Ul. 129 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit derSamstaqsbeilage: GießenerFamiUenb lütter Monatliche vezuespreise: Md. 20.- und Mk. 2.— Trägerlohn,durch diePost Md. 22.—, auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge hoher« Gewalt.- Ferniprech. Anschlüsse: sür dieSchrift» leitung 112; für Derlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Hmeifltr Stehen. poftschealonto: Krankfvrl a. M. 11686. Erstes Blatt 1Z2. Jahrgang Samstag, 3. Juni 1922 General-Anzeiger für Oberhesien Vrvck und Verla-: vrühl'fche Univ.-Such- und Stetndruckerei N. Lange. 5chriftleitung, Geschäftrstelle und Druckerei: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigcnv. 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Neklame« Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Auz Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goey, für den übrigen Teil: harl WaUher; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen kommenden Woche den Weg zur Lösung des Prvblemes finden werde. Früher oder später System Deutschland die Mittel zu liefern suchen, Bezahlung dadurch zu leisten, daß xß sich eine äußere Schuld schaffe. Deutschland werde übrigens nur in dem Maße, in dem es Geld leihen könne, aufrichtig werden. London, 2. 3unt (Wolff., „Da i ly Ehro- nicle" schreibt in eiruem Leitartikel über bie Reparationsfrage, die letzten Erörterungen hätten erne Reu g rup p ier u n g der Länder zutage treten lassen, in der die Länder, denen die Anleihe zugute komme (Frankreich, Belgien und Deutschlard) auf der einen Sette, während di« Länder, aus deren Märkten die Anleihe aafgertDnunen werden solle (in der Hauptsache Großbritannien und die Bereinigten Staaten) auf 'der anderen Seite ständen. Die Anleihe könne normaler Weise nur unter Bedingungen erhoben werden, die den Geldgebern angenehm finb, und da die Finanzmänner der englisch sprechenden Länder sich keineswegs über- stürzten, um ihr Geld in irgendeiner Weise anzulegen. so würde es gut sein, wenn Belgien. Frankreich und Deutschland sich 'dem Standpunkt dieser Länder näherten oder wenigstens eine sehr beträchtliche Summe unter sich ausbringen mühten. Die Frage sei unter diesem Gesichtspunkt eine finanzielle und technische statt eine politische geworden. Trotzdem seien noch zahlreiche p o- litische Gefahren im Hrniergrundversteckt. Eine Widersehlic^eit Deutschlands sei niemals in Frage gekommen, solange Dr. Wirth deutscher Reichskanzler f i Aber unter anderen Au'pizien könnte dies g.schechn. Wenn es geschehe, so werden, wie der Berichterstatter gesagt habe, Großbritannien und Frankreich in gleicher Weise besorgt fein, diese Widerspenstigkeit zu überwinden. Paris, 2. Iuni. (Wolff.) »Oeuvre" bestätigt die „Matin"-Meldung, daß der internationale Bankierausschuh die Sitzung für acht Tage unterbrochen hat, und daß in der Zwischenzeit Erhebungen bei den Regierungen veranstaltet werden sollen. Das Blatt gibt als Vorbedingung für das Zustandekommen einer internationalen Anleihe die Rot- ohne einen Ausweg vor uns zu sehen. Leider ist durch den Beschluß des Aeltestenausschusses auch der Reichstag in die Pfingstferien geschickt worden und deshalb nicht imstande, seinerseits zum Sauf der Dinge Stellung zu nehmen. So gleiten wir weiter auf der abschüssigen Bahn hinab. Welch durchaus feindlicher Geist auch in Zukunft in Paris seine Herrschaft ausübt, zeigt ganz abgesehen von den Kammerdebatten die neue Rote der Dotschaster- ko nferenz mit ihrer sinnlosen Forderung aufZerstörung deutscherEisenbah- n e n. CS spricht aus ihr unverhüllt derselbe Geist des Hasses, den wir nun schon hinreichend am eigenen Leibe haben spüren müssen. Dieser BernichtungSwut gegenüber gibt es für uns nur eine Losung: Fest und hart bleiben! „Besiegt sind wir; ob wir nun zugleich auch noch vernichtet und mit Recht verachtet sein wollen, ob wir zu allen anderen Verlusten auch noch die Ehre verlieren wollen, das wird poch immer von uns abhängqn. Der Kampf mit den Waffen ist geschlossen; eS erhebt sich, so wir es wollen, der neue Kampf der Grundsätze, der Sitten, des Charakters" — so sprach einst in trüben Tagen, als die Siegerfaust des Korsen über unseren Vorvätern lastete, Fichte zur deutschen Ration. Und fv gilt eS auch heute wieder. Die deutsche Wehr aus Eisen und Stahl zerbrach ; es bleibt uns der Kampf mit den Waffen des Geistes. Ihn auszufechten ist unsere- LZflicht vor uns selbst und vor dem kommen- ven Geschlecht. Der Kampf der Geister — näher als je ist uns der Wille zu ihm gebracht heute, wo wir uns rüsten, das Fest des Geistes zu begehen, des Geistes, der einst an jenem ersten Pfingstmvrgen die Heine Schar der Jünger mit sieghafter Kraft, mit dem bekennenden, bezwingenden Mute der Wahrheit erfüllte, der sich gegen eine Welt von Feinden, gegen eine Flut von Lügen noch immer besuchtet hat und behauptens wird. Alles was geschah, kann und darf uns nicht irre machen an dem festen Glauben, daß in unserem Volle trotz allen Zusammenbruches die Kräfte schlummern, die uns wieder hinaufführen müssen und werden, wenn wir uns nur den Glaubenan uns selbst bewahren. Auch für uns soll gelten das Wort eines anderen der deutschen Wegbereiter zum einsti- Deutsche Pfingsten. Hebet den vielen und schweren Sorgen des Tages will man es schier vergessen, dah der Rosenmonat kam, und daß es Pfingsten wurde. In trübes Duickel ist noch immer die Zukunft, unseres Reiches und Volles gehüllt. Die Opttmisten, die in den letzten Wochen glaubten, Anzeichen für eine Besierung feft- stellen zu können, sind bald eines anderen — nur leider nicht eines besseren — belehrt worden. In seiner ReichStagSrede am Montag hat sich der Reichskanzler darauf beschränkt, eine geschickte Darstellung der Vorgänge auf der Genueser Konferenz und namenllich der Hmstände, die zu dem Vertrage von Rapallo führten, zu geben. Heber das, was man eigentlich von ihm hören wollte, über den Inhalt der von uns am gleichen Tage in Paris überreichten Rote zur Reparativnsfrage, äußerte er nichts. So glückte eS ihm, sich eine für ihn günstige Stimmung im Reichstage und in der Presse zu schaffen. Es schien, als ob das in Aussicht stehende Mißtrauensvotum der Deutschnativnalen keine Hnter- stützung anderer Parteien finden würbe. Heber Rächt änderte sich die Lage, als der Inhcllt unserer Rote bekannt wurde. Sie überstieg tatsächlich die schlimmsten Erwartungen und führte dazu, daß nun auch die Deu t sche D v l k S p a r.t e i nicht mehr in der Lage war, der Reichsregierung ihr Vertrauen auszusprechen bzw. den von deutschnationaler Seite eingebrachten Mißtrauensantrag abzulehnen. Tatsächlich muh man auch jetzt, wo man die ganze Tragweite des deutschen Schrittes übersehen und beurteilen kann, sagen, daß wir uns in Paris erneut auf gewaltige Zugeständnisse fe st gelegt haben, ohne entsprechende Gegenleistungen zu erhalten. Wir haben der Entente unsererseits Ersparnisse im Reichshaushalt in Höhe von Milliarden in Aussicht gestellt, wir versprechen ihnen eine gleich hohe Anzahl von Milliarden aus den Erträgen unserer Steuern und darüber hinaus aus deren etwa notwendig werdenden Ausbau, wir gestehen den Gläubigern in unsere Finanzwirtschaft nicht nur einen tiefen Einblick zu, sondern auch eine weitgehende Kontrolle darüber und verpflichten uns schließlich, eine große Summe Papiermilliarden einzuziehen, ohne zu wissen, wie wir das ausführen sollen, und machen als einzigen Vorbehalt, daß wir eine Anleihe erhalten. Wir hätten unbedingt fordern müssen, daß angesichts unserer Zugeständnisse und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage die Mliierten ihrerseits sich dazu verpflichteten, sofort die Sanltionen aufzuheben, das besetzte Gebiet — einschließlich des Saargebietes — zu räumen und uns bestimmte Zusagen auf eine Anleihe zu machen, die es uns ermöglicht, unsere Wirtschaft wieder in Ordnung zu bringen. Rur bei Erfüllung dieser Bedingungen ist es möglich, uns innerlich so zu kräftigen, daß wir die von uns verlangten schweren Lasten tragen können, und nur so wäre unsere Rote zu begründen und annehmbar gewesen. RichtS von alledem geschah; wir sind nun auf Gnade und Hngnade der Reparationskommission und dem Anleiheausschuß ausgeliefert und müssen abwarten und hinnehmen, waS man in Paris über uns beschließen wird. ES kann nicht Wunder nehmen, daß man an der Seine und auch an der Themse sehr „zufrieden" mit uns ist. Die Reparations- kvmmission hat in kürzester Frist unsere Rote beantwortet und uns das Moratorium bis zum Ende des ZahreS verlängert, natürlich „vorbehaltlich^ usw. Damit ist nun zwar augenblicklich d ie Gefahr beseitigt, die am 31. Mai drohte, die Gefahr nämlich, daß die Franzosen zu Svnderaktionen schreiten und etwa Die Aussichten der internationalen Anleihe gen deutschen Wiederaufstteg, das Wort Schleiermachers: „Deutschland'ist Die (Erwägungen des Anleiheausschusses. Große oder kleine Anleihe. — Die „Neugruppierung der Länder". Paris, 3. 3unL (WTB.) Der Frage der internationalen Anleihe widmet der „Petit Parisien" seine Betrachtungen. Rach seiner Ansicht habe der internationale Ausschuß zwischen den beiden Kombinationen, die er empfehlen könne, noch keine endgülltige Entscheidung getroffen. Die erste Kombination bestehe darin, auf dem internationalen Markt eine ziemlich große Anleihe unterzubringen. Das wäre jedoch nur möglich, wenn man die Herabsetzung der gesamten Schuld Deutschlands empfehle, indem man einen gleich großen Betrag der interalliierten Kriegsschulden annulliere. Diese Kompen- sativnsfrage könne glücklicherweise erst Dann gelöst werden, wenn Amerika seine Haltung zu der Schuldfrage ändere. Daraus ergebe sich eine zweite Operationsmöglichkeit, für die seit Monat März Finanzminister de Lasteyrie und Sir Hohn Bradbury etn- getreten seien, nämlich eine kleine Anleihe, basierend auf Sicherheiten, aufzulegen und die allgemeine Regelung für später aufzuheben. Auch hier seien Schwierigkeiten vorhanden, da nach dem französischen Standpunkt eine berarttge Anleihe Frankreich nur eine geringe Summe ein treiben werde, da damit an erster Stelle die belgische Priorität be- rücksichttgt werden müsse. Einzelne Persönlichkeiten glaubten auch, ein Teil dieser Anleihe müsse zur Stabilisierung der deutschen Mark verwendet werden. Andere Pläne gingen dahin, den Anteil Frankreichs hevab^usetzen. Deshalb sei es nicht wahrscheinlich, daß Der Bankierausschuh schon in der das Ruhrgebiet besetzen. Man könnte versucht sein, das als einen Erfolg anzusehen. In Wirk- lichkett aber liegen die Dinge so, dah mit einer Verlängerung des Moratoriums unserer Lage in keiner Hinsicht Rechnung getragen ist. Abgesehen von unseren Sachleistungen müssen wir ja doch auch weiterhin allmonatlich 56 Millionen Goldmark zahlen. Schon die Mairate ist nur unter den gröhten Schwierigkeiten beschafft worden, und unsere Reichsregierung erklärte damals, wir seien zur ferneren Aufbringung solcher Lasten nicht imstande, wenn uns nicht hinreichend Hilfe geschafft würde. Wenn wir jetzt für die nächste Zahlung wieder die nötigen ausländischen Devisen kaufen müssen, jo muß unausbleiblich unsere Mark erneut sinken und eine Vermehrung unseres Rotenumlaufes, unserer schwebenden Schuld, eintreten, also gerade das, was wir in unserer Role einzustellen ver- . _ _______ sprachen haben. Rach wie vor bewegen wir noch immer da und seine uns ich t- uns also im gleichen verhängnisvollen Zirkel,[bäte Kraft ist ungeschwacht!" Dertrauenvotum für Poincare. Paris. 2. Cunl (WTB.) Die Kammer sprach der Regierung mit 434 gegen 100 Stimmen das Bertra uen aus. Im Lause der Debatte erklärte P o i n c a r e, er habe am Vormittag auf Grund seiner Verantwortung als Regierungschef der Reparationskvmmission mit- geteilt, daß die internationale Anleihe nicht von einer wetteren Amputirrung der französischen Forderung abhängig gemacht werden dürfe. Paris, 2. Iuni. (Wolff.) Die gestrige Rede des Ministerpräsidenten Poincare finbet in der Poesie fast ausnahmslos Zustim- m u n g. Zum Teil sprechen sich die Blätter begeistert über die Art aus, mit der der Letter der französischen Polttll die Rolle Frankreichs in der Welt gezeichnet habe. Rach dem radikalen „Rappel" habe Poincare mehr Kaltblütigkett gezeigt als sein englischer Kol^ge. Dieser Lo- chcinger kenne die germanische Mentalität besser als Lloyd George. Er wisie, daß, um wenig zu erzielen, man viel, geduldig und beharrlich schreien müsse. Er fühle die Macht einer energischen Hmflammerung; er habe sie gestern praktiziert, er werde morgen nicht darauf verzichten, wenn es nötig werde. Der ..Petit P a r i s i e n" sagt, Poincars habe der Rolle Frankreichs, die einzelne entstellen wollten, ihren wahren großmütigen und idealistischen Charakter wiedergegeben. In einem großen Rahmen habe Poincare mit Klarheit und Logik alle Ereignisie. die in den letzten Monaten die Beziehungen Frankreichs zu allen Völkern auszeichneten, heute methodisch erläutert und sie durch lichtvolle Erinnerungen an den grundlegenden Prinzipien der Rechte Frankreichs, besonders gegenüber Deutschland, erhellt. Das „Journal" spricht von einer starren Frescvmalerei. Man habe alle Persönlichkeiten, die in der internationalen Politik die großen Rollen ausübten, yvrbeiziehen sehen, manchmal mit einer leichten Retusche ihre Sil- houetten erkannt, aber das Schauspiel sei ernst gewesen. Es habe manchmal die Allüren einer vollen Geschichtsstunde angenommen. Der »Figaro" zeigt sich befriedigt, axil die Rede des Ministerpräsidenten klar und präzise gewesen sei. Keine der diplomatischen Affären, die jetzt noch in der Schwebe seien, habe gefehlt. Man habe dem Ministerpräsidenten mtt großer Aufmerksamkeit zugehort. Die Mehrheit der Kammer, einschließlich zahlreicher Radttaler. habe ihm oft willig Beifall gespendet. Der sozialistische .Populaire" nennt die Rede ein umfangreich^ und gelehrtes Plädoyer. Die Hauptthemata hätten sich wie ßeitnwttoc durch die komplizierten Darlegungen gezogen. Der beherrschende Gedanke fei gewesen, daß er — Poincare — nicht der Feind des Friedens sei. Das Blatt stellt die Frage, ob nicht der wahre Frieden, der wirkungsvolle Frieden, auf etwas anderem beruhe als auf der Ausführung überWendigkeit einer Lösung der folgenden vier Fragen an: Interalliierte Schulden, Rückkehr zum Prvblemes finden werde. Früher oder später j Goldstandard. Reparationen, Wiederaufnahme muffe man durch das eine oder das andere I normaler Wirtschaftsbeziehungen. nominaler Verpflichtungen und auf Anerkennung des Rechtes. Wenn die Erfahrung beweis^, daß ein Vertrag unausführbar fei, wie in dem Falle des Vertrages von Versailles. wenn die Rotwendigkeit der Dinge tatsächlich zwinge, jeden Tag ein wenig mehr von seinem Inhalt auszugießen. wenn dieser Widerspruch zwischen dem Buchstaben der Verpflichtungen und der Wirklichkeit bewsise, daß der Vertrag tatsächlich auf dein ganzen Weltall tafle, auf allen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Bedingungen, wenn die Ansicht der Welt immer klarer die Gefahren dieses Widerspruches vor Augen habe, wären alsdann diejenigen, die sich beharrlich, ja sogar aggressiv an diesen toten Punkt klammerten, nicht eine Gefahr für den Frieden und Feinde des Friedens? Frankreichs Bedingungen für die Haager Konferenz. Eine Denkschrift Poincar^s. Paris, 2. Iuni. (Havas.) Poincare ließ heute abend an alle zu der Sachverständigenkonferenz im Haag eingeladenen Regierungen eine Denkschrift senden, in der er* die Bedingungen erläutert, die Frankreich für unerläßlich hält, um den Erfolg dieser neuen Konferenz für die russische Frage sicherzustellen. Wie erinnerlich, batte der französische Ministerpräsident vor ter K nserenz v n Ge. ua am 31. Januar eine ähnliche Denkschrift an die Alliierten, beim Obersten Rat in Cannes vertretenen Mächte und an die Staaten der kleinen Entente versenden lasien. Das neue Schriftstück knüpft an die allgemeinen anerkannten rechtlichen Grundsätze an, die damals als unumgängliche Grundlinien für jede Verhandlung mit der Sowjetregierung auf» gestellt wurden und weist auf die Lehren hin, die man aus dxn langen Debatten in Genua mtt den russischen Delegierten ziehen müsse. Zum Schlüsse zeigt P o i n c a r £, daß die neue internationale Beratung außerhalb des Rahmens einertechnische nVerhandlung zwischen Sachverständigen zueinemMiherfolge verurteilt sei, in Anbetracht der Erfahrungen, die man kürzlich in Genua mit den diplomatischen Methoden der Sowjets habe machen können. Diese Denkschrift wird, wie Howas weiter meldet, veröffentlicht, sobald alle Regierungen, an die sie gesandt wurde, sie erhalten haben würden. Erst nachher werde die französische Regierung vollkommen unabhännig wissen, ob sie es für angebracht hält, sich im Haag vertreten zu lassen oder nicht. Es sei von Interesse festzustellen, daß die offiziellen amerikanischen Kreise über die Zusammenkunft im Haag mit den französischen offiziellen Kreisen vollständig die gleiche Ansicht teilten. Die Schweiz geht nach dem Haag. Bern, 3. Iuni. (WTB.) Der Bundes« rot hat endgültig beschlossen, die Haager Konferenz zu beschicken. Heber die Zusammensetzung der Delegation wird demnächst Beschluß gefaßt werrden. Beruhigung in Italien. Rom, 2. Iuni. (Wolff.) Die „Agenzia Stefan!“ meldet: In der heu'igen Kamme-sihung gab der Ministerpräschmt Facta eine Darstellung der Lage in B o l v g n a. Er erklärte, die Regierung beabsichtige, maßvoll bvrzugehen, ober die Staatsautorität nicht durch Gewalttätigkeiten antasten zu lassen. Die Kammer nahm die Darlegungen des Ministerpräsidenten zur Kenntnis und billigte die von ihm gemachten Vorschläge. Bologna, 3. Iuni. (WTB.) Auf Befehl Mussolinis verlassen die Faszisten die Stadt. Die Aussperrung in der Industrie wird zurückgenommen. Die Stadt nimmt ihr gewöhnliches Aussehen an. Die irische Frage. London. 3. Iuni. (WTB.) Das Kabinett ist hrute wiederum zu einer Besprechung der ir°ischen Lage zusammen- getreten. Lloyd George beschloß, London heute nacht zu Der la ff en und sich nach Criccieth zu begeben. Dieser Beschluß wird als ein b o f f - nu ngsvolles Zeichen betrachtet. Weitere Truppen sind heute aus England nach Irland abgegangen. London. 2. Juni. (Wolff.) Wie gemeldet wird, nimmt Balfour tätigen Anteil an den irischen Konferenzen und trifft heute mit dem Hlsterpräfidenten Griffith zusammen. Die ungarischen Wahlen. Budapest, 2. Iuni. (Wolff.) Im zwetten Wahlgang der RationalversammlungS- wählen wurde in 104 Bezirken abgestimmtz Aus 44 hauptstädtischen und Prvvinzbezirken, in denen die Abstimmung geheim war, wird erst das Resultat in zwei bis drei Tagen bekannt werden. Don den übrigen 60 Bezirken erhielten bis heute morgen 3 Hhr die einheitliche Regierungspartei 16, die regierunaunter stützende christlich-soziale Partei 8, die legittmistische Androsiy- Fraktion 6, dre Haller- Frattion 2 und die Sozialdemokraten 2 Mandate Parteilos sind drei gewählte Abgeordnete Aus 15 Bezirken steht noch die Entscheidung aus. Kabinettswechsel in Finnland. Helsingfvrs, 3. Iuni. (WTB.) Dee Reichspräsident hat den Rücktritt des Ministeriums Mennvla bewilligt und die neue Regierung ernannt, die bis nach den Abgeordnetenwahlen die Geschäfte führen soll. > Erscheinung treten. In trat Die neue Verfassung der Studentenschaft. Honnef. 1. Juni. Gestern nachmittag chaft bedürfen. Bei Erfüllung dieser Ausgaben t der Austrag parteipolitischer und konfefsro- neller Gegensätze ausgeschlossen. Die Verfassung der Deutschen Studenten- chaft bestimmt u. a. folgendes: Die Deutsche Studentenschaft besteht aus den Studentenschaften der Hochschulen des-Deutschen Reiches und der Technischen Hochschule Danzig Die Mitgliedschaft zur Studentenschaft einer Hochschule besitzen die Studierenden deutscher Retchsangehörigkeit. Aus Antrag muh sie aber auch zuerkannt werden: Studierenden, die vor dem 11. Aovember 1918 die deutsche Reichsangehöriakeit bejahen, den Studierenden deutsch-österreichischer Staatsangehörig-' feit und den auslandsdeutschen Studierenden, ofern sie vom Rektor als Auäla ^dZdeutsche anerkannt sind. Die Deutsche Studentenschaft behandelt ausschließlich die der Einzelstudentenschaft zugewiesenen. Ausgaben, sowie die Pflege der Dezi Hungen zu den Studentenschaften des Auslandes. Der Austrag politischer und konfessio- nekler Gegensätze i t ausgelch'o sen. Aus Grund dieser Der assung haben sich die in Honnes versammelten Studentenschaften geeinigt, weiter für das Ziel der Deutschen Stu- dentenschatf zu wirken. Minimums geregelt werden muh. Gegen alles Schiebertum und gegen jede Ausbeuterei der Konsumenten wurde energisch Stellung genommen. Gegen das Desoldungssperrgesetz.. das einen tiefen Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden darstellt und in seinen Auswirllingen besonders die Gemeindebeamtenschaft schädigt, wurde Front gemacht und dessen Aufhebung nach seiner derzeitigen Geltungsdauer (1923) verlangt. schaftlichen Aufgaben, die der gemeinsamen De-s gehälter an die jewelligen Schwalingen ber arbeitung durch die deutsche Gesamtstudenten- Wirtschaftslage unter Wahrung emes Extstenz- meinde zu tragen. * * Zur Vermeidung von Staubentwicklung bei Bauten macht das Polizeiamt darauf aufmerksam, bah nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen diejenigen Strafe zu gewärtigen haben, die e8 unterlassen, bei Bauten, namentlich beim Abbruch von Gebäuden, alle Vorkehrungen zu treffen, um Gefahren für Vorübergehende oder lästige Staubentwicklung zu verhindern. — Verboten ist es, Blumenstöcke oder -breiter auf Dalkonen oder an Fenstern ohne genügende Befestigung aufzustellen, sowie Teppiche. Betten oder Tücher aus den Fenstern heraus auf die Strafte auszuschütteln. " Die gestrige Bekanntmachung des städt. Brennstoffamts über Höchstpreise für Kohlen und Koks ist infolge eines Textfehlers in der heutigen Rümmer unseres Blattes wiederholt. ♦♦ Reisekreditbriefe stellt auch für die diesjährige Reisezett die Siebener Bezirkssparkasse aus: über die Bedingungen ist Räheres aus dem heutigen Anzeigenteile ersichtlich. ** Die Friseurinnung teilt unS mit, dah ihre Geschäfte am 1. Feiertag nur von 9 biS der DeutscheStudententagzu einer Vollsitzung zusammen. Rach 14stündiger Sitzung cour- den heute morgen die Verhandlungen abgeschlossen. Die Ergebnisse kommen in folgenden Ent - schliehungen zum Ausdruck: Die in Honnef versammelten stimmberechtigten 'Vertreter der Studentenschaften sind entschlossen, die Arbeit der deutschen Studentenschaft fvrtzuführen. Sie beschließen eine De rfassungfürdieGesomtstudenten- schäft und für die deutsche Studentenschaft. Diese Verfassung wird von benienigen Studentenschaft ten, die ihr zustimmen, als rechtsverbindliche Grundlage anerkannt. Der Vorst and wird beauftragt, darauf hinzuwirken, bah die Arbeit der Deutschen Studentenschaft sich ungeachtet des Derfassungsfireites weiterhin in Verkehr mit allen Studentenschaften vollzieht, und daß sich auch die in Honnef nicht vertretenen Studentenschaften an der Beschlußfassung eines Studententages über die Derfassungsfragen beteiligen. Rack^em auf diesem Wege eine einheitliche rechtsverbindliche Grundlage für die Verhandlungen des Studententages geschaffen worden war, wurde ein Derfastungsentwurf mit 58 von 72 Stimmen angenommen Die Verfassung der Deutschen Studentenschaft sieht u. a. folgende Regelung vor 1. D.i e deutsche Gesamtstudentenschaf t besteht aus der Deutschen Studentenschaft und den Verbänden derjenigen auherreichsdeutschen Studentenschaften, die von Rektor und Senat als Vertretung gller deutschen Studenten ihrer Hochschule anerkannt sind. Maßgebend für die Zusammensetzung dieser Studentenschaft sind die Grundsätze über die Zugehörigkeit zu den einzelnen Studentenschaften des Deu i chrn Rei t.. 2. Die deutsch: Gesamtstudentenschaft setzt das Ziel, für die deutsche Kultur und Volksgemeinschaft zu arbeiten. Sie behandelt die Hochschulangelegenheiten und wirt- Die bedrohliche Lage in Oberschlefien. Berlin, 2. 3unt Zu den deutsch- 1 feindlichenAusschreitungenim polnisch werdenden Tell Oberschlesiens erfahren wir von zuständiger Stelle folgendes: Aach den am 31. Mai mittags in Berlin vorliegen- ; den Rachrichten muß die Lage im polnisch werdenden Tell Oberschlesiens als für die dortigen Deutschen bedrohlich bezeichnet wer- 1 den. Dach den bisherigen Erfahrungen sind Aufrufe, wie sie kürzlich die polnische Grenz- zettung veröffentlicht hat, in der Regel das erste Anzeichen eines allgemeinen Lvsschlagens der Polen gegen die deutsche Bevölkerung. Die Interalliierte Kommission in Oppeln hat das Treiben der Polen jedenfalls bis gestern abend nicht gehindert. Infolgedessen hat der deutsche Vertreter in Oppeln bei der Interalliierten Kommission Schritte unternommen und auf die lebhafte Beunruhigung der deutschen Kreise hingewiesen. Die Interalliierte Kommissiivn hat Maßnahmen zum Schutze der Deutschen zugesagt. Wieweit sich diese prakttsch auswirken werden, muh freilich vorerst abgewartet werden. Dach den Meldungen vom 31. mittags ist die Dacht zwar in Kattowitz selbst ruhig verlaufen, jedoch werden aus dem Landkreis Katto- witz, aus Laurahütte und anderen Orten Hn» rachen gemeldet. Auch im Kreise Rybnik hat der Terror gegen die deutschen Arbeiter und Beamten heute nacht stark eingesetzt. Wie am 1. Iuni aus Kattowitz gemeldet wird, waren auch während des ganzen 31. Mai starke Polenansammlungen festzustellen. So zog unter Führung eines früheren Apo-Beamten, der eine rote Fahne trug, ein Trupp nach Zalenze, wo deutsche Beamte der Baildvn-Hütte vertrieben wurden. Der Oberingenieur BorriS wurde schwer mißhandelt. Den Zeitungsverkäufern auf der Straße wurde arg zugesetzt, sobald sie deutsche Zeitungen zum Verkauf anboten. Dach einer Meldung des „Verl. ßot.» Artz." aus BerSlau steigert sich unter der polnischen Devöllerung die Erregung noch immer, und die deutschen Kreise in Ost-Oberschlesien sehen den nächsten Tagen mit Sorge entgegen. Schwere Bedenken erregt das Verhalten der französischen Truppen. Es ist feststgestellt worden, daß Angehörige der französischen Tankgeschwader sowie der technischen und Dasfvrmativnen in aller Stille mit alten Zivilanzügen ausgerüstet worden sind. Sie f>aben sich in den polnischen Tell Oberschlesiens begeben. Aus MhSlowitz, Li- pine, Knarvw und anderen Herden der polnischen Bewegung liegen Berichte vor, wonach inKürzediePvlengegendiedeut- t sche Bevölkerung vvrzugehen be- _ absichtigen. Vor allem sollen die deutschen y Bergbeamten in den Hütten und Gruben durch , Polen, Franzosen, Belgier und Tschechen ersetzt werden. Für alle leitenden Stellen in den Gerneinden und in den Stadtverwaltungen sind nicht Oberschllesier vorgesehen, denen man vfffenbar nicht traut, sondern Kongreß- und Grvßpvlen. Ein Ausruf des oberschlefischen Obersten Volksrates. Ka11owih, 3. Iuni. (WTB.) Der Oberste DvlksratfürOberschleiien erläßt an die vberschlesische Dwölkerug folgenden Ausr i f: LandsleuteI Wir erfahren, daß in verschiedenen industriellen Betrieben die Beamten mißhandelt und vertrieben worden sind. Eine solche Handlungsweise ist im höchsten Grade unvernünftig. Ohne Beamten kann kein Betrieb arbeiten. Wenn die Beamten vertrieben werden, so droht dem Betriebe die Gefahr der Stillegung. Achtet bte Ueberzegung anderer und vergebt nicht, daß wir in Zukunft in Eintracht zusammen leben müssen, da dies für uns und anderer Staaten Wohlstand erforderlich ist. Aus Hessen. Vertret ertag der hessichen Gemeindebeamten. *Densheim, 2. Iuni. Die Gewerkschaft der hessischen Gemeindebeamten hielt hier ihren alljährlichen (Bertretertag ab Die Tagung zeigte das Bild einer einheitlich organisierten festgeschtossenen Gemeindebeamtenschaft im Bolksstaate Hessen.. Aus den erstatteten Referaten und den gefaßten Entschließungen ging hervor, daß die Gewerkschaft mit besonderer Wärme eintritt für eine sofortige Verabschiedung des Beamtenreichsrechtes, eine umgehende Regelung der Beamtenvertretungen und eine umfassende Reform der Verwaltungs- gesehe in Hessen. Die Prüfungsfrage und Urlaubs- I frage wurden eingehend behandelt und deren neuzeitliche Regelung betrieben. Die Frage der Be- | amtenkrankenkasse, die für die Beamtenschaft gerade heute einen äußerst wichtigen Faktor darstellt. wurde nach allen Setten hin erörtert. Be- Die TenrnngSzahlen In Hessen. Darmstadt, 2. 3unL Die Teuerungs- zahlen in den fünf größten hessischen Städten, berechnet auf Grund der Preise vom 10. Mai und 24. Mai 1922 (5. und 19. April), betrugen für Mainz 3273 (3079), Darmstadt 3029 (2865), Offenbach a. M 3125 (3005), .Worms 3038 (3067) und Gießen 3123 (3001). Der starke Rückgang der Gemüsepreise ist die Ursache, dah die allerdings nicht sehr bedeutenden Preissteigerungen sonstiger Leb^nsbedü fn s e in den Teuerung^zahlen kaum Hindenburg in Elbing. Elbing .1. Iuni. Feldmarschall H i n d en- burg traf gestern nachmittag um 5 Uhr hier ein. Eine gewaltige Volksmenge belebte den Friedrich-Wilhelm-Platz und die Rebenstraßen, wo Schulen und Vereine Aufstellung genommen hatten. Oberbürgermeister Dr. Mertens begrüßte den Feldmarschall als den Sieger von Tannenberg, als den Befreier Ostpreußens uno der russischen Gefahr und als den einzig noch lebenden Ehrenbürger der Stadt Elbing. Hindenburg erwiderte in feiner bekannten kurzen Weise mit einer Aufforderung zur Reubelebung der deutschen Tugenden, auf denen der Wiederaufstieg des Vaterlandes anzubahnen ist. Richt endenwollender Iubel brach nach der Rede des Feldmarschalls aus, die in ein Hurrah auf das deutsche Vaterland aaSflang. Äachdem dem Feldmarschalt *t>om Oberbürgermeister die Spitzen der Behörden vor- geftellt waren, schritt Hindenburg die Front der Schulen und Vereine ab. Hierauf begab er sich zur Schicha uwerf t, wo noch der größte Teil der Olt beiter anwesend war. Einer von ihnen begrüßte den Feßmarschatt, worüber dieser sichtlich erfreut war und der Arbeiterschaft besonders herzlich banfte. Er besichtigte dann die Werft und lieh sich zum Schluh die Dieselmotoren vor- führen. 12 Uhr geöffnet sind. Am 2. Feiertage bleiben fle ganz geschlossen. Dasselbe gilt auch für Friseusen. *’ Silberne Hochzeit feiern am 5. Iuni die Eheleute Dreher Heinrich Best und Frau. geb. Groh sowie die Eheleute Louis Odel und Frau, geb. Zughard. Qleuftabt 26. * Müller'sche Dadeanst alt. Wasserwärme der Lahn am 3. Juni: 19 Grab R. Bornotizen. — Tageskalender für SamStag: Astoria-Lichli viele, ab heute ..Macistes Aben- teuer“. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße, heute und morgen: „Die Hafenlore", 2. Teil. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus Dahnhofstrahe, ab heute: »Ihr Kammerdiener" und „Richte nicht!" — Oberhessischer Kun st verein. In- folge einer Aenderung deS Ausstellungsplanes können die erst seit kurzem ausgestelltSr Kunstwerke nur noch bis zum Dienstag verbleiben. Die Ausstellung ist somit nur noch an den drei Feiertagen von 11 bis 1 hrgeöffnet. Heute wurden noch eine kleine Kollektion Aquarelle von dem bekannten Genremaler A. O. Hoffmann-Berlin zur Ausstellung gebracht. — Die Gießener Kunstsammlung mit der Dr. Hans Dock-Gedächtnisstiftung an Reuen Schloß ist vom 1. Pflngstfeiertagan nunmehr wieder regelmäßig Sonntags von 11 bis 1 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben mir in Begleitung von Erwachsenen Zutritt. — Astoria-Lichtspiele. Don heute ab beginnt die letzte Vorstellung täglich 9 Uhr abends, die Rachmittaas-Vorstellungen begtw nen 4 Uhr und 6'/? -llhr. Sonntags bleibt die Anfangszeit der Rachmittagsvorstellungen tote bisher bestehen. (Siehe Anzeige.) svldungSfrage Wege der ges Wege der so Landkreis Gießen. A Aus dem Kreise Gießen, 2. 3unl Die Heuernte naht und schon nehmen die Heugrasversteigerungen ihren Anfang. Die Preise sind noch bedeutend höher gestiegen als voriges I«hr. Es hat dies sicher seinen Grund darin, daß 1921 die Heuernte äußerst gering war und die Grummeternte vollständig ausst^. Während früher die ßanbtoirte noch bis -um Herbste altes Heu füttern konnten, sind jetzt langst die knappen Erträgnisse von 1921 verfüttert. Da infolge des kalten Frühjahrs das Grünfutter drei Wochen später als in sonstigen fahren kam, haben viele Landwirte sogar Roggen abmähen und verfüttern müssen, Und vor allem fehlt es an dem Deutschen Rotklee, der infolge des strengen Winters erfroren ist. Aber gerade der Rotllee ist das erste Grünfutter und wirkt äußerst günstig auf die Milcherzeugung der Kühe. Untere jetzige Milch- und Butterknappheit hat also zum Teil ihren Grund im Fehlen des Rotklees. Das Heugras steht in der Umgebung Gießens ziemlich gut dagegen verspricht die Gegend von Lich und Grünberg eine geringe Heuernte. Die Wiesen haben infolge der Dürre von 1921 in ihrem Grasbestand sehr gelitten, das naßkalte Frühlingswetter beschädigte den Rasen ebenfalls in erheblicher Weise. * Lich, 2. Iuni. In der Rächt auf heute wurde bei einer hiesigen Arbeiterfamilie ein- gebrrchen und mehrere Gegenstände im Gesamtwerte von ungefähr 10 003 Mk. sowie 1400 Mk. in bar gestohlen. Die Einbrecher - die Umstände sprechen dafür, daß es zwei waren — gelangten durch ein Fenster, an dem sie zuerst durch Ent- kitten geschickt eine Scheibe lvslösten und Herausnahmen, in daS zu ebener Erde [\egenbe Zimmer. An Ort und Stelle kleideten sich die Täter um. — Erst vor 3—4 Wochen wurden dieser Familie aus demselben Zimmer von dem angeblichen Liebhaber der Tochter der daselbst übernachtete. 6000 Mark in har gestohlen, womtt er das Weite suchte und seither nicht dingfest gemacht werden konnte. Alle Anzeichen deuten darauf Hm, daß er diesmal wieder die Hand im Spiele hat. A Steinbach, 2. Iuni. Der alte st e Einwohner unseres Dorfes, Iakob Krämer VL, starb im Alter von 90 Iabren. Er war in seinem Leben kaum krank gewesen und hatte nur wenige Tage vor seinem Tode das Bett gehütet. Kreis Lauterbach. AHörgenau, 2. Juni. CtneA bschiedS- f e i e r zu Ehren des nach Landenhausen versetzten Lehrers Rausch veranstaltete die Gemeinde. Lehrer Rausch bat sich ganz besonders um das Zustandekommen des Denkmals für die im Weltkrieg Gefallenen verdient gemacht. Der Gesangverein „Sängerlust" verliert durch seinen Weggang feinen Dirigenten, die Gemeinde einen tüchtigen Lehrer. rr. Schlitz, 2. Iuni. Heute feiern der städt. Vorarbeiter Andreas Kammei, ein Veteran von 1870/71, und seine Ehefrau Barbara geb. Blum das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Iubelpaar, welches in unserer Stadt hohes Ansehen genießt, erfreut sich noch einer staunenswerten geistigen und körperlichen Frische und Rüstigkeit. — Rachdem der hiesige gemeinnützig« Bauverein in der Rähe unseres Bahnhofs eine 4- Familieimoc-Hnung erbaut hat, die schon in den nächsten Wochen bezogen werden wird, hat sich der Verein nunmehr zu einem gleichen areItcren Reubau entschlossen. Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben, die Errichtung des Baues soll baldigst erfolgen. Kreis Friedberg. Wilder Streik in Wölfersheim. ** Vorn Kreisausschuß. Die Berhand- lungen des Kreisausschusses am 1. Iuni hatten anscheinend für weite Kreise der Bevölkerung erhebliches Interesse; denn der Zuhörersaal des Sitzungssaales war so beseht, wie dies nur selten der Fall ist. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stand die Reuregelung der Vergütungen der Bürgermeister und der Besoldungen der Beamten der Gemeinden Ettingshausen, Bettenhausen und Dors-Gill. In diesen drei Gemeinden hatten sich die Gemeindevertretungen nicht bereit finden lassen, die (Bergütungen der Gemeindebeamten so zu bewilligen, wie sie den vom Ministerium des Innern und dem Kreisamt Gießen erlasienen Richtlinien nach hätten festgesetzt werden müssen. Der Kreisdirektor des Kreises Gießen hatte deshalb gemäß den Bestimmungen der Canbgemeinbeorbnung das Dettoaltungsstreitverfohren gegen die drei Gemeinden eingeleitet. Roch vor dem Termin hatte der Gemeinderat zu Ettingshausen die De- soldunasregelung orbnungsmähig vorgenommen, so baß eine Verhandlung nicht stattzusinben brauchte. Die Gemeinde Ettingshausen wirb In- besten bie bis bahin entftanbenen Kosten des Verfahrens zu tragen haben. Diese Kosten bürsten bei ber Höhe bes Wertes bes Otreitgegen- stanbes unb in Anbetracht ber erft vor kurzem erfolgten wesentlichen Erhöhung ber Gebühren im Verwaltungsstreitverfahren nicht unbeträchtlich sein. In ber Verhanblung gegen bie Gemeinde Bettenhausen kam der Kreisausschuh zu der Feststellung, dah die Vergütung für den Bürgermeister sowie bie Besoldung für ben Gemeinberechner unb ben Polizeibien er ben erlassenen Richtlinien entsprechenb zu erfolgen habe. Der Feldschühe hatte sich mit Berechnung feiner Desolbung auf ber ©runblage einer geringeren Beschältigungsbauer, als die Richtlinien sie vorgesehen hatten, einverstanden erklärt, trotzdem seitens der Vertreter ber Gemeinbe in ber Sitzung anerkannt werben muhte, baß er zur orbnungsmähigen Ausübung seines Dienstes eigentlich mehr Zeit benötige. Der Kreisausschuh hatte unter biesen Umftänbcn keinen Aniah, über bie Forberung bes Felbschühen hlnaus^u- gehen. Die Äoften bes Verfahrens muhten ber Gemeinbe zur Last gesetzt werben. In ber Der- hanblung gegen bie Gemeinde Dorf-Gill erklärten sich ber Bürgermeister, ber Gemeinbe- rechner unb ber Polizeibiener ebenfalls mit Berechnung ihrer Vergütungen auf ber Grunblage einer geringeren Deschattigungsbauer, als solche in ben Richtlinien vorgesehen war, eüwerftanben und ber Kreisaulschuh verurteilte die Gemeindc zur Zahlung der ben Forberungen ber Beamten cntsprechenben Vergütungen. Die Desolbung bes Felbschühen würbe unter Zugrunbelegung ebter Beschält gungsdauer von burch'ch Ut'.ich wöchentlich 21 Stunben unb bieienige des Rachtwächters unter Zug unb legung einer Beschäfti u g bauer von burchschnitttich wöchentlich 9 Sturiben festgesetzt. Die Kosten bes Derfahrens hat bie ®e> fpb. Fr ieb berg, 2. Iuni. Heute vormittag trat bie Belegschaft ber Grube Wölfersheim in einen wilden Streik ein. Der Grunb ist nach einer Pressemeldung darin zu suchen, bah ein feit fünf Monaten auf bem Werk beschäftigter Hilfsarbeiter sich weigert, Mitglieb bes Deutschen (Bergarbeiter- Derbanbes zu werben. >r / Butzbach, 2. Juni, .©eibene Hochzeit feierten heute im Kreise ihrer Familie Anton W e i ck h a r b t unb ferne ©befrau4 geborene Büttel. - Don heute ab ist bas neue Wasser» Derk bei Griebel In Tätigkeit gesetzt unb bem Ortsnetz zuaeführt worben. sf. griebberg, 2. Juni. In ber gestrigen Stabtverorbnetensihung, die von Dri- georbneten Langsborf geleitet wurde, nahm bie Dersammlung Kenntnis von ben Maßnahmen, bie als „A l t e r s hil f e" geplant sinb. Es sollen im Laufe bes Sommers mehrere große Deran- staltungen, wie turnerische Dvrfüchrungen, Konzert im Durggarten Blumentag, ein Theaterabenb, eine Lotterie usw. flattfinben. beren Ertrag ber „Altersh^lfe" zugute kommen soll. Einzelne Fachausschüsse, von ben hiesigen Dereinen gebilb^, leiten bie Dvrarbetten. Die Arbeit wirb zusam- menaefaht in einem Zentralusschuh, bem stäbti- jcherseits ber Finanzausschuß angehört. Sie Aus und Land. ® le ft en, den 3. Iuni 1922. Pfingftmorgen. Don Sophie Rebel von Türkheim. Einsam und kirchenstill bas Heibeland. Der Frühwlnb betet,®olbftaub auf ben Schwingen, Unb um bie Dirken ist ein feines Klingen, Traumleise nur, von grofter Meisterhanb. In junger Schöne grüßen sie ben Tag, Diamantensterne in ben lichten Locken, Am Silberlleid noch feine Flaumesflocken, Als löse sich ein dunkles Märchen zag. Und „Gloria in excelsis deo“ rauscht In schwerem Purpursamt, am Himmel droben Die Sonne auf. — Ringsum nur loben, loben. Und meine Seele zittert, klingt und lauscht —. Und neigt sich deiner Urgewalt'gen Kraft, Du Geist der Pfingsten. — Und In tiefem Beten Fühl plötzlich Ich die ganze Heide reden Und meiner Seele Saiten golbgeftrafft. So weit und kirchenhehr das HeidÄand — AuS Heiner Dogelbrust ein Ave in den Lüften, Und weihrauchschweres, wundersames Düften — Lös' deine Schuhe, hier ist Gottes Land! rb würbe bie Reuregelung der De- Dcrfangt, die nicht wehr auf dem ifsellen Zuschläge, sondern auf dem »rügen Anpassung ber Beamten» Aus dem Reiche. Deschküffe deS ReichSwirtschaftSrctteS. Berlin, 2 Juni. (Wolff.) Ser vorläufige Reichswirischaftsrat hat dem Ausschuhbericht zur Pachtschuhordnung unb ebenso bem Gesetzentwurf über bie Reuregelmg der statistischen Gebühr zugestimmt. Die Rotlage der Presse. Berlin, 3. Ium. Gestern mittag fand laut „Deutscher Allgem. Ztg." eine Chefbesprech- u n g und darauf eine Kabinettsslhung über ben Gesetzentwurf zur Behebung der Äotlage ber Presse statt. Die Dlättermeldung, bah ber Gesetzentwurf noch einmal an bie Ressorts zurückverwie- en sei, trifft also nicht zu. Entschließungen deS ReichSstädtebundeS. Oeynhausen, 2. Iuni. (Wolft.) Die Mtt- gliebertagung bes Reichsstäbtebunbes hat zwei Entschließungen angenommen. Sie forbern im Hinblick auf bie katastrophale Lage bet kreisangehörigen Stabte infolge bes tetigen Anwachsens ber Kreisabgaben eine sofortige Aenderung' bes Lanbessteuer- ; e s e h e s unb eine ben gesteigerten Ausgaben >er Stäbte entsprechende wirklich ausreichende Uebertoeifung von Steueranteilen und Steuerquellen unter Beseitigung des Zuschuhsystems. Ferner wird verlangt, durch sofortige Reform des Kreis- unb Provinzialabgaben- rechts eine gerechte Derteilung ber Provinzial- unb Kreisabgaben auf bie stabtische unb länbliche Bevölkerung herbeizuführen unb bie Ueberlastung ber Stäbte mit Kreisabgaben zu beseitigen. In bet zweiten Entschliehung wirb bie (Beteiligung ber Unierschelbung in bet (Be- hanblung ber Stäbte von über unb unter 10 000 Einwohnern bet Erhebung unb Derwenbung der Wohnungsabgabe gefordert. Ferner wurden Leitsätze angenommen, wonach die Real steuern in vollem Umfange den Gemeinden zu überlassen sind. Sine wirksame ®runbtoertfleuer für Stadt unb ßanb soll eingeführt werben. Sie Gewerbesteuer sott formell In ihren Klassen verbreitet werben unb ihre Sähe entsprechen!) bem gesunkenen Geldwert gestaltet werben. Materiell sollen auch die freien Berufe erfaßt unb bie Qanb- unb Forstwirtschaft einschließlich der Rebeiigewetbe hero-ngezogen werden. Als Ort der nächstjährigen Tagung ist Bad Harzbutg bestimmt. Der neue schweizerische Gesandte in Berlin. (Berlin, 2. Juni. (WTB.) Der Reichspräsident empfing ben neuernannten aufter» otentlichen Gesanbten unb bevollmächtigten Minister ber Schweizerischen Eibgcnossenschaft Gaston Barlin zur EntgegennaHme bes Beglaubigungsschreibens. Bei dem Empfange war ber Reichsminister deS Auswärtigen Dr. R a 1H e n a u zugegen. elektrischen Ätufrteihmg kam der jugendliche Monteur Fran- 2in n 6 dadurch -u zobe, daft er mit dem Rlast, an dessen Spitze er bekräftigt flxxr, plötzlich umfiel. Schöffengericht. Dietzen, 31. Mai 1922 Din Kaufmann von hier ist angeklagt, am 22. August 1921, nachmittag- zwischen 6 und 7 Uhr auf der ©traft« Allendvrs— Londorf einen Steinhauer von Londorf umgefahren zu paben, so haft dieser eine schwere Gehtrnerschütterung davontrug, und dann davongefcchren zu sein, ohne sich um den hilflos und bewusstlos daliegenden Verletzten im geringsten zu bekümmern. Der Angeklagte bestriU entschieden seine Täterschaft und trat einen umfangreichen Alibibeweis an, allein der Verletzte und ein Sisenbohnschlosser aus Londorf, der ebenfalls beinahe von ihm angefahren worden wäre, erkannten ihn mit aller Bestimmtheit wieder. Gr wurde deshalb wegen f a h r l ä f f lac r Körperverletzung und, well er als Führer eine- KraftsahrzeuseS einen bei einem Unfall Verletzten vorsätzlich In hilfsloser Lage verlassen hatte, ju 2 Geldstrafen vv n zusammen 800 Mark verurteilt. Sin schlechtes Geschäft machte ein Gärtner r Vorstellung der Frankfurter Schauspielschule; abenbS 7* 1/» Tanzabend von Riddd Impekoven. Montag. 12.: Rach Damaskus (1. Teil). Dienstag, 13 : Rach DamaStuS (1. Teil). Mittwoch. 14.: Sankt Peter vergnügt sich, hieraus: Der Rvftdieb zu Fünsing. zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Turnen, Sport und Spiet — Ein neuer Weltrekord bei den Dresdner Abendradrennen. Die ersten Abendrodrennen auf der Dresdner Bahn brachten am Mittwoch interessante Kämpfe. 3n dem von Weift gewonnenen RekordpreiS Über 25 5Momet«r stellte der Kölner Rosellen mit 4 Min. einen neuen Weltrekord hinter 50 Zentimeter-Rolle über fünf Kilometer auf (bisher ZunghanS 4:02. Dresden). DaS 50 Kilometer-Rennen holte sich Bauer. — Die Ergebnisse: RekordpreiS 25 Kilometer: 1. Weift («icelfiorrelfen) 18:49,2; 2. Rosellen 125 Meter: 3. Vermeer 250 Meter; 4. Dauer 2010 Meter; 5. Schröter. — 50 Kilometer: 1 Dauer 38:03,8; 2. Rosellen 80 Meter; 3. Weift 3520 Meter; 4. Vermeer 6500 Meter; Schröter aufgegeben. -SinSiegderLelticS. Der schottische Fußballmeister, Eeltic Glasgow, hat seine europäische Tournee mit einem Siege abgeschlossen und zwar gegen die eigenen OanMIeute. Die EelticS spielten am Mittwoch in K ö l n gegen eine Mannschaft der englischen DesatzungSärmee und gewannen überlegen mit 5:0. Verantwortlich für den politischen Teil: 3. 03.: Karl Walther. Kauft deutsch Jdgwaren, VA Immer noch nicht genügend bekannt ist. daß Teigwaten von allen Speisen an Nährwett dem Pietsch am nächsten stehen. 1 elgzoaren sind dabei am vieles billiger wie Fleisch und haben den Vorzug der schnellen Zubereitung. — Durch leichte Verdaulichkeit tragen sie zur Gesundheit jeder Familie bet. «tue beste Verbilligung des Kaffees 6448 C. Wörner. a«M MÜLLERS. W Palmitin- BHi V Seifenpulver BuSA 'Nur echt m.Schutxma rite Palmwedel HMg BÄ Ueberall erhllUloh. MMM re.WHer,S*IU sorgt. 05751 MU in eine 5360V Der Vorstand. 5384 Es ladet ein Karl Frlea. 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Donnerstag Erika Glässner in ihrem rroßen Lustapielschlagrer in 6 Akten Ihr Kammerdiener ferner Olaf Föns der große nordische Künstlerin seinem hervorragenden Gesellschafts-Drama Richte nicht! Angenehmer, kühler Aufenthalt Heute bis einechL Bon tag: „Matts Ibenlener“ 1. Teil: Dm Haaresbreite dem Tode enlronnsn »Plffljst- Trotze Tanzmusik über der Lahnbrücke. Tcke Schützen» u. Rodh. Str. Ans. 4 Uhr. - Eintritt frei. Für Speisen und kalte Gettänke ist bestens ge- &«ll Das,- ®tob b y* 4 ÄS Süffts 3 gebracht 'ftlammluno tanwtum J ftseiertaaDi °untag» Don pfffneL von «rtvachsrnv, «. Don heute ih .täglich g Uhr Hungen btom- gsbleiiidkLn, Uungtn tme reu. tetzen LftM. M nehmen die tsang. Die Preise gen als voriges n Grund tttrin, gering var und ti-H Während m tzerdsp M mast die Inappen Da infolge deS ter drei Dvcheu kam, haben viele en und versüUern es an dm 5)tul- strengen DinlerS Ävtllee ist das ft günstig aus die !ere jetzige Dilch- zum Seil ihren ■i. Las HeugraS enS ziemlich gut L von Lich und nte. Die Dielen 21 in ihrem Tras- hkalie Frühlings- bensM in erheb- Mhe fawtwr aÜffemrtne BtMgnng. - Die Besoldung d«r städtischen Deamten und Angestellten wurde bem Vorgehen deS Staate- entsprechend «rchöht. - Für die Anschaffung von Turngeräten für die Schillerschule wurden 15 000 Mark bewilligt — Die Versammlung beschloft dann den allen Teil deS FriedchvsS mit Grb- b^räbniflen araulegen. Die Vergütungen für verschiedene Frieot7->s-arbeiten wurden erhöht. Für bw Anschaffung eines Dahrwagens wurden 20 000 am. beaxlligt. Die SinäscherungS- gebühren wurden für Einheimische auf 550 Mark, für Fremde auf 600 Mk. festgesetzt sie foden fortdn immer sv gestaltet werden, daft sie bie Selbstkosten decken. — Die Wahl des Fvtt- blldungSschulvvrstand«- wurde, da seine Zusammensetzung vielfachen Wünschen nicht genügt, an den OrganifattonLauSschuft zurückverwiesen. Starkenburg und Rheinhrffen. wd. Mainz, 2. Juni. 3m Streik der Angestellten ist «tue Aenderung in der S t r e i k l a g e bisher nicht etngd raten. Verband- langen finden zur Zell keine statt, sv daft mll einer Deerrdigung des Streikes vor den Pfingst- feiertagen nicht mehr gerechnet werden kann. — Der Streik der Friseurgehilsen in Mainz ist nach eintägiger Dauer beigelegt worden. Am gestrigen Donnerstag sanden Verhandlungen unter dem Vorsitz des Verwaltung-- direktor- Schäfer statt, in denen ein Vermittlung»- Vorschlag deS Vorsitzenden von beiden Parteien angenommen wurde Die Ar bell ist heute wieder ausgenommen worden. * Mainz. 2. Juni. Sin Irrsinniger, der gestern in der Früh« auf dem Puffer eine» SisenbabnvagenS die Fahtt mit dem Schnellzug Mamz-Ludwig-Hasen unternahm, wurde am borttgen Hauptbahnhos von der lln- sall wach« übernommen und tn8 Kraickeihaus gebracht, Die Personalien de- Wann«- sind vis jetzt unbekannt. Heffkn-Naffa«. • Ätanff u r t a. M, 2. 3unt Di« Vertreter der Landesverbände Hessen-Rassau. Freistaat Hessen, Rheinpsalz und Saargebiet deS .ZentralverbandeS d«u tsche r Krieg ?- beschädigt enundKriegerhinterb lieben en" (Sih 'Berlin) waren hier zu einer Tagung versammelt. AlS Vertreter de- Haupt- vvrftande- nahm der Geschäftsführer de- Verband«- Dutterbrvdt ('Berlin) an der Tagung teil. Der gröftte Tell der Tagung wurde auS° Smit der ‘Beratung brnerarganisatorischer L Die Vertreter stimmten der Dlldung Gaue- unter Zusammenfassung der obengenannten Lande-verbLrde zu. Der Gau trägt den Romen .Süd-West", -um Vorsitzenden wurde vtadtsettetär Fttedrich Scherer in Offenbach a. M, zum Gausettetär der bisherige LandeS- sekretärHecker (Frankfurt a. M.) gewählt. U Marburg, 2. Juni. Auch der zweite, der bei dem kürzlichen Automobilunsall bet Hlebera>ciTnar öerunglüdten Brüder Reu- m a n rm . der au8 Amerika gekommen war, ist jetzt gestorben. — "Beim Abmontieren einer J7 iw/-.- - I Mietgesuche | Oberingenieur sucht per sofort 05700 Ml. MS- Nö SWMMk. Offerten an Dipl. • Jng. 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Das Wasser stand ihm in den Augen, denn der Druch mit den Zürichern, bei denen er zwei herrliche Semester verlebt hatte, ging ihm nahe. Aber er schüttelte uns die Hände und sagte: .Desorgl'S ihnen gründlich!' Denn mit seinem Herzen stand er natürlich bei uns.__ „Die zwei, die mit mir fuhren, hast du nicht gekannt. Der eine, mein Leibbursch Franz, i|i bald darauf nach Amerika gegangen, um inter den Vankees als german doctor sein Heil zu versuchen — ein forscher Bursch mit Haseln utz- braunen. treuen Argen, und die beste Klinge, die ich je gekannt habe. Es war ordentlich ein künstlerischer Genutz, ihn mal fechten zu sehen. „Der andre war ein blonder, baumlanger Gesell, der ferne Erfolge auf der Mensur seiner Massigkeit verdankte. Er schlug seinen Gegnern meistenteils in den ersten Gängen durch die Parade. Wir furnnten ihn den schönen Heinrich, weil er gern mit seinen zarten Beziehungen renommierte und sich die flachsigen Haare mit wohlriechender Pomade salbte. Er ist nachher leider bei St. Privat geblieben. Armer (Zunge — er lebte so gerne! . . . „Du siehst mich an und wunderst dich, weshalb ich so weit aushole. Aber erstens geht mix selbst Sie Zunge durch "bei der Erinnerung an diese Seit, und zweitens ist es gewissermatzen notwendig, denn diese Fahrt nach Halle mit tfyrem Drum und Dran hat meinem Leben die entscheidende Dichtung gegeben. Ohne sie sätze ich jetzt nicht hier .... „Ra, trinken wir mal zunächst eins auf das Andenken des schönen Heinrich und auf vergnügte Urftänb, alle mitsammen!" Er füllte die Gläser, sttetz mit mir am und steckte sich eine neue Zigarre an. „Hier muh ich noch etwas eurschalten," fuhr er fort, „wir hatten für unsre Steife nämlich noch einen Auftrag. Unser alter Herr Schlehdorn, der in einem kleinen Aeste der Riedcr- lausitz für die Erhöhung der Eterblichkeitsziffer sorgte, feierte just in diesen Februartagen 1 >me Hochzett, sozusagen den Friedensschlutz nach einer ebenso langen als hartnäckigen Kampagne. Sein jetziger Schwiegervater, der Oberpfarrer, hatt: nämlich gleich nach seiner Aiederlafsung wegen eines ziemlich heftigen Disputes cm Honora- tiorenstammtisch über wissenschaftliche Fragen mit ihm Streit bekommen. Lind ehe der alte Herr feine Einwilligung gab, mutzte er nicht nur erft in dem häuslichen Guerillakriege gründlich mürbe gemocht toerben, sondern sich auch aus eigener Anschauung davon überzeugen, datz der junge Doktor trotz seiner „ketzerischen" Ansichten genug praktischen Ehristentums im Leibe hatte, um da- mtt erforderlichenfalls em halbes Dutzend Kandidaten der Theologie aus zu staffier en. Die schöne Gertrude, des Oberpfarrers Töchterlein, stand natürlich schon längst mit dem jungen Doktor auf teinem so gespannten Futze, wie ihr Herr Papa. „Zu dem solennen Friedensfeste hatte der LoÜvr rmn auch jfl» helwcMiches Korps geladen, freilich ohne sich der Hoffnung hinzu- geben, datz ferne Einladung bet 'der weiten Entfernung einen praktischen Erfolg haben würde. Als es sich aber so ^ücklich trat, datz die Suite mit den Qatoiniem und die Hochzeit in eine Woche zusammerHielen, erhielten wir die Bollmachten einer Glückwunsch^ putalron und wurden zugleich mit einem Riefenbukett in unfern Farben ausgerüstet, bo3 wir der neuen Korpsschwester mit ’nem zierlichen Knicks zu Zützen legen sollten. „Als wir nach langer Fahrt und einer wenig geruhsamen Rächt in dem großen Babel Berlin endlich m dem kleinen Städtchen an tarnen, läuteten schon die Glocken zu dem feierlichen Sitte der Trauung. Wir hatten gerade nur noch fo viel Seit, uns in Wichs zu werfen, denn als wir vor dem Pfarrhofe eintrafen, setzte sich der Zug nach der Kirche bereits in Bewegung. „Boran der glückstrahlende Bräutigam, am Arme seiner S^viegermutter, die ihm eine treue Helferin und Verbündete gewesen war, als es galt, den alten Herrn Oberpfarrer herumzu- Eriegen; dahinter die liebliche Braut, im myrtengeschmückten, wallenden Schleier, geführt von einem würdigen älteren Herrn aus Doktor Schlehdorns Verwandtschaft, und schlletzlich wohl ein halbes Dutzend Brautjungfern, eine immer schöner wie die andre, so blitzsauber in ihren hellen Kleiderchen, datz es ordentlich ein wahrer Staat war, wie sie mit ihren zierlichen Atlasschuhen über den tannenbestreuten Weg trippellen. Du siehst, ich werde beinahe poetisch, wenn ich nur daran denke, aber ich sage dir, es war auch wirklich ein ganz reizendes und liebliches Bild,' matt bekam fast selber Luft zum Heiraten." Nr. 129 Zweiter Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 5. Zvni (922 2. Juni. 1. Juni. Datum. 2284,20 2400,40 2394,60 Kurs Kurs die Industrie mit ihren hohen Löhnen 720. 618, 623, 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 9730 23.80 125.40 2.6. 1,92 800, 878, 9U6, 1800, 770, 568 tato; 700, 623, 655, Bad Anilin-u. Soda Höchster Farbwerte. Allg. Eiektr.-Ges. . . Zelten & Guilleaume Schuckert-Werie. . . Adlerwerke...... Daimler....... Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Aeuhork . . Paris. . . . Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. I Fr. Schweiz..... Spanien..... Deuffch-Oesterr» Prag...... Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan...... 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Aeue 'Beiträge zu diesem in letzter Zeit viel behandelten Kapitel bietet Dr. med. F. Goldmann in einem Aufsatz der „Klinischen Wochenschrift". Schon aus der Herkunft des größten Teiles der Studierenden farm man darauf schließen, wie beschränkt und ' ungenügend der Wechsel der meisten ist. Aach den einwandfreien Erhebungen an der Technischen Hochschule zu Dresden, die sich bei den Umfragen in Leipzig und München bestätigt haben, stammt mehr als ein Drittel aller Stu- deuten auS dem Beamtentum und den freien Berufen. Die Industrie liefert mir 26 Proz., Handel unf> Verkehr 17 Proz., die Landwirte und Aentner je 2 Proz. Für die Höhe deS Monatswechsels ergab sich aus den Dresdener Feststellungen, datz bei einem monallichen Existenzminimum von 683 Mark im Mai 1920 nur 2 Proz. 70v-Mk.-Wechsel besahen und 3,7 Proz. darüber. Dagegen 5,7 Proz. Wechsel von 200 Mk., 9,1 Prvz. von 250 Mk., 19,4 Proz. von 300 Mk., 10,5 Prvz. von 400 Mk. 3m Sommersemester 1921" muhte auf Grund von Auskünften der einzelnen Universitäten bei einer Gesamtzahl von 110000 Immatrikulierten die 3af)t derer, die das Existenzminimum nicht erreichten, auf etwa 80 000 geschätzt werden, und unter ihnen hatten 30 000 ein Einkommen von weniger als 350 Mark monatlich. Während die Wohnungsverhältniffe auf Grund straffer Organisation in manchen Universitäten vielfach nicht ungünftig liegen und sich z. B. in Kiel bei einer Umfrage als ausreichend erwiesen, sind sie anderen Orts recht traurig. Diel schlimmer aber ist eS mit der Ernährung. Man muh annehmen, dah der wirtschaftlich schwer gefährdete Tell der Studentenschaft, etwa ein Drittel bis ein Viertel, der gleichzeitig mit dem Studium einen ziemlich anstrengenden Broterwerb verbindet, trotz der gemeinnützigen Beihilfen in Gefahr chronischer Unterernährung ist. Ein Broterwerb ist heute für den Studierenden zum groben Tell netto enbtg geworden, und der Werkstudent hat sich allmählich auf dem Arbeitsmarkt seinen festen Platz erobert. Von diesen Aebenbeschäf- tigungen kommt in erster Linie zumal während des Semester«, Kopfarbeit in Betracht, Tätigkeit in der Dank, im Bureau, bei Versicherungen, Unterricht. Studentinnen wählen meist Schreibmaschine. Die körperliche Arbeit wtrd vorwiegend in den Ferien.getan, und da läfji sich eine besondere Vorliebe für die Arbeit im Bergwerk feststellen. Viele gehen rn die Metallindustrie, Un- (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Aussichten für daS Zustandekommen einer internationalen Anleihe an Deutschland London, 2. Juni. (WTB.) Der gut unterrichtete Pariser Berichterstatter der „Times" meldet, die Informationen bezüglich ter Aussichten aut eine internationale Anlrihe lauteten dahin, dah die Beratungen des Dankter- ausschusses in Paris sich einer kritischen Periode annäherten. Die Hinderniffe aaf dem Wege zu einem Ucfxnx ttcko mm en träten mit peinlicher Deutlichkeit zu Tage. Ein gewisser Pessimismus werde in mo'^'bcnben Keifen vertreten Man sei sogar der Ansicht, datz die Aussichten weit weniger günstig seien als noch vor einigen Tagen. Der Berichterstatter tonne endgültig versichern, datz die Anleihe nicht zu« Hande kommen werde. Der Korrespondent schreibt weiter, dieser pessimistischen Spekulation dürfe keine übertriebene Bedeutung beigemessen werden, da sie die unaus» bleiblichc Folge des übertriebenen Optimismus fei, der bestand, als Amerika in der Person M)r- ganz zum ersten Male in Fühlung mit den europäischen Finanzmännern trat. Es bedeute nur, dah die wirklichen Schwierigkeiten erkannt werden. Daraus sei nicht 3folgern, datz diese Schwierigkeiten nicht überwunden würden. Zeder Versuch werde inter* ntmmen, um eine feste Grundlage für ein lieber» eintommen zu finden Selbst toenn nur eine geringe Anleihe gegeben werden könnte, so würbe sich die internationale Lage bessern Deutsch- Kurs L6. 77,50 118.- 159,60 87,60 380.- 29-,- 298.- 291,- 555 - 418,— 313,— 25» — 296,— 933,- 800,- 873,- 910,- 1763,- 721,- 545,- 1004,- 701,- 018,- 688,- 750,- 555,- 480,- 41*.- 79.- matfnottenmgee. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Brüssel-Antw. Ehristiania. . Kopenhagen . Stockholm. . . HelstngforS. . Italien . . . . London s Reuyori Paris..... Datum: 5*/., Dtsch. Kriegsanl. **/0 Dtsch. ReichSanl. 3°^ Dtsch. ReichSanl. 4°/a Preuh. KonsolS tzamburg-Paketf.. . Rorddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitteld. 6rebitb*nL Jlationalbanf f. D. . Boch. Guhstahlwerke Bud.- Eisenw.» Akt.. D.-Luxemb. Bergw.. Amstd -Kotterb -0561,8010588,25 10561,76 10586,25 ' ....... 2 90, RARITÄT-LUXUS nfi 1 a tu ^ALPAUg HW Mlpaus Behördliche Anzeigen! Bekanntmachung. 3n unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Sdar- und Darlehnskasse, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, Wieseck, eingetragen: Die Satzung ist hinsichtlich der §§ 36 und 37 dahin geändert, daß Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen nunmehr allein im Hessenland er-- ,'folgen und daß das Geschäftsanteil auf 200 Mark erhöht ist, auf das mindestens 30 Mark alsbald «inzuzahlen sind. 53826 Giehen, den 26. Mai 1922. _____________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma Weber & 3rle, G rotzen- Linden. Gesellschafter sind die Kaufleute Heinrich 3rle in Leihgestern und Wilhelm Weber in Grohen-Linden. Die offene Handelsgesellschaft hat ■am 15. Mai 1922 begonnen. 5381B Giehen, den 27. Mai 1922. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Rbt. B wurde heute bezügllch der Firma Baupitwerke, Aktiengesellschaft, Giehen, eingetragen; Die durch Beschluß vom 16. Hulr 1921 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals von 3 500 000 Mk. ist erfolgt. Die Aktien werden zu 125 Prozent zuzüglich 10 Prozent Unkosten auSgegeben. 5380B Giehen, den 30. Mai 1922. ______________Hessisches Amtsgericht. ___________ Bekanntmachung. Ein Do chtrags Voranschlag der Gemellde Eber stad t für Rj. 1921 llegt vom 6. Ium ab etne Woche lang auf dem Geschäftszimmer der Türgermeiflerer offen. Einwendungen hiergegen köimen während dieser Zeit bei uns vorgebracht werden. Zu der Dachtrag Lumlage haben auch die Ausmärker beizutragen. 5388 u Sbarftabt, den 1. Huni 1922. Hessische Burgermeisteri. Nutzholz-Submission LvS 3 Los 4 Dos 5 5 10 21 99 13 12 23 159 5 16 122 5 1 2 1 11 35 48 27 0,82 1,05 0,20 0,30 0.52 19,21 42,34 35,61 10,16 2,51 8,43 9,35 10,75 22,15 24,38 14,32 14,29 3234 5,29 13,47 22,94 VI. V. VI. V. NI. IV. Va. Vb. II. III. IV. Va. Vb. III. TV. Va. Vb. III. Va. Vb. 1922. Hainbuchen. Kiefern- Los 2 Fichten- Dachsteherrde Dutzholzmengen sollen im Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. An- geböte mit der Aufschrift »Dutzholzsubmission- sind bis zum 14. Juni d. 3»M Dorrn. 11 Uhr. bei unS emzurerchen. wo auch die TerkaufSbedingungen zur Einsicht offen liegen. Die Gebote können getrennt nach einzelnen Losen und Klaffen eingereicht werden. Das Duhholz ist mit der Rinde gemessen und kann durch unser Fvrstpersonal an Ort und Stelle vorgezeigt werden. Los 1 Eichen-Stämme IV. XL 1 Stck. 0,54 Fstm. V. „ 2 Sich, den 1. Juni Heff Bürgermeisterei Lich. 53788 Völker. nutzkohlen Anthrazit .... 112.45 Steinkckhlenbrikett« 102.60 n Der Oberbürgermeister. 3. T.: Dr. Selb. Ann.-Exped., Plockftrahe 5. 5885h Möbel MM. ioMimereli Sltiotaci e. G. m. Ue H. 5425 101.02 Mk. 10% Abschreibung 10.10 90.92 Mission Diddertrafi frist 3 Wochen. 84 158.14 3. D.: Lorenz. Va 93.80 81.65 101.10 -ettkodlen, me tznutzkohlen . Kassa-Konto Warenvorrat . GeschäftsanteU. Sparkassen-Konto Ausstände . . Mobilien Braunkohlenbriketts Zechenkak-, grob 1375.- 26 770.65 1 000.- 4 552.05 369.52 52.- 104.96 „ nutz . 116.20 „ Vorstehende Preise verstehen sich wagen in Kühren bis vor das H< c< Nach erfolgter Zulassung am Landgericht der Provinz Oberheasen zu Gießen habe ich mich hier niedergelassen. Hans Häuf, Rechtsanwalt. Gießen, Juni 1922. - Wir haben uns zu gemeinsamer Ausübung der anwaltlichen Berufstätigkeit vereinigt Dr. jur. Kurt Spohr, Ä: HanS Häuf, Rechtsanwalt. Gießen, Juni 1922. Neuen Bfiue 25, Telephon 1648, PSK. 26210. MWdWMMmMlM. Tetr.: Didderkraftwerk bei Litzberg. Aus Gründ' des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 usw. sollen die Zimmerarbeiten für die Maschinistenwohnung zum Didderkraftwerk bei Lihberg öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke sind zum Preis von 15 Mk. auf unserem Amt, Kaiserstratze Dr. 136, abzuhvlen. Daselbst sind auch die Pläne und Bedingungen einzusehen. Die Angebote sind biS -um 15. 3uni 1922, vormittags 11 Uhr, mit Aufschrift: „öub- Pasiiva. Mitgliederguthaben .... Dermaltun gskosten .... Warenschulden...... Reservefonds ...... Spezialreservefond« .... Umsatzsteuer...... Reingewinn....... einzureichen. Zuschlags- . 5418V Friedberg, den 31.Mai 1922. Hessisches Kulturbauamt. 1 680.- 4 968.16 3115.- 10097.45 2 416.66 3 078.- 8 902.87 34 158.14 158 61 Bekanntmachung. Infolge Erhöhung der Frachtsätze für Kohlen und Koks ab 1. Juni 1922 werden die Höchstpreise gemäh Beschluß der städtischen Brennstoffdeputation vom 30. Mai 1922 auf Grund der Vorschriften des § 117 der Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über Regelung der Kohlenwirtschaft vom 23. März 1919 mit Wirkung vom 6. Juni 1922 wie folgt festgesetzt: Feltstückkohlen . . 92.20 Mk. für den Zentner I Stand der Mitglieder in 1921 . . Herbert. Direktor Balser V., Kontrolleur. Mitgllederstand Ende 1920 . . Zugang 1921 ...... Abgang 1921 . . 67 in früheren Jahren 2 . . . heugrarversteigemng. Mittwoch, den 7. Huni, wird das Heu- mxis von QJSegen, Schneisen und Grasflächen des SchutzbezirkeS Fasanerie, tndbefonbere Fasanerie, Fuchsstrauch und HSler versteigert. Zusammenkunft 9 Uhr vormittags am Forsthaus Fasanerie. Donnerstag, den 8. Hunt, dasselbe im Schuhbezirk Hattenrod, insbesondere Riedwald und Mellbach. Zusammenkunft 9 Uhr vormittags Pfaffenschneise Waldeingang. 5417 D L t ch, den 2. Juni 1922. Fürstliche OberförftereL Kaufmann sucht sich mit größerem Kapital tätig an größerem Handels- ob. Fabrik- Unternehmen zu beteiligen. Gefl. Offerten unter 2330 an Herso, Mitteld. Mittwoch, den 7. Tunt 1988,10 Udr vormittags Dünger-Versteigerung auf dem Hose der neuen Kaserne. m«D I Bataillon Inf.-Regt Nr. 15 Stüdt. Arbeitsamt Metzen Lirbigftratze 16, Teleph. 205*. ES können eingestellt werden: ». bei biesiaen Arbeitgebern: 1 Schneider, zwei Provisionsreisende, mebreke Former, 2 Stein- Hauer, 1 Wagenlackierer, 1 Schlosser, 1 Buchbinder. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, ein Polsterer, 2 Bilderrahmenmacher, 1 Steinbild- Hauer, 1 Steinbauer, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 Spengler und Installateure, 2 Buchbinder, 2 Schriftsetzer, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 2 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Geibbinder, iSchlosser, iGärtner. b. bei an-wSrtiaen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 Hauer, 1 Steinbilddauer, 1 Autogenschweiber, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 2 Schneider, 1 Sattler, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Friseur, mehrere Weibbinder und Anstreicher, mehrere Maurer, 2 Gärtner, 1 Schlosser, 1 Sattler und Polsterer, 1 Bäcker, 2 Schreiner, 3 Dreher, 1 Spengler, 1 Polsterer, 1 Küfer, 1 Koch, mehrer« Zimmerer. Lebrlinae: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 Kriseur, ein Schlosser, 1 Svengler u. Installateur, 1 Zigarren- forderet, 1 Gärtner, 1 Bäcker. ES suchen Arbeit: Kaufleute, Schreiber und Neiseude, Packer, HauSbnrfchen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Schuhmacher, 1 oerh. landw. Knecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger. Kellner, 1 Küfer, 1 oerb. Hofmeister, 1 Mechaniker, 1 Optiker, ein jünger. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker, ein Wagner, 1 Müller, 1 Installateur und Spengler, 1 Monteur, Maschinisten u. -Heizer, 3 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen- genommen. Weiblltbe Abteilung: CS können eingestellt werden-. eu bei biesiaen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen und -mädchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 2 Küchen- mädchen. 1 Stütze, 1 Kaffeeköchin, 1 Köchln, eine Haushälterin. b. bei auswärtige» Arbeitgebernr 2 lonbrofrh schaflltche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein» mädchen, Zimmermädchen, Küchenmädchen, zwei Haushälterinnen. 1 Köchin f. Hotel. 1 Kaffeeköchin. ES suchen Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 3 Wasch- Bauen, einige Sauffrauen, auch für Nachmittags» eschäftigung, Mädchen s. tagsüber, 2Büglerinnen. 1 Schneiderin als Beihilfe zu Schneiderin, zwei Berkäuferinnenlehrmädchen, 1 Flickerin, 1 Kontoristin, 1 Büfettfräulein, 1 Haushälterin. Tie Bernfsbcratnng und Arbeitsivermitt« luna für Musiker findet Werktag- von 10 bis 18 Übt statt.5370B Bilanz am 5s. Dezember 1921 Aktiva. 69 150 Der Voranschlag der Gemeinde Ttllingen für das Rj. 1922 liegt vom 7. ds. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Innerhalb dieser Zeit kann der Voranschlag während der Bureaustunden eingesehen und auf ter Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen feinen Inhalt angebracht werden. " 5432D ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, 8“ .Pich die Ausmärker herangezogen werden. Tilling en, den 3. Juni 1922. Bürgermeisterei Villingen Rühl. Vorstehende Preise verstehen sich ab Eisenbahnwagen in Fuhren bis vor das Hans de» Käufers oder frei Lagerplatz des Kohlenhändlers für den Zentner einschlietzlich Warenumsatzsteuer. Die seitherigen Zuschläge für Lieferung frei Keller nsw. bleiben bestehen. Vorstehende Preise gelten nur für die ab 1.6.22 zu den erhöhten Frachtsätzen von den Zechen abgerollten Kohlen- und Koksmengen. Aestere Bestände sind zu den sefiherigen Höchstpreisen abzugeben. Ueber- tretung dieser Höchstpreise kann auf Grund der § 4 der Preistteiberei.Derordnung vom 8. 5, 1918 mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis zu 200000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft werden, vorausgesetzt, datz das Gesetz bett. Verschärfung von Strafen vom 18.12.1920 nicht Anwendung findet. 5427B Giehen, den 3. Juni 1922. I Versteigerung. Meistbietend gegen Barzahlung wird am Donnerstag, den 8. d. MtS., eine Aitzahl ausgeson- terter Leibmatrahen aus Seegras, ©djemel. Tische und sonstiges Kasernengerät in der Reuen Kaserne versteigert. Die Versteigerung beginnt um 9 Llhr vormittags. 5414D Hilfsstelle Finanzamt (R. Sch. V.) Giehen. aaflerflewähnllch preiswert Unter flarantte für Verarbeitung süddeutscher Herstellung Entwürfe erster Innenarchitekten Besicht gung ohne Kaufzwang Beste Tischlerarbeiten Speisezimmer geschnitzt Herrenzimmer geschnitzt Schlafzimmer echt eichen Schlafzimmer m öden sch rank Küchen schöne Modelle Matratzen, Drellmatratzen je nach Material, in Wolle, Haar, Kapok. Chaiselongues echter Bezug, ganz auf Gurte, kein Ersatz. Besichtigung ohne Kaufzwang. Möbelhaus iJtahtak Gießen, Bahnhofstr. 29. Versand durch ganz Deutschland. ____________________ 5416a <3znev772&sj^nc&J?uj/ese uncfjforrnen- jvfdhe/j^A^e^ofe/^e.^^Q^J^e tzzi c/afaztfrcn ezi Z<272 oP J/aWa5KEV2S2i OAFQS rx^ > . / V*. .• <"M ' ■ ■' k/W ■ - | Marie Schneider Hans Orbig Verlobte Gießen, Pfingsten 1922 { _______________________________ ___________________ Statt Karten Luise Keller Ludwig Fiedler Verlobte Wiese» Großen-Vuseck Wies-cker Mühle Spiyenrnühle Pfingsten 1922 ! Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen . Marie Schmidt Wilhelm Decker Großen-Linden, Pfingsten 1922 |--IrT,-t.......... ,ttTr.,r ......StUi.. Anna Hebstreit Karl Dorr Verlobte Gießen, Pfingsten 1922 ________ ________....... Statt Karten Anna Stumpf Wilhelm Ketzler Verlobte Garbenteich, Pfingsten 1922 ..........T ---------------------------------- Statt Karten Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Else Dietrich Karl Heller, Regierungsbaumeister 3t. Lich, Vberhessen Merseburg -Dahnhofsttaße 20 Hallesch« Straße 5 Pfingsten 1922 Ihre Verlobung geben hiermit bekannt Anna Manns Heinrich Schomber Klein-Linden Gießen Frankfurter Straße 7 Kaiserallee 16 Pfingsten 1922 -----....................... Statt Karten Minna Irle Hans Hoepsel Verlobte Leihgestern, Pfingsten 1922 ____________________ -TT-------- Heinrich Hauser Margarete Hauser geb. Horn Vermählte Gießen (Mühlstratze 31), 3. Juni 1922 ................... ------..................... | Else Diehl Willi Menges Verlobte Karlsruhe Gießen r Pfingsten 1922 ■ ............-------------tun-l Statt Karten Ihre Verlobung beehren sich anzuzelgen Elisabeth Pfaff Otto Lynker Lollar, Pfingsten 1922 ...........................— -................ .'.'2'— Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Gewerbe-Wachtmstr. Wilh. Seitz u. Frau Käthe Seitz geb. Dietrich Gießen , z. Zt Düdelsheim Pfingsten 1922 llinirrTrTT.„„ttTtr .....-.....Mtt- Wilhelm Haas Lissi Henkel \ Emma Haas geb. Henkel Theo Borne Vermählte Verlobte r i Biegen Bietzen Stegburg ♦ Pfingsten 1922 Statt Karlen Die Verlobung ihrer einzigen Tochter Elli mit Herrn Ernst Nicolaus beehren sich bekannt zu geben Elli Bollenbach Ernst Nicolaus W. Bollenbach Verlobte i u.Frau Anna geb. Epping Düsseldorf, Pfingsten 1922 Düsseldorf Lich .....................-................................-...........-—......"■»! Für die Reisezeit stehen unseren Kunden noch eine Reihe eiserner Schrankfächer in unserem mit allen neuteilllcben Slcherbeltseinrichtungen versehenen feuer- und diebeeeicheren == Panzerraum = zur Verfügung. - Auch nehmen wir gut verpackte oder ver- »chleesene und ordnnnnnitßlf ver«le D Hast Du Deine Wäsche gern So wasche nur mit „Flügelstern“ Kernseifen-Pulver Fabrikant i P, Jos. Möbs, Seifenfabrik, Gießen. 45a Bezirkssparkasse Bietzen. Schokolade hervorragende Qualität Petzold & Aulhorn A-fi., Dresden Vorrätig in den meisten Spezial-, Delikatessen-, Kolonialwaren - Geschäften und Konditoreien. Vortreter: Pb. Hemani, GieBei, Bodhelner Str. 30. 41Mss Hotelmobiliar- Versteigerung Montag, den 12. Juni 1922 und folgende Tage, jeweils vormittags 10 Llhr pünktlich anfangend, versteigere ich austragsgemäh das gesamte Inventar des bekannten, modern eingerichteten Botel „Mherzog von Bussen“ io Gießen meistbietend gegen Barzahlung: 40 komplette Schlafzimmer, DivanS, Ehaiselongues, Kleiderschränke, Büfetts, Waschkommoden mit Marmor und Spiegel, Tische, Schreibtische, Kleiderständer, Kvfferbücke, drei- hurrdert Stühle, Personalmvbiliar, Wäsche, GlaS, Porzellan, Vorhänge, Teppiche, Treppenläufer, ea. 150 Beleuchtungskörper, Bilder, Spiegel, Ähren, 60 Wirtschaftstische, 1 Partie Dartenmöbel, 1 Kafsenschrank, 1 Pianino, 1 Telephonzelle, 1 VlaSabschluh, 1 großer Restaurattons- herd, 1 Theke mit Marmor, 6 Öfen, Eisschränke, Oleanderbäume, 2 Drückkarren sowie alles was zum Betrieb eines erstklaffigen Hotels gehört. Besichtigung: Sonntag, den 11. Juni, bormittagS von 9—12 Ähr, nachmittags von 2—5 Llhr. 5392h Simon Wolf, Auktionator und Taxator ZU Zrantfurt a. m. Telephon 5958 Römer. 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