Nr. 155 Erscheint täglich, außer Senn« und Feiertags, mit derSamstagsbeilag«: GießenerFamilienblätter Monatliche Bezugspreise: Mk. 22.50 und M'n. 2.50 Trägerlohn, durch diePost MK.25.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech« Anschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. postfcheäkonto: Zrankfvrl a. M. 11686. 172. Jahrgang Mittwoch, 5. Juli 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnttk mrd Verlag: VrShl'fche Umv.-Vuch und StemdruSerei R. Lange. Zchriftlertung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breit« örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame: Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. VerantwortÜch für Politik: Ang. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Dech, sämtlich in Gießen. Ium Anschlag auf Harden. Berlin, 4. Juli. (WTB.) Die Verwundungen Hardcns sind ziemlich schwer, aber nicht lebensgefährlich. Er erhielt sieben Hiebe über den Kopf. Berlin, 4. Juli. Couturier und dem Ministerpräsidenten Poincare. Der Abgeordnete hielt Poincare. vor, es gebe eine Photographie, die vor Kriegergräbern ausgenommen worden sei, auf der Poin- care lächele. Poincars verbat sich diese Behauptung. Die außerordentlich stürmische Auseinandersetzung endete damit, daß Poincars erklärte, er nehme die von den Kommunisten verlangte Auseinandersetzung über die Kriegsursache an. Die Tagung könne nicht geschlossen werden, bevor diese Debatte stattgefunden habe. Am Schluß der Sihung wurde bekanntgegeben, daß eine Interpellation eingebracht worden sei über die Verantwortlichkeit für den Krieg, die auf die Tagesordnung der morgigen Sitzung gesetzt wurde. * Sollte man daraufhin in Berlin und tm Reiche nicht die unbedingte Rotwendigkeit einsehen, in großzügiger Weise ebenfalls diese für das Schicksal Deutschlands so ungeheuer folgenschwere Streitfrage einer besseren Lösung zuzu- ftchren. L>er Akten sind genug gesammelt; laßt uns nun endlich Taten sehen! Sin Befreiungsfest in Beuthen. B e u t h e n, 4. Juli. iWTB.s Der Tag der Befreiung Beuthens und des Wiedereinzugs der deutschen Truppen in die Stadt wurde heute in festlicher Weise begangen. Alle Straßen und Plätze prangten in festlichem Schmuck. Ramentlich vor dem Güter- b ahn Hof, von dem aus Ne Reichswehrtrupven ihren Einzug hielten, hatte sich eine sehr große Menschenmenge angefammclt. Vor dem Rathaule hielt Oberbürgermeister Dr. Stephan erne Ansprache, in welcher er ausführte, die deutschen Farben dürften wieder frei im Winde flattern. Eine besondere Weihe erhalte der heutige Tag durch den Einzug der deutschen Reichswehr und der deutschen Schutzpolizei. Stephan gab der unbesiegbaren Hoftn ung auf Deutschlands Wiederauferstehung und aif Wiedervereinigung des abgetretenen oberschlesischen Gebietes mit dem deutschen Va.eclande Ausdruck und mahnte unsere Stammesgenossen jenseits der neuen Grenzpfähle, auszuharren und treu zu bleiben, wie auch wir ihnen die Treue bewahren tt/ollen. Sodann erinnerte er an die Leiden, denen Bcuthen während der fremden Besetzung ausgesetzt gewesen ist und mahnte, nachdem Beuthen wieder vereinigt set mit dem deutschen Vaterlande, mit^u arbeiten an dem Wiederaufbau unserer Heimat, damit unser Vaterland und toir selbst in Zukunft bessere Tage sehen. Mit ernem Hoch auf das geliebte deutsche Vaterland und die obcrschlesische Heimat sch'.vß die Ansprache. Die Menge stimmte begeistert in den Ruf ein und fang „Deutschland, Deutschland über alles". Der Vorsitzende des Bürgerausschusses, Zustizrat Galuschke, hielt namens des Durgeraussch usses eine Begrüßungsansprache, woraus der Kommandeur der Reichswehr, Oberstleutnant von Bva ich- witz, herzlich für die Bewillkommnung dankte. — In ' Gleiwih. Hindenburg und Ratibor verliefen die Einzugssererlichkeiten in ähnlicher Weise. 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) «rn, sich ihr zu nähern. ($r sprach wohl hin und Augenblicken blitzartig über ihr Antlitz ergötz wieder ki^rze gleichgulttae Worte mit ihr. aber Ein quälendes Verlangen stieg bann in !tocnn flc dann chre großen blauen Kinderaugen Eduard empor, er hätte an ihre Seite eilen und chn Ll^t^ocrftuntmte er und war froh., und sie umfangen mögen — aber die Bellern- Krgendemen Vorwand zu finden, um sich zurück-1 mung. die seine Seele umschloß und lähmte, lieh l F Crern- Eisen- unter- seinen Stadt 5he kleme Gesellschaft hatte sich inzwischen starr in die Länge gezogen. Voran ritt mit krum- /mem Rücken Doktor Perzelius, schweigend in sich /berfunten und nur von Zeit zu Zeit eine blaue Wolle aus seiner Pfeife blasend. Auf ihn folgte der Baron, ebenso schweigsam, aber gerade und -stramm im Sattel sitzend, wie ein Offizier. Dann war ein längerer Zwischenraum, bis Silly und knapp hinter ihr Eduard von Wufflen kamen Hinter denen in gemessener Entfernung Miß Mason in kühner Reitervose ritt Die Eseltreiber mit ihren Tieren schlossen den Zug. Trotzdem Eduard von Wulfsen die Tochter des Varons schon über eine Woche kannte, hinderte ihn doch stets eine merkwürdige Schm daran, sich ihr zu nähern. Er sprach wohl hm und Es ging durch breite, moderne Straßen mit vielstöckigen Häusern. Die Rufe der Eseltreiber und das Geschrei der dunkeln, zerlumpten Gassen- Tungen hallten in den Morgen und belebten das drückende Schweigen, das über dem Pflaster lag. Vald breiteten sich Gärten und Anlagen links und rechts vom Fahrdamm, der schließlich in schnurgerader Richtung dem Ril entgegenzog. Dann führte der Weg weiter an den Palästen Hussen und Hassan vorbei. Hier hörten die Ge- däude allmählich auf und üppige Felder wogten -leben der Straße. Und Silly satz auf ihrem Pony wie eine kleine Elfe, lieber ihren Körper fiel flatternd das Kleid, das kaum bis zu den Knöcheln ihrer schlanken Beine reichte. Ihr Haar funkelte und sprühte in der morgendlichen Sonne wie flüssiges Gold, und ihr blasses Gesicht mit den weiten, verwunderten Augen schien von Träumen aus der phantastischen Welt der Jugend zu erzählen. Sie schien Eduard kaum Beachtung zu schenken, und dennoch flog manchmal ihr Blick wie zufällig hecüber zu dem Jüngling, um sich sofort wieder bmter tiefer Röte zu verbergen, die sich in solchen So ritt er auch heute wieder, teils hinter, teils neben dem Mädchen her, ohne Entschluß und unfähig zu einem vernünftigen Gespräch Er hielt seine Augen auf den Boden geheftet ober ließ sie in die Ferne wandern, wo die Wüste unter gelben Dünsten schlief. 3iur von Zeit zu Zeit hob er vorsichtig seine Lider und umfaßte mit einem flüchtigen Blick die durchsichtige Gestalt Sillys. Küpktel 84, Arbeitsnachweise und Erwerbslosem- sürsorge, fort. Ein Antrag des Abg. Engelmann hierzu, die Kosten von 300 000 Mk. auf 600 000 Mk. mit Rücksicht auf die Geldentwertung zu erhöhen, findet Annahme. Zu Kapitel 36, Volksgesundh-eitspflege, wird eine Vorlage besprochen. die Besserstellung der Schwestern betreffend, ferner liegt ein Antrag vor, ben Beitrag Jur die Epileptischen-Anstalt von 200 000 auf 500 000 Mk. ju erhöhen. Die Regierung ist damit einverstanden. Der Ausschuß stimmt unter der Bedingung zu, daß die Regierung auch Stimmrecht im Kuratorium erhält und daß die Bezahlung der Angestellten und Arbeiter auf Grund der bestehenden Tarifsätze erfolgt. Das Kapitel wird angenommen. Bei Kapitel 43, Hoch- bauwesen, wird eine Vorlage, betreffend den Bau des Pfarrhauses in Kleestadt, angenommen. Auch Kapitel 44. Kunst straßenwesen, findet Erledigung. Zum Schluß werden noch die durch die Erklärung der Abgg. Dr. Osann und D i n g e l d e y frei gewordenen Kapitel an die Abgg. Herbert, Reiber und Dr. Werner verteilt. Nächste Sitzung Mittwoch Die Sonne stieg inzwischen höher und höher und sog einen heißen Duft aus dem Boden und den reifenden Aehren, so daß in der Luft ein glimmern und Wirbeln begann, welches Eduard fast den Atem nahm. Schwer und brütend schien sich ein Tag zu gebühren, wie ihn nur Afrika kennt. Kein Vogel belebte das Blau des Himmels, und selbst das wogende Getreide war so gesättigt mit Müdigkeit, daß es feine Köpfe tief zur Erde neigte. Eine dampfende Stille lastete über allem und erstickte jeden Ton, der sich erheben wollte. Nahe zur Linken glitten die Wellen des Nils, dickflüssig und dunkelgrün wie geschmolzener Malachit. Die Insel Tirse ragte mit schläfrigen Dattelpalmen aus den Fluten. Der Pusufkanal schob sich in den Weg, und die Reisegesellschaft zog über das faulige Wasser. Eduard fühlte, wie die weiche, heiße Luft seine Glieder umblies tote eine kochende Flüssigkeit, und die Nähe des seltsamen Mädchens stachelte seine Empfindungen zu einer schwelenden Glut. Rasch trieb er sein Pferd an. um zu den beiden Männern zu gelangen, die voraus ritten. Bald batte die Gesellschaft die Häuser von Dernesche, Beni Pusuf und Schoberment passiert, und in der Ferne tauchten schon die Palmen und Hütten einer Siedelung aus dem rosigen Nebel, der die niedrigen Felsen umzog. Doktor Perzelius hiell sein Pferd an und, schickte einen der Eseltreiber voraus, um die ver- [ Mädchens aufzufangen und zu erwidern. So trabte er dahin, immer im gleichen Atz- stand von dem Ziel seiner Verehrung und Sehnsucht, stumm und mit sich zerfallen ob feiner eigenen Schwachheit. — fchiedenen Hausbesitzer, bei denen man abzusteigen gedachte, von der Ankunft der Gesellschaft zu benachrichtigen. Es dauerte auch keine Viertelstunde, bis einige braune, sehnige Gestalten in fliegendem Burnus die Straße dahergesprengt kamen und sich unter vielen Begrüßungen anschickten, den Gästen das Geleite zu geben. Einige dieser ägyptischen Bauern kannten Perzelius schon von seinen früheren Besuchen in dem Dorfe, die andern näherten sich ihm unterwürfig und schienen ihn als den eigentlichen Oberherrn der Gesellschaft zu betrachten. Nach kurzem Trab war man an das Dorf herangekommen, das allerdings auch die bescheidensten Erwartungen noch zu enttäuschen vermochte Die Straßen, die kaum noch den Titel „Gasse" beanspruchen konnten, bestanden in der Hauptsache aus tief eingeschnittenen Wagen furchen, die zum Teil wiederum angefüllt waren mit Kotmassen und Schlamm. Zu beiden Seiten dieser Rinnsale erhoben sich zwischen Palmen und Dung- haufen die Hütten der Eingeborenen. Die vornehmsten dieser Behausungen waren aus ungebrannten, viereckigen Lehmstücken aufgeführt und in den Fugen notdürftig mit Nilschlamm verschmiert. Sie enthielten nur einen einzigen Raum, der allenfalls durch Matten in mehrere Der- schläge abgeteilt werden konnte. In solchen „Palästen" wohnte der Dorfvorsteher und der Ge» meindepriester. Die übrige Bevölkerung fanl ihren Unterschlupf in armseligen Bautoeäen, die alle cm und demselben Typus entsprachen: vier mäßig hohe, in den Boden gerammte Palmstrünke, die durch Flechtwerk aus Schilf verbunden und mit einem flachen Dache aus dem nämlichen^ Material eingedeckt waren. (Fortsetzung folgt) Cs folgt die Weiterberatung des Arbeits- nachweisgesehes. Eine Reihe von Paragraphen wird ohne wesentliche Debatte in der Ausschuh- assung angenommen. Bei § 46, der die Arbeitsvermittlung betrifft, tritt Abg. Lambach (Dnt) ur die Beibehaltung der Arbeitsvermittlungstelle des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes ein, dessen hervorragende Tätigkeit auf diesem Gebiete nicht nur bei den Arbeitnehmern, sondern auch bei den Arbeitgebern Anerkennung gefunden habe. Eine rein bureau- kratische Gestaltung des Stellennachweises werde niemals in der Lage sein, in ähnlicher Weise den rechten Mann an den rechten Platz zu stellen. Nachdem die Abg. A u s h ä u s e r (II.) und Maltzahn (K.) gegen den Vorredner entschieden Stellung genommen haben, wobei sie den Arbeitgebernachweis als ein direktes Matzreg- lungsbureau bezeichnen, wird der Rest des Ge- ehes angenommen. Die dritte Beratung des Gesetzentwurfes zur Ausführung des Artikels 18 wird ebenfalls erledigt. die Gesamtabstimmung aber ausgesetzt. Morgen nachmittag 2 Uhr: Gesetz zum Schuhe der Republik, Amnestiegeseh und Interpellationen Schluß 41/2 Uhr. planmäßigen Gang. Zu Zwischenfällen ist es in unserer nicht gekommen. Aus Stadt und Sand. Gießen, den 5. Juli 1922. Die neue politische Kundgebung in Gießen. Entsprechend der Aufforderung ihrer Berliner xSentrancitungen hatten, wie überall im Reiche, auch die Gießener Filialen der Freien Gewerkschaften, des Afa-Kartells und der S.P.D., Il.S.P. und K.P.D. auf gestern nachmittag eine neue Demonstrations-Versammlung anberaumt. Man hatte den Drandplatz als Versammlungsort getoä'bU und die Arbeiterschaft, sowie „alle ernst gesinnten und entschlossenen Republikaner" aufgesvrdert, die Arbeit so rechtzeitig niederzulegen, daß sie pünktlich zu dem auf 3 Uhr festgesetzten Dersammlungsbeginn zur Stelle sein könnten. Gegen 3 llffr rückten die Züge der Demonstranten unter Mitfuhrung schwarz-rot-goldener und roter Fahnen, sowie Plakataufschriften von verschiedenen Richtungen her nach dem Treffpunkt, wo alsbald nach 3 Uhr die Versammlung begann. Mehrere Redner sprachen gleichzeitig zu den Versammelten. Die Ansprachen dauerten etwa eine Viertelstunde und beschäftigten sich mit dem Thema: „Sicherung der republikanischen Staatseinrichtung und der Grundrechte des arbeitenden Volles". Im Anschluß an die Reden veranstalte" Amtliche Personalnachrichten. Zu Obersteuerinspektoren wurden ernannt die Steuerinspektoren : Christian Becker, Adam Jost und Heinrich Keller beim Landessinanz» amt Darmstadt, Leopold Eifert zu Gießen (Kontrollbeamter für die Vrfa[faf;e 1), Wilhelm Freseniusza Friedberg (Funomzlasft), Philipp Griesheimer zu Lampm.hckm (Finanzkasse), August Gunschman n zu Darmstadt (Finanzamt Stadt), Anton Kopp zu Lich (Finanzkasse), Wilhelm Köhler 2. zu Darmstadt (Finanzamt Stadt). Gustav Krüger zu Oppenheim (Finanzkasse), Karl Kühling zu Mainz-Kastel (Kon- trvllbeamter für die Lokalkassen). Hans P a g e zu Mainz (Finanzamt I), Albert Pfeiffer zu Nidda (Finanzkasse), August Reuning zä Mainz (Finanzkasse III) und Hermann Simon zu Bingen (Finanzkasse). Ernannt wurde am 23. Juni der Lehrer Heinrich Müller zu Erbenhausen zum Lehrer an der Volksschule zu Ober- Gleen, Kreis Alsfeld, am 27. Juni der Lehrer Wilhelm V i e h m a n n zu Schadenbach zum Lehrer an der Vollsschule zu Ober- Ofleiden, Kr. Alsseld, am 30. Juni der Lehrer Wilhelm Loos zu Darmstadt mit Wirkung )om 1 Juli 1922 ab zum Rektor an der Volkschule zu G i e ß e n. — Aus dem Staatsdienst entlassen wurde am 27. Juni der Kanzleigehilfe Otto Meyer zu Bensheim auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Juli 1922. — In den Ruhestand versetzt wurde der Steuersekretär Kanzleirat Karl Möbus zu Gießen (Finanzamt) auf seinen Antrag mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. ab. - Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu E r b a ch i. O. " Die Pilze gewinnen für die Ernährung in der heutigen Zeit, da alle Lebensmittel zu immer unerschwinglicheren Preisen^ emporkkettern. wachsende Bedeutung. Das niait mr wohlschmeckende. sondern au® erweis)resch: Nahrungsmittel sieht man jetzt 'häufiger denn aus "em JlfaiEe angevNen. unO Oie Zachs derer, die in Wiesen uno T'afb chtaaüswanoern. um Dieses ©cnüfrmittel T.T't zu ernten wuchst beständig. XZeiber toiro hle/oei aus Hnr*n.;r..t<3 oft erheblicher Schaden angerichtet, indem man die Pilze vielfach mit der Wurzel aus der Erde heraus- reist. Dadurch wird das Rachwachsen der Pilze unterbunden. Alle Pilzsammler f kn darum tm eigenen u-nd im allgemeinen Interesse daraus hingewiesen, daß der Pilz mit dem Messer abgeschnitten werden mutz, um wieder nach- wachsen zu können und dadurch eine neue Ernte zu ermöglichen. Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß. em. Darmstadt, 4. Juli. Der Finanz- ausschuß setzte feine heutigen Beratungen bei tert die Versammlungsleiter eine Abstimmung über die bekannten Forderungen der Linken an die Reichsregierung. die eine wesentliche Verschärfung der republikanischen Schuhbestimmungen verlangen. Wie nicht anders zu erwarten, wurden die Forderungen einstimmig gutgeheihen. Im Anschluß an die Versammlung bewegte sich ein Demonstrationszug unter öfteren Hochrufen auf die Republik durch die Hauptstraßen der Stadt bis zu Oswaldsgarten, wo er sich nach einer abermaligen kurzen Rede und erneutem Hoch auf die republikanische Staatsform auflöste. Die Straßenbahn hatte in den Nachmittagsstunden den Verkehr eingestellt, erst gegen Abend nahm sie ihren Dienst wieder auf. Der ~ sprech- und Telegraphenbetrieb sowie der bahnverkehr waren von 3 bis 3.10 älhr brochen: im übrigen nahm hier der Dienst Wettervoraussage für Donnerstag. Dewöllt, erneute leichte Regenfälle mit Gewittern. Ein neuer Tiesdruckwirbel über der Nordsee der ostwärts zieht, wird m Deutschland verbreitete Gewitter Hervorrufen. M MMen m »05 Roman von Ernst Schertel. Aus dem Reiche. Aus Baden. tob- Karlsruhe i.D, 4. Juli. Auf den Antrag des Oberreichsanwaltes sind gegen drei Studenten, die an etner höhnischen ^Trauert undgebung" anläßlich der Ermordung Dr. Rat Henaus in einer Karlsruher Wirtschaft teilgenommen haben, wegen Vergehens gegen die neueste Verordnung zum Sch uhe bei Republik Haftbefehle erlösten worden. Sofort nach dem Zwischenfall waren sechs Teilnehmer der „Trauerkundgebung'‘ verhaftet toor:c'., von denen jedoch drei wieder auf freien Fuß gesetzt urben. tob. Karlsruhe i. B., 4. Juli. Infolge der Vorgänge der letzten Tage in öerfdjiebenen Städten, sieht sich, tote der „Staatsanzeiger" mitteilt, die Badische Regierung veranlaßt der Geschäftswelt zu empfehlen, Firmenschilder mit Hvheitszetchen der früheren Regierung "und des früheren grotzherz-glichen Hofes, fachentsprechend umzuändern. von Lord Robert Cecil an. Nach dem Wortlaut der Resolution erklärt die Kommission sich einverstanden mit dem Grundsatz einer Ausdehnung der Marinekonvention von Washington auf die Staaten, die Mitglieder des Völkerbundes sind, aber die genannte Kommission nicht unterzeichnet haben. Sie ersucht den Völkerbundsrat, den beratenden Ausschuß für Militär-, Marine- und Luftfahrtfragen aufzufordern, den von Admiral Segrave vorgelegten Entwurf zu prüfen. Sie spricht die Hoffnung aus, daß aus der Grundlage des Berichtes, den der beratende Ausschuß womöglich noch vor Ende Iulk ihr vorlegen soll, vor der dritten Versammlung präzise Vorschläge bezüglich einer Ausdehnung des Abkommens von Washington und einer Anempfehlung des betreffenden Entwurfes einer internationalen Konferenz der interessierten Regierungen zur Prüfung dieser Vorschläge vorgelegt werden können. Hieraus hielt die erste und die zweite Unter to m m t f f i o n eine Sitzung ab. Die erste Änterkommission begann die Prüfung der Frage der Ratifizierung der Abkommen von St. Ger- .matn über den Handel mit Waffen und der Frage der privaten Waffenfabrikation. Die zweite Un- terkommission unter dem Vorsitz von Lebrun nahm die von den verschiedenen Regierungen etngegangenen Antworten bezüglich der allgemeinen Darlegungen über die nationale Sicherheit und ihre internationalen Verpflichtungen, sowie ihre Rüstungsausgaben während der beiden letzten Finanzjahre zur Kenntnis. Lebrun wurde beauftragt, der Kommission in ihrer nächsten Sitzung einen Bericht über die Aufstellung von Tabellen zu verschaffen, auf denen die von den verschiedenen Staaten vvllzogeneVerminde- rung ihrer militärischen Ausgaben und ba£ Verhältnis dieser Ausgaben zwischen den Jahren 1913 und 1922 «und das Verhältnis der Militärbudgets zu den allgemeinen Budgets in den Jahren 1913, 1918 und 1922 klar ersichtlich fei. Morgen werden die Unterkommissionen ihre Arbeit fvrtsetzen. Am Donnerstag soll wieder eine Vollsitzung fiattsinden. Die Voraussetzung für die Wieder» aufnahme in die Erwerbslosenfürsorge. Der ReichSarbeitsminister hat ein neues Rundschreiben betr. die Wiederauf, nähme in die Erwerbslosenfürsorge nach § 9 der Verordnung herausgegeben. Es wird soeben im Amtsverkündigungsblatt den mit der Erwerbslosenfürsorge betrauten Behörden zur Kenntnis gebracht. Sein Inhalt lautet: In den Fällen, in denen die Erwerbslosenfürsorge eingestellt worden ist, well sie dre zulässige Dauer erreicht hat, ist die Unterstützung mit Ablauf von weiteren 26 Wochen nieder zu gewähren, sofern die allgemeinen Voraussetzungen der Fürsorge vorliegen. Diese Bestimmung gewinnt erhöhte Bedeutung, seit die Lage des Arbeitsmarktes gestattet hat, die z e i t l i ch e B e s ch r ä n k u n 9 der Fürsorge allgemein durchzuführen Für ihre Anwendung ist das Folgende zu be- achten: Zwar verlangt die Vekvrhgtung nicht ausdrücklich, daß der Erwerbslose, der die Fürsorge wieder in Anspruch nimmt, in der Zwischenzeit ständig gearbeitet hat. Die Fürsorgeträger werden aber, ehe sie die Unterstützung wieder gewähren, sorgsam zu prüfen haben, ob und wie lange der Erwerbslose in den 26 unterstützungsfreien Wochen Arbeit geleistet hat. Hat er nicht, oder nur mit Unterbrechungen gearbeitet, so muß der Fürsorgeträger die Gründe feststellen, aus denen dies geschehen ist. Ein Erwerbsloser, der hei der Lage des Artz e i t s m a r k t e s, wie sie seit dem Herbste besteht, in dem größerenTeil der 26 Wochen nicht gearbeitet hat, wird in aller Regel nicht die Arbeitsfähigkeit oder nicht die Arbeitswilligkeit besitzen, die gegeben sein müssen, damit die Crwerbslosenfur- vrge wieder für ihn eintreten kann. Ihm wird also in aller Regel die Unterstützung betagt werden müssen. Deutscher Reichstag. 243. Sitzung am 4. Juli, nachmittags 1 Uhr. Das Gesetz zum Schuhe der Republik ist dem Reichstage ^'.gegangen. Aus der Tagesordnung stehen zunächst kleine Anfragen. Auf eine Anfrage der Deutschen Bolkspartei toegen Vergewaltigung und Erdrosselung bet Frieda Guckes aus Idst?ir hn Taunus durch einen marvstanlschen Soldaten der französischen Besatzung, antwortet ein R^gi^vungsvertuetcr, der Täter habe die Tat eingeftanben. Er soll geistig gestört sein und die rnilutärgerichtliche Untersuchung soll noch nicht abgeschlossen sei t. Sie Regierung habe strengste Bestrafung des Täters gefordert, Schadenersatzansprüche sich Vorbehalten und die Entfernung der schwarzen Truppen aus dem besetzten Gebiet verlangt. Aw eine Anfrage der Komm mitten liegen der Auslieferung Boldrinis an'toortet bi? Regierung, ba’3 für bi? Auslieferung lediglich die völkerrechtlichm Best mm ngm les Aus!i'es:rung> Vertrages mit Italien maßgebend gewesen seien. Zwischen Preußen und dem Reich’ feien m dieser Angelegenheit k:i e Meinungsverschiedenheiten vorhanden gewesen. Auf eine Anfrage der Deutschnationalen wegen der Schwierigkeiten, welche Polen denjenigen bei der Enrreise in polnisches Gebiet mache, welche dort Verwandte besuchen wollten, erklärt die Regierung, daß die deutsche Gesandtschaft tn Warschau Vorstellungen erhoben hab?, etent teil sollen Repräsalien erfolgen. Zur zweiten Lesung des Rapallovertrages geht Abg. Böcker (Kom.) in längeren Ausführungen auf die Geschichte und den Inhalt des Vertrages ein und fordert sofortigen Abschluß eines Handelsvertrages mit Rußland sowie Ausdehnung der Verträge auf die übrigen Sowjetrepubliken. Der Vertrag wird sodann angenommen, ebenso in dritter Lesung. Leoprechting des Hochverrats schuldig. München, 4. Juli. (WTD.) Im Hochver- vatSprozeß Leoprechting wurde der Ange- ttagte wegen Hochverrats zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. In der Urteilt begrünbung wurde u. a. folgendes aus- gesührt: Das Gericht ist der Ueber^eugung, daß her französische Gesandte Dard im Auftrage des französischen Außenministers nach München ge» » kommen Wr, um sofort und mit Hochdruck die ; Loslösung des deutschen Südens vom deutschen Norden zu betreiben. Dard vereinbarte mit der französischen Regierung, daß nach entsprechender Vorbereitung durch ihn die im Rheinland stehenden Generale mit den Truppen überraschend die QEamlinie besehen sollten zum Zwecke einer dauernden Trennung des deutschen Südens vom Norden. Dard bestritt die unmittelbare Abtrennung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln >>.nd der Angeklagte unterstützte ihn bei diesen Destrebun- gen mit allen Kräften. Der Angeklagte war ein diensteifriger Schrittmacher und Vollstrecker des Willens des französischen Gesandten und seiner Bundesgenossen. Er entfaltete zur Verwirklichung seiner verbrecherischen Arbeit eine geradezu fieberhafte Tätigkeit. Gr war daher schuldig zu sprechen des vollendeten Verbrechens des Hochverrats. Der hiesige Aufruf zu der Demonstration enthielt u. a. auch die folgende Kundgebung an die Geschäftswelt: „Diejenigen Geschäftsinhaber, die auf dem Boden der Republik und Verfassung stehen, werden gebeten, die Läden zu schließen.“ Dieser Aufforderung wurde nach unseren Beobachtungen fast durchweg Folge geleistet, wohl auch deshalb, weil mancher Geschäftsmann Unruhen befürchtete. Vom Obcrhessischen Akademikerbund wird uns geschrieben: Am Sonntag, 2. Juli, fand im großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes der Universität die diesjährige Generalversammlung les Oberhessischen Akademikerbundes, der eine Zweigorganisation des Reichsverbands akademischer Berufsstände ist, statt. Der Vorsitzende, Professor Dr. Eger, erstattete nach einleitenden Begrühungsworten den Tätigkeitsbericht. Darnach ist ein erheblicher Zuwachs durch Gründung von Ortsgruppen in den Landstädten Oberhessens zu verzeichnen, wenn auch bedauerlicher Weise noch viele Akademiker, insbesondere in Gießen, der Organisation fernst ehen. Nach Verlesung des Kassenberichts hielt Professor Dr. Hör ne ff er einen nach Form und Inhalt ausgezeichneten Vortrag über das Thema: „Die Not der Wissenschast und ihre Bedeutung für das Leben". In tiefgründigen Ausführungen wies er nach, daß ein unlösbarer Zusammenhang zwischen Wissenschaft und praktischem Leben bestehe und daß die Gestaltung des Lebens auf den verschiedensten Gebieten, den wirtschaftlichen, sozialen, religiösen u. a., unmöglich sei ohne die Grundlage der Wissenschaft: diese vermittle aber allein die Hochschulbildung. Andererseits dürfe, so lautete eine persönliche Forderung des Vortragenden, die Wissenschaft, wenn sie den Zusammenhang mit dem Leben nicht verlieren wolle, sich nicht lediglich daraus beschränken, Tatsachen festzustellen, sondern sie müsse daneben normative Ideen hervorbringen, Grundsätze für die Gestaltung dxs zukünftigen Lebens des Einzelnen und Der sozialen Gemeinschaft auf rein intellektueller Grundlage aufstellen. — Der Vortrag fand den lebhaften Beifall der Erschienenen Der Vorsitzende gab dem Wunsche Ausdruck, daß Professor Dr. Hornefser seine Ausführungen in einer späteren, wahrscheinlich öffentlichen Versammlung, wiederholen möge; dies wurde zu- gesagt. Nach dem Vortrag wurden geschäftliche Fragen erledigt. Hieraus schloß der Vorsitzende die Versammlung mit dem dringenden Appell an alle Akademiker, dem Oberhessischen Akademiker- bund beizutreten. Völkerbund und Abru-rung. Paris, 4. Juli. (Havas.) Der gemischte Ausschuß des Völkerbundes für die Stage der EinschränkungderRüstungen nahm heute nachmittag einen Resolutionsentwur jicben zu können. Das llnwirkliche und Märchen- ihn kaum dazu gelangen, den raschen Blick des hafte ihres Wesens übte auf ihn einen ebenfo <"n?a?vR'>”‘2 — •—K — großen Reiz aus, als es ihn mit Bangheit er- süllte. Jede ihrer Bewegungen dünkte ihm so bedeutungsvoll und königlich, daß er die ganze Kraft seines Stolzes aufbieten muhte, um sich neben ihr nicht klein und erbärmlich zu erscheinen. Gerade die übergroße Reizbarkeit seiner Seele war daran schuld, daß er hier, too er am stärksten getroffen wurde, dennoch zu keiner Tat gelangen konnte. !? Di d? etotbiüLenfüL Äenntni8^°rge gebracht. °ZSr M H$'£ 'M nimlni t ?*' r^t bat. S™s *r KW Mhn.Ä §LL fL f-9? des Ar. cn *eil der Qc b£Wt * ! b-liSen, 6le w. Ewttbslos,^. «ta'tm.ObnM't ^nierswtzung ver. soralnachrichten. vlirden ernannt die ^Decker. Mum e r beim Laidessinanz- Eifert zu Gietzen Wifei), Dtihelm g<5rnanzta!,i>,Mipp lprrihnm (Fimrztässtj, zu DamstM «Finanz. P zu Lich (SrnanMc), Darmstadt «Finanzamt zu Oppenheim lFinanz, u Mainz-Kastel (Äon- affen), Hans Page zu Merl Pfeiffer zu ugitft Reuning zü mb Hermann Simon Ernannt wurde am ich Müller zu Erben- r Dostsschule zu Ober- i 27. Hum' der Lehrer zu öchadenbach Vorschule zu Ober- t 30. Juni der Leh- cranMt mit Dielung Deltvr an der Dolls- s dem Staatsdienst ent- der Kanzleigchilse Otto uf sein Aachsuchen mit >. - 3n fcen Ruhestand efrelär Kanzlcirat Karl ^Finanzamt) auf seinen t 1.Oktober d.J. ab. M evangelischen Lehrer an der Dollsschule zu nmn für die Ernährung j aste Lebensmittel fri । Preise,' emporlleitern, Das nicht nir vH- etav.W Mrlvgs' jjigcr öem st eil M derer, die » ilswanoern, umW men wachst OnM t mdem -MldiePüze LL^ der Pilze !Ä»*5 idurch eine nel ^LÄ'7" b>? 5^5Äschi-Üen, den ^Äni^diessr ägyp' von seine" et#!,die andern ein ^rf > ihn xir man iingi .aljtn r«M»chtr --"«bu'LZ-» ’üttt liel" u beik" s^tc dU# ** QI18 Berichtigung KU unserem gestri- P.: Tv. Grünberg, Darren, 101 P. — Gut: Tv. Lang- Göns, Reck, 99 P.; Tv. Gießen, Pferd, 98 P.; Tv. Lich, Reck, 93 P. - Genügend: Tv. Rlünchhvlzhausen. Pferd. 80! ■ P — Zugend- turncr: ®ut. Tv. Krofd- i P'e d, 91 P; Tv. Heuchelheim Barren, 9' * Schüler: Sehr gut: Tv. Krofdorf, Biederes Reck, 115 P. — Turnerinnen: Sehr grt: Mtv. Gießen. Darren, 112 P. * °v- Großen-Linden, 4. Zuli ilnfet Turnverein brachte vom Gauwetturnen des Gaues Hessen (D. T.) in Wetzlar an Ergebni se i nach Hause: Beim Einzeltarnen in der Mittelstufe den 6 (Sieg, Wilh. Magnus; den 7., Wilh. Weiß', in der ilnterftufe den 10., Karl Keßler; den 22., Hcinr. Volk; den 29., Hriirr. M a chn u s; den 30., Heinr. Kehler; den 31., August V o l k; ,den 36., Ernst Römer. Bei den Wettkämpfen im Volks turnen wurde beim Stabhochsprung Ernst 1 Römer 1 und Wilh. Magnus 2. Sieger; beim Dreisprung wurde Wilh. MagnuS 2. und Ernst Römer 3. Sieger. Eine Musterrnege der aktiven Turner am Reck bekam die Rote sehr gut. Aus dem rlmtsverkünvigungsblalt. ♦* Das Amts Verkündigung sblatt Rr. 77 vom 4. Zuli enthält: Verordnung über den Handel mit Lebens- und Futtermitteln. — Verordnung, betr. Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit. — Verkehr auf der Straße Rordenstadt—Hochheim bei Wiesbaden. -Wiederaufnahme in die Erwerbslosenfürsvrge. — Dienstnachrichten des Kreisamtes. — Feldbereinigung Lumda Vermischtes. Fliegerabsturz. H a m b u r g, 4. Juli. (Wolfs.) Das heute vormittag von Berlin hier eintreffende P o ft- flugzeug O 148 stürzte kurz vor dem Flugplatz bei der Landung ab und überschlug sich durch die Berührung mit Bäumen und Telegraphendrähten. Die Insassen, zwei Herren und eine Dame, wurden verletzt. Der Pilot. Freiherr Lothar v. R i ch t h o f e n. ist inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Unter den Passagieren besano sich auch die Filmschauspielerin Fern Andra. Eisenbahnunglück in Frankreich. Paris. 4. Juli. (WTB.) Bei der Ent- gleisung des Schnellzuges Paris — Straßburg, die gestern abenb kurz vor der Einfahrt tu ben Bahnhof Saarburg erfolgte, wurden vier Personen getötet, drei schwer und etwa 20 leicht verletzt. Unter den Leichtverletzten befinden sich der Abgeordnete Seltz, Senator Delsor und Senator Weiller. • wd Reuß , 4. Suli. Ein etwa 2,50 Meter lwhec Reliefst-in, das Grabdenkmal cineö römischen Standartenträgers, ist dre- ser Tage bei Ausschachtung-a^b.iten an bei Kölner Straße vor Reuß Im Gebiete des alten augusteti-schen Römerlagers ans Tagesttch^ gebracht teorben. Das Denkmal zeigt in der Figur des Verstorbenen, dem nach 'Oec Snfdnift sein Bruder Tungro daS Denkmal g setzt hat. sowie in der Darstellung seines vom Diener gefübr‘en Pferdes außerordentlich künstlerische Arbeit. Es gehört wohl zu den schönsten, überhaupt fehr seltenen Standbildern des Rheinlandes aus dieser Zeit. Es wird tin Reußer Museum Aisstellung finden. * Krebse, die auf Bäume klettern. Die Weihnachtsinsel, das klerne Eiland un Snbt- schen Ozcan ist die Wtrckungsstätte der englischen und der deutsch-holländischen Erpeditton geworden die hier int September dieses Jahres zur Rachprüfurg Der Einsteiuschcn Th orte die Sonnenfinsternis beobachten wollen. Dieser ferne Erdsleck. der auf kiese Weise in aller Munde kommt, besitzt in seiner Tierwelt verschiedene Merkwürdigkeiten, darunter auch Krebse, dtc auf Bäume klettern. Der Leiter der britischen Expedition, H. Spencer Zones, der bereits jetzt die ersten vorbereitenden Arbeiten ausführt, erzählt m einem Bericht von der Plage der Land- hel4c. Es gibt deren verschiedene Arten auf der Weihnachtsinsel. Die zahlreichste ist der rote Ktcbs, der in Löchern in der Erde lebt und sich von Blättern und allerlei Abfall nährt. Große Exemplare haben den Umfang eines Tec- tabletts. Sie sind sehr furcht)am und verbergen sich wenn man näher kommt. Einmal tm Zähre aber legen sie alle Scheu ab, und zwar geschieht dies tverm sie zum Laichen nach dem Meer ziehen. Dcmn kann sie kein Hindernis aufhalten; sie kriechen über die Hütten und durch die Hütten, tommen sogar in die Betten, und die Ansiedlungen sind ganz rot von ihnen. Einen Monat später kommen dann bi$ ausg keochcnen jungen Krebse an Land, und nun sind die Felsen an ter Küste rot von der ungebeaven Anzahl. Eine andere Art ist ein großer häßlicher blau- licher Krebs der mehr einer Hummer als einem Krebs gleich'. Diese .,Räuberkrebse" klettern auf Bäume und nähren sich von Früchten; fie haben in ihren Scheren gewaltige Kräfte, und es kommt vor daß sie einem Kull den Finger glatt abzwicken. Eine britte, weniger zahlreiche Art ist ein blauer Krebs, der nur in der Rähe von frischem Wasser lebt und eßbar ist. Aber nrcht nur die Krebse leben auf dieser Sasel auf dem Lande sondern auch verschiederre Seevögel nisten in Bäumen. Die Bewohner der Snfel, die Malaien sind nehmen an den Arbeiten des Pro- fessor-s großen Llnteil, bett-achten io aber mit einem bedenklichen Kopfschutteln. Sie glauben, daß die Domre krank wird und daß sie dann einige Stunden dunkel ist, bis es ihr wieder besser geht. Sie glauben, daran, daß der Professor den sie Tuan-Mata-Hari nennen — Mata- Hari,' das heißt Auge des Tages, ist das malai- ischc 'Wort für Sonne — die Krankheit Vorhersagen kann, aber wie dies geschieht, davon haben sie nicht den gcrtngften Begriff. „Es ist nicht recht" sagen sie, „bah Shr Bilder von der Sonne nehmt, gerade zu der Zeit, wo sie front ist." HonDel. Frankfurt a. M., 5. 3uli. Dalum: 1,24 88.80 Kr. 1,10 ,95 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . . 12,25 1,85 -,28 2,77 Kr. 88.80 Kr. 117.80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 $ 23.80 Fr. 125.40 1.7.14. Fr. 125.40 Fl. 59.20 Marknotterungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: ---- 3.7. 4.6. 1,19 1*08 0,89 ll'l>2 1,96 "2,78 Züricher Devisenmarkt. 4. 7. 5. 7, Wechsel auf Holland Deutschland Wien Prag Paris London Italien Brüssel Budapest Reuyork Agram ....... Warschau...... Schweizer Franken 100 Fl. — 203. 203. - 100 Mk. — 1.21 LI9 100 Kr. — 0.025 0.025 100 Kr. — 10.10 10.10 100 Fr. — 43.95 43.45 1 Z — 23.30 23.31 100 L. = 24.65 2^.30 100 Fr. — 41.505 41.35 100 Kr. = 0.47 0.455 100 5 — 526.505 52-4.75 100 Kr. = 1.62 1.70 100 ÄL - 0,11 0,11 (Sn einem Teil der QbrfTage wieberHolt.) Angebliche Aeußerungen deS früheren Kaisers. Bonbon, 4. Zull. (WTB.) .Daily Expreß- meldet aus Reuyork: Reuyork Times" veröffentlicht eine ilnterrebung, die Bar 0 n Kieme nS von Radowih-Reiß, angeblich ein früheres Mitglied des deutfcheir diplomatischen Dienstes und jetzt naturalisierter Oesterreicher, der sich auf einem Geschäftsbesuche in den Vereinigten Staaten befindet, mit dem bormaligen Sah ser bei einem Besuch in Doorn am 20., 21. u. 22. A!ai gehabt haben will. Radvwitz erzählt, der vormalige Kaiser habe ihn gefragt: WaS glauben die Menschen heute von mir? Radowitz habe erwidert: Sie wissen nichts von ShnenI Der Kaiser habe geseufzt und erklärt: Sch will nichts weiter als In der Verborgenheit leben. Aber sagen Sie mir, hat die neue Gesellschaft ihre monarchistischen Sdeen und den Ruhm der Hohen- öDtlern vergessen? Radowitz habe erwidert, es sei eine ziemlich starke monarchistische Stimmung in Deutschland vorhanden, worauf der Kaiser erwidert habe, die Monarchie werde »bieder kommen, nicht jetzt, aber in einigen Jahren. Wie oder wann, wissen wir nicht. Sch aber werde nicht wieder kommen. Radowitz habe ihn hierauf gefragt, wie die Monarchie wiederhergestellt werden solle. Der Kaiser habe nichts gesagt. Als das Gespräch auf den Präsidenten Ebert kam, habe der Kaiser erklärt, Ebert sei ein fähiger Mann und sei tatsächlich der rechte Mann am rechten Platze, da nun einmal dieser Platz bestehe. Ebert betrachte sich als Diener der Republik, nicht als ihr Meister. Gr tue nicht mehr, als seine Pflicht ihm auferlege. Radowitz teilte außerdem mit, daß der Kaiser eine große Achtung vox R a t b e n a 11 gezeigt, ihn jedoch als eine große Gefahr für Deutschland bezeichnet habe. Rathenau sei ein Jude, und der vormalige Kaiser empfinde jetzt anscheinend eine große Feindschaft gegen die Guben. Der Kaiser habe außerdem erflärt, daß eine Vereinigung Deutschlands mit Oesterreich nicht empfehlenswert sei. Deutschland werde einen schwierigen Kampf haben, um sich wieder zu erheben. ES sei unklug, wenn es an ein Land gebunden wäre, das in einer so schlechten Verfassung sei. Die französischen Republikaner seien Republikaner von innerstem Herzen. Der Kaiser habe cs abgelehnt, über die französische Regierung zu sprechen, habe jedoch erklärt, er sei über den jüdisch-freimauerischen Einfluß in Frankreich be unruhigt. Der Kaiser lehnte es auch ab, in irgend einer Weise über Großbritannien zu sprechen. Einer „Times"-Meldung zufolge heißt es u dem Interview noch, Baron von Radowitz habc den Kaiser im Hause Dovnr gemetnfam mit dem Oberhvfprediger Dryander, dem Maler Egon Dämme und dem Freiherrn von Keppler be sucht. Radowitz zufolge weiß der Kaiser, daß die monarchistischen Krersc das bayerische Haue Wi t telS bach vvrzichen. Der Kaiser fei überzeugt, daß Deutschland industriell, wirtschaftlich und politisch wieder aufleben und in der Zukunft ebenso groß sein werde wie in der Vergangen' beit. Sn seiner Verbauirung fei der Kaiser von einem tiefgehenden Antisemitismus ergriffen tix-rben. Dieser Haß gegen di? Juden sichre in Richtung auf den r ö m i f ch - k a t h 0 l i f ch e n Glauben, dessen mystische Seite immer größeren Einfluß 0.1T ihn gewonnen habe. Der Kaiser höre dauernd von römisch-katholischen Bischöfen am Rhein Vorträge über rollgiöse Fragen; ferne -Unterhaltung dreh? sich ständig um diese. Der Kaiser hat sich schliesslich noch über die tschechisch- slowakische Republik geäußert. Er betounsere die Vaterlandsliebe Masaryks und erwarte daß in einigen Zähren eine freundschaftliche Vereinbarung zwischen Tschccheu und Deutschböhmen zustande gctommen s l.i w.rde und daß sie ,rch bann in einer wr Ischastlichen Union zusammen- schließen würden. Deutschlands Geldzahlungen. Paris, 4. Juli. (WTB.) Auf eine Anfrage der kommunistischen Abgeordneten Marcel C a ch i n antwortete der F i n a n z m i n i- ster, seit dem Waffenstillstände bis Ende März 1922 habe Deutschland Geldzahlungen geleistet im Bettage von 1426 Millionen Goldmark, und Sachlieferungen im Bettage von 2958 Millionen Goldmark; im ganzen also für 4384 Millionen Goldmark. Davon habe Frankreich erhalten in bar 140 Millionen Goldmark, Sachlieferungen für rund 1170 Millionen Goldmark. Hierzu kamen Lieferungen für die Rheinarmee im Betrage von 560 Millionen Goldmark, von denen auch Frankreich 285 Millionen Goldmark erhalten hat. Also im ganzen leistete Deutschland 4944 Millionen Goldmark, von denen Frankreich 1595 Millionen erhielt Ein Bombenanschlag. Mannheim, 4. Zull. (WTB.) Sn bei vergangenen Rächt um etwa 11 Uhr wurde im Hofe des Volkshauses eine Bombe zur Explosion gebracht, wodurch das Haus stark" demoliert wurde. Soweit bis jetzt bekannt ist, sollen einige Personen verletzt worden fein. Die deutsche Derfassungsfrage im englischen Parlament. London, 4. Zuli. (WTB.) Sm Unterlaufe fragte Wedgewood. ob dem britischen Botschafter in Berlin Lord d'Abernon irgendeine Anweisung gegeben worden sei, hinsichtlich der Haltung, die er einnehmen solle, falls in Deutschland ein Aufruhr in der Art des Kapp- Putsches ausbrechen sollte, der dem Fortbestand der deutschen Republik wahrscheinlich verderblich sein würde. Lloyd George antwortete: Wedgewood darf versichert sein, daß der britische Botschafter in Berlin in enger Fühlungnahme mit dem britischen auswärtigen Amte über alle die britische Regierung interessierenden Dinge steht. Wenn aber eine reaktionäre Bewegung etwa Erfolg haben sollte, so würde durch dieses Ereignis eine ernste internationale Lag e entstehen. Die Alliierten könnten gegen ein solches Ereignis nicht gleichgültig fein. Eine Reise Schanzers nach Paris. Paris, 3. Juli. (WTB.) Der italienische Außenminister S ch a n z e r wird morgen in Paris erwartet. Der „Sntranfigeant" schreibt aus diesem Anlaß, Ministerpräsident P 0 i n c a r ö werde sich bemühen, nicht zu sehr daran zu denken, daß Schanzer Lord Balfour die Unterstützung Italiens in der Frage von Tanger Angeboten hab«. Landwirtschaft. Maul- und Klanenseuch«. Sie Maul- unb Klauenseuche in Kestrich sKreis Alsfeld) ist erloschen. Der Sperrbezirk Ort und Gemarkung Kestrich und das Beobach-- tungsgebiet. Orte und Gemarkungen Groh-Felda und Windhausen wurde mit sofortiger Wirksamkeit wieder aufgehoben. - Mit Rücksicht auf den Stand der Maul- und Klauenseuche in Romrod (Kreis Alsfeld) wurde der Sperrbezirk Romrod aufgehoben und Ort und Gemarkung Romrod zum Deobachtungsgebiet erklärt. Wanderversammlung des Reichsverbandes deutscher Ziegenzucht-Vereinigungen. h. Braunschweig. 3. Juli. (Eigener Bericht.) Der Reichsverband deutscher Ziegenzucht-Bereinigungen hielt in Braunschweig seine 6. Gesamtausschuhsihung und seine 8. Hauptversammlung ab. Die Tagung war aus allen Teilen des Reiches gut besucht. Regierungs- und Landes- vkonomierat Dr. G e r r i e t s - Berlin überbrachte die Grütze des Preußischen Landwirtschaftsministeriums und führte bei dieser Gelegenheit aus, daß der Landwirtschaftsminister die Bedeutung der Ziegenzucht voll anerkannt habe und sie daher in jeder Weise fördern werde. Schon daraus, datz beim Preuhischen Landwirtschaftsministerium ein besonderes Referat für Ziegenzucht errichtet worden sei, gehe hervor, datz der Ziegenzucht gegenüber den anderen Vieharten die Gleichberechtigung zuteil geworden sei. Auch die preuhischen Landwirtschaftskammern haben durchweg ein besonderes Referat für Kleintierzucht eknae- richtet, so dah auch in dieser Weife die Förderung der Ziegenzucht gewährleistet sei. Das Bockhaltungsgeseh sei das A und O der Ziegenzucht; der Minister werde es sich daher angelegen sein lassen, dah etwaige Schwierigkeiten, die sich aus dem Bockhaltungsgesetz ergeben, behoben würden. Aus dem vom Geschäftsführer, Tierzuchtinspektor Topp- Münster i. W., erstatteten Geschäftsbericht ging hervor. dah der Reichsverband 34 Landes- bzw. Provinzialverbände mit 3505 Vereinen bzw. Kreisverbänden .und 335 600 Mitgliedern umfaßt. Ein wesentlicher Fortschritt in der Ziegenzucht sei lder Erlaß des preußischen Dockhaltungsgesehes. Der vom Redner vorgelegte Entwurf eines Jahrbuches für Ziegenzucht wurde gutzeheihen und die Reuausgabe des Buches beschlossen. Das Jahrbuch soll zusammenhängend über die deutsche Ziegenzucht berichten. Der Jahresbeitrag wurde auf 10 Pfennig je Mitglied erhöht und die Einladung des Verbandes Ober Hessen auf Abhaltung der nächstjährigen Hauptversammlung in Gießen angenommen. Es wurde angeregt, dah auch Industrie und Gewerbe für die finanzielle ^Unterstützung der Ziegenzucht interessiert werden möchten, da viele Ziegenhnlter Industriearbeiter und Kleingewerbetreibende feien. Außerdem sei es nötig, die Idee der Rotwendigkeit der Ziegenzucht in die breite Oeffentlichkeit zu tragen. Die Satzung wurde dahin abgeändert, daß unterstützende Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von mindestens 100 Mk. ausgenommen werden können. Dr. Richter-Dresden hielt einen instruktiven Vortrag über die „ Linsen chtbarkeit bei Ziegen". Darnach ist die Unfruchtbarkeit häufiger ber den Böcken als bei den Ziegen festzustellen. Rach seinen Untersuchungen sei die Unfruchtbarkeit nicht ansteckend, wohl aber erblich. Dann referierte Generalsekretär Rauh-Hildesheim über dir „Ziegenzucht in Hildesheiin". Seine Ausführungen gewährten einen umfassenden Einblick in die mustergültige Organisation der Hildesheimer Harzziegenzucht. Der Vortragende richtete an den Reichsverband das Ersuchen, bei der Reichsregic- rung auf frachtfreie Drförderung der Ausstellungstiere einwirken zu wollen und schloß seine beifällig aufgenvmmenen Ausführungen mit dein Satz: „Förderung der Ziegenzucht ist Volks- Wohlfahrt im besten Sinne." Weiter hielt drr Leiter der Bakteriologischen Anstalt der Braunschweigischen Landwirtschaftskammer, Dr. A. Machens (Braunschweig) einen fesselnden Vortrag über die «Ziegenzucht in Braunschweig". Rachdem bereits 1840 17 177 Ziegen im Lande Braunschweig vorhanden waren und im Jahre 1900 54 000 Ziegen im Lande gezählt wurden, nahm die Entwickelung der braunschweigischen Ziegenzucht namentlich im und nach dem Kriege ganz erheblich zu. so dah Braunschweig heute eines der ziegenreichsten Länder ist; denn es kommen auf 1000 Einwohner 154 Ziegen. In der anregenden Aussprache wurde u. a. Stellung genommen gegen die in Sachsen geplante Viehsteuer. — Rachdem noch die im benachbarten Rautheim veranstaltete Landesziegenschau mit milchwirtschaftlicher Ausstellung besucht worden war. erreichte die eindrucksvoll verlaufene Tagung mit einem Ausflug in den Harz ihr Ende Bei jedem Schuhmacher zu haben. So gut wie Continental-Reifen! ContinentaPAbsätze sind durch Continental - Sparkeil D. R. P. doppelt haltbar. Tragi (gniinenial dann lernt Ihr verstehen. wie herrlich es ist, auf Gummi zu qehenl Heuchelheim, den 5. Juli 1922. 06688 Die Beerdigung findet Donnerstag, 6. Juli, nachm. 3 Uhr, von Gartenstrahe 1 aus statt. Gestern abend 8 Uhr verschied nach langem, schwerem mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsre gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante 3rnB fiatMe «WM geb. Demper im 49. Lebensjahr. 3n tiefer Trauer: Familie Jakob Waldfchmidt nebst allen Angehörigen. Ihre Mtoeraucgen werden Sie sicher los durch IS U h n e r a ii k e n ■ L e b e w o h 1 Hornhaut an der Fußsohle beseitigt Lebewohl-Balle n*S cheiben Kein Verrutschen, kein Festkleben am Strumpf. In Drogerien und Apotheken Blechdose 5.— und 7.50 Mk. S,89ss Verlangen Sie ausdrücklich: „Lebewohl1*. Am. »eilmmR Samstag, 8. und Sonntag, 9. l. Mts. LSWM Samstag, abends 8 Uhr, Dereinslokal, oberer Saal * Vorfeier. Sonntag, norm. 7 Uhr, Choralblasen vom Stadt- kirchturm; vorm. 9'/, Uhr: Festgottesdienst (Stadtkirche); nachm. 2 Uhr: Aufstellung der beteiligten Vereine am Osroalbsgarten, Abmarsch mit Musik nach Textors Terrasse. Daselbst: Familientag. Festabzeichen: für Mitglieder bei P.Bingel, Linden- platz, für die beteiligten Vereine Reformhaus, Kreuzplatz, für Nichtmitglieder Musikalienhandl. E. Challier, Neuenweg. G360v Alle MiWlWen (int) Beteiligung eingeWen. Einige Dampfdresctesehmen | mit Lokomobilen otoWahrer W sowie Strohpressen dazu sofort lieferbar Gebrüder Lutz A.-G., Darmstadt 13 W Gegründet 1858 6020A W Fernepr. 406 u. 407. Drahtanschr.: Lutzwerke. Nach langjähriger Ausbildung und prakt. Tätigkeit, unter anderem in der zahnärztlichen Klinik von Prof. Dr. med. dent. H. Venn, Dortmund, habe ich mich in Gießen niedergelassen und übe meine Zahn-Praxis Mühlstraße 33, Ecke Westanlage aus. Sprechstunden täglich von 9—12 und 2-6, Sonntags 10-12 Uhr. Telephon 924 J. König, Dentist 6282h Gigantisches Filmwerk in 7 Akten. Ferner: QÄ Ein moderner Detektivfilm in 6 Akten. Wildwestdrama. 5 Akte. orgen bis elnechl. Sonntag: Frische Fische heute und morgen eintreffend: ff. 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