STB.) Nach ter das Gerücht im, e flgenommen i mit ter Michl des veMenen i ziehen._______ Erholt.) itn ÄabhttL f o I in i brtn^ 'S-mg t»n dem kr ^Wang Lb« M die- d ihn Ideen gut rte die ®eirjg. e Negierung un- i frage fei die, ob teige genug sich m dielem A ram- aber schone Ausgestellt hätten, tem Gebiet ter tinlfc man doch n m ter äu Heren Ss wird uni er* Mchm 6* Venn es auch M n, bevor lvir 'un- Regierung teftim- en, txnn er ten 'tri, bat) vir an- iebermifbaj ter 2D M ' ^chvuchb ttrtt Vkl. Der teit, ML ^Kehalten * Ostdeutsche L 8 he" hrung herj )« z p8 - Mat" M'«* 172. Jahrgang Donnerstag, 2. November 1922 sietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen ümd und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und 5temdruckerei R. tauge in Sieben. Schristleltung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27 mm Breite örtlich 600 Pf., auswärts 800 ‘Pf.; für Neklame Anzeigen von 70 mm Breite2800Pf. Bei Platz. Vorschrift20 .Aufschlag. Hauptfchristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Nr. 258 Erscheint täglich, nutzer Sonn, und Feiertags, mit berSamstaqsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monatliche Bejuasprelfr Mk. 185.- u Mk. 15.- Trägerlohn,durch diePost Mk 200. - .auch beiNicht. erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech« Anschlüsse: für dieSchrist. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. poslscdecllonto: Srantlnrt a. Ul. 11686. Um Deutschlands Rettung. Dle ReparationSkvmmissionhat sich an das Krankenbett der deutschen Wirtschaft begeben, um In Berlin an Ort und Stelle sich über den Zustand deS Kranken zu unterrichten. Es ist das Furchtbarste unseres gegenwärtigen Anglücks, daß wir uns nicht selbst befreien können, sondern dem Machtspruch dieser Kommission auSgeliesert sind. Äur wenn sie uns einen Zahlungsaufschub bewilligt und Schritte zur Festigung des Markkurses unternimmt, können wir hoffen, daß unsere Lage sich bessert. 3m deutschen Lager tobt indessen der Stteit, was geschehen müsse, wenn wir den Zahlungsaufschub erreicht haben. Die einen fordern eine Währungsreform, die anderen rufen nach der Steigerung der Produktion, beide Teile geben ihr Programm als die alleinige Rettung aus. Die Frage ist von so auher-- oroentlicher Bedeutung, daß eine Klärung dieses StteiteS in der Oeffentlichkeit unbedingt notwendig ist. ES geht nicht weiter an, das; nur einige parlamentarische Gruppen hinter der Kulisse die Lebensangelegenheiten des deutschen Volkes erledigen wollen, denn will man tatsächlich neue Wege zu Deutschlands Rettung beschreiten, werden Gesetze und Verordnungen allein nichts helfen, man braucht unter allen Umständen das verständnisvolle und opferwillige Mitgehen aller Vvlkskreise. Anser gegenwärtiges Papiergeld kann die Aufgaben des Geldes nur noch unvollkommen erfüllen. Es ist kein Wertmesser mehr, es ist kein Wertaufspeicherungsmittel mehr, ja sogar als Lauschmittel wird eS teilweise nicht mehr anerkannt, Fabriken verlangen Bezcchllrng in Dollars, Dauernverbände erheben ihre Bei- träge in Getreide. Schuld daran ist die geradezu ungeheuerliche Vermehrung des Geldumlaufes, dem eine verringerte Warenmenge gegenübersteht. Witt man dem Papiergelde seinen Charakter als wirklichem Gelde (Wertmesser, WertaufspeicherungSmittel) wieder verleihen, so muh unter allen Amständen die Geldmenge verringert werden, um Warenmenge «und Geldmenge mehr inS Gleichgewicht zu bringen. Dazu wären große Besitz- und Einkommensteuern notwendig, verbunden mit gleichzeitigem Lohnabbau, weil sonst Kapitalmangel eintreten würde. Dies alles ist aber nur die eine Seite der Sache. Will man dem Gelde wieder einen Wert verleihen, oder anders ausgedrückt, will man die Warenpreise verbilligen, muß auch die Warenmenge vergrößert werden. W i r produzieren gegenwärtig bestenfalls nur 76Prozent unsererFrie- densleistung, d. h., selbst wenn die Mark den Friedensstand wieder erreichte, würde die verringerte Warenmenge eine starke Teuerung bewirken. Es kommt darauf an, Geldmenge und Warenmenge wieder in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Das ist aber nur möglich, wenn von beiden Seiten daraufhingedrungen wird. 3ns Leben übersetzt würde dies heißen: es müssen Opfer gebracht werden, von den Besitzenden an Geld und Gut, von den Arbeitern an Arbeit. ES ist ganz klar, daß diese Opferwilligkeit nicht durch Gesetze an» geordnet werden kann, es ist vielmehr unbedingt nötig, daß das deutsche Doll sich Rar darüber wird, daß der bisherige Weg ein Irrweg ist. Die Parteien der Parlamente fühlen sich meist als Beauftragte einer Volksklasse, deren Interessen sie zu vertteten suchen. Deshalb rufen die Sozialisten nach der Währungsreform, die bürgerliche Arbeitsgemeinschaft nach der Mehrleistung. So geht es auf keinen Fall weiter, unsere Volksvertreter müssen sich als Führer des Volles ansehen, und jeder muh seinen Anhängern sagen, daß Deutschlands Rettung abhängt von der Opferwilligkeit jedes einzelnen. Alle anderen Versprechungen und Derheihungen von der Glückseligkeit würden sich gar bald als eitel Humbug Herausstellen. Die Berliner Verhandlungen. Sachlicher Verlauf. Berlin, 1. Rov. (Wolff.) Heber die Verhandlungen der R e i ch s r e g i e r u n g mit der Reparationskommission erfahren wir Folgendes: Die erste Verhandlung mit der Reparations- kvmmiffion verlief in durchaus sachlicher Form. Der Vorsitzende der Reparcckionslvmmis- stvn Louis Darthou erklärte, dah erstens die Dalanzierung des Budgets, zweitens die Frage ber schwebenden Schuld und drittens die Stabilisierung der Mark die Hauptaufgaben seien, die jetzt behandelt werden mühten. Die Kommission beabsichtige nicht, die deutsche Souveränität anzutasten; sie hoffe aber auf loyale Zusammenarbeit. Sie sei auf Grund der von Deutschland eingegangenen Verpflichtungen genötigt, eingehende Fragen zu stellen. Darauf hielt Staatssekretär Schröder einen Vortrag über die allgemeine Gestaltung des Budgets für das laufende Iahr, soweit eS sich bisher übersehen läßt. Bei der Besprechung dieses Themas wurden von der Gegenseite verschiedene Fragen gestellt mit dem Zweck, hierüber näheres Material im Lause der nächsten Sitzung zu erhallen. Es interessierten besonders die Ausgaben für den Reichsbahnetat und die Ausgaben des außerordentlichen Haushalts Schnöder. teilte mll, dah das voraussichtliche Defizit des Budgets etwa 440 Milliarden betragen werde, das jm wesentlichen zu Lasten des Frtedensver- trages gehe. Die nächste Sitzung wurde auf Mittwoch nachmittag 4 älhr festgesetzt. London, I.Rov. (Wolff ) Der Berliner Berichterstatter des „Daily Telegraph" weist auf den versöhnlichen Geist hin, der auf allen Seiten auf der ersten Zusammenkunft zwischen dem Reichskanzler und den Mitgliedern der Repa r a t i on s k o mm i ss io n zutage getreten tfl. Wenn keinerlei Stimmungsänderung eintrete, so bestehe Aussicht darauf, daß die Verhandlungen auf einer rein kauf männ ischen Grundlage durchgeführt werden konnten. Berlin, 2. Rov. Das „Berl. Tagebl." teilt mit, daß bei der gestrigen Besprechung mit der Reparationskommission den Ausführungen des ReichSfinanzministerS Dr. Her- m e S über den deutschen Standpunkt zur Frage der Markstabilisierung folgender Gedanken- gang zugrunde gelegen habe. Eine Aktion zur Stärkung der deutschen Währung könne nur auf der Basis eines Goldfonds durchgeführt werden. Da eine Inanspruchnahme des Goldschatzes der Reichsbank nicht in Frage käme, so bleibe nichts anderes übrig, zu diesem besonderen Zweck, also nicht für allgemeine Re- parationSzwecke, eine Goldanleihe im Ausland aufzunehmen. Darthou habe in der gestrigen Sitzung verschiedene Fragen an Dr. Hermes gerichtet und sich Vorbehalten, zu einigen Punkten noch besonders Stellung zu nehmen. Dem „Tageblatt" zufolge verlautet iy den Kreisen der Reparationskommission, daß ihr Aufenthalt in Derlin zum mindesten wohl bis Ende nächster Woche bemessen sein werde. Wie man in unterrichteten Kreisen annehme, werde die Reparationskommission irgendwelche Entscheidung in Derlin nicht treffen. Die Diskussion über eine Reparationsanleihe und ein Moratorium werde vielmehr der großen Drüsseler Finanzkonferenz überlassen werden. Berlin, 1. Rov. Die von der Reichs- regierung zur Teilnahme an der Währungskonferenz eingeladenen ausländischen Finanzsachverstä.ndigen werden heute abend vollzählig in Berlin versammelt sein und morgen vormittag vom Reichskanzler empfangen werden. Unmittelbar an den Empfang schließen sich die sachlichen Beratungen über die Möglichkeiten für die Stabilisierung der deutschen Währung an. Deutschersells nehmen an der Währungskonferenz Reichsbankpräsident Havenstein, Staatssekretär Schröder und einige Vertreter der Dankwelt teil, u. a. älrbtg, Mendelssohn und Prof. Schumacher. Eine Denkschrift der Gewerkschaften. Berlin, 2. Rov. (WTB.) 3n einer Denkschrift an den Reichskanzler, dieReichs- mlnifterien und die Parteien schlagen die Ge - Werkschafte >t aller Richtungen Wittel zur Regelung des weiteren Bestandes der Markwertung vor. 3n der Denkschrift heißt es laut „Vorwärts", die Hauptquelle der Teuerung bilde die beständige Entwertung des deutschen Geldes. Alle Versuche. Die einheimischen Warenpreise an die Weltmarktpreise anzupassen, mühten aussichtslos bleiben, da deutsche Verbraucher solche Waren nicht mehr kaufen konnten. Die Anpassung der Lohne an den Weltmarkt würde die Wirt- schaftskatastrvphe nur beschleunigen. Aus diesem Dilemma fönne man nur durch die Stabilisierung der Mark herauskommen. Mit der Erhaltung der Mark als Zahlungsmittel und Wertmesser ist das ßebensinie reffe der arbeitenden Bevölkerung und das Wohl und Wehr aller Verbraucher, sowie das Schicksal des deutschen Volkes verknüpft. Eine Stützung der deutschen Mark würde unter anderem erreicht durch die Einführung einer wertbeständigen inneren Anleihe. Des weiteren muffe die Gesundung der Staatsfinanzen auf dem Gebiete der Steter- Verwaltung verlangt werden. Es ist für die 21 r- beit nehmet ebenso unverständlich wie unerträglich, daß ihnen Steuerabzüge vom Einkommen gemacht werden, während die Steuereinziehung bei den Unternehmern und den besitzenden Klassen Jahre lang auf ffiich warten läßt. Die Devisenordnung bliebe ein Schlag ins Wasser, wenn sie nicht durch prattische Ausgestaltung der Devisenkontrolle ergänz^ würde. Wir erwarten daß die Der Hand Lungen zur Erreichung einet Au slands an leihe zwecks Stabilifie- tang der Mark mit erneutem Rachdruck angenommen und durchgeführt werden. Die Gewerkschaften verlangen von der Regierung die Herbei- sühr rng einer ffröteren Durchsichtignwchung der Syndikate und Trusts, bfe teilweise durch eine volkswirtschaftlich schädliche Preispolitik den Verfall der Währung fordern. Die Denkschrift fordert schließlich Sparsamkeit und Vereinfachung in allen öffentlichen Betrieben und Verwaltungen. Eine Rede Lenins. Moskau, 1. Rov. (WTB.) Russische Tele- grabbenagentur. In der heutigen Sitzung der vierten Tagung der allrussischen Zentrale?ekutive hielt Lenin eine Rede, die den Arbeiten der von April bis September abgehaltenen Tagung gewidmet war. Lenin begrüßte zunächst die Besetzung des Fernen Ostens durch die Rote Armee als einen Sieg über die letzten Reste der Gegenrevolution Die Räumung des Femen Ostens sei gleichzeitig ein Sieg der russischen Diplomalie, die auf der bevorstehenden Konferenz von Lausanne hoffentlich ebenso erfolgreich die Rechte der Sowjetrepubliken vertreten werde oder wenig- stens den Volksmasseit die wahren Hindernisse zur Derwirllichung der gerechten Forderung Rußlands zeigen werde. Lenin betont die Bedeutung des von der Tagung angenommenen Arbeitskodex der die ilnantaftbarfeit des Achtstundentages und andere Grundlagen der Ardriter- gesetzgebung in einem Augenblick kategorisch ftst- legc, wo die internationale Bourgeoisie zur Offensive gegen die Arbeiterklasse übergehe. Das industriell zurückgebliebene Rußland werde in kurzer Zeit das kapitalistische Ausland technisch einholen, uno zwar in einem Tempo, das im Auslande unbekannt sei. Durch die Annahme des Dodenkodex habe die Sowiel- macht neuerlich den Interessen der Danemschast Rechnung getragen. Das neu angenommene Gesetz übet das Gerichtsverfahren könne dem Auslande als Beispiel vorgehalten werden. Die Sowjetmacht werde die Grenzen zwischen den gerechten Forderungen der Bürger im Zusammenhang mit der neuen Wirtschaftspolitik scharf ziehen. Die Vervollkommnung des Derwaltungsappacates und die Bekämpfung bei- Bureautratie bleibe eine wichtige Ausgabe, die mit dem Aufschwung der Arl.ciier- majjen zu einer höher en Kulturstufe gleichbedeutend sei. Die Ausführungen Lenin» wurden stürmisch begrübt Mussolini. London, 31. Oft. 3emanb, bet Mussolini persönlich kennt, schreibt der „Times" über ihn: „Dor 18 Monaten wußte noch mema.rb, wer Mussolini trat. Er ist ein Mann von nicht ganz 40 Jahren, körperlich großer als die meisten Italiener. Er hat eine auffallend große, gerade Rase, dutchdrtngeTide Argen und einen großen Kopf and eine ungewöhnlich hohe Stirn, die dadurch n)ch hoher erscheint, daß er sein Haar nach rückwärts gekämmt trägt Seine massive breitschultrige Gestalt macht in der schwarzen älnisorm einen imposanten Einbruch Seine Charakter stärke und Qualität sind außerordentlich. Er ist der Sohn eines Tagelöhners, in irgend einem Dorf der Rom mga geboren, ©ein Dreier war ein scharfer Sozialist. Der Sohn begann auch als Tagelöhner, tourte sich aber später selbst eine Bildung za verschaffen. Er ftubierte in Italien und in dec Schweiz. Damals trat er noch eifriger Anhänger des Sozialismus. Er wurde als ganz junger Mann Haupt- schriftlecker des Avanti, dann kam der Krieg und zerstörte seinen Glauben an den Internationalismus. Er brach mit seiner Partei, loste auch die Verbindung za dem sozialistischen Organ und gründete dann selbst eine Zeitung, die er „Popolo bi Italia" nannte. Er verlangte darin das Eingreifen Italiens in ben Krieg. Er tonte zunächst von den Sozialdemokraten scharf angegriffen und machte mit seinen Freunden schwierige Zeiten durch. Aber es gelang ihm, dem Blatte eine genügend grobe Leserzahl zu verschaffen. Rachdem Italien in den Krieg eingetret ?n war, ging er selber an idie Front als Korporal der Berfaglieri. Er wurde verwundet und kehrte nach Rom z rrück, um feine Zeitung wieder zu übernehmen. Die Zunahme der bolschewistischen Richtung führte zu der eigentlichen Entstehung des Favismus. Ars dem Frffzistenkongreß in Rcupel fiel es auf, daß Mussolini nur sagte, die Partei muffe einen ganz neuen Weg cinschlagen, aber nichts Räheres erklärte. TcW Har umfv auffälliger, als ei sonst mit feinem Programm ziemlich deutlich hervor getreten war. Er hatte eine zecklang ben Gedanken der Gründung einer »agrarischAi Demokratie" auf Kleingrundbesitz beruhend, gepflegt. Bei anderer Gelegenheit verlangte er Abschaffung aller Staats- monopole bei Eisenbahn, Post, Telegraphen. Salz und Tabak, ferner bessere Ausnrtz.'u; der Wasserkraft Italiens. Er ist lein Freu.rc brr Engländer. Er verlangt die Räumung Mallas durch die Brcken. In London ist man der Meinung, daß Mussolini einen mäßigenden Einfluß auf sein? Anhänger ausübt. Aber man fürchtet, daß ihm diese jetzt über den Kops wachsen und er nicht die Macht haben wird, sie in Ordnung zu f;alten.“ Mussolini an Graf Sforza. Paris, 1. Rov. (WTB.) Rach einer Ha- vasmeldung aus Rom hat Mussolini an Beantwortung der Demission des italienischen Botschafters in Paris Gras Sforza ein Telegramm zugehen lassen, in dem es u. a. heißt. Ich muß Ihren Entschluß, zurückzutreten, bevor Sie mein außenpolitisches Telegramm kennen gelernt haben, als eine wenig freundschaftliche und zeitgemäße Handlung auslegen. Wern Programm auf dem Gebiete der Außenpolitik werde ich vor der Kammer aus- einanderseheu und es wird auf alle Fälle nicht eine Summe von Gefühlen und Empfindlichkeiten fein, wie Sie zu unrecht annehmen. Ich fordere Sie in aller Form auf, im Amt zu bleiben und der Regierung, die im Augenblick den höchsten Ausdruck der nationalen Gefühle barstellt, keine Schwierigkeiten zu schaffen. Rücktritt des italienischen Botschafters in Berlin. Berlin. 1. Rov. Wie die italienische Botschaft mitteilt, hat der italienische Botschafter F r a s s a t i in Berlin gleich nach der Bildung her neuen italienischen Regierung in Anbetracht der veränderten politischen Lage seine Demission eingereicht. Der Wahlkampf in England. London, 2. Rov. (WTB.) Reuter. Sft *3 o u n g e i erklärt die Rach richten für unrichtig, wonach Vorschläge bzw. Drohungen seitens der Ralionalliberalen an die konservative Organisation gerichtet werden seien. Cs wird indessen erklärt, daß Lloyd George sehr entschlossen sei und dr.hend gesagt habe, daß der Kampf jeden Augenblick ausbrechcn könne. Inzwischen richtet Lord Birkenhead energische Angriffe gegen Boau- ger, den <,c als Drahtzieher bezeichiret und von dem er sagt, daß es sein Ziel sei, Lloyd Ge)rge zu isolieren und ihn im neuen Parlament hilflos allem zu lassen. Zusammentritt des neuen englischen Kabinetts. London, 1. Rov. Die e r ft e Sitzung des neuen Kabinetts hat heute stattgesunden. Lloyd George erkrankt. London, I.Rov. Lloyd George leidet an einer Erkältung und muß sich mehrere Tage Ruhe gönnen. Er mußte deshalb seine Rede in Bristol aufgeben; statt seiner spricht Lord Birkenhead. Wiederausflackern der irischen Aufstandsbewegung. London, 1. Rov. Eine Abteilung Aufständischer hat in Irland mit Unterstützung von Panzerautos die Station von Clifden angegriffen und sie zur Kapitulation gezwungen. Auf beiden Seiten gab es mehrere Tote. 80 Mann der Regierungstruppen wurden gefangen genommen. London, 1. Rov. (Wolff.) Einer Blätter- mellung zufolge wurde in Dublin von den Rebellen versucht, das Polizeibureau in die Luft zu sprengen. Dabei sind sechs Personen verwundet worben. Es würbe eine Anzahl von Verhaftungen vorgenommen. Bildunq einer neuen sozialistischen Partei iu Frankreich. Paris, 1. Rov. In Paris hat heute eine private Konferenz der kürzlich aus der kommunistischen Partei ausgeschlossenen Mitglieder stattgefunden. Cs wurde u. a. über die B i.l - einer neuen sozialistischen Partei verhandelt. 7lus dem Reiche Die Gefchastsgebahrung der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein. Frankfurt a. M, 1. Rov. (WTB.) Die Handelskammer Frankfurt a. M. - Ha na u hat an bas Reichssinanzministerium eine Eingabe gerichtet, in ber es u. a. heißt, daß gegen die Geschäftsgebarung ber Reichömonopolvecwal- tung für Branntwein von allen Interessentenkreisen schwere Klagen erhoben werden Das Branntweinmonopol werde rein fiskalisch in einer Weise ausgenüht, wie bas kein privater Unternehmer pagen dürfte, ohne mit ben Gesehen in Konflikt zu kommen. Die Preisheraufsetzung erfahre eine Vervielfachung in einem Maße, wie bas in keiner Geschäftsbräuche ber Fall fei. Die Gründe für die schadenbringenbe Preispolitik ber Reichsmonopolverwaltung lägen vor allem auch in ber Zusammensetzung bes Beirates, in ber die verbrauchende Industrie viel zu toenig Stimmen habe und in ber sich auch biejenige Industrie schlecht ter treten finde, die Spiritus zu billigeren Preisen herzustellen in ber Lage sei. Eine Aenderung ber Gesetzgebung hinsichtlich ber Zusammensetzung des Beirates sei daher dringend erforderlich. Das Reichsfinanzministerium wird schließlich gebeten, die Beschwerde zu prüfen und für Abstellung ber Mißstände Sorge tragen zu wollen. Abschluß der Verhandlungen übet die BeamtenbesoldunJsfcagin. Berlin, 1. Rov. Die im Reichsfinanz- Ministerium mit Vertretern der Spitzenvrgani- sationenüber die Beamtenbesoldungs- fragen geführten Verhandlungen haben ihren Abschluß gefunden. Die Regierungsvorlage wird nach Zustimmung des ReichSkabi- nettS sofort dem Reichstag vorgelegt werden. Der 9. November. Berlin, 2. Rov. Die Vollversammlunq der Berliner Gewerkschaftskornrnissionen beschloß laut „Roter Fahne", den 9. November durch vollständige Arbeitsruhe zu feiern. Die Durchführung von Demonstrationen bleibt den Arbeiterparteien überlassen. Ern neuer Kriegsbrschuldigten-Prozeß. Berlin, 1. Rov. Einer Blättermeldung aus Leipzig zufolge findet am J5. Rovember vor dem Reichsgericht ein neuer Kn^gsbeschuldigtenprozeh statt. Es wird gegen o\n Landsturm mann Grüner wegen angeblichen Diebstahls und von in: (Nachdruck verboten.) 29. Fortsetzung. was „Ser fährt am Samstagabend nach Gppen Hausen um» kommt erst Sonntags zurück." I r Aus dem besetzten Gebiet. Tartarin auf der Kropsburg. DaS „Heidelberger Tageblatt" läßt sich Mtnoerung veryanoeH werden, die er In Tharle- roi verübt haben soll. Ser Angeklagte befindet sich in Llntersuchungshast. Deutschland, Seutschland über Aus Stadt und Land. Dieben, den 2. November 1922. Unserer Anzeigenkundschaft zur gefl. Beachtung. Infolge der schwierige« Verhältnisse im ZettungSgewerbe muß der Annahmeschluß für Anzeigen pünktlich eingehalten werden. Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmelag statt; Anzeigen für die Samstagsnummer müssen spätestens bis Freitag mittag aufgegeben sein. Geschäftszeit von 8—12V, Uhr und von 2—51/» Uhr. Verlag des Gießener Anzeigers. Die Herweghs Eine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Sill. alles“. Sie hatten aber noch nicht die erste Strophe zur Hälfte gesungen, als sie die Strafe für ihre Freveltat erreichte. Vier französische Kriminalisten stürzten sich auf die Uebeltäter. mb trotz der Tränen der zu Tode erschrockenen Mutter wurden sie aus der Reihe der Festteib- nehmer fvrtgefchleppt ins Gefängnis, allwo sie nner strengen Bestrafung entgegensetzen. Immerhin dürfen wir hoffen, daß sie wenigstens nicht lebenslänglich eingesperrt werden, denn Tartarin im Rhein ist bekanntlich nicht nur allwissend, sondern auch — „gerecht". Sief er selbe Herr Major Prudhomme hat be- . kccnntlich auch die Veranlassung gegeben, daß das Fest der pfälzischen Presse in Landau abgesagt werden muhte. Er hat nämlich an den Fest- russchuh die Forderung gestellt, dah ihm. Herrn Prudhomme, für dieses Fest eine besondere Loge zur Verfügung gestellt werden mühte, die mindestens so grvh sei wie die Ministerloge. Rur unter dieser Bedingung könne er die Genehmigung zum Fest erteilen. Sa der Festausschuß sich voraussichtlich wegen des Herrn Prudhomme nicht in unnötige Hntoften stürzen kann, dürfte somit das Pfälzer Pressefest „ad calendas graecas" verschoben werden. Aber Lutz unterschrieb keine Blankos. „Soll ich einen Mcqor auf Pistolen fordern oder post- lagernde Briefe unter Lebensgefahr für dich abholen, oder bedroht sonst einer deine Tugend! Ich stehe zu deiner Verfügung, vorausgesetzt, dah es nichts kostet." Rein, das war es alles nicht, Gretes Wunsch war harmloser. Doch durfte Ernst und „niemand auf der Welt" ic etwas davon erfahren. „Schwör mir das, Lutz/ Er schwur es ihr. Also, Grete wollte einmal wieder eine Larve tragen und sich austanzen. „Gelt, du nimmst mich am Samstag mit ins Kinhaus auf den Maskenball." schmeichelte sie, und ergriff seine schmale, gepflegte Hand, die ein zierlicher Wappenring schmückte Lutz äußerte Bedenken. „Solche Redouten haben es an sich ... wenn das Ernst erfährt .. . ober die Schmidt —“ Sie schmeichelte und bat. „Ich hab' ein Pagenkostüm, das niemand kennt, und du gehst in Zivil, nicht wahr?" „Ja, natürlich, nicht im Paradeanzug." „Sei nett, Lutz, und sag ja.“ Sein Tugendpanzer schmolz langsam. „In Gottesnamen," sagte er, „aber machen wir mit unserem Ernst?" seinem Pfälzer Korrespondenten schreiben: Unter dem Stabe des französischen Bezirksgewaltigen von Landau, des Majors Prudhomme. herrschte wieder einmal grobe Aufregung. Eine gewaltige Invasion germanischer Heerscharen aus dem Badener Land, hauptsächlich aus Karlsruhe, war angesagt. Rach feinen Informationen sollte dieser badische Heerbann die pfälzische Kropsburg mit stürmender Hand besetzen. Zwar wollte man ihm einreben, es handle sich nur um harmlose Pfälzer Waldfreunde, die in Erwiderung der pfalzfich-älemannischen Woche am Sonntag, 22. Oktober 1922, einige Stunden reiner Raturfreude gemeinsam mit ihren Pfälzer Landsleuten auf der schönen Kropsburg genießen wollten. Aber Tar» tarin-Prudhomme ist zu erfahren, zu klug und zu — ängstlich, am nicht zu wifsen, dah dahinter nicht der teutonische Plan eines eventuellen -Ueber- falls auf Frankreichs Besatzungsarmee stecken könnte. Deshalb traf er also umfassende Vorbereitungen. Auf den Bahnstationen Maikammer, Wesheim und Edenkoben wurden grobe Kommandos bereitgestellt, bestehend aus französischen Kriminalbeamten, Agenten und Spitzeln. Leider muhte auch die deutsche Gendarmerie ein Kontingent dem französischen Oberkommando unterstellen. Als dann die harmlosen Bergwanderer nach ihrer Ankunft ahnungslos zur luftigen Bergeshöhe hinaufstiegen, wurden sie beim Aufstieg von diesen üleberwachungskommandos förmlich eskortiert. Droben verteilten sich Kriminalisten, Agenten und Spitzel unter die Teilnehmer, unfi> wo drei Deutsche zusammenstanden, konnte man versichert fern, dah Der vierte Mann nicht fehlle. Sie französischen Beamten hatten ftrenge Anweisung, darüber gx wachen, dah keine politische Rede gehalten, kein vaterländisches Lied gesungen, kein verbotenes Abzeichen getragen touübe. Es muh als ein großes Glück betrachtet werden, dah die Festteilnehmer sich durch dieses Heer von „Agents provocateurs" nicht herausfordern liehen. Das Fest nahm einen harmonisch- schönen Verlaus und Tartarin-Prudhomme hatte wieder einmal umsonst im Bewußtsein seiner großen Verantwortung qualvolle Stunden verbracht, wenn nicht am Schluß der Gang der Ereignisse ihm doch recht gegeben hätte. Zwei Karlsruher Gymnasiasten — sie hatten leider ein Glas Pfälzer Wein zu viel erwischt — stimmten plötzlich beim Abstieg das verpönte Lied Der Druckpapierpreis für November. Sas810fache des Friedenspreises! Rach vielstündigen Verhandlungen über den Druckpapierpreis fürRovem- ber erklärte der Vertreter des ReichSwirt- schastsministeriums einen Preis von 187 Mark abzüglich einer auf etwa 25 Mark j e Kilogramm zu bemessenden Aückrechnung der Holzstoff- und Zellstoffverbänds als angemessen. Somit müssen die deutschen Zeitungen mit der Tatsache rechnen, dah die Doppelladung Papier vom 1. Rovemberab 1 620 000 Mark kostet. DaS bedeutet nahezu eine Verdoppeln ngdeöursprüng- lichen Oktoberpreises und übersteigt den in der zweiten Oltoberhälfte bereits außerordentlich erhöhten Preis um über 600 000 Mark. Die Zeitungsverleger erklärten, sie konnten die Verantwortung für diese Preisbemefsung nicht übernehmen, ohne daß dadurch allerdings das Endergebnis der Verhandlungen wesentlich verändert sein dürste. Somit hat der Druckpapierpreis das 810- fachedeSFriedenspreises erreicht. Die Tenerungszahlen in Hessen. Die Teuerungszahlen sind berechnet auf Grund der Preise vom 20. September 1922, für den Vormonat (in Klammern beigefügt) vom 23. August 1922. Erstmalig finb bei den Städten Darmstadt, Gießen und Worms die Ausgaben für die Bekleidung mitberücksichtigt: Mainz 11 269 (7707); Darmstadt 11 161 (7340), emschl. Bekleidung 15 785 (9248); Offenbach 11 556 (7369); Worms 11 030 (7440), emschl. Bekleidung 16 313 (9603); Gießen 11161 (7197), emschl. Bekleidung 15170 (9843); Reu-Isenburg 11 449 (7246); Friedberg 10 843 (7629); Lampertheim 11105 (7084); Bad-Rauheim 11 711 (8445); Viernheim 10 767 (8075). Durchschnitt der 10 größten Gemeinden: 11205 (7580). Bensheim 11 055 (7048): Bingen 11 168 (6945); Alzey 10 402 (7034); Rn - selsheim 11 187 (7471); Hepvenheim 10 769 (6575); Sieburg 11 729 (7402); Groß-Gerau 11551 (8240); Alsfeld 10 498 (7905); Butzbach 11 461 (7405); Lauterbach 10 792 (8373); Oppenheim 11 107 (7847); Büdingen 10 341 (6211); Erbach 11076 (7941); Schotten 10 278 (7778). Durchschnitt der 24 Gemeinden: ausschl. Bekleidung 11 061 (7510), einschl. Bekleidung 15 700 (9751). — Die Teuerungszahl emschl. Bekleidung ist vom Juli auf August um 46 Prozent, vom August auf September um 61 Prozent gestiegen. Das Notgeld. Das Reichsfinanzministerium veröffentlicht im „Reichsanzeiger" eine Uebersicht über die erteilten Genehm gungen zur Ausgabe vonRotgeld. Danach ist bis jetzt in 348 Fallen die Herausgabe von Roigeld bewilligt worden. Provinzen, Kreise, Dezirksverbände, Städte und zahlreiche industrielle Unternehmungen find di? ausgehenden Stellen, die dem Reichsfinanzministerium Sicherheitsleistung in Höhe des vollen Betrages des ausgegebenen Rotgeldes geben mußten. Für Hessen wurde die Rotgelbausgabe der Provinz Oberhessen und den Städten Darmstadt, Mainz und Worms gestattet. Für die Rachbarbezirke ist es genehmigt worden den Kreisen Dillenburg und Biedenkopf, den Städten Kassel, Frankfurt a. M., Fulda, Höchst a. M. - und Biebrich den Firmen Henschel & Sohn in Kassel, Höchster Farbwerke in Höchst a. M., Chemische Fabrik Griesheim Ele'trrn, Sitz Frank'u t a. M und der Rassauischen Landesbank in Wiesbaden, lieber die Summen, die genehmigt wurden, enthält die Aufstellung keine Angaben. Abfindung der Kriegerwitwen bei Wiederverherratung. Das Recht auf den Bezug des Witwengeldes nach dem Militärhinterbliebenengesetz und der Witwenrente nach dem mit Wirkung vom 1. 2lpril 1920 in Kraft getretenen Reichsversorgimgsgeseh erlischt mit dem Ablauf des Monckts, in dem die Witwe sich wieder verheiratet. Während jedoch das Militärhinterbliebenengesetz der Witwe feinen Rechtsanspruch auf Zahlung einer Abfindung an Stelle des Witwengeldes gab, der Witwe vielmehr unter bestimmten Voraussetzungen aus Bil» ligkcitsgründen lediglich eine Zuwendung gewährt werden konnte, ist durch das Reichstersoogungs- gesetz ein Rechtsanspruch der Versorgung^berechtigten Witwe auf Abfindung im Falle der Wiederverheiratung in Höhe des dreifachen Iahres- betrages der von ihr zuletzt bezogenen Rente allgemein anerkannt worden. Da dieser Rechis- spruch erst neu geschaffen worden ist, so muß die Wiederverheiratung, an die das Gesetz das Abfindungsrecht knüpft, nach dem Inkrafttreten des Gesetzes erfolgt sein. Eine weitere rückwirkende Kraft legt sich das Gesetz nicht bei. Die Witwe muß außerdem grundsätzlich zur Zeit ihrer Wiederverheiratung einen Rechtsanspruch auf Es paßte also ausgezeichnet. „Aber Mund halten, Verehrteste, sonst bringt er mich um.“ Als Ernst sich am nächsten Samstagabend verabschiedete, fa/tb er feine Frau in ihrem Schlafzimmer am Toilettentisch sitzen. Sie hatte ihr Haar aufgelöst. Rebenan richtete die Jungfer eben das Bad. Sie wollte ftch das Haar waschen, sagte Grete, und bann zu Bett gehen. Er zögerte. Er konnte sich immer noch nicht überwinden, zu ihr zu sein wie sonst, und doch tat es ihm leid, daß es so war. „Geh nur, Ernst, ich fühle mich gar nicht einsam." „Doch," sagte er, während er ihre Hand festhielt. „Ich sehe ein, dah ich mich mehr um dich kümmern muh, aber ich habe augenblicklich zu viel im Kopf. Ich arbeite ja für uns beide und du wirst einmal die Früchte dieser Arbeit ernten.“ „Ja, natürlich," sagte Grete und blickte heimlich nach der ^lhr, „versäume nur nicht den Zug." „Du bist wohl noch böse wegen — „Ach -ilnfinn,“ sagte Grete. ^Ich hatte nur was mit der Köchin. Gegen dich hab' ich gar nichts." Sie legte ihre Ringe in die Schublade. Rebenan lief das Wasser in die Badewanne. „Ich bin froh, dah ich einmal daheimbleiben darf, es ist so gemütlich hier, und ich beneide dich nicht um die Sitzung in Eppenhausen. Aber du wirst noch den Zug versäumen." Da ging er endlich. Gott sei Dank, dachte Grete, erhob sich und Verriegelte die Schlafzimmertür, um dann mit fliegenden Händen ihre Kleider abzuwerfen. Statt ins Bad gx steigen, schlüpfte sie in den knappen Pa^enanzug aus silbergrauer Seide. Sie Jungfer frisierte sie, brachte Domino und Pelz und zog Witwenrente nach dem ReichSversorgungsgesetz gehabt haben, sei es, daß sie die Rente nach Maßgabe dieses Gesetzes tatsächlich bezog, sei es, dah ihre nach dem Militärhinterbliebenengesetz sesig.setzte Versorgung nach dem für sie günstige- ren R eichsv.rs o rgungsgesetz mit Wirkung vom 1. April 1920 ab noch umanzuerkennen war. • * Ausstellung von Lebensmittel» Abmeldescheinen bei Reisen, Der Reichsministcr für Ernährung -mb Landwirtschaft hat an die behördlichen Stellen folgendes Schreiben gerichtet : Da seit der Aufhebung der Reichs- leisebroim.r.len sich der Preisunterschied zwischen Mcvrlenbrot und markenfreiem Brot in sehr beträchtlichem W.c vergrößert hat, sind zahlreiche Klagen über dir dadurch hervorgerufene Verteuerung der Lebenshaltung auf Reisen, besonders feilend weniger bemittelter Personen, die aud beruflichen oder gesundheitlichen Gründen _ zu einem vorübergehenden Verlassen des gewöhnlichen Aufenthaltsortes gezwungen werden, laut geworden, üm diesen Klagen, soweit sie berechtigt sind abzuhelfen, wird in Abänderung der bisher geltenden Bestimmungen die Ausstellung von Lebensmittel-Ab melde- scheinen bei Reifen von längerer DaueralsvierWochenz.i gelassen. Ich bitte daher t-ie Kommunalverbände mit entsprech erÄren Weisungen zu versehen. Bemerken will ich poch, daß.der Ernährungsausfchih des Deutschen Städtetages, mit dem ich mich zuvor ins Benehmen gesetzt Hobe, trotz der den Gemeinden erwachsenden Mehrbelastung mit Derwaltungs- orbeiten diese neue Regelung einstimmig befürwortet hat. ** Sie Einfuhr von Auslands- zucker ist vorn. 16. Rovember ab nur noch auf Grund behördlicher Einftchrbewilligung zulässig. Für Auslandszucker, der vor dem 1. Rovember gekauft ist, werden den ein führenden Firmen auf Antrag Einfuhrbewilligungen noch erteilt werden, wenn sie den Zucker der zuckerverarbeitenden Industrie zur Verfügung stellen. Für Auslandszucker, der nach diesem Zeitpunkt gekauft ist, Wirch lediglich den Spihenverbänden der zuckerverarbeitenden Industrie Einfuhrbewilligung erteilt werden. Die Sperre der Einfuhr von Lluslandszucker tonnte vor- genommen werden, da damit gerechnet werden faitn, daß der Mundbedarf der Bevölkerung and der inländischen "Ernte hinlänglich befriedigt werden kann. Andererseits erwies sich die Sperre als notwendig, um zu ver-- brnberft, daß die älnzuträglichkeiten, die sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr durch das Vorhandensein von teurem Auslandszucker und billigerem Inlandszucker gezeigt haben, - in Zukunft sich wiederholen. Die erste Verteilung von Zucker neuer Ernte ist durch die Zucker- wirtschaftsstelle nunmehr vorgenommen worden. Der Zucker, dessen ilnterberteitung den einzelnen Landern obliegt, wird im Laufe des Monats Ro- vember zur Aasgabe gelangen. ** Der Kleinverkaufspreis für Vollmilch ist mit Wirkung von gestern ab auf 71 Mark je Liter festgesetzt worden. i"" Der Wochenmarkt auf dem Os - waldsgaiten findet vom Samstag, 4. Ro- vember, ab wieder aus dem Brandplah statt. *• Rocht beste llung von Telegramme n. Vom 1. Rovember bis 31. März werden wir in den Vorjahren Telegramme und Eilbriefe in der Zeit von 9 11 abends bis 7 Uhr vormittags nicht mehr bestellt. Zugestellt werden in den betreffenden Stunden n ir solche Telegramme, die den Vermerk „Rachts" tragen oder aas deren Inhalt gx er* sehen ist, daß. er oringlich ist. ** Oeffentliche Bücherhalle. 3m Oktober wurden 1469 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 940, Zeitschriften 102, Iugendschriften 98, Literaturgeschichte 4, Gedichte und Dramen 27, Länder- und Völkerkunde 54, Kulturgeschichte 48, Geschichte und Biographien 49. Kunstgeschichte 7, Naturwissenschaft und Technologie 63, Heer- und Seewesen 1, Haus- und Landwirtschaft 3. Gesundheitslehre 12, Religion und Philosophie 27, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 14 Bände. Rach auswärts kamen 24 Bände. **Pl.euhrsch-Süddoa tscheKlasfen- lotterie. Ser anhaltenden Geldentwertung entsprechend, sah sich die General-Lotteriedirektion veranlaßt, den Plan zur 21. (247.) Klassenlotterie nochmals zu ändern. Der Preis der Lose beträgt in der ersten Klaffe für ein Achtel 75 Mk. und in der zweiten bis vierten (Schluß.-) Klasse je 100 Mk., zusammen für die vier Klassen umfassende Lotterie, 375 Mk., so daß ein ganzes Los dementsprechend nunmehr 3000 Mk. kostet. Die Hauptgewinn sind schon in der ersten bis dritten Klaffe entsprechend nochmals erhöht, besonders aber hat die vierte (Schluß-) Klaffe Hauptgewinne und Prämien von ihr die Pelzstiesel über die seidenen Schuhe. Grete w-arf ihrem Spiegelbild noch einen befriedigten Blick zu. Ser breite Atlaskragen ließ nur ein Stück des Hälschens frei. Gerade genug, um einen Kuß auf den Racken zu drücken, dachte Lutz, der unten im Wagen an der Ecke gewartet hatte. „Du machst aber lange,“ sagte er und hals ihr beim Einsteigen. „Ich konnte nichts dafür, Ernst war daran schuld,“ sagte sie atemlos. Sann schloß er den Wagenschlag und die Pferde zogen an. Gretes Jungfer, eine Mainzerin, machte sich nun auch zur Red oute zurecht. Ein Schreiber hatte sie dazu eingeladen. Sie ging als Zigarettenkönigin und hatte sich das Kostüm an vielen Abenden mit Zigaretten und Spielkarten benäht, die dicke Köchin fand es „zum Kreischen". Sie waren überzeugt, daß die junge Frau zu einem Rendezvous gefahren sei, und zerbrachen sich nur den Kopf, wer in dem verschlossenen Wagen gesessen habe, der an der Ecke dem Haus gegenüber gewartet hatte. In der Garderobe erklärte Lutz, daß er Grete als Tänzerin einführen werde. „Also benimm dich danach,"' fügte er hinzu. „O Gott. Lutz!" Sie sah lachend zu ihm auf. Er sah bildschön aus in feinem Frack, so elegant und vergnügt. „Mitgegangen, mitgehangen — Jetzt ist's zu spät zur Reue, verehrte Lolo, so heißt du nämlich vergiß das nicht." Sann nahm sie der Maskentrubel auf. ©rete,tarnte sich einmal satt an diesem Abend. Lutz brachte ihr ferne Freunde an, ein paar flotte Sranffurter Husaren in Zivil, einen blonden Grafen von der Regierung, den sie oft genug fünf Millionen Mark aufzuweisen, dazu kommt eine reichliche Ausstattung mittlerer Gewinne von 250 000 bis 60 000 Mark. Größter Gewinn int günstigsten Falle auf eint ganzes Los 12Vs Mil-' Lianen Mark. . ** Elsaß-Lothringische Woche. Mit dem Zwecke, den Zusammenhang der elsässischen, und lothringischen mit der allgemeinen deutschen Kultur darzutun und in der Hoffnung, einen namhaften Reinerlös an bedürftige Elsaß-Lothringer Gießens, deren es insgesamt über 300 gibt, zu erzielen, veranstaltet, wie schon hier und im Anzeigenteil berichtet, die Ortsgruppe Gießen 1 und das Wissenschaftliche Institut des Hilfsbundes für die Elsaß-Lothringer im Reich in der Zeit vom 5. bis 11. d. M. eine Elsaß-Lothringische Woche. Das überaus reichhaltige, auf besonderer Höhe ftebenbe Programm ist bei den im heutigen Anzeigenteil bekannt gemachten Stellen erhältlich; ebenda findet der Kartenverkauf statt. Die Mitglieder einer größeren Anzahl hiesiger Vereine, die 'm der Ferberschen Buchhandlung zu erfahren sind, erhalten bebeetenö ermäßigte Preise. Die Veranstaltung verspricht einen kulturellen Genuß eigenster Art. ** Verein Hundesport Gießen. Die immer mehr in den Vordergrund tretende wirtschaftliche Bedeutung der Jagd bedingt eine weidgerechte Hege unseres Ruhwildes. Lieben energischem Schuh des Wildes vor zweibeinigen Frevlern muh der Jäger sein Hauptaugenmerk auf die einheimischen vierbeinigen Qtauber, wie Fuchs, Marder, wildernde Katze und unter Umftänbcn den Dachs richten. Auch hier soll ein weidgerechtes Bejagen stattfinden, wozu ein starker Erdhund unerläßlich ist. Das am 29. Oktober vom Verein Hundespvrt Gießen veranstaltete Preisschliefen auf Fuchs zeigte, was planmäßige Zucht und Führung vermögen, den roten Räubern mit gutem Hund auch in feinen unterirdischen Schlupfwinkeln bcizukvmmen. Etwa 25 Crdhunde — Dachshunde und Foxterrier — waren zu dem Wettbewerb gemeldet. Das Richtrramt lag in den Händen des Bürgermeisters a. D. S i 11 i g - Königstein, welcher folgenden Entscheid traf: Offenes Schlie- f en s ü r Dachshunde: 1. und Ehrenpreis Schlupp vom Bieberberg des Herrn O. Brückmann. Birklar. Iugendschliefen für Dachshunde: 1. Pr. demselben. Osfenes Schliefen für Foxterrier: 1. und Ehrenpreis Dici v. Sollen des Herrn M. Hartmann, Gießen. 2. Preis Vidi v. Sollten, Bef. Dr. Erb, Gießen. 3. Preis Fee v. Kinzigtal, Bes. R. Mulll Hanau. 4. Preis Lotte Gründau, 'Des. O. Wenzel- Gießen. Iugendschliefen für Fox terrier: 1. Preis Dici v. Sollten, Bes. M. Hartmann. 2. Preis 'Bergkatze v. Kinzigtal, Bes. R. Hüge, Hanau. 3. Preis Beduin v. Kinzigtal, Bef. O. Kreis, Hanau. Reulingsschliefen für Foxterrier: 1. und Ehrenpreis Lotte Gründau, Des. O. Wenzel, Gießen. 2. Preis Erda Ha bertus, 'Des. M. Hartmann, Gießen. 3. Preis Deduin v. Kinzigtal, Bes. O. Kreis, Hanau. Wettervoraussage für Freitag: Wechselnd bewölkt mit Schauern, zeitweise böiger West- und Rordwestwind, kühler. Der Tiefdruckwirbel im Rorden hat sich sehr verstärkt. Wir haben mit zeitweise stürmischem Westwetter zu rechnen. Bornotizen. )r!rmslmd vr-n ftmienberein, Lek M-Derbcmd d ja und Dekan G Mn Dekanats ' LTreisa. Amg des Ortsn Äge, die Heua flogen nicht me itinberot in |t ta Mschlag des Sieben gutgebeil iätlen und die I Mion Mark ai neunen. Sen Lichtc Ünüomdlung der £ dsten, mfoftm fit amen durch ander 's dieselben m M Ä uns seither die Äi der Certir ütö in aller Kürz ÄS M 5X1011 galt Äber? Ä f J Stutoe, als Mens vellag ^Landstraße her -Lahn ui der wj u wurden Ml. §ie Da« A obne Schad Me !°r 3iren und schalß ieparatur. tt Großen «verschied ;sr langjährige cher Pfarrer 2 Wertschätzung in der hinaus zeuss zittgesundene De «haus konnte d Agenden kaum fr J'arrer Groth- senden Dorten :s Sntschlasenen s irauer um seinen . kabe legten der ! — Tageska lender für Donnerstag: Postkeller (Wagengasse), 21/» llhr nachm Handwerkerversammlung. — ÖswaldSgarten, 8 älhr: Eröffnungsvorstellung des Zirkus Bar- num und Bailey. — Eafe Leib, 8l/t Mbr: Lichtbildervortrag der Liga zum Schuhe der deutschen Kultur. — Astoria°Lichtspiele, ab heute: „Seepiraten", 1. Teil: „Die Braut des Seeräubers“. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße, ab heute: „Der Gmf von Monte Christo“, 4. Teil: „Die Rache". - Palast-Lichtspiele, ab heute: „Das Geheimnis von Schloß Hollowah" und „Vorübung zur Ehe". — Der Zentralverband der An- Se stellten (Iugendgruppe) feiert am amstag, abends 8 übr, im Philosophenwald fein Stiftungsfest. Ser Festüberschuß findet für den Ausbau der Iugendgruppe Verwendung Ein gemütliches Zusammensein bei Sauer, Os- Waldsgarten, am Sonntagabend beschließt die Feier. (Siehe Inserat.) — Aus dem Stadttheaterbureatl. In der Vorstellung „Der Biberpelz" am Freitag, 3. Rov., werden die beiden Haupt rollen der Frau Wolff und des von Wehrhahu von Rose Rubner und Oskar Feigel gegeben. Weiter .sind mit größeren Aufgaben betraut die Herren: Telekh, Volck, Hell born, Heding, Jacob. Dech stein, Meh nert und die Damen Türk, Schubert- Seutiger Stand des Dollars 10 Ähr vormittags: Berlin 4750, Frankfurt a. M. 4700. unter den Kavalieren der Gräfin Tesstz gesehen hatte und von dem sie jeden Augenblick mit Herz Kopsen erwartete, daß er auch sie erkennen wurde. Aber es fiel dem Grafen gar nicht ein, zu denken, daß die kleine Lolo eine einfache Rechtsanwalts frau aus der Kochbrunnenstraße sein könnte. Diese Kreise berührte die feinen kaum. Diese Kavaliere, welche Grete zum Tanz holten, ihr Eis brachten und Sekt, ihr den Fächer zerbrachen, sie mit Konfetti bestreuten und mit Serpentinschlangen nach ihr warfen, machten sich keine Gedanken über Lutz' neue Flamme. Ser blasierte junge ©riet verließ ihretwegen seinen weihen Domino, um eine Valse Boston mit Grete zu tanzen, und nachher brachte er feine Auserwählte sogar an ihren Tisch. Es war „die Dessel", die Grete noch vor' kurzem als Kaiserin Theodora in den Maifest- fpielen bewundert hatte, die Same mit den wunderbaren Toiletten. Hetzt wußte Grete, wer diese Pelze und Diamanten bezahlte ... Hab auf ihrer anderen Seite saß ein leibhaftiger Erbprinz ... Er hatte lange in seinem Domino gelangweilt unter den Säulen der Estrade gestanden, bis chn Lutz entdeckt hatte. Aus dem Runddiwan unter der Palme ging es. fidel zu. Der Prinz war äußerlich ganz „Genre Lutz°, groß, schlank, von jener blonden nordischen Rasse, die sie nun einmal liebte, und der junge Erker war, trotz feines steifen Lackes, ein echter Rheinländer, der gar nicht seiner Schwester Elsbeth glich, die ihres Hochmutes wegen bekannt war, nie -inen Fuß in das Kurhaus setzte, und die man nur im Viererzug oder von ferne in ihrer Loge sah. (Fvrffetzung folgt) M Krei ’HibbaJ. «chm Cd '^jähngeTS ftsigen Gewn Jubilar erfreut f •n größten Wei Aarken-u L’?ain^ ifte •W Argnmeist »«»•tteffel ^'"zer Eta fetten Gemeind ^tschastlich E EJtr ger,Je e r b fei N Franks f ^Uungen h ^kanaes!^ ^öhun Lb Si^.bh tote lütter an; et | Sitten 6rm2l,7nuee Sttoein .öni M schnitzel 4600 Ml. (Siehe 4400, 5015a- 5375a- MetaUbank 3500, 650, 730,- 505,- 743.- 1727, Hessen-Nassau. 2300, Nnglo Conl.-Äuano. . . 6400.— 775a Wricvbeimer Electron. 2410, 2650, 2625, ’ubnerauaen CA Homhau^Schwielen uAVarzen kB bescirigi-sehnen,skner «.schmeTzJas Mi'keldelN. ffrebltbanf 600,- Oesterr. Crediianstalr. 530. 4900, 750, ■dörbiter Farbwerke volzoerkohlung . . . 'iülaerswerke . . . . - djeibeanitolt . . . . Badische Anilin üiolbfcbmibt. . . Kaliwerk Wesieregeln Vaurab ütte....... Oberbedari ...... Pdönir Bergbau. . .. Nheinstahl........ Riebeck lliontnn . . . Tellus Bergbau. .. . 3b0a 2500,' 3550, 3030, 2100,- 305-, 2100,- 3290,- 2125, 3000.- 4300.- -, Kur» 30.10. 77,50 280,- 155,- 89a- öa— fiurs so. ia 77L0 265,- 155,- ooa- 82175 100,- 74L0 80,- Kirchliche Nachrichten. Oft. ReligionSgenreinde. Gottesd. i. d. Synag- (6übanL). Samstag, 4. Rov. Vorabd. 4,45, morg. 9» abds. 5,05 u. 5,45. - Oft. ReligionSgefevschaft. Sabbatfeier 4. Rov. Freitag abd. 4,30, Samstag vorm. 8,30, nachm. 3.30, E abbatausgang 5,45. Wochengvttesdienst: morg. 6,45, abds. 4,30. Kur» 1.11. 77.50 274,- 155,- 860— 8M0 120,- 88,- 4300, 4000. 4000, en. für Sonnttl* 21/? Uhr nachm - O^tDaUröflartm, Datum: 5°/« Dtfch. Reichsanleihe 4% Dernielchen 3‘/»’/o Dergleichen 3*'o Dergleichen Dtsch.Svar-Bram.Anl. 4°-', Preußische Kansal» 4% Hessen......... 3*/a*/o Hessen........ 3°/u Hessen......... 4% Zolltürken..... 5% Golbmerikaner um die DerernSmeisterschaft zeigen. Anzeige.) empfohlen! Millionenfach bewährt ( Gegen Fußschweiß und Wundlaufen Kukroh Fußbad Drogerie Wallen feie, Harktplate 2L ftiri a. Äur» lil1 77,50 275.- 13R,-. 1025,- 89L0 115,- 90,- 71,-50 90.- 550a- 1400, 750'- tbeaterbuTedt- D^erpelzn $itl 64“^. •n» und Roggenstroh. drahtgcb. 2500—2600 Mk. Hafer- stl.vy, drahtgepreht 2500—2600 Ml-, Stroh, st roh- seilgebi'rndelt 2500—2600 Mk Wiesen Heu, gut, gesund und trocken. Vormahd 1450—1550 Mk.. Vachmahd 1400—1450 Mk. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 1. Rov. Getreide. Hülsenfrüchte uird Biertreber ohne Sack, Weizen- mehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Alsbaldige Lieferung. Parität Franffart a. M. Weizen 22 000 bis 22 500 Mk., Roggen 19 500 bis 20 000 Mk., Svnnnergerste für Brauzwecke 20 500 bis 21000 Mark, Hafer 20 000 bis 21 000 Ml., Weizenmehl Spezial 0 32 500 bis 35 700 Mk.. Roggenmehl 22 500 bis 26 500 Mk.. Klei« 9 500 bis 9 800 Mt. Tendenz fest. i der W> Dlf rrb, Nü W)r: W Schuhe dec deutsch« »le, ab beute: ,6eh t des Seeräubers". - i ab beute: „Mar ril: .Die Rache". - „Das Geheimnis vor Übung zur rband der 2n- cuppe) feiert an im Pbilo'ovhenirM Überschuh smdck 2300,- -,- -,— 159a— 1160,- 1557,— 1085.- 810,- 1010,— Turnen, Sport und Spiel. — Der Diehener Rc»dfahrer-Der- ein 1885 E. B. feiert am kommenden Somstag in der Tn rnHalle am Oswoldsgarten sein 3 7. Stiftungsfest. Der Verein wird an diesem Abend seinen Mitgliedern und eingeladenen Gästen ein aus allen Teilen des fdxonen Rad- SaalsPortes Lusamrnengestelltes Programm, wie 6er Kostüm-Kinder-, 6er Domen-, Schul- und 6er Kunstreigen, gemrschtes Kunstfahcer-Qnartett. ler und 2er Kunstfahren, sowie 2er Radballspiel vcunburn Amer. Bakel 1190, Borddeulicher l'loob . . 805,- ZementwerkHeidelberg 2100,- Philtvv Holzurann . . . 1275.- Dei den anderen Dividendenpapieren bildeten Kurserhöhungen von 800 bis 1000 Prv.z. beinahe die Regel Solche von 1500 biS 2000 waren nichts Seltenes. Bei dem ouherordenllich lebhaften Treisen und den sich in den überfüllten Börsen- sälen drängenden und schiebenden Menschen ist es schwer, hinsichtlich des genauen Ausmohes der Kursverünoerungen zuverlässig -u berichten. Die Kurse unterlagen im Verlause stärkeren Schwanlungen und Spannungen von 300 Prvz. und mehr zwischm Geld- und Briefkursen waren nicht feiten. Beteiligte sich das Publikum schon sehr lebhaft im Grostverkehr, so war der Kausandrang besonders in den zu Einheitskursen notierten Jndustrlepapieren um so grober. Hier umlagerten die Dörsenvertreter in dichten S3>aren die Bkaklerschranken, so dost bei wesen reichen Kurssteigerungen wieder mit starker Verspätung bei Kurssestslellung zu rechnen ist. Bei Auslandsrenten find Kurserhöhungen von 300 dis 800 Prozent, besonders für Türken und 2000 Prozent für Mexikaner eingetreten. Don den deutschen Renten stiegen 3>/^prvz. preußische Konsols um 15 Prvz., 3prvz. Reichsanleihe um 100 Prozent. Die sich für Anleihen der Länder seit einigen Tagen äußernde Kauflust bewirkte wesentliche Kurserhöhungen, heute auch für diese. Am Devisenmarkt hielt bei fester Grundstimmung die bisherige Geschäftsstille an. Außerdem ergaben sich für führende Papiere, wie Rheinische Stahlwerke Steigerungen von 2700 Prozent, Deutsch- Luxemburg 3500 Prozent, Gelsenkirchen 6400, Kattowih 6000, Siemens u Halske 4000 Prozent. Auch ausländische Rentenwerte wurden durchschnittlich um 3 bis 800 Prozent in die Höhe gesetzt. Frankfurt a. M. 1. Rov. Börsen- stimmungsbild. Der Effektenmarkt zeigte nach dem gestrigen Dörsenfeiertag ein sehr festes Aussehen. Das Hauptgeschäft wickelte sich auf dem Markt der Industriepapiere ab, wo teilweise toieber erhebliche Kurssteigerungen erzielt wurden. Am Dalutamarkte herrschte regeres Treiben, besonders in Ungarnrenten. 3m freien Verkehr wurden Mansfelder 3075, Becker-Stahl 1875, Benz 1600, Brown Dowert 700. 3nag 1000 genannt Zu wesentlich höheren Kursen wurden chemische Aktien gehandelt. Anilinwerte erzielten große Kurssteigerungen. Zuckeraktien sind ebenfalls gesuchter. Zellstoffaktien setzten höher ein. Bankaktien waren bei ziemlich lebhaftem Geschäft erheblich höher. Auch am Einheitsmarkt konnte man eine entschieden festere Stimmung wahrnehmen. Der Dollarkurs bewegte sich zwischen 4550 —4600—4500. Die sehr feste 'Tendenz hielt im weiteren Verlaufe an. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schluß» Sckluz. Schluh- Schlug. auf 1 0 M k festgesetzt. — Zur Bewilligung der außerordentlichen Ausgaben bei der Hauptverwaltung sind, tote in einer weiteren Vorlage mit geteilt wurde, 8 793 000 Mk. nötig, weil die sprunghaft gestiegenen Preise für Löhne und Materialien zur Weiterführung dzw Fertigstellung der Arbeiten nicht mehr ausreichen: so erfordert z. D. die Lahnregulierung anstatt 3Vi jetzt Q Millionen. Die Vorlage ging an die Kommission zurück. fpd. Frankfurta. M, 1. Rov. Unter den rassau : f chen Landwirten macht sich tegentoäntg eine starke Bewegung zur Wieder- «in f ü h r u n g d es Flachsbaues u nd der ßeinentoeberci bemerkbar. Es sollen Ortsgruppen gegründet werden, in denen die Frauen md Mädchen in dem Gebrauch des Spinnrades mtettoiefen rierben sollen. Frankfurt a. M, 1. Rov (Wolfs.) Die «nerikanllche Armeeverwaltung in Koblenz hat M die Ermittluirg des Täters beim Raubmord- Versuch auf den amerikanischen Major James 5au ertoei n eine Belohnung von 100 000, Erienbahnvernxrltimg eme solche von 30 000, -bej: Regierlungsvräsrdent in Wiesbaden von 20 000 wait ausgesetzt. ssMarburg, 1. Rov. Zur Deckung erhöhter -Ausgaben für bereits beschlossene 6 r toc i t e = Zungen gewerblicher Werke sind, wie b der gestrigen Stadlverordnetensiyung mitgeteilt Durde, noch ettoa 14/« Millionen Mark nötig. Dtese sollen durch laufende Einnahmen und ^urch den Verkauf überflüssiger Straf) en» «chnwagen usw. gedeckt werden. Es kostet sttzt eine Kilowattstunde Lichtstrom 50 Mk., aftstrom 40 Mk. und Gas per Kubikmeter Wk. Ferner wurde der Preis für eine einfache ^unterbrochene Fahrt auf der Strahenbahn UM gs&saä MrÄfJS Ächl ui -MtJbern mit gui« 6Äinldr E - Dach-Huch u. dm Dettbrpe» m den Händen De g'Konigsiein, vel. ^ifenesSchlie. l. und Ehrenpreb Herrn 0. Drück' schliefen für selben. Offenem i er.1. und Shren- Tm D. Syattmann, ilien, -Sei. Dr. 6ti lgUl, L Mf. 'M 0. Denzel- sen für Fvr ’fitffl. Des. M Hart- Kinziglal, M 1 in d. Kinzigtal, Is gsschliefrn für mpreis Lotte Grün- . 2. Ptev IM» Ho , Tiehen. 3. Prei° Kreis, Hanau, lssagc ag: Schauern, zeitweise otnb, Wer. Dordm bat sich lehr zeitweise stümilchm fpd. Frankfurt a. M, 1. Rov. Zwischen len Steilungen kxr Großbanken und den Bankangestellten ist es am Dienstag we- rn der Erhöhung der Gehälter zu keiner inigung gekommen. Wie wir erfahren, lehnten die Dani en die Forderungen der Angestellten i ob. Die strittigen Fragen sind nunmehr dem Schlichtungsausschub unterbreitet wor- : len, der am Donnerstag seine Entscheidung fäl- - lm wird. — Der Aufruf des Vereins „5ranl- lurtcr Winternot" an die Bürgerschaft M einer Hil'ssaktien für die notleidenden Bürger- kreise während des Winters hat einen reichen Widerhall gefunden. Bis jetzt wurden mehr als 20 Millionen Mark gespendet. Kirche und Schule. * Kirchenvorstandswahlen. Von unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Einige Kirchengemeinden Oberhessens haben nach der Wahl der Kirchengeme.ndevertretungen bereits auch neue Kirchenvorstärrde gewählt. Es must baoiiT aufmerksam gemacht werden, da st das rechtlich nicht zulässig ift Die neue Kirchenverfassung vom 1. 3uni 1922 bestimmt in § 20: »Die Kirchengemeindevertreter werden nach einer von der Kirchen reg ierung zu bestimmenden Form auf treue und gewissenhafte Ausübung ihres Amtes verpflichtet und in ihr 'Amt eingewiesen." Eine solche Verpflichtungsform ist von dem hiernach zuständigen Erweiterten Oberkonsistoriam noch nicht bestimmt worden; eine Einweisung der Gemeindevertreter in ihr Aibt war dangch unmöglich und jede von ihnen vorgenommene Amtshandlung ist ungültig. Auch die bisher vorgennvmmenen Kirchenvorstandswahlen sind nach § 20 der Verfassung zwsise'los rcä)t*ungültig Es ist allo dringend anzuraten, weitere Kirchenvorstands- wahlen vor dem Erscheinen der Verpflichtungsform im Verordnungsblatt nicht vorzunehmen. Handel. Berlin, 1. Rov. Börsen stimmungs- bild. Hinsichllich des Ausrnahes der Kurssteigerungen stellt der heutige Börsenverlauj einen Rekordtag in den Annalen der Berliner Dörle dar. Die Kauflust äusterte sich so stürmisch und war so umfangreich, dast die Kursfeststellung im Grost- verkebr sich anfangs lange hinzog Die Aogeber verhielten sich gegenüber dem Anslunn sehr zurückhaltend, so datz ganz enorme Kurssprünge eintraten. Diese waren am stärksten am Montanmarkt, wo von führenden Papieren Mannesmann und Rhernftahl ungefähr 2500, Deutsch-Luxemburger und Essener Steinkohlen 3650, Phönix 3000, Har- pener 4000, Bochumer, Gelsenkirchener. Köln- Reuher und Kattowiher ungefähr 6500 gewannen. Markte. Berliner Produttenmartt. Berlin, 1. Okov infolge der anhaltenden Festigkeit am Devisenmarkt war auch heute im Produktengeschäft die Tendenz wiederum recht fest. Offerten aus erster Hand waren bei vielen Agenten unb Händlern noch knapp, bei anderen entschieden reich:ichcr Weizen iuti> Roggen wurde »eitroeife noch etwas üb-r den gestrigen Preisen bezahlt. Gerste bleibt knapp und ist in guter naher Ware gesucht Für Hafer fehlte ausgesprochene Festigkeit, da MaiS loko Berlin verhältnismastig billig angeboten wird. Das Mehl- geschäst war ruhig Für den Kauf von Hülsenfrüchten und Kleie ist man zurückhaltend. Weiten, mätkisch n 10 700 10 500 Mk. «behauptet), Roggen, märkischen 9500—9400 Mk. ischwach, preishaltend), Sommergetste 9300 -10 000 Mk. (still), Haler, märkischen 10 500- 10403 Mk (kaum preiS- balicnb), pommerschen 10 400—10 330 Mk., Mais, La Plata, loko Berlin 9700—9603 Mk. (schwächer). Waggon frei Hamburg 9600—9400 Ml., Weizenmehl (100 Kg.) 27 000-29 500 Mk. (behauptet), Roggenmcbl (100 Kg 1 24 000-26 500 Mk. ,behauptet), Wcizcnlleie 5000— 5200 Mk. (fest). Roggenkleie 5000 - 5200 Mk. (fest). Raps 13 000 bis 15 000 DU. (fest). Viltoriaerbsen 16 500-17 500 Mark, kleine Lrbsen 15 000-16 500 Mk.. Peluschken 10750- 12 000 Mk.. Wicken 15 000 bis 16 000 Mk.. Lupinen, blau 7500—8500 Mk.. gelb 10 000-11 000 Mk-, Seradella. alt 22 000 bis 26 000 Mk. Rapskuchin 6200 -6300 Mk.. Trocken- g und En gel. Die Vorstellung .Der ^M«pelz- wird erftmalig am Sonntag abend ^ederhvlt. — Am Donnerstag, 9. Rov. findet ein einmaliger Vortragsabend des bekannten Sim- plissimus-Humoristen Roda - Roda statt. Oldberc Mitteilungen über diesen Abend werden noch folgen. — Die VortragS-Vereinigung. die ach tm vorigen Hahr durch Zusammenschluh des Zkausmännilchen VereiTrS, des Gewerbe-Vereins unb des Goethe-Bundes gebildet hat, hat auch für diesen Winter ein abwechllungSreiches 'Programm aufgestellt. Als erster Abend ist vorgesehen ein Delodram-Abend, zu dem Hvfrat Beh- rend aus Darmstadt gewonnen worden ist. Wie auS dem gestrigen Anzeigenteil zu ersehen ist, findet dieser Vortragsabend, nicht tote ursprünglich bekannt gegeben, am 5. November. sondern Sonntag. den 12. Rovember, statt. . Landkreis Gießen. ♦ Lollar. 2. Rov. Ein QI uto Unfall ereignete sich gestern an der Strahenkurve bei Kirchberg. Dort fuhr ein von Giehen kommende-, mit einer Warenladung nach Marburg MtimmteS Lastauto in langsamer Fahrt durch b.c Kurve, als plötzlich die Steuerung des DagenS versagte und dieser seitwärts von ber Landstraße herausfuhr. Gr geriet an die 'Böschung der Lahn und stürzt e dort um. Hierbei wurden die beiden Jnsasten des Qlutos leicht verletzt. Die Warenladung und das Auto selbst tarnen ohne Schaden davon. Don Giesten herbergeholte Hilfe sorgte für bte Aufräumung der Waren und schaffte den verunglückten Wagen zur Reparatur. tt Grosten-Buseck, 1. Rov. Am Freitag verschied infolge eines Schlaganfalles unserer langjähriger, allseitig beliebter Ortsgeistlicher Pfarrer Barth. Don feiner allgemeinen Wertschätzung in der Gemeinde und weit darüber hinaus zeugte feine am Montag nachmittag statt gesunde ne Beerdigung. Das geräumige Gotteshaus konnte die ungeheuere Zahl der Leidtragenden kaum fassen. Die Leichenpredigt hielt ‘Pfarrer Groth- Rödgen, der in zu Herzen Khenden Worten die markante Persönlichkeit S Entschlafenen fchilderte und der weitgehenden Stauer um seinen Verlust Ausdruck gab. Am -tobe legten der Kirchenvorstand, Schulvorstand, Ortsvvrstaird von Grosten-Duseck und Oppenrod, Flauenverein, Lehrer unb Schulen, der Alte- Herren-Derband des theologischen Vereins Sieben und Dekan Guhmann im Ramen des evangelischen Dekanats Kränze nieder. tt. Treis a. L. 1. Rov. Infolge der lieber» äftung des Ortsnetzes unserer elektrischen Lichtanlage. die Reuanschlüfse von Delerchtungs- Anlagen nicht mehr ermöglicht, hat der Gemeinde rat in seiner letzten Sitzung einstirnmig den Vorschlag des Elektrizitätswerks zu Hieben gutgeheihen. daS OrtSneh zu verstärken und die bedeutenden Kosten von über ' Million Mark auf die ®emeinbelaiffe gl übernehmen. Den Lichtabnehrnern entstehen durch die llrnwandlung der Lichtstärke ebenfalls bebeilenbe ÄlDften, insofern sie ihre fämllichen elektrischen "Birnen durch andere ersetzen müssen. Doch können sie dieselben in Ql ^rTc^)e11 Deinernde zu ermäßigtem Preise für bmd 'beMkht bk wirtschaftlich Schwachen unserer Stadt ge- 1350'- 155Ü- - 6010,- 730st- ,- :3650,— 4200,- ,— 2810,- 4200,— ,- 2475,- 3600,- ttüaHPWI Span -Glühköppen Marke * PFei sparen laut Fechnisch.ep Untersuchung 2596 Gas Jr abe Kavalie»- ,,’Ä« sSs zu t0Sr an ib^, bie.®1^. Mises' e 5X^1 tner Srbprinz - i*"1 . ou5‘i I der ÄS? Vermischtes. Absturz eines Flugzeuges. Berlin, 1. Rov. Das Flugzerg Paris— Prag — Warschau ist nach einer Blätter» Meldung aus Hirfchberg (Schlesien) an den Bischofs st einber Wickelsdorf in Böhmen a n» gefahren und explodiert. Der Flugzeugführer wurde getötet, der französische "Begleit- Offizier schwer verletzt. DaS Flugze.cg ist vollständig zertrümmert. Ein neue# Fluggelände für den Segelflug. Berlin, 1. Rov. Rach einer Meldung des „ Der! Lokalanzeigers" aus D r e S 1 a i sollen mm auch tm oberen Kahbachgebirge, einem Vorgebirge des Riesengebirges. Segelflüge veranstaltet werden. Bereits tm kommenden Früh-- fahr soll mit den praktischen Hebungen begonnen werden. Es find bereits einige Preise für gewisse Flligleistingen ausgesetzt. Sisenbahnbeamte als Kohlenschieber. Berlin, L Rov. Zwei Eisenbahn- beamte, die nach unb nach 100 Waggons Steinkohlen an Händler verschoben halten, wurden gestern von dem Schwrrgericht in Aurich zr zwei bzw. zweieinhalb (Zahreßn Gefängnis verurteilt. Dauernfangerarbeit. Berlin, 1. Rov. (Wolff.) Drei Millionen Mark wurden einem Landwirt, der fein Gut in Posen verkauft unb den Kaufpreis tn Berlin erhoben hatte, von Bauernfängern im .Kümm el b 1 ä 11 chen" abgenommen. Der Kriminalpolizei ist es mit vieler Mühe gelungen, die Bauernfänger ausfindig zu machen mb hinter Schlof; und Riegel gl bringen. Ein großer Teil des Geldes konnte zur Stelle geschaff! werden. Sin Werber für die Fremdenlegion? Berlin, 1. Rov. (Wolff.) Heute vormittag wurde nach der ,B. Z. a. M." auf dem Schlesischen Bahnhof der 18jährige wvhnungs- unb stellenlose Michole Bretkowski von der Kriminalpolizei fe ft genommen unter dem Verdacht, einen jungen Kaufmann zur französischen Fremdenlegion verschleppt zu haben. Eine wichtige Erfindung. Paris, 1. Rov. (Wolfs.) Havas. Der ^Matin" meldet, dah Edward Belin, der Erfinder der Hebertcagung der Photographie und der Schrift auf telephonischem W gr, einen Apparat erfunden hat. der das vollständige Geheimnis der Radiotelegraphie und der telegraphischen Uebermlttetung wahrt. Biichertisch. — Augrst Messer, Kommentar zu Kants Krrtik der reinen Vernunft. Verlag von Strecker unb Schröder, Stuttgart. — Das vorliegende Werk des Diohoner Philosophie' Professors ift der Ertrag einer mehr als örcifjig- jäl;Ligen Beschäftigung mit Kant und der überreichen ÄanUiterituu Als Ganzes bietet der fbm« mentar den wesentlichen Gedankengel)all und alle Ginzelerläuterungen und DogLiffsdertungen ü. fortlaufender Darstcllang, so iKif> er auch für sich gut lesbar ist. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Amerika lehnt die Einladung zur aktiven Teil« nähme an der Orientfri:denSkonferenz ab. London, 1. Rov (WTD.) Rach einer Reutermeldung aus Washington haben die Vereinigten Staaten die Einladung der Alliierten wegen aktiver Teilnahme an der Konferenz für den nahen Osten formell abgelehnt. Ein entzlisch-spanffcher Handelsvertrag. Madrid. 1. Rov (WTD.) Der spanisch-englische Handelsvertrag ist gestern unterzeichnet worden Verhandlungen zwischen Bulgarien und Jugostawirn. Belgrad. 1. Rov (WTD.) Der- bulgarl- fche Minister Präsident Stambullnski trifft In den nächsten Tagen in Belgrad ein. Es werden mehrere zwischen Bulgarien und Hugoffowien schwebende Fragen besprochen werden, so auch die Frage des Zuganges Bulgariens zum ägäischen Meer, in der Jugoslawien Bulgarien leine Schwierigkerten bereiten wird Der frühere engl sch? KritgSmlnister über die bevorstehenden Wahlen. London, 1. Rov (WTD.) Der frühere Kriegsminister Evans hat in C o l ch e st e r eine Rede gehalten, in der er sagte, wenn das Ergebnis der Wahlen es Donar Lato möglich machen sollte, die Regierung zu bilden, werde er ihn unterstützen. Wenn aber, »vas wahrscheinlich der Fall fein würde, keine Partei im Stande sein würde, die Regierung aus ihren eigenen Mitgliedern zu bilden, dann werde er sich die Freiheit Vorbehalten, mit den Rationattiberalen zusammenzu- wirken. Französische Kriegrgerichtsurteile. Lille, 31. Oft. (Wolff.) Rach einer Havaömeldung hat das Kriegsgericht gestern in contumaciam verurteilt: den deutschen Generalmajor Schmidt, Gouverneur von Maubeuge, sowie den Gendarmeriebrigadier Schmidt zu je zwei Jahren Gefängnis unb 200 fiftante Geldstrafe wegen Gewalttätigkeiten, die sie wahrend der Besetzung gegen Einwohner von Maubeuge angeblich verübt haben; ferner den bayerischen Hauptmann Bayerlein zu fünf Jahren Gefängnis und 500 Franks Geldstrafe wegen eines angeblich in Lille während der deutschen Besetzung begangenen Weindiebstahls zum Rachteil H. Hugot. Verbot einer Zeittmg. Berlin, 1. Rov. Die Bergisch- Märkische Zeitung ist nach einer Meldung des Berl. Lokalanz. auf acht Tage für den Brückenkopf Düsseldorf mit der üblichen Begründung verboten worden. Bochumer Guh .... 7300,— 6500,— 6300,— — BuderuS......... :)000,- 4X00,— 2775,— 4601- Uaro........... 23*15,- 4500,- 2300.- 4450,- Deu:sch-Lurembura. . 6200,—10C00,— 6150,-14000,— GelsenkirchenerB^rgm 6751—13500,— 6750,-17000,— Harvener Bernbail. . 16000,-24000,-15250,-26000k— 9111#. EleklrisitlitS-Ges. 1980,- 3100,- 1975,— 3050.— Bernmann....... 1525,— 2700,— 1450,— 255st— 2d)utfert......... 3000,- 5600,— 2750,- 5600.- Siemenö & HalSke. . . 505*1- 8000.- 5350,-10500,— Adlermerke ffleoer. . . 755,— 1000,— 792,— 950,— Daimler Motoren. . . . 8öÜ- 1700,- 800,— 1475,— venhflcnftaebt......14Ä- 170(1— —,— —,— Meauin..........2700,- 2800,- -,- 3000,- Melallses. ilrankfurt. . 4275»— 700(1— —,— —,— Lchubtabrik Herz.... 049,— 95a— —,— —,— 2lchel- . ..........175a- 2000,- -,- 3e£htoh Waldhof .... 1700.- 2425,- 1800,- Zuckeriabr.srrankenlbal 2260.- 2600,- -,- 8ucfertQbrif33aflüäufel21Ö5.— 285a— —,— -,— Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Amlliche Rotierungen. fialtiveit ?lfcbcräleben 3650.— 5000,— 3325.— 400a — 3000,- -,— 3900.- 5600,- 62oo,-i3ooo,- -,-nooa— 680a-1200a'— 6700.'—14000'- 7100,-1200a— 7200,-12500,- Datum: 31. Oktober L November Geld Brief Gelb Brief Antw.-Bruffel . 2^,75 291L5 297,- 298.50 Holland...... 1775.55 1784,45 1785.50 1794/50 Vonbon ...... 3)8.65 204.35 203,24 204.25 Paris....... 317,25 318,75 322.15 323X5 Tchweiz...... 8ia95 824,05 822.90 827,10 Svanien..... 692,25 695,75 692,25 695,75 Iialien...... 18t.» 181,45 192,- 193,- yinobomCporto —— ■ —— ■ — Dänemark.... 913,70 91<30 914.20 919Ä) ^t’oriDeaen .... 82046 825,05 121805 817,95 822,06 2rf)roeben .... 1211.95 1201,96 1208,06 •velnnnforS.. . . 114,75 115,25 ■— _ Slcuöort...... 4501,20 4523.80 455L10 4573,90 Deutfch-Oefterr. L68 5,72 5,73 5.77 Budaveft..... 175.90 176,10 17090 laaio Vraq........ 14X85 144A5 143,22 1444)2 Sofia....... ■■ > " Mmoenmg t*rtxuu>elt werden, die er in Eharle- rot verübt Haden soll. Der Angellagte befindet sich in Untersuchungshaft. Aus dem besetzten Gebiet. Tartaria auf der Kropsburg. DaS „Heidelberger Tageblatt" lätzt sich von seinem Psälzer Korrespondenten schreiben: Unter dem Stabe des französischen BezirkS- gewaltigen von Landau, des Majors Prudhomme. herrschte wieder einmal grobe Aufregung. Eine gewaltige Invasion germanischer Heerscharen aus dem Badener ßani>, hauptsächlich aus Karlsruhe, war angesagt. Aach seinen Informationen sollte dieser badische Heerbann die pfälzische Kropsburg mit stürmender Hand besetzen. Zwar wollte man ihm ein reden, es handle sich nur um harmlose Sr Valdfreunde, die in Erwiderung der ,ch-älemannischen Woche am Sonntag, 22. Oktober 1922, einige Stunden reiner Aaturfreude gemeinsam mit ihren Pfälzer Landsleuten auf der schonen Kropsburg genieben wollten. Aber Tar» tarin-Prudhomme ist xu erfahren, zu klug und zu — ängstlich, am nicht zu wissen, datz dahinter nicht der teutonische Plan eines eventuellen Ueber-- falls auf Frankreichs Besatzungsarmee stecken könnte. Deshalb traf er also umfassende Vorbereitungen. Auf den Bahnstationen Maikammer, Wes- Heim und Edenkoben wurden grobe Kommandos bereitgestellt, bestehend aus französischen Kriminalbeamten, Agenten und Spitzeln. Leider mutzte auch die deutsche Gendarmerie ein Kontingent dem französischen Oberkommando unterstellen. Als dann die harmlosen Dergwanderer nach ihrer Ankunft ahnungslos zur luftigen Vergeshühe hin» euffliegen, wurden fie beim Aufstieg von diesen Ueberwachungskommandos förmlich eskortiert. Droben verteilten sich Kriminalisten, Agenten und Spitzel unter die Teilnehmer, unld wo drei 'Scutfdjg zusammenslanden, konnte man versichrr! sein, datz der vierte Mann nicht fehlte. Die französischen Beamten hatten strenge Anweisung, darüber wachen, datz keine votttifche Rede gehalten, kein vaterländisches Lied gefangen, kein verbotenes Anzeichen getragen touüte. Es muh alä ein grohes Glück betrachtet lverden, datz die Festteilnehmer sich durch dieses Heer von „Agents provocateurs" nicht heraus- fordem liehen. Das Fest nahm einen harmonisch- schörren Verlauf und Tartarin-Prudhomme hatte toieter einmal umsonst im Bewußtsein seiner groben Verantwortung qualvolle Stunden verbracht, wenn nicht am Schluß der Gang der Ereignisse ihm doch recht gegeben hätte. Zwei Karlsruher Gymnasiasten — sie hatten leider ein Glas Pfälzer Wein zu viel erwischt — stimmten plötzlich beim Abstieg das verpönte Lied rn: „Deutschland, Deutschland über alles". Sie hatten aber noch nicht die erste Strophe zur Hälfte gesungen, als fie die Strafe für ihre Freveltat erreichte. Vier französische Kriminalisten stürzten sich auf die ilcbeltäter, rnd trotz der Tränen der zu Tode erschrockenen Mutter wurden sie aus der Reihe der Festteil- aehmer fvrtgeschleppt ins Gefängnis, allwo sie :iner strengen Bestrafung entgegensehen. Immerhin dürfen wir hosten, oah sie wenigstens nicht lebenslänglich eingesperrt toerten, denn Tartarin im Rhein ist bekanntlich nicht nur allwissend, sondern auch — „gerecht". Dieser selbe Herr Major Prudhomme hat be° krmnllich auch die Veranlassung gegeben, dah das Fest der pfälzischen Preste in Landau abgesagt lverden muhte. Gr hat nämlich an den Fest» russchuh die Forderung gestellt, dah ihm, Herrn Prudhomme, für dieses Fest eine besondere Loge zur Verfügung gestellt werden mühte, die mindestens so grvh sei wie die Ministerloge. Rur unter dieser Bedingung tbrnie er die Genehmigung zum Fest erteilen. Da der Festausschuh sich voraussichtlich wegen des Herrn Prudhomme nicht m unnötige Unkosten stürzen kann, dürste somit daS Pfälzer Pressefest „ad calendas graecas" verschoben werden. Aus Stabt und Land. Dietzen, den 2. Rovember 1922. Unserer Anzeigenkundschaft zur gefl. Beachtung. Infolge der schwierigen Verhältnisse im ZettungSgewerbe muß der Annahmeschluß für Anzeigen pünktlich eingehalten werden. Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmelag statt; Anzeigen für die Eamstagsnummer müssen spätestens bis Freitag mittag aufgegeben sein. Geschäftszeit von 8—121/» Uhr und von 2—SV2 Uhr. Verlag des Gießener Anzeigers. Der Druckpapierpreis für November. DaS810fachedesFriedenspreises! Aach vielstündigen Verhandlungen über den Druckpapiecpreis für Nove m- ber erklärte der Vertreter des AeichSwirt- schaftSministeriums einen Preis von 1 87 Mark abzüglich einer auf etwa 25 Mark j e Kilogramm zu bemessenden Rückrechnung der Holzstoff- und Zellstoffverbände als angemessen. Somit müssen die deutschen Zeitungen mit der Tatsache rechnen, datz die Doppelladung Papier vom 1. Aovembeiab 1 620 000 Mark kostet. Das bedeutet nahezu eine Verdoppeln ngdeöursprüng- lichen Oktoberpreises und übersteigt den in der zweiten Oktoberhälfte bereits auherordentlich erhöhten Preis um über 600 000 Mark. Die Zeitungsverleger erklärten, sie könnten die Verantwortung für diese Preisbemessung nicht übernehmen, ohne datz dadurch allerdings das Endergebnis der Verhandlungen wesenllich verändert sein dürste. Somit hat der Druckpapierpreis das 810- fachedeSFriedenspreises erreicht. Die Tenerungszahlen in Hessen. Die Teuer: imgszah len sind berechnet auf Grund der Preise vom 20. September 1922, für den Vormonat (in Klammern beigefügt) vom 23. August 1922. Erstmalig sind bei den Städten Darmstadt, Gießen und Worms die Ausgaben für die Bekleidung mitberücksichtigt: Mainz 11 269 (7707); Darmstadt 11 161 (7340), einschl. Bekleidung 15 785 (9248); Offenbach 11 556 (7369); Worms 11 030 (7440), einschl. Bekleidung 16 313 (9603); Giehen 11161 (7197), einfchl. Bekleidung 15 170 (9343); Reu-Isenburg 11 449 (7246); Friedberg 10 843 (7629); Lampertheim 11 105 (7084); Bad-Nauheim 11 711 (8445); Viernheim 10 767 (8075). Durchschnitt der 10 grössten Gemeinden : 11205 (7580). Bensheim 11 055 (7048): Bingen 11 168 (6945); Alzey 10 402 (7034): Rüsselsheim 11 187 (7471); Hepvenheim 10 769 (6575); Dicburg 11 729 (7402); Groß-Gerau 11551 (8240); Alsfeld 10 498 (7905); Butzbach 11 461 (7405); Lauterbach 10 792 (8373); Oppenheim 11107 (7847); Büdingen 10 341 (6211): Erbach 11076 (7941); Schotten 10 278 (7778). Durchschnitt der 24 Gemeinden: ausschl. Bekleidung 11 061 (7510), einschl. Bekleidung 15 700 (9751). — Die "Sette- rungszahl einschl. Bekleidung ist vom Juli auf August um 46 Prozent, vom August auf September um 61 Prozent gestiegen. Das Notgeld. Das Reichssinanzministerium verösfentticht im „Reichsanzeiger" eine Uebersicht über die erteilten Gen^bm gingen zur Ausgabe vonRotgeld. Danach ist bis jetzt in 3 4 8 Fällen die Herausgabe von llrotgeld bewilligt worden. Provinzen, Kreise, DLzirksverbände, Städte und zahlreicl>e industrielle plnternehmungen sind di? ausgebenden Stellen, die dem Reichsftnanzministerium Sicherheitsleistung in Höhe des vollen Betrages des ausgegebenen Rotgeldes geben mutzten. Für Hessen wurde die Rotgeldausgabe der Provinz Oberhessen und den Städten Darmstadt. Mainz und Worms gestattet. Für die Rachbarbezirke ist eS genehmigt worden den Kreisen Dillenburg and Biedenkopf, den Städten Kassel, Frankfurt a. M., "Fulda, Höchst a. M.. und Biebrich den Firmen Henschel & Sohn in Kassel, Höchster Farbwerke in Höchst a. M., Chemische Fabrik Griesheim Ele'trrn Sitz Frank'ust a. Mund der Rassauischen Landesbank in Wiesbaden. Heber die Summen, die genehmigt wurden, enthält die Aufstellung keine Angaben. Abfindung der Kriegerwitwen bei Wiederverherratung. Das Recht auf den Bezug des Witwengeldes nach dem Militärhinterbliebenengesetz und der Witwenrente nach dem mit Wirkung vom 1. April 1920 in Kraft getretenen Reichsversorgimgsgeseh erlischt mit dem Ablauf des Monctts, in dem die Witwe sich wieder verheiratet. Während jedoch das Militärhinterbliebenengeseh der Witwe keinen Rechtsanspruch auf Zahlung einer Abfindung an Stelle des Witwengeldes gab. der Witwe vielmehr unter bestimmten Voraussetzungen aus Bil- ligfcitSgrünten lediglich eine Zuwendung gewährt werden konnte, ist durch das Reichster so ogungs- geseh ein Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Witwe auf Abfindung im Falle der Wiederverheiratung in Höhe des dreifachen Zahres- betrages der von ihr zuletzt bezogenen Rente allgemein anerkannt worden. Da dieser Rechtsspruch erst neu geschaffen worden ist, so mutz die Wiederverheiratung, an die das Gesetz das Abfindungsrecht knüpft, nach dem Inkrafttreten des Gesetzes erfolgt fein. Eine weitere rückwirkende Kraft legt sich das Gesetz nicht bet Die Witwe mutz auherdem grundsätzlich zur Zeit ihrer Wiederverheiratung einen Rechtsanspruch auf Die Herweghs. Eine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Dill. 29. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Aber Lutz unterschrieb keine Blankos. „Soll ich einen Ttajor aus Pistolen fordern oder post- lagernde Briefe unter Lebensgefahr für dich abholen, oder bedroht sonst einer deine Tugend! Ich stehe zu deiner Verfügung, vorausgesetzt, datz es nichts kostet." Rein, das war es alles nicht, Gretes Wunsch war harmloser. Doch durfte Ernst und „niemand auf der Welt" je etwas davon erfahren. „Schwör mir das, Lutz/ Gr schwur es ihr. Also, Grete wollte einmal wieder eine Larve tragen und sich austanzen. „Gelt, du nimmst mich am Samstag mit ins Kurhaus auf den Maskenball," schmeichelte sie, und ergriff feine schmale, gepflegte Hand, die ein zierlicher Wappen ring schmückte. Lutz äußerte Be- oenlen. „Solche Redouten haben es an sich ... wenn das Emst erfährt ... oder Me Schmidt —" Sie schmeichelte und bat „Ich hab' ein Paaenkostüm, das niemand fernti, und du gehst in Zivil, nicht wahr?" „3a, natürlich, nicht im Paradeanzug." „Sei nett, Lutz, und sag ja." Sein Tugendpanzer schmolz, langsam. „In Gottesnamen," sagte er, „aber was machen wir mit unserem Ernst?" „Der fährt am Samstagabend nach Eppenhausen und kommt erst Sonntags zurück." Es patzte also ausgezeichnet. „Aber Mund halten, Verehrteste, sonst bringt er mich um.“ Als Ernst sich am nächsten Samstagabend verabschiedete, fa/ib er seine Frau in ihrem Schlafzimmer am Toilettentisch sitzen. Sie hatte ihr Haar aufgelöst. Rebenan richtete die 3ungfer eben daS Bad. Sie wollte sich das Haar waschen, sagte Grete, und dann zu Bett gehen. Er zögerte. Er konnte sich immer noch nicht überwinden, zu ihr zu sein wie sonst, und doch tat es ihm leid, daß es so war. „Geh mir, Ernst, ich fühle mich gar nicht einsam." „Doch" sagte er, während er ihre Hand feft- hielt. „Ich sehe ein, datz ich mich mehr um dich kümmern mutz, aber ich habe augenblicklich zu viel im Kopf. Ich arbeite ja für uns beide und du wirst einmal die Früchte dieser Arbeit ernten.“ „3a, natürlich," sagte Grete und blickte heimlich nach der ilfjr, „versäume nur nicht den Zug." „Du bist wohl noch böse wegen — „Ach -Unfinn“ sagte Grete. .Ich hatte nur was mit der Köchin. Gegen dich hab' ich gar nichts." Sie legte ihre Ringe in die Schublade. Rebenan lief das Wasser in die Badewanne. „Ich bin froh, dah ich einmal daheimbleiben darf, es ist so gemütlich hier, und ich beneide dich nicht um die Sitzung in Eppenhausen. Aber du wirst noch den Zug versäumen." Da ging er endlich. Gott sei Dank, dachte Grete, erhob sich und berriogelte die Schlafzimmertür, um dann mit fliegenden Händen ihre Kleider abzuwerfen. Statt ins Bad gi steigen, schlüpfte sie in den knappen Paaenanzug aus f Uber grauer Seide Die 3ungfer frisierte sie, brachte Domino und Pelz und zog Witwenrente nach dem AeichSversorgungsgesetz gehabt haben, sei es, datz sie die Rente nach Mah- gabe dieses Gesetzes tatsächlich bezog, sei es, datz ihre nach dem Militärhinterbliebenengeseh sestg.sehte Versorgung nach dem für fie günstige- ren Aclchsv.rsocgungsgesetz mit Wirkung vom 1. April 1920 ab noch umanzuerkennen war. ** Aasstell kng von Lebensmittel- Abmeldescheinen bei Reisen. Der Reichsministcr für Ernährung und Landwirtschaft hat an die behördlichen Stellen folgendes Schreiben gerichtet. Da seit der Aufhebung der Reichs- leifeLrotnK-’.fen sich dec Preisunterschied zwischen Marlenbrot und markenfreiem Brot in sehr beträchtlichem Ma"e vergrößert hat, find zahlreiche Klagen über die dadurch hervorgerufene Verteuerung der Lebenshaltung auf Reifen, besonders seitens weniger bemittelter Personen, die aus beruflichen ober gesundheitlichen Gründen _ zu einem vorübergehenden Verlassen deS gewöhnlichen Aufenthllltsorr.es gezwungen werden, laut geworben. Um diesen Klagen, soweit sie berechtigt sind abzuhelfen, wird in Abänderung der bisher geltenden Bestimmungen die Ausstellung von Lebensmittel-Abmeldescheinen bei Reisen von längerer DaueralsvierWochenzugelassen. Ich bitte daher die Konnnnnalver bände mit entsprechenden Weisungen za versehen. Bemerken will ich noch, datz.der Ernährungsaasschutz des Deutschen Städtetages, mit dem ich mich zuvor ins Benehmen gesetzt habe, trotz der den Gemeinden erwachsenden Mehrbelastung mit Derwaltangs-- arbeiten diese neue Regelung einstimmig befürwortet hat. ** D ie Einfuhr von Auslandszucke r ist vom 16. Rovember ab nur noch auf Grund behördlicher Einfuhrbewilligung zulässig. Für Auslandszucker, der vor dem 1. Rovember gekauft ist, werden den einführenden Firmen auf Antrag Einfuhrbewilligungen noch erteilt werden, wenn sie den Zucker der zuckerverarbeitenden Industrie zur Verfügung stellen. Für Auslandszucker, der nach diesem Zeitpunkt gekauft ist, wild lediglich den Spitzenverbänden der zuckerverarbeitendell Industrie Einfuhrbewilligung erteilt werden. Die Sperre der Einfuhr von Auslandszucker konnte vorgenommen werden, da damit gerechnet werden £amt, dah der Mundbedarf der Bevölkerung aus der inländischen Tritte hinlänglich befriedigt werden kann. Andererseits erwies sich die Sperre als notwendig, um zu ver- h intern, dah die älnzuträglichketten, die sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr durch das Vorhandensein von teurem Auslandszucker und billigerem Inlnndszucker gezeigt haben, - in Zukunft sich wiederholen. Die erste Verteilung von Zucker neuer Ernte ist durch die Zucker- wirtschaftsstelle nunmehr rar genommen worden. Der Zucker, dessen älnterverteilung den einzelnen Ländern obliegt, wird im Laufe d«8 Monats Ro- vember zur Ausgabe gelangen. ** Der Kleinverkauföpreis für Vollmilch ist mit Wirkung von gestern ab auf 71 Mark je Liter festgesetzt worden. " Der Wochenmarkt auf dem Oswald sgarten findet vom Samstag, 4. Ro- vember, ab wieder auf dem Brandplah statt. ** Rachtbestellung vonTelegram - men. Vom 1. Rovember bis 31. März werden tou in den Vorjahren Telegramme und Eilbriefe in der Zeit von 9 cklhr abends bis 7 Ähr vormittags nicht mehr bestellt. Zugestellt werden in den betreffenden Stunden n ir solche Telegramme, die den Vermerk „Nachts" tragen oder aas deren Inhalt zu er* sehen ist, datz er dringlich ist. . ** Oeffen tliche Bücherhalke. 3m Oktober wurden 1469 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 940, Zeitschriften 102, Iugendschriften 98, Literaturgeschichte 4, Gedichte und Dramen 27, Länder- und Völkerkunde 54, Kulturgeschichte 48, Geschichte und Biographien 49, Kunstgeschichte 7, Naturwissenschaft und Technologie 63, Heer- und Seewesen 1, Haus- und Landwirtschaft 3, Gesundheitslehre 12, Religion und Philosophie 27, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 14 Bände. Nach auswärts kamen 24 Bande. "Preuhlsch-Süddeu tscheKlassen- lotterte. Der anhaltenden Geldentwertung entsprechend, faß' sich die General-Lotteriedirektion veranlasst, den Plan zur 21. (247.) Klassenlotteris nochmals zu ändern. Der Preis der Lose beträgt in der ersten Klasse für ein Achtel 75 Mk. und in der zweiten bis vierten (Schlutz-) Klasse je 100 Mk., ztlsammen für die vier Klassen Umfallente Lotterie 375 Mk.. so datz ein ganzes L)s dementsprechend, nunmehr 3000 Mk. kostet. Die Hauptgewinne sind schon in der ersten bis dritten Klaffe entsprechend nochmals erhöht, besonders aber hat die vierte (Schluß-) Klaffe Hauptgewinne und Prämien von ihr die Pelzstiefel über die seidenen Schuhe. Grete warf ihrem Spiegelbild noch einen befriedigten Blick zu. Der breite Atlaskragen lieh nur ein Stück des Hälschens frei. Gerade genug, um einen Kuh auf den Racken zu drücken, dachte Lutz, der unten im Wagen an der Ecke gewartet hatte. „Du machst aber lange,“ sagte er und half ihr beim Ginsteigen. „Ich konnte nichts dafür, Ernst war daran schuld," sagte sie atemlos. Dann schloß er den Wagenschlag und die Pferde zogen an. Gretes 3ungfer, eine Mainzerin, machte sich nun auch zur Redoute zurecht. Ein Schreiber hatte sie dazu eingeladen. Sie ging als Zigarettenkönigin und hatte sich das Kostüm an vielen Abenden mit Zigaretten und Spielkarten benäht, die dicke Köchin fand es „zum Kreischen". Sie waren überzeugt, dah die junge Frau zu einem Rendezvous gefahren sei, und zerbrachen sich nur den Kopf, wer in dem verschlossenen Wagen gesessen habe, der an der Ecke dem Haus gegenüber gewartet hatte. In der Garderobe erklärte Lutz, dah er Grete als Tänzerin einführen werde. „Also benimm dich danach," fügte er hinzu. „O Gott, Lutz!" Sie sah lachend zu ihm auf. Er sah bildschön aus in feinem Frack, fo elegant und vergnügt. „Mitgegangxn, mitgehangen — 3et$t ift's zu spät zur Reue, verehrte Qt>Io, so heiht du nämlich vergih das nicht." Dann nahm sie der Maskentrubel auf. ©rete tarnte sich einmal fatt an diesem Abend. Lutz brachte ihr seine Freunde an, ein paar flotte Frankfurter Husaren in Zivils einen blonden Grafen von der Regierung, den sie oft genug fünf Millionen Acark aufzuweisen, dazu kommt eine reichliche Ausstattung mittlerer Gewinne von 250 000 dis 60 000 Mart. Grösster Gewinn im günstigsten Falle auf eim ganzes Los 12V? Millionen Mark. - ** Elsah-Lothringifche Woche. Mit dem Zwecke, den Zusammenhang der elsässischen und lothringischen mit der allgemeinen deutschen Kultur darzutun und in der Hoffnung, einen namhaften Reinerlös an bedürftige Elsah-Loth- ringer Giehens, deren es insgesamt über 300 gibt, zu erzielen, veranstaltet, wie schon hier und im Anzeigenteil berichtet, die Ortsgruppe Giehen und das Wissenschaftliche Institut des Hilfsbundes für die Elsah-Lothringer im Reich in der Zeit vom 5. bis 11. d. M. eine Eisah-Loth- ringische Woche. Das überaus reichhalttge, auf besonderer Höhe stehende Programm ist bei den im heutigen Anzeigenteil bekannt gemachten Stellen erhältlich; ebenba findet der Kartenverkauf statt. Die Mitglieder einer größeren Anzahl hiesiger Vereine, die in der Ferberschen Buchhandlung zu erfahren sind, erhalten bedeutend ermäßigte Preise. Die Veranstaltung verspricht einen kulturellen Genuh eigenster Art. ** Verein Hundesport Giehen. Die immer mehr in den Vordergrund tretende wirtschaftliche Bedeutung der 3agd bedingt eine weidgerechte Hege unseres Nutzwildes. Reben energischem Schutz des Wildes vor zweibeinigen Frevlern muh der 3äger fern Hauptaugenmerk auf die einheimischen vierbeinigen Räuber, wie Fuchs, Marder, wildernde Katze und unter Umftänbcn den Dachs richten. Auch hier soll ein weidgerechtes Besagen stattfinden, wozu ein starker Erdhund unerläßlich ist. Das am 29. Oktober vom Verein! Hundefport Giehen veranstaltete Preisschliefen auf Fuchs zeigte, was planmäßige Zucht und Führung vermögen, den roten Räubern mit gutem Hund auch in seinen unterirdischen Schlupfwinkeln beizukommen. Etwa 25 Erdhunde — Dachshunde und Foxterrier — waren zu dem Wettbewerb gemeldet. Das Richteramt lag in den Händen des Bürgermeisters a. D. S i 11 i g - Königstein, welcher folgenden Entscheid traf: Offenes Schliefen für Dachshunde: 1. und Ehrenpreis Schlupp vom Bieberberg des Herrn O. Brück- mann, Birklar. Iugendfchliefen für Dachshunde: 1. Pr. demselben. Os jenes Schliefen für Foxterrier:!, und Ehrenpreis Vici v. Sollen des Herrn M. Hartmann, Giehen. 2. Preis Vidi v. Sollten, Des. Dr. Erb, Giehen. 3. Preis Fee v. Kinzigtal, Bef. R. Mull- Hanau. 4. Preis Lotte Gründau, Des. O. Wenzel- Giehen. Iugendfchliefen für Foxterrier: 1. Preis Vici v. Sollten, Des. M. Hartmann. 2. Preis 'Dergkatze v. KiTtzigtal, Des. R. Hüge, Hanau. 3. Preis Deduin v. Kinzigtal, Des. O. Kreis, Hanau. Reulingsfch liefen für Foxterrier: 1. und Ehrenpreis Lotte Grün- baai, Bef. O. Wenzel, Giehen. 2. Preis Erda Hubertus, Bef. M. Hartmann, Giehen. 3. Preis Deduin v. Kinzigtal, Des. O. Kreis, Hanau. WeLtervoeaussagc für Freitag: Wechselnd bewölkt mit Schauern, zettweise böiger West- und Rordwestwind, kühler. Der Tiefdruckwirbel im Rorden hat sich sehr verstärkt. Wir haben mit zeitweise stürmischem Westwetter zu rechnen. Bornotizen. ■ «*n , Dre - Amg des Ortsnetz« küge, die Äeuansö ringen nicht _ mciji leinderot in leine m Brschlag des El sieden gutgeheihen, iinten und die bed 1 Mm 'M au s l Ten Lichtobn LnwMung der Lich! tyten, insofern sie il men durch andere e t dieselben m QWx tü uns seither die gle Äaa der Leitung Ä> in aller Kürze < c«? w c-n ain ■ * eanw; als M lie versagte 6nt Schaden t ZW cher PMer ?ar> her hinaus ^tgesundene kaum ftD Jlarrer Gr°tb'«° senden Dorten du ■ä Snt'Wenen M irauer um fernen $ lesender^ Morstand von Dro smenverein, Lehrer Äcn-Jerband des unb Dekan ©uf)m Mchen Dekanats K> tt. Treis a L., Handwerckerversammlung. Öswnldsgarten, 1 iu — Tageska lender für Donnerstag: Poftkeller (Wagengasse), 21/» Ahr nachm unter den Kavalieren der Gräfin Tesstz gesehen hatte und von dem sie jeden Augenblick mit Herzklopfen erwartete, dah er auch sie erkennen tourte. Aber es fiel dem Grafen gar nicht ein, zu denken, dah die kleine Lolo eine einfache Rechtsanwalts' frait aus ter Kochbrunnenstratze fein könnte. Diese Kreise berührte die seinen kaum. Diese Kavaliere, welche Grete zum Tanz holten, ihr Eis brachten und Sell, ihr den Fächer zerbrachen, sie mit Konfetti beftreuten und mit Serpentinschlangen nach ihr warfen, machten sich keine Gedanken über Lutz' neue Flamme. Der blasierte junge Erler verlieh ihretwegen seinen weihen Domino, um eine Valse Boston mit Grete zu tanzen, und nach her brachte er seine Auserwahlte sogar an ihren Tisch. Cs war „die Dessel", die Grete noch vor' kurzem als Kaiserin Theodora in den Maifest- spielen bewundert hatte, die Dame mit den wunderbaren Toiletten. 3eyt wutzte Grete, wer diese Pelze und Diamanten bezahlte ... ürcb auf ihrer anderen Seite sah ein leibhaftiger Erbprinz ... Gr hatte lange in feinem Domino gelangweilt unter den Säulen der Estrade gestanden, bis ihn Lutz entdeckt hatte. Aus dem Runddiwan unter 6ahri Heutiger Stand des Dollars 10 Ähr vormittags: Berlin 4750, Frankfurt a. M. 4700. Kreis! "Mda,1.A> : .‘tMfyttt HjähritzeTLfi WgenGewerb« hbllar erfreut sich »r größte» Dertfcl TtarkenSurg , ' Mainz, 1. Michnmislesd * Argermeisters "".Kartoffeln 6tabi MdeltererDaW Ü ^selben Deme^de; Etschastlichtzch! war, trotz seines steifen Lackes, ein echter Rhein länder, ter gar nicht seiner Schwester Elsbeth glich die ihres Hochmutes wegen bekannt war. nie -inen Fuh in das KurhmÄ setzte, und die man nur im Viererzug oder von ferne rn ihrer Loge sah. (Fortsetzung folgt) 8 Llhr: Eröffnungsvorstellung des Zirkus Bar- num und Dailey. — Eaf4 Leib, 8l/j ^lhr: Lichtbildervortrag der Liga zum Schuhe ter deutschen Kultur. — Astoria--Lichtspiele, ab heute: „Seepiraten", 1. Teil: „Die Braut des Seeräubers". — Lichtspielhaus Bahnhofsttahe, ab heute: „Der Graf von Monte Ehristv", 4. Tett: „Die Rache". - Palast-Lichtspiele, ab heute: „Das Geheimnis von Schloh Hollowah“ und „Vorübung zur Ehe". — Der Zentra (verband der Angestellten (Zugendgruppe) feiert am Samstag, abends 8 41hr, im Philosophenwald sein Stiftungsfest. Der Festüberschuh findet für den Ausbau ter Zugendgruppe Verwendung. Ein gemütliches Zusammensein bei Sauer, Os- toaltegarten, am Sonntagabend beschlieht die Feier. (Siehe Inserat.) — Aus dem Stadttheaterbureaa. In ter Vorstellung „D e r Biberpelz“ am Freitag, 3. Rov., werden die beiten Hauptrollen der Frau Wolff und des von Wehrhahn von Rose Rubner und Oskar Feige, gegeben. Weiter sind mit größeren Aufgaben betraut die Herren: Telekh. Volck, Hell-- bo rn, Sjebtng, Jacob. Dechstein, Mebner t und die Damen Türk, Schubert- ter Palme ging es. fidel zu. . uho Qu Der Prinz war äuherlich ganz „Genre Lutz'', ; ‘^.7^ flebi grvh, schwank, von jener blonden nordischen Rasse, die sie nun einmal liebte, und ter junge Erker * r*v'" s Hr^tt fbb. Sranlfm te M -te ' Ri?,**». B-D kJ1 Mars,.,. Kirche und Schule Von !N- (Siehe 72. 890,- W' Holzverkohlung ,'lütgerswerke . Lcheideammlt . Bergmann . . Scbucfert. . . . Kaliwerk Aschersleben K aliwerk Westeregeln Laurahütte Oberbedarf Phönix Bergbau. . .. Nheinstahl........ Riebeck Montan . . . Tellus Bergbau.... Turnen. Sport und Spiel. — Der Gießener Radfahrer-Ver- fiurs 30.10. 77,50 265,- 155,- 900,- 82,75 100,- 7150 80,- 2100,— 395', 2100,- 3200, 3000.- 4300. iiura 1.11. 77,50 274,- 155,— 950,- 83,60 120,- 88,- Kirchliche Nachrichten. 3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Shnag- (Eüdanl.). Samstag, 4. Dov. Vorabd. 4,45, rnorg. 9> abds. 5,05 u. 5,45. - Isr. DeNgionSgesellschaft. Sabbatfeier 4. Dov. Freitag abd. 4,30, Samstag Dorrn. 8,30, nachm. 3,30, Sabbatausgang 5,45. Wochen gottesdienst: morg. 6,45, abds. 4,30. Markte. Berliner Produtteumarkt. Berlin, 1. QtoD. Infolge der anhaltenden Festigkeit am Devisenmarkt war auch heute Im Prvduktengcschäft die Tendenz wiederum recht fest. Offerten aus erster Hand waren bei vielen 440a- 550G- 4200,- -,- 50150,- 1025,— 89L0 115,- 90,- 71,50 90.- - 112,- - 5300, 5375a Handel. Berlin, I. Dov. Börsen st immungs- bild. Hinsichtlich des Ausmaßes der Kurssteigerungen stellt der heutige Börsenverlaus einen Rekordtag in den Annalen der Berliner Börse dar. Die Kauflust äußerte sich so stürmisch und war so umsangreich, daß btc Kursfeststellung im Gcvß- verkehr sich anfangs lange hinzog. Die Abgeber verhielten sich gegenüber dem Ansturm sehr zurückhaltend, so daß ganz enorme Kurssprünge eintraten. Diese waren am stärksten am Montanmarkt, wo von führenden Papieren Mannesmann und Rheinstahl ungefähr 2500, Deutsch-Luxemburger und Essener Steinkohlen 3650, Phönix 3000, Har- Den er 4000, Bochumer, Gelsenkirchener, Köln- Aeuher und Kattowitzer ungefähr 6500 gewannen. vamburfl ^mer. Paket 1190,— 1590,— 1160,— 1557,— Norddeutscher fkloyd. . 805,— 1085,— 810,— 1010,— «Hich empfehlen! Millionenfach bewährt I Gegen Fußschweiß und Wundlaufen Kukirol Fußbad Drogerie Wallenfeie. Marktplatz 21. «d d-S * •**( «00. isntfurt a. > _ tizen. er für $*onnerie ässe), 2V? Uhr nachm. - 06toaMatien’ ihins des 3rrins Bw ,e Mb, 8'1, W: Licht' ,um Schuhe der deutsch» itspiele, ab heute: ,€w }raut M Seeräubers. - nße, ab heute: .Der Sra' . Seil: „Die Aackr". - ule: „Das Geheimnis Don „Dockbung zur W‘- (verband der 2n- dgruppe) feiert ar u. im PhilosaphenvaL tiestüberschuß M *uppe ®erinento< habend beschl'eht die idttheaterbureaa )er Diberpelz aw tsg Hessen-Nasiau. fpd Frankfurt a. M., 1. Dov. Zwischen den Qcitungcn jjer Großbanken und den D a n k a n o e st e l l t e n ist es am Dienstag we- gen der Erhöhung der Gehälter zu keiner S i n i g u n g gekommen. Wie wir erfahren, lehnten die Bauten die Forderungen der Angestellten ab. Die strittigen Fragen sind nunmehr deut Schlichtungsausschuß unterbreitet worben, der am Donnerstag feine Entscheidung fällen wird. — Der Ausruf des Vereins , Frankfurter W i n i e r n o t" an die Bürgerschaft ui einer Hilfsaktien für die notleidenden Dürger- treise während des Winters hat einen reichen Widerhall gefunden. Bis jetzt wurden mehr als 20 Millionen Mark gespendet. fpd. Frankfurt a. M, 1. Dov. Unter den nassauischen Landwirten macht sich gegenwärtig eine starke Bewegung zur Wieder- einführun g d es Flachsbaues u nd der Leinenweberei bemerkbar. Es sollen Orts- i gruppen gegründet werden, in denen die Frauen ' und Mädchen in dem Gebrauch des Spinnrades 1 unterwiesen werden sollen. Frankfurt a. M., 1. Avv (Wolff.) Die Eerikanifche Armeeverwaltung in Koblenz hat auf die Ermittlung des Täters beim Aaubmord- dersuch a.tf den amerikanischen Major James 3auerwein eine Belohnung von 100 000, die Ev enbahnVerwaltung eine solche von 30 000, der AegierungsDräsrdent in Wiesbaden von 20 000 Dark ausgesetzt. fjMarburg. 1. Dov. Zur Deckung erhöhter ; Ausgaben für bereits beschlossene Erweiterungen gewerblicher Werke sind, wie in der gestrigen Stadtverordnetensitzung mitgeteilt wurde, noch etwa 14y2 Millionen Mark nötig. Diese sollen durch laufende Einnahmen und durch den Berkaus überflüssiger Straßenbahnwagen usw. gedeckt werden. Es kostet letzt eine Kilowattstunde Lichtstrom 50 Mk., Kraft ström 40 Mk. und Gas per Kubikmeter 50 Mk. Ferner wurde der Preis für eine einfache Munterbrochene Fahrt auf der Straßenbahn Datum: 5°/o Dtsch. Reichsanleihe 4% Dernleichen 3*/,% Dergleichen 3‘/o Dergleichen Dtsch.Svar-Präm.-Anl. 4% Preuhische Konsol» 4% Hessen......... Wlo Hessen 3% Hessen 4°/o Zolltürken 5% Goldmerikaner Kurs Kur» 30.10. 111.' 7750 77,50 260,- 275,- 155,- 158,— um die DerernAmeisterscha-st zeigen. Anzeige.) ein 1885 E. B. feiert am kommenden Samstag in der Turnhcrlle am Oswaldsgarten sein 3 7. Stiftungsfest. Der Verein wird an diesem Abend feinen Mitgliedern und eingeladenen Gästen ein aus allen Teilen des schonen Bad- Saalsportes Lufamrnengestelltes Programm, wie 6er Kostüm-Kinder-, 6er Damen-. Schul- und 6er Kunstreigen, gemischtes Kraftfahrer-Quartett, ler und 2er Kunstfahren, sowie 2er Radballspiel 13%,— 2700,- 1450,— 2550,- 3000,— 5600,— 2750,- 5600,- Der den anderen Dividendenpapieren bildeten Kurserhöhungen von 800 bis 1000 Proz. beinahe die Regel. Solche von 1500 bis 2000 waren nichts Seltenes. Bei dem außerordentlich lebhaften Treiden und den sich in den überfüllten Börsen» sälen drängenden und schiebenden Menschen ist es schwer, hinsichtlich des genauen Ausmaßes der Kursveränderungen zuverlässig zu berichten. Die Kurse unterlagen im Verlause stärkeren Schwanlungen und Spannungen von 300 Proz. und mehr zwischen Geld- und Briefkursen waren nicht selten. Beteiligte sich das Publikum schon sehr lebhaft im Großverkichr, so war der Kausandrang besonders in den zu Einheitskursen notierten Industmepapieren um so größer. Hier umlagerten die Dörsenvertreter m dichten Säraren die Maklerschranken, so daß bei wesentlichen Kurssteigerungen wieder mit starker Verspätung: bei Kursfeststellung zu rechnen ist. Bei Auslands- renten sind Kurserhöhungen von 300 dis 800 Prozent, besonders für Türken und 2000 Prozent für Mexikaner eingetreten. Von den deutschen Renten stiegen 3^/chroz. preußische Konsols um 15 Proz., 3proz. Reichsanleihe um 100 Prozent. Die sich für Anleihen der Länder seit einigen Tagen äußernde Kauflust bewirkte wesentliche Kurserhöhungen, heute auch für diese. Am Devisenmarkt hielt bei fester Grundstimmung die bisherige Geschäftsstille an. Außerdem ergaben sich für führende Papiere, wie Rheinische Stahlwerke Steigerungen von 2700 Prozent, Deutsch- Luxemburg 3500 Prozent, Gelsenkirchen 6400, Kattowitz 6000, Siemens u Halske 4000 Prozent. Auch ausländische Rentenwerte wurden durchschnittlich um 3 bis 800 Prozent in die Höhe gesetzt. Frankfurt a. M.. 1. Dov. Börsen- stimmungsbild. Der Effektenmarkt zeigte nach dem gestrigen Dörsenfeiertag ein sehr festes Aussehen. Das Hauptgeschäft wickelte sich auf dem Markt der Zndustriepapiere ab, wo teilweise wieder erhebliche Kurssteigerungen erzielt wurden. Am Dalutamarkte herrschte regeres Treiben, besonders in üngarnrenten. 3m freien Verkehr wurden Mansfeldrr 3075. Becker-Stahl 1875, Benz 1600, Brown Bowert 700, 3nag 1000 genannt. Zu wesentlich höheren Kursen wurden chemische Aktien gehandelt. Anilinwerte erzielten große Kurssteigerungen. Zuckeraktien sind ebenfalls gesuchter. Zellstossaktien setzten höher ein. Bankaktien waren bei ziemlich lebhaftem Geschäft erheblich hoher. Auch am Cinheitsmarkt konnte man eine entschieden festere Stimmung wahrnehmen. Der Dollarkurs bewegte sich zwischen 4550 —4600—4500. Die sehr feste Tendenz hielt im weiteren Verlaufe an. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- Schlutz. Schluß- Schluß. Agenten und Händlern noch knapp, bei anderen entschieden reichlicher. Weizen unb Roggen wurde zeitweise noch etwas Über den gestrigen Preisen bezahlt. Gerste bleibt knapp und ist in guter naher Ware gesucht Für Hafer fehlte ausgesprochene Festigkeit, da Mais loko Berlin verhältnismäßig billig angeboten wird. Das Mehl- geschäst war ruhig Für den Kauf von Hülsen» fruchten und Kleie ist man zurückhaltend. Weiten, märkischm 10 700—10 500 Mk. ^behauptet). Roggen, märkischen 9500—9400 Mk. (schwach, preis» haltend), Sommergerste 9300 — 10 000 Mk. (still), Hafer, märkischen 10 500— 10400 Ml (kaum preishaltend), pommerscheu 10 400—10 330 Ml., Mais, La Plata, loko Berlin 9700—9600 Mk. (schwächer), Waggon frei Hamburg 9600—9400 Mk., Weizenmehl (100 Kg.) 27 000 -29 500 Mk. (behauptet). Roggcnmchl (100 Kg.f 21 000—26 500 Mk. (behauptet), Weizen!leie 5000— 5200 Mk. (fest). Rog- gcnHcie 5000 - 5200 Mk. (fest). Raps 13 000 bis 15 000 Ml. (fest), Viltoriaerbsen 16 500—17 500 Mark, kleine Erbsen 15 000-16 500 Mk.. Peluschken 10750—12 000 Mk.. Wicken 15 000 bis 16 000 Mk.. Lupinen, blau 7500—8500 Mk., gelb 10000-11000 Mk., Seradella. alt 22 000 bis 26 000 Mk. Rapskuchen 6200 -6300 Mk., Trocken- schnihel 4600 Mk. Rauhfutter: Weizen- und *fDngmg imb Ouget 5Me Vorstellung .Der •BtberDela“ wird erstmalig am Sonntag abend Wiederholt — Am Donnerstag, 9 Rov., findet ttn einmaliger Vortragsabend des bekannten Sim» 1 »lissimus-Humoristen Roda - Roda statt. Where Mitteilungen über diesen Abend werden to4 folgen. — D ie DortragS-Vereinigung, die sch im vorigen 3a£r durch Zusammenschluß des Laufmännifchen Vereins, des Gewerbe-Deretns and des Goethe-Bundes gebildet hat. hat auch für diesen Winter ein abwechslungsreiches Programm «^gestellt. Als erster Abend ist vorgesehen ein , Melodram-Abend, zu dem Hvfrat Behren d aus Darmstadt gewonnen worden ist. Wie aus dem gestrigen Anzeigenteil zu ersehen ist, findet dieser Vortragsabend, nicht tote ursprrmglich bekannt gegeben, am 5. Rovember, sondern Sonn- jag, den 12. Rovember, statt. Landkreis Gießen. ♦ Lollar, 2. Rov. Ein Autounfall ereignete sich gestern an der Strahenkurve bei Kirchberg. Dort fuhr ein von Gießen kom- nendes, mit einer Warenladung nach Marburg 1 lestimmtes Lastauto in langsamer Fahrt durch he Kurve, als plötzlich die Steuerung des Wagens versagte und dieser seitwärts von >cr Landstraße herausfuhr. Er geriet an die Böschung der Lahn und stürzt e dort um. Hierbei wurden die beiden Insassen des Autos leicht verletzt. Die Warenladung und das Auto selbst famen ohne Schaden davon. Don Gießen herbei- geholte Hilfe sorgte für die Ausräumung der Waren und schaffte den verunglückten Wagen zur Reparatur. tt Großen-Buseck, 1. Rov. Am Freitag verschied infolge eines Schlaganfalles unserer langjähriger, allseitig beliebter Ortsgeistlicher Pfarrer Barth. Don feiner allgemeinen Wertschätzung in der Gemeinde und weit bar» iber hinaus zeugte seine dm Montag nachmittag ftottgefunbene Beerdigung. Das geräumige Gotteshaus konnte die ungeheuere Zahl der Leid- tragenben kaum fassen. Die Leichenpredigt hielt Pfarrer Groth- Rödgen, der in zu Herzen sehenden Worten die markante Persönlichkeit tes Entschlafenen schilderte und der weitgehenden Trauer um seinen Verlust Ausdruck gab. Am ®rabe legten der Kirchenvorstand, Schulvorstand, Ort-vvrstand von Großen-Buseck und Oppenrod, Frauenverein, Lehrer und Schulen, der Alte- Herrcn-Verband des theologischen Vereins Gießen und Dekan Guhmann im Damen des evangelischen Dekanats Kränze nieder. tt. Treis«. L, 1. Rov. Infolge der Heber» lafhmg des Ortsnetzes unserer elektrischen Licht- ' onlage, die D euanschlüfse von Bele achtungs- j tmlagen nicht mehr ermöglicht, hat der Gemeind erat in seiner letzten Sitzung einstimmig ten Vorschlag des Elektrizitätswerks zu Hießen gutgebeiben, das Ortsnetz zu Der» fiärfen und tie bedeutenden Kosten von über 1 Million Mark auf die Gemeindekasfe $1 übernehmen. Den Lichdabnehmern entstehen durch bte l Ilmvxmdlung der Lichtstärke ebenfalls bedettende I Kosten, insofern sie ihre sämtlichen Ärktrischen Birnen durch andere ersehen müssen. Doch können sie dieselben in Dachbargemeinden verwenden, die ' mit uns seither die gleiche Stromstärke hatten. Der Umbau der Geltung bzw des Transformators wird in aller Kürze erfolgen. Kreis Büdingen, * D i d d a, 1. Dov. Morgen kann der Gewerbelehrer Edmund Enders auf eine ! 25jährige Tätigkeit als Lehrer an der hiesigen Gewerbeschule zurückblicken.Der Jubilar erfreut sich in weitesten Durgerkreisen der größten Wertschätzung. Starkenburg und Rheinhessen. * Mainz, 1. Dov. 3n der Gemeinde Zvrnhe im ist es den 'Bemühungen des dortigen Bürgermeisters gelungen, 160 Zentner Kartoffeln kostenlos für die 1 Mainzer Stadtarmen aufzubringen. Hin weiterer Waggon Kartoffeln wurde von derselben Gemeinde zu ermäßigtem Preise für hie wirtschaftlich Schwachen unserer Stadt geliefert. aus 1 0 M k. festgesetzt. — Zur Bewilligung der außerordenttichen Ausgaben bei der Haupt- Der toa 11 un g sind, wie in einer weiteren Vorlage mitgeteilt wurde, 8 793 000 Wk. nötig, weil die sprunghaft gestiegenen Preise für Löhne und Materialien zur Weiterführung bzw Fertig- stellung der Arbeiten nicht mehr ausreichen: so erfordert z. B. die Lahnrcgulierung anstatt 3Vi jetzt 6 Millionen. Die Vorlage ging an die Kommission zurück. 9tl1W Btt , w/r Dib n9i|Ae*. 'S’S'Sg ^Qct im Ä Mr. eine n *** reichS'^ nilf gemacht«-^ 5 erschen Ä' bedeutend ^2°"« 1 Hl Md«? t hi iah’ nr 5U. bem Deubewerb rrf1 ncr '9ftein' del- al; vfsenesSchlie, c;J cEhrenpreis Herrn O. Drück- endschliefen für Meißen. Offenes tttief.l. unb tzhren» 1 ^errn Hartmann, Rollten, M Dr. tzrb, Mfltal, M D. Mn. cunöau, Des. 0. Denzel- liefen für Fvs- v- Sollten, Des. N. har'- )e v. KinziglA, M ä. h. Kinzigtal, Del ilingsschliesen für Ehrenpreis Lotte @rün- ^312. Preis Srda Hr- nmn, ©leben. 3. Preis s. 0. Kreis, Hanau, «raussagc ceitag: mit Shmern, zeitweise veflwmd, Wer. im Aorden hat sich sehr nit zeitweise stümifchsn utsnerauaen —\Hornhaut,Schwielen Jwarzen beseitigt schneiI,sicher u. schmerztas * Kirchenvorstandswahlen. unterrichteter Seite wird uns geschrieben Einige Kirchengemeinden Oberhessens haben nach der Wahl der Kirchengemeindevertretungen bereits auch neue Kirchenvorstände gewählt. Es muh baraitf aufmerksam gemacht werden, daß das rechtlich nicht zulässig ist. Die neue Kirchenver- fassung vom 1. 3uni 1922 beftimmt in § 20: ,Die Kirchengemeindevertreter werden nach einer von der Kochencegierung zu bestimmenden Form auf treue und gewissenhafte Ausübung ihres Amtes verpflichtet und in ihr 'Amt eingewiesen." Eine solche Verpflichtungsform ist von dem hiernach zuständigen Erweiterten Oberkonsistorium noch nicht bestimmt worden; eine Einweisung der Gemeindevertreter m ihr Attt war dangch unmöglich und jede von ihnen Dorgenommene Amtshandlung ist ungültig. 2luch die bisher Dorgemwmmenen Kirchenvorstandswahlen find nach § 20 der Verfassung zweifellos rechtsungültig. Es ist also dringend anzuraten, weitere Kirchenvvrstands- wählen vor dem Erscheinen der Verpflichtungsform im Verordnungsblatt nicht vorzunehmen. Bochumer Guß .... 7300,— «500,— 6300,— —,— Buderus......... 3000,- 4800,— 2775,— 4600.- (Laro 2305,- 4500,- 2300,- 4450,- Deutsch-Luxembnrg. . 6200,—10C00,— 6150,-14000,— GelfenkirchenerBergw 6«o0,—13500,— 6/uO,—170W,— Harvener Bergbau. . 16000,-24000,—15250,—26000,— 3650 — 5000,— 3325,— 4000.- 21 Hfl. Elektrizitäts-Ges. 1980,- 3100,- 1975,- 3050,- er — Mitteldem. Ereditbank 600,— #o0,— 650,— 750,— Oesterr. Crediianstalt. 530.— 730,— 505,— 743,— Roggenstroh, drahtgeb. 2500—2600 Mk., Haser- sttoh, drahtgeprcßt 2500—2600 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 2500—2600 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken. Vormahd 1450—1550 Mk.. Dachmahd 1400—1450 Mk. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 1. Dov. Getreide, Hülsenfrüchte und Biertreber ohne Sack, Weiten- nrehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Weizen 22 000 bis 22 500 Ml., Roggen 19 500 bis 20 000 Mk., Sommergerste für Dra ^zwecke 20 500 bis 21000 Mark, Hafer 20 000 bis 21000 Ml., Weizenmehl Spezial 0 32 500 bis 35 700 Mk., Roggenmehl 22 500 bis 26 500 Mk., Kleie 9 500 bis 9 800 Ml. Tendenz fest. Siemens & Halske. . . 505a— 8000.— 5350,-10500,— Adlerwerke «Heuer. . . 755,- 1000,- 792,- 950,- Daimler Motoren. . . . Soft- 1700.- 800,- 1475,- ■vcntiflenftaebt 1425.— 170a— —,— —,— Äieauin 2700,- 2800,- -,- 3000,- Metallges. Frankfurt. . 4275»- 7000,— —,— —,— Schuhfabrik Herz.... 949,— 95a— ——,— Sichel. . ........175a- 2000,- -,— Seöitoff Waldhos .... 1700.— 2425,— 1800,— —,— Snckeriabr.^rankenihal 2260,— 2600,— —,— —,— äuckerfabrikWaghäusel21W.— 2W0,— —,— —— Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Amttiche Dotierungen. Bückertisch. — 21 ug i ft Messer, Kommentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Verlag von Strecker und Schröder, Stuttgart. — Das vorliegende Werk des Gießener Philosophieprofessors ist der Ertrag einer mehr als dreißigjährigen Beschäftigung mit Kant und der überreichen Äantliteratur. Als Ganzes bietet der Kommentar den wesentlichen Gedankengehall und alle Einzelerläuterungen und Degrrsfsdettungen ir. fortlaufender Darstellung, so daß er auch für sich gut lesbar ist. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Amerika lehnt die Slnladung zur aktiven Teil» nähme an der Orientfri:denskonferenz ab. London, 1. Dor. (WTB.) Dach einer Reutermeldung aus Washington haben die Vereinigten Staaten die Einladung der Alliierten wegen aktiver Teilnahme an der Konferenz für den nahen Osten formell abgelehnt. Ein englisch-spanischer Handelsvertrag. Madrid, 1. Dov (WTB.) Der spanisch-englische Handelsvertrag ist gestern unterzeichnet worden Derhandltmgen zwischen ‘Bulgarien und Jugoslawien. Belgrad. 1. Dov. (WTB.) Der bulgarische Ministerpräsident S tarn bu lins ki trifft tn den nächsten Tagen in Belgrad ein. Es werden mehrere zwifch-u Bulgarien und Jugoslawien schwebende Fragen besprochen werden, so auch die Frage des Zuganges Bulgariens zum ägäischen Meer, in der Jugoslawien Bulgarien keine Schwierigkeiten bereiten wird. Der frühere englische Krirgsrninister über die bevorstehenden Wahlen. London, 1. Dov (WTB.) Der frühere Kriegsminister Evans hat in C o l ch e st e r eine Rede gehalten, in der er sagte, wenn das Ergebnis der Wahlen es Bonar Lato möglich machen sollte, die Regierung zu bilden, werde er ihn unterstützen. Wenn aber, was wahrscheinlich der Fall sein würde, keine Partei im Stande sein würde, die Regierung aus ihren eigenen Mitgliedern zu bilden, dann werde er sich die Freiheit Vorbehalten, mit den Dationalliberalen zusammenzuwirken. Französische Kriegrgerichtsurteile. Lille, 31. Oft. (Wolff.) Dach einer Havasmeldung bat das Kriegsgericht gestern in contumaciam verurteilt: den deutschen Generalmajor Schmidt, Gouverneur von Maubeuge, sowie den Gendarmerie- brigadier Schmidt zu je zwei Jahren Gefängnis und 200 Franks Geldstrafe wegen Gewalttätigkeiten, die sie während der Besetzung tzegen Einwohner von Maubeuge angeblich verübt haben; ferner den bayerischen Hauptmann Baherlein zu fünf Jahren Gefängnis und 500 Franks Geldstrafe wegen eines angeblich in Lille während der deutschen Besetzung begangenen Weindiebstahls zum Dachteil H. Hugot. Verbot einer Zeitung. Berlin, 1. Dov. Die Bergisch- Märkische Zeitung ist nach einer Meldung des Berl. Lokalanz. auf acht Tage für den Brückenkopf Düsseldorf mit der üblichen Begründung verboten worden. Span -GlühkÖnpen Marke * PFeil/' sparen laut technischen Untersuchung 25% Gas w— 1350,- 1550.- 6010.— 7300,- 3650,- 4200,- 2810,- 4200,— 2475.- 8600,- 2626,- 3600,— 2125'- 2500'- Vermischtes. Absturz eines Flugzeuges. Berlin, 1. Dov. Das Flugzerg Paris- Prag — Warschau ist nach einer Blätter- Meldung aus Härfchberg (Schlesien) an den Dis chofs stein bei Wickelsdorf in Böhmen a n- gefahre n und explodiert. Der Flugzeugführer wurde getötet, der franzöfifche Begleit» offizier schwer verletzt. Das Flugzeug ist vollständig zertrümmert. Gin neue- Fluggelande für de« Hegelflug. Berlin, 1. Dov. Dach einer Meldung des „Berl. Lokalanzeigers" aus Breslau sollen nun auch im oberen Kahbachgebirge, einem Vorgebirge des Rtesengebirges, Segelflüge veranstaltet werden. Bereits im kommenden Frühjahr soll mit den praktischen Hebungen begonnen werden. Es sind bereits einige Preise für gewisse Flugleistungern ausgesetzt. Eisenbahnbeamte als Kohlenschieber. Berlin. 1. Dov. Zwei Eisenbahnbeamte, die nach und nach 10 0 Waggons Steinkohlen an Händler verschoben hatten, wurden gestern von dem Schw irgericht in Aurich #1 zwei bzw. zweieinhalb JahrNn Gefängnis verurteilt. DauernfangerarbeiL. Berlin. 1. Dov. (Wolff.) Drei Millionen Mark wurden einem Landwirt, der fein Gut in Posen verkauft und den Kaufpreis in Berlin erhoben hatte, von Bauernfängern rm ^Kümmelblättchen" abgenommen. Der Kriminalpolizei ist es mit vieler Mühe gelungen, die Bauernfänger ausfindig zu machen und hinter Schloß und Riegel zu bringen. Ein großer Teil des Geldes konnte zur Stelle geschafft werden. Sin Werber für die Fremdenlegion? Berlin, 1. Dov. (Wolfs.) Heute vormittag wurde nach der „D. Z. a. M." auf dem Schlesischen Bahnhof der 18jahrige wohnungs- und stellenlose Michule Bretkowski von der Kriminalpolizei fest genommen unter dem Verdacht, einen jungen Kaufmann zur französischen Fremdenlegion verschleppt zu haben. Gine wichtige Erfindung. Paris, 1. Dov. (Wolff.) Havas. Der „Matin" meldet, daß Edward Belin, der Erfinder der ilebertcagung der Photographie und der Sch ift auf telephonischem W ge, einen Apparat erfunden hat. der das vollständige Geheimnis der Radiotelegraphie und der telegraphischen ilebermlttelung wahrt. ^enientwerktzeidelberg 2100,— 2300,- Philtrw Hvlzmann . . . 12/a,— — ?lnglo-Cont.-tAunno. . . 6400.— 7750, Badische Anilin 3550,— 4600, Goldschmidt........ 3030,- 4300, (Srievbciiner Electron. 2410,— 4000, höchster Farbwerke . 2650,— 4000, 3900,- —,— 3900- 5600, 6200,-13000- -,-11000, 6800-12000'- 6700'-14M0,' 7100,-12000 - 7200,-12500, 1727'- 2300.- -'- Datum: 31. Oktober 1 November Geld Brief Geld Brief Antw.-Brüssel . 2>9,75 291L5 L>7,- 298.50 Holland...... 1775,50 1784,45 178550 1794.50 London ...... 203,65 204,35 203,24 20125 Pariö....... 317,25 318,75 322.15 323.85 Schweiz...... 819,95 824,05 822,90 827.10 Svanien..... 692,25 695,75 692,25 695,75 Iialien...... 180,56 18145 192,- 193,- ^lsjabon-Ovorto 913J0 919'^0 Dänemark.... 918.30 91120 Norwegen.... Lchweden .... 820.% 825,05 817L5 822.05 1211,95 1218.05 1201,95 1208,05 HelsinflsorS ... 114,75 115,25 455110 ■■■,* dieuvork...... 450120 45213X0 4573.90 Teulsch-Oesterr. 5.68 5,72 5.73 5.77 Budapest..... 175,90 176,10 179,90 180,10 Prag........ 143,85 14165 143,22 14102 Sona....... --e—' —/— erschreckt und eine Seitenbewegung machte. Gießener Radfahrer-Verein (885 (E.v.) halle am Oswaldsgarten o3 ß) o Georg Fendt, Regierungsrat. Gießen, Oktober 1922. D Ss ist heute Kirchberg, den 1. November 1922. oioeae Die Beerdigung findet statt: Freitag, 3. November, nachm. 2Uhr. 6647 D Tüchtige ■ Ihr nung erfolgt. 9721D 9704 gesucht. 9712 mittags Wesianlage 321. sich ebendaselbst melden. 97130 empfiehlt 9723 Samstag, den 4. November 1922, abends 8 Ähr pünktlich, in der Turn- Meine Verlobung mit Fräulein Gisela Bertog, Tochter des Herrn Generalmajor a. D. Bertog und seiner Frau Gemahlin Toni geb. Paasche beehre ich mich anzuzeigen. für tagsüber ob. für einige Stunden sucht Frau von Eicken, ftriebridiftr. 37 •••••••••••• iett, .et» MMWS SiWslASWeü gegen hoben Vobn Ein Junge von hier fuhr tm OuR L ZL mit einem mit einem Pferd bespannten leichten Pritschenwagen vom Marktplatz in die MLuz. U718y 37.ZListungsfeft mit reichhaltigem sportlichen Programm und anschliehendem Ball. Der Vorstand. Es haben nur Mitglieder und butch den Vorstand eingeladene Gäste Zutritt. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 [OT05c abends 8 Uhr, im Ei' sellschafis-immer L Caft Aftoria Generalversamniliii. Wegen d.Wichligke il derTagesordn wird um Erscheinen aller Mitgl. dringend fltl. Gäste willkommen. 9725V Der Vorstand. (Stellengesuche) Juilger, WWW in allen Köchern der Lebenemlitelforanche verlraut, schon selbständig Geschäft geführt, mit prima Zeugnissen, sucht per 1. Dez sich zu verändern. Schriftliche Angeb. unter 9728 a. d. Gies;. Anz. erb. Frische und geräucherte 8'fche yaur mit freiwerdender 5» ob. 6=3 im.= Wohn. ob. klein. Landhaus mit Garten v.Selbst- känser zu taufen ges. Volle Aus- zahlung.Schriftl. 2lngeb. u. 010101 a. b. Gieh. Sina. Gebrauchte Sädt aller Sorten, wie auch Sacklumpen und Juteemballagen, kaust Höchstzahl. [9720ss G. Kch, gfltlsniae/B., V«lichanislk.k. IHLZine von gcbild. Dame sofort gegen gute Bezahlung gesucht. Hotel Lenz, 0,01.6 Zimmer 16. Solider Herr sucht gut möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension. Schrift!. Angebote mit. 010104 an den.Gicsi. Auz. des r europäischen Barnum u. Bailey 5k Direktion: Zirkne Henny Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir mit, daß unsere innigstgeliebte, unvergeßliche Schwägerin, Tante und Großtante Elisabetha Geißler am 31. Oktober, nachmittags 4*/i Uhr. Im 78. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Geißler II. Witwe. Wram. Morgen Freitag«! Postkeller: 9721=1 Bern. Chor. Dickwurz aus Lager Fritz Rumpf ZozelSgasse 9 [0101131 Televbon 1378. Kegen Anstellung oder Beteiligung stelle meinen Bnreauraum nebst Lager zur Verfügung. Telephon evtl, auch Fuhrwerk vorhanden. Schriftliche Angebote unter 010100 an den (Siebener Anzeiger. Schöffengericht. G iehen, 31. Okt. 1922. Gin Fahrer der hiesigen Mcrschinengewehr- fompagnic entwendete aus einer Baracke des Pionierparks mittels Einsteigens 20 Zeltbahnen verkaufte sie zu 2000 Mk. einem Detonarbeiter aus Stelchrndorf. der zur Zeil in Darmstadt ni- öfterer erhielt wegen schweren Diebstahls drei Monate Gefängnis, letzterer wegen Hehlerei die gleiche Strafe. Wegen Diebstahls von Gummiwaren im Min- destwert von 2500 Mk. zum Nachteil der hiesigen Gummtfabrik wurde ein Arbeiter von hier an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 20 Tagen zu einer Geldstrafe von 3000 Mark verurteilt. Ein wegen Diebstahls vielfach vorbestrafter Arbeiter aus Holzhausen, Kr. Minden, wurde wegen mehrerer Entwendungen von Kartoffeln mit sechs Wochen Haft bestraft. Ab heute bis eineohlleßl. Sonntag: „Der Graf von Monte Christo“ IV.Teil: „Die Rache“ Ferner: Ein vorzügliches Beiprogramni. Anfang 4 Uhr letzte Vorstellung 8.30 Uhr Erstkl. Solistenorchester. MMWWMA 5.— 11. November. Aussührl. Programm und Slartenuerfaitf bei (rimLiter, Blnmcnh. Dietz, Ferber sche Univ.-Buchbandlniig, Friseur Reich [Neuen Baue 3), Univ.-HauSverwalter Ritter. CT2l)v Wegen Becübung ruhestörenden Lärms erhielten ein Arbeiter von hier und dessen Ehefrau in Anbetracht des Einstandes, daß sie zu der Tat gereizt waren, Geldstrafen von 10 und 6 Mark. Ein junger Schlosser hat aus einem Lager in der Rähe des Bahnhofs zwei Hanteln gestohlen. Daß der- Diebstahl mittels Einsteigens geschehen ist, konnte nicht uachgewiesen werden ebenso nicht, daß es drei Hanteln gewesen seien. Er muh seine Tat mit zwei Wochen Gefängnis bähen. Bieberaus roh und brutal hat sich ein junger Bergmann von hier gegenüber seiner hochschwangeren Braut benommen. Er hatte wegen Streitigkeiten mit seinen zukünftigen Schwiegereltern das Verlöbnis gelöst und wollte von seiner Braut den Bing zurückhaben. Da diese sein Verlangen nicht erfüllte, drückte er sie, wie er heute sagte, „leider nur wenig" am Halse, gab ihr eine Ohrfeige und stieh sie zur Türe hinaus. MMliefkl 42/43, sehr gut erhalten, zu verk. 010096 Kaiserallee 32 p. Ein Paar braune Halbschuhe Gr. 39. bitt, zu verk. E. Schott, »10093 Walltorstr. 24 I. Grünberg, den 1. Aovember 1922. Bürgermeisterei Grünberg. Ranft|. Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt, einen fetten Schafbock zu verkaufen. Schriftliche Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum 6. Aovember I. 3- bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Bedingungen daselbst. Gleichzeitig kauft die Gemeinde einen jungen Schafbock und einen Simmentaler Dullen an. Besitzer solcher Tiere wollen V) Scbiklob Winler- LMcrManu ulö Wächter gcs. | 7- Gr. Skewweg 16 Ji£ Zuni 15. November bcstttts MWcu für tagsüber s. Hausarbeit gesucht. 010-92 Moltkeftrahe 16. bürg, als von der entgegengesetzten Seite her die Elektrische kam. Letztere erfaßte den Wag> dessen oberer Teil in Md Schaufenster des Bäcke. mcisters Aoll flog, während das Hinterrad zerbrach. Der Führer des Strahenbahnwagens war beschuldigt, zu schnell gefahren zu sein, während dem Jungen zur Last gelegt war, in die MäuS- bürg eingefahren zu fein, ohne sich zuvor davon überzeugt zu haben, dah kein Strahenbahnwagen herannahe. Beide Angeklagte wurden freige- sprachen. Ersterer, weil nicht nachgewiesen wurde, dah er zu schnell gefahren sei, letzterer, weil sein Wagenkasten nur 2 Meter breit wer und das Einfahren in die Mäusburg deshalb zulässig war, und weil der Zusammenstoh offenbar nur um deswillen erfolgte, well das Pferd Sonöitotei GMm Plockstrahe 9. Tücht. erste tetierin per sofort gesucht. kesAisicr (üolii, 9707 Wetzlar. Stadttheater Freitag, 3. Nod»r 5. Zrettag-M.VM Wegen Erkrankung d-Frl. Lu Wander Bet Blöeroelj. Eine Diebskomödße in 4 Akten von ©erj. Hauptmann«»«: Anf.7,Enbe9V-Ub-r. Steinbach, am 30. Oktober 1922. _____Bürgermeisterei. Krämer.______ Holzsubmissio«. Montag, den 6. November 1922, vormittags 8 Uhr sollen aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda folgende Holzsortimente im Submissionswege vergeben werden: 1 Fichten-Stamrn 2. Kl. mit 1,32 Fstm. 13 Fichten-Stämme 3. Kl. mit 19,02 Fstm. 25 Fichten-Stämme 4. Kl. mit 24,10 Fstm. 80 Fichten-Stämme 5a Kl. mit 51,93 Fstm. 165 Fichten-Stämme 5b Kl. mit 46,86 Fstm. Das Holz ist mit Rinde gemesien und entrindet. Angebote, nach Klassen getrennt und mit Aufschrift versehen, sind bis zu obigem Termin bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder Vermerk usw. versehen, werben nicht berücksichtigt. Es wird empfohlen, da Käserholz barunter, vorher zu besichtigen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Förster Franz, Allendorf a. d. Lumda, zeigt auf Wunsch das Holz vor. Allendorf a. d. Lumda, den 29. Okt. 1922. Hesi. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Stein. 9668 D | Mietgesuche j Jg. Ehepaar sucht möMerte Mm. - Näh. bei Fritsche, „Deutsches Sans". Japaner (Stubent) fncbt mil. Zimmer mit Heizung 11. Licht bei guter Familie. Schr. Angeb. unter 01(;091 g. d.Gieh.Anz. Kaufe fortlaufend von 3—5Psb. schwer. Zu nielben bet 9711 Heinrich Euler, Frauenklinik. 4—V-Tonnen- Last- wagen Udwultz! ober gut erhalten, hetannte Matte, entl.milllü- hänaet. zu kaufen gesucht. M- gehote mit «ngahen fldet Baujahr, lir. nah Störte ites Ma fors iifro. au -»v Sklikls-SpniSel töhnhetg/£ahn. Üifltioiiültaijcn mit einer ob. mehreren Schubladen, mit Nummer-undPreiS- Ang. kaufe fot.[9675A Paal llanthey, Bsrlla-Staglits, Kissinger Strahe 7. Gespielte, aut erhalt. Hltarre, Laute und Mandoline a. Brivat- hand zu kaufen ges. 0100^9 Kreuzplata 3 I l. Cut möbliertes Zimmer für soliden Herrn (Taueruiieter) ges. Preis Rebensache. Sehr. Anged. unter 010115a. d. (^ieü.Anz. Möbl.Mnier bei guter Bezahlung gesucht. Schr. Angeb. u. 010111 a.b.G. Anz. |Stellenangehote| Tüchtiger C. G. Kieinhenn, Babnhosstrahe 59, Telephon 66. Verschiedenes! Wo kann eine Studentin täglich im geheizten Raum zwei Sd'un- Klavier ita? Schr.Ang.m.PreiSu. 010103 a. d. G. Anz. Er meinte tn Der Verhandlung, bas werbe ihr wohl nichts geschadet haben. Aur mit Rücksicht auf seine Llnbestraftheit kam der Angeklagte nochmals mit einer Geldstrafe davon, die aber in Anbetracht seines hohen Wocheneinkommens und der jetzigen Geldentwertung auf 6 0 0 0 M k. bemessen wurde. Ein Schütze vom hiesigen Infanterie-Regiment hat in betrunkenem Zustand in einer Iuli- nacht einem Kameraden mit seinem Seitengecvehr eine erhebliche Wunde beigebracht, wegen der dieser 6 Wochen im Revier und Lazarett war. Deck Wachhabenden der Zeughauskaserne, auf die er gebracht worden kvar, hat er ausdrücklich den Gehorsam verweigert und sich ihm gegenüber mit Wort uird Tat unmilitärisch benommen. Auch hat er zwei Kameraden, die ifjn dahin verbracht hatten, mit Fäusten geschlagen. Er erhält eine Gesamtgefäfignis strafe von drei Monaten 2 Wochen. | Kaufgesuche | Eine trächtige ober Milchziege au kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 010105 a. d. (Siebener Anzeiger. Eddie Poäo’s erster Großfllm dieser Spielzeit .Seepiraten* 6 TeUe 36 Akte 1. Teil: „Die Brant desteäubers“ ab heute bis Sonntag in Astoria-Lichtspiele Seltersweg. 9706c MlWlM Herrschaftliche K-7M.VDW in Gießen für Anfang nächsten Jahres gesucht. Gleichwertige Wohnung in Braunschweig vorhanden fevtl. Ringtausch). Schriftl. Angeb. unt. 97290 au den Gicsicner Anzeiger. Ich suche herrschaftliche H-tankn| in Gießen für Anfang nächsten Jahres. Tauschwohnung auswärts vorhanden, lohe taifcglÄ zypcM! Schriftliche Angebote unter 9711D an den Gietzener Anzeiger. «•®ee»tese»ee »Palast-Lichtspiele» ® Gröfltes njomehmstesTheater am Platze d © Ab heute: 010110 @ |EhsterCarena| |fc Minis ms Ällillmj: ein wundervoller Film in J 5 Akten. Ferner: MWMMr M Lustspiel in 5 Akten. 2 leeeeeeseeeee© Beglaubigte Abschrift. St. B 103/22. Ausfertigung. 3n der Privatklagefache bes Fräulein*Hilba Neureuther in Giehen, Schanzenstrahe 1, vertret, durch Rechtsanwalt Fischer in Gießen, Moöeilfchreiner perfekt im Polieren, stellt ein Carl Kling. mechanische Schreinerei, G. m. b. H. __Wetzlar. Tüchtige Metallsormer gesucht. Wetzlarer imtaöfabrif G.m.b.h. ___________Wetzlar.__..«v Heiterer, zuverlässiger Chauffeur gesucht, der in der freien geit Schlosserarbeiten verrichten kann. Schriftliche Angebote unt. 9694 v a. d. Gietz. Anzeiger. 6» Mltet MltMUH SlellNWlM für Licht- und Kraftanlagen kann sofort eintreten. Gelernter Schlosser oder Spengler bevorzugt. 9708D MMmUslW Imhof, stfiotttii. MaNoos- M« gesucht. Sännlnaer G. m. b. H. Gießen._____6679 Schnhmacher- gehilfe auf erstklassige Neuarbeit sofort gesucht. 21. Homnel, 010065 Plockstr. 11. zu verkaufen 9710 Heuchelheim Wilhelmstrasie 7. 3ü ueEtanfen 1 Heizofen in. Rohr., 1 Stamm j. Hübner März brüt 22. nl0,97 Hardt 1, gtaflan. Uinderwagen zu verkaufen. 010109 «al)Nl)ofstr.62Illl. Fast neues [u7lv Fahrrad zu verkaufen. er^ fronen bei.*t«erio, M. A.-C., Plockstrasie 5. Eleganter Püppclwagt» au verkaufen 010107 Wcftanlage 39 II. Lefanchenx mit Munition zu verk. 3u erfrag, i. b. Ge- schäslsst.b. G. A. 0>0^V1 5u verkaufen: 1 Kinderbett liveih, Drahtgestell», 1 Srin derstüblch., Dam - und Kinderschuhe, (Slislampen m. Zubehör, Spielsachen. Zu besichtigen vor- gegen 1. Frau Karl Wagner in Giehen, Teuselslustgärtchen 4, 2. deren Tochter Frau Marie Habicht daselbst, Angeklagte, wegen Beleidigung hat das Hessische Schöffengericht Giehen in Giehen am 19. September 1922 für Recht erkannt: Die Angeklagte Marie Wagner geb. Fink oerw. Gebhardt geb. am 27. April 1870 zu Watzenborn, vorbestraft, Ehefrau des Tag- löhners Karl Wagner in Giehen, ist der Beleidigung nach §§ 185, 200 Str. G. D. schuldig und wird in eine Geldstrafe von „Dreihundert" (300) Mark, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit 15 Tagen Gefängnis zu verbühen ist, und zu den Kosten des Verfahrens, soweit es gegen sie gerichtet ist, einschliehlich der der Privatklägerin erwachsenen notwendigen kosten verurtellt. Der Privatklägerin wird die Befugnis zuerkannt, den entscheidenden Teil des Urteils auf Kosten der Angeklagten Wagner durch einmalige Einrückung im Giehener Anzeiger öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteils- forme! wirb beglaubigt und die Dollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Giehen, den 3. Oktober 1922. (L. S.) gez. Keitzer, Iustizinspektor, Gerichtsschreiber des Amtsgerichts. Für die Abschrift und Veröffentlichung: _________Fischer, Rechtsanwalt. [9727D Bullenverkauf. Die Gemeinde Grünberg beabsichllgt einen Simmentaler Dullen auf Submission zu verkaufen. Angebote sind ver- schloffen auf pro Zentner Lebendgewicht bis zum 9. Aovember, nachmittags 2 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo dann sofort die (Stoff- Gab. St.-V. SIilD. W. Freitag, 8Va U, kettet: Verelnsabeml mit Dipl.-Aoag. Wl,v F-ni 3. XL geaekL ■ Jj XL 3 üb». Anin. E3 er»v M. W.B perfekt im Kochen u. im Haushalt, sacht Stelle. Schrift!. 8lng. unter 9716 an b. Gieh. Anz. Für anständ., willig. Mädchen Ansangsstelle in einem Geschäft gesucht. Schr. Angeb. u. 010108 g.b. G. Anz. Verkäufe 1 Haus z. t ges., ö-Zim.-W. k. überl. m., Zahle evtl, auch laufenbe Rente. Diskretion gegens. Nur ganz aussührl. schr.Aug.u- 0100^8 a. d. G. Anz. {Empfehlungen | Herde I u.Oefen Edgar Botrmann, Eisenhandlung. 'Scafitn sÜecArt wetdeneichfähigber- gestelli.Xar!8edwlilt. Neuenweg 42. 01111 Eröffnung! Gieren; „Oswaldsgarten“, °10°” Vorverkaufs Zigarrengeschäft Petersen, Marktpl. Täglich ununterbrochen Raubtierschau k sowie von 10 bis 12 Uhr große Probe. Zungevam sucht zum 15. Märi 1923 bis 1. Mai 1923 WrcteAmM gegen gute BezaL- lung. Angebote unt. A. an Hao- fenstcin & Vöglet, Marburg. [9673.4 I Vereine -S- JÄ-1 rkti durch auchb"^ ^^'«"nnzelner^ -r,ch< ige Hb"' "trnlt,5etn|pre 5KA7 "Ätz;. „eMkions Reichs llnfer 2tl1 «tfa* lauften alle -Kettung der W U ungunWnS Spannung erwarte konunission nach vernünftigerweise Denn es ijt aber am nächsten beim Reichslanz e aus.dchderHauP moralischen Kampst der Aeichsstnanznn (bet ötunte emen - nehmen hat. Mr. dell sich doch M de ininisteriellen Desteü gen. Der Dornyend bet seinen Dersöhnn weis auf die W Austrag derartiger eignet sei. Aber wa diesem "peinlichen < [assen? Warum W sofort vertagt? De tentien“ wird mit S< nommen haben, dah dchrozesses, der ehe abhängigen „Freihe er tämpfe gegen die srmrrzeit Dr. Helfs Deiches Schauspiel Aber ach sonst hck des Empfanges. 2 ganz allein gegenüb reiteten Werfall fern. Er ist seit Tag politischen Sorgen i ländischen Finanzsa Konferenz nach Vr schon der Empfang, M dieses erbetene ganze Äervenkrch t nes. Die StaaiLseko mann, die sozusagei gisfeur des Films s sie sind doch nicht die erste Stelle des ternchmens, das jet bedingt ein neuer 2 Werden müssen, der Dathenaus fottsegt t anfniWit. Das ist ( 8er Seile zni Voll Weren Woche gesc Vorberatungen des L^i.anzministeri Mgramm ausgöarl h9et Degenplan, n ^nskommissivnL Wfeitf ist dies leid edlgllch gewisse Dic 3oÄnmit-?Qrtfr i W über die ^lben zu SS? sS'Ä? fefllt. $i §an der Hunte« S in fcÄ ÄS' Wellen e, 'Wftl,QK5 feste 3? M 9t, sZvi' kSj*