ilr. 54 Der tzichener Anz^Iaer erscheint tcglid), ahi&er Sonn- und feiertags. BIonQ!Iid)eBe3ug$vitife: Ulk 11.50 etnldyLJlrAgei-, lohn, durch 6it 'Post Mk. 14 - eins-/)!. Bestell, gelb, auch bei '^ichrrrschei. nen einzelne'.- Würmern infolge höherer (Stwast. ^ernfpre ch - Anschlüsse: für bteSd)!^TtIeitune 112; für DruJ.frti, Verlag und Ec^chaflssrelle 51. Anschrift iür Dratztnach. ndjten. 'Anzeiger Ziehen. F4.ft|d)tdtonlo: Sronf/urt a?m. *11686. Erster Blatt 112. Jahrgang Samstag, 4. März' 1922 SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druct und Verlag: vrühl'jche Univ. Such- und Stctnörudcrci R. Lange. Schriftleilung, Geschäftsstelle und vruckerei: Sch ulstratze7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede DerdindlichkeU Preis für 1 mm höhe für 'Anzeigen v 34 mm Steile crthd) 90 *Df. auswärts 120 'Pf , für WeMarne। Anzeigen von 70 mm 'Srr.te 350*Pf. Bei Platz. Vorschrift 2V' e2lufid)lag. HauvNchnftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für ‘Politik. Aug. Goetz; für den übrigen Teil' flarl Walther; für den Anzeigenieil. Hans Sedu fömllich in Dietzen. Arbeitzsnachweisgefetz. - Von Obcrbürgermeifter Dr. M o ft, TR. b. TL Seit drei Wochen bildet den Gegenstand der Beratungen d,)s sechsten Reichstagsausschusses der Entwurf eines Arbeitsnachweisgesches. Der Reichswirtscheksisrat hatte in seiner Sitzung vom 8. Dezember dem Gesetz mit einigen Aenderungen zugeftimmt teigen die Arbeitnehmervertreter der sreigewerkschaftlichen Richtung, denen einzelne De- ftimmuna^n wod) nicht weit genug gingen. Ins- besonde^ nahmen sie Anstand daran, datz die Einführung i ines Melde-- und Denuhungszwangcs nicht die Zustimmung der Mehrheit gefunden hatte. Im Rc ichstagsausschuft ist die Erörterung von vornherein mehr auf das Grundsätzliche aus- gegangen. stzas Grundsätzliche liegt in der Frage, ob dem ösl,Sittichen Arbeitsnachweis eine Mono- polstesiurig ' eingcräumt werden soll oder nicht. Der toese.rAichstc Inhalt des Entwurfes, wie er jetzt rwrlie-jl, fasst sich in zwei Sähen zusammen: l. Es toirö ein Errichtungszwang in der Weise eingeführt, daft künftig ganz Dei^tsa land mit einem lückenlosen Reh von öffentlichen Arbeitsnachweisen, in bei: Regel für je einen Kreis ein Arbeitsnachweis, überzogen werde; 2. Aklftcr diesen öffentlichen Rachweisen sollen gwindsätzlich leine anderen Arbeitsnach- tprifc bestehen bleiben, abgesehen von „Karitativen" Rachweisen, deren Betrieb aji bestimmte Regularien geknüpft wer- tN21l soll. Die Verwirklichung des ersten Satzes würde, vom S-tandpunkte der öffentlichen Arbeitsvermittlung aus gesehen, einen aufterordentlichen Fortschritt bedeuten. Es würde damit die Vor- aussehf.-rng für einen weitgehenden interlokalen AusgÄich von Angebot und Rachfrage, für ein Zusan^mengreisen aller örtlichen Arbeitsnachweise zu einem groften Räderwerk geschaffen. Das toürbi- zugleich einen Gewinn für das ganze Wirt/ chaftsleben bedeuten, vorausgesetzt das Eine, bah / liefe öffentlichen Arbeitsnachweise die an sie zu ftbstlenden entscheidenden Bedingungen erfüllen. Diele sind völlige Unparteilichkeit und ausge» -eich nete Leistung. Es kommt bei den Arbeitsnach weisen weniger darauf an, daft, sondern viel- meb c .rocr und wie vermittelt wird. Werden diese Be! lingungen nicht erfüllt, so verwandelt sich der Eez jm zum Fluch. Die Kommunalverwaltung steht heute im M/.ttelpuunkle der politischen Kämpfe. Sie wird bef der Leitung des öffentlichen Arbeitsnach- toi ises erheblich beteiligt sein müssen. Dieser aber tof.rd, wie die Dinge nun einmal liegen, vielfach er st um das Vertrauen aller beteiligten Kreise ringen müssen, ehe er sich voll durchsetzt. Solches vertrauen kann nicht erzwungen werden. Die (1 inräumung des Monopols am öffentlichen Qli- b ritsnachweis würde den stärksten Antrieb zu u nparteiischer Leistung vermindern. Erfüllt der 5'ffentliche Arbeitsnachweis alle ihm obliegen- ■den Aufgaben, so werden die übrigen Arbeits- rnachweise von selbst verschwinden und dann be- 'darf es keines Monopolrechts; oder aber, seine .Haltung gibt Anlah zu berechtigten und dauernden Beschwerden, dann wäre die Einführung des Monopols für ihn ein schwerer Fehler. Allein schon die Besorgnis, bah neue Arbeitsnachweise neben ihm entstehen können, scheint mir ein wesentliches Moment zur Sicherung eines möglichst ben Parteikämplen ent rückten Arbeitsnachweises zu sein. SelbftverstMidlich müssen Arbeitsnachweise, die neben den öffentlichen weiter bestehen bleiben oder neu errichtet werden solllen, mit dem Gesamtgefüge der Reichsarbeitsvermittlung in Verbindung gebracht, gewissen allgemeinen Vorschriften und einer Aussicht unterstellt werden. Wie das zu geschehen hat, wird in den weiteren Ausschuhberatungen zu erörtern und zu bc- schliehen sein. Vorläufig haben sich die Auseinandersetzungen im wesentlichen um vier Punkte gedreht, vämlich uni: 1. die eben gekennzeichnete Frage des Monopols; 2. die Abgrenzung der Aufgaben der öffentlichen Arbeitsnachweise; 3- . den Einflufr der Kommunalverwaltung bei der Verwaltung; • 4. die Reutralisierung des Vorsitzenden. Rach eingehender 'Debatte, die leider oft durch nur wenig sachliche und stark parteipolitisch gefärbte Polemik der Linksparteien beeinträchtigt wszrde, hat durch die Einfügung eines einzigen, aber entscheidenden Wortes im § 1 auf Antrag der Abgeordneten Andre (Zentrums Most (Deutsche Volkspartei) und Schwarzer (Bayerische Volkspartei) die Mehrheit zum Ausdruck ge- , bracht, dah den öffentlichen Arbeitsnachweisen - ein Monopol nicht ein geräumt werden solle. 'Die weiteren Folgerungen daraus werden erst, bei den künftigen Paragraphen zu ziehen sein; außerdem ist noch zu bemerken, dah es sich zunächst um die erste Lesung im Ausschuh handelt, eine zweite ist vorgesehen. ■’Änter dieser Voraussetzung hat der Gedanke bt» Erricht ungszwangs bei keiner Partei 'Mderlpruck. erfahren. Dagegen ist sinngemäft her Vorschlag des Entwurfs abgelehnt worben, wonach die Arbeitsnachweise verpflichtet werden können, die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung zu betreiben. Dah sie freiwillig ihre Aufgaben in dieser Richtung erweitern können, entspricht nur dem gegenwärtigen Zustand. Ebenso ist kein Widerspruch dagegen erhobenworden, dah sie zur Mitarbeit auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung, der Erwerbslosen- und der Wanderfürsorge herangezogen werden können. Die Verwaltung des Arbeitsnachweises wollte ein demokratischer Antrag dem Verwaltungsausschuh (aus mindestens je 3 Vertretern von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und einem „neutralen" Vorsitzenden bestehend) übertragen; dir Sozialdemokratie gemeinsam mit dem Entwurf gedachten sie der Errichtungsgemeinde) zu übertragen. Auch hier ging die Mehrheit der bürgerlichen Parteien zusammen, einen Mittelweg zu suchen. Auf Antrag der oben bereits erwähnten Abgeordneten wurde beschlossen: Der öffentliche Arbeitsnachweis wird „von dem Vorsitzenden im Auftrage der Errichtungsgemeinde" verwaltet; er hat „dem Derwaltungsausschuh auf dessen Wunsch jeder Zeit Auskunft über die Der- waltungsmahnahmen zu geben". Dabei ist anzu- merten, dah „Verwaltung" sich nur auf rein formelle Dinge des Dienstbetriebes bezieht; die eigentliche Geschäftsführung soll auch nach dem Entwurf beim Verwaltungsausschuh liegen. Die weiteren Einzelheiten sind vom Ausfchuh noch nicht festgelegt worden. Bislang ist die Beratung erst bis tz 8 gelangt; auch hierzu ist von Deutscher Volkspartei, Zentrum und Bayerischer Dolkspartei ein gemeinsamer Antrag eingebracht und von der Mehrheit angenommen worden, der nicht ohne Bedeutung ist, weil er versucht, die Neutralität des Vorsitzenden besser zu sichern als der Entwurf. Das ergibt sich am besten aus einer Gegenüberstellung beider. Im Entwurf heiht es: „Der Vorsitzende des Arbeitsnachweises und seine Stellvertreter werden von der Errichtungsgemeinde, bei gemeinsamen Arbeitsnachweisen von der Derwaltungsgemeinde nach dem 'Benehmen mit den anderen Errichtungsgemeinden bestellt. Sie dürfen ohne Zustimmung des Derwaltungsausschusses weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer sein." Rack- dem nunmehrigen Mehrheitsbeschluh des Ausschusses bleibt der erste Sah bestehen; danach aber geht es Zveiter wie folgt: Vor der Bestellung ist der Derwaltungsausschuh zu hören. Erhebt mindestens die Hälfte der Beisitzer gegen die vorgesehenen Personen Einspruch, so kann die 'Bestellung nur mit Zustimmung des Derwaltungsausschusses des Landesarbeitsamts erfolgen. Wird diese versagt und erfolgt binnen 4 Wochen keine anderweitige Regelung, so nimmt die Gemeindeaufsichts- behörde die erforderlichen Bestellungen nach Anhörung des Landesamts vor. Der Dorsihende und seine Stellvertreter dürfen ohne Zustimmung des Derwaltungsaus- schufses weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer sein. Der sachkundige Leser wird erkennen, welche wesentlichen Aenderungen der Entwurf hiernach vorläufig erfahren hat. Ein Urteil wird man aber erst, wie schon angedeutet, nach Ahschluh der gesamten Ausschuhberatunaen fällen können. Der Auhenstehrnde wird trotzdem erstaunt sein, dah sich die 'Verhandlungen so schleppend hin- ziehrn. Von 74 Paragraphen sind erst 8 in erster Lesung erledigt. Das ist bedauerlich angesichts der Wichtigkeit des Gegenstandes, aber auch angesichts der anderen sehr bedeutsamen Vorlagen. Die im gleichen Ausschuß noch der Erledigung harren. Es sei insbesondere an die Frage der Angestelltenvevsicherung erinnert. Der Sache hier wäre überhaupt gedient, wenn weniger Partei- politik und mehr fachliche Kürze in den Derhand- lungcn obwalten würde. Die Sozialisten scheint es zu kränken, dah das mit der Mehrheitssozialdemokratie koalierte Zentrum sich zu gemeinsamen Anträgen mit der Bayerischen Volkspartei, namentlich mit der Deutschen Dolkspartei, zusammengefunden hat. Dem Unmut darüber ist auch im Ausschuh starker Ausdruck verliehen worden. Mir fehlt dafür jedes Verständnis. Rüchtern Urteilende werden in solchem Gebaren nur eine geradezu lächerliche Ueberspannung eines falsch verstandenen Parlamentarismus erblicken und für alle Fälle der Zukunft, bei denen vielleicht auch andere Parteien als die jetzigen als Mitglieder einer Koalition in Betracht kommen, sei fest- gestellt: Die Zugehörigkeit einer Partei zu einer Koalition verpflichtet nie und nimmer sich jebes eigenen sachlichen Urteils Gesehentwurfen gegenüber zu entäuhern, und nimmt nicht die Freiheit, sachlich vernünftige Anträge mit denen zusammen zu stellen und zu bearbeiten, die in diesem Falle den gleichen Standpunkt vertreten. Emen gewissen Rest von Sachlichkeit sollte man sich schlieft' lich auch noch im Reichstag und feinen Ausschüssen bewahren. Sttatzenkämpfe in Fiume. R o m. 3. März. (WTB.) Rach Depeschen aus Fiume herrscht dort infolge der Ermord uri g eines Fasziften heftige (Srrcgung. DasEm- greifen der Carabinieri bat fur ben Augenblick die Ordnung wieder hergestellt. Rach einer Dkel- düng der „Epoca" haben die Fasziften h^i e früh um 5 Uhr das Postgebaudc in giume befe5t und nach Einschließung des Reglerungsgebaudes und der umliegenden Hauser ^ ^stigrckf auf das Regierungsgebäude begonnen. Das Giornale d Ita- Na'' teilt mit dah die örtliche Polizei nicht im- anbe fei bie Lage zu beherrschen, die Fasziften seien Herren der Stadt. Die Carabinieri, die an 3abl zu gering seien, könnte ihnen nicht stand- ^^citere Depeschen erklären ferner, dah sich eine ^revolutionäre Regierung gebildet habe, die Fasziften hätten sich aller wF t inen öffentlichen Dienststellen bemächtigt. Die Staatsgarben, deren Zahl sich auf 400 beläuft und die bas RegierungsgebaiAe vertetdiKn, hatten heute morgen einen Ausfall versucht, feier jedoch zurückgeschlagen worden Eie leisteten er fütterten Widerstand, doch fei ihre baldige Uebcr- gäbe vorauszufehen. Die Revolutionäre sollen sich eines 'Avisos, der in 2lbazzia lag, bemächtigt haben, um die Beschiehung des Regienrngs- gebäudes zu versuchen, aber die in die Reede von Fiume eingelaufenen italienischen Torpedoboote hätten den Befehl erhalten, die Einfahrt dieses Avisos, auf dem sich der italienische Fasziften- cbgeorbnetc Gumpa befindet, in den Hasen zu verhindern. Man zählt dem Blatte zufolge zahlreiche Verwundete von den Staatsgarden und der Carabinieri Ein Leutnant der Carabinieri soll getötet worden sein. Laibach, 4. März. (WTB.) Die „Iutro" meldet aus Fiume: Um 6 Llhr früh begannen neue Strahenkämpfe zwischen ben Ra - t i o na listen und den Regierungstruppen. Im Laufe der Rächt trafen aus Pola und ben übrigen ist rischen Städten etwa 1000 Fasziften mit mehreren Panzerautomobilen und gröberen Mengen Munition in Fiume ein. Die in der Stadt anwesenden 11 a l i c n i f George mir mit, bah er beim Rücktritt Asquiths sich nicht um icn Posten des Premie.Ministers bemüht habe. Er habe sich damals bereit erklärt, dem Lande unter der Prcmierminifterschaft Donar Laws oder Balfours zu dienen, aber diese beiden erwiderten ihm, sie glaubten, es lie^e im Interesse des La'des, bah Lloyd George Prem erminister werde. Seither hat Lloyd George erklärt, wenn seine unionistischen Kollegen g'aubten, dah ben natic- raten Interessen besser gedient sein würde, wenn er seine Demission gebe, so würde er dies unverzüglich tun und bereit fein mit uns zwammen- zuarbeilen, um der von ihm im Änterhause verkündeten Politik zum Erfolg zu verhelfen. Diese Erklärung beweist, daft es Lloyd George bekannt war, dah ein Gefühl einer gewissen Unruhe sich im Lande verbreitet hat und dah Meinungsverschiedenheiten die Einheit unsererPartei in Mitleidenschaft ziehen. Auherdem hat er sich mir gegenüber nochmals bereit erklärt, zurückzutreten und mir anheimgestellt, über diese Frage mit bie Ansicht meiner Ministerkollegen zu Horen. Ich habe sie gefragt, und wir haben einstimmig geantwortet, dah unseres Erachtens durch einen Rücktritt Lloyd Georges den Interessen unserer Ration und unserer Partei kein Dienst erwiesen würde. Wir haben erklärt, dah keine Regierung irt der Lage gewesen sein würde, England durch die Gefahren und Schwierigkeiten des Krieges mit gröberer Geschicklichkeit durchzusteuern, als es die politischen Äombinatroncn Lloyd Georges getan haben. Die Lage in Aegypten. London, 3. März. (WTB.) Aus Kairo wird gemeldet: Der neue Ministerpräsident Car- wad Pascha erklärte dem Sultan bei lieber- rcichung der Ministerliste, das Ministerium habe unter bem Regime der Grundsätze, die im britischen Memorandum vom 10. -Rovember bargelegt waren, nicht gebildet werden können, denn sonst hätte es die Annahme dieser Grundsätze anerkannt. Die Erklärung aber, die vor einigenTagen von Grobbritannien ergangen sei, und der Brief Allendys hätten die ßage vollkommen verändert und die Bildung des neuen Ministeriums ermöglicht. Die Friedcnsfragen im Orient. Paris, 4. Wärz. (WTB.) Rach einer Havasmeldung aus Konstantinopel verlautet amtlich, dah die Abreise des Ministers des Aeuhern der Regierung von Konstantinopel nach Rom. Paris und London unmittelbar bc» vorftehe. Der Zweck dieser Reife ist ein Meinungsaustausch zwischen den Staatsmännern der Ententemächte über die Herbeiführung des Friedens im Orient. Rücktritt des polnischen Kabinetts. Warschau, 3. März. (WB.) Meldung der Polnischen Tel:graphen°Agentur. Da die Der- banblungen 'zwischen der polnis-chen Regierung und der Delegation von Wilna über ben Text -2s Schriftstückes betreffend die Armcktion des Ißflnacr Landes durch Polen mibglüdt sind hat der Ministerpräsident dem Staalsches bar Rücktritlsgesuch deS gesamten Kabinetts überreicht. Die Kredithilse für Oesterreich. TB Len, 3. März. (WTB.) Im Rationalrat hat der Bundeskanzler Schober offiziell die Mitteiluiig gemacht, dah England, Frankreich ui io Italien dem Beispiele des tschecho flDtoafifc^en Staates gefolgt find und Oestei-reich einen Kredit von 4' Milliarden Pfund Gierling teils schom zugewendet haben und teils ihre Absicht, ihn zuzuwenden, bekannt gaben. Der Bundeskanzler entwarf dann ein Programm von Mahnahirnen, deren Zweck es ist, ein definitives Budget sierbeizuführen. Dieses Programm umfasst den rest tosen Abbau der Lebensmittelzuschüsse Eindäm^nung des Luxusverbrauches und deS Alkohosiicrbrauches durch ausgiebige Besteuerung und hohe Zölle, Erhöhung des Tabasinonopols. durchgreifende Reform der Staatsausaaben, auf” gebaut bewilligt. — Der Reufassung der Ortssahung des Polytechnikums wird zugestimmt. — Die Erhöhung des Teue- rungszufchlages für Beamte und Angestellte wird nach dem Vorgehen des Staates bewilligt. — Das Gesuch des Wetterauer Reitervereins um Heber- lassung der Seewiese zur Abhaltung eines Retter- festes wird genehmigt. — Zur Errichtung zweier Schulsäle im Feldwebelbau sind 10 000 Mk. zum Umbau benötigt, die bewilligt werden. — Es liegt ein Gesuch des Arbeiter-Tum- und Sportvereins um äleberlassung der Turnhalle der Augustinerschule vor: nach langer Aussprache wird eine Kommission, die aus dein Direktor der Augustiner- schule, Mitgliedern des Lehrkörpers und der Stadtverordnetenversammlung besteht, gebildet, die darüber beschließen soll, ob und unter welchen Bedingungen die tteberlassung der Turnhalle zur Abhaltung einer Veranstaltung bewilligt werden soll. — Die Firma G. Schwarz & Söhne hat 500 Mark aus Erlös für Holz an die Stadt zurück- bezahlt, davon soll ein älnterstützungsfonds gebildet werden, dem auch der äleberschuh aus der gesamten Brennholzbewirtschastung zugeführt werden soll. — Das der Stadt gehörige, auf dem Lagerplatz der Firma Schwarz befindliche Holz soll in Quanten von zwei Zentnern an die 'Bevölkerung abgegeben werden: jeden Tag sollen 500 Zentner geschnitten und ausgegeben werden. Der Preis ist nach Vereinbarung mit der Firma auf 16,75 Mark für den Zentner festgesetzt worden. — Die Erwerbslosenunterstützung wird nach den staatlichen Sähen geregelt; zur Zeit sind 40 Erwerbslose vorhanden. — Die Frage der Beschaffung von Holz wird nach gründlicher Aussprache an die Brennstoffkommission zur Ausarbeitung von Vorschlägen überwiesen. Kreis WetzLar. ra. Wehla r, 3. März. 3n den nächsten Wochen ist die erste Wahlp eriobe für die Elternbeiräte abgelaufen. Gemäß Verfügung der Regierung hat daher die R e u w a h l der Elternbeiräte zu erfolgen. Tie Kreisschulbehörde hat als Wahltag den 2. April bestimmt. ra. Hohensolms, 3. März. Die Z a - sammenlegang derLändereien ist nunmehr in sämtlichen Gemeinden der Bürgermeisterei durchgeführt. Der Gesamtflächeninhalt beträgt einschließlich Waldungen 6163 Hektar. Hessen-Naffau. fpd. Frankfurt a. M., 3. März. Om ehemaligen Gasthofe „König von England" brach in einer Wohnung des vierten Stockwerkes ein Brand aus, bei dem die Wohnungsinhaberin derart schwere Verletzungen erlitt, daß sie in hoffnungslosem Zustande dem Krankenhause zugeführt werden mußte. — Zn einem chemischen Laboratorium entstanden bei einem Brande durch auslaufende Säuren g i f t i g e D ä m p f e, die in wenigen Augenblicken das Haus Burgstraße 202 erfüllten und das Leben der Hausbewohner gefährdeten. Zur Herausschaffungj der vielen Säureflaschen aus den tiefen Kellern hatte die Feuerwehr länger als zwei Stunden mit Gasmasken zu tun. Sitzung der SladtVerordneten. Gieße n, den 4. März 1922. Der Eintritt in die Tagesordnung gab durch die Erörterung der Erhebung einer Fr - lial- und Warenhaus st euer gleiche Veranlassung zu einer längeren Debatte. Gegen den Antrag der Stadtverwaltung auf Beseitigung dieses Ortsstatuts wandten sich fast geschlossen alle bürgerlichen Stadtverordneten-mit der Begründung, daß man den wachsenden Ausgaben nicht mit dem Verstopfen einer Einnahmequelle begegnen dürfe. 3n der Tat wirken die Gründe die für die Hebung dieser iletnen Steuerlast von sehr tragsahigen Schullern sprechen sollten, nicht überzeugend. Die immer schwieriger werdende Finanzlage läßt vielmehr jeden ohrre Härten erreichbaren Zuschuß als dringend wünschenswert erscheinen. Die von den sozialistischen Fraktions- Mitgliedern vorgebrachten Gründe, daß diese Steuerlast durch Erhöhung der Warenpreise auf die Allgemeinheit abgewälzt würde, sind nicht stichhaltig, da die Ortssatz^rg schon ein Zahr in Kraft ist. Rach ihrer Aufhebung, dre die Stadtverwaltung mit ülnterstützung der Linken durchsetzte, werden sich die Preise kaum ermäßigen. Zweifelsohne bildete die Steuer einen gewissen Schutz der bodenständigen Geschäftsleute gegenüber dem fremden Großunternehmertum. — Durch die Behandlung der Verhältnisse des Stadttheaters war die Versammlung so lange Zeit in Anspruch genommen, daß die meisten nod; zu erledigenden Punkte von der Tagesordnung ab gefetzt werden mußten. Die Verhandlungen ergaben ein überaus erfreuliches Bild von der Einmütigkeit aller Fraktionen in dem Bestreben, die Existenz dieses wichtigen kulturellen Instituts auch unter den größten Opfern 51 sichern. Es wäre zu wünschen, daß die Einwohnerschaft Gießens aus der gestern dargelegten Finanzlage des Stadttheaters den Schluß zöge, durch regeren Besuch zur Minderung der Schwierigkeiten beizutragen. * Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, dre Beigeordneten unb' etwa 30 Stadtverordnete. Der Finanzausschuß beantragt» dieOrtssatzung vom Aprtt 1921 betreffend Erhebung einer Filial- und Warenhaus st euer aufzuheben, da der Gewinn zu geringfügig sei und diese Steuer in keiner anderen Stadt erhoben würde. Die Stadtverordneten Kling, Roll, Dr. Krausmüller, Wachtel und Winn sprachen sich gegen die Aufhebung aus mit der Begründung, daß kein- Anlaß zur Beseitigung dieser Einnahmequelle vorliegc, wenn sie auch nur wenig einbringe. Den Antrag des Finanzausschusses unterstützten die Abgeordneten Detters, Maier und Diener. Die Abstimmung ergibt die Aufhebung der Steuer mit 19 gegen 16 Stimmen. Für Öen Reu druck der Zinsscheinbogen zu der Anleihe von 1912 wird ein Kredit von 19 000 und zu der Anleihe von 1893/95 ein solcher von 11 000 Mk. bewilligt. Gemäß dem Anttag der Stadtverwaltung wird beschlossen,.daß je ein Mitglied der Stadtverwaltung unb der Stadtverordnetenversammlung an den Dorstands- fitzungen der fteiwttligen Sanitätskolonne teil- nehmen sollen. Das Gesuch des Schulwart Heiß- ter an der höheren Mädchenschule um Erstat -1 tu n g der K0 sten für die iöt Interesse feine» Amtes notwendige Halt ung* eines Wachhundes wird genehmigt Die Finanzlage des ©tat ckcheaterS. Beigeordneter Klingspoi: gibt einen ausführlichen Bericht über die Entstehung des Stadttheaters und feine finanzielle «Bntwicklung, die seit dem Zahre 1914 in rapider* Steigerung mit Anterbilanz arbeitete. Aus den Geschäftsjahren 1913—1921 ist ein Defizit von nunmehr, rund 360 000 Mk. zurückgeblieben, desse» t Deckung durch die Stadtkasse vorgeschlagen toirib. Ferner wird vorgeschlagen, daß der Theatera^'sschuh In eine Theaterdeputation umgetri andelt wird, in die auch Mitglieder des Theater!» auvereins angenommen werden sollen, aber der «Stadt soll doch ein größerer Einfluß als bisher sta der Leitung des Theaters zugesichert werden. Das Gesuch einiger Mitglieder des Theatett.personals um Verstadtlichung des Th Katers im Interesse größerer Leistungsfähigkeit in künstlerischer und finanzieller ^Hinsicht soll zurückgestellt werden, bis dttz -- Verhandlungen mit der Regierung zwecks staatlicher Zuschüsse beendet sind. P rovinz und Kreis sollen ebenfalls um Beiträge ersucht werden. Für das laufende Geschäftsjashr wird ein Zuschuß von 200—250 000 Mark ave 3 städtischen Mitteln vvrgeschlagen. Schließlich toiiib beantragt, mit Hofrat Steingoetter einen Privatä ienstverttag abzuschliehen und den Hausverwalter Keim all städtischen Beamten anzustellen. — 3|i der Aussprache, an der sich Vertreter aller Fraktionen beteiligen, werden die Vorschläge Öen Stadtverwaltung im wesentlichen gebilligt n nd unterstrichen. Stadtv. Roll tritt für die V ewilligung der Zuschüsse ein, um das Theater zu qdjalten. — Stadtv. Wachtel fordert stärkeren Duuck auf die Regierung zur Bewilligung der Zuschüsse für Rauheim, damit die Anstellung der Sr, die Tagesordnung der heutigen Sitzung auf einige wichtige Punkte zu beschränken. Die Gesuche um Erteilung der Schankkonzession des Zoh..Haferkam^> und des A Merlau werden bewilligt. Die Aufstellung eines Orts ft a } uts über den Bebauungsplan für das <6 e = lände gegenüber der Siechenan,Aalt wird dem Antrag der Stadtverwaltung entsprechend abgelehnt, da der Einfluß der Stadt'» auf die zukünftigen Bauten gesichert ist. Die Baugesuche Lapp, Zensch, RieuHunn werden angenommen, die von Schön und Schlicker abgelehnt. Der Antrag des Finanzausschusses, die Cfre- bühren der Mitglieder der W o f)9 nungszuweisungskommission in i) er Weise zu erhöhen, daß für eine Sitzung bis jiu zwei Stunden Dauer 15 Mark, für eine solq < über zwei Stunden 20 Mark vergütet toerbet 1, findet Beistimmung. Hinsichtlich der Ablösung der Zwangs« einmietung durch Geldzahlung toirl' als Richtlinie festgestellt, daß von dem Reubauwert der Wohnung abzüglich der Wiederherstel - lungs- und Einrichtungskosten 40—75 Prvz. entrichtet werden müssen. Diese Bestimmung kann nur die Wohnungsdeputation unter Hinzuziehung der. Beschlagnahmedeputation ändern. Die so gewvn-> neuen Beträge sollen zur Herstellung von Woh-- nungen verwendet werden. Ein Dringlichkektsantrag des Bürgermeisters Krenzien befürwortet die Anträge der Q3au> deputation betreffs Verteilung der Bauarbeiten in der Bleichstrahe, wobei im Interesse der schnellen Durchführung von dem Grundsatz, die. geringste Forderung zu berücksichtigen, in einigen' Fällen Abstand genommen werden soll. Die Anträge werden angenommen. Es folgen Mitteilungen der Stadt Verwaltung über formelle Aenderungen der Vergnügungssteuer, die Anschaffung einer Schreibmaschine und die Erhöhung der Lohne für die städtischen Arbeiter entsprechend der Versetzung Gießens in die Ortsllcksse B. Der veröffentlichten Tagesordnung war als letzter Puntt nachttäglich die Revrsron der Befoldungsordnung der Beamten der Stadt Gießen zugesetzt worden. Oberbürgermeister Keller führte dazu u. a. aus: Gelegentlich der Reuregelung der Besoldungen der städtischen Beamten hat die Stadtverordneten- Versammlung am 30. Zuli 1920 beschlossen, »als Rachprüfung den alsbaldigen Anschluß an das Vorgehen des Reiches, des Staates and der übrigen hessischen Städte in Aussicht zu stellen" Am 10. September 1921 stellte die Gewerkschaft der hessischen Gemeindebeamten das Ersuchen, dre Verhandlungen der Stadtveraxlltungen über die Buchprüfungen der Besoldungsordnungen der StädtebeamtLn in Gemeinschaft mit der Gewerkschaft der hessischen Gerneindcbsamten vorzuneh-- men. Tie Oberbürgermeister Konferenz faßte daraufhin am 18. Rovernber 1921 den Beschluß, in Verhandlungen mit der Gewerkschaft einzatreten. Ter Oberbürgermeister gab von diesem Beschluß dem städtischen Vorschlags- und FinanF Ausschuß in der Sitzung vom 21. Rovernber Kenntnis. Tie vereinigten Ausschüsse ertlärten sich mit dem Vorgehen einverstanden und ersuchten den Oberbürgermeister, daraus hinzuwirken. daß auch btc Gewerkschaft der technischen Beamten sowie von jeder Stadtverordnetenfraktion ein Vertreter z.l den Verhandlungen zugezogen worden. Die erste Verhandlung dieser Art .and am 10. Dezember 1921 tn Darmstadt statt. Vor Ein- trttt tn die Verhandlungen stellte die Stadtverwaltung Gießen den Anttag, daß »ntsprechend dem Wunsche des städtischen Vorschlags- and Finanz-Ausschusses von jeder Stadtverordneten frattion ein Vertreter zu den Verhandlungen bei gezogen werde. Lieser Antraa wurde von säutt- lichen Betettigten gegen di» «Stimme der Stadt- rertr-altung Gießen abgelehnt. 3n dieser Verhandlung erfolgte die schriftliche Vorlage und mündliche Begründung der Vorlage der Gewerkschaften. In der zweiten aus deri Kreis der Stadtverwallungen besch!ränkten Verhandlung am 28. Dezember 1921 erfolgte die Vorlage eines Entwurfes, der von einem von den Stadtverwal- ,t t|)r, bk e\nty trrj. Qu4, J*8 Stobt. D J“n9 durch ? ^ld S ,n eilte hieb in Opi.," *m 5 igkü J :n,®_ idk '^rhaird, ftnab Hub Flucht wer. r;ti> ein : lachen Lfefl*. 'en'tderküg Keim ali । öer 3ujt Srofi tonen Öiabtoer- nd unter- EiWm Ubolten. - $ tollt für ^Mspkler ’ Mteflc ÄtS 6*1 toutben. 1 5)ö6e an- "t verlangt ^ime von öriiiat keine *ie Dstim' ge big auf M-lick, das »uttwfoer; ung bet erilmq» und *sstai utv bti <8c- •nanialt ing enDrr ' Stabil auf h, Niemann inb Schijitu ®, biester Dost; on in ijer ung big ru eine folge et werbe» t, Zwangs« lung wirk' em Neubau- Ziederherste!' j Prvz. ent- ing tonn nur uziehuvg der, £ so gewvn -' g von Doh- • itgemclf^ ic der lW 3auarbcite>v itereffe der undlah, dto , in einigen il Sie 2n- * “c* ufton der 'Beamten )M OJf i u. a. ans. -Besoldungen tverordneteo' ;üi6 » tes and . t >u stellen, ^suchen, J*c gen üder ö-c bet AevS' . ■it oorzunch- M safte da Ze chUV. '» ^ÄL em DelE ^2aslchnd en den jhä °°° -Berlrelre i Art .tt WjJ. M°Ld-> r«*,5 Ä 8ÄS SÄ** ,T Stad* erungen der inerSLreF- )hne für die T Jerletzung tengen etngefe^ten Svvdevmrsschrrß der ötnbt- «rLaltungen inzwischen cm3 gearbeitet toorten •dox und der zufolge einftimmigen Beschlusses der <5tci>tthrnxiltungen den weiteren Berhand- jungen mit den Gewerkschaften als Unterlag*» dienen fclWe. Tiefe weiteren Beratungen mit den Bewert haften fanden statt o.m 30. T zemb?> 1921, 16., 23. und 30 Januar 1922. Tie Biederlegung bei) Ergebnisses erfolgte in einem von den Bertretern der Stadtderwültungen und der ^ewerkschastei- unter-eichneten Schlus Protokoll am 30. Aromat 1922. Die Verhandlungen und die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen den Derwaltungen der »effifchen Städte und den Beomlengev ersfchasten tnd naturgemäb nur ccirtfam für Die an diesen ^Handlungen Beteiligten. Für die einzelnen Stadtverordneten - Versammlungen ,ad die Ergebnisse der Verhandlungen lelbstver- 'andlich unverbindlich. Die Stadtverwaltung er- ,idjt die Stadtoerordnetennersammlung um die rrtlärung, ob sie dieses Vorgehen billigt oder cht. Oberbürgermeister Steller spricht zum Schlüsse die Bitte aus. bah die Stadtverordneten- icrfammhtng die demnächstige Vorlage mit dem ■ecbltDoIIrn behandeln möge* das die städtische "Beamtenschaft verdient. Sie darauf folgende Aussprache ergibt nach <.luiUcrung einiger Mißverständnisse die Billigung des Borgehens der Stadtverwaltung in l iefet Angelegenheit. Um 8' 4 Uhr wird die öffentliche Sitzung xeschlrsseu. Gietzener Strafkammer. «Stehen. 3. März 1922. Sn Alten-Duseck ist es üblich, bah ben Schafherden von der Fvrstbehörde bestimmte Plätze ’jn Walde angewiesen werden, an denen sie im Sommer in der Mittagshihe im Schatten ruhen ‘innen. Die Schafe werden um deswillen immer n ben einmal bestimmten Platz getrieben, bamit die Fvrstbehörbe ben Schafmist sammeln und in dem Psianzgarten verwenden lassen kann. Don Oicfem im Walde liegenden Mist hat nun ein Lohnarbeiter aus Alten-Buseck sich eine gewisse Beuge angeeignet und deshalb einen Strafbefehl über 25 Mk erhalten. Aus seinen Einspruch hin r^ach dos Schöffengericht (Stehen den Angeklagten frei mit der Begründung, der Schasdung im Salbe fei, solange die Forstbehörde davon noch k inen Besitz ergriffen habe, herrenloses i?ut Die Strafkammer bestätigte dieses Urteil; f.e lieh die Frage offen, ob der unter den oben schilderten Umständen im Walde liegende Schaf- rift als herrenloses Gut za betrachten sei. nahm »der an, bah der Angeklagte in dem guten Glauben gehandelt habe, er greife nicht in fremdes ■ 'igentum ein, wenn er von dem Schasdung etwas । egnehme. Die Händler St S. und B. W. aus Södel >raren «wegen Diebstahls einer gröberen Menge - ifercrrrbcn von dem Acker eines Landwirtes i Wolfersheim von dem Schöffengericht Friedberg gekragt, aber man;cls au reichenden BewciscS • cigesvrochen worden. Sn der heutigen Haupt- ' ^Handlung vor der Strafkammer gelang es ,rar ebenfalls nicht, die beiden Angeklagten des 'iebstahls zu überführen; da sie aber im Besitz • ner ganzen Anzahl von Hafergarben waren, > re so gebunden waren, wie sie die Mäh- ’ afchme, mit der sie ihren Hafer abgemacht »ntten, n'cht band, und sie auch keine Auskunft ier ben Erwerb dieser Garben gebe» konnten, neben sie wegen Hehlerei zu einer Geld- ’>afe von 2000 Mk., im UnembringlichkeitsfaU -nt em er Woche Gefängnis zu verbühen, verurteilt. Gerichtssaal. ©in bestechlicher Architekt. Die Strafkammer in Kassel her» tadelte auf Antrag des Vereins gegen das Destechllngswesen, Siy Berlin, gegen den Architekten Heinrich Jochem in Kassel. Der Kalikvnzern Wintershall übertrug im Jahre 1920 dem Angeklagten gegen ein bestimmtes Honorar die Bauleitung für die Errichtung von Arbciterhäusern. Zunächst wurden 30 Häuser gebaut, und der Angeklagte hat für die Herstellung der Pläne und für die Bau- aufficht von dem Konzern 125 000 Mk. Honorar erhalten. Trotzdem hat der Angeklagte auch von dem inzwischen verstorbenen Bauunternehmer ©darbt in Kassel, der die Bauten ausführte, persönliche Vorteile gefordert und etwa 40 000 Ml. von dem sich sträubenden Lieferanten eingetrieben. Das Gericht stellte fest, baß Der Angeklagte als bauleitender Architelt und Vertrauensmann des Konzerns unter keinen Umständen von dem Dau- lieferanten, dessen Lieferungen und Leistungen er kontrollieren sollte, persönliche Vorteile fordern und annehmen durfte. Das Urteil lautete gegen Zochem wegen passiver Bestechung gemäß § 12 des Wettbewerbsgesetzes auf 20 000 Mk. Geldstrafe und Einziehung von 40 907 Mk. Schmiergeldern, sowie auf Veröffentlichung des Urteils. Kirche und Schule. • Leihgestern, 3. QHärx. Aachdem vor mehreren Wochen die Verbandssekretärin der evangelischen kirchlichen Frauenvereine In Hessen. 5rL Storck, in unserem Frauenverein unter großer Beteiligung der Mitglieder einen sehr anregenden Dortrag über die Aufgaben eines Frauenvereins gehalten hatte, wobei in dankenswerter Weise der weibliche Teil des Kirchengesangvereins unter der Leitung des Lehrers Loh mitwirkte. folgte diese Woche ein 2. Vortragsabend durch Missionar Walter von Beuern, der über Aatur, Pflanzen- und Tierwelt in Kamerun sprach, wo er längere Zeit tätig war, finnige Märchen des dortigen Dolkes einflechtend, die an unsere Volksmärchen erinnern. Der Besuch der Frauendereinsmitglieder war ebenfalls zahlreich. Die große Befriedigung über die Vorträge zeigte sich in einer ansehnlichen Kollekte für die Heidenmission, während die Tellersammlung bei dem ersten Vortrag, von den Frauen selbst angeregt, der Kleinkinderschule zugute kam. Die Frankfurter Goethewoche. Frankfurt a. M., 3. März. (WB./ "Die Frankfurter Goethe-Woche fand mit der heutigen Vorstellung des „Torquato T a s s o" ihren harmonischen Ausklang. Vorher wandte sich Fritz v. Unruh mit einer flammenden Ansprache an die Versammelten, in der er den Genius Goethes aufrief zum Kampf gegen den Schein und im Kraft bat, den Knechten des Mammons und den Verführern in uns aus der Macht seines Geistes zu widerstehen. Dor allem wandte er sich an die Zungen auf Schulen und Universitäten, die immer noch hinter homerischem Waffengeklirr die Erfüllung des Mannes sehe, und rief ihnen das Wort Dapoleons zu- „Sch war genötigt, Europa durch Waffen zu bändigen, der nach iftir kommt, wird es zu überzeugen haben, denn immer wird der Geist den Degen besiegen." Stürmischer Beifall folgte den mit tiefer Begeisterung borgetragenen Worten. Die Vorstellung selbst bedeutete den Höhepunkt der Festwoche, namentlich durch die vollendete Wiedergabe des Tasto durch Safob Feldhammer, dem Gerda Müller in gewohnter abgeflärter Meisterschaft würdig zur Seite stand. Alexander Engels bot einen hoheitsvollen Fürsten, während Lore Busch vom Aational- theater in Mannheim als Gast an Stelle der erkrankten Seontine Sagan in der Aolle der Leonore von Sanvitale sich nur schwer behaupten konnte. Das Publikum brachte feinen Dant für tue meisterhafte Darstellung durch stürmische Hervorrufe zum Ausdruck, denen auch Richurd W e i- ct e v t, bet sich um die Snf jenicrung verdient ge- .nacht hatte, Folge leisten mu* :c. Vermischtes. Aeberschwemmrmg der Weichsel. Krakau. 4. März. (WTB., Die Weichsel ist an mehreren Stellen über die Ufer getreten. 16 Drücken wurden weggeristcn. Der Schaden beziffert sich aus hunderte von Millionen Mark. Spielplan der Aranksurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 5. März: Oberon. Montag, 6.: Der fliegende Holländer. Dienstag, 7.: Die blaue Mazur. Mittwoch, 8.: Die blaue Mazur. Donnerstag, 9.: Die Jüdin. Freitag, 10.: Aathan der Weise. 3m Schauspielhaus: Bastien und Bastienne. Samstag. 11.: Margarethe. Sonntag. 12.: Die blaue Mazur. Montag, 13.: Boris Godunow. Dienstag, 14.: Eavallerm ruflicana. Hierauf: Der Bajazzo. Mittwoch 15.: Die blaue Mazur. Schauspielhaus. Sonntag. 5. März: Ggmont. Montag, 6.: Der alte Bürgerkapitän. Dienstag, 7.: Tamar. Mittwoch 8 : König Richard III. Donnerstag, 9.: Rosmersholm. Freitag, 10.: Bastien und Bastienne. Sm Opernhaus: Aathan der Weise. Samstag, 11.: Maria Stuart. Sonntag, 12.: Dorm. 11 Uhr Dante-Feier. Dachmittags 3—53/4 älhr: Wilhelm Teil. Abends 7—10 älhr: Die lustigen Dagabunden. Montag, 13.: König Richard Hl. Dienstag, 14. Peer Gynt Mittwoch 15.: Minna von Barnhelm Turnen, Sport und Spiel. Die Frankfurter Zuchtrennen. Alekander-Rennen für Dreijährige und Franl furter Goldpokal für Dreijährige und ällci e Pferde schnitten beim Aennungsschluß recht gut ab Das Alexander-Rennen erhielt 41 Unter- schrillen von il a. Abschied. Ma «verschalt, Abe: glaub,. Habicht, Wolfram III, Priorin. Minnie VKwia. Edelgard, Heinrichqeb. Staffelstab. Kai roS. Blücher. Mercedes. Hogull, Matador. Som merflur, Sngebvrg, Hampelmann, Hausfreund. Aventtn, Ccntutis. Memling. Delide und Simson. Der Frankfurter Goldpolal fd'loh mit 43 Qlcn nungen von u. a. Shalzit. Alamund. Laland. Ballenberg, Kamille, Liebesgott. Geifer, Frei beuter, Chrysolith. Träumer. Liebediener. Lufu buS. Habicht, Minnie, Achill. Heinrich geh Kairos, Simson, Pclide. Aventtn, Mentling Lonja und Orelia. — Zum BunbeSpvkal-Endspiel Dvrddeu tschland — S ü d d e u t s chl a n t. Auf dem Etmsdüttel-Sportplatz in Hamburg gebt am Sonntag eines der größten Ereignisse im deutschen Jußballsport vor sich Die Mann schaffen des Dordbeutschen und Süddeutschen Fußball-Derbandes stehen sich hier im Kampf um die höichste Trophäe gegenüber, die bei Deutsche Fußball-Bund zu vergeben hat, bem Bundespokal. Sn den elf bisher ausgetragenen Dunbespokalspielen haben sich die beiden Der bände nicht weniger als viermal im Endspiel gegenüber gestanden 1910 schlug bet Süden den Borden mit 6 5, aus den anderen Spielen ging jedesmal Dorddeutschland alS Sieger hervor, 1911 mit 4:2, 1917 mit 2 1 und zuletzt 1919 mit 5: l Die Siegesaussichten für diesen Kamps neigen stark nach dem Süden, der erst am letzten Sonntag im Spiel gegen die Aiederösterreichische Der bandsmannschaft einen glatten 2:0-Sieg erfocht. Wagener L Schlöte! Frankfurt a.M., Goethestraße 9 und 11 Als Ersatz für feinste Maßanfertigung empfehlen wir Vornehme Jackenkleider in feinster Ausführung in den modernen grauen und modetarbigen Stoffen so wohl wie rparinc und schwarz. , 2233c Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 5. März. Snvokavit Sn der Stadtkirche. Bonn. 9-,., Llhr: Psr. Machr. Borm. 11. Kinderkirch-e s. d. Wat» thäusgem.: Psr. Mahr. Abds 6 Psr. Decker — Montag, 6. März, abds. 8. Bereinigung d konf. männl. Zagend d. Matthäasgcm. — Dienstag, 8. März, abds 8: Helferversamrnlang d Männer- u Fraaenvereinigung d. Matthäusgern. — Mittwoch, 8. März, abds. 6: Passionsgottesdienst' Psr. Machr. — Donnerstag, 9 März, abds 8: Bereinigung d. konf. tociH. Zugend der Mat- thäusgem. — Donnerstag, 9 März, abds 8: Zusammenkunft d. Frauenvereins d. Markasgem. Sn der Z 0 ha n n e s k i rch e. Borm. 91/2 Uhr: Psr. Dechtolsheimer Borm -11 Kindertirche f. bk Lutasgein.: Pfr. BechtolsHeimer Abds. 6 Psarr-< afsist. Müller Abds 8. Bidelbesprechung im So- hannessaal. Pfr. Mahr. — Montag, 6. März, abds. 7i/$:- Sngendvereinigang d. Lukasgemeindr (männl Ädtlg.). Wieseck. 5. März. Borm. 10: Hauptgottesdienst. Abds. 8: Pafsionsandachi.. — Donnerstag, 9. März, abds. 8: Mädchenabend. — Freitag, 10. März, abds. 8. Frauenabend. Sonntag, 5. März, vorm. 10 Kirchberg. — Aachm. li/;: Lollar. — Aachm. 1 */8: Staa - fenderg. Katholische Gemeinde. Samstag, 4. März, nachm. 5 a abds. 8 Llhr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag, 5. März. 1. Fastensonntag. Borm, 61/2: Gelegenheit zur hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Kommunion der Männer u. Jünglinge. 8: Austeilung d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr 11 Hl. Messe m Pr. Aachm. 3: Christenlehre; daraus Andacht. 4: Züng- lings-Kongregation. — Dienstag and Freitag, abds. 61 : Fastenandacht. Kath 0 l Gottesdienst. 5. März. L i ch, vorm. loS- — Hungen, nachm. 5*/4. — Lau - bach, vorm. 10 Uhr. anflaoiti- paftilUB (ed- edMeo $at tktlafdtlee 6ct Itltroö- ar» *>cfcnbtt5 Wt Sk'M. Ä*”*' ’n‘ 77 verlor. Geg. gute Belohn, a. d. Polizeiamt abzugeb. --- ---—— ffL'Hoshnnd, Dobermann-Rüde, IV» I. alt, zu verk. in Münster b. Lich tOberhess.), Haupt' straffe 29.02808 TcntscheSchäferbündin 3J. a.äuff. lvachf., z. Zucht flcetgn., billig zu verkauf. Ottos Friedrichstr. 14 v. hausVerkaus in Lollar. Mittwoch, d. 8. März, nachmittags 5 Uhr, fall auf der Bürgermeisterei das HauS mit Garten, Hauptstratze 128, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gegeben. osw (vefckäfts- und Wohnhäuser in guter Lage zu verkauf. L. W. Heger. Steinstraffe 57 I. 02978 Gut erhaltener Gehrockanzrrg (mittlere Grütze, zu kaufen aetuchi. ^schr. Angeb. unt. 02953 an den Gietz. Anz. Stadttheater Leitung: H. StelngGetlar. Sonntag, 5. März: MMM. Anfang 3Vo, Ende 6Ubr 5$iieiöer Mbbel. Anfang 7,Ende 9V. Uhr. Dienstag, 7. März: 2O.Dienstag-Abon.-Vorst. Donna Sifina. Lustspiel von Moreto. , Ans. 7>Ende 9V,Uhr. *«0 Mittwoch, 8. März: 2l.Mittwoch-Abon.-Borst. Ser teilte Eeöenisnn. Schwank von Arnold und Bach. Anfang 7, Ende 9 Uhr. Freitag, 10. März: 20. Z rei! ag - Abon. -Bor!«. Sämeiöet NISSll. Anfang 7, Ende fr/« Uhr. Samstag. 11. März: Autzer Abonnement. Schäler - Vorstellung Kleine Preise. SJllüelm len. Anfang 4, Ende fr/« Uhr- Sonntag. 12. März: Autzer Abonnement. Ne Ar ins Aele. Nniang 3, Ende :> Uhr. Sie CifirbnssSkW. Anfang 6'/r. Ende O'/.llbr. MMilk. Zwei angekörte, erst- klassigeBelgier-Hengstc, Bruchs und Brauner, stehen z. Decken bereit. Deckgeld 150 Mk., Fohlen gelb 300 Mk. 2194 Ph. Schudt, Londorf, Oberhessen. »ZW.WM, NGW nue M kauft für Eigenbedarf' Karl MalkomefiuS i»io Kaiserallee 14 Hth. . 1—2 gut erhaltene Br. WWkll zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote mit Preisangabe unt. 2032 an den Gictzener Anzeiger. Einkauf von Häuten Fellen und Rauchwaren ;u HSchften Tagespreisen. Jacob Rutz, Gießen, Walltorstr. 44. Telephon 754. omi In Betrieb befindliche? 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Es heibt dort u. a.: Die steuerfreie Enreuerungsrücklaqe des § 59a des Aeichseinkommen^euergesetzeS sollte dem von AeichSregierung und Reichstag vorbehaltlos anerkannten Bedürfnis von Industrie und Landwirtschaft der Sicherstellung der zur Erneuerung ihrer Betriebsanlagen infolge des Valutasturzes erforderlichen „Mehrkostenbeträge" Rechnung tragen. Die Erreichung dieses Zieles wird durch die vom Reichsminister der Finanzen am 25. Juli 1921 erlassene Verordnung zur Ausführung des $ 59a des Reichseinkommensteuergefeyes nahezu« vollständig Vereitelt. Diese Verordnung, die sich iif wesentlichen Punkten über die vom Gesetzgeber erlassenen Vorschriften hinwegseht, stellt sich nicht sowohl alS eine Verordnung zur Durchführung deS Rechtsgedankens deS § 59a. sondern vielmehr als eine Verordnung zur Durchkreuzung desselben dar. Vollkommen verfehlt ist es. wenn der Reichsminister der Finanzen in 8 2 der Verordnung vom 25. Juli 1921 bei Gegenständen, die von dem Steuerpflichtigen vor dem 1. Januar 1916 angeschafft oder hergestellt worden sind. ifie ..Mehrkosten" auf das Sechsfache des Anschaf- sungs- oder Herstellungspreises des ersahbedürf- ligen Gegenstandes festgesetzt und bei späterer Anschaffung eine Abstufung aut das Dreifache bzw. Doppelte dieses Preises eintreten läfot. Die Voraussetzungen, von denen der Minister hierbei ausgegangen ist. sind längst überholt. Außerdem bat die Verordnung keineswegs die richtigen Folgerungen aus diesen Voraussetzungen gezogen. Rach seiner eigenen dem Bericht über die Beratungen des zuständigen Unterausschusses des 11. Ausschusses vom 5. Juli 1921 entnommenen Erklärung ist der Minister davon ausgegaagen, daß der damalige Anschaffungspreis von Ersatz- gegenständen auf etwa das Fünfzehnfache des Vorkriegswertes anzusehen sei. Er hat daran festgehalten, obschon die Sachverständigen darauf hinwiefen. daß bei einem großen Teil der in Betracht kommenden Maschinen bereits eine Steigerung auf das Zwanzigfache eingetreten war. Diese Ziffer ist inzwischen längst überholt: man mub vielfach mit einer Steigerung auf das Dreißig- und Mehrfache rechnen. Unter dein Zwanzigfachen des Dorkriegswertes dürfte wohl kaum eine Maschine zu erhalten fein. Entgegen der Auffassung der Sachverständigen, die zwar grundsätzlich voneinander in der Frage der Bemessung der Höhe des gemeinen VZert.es abweichen (es ist von dem Dreifachen, Achtfachen und Zehn- bis Zwölffachen des Dor- kriegswerts die Rede gewesen», aber nahezu einhellig aus Zweckmäßigkeitsgründen sich für die Behandlung des Zwei- bis Vierfachen als gemeinen Wert aussprachen, geht der Minister von dem Reunfachen des Dorkriegswertes des gemeinen Wertes aus: er bemißt in § 8 bei Unter- Heilung von Reubeschaffungskosten in Höhe des »ünszehnfachen Dorkriegswertes den der Rücklage zu entnehmenden Betrag auf 40 Proz. dieses Anschaffungspreises, gelangt also auf diesemWege zur Annahme des Reunfachen des Vorkriegswertes des gemeinen Wertes, wie er dementsprechend auch die Mehrkosten auf das Sechsfache desselben festseht. Mit dieser Lösung gelangt man bereits unter öen gegenwärtigen Verhältnissen zu abfohlt unannehmbaren Verhältnissen Bei einem Anschaffungspreis in Höhe des zwanzigfachen Dorkriegswertes und einer Rücklage in Höhe des Sechsfachen desselben, gelangt man zu einem bauern- ben gemeinen Wert in Höhe des t»erzehnfachen Dorkriegswertes, von dem kein einziger der Sachverständigen auch nur entfernt zu reden wagte. 3n den zahlreichen Fällen, in denen der Pflichtige to6 Dreißigsache bcS Dorkriegswertes anlegen mub, bleibt ihm ein Betrag in Höhe des vierund- zwanzigfachen Vorkriegswertes ohne Rücklagen- deckung Diese Ergebnisse stehen mit der Absicht rees § 59 a in direktem Widerspruch. Diese Vorschrift hat steuerfreie Rücklagen schaffen wollen, aus denen die Pflichtigen die sollen über den gemeinen Wert der Reuanschaffung hinausgehen- den Kosten decken konnten, aber nicht nur einen derartig kleinen Teil derselben. Die willkürliche das Urteil der Sachverständigen beiseite schiebende Festsetzung der Rücklage ist ungesetzlich Diese unzulängliche und nach diesseitiger Auf- sassung vollkommen ungesetzliche Regelung des Mehrkvstenbetrages aber wird praktisch noch ganz außerordentlich entwertet durch die umständlichen Kontrollvorschriften, mit denen der Reichsminister die Durchjühiung der Vorschriften des § 59 a gelastet Hal. Wozu diese Kontrollvorschriften führen. .seinen die zu Eingang der Eingabe abschriftlich mitgeteilten Auslegungen von Steuerpflich- trgen uno Finanzbehörden. Die steuerfreie Rücklage des § 59 a, mit der der Gesetzgeber dem Steuerpflichtigen in seiner Rotlage eine wirksame Hilfe hat zuteil werden lassen wollen, wird geradezu zu einer Plage. Die Einrichtung wird durch die schwerfälligen, den Steuerpflichtigen wie das Finanzamt mit geradezu undurchführbaren Arbeiten belaftenben Anforderungen unbrauchbar gemacht. 'Dazu kommt noch, dah die Verordnung auch noch in einer Reihe von anderen Punkten, wie dies von der Steuerrechts- wissenschaft. und zwar auch von einem Mitglieds des RFH. betont worden ist, den Rahmen des Gesetzes in unzulässiger Weise verlädt. Ungesetzlich ist die Einengung des Kreises der ersahbedürstigen Gegenstände durch die Vorschrift von § 1 Zisf. 1 der Verordnung, wonach diese Gegenstände vom Steuerpflichtigen selbst angeichafst oder hergestellt sein müssen. Ungesetzlich ist die zeitliche Begrenzung des Kreises der ersahbedürftigen Gegenstände, nach der die Beschaffung vor dem 1. Januar >920 erfolgt sein muß. Ungesetzlich ist ferner die Auslegung, die der Minister den Worten des § 59a Abs. 1: „Zur Ersatzbeschaffung der zum Anlagekapital gehörigen Gegenstände" gibt, wenn er verlangt, daß diese Gegenstände im Zeitpunkt der Ersatzbeschaffung zum Anlagekapital gehört haben müssen und daß demzufolge alle Gegenstände, die vor dem 1. Januar 1920 aus dem Anlagevermögen z. B. durch kriegerische Ereignisse oder behördliche Eingriffe, Brandschäden usw. aus- geschieden sind nun aus besonderem Grunde nicht haben erseht werden können, keine ersahbedürftigen Gegenstände im Sinne der Verordnung sind. Rach der bei der Ausschubberatung kund- gegebenen Auffassung von Ausschubmitgliedern und Sachverständigen wird die Vorschrift des 8 59a selbst „den Wünschen der beteiligten Kreise, den wirtschaftlichen Bedürfnissen und vor allem der in unserer politischen Lage besonders wichtigen Erhaltung der Industrie und Landwirtschaft in keiner Weise gerecht" Das wenige, was der Gesetzgeber durch die Vorschrift des § 59a hat schassen wollen, wird aber durch die ungesetzlichen vom Minister in seiner Verordnung verfügten Einengungen und Verkürzungen des Rechts des Steuerpflichtigen nahezu völlig entwertet. Diese Verordnung muß daher einer völligen Umgestaltung unterzogen und durch vernünftige Grundsätze erseht Werdern Der unterzeichnete Reichsverband 'der Deutschen Industrie beantragt daher 1. in erster Linie, daß die Ausführungsbestimmungen gänzlich beseitigt und die Durchführung des § 59a der Praxis und Rechtsprechung überlassen wird. 2. Kommt dies nicht in Betracht, so würden bei einer evtl. Abänderung vor allem die Sähe in einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Weise umzugestalten und die Kontrollvorschriften auf ein vernünftiges Mab zurückzuführen fein. In jedem Falle wird 3. diesseits der Antrag gestellt, daß unverzüglich eine Vorschrift erlassen wird, inhaltlich deren auch Festsehungen des Betrages der steuerfreien Erneuerungsrücklage ohne die einschränkenden Vorschriften der Verordnung vom 25. Juli 1921 im Vergleichswege möglich sind. Deutscher Reichstag. Berlin, 3. März. Das Haus erledigt zunächst eine Reihe kleiner Anfragen, die meistens ohne allgemeines Interesse sind. Auf eine Anfrage wegen der durch die Preiserhöhung verursachten Rot der Lohn-, Gehalts- und Rentenempfänger sowie der erwerbsunfähigen Kleinrentner wird regierungsseitig erklärt, daß Maßnahmen zur Linderung der Rot im Gange seien. Auf eine weitere Anfrage wegen der noch immer nicht erfolgten Auszahlung der zu Weihnachten be- willligten 150 Millionen für notleitende Kleinrentner erklärt die Regierung, die Auszahlung sei Sache der Länder. Es folgt die dritte Lesung des ReichSmietengesetzes. Im allgemeinen werden die Bestimmungen der zweiten Lesung angenommen. Bei dem ausschlaggebenden 8 10 über die Festsetzung der Hundertsätze und Anhörung der Organisationen erfolgt die Annahme im Hammelsprung mit 183 gegen 152 Stimmen. Die Rechte stimmt geschlossen dagegen, die Linke für den Paragraphen. Zentrum und Demokraten stimmen geteilt. Rach einem Zentrumsantrag wird ein Zusatz angenommen, wonach das Gesetz am 1. Huli 1926 außer Kraft tritt (Händeklatschen auf der Tribüne.) Aba Kuhnt (USP.) ruft: Hausbesiher- gesindel! Präsident Lobe droht im Wiederholungsfälle mit Räumung der Tribüne. Vor der namentlichen Gesamtabstimmung geben die einzelnen Parteien nochmals Erklärungen ab. Aba. Heidemann (Korn.) erflärt unter stürmischer Heiterkeit des Saufe», daß seine Partei trotz aller Halbheit des Gesetzes für das Gesetz stimmen werde, ebenso Abg T e u b e r für die Kommunistische iAr- beitsgemeinschaft. Abg. Behghien (D. Dp.) spricht sich gegen das Gesetz aus, das gegen die Grundprinzipien der Dertragsfreiheit oerftofot. Auch die Haltung der Kommunisten sei für seine Partei ausschlaggebend. Abg. Kuhnt (USP.) erklärt, die kurze Besprechung sei eine Ueberrumpelung gewesen. Der Antrag des Zentrums fei eine Handlung gegen Treu und Glauben. Trotzdem werde feine Partei für das Gesetz stimmen. Das Gesetz wird mit 202 gegen 168 Stimmen angenommen. Die kommunistische Entschließung auf Rückgängigmachung der Auslieferung der Mörder des spanischen Ministerpräsidenten wird abgelehnt. Es folgt die Weiterberatung des Reichsschahetats. Die Entschließungen des Ausschusses werden angenommen. Antrag Hergt (D.-R.) auf Aufhebung des Reichsschahministeriums wird gegen die Stimmen der Deutschnationalen abgelehnt. In der Einzelberatung klagt Abg. Dr. Wien- beck (D.-R.) über die Konkurrenz, welche die Deutschen Werke dem fetbflänbigen Handwerk machen. Minister Bauer erklärt diese Klagen für unbegründet Der Etat des Reichsschahministeriums wird fobann bewilligt. Es folgt der Etat des Wiederaufbauministeriums. Qlbg. Riedmüller (Soz.) hält eine Auflösung des Wiederaufbauministeriums zur Zeit für unzweckmäßig. Wir hätten allen Anlaß, den- Wiederaufbau zu fördern unb baburch besonders den in Frankreich gegen uns bestehenden Haß zum Schweigen zu bringen, der durch den Anblick der verwüsteten Gegend immer wieder genährt werde. Schuld an den Schwierigkeiten, die uns die Franzosen allerdings machen, sei nur der französische Kapitalismus. Rach einer Erklärung eines Regierungsvertreters über das Verhältnis des Wiederauf- bauminifteriums zum Reichsfinanzministerium er» klärt Abg Bauch (D. Dp.) ebenfalls, dah an eine Auflösung dieses Ministeriums nicht zu denken sei. Cs müsse vielmehr vollkommen selbständig gemacht und vom Reichsfinanzministerium losgelöst werden. Der Vorlegung einer Denkschrift auf Angliederung einzelner Teile des Ministeriums an andere Verwaltungsorgane stimme er zu. Abg. Dr. Wien deck (D.-R.) wünscht, daß recht bald ein Minister an die Spitze des Wiederaufbauministeriums trete, sonst bleibe der Wiederaufbau in der Bureaukratie dieser Republik stecken Redner bemüht sich, an zahlreichen Beispielen die bureaukratischen Schäden nachzuweisen und verlangt eine bessere Berücksichtigung des Handwerks bei der Vergebung der Wiederaufbauarbeit. Morgen 1 Uhr Weiter beratung. Außerdem kleine Vorlagen. Schluß 6 Uhr. Ans Stabt unb Land. Dießen, den 4. März 1922. * • 21 m 11 i ch,e Perfonalnachrichten. Am 28. Februar 1922 wurde der Förster der Forstwartei SciLtach, Johannes Räuber za -reis a. d. Lda.. in gleifrer Tiensteigenschaft in die jorfltnartei Bürstadt der Obevf5vftcrei Lorsch tierfeijt — Tie Ober-Vermes'u g5*i5Jrctärc Karl Qteiiernage1, Philipp Eisenhardt und Karl R i e r ft bei m e r, sämtlich zu Gteßen, wurden zu Vermissfungs-Infpekloren ernannt. * * D i e Gisshcner 2 t u d e n t e n h i l f e blickt, wie uns ingtgcteilt wird, mit großer Befriedigung auf tk'DS finanzielle Ergebnis der von ihr veranstaltetet^ Sammlung, sowie deS Unter- Haltungsabends ftm 23. Februar und der zu ihren Gunsten von der Waldbühne gebotenen Ausführung am 2. Mär?. Damit ist reichlich der Ilussall gedeckt, der durch daS Ausbleiben der Spenden der Europäische^ Studentenhilse im kommenden Semester entstehen wird. Mit ihrem herzlichen Dank an alle ‘ScJieilig!cn verbindet die Studenten- Hilfe vor allem «mch die Hoffnung, daß nunmehr die Kenntnis ooii ihren Zielen in weitere Kreise der Bevölkerung gedrungen ist und daß sie dort verständnisvolle Mitarbeit finden wird. — Die Arbeit in einer durch Studenten betriebenen Gärtnerei, de re» Erzeugnisse im Studentenheim verwendet toerbun sollen, wird in den nächsten ‘Sagen begonnen werden. Ferner ist zu hoffen, daß unter Mithilfe des Roten Kreuzes für das kommende Senilster ein besonderer Mittagstisch für kranke Stul»entcn eröffnet werden kann. — Mitgliederanmelldungen werden auch bei der Mitteldeutschen Kreditbank entgegengenommen. * • Ren ttterb und. Die Gießener Ortsgruppe des hessischen Rentnerbundes hielt am Donnerstasi ihre 1. Hauptversammlung ab. Der Vorsitzen! n mit 33 Mitgliedern ins Leben gerufen: i'ter Mitgliederstand hob sich im Laufe des IchZres auf 311. — Aus dem von dem 2. Vorsitzenden, Herrn Reiber, erstatteten Jahresbericht geht hervor, daß der Bpnd erfolgreich auf allen Gebieten, die er in den Bereich seiner Tätigkeit gezogen, gearbeitet hät. 'Aus dem vom Kassenwart erstatteten Bericht ergab sich, daß recht sparsam gewirtschaftet wurde. Der Vorstand, aus dem satzungsgemätz, drei Mitglieder ausscheiden, wurde wiedevgewählt. Anstelle der verstorbenen Frau HcueS wurde Frl. Ce l lari uS gewählt. Lirndkreis ließen. i. Halt e:n'r ob, 3. März. Auf dem hiesigen Friedhöfe t’tcB en grabschänderische Diebe ihr ehrloses Handwerk. Eine Anzahl gußeiserner Kreuze wurde auf den Gräbern abgebrochen und gestohlen. All, an Anschein nach handelt es sich um Ortsfremde, die nächtlicher Welle die Tat verübten und ihre Deute fortfefrafften. Irgendwelche Spürer frort »den Tätern hat man nod) nicht gefunden. Da im Winter die Friedhöfe wenig besucht werden, konnte die Tat längere Zeit verborge,» bleiben. Vielleicht machen noch mehr Gemeind en der Umgegend gleich unliebsame Entdeckungen, da es sich allem 2lnschein nach um das Werk gewerbsmäßiger und organisierter Diebe handelt „ die sich auf dieses Spezialfach gelegt haben. bs. Lan << d, 3. März. Bei der D e r st e i^g e- r-ung der M assegrundstücke der Feldbereinigung ti'iirben nahezu 2 Millionen vereinnahmt. Cs kans ein Morgen besten Landes 38000 Mark Was sollen nun die Kartoffeln kosten? .Kreis Friedberg. '2$. Butzbach, 3. März. Die von Oberstleutnant a. Dtz Lehner, einem alten Kameruner, gegründete uiib geleitete hiesige Abteilung der Deutschen Kolonialgesellfchasi entfaltet eine Äußerst rege Tätigkeit. Mit mehr als 100 Mitgliedern ist sie im Verhältnis zur Einwohnerzahl bie zur Zeit stärkste Abteilung im Reiche. Der ^Präsident der Deutschen Kolonial- gesellschaft ernannte die Arbeit der Abteilung dieser Tage in einem persönlichen Schreiben bc sonders an. ’^eun Vorschläge zur Verleihung „Sie richten sich wieder auf,“ sagte sie endlich hoffnungsvoll, als Mogens ihr den Hut ab- Er lächelte und küßte ihr nur immer wieder, Winterhut wieder auf den Sommerhut, ein Jahr die Hand. i I ums andre. .Was auch- geschehen mag, Inger, bis zur nehmen wollte. „Die Federn sind ja echt.“ »Jawohl, aber sie sind annähernd so alt tote ich," wandte Mogens ein; »und in drei Monaten bin ich- siebzehn. Aber du mein ft vielleicht, Mutter, alles was echt fei, fei auch unvergänglich." »Ja, so sollte es doch- auch fein,“ sagte Frau Die Pforte der Paradieses. Roman von Ingeborg Vollquartz. Berechtigte UebersetzungAouö bqpt Dänischen. 2. Fortsetzung. (RachkHruck verboten.) »Das war wohl, weil Sie fühlten daß ich nur in Ihrer Rähe glücllich war, liehe Inger." »Warum wollen Sie bann nicht immer mit mir zusammen fein, Herr Borris?" "6t hob den Kopf und ffrafcite sie mit fernen ehrlichen traurigen Augen an. * »Einzig und allein aus ^kücksicht aaf Sie, »Denken Sie nicht an mich," bat sie. »3n diesem Augenblick wollen wir nur an Sie denken. Jawohl, ich sehe gut, daß Ihv Geist tränt, müde und mutlos ist, aber glaibcn Sie mir, das ist n ir vorübergehend: das gibt sich Ich werde Sie so behüten, daß die finsteren Gedanken tetne Gelegenheit. finden werden, sich einzuschleichen und Ihnen die Lebensfreudigkeit: zu stehlen." »Die Lebensfreudigkeit!" »Ja, die ist es, die ich Iyncn bringen mochte, Herr Dorris." »Wenn jemand das Tonnte, dann konnten Sic es, Inger." »Verlassen Sie sich nut' auf mich," bat fte. „Unb wenn es mir gehen sollte wie meiner armen Mutter?" »Tas geschieht nicht," versicherte Inger. »Ich werde niemals müde werden über Ihnen zu wachen." „Liebe, liebe Inger!" flüsterte er. „Auch wenn du müde wirst, weiche ich es dir niemals vorwerfen." „Dann wollen Sie — wlllst du mich also letzt doch haben?" „Tas habe ich immen gewollt, ich habe cs nur irtcht gxwagt." »O, ich wage cs für uns beide!" jubelte sie. ,Unb du sollst sehen, wie glücklich wir fein werden!" Stunde meines Todes werde ich Dir danken unb dich verehren — weil deine Liebe mir noch einmal — das Leben lebenswert gemacht hat." „Du sollst mir nur versprechen, mich immer lieb zu haben." „Dieses Gelübde zu halten, toirb mir nicht schwer werden, Inger, aber —“ Inger legte ihm die Hand auf den Mund. »Rein, du sollst mir sonst nichts versprechen," sagte sie. „Ich bin die, die hier Gelöbnisse abfegt, und ich gelobe dir — daß ich niemals ermüden werde, gegen deine unsichtbaren Feinde zu kämpfen." „Jugend, Jugend!" murmelte et, inb Inger fühlte feine Tränen auf ihrer -Hand, die er immer wieder küßte. »Kind — wie ich dich liebe — wie ich dich liebe!" Unb Ingers Herz war von der reinsten Freude erfüllt. Sie fühlte sich- fo stark, so mutig, war fo überzeugt, daß sie in das Menschen - schicksal, das fie jetzt in ihre Hand genommen hatte, Freude unb Glück bringen könne. Zweites Äabite'l. »Ach, Mutter, ich war fo bange, du würdest nicht zu Haufe fein, ehe die anderen kommen," sagte Mogens Borris: er nahm feiner Mutter ihre Pakete ab, lief damit ms Zimmer unb fegte sie auf den Eßzimmertisch „Du hast so viel mitgebracht. Diese Tüte da rührt sich an, als ob Russe drin wären." Es war ein Hauch von Mißbilligung in der Stimme. „Mutter — die Rüsse sind gewiß grauenhaft teuer, und du mußt davon nur husten. Warirn hast du fie gekauft?" Frau Borris hielt ihren Hut in der Hand und iah sehr bedenllich drein. Der Regen hatte die Federn schrecklich mitgenommen. Diese Fe- , dem waren ihr einziger Hutschmuck, und fie steckte | sie vom Sommer Hut auf den Winteret und vom Borris mit einem leichten Seufzer. , »Wo bist du denn solange geblieben, Mutter?" fragte Mogens, der gerne über den Seufzer wegkommen wollte. „Ich- wollte nach Tante Rora sehen: sie war so verstimmt, als sie das letzte Mal hier war. Ich sand sie aber nicht zu Hause." „Wenn nun aber Oline und die andern fror dir nach Haufe gekommen wären? Wenn fie schon das Wort Margarine nicht hören können, unb du doch nicht in der Lage bist, ihnen Butter zu geben, so sind wir doch- genötigt, sie hinters Licht zu führen. Ich kann bas Lachen fast nicht halten wenn Orla und Elfen bamit prahlen, sie hätten es glücklicherweise hintertrieben, daß Margarine gegessen werde, unb sich dazu unsere Mischung aufs Brot streichen." Ja wir sind die richtigen Schwindler, wir beide" sagte Frau Borris lachend, während fie sich die Küchenschürze vorband, die ihr Mogens gereicht hatte. „Eigentlich ist es ja recht feig fron mir, daß ich mich in meinem eigenen Hause dazu herablasse, Butter und Margarine zu mischen, statt kurz und bestimmt zu sagen: Es gibt nichts andres — Butter ist für uns zu teuer — basta!" „3a, wenn du das nur sagen könntest, Mutter, das wäre großartig!" rief Mogens und nickte seiner Mutter zu. »Aber das kannst du nicht, das dringst du nicht fertig. Du bist gar zu schrecklich gut." „Sag lieber schwach, mein Junge," berichtigte Frau Dorris, während sie vorsichtig die Butter-1 forte in die „Du Hafk Farbe an den Fingern, Mutter'" rief Mögens warnend. »Vergiß nur nicht, fie abzuwifchen, sonst kommt Ellen hinter die Geschichte." Frau Drraris strich die Butter in zwei Dosen »So, nun ist das geschafft für diese Woche" sagte sie erlef friert. »Ich- bin auch jedesmal froh, wenn das geschehen ist," bemerkte Mogens. „Ich fürchte immer, sie Öwnten uns einmal dabei überraschen — aber das !ijt auch das Spannende dabei." „Unb baj5 fehlt sonst in deinem Dasein, meinst pu?" fragte Frau Borris lächelnd. „3a, Mj utter aber das wird nicht so bleiben,“ versiche rte der Junge. „Wenn Vater sieht, daß ich entfrfgieben nichts andres werden möchte als Offizier, meinst du nicht, daß er es mir dann erlaubt?“ „Tas kcvm ich dir nicht sagen, lieber Mogens," begnügte fid.j Frau Dorris zu antworten: sw brachte cs 'incht fertig, den 3ungen zu entmutigen. „Ich werde Husarenvffizier, Mutter! Fußlatscher mag. ich nicht werden — nein, ich will auf ein Pferd» hinauf — daß man mich auch sieht." „3a, bu mir herunterfüllst unb den Hals brichst." Frau Borris gab ihrem Sohn einen liebevollen Schlag auf die Wange. „Unb im Krieg ist es. für die Reiter am gefährlichsten.“ „3awohtl, aber das ist doch nicht halb so schlimm, als wenn man Seeoffizier ist. An Bord eines Schiff«-s kann.niemand seine Tapferkeit entfalten. Ader wenn ein Reiteroffizier fällt, das sieht man, und dann können die andern heim- gehen und »berichten: ,Er ritt an der Spitze — und da ist auch gefallen.*" „Lieber Mögens, hänge dich nicht zu fest an diesen Trau m,“ bat Frau Borris. „Ich glaube nicht, dah dj r der Vater die Erlaubnis gibt. Sieh nur einmal zu, dah du deine Abgangsprüfung machst." L Fortsetzung folgt) des kürzlich von der Reichsregienung geschaffenen Koloniale rinnerungszelchens tonnten von der Abteilung bereits nach Berlin gesandt werden. Die hiesige fügend wurde kürzlich für die koloniale Sache und unser Recht auf Kolonien erwärmt und begeistert, indem der 2. Vorsitzende der Abteilung, Prof. Dr. Weide, in der Volksnah in der Realschule Lichtbilderoorträge hielt. Die Jugend wurde im Bilde votr Reapel durch den SucUänal nach dem ehemaligen Deutsch- Ostafrika geführt. Hessen-Nassau. J( Marburg, 3. März. 5)cr Hilfsrichter am Land- und Amtsgericht, Amtsrichter Dr. Ludewig, hielt gestern im Landgrafenhaus seine Antrittsvorlesung über „ Familienrecht und Familienleben der ©crmcmen“. — Dem langjährigen Lehrer des Ghnmasirnrs in Rotenburg, Geh. Studienrat Prof. Dr. Arnold Klip- p e r t aus Reuenhain, besonders als Mathematiker und Naturwissenschaftlicher bekannt, wurde anläßlich seines 5 0. D r. - I ub i l ä u m s von der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität das Diplom erneuert. Aus dem AmtsverküAdiguugsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 3V vom 3. Marz enthält: Luytbildervorsüh- rangen zur Dekämpfung der Geschlechtskrankheiten in Gießen. — Fleischbeschau. — 'Viehseuchen. — Feldbereinigungen Münster und Äeinhardshain. Geschäftliches. Das Dr. Schradersche Spezral- snstitut aus Berlin Hal soebe» seine ersten hiesigen Kurse beendet und txranstallet, wie aus der heutigen Anzeige hervorgeht, hier einen nochmaligen Kursus. Anerkennungen der bisherigen Teilnehmer liegen in den Sprechstunden aus. Sandel. Berlin, 3. März. Dvrsenstim-- mungsbild. Ebenso wie gestern zeigten sich das Privatpublikum und die Spekulation wenig unternehmungslustig, trotz der starken Aufwärtsbewegung der Devisenkurse. Die Kursbewegung gestaltete sich daher unregelmäßig. Die Kursveränderungen hielten sich aber meist in engen Grenzen. Bon oberschlesischen Werten erfuhren Lanrahütte im Verlaufe eine Besserung um 150 Prozent. Auch Hohenlohe und Kattowitzer zogen an, während sich die übrigen oberschlesischen Werte abschwächten. Von Maschinenfabriken zeichneten sich Karlsruher Maschinen durch Kurserhöhung um 75 Prozent aus. Anglo Continental erholten sich um 40 bis 50 Prozent. Von Kaliaktien gingen Westeregeln um 200 bis 150 Prozent zurück. 3m allgemeinen fiel der Verkehr bei ruhigem Geschäft schließlich allgemeinen Ab- schwächungen anheim. Der unerwartete Tod des Berliner Bankiers Hugo Herzfeld hatte den Rückgang gewisser Werte, wir ManSfel- der Kuxe, zur Folge. Dalutapapiere waren höher auf die Steigerung der Devisen. Von festverzinslichen Werten waren Zprozenttge Reichsanleche einige Prozent gebessert. Frankfurt a. M., 3. März Dörfen- stiinmungsbild. Die Devisen-Hauffe kamzum Stillstand. Immerhin setzte der Dollar rm Früh- verkehr mit 245 ein, ging vvrbörsllch auf 242 stellte sich dann im Verlauft wieder aus 246. Auf diese Devisenentwicklung hin waren Die Ef- fettenwerte ebenfalls uneinheitlich. Tie innere Krise in England mahnte zur Zurückhaltung. Am Markte der unnotierten Werte fehlte das gewohnte lebhafte Treiben. Benz-Motoren 760 bis 755. Gebr. Fahr 740. Deutsche Petroleum setzten schwächer ein, 2100. Mansfelder Kuxe 32 000. Chemische Rhenania 1235—1240. Inag 590. Iul. Sichel 720. Die Tendenz wurde im Verlaufe etwas fester. Das Geschäft blieb aber weiter ruhig und nur in einigen Spezialpapieren waren größere Umsätze zu verzeichnen. Am Montanaktienmarkte gaben die Kurse vorwiegend nach. Kaliwerte behauptet. Schiffahrtsaktien schwankend bei bescheidenen Umsätzen. Abgabeneigung zeigte sich auch für chemische und Elektrizitäts- aktien. Anilinwerte behauptet. In Autowerten war die Kursveränderung bescheiden. Ter Börsenschluß schloß abgeschwächt. Privatdiskont 4i/2 Prozent. Frankfurt a M., 4. März Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß» Kurs Äurä Äurd Kurs Datum: 2.3. 3.3 2.3. 3.3. 5°/, Dtsch. Kriegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4"/oDtsch. Reichsanl. 00,— 90,— 90,— 90,— 3°/o Dtsch. Reichsanl. 117,25 119,50 116,- 119,- 4e/0 Preuh. Konsols 75, - 74,75 75,- 75,25 Hamburg-Pakeff.. . 560,— 554 - 560,- 550,- Rordderrtscher Lloyd 420,- 414,50 418, — 4i5,— Comm.u.Privatbank 340,— 345,- 346,» 347,- Darmstädter Bank . 335,- 337,— 340,50 339,- Deutsche Bank . . . 580,- 590,- 580,- 572, - Disconto-Gesellschaft 482,- 485,- *85,50 483,50 Dresdner Bank. . . 387,— 353,- 378, - 378,- Mitteld. Creditbank. 316,- 316,- 316,50 316,- Aationalbank f. D.. 350,- 346,- 349,75 349,50 Doch. Gußstahlwerke 1370, - 1390,- 1380,- 1345,- Bud.- Eisenw.-Att.. 1135,- 1120,- 1140,- 1090,- D.-Luxemb. Bergw.. 1280 - 1255,- 1265,- 1242,• Gelsenkirch.Bergw.. 1300,- 1290, - 1295,501275,- Harpener Bergbau. 1850 - 1820,- 1838,- 1825,- Oberschl. Eisenb.-D. 1228'- 1175,- 1239, - 1145,- Ooerschles. Eisenind. 1082,- 1083 - 1090,- 1010,— Phönix-Bergb.-Akt. 1360,- 1340,- 1350,- 1301,- Bad.Anilin-u. Soda 800,- 785,- 805,- 795,- Höchster Farbwerke. 780,- 775,- 785,- 769,- Allg. Elektr.-Ges. . . 940,- 924,- 918,- 900,- Felten L Guilleaume 1210,- 1210,- 1200, - 1222,- Schuckert-Werke. . . 860,- 830,- 850,- 835,- Adlerwerke...... 650,- 640,- 645,- 639, Daimler....... 630,- 610- 615, - 606,- 4* o Hess. Staatsanl. 74,50 74,50 76,40 75,80 Electron Griesheim 1605, - 1000, - 1010,- 1000, - Dtsche. Vereinsbank 248,75 248,75 —-,- Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Gelb Brief Datum: 2. März. 3. März. Amsterdam-Rotterd. 9190,80 920 ,20 9640,25 9659 65 Brüssel-Antwerpen. 2073,90 2078,10 218 < ,80 2192*20 Ehristiania.....4225,75 4231,25 4450,50 4409*50 Kopenhagen 5109,85 5120,15 c334,65 5345,35 Stockholm 635 ,60 6366.40 6633 35 6646 65 Helfingfvr- 486,50 487*50 506,45 507*55 Italien 1278,70 1281,30 1363,60 1366,40 London 1360,401062,60 1113,85 1116,15 Reuyork 239,51 239,uL 251,49 252,01 Paris 2187, C2i92,20 2330,15 2345,85 Schwei- 46 5,304704,70 4970, 4980, - Spanien 3836,15 3843,85 4050,90 4059,10 Deutsch-Oesterr.... 4,43 4,47 4,58 4,62 Prag......... 408,05 408,95 408,05 408,95 Budapest 33,96 34,04 35.36 35,44 Buenos Aires . .. 88.6 , 88,85 98,40 93,60 Bulgarien......158,80 159,20 167,30 168,20 Marknotierungen. \ oür 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 2.3. 3.3. Zürich Fr. 125.40 2,14 2,02 Amsterdam Fl. 59.20 1,16 1,03 Kopenhagen Kr. 88.80 —1,92 Prag Kr. 117.80 25,35 24,87 Stockholm Kr. 88.80 1,57 Wien Kr. 117.80 2784,56 2672,- London Sh. 97.80 — Paris .... Fr. 125.40 4,55 4,d0 Reuyork $ 23.80 —,41 -.39 Züricher Devisenmarkt. 3.3. 4.3. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 195.50 195.- Deutschland 100 QRt = 2.09 2.15 Wien 100 Kr. = 0.1 (i 0.10 Prag 100 Kr. = 8.50 «.45 Paris 100 Fr. — 46.65 46.50 London 1 £ =■ 22.63 22.51 Italien 100 2. = 27.20 26.70 Brüssel 300 Fr. = 44.85 48.90 Budapest 100 Kr. — 0.73 0.73 ^leuyork 100 $ — 511.25 511.50 Agram 100 Kr. — 1.55 1.55 Warschau 100 Kr. = 0,12 0,12 Märkte. Mainzer Produktenbörse. Marktbericht vom 3. März. Bei sehr fester Tendenz war nach fast allen Artikeln große Rachfrage, welche zum Teil aus Mangel an Ware unbefriedigt bleiben mußte. Die steigenden Devisen wirkten sehr merklich auf die Preise. Es notierten per, 100 Kilo loco Mainz: Weizen 1275—1300, Roggen 1000—1090, Hafer 1050-7110, Braugerste 1000—1050, Futtergerste 1000—1100, Weizenkleie 710-800,' Roggenkleie 710 bis 800, Mais 850—950, geschrot. Mais 870 bis 970, Futtermehl 850—950, ital. Luzerne 6000 bis 7000, Wiesenheu 500—560, Kleeheu 580,Hafer- st roh 160-200, Roggenstroh 170—200. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Tschitscherins „Erstaunen" über die Verschiebung der Konferenz. Moskau, 3. März. (WTD.) T s ch i t s ch e * r i n richtete an den italienischen M1 - nist er des Aeußeren eine Depesche, m der er sein Erstaunen über die fristlose Vertagung der Konferenz von Genua ausdrückt und den hierfür angeführten Grund (die italienische Ministerkrise) für ungenügend erachtet. Er verweist auf die Schwierigkeiten, die die Zusammenbrrufung der Delegierten aus den entfernten Orten Rußlands verursacht. Tschitscherin schlägt die Einberufung der Konferenz für den 23. März vor and fordert die Verständigung hiervon 3 Wochen vorher. Eine Abschrift der Depesche hat Tschitscherin dem englischen Minister des Aeutze ren zugestellt. Besprechungen zwischen Schanzer und Facta. Rom, 3. März. (WTD.) Ter Minister des Aeußeren, Schanzer, hat gleich nach seiner Rückkehr eine Zusammenkunft mit dem Ministerpräsidenten Facta gehabt. Ter „Sribana“ zufolge wurde in der.Besprechung stber die Konferenz von Genua verhandelt. Der Zeitpunkt der Zusammenkunft ist noch nicht festgesetzt. Der Pazific-Dertrag im amerikanischen Senat. W a s h i n g t 0 n, 3. März. (WTD.) Der Senat hat die Debatte über den Pazif ic-Der- trag begonnen. Hitchock wandte sich gegen den Vertrag und erklärte, er würde zu sehr einem Bündnis gleich komm en und könnte die Vereinigten Staaten in Feindseligkeiten verwickeln, wenn nicht Sicherungen darin ausgenommen würden. Lenroot trat für den Vertrag ein. Die Gefährdung der englischen Koalition. London, 3. März. (WTD.) In politischen ;Streifen herrschte gestern den ganzen Tag über rege Tätigkeit. Zwischen den einflußreichen Mitgliedern der verschiedenen Gruppen fanben wich tige Besprechungen statt, doch wurde der Ernst der Lage in keiner Weife gemindert. Lloyd «George erschien kurze Zeit im Unlerhausc. Von zuständiger Stelle wird erklärt, daß die univnistischen Minister sowohl vom internationalen als auch vom nationalen Standpunkt aus bür Aufrechterhaltung der Koalition für eine unbedingte Rotwendigkeit halten. Balfour werde in seiner Rede, die er am Dienstag in der City halten will, nachdrücklich für eine Einigung ein- treten. doch würde er damit noch kein Mittel schaffen, wie man die weitgehenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den univnistische» Ministern und einem großen Teil ihrer Anhänger überbrücken könnte. jSelbstmord des Doppelmörders Grmpen. ** Hirschbera, 2. März. (WTD.) Grapcn hat vor seinem oelbfhnaräe keinerlei Anzeichen vo» Erregung gezeigt und heute sein Wittagseffen in voller Ruhe verzehrt. Hm 4 Uhr nachmittags wupde die Zelle revidiert und alles in Ordnung gefunden. Als um 5/< vor 5 Uhr eine weitere Revision stattsand, sand man Grapen an seinen Ho.s enträgern erhängt in der Zelle vor. Es :wurden sofort Wiederbäebungsverfuche vvr- geniynmen, die aber erfolglos blieben. Grapen hat , schriftliche Aufzeichnungen nicht hinterlassen und auch zu niemanden AeuhLrungen getan, die auf ßrin Borhaben schließen. die beste Kinderseife <5 aff« so teuer - brauchst nicht zu Klagen 1> mit PfeifferÄ Villen lahr sichs ertragen! Pfeiffer & Diner mac^t Bohnen - oder fllal) -fiaff« suheroidentlich rooblfcbmedtend* or.BahrsZahnpulver „Mr. 23“ vom Zahnarzt verordnet, daher 70D „das rechte Zahnpflegemittei16. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. b Äte. at». — , . - MM durch Zusatz der beliebten Sie sparen an Kaff66 Kesslers Kaffee-Essenz. Fabrik: Kessler & Co., Gelnhausen. behördliche Anzeigen Baracken-Verkanf. Die auf dem Hofe der Neuen Kaserne in Gießen stehende zerlegbare Stallbaracke soll aus das Höchstangebot verkauft werden. Die Baracke ist 42 Meter lang, 13 Meter breit, etwa 5 Meter im First hoch und dürste sich zur Der- Wendung als Feldscheune, Wagen- oder Lagerschuppen usw. besonders eigner!. Dinderkonstruktion aus Eisen mit Holzpfetten. Deckung aus 1,20 Meter breiten Wand- und Dach- tafeln mit Pappeindeckung. Die zerlegbare, verschraubte Eisenkonstruktion besteht il a. aus: 20 Stück 2,70 Mir. langen U-Eisenpfostrn N. P. 12, 20 „ 3,50 „ „ ^-Eisenstreben N. P. 12, 20 „ 5,00 „ „ ^-Eisensparren N. P. 14, 11 „ 5,50 „ „ JL^Eifenpfqften 65/65/7, etwa 100 Mtr. I -Eisen 50/100/8 und 20/30,4 mm. Ferner 9 Stück eiserne Oberlichtsenster. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift bis zum 13. 3. 22 an das Reichsvermögens» amt Gießen (Wachtgebäude in der Zeughauskaserne) einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, denen sich der Käufer zu unterwerfen hat, eingesehen werden können. Verwendungszweck im Gebot angeden, da für Zuschlag mitsprechend. 2217D Gießen, den 3. März 1922. Reichsvermögensamt. Dingel. 2202D Holzversteigeruug. Versteigert werden aus dem Graninger Ge- membewald Mittwoch, den 8. März, an» M^^end an die Versteigerung im ©rüninger- Dorf-Guller Markwald: Bauholz stämme: Kiefer 3. Kl. 1 Stück, 0,57 Fstm., 4. ÄL 10 Stück, 4,89 Mm., 5. Kl. 24 Stück, 8,15 Fstm. Rutzknüppel: Kiefer, 3 Rm, 3 Meter lang. Grün Ingen, den 3. März 1922. Hessische Bürgermeisterei. REINER WEINBRAND IH FRiEDEHSQÜAliTÄT MARKE: i BekamttMKchung. 2luf Grund des § 363 der Reichsabgabenordnung tpirb hiermit auf Kosten des Beschuldigten zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß durch rechtskräftigen Sttafbescheid des unterzeichneten Finanzamts vom 26. Januar 1922 der Kaufmann Wilhelm Magnus zu Grohen-Linden, Teilhaber der Firma Magnus L Muhl in Gießen wegen Umsatzsteuerhinterzieh- ung gemäß § 359 A. 0. und § 43 Umsatzsteuergesetzes vom 24. Dezember 1919 zu einer Geldstrafe von 5150 Mark und den Kosten des Verfahrens ver- urteilt worden ist. Gießen, den 2. März 1922. 21838 Finanzamt Gießen. MMln-MslkiMis. Montag, den 6. Marz, nachmittags 2 Uhr pünktlich, werden im EafL Leid, Walltorstr., meistbietend gegen Barzahlung versteigert: 1 la fast neues Herrenzimmer (bestehend aus 1 Bücherschrank, 1 Schreibtisch mit Sessel, viereckigem Tisch u. 4 Lederstühlen und 1 r. Rauchtisch), 3 Sofas, versch. Kleider-. Küchen-. Nacht- u. Werkzeugschränke. 2 Waschtische. 1 Bett, 1 Kinderpult, 1 Kommode. 1 Partie Stühle. 1 roter Gartentisch und 2 Stühle, 2 Schreib-. Küchen- u. andere Tische, 1 Sessel. 1 c Besichtigung von vorm. 11 Uhr ab erwünscht. L. Althoff. beeid. Taxator und Auktionator. HolzverfteigernMen der Fürstlichen ObsrförsterEt Lich. Montag, den 6. Marz, werden im Distrikt Mühlbccg und Grauborn versteigerte Rm. Scheitholz Buche 120, Eiche 3, Fichte 1, Knüppel Buche 5 Eiche 3, Fichte 33, Stockholz. Buche 80, Fichte 30 Reishvlz Buche 450, Eiche 20. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags auf der Kreisstrahe beim Albacherhof. Dienstag, den 7. März, werden in den Distrikten Mönchwald, Meilbach und Riedwald versteigerte Rm. Scheitholz Buche 170, «Äche 2 Fichte 10, Knüppel Buche 50 Eiche 7 Weich-' Holz 18, Fichte 170; Stvckholz Buche 150, Eiche 20 Fichte 280, Reishvlz Buche 1330, Eiche 380, Kiefer 70, Fichte 320. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Pflanzgarteenhäuschen in der Meilbach. Das Holz an beiden Tagen wird ungesehen versteigert. Alle blau unterstrichenen Rummern kommen zum Ausgebvt. Auskunft erteilt Förster Stern, Hattenrod, der an der Zufammenkmfts- stelle um 8 Uhr vormittags vor der Versteigerung solche Käufer erwartet. Die das Holz vorgezeigt wünschen. 1993V Nutz- u. Brennholzverstergemng in der Fürst!. Oberförsterei Lich. Dienstag, den 21. März, wird das Dremr- holz aus den Distrikten Hard, Fuchsstrauch und Höhler (Südseite) und das Rutzholz aus der ganzen Oberförsterei versteigert. Räheres in der Montagsnummer. 2229V Eberverkanf. Die Gemeinde .. Climbach versteigert Mittwoch den 8. März I. F, auf dem Rathause einen sehr starken und gut ungefütterten Eber wegen Inzuckt öffentlich meistbietend. 9 d ’ Climbach, den 3. März 1922. Hessisch« Bürgermeisterei Climbach. ______ Stein. 2190D Golöstiick Bezirk«vertreten» August Weidig, fiieBen, Walltorstraße 48, Fernruf 2878, Nutzholzoertaus. Im Wege des schriftlichen Angebots sollen in den Waldungen bei Rordeck verkauft werden: Los 1. 1 Eichen 4. Kl. mit 6,26 Fstm. Los 2. 8 Eichen 5. Kl. mit 3,05 Fstm. Los 3. 1 Buche 3. Kl. mit 1,11 Fstm. Los 4. 2 Buchen 4. Kl. mit 1,42 Fstm. Los 5. 1 Fichte 1. Kl. mit 2,37 Fstm. 1 Fichte 3. Kl. mit 0,81 Fstm. ' Los 6. 18 Fichten 4. Kl. mit 2,88 Fstm. Los 7. 17g Fichten 4. Kl. mit 30,58 Fstm Angebote »find los» und klaffenweise bis zum 10. März, mittags, an den Unterzeichneten env zureichen. Derselbe zeigt auf Verlangen das Holz vor. Bedingungen im Termin. Eröffnung der Gebote am gleichen Tage, nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus Stelzenbnch zu Ävrdeck. Winnen, den 3. 1922. ______ Der Förster. Steih. 2199V Nutzhofzsnbnttffion. Das nachverzeichnete im Winter 1921/22 gefällte Nutzholz soll auf bei» Wege der Submission verkauft werden. Gebote sirG getrennt nach Holzart und Klaffe, verschloffen und mit der Aufschrift „Holzfdb» mifsion" bis spätestens den 11. März 1922, vorm. 11 Uhr, bei uns einztzureichen. Oeffnung der Gebote erfolgt Samstag, den 11. März 1922, vorm. 11 Uhr, im Rathause in HungHtt. Die Derkaufsbedingungcn. denen sich die Käufer mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, liegen bei .uns zur Einsicht offen. Nähere Auskunft erteilen auf Wunsch die unterzeichnete Stelle sowie die Heff. Dberförlcrei Lich. Das Holz ist mit Rinde gemeßen. Wegen ^.Vorzeigung des Hoizes wolle man sich an den Forstwcttt Zommersheim in Dillinger, wenden. 1. 2 Buchenstämme Schnittholz) l.Kl. 28,6 Fstm 2. Kl. 2,21 Fstm. 2. Fichtenstämme 1. tKl. 5L7, 2. Kl. 15,18, 8. Kl. 121,66, 4. KI. 138,81, 5r-Kl. 181,74,5d-Kl. 101,27 Fstm. 3. Fichten-Derbstangan 1. Kl. 7 u. 2. KI. 4 Fstm. 4. Fichten-Reisftangev 2 Fstm. 5. Fichten-BohnenstaiHgen 2950 Stück. Hungen, den 2. März 1922 2206D Bürgermeisterei.jungen. Fendt. CHEAG. NEREiEN s 1/ 1» l im L sichrun Fü karten an un| 2Dt ®ebrai M ZM Sonnt Mwi weg.; ä 02988 Ge vr ßanl unb 11. 2.1 3.5 U 5.i D 9t Ottsk * Debil 12 Ul AM unb; Arbe Hotel Schütz •2211c Morgen Sonntag: Große« Familienkonzert Anfang '/|8 Ohr abend« SCHIRME .Holz ? ZU kaufen gesucht Schriftliche angabe und Bezeichnung des Ä den Gießener Anzeiger erbeten. ihre opferfreudige Hilfe. 2I89D usen. klagen “tragen! Wen Nrn, die »dar lend' 2206^' bi- n Ru. n dich- >lvhd r-eü. Drmn Zeichen igsessen NÄlLgs 'rönung weitere einen J« DDL * Dot- etnttj Stinte. . Q>eJ. vürden VU j S# 122. oorlT. 6er Sebou sollen in rden: 5ftm. Mn Mn. .SN- Sfhn. Mn. ßSftm. 10,58 SN e bis zum Men cm- i Mi .23“ t "ÖD Mittel«. »Ke 51. Meie nei-^c 3013 in DiSingc" LÄfitP* <516, 3-B krnAin. E aus ane on, r Verde !“ «iu> Klubmöbel Sofas Sessel Kohlen. 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Laut Defchluh der Generalversammlung der Vereinigung der W o hn u n g s I o s e n und Wohnungsuchenden der Stadt Gietzen wurden zum Vorstand gewählt: L i.Botfltoöet: Stau 5l Hlemann Z.nBorWnött: Sm fianfmaan MI £amtn 3. SSllWUn: Sm fibetDofialflfirot Sann L finiten: Sm Bowienteet Weisel 5. Als Selßte: Sndlsymse BotfiBenöe Sm Wagon, Sm Dt. GOamöre, sm tzosle, (Oe*. Rossberg-Gießen) herzlichst ein. Formulare mitbringen! Habe meine Praxis wieder aufgenommen Polster möbelhaus A. Wehrheim Gießen Löberstraße 17. Modes. Wegen Aufgabe des Geschäfts verkaufe ich Sommer- und Winter Hüte sowie sämtliche Puhartikel zu billigsten Preisen Lisa Fischer, Seltersweg 33 II. Sport-Club „Vorwärts" gegr. 1920. Samstag, d. 4. März, abends 7 Uhr, findet im Cafe Leib unser diesjähriges MNWiip mit Tanz (Gewerkschaftsbund der Angestellten). Montag, den 6. Marz, abends 8 Uhr: MMlsvemninilW im Dereinslokal (Hotel Hovicld). BollzähligeS Erscheiucn dringend ersorderlich. 02860 Ter Vorstand. rMelMMWH Ortskartell nationaler Arbeiter- und Berufsverbände, Gietzen, Löberftratze 15 p. Jeden Dienstag u. Freitag vorm. von 10 bis 12 Ubr u. nachm. von 3—6 Ubr Sprechstunden. Auskunft wird erteilt für alle Arbeiter in RechtS- und Steuerangelegenbeiten. '.Ferner in allen das Arbeitsverhältnis betreffenden Rechtsfragen. Maorer-iiiilZioiimtii!!i zur Errichtung einer Dienstwohnung zu vergeben, Näheres zu erfragen und einzufehen Montag bi- Freitag 2105 Chem. Fabrik, Bellersheim. Saalbau Cafe Leib Täglich meine beliebte Ilroler fiflnfllerllnöreas - öofet-limine 3Uherrünmer uaö ftoaflgefang. feines SamUlen-äoiijerl Sonntag zwei Konzerte < unb s ubr. <96 wird gebeten, das Mittagskouzert zu besuchen weg. zu grob. Andrangs bei dem Ülbeudkonzert. 3m nrofitn 6ml: Ms? Xanjoeranügen. ,1m Ausschank Helles Lagerbier, ff. Wctzcnbier. Landwirte! Die Freie Bauernschule „ Lahntal' ladet alle Landwirte für Dienstag, den 7. März, nachm. 2 Uhr, ins Hotel Hopfeld zu einer eingehenden Besprechung des ^infommenfteuerformnlarS für 1921 veutschnationale Zugendgruppe. Dienstag, 7. Mär^ 8.15: Zusammentunst im Poftkeller. 2209v DieCietaerSludeötenliiiiev: dankt allen, die an ihren letzten Veranstaltungen tätigen Anteil, genommen haben. Insbesondere sagt sie herzlichen Dank den Frauenvereinen Gießens für frischen Wb- WMW ad ©icnerlanber Station waggonweise abzugoden. Berperks- u. Banhßdari laojihiaöea- Dereinlgnag 1921-22 Unser Walzerabend findet Dienstag, 7.Marz, pünktlich 8 Ubr, statt. okm Der Vorstand. | Vereine | a^lll x^BesäTv örtsjTupfw ßiefleiL Heute abend 8 Uhr: Herrenabend im faufmänttiftben Ver einSbaus, Nordanlage. DollzäbligeS Erscheinen erwünscht. 2223v Ter Vorstand. Wieben, Franks. Str. 13, >7*D Televbon 2169. Beerenodst- Stämme sowie -Sträucher Himbeersträucher Duschrvsen Schlingrosen Ähabarberüumpen (rotftieligl empfiehlt in nur bewährten Sorten Werel Dönges, ”** GicKen, Marburger Stenge 67. Chaiselongues Matratzen Liebigshöhe Sonntag ab 4 Uhr: Tanz-Kränzchen Gesellschaftsverein Treue. 02937 MWkAWMWa Oefsentlicher Vortrag des Herrn Herbert Dudenfing: Die Dedentuny des Lustoerttehrs, befond. der Venh- lustfchiffahrl u. der Friedensvertrag von VersaMcs. TonnerStag. den 9. Mär», abends 8'/, Ubr im groben Hbriaal des vl'vfikaliichen Institut?, _____________Etevbanttrane 24. I2227\ Mieter! Der Mieterverein empfiehlt seinen Mitgliedern in Nr.52 des „®teß.Anz.-.das von uns aufgestelltc Formu - lar, betreffend Mietregelung, nicht zu unterschreiben. Unser Formular ist genau nach den voin Miet- einigungsamt festgesetzten Richtlinien ausgearb'eitet. Wenn der Mieter sich von der Richtigkeit der von ihm gefordertenMiete überzeugt hat,liegt es wohlim eigenste Interesse, dass er diese auch ohne Anrufung desMieteim- gungsamtes anerkennt.Hierdurch wird d.Mietcinigungs amt viel unnütze Arbeit und der Stadt viel Geld erspart. Das Verhalten des Mietcrvereins ist nicht dazu an-- getan, das Einvernehmen zwischen Vermieter undMictcr zu fördern, sondern die Klüfte die leider schon zwischen manchem Hausbesitzer und Mieter vorhanden ist, noch zu erweitern. Wir überlassen cs jedem recht denkenden Mieter, sich ein Urteil selbst zu bilden und in dieser Sache zu tun, was er für gut befindet. 2234v Der Vorstand des Hausbesitzervereins e. V. Saalbau Cafe Leib Sonntag ab 4 Uhr 2225 öffentliche Tanzmusik tascht Zeitschriften zu kaufen gesucht. 1217c „LITERA“ Darmstadt. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Dienetag, den 7. Härz, Mittwoch, der 8. Miirz. Donnerstag, den 9. März 1922, jeweils nachmittags 41/5 Uhr Vorführung des medizinischen Films UMMMimMW mit Verträgen bekannter hiesiger Fachlirzte. Der Besuch wird Damen und Herren dringend empfohlen. Karten Herr Hermann, Zranstutt, Tenor Herr Schröder, Gießen, Tello und ein aus besten Musikern zusammengesetztes Orchester. fintrtttstarten zu haben bei Adolf Kümmel, Friseur Michel, Zrifeur Wilhelm Schäfer, L. Airchner und an der Aaffe.2208D MM.SMMIESWII Am 7., 8. und 9. März l. I., nachmittags tjo ühr, wird der Hessische Landesverband zur. ■Bekämpfung der GeschlechtskrankheUen den Film „Die Geschlechtskrankheiten und ihre Folgen" »>»C im Lichtfpielhaus, Vahnhofstrahe. zur Dor. führung bringen. Für unsere Mitglieder und deren Angehörige sind harten zum ermäßigten Preise von 3 Mk pro Persost an unserer Kasse in der Zeit von 8 bis 1 Uhr zu haben. Wir bitten unsere Mitglieder, hiervon regen" Gebrauch zu machen.___________Der Vorstand. ■ Deutschvottischer Lch - u. Tr.-B. Montag, den 6. Mär», abends 8 Uhr, im Pottkeller: Mitglieder Versammlung. TaeeS-Ordnung: Lor» bereirungen »um Gautag Der Vorstand. 2149 Dr. Len». Astoria-Lichtspiele Der unvergleichliche JZirkus-Film grSBten Stil* Oer Zirkuskönig neu nur noch heute und morgen. Ferner das lustige Programm. Scharlochbcrg Meistsrtzrand Bingen o Rh. Vertreters Gehr. Julimann, Gießen, Bahnhofstraße 65. edelster deutscher Weinbrand. Zur Meeee in Leipzig: Zeleeighau*. 3. Stock, Zimmer 227*. Wieder eingetroffen! Neue feldgraue Litewken, selügr. Hosen, auch o.w schwze. Hosen, geeignet f. Eisenbahner, auch prima Hosenträger preiswert zu verkaufen. £. Befemroeig Giehea. Seitersroeg 581 Eingang Ecke BolkSbad. Plßl^SiR M das selbsttätige M Waschmittel! Wäsche-Stickereien Klöppel-Spitzen Es ist uns gelungen, ganz besonders preiswerte und gute Wäsche-Stickereien in großen Mengen zu erwerben und kommen solche am kommenden Montag Dienstag Mittwoch im ersten stock den den den x z « , a nv -7 o xa- zum Verkauf 6. Marz 7. Marz 8. 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Nach den Erfolgen unserer bisherigen Kurse beginnen jetzt wieder neue Kurse, zu welchen weitere Anmeldungen entgegengenommen werden. stottern, Stammeln, Lispeln etc. werden durch Individuelle Anleitung gründlich beseitigt, ohne Apparat und ohne Hypnose, bei jedem, der stotterfrei singt. Kein langsames, unnatürliches Sprechen. Erwachsene und Kinder, auch solche, die mehrfach andere Kurse ohne Erfolg besuchten, erhalten eine fließende, natürliche Sprache: Beseitigung jeden Angstgefühls. Keine Bernfsstörung. ■ Tages- und Abendkurse« Bestätigungen der in den erst, jetzig, u. der in früher. Kursen Behandelten liegen in den Sprechstunden zur Einsicht aus. So wird uns u. a. geschrieben: Mein Sohn, im. 16. Lebensjahr, litt seit Jahren an schwerem Stottern. Längere Behandlung an zwei verschiedenen Stellen war erfolglos. Ich ver- \ raute ihn Dr. Schraders Spezialinstitut an und bin mit dem Erfolg sehr zufrieden. 16. Febr. 22. K. 8. Hatte einen schweren Stotterfehler und nahm an einem Kursus von fyr. Schraders Spezialinstitut zu meiner vollen Zufriedenheit mit Erfolg Jpil. 13. Febr. 22. W. B. , Im Jahre 1913 nahm ich in Dr. Sehr. Spezialinstitut in Gießen an einem Kursus für Stotterer teil. Ich kann demselben nunmehr dankend bestätigen, daß ich von meinem schweren Sprachfehler vollständ. befreit bin und meinen inzwischen ergriffenen Beruf voll u. ganz erfüllen kann. Ich kann nur jedem den Rat geben, der irgendwie mit einem Sprachfehler behaftet ist, an einem Kursus des Herrn Dr. Sehr, teilzunehmen. 28. Febr. 22. K. 8., Architekt Dr. phil. Schraders Spezialinstitut Gießen, Neuen Baue 22IL 02943 Geschäfts - Eröffnung! Der geschätzten Herrenwelt von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich in dem Hause Alicestraße 18 eine feineHerrenschneiderei eröffnet habe. 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