& für die Stabt unb btn 5 15. Februar, werktoa, &öus skirchstratzr 16) 2j «ffion. *«8*8 ■**««.». . 57,8? M ' l^.88 " stzZL :;g« i uS TL äsP** 51*«* ^inbetTTiT^ ÄA-AÄ ta » , >*D 1X6 ^1. Atomar 1922 je herrliche» «IM«* äge foroit M urwiiw«0 ltziibvlattler ,. e umirn zmcrcsse^r^ndurlte. ***£S2L fl AKüW- Grohe M nss SS®?e8* Oij®8* 11* :Ä--* I Ä I *• | »rinne0 | iun-a"6 j L Kallipl-ß Nr. 28 Der Otetzener Nnzeio« erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatlich« vrzua,preise: Ml». 9.50 einschl. Träger, lohn, durch die Post Mk. 10. - einlchl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 ; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnachrichten: Anreiaer Siehe». poftschecttonto: Stonffurt a. M. 11686. (12. Fahrgang Oonnerstag, 2. Februar 1922 GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steinörnderet R. Lange. 5chnstleitung, Geschäftsstelle und vruderei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen» 34mm‘Breite örtlich 70 Pf., auswärts 90 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 300 Vf. Bei Platz. Vorschrift 20 ' Aufschlag. Sauptschriftleiler: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Äarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in (Biegen. Eifenbahnerstreik. Die große EtatSrede des ReichSfinanz- ministerS hat das Elend unserer Finanzver- hältnisse aller Welt vor Augen geführt. Man sollte meinen, bafo 'unter diesen Umständen auch die Eisenbahner soviel Verantwortungsgefühl und soviel Vaterlandsliebe haben sollen, um in dem kritischen Stadium unserer Entwicklung nicht der Regierung unnötige Schwierigkeiten zu machen und unser Wirtschaftsleben aufs schwerste zu bedrohen, wo wir stetige Arbeit und gründlichen Wiederaufbau nötiger brauchen können, als irgend etwas anderes. Die Unrast und Tlnruhe, die alle Kreise beherrscht, ist ja freilich ein Kran- heitSsymptom unserer Zett, und da das deutsche Volk heute von allen Völkern am schwersten erkrankt ist, sind solche Erscheinungen an sich nicht allzu verwunderlich. Aber gerade deswegen ist es besonders die Aufgabe der Regierung, diese Krankheitserscheinungen mit allen Mitteln und mit voller Tatkraft zu bekämpfen. 0m letzten Augenblick hat sich da das Reichskabtnett besonnen, und es ist mit einer entsprechenden Kundgebung und einem besonderen, vom Reichspräsidenten gezeichneten Gesetz an Die Oeffentlichkeit getreten, worin mit Gefängnis oder hoher Geldstrafe diejenigen bedroht werden, die zum Streik auffordern. Die Regierung, mit ReichSver- kehrSminister Gröner an der Spitze, hatte es bisher noch bei jeder Gelegenheit an der erforderlichen Festigkeit und Tatkraft fehlen lassen und dadurch nicht nur die Begehrlichkeit, sondern auch den Geist der Gewissenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit in weiten Kreisen der Beamten und Angestellten genährt. 3n der kurzen Reichstagssitzung vom Samstag hat der Reichsverkehrsminister Gröner die Flucht in die Oeffentlichkeit angetreten und ein Geständnis abgelegt, das in geradezu erschreckender Weise zeigt, was für eine Mißwirtschaft im Reichsverkehrsministerium ein- gerissen ist. Anordnungen des Ministers werden von seinen Untergebenen nicht beachtet und als nebensächlich beiseite geschoben. Auch in der Reichspostverwaltung herrscht keine feste Autorität. Erst vor kurzem haben selbst sozialdemokratische Organe dem Reichspostminister GiesbertS bescheinigt, daß er stets bereitwillig gehorcht, sowie ihm von gewerkschaftlicher oder sonstiger Seite etwas befohlen wird. Hoffentlich hat der jetzige Streik, den die gesamte Presse scharf verurteilt hat, das Gute im Gefolge, daß eine Besserung der unhaltbaren Verhältnisse angestrebt wirdl Berlin, 2. Febr. (WTB.) Die Lage im Eisenbahner st reik ist zur Zeit noch un- gellärt. Der Streik hat sich bisher nur auf einzelne Teile Deutschlands ausgedehnt. Wie die Blätter melden, ist für heute immerhin mit einer vorläufigen Einschränkung des Fernand Dorortverkehrs zu rechnen. Die eigentlichen Herde der Streikbewegung werden in dec Hauptsache Teile von Rord- und Westdeutschland sein. Hannover, 2. Febr. (WTB.) Das Zugpersonal des Eisenbahndirektionsbezirkes verweigert den Dienst; es werden keine Züge abgelassen. Der Verkehr im frankfurter Bezirk lahmgelcgt! Frankfurt, 2 Febr. (WTB.) Wie uns von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, ist der gesamte Eisenbahnverkehr im Frankfurter Bezirk lahmgelegt. Seit Mitternacht ist kein Zug mehr abgegangen, abgesehen von einigen Zügen aus Mainz, die vom Mainzer Zugpersonal geführt wurden. Auch der Verkehr auf den Strecken Gießen—Kassel und Gießen — Koblenz konnte aufrechterhalten werden. Dagegen ist der überaus wichtige Verkehr von und nach dem Ruhrgebiet vollständig unterbrochen. Die drei Berliner Schnellzüge, die Frankfurt in den Abendstunden verlieben, wurden in Fulda auf- gehalten. äleber 800 Reisende liegen in Fulda fest und können nicht weiterbefördert werden. Es soll versucht werden, mit Rot- personal die Reisenden ihren Besttmmungs- orten zuzuführen. An dem Streik ist das gesamte Lokomotivpersonal beteiligt, während alle anderen Beamten nicht geschlossen daran teilnehmen. Hunderte von Streikenden hatten sich in den frühen Morgenstunden in dem Frankfurter Hauptbahnhof angesammelt, wurden aber von der Schutzpolizei genötigt, den Bahnhof zu verlassen. Der Bahnhof ist zur Zeit von der Polizei gesperrt. Die Ausführung der Verordnung des Reichspräsidenten. Berlin, 1. Febr. (Wolff.) On Ausführung der Verordnung des Reichspräsidenten, welche die Arbeitsniederlegung der Eisenbahnbeamten für verboten erklärt und die Aufforderung zum Streik unter Strafe stellt, ordnete der Polizeipräsident folgende Maßnahmen an: Alle zur Durchführung der S t r e i k S bestimmten Gelder sind zu beschlagnahmen. Die Drucklegung von Aufrufen,die Aufforderungen zum Streik enthalten, ist zu verhindern. Aufrufe zum Streik sind zu beschlagnahmen. Personen, die zum Streik auffvrdern oder sich nach § 316 des Strafgesetzbuches strafbar machen, sind festzu- nehmen. Der § 316 bedroht mit schwerer Gefängnis- und Geldstrafe die zur Leitung von Eisenbahnfahrten und zur Aufsicht über die Bahnen und den DeförderungSbetrieb an- gestellten Personen, wenn sie durch Vernachlässigung der ihnen obliegenden Pflichten den Transport in Gefahr setzen. In Snddeutschland kein Streik. Stuttgart, 1. Febr. (WTB.) Der Dvr- stanb des Larrbesverbandes Württemberg der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter hat heute nachmittag.einstimmig beschlossen, die jetzige Durchführung des Streikbeschlusses der Reichsgewerkschaft ab^u- lehnen, well das Abstimmungsergebnis des Beschlusses aus gewerkschaftlichen Gründen die Ablehnung des Streiks bedeute. Rach Mitteilung der Cisenbahngeneraldirektion Stuttgart sei bei der Besonnenheit und Pflichttreue des württem- bergischen Personals zu hoffen, daß der Streik in Württemberg vermieden wird. München, 1. Febr. (WTB.) Wie die „Münchener Reuesten Rachrichten" mitteilen, mißbilligt das bayerische Verkehrspersonal das Vorgehen der Reichsgewerkschaft entschieden und denkt seinerseits nicht an einen Streik. Weiter erfährt das Blatt, daß der bayerische Derkehrsbeamten-Verein den Streik mit der gleichen Entschiedenheit ablehnt, die er gelegentlich des Ausbruches des letzten wilden Streiks in Westdeutschland an den Tag legte. Auch der StaatStochlcker-Verband weist jeden Streikgedanken von sich. Der Deutsche Eisenbahnerverbarrd will erst Weisungen von Berlin abwarten. Karlsruhe, 2. Febr. (WTB.) Wie unS von zuständiger Stelle gemeldet wird, hat sich in den badischen Verkehrsverhaltnissen nicht das geringste geändert. München, 2. Febr. (WTB.) Rach MÄ- dungen, die bis heute nacht bei den hiesigen amtlichen Stellen vorliegen, soll sich der Streit eines Teiles der Eisenbahner auf verschiedene Gebiete Württembergs und Sachsens erstrecken. Auch in den hiesigen Eisenbahnwerkstätten ist das Lvkvmvtivpersonal in den Streit getreten. Keine Ucbcrtrannnn auf das besetzte Gebiet. Wiesbaden, 1. Febr. (Wolff.) Die internationale Feldeisenbahnkommission in Wiesbaden hat mitgeteilt, daß die Rheinlandskommission im Einvernehmen mit dem Oberkommandierenden der Rheinarmee beschlossen habe, den Streik der Eisenbahner im besetzten Gebiet nicht zu büßen. Auch hat der Vorsitzende der Deichsgewerkschaft des Direktionsbezirks Köln die Erklärung abgegeben, daß die Reichsgewerkschaft beschlossen habe, den Streik nicht auf das besetzte Gebiet auszudehnen. Mainz, 2. Febr. (WTB.) Die Bezirksleitung der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahner erklärt in einem Aufruf. daß die Anordnung der Bttrieb^ernstell ing für das besetzte Gebiet keine Gültigkeit habe und fordert die Eisenbahner auf, ihren Dienst zu versehen. Die Stockung in Leipzig. Leipzig, 2. Febr. (WTB.) Hier konnten keine Züge abgelassen werden. Der Hauptbahnhof wurde durch die Polizei gesperrt. Eine Erklärung besonnener Organisationen. Berlin, 1. Febr. (WTB.) Der Hauptvorstand der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Staatsbediensteter hat folgende Entschließung angenommen: Die Reichs» gewerkschast hat den Eisenbahnbeamtenstreik proklamiert. Sie hat es vermieden, sich mit dem übrigen großen Organisationen der Eisenbahner in Verbindung zu setzen und dadurch auf die Einheitsfront verzichtet. Sami1 ist dieser Bewegung von vornherein jede Möglichkeit des durchschlagenden Erfolges genommen, um so mehr, als große Gruppen der Reichsgewerkschaft öffentlich gegen den Streik Stellung nehmen und das Vorgehen der Reichsgewerkschaft als Rarrenpolttik bezeichnen. Entgegen allen gewerkschaftlichen Grundsätzen wurde der Streikbeschluß mit 20 gegen 15 Stimmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen, läßt also die erforderliche Zweidrittelmehrheit vermissen. 3m eigentlichen ge^chäftsführenden Vorstand der Reichsgewerkschaft ist das Stimmenverhältnis sogar 4 zu 4. Das unbefriedigende Ergebnis der letzten Oanuarverhandlung zusammen mit den ungenügenden früheren Maßnahmen von Verwaltung, Regierung und Reichstag gegenüber der Rotlage der Beamten und Arbeiter hat eine tiefgebende Unzufriedenheit unter einem großen Teil der Beamtenschaft unb anher ben Arbeitern hervorgerufen. Deshalb hat die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Staatsbediensteter gemeinsam mit ihrer Spihenorganisation, dein Ge- Ifamt. erbaute deutscher Beamten- u. Staa:sange° stellten-Gewerkschaiten (D. D.) erneut sofort Verhandlungen mit der Regierung angeknüpft. Diese Verhandlungen sind heute zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Ihr Ergebnisse beziehen sich in der Hauptsache auf die üleberteuerungszulage an Beamte und Arbeiter, deren schnellste Auszahlung gesichert ist, auf die sofortige Gewährung einer Rangierzulage, die sofortige Auszahlung restlicher diätarischer Bezüge usw. Die Lage des deutschen Volkes ist zur Zeit die allerernsteste. Die Konferenz von Genua steht vor der Tür, von der Deutschland, wenn auch noch nicht die Revision des Vertrages von Versailles, so doch immerhin eine wesentliche Erleichterung der Lage erhofft. Mit großer Mühe hat die Regierung das Steuerkompromih gesichert, um die CBorbebingung für den erhofften Erfolg von Genua zu schaffen. Angesichts aller dieser älmstände lehnt der große Vorstand der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner unb Staatsbediensteter ben Eisenbahnerstreik ber Deichsgewerkschaft ab. Vielmehr hat jedes Mitglied der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner nach wie vor seinen Dienst auszuüben. Dieser Erllärung haben sich angeschlossen: Deutsche Derkehrsbeamten-Gewerkschaft, Verband deutscher Eisenbahn-Bahnmeister. Die Haltung des Rcichsverbandes der Postbeamten. Berlin, 1. Febr. Während die Organisationen der mittleren Beamten, ferner die christlichen und freigewerkschasllichen Eisenbahner, sowie der Hirschi-Dunckersche Verband teils gegen den Streik, teils neutral sind, beschloß ber Reichs- üeibanb ber Postbeamten, die den Streik leitende Reichsgewerkschaft mit 50 000 Mark pro Tag zu unterstützen. Gras Westarp und Dr. Rathenau. Zur „©teuer der Wahrheit" veröffentlicht der deutschnationale Abg. Graf Westarp folgende Erllärung: 3n einem Bericht über eine Rebe von mir in München, der auch sonst nicht authentisch ist, schreibt die „Dossische Zeitung", ich hätte gegen Herrn Rathenau »den bekannten, unwahren Vorwurf" erhoben, „man müsse das deutsche Volk nur tief genug in die Rot führen; mit diesem guten Willen könne man die (Sitten teforberun gen erfüllen". Der Vorwurf der älnwahrhett zwingt mich zur Erwiderung. 3ch habe mich in mehrer Münchener Rede genau an den Wortlaut des Stenogramms ber Reichstagssitzung vom 2. Juni gehalten, nach bem Dr. Rathenau (3744 u. f. Seite) folgenbeS wörtlich auSgeführt hat: „Wenn ein Papier bie Unterfdjrift meines Hauses ober meines Ramens ober gar bie Unter» schrift meines Volkes und Reiches trägt bann verteidige ich diese Unterschrift als meine Ehre (sehr gut bei ben Sozialbemotraten) unb als die Ehre meines Lanbes. (Zurufe rechts.) 3ch halte sie n u r für erfüllbar, wenn wir entschlossen sind, unsin tiefeRvtzu begeben. Darauf kommt es an. (Sehr richtig bei den Sozialdemokraten, Zurufe und hört hört rechts, erregte Zurufe bei den Kommunisten.) Zwischen Richterfüllen und Erfüllen liegt der, Faktor der Rot. Die Rot hätte ich gern vermieden, die kommen wirb, wenn wir ehrlich erfüllen sotten. (Erneute Zurufe rechts.) Ob man erfüllen kann, hängt von bem Maße ber Rot ab, in bie man sich begibt. Es gibt keine absolute Unerfüllbarkeit denn es banbeLt sich lediglich darum, wie tief man ein Volk in Rot geraten lassen darf." Hiernach kann ich bas UrteU, wo die Unwahrheit liegt, bem verehrten Leser überlassen, unb ich warte ab, ob bie „Vossische Zeitung" so loyal fein wirb, ihren Vorwurf richtig zu stellen. Die Ueberspannnng des Militarismus in Frankreich. Paris, 1. Febr. (WTB.) Wie einige Morgenblätter melden, steht eine Umgestaltung ber geplanten Militärrefvrm bevor. Trotz ber Herabsetzung ber Dienstzeit verursache bie Durchführung ber Barthou- schen Reform eine Mehrausgabe von 500 Millionen Frank. In ben Wan- belgängen ber Kammer soll sich gestern Vi- viani sehr scharf gegen ben Gesetzentwurf ausgesprochen haben. Er habe sogar erklärt, man dürfe sich bann nicht wundern, wenn Frankreich in ber Welt bes Militarismus unb Imperialismus bezichttgt werbe. Wenn ber Gesetzentwurf so angenommen werbe, werde er Frankreich nicht, wie er versprochen habe, auf ber Konferenz von Genua vertreten. Jetzt wird angekündigt, daß bie Regierung den Gesetzentwurf zurückziehen werbe, um ihn umzuarbeiten. Eine deutsch-russische Luftverkehrs gesellschast. Berlin, 1. Febr. (WTB.) Die russische Regierung hat mit der Aerounion A. G. in Berlin eine Gesellschaft unter dem Ramen .Deutsch- russische Luftverkehrs-Gesellschaft" gegründet Die Gesellschaft veab ichtigt, vom Frühjahr ds. Is. ab einen regelmäßigen Luftverkehr zwischen Deutschland und Rußland mit Verkehrsflugzeugen der russischen Regierung zunächst auf der Strecke Königsberg — Moskau im Anschluß an den Berliner Rachtschnellzug und umgekehrt zu unterhalten. Die Vorarbeiten, bei denen Sie neuesten Errungenschaften der Flugtechnik Berücksichtigung finden, werden von deutschen und russischen Fachleuten geleitet. Mit der Organisation des Streckendienstes ist die deutsche Luftreederei beauftragt. Der Verkehr soll in erster Linie dazu dienen, die amlliche Kurierpost vov Berlin nach Moskau und uiugetchtt zu beförbem. Die Deförderungsdauer, welche gegenwärtig saft eine ganze Woche beträgt, wird dadurch auf 22 Stunden herabgesetzt werden. An der Aerv' union QL G. sind u. a. die A. G. G., die Hamburg- Amerika-Linie und der Zeppelinkouzem beteiligt. Die deutsch-russische Lustverkehrs-Gesellschaft ist auf ähnlicher Basis wie die Deutsch-russische Transport-Gesellschaft ausgebaut, deren Mitbegründerin ebenfalls die Hamburg-Amerika- Linie ist. Die Vorgänge bei der Regierungsbildung in Hessen werden in der Presse noch immer erörtert. Von verschiedenen Seiten (auch aus dem demokratischen Lager) wird behauptet, daß die Taktik des Zenttums keineswegs geeignet gewesen sei, den Gedanken der „großen Koalttion" ernsthaft in die Tat umzusehen. Die Zentrumspresse wendet sich mit Entschiedenheit gegen diese Kritik, und der Zentrumsabgeordnete Ruß spricht in verschiedenen Blättern von „Verdächtigungen", die dem Zentrum gegenüber angewandt werden. Dieses habe sich ehrlich und offen für den Eintritt der Deutschen Volkspartei in die Koalition eingesetzt. Wie liegen, so schreibt man uns aus Darmstadt, die Dinge? Am 24. Dezember 1921 hat die hessische Zentrumspresse die „Richtlinien" ihres Landesausschusses zur Regierungsbildung veröffentlicht. Rach diesem war für das Zentrum die Wiederkehr der a Iten Koalition „nicht in erster Linie erstrebenswert". Dagegen sei eine Verbreiterung der Koalition nach rechts „aus Gründen des Allgemeinwohls erstrebenswert". Eine rein bürgerliche Regierung aber sei „unter keinen ülmständen" zu verwirklichen. Dann fahren die „Richtlinien" fort: „So blieb für den Fall, daß sich eine Erweiterung der „Koalition im gegenwärtigen Augenblick wirklich nicht erreichen ließ, nur bie Wiederkehr der alten Koalition übrig, jedoch muhte alles daran gesetzt werden, daß der Weg zur durchaus wüpschenswerten Verbreiterung nicht von vornherein verlegt würde". — Mit diesen Richtlinien — so schrieb die Zentrumspresse — trat die Fraktion in die parlamentarischen Verhandlungen über die Regierungsbildung ein. Schon diese Art der Festlegung läßt erkennen, daß sich das Zentrum ziemlich leicht mit der alten Regierungsgrundlage abgefunden hat. Sie mußte aber an Wert völlig verlieren, wenn das Zentrum in den Verhandlungen mit den anderen Parteien feine Bereitwilligkeit, auch mit der alten Koalition zu regieren, sogleich erkennen lieh. Daß dies geschehen ist, geht aus der Rede hervor, die Aba. Obenauer (Dem.) auf dem Parteitage in Ober-Ingelheim gehalten hat. Wir wiederholen den Wortlaut: „Gleich die erste Sitzung gab bem ganzen späteren Verlauf der Verhandlungen Richtung und Ziel, und zwar dadurch, daß der Führer der Zentrumsfraktion erllärte, daß zwar das Hauptbestreben der Zentrumspartei auf eine Erweiterung der alten Koalition durch Hereinnahme der Deutschen Dolkspartei gerichtet fei, daß sie aber auch, wenn dies nicht möglich fei, sich mit dem Zustandekommen der alten Koalttion abfinden werde. Diese Mitteilung des Zentrums war natürlich für die Soziall>emokraten der Richtpunkt, nach dem sie in den ganzen Verhandlungen über die Regierungsbildung ihr Verhalten einrichten konnten. Mit andern Worten bedeutet dies, daß die Sozialdemokraten sich auf den Standpunkt stellten, für uns kann überhaupt nur die alte Koalttion in Frage kommen." Zu dieser befremdlichen Mitteilung des Abg Obenauer erllärte die Zeulrumsfrakliou im „Mainzer Iournal" (19. Januar) auf das Bestimmteste, daß sie weder von ihrer offiziellen Erklärung in der Sitzung des Landtags vom 20. Dezember 1921 noch von der Darlegung in der Presse ein Wort zurüchunehmen hat? Eine Er- flärung darüber, ob die Ausführungen des Abg. Obenauer falsch ober richtig seien, vermißt man in dieser Erwiderung. ES kommt — wir wiederholen es — vor allem darauf an, ob das Zentrum tatsächlich schon in den ersten Besprechungen zwischen den Parteien der alten Koa- litton feinen Plan befanntgegeben hat, sich auch mit der früheren Mehrheit abzufinden. Ist dies geschehen (Abg. Obenauer behauptet es), so ist es ohne weiteres verständlich, daß die Sozialdemokratie gar keinen Anlaß hatte, eine Erweiterung der Koalition zu wünschen. Auch das Organ der Demokratischen Partei (Hess. Volkszeitung Rr. 4) kommt zu dem Ergebnis: „Die Darstellung des Abg. Obenauer auf dem Ingelheimer rheinhessifcheu Parteitag über die Regierungsumbildung ließ die Frage offen, ob die Haltung des Zentrums auf innerer Abneigung gegen die große Koalition oder auf ungeschickter Taktik beruhte. Dermiach (nach der Erllärung im Mainzer Iournal) fällt die Annahme einer inneren Abneigung des Zentrums gegen die große Koalttion fort und es bleibt nur die andere Alternative." Das demokratische Blatt kommt also zu bem I gleichen Ergebnis wie ber D. Tägl. Anz. vom 21. 3anuar: „Wenn das Zentrum ernstlich die I Stärkung des bürgerlichen Elementes in ber Re- uns greift insbesondere den Postminister GieS-1 Kreisausschusses des Kreises Friedberg berts wegen seines Verbotes von 6;reittelegram= 13. Oktober 1921 i. S. Gesuch des Kriegs vom von tote Mariä Lichtmeß Land gegen das errun- die den hat oder Verden men an. Ebenso richtet der Redner schwere Vorwürfe gegen den Reichsjustizmi nister und erklärte zum Schluß, der Etat verschleiere die Tatsache, daß das Reich vor dem Vankrott stehe. Abg. Fröhlich (K.) gibt seiner Empörung darüber Ausdruck, daß bei kommunistischen Reden kein Regierungsvertreter im Saale sei, und beklagt sich über die Teilnahmslosigkeit der Abgeordneten. (Es sind nur 22 Abgeordnete im Saal.) Das Großkapital wolle mit Hilfe der Demokratie die lertra* hier: gegen 1921. seht und an Plätze, an denen sie weder noch Leute kennen würden. verein zählt 263 Mitglieder. Geturnt wurde von den einzelnen Abteilungen in 285 Turn- zerten mit einem Gcs.rmtbe von 3c5D Aus- Tarmstodt, 29. Han. Das sozialdemokratische Offenbacher Abendblatt, bekanntlich dem Staatspräsidenten Ulrich gehörig, wendet sich in einer in besonderer Aufmachung veröffentlichten Zuschrift unter der Ueberschrift: Große Gendarmenverschiebungen in Hessen dagegen, daß bereits am 1. April eine große Versetzung unter den Gendarmeriebeamten des ganzen Landes vor sich gehen soll, die größtenteils unnötig und für das Meine Land außerordentlich kostspielig sei. Sehr viele dieser Veomten würden wider ihren Willen der- ihn noch nicht in den Ruhestand schicken konnte, als Provinzialdirettor nach Oberhessen verletzt worden. Um aber dieses zu ermöglichten, mußte ein Wechsel in sämtlichen Provinzial- direktoren ft eilen des Landes Vorgenvm- men und einer dieser Direktoren, Geheimrat Feh, vorzeitig zur Ruhe verseht werden. Während der auS dem Ministeirum entfernte Herr Matthias jar Deutschen Volts Partei zählt, verschwindet mit Herrn Feh der einzige Demokrat unter den Provinzialdirettvren; das ist die erste Tat jenes .Ministers, der von der „Demokratisierung der Verwaltung" spricht. Diese ihr unbehagliche Tat- t sache muß wiederum gerade die „Frankfurter _ Zeitung" m einer Zuschrift aus Oderhessen sest- ? stellen, in der es zugleich, heißt, daß es das - Zentrum verstanden habe, in der hessischen Re- gierungskoalition sich die vorherrschende Stellung zu sichern. absolute Alleinherrschaft im Staate an sich reihen. Der Redner tritt sodann für das Streikrecht der Eisenbahner ein und wendet sich gegen die Mehrheitssozialisten, die sich in den Dienst des Groh- kapitals gestellt hätten. Damit schlieht die Etatdebatte. Das Haus vertagt sich gegen 6 Uhr abends auf Dienstag, den 7. Februar, nachm. 2 Uhr. — Anfragen, kleinere Vorlagen. § 21116 dem Vogelsberg. 1. Febr. Des Eises Rinde ist gebrochen, und Büche und Wasserläufe find wieder eisfrei geworden; der Schnee ist verschwunden bis zu den Schneedünen, die an den Rainen sich aufgetürmt haben. Die Wintersaat hat sich gut bei dem Froste gehalten, weil eine leichte Schneedecke sie schützte. — Eine bemerkenswerte Erscheinung ist Vas Radfahren in diesem Winter. Sobald früher der Winter sich bemerkbar machte, wurde das Fahrrad in Ruhe gesetzt. Jetzt hat weder Schnee noch Eis. noch Kälte die Radfahrer vertrieben. Anregend war dabei der Verkehr durch die Monteure der elektrischen Anlagen. Kreis Friedberg. * Friedberg, 1. Febr. Einigung in der Streitfrage der Polytechnischen Anstalt. Die gestern nachrnfttag unter dem Vorsitz des Bürgermeisters zwischen dem Kuratorium des Polytechnikums und dem Vertrauens- ausschuß der Studierenden gepflogenen Verhandlungen haben zu einer Einigung geführt. ch. Münzenbexg, 31. Jan. In diesen Tagen erlebte eine 2lnzahl hiesiger Einwohner eine angenehme Ueberraschung. Der frühere Bürgermeister Metzler, der vor etwa 10 Hehren nach Amerika ausgewandert war, ließ durch einen Bevollmächtigten an seine hiesigen Gläubiger die damals hinter- lastenen Schulden zurückzahlen. 4 Dad-Rauheim. 31. Han. Die 62. Generalversammlung des Turnvereins 1860, die vom 1. Vorsitzenden Kau-mann PH. Weiß geleitet wurde, war sehr zahlreich besucht. Im Jahresbericht verbreitete sich der 2. Vorsitzende, Lehrer Oßwald. eingehend über das turnerische Geben in der Deutschen Turnerschaft, tm Gau Hessen und im Verein., Zur Erledigung ter Geschäfte fanden 26 Verstand fi'.jungen und 5 Mitgliederversammlungen statt. Die A beit des Vorstandes wurde durch v.rschi d.ne Ars chüsst unterstützt. Aus dem T irnbericht dsTurn- warts Hartmann ist zu entnehmen, daß Turner und Zöglinge, Turnerinnen und Schwüler zusammen in 285 Turnzeiten m t 9250 V s chsrn turnten. Der Bericht des Spielwarts Richter verzeichnete 97 Spieltage mit etr.em durchschnittlichen Besuch von 27 Spielern, während Fccht- toart Reich wein von 46 Fechtabenden mit zusammen 491 Besuchern und 13 bei austoür- tigen Veranstaltu gen errungenen S egen zu berichten weiß. Die G e sa ng s a bte i l u n g, die in diesem Jahre ihr 50jähriges Bestehen feiern kann, hat 72 Singstunden gehabt. Die Rechnung des Kassenwarts Franke schloß ab mit 45 840 Mark in Einnahme und 45 81 3 Mart tn Ausgabe. Die Mitgliederzahl ist von 676 auf 719 Vereinsangehorige gestiegen. Für 25jährige treue Mitgliedschaft wurden 7 Mitglieder durch entsprechende Urkunden geehrt Der Vorstand wurde beträchtlich erweitert, u a dw ch Wahl eines Spielwartes, eines WanderwarteS ■ und einer Turnerin; es gehören ihm nun 12 Mitglieder an. Erster Vorsitzender bleibt PH. Weiß, der nun schon 18 Jahre an der Spitze des Vereins steht. — Der ebenfalls der Deutschen Turnerschaft angehörende Männerturn - ' Aus Stabt und Land. Gießen, den 2. Febr. 1922. Dom Eisenbahnerstreik. Aus Beamtenkreisen wird uns mitgeteilt, daß, in vielen anderen Städten, auch hier das L. U Von der Landes-Universität. Der ordentliche Professor für Ohren-, Rasen- und Halskvankheiten, Dr. Earl von Eicken, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Berlin angenommen. — Der ordentliche Professor für Avchärlogie, Dr. Gerhart R o d e n w a l d t, ist zum Generalsekretär des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs in Berlin gewählt worden. — Dem Abteilungsvvrsteher am Landwirtschaftlichen Institut, Dr. Heinrich Burk wurde die venia legendi für das Fach der Landwirtschaft erteilt.. ** Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen. Arn Samstag, dem 4. Februar 1922, vormittags 8l/2 Ahr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Phil ipp-Plah Ar. 3, eine' öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses stall mit folgender Tagesordnung: Gewerbebetrieb des Schreinermeisters Karl Scholl in Homberg a. d. O.; hier: Berufung der Dezirkskasse Homberg gegen das Urteil des Kreis- ausschusses des Kreises Alsfeld vom 27. Sept. 1921. 8Vz Ahr. — Reuregelung der Besoldung der Gemeindebeamten in Maibach; hier: a) Berufung des Gemeinderechners Maurer in Maibach gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921, b) Beschwerde gegen die Feststellung des Streitwerts in dem- Zwefte Beratung des Gesetzentwurfes über Entsendung von Detrisbsratsmitgliedern in Aufsich tsral Der sozialpolitische Ausschuß der Regierungsvorlage mit unwesentlichen Aenderungen zugestimmt. Abg. Lambach (Dtschntl) tritt für die Beteiligung der Angestellten durch Kleinallien bei den Aktiengesellschaften ein. Abg. Auf Häuser (USP.) verwirft das System der Kleinaktien, da man hierdurch die Gegensätze zu den Kapitalisten nicht ausgleichen könne. Redner beantragt, den Betriebsräten auch in den Vorständen der Bergwerksgesellschaften eine Vertretung zu verschaffen. Ministerialdirektor Dr. Ritter betont, die Vorlage solle ein Ausführungsgesetz zum Be-1 triebsrätegesetz fein. Darum könne man in diesem Rahmen nicht die Frage der Kleinaktien regeln Ten Abänderungen an dem Gesetzentwürfe könne die Regierung zusftmmen. Der Antrag Aufhäuter gehe aber weit über den Rahmen des Dctriebs- rätegesehes hinaus. Tie Anträge Lambach und Aufhätser werden abgelehnt, dagegen ein Zentrum-antrag angenommen, der die Regierungsvorlage in dem Punkte wiederherstellt, daß de Wählbarkeit an eme Mindestens einjährige Beschäftigung tm Betriebe geknüpft wird. Auch in dritter Lesung wird die Vorlage in dieser Fassung angenommen. Die allgemeine Aussprache über den Etat wird sodann fortgesetzt. ** Vorsicht beim Betreten _ . Bahnanlagen. Wie aus einer Rachweisung des Reichsverkehrsministeriums über die auf den Strecken der deutschen Reichseisenbahn vorgekommenen Unfälle hervorgeht, ist deren Zahl im Deutscher Reichstag. 165. Sitzung, mittags 1 Uhr. Berlin, 1. Febr. 1922. gierung gewünscht hat, so hätte es zumindest eine andere Taktik einschlagen müssen." Daran ändert auch der Artikel des Abg. Ruß (Ztr.) nichts mehr. Auffallend ist freilich, daß die klugen Taktiker des Zentrums in diesem Falle so wenig glücklich operiert haben. Zentrumszngehöriqkeit und Bcamtcnlaufbahn. Ein Artikel der „Köln. Ztg." macht folgende Feststellungen, die wir wiedergeben, well man dabei auf politische Rachspiele und Entgegnungen der hessischen Regierungskreise gefaßt fein muß: 1 Rach und nach fallen die Ernennungen von Beamten tn verantwortlichen Stellungen im Reich und in Einzelstaaten, die ganz offenkundig ntr unter dem Gesichtswinkel ihrer Zugehörigkeit z xr Konfession oder zur politischen Partei des Reichskanzlers und seiner Kollegen in den Ländern ihre Berufung verdanken, auch solchen Parteien auf die Äerven, die sich mit zur Regierungsverbindung zählen. Ramentiich in der Demokratischen Partei mehren sich derartige Stimmen, und sogar die dem Kabinett Wirth sehr wohlwollend gegenüberstehende »Frankfurter Zeitung" mußte vor einigen Tagen zugestehen, daß manche auf Außenposten berufene Herren nichs andres als Eignung für ihre neue Tätigkeit auszuweifen hätten als ihre Zugehörigkeit zur Partri des Reichskanzlers. In Hessen scheint jetzt eine ähnliche Entwicklung einzufetzen. Vis Mitte vorigen Iahres lag dort die Leitung des Ministeriums des Innern in den Händen des Sozialdemo- äxnten Dr. Fulda, der sich dabei einer derartigen Unparteilichkeit befleißigte, daß Teile seiner eigenen Partei gegen ihn Sturm liefen und ihn schließlich zu Fall brachten. Ter Staatspräsident Ulrich, der bekanntlich zur selben Partei gehört, übernahm daraus auch noch das Ministerium des Innern, und man sprach damals bereits von einer durch diese Aemtervereinigung in Angriff genommene Vereinfachung der Verwaltung. Die eigentliche Geschäftsführung d-ieses Ministeriums besorgte als Ministerialdirektor das hessische Reichsratsmitglied Matthias; die Amls- geschäste wurden danach wie bisher weitergeführt, und die Ernennungen erfolgten nach sachlichen Gesichtspunkten. Rach den letzten Reuwahlen . aber vertauschte der Zentrumsabgeordnete von Brentano di Tremezzo das Iustizministerium, dem er als Rechtsanwalt ohnedies nahestand, mit dem Ministerium des Innern. Staatsrat Matthias wurde alsbald in Urlaub geschickt, damit — wie es in eingeweihten Kreisen heißt — Herr v. Brentano für die gewünschten Reubesehungen in der Verwaltung freiere Hand bekomme. Matthias ist denn auch- alsbald durch einen dem Zentrum angehörigen oder nahestehenden Beamten erseht und. da man 13. Oktober 1921 i. S. Gesuch des Kriegsbeschä digten Otto Merkel zu Ossenheim um UeE gung der Gemeinberechnerstelle daselbst; Beschwerde des Gemeinderechners Allbach den Gemeinderatsbeschluh vom 18. April 10 Uhr. literarischen Kreise an. Vereinigt ist die Viel» seitigkell seines^ Schaffens darin: Er ist wahrscheinlich der stärkste und schöpferischste Gestalter unserer deutschen Sprache, in der wir alles, was deutsch ist -auf der Erde, durch die Zell der Rot zusammenhalten müssen. (Siehe heutige Anzeige.) Landkreis Gießen. x Wieseck, 31. Jan. 14 im Jahre 1872 geborene Männer unserer Gemeinde versammelten sich am Sonntag im Lokal ihres Altersgenossen Georg Keller und beschlossen, die während des Krieges eingeschlafene schöne Sitte der Fünfzigerfeier wieder zu neuem Leben zu erwecken. Sie soll voraussichtlich im Juli stattfinden. Gewählt wurde der Vorstand aus Karl Seibert (Vorsitzender), Gustav Römer (Rechner), Karl Lang (Schriftführer) und ein Monatsbeitrag beschlossene Dersamqzlungen sollen abwechselnd stallfinden bei den Altersgenossen Georg'K°eff le r und Wilhelm Will; unsere Kirchenbücher weisen im Jahre 1872 außer 3 Totgeborenen 91 Lebendgeborene auf, davon ein Zwlllingspaar: 46 Knaben und 45 Mädchen. Hiervon leben hier noch 26 Männer und 24 Frauen; hierzu dürften noch einige Israeliten und Zuge-- zogene kommen. Hoffenllich verschont der Tdd, der in diesem Monat mit 14 Opfern eine Ernte gehalten, wie sell Menschengedenken nicht, die Reche unserer Fünfziger. Im Jahre 1872 waren es im Januar 4 Todesfälle. Kreis Schotten. e Schotten, 1. Febr. In einer außerorbent* lichen Hauptversammlung des Vereins „Lehrer heim Vogelsberg", die in Frankfurt a. M. unter Leitung des zweiten Vorsitzenden, Rektor Konrad Spieß, ftattfanb, wurde die Auflösung des Vereins beschlossen. Zu ßiqut- datoren wurden ernannt: Der erste Vorsitzende, Lehrer Ludwig Dern (Offenbach a. M). der Rechner Fr. Held (Mainz), der Obmann des Hess. Landes-Lehrervereins, Rektor I. Bach (Mainz), der Rechner dieses Vereins, Lehrer L R. Wilh. Heck (Zwingenberg) und Lehrer H. H o f- mann (Mainz). Außerdem wurde Dern (Offenbach) zwecks weiterer Vertretung des Lehrerheimsgedankens in den Vorstand des Hess. Landes- Lehrervereins gewählt; bis zu seiner Wiedergenesung wird er durch Lehrer Gg. Dern (Reu- Isenburg) vertreten. Alle Schuldscheine werden durch Held (Mainz) zurückbezahlt. lg. Gedern, 31. Ian. Am Sonntag veranstaltete die Gesellschaft der Musikfreunde ihr 1. Konzert, wozu man tn Kammersänger Ernst Rieder aus Frankfurt a. M. einen namhaften Künstler gewonnen hatte. Ausgestattet mit einem herrlichen Daßbariton von feiten em Wohlklang, sang er Lieder aus den beiden Zyklen „Schwanengesang" von Franz Schub«ll und „Dichterliebe" von Robert Schumann. Ganz besonderen Erfolg erzielle der Künstler mit den aus innerstem Erleben heraus vollendet totebergegebenen Lvewe- chen Balladen „Spiritv santo", „Odins Meeresritt", „Edward" u. a. Die Klavierbegleitung wurde mit bestem Gelingen von Frau Lorsch- Morgenstern aus Frankfurt a. W. ausge- ührt. selben Urteil 9 Uhr. — Die Festsetzung der Besoldung des Polizeidieners Petry in Gambach; hier: Berufung der Gemeinde Gambach gegen Heute haben wir Mariä Lichtmeß Mariä Reinigung. Dieser Tag hat schiedenartige Bedeutung, hauptsächlich bei ___ Landleuten. „Lichtmeß feucht und naß, gibt vielen Wein ins Faß", sagt der deutsche Weinbauer, und die friesischen und englischen Dauern denken ähnlich. Der 2. Februar soll nämlich nicht trocken und sonnig, sondern trübe und feucht sein. Denn einer schönen Lichtmeß und einem schönen Vorfrühling pflegt gewöhnlich ein recht schlimmer „Rachfrüh- ling" (mit dem Eintreffen der Eismänner im Mai) zu folgen. Die englischen Dauern stellen sich gern eine Strohpuppe als „Lichtmeßfrau" her, die sie am Morgen des 2. Februar aufs Feld bringen. 3ft abends am Lichtmeß tage die Strvhschleppe von Frau Lichtmeß troden — o weh, dann gibt's eine schlechte Ernte! Glänzen aber Regenperlen als Geschmeide ftn Strohkleid, so ist das Beste zu hoffen. — Ter evangelischen Kirche gilt Mariä Reinigung als Feier der Darstellung Christi im Tempel Die Bezeichnung Lichtmeß ist auf Lichtermesse zurück- zuführen, was sich wieder auf das feierliche Weihen derjenigen Kerzen bezieht, die das Iahr über in der Kirche Verwendung finben. Schon Martin Luther spricht davon; nach feiner Ueber- lieferung hat der Papst Sergius tm Iahre 687 das Lichtmeßfest eingesetzt. Mancherlei Bräuche sind aus der Bedeutung dieses Tages heraus entstanden. So werden am Lichtmeß tage die sogenannten „Wetterkerzen" geweiht, die man anzündet, wenn Blitz oder Hagel Haas und Feld bedrohen. Unter Segenstoünsch-en tropft der Eifelbauer das Wachs solcher geweihter Kerzen auf den Pflug der Westerwälder Dauer auf die Mütze. In Baden lassen sich Kranke an dem Weihkerzenlichte das Haar anbrennen —: verbrennt es rasch, so ist Aussicht auf Genesung. Im Elsaß bringt das Licht dem Kranken ruhige Stunden. ausgegeben hatte, tm Werte von etwa 20000 Mark gestohlen. Sin antiker Löffel trug die Jahreszahl 1500. QJor Ankauf wird gewarnt. ** Treue Dienste. Gestern waren 25 Iahre vergangen, fett Frau Christine Reim geb. Loh aus Burgsolms tn Diensten bei Rentner Daniel Heil stehl Wettervoraussage für Freitag: Dunstig, wolkig, leichte Rieberschläge, südwestliche unb westliche Winde. Aon dem atlantischen Ozean naht ein neuer stärkerer Tiesbruckwirbel, der für unser Gebiet Zunahme der Bewölkung und Riederschläge bringen wird. Bornotizen. — Tageskalen der für Do nners- tag. Stadttheater, 7 Uhr: Gastspiel des Peh- Kainer-Balletts. — Postkeller, 8 Uhr: Hauptversammlung der Deutschnationalen Volkspartei. — Aftorta-Lichtspiele, ab heute bis einschließlich Sonntag: .Der große Chef", 2. Tell: „Die Ca- mcra vbscura" und „Die Macht des Blutes", 1. Tell: „Der Tod in Venedig". — Aus dem Stadttheaterbureau. Auf die Vorstellung von „Turanbot“ am Sonntagabend fei ganz besonders hingewiesen. Die Aufführung des Werkes darf als Sehens- würdigkett bezeichnet werden; denn die Darstellung sowohl wie die prächttge Ausstattung der 7 Bilder hat allgemeine Anerkennung gefunden. Es wurde von auswärtigen Besuchern geäußert, >ah ähnliches sogar in der Großstadt selten zu ehen sei — Der Oberhessische Geschichtsverein hat durch Anzeige in der gestrigen Rümmer zu seiner vierten Veranstaltung des Wintersemesters auf Samstag, 4. Februar, abends 8V2 Uhr pünktlich, in den Hörsaal 44 des Dorlefungsgebäudes der Universität eingeladen. Geheimer Schulrat Dr. Ed. Otto aus Darm- tadt wird über Wirtschaft und Stadtverwaltung im alten Butzbach sprechen. Zwar hat letzten Endes das 660. Iabiläamsfest unserer Rachbarstadl das bereits dem ßommer- ausfluge des Vereins sein Ziel vorgeschrieben hatte, zur Wahl dieses Dortragsthemas veranlaßt; vor allem jedoch ist der Wunsch maßgebend gewesen, mit einem der anziehendsten Abschnitte der Kulturgeschichte unserer Provinz bekannt zu machen. Unb das kann besonders reizvoll an dem Beispiele Butzbachs geschehen, das als Marktort der Wetterau, an wichtiger Straße gelegen, allzeit eine Stätte regen Gewerbefleißes, Sih einer geistlichen Ordensnieder- lassung unb schließlich als kleine Residenz auf eine ansehnliche Vergangenheit stolz fein darf. Der Vortrag ist öffentlich und unentgeltlich zugänglich. — Literarische Gesellschaft. Die Werke des Dichters Wilhelm von Scholz, den die Gesellschaft zu dem nächsten Dichter-Abend eingeladen hat, rücken mehr und mehr in den Mittelstreikende Personal hauptsächlich unter den Lokomotivführern zu suchen ist. Alle sonstigen Zig-, Betriebs- unb Verkehrs bedienstete traten pünktlich zum Tienst erschienen. Der Verkehr ruht letzt vollständig. Es wird versuche werden, in den späten Rach Mittagsstunden einige Milch- unb Arbeiterzüge durch Beamte in Betrieb ji fetzen. Wenn möglich, sollen heute folgende Zuge verkehren: Gießen —Burg- unb Rieb-Gemüirden ab Gießen 5 Uhr 45, an Gießen 9 Uhr 16; Gießen —Hungen ab Gießen 5 Uhr 30, an Gießen 7 Uhr 52; Gießen—Londorf an Gießen 2 Uhr 37, ab Gießen 5 Uhr 10; Gieße n— Wetzlar ab Gießen 3 Uhr 48, an 5 Uhr 24; G i e- hen— Friedberg ab Gießen 3 Uhr 48, an 5 Uhr 24. — Eine Gewähr dafür, daß die Züge wirllich fahren und gegebenenfalls, ob sie auch morgen noch verkehren, kann jedoch nicht gegeben werden. — Die Verwaltung ist weiterhin bestrebl den Zugverkehr zur Beförderung der Milch und Versorgung der lebenswichttgen Betriebe aufrechtzuerhalten. Wir welchen versuchen, die heutige Rümmer bes „Gießener Anzeigers" unseren auswärtigen Beziehern, soweit dies möglich ist, durch Boten oder die etwa fahrenden Züge zuzustellen. Verhältnis zu den Leistungen des Betriebs und den Zahlen der Vorkriegszeit trotz einer geringen Besserung in letzter Zeit immer noch sehr hoch. In dem Zeitraum vom 1. April bis 31. August des Iahres 1921 sind 188 Reisende durch eigenes Verschulden, zumeist durch Auf- und Abspringen auf oder von in Bewegung befindlichen Zügen, verunglückt, davon 55 Personen tödlich. Die Ahl der überfahrenen Fuhrwerke an Wegübergängen ist sogar um 74 in den fünf Monaten des Iahres 1920 auf 92 des Iahres 1921 gestiegen. Diese Ziffern geben zu denken unb mahnen zur Vor- sicht und ernsten Sorgfalt beim Betreten aller Bahnsteige, Bahnübergänge und dergleichen. ** Errichtung eines Erinnerungszeichens für die Gefallenen. Don zuständiger Stelle wird mitgeteilt: 2Iuf Anregung einer großen Zahl hiesiger Vereine und Vereinigungen fand kürzlich unter dem Vorsitze von Oberbürgermeister Keller eine Besprechung statt, zu der sich außer den Vertretern der Vereinigungen Mitglieder der Stadtverwaltung, der städtischen Daudeputatwn und des städtischen Kunst beirates eingefunden hatten. Rach eingehender Aussprache kam .die Versammlung zu dem Ergebnis, daß die Errichtung eines Erinnerungszeichens für die gefallenen Gießener alsbald tn die Wege zu [eiten fei, fotoie daß das Erinne- rungsmal nicht mit dem Ehrensriedhvf verbunden werden solle. Darüber, ob das Gedenkzeichen innerhalb oder außerhalb der Stadt zu errichten sei, gingen die Meinungen auseinander. Mit der Vorbereitung der Angelegenheit wurde ein engerer Ausschuß betraut, bestehend aus den Herren Bürgermeister Krenzien, Universitätsprvfessvr Dr. Rauch Daurat Kuhlmann, Stadtbaurat Braubach, Direktor D ü n n i n g s unb 3 Vertretern der Vereinigungen Die beabsichtigte Errichtung eines Ehrenzeichens für die gefallenen Gießener wird sicher in allen Kreisen der Bevölkerung lebhaftes Interesse wachrufen. Die Stadtverwaltung und der engere Ausschuß coerben Anregungen tn biefer Angelegenheit gern entgegennehmen. — Wir Haben tm „Gießener Anzeiger" mehrfach unb in verschiedener Hinsicht Anregungen für die Ausgestaltung von würdigen Erinnerungszeichen gegeben. ** Diebstahl In einem in der Rähe gelegenen Schloß wurden vom 28. auf 29. Januar l Is. mehrere Dutzend silberne Löffel unb Gabeln, mit einem Wappen versehen, Teekannen mit Sah- nentopf tn Rillenmuster, 2 silberne Messerbänke, 1 kleines silbernes Schiff, 2 kleine silberne Figuren unb verschiedene geschliffene und geschnitzte Steine durch einen Mann, welcher sich als Diener Punkt des allgemeinsten Interesses. Der lyrische Dichter, der Schöpfer unseres vielleicht rhythmisch lebendigsten Verses („Der Spiegel") fand zuerst seine Gemeinde. Dann eroberte der dramatische Dichter des „Iuden von Konstanz" vor allem, der „Vertauschten Seelen", des „Herztounbers" Bühne unb Publikum. Der Erzähler Scholz („Die Beichte", „Fähnrich von Vraunau", „Die Unwirklichen") fanb ebenso bie begeistertsten Leser wie ben Schi (derer deutschen Landes, der mit seinen Wanderungen („Reise und Einkehr", „Städte unb Schlösser") vorbildlich geworden ist. Unb ber klare, [ebenbige, scharfe Geist, der aus seinen Büchern „Gedanken zum Drama", „Der Dichter", zerren mit einem «sef.rmkpe utt ton 3c 5 „Terttsche Mystiker" spricht, regte überall die | übenden. Preise wurden insgesamt 85 2ll>g. Dr. Geher (Komm. Ardeitsgemeinsh ) erklärt, ter Etat sei ber beste Beweis für das EWC v— —■ V gegen Finanzverwaltung. Das Schicksal des Steuer^! baß Urteil bes Kreisausfchuffes des e-roifpa kinbromifje^ ilt n^ ungute unb toir finb [ängü Friebberg vom 5. September 1921. 9 Uhr. — österreichischen Zustanden gelangt Statt ben Die Festsetzung der Besoldung des Polizeidieners D-Irh tu Betaftal, legt man ten bjeUen Tiaffen Berg zu Wohnbach: hier: -Berufung gigen das ttueter neue Steuern aif. Der Xebner toirff Urteil des ÄreisauöfchufseS des Kreifes Medberg Kegen chres Derhall-nS vom 30. September 1921. 9 Mr. - Berufung wi ErfenSahnerslreik reaktionäre Deftrebungen vor der Gemeinde Offenheim gegen ba« Anteil des Datum: 1. Febr. 31. Jan. die Zurücknahme eher eine Zunahme, und klappte wie am Schnürchen. —r. Kurs Kurs Kurs gebracht. Marknotierunge«. i Züricher Devisenmarkt. Schweizer Gtkfieins Gdelsortiment elegant in der Packung 869. 840, 862, 6,77 391,40 30,14 73.10 132,15 100 Kr. 100 r 100 Kr. 100 Kr. 070, 955, 608, 65j, 645, 2,57 1,35 2,50 26,- 1,98 Ooerschlef. Eisenind. Phönix-Bergb.- Akt. Dad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektt.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4®, Hess. Etaatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank 8,74 6,87 -.49 2,50 1,32 247 25,55 1,96 6,73 390,60 30,06 72,90 131,85 1.2. 77,50 88,- 110,- 71,50 393 - 286,- 291,- 274,— 465 — 400,- 313,- 281,- 284,- 8,59 5,80 -.49 513.- 1.65 0,16 7,27 387,90 29,98 73,35 130,15 24.10 40.80 0.76 513.- 1.65 0,16 7,23 387,10 29,72 73,15 129.85 Datum: 5"/, Dtsch. Kriegsanl. 4°/oDtsch. Aeichsanl. 3®/,Dtsch. Reichsanl. 4®/e Preuh. KonsolS Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darinstädter Bank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitteid. Ereditbank. Nationalbank f. D.. Doch. Gußstahlwerke Bud.. Gisenw.-Akt.. D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch. Dergw.. 3m .Peter Stauet“ behandelt der Dichter einen Stoss, den er schon einmal im .Kollegen Crampton“ bearbeitet hat, die Tragikomödie des verbummelten Talents. ' Wie dort gibt Hauptmann auch diesmal wieder keine Posse, kein Zerrbild, sondern eine mit seinem Deokachten humorvoll geschaute Episode aus dem Leben seines Helden. Ein Spiegelbild menschlicher Unzulänglichkeit, ein Ausschnitt aus dem Leben eineS Mannes, den vielleicht Siebe, gepaart mit Festigkeit, in rechte Dahnen gelenkt härte, und der so lebensecht gezeichnet ist, daß wir mit ihm fühlen. Auch Peter Brauer ist, wie Hauptmanns Personen stets, kein Held (im dramatische Sinne), der charakterstark den Kampf mit dem Leben aufnimmt und mit widrigem Geschick den Kampf auf Gedeih oder Verderb wagt und ausficht, sondern — eine kennzeichnend Haupt- mannsche Figur — ein an sich liebenswerter, aber rückgratloser Mensch, der an seinen Schwächen scheitert. Für H a u p t m a n n s Schaffen, wie Berliner Devisenm am. Geld Dries Geld Dries Das Endspiel um den Prag...... Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel Kurs 1.2. 77,50 87,80 109,75 71,75 285,50 294,- 277,50 469,- 405,- 318,- 283,- 284,50 917,- 825,- 820,- 882- 1435,— 750,- 622,- 945,- 598,- 545,- 645,- 900,- 606,60 560, - 475,50 73,50 695,- Harpener Bergbau. 1430, Oberschi. Eisenb^D. 765, 1.7.14. . Fr. 125.40 . Fl. 59.20 . Kr. 88.80 . Kr. 117.80 . Kr. 88.80 . Kr. 117.80 . Sh. 97.80 . Fr. 125.40 . 4 23.80 31.1. 77,50 81 90 109,75 72,- 400,- 283,75 292 - 275,- 474,50 405 - 318,- 285,- 282,50 921,- 854,- 846,- 851,- 1420,- 755,- 651,- 955,- 614,- 552,- 645,- 935,- 614,50 583,- 485,- 74,76 710,- Bu ndespokal geht am 5. Mürz auf dem Eimsdüttelsportplatz in Hamburg vor sich. — D i e Süddeutsche S i l ber s ch i ld- Mannschafb die gegen Westdeutschland am 26. Februar in Mannheim spielt, wird voraussichtlich in folgender Aufstellung antreten: Tor: Ringler (Nürnberger H. C.); Verteidiger: Dr. Hörmann (S. C. Frankstirt 18d0), Fischer (Zahn München); Lauser: Paul ll., Landmann (Frankfurt 1880), Diemeyer (Zahn München); Stürmer: Zassoh, Haag !., Haag II. (Frankfurt 1880), Dessart (Aürnberger H. C), Schlemmer (Zahn München). 2$. 2 5 Zähre Turnwart. Das äuherst seltene Zubiläum, 25 Zahre ununterbrochen als erster Turnwart den Turnbetrieb eines Vereins ehrenamtlich zu leiten, konnte in diesen Tagen der Turner Fritz Hartmann vom Turnverein 1860 in Bad-Nauheim begehen. Der Zubilar ist auher- dem schon 23 Zahre Dezirksturnwart im 5. Bezirk des Turngaues Hessen und als solcher Mitglied des Turnausschusses des Gaues. 3m turnerischen Leben des Gaues ist Hartmann eine bekannte und beliebte Persönlichkeit, deren Können und turntechnische Fähigkeiten in den verschiedensten Zweigen des deutschen Turnens, besonders auf dem Gebiete des Frauenturnens, häufig zu Rat gezogen werden. Der Verein ehrte den bescheidenen unb selbstlosen Turner für seine Verdienste gelegentlich der Hauptversammlung in feierlicher Weise durch äleberreichung einer künstlerisch ausgeführten Urkunde und Ernennung zum Oberturnwart. Die Frau des Zubilars unterstützte ihren Mann in seiner gemeinnützigen Tätigkeit, die ihn viele Abende und viele Sonntage von seiner Häuslichkeit fernhielt. Zum Zeichen der Dankbarkeit erhielt sie daher eine prachtvolle Dlumen- spende. Dom Kreis und der Deutschen Turner- schaft konnte Hartmann zu seinem Zubiläum noch nicht geehrt werden, da er das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. 100 Fl- = ioo gut =■ 100 Kr. = 100 Kr. = 100 Fr. - 1 £ - 100 L. “ 31.1. 77,50 88.- 109,- 71,50 400,- 298,- 293,- 270,- 470,- 404,- 313 — 283,- 284 - 2.2. Franken 18<*.90 2.525 0.17 9.69 42.90 868,- 835 - 852,- 1420,- 776,- 660 - 990,- 605,- 550,- 650, — 935,- 607,50 559,- 483,- 73,75 695,- 223,- 189.40 2.54 0.17 9.90 42.50 21.94 23-4C Turnen, Sport und Spiel. — Bestrafung von Wacker-München. Der bekannte süddeutsche Fuschallvevein Wacker-München hatte zu Neujahr mit dem F. E. Internattoriale-Mailand ein Wettspiel auf italienischem Boden ausgetragen, obschon der Verein keine Spielerlaubnis hierzu erhalten hatte. Wegen dieses Vorgehens wurden die Münchener jetzt vom Bundesspielausschuh mit 5000 Mk. in Strafe genommen. Ausserdem wurde ihnea das Recht entzogen, in den nächsten zwei Zahrrn gegen ausländische Mannschaften zu spielen. — Der Futzball-Länderkampf Deutschland—Schweiz, der am 26. März in Frankfurt a. M stattfindet, wird aus dem Eintracht-Sportplahe zur D rchs hung Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 31.1. Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Aeuyork . . A. M. & e die deutsche Diplomatie ein größeres Rlah mutiger Initiative an den Dag legen als bisher. Deutschland rönne nicht unbegrenzt feine auswärtige Poll ° tik.einfachmitdemStromezuschwi ni- rnen, fvrtsehen. Die Haltung Deutschlands neige zu dem Standpunkte: Der Versailler Frie densvertrag ist uns auferlegt worden. Wir sind bereit, ihn durchzusühren, wollen jedoch dauernd Protest dagegen zum Llusdrack bringen. Dies sei nicht der Standpunkt, der dazu beitragen könne, dah die Schwierigkeiten behoben würden und zu einer @rleid)tering der großen den Besiegten auferlegten Lasten führen tonn? Dr. Rathenaus grober Vorteil fei, datz er bieb fach die Notwendigkeit für Deutschland begreif:, zu einem unmittelbaren und vollständigen Einvernehmen mit Frankreich zu gelangen. Er wisse, dah Frankreich Hauptgläubiger ist, und bah Frankreich burch Einnahme einer negativen Haltung eine günfhge Lösung aller internationalen Fragen verhindern könne. Rathenau wirb sicher die Politii einer An Näherung fortfetzen, deren Einleitung et bereits durch das Wiesbadener Abkommen ge- förbert habe. Der Natttrheilkrmdige Dilz f. Berlin, 1. Febr. Wie das ,Berl. Sägeblatt* auS Dresden berichtet, ist in Radebeul bei Dresden im Alter von 80 Zähren der Naturheilkundige Dr Dilz, der Begründer des Radebeuler Sana- toriumS, geftorben. Eine Mastenbergtftung. Ka11vwih, 1. Febr. (WTB.) In Degut- schütz sind in einem Hause nach dem (Semih von Fleisch 2 0 Pers vnen an Vergiftung S- erscheinungen erkrankt. Zwei Personen sind bereits geftorben; von den übrigen Erkrankten schweben einige in Lebensgefahr. Die Maul- und Klauenseuche in England. London. 1. Febr. (WTB) Großbritannien wird aegenwärttg von einer schweren Epidemie von Maul- unbKlauenseuche heimgesucht Aus diesem Grunde w^rde in 12 Grafschaften ber Transport von Vieh untersagt. Die Epidemie greift besonders in Schvtlland um sich. ja im .Peter Brauer" wieder so viel Feinheit im fleinen, was scharfe Beobachtung und Ehrlichkeit in der Schilderung anbetrifft, zu rühmen gibt. Ein cdZer Hauptmann also um es mit einem Sah zu b/yen, mit all dessen Schwächen und Vorzügen. ♦ Die gestrige Ausführung des Werkes legte erneut Zeugnis ab von dem ernsten Willen der Leitung unseres Stadttheaters, saubere, wohl abgerundet« Ausführungen zu bieten; ein Bestreben, in dem sie von sämtlichen Mitwirkenden nach besten Kräften unterstützt wurde. Die Titelrolle, die zugleich die stücktragende ist, war diesmal Oskar F e i g e l anvertraut, und es erwies sich, dah diese Wahl lein Fehlgriff war. Nur im ersten Akt schien uns ber Darsteller seinen Peter Brauer etwas zu eintönig anzulegen; im Verlauf des Spieles jedoch wuchs er mit seiner Rolle, muhte eine wirklich glaubhafte Figur auf die Bühne zu stellen und charatterifierte, namenllich in den Schluhszenen besonders überzeugend. Die übrigen Darsteller fügten sich dem Zusammenspiel in gelungenster Weise ein. Trefflich gerieten ihnen namenllich, wie übrigens auch dem Ächter, der hier gerade erneut feine Kunst bewährt, echt nach dem Leben zu zeichnen. die Szenen am Stammtisch im „Goldenen Lamm", um den die gestrige Ausführung eine Fülle gelungenster Typen gruppierte, so den bis ins kleinste sein abgetönten Grandseigneur von Be- haimb Karl Z u h n k e s, den an der Majorsecke gescheiterten, prächtigen Haudegen Georg Badura s. den Assessor Franz Ban dis' und Heinz B e ch st e i n s Tierarzt, nicht zu vergessen Karl D 01 ck s gelungene Figur als Wirt. Wolf Leutheiser glückte eine dem Dichter mifjratene Kar- rifatur, Kitty Franke fand für Peters Frau Thekla, von der man nicht weih, ob sie mehr am ilnglüd ihres Mannes schuld ist oder er an dem ihrigen den richtigen Ton, ebenso Else Koop für die gallige Tochter. Besonderes Lob verdienen auch Adolf T e l e k y für seinen Carlowih, Fredh Döring als Erwin und Wladimir BrandeS, der den Photographen Schmolcke treffend zeichnete. Clare Türk schliehlich war, um im Zargon ihres Herrn Papas zu bleiben, eine richtige kecke Regimen tsjöhre. Auf die Spielleitung hatte Adolf Teleky viel Mühe verwendet; die Bühne sah in den drei Aufzügen sttlgerecht aus und das Spiel 100 Fr. = 40.55 0.76 Jen, QIm Öomttag ber» Haft ber THufib tooyi man 'm Sammer* as Frankfurt a.M. einen tmnen hatte. AusgestM khbariton von feltaw « aus Len beiden Men stanz Schubert und,Lch ■umann. Ganz besonderen ler mit den aus innerflem : tviederMebenen Lvewe* santv", .Odins Meeres» Die Klabieckegleitung gen bon Frau Lvrfch» Frankfurt a. W. ausge* igelSberg, 1. Febr. gebrochen, und Ächt wieder eidfrei gf- ist verschwMden öö ie an den Namen > e Wrnterfaat hat sie gehalten, weil eine schützte. - Eine be- um ist das Msahm bald früher der MA >, wurde das Fahrrad "hat toeder Schnee noch Mfahrer vertrieben, der Verkehr durch Sre scheu Anlagen. ** Mt« d« i unb dem . gepflogene nigung geführt. T31 e Ueberraschung. Metzl-r. 6« 2 ei die M”Bn6od 1 M br zahlreich ™ 2 W breitete das X SeE.r Derein.. 5 gen si^_-. Ats chs l v.rs^ v sL'M' ist zu Schul« MU AlchU e lau roäbienö tUd 45 b DDfi tf6 gi rlich er^‘ 1: Sender gptrt er'"*®««"', W« AS'" "feist iöOhinO 91 ^NüSspaar: unb 24 leben Lotten. ZK- ME Der,erste 2vrsu>end» lOs enbach a. X), M). der Obmann S Rektor 3. Jach Vereins, Lehrer fg) und Lchrer tz. Aof, Sein (Offen, ^etzlug des Lehrerheirnj. des Hess. Landes- dts zu feiner Dieder- Mehrer Gg. Sern (AÄi- e Schuldscheine werden MltumvselSWft V. Bergmann i Co., Radebeul, beste LHieemilctieelfe f. aarte, weisse Haut und schönen Teint, überall zu haben. gen. Vorsitzender bleibt Schlvsserrneister W Salzmann, Turnwart D. Waa. Der: im Gau Hessen bekannte Altersturner H. H en es'wurde zum Ehrenmitglied ernannt Starkenburg und Rheinhessen. e Offenbach a. M., 31. Zan. 2lm 28. Januar starb hier ber Steueramtsvorsteher Heinrich Hu h n, ein geborener Giehener, ber über 45 Zahre im Dienste ber Stabt ftanb unb am I. April b Zs. in ben wohlverdienten Ruhestand treten wollte. Der Verstorbene erfreute sich bei allen Schichten ber Bevölkerung ber Stadt der gtöhten Wertschätzung und galt als äuHerst pflichttreuer Beamter. * U r ber a 1626,65 Ehristiania.....3i8C,80 3193,20 3236,75 32*3,25 Kopenhagen..... 4068,60 4076 60 4105,85 4114,15 Stockholm......511-» 85 5130,15 5174,80 5185 20 Helstngsor»..... *02,55 402,45 462,65 403*45 Italien........ 919,65 920,95 934,05 935,95 London....... 861,60 863,40 872,60 874,40 Neuyork....... 203,91 201,33 203,79 204,21 PariS........ 1675,301378,70 1693,30 1696,7u Schwei-....... 393%i.'5 39*3,95 3376,- 3984. - Spanien....... 3056,90 3063.10 3089,90 3095,60 Wien (altes) . Deuts ch-Oesterr. überhaupt für daS ber Naturalisten, typisch ist f finnbel dieser Mangel an Kraft, starke Charaktere zu bil- 1 n 11 n n g ; m ben, unb man wild !ich bamit a!8 einer unah- Derlin, I. Februar Börjenftim- änderlichen Tatsache abfinden müssen, zumal es tnungSbild. An der Effektenbörse erfuhr Eckstein Gold so Pfg. köstlich im Geschmack TorrerO 100 Pfg. s Traviata 120 Pfg. Hinterbliebenen: Die Friedrich Heyd Dr. ing. Th. Heyd Julie Heyd geb.*Kröll Lisbeth Heyd geb. Landenberger Lissy Heyd geb. Gottschalk Baurat Job. Heusei Prof. Dr. Paul Schmitt Enkel. Hermann Heyd Käte Heusei geb. Heyd Ella Schmitt geb. Heyd und 16 Blumenspenden verbeten. Die Beisetzung findet in der Stille in Butzbach statt Heute früh verstarb unser lieber, guter Vater und Großvater Herr Christoph Heyd, Rentner im 78. Lebensjahr. Gießen, Darmstadt, Essen, Durlach, den 1. Februar 1922. Literarische Gesellschaft' GleBen Sonntag. 5. Februar 1922. abends 8 Uhr, in der Neuen Aula: Wilhelm von Scholz au* Stuttgart. I. Oichter-ilieid: Vortrag m eigenen Didilungen. Eintrittekarten zu 7,6,5 Mk. in der Musikalienhandlung Challier und an der Abendkasse. Die an die Mitglieder im Abonnement ausgegebenen grünen Eintrittskarten haben Gültigkeit Dazu erhalten die Mitglieder im Vorverkauf gegen Vorzeigen der Ausweiskarte Beikarten zu 6 Mark. Studentenkarten gegen Studentenausweis beim Hausverwalter der Universität zu 3.50 Mk. [lOäOv Realschule zu Grünberg (für Knaben und Mädchen). Anmeldungen neuer Schüler werden schriftlich jederzeit, mündlich von Dienstag, den 1. Februar bis Samstag, den 11. Februar, vormittags von 11V*—12 Mr und nachmittags von 3—4 Mr. in unserem Amtszimmer entgegengenommen. Vorzulegen find Impfschein, Geburtsschein, Schulzeugnis. — Eintritt in die Sexta nach zurück- gelegtem 3. Dolksschuljahr. — Lateinabteilungen im Anschluß an den Lehrplan des Deal- ghumasiumS. 1139D Grünberg, den 2. Februar 1922. Die Direktion: Angelberger. Hoizsubmission. Die Gemeinde Londorf verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: Stämme Erchen-Schnittholz Bauholz "Kiesern-Schnittholz Bauholz Fichten-Bauholz Stamm Stämme 2 3 2 10 10 37 68 214 Stamm Stämme 6 3 1 4 7 1 2. 3. 2. 3. 4. 2. 3. 2. 4. 5. 3. 4. 5a 5b Kl. = 6,85 Fstm. „ = 3,37 „ , = 0,98 „ , = 4,29 „ „ = 4,90 „ „ = 1,45 „ „ = 2,46 „ „ - 2,62 „ „ = 1,43 „ , = 2,86 „ „ = 15,28 „ „ = 40,57 „ ,, — 42,79 „ „ = 55,08 „ Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift »Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 7. Februar d. F., vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist gefällt mit Rinde gemessen und wird auf Verlangen von Forstwart Kämmerer vorgezeigt. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 5 Tage vor. Die näheren Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. 1123D Londorf, den 31. Januar 1922. Bürgermeisterei Londorf. Aumann. itilrthltt! Kaufe jedes Quantum Frauenhaare zu höchsten Preisen, sowie 0,176 Pferdehaare, alte Pferdehaare, Uuh- u. Schweinehaare und Stridlumpen. Angebole in wein- und Uognakslaschen. Süskind, nur Neuenweg 29 Kein Laden. Fernruf 1517. Kein Laden. Besucher Chef. Sensatio Teilen, Besuchen Sie bitte die Nachmittagsvorstellung. gramm Andrang sein. 1140c bei diesem In Italien aufgenommen. Wllg. MllMlÄ Sonntag, 5.1. Mts., abends 7 Uhr pünktlich in der Turnhalle (Nord-Anlage) 114Sv Volksliederabend zum Vesten der vildungs- und lvohlfahrtsbestrebungen der Vereins unter fteundl. Mitwirkung von Frau Rose Diehl (Sopran), Herrn Ernst Schuchardt (Tenor) des 1. Siebener Doppelquartetts und der Gesangs- abteilung des Vereins. Musikalische Leitung: Musiklehrer W. Gernhardt. FrischeFische Eintrittskarten für Mitglieder unseres Vereins und die Wartburger zu 1 und 2 Mk. (numeriert) bei Schreibwarenhändler Singel, Lindenplatz, für Nichtmitglieder zu 2 und 3 Mk. (numeriert) bei Herrn E. Challier, Musikalienhandlung, Neuenweg und in der Ferberfchen Buchhandlung, Seltersweg. An der Abendkaffe pro Karte 1 Mk. Aufschlag Heute eintreffcnd: Frische Bratschellfische „ Portionsschellfische Pa. Seelachs ohne Kopf Gebr. Berdux Babubofsirake 27. [1159a Holzfubmisfion. Aus dem hiesigen Gemeindewald Dijtrikt Bruch und Beckerswald soll folgendes Nutzholz auf dem Submissionswege verkauft werden: Los 1 19 Stämme 3. Kl. mit 27,66 Fstm. „ 2 47 „ 4. „ „ 46,96 „ bis Nr. 481 „ 3 42 „ 4. „ „ 40,57 „ „ Nr. 751 „ 4 95 „ 5a „ „ 63,17 „ „ Nr. 273 „ 5 101 „ 5a „ „ 63,85 „ „ Nr. 523 „ 6 79 . 5a „ „ 46,46 „ „ Nr. 768 „ 7 131 , 5b „ „ 45,70 „ „ Nr. 228 „ 8 147 „ 5b „ „ 48,60 „ „ Nr. 546 „ 9 102 „ 5b „ „ 31,16 „ „ Nr. 770 Das Holz ist mit Rinde gemessen, wird aber entrindet. Es kann vorher eingesehen werden; spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Angebote, nach Losen getrennt, sind bis zum Dienstag, dem 7. d. M., nachmittags 2'/« Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei abzugeben, wo alsdann im Beisein erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet und die Verkaufsbedingungen bekanntgegeben werden. Das Holz lagert bis auf einige Stämme an der Chaussee Gießen-Steinbach. 11580 Hausen, den 1. Februar 1922. Bürgermeisterei Hausen. Happel. | Vermietungen | Zimmer, s. gut möbL, zu vermieten ver 15.2. oue» Wetzlarer Weg 17. j Mietgesuche | Hierselbst im Berus stehende Dame sucht sreinidlM, Ml. Zimmer (eotL Minna- und Abendessen). Schrinl. Anaeb. unterOUSl a. d. Giest. Auz. [Stellenangebote) Junger Bäcker und Konditor nach Wetzlar sofort ges. Hübner, Bäckerei, 01158 Wetzlar. Merer Gehilfe oder Mnlein verfett in Stenographie und Maschinenschreiben, ver sofort oder später aus Anivnltsburean gefuch'. 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