be- Amt-> flinnt die Pariser Dresse sich plötzlich zi Man spricht von der geschändeten Ehi iu erhitzen. des Die Konferenz von Genua irtDrcen nacf*rnitf-nrt ftntt Fv>wtn -inrtvmtttnn ,,, unterriu)tetcn Mreijen yerrfcht die Hoffnung vor, fammen^fp^ 9 * nachmittag zu- die Schwierigkeiten überwunden toerdlä und rn i'v; O ms r die Koalition vor einem Bruch bewahrt wird. A i ™T8- (Wolff.) «amtliche Lach der „Times" bestehen scharfe oattlscye Staaten haben sich entschlos- iGegeusätze in der univnistischen Partei gen des Außenministers nicht den Rücktritt ganzen Kabinetts zur Folge haben wird. Das schwedisch-russische WirtfchafLsabkomrnen. Waffe Gebrauch machte. 3 Personen wurden ge-, /tötet, 5 verletzt. 4 Polizisten wurden durch 6letn=« Eine neue polnische Forderung. Berlin, 3. Marz. Dach einer Meldung der „Bossischen Zeitung- hat der polnische oberste Bolksrat in einer Sitzung in Kattowitz einstimmig eine Entschließung angenommen, die sich an den apostolischen Stuhl mit der Bitte um Absonderung der schlesischen Wojwodschaft von der Breslauer Diözese und Errichtung eines selbständigen oberschleslschenBiStumö wendet. Polnische Kabincttskrisis. Warschau, 2. März. (WB.) Der polnische Minister des A.ußeren, 6 11 r m u n t, stellte tn der Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für auswärtige Ang legen beiten ganz unerwartet einen Antrag aus ein ausdrückliches Dertrauens- lbvtum für seine Außenpolitik. Er will seine Reise nach Paris und London erst ontreten, wenn ihm das Vertrauen ausgesprochen ist. Am Donnerstag findet eine neue Sitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten statt, worin die Vertrauensfrage erörte t werden soll. Die innenpolitische Lage ist so verwickelt, das; man nicht übersehen kann, ob das Terlcrn- . Paris, 3. März. (WTD.) Der inter- mtnifterielle Ausschuß, der mit den Dorarbel- ten für das technische Programm der K o n - ferenz von Genua beaufttagt ist, soll Die parlamentarische Krifis in England. Die Unruhen in Aegypten. Kairo, 3. März. (WTV ) InTanta fand vor einem Polizeikommissariat eine Kund -t gebung statt. Die Polizei wurde mit. Steinen beworfen, worauf sie von derch fallstor für seinen Handel mit Rußland ttachtet. Die Unruhen in Portugal. Lissabon, 3. März. (WTV.) Es treffen, weitere Truppen hier ein, um sich mit denjenigen zu vereinigen, die die Umgebung von, Lissabon beseht haben. Der Befehl hierzu geht- von der Regierung aus, welche politische oder soriale Kundgebungen in der Stadt befürchtet. Die Lage ist bis jetzt noch normal. Spanien und Frankreich. Madrid, 1. März. (WTB.) Anläßlich bet'1 heutigen Wiedereröffnung der Cortes weifen die Zeitungen auf die Schwierigketten hin, auf die die Regierung wahrscheinlich gelegenllich dev, Steuervrojekte stoßen werde. Wie die Zeitungen berichten, gestalten sich di<^ spanisch - französischen Vertrags-, Verhandlungen weiter schwierig. „El D'c-^ bäte" übt in einem Leitartikel scharfe Kritik^ an Frankreich, das in der Abftcht^ Deutschland zu ruinieren, gegen den aller Welt notwendigen Frieden Obstruktion treibe. Gleiwitz. Von Dr. Herschel, M. d. R. 3n Genf scheinen einige Punkte der deutsch- poln'schrn Wirtschaftsverhandlungen nicht durch Vereinbarung, sondern durch Slichentscheid des Unparteiischen geregelt werden zu sollen. Das ist eine Entwicklung, die den Vertragschließenden wohl ebensowenig erwünscht erscheinen dürfte, als Herrn Calonder selbst. Auf dessen Wunsch soll augenblicklich noch die Erörterung von Einzelheiten unterbleiben. Eine Mitteilung der deutschen Delegation an die Presse meint, daß sonst eine Erschwerung der Arbeiten sich ergeben könnte. Dabei wollen wir uns bescheiden, obwohl gerade diese streitig gebliebenen Punkte zu den wichtigsten der Verhandlungen überhaupt gehören. Dun werfen die Gleiwiher Vorgänge tiefe Schatten über Oberschlesien. Von der Schießerei in Petersdorf waren sofort unangenehme Folgen zu erwarten. Hetzt aber, nachdem französische Bluttaten dazwischen getreten sind, die man vielleicht dadurch ins Vergessen bringen will, werden in Paris Forderungen erhoben, gegen die schärfster Widerspruch erhoben werden muß. Die französische Rote ist bekanüt. Das traurige Ereignis in der Turnhalle verschaffte Herrn Poincare ein billiges einstimmiges Vertrauensvotum der Kammer. Daß Sozialisten fehlten, wurde nicht erwähnt. Gegen den Premier stimmten sie jedenfalls nicht. Run erfolgte eine genaue Untersuchung des Falles durch den Staatskom- mif'ar Dr. Peters. Sie ergab nichts von einer Beteiligung deutscher Organisationen aus dem Reiche. Solche hatte Frankreich beschuldigt. Es muß beweisen. Sonst ist die 3. K. verantwortlich Sie hat für Ordnung und Sicherheit — auch ihrer Leute — zu sorgen. Moralisch und materiell hat sie etwaigen Schaden zu vertreten, ebenso wie den der polnischen Aufstände. Hat sie doch auch diese nicht verhütet. Jetzt, einen Monat nach dem Vorfälle, be- _______________ _______ , mahlin des Reichspräsidenten Ebert würfe verletzt. Die Ruhe ist vollständig wieder-. I fand heute nachmittag für die hier beglaubigten hergestellt. . "Botschafter und Gesandten mit ihren Damen * -----------/ k - ,etn Empfang statt, _ „ . , -re Frankreichs, man verlangt Entfernung der kommunalen Behörden von Gleiwitz und sonstige Genugtuung durch die Stadt, daneben reiche Sühne vom Reiche in Gold (der .Mcttin" spricht von vielen Millionen!), vor allem aber auch — und baß ist das Tollste — wirksame- Garantien durch den Druck einer Verlängerung der Desehungsdauer von Oberschlesien. Ja, der „QHatin“ (bekanntlich das Blatt Poincar6s) spricht sogar drohend von Kriegsgefahr, falls Deutschland (!) die Propaganda gegen die Truppen nicht sofort einstelle. Den Beweis einer solchen, aus den es allein an- iäme. schenkt man sich freilich. Die Pariser Presse ist gut eingespielt. Sie oroht sofort mit der gepanzerten Faust. Run wird verhandelt. Kommt schließlich eine etwas weniger schlimme Rote, so muß Deutschland doch leben, wie gerecht, ja wie milde Frankreich ist. Wir sind schon wiederholt auf solche Dinge in ben letzten Jahren hineingefallen. Rehmen wir aber diesmal die Säche nicht leicht. Man mobilisiert am Ende die französische öffentliche Meinung für die Fortdauer der De- letzung. Vielleicht glaubt man den Vorwand zur Festhaltung des deutschen Restgebietes im Falle Gleiwitz gefunden zu haben. Das Abtretungs- geviet mit den großen deutschen Städten wird ingn am 3. Mai feierlich den Polen übergeben. ~~ der Gedenktag ihrer Konstitution und des letzten furchtbaren Aufstandes in Oherschlesien. •o VT011 ^Qentteinem juristischen oder moralischen A^en ist selbstverständlich auch nach festen der Franzosen gar keine Rede, x Friedensvertrage sind die polnische und deutsche Regierung aufzufordern, die Der- waltung der Teilgebiete zu Übernehmen. Dann abziehen. Für Sanktionen ble'bt Obersch'e. ten außer Betracht, weil es Son- oerbest immungen des Friedensvertrages unter- L? SaMi-mMll bot. Oiur auf das Recht des Stärkeren könnte Frankreich sich berufen. Nr. 53' - Der -iehener Jhtjelqej erscheint loglich, außer Sonn« und Feiertoos. Monatliche Sezugsvrtife: 11.50 etnld)! Träger- 'o-)n, durch die Post jP.lt 14 - emscht. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern •nfolge höherer Gewalt. ,"ser n sprech.Anschlüsse: füröieSd)nftleiluna 112; für Druckerei, Verlag und Geichafisstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sietzen. koüschecllonlo: Sronfiurt a. M. 11686. Stockholm, 2. März. (Wolff.) ...... lich. DaS vorläufige schwedisch-russische Wirtschaftsabkommen ist von hinsichtlich der Frage, ob man Lloyd George folgen soll. Das Blatt meint, wahrscheinlich werde die große Mehrheit der Füh.uug «Shamber- lains folgen. 3n einigen Kreisen werde vorge- schlagcn. Balfour aufzufordern, ein Verlegen- heitskabinett zu bilden, und zwar mit Unter- stühung der Unionisten, die eine ausreichende Mehrheit über alle übrigen Parteien im Unterlaufe besitzen. Indessen würde eine solche Regierung mit der Zeit auf Schwierigkeiten stoßen. Englische Kulturpropanda in Lettland. t 3n der WvchenauSgabe des „Manchester Guardian- veröffentlicht Sir Alfred T. Davies einen Aufruf zur Fortsetzung der englischen Bücherspenden für Lettland. Zwei große Sendungen, die auf Anregung des Lord-Mayors von London gesammelt worden waren, sind bereits nach Riga verschifft worden und dort eingetrvffen. Die große Schenkung hat in dem jungen Staat wie der Dank des Ministerpräsidenten Meieroviz bezeugt, großes Interesse hervorgerufen, hat doch die Republik Lettland das Englische zur zweiten Staatssprache (nach der lettischen Ra- tionalsprache) erkoren. Sir Lllfred T. Davies ist der Meinung, daß derartige private Bemühungen der Engländer um die Sympathien Lettlands sich segensreich erweisen müssen, nicht zuletzt für England, das die drei lettischen Häfen Riga, Libau und Windau, wie Davies ganz offen schreibt, als nördliches Ein- Dentsche Answattderrrvereinc und Sicdkuiiqsgcsellschaficn. Grob ist die Zahl der dm'scheu Auswanderer- ibereine und Siedlungsgesellschaften, welche sich den wenigen Zähren nach dem Kriege in »-Deutschland und im Ausland g'bilb't haben Ihre .-Zahl ist noch ständig im Wachsen begriffen. !Mitte Februar 1922 sind es bereits ü5er 2)0 Ge- iSeilschaften, welche sich auf die verschiedensten 'Auswanderungsziele verkeilt haben. Mit wie gc- I' ringer Sachkenntnis und Erfahrung häufig derartige Auswanderervereine und Eiedlungsgesell^ ^baften gegründet werden und wie sie sehr ost .lediglich den Zweck der Bauemftnzerei ha^en «.beweist die große Zahl der bereits zusammen- -gkb.ochenen und ruhenden Auswanderung -- und ,SieUungsgesellschaften, es sind deren nach dem -uns vorliegenden Material nicht weniger als 72. '»Grund deS Zusammenbruchs sind mit unsolide liGeschäftsmethoden und falsche Spekulationen ; gewesen. 2ln der Arbeit sind zur Zeit noch im ganzen 137 Gesellschaften, wovon die meisten (49) '$>:*« silicn als Auswanderungsziel ins Auge gefaß' -haben. Von diesen haben 33 ihren S.tz in Bra j filiert und 16 in Deutschland. Cs folgt Ar'e ckinim mit 21 Siedlungsgesellschaften, von le en IS ihren Sih in Argentinien und 6 in Dru schland haben. 12 haben das Ausland allgemei i als »Siedlungsgebiet inS Auge gefaßt 7 mit dem XSiQ in Deutschland haben sich Südarne ika tm •ofllgemeinen als Auswunde rungstiel erwä'l'.. Es folgen 4 Siedlungsgesellschaf'en für Metik) mit dem Sih in Deutschland, 3 für Mexiko mit dem '/Sih in Meriko, je 3 für Venrzue'a. Paraguay, je 2 für Ehile, Columbien, Asien A'rila, Ufra'nc uns) Rußland. Es bestehen außerdem nicht weniger als 20 Unternehmungen, welche als zweifel- hqste Auskunftsstellen bezeichnet werden müssen. Aus Dem Reiche. Die Drotversorguug. Berlin, 3. März. Laut „Vorwärts" beauftragte die sozialdemokratische Reichstagsfraktivr ihren Vorstand, beim Reichskanzler Dr. Wirth unverzüglich wegen der sehr beunruhigender' neuen Preissteigerung für Brotgetreide vorstellig zu werden. Don der Regierung sollen sofort durchgreifende Maßnahmen verlangt werden, die Drotversorgung der minderbemittelten Bevölkerung zu Halbwegs erträglichen Preisen sicherzustellen. Deamtenbesoldungssragen. Berlin. 2. März. Wie die .Deutsche All. gemeine Zeitung" erfährt, sind die Finanzministe der Ländern heute nachmittag im Reichsfinanz. Ministerium unter dem Vorsitze des Reichsfinanz- miniNers zu einer Besprechung über die Be - amtenbesoldungS fragen ^uf an-, nter getreten. Der Arbettszettgesehenttvurf. Berlin. 2. März. iPrrv.-Tel.) Grsterr fanden im ReichSarbeitsmmisterium Verhandlungen zwischen den Vertretern der Reichsregierung und den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften statt, um die Aussprache über den A r • beitszeitgesehentwurf fortzusetzen. Ministerialdirektor Hitzler wies darauf hin, daß die Einführung des Arbeitszettgesehes für die Eisenbahn eine unbedingte Rotwendigkeit sei Man einigte sich dahin, daß die Spitzen Organisationen zunächst sich mit der ganzen Materie eingehend befassen wollen. 3n eitler weiteren Sitzung, die für den kommenden Freitag an gesetzt ist, sollen die Verhandlungen mit der Regierung fortgesetzt werdem Ein Empfang bei Frau Ebert. Berlin, 2. März. (WTB.) Bei der Ge- Reichskobinett und Steuerkompromih. Berlin, 3. März. Wie die Blätter erfahren 'tritt bad Reichskabinett heute nachmittul ^u einer KabinettSsihung zusammen, by illch unter anderem mit dem oorläufigcn Ao körn- •racn über die Sachlieferungen befaßen wird. Den Blättern zufolge wird Reichskanzler Dr ,*3$ i r t b-bie Besprechungen mit den FruktionS- führern über daS Steuerkompromiß heute vormittag aufnehmen. Wie die .Zeit" mittcilt, bat die Reichstagsfraltion dec Deutschen Volts- Partei bisher noch keine (SlnlabTng zur Teilnahme „an den Besprechungen erhalten. Das Blatt be- -merkt weiter, dgß eine Beteiligung der Deutschen '^olkspartei an den Verhandlungen nur dann in *Srage komme, wenn sie nicht nur von der Regierung, sondern auch von der Regierungskoalition ausdrücklich gewünscht wird. Die sozialdemokratische Reichstag s s r a 11 i o n beschäftigte hdi lauf „Voi - ftoärtä“ gestern abend mit dem Steuerlompromis) 'Anlaß zu diesen Bespreckmngen hat das Ver halten einzelner Mitglieder der Deutschen V o l k s p a r t e i gegeben, die in den ©teuer- ausschüssen den Anschein erweckt haben, als ob das Kompromiß für ihre Fraktion keine Geltung .mehr habe. Die sozialdemokratischen Mitgliedel .her Steuerausschü.se wurden von der Fraktion beauftragt, hurte von der Deutschen Volkspartei eine Erllärung über ihre Stellungnahme zu dem ISteuerkompromih zu verlangen. Sollte di? Deut' -schr Voltspartei ihre bisherige Zustimmung ver «weigern, bann würden selbstverständlich auch die i Sozialdemokraten alle bisherigen Qkreinbarungea über diese Fragen als hinfällig erklären. London, 2. März. (WTB.) Bis gestern abend Hal sich in der politischen Krise nichts geändert, indessen deuten Anzeichen darauf hin, daß die Anhänger der gemäßigten Rich- tUHQ alles tun, um die Koalition zu retten. „Dailh Chrvnicle" erflärt: Balfour n^er : ®eor9e gegen die Unversöhnlichen in der konservativen Partei und beabsich» tigt, sie demnächst öffentlich zu fragen, welcher 2Irt ihre Politik fein würde, wenn sie die Koalition niedergeworfen hätten. Die „Westminster Gazette" schreibt: Die Koalition zerbrach, weil sie ein unnatürliches Bündnis darstelll und zu Kompromissen und Ausflüchten gezwungen war. „Daily Telegraph" schreibt: In wohlunterrichteten Kreisen herrscht die Hoffnung vor, daß die Schwierigkeiten überwunden werden und Was wird England dazu sagen? Ob Lloyd George in Boulogne auch über Oberschlesien ver- handelt haben mag? Dessen Dauerbesetzung hätte u. a. folgende innerpolitische Folgen für uns: 196 . CBcber könnte der Reichspräsident noch in Oberfchlesien zum Reichstage gewähtt werden Schon im Jahre 1920 war letzteres unmöglich Es mühte ferner die Abstimmung über die Autonomie unterbleiben, denn sie kann erst nach Lieber- gäbe der Verwaltung erfolgen. Daß diese nur '-iviliter übergeben würde, ist nicht anzunehmen. Die ungeheuren Desehunaskosten liefen Weiler. Die Polen könnten ihre Agitation in Deutsch- Oherschlesien unter der wohlwollenden Billigung ihrer französischen Freurtde fortsetzen. Schwerster Schaden drohte. Grund genug, unser gutes Recht auf das äußerste zu verfechten. Wir haben in Gleiwitz eine Gegenrechnung aus den Fällen Willim und 2ticfcnberg. Si, steht aus festerem Rechtsboden -als die Forderung der Franzosen. Darüber ein anderes Mal. Annahme von Anzeicien für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Stets für 1 mm höhe für nzeigen v 3-i mm Breite örtlich 90 Df, auswärts 120'Df., für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 350*Df- Bei Platz- Vorschrift20 ,Aufschlag Hauvtschnftleiter: '2Iuc Eoetz Verantwortlich für Politik Aug. Goeg, für den übrigen Teil Karl Walther: für den Anzeigenteil Hans Beck, sämtlich in Gießen fen, sich auf der Konferenz von Gen u gemeinsam verttelen zu lassen, und ihre A e u - traltfterung zu fordern. Die französische Angst vor der deutschen Wehrmacht. Paris, 2. März. (WTB.) Die Bot- schafterkonferenz beschäftigte sich gestern Doimittag mit der Frage der Aufrechte. Haltung der ständigen Kontrolle über die deu tfche Wehrmacht. Der eng'i,ch2 Botschafter Hardinge brachte ein neuerliches Schreiben der Foreign Office zur Verlesung, worin dieses an der Zurückweisung der von Frankreich vorgebrachten Gründe festhält. Das ^Echo de Paris" wirst die Frage auf, ob England sich mit der Einrichtung der ständigen Kvntro'le des deutschen Lustsah'.wesens nur unter der Vorauisetzu g einverstanden erkläre, daß die drei im Ruhrgebiet besetzten Orte von den alliierten Truppen geräumt würden. Frankreich halte daran fest, iese Räumungsfrage mit der Einrichtung der Luftfahrtkontrolle nicht verbinden zu lassen. Das Blatt fragt, ob England damit ein verstanden sei, daß nach der Auflösung der mllttärischen Entwaffnungskommissionen der Stand der deutschen Streitkräfte unter der direkten äleberwachung der Alliierten verbleibe und nicht der Beaufsichtigung durch die im Versailler Vertrage vorgesehenen, vom Völkerbünde zu entsendenden Än.erkom- Missionen unterworfen werde. Berlin, 2. März. (WTB.) Eine Tele- graph.magrntur verbreitet Aus'ührungen Poin- rares über die deutsche Artillerievorschrift, die nach seiner dort wiedergegebenen Dehaupttrng den Offensivkrieg in begeisterter Weise rühme. Die Artillerievorschrift, auf die der Ministerpräsident Bezug nimmt, hat selbstverständlich die Aufgabe, die Truppen auf den Kampf vorzubereiten. Daß dabei von einem Offensivkrieg mit keinem Wort die Rede ist und daß an einen solchen niemals gedacht wurde, versteht sich von selbst. Wenn einmal in der Vorschrift von einer Vorbereitung auf den Krieg gesprochen wird, so hatte das Reichswehrmini, fterium den Fall tm Auge, daß Deutschland durch einen feindlichen Einfall oder durch den Uebcrtritt fremder Truppen, wie seinerzeit in Ostpreußen, vor die Rotwendigkeit einer kriegerischen Defensive gestellt wird. Eine solche ist auch durch den Vertrag von Versailles nicht unterlagt Aus der französischen Kammer. Paris, 2. März. (WTB.) Kammer. 3n der Fortsetzung der Debatte über das Rekru - tierungsgeseh verweist der Abg. B e n a - z e t auf die Bemerkung des Berichterstatters Fabry, Deutschland könne trotz der ihm auf- erlegten Abrüstung durch seinen organisatorischen Geist die Mittel finden, um schnell ein furchtbares Heer auf die Deine zu bringen. Er verweist auf ein Schriftstück, daS Einzelheiten über die Organisation des zukünftiaen deutschen Heeres bringt, und legt bar, das Deutschland es verstanden habe, eine mächtige Selbstschuhorganisation zu schaffen, trotzdem der Vertrag ihm nur ein Heer von 100 000 Mann zubillige. Man müsse deshalb etwas anderes finden. Was vor allem nötig sei, fei eine Organisation, die Frankreich befähigt, feine Unverletzlichkeit zu sichern. Der Redner erklärt, er werde in der nächsten Sitzung auf die Wichtigkeit des Funktionierens der Verkehrsmittel zu sprechen tom- men. Die Sitzung wird auf morgen vertagt. Die Aranzosenpolitik im Sanrgebiet. Berlin, 2. März. Gegen die Verfügung der Saarregie'.'ung, die den fakultativen französischen Unterricht tn den saarländischen Schu len verfügt, hat die Schuldeputation der Stadt Saarbrücken einen Beschluß gefaßt, in dem sie den Antrag stellt, daß für die Zulassung der Kinder zu dem französischen Unterricht neben tem Wunsch der Ellern das Urteil der Lehrer über Begabung und Leistungsfähigkeit der Kinder maßgebend sein soll. Die Schuldeputation sieht sich veranlaßt, ihr Befremden über die Art und Weise der Ein-1 führung kurz vor Schluß deS Schuftahres ohne! Anhörung der behördlick-en Organe auszu'prechen. I Sämtliche politischen Parteien stell en sich auf den Boden dieses Beschlusses und erklärten, daß die betreffende Verordnung, da sie ohne Anhörung der gewählten Vertreter des Volles erlassen worden sei, ein Verstoß gegen den Friedens- Vertrag bedeute. dem schwedischen .Handelsminister und dem hiesigen Sowjewertteter Kershentsesf unterzeichnet worden. Das Abkommen bedarf noch der Zustimmung des Reichstags. Der russifch-persifchk Vertrag. Teheran, 2. Mürz. (WTB.) Am 26. Febr. erfolgte in Teheran der Austausch der Ratifikationsurkunden über den rus sisch- per s ischen CDertrag. \ 172.3afirgang Zreltag, 3. Mrz 1922 GletzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Orud °nd Verlag: «riihl'sch. Unw.-v-ch. °nd StelnMmdertl B. lange. Sdyrfftlcitting, «elchSstzfte-e und Orudütef: 5ch«I!tt-tze?. Die Frankfurter Goethervoche. Frankfurt a. M.. 2. Marz. (WTD.) Dir Goethe-Woche fand heute ihre Fortsetzung in einer Aufführung der „Iphigenie aus Tauris" in der Sträusschen Erarbeitung. Daran ging ein Vorspruch Rudolf G. Dindings, der vom Hause mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. Die Aufführung, deren musikalische Leitung wieder in den berührten Händen Ludwig Rockenbergs lag. hob sich in den beiden Schluhbildern zu besonderer Dedeu- tung. Don den Darstellern fesselten besonders die am heutigen Tage von ihrer erfolgreichen Amerikafahrt zurückgekehrte Beatrice Lauerr- Kocklar als Iphigenie. Adolf Jager als Ph- lades und Adolf Permann als Orest, die zum Schluß immer wieder erneuten Hervorrufen Folge leisten muhten. Morgen finden die Festvorstel-- lungen ihren Abschluß mit einer Aufführung des „T a s s o" rm Schauspielhaus, der eine Ansprache Fritz v. Hnruhs vorangehen wird. • — Die Ausgrabung eines altkarthagischen Heiligtums. Aus Sala m m b o in Tunis, einer kleinen Station an der Eisenbahn zwischen Tunis und Karthago, wird von einem Aufsehen erregenden Fund tunischer Altertümer berichtet. In dem Garten eines bescheidenen Bauern wurden bei Umgrabungen merkwürdige Scherben von Tongesäßen gesunden, die den Nachbarn auffielen und von denen bald allgemein gesprochen wurde. Sofort begaben sich der französische Archäologe Dr. Garton und der Prior der Weißen Väter, der als Archäologe bekannte Pater Delattre, an Ort und Stelle und beaufsichtigten die Grabungen, die nun systematisch vorgenommen wurden. In weniger als einer Woche waren wichtige frühkarthagische Denkmäler ans Licht gefördert. Die Grabungen werden etwa 14 Fuß unter der Erdoberfläche durchgeführt. Die wichtigsten Funde sind einige kleine Weihaltäre aus Stein, sodann eine gr-ße Anzahl von Stelen mit Inschriften in tunischen Buchstaben. Sehr viele tönerne Töpfe und Behälter. die kleine Knochen von Tieren enthalten, augenscheinlich Lieberreste der Opfer, die hier einst dem Baal und der Tanit, dem Sonnengott und der Mondgöttin, den beiden größten phönizischen Gottheiten, dargebracht wurden. Die Tongefäße sind z. T. von großer Schönheit. Der Grund, auf dem diese Funde gemacht wurden, gehört zu der Stelle, aus der einst das alte Karthago lag. Die Funde sind nach dem Bardo, dem Museum in Tunis, überführt worden und werden hier von den Archäologen geordnet und entziffert. Die Weihaltäre find klein; sie haben nur von lr/2 Fuß bis 23/< Fuß Länge; viele von ihnen sind nicht breiter als 10 Zoll. Manche sind spitz zu^aufend, andere oben leicht gerundet, und sie standen aufrecht im Boden. Manche tragen das Symbol des Gottes oder der Gottheit, dem sie gewidmet waren. Zwischen ihnen oder unter ihnen einge- graben fand man die Behälter, in denen die Knochen der Opfertiere lagen. Solcher Gefäße befanden sich häufig sechs zusammen. Aach den Mitteilungen Dr. Cartons ist die Bedeutung der Funde für die Kenntnis der altkarthagischen Kultur noch gar nicht abzuschähen, bis die Inschriften entziffert und die Gegensätze wissenschaft- . lich bearbeitet sind. Zweifellos aber werden wir | dadurch ein anschauliches Bild von dem noch *■<1 tr. stalten. , Srautittinn uti> lerren Osman Freitag. I weiteres segensreiches Wirken im Dienst? Deutschtums im fernen Afrika. Wie groß Interesse an unserer ehemaligen Kolonie in Bevölkerung ist, geht daraus hervor, daß len Anw.senden etwa 1000 Mart freiwillig die deutschen Schulen in Südwestafrika g?- und des Las der von für Licht" oder trgenbtote reflektiert dem Auge zukommen, sind sie für uns sichtbar, und zwar von jeder Stelle aus in vielen Blickrichtungen zugleich. Dicht bloß wie das direkte Licht nur in je einer Richtung. „Wenn wir alle die direkten Lichtstrahlen eines himmlischen Leuchtkvrpers, die den Himmel über uns durchsetzen, auf einmal sähen," sagt Roux, „so würde der Himmel, statt blau und nur wenig hell zu sein, am Tage wie mit leuchtendem (Solde, bei Rächt wie mit glänzendem Silber austapeziert erscheinen, richtiger, es würde der ganze Raum über uns bis auf die Erdoberfläche herab mit so großem Glanze erfüllt sein, daß wir vor ihm von dem diffusen Licht, wenn es allein uns die Gegend und die Gegenstände zeigt, nichts sehen könnten." Der Fuhrmann konnte im letzten Augenblick ?5- springen; das eine Pferd wurde getötet, dos andere leicht verletzt, der Wagen schwer beschädigt. Jftrciö Kricdvetft. 4. Bad-Rau heim, 2. März. Aas Einladung ter hiesigrn Ab.e.iang der Deutschen Kolonialgesellschast hin hie'.t geilem abend vor zahlreicher Zuhörerschaft aus aller. Devölkeru'gskreisea Lehrer Gui.av Jung aas Okahandja (Südw-estasrika), ?ur Zeit in Ur= [aub in Merlau in Oberhessen, einen Lich.bilder Vortrag über „S ü d we st - A f r i k n e i n und 1 e h t“. Einleitend schilderte der Redner die Entwicklung des deatschm Schulwesens i.n einmaligen Schutzgebiet und zeigte dabet 'besonders, wichen Kampf die Deutschen in Sadwest mit der jetzigen englischen Regierung geführt haben und noch führen, um unsere Muttersprache, unser Deutsch tum drüben zu erhalten. Dann führte er an der Hand von etwa 100 eigenen Lichtbilderausnuhmen durch die verschiedensten Teile des Schu'.g'bietcs und gab ein anschauliches Bild von Land und Leuten, von Jagd- und Kriegserlebnissen, vom „Pad"-Leben und vom Schulw.sen. Reicher Beifall tc-ur.e dem Redner zuteil. Ob—amte ichter Dr. Fuhr, der Vorsitzende de. Abteilung, dan te und wünschte Herrn Jung und sei e. uamü.e für die demnächst erfolgende Wie"ercu(r.ise tnei Glück spendet wurden, die zur Anschaffung eines Licht- bilderapparats verwendet werden sollen, damit der Jugend drüben die Schönheiten der deutschen Heimat in Lichtbildern gezeigt werden können. Außerdem wurde aus der Versammlung für die nächsten Tage eine Sammlung guter deutscher Bücher angeregt, die durch die Frauenabtet- lung der Deutschen Kclor.ialg f l chaft dm deutschen Schulen in Südweslafrika üb -'rm.tv.lt. werden sollen. — Hm im Sinne einer Verfügung des Hessischen Landesarnts für das Bildungswesen den kolonialen Gedanken vor allem auch. unter der Jugend wach zu halten, hielt heute morgen Lehrer Jung vor den Schalern der Stadtschule und der Realschule ebenfalls Lichtri.dervortrLge über Süd- Westafrika. 4. Bad-Rauheim, 1. März. Aachdem kürzlich die S t a d t v e r v r d n e t e n mit 13gegen 9 Stimmen sich für die Gründung der Bäuge n o s f e n s cha f t »Gemeinwohl" ausge- fprochen hatten, stimmten sie in ihrer gestrigen Sitzung mit 16 gegen 5 Stimmen dafür, daß zur Förderung des Wohnungsbaus in Verbindung mit der Gesellschaft »Gemeinwohl" ein Darlehen von 10 CJK i H tonen aufgenommen wird. Der städtische Einfluß soll durch einen besonderen Ausschuß gesichert werden. Geplant ist zunächst die Errichtung von 10 Häusern durch die Meguin A.--G. und von einem Hause durch die Stadt, Die Gutsreform, die auch Mitglied der Ges.llschaft ist, will zunächst nicht Bauen. — Der Handwerk erfchule wurde ein Bor- ' schuß von 3300 Mark bewilligt. — Wit Wirkung Der Abend war —r. — Tages kalenber für Stadttheater, 7 Hhr: Kunstlerse^t mit .Die Czar- dasfurslin". — Lichi'pielhaus, Bahntzcfstiaße, ab heute: »Die prei'g'.k.vnte Spielracke" und »Das Drama im Schlafwagen". ** Der Goethe-Bund, zu dem sich die Vereinigung zur Pflege von Musik und Literatur umgebildet hat, hielt gestern abend seine erste öffentliche Veranstaltung ab. Friedrich Lienhard, dem der Abend galt, gehört nicht zu den Großen unter unseren deutschen Dichtern ja es ist ihm vielleicht überhaupt — wenigstens bisher — ve.sagt geblieben, ein Werk von wirklich bleibendem Gehalt zu schassen, und er ist vor allem auch kein Dramatiker, sondern eine wesentlich lyrische Ratur. Aber er hat sich um die Heimatkunstbewegung sehr verdient gemacht und ist — ein Mahner zum Festhalten an deutschem Wesen— ein edelgesinnter, echt deutscher Mann, als Persönlichkeit sicher wertvoller als mancher andere, der ihm dichterisch überlegen ist. Der Goethebund war also nicht nur im Recht, sondern hat sich auch ein Verdienst erworben, wenn er den «us dem Elsaß stammenden Dichter zu Wort foinmen ließ. Auch »W ieland der Schmie d", dieses im Jahre 1905 veröffentlichte Werk Friedrich Lienhards, das gestern gelesen wurde, gehört nicht, um mit Lienhard selbst zu sprechen, zur »Höhenkunst", bietet aber im einzelnen viel Schönes und ist deutsch wie sein Schöpfer. — Die Dichtung wurde in verteilten Rollex ge'efen. Von den Mitwirkenden verliehen namentlich Dr. G e r ft e r (Wieland) und Frau Mendels- sohn-Bartholbv (Allwitz) ihren Worten tönendes Leben. Docy auch die Damen Storck, Walther, Ger st er und Vetters, sowie schmecker" niederlegte, unsterblich geworden. Auch in Deutschland gab man viel auf eine gut; Küche; doch ist die Zahl der gedruckten Kochbücher verhältnismäßig gering, und so ist es von Interesse, daß nunmehr int Autographenhandel ein geschriebenes Kochbuch der Werther- zeit aufgetaucht ist. Wie wir dem Katalog der demnächst stattfindenden Autographen-'Dersteigo ntng von Karl Ernst Henrici zu Berlin entnehmen, kommt auch ein Kochrezeptbuch zum Verkauf, das von einer A-imensschwester der Werther-Lotte, Charlotte /Buff, eigen händig geschrieben worden ist. Die eifrige Sammlerin ist eine Verwandte der Lotte Buff aus Wetzlar, die Goethe geliebt hat, ihre Coufine, eine Tochter des Hessen-Darmstädtischen Majors Georg Wilhelm Buff. Auf 58 Blatt hat sie eine große Anzahl von Rezepten mit verschiedenen anderen nützlichen Vorschriften für den Haus und Wirtschaftsgebrauch vereinigt. Man findet hier eine Anzahl von Rezepten, die der Küche, der Gegenwart ganz unbekannt sind, und auch die Aufzählung solcher Gerichte, die heute in ganz anderer Weise zubereitet werden. Sind schon diese Angaben kulturgeschichtlich interessant, so sind es noch mehr verschiedene andere Anweisungen für den Haushalt, wie z. B. »weiße seidene Strümpfe zu waschen", „Vor Zahnweh" („ein Blättchen Pvstpapier, so groß die Backe ist, in Eiweiß getunkt und aus die Backe gelegt: Wenns trocken ist, wieder ein anderes eingetunkt und aufgelegt, bis es nachläßt"), sodann „seiden-: Strümpsband und Zitz zu waschen", „blau zu färben", „rosenrot zu färben“ usw., „Magentropfen", „gute Dinte" . Die Rezepte für all solche Dinge sind dem Kochbuch beigefügt den Tod mit faszinierender Gewalt. Die Rolle war bis in dje kleinste Bewegung äußerst fein durchdacht und wirkte gleich überzeugend durch das gesprochene Wort wie durch die Pantomime. Ria Hoch st etter als Claudios Mutier, Lisel B e h a g h e l als Geliebte des Claudio und Günther Goldschmidt als Jugendfreund, die aus dem Lotenreich erscheinen, um Claudio sein verfehltes Leben klar erkennen zu lassen, verdienen ebenfalls volle Anerkennung. Von außerordentlich ergreifender szenischer Wirkung war am Schluß des Stuckes dec Zug des Todes. — In „La'iös" gibt der Verfasser, Wal er A m e l u n g , die Vorgeschichte zum „König Oedi- pus" von Sophokles wieder. Die Handlung spielt im Reich der Toten und schließt sich völlig an die altgriechische Sage an. Die für die menschlicher Schwäche entsprungene Schuld des La'iös die bekannte gräßliche Sühne sindet. Amelung ist es gelungen, den Zusammenhang mit den Sophokle- ischen Dramen herzustellen, der zu ihrem vollen Verständnis notwendig ist. Die stücktragende Rolle lag in den Händen von Dr. v. Faber du Faur, der der furchtbaren Verzweiflung des 'unglücklichen Thebanerkönigs ergreifenden Ausdruck gab. Heber Dr. Kling als Hermes und unsichtbarer Richter ist wiederum nur Gutes zu sagen. Der Chor der Schatten wurde von Lisel B e h a g e l, Ria H o ch st e 11 e r, Paul Sauer und Emst Holtzmann mit bestem Erfolge dargestellt. — Erwähnt werden muß noch das Spiel der Geige, das besonders durch den feinen Wechsel in der Tonstärke mit dazu beitrug, den Abend zu einem wohlgelungenen zu ge- 2lus Stabt uttb Land. Dießen, den 3. März. 1922. Der goldene und der silberne Himmel. Daß der Himmel blau ist, war eine der wenigen Tatsachen, die wir bisher auf unserer so viele Zweifel bietenden Erde für unbestritten hielten. Vorn Himmelsblau haben uns unzählige Dichter gesungen, und ein Blick empor überzeugt uns, daß sie recht hatten. Aber in Wirklichkeit ist der Himmelsraum gar nicht blau, sondern bei Tage blendend goldig und bei Rackt silbern. Auf diese überraschende Erscheinung macht der Hallenser Professor Wilhelm Roux in den bei Julius Springer in Berlin erscheinenden „Naturwissenschaften" aufmerksam. „Ich erinnere mich noch," erzählt er, „daß ich bereits erwachsen war, als ich in einer klaren Winternacht während d-es Heber» schreitens eines großen Platzes und ß»ei längerem Betrachten des Vollmondes plötzlich ürkamcke: „Der ganze dunkle Raum über dem Play ist ja in Wirklichkeit leuchtend silber» 5eIL“ Der klare Himmelsraum erscheint dem Auge verhältnismäßig wenig hell; er ist aber tatsächlich mit einem sehr viel intensiveren Lichte erfüllt, als wir glauben. Dieses Licht ist bei Tage so hell, wie Der Blick in die Sonne, bei Rächt wie der Blick in den Mond oder in jeden einzelnen der sichtbaren Sterne. Die Tatsache der allseitigen Durchdringung des Himmelsraumes mit Licht ist seit Hrzeiten be» faiuti. Wir müssen uns also nur dessen bewußt werden, daß dieser Raum von einem überaus Hellen, aber nicht als Ganzes sichtbarem Lichtmeer erfüllt ist, und müssen uns .klar machen, warum dieses Lichtmeer nicht als solches erscheint. Das hat zunächst seinen Grund darin, daß wir nur dasjenige Licht lehrn, das in unser Auge fallt, und dann darin, daß in unser Auge in jedem Augenblick und an jedem Ort immer nur derjenige kleine Teil, ■ der nach allen Seiten vom Leuchtkörper ausgehenden Strahlen gelangt, den die Pupille durchläht. Die anderen dirÄten Strahlen gehen am Auge vorbei; sie sind daher für dieses nicht sichtbar, also so gut wie nicht vorhanden. Sv weit aber diese Strahlen als „zerstreutes Airs Hessen- Bevölkerungsbewegung in Hessen. Die Eheschließungen, Deren Zahl in den Kriegsjahren 1915—1918 jährlich nur 5722 betragen hat, sind nach dem Kriege 1919 auf 16 945, l£20 sogar auf 19 315 gestiegen. Im letzten Vierteljahr von 1920 machte sich allerdings bereits ein Abflauen dieser hohen Heiratsziffer bemerkbar. Im Jahre 1921 wurden nur noch 15 540 Ehen geschlossen. Gegenüber der Vorkriegszeit ist diese Zahl immer noch sehr hoch, denn 1911 biS 1913 betrug sie nur 9635. Man sollte nun erwarten, daß entsprechend dieser vielen jungen Ehen auch Die Geburtenziffer gegenüber her Vorkriegszeit stark in die Höhe gegangen wäre, das ist aber nicht der Fall. 1911—13 betrug die Zahl der Geborenen 33 622, 1920 33 612, 1921 sogar nur 32 027. Da die Sterbeziffer etwas zukückgegangen ist (9111—13 betrug sie 18718, 1920 19 070, 1921 17 582), so ist der Geburten«- Überschuß in den beiden letzten Jahren nahezu der gleiche wie kurz vor dem Kriege. 1911—13 betrug d.eser 14 904, 1920 14 542. 1921 14 445. 2h«s dem besetzten Gebiet Koblenz, 1. März. (Wolsf) Die -Interalliierte Rleinlandkonunission hat tie Wochenschrift „Rheinischer Beobachter", heraus gegeben in Berlin, Stromstratze 50, vom 1. März an auf die Dauer von drei Monaten tm besetzten rheinischen Gebiet verböte», weil ein in (Kummer 5 der Wochenschrift enthaltener Artikel Die Würde und die Sicherheit der Besatzung Struppen zu verletzen geeignet f i. Außer-, dem hat die Rhcinlandkommisiion den Vertrieb des Buches „T ie Schrecknisse der französischen Legion", betau3gg bei von Hermann Schasfenftc-in in Köln, nn besetzten Gebiet verboten. — Künstierfest tm Stadttheater. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß zum Künstlerfest, das, außer anderen Heberraschungen, eine Einstudierung von Kalmans Operette „Die Csardasfürstin" bringt, noch auf allen Plätzen Karten zu haben sind, mit Ausnahme des 2. Ranges. Wettervoraussage für Samstag: Wollig, meist trocken, kühl, nordwestliche Winde. Die 'Wetterlage zeigt noch keine wesentliche Aenderung. Kreis Lauterbach. z. Bermuthshain, 1. März. F a m i- liendrama. Seit gestern nachmittag hatte sich die Ehefrau eines hiesigen Einwohners mit ihren beiden kleinen Kindern im Alter von 2 und 5 Jahren von ihrem Hause entfernt und war nicht dorthin zurückgekehrt. Jetzt gelangte die Mitteilung hierher, daß man die Vermißten in dem -in der Kreisstraße gelegenen Weidheckcnteich ertrunken aufgefunden habe. Familienstreitigteiten sollen die Hrsache zu der (£at gewesen sein. A Frischbvrn. 2. März. Ein schweres Hnglück trug sich hier zu. nachdem der Racht- zug Der Vogelsbergbahn abends 10 Hhr von hier nach Lauterbach abgefahren war. An derStraßen- überfahrt nach Lauterbach stieß die Maschine auf ein Fuhrwerk, dessen Leiter zu spät das Bauten gehört hatte; eine Schranke ist nicht vorhanden. Sie Doppellast des Ministers Dr. Hermes. Berlin, 3. März. Die Blatter erklären, daß dvr Reichsernährungsminister Dr. Hermes, der $ur Zeit auch die Geschäfte des Reichsfinanzministers führt, den Reichskanzler ersucht hat, eine endgültige Entscheidung darüber zu treffen, welches Ministerium in der Folge von ihm verwaltet werden soll. Hermes erhärte, daß er die Last der Verantwortung für beide Ministerien nicht mehr t’aqen Ion ne. Stunde, außerdem eine Erhöhung der Kinder- Zulage um 10 Pf. pro Stunde. — Da die Kohlen für bas Gaswerk für den hohen Preis von 85 Frk. pro Sonne z. T. aus Dem Saargebiet bezogen werden müssen, wurden Gas- und KotS preis wesentlich erhöht. Der erstere ist von 2,30 auf 3 Mark, der letztere von 35 auf 50 Mark gestiegen. Gebrochene' Koks kostet ^53 Mark. Starkenburg und Rheinhessen. wd. Mainz, 2. März. Während dcS gestrigen Gewitters schlug der Blitz in d l c Starkstromleitung des städtischen Elet- trizitätSwerkes, die über Zahlbach nach Riederroden geht, und das Dortige Werk, Das verschiedene Orte Rheinhessens mit Kraft und Licht versorgt, mit Strom versieht. Die Sin- schlagstelle, die bisher nicht gefunden werden konnte, nvib zwischen Zahlbach und Rieder roden liegen. Außer der Stadt Mainz selbst, die durch den Rückschlag betroffen worden ist. waren noch mehrere Orte in Rheinhessen bis 9.30 Hhr ohne Licht und Kraft. Gerichtssaar» Berlin, 2. März. (WTD.) Dic Straftam- mer verurteilte den Schriftleiter der „Deutschen Z e i t u n g". v. S ch i 11 i n g , der in einem Artikel über den Kahnschen Vertrag mit den Deutschen Werken von einem Panama der Sozial Demokratie gesprochen und dabei Den Vizekanzler Bauer, den Reichsminister Wissel und Den Reichstagsabgeordneten Hoch beschuldigt hatte, wegen Beleidigung zu 20 00 0 Mark Geld ft r a s c. L. H. Don der Landesuniversität. Dr. phil. K ö t t g e n, der sich für das Fach Der geologischen Bodenkunde an unserer Hniversitzät zu habilitieren wünscht, wirb am Freitag, Den 3. März, nachm. 6 Hhr, in Der Kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung halten über das Thema: Die Zusammenhänge von Klima und Boden. ** Amtliche Perfonnlnachrichten. Am 24. Februar 1922 wurde Der Förster KonraD Oestreich aus Mehlvs-Gehaag zum, Förster Der Forstwartei Felbkrücken, Oberförsterei Hlrich- stein, ernannt. — Mit Wirkung vom 1. April b. Z. ab wurden übertragen: Den Oberzollsekcetären Jäger und Keil zu Ofsenbach a. M. je eine Oberzollsekretärstelle beim Hauptzollamt Mainz, dem Oberzollsekretär Jacob zu Worms eine Oberzollsekretärstelle beim Hauptzollamt Bingen, dem Obcrzollsekretär Dreser zu Gießen eine Oberzollsekretärstelle beim Hauptzollamt Worms. mc. Vom Sommerfahrplan. Der am 1. Juni in Kraft tretende Sommerfahrplan bringt, wie schon jetzt mitgeteilt werden kann, zahlreiche Aenderungen and Hmlegungen von Zügen. Auch Die Einführung Der schon lange geplanten (Bierter- klaste-Schiwll^üge ist zu Diesem Zeitpunkt geplant. ** DiehhanDelserlaubniskarten. Die Gültigkeit Der für Das Jahr 1921 ausgestellten Viehhandelserlaubniskarten ist gemäß der Bekanntmachung Des Hessischen Ministeriums für Arbeit unb Wirtschaft, Abteilung für Ernährung und Landwirtschast, vom 1. März 1922 toieberum um zwei Monate, unb zwar bis zum 30. April b. I., verlängert worden. ** E i n Betrüger ist in letzter Zeit in der hiesigen Gegend ausgetreten, der es auf bas Gepäck von stellensuchenden Dienstmäbchen abgesehen hat. Gr mietet Durch Vermittlung Der Stellenvermitllerinnen Dienstmädchen, wobei er sich als Witwer und Angestellter eines Bergwerks ausgibt, nimmt Die Mädchen alsbald mit. ist ihnen beim Transport des Gepäcks behilflich und verschwindet Dann Damit Aus Diese Weise hat er in Der verflossenen Woche auch eine hiesige ältere Person, die er als Haushälterin gemietet hatte, um ihr Gepäck im Werte von 8000 Mk. geprellt Vor Dem Schwindler wird hiermit nachdrücklichst gewarnt "* Diebstahl. Zn Der Nacht zum Mittwoch wurde aus der Garderobe eines hiesigen Hotels ein werwoller lila Darnen- flauschrnantel mit Skunksbesatz entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt. ** Das Gießener Ortskartell nationaler Derufsverbände hält, wie aus feiner Bekanntmachung hervorgeht, an jedem Dienstag und Donnerstag von 10—12 Hhr vormittags unb von 3—6 Hhr nachmittags in Der Geschäftsstelle GoBer (trabe 1 5 p., Sprechstun- Den ab. Auskunft wird erteilt in Rechts- unD Steuerangelegenheiten, außerDem tn allen das Arbeitsverhaltnis betreffenden Rechtsfragen für alle Arbeiter kostenlos. ** Der Theaterabend zum Besten Der Gießener Studentenh ilfe trug mit Ausnahme DeS musikalischen Teiles ein tiefernstes Gepräge. DieS war tz^hl Der Grund, Daß Die Sonate OMoll von Scyubert zwischen Die beiDen Aufführungen gelegt tourhe. HnD sicherlich wirD ihre meister hafte WieDergabe Durcb Pros. Dr. Henle vielfach eine von Dem (Bann des Gesehenen befreiende Wirkung gehabt und wieder ein gewisses Gleichmaß Der Seele hergestellt haben, um von Der packenDen Tragik Des „La'iös" nicht überwältigt zu werben. Für Die beiden dramatischen Stücke hatte Die Gießener WalDbühne ihre Kräfte zur Verfügung gestellt. Deren Leistungen ja schon mehrfach erprobt sinD. Hugo von Hofmannsthals „Der Tor unD Der Tob" läßt sich zusammenfassen in die Worte Claudios, die etwa lauten: „Tob, lehre Du mich leben" unD „Tod, Du bist mir Leben". ClauDio, Der Tor, wurde von Dr. v. FaberDu Faur verkörpert, Der besonDers in Der Zwiesprache mit Dem ToD sehr glückliche Momente hatte. Dr. Kling gab so wenig gekannten Leben Der alten Karthager erhalten, oas Flaubert in feinem Roman „Sa- lammbo“ in einer Durch Die neuen Funde vielfach bestätigten Form Dargestellt hat. — Die erste Ausstellung französischer Kunst in Japan. Sine umfangreiche Ausstellung französischer Kunst. Die vorzügliche Arbeiten der hervorragendsten modernen französischen Maler und Plastiker umfaßt, wird im kommenden Frühjahr in Tokio statrfinden. Wie im „Cicerone" berichtet wird, werden neben den besten Arbeiten der Manet, Cäzanne, Renoir, Degas usw. auch lebende Künstler aller Richtungen gezeigt werden. Bon Rodin werden 30 Bronzen Da sein. Es wirD interessant sein, Die Aufnahme dieser in chrer Art ersten Veranstaltung in Japan zu beobachten und ihre Nachwirkungen festzustellen. Hoffentlich kommt es bald zu einer ähnlich umfassenden Ausstellung von Arbeiten Deutscher Künstler. — Ein Kochbuch Der Wertherzeit. Tie Wissenschaft der Kiiche spiell tn Der Kultur Des 18. ZahrhunDerts bekanntlich eine große Rolle, und selbst Herrscher, Dichter und Philosophen bünften sich nicht zu gut, um sich an den Kochherd zu stellen unb irgend ein besonders schwieriges Gericht auszuprobieren. Wer Ludwig XV. eine neue Finesse der Tafel vorführen wollte, mürbe eher bei ihm zur Audienz zu- gelassen, als wenn er ein hochpolitisches Geheimnis mitzuteilen hatte. Der geistvolle Grimod De la Reynii:re ist Durch seine kulinarischen Kunstwerke, Die er in seinem „Almanach der Fein- Ko y l h a s e verdienen Lob. — ein Gewinn. Borrwtirsrr. 5 D fe l-k 32 I tä T n 5 n n S 2 tm 312 stL 112. IrL m an- nii W te litt an San w i s vc m Ä ti h 3. I Die Eröffnung des neuen Thermal-Radium Solbades tn Heidelberg erfolgt Anfang April — Auf dem Balneologentag, der Mitte März in Berlin stattfindet, wird in einem Referat Über die Heilmöglichketten Heidelbergs eingehend berichte: werden. Gutachten erster Autoritäten (Geh. Reg. Rat FreseniuS-Wiesbaden, Pros. Kienli-Hena. Pros. Salomon-Heidelberg, Pros. Becker-Heidelberg usw.) bestätigten übereinstimmend die grobe balneologischc und therapeutische Bedeut ung der neuen Quelle, die Radium nicht nur in Emanation, sondern auch In fester Form enthält. * Freiburg, 2 März. (WTB.) Der im Gebiet des Belchen liegende RonnenmattweUe'. ist gestern infolge deS starken Wasserdrucks ..! > eine Folge der Schneeschmelze ausgc brvchen. Riesige Wassermengen stürzten das kleine Belchenwiesenial hinunter und gefährdeten das Elektrizitätswerk in Reu berg, das bisher aber noch gehalten werden konnte. Das Dors Sürth au bat schweren Schaden gelitten, ebenso ist bas Sägewerk bei Bürchau schwer beschädigt tobt- ben. Droste Mengen Baumstämme wurden von den Wassermenaen zu Tal gerissen, ebenso find ^hlreiche Brücken und Stege zerstört worden Verluste an Menschenleben sind bisher, sowci! bekannt, nicht zu beklagen. UNIVERSITÄTS-CAFE = Plockstraße 5 ---- Besitzer: O. Eckart 2108b Eigene Konditorei, Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Stadt Dietzen, Bezirk der Försters Arft, Forsthaus Hochwart, und zwar aus den 2tbt 13, 22, 28 bis 33 (Distrikt Fernewald) fallen am Dienstag, den 7. März, norm. 97, Uhr beginnend, versteigert werden: 62,4 5tm. Lichenscheit 8 „ Buchenfcheit 50,7 „ Kiefernscheit 2 , Fichtenfcheit 5 , Birkenscheit 130 „ Eichenknüppel 15,8 „ Kiefarnknüppel 623 . Fichtenknüppel t 2 , Fichtenknüppelreifig 278 , Eichenreiser 2 , Kiefernreiser 4 . Fichtenreiser 31,4 , Eichenstöcke 16 , Kiefernjiöche. . , wird nur zum Teil vorgezeigt, vor- tertge Desichttgung deshalb empfahlen. Zusammenkunft: Weoekreuz Licher Straße - Weg Saufan nach Annerod (Waldausgang). 21658 Dreßen, den 2. März 1922. Der Oberbürgermeister. 1.2.: Dr. Rosenberg. Statt. Lebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 5.—11. März 1922. Simburger Käse. Anteil 80 Gramm zum Prelle von Mk. 3.90, gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 10. Verlaus durch die Kleinhandels- und Mollereiaeschäfte, sowie durch den Konsum-Verein Die Geschäfte haben die eingegangenen Marken am 14. d. MtS. abzuliefern. Die Ausgabe an die Kleinhandelsgeschäfte er- falat durch die Firma Gebr. Grieb, Freitag, den 3. o. MtS. und Sonnabend, den 4. d. Mts. gegen Barzahlung. Gießen, den 2. März 1922. 21598 Der Oberbürgermeister. (LebenSmittelamt.) Holzsnbmifsion. Im Wege des schriftlichen Angebots werden aus öem Gemeindewald Wißmar folgende Holzmengen vergeben: Distrikte 19', 24a und 26a, b: Los 1. 4 Gichenftämme 3. Al. — 3,44 Fstm. - 2. 61 „ 4. „ = 50,93 , " 3. 418 , 5. „ = 213,77 „ Angebote, getrennt nach Losen, erbitte bis 13. März 1922, nachm. 2 Uhr, mit der Aufschrift Eichenholz, verkauf aus dem Gemeindewald Wißmar" an meine Adresse. Eröffnung der Offerten in Gegenwart etwa Erschienener Bieter zu derselben Zeit. Bieter muß (ich den hier geltenden Holzoerkaufsbedingungen unterwerfen und dies schriftlich anerkennen. Er ist 8 Tage lang oom Eröffnungstermin an an sein Angebot gebunden. Zahlungstermin 15. April ds. Zs ön die Gemeindekaffe in Krofdorf. 2148V Ärofborf (Ar. Wetzlar), den 28. Februar 1922. Der Bürgermeister. Städt. Arbeitsamt Giehen Lirbtgftratze 16, Teleph. 2054. Cs können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: zwei PravifionS- reifenhe, 1 Metzger, 1 Verkäufer der Lederbranche, 1 Möbelschreiner, 1 Schneider. Lehrlinge: 3 ftrlfeure, 1 Kaufmann, 1 Schuh» mncbcT, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, ein Photograph, l Gärtner, 1 Polsterer, 2 Bilder- ralunennmcher, 1 Bildhaner, 1 Steinhaner, ein Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 1 (Spengler und Installateur, 1 Buchbinder, 1 Siukkateur, 1 Wagner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 1 Hauer und Schlepper, ein Werkzeugschleifer, Stukkaieure, 1 Schuhmacher, 1 iüngerer Spengler, 1 Guisschmled. 4 Former, 1 Schästemacher, ein Sietnbtldhauer. Vebrliuge: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Friseure, rin Schlosser, 1 Kellner. Ss Indien Arbeit: Pmifleule. Schreiber und fltetfenbe, Packer, HauSbnrschen und AnSliinler, Maschiueuschlotzer, Bauschloffer, Maurer, Weist- btnder. Schuhiuacher, 1 verh. lnndwtrlsch. Knecht, 1 Krankenpfleger. 1 Sattler u. Polsterer, Bäcker und Metzger, mehrere Kellner, 1 Former, 1 iiing. Schmied, 1 Buchbinder. Mechaniker. 1 Wagner, 1 Schäler, 2 Gäriner, 1 Handschuhmacher, Berg- arbciler, Autoschloffer, 1 Installateur u. Svengler, 1 Monteur, 1 Bandagist, Maschinisten und Heizer, 1 Zeichner, 1 Verwalter, 1 Photograph, 1 Müller, 1 Schleifer, 1 Kraltlabrer, 1 Masseur. BauhttfS- arbeiier, Erdarbeiter. Lehrlinge: 1 Elektromonteur. 1 Elektrotechniker, 1 Schuhmacher, 3 Autoschlosser. 1 Maschinen- schlosser. 1 Uhrmacher, 1 Schreiner, 1 Mechaniker, 1 Schrtstsetzer. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen» genommen. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werdem **. bei blesiaen Arbeitgebern: Mädchen für lagS- über, Dienstmädchen, Laustranen »nb -mädchen für einzelne Tage, tüchtige AUeinmädchen, 1 Stüdien- mädchen, 1 Stütze (Jsraeltitnl, 1 Zimmermädchen. 1 Kochlehrmädchen, 1 Lehrmädchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirt» schastliche Dienstmädchen, Dienlkniädchen, Allein» müvchen, Zimmermädchen. Küchenmädchen, eine Köchin. Cs suche« Arbeit: 2 Berkäuferinnen. 3 Waschfrauen. einige Vauffrnuen. auch Ißt NachmittagS- deschästigung, Mädcken für togdüber, 1 Büglerin. 1 maiiicin erteilt Iran fas. Unterricht 1 Stütze. 1 Schneiderin als Beihilfe bet .Herrenschneider und 1 Beihilfe bet Schneiderin. 4 B?rkäuserinnen- lehrmadchen. 1 Haushälterin, 1 Flickerin. Die Berufaberatuns «nb Arbeits Dermitt An?.lut,ÄRuSfct Nubet werktags von 1<> bis Ubr statt. 21538 BnNen-Verkauf. Die Stierhaltungsgenoffenschaft zu ßü^effinben hat einen 16 Zentner schweren Bullen zu verkaufen. Kaufliebhaber wollen ihre Angebote schrilllich, txr- schloffen, pro Zentner Lebendgewicht bis zum 10. Marz, nachmittags 1 älhr. an den Gemeindevorsteher daselbst abgeben. Die Eröffnung der Angebote und gleichzeitige Delanntgabe der DerkaufSbedingungen findet in Gegenwart der erschienenen Käufer qu’ dem Rathaus am 10. März, nachmittags 1 Uhr. statt. Lützellinden, den 2. März 1922. 2147V Saalbau Cafe Leib Täglich meine beliebte miet SSniilet - Wiens - SM - Irnpiie 3lthertünitiec und Slmftgeslwg, feines 3amfiien-8cnjert Sonntag zwei Konzerte 4unb8Ubr. Es wirb gebeten, bas Mittaaskouzcrt zu briuchen weg. zu groß. Anbranas bei bent Abenbkonzert. 3m * Saal: ®b°sniis? lonjoergnOflea. Äm Ausschank Helles Lagerbier, ff. Wctzendier. 2155___________Es ladet rin Han» KirslnKer. IMWNWNÄ Ortshorten nationaler Arbeiter- unb Be- rufsverbande, Glehen, Löberstrahe 15 p. Jeden Dienstag n. Freitag vorm. von 10 bis 12 Ubr n. nachm. von 3—tt Ubr Svrechstunbeu. Auskunft wird erteilt für alle Arbeiter In Rechts» und Sienerannckgenbeiicn. ,ferner In allen das Ardeltsverhältnis betreffenden Rechtsfragen. ______________Auskunft kostenlos.__________2171 Gemeinnützige Baiiponsttf Wieseck ?»"■ Hauptversammlung Sonntag, den 12. März 1922, nachmittag» 3 Uhr, bei Gastwirt Wilhelm $ ter au. Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Erwerb von Baugelände, 3. Festsetzung der Bautätigkeit. 4. Derschiedenes. Wieseck, den 2. März 1922. Der Dorfrand. Möbus. Göbel. 2144 Maurer- und Zimmerarbeitgo zur Strichtung einer Dienstwohnung zu vergeben. Rähere- zu erfragen unb einzusehen Montag bi- Freitag 2105 Chem. Fabrik, Bellersheim. 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Zum Schuh der kleinen Rentner und Pensionäre gestattet aber der § 44 des Einkommensteuergesetzes als AuSnahmefall die Anrechnung der entrichteten Kapitalertragssteuer auf die Einkommen st euer ivenigstens in gewissen Grenzen. Durch die Rovelle zum Einkommensteuergesetz vom 24. 3. 21 ist die Anrechnungsbefugnis erweitert und durch eine weitere Aenderung vom 2D. 12. 21 ist sie noch vereinfacht und verbessert worden. Die Rovelle vom 24. 3. 21 kommt bereits für das Steuerjahr 1921 in Betracht, während die weitergebenden Vergünstigungen erst mit dem 1- 1. 22 in Kraft getreten sind, also erst auf das Sleuerjahr 1922 Anwendung sinden. Die Anrechnung der entrichteten Kapitalertragssteuer (Ivprozentiger Zinsabzug) auf die Einkommensteuer ist jedoch an drei Voraussetzungen geknüpft: 1 Die von dem Steuerpflichtigen zu entrichtende Kapitalertragssteuer muh in einem Kalenderjahr mindestens 5 Rlk. betragen. Dem Steuerpflichtigen ist die von seiner Ehefrau und seinen Kindern zu entrichtende Kapitalertrags- steuer anzurechnen, wenn deren Einkommen mit dem feinigen zusammengerechnet worden sind 2. Ter Steuerpflichtige muh entweder über KVZahrealt oder erwerbsunfähig oder nicht bloß vorübergehend behindert sein, seinen Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten. Wird bei Ehegatten das Einkommen der Frau dem des Mannes hinzugerechnet, wie dies gewöhnlich ge- chieht, so ist die Voraussetzung des Alters gegeben, wenn der Mann über 60 Jahre alt ist. Ebenso ist es auch bei der Erwerbsunfähigkeit. Dah beide Ehegatten über 60 Jahre oder erwerbsunfähig sind, ist nicht erforderlich. Die gegenteilige Auffassung würde m. E. verkennen, doch ein über 60 Jahre alter Rentner darum des Schutzes des § 44 nicht weniger bedürftig ist, wenn seine Frau dieses Alter noch nicht erreicht hat. Die Voraussetzungen des Alters und der Er», werbsverhältnisse liegen für das Steuerjahr dann vor, wenn sie am Schluß des Jahres vorliegen. Ist jemand am Schluh des Jahres, für das die Steuerveranlagung erfolgt, 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig, so nimmt er an der Vergünstigung des § 44 teil. Erwerbsunfähig ist schon. wer außerstande ist, auch nur einen Teil seines Lebensunterhalts zu verdienen. Wer nicht fetnert vollen Lebensuirterhalt durch erwerbende Tätigkeit zu decken vermag, wird als „nicht bloh vorübergehend verhindert, seinen Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu beflreiten“ zu gelten haben. Hierunter fällt auch die alleinstehende Frau oder Witwe, die durch die Leitung des Hauswesens oder durch Kindererziehung verhindert ist, durch eigenen Erwerb ihren Lebensunterhalt zu ermöglichen: ebenso derjenige, der zwar seinen eigenen Unterhalt bestreiten kann, aber nicht auch denjenigen von Personen, zu deren Unterhalt er kraft Gesetzes verpflichtet ist. 3. .Weiter ist erforderlich, dah sich das Einkommen „hauptsächlich" aus „Kapitaleinkommen" und „Warlegeldern", „Ruhegehältern, Witwen- und Waisenpensionen und anderen Bezügen oder geldwerten Vorteilen für frühere Dienstleistungen oder Berufstätigkeit" zusammenseht. Ob ein Einkommen sich hauptsächlich aus Kapitalein- kvmmen und Pensionen usw. oder aus einer dieser Einkommensart zusammenseht, ist von Fall zu Fall von der Steuerbehörde zu prüfen. Jedenfalls jft der § 44 auch anwendbar, wenn es sich nur 'um Kapitaleinkommen ohne den Bezug von Pensionen handelt: es darf nur ein anderweites Einkommen, z. D. Einkommen aus Arbeit, entweder überhaupt nicht oder nur in unwesentlichem Umfang vorhanden fein. Liegen die Voraussetzungen zu 1—3 vor, so wird die Kapitalertragssteuer auf die Einkommensteuer angerechnet. Jedoch bedarf es eines besonderen Antrags auf Anrechnung bei der SteuerDie Pforte öes Paradiese;. Roman von Ingeborg Dollquartz. Berechtigte Nebersetzung aus dem Dänischen. 1. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Ein volles Jahr lang hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben, es werde ihr dies gelingen. Wenn er in der altmodischen Stube ihrer Eltern sah. immer auf bemfelben Stuhl, während sie ihm immer dieselben Stücke vorsptelte — Sonaten von Mozart, kleine Stückchen von Rameau und derartige Dinge, die auf einem alten Klavier noch zum Klirrgen gebracht werden konnten, wie glücklich war sie da gewesen. Sie hatte em Gefühl gehabt, als werde er von der Last, die ihn drückte, befreit, wenn er tn ihrer Rähe war. Ja, obgleich er es nie mit einem Worte gesagt hatte, so war sie sich doch längst bewußt, dcch er sie liebte. Sie verstand es nicht, zu kokettieren, daß sie im selben Augenblick, wo er sie darum bat, die Seine war. Und warum bat er sie denn nicht darum? Warum flüchtete er vor ihr? Warum sollten sie beide unglücklich werden? Ja, sie wußte es wohl, daß der große, starke Marrn zuzeiten von einem Trübsinn gemartert wurde, den er nicht zu bekämpfen vermochte.^ Er hatte ihr von seiner traurigen Kinderzeit erzählt, von seiner beklagenswerten Mutter, der er, ihr einziges Kind, nachschlug, wie er meinte. Als ein großer drohender Schatten war ihre Schwermut auf Haus und Heimat und seine ganze Jugendzeit gefallen. Unablässig hatte sein Vater über seiner Frau gewacht. Als zur Pflege feiner Mutter eine Wärterin ins Haus genommen warde. war er selbst in eine Kostschule geschickt worden. Rur in den Ferien hatte er seine Mutier noch gesehen, aber niemals vergaß er ihren bangen, kummervollen Blick. Dann bekam er eines Tages einen Brief mit der Rachricht, sie sei in eine behörde. Dieser Antrag kann auch noch nach Zahlung der Einkommensteuer gestellt werden und ist dann auf „Rückerstattung zuviel gezahlter Einkommensteuer ' 511 richten Rach dem Gesetz vom 24. 3. 21, das für das Steuerjahr 1921 in Betracht kommt, erfolgt die Anrechnung der Kapitalertragssteuer prozentual je nach der Höhe des Einkommens. Die Anrechnung erfolgt bei einem Einkommen bis zu 5 000 Mark in Höhe von 100 Proz. . . 6 000 ..... 90 „ . . 7000 ...... 80 .. „ „ 8000 , , „ „ 70 „ , „ 9 000 60 .. , . 10 000 ...... 50 .. . . 11000 40 .. . . 12 000 ...... 30 „ . . 13000 20 .. „ „ 14000 ...... 10 „ Das Gesetz vom 20. 12. 21, das aber erst für das Steuerjahr 1922 Anwendung findet, hat diese Sähe vereinfacht und verbessert. Bei Einkommen bis zu 10 000 Mark wird die Kapitalertragssteuer mit 100 Proz., also voll angerechnel: bei Einkommen von 10 000 Mark bis 20 000 Mark mit 50 Proz., also zur Hälfte . Wenn sich herausstellt, daß ein Steuerpflichtiger überhaupt keine Einkommensteuer zu entrichten braucht oder daß der anrechnungsfähige Betrag der gezahlten Kapitalertragssteuer die von dem Steuerpslichtigen zu entrichtende Einkommensteuer übersteigt, so wird nach 8 44 Abs. 3 der anrechnungsfähige Betrag bar erstattet. Hat jemand, der berechtigt gewesen wäre, die Anrechnung der von ihm gezahlten Kapitalertragssteuer zu verlangen, aus Unkenntnis oder versehentlich die volle Einkommensteuer bezahlt, so hat trotzdem ein Erstattungsanspruch, wenn noch nachträglich ein solcher Antrag gestellt wird. Der Erstattungsanspruch erlischt nach § 130 Reichsabgabenordnung, „wenn er nicht bis zum Schluß des Jahres geltend gemacht wird, der aus das Jahr folgt, in dem die den Erstattungsanspruch begründenden Ereignisse eingetreten sind". ileber die Anrechnung und Erstattung der Kapitalertragssteuer auf die Einkommensteuer der Heinen Rentner usw. wird im Deschwerdever- sahren entschieden. Die Beschwerde ist einzureichen beim Finanzamt, gegen dessen Bescheid man sich beschweren will. Will das Finanzamt der Beschwerde nicht stattgeben, so muß es dieselbe dem Landesfinanzamt vorlegen, das endgültig entscheidet. Deutscher Reichstag. Berlin, 2. März. 1922. Die Interpellation der Deutschen Volkspartei auf eine bessere Versorgung der Kriegsbeschädigten und der Kriegshinterbliebenen wird laut einer Erklärung der Regierung dahin beantwortet, dah die für den Monat März bisher gewährten Teuerungszuschüsse verdoppelt werden sollen. Cs folgt die 2. Beratung des Haupt- ausschusses des Reichsschahministeriums. Abg. Stück!en (Soz.) betont, das Schahministerium fei immer als ^lebergangsbehorde betrachtet worden. Wenn der Reichsrat aber dem Ministerium nur noch eine halbjährige Lebensdauer gewähren wolle, so fei das eine bedenkliche Lösung. Die bedauerliche bleberfülle von Behörden sei eine zwangsläufige Folge des Friedensvertrages. Der Betrieb könnte aber durch Zusammenlegung von Verwaltungen vereinfacht werden. Darum sei im Ausschuß eine große Zahl von Stellen gestrichen worden und darauf möchten sich auch andere Ministerien gefaßt machen. Redner protestiert sodann gegen das Auftreten der französischen Militärkommissionen im Rheinlande, die gegen den Schulunterricht eingegriffen haben, weil er nicht dem Geist der Dölkerversöhnung entspräche und erhebt Einspruch gegen die Anlage teuerer Truppenübungsplätze auf Deutschlands Kosten, insbesondere gegen den neuen Flugplatz. Mit dem deutschen Gelde werde von den französischen Generälen geradezu gewüstet. Ihre Wohnungen und deren luxuriöse Einrichtungen würden Milliarden verschlingen. Redner verlangt ein Schiedsgericht mit einem neutralen Vorsitzenden für die Begutachtung derartiger willkürlicher Forderungen. Für diese unsinnigen Ausgaben hätten im zerstörten Frankreich viele Wohnungen gebaut werden können. Abg. S ch u l z - Dromberg (Dntl.) erklärt, daß der größte Teil der Zuständigkeit des Reichsschahministeriums von heute ab äuf andere Verwaltungen übergegangen ist. CS genügt nicht, der Hydra diesen oder jenen Kopf abzuschlagen, wir müssen ihr im ganzen zu Leibe geben. Deshalb beantragen wir die Beseitigung des Schatzministeriums. Abg. Dr. Kremer (D. D.): Die Sparsamkeit muh planmähig einseyen. Dazu ist ein groh- angelegter Resormplan auf der ganzen Linke erforderlich. Die Sparsamleitsbewegung muh auf alle Ministerien ausgedehnt werden. Redner schildert, wie das Rheinland unter der Willkür der Feinde leidet und nennt es unverständlich, dah die Belgier, die doch 1925 den nördlichen Rhein räumen müssen, heute noch neue Truppenübungsplätze verlangen Er zollt der Regierung Dank dafür, dah sie vielfach schon ungerecht fertigten Wünschen der Gegner Widerstand geleistet hat. Im Arbeitsgebiet des Schahministeriums sind böse Korruptionsherde vorhanden. Redner erinnert an die Fälle Finkmüller und Mor- wilius. Was die Beteiligung des Reichs an Industiieuntersuchungen betrifft, so dürfe das Reich nicht die Grenze überschreiten, die durch die Rotwendigkeit einer zweckmäßigen Verwertung deS Reichseigentums gezogen sind. Die Ministerien mühten vermindert werden. Ob man mit dem Schahministerium beginnt, fei allerdings eine andere Frage. Abg. Lange-Hegemann (Z.) begrüßt den ernsten Willen der Regierung, die Kriegs- gesellschasten abzubauen. Redner äußert Bedenken gegen die geplante Umwandlung der De- kleidungssähe und gegen die Reichsvermögensverwaltung, deren Geschäftsgebahrung wenig erfreulich fei, wenn es sich um den Ersah der Be- sahungskosten der rheinischen Bevöllerung handle. Diese Verwaltung müßte dem Staatssekretariat für die befehlen Gebiete angegliedert werden. Die immer größer werdenden Lasten feien von der rheinischen Bevölkerung auf die Dauer nicht zu ertragen. Das gesamte deutsche Volk müsse mit der rheinischen Bevölke'-ung zusammenstehen. (Beifall.) ReichSschatzmmister Dauer: Die Reichsregierung ist bemüht, die Leiden der rheinischen Bevölkerung zu mildern gegen Miheingriffe einzelner Beamten. Bei der Reichs- vermögensvcrwaltung im Rheinland wurde eingegriffen. ' Eine allgemeine Verurteilung ist aber nicht berechtigt. Mich werden die Rheinländer bei der Stellendesehang genügend berücksichtigt. Für die Behebung der Wohnungsnot habe ich mich mit den rheinischen Gemeinden verständigt, es ist aber schwer, alle Wünsche zu erfüllen, da es nicht nur an Baumitteln, sondern auch an geeigneten Arbeitern fehlt. Auch mit den Besah ungsbehörden ist der Präsident der Reichsvermögensverwaltung hinsichtlich der Forderungen der Besahungstruppen zu einer Verständig ing gelangt. Eine 'Beseitigung des Schahministeriums würde die Lage mir noch komplizierter machen. Es würde genügen, wenn die Regierung an der Vereinfachung der Verwaltung arbeitet. Auch die Kriegsgesellschaften sind erheblich abgebaut worden. Für die ilebelstände bei ihnen ist nicht die Republic verantwortlich, sondern die frühere kaiserliche Regierung. Wie während des Krieges gearbeitet wurde, das stinkt zum Himmel. Redner nimmt alsdann die Beamten beim Ministerium gegen den Vorwurf in Schuh, an den Korruptionserscheinungen beteiligt gewesen zu fein. Die Beamten hätten sich als durchaus zuverlässig und pflichtgetreu erwiesen. Auch die Fälle Finkmüller und Morwilius hätten mit den Beamten beim Ministerium nichts za tun. Die Rachprüfung des Arbeitsgebietes von Morwilras habe ergeben, daß er tadellos gearbeitet und feine ünrcgelmäbigfciten begangen habe. Daß er durch eine Weibergesellschaft ms Unglück gestürzt wurde, konnte man nicht wissen. Ter Gedanke der Einstellung eines Sparsamkeitskommissars muß Heiterkeit erregen. Sparsamkeit kann nur erzwungen werden durch den Frnanzministrr und den Reichstag. Ich bitte um Ablehnung des Antrages auf Beseitigung des Schatzministe- rramä. Abg. Gothein (D.) sieht den Weg zur Vereinfachung der Verwaltung nicht in der Streichung eines Ministeriums, sondern in der Beseitigung der Leerlaufarbeiten. Auch der Reichstag kann nicht die Streichung von Beamtenposten vornehmen, dazu bedarf es der Mitarbeit des Ministers. Es wäre voreilig, heute den deutsch- nationalen Antrag anzunehmen, aber der Abbau muh reiflich vorbereitet werden. Vielleicht erweisen sich auch das Ernährungsministerium und Wiederaufbauministerium als abbaureif. Eine Rervenheilanstalt gebracht worden, und dort hatte sie nach einem halben Jahr ihrem Leben selbst ein Ende gemacht. Im Jahr daraus hatte sich der Vater mit der Wärterin verheiratet, und nach der Geburt von zwei Geschwistern, einem Bruder und einer Schwester, war die Heimat für Jens Borris, der sich mit der Zeit durch die Einsamkeit in immer engere Kreise einschlleßen ließ, ganz fremd geworden. Vor etwa anderthalb Jahren hatte er sich bei Ingers Eltern ein gemietet. Es hatte lange Zeit gedauert, bis Ingers Vater den ernsthaften Hauptmann Borris dazu vermocht hatte, im Familienkreise zu erscheinen: aber nachdem es einmal geschehen war, hatte er sich sehr an sie alle angeschlossen und war beinahe täglich gekommen — bis zu dem Tag, da Inger in seinen Augen las, daß ihre Liebe erwidert werde. Inger zog ihr Taschentuch heraus and wischte sich verstohlen die Augen. Dann stand sie auf und trat aus der Heinen Ecke, worin die Bant stand, wieder auf den Weg hinaus und, von Tränen geblendet, wie sie war, lief sie beinahe dem Mann in die Arme, an den sie eben gebadjt hatte. „ Fräulein Inger — sind Sie es?" rief er. „Ich meinte. Sie seien abgereist, Herr Borris," sagte sie und machte gar keinen Versuch zu verbergen, wie froh sie war, ihn zu sehen. Er sagte kein Wort, sondern starrte sie nur an, während es sonderbar um seinen Mund z ickte. „Ich muß Ihnen noch für Ihren Brief danken," sagte Inger und versuchte za lächeln. „Daß wir uns doch noch einmal Wiedersehen!" sagte Jens Borris langsam und teile. „Warum sagen Sie das mit so betrübter Miene?" flüsterte Inger. „Sie wissen ganz gut, daß wir uns so oft sehen können, als Sie selbst wollen." .Liebe Inger — ich bin ein alter Mann — jawohl, alt — im Vergleich mit Ihnen — doppelt so alt als Sie." „Ist man alt, wenn man achtunk^reißig ist?" „Ja, wenn man eine Gemütsanlage hat wie ich. Sie wissen gar nicht, liebes Kind, wie mutlos ich fern kann: glauben Sie denn, eS gäbe irgend etwas auf Erden, das ich lieber möchte, als Sie bitten — die Meine zu werden?" „Aber warum tun Sie es bann nicht?" Diese ungeduldigen Worte waren Ingers Lippen entflohen, otnie daß sie wußte, wie. „Kind, das habe ich Ihnen ja schon gesagt," erwiderte er traurig. „Weil ich es nicht wage, weil ich es für allzu schlecht von mir hielte, wenn ich Ihre lichte Jugend an meine Schwermut fetten wollte." „Ha, wenn das nun aber eben mein Glück wäre, Herr Borris?" Sie hatten sich zusammen wieder auf die Bant gesetzt: er stützte die Hände auf seinen Stock und schaute zu Boden. „I^ Wlück?" wiederholte er, und fein Ton trat so getränkt von Liebe, daß Inger nahe daran war, zu weinen. „Ihr Glück gerade darum kämpfe ich ja. Ihnen das zu retten.“ „Sie wissen gut, Herr Borris, daß es für mich" kein Glück mehr gibt, wenn Sie von mir gehen. , Liebe liebe Inger, warum machen Sie es mir "so schwer!" flüsterte er. Es hat doch keinen Sinn, daß wir beide unglücklich werden sollen, weit Sie ängstlich sind und keinen Lebensmut haben. Gerade Sie können es nicht ertragen, Ihr Leben in Einsamkeit zu verbringen." r „Es handelt sich nicht am mich, sondern um Sie," wandte er leise ein. ' „Loch, und Sie sehen, daß ich habet bleibe. Sie zu bitten, mich nicht aus Rücksicht auf mein Glück von sich zu weisen." Sie zwang sich zu einem Lächeln, allein es standen große Tränen in ihren Augen. zentrale Reichsbauverwaltung können wir nicht entbehren, aber trotz aller anerkennenswerten Arbeit aus deren Gebiete dürfen wir unS nicht der Illusion hingeben. als ob lum 'Beispiel auS den deutschen Werten in absehbarer Zeit größere Einnahmen erhielt werden können Redner Wendel sich ebenfalls gegen die übertriebenen BesatzungS- kosten, die es uns unmöglich machen, Reparationsleistungen auSzuführen. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Rach persönlichen Auseinandersetzungen zwischen den Abgeordneten Schulz und Gothein. der den ersteren einen Schädling und Feind deS deutschen Volkes genannt hatte, wird die 'Weiterberatung auf morgen nachmittag 2 il&r vertagt. Schluß nach 6 Uhr. * Berlin, 2.März. (Wolff.) Der Haupt» a u S s ch u ß des Reichstages nahm einen Zen- trumsantrag auf Einsetzung eine» parlamentarischen Beirats für Dildungsf ragen der Soldaten an. Berlin, 2. März. (Wolff.) Der Unterausschuß des Geschäftsordnungsausschusses des Reichstages beschäftigte sich in den letzten Tagen mit den Ordnungsbestimmungen für die Plenarsitzungen und kam zu dem Ergebnis, daß diese Bestimmungen verschärft werden sollen und daß unter Umftänben über einen Abgeordneten auch die Strafe des DiätenabzugeS verhängt werden soll. Dergin, 2. März. Dem Reichstag gjng vom 35. .Ausschuß der Entwurf des Senn» wettgesetzes zu, der nur einige geringfügigen Aenderungen gegenüber seiner ursprünglichen Fassung enthält. Reu ist, daß die Buchmachererlaubnis nur an deutsche Reichs angehörige erteilt werden darf. Die Buchmacher und ihre Beauftragte haben bei der Ausübung der Wettätig- feit Abzeichen zu tragen. Cs dürfen bei den Buchmachern nur Wetteinsätze von mindestens 300 M. angenommen werden. Neue Anträge im Hessischen Landtag. Die Zustände an den Dezrrkskasfen. Die Abgg. D i n g e l d e h und Dr. Osann (Dtsch. Dpt.) haben folgenden Antrag im Landtag gestellt: Der Geschäftsverkehr an den Bezirks- taffen, insbesondere in den größeren Städten, ist zur Zeit ein durchaus ungeregelter; das Publikum und die Interessenten werden nicht befriedigt, und es spielen sich an den Kassen stürmische Austritte ab. Insbesondere hat in Darmstadt die Behandlung des Publikums, das stundenlang auf Abfertigung warten muh, große Erbitterung hervorgerufen. Wenn auch jetzt eine Trennung einzelner Abteilungen der Bezirkskasse stattgefunden hat, so sind die ilcbelftänbc immer noch nicht behoben. Wir beantragen, der Landtag wolle die Regierung ersuchen, bei der ReichS- regierung dringend auf alsbaldige Abstellung dieser Mängel und Schäden entschiedenen Antrag zu stellen. Die Dienstbezüge der oberen Beamten klassen. Die Abgg. Dingeldeh und Dr. Osann beantragen im Landtage ferner: Der Landtag wolle unter Aufhebung des Beschlusses des Finanzausschusses vom 15. Februar 1922, wonach der Teuerungszuschlag nur denjenigen Beamten und Lebrern gewährt werden soll, deren Grundgehalt den Betrag von 50 000 MI. nicht erreicht, die Regierungsvorlage wieder Ijerft eilen. Zur Begründung wird ausgesührt: Schon in den Beratungen des Finanzausschusses wurde von unS auf die Unbilligkeit des Antrags Widmann hin- gewiesen, der oyne dah dabei zugunsten des Landes irgendwelche Ersparnisse eintreten, den Beamten der oberen Besoldungsklassen die Teuerungsbeihilfen streichen will. Inzwischen aber sind neue Tatsachen eingetreten, die eine Abänderung des Beschlusses des Finanzausschusses dringend erheischen: 1. In der Sitzung des Preuhischen Landtags vom Freitaa den 24. Februar wurde eine entsprechende Vorlage der preuhischen Regierung verabschiedet, die den Staatsbeamten und Lehrern ohne Unterschied der Besoldungsklasse entsprechend den Beschlüssen des Reichstags den Teuerungszuschlag zugute kommen lassen will. Bei Beratung Der Vorlage gaben die vier Koalitionsparteien (Deutsche Volkspartei, Zentrum, Demokratische Partei, Mehrheitssozialdemokraten) eine Erklärung ab, wonach sie der Regierungsvorlage un'oeränbert zustimmen, um eine unbillige Zu- „Liebes Kind!" flüsterte er und ergriff ihr? Hand. „Ich weih Wohl," fuhr sie fort, während sie mit ihrer freien Hand ihr Taschentuch hervorholle und sich die Augen trocknete, „ich weiß wohl, daß es sehr zudringlich von mir ist. Sie immer wieder zu bitten, mich zu nehmen." „Mich bitten, Sie zu nehmen!" wiederholte er und drückte ihre Hand, und jetzt waren es seine Augen, die sich mit Tränen füllten. „Ja, es ist gewiß eines Mädchens unwürdig, sich so zu benehmen, wie ich es tue," fahr sie fort. „Aber ich habe mich nie aufs Kokettieren verstanden, und ich kann durcha is nicht daran denken, ob es recht oder schlecht von mir ist, aber von dem Augenblick an, wo ich wußte — daß Sie mir gut sind — weil -" Sie stockte und schaute zu ihm auf, und er nickte ernsthaft und drückte ihr die Hand. „Ja, von dem Augenblick an habe ich das Gefühl gehabt, als müßte ich immer wieder mit Ihnen reden, um Sie zu überzeugen, daß wir beide gar nicht voneinander lassen können. Wir zwei gehören zusammen, was auch das Leden uns bringen mag." „Wenn ich es nur wagte, liebe Inger, — wenn ich es nur wagte!" „Ich wage es für uns beide!" erklärte sie, und ihre junge freudige Stimme war voll Mat und Stärke. „Ich wage es, den Kampf mit der Schwermut, von der Sie immer reden, aufza- nehmen." „Ach. Sie wissen gar nicht, was Sie lagen?" brach er etwas heftig ab. „Sie ahnen gar nicht, was das für eine finstere Macht ist." „Toch — ich weiß es vielleicht besser, als Sie glauben. Man wird hellsehend, wenn man einen Menschen so lieb hat, wie ich Sie. Ich bin immer unruhig gewesen, wenn Sie von mir waren." (Fortsetzung folgt) Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß \v r 630,- 620, 1. März. 2. März. [en, zu denen die außen- und innen' von 25,35 2784,56 ■ö 3.3, Schweizer Franken 9. 1 1 ai m fo 5i manuel G. m. b. H Schuhverkauf Seltersweg 31, früher Central-Cafü • Gleicher Verkauf io Frankfurt a. N., Gewerksehaftshaus 1 2146a vor auf 4,55 -.41 Wir machen darauf aufmerksam, daß die Preise für Schuhwaren ins Unerschwingliche steigen und daß es sich empfiehlt, den jetzigen Bedarf und den der nächsten Zukunft sofort einzudecken. Bei uns sind große Mengen in allen Sorten Schuhen und Stiefeln von früheren Abschlüssen zu noch verhältnismäßig sehr billigen Preisen eingetroffen und jeden Tag kommen neue Sendungen herein, so daß wir imstande sind, Unvergleichliches zu bieten 4,42 391,50 33,04 85,60 157,20 100 L 100 Ar. 100 Sr. 100 $ 100 Kr. 100 Kr. 100 5L ioo ont 100 Är. 100 Stic. WO Sr. 390,60 32,96 85,40 156,80 d S r LI tv Kurs 1.3. 77,50 90,50 Budapest. . . . Buenos Arres Bulgarien. . . de 6: D ar 4,43 408,05 33,96 88,65 158,8(1 4,47 408,95 34,04 88,85 159,20 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Deutzork . . März ernberufen worden. Abfahrt des „Espoir" aus Athen. Athen, 2. März. (WTB.) Der französische 1140.- 1265 - 1295,50 1838,- 1239,- 1099,- 1350,- 805,- 785,- 918,- 1200,- 850,- 645,- 615,- 76,40 1010,- 195.50 2.09 0.1 ü 8.50 46.65 22.63 27.20 44.85 0.73 511.25 1.55 0,12 Brvnzeurnen und sonstige Bronzegegenstände gestohlen hatten, festzunehmen, hat die hiesige Kriminalpolizei nunmehr den dritten im Bunde dieser Grabschänder verhaftet. Der neuerdings Festgerwmmene zählt ganze 19 Lenze. Die weiteren Nachforschungen der Polizei führten schließlich zu der Entdeckung der gestohlenen Dronzegegenstände bei hiesigen Althändlern. 2,09 25,27 1,70 Starkenburg und Rheinhessen. wd. Worms, 2. März. Nachdem es bereits einiger Zeit gelungen war, zwei Brüder, die dem alten Friedhof am hiesigen Bahnhof 344,- 338,- 575,- 482,50 378,- 316,50 rUttsetzung der Staatsbeamten hinter den Retcys- beamten zu verhindern. 2. 3n der Sitzung des Reichstages vom 24. Februar wurde eine Regierungsvorlage über die Wirtschaftsbeihilfe verabschiedet. Es lag ein Antrag der Sozialdemokratischen Partei vor, wo- nach diese Beihilfe nur den Beamten bis zu 44 0000 Mark Grundgehalt gewährt werden solle. Der Antrag wurde von der Mehrheit des Reichstags abgclehnt. Auch in diesem Falle wird also die Wirtschastsbeihilse sämtlichen Reichsbeamten ohne llnterschied der Besoldungsklassc gewährt. Es ist unbillig, wenn die hessischen Staatsbeamten der oberen Besoldungsklassen in diesen Fällen ungünstiger gestellt werden sollen, als die entsprechenden Beamtenklassen des preußischen Staatsdienstes und des Reichsdienstes. Diese iln» billigkeit tritt um so schärfer hervor, als eine Besserstellung der unteren Boamtenklasfen durch die Streichung des Zuschusses für die oberen Beamtenklasseir nicht erreicht wird, vielmehr lediglich die Summe des vom Reiche dem Staate Hessen für die Teuerungrbeihilse auszuzahlenden Betrags durch eine solche Streichung herabgesetzt wird. Ttrtr 1100 hervor. Dp<2ulanve Käufe wurden in Spiegel und Spiegelglas vorgeno-mmen. Obwohl der Devisenmarkt ein festes Aussehen zeigte — der Dollar wurde mit 234—240 genannt —, blieben Balutapapiere ruhiger. Mexikaner fester. Heimische Anleihen fest. 3proz. Reichsanleihe erheblich höher. 3n der zweiten Börsenstunde hielt die feste Stimmung an. Die Börse schloß fest. Privatdiskont 41/2 Prozent. Frankfurt a M., 3. März Börsenkurse. 482 387,. 316, 350, 137Ü 1135. 1280* 1300, 1850, 1228, 1082, 1360, SOU, 780, 940, 1210, 860, 650, Datum: 5% Dtfch. Kriegsanl. 4'/o Dtfch. Reichsanl. 3°/o Dtfch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Rorddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Discvntv-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mttteld. Ereditbank. Rationalbank f. D.. 8141,25 8758,75 9190,80 9209,20 1993,- 1997 - 2073,90 2078,10 3996,- 4004 - 4225,75 4234,25 4870,10 4879,90 5109,85 5120,15 6108,85 6121,25 6353,60 6366.40 466,50 467,50 486,50 *87'50 1218,75 1221,26 1278,70 1281,30 1021,45 1023,55 1060,40 1062,66 229,77 230,23 239,51 239,99 (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Französisches Kriegsgericht über angebliche Geheimbündler. Köln, 2. März. (WTB.) Wie die .Köln. Ztg." aus Düsseldorf berichtet, hat gestern die Verhandlung des französischen Kriegsgerichts der 6. Rhetnarmee gegen 29 der Geheimbündel ei angefiagten Bürger pvn Düsseldorf begonnen. Alle vernommenen Angeklagten erklärten, nichts gegen die Besatzungstruppen geplant zu haben. 3n der Rachnnittags- sitzung wurden von den 29 Angeklagten nur 21 vorgeführt, da, wie das Blatt erfährt, das kriegsgerichtliche Berfahren gegen 8 Personen emgestellt wurde. Die Verhandlungen werden heute fortgesetzt. Eine Kölner Messe im Jahre 1923. Köln, 2. März. (WTB.) Rach dem Dor* bild von Frankfurt a. M., Königsberg und Breslau beabsichtigt auch die Stadt Köln, eme Messe, und zwar erstmalig im Jahre 1923, m Köln abzuhalten. Tie notwendigen Bauten sollen auf dem Gelände der ehemaligen Werkbund-Ausstellung errichtet werden. Die gesamten Kosten werden auf 152 Millionen Mark veranschlagt. Englische Koalitionsschwierigkeiteu. Köln, 2. März. Eine Londoner Meldung der hier erscheinenden „Cologne Post" bestätigt, daß Lloyd George an Houston Chamberlain einen Brief richtete, in dem er chm auseinandersetzt, dah er nicht länger mit ihm zusammengehen könne, wenn Sir George Pvung als Wortführer der kow- servativen Partei auf treten dürfte. Er sei willens, mit Chamberlain und sammenzuarbetten, solange sie W Partei seien. Der erste Minister kündigte den Führern des unionistischen Flügels der Koali- tion an, daß sie zwischen zwei Alternativen zu wählen hätten: Entweder bei der Koalition vollkommen loyal zu sein, oder er trete als erster Minister und Führer der Koalition zurück. Einberufung der griechischen Ratioualversrnmukmrg. Athen, 2. März. (WTB.) Da der Ministerpräsident G u n a r i s von feiner Reise nach London und Paris in der nächsten Woche zurück-- kehren wird, ist die Rationalversanrmlnng zum 4,78 -.43 Datum: Amsterdam-Rotterd. Brüssel-Antwerpen. Ehristiania Kopenhagen Stockholm HelstngfvrS . . • « . Italien London Reuyork Paris . Schweiz ...... Spanien Deutsch-Oesterr.. .. Kurs Kurs Kurs 2. 3. 77,50 90,- 116,— 75 — 560,— 418,— 346,- 340,50 580 - *85,50 378,- 316,50 349,75 Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag Parts London ...... Italien....... Brüssel....... Budapest Reuyork Agram....... Warschau :. 117,25 116, 75,-- 75, 560,- 5 420, - • 'S 2. 3. 77,50 90,- Dampfer „Espo i r" ist nach Löschung seiner Lu- , düng entsprechend der ersten Erklärung der griechischen Regierung freigelassen worden und hat den Piräus verlassen. Boch. Gußstahlwette 1330, Bud.- Eisenw.- Akt.. 1117, D.-Luxemb. Bergw.. 1280 Gelfenkirch. Bergw.. 1295, Harpener Bergbau. 1865 Oberschl. Gisenb.-B. 1275, Oderschles. Gisenind. 1130 Phönix-Dergb-Att. 1300' Bad.Anilin-u. Soda 805 Höchster Farbwerke. 780, Allg. Elettr.-Ges. . . 950, Felten & Guilleaume 1248, Schuckert-Werke. . . 850, Adlerwerke...... 635, Handel. Berlin, 2. März. Börsen st immungs- bild. Der Verlauf der Börse entsprach nicht den Erwartungen, die mit Rücksicht auf das starke Anziehen der Devisenkurse vielfach in Aussicht genommen wurden. Die Käufe des Privatpublikums und der Spekulation führten zwar zu Steigerungen auf allen ilmsahgebieten, daneben wurden aber auch Gewinnsicherungen der vorsichtig operierenden Spekulation vorgenommen, so daß die Kursbewegung ein recht uneinheitliches Bild gewährte. Das Geschäft war nicht besonders lebhaft. Die ilrsache für diese Erscheinung sah man in einer gewissen Geschäftsunlust infolge 2.3. 2,14 1,10 1.3. 2,27 77,59 90,- 113,50 74,75 545. — 405,- 340,- 334,- 574,- 480,- 375 - 316,- 350,- tzinsühru" nicht ^ic hatte. Im von vor gegange ob dem polstellu Der we" jetzt tot 1. Ei 6< Ä Aus LLadt und Land. Gießen, den 3. März. 1922 ** Ausfallende Züge Amtlich wird mitgeteilt: Vom 15. März an fallen auf der Strecke Gießen — Grünberg die Züge 567 Gießen ab 10,20, Grünberg (Oberh.) an 11.04 vvrm. und 66, Grünberg (Oberh.) ab 1.37, Gießen an 2.20 nachm., an Sonn- und Feiertagen wegen ungenügender Besetzung bis auf weiteres aus. ** Der Ankauf von Gold für da s Reich durch die Reichsbcutt und die Post erfolgt in der Woche vom 27. Februar bis 5. März unverändert wie in der Vorwoche zum Preise von 780 Mart für ein Zwanzigmarksttick, 390 Mart für ein Zehnmarkstück. Für die ausländischen Goldmünzen toerben entsprechende Preise gezahlt. ** Preußisch-süddeutsche Staats- kotierte. Für die nächste Spielpettode wird ein den Zettverhaltnissen entsprechender vollständig neuer Spielplan 'aufgestellt. Wie mit- geteitt wird, soll als höchste Prämie eine Million Mark in Aussicht genommen sein und auch die übrigen Prämien und Gewinne werden entsprechend erhöht werden. Selbstverständlich werden auch die Lvsprerse neu geregelt, was sich um so nötiger erweist, als der gegenwärttge Preis des ganzen Loses mtt 400 Mark nur das Doppelte des Dvrkriegsprerses beträgt und daher der inzwischen eingetretenen Geldentwertung nicht entfernt Rechnung trägt 3n der sächsischen Staatslotterie kostet das ganze Los heute bereits 750 Mark. So hoch wird jedoch in dec Preußisch- SükDeutschen Staatslvtterie nicht gegangen werden. Letzten Endes hängt die Höhe der Preise und Gewttrne von dem Ergebnis einer Umfrage ab, die augenblicklich bei den Kontrolleuren dieRunde macht und die über den Umfang der von jedem einzelnen Kontrolleur zu erwartenden Losbestellungen schätzungsweise Aufschluß geben soll. Landkreis Gießen. t Hattenrvd, 2. März. Dieser Tage fand hier unter Leitung von Lehrer Meidt ein Dolksunterhaltungsabe-nd statt, dessen Verlauf den Beweis für ein fleißiges Einüben fettens des Veranstalters und der Schüler lieferte. .Dierchändig vvrgetragene Klavierstücke letteten den Abend ein. Dann spielten Schulender das Mär- chen .Tischlein deck' dich!" Kinderlieber wurden durch lebende Bilder zur Anschauung gebracht 7 und wechselten ab mit frohen Kinderspielen. Reicher Beifall lohnte den ßetter und die Darsteller. = Hungen, 3. März. Sine unan- genehmeAeberraschung wurde gestern im hiesigen Bahnhof einem Mann zuteil, der mit dem Frühzug von Laubach kam. Er stand in einer Wollkämmerei in Lauter in Arbeit, wo er bei seiner Entlassung zwei Ballen (Stoff mitgehen hieß. Mtt einem davon wollte er in der Richtung nach Frankfurt weiterfahren. Der Mann wurde jedoch beim Einsteigen in Laubach beobachtet und da er verdächtig erschien, benachrichtigte man telephonisch die hiesige Gendarmerie, die ihn auch im Wartesaal verhaften konnte. Er wurde sofort an das Grünberger Amtsgericht abgeliefert, wo durch 1.7.14. . Fr. 125.40 . Fl. 58.20 . Kr. 88.80 . Kr. 117.80 . Kr. 88.80 . Kr. 117.80 . Sh. 97.80 . Fr. 126.« . I 2L80 Ar , Lon c Seit MaM (Jnitourf Man'1 S. Dezent zugeslinn steigeret L b b d 1 349,25 1340, - 1380, Berliner Devisenmarkt. Geld Bries Geld Brief 2112,85 2117,15 2187,80 2192,20 4495,50 4504,50 46 5,30 4704,70 3666,30 3673,70 3836,15 3843,85 4.38 politische Lage Dmxrnlassung gab. Die Veränderungen blleben zumeist in mäßigen Grenzen. Erheblicher fliegen Braunkohlenwerte wie Ilse, Rie- beck-Montan und rheinische Braunkvhlenattien. Eine entschiedene Abschwächung erfuhren oberschlesische Werte, insbesondere Laurahütte, die 175 einbühten. Ober schlesische Eisenbahnbedarf bedarf holten den größten Teil ihrer anfänglichen Verluste von 50 Prvz. wieder ein. Elektrizitätswerte zeigten gute Haltung bei meist 10—20 Prozent gebesserten Kursen. Rur Felten u. Guillaume gingen um etwa 40 Prvz. zurück. Von Kaliwerken wurden Westeregeln um 125 höher bewertet. Metallwerte waren begehrt. Lorenz und llnion-Gießerei stellten sich um 55 bzw. 45 höher. Auch Hackethal stiegen um etwa 50 Prvz. Der Banka Äen- und Schiffahrtsaktienmarkt waren fest bet mäßigen Besserungen. Dalutapapiere wurden entsprechend der Besserung der Devisenpreise höher bezahlt. Am Anlagemarkt konnte sich der Kursstand behaupten. Framkfurt a. M., 2. März. Börsen- stimmungsbild. Das Geschäft an der heutigen Börse trug bei Eröffnung im allgemeinen ein festes Aussehen. Aufträge aus der Privatkundschaft der Danken waren in verhältnismäßig großem Umfange eingegangen. Elektrizitäts- und Schiffahrtsaktten hatten regen Verkehr. 3m übrigen fanden wieder die bekannten Spezialpapiere lebhaftere Beachtung. 3m freien Verkehr zeigte sich lebhafte Stimmung für Chemische Rhe- nania, 1220. Mansfelder Kuxe 32 000, Deutsche Petroleum 2150. Benz-Motoren fest, 765—770. Hansa Lloyd 415, Brown Boweri 520, Gebr. Fahr 730. Zulius Sichel 715. Drockhues 1530. Am Montanaktietnnartt intereffierte man sich für Phönix-Bergbau, welche 100 Prozent höher ein- setzten. Harpener, Gelsenkirchener, Mannesmann und Rheinstahl lagen fest. Die Kursveränderungen der chemischen Attien waren nach oben und unten nicht allzu erheblich. 'Beachtung fanden AEG. und Siemens u. Halske. Von sonstigen Spezialwerten gingen Maschinenfabrik Eßlingen ntn nf"H' kr Dru und ndten: A Pf.fi1 MklUll 340 335' 580, die Untersuchung der Verbleib des anderen Stoffballens festgestellt werden wird. s. Trohe, 3. März. Daß noch nicht aller 3deolismus aus unserer Zett geschwunden ist, bewies das Freikonzert, das diese Woche unser Gesangverein im Durgkeller veranstaltete. Einer Einladung unseres Lehrers folgend, kamen die Herren Heß (Violine), Kröl - l e r (Piston), Münch (Vivline), Roth (Klavier) und Scholz (Bratsche) aus Trais-Horloff zu uns und bereiteten der Gemeinde einen hohen musikalischen Genuß. Herr Roll von hier wirkte als Bassist mit. Zur Verschönerung des Abends trugen noch wesentlich sechs junge Burschen aus Rödgen bei, die einige schöne Lieder sangen, und Herr H o in m e l als Humorist. Der hiesige Gesangverein, der seit Oft ober 1921 wieder singt, trug ebenfalls einige Chöre vor. Richt unerwähnt sollen auch die schönen Volkslieder bleiben, die aus der Mitte der Versammlung heraus erklangen. Die Veranstaltung verlief in jeder Beziehung vorbildlich. 1085, 1277, 1300, 1865, 1259, 1105, 1310, 800, 7?9, 935, 1230, 866, 640, Märkte. Frankfurter Schweine- und Kleiuviehmarv. Frankfurt a. M., 2. März. (Amtlich.) Marktverlauf: Kälber und Schafe werden bei anfangs ruhigem, später aber lebhafterem Geschäft ausverkauft. Bei Schweinen langsamer Handel und Aeberstand. 3m einzelnen ist zu bemerken: Auf getrieben waren 854 Kälber, 454 Schafe und 578 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 1500—1700 Mk^ mittlere Qualitäten 1300—1500 Mk., geringe Qualitäten 1100—1300 Mk.; Schafe 600—1300 Mark; Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 1600—1800 Mk., von 80—100 Kg. Lebendgewicht 1800—2100 Mk., von 100—120 Kg. Lebendgewicht 1900-—2200 Mk., von 120—150 Kilogr. Lebendgewicht 1900—2200 Mk.; Fettschweine über 150 Kg. Lebendgewicht 1900 bis 2200 Mk. Anreine Sauen und geschnittene Eber 1700—1900 Mk. AutzeHem wurden 7 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht uneckeb- lichen Gewichtsverluste, Spesen und HLndler- gewinn in sich schließen. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahtt: llü -Dtt löt)"-6 Schuhverkauf Seltersweg 31 früher Central-Cafe Daimler....... 630, - 4*/0 Hess. Staatsanl. 75,60 74,50 76, Electron Griesheim 1000,- 1005, - 1000, Dtsche. Bereinsbank 248,75 248,75 -, Züricher Devisenmarkt. 2.3. 195.25 2.20 0.10 8.70 46.75 22.64 27*35 44.30 0.73 510.50 1.55 0,12