8reltag. 2. Juni 1922 172. Jahrgang I ir gestellt. alliierte Kommission verhängte über die Stadt Die Verlängerung des Moratoriums r- Maßnahmen nicht ausführen und andere Ab-1 teile alle Verbrechen ab, deren Opfer die fran- machungen zur Regelung der Fragen des Fehl-1 zösilcken und alliierten Truppen geworden seien. L die Blätter aus polnischen iln* t» x» tt gen ten, ein ist- z.. r. n n 11 n 8. er ul il. ct. chs ss- HÄ» or- nm ni< mL rch ler. 8t l»' W k>ie Weise der interalliierten Kommission im besetzten Gebier unterstellt. Das interalliierte Gericht ur-- 28 Mai 1922_ hinsichtlich der Begrenzung der schwebenden Schuld im einzelnen aufgeführten Wer darüber unterrichtet ist, wie im vorigen Jahre der Kvrfanth-Putsch in Oberschle- fien vorbereitet wurde, wird sich der 'Befürchtung nicht erwehren können, daß im Osten eineneueGefahrdroht. Es sind dieselben Anzeichen, die sich damals bemerkbar machten. Die Polen haben zudem nie ein Hehl daraus gemacht, dah sie sich mit dem — doch für sie so günstigen — Entscheid über die Teilung Oberschlesiens nicht zufrieden geben würden. Mit angestrengter Aufmerksamkeit wer- die zuständigen.Behörden und wird mit ihnen Die Antwort der Neparationskommission. Berlin. 1. (Juni (Wolff.) Die Repara- tionskom Mission Hot der dcutfchen Kriegs- lastenkommistivn in Paris am 31. Mai abends olgendes Schreiben zugehen lassen: Paris. 31. Mai 1922. Die Reparationskommission beehrt sich, den Empfang des Schreibens des Reichs Kanzlers vom 28. dieses Monats zu bestätigen, in dem die Massnahmen mitgctellt werden, welche die deutsche Regierung bereits ergriffen hat. und die weiteren Maßnahmen, zu denen sie sich verpflichtet, um den Bedingungen zu genügen, die von der Kommission in dem Schreiben vom 21. März und 13. April hinsichtlich des teilweisen Aufschubs für die während des Jahres 1922 in Ausführung des Zahlungsplanes zu bewirkenden Zahlungen gestellt worden sind. Die K>mmission beehrt sich, 3hnen in der Abschrift ihrer Entscheidung Ar. 1976a von heute mitzuteilen, in der gemäß dem im letzten TBschnitt der Entscheidung Rr. 1841 vom 21. März vorgesehenen Verfahren der- vorläufige Zahlungsaufschub bestätigt wird. Bei der Bedeutung einer sofortigen Entscheidung über die Frage des Aufschubs hat die Kommission geglaubt, berechtigt zu sein, die gr- normte Entscheidung schon jetzt -u treffen, obwohl mehrere Puntte des Schreibens, dessen Empfang sie bestätigt, iwch weiter aufgeklärt werden müssen Sie hat dabei die Fragen, die sie als noch nicht geregelt betrachtet, auf später vertagt, damit sie alsdann in der im Text der Entscheidung angegebenen Weile behandelt werden. Diese Fragen werden den Gegenstand einer weiteren Mitteilung bilden, die in den nächsten Tagen an den Reichskanzler gerichtet teerten wird. Unterzeichnet: Dubois, John Braddurh, Bemelmann. Raggi. Die Kommission nimmt davon Kenntnis, dah wegen der Einzelheiten verschiedener Abmachungen zur Erfüllung der von der Reparationskommission gestellten Bedingungen ein Benehmen zwischen der deutschen Regierung und dem Garantietomitee stattfinden wird. Sie vermerkt andererseits, dah die Vorschläge hinsichtlich der schwebenden Schuld von der deutschen Regierung nur für den Fall als geeignet betrachtet werden, in die Praxis umgesetzt zu werden, dah Deutsch- landeineausreichende^lnterstühung durch eine auswärtige Anleihe erhalte. Die Reparationskvmmisstvn muh darauf Hinweisen. dah der hiermit bestätigte Aufschub gemäß dem Schluß des letzten Abschnittes der Entscheidung Rr 1841 injedemAugenblickwider- rufen werden kann, falls die Kommission später zu der Lleebrzeugung gelangt, daß Deutschland es an der Erfüllung der festgesetzten Bedingungen fehlen läßt. Llnbeschadet ihrer allgemeinen Befug- niste, die sie sich in dem genannten Abschnitt Vorbehalten hat, behält sich Sie Kommission ausdrücklich das Recht vor, den Aufschub fu widerrufen, falls sie zu irgendwelchem Zeitpunkt von dem Fortschritt der Regelung der noch in Schwebe befind- Ud;en Fragen nicht befriedigt fein sollte, ober falls Deutschland in Ermangelung der von ihm gewünschten Hllfe mittels einer auswärtigen Anleihe die in dem schreiben des Reichskanzlers vom nach denen polnisches Mordkomitee an der Arbeit Berlin. 1. Juni. Wie Breslau melden, dauern die ■ und den Landkreis K a t t o w i h sowie die Gemeinden Friedenshütte. Schwärzwald- k o l o n i e und Eintrachtshütte mit Wirkung von heute Mitternacht ab den Delage- rungszustand. Die öfsenlllchen Lokale müssen um 8*/2 älhr schliehen. Der Straßenverkehr ist von 10 Ähr abends bis 4 ilf>r früh gesperrt. Oberschlcsischcr Hilssbund. Berlin, 1. Juni. (Wolff.) Vor einer großen Zahl von Vertretern der Presse hielt der Ober- präsidern für Oberschlesien Dr. B i t t a einen Vertrag über die kürzlich erfolgte Gründung des Oberschlesifchen Hilfsbundes. Dem Vorstand des Hilfsbundes gehören außer den beiden Oberprcs.dnten Ditta und Philipp, sowie dem Vorsitzenden Landgerichtsdirekt,: Szyga A. a. noch Graf Keyserlings)- Gammerau, der Regierungspräsident von Oppeln Brauweiler, von L o e b e l l, Dr. Reichenheim, Dr. Wagner und von Mendelssohn (als Schahrmister) an. Dem Vorstand steht ein auS den ersten schlestschen und oberschlesi che i S.-chverstLndigen gebi beter (Beirat zur Seite. Es bildete sich ein Ehren- ausschub, dessen Ehrenvorsih der Reichspräsident übernommen hat. * Der Oberschlestsche Hilfsbund hat die Aufgabe, die Aufrechterhaltung, Förderung und Stärkung aller deutschen kulturellen Bestrebungen in Oberschlesien, insonderheit aber des Schuhes des deutschverbliebenen Teiles von Oberschlesien gegen_ die Veld« .gung fanN c 1t»"' das deutsche Bolk die Ereignisse in der Süd- ostecke des Reiches verfolgen müssen, um zu verhindern, das; dort dem Deutschtum und dem Reiche noch schlimmerer Schaden geschieht als chon seither. Bor allem auch den deutschen Brüdern im abgetretenen, nunmehr polnischen Gebiet muh diese Aufmerksamkeit gelten. Die wlnische Regierung hat jetzt Gelegenheit, zu teigen, wie weit sie das Genfer Abkommen re- pekliert. zu dem die gewählten Vertreter des »eutfchen Volkes am Dienstag blutenden Herzens ihre Zustimmung geben muhten; bekanntlich sieht dieses Abkommen den Schutz der Minderheiten ausdrücklich vor. Vorerst liegt die Verpflichtung, die deutsche Bevölkerung vor den Ausschreitungen des polnischen Ge° indels zu schützen, noch bei der 3 n t e r a l l i - ierten Kommission unter dem Vorsitz )es Franzosen-GeneralS L e R o n d. Die deut- che Regierung wird hoffentlich nicht lange zö- ;ern, von ihr noch einmal mit allem Rachdruck >as zu fordern, was sie bis jetzt immer unterlassen hat. Belagerungszustand in Oberschlesien. ©lei mit), 2. Zuni. (Wolff.) Heute hat die Interalliierte Kommission über den otabt» und den Landkreis © l e i w i tz, den Kreis Hindenburg und den Kreis Rhbnik den Belagerungszustand verhängt. Auch hier müssen die Lokale spätestens um 9 W geschlosst werden. Der Strahenverkchr ist in der Zeit von 10 ITfrr abends bis 5 ITfjr früh untersagt. Die Zeitungen in dem Gebiet, in dem der Belagerungszustand verhängt ist, sind unter Pressezensur Ur. 128 Erschein: iciglich, außer Sonn» und Feiertags, mit berSamstaqsbeilagr EiehenerFamilienblätter Monatliche vezugspreife: IRk 20.- und Mk. 2.- lrägerlohn,durch diePost Mb. 22.—«auchdeiBicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für dieSchrift. leitung 112; für Verlag mb töeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Ameiaer Sietzen. poftschelttonto: Zransturt a. HL 11686. beträges im Haushalt und der schwebenden Schuld nicht in einer die Kommission befriedigenden Weise regeln sollte." Vertagung des Anleiheausschusses. Paris, 2. Juni. (WTB.) Der „Matin- schreidt, der internationale Anleihe- a u s s ch u h habe, nachdem er wieder 2 Luge Beratungen abgehalten habe, eine erneute Vertagung um 8 Tage beschlossen. Diese Tatsache an sich mache keinen guten Eindruck von dem Gelingen der Arbeiten, aber die Rachrichten, die trotz der Diskretion durchgedrungen seien, gestatteten, von einem wenigstens vorübergehenden Scheitern zu sprechen. Man sei an dem Augenblicke angekommen, an dem die auswärtigen Bankiers die Frage gestellt hätten: Was schulde Deutschland den Alliierten? Darauf habe man geantwortet: 13 2 Milliarden © oldmark. Hierauf sei dann wiederum erwidert worden, man könne doch nicht von den Ersparnissen der Well 132 Milliarden Goldmark verlangen. Man müsse im Gegenteil eine raisonnable Ziffer verlangen. Darauf sei keine Antwort erfolgt, da keinerlei Bedingungen bestehen, die es Frankreich gestatteten, eine Verminderung der deutschen Schulden ins Auge zu fassen. Der „Matin" sucht festzustellen, dah es falsch sei zu sagen, es fei Frankreich allein, das der Verwirklichung einer Anleihe ein Hindernis bereite, weil auch Nie Regierungen, die einen Schritt zum Entgegenkommen tun könnten, dies nicht unternähmen. Amerika, das die alliierten Kriegsschulden herabsehen könne, verlange deren Zahlung und England spreche nicht mehr von irgendwelchen Verzichten. Der Berichterstatter will dies von einem weitblickenden und hochstehenden Staatsmann erfahren haben. Während der kommenden 8 Tage, während deren die Afibetten unterbrochen würden, würden die Regierungen unter f i ch verhandeln; es fei aber wenig wahrscheinlich, dah sie zu einer Lösung des Problems gelangten. Auf alle Fälle werde die Reparationswmmistion es nicht lösen. Die Regierungen selbst würden früher oder später gezwungen sein, ihre Verantwortlich- kett zu übernehmen. Kammerdebatte über Frankreichs Außenpolitik. Paris, 1. Juni. (WTB.) Die Kammer setzte heute nachmittag, am 5. Tage der Interpellationsdebatte über die Auhenpolitikder Regierung, unter grohem Zudrange des Publikums ihre Beratungen fort. Der Abg. C Hape d e [ a i n e interpelliert über die Or^ntpoltttt und stellt £ie Frage, wie lange die Verhandlungen über den Frieden noch dauern werden. Wenn man nicht Eile zeige und den roten Einfällen ein Hindernis biete, dann könne man feine freie und unabhängige Türkei wiederherstellen. Ministerpräsident Poincare ergreift alsdann das Wort zur Beantwortung. Er entwickell die vierzehn Interpellationen und sagt, er wolle zuerst ein Mißverständnis beseitigen. Die Lage Oberschlesiens fomie nicht verglichen werden mit der am linken Rheinufer. Das gehe aus dem Friedensvertrag von Versailles hervor. Die Kontrollkommission sei souverän und in feiner ruhen in Oberschlesien an. Sie nahmen sogar an ilmfang zu. Trupps von 20 und 50 Menschen durchziehen, polnische Lieder singend, die Strahen in Kattowitz. Personen, die für Deutsche gehalten werden, werden grausam verprügelt. Vor dem Hause des deutschen Vvlksbundes wurden eine große Anzahl Personen schwer mißhandelt. Die Besatzungstruppen und die Polizei sehen tatenlos zu. 3n der Beilden-Hütte und der Fer- dinandsgrube wurden Arbeiter mißhandelt. 3n den Ortschaften Ruda, Kunzendorf, PaulS- dorf, Markoschau, Liebschowitz usw. durchziehen polnische Banden die Straßen. 3n Ruda wurde eine Anzahl Bergleute aufgefordert, bis zum 10. Juni das polnische Gebiet zu verlassen. Unterzeichnet sind die Drohbriefe: Polnisches Mordkomitee. Die neuen Grcnzpfähle, die die vorgeschlagene vorläufige deutsch-polnische Landesgrenze bilden, wurden herausgerissen. Auch in anderen Ortschaften wurden die Grenzpfähle zerstört. Laurahütte, 1. Juni. (Wolff.) Hier tarn es (gestern abend und in der Rächt an verschiedenen Stellen zu einer Schießerei. Mehrere Deutschgesinnte wurden mißhandelt. Zu ernsten Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Die Gemeindewache hat Befehl, starke Posten auszustellen. Berlin, 1. Juni. Die Blätter melden über die polnischen Anruhen in Laurahütte, daß das Gebäude der Laura- Hütter Zeitung durch Handgranaten zerstört und dann ausgeplündert wurde. Der Berg- iverkSdirektor H i l p k wurde von polnischen Banden in seiner Wohnung fast totgeprügelt. Eine Anzahl Geschäfte in Laurahütte fit auSgeplündett worden, ebenso wurden Möbelwagen von auswandernden Deutschen umgeworfen und die Deutschen mißhandelt. 3n Eichenau wurde auf d ie Postagentur ein Ucfccrf all verübt, wobei Geld und Wertpapiere geraubt wurden. Der Postver- waller wurde schwer mißhandelt. Nachdem zahlreiche Geschäfte geplündert waren, verliehen di« Geschäftsleute den Ort fast sämtlich. 3n Beuthen sind 1 50 deutsche Flüchtlinge an gekommen, ebenso suchen in Hindenburg und Gleiwitz zahlreiche Flüchtlinge Unterkunft. Der Ort Ruda wird von einer meist aus auswärtigem Gesindel bestehenden Bande von über 100 Mann terrorisiert. Die Eisenbahndirektion Kattowitz meldet erhebliche Betriebsstörungen, da sich Vie deutschen Eisenbahner weigern, in das polnische Gebiet einzufahren und umgekehrt die polnischen Angestellten nicht in den deutschen Teil Oberschlesiens fahren wollen. Wie offensichllich poluischerseits zum Putsch gehetzt wird, zeigt ein Leitarttkel des „K u r j e r P o l- sk i *, in dem das polnische Blatt über Ober- schlesien schreibt: ».Den größten Schmerz verursacht uns die Tatsache, dah wir auf Grund der Konvention die deutschen Güter und Fa- drllen nicht in dem Maße enteignen dürfen, Vie wir das für vorteilhaft halten, um so mehr, da wir gerade in Oberschlesien Rache üben möchten für die Leiden, die wir im gesamten preußischen Teilgebiet im Laufe von 150 Zähren zu erdulden hatten.'" Die alliierten Truppen würden nunmehr baldigst aus Oberschlesien zurückgezogen werden. Die französischen Truppen seien es gewesen, die am stärksten zur Sicherstellung des Friedens beigetragen hätten, trotzdem man Frankreich so gerne annage, dah es ihn kompromttiere. Frankreich sei der beste 'Verteidiger J>eS Friedens in Oberschlesien, am Rhein und überall. Hierauf bespricht P o i n - c a r e die Vorverhandlungen über die Genueser Konferenz. Die Resolution von Cannes sei ziemlich beunruhigend gemefen. Er habe sich bemüht, von den Alliierten Garantien zu erlangen, die dahin gingen, bat Deutschland die Frage der Reparationen and der Verträge nicht oufhxrfen könne. Das fei geschehen. Die Entwaffnangsfragr hätte nicht besprochen werdcn dürfen, w.il ter Vö t.rbanö damit betraut sei und weil man dessen Prärogative nicht im Entferntesten schmälern lassen wolle. Auch die Instruktionen an die französische Delegation in Genua verliest der Ministerpräsident, am auf die Anklagen zu antworten, die französische Regierung habe versucht, die Konserenz von Genua zum Scheitern zu bringen. Auf bei* Zwischenruf eines Kommunisten, warum ei (Poincar 6) nicht nach ©e..ua gegangen fei, antwortet er: „Weil ich nicht beeilt war, einige Ihrer Freunde dort zu treffen und weil es während der Konferenz von Genua uner.äßlich war, dah der Ministerpräsident in Paris blieb.“ Frankreich habe sich getorigert, an allen Verhandlungen teilzunehmen, die Minister Dr. Ra» t Henau vom 15. April ab über die Reparationen habe herbeiführen wollen. Man habe auch darauf verzichten müssen, in Genua in Anwesen- hett der Deutschen Fragen zu tiStutieven, die nur unter den Alliierten hätten diskutiert werden können Der deutsche Reichskanzler habe wohl davon gesprochen, bat} in Genua oft von der Reparationsfrage die Rede gewesen sei. Das sei Wohl möglich; das fei aber immer unter Ausschluß Frankreichs gewesen. Deshalb gehe das auch Frankreich nichts an. Poincarö spiicht alsdann vom Rapallovertrag und erinnert daran, welche Stellung Frankreich angesichts eines Abkommens eingenommen habe, das im Widersprach mit dem Frie- densvertragvon Versailles stehe. Man hätte als Sanktion den Ausschluß Deutschlands und Rußlands von der Konferenz verlangen können, ober eine milder» Maßnalpne fei ergriffen Um Poincar6zu gestatten, sich etwas auS- zuruhen, wird die Sitzung unterbrochen und nach wenigen Minuten wieder ausgenommen. Er verbrettet sich alsdann über die Frage der französischen Iorderunger. an Rußland und setzt in längeren Ausführungen den franzö- 1 fischen Standpunkt auch hinsichtlich des konfiszierten Privateigentums auseinander. P v i n c a r e erklärt im weiteren Verlauf feiner Rede, tt» franz si ch? Po itibfei im Schlepptau keiner anderen Politik in Genua gewesen; das müsse er Tardieu gegenüber erklären. Er habe den richtigen Begriff für die Größe Frankreichs. Er bespricht alsdann das Verhältnis Frankreichs zu Deutschland und sagt, Frankreich sei geneigt, alle Mittel ausfindig zu machen, um dem allgemeinen Wohl durch eine loyale Zusammenarbeit zu dienen. Aber man sei von gewissen Bedingungen abhängig. Die erste sei, dah man nicht von Frankreich verlange, dah es Deutschland irgendeines der Rechte opfere, die es aus den Verträgen herleite P o i n c a r e geht weiter auf die letzte Rede deS Reichskanzlers ein, in der er den Friedens vertrag ein Instrument des Kampfes und der Vernichtung genannt habe. Frankreich verlange nur die Ausführung; nicht mehr. Sei dieser Vertrag im Interesse Frankreichs allein abgeschlossen worden? Wie könne es Franzosen geben, die gegen seine Ausführung seien? Dieser Vertrag sei von 25 Völkern unterzeichnet worden. Warum soll Frankreich, dessen Boden den Rationen als Schlachtfeld gedient habe, die Rechte opfern, die der Vertrag ihm zuerkenne. Deutschland hat zu allen ’ Zetten nur die Macht refpeEtiert, deshalb müssen wir die unsrige beibehalten. Poincarö fährt alsdann fort, von der Sowjetregierung zu sprechen, die den Kredit Europas in Anspruch nehme. Das sei ihr Recht, tme es auch das Recht Frankreichs sei, ihr Kredit zu gewähren oder zu verweigern. Schliehllch bespricht Poincare noch die guten Beziehungen, die die Staaten der fleinen Entente mit Frankreich unterhalten und auch von der unveräußerlichen Freundschaft zwischen Frankreich und Belgien. Poincare drückt den Wunsch Frankreichs aus. die Solidarität, die es mit Grohbri tannien verbinde, aufrechtzuerhalten. Alan habe in Frankreich wohl begriffen, daß es zwischen den zwei alliierten Rationen wohl Mettwngsverschiedenhetten geben könne, und daß eine noch so enge politische Gemeinschaft nicht ' immer vollkommene Mcinungsgleichheit _ zu Tage fördern forme. Aber die legitime Berechtigung seitens Englands muffe auch : legitim für Frankreich sein. Frankreich habe : das Recht, in den Fragen der russischen Schuld : und des Privateigentums anders z u d e n - ken wieEngland. Er wisse nicht, ob es in dem > Heimatdorf von Lloyd George zerstörte Häuser : gebe und Ruinen. Aber er Wille, dah in Frank- : reich, französische, britische und italienische Sol- i baten in einem Grabe ruhten und dah sie den 1 ewigen Schlaf (chlielen, weil sic die alliierten ■ Rationen, die drei Rationen, verteidigt hätten. , Man würde ihr Andenken verraten, wenn maix Neue Gefahr im Osten. 3n den letzten Tagen sind aus Oberschlesien Rachricbten eingettoffen, die so recht den'Ernst der Lage kennzeichnen. Aus Kattowitz und neuerdings auch aus dem Kreise Rybnikwerden schwereAuS- schreitungen und Terrorakte der Polen gemeldet. Die Kattowitzer Stadtderord- netenverfammlung hat sich darauf veranlaßt gesehen, den Magisttat zu ersuchen, bei der Znteralliierten Kommission um Schutz der Deutschen gegen die polnischen Ausschreitungen zu bitten. Die 3nteralliierte Kommission hat auch solchen Schutz zugesagt, tatsächlich ist aber bis zur Stunde nichts erfolgt, um das Treiben der polnischen Banden zu verhindern. 3n Ergänzung unserer gestrigen Meldun- verzeichnen wir heute folgende Rachrich- 3nnat)me von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede *BerbinbIid)kcit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 'Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 500Ps. Bei Platz- Vorschrift 20" Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Derantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gteßen. fahren bet gewaltigen von Osten beranbrängenben Propaganda. Der Oberpräsident beadiynete de sofortige Einleitung einer groben finanziellen Stützungsaktion ganz Deutschlands als uneetäh* lich, falls nicht wieder unwiederbringliche deutsche Deuthen, 2. Juni. (Wolff.) Die Inter- Wirtschafts- und Kulturwrrte endgüliig verloren * fein sollen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vnlck imb Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stcinörudcrei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. in (Nachdruck verboten.) 1. Fortsetzung. entkorkte eine der Flaschen, zeigte mit mit einem lze den Pfropfen mit dem Brand- Vergangenheit mit all ihren Erinnern igen. sich F. QL 3. Jüncke. dem alten de- * aufbaumt und einem cm Herz uma Bieren frißt» deS der Lil st er Auskunft zu geben. gewissen <3toi Zeichen von U San bescher A m c Dallmselssch Drand. (?' ktploswn. L sassrndea Mein Vetter Iolus. Roman von Richard Skowronnek. Handel und Industrie zur gwanysanleihe. Berlin, 21. Mai. Der Zentralverband Manchmal, so in der Erntezeit, wenn man vom Morgengrauen bis in die sinkende Rächt zu schaffen hat, baß man schließlich müde ach ab- geäschert in sein Bett fällt, dann konnte ich mir sogar einbilden, ich wäre ein ganz zufriedener Mensch. Dann aber kommen wieder ßtucn, in denen der heißhungrige Wolf da drinnen, die rühmten Rotweinhause in Königsberg und Danzig, und schenkte ein. Auf dem Hofe war es mittlerweile still geworden. Rur ab und zu drang das Klirren einer Kette oder ein gedämpftes Aufbrüllen aus den Biehst allen zu uns herüber. Hetzt kam der Borarbeiter der Insiläute, lieferte die Schlüssel ab und meldete, baß auf dem Hofe alles in Ordnung Ware. Josua sprach mit ihm noch ein paar Worte über die Arbeiten des nächsten Tages, dann hieb er ihn den Feierabend einläuten, und wir waren allein. Der scharfe Klang der Glocke am Dachfirste Les Gurshofes war schon lange verstummt, und wir sahen uns noch immer schweigend gegenüber an dem weihgedeckten Tische, in dessen Witt: die mit einem Schirm überdeckte Lampe einen leuchtenden Kreis zeichnete. Ich mochte nicht zu sprechen anfangen, und Jofua sah da mit nach innen gekehrtem Blick, der in vergangenen Zeiten forschte, indes seine Finger mit dem Stiel seines Glases spielten. Endlich begann er wieder zu sprechen, und seine Stimme klang ruhig, wie sonst in gewöhnlichen Stunden. ..Siehst du, Bruderherz, ich tarnt tage- und wochenlang 'rumgehen, ohne daran zu denken. 3d) löste die dünne Seidenschnur und das vergilbte Papier und hielt ein kleines Bild in Händen, um das eine lange blonde Locke weichen Frauenhaares g-schlungen war. Das auf Elfenbein kunstvoll gemalte Bild zeigte das Gesicht eines jungen Mädchens in der schwarzen Dia- konissenhaube. Die Augen waren geschlossen, es hatte den Anschein, als sei das Porträt nach dem Tode der Dargestellten gefertigt. Auf den regelmäßigen und rührend schönen Zügen lag der tiefe Friede endlicher Erlösung von einem Leben voll Kummer und Bitternissen. Josua sah mir zu, tote ich das Bild betrachtete. Als ich es ihm wiedergab und fragte, was das alles zu bedeuten habe, hielt er es mir vor das Gesicht und sagte mit einer Stimme, die von gewaltsam unterdrückter Wehmut rauh geworden war: .Siehst du. darum sitze ich hier Hier, dies holdselige Menschenkind, das lieblichste, bravste und edelste, das je diesen miserablen Erdboden beschritten, dem habe ich erst sein Leben • zerstört und schließlich das Herz gebrochen um ein nichtsnutziges Frauenzimmer, das mir die Sinne verrückt gemacht hatte mit allerhand raffinierten Teufeleien I . . . Das werde ich nicht abbüßen, und wenn ich mich noch hundert Jahie lang hier in dem gottverlassenen Gr den winkel mit mei.ier Reue quäle und kasteie." Gr legte die Stirn auf die harte Tischtantr und ein gewaltsam ausbrechendes Schluchzen er« schüttelte seinen ganzen müchllgen Körper. Ich Aus Hessen. Unterhaltungszuschüsse für Referendare. * Darmstadt, 1. Juni. Dem Borbill) des Reiches und der größeren Lander folgend, hat das Gesamtministerium beschlossen, Aus dem besetzten Gebiet. Französische Justiz. Mainz, 2. Juni. Dor dem nach einer An- oidnung des Oberkommandos der französischen Rheinarmee als Spezialgericht für politische Prozesse der französischen Besahungszone bestellten Kriegsgericht in Mainz gelangte als erster Fall eine Anklage gegen den Gymnasial-- oberlehrer Dr. R e u b a u e r aus Trier zur Ber- handlung, dem zur Last gelegt wurde: 1. daß er eine in Trier abgehaltene politisch» Bersammlung des deutschnationalen Zugendbundes nicht vorschriftsmäßig bei dem zuständigen franzöfischen Kreisdelegierten angemeldet habe und 2. daß er in mehreren Versammlungen derselben Organisation ein alldeutsch-patriotisches Gedicht „Westmarkenlied" verteilt und zum Bortrag zugelassen habe, obwohl das Lied mehrere Stellen enthalte, die als eine Verletzung der Würde Frankreichs angesehen werden müßten. Das Gericht verurteilte den Angetlagten zu einer Gefängnis st rafe von einem Monat und zu 10C00 Mark Geldstrafe. Schlichtrrngsausschus; der Provinz Oberhesierr. Verhandlung vom 1. Juni 1922. Die Gail'sche n Tonwerke in Gießen und die T v n w e r k e A b e n d st e r n in Heuchelheim und Hüttenberg in Leihgestern sollen den Deti iebsarbeitem über 21 Jahren vom 2. Mai an 16,50 Mk. und vom 16. Mai an 18.20 Mk. Stundenlohn zahlen. 3m Llpril wurden 10,95 Mk. gezahlt. Die übrigen Altersstufen und die Arbeiterinnen sollen ungefähr im gleichen Verhältnis aufgebessert werden. Die Stundenlohnzuschläge der Handwerker, Ofenarbeiter usw. sollen bleiben wie bisher. Für die Arbeiter der Alt h an d lu n g en Heß und Rothenberger in Gießen wurden 16 Mk. Stundenlohn ab 8. Mai statt bisher 14 Mk. und die Erhöhung der Akkorde der Sortiererinnen um 15. v. H. vorgeschlagen. Die Bad-Rauheimer Mitglieder des Südwe st deutschen Arbeitgeberverbandes für das Trans Port-, Handels- und Verkehrsgewerbe sotten vom 1. bis 30. Juni die Löhne um 25 v. H erhöhen. Hiernach erhalten zum Beispiel die Fuhrleute über 21 Jahren 775,— Mk. Wochenlvhn und die Lagerarbeiter über 23 Jahren 750,- Mk. Einem Gehilfen der Schuhmacherei Decker in Gießen wurde der Lohn zuerkannt, der nach der Bekanntmachung der Innung ab 8. Mai gezahlt werden sott. Welche Lohnstufe jedoch in Frage kommt, soll nötigenfalls auf dem Rechtsweg flargcftellt werden. 3n allen Sachen erhielten die Parteien eine Woche Erllärungsfrist. Unruhen in Italien. Bologna, 1. Juni. (Wolff.) Durch FaS- eisten, die aus verschiedenen Gegenden, namentlich auf Ferrara, nach Bologna gekommen waren, find Unruhen hervvrgerufen worden. Telegraphenleitungen wurden zerstört und einige Häuser von den Sozialisten angezündet. Besonders richtet sich bet Haß der FaScisten gegen die Genossenschaften, denen mehrere Häuser in Brand g e st e ck t mürben. Rom. 1. Juni. (Wolff.) Anläßlich der Zwischenfälle in Bologna erteilte der Ministerpräsident die strengsten Anweisungen, um zu verhüten, daß sich die Fascistengruppen ansammeln und von einer Provinz in die andere übertreten. Gleichzeitig erhielt der Präfekt von Bologna den Befehl zur Verhaftung der Urheber der Zerstörung von Telegraphen- und Telephvnleitungen. In Bologna erfolgten gestern nachmittag neue Zwischenfälle. Dir F s isten steckten zwei weitere Genvslenschaftshäuser in Brand. sah, wie ihm die Hellen, schweren Tränen aus den Augen auf den Fußboden tropften und wußte nicht, wie ich trösten sollte. Endlich trat ich zu ihm und legte ihm leise die Hand auf die Schulter. Er richtete sich jäh auf, wischte sich mit der Hand durch die Augen und seine Stimme klang fast unfreundlich: „Brauchst mich nicht gleich für ein altes Weib zu halten, weil ich dir da etwas vorgegraust habe. Das ist nur so unversehens über mich gekommen, weil da mich vorhin so verquer fragtest . . . Ra, und nun komm mit in den Keller, vielleicht, daß wir da noch etwas Vernünftiges finden. Das Zeug da, den Grog, mag ich heute nicht trinken." Als wir unten standen in dem feuchtkühten Raume, dessen Fußboden mit breiten Milchschüsseln fast ganz bedeckt war, leuchtete Josua in eine Ecke, in der sich ein großer mit Flaschen durchsetzter Sandhaufen türmte. „So, jetzt kratz mal da an der Seite, bis die roten Lackköpfe 'rauskommen. Da liegt ein Wein- eßen, das man auf den Knien trinken muß, weil man dem lieben Gott gar nicht dankbar genug sein kann, daß er in seiner Gnade so etwas überhaupt hat wachsen lassen. So etwas kriegt man heutzutage gar nicht mehr, feit die gottvergessene Bande da unten in Bordeaur es mit dem Pantschen angesangen hat." Wir beluden uns mit einem halben Dutzmd von Rotgesiegelten und traten den Rückweg an. Auf der Frei kreppe hatte unterdes das alte Wi lschafttf au ein die Lampe entzündet, Josua irgend etwas unternehme, um die Allianz zu zerstören. — Aber man würde auch ihr Andenken verraten, wenn man gegen die Gleichheit der Rationen verstoße, was keine Regierung und kein Voll zulassen könne. Damit ist die Rede des Ministerpräsidenten beendet. Die weitere Diskussion wird auf morgen Freitag vertagt. .unerläßlich. , Auf die Erhaltung des Betriebsvermögens ist in weiterm Umfang als bisher .Rücksicht zu nehmen, ebenso auf die Zahlungsfähigkeit der kleinen und mittlem Zeichnungs- Pflichtigen. Die vorgesehenen Härte- und ©tunbungebeft imm ingen sind unzureichend. Ti? Belastung der ju istischen g> genüber den Physischen Personen muß nach Len Grundsätzen der bishe igen Steue ce^ßgeb ing, insbesondere des Verm"ge sfteurg sihes, abgestuft werden, um Doppelbesteuerung za vermeiden. Die Anleihe muß im Interesse der Kurs- geflaltung wesentlich besser als im Entwurf vorgesehen ausgestattet werden, ; tnSbcfonbere hinsichtlich der Verzinsung nach Ablauf'der drei zinsfreien Jahre. Sine Verzinsung von 5 v. H. vom Beginn des vierten Jahres an und die Annahme zum Rennwert auf die Erbschaftssteuer und andere geeignete öteueni zu einem bestimmten Bruchteil sind das mindeste, was gefordert werden muß. Frstzulegen ist ferner eineangemessene Beleihbarkeit der Anleihe durch die Dar- lehnskassen. Rur auf diesem Weg kann die völlige Entwertung der Anleihe, bte gleichzeitige Erschütterung der Kurse aller sonstigen Reichs- anleihen sowie an eine verhängnisvolle Kreditnot gerade der Mittlern und kleineren Unternehmer verhütet werden. 3m Hinblick auf seine außerordentliche Tragweite maß der Gesetzentwurf mit den wirt- schuf blichen Bert re tu gen eingehend erörtert werden, wobei weitere Au-führungrn über wichtige hier nicht erwähnte Einzelfragen vorbehallen bleiben. Bor einer übereilten Verabschiedung ohne sorgfältige Durcharbeitung kann nicht dringend genug gewarnt werden. gn. V« Reiftet Adc 25j äß r i g cn bet Gtö bas ganze * (her Belieb Abend be sämtliche Q T.elnbetorfi Wfltn Gerne W vor b( ein. 3nb Lenh b! Aeigevrbnl Gemeinde ten Wortei leine Kraf Allgemein! Jublet sK wT ‘n 1 btt z^Uet ies 2s ncc JÄ’ «fei? rüttln daß man das bißchen verpfuschte Leben am siebst en wegschmeißen möchte, wir einen abgetragenen Handschuh . . Er brach kurz ab und stürzte hastig ein Glas Wein hinunter. Unb dann, nach einer kurzen Pause: „Wenn ich dir die Geschichte, wir ich zu dem Bilde da gekommen bin, erzählt habe, wirst du nicht mehr fragen, weShalb ich mich vor der Welt und den Menschen verkrochen habe. Wie einer, der ins Kloster geht, wett ihm das Leben da draußen wehe getan oder wett er etwas Schweres auf der Seele hat und als halbwegS anständiger Mensch sich sagt, dafür mußt da dir eine Buße auferlegen, na und so weiter . . . „Also du wirst in den Korpsannalen gelesen haben, daß wir mal lange vor deiner Zeit mit den Lawiniern in Zürich ein befreundetes Verhältnis hatten. Urtfer alter Herr Drell hatte es angebandelt, als er vor jenen grauen Semestern dahin gegangen war, um sein Examen zu machen. Dazu hatte er bei uns vor lauter' Pau Doktern nicht kommen können, und so war er gewissermaßen vor sich selber ausgerissen, und zwar so weit als möglich, vor allen Verführ lagen drrch gute Freunde und Bekannte. Aber da es bekanntlich immer anders kommt, so war er gleich am ersten Abend nach feiner Ank inst, frisch vom Bahnhof weg, aif "bie Kneipe der Lawiniei geraten, die damals schon an chronischem Füchsenmangel litten. Er half ihnen ihr Leid beklagen, und ehe er sich 'dessen recht versah. so nach dem zehnten Schoppen, war er wieder ausgeflagat und hatte die blaue ßatointet» mütze auf dem Kopfe . (Forifeyung folgt.) eine Atz jtsgeso-nlS ben $85 6tüu Sö? Die teilt Ser.' D-jrbe mü Bertret« ; i Juli In ' Lrviessor 2 ! rroÜen-LlNi mb Mn firäfibiuni®. Zvsten nur vurde Anden teUt M 25. > -vs erste ser eine meldete aen tpül £ rittet um 0 Wuh der Kameraden hissiasterbeb Sieben mÄ Stämme uni Vaterland < " Lic fylmi i üad) manchs uni) @Iüd dieses letzte Liebe, bie fk lchleil. als b ettoeift. Der darin, baß I zu anderen ' ju einem Dr "Aul Ijörmc der 1 ^"desir Ä k Das (3e «'ne von Ä) von: ^btefen, z « rvl ®fe! Stt bei 9,; Ernste Lage in Irland. London, 1. Juni. (WTB.) Den Blättern zufolge lauten die Rachrichten aus Irland ernst. In gut unterrichteten Kreisen jedoch werden die Aussichten als keineswegs hoffnungslos bezeichnet. Infolge der kritifchen Lage per irischen Verhandlungen hat Lloyd George seine Abreise nach Criccieth vorläufig ausgeschoben. Er hatte heute vormittag eine lange Konferenz mit dem Präsidenten von Ulster, Craig, an der Churchill und Birkenhead teilnahmen. Eine wettere Konferenz findet morgen vormittag statt. — Einer anderen Blättermeldung zufolge wurde in der heutigen Konferenz das Ersuchen Craigs um Verwendung britischer Truppen gegen die Truppen des irisch-republihinifchen Heeres, bie bie Grenze bedrohen, erörtert — Rach einer weiteren Meldung ist in der Frage der Unterstützung Rord- irlandS im Falle eines Angriffes auf Hlfter- gebiet ein Einvernehmen erzielt worden. Weitere brttische Verstärkungen gehen nach Ulster ab. London, 1. Juni. (WTB.) Seit gestern abend wütet, wie die Blätter melden, in ‘Sei- Aus Stabt und Land. Gießen, den 2. Juni 1922. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Waldbühnc, ?ys Ahr: „Das Frühlingsfest". — Astoria-Lichtspiele: „Dr. Mabuse". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Die Hafenlore", 2. Teil. deutschen Bank- und Bank.e gewerbss, Deutsche Industrie- und Handelstag, die Haupt- gemeinschaft des deutschen Einzelhandels, der Reichs verband der deutschen Industrie, derReichs- toetbamb des deutschen Ein- und Ausfuhrhandels ■unb der Zentralverband des deutschen Groß- thandels guben zu dem Entwurf des G e» lsetzes über die Zwangsanleihe eine 'Erklärung ab, in der es heißt: Seit dem Abschluß der Verhandlungen über ;bo8 Steuerkompromiß haben sich 'die Verhältnis) >, ;unter denen es vereinbart wurde, wesentlich verschlechtert: d ie k -tastrophale Erhöhung aller Detrttbskosten hat bie sinanzletten Kräf.e der Unternefynta^gen aufs erh.d.ichste geschwächt. Hierzu kommt, daß es infolge der unzureichenden Steuergesetzgebung den gewerblichen Unternehmungen nicht möglich war. für die Erhaltung und Erneuerung des Betriebskapitals auch nur annähernd Vorsorge zu treffen. So ist jedenfalls zu fordern, daß per bedrohten deutschen Wirtschaft, die ohnehin schweren Zeiten der ! Absatzstockung entgegengeht, jede nur irgendwie durchführbare Erleichterung zuteil wird. Völlig untragbar für die Wirtschaft ist die Aufbringung der Anleihe zaeinemeinzigen Zeitpunkt. Bei den Ungeheuern ©immen, um bie es sich handelt, sind schwere Störungen sowohl bei den kr.besuchenden Bet i ben als auch bei den Kreditinstituten zu gewärtigen. Eine Verteilung auf mehrere Termine ist daher fast ein Häuserkampf. Männer und Frauen wurden In ihren Häusern ermordet und die Häuser in Brand gesteckt. Die Zahl der Toten beträgt bisher 18. London, 1. Juni. (WTB.) Heute nachmittag fand unter dem Vorsitz Llohd Georges eine Kabinettssitzung statt, an der außer dem Staatssekretär für den Krieg auch der Chef des Generalstabs teilnahm, lyn über die Lage , « Sr äuoiläui Direktor Wn „K Seit -WjrtKten 1884 «edähh unb 25iäiA -eiern. Btellen 5^, . -E e t u n n 9m. wurde lnnt u.m zu ( ^tten toa ** Sonderdrucke beS Fahrplans, der kürzlich im „Gießener Anzeiger" veröffentlicht war. liegen (auf besserem Papier abgezogen) in unserer Geschäftsstelle auf unb können znin Preise von 2.— Mk. (ausschl. Porto) von dort bezogen werden. **DerufundErkrankung(4. Vortrag). 3m Anschluß an bie Mitteilungen über Spiegelbesichtigung des Kehlkopfes wurden an Lichtbildern und an einem Gefriermikrotomschnitt durch Kopf und Hals des Menschen die Wirkung der Kehllopfmuskeln unb ihrer Rerven, die Beschaf- vom 1. April 1922 ab den Referendaren und sonstigen Anwärtern, die sich im Vorbereitungsdienst zur Ablegung einer Prüfung befinden, auf Rachsuchen jederzeit widerrufliche Rnterhaltungszuschüsse für die Dauer des Vorbereitungsdienstes zu gewähren. Die Gesuche, in denen das Bedürfnis für die Gewährung eines LlnterhattszuschusseS darzulegen ist, sind den Ministerien oder dem Landesamt für das Blldungswesen durch Vernrittlung der dienstaufsichtsführenden Stelle derjenigen Behörde dvrzulegen, bei. welcher der Referendar oder sonstige Anwä.rter im Vorbereitungsdienst beschäftigt ist. Die Behörden selbst sind angewiesen, das Ausschreiben, das den Beschluß des GescnntministeriumS wiedergibt, den Beteiligten zur Kenntnisnahme vorzulegen. Aus dem Reiche. SrholungSreise deS Reichspräsidenten. Berlin 2. Juni. Wie bie Blätter mitteilen, wird Reichspräsident Ebert eine mehrwöchige Erholungsreise nach F r e u b e n st a d t in Württemberg antreten, von wo aus er die M ü n - chener Gewerbeschau besuchen wirb. Teilnahme deS Reichskanzlers an einer politischen Tagung. Berlin, 2. Juni. Wie die «Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet, werden Reichskanzler Dr. Wirth unb ber bayerische Ministerpräsident Graf Lerchenfeid an ber Dobensee- tagung katholischer Politiker teil-* n eh men. Rückgang in der Kohlenförderung. Essen, 2. Juni. (WB.) Die Kohlenförderung hat sich im Monat Mai sehr ungünstig gestaltet. Während schon im Aprtt 7225 Tonnen arbettstäglich weniger gefördert worden waren als im März, so ist für Mai mit einem weiteren Rückgang zu rechnen, ber sich voraussichtlich auf runb 18 000 Tonnen arbettstäglich Belaufen wird. Wird der 1. Mai, wo nur wenig mehr als ein Drittel des arbeitstäglichen Dirch- fchnittes geförbert wurde, underüchichtigt gelassen. so wirb Lie arbettstägliche Förberang voraussichtlich 11 500 Tonnen weniger als ün Aprtt betragen. Die Cugerbeftänbe sind stark zurückgegangen. Währenb am 25. Februar noch 1 139 0C0 Tonnen lagerten, sinb heute nur noch etwa 700 000 Tonnen vorhanben. Schntzdundtagnng in Allenftein. A l! e n st e i n, I. Juni. (Wolfs.) Der Deutsche Schuhbunb, der vor zwei Jähren über 103 000 Ostpreußen unter schwierigen Umständen in die Heimat beförberte, tagt vom 1. bis 4. Juni in Allenstein. Den Auftakt zu ber Tagung bildete die mehrtägige Fahrt nach der samländischen Küste unb durch das Masurenland, wo den zahlreichen Abgeordneten ein überwältigender Einpfang bereitet wurde. Am Vorabend ber Tagung fand eine Begrüßungsfeier statt, an ber über 1000 Personen teilncchmen. Deutscher Gewerbeschultag. fpb. Frankfurt 0. M., 1. Juni. Die Deutsche Gewerbeschultagung wurde heute mittag durch einen schlichten Festakt in ber Aula ber älniversttät eingeleitet. Mit ber Tagung ist eine Hochschul- wrche oerbunben, eine Einrichtung, die zum erstenmal versuchsweise vorgenommen wurde, und an der sich mehr als 450 Gewerbelehrer usw. aus allen Teilen Deutschlands beteiligen, älniversitätsprvses- sor Dr. Ziehen, Frankfurt a. M., eröffnete den Reigen der Hochschulvortrage mit einem großzügigen Referat über »Dildungswert unb Technik'. Für bie eigentliche Gewerbeschultagung, die am Pfingstsonntag ihren Beginn nimmt, haben sich rund 1500 Teilnehmer gemeldet. fenl)eit der Stimmsippen beim Atmen, Sprechen unb Singen sowie funktionelle und organifche störungen (Phonasthenie, Sängerknötchen) nach beruflicher ilcberanfirengung der Stimme und infolge unrichtigen Gebrauches der Stimmregister besprochen. Ferner wurde auf die wichtiger. Beziehungen zwischen Stimme und Sexualsphäre hin- gewiesen unb babei aus historischem Interesse gewisser, schon von ben römischen Satirikern Martial und Juvenal verspotteter Operationen (3nfibula* tion) des Arztes Celsus im Altertum zum Schutz der Stimme von Schauspielern und Sängern gedacht. Alsdann wurde die normale Lunge unb das Emphysem der Blasinftrumentenfpieler unb die Marmvrstaublunge der Bildhauer im Präparat und Lichtbild gezeigt. Es folgte ein Ausblick auf die Sehnenveranderungen und Krampfadern der Ballettänzerinnen und bie Herzerweiterung unb Gesäßschäven ber Athleten, Ringkämpfer und Sir-1 kuskünstler. — Darauf wurde eine äledersicht über die Berufskrankheiten der Schalterbeamten, Briefträger unb anderer Beamten im Postdienst, sowie! der Telegraphisten, Telephonistinnen, Eisenbahner und Straßenbahnführer gegeben. Rach statistischen Erhebungen leiden 5 v. H. der Telegraphenbeamte»! an Beschäsiigungsneurvsen. Radiotelegraphisten auf Schiffen, werden durch ben übermäßigen Ozon- gehalt der eingeschlossenen Lust geschädigt. Dleg- vad fand durch sehr umfassende Beobachtungen,^ daß unter den Telephonistinnen 57 v. H. neurasthenisch sind: er tritt energisch dafür ein, baß nur Damen mit intaftfm Rervenshstem zum Fernsprechdienst zugelassen werden. Gehörstörungen btt Telephonistinnen sinb, abgesehen von manchmal! Dorfcmmenber Einziehung des Trommelselles, nicht festgestellt worden. Es müssen jedoch die lästigen Knäckgeränsche und Eigenschwingungen ber Membran im Hörer durch passende Konstruktion bet Apparate vermieden werden. Auch ist der Ueber-j tragbarfeit von Hautkrankheiten durch Anlegen beff Hörers an bas Ohr unb der Infektionsmöglichkeisi durch ben Sprechbecher Aufmerksamkeit zuzuwen-j den. — Für die Bureaubeamten in Eisenbahnämtern gilt dasselbe, was von anderen Beruf--. arten mit Kopfarbeit unb sitzenber Lebensweise! gesagt würbe. Auf den Schultern ber mittlere» und niederen Gifenbahnbeamten, insbesondere derjenigen, bie im Signaldienst beschäftigt sind, sowie! der Lokomotivführer, Weichensteller, Strecken-, Wärter usw. ruht der unmittelbare Betrieb. Der- teils Tags, teils Rachts ausgeübte Dienst, beso»-! berd der Lokomotivführer und Zentralweichen-, stetter, verbunden mit großer Verantwortlichkeit für die Sicherheit von Menschenleben unb 'Betriebsmaterial, erfordert einerseits bei ber Bedienung der Maschine bzw. ber Weichen starkem körperliche Betätigung, andererseits stellt er durch die fortwährende Konzentration der durch Wttte» rungsunbill ost erschwerten Aufmerksamkett ganzer hebliche Anforderungen an bie geistige Leistungsfähigkeit. Cs tritt daher trotz Hebung unbj Gewöhnung, auch bei Vermeidung von Alkohol verhältnismäßig schnell Emrübung ein, bte, tote-, manche Etsenbahnunfälle lehren, verhängnisvoll werden kann. Der Vortragende demonstrierte dies! nach Messungen an einem Lokomotivführer vor und nach ununterbrochenem achtstündigen Rangierdienst unb an einem Weichensteller, ber ebenfalls acht Stunben beschäftigt war. Er hat auch nach Besprechungen im preußischen QHinifteriuut' der öffentlichen Arbeiten die Lokomotivführer des, Tages-D-Zuges Berlin—Frankfurt a. M. wöhrenb des Weges über Halle, Erfurt, Debra, Elm jeweilig vor der Abfahrt von der betreffenden Station und nach der Ankunft auf ber Station, wo. Mafchinenwechsel ftattfanb, auf Ermüdung unter»! sucht. Vier Führer waren vor ber Bedienung der Schnellzugmaschine dienstfrei, einer hatte bereit» einen Güterzug über eine Strecke von 82 Kilometer gefahren, ein anderer war vorher zwei Stunden' mit Rangierdienst beauftragt gewesen. Bei allen; besonders aber denjenigen, die vor dem Schnell» zugdiensi anderweitig beschäftigt waren, überwog!, die geistige Ermüdung die körperliche ganz erheblich. Das ist für bie Sicherheit des Zuges nicht ohna Belang: benn es ist nicht unmöglich, baß im Zustande hochgradiger geistiger Ermüdung Signale übersehen bzw. nicht richtig erkannt werden. Zum Schluß wurde eine Tabelle über die Morbidität aller Eisenbabnbeamten und der Stiaßenbahn- füßrer sowie über die Erwerbsunfähigkeit nach Erkrankungen derselben im Beruf vorgelegt. — Rächst er Vortrag Dienstag den 12. Juni Derusserkran- fungen im Erd-, Wasser- und Bergbau, bei bet Erzverhüttung und Metallverarbeitung. •* Druckfehl er. 3n ben Ccitarrtifel V2- geftrigen 1. Blattes,' „Abschaffung ber Todesstrafe", von Staatsanwalt Dr. Eckert, hat sich ein ftnnflörenber Druckfehler enigefchsichen. In dem mit der 5. Zeile des 3. Absatzes beginnenden Satz: „Man weiß nicht, ob es dieselbe find, die von Zett zu Zett aus den Schriften verschollener Philantrvpen hervorgeho'.t werden, um die „Rechtmäßigkeit der Tobesstrafe zu begründen und auf bie Kant bas Wort von bet „teil- nehmenben Empfindelei einer affektierten Humanität (comapassibilitas)" gemünzt hat" — muß es natürlich "heißen Unrechtmäßigkeit. 'S”Ä tolÄ'^6 SM&ä Lr^ g ««»smä fatffi äJgfrSE Wermahigen Oio» J! *bigt (d) 9 , oder MiW GH •«•sSs. >■ S »'-Ä !° «f g, 6.? schon i-r ec lief SW W Stevie U Lang-Göns, 31. Mai Dem Mühlenbesitzer 21 m c n b (Grvsten-Linden) geriet vor der WallenselSschen Wrrtfchast ein Lastauto in 0» r a n b. Glücklicherweise kam es nicht zu einer Lffplosion. Der Führer hatte schnell den 100 Liter fassenden Denzinbehälter nvch öffnen können. Kreis Büdingen. gn. (Keist-Nldda, 31. Mai. Bürger- meister Adolf Lind feierte dieser Tage sein L5jährigeS Amtsjubiläum. Schon an der Gröhe der Bcranstaltung. an der sich das ganze Dorf beteiligte, war zu ersehen, welker Beliebtheit sich der Jubilar erfreut. Am ?5bcnd des Iubeltages versammelten sich ' sämtliche Vereine, die Schuljugend, der Ge- n.eindevorstand. alle Körperschaften und son- Illgen Gemeindeglieder und ^ogen im festlichen 3uge vor das d)aus des Bürgermeisters. Der Gesangverein leitete die Feier durch ein Lied rn. ön der Festansprache würdigte Lehrer Lentz die OZerdienste des Gefeierten. Beigeordneter Lind überreichte eine von der Gemeinde gestiftete Ehrenurkunde. 3n gerührten Worten dankte der Jubilar und versprach, seine Kraft auch weiterhin in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 2. (Jan.. Goldenes 3 ubi laum. Morgen sind 50 Hahre verstoßen, ’cit Direktor (Jean Dörr als Lehrling tn den hiefigen „Dorschuh- und Kreditverein" eingetrr- hi ist. Seit dieser Zeit steht der (Sknannte an- intetbtncbcn im Dienste dieser Genossenschaft. 3m jotnre 1884 wurde er zum Vorstandsmitglied gewählt und konnte deshalb schon im Hahrc 1909 'ein 25jährigeS Jubiläum als Dorstandsmitglied i'itrn. JA Butzbach, 1 Juni Mit wichtigen finan- f-tllen Fragen beschäftigte sich die Stadtver- : ce t u n g. Um die Finanzen ins Klare zu bringen. wurde beschlosten, die Kommunale LandeS- •unt um ein Darlehen von 6 Millionen Mark zu ersuchen. Hiervon sollen die Kosten für den Schulhausneubau und die Wasserleitung be- firitten werden. Der Zinsfuß beträgt 5,5 v H., baju kommen noch 2 v. H Geldbeschaffungskosten. - Der Dvlksbildungsverein will durch die Hess. Landeswanderbühne 16 Theatervorstel- ungen im kvmmmenden Winter veranstalten las- 'm. Das Gesuch um Bewilligung einer Garantiesumme von 10 000 Mk. und um einen Zahres- beitrag von 5000 Mk. wird an den Finanzausschuh verwiesen, der nv* dem Okrein verhandeln soll. Das Elektrizitätswerk stellte den Antrag auf Erhöhung des Strompreises für Licht uitb Kraft. Die Beschaffung einer neuen Pumv- ■mlagc für das Wasserwerk bei Griedel wird mit ÜOCO Mt. genehmigt. — Um die Bautätigkeit vifer zu regeln, soll ein gröberes 03au = jelänbe erschlossen werden. Li. Oh beim, 1. Hunt. Wieder ist ein Dampfer aus Deutschlands grober 31tt, der Ontveteran von 187071. Bäckermeister heil Hubert I., zur groben Armee abberufen rrtben. Bei der heutigen Beerdigung gab ihm Kriegerverein das letzte Geleite. 'Der Qkr- Ic.bene, der ein Oll ter von 75 Jahren erreichte, Jxnte im 2. Hessischen Infanterie-Regiment und ichm in diesem am Feldzug teil. Hcfsen-Rassau. Kölner Sänger in Frankfurt ,untt aus N ober die Einteilung der Fahrfchernheste in sechs Fahrten zu 1 MI und sechs zu 1.50 Mk als unüberlegt zu verurteilen. Zweifellos werden die Fahrscheine z-t 1 Mk. am mitten begehrt fein. Diele Fahrgäste fahren auch nie mehr als neun Haltestellen. Wer nun als ständiger Fahrer In L-en Genuh der Preiserrnähigung treten will, ist gezwungen, mit jedem Fadischernheft auch sechs Fahrscheine ä 1.50 Mk. za erwerben, für die er gar keine Verwendung bat. Sn anderen Stabten gelten Fahrscheinhefte stets nur für eine bestimmte Strecke. Mil der jetzigen Einteilung wird die Strahenbahnverwaltung nicht viel Freude erleben. Hoffentlich bewirten diese Zellen zu beiderseitigem Vorteil eine prakttfche Reu.egelung. Einer für viele. Handel. Berlin. 1. Sunt B ö r s e n st i in m u n g s- b i ld. Rach den in der letzten Zell am Aktienmarkt erlittenen Enttäuschungen hat die Spekulation ihr Betätigungsfeld neuerdings auf den ausländischen Rentenmarkt verlegt. Hier fanden seit einigen Tagen und besonders heute umfangreiche Käufe des Auslandes, namentlich In 3- und 4prozentiger Reichsanleihe statt, so dah hierfür Kurssteigerungen von 25 bzw 10 Prozent cintuaten. Sm Anschluß hieran waren bet großen Llmsätzen auch 3 /.Prvzentige Reichsanleihe und alle preuhifchen Eonfols wesentlich höher gesetzt. Am Markte der Auslandsrenten wurden in der letzten Zeil die stark gestiegenen sogenannten Stücke Ungarn und unifizierte Türken stärker realisiert, wogegen die übrigen Auslandsrenlen bei stillerem Geschäft als in bet letzten Zeit ihren Kursstand gut behaupteten. Was den Aktienmarkt anbe- langt fo machten die Kurserholungen Fortschritte. Auf dem der stark ermäßigten Rentabilität bereits annähernd angepaßten Stande waren in zunehmendem Mähe Anlagekäufe des Publikums im Grvh- und Kasfaverkehr zu bemerken, die zu Kurserhöhungen von durchschnittlich 30 bis 40 Prozent, vereinzelt auch von 60—70 Prozent, führten und auch für die zu Einheitslursen gehandelten Sndustriepapiere zum Teil nicht unbeträchtliche Kuissteigerungen hervorriefen. Auch für oberschlesischr Werte, unter Führung von Laurahütte, ist nach Reinigung dieses Gebietes von schwachen Händen das Sntereffe erneut erwacht. DaS Geschäft war wohl zeitweise etwas lebhafter, nahm aber drch einen gröberen Umfang wegen der bevorstehenden Feiertage nicht an. Später senkte sich der Kursstand wieder etwas. Die Devisenpreise stellten sich bei kleinen Umsätzen etwas niedriger. Frankfurt a. M., 1. Sunt Börsen- stimmungsbild. Rach dem gestrigen Auf- tlodem des Börsenverkehrs und der Befestigung der Tendenz machte sich heute bereits wieder ein ruhigerer Verkehr bemerkbar. Die politischen Meldungen wurden in günstigem Sinne aufgefaht, scheinen ober nicht geeignet, zu neuen Unternehmungen anzureizen. Auf cpizelnen Gebieten machte sich verschiedentlich tllachfrage für Sonder- papiere geltend, doch waren die Plmsähe bescheiden. Der Renteirmarkt blieb fest. Sm treten Verkehr herrschte stilles Geschäft, die Tenden.; tocr aber gut behauptet. Benz 430, Gebr. Fahr 525, Gummi-Stöckichl 345. Die zu variablen Kursen gehandelten Werte zeigten zu Beginn der Börse eine feste Haltung, wenngleich die Äurd- bewegungen nur unbedeutend sind. Banken lagen still. Schifsahrtsaktien bröckelten etwas ab. Autowerke lagen wenig einheitlich. Zackerfabrikaktien haben sich nur wenig verändert. Anilrnwerte stellten sich etwas besser. Der Montanakiienmarkt wies eine feste Haltung auf. Der Dollar, der xm Frühverkefn mit 273 ei setzte, wurde später 220 genannt. Die Plmsatztätigkell hielt sich tm weiteren Verlaufe tn bescheidenen Gi-enzen. Die Kurie blieben behauptet. Privatdiskont 41/3 Prozent. Frankfurt a. M., 2. Suni. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluh- Schluh- Schluh- Schllih- Kurs Kurs Kurs Datum: 31. t. 5'^Dtfch.Kriegsanl. ,^,50 4°, Dtsch. Reichsanl. , 9.— 3°/,Dtsch. Reichsanl. 1^2,50 4e/0 Preuh. Konsuls 86,- Hamburg-Paketf.. . 88b.- Rorddeutscher Lloyd 267. - Eomm u.Privatbank 29^»” Darmstädter Dank . 290,- Deutsche Bank . . . ^50,- Lisconto-Gesellfchaft Dresdner Bank . . 311,— Mitteld. Ereditbank. 251,- Ikationalbank f. D. . 290,- Boch. Vuhstahlwerke Bud.- Sisenw.-Akt.. 7®0,- D.-Luremb. Bergw.. 865, - Gellenkirch. Bergw.. 904, — Harpen er Bergbau . 1770,- Oberschl. Sisenb-B. 715,- Oberschles. Eisenind. 5 0 — Phönir-Bergb.-Akt. 1045,- Bad.Anilin-u. Soda 680,- Höchster Farbwerke. 614,- Allg. Elektt -Des. . 6>0,- Felten L Guilleaume 710,- Schuckert-Werke. . . 556,- Adlerwerke 495,— Daimler ......390, - 4°, Hess. Staatsanl. 8),50 Electron Griesheim 685,- Dlsche. Dereinsbank 203 - 1. 6. 31. 5. 77,50 77,50 115- 106,- 156 - 130,- 88,- 85,- 383.- 378,- 304,- 283,50 300,- 300,- 289,- 292,- 642,- 550,- 415,- 418,- 310,- 310,- 250,- 253,- 2S0 — 293,- 915 - 924,50 785 - 783,75 865,- 867,- 904,- 900,- 1792 - 1778,- 728,- 725,- 500,- 548,- 1030,- 1039,- 697,- 695,- 618 - 605,- 623,- 615 - -,- 715,- 565,- 565,- ♦95, — 465, — 405,- 381,- 80, - 77,50 688,- 670,- 200,- Markvotierungeu. Datum: 1.7.14. 31.5. Zürich Fr. 125.40 1,90 Amsterdam Fl. 59.20 0,93 Kopenhagen Kr. 88.80 1,70 Stockholm Kr. 88.80 7,42 Wien Är. 117.80 4070,- Prag Kr. 117.80 - London Sh. 97.80 1,22 Reuhork I 23.80 -.36 Paris Fr. 125.40 3,93 Kurs L6. 77,50 118. — 159,50 87,50 380 - 29B- 293,- 291,. 655,- 418,- 313,- 25' - 295 - 935,- 800,- 873,- 910,- 1763,— 721,- 545,- 1004,- 701,- 018,- 688,- 750,- 555,- 480,- 414,- 76.- 722,- 1.6. 1.93 0.95 1,72 1,44 4170,- 19,15 1,19 -.37 4.05 Züricher Devisemnartt. 1.6. 2.6. Wechsel auf Schweizer granfen Holland 100 Fl. = 203.10 203.40 Deutschland 100 'm. = 1.91 1.98 Wien 100 Kr. = Oj04 0.04 Prag 100 Kr. — 10.07 10.5C Paris 100 Fr. = 47.70 47.875 London 1 £ — 23.37 21^36 Stallen 100 2. = 27.32 27.375 Brüssel 100 Fr. = 4*20 44.75 Budapest 100 Kr. — 0«64 0.625 Aeuyork 100 $ = 522-75 522 50 Agram 100 Kr. = 1.86 L86 j Warschau 100 Är. =» 0,14 0,13 1 Berkiiier Devisenmarkt. Geld Brief Dell» Brief Datum: 31. Wai. 1. 3uni. Amstd.-Rotterd. Drüsiel-Antw. . Ehrisllania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfvrs. . . Stallen London Reuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Sandro 10711 5510738,45 2337,50 2 K ,95 4993,; 5 5006.25 6122, ;C 6137,70 7191,- 72J9 - 578,75 580,-5 14,3,15 1446 8a 1235, 5 1239,05 276,65 277,35 2524,30 2530,30 52W.40 528.,60 434-LU5 4355,25 2,43 2.47 533,30 534,76 33,65 33,65 100,25 100,55 204.70 2j5,30 131,- 132,- 3782,60 3792^0 0561,80 10588,25 2394,60 2100,40 489S.85 4911,15 5972,50 5987,50 70o6,15 lOlaJbS 576,25 577,75 Hl.,20 1416,80 1210,95 1214,05 272,15 272,85 2476,90 2483,10 5203,45 5216,55 4289,60 4300,40 2,43 2,47 525,30 526,70 33,15 33,25 98,75 99,- 202,20 202,80 129,- 130,- 2?20,— 3739, - e Märkte. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M, 1. Sunt lAmtlich.? Marttverlcuif: Der Kleinviehmartt wurde bn'llol- tem Handel geräumt. Schweine hintrrlassen bei langsamem Geschäft etwas Ueberitairb. Sm Einzelnen ist zu bemerken. Ailsgetrieben waren 1172 Kälber, 273 Schafe, 611 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 3000 bis 3400 Ml., Käl- ber, mittlere Qualitäten, 2500 bis 2900 Mk., Kälber, geringere Qualitäten, 2000 dis 2400 Mk.» Schafe 1400 bis 2000 Mk., Schweine unter 80 Klg. Lebendgewicht 3200 bis 3600 Mk., 80 bis 100 Klg. 3600 bis 3800 Mk.. 100 bis 120 Klg. 3600 ms 3850 Mk., 120 bis 150 Klg. 3600 bis 3850 Mk., Fettschwrine über 150 Klg. 3600 bis 3850 Mk., Sauen und Eber 3300 bis 3600 Mk. Auster den, wurden 32 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die ^Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerl-eblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn ui sich schlief)en. (Sn einem Teil der Auflage wiederholt.) Das Moratorium rite B-fugnisse, um die an Deutschland gestellten Fordc-ru gen von Fall zu Fall abzuändern. Wenn diese Desugnüie ausgeübt würden, so könnte die Spannung zwischen Deutschland und den Alliierten vermieden werden. London, 1. Sunt (WTB ) Wie gemeldet wird, fährt Lloyd George Hute uorm.it 3g nach Criccieth ab, wo er die Pfingstserien verbringen wird. Dom Anleiheausschuß. Paris, 1. Suni. (WTB.) Das .Oeuvre" berichtet, der internationale An leihe- Ausschuß sei gestern wiederum zusammen- getreten. Der Holländer Dish rring Ixibc über seine Reise nach Berlin berichtet. ^Das Blatt Glaubt zu wissen, dah er sich über die Zahlungsfähigkeit Deutschlands weni- gergünftig ausgesprochen habe, als man Hütts erwarten können. Die Lasten, die der Dersuiller Dertrag Deutschland aufgeladen habe, seien wirtlich übertrieben. Der AnleiheauSschust werde mepr und mehr davon überzeugt, dast es schwiecigs sei, einem Start Vorschüße zu leisten, auf dessen Gesamwermögen bereits eine Hypothek von 182 Milliarden Goldmark laste, die außerdem noch durch 'die Okkupationckosten erhöht we de. Tatsächlich, so schließt das Blatt, fei, wie man es von der ersten Stunde an erflärt habe, ber Dan° kierausstzust unwi lk'urlich g zwange^, dä s R e- paralionsprodlern, die Garantie- Trage und die Frage der internatio nalen Schulden in ihrer Gesamtheit zu prüfen. Ratürlich würde er auf ein neies. Der bot des Herrn Poincard stosten. Unter diesen Bedingungen sei es mögstch, dast der Ausschast bald einen Be ichl verlesen werde, in dem er erflärt, dcrst unter dem augenblicklichen Regime des Dersailler Vertrages Di-utschland Tein Kredit gewährt werden könnte, auch nicht indirekt Europa, anstatt seine Arbeiten noch mehrere Wochen hindurch fortzusehen. Der neue deutsche Gesandte in Warschau. Berlin, 1. Suni. (Priv.-Tel.) Wie die ,Bossische Zeituna" meldet, ist der neue deutsche Gesandte üllrich Rauscher gestern vom vol- alschen Staatschef P i l f u d s k i in feierlicher Au- dienz zur Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens empfangen worden. Verantwortlich für den politischen Teil: S. D.: Karl W a l t h e r. BAD-NftUHM) Hupfelds Kurpark-Kasino Vornehmste Kleinkunstbühne Bar Tanzpalatis Diele Sehenswerte Wein- und Likörstube ^Autogarage ^Stallungen Ungersbach Gießen (Goetheftraße 68). 9 Statt Karten Gießen, den 2. Juni 1922. 05711 Gießen Pfingsten L2L Die trauernden Hinterbliebenen r » w Langsdorf, Hungen, Fulda, Salmünster, 1 Juni 1922. Dielefeld, den 2. Juni 1922 5365 Reg -Astestor Dr. Krüger und Frau Luise geb. Rathschlag * 2. Imri 1922 53648 Lebens- 227V Astoria-Lichtspiele Kaufmann Schön möbliertes mit Pension, mögt. fev. Dohn- unö Slyillfzimmer Eingang, per 1. Juli 1922. nur an ruhigen Herrn Schriftl. Angebore mit Heute letzter Tag: inur an ruhigen Herrn > Br.HMierW 05681 melden Neuen Baue 22 II. 2. Teil 5351c Ab morgen: v uivbqvm* LttMtalw“ 5363 verkaufen. zu verkanten. 05698 auf der Karlsruhe: > fdeltneta.il- Einkauf- Zentrale. • -- - — | Verkäufe Erfahrene Mütze Krianrene Mütze i -- । .. ■u-., ■—n » für Pfarrhaus auf dem Z ,,, ! Lande sofort gesucht. 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Um zahlreiche Beteili- gung bittet 5373v Zamilien Zusammenkunft Die Beerdigung findet am 2. Juni nachmittags 3 Uhr in Langsdorf statt. Die Verlobung ihrer Tochter Ottilie mit Herrn Lehrer Karl Obermann geben bekannt Gold; Silber; Platinbruch, Brillanten, Zahngebisse kauft ständig J zu Tagespreisen G. Gümblein Bruchstraße 19 II. nächst d Goethestraße. — L Ratengeschäft — Ottilie Ritter Karl Obermann, Lehrer Verlobte Laufsran für täflL 2 Stunden ges. 5y9 Goethestraße 59II. Bekanntmachung. 3m Amtsverkündigungsblatt Nr. 65 vom 23. Mai 1922 sind neue Gebührensätze für das Reinigen der Schornsteine veröffentlicht, aus die ich hiermit be« Die Verlobung unserer Tochter Emmi mit Herrn Karl Heinz Schwatzmann beehren wir uns anzuzeigen. H. Launspach und Frau Friederike geb. Heck. Gießen (Alicestraße 22) LMU Prima Fotalleiti Prima Pferdefleisch ö’efe Volke. Fritz Keßler Neuen weg 33. *n Emmi Launspach Karl Heinz Schwatzmann Verlobte Prima Sack-Kalk (Bürener Material) liefert als Generalvertreter für Oberheffen und Hessen-Aaffau ab Werk Tudorf bei Paderborn 5359D S c h i a - Stttrctimaen, Kesselbach (Oberhessen). Snotrlfljjigfg Sllööifien mit guten Zeugnissen. daS Liebe zu einem kl. Kinde hat u. kl. Haush. selbständ. führen kann, sindet sofort gute Stelle b. gutem Lohn u. guter Behandlnng. iK1 Uhl-Weber, Frauk- surt a. M.. Neue KrttmeQ. Tüchtig, gut enivfohleneS M ft d c h e n lauch vom Lande« in kl. Haush. (2 Vers.) alsb. ges. Frau Prof. Weber, Mv, BiSmarckstraße 46. Freitag, 9 Uhr: ^genhuttfoinmlnnfl Pfälzer Sos. I. Feiertag, 9.30 Uhr: Abholen der Karlsruher Gaste am Babnhos. II. Feierfac: 11 Uhr: Frühschoppen, Gaf<5 ör> it Ludwig. 4 Uhr 1 «Viel gegen Kar lösche, anschließend Anim i SIMNU« werd.sachgem. u.preiswert gestimmt u.repar. ß. Ebert, Klaviermacher Gießen. DloM. 11. 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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber, guter Sohn, unser unvergeßlicher treuer Bruder, Enkel, Schwager, Onkel und Neffe Otto Werner in den schönsten Tagen seines Lebens, im Alter von 16 Jahren, heute abend sanft nach langem, schwerem Leiden verschieden ist. In tiefem Schmerz: Die trauernden Eltern, Geschwister, Großmutter und Schwager. Wieseck, den 1. Juni 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 3. Juni, nachm. 4 Uly, vom Trauerhause, Turnstraße 2, aus statt. 06705 Billige KleiderundBlusen erhalten Sie durch SelbetfÄrben wie neu mit 3724V Wlki-Haushaltfarben. Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardinenfarben. Wiki-Waschblau erzeugt blütenweiße, fleckenlose Wäsche zur Freude jeder Hausfrau. Verwenden Sie daher nur Wiki und Sie werden zufrieden sein. Der Oberbürgermeister. 3. D_: Krenzien. Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Obbornhofen, Rj. 1921, liegt während einer Woche, vom 3 Juni bis einschl. 10. Juni 1922 auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei offen. Einwendungen hiergegen können während dieser Zeit bei uns vorgebracht werden. Zu dieser Nachtragsumlage haben auch die Ausmärker beizutragen. Obbornhofen, 1. Juni 1922. 5377D Hessische Bürgermeisterei. Philippi. Heb. Schttn A Co.. Marburger Straße. Eichene Waschbütte, 4 Gartenftüble tu -Tisch Bekanntmachung. Infolge Erhöhung der Frachtsätze für Kohlen und Koks ab 1. Juni 1922 werden die Höchstpreise gemäß Beschluß der städtischen Brennstoffdeputaüo^ vom 30. Mai 1922 auf Grund der Vorschriften des § 117 der Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über Regelung der Kohlenwirtschaft vom 23. März 1919 mit Wirkung vom 6. Juni 1922 wie folgt festgesetzt: Fettstückkohlen . . 92.20 Mk. für den Zentner Für 3 jähriges nettes Mftdehen Pflegestelle gegen gute Bezahlung gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 05695 an d. Gieft Anz. Glucke gegen Legebubu zu lauschen gesucht. 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