Nr. 79 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GirßenerFamiliendlätter MonatlicheSejugrpreise: Md. 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch diePost Mk. 17.50, auch beiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge h^rer Gewalt. -Ferns • Anschlüsse: fürdieSch.»,t- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Montag, 3. April 1922 Erstes Blatt 172. Zahrgang 3nnaonu uou Anzeiaen für die Tagesnummer b»s zum Nachmittag vorher ohnejcde Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 34 mm Breite örtlich 12O'Pf.,auswärt!- 130 Pf.; für {Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 450Pf. Bei Platz- Vorschrift 20u u Aufschlag, tzauptschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesten Druck und Verlag: vrühl'sche Unin.-Vuch- und Lteindruckerei R. lange. Schriftlcitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Vie deutsch - amerikanischen Beziehungen. Eitte freundliche Rede des neuen Botschafters Houghton. Der neu ernannte amerikanische Botschafter für Berlin, Houghton, hat vor seiner Abreise nach Deutschland in Reuhork bei einem Abschiedsessen eine Rede gehalten, die in der ganzen Welt Beachtung finden wird, für uns Deutsche aber von ganz besonderer Bedeutung ist. 3n dem Augenblick, in dem die deutsche Regierung die unerhörten Anmaßungen und Forderungen der Reparationskommission ab- gelehnt hat, läßt der Präsident Harding — es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß er die Rede Houghtons vorher gelesen habe — dem deutschen Dolle endlich die Gerechtigkeit zuteil werden, auf die eS Anspruch hat. Amerika hat allen Anlaß, die verdrehte und abscheuliche Aera Wilson mit Vergessenheit zu bedecken. Es sind vorerst nur Worte, mit denen Deutschland Genugtuung geleistet wird, und wir würden, da unser Volk am Rande deS Abgrundes steht, lieber entsprechende Laten gesehen haben, indessen, was da in Reuhork gesagt und zugestanden worden ist, dürfen wir in Deutschland ungesäumt in Taten umwandeln. Houghton appelliert geradezu an den deutschen Stolz, an die Ehre der deutschen Ration! Er selbst will, was die Ursachen des Weltkrieges, die sogenannte Schuldfrage anlangt, die Dinge seinerseits nicht weiter erörtern und er läßt durchblicken, daß Amerika sich der schmählichen Reden Wilsons heute wohl selber etwas schämt. Das muß den Deutschen aber ein Ansporn sein, ihren Ehrenschild rein zu waschen und mit der Freisprechung von der Schuld in der Hand die Revision des Versailler Vertrages zu verlangen. Der Botschafter Houghton will einen wahren Frieden in der ÄZelt, besonders einen solchen zwischen Amerika und Deutschland. Das ist eia Wunsch, der in allen deutschen Landen den freudigsten Widerhall finden wird. Möchten die vortrefflichen Worte aber auch einen Widerhall in G e n u a finden, wo am 10. April die Weltkonferenz beginnt, an der die Vereinigten Staaten leider sich nicht offiziell beteiligen. Mm so wichtiger ist aber die vorliegende Kundgebung, die auch in einer Havasnote inhaltlich verbreitet wird. Poincaro hält noch stolz tönende Reden, aber er dürfte doch allgemach fühlen, daß der nationalistische Wein, den er verzapfen wollte, stark verdünnt werden muß. Reuhork, 1. April. (WLD.) Auf dem Abschiedsessen, das zu Ehren des neu- ernannten Botschafters Houghton gegeben wurde, hielt dieser eine Ansprache, von der die „Reuhork World" sagt, sie könne als amtlich: Mmschrcibung der Haltung der Bereinigten Staaten Deutschland gegenüber gelten. Das Blatt fügt hinzu, Houghton habe die Ansprache Harding unterbreitet, der sie ebenso warm billigte, wie sie von hervorragenden Männern, die dem Diner beiwohnten, gebilligt wurde. Der Botschafter wurde beim Diner ein- geführt durch Dr. Butler, den Präsioenten des Columbia College. Dieser betonte die Rotwrndig- keit, den wahren Frieden in der Welt herzustellen, namentlich einen solchen zwischen Amerika und Deutschland. 3n seiner Erwiderung führte Houghton aus, gewisse in die auswärtigen Beziehungen eingreifenden Fragen könne er nicht offen erörtern, aber er könne über den Geist sprechen, in dem man an die Probleme herantreten sollte. Der Botschafter fuhr fort: „Ich glaube an den sittlichen, geistigen oder selbst den wirtschaftlichen Wert des Hasses nicht. Er führt nur zur Verwirrung und Zerstörung. Beim Verlassen Amerikas habe ich weit mehr die Jahrhunderte des Friedens, der Freundschaft und das reiche Maß des guten Willens im Sinne, die das deutsche und das amerikanische Volk miteinander verbanden, als die wenigen Jahre des Krieges und der M i h v erst ä n d n i s s e, die die genannten Völker trennten. Ich wünsche diese alten Bande der Achtung und der gegenseitigen Dienste wieder zu erneuern und zu stärken. Wir selbst tonnen als Ration nicht glücklich und zufrieden sein, solange unsere Mitbürger deutscher 2lbstam- mung nicht glücklich, sondern durch das Gefühl ter Mngercchtigkeit verbittert sind. Ein besseres Sichrer st eh en müssen wir alle erstreben. Außerdem sehe ichkeinenGrund, weshalb wirvoneinergrohenund stolzen Ra-- t i o n erwarten sollten, daß sie etwas tue, was wir selb st unter den gleichen .Umständen nicht tun würden. Der Krieg ist beendet und wer ihn verlor muh seiner Fähigkeit gemäß für die Rechnung a^'f- kommcn. Was aber seine Ursachen angent und die Zuteilung von Tadel oder Schuld, so sind das Sachen, welche ich offen geflauten meinerseits nicht weiter erörtern will. — Unter Hinweis auf den Haß zwischen den Rord- und Südstaaaten Amerikas während des Bürger- kriege-s fuhr der Botschafter fort: ,.Der Haß verschwand schnell. Sowohl der Rorden als der Süden fanden ihren Weg aus dem Dilemna, als sie einfach der Frage der Ursachen, die sie trennten, ihren Rücken kehrten unb an die Arbeit gingen. Mir scheint, daß ein ähn - I kicher Prozeß praktischer Versöhnung stattfinden oder die europäische Zivilisation | zu Grunde gehen nmh. Wenn kriegführende Rationen nicht vergessen können, dann können sie sich wenigstens verbinden in der gemeinsamen Ueberzcugung, daß, was auch sonst der Krieg an W-erten geschaffen hat, er uns ärmer lieh. Sie müssen an die Arbeit gehen oder zu Grunde gehen. Dieser bessere Zustand kann nur kommen als ein Ergebnis der An- strengung von Männern, die guten Willens sind und von denen,. wie ich glaube, genug in jeder kriegführenden Ration leben, die die Hefe bilden können, die die Massen heben solle. Ich dente, sie müssen diese Bemühung zu einer Gewissens- pflicht mcrchrn. Es ist dies sowohl die Pflicht unserer Ration, als die Pflicht anderer Rationen; es ist dies eine persönliche Pflicht für mich. Es scheint mir der einzige Ausweg dazu, und wir Amerikaner müssen unseren Teil dazu beitragen." Houghton sagte noch, er erkenne klar die Schwierigkeiten und die Widerstände, die sich entgegenslLllen würden. Re a York, 1. April. (WB.) Durch Funk- sprach. Der Botschafter Houghton erklärte vor seiner Abreise an Bord der „Olyrnprc" dem Vertreter des Wolffbureaus, er sehe seiner Tätigkeit in Berlin mit größtem Vergnügen entgegen itnb betonte, Las Bestreben der praktischen Aussöhnung der ehemaligen Kriegsgegner erscheine ihm eine Sache des gefunden Menschenverstandes und der einzige Ausweg aus der jobigen Lage. Er fügte hinzu, er hege die größte Zuversicht, daß schließlich ein reiferer Zustand geschaffen würde. Der Botschafter hofft am 20. April in Berlin zu fein. Genua. Berlin, 1. April. Rach einer Mitteilung der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird nicht Stegerwald, sondern Daltrusch als Vertreter des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften nach Genua gehen. Lloyd Georges Vorschlag einer Vorkonferenz. Paris, 1. April. (Wolff.) Der Londoner Korrespondent des „Petit Parisien" berichtet, es bestätige sich, daß Lloyd George dem italienischen Außenminister Schanzet eine Zusammenkunft der Alliierten in Genua vor Eröffnung der Konferenz vorschlug. Die beiden Minister kamen überein, daß die Eröffnungssitzung nur durch die Rede des italienischen Premierministers Facta, der den Vorsitz führen solle, ausgefüllt würde. Die englische Regierung brauchte bei der französischen nicht den geringsten Schritt in dieser Beziehung zu tun, da alle Einladungen von dem italienischen Kabinett ausgehen mühten. ES sei aber wahrscheinlich, daß Schanzer, sei es bei der Durchreise durch Paris, sei es bei seiner Rückkehr nach Rom, der französischen Regierung die Vorschläge Lloyd Georges Übermittele. Paris, 3. April. (Wolff.) Rach einem Telegramm aus London, das das „Echo de Paris" veröffentlicht, soll Lloyd George auf diplomatischem Wege in Rom eine Vorbesprechung der alliierten Mächte, die vor Beginn der Konferenz von Genua stattfinden soll, vorgeschlagen haben. Man beabsichtige in London die Bildung einer politischen Kommission, die beauftragt werden solle, die Arbeiten der Konferenz vorzubereiten und ihre Entscheidungenzu orientieren. Rach dem „Echo de Paris" liegt es im Sinne des Mrhebers des Planes, die Mächte, die dem Obersten Rat angehören, tatsächlich zu Herren dieser Kommission zu machen. Von französischer Seite wolle man Meinungen austauschen, aber man sei der Ansicht, daß der Oberste Rat in keiner Form wieder aufteben könne; das bedeute das Beiseiteschieben der kleinen Staaten von Mittel- und Oft» europa, der Verbündeten Frankreichs. Die kleinen Staaten würden in Genua auf Fuhgleichheit mit den großen stehen, und außerdem dürfe keine Prozedur geschaffen werden, die von vornherein die Handlungsfreiheit Frankreichs beeinträchtige. Das ftan- zösische Ministerium könne bei der Vorbesprechung noch einmal seine Wünsche äußern, die volle Mnabhängigkeit seines Mrteils und seiner Haltung bewahren zu wollen. Die russische Delegation in Berlin. Berlin, 1. April, (Wolsf.) Heute mittag 1 Mhr traf die für Genua bestimmte russische Delegation unter Führung des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten Tfchrt - s ch e r i n in Berlin ein. Zum Empfange auf Lern Bahnhof hatten sich die Herren der hiesigen Sowjetregierung und als Vertreter Les Aus- 11 artigen Amts, Ministerialdirektor Freiherr Malyahn, Legationsrat Haufchild und Legations- sekretär Schmidt-Rolle cuJ Moskau tiigefunöen. Die Herren fuhren unmittelbar von dw Bahn nach den für sie bestimmten Hotels. Wie der „Lokalanzeigtzr" hört, haben dir deutsche Reichs- und die preußische Staats- i-egierung alle Vorsorge zum Schuhe der in Berlin eingetroffenen Sowjetdeputation für Genua getroffen. Die Eifenbahnstrecken, die sie aut bev Fahrt benutzt haben und weiter benutzen werden, sind dem Blatte zufolge unter militärische Bewachung gestellt worden. Ein kritischer Tag in der französischen Kammer. Paris. 1. April. (WTB.) In der heutigen Karnmersihung begründet der Kommunist C a ch i n seine Interpellation über das Verhältnis Frankreichs zu Rußland. Er findet keinen Grund, an der Aufrichtigkeit der Sowjets zu zweifeln. Die französische Politik der Zusammenarbeit mit Koltschak und □Drängel sei zwar definitiv aufgegeben, aber der Haß gegen das bolschewistische Rußland sei noch nicht überall verschwunden. Es scheine, daß Wrangel verstehe, auf dem Balkan die Reste seiner Streitkräfte zu sammeln. Kenne und unterstütze die Regierung diese Operation? Ministerpräsident Poin° care antwortet, die Regierung werde keine derartige Operation unternehmen, ohne daß die Kammern hierzu ihre Zustimmung gegeben haben. Der Abgeordnete Cachir. verlangt das formelle Versprechen, nicht mehr in Rußland zu intervenieren. Ministerpräsident P o i n c a r e antwortet, unter der Reserve der Sanktionen, die vielleicht zu unternehmen feien, um die Ausführung des Friedensvertrages sicherzustellen. Der Abgeordnete Ca ch i n spricht alsdann von der Rotwendigkeit, die wirtschaftlichen Beziehungen mit Rußland wieder aufzunehmen und erklärt, die Sowjetreigerung fei solide; sie habe keine feindseligen Gedanken gegen irgend jemand. Frankreich habe "bem Zarismus Geld geliehen, um das russische Doll zu unterdrücken. Frankreich und die anderen Alliierten hätten bewaffnete Expeditionen gegen Rußland unterstützt. Die Sowjetregierung habe große Ausgaben deshalb unternehmen müssen, und es sei nur gerecht, daß darauf Rücksicht genommen werde. Der Abgeordnete spricht alsdann von den Problemen, die in Genua gestellt würden, und betont, daß die ©otojetregierang geneigt sei, mit den Kapitalisten zu verhandeln, und daß sie jede Mitarbeit annehme, wenn die Mnabhängigkeit des Landes nicht bedroht werde. Cs sei Zeit, direkt mit der Sowjetregierung zu verhandeln. Sie unterhalte ja auch in Berlin eine Vertretung. Als er in Berlin gewesen sei, habe Radek ihm gesagt: Wir wünschen mit der französischen Regierung zu verhandeln, bevor wir nach Genua gehen. Wir wünschen das in ihrem wie in unserem Interesse. Wollen Sie ihr das mitteilen. Er sei nach Paris zurückgekehrt und hätte PoincarS schreiben können, um ihm die Mitteilungen zu machen. Rach dem Abgeordneten Cachin ergreift Brr- and das Wort, um sich gegen dir Angriffe zu verteidigen, die im Laufe der Debatte gegen ihn gerichtet wurden. Während ma t feine Regierung angreife, werde man vielleicht die jetzige Regierung in Ruhe arbeiten lassen. Diele Prozedur habe nur Vorteil. Die augenblickliche Weltlage überschreite die Aktionsmittel eines einzigen Landes, ja selbst mehrerer Länder. Sein Ziel sei gewesen, drn Frieden sicherzustellen und ihn zu tonsolr- Eieren. Er wendet sich zuerst gegen die Angaben des Royalisten Le Cour-Grand Maison, der gesagt habe, er habe gleich nach seiner Ankunft in Washington erklärt, er wisse nicht, welche Allianz Amerika gegen England angenommen habe. Das sei falsch. — Ministerpräsident Poincar 6 erklärt, die amerikanische Regierung selbst habe dieses Gerücht dementiert. — Bnand fährt fort, er glaube also nicht, daß es im Interesse Frankreichs liege, diese Stupidität weiter zu verbreiten. Er habe in Washington d.e Entwaffnung zu Lande verhindert und Frankreich selbst gegen den Vorwurf des Militarismus und Imperialismus verteidigt. In D'zug auf die Entwaffnung zu Lande habe er erreich', daß die Frage nicht behandelt wurde. Das Abkommen hinsichtlich der Marine könne das Parlament zu ratifizieren ablehnen und bei dieser Gelegenheit auch seine maritime Politik definieren. — Bnand spricht alsdann von Cannes. Dort habe er den Entwurf für den sranzösisch-englischen Schuh- vertrag erzielt. Mit diesem Text sei er nach Paris gekommen, um ihm dem Präsidenten der Republik und dem Kabinett zu unterbreiten. E r habe einen durch falsche Rachrichten vergifteten Mini st errat vorgefunden. Da ihm das Vertrauen gefehlt habe, habe er geglaubt, nicht länger am Ruder bleiben zu tonnen. Meber dir Reparationsfrage sei man in Cannes zu einem Abkommen gelangt. Das Parlament habe volllommene Freiheit gehabt, dieses Abkommen ahzulehnen. Habe er, als er ab gegangen sei, Frankreich in unabänderlicher Weise verpflichtet? Rein. Die Regierung, die seiner Regierung gefolgt sei, und schließlich die Repara- tionskommission hätten das Abkommen von Cannes, ohne 2 scheu Regierung sicher zu sein beide Fälle in formeller und ziehung nach den Grundsätzen zu erlärigen seien. Re- zar halben Internationale wohl die Frage einer gemeinsamen Front Sowjet uAands mi den Menschewiken und Sozialrevolutionären d.tonen, aber wir werden fest darauf beharren, das) in unserem Lande, in dem die Arbeiterklasse hinter der Regierung siebt, keine Rotwendigkeit vorhanden ist, Parteien wie die Sozialrevo.utionäre und der bereits vorläufig in Benutzung genommen werden. Mit Ausnahme der K u n st m e s s e, die im Römer eine gastliche Stätte gefunden hat, sind nunmehr sämtliche Warengruppen in den Meß- Dentsche Beteiligung an einer Gemälde-Ausftcttttng in Florenz. Rom, 1. April. (Wolff.) Durch Vermittlung des Berliner italienischen Botschafters F r a s s a t i hat die deutsche Regierung darin gewilligt, der Stadt F l o r e n z für die Ausstellung von italienischen Gemälden deö 17. und 18. Jahrhunderts rund 40 wertvolle Bilder zu leihen. seiner schwersten Bedrängnis muh sich das deutsche Volk an die Hoffnung klammern, daß ihm zum zweiten Male ein Mann der Tat entstehen möge, der es wieder zu Macht und Ruhm führt. — Die Vorträge der Reichsweh ckapelle unter der Leitung von Obcrmusikmeister Löb er bildeten in der Auswahl der Musikstücke und in der Ausführung einen passenden Rahmen für die Gedenkrede. Der vollbesetzte Saal erbrauste unter den Hochrufen auf Deutschland und der spontan einsehenden Rationalhymne. Die Anwesenden verband ein Gefühl, das in den Worten des Liedes zum Ausdruck kommt: „Das Haus ist zerfallen, was hat's denn für Rot, der Geist lebt in uns allen, und unsere Burg ist Gott". ** Der Gernhardtsche Zither- und Mandolinenchor gab gestern in der Turnhalle am Öswaldsgarten ein Konzert, das sich guten Besuches erfreute. Das Programm brachte Kompositionen von Swoboda, Mendelssohn, Hiller, Ritter u. a. Auch Seb. Bach war mit seiner kleinen Dorfmusik aus der „Dauernkantate" vertreten, die — es sei vorweg genommen — von dem mitwirkenden und die Chorvereinigung unter- und Georgien. Auch sei an ein Zusammenarbeiten mit den Komtnunisten nicht zu Henken, solange die russischen Sozialdemokraten im Kerker schmachten mühten. Der Bolschewist Radek erklärte in seiner Antwortrede, das) die Bolschewisten zu Vanderveldc auch nicht das geringste Vertrauen hätten. Wenn Dandervelde die Bilanz der letzten 8 Jahre ziehen wolle, so wären die Kommunisten dazu bereit. Vanderveldes Bedingungen bezeichnete Radek als plumpe Einschüchterungsversuche. Moskau, 2. April. (Wolff.) Auf dem Kongreh der russischen kommunistischen Partei begründete S i n o w j e w am 29. März den neuen Standpunkt der Partei zu Gunsten einer einheitlichen Arbeiter front. Wenn wir nicht wollen, so sagte Sinowjew, das' die Arbeitermasfen über uns hinweggehen, so müssen wir Vie Sehnsucht der internationalen Arbeiterklasse nach ein>r Einheitsfront ohne Rücksicht darauf unterstützen, das) an dieser Arbeit auch S o z i a l i st e n, Verräter und Henker der Arbeiterklasse wie Scheidemann und Roste, beteiligt sind. Am 2. April beginnt, so fuhr Sinowjew iort. in Berlin eine Konferenz aller drei Internationalen, auf die unsere Delegierten Bucharin, Radek, Zetkin, Frossard, Werskij und andere die Frage der Einberufung eines internationalen Arbnterkon- gresses ohne Rücksicht auf die politische Anschauung mit Einschluß der Vertreter der Bauernverbände anregen werden. Auf diesem Kongretz werden die Vertreter der zweiten und zweinem- Oenten Tyeunrs aufgesucht, um ihm auftragsgemäß daS Bedauern der deutschen Regierung über den Vorfall in Hamborn cmszusprechen, dem ein unsch uldiger belgischer Offizier zum Opfer gefallen ist. Gleichzeitig machte er die Mitteilung, daß alle Maßnahmen ergriffen worden seien, um den älrheber drs Attentats zu ermitteln und ihn der verdienten Strafe zuzuführen. Für den Fall, daß die Untersuchung Lin Verschulden deutscher amtlicher Organe erkennen lassen sollte, wurden entsprechende Maßnahmen in Aussicht gestellt. Alsdann lenkte der Geschäftsträger die Aufmerksamkeit des belgischen Ministerpräsidenten darauf, dah beinahe an derselben Stelle wenige Tage vorher ein deutscher Polizeibeamter durch einen belgischen Polizeibeamten ohne Anlaß erschossen wurde, und bemerkte in diesem Zusammenhang, dah die deut- Lens Arn i jW Hande in di< . i i; dieser 2Ktion AekO. HM bii au! versuch MM flrebimi derD Hand Füllt fahrt der 2! unerloü mä&ige vvn 6d anstönü mochte, einen C Handel 2u seNgestc leit tot auf di« hat. u wieder dies a m § >iung Sozia! reicher Dsr frühere Kaiser Kar? 1'. London. 1. April. (Wolff.) Reuter meldet aus Funchal: Exkaiser Karl ist gestorben. In wenigen Tagen hat eine Lungenentzündung dem Leben des früheren Kaisers Karl von Oesterre'ch ein Ende gemacht. Wir Deutsche können dieses verbünde len Herrschers in der Erinnerung an die zweite Hälfte des Krieges nicht ohne Bitterkeit gedenken. Seine unheilvolle Politik, die hart an Treulosigkeit streifte, wirkte mit zum Zusammenbruch Oesterreichs und auch Deutschlands. So ist es erklärlich, daß ihm nicht die Sympathie entgegengebracht werden konnte als seinem ehrwürdigen Vorgänger Franz Joseph. Karl Franz Joseph wurde am 17.Aug. 1887 zu Papenburg geboren als Sohn des Erzherzogs Otto Franz Joseph (Bruder des in Serajewv ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand) und der Erzherzogin Maria Josepha, geborene Prinzessin von Sachsen, eine Schwester des Königs Friedrich August III. von Sachsen. Den Weltkrieg machte der Erzherzog unter Zuteilung zu hohen Stäben mit, bis er im Mai 1916 zum erstenmal als selb- - ständiger Heerführer bei der österreichischen Offensive in Südtirol hervortrat. Inzwischen war er im Juli 1915 Generalmajor und im Frühjahr 1916 Feldmarschalleutnant gewor- t den. Die schönen Erfolge, Die die Truppen des .' Erzherzogs gegen die Italiener errangen, \ wurden jäh unterbrochen durch den Erfolg der russischen Ofensive im Osten. Als dann dort ^6 Sill Werkes willen galt und sich mit Recht im starken " ' ‘ ‘ \ Dr. Br. sche Regierung des Einversiändnisfes der belgi- glaube, und dah eine Neuordüung der Befehlsverhältnisse ein-l trat, erhielt der Erzherzog den Oberbefehl über den südlichen Flügel neben Hindenburg, der nun den weiteren, größeren, nördlichen Teil der Front befehligte. Dieses Kommando gab er ab, als er, nach dem am 20. Rov. 1916 erfolgten Tode des Kaisers Franz Joseph selbst Kaiser vvn Oesterreich und König von Ungarn wurde. — Seine Schicksale nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie sind noch in frischer Erinnerung. Seit dem 21. Oktober 1911 ist er mit der Prinzessin Zita von Bourbon und Parma (geb. 9.5.1892) verheiratet. Zwei Sohne, Erzherzog Franz Joseph Otto (geb. 20.11.1912), Erzherzog Ludwig (geb. 8.2.1915) und eine Tochter, Erzherzogin Adelheid (geb. 3. 1. 1914), sind dec Ehe entsprossen. Kunst und Wissenschaft. Bremer Schauspielhaus. Der D Sieh bei i* B L icgenhe< Uvnm • niirtl Mter bei vol graste gäbe, r Völkers tägliche stem 2 Erfahrt wieder, ivcifcit' treibe ’ funden: len näi tzöhee' liche Ai Mchfcc 3n ■nunger Juhnke und Volk in den Hauptrollen wieder im eine interessante Darstellung verbärgt. Lauvkrcts Gießen. — Ettingshausen, 3. April. Die Eheleute Heinrich Vogler I. von hier feierten gestern im Kreise ihrer Kinder und Enkel das Fest der goldenen Hochzeit. Der 77jährige Jubilar ist Veteran von 1870 71. Dem Jubelpaar wurden im Ramen des Krfe- gervereins vom Bürgermeister Glückwünsche übermittelt und ein Geschenk überreicht. Kreis Schotten. A Schotten, 2. April. Der gesamte Vogelsberg ist dicht verschneit, der Schnee liegt stellenweise noch fußhoch. Heute hat cs wieder aufs neue geschneit. Kreis Friedberg. A Butzbach, 2. April, älnsere neue Wasserleitung schneitet ihrer Vollendung entgegen. Für den Stadtteil westlich der Marn- Wescr-Bahn wird ein besonderer Hochbehälter am Schrenz er errichtet. Die Quellen beftnben sich in der Rähe von Griedel. Kreis Wetzlar. el. Wetzlar, 1. April. Am 30. März veranstaltete die Wetzlarer Ortsgruppe der Deutschen Vvlkspartei eine Bismarck- Gedenlfeier in dem neu her-gerichteten Saale des Schühengartens. Die Stimmung fand in Rezitationen, Gesängen eines Männerchors und gemeinschaftlichen Liedern ihren Ausdruck, besonders aber durch die Festrede von Prof. D. Schian aus Gießen, der in beredten Worten Bismarcks Größe feierte, indem er ihn namentlich gegen manche in letzter Zeit erhobenen Vorwürfe aufs treffendste verteidigte. Für immer bleibe es der Ruhm des Gewaltigen, daß es ihm gelang, Deutschland zu einigen. Sein ideales Ziel war vor allem, das deutsche Volk stark zu machen und ihm Rationalbewußtsein zu geben. — Die warmherzigen, gedankenreichen und von Beziehungen auf unsere heutige Gegenwart erfüllten Ausführungen wurden vvn der zahlreichen Festversammlung mit gespanntester Aufmerksamkeit angehört und waren äußerst eindrucksvoll. — Rebenbei sei erwähnt, daß heute, als am 1. April, das Feuer des Dismarckturmes bei Wetzlar dem Gründer des Deutschen Reiches zu Ehren wieder lodern wird. Hefferr-Naffau. Sie Frankfurter Frühjahrsmesse 1922. fpd. Frankfurt a. M., 2. April. Als letzte der deutschen Frühjahrsmessen öffnete heute vormittag die Frankfurter ihre Pforten. Sie bietet in Fortfall glommen. Ratzezu 7000 Aussteller haben in den Mehhallen ihre Stände aufgeschlagen. Textilwaren, Lederwaren und Tabakwaren dominieren. Dann folgt im Hause der Technik das Reich der Maschinen und in nächster Rähe das der Elektrotechnik. In stärkerer Weise als bisher kommen die Aussteller landwirtschaftlicher Maschinen zur Geltung. Reben dem Werkbundhause, das die'kunstgewerblichen Erzeugnisse in schöner Anordnung birgt, steht zum erstenmal das Haus der Bücher. — Der Besuch ist über alle Erwartungen stark. Der Weg vom Hauptbnhnhof nach der Messestadt gleicht einer unübersehbaren Menschenwoge, durch die sich in endlosen Ketten Autos und Wagen hindurchschieben. In gleich erfreulicher Weise setzte auch schon am Sonntag das Geschäft ein, namentlich wurden in Textilwaren erhebliche Abschlüsse getätigt. Die Zahl der anwesenden Ausländer ist sehr groß. Ramentlich sind viele Holländer, Dänen, Schweden, Schweizer und Englcckkder ein= getroffen, daneben zahlreiche Vertreter der Ostländer. Engländer und Amerikaner werden erst dieser Tage in größeren Scharen erwartet. T- ra. Herborn, 31. März. Die im Jahre 1874 Hierselbst begründete Präparandelitt n st a l t wurde dieser Tage a u f g e l ö st. Mehr als 1400 Lehrer haben auf dieser Anstalt ihre Vorbildung erhalten. HochschuLnachrrchten. Schnlungswoche der deutschnationalen Studentenschaft. Man schreibt uns: . Vom 19.—29. März sand inDarmsiadt die erste Schulungswoche ter deulschnationa en Studentenschaft, les Zusammenschlusses der dcutfchnationalen Studentengruppen on len Hochschulen, statt, lieber 50 Teilnehmer waren aus allen Gauen Deutschlands herbeigeeilt, Angehörige der verschiedensten studentischen Verbände, Zinken, Wandervögel, um die Großen der Parteien zu hören. Vormittags und nachmittags fanden die Vorträge statt, an Ne sich meist lebhafte Diskussionen anschlossen, ter Abend war dann für Geselligkeit frei. Zwischendurch wanderte man nach dem Hermann hinauf, oder den Externsteinen zu. Der Verlauf war infolgedessen in jeder Hinsicht prachtvoll. Sie Themen ter Vorträge können nur andeutungsweise die Fülle unv den Wert des Gebotenen wiedergeben. Es sprachen Prof. Brunst ä d t - Erlangen über „Die deutsche Staatsidee", Prof. H ö tz s ch - Berlin, M. d. R, über „Gegenwarts- und Zutunftsfragen deutscher Au^enpoli ikv. Ltndeiner-Wildau, M. d. L., über „Gegenwerts- und Zukunftsfragen deutscher Innenpolitik" und über „ Finanzpolitik", Prof. Otto- München über „Grundfragen ter deutschen Reichs wer, assung", Prof. Martin Spahn-Köln über „Dreißig Jahre deutscher Politik", Cxz. Edler von Braun, M. d. R. und Präsident des Rcichswirtschaftsrates über ..Gegenwarts- und Zulunftsfragen de rischer Wirtschaftspolitik", Oberst vonTy 1 anLer über „Die militärpolitischen, Folgen des F iedrnsvertrags". Dr. Mann hardt-Marburg über„Grenzlands- not“, Prof. Stralhmann- Erlangen, M. b. R., über „Staat und Schule", stud. Phil. Kayser über „Deutsche Jugendbewegung" und cand. med. C o t i über „Hochschulpolitik". (Llraufführung.) .Unbillig wäre es, von einem Dichter nur als von einem Rachfahren zu sprechen, wenn ihnr die Zufälligkeit dramatischer Ausdrucks- form mit einem großen Vorgänger gemein ist. Karl Reurath ist nicht Epigone Schillers, obwohl sein Drama in innerer Form Idealismus, in äußerer Jamben von seltenem Fluß zeigt. Er ist eine Individualität. Und darin, daß es ihm gelingt, in seiner Dichtung der Gefahr einer Fesselung durch übernommene Form zu entgehen, gerade darin zeigt sich die Stärke seiner künstlerischen Kraft. — Mit wuchtigem Auftakt mit dem Vorspiel „Die Böckinger" wird das Wer? ein- geleitet. Ein durch Willkür geknechtetes, geschändetes Volk, bricht in aufströmender Oual feine Keilern Verzweiflung und Rot. zugleich aber tiefe Religiosität, Religion, die auch in der tragischen Hauptgestalt des Drunas, in Florian Geyer, lebt, bewegt die Masse mit elementarer Gewalt. Schon hier im Vorspiel zeigt sich ,der Zug, der dem Drama den Gesamititel „Der Bundschuh" nur als äußeren Rahmen, seinem Hauptteil aber die Benennung nach einer Person, dem „ Florian Geyer" zuerkennen läßt. Denn aus der Masse löst sich die Einzelperson als Trägerin der Idee, in den „Böckingern" als der Jäcklein, als dasPrinzip des trüben Masseninstinlt.es, der aboluten Gegenwärtigkeit, des Ichmenschen, der darum in der Weiterentwicklung des Dramas, im „Florian Geyer" als Gegenspieler Geyers, des Menschen reiner, starker Ideale auf tritt, von rhm bekämpft wird unb, äußerlich zwar unterliegend, im letzten Grunde aber in seiner geistigen Rückwirkung auf die Masse oder weil er selbst ja Blasse ist, tot unausbleiblichen Sichselbstzersehen den Unglück= lichen Ausgang der Erhebung und damit den tragischen .Untergang des ideal gesinnten Einzel - urenschen, des Bauernführers Geyer, herbeiführt. Es ist die Tragödie des Einzelnen, der auf seine ethischen Ideale auch die große Menge gegründet glaubt, und der uniergehen muß, weil dieser Irrtunt ewig ist: das große Menschheitsdrama aller Zeit, hier nur im bunten Dildausschnitt des großen Bauernkrieges gezeigt. Ein Drama von hochgeborener Ethik, voll wahren und darum unpolitischen sozialen Gehaltes, und darum voll Hoffnung und Liebe für den Menschen der Zu- funft, selbst bann, wenn der Kämpfer für die Idee an der Gegenwart, durch sie. zerbricht. Welches Leben in den Gestalten! Ein starkes, impulsives, handelndes Leben, aus dem des Dichters eigentlich geboren. Die Sprache ist wirklich, in den Episoden tiefster Innerlichkeit voll lyrischer Weiche und Melodie. Die Handlung bleibt auch in den großen Massenszenen zusammengehalten und wirkungsvoll geballt, bleibt bis zum Ausgang voll stark flutender Frische. Das Bremer Schauspielhaus hatte die Aufführung mit größter Sorgfalt vorbereitet. Als Florian Geyer gab Karl Rehder, als Sabine Annelieses Joho um) als Jäcklein Max Schmack außerordentlich tief empfundene, wahre Menschen: das Spiel leitete Paul Krohmann mit feinem künstlerischen Geschick. — Der Dichter wckhnte der Vorstellung bei. Er wurde mit für Bremen ganz unerhörtem Beifall Überschüttet, der dem Dichter um des Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. April 1922. Adreßbuch der Stabt Gießen 1922. Vom Dienstag dem 4. April bis einschließlich Donnerstag dem 6- April liegt ein Abdruck der Buchstaben I bis R des alphabetischen Einwohner- und Firmenverzeichnisses in unserer Geschäftsstelle auf. Wir bitten um Einsichtnahme und Eintragung etwaiger Berichtigungen. Spätere Beanstandungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Adretzbuchverlag, Schulstraße 7 und Staatsbehörden sowie aller Wohlfahrts- organstativnen der zusammenfassenLen Reichsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, ferner führende Persönlichkeiten des Wirtschafts- und Kulturlebens unb der Presse geladen waren. Der Reichspräsident wies in seiner Ansprache darauf hin, dah, trotz der großen allgemeinen Rot unseres Volkes, die zugunsten der besonders hart betrogenen Teile der Bevölkerung unternommenen Hilfsaktionen offene Herzen und Hände gefunden hätten, und sprach die Erwartung aus. daß auch das jetzt begonnene Hilfswerk, das die arbeitsunfähigen. auf unzureichende Ersparnisse und kleinen Renten angewiesenen alten Leute unterstützen soll, einen vollen Erfolg haben möge. Es ist die Chreirpflicht des deutschen Volkes, auch diejenigen nicht zu vergessen, die nach einem arbeitsreichen Leben den schwerer gewordenen Kampf ums Dasein aus eigener Kraft nicht IfÄ ÖIÜ6I n »Hm In o JrQt J Jer 41 «Bet Öl. Bundsch u h. Ein Dauernkriegdrama. Mit dem Vorspiel „Die Böckinger". Von Karl R e u r a t h. Berlin, 1. April. (WTB.) Bei ----- Reichspräsidenten und Frau Ebert fand heute nachmittag anläßlich der Eröffnung Oer VolkZsammlung für das notleidende Alter ein Tee statt, zu dem auch Vertreter der Reichs- Menschewiki heranzuziehen. Der Kongreß beantragte Sinowjew, eine solution auszuarbeiten und dem Kongreß Genehmigung vorzuschlagen. Aus Dem Reiche. Sin Tee beim ReichS'Jäsidentrn. das alte gewohnte Bild einer ausgezeichneten Organisation. Den alten Hallen haben sich seit dem Herbst 1921 neue Räume angefügt. Das „Haus derTechNik" wächst in feinen Riesenausmaßen auf dem Gelände auf und konnte ** Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurden: Regierungsrat May in Hangen zum Stellvertreter des Vorstehers des Finanzamts Gießen und Regierungsrat H a n a ck beim Finanzamt I Mainz zum Vorsteher des Finanzamts Hungen. Erweiterte Gültigkeit her Sonntagsrückfahrkarten. Mit Gültigkeit vom 8. April 1922 — zunächst versuchsweise — hat die Eisenbahndirektion nachgelassen, daß die in ihrem Bezirk ausgegebenen Sonntagsrückfahrkarten am Samstag und am Tage vor Sonn- und Feiertagen nur zur Hinfahrt schon ab 12 älhr nachmittags benutzt werden können. ** Die Hessische Hauptfürsorge stelle der Kriegsbeschädigten- ,und KriegShinterbliebenen- Fürsorge zu Darmstadt hat mit Rücksicht auf die sich täglich mehrende GesckästS- belastung als Sprechtage für den Verkehr mit dem Publikum Montag und Donnerstag jeder Woche bestimmt. ** Diebstahl. In der Rächt vom Samstag zum Sonntag wurde vvn dem Hause eines Photographen im Seltersweg ein Ausstellkasten mit Photographien entwendet. ** Preußisch-Süddeutsche Klasfen- Lotterie. Die Lose zur fünften Klasse müssen bis zum 5. April, abends 6 Uhr, unter Vorlegung des Dorllassenloses eingelöst fein. Die Ziehung dieser Hauptklasse beginnt am 11. April und enoigt am 13. Mai. ♦* D i e Bismarck-Gedenkfeier der Deutschen Volkspartei am Samstagabend war eine machtvolle Kundgebung zu dem Geist der Tat, den uns der Schöpfer des Reiches als teuerstes Vermächtnis hinterlassen hat. Pfarrer Der ck - Mainz gab in markigen Worten ein Bild von der Eharaktergroße des unvergleichlichen Mannes, der mit slahlhartem Willen und un- crschutterlicher Pflichttreue im Dienst doch ein N armes, weiches Herz für den Familien- und Freundc-skreis verband, älnerschütlert steht noch das Fundament des stolzen Gebäudes, das der Me Konferenz der drei sozierMLschen Berlin, 3. April. Der Beginn der heutigen Konferenz der drei sozialistischen Internationalen im Reich Stag verzögerte sich, well die Bolschewisten gegen die Zulassung von Vertretern der russischen Sozialrevolutionäre als Journalisten protestieren. Rach erregten AusemMrdersetzungen hierüber wurde beschlossen, öffentlich zu verhandeln. Friedrich Adler aus Wien hielt die Eröffnungsrede, in 6er er betonte, daß Hie Konferenz nicht die organisatorische Verschmelzung der drei Internationalen zum Zweck habe, sondern nur ein ernster Versuch sei, um in gewissen alle Arbeiter berührenden Fragen zu gemeinsamen Aktionen zu gelangen. Darauf verlas im Ramen der Delegation der 3. Internationale Klara Zetkin eine Erklärung, wonach die 3. Internationale eine Einheitsfront des gesamten Proletariats für die dringendste Forderung des Tages halte, da die „B v u r g e n t f i e“ versuche, Deutschland durch Reparationen auszuplündern, Rußland kapitalistisch wirtschaftlich zu unler- jochen luno die ganze Last deS Krieges auf die Arbeiter aller Lander abzuwälzen. Deshalb mühte mindestens während der Genueser Konferenz eine Konferenz aller Sozialisten zusamrnen- treten, um die Genueser Konferenz zu zwingen, sich mit der Arbeitslosigkeit, dem Achtstundentag und anderen dringenden Arbeiterfragen zu beschäftigen. In einer scharfen Erwiderung sagte der belgische Sozialistenführer Vandcrvelde als Vorsitzender der Exekutive der 2. Inter- tiatirnale, dah auch sie eine einheitliche Verteidigungsfront der 2. Internationale, des Proletariats für notwendig halte. Die Frage aber, ob mit der 3. Internationale gemeinsam gearbeitet werden könne, hänge davon ab, ob ein aufrichtiges gegenseitiges Einvernehmen und ehrliches Vertrauen von vornherein garantiert weiden könnten. Die Bolschewisten müßten fiar zum Ausdruck bringen, ob es ihnen auf die Einheit der internationalen Arbeiterbewegung antomme. Sie mühten ferner erklären, ob sie ben Randländern lassen wollten insbesondere Armenien, forlHraine] folger des großen Kanzlers, der fähig ist, das .._x «x—nr.,4. -»,-koir-ir I Erbe im Siime des Meisters zu verwalten! In führen können. - ■iiuiiirran «moo stützenden Streicherchor einwandfrei zu G.hör gebracht wurde —. E'mgeleitet wurde das Konzert mit der schonen stimmungsvollen Ouvertüre in l)-Dur von Swoboda. Gleich in dieser ersten Rümmer zeigte sich die gewissenhafte, gründliche Kleinarbeit des Dirigenten in der dynamisch fein abgetönten und tonreinen Wiedergabe und in dem ausgeglichenen Zusammenspiel der Insirumente Besonders. eindrrrcksvoll wirkten das Mendels- sohnsche Rocturno au5 dem Sommernachtstraum und die beiden Mandolinensiücke von Ritter, wenn auch in dem erstgenannten die Tonreinheit durch ein Instrument zuweilen etwas getrübt wurde. In einem Zither-Solo zeigte Herr Gernhardt sein virtuoses Können wrd bewies, daß diese volkstümliche Kleinkunst doch auch größeren Ansprüchen gerecht zu werden vermag. Reben einem feinsinnig vorgetragenen Melodram „Das Märchen vom Glück" von Schulz boten dann noch> 3 Ge- san'sdurtte mit Zitherbeglci'uvg eine schöne Abwechslung. Die jungen Damen, die sich ihrer Aufgabe mit schlichter, einfacher Ratürlichkeit erledigten, sanden dankbare Anerkennung b.im beifallsfreudigen Publikum. — Mit den Gesamtleistungen haben sich der konzertgebende Verein und sein Leiter auch diesmal ein gutes Zeugnis ausgestellt, das hoffentlich dazu beitragen wird, dem Verein neue Verehrer und neue aktive Kräfte zuzuführen. Tageskalender für Montag: Stadttheater, 7 Uhr: Geschlossene Vorstellung: „Die deutschen Kleinstädter". — Kath. Vereinshaus, 8 Ilhr: 5. Vortrag der Gießener Frauenvereine — Astori-a-LichtsPiele, ab heute bis einschließlich Mi.twoch: „Das Achtgroschenmädel".— Lichtspielhaus, Tas'nhofstrnße, ab heute bis einschließlich Donnerstag: „Das Frauenhaus von Trescia" und „Der Apachenlord". — Aus t e m <5 t a b 111) c a t e r t u r e a u. Auf die morgige Aufführung Georg Engels Drama „Heber den Wassern" sei auch an Lieser Stelle hingewiesen. Wern das Werk auch im letzigen Theater noch nicht gegeben ü orten ist, jo ist es für Gießen doch keine Reuß-oit mehr, da es eine der ersten Vorstellungen der Direktion Stern- geettev im alten „Stadttheater" war. Die Auf- -ührurig erzielte damals außerordentlichen Erfolg: Dieser wird ihm auch in der Reueinstu- rierung treu bleiben, da die Spielleitung Adolf Telekys mit Rosner Rubner sowie den Herren der Gefahren->uschlage zugrunde gelegt weroen.. i v -Trän KaLb und Wieder zu Drei Er- bte Äammer9"nta bS! l=tg«iv ienen die Spanier nlW entflegenfet«» Druck der Verhältnisse ihr Einverständnis mit konnten. dieser Gesetzesvorlage erklärt. CA1M0N REIFEN QUALITÄT-KEINE REKLAME! Gesetzes, nämlich die Festsetzung einer Rormalreute von 6 Prozent und Die Kapitalisierung des über diesen Rvrmalettrag hinausgehenden Mehrertrags mit Dem ein» bis zehnfachen wiederholt wird. Die hessischen HanDelskarnmern haben in- olgedessen ihren bereits im (Zähre 1913 gemachten Vorschlag, der eine andere Art der Ermittelung deS Gteuerwertes Vorsicht, der Regierung von neuem zur Annahme unterbreitet. 3m Hinblick jedoch auf eine Erklärung des Herrn Finanz- prelS von Köln über 160 Kilometer trotz schweren Gabelbruchs, Den er sich in Vonn erneuern lieh, den 30. Preis. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Mission für Frauen und Jungfrauen Don Montag, 3. April, bis Samstag, 8. April: Dorrn 5.30: Hl. Messe. 6.00: Mission-Predigt. 6.45: Hl. Messe. 7.15; HU Messe. Rachen. 3J5: Kreuzweg 3.30: Milsionspredigt. 7.45: Rosenkranz. 8.00: Missionspredigt. Am Dienstag. 3.30 Uhr, ist dre Standes- predigt für die Frauen: hierbei sind die 3itpg?rauen augeschloslen. Am Mittwoch vorm. 6 illjr ist die Stan ■ desprediglfürdieHungfrauen: hierzu sind die Frauen freundlichst eingeladen. Missionsbeichlen werden £ hört von Mittwoch an täglich vormittags 7—11 und nachmittags 2—6 Hl)r. Turnen, Sport und Spiel. * Der Siebener Radfahrerverein 1 885 e. D. hielt gestern sein erstes öO-Kilometer- Streckcnfahren ab. Die Strecke führte ab Karlsruhe über Lollar, Tieie'.rbach. Marburg und zurück. Droh ungünstiger Witterung wurden sehr gute Zeiten erzielt. Junioren: 1. Willy Don-Eis 1 St. 46 Min. 44 Sek., 2. Emil Heb 1 St. 50 Win. 46 Sek., 3. W. Zinh-w 1 St. 53 Mm. 10 Sek.. 4. K. Reuning 1 St. 54 Mm. 10 Sek., 5. K. Hofmann 2 St. 1 Min. 40 Sek., 6. G. Ziicher 2 St. 5 Min 54 Sek., 7. Erwin Wagner 2 cn Kreisen Der Sozialdemottatie Die Ueberzeu- ming sich immer mehr Durchringt, wonach eine Sozialpolitik in ai'sgeDehntem Mabe nur ein reicher Staat treiben kaim. Unter diesen all- — Internationale Ruderregatta in Franks urta. M Der Frankfurter Regatta- Verein gibt Die Ausscheidung für seine am 25. unD 26. Juni auf dem Main zum AuStrag gelangende Internationale Ruderregatta befarmt. Die an jedem Tage zwölf Rennen bringt. Am ersten Tage sind Der Vierer um den Preis Des Deutschen Ruder-Derbandes, Den Wicking-Leipzig zu verteidigen hat. Der Preis vorn Main (Vierer d. 2t.), Den der Kölner Elub für Wassersport im Vorjahrs gewann, der Präsidenten-PreiS (Doppelzweier o. St.), vom R. E. am Wannsee zu verteidigen. unD Der Achter um Den IubUäums- preiS. den letztmalig Die Kasteler Rudergessell- schaft gewann, Die Hauptereignisse. Unter Den zwölf Rennen des 26. Juni ragen Der Kaiser- preis im Vierer (Verl. Arnicitia-Mannheim). Der Einer um den Preis Der Gerbermühle (Dert. 3. Fremersdorf, Mainzer R. D.), Der Achter um Den Germania-Preis (Verl. Kasteler R.-Gef.) unD der Zweier o. St. um Den Insel-Preis (Dert. Würzburger R.-V.) hervor. Meldeschlub ist am 8. Juni, abendS 6 Uhr. Rennungen sind an den Vorsitzenden Konsul Dr. Karl Kotzenberg, Frankfurt a.M., Rostmarkt 11. zu richten. — Gin neuer Sieg Dcß 1. F. E. Rur n- betg in Spanien. Das vierte Spiel Des deutschen Fußballmeisters auf spanischem Boden iruvDe in Santander ausgetragen. Den Deutschen wurde ein herzlicher Empfang bereitet und zahlreiche Zuschauer wohnten Dem Spiele gegen Kirche und Schule. Eudorf b. Alsfeld. 2. Avril. Unsere zwei neuen Kirchenglocken wurden heute feierlich einaeweiht. Pfarrer Dieffenbach hielt die Weiherede. Der Gesangverein und der Schülerchor fangen unter Leitung des Lehrers G u n t r u m Wcihelieder. Die beiden neuen Glocken wurden in Apolda gegossen und kosten rund 30 000 Mark. den Fragen der Finanzlage des Reiches und seiner Steuerpolitik anbetrifft, so sei nur der Beschlich wiedergegeben. Den Die Kammer in ihrer Vollversammlung vom 8. September des Berichtsjahres zu den neuen <3 t e u e r t> o r t a gen gefasst hat: „Rach Artikel 164 der Reichsver- faffung vom 11. August 1919 ist der selbständige Mittelstand, die Landwirtschaft, Gewerbe und Handel in Gesetzgebung und Verwaltung zu fördern und gegen Ueberlaftung und Aussaugung zu schützen. Diese ©runDforbening der Reichsverfassung erfüllt nun das vorgelegte Steuerpro- gramni in keiner Weise: eS wird vielmehr die Produktionskraft des erwerbstätigen Volles in einer Weise beeinträchtigen, die zu einer immer gröber'"'» S^^chuna und allmäkstigen Ve-siegu"g feiner Steuerkrast führen nu\ Vo ne m ste Aufgabe der i i rfaffungäinäbigen Vertretung des deutschen Vdlkes wird es daher fein müssen. Die Steuerpläne auf das im Interesse der Wieder- gesundung der deutschen Volkswirtschaft notwendige Mast zurückzusühren, wobei der Gesichtspunkt in Den Vordergrund zu stellen ist, Dab bei der direkten Besteuerung als Mast st ir' f' "'- Die V'- tr erlang tc3 Giundoermögen- und seiner Br'a D- teile Der Ertragswert, ma>t Der gemeine Wert, und für Die Bewertung des Betriebsvermögens Der AnsckMungs- ober Herstellungspreis abzüglich Abnutzung Dienen mich." — Das Sinken des Geldwertes hatte auch eine Veranlagung Der Gewerbetreibenden zur hessischen Gewerbesteuer auf neuer Grundlage notwendig gemacht. Dieser Zweck sollte durch eine entsprechende Abänderung des Artikels 11 des Gemeindeumlagen- gesetzes erreicht werden. Die von der Regierung ausgearbeitete Vorlage konnte aber die Zustimmung der hessischen Handelskammern nicht finden, weil in ihr der Grundfehler des gegenwärtigen ministers, dah Die Regierungsvorlage nur ein durch die Geldentwertung bedingter Rolbehcls sei und eine grundlegende Revision des ganzen Gesetzes sobald als möglich in Angriff genommen werden solle, haben Die Handelskammern ihre grundsätzlichen Bedenken gegen Die Vorlage einstweilen zurückgestellt und sich damit einverstandcn erklärt, dah Die Regierung in Erwägung ziehen wird: Die durchgehende Verzehnfachung der Sätze in der Staffel für die Vervielsachung des Mehrertrags, die Einführung eines Mindeststeuer- werteS, die Ausstellung von Richtlinien unter Mitwirkung Der Handelskammern für die Anwendung des sogenannten Härteparaaraphen. wodurch eine Ueberlaftung Der Betriebe verhindert werden soll. — 3n Ausführung des Reichs- gescheS vom 26. Juni 1921 zur Förderung Der Wohnungsbeschaffung und der 6 i e b - lung für die Jahre 1921 'äiS- 1911 sah Die hessische Gesetzesvorlage vor, dah mit ber Aufbringung der erforderlichen Mittel und mit Der Erhebung ber zur Verzinsung und Tilgung biefer Mittel erforderlichen Abgabe die Gemeinden betraut werden sollen. Der Abgabe sollen die wri’V’F' Vertreter für Gießen und Umgegend 8 Max Creutzburg, Gießen, Westanlage 35. 28UD Hast Du Deine Wäsche gern So QTlbdebausQalomory. . Besichtigen Sie das Spezial Fenster. t)urd) rin bflibts Zucker'» N Kernseifen-Pulver Statt Karten unh P. Ioi. Mobs. Giehen, im April 1922. r Gießen, 1. April 1922 r H. Benner II 03472 2. Mai ! Auktionator u. Taxator, ttrofdorfer 8trotze 9. statt. u Bahnhofstr.60. TeL1097 0) 2 L> n> er 2 Auswahl einige 100 Stuck Kernseifen- Pulver mildem Huaeiiem. leit 8 an AuSlchlag mit furcht- Frida Arft Dr. Fritz Hill Verlobte «ctosiw henjoNHl idxxideWixheuDd qneiflkiemcWort Beginn des neuen Schuljahres. Tages- and Abendkurse. 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Bericht über den Stand ber weiteren Bautätigkeit. 9. Verschiedene Angelegenheiten. «leben, den 3. Avril 1922. Ter Vorsitzende dcö AuffichtSrateS: Schmidt. _ , . NB. Die Bilanz sowie Gewinn- und Bcrlust- rcchnung liegen in der Wohnung des 1. Schriftführers Weber, Wetzlarer Weg 51II, zur Einsicht offen. iBkbD Verein der Gastwirte von Giehen und Umg. (E. v.) Donnerstag, den 6. April, nachmittag« 4 Uhr, findet bet Kollege Hch. Elges (Hindenburg) unsre diesjährige General-Versammlung wasche nur mit „Fliigeistern Leeres Fuhrwerk fährt Mittwoch von Frankfurt nach Gicftcn zurück. 3327 g. Krack Riegelvfad 20. Tel. 12^8. Huf gutefi Cbieft «VttO0Mark 1. Hypothek, zu leihen gesucht. Lchnftl. Angebote unt. 03465 an d. Gieh. Anz. Silberkies u. Garten kiese ! H. S . Poltz Sfrg Dazu ZuckoehCreme(nid)lkltfnb u.settholNg) Jn oÜ Apothet.. IXroQttUn u. tBarfümcritn. 3n «Heften In der Trog. । Winterbost, Kreuzvlatz Jp 10, Löwen Trogerie und Victoria-Drogerie, ! Herrn. Plant Witwe riefe Woche wieder tägl. frische und gerLuch. Seefische. Zu Cftern treffen Karpfen, Hechte, Zander und Salm ein. Bestellungeu hierzu werden bis auiu 6. d. M. eutgeqengenoimuen. SWbWtrsisliihdst., Schulstratze 10, Tel. 1612. Sö CT ft 3 SSSßE rrmAts SO -WA. t>eo &tM «SSbt werde«. NEs smrGe« Sie dis tetonnte «Ute Sto.5 „Das HnMM‘ < 2 Teile. 12 Akte. Lieh, Egelsbach, Mühlheim, Freiberg i. Sa., 3. April 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. ds. Mts., nachmittags V24 Uhr, vom Sterbehaus Braugasse 2 aus statt. Fran H. Thomas, 9Zeuen Baue 17 7% Marburg a. d. Lahn, Bahnbossbotel. Weickartshain, Gladenbach, Offenbach am Main, den 3. April 1922. Beerdigung Mittwoch nachmittag 2 Uhr in Weickartshain. LiederkraW Mittworb, den 5. Avril taiidiftr Wr. Freitag nadnnitt. allerer schw. Dackel Kaiserallee-Cicherstr. ent- nufen. Wiederbr. Bek. 03484 Kaiscrallec 12 I. Tücht.. ehr!., saub., junges Mädchen in kl. bürgerl. Hausb. gesucht Guter Vobn. 03478 (öoetbeftrahe 31 T. Ferd. Stephan und Frau geb. Sack Jul. Sack und Familie. Theod. Sack und Familie. die berühmte QualMtssLsaretSe Für alle Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Mathilde Kell. Ettingshausen, 2. April 1922. Stadttheater Leitung: H. Stelngoelter. DienStaa, 4. Avril- 23.DiL>nStag-Abon.'Vorft. lieber öen Wafina. Drama von Georg Engel. Anfang 7, Ende 9l/, Ubr Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Sonntag mittag 2 Uhr meine liebe, gute Frau, unsere heißgeliebte, treusorgende, nie ermüdende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Sophie Haas geb. Rinn im Alter von 63 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Ludwig Haas L, Landbriefträger i. P. Familie Heinrich Steller II. Familie Heinrich Fink II. Familie Jakob Haas VIII. Familie Heinrich Haas 1. Todesanzeige Allen lieben Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Auguste Sack Ww. geb. Hahn von ihrem langen, schweren Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: statt. Am Klavier: Michael Roesert. Preise der Plätze: Mk. 14.—, 11—, 8.50 und 6.50 einschl. Steuer bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 4.50 einschl. Steuer beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Die für das abgesagte Konzert gelösten Karten sind unter Znzahlnug der Steuer nmzutanschen, die vorgemerkten Plätze erneut zu bestellen. son Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 4 Uhr statt. 3329D Metallbetteri Stahlmatr., Kinderbett., dir. anPriv.,Kat.31Hfrei. Eisenmöbelfbr. SuhllTH.) csochler a. gut. Hanse, die *- sich Wissenschaft!, und bauswirtschasrl. vervoil' koinmncn möchte, findet giinst. Gelegenheit bOAii i. klein. Billenbanst). i. Gie- Heu. Pensionspreis nach vereinbar. Angeb. unt. 2215 an llcrso, M. A.- E., Plocküratze 5. 3313h Gießener Konzertverein Mittwoch, 5. April 1922, abends 8 Uhr. in der Universitttts-Aula findet das abgesagteSonderkonzertdes Kammersängers HEINRICH HENSEL Brlivks Ulidlhkll für Küche und Haus ge- sucht. Hoher Gehalt und nute Verpflegung. 3338 Caf6 Astortn. Plockstratzc 3. Vereinigte Handels- Lehranstalten GIESSEN Leiter: J. Kunzeimann Selters weg 73 Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. 2. Mai Beginn d-neuen > Schuljahres. Auskunft u. Anmeldung täglich bei der Han sa-Sch ule Selters weg 73 Tel. 821 oder 3295c Vogtschen' Handelsschule Goethestr. 32 Tel. 2064 Prospekt frei. Mädchen nir Küche u. Hausarbeit sofort gesucht. MW 1 «chleYveu,Ludwigffr.44.> Sonntag nachmittag 4V2 Uhr verschied nach schwerer Krankheit meine liebe Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester KathMer geb. Jakobi im 61. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Balser, Äa ßaMWcu soivie Kiichenmädcheu in Her, sckastshaushalt geg. bob.Gehaci.guieBehandl. u. eriikl. Bervfl. p. fof. ob. 1. 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Sodann wurde in die T a g e s o r d - Aach Erledigung der Tagesordnung schloh Vorsitzende mit Dankeswocten die Sitzung. den belgischen Soldaten belästigt. Die Kontrolle der Pahausweise durch die Patrouillen ist direkt zu einer Pahschikane (, isgewachsen. Die Patrouillen Zeigen überhaupt grohe Willkür. Oesters lösen sie Versammlungen aus, auch solche, die vorher regelrecht von der Desatzungsbehörde genehmigt worden sind. In Düsseldorf sind in dem in einem Jahre DesahungSzeit über 100 Personen zu teils er= heblichen Freiheitsstrafen und über 400 Personen mit Geldstrafen, darunter mehrere bis zu 10 000 Mark, bedacht worden. 47 Personen wurden auö Düsseldorf auSgewiesen. In beiden Städten findet noch heute eine Zensur, und zwar eine offene und eine geheime, durch die Besatzung statt. Auch die gesamte Verwaltung unterliegt der Ueberwachung. Berichte an Vorgesetzte und Verfügungen an unterstellte Behörden müssen der BcsatzungSbchörde zur Genehmigung vorgelegl werden. Ebenso sind alle Ernennungen. Versetzungen und Entlassungen, ja sogar alle über vier Wochen währende Beurlaubungen von Beamten in leitender Stellung. Lehrern und Polizeibeamten. der Desayungsbehörde anzuzeigen. Dah natürlich auch Die Presse in diesen unter dem Belagerungszustand stehenden Städten schwer zu leiden hat. ist selbstverständlich. Jede Erörterung der Kriegsschuld, auch wenn sie völlig unter innerpolitischem Gesichtspunkte erfolgt, ist verboten. Während der Abstimmung in Oberschlesien waren alle Aufsätze und Abhandlungen über Oberschlesien unter Vorzensur gestellt. In Duisburg sind fast sämtliche Zeitungen schon von einem Verbot betroffen worden. In Düsseldorf wurden das ..Düsseldorfer Tageblatt" und die „Düsseldorfer Zeitung" wiederholt verboten und ihre Schriftleiter mit Gefängnis bzw. Geldstrafen bedacht. Die schweren Desahungslasten, welche die beiden großen Industrie- und Handelsstädte zu tragen haben, die Rechtsunsicherheit, die durch den immer noch währenden Belagerungszustand hervorgerufen ist. haben ungemein schwere Folgen für das gesamte wirtschaftliche Leben. Die städtischen Finanzverhältnisse in beiden Städten sind auf das schwerste gefährdet. Es wird höchste Zeit, das) dem Abbau der wirtschaftlichen Sanktionen möglichst bald auch die Beseitigung der miliitärischen Sanktionen folgt und Düsseldorf und Duisburg von der Besatzung befreit werden. Heidemann (K.f in einer fast zweistündige Rede eine Herabsetzung der Umsatzsteuer verlangt and iich namentlich gegen irgendeine Ber- günsiigung der Presse wendet. Die Abgg. Brodaus (Dem.) unb Dr. Heisse r i ch (Dtfchntl.) nehmen alsdann ihre Anträge aus Freilassung der Handelsvertreter von de älmsatzsteuer wieder auf. Minister Dr. Hermes bittet, diese Anträge abzulehnen, da solche Bevorzugung der Agenten dazu führen würde, dah die Geschäftswelt sich die Befreiung von der älmsatzsteuer in weitestem Maße nutzbar machen würde, damit würde aber das ganze ^lmsahsteuergZ.y durchbrochen. Aachdcm as Zentrum seine älnterstützung des Antrages Brodaus zurückgezogen hat, werden die beiden Anträge gegen die Stimmen der Rechtsparteien und der Demokraten abgelehnt. Aerztliche Hilfe- ciftungen und Arzneimittel, soweit sie von den Krankenkassen zu zallen sind, nach einem entsprechenden Antrag der Mehrheit, von der Umsatzsteuer befreit. Zur Inseratensteuer wird der von den lln* abhängigen wieder aufgenommene Antrag aus Staffelung, wie es der 'Ausschuß in zweiter Lesung beschlossen hatte, angenommen, mit der Matzgabe. das) statt des Kalenderjahres das Kalendervierteljahr wieder cingeführt wird. Die Steuer ermäßigt sich bet Zeitu:gcn und Zeitschriften von den ersten 200 000 Alark des vierteljährlichen Entgeldrs auf 1 Pro,Zent, bei den nächsten 200 000 Mark des vierteljährlichen Cntgeldes auf l3-'« Prozent, und beträgt dann von je weiteren , 200 000 Mark 2 Prozent. 21 .. und 3 Prozent. Von den nächsten weiteren 100 000 Mark beträgt die /Steuer dann 3>2 Prozent und ton allem, was nommen, daß. wenn ein Stcrr.rzahlec mehrere Zeitungen oder Zeitsch iften beizt, für eine etwaige Ermäßigung jede Zeitung und jede Zeitschrift selbständig zu behandeln ist. Auch der Rest der plmsatzsteuer wird sodann Deutscher Neichstay. Berlin, den 1. April 1922. Aachdem der Gesehcntwu f über die Autonomie der Reichsbank dem Haaptaueschutz über- wiesen worden war, wird die dritte Lesung der Die Besatzungslasten von Düsseldorf und Duisburg Don H. H. Bormann. Außerordentliche Sitzung des Provinzialtags der Provinz Oberhessen. Sieben. 25. März. angenommen. Es folgt die Erhöhung der Verbrauchssteuer. Die Verbrauchssteuer wird in allen drei Lesungen ohne Debatte angenommen, desgleichen die Vorlage über die Erhöhung der Zölle (Kaste?, Kakao und Tee) sowie über die Aufhebung der vorübergeh mden Zoll.r'eichteru igen. Autzerdem werden angenommen das .^uckcrsteuerges tz, das Süßstvffoeseh. das Rennwett- urd Lotteriege'eh, das K.aftfah'-zeugsteuergesetz und das Versiche- rungssteuerg setz. Da ni'. sind alle Ste> erre'e e in allen d ei Lesu ige t ang-nommen Auch das MantelgZch einscht. der Zwa-g an'.ei e wird in zweiter Lesung angenommen. Gegen die sofortige d i te Lesung erheben die Unabhängigen Einspruch. Angenommen wird dann noch ei’e Entschlle- tzung des Zentrums auf Fürsorge für kinderreiche Familien. Es folgt die zweite Lesung eines von allen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten beantragten Gesetze'.twurses über die AurbMu 'g von Kriegst llnehmern zum Richteramt. Der Gesetzentwurf kürzt den Vorbereitungsdienst für dieses Amt um mindestens 6 Monate Der Ausschutz batte beantragt, die Handhabung des Gesetzes den einzelnen Ländern zu überlassen. Abg. Dr. Rosenfeld (U.) prvte irrt dagegen und verlangt ein eigenes Reichsgesetz. Aachdem je ein Vertreter des Preu i'ch'n Justizministeriums und des R ichrmini er u s d Ver- siche u ra abgegeben haben, datz ei e ei.thcilliche wohlwollende P aris Hatt,i tben solle, die einer unzulänglichen Au. bi'dang vorbeuge, werden die Au fhu b.'schlü s- a g nommen. Räch te St-.u tg Montag nachmittag 2 älhr. Etat des Auswärtigen Amtes. Gics;encr Strafkammer. G ieh en. 31. März 1922. Wegen Betrugs wurde der Mechaniker G. W. auS Coburg zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ec schwindelte einem hiesigen Straßenbahner vor. er könne ihm billige Lebensmittel besorgen und veranlaßte ihn. einen Bestellschein ,u unterschreib n. Mit diesem begab er sich zur Frau des Beamten, zeigte den Schein Punkts Rächt ragsvora n schlag zum Voranschlag der P r o v i n z i a l k a s s e b e t Provinz Ober Hessen für das Rechnungsjahr 19 2 1. Infolge der starken Geldentwertung und der dadurch verursachten Erhöhung der persönlichen und sachlichen Kosten wurde die Ausstellung eines R a ch t r a g s v o r - anschlags notwendig Die gesamten Mehrausgaben betragen 972 000 Mk.. denen an Mehreinnahmen nur 97 000 Mk. gegenüber stehen. In- olgedessen müssen nachträglich 875 000 Mk. umgelegt werden. Der Vorschlag des Provinzial- ausschusses, diesen älmlagebedarf um 350 000 Mk.. die ans dem Rechnungsrest von 1920 entnommen werden sollen, zu lürzen. fand Annahme. Dementsprechend setzte der Prvvinziallag die Rach- tragSumlagen auf 525 000 Mk und die gesamten Umlagen auf 4 975 000 Mk. fest. Es sind dies gegen das Vorjahr 115 000 Mk mehr. Jin übrigen gab der Rachtragsvvranschlag nur noch zu einer kurzen Debatte über die Art der AuS- zahliing der Kinderzulagen Anlast. Das vom Provinzialausschuß seither geübte Verfahren wurde als berechtigt anerkannt. Punkt 2. Antrag deS Provinzial- ausschltsses betreffend die Tagegelder der Mitglieder des Provin- zialtagS sowie der Mitglieder und E r s a tz m i t g l i e d e r des Provinzial- Ausschusses. Der Provinzialtag beschloß entsprechend dem Vorschlag des Provinzialausschus- ses. dast 1. für die regelmäßigen Sitzungen in Sietzen die Fahrtauslagen für die 3. Klasse erstattet und 2. an Tagegeldern und Ülebernach- tungsgebühren die jeweils für die Landtags- abger röneten geltenden Sätze vergütet werden Die Regelung unter 1 tritt mit Wirkung vom 1 April 1922, die unter 2 mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 in Kraft. Punkt 3. Antrag des Provinzialausschusses auf Krediterweiterung für den Ausbau der elektrischen äleberlanda ii lagen in der Provinz O b e r h e s s e n. Der für den Ausbau der Heber- landanlace bewilligte Kredit reicht in Anbetracht der feil dem Frühjahr 1921 weiter fortgeschrittenen Geldentwertung nicht aus. Die fernerhin eintretenden Kreditüberschreitungen sollen der Senehmigung in einer späteren Sitzung des Provinzialtags Vorbehalten bleiben Der Provinzialtag war in Liebereinstimmung mit dem Provinzialausschust und der Provinzialver- waltung d-r Ansicht, dast der geplante Ausbau der ilebertanbanlage durchge ührt werden solle. Im Anfchlust an die vorgebrachte Beschwerde üb-r den langsamen Fortgang der Dauarbeiten b-richte c Prov.n ialrat Wolf über den Verlauf des Ausbau?«. Im Jahre 1920 seien 17, in 1921 52 und in 1922 bis jetzt 21 ®?meinb>n und austerdem noch insgesamt 41 besondere Anlagen an die Lieberlandanlage abgeschlossen worden. Der Ausbau schreite, nachdem mancherlei Organisation? Mängel säens ber Rheinischen Elek- tri-itäts-Aktien°Gesellschaft behoben worden seien, rüstig voran. Diese Gesellschaft habe den weiteren ' Ausbau nur unter der ausdrücklichen Bedingung , übertragen bekommen, dast sie ihn bis zum , Iahresschluß beende. Die Abgg. Reh und , Braun- Alsfeld begründeten eine Anregung, dast Alsfeld für den Sih der technischen Filiale , an Stelle von Lauterbach vorgesehen werden , möchte. Der Vorsitzende. Direktor v. Stadler, , uni/ Abg. Re chtien erläuterten die Gründe, warum Lauterbach sich besser für den Sih dec , Filiale eigne als Alsfeld. Der Antrag des Pro- i vinzialausschusses aus Erweiterung des Kredits . wird einstimmig gutgeheißen. Ein volles Jahr dau^ri nunmehr die Besetzung von Düsse d ri un DuiSburg. Qlm 9 März । 1.921 wurde ü?cv die beiden Städte der schwere Druck der militärischen .Sanktionen" verhängt. Während die gleichzeitig in Kraft getretenen wirtschaftlichen .Sanktionen" nach Unterzeichnung des Ultimatums zum größten Teil wieder ab» gebaut worden sind, bestehen die militärischen, die Besetzung von Düsseldorf und Duisburg, ohne jeden Rechtsgrund noch heute. Diese Aufrechterhaltung der militärischen .Sanktionen" bedeutet eine unheilvolle Erschütterung des Rechtsnefühls. Düsseldorf und Duisburg stehen noch heute unter d m rn litärischen Belagerungszustand, also 'Usschliehlich unter Militärherrfchast. Die Ordonnanzen der Rheililandkommission haben in diesen tzeiden Städten keine Gültigkeit. Alle Macht liegt in den Händen des sranzösischen und belgischen Generals W e sehr eine solche Militärherrfchast in die bürgerlichen Rechte der Bevölkerung, in daS gewerbliche Geben, in die Freiheit der Presse und in die Selbstverwaltung eingreift, liegt flar auf der Hand. Mit am schwersten wird die Devöllerung bedrückt durch die rigorose Beschlagnahmung von Wohn- und Unterbringungsräumen für die Offi- riere und Truppen. Obwohl in Düsseldorf, das Garnisonstadt war. Kasernen vorhanden sind, wurden auster diesen Kasernen eine Reihe anderer militärischer Gebäude, wie das Dezirkslommando. Militärgericht und ferner zahlreiche Schulen und andere öffentliche Gebäude beschlagnahmt. Zeitweilig waren mehr als ■ 300 Schulklassen ihrer vestimmung entzogen. Auch heute sind, trotzdem >ui die Defatzungstruvpen eigens ein größerer Xafemcnneubau errichtet werden must le. noch ,wei Schulen ganz von Truppen belegt. Eine weitere Schule ist für den Unterricht der Kinder der Defahungsangehörigen bZcUagnahmt Für Offiziere und teilweise für die Unterbringung non Unteroffizieren mutzten Bürgerhäuser zur Verfügung gestellt werden. Dis zu 1200 solcher Offiziersguartiere wurden zeitweilig gefordert, und heute noch sind über 300 Wohnungen von ic zwei bis acht Räumen in Düsseldorf beschlagnahmt. Auch eine größere Anzahl von Dureau- räumen mußten für die Desahungsbehörde frei- gemacht werden. In Duisburg ist die Woh- uungsbcfchlagnahmung noch größer: denn Duisburg hat im Frieden niemals Militär gehabt und verfügt deshalb über keine Kasernen. Hier sind bis zu 26 Schulen, ferner zahlreiche Turnhallen und Säle, beschlagnahmt worden. Außerdem mußten bis zu 1285 Privatquartiere bereit- gestellt werden. Heute, wo die Dsfayung in Duisburg von einem Bestand im Mai v. Is. 25 000 Mann auf 4500 Mann zurückgegangen ist. find immer noch sechs Schulen und 34 Sale als Massenquartiere beschlagnahmt. Außerdem beansprucht heute noch die Besatzung 593 Privatquartiere mit 1115 Zimmern und 254 Küchen. Die Stadt Duisburg, die wie jede Großstadt Punkt 4. Antrag des Provinzialausschusses aus Kreditbewilkigung für die Errichtung von Werkwvhnu n- gen fürdasPerfonalderelektrifchen Ueberlandanlage. Rach einer kurzen Aussprache und Anhörung von Vorschlägen der Abgg. Lux und Fourier beschloß der Provinzialtag im Sinne dcs Antrags des Provinzialausschusses dah zur Beschaffung einer Anzahl von Wohnun gen für das Personal der Ueberlandanlage di geeigneten Schritte unternommen werden sollen. Vorsorglich wird ein Kredit von 2 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. I anderen Plätzen die Militärpersonen nut die Hälfte des eigentlichen Eintrittspreises bezahlen, beträgt int Monat 60 000 Mk. Bei militärischen Empfängen und Paraden müssen die Straßen auf Kosten der Stadt mit Sand bestreut und oft stundenlang gesperrt werden. Die Straßenbahnen tonnen während diesen Stunden zum großen Teil nicht verkehren. Der Verlust an Fahrgeld auS solchen Anlässen ist mit einigen Hunderttausend Mark noch niedrig bemessen, ganz abgesehen von den weit größeren Allgemeinen wirtschaftlichen Schäden derartiger sinnloser Derkehrsunterbin- sehr unter Wohnungsnot zu leiden hat (es fehlen in Duisburg 11 000 Wohnungen), hat feit Juli j. Is. wiederholt sich bereit erklärt, fafernen- mä6ige Baracken für die Unterbringung der De- satzungstruppen bauen zu lassen. Die belgische Desahungsbehörde hat aber hierzu bis jetzt ihre Zustimmung noch nicht gegeben. Sie stellt vielmehr an die Stadt das dreiste Ansinnen, sie solle zuerst bescheinigen, daß sie die Baracken aus eigenem freien Willen bauen werde, also gewissermaßen aus Wohlwollen für die Besatzungstruppen. Die Einquartierungslasten in Duisburg haben in dem einen Jahr Desahungs- zeit insgesamt 40 Millionen Mark Unkosten verursacht. In Düsseldorf hat die beschleunigte Herstellung der Kasernenneubauten einen Kostenaufwand von 30 Millionen Mark verursacht. Zur Ausstattung von Quartieren mußten weiter bisher 20 Millionen Mark aufgewandt werden. Bauliche Aenderungen in Massen- und Einzelquartieren, die auf Befehl der Desahungs- behörde ausgeführt werden mußten, verursachten außerdem noch etwa 10 Millionen Mark Kosten. Auch die Vorteile, die sich die De- satzungstruppen aus eigener Machtvollkommenheit zugestehen, verursachen der Stadtverwaltung erhebliche Kosten. So müssen in Düsseldorf sämtliche Militärpersonen, mit Ausnahme der Offiziere, auf der Straßenbahn gegen eine Vergütung von 50 Pf. befördert werden, während der Mindestfahrpreis für die Zivilbevölkerung 2 Mk beträgt. Das bedeutet natürlich einen erheblichen Einnahmeausfall. Der Cinnahmeausfall in den städtischen Theatern, wo jeden Abend 2 Logen und eine Anzahl anderer Plätze unentgeltlich der DesatzungSdehörde zur Verfügung gestellt werden müssen und wo überdies auf allen Steuergesetze bei der Umsatzsteuer fortgesetzt. Die Unabhängigen treten für die Befreiung —------ - der Genossenschaften ein. während der Abg I n u n g eingetreten. In Düsseldorf mußte die rund 1200 Mann starke grüne Polizei beim Ginrücken der Dc- satzungstruppen sofort auf 600 Mann oemnger' werden. Eine Verstaatlichung der blauen stadti scheu Polizei, die in Düsseldorf tote auch i' Duisburg bereits in die Wege geleitet war. ts. von der Besatzungsbehörde verboten worden. 5)c- Oberbürgermeister von DuiSburg. der in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung diese Frage der Verstaatlichung der Polizei einmal erwähnte, wurde sofort protokollarisch vernommen und verwarnt. Dabei genügen die vorhandenen städtischen Polizeistreitkräfte in beiden Städten keineswegs, um die Sicherheit zu gewährleisten. denn ihre Bewaffnung ist völlig unzureichend. In Duisburg kommt auf je drei Polizisten ein Karabiner. Wie wenig die De satzunqSbehörde selbst für Sicherheit sorgt, zeigt folgender Vorfall: Während der kommunistischen Unruhen war ein Anschlag auf die Danken geplant. Die Stadtverwaltung von Duisburg, die baoon Kenntnis erhielt, bat die belgische De- satzungSbehörde um Hergabe von Waffen für bie^^'u 1 100 000 Mark des vier.eliährlichen Polizisten. DaS wurde verweigert ledoch ßntqC[be3 hinausgeht. 4 Prozent. Außerdem Stadtverwaltung auferlegt, unbedingt fürdie & cin dcutschna ionaler Zu atzantrag ange- Sicherhett zu sorgen. Die Drlgier selbst taten - - -• ■■ ■ nichts. Zugleich sind in Duisburg die Fälle von RoheitSausschrei'.ungen der Desatzungstruppen Allein in den letzten Monaten sind, über 250 derartige Fälle vorgekommen. Besonders wird in den Arbeitervierteln die Bevölkerung stark von Vie Pforte des Paradiefer. Roman von Ingeborg Dollquartz. Berechtigte lleberfebung auS d m Dänischen. 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er hat mir wohl ein paar Briefe geschickt, in denen er schreibt, das Gewünschte — also das Geld — komme in einigen Tagen, aber jetzt ist es sieben Wvchm her. s it ich Teir.cn letzten D ies bekommen habe. Ich habe auch an Jens geschrie- ben ober natürlich keine Antwort erhal en. An Malwine habe ich mehrere Male gefchrichen und sie gebeten, zu Herrn Flint-Jensen zu gehen, aber aus ihren Briefen wird man ja nicht klug. Sie schreibt bloß, wie liebenswürdig Herr Flint- Zensen gewesen sei, und wie seine Blicke sie unablässig verfolgt hätten. Und was sie über das Haus schreibt, verstehe ich gar nicht. Ist 'es möglich, daß beide Läden und zwei'Wohnungen leerstehend Daß mir Jens nicht einmal einen ordentlichen Brief schreiben kann! Ich versichere dir, Rapoleon kann es hier nicht schlimmer zumute gewesen s^in, als mir. Malwine hat auch geschrieben. Flint-Jensen habe gesagt, es seien so viele Qhtfgaben für Reparaturen am Hause nötig gewesen, und es sei elektrisches Licht gelegt und 'Wasser P :lu :g eingerich:et worden. Ich "begreife nicht, daß sich Zens der Wasserspülu-g nicht mit Händen und Füßen widersetzt hat. besonders da ich unglückliches Menschenkind "hier festsihe und nichts machen kann. Sie schrieb auch von großen Fensterscheiben und neuem Zement im Hof. aber gar nichts von Geld. So ist nun wohl "das Geld in der Dank dazu verwendet worden, das Haus fein zu machen, in dem die Mieter noch dazu so sehr billig sitzen. Liebe Inger, du maßt zuseden. etwas Genaues über dies alles zu erfahren, denn ich kamt doch nicht ohne Geld hier sitzen bleiben. Ich teilt ja Jens nicht gerne Vorwürfe machen, aber Gott weiß, ob dieses Haus nicht ein schiech er Kauf gewesen ist. Solche Sach:n kann eine alleinstehende Frru wie ich, die nicht viel ertragen kann, nicht so gut untersuchen, daS wäre seine Sache gewesen, besonders wenn man ihm das blinde Ter° trauen schenkt, wie ich es getan habe. Ich habe dir schon oft meine Ansicht über Jens gesagt, du willst ja aber nicht hören. Run. vorläufig kann ich nur an mich selbst denken, liebe Inzer, und Du mußt entschuldigen, wenn dieser D iof e was verwirrt ist — ich habe seit Wochen kein Aage geschlossen and bin so nervös und aufgere't, daß ich fürchte, ich werde noch richtig krank. So anverantwortlich mit einer alleinstehenden Frau umzugehen. hat niemand das Recht. Aber vor allen Dingen, schicke mir sofort Geld. Grüße Jens und die Kinder und sei selbst gegrüßt tron Deiner verzweifelten Schwäge.in Rora. P. S. Ich muß mindestens tausend Kronen haben. Dedenke, ich bin feit elf Monaetn unterwegs and habe seit Weihnachten nichts mehr bezahll. Rora." Erstarrt blieb Frau Inger mit dem Dries in der Hand sitzen. Run begriff sie den merkwürdigen Umschwung in der Gemütsstimmung ih es Mannes. nun begriff sie. warum er verschlossener war als je, und nun wußte sie, warum er die Driefe Les Sachwallers nicht mehr öffnete. Er war in feiner Herzens unschuld, in seiner grenzenlosen älnwissenheit birüber, wie em gerissener Geschäftsmann spekuliert, hinters Licht geführt worden, und in seinem Ekel vor der Art. v. '.c mit seinem und feiner Schweller Geld verfahren worden war. hatte er sich sogar davor gescheut, die sicherlich vollstäridig stimmenden Abrechnungen des Sachverwalters zu lesen. Aber wie die Sache auch stehen mochte, Rora mußte Hilfe b.kommen. Es war am besten, sie Tebcte noch heute abend mit ihrem Mann. Immer noch saß sie mit dem Briefe in der Hand La, als Mogens sich mit seinen blank- geputzteii Sporen ins Zimmer stahl. „Sind sie nicht fein, Mutter!" fragte er und schaute sie mit glänzenden Augen an. „Doch-, das sind sie." nickte Inger und biß sich auf die Lippen, um nicht zu weinen. „Wenn bi — wenn du nur auch Gedraich dafür chnst. mein Junge." Reuntes Kapitel. Es ging doch nicht so. wie Frau Inger sich gedacht hatte: sie fand an diesem Abend keine Gelegenheit mehr, mit ihrem Manne zu reden, denn als er ziemlich spät nach Hau'e kam. sah er so müde und angegriffen aus. daß sie nicht wagte, ihm mit neuen Sorgen zu kommen. Aber am nächsten Vormittag, nachdem Mögens und Ellen in ihren Kurs gegangen waren, klopfte sie an seine Tür und trat rasch ein. Er saß am Fenster und las. aber sowie sie eingetreten war. legte er das Buch beiseite und schaute etwas scheu auf. „Ist es Geld?“ — fragte er, und seine Stimme hatte gar keinen Klang. „3a und nein,“ sagte Frau Inger und nahm ihm gegenüber Platz. „Ich habe gestern eingehend mit Orla gesprochen—" „Dann kann ich mir das weitere denken Er mag nicht mehr fingen — am?“ „Weim wir ganz ehrlich fein teo'len, Iens, fo hat keines von uns geglaubt, daß das Vergnügen daran lange dauern werde," sagte Inger sanft. „Du entschaldigst ihn immer," entgegnete der Hauptmann. „Es hilft ja doch nichts, wenn ich ihn anklage. Wenn wir £ iien Versuch machen, ihn zu begreifen, wer sollte es dann tun?“ „Wo hast du nur die Geduld her. die di ihm entgegenbringst — und — uns andern." fügte er mit leiserer Stimme hinzu. „Wenn ich wirklich so geduldig bin, wie du behauptest, so kommt das wohl da' e-, daß ich immer mit schlechtem Gewissen Peru nLaufe,“ tagte Frau Inger. „Ja," fuhr sie mit l ich e n Lächeln fort, als er ganz verblüfft zu ihr aufsah: „ich meine nämlich, weder du noch die Kinder hätten den Halt an mir gehabt, den ihr eigentlich an mir hättet haben sollen, und wenn man offene Augen für die eigene älntauglichkeit hat, wird man nach- fichtig gegen andre." „Du — untauglich!" rief der Hauptmann and schüttelte den Kopf. „Ach, ich meine ja nicht untauglich im gewöhnlichen Sinn," wandte Frau I-ger ein. „Ich weiß wohl, daß ich eine ganze Menge zustande bringe, ober —" „Das. was du am liebsten ausrichten möchtest, das bringst du nicht fertig, meinst Du wohl?" ,3a“ „Wenn du es nicht fertig bringst, Inger, bann ist es wohl UTrmöglich," sagte der Hauptmann, urtb seine Stimme klang sehr traurig. (Fortsetzung folgt) vor und erklärte, die Lebensmittel seien dem Mann bereits übergeben. Die ^etwas leichtgläubige) Frau, die die Schrift ihres Mannes erkannte, lieh sich täuschen und auc Bezahlung von 130 Mark veranlassen, mit Denen der Qln^ geklagte verschwand. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde gegen Den 21jährigen Händler (oder wie er sich selbst nannte Sanitäter) G. K. wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Dem öffentlich verkündeten Urteil zufolge hatte er einen zehnjährigen Jungen zu einer Kahnfahrt veranlaßt und das Kind dann In feiner Wohnung in Die er es gelockt hatte, zur Duldung unzüchtiger Handlungen verleitet. Der Angeklagte leugnete, wurde aber durch eine Reihe von erdrückenden Beweisen überführt und — unter Annahme mildernder Umstände, die in seiner Jugend und Undftraftheit gesunden wurden — zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Aufgehoben wurde ein Urteil des Schöffengerichts Alsfeld, durch das ein Angeklagter von der Anklage der Bedrohung eines Feldschützen freigesprocheN worden war. Gr hatte, auf einem verbotenenn Weg angetroffen und nach seinem Ramon gefragt, sich roh benommen und schließlich dem Feldschützen zugerufen, er werde ihm ein Messer in Den Wanst rennen. Das Schöffengericht war zur Freisprechung gekommen, weil hierin nur die (straffreie) Bedrohung mit Dem Vergehen. Der Körperverletzung und nicht mit dem Verbrechen des Mords oder Totschlags liege; den, der Angeklagte habe nur von Stechen und nicht von Töten gesprochen. Angesichts Der klaren Bedeutung der Drohworte vermochte die Strafkammer dieser Begründung nicht zu folgen und verurteilte Den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 150 Mark. Kirche und Schule- ZS Eudorf b. Alsfeld, 30. März. Die neuen Kirchenglocken wurden am Samstag zum ersten Male geläutet Sie wurden in Apolda tn Thüringen gegossen und stellen sich auf rund 30 000 Marl. Landwirtschaft. * Kali-Düngung. Richt selten werden Düngesalze, wie Kali unD Kainit, zu unmittelbar d>-n Pflanzen zugeführt. Das Ueberftreuen Der Gemüsebeete mit Düngesalzen soll lieber öfter und dünn bzw. gut verteilt, als allzureichlich, dazu in großen zeitlichen Zwischenräumen geschehen. Roch besser ist die Methode, in den Bottich mit dem stehenden Gießwasser eine kleine Schaufel Düngesalz zuschütten und das Wasser nach den ersten Fahrten, bzw. nach den ersten Auffüllungen, vor dem Ausschöpfen bis zum Boden gut umzurühren. Manche Gemüsepflanzen haben einen richtigen Heißhunger nach Kalisalzen; dieser Hunger ist naturgemäß dort am größten, wo die Pflanze diesen Rahrstoff braucht und nicht findet Doch wie Der Heißhunger oft fatsch bewiedlgt wird, so wird oft beim Düngen mit scharfen Salzen des Guten zu viel getan. Viel kommt auf die Durchlässigkeit des Bodens an. Was ttmigem Boden nichts antut, schadet leicht lockerem Sand- und Ascheboden b;w. deren Pflanzen. Beim Begießen achte man darauf, daß . die Blätter möglichst verschont bleiben, oder man ^überfpritzt sie nochmals mit frischem Wasser. 7 ♦ Ungezieferplage ,85 2523 15 Christiania . . . 5434,o5 5445,45 5233,45 5246,55 Kopenhagen . . 644 i,55 6456,45 6232 20 6247 80 Stockholm. . . . 7912,05 7927,95 7 7 0,35 7729 65 Helfingfors. . . 593,40 594,60 567,25 588,7a 3talien 1556,90 1559,10 1518,05 1561 55 London 1332,65 1335,35 1299,85 1303,15 Reuyork 304,69 305,31 297,62 298,38 Paris 2737,25 2742,75 273-,55 2743,45 Schweiz 586 ,1 5875, 0 i-9:)L'j0 5917,40 Spanien 4645,35 465-1,65 4684, 0 4695,90 Deutsch-Oesterr. 4,18 4,22 3,93 3,97 Prag 581,40 682,60 555,30 566,70 Budapest .... 35,96 36,04 34,75 34,85 Buenos Aires . 10 ,35 109,65 107,10 197/10 Bulgarien . . . 207,75 208,25 194,75 195,25 Marknolierungen. <;P» Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Dalum: 1.7.14. 31.3. 1.3. Zürich Fr. 125.40 1,74 Amsterdam Fl. 59.20 0,88 0,90 Kopenhagen Kr. 88.80 1 60 1,65 Prag Kr. 117.80 17 27 Stockholm Kr. 88.80 1,30 1,33 Wien Kr. 117.80 London Sh. 97.80 Paris Fr. 125.40 3,63 3,75 Reuyork $ 23.80 -.31 -,33 Züricher Devisenmarkt. .4. 3. < Wechsel auf Schweizer Franke» Holland 100 Fl. — 194.7 5 1»<.73 Deutschland 100 Mk. = 1.725 L67 Wien 100 Kr. ----- 0.06 0.06 Prag 100 Kr. = 9.75 9.675 Baris 100 Fr. = 46.45 46.525 London ....... 1 «ß = 22. >5 22.55 3ta(i°n ....... 100 L. — 26.50 26.676 Druffel 100 Fr. — 43.25 43.50 Budapest ...... 100 Kr. — 0.60 0.60 Reuyork. ...... 100 § — 515*12 515.12 Agram 100 Kr. — 1.55 1.56 Warschau 100 Kr. --- 0,13 0,13 (3n einem Teil der Auflage wtcDerbolt.) Die amerikanischen ErttschLdigrmgSansprüchL Paris, 1. 3Lo.iL (WTB.) Rach einer Meldung der ,Chicago Tribune" aaS Rashi -g- ton nimmt die a m e r i ka n i s che Be s a*tz angs- k o st e n f o r D e r u n g im besonderen die Aufmerksamkeit Der 430 030 Per Wien in Anspruch, die aas Dem Kriege Ansprüche gegen Deutschland haben. Der Treuhänder für das beschlagnahmte Eigentum von Angehörigen ehemals fet-.D- sicher Staaten, Tomas Müller, habe gestern mit dem Präsidenten Harding beraten und ihm einen Plan für die Verwendung des beschlagnahmten Eigentums zur Bezahlung dieser Ansprüche vorgelegt. Es werde eini Der ersten Aufgaben des neuernannten amerikanischen Dotsctxlsters in Bersin sein, einen Plan für Die Regelung der Ansprüche auszuarbei.en. Er werde in Berlin den früheren Plan der Bildung einer Kommission für die amerikanischen Forderungen zusammen mit der Ausrechnung Der amcr.ta ischen Pruxttansyrüch? gegen Das beschlagnahmte (Stieutum vorigen. Inzwischen rate die Regierung Den Anspruchs berechtigten, sich nicht aus Das deutsche Angebot einet Regelung tn entwerteter Papiermark einzulassen. Zur Zurückziehung der amerikanischen Vcsatzungstrrrppen. Paris, 1. April. (WTB.) Rach dem „Echo De Paris" wird in Der f ra nzös ischen Roteandieamerikanische Regierung bett'. Die Zahlung Der Besah u n gs ko sten erklärt, man bedauere Die Zurückziehung Der amerikanischen Truppen, Die Die Solidarität Der al liierten und assoziierten Mächte bestätigt gälten Die kein imperialistisches Wert vollbracht uni lediglich da^a beigetragen hätten, Die Ausführung Des Versailler Friedensvertrages sicherzustellen Das sei eine Ausgabe, Die Die alliierten Truppen nach'der Zurüc^iehung der amerikanischen Truppen fortsetzen wurden. Ein Arbettszeitverlängerungsgesetz in der Sckweiz. Dem, 1. 2U>riL (WTB.) Der Bundesrat unterbreitete Dem eidgenös.i.chen Rat einen Gesetzentwurf, durch ben Der Bu..des rat ernrächügt wird, in Zeiten schwerer wirtschaftlicher Krisen die wöchentliche Arbettszeit auf 54 ©tunDen zu verlängern. Zeitnngsverbot im besetzten Gebiet. Paris, 1. April. (WTB- Rach einer Ha- vasmeldung aus Koblenz ist das .Deutsche Tageblatt" von Den Besatzungsdehörden f ü r. Die Dauer von 3 Monaten verboten worden. I Giessen ab an Frankfurt ab an D-Zug 8>>8 8<6 853 930 to einem Tsrje zur Frankfurter Messe und zurück! 2. bis ö. April 1922 Eflzug 854 82£ 8H 730 3186ss Bad-Nauheim 4, Fnedberg Tisch auf den kommt Mit frischen gekochten oder eingemachten Früchten, mit Rhabarber oder mit Fruchtsaft angerichtet, ist dies zugleich eine nahrhafte und gesunde Speise. Der besondere Zusatz von knochenbildenden Salzen in Dr. Ootker’s Puddingpulver macht diese zu einem hervorragenden Nährmittal für Heranwachsende Kinder, und sollte diesen so oft als möglich vorgesetzt werden. Zu jeder Jahreszeit wird es bei Jung und Alt gern gesehen, wenn als erfrischende Nachspeise ein Dr.ßeiker’s Puddingpulver kommen niemals lose, sondern nur in Originalpaketen mit der Schutzmarke „ceiner’s Keimopr in den Handel. öehördliche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Ninn & Cloos, Aktiengesellschaft, Heuchelheim eingetragen: Der Abs. 2 des § 7 des Satzung der Gesellschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 11. März 1922 dahin geändert worden, daß, falls Dr. Carl Dönges Mitglied der aus mehreren Personen bestehenden Vorstandes ist, die Gesellschaft auch durch ihn allein vertreten wird. Gießen, den 30. Marz 1922. 3336B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bei der Firma Earl Chambre in Lich eingetragen: Die Firma ist in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelt worden. Die Kaufleute Daniel und Alfred Meyer aus Coblenz sind als persönlich haftende Gesellschafter eingetteten. Die Gesellschaft hat am 1. Marz 1922 begonnen. In Coblenz ist eine Zweigniederlassung errichtet. Lich, den 28. März 1922. 3306D Hessisches Amtsgericht. Zaörik-Gedauüe Schriftliche Angebote unter 3330 an ben G. A. Mein/ Geheimnis! diesem Haarwaschmittel verdanke ich Fülle und Glanz meines haares. tjadafom /sh in Fris eur> Parfümerie - urd Drogeng es ch äf?en crMDßch. Hers'.-c Har Hei/kronner & Cie. Heilbronn a N. für Herren- M OmHekletfunii Qualitätsware 3,16 Reica hallige Auswahl rMr. IMMÄliW, HEdtkastr. 22 Iviephon 16 4) Haltet teile dt-r roien Li ie.