IM , Der Siebener Snzeian erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezuarpreise: Mk 9.50 einschl. Träger« lohn, durch die Post Mk. 10. - einschl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n > p r e ch - Anschlüsse: fürdieSchristleüung 112; für Druckerei, Verlag und Ge,chajlsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. HL 11686. Erster viatt Donnerstag, 5. Januar 1922 172. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- und Steinöruderei B. Lange. Zchnftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bii zum Nachm!itag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 Pf, auswärts 90 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 3 0P>. Bei Platz- vorschrlft20 ' , Aufschlag. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. der Handelsmärkte sind nach dem „Temvs", daß tionen die beiden Länder hatten fo grobe Intere'sen im Mittelmeere, ixib allein ihre Einigkeit jed>Z von ihnen die Unab*)äng gf'it ihrer Enischre ungen sichern könne. Die Bedingungen für den dauern- nicht nur unnütz, es wäre auch das Mittel, mit zum Ziele zu gelangen. Den.sch and könnt? spä er unter gewissen Bedingungen dieser p.e e se ti en Verpflichtung beitreten, und mm werd? gu: daran tun, über eine Tatsache nachzu'enk.n da; i'äm ich die französ sch-eng i che Al ian\ bas e'nzige M ttel sei, Deutschland ohne Erschütterungen und ohne Gefahr für irgend jemand in die Familie der Ra- Die U-Voot-Fraqe in Washington. Paris, 4. Ian. (WTB.) HavaS meldet aus Washington: Frankreich hat grundsätzlich den amerikanischen Vorschlag angenommen, der die Verwendung von U n- terseebooten gegen Handelsschiffe verbietet. Die Delegierten behielten sich aber die endgültige Zustimmung vor, bis der genaue Worrlaut der Erklärung erörtert sei. England stimmte bereits zu, und obwohl die italienischen und japanischen Delegierten keine endgültigen Anweisungen erhielten, liehen die gestern abend vorliegenden Anzeichen die Annahme zu, dah weder Italien noch Japan eiasillche Einwendungen erheben würden wenn der Vorschlag die volle Zustimmung Frankreichs erhalte. 23/< Milliarden Mark jährlich beziffert Gleichzeitig ist aber auch bei den Ausga e.t für Materialien im Post-, Telegraphen- und F rn- Einkommens der Beamten, sowi eher B züge der Ruhegeholtsempfänger und der Hinterolie- 1921 sind bereits über 10 000 Hilfskräfte ent- s worden fei. Au'r ni ht se ei e (5in neues Buch 5rcynes'. L o n d o n, 5. Ian. (WTV.) Der „Manchester Guardian" berichtet, dah KeyneS ein neues Buch geschrieben hat, das sich augenblicklich im Druck befindet und das den Titel führt „Eine Revision der Verträge". Das Buch behandelt u. a. das Re- parativnSproblem in seiner augenblicklichen Gestalt. Der „Manchester Guardian" bedauert, dah dieses Buch sich nicht in dem Gepäck der Staatsmänner von Cannes befindet. Verminderung der amerikanischen Truppen am Nheiu. Paris, 5. Ian. (WTV.) Rach einer Meldung des „Matin" aus Coblenz ver- zurückzuführen. ar iS 4. Jan. (WTB.) Zu den Erklä- <. 2 __rex„:r,. der for.schreitender Ge'drntwertunz und Teue.uag faß stch dann die Reichirrgierung wieder veranlaßt, eine abermalige durchgreifende Erhöhung der Bezüge der Beamten und Lohnempfänger herbeizu führen. Der der Postve.waltung en.= ststehende Mehraufwand für diese Erhöhung des „Daily Telegraph". Don dei Pri a u ite.re ui- gen zwischen Llry) George un'o Brian i könne die Zukunft der eng isch-französischen Entente ron den privaten Unte redunge i zwischen Lloy > George und Bonomi die Gnttehuni einer Entcntu zwischen England und Italien abhäng n. Der „Temps" ist überzeugt, dah kein italienischer Staatsmann sich mit dem Plane trage in einer Entente mit England, Italien an die Stelle Frankreichs zu setzen. Es könne nicht davon die Rede sein, die englische Freundschaft zu reriteigern ober Italien zu dem Range eines Ersatzmannes sen werden wird. Nalhenau in Cannes? Berlin, 5. Ian. Der „Lokalanz." teilt mit, dah von Berliner amtlicher Stelle erklärt worden sei, es st ehe noch nicht fest, dah Rathenau nach Cannes reisen werde. e Paris, 4. Ian. (WTB.) Rach einer Meldung des »Journal des Debats" haben sich mehrere Mitglieder der Reparations- k o m m i s s i o n nach Cannes begeben bzw. ihre Stellvertreter dorthin entsandt, damit dem Obersten Rate Auskünfte, die er im Verlaufe seiner Besprechungen benötigen Tonnte, gegeben werden könnten. London. 4. Jan. (Wolfs.) In einem Bericht des „Times"-Berichre:statters in Cannes beifit es, der Oberste Rat habe sich für seine schicksaloestimmenden Sitzungen eine wundervolle Umgebung ausgesucht. Die Delegierten versammelten sich unter den Klängen der wildesten Jazz-Musik, Sachverständige und Staatsmänner tn Golf- und Tennisanzügen nähmen ihren Tee ein und diskutierten die Wiederherstellung Europas. Pariser Pressestimme»». Paris, 4. Ian. (WTB.) Der „Temp s" dringt in seinem Leitartikel auf die Erkennt is der gemeinsamen In ecef:"en der Alli e, en bei den Verhandlungen in Ca nes. Die fra izösüchen Interessen mit denen Belgiens in Gegen atz zu bringen, wäre Wahnsinn. 'Was Italier betri ft, so erinnert das Blatt an die A urerung des 1921 sind bereits über 10 000 Hilfskräfte ent-1 lassen. Die im Gange befindlichen Mahnahmen I werden zur Entlassung von mindestens weiteren | 10 000 Hilfskräften führen. Weiter beabsichtigt die Reichspostverwaltung, lassen wieder 1000 Mann amerikanische Besatzungstruppen Coblenz und gehen über Antwerpen nach Amerika zurück. Eine neue Konferenz in Italien? London, 4. Ian. (Wolff.) Der Berichterstatter der „Times" in Rom meldet, er erfahre von zuverlässiger Seite, dah Italien bei der bevorstehenden internationalen Konfe enz möglicherweise die Einberufung einer vorläufigen Zusammenkunft der Großmächte in Italien zur Erörterung der Frage der Beziehungen zu _Ruß- land Vorschlägen werde. Es verlaute, dah Tschitscherin seine Bereitwilligkeit ausd.ücken werde, einer solchen Konferenz in Italien beizuwohnen. Die Kricgebeschuldigtensrage. Paris, 4. Ian. Wie Havas mitteiltz wird am Freitag im (Ministerium des Auswärtigen die seit der Tagung des O b e r st e n Rates im August 1921 in Paris gebildete Kommissionfürdi e.K riegSbeschul- digtenfrage zusammentrelen. Die Korn-, Mission soll die LeipzigerUrteile begutachten. Frankreich wird in ihr vertreten durch den Iustizminister und den seinerzeitigen Delegierten bei den Verhandlungen vor dem Reichsgericht in Leipzig, Generalstaatsanwalt Matter. Rach den Blättern wird Grohbritan- nien durch Sir Ernest Pollock und Heyworth, Italien durch Raimondi, und Belgien durch van Elvick und Servaes vertreten. sprechbetrieb unter der Wirkung der allgemeinen Aufwärtsbewegung der Preise eine starke Sie ge- rung eingetreten, die sich bei dem ordentlichen Haushalt in einem jährlichen Mehraufwano > on minbeitenä 1 Milliarde Mark au drückt. Hiernach sah sich die Postverwaltung Anfang Dezember d. I. im ganzen vor einen Iahresfehlbe.rag von rund 4 plus 2% plus 1 Milliarde — 73/« Milliarden Mark gestellt. Der Postverwaltung erschien es zunächst im Hinblick auf die allgemeinwirt- schaftlichen Rückwirkungen nicht möglich, diesen ganzen Betrag auf einmal durch Gebühren- erhöhung zu tilgen. Sie sah deshalb ursprünglich eine an sich weitgehende, aber das Defizit nicht völlig beseitigende Erhöhung vor. Während diese Vorlage im Reichsrat behandelt wurde, traten neue Momente hinzu, die die Postverwaltung zu weitgehenden Erhöhungen zwangen. Die außen- politische Lage machte ihr Schwergewicht geltend, und die Reichsregierung sah sich unter dem Druck der Verhältnisse vor die schwere, aber unabweisbare Aufgabe gestellt, den Etat der öffentlichen Verkehrsunternehmungen ins Gleichgewicht zu • bringen. Auch der Reichstag vermochte sich dem Gewicht der innen- und außenpolitischen Argumente nicht zu entziehen. Er sah sich genötigt, der weiteren Steigerung der Tarife zuzustimmen. Allerdings haben die Parteien bei der Beratung der neuen Postgebühren im Reichstag ihre Zustimmung von der Durchführung weitgehender Reformen .im Po st dien st abhängig gemacht. Auch hat der Reichstag in Uebereinftim- mung mit einer Entschließung des Reichsrats an ' die Reichsregierung das Ersuchen gerichtet, eine Denkschrift über Betriebs- und Verwaltungsverbilligungen bei der Postverwaltung vorzulegen. Als Maßnahmen dieser Art sind von der Postverwaltung bei den Beratungen im Reichstag, soweit bekannt, die folgenden Punkte angeführt worden: 1. Erweiterung der Befugnisse der Oberpostdirektion und der Verkehrsämter, Einschränkung der Berufungen gegen die Entscheidungen der zuständigen Stellen, für den Betriebsdienst bereits mit Wirkung vom 1. Februar 1922 verfügt. 2. Ersetzung von Menschen durch Maschinen- 1 Traft in allen Verkehrszweigen. 3. Vereinfachung und Vereinheitlichung der .Deiriebsformen (ausgedehnte Herstellung von Vordrucken usw.). 4. Ersetzung hoher bezahlter Kräfte durch Beamte mit einfacher Vorbildung und geringerer Bezahlung. 5. Wiederholte Prüfung des Deamtenbedarss unter Erhöhung der Arbeitsleistung im einzelnen (bei 48stündigen Wochenleistungen) Paris, 4. Ian. (WTB.) Zu den Erkla -- rungen Briands bei1 „Daily Mail" gegenüber, schreibt das „Journal des Debats", die Konferenz von Cannes habe nicht die Aufgabe, ein engli-ch - f anz'si ches Bündnis aus uarbeiten. Der Abschluß eines Bündnisses mit England nach der Formel des 28. Juni 19'9 würde keinerlei Ordnung schaffen. Es würde Frankreich nur eine illusorische Bürgschaft bieten, wenn diesem Abschlüsse nicht die Regelung wichtiger und bedeutender Fragen vorangehe, welche Frankreich und England beschäftigen. Unter diesen Fragen sei die dringendste die Reparationsfrage, die auf dem Programm von Cannes stehe. Diese Frage sollten also Briand und Lloyd George in erster Linie mit gespannter Aufmerksamkeit p ü"en. Man begreife in Frankreich nicht, daß England und Frankreich von einem anderen Geiste beseelt seien, und das Blatt erinnert daran, daß es schon vor der Washingtoner Konfei-enz den Wunsch aus- gedrückt habe, dah sich Lloyd George und Briand vorher über die Seeabrüstung unterhielten. Das sei nicht geschehen, und man sehe heute die Ergebnisse. Jetzt solle man aber nicht ein neues falsches Manöver machen. In Washington habe Briand von der Landabrüstung gesprochen, als man die Seeabrüstung besprach. Reden wir nicht, so schließt das Blatt, in Cannes von Bündnis und Patagonien, während es sich um die Reparationsfrage und um Deutschland handelt. Die deutsch-polnische» Wirtschastsverhandlnnqen. Beuthen, 5. Januar. (WTB.) Di>» deutsch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen wurden gestern in vollenß Umfange wieder ausgenommen. In den einzelnen Unterredungen wurden insbesondere technische Fragen erörtert, über die bisher noch keine Einigung erzielt worden ist. 1 Beuthen, 4. Jan. (Wolff.) Zu dem auf etwa eine Woche berechneten Aufenthalt der Schweizer Herren in Oberschlesien ist von der deutschen und polnischen Delegation ein Programm vereinbart worden, dem Bundesrat Calo n d e r zugestimmt hat. Dabei betonte Calonder wiederholt, er erblicke den Zweck der Reise darin, sich und seinen Begleitern ohne Voreingenommenheit ein möglichst eingehendes objektives Bild von den wirtschaftlichen, nationalen und kulturellen Verhältnissen des Abstimmungsgebietes zu vei-schafsen. Als eine seiner vornehmsten Pflichten betrachtet Calonder, in möglichst enge Fühlung zu der Bevölkerung zu treten und die Wünsche aller Stände und Schichten des Volkes persönlich entgegenzunehmen. Im Bei-f ck) dieses Programms sind drei Tage für die gründliche Besichtigung der wichtigsten Anlagen des Industriegebietes bestimmt. Am 5. Januar wird Calonder den an Polen abzutretenden Bezirk, am 7. ben deutsch bleibenden Teil des Zentralreviers besichtigen und am 9. Januar wird sich die Reise auf die industriellen Gebiete in den Kreisen Pleh und Rybnik erstrecken. Arn 6. Januar, dem Tage bet heiligen drei Könige, und am 8. Januar werden die Schweizer in möglichst weitgehendem Maße Vertreter aller Stände der Bevölkerung empfangen. Das Programm wird naturgemäß noch ergänzt durch eingehende Besprechungen Calon- ders mit ben beiderseitigen Bevollmächtigten, und soweit es wünschenswert erscheint, auch mit dem Vorsitzenden derjenigen ülnterkommission. in welcher bisher keine Einigung erzielt werden konnte. — Calonder verbleibt während der ersten Hallte seines Aufenthalts im Savoybotel in K a 1t o - wih, um sodann auf dem Schlosse Reudeck des Grafen Henkel von Donnersmarck zu wohnen. Die Konferenz in Cannes. Paris, 4. Ian. (WTB.) Rach Havasmel- düngen aus Cannes sind sowohl Briand und L o u ch e u r als auch Lord Curzon heute vormittag in Cannes eingetroffen. Briand hat heute vormittag feine erste Besprechung mit LloydGevrge, an der Loucheur und Sir Robert Home teilnehmen sollen. Cannes, 5. Ian. (Havas.) Briand stattete dem abends eingetroffenen italienischen Ministerpräsidenten Donvmi einen Besuch ab. Hierauf begab sich Bvnomi zu Lloyd George. Loucheur hat für heute vormittag eine ilnter- rebung mit dem englischen Kriegsminister Wor - thingtvn Evans verabredet. Cannes, 5. Jan. (WTB.) Die sranzö - fischen Finanzdelegierten, sowie die Delegierten von Belgien, Japan und Italien werden für Dvnne.stag vormittag erwartet. Rom, 5. Ian. (WB.) D.e griechischen Minister Gunaris und Daltazzi sind nach Cannes abgereist. Cannes, 5. Ian. (Havas ) Briand haste von 4 bis 6 ülhr nachmittags eine Besprechung mit Lloyd George. Die Pläne L'ohd Georges. in kürzester Zeit folgende Maßnahmen durchzu- führen: 1. Verringerung der Dertretungskosten in Krankheits- und Tlrlaubsfällen. 2. Aushebung von Detricbseinrichtungen, für die kein dringendes Bedürfnis nachgewiesen werden kann, 3. Abgabe von Beamten an andere Verwaltungen (insbesondere die Finanzverwaltung). Mit Hille der vorstehenden Maßnahmen, die sich im Laufe des Rechnungsjahres 1922 in erheblichem Umfange aus wirken werden, wird es möglich sein, im Posthaushalt für 1922 die Ausgaben um 400 bis 500 Millionen Mark herabzusetzen. Die neuen Postgebühren. Der 1. Januar brachte der Bevölkerung eine •neue Belastung von außerordentlicher Höhe, die sich jedem Einzelnen fühlbar macht: die Erhöhung der Posttarife. Von diesem Termin ab wird man — um nur einiges aus den neuen Sätzen herauSzugreifen — für eine Postkarte im Ortsverkehr 75 Pfennig, im Fernverkehr 1,25 Mark, für den einfachen Brief im Ortsverkehr 1.25 Mk., im Fernverkehr 2 Mk. zu zahlen haben. In gleicher Weise erhöhen sich die Sähe für Pakete. Telegramme usw. und letzten Endes die Fernsprechgebühren. Die Erhöhung der Postgebühren ist diesesmal außerordentlich groß. Die gesetzgebenden Instanzen. Reichstag und Reichsrat, haben aber angesichts des Zustandes der Reichsfinanzen und der Rotwendigkeit, das Defizit zu verringern, der Erhöhung der Posttarife im wesentlichen zugestimmt, obwohl die schwersten wirtschaftlichen Bedenken gegen eine Steigerung der Tarife in einem derartigen Umfang sprachen. Wodurch ist nun die Postverwaltung gezwungen worden, den gesetzgebenden Körperschaften neue Gebührensätze vorzuschlagen, die diesmal weit über die sonst bei einer Erhöhung der Tarife geübte Praxis hinausgehen? Es ist bekannt. dah in den letzten Jahren in der Post- verwaltung ein ständiges, immer größer werdendes Defizit geherrscht hat. Hauptgründe waren die angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten notwendig gewordene, aber den Postetat gewaltig belastende Erhöhung der Deamtenbezüge und der Löhne, daö Immer teurer werdende Material, das zu den Erneue.ungs- und Herstellungsarbeiten verwendet werden mußte. Bekanntlich war der Versuch gemacht worden, durch mehrfach vor- genommene Erhöhung der Postgebühren den vorhandenen Fehlbetrag zu verringern. Die von der Postverwa tung von den Gebühren?^ ö ungen erwarteten Mehrerträge treten in Wirk ichkeit e n, sie wurden aber wieder durch inzwischen eingetretene Ausgabm ieigerungen mh ober toeni er auf gezehrt, so daß das Defftit im Post haushalt nicht die beabsichtigte Verminderung erfahren konnte Rach dem Stande dex Berechnungen im Oktober 1921, denen die neue Erhöhung de- Besoldungen und der Löhn-, der Teuerungszu chläge und die gesteigerten suchst chen Ausgaben zugrunde gelegt waren, berechnete sich der Iahresfehlbetrag auf rund 4 Milliarden Mark. Unter dem Zeichen internationale Anleihe ermög icht werden f>Ite,4 at[e zwischen Frankreich und Eng'and und in der nur ein Seilmoratorium für die Sauer gart3en schwebenden Fragen erörtere, sei eiires Jahres in Aussicht genommen. Frankreich -- - - - --- olle dafür als Kompensation 300 Millionen Gold- mart erhalten und zwar in der We.se, daß der ihm zu Lasten geschriebene Betrag fü,r die Saargruben annulliert würde. Belgien würde an Stelle der beträchtlichen Beträge, auf die es im Die Neuwahlen in England. London. 5. Jan. (WTB.) Pall Mall and Globe" berichtet, daß die Regierung। bet den Reuwahlen als Koalition vor das Land treten werde. Churchill werde die Fü)rung per liberalen Kvalitionsmitgsteder Übernehmen way- rend Chamberlain bie konservativen Koaliiwns- mitglieder führen werd^ Folgende dret groyen Fragen werden der Wählerschaft unterbreite, werden: Die geplante irische Lösung. derWashmg toner Plan der Flottenverminderung und der Sparsamkeitsplan des unter dem Vorsitze von Geddes stehenden Ausschusses. London, 5. Ian. (WTB.) Wie die Blatter melden, trifft der Haup tgeg ner per Noa- Jahr el922 Anspruch gehabt hätte, nur 250 Millionen erhalten zu den bereits von der ersten Milliarden zugeteilten 550 Mi l onrbe, sei seine finanzielle Lage nicht mind:r pr ckir, als die Frant- reichs. Unter diesen Umständen wurde es ebenso sehr den G u dsätzen einer vernünftige i Prlitit. wie cem Empsinben der öffentlich n M inang in Frankreich w versprechen, Belgien irge. dwelche Opfer auszwi gen zu tp l en, zu denen es nicht aus freien Stücken bereit sei. Der Plan der Gründung eines internationalen Konsortiums, das die wirt- schastiiche W ederaufrichtu g Mcktsteur vpas un) Rußlands übernehmen soll, s i aufs neue gefährdet durch £en engä'chen Egoismus, der darauf bestehe, daß das Gesell'chaftsiapital in englischer Währung ausg-bracht werden müsse, und einer Anzahl Länder, die außerordentlich große Interessen in Rußland Hütten, nur ganz geringfügige Beteiligung zugestehe. Die in Aussicht genommene Konfere,z zur Stabilisierung der Währungen werde unter diesen Umständen wohl k-'um rn> hr als akademischen Charakter Haden. Das entschiedenste Erved- nis der Konferenz von Ca.rnes werde wahrscheinlich eine Verschärfung der Kontroll - maßnahmen in Deutschland und d e Erweiterung der Vollmachten b;r Recharetionskom- mi.sivri sein. Im Grunde g nemmen könne d e e Konferenz, die die Deutschen zu einer energielosen und abwartenden Haltung verleitet habe, durch eine natürliche Wendung bei" D nge ohne weiteres die Wirkung haben, Deutschland einer härteren Politit auszusetzen, cl3 e3 jemals seit dem Wasf-nst.llstand durchg macht h be Dr. Rathenau werde nicht nach Cannes gehen, sond.-m Ausenthalt in Mentone nehmen. Er werde gut daran tun, seiner Regierung nicht die wesentlitzre Watz heit zu verheimlichen, daß die Uneinigkeit unter den Alliierten das Besorgnis erregendste wäre, das es für Deutschland geben könnte. London, 5. Jan. Einer in der Abrndpresse verbreiteten Meldung aus Cannes zufolge soll bei der gestrigen ersten Unterredung zwischen Lloyd George und Briand arg blich ein Plan betreffend die S t a d i l i s i e r u n , der Währungen erö:t.-rt worden fei?, über den ein grundsätzliches Übereinkommen bereits erzielt jekt der Widrurchiug Cur. p.is teiznne> men. Das sei einer der Hauptgründe gewesen, ....................o_..o_. .... .. . . weshalb Lloyd George bri seiner Zusammenkunft Freden Europas un) die W ebergewinnung mit Briand seinen Plan zur Reuregelung der R e- ber Handelsmärkte sind nach dem „Temvs", daß parationsfrage zurückgeltaltei h de be n Frankreich und England eines ge eiüber dem die darin enthaltenen Konzessionen (Sag aires e en anderen verpflichtet seien, sich mit aller Kraf^ zu ; —v- rrr \ 5. undurchfüh bar, sola: ge n ch" Amerika auf 'e N unterstützen, wenn sich ein deutscher An- benen unter Etns ylu) des durch d e Lohnerhöhung Guthabm gegenüber den 21 lierien verzich e. arif f vorbereite. 05 die Ver f ich ung o f.ziell für die Llngeslelten und Arbeiter voraussichtluch Aus diesem Grunde hrbe man an Selle end g(,H v \ _ erwachsenden Mehraufwandes hat sich au/ rund Moratoriums für mehrere Iah e, das durch e e Ejazelfraae. Daß man bei dieser Gelegenheit 23/. Milliarden Mare t ihrHai beÄifieit. G eicb- omö/r i - ... a-___re.__ Paris, 4. Ian. (Wolff.) Rach dem »Ma- vvv. 0,; w.,8, ...... ................ tin“ haben die ursprünglich n P^äne L l o y d ! hecabzuwürdigen. Wie immer die Auh n wlitik Georges eine starke Einfchrän ung erfaj): en । Italiens oder Frankreichs gestaltet fein möge, durch tie Tatsache, daß Amerika von Anfarg , . .. - - ~ an keinerlei Reigung gezeigt habe, an dem Pro- dBldo l kurz 1. Juli bis 15. Äugust jedes Jahres, jedoch nicht nur in auf die Dauer von je 14 Tagen abgehc nur auf die Dauer von je 14 Tagen abgehalten werden. Ausverkäufe, die außerhalb dieser Zeit schriftliche Frage und nach den Anschauungen der" täglichen Lebens zu beantworten. Wenn n beiden nächsten D chler-A oeirde ein Qlbonnomenf Der Ansicht Partei und zu eines mächtigen Teiles der unionistischrn werde zu einer Spaltung der Koalition ihrem Ende führen. Bolschewistische Angriffe in Karelien. Feuilleton. Dinkelsbühl, em deutsches Stadtjuwel. Aus dem Reiche. Die Ursachen der Kohleunot. 3ta bie Reich reg erun7 hat der 'amBurrifte Reichstag a geordnete Gutknecht folgende Anfrage gerichtet: "5m Hamburger Hafen werden »ur Zell du ch den Damvfer .CBarm- r englische Ä n b f p n £C of. t, ttr rnn Hamburg Altona ml de Dahn n a d) der 6 d) toe t g s^h en werd.n W.i e.e längst ve schollene Sagen geht es auch md) lebendig durch diese? al fränki che 3b )I(. Gebern faf) noch in der milden Hecbstsonne dort 6ruf en in die Wahl gehen würden. Es wird erflärt, die Erzwingung von Neuwahlen gegen die Oesterreich und Ungarn. Wien, 4. Ian. (WTB.) Angesichts der angekündigten wirtschaftlichen Ber - handlungenmitAngarn rufen die von Budapester Blättern mitgeteilten Entschädi- gungSansprüche von 3 7 Milliarden österreichischen Kronen für die Abtretung des Burgenlandes in der hiesigen Presse äleberraschung und Befremden hervor. Die Blätter weisen darauf hin, daß Ungarn hier, bei nicht die erfolgte Uebergabe OedenburgS in Rechnung stellt und erklären, daß die Forderungen auch sonst durch die tatsächlichen Verhältnisse nicht gerechtfertigt seien. Dazu komme noch, das) Oesterreich gemäß dem Abkommen von Venedig wegen der verspäteten Uebergabe des Burgenlandes und der dort angerichteten Schäden sehr erhebliche Gegenforderungen habe. Norwegen und die (Gesundung der österreichischen Finanzen. Christi ania, 5. Ian. (WTB.) Die Regierung beabsichtigt dem Storthing vorzu- schlagen, daß der norwegische Staat ebenso wie England, Frankreich und andere Länder wegen der Wiederaufrichtung der österreichischen Finanzen seine Forderungen an Oesterreich über V/2 Millionen norwegische Kronenfür Herinoslieferungen 2 0 I a h r e lang ruhen lassen solle. Es ist nunmehr bestimmt worden, daß die Norwegische Dank nicht an der Hilfe zur Errichtung einer evtl. Emissionsbank für Oesterreich tcilnehmen wird. Die Bank hätte in diesem Falle einen Kredit von Million Dollar gewähren sollen. Man ist der Ansicht, daß eine solche Teilnahme während der jetzigen Zeit sich nicht verteidigen lasse, unter anderem auch mit Rücksicht auf die Dalutaverhältnisse. Kreisamts Gießen vom 2. Februar 1910 nur in > tätigen. — Tas Konzen findet, rme üblich. unt ° rs tls 1C * 5 Uhr in der neuen Universitäts-Aula flau. Ein- triktskar en fbub bei Ernst Challier oder abends an dec Kasse zu haben. Schweiz wenig oder noch gar nicht gefahren worden sind. Sind der Reichsregtorung diese Zustände bekannt und it de Eiscnb hn e ke r mini er l e eit, dahingehend Abri f.' zu scha fm. daß in erster Li ste deu s.he Eisenbahn vagen zum A transoort der Kohlet au3 den deutschen Ko l nerz ugung.'» gegenden nach den Verbrauchsstästen vermeidet werden und nicht zum Abtransport von englischer Kohle durch ganz Deutschland nach einem anderen Lande." Besprechungen mit dem Reichskanzler. D e r I i n, 5. Jan. In der gestrigen Be -- s p r e ch u n g des R e i ch 6 k a n z l e r S mit den Fraktionsführern des Zentrums, der Sozialdemokraten und der Demokraten teilt die „Deutsche Allg. Ztg." mit, daß es sich um eine Aussprache über die Lage gehandelt habe. Die Annahme, daß die Besprechung zum Ziele gehabt habe, ein Kompromiß in der Steuerfrage anzubahnen, treffe nicht zu. Dampfer sollen in Kürze folgen. Zum Abtrans- :___________ _______ _____ ______ .... ____ ... Port dieser Kohlen werden reichlich Wagen von der Zeit vom 2. Januar bis 15. Februar und vom der Eisenbahnoerwaltung ge teilt, " " - ~ - - — - zuvor wegen Mangels an Wagen > Hamburg, sondern i.1 ganz Norddeutschland eine Kohlenknappheit cingctreten i t uno auch jetzt, nach Aufhebung der Sperren, Kohlen immer noch in äußerst geringen Menzen nach Hamburg unö Norddeu schland aus Wagenmangel । e an e i. Zum Teil mußten w?gen Kob en mangels b reits erhebliche Sperren für Kraftbezug der Industrie und dem Handwerk auf r egt werden. Niemand begreift es, warum Plötzlich Wagen ausreichend vorhanden sind, um engstschr Kohlen für öie Schweiz durch ganz Den schänd Hindu chzufa'r n, aus einem Wege, aus dem bisher Ko len na h der stattfinden sollen, sind unter genauer Angabe des Grundes und unter Einreichung eines Verzeichnisses der auszurtorkausenden Waren sieben Tage vor der Ankündigung bei der Handelskammer Gießen anzuzeigen. 3m Zuwiderhand- lungssalle mußten Strafanzeigen erhoben werden. ** Eigener Hausstand im möblierten Zimmer. Ein eigener Hausstand kann auch in möblierten Zimmern geführt werden. Diesen Bescheid hat der Reichsarbeitsminister dem Minister für Dolkswohl- fahrt erteilt. Die Frage, ob jemand einen Hausstand führt, sei in erster Linie eine wirt- Wenn je in eine Idylle d?r unruhig revolu' ttonäre Geist der Gegenwart üb rrafch *n) hinein« geplatzt ist, so war dies zu D.nk.stchühl in der Neuiahrsnacht der Fall als ein Verb eher eine Bombe in die zur nächtlichen Reuj ihrZ.eier versammelte Menge schleuderte. Unter den alten Städtchen, die noch al3 Wahcz Ichrn ein?r beste en Vergangenheit in unser modernes Haste i und Treiben wie glückliche Inseln sti ler Elniehc yirernragen, ist teure — auch als Plelge üiy.ire Rothenburg nicht - ehrwür irer und sümmuna^ voller als das alte St wichen im einsamste r Teil von Franken, das noch heute so da ste >t wie vor M-Oah .en. Dinkelsbu >l i't reich an k n tierischen Schönheiten und ge ch ch.stch m De .w rdigk-ien- aber noch wichtiger als alle Einzelheiten ist der Gesamteindruck, der eine vergangen? Kultur in ihrer ganzen Fülle un) Elnheuli feit offenba t Nirgends kann man bes,er geschieh list en Anschauungsunterricht erhalten un) der Philo oph entdeckt in dec Betrachtung dieses S ädtchens sogar den Grund der N.nurgetohe und den Weg dec Kultur. In einem Buche, dt? in de Zellen- büche ei des Verlages Dürr und We er o für en erschien, hat Dr. R. H. Fcan:4 auf diese ein ig- artipe Bedeutung der Stadt hin eviese i den er sie zum Ausginglp mf feiner fu tu hi osophi° schen Betrachtungen machte. „Die fernste: Eii ne- rungen deutsch, r Gs ch e", schce bt ec. „sind bi r noch Geben und Wirk ichkeiten da al 3 ernster, romanischer Turm, von de sen bunt.en 0 e vn eigene Möbel besitzen oder auf Abzahlung entnommen haben. Bornotizen. — Tageskalender für Donners- t a g. Astoria-Llchtspiele: »Goliath Armstrong" und „Charly Chaplin u. Co." sowie „Der geheimnisvolle Dolch" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, bis einschließlich Sonntag: „Herzogin ©atanella" und „Ttme ts money". — Operngastspiel des Hessischen Landestheaters. Die dritte Oper ist für Freitag, den 13. Januar in Aussicht genommen; zur Aufführung kommt „Der Barbier von Bagdad'^ von Cornelius (im Theatervereinsabonnement A). Den Barbier singt diesmal Herr Schleenbach, den Nureddin Herr von En ej Helm. Die übrige Besetzung ist die gleiche wie bei der Erstaufführung im November. Die Eintrittspreise sind infolge der seit 1. Dezember eingetretenen Eisenbahnfahrpreiserhöhungen und infolge Mehrforderungen des Landestheaters etwas erhöht. — Dec Gießener Konzertverein, b r die 1. H .1 te feiner D i l eit mit de n He ge Li u> derg-Ave ck> so erfoigrrich abgesch o le t tyi , w.rd im 3a n u a r folgende 4 Konzerte bringen: (Sonntag, den 8. Januar: Solistenabend: Walter R e h b e r g aus Ma nch m 'Kl v er) undGe o r g Kulenkampsf-Post aus Bremen (Vl> I n ); Sonntag, den 15. Ianunr: Kammermusit: Dns Wendling -Quartett aus S uttgart; Sonntag, den 29. Januar: DasKölnerTrio: Klavier: Professor U z i e 11t, Violine: Professor D r am-Eldering, C ello: jedermann. Diesen drei Konzerten reiht sich — ausnahmsweise am einem Werktage — am Samstag, dem 21. Ja, u r, abendZ 8 Uhr ein Sonderton- 3crt des bekannten Tenoristen und Wagner- Sängers Heinrich Hensel aus Hamb rg an. — Der erste Admd, am 8. Januar, bringt eine Auslese bester Violin-LiteTatur, darunter d'i^ tsteet D l ttanten von dec David-Ausga'-e al er Meister her bekannte Chaconne von Vital» (einem du ch w -rtvolle V vii komposilionen bekannten K.mpvnisten des 17. I ihryundetts, der 1704 in Salzburg starb), sowie die glänzende Violinsonate von R i cha r d 0 t r a u \ Den gend ichet G gec Kulenkampsf-Post ge t ein vorriigstcl-er Rus voraus. Er wird u a. eine hier noch nicht zur Au-sühcung ccb alte Reger" sche Solosonate 1 Viole'', b e in seinen Der" It ec Konzerten dm G.anzpu ilt b Idete und an dec, wie der erwähnte Kritiker sagt, sich de wahre Größe u d Erlabe h It se'ner 2lu fuffu g kundgab. Walter Rehberg ist in unserem Publikum als Becth v n p e.er b ka nt Ec htt im festen Winter durch die Riesenleistung der u gekürzten Wiedergabe aller B a m s chen Kia- vkrkcnnposlttat^en in den Großstädten Leipzig, München, Dresden u. a. Erstaunen und Bewunderung erregt. Im bevorstehenden Konzert wird er sich nicht nur im Zusammen!Piel mit Herrn Kuta nkamp f, ramentlich in der Strauß-Donata, sondern auch durch den Vortrag der Beet- hovenschen letzten, im g o‘en Stil getriebenen C-Moll-Sonate (op. Ul' und dec Händel-Bariat o en von B ra hm S solisttsch br- deutschen Landen vor dem tiefer blickenden Auge aufgeschlagen liegt AuS Ungarns Dohdme. Im ersten Januarheft des Literarischen Echo (Herausgeber: Dr. Ernst Helborn, Verlag: Deutsche Verlagsanstalt S'u'stgarl-Berit.,) berichtet der Verfasser des ungarif-^-ea Literalurbrieses Ignaz Peisner von einem bislang in Deutschland unbekannt gebliebenen Dülhlein von Andreas Szabos, das amüsante Bilder aus der Schrift- stellccwelt Ungarns bietet. Ein paar Anekdoten die Peisner mitleilt, verdienen hier wiedergegeben zu werden. Iökai protegiert. Moriz Iökai, der fruchtbarste und p(a t ifhbol fte ungarische Romancier, hat nie jemandem eine Bitte abgeschlagen. Einst kam ein ihm ganz unbekanntes Individuum zu ihm und bat ihn um eine Protektion beim Iustizministec Desider Sz l'gyi. Irinl gab ihm folgendes Brieschen an Szil-lgyi: „Lieber Freundl Hier schicke ich Dir — ich weih nicht wen: er will — ich weist nicht waS: mach mit ihm — Du weißt schon was. Moriz Iökai." IöfaisTaufname Auf $en Titeln fei e1 Bücher schrieb Iökai seinen Lausnamen immer Mör (Abkürzung für Moriz), aber von Freunden wollte er nur Moriz genannt werden. Als ihn einst der Senatspräsident an der tönigl. Kurie und Epigrammdicher Lorenz Töth in einem Briese folgendermaßen ansprach: Lieber Freund Mörl", da begann Iökai sein Antwortschreiben mit: „Lieber Freund Lor!" Gyulai und Iökai. Der einst ke-ühmte Kritiker (und Dichter) Paul Ghulai riß die Romane Iökais systematisch herunter und ließ kein gutes Haar daran: ansonst waren sie die besten Freunde. Iökai nahm die zuweilen recht galligen Ausfälle Gyulais lächelnd hin und sagte einmal zu Gyulai: »Wenn mein Roman so schlecht Kopenhagen, 4. Ian. (WTB.) __ „BerlingSke Lidende" wird aus Helsingfor-.i gedrahtet: Die von den D o l s ch e w i st en in Karelien eingeleitete große Offensive hat die Karelier nach heftigem Kampfe gezwungen, Porajaervi wieder aufzugeben und ihre Front bis. nördlich Putsmodahti zuruck- zuzkehen. Nach russischen Meldungen belief sich die Truppenzahl der Karelier auf 500 Mann mit 6 Offizieren, von Leuen vier gefallen sind. ; sprach auf zwei Beikarten (1. Platz) für jeden Abend zum ermäßigten Preise von 6 Mk. gibt und außerdem noch die Mitgliedschaft bis zum 1. April 1923 begründet. Mit diesen auherge- wöhnl.ch weitgehenden Eintcittsve günstigungen hat die Gesellschaft wiederum bewiesen, daß sie möglichst allen Kreisen unserer Bürgerschaft ihre tee.‘bJtl'en Veranstaltungen zugäng.ih zu madjen bestrebt ist. Diese Durchführ-ung ist aber nur möglich, wenn Len Bestrebungen dec Gesellschaft von allen Seiten das verdiente Interesse entgegengebracht toi b. Denn es wäre sehr bedauerlich, wenn die Gesellschast gezwungen wü.de, ihre Abende, die so vielen schöne und genußreiche Stunden gebracht haben, einzustellen! Bei unseren Mitgliedern werden wir in diesen Tagen den Mitgliedsbeitrag, der zu den obengenannten Gintrittsvergünstigun en le echtigt, einziehen lassen. Auf die Persönlichkeit des Dichters, den wir nächsten Mittwoch bei uns begrüßen werden werden wir nochmals ausführlicher zurückkommen.' (Siehe heutige Anzeige.) lition, die Arbeiterpartei, bereits Vorbereitungen. Für gestern abend ist eine gemeinsame Sitzung des Generalrates der Arbeiterpartei und deS Vollzugsausschusses der Arbeiterpartei zu einer Erörterung dec allgemeinen politischen Lage einberufen worden. London, 5. Ian (WTB) Der Hauptorganisator der konservativen Partei. Sir Lloyd V o u n g e r spricht stch gegen die Ab hall tung von Okeuwahlen aus. Gr sagte, die Reform des Oberbau es m.Jje ie - Beuna l n vvr- ausgehen. Die Lage des Handels werde sich infolge der durch die Neuwahlen geschaffenen Lage verschlimmern. Laut „(Spcnlng News" teilt Chamberlain die Ansicht Boungers. Es bestehe aller Grund zu der Annahme, daß, wenn Lloyd George die Abhaltung von Neuwahlen im nächsten Monat beschließen sollte, zahlreiche konservative Mitglieder es ablehnen werden, als Koalitionsmitglieder vor die Wähler zu treten und als einfache Konservative vor ihrem Haus e'ne alte Frau und d ehte toa r- baftig ihr Spinnrad. Und in meine Nächte seien Zwei goldene Lichter hoch vom Stadt urm, wie glühende Augen eines wacht'mbmden Riesen mit SHild und Sturmhaube Die Fenster der S adt- toad;'er ft B's, d e als LJbence Uhr selb t i> e Stunden ans plagen müssen in melobifiem D-ei- nang an uralten Glocken, wie wenn die Zeit selbst mit knöcherner Hand oben winkte: Nun ist wieder ein Tropfen ins Meer der Zeitgeschichte geglillen. Lange Zeit war Dinkel Wühl enSaat für sich, eine jener winzigen Republiken aller Reichsfreiheit, die niemals mehr als 6 03 Ei - wohner zählte und sich doch im Pan,er ihrer grauen Mauern gegen alle Ang iffe und bösen Schicksale unversehrt erhielt. Diese Stadt die die Geschichte des Heiligen römischen Reich s deutscher Nation fast vom Tage seiner Gründung an mitdurchlebt bat. war ein Organismus für sich, der alles Böse und Feind e.ige fernhielt. Aus ihr lieft Fran s das „Gesetz be ■ Kultur" ab: .Alles in ihr: Rai Haus, Dom H)soital, Stabt- tore und Mauern, Patrizie h usec und S he.m-n Gärten und Ba tionm, die a.ten Schrä ke und Truhen, die schönen Portale und Trepven dir Prachtvollen Beschläge und Gitter an bei F n> ftern, der ganze köstliche Hausrat, mit dem sie noch erfüllt ist, bai alles ist organ sch nicht aus Prunksucht, durch Theorim. Wi lk glicht i und ! Spekulation ent tanben. sondern ein a h nach dm , jetoeuig'n Dedirfnis des Tages. In e ne - unbe' > vH'elb.stchen Sch ich h t löste nun aUe Probleme bcc Kultur, ohne zu w s^n was'mnn tat einfach tote eine Schnecke, die sich ihr Hnus baut, bloß oaöutcp, c<*i mai natur i unö filtiäert lebte." . So ist Dinkelsbühl eins der kostbar'ten Blä.lec Uno wie . in dem steinernen Buch der Geschichte, das in Landkreis Giesjen. * Stangenrod, 4. Jan. Am Sonntag, den 8- Januar 1922. nachmittags 3 Uhr. findet im Gasthaus von Hch Klös ein Vortrag statt über: „Zweck und Haltung der Zie- g e n". Referent: Ackerbautechniker D ü x l e r vom Landwirtschaftskarnrner-Ausschuß für Oöerhessen in Gießen. ist, wozu liest du ihn denn? Schau, ich halte deine Kritiken für sehr gut und lese sie dennoch nicht!" Der schaumburg-lippesche Orden Graf Julius Andrässys (des Aelteren). Koloman Mikszüih erzählte im Freundeskreis die folgende Anekdote: Graf Julius Andrössy sollte einmal In Wien als Minister deS Aeußeren vom Fürsten zu Schaumburg-Lippe empfangen werden. Er gab daher seinem Husaren den A.ifirag. ihm den schaumburg-lippeschen Drachenorden heraus- zusuchen. Als der Kammerdiener den Orden nicht fand, schickte er ihn in einen benachbarten Laden, damit er den Orden kaufe. Andrüssy legte den Orden an und begab sich zum Fürsten, der ihn sehr gnädig empfing und nach einiger Zeit ein Kästchen öffnete und diesem einen Orden entnahm, den er Andrässy überreichen wollte. „Lieber An- drässy —“ der Fürst stockte, denn er sah den Orden schon an der Brust Andrässys — „lieber An- drössy. ich wollte Ihnen gerade meinen Drachenorden verleihen ... ich glaubte, Sie hätten ihn noch nicht." Woraus Andrössy nicht minder verwirrt erwiderte: «Um Verzeihung, Hoheit, ich hinwieder glaubte, ich hätte ihn schon." Die Stotterer. Der berühmte ©bau« spieler des Nationalth-aterz Edu ird Uj)äzy" er« wartete in einem Garte lokal Ge e ls -a t Damit sich andere niht an dm Tisch setzten kchrt? er die Stühle um. Trotzdem se ste sich ei i Fremder an den Tisch und rief dm Kellner: I.. ch b . i.. tt« um ein Gl.. as Di.. ier." Ujh -zy wurde zornig und rief dem Kellner nach: „ A.. u . ch i.. ch " Dec Fremde fuhr ihn wütend an wie er es wage ihn zu perf toten, woraus Ujhi y erwiderte drtz er gleichfalls itottere „ßariari," sagte d cF em>e. „ich kenne Herrn Ujh, y sehr gut: warum ftotte n Sie nicht auf der D ihne ?" — „Au der Bü^-ne" lachte Ujhüzy, „das ist etwas ganz anbered; dort simuliere ich." noch die ungelmken Infchrif en de- Krenzs. h e hecabsehen, die sich hier dem Kamif verlö te,, dort als Bu-ke'qund 'cn einer von Alle - geschwä ten Stadtmauer, die hier schon stand als sie Friedrich Ba brrcs a re sch nk;n wock e... ei er yolden Schwiegertochter zu Liebe... Ur rf. Trais-Horloff, 3. Icw. Zum zweiten Male führte am 1. Januar dec tjlcfl ;e Volks- bildu ngsverein »Die versunkene Glocke von Cerhart Ha up mann auf. E ist begrüßenswert, daß der Verein nachdem e schon manche Probe s.-ines Können; abgfegt hat nun es wagen darf, derartige bedeutende Wecke zur Aufführung za bringen, soweit dies im Rahmen ländlicher Verl ält.risse möglich ist Aas li= gemeinen Wunsch gab der Vor i end' vorher eine kurze Erklärung über den tiefen Sinn des Stückes. Es war erstaunlich, zu sehen, welch hohes schauspielerisches Ta ent in manchem Mann aus dem Volke steckt. Dec Glockengießer war so recht der glühende Idealist und Herrenmensch, Magda eine ihn zärtlich liebende Gatt n Rautendelein, das besonders in 1. und 5. Ak. sein ganzes Können zeig.e, hat nicht zuletzt durch seine schöne Stimme die Herzen der Zudörer erobert. Auch die Rollen deZ Vriestec?, S ul- meisters, Barbiers waren g ück i h । er.ei't. Wa d- schoat, Rickelmaim, W ttichen. K-boid, , Else i ver standen es gut. in 5 Reich dec Geister einzuführen. Die vornehme Aussta ting un ' BeleuH ung, die Wochen-, ja monatelanger Vorbereiluni eäurfte, trugen nicht zuletzt zu einem schönen ©clin ,cn bei. DaS ctg?ne Mus fquartett umrahmte jeden Akt mit entsprechenden Gnben, so wu b: a. 03. ier 5. Akt durch den Pllgerchor aus ^Tannhäuser" eingeleitet. Kreis Büdingen. )( Altenstadt, 4. Ian. Der Jung» deutsche Orden ft- b t auch au; dem 5.anbe immer mehr E.ugang So wurde hier eine Schar gegründet, die unter der Leitung des piatt. Tierarztes Dr. Ohly s eht u d schon so start ist, daß sie zur Bruderschaft erhoben werden tonnte, auch in Eichen hat der Orden schon eine stattliche Mitgliederzahl erreicht, ebenso tu Ober» und Niedermockstadt (Scharmeister Dr. Lenz), in Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. Jan. 1922. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 22. Dezember 1921 der Kanz- leigehilse Ludwig Appel in Offenbach zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Offenbach mit Wirkung vorn 1. Januar 1922. - Ernannt wurde am 22. Dezember 1921 der Kanzleigehilfe Josef Anton Staub ach in Alsfeld zum Kanzlisten bei dem Amtsanwalt in Alsfeld mit Wirkung vom 1. Januar 1922. — Ernannt wurde am 2.. Dez. 1921 der Oberjustizsekretär Jakob Nischwih in Alzey zum Oberlusiizsekretär bei dem Amtsgericht in Pfeddersheim mit Wirkung vom 1. Jan. 1922. — Ernannt wurde am 27. Dez. 1921 der Oberjustizsekretär Dg. Schuttermaier in Pfeddersheim zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Worms mit Wirkung v. 1. Jan. 1922 ab.— Ernannt wurden: Am 28. Dezember 1921 der AmtZrich'er fei dem Amtsce icht Gießen Amtsgerichtsrat Friedrich Wachtel zum Oberamts- rich'ec kei dem Amtsgericht Di «gen a. Rh. unter Vorbehalt der Feslletzuzrg des Tages seines Dienstantrit s, dec Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hom e g a. Ohm t ?e amtsrich er Theodor Jost zum Oreramtsricher bei de.n Amtsgericht Seligenstadt mit Wirkung vorn 15. Januar 1922 ab dec Amtsrich'.ec bei dem Amtsgericht Osthoien Obrcamtsrichter Jakob Keller zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen unter Vorbehalt der Festsetzung des Tages seines Dienstantritts und der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Homberg a. Ohm Amtsgerichtsrat Karl G u n b r u m zum Obecamtsrichter bei diesem Amtsgericht mit Wllckung vvm 15. Januar 1922 ab. — Hebert ragen wurde am 15. September 1921 dem Schulamtsanwärter Karl Ohl aus Darmstadt eine Lehre-stelle an der Volksschule zu Buch- schlag. Kreis Offenbach. r* Ter Ankauf von Gold für das Reich 'urch de Reichsbank und Post erfolgt tu der Woche vom 2. d s 8. Januar 1922 anbei- är.-bert to.e in der Vorwoche zum P-^lse von Mark für eli Zwanzigmarkstück, 36) Mark für eti Zehnmarkstück. F.ir de aus- ländstchen G.l. Minzen werden entsprechende Preise gezahlt. ** Gleichstellung der Reichs- penslvnäremltdenpreußls chen. Die Pensionäre des Reichs werden durch eine Novelle zum Pensionsergänzungsgesetz, die demnächst dem Reichstage zugehen wird, den preußischen Pensionären betreffs Teuerungsund Klnderzufchläge gleichgestellt werden. De^ Entwurf hat Wirkung vom 1. Oktober * Saison- und Inventurausver- k ä u f e dürfen nach der Bekanntmachung des -- Literarische Gesellschaft. In diesen Tagen sind es zwei Iahce her, daß die Lite- carische Gesellschaft gegrünbet wurde aus der tüet,eilig begrünbeten Ansck-auung heraus daß auch unsere Stadt tote andere Städte, solcher rein liie rnrischec Veranstaltungen bedarf, die uns das pe sönliche Ke.ine.ilernen vedeut-.nder Dichter und Denker vermitteln. Es würde zu weit führen all die Namen der Dichter hier aufzuzählen, die'wir im Lause dec kurzen zweijährigen Tätigkeit der Gesellschaft in unserer Stadt als Gäste begrüben konnten. W-eiter-e Dich'er-Abend mit allbekannten □tarnen stehen für die allernächste Zeit bevor: am 11. Januar: Paul Keller, am 5. Februar- Wilhelm von Scholz, wahrend für den nächsten v._n_________„ __________ Winter als Gäste Walter von Molo, F.anz Wer- des täglichen Lebens zu beantworten. Wenn!^/^ Thomas Mann ertoarter toe^-ben. Die auch im allgemeinen das Vorhandensein eines bat zu Dsginn ihr-es neuen 3. Vereins- Hausstandes mit dem Besitz einer eigenen Lnef tCy „ h V?n ! r J m1 11911 e b ' Wohnungseinricktung verbunden ,ein wird, 1° b^Mlen. die in Anbeirachi glohillL- fei der Besitz einer solchen doch kein unbe- günstigungen, die sie gewähren, sowohl für die dmgteS Erfordernis für die Führung eines Allgemeinheit, wie für die Mitglieder von be- HausstandeS. Wegen der Wohnungsnot und tauberem Interesse sein wird. Sie gibt für die der hohen Preise der Möbel sind viele Fa- beiden nächsten D chter-A)eirde ein Abonnement mitten gezwungen, möblierte Wohnungen zu $“m Preise von 20 Mk. heraus, das außer dem mieten. Wenn sie dort selbständig wirtschaf- mmm. Es wird angenommen, daß das Schiss mit seiner De ahung wahrend des starken Sturmes am 17. 12 in der Roidse< im Arm hielt, hatte ein hinter ihr fte.;enber. .— ------ Mann begonnen, die Tasche aufzuschneiden. Als «bürger akademische Kalender vtlhalt Wasserleitung litt bisher sehr unter der Trockenheit und mußte zum großen Be drusse der Bewohner täglich stundenlang abgestellt werden. Endlich hat nun der durchweichende Regen den Quellen wieder genügend Wasser zugeführt, so daß das Wasser den ganzen Tag läuft a. Aus dem südlichen Vogelsberg, 4. Januar. In vielen Orten herrscht zur Zeit in starker Verbreitung d i e G r i p p e. Ganze Familien liegen darnieder. Glücklicherweise sind Todesfälle bisher noch nicht vorgekommen. Die Aerzte haben vollauf zu tun, um die Krankenseuche zu bewältigen. — Nach dem starken Ne^en zwischen den Jahren, der der Landwirtsa t sehr willkommen war, weil er dem auSgedorrten Acker- und Wiesenboden zustatten kam, ist nun wieder leichterFrost mit Schneefall eingetreten. Kreis Friedberg. △ Bad-Nauheim, 4. Jan. Auf dem W i n t e r st e i n und In den angrenzenden Höhen des Taunus hat es in den letzten Tagen heftig geschneit. Da leich'er Kost hinzuiam, so deckt eine geschlossene Schneeschicht etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch den Boden. A Butzbach, 4. Jan. In der städtischen Turnhalle fand eine reichbeschickte Geflügel- ausstellung statt. Man konnte wahre Prachtexemplare von Hühnern aller Rassen, Gänsen, Enten und Tauben bewundern. Allgemeine Beachtung fanden auch Brutapparate und Kücken- Heime der Firma Göttmann. Von den zahlreichen Züchtern, die mit hohen Preisen ausgezeichnet wurden, feien folgende erwähnt: Göttmann, Ehrenpreis auf weihe Wyandolles, K. V ol p. Ehrenpreis, 1. und 2. Preis auf schwarze Wyandolles, auf rebhuhnfarbige Wtzan- doctes Ehrenpreis Photograph Schmidt, 1. Pr. Schimpf- Ostheim, 1. und 2.Preis Huber- Buhbach. Besonders reichhaltig war die Ab- dem. MeM nimmt noch Kunde» an. Lichtspielhaus Bahnhof*«raße 34 ,OTc Hansa Schule Gießen Seltersweg73. Fcrnr.821 Priv.•Handelslehranstalt van J. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrcr. EinzigeSchule amPlatze, deren Inhaber Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist 9.Januar Be^nn Kurse Anmeldungtagt Prospekt frei. WMWW-MHM über cibqelieferfe Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit sind: Halber Bogen = 80 Pf., bei 10 Stück -75 Pf- (für 49 Arbci neunter ausreichend» Ganzer Bogen = 120*43?., bei 10 Stück = 110 Pf. (für 117 Arbeitnehmer ausreichend). Zu beziehen durch Vrübl'iSeU-iigerlitntS'BM'ii.ZttiüSriilkttei Sebulstraste 7. am 9. Januar beginnt di-* Privat-Handelsschule IöM,c U armne Bnhnhofstr 60, nei mes Tolep; l097i neue Handelskurse in Buchführung, Stenograph e, Maschinenschreiben, Schönschreiben usw. Prosp. frei. Anmeld.tflgl. Lockstedt bei Leipzig. Der Ungetreue, der aus Schellenberg bei Chemnitz stammt, hat die große Summe unterschlagen und ist seit Sil- vester flüchtig. Er wird in Berlin gesucht. • Dortmund. 4. Jan. Das Oberbergaml in Dortmund teilt mit: 3n der Millagsschicht am 2. Januar wurden auf der Schachtanlage Lothringen 4 in Gertha in der Brems- kammer eines Aufbruchs der fünften östlichen Abteilung über der zweiten Sohle zwei Beamte und vier Arbeiter von einer Schlagwetterexplosion betroffen. Beide Beamte sowie zwei Arbeiter wurden getötet, zwei Arbeiter schwerverletzt. Das llnglück ereignete sich dadurch, daß bte Arbeiter bei Den Arbeiten an der Seilscheibe die Düsenbewetterung abgestellt hatten. * Der launische Wettergott in den Alpen. Merttoüroige Wettcrüoerraschangen waren den Wintergästen in den letzten Tagen in den Schweizer Alpen beschert. Am Morgen wapp- nete man sich wegen der grimmen Kälte mit dicken Pelzen gegen die rauhe Brrgllft; am Mittag aber war dann plötzlich eine solche Wärme eingetreten, daß man nur noch im leichtesten Kostüm umherging. Statt Schnee gab es Regen, und dabei wurde es immer wärmer, so daß der Wintersport, zu dem man bekanntlich festen Schnee braucht nicht au8- geübt werden konnte Sehr merkwürdig war es auch, daß man in einer Höhe von 4030 Meter an den bekannten Wintersportplätzen keinen Schnee hatte während anderwärts in der halben Höhe Schnee von 10 Zoll Höhe lag. Die Sportplätze am Abhang einiger Täler waren daher viel besser daran als die im Hochgebirge. gebrannt rneindevorsteher Heinrich Max Brunow von Suche für eine Verwandle lohne der. Riffen und die hier fremd lU), 21 3. all, faib., schöne Erscheinung, bäu6L ertönen, in. tadellos. Vergangenh, M.W.Wlll wltd. Herrn in nut. Ber- bahn Beumer bevor» Diskret, zugesich Schrillt Angeb. mit Bild erb. um. i)140 an den Gien. Auzerg. Anonym zwecklos. ££ @olö- ll. Ä- gegeaitanöe. Wen Mi bobeu Preisen verkauf. will, wende sich an ®cor«M UbÄ*"’ Mühlstriche 2. Dafelbst gutgehende,aetr. Ferren- naS Deatenulxreu äußerst preiswert z» verk. Kreis Wetzlar. ♦ Garbenheim, 4. Jan. Der Bildhauer W. Götze (Darmstadt) wurde mit der Ausführung des Kriegerdenkmals betraut, das demnächst gesetzt wird: ebenso wurden ihm die Oppenheimer. Wörrstadter und Alzeyer Krieger» denkmäler übertragen. Hefien-Nafiau. MC. Frankfurt a. M. 4. Jan. In b:r Klette^rrgstraße wurde Montag mi tag bei helllichtem Tage aus einem V l en-Ke ler für 30 000 Mark Wein und Lebensmittel gestohlen, ch e ta''> die Anwohner 'der aur beiden De.tsn bebauten Straße et.vas von dem Einbruchs merkten. * Frankfurt a. M, 4. Jan. Der schwedische Industrielle Earl Francke, Htlm- stad, hat den Fiarchucker Wohltatigk.-itsa ftaitcn 25 000 Mark für Notleidende üb rw e- sen als Ausdruck des Dankes für b;c anregende Zeit, die der Sperber als ständiger Besucher der Frankfurter Messen in Frankfurt a. M. verlebt hat. * Frankfurta. M.. 4. Jan. (WTB.) Wie wir hören, feiern die „Frankfurter Nachrichten" morgen das Jubiläum iheS 200jährigen Bestehens. Am 5. Januar 1722 erschienen zum ersten Male die „Frank urter Frag- und Anzeigungs-Nachrichten", um damit dem Bedürfnis nach einem Anzeigen! lalle abzuhelfen. Während das Blatt, dessen Drucker von Kaiser Karl VI. und dem Senat noch ein besonderes wiesenhell Sleeforeu öb Motz Ve zenslcich iNfftieu MmiHten Stoffen Achrl Ml elme Hei; ui enneljl Fii! eterbfen Mechsse W prompt olnugetien °'" SVür Tchiiler der Ober- Realschule iNnier» Primaner' nvüttblicbe Nachhilfe in Französisch und Latein gesucht; am liebsten von Lehrer der Ober-Realich. Schrift!. yinfleb. unt. 0120 an den Gieß. Anzeiger. rw» te5O5ernd 40 Jahren bes Vo/k^////L -^7^ gegen Hwstfen u. Eieiserkei* sind jetzt wieder in altbekannterGOfe überall erhältlich fdineli und ootlellhaft durch den Verlag „Hans- d. Miesitz", Franklari a. M., Schll'erhnl. Meß errang 1. und 2. Preis: auf gelbe Italiener Bechtold Ehrenpreis und 1. Preis; schwarze Italiener Volp Ehrenpreis und 2. Preis; auf Silbrrbrakll Euler 2. u. 3. Preis. Zahlreich waren auch die Zwerghühner vertreten. Huber erhielt Ehrenpreis, 1., 2. und 3. Preis, O. Kvhlmar-Pohl-Göns Ehrenpreis, 1. und 2. Preis, Lehrer Pimper Ehrenpreis, Stadtrechner Mohr Ehrenpreis und 2 Preis. Mit 2. Preis wurden die indischen Laufenten des Züchters Hehn ausgezeichnet. Ehrenpreis erhielt S ch i m p f» Ostheim auf Emdener Gänse. Abteilung Tauben: fünf Ehrenpreise Mohr und Schimpf. 1. und 2. Preise Hildebrand und K. Steinhäuser. △ Butzbach, 4. Jan. Wegen der stark auftretenden Grippeepidemie sind Realschule und Volksschule für weitere acht Tage geschlossen. Der Unterrichtsbeginn ist vorläufig auf den 12. Januar festgesetzt. Starkenburg und Rheinhessen. * Offenbach, 4. Jan. Der Gipfel der Diebesfrechheit. Gestern wollte. der »Oss',. Ztg." zufolge, eine Dame auf dem Postamt Cili- strahe einen größeren Geldbetrag einzahlen. Wä - rend sie am Schalter wartete und ihre Handtasche die Dame das Vorhaben bemerkte, entfloh der Spitzbube. Er konnte bislang noch nicht ermittelt werden. * Mainz, 4. Jan. Unangenehme Folgen eines Rausches. Em hie'iger Kellner, der in der Vetzelsgasse wohnhaft ist, lehrte, wie der „Mainz. Anz.'' meldet, in der verflossenen Nacht stark bezecht nach Hause. In feinem Rausche verfehlte er feine Haustür und geriet an die Ladentür eines benachbarten Metzgerm.-isters. Der Zufall wollte es, daß sein Hausschlüssel die Ladentüre gufschloß und nun torkelte er in den Metzgerladen hinein. Die im ersten Swck wohnende Metzgersfcau hörte daZ Ger iusch und rief Polizei he.-bei, die den Eindringling als Einbrecher ansah und mitnahm Nachdem er am Morgen seinen Rausch ausgesch äsen, konnte er das Mißverständnis aufllären, worauf er entlassen wurde. rm. Bingen, 4. Jan. Eine gefährliche Räuberbande, die Fuhrleute und Eisenbahnwagen in großem Umfange in der Umgebung von Schlehbusche-Dünnwald überfiel und beraubte, wobei ihr große Geldsurn-i men und wertvolle Waren aller Art In die Häirde gerieten, wurde fetzt fest genommen. Se Ein Spiel von Liebe, Lust und Leid W 9/ Ferner: v/ das köstliche Lustspiel in 2 Akten | „Time is money“ | In der Hauptrolle: Henry Bender. vH Privileg verliehen wurde, damit es gegen die Konkurrenz geschützt sei, ursprünglich nur einmal wöchentlich erschien, mußte es wegen des großen Andranges von Anzeigen bald zweimal wöchentlich erscheinen. Seit Dezember 1848 wurde das „Dlättche" sechsmal wöchmtlich herauSgegeben, und 1849 wurden dem AnzeigentnlL auch lokale und politische Nachrichten angehängst In den letzten Jahrzehnten haben sich die .Frankfurter Nachrich'en' zu einer modernen, zweimal täglich erschainenden politischen Tageszeitung entwickelt. ][ Marburg, 4. Jan. Die Stadtverordneten beschlossen die Erhebung von Zuschlägen zur staatlichen G e b ä u d e st e u e r in Höhe von 15 Prozent zum Zwecke der Förderung der Wohnungsbeschaffung. Die D euer wird auf die Mieter umgelegt. Ferner wurde beschlossen, für den Dau von drei Doppelhäusern für Professoren daS Gelände zum Durchschnittspreis von 40 Mk. pro Quadratmeter zur Verfügung zu stellen. Es hat sich herauSgestsNt, daß Professoren Ruse nach Marburg ablehnten, da sie keine Wohnung bekommen konnten. Auch wurde der Bewilligung eines Zuschusses von 360 000 Mk. zu dem vom Staate im Diegenviertel zu erbauenden Finanzamt^gedäude de Zustimmu-g erteil*, Hm die Gasanstall rentabler zu machen, soll eine HMfenfmchte preiswert, neu einneiroff. Erbsen, Linsen, MlkMid gedörrte Birnen, ferner Sutter-Söhnen zur Schwetnefüuerung. Saat-Niemand, 5 Mans bürg 17, Tel. 1480. K 16/21. .iWGvttschkMß. Donnerstag, d. !2. Januar 1922, vormittags 9 Hör, werden auf dem hiesig. AmtSgerirht, Zimmer Nr. 14, die den Wilh. Walther Eheleuten in (yier.cn zugeschriebenen Grundstilcke: Flur 28 Nr- 128 = 335 qm Grabgarten, Flur 28 Nr. 129 = 33 qm Grabgarten versteigert. 4D Die amtSgerichtl. Verfügung ist an der Crtv» tniel '-Bernitt. 20 zur Ein- sich! öffentlich ausgehangt. Gienen, den 8. Nov. 1921. Hessisches OrtSgericht. Leo Dleick^nbach (Scharmeister Lehrer Schnier le), in Hirzenhair und Gedern. )( Düdelsheim, 4 Jan. In der vorigen Woq« brannte in 0 g? des ortdnart gen S armes das Lach dec -JranSformatorcn- ft a t i d n ab. Au in einer Hofreite entstand Feuer, das jed- ch glück ich rwe.se auf fei cn Herd besch äutt werden tomite; das Wohnhaus blieb in der Haup fache verschont, es brannten jedoch. 2 Ställe nkber. )( Ortenberg, 4. Jan. Ein feit 7 Jahren außer Hebung gekommener S ist-j vesterbrauch konnte in diesem Jahre zum erstenmal wieder geübt werden. An Silvester und Neujahr würfeln hier und in vielen Nachbarorten die Jungen und die Allen bet den Bäckern um Brezeln und Kringel. Die glücklichen Gewinner zogen in diesem Jahr ganz besonders befriedigt über das feine, lang entbehrte Gebäck ab. — Am Silvesterabend fand ein gutbejud)'.er Gottesdienst statt, der Beginn des neuen Jahres wurde durch das Geläute aller Glocken angezeigt. )( Stockheim, 4. Jan. D e infolge Kohlen- mangclä auSgqalie .en Züge der S recke Gießen - Gelnhau e 1 und Swckh im—Orten'berg verte h c e n fdt dLM 5. Ja uar Wieder. )( Aus dem Niddertal, 4. Jan. D.e reichliche > Niederschläge rerbu den mit heftigen Stürme^, d e jedoch glücklicherwei e keinen allc,u gro' e i S '.- mög ichste Tef tigu' g di ser N i stä de gellr t werden. ■— Sie Grippe greift auch h.ec mit unheimlicher Schnelligkeit um sich. Kreis Tllsfcld. fpd. Alsfeld, 4. Jan. 3m nahen Eifa beschäftigte sich ein IZjähriger Schü- ler mit einem Luftgewehr unb drückte dabei auf ein zweijähriges Kind ab. Die Kugel drang dem Kleinen in das Auge und führte den sofortigen Tod herbei. 6 Aus dem Ohmtal, 4. Jan. Licht- e p i s 0 d e n. so kann man die bei Einstellung des elekllischen Lichtes in die Erscheinung tretenden Vorkommnisse nennen. An irgendeiner Leitung sind die Drohte blank gescheuert. Das Licht brennt nicht, aber die Wand des Stalles ist elektrisch, so daß es der Stallmagd bei Berührung der Wand vorkommt, als greife sie in Disteln. In einem anderen Stalle ist Verbindung mit den Kühen; sie beginnen beim Einschalten des Lichtes unruhig zu werden und zu springen. Ein Mann berührt, ehe er daS Licht einschaltet, die Drahlleitung; er bekommt einen Schlag, daß er rückwärts taumelt In einem Falle aber hätte das Vorkommnis sogar g fährlich werden können. Gin Kaufmann ging in feinen Keller, berührte beim Suchen nach dem Taster dic Leitung. Gin Schlag, und er fällt die Trepp' hinunter, hart an den offenen Kellerbrunnei. — Die Störungen wurden rasch durch die Techniker behoben. § V 0 m Vogelsberg, 4. Jan. Durch die milde Witterung, die, den Kälteeinfällen gefolgt, haben Fell? und Pelze einen starken Preisabschlag erfahren. Vorweg ist das bei den Maul- touiifellen der Fall; diese sind von 3—6 Mk. auf 1 Mk. gesunken. Das ist ein Grund zur Erhaltung der doch anerkannt sehr nützlichen Maulwürfe. Weiter sind gefallen die Kaninchenfelle, von 5 auf 3 Mk. Am stärksten aber ist der Fuchsbalg gesunken, von 800 auf 400 Mark. § Ruppertenrod, 4. Jan. Gegenwärtig werden die Masten zur Hochspannung des elektrischen Lichtes von hier nach Ober-Ohmen errichtet Von hier geht die Leitung nach Zeilbach, Ermenrod, Schellnhausen und Groh-Felda. Sobald in Ober-Ohmen das Amschaltegebäude erbaut ist, wird der Ort an die hiesige Station eingeschaltet. Kreis Schotten. a. Glashütten, 4. Jan. Arn Neu- jahrStage wiederholten die Schulkinder unten HimdiiiW entlaufe». V. Ankauf wird gewarnt. Wiederbring. Belolmung. Kas*l Hahn, 0146] Vöbcrftrahe 17. VerlorenLoumag abend v. BLeii-Anl. b. Hammsir. (trauen Pelz. «AeaenBelohnung abuißcnen 0137 Hammstrake 15 I. De* großen Erfolges wegen noch heute verlängert [l,8c Goliath Armstrong < nt88 H Stellengesuche! ..... k hmJ Großen-Buseck, den 5. Januar 1922. Gießen, Rio de Janeiro, Mainz, Hamburg, Darmstadt, 4. Jan. 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den 6. ds. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Zeilstraße aus statt. 0141 Von Beileidsbesuchen wolle inan absehen. 0134 1914 1864 Mühlenbesitzer und Landwirt. 0119 zu verkaufen Mottkestrafie 24. Der Vorstand. SOOD) 216h Vlockitrafie 5. 6. Januar um 2 Uhr statt. 0142 (Post Btücke). 125 Ptlftchstaskll Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. Richard Herz gesucht 204b Frankfurt a. M., Gießen, Greifswald, Weilburg, Berlin, den 4. Januar 1922. 213A erbeten an 131D gurnien erhalten. 202v aller Art kauft zu höchsten 13599 Tagespreisen Atelier Knrlatrnßo 94 iue 203 B gesucht. B 206 Lollar. gesucht. 0115 am Main wenden. 3id Clinb. MsnrtSMWtii fofopi gesucht. 0123 Goetbettrahe 23 I. oi« Bahnhosstrafie 56. MMMKÄ- OUGW KG ■ M & Wü. Klavier » L. Hofmann, Kurbaus Waldesruh. Flensungen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christine Römer geb. Krämer. BcrufStät. Fräulein sucht frcunhl. mäbl.ßiinincc wenn mögl. mit Pension. Schrisil. Angeb. unt. 0124 an den Gien. 'Anzeiger. M. Th. Mühlstein Sackgrofchandlung Giefien, Seltersuea 83 Lang-Göns, Leihgestern, Heuchelheim, Holzheim und Steinberg, den 4. Januar 1922. Nervenklinik Frankfurter Strafie 99. ßfM.iirw.Mta ob. eins. Stütze für bald gef, evil. auc-bilsSweise. Apotheker Weicker, Die Beerdigung findet Freitag vormittag 11 Uhr von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. Wir setzen die Altersgenossen von dein Ableben des lieben Ltollegen Herrn Heinrich Klee in Kenntnis und bitten um zahlreiche Beteiligung bei der nm Freitag nachmittag 3 Uhr auf dein Weuen Friedhof statlfindenden Beerdigung. Großes Lager von über 1OO Grabdenkmälern am Waldfriedhof. Ausgezeichnet auf Ausstellungen. Darmst Werkstätte für Grabmalkunst u. Kunstgewerbe W. Götze Suche zum 15. Jan. oder 1. Februar ein 196 Mädchen das kochen kann, und eine Stundenfrau für sofort Frau Apotheker Schlich («rofien-Linden. 1H & <1 c h o n sucht baldigst Stellung, woselbst es sein Kind mimebmeu kann, evtl, geg. kt. Vergütung. Sehr. Ang. ».0132 a.d.lÄie i;. 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Februar: Wilhelm von Scholz. Das Abonnement, das in Form eines ülitgliedsbcltrag« von 20 Mk. besteht, gibt den Abonnenten folgende VergilriNiigungen: 1. Abonnement ll. Platz) für die beiden obigen Dichter-Abende; 2 Anspruch auf 2 Belkarien (I. Platz) für jeden Abend zum Preise von 6 Mk. pro Karte; 3. Begründ t die Mltg;lied*chaft bis zum 1. April 1923, wonach die Abonnenten bei Ausgabe unse es nächstwinterlichen Programms 1922/23 (Walter von Molo. Fradz Werfel, Thomas Mann) Ein tritt» vorn ü hn i i- Heute nacht 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Krankenlager mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr Johann Seihe! im Alter von 74 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Alwine Seibel geb. Brill. t HauS mit 3x3«3immer« ivobnullg u. groß. Bor- u. Hintergart, zu verk. Näh. bet Herso, Miiteld. A.-E-, Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, das; meine liebe, gute Frau, unsere herzensgute unvergeßliche Mutter, Tochter, Schwester und Schwiegermutter KrauNaneGaub geb. Döring nach kurzem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. # In tiefer Trauer: Heinrich ©aub und Kinder nebst allen Angehörigen. Oppenrod, den 5. Januar 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den Große deutsche Lebens-, Unfall- und haftpflicht- Verficherungs-Gesellschaft welche durch Anschlutz an einen Konzern auch die Sachschadenversicherung betreibt, sucht für den Freistaat Hessen einen tüchtigen Beamten als General-Agenten Fachkundige, aber nur leistungsfähige Herren, wenn auch bisher nur im Nebenamte in der Versicherung tätig, wollen sich um diese aussichtsreiche, gut bezahlte Stellung unter ausführlicher Darstellung der Verhältnisse unter J. 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(Nachdruck verboten.) letze dem Telegramm Zimmer war ;a Das war sürch- wird eS abhängen, ob die zweite Lesung der Steuergesetzertwücfe wesen.l.chr Aenderu.-gen und ein anderes Bild der Dechandlungen bringt. Spuren im Schnee Roman von Sven Elvestad. Ermächtigte Liebersetzung. „Don der fürchterlichen Rächt, in der der Herr Apotheker ermordet worden ist. Rie werde ich den Augenblick vergassen, als ich den Herrn Kapitän wedte, und Sie ganz durch mich bin- durch blickten, wie nach einem Gespenst in weiter, nach werden .... , . insl»esondere aber für die kleinen und mittleren Einkommen, ganz v^entlich heca'ge e'jt, in übrigen aiich durch Erhöhung dec Abzüge erhebliche Milderungen für den Steuerzahler herbeigesührt. Zwischen den Decatungen der dem Ausschuß überwiesenen sieben Gesetze wurde noch das — inzwischen vom Reichstag bereits beschossene — Gesetz zur Abänderung des Einkommensteuergesetzes beraten, das, entsp echend dem oben erwähnten Antrag der Dolkspartei, im wesentlichen eine der Geldentwertung folgende Andersgesialtung des Tarifs Vvifieht und dabei letzten Endes einen von Volkspartei und Zentrum einaebrachten Kompromißdvrschlaa guthieß. Da- die Steuersätze für die Einkommen. terlich!" „Haben Sie ihm daS von Aus Stabt und Land. Dieven, den 5. Han. 1922. * Die Post vermietet Frankaturmaschinen. In Verfolg der Sparmaßnahmen zur Beseitigung des Defizits der Post plant, wie der „Konfektionär" erfährt, das Reichspostministerium die mietweise Abgabe von Frankaturmas6)inen an private Firmen zum Zweck der selbständigen Frankierung und Fertigmachung der Post. Die Apparate, von denen 50 bereits im Monat Februar auS- gegeben werden sollen, sind so eingerichtet, dah sie für alle vorkommrnden Frankaturen geeignet sind und der Postbehörde eine mühelose Kontrolle ermöglichen. Die Firmen werden durch sie in die Lage versetzt, sich bei Freimachung von Postsachen aller Art 'von der Post unabhängig zu machen. •* Weitere Erhöhung der Ent- schädigungenfür Schöffen und Geschworene. Dem Rcichsjustizministerium sind in letzter Zeit vielfad) Klagen zugegan^ gen. daß die gewährten Entschädigungen von 50 Mark pro Sag und Nacht namentlich an Geschworene bei längerer LagungSdauer für die Betreffenden eine schwere finanzielle Schädigung bedeuten, da z. B. für 20 Mk. kein Hotelzimmer zu erhalten ist. Das Ministerküm hat die Klagen als berechtigt anerkannt und will die Entschädigungen auf 75 Mark erhöhen. ’• D i e Folgen des wilden Streiks. Dir Eise 1-ahibirr'tion in Fra.st urt teilt amtlich mit: D e Draera'b t iebslestu g Sid in Wurz- burg hat ue,ea Kuhle-imangris ilsolge fee lata- s.ccp Haien Wirkung des S restZ dec Eisenbahn- bediensteten in den westlichei Bezirken in ihrem Bereiche, der ganz S d. .u:sch.and einschließlich icc Dicett.vrrbezirke F a E urt a. M and Mainz umfaßt, die A bnahme van Eil- and F-.achtgiu- Wageula'u gei b.s auf dc ng nde Le^e s n.ttch le'c^.d: Li re. D em- u ,d M tor-Btr eb stosse, T-e'al u gf.gut, Wiederan ba gu u d 3«i-n s- dcu. lp rp.ee Verba.e i. Dec S ü g.:t erkchc Di m Bc.ziri Frankfurt a. M. nach Saddeutschland wird vorläufig ausrechierha tea. / Landkreis Giestcn. * Leihgestern, 4. Zan. Der Gesangverein „Eintracht' Lrihg^ e n de' i n 3uü le carge en Jahres sein 63. 6t tu gS.cft feierte, ve anstaltet am kommenden S unstag in Sen- berg im Saale des Gasthauses „Zur Krone" enei Lieder- und Konzerlabend. Unter der großen Anzahl von Liedern wird auch der Kunstchor von Lach er „Hymne an die Musst" zum Vortrag kommen. * Klein-Linden 4 Han. Der Feim Mechaniker He mann Volk be'iand mit Auözeich- ming die M e i st e r p r ü f u n g A Lich. 4. (Jan. Bei der Holzverstei- g e r u n g wurden ungewöhnlich hohe Preise für Brennholz erzielt. Vie- Meter Vuchen-Scheitholz kamen auf 1003—1100 Ml. Kreis Lauterbach. V e i t s h a i n, 4. Zan. Unser D wf erbaut eine eigene Wasserleitung und führt elektrische Beleuchtung ein. Kreis Friedberg. weiter Fenne, und sagten, es sei Bliut auf dem Telegramm. Aber im ganzen gar kein Telegramm zu finben. „Rein." antwortete der Detektiv. ,34 so aufmerksam aus dem Fenster, weil mir mit einemmal das Wetter sehr wich ig geworden ist. zu begegnen." . . „Schauen Sie vielleicht jetzt eben nach it>nt aus?" fragte der Kapitän. für jeden (dreijährigen) Deranlagungszeitraum ein Zuwachs von 100 000 Mark steuerfrei bleibt. Ein weiterer volksparteilicher Antrag, der die, Zahlung der Steuer durch zum Nennwert berechnete Kriegsanleihe möglich machen sollte, wurde leider abgelehnt. Das Gesetz über eine Abgabe vom Vermögenszuwachs aus dec Nachkriegszeit hat wesentliche Veränderungen, abgesehen von der Frage der Bewertung der Grundstücke und der Möglichkeit der Stundung der Abgabe im Falle der Gefährdung des Betriebes, nicht erfahren. Der Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Körperschaftssteuergesetzes hat eine Abschwächung insbesondere bezüglich ber Steuersätze erlitten. 3m übrigen ist bemerkenswert die ein gefügte unterschiedliche Behandlung des ausgeschütteten und des nicht ausgeschütteten Gewinns (§11) und-die neue Bestimmung, dah zwar Die gesamten Beratungen deS Ausschusses trugen, wie bereits bemerkt, den Charakter des Fleitzes und der Sachlichkeit. Meist fand sich eine bürgerliche Mehrheit mit Einschluß des Zentrums zusammen, so daß die beiden Regierungsparteien — Zentrum und Sozialdemokratie — gegeneinander stimmten. CBon der Entwistlung der außenpolitischen Verhältnisse und von der durch sie beeinflußten Haltung der Regierung Landwirtschaftlicher Dortragsknrs. ; Auch der zweite Vortragstag der Landwirt- ' schaftslammer, zu dem Vertreter des Landes- 1 Ernährungsamtes erschienen waren, war recht : gut besnast. Ein Vertreter der Stadt Gießen begrüßte die Versammlung in den Mauenr Gierens. Als erster Redner sprach Prof. Dade- Beclin über das Thema „Die sogenannten Reparationsleistungen an die Entente und die Mithilfe der Industrie undderLandwirtschaf t“. Er gab zunächst einen kurzen Ueberblid über die ungeheuren Re- parationslasten, die auf unserem Vate. lande auf Grund des Versailler Friedensvertrages und des Londoner Abkommens lasten. Nah einem kurzen Referat über die Wirkung dieser enormen Zahlungsverpflichtungen auf das deutsch: Wirtschaftsleben und den von feiten des Reiches unternommenen Schritten, um diesen Verpflichtungen nach- zukommen, ging der Redner auf die Frage der Deschaffung der Mittel für das Reich durch die Mithilfe der produktiven E.werbsstände ein. Er erläuterte den Plan einer Kreditaltion der 3n- dustrie, die sich auf Grund einer Scheinblüte beruhend auf eine zur Zeit mögliche große Expoct- fähigkeit stütze. Von feiten der Landwirtschaft kann t iese direkte Mithilfe nicht in Frage kommen, sondern es müsse hier der indirekte Weg durch Ersparung von Devisen infolge erhöhter inlän- di cher Pv du tos ähigk-eit ei ges.hiace i tot- den. Nur dürr., einen gesunden Wiederaufbau der Landwirtschaft, welche die Hauptstütze an» feuer gesamten Dolkswi tschaft darstelle, sei ein Wiederaufbau des Wirtstzastslebend möglich. Gi ist vor allem notwendig, dah alle Fortsch Ute der Wissenschaft und der Praxis in die Masse der bäue.licl-en Betriebe hrneingetragen toert'en, die 80 Prwze t al'e d rirrsch..stl'.ch n Be ri Be ausmachen. D.e H. bw g dec Pr dukf.vrrsfähigfeit dieser bäuerlichen Betriebe sei heute die Hauptfrage unserer Vetciebswirtschaft. Der Redner loanite sodann noch vor einer unflugcn Siedlungspoli ik, die die groben Güter zerschlage, welche für die Versorgung unserer Großstädte in allererster Linie nctlven&ig sind. Die Fragen der inneren Kolonisation muß'en im Interesse einer Behebung unserer schwie igen ErnäbrungLlage nicht in den Vordergrund gestellt werden. Hiernach sprach Prof. Dr. Fingerling- Leipzig-Möckem über „Der gegenwärtige Standder Futterkonservierung, sowie über neuere Fütterungsfragen, insbe- sv'.dere der Schw e i n e f ü 11 e r u n g" und gab auf Grund feiner reichen Erfahrungen auf diesem Gebiete den Landwirten prakt.sche Ratschläge in den Futterkvnservie-ungs,ragen. Die Finanznot deS Reichs geftattet uns nicht, grorre Futtw- mengen, wie wir das im Frieden gewohnt waren, aus dem Auslände zu beziehen. Auf eine Erhöhung unserer Fleisch- und Milchproduktion kann aber nicht verzichtet werden. Es ist daher unbedingt notwendig, dah neben einem intensiven Futterbau alle wirtschaftseigenen Futtermittel restlos in einem für die Tiere gut verwertbaren Zustande diesen zugeführt werden. Dies kann geschehen durch die verschiedenen Einsäu- rungsversahren für Grünfuttermittel, die neben der Lieferung eines guten von den Tieren gern genommenen Futters noch mancherlei betricbs- trirtschastl.-che Vorteile bieten. Das Futter kann bei diesem Verfahren jederzeit unabhängig von den Witterungsvcrhällnissen und in der günstigsten Wachstumsperiode geerntet und ringe- säuern werden. Als besonders empfehlenswert hat sich das elektrische Einsäureverfahren erwiesen. Sodann verbreitete sich der Referent eingehend über die neueren Fragen der Schweinefütterung und die bisher mit diesen gemachten beit, mich mit derartigen Dingen zu unterhalten. Bin ich in einem groben Hause, so kann ich stundenlang bafihen und auf die Türen und Fenster horchen, die auf- und zugemacht werden. Mein Ohr hat sich baran gewihnt, die Tone zu unterscheiden, die durchs Oeffnen und Schließen alter und neuer Türen und alter und neuer Fenster hervorgebracht werden. Während manche Menschen außrufen, wenn sie ein alles Haus sehen: „Olein, wie das prächtig in der Landschaft steht, wie ist der alte Baustil schön und einfach!" ist meine Aufmerksamst mehr davon in Anspruch genommen, wie die Fenster in ihren Angeln knirschen, wenn sie geöffnet werden, oder mit welchen Tönen die Türen des alten Gebäudes ins Schlotz fallen, wenn man sie zumacht. Ach, was mir diese Töne alles erzählen. Hören Die nur . . Er öffnete die Tür und schloß sie wieder. Die Tür ächzte leife, unb vom Schloß ging ein Seufzer aus, der von allem, abgenütztem Stahl erzählte. „Hort man nicht diesem Ton an, dah schon Hunderte von Malen Menschen über d efe Schwelle gegangen s.nd?" fragte der Drtekäv. „Wcnn ich die Tür aber so öffne, gewaltsam, und mit einem heftigen Schlag auf die Klinke, dann höre ich etwas heraus, das einmal hier vorgegangen ist: ein Mensch ist herri'gestürmt, von irgendeiner bestimmten Ang legrnhrit erfüllt, aufgebracht und wütend oder mit einer graften und überraschenden Neu gkrit. O)er trxrm ich sie so öffne, sehr behutsam und kaum hörbar, fo_ gebt von der Tür doch noch ein schwaches S öhnen aus, das von einem Geheimnis zu reden scheint, — fo hat sich eines Nachts ein Mensch zu dieser Tür herringesäXichen . . . Hören Sie, wissen Sie waS, ich kann das nicht zusammenreimen I" unterbrach er sich plötzlich. ,> „Was formen Sie nicht zusammenreimen?" „Es muh doch irgendein Mensch zu 3hnen hereingekommen sein, der die Blutflecken auf Ihren Hemdarmel gemacht hat," rief der Detektiv. „Aber wie zum Henker kann er hereingekommen sein, ohne Sie zu wecken?" „Das verstehe ich auch nicht," erwiderte der Kapitän. „Aber ich habe Sie ja darauf auf» merksam gemacht, das) das nur ein Traum gt- Die vorläufige Gestaltung der wichtigsten Steuergesetze. Der Deichstagsabgeordnete Reichsminister a. D. Dr. Scholz gibt in der „Natl. Korr." eine Ueberiii)t dessen, was bisher im Steuer-Ausschuß des Reichstags geleistet worden ist. Da wir die langen Ausschußberichte nicht svrttausend haben ausnchmen können, mag diese Zusammenstellung des mit den Verhandlungen vertrauten Fachmannes manches nachhvlen: I. Der 11. Ausschuh des Reichstags hat in fleißiger Arbeit die ihm überwiesenen sieben Gesetzentwürfe im Laufe eines Monats durchberaten und zwei Tage vor Weihnachten in erster Lesung ferliggestellt. Die fast durchweg sachlichen. Beratungen standen unter der ausgezeichneten Leitung ’ von Exzellenz Dr. Bede r, eines der erften Finanzsachverständigen des Reichstags. Seiner Führung ist es au verdanken, dah öie Ber- Handlungen so lebhaft gefördert wurden und so reibungslos Verliesen, seiner Tätigkeit in erster Linie aber auch, dah die von der Deutschen Volks öartei vertretenen Gesichtspunkte zu ihrem Rechte kamen. Der Ausschuh hatte sich zu beschäftigen mit den sogenannten Besitz-Steuern — den Entwürfen einer Vermögenssteuer, einer Bermögenszuwachö- steuer, einer Abgabe vom Dermögensznwachä aus der Nachkriegszeit —, ferner mit Der Aoanderung des Köcpersch'f-ssteuergesetzes. des Umsatzsteuer-' gesetzeS, mit Dem Dersicherungssteuergefeh und dem! Kapitalverkehrssteuergesetz, endlich — als wich-! tiges 3nterme550 - mit der Abänderung deS Einkommensteuergesetzes, die inzwi chen b'reitd die 3uftimmung des Reichstages gefunden hatt 3n der allgemeinen Besprechung wurde von der Deutschen Volkspartei eine Reihe wichtiger Anträge gestellt und angenommen, die insbesondere die Anpassung dec Tarife des Einkommen- und Erbschaftssteuergesetzes an die fortschreitende Geldentwertung, die Frage des Verhältnisses der Finanz- und Steuergesetzgebung des Reiches zu der der Länder und Gemeinden und das Problem der einheitlichen Bewertung deS städtischen und ländlichen Grundbesitzes zu Steuer^ und gegebenenfalls zu D l.ihungszwecken unter Benutzung bestehender Einrich'ungen, m erster Linie der preuhischen Katasterämter, zum Gegenstand hatten. Bei der Beratung des Dermögens- steuergesetzes drehte sich der Streit, abgesehen von den Steuersätzen, die sowohl für die ©teuer selbst, als für die in den ersten 15 Jahren zu erhebenden Zuschläge gegenüber der Regierungsvorlage wesentlich herabgesetzt wurden, besonders um die Grundsätze dec Bewertung des Vermögens. Hier wurde, unter wesentlicher Abänderung der Regierungsvorlage, im allgemeinen an den bisherigen Vvrschc s en der Reichsabgabenordnung festgehalten. 3m einzelnen sicherte die Annahme volksparteilicher Anträge eine stärkere Berücksichtigung der Kinderzahl bei der Steuer- bemessung (§23) und die ohne Antrag, also von Amts wcge.i, zu kewirlende Ecstattung überzahlter Beträge des Reichsnowpfers (§ 41). 3m Dermögenszuwachssteuergeseh wurde der Tarif ganz wesentlich ermähigt und — auf volksp-artcilichen Antrag — festgestellt, dah erzählt?" » Maria schwieg einen Augenblick, bann sagte sie etwas i>?riDirrt: „3ch weih nicht mehr genau. Vielleicht . . ." „Und was hat er darauf gesagt?" „Das weih ich auch nicht mehr," erwiderte Maria noch verwirrter. „Es kommt mir aber vor, als hätte id> gesagt, der Herr Kapitän seien front und bedürften der Ruhe." Als der Kapitän, nach em er sich angekleidrt hatte, ins Wohnzimmer trat, fand er bat Detektiv auf eigentümliche Weise beschäftigt. Der Kapitän hatte sehr leise bie Tur ausgemacht, unb ba ein bider Teppich auf dem Boden lag, waren auch seine Schritte nicht zu Horen, ^ebenfalls sah es aus, als ob der Detektiv sein Eintreten nicht bemerkt hätte. . Der Detektiv war Damit beschäftigt, ausza- probieren, ob sich Die Tür zur Flar leicht in ihren Angeln drehe. Er öffnete sie einmal ums andere und schloh sie wieder. Der Kapitän erinnerte sich nicht, jemals beobachtet zu haben, tote völlig lautlos sich diese Tür offnen und schliehen lieh. Er hustete, und der Detektiv drehte sich rasch um. „3ch hätte nie gedacht, dah Sie überrascht werden könnten," sagte der Kapitän. „Was in aller Welt machen Sie denn ba?" X lächelte. „3ch versuche, wie die Tür geht," sagte er. .Wenn ich mich latigweile, habe ich die Gewohn- Erfabrungen. Reicher Beisall lohnte die beiden Referenten für ihre höchst interessanten Aiisiührungen. die Den hessischen Landwirten manches Neue brachten und ihnen hoffentlich manche Anregung mit auf Den Weg gaben. Gemeinden, nicht aber unbedingt die von ihnen betriebenen Dank-Anstalten von der Steuer befreit sind (Zusatz zu §2 Abs. 1). II. Eine besonders lebhafte Debatte entspann sich bei der Doilagr zur Aoänderung des Umsatz- steuergesetzes. Der von der Regierung vor- gefchlagene allgemeine Sah von 2'/z vom Hundert wurde, entsprechend dem Beschlüsse des Reichs- wirtschaftSrats, auf 2 festgesehtt Die von der Deutschen Vollspartei angestrebte völlige Beseitigung Der sogenannten Luxus st euer lieh sich nicht erreichen: dagegen wurde, entsprechend dem Vorschläge Der Regierung, Der Reichs:at ermächtigt. nähere Bestimmungen über die Abgrenzung Der luxussleuerpflichtigeii Gegenstände zu erlassen, und überdies durch eine Entschließung die Reichs- regierung ersucht, balbigfl eine generelle Nachprüfung der Einreihung der lurusstcuerpilichtigen Gegenstände vvrzunehmen. Die vvrg schlagene erhöhte Umsatzsteuer aus bie^ Der- aoceichung von Speisen und Getränken wurde, einem Anträge der Volkspartei ent- sp echcnd, gestrichen und damit die viel angefochtene Einteilung der Gast wirtschaften in drei Kl affen beseitigt. Die 3nfe raten ft euer ermäßigt sich nach den Veschlüsien des Ausschusses für Zeitungen auf Höch lens vier vom Hundert, unter erheblicher Depression — bis auf ein Prozent — für Blätter mit geringen Anzeigen-Ein- nahmen. Für die Beteiligung von Reich, Staat I und Gemeinden an fogenaimten gemischt- i wir tscha ftlichen Unterneh m_u ngen ist eine anteilmäßige Erstattung dec Steuer vor- I gesehen. Eine im Ausschuh beschlossene Aende- rung des Landessteuecge etzes beseitigt die Ungerechtigkeit, dah für die Beteiligung der Gemeinden an der Umsatzsteuer lediglich der Sitz Des Betriebes mastgebend ist; nunmehr soll jede Detciebsgemcinde an der Besteuerung des Umsatzes Der an ihrem Orte anfäf igen Detriebsstatte anteilmäßig teilnehmen. E"d v.c teurte, von ter I Deutschen Volrspartei lebhaft bekämpft, ein gleich- I lautender Antrag dec Deutschnationalen und Der Unabhängigen Partei angenommen, der unter gewissen Voraussetzungen die Steuerfreihett der Genossenschaft vvrsieht. Beim Versicherungssleuergesetz ist bemerkenswert Die allgemeine Herabsetzung des Steiieusatzes für Lebensversicherungen (auf die Häl.te kxes von der RrichSregiecung vorgeschlage- nen Satzes), die völlige Befreiung der „kleinen" Lebensversicherungen in bedeutend erweitertem Umsange die HcrabminDei'ung der Steuer auf Viehverficherung und die Befreiung der Tumult- schäben-Dersicherung. Der Entwurf eines Kapitalverkehrsteuergesetzes erfuhr eine ganze Reihe von AenDecungen, die von Der Deutschen Dolkspactei im Benehmen mit Der offiziellen Vertretung des deutschen Bankgewerbes beantragt waren. 3m übrigen wurden Befreiungen bzw. Errnähiguncen bei Der Wertpapier- und der Dorienumsaysteuer für Gemeinden und Genossenschaften vorgesehen und die Heißte der neuen Gewerbeanschafsungs- fleuer für die Gemeinden bestimmt. wesen ist. 3ch habe geträumt, der Mörder Flobin sei hier zu diesem Fenster Perringesticgen. Seine roten Haare flatterten in dem kalten Luftstrom, der zum ofieeen Fenster herrinwehte. Ec beug e sich über mich unb griff mich um be.i Arm, unb als ich erwachte, hatte ich bie Blutflecken am Hembärmel. Es war ein sonderbarer Traum." „Aber- Sie müssen boch v.rstehen, dah ich bamit beschäftigt bin, die Wirklich.eit hinter 3hren Traumen aufzuspüren," sagte T. ,3ch bin nahe barem, den Mörbrr zu entdecken." „Er lebt also?" „Er lebt. Grauer Pelzkragen, nicht wahr t Und rin Trauerflor um Den hohen Hut?" „3a, so habe ich ihn zum letztenmal gesehen." Der Kapitän fuhr plötzlich zusammen; sein Blid war auf einen Gegenstand auf dem Pfeilertisch vor dem Spiegel gefallen. Ec ging aus den Spiegel zu, und sein Blid war habet starr auf den Gegenstand geheftet, dec so plötzlich seine Auf- merttarntet! gefesselt hatte. „Es ist da auch troch etwas anderes, das nicht" recht stimmen teilt" fuhr der Detektiv fort. „Es war D.ut auf Dem Telegramm, nicht wahr?" „Za," antteortete der Kapitän. „Damals, als ich von dem Morde träumte, sah ich ein Telegramm auf dem Fußboden im Nebenzimmer bet Apotheke liegen. Und aus diesem Telegramm waren dcut.ich Blutflecken sich bar." Der Krch tän toar inzw schon bis an Den Spiegel gelangt unb griff nach dem Gegenstand, der ihn so gefessett hatte. Es chac ert Glasfläschchen, rin winzig RctneS Glassl, schchm. Der Detektiv verfolgte aufmerksam alle seine Bewegungen. Plötzlich reichte der Kapitän dem Detektiv die Hand ttfn. „Danke!" sagte er, und in diesem Augrn- dlid "klang eine außerordentlich« Herzlichkeit aas seiner Stimme. Der Detektiv ergriff zögernd die bargebotene SSanb Wofür danken Sie?" fragte er verwundert. ”3dj. »erstehe Sie," antwortete der Kapitän. „Und ich danke 3hven noch einmal." Nachdem dec Det.kk.v dm Kapiün verlasse« hatte, um wieder auf die Suche zu gehen, ftng der Kapitän an, in seiner Wohnung umherzuwandern. Die alte Maria kam herein unb fragte, ob Der Herr Kapitän nicht etwas essen möchte. Aber Der Kapitän war nicht hungrig, er wollte nid-tS. All Die Teben Dinge, bie er tm Laufe bet Hahre gesammelt hatte, waren plötzlich von einem neuen uve^ für ihn umflossen; er betrachtete ein* gehenb unb beinahe nachhorchenb bie aUen nach- gcbunlelten Gemälde, und feine Hände strichen liebkosenb über bie Verzierungen unb Beschlage der Möbel. Er nahm Einzelne Stucke Ieiner Waffen- und Altertümersammlung in Die Hanb und betrachtete alles liebevoll bewundernd Wer es tag etwas Geistesabwesendes über ihm, als ob seine Gedanken babei in weiter Ferne weilten. Einige Male fragte er die alte Maria, die sich immer wieder im Zimmer etwas zu schaffen machte und hin und her trippelte: „Kommt er nicht bald?" „Doch," erwiderte sie. Sie begnfi wohl, wen er meinte. „3ch habe ihn heute ein paarmal draußen gesehen. Er streift überall umLer. Als ich ihn zuletzt sah, redete er gerade mit Gelungen Herrn Doktor . .... Aber WEM betrachten sich dec Herr Kapitan heute alle die alten weiß ich selbst nicht," antwortete ber Kapitän. (Fortsetzung folgt) Hinrichtung. • Butzbach, 4. Han. Der Tagelöhner Wem belin Rotb, der im Dezemder 1920 auf Anstif- tung der Ehefrau Dörrzaps Deren Ehemann, Den Mördern: Dörrzapf, in Mainz ermordet hatte ist heute vormittag im Hofe ber Strafanstall Butzbach hingerichtet worden. * ch Münzenberg, 3. Zan. 3n der Zell vom 22. bis 31. Januar will der frühere Du r en- kommandant Koos 3 ooste in Der hiesigen Gegend an verschiedenen Orten Dorträge palten. Unter anderem wird er auch hier sprechen. Hooste hat srine-czeit am Durenkrieg besonders im Aufllärungsdienst in hervorragender Weise teilgenommen. Er siedelte dann später nach Deutschland über und erwarb sich die deutsche Staatsangehörigkeit Bei Ausbruch des Welt- Der Detektiv schien in scharfes Nachdenken vertieft. Dann glitt ein sonderbares Lächeln über sein Gesicht. Er trat ans Fenster, blickte aber nicht zur Straße hinunter; er schaute zum Himme.' empor. Der Himmel war heute schwer unb grau. Nach einer Weile sagte er: „3d> komme von ber Apotheke unb habe dort alle- untersucht. Hetzt bin ich überzeugt" „Wovon?" „Da» ber Mörder lebt" erwiderte der Detei- tiv. „3ch erwarte jeden Augenblid, ihm irgendwo •ctegtf trat er als KriegsfrelwMtger in das deutsche Heer ein. Heber seine hochinteressanten Erlebnisse, sowie ferne Eindrücke aus feinen weiten Reisen durch fast ganz Europa weist Hooste in seinem gemütvollen und doch urkräftigen Burendeutsch spannend zu erzählen, aber er verfügt auch über eine unerschöp.ltche Menge von Swif auS anderen Gebieten, wie Deutschtum im 3n- unb Ausland, DolkSerziehung. Kirche, Schule. Mission, Frauenfrage. Landwirtschaft. Behandlung der schwarzen Rasse, Kolonialpolitik, so dast man ihm stundenlang ohne Ermüten zuhören kann. Zusch ästen erreichen Herrn Hooste, wie uns mitgete.l. wird, bei Herrn Pfarrer 'Bestrich in Münzenberg. Starkenburg und Rheinhessen. ' Offenbach, 3. Han. AuS unbekannter Ursache explodierte in der Zelluloidwaren- fabrik von Ernst Hoppe Zelluloid st au b. Die Explosion war so stark, dast ein erheblicher Seil der Fassadenmauer hinauögrschleuderl wurde. Der Gebäudeschaden ist beträchtlich. * Mainz, 3. Han. Durch die Blutspuren ermittelt 3n der Sil eftcr'adjt wurde an einem Hause der Hol;st-aste au3 Mutwillen ein Schaufenster eingesch a^en, wobei sich der Unbekannte stark an den Händen verletzte. Durch die Blu spuren die bis zu leine Wohnung führten, konnte wie der ,Mainz. Anz." meldet, der Täter ermittelt werden. Hcsscn-Rassau. • Kassel, 3. Han. 3n der RatStrinkstube zu Berlin sollen die Wappen der deutschen Grohstädte nebst einem hierzu passenden Spruch angebracht werden. Auch die Stadl Kassel hat der ^Oberh. Ztg." zufolge eine Aufforderung zur Einreichung eines Spruches er-, halten. Der Magistrat hat folgendem Spruch seine Zustimmung gegeben: „3m Lande Hessen GibtS groste Schüsseln Unb wenig zu essen I Doch hat der Durst bei Hungen und Alten 3n Hessen-Kassel sich frisch erhalten “ Kirche und Schule. X W i e f e d, 4. Han. Unsere Volks- Hochschule nimmt diesen Freitag ihre Arbeit nach den Ferien wieder auf. Dr. Schnabel führt seine Vortragsreihe weiter und zeigt die letzten seiner trefflichen Lich bilder die dann anderswo gebraucht w rden. De- Plan fh an einem besonde en Vrlks chu a' end einem grobe en Kreis zu zeigen, muhte angesichts der starken Grippeepidemie falei g iafiei werden. An der Krankheit, die unter den B ü end ten Me schon schon Opfer gefeiert. liegei viele Hunder e. und Arzt wie Krankenpflegerin haben soelrl zu tun, wie noch nie. Mancher ist froh, die in den letzten Hahren gebotenen Gelegen eiten, ü er Krankenpflege etwas zu lernen, benutzt 'u haben. Eine Derlängernn t der Fe ien i t sonderbarerweise bis heute abend noch nicht verfügt )( Silber g, 4. Han. Am S ldestevabend hielt in gutdeiachter Kirche unfer O.tsgeistlicher Pfarrer Lic. Herpel seine Abschl'edspre- digt. um noch feb'.em neuen Wirkunsort in Offenbach übe.viTv.'beln. De Pfarrei wird von Pfaroer Hoch- Selters dis zur W.ederbesetzang versehen. Die Stelle svll zu Ostern neu belebt 'werden. fpd. Kassel, 3. Han. Die verfassung- gebende Kirchenversammlung für den » Konsistorialoezirk Kassel ist aus den 31. Hanuar zu ihrer ersten Sitzung nach Kassel einberufen , worden. Turnen, Sport und Spiel. — 11 m bie Deutsche Mittel- gewichtSmei st er schäft. Sie großen Ver- anstaltungen im Berliner Sportpalast übeeftei en sich form ich Am Mittwoch Ra ore.nnei, an ^Freitag Boxkampf und am Samstag und S nnlag wieder Radrennen. Das aröhte 3nterjfe am Doxabend erheischt der Kampf Prenzel — W i e g e r t um die deutsche Mittelgewichtsmeisterschaft. Prenzel atS Inhaber des Titels hat sich besonders In letzter Zeil durch seine schnellen Siege über internationale Kampfer einen re.nö andererseits im Einklang mit regerer Aach Berlin 1-Uhr- 1-Uhr- Schluh- Schluh Kurs Kurs Äur6 Sandel De 3584,50 23.80 $ die den 1.7.14. 125 40 59.20 88.80 und aus tag vorm. 8 30. Anchm. 3.30. S bbatauSga-'g Wochengottesdienst: nwrg. Z.05, adds. 4.00 Fr. Fl. Kr. Aürnke g je zwei, auS München drei, sowie Königsberg L Pr. und Berlin je vier. Christiania . . Stopenfeagen. . Stockholm . . . tzelsingfors . . Italien. . . . . London . . . . Aeuhock . . . . Paris..... Schweiz .. . Spanien . . . . Wien (alte») . Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel Datum: Zürich .... Amsterdam . Kopenhagen. Prag..... Stockholm . . Wien..... London. . . . Paris..... Reuyork . . . Kr. 117 80 Kr. 88 80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 Fr. 125.40 Datum: 5"/, Lasch. KriegSanl. 4°,„Disch. Reichsanl. 37„Dtsch. RelchSonl. 4°;0 Preutz. Konsols Hamburg-Paketf.. . Aorddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . DiSconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Aationalbank f. D. . 6,68 306,65 31,26 64,15 135,35 6,82 28 ,30 31,74 6 .',85 135,65 3. 1. 2,72 1,44 2,75 25 37 2,20 6,78 281,70 31,66 62,65 1od,u5 7 96 6.55 -.53 6,72 307,35 31,64 64,65 13ö,65 Geld (Brief 4. 7an. 7042,9.5 7067,05 1478,50 14 41,50 300..95 3008.05 8,13 6,50 — ,52 5 3\ Uhr. 665, - 749,- 580,- 76,50 795,- 234,75 3. 1. 77,50 87 25 102,- 6» 50 481 - 520 - 30j - 310,- 513 - 430',- 395 - 305 - Cannes fette, etwas fe-aVrebrücft und im Zusammen ha g damit na m de 2Iu toärtSib toging ber auSIS di chen D v sentar e ihren larglamcn Fortga-.'g 21 gebot für < uländische 3a. larg> mittel feylt, während ajf'.tig ?u lause i geucht wurde: auch aus ken AiSlande. näm'ich auS 3talien und den Dalkanstaaten, soÄen Kaufaus- träge Vorgelegen Haden. Der Dollar stieg aus 191. Die Umsätze Helten sich auch unter den gegebenen Um ‘ä.jben in z emlich e igen Gren en. Polnische Roten er u jren e ne nicht untre ent.i^e Besseru og Die EffeltenHändler zeigten eine durchaus feste Stimmung. Durchweg zeigte sich Kauflust und man sieht für morgen einer kräftigen Aufwärtsdewegung an der Wer.pap.erbörse et- gegen. Frankfurt a. M., 4. Ha». Börsen- stimmungsbllb. Aichdem die Börse gestern in vorwiegend fester Tendenz verkehrt hatte, trat heute aus den m.iiten Markig b eten ein rui tge es Geschäft ein. ES war teilweise in Anbetrachl frer etwas hastigen Kurssteigerungen ein kleiner Rück- Dörsenkurse. Frantfurt 4.1. 2,70 1,42 2 67 33,50 2,05 Kurs 4.1. ßirdhFfh^ ‘nochricMen. Israel. Relig o sgemel d e Go'äes- dienst in der So nag 'ge (Süd-2lnlage> Samstag. 7. Han. Dorabd. 4.30. Morg 9. Adds. 4.53 and 5.35 Uhr. Israel. Religions - Gesellschaft Saddatfeier. 7. Han. Fre i m ad). 4 20. Sams- 3.1. 77,50 84.75 192,50 69- 4987,- 510,- 3 0,- 320,- 524,75 450, - 4<’6,— 310,- 325 - 1014, — 890,— 9.0,- 940,- 1322,- 8 4,- 960,- 1065,- 685,- 674,- 775,- 1100,- 665,- 719,- 598,50 72,50 830,- 791,20 793,1'0 187,81 188,19 1518,-5 121,5 3 >51,30 3658,70 279',20 2502,80 4. 1. 77,59 87.50 10',50 6 i, — 486. - 53- 320,- 319,- 5.>2,50 435,- 392,- 314,- 340,- d90,- 861,- 910- 9 5,- 12 0,- 848,- 925 - 1060, - 660,- 649,- 74v,- 1070,- 640,- 7/5,- 589,- 73,- 770,- Doch. Gutzstahlwerke 1030, Bud.- Eisenw.-Akt.. 1040, D.-Luxemb. Dergw.. 94 , Gelsenlirch. Bergw.. 935, Harpener Bergbau. 1065, Oberlchl. Eisenb.-B. 855, Ooerschles. Eisenind. 950, Phönix-Bergb.-Akt. 1110, Bab.Anilin-u. Soda 665, Höchster Farbwerke. 650, Allg. Elektr.-Ges. . . 760, Felten & Guilleaume 1160, Berlin, 4. Han. Devisenmarkt, französischen Ze.turrgsst.m ei fy f>m die 5)o,t- rrungen, die man hier auf die Konferenz von wenige Minuten standen. Wiegen l-ai sein Trat- ning mit Dreckenstr ckter beendet un) ist i.i einer Berfafsung, wie man ihn kaum vorher ge ehen hat. Bier weitere Kämpfe, drei davon Liter- national, um armen ten Hauvlkampf Di' Fr,n° Marknotierungea. Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt: Schuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. DereinSbank großen Aamen gemacht. LastrS-Frankreich sowie - schlag zu bemerken. Am 'BlontanaTtlenmarFe war Holländer Westbroeck und Krieger seien von die Stimung unregelmäßig. Bersch ebene Wer e MtSländeirn genannt, bie gejen Prenzel nur muhten sich Ab chwachu igen gefallen lasen, wah- frage sich für verschiedene Spezialpauiere eine feite Tendenz einitellte Am Markte der nicht notierten Werte werden folgende Preise genannt: Mansfelder Kure 22 00), Benz 772. 765, Deut ch Petroleum 1900, lo75, Gebr Fahr 61j, U a 25^, Chemische Rhenania 1020. Der Markt dec Clektri- zitats- und chemische i Aktien zeigte Preicermähi- gung. Anilinwerte bei m .feigem An euot niedriger. Aiedriger gehen auch Autoaküen hervor. Am Markt der ausländischen Papiere bestand regeres Geschäft für Merikaner. 3n der zweiten Bö senstunde vermochte eine festere Ber as ung deS Mark.es aufkommen. Montanpa^iere sch iefeen un» regetmäfeig. Ka iroerte neigten zu Schwache. Die Börse schlafe bese.iigt. Privatdiskont 4r/s Proz. 3 ranlfurt a. M.. 5. Januar. Berliner Devisenmarkt. . 2932, 2948,- . 3776,20 3783,80 . 4695,30 470^ 70 . 356,10 355,80 zosen DumaS und BlaSzy werden mi' Ka- pihke und Hirschberger nicht viel Umstände machen, dagegen verspritzt der Re anche- kampf zwischen dem 5.6 ner Urban G a fe und cent Engländer Kid Murphy - inen beoe ten Verlauf zu nehmen. Die Sch vergewi yte Bauer und Krieger, zw?i unbe chrie ene Blä ter, machen den letzten Kampf des Ab.rnds unter sich aus, der dem mehr und mehr aufstrebe..den deutscl-en Boxsport wieder neue Anhänger zu- führen dürfte. — Handball-Städtespiel DreS - den — Berlin. Die Dorbe ei u gen zu dem am 15 Hanuar in Berlin sta tf,n enden Hand- ball-Städtelampf Dresden—Der i sind in vollem Gange. Der Han^ball-Au s ufe deS VBAV. hat eine Mannsch.aft beste e d aus: Leppcke: Botz, Tob^insk,: Lindner. E. Lehninge , Podehl: Sp ängstub've. A Le nin'-er. T umm. Schelenz. Usinger zusammmge el t bi: an kommenden Sonntag auf dem Sportplatz in d?r Karlstrafee ein Ucbung s iel ge -en die cer :är te SCC-Slf auStr'igt Auch die Berliner Damenstädtemanns Hast bere tet sich in en m Uelungs- spiel auf den bevorstehenden Kamps vor. — Deutscher Fufeballlieg in Italien. Der Münchener Fufeball-Klub Wacker, nach der Spiel'vereinigung Fürth ber zweite deutsche Derein. der die sportlichen Beziehungen mit Italien aufnahm, siegle in Mailand gegen den F. C. I n t e r n a t i o » n a I e mit 5:2. — Dem Deuts chen Eislauf-Verba n de gehören zur Zeit 47 Vereine und Verbände an, und zwar aus Altona, Augsburg, Ambtstadt, Al enburg, Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Danzig, Darmstadt, Erfurt. Frankfurt a. M., Hannover, Insterburg. KalserSlauterm, Karlsruhe, Ladwig5hafen, Mannheim. A.usteUin, Oppeln, Osterode, Schneidemühl usd Wolfen- buttel je einer, aus BiSmarckhütte. (Obers'cht.), Breslau. Dresden, Garmisch Hamburg, Leipzig 4755,20 4764 30 36h,60 367,40 809, 5 81 ,85 809,15 810,85 193,30 193,70 154 «,45 154^, >5 3 2 ,25 3733,75 2167,10 2872,^0 Gelb Brief Datum: 3. Ian. Amsterbam-Rotterb. 6182,- Brüssel-Antwerpen. 1451.- 1454,- ZÜricher Devtsemnarn. Wechsel auf Holland........100 Deutschland.....100 Wien.........100 Prag.........100 Paris.........100 London........ 1 Italien........100 Brussel........100 Budapest.......100 Aeuyork........100 Agram........100 Warschau.......100 4. 1. 5. t» Schweizer Franken Fl- = 1JU. 180.50 Mk. - 2.725 2.66 Kr. =» 0.18 0.17 Kr. = 7.95 8.25 Fr. = 41.30 41.30 £ =- 21.20 21.67 L. = 21.66 22- Fr. = 39.35 39.35 Kr. = 0.875 (L85 r - 515.50 516.- Kr. = 1.90 1.85 Kr. = 0,17 0,16 (3n einem Teil ber A illage wiederholt.) Ein Druck auf Frankreich im amerikanische« Depräsentantenhause. Eonbon, 4 Han. (WTD j. Wie auS Washington berichtet wird, brachte d.r Republikaner Reavis un Repräsentantenhaus eine Entschliehung ein, in der die Regierung angewiesen wirb, die Rückzahlung der Kr.e.-S- anleiben an die Alliierten zu fordern. Die Entschlietzung besagt, die Washingtoner Kon- fereng habe gezetst, datz gewisse Staaten, de en Glaub grr Amertla sei, grvtze Summen Gelbes für vermehrte Rüstungen zur See ausgäben. Reavis erklärte, de 'Vereinigten Staaten hätten volles DeriständnlZ für die Rot in Europa und seien bereit, die europäischen Schulden zu funöte'en, wenn d e Rotwendigkell dafür klar sich ergäbe. Wem sch Frantre ich je* doch durch die Bitte der Menschheit um eine friedliche Welt nicht erweichen lasse und die Absicht habe, seine U-Boote in grobem Matze zu vermehren, so sei es für die Amerikaner an der Zeit, die augenbiickiiche Lage klar zu erfaßen. Frankreich habeein Heer, dchs grober a l s das deutsche Heer vor dem Kriege sei, und lehne es nicht mir ab, sein ^ieer zi vermindern, sondern es bestehe auf der vollkommenen Froheit, eS noch zu vermeh en. Frankreichs Hal tu g in der Frage der Vergröberung seiner Flotte bedeute eine Ausgabe von Hinderten von Millionen Dollar. Sicher wurde keine Ration, die sich ln finanzieller Rc i befinde, ein solches Rü- stungsprogramm ins Auqefassen. Das amerikanische Voll dürfe mir Recht darauf de* stehen, datz das von Frankreich entworfene Pro* gramm mit französischem, nicht mit amerikanischem (Selb bezahlt werbe. Amerika und die geplante europäische Konferenz. London. 4. Han. (WTB.) Reu'er meldet aus Washington, Präsident Harbins und das amerikanische Kabinett, hären zwei Stunden mit der Erörterung der europäischen Wirtschaftslage verbracht. Amtlich wirb ungeteilt, datz keinerlei Beschlüsse bezüg ich ber amerikanischen Politik in der Frage der Teilnahme an einer europäischen Konferenz gefafet wurden Bisher fei von feiten der europäischen Mächte kein offizieller oder halb- offizieller Vorschlag für eine Beteiligung an Präsident Harding erfolgt. Ein verhängnisvolles Eilvesterfchietzen. Berlin, 4. Han. W e der ,2c ta la na'-tger*' aus Karlsruhe meld t w^.rde d rch Sil* vesterschiefeen m.t Spre-gnunltion in der Rätze von Karlsi-ulie das B l i tz f e i l H-m- derttausend--Bolt-Leitung des MurgwerteS zerrissen. Hierdu'-ch wurden sämtliche Drmvf- kraftwerke in Baden stillgelegt. KarlSruke, Mannheim, Unter» und M ttelibaden sowie d e Rheinpfalz waren ohne Licht- und Kraftstrom. Ein Eifeuvahnunglück in Altenhundem. Siegen, 4. Han. (WTB.) Rach einer amtlichen Meldung fuhr gestern nachmittag auf dem Bahnhof Altenhundem ein von Meschede kommender Personenzug mit einer Ran• giermaschine zusammen. 9 Reisende wurden leicht verletzt. M WM WW- WÄI' WEINBRflt Sehör-liche Anzeigen Bekanntmachung. Auf Grund beS § 42 ber Verordnung die Anlegung beS Grundbuchs und bie Ausführung der Grundbu Horbnung betreffend >om 13. 1.1900 hat diS Mini er tun te • Husti, b stimmt datz das Gc-unbbuch unb Berggrunb^uch ber G markung Lollar vom 1. Februar 1922 an als angelegt anzusehen ist. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkte zu geschehen hat. können auf der Amtsstube des OrtsgerichtsovrsteherS zu Lo lar unb auS dem Anschlag an der brr.igen Ortstafel er ehen werden. G iefeen. den 31. Dezember 1921. 193B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Aus dem Vermächtnis der Geh. Kom- m'erzienrat Dr. St eg mund Heichelheim Eheleute gelangt am 27. Februar 1922, dem Todestage der Frau Geh. Kommerzienrat Dr. S. Heichelheim. Hosephine Heichelheim geb. Reustadt, die Hälfte ber zur Verfügung stehenden Hahreszinsen mit 1220.— Mk. in Gaben nicht unter 100 Mk. an i n (Sieben wohnhafte würdige und bedürftige Personen zur Verteilung. Anmeldungen nimmt das Städt. Wohlfahrtsamt, (Sartcnftrafee Rr. 2, Zimmer Ar. 10, b i s spätestens 15. Hanuar 1922 einschl. entgegen. 207B (Sieben, den 1. Hanuar 1922. Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Dr. Frey, Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlinie an der Ostseite des Verbindungsweges in Oberhörgern liegt bei dem Postamt in Butzbach von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 5. Januar 1922. Telegraphen-Dauamt. (219D Bekanntmachung. Mit ber Bekämpfung der Schnaken, durch Ausbrennen der Keller und ähnlicher Gelasse, wird hier in den nächsten Tagen begonnen. Die Bekämpfung kann nur dann Erfolg haben, wenn möglichst alle Schlupfwinkel der Schnaken getroffen werden. Die Hausbesitzer unb sonstigen Verfügungsberechtigten werben daher ersucht, den mit der Duvchführung ber Aufgabe betrauten Personen den Zutritt zu den Kellern unb ähnlichen Räumen zu gestatten. Sieben, den 30. Dezember 1921. 208B Der Oberbürgermeister. I. D.: K r e n z i e n. LLL>L>L>L>LL'L>L'L>.L>L>L>L> !! Horridoh! !! Rauchlose Troisdorfer Zagdpalwnen Marke,Tiger' garantiert Versager- und rostfrei, vorzüglicher Durchschlag, größte Gleichmäßigkeit des Schusses, hervorragende unübertroffene Patrone; desgl. Marke.Eichel', gtorjjuhjrr empfiehlt zu Original-Fabrikpreisen 13820c August Ailbinger zreiwillige Versteigerung. DaS Grundstück Flur I Ar. 137 des Grundbuchs für Odenhausen. 273 qm Hofreite im Dorfe, ferner das Grundstück Flur I Rr. 138, 168 qm Grabgarten unb 535 qm Grasgarten im Dorfe sollen am 12. Hanuar 1922, nachrni.tags um 2 Uhr, freiwillig neriteigert werden Die Bedingungen werden unmittelbar vor der Versteigerung bekannt- gegeben. 199D Odenhausen, den 3. Harmar 1922. Der Ortsgerichtsvorsteher: Aach tigalL Afrikaner ist sehr traurig, seine Reisegefährtin auf Rückreise 922 nicht wieder getroffen zu haben und bittet inständigst um Lebenszeichen unter 062 an den Gießener Anzeiger.___________________ Magermilch Buttermilch 0,30 Margarine in 1 -Pfd.'Würfeln M. 20.00 u. höher empfiehlt Pfund, Neuenweg 18 NMW IM M MLKiMÜM wert ole vcutzt'sche linio.-Dniäetei. ß. Lange. Gieaea Erst prob’», dann lab’s! Kernseifen- * Pulver mll dem Fkigcbfem Nur am ollerbeiten kMoffen beajoWIl Khoridic^KheuDd grenMcrudrfan "" > Fabrikant» P. Jos. Mobs, Gießen