit 102% Punkten die Rote sehr gut; die Riege der Hugendturner am Darren mit 90V» Punkten die Rote gut. Kirchliche Nachrichten. 3fraeL Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 8. Zull. Vorabend: 7.45. Morgens: 8.30. AberrdS: 8.55 und 9.35. Gottesdienst der israelitischen Religions gesell schäft. Sabbatfeier, den 8. Hüll. Freitag abend 7.35. Samstag vorm. 8.00. Rachm. 4.30. Sabbatausgang 9.35. Wochengottesdienst: Morgens 6.00. Abends 7.30. Bücherlisch. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Juli. (Amtlich) Marklverlauf: Es wurde lebhaft gehanoell. Bei Schweinen verblieb etwas Heber|tanb. 3m einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 921 Kälber, 134 Schafe und 549 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht für Kälber beste Qualitäten 3500—3800 Mk., msittlere Qualitäten 3000—3400 Mark, geringe Qualitäten 2400—2900 M.» für Schafe 1400 bis 2000 Mark, für Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 6000—6500 Mk., von 80 bis 100 Kg. Lebendgewicht 6500—6800 Mk., von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 6800—7000 Mk., von 120 bis 0 L Ijt1 L 3ebe Menge prima »iiiime fiiwwii, p, m—.:], m-SmeM OIIZUlH 150 Kg Lebendgewicht 6600—7000 Ml., für Fett, schweine über 150 Kg. Lebendgewicht 6600 bii 7000 Mk. Außerdem wurden 147 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandell. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Sowjetregierung stimmt der Enquete- Kommission in Rußland zu? .Paris, 6. Juli. (WTD.) Der ,Petit Pari- sien" will auf Grund außerordentlich ernster Rach- richten aus Berlin verstchern, die Sowjetregie- rung habe unter dem Einfluß der stärker werdenden Krise sich bereit erklärt, eine Enquete» Kommission von alliierten Sachverständigen in RuMand zuzustimmen. Jedoch soll die Kommission mir berechtigt sein, sich über die allgemeine Lage Ruhlarrds zu unterrichten, wovon in Genua die Rede gewesen sei. Sie soll also nur Kenntnis neh- men von Konzessionen, die die ©Düyetregierung bereit sei, als Pfand für die zu erlangenden Kredite anzubieten. Der Bürgerkrieg in Irland. L 0 n b 0 n, 6. Juli. (WTD.) Um 4 Uhr nachmittags gmg der Kampf zu Ende. Zu diesem Zeitpunkte brannten 10 Häuser in der O'Con- nellstraße. Die 3rregulären leisten noch hn Granville-Hotel Widerstand. Sie schossen aus allen Fenstern, während zu beiden Seiten Feuergarben zum Himmel stiegen. Um 3 Uhr nachmittags stürmten die Freistaatstruppen das Hotel GreS- ham, worauf sich die letzten Verteidiger, fünf Mann, ergaben. Der vorläufigen Regierung gehen von allen Setten Hilfsanerbieten zu. Die Regier rung wird heute an das ganze Land einen Aufruf zu den Waffen erlassen. Rach amtlichen Telegrammen aus Dublin sind die regulären Truppen Herren der Lage, außer in einem kleinen Teil der Stadt, der noch von den Aufständischen gehalten wird. Der Schaden im Inneren der Stadt ist bedeutend. 8« gab 56 Tote und 230 Verwundete, meistens Zivilisten. Die regulären Truppen haben einen wichtigen befestigten Platz, die Kaserne Millmount bei Droghida, zerstört. Sonst gab es keinen ernsten Zusammenstoß im Lande. Britische Truppen haben an den Kämpfen nicht teilgenommen und werden nicht daran tellnehmen. Eine Meuterei in Rio de Janeiro. P a r i s, 5. Juli. (WTD.) HcwaS meldet aus Rio de Janeiro, in der Rächt zum 5. Juli sei eine Meuterei ausgebrochen, die aber sofort unterdrückt worden sei. Die Regierung, die durch den größten Teil der Land- und Seestreitkräfte unterstützt wurde, sei Herrin der Lage. Die Bevölkerung habe sich ruhig verhalten. Unruhen in Rio de Janeiro. P a r i s, 6. Juli. (WTB.) Havas berichtet aus Rio de Janeiro, daß dort der Belagerungszustand erklärt worden sei. Datum: 50/, Dtsch. Kriegsanl. 4"/g Dtsch. Reich sanl. 30/g Dtsch. Reichsanl. 4% Preuß. Konsuls Hamburg-Paketf.. . Rorddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Nationalbank f. D. . jeroq) wyt" nachweisbar, Da er ohne Komplicen arbeitete. Rur in der Hansa-Allee erreichte ihn das Schicksal, gerade in dem Augenblick, als er für über 500 000 Mk. Schmucksachen eingepackt Hatte Die Strafkammer gab ihm jetzt 3 b/. Hahre GelegeNhett, im Zuchthaus über feine' Taten nachzudenken. __ S10- 8 r a n f f u r t a. OK 6. Juli. Bekannt- »5 flcttben tm vergangenen Jahre in einem hie- Jtgen Pridatkrankenhause zwei Frauen nach Ein- writzungen, die Rovokain enthalten sollten Gegen den leitenden Arzt und die Krankenschwester wurde ein Stia'v rfcch en eingekitet, öaS nunmehr durch eine Etrafkammerverh