Hr.Z8 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertaas, mit berSamsta-Tsbeiloge: GießenerFamilienblätter Monall'.cheVezvarpre le: Mk. 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch di^Post Mk. 17.50, auch beiNicht- erscheinen einzeln örtlich 120 Pf.auswärts 150 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Br- re 450 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20' ^Auf chlag. Haupischriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Coey; für den übrigen Teil: Karl Walthcr; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen zu leisten. am Freitag, 7. April, von London nach Genua Am all- nannten Linien werten noch tAtSitrelen Scrlin---' Leipzig— Führi^—Rürnberg —München — Aags- Die Delegationen für Genua. Berlin. 31. März. (WTB.) Der italienischen Botschaft in Berlin ift über1 die Zusammensetzung der deutschen Delegation zur Konferenz von Genua folgendes mitgeteilt werden: Voraussichtliche Delegierte werden sein: 'Der Reichskanzler, der Reichs- minister des Aeutzern, der Reichsfinanzminister und der Reichswirtschaftsminister. Soweit der Reichskanzler an der Teilnahme behindert sein sollte, wird die Delegation durch den Reichsminister des Aeutzern geführt. Der Delegation werden ferner eine Anzahl beamteter und nicht- beamteter Berater angehören, von denen die ersteren von den beteiligten Reichsressorts und Länderregierungen entsandt, letztere nach Fühlungnahme mit den vorläufigen Reichswirtschafts- rat als Vertreter des Wirtschaftslebens berufen ratung über ein Zusammenarbeiten mit den kommunistischen Parteien deS West end. Hierauf folgte die Wahl zum Part.n- vorstand, in den u. a. Lenin. Trotzki, di-* nowjew und Kamenew gewählt wurden. Anschließend hielt Lenin eine über zweistündige sehr optimistische Rede über die politische Lage. Zn be;ug auf Genua erklärte er, dah di? Russen nicht als Kommunisten, sondern auch als Kaufleute hingingen. Handel treiben fet der Wunsch der Russen und der andern. Lenin legte hieraus die Grundzüge der neuen Wirtschaftspolitik Rußlands dar. Moskau. 30. März. (WTB.) 27. März wurde von Lenin der 11. russische Parteitag der Kommu- nisten eröffnet Bei seinem Erscheinen wurde Lenin mit Hochrufen empfangen. Zn der Eröffnungsrede erklärte er, dah Rußland im vergangenen Jahre keine ernsteren Schwierigkeiten mehr zu überwinden hatte, so dah angenommen genben Linien wieder au f g en o mmc n: 1. Hamburg—Berlin—Dresden, 2. Berlin—Bremen, 3. Bremen—Hannover—Magdeburg—Leip» - ig- Dresden, 4. Stuttga 't—Fürth—Rum berg. 5. München—Konstanz. Alle Flüge nur Le Etage. ZuZelassen zur Lustposib.'förter.lng i d g-wö.H'- liche und eingeschriebene Driefsrndungen aller Art Päckchen, dringende Packele. Zeitungen unZ Flugpostsendungen müssen deutlich ben Termen .Mit Luftpost" oder .Durch Luttpost trägem Die »Zuschlagsgebühren für die e- rung sind mäßig und gegen den Terke.Tr lO.u . . . ... f Gl -1 V -M- r An ex**» Augenblick scharf verurteilen, wo diese zum l fahren werden. Der Premierminister wird von ersten Mal erschüttert, oder wie S>err Töirtf) örci ©ejrClären begleitet namli^ wn 6ir 1- d°ri«... 31, »«.genügt ta mag die Herren Poincarö und Lloyd George auch diesmal daran erinnern, daß die Experimente des Reichskanzlers Dr. Wirth dem nationalen Gewissen wider den Strich gegan- ;en sind. Aber das beantragte MihtrauenS- octum berücksichtigt nicht die Notwendigkeit, der Welt klar zu machen, daß die Parteien un- ereS Landes sich all jener Einzelerkenntnisse erfreuen wollen, die sie gemeinsam im Kampf gegen die Anterdrücker verfechten und verwenden können, daß sie Gelegenheiten, verähnliche Dahnen zu neuen Grundlagen unserer Politik zu finden, nicht verpassen und ver- 3 'Wagen mit Reparation-kohre nach "tem Westen. Rach Italien sind im letzten Haldsahv 1921 an okerschlesischen Kohlen iasge-samt rund 1 527 ODO Tonnen Kohlen befördert worden. „Dic NcparationskomSdic". London, 31. März. (Wolff.) Die „W est- m in st er Gazette" schreibt in einem „Die Reparationskvmödie" überschriebenen Leitartikel, daß die Alliierten versuchen werden, eine deutsche Anleihe auf dem Weltmarkt zuzulassen. Die Alliierten würden bann setzen, was die Finanzw:lt von ihrer Theorie denke. Man sei wenigstens auf einem Punkt: an» gelangt, wo zugegeben werde, dah es notwendig sti, dem finanziellen Zusammenbruch Einhalt zu tun. Bon diesem Punkte bis zur drastischen Abänderung des gesamten Reparationsproblems könne nur noch ein kurzer Schritt fein. Die Tragik der Lage sei jedoch die, daß diese Abänderung nicht vor oder auf der Genueser Konferenz stattsinde und daß. bevor sie stattfinde der Wiederaufbau Europas unmöglich sein werde. Paris, 31. März. (WTB.) Die Reparationskommission hat nach dem Temps in ihrer heutigen Bormittagssihung ihre Zustimmung zu den beiden französisch-deutschen Abkommen gegeben, die am 6. und 7. Oktober 1921 in Wiesbaden von Loucheur und Rathenau unterzeichnet worden sind. Sie habe, sagt das Blatt, diese Abkommen mit Dor- behalten gebilligt, die sich namentlich auf die Rechte der in der Kommission nicht vertretenen Mächte, auf die Buchungsmethode für die Lieferungen und auf die Substitutionen bezogen. Das am 15. März in Berlin unterzeichnete französisch- deutsche Abkommen sei ebenfalls gebilligt worden unter dem Vorbehalt jedoch, dah Abände- rungen noch an ihm vorgenommen werden mühten, um den vorgesehenen Abänderungen des | Bemelmanschen Planes Rechnung zu tragen. Die | Kommission habe beschlossen, dah Demelman nochmals nach Berlin reifen solle, um über eine Anzahl Abänderungen mit der deutschen Regie- I rung zu verhandeln. Man sei jÄ>och der Ansicht, dah es keine Schwierigkeiten bieten werde, die I verlangten Abänderungen zu erreichen. Die Berlittcr Sozialiftenkonfcreuz. 'Berlin, 31. März. Wie der „Vorwärts- mitteilt, sind die ausländischen Delegierten zu der Konferenz der drei sozialistischen I Internationalen, die am 2. April in Berlin beginnen soll, in Berlin bereits zum Teil eingetroffen. Die übrigen werden heute vormit- I tag erwartet. 11. allrussischer kommunistischer Parteitag. in Paris zu fällenden Entscheidung früh genug I geklärt werden. Wir zweifeln nicht daran, dah | Der Reichskanzler dann im gegebenen Falle noch einmal offen und unzweideutig Deutsch- : ands absolutes Unvermögen feststellen wird, Zahlungen in der geforderten Höhe überhaupt zu leisten. Das neue Buch des englischen Sachkundigen I. M. Keynes über die Revision des Friedensvertrages führt die allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Schwie- ri.gkeiten nicht.in erster Linie darauf zurück, dah ungemessene Forderungen bereits durchgesetzt seien, sondern er erkennt sie als Folge der Unsicherheit, die der möglichen Durch- etzung solcher Forderungen anhaftet. „Selbst wenn, wir," so erklärt er, „unsere Wiedergut-1 machungSforderungen auf Deutschlands höchste! Leistungsfähigkeit herabsetzen und Deutschland | zwingen, in diesem Rahmen Zahlungen zu leisten, selbst dann könnte sich gegenüber dem leutigen Zustand die Lage eher noch ver- chlechtern". Diesen Satz mühte man der Re- parationskommlssion und überhaupt den fremden Gewalthabern scharf einprägen. Die Konferenz von Genua, der nach den Worten Rathenaus das Herz heraijSgebrochen worden ist, muh dennoch Mittel und Wege finden, den bisherigen Methoden ein Ende- zu machen. DaS Präludium zu dieser Völkerberatung klingt nicht sehr verheißungsvoll. Wir Deutsche haben jedenfalls die Pflicht, trotz Poincarö'scher Winkelzüge vor der Revision des Versailler Vertrages eine Klar- und Richtigstellung all jener Unwahrheiten und Verschiebungen der Sachlage zu betreiben, die zu diesem unerhörten Unfrieden geführt haben. Ob zur Erfüllung dieser unbedingten Pflickt Herr Wirth noch der rechte und geeignete Mann ist, muß er uns recht bald beweisen. Ein deutscher Regierungswechsel v o r der Konferenz ist fast unmöglich: damit muh man sich abfinden. Roch einmal ist Dr. Wirth Gelegenheit geboten, nach allen seinen umstrittenen Praktiken dem Lande erlösende Dienste toCrZeonbon, 31. März. (WTB.) Wie gemeldetI toeSen~Eonne, das'Schwerste sei töon^überftan wird, wurde gestern von offizieller Seite er-1"" ~----«"* oWnRr« h,- klärt' daß der Premierministerloyd Gc- Dor einer neuen Erhöhung der Postgebühren. Berlin, 31. Marz. (Wolff.) 3m Haupt- auSschuh des Reichstages führte der ReichSpost Minister aus. dgh die Postverwaltung von dem jährlichen Metrbedarf infolge der Be^oldungs- und Lohnerhöhungen im Rechnungsjahr 1922 je 500 Millionen Mark durch einen Mchrertrag aus den laufenden Gebühren und aus Ersparnissen auf bringen könne. C? bliebe aber immer noch ein mehrfaches Milliardendefizit. Um dies aus'.ugleichen, wäre dir Fernbriefgebühr von 2 auf 3 Mark zu steigern: dementsprechend wären auch die übrigen Driefpost gebühren zu erhöhen. Der Ortsbriefver'ehr und der Paketverkehr in der Rahzone bedürften der Schonung. Beim Telegramm sei an eine Steigerung der Wortgebühr von 1 Mark auf 1,50 Mark gedacht und bei den Fernsprechgebühren sei zu dem jetzigen Gebühren- ausschlag von 60 Prozent ein nochmaliger Ausschlag von 60 Prozent geplant. 3m ganzen ergäbe sich hiernach eine jährliche Mehreinnahme von rund vier Milliarden. Aus den gestrigen Beschlüssen des Hauptausschusses zu der neuen Besoldungsvorlage ergebe sich ein weiterer jährlicher Mehrbedarf von IV2 Milliarden Mark, der nur durch eine weitere Steigerung der geplanten Gebührenerhöhung zu gewinnen sei. Als Ausgangspunkt für diese Steigerung habe wieder die Fernbriefgebühr zu dienen, und zwar müsse dann diese Gebühr statt auf 3 Mark a u f 4 Mark bemessen werden. Beim Telegramm wäre eine Steigerung über den Satz von 1,50 Mk. für das Wort zur Zeit nicht möglich. Ans dem Reiche. Der neue ReichsernLhrungSminister. Berlin, 31. März. (WTB.) Der »um Reichsernährungsmini'ter ernannte Reiche tagsabgeordnete Anton Fehr ist seit 1919 ordentlicher Professor der Bayrischen Hochschule für Landwirtschaft in Freising-Weihenstephan Geboren am 21. Dezember 1331 zu Lindenberg im Allgäu, erhielt er nach praktischer Ausübung der Len.w'r.s.ast sein? th.oretische Ausbildung auf der Landwirtschaftlichen Hochschule in Weihen- stephan, an der er jetzt Server ist, und an der Technischen Hochschule in München. Seit Oktober 1915 ist er Vorstand .der Bayerischen Landesfettstelle hi München. Ministerpräsident Braun über daS bedrohte Ostpreußen. B e r l i n, 31. März. (Wolfs.) 3n £cr Sitzung des Preußischen Landtages begründete der Abgeordnete La Win (D. Vp.) zunächst die große Anfrage des Abgeordneten Dr. v. Campe (D Vp ) und Genossen, was das Staatsministe- rlum angesichts des Beschlusses der Vorschuß er- konferenz £u tun gedenke, der fünf deutsche Dörfer auf dem rechten Weichselufer und den Hasen von Kurzebrak den Polen zuspricht. Rach ihm fab Mmisterpräsi.e tBraun e.re Er- riäiung ab, worin er den Entscheid der interalliierten Grenzkommissum als eine Maßnahme bezeichnete, die weder mit den Geboten der Vernunft noch der Gerech'iakeit in Einklang stehe und geeignet sei. die wirtschaftliche Kraft Deutschlands a-tfei schwerste zu schädigen. Der Minister- präsideul wies besonders darauf hin, dah General Dupont, Präsident der Grenzfestschungskommis- sion den beteiligten Kreisen ausdrücklich ver- sprock'!en hatte, vor der endgültigen Festlegung der Grenze die betroffene Bevölkerung zu Horen, dies 7ci nicht geschehen. Rachdem der QKiniftcr- präsident die Hoffnung ausgesprochen lyatle. dah die interalliierten Mächte eine so offensichtliche Verletzung der Testimmungen des Versailler Vertrages nicht würden gutheihen können, erklärte er zum Schluh: Unteren ehemaligen Kriegsgegnern muh doch einmal die Erkenntnis cufbämmcni, dah es ein Widerlinn ist, dem teu'schen Volle fortgesetzt schwere unerträgliche Kriegslasten auf» zucrlegen und gleichzeitig durch Maßnahmen von der Art dicser Grenzfestfchung feine wirtschaftliche Kraft und Leistungssähigkeit zu schwächen und zu untergraben. Wieder regelmäßiger Lustpostvrrkehr. Berlin, 31. März. lWolst.) Ad 1. April wird der regelmäßige L u f t P 0 st v 2 r k e h r, der seit dem 1. März 1921 ruht, zunächst auf feb heute vormittag von dem „Petit P a r i s i e n" verbreiteten Rachricht, es sei nicht ausgeschlossen daß noch vor Beginn ter Konferenz von Genua eine Besprechung ter amtierten Minister, d. h Delegierten über gewisse Fragen des Programme stattsinden würde, sch eibt der ..TempS", es toürte kein Oberster Rat sein, da ter Leiter ter fran zösischen Regierung nicht anwesend wäre. Sei es also eine neue Truppenschau, die Lloyd George abhalten würde, bevor er das Kommando sämtlicher Delegationen übernehme? Die Wirkung würde jedenfalls nicht günstig sein, weder in Frankreich noch in Belgien, noch bei ten Rationen. die in Mitteleuropa Frankreichs Alliierte seien, und die in Genua 3nteressen verteidigen bauen wollen ' 1 würden, die ten französischen Dedürfnissmr besser Dte Rede des Reichskanzlers Dr. Wirth 'ngepaht feien wie gewisse Lloyo Georges. hat neben den höchst anfechtbaren Stellen Mittiftcrrat beim Reichskan ler. ihres zweiten T-:ileS, in denen er von ter Fort- Berlin, 31. März. (Wolff.) 3m Anschluß ührung seiner bisherigen Grundsätze sprach, an die heutige Kabinettssitzung hat ein M i' doch mancherlei Einzelheiten geschickt und n i st e r r a t b e i m R e i ch s l a n z l e r begonnen wirksam dargestellt, die den Ententemächten ter noch andauert. Er be.chaftlgt stch nut Dvi tarte Terl-g-nh-it b-r-iien mü[(en. Wir er- I 3orber«üing jur K°n!-r-uz von ©erna. innern nur an das treffende Beispiel von ten 1 'Die i)CUt,d)Cn^OojlCtUtCfCmngen beiten Ententegeneralen, die in unserem QN die EnleN^S. Lande ein größeres Einkommen besitzen als der n;h- Reichspräsident und das 6^^^ ^tchSkabi' Darstellung ter bisher von" Deutschland aus nett zusammengenommen, jn solchen Sätzen I He -svill r Bert ages gelei teten begegnen sich doch die gemeinsamen Gefühle jtobtenliefcrunge.i. Danach sind vorn 1. Sept, aller Deutschen, und daS verdient herausgeho- 1919 tte zarn 31. Dez. 1921 al le 29 Minu t e n den zu werden aus dem Meer deS Me'.nttngS- c i n Eisenbahnzug von 80 Zehn-Tonnen-- treites, der UNS sonst verschlingt. 3m übrigen wagen mit RcparativnLk.hle ütec die deutsch? cheint es uns wenig ersprießlich zu sein, mit Grenze an die Entente ab.-eroM. 2lachtem u> der vom Reichstag angenommenen Cntschlie- eine 6estcigcr.e Aeparatwnekoh.e.rmm;e de- hung Wortklaubereien zu treiben. Die Par- - “ JtaÄS? trien haben durch ihre Aeden samt und,°n- ders ihre Stellungnahme klar zum Ausdruck mit Von tcnx Inkrafttreten des Spa-Abkorn- gebracht. Was noch unklar ist^ wird nach deckens an alle 24 Minuten ein Elsen- bahnzug von 1 e 80 Zet>n-Tonnen- wagen die deutsche Grenze verlassen: mit anderen Worten: Jede Minute- geben nv hr als Wochenrücüblick. 'Das Kabinett Dr. Wirth hat einen „parlamentarischen Sieg" erfochten — so verkündigten einige Blätter seines Anhangs in großen Lettern und vergaßen dabei fast Vie Hauptsache. Ach, dieser parlamentarische Sieg ist des Rühmens nicht so viel wert, denn die Hauptentscheidung steht noch bevor. Sie fällt in P a r i S und London. Die Reden im Reichstag sind außerdem nicht der deutschen Weisheit letzter Schluß; es kommt vielmehr auf den Wortlaut ter Antwortnote an, die der Reichskanzler nach Paris absenden wird. On der jetzigen Situation die Zustimmung einer ansehnlichen Mehrheit des Reichstags zu erhalten, dazu bedurfte es nicht überragender, staatsmännischer Fähigkeiten. Das Selbstverständliche war keine Weisheit. Der Inhalt jener Entschließung, die der Reichstag mit 248 gegen 81 Stimmen bei 43 Enthaltungen angenommen hat, war nur das schlichte Zeugnis, daß die Regierung eine bestimmte Erwartung erfüllt, nicht etwas Unglaubliches und Unmögliches unternommen und gesagt hat. ES wurde formuliert, daß in gewißen Sätzen und Feststellungen, die an fcaö Ausland gerichtet sind, unter Volksvertretung und Regierung Uebereinstimmung besteht. Das ist kein Vertrauensvotum für Dr. Wirth, k 0 n n t e e-S gar nicht fein, denn der Reichskanzler hat uns keinen Blick in das Buch der Zukunft tun lassen, in dem seine weiteren Schritte verzeichnet sein werten. Wenn der Meister der englischen Staatskunst. Lloyd George, nächsten Montag seinem Parlament geaenüberlrirt, wird-die Entscheidung über sein Handeln eine ganz andere Bedeutung haben. Dort wird wirklich um das Programm von Genua die Vertrauensfrage gestellt. Das deutsche Volk und sein Reichskanzler sagten am Mittwoch nur, welche Forderungen seiner Gegner es a b l e h n e n muß. Wie die Politik des Reiches in acht oder vierzehn Lagen aussehen wird, das hängt von den bevorstehenden weiteren Schritten der Entente ab. Gewiß, er war ein bedeutungsvolles Ereignis, dieser teilweise Versuch einer Klärung im Reichstag. Der Kanzler der ErsüllungSpolitik, ter den Feinden gegenüber geduldige, opferwillige, nachgiebige Meister ter nationalen Resignation, beginnt zu erkennen. dah seine bisherige Mission erledigt ist, daß der Feind sie „stört" und über den Haufen wirft. Er spricht zum ersten Mal ein entschlossenes Rein, geißelt endlich mit harten Worten daS unsinnige Zerstörungswerk der sogenanntenSieger. DaswareS, was auch seine innerpolitischenGegner vonihmsichgerade noch wünschen mußten. DaS Spiel der falschen Hoffnungen und Einstellungen muhte zu Ende gespielt werden, bevor ein neues System des nationalen Widerstandes wirksam inS Leben treten kann. Richt nur die deutschen Illusionen einer übertriebenen ErfüllungSpoliti muhten zerfliegen — auch im AuSlande gilt es, Rebel zu zerstreuen und Bemühungen zu vereiteln, Die darauf gerichtet sind, deutsche VolkSteile gegeneinander auszuspielen. DaS war der tiefere Sinn der Reichstagsentscheidung. und wir sind der Meinung, trotz unerquicklicher Abschweifungen unvermeidlicher Parteipolitik ist die erwünschte Wirkung doch erzielt worden. ES war unseres Erachtens notwendig und richtig, dah die Deutsche VolkSpar- tei der Manschen Entschliehung zustimmte, um • ten. Immerhin beständen noch Gefahren, die 1** >H __ I man nicht aus .dem Auge lassen dürfe. Ein j bis 1921 unverändert geblieben. Au ,r ten g. 0rg'e H Eurz 0 n und Sir Robert Hörne | Hauptzweck ter jetzigen Tagung str tee Fe" *“ " * __7 orhrir iwn Pnnbnn nad> Genua' gung der Parteiemheit unb tee jene Klärung und Aufklärung herbeizuführen, die für daS Ausland bestimmt war. Diesem hatte Herr Wirth klar und Deutlich erklärt, dah die Politik der Reparationskvmmission ein Ansinn sei, der abgelehnt werten müsse. Wenn er weiterhin erklärte, in anderen Gedankenbahnen Verhandlungen zugänglich zu sein, so kann man darüber hinweggehen. Die Kabi- nettSfrage wird noch früh genug aufgerollt werden, und die „Klärung", Die Herr Hergt und seine Partei mit ihrem zur Anzeit eingebrachten Mißtrauensvotum bezweckten, würde uns keinen Schritt weiter bringen. Denn daS wissen wir ja zur Genüge, daß Dr. Wirth im allgemeinen ten Beifall oder die Zustimmung der beiden Rechtsparteien nicht besitzt. Die Führung der Deutschen DolkSpar- tei war in ihrem guten Recht, wenn sie von einem allgemeinen Vertrauensvotum für die Regierung nichts wissen wollte, und Herr Wirth und die KoalitionSparteien waren hinterher klug und einsichtsvoll genug, nicht mehr zu verlangen, als was sie aus den Wünschen einer diesmal wirklich vorhandenen großen Mehrhe'ck des Reichstags ablefeu konnten. Die Motive der D e u t s ch n a t i 0 n a l e n Volkspartei sind indessen keineswegs verwerflich. Dah auch sie die Zumutungen der Repa- rationskommissron rundweg in schärfster Weise ablehnt, ist allgemein bekannt und selbswer- ständlich. Sie will dem AuSlande von einer anderen Front her begegnen, will Die Erfül- lunaspolitik des Reichskanzlers auch in dem tag, Landwirtschaft 5^ Äe."nüg ang Zlokal 8u I flÄt« iif »oVaul. Man W mü hoch' Kfcsnggj„p,D^i,,a“bem ÄDniert cntgegcn' der der be° auf dem vor Jahren geplanten großen und allzu kostspieligen Qliafjftabe, aber doch in solchen Grenzen zu lösen, haß dem allgemeinen Bedürfnis nach einem geräumigen und zweckentsprechenden Vor- Aus S^M und Lo^Ä. D ietz en, den I. April 1922. Spielplan der Zrankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 2. April: Lohen- grin. Montag, 3.: Carmen. Dienstag, 4.: Sie Fledermaus. Mittwoch, 5.: Aida. Donnerstag, 5.: Cavalleria ruslieana, hierauf: Der 'Bajazzo. Freitag, 7.: Boccacio. Samstag, 8.: Oberon. Sonntag, 9., nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus: abds. 7 Ahr: Die Jüdin. Qliontag, 10.: Oberon. Schauspielhaus. Sonntag, 2. April, Die Uebernahme der Liebigshöhe * durch bie ffäbtifclje Verwaltung. Es wurde bereits bekanntgegeben, daß die Stadt Die en zum Quartals messet das De itzrecht an der Liebigshöhe erworben hat. Wie wir hören, hat die Stadt angesichts der immn weiter steigenden Preise beschlossen, die zur Ausgestaltung der Liebigshöhe zu einem modernen -ehrt: April, dürre, macht die Hoss- Sn der Karwoche werden folgende Abend« Des Aprils Lachen verdirbt des I mahle gehalten: Kirche und Schule. Die Ferien an den Volks- und höheren Schulen. Das Landesamt für das Dildun gewesen erlaßt soeben folgende Bekanntmachung: Auf Grund einer Vereinbarung der Länder sollen im Schuljahr 85 Ferientage gegeben werden. Dementsprechend bestimmen wir in teilweiser Abänderung früherer Verfügungen folgende Verteilung: Pstngstferien: 1 Woche vom Pfingstsonntag an; Sommerferien: 29 Tage, beginn end mit einem Samstag — für gewöhnlich dem ersten Samstag im Juli — und endend mit einem Samstag; Herbstferien 2 Wochen, beginnend mit einem Sonntag, etwa Ende September; Weihnachtsferien: 2 Wochen nach den seither hierfür geltenden Testimmungen; Osterferien: drei Wochen, beginnend mit einem Sonntag, der alljährlich, je nach Lage des Ostertermins, von uns. und zwar so festgslegt wird, daß die Pauer der einzelnen Schuljahre trotz der verschiedenen Gage be5 Osterfestes möglichst gleich ist. Zu Ostern 1923 ist Sonntag, 25. März 1923, teer erste Feier' tag. Das neue Schuljahr beginnt Montag, 16. April 1923 mit der Aufnahmeprüfung, unb am Dienstag, 17. April 1923 mit dem vollen lehrplanmäßigen Unterricht. Der letzte Schultag vor den Ferien ist an allen Schulen ohne jegliche Kürzung des Unter» richts zu halten, jedoch können auswärtige Schüler nach der 3. Stunde entlassen werden, wenn der erste Ferientag ein Samstag ist und wenn sie ohne diese Vergünstigung nicht mehr an dem- selben Tage ihre Heimat erreichen können. Für die Verteilung der Sommer- und Herbstferien können von den einzelnen Schulen die seither üblichen Zeiten und die etwa besonders genehmigten Ausnahmen auch weiterhin beibehalten werden. An ben Volksschulen ist Artikel 14 Absatz 3 des neuen Volksschulgesetzes anzuwenden — Konzert Heinrich Hensel. Kammersänger Hensel singt Perlen seines Wagnerrepertoires sowie Lieder von Liszt, Selles und Strauß. Ebenso geht seinem Begleiter Michael 'Rossert (auch als Solist) ein ausgezeichneter Ruf voraus. Man wird mit hoch- ra. Biedenkopf, 30. März. Die hiesige Volksbank hat durch Beschluß der Generalversammlung die Dividende für das Hahr 1921 auf 7 Prozent festgesetzt. Gleichzeitig wurde schlossen, die Geschäftsanteile von 600 Mk. KOO Mk. zu erhöhen. (BeHditsfci&L Essen, 31. März. (WTB.) Die Straf» kammer des hiesigen Landgerichts verurteilte heute nach siebenwöchiger Verhandlung den ehemaligen Kommissar des Roten Kreuzes, Ernst M u d r n, wegen Verleitung zum Meineid und Untreue zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren jieun Monaten und wegen Zoll- und Steuerhinterziehung tzu einer Geldstrafe von 1371 770 Mark. Ebenso wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt. Die Mitangeklagten wurden teils zu Gefängnisstrafen bis 9 Monaten, teils zu Geldstrafen bis 70 000 Mark verurteilt. Mudra, der schon vielfach schwer vorbestraft ist, hatte es verstanden, sich nach dem Kriege Anstellung beim Roten Kreuz zu verschaffen, wobei er hauptsächlich die Flächt- lingsfärsorge im Westen unter sich hatte. Sn dieser Stellung veruntreute er mehrere Millionen der ihm anner. rauten Gelder und verwendete sie zu Schiebergeschäften. Deutscher Reichstag. Berlin, 31. März. Auf eine Anfrage des Abg. S t e i n t o b f (Soz.) wird regierungsseitig erwidert, daß Erwägungen wegen der Ausdehnung des preußischen Ueberallerungsgesetzes auch für die Reichsbeamten im Gange seien. Auf eine Anfrage des Abg. Budjahn (D.-R.) wird ebenfalls regierungsseitig erwidert, daß feit den 1. Januar Entlassungen von in dem neuen Polen lebenden Deutschen Dollsschullehrern, die für Deutschland agitierten, durch die Polen nicht mehr stattgefunden haben, daß das auswärtige Amt sich aber weitere Schritte in der Angelegenheit Vorbehalte. Auf eine weitere Anfrage desselben Abgeordneten wegen der Werbetätigkeit in Deutschland für die Fremdenlegion wird erwidert. daß die Regierung gemeinsam mit den Ländern Schritte unternommen habe, um die Tätigkeit der Werber zu unterbinden. Rach Erledigung einer.Reihe weiterer An- träge erfolgt die dritte Beratung wegen der Erhöhung der Unterstützung von Rentenempfängern der Invaliden- und Angestelltenversicherung, die vorgestern an dem Widerspruch der Unabhängigen gescheitert war. Die Unabhängigen haben neue Anträge auf Erhöhung der Sähe eingebracht. Das Gesetz wird alsdann in der Fassung des Ausschusses endgültig angenommen. Alsdann wird die dritte Lesung der Steuervorlage bei der Kohlen st euer fortgesetzt. Gegen den Protest der Unabhängigen, Kommunisten und Deutschnationalen wird die Kohlensleuer schließlich angenommen. Auch beim Branntweinmonopol greift Abg. Höllein (Komm.) die Deutschnationalen und die Sozialdemokratie an, die sich zum Schnapsblock vereinigt hätten. Die paar Iudaspfennige zur Bekämpfung der Trunksucht und für andere soziale Zwecke seien als reine Heuchelei aufzufassen. Angenommen wird ein Antrag der bürgerlichen Parteien und der Sozialdemokratie, wonach als Abfindungsbrennereien solche angesehen werden, die jährlich mindestens 3 Hektoliter (statt 2 Hektoliter) produzieren. Zur Bekämpfung der Trunksucht werden 20 Millionen und zur Bekämpfung der aus dem Alkohrlgenuß für die Volksgesundheit drohenden Schaden, insbesondere der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten, 10 Millionen angesetzt. Zum Abschnitt „Essigsäure" wird ein Antrag Diez (Zentr.) nach längerer Debatte angenommen, der die Industrie zu Ungunsten der Essigfabrikation steuerlich bevorzugen will. Ebenso wird auch das Dranntweimnvnoprl.ieseh angenommen, gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kommunisten. Das Gesetz tritt am 1. Mai in Kraft. Ein Antrag Bernstein (Soz.), der u. a. die Sparkassen von der Vermögenssteuer freil.issen will, wird nach längerer Debatte mit 190 gegen 155 Stimmen abgelehnt, ebenso ein Antrag Korz (U.), der die Freilassung der Kirchen streichen • wollte. Abg. Soltrnann (U. S.) wirst den bürger- ' lichen Parteien vor, sie hätten die Vermogens- 2 steuervvrlage der Regierung verschlechtert. y. Abg. Helfferich (Dntl.) stellt fest, daß die -r Arbeitseinbmm'n in Deutschland erheblich höher besteuert sind als in England. Abg. B ecker-Hcssen (D. Dpt.) verlangt eine Denkschrift über die finanzielle Lage der Gemeinden. In einer namentlichen Abstimmung wird der Antrag Bernstein auf Steuerfreiheit der Sparkassen mit 190 gegen 135 Stimmen abgelehnt. Ein weiterer Antrag Bernstein auf Wiederherstellung des gemeinen Wertes als Demessu^gs- grundlage wird mit 186 gegen 131 Stimmen gleichfalls abgelehnt. Das Gesetz wird darauf im ganzen in der dritten Lesung angenommen. Gleichfalls angenommen werden dann noch die Dermögenszuwach3ftcuem, bi? Körperschaftssteuer und die Kapitalverkehrssteuer mit unwesentlichen redaktionellen Aenderungen in der Fassung der zweiten £efung. . Morgen vormittag 11 Uhr. Autonomie der Reichsban', kleine Vorlagen und Rest der Steuer^ gesehe. — Schluß 71/» Uhr. Aus Welsen. Aus den dem Landtage zur Zeit vorliegenden Anträgen und Anfragen seien folgende hervor- gehoben: Die Abgg. Jost, Brauer und Gen. beantragen bett. Errichtung von Kraft- wagenlinien. zu den in Vorbereitung befindlichen Linien hinzuzusügen die Linien: 1 Rafeld—Engelrod—Ulrichstein, 2. Grebenhain— Freienst einau—Steinau. CBetr. Staatszuschüfse zu den Kirchen fragen die Abg. Schian, Birnbaum und Gen. an: „Bei Dwatung des Voranschlags 1921 wurde ein Ersuchen an die Regierung gerichtet, die Kirchen zur Feststellung ih-er Ansprüche auf Erhöhung des Staatszwchusses und Vorlage des einschlägigen Materials aufzusor- dem. Wir fragen an, ob die Aufforderung an die Kirchen ergangen und das Ma e ial von ihnen eingegangen ist? Die Angelegenheit eilt deshalb weil die Frage der Zuschüsse an die Kirchen in dem Voranschläge 1922 endlich zur Entscheidung kommen muß. Detr- Beamt en recht beantragen die Mbgg.. Reiber. U r st a d t u. Gen. die Re- gierung zu ersuchen, sie möge, falls das Reich mcht in aller Kürze vorgeht, baldigst ein Gesetz ui Vorlage bringen, das hie Rechte und Pflich- ten der hessischen Beamten, insbesondere ihre Mitwirkung bei Standes- und Berufsangelegenheiten durch geordnete Vertretungen regelt. ** ®|r Himmel Im April. Der 30Tage umfassende April bringt einen guten Fortschritt in der Länge des Tages, die am Anfang 12 Stunden 51 Min., am Ende d. M. 14 Stunden 38 Min. beträgt. Am 20. April um 10 Uhr abends tritt die Gönne in das Zeichen des Stiers. Am 5. d. M. haben wir zunehmenden Mond, am 11. Vollmond, am 19. abnehmenden Mond und am 27. Reumond. Von den Planetenerscheinungen ist zu erwähnen: Merkur bleibt unsichtbar. Venus ist eine halbe bis fünfviertel Stunden lang des Abends am westlichen Himmel sichtbar. Mars ist noch während des ganzen Monats dreiunddreiviertel Stunden lang sichtbar. Jupiter kommt am 4. April in Opposition und bleibt noch während des ganzen Monats die ganze Rächt hindurch sichtbar. Auch Saturn bleibt noch die ganze Rächt hindurch sichtbar. -rorriotizen. — Tageskalender für Samstag: Turnhalle (Oswaldsgarten), 8 Uhr: Bismarck- Gedenkfeier der Deutschen Volksvartei. — Kaih. Dereinshaus, 8 Uhr: Vortrag über Derufsmög- lichkeiten der schulenllassenen Mädchen. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: „Die Flucht ins, Jenseits" und „Monte Carlo". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, GVo Uhr: „Die blaue Mazur. — Turnhalle (OZwäldsgirten), 4'/, Uhr: Konzert des Gernhard:schen Zither- und Mandolinenchors. — Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei auf die morgige Aufführung der neuen Leharschen Operette „D i e blaue Mazur" ganz besonders aufmerffam gemacht, da es die letzte Svnntagsauffühi-ung des Werkes ist. Aus dem rtmtsverkündigmrgsblatt» ** Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 44 pom 31. März enthält: Bekanntmachung über Wein. — Förderung des Wohnungsbaues. — Stellvertretung für die erkrankte Gemeinde- Hebamme von Stangenrod. — Feierabendstunde LV Ober-Hörgern. — Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse. — Dienstnachrichten. trags- und Konzertsaal Rechnung getragen wird. Man hat sich in verschiedenen Sitzungen unter Zuziehung von Sachverständigen mit dieser Frage eingehend befaßt, und es liegen bereits bestimmte Pläne vor, um das Anwesen baulich zu erweitern und den vorhandenen Saal nicht unbeträchtlich zu vergrößern. Wir sind mit den maßgebenden Stellen des Stadtvorstandes und der Stadtverwaltung der Meinung, daß gleich etwas Ganzes geschaffen werden muß, und daß es auf die Aufwendung einiger hunderttausend Mark nicht ankommen darf, wenn der Stadt und ihrer Bevölkerung auf dem schön gelegenen Platze mit den landschaftlich so reizvollen Ausblicken ein rechter Ort der Erholung und festlichen Versammlung geschenkt wird. Bei der heute st a t t f i n d e n d e n U e b ergäbe des Anwesens werden an Ort und Stelle selbst weitere Besichtigungen die volle Möglichkeit ergeben, mit den nötigen Um- und Ausbauten unverzüglich zu beginnen. Bei der Bedeutung des Projektes versammelt sich heute nachmittag der gesamte Stadt- Vorstand nebst zugezogenen Sachverständigen auf der Liebigshöhe, wo Bürgermeister Kren- dien an der Hand von Plänen das in Aussicht genommene Wert eingehend erläutern wird. Es soll sich Daran eine Diskussion anschließen, die hoffentlich zu fruchtbaren Ergebnissen führen wird. Wir müssen diejenigen uns durchaus richtig erscheinenden Tendenzen besonders unterstützen, die darauf hinzielen, den Saal durch bedeutende Reuanlagen zu erweitern und zu ergänzen. „Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus" — dieses ermunternde Schillerwort darf auch in den mageren Jahren unseres Volkes seine Wirkung tun. Die akustischen Verhältnisse müssen von vornherein richtig geprüft und erwogen werden. Es ist zu begrüßen, daß gerade heute, am Tage der Ueber- nahrne durch die Stadt, gute Gelegenheit dazu geboten wird. Es findet nämlich im Anschluß an die Vorträge und Besichtigungen um 5 U h r nachmittags im Saale der Liebigshöhe ein. Kaffeekonzert der Reichsweh r° kapelle statt, an dem an einer besonderen Tafel die Herren des Stadtvorstandes mit ihren Damen teilnehmen werden, das aber, auch ohne besondere Einladung, allen GießenerDürgernund Bürgerinnen geöffnet ist. Hoffentlich kommt ein Unternehmen zum Abschluß, das der Mit- und Rachwelt in trüber Zeit zu einiger Freude gereicht. * ** Amtliche Personalnachricht en. Ernannt wurde der Kanzleigehilfe Philipp Renke! in Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Amtsanwalt Darmstadt I. — Am 29. März 1922 wurden die Forstreferendare Adolf Ernst Müller in Michelstadt und Gustav Zimmer in Darmstadt zu Forstassessoren ernannt — Am 28. März 1922 wurde der Forstwart der Kommunalforst wartei Heiligenkreuz in Darmstadt, Oberförflerei Darmpaot, Reinhard Hofmann zu Darmstadt unter der Amtsbezeichnung „För- ster" vom 1. April 1922 ab in den Staatsdienst übernommen. — Uebertragen wurde am 27. März dem Schulamtsanwärter Wilhelm ©inner aus Kefenrod die Lehrerstelle an der Volksschule zu Michelau, Kreis Büdingen. lo. Die Abhaltung der Mittagsdienst stunden im Fernsprechverkehr an Sonn -und Feiertagen soll nach einer Verfügung des Reichspostminifleriums im ganzen Reiche möglichst einheitlich geregelt werden. Im Bezirke der Ober-Posteirektion Darmstadt wurde seither von 11—12 Uhr Dienst abgehalten, während in angrenzenden Bezirken, z. B. Kassel, von 12—1 Uhr Gelegenheit zum Fernsprechen und Telegraphieren bestand. Die völlig einheitliche Festsetzung der Mittagsdienstzeit bereitet aber tragen der Verschiedenartigkeit der örtlichen Verhältnisse in den einzelnen Gegenden große Schwierigkeiten. Alls erreichbare^ Ziel wird vom Reichspostministerium angesehen, daß die einzelnen Ober- Post direktionsbezirte mit ihren Rachbarbezirken wenigstens auf eine halbe Stunde gleichzeitig Fenrsprechdienst abhalten. Es hat deshalb die für das Gebiet des Freistaates Hessen zuständige Ober-Postdirektion Daimistadt für alle in ihrem Bezirke liegenden Postämter und Agenturen vom 2. April ab die Dienstzeit von 11 V> Uhr vormittags bis 12'/. Uhr nachmittags festgesetzt Bei Postansialten, die seither eine andere Dienststunde hatten, wird diese, soweit sie in die Zeit von HV2 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags fällt, auch weiterhin beibehalten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 2. April, Iudika. In der S t a d t k i r ch e. Samstag, 1. April, nachm. 2 Uhr: Beichte f. d. Konfirm. a. d. Mat- thäusgem. u. deren Angeh. — Sonntag, 2. April vorm. 9'/?: Konsirm. d. Kinder a. d. Matthäus- gern. Feier d. hl. Abendm. — Die Kindert:rck>r f. d. Matthöusgem. fällt aus. Abds. 6: Pfarrass Becker. — Montag, 3. April, abds. 8: Vereinig, d konf. männl. Jugend d. Matthäusgem. In der Ivhanneski che. Vorm. 9^'Uhr: Psr BechtolsHeimer. 11: Kirderkirche f. d. Lukasgsm.: Pfr. Bechtolsheimer. Abds. 6: Psarrass. Müller. 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal: Pfarrast. Decker. — Montag, 3. April, abds. 7'/2: Jugend- vereinig, d. Lukasgem. (männl. Abtlg )'. — Mittwoch, 5. April, abds. 6: Pasjtonsgottesdienst: Pfr. Ausfeld. Landmanns Sachen. Heller Mondenschein in der Rächt, schadet jetzt der Dlütenpracht Ist der April sehr trocken, darin geht der Sommer nicht auf Socken. Dürrer April ist nicht des Bauers Will. Bezüglich verschiedener Merkmale beiTieren und Pflanzen sagt der 2anbma:in: Bauen im April schon Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben. Maikäfer, die im April schon schwüren, müssen dann im Mai erfrieren. Frosche zu Qlnfang April bringt den Teufel ins Spiet So lange die Frösche vor Markus geigen, so lange sie nach Markus schweigen. Jedenfalls der April hat feine dummen Mucken, er will, daß die Dauern nach dem Wetter gucken. Hoffen wir das Beste, da das Gucken allein auch nichts ändert! Im Auf trage der Oberhessischen Ziegenzuchtvereine ist jetzt ein Ausschuß tätig, der die Zuchttiere für die große deutsche landwirtschaftliche Ausstellung in Rürnberg auswählt. Der Ausschuß besteht aussen Herren Oefonomierat Spieß- Friedberg, Generalsekretär Wagner- Gießen und Kulturinspektor Kunz- Lauterbach. Im ganzen werden aus- gewählt 20 Ziegen und 5 Böcke. Dorrn. 11 Uhr: 6. (letzte) Morgenfeier; nachm. 3—61/1 Uhr: 6t Peter vergnügt sich, hierauf: Der Roßdieb zu Fünsing, zum Schluß: Der zerbrochene Krug; abends 7 Uhr bis gegen 9l Uhr: Turandot. Prinzessin von China. Montag, 3.: Die lustigen Vagabunden. Dienstag. 4.: Ein Sommernachtstraum. Donnerstag, 6.: Torquato Tasso. Freitag. 7.: Peer Gynt. Samstag. 8.: König Richard HI. Sonntag, 9., nachm. 3'Uhr: St. Peter vergnügt sich, hierauf: Der Roßdieb zu Fünsing, zum Schluß: Der zerbrochene Krug; abends 7 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Mon- 10.: Die lustigen Vagabunden. — Die Schaumesse auf dem Oswald s gä r t e n ist auf Antrag der interessierten Geschäftsleute infolge der voraufgegangenen ungünstigen Witterungsverhältnisse bis einschl. kommenden Dienstag verlängert worden. Wettervoraussage für Sonntag: Unbeständig, kühl, wechselnde Winde. Das Teillief, das sich gestern von der atlantischen Depression in östlicher Richtung a'vzweigte, liegt heute über der Ostsee und zieht in nordwestlicher Richtung weiter. D^e Hauptdepression hat sich mit ihrem Kern nach der Biskaya verlagert. In Frankreich und Süddeutschland fällt das Barometer, so daß wir unter dem Einfluß des tiefen Drucks'kommen. Wir liegen an seinem nördlichen Rand und haben mit unbeständigem Wetter zu rechnen. Landkreis Gießen. “ Heuchelheim. 30. März. Gestern abend hielt die Liga zum Schutze der deutschen Kultur einen Lichtbildervortrag über die Fremdenlegion. Herr E ch t e r n a ch t sprach in klarer, übersichtlicher Weise über dieses Thema so vollkommen, daß die zahlreichen Besucher es nur bedauerten, daß nicht die gesamte Jugend unseres Ortes erschienen war. Unsere Ortsgruppe erhielt wieder einen Zuwachs neuer Mitglieder. △ Steinheim. 30. März. Das Bunde s f e st des Ober hessischen Radfahrer Hundes findet im Juli hier statt. Dem Bund gehören 32 Vereine an. Kreis Schotten. fpd. Schotten, 31. März. Eine stark besuchte Vertrauensmänner - Versammlung des hessischen Bauernbundes im Kreise Schotten sprach sich einstimmig für die freie Bewirtschaftung des Getreides und der Kartoffeln aus und gab der Meinung Ausdruck, daß, wenn die Forderungen des Bauernbundes keine Erfüllung fänden, die Bauernschaft des Vogelsberges vor dem letzten Mittel nicht zurückschrecken werde. △ Herchenhain, 29. März. Das ..allerhöchste" Licht fest im H essen- - lande fand hier statt; es wurde nämlich der Anschluß der beiden höchstgelegensten Orte Hessens, Herchenhain und Hart man ns- eingeweiht. Zu der Feier hatten sich der Provinzialdirektor der Provinz Oberhessen, Geheimrat Matthias- Gießen, Kreisrat Döck- mann- Schotten, Direktor Stadler- Friedberg und die Vertreter der Daufirma Rhein- Elektra eingefunben. Bürgermeister Komp dankte der Provinz für die Fertigstellung des Werkes, womit der Anschluß des höchsten Teiles des Vogelsberges an die Zentrale Wölfersheim beendet sei. Provinzialdirektor Matthias beglückwünschte beide Gemeinden; das mit großen Opfern erbaute Werk sei ein Markstein in der wirtschaftlichen Entwicklung des höchsten Vogelsberges. Starkenburg und Rheinhessen. wd. W 0 r m S, 31. März. In der S t a d t- verordnetenversammlung machte der Oberbürgermeister die Mitteilung, daß die Stadt nach dem Vorbild von Mainz, Darmstadt und Offenbach ebenfalls ein eigenes Stadtschulamt einrichten will. Die entsprechenden Schritte seien eingeleitet. Die Stadtverordneten genehmigten sodann die neue Lustbarkeitssteuer.ordnungmit den städtischen Zusätzen zur Reichslustbarkeitssteuer, und unter Berücksichtigung verschiede- dener Aenderungen, die von der Regierung in Darmstadt verlangt wurden. Hesscu-Nassau. AufgedLäLsr Auswanderungsschwindel. fpd. Franksurt a. M., 30. März. Der Konditor Karl Ziegel und der stellenlose Konrad D i x gründeten ein „AuswanderungS- bureau" und gaben Inserate auf, wonach sie 1000 Arbeiter und Handwerker angeblich im Auftrag einer Frankfurter Firma für einen Bahnbau in Brasilien suchten. Die tüchtigen Geschäftsleute forderten, wenn sich 2!rbeiter melde!en, die sosorti e Erlegung von 3 Mk. für Postunkosten. Zu Hunderten liefen die An-, geböte ein, das Paar hatte den ganzen Tag zu tun, um die Briefe zu öffnen und diesen die drei Mark zv entnehmen. ,Die Herrlichkeit dauerte glücklicherweise nur mehrere Lage, denn die Kriminalpolizei machte gestern dem Schwindel-AuswanderungSbureau ein Ende. " F r a n k f u r t a. M., 31. Marz. In den letzten Tagen häufen sich wieder in erschreckender Weise die Einbrüche in den besseren Wohnungsgegenden. In einer der letzten Rächte wurde in einer Villa der Bocken- heimer Anlage eingebrochen und dort Gegenstände aller Art im Werte von nahezu 1 0 0 0 0 0 Mark mitgenommen. Von den Tätern hat man noch keine Spur. ra. R 0 dheim a. ö. Bieber, 30. März. Auf dem Tonwerk Abendstern fand der 42jäh- rige Heinrich Peppler, der Vater von neun Kindern ist, durch herab stürzende Erdmassen den Tod. Der heutige fast unüber- fehbare Leichenxug legte Zeugnis ab bon der allgemeinen Teilnahme, die man der schwergeprüften Witwe entgegenbringt. barg uiti> Berlin Stettin Danzig — Königs-1 Hotelderkäufe ja auch die dringende Rotwendig- herg — Krwno Riga — Danzig — Königsberg— keit ergeben, die Saalbaufraqe zwar nicht in Memel — Riga eröffnet. Vo:nuofichtlich wird auch ~ ' Sier Verkehr mit Dänemark auf der Strecke Hamburg — Kopenhagen im Anschluß an die Flige Dresden — Berlin — Hamburg bald aufgenommen werden können. * Dauernregeln im Avril. Mit beginnenden Wachstumsperiode wird auch Regen ein gern gesehener Gast. Da aber auch Sonne nötig ist, wünscht sich jeder Landmann ein regelrechtes Aprilwetter mit allen seinen Ueberras Hungen; Kälte und Hanel ausgenommen. Es heißt: Wenn der April bläst in sein Hom. so steht es gut Um Heu und Korn. Wenn der April Spektakel macht, gibt's Heu und Korn in voller Pracht. Dläst der April mit beiden Backen, gibt's genug zu jäten und zu hacken. Der Avril kann ,rasen, nur der Mai halt Maßen. Avrilregen bringt Gvttessegen. Kommt Aprilsturm schon beizeiten, ist das Ende wohl zu leiden. Wenn's am Karfreitag regnet, ist's ganze Jahr gesegnet. IÄ>och umgekehrt: April dürre, macht die Hoif- nung irre, r ' ~ ' “NDtftor r^n aus. hl bn ' 3ft L t Nitti >rier? S-.,i J° lanye 2bni dir ' vir das s, ändert! 'N!che„ ^urlchuh 1 deutsche Hulu. 'Desw c. ■r Lands n werden, eis« 2b. ite Der- Psingsi. Nnnjr.C oanaflzn E tuten innatb er: Däh. •!to hier- nen: drei J, der au* , von ans, Pauer btt men Sagt & Ostern cste Stier- Montag, ifung, und em sollen len ist an >-3 Unter» izrbchülrr wenn del ) wenn sie " an ttov nnün. Siu )erb[tftritn dir seither rrs gen'.h. däbchalten M 14 Ab- itrrnben Sic Siras» -teilte heute cieziMtigen Mudra, >ib und von zwei Zoll- und [träte von dir büigcr- trfannt ?ir wnüfirakn "bij 70000 >lsach schwer sich nach ' Kreui zu die Auch!' -alle. mehrere Nelder und [sblati. igSblatl anlmachung mngSbaue». Vemeinde» abcndswndc der Ärc^' ichlew . Thcoter. ml:* üß, L 3,6 Araners!^. ,r mw- . oberon. tsid; aM L Äpril. nad)m. hieraus: **& Torquaw 8t: m 3 ^Mdi-b jene g? um. «* en. «i i3< *: /nr.it' Lden> iiP W -Bit l3 iiy-t- M I* 3n bet Stabtkirche. 21m önmbornerS« tag, ab>3. 6 U£r, am Karfreitag im Vormittags- gvUeLLienft. 3n bet HohanneSkirche. 2Lm 'Palm- lormtog bn Uorrnttuigägottedbienit (für bte Mi° litärgemeinbe) anb un 2ltenbgDtie»fcicn|t. 21m ©rünbcnr.ersiag. cb>3. 73 4 UUr, am Karfreitag tm CBormirkKjegotledbienfl. ODtefeif, 2. 2LpiU, vorm. 10: Gottesdienst. Bachm. 1* Vorstellu g u. Prüsu- g d. Kon- tirmanben. Opfer s. d. Hess. Kruppel>im. — Dvrmersloz, 6. 21p il, attzs. 8: Mäbche,.abend. — gnitag, 7. 2U)utl, abds. 8'2: Konfirmanden»' eUernabend (Aatsfaal): .Die Gemeinde and ihre sagend'. — Samstag, 8. April, abds. Z: azZtifi ci bllbec^nbnd)! lSchälerfeier). öoimrag, 2. 21pril, vorm. 10: Kirchberg. — S)L Abenvm f. d. sangen Männer u. grauen von Lollar. — Oladym. ly3: Lollar. — Aachm. li/» : Staufenberg. Katholische Gemeinde. SornStag, 1. 21p: il, nachan. 5 a. addS. 8 Ahr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag, 2. 21pril. Passionsionntag. Feier des Gro en Gebetes. B e- ginn der Mission. Dorrn. 61/2: Gelegenh. z hl. Deichte. Z: Hl. Meste Aussetzung d. 2IlUr- beiligften. Beginn d 21 betungaftunben. 8: Aus- icilung d. bl. Kommunion. 9: Hl. Messe. Mis- sivnseröffnungspredigr für alle 11: Hl. Hesse Missionseröffnangspredigt für alle. Dach. 3: Mis- sionspredigl f. Frauen u. Hungfrauen. 5: Leyte Tclflanbe; feierlicher Schluß d. Groden Gebetes. 6: Mistionspredigt f. Frauen u. Hupgsraaen — Montag bis Freitag, abds. 8: Misfionspre- digt f. Frauen u. Hungfraaen. Die weitere Ordnung wird am Sonntag von der Kanzel ver- tünbigL Ka l b d L Gottesdienst. 2. April. Hungen, vorm. 8. — La u ba ch. vorm. 10 Ahr. HanVel. Berlin, 31. März. Börsen st immungs- bilb. Die Darlegungen des Reichskanzlers und des Mi ifters des 21uäträrtiqen sch. in en in Fl- nanjheffen des Auslandes eine verhältnrSmätzlg günstige Beurteilung ge;u dm za haben, womit man an der Börse die leichte Besserung des 2Hart» kurses in Derbindung brachte. Diese bewirkte am Devisenmarkt ein allgemeines Dachgeben der Kurse, so datz der matzgebende Dollarknrs auf 303 herabgedrüctt wurde, immerhin bleibt hierbei zu bedenken, datz iedes Achtel oder Drertel Prozent einer Markkursbesserung bei dem hohen Stand der ausländischen Devisenpreise tn Deutsch land automatisch sich in Hunderten von Prozenten auswirtt. Die Effektenbörse tonnte sich dem Sin» slutz dieser Dorgänge nicht ganz entziehen. Die Spekulation nahm mäßige Abgaben vor. so datz der KurSflanb, abgesehen von wenigen AuS- nahmen, sich fast allgemein um 20 bis 40 Proz. und für einige wenige Papiere wie Anglo Guano. Hammersen und Stettiner Dullan ungefähr um 80 Proz. senkte. — Das Publikum hatte aber überwiegend Kaufaufträge an den Markt gelegt, so datz ein Gegengewicht vorhanden war und die Börse weiterhin bei allerdings sehr ruhigem Geschäft gute Widerstandskraft erkennen lietz. Dereinzelt traten sogar Kurserhöhungen ein.Durch regere Kursumsähe fielen lediglich Deutsche Kali (plus 540 Proz.), Kattowiyer und einige 2teben- Papiere des Indust ilemarktes auf. Der Anlage- marft für heimisch» Papiere lag unverändert fest, ausländische mutzten sich von ihrer leyttägigen Steigerung erhebliche Abstriche gefallen lassen. Franks u r t a. M., 31. März. Börsen- stimmungsbild Die Grundstimmung der Börse war bei Beginn noch recht unsicher. Da das Kabinett nach der gestrigen Abstimmung gesichert erscheint, so lag eigentlich für die Börse rein Grund vor. Zurückhaltung zu üben. Der Devisenmarkt zeigte zunächst eine befestigte Tendenz, dann war diese aber schwächer. Der Dollar, der im Frühverkehr mit 31Z—319 gehandelt wurde, ging Im Verlauf auf 312—308 zurück und schwankte zwischen 304 und 308. Die Geschäftstätigkeit auf dem Mark'? der uzmotweten ZSerte war nicht groß. Deutsche Petroleum 2300—2325, Rastatter Waggons 880, Lastauto 290, Afa 295, 292; 3nag 560, Benz 665—66Z, Hultus Sichel 755, ©ehr. Fahr 783. Ruhiger lagen ausländische Effekten. Elek- trizitäts» und chemische Werte setzten nichtiger ein. Autowerke unrcgclmäfjig. Auch im weiteren Verlauf blieb die Kursbildung nicht einheitlich, da der Devisenmarkt unter groben Schwankungen litt. Schifjahrtsaktien schwächten sich ab. Die Börse schloß ruhig. Privatdiskvnt 4V2 Prozent. Frankfurt a M.. 1. April. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluh- Kurs Kurs Kurs Kurs Saturn: cO, 3. 3i. 3. 30.3. 31.5. 5"/.Disch Kriegsanl 77,50 77,50 77,50 77,50 4",Dtsch.Vcichsanl. 97.- 97,- 97.- 97,50 3'„Disch. Veichsanl. '134,- 136,- 135,- 106,50 4" „ Preuh. Konsols 75 10 76,50 76,- 77,- Hamburg-Pakets.. . 516,— 514.— 512,50 502,— Aorddeutschcr Lloyd 395,- 380,- 369, - 378,- Eommu.Privatbank 330,- 333,- 331,- 330,50 Dannstädtcr Bank . ^35, - 334,- 331,- 333,50 Deutsche Bank ... 615, — 608,— 60.,— 606, — Disconto-Gesellschaft 498,- 494,- 495,- 494,- Dresdner Bank. . . 360,— 360,— 363,• 3 32,— Ollitteld. Ereditbank. 308,— 303,- 305,- 306,- Vationalbank f. D. . 343,— 341,- 344,— 344,- Boch. Guhslahlwerke 1345,- ,- -,- 128.»,- Bud.-Eisenw.-Att.. 1075,- 1070,- 1058,- 1040,- D.-Luremb. Bergw.. 1180, — 1165,— 1190,— 1160, — Gelsenkirch. Bergw.. 1227,— 1220 — 1235, — 1217,50 5)atpener Bergbau . 1 05,— 1910,f 1925,— 1910, — Oberschl. Eisenb.»B. N00,- 1129,- 1110,- i 119,50 Oberschles. Eisenind. 930,- 800.- 920,- 872,- Phönix.Dergb.Akt. 1520,- 1520,- 1520,- 1495,- Bad.Anilin-u. Soda 805,- 802,- 800,- 8)4,- Höchster Farbwerke. 750,— 735,- 755,- 741,- Ällg. Elektr.-Ges. . . ö35,- 840,- 855,- 838,- FeltenL Guilleaume 1050,- 1050,- 1035,- 10i9,- Schuckert-Werke. . . 790,- 760,- 785,— 777, Adlerwerke 595,- 590,- 599,- 576,- Daimler 580,— 565, — 603, — 561,— 4° <. Hess. StaatSanl. 74,50 74,10 74,25 74.- Electron Griesheim S3S, - 920,- 23, — 910,- Dtsche. Dereinsbank 241,- 243,— —-,- Berliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Dries Datum: 30. März. 31. Mar^. Arnstd.-Aotterd. 12232,7612287,3011563,40 115o6,60 Brussel-Antw. . 248,25 2723,75 2562,40 2567,60 Christiania . . . 5759,20 5771.80 5434,d5 5445,<5 Kopenhagen .. 6o43,15 6866 85 644 s,55 64 >6,45 Stockholm. . . . 841',55 8428 15 7912,05 7927.95 Helstngfors. . . 649,35 650,65 593,40 594*60 Italien 1618,35 1651,65 1555,90 1559,10 London 1419,55 1422,45 1332,65 1335,35 Veuyork 324,17 324,83 3<)4,69 305,31 Paris 2917,"5 2922,15 2737,25 2742,75 Schweiz 63pX>5 6316, 5 586 i,v 5675, 0 Spanien 5044,95 5053,05 4645,35 4654,65 Deutsch-Oesterr. 4,33 4,-57 4,18 4,22 Prag 601,35 692,65 581,40 582,60 Budapest .... 36,61 36,69 35.96 36,04 Buenos Aires . 116,35 116,65 10 ,35 109,65 Bulgarien . . . 218,25 218,75 207,75 208,25 Züricher Devisenmarkt. 31.3. 1.4 Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. — 194.70 194.75 Deutschland 100 Ml. — 1.615 1.725 Wien 100 Kr. — 0.06 0.06 Prag 100 Kr. — 9.55 9.75 Paris 100 Fr. — 46.37 46.45 London 1 £ = 22.53 22.55 Italien 100 L. = 26.37 26.50 Brüste! 100 Fr. — 43.25 43.25 Budapest 100 Kr. — 0.585 0.60 Aeuyork 100 $ — 515.- 515.12 Agram 100 Kr. = 1.575 1.55 Warschau 100 Kr. = 0,13 0,13 CHartaolierungen. Sur 100 deutsche Mark wurdet» gesüöix: Saturn: 1.7.14. 30.3. 31.3. Zürich Fr. 125 40 1,59 1,74 Amsterdam Fl. 59.20 0,81 0,83 Kopenhagen Kr. 88.80 1,50 1 60 Prag Kr. 117 80 16 75 17 27 Stockholm . . . . . . . Kr. 88.80 1.19 1,30 Wien Kt. 117.80 2332.50 -,- London Eh. 97.80 —- Paris Fr. 125.40 3.42 3,13, Äcuyork r 23.80 -.31 -.341 Märkte. Mainzer Produklen-Börse. Marktbericht vom 31. März 1 92 2. habe heute seine Aeise nach Deurichsand angetreten. Er wird über Loirdon und Paris reifen. Wie bo3 Blatt weiter meldet, hat Hoaz- tl)cm häufige und Ia..gc Hntcrrtixingcn mit Präsident Har ding und dem deutschen Geschäftsträger gehabt. Wahlniederlage der englifchen Koalition. London, 31. März. (WLD.) Die Koalition erlitt bei der Ersatzwahl in 2 e i c c ft e r eine Atederlage. Der Atbeitertandidat erhielt 14062. dec Koaiitionsllderaie 8Z10 und der unabhängige Liberale 3825 Stimmen. Die Arbeiter mehr- hei t über die Koalition beträgt sonach 5 350 Stimmen. Bei den Wahlen tm Hahre 1918 erhielten die Koalittonslibecaien 18 024 and der Arbeiterkandidat 6597 Stunmen. Die Koahttoni- Der Aückgang am Devisenmarkt hat ein etwas vermehrtes Angebot bewirkt. Die allgemeine Tendenz war ruhig und abwanend. aber nicht flauer. Starte Vachfrage war nach Kleie und Luzerne- ,Gaten. Aus dem Koloniülaxirenmartt waten die Preise weiter fest und die Käufer zögernd. Gs notierten per 100 Kilo Idcq Mainz: Wetzen 1700 bis 1800. Doggen 1200 bis 1275. Hafer 1285 bis 1400, Braugerste 1600. Futtcrgerste 1300. 3nL Weizenmehl (Spe,> 0) 2500. Weienmehl m. Ausland^mehl gern. 2530 bis 2575, Am.rikan. Weizenmehl 26t5, Roggen mehl. 77 Proz.. 1750, Weizenkleie. ofme Sack, 900 bis 980, Voggcn- kleie, ohne ö;xt, 900 bis 980, Mais 1300. Mals- schrot 1325, Futtermehl 1100 bis 1200, 3tal. Luzerne 7500 bis 8000. 3tal. VotNee 7600 bis 8000, 3nL Votllee 5200 bis 8000, Deutsche Linsen 2600 bis 2800, Weihe Bohnen 1300 bis 1400. Vikioria-Erbsen, gesch. 1700 bis 1900. Viktoria- Erbsen. ungesch., 1500 bis 1650, Burnta-Acis t> 2050 bis 2100, Haferflocken 1700 bis 1800, Graa° pen 1500 bis 1900, Wiescnheu, lole. 460 bis 500, Kleeheu, lose, 580. Haferstroh 170 bis 210, Aoggen- stroh 160 bis 200. . mc. Frankfurt a. M., 31. März. (Obstund Gemüsemarkt.) Aus dem Franksurter Gebiet kam auch heute sehr to^ntg auf den Markt. Die Hauptversorgung des Marktes liegt zur Zeit dem Grotzhandel ob, der im Laufe der Woche grohe Posten Svinat und auch italienischen Salat heranbrachte. Bei Erzeugern kostete der Zentner Spinat 500 Mk., Gelberüben 380—400 Mark, Schmalzkraut das Pfund 18—24 Mk., Lattich 23—30 Mk., Schwarzwurzeln 4—6 Mk., Sellerie der Kops 2—3 Ml. und Lauch das Stück —.50 bis 1.20 Mk. Beim Großhandel bestand gutes Angebot in Kartoffeln: der Zentner stand auf 250—300 Mk., Weißkraut kostete im Zentner 300 bis 450 Mk., Spinat 350—400 Mk.. Gelberübcn 340—350 Mk.. Möhren 250—270 Mk.. Zwiebeln (im Angebot schwach) 500 Mk.. italienischer Salat in Gebinden das Pfund 18—20 Mr. Der Obst- mcrrkt war in Aepscln unbedeutend. Der Zentner ausgesuchter Ware wurde mit 500—600 Mk. bezahlt. Sehr teuer waren Orangen, die Kiste von 230 Stück wurde bis zu 1200 Mk. bezahlt. Schwach war während der garten Woche das Angebot in Butter; der Preis stand auf 70—72 Mk. für daS Pfund. Eier kamen reichlich auf den Markt. Lm Partieeinkauf wurde der Preis von 3,95 bis 4 Ml. bezahlt. Ziegenlammfleifch kostete J6 bis 17 Mk., Fluhsischr wurden per Pfund mit 7-10 Mk., Seefische mit 6-10 Mk. bezahlt. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Abreise der englischen Delegation nach Genna. London, 31. März. (WTB.) Wie gemeldet tr-ird, wurde gestern von offizieller Seite erklärt, daß Premierminister Lloy.d George, Lord EarzonundSirAobertHorne am Freitag den 7. April von London nach Genua fahren werden. Abre'kse des amerikanischen Botschafters für Deutschland. London, 31. März. (WTB.) «Westminster Gazette" meldet aus Aeuyork, der neue amen- Ionische Botschafter für Deutschland, H o u g t h o n, mehrheit betrug sonach 1918 11 327 Oiimmcn. Der Kohlenarbeiterstreik in den Dereinigtev Staaten. Paris, 31. März. (WTB.) Aach einet Meldung der «Ehica^o Tribüne" aus Aeiyvrk Hal der KoMcnar beiter ft reif, ter in den gesamten Bereinigten Sta.-r OtiO 3 o O| frank für r r öv amBle K Zahnschmerz. Kheu ma iHeaensriCe Erhältlich in Apotheken. Rasch u.vor- züglichwirk 2712c IH FRiEDENSQUALITÄT j Vermietungen | Pension Brandl 1 G. rr Obi. Zimmer mit xwei Belte». Pate VerpIleniBB Möbli«*rtce Zimmer mit Kabinett und voller Pension au vetmieten 0339.1 HknielUraKe 0 II. Ein großer Saal mit 2 Ansälen zu vcrmickcn. (5'ignkt sich für Zigarren- oder für sonstigen Fabrik betrieb. 03262 Heinr. Mel. Wihmar. SRöbL Zimmer mit zwei . eiten. evll.Benf., z om. cv.is Lndwinürahe 20 I. '■ e Jön böbl. Zimmer x. om. , .,z Bleichitrahe 10 l. Schön mö'.'l. 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Soherr berichtet über die Anträge der Abgg. Ulrich u. Gew. Feiertagserllärung des 1. Mai betr., und der Abgg. Kindt u. Gen., den 18. Zanuar. den Tag der Reichsgründung, zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Der Ausschuß hat beide Anträge abgckbnt, zumal auch das Reich ablehnenden Standpunkt einnimmt. Abg? Kindt (Dnatl.): Der 1. Mai ist kein Feiertag, er ist eher ein Tag zum Trauern. (Zurufe links, die während der weiteren Auöführun' gen ^drs Redners sich dauernd verstärken, trotz Glocke des Präsidenten.) Die Regierung hat die Pflicht, nationale Politik zu pflegen, und nicht internationale. Abg. Widmann (Soz.) begründet den Antrag seiner Partei. Abg. Felder (Ztr.): Unsere Partei lehnt beide Qlnträgc ab. Abg. Schian (D. Vpt.) vertritt den Standpunkt der D. Vpt.. die den 1. Mai natürlich in jeder Hinsicht ablehnt. Dem Gedanken, den 18. Za- huar zu feiern, stehe man nicht unfreundlich gegenüber, wenn es gelänge, diesen Tag zum Feiertag für das ganze Reich zu machen. Wir stimmen für den Ausschuhantrag. Abg. Obenauer (Dem.) ist gegen beide Anträge und schlägt den 19. Zuli, den Tag, der dem Reich die Verfassung brachte, als nationalen Feiertag vor. — Cs folgen Person ich» Bemerkungen der Abgg. Kindt und Widmann. Der Qlntrag des Ausschusses wird angenommen in erster und zweiter Lesung, der Antrag Ulrich ist also abgelehnt. Der Antrag Kindt wird dahin geändert, daß der erste Teil zurückgezogen wird und nur der zweite Teil bestehen bleibt, der dahin geht, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, den 18. Zanuar zum Feiertag für das Reich zu erklären. — Der Antrag wird mit 41 gegen 21 Stimmen abgelehnt. Zu einer kleinen Anfrage erhält der Abg. Delp (Soz.) das Wort. Er fragt wegen des Bermessungswesens in den Städten und der von der Regierung beabsichtigten Umgestaltung. — Finanzminister Henrich erklärt: Die Regierung wird bestrebt fein, eine den Städten dienende Regelung zu finden. Abg. Dr. Osann berichtet über die Regierungsvorlage, betreffend das Lederfor- schungsinstitut in Darmstadt. Die Regierung beantragt: Der Finanzausschuß wolle genehmigen, dah der Betrag von einer Million Mark der Hochschulgesellschaft für die Errichtung der bewilligten Dersuchsgerberei überwiesen werde Der Ausschuß schließt sich dem an. DaS Haus ebenfalls. Zum Antrag der Abgg. Hattemer und ©en., die Desoldun g der Referendare betreffend, beantragt der Ausschuh, die Angelegenheit so lange ruhen zu lassen, bis die Regierung endgültig Stellung zu der Frage genommen hat. Abg. Frau Hattemer (Ztr.) bittet die Regierung dringend, sobald als möglich eine entsprechende Vorlage zu machen. 2lbg. Sturmfels (Soz.) schließt sich dem an. — Abg. Ruh (Ztr.) bespricht die Rotlage der Referendare und fordert ebenfalls schnellste Stellungnahme. Finanzminister Henrich weist es zurück, daß die Regierung für die Referendare noch nichts getan habe. Cs ist schon allerlei geschahen und wir arbeiten andauernd an einer befriedigenden Lösung der Frage. Äbg. Dr. Werner (Dntl.): Die Rot bet geistigen Arbeiter ist so groß, daß gar nicht genug darüber gesprochen werden kann. — Abg. D. Sch ian (D. Vpt.): Cs ist auch die Rot der Privatdvzenten besprochen worden. Ich möchte feststellen, daß ich zur gegebenen Zeit eingehend darauf zu sprechen kommen werde. — Der Ausschuhantrag wird angenommen. Zum Antrag Jl e f f Aufschub bet Straf- nod) gar nicht denken, denn sonst wird nichts aas mir. Das einzige, wonach ich trachte, das ist, w-egzukommen — ober dazu bekomme ich doch keine Crloabnis," schloß er etwas mutlos. „Doch," erllärte Frau Dorris plötzlich entschlossen. „Ich verspreche dir, da darfst reifen, zur Belohnung dafür, daß du dich mir anvertraut hast — vorausgesetzt, dah deine Lust dazu solange anhält, bis der Koffer gepackt ist," fügte sie lächelnd hinzu. „Za, Mutter, diesmal ist es mir Ernst," versicherte Orla. „Hab ich bin fest überzeugt, ich werde Glück haben." Frau Inger sah auf zu ihrem Sohne, inb als sie seinen freudigen Ton wahrnahm, mußte sie an jenen Herbsttag vor vielen Zähren denken, wo sie selbst ebenso siegessicher unb mit ebenso unerschütterlichem Glauben Aehnliches geredet hatte. ,/Bleib nur fest bei diesem Glauben, Orla,“ flüsterte sie: »dann wirst du dein Ziel gewiß erreichen." Die letzte Strecke Weges legten Mutter und Sohn Arm in Arm schweigend zurück. Frau Dorris'war mit einem Male ganz ruhig geworden. Sie hatte sich entschlossen, das ihre zu tun, damit Orla fortfomme, und sie hatte das bestimmte Vorgefühl, daß ihr Mann diesmal keine Einwendungen machen werde. »Ist der Vater zu Hause?" fragte sie Ellen, die sie vom Fenster aus hatte kommen sehen und ihnen en gegentam. "Rein, aber ein Drief an ihn von Herrn Flint-Zensen ist gekommen. Ich habe ibn auf seinen Tisch gelegt." sagte sie, während fte Der Mutter beim Ablegen behilflich war. »Der Herr Sachwalter könnte seine Freimarken sparen, denn Vater macht nicht einen seiner Driese auf." Frau Dorris, die vor Sohn und Tochter ins Wohnzimmer getreten war, drehte sich erstaunt um. »Woher weißt du das, Ellen?" fragte sie. »Es kann doch niemand von uns wissen, ob Vater seine Driese liest oder nicht!" »Rein, ober ich habe ihm zufälligerweise drei Driese von diesem Herrn Hother Flint-Iensen auf sein Zimmer gebracht, und zedesmal nahm er mir den Drief aus der Hand, warf ihn in eine Schreib tischschieblade und schloß sie ab, und als ich ihn das zweitemal fragte: .Willst du denn deinen Drief nicht lesen, Vater/ da sagte er ganz heftig: .Rein, ich weiß vorher, was darin steht — ich habe Aerger genug/“ »Armer Vater!" sagte Frau Inger. »Ihr müßt ihn nicht mit Fragen quälen." »Rein, ich werde mich hüten," versicherte Ellen »2E>er auch an dich ist ein Drief gekommen, Mutter," fuhr sie fort. »Aus Italien — von'Tante Rora." »Von Rora!" wiederholte Frau Inger verwundert. „Unb du sogst, er sei an mich? Da bin ich doch begierig, was sie schreibt." Inger setzte sich behaglich in ihren Lehnstuhl. »Wo ist Mogens?" fragte sie, während sie den Drief öffnete. „Er putzt die Sporen, di: ihm Vater am Sonntag geschenkt hat," antwortete Ellen. „Er putzt sie xed:n Tag, wenn er mit dem Lernen fertig ist." ..Du liebe Zeit!" seufzte Frau Inger: dann entfaltete fie ihren Dries und fing an zu lesen. »Elba, den 9. April 19 . . Liebe Inger! Du wirst natürlich sehr erstaunt fein, einer. Dries von mir zu erhalten, und es wäre mir auch gewiß niemals eingefallen, mich Dir an» zudertrauen, wenn ich sonst einen einzigen Menschen hätte, an den ich mich toenben konnte. Als ich mich auf diese Reise begab — eine Vergnügungsreise sollte es fein — ja, schöne Vergnügungsreise, auf einer Insel festzusitzen, auf der man keinen Menschen kennt und nur wenig von der Sprache versteht, und von der man nicht wegkommen kann, weil man kein Geld hat. Za, liebe Inger, so weit ist es mit mir gekommen, diese Prüfung sollte mir nicht erspart bleiben. Aber ich habe das geahnt. Ich bin-fünfzig Zahrs alt geworden — bin immer einsam gewesen, toeü meine Ratur nun einmal weniger oberflächlich ist, als die andrer, und kräftig bin ich auch nie gewesen, obwohl ich gut weiß, daß es viele gibt, die meinen, nur die Klapperdürren könnten leidend sein. An Schlaflosigkeit habe ich von frühe- fler Zugend an gelitten, und die Freuden, die ich gehabt habe, lassen sich zählen. And nun das erste Mal, wo ich hinaus komme und mir das Vergnügen einer Reise ins Ausland machen und den Süden in all ferner Pracht sehen und genießen kann — was ich auch getan habe — muß mir das geschehen! Ich habe an meinen Sachwalter Herrn Flint-Hensen gesch 'leben u id wieder geschrieben, habe aber feil Reu;ahr nichts mehr von ihm gehört — Geld bekommen, mci^e kch. (Fortsetzung folgt.) Für die Arbeiter der Zweigstellen Alsfeld! rätegcsetzes an Stelle eines Dezirckswirtschaft» Burg- und Aiedergemünden der rates. und Burg-- w -5n in a Ü vehördlichr Anzeigen 2 CafL- Sicindruckcr, Lichen-Stämme 2. Kl. 3 6. S127B 45)— 81 Eichen-Nutzscheiter 41 Rm. 2,20 lang Eichen-Nutzknüpp. 76 Stadthaus Berg- findet im Fichten 20 r. 6 statt. 32388 Gießen, den 29. März 1922. Der Oberbürgermeister. I.B.: 0r. Rosenberg. Rm. 3248 1*4 Ubr statt. 3265 B Rm. Benner. 3101V und meist- F. Burmesier und zwc Kleiderschrank, Waschko poliert, sowie viele (Bin; Gießen, den 31. März 1922. 3251B Hessische Bürgermeisterei. Reulond. 3194 Weitershain, den 1. 2lpril 1922. 3267V 3244 B Hamann, Architekt, B. D. A. 3236V Obersörsterei Lchiffenberg. Trautwein. :y - -• MS Kaufmann, 1 ! Biwtograyh, Glaser, 1 Gärt- 2,20 3,00 1 5 25 32 5. 6. , 3,16 , 4,14 ,13,56 , 3,78 , 9,51 ,25,08 ,23,75 , 1,63 ,15,68 ,24,84 ,28,97 ,37,71 ,41,05 ,33,05 ,30,59 ,26,95 ,57,36 ,43,38 Buchen-Stämme Fichten-Stämme 4 130 56 1 t 1 3,93 2,40 6,27 1,21 0,37 3,80 2,92 95,00 16 19 33 36 30 45 38 8 14 37 70 3. 3. 4. 3. 1. 2. 3. 4. Schuh/ putz 69 151 31,4 46,6 5 181 50 4,4 29,2 1. Kl. 2. „ 3. „ glänzt im Nu die nachbezeichneten Hölzer öffentlich bietend verkauft: 42,43 Fstm. 8,98 „ 8,69 „ 6,32 „ 6,75 „ 6.75 „ 5,99 „ 1,23 2,17 „ 3. 3. 4. 4. 4. 5a 5a 5a 5b Eichen-Scheit Buchen- „ Eichen-Knüppel Buchen- „ Eichen-Reifer Buchen- „ Eichen-Stöcke Buchen- „ Eichen-Scheit Buchen« „ Eichen-Knüppel Buchen- „ Fichten- , Buchen-Reifer Eichen- „ Duchen-Ltöcke Lichen. „ reisende, 3 Schneider, 1 * Former, 2 Slemhauer, 1 < kellner. Lehrlinge: 3 Friseure, 1 1 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 76,6 145 33 11 328 125 24 2 50 Fichten-Derbftangen 1. Kl mit 4,75 Fstm. ferner: Freitag, den 7. April 1922, vorm. 9'/, Uhr beginnend, aus den Abteilungen 95b, 96: Kreisbauverwaltung. Cellarius. dem Rathaus versteigert werden. Garbenleich, den 30. März 1922. Hessische Bürgermeisterei. Kissel. Ilhorn-Stämme Eiche-nDerbstangen Eschen- Ahorn- „ Hainbuchen „ Lärchen- „ Fichten- Fichten-Dohnenstangen Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weitershain für 1922 liegt von Dienstag, den 4. April l. Is., eine Woche auf unserem Dienstzimmer zur Einsicht der Interessenten offen. Während dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebrocht werden. (Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Verbüßung der Georg Gebhardt Eheftau und Gen. wird der Ausschußantrag, teilweise Erledigcerklärung, teilweise Berücksichtigung, angenommen. Eine Vorstellung des Strafgefangenen Adam P f r a n g um Straferlaß gibt Veranlassung zu längeren grundlegenden Ausführungen. Der Be- richt^ftatter Abg. Kaul (Soz.) beantragt namens des Ausschusses, die Vorstellung für erledigt zu erklären, die Regierung aber zu ersuchen, dafür einzutreten, daß die Gefangenen auch parteipolitische Blätter und Schriften nach ihren Wünschen lesen dürfen, daß gelöschte Strafen nicht mehr vorgehalten oder sonstwie berücksichtigt werden dürfen. Direktion der Elektrizitätswerke und Sttatzenbahn. St ölte. 26 Eichen-Schnittstämme 8 „ 9 10 9 , 28 10 Buchen- „ 2 Lärchen- 2 Kiefern- Hessische Bürgermeisterei Weitershain. Reichert Schlichtmrgsausschutz der Provinz Dborhefferr. Sitzung vom 30. März 1922. Die Darmgroßhandlung 3- Thetsebach Gießen soll vom 1. April 1922 an ihre umgekehrt. Gießen, 31. März 1922. Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Stadt Dietzen und imar aus dem Bezirk des Försters Brück zu Rödgen soll am: Montag, den 10. April 1922, vormittags 9", Uhr beginnend, folgendes Bauholz in Losen versteigert werden. 24 16 111 17 6 92 33 1500 1100 1. angenommen, ebenso zu 2. Die Abstimmung wird bezweifelt. Rvchmalige Abstimmung ergibt Ablehnung des Ausschusses. Es handelt sich um den Teil des Antrags, betreffend Zulassung parteipoiickscheu Lesestoffes. — Der übrige Teil des Ausschuhantrages wird angenommen. Abg. Glaser (Dbd.) beantragt, da die Zeit so weit vorgeschritten, die Besprechung über die Getreideumlage zu vertagen. Der Antrag wird angenommen. r Räch st e Sitzung Dienstag 10 Tlhr. — Schluß 1 Uhr. Gelernte Arbeiter über 25 Zähren erhielten seit! nicht verpflichtet. Der Schlichtungsausschuß ent« dem 27. Februar 1922 9.75 QRL Stundenlohn. [ schied endgültig nach § 93 Ziffer 3 des Betriebs- Lärchen-S lamme (12-20 Durchm.) Eschen-Stämme Zusamm enkunft: Forsthaus Hochwart, Licher Straße. Gießen, den 31. März 1922. [3292B Der Oberbürgermeister. 3. B.. Dr. R osenberg BekaaurmachunD. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, Bezirk des Försters Arft, Forsthaus Hochwart, sollen ver- steigert werden: Mittwoch, den 5. April 1922, vormittags 9'/, Uhr beginnend, aus den Abteilungen 94, 95a Stadt. Arbeitsamt Giessen Liebigftraffe 16, Teleph. 2654. CS können eingestellt werden: Erfahrungen gemacht. Abg. Dr. Werner (Dntl.) stellt fest, daß in den Strafanstalten, z. D. in Butzbach, ganz ausgezeichnete Bibliotheken vorhanden sind. Die Zulassung radikaler Blätter und Schriften hat zur Gefährdung unserer Strafanslaltsbeamten geführt. Die Ausführungen des Abg. Wünzer sind daher zu unterstützen. — Der Ausschußantrag wird zu Holzsnhmisftou. Aus den Waldungen der Gemeinde TreiS a. b. Lda. soll nachstehendes Holz aus dem Submissionswege verkauft werden. Löhne um 20 v. H. erhöhen. Seit dem 1. Februar ,1922 erhielten Arbeiter über 21 Zähren 10.50 Mk. Stundenlohn. Die Lauterbacher Blechwaren-- fabrik soll ihre Löhne vom 1. April 1922 an um 15 v. H, erhöhen. Die bisherigen Familien-, Derzinker- und Beizerzulagen bleiben bestehen. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffe bis Mittwoch, den 5. April 1922, vormittags 11 Ähr, an die unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Berkaufsbedingungen können bei uns eingesehen werden. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Beim Fichtenstammholz sind etliche Festmeter Dürr- und Windfallholz. Rähere Auskunft erteilt Förster Wagner. Großen-Buseck. Treis a. d. Lda., den 27. März 1922. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Berichtigung. zur Holzverftelgerung in der Oberförsterei Schiffen, berg am 5. und 8. l. Mts. Am Schluß ist der Beginn der Dersteigerung zu I und II vtzrwechselt. Statt I muß es II heißen und 2 a n j to i r t f cf) i f t L Zentralgenossen- scyaft Darm nadt wurden folgende Arbeitsbedingungen vorgeschlagen: Arbeiter über 25 Jahren erhalten wie angeboten ab 1. April 1922 9.30 Mk. Stundenlohn. Rach einjähriger ununterbrochener Beschäftigung im Betrieb werden »drei, nach drei Fahren sechs und nach sechs Jahren acht Werktage ttrlaub unter Fortzahlung des Lohnes gewährt. Bei ärztlich nachgewiesener Krankheit wird nach einjähriger Beschäftigung von Ablauf dec Karenzzeit bis zu ztvei Wochen lang der ülnlerschied zwischen Lohn und Krankengeld und bei Arbeitsunterbrechung wegen Geburt, Todesfall und plötzlicher Erkrankung im Hausstand bis zu drei Tagen der Lohn gezahlt. Die Arbeitszeit ersäumnis von Detriebsräte- vertretern durch Teilnahme an der Lohnverhand- lung deS Arbeitgeberverbandes der Metall- industrrellenButzbachs und des Deutschen Metallarbeiterverbandes am 23. Februar 1922 in Butzbach wurde nicht als notwendig im Sinne des § 35 des Betriebsrätegesetzes anerkannl. Die Arbeitgeber sind zum Ersah des Lohnausfalls 5W!l- M MWer« aus dem Wald der Gemeinde Klein-Karben. Freitag, den 7. April, vorm. 9'/2 Uhr, werben 1,12 1,54 1,63 22,72 11,22 ncr, 1 Polsterer, 2Bilderrkihmenrmicher, 1 Slein- btlbbnner, 1 Steinhäger, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Dketzger, 1 Suengler und Installateur, 1 Buchbinder, 1 Stukkateur, 1 Wagner, 1 Schmied. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 Hauer und Schlepver, Stukkateure, 4 Aormcr, 1 Steinbildhauer, 3 Eisendrehcr, 1 landw. Eleve, 2 Schneider, 1 Sattler und Polsterer, 2 Zigarren- und Wtckelmacher, mehrere Weißbinder und Anstreicher, mehrere Maurer. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Friseure, ein Schlosser, 1 SteUner, 1 Spengler u. Installateur. Cs suche« Arbeit: Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer, Hausburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschloffer, Weißbinder, Sckmhmacker, 1 uerß. landw. Knecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Backer und Metzger, mehrere Kellner, 1 jung. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker, 1 Wagner, 1 Schäfer, 1 Gärtner, Autoschlosser, 1 Installateur und Sveagler, ein Monteur, Maschinisten und Heizer, 1 Verwalter, 1 Schleifer, 2 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Elektrotechniker, 1 Schuhmacher, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 1 Mechaniker, 1 Schriftsetzer, 2 Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Metzger. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen- genontmen. Weibliche Abteilung: Eß können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lnusfranen und -mäbebett für einzelne Tage, tüchtige Alteinmädchen, 1 Stürben* mädchen, 2 Lehrmädchen, 1 Köchin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- nüiödien, Zimmermädchen, Kiichenmädchen. zwei Haushälterinnen, 2 Serviersräuleiu, 1 Köchin für Ho cL ES suchen Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 3 Waschfrauen, einige Hausfrauen, auch für ist'achtnittags- befchaftigung, Mädchen f. tagsüber, 2Büglerinnen, 1 Schneiderin als Beihilfe zu Schneiderin, 4 B;r- käuferinnenlehrmädchen, 1 Flickerin, 1 Kontoristin. Die Bernssberatnng und Arbeite Vermitt Inna für Musiker findet werktags von 1<> bis zre'MrNge Versteigerung. Montag, den 3. April 1922 vormittags 10 Uhr anfangend, versteigere im Auktionssaal „Jur Krone" 5 b 5. \9 „ 5a w 9,19)— 52 „ 5b .-x_f5 Kiefernstämme 3. " 41-4D)—p29 „ 4. „ 41)— 68 „ 5. „ 41)-= 71 „ 5. 40 __(1 Fichtenstamm 2. v 4Fichtenstamme3. • 2 ( .. 3( . „ 4 ( , ,, 5( , „ 6( , - 7( ,, 8 , 9 ( ,10 ( (,11 ;i2 t .,13 ( • „14 ( »■.»( Die 44)= 44)= 42)= 44)= 30,45)= 42,44)= 30,44)= Bekanntmachung. Bett.: Sttahenbahnbettieb. Für die demnächst zur Einführung stammenden Fadrscheine der Straßenbahn ist die Ausnutzung der Reklame auf der Vorder- und Rückseite derselben und für die Fahrscheinheftchen an Interessenten sofort zu vergeben Auskünfte werden im Verwaltungsgebäude, Lahn- sttaße 28, Zimmer Rr 4, erteilt. Angebote bis zum 5. April d. Fs. erbeten. Autzholzverstejgerllyg im Licher Liadtwalde. In den Distrikten Langebuche, Zappenau, Mönchs- Köpfe, Eänswcide, Riedköpfe, Eichwald und Platten- wald werden am Freitag, den 7. April 1922, vormittags 10 Uhr, nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang an der Hattenröder Straße versteigert: das selbsttätige WasehmstSeB von unerreichter Wasch- und Bleichkraft. Madit die Wäsche frisch und duftig, wie auf dem Rasen gebleicht Wäsche sshneSS ynd bsliisl Abg Dr. Wünzer (D. Bpt.) äußert schwere Bedenken gegen die Zulassung der Lektüre von radikalen Parteiblättern und Schriften. 7 Preußen habe man mit dem Versuch sehr üble a. bei hiesigen Arbeitgebern: zwei Provinons- Photogravh, mehrere Vergebung von Sauarbeiten. Zum Reubau eines F a s e l st a l l e s für die Gemeinde Watzenborn-Steinberg werden die Erd-, Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Schlosser-, Weth- binder- und Pflasterarbeiten, sowie die Träger" lieferung zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Pläne und Bettragsbedingungen liegen vom 29. März 1922 ab bei der Kreisbauverwaltung, Zimmer Rr. 18, zur Einsicht offen. Angebote, zu denen die Vordrucke gegen Erstattung der Selbstkosten ebendaselbst erhältlich sind, sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei, spätestens bis zum 8. April 192 2, vormittags 10 älhr, bei uns einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt auf Zimmer Rr. 18 zum gleichen Termin in Gegenwart erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 27. März 1922. Eberverkauf. Dienstag, den 4. April 1922, nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger, zur Zucht nicht mehr brauchbarer schwerer (Eber öffentlich meistbietend aus NMUMSWUSM. Zum Reubau eines Bureaugebäudes für die Fa. Heyligenstaedt & Co. in Gießen sollen die Erd-, Maurer-, Eisenbeton-, Zimmer-, Dachdecker», Spengler» und Glaserarbeiten vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen in meinem Bureau zur Einsicht offen. Angebotssornrulare können gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Angebote bitte ich spätestens bis 7. April 1922, abends 6 Ahr, bei mir einsureichen. Gießen, den 30. März 1922. (3 Kiefemstämme 5. Kl. m. 1,58Fstm. Los 1 (2lbt.9,19)=<4 Fichtenstämme 4. .....Kommode, Nachtschränkchen) hell- poliert, sowie viele Einzelmöbel wie Betten, Kleiderschränke, Sofas, Seffel, 1 Chaiselongue, 1 Vertiko, 1 Iierschrauk, 1 Damentoilette, 3 Kommoden, Tische, 1. Sichenstämme: Stück 2. Kl. = 0,79 Fstm. Stück 3. Kl. = 3,40 Fstm. Stück 4. Kl. = 14,06 Fstm. Stück 5. Kl. -- 11,73 Fstm. 2. Fichtenstämme: Stück 3. Kl. = 7,19 Fstm. Stück 4. Kl. ----- 10 46 Fstm. Stück 5a. Kl. = 19,17 Fstm. Stück 55. Kl. = 16,01 Fstm. Stück 4,23 Fstm. ,, 2,61 „ „ 1,07 „ „ 0,83 „ „ 0,92 „ 30,42)—119 ' 44,45) Versteigerung stratze 20, Zimmer Ni Alleinige Fabrikanten: HENKEL & CIE., DÜSSELDORF, auch der „Henko", Henkels Watch- und Bleich-Soda. Fichten-Nutzreisig 25 „ Hainbuchen-Nutzreisig 3 Rm. (Obstbaumstützen). Bemerkt wird, daß das Eschen-, Ahorn- und Hainbuchenholz sich zu Wagnerholz, das Eichennutzscheit- und Knüppelholz größtenteils zu Gartenpsosten, die Fichtenstangen und Nutzreisig zu Spalierholz eignen. 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