Nr. 106 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit derSamstaosbeilage: GießenerFamilienblätter Monatliche veznqrpreise: Mk 18.— und Mk. 2.— Trägerlohn,durch dieDost MK.20.—, auch bei Nicht, erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Ferniprech. Anschlüsse: sürdieSchrift- leilung 112; für Verlag und Gelchaftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sietzen. postscheälonto: Zrankfvrt a. M. 11686. Samstag, 6. Mai 1922 Erstes Blatt 172. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bu zum Nachmittag vorher ohnejede Aerdindllchkeit. Preis für 1 mm höbe für Anzeigen v 34 mm ‘Breite örtlich 120 Pf., auswärts 150 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 450 *Pf. Bei Platz- Vorschrift 2O.Aufichlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil fiarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Siefzen. GiehenerAnjeiger General-Anzeiger für Gberhessen Vrvck «nd Verlag: vrühl'sche Unio.-Yuch- und Stchtöruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. LZochenrückblick. Wir halten so lange nichts mehr gehört von den politischen Hebungen jener Gruppen, die das Ehavs erobern und darauf ihre kvm- 'munistischen Triumphbögen errichten wollen. Der Spaltpilz hatte sie befallen, und niemand 'weih mehr so recht die Teile der Finsternis auseinanderzuhalten, die seit 1918, der großen Rätezeit, der Mutter Nacht den alter Rang und Raum streitig macht. Doch die Teilt haben fid) noch einmal zu gemeinsamer Tal versammelt. Es war leider nur wieder ein Krawall von der übelsten Sorte. Die städtischen Arbeiter Berlins, die eine neue Lohnerhöhung forderten, was man am Ende als ihr gutes Recht betrachten kann, sind zum größten Teil sehr stark politisch radi° kalisiert, und als man im Berliner Rathaus sich nicht recht über die Deckungsfrage der neuen Finanzbelastung einigen zu können schien, da organisierte man wieder einmal eine der allzubekannten Strabenkundgebungen. ES erfolgte eine Rathausbelagerung, gegen welche die Polizei Vorsichtsmaßregeln treffen muhte, um Tätlichkeiten zu verhindern und eine möglichst unbeeinflußte Sitzung der Stadtverordneten sicherzustellen. Als der Platz abgesperrt wurde, drängte der Mob dennoch dagegen an, ein Polizist wurde an der Kehle gepackt, und darauf machte die Schutzpolizei notgedrungen Ernst, indem sie mit Anwendung der Waffe den Platz räumte. ES gab auf beiden Seiten einige Verletzungen, aber keine Toten. Das wäre also eine der alten, unleidlichen Gewaltszenen, über die man, indem die Leidenschaften verrauchen, schließlich schnell hinwegzukvmmen vermochte. Run aber kommt das Schlimmste und Widerwärtigste: das politisch-parlamentarische Rachspiel, das die Bolksleidenschaft nicht in ihrer Raturgewalt, sondern in einer krankhaften Rachäffung und abgemergelten Verkümmerung aeigt. Wir haben über die vorgestrige Skandalsihung des preußischen Landtags nicht ausführlich zu berichten vermocht, weil uns dazu der Raum fehlte; eS genügt eine kurze, nachträgliche Betrachtung, zumal die Komödie nur ein treuer Abklatsch von früher her bekannter Muster ist. Kommunisten und Unabhängige wüteten mit vereinten Kräften gegen die Polizei und die Regierung, die deren Eingreifen deckte. Cs gab pöbelhafte Auftritte, grobe Beschimpfungen bürgerlicher Redner, und eine Weile mußte die Sitzung unterbrochen werden, als die Schmähflut gegen einen Obersten der Schutzpolizei brandete, der, was durchaus kein ungewöhnlicher Vorgang war, als Kommissar am Regierungstisch Platz genommen hatte. Rament- lich der Kommunist Katz produzierte alle Künste und SCniffe ordinärer Radaumacherei und leitete diesen Rückfall in jene wüsten Praktiken, von denen sich heute auch der größte Teil der Arbeiterschaft angewidert fühlt, nachdem die Sozialdemokratie am eigenen Leibe empfindet, was sie ehemals im Hochgefühl ihrer UnterwühlungSpvlitik der „Bourgeoisie" zu kosten gegeben hatte. Jetzt ist es der sozialdemokratische Polizeipräsident, auf den die Wut der Straße gelenkt wird, und die auS dem sozialdemokratischen Lehrgebäude ausgebrochene Idee des Proteststreiks, und der Volksaufhetzung, die auch aus diesem Anlaß wieder raste und ihr Opfer haben wollte, in ihrer Sinnlosigkeit aber schon in den Anfängen erstickte, kompromittiert auch die sozialistische Mutter- und Regierungspartei. Während alle Anstrengungen deutscher Staatskunst und das höchste Interesse unseres Volkes dem außenpolitischen Wetterleuchten zugewendet sind, das gleichermaßen von Genua und von Paris aus die Welt in Atem hält, sind solche innerpolitisch-m Störungen doppelt widerwärtig. Sollte der Reichskanzler wirklich, wie er es Lloyd George angeblich sagte, seine Anwesenheit in Berlin für dringend nötig halten, nachdem Herr Poincare seine Drohungen ausgesprochen hat? Ist es so unerläßlich, daß der Reichstag in wenigen Tagen zusammenttitt? — Trotz aller unfruchtbaren Schwankungen, die sich in Genua geltend machen, mochten wir der dortigen Konferenz doch gerne noch einige Sage deS Ausharrens gönnen. ES mag fein, daß die Reparat'.vnSkow.mission in ihrer neuen, gegen den Vertrag von Rapallo gerichteten Rote die deutsche Regierung in eine Arbeit verwickeln mochte, die sie abseits von der Konferenzstadt, und nach Hause führt. Diese Institution, der ja auch England noch angehört, schert sich den Teufel was um die Genueser Probleme; sie ist noch ganz eingeschworen auf die strikte Aufgabe der mehr oder weniger gewaltsamen Durchsetzung des Versailler Verttages. Die in Genua versammelten Mächte haben, mit Ausnahme Frankreichs, erklärt, der durch den deutsch-russischen Verttag herbeigeführte Zwischenfall sei erledigt, die juristischen Sachverständigen haben keinen Verstoß gegen das ^Versailler Paragraphenbuch entdecken können — die Reparationskommission schwimmt je-1 doch vollständig im Fahrwasser PoincareS und hat offenbar von den tönenden Weltreden Lloyd Georges nicht einmal Rotiz genommen. Trotzdem sitzt der stärkere und mächtigere He- bet der Weltgeschichte zweifellos in Genua. Lloyd George kann den Pariser Riesenbrand nicht vollends löschen; so läßt er denn manche ocheunen einfach abbrennen — und die deut- che Regierung sollte eS auch so machen und hr Hauptaugenmerk aus Genua richten. Dott liegen die Zukunftsmöglichkeiten versammelt, uno nichts wäre verkehrter, als wenn Deutschland dort nicht zu retten und zu lenken ver- uchen wollte, was zu retten und zu lenken ist Lloyd George hat, wie heute gemeldet wird, unseren beiden obersten Vertretern Klugheit und Mäßigung ungeraten. Man wird den wvrtgewalf.gen Briten genau ins Auge fassen müssen: will er etwa wirklich die französische Sanktionspolitik mit in seinen großen Frie- denSpakt hineinnehmen, so muß Deutschland so handeln, tote Frankreich in der Frage des russischen Memorandums gehandelt hat, das heißt, eS muß seine Unterschrift zurückhalten und Verwahrungen einlegen. ES schweben aber so viele Differenzen zwischen Lloyd George und Poincaro in der Luft herum, daß Deutschland und Rußland sich die nötige Zeit nehmen können, um zu entscheidenden Entschließungen zu kommen. ES war dabei ein Gewinn, daß Kanzler und Außenminister jene zweistündige Audienz bei Lloyd George hatten, denn bei dieser Gelegenheit konnte diesem denn doch nachdrücklich erklärt werden, daß die Spule des deutschen Geduldfadens nicht mehr allzulange mitmachen wird. Herr Poincare, der so manchen Torpedoschuß auf die Genueser Konferenz abgegeben hat, läßt Herrn Barthou doch noch einmal das große Schiff hinaufklettern. Von dessen heutiger Unterredung mit dem britischen Kabi- nettschef werden große Entscheidungen zu erwarten sein. Wenn wir die neuesten Erörterungen in der englischen und französischen Presse lesen, besonders die Auffassungen über die deutsch-englischen Besprechungen, so halten wir eS doch nicht gut für möglich, daß auch diesmal wieder, wie schon so oft, die Kompromißnadel zusammenhalten wird, was an so viel Ecken und Enden auseinander will. Lloyd George soll schon ausgerufen haben: entweder nimmt Poincar« die belgische Freundschaft oder die englische! Entweder, Oder! In dem den Russen überreichten Memorandum war nur ein Ersatz der von den Sowjetleuten beschlagnahmten Besitztümer durch Ausgabe von BondS vorgesehen, wogegen die Belgier — die wohl von Pvin- carl aus taktischen Gründen vorgeschoben sind — nicht nur Entschädigung, sondern auch Wiederherstellung und Rückgabe der bettefsenden Besitztümer fordern. In diese Frage spielen auch amerikanische Interessen hinein. Eine englisch-holländische Handelsgesellschaft soll mit der Sowjetregierung die Ausbeutung der Petroleumquellen von Baku verabredet haben, wodurch die Interessen und die Vorherrschaft der amerikanischen Standard Oil Company gefährdet erscheinen. Auf diese Weise sollen die an sich schon vorhandenen onttbolsche- toisttschen Tendenzen der Washingtoner Regierung eine Verstärkung erfahren haben. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Frankreich und Belgien auf ihrem gemeinsamen Widerspruch beharren werden. In diesem Falle werden jedoch die übrigen Entweder—Oder-Fragen um so drohender. Der Vertrag von Rapallo wird gleichartige Rachläufer haben; Italien steht nach den letzten Meldungen schon mitten in Verhandlungen mit Tschitscherin und seinen Leuten. Wahrscheinlich wird auch England zu selbständigen Verträgen mit Rußland zu gelangen suchen. Das bedingt dann freilich auch eine andere Orientierung der brittschen Politik. Poincare, durch eine illusionäre Hoffnung auf amerikanische Beihilfe etwas gestärkt, wird vermutlich auch die von Lloyd George gewünschte Reparationskonferenz vor dem 31. Mai verweigern. Das ttübt die Sympathien weiterhin so, daß auch der geplante große Friedenspakt nicht einmal ein auch nur halbwegs würdiges Aeußeres annehmen würde. Es gilt, das Unvermeidliche abzuv^ar- ten. In wenigen Sagen schon werden die Forderungen einer neuen Aera sichtbar werden! 50 Millionen Goldmark am 15. Mai. Paris, 6. April. (WTB.) Der„Temps" berichtet, Deutschland habe die Reparationskommission wissen lassem daß es a m I 5. M a i die in dem Memorandum vom 21. März vorgesehenen 50 Millionen Goldmark leisten werde. Die Schwisrigkeiten in Genua. Franrösisch-bclgischcs Einlcukcu? — Neutraler, italienischer und deutscher Einflust. L o n d o n , 6. Mai. (WTB) Eine aus Genua kurz nach 12 Uhr heute nacht abgesanbte Reutermeldung besagt, es werd« allgemein angenommen, daß der belgische Außenminister I a s P a r nicht bei seiner Haltung verharrer werde, und daß daher die französische Unter- rühung für Belgien nicht in Straft zu treten brauche. Man erwarte auch, daß Frankreick, und Belgien das Rußland übergebene Me - morandum in seiner augenblicklichen Gestalt annehmen würden. Wenn es nicht angeom- men werde, so sei es wahrscheinlich, daß L l v y t George unverzüglich nach London zurückkehren werde. London, 6. Mai. (WTB) „Daily Chrv- nicle" berichtet aus Genua, daß Benes che Tätigkeit in der Frage des Paktes sowie auch sein Einfluß geringer geworden seien. Innerhalb der letzten Sage sei neutraler, italienischer und deutscher Einfluß in Erscheinung getreten, und es sei vollkommen klar, daß ein Pakt, der die Friedensverträge betätige, keinerlei Aussicht auf allgemeine Annahme habe. Denesch habe auch einen Vorschlag gemacht. Sein Vorschlag scheine jedoch nicht aus Bereitwilligkeit gefloßen zu sein. Der „Temps" über die Unterredung Lloyd Georges mit den Deutschen. Paris, 5. Mai. (WTB) Der „Temps" bespricht in seinem heutigen Leitartikel die gestrige Unterrebung Lloyd Georges mit dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Reichsminister Dr. Rathenau, den er ganz besonders als Unterzeich- ner des Vertrages von Rapallo kennzeichnet. Weil Frankreich Belgien verteidige und weil es das Besitzrecht verteidige, also Zivilisation, beeile sich Lloyd George, ostentativ der deutschen Regierung die Hand zu reichen. Das Blatt fragt, ob das Ministerium vielleicht zwischen Brüssel und Paris Einmütigkeit wolle Es handelt sich vielleicht darum, England in die russisch-deutsche Konvention eintreten zu lassen. Was könne England bieten ? Seine finanzielle Unterstützung Rußland und feine politische Unterstützung Deutschland zu gemeinsamem Schutz der deutschen und britischen Industrie. _ Aber gegen wen rächtet sich die politische Unterstützung? Unvermeidlich gegen Frankreich. Das Blatt will das Recht haben, sich das einzubilden, wenn man die Ereignisse in Genua in Betracht ziehe. Die Rach rächten aus Genua würden ihm keine weitere Betrachtung aufnötigen, wenn man nicht jetzt Dr. R a t h e n a u eine sehr seltsame Erklärung zuschreiben würde. Bei dem Hinweis auf eine mögliche Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen hatte Rathenau einen .„blutigen Widerstand" Deutschlands angekündigt. Würden die deutschen Industriellen, die Fabriken und Bergwerke im Industriegebiet besitzen, und die im Falle eines Kampfes ihren kostbaren Besitz zerstört sehen würden, dies auch annehmen? Was aber Frankreich anlange, so könne man nicht recht begreifen, warum Dr. Rathenau eine Besetzung des Industriegebietes ins Auge fasse, d. h. die Sanktionen, die einen beabsichtigten Vorstoß Deutschlands in dem Augenblick zur Voraussetzung habe, in dem die deutsche Regierung ihre Unterhändler nach Paris entsende, um mit der Reparativnskommission zu verhandele. Der „Temps" hofft, daß Dr. Rathenau Aeußerungen, die man ihm zuschreibe, bald dementiere. Denn unter den augenblicklichen ihn- ständen gewinnen sie den Anschein einer Provokation. {21 nm. des Wolffschen Korrespondenten: Der Sonderberichterstatter des ..Temps" gibt die angeblichen Aeußerungen Dr. Rathenaus mit ausdrücklicher Reserve wieder und dementiert sie dadurch eigentlich selbst, so daß eine Erörterung dieser Falschmeldung sich eigentlich erübrigen sollte.) Berichterstattung des Reichskanzlers. Berlin, 5. Mai. Wie die Blätter aus Genua melden, beabsichttgt der Reichskanzler, zu Beginn der kommenden Woche für einige Sage nach Berlin zu reisen, um im Auswärtigen Ausschuß Bericht zu erstatten. Der Aufenthalt des Kanzlers in Berlin werde nur wenige Tage dauern. Dr. Wirth werde voraussichtlich Ende der Woche wieder nach Genua zurückreifen. Eine Note Barröres an Facta. Genua, 5. Mai. HavaS meldet: Bar - röre hatte heute nachmittag dem Präsidenten der Konferenz, Facta, eine Verbalnote übermittelt, in der die französische Delegation der Konferenz offiziell mitteilt, daß die französische Regierung beschlossen habe, ihre Anterschrist zu dem Memorandum an die Russen solange nicht zu geben, bis Belgien die (einige nicht zu geben gewillt ist. Englische Stimmungsberichte. London, 5. Mai. (WB.) Reuters Sonderberichterstatter meldet aus Genua, es bestehe guter Grund zu der Qhmaßme, daß Lloyd Georges Unterhaltung von gestern mit Dr. Wirth und Dr. Rathenau von großer Be- deuiuna war. Der drMjche Premierminister habe nachdrücklich .Klugheit und Mäßigung" klüglich der am 31. Mai fälligen deutschen Verpflichtungen angeraten. Der Genueser Sonderberichterstatter des „Manchester Guardian" schreibt zu ten Beratungen zwischen Lloyd George und den Deutschen, Deutschlands Rück.-ehr in den inneren Ra I der Konferenz sei bc- merkenswert. Es sei klar, daß Llovd George eine letz e Anstrengung unternehme, um etwas Lohnendes au5 Genua Hera usz.ch^ len. Die ablehnende Haltung der französischen und belgischen Delegation in der Frage des russischen Memo- undums habe sich verstärkt. Die Zugeständnisse 2lot>b Georges an die Belgier und Franzosen eien vergeblich gewesen und die Absichten Rußlands, Sonterabkvmmen mit jeder Ration auf der Konferenz abzuschließen, wurden verstärkt. Die „Times" billigt die Haltung Belgiens und die Unterstützung, die ihm Frankreich zuteil werden läßt. „W estminster Gazette" schreibt, eine Aussicht auf ein allgemeines europäisches Übereinkommen mit Rußland komme jetzt nicht mehr in Frage. England dürfe jedoch die Verhandlungen mit Rußland nicht abbrechen, denn für England sei es nötig, daß Rußland wieder in den ZHreis der mit England Handel treibenden Länder gebracht werde. Lloyd George würde nach Ansicht der liberalen Kreise, wenn er auf sich allein angewiesen wäre, das Risiko übernehmen, Rußland einen Kredit anzubieten. Lloyd George müsse aber mit seinem Schatzkanzler und den anderen Kollegen rechnen. „Westminster Gazette" schreibt, als Ration wäre England gerne an Frankreichs Seite geschritten. Man könne jedoch nicht länger die 'Tatsache übersehen, daß b e i de Völker s i ch nicht mehr in Sympathie mitein ander befinden, nicht, weil sie irgendeine Ursache zi> Meinungsverschiedenheiten untereinander hätten, sondern weil beide Rationen eine verschiedene Vorstellung von der Zukunft Europas haben und ihre Haltung darin von Genua zurückgeleitet werden müsse. Die „M o r n i n g P o st" läßt sich au« Berlin melden, in gewissen deutschen Kreisen zögere man angeblich nicht, zu erklären, Lloyd George benutze Unterredungen wie die mit den Deutschen Delegierten als Lin mildes Druckmittel auf Frankreich, Barthou und Lloyd George. Genua, 5. Mai. Wie HavaS meldet^ wird Barthou schon morgen vormittag mit LloydGeorge zusammentteffen. Im Laufe dieser Besprechung soll die Entscheidung über eine gemeinsame Zusammenkunft mit Wirth und Rathenau getroffen werden. Genua, 5. Mai. (Epezialbericht des Ver» treterd des WTB.) Lloyd George ßatt heute Unterredungen mit Lord Dirken' head und Worthing von Evans, wobek die gesamte Lage in allen ihren Entwickelungen und mit allen ihren Möglichkeiten erörtert wurde. Später empfing der diätische Premierminister den polnischen Ministerpräsidenten S k i r rn u n t und den jugoslawischen Außenminister Rintschitsch. Barthou wird morgen vormittag 9 Ubt hier eint reffen. Wie von mglischer Seite mitgeteilt wird, hat er darum ersucht, Lloyd George sobald als möglich zu sprechen. Man nimmt an, daß es sofort nach Ankunft Darthvus zu einet Unterredung zwischen den beiden Staatsmänner» kommen wird. Paris, 5. Mai. (WTB.) Barthou ist heute kurz vor Mittag nach einer kurzen Unter» rebung mit Poincarä nach Genua zurück gereist. * Ein deutsch-amerikanischer Vertrag? Paris, 6. Mai. (WTB) Havas erfährt aus Reuhorker offiziellen Kreisen, daß Verhandlungen mit Deutschland im Gange seien, um eine gemischte Kommission einzusehen, beftebenb aus einem Amerikaner, einem Deutschen und einem 2leu traten, die sich über die Folgerungen aussprechen soll, die sich aus der Konfiszierung der deutschen Vermögen in den Vereinigten Staaten und der am e - rikanischenDermögeninDeutschlan d ergeben werden, sowie über die Folgerungen aus Grund des Unterganges der Lusitania Diese Fragen sollen zum Gegenstand eines Vertrages zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gemacht werden. Jedoch glaubt man nicht, daß er so zeitig fertiggestellt sein werde, daß et dem Senat noch in dieser Session zugehen kann. Die Reparatiousfrage. London, 5. Mai. (Wolff.) Der Korrespondent der „Daily RewS" berichtet, daß die von ihm gesandte Meldung bezüglich der Aebermittelung eines Memorandums nach Paris, in dem Frankreich der Vorschlag unterbreitet wird, das Reparationsproblem im Zusammenhang mit den interalliierten Schulden zu erörtern, von amtlicher britischer Seite in Abrede gestellt worden ist. Dem Berichterstatter zufolge hatte Barthou nur mündliche Anregungen nach Paris mitgenom- men und der Blackett-Plan sei, weil er von der Mitwirkung der Vereinigten Staaten abhängig und weil keinerlei Aussicht bestehe, die Vereinigten Staaten zu ersuchen, auf irgendwelche Forderungen zu verzichten, in den Hintergrund getreten. Großbritannien und wie erwartet werden könne, auch Italien, seien bereit, die Frage der Reparationen und Kriegsschulden auf seiner Grundlage zu erörtern, die für Frankreich anziehend sein dürfte. Wenn Großbritannien sich zu einer großzügigen Geste gegenüber Frankreich entschließen sollte, so werde dies ohne den Gedanken an eine gleiche Geste der Vereinigten Staaten geschehen. Rußlands wirtschaftliche und finanzielle Lage. Eine Denkschrift Rakowskis. Genua, 5. Mai. (Speziasbericht des Vertreters des WTB.) Lavoro melbet: Der russische Delegierte Rakowski hat dem Präsidenten der Finanzkommisston eine lange Denkschri f t überreicht, in dec er die der Unterkommisfion für Kreditfragen über die wirtschaftliche und finanzielle Lage Rußlands gegebene Darstellung ergänzt. Die Denkschrift verzeichnet vor allem die von der Sowjetregierung getroffenen Maßnahmen zur Hebung der landwirtschaftlichen Produktion, Unterdrückung der Requisition der Ernten, Pr. k.am erung der Handelsfreiheit, lieber» lassen von Parzellen an die Bauern auf sechs Iah re und Zulassung der Lohnarbeit. Die Maß- nahinen der Sowjetregierung hätten leider die verheerenden Wirkungen der Hungersnot nicht verhindern können. Die Sowjetrepublik habe einem schweren Problem gegenübergestanden, den Hunger zu bekämpfen und gleichzeitig das Saatgut für 1921/22 sicherzustellen. Wie die Sowjetregierung versucht höbe, diese Schwierigkeiten noch Möglichkeit zu überwrndrn, ergebe sich aus den Zahlen Rakowskis in seiner Denkschrift. Im Vergleich zu der riesigen Auf- gäbe der Wi?derhenre lang der Landwirtschaft in Rußland seien die Hilfsquellen des Landes unzureichend. Darars ergebe sich die Notwendigkeit, vom Ausland Kredite zu erhalten. Die unumgänglich notwendige Summe betrage 2 797 000 Gold rubel, die in einem Zeitraum von 3 bis 5 Jahren in der Landwirtschaft investiert werden müßten. Tie Hcruptreform, um zur Organisation der S t a a t s i n du st r i e zu gelangen, bestehe in LerTezentralisatron. Hedes Werk oder Gruppe von Werken müsse heute selbst für den eigenen Betrieb Fürsorge tragen und eine eigene Bilanz haben. Tie Verantwortlichkeit für die Entwicklung der industriellen Werke falle somit auf diese WÄse auf die Verwaltungsräte. Die Derwaltungsräte seien dadurch, daß der Staat nur in ganz bestimmten Fällen ein» greife, unabhängig gemacht worden von den Arbeiterberufsorganisationen, deren Wirksamkeit sich auf die strenge Ileberwachung der Arbeitersch^h- gesetze beschränke. In den letzten vier Fahren seien 4534 Werst Eisenbahnen gebaut wor» den. Die Abteilung für Flußschiffahrt habe 1921 große Ausbaggerungsarbeiten aisgeführt, die Abteilung für Seeschiffahrt bedeutende Bauten in russischen Häfen. Schätz ^ngsweisr werde für die Wiederherstellung des Eisenbahntransportwesens ein Betrag von 5 Milliarden Golürubel notwendig sein, wovon die Hälfte vom . Ausland geliefert werden müsse. Die russische Regierung habe nach dem Frie» den mit Polen ihre ganze Bemühung darauf ge- eichtet, den Emissionen ein Ende zu bereiten und eine normale Bilanz zu schaffen. Zu diesem 1 Zweck habe sie neue direkte Steuern auf» ^-gestellt. Für die Durchführung des Finanz- shstems hoffe Rußland auf die Annahme der $ Wünsche, die von seiner Delegation auf der Genueser Konferenz vorgebracht worden seien. Die Frage der Garantien, die Rußland für die vom Ausland evtl, bewilligten Kredite bieten könne, seien in der Denkschrift nur summarisch dargestellt. Die Garantien beständen in den Staatseinnehmen, Zöllen, und dem Erträgnis der Ausfuhr. (Die Ausfuhr ist in Rußland Monopol des Staates.) Schließlich sei eine ganze Anzahl von Garantien enthalten in den verschiedenen Konzessionen für die ^Landwirtschaft, Industrie usw., die die russische Regierung den ausländischen Kapitalisten gewähren würde. Um die russische Anleihe. London, 5. Mai. (Wolff.) Unter der Ueberschrift: „Weshalb nicht eine Anleihe für Rußland?" bringt „Daily Chronicle" einen bemerkenswerten Artikel des über die britische Politik auf der Genueser Konferenz gut unterrichteten „Student of Politic", in dem ber Verfasser zu dem Schluß kommt, es würde für die Genueser Konferenz am besten fein, wenn sie sich für sechs Monate vertagte. Diese Zeit könne dazu benutzt werden, um die öffentliche Meinung für eine Anleihe für Rußland unter endgültigen Bedingungen vorzubereiten. Im einzelnen heißt es in dem Artikel: Die erwartete russische Antwort auf das Memorandum der Alliierten werde wohl keine bedingungslose Annahme fein, aber auch keine unbedingte Ablehnung. Sie werde wohl die Tür für weitere Erörterungen frei lassen. Allgemein werde man zugeben, daß, wenn man nur Rußland eine Anleihe anbieten könne, Rußland die gestellten Bedingungen annehmen werde. Rach Ansicht des Verfassers ist es schade für England, daß es nicht frei war, Abmachungen über die russischen Schulden zu trefsen, ähnlich wie Deutschland. Es würde sich bezahlt machen, Rußland in finanzieller Hinsicht behilflich zu sein; denn was man Rußland leihe, sei nicht verloren, sondern werde letzten Endes in der Gestalt von Waren gegeben. Außerdem bilde die wachsende europäische Arbeitslosigkeit für das amerikanische Getreide eine große Gefahr und die Wiederherstellung der russischen Landwirtschaft und des Handels mit Rußland sei die erste Rvtwendigkeit. Außerdem sei die Freundschaft mit Rußland von großem politischen Wert für England, insbesondere im nahen Osten. Deutschland habe dies bereits eingesehen und wer wisse, ob nicht auch Frankreich bald diesen Weg gehen werde. „Student vf Politic" fragt, ob England, das als erstes Land mit Rußland Mitgefühl habe, allein dastehen wolle, während andere vor England das ungeheure Werk in Angriff nehmen, das Rußland bedeutet. Wenn die russische Antwort weder eine glatte Annahme noch eine glatte Weigerung sein werde, so könne die ge° | ' samte Frage der englisch-russischen Beziehungen sich von neuem erheben. S>ie augenblickliche Rote an Rußland müsse nicht als ein Ultimatum angesehen werden, und wenn eine Anleihe von beispielweise 20 Millionen Pfund Sterling zum Ankauf von Lebensmitteln und Saatkorn für die Hungerleidenden dazu führen könne, daß Rußland die gestellten Bedingungen annehme, so würden zahlreiche nicht- offizielle Engländer in Genua vollkommen bereit fein, eine solche Anleihe als eine kluge Anleihe zu bezeichnen. Italien und Rußland. Genua, 5. Mai. (Sonderbericht des Vertreters des W. T. B.) Heute fand im Hotel de Genes eine Zusammenkunft zwischen Vertretern der italienisch-russischen Gesellschaft für wirtschaftliche Initiative und den Vertretern der russischen Delegation statt. Es kam dabei zu einer Aussprache über die Zwecke und Ziele der Gesellschaft, der Vertreter der italienischen Industrie und der italienischen Arbeiterschaft angehören. Krassin gab Auskunft auf eine Reihe von Fragen, die an ihn gerichtet wurden. Er legte dar, wie sich die russische Regierung die allmähliche Aufnahme der Handelsbeziehungen mit Italien denke und entwarf ein Programm der auswärtigen Politik der Sow- jetregierung. Paris, 5. Mai. (WTD.) Der Sonderberichterstatter des „Jntransigeant" in Genua telegraphiert, alles deute darauf hin, daß ein direktes Abkommen zwischen Rom und Moskau vor dem Abschluß stehe. Einfuhrbeschränkungen und Sonderzölle. Ein deutscher Antrag. Genua, 5. Mai. (Wolff.) In der Sitzung der.Unterkommission des Wirtschaftsausschusses vom 4. Mai vormittags lag ein deutscher Antrag zur Beseitigung der Antidumping- Maßnahmen den Beratungen zu Grunde: Gr lautet: Die Einfuhrbeschränkungen und S v n d e r z ö l l e. die gegen ein Land wegen der Entroertung seiner Valuta eingeführt sind, Werden gegenstandslos, sobald die Schwankung in der Währung des belresfenden Landes sich längere Zeit wesentlich verringert, insbesondere keine Wesentliche Weitere Währungsverschlechterung ein» tritt. Fand innerhalb sechs Monaten kerne wesentliche Verschlechterung der Währung eines Landes statt, so sind, wenn die allgemeine Meistbegünstigung ihm gegenüber nrch nicht besteht, die anläßlich der Währungsverschlechterung gegen dieses Land gerichteten Beschränkungen und Sonderzölle alsbald aufzuheben. Den deutschen Antrag begründete Staatssekretär Hilf ch. Rach längerer Beratung schlug der holländische Vertreter, der sich grundsätzlich für den deutschen Antrag aussprach, vor, die Formulierung der gegenseitigen Meinungen nur im Protokoll festzustellen, ohne in eine Ab- stimnamg einzutreten. Der holländische Antrag wurde angenommen und dementsprechend verfahren. Dann vertagte sich dir Kommisiivn auf heute vormittag. Eine Vollsitzung des Wirtschaftsausschusses. Genua, 5. Mai. (Sonderbericht des Vertreters des WTD.) Die dritte Kommission (W i r t s ch a f t s f r a g e n) ist heute nachmittag unter dem Vorsitz von Colrat zu einer Vollsitzung zusammengetreten. Die Attikel 50, 51, 52 und 53 des Berichtes der Sachverständigen von London, die eine neue Fassung erhalten hatten, wurden geprüft und angenommen. Die genannten Artikel bchiehen sich auf verschiedene allgemeine wirtschaftliche Fragen, wie zum Beispiel die Zulassung von Waren und den Waren-Transitver» kehr. Die Kommission nahm ferner den Artikel 45, der die Rohstoffe betrifft, in neuer Fassung an und genehmigte eine wichtige Resolution über Handelsverträge. Eine Anempfehlung, in der verschiedene Staaten ausgesordert werden, mit allen Mitteln die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion zu fördern, und eine andere Anempfehlung, in welcher der Völkerbund zum Zusammenwirken mit dem internationalen Ackerbau» inflitut zwecks Beobachtung gewisser schon beschlossener Vorkehrungen ausgesordert wird, wurden hierauf genehmigt. Mit der Bewilligung des von dem Sachverständigenausschuß vorbereiteten Textes über Arbeiterfragen, der durch den Sachverständigenausschuß vorbereitet und von der ersten llnterfommiffion abgeändert worden War, haben die Arbeiten der Kommission ihren Abschluß gesunden. Die Vorbehalte gegen den Völkerbund. Genua, 5. Mai. (WTB.) Die dritte Kommission für Wirtschafts -und Handelsfragen hat in der heuttgen Nachmittagssitzung alle von der ersten Anterkvmmission vvrgelegten Beschlüsse angenommen. Einige Staaten wiederholten die Vorbehalte, die sie schon in der Unterkommission machten. Von Bedeutung ist hierbei der Vorbehalt Deutschlands und Rußlands dagegen, daß der V ö l k e r b u n d mit gewissen Enqueten beauftragt werden soll. Zur Frage der Meistbegünsttgung wurde ausdrücklich fest- gestellt, daß die entsprechenden Beschlüsse der Kommissionen den weitergehenden Zusammenschlüssen, insbesondere denZollunionen, nicht vorgreifen sollen. Die Beschlüsse der Wirtschaftskommission werden nunmehr nächste Woche bei der Vollsitzung der Konferenz zur endgültigen Entschließung vorgelegt. Aus dem Reiche. Zusammentritt des Reichstags. Berlin, 5. Mai. Das Plenum des Reichstags wird den Blättern zufolge Anfang oder Mitte nächster Woche zuiammentreten. Auf Wunsch der deutschen Delegation in Genua Werten sich jedoch die Beratungen auf einige fwlitisch neutrale Vorlagen, vielleicht den Eisenbahn- und den Postetat, beschränken. Keine der Fragen, die mit der Konferenz in Genua und Den Refiarationell im Zusammenhang stehen, sollen in der Vollsitzung angeschnitten Werben, Arbeitsaufnahme in Berlin. Berlin, 5. Mai. (Wolff.) Nach der „Neuen Berliner Mittagszeitung" gelang es den Bemühungen der Gewerkschaftskommis- sivn, die überwiegende Mehrzahl der gestern in Streik getretenen städtischen Arbeiter heute morgen zur A u f n a h m e des D i e n st e s zu veranlassen. Die Straßenbahner sind heute früh vollkommen fahrplanmäßig ausgefahren. Auf den städtischen Gas- und Elektrizitäts- Werken wurde die Arbeit zwar ausgenommen, doch werden vornehmlich von den Elektrizitätswerken zur Stunde noch einige Fehlmeldungen registriert. Mitgliederversammlung des Deutschen Roten Kreuzes. * Berlin, 5. Mai. In den Tagen vom 25. bis 28. April fand hier die Mitgliederversammlung des Deutschen Roten Kreuzes unter starker Beteiligung aus ganz Deutschland statt. Grundlegende Beschlüsse tarnen zustande in den Fragen der Iugendsürsorge (Fürsorge der Säuglinge, Schulkinder, Schulentlassene), der Studenten Hilfe, des SchWestern- Wesens und des KolonnenWesenS. Rach mehrtägiger, überaus fruchtbarer Deratungstätig- keit vereinigte die in der Neuen Aula der Uni- versität abgehaltene öffentliche Schlußsitzung die Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der Reichs- und Staatsbehörden und der Wissenschaft. Nach der Begrüßungsansprache des Präsidenten von W i n t e r f e I o t folgten die Berichte des Freiherrn von Roten Han über Flücht- lingsfür sorge, des Herrn O. I- Merkel über die Auslandshilfe sowie der Frau Adele Schreiber-Krieger über die Tätigkeit der Abteilung „Mutter und Kind". Frl. Dr. Alice Salomon sprach über „Gegenwartsaufgaben der Frauen im Deutschen Roten Kreuz", RegierungSrat Grüneisen über die Deutsche Rotkreuz-Hilfsaktion in R u h l a n,&. Für die dem Deutschen Roten Kreuz seit kurzem angeschlossene Arbeitsgemeinschaft der sozial-hygienischen Reichsfachverbände gaben eine Reihe von Kapazitäten die Berichte, und zwar: Prof. Dr. Rott (»Fürsorge und Schuh für Säuglinge und Kleinttnder"), Generaloberarzt Dr. Helm (Tuberkulosefürsorge), Oberverwaltungsgerichtsrat W e h m a n n (Bekämpfung des Alkoho- lismus), Prof. Dr. R ö s ch m a n n (Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten), Prof. Dr. D i e s a l s k i (Krüppelfürsorge). — Die außergewöhnlich ergebnisreiche Tagung und die W$it umfassenden Erfolge, über die berichtet werden konnte, beweisen, Welch ein großzügiger Geist das auf die Friedensarbeit eingestellte Deutsche Rote Kreuz beseelt. Aus Stabt und Land. Gießen, den 6. Mai 1922. Enthüllung der Buchheim-Gedenktafel. Die Feier der Enthüllung der zu Ehren des bahnbrechenden Phaimakologen Rudolf Buch- Heim an seinem Wohn- und Sterbehause (Lud- Wigstrahe 12, im Besitze der Ortskrankenkasse) an- angebrachten Gedenktafel hat am Freitag, 5. Mai, um 12 Ubr vor dem genannten Hause stattgefunden. Außer dem Universltätsrettor Professor Dr. Roloff und dem Dekan der medizinischen Fakultät Gckheimrat Doström beteiligte sich an der Feier u. a. als Vertreter der Deu.t s ch e n pha r° makologischen Gesellschaft, der Direktor des Frankfurter Instituts, Univ.-Professor Dr. Ellinger, eine Reihe akademischer Lehrer und als Vertreter der Stadtverwaltung Bürgermeister Krenzien. In längerer.gedankenvoller Ansprache Würdigte Geheimrat Professor Geppert als Duchheims Nachfolger aus dem Gießener Lehrstuhle der Pharmakologie die bahnbrechende Bedeutung, ldie Buchheim als dem eigentlichen Schöpfer der Wissenschaft der experimentellen Pharmakologie tn D utschland und Begründer eines natürlichen Systems der Arzneimittel tzukommt. In fesselnder Weise schilderte er die großen Schwierigkeiten und Vorurteile, mit denen Buchheim bei diesem Neubau seiner Fachwissenschaft zu kämpfen hatte, zugleich auch die seltene Bescheidenheit und vornehme Zurückhaltung und Anspruchslosigkeit des Wesens des gefeierten Gelehrten, der jeder Hervorhebung der ihm zukommenden Verdienste abhold war. So kam es, daß seine hervorragende Stellung in der Geschichte der Medizin und physiologischen Chemie allzulange außerhalb des engeren Kreises seiner Fachgenossen unbekannt geblieben ist. So wird mit der ihm jetzt erwiesenen Ehrung eine alte Dankes- und Ehrenschuld eingelöst. Als Vertreter der Familie dankte Dr. Rudolf Hering aus Neuyork, Buchheims Schwiegersohn, der mit seiner Gattin, Duchheims jüngster Tochter, aus weiter Ferne zur Feier erschienen war, in warmen Worten für die dem Gedächtnis Buchheims bereitete Ehrung, um die sich die Deutsche pharmakologische Gesellschaft besondere Verdienste erworben habe, indem sie den größten Teil der für die Gedenktafel nötigen Mittel aufbrachte. Gleichfalls im Namen der Familie richtete Geheimrat H a u p t an die Stadtverwaltung die Bitte, die Gedenktafel in ihre Obhut zu nehmen, worauf Bürgermeister Kren- z i e n es als eine Dankespslicht der Stadt Gießen erflärte, das durch die Gedenktafel gefestigte Gedächtnis des großen Gelehrten für alle Zeit in Ehren und lebendig zu erhalten. (Wir werden auf das Geben und Wirken Rudolf B u ch h e i m s noch ausführlich zurücklommen. Die Schrifiltg.) ** Amtliche Personal nachrichten. Am 1. Mai 1922 wurde der Förster der Forst- Wartet Alsfeld, Oberförsterei Eudorf, Förster Konrad Schmidt zu Altenburg, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Iuli 1922 ab in den Ruhestand versetzt. — Am 2. Mai 1922 wurde der Regierungsassessor Dr. Otto Andres zu Heppenheim mit Wirkung vom 15. Mai 1922 an zum Feldbe- relnigungskommissär zu Friedberg mit der Amtsbezeichnung „RegierungSrat" ernannt. < Folgenschwerer Unfall Ein Bein abgefahren wurde gestern abend gegen 91/2 Uhr einem Reichs Wehrsoldaten vom hiesigen Truppenteil. Der Unfall ereignete sich im Westlichen Bahnhofsteit bet Posten 148. Der Verunglückte Wurde sofort der Klinik überwiesen und soll sich bereits auf dem Wege der Besserung befinden. Wie er selbst angibt, hat er sich au» einem Spaziergang befunden. " Als einen großen vaterländischen Abend kann man wohl mit Recht den gestrigen Abend bezeichnen, an dem der Ma -1 r In e Der e l n durch Kapitän Schmehk, einem geborenen Gießener, einen Lichtbilder Vortrag halten ließ über „Die lötnonatige Fahrt des Hilfskreuzers ^Wolf". Eine passende Einleitung blldete die Eröffnung durch den Marinemarsch und den Gesang des -Seemannsliedes „Auf, Matrosen, die Anker gelichtet". Namens des Marinevereins begrüßte Rüdiger- Gießen die überaus zahlreiche Hörerschaft. Der Hauptredner des Abends würbe schon bei seinem Erscheinen lebhaft gefeiert. In seinem Vortrag, der mit echtem Seemannshumvr gewürzt War, schilderte er an Hand sehr schöner Lichtbilder Ausfahrt und Abenteuer seines Schiffes. Nichts, was Krieg und Seenot für den See- mann mit sich brachte, blieb den Tapferen erspatt. Die Ausfahrt aus Kiel ging unter falschem Flamen unauffällig von statten; das Flugzeug 'Wölfchen, mehrere Kanonen, Torpedorohre und etwa 500 Minen wurden mitgenommen. Die..Ausgabe des „Wolf" war es, die Häfen Indiens ifrtb Australiens mit Minen zu belegen. Nach schwerer Fahrt im nördlichen Ozean ging die Fahrt bis ins Eismeer, dann von Grönland südwärts durch den Atlantischen Ozean bis zum Kap der guten Hoffnung. Die ersten Minen wurden gelegt vor Kapstadt und am Kap Agulhas, später vor Colombo und Bombay. „Wölfchen" stieg wiederholt auf 3U Erkundigungsfahrten. Englische und andere feindliche Schiffe wurden gekapert und dann versenkt. Gin englisches Schiss Wurde als das Bremer Schiff „Gutenfels" erkannt, ein Schwesterschiff des „Wolf". „Gutenfels" wurde als „Illis" ausgerüstet und ebenfalls zum Minenlegen abgesandt. Vor Melborn und Sydney auf Australien Wurden mit großem Erfolg Minen gelegt, die australischen und englischen Zeitungen wimmelten von Schrek- kensnachrichten. An der Sonntagsinsel würbe gerastet in einem stillen Hasen. „Wölfchen" frag ein englisches Schiff mit Wertvoller Ladung, die auf dem „Wolf" verstaut Wurde. Durch Funkspruch erfuhr die Besatzung, daß Graf Luckner, der „Seeteufel", gefangen Worden War, und die Engländer jubelten, daß sie den gefährlichen German unschädlich gemacht hatten. Sie hielten sein Schiff für den „Wolf". Aber bald setzte dieser feine Tätigkeit fort. Die Fahrt gtng an Borneo, ZelebrS, Iava vorbei; die Kohlen Wurden knapp, deshalb Wurde bei Durban ein spanischer Kohlendampser angeholt und Kohlen genommen. Inzwischen waren alle Menschenrassen als Gefangene an Bord gekommen, so daß das Schiff 700 Mann beherbergte. Zur Zeit der zweiten Weihnachts-- feier trat der Skorbut ziemlich heftig auf, da es in frischen Gemüsen und Brot fehlte. Die Minen waren sämtlich gelegt, und so wandte man sich der Heimat au. An der Küste Brasiliens Wartete man vergeblich auf feindliche Schisse. An Island und Norwegen vorbei gelangte „Wolf" unbehelligt durch Slagarrat und Sind nach der Heimat, wo man das Schiff längst für verschollen hielt. Um so herzlicher und begeisterter war der Empfang nach der ISmonatigen Irrfahrt tn allen Meeren der Erde. — Der Redner schloß mit einem $off- nungsblick in die Zukunft, die deutsche Schiffahrt fei wieder im Aufblühen begriffen und deutsche Arbeit, deutscher Fleiß, deutsche Intelligenz werde das Vaterland wieder durch die trübe Gegenwart zu Ehren und Ansehen bringen. Lang anhaltender' Beifall lohnte den Redner. ** Ein Achtzigjähriger. Eine in web' ten Kreisen Der hiesigen Bevölkerung, besonders aber in Turnerkreisen, bekannte Persönlichkeit begeht am morgigen Sonntag ihren 80. Geburtstag. Es ist dies Oberpostassistent i. R. Peter Mang 0 lf. Wer den alten Herrn kennt, wird erstaunt sein über die körperliche Rüstigkeit und die geistige Frische, die das Geburtstagskind noch besitzt und die zum größten Teil wohl auf die langjährige Pflege der Leibesübungen zurückzuführen sind. Möge Herrn Margolf auch fernerhin ein recht schöner Lebensabend beschieden sein. ** Silberne Hochzeit feiern am Montag, 8. Mai, Schuhmachermeister Heinrich Müller und Frau Amalie geb. Lang. Wolkengasse 23; gleichzeitig begeht Herr Müller sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. " Nicht iden11sch. Herr Karl R e e h aus Krofdorf bittet uns, daraus hinzuweisen, daß er mit dem In unserem Schoffengerichtsbericht vom 27. April genannten Buchbinder nicht identisch ist. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag. Stadttheater, 7 llbr: „Oidivus". — Hotel Großherzog, 8 ilfjr: Degrüßungsabend der Deutschen Volkspartei. — Lichtspielhaus. Dahnßosstraße, heute und morgen: „Des Lebens und der Liebe Wellen" und „Der Herr Impresario". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3‘/2 Uhr: „Oidipus". — Turnhalle (Oswaldsgarten), 8V4 Uhr: Oesfentliche Versammlung der Deutschen Volkspartei. — Oberhessischer Kun ft verein. Die Karlsruher Künstlerbund-Ausstellung ist nur noch morgen (Sonntag) von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Don Montag an bleibt die Ausstellung Wegen vollständigen Wechsels der Gemälde geschlossen. Schon jetzt dürfte von Interesse sein zu erfahren, daß die nächste Ausstellung wieder vielseitige Kunstwerke namhafter Künstler aufzuweisen hat. — Der Parteitag der Deutschen Volkspartei begimit heute mit einer Sitzung des Landesauöschusses. Am Abend Werden die Gießener Parteifreunde zur Begrüßung der auswärtigen Gäste ein gemütliches Beisammensein im „Großherzog" veranstalten, zu dem Mitglieder und Freunde der Pattei eingeladen sind. Morgen (Sonntag) vormittag beginnen dann um 11 Uhr die Beratungen: den Abschluß bildet am Abend die öffentliche Versammlung, in der Finanzminister a. D. Becker und Landtagsabg. Dr. Osann sprechen. Wettervoraussage für Sonntag: Heiter, trocken, Nachtfrostgefahr. Heber Nords ran krttch ind Süddeutschland liegt ein Hochdruckgebiet, das uns Anfheltrrnng und gutes Wetter bringt. Landkreis Gießen. i Allend 0 rf a. d. Lda., 4. Mal. Gestern abend hielt im Auftrage der L i g a z u m S ch u tz e der deutschen Kultur Dr. Falkenberg (Gießen) einen Lichtbildervortrag über „D i e Fr c m d e n l e g i 0 n". Der Redner zeigte in Wort und Bild, welch unmenschliche Strapazen von dem Legionär verlangt werden, und welch grausamer Behandlung er ausgesetzt ist. Dabei besteht die Fremdenlegion heute aus annähernd Dor Der auf kurzem trat das 19jährlge Dienstmädchen Käthe Ofteutcr von hier eine Reise nach Darmstadt an. Das Mädchen ist dort nicht ein* getroffen und feit seiner Abreise von hier spurlos verschwunden. a Dad-Nauheim. 5. Mat. Ange- wohnlich hohe Preise wurden gestern im städtischen Hochwald erzielt. Zwei Meter Eichenscheiler und Eichenknüppel kamen auf Tausende von Mark. KrciS.Friedberg. fpd. Dad-Nauheim, 5. Mai. 2000 bis 2500 Mark. Dieselben Preise wurden auch für 100 Eichenwellen, zumeist Astholz, angelegt. — Eine soziale T a t hat die Ttadtverwaltung vvllb7acht, indem sie etwa 9—10 Morgen städtisches Ackerland in bester Lage der Gemarkung an etwa 85 Landbewerber pachtweise verteilte. ES kamen nur Leute in Betracht, die noch keinerlei Land in Bearbeitung haben, zumeist Arbeiter, Angestellte und Beamte. Die Iahrespacht für die 250 Qdm. großen Anbaustücke beträgt 125 M. In den neuen Schrebergärten herrscht fett einigen Tagen in den Abendstunden ein emsiges Schaffen. 4 Bad-Aauheim, 5. Mai. Aus dem Kurleben. Dreißig Jahre ununterbrochen im Staatsdienste war am 1. Mai Der Sekretär Der Kurverwaltung Huth tätig. Hm die Entwicklung des Bades hat sich der bei Kurgästen uno einheimischer Bevölkerung gleich beliebte pflichtgetreue Beamte in dieser Zeit große Verdienste erworben. — Das Kurorchester hat seit 1. Mai mit 48 Mann wieder seine volle Besetzung. An Stelle des sehr beliebten Kapellmeisters Raue, der neben Hofrat Winderstein die Konzerte des Orchesters leitete, letzt aber eine andere Stelle angenommen hat, wurde Musikdirektor Schröder als Kapellmeister verpflichtet. — Das Kurt Heater (Gießener Stadttheater) eröffnete heute die diesjährige Spielzeit mit Ilgensteins dreiaktigem Lustspiel „Der Tenor der Herzogin". Ein voller Erfolg war dem Theater beschieden. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 5. Mai. In diesen Tagen ging beim hiesigen Postamt ein eingeschriebener Brief aas Rußland ein, der mit nicht weniger als 40 000 Rubel frankiert war, eine Marke zu 20 000, die zweite zu 12 500, die dritte zu 7500 Rubel. Kreis Wetzlar. * Wetzlar, 5. Mai. Bor e t a>a drei Zähren versch wan d der Erdarbeiter Zo- bannes Panz aus Groß-Altenstädten, bald nach seiner Heimkehr aus dem Kriege. Es wurde damals vermutet, daß er nach Amerika ausgewandert sei, aber auch andere Gerüchte, die von einem Verbrechen sprachen wollten nicht zur Ruhe kommen. Gin Sohn des Bermißten, der zur Zeit seiner Heimkehr auswärts iveilte, aber seit einiger Zeit wieder zurückgekehrt ist, richtete sein ganzes Bemühen Darauf, den Sachverhalt aufzuklären. Diese Aufklärung ist nun erfolgt und zwar dadurch, daß die Leiche des Berschwundenen in einer Zauchegrube, über die neuerdings ein Abort gebaut worden war. aufgefunden wurde. Obwohl der Körper bereits stark verwest ist, ließ sich 75 'Prozent Deutschen, und XanTenoe heutigeri bet Der Versteigerung des Holzes Männer, die bei dem Wiederaufbau unseres Da- fm ftäbtKAen frnAmnlb enieh ,^wc»t Meter nenvölker eingegangen. Es find meistens die durch die im letzten Winter hier stark auftretende Ruhr geschwächten Völker. Schaden beläuft sich bet vielen Omfern tertanbe« mithelsen könnten, verbrauchen ihre Kräfte und opfern ihr Leben in einem fremden Lande für ein fremdes Volk. Der Vortragende chetonte mit Recht, daß die« anders wäre, wenn wir mehr Rationalgcfühl hätten. Die Ausführungen des Redners wurden von den zahlreich Versammelten mit vielem Beifall ausgenommen e Grotzen-Linden, 5. Mai Am öonn- t/, M i l- lion Mark. KretS Schotten. kd. E i ch e! S d v r f, 5. Mal. Zufolge Des ungünstigen Wetters der letzten Wochen sind in Den letzten Tagen noch zahlreicheBie- I doch n«y mit ziemlicher Deutlichkeit ein Loch I im Schädel tcflflellm, daS dem Anschein nach von einer Schumx-rletzung berrübrt Gs liegt also aller Wahrsä^mlichkeit nach ein Mord vor. Verdächtig der Tat ist die Ehefrau des Berfchwun- dencn, die verhaftet und nach dem Gewahrsam in Hohensolms gebracht wurde. Hier gelang cs ihr, zu entfliehen^ sie ist aber bereits wieder auf einem Heuboden in Erda entdeckt und auf« neue fest genommen worden. Hcffcn-Rafiau. Frankfurt al< Flughafen. fpd. Frankfurt a. M., 5. Mai. Da In Kürze das LustverkehrSverbot in Der neutralen Zone aufgehoben werben soll, sinD von Der StaDtverwaluuig bei Den zuständigen Stellen Die erforderlichen Schritte eingeleitet worden. um Frankfurt a. M. in Daß Deutsche Luft- verkehrSney einzubeziehen. Als Flugplatz ist Das Gelände am Rebstock, in Der Rähe Der ehemaligen Zeppelinhalle, in Aussicht genommen. Für Die ZnstanDsetzung DeS Platzes fordert Der Magistrat bei Der StaDtverorDneten- versammlung Die Bewilligung von 740 000 Mk. Die RntSherrnsessel unter Dem Hammer. spd. Rotenburg a. d. Fulda, 5. Mai. Die Stadtverwaltung hat aus dem Gerümpel des Rathauses alten Hausrat herauSgeholt. Darunter besanden sich 11 altertümliche Ratsherrensessel, ein Sofa und ein Tisch im Rokoko st il. Die Rokoko- Herrlichkeit wurde bei einer öffentlichen Versteigerung. der Altertumshaber von Welt und breit beiwohnten, für * 39 500 Mark einem Kasseler Händler zugeschlagen. fpd. LIs i ngen, 5. Mai. Der Sch ützen- verein feiert in diesem Zahr sein 5 0 0 j ä h r i - ges Jubiläum. Die erste ilrtinbe, die von dem Dasein der Schützenbrüderschaft Zeugnis ablegt, stammt xxud dem Zähre 1422 Damals lud die Stadt Frankfurt 26 benachbarte Städte, Schlösser and Flecken zu einem öffentlichen Schießen ein, das am 28. Zuni mit der Armbrust stattfand. Der Wert der ausgesetztrn Preise betrug 11 Gulden. fpd. Kassel, 5. Mai. 3 n 1 d) to c r b e 11 u fiten c m Zustand stürzte sich ein 40jährlger Arbeitsloser in die hochgehendr Fulda. Es gelang einer Anzahl Schüler, den Mann zu retten. Plötzlich riß sich dieser von feinen Rettern l)S und rannte zum zweitenmal in den gl iß. Diesmal wurde er von der Strömung rasch f>rtgeri|- sen und ertrank, ehe ihm Rettung gebracht werden konnte. Landwirtschaft. wd. A l z e h, 5. Mai. Die Veretnigte Freie Rhetnhessische Bauernschaft beabsichtigt in Berbindung mit Geld- und Fachleuten in Rheinhessen eine neue Zuckerfabrik ind Marmeladefabrikation za errichten. Dre Wahl des Platzes wird in Den nächsten Tagen erfolgen. Zn Betracht kommt ein Ort an der Dahn- ftvetfc unzey—Mamz. TM« wrrv. smv bte Gelder für diese» Projekt bereit« gezeichnet und die Fabrik soll schon im Herbst 1923 bi Betrieb gesetzt werden. Kirche und Schule. ' Freie Lehrer st eilen. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Beßrer zu besetzende Schulstelle zu Spachbrücken (Kr-eiS Dieburg), et ne mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende SchulsteNe zu Frankenhausen (Kreis Dieburg), eine mit einem evangelischer, Lehrer zu besetzende Schulstelle an der evangelischen Volksschule zu Dieburg, eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Klein-Hausen (Kreis Bensheim), zwei Schulftellen in Lorsch «Kreis DenSheim), von denen emc mit einem katholischen Lehrer und eine mit einer katholischen Lehrerin besetzt werden soll. Spiclplan der Frankfurter Theater. — Opernhaus Sonntag. 7. Mai: öa- valleria rusticana: hieraus: Der Bajazzo. Montag. 8.: Garmen Dienstag, 9.< Dioletta. Mittwoch. 10.; Die Zauberflöte. Donnerstag. 11.: Die Doh-me. Freitag. 12.: Boccaccio. Samstag, 13.: Herzog Blaubart« Burg: hierauf: Der holzgefchnüite Prinz. Sonntag. 14.. nachm. 3 ilßr; Undine: abends 71/? Llhr: ToSca. Montag. 15.: Madame Butterfly. Dienstag. 16.: Mignon. Mittwoch, 17.: Der fliegende Holländer. SchauspielbauS. Sonntag, 7 Mai. Tanzabend von Riddy Zmpekvven. Montag, 8.: Die Räuber. Dienstag, 9.: Manon Lescaut Mittwoch, 10.: Alichael Kramer Donnerstag, 11.; Sin Sommernachtstraum. Freitag, 12.: Die lustigen Bagabundeu. Samstag, 13.: Manon Lescaut. Sonntag, 14.: Manon Lescaut. Montag, 15.: Torquato Tasso. Dienstag. 16.: Michael Kramer. Mittwoch, 17.: Llnbestimmt. Die Patienten finden im Kaffee Sag, dem coffeinfreien Bohnenkaffee, den gleichen Geschmack des Kaffees,ohne eineLrregung des Serzens zu verspüren. Geheimrat Exzellenz von Leyden, Vortrag: „Herzneurose und deren Seßanblung". Dr.EahrsZ3hnpUlV8rJr.23“ vom Zahnarzt verordnet, daher 4193 „das rechte Zahnpflegemittelf ihren tu Mesüugverglas.. 4X4 m, 24 ^rtntbl. 2 Lei- Wir retten Ihre haare! Senden Sie sofort, znr mikroskopischen Untersuchnng unter ärztlicher Leitung 3bre ausgekammten Haare. Darauf erhalten Sie von uns genaue Vorschrift für ihre Haarpflege. Untersuchung und Vorschrift, kostenlos. Wlse Knr- and Heilanstalt Schloß Falken- berg bei Grünau M 58 (Mark) Wer nimmt ein Kind (Jungen),9 Monate alt.in liebevolle Pflege gegen guieBezabluug‘2 Schriitl. Angeb. unter 04702 an den (Siebener Anzeiger. TriebniecmM 4465 Wolsstrafie 21. Danksagung. Allen denen, die unserem lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, das liebe Lied, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und die liebevollen von treuen Freunden gehaltenen Reden sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank aus. 10 000 Mk. bar für Vorwärtsstrebende u. 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Im Namen der ttauerndenHinterbliebenen: August Schoenwerk. Danksagung. Für die warme Teilnahme bei dem schweren Verluste unseren herzlichen Dank. Für die Hinterbliebenen: Emma 5ranz geb. Zroböse Gießen, den 4. Mai 1922. , 04644 feiert der galvanische Schwach- ström, erzeugt durch Wohlmuth's elektro-galvanischen Schwachstrom-Apparat Marke Geweco bei den verschiedenen Formen von Erkrankungen der Muskeln und Gelenke. Glänzende Zeugnisse über erfolgreiche Behandlungen können vorgelegt werden. Kostenlose Prospekte versendet: Elektro-galvanisch. Institut für Naturheilbehandlung Frau Franz Dikomeit, Gießen, ■ Wolltorstr. 75. — Behandlungen werden ausgeführt von 9 — 1 Uhr Todes-Anzeige. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde mir nach kurzem, schwerem Kranksein meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, unsere liebe Schwiegertochter, Schwester und Tante Frau Sophie Heß geb. Joseph im 54. Lebensjahre durch den Tod entrissen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Heß. Grüningen, Bad-Nauheim, Wenings, Mainz, Frankfurt, Würzburg, Lollar, 6. Mai 1922. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. Mai, nachmittags 3 Uhr, statt. M58D Graecum.Latinum.Maturum Einzelvorber. Ober!. Dr. Roose, Goethestr. 34. (,«> Schneiderin nimmt Kunden an in und auner dem Hause. oieM Mrchstcake 13 H. S Nr. 106 Zweites Blatt Kriegshetzer im christlichen Deckmantel. Unter der Überschrift: „Wirklich viel Gutes wird von der Pmea (Vereinigung christlicher junger Männer) in Polen getan, gibt die ..Arnarvc News", Coblenz. einen Artikel bekannt, den wir hier wörtlich übersetzt folgen lassen wollen, da er zeigt, unter welchen scheinheiligen Deckmänteln heute noch kriegerische Vorbereitungen getroffen werden, die letzten Endes nur der französisch- polnischen Allianz gegen Deutschland und Rußland helfen sollen: „Mr. Walten, der europäische AufsichtS- rat der Vmca, ist soeben von Genf, dem europäischen Hauptquartier der Dmca, hier angekommen und erklärt, daß er von einer bedeutend vergrößerten Organisationstätigkeit der Gesellschaft berichten kann. Er sei kürzlich in Warschau und Polen gewesen, und dort hätte seine Organisation ganz bedeutende Ausdehnung gewonnen und werde von dem polnischen Staate und der Regierung sehr unterstützt. Die Organisation habe eine große Anzahl von Dmca-Schulen eingerichtet und dort würden regelmäßig genaue Kurse in drahtloser Telegraphie, Motorbau und Mo- torenwe>n gelehrt, aber ganz besonders sei der Hauptzweck der Schulen die Ausbildung der drahtlosen Telegraphisten. So weit sei die Unterstützung der polnischen Regierung gegangen, daß der gegenwärtige Unterricht von dem leitenden Offizier des Signalkvrps der polnischen Armee geleitet werde und daß unter voller Unterstützung der polnischen Regierung eine von einem ehemaligen amerikanischen Marinefachmann gegründete Schule so bedeutend vergrößert worden sei, daß sogar die technische Ausbildung stattfinden könne. Die polnische Regierung habe sogar die Radia-Exper- ten von verschiedenen europäischen Hauptstädten angewvrben (wahrscheinlich französische, die Red.), damit man den Schulern ein Diplom ausstellen könne und diese Schüler soweit ausgebildet werden, daß sie wiederum Andere ausbilden können. Die Motorenschulen und Transportationsunterrichtsschulen seien sehr ausgedehnt worden und befänden sich an allen Cisenbahnpunkten von Wichtigkeit. Die polnische Regierung erbaue alle Gebäude und handle mit der Vereinigung christlicher junger Männer in ausgedehntestem Maße zusammen. Mr. Walton, der europäische Generalvertreter dieser Organisation, teilte ferner mit, daß dieselbe Tätigkeit seiner Organisation auch auf dieTschecho-Slowakei und andere Länder ausgedehnt würden." Aus diesem Berichte kann man nur die kriegerische Seite herauserkennen, die sich letz» ten Endes gegen Deutschland richtet. Kenner der amerikanischen Verhältnisse wissen ganz genau, daß diese Dmca, „Doung Mens Ehri- stian Association", immer eine sehr deutschfeindliche Haltung zur Schau getragen hat und besonders während des letzten Krieges es an Hetzereien und Niederträchtigkeiten gegen alles Deutsche nicht hat fehlen lassen. Kirctze und Schule. )( Hermannstein, 5. Mai. Am kommenden Sonntag wird alS neuer Geistlicher unserer Gemeinde Pfarrer H a n st e i n eingesührt. Pfarrer Haustein war über 25 Hal-re lang in fer aafkl H.-nden Industrie-Gemeinde Algrrngen bei Diedenhofen tätig und wirkte dort in großem Segen. Er mußte wegen seiner echt deutschen Gesinnung aus Lothringen weichen, fand vorübergehend Anstellung in Oberrauroff bei Idstein äm Taunus and wurde durch den Patron Frei- Herrn von Schenk in Darmstadt auf unsere Pfarrei horgej4logen. Tt le seiner früheren Gemeinde- glieder aus Lothringen sind in hiesiger Gegend beschäftigt und werden es gewiß nicht versäumen, am Ehrentage ihres früheren Seelsorgers am Sonntag mit dabei zu s ein. DieZakramentshex. Roman von Marie Kerschen st einer. 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Troß des Schneebruchs war dann ein üppiger Sommer gekommen. Saure Mühe hatte der Segen gekostet, der jetzt in den Scheunen lag, aber er hatte auch wieder Frieden gestiftet und den alten Grolt vergessen lassen. Acht Tage vor dem Kirch- Weihtage waren ein paar jurge Burschen als Abgesandte des DorseS zum Waldsack-erer gekommen, um zu fragen, wie er es mit dem Fest zu halten gedenke. Da hatte der Bauer nur ein paarmal zornig aus der Pfeife gepafft und gesagt, er wolle sich den Fall überlegen. Aber als kurz darauf ein Wagen voll schwerer Bierfässer ins Dorf gerattert kam, wußten sic Bescheid Gesprochen hatte man nicht mehr darüber. Nach dem ersten Hahnenschrei bab im Waldsackerhof ein Hasten an, als wollte das Weltgetriebe aus den Fugen gehen. Fässer rollten Dröhnend über den Tanzboden. Man hörte die wuchtigen Schläge, mit denen der Krugwirt den Zapfen ins Spundloch trieb. Gläserklirren und Tcllerklappcrn verscheuchten den letzten Nest von eochlummerlr-unkenheit aus dem hintersten Winkel des Hauses. Dazwischen ertönten die aufgeregten Befehle der Wirtin und die knappen Zurufe des Waldsaclerers, durch die er das Gesinde auf den Stab brachte. Dazu meckerte, blökte, brüllte es aus dem Stall, schmetterte es vom Hühner- Hof dec, daß des- Hofhunds zänkisches Gekläft kaum zur Geltung kam. Später, als es zur Messe ging, lag der Hof noch einmal int Schweigen. Nur die beiden Kinder waren im Hause zurückgeblieben. Su ersten Herbstfröste hatten den No man wieder a iss Krankenlager zurückgeworsen. Lene wartete ihn. Während er in leichtem Schlummer lag. lauerte sie. die Stirn gegen die Scheiden gedrückt, am Fenster und sah mit stillem Behagen, wie dte Kirchtür einen Heidedörfler um den andern schluckte, bis die Wege leer wurden und das Dorf in Verlassenheit dalag. Befriedigt atmete sie auf. Nun char sie sicher, eine Weile keinen von ihnen zu sehen. Sie wußte jetzt, daß man sie böser Künste fähig hielt. Roman hatte es ihr verraten, ilnb wenn sie seither im Dorf in Bedrängnis kam. dann machte sie sich den Aberglauben zu Nutzen, indem sie mit ihrer Kraft drohte, besonders nachdem sie merkte, wir toirt- sam das Mittel im allgemeinen war. Sie ahnte nicht, wie es in andrer Weise zu ihrem Schaden wurde. Endlich Drang durch die klare Herbstluft das Ite missa est des Pfarrers und der Gemeinde Schlußgesang. Gleich darauf trat der fremde Pfarrer ins Freie und bestieg den Wagen, der ihn wieder sorttrug Die Bauern stellten sich zu Paaren auf. An der Spitze des Zuges ging die Musik und ein Bursche, der die 5a>ne trag. Dann kamen die Mannsleute und hintennach noch das Weibervolk, so wie es die Nangordnung im Dorfe erforderte. Im weiten Bogen zogen sie durch das Dorf und fielen schließlich in das Wirtshaus ein. Zeder wollte zeigen, daß er em Kerl war. der sich auf Kirchweihlaune verstand. Heule hieß es ums Totfein fidel sein! Alle Sehnsüchte und nebelhaften Wunschgebilde, die zahr- über von der harren Dauernarbeit erschlagen wurden. feierten heute Frei-Tag in den losgelassenen Ge.'.rutern. Heber die Schnur hmenl Sich aü- toben! Das war die Tonart, rie an Kirchweih aul dem Programm stand. Man schrie sich die Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 6. IHai st)22 !■» M W .| | - — ' -- Sandel. Berliw 5. Mai. Börsen st immungS- b i l d. Angesichts des auf der Genueser Konferenz unverändert stark hcrvortretenden englisch- sranzösischen Gegensatzes bleibt die politische Lage dauernd unsicher. An der Börse hegt man anscheinend die Hofsnung. daß sich schließlich unter gewissen Zugeständnissen die englische Auisassung doch durchschen wird und damit auch für Deutschland Erleichterungen in absehbarer Zell eintreten werden. Bei der infolgedessen allseitig wieder zur Schau getragenen starken Zurückhaltung und Geschäftsunlust machte der Abbau des Kursgebäudes weitere Fortschritte, was für die führenden Papiere zu durchschnittlichen Kursnachlässen von 20—50 und darüber, für Ilse Bergbau, Laura- Hütte. Deutsche Kalb Anglo Guano. Schwarzkopf. Deutsche Waffen. Gothaer Waggon und Norddeutsche Wolle von 60—90 Prozent führte. Laura- Hütte vermochten später die Einbuße wieder auszugleichen, wie überhaupt weiterhin eine gewisse Widerstandskraft bei leichten Kursbesserungen der einzelnen Werte unverkennbar war. Schissahrts- und Bankaktien verloren bis 10 Prozent. Oefier- reichische Staats bahn stiegen bei dem bekanntlich sehr knappen Material weiter um 325 Prozent. Auslandsrenten scheinen ihre Rolle als Betätigungsfeld der sonst ziemlich beschäftigungslosen Spe'ulation ausgespielt zu haben. Türkische Werte bis auf Türkenlose, die 150 Mark stiegen, waren eher realifiert. Oesterreichische lagen still und teilweise schwacher, ungarische waren überwiegend fest. Mexikaner waren bei Schwankungen behauptet. Am Devisemnarlt fanden toieberum stärkere Schwankungen statt. Am Einheitsindustriemarkt überwog das Angebot. Frankfurt a. M., 5. Mai. Börsen- stirnrnungsbild. Das Geschäft war auch heute ruhig. Abgaben drückten die Kurse wesentlich. Bei einigen Papieren waren noch geringe Erhöhungen zu verzeichnen. Irn freien Verkehr waren von den amtlich nicht notierten Werten Benz schwächer, 510. Becker-Stahl 450. Gebr. Fahr 620. Hansa Lloyd 255. Inag 510, Ufa 260, Rastatter Waggons 650. Deutsche Petroleum 2100. ManSfelder Kuxe 23 750. In Bankaktien und heimischen Anleihen herrschte vollkommene Stagnation. Die lustlose Haltung der Devisen beeinflußte die Valutapapiere nur wenig. Der Dollar stellte sich im Frühverkehr auf 285 und bewegte sich dann auf 282.50. Am Mvntanaktienmarkte war die Haltung in führenden Aktien durchweg matter. Zuckerfabrikaktien niedriger. Ehemische Aktten hatten einen stärkeren Kursverlust zu verzeichnen. Elektrizitätsaktien, deren Kurseinbußen bis zu 40 Prozent betrugen, wurden realisiert. Die Tendenz des Einheitsmarktes kennzeichnete sich als sehr schwach. Es kam zu größeren Einbußen. Die Börse schloß bei flauer Haltung, vereinzelt etwas erholter. Privatdiskont 47a Prozent. Frankfurt a M., 6. Mai. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 4. 5. 6.5. 4.5. 5.5. 5°/, Dtfch. Kriegsanl. 77,50 17,50 77,50 77,50 4°/„Dtfch. Reichscml. 93,50 92.- 93,— 93 50 3°°Dtsch.Reichsanl. 134,- 133,50 134,- 129,90 4°/n Preuh. Konsuls 85,50 84 — 85,— 84,- Hamburg-Paketf.. . 422.— 435,- 410,— 401,- Norddeutfcher Lloyd 330,- 318,— 829,- 312,- Comm.u.Privatbank 308,- 305,- 320,- 307,- Darmstädter Dank . 308,— 306, — -08,— 306,- Deutsche Bank . . . 597,50 595,- 600,- 000,- Disconto-Gesellschaft 436,- 437,— 440,— 438,- Dresdner Bank. . . 322, - 320,— 328,— 324, — Mitteld.Creditbank. 275,- 272.- 275,- 272,- Nationalbank f. D.. 310,— 308,— 312,- 809, Doch. Gußstahlwerke 1065,- 1055,- Bud.- Eifenw - Akt.. 870, — 805, — 840,— 7ä0,— D.-Luxemb. Bergw.. 960, — 955,— 980,— 963, — Gelfenkirch. Dergw.. 1030, — 970,— 1012,— 1000, — Harpener Bergbau. 1775, - 1760,- 1760,- 1780,- Oberfchl. Eisenb.-B. 910,- 860,- 980,- 852,- Oberfchlef. Cisenind. 740 - 717,- 728, - 719,— Phönix-Dergb.-Akt. 1150,— 1120,— 1124,50 1090,— Bad.Anilin-u. Soda 742,- 730,- 73C,— 715,- Höchster Farbwerke. 682,- 672,— 680,- 6-8,- Allg. Slektr.-Gef. . . 690,- 662,- 670,- 665,- FelienL Guilleaume 835,- 810,- 830,- 800,- Schuckert-Werke. . . 640,— 605,— 625, — 610, — Adlerwerke 520,— 495,— 520, 500,— Daimler 467, - 445, - 457,— 450,— 4^ Hess. Etaatsanl. 79,75 78,- 78,- 80,- Sleckron Griesheim 847,50 798, — 810,25 795,— Dtfche. Vereinsbank 233,50 235» - — Berliner Devisenmarkt. Datum: Amstd.-Rotterb. Brusiel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelstngforS. . . Italien London Neuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro Geld Brief Geld Brief 4. Tlni. 5. Mai. 11136,15 11163,95 109)1,2510'8 3,75 2 L 9,45 2l '5 ?5 2392,- 2398, - 53)3,25 5396,75 5293 35 5306,65 6157,25 6172,75 6062,40 6077,60 7480,60 7439,40 7390,75 74 '9,25 599,25 609,75 566,25 597,75 1553,05 1555,95 152.<55 1529,15 12)3,35 1286,65 1268, 0 1271,60 2->8,3b 289,12 285,39 286,11 2661,65 2168,35 26 4,20 2620,80 5622, 5 5637,05 5503,10 5506/0 4504 35 4515,65 4419,45 443l ,5') 3,55 3,59 3,43 3,47 55-,30 560,70 550,30 551,70 37,20 37,30 36,90 37,- 104,35 104,65 103,35 103,65 216.80 21 ,20 210,95 211,55 13/,25 138,25 135,- 136, - 3982,50 3991,50 3932,50 39-.2.50 .Daily Mail" weiter erfährt, erklärt haben, er sehe feinen Nutzen ein, weiter in Genua zu bleiben. Gr wolle nadb Berlin zurückkehren. Lloyd George soll Wirth jedoch überredet haben, zu warten, bis Bartbou aus PariZ zurück- gekehrt sei. Der brittsche Premierminister loll auch in Wirth gedrungen sein, dcm Friedenspakt zu unterzeichnen, wenn er unterbreitet werde, selbst wenn Frankreich darauf bestehen bleiben sollte, eine sehr freie Hand gegen Deutschland zur Erzwingung des Friedensvertrages zu erhalten. Anfragen im Unterhause wegen Englands Politik. London, 5. Mai. (WTB.) Im Unter* hause fragte Wedgwood, ob der Premierminister dafür Sorge tragen würde, daß dir britischen Truppen aus de in besetzten Gebiet Deutschlands zu ückg zogen würden, wie es mit den amerilanisch.m Truppen bereits geschehen sei. wenn die französische Negierung irgendwelche Schritte unternehme, das besetzte Gebiet mit Saatlionsmaßnahmen zu cr- Züricher Devisenmarkt. 5. 5. 6. 5. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. --- 198.75 198.60 Deutschland 100 Mk. — 1.80 1.81 Wien 100 Kr. — 0.06 0.06 Prag 100 Kr. — 10.05 10.975 Paris 100 Fr. — 47.52 47.45 London 1 £ = 23.04 12.01 Italien 100 L. -- 27.75 24.74 Brüssel 100 Fr. — 43.25 43.50 Budapest 100 Kr. -- 0.66 0.67 Neuyork 100 $ = 518-50 517.25 Agram 100 Kr. — 1.85 L85 Warschau 100 Är. = 0,12 0,12 Marknotierungen. Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 4 5. 5.5. Zürich Fr. 125.40 1,77 1,81 Amsterdam Fl. 59.20 0.89 0.91 Kopenhagen Kr. 88.80 1,66 1 68 Stockholm Kr. 88.80 1,35 1,87 Wien Kr. 117.80 2820,- 2882,50 Prag Kr. 117.80 17,80 18,25 London Sh. 97.80 1,29 1,26 Neuyork $ 23.80 -.34 0,35 Paris Fr. 125.40 3,75 3,78 ♦ Märkte. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 5. Mai. Die heutige Börse verlief infolge der Zurückhaltung der Käufer ruhig und geschästslos. Im allgemeinen ist die Lage am Produktenmarkt unverändert. Es notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 1500, Roggen 1100, Hafer 1300, inl. Weizenmehl 00 2250, Weizenmehl m. Auslandsmehl gern. 2250, amerik. Weizenmehl 2350, Rvggen- mehl 70proz. 1475, Weizenkleie ohne Sack 860, Roggenkleie ohne Sack 860, Mais 1180, Maisschrot 1200, Futtermehl 975, ital. Luzerne 7000, provenc. Luzerne 7250, ungar. Luzerne 7000, ital. Rotklee 7000, inl. Rotklee 7000, deutsche Linsen 2750, weihe Dohnen 1350, Viktoria- Erbsen gesch. 1750, Viktoria-Erbsen ungesch. 1550, Burma-Reis II. 1950, Haferflocken 1850, Graupen 1850, Wiefenheu lose 540, Wiesenheu gepreßt 630, Kleeheu lose 650, Haferstroh 370, Roggenstroh 370, Kartoffeln 540. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Unterredung Wirths und Rathenaus mit Lloyd George. London, 5. Mai. (WTB.) Der diplomatische Berichterstatter der .Daily News" meldet: Die Tatsache, daß Wirth und Nathenau gestern bei Lloyd George waren, sei von Bedeutung. Von deutscher Seite verlaute, daß sich unter den erörterten Fragen auch dieRepu - rationsfrage befunden habe, über die, wie gerüchtweise verlaute, auch der französische Mi- nifterrat gestern nachmittag im Zusammenhang mit per Frage der alliierten Schulden beraten habe. — .Daily Mail" berichtet aus Genua, daß bei der Besprechung Lloyd Georges mit Wirth und Nathenau die verhandelten und künftigen Probleme der Konferenz besprochen worden seien. Die innere Lage Deutschlands fei eingehend erörtert worden, und Na - tHenau habe Zahlen unterbreitet, um die Lage darzulegen, die sich am 31. Mai ergeben werde. Dies scheine zu einer Erörterung wirtschaftlicher Fragen geführt zu haben, die von der Neparatiousfrage kaum zu unterscheiden seien. Reichskanzler Dr. Wirth soll. weitern, wozu die britische Reg crung tbve Zustimmung nicht bestimmt auc gesprochen habe. Chamberlain erwiderte, die Frage gründete sich auf eine Annahme, die unzutreffend fei; denn Wedgwood wird aus den heutigen Morgenblättern ersehen Haden, daß die amerikanischen Truppen nicht zurückgezogen siiid. Die Frage, w.rs die britische Negierung in diesem Falle tun werde, die zweifach hypothetisch ist, konnte er in diesem Stadium nicht beantworten. K e n n w o r t tz y fragte, wann die Erklärung über d i e britische Politik angesichts der neuen Krise ,m Zusammenhang mit den deutschen Reparalions- zahlungen im Unterlaufe abgegeben ind ob Gelegenheit gegeben würde, die Lage za erörtern, bevor die sraiizosische Armee weiter in Deutschland einrüde. Kennworts)!) fragte ferner, ob schon irgend eine Entscheidung über dis Verwendung der britischen Truppen am N he ine während dieser beabsichtig'en Besetzung getroffen worden fei und wie die je Entscheidung laute. Chamberlain erwiderte, er habe keine Entscheidung betrefsend ein w.iteres Vorgehen der fraiizosischen Armee in Deutschland. Der übrige Teil der Frage erledige sich damit von selbst. Amerikanischer Protest gegen englische Monopolabsichten in Rußland. Paris, 5. Mai. (WTB.) Wie dem .New Bort Herald" aus 'Paris mitgetcilt wird, sollen Präsident H a r b i n g und Staatssekretär Hughes einen e n e r g i f d) c n Protest an England vorbereitet haben, wenn ti? Auskünfte begründet seien, daß eine englische Gesellschaft ein Petroleummonopo! mit Rußland verabredet habe. Bis jetzt habe die Negierung noch feine Bestätigung erhalten, daß diese Konzessionen bestehen. Aber der Botschafter in London, Harvey, und der Botschafter in Genua, Childs, hätten beide den Auftrag erhalten, eine Enquete zu veranstalten. Die Vereinigten Staaten konnten einen derartigen Vertrag nicht zulassen, den sie als eine Verletzung der Rechte der 'Vereinigten Staaten sowohl als auch derjenigen anderer Staaten betrachten. Aus dieser Stellungnahme schließt das Blatt auch, daß die offiziellen Stellen in den Vereinigter, Staaten den Standpunkt der Franzosen und "Belgier billigten. Ein Deamtenskcmdal in Washington. Washington, 2. Mai. Die Regierung entließ hier 26 Beamte des Schatzamtes, auch den Direktor Wilmeth, angeblich weil deren Amtstätigkeit zu ernsten Klagen Anlaß gegeben hätte. Man hätte entdeckt, daß eine große Anzahl von Liberty-Bond-Dupli- caten durch das Bureau der Graveure und Drucker hergestellt worden und so in Zirkulation gekommen seien. Sämtliche entlassenen Angestellten des Schatzamtes sind Zivildienst- Beamte. Sie unterbreiteten dem Präsidenten Harding eine Protestschrift, daß ihre Entlassung nicht gerechterweise erfolgt sei. Der SchatzamtSsekretär Mellon gibt auf Anfragen hin bekannt, daß keinerlei Unterschleifen verbrecherischer Natur vvrgekommen seien. Präsident Harding empfing die Deputation der Beamten nicht, doch versprach er, die Petition durch einen Sekretär prüfen zu wollen. Die Kämpfe in China. Peking, 4. Mai. (WTB., Die Truppen W u p e i f u s haben Peking i m j i n g,e 11. Die Armee Tschangtsolin, die in der Nähe d x Stadt stand, ist zerstreut worden. Der gesamt- wie Eisenbahnverkehr von Peking aus ist unterbrochen. Schneid an, weirn man sie nicht mitgebracht hattet Die stille Krankenstube hallte wider von dem Pollern des Schuhwerks, als die Dauern in den Tanzsaal einzcgen. Sogleich setzte dir Tanzmusik ein. Hochausholend begann die Flöte einen Ländler. Die Geige quietschte verstimmt die Melodie nach, herrlich fuhr der Brummbaß dazwischen, mit rhythmischen Streichen die rebellischen Deine gewaltsam im Takt erhaltend. Der wüste Lärm drang wie ein fernes Brru» sen an das Ohr des fiebernden Knaben. Nur ab und zu fand ein alles überbietendes Geräusch den Weg in sein schlummerndes Bewußtsein. Dann schrak er auf und die Hand fu>r ihm ans Herz. Das schlug ihm flatternd gegen die Rippen umd trieb ihm den Angstschweiß auf die Stirn. Lene sprang bann hinzu und nahm die zuckenden Finger in ihre warme Hand. Schließlich setzte sie sich auf den Bettrand und forschte in seinem Gesicht. Wie hatte seine Blässe jetzt eine lllienhafte Zartheit angenommen! Wie seltsam fern fühlte sie sich ihm. obwohl sie ihm doch io nahe war! Wie wenn ein Mensch am fernsten Punkt des Horizontes dahinschreitet, so daß teiner Stimme Kraft ihn zu erreihen txrnug, so war es! Sie fing an, ein Märchen zu erzählen, das schönste von allen. Lei e sprach sie, wie in der Kirche, die Stimme traute sich nicht heraus, — es war ein so banges Gefühl in ihr. Horte er sie7 Fast schien es nicht, obwohl er manchmal unvermutet die Augen aufschlug und sie mit seltsamer Klarheit anfaf»! Aber im nächsten Augenblick iror er wieder geis-entrückt. Das war nicht Scylas, dieses abwechselnde Auf und Nieder, dieses Derjücken und WiLderzusrgeujevtt Ua6 wo war er in der Zwischenzeit, wo er nicht bei ihr war? Sie stellte das Erzählen ein. „Wenn doch jemand kommen wollte!" duch'e sie. Der bestgehaßte Dörfler wäre ihr letzt recht gewesen. Aber die Schlupfline, die es der Walds- ackerin in die Hand versprochen hatte, droben nach den Kindern zu sehen, während dir Arbeit sie unten im Atem hielt, ließ auf sich wactrn. In dem einförmigen Tickiak der Wanduhr schlich die Zeit hin. Tiefer färbten sich di» Schatten in den Stubenecken. weißer stach Romans Gesicht von den bunten Kissen ab. Endlich ein schlürfender Pantoffel aus der Stiege. Das war sie. Es war die vierte Nachnrittagssturide. als sie in die Stube trat. Sie bot keinen Gruß. Anwirsch watschelte sie auf das Bett zu. „Was macht denn der Bub?" Eie setzte die Hornbrille auf die Nase und sah dem Roman in das eingefallene Gesicht. Darm schlug sie die Hände meinender. „Mar'nd Iofeph!" schrie sie, „tme sieht der Bub aus! Als wie ein ausgenommenes Fischlr liegt er da!" Sie steckte dir Brille wieder in die Tasche und schneuzte sich gerührt m ihr rotgewürfeltes Sactuch. „Ei du! Ei dul" ging's dann weiter. „Der macht's nimmer Lang! Der stirbt, bevor . . ." Weiter Tarn sie nicht. Der Schrecken verschlug ihr das Wort. Denn an ihren Arm getraut hing plötzlich das Pfarrmädel, und fein erblichenes Gesicht war dem ihrigen unheimlich nah. „Line!" fragte sie mit bebender Sttmme, „muß der Rcnnan sterben?" (Fortsetzung folgt) fenfrang der KreiZobdeckeDrire^ ichn iss Er- Behördliche Anzeigen Am 10. Mai 1922, 10 Uljr Dorrn, Dünger- ‘ii 4446V Paula Lotz Gruppe II Gruppe ITT o«ee* 300.- 150.- 100.- 400.- 300.— von 5 Mk. zur Verfügung gestellt werden. btmiffittt verblüffend S£3X 4459B Gießen, den 5. Mai 1922. Cafe Großherzog dem Submissionsweg ver- Fichtenstämme St. Fstm. Fstm. 5b 107 tere 4451V Der Voranschlag der Gemeinde Allertshausen inen offen. Es wird ch die Ausmärker 2,51 28,67 2 9 51 119 4 60 Los Los Los Los Los Los Los Los Los Weißtannen Fichten-Derbstg. 2,84 1,26 3,28 12,43 34,72 40,04 0,55 6,47 1,69 2 1 4 14 ' 60 147 1 59 37 9J1.175.- „ 250.- Lonntag „ Sonn- und Werktag nachm. v.2-4 Uhr Sonn- und Werktag soll folgendes Holz auf kauft werden: eine Umlage erhoben, zu der aw beizutragen haben. Eröffnung stattfindet. Annerod, den 5. Mai 1922. Hess. Bürgermeisterei Annerod. Horn. „ 250.- Leihgebühr Die Plätze Irene Bayer geb. Selzer. M. 150.— „ 200.- der Gruppe 1 find sofort spielfähig, die der Gruppe II und III in etwa 2 Wochen. Interessenten, auch solche, die sich bereits früher gemeldet haben, werden aufgefordert, sich bis spätestens 10. ds. Mts. mündlich oder schriftlich unter Angabe des gewünschten Platzes und der Zeit an das Stadthaus Bergstraße, Zimmer Nr. 29, mit Rücksicht auf >die Erweiterung der Zahl der Plätze erneut zu wenden. Dr. Stein. Amtsveterinävarzt Dr. Stein ist vom 11.—31. Mai 1922 beurlaubt. Vertreter sind Professor Dr. KMell, Gießen, Wilhelmstr. 21 und Dr. Übrig, Gießen, Henselstr. 2. Der für Montag, den 15. d. M. zuHungen vorgesehene Vieh markt findet in Rücksicht aus die in Rieder-Bessingen festgestellte Maul- und Klauenseuche nicht statt. Ihre Vermählung geben bekannt Ihre Verlobung geben bekannt 2. Kl. 2. „ 3. „ 4. „ 5a „ 5b „ 5a „ 1. 2. „ Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlinie in der Hessen- und Großgasse in Muschenheim liegt bei dem Postamt in L i ch von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 4. Mai 1922. 4443V Telegrap Hen-Bauamt. n « 4. „ —• » u 5a „ — 5b — Dürrholz (Käferholz) Fichten-Stämme 4. Klasse — ii ii 5a „ — Versteigerung. 1. Ball. Inf.-Regt. 15. Hans Bayer prakt. Tierarzt Leutnant d. R. a. D. im ehemaligen Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 2,70 Fstm. 8,55 „ 32,34 „ 36,79 „ Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen Bekanntmachung. Betrifft: Vermietung städtischer Tennisplätze. Die städtischen Tennisplätze, und zwar: Nr. 1 u. 2: bei den Schiehständen (Gruppe I) Nr. 3 u. 4: auf der Liebigshöhe nächst dem Philo« sophenwald (Gruppe 11) Jlr. 5,6 u. 7: auf der Liebigshöhe, Eckplatz links, Mittelplatz u. Eckplatz rechts (Gruppe HI) sollen für die diesjährige Spielzeit zu nachstehenden Preisen vermietet werden: Gruppe I Werktag Vormittag M. 200. - Justus Selzer cand. agr. Oberleutnant a. D. im ehemaligen Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm Nr. 116. „ 125.- Licher Str. 106 Goethesttaße 48 Hebung der Kurtaxe und der Badegelder zu Dad- Rauheim. — Straßensperre. — Höchstpreise für Brenn- und Heizstoffe. — Ürlaub des Amtsvete- rinärarztes Dr. Stein. — Viehmarkt in Hungen. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigungen Lumda, Heuchelheim und Treis an der Lumda. — Radfahrverkehr. Walzarbeiten. Wegen Vorn rbme von Walzarbeiten wird die Kreisstrahe Londorf — Kesselbach einschließlich der beiden Ortsdurchfahrten vom 4. ds. Mts. bis auf weiteres gesperrt. Der Durchgangsverkehr ist überRordeck— Dreihausen oder über Beuern—Bersrod—BelterS- k. i. ctiua 16 Wach, geheilt werden. Sprechstuno. d. n. meinemBer sahren fach »ich gebildeten Arztes in ttlic- sten, Babnbossbotel Lenz, jeden Montag von 10—I Uhr. Br. rvoS. Alberts. Berlin SW 11, Spa- «leierst iUr Asthmaleldea. Das Holz ist mit der Rinde gemessen. Etwaige spä- Einwendungen wegen der Vermeffung sowie die 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Höchprotentiq von unübertroffener UJaschkraft. 30% Fettgehalt. soll im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Stammholz verkauft werden: Fichten-Stämme 3. Klaffe = Billige Kleides0 und BI ysen erhalten Sie durch ßelbetfürben wie neu mit 3724D Wiki-Haushaltfarben, Waschechte» Schwanz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardinenfarhen« Wilca-^faschblau erzeugt biüicnwelßc, fleckenlose Wäsche zur Freude jeder Hausfrau. Verwenden Sie daher nur Wiki und Sie werden zufrieden sein. Ans dem Arntsvcrkündrgimgsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 60 vom 5. Mai enthält: Abhaltung von Amtstagen in Grünberg und Hungen. — Aufhebung der Demobilmachungsverordnungen. — Zweigstelle Darmstadt des Reichsentschädigungsamis. — Ern- nachm. v. 4-8 Uhr Netze können gegen eine jeweilige Rorden Rordwest (2. Entscheidungsspiel): 14.Mai Budapest gegen Berlin: 20. Mai Hertha gegen V. f. B. Leipzig: 21. Mai Vorrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft Berlin gegen Südostdeutschland: 25. Mai Union Charlottenburg gegen Merkur Petersburg: 28. Mai Hertha gegen F. E. Pirmasens: Vorwärts gegen Merkur Petersburg: 30. Mai Preußen gegen CelticGlasgvw: 18. Juni Entsch.idungsspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft: 19. bis 23. Juni Spiele um den Kampfspielpokal. — 10 6 5:1 0. Die höchste Totalisatorguote, die in diesem Jahre aus einer deutschen Bahn zur Auszahlung gelangte, gab es am Mittwoch bei den Trabrennen in Hamburg-Farmsen auf den Sieg von Harald! (I. Rothmeier) im Preis von Thale, der das Rennen gegen Ceres III und Taurus gewann und seinen wenigen Anhängern die nette Quote von 1065:10 einbrachte. 107 „ „ 5b „ a= 23,09 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen und liegt ungefähr 20 Minuten von der Bahnstation Reiskirchen entfernt. Vorherige Besichtigung empfohlen. Spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift Holzsubmission versehen bis spätestens Donnerstag, den 11. Mai 1922, mittags 1 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst in Anwesenheit erschienener Bieter die Eröffnung der Angebote stattfindet. Die Verkaufsbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Reiskirchen, den 6. Mai 1922. Hessische Bürgermeisterei Reiskirchen. L au n spach. 4479V Turnen, Sport und Spiel. 4 Friedberg, 5. Mai. Die Turngern e i n d e hielt unter dem Vorsitz des 1. Sprechers Seminarlehrer' Thierolf ihre diesjährige Hauptversammlung bei gutem Besuche ab. Der Geschäftsbericht des Schriftführers, Studienrat S ch u ch m a n n, gab einen Einblick in die reiche und vielseitige Arbeit, die im abgelaufenen Jahre in und durch die Turngemeinde geleistet wurde. Die Mitgliederzahl ist durch die Abtrennung der Fußballabteilung zwar etwas zurückgegangen, dafür hat der Verein aber an innerer Einheit und Kraft entschieden gewonnen. Mit Einschluß der Schüler und Schülerinnen beträgt die Mitgliederzahl immer noch über 6C0. Der Mitglieds beitrag wurde auf 30 Mark erhöht. 4 Dad-Aauheim, 6. Mai. Morgen findet hier die Dezirksvorturner stunde des 5. Bezirks im Gau Hessen statt. Anschließend daran tagt die erste Versammlung der Dezirksver- tretet' die sich mit der W a h l e i n e s De z i r ks- vorsitzenden zu befassen hat. — Berlin im Zeichen des Fußballs. Die Reichshauptstadt ist in nächster Zeit der Schauplatz einiger der bederttendsten Fußballtreffen dieser Spielzeit. Im Vordergründe stehen naturgemäß die Deutschen Kampffpiele, zu denen alle sieben Landesverbände ihre besten Mannschaften entsenden, ferner das Entscheidungsspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Aber auch sonst wird den Reichshauptstädtern ein Programm serviert, wie man es bisher in dieser Güte und Menge noch nicht zu verzeichnen hatte. Der Terminkalender zeigt ungefähr folgendes Bild: 6. Mai Hertha gegen Duisburger Spielverein, Berliner Sportverein 92 gegen Eintracht Frankfurt a. Olt; 7. Mai Verl. Sportverein 92 gegen Duisburger Spielverein, Hertha gegen Eintracht Frankfurt a. M: 10. Mai Union S. C. C. gegen Rorden Rordwest ll. Entscheidungsspiel um die Berliner Meisterschaft): 13. Mai Union S. C. C. gegen für Rj. 1922 liegt vom 8. l. Mts. ab eine Woche lang aus unserm Amtszimmer zur Einsicht der Intereffenten uno Erhebung etwaiger Einwendungen offen. Es wird Güte des Holzes werden nicht berücksichtigt, vorherige Besichtigung wird empfohlen. Der Kaufpreis ist pro Festm. anzugeben. Die Gebote sind nach Losen und Klaffen getrennt zu halten, da keine Iusammenrech- nung stattfindet. Die Kaufbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Die Offerten sind verschloffen, mit paffender Aufschrift, bis zum 10. Mai 1922, nachm. 2 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart erschienener Bieter die Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Svimtag, Veit 7. Mai. Jubilate. 3n der Stadtkirche. Borin. 8 Uhr, zugl. Christenlehre f. d. Reutonf. a. V. Matthäusgem.: Pfr. Mahr. 9'/2: Pfarrafsist. Decker. 11: Kinder- lirche f. d. Markigem.: Pfarrafsist. Decker. — Montag, den 8. Mai. abds. 8: Bereinigung d. konf. männl. Jugend d. Matthäusgem. 3n der Hohanneskirche. Borm. 8 Uhr, zugl. Christenlehre f. d. Reukonf. a d. Lckasgem.: Pfr. DechtolsHeimer. Zugl. Militärgottes- dienst. Pfr. Ausfcld. 11: Kinderkirch« f. d. Ho- hannesgem.: Pfr. Ausfeld. Abds. 8: Dibelbesprech. im Hohannessaal: Pfr. Adolph. W i e s e ck. Iugendsonntag, 7. Mai. Bonn. 91/2: Gottesdienst (Daritonsolo): Kirchgang der Iugendvereinigungen. Opfer f. d. hessische In- gendarbeit. 11: Kinderkirch«. — Donnerstag, 11. Mai, abds. 8: Mädchen« bend. Rächstes Abend- nrahl: Sonntag, 14. Mai. Sonntag, den 7. Mai, norm. 10: Kirchberg. — 11: Hl. Abendmahl f. d. fangen Leute von Staufenberg. Kollekte s. d. hesftfchr Jugendarbeit. — Rachnr. ly«: Mainzlar. — Rachm. I1/2: Staufenberg. Katholische Gemeinde. Samstag, den 6. Mar, nachm. 5 a. abds. 8 Llhr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag, den 7. Mai. 3. Sonntag nach O st e r n. Bonn. 6V2: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Kommunion d. Männer. 8: Austeil rag . n' ^üoU»6” teicher Ham zu leiten. älrlaub des Amtsveterinärarzte: p. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Täglich Künstler - Konzert ausgeführt von neu engagierten Künstlern Eigene Konditorei! Besitzen Karl Schneider 44M Allertshausen, den 5. Mai 1922. Bürgermeisterei Allertshausen. Reinhardt. (4454V BekamitMachung. Die Holzversteigerung vom 27. vorigen Monats aus der Forftwar-ei Weickartshain ist genehmigt. Die Abftchrscheine find an die Hebestellen abgegangen. Die Ueberweisung des Holzes findet am 10. ds. Mts., vormittags 11 Ühr, statt. 4434V Laubach, 3. Mai 1922. Hessische Obersörsterei Laubach. Andrö. Gießen Der Oberbürgermeister. 2k. B.: vr. Sei b. Städt. Arbeitsamt (Sieben Liebigftrake 16, Teleph. 2054. Ck können eingestellt werden: n. bei hiesigen Arbeitacbern: 3 Schneider, ein Photograph, mehrere Former, 2 Stelnhauer, 1 Mehger. Lehrlinge: 3 Friseure, 1 Kaufmann, 1 Glaser- 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, ein Polsterer, 2 Bilderrahmenmacker, 1 Steinbild- Hauer, 1 Steinhaner, 1 Dachdecker, 4 Backer, 1 Metzger, 2 Svengler und Installateure, 1 Buchbinder, 2 Schriftsetzer, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 2 Schmiede, I Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder, 1 Schreiner. b. bei auSwärttaen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 Hauer, 4 »1 armer, 1 Lietnbilühaner, 3 Elsen- dreher, 1 Autogenschweiker, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 2 Schneider, 1 Sattler, 1 Schmied, 1 Tapezier nnd Polsterer, 1 Friseur, 2 Zigarren- u. Wickelmacher, mehrere Weißbinder u. Anstreicher, mehrere Maurer, 2 Gärtner, 1 Schlosser, ein Sattler und Polsterer. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Friseure, ein Schlosser, 1 Kellner, 1 Spengler u. Installateur, 1 Zigarrensorlierer. ES suchen Arbeit: Kaufleute, Schreiber und Reisende, Backer, Hausbnrschen und Ausläufer, Diafchinenschtv'ser. Bauschiosser, Schuhmacher, I verh. landw. Knecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger, mebiere Kellner, 1 jiing. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker, ein Wagner, 1 Schäfer, 1 Mittler, 1 Znstallatenr und Svengler, 1 Monteur, Maschinisten und Heizer, 1 Schleifer, 2 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kaufleute, 2 Schlosser. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen« genommen. Weibliche Abteilung: (?P können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: Mädchen fflr tagsüber, Dienstmädchen, Lanffranen und -mädrhen für einzelne Tuge, tüchtige Alleinmädchen, 2 Kllchen- mcstchen, 2 Lehrmädchen, 1 Köchin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dien'tnlädchen, Dienstmädchen, Allein' mädcheu, Ztimnerlnädchen, Küchenmädchen, Aruci Lmuichnllermnen, 2 Servlerfräulein, 1 Köchin für Hotel. ES suche,1 Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 3 Wasch- trauen, einige Laufsrauen, auch für Nachmittags- beschustigung, Vkädchen f. lagvllber, 2 Büglerinnen, 1 Schneiderin als Beihilfe zu Schneiderin, zwei Brrkäufcrinnenlehrmädchen, 1 A liefert», 1 Ston- toristin, 1 Hotelköchin, 1 Haushälterin. Tie Bernfebcratuna und Arbrits-Bermitt luna für Musiker findet werktags von 10 bis 12 Nbr statt. Grasverfteigernng. Die Grasernte von Zubehörungen der Kreissttaßen Gießen-Rodhetm, Gießen-Gleiberg und Gießen-Krofdorf soll Mittwoch, den 10. Mai d.Is., nachmittags 2 Uhr, beginnend an der Gabelung der Bleiberger und Krofdorfer Straße, auf 6 Jahre verpachtet werden. Gießen, den 4. Mai 1922. [4453B ________Kreisbauverwaltung. Eellarius.________ Hoizsubmifsion. Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod Messe m. Pr. Rachm. 21/2: Ctzristenleyre; Mrauf Andacht. — Dienstag und Freitag abends 8 Llhr ist Rlaiandacht. Knthol. Gottesdienst. 7. Utat Ltch, Dorrn. i/28. — Laubach, Dorrn. 10. — Hungen, 5'1/4 Mr. *6 Eadtbtti-C®da. anfIauin-> WM «itl. ed*äM> i jut DMlnfettien Wr Mm»- tu» 1 MofAtp M /Re««*« Ortterfdl. schlclnwng. Lkhültll» In bto «»»«hete» o. DrcgetUA Schuh putz | Statt Karten i Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gretel Stroh Ernst Sommerkorn Gießen, den 7. Mai 1922 | Statt Karten |t Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Friedel Breither Viktor Wachtel, Gerichtsreferendar Gießen Darmstadt Schiffenberger Weg 4 Hochsttaße 55 Mai 1922 l Maria Ebel I Otto Wilh. Velten Verlobte Lang-Göns, im Mai 1922 | 44^1 ■1 Statt Karten : Paul Jensen I Lina Jensen geb. Bierau Vermählte Hamburg Gießen 6. Mai 1922 Die glückliche Geburt eines kräftigen i Jungens zeigen in dankbarer Freude an | Reichsbank-Inspektor H. Wallenfels r und Frau Emmy geb. Vinn Gießen, Frankfirrier Str. 33, den 5. Mai 1922 | Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten i anläßlich unserer Hochzeit danken wir 1 allen herzlichst. | Franz Schmidt und Frau. 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