Nr. 5 Erstes Blatt (72. Jahrgang Aeitag, b. 3anuar l922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Örurf und Verlag: vriihl'sche Univ.-Such- und Steindruckerei H. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Dureaueinrichlung mit lueinrichtung mit ganz geringem Personal Darmstadt vollständig hinreichend. alS Verist in der Bevölkerung jetzt vielfach erscheint. in Verluste, die die hatte, und diese genügten voll« tii 0 i47HZyA-U.ll L4 ÖBenn m bestünden, au seken. habe, das Reich habe. r yem sie wolle die Reich bezahlen, die Auslands- Aehnliche Trans- waltungsstelle rein geschäftlicher Ratur zu dienen. Die Unkosten müssen durch Weglasfung aller nicht unbedingt nottnenbigen Einrichtungen soweit wie irgend möglich verringert werden und die Tätigkeit auf die drei Hauptgebiete. Ackerbau (Pilan- zen- und Gartenbau). Viehzucht und DetriebS- einrichiung konzentriert werden, damit die Landwirtschaftskammer allmählich das werde, was sie sein soll, eine Einrichtung zur Hebung der praktischen Landwirtschaft, und nicht eine bloß« bureaukratischr Tecwaltungsmafck,i e, als die fif 0.1? 825 <1.36 H.67 22.» 39.35 51U 0,16 Die Konferenz in Cannes. Cannes, 5. Han. (Havas.) Die erste Vollsitzung der Konferenz wird morgen Freitag vormittag 11 LIhr im Cercle nautic unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Driand abgehalien werden. Sie wird sich mit der Prüfung der Probleme des wirtschaftlichen und finanziellen Aufbaues Europas befassen. Jede Delegation wird ihre Auffassung darlegen. Die Frage der Reparationen wird morgen nicht zur Sprache kommen, da die vorbereitenden Arbeiten der Sachverständigen noch nicht weit genug gefördert sind Es ist wahrscheinlich, daß die Vollsitzung der Konferenz den französischen, englischen, italienischen und belgischen Ministern offiziell das Mandat erteilen wird, die Tlntersuchung der technischen Fragen fortzusehen. die bisher nur offiziös geführt wurden. Man glaubt allgemein, dah diese älntersuchung im Laufe des Samstags beendet sein wird. Cannes, 5. Jan. (IDTD.) Der italienische Minister des Aeuhern Marquis dellaTor- tetta ist heute nachmittag 1/23 in Cannes eingetragen. Cannes, 5. Ian. (WTD.) Heute vormittag hat Briand mit den Sachverständigen gearbeitet. Rachmittags fand von 4 bis 6 Uhr in der Villa Valetta eine neue Besprechung zwischen Briand und Lloyd George statt. habe, nicht erklärt fragliche Summe an wofür dann das schuld zu übernehmen und diese selbst finden zu können. So kam unter Mitwirkung von Philipp Köhler, Langsdorf, das grundlegende Gesetz betr. die Landwirtschaftskammer vom 16. Mai 1906 zustande. Dieses Gesetz und die folgenden Verordnungen usw. führten in Hessen eine Zwangsorganisation der Landwirtschaft mit Beitragspflicht für jeden Landwirt ein. Die größte Schwäche dieses Gesetzes war. dah es das Schwergewicht der Tätigkeit. das seither in den Provinzen gelegen hatte. Annahme oon Anzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachrn ttag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Stets für 1 mm höhe für nzeigen v 34 mm'Breite örtlich 70 Pf., auswärts 90 Pf.: für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 3.M Pf. Bei Platz. Vorschrift 20 u/0 Auf.chlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Karl Walther: für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. :a DTV) Aru'er meldet l Har ding u?.b das .nett häien zvei Erörterung de-r schaftslaae Der- itgeteilt, dah keinerlei lierikonis-en Pvlütk in an einer enrnväischen AZher sei von seile» In offi.ulfc oberhalb- ,r eine Beteiligung an bewertet mit 600 000 Mk. so würde er 3 600 Mark = 1800 Mk. zu zahlen haben. Da nun die Dodenwerte zur Zeit sehr hoch sind, so dürften auch die hier zu zahlenden Beiträge meist viel höher sein, als in unserem Beispiel angegeben. Aber nicht allein den Wunsch der Klärung dieser Verhältnisse, noch einen viel weitergehenden Wunsch hegen weite Kreise der landwirt schäft - lid-en Bevölkerung nämlich den, es möchte dieser. ueiiu.u^.i, »» ÄwjfF-rf.Jn hör 2lr daß die bereits im voraus festgesetzte Rede, die er heute vormittag in Cannes halten werde, ein offenes und vollständiges Ex- pofs über feine gesamte europäische Politik bar» stellen werde. Die Antwort, die Driand in diesem Falle geben werde, werde auch beachtet werden. Rach den Meldungen der Sonderberichterstatter der Pariser Rachrichtenpresse aus Cannes unterliegt es keinem Zweifel, daß der gestrige Tag vollkommen damit ausgefüllt wurde, die Frage der belgischen Priorität zu behandeln. Das „Echo de Paris" gibt zu. daß Italien nach einigem Schwanken sich schließlich dem in London zwischen Lloyd George und Driand festgehaltenen Zahlungsplan 1922, 1923 und 1924 angeschlossen habe. Die Vertreter Belgiens seien also von gestern ab isostert. Der Sonderberichterstatter des „Matin" glaubt fugen zu können, es sei sicher, daß angesichts Der sehr bestimmten Haltung Belgiens das in London festgelegte Revarastons» Programm nicht aufrechterhalten werden konnL nun Lloyd George und Driand darauf L es an die Spitze der Tagesordnung test Wk°r&etn- Die Stete tee Qlmerüaner aa der y Dar zu «Wen. ?heer’öa^8 roßet vordem örirge ab. fein 5wi- v auf ter öolltom- u tarnet tn. franV ■9e tet Derqrvtaung e^Ugatetxm Ain. Dollar. Sicher ®'e I i d} i n f (n n n» .ein solche« 3ü. lAuqesassen. Das M Aechl tertuy fe. Gleich entworfene Hw nicht mit amerilam« tretung erlitten , _ ständig, um die hessische Landwirtsch-aft, die den Zusammenbruch- von Rieder-Moddau usw. mit» erlebt hatte, mit den schwersten und bangsten Sorgen zu erfüllen. Die Rervosität der hessifchen Lanowirte wurde durch die verschiedenen durch- Die Hessische Land roirtschafskammer und ihre Schulden. Bei der LInzulänglichLett der bisherigen Ausilärungen über die finanziellen Verluste der Hessischen Landwirtschaftskammer begrüßen wir eS, daß in der folgenden Zuschrift aus Fachkreisen dieses Kapitel im Zusammenhang mit Organisationsfragen einmal von Grund aus angeschnitten wird: Der hessischen Landwirtschaft ist im Dezember des nunmehr zu Ende gehenden Jahres ein recht schweres, dornenvolles Weihnachtsgeschenk zuteil geworden. — Wohl munkelte man schon feit Jahren, daß über dem Palaste der hessischen Land- wirtschaftskammer. wie et sich mehr massig wie schön an der verringerten Rheinstraße in Darmstadt erhebt, recht dunlle schwere Wolken liegen. Wohl erklärten manche Eingeweihten längst, daß es bald äleberraschungen in weiten Kreisen der Landwirtschaft geben dürfte, aber Genaueres wußte niemand, oder wollte niemand wissen. Erst Itcsnu •bs, Der (Siebener Änjttaer erscheint täglich, außer St nn- und Feiertags. Mmatlicheßezuarpreife: Mk. 9.50 einschl. Träger» lol'N, durch die Post Mk. 10.- einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geichäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. postschectk'»nto: Sranffurt a. M. 11686. die Indiskretion des „Mainzer Anzeigers" brachte einige näheren Angaben über Die Millionen- hesfische landwirtschaftliche Det- aus unzureichenden Mckteilungen der Landwirt- schaftskanimer, die halb Dementi, halb Eingeständnis waren, nur noch gesteigert und so ist es erklärlich, daß jetzt überall zum Teil in recht drastischen Formen ein furchtbarer Unmut und Zorn über die Landwirtschaftskammer losbricht und vielleicht noch viel mehr losbrechen dürfte, wenn erst nähere Einzelheiten über den Fall bekannt werden. Wohl in den meisten Fällen ist der schwerste Vorwurf, der der hessischen Landwirtschaftskammer gemacht wird, der. sie sei ein rein bureau- kratisches Institut, beschäftige eine Unfumme von Beamten, arbeite viel zu teuer und ohne jede Fühlung mit der hessischen Landwirtschaft. Von anderer Seite wird erllärt. die Landwirtfchafts- kammer ist eine Haassche Gründung und geht schließlich bankerott wie alle Haasschen Gründungen, weil sie auf einem viel zu großen und viel zu kostspieligen Fuß angelegt ist. Hessen hätte keine Landwirtschaftskammer nötig gehabt. Das hessische landwirtschaftliche Vereinswesen war vorbildlich, seine Leistungen waren bei ganz geringen Unkosten hervorragend, seine Verbindung mit den Landwirten ganz vorzüglich. Es ist nicht möglich, in solch einem rein orientierenden Aufsatz auf alle diese Anwürfe einzugehen. Vieles läßt sich aus dem geschichtlichen Werdegang der Landwirtschaftskammer erklären, darum seien diesem hier zunächst ein paar Worte gewidmet. . Bis zum Mai 1906 war die hessische Landwirtschaft in Gestalt ihrer Fachvereine und des hessischen Landwirtschaftsrates offiziell vertreten. Die Fachvereine gliederten sich in Kreisvereine, diese waren zusammengeschlossen in Provinzvereine und diese wiederum hatten als gemeinsames Organ den durch ein „lleines" Bureau in Darmstadt ständig vertretenen hessischen Landwirt- schaftsrat. Tie hauptsächlichste Täiigkeit übten die Provinzialvereine unter Mitwirkung der Kreisvereine aus, wobei als Sachverständige einestells tüchtige Landwirte, andemteils die in der Provinz tätigen Landwirtschaftslehrer mitwirkten. Da die Tätigkeit bis auf geringe Tag- gelder und Reiseentschädigungen unentgeltlich war und da auch die kleinen, gewöhnlich von einem Tierzuchtinspektor geleiteten Geschäftsstellen der Provinzvereine nur geringe Kosten verursachten, so konnte mit einem fast lächerlich geringen Aufwand an Verwaltungskosten recht viel zur Hebung der hessischen Landwirtschaft getan werden. Was in dieser Richtung, besonders in der Provinz Oberhefsen. unter dem Präsidium des Grafen Laubach und des Oekvnomierates Schlenke, von den Vereinen geleistet worden ist, wobei Oekono- mierat Leithiger, Zuchtinspektor Schwarz und andere führend mitgewirkt haben, das gehört der Geschichte als Ruhmesblatt an und es Hingt in den Erzählungen unserer Landwirte ebenso wie jetzt in ihrem Zorn immer und immer wieder an. Die Stärke und zugleich die Schwäche dieser landwirtschaftlichen Vertretung lagen in ihrem freien VereinScharakter, wobei nur etwa lOProz. der selbständigen Landwirte Mitglieder der Vereine waren. Aber auch wenn ein großer Teil der Landwirte nominell nicht dem Verein an- gehörte, so wurde durch Versammlungen usw. Der Vereine ein gewisser Einfluß auf sie erzielt. Die Mittel, die den Vereinen zur Verfügung standen, waren sehr gering, sie waren im wesentlichen auf Staatsmittel angewiesen. Man glaubte durch Schaffung einer Z wa n g s Organisation mit Deitragsrecht bzw. -pflicht die Interessen der Landwirte an ihrer Vertretung »«D Z T- Freilassung Ihres Kollegen und die Destra-i sung der Schuldigen. Die Politik der Iren. Vermischtes Cork entführt. Wie verlautet wird der LaL«xSE®* Aufmerksamkeit leicht von den Md-rmf einer d°n ihm derfatz.en Meldung D°7s?äd!i?Ze Säsä,,ä*k Paris. 5. Jan. Nach einer Havasmel- dung aus Washington sollen Spanien Deutschland und Rußland, die an der Frage der chinesischen Zölle interessiert sind, wie man zu wissen glaubt, aufgefordert werden, an der internationalen Zollt om- mission teilzunehmen, die gebildet werden solle. Falsche Hundertmarkscheine. UZon den seit etwa einem Jahre zur Ausgabe gelangten Hundertmarkscheinen der Ausgabe mit dem Aufdruck „1. November 1920“ sind neue Fälschungen im Verkehr aufgetaucht. Diese fall schen Scheine unterscheiden sich von den echten Schernen durch das von dem echten Banknoten- Papier abweichende Papier, durch unklaren und etwas verschwommenen Druck; ferner fehlt bei den Falschstücken das Wasserzeichen und der Saserstreifen. Der Faserstreifen wird durch den Ausdruck von farbigen Strichen nur schlecht vorgetäuscht, während das Wasserzeichen, wenn es nicht völlig fehlt. Abweichungen gegen die echten Scheine aufzuweisen hat. Die falschen Scheine Und bei einiger Aufmerksamkeit leicht von den Aus Stabt und Land. Gietzen. den 6. 'Zan. 1922. r 7 Der Sommerfahrplan für 1922 ’®“ er Dereinbaru g zwischen den europäischen E s.-rbahnvercoaltu gen auf der in e - nationalen Fahrplankrnserenz in Bern am l. Zuni wieder in Kraft treten, während der bisherige Fahrplan bis 31. Mai in Kraft bleibt unter Berücksichtigung verschiedener kleinerer Aon- deru-ngen vom 1. April. * Die Fahrpreisermäßigung für Kriegsbeschädigte, nach der die Kriegsbeschädigten, die nach der Art ihrer Verletzung die Reise sitzend zurücklegen müssen, in der 3. Klasse der Personenzüge mit Fahrtausweisen für die 4. Klasse befördert werden, wird jetzt nach einer soeben erlassenen Verfügung dahin erweitert, daß diese Ermäßigung nicht nur für die Reisen auf Einzelfahrkarten gewährt werden wird, sondern auch auf Reisen mit Zeitkarten. Saturn: Amsterdams Brüstel/LnU Ehristimia Kopenhagen , Stockholm.. hckfmgforS. Italien.... London ... Aeuhork... Paris .... Schweiz. t. Spanien ... Dien kaltes) 9eutfc&«Oefcr $rcg...... Budapest.... Buenos Aires ‘Bulgarien... Konstantinopel Gsrichtssaal. ra. Hohensolms, 5. Jan. Die Gerichts» tage für das Hohensolmscr Land werden im wie folgt abgehalten: Am 23. Januar. 13 Marz, 1. Mai, 19. Zum. 25. September. 30. Oktober und 11. Dezember. London, 5. Jan. (WTB.) Dostern nach, mittag wurde in Dublin der Sonderberichterstatter der „Times". als er sich gemeinsam mit anderen Journalisten in einer Kolonialwarenhandlung befand, von drei Männern, die ihn mit Revolvern bedrohten, in einem bereitstehenden Kraftwagen nach e^flelnöeti < ""c. ^m6 ncXne"nin & lit e3v ** Spenden für Bedürftige.Don zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt: Zum Weihnachtsfeste hat eine größere Anzahl hiesiger Firmen in höchst dankenswerter Weise namhafte Spenden in Kleidungsstücken, E>e° brauchsgegenständen und Lebensmitteln zur Verteilung an Arme zur Verfügung gestellt. Es sind neben einigen, die ausdrücklich gebeten haben, nicht genannt zu werden, folgende- Karl Schwab, Delikatessen, W. Herbert, Schuhwarenhaus, L. Süß, Schuhwarenhaus,' W. Benner. Schuhwarenhaus. H. Käß Bachs., Friedrich T e i p e l, Kaufhaus Katz, Bahnhofstraße, Karl Horn, Marktstraße, Meyerhofs u. Goßlar, Jul. Schulze, Ludwig Stern, Bahnhofstraße, Rob. Haas Nachf., L. W. Plank, Neustadt, Franz Bette, Friedrich Levermann, Louis Treff & Co., W. u. G. Sch u ch a r d, Friedrich Loos, Salomon & Co. Die Gaben ind vor Weihnachten an die Bedürftigsten verteill worden und haben manchem eine Wcchnachtsfreude bereitet, für den das Fest onst keinen Lichtblick bedeutet hatte. Den Spendern gebührt Dank und Anerkennung. ** Stiftungszinsen aus dem Der- machtms der Siegmund Heichelheimschen Eheleute gelangen am 27. Februar in Gaben nicht unter 100 Mk. an in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige Personen zur Verteilung. Anmeldungen nimmt das Städtische Wohlfahrtsamt bis spätestens 15. Januar entgegen. London, 5. Jan. (WTB.) In einer Kundgebung richtet Devalera dis Aufforderung an das irische Doll, seiner natur- t Nchen Sehnsucht nach Frieden nach einer so langen Spannung zu widerstehen und erklärt: / Wenn ihr nachzebt, so werden alle Eure Opfer umsonst gebracht sein. — Die Presse ist keine ' nationale Presse, sondern verrichtet Feindeswerk; sonst würde die das Voll vor der ihm drohenden Gefahr warnen, anstatt der Sachlage Vorschub zu leisten. Devalera bittet das irische Doll, sich nicht in eine Entscheidung stürzen zu lassen, für welche dte kommenden Generationen chm fluchen würden. Man verlangt von Euch Euere Zustimmung zu einem Vertrage, der die britische Macht in Irland festlegt, und zwar nicht wie früher, durch einen Euch aufgezwungenen Parlamentsakt, vielmehr verlangt man von Euch, daß Ihr Euch, indem Ihr Euer Ehrenwort abgebt, mit Eueren Händen bmdeü Zum Schlüsse entwickelt Devalera eine von chm vorgeschlagene Lösung. „ ®ub'in’ 5. San. (WTB.) Bach einer veröffentlichte Devaleraeinen - . " 6 S a n t r a g z u m e n g l i s ch- i r i s ch e n D e r t r a g der sieben Klauseln, der verschiedene Zusätze enthält. Diese Klauseln smd zum großen Teile identisch mit den ent- sprechenden Klauseln des in London unter- ?ef?JetcIL Vertrages. Die Hauptunterschiede bestehen darin, daß der Treueid und jede De- zugnahme auf A l st e r im Text des vorges^lagenen Dertrages ausgelassen sind. Der Vertrag erkennt aber den König als Haupt des Staatenverbandes der britischen Commonwealth, mit dem Irland in den 2In- aelegenhetten von gemeinsamem Interesse zu- sammenwirken werde, an. Der Vertrag gesteht keinem Teil Irlands das Recht zu, von der obersten Autorität des irischen Parlaments ausgenommen zu werden, gewährt aber Rord- u-land Vorrechte und Garantien, die nicht weniger wesentlich sind als die im Londoner Abkommen vorgesehenen. Er billigt der e n a - lisch en Seemacht gewisse Befugnisse in Irland zu, wie sie ähnlich im Londoner Ab- kommen v^gesehen sind. Er enthält schließlich dieselben Bestimmungen betreffend die Be- sch?nkung der irischen Truppenstärke mit der Zusatzbestlmmung, der zufolge es Irland untersagt ist, ohne Einwilligung Englands und der anderen Dominions Unterseeboote zu Aus dem Reiche. Eine Mmisterkonferenz. Verl in, 5. Zan. Wie das .Berliner Tage- blau hort, wird im Laufe des Monats Zanuar eine K o n f e r e n z M i n i si e r p r ä s i d e n- ten aller deutschen Länder beim Reichskanzler zusammentteten. Die Konferenz wird sich mit der gesamten innen- und außenpolitischen Lane beschäftigen. u Bus der Berliner Stadtverwaltung. .. Ve Hin, 5. Jan. (WTB.) In der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurde der bisherige Stadtverordnetenvor- her Caspari (Deutsche Volkspartei)als Kandidat der Bürgerlichen Parteien mit 110 üon 217 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Franz Krüger (Sozialdemokrat) erhielt 103 Stimmen. Bei der darauf folgenden Wahl des ersten stellvertreten- den Vorstehers ergab sich Deschlußunfähigteit, so daß die Versammlung vom Vorsteher geschlossen werden muhte. Verkauf der „Ostsrezeitung«. Dlättermeldungen aus Stettin zufolge ist das Hauptvrgan der Demokratischen Partei in Pommern, die Stettiner „Ostseezei. t u n g“ mit dem Grundstück und der Druckerei an ein Konsortium der Deutschen Vollspartei verkauft worden. Aus dem Reichswirtschaftsrat. Berlin, 5. Zan. (WB.) Der wirt- schafispolrtische Ausschuß les vv läa- FUen Reichswirtschaftsrats nahm cin- liunnug er e.i Gesetzentwurf über die Eri.ebuna der Abgabe bei der Ausfuhr von Waren an. Mit neun gegen acht Stimmen wurde ferner Brbeitgebervertretern eingebrachter -2u)anL'e: ui'g5anti'ag zum Gesetzentwurf ü er die -2Iulie,eiu g von Ausfuhrdevisen angenom- *,'cc Gesetzentwurf Über die unmittelbare Urfaffu -g von Aussatzrderi en für Repai allons- letslungen wurde mit neun gegen acht Stimmen angenommen. ß Zehört das Rad? Bor etwa ein Fahrrad in einer hiesigen Wirtschaft untergestellt, ohne daß es bis jetzt abgeholt worden ist. Das Rad ist ohne Fabrik- marke und trägt die Nr. 161648. Es handelt sich um ein gebraustes Fahrrad mit schwarzem An- u”? noch brauchbarer Bereifung, Freilauf mit Rücktrittbremse; das linke Pedal hat einen Rennhaken die Lenkstange sehr schlechte braune Grtffe teils mit I.olierkand umwickelt Am La- ternenhalter befindet sich der Halter einer Laterne Am Rahmenbau ist eine Fußpumpe Marke „Geka Moment MigeschnaNt. Sachdienliche Mitteilung nrmmt die Kriminalabteilung entgegen. *’ M i t der Bekämpfung der Schnaken durch Ausbrennen der Keller und ähnlicher Gelasse wird in den nächsten Tagen begonnen. Am gründliche Arbeit leisten zu können, ist es notwendig, daß alle Hausbesitzer und sonstigen Verfügungsberechtigten den Zutritt zu ihren Kellern zu diesem Zweck gestatten. , " 3m Lichtspielhaus in der Bahnhof st r a ß e wird augenblicklich der Prunkfilm .Herzogin Satanella" vorge'ührt. Man bekommt neben einer Reihe stimmungsvoller Naturaufnahmen und gut gestellter Massenszenen eine wirklich spannende Handlung zu sehen. Lucie Dorame spielt in der Titelrolle gleich fesselnd die Herzogin Nella Oelonia, die Geisha Chiu-san die Marquise Frucapld und die schöne Cminah. Der Silm lauft bis einschließlich Sonntag; ein Besuch des Theaters kann empfohlen werden. Vornotizcn. 3m sozialpolitischen Ausschuß des Reichswirtschastsra e3 wurde bei der Beratai a über das Arbeitszeitgeseh ein von Ar- beitg•b.rie.te eirg brachter A.itrag toller fcr- 2vcg\ru g m g ich t bald Gesetzentwürfe für die in das Gesetz nicht eingeschlos- leren Kat.-Folaen. insbesondere für geire büche Angestellte, v.rlege, mit 15 gegen 15 St.minen angenommen. Bon frn Arb itnehmervertretern tourie erklärt, daß ih ei nach Annahme d.e'es Antrages die writere Mitarbeit nicht möglich erscheine Ein Qlntrag auf ckleberweisung des Ar- beitgeberantrages an das Plenum wurde von dem Ausschuß abgelehnt, welcher so.ann beschloß zur Kla u.ig frr stritt.gen Fragen eine zweite Be° ratung vorzunehmen. u!'6fm h uOttl DD JeDm tinb Sdfiule. >< Wieseck, 5. -Zan. Beim heutigen Schulbeginn wiesen alle Schulklassen solche Lücken auf, daß man beschloß, den Unterricht wegen • rSri?Pe Zunächst noch bis nächsten Samstag einschließlich auszusetzen. Bon einem Rack- losten der Epidemie ist hier noch nichts zu merken ta. 03 on öcr unteren Qabn, 5. Jan. Auf Anregung von Kreisfchulmt 3unq hat daS land- ich? S o r t b i l d u na s s ch u k w e s e n an der unteren Lahn in der Weise eine Umgestaltung erfahren, daß man benachbarte Dorfgemeinden zu einer Fortbildungsschule vereinigt hat Der -Unter* lahnkreis mit seinen 83 Ortschaften ist jetzt mit zehn solcher Schulzusammenschsüsse restlos ei-f.'.ßt Es handelt sich um dreiklassiae oder zweillassige Schulsysteme. die in Diez, Niederneisen, Hahnstätten Katzenelnbogen. Kördorf. Sinnbofen. Schweighausen. Nassau. Holzappel und Balduinstein ihren Sitz haben, und in denen die landwrrtschiftlich beschäftigte Jugend biL zum 18. Lebensjahre in drei Winterhalbjahren von vier, fünf oder sechs °eBr» fräften unterrichtet wird. Der Llnterricht findet zweimal in der Woche statt und ist durch Kreisstatut geregelt. _ fhington. 5. Ian. (Durch Funklvruck,) Das Kongreßmitglied Britten brad^e dnen borgen!C-’?; tn Sarblng aufgefordert wird, auf . Abrüstungskonferenz die sofortige Zurück- D - u tUtd,9r nn\eraVHtrten:Er“t,pCnau4 v ld) La n-b, 5U beantragen. Britten erklärt ba& dadurch iahrllch 1 2 5 M i l l i o n e n D o l- !» slAC oar* .uoerden konnten und Deutschland in die Lage verhetzt wurde, diese Summe zu Reparationszahlungen zu verwenden. - , Reinigung der Fußsteige von Schnee und Gis. Das Polizeiamt macht die Eigentümer von an die Straße grenzenden Grundstücken erneut auf dte ihnen obliegende Pflicht der Reinigung der Fußsteige von Schnee und r£ ullfmerisam. Der frischgesaltene Schnee ist alsbald nach Beend.gung d^s Schace a[I3, und fcenn dieser während der Nacht ftattgejun.en t>at. längstens b.s 8 llhr vormittags von dem Fuß- ste.g zu entfernen, und 'zwar muß der Fußsteig M seiner ganzen Breite bis zur Fahrbahn schuee- frei gemacht werden. Bei forcktauerndem Schnee- falt ist diese Reinigung so olt als nötig zu wieder- pt>Ien. Wenn auf den Fußstngen Glatteis oder infolge aiidauernden Sch^ieefal.s, F oste.nwir u a oder aus sonsttgen Ursachen Schn.e- uno Es- buckel sich geb.loet haben, so daß die Fußsteige schwer zu begehen sind, müssen freie in einer ^>^lte von mindestens einem Meter mit Sand. Kies, Sägemehl oder anderem geeignetem Ma- tcrial ausgiebig bestreut werden. Das Aus- streuen von Achällen, Schlacken oder sonst ungeeignetem Material ist verboten Nach eingetretenem Tauwetter sind die Fußsteige unter Ber° me.burg von D schad gungrn gründ.ich z i re n - tft du buchten, daß nach den Bor- schrlften für den Verkehr und den Schuh der sta,.ck.schen elektr schen Straße .bahn Schnee und A^./uf das D..H planum oder dicht an das ^iciS nicht abgeworfen werden dürfen. Die Polizeibeamten sind angewiesen, den Befolg zu über- touwen und nötigenfalls Strafanzeige zu erheben. In eine Lawine geraten. • 3nnöb ruck. 5. Zan. (WTB.) Im Watte? t h a l einem Seitental des unteren Imitate? fino fünf Touristen in eine Lawine geraten. oirei konnten sich selbst aus dem Schnee herausarbeiten und einen dritten Kameraden alterbing« nur ate Leiche, bergen. Don Inns- b»uck ist eine Rettungsexprdition abaeqanqen — ^UrL? 1 • L «3 «»er l®1 MDid« #1.3«”" «iE! ,920. u Arinchrung Leistung V" Derli mu»gsbu sprach nicht ßiunö dcri nung der De •fegtnn zeig' Mäßigkeit in vatpudkikuin. -Abschläge i zeigte, auch zunelMcn Kausaaträgr die Untern« politischen > laadsmeldui nc5. Der W non Der Iers rheinisch'ives derStillegun 3m allgemci bei schlvanke das Ueberge im Zusaminc! pjsenlurse hö waren vorzu markt bliebe! sich bei feste! st Oberseemen. 4. Ian. Hafer Orts- ^)ltll.cher wurde auf seine Meldung nach Bosenherm bet_ Bad Kreuznach verseht. Pfar er ilber 15 Zähre hier zum größten Degen tätig unb erfreute sich i-f^lge seines ireund- lichen Wesens allgemeiner Desie'ttheit; die Ge° memde sieht ihn infolgedessen nur ungern scheiden. Butzbach. 4. Zan. Die Oberlehrer Matt' Werner, Adolf Eloh, Dr. Friedr. Decker und Hugo Steinhardt wurden zu Stu- Z>ienräten ernannt . Hcsscn-Nassan. Hanau, 5. Zan. Als am gestrigen Mor- gen tur^ vor 7 cklhr ein in der Hessenstrahe wohnender Bijouteriefabrikant sich von seiner Wohnung zu der Haltestelle der Elellrischen Straßenbahn in der Frankfurter Landstraße begeben wollte, wurde er. dem „Hanauer Anz." zufolge, von zwei Wegelagerern überfallen* bie versuchten, ihm die mitgeführte Handtasche zu entreißen. Die beiden Kerle hatten sich an einer ihnen für ihre Zwecke besonders günstig erf^eincnben dunklen Stelle ausgestellt. Als der Fabrikant ahnungslos an ihnen vorüberschreiten wollte, wurde ihm eine Hand voll Pfe fer ins Gesicht geworfen, dann mit Fäusten auf ihn ein- geschlagen unb versucht, ihm die Handtasche zu entreißen in der Wertsachen vermutet wurden Der Lieberfallene verlor die Geistesgegenwart aber setzte sich kräftia zur Wehr und rief laut um Hilfe. Als durch Die nicht ungehört rre» bliebenen Hilferufe sich Leute der Lleberfallstelle näherten. ergriffen die Wegelagerer die Flucht Ihren Zweck, dem Fa^ikanten die Handtasche zu Mtrcikcn ernsten fie nicht, wohl ging MS Schloß derselben durch das Hin- und HerzeiTren in krümmer und es fielen ei iige Paketchen aus der Dascha auf die Straße, aber 'vegen der Eile zu der die Burschen durch das Herannahen von Passanten getrieben wurden blieben diese un- k d° tiefer ääeberzeugungskraft vortragen, die ' «L l? muerec Beseelung aus ihrem Dichten und : Schaffen vorlesen, wie Paul Keller. (Siehe heutige ' Anzeige.) 11 — Von demVorstanddeöDemo- statischen Beamten - Ausschusses wird uns geschrieben: Am Montag. 9. Zanuar spricht im Hotel Großherzog Reichstagsabae- ordneter Schuldt aus Berlin über Beamtenfragen. Der Redner wird hauptsächlich die Verabschiedung des Ortsklassengesetzes den Stand der Beratung über das Beamten- rätegesetz, die Verhandlungen über die Teuerungsfrage und die Frage der Entstaatlichung der Eisenbahnen behandeln. (Anzeige folgt.) — Eine Versammlung der selbst ändigen Schneiderinnen des Kreises Gießen findet am Sonntag, nachmittags 2Vs Ubr im „E.fe bahn-H.tel H p.eld' ftßtt. — Der ©Dang. Arbeite rS? rein veranstaltet am Sonntag im Markussaal (Kirch- flrafje) feinen ersten diesjährigen Vortragsabend. bei welcher Gelegenheit Prof. Ko ob einen L i ch t b i l d e r v o r t r a g mit Gsperirnen- ten über die Sternenwelt halten wird. (Siehe Anzeige.) / — Ein Dibelturs wird Loberstr. 14 in Ler <^it vom 8. bis 10. Zanuar über „Die Host- nung der Gläubigen nach 1. Petri 1" gehalten. (Siehe Anzeige.) - Landkreis Gietzen. Großen-Buseck. 5. Zan. Heinrich etn Kriegsveteran von 1866 und 1870/71, ist im hohen Alter von 80 Zähren gestorben. Ä △ ©roßen-ßlnben, 5. Zanuar. Dte Hessische Landes-Wanderbühne gibt am 12. und 13. Zanuar in der hiesigen Turnhalle ein Gastspiel für die Orte Großen-Linden Klein-Linden, Watz nbDrn*0tein'.erg' Auch die benachbarten preußischen Orte Lühel- Iinöen, Hornsheim und Hochelheim sind dazu eingeladen. Zur Aufführung gelangen am Don- nergtag abend 8 Ahr „Die Laune des Verliebten" und „Der zerbrochene Krug", Freitag nachmittag 3 ^Ihr „Rumpelst.lzchen" als Kindervorstellung und abends 7 älhr „Dte Räuber" z_\ Weitershain. 5. Zan. Der Weiß- bindermeister Bachmann vek u.te seine § Df- re i t e nebst Grab- und Grasganen für 40200 Mark. Aus Hessen» Urlaub der hess'.schen Beamten. Der Hessische Beamtenbund hat an das Staatsministerium in Darmstadt den Antrag ge- iür die Länge des Erholungsurlaubs der Beamten das Lobensaller berf lben maß- gebenb fern müsse. Beantragt werden für Beamte big zum 30. Lebensjahr 3 Wochen, bis zam 45 4 Wochen, vom 45. Zahre ab bis zu 6 Wochen und zwar ohne Llnterschied der Gehaltsllasse. ' Tages kalender für Freitag Stadttheater. 7 cklhr: „Hedda Gabler". — Astoria- Lichtspiele. ab heute bis einschiießlich Sonntag- „Ter geheimnisvolle Dolch" und Der letz e Jober.bauS“. - Lichtsp elhaus, Bahrhosstraße, b eaJ i c üd) ntag: Herzogin Satanella" und „Time is money". — Dichter-Abend: PaulKeller Die Literarische Gesellschaft hat für nächsten Mittwoch einen Dichter nach Gießen eingeladen, dessen Namen nicht nur überall bekannt fein wird, son- bern der auch in unserer Stadt eine große Leser- char sein eigen nennen darf. Der Dichter ist geboren 1873 zu Arnsdorf, lebt in Breslau, wo er als Herausgeber der Zeitschrift „Die Bergstadt" Von seinen Werken sind zu nennen: „Gold und Myrrhe", eine Erzählung, „Waldwinter", ein Heimatroman, ebenso wie sein Buch „Heimat". In seinem „Sohn der Hagar" schuf er einen sozialen -Roman von tief empfundenen Lebensbildern. „Die alte Krone" ist hier ebenfalls zu erwähnen. Wo er dem Märchen huldigt oder ein Idyll ausmalt offenbart er sich als Meister, so in feinem Prosa- idhll „Das letzte ONärchen". In den „Fünf Waldstädten" hat der Dichter 10 Novellen, die oft von schlichtem, sonnigem und köstlichem Humor über- sprudeln, vereinigt, ein Buch für Menschen die jung sind, wie der Dichter das Büchlein bezeichnet Zum Schluß sei auch noch von seinen Werken sein „Sankt Hubertus"' genannt, dessen Humor in das tiefere Leben greift. Der Dichter gehört zu den feinsten Stimmungspoeten und besten Humoristen oer Gegenwart. So sand er auch bei seiner letzten Vortragsreise, die ihn im Herbst vergangenen Wahres nach der Schweiz, Tirol und Süddeutschland führte, überall begeisternde Ausnahme und Verehrung. In München, Augsburg und Tirol war der Zustrom seiner Verehrer und Freunde so uwunu «rvy, daß viele keinen Einlaß mehr finden konn- haben Kurs Kurs Kurs Kr. 117.80 3584,50 — ,50 6.1. Schweizer Franken 4. ^on. 5. Ian. i GeselWustsv. „freue“. 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Der Sonderberichterstatter der „Times" in Cannes meldet, in Kvrrferenzkre.sen werde der Ansicht Ausdruck gegeben, dast Lloyd George vielleicht gleich zu Beginn der Konferenz dem Obersten Bat einen groyen kühnen Plan unterbreiten werde, ebenso, wie es Staatssektretär Hughes auf der Washingtoner Konferenz getan habe. Die augenblickliche A s cht der britishen Dele gierten sei. bah Deu tschland gestattet werden müsse, für 1922 mit einer Gesamtzahlung von 500 Millionen Goldma rr weg,u- kornrnen, die zwischen Hanuar und AprU verteil', werden sollen. Dafür sollten (Garantien geschaffen werden, am das Reinemachen der deutschen Finanzen zu sichern. Zugleich solle auf größere Zahlung in Waren gedrungen werden. Englischerseits stelle man ferner in Abrede, bah Groy- Britann^n auf seinen Anspruch auf irgendwelche unmittelbare Zahlungen verzich e, obgleich es bestrebt sei, seinen Alliierten soweit wie möglich entgegenzukommen. Brian b habe erklärt, daß Frankreich bis zur äußersten Grenze der Zugeständnisse gegangen sei, unb es sei schwer zu sagen, wie der britische Standpunkt mit ber ®r= fül ung ber Forderung Frankreichs in Einklang zu bringen sei Die Frage derPrivritätBel" g i e n s gestalte diese Schwierigkeiten noch größer. Italien gehe auf bie Korse enz mit ter Absicht, die Pläne Lloyd Georges für eine allgemeine europäische Ac-gelung auf umfassender Grundlage ernstlich zu unterstühen. D.e italienische Oes- fentlichkeit sei mehr unb mehr für eine enge Annäherung an ®roi"XBri anrt'ei; eine Tatsache, bie nicht ohne Einfluß auf die Regelung bes Revara- tionsprvblems sei u -b vielleicht auch auf bie Regelung ber Frage des nahen Ostens. G u n n a * r i s, bet vor kurzem in Rom gewesen sei, werbe, tote man erfährt, nach Frankreich gehen mit dem Gedanken an eine gemeinsame englisch- griechisch-italienische Politir in Kleinasien. Achtung! Hannlerer nnd Wlederveikänfer, welche meine Artikel führen oder mitfübren wollen, finden täglich großen UnifatJ unb sehr hohen Verdienst. Zu erfrnnen bei Herso, M. '21. (5., Plockär. 5. (2 eine St»ee 5fi geraden. Men ** 3t^ jer0en- itton sagt es dem andern, am 9. Januar beginnt die Privat-Han- delsschule lfMlc Ulormac^nhnhofstr 60, nermcb Teiep1097, neue Handelskurse in Buchführung, Stenograph e, Maschinenschreiben, Schönschreiben usw. Prosp. tret Aumeld-tägl. Züricher Devisenmarkt. 5.1. Für Anaefielllen unseres „Giefiener Auteiaers" (junges Ehevaarl fachen wir für Mine Marz, spätestens 1. Avril. 2 lern Am mit.Qodjnelenenbcit. 232 Verl. v.GletzeM Anzeigers. Heinrich Hahn Samenhandlung ^abnbofskrsiste. Suche au Anfang Se- britar eine erfahrene aiti Köchi n die auch Hausarbeit übernimmt, und etn tüchtiges Hausmädchen. Frau Geheimrat Povvert, Wilbelmfir 15. (5brl. 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Die wirtschaftliche Krise, unter der die ganze Welt leidet, hat auch ihre Rückwirkungen auf Frankreich gezeigt, wo, um nur ein Beispiel anzuführen, die AuSiuhr von metallurgischen Ei - zeugnissen beträchtlich langsamer geworden ist Aber — so meint man auf französischer (Seite - - dieses Werk des Wiederaufbaues tann nur etap' Pen weise vor sich gehen und verlangt lange Fristen, bevor es die ©rgebniffe zeitigen wird, die man vor ihm erwartet. Frankreich ist entschlossen, ,im Einvernehmen mit seinen Verbündeten daran mitzu' arbeiten. Indessen ist die französische öffentlichc Meinung der Ansicht, daß die Frage der R c - öarationen und der deutschen Schulden u n- abhängigbleibenmüssevonDeschlüs-- s e n allgemeiner Art, die in diesen Fragen gefaßt werden könnten. Frankreich hat ein Guthaben bei Deutschland, dessen Höhe und dessen Zahlungs- modalitäten zwischen ben Alliierten festgelegt und von Deutschland angenommen worden sind. Von feiner Regelung hängt in weitem Umfange das budgetäre Gleichgewicht Frankreichs ab. ES erscheint daher unmöglich, daß man von Frankreich bie Zustimmung zu Opfern auf das, was ihm zukommen muß, verlangt. I«rpan für die Entschließungen Root. Conbon, 5. Ian. (WTB) Reuter meldek auS Washington, Kato habe mitgeteilt, daß Japan grundsätzlich alle Entschließungen Root annehme. Ein Memorandum der britischen Arbeiter. London, 5. Han. (WTB.) We gemeldet wird, ist L l 0 y d G e 0 r g e während seiner letzten Konferenz mit Briand cin QHemoranbumbct britischen Arbeiter üo.rrecht werden, in dem eine grundlegende Änderung ber Reparationspolitik, völlige Anerkennung Scwjet-Ruß- lands, die Zurückziehung ber'TrupPen vom Rhein eine internationale Konferenz über bie Gewährung von Anleihen unb Krebllen gefordert wirb. An die deutschen Landwirte. Berlin, 5. Han. Die Blätter veröffenllichV« einen Aufruf des Reichslandbundes an die deutschen Landwirte. Die deutsche Landwirtschaft wirb darin zur höchstmöglichen S t c i ■■= : gerung der Erzeugung, die Deutschland vorn Ausland unabhängig machen soll, aufgefordert. Die Ernährung des deutschen Volkes aus deutscher Scholle müsse bas Wirtschaftsziel der. : deutschen Landwirtschaft fein. Heber Landwirt. : auch der kleinste, müsse sich die Errungenschaften : von Wissenschaft und Technik mehr als bisher zu Ruhen machen und sich von den hier unb da noch • geübten veralteten BewirtschaftSmethvden frei- : machen. Richt ber größte Verdienst, sondern die ' höchste Leistung müsse daS Ziel des deu.scheu Landwirtes sein. Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Ferrtr.821 Pri v.'fia n delslehransta lt von J. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. EinzigbSchuleamPlatze, deren Inhaber Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist 9. Januar Bt&nn Kurse Anmeldung lägt Prospekt freu »mA* 4. ■Man*» WS »HÄ» Alflen j,1”.1 ,Si* Men. Ut6D^0 3ab ^arniar, ö?^erhhe alb. Ver Öligen Turn- n&0tj',(3letn!ero Äfe Orlc Lühe?. sind baju 9 Sangen am ^n, Laune des Der- äÄ iS »Die Sauber". 5' 'M. Dn Tess, vei ule seine Hof- rsgmen für 4020C fsail. i am gestrigen Nor- >^r Eresswstratze cof)- von seiner 'Bob- AMschen Strafen. Landstraße begeben mauer Anz." zufolge, rern überfallen litgeführle Handtas^ Kerle batten sich an ae besonders günstig ! ausgestellt Als der ihnen vorüberschreiten and voll Pfesser ins Fiusten auf ihn ein- m die Handtasche zu vermutet wurden. bie Gel'jesgegen'van zur W unb rief ie nicht Mzehvrt gelt bei llebersallstelle Längerer die Flucht, itm die Handtasche zu icht, vvhl ging das ; Hin- und Herzerm einige Paketchan aus aber wegen der Eile, das Herannahen von >n. blieben diese un- 1 die Täter im Schutze entkommen. Liebigshöhe Soikntag 0,„ Unerreicht sind Rieschel Patent- Wellsleb Grudeherde und Oefen. Vertreter: BmilPislerteM. 5 Mäntel 3 Paar Sckrube, Gr. 44, Hemden, Strümpfe, neu, ah verhülfen [098 Boeckel, >fiiegelvs. 30a. 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Eintritt völlig frei für jedermann. Die 2y, E». Ardeirerveceiu. Sountaa. d. 8. Januar 8 Ubr abends LiStüittierWllrlii! MarkuSsliai (Slirctjtrnbt) von Professor Koob Uber ,Die Sternenwelt^ säuberst interessant». Eintritt frei Gäste willkommen. [241v fische Vorf Ferner nur hento und morgen: Versicherung, soweit diese nicht in Eurem Besitz ist, schon heute von Euren Arbeitgebern Heute früh 5 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit plötzlich und unerwartet meine liebe, treusorgende Mutter, meine liebe Tochter, unsere unvergeßliche Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Christine Leun Ww geb. Martini im blühenden Alter von 33 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Erna Leun Joh. Gg. Martini III. nebst allen Angehörigen. Leihgestern, Lang-Göns, den 5. Januar 1922. Die Beerdigung findet am Samstag, den 7. Januar, nachmittags 2 Uhr, statt. SamStag, 7. Januar 1922, abends 8 Ahr: Geral- rommtag Frankfurter Hof. i»«“v Der Vorstand. Ab beute bla elnschl. Sonntag: Der größte Erfolg <1. Gegenwart Eddie Polo in Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Kasper Jung IX. nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 68 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Todes-Anzeige. Schmerzerfüllt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute vormittag 8/410 Uhr mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Karl Konrad Müller Zimmermeister im nahezu vollendeten 54. Lebensjahr nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Versammlung Der WW.MWNM des Kreises Metzen. Sonntag den 8. Januar, nachmittags 21 /, Uhr, findet im „Etsenbahn-Hotel Hopfeid" zu Dietzen auf vielseitigen Wunsch eine Versammlung der selbständigen Schneiderinnen von Gießen und Umgegend statt, wozu ergebenst einladet Der Vorstand der Freien Schnetderinnung des Kreises Dietzen. 0| 5 W** Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten Ästoria-Lichtspiele 3. B.HÄUSER , GIESSEN, W NEUSTADT 56 u. RODHEIMER.STR.<,2. jbb! Speriolhondlung für Öfen, W Herde u.He:zcppcrate. W RitglM-M SamStag. den 7. d. M., abends 8'/, Ubr: Im Verefnnlokal. 0162 Der Vorstand. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Müller geb. Parr Karl Müller Robert Müller Richard Müller Elisabeth Müller. Hungen, den 5. Januar 1922. . Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. Januar, nachmittags 3 Uhr, statt 239 lileratie MM, Gieta. Mittwoch, den 11. Januar 1922. abend» 8*/< Uhr in der Neuen Aula: Pqul Keller 3. Dichterabend: Vortrag aus eigenen Werken. Eintrittskarten zum Preise von 7, 6, 5 Mk. in der Musikalienhandlung Challier, und abends an der Kasse. Stndentenkarten zu 3.50 Mk. beim Hausverwalter der Univ rsität. Für Mitglieder (Abonnenten) eine Freikarte I. Platz und Anspruch auf 2 Beikarten (L Platz) zum Preise von 6 Mk. pro Karte im Vorverkauf. Ausgabe der Abonnementskarten und der Mit- pliedsehaftskarten bei Challier. 222v Angestellte latzt Euch Eure Quittungskarte der Angestellten. Sonntag, den 8. Januar, nachmittags 21/, Uhr « „ 8. „ abends 81/* „ Montag, den 9. Jan., vorm. 10—12, nachm. 2—4 u. abends 8V2 Uhr Dienstag, „ 10. „ „ 10—12, „ 2—4 „ „ 8*/2 - Bifieimrs GW, Mttise 14 von Sonntag, den 8., bis Dienstag, den 10. Januar »em: M WMW M SlÄWM HO® 1. M1 Stundenplan: Statt besonderer Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Anzeige, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren treubesorgten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, den Landwirt Karl Euler Samstag den 7. Januar 1922, abends 8 Uhr, hat der MWWel.MlllWen in der Turnhalle am Oswaldsgarten feine Weihnachtsfeier verbunden mit Theater, Tanz, Verlosung u. dergl. Der Saal ist geheizt und von 7.30 Uhr ab geöffnet. Gäste willkommen. Ludwig Jung XIII. Klein-Linden, den 4. Januar 1922. 240V Beerdigung findet Sonntag, den 8. Januar, nachm. Uhr, vom Sterbehause Wetzlarer Str. 34 aus statt. Angestellten - Versicherung ist, wühlt die Liste A des Deutschnationalen Handlungs- gehilfen - Verbandes. flF" Achtung! "dg Ausgekämmte Frauenhaare werden gekauft im MiMMNemüeMA Gietzen, Babnboh'tratze, Zimmer 1 nur Samstag, den 7. Januar 1922 von morgens 9 bis abends 5 Uhr Ul WUMM 60 615 ZO EIL Aug. Kleinschmidt - Mühlhausen inThüringen \ Braunkohien ° -10.- i | Briketts .19- I Hoßz .»14.- \ je Zenhner. . Wollen Sie diese Ermässigung (40*50%) geniessen,dann nahen Sie die bisher i verschwendete Abwärme gewöhnlicher irischer Ofen aus durch den Anschluss de$Sparheiier$„©RAMi£H"( o. r.p.q.) lT Steinkohlen «mZZ- I Spielrer- einigung 04 Gießen. SamStag, d. T. b. M.. abendS 8 Ubr: autzerordentlicke ßtntralumiiinnilung im Darmstädter Hans. 0172 Der Vorstand. Gesangverein „Frohsinn" gcar. 1884. Morgen abd. 7 Uhr Kath. DereinShauS. BollzäbligeA lLrschetncn dringend erwünscht. 229 Der Vorstand, verein 8röhttchkeit <777 । Morgen abend Hogewmofllleo im Wahlkreis Gietzen-Land. Der Stimmzettel des Gerverk- schaftsbundes der Angestellten (G.d.A.) tragt die Bezeichnung: Liste B. Peter Steffes Expedient, Lollar. Stimmzettel sind an den Wahllokalen zu Gießen und Lich erhältlich. Mahlzeit an beiden Orten am 8. Januar 1922, nachmittags von 2V- bis 5 Uhr. In Lich wählen Angestellte mit dem Wohnsitz in Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt, Ettingshausen, Hattenrod, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lich, Münster, Muschenheim, Rieder- Dessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober- Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Billingen. In Gießen wählen: Angestellte mit dem Wohnsitz an den übrigen Orten des Kreises. Dersicherungskarte mitbringen. Wer für Erhaltung der Angestellten Versicherung ist, wähle die Liste B. vom Gewerkschastsbund der Angestellten (G. d. A.). Ol„ □ □□□□□□□□□□ □□□□□□□□□£]□□□□□□ □□□□ 6Hß1L im Matznehmen, Xrvl MUI |U-X> Zuschneiden und Anfertigen sämtl. Damengarderobe beginnt am 9. Januar 1922. 63 Lina Petri, Roonstratze 30. DODDDDDODDaaaODDaODDDDOaODDODOD Spuren Im Schnee. Roman von Sven Elve st ad. Ermächtigte Übersetzung. 31. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) „Der Herr Kapitän werden sich doch nicht gar davon trennen wollen!" rief die alte Haushälterin. „Es sieht gerade aus. als ob Sie von allem Abschied nehmen wollten." Plötzlich blieb der Kapitän mitten im Zimmer stehen und atmete mühsam. „Die Luft kommt mir entsetzlich schwer und - drückend vor," sagte er. „Auch die Dunkelheit bricht früher ein als sonst." „Der Himmel hängt voll Wolken," sagte die Alte. Der Kapitän trat ans Fenster. „Roch niemals habe ich die Wolken so niedrrg hängen sehen," bemerkte er. „Man meint, sie wollten ganz auf die Erde heruntersinken. Sehen Sie nur, Maria! Vielleicht pressen die Wolken die Luft zusammen, und ich atme deshalb so schwer." „Der Herr Kapitän sollten ein wenig spazieren gehen," meinte Maria. „Sie sind ja heute noch gar nicht ausgewesen." „3a, das will ich tun," stimmte der Kapitän zu. „Holen Sie mir meine wachm." Während ihm Maria in den Mantel half, sagte sie leise: „Der Herr Kapitän kommen mir heute so sonderbar- vor." „Do? Warum denn?" „Ich meine, die Stimme des Herrn Kapitäns Ar. 5 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen) Hreltcu, 6, Ianllar 1922 Die Lebenshaltungskosten. Berlin, 5. Jan. (WTD.) Heber die Teuerung im Dezember 1921 teilt das Statistische Reichsamt mit: Obwohl durch die Kaufkraft der Mark zu Beginn des Monats Dezember die Großhandelspreise zurückgingen, fetzte sich die AufwartSbewegung der Kosten; der Lebenshaltung vom November zum: Dezember infolge des vorherrschenden Sturzes der Reichsmark weiter fort. Nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes, den.m die Ausgaben für Ernährung, Heizung und Beleuchtung sowie Wohnung dem Stande von Mitte November zum Dezember zugrunde liegen, ist die Neichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten vom November zum Dezember von 1397 auf 1550, demnach um 153 Punkte oder 11 v. H. gestiegen. Gegenüber De»>mber 1920 beträgt jetzt die Steigerung 6 6 v. H. und gegenüber Mai, dem billigsten Monat des Borjahres, 7 6 v. H. Stärker als in den Bormonaten trug zu dieser Steigerung im Berichtsmonat die Erhöhung der Kosten für Heizung und Beleuchtung bei, während die Wohnungsmieten nur in verhältnismäßig wenigen Gemeinden anzogen. Daneben wurden aber auch weitere, teils beträchtliche Steigerungen für Lebensmittel festgestellt. Die Indexziffer für ErnährungSauSgaöen allein, die im November d. I. 1914 betragen hatte, ist um 174 Punkte oder 9,1 v. H. auf 2088 gestiegen. Zu der Erhöhung der Ernährungsausgaben trugen im Berichtsmonat fast sämtliche Lebensmittel bei. Die Preise für Brot, Nährmittel, Hülsenfrüchte und besonders Fleisch zogen erneut an. Auch Gemüse, Kartoffeln unb Eier wurden wiederum teurer. Die Preisbewegung für Fette (bis Mitte Dezember) war nicht einheitlich. Beamten- und Angestelltenfragen. B e r l i n, 5. Jan. (WTB.) 3m Reichs- finanzministerium traten um 5 Ähr nachmittags Vertreter der Reichsregierung und der Spitzenorganisationen zu den lange erwarteten Verhandlungen über die neue Teuerungsak tion für die Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches zusammen. An den Beratungen nahmen Vertreter aller Reichsressorts, des preußischen Finanzministeriums und die Mitglieder des 23. Ausschusses des Reichstags teil. Sinter dem Vorsitz des Ministerialdirektors von Schlieben vom ReichSsinanz- ministerium fand eine eingehende Aussprache statt. ES herrschte auf .allen .Seiten das Bestreben, die Verhandlungen so rasch zu führen, daß bem' Reichstag bei seinem Wiederzusammentritt am 19. 3anuar die Vorlage zugehen kann. Anfang nächster Woche werden die Verhandlungen fortgesetzt. Dabei soll zunächst mit der Einzelberatung der Arbeiterfragen begonnen werden, nachdem sich inzwischen die Reichsregierung mit den Finanzministern der Länder ausgesprochen haben wird. 3m Anschluß an die Arbeiterfragen sollen die Beamten- und Angestelltenfragen behandelt werden. Uebergang der Quäkerspeisung in deutsche Verwaltung. Die amerikanischen Mitglieder der Km- derhilfsrnission der Quäker haben um dic Jahreswende Deutschland verlassen. 3hr menschenfreundliches Werl hat damit nicht sein Ende gefunden. Sie haben es vielmehr den deutschen Verwaltungsstellen übertragen und dabei die Sleberzeugung und das Vertrauen ausgesprochen, daß diese die Speisungen mit bestem Erfolge durchführen werden. Die aus den amerikanischen Spenden beschafften Qe- benßmittel werden also von jetzt ab lediglich durch deutsche Verwaltungsstellen verteilt. Anstelle der Hauptleitung in Berlin ist derDeutsche Zentralaus- schuß für die Ausland Sh ilfe getreten, an Stelle der amerikanischen Bezirksleitung für Hessen, Württemberg und Baden in Frankfurt a. M. eine deut sche M titelst e ll e in Darmstadt nur für den Freistaat Hessen. 3hre Geschäfte führt die Zentrale für Mütter- und Säuglingsfürsorge, unterstützt von einem Verwaltungsausschuh, । in dem u. a. auch die Stadt Gießen ver- s treten ist. Nur in Berlin bleibt ein kleiner Ausschuß von Amerikanern zurück, um bei neuen Verwaltung mit Rat zur Seite zu stehen. Aus zwei Gründen ist es den Quäkern ratsam erschienen, die Speisungen in deutsche Hand! zu übertragen: Erstens werde dadurch die Möglichkeit gegeben, daß die Kinderspeisungen von den zuständigen Wohlfahrtsstellen in Deutschland weitergeführt werden, so daß sie im Bedürfnisfalle ein Teil der ständigen Wohlfahrtspflege werden können. Zweitens sei der Wechsel durch die kritische Lage in Rußland notwendig geworden, wo 20 bis 25 Millionen Menschen in diesem Winter dem Hungertvde entgegensähen. 3n Rußland, wo die Quäker seit 1916 wirken, wollen sie ihre Arbeit erheblich ausdehnen, deshalb ihre Personalkosten für Deutschland verringern und einen Teil ihres amerikanischen Personals für den Dienst in Rußland freimachen. Die Quäker haben zum Abschied ein Rundschreiben versandt, in dem sie allen denen herzlich danken, die durch ihre Hilfe zum Gelingen der Speisungen beigetragen haben. Sie betonen, daß es ihnen ohne' die unermüdliche Mitarbeit tüchtiger Deutscher nicht möglich gewesen wäre, ihre Speisungen so durchzuführen, wie es geschehen ist. So sei auch denen gedankt, die in Gießen qnitgeholfen haben und hoffentlich auch noch weiter mithelfen werden. Einige hochherzige Spender haben durch namhafte Geldbeträge das Werk unterstützt. Ihre Namen werden im Anzeigenteil bekanntgegeben. Auch jetzt ist es zu berartigen Spenden, die bei allen hiesigen Banken entgegengenvmmen werden, noch nicht zu spät. Die Speisungen gehen in Gießen unverändert weiter. Der hiesige Ortsausschuß für die amerikanische Kinderhilfe bleibt, wie alle Ortsausschüsse, unverändert bestehen. Die Sammlungen, die zur Zeit in den Vereinigten Staaten durchgeführt werden, um Geld für die Fortsetzung der Kinderspeisung in Deutschland aufzubringen, sind nach Mitteilung der Quäker bisher so erfolgreich ausgefallen, daß diese bis zu den Sommerferien 1922 die Verpflichtung übernehmen können, durchschnittlich täglich 500 000 Kinder zu speisen. Ein herzliches „Habe Dank" sei ihnen bei ihrem Scheiden von Deutschland für ihr edleö Werk der Menschenliebe zugerufen, das sie in schwerster Zeit an unseren Kindern getan haben. Aus Stabt und Land. Gießen, den 6. 3an. 1922. Heilige drei Könige. Dis zum Jahre 354 wurde der 6. 3 a • nuar als der Geburtstag Christt gefeiert; erst der Kaiser Justinian bestimmte, bah beS Heilands Geburtstag auf den 25. Dezember eines jeden IahreS verlegt werde. Bald darauf wurde der 6. Januar den morgenländi- schen Weisen oder Magiern geweiht, die da kamen, um das Jesuskind anzubeten. Als solche Magier sind die berühmten Könige (von denen es int Evangelium nicht einmal heißt, daß es gerade drei waren) aufzufassen. Die Gebeine dieser morgenländischen Weisen sollen in Köln a. Rh. begraben sein —; in Köln, wo am 6. Januar der lustige Fasching beginnt oder beginnen soll. Erst im achten Iahrhun- bert wurden die Weisen — von denen einer weiß, einer braun, einer schwarz gewesen sein soll — für heilig erklärt; man widmete ihnen im besonderen die drei Tage: Melchior, Kaspar und Balthasar. „Epiphania" dagegen bedeutet soviel wie: die Erscheinung Ehristt, nach anderen: die Offenbarung der göttlichen Natur des Heilands bei der Taufe durch Johannes. 3n verschiedenen Gebirgsgegenden, im Riesengebirge, Erzgebirge, in Thüringen usw. ziehen drei als heilige Könige verkleidete Kna- bcn (den aus schönem bunten Papier hergestellten „Stern von Bethlehem" vor sich her- tragenb) von Hütte zu Hütte, von Gehöft zu Gehöft, um durch Dettellieder und humorvolle Bitten die Bewohner zu veranlassen, etwas Gutschmeckendes zu spenden. « *• Zur Verrechnung der Steuerabzüge wird uns vom Finanzamt geschrieben: Vielfache Anfragen aus Arbeitnehmer- kreisen lassen erkennen, daß die Auffassung vertreten ist, die auf den gegenwärtig für 1920 zur Ausgabe gelangenden Steuerbescheiden enthaltenen Elnkommensteuerbeträge seien neben den bereits erfolgten Steuerabzügen vom Arbeitslohn voll zu zahlen. Diese Annahme ist irrig. Alle b i s zum 31. März 19 2 1 dem Arbeitnehmer vom Arbeitslohn einbehaltenen Beträge kommen auf die endgültige Einkommensteuer voll zur Aufrechnung. Die Verrechnung erfolgt unter Vorlage des Steuerbescheids und der Steuerkarte durch die auf den Bescheiden angegebenen Zahlstellen. Weiterhin sei darauf hingewiesen, daß bei Posteinzahlung der Einkommensteuer für 1920 oder von vorläufiger Steuer für 1921 oder bei bargeldloser Heber« Weisung anzugeben ist, wie sich der eingezahlte oder überwiesene Betrag im einzelnen zu- sammensetzt aus Einkommensteuer, allgemeine und örtliche evangelische oder katholische Kirchensteuer oder israelitische Kultusumlage. Die Sollbuchnummer und die genaue Wohnung sind ebenfalls beizufügen. " Reichs miet enge seh. Wie man an maßgebender Stelle hört, steht das Reichsmietengesetz in nächster Zrit zu erwarten. Es wird wahrscheinlich am 1. Avril 1922 in Straft treten. Mietregelungen, de nicht dringlich sind, schiebt man deshalb noch etwas hinaus, da durch das Reichsmietengeseh dach grundlegende Aenderungen bevorstehen. ' Die Veschästigung Schwerbeschädigter in Privatbetrieben. Tas Hessische S aatsministerium teilt durch die Hes- si che Haupt, ürsergesteile den Fars^rgeste.len folgendes mit: Das Gesamtministerium hat am 22. v. M. beschlossen, daß Im Interesse der noch nicht versorgten Schwerb:schad'gten alle größeren staatlichen Aufträge nur an solche Firmen vergeben werden dürfen, die ihe Ver- pslich'.ug aus dem Dchwerdeschädgtengeeh erfüllt haben. Vor Erteilung des endgültigen Zuschlags hat sich die amtliche Stelle, die den Auftrag vergibt, mit der Hanptfürforgestelle va Verbindung zu setzen, um zu erfahren, ob die betreffende Firma die gesetzlich vorgeschriebene Zahl Schwerl>eschädigter beschäftigt. •• Feuerbestattung. Die bis jetzt bekannt .gewordenen Zahlen der im letzten Jahr in den 54 deutschen Krematorien erfolgten Feuerbestattungen weisen gegen das 3ahr 1919 wiederum eine gewaltige Zunahme auf; auch die Anzahl der Vereine und deren Mitgliederzahl nehmen nicht nur in den Städten zu, sondern auch in Land- bezirlen in der Umgebung von Krematorien, läßt sich eine Zunahme der Anhänger der Feuerbestattung seststellen. Unter den im verflossenen 3ahr neuentstandenen Vereinen ist bemerkenswert derjenige in Wetzlar (Mai 1920), Friedberg (3uni) und in Gießen im September. Letzterer weist bereits eine stattliche Mitgliederzahl auf und hat seit seinem Bestehen schon in vielen Fallen Anhänger der Feuerbestattung bei den zur Einäscherung vorgeschriebenen Formalitäten, wie sie durch das hessische Feuerbestattungsgesetz vom 19. August 1899 geregelt sind, beraten können; es sind auch bereits Schritte unternommen, um den schon vor dem Krieg bestehenden Plan der Errichtung eines Krematoriums in Gießen zu fördern. Interessenten für Feuerbestattung feien auf die heute Freitag abend 8i/3 Uhr im Kaufmännischen Vereinshaus (Steinstraße) statlfindende Mitgliederversammlung der Vereinigung für Feuerbestattung für Gießen und ihngegenb aufmerksam gemacht. Landkreis Gießen. • Landkreis Gießen, 5. Jan. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten (G. d.A.), Einheitsgewerkschaft der kaufmännischen, technischen und Bureau-Angestellten, hat für die Wahl der Vertrauensmänner zur Angestelltenversicherung im Landkreise Gießen eine Liste aufgestellt, welche die Bezeichnung „Liste B“ hat. Kreis Schotten. b Schotten, 5. 3an. 3m nahen Michelbach wurde die 20jährige Anna Matthes Montag früh an der Transformatorenstation erhängt auf gef unben. Man nimmt an, daß das sonst brave, ruhige Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Als Täter wurde ein junger Bursche, der ein Verhältnis mit dem Mädchen unterhielt, genannt. Die Untersuchungen von Gericht und Staatsanwaltschaft werden näheres ergeben Kreis Wetzlar. ra. Vom DünSberg,5. Ian. XkbcraD in den großen Waldungen am Dünsberg ertönt wieder die Axt des Holzhauers und viele Arbeiter finden eine lohnende Beschäftigung. Mit Tagesanbruch ziehen sie in Scharen hinaus in die Waldungen. Die Tage sind eben sehr kurz, weshalb die Arbeit gewöhnlich nur einmal unterbrochen wird, um ein einfaches Mahl zu genießen. Auch der Holzhauer sieht es gern, wenn Frostwetter ein- tritt, wodurch ihm seine Arbeit sehr erleichtert wird. Nur bei allzu strenger Kälte wird in einer Waldschneise oder auf einem Wege ein Feuer angezündet, an das die Arbeiter ab und zu herantreten, um ihre Glieder für wenige Augenblicke zu erwärmen. Hessen-Nassau. fpd. F r a n f f u r t a. M., 5. Ian. Zeit und Ort der Handlung: Ein besseres Weinrestaurant in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mitt- woch den 4. Januar 1922, abends 10 Ähr. C i n neuer Reicher, dickbäuchig, gut angezogen, mangelnde Umgangsformen, nicht gut gepflegte Hände, namentlich lassen die Nägel Kultureinflüsse vermissen. Er hat mit einem Freunde zwei Flaschen Wein getrunken, die neben dem Tisch in einem großen Kübel stehen. Man will aufbrechen. „Ober, bitte Handtuch und Seife I" Der Ober bringt das Gewünschte. Der neue Reiche entfernt die Flaschen aus dem Kübel und wäscht fick dann in aller Seelenruhe in dem Meintübelwasser die Niederen Hände, ttocknet sie säuberlich vor allem Publikum ab, verabfolgt dem Ober ein besonn deres Trinkgeld über den gehnprozentigen Zuschlag hinaus und verläßt dann stolz die Weinstube. mc. Frankfurt a. M., 5. Ian. Der Brauereivertreter König, den man schon verunglückt glaubte, ist, wie man jetzt festgestellt hat, mit einer Französin (durch gegangen und hat von Paris aus seinen Freunden geschrieben. Selbstverständlich hat er das Reisegeld aus der Brauereikasse genommen. Auch sonst hat König seinen Posten, der eine VerttauenSstellung war, keineswegs so geführt, wie eS notwendig gewesen wäre. Die Brauerei hat nun alle Mühe, die Unregelmäßigkeiten aus der Welt zu schaffen. fpd. Bad Homburg v. d. H., 5. Jan. Bei einem Zusammenstoß mit einem Milchfuhrwerk stürzte der Sohn deS Gastwirts Becker aus Seulberg vom Rade und zog sich dabei lebensgefährliche Ver^ letzungen zu. fpd. Fulda, 5. Ian. Die Arbeiter der Fuldaer Wachswerke stehen seit mehreren Tagen i m A u s st a n d. Landwirtschaftlicher Vortragskurs. Der letzte Vortragstag der Landwirtschafts- kammer, der sich eines ebenso guten Besuches erfreute wie die beiden vorhergehenden Tage, wurde durch drei sehr lehrreiche Vorträge aus- gefüllt. Als erster Redner sprach Professor Dr. Brinkmann- Bonn über „Betriebswirt- schaftliche Fragen der Gegen war^ in höchst interessanter und Rarer Welse. Er entwarf kurz ein Bild über die Erzeugung und den Verbrauch pflanzlicher unb tierijd;er Nahrungsmittel vor und nach dem Kriege und wies auf den starken Produktionsrückgang hin, der infolge der durch den Krieg hervorgerufenen Störungen des Umlaufes der Pflanzennährstvffe au Der- zeichnen ist Der Wiederaufbau Deutschlands hängt besonders von der Behebung unserer Ernährungskrise ab. Soll das deutsche Wirtschaftsleben wieder gesunden, muß zunächst die Ernah- rungsfrage unseres Volles aus eigener Scholle angestrebt werden. Eine vermehrte Kunstdunger- anwendung ist daher dringend geboten, um unsere pflanzliche Produktion zu steigern. Um die tierische Produktion zu steigern, muh vor allen Dingen die Viehhaltung auf eine bodenständige Grund- läge gestellt werden und eine Futterertragssteige- ntng zu erreichen versucht werden. Rur durch eine ■a—isgi ii» » klingt so besonders. Sie erinnert mich an etwas," sagte Maria. „An was erinnert sie Sie denn?" fragte der Kapitän. „Sie klingt gerade — wie — Weinen," antwortete Maria. Der Kapitän knöpfte den Pelzmantel fest über der Brust zusammen. „3ch weine niemals," sagte er. Run nahm der Kapitän seinen Weg zuerst zur Eisenbahnbrücke hinunter. Die Straße führte unter der Drücke mit ihren gewaltigen Eisen- Pfeilern hindurch. Sah man von unten zu der Brücke hinauf, so erschien sie gewaltig und doch zugleich leicht und fein mit ihrem von Stäben, Stützen und Dogen wimmelnden Eisenbau. Unter dem mittleren Dogen der Drücke floß murmelnd der Fluß hindurch an dessen beiden Ufern das Cis weiße zackige Streifen bildete, unter denen das kristallhelle, eiskalte Wasser hinlief. An beiden Seiten stieg das Land als mächtige gelbe Uferbanr steil an. Lange Zeit stand der Kapitän da und betrachtete den eigentümlichen Schimmer, der auf diesen mit welkem und frost gebleichtem Gras bestandenen Döschungen lag. Er kam sich zwischen diesen beiden steilen Ufern wie tn der Tiefe eines Abgrundes vor, über dem sich die langsam ziehenden, schweren Wolken wie ein im Winde wogendes Zeltdach ausbreiteten. Und welche grimmige Kälte alles um ihn her ausstrahlte i Die hohen, mit Rauhreif überzogenen eisernen Pfeiler, die die Drücke trugen, die Eisränder des eintönig murmelnden Flusses und die hartgefrorene Straße, auf di: sein Fuß trat — alles war eisig und gewissermaßen eine unbarmherzige, ihm feindlich gegenüberstehende Macht. Menschen waren nicht zu sehen, und gerade, weil er nicht wünsche, jemand zu begegnen, hatte er ein übermächtiges und drückendes Gefühl von seiner Einsamkeit. Als er nach einer langen Wanderung wieder vor seinem Hause stand, fühlle er zuerst Lust, noch weiter, an der Apotheke vorbei und zum Dahnhof zu gehen; als er aber zum Himmel aufblickte. kam es ihm vor, als sei die Wolkendecke immer tiefer herabgesunken, und als fei noch weniger Bewegung in den Wollen als vorher Sie hingen schwer über seinem Kopf und schienen sich eher noch mehr zu senken als nach Osten zu ziehen. Ohne daß er sich den Grund hätte erklären können, empfand er diese hängenden uno dichtgeballten Wollen wie eine Drohung. Er machte die Haustür zu und betrat den Vorplatz. ilnb stehe, da hing an einem Kleiderhaken der Pelzmantel des Doktors Flodin mit dem großen grauen Pelzkragen und sein hoher Hut mit dem breiten Trauerflor, diese beiden Stucke, die er so genau kannte. Siebzehntes Kapitell Der Kapitän blieb einen Augendlicr in dem Halbdunkeln Flur stehen. Er schaute sich um, aber nicht, als ob er suche, sondern mehr, als wolle er sich überzeugen, ob alles noch an seinem Platze" sei. Seine Mäntel und seine Hüte . . . Zawohst da hingen sie alle beieinander. Und nun hingen da plötzlich mitten dazwischen Doktor Flo- dins Pelzmantel mit dem grauen Kragen und lein Hut mit dem Trauerflori Diese Dachen hingen da und erzähllen ihm ganz deutlich die sonderbare Geschichte, daß ihr Eigentümer. Doktor Flodin, zu ihm zu Besuch gekommen sei, feine Ueberkleider im Flur abgelegt habe und nun bannen in seiner Wohnstube auf ihn warte. Merkwürdigerweise hatte es nicht den Anschein, als ob der Kapitän darüber erstaunt toär^ Er hängte gelassen seinen eigenen Pelzmantel neben den des Doktors Flodin, und nachdem er eine Weile vor der Tür gewartet hatte, macht» er ste auf und trat ins Zimmer. Was ihm zuerst auffief, war, daß im Zimmer eine recht ungemütliche Finsternis herrschte. Er sah nichts als einen undeutlichen Schimmer von den Möbeln, und hie und da ein Glanzllcht auf den Beschlägen. Aber nun bemerkte er bcn Swaukelstuhl. Darin saß jemand, aber er tonnte nick: sehen, wer es war, denn bie hohe und breite Rücklehne des Stuhles war ihm zu- gewandt. Der Kapitän machte die Tür hinter stch mit einem ge'xi fen Kraftaufwand zu, so daß das Schloß klirrend einschnappte. Er blieb stehen urw blickte zum Schaukelstuhl hinüber; seine Brust hob stch in einem tiefen Atemzug, und als sie wieder zusammensank, drang aus seiner Kehle eia Laut, der ein schmerzhaftes, hartes Husten sÄ« konnte. Dort im Halbdunkel bewegte sich.der Schaukelstuhl gleichmäßig weiter. „Sind Sie es, Doktor Flodin?" fragte bet Kapitän. „Ich meinte, Sie seien tot“ Der Mensch in dem Sluhle gab keine Antwort, aber der Stuhl schaukelte immer gleichmäßig langsam weiter. (Fortsetzung folgt) intensive Wirtschaftsweise ist es möglich, die deutsche Landwirtschaft wieder aufzubauen und so zur Gesundung unseres Wirtschaftskörpers beizutragen. An Zweiter Stelle sprach Prof. Dr. K r a e m e r- Kieben aber „K a l t b l u t z u ch t" in interessanten Ausführungen über die neuesten wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen der Tierzucht. Geeignete Zuchtwahl, die Ernährungsweise und die Haltung spielen hierbei eine grobe Rolle Durch gee ,riete Kulturverbesserungen des Bodens, durch verständige Pflege und Haltung der Tiere ist es möglich, unsere heimischen Zuchten noch weit mehr wie seither zu fördern. Die Fragen eintr geeigneten Ernährung sind in der Kaltblut- zücht von ganz besonderer Bedeutung. Der Redner gab manche praktische Winke den Landwirten mit aus den Weg, um die Zucht des Kaltblutpferdes uns.ren wirtschaftlichen Verhältnissen hier in Hessen anzupassen. Als dritter Redner referierte Prof. Dr. Knell - Gießen eingehend über wissenschaftliche und bisher gesammelte Erfahrungen in der Tierseuchenbekämpfung. Große Schäden werden alljährlich unserer "Landwirtschaft durch die Tierseuchen zugefügt. Es ist daher notwendig, daß der Landwirt in der Bekämpfung dieser Krankheiten mehr wie seither sich Aufklärung verschafft. Rachdem der Redner über die verschiedenen Seuchenkrankheiten und Bekämpfungsmah- nahmen sowie die hierbei von ihm gemachten Erfahrungen interessant berichtet hatte, schloß er seinen mit großem Interesse aufgenommenen Bor- * trag mit einem Appell an die Landwirte, den veterinärpolizeilichen Vorschriften im Interesse der Allgemetuheit noch größere Beachtung zu schenken. Die Vorträge fanden reichen Beifall und haben wohl manchen Landwirt zur Beschrettung der ihm gezeigten neuen Wege in der Betriebswirtschaft und in der Tierzucht angeregt. Turnen, Sport und Spiel. — Gießener S. C. 1 900 gegen Sport Kassel. Auf dem Sportplatz an Der Hardt (Rod- heimer Straße) findet am nächsten Sonntag ein wichtiges Gauliga-Spiel (Derbandsspiel) statt. Man darf darauf gespannt fein, wie unser Gießener Vertreter, der Sportclub von 1900, gegen den vorjährigen Meister, Sport Kassel, der wiederum Meisterschafts-Anwärter ist, abscbneiden wird. Es kann jetzt schon gesagt werden, daß am kommenden Sonntag wirklich guter Sport geboten wird. Ein Besuch des Sportplatzes kann daher nur empfohlen werden. Das Spiel beginnt um 2 llfjr 20 Minuten. — Meldeergebnis für die Eis - Wettbewerbe bei den Deutschen Kampfspielen. Gleich den übrigen Wintersportarten haben auch die Eis-Wettbewerbe, die im Rahmen der Deutschen Kampfspiel-Winter- woche in fr*r Zeit vom 24. bis 26. Januar auf dem Rifsersee stattfinden, ein sehr gutes Meldeergebnis zu verzeichnen. Für daS Junior» Schnellausen über 1000 und 3000 Meter haben 23 bzw. 18 Teilnehmer genannt. 3n Den Hauptlaufen über 500, 1500 und 5200Meter treten neben Pelischek und Hoerde-Wien u. a. unsere besten Schnelläufer wie Reustifter- München, Mathias-Greifenberg, Kretzer-Königs- berg und die Berliner Grund, Müller, Cilly und Arnoldi in Wettbewerb. Für Die Herren- Kun st laufen liefen 22 Meldungen ein. Das Junior laufen vereint 13, das Senior- laufen 9 Teilnehmer, unter diesen Rittberger, Franke, Vieregg (Berlin), Schober (München), K. Friedel (Tropvau) sowie Döckl und Dr. Oppacher (Wien). Für das Damen-Iunior- laufen wurden 6. für das D a m e n - Seniorlaufen 10 ünterfdjriften abgegeben. Hier wird es einen interessanten Wettbewerb zwischen Fr. Plank-Szabo (Wien), Frl. M. v. Ianotte (Troppau) und den Damen K. Wolff, Brockhoeft Bernhardt, Schmidt, Winter und Veit (Berlin) geben. Zum Junior-Paarlaufen haben drei, zum Haupt-Paarlaufen sieben Paare gemeldet, unter diesen das Ehepaar Mehner, Fr. R. Hoffmann-Grauel (Berlin), Frl. Engelmann-Berger (Wien) und Fr.Wieso-Vehlisch (Rissersee). Das Eishockeyspiel vereint sieben Mannschaften, und zwar: Berliner Schlittschuh-Club, Sport-Club Charlottenburg M. T. V. München, Münchener Tennis- und Hockey-Club Leipziger Sport-Club, Eishockey-Gesellschaft Prag und eine aus Wiener Vereinen zusammengesetzte Ma nshaft. — E i n deutscher Schwimmrekvrd b estätigt Der Deutsche Schwimm-Verband hat die von Herbert Heinrich (Poseidon Leipzig) am 27. November 1921 in Spandau aufgestellte Leistung von 1:04,6 im 100-Meler- Schwimmen beliebig als deutschen Rekord anerkannt. — Da im Deutschen Schwimm-Verband über die Rekordleistungen von Ausländern, die für deutsche Vereine starten, keine Bestimmungen enthalten sind, so hätte hier wohl die bessere Leistung des Schweden Trolle, der Heinrich in dem gleichen Wettbewerb um 4/io Sekunden schlug, anerkannt werden muffen. — Die englischen Liga- Fußball^ spiele brachten zum Teil große Aeberraschun- gen. Liverpool und Burnley stehen jetzt mit je 32 Punkten an der Spitze. Die Ergebnisse: Cardiff City gegen Birmingham 1:0, Bradford City gegen Liverpool 0:0, Burnley gegen Aston Villa 1:0, Arsenal gegen Chelsea 2:0, Everton gegen Bolton Wanderers 1:0, Manchester City gegen Sunderland 3:0, Newcastle Uniteb gegen Manchester Hniteb 3:0, Oldham Athletics gegen Blackburn Rovers 1:0, Sheffield United gtften Middlesbrough 6:1, Tottenham Hotspurs gegen Preston Nordenth 5:0, Westbroomwich Albion gegen Huddersfield 3:2. 227D aller Art vorteilhaft und billig Sie Leipz I * MM ■ . I I Gießen, den 3. Januar 1922. 236 8 1. 2. Die Ziffer 2 erhält folgende Fassung: „Die Hegezeit für männliches Rehwild beginnt mir dem 15. Dezember und endigt mit dem 15. Mai." Die Ziffer 4 erhält folgende Fassung: „Die Hegezeit für Hasen beginnt mit dem 16. Januar und endigt mit dem 30. September." BqörMidje Anzeigen Bskanurmachnng. Nachstehende Verordnung des Ministeriums des Innern vom 12. Dezember 1921 bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. § 2. Die gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihres Erscheinens im Regierungsblatt in Kraft. Der Oberbürgermeister. 3. 03.: l)r. R o s e n b e r g. Verordnung, die Hegezeit für männliches Rehwild und Hasen betreffend. Vom 12. Dezember 1921. Auf Grund des Artikels 29 des Iagdstraf- gesetzes vom 19. Juli 1858 wird hiermit verordnet: § 1. Der §2 Der Verordnung, die Ausführung des Iagdstrafgefetzes, insbesondere Anordnungen wegen der Hegezeit betreffend, vom 29. April 1914 (Regierungsblatt S. 218) nxrb wie folgt geändert : Darmstadt, den 12. Dezember 1921. Ministerium des Innern. I. V: Matthias. ©tnnt. 'Arbeitsamt Metten Liebigstraße 16, Teleph. 2054. Ck können eingestellt werden: a; bei biefmen ülrüeitnebcrn: 1 Svengler, zwei Provi-wnsreisende, 1 Bauschlosser, 2 Kernmacher, ^.'rbrlinnc: 2 ftrifenre, 1 Schlosser, 1 Kausmann- ■ 1 Srfnibimcbcr, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Ubrmacher- * 1 Photograph, 1 Gärtner, 1 Autoschlosser. ,*>• bei nn^iuärtinen Arbeitgebern: 2 Provistond- reisende.Elektromonteure, I sattler tt. Polüerer, 4 Mnschi enschlosser, 2 Werkzeugschlosser. 2 desgl. hir Schnitte mb Stanzen, 4 Kesselschmiede, ein älterer '.'rnischlosser, 1 Werkzeugschleifer, 2 jüng. landtv. Knechte, ß Dreher. Lcbrliugc: 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Schreiner, zwei Friseure, 1 Schlauer, 1 Mechaniker. Cs fndicn Llrbeit: Kaufleute, Schreiber und Nelseu^e, Bucker, Hausburschen und Ausläufer, Lüiischiuensäiloüer. Battschlosser, Maurer, Weißbinder, Schuhmacher, 1 verh. landwinsch. StnccbL 2 Krankenvsieuer, 1 Sattler u. Polsterer, Bäcker und 'Iiicuner, mehrere Kellner, 1 Normer, 1 jung. Schmied, 2 Buchbinder. Mechaniker, 1 Wanner, 1 Schaler, 1 verheirateter Hosmeiiter, 2 Gärtner, 1 Handschuhmaklter, Bergarbeiter, Autoschlosser, 13 "talla.eur tuSvengler, l Alonteur, 1 Bandantst, Mas luntuen und Heizer, 1 Zeichner, 1 Verwalter, 1 -1-botonrnpb, 1 Fräser, 1 Müller, Bauhilfsar- beiter, Erdarbeiter, 2 Dachdecker. Gclegcnbeitsarbeitcn werden ebenfalls entgegen- genommetr. Lcbrlingc: 1 Elektromonteur, 1 Elektrotechniker, 1 Schuhmacher, 3 Autoschlosser, 1 Maschinen- ftbloner, i Uhrmacher, 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Schriftsetzer. Weibliche Nbteilnng: ES können eingestellt werden: ». bei bicsiaeu Arbeitgebern: Mädchen für tagS- über, Diemiiuabchen, Lauffrauen und -tnädchen für einzelne Tage, tüchtige Alleintnädchen, 1 Köchin, 1 .^brmadchen in "Blumengeschäft, 1 Küchen- madchen, 1 Köchin (Israelistns. d- bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirt- skvnsiliche Dtenuiuadchen. Dieustmädchew Allein- madchen, Bimmennädchen, Küchenmädchen, eine Stütze, 1 Köchin, 1 Haushälterin. Ju ^5? Arbeit: 2 Berkättsertnnen, 1 Flickerin, 2 Wailurauen, etntge Lausfrauen, auch für Aach- w'.ua i 'belchnnig.tnn, Mädchen für tagsüber, eine »nnlerbt, 1 ^rautein erteilt französ. Unterricht, 1 Schneiderin nl» Beibilfe bei Herrenschneider, 4 Berkauferinneulehrmadchen. Tie Bernfvbcratung und ArbeitS Vermitt- lvng ntr Munter nndet werktags von lo bis 12 Uhr statt.___________ 235B gür die Quäkerspeisung in Gießen sind fol- gende Spenden eingegangen: 1. Firma Derkenhoff und Drebes. Aßlarer Hütte 500 Mk.. 2. Frau Kommerzienrat Heh- ligenstaedt 200 Mk., 3. Helmut Schmidt 10 Mk Weff°t: Eoer 100 Mk., 5. Kinderhilfstag' 200 Mk. 6. Lanogerichtsdirektor Bücking 100 Mk 1. Professor Dr. Engel 20 Mk., 8. Arthur Drehfuß 20 Mk., 9. Professor Helm 100 Mk., 10 W Audolph sen. 200 Mk., 11. Daniel Decker 10 Mk 12. Frau Geh. Rat Gail 200 Mk., 13. Frau Marie König 50 Mk., 14. Frau Martha Asch 100 Mk., 15. Georg Schmidt 5 Mk., 16. Gewerkschaftskartell 1000 Mk., 17. Kaisers Kaffee-Geschäft G. m. b. H 1003 Mk., 18 N. N 300 Mk 19. Pretsprüfungsstelle 75 Mk., 20. Konsum- Verein Stehen und llmgegenö 400 Mk., 21. Er- gebniß bei Buhen aus zwei Sühneverhand- hingen 210 Mk. Zusammen 4800 Mk. Wir sprechen den gütigen Spendern herzlichen Dank aus. 2308 Ortsausschuß für die amerikanische Kinderhilfe in Gießen. Beigeordneter vr. F r e y. 8 4. Kl, 10 4. Kl. schwarz 21 135.50,145.50 . von 65.50 . von . 155.50, Samen-Ra bsc . von . von von von Schuhhaus Romeo Gieffien, Seltersweg 91 225c Vertreter In Gießen: Karl Walther, Frankfurter Straß] 29, Fernspr. Nr. 2111. KimMohe UrsMe Kinderschohe Kinderschuhe Raosscimhe . Bausscbube , /19 20/ /24 31/ ' 35 Demeinde Stangenrod (Los 2) 18 Fstm. 10 5. Kl. Gemeinde Weitershain (Los 2) 80 Fstm. 70 5. Kl. altahuhe a bschuhe lameo-llahseiühe mit Riemen 210.50 lara-SpangeiÄe chwarz 135.50 iamen-Spa’igRnsGliöhß jraun 155.50 Bara-llateiibe RalÄ 225.50 49.75^ 45.50-1 65.50;* 115.50^5 12.50^ 32.50;* Damenfrisierea Shampoooieren GQj'HLwischen) mit neuestem fclektr. Warm- luftstrom-T rock#-napparat empfiehlt 28 Bernh.Dosch Herren- o. Damen-Frlseurgeschäli Äenen ItUue 13 Ecke Wefden^asse Ankauf von WirrhÄur Bckonntmochnng. Auf die Bekanntmachung des Hess. Feldbereinigungskommissärs vom 21. Dezember 1921 Feldbereinigung Klein-Linden, hier die Parzellenaufnahme, Amtsverkündigungsblatt Nr. 183 vom 30. Dezember 1921, wird hiermit hingewiesen. G i e ß e n, den 31. Dezember 1921. 234 B Der Oberbürgermeister. I. B.: Or. R o f e n b e r g. NutzhslzvErkauf. Aus den Waldungen der nachstehend benannten Gemeinden sollen durch schriftliches An- gebot verkauft werden: I. Fichtenstammholz. Gemeinde Groh-Eichen 520 Fstm. — 100'3. Kl., 180 4. Kl., 200 5a Kl., 40 5b Kl. Gemeinde Lehnheim 385 Fstm. —12 2. Kl., 250 3. Kl., 103 4. Kl., 15 5a Kl., 5 5b Kl. Gemeinde Ober-Ohmen 439 Fstm. = 55 4. Kl., 171 5 a Kl., 213 5 b Kl. Gemeinde Stangenrod (Los 1) 126 Fstm. = 30 3. Kl., 25 4. Kl., 40 5 a Kl., 31 5b Kl. Gemeinde Weitershain (Los 1) 272 Fstm. = 22 3.SU., 83 4. Kl., 29 5 a Kl., 138 5 b SU. II. Kiefernstammholz. Gemeinde Ruppertenrod 35 Fstm. = 5 4. Kl., 30 5. Kl. Holzsnbmrssion. Aus einem Abtrieb des Gemeindewaldes Ober- Lais kommen folgende Holzsortimente am Montag, dem 9. Januar 1922, nachmittags 2 Uhr, zum Sub- mifsionsverkauf: Fichtenstämme 3. Klasse bO Fstm., 4. Kl. 390 Fstnu, 5a Klasse 260 Fstm., 5b Klasse 110 Fstm.: Kieferngrubenholz 110 Fstm. Interessenten wollen ihre Angebote schriftlich und verschlossen bis zum 9. Januar 1922, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einreichen. Ober-Lais, den 31. Dezember 1921. [244D Bürgermeisterei Ober-Lais. Schauermonn. bube braun . . 125.50^ ROMEO Man spricht darüber, daß unsere neuen Schuhe durch ihre elegante faim Hd Sille «M Warum sind wir so leistungsfähig? t^eil wir für 126 Verkaufsstellen unsere Schuhe in sehr großen Mengen einkaufen. Unsere Preise sind bis zur letzten Möglichkeit herabgesetzt. ^nsereWaren. ErSÜSlSSlIi^h billig! Ili. Kieferngrubenholz. Gemeinde Stangenrod (Los 3) 110 Fstm. Gemeinde Weitershain (Los 3) 350 Fstm. Sic Gebote find mit der Aufschrift: „Holzverkauf aus Gemeindewaldungen" bis spätestens Donnerstag, 19. Januar 1922, abends 6 Llhr, bei der unterzeichneten Oberförsterei einzureichen. Die Eröffnung der Gebote findet Freitag 20 Ja- nuar 1922. vormittags 9'Mlbr, bei Gastwirt Hörle in Merlau (Bahnstation Mücke) statt. Die Bieter erkennen die für die Hess. Staatswaldungen geltenden Verkaufsbedingungen als rechtsverbindlich an und find 14 Tage an ihre Gebote gebunden. Die Gebote gelten für unentrindetes Holz, falls nicht der Verkäufer das Entrinden in dem Angebot ausbedingt. Die Gebote find für jede Gemeinde und jedes Los auf besonderem Blatt einzureichen. Die einzelnen Lose werden im ganzen und nicht nach Stärkeklassen getrennt, verkauft.' Für den Anfall und die Lieferung der angegebenen, nur geschätzten Holzmengen wird keine Verbindlichkeit übernommen. Das Holz wird bei der Gemeinde Weitershain mit Rinde, bei den übrigen Gemeinden ohne Rinde gemessen und im übrigen nach den für Hessen geltenden Bestimmungen aufgearbeitet. Weitere Auskunft, insbesondere über Beschaffenheit des Holzes' Anfuhrkosten ufw., erteilen die betreffenden Bürgermeistereien. 243 D Grunberg (Hessen), den 5. Januar 1922 Hessische Oberförsterei Nieder-Ohmen. Zur alleinigen Fabrikat.-Herstellung eines mit Musterschutz versehenen Artikels suche stillen Teilhaber oder Darlehen t>.25-30000!1i. gegen festen Zinssatz, hohen Gewinnanteil und Sicherheit durch hypothekarischen (Eintrag. Streng reelle Sache und günstigste Gelegenheit zur guten und sicheren Kapitalsanlage. Schriftliche Angebote unter 0152 an den Giehener Anzeiger erbeten. JcdeS Quantum frische» 2,4 Ww WfliW ab Siegerländer Station waggonweise abzugeben. Bertis- o. Baubedarf G. m. a>. 18. «Heften, Frankfurter Strafte 13, Tete vH. 2169 Stalildrabtmatrairen für jede Bettstelle nach Mruft, au Jedermann. Kaialog frei. ‘21A Blsenmöbeifebr. Suhl l. Th. höbe elegant. . 199.50 talffl'vIffiiOl 75.00, 79.50 u. 125.50 Knabsn-SHefel 36-39 . . 195 50 . 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