irt a. M. 11886. Ur. 231 Erscheint täglich, eefctt Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: Gießener Familienblätter R-natliche vezuarpreife: Mb. 102 - undMK. 8- Trägerlohn,durch diePost Mk 125. - .auch beiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: fiftdieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Stehe«. Postscheckkonto: 172. Jahrgang Montag, GWnerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck mrt Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Sktnöruderei R. Lange. Zchrtftlettuug, Seschäftrstelle und Druckerei: 5ch«lstratze 7. 2. Oktober 1922 Annahme von Anzüge» für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorder ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen d 27 mm Breite örtfid) 400 Pf., auswärts 500 'Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite 1600Pf. BeiPlatz Vorschrift 20 °,e Aufschlag Hauptschriftleits: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. (Bocli, für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beär, sämtlich in Giehcn. Aus dem Kapitel „Hohenlohe" der Erinnerungen Kaiser Wilhelms II. „Ereignisse und Gestalten" aus den Jahren 1878—1918. über Mexiko und Zentralamerika, der Oeffnung (Fortsetzung.) Ich nahm daher auf Wunsch des Kanzlers Veranlassung, die Angelegenheit mit dem englischen Botschafter in Berlin durchzusprechen. Ich beklagte milch 'über die Behandlung seitens der englischen Regierung, die sich überall selbst den berechtigsten deutschen Wünschen entgegenstellte. Der 'Botschafter gab dies unumwunden zu und äußerte sein Erstaunen darüber, daß man in England so wenig entgegenkommend und so kurzsichtig sei. Denn wenn eine junge aufstrebende Ration wie Deutschland, deren Entwicklung doch nicht aufzuhalten sei, statt frischweg zuzugreifen oder sich mit anderen Rationen zu verbinden, sich direkt an England wende, um mit dessen Einverständnis Erwerbungen vorzunehmen, so sei das eigentlich schon mehr, als England verlangen könne. Und, da England fast schon die ganze Welt gehöre, könne es doch wohl eine Stelle finden, wo es Deutschland gestatte, sich eine Station zu etablieren. Er verstehe die Herren in Downingstreet nicht. Wenn Deutschland die An- lagen nicht mit Englands Beistand erhalte, werde es sich voraussichtlich selbständig geeignete Stellen nehmen, denn irgendein Recht, es daran zu hindern, gäbe es schließlich nicht. Ich betorrtc, daß dies durchaus meine Auffassung sei, und faßte zum Schluß dem Botschafter gegenüber meinen Strmdpunkt nochmals dahin zusammen: Deutschland sei das einzige Land der Welt, das troh seinem Kolonialbesitz und seinem sich rasch ausdehnenden Handel noch keine Kohlen- stationen habe. Wir wollten solche gern im Einvernehmen mit England erwerben. Weigere sich England, Verständnis für unsere Lage und Entgegenkommen zu zeigen, so müßten wir uns an eine andere Großmacht wenden, um mit deren Hilfe Riederlassungen zu gründen. Auch dieses Gespräch nutzte nichts. Schließlich wurden die Verhandlungen von England in ziemlich unhöflicher Form ohne Resultat abgebrochen. Daraufhin entschlossen sich der Kanzler und ich, uns an Rußland zu wenden. Die Besetzung von Kiau-Tschou löste bei der englischen Regierung Uebervctschung und Aerger aus. Sie hatte bei ihrer Ablehnung bestimmt daraus gerechnet, dah niemand Deutschland 5um Ziele helfen werde. Run war es anders gekommen, und Rekriminationen aus London blieben nicht aus. Als der englische 'Botschafter diesen Ausdruck verlieh, wurde er auf das Gespräch mit mir hingewiesen, und es wurde ihm klar gemacht, daß es allein die Schuld seiner Regierung war, wenn es zu keinem Arrangement mit Deutschland gekommen sei. — Die ablehnende Haltung Englands hat uns damals befremdet. Ein Vorgang, der mir zu jener Zeit noch nicht bekannt gewesen ist, dürfte geeignet sein, jetzt Licht in die Angelegenheit zu bringen. In einer Publikation „The Problem of Japan"1), die im Jahre 1918 anonym im Haag erschienen ist und ddu einem „Exdiplomaten aus dem fernen Osten' geschrieben sein soll, wird ein Auszug auS einem Werke des Professors der Geschichte an der Washingtoner ilnioerfität in St. Louis, Roland bisher, veröffentlicht. Usher ist, ebenso wie sein früherer Kollege, Professor John Bassett Moore von der Columbia-Universität in Reuyork, des öfteren vom State Departement in Washington als Ratgeber auf dem Gebiete auswärtiger Beziehungen herangezogen worden, da er wie wenige Männer in Amerika eine eingehende Kenntnis der internationalen Fragen, die auf die Vereinigten Staaten Bezug haben. besitzt. Professor Usher hat in seinem 1913 erschienenen Merke zum ersten Male das Vorhandensein und den Inhalt eines „Agreement“ oder „Treaty'* (Abkommen oder Vertrag) geheimer Ratur zwischen England, Amerika und Frankreich aus dem Frühjahr 1897 b?kannPegeben. In diesem Agrement war vereinbart, daß, falls Deutschland oder Oesterreich oder beide einen Krieg um des „Pan- germanismus" (Alldeutschtums> willen beginnen würden, die Vereinigten Staaten sich sofort für England und Frankreich erklären und alle Kräfte ausbieten sollten, diesen beiden Mächten beizu- stehen. Professor Usher führt des längeren alle Gründe, auch kolonialer 'Ratur, an, die es für die Vereinigten Staaten zwingend machten, sich unbedingt aus feiten Englands und Frankreichs an einem Kriege gegen Deutschland zu beteiligen, den Professor Usher 1913 als bald bevorstehend wraussagtü Der ungenannte Verfasser von „The Problem of Japan“ hat sich der Mühe unterzogen, die Abmachungen zwischen England, Frankreich und Amerika von 1897 tabellarisch zu rubrizieren und dadurch das QUafi der gegenseitigen Verpflichtungen in greifbarer Gestalt darzulegen. Das Kapitel-) ist außerordentlich lesenswert und gibt einen guten Einblick in die Vorgeschichte und die Vorbereitung des Weltkrieges seitens der „Entente". die sich damals schon gegen Deutschland bereinigte, wenn sie auch noch nicht unter dem Ramen Entente cordiale auftrat. Der Exdiplomat bemerkt hierzu: „Hier hat man einen Vertag, von dem Professor Usher behauptet, er fei schon Anno 1897 geschlossen worden, in welchem jede Phase der Anteilnahme und Betätigung Englands, Frankreichs und Amerikas bei zukünftigen Ereignissen schon vorgesehen ist, einschließlich der Eroberung der spanischen Kolonien, der Kontrolle i) Deutsche Ausgabe: „Das Problem Japans". Leipzig 1920 (K. F. Koehler). -) In der deutschen Ausgabe S. 91—106. Chinas und der Annexion von Kohlenstattonen. Professor Usher will uns nun glauben machen, daß alle diese Maßnahmen getroffen wurden, um die Welt vor dem .Pangermanismus' zu schützen " „Es ist überflüssig," fährt der Exdiplomat fort, „Professor Usher daran zu erinnern, daß, wenn wir wirllich annehmen wollen, daß das Gespenst des ,Pangermanismus' überhaupt exi- ftiert, doch 1897 bestimmt noch niemand etwas davon gehört hatte — denn zu dieser Zeit hatte Deutschland noch nicht einmal sein großes Flottenprogramm aufgestellt, das überhaupt erst 1898 verlautbart wurde Wenn es also wahr ist, daß England, Frankreich und die Vereinigten Staaten die gemeinsamen Pläne hegten, die Professor Usher ihnen nachsagt, und daß sie ein DündniZ zu deren Durchführung schlossen, so wird es kaum angehen, die Konzeption zu diesem Gedanken und den Antrieb zu seiner Durchführung einem so schwachem Vorwand wie dem Aufkommen des .Pangecmanismus' zuzuschreiben ' Soweit der Er- diplvmat. Man muß staunen Ein direkter Aufteilungs- Vertrag gegen Spanien. Deutschland ufw. wird von Galliern und Angelsachsen im tiefsten Frieden bis in die Detacls geregelt, abgeschlossen, ohne jede Gewissensbisse, zum Zwecke Deutschland-Oesterreich au zertrümmern und ihre Konkurrenz vom Weltmarkt auszuschließen! 17 Jahre ber Beginn des Weltkrieges ist dieser Vertrag von den vereinigten Gallo-Angelsachsen geschlossen und sein Ziel systematisch durck) diese ganze Zeitperiode hindurch vorbereitet worden! Run begreift man auch die Leichtigkeit, mit der König Eduard VII. seine Einkreisungspolitik betreiben konnte; die Hauptakteure weren schon lange einig und bereit. Als er den Pakt „Entente cordiale“ taufte, war diese Erscheinung für die Welt, zumal für die deutsche, ein unangenehmes Rovum, für drüben war es nur die offizielle Anerkennung der dort längst bekannten Tatsachen. Angesichts dieses Agrements versteht man nun auch den Widerstand Englands im Jahre 1897 gegen ein Abkommen mit Deutschland über Kohlenstationen und den Aerger darüber, dah es Deutschland mit russischem Einverständnis gelungen war, festen Fuß in China zu fassen, über dessen Ausnützung ohne Deutschlands Mitwirkung man sich eben zu dritt geeinigt hatte. Usher hat aus der Schule geplaudert und schlagend bewiesen, bei wem die Schuld am Weltkrieg wirllich liegt. Es ist der gegen Deutschland gerichtete Vertrag — „Gentleman’s agreement" zuweilen genannt — vom Frühjahr 1897, der die Grundlage, den Ausgangspunkt bildet und von den (Sntcntplänbern durch 17 Jahre systematisch ausgebildet wurde. Als es ihnen gelungen war. auch Rußland und Japan für sich zu gewinnen, schlugen sie los, nachdem Serbien den Mord von Serajewo inszeniert und damit die Lunte in das sorgfältig gefüllte Pulverfaß geschleudert hatte. Professor Ushers 'Mitteilungen bedeuten aber auch eine glatte Abfertigung für alle die Leute, die während des Krieges in einzelnen militärischen Handlungen seitens Deutschlands, wie z.B. dem Lusitaniafall, der Verschärfung des U-Boot- Krieges ufw., den Grund für die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Kriege suchen zu müssen glaubten. Richts von alledem ist richtig. Das jüngst erschienene vortreffliche Buch von John Kenneth Turner .,8hall it be again?" weist auf Grund überzeugenden Deweismaterials nach, daß Wilsons angebliche Kriegsgründe und -ziele nicht die wirklichen gewesen sind. Amerika — oder richtiger fein Präsident Wilson — war wohl von Anfang an, jedenfalls seit 1915, entschlossen, gegen Deutschland Stellung zu nehmen und zu fechten. Das letztere tat es unter dem Vorwand des 11- Bovl-Krieges, in Wirklichkeit unte- dem Einfluß mächtiger Finanzgruppen und auf das Drängen und Bitten seines Partners Frankreich, dessen Menschenmaterial sich mehr und mehr erschöpfte. Amerika wollte das geschwächte Frankreich nicht allein mit England lassen, dessen Annexionsgelüste auf Calais, Dünllrchen usw. ihm wohlbekannt waren. Finanzoperationen Stinnes' in Amerika. Paris, 30. Sept. (WB.) Rach einer Havas- melbung sind die Depositen von Hugo S t i n n e s in verschiedenen Reuyorker Danken auf Verlangen des Bankiers Stillmann g e- sperrt worden. Stillmann macht eine Forderung von 2 055 185 Dollar geltend für Dienste, die er im Verlause von Finanzoperationen zwecks einer Anleihe von 200 000 000 Dollar geleistet habe. Der Gläubiger soll auseinandergesetzt. haben. daß diese Operation eine Anleihe von 100 Millionen Dollar bezweckte, die durch einen von Stinnes unterschriebenen Wechsel garantiert werden sollten. Das Geld sollte zum Einkauf von mehreren Milliarden Mark in den Vereinigten Staaten dienen. Der Markbetrag seinerseits hätte zum Einkäufe von Hypvthekenwerten Verwendung finden sollen, die sich im Besitze der „Corporation Hansen" (? ) befänden Die Hypothekenbriefe würde Stinnes dann als Rebengarantie für eine Anleihe von 2 Milliarden Dollar nach den Vereinigten Staaten geschickt haben Still- mann hätte dieser Operation feine Unterstützung versagt. Die Lage im Orient. Eine Entspannung. London. 1. Oft. (WTD.) Don maßgebender Sette verlautet, dah in der Lage im nahen Osten eine merkliche Entspannung eingetreten ift Die türkischen Truppen haben sich aus Eren- koj zurückgezogen. Die militärischen Behörden hegen daher nicht länger Befürchtungen wegen etwaiger unmittelbarer Verwickelungen. Es ist vereinbart worden, daß die Frage der völligen Zurückziehung der türkischen Truppen aus der neutralen Zone von einet Konferenz alliierter, griechischer und türkischer Generale behandelt werden soll, die waHIcheinlich am Dienstag in M u - dania stattsinden sott. Da erst die Ergebnisse dieser Konferenz abgewartet werden müssen, ist, falls keine unerwarteten Ereignisse ein treten, kette bedeutsame Aenderung in der Lage vor Mittwoch oder Donnerstag zu erwarten. Der britische Standpunkt ist nach wie vor der von den Alliierten in Paris vertretene, nämlich, daß 1. kein türkisches militärisches Eindringen in die neutrale Zone während der Konferenz erfolgen darf und 2. daß vor Abschluß des Krieges den Kema listen nicht gestattet werden darf, nach Europa überzusehen. Paris, 1. Oft. (Wolff.) Die heutige Morgenpresse beurteilt dieLageim nahen Orient wesentlich optimistischer, als es die gestrigen 'Abendblätter sahen. Rach dem „Journal" soll Poincare in London haben wissen lassen, dah Frankreich in jedem Falle friedlich bleiben wolle; wenn morgen der Krieg im Orient ausbreche, so werde Frankreich nicht daran teilnehmen. Die Zeitung fragt im übrigen, warum es denn zum Kriege kommen solle. Kemal wolle ja verhandeln. Eine gestern in Paris eingetroffene Depesche Franklin- Bouillons besage das ausdrücklich. Poincars habe sie den englischen und dem italienischen Botschafter mitgeteilt und diese ersucht, den Inhalt der Depesche chren Regierungen bekannt zu geben. Franklin-Bouillon berichte, dah sich der Chef der Regierung von Angora äußerst entgegenkommend gezeigt und leine Bereitwilligkeit erklärt habe, sofort über einen Waffenstillstand zu verhandeln; er begebe sich mit der festesten Absicht nach Angora, von seinem Parlament zu verlangen, daß es die Vorschläge der Alliierten annehme. Franklin-Bouillon teilte auch mit, daß die Türken darin einwilligen würden, Thrazien durch Truppenteile der Alliierten besetzen zu lassen, bis die Friedenskonferenz beendet sei. Die Türken in Thrazien. Berlin, 2. Oft Rach einer Meldung des Pariser „Intransigeant" aus Konstantinopel sollen 30vkemalistischeKaval- l e r t ft e n den Bosporus überschritten haben. Gleichzeitig heißt es, daß Kemal Pascha das Angebot der S 0 w j e t r e g i e r u n g , seine Truppen auf russischen Schiffen von Asien nach Thrazien zu überführen, angenommen habe. Die Regierung von Moskau habe den Kemalisten Dampfer zur Verfügung gestellt, die von einem russischen Hafen des Schwarzen Meeres auslaufen und wahrscheinlich den thrazischen Hafen Midia anlaufen sollen. Die Truppen Kemal Paschas werden an der Küste des Schwarzen Meeres zusammengezogen. Sie könnten über das Schwarze Meer gelangen, ohne mit den britischen Truppen in der neutralen Zone oder mit Schiffen der bri- ttschen Flotte, die die Meerengen bewachen, zusammenzukommen. London, 2. Oft. (WTB.) Reuter meldet aus Konstantinopel: Die alliierten Oberkvmmissare haben beschlossen, drei Militarkvmmissionen nach Thrazien zu entsenden, deren Aktionsbereich sich wie folgt zusammenfetzen soll: Französische Mission Adrianopel, italienische Mission Lüle Burgas, britische Mission Rodosto. Ihre Aufgabe wird sein, die Bevölkerung gegen Hebergriffe zu schützen. Die Türken auf Mhtilene, Lamos und Chios. London, 2. Oft (WTB.) Rach einer Dlätterrneldung aus Smyrna ist dort offiziell mitgetcilt worden, dah sich unter den von den Türken besetzten Inseln an der kleinasiatischen Küste Mytilene. Samos unb Chios befinden. die im Vertrag von Sevres Griechenland zugefprvchen worden waren. Die Verhandlungen mit Mustasa Kemal Pascha. London, 30. Sept. (Wolft.) Reuter erfährt von gutunterrichteter Seite, daß Mustapha Kemal Pascha dem französischen Ober- kommissar in Konstantinopel, General Pellet, der vor kurzem in einer Mission in Smyrna war, mitgeteilt habe, daß er nicht die Absicht habe, die türkischen Streitkräfte von der neutralen Zone zurückzuziehen. London, 30. Sept. (Wolft.) Reuter meldet aus Konstantinopel, dah Franklin- Bouillon und Mu st a pH a Kemal Pascha zusammen von Smyrna tw-ch Angora abgefahren seien. Paris, 1. Okt. (WTD.) Havas meldet au? Smyrna, Franklin-Douillon habe scinr ursprüngliche Absicht, sich mit M u - stapha Kemal nach Angora zu begeben auf gegeben. Er fei nach Konstantinopel gereist. Rach, einer weiteren Havasmeldung aus Kon- stanttnopel vom 1. Oktober ist im Laufe de. Unterredung Franklin-Bouillons mit Kemal Pascha eine am 3. Oktober in Mudania abzu-- lultcnbe Konferenz vorgeschlagen worden. D c diplomatische Konferenz müsse die Friedensllauicl 1 feststellen, die Konferenz in Mudania aber die Bedingungen militärischer Art festlegen. In tun lischen Kreisen glaube man, daß, wenn die Konferenz in Mudania ein Ergebnis zeitige, die Fite denskonserenz fdbft gegen den 15. Oktober abg? halten werde. Paris, 1. Okt. (WTD.) Wie Havas nu> Rom meldet, sind die 'Bedingungen, die zwisck '' Franklin-Bouillon und Kemal Pascha über die Räumung feftgelegt seien, die folgenden: Thrazim wäre sofort durch die Alliierten zu besehen, irie vorläufig mit Hilfe von etwa 1000 Mann, die in Adrianopel zu stationieren wären, und mit Htts von kleineren Abteilungen, die an verschiedene, strategischen Punkten von Gallipoli unterfuhrtngc > wären, die Verwaltung zu sichern hätten. Dann werde Thrazien in einem Monat einer Koin- mifjion übergeben werden, die von keinalistisch'r Gendarmerie unterstützt würde. L.h>eie bliebe im Besitz der Provinz bU zum Schluß des Friedens, Bouillon betont, daß diese Lösung innerhalb !' Stunden erfolgen müsse, denn Mustapha Kemal bestehe darauf, dah Thrazien den Tittten nich i " so verheertem Zustande übergeben werde, wie sic Anatolien nach dem Rückzug der Griechen vor gefunden hätten. Man dürfe also keine Zeit tei lieien, um die vorgeschlagenen Mahnahmen durch zuführen. London, 10. Sept. (WTB.) Reuter meldet aus Konstantinopel: Rach einem Be richt aus Angora wurde Mustapha Ke mal Pascha gestern dort erwartet. Die türkische Rationalversammlung soll unverzüglich unter feinem Vorsitz zusam mentteten, um die Lage zu erörtern. Generalmajor Maurice drahtet der „Daily News" aus Konstantinopel, daß Mu stapha Kemal Pascha versprochen habe, während der Verhandlungen in Modania weder Tschanak noch Konstantinopel anzugreifen. Ein Manifest der englischen Arbeiterschaft. London, 30. Sept (WTD.) Der Ratio- nalrat der englischen Arbeiterschaft, der den Generalrat des Gewerkschaft-kongresses iw Vollzugsausschuß der Arbeiterpartei für parla rnenlarische Arbeiten umfaßt, veröffentlicht eir Manifest an d i e Ration worin es heiß', fünf Jahre nach der Riederlage des türkischer! Heeres im Felde habe die dauernd falsche Be Handlung des Orientproblems durch die Regierung das englische Volk an den Rand einer neuen Krieges mit der Türkei gebracht. Die Freiheit der Meerengen sei eine Frage, di. mit allen Rationen geregelt werden muffe; keine Ration dürfe sich allein zur Beschützerin der Meerengen ernennen. Wenn die Konferenz mit den Türken Erfolg haben solle, so müsse auf dem Wege eines Übereinkommens über die Einstellung der militärischen Bewegungen durch England, Griechenland und die Türkei die Abgrenzung einer neutralen Zone und die R ä u m u n g W e st- tbraziensdurchdie griechische Armee erzielt werden. Um das unmittelbare Risiko eine, bewaffneten Konfliktes, das den Krieg unvermeidlich mache, zu umgehen, sollten alle englischen Streitkräfte von der asiatischen Küste 7"er Da'dr- nellen zurückgezogen werden; selbst wenn es für irgendwelche alliierte Truppen für notwendig erachtet werden sollte, auf dieser Seile bis zur ftiedlichen Regelung zu bleiben, sollt, von den Alliierten kein Widerstand gegen eine Besetzung durch die Türken geleistet werden. Der Rationalrat bedauert, daß trotz der ernsten Möglichkeit eines türkisch-englischen Krieges die Re gierung nichr das Parlament einberufen habe, um die Lage zu erwägen. Trotz der Spar- samkeitspolitik der Regierung im Wohnungsbau und in der Unterhaltung der Arbeitslosen würden Millionen staatlicker Gelder für Krieg Vorbereitungen ohne Ermächtigung des Parlaments au;= gegeben. Die Vertreter des Volkes hätten keinerlei Gelegenheit gehabt, Informationen ü e die Entwicklung der Krisis zu erhalten ober di Politik der Regierung zu kontrollieren. Die Ar beiterpartei sei daher gezwungen, Protest zu erheben und sie werde, wenn nötig, eine Konferenz von Vertretern, aller ihr angeschlossenen Organisationen einberufen und alles tun, was in ihrer Macht liege, um von der Ration das Unglück eines neuen Krieges abzuwenden. Die „Times" schreibt in einem Leitartikel Sollte England ein Krieg aufgezwungen werden, so würden das Land und das Reich ihr mit äußerster Abneigung führen und nut in der Hoffnung, dadurch ein noch größeres Uebel zu vermeiden. Das Blatt fordert die Einberufung des Parlaments. Amerika und die Reparationskommifsion Paris, 30. Sept. (Wokff.) Rach dem „Reu- York Herald" trifft der offiziöse amerikanische Vertreter in der Reparationskommif- finn, CBtibSen, am 5. OTtober in Paris wieder Ixin. ®r soll Dem Matt zufolge die Auffassung der (amerikanischen Regierung von der Reparations- frage, wtt sie sich in letzter Zett herausgebildet Hat, bald nach feiner Ankunft den Vertretern der Alliierten vvrzutragen beabsichtigen. Von der Völkerbundsversammlung. Genf, 30. Sept. (Wolff.) Die Volker- buadSversammlung trat heute morgen zu ihrer vorletzten Sitzung zusammen. Zur Wahl der sechs nicht st ändigen Mitglieder des Völkerbundsrats wurden keine Vorschläge gemacht. Die einzelnen Delegationen waren sichtlich bereit- vor der Sitzung über ihre Kandidaten einig geworden. Die Wahl fand in geheimer Abstimmung statt. Wie in den Vorjahren, schritten die Vertreter der einzelnen Länder in alphabetischer Reihenfolge an der Wahlurne vorbei. 45 Delegierte beteiligten sich an der Wahl. Unter allgemeiner Spannung und tiefem Schweigen verkündete der Präsident Edwards die Ramen der somit im ersten Wahlgang gewählten sechs Länder: Brasilien 42 Stimmen, Spanien 40, Uruguay 40, Belgien 36, Schweden 35, China 27. Die vier bisherigen nichtständigen Mitglieder Spanien. Velgien, Brasilien und China wurden also wiedergewählt. Die beiden neuen Sitze erhielten Uruguay und Schweden, so daß nunmehr Südamerika über zwei Sitze im Rat verfügt, wäh- renb die Kleine Entente keinen Sitz erhielt, da Südslawien nur 15 Stimmen bekcun, Mo notwendige Stimmenzahl aber 23 betrug. Von den weiteren Stimmen fielen auf Portugal 12, Persien 9, die Schweiz 3. Die Amtsdauer der Gewählten ist, da das endgültige Wahlreglement noch nicht angenommen ist, ein Jahr. Der gesamte Völkerbundsrat setzt sich nunmehr aus folgenden Staaten zusammen: England, Frankreich, Italien, Japan, Spanien, Belgien, Schweden, Drasilien, Uruguay und China. Rach der Wahl vertagte sich die Versammlung auf den Rachmittag zu ihrer Schlußsitzung, um die Schlußreden des Präsidenten und verschiedener Delegierter und vielleicht Mitteilungen über den Stand der österreichischen Frage entgegen- zunehmen. Die österreichische Frage. Genf, 1. Oft. (WB.s Die Völkerbundsoersammlung beschäftigte sich in ihrer gestrigen Schlußsitzung ausschließlich mit der äste r- reichi schen Frage Balfour (Englands erklärte, daß es nur eine Lösung gebe: Innere Reformen mit Hilfe einer äußeren Anleihe, garantiert durch die vier großen Mächte. Der österreichische Delegierte Graf Mansdorff erklärte, daß Oestereich nach Abschluß des Abkommens sich mit voller Kraft dem Wiederaufbau zuwenden und alle Übernommenen Verpflichtungen erfüllen werde. Rach wetteren Ausführungen Lord Robert Cecils (Südafrika) und Bourgeois (Frankreich) wurde hierauf eine dritte Sagung des Völkerbundes mit einer von starkem Beifall aufgenommenen Schlußrede des Präsidenten Edwards geschlossen. Aus dem Reiche. DeLriebsrätekongretz. Berlin, 1. Oft. (Wolff.) Die Betriebsräte Groß-Berlins haben für Heute vormittag die Arbeiter, Arbeiterinnen, Angestellten, Beamten und Hausfrauen einer Demonstration nach dem Wittenberg- vlatz eingeladen. Da die Bereinigten sozialdemokratischen Parteien und die Gewerkschaften jede Beteiligung abgelehnt hatten, war der Anmarsch von den 22 Bezirken Groh-Ber- kinS nur gering. Man schätzt die Zahl der Teilnehmer auf etwa 25 000. Die Demonstranten trafen unter roten Fahnen mit dem Sowjetstern teils zu Fuß, teils mit der Bahn ein. Zwölf Mitglieder des Fünfzehner-Ausschus- ses der Betriebsräte Groß-Berlins hielten Ansprachen, in denen sie zum Kampf gegen das Wucher- und Schlebertum, gegen Teuerung und Verelendung aufforderien, für eine Kontrolle der Produktion und für einen Reichs-Detriebsräte-Kongreß etntraten. Der Verlauf der Veranstaltung war vollkommen ruhig. Rach Schluß zogen die Teilnehmer einzeln oder in Trupps nach ihren Treffpunkten zurück. Die neuen DeanttengehLlter. Berlin, 30. Sept. Gestern wurden im Reichsfinanzministerium die Besprechungen Mischen der Regierung und den Gewerkschaften über die Llmgestaltung per Beamten- besoldung fortgesetzt. Lieber die von der Regierung gemachten Vorschläge teilt eine Korrespondenz mit, daß hei Festsetzung der Grundgehälter in jeder Ortsklasse die Summe der drei Gehaltsfaktoren, «des ehemaligen Grundgehalts, des Ortszuschlags und des Kinderzuschlags zuzüglich 677 Proz. Teuerungszuschlag als neues Grundgehalt in Anrechnung kommen. Auch der Kopfzuschlag In Höhe von 10 000 Mark soll in das neue Grundgehalt hineingerechnet werden. Da voraussichtlich eine Stabilisierung der deutschen Mark in absehbarer Zeit nicht «erfolgen dürfte, schlägt die Regierung vor, in Zukunft auch weiterhin das System der LeuerungSzuschläge beizubehalten. Die Gewerkschaften werden morgen zu den Regierungsvvrschlägen Stellung nehmen. Am Montag werden dann die Verhandlungen mit der Regierung fortgesetzt werden. Die Löhne der Bergarbeiter. Berlin, 1. Okt. Der Schiedsspruch im Ruhrkvhlenbergbau ist vom Zechenverband abgelehnt worden, da man nach den letzten starken Lohnerhöhungen die jetzigen Forderungen der Bergarbeiter unberechtigt und den allgemeinen Interessen schädlich findet. An dem Schiedsgericht des Reichs- arbeitsministeriums haben von den Arbeitgebern nur die Direktoren der staatlichen Bergwerke teilgenommen, während der Privatbergbau eine Beteiligung ablehnte. Die für den Monat September von den Lieberschichten erwartete Förderungssteigerung im Ruhrkohlenbergb-au ift, tote die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, durchweg wett hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gegenüber der erwarteten Förderungssteigerung von 50 000 Tonnen wird man mit einer solchen von höchstens 10 000 Tonnen zu rechnen haben. Die Löhne der Metallarbeiter. Berlin, 30. Sept. (Wolff.) Die Hauptversammlung des Verbandes der Berliner Metallindustriellen hat, wie von diesem mitgeteilt wird, den Schiedsspruch des vom Reichsarbeitsministcrium eingesetzten Schlichtungsausschusses, der die Löhne der Metallarbeiter für den Monat Oktober um 47 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht, zugestimmt. Aus Hessen. Die Leitung des LandesftnanzamteS wird noch der „5>armft. Ztg." mit dem 1. Oktober tn andere Hände übergeben. Finanzmini st er Henrichi, der nach einer Vereinbarung mit der Reichsregierung dieses Amt seit dem 1. Oktober 1919, also seit drei Jahren, nebenamtlich versehen Hatz tritt mit dem 1. Oftober ds. Zs. von diesem Äntt zurück. Als Rachfolger ist, wie wir zuverlässig hören, der frühere Oberbürgermeister von Wiesbaden. Geheimer Oberfinanzrat Gläs - sing, in Aussicht genommen, der bekanntlich vor seiner Wahl ztun Oberbürgermeister von Wiesbaden Mitglied der Steuerabteilung des Hessischen Finanzministeriums war. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Oft. 1922. Umfangreiche Ausprägung von Dreimarkstücken. WTD. meldet: Gemäß den Beschlüssen des Reichsrats vom 27. Juli 1922 sind die Prägungen zunächst von Dreimarkstücken in vollem Gange .Da sämtliche Münzstätten vorwiegend mit der Ausprägung dieser Münzgattung beschäftigt sind, werden große Mengen alsbald dem Verkehr zugeführt werden können. Auch die Herstellung von Münzen der höheren Rennwerte steht bevor. Mit Rücksicht auf die Preissteigerung des Materials und die Erhöhung der Arbeitslöhne sowie mit Rücksicht darauf, daß der Verkehr diese Münzen angesichts der gesunkenen Kaufkraft mcht mehr in dem Umfange wie bisher benötigen wird, ist die Einstellung der Ausprägung von Münzen mit geringerem Rennwert feit langem beschlossene Sache. Die Herweghs. neuer- schäft. Qlnbci-e Artikel mären still. Weizen, Fürst von Solms-Lich u. a. mtt paffenden Be° Das Blatt ^rd künftighin nur nocy einmal ctn anderer Dampfer derselben Lime eine ^rkischer, 330 -3400 Wk.i Weizen, mecklenbur aleittoorten drei Hammerschläge. Das Denkmal, täglich, nachmittags, erscheinen. außerordentlich schnelle Fahrt aufzuweisen. Es ist gsschei-. 3400— 3450 Ml., etwas matter; Roggen, das nach einem Entwurf des Bildhauers Huber --------- ber Dampfer „R. C. Rickmers", der am märkischer, 3300-3400 Mk.; Weizen, mecklenbur- tnB Offenbah auegeführt wird, hat seinen Platz 6irAo utth SAllIe 12. August abends von Hamburg-Cuxhaven tzommer-gerste 3100- -2400 Mk.; Wintergerste2800 rechts neben bem ^uptportal ber evangelischen UHV abging und den Hafen Kobe bereits am25.SeP° 3000 Mk., ruhig; Hafer, märkischer, 3350 bis Mariensliftskirche Man hofft, es so schnell fertig- * Erledigte Schul stellen. Erledigt tember früh erreichte. Er legte mithin die Reise 3400 Mk., etwas matter; Mais, ohne Prov., stellen zu können, baß noch im Oktober seine Ein- sst eine Lehrerstelle für einen evangelischen von Hamburg nach Kobe in 43 Tagen zurück, [oco Berlin, 3300-3350 Mk., still; Weizenmehl weihung stattsinden kann. Lehrer an der Volksschule in Friesen- was im Vergleich mit der normalen 55 bis (100 Klg.) 9400—10 000 Mk., ruhig; Roggenmehl Wrciä Lauterbach. beim Kreis Oppenheim. Dienstwohnung ist 60 Tage betragenben Reisedauer nach Oftaffen (100 Klg.) 7800 8400 Mk., fester; Weizenkleie . Sauterba» 1 on. S; Dürg-r. unMrbclratcten I «tnen «6«W*U b**m*»«*n «-k-rb dar. | (ab tolaMtation) 1900 Mk, b.haup,-n Kogflcn- Meisterwahl ist nun endgültig auf Sonn- Lehrer kann Wohnung beschafft werden; eine I . tag, den 2 2. Oktober, anberaumt worden Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an , Schlitz, 30 Sept. und Volksschule In Rieder-Saulheim, p^ußifchen ______ „..o_ t -in Kreis Oppenheim. Dienstwohnung ist nicht 100 Mk. für das Marmvrpalais und die Dilber- _ km 100 Mk pro Zen t n er aezayii. vorhanden. Wohnung für einen unverheirate- g^ierie in Sanssouci, für das Schloß aus der Micken 3500- 3800 Mk.; Lupinen (blau) 1900 bis Ar Cb&te aab toirb ten Lehrer kann beschafft werden. Pfaueninsel und Schloß Chnrlottenhof aus 50Mk. 2200 Mk.; Lupinen (gelb) 2500 - 2400 Mk.; Sera Jedem wo es eine reiche Obfttmte gav wir / 2 0|L 9. Oktober kommt festgesetzt. Deutsche und Deutsch-Oeskrrelcher della (alt) 3500 3800 Mk.; öerabella (neu) 1950 Äe E^eimer ffnd froh der Superintendent für Oberhessen, Geheimer zahlen einen ermäßigten Preis von 20 ^tv. bis 2150 All.; Seradella (1920er) 3000 3200Mk.. 2° drnn ein ^nftstorialrat D. Petersen aus Darrnstabt, 10 Mk. Es wird ben beuNchen Besuchern Rapskuchen 1850-1900 TEL; Letnluchen 2300 bis ®«e^ Sbt i^bkfem Hierher, um eine Visitation bes unter Leitung empfohlen, sich mit einem Ausweis zu ver- | 2500 Mk.; Trockenschnihel 1300 1400 Mk.. Handel nach obstarrnei eg 1 I Engel-Obbornhofen stehenben s^en. Schüler in geschlvsscuen Führungen zahlen 1 Weizen- und Roggenstrvh, drahtgeb.. 900-950 so gut wie nicht. | evangelischen Dekanates Hungen zu halten. — durchweg 5 Mk. An Sonntagen können in den Mark; Haferstroh, drahtgepreßt. 900—950 Mk. Mr t>k Wahl der Kirchengerneinbever- Potsdamer und Berliner Schlössern Schulklassen Stroh, strohfellgcbündelt, 900—950 Mk.; Wles-on tretuna würbe hier nur ein Wahlvorschlag nicht geführt werden. Heu, gut, gesund und trocken, Bonnahd, 620 bis etnaeretcht, auf dem alle Parteien vertreten sind. Kristiania, 30. Sept. (WTD.) Auf dem 675 Mk.; Wiesenheu, Nachmahd, 550- 620 Mk. rt L i ch, 2. Okt. Am 20. Oktober soll hier Mtlitärflugvlatz K j e 11 e r stürzte ein mit zwei erlebt, fonntV Inwiefern” 3abre 40 000 Mk. I die neue Synagoge feierlich ein geweiht Megemffkz^n^sehtesF lu gze u^ausder s ü r G e m e i n d e 0 b st lösen. werden. Da durch die Teuerungsverhältnisse von 100 Metern ab ^e^aren ^if d^r Kreis Friedberg. ein Neubau nicht möglich war, hat die Israeli- beiben Offiziere wäre B Fri ebb er g^30. Sept. In ber Woche ttsche Gemeinde den früheren Heiland schen '2—6 Oktober veranstaltet die Zftrchen- ©aal In der AmtSgerichtSsttaße angekauft und behörde' in ben Räumen bes Prediger-Seminars umgebaut und erhält dadurch ein geräumiges für hessische Geistliche einen Lehrgang zur' - -------° Vertiefung des pfarramtllchen Wirkens. Namhafte Redner werden ub „Die religiöse Not ber Gegenwart « I wurden setzt wieder eingesetzt. Da hier unver- i" BLrträgen sich anwortlicherweise klingende Pfeifen weg- üb^i die ^ Religiöse Not^ der Gegenwart". Die genommen worden waren, obwohl bei unserer 0uuer?nknbenten D. Flörtng über „Den kleinen Orgel die Beute an Kriegsmaterial Gottesdienst" und D. Euler über „Die Bibel gar gering war, hat die Orgel jetzt durch die Ms Vermählte empfehlen sich Darmstadt (Roßdorfer Str. 79), 30. September 1922 Lang-Göns, den 1. Oktober 1922. 09879 Langsdorf, den 30. September 1922. 8955 Aliendorf a. d. Lda., den 2. Oktober 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Oktober nachmittags 3 Uhr statt. 8959D der Gegnerseil billigst. 8585 Station Kirchgöns F Behördliche Anzeigen 60.00 60.00 GtmiiscnM!! Pfund LnMilbruAeisPfund 60.00 70.00 gesucht. 8904 8964 verkauft gesucht. AstcriaLichtspiele 09275 b) RodhkimerFtr.50 C) Ab heute Ab heute zum sofortigen Eintritt gesucht Lücht. Mädchen oder eins. Stütze Schade & Fililarahe 21. Oktober 28. 11. November 25. 2. Dezember 16. 57, 81, 65, 44 = 1000 MK. Von der Anleihe vom 3. Mai 1895: Lit. D = 1 Stück Rr. 11 = 1000 MK. Lit. F = 1 Stück Rr. 23 = 200 MK. Von der Anleihe vom 1. Mai 1896: Lit. A --- 1 Stück Rr. 10 = 1000 MK. Die UNS zu bühren, Rhein. Lchinemin- steine, Viinsdielen sowie alle sonstigen Ranninterialien Zirka 10-12 Ztr. Wi« ■ 1.6. Butzbach/Hesseo Passagierdampfer: Doppelschraubendampfer „Mongolia“ . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . Doppelschraubendampfer „Manchuria“ Doppelschraubendampfer „Mongolia“ . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . Doppelschraubendampfer „Manchuria“ Knötchen, sw. Spe- " Dazu lend und Apotheken, lamtige Kreis- M-Betltetet mit erfordert. Kapital von Alk. 5000.- gesuchl. Offert, unt. F. T. 14730 A an Haasenstein & Vogler, Frank- fürt a. M. [8945A Christ SeirSelbeim.Nützle Telephon 675. Gießen (Weserstraße 19), Blofeld, Bad Salzhausen, den 2. Oktober 1922. 8963D Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Oktober, nachmittags 4 Uhr, statt. Die Beerdigung findet Mittwoch, 4. Oktober, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Kurt Fink Hedwig Fink geb. Greimer mit 10% Bohnenkaffee %-Psund-Pnket wurde, um v druck zu erive So mthä sehen 'Geschäft 1914 m ihrer der in der offi obwohl oder Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren treusorgenden Vater, Sohn, Schwiegersohn, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Bröckel V. Gemeinde-Einnehmer und Untererheber im 45. Lebensjahre in eine bessere Welt abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Willy und Emilie geb. Bröckel. fetthaltig). In * Drogerien, ParfümÄe« und Friseurge- - schäften erhältlich. In G'ießcu in der Drog. Winterhoff, Kreuzvlatz 9/10, Löwen-Drogerie und Bictoria-Droaerie.Herm. Plank Wwe. und P. ^oi. MöbS. 330c noni Mlürieg «a Uli'* Gut empfohlenes Mädchen in Küche u. HauS erfahren, gegen hoben Lohn gesucht. 8956 Frau (9. Schlüter, Bismarckstr. 45 I. „COLElBrS“ Baustoff-Gesellschaft m. b. H., Coblenz-L. rung des Kl anderen Mach All «Olk M AWW! Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau Anna Möbus geb. Siede gestern morgen 4 Uhr nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 34 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der Hinterbliebenen: Ludwig Möbus, Polizeiwachtmeister. alle anderen Fuhren um 50% mit Wirkung von heute. 8966D WMeMMkMWM.) 5« KW. Petersburg t Al gab man ncherunq ui Sv meldet i vom 20. % Vräsident Lj g Wan habe. Selbst ^meinen 7 purde die 5c diesem Ai Aschen Dy N >st ber Een." fetal das nP. N^itere? ^i-hte des •MIMSHNM * Palast-Lichtspiele» 8 GrOOles u. varnehmstesThealer am Platze ® Gestern mittag entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater < Herr Heinrich Wagner IV. im 63. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Wagner, Stadtmühle Familie Damm Familie Schmidt Danksagung. Den treusorgenden Pflegeschwestem sowie allen, welche uns beim Heimgange unserer lieben, teuren Entschlafenen so viele Beweise herzlicher Teilnahme bezeigten, sagt innigsten Dank namens der trauernden Hinterbliebenen: Gottfried Leidich, Lehrer. reich-llngarn Sehr chav mittlungs während der in der ofsizie des deutschen sogar unterdri Deichen IsN schasters 'm $ an der Mehr gierung scher wir jeht cm! klar erkennet liche Demi! am 27. Juli Minister Sa »Denn es sj genden Eins weisen wir । da wir von genommen h können, weil 1 demngen Oei Sogleich | Mischer Seite $crM gema Dachgjeb vielmehr an Sroße Nachlaß-Versteigerung. Dienstag, 3. Olli., von 10 Uhr ab versteigere ich Brandgasse 3:1 Büfett,IKonsol- schrank, 1 Trumeau-Untersatz, 1 Topfschrank, 1 Küchenschrank, 1 Kommode, mehr. Tische, 20 Stühle, 1 Biederm.-Kommode m. Schreib- aufsah, 1 prima Biederm.-Sofa, 2 Spiegel, 1 Sessel, 1 kleine Theke, 1 Konsol m. Marmor (Friseur-Art.), 1 vern. Ladengestell, 1 Sportwagen, 1 Koffer, 1 Firmenschild. 1 Photo- Apparat, 1 Opernglas, Bilder, Beleuchtungskörper, 1 gr. Waschbütte, 1 Glasschrank, mehr. Betten, vielerlei Hausrat, Kleider, Schuhe, 2 Waschmaschinen und vieles Ungenannte. Punkt 10 Uhr kommt das Mobiliar zum Ausgebot, von 2 Uhr ab kleine Sachen, ß. BennerMion. u.Ia[ötor.firof0.5tL9. Annahme v.Dersteig. all.Art, auch einz.Stücke. 3n Privat zu verkaufen 1 Brüsseler Teppich (5,22 auf 4,11) und 1 Kaffenschrank. °®a,b Asthma-Ambulatorium Gießen nach Dr. Olpe. M .... .. Täglich Neu eröffnet: westaniage 10. Bronchialkatarrh — Lnnxenlelden — Keuchhusten 11 sw. Bei Asthma sofortige Hilfe und wirksamste Bekämpfung. 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Die Verkaufsbedingungen der Gemeinde werden durch Einreichung von Geboten anerkannt. Gedern, den 30. September 1922. Hessische Bürgermeisterei. Müller. 896ID Der 3 zwei Großfilme: Hill in Erpresser Abenteurerfilm in 6 Akten. 2. Grünberg, den 29. September 1922. Bürgermeisterei Grünberg. Ranft. 8944D kann gebraucht, geg. gute Bezahlung z. kaufen gesucht. Angebote an Finke, [c828‘ Westanlage 31. .Livre mir", früheren CM menic^rdi buches. SM . aramniwew'ei hl P-riS "«! ipPetersburg Woche" Ende Sammlung w .Orcmgebuch, Gleichen Aller um die Haltun fortgesetzten Preissteigerungen zwinger einer Erhöhung der bisherigen Ge- und zwar: Tagessuhren um 75%, di Paris, rW Ä® d- ^rde „hn Ä Mädchen für ganz od. tagsüber sofort gesucht, o»«, Geisse, SelterSweg2 Frau Dr. Hoffmann Hanau a. M., Hain straffe 14. Ges. Ntch Laubach (Oberh.i per,'15. Ott. nebi(b.iunn.ltlädchen z.2kl.Kindern,a.etw. Nähen. Fam.-Anschl. Angeb, u. Ma. G A. K. 2$2 W: K- Sw American Line RegelmäBige Passagier- und Frachtdampfer Hamburg - Newyork |LttWe| V/ Bahnhofstraße 34. Ab heute bis einschl. Donnerstag: ||| der große Prunkfilm |LuiseMilIerinfl M nach Friedrich von Schillers V/ „Kabale und Liebe“. v/ Personen: 89,2c R Der Fürst . .Walther Janßen »| M Ladv Milford . Gertrud Welcher M ST Präsident. . Friedrich Kühne /ta Ferd., sein Sohn . P. Hartmann /ßk m Luise......Lil Dagover W Miller.....Fritz Kortner M Q9 Die Millerin . . . Ilka Grüning V/ Hofmarschall Kalb W4 ' Reinhold Schflnael Sekretär Wurm . Werner Krauß Ferner: Er« Harold Lloyd, d, Welt kv allerbesterLustspieldarsteller in /A der amerikanischen Groteske Er, der Pechkavalier. ® !! Großes Solisten-Orchester!! 1-2 tüchtige Dreher sowie mehrere gelernte ältere »WM sUcht 8909v tas-Slalista. Meldungen im Bureau v. 10-12 Uhr erbeten. Sicherheitsbeamter energisch, rüstig und zuverlässig, f. Frankfurter Grohbeirieb gesucht. 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