Nr. 27 Der -letzener Lnzeiqer erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertaos. Monoiltcheyezuyrpreise: Mk 9.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 10.- einschl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. I er nip rech-Anschlüße: für die Schriftlritung 112; für Druckerei, Äerlag und Geichaflsstelle 5L Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Liehen. postschetkonto: $ran!furt a. DL 11686. Erstes Blatt 172. Jahrgang Mittwoch. 1. §edrnar 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck döö Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch« und Stelnöruderei R. Lange. Zchriftleltung, Geschäflrstelle und Druderet: 5chulstraße 7. Annahme von llnji’.aen für die Tagesnummer bi» zum Nachm itag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 -nm höhe für Anzeigen v 34min Breite örtlich 70 Pf., auswärts 90 'Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 3 OPf. Bei Platz. Vorschrift20 „Auf chlag. Haup'.schriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. ©oeg; für den übrigen Teil: Äarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in ®iefjen. Dr. Rathenau zum Minister des Auswärtigen ernannt. Berlin, 31. Jan. (WolffsDer Reichspräsident hat Herrn Dr. Walther Ra- thenau zum Mini st er des Aeuhern ernannt. • Ob Rathenau, der Wirtschaftssachverständige, auch em guter Politiker und Staatsmann in der Stunft der auswärtigen Politik ist, das ist unS vorläufig noch unbekannt. Wir haben schon darauf hingewiesen, daß die Schilderung der deutschen Lage, die er in Cannes gegeben Kat, klar und wirksam gewesen tft Aber seine sonstigen Wege und Praktiken schweben für daS Voll doch noch arg im Dunklen. Betrachten wir uns einmal, was seine besondere Gönnerin. die „Frankfurter Zeitung-, hervorhebt, um darzutun. das) er „Vertrauen in weiten Kreisen der Bevölkerung- sich erworben habe. DaS Blatt schreibt wörtlich: „©ctoif? haben die Wenigsten ein ausreichend sachkundiges Tlrteil über die einzelnen Ergebnisse, die Rathenau in seinen Verhandlungen, von Wiesbaden an, erzielt hat. Aber d a ft seine Arbeit Ergebnisse hatte, daft er seit der ersten Tieber- nähme eines Ministeramtes nicht wie manche fürchteten. Reden hielt und seinen Theorien nach- ging, sondern daft er handelte, praktische Arbeit tat, Ergebnisse vor sich brachte, aktive Politik trieb, das tvar es. was ihm Vertrauen schuf." Da wird doch wohl auch im „Vollen" der Erfolge und Ergebnisse nur so herumgetappt. Und die „weiten Kreise" der „Frankfurter Zeitung" pflegen nur in bestimmten Pacteiwin- keln zu sitzen. So ganz von der Vielseitigkeit der Rathenauschen Talente scheint das Blatt selbst nicht überzeugt zu sein, denn es leistet sich den kapitalen Sah: „Vielleicht wird Manches gut und Manches weniger gut sein, was der neue Außenminister in Angriff nimmt uni) vor sich bringt." Ein mit schweren Bedenken verbundener Rachteil ist eL schon, daß Rathenau daS Vertrauen der Rechten, besonders der Deutschen VolkSparteL nicht zu besitzen scheint. Wenn Wirch wirklich auf eine größere Volksgemeinschaft hinaussteuern wollte, so muhte er in der Tat daraus Rücksicht nehmen, ob wirklich „weite Kreise" auch »außerhalb seines Anhanges dem neuen Manne etwas Sympathie und Vertrauen entgegenbringen. Der ehemalige Wiederausbauminister, der sich zur Demokratischen ^Partei rechnet, wird uns hoffentlich recht bald ein ausreichendes Bild seiner Gesirrnung und politischen Taktik geben, temtt man we"lß, wie weit man ihm folgen kann. Die Wirkung in der Deutschen Volkspartci. Berlin, 1. Febr. Zur Ernennung Dr. RathenauS zum Außenminister meldet die „Zeit": Die ReickStagSfraktion der Deutschen Volk Spartet trat gestern abend zu einer Sitzung zusammen. Die Besetzung des Auswärtigen Amtes durch Dr. Rachenau wird in der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei als ein beabsichtigter Vorstoß des Reichskanzlers gegen die von der Fraktion aufgestellten Voraussetzungen für die Zustimmung zum Steuerkompromih angesehen. Infolgedessen bestehe für die Fraktion angesichts der bevorstehenden endgültigen Verabschiedung des Steuerkompromisses wiederum volle Handlungsfreiheit. Die Eisenbahnerbewegung. Berlin. 1. Febr. Die gestrige Sitzung des tzaupworstandrs der Reichsgewerkschaft deutscher E i s e n b a h n b e a m t e r und -Anwärter verlief, wie die MorgenblLtter muh einer Korrespondenz melden, außerordentlich stürmisch. Die Oppositionsgruppen, die den Streik verurteilen, bezweifelten das Recht des erweiterten Vorstandes, über die Köpfe der Mitgliedermassen hinweg einen Beschluß zu fanen, dec nicht nur für die Beamten selbst die allerschwersten Folgen haben könne Rach der Ansicht der gemäßigten Deamtenvcrtreter ist das Angebot der Regierung durchaus annehmbar gewesen. Die Vertreter der Unterbeamten und Lokomotivführer erklärten dagegen, daß die Zugeständnisse der Re-gierung unannehmbar seien. Die AuSsprach', die um 2 Ühr begonnen hatte, wurde gegen 7 Ähr abends so erregt, daß der Vorsitzende öle Sitzung auf einige Zett unterbrechen mußte. Wie der ^Lokalanzeiger" um Mitternacht erfährt, dürfte die Sitzung der Reichsgewerkschaft noch die ganze Rächt hindurch andauern. Ein Streikbeschluß. Berlin, 1. Febr. (WTB.) Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter hat mit 20 gegen 15 Stimmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen, in der kommenden Nacht um 12 Ähr in den Streik elnzutretem Erklärungen im Hauptausschuß deS Reichstags. Berlin, 31. Zan. (WTB.) 3m Haupt-, ausschuß des Reichstages wies Abg. M ü l - , [er- Franken (Soz.) darauf hin. daß schon längst vor Ablauf des Ällirnatums der Reichsgewerkschaft diese von langer Hand alf' Vorderer ungen für den Streik getroffen h- Die 50 bis 60 M.lliarden Deamtenbesoldung erhö un en, wie sie das Ultimatum in seiner Auswirkung verlangt, könne keine Partei verantworten. Welche Partei wolle die Vwantwor- tung für die Annahme des Ultimatum^ übernehmen? Sicher keine! Vizekanzler Dauer betonte die absolute Unmöglichkeit ter Erfüllung des Ultimatums ter Reichsgewerkschaft. 3n den Erklärungen, die seitens des Reichsverkchrsministeriums und der Reichsregierung zu der Cisenbahnerbewegung veröffenllicht wurden, sei jede provokatorische Wendung te:m e.en worden. Se bstrerständ ich sei aber eine energische Erklärung gerade zum Vesten der Beamtenschaft notwendig gewesen, damit die Mehrzahl der Beamten Wiste. daß sie von der Streilleitung ins Hnglücf geführt werde. Der Vizekanzler untersttich noch die Ausführungen des Abg. Mül'er-Franken. durch welche b>wi sen fei, daß der Streik längst vorbereitet un) fertig organisiert gewesen fei, ehe es noch feststand, ob durch Verhandlungen vielleicht eine Einigung erzielt werden könne. Zeder verständige und sich seiner Verantwortung voll bewußte Arbeiter» Vertreter müsse sich gegen ein solches Attentat auf das Dolkswohl wenden, gegen eine solche verantwortungslose Taktik, die ledig'ich zum Rach eil und bodenlosen älnglück der beteiligten Beam'en ausschlagen könne und die infolgedessen auch die Gesamtheit des deutschen werktätigen Doste Z schädige. Aus diesen Gründen müsse Die Reichsregierung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Machtmitteln den ihr aufgezwungenen Kampf ausfechten. Berlin, 31. Ian. (Wolff.) 3m Hauptaus- schuh des Reichstags machte Ministerialdirektor von Sch lieben vom Reichsfinanzministerium eingehende Ausführungen über die Borge- fchichte der Aus standsb ewegung in der Deichsgewerkschaft deutscher Eisenbahner und fuhr dann fort: Bei der gestrigen Besprechung mtt den Vertretern der Länder wurde die Frage erörtert, ob für die Beamten an Orten mtt besonders schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen Wirt- schastsbeihilfen gewährt werden könnten. Die Mehrzahl der erschienenen Vertreter äußerte ihre Bedenken gegen eine solche, dem Deamtenbesol- dungsrecht an sich fremde Regelung, Bedenken, welche im Reichsfinanzministerium in nicht geringem Maße bestanden hatten. Auch die Mehrzahl der Ländervertreter konnte sich der Notwendigkeit nicht verschließen, eine der Gewährung von äleberteuerungszuschüssen an die Arbeiter entsprechende, aber den Besonderheiten des Veamtenv?rhältni'f .'3 an/evaftte Maßnahme au treffen. Da der im Vorjahre gewählte Weg, die prozentualen Teuerungszuschläge nach Ortsklassen zu staffeln, angesichts der ablehnenden Haltung der Parteien des Reichstags und der Regierungen ter Länder nicht als gangbar erscheint. wird ter Reichsminister der Finanzen der Reichsregierung eine Ge sehesvorlage un» terbretten, durch die der Minister ermächtigt werden soll, im Benehmen mit dem Reichsrat an den Orten mit besonders schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen Wirtschaftsbeihilfen einerseits in Anlehnung an die den Reichsarbeitern zu gewährenden äleberteuerungs- zuschüsse. andererseits in Anpassung an die Besonderheiten des Deamtenverhältnisses zu bewilligen. Eine Erllärung über die technischen Einzelheiten ter zu treffenden Regelung kann heute noch nicht abgegeben werden. Berlin. 31. Ian (WTB.) Angesichts des drohenden Deamtenitteiks richtet die deutsch- nationale Beamtenschaft solge" de Warnung an die deutschen Beamten: Die deutsch- nationale Beamtenschaft lehnte von jeher den Deamtenstreik ab. Sir warnt auch heute die Beamten. sich In den Streik treiben zu la'fen, ter unzwe fe'ha't zur D seit guns des Teruf;b amtentu m3 führen und unser Vaterland wirtschaftlich in den Abgrund stürzen muß. Amerika und die Konferenz von Genua. Paris, 31. Jan. (WTB.) Rach einer Havosmeldung aus Washington scheint die Frage der Teilnahme derVer- einigten Staaten an der Konferenz in Genua immer größeres Interesse zu finden. In amtlichen Kreisen habe diese Bewegung im Anschluß an eine Konferenz von Landwirten, die vorige Woche auf Einladung von Präsident Harding stattgefunden habe, immer größere Destimmth-rit und Stärke angenommen. Die Landwirte der Mittel- und Südstaaten seien für eine Polstik eingetteten, die imstande wäre, den amerikanischen Bodenerzeugnissen, deren Baisse seit zwölf Monaten sehr große Verluste verursacht habe, die Märkte Europas zu erschließen. Gleichzetttg eröffnet der älmstand, daß die Konferenz von Washington sich ihrem Ende zuneige, neuen Kombinationen das Feld. In zwei oder drei Monaten würde die republikanische Regierung zweifellos mehr als heute bereit sein, sich an den Llntersuchungen der europäischen Wirtschafts frag en zu beteiligen. Das hänge auch von der Aufnahme ab, die die vor dem Llbschluh stehenden Vereinbarungen der Abrüstungskonferenz im Senat finden würden. Paris, 31. Ian. (WTB.) Rach einer Meldung aus Washington, die der .Lemps" veröffenllicht. hat der „Senat" es abgelehnt, der Kommission für die Konsolidierung der alliierten Schulden das Recht zu beschränken, den Rückzahlungsbeginn für die Schulden aufzuschieben. Die „Times" gegen die Konferenz. London, 31.Ian. (Wolff.) Die „Times" wendet sich in einem Leitartikel gegen die ge- planteWirtschaftskonferenzdonGe- n u a und schreibt bei dem kritischen Anseitsstehen der Vereinigten Staaten und bei Der widerwilligen Zustimmung Frankreichs würde es überraschend fein, wenn Die Konferenz die Hoffnungen, die ihre Veranstatter darauf sehen, erfüllen würde. Was könne in den zwei Wochen, die die Konferenz dauern solle, anders erreicht werden, als daß alle bitteren Streitfragen Europas an die Oberfläche gebracht werden. Die größte Bereitwilligkeit werbe von feiten Deutschlands und Sowjetrußlanbs an den Tag gelegt. Sowohl Wirch als auch Tschit-- fd>2tin überschütteten Lloyd George mit Lobreden wegen ter führenden Rolle, die er bei der Förderung ter Konferenz von Genua gespielt habe. 3n einem solchen bereitwilligen Lobe liege eine Warnung. Fortschritte der Washingtoner Konferenz. Washington, 31. Ian. (Wolff.) Staatssekretär Hughes t.i.te in Cer F1 o11enkommt s s i ) n mit, daß die D ei b: eig en Mächte, Die Vereinigten S.aaten, Drosch itanaien und Ia- pan, sich 'über den Wo.'klaut des auf die Befestigungen im Stillen Ozean b. z g - sichen Arttkris des Fün m-ch etert a in ter Flottenfrage geeinigt haben. Durch dm Worllaat des Artikels werde Die Aufrcch ethattn g les Status que erklärt. Die beteiligten Rattonen där ten in bei bezeichneten i.ruaren Ker kontinentalen Gebieten keine neuen Befestigungen bauen. Die Interessen Frankreichs inD Italiens w. r durch D:n e w chttei 21 t lei nicht berührt und brauchten also keine b so dere Zf flimnrung wie die Vereinigten Staaten, Groß' brüamüen und Iapan, zu erteilen. Ihr Beitritt zu dem Fünfmcch:eve.trag in der F.ottenfrage werde an sich g n gen. In ie. Dl s hunz ter Komm st on für De Einschränkunge i Dec Rüstungen am Dienstag und in ter öffentlichen Sd ung am Mittwoch werten ter Firn. m. ch teve ttrag it Der Flottenfrage, die Re o'ution R o o t über Die Unter* feeboote und Die Te olut on über di. Giftgase erörtert werten. Die bisherigen Abmach rn- gen in den noch zu regelnden Fragen des fernen Ostens werden Den Gegenstand einer öffentlichen Sitzung bilden. Frankreich und Italien. Paris, 31. Jan. (WTB.) Um den Abschluß deö provisorischen modus vivendi zwischen Frankreich und Italien, über den gegenwärtig verhandelt wird, zu ermöglichen. haben die beiden Regierungen beschlossen, das Abkommen von 1398 um einen Mvnat zu verlängern. I.a- folgedessen wird bis auf weiteres an dem gegenwärtig zwischen Frankreich und Italien in Kraft befindlichen Hantelsregime nichts geändert. Ein Dries des früheren Kronprinzen. Berlin, 1. Febr. (WTB.) Der Staats- rechtslehrer ter Donner Hnirerfität, Sßrofeffor Dr. Zorn, stellt Dem „Tag" einen Brief des früheren Kronprinzen zur Verfügung. In Dem Brief erklä r der frühere Kronprinz, daß die Frage Der Republik oder Monarchie in ter jetzigen Zeit sch've.ster vaterländischer Rot überhaupt keine Rolle spielen dürfe. Er habe stets auf dem Standpunkte gestanden, daß ter Monarch des Dolles toecen, nicht das Voll des Monarchen wegen da ist. Es ist in meinen Augen deshalb ein Verbrechen. Die Klassengegensätze zu verschärfen oder gar den Klassenkampf zu predigen. Die deutsche Arbeiterschaft ist ein Bestandteil des Volksganzen. Krine Staatsform könne sich Daher auf Die Dauer halten. Die nicht auch von Dem Te rirauen Der Arleitermehrhrit mit’.e tragen wird. Unter diesen Umständen, erklärt ter ehemalige Kronprinz, ist die aufreizente Tätigkeit, wie sie sich heute bereits vielerorts äußere, für direkt schädlich zu halten. Der Kronprinz geht Darauf auf Die Stellung zur Frietensfrage ein. Bereits nach Der Marneschlacht habe er einen restlosen Siez nicht mehr für möglich gehalten und daher alle Frietensmöglichkeiten unterstützt, soweit Dicä ohne Schädigung des Derteidigungswille-is Deutschlands mög'ich war. Daß De a lige S'rie- te^.s Möglichkeiten nicht geschickter ausgenutzt wur- Den fei ein Fehler Der deutschen poli- tischen Leitung gewesen. Die schließliche Katastrophe sei durch die Summe vieler Fehler in Verbindung mit ter das deutsche Boll immer" mehr ze.-mürbenden Hungerblockade und ter operativ äußerst schwierig gewordenen Lage terbeigeführt worden. Der Kronprinz schließt mtt dem Ausdruck des Bedauerns, daß es ihm heute noch versagt ist. auch nur als P r i v a t- mann selbst in einem beschränkten Pflichtenkreise mttzuwirken. Aus Sowjet-Nnstland. London. 31. Ian. (WTB) Die russische Handelsdelegation hat aus Moskau ein vom 26. ds. Mts. Datiertes Telegramm e:hallen. taS besagt, daft nach dem Ergebnis Der Dreitägigen Wahlen für ch i e russischen S o w i e t s als gewählt gelten: 495 Kommunisten, 46 Unabhängige unD l Menschewiki. Ein russisches Deakret hebt Die für Reisen innerhalb Rußlands bisher in Kraft befindlichen Einschränkungen auf. Eine deutsche Gesellschaft hat mtt de ,n Taufe!", sondern immer „Ta . . . danke!" Einmal meinte er: „Heut hab' ich aber wirklich etwas Hudchrs für S.e, gnäd gS Fraulem." „Da ... da bin ich doch neugierig . . ." Er holte ein Päckchen aus der Tasche, wickel!e es aus der Papcerhülle: eS war eine allerliebste Porzellanbonb rniere. Sie streckte die Hand aus, sah aber die Bonboniere gar nicht an, sondern hat sie gl ich auf- gelappt, cin paar P atinen in kaS Mäulchen gestopft und flvfaflt: „Ta . . . danke." troffen. Erne Aenderung deS Aeichsbcrnkgesehes fti jedoch geboten. Als Darlehensgeber kämen nicht nur die Tank von England, sondern auch die Zen- traU.utenbank eines anderen Landes in Betracht, zu deren Gunsten jene als Treuhänder und Pfandhalker dienen würde. Die Abdeckung der Darlehen hätte alZdann ?u er olgen eatwed-.r du ch ei e allmäh ch- der Marktlage anjf p ihte Umuaad u rg r o ha derer Da.utai ix drr Da- luta des Darlehens oder dadurch daß aassteh^nde Balutafordeiu7g?n später eingeh. n. De: P ä- sident wies darauf hin, da!) nicht die Absicht bestehe, das in die Tresors der Bant von Ecgland yi über,üh erde deutsche Gold zu lurgsrfaigen Krediten für Reparat.on:z'rate zu benutzen, sondern es handele sich lediglich um Kredite .vorübergehender Ar l. ün di: b nkt ch nischen Schwleci^keiten zu b f.it gen, fülle Teuisch- land eine freie e Betr^urg auf den Geldmärkten der Bet gesich? t werden. Nicht ;um mindesten aber foLe le. D vife, sp Ltfa ü).i Zaum und Zügel angelegt werden. Auf die in der P es e g cu e ten B d rler äutze t' der Präsident sich dahin, Latz die Bant ton England sich verbürgt habe, Latz jederzeit cuf De lrrgn eine Lizenz u- Wiele au Zsuhr des dei't ch n Goldes gew h t w rd:. Hinter d ?$> Pommern verbreitet, wird nunmehr von der Technischen Rot Hilfe aufrechter- ^llten. * Don der bayerischen Justizverwaltung. ''München, 31. Jan. (WTB.) Bei der Beratung des Zustizetats im Finanzausschuß des Landtages hat ein Regierungsvertreter erklärt, gegen Direktor Römer von der P f ä l - zischen Dank sei ein Strafverfahren wegen Untreue und gegen zwei Mitdirektoren ein Verfahren wegen Betrugs eingeleitet worden. Ferner wurde von Regterungsfttte erklärt, daß'die bayerische Regierung an der Todesst r a f e festhalte. 3n der Mordsache gegen den Abgeordneten GareiS sei das Strafverfahren noch im Gange, ebenso wegen des Aeberfalls auf den Abg. Auer. Der Iustlz- verwaltung sei nichts von Paßfälschungen bei der Münchener Polizei bekannt, ebensowenig von Wafsenschiebungen. Strafverfahren in dieser Richtung seien nicht anhängig. Ein unabhängiger Antrag auf sofortige Abschaffung der BollSgerichte wurde abgelehnt. Zur Flucht deS Oberleutnants Dittmar. Berlin, 31. Jan. (WTB.) Oberleutnant Ludwig Dittmar, der wegen Kriegs- Verbrechens vom Reichsgericht zu 4 Jahren Gefängnis öenirteilt und im Landgerichtsgefängnis in Naumburg untergebracht worden war, ist am «Sonntag in der Nacht entflohen. Hierzu erfahren wir. daß sofort von der für die Strafvollstreckung zuständigen preußischen Justizverwaltung umfassendsten tZta^nagmen z!ur ^rusllärung des Sachverhalts und zur Wiedererareifung des Entflohenen getroffen wurden. Eg wurde eine Belohnung von 50000 Mark für die Ergreifung bereits ausgesetzt. Die Grenzstellen sind sämtlich benachrichtigt. Auch der Oberreichsanwalt begab sich sofort an Ort und Stelle. Eine Schietzerei mit französischen Soldaten. Gleiwitz, 31. Jan. (WTB.) 3n der letzten Nacht ist in Petersdorf anläßlich der Durchsuchung eines Hauses nach Waffen eine Schießerei zwischen Zivilisten und französischen Soldaten entstanden. Auf beiden Seiten gab es Tote und Berwun- bete. Wie verlautet, Haben die Franzosen 25 Verletzte und 2 Tote zu beklagen. 3n- folge dieses Vorkommnisses wurde von der interalliierten Kommission der Belagerungszustand von 8 Mr abends bis 5 Mr früh verhängt. Von 9 Mr abends ab müssen die Straßen von Passanten frei sein. Aus Hessen« rm. Darmstadt, 1. Febr. Der Regie- rungsrat Wilhelm Henrich wurde mit Wirkung vom 1. Februar zum ständigen Hilfsarbeiter bei dem Landesamt für das Bildungswesen mit der Amtsbezeichnung „Regierungsrat" ernannt Aus Stnbt und Land. Gießen, den L Febr. 1922. 2.iL Von der Landesuniversität Gerichtsassessor Dr. jur. Wilhelm Groh, der sich für das Fach des bürgerlichen und Sozialrechts an unserer Universität zu habilitieren wünscht, wird am Freitag, 3. Februar, nachmittags 6 Uhr, in der Kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung halten über das Thema: Haben die Beamten das Recht der Arbeitseinstellung? ** Die Wochenkarten auf der Eisenbahn. Von gut unterrichteter Seite erfahren wir, daß die Vorstellungen des Hessischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft beim Reichsverkehrsministerium zwecks Wiedereinführung der früher üblichen, sogenannten Arbeiterfahrkarten nicht den gewünschten Erfolg hatten. Der Reichsverkehrsminister begründet seine ablehnende Haltung damit, daß die Rückkehr zu den früheren Arbeiterwochenkarten, die nach 12 Einzelfahrten zum halben Satz der 4. Klasse berechnet waren, eine finanzielle Verschlechterung für den Arbeiter mit sich dringen würde. Den jetzigen Wochenkarten liegt bekanntlich der am 1. «September 1921 eingeführte Dotstandstarif zugrunde, der insbesondere Arbeitnehmer begünstigt, die auf die tägliche Benutzung der Eisenbahn angewiesen sind. Hiernach ist der Preis der Wochenkarte so berechnet, daß nur für eine zwe imalige Hin- und Rückfahrt der tarifmäßige CinzelkartenpreiS unter entsprechender Aufrundung zu zahlen ist, so daß die Wetter mit der Karte zurückgelegten Fahrten frei sind. Die Ausnutzung der Karte schon mit vier Fahrten ermöglicht eS, daß sich ihrer auch Kurzarbeiter mit Vorteil bedienen können. An der Preisberechnung für die Wochenkarten wird aus Anlaß der zum 1. Februar d. 3- bevorstehenden allgemeinen Erhöhung im Grundsatz nichts geändert; eS wird vielmehr an der Einrichtung des Notstandstarifs, also an der Berechnung auf der Grundlage von vier Einzelfahrten, festgehalten. Allerdings läß es sich nicht vermeiden, auch die einzelnen «Sätze des NotstandStarifS im gleichen Verhältnis zu erhöhen, wie die all- gemeinen Fahrpreise. Wettere Ermäßigungen sind angesichts der finanziellen Lage Der Reichsbahn zur Zeit leider nicht möglich. , _ * * Die Hessische Bereinigung für Bolkskunde hall am nächsten «Samstag ihre diesjährige ordenlliche Mitgliederversammlung ab. Aus diesem Anlaß wird uns geschrieben: Zwanzig Jahre reicher Tätigkeit liegen hinter der Bereinigung; zwanzig Bänöe der Zeitschrift: „Hessische Blätter für Volkskunde" geben nach außen hin Zeugnis von der selbstlosen, hingebungsvollen Ar- beit, die in der Bereinigung geleistet worden istt Jetzt aber hat die Bereinigung schwer mit der Rot der Zeit zu kämpfen, zumal die Mit- gliederzahl, die vor dem Kriege etwa 1100 betrug, sich infolge des Krieges sehr stark gelichtet hat. Wohl kann man verstehen, daß in solcher Zeit ein Familienvater alle nicht unbedingt notwendigen Ausgaben ersparen will; könnten aber trotz allem Die 8 Mk. Jahresbeitrag vielleicht nicht doch aufgebracht werden? Wenn die Mitgliederzahl nicht wieder steigt und die Bereinigung nicht größere Zuwendungen an Geldmllteln bekommt, müssen die „Hessischen Blätter für Volkskunde" ihr Erscheinen einstellen. Welche Lücke dadurch in der Wissenschaft entstünde, kann nur der ganz ermessen, der die übrigen ähnlichen Zettschriften kennt. — Sollte unser Hessenland tatsächlich nicht in der Lage sein, seine Zeitschrift für Volkskunde zu erhalten? — Unter den neuen Verhältnissen wttd vieles zerstört werden, was sich seit langen Jahrhunderten erhalten hat. Wenn die Bereinigung nicht bestände, müßte sie gerade jetzt gegründet werden, um zu retten, was zu retten ist. Sollte also ihre Tätigkeit tatsächlich nicht Anklang genug finden; sollten die Bestrebungen der Führer, die so selbstlos arbeiten (in heutiger Zeit ohne jede Entschädigung!), sollten diese Bestrebungen wirklich so wenig gewürdigt werden bei unserem Hessenvolke? — Die Vereinigung erwartet, daß die alten Mitglieder fest und treu bleiben, und hofft, daß recht viele neue Freunde in ihre Reihen treten. — Nach der Miwliederversammllmg, zu der auch Gäste willkommen sind, wird Prof. D. Dr. Diehl aus Friedberg sprechen über ein Thema, das viel Anziehendes in sich birgt: „Aus alten Pfarrbesoldungsnoten". Wer die Rednergabe des Vortragenden kennt, besonders aber seinen sonnigen Humor, der wttd nicht verfehlen, zu erscheinen. — Der Vortrag beginnt um 5V. Uhr nachmittags, nicht wie irrtümlich in der Anzeige angegeben 4'/i Uhr. △ Ein Lichtbildervortrag über „Gewinnung und Verarbeitung des Eisens bis zum Fertigfabrikat in den Walzwerken" fand gestern abend in der Neuen Aula statt. Die Veranstaltung war von den Studierenden der Universität und den Schülern der technischen, und höheren Lehranstalten gut besucht. Der Film zeigte zuerst die Gewinnung der Holzkohle in den mächtigen Waldgebieten Schwedens, dann konnte man einen Blick in den Bergwerksbetrieb tun, wo durch Bohren und Sprengen das Erz gewonnen wurde. 3n den Hochöfen wurde das Erz unter Zusatz der Holzkohle geschmolzen und zu großen Blöcken gegossen. Diese kamen unter den Dampfhammer und später In die Drehbänke oder in die Walzwerke, um hier zu dünnen Platten gewalkt oder zu feinem Stahldraht gezogen zu werden. Aus dem Blech wurden Transrnis- sionSräder und Autoräder hergestellt. Zum Schlüsse brachten die Bilder die Vortelle der verschiedenen Arten von Kugellagern zur Veranschaulichung. ** Anlagenkonzert am Donnerstag, 2. Februar, mittags 12 Mr, am Liebig-Denkmal (nur bei günstiger Witterung). Musik- fvlge: 1. Deutsche Bundestreue. Marsch von K. Friedemann; 2. Chor der Friedensboten aus der Oper „Cola-Rienzi" (Der Letzte der Tribunen) von R. Wagner; 3. Hymne und Triumphmarsch aus der Oper „Aida" von G. Verdi; 4. Fantasie aus der Oper „Pro- ciosa" von K. M. v. Weber; 5. Armeemarsch Nr. 175 von W. Vogt. Vornotizen. Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 7 Mr: „Peter Brauer". — Astoria-Lichtspiele: „Die treibende Kraft" und „Den Tod im Nacken". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frau Dorothys Bekenntnis". — Aus dem Stadttheaterbureau. Da das Petz-Kainer-Dallett größere Vorbereitungen erfordert, sind einige der Mttwirkenden bereits fett gestern hier und mit Proben beschäftigt. — Für die letzte Aufführung von „Herodes und Mariamne" am Freitag zeigt sich bedauerlicherweise nur geringes 3ntercffe, und doch dürfen gerade die Aufführungen dieses Werkes zu den allerbesten der Spielzeit gerechnet werden. Es sei deshalb nochmals ganz besonders auf 'diesen Abend hingewiesen und auch darauf, daß die Vorstellung bei Heinen Preisen stattfindet. — Die Hauptversammlung der Deutschnationalen Bvlkspartei findet am Dvnnerstabend8 Uhr im Post e lrr statt. — Don dem Verein der Deutsch«» Demokratischen Partei wird uns ge- fchrieben: Am Freitagabend S’/t Uhr spricht üri Hotel Großherzog der Reich stagsabaoordnete K o r e l l über „Die Regierung Wirch-Rctthenau und die Lage im Reich'. — 2drchdem die großen Fragen der Reichspolitit, inZbesondere dte Steuer- srage und unser Verhältnis zu unseren Gegnern in den letzten Tagen au einem gewißen Abschluß aelommen sind, soll die Versammlung Gelegen- hell bieten, von einem Miigiied des Reichstages Genaueres über die En.sch Düngen der Regierung, ihre Gründe und die Beurteilung der Lage zu hören. — Der Naturhellverein feiert am Sonntag, 5. Februar, sein 11. Stiftungsfestttn großen Saale des Hotels Einhorn. Besonders aufmerksam sei darauf gemacht, daß sich bedeutende Musikkünstler dem Verein für tiefen Abend zur Verfügung gestellt habÄ^ und zwar ein Trio aus Bad Homburg. Unter diesen Künstlern befindet sich Herr Christtan Hüttenberger, ein Gießener Kind. Außerdem bietet der Verein seinen Gästen ein Festspiel, einige Reigen sowie eine Ansprache und Vetlosung. Wettervoraussage Dunstig und wolkig, meist trocken, kühl» wechselnde Winde. lieber Norddeutschland erstreckt sich eine Furche tiefen Drucks, die sich allmählich durch die im Norden und Süden liegenden Hochdruckgebiete ausgleicht. Eine wesenlliche Aenderung des Wetters ist nicht zu erwarten. Kreis Büdingen. bs. Echzell, 30. Ian. Gestern abend hielt der hiesige Turnverein, der einer der führenden im Gau „Wetterau" ist, sein Wintervergnügen ab. Die Aufführungen verschiedener Theaterstücke gelangen ausgezeichnet. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Arn «Samstagabend fand die Unterhaltung für die Mitglieder des Vereins statt. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 31. Ian. Gestern wurde Zimmermeister Heinrich M e tz e n d o r f dahier zu Grabe getragen. Er war ein Veteran von 1870/71 und hat den ganzen Feldzug: beim 4. Hess. 3nf.-Rgtt mitgemacht. Die Wertschätzung, deren sich der Verstorbene erfreuen durfte, tarn schon in der außerordentlich starken Beteiligung bei seinem Begräbnis zum Ausdruck. Zahlreiche Kränze wurden unter ehrenden Ansprachen niedergelegt; so von SabiiEant Georg Haber mehl namens des Veteranen- und Militärvereins, dessen Ehrea- mttglied der Verstorbene war, von Schuhmachermeister Wilhelm Trier im Auftrag des Gesangvereins „Harmonisches Kränzchen^ und von Vorarbeiter Johannes Wagner im Namen der Arbeiterschaft der Firma Metzendorf. Nachdem der Gesangverein bann noch ein Trauerlied gefangen, wurde in der Totenkttche eine Gedachtnispredigt gehalten, in welcher der Geistliche dem Verstorbenen als einem Mann pflichttreuer Arbeit, als einem treu sorgenden, glaubensfrohen Famllienvater und als einem Zeugen aus Deutschlands großer Vergangenheit herzliche Worte treuen Gedenkens widmete. z. Grebenhain, 30. Zan. 3m Saale bcS Gastwirts Fritz fand gestern ein Elternabend stall. Er öis net wurde die F .ier durch einen Marsch des Streichorchesters des hiesigen MusiLrereins und eine Begrüßungsansprache von Lehrer Weiter. Es folgten eil Prolog, ge'p.ochen von Frl. Groh, und ein Liedervottrag der 1. Klasse des Lehrers Mönig. 3m Anschluß hieran gelangte das Marchenspicü .Schncewittchrn und die sieben Zwerge" zur Aufführung, von den Le.nen Darsteller ausgezeichnet wiedergegeben. Auf ein lebendes Bid und einen weiteren Gesangsvvrttag der 1. Klasse folgten Deklamationen (Schuler Hcttiz Weitzel) und mulllalische Darbte.ungen, sowie die Kinderposse „Wie Papa und Mama". Alle diese Dorträge fanden wie die noch folgenden, reichen und verdienten Beifall; es war ein genußreicher Abend, für den man den Deranstaltern dankbar sein muß. Kreis Schottert. lg. Gedern, 31. Ian. Heute ereignete sich hier dn Unfall, der leicht von schlimmeren Folgen hatte begleitet sein können. Ein einer Sa/ot- tener Drauerd gehöriges Gaftauto geriet auf drnt steilen Herrweg ins Rollen und richtete an einem Hause und Garten ziemlichen Schaden an. Auch wurde dne Telegraphenstange umgefahren. An dem Auto selbst wurden u. a. die beiden Laternen dngedrückt, während die 3nsassen mit dem Schrecken davvnkamen. Ein Dorfall, der zu größter Dorsicht bd dem Befahren steiler und dazu beeister Straßen mahnt. | was ihr sonst ganz fremd, zwischen den Bändern t für die T . isette und kämm e und striege'.te ihr schönes Blondhaar je"en Abend, bis ihr der Arm müde truibe. «Schließlich abzr dachten dre Schwestern wie die F au Mama: „TaS Ämb!“ Es war sehr schönes We'ter gewe'en, n'.cht selten saft frühlingsmä^ig warm. Irht schlug es Plötzlich um mit Regen und Sch erschauern. Der Herr Fürst hat zu leteen angefangrn. Die Kana, e.piep, ouZ der er s:nst so mächtig dampfte, hat ihm nicht mrhr gefallen; der Pon- tac schmeckte nicht. Manchmal fluchte er, ma.ch- mal war er ganz ftill und spintisierte vor sich hin. Frau Malchen ist in S.r^,e. Drr Herr Dvllor Diesete soll raten, Helsen; er redet dem Feldmarschall cut zu, Ire et seine ® tefce.. bra it ein beruhigendes Tränkchm, zuät sch'rrßlitz de Achseln. „3ft tut mal so mit Turchsa lcht, ist wieder ein Ansa.'l, geht schon vorübrr! War schon schlimmer. Mal haben Durchlaucht mich rufen lassen: sollt ihm den Leib aufschneiden, hall' ein Kamel in drn Grdärmen. Hab' ich grlach", und er i t fuchtig gew:rd n Am nächsten Tag war alles wieder in drr Reih' —" Dis zum Kamel hat sich der First dlcSmat nicht verstiegen. 2lbrr mit dem 2tapoleon hat er's gehabt. Hätts immer geagt, es wär' m'.t dem nc2n, vnsteh 'ich f cisich nicht." Er schien jed ch ctvas davon zu verstchrn Er hielt das wi.rzige Händchen zwischen feinen großen gebräunten Fingern und betrachtete cs aufmerksam. Dis sie ih.e Hand höchst energisch sortriß. „So'n Unsinn!" tief sie, lachte und lies davon. Ö lten war sie gnä>tg2r S t nmu g. E wa daß sie ihn fragte: .Wo habel Sie dein heut' den ganzen Tag gesteckt, Herr von Druse?" .Dormittaas den neuen Braunrn geritten ter höchst un ejärbig Var. Nochnitla;s mi ihm 3nspe.t r rach Ien Drrwert hinan:gefahren." »lac ! e. 3. sp: t r < u h ungebärdig?' .Tas fehlte ce a.e rr.ch." nÖie sind wohl sehr streng'c Gegen Pferde und Leute." .Gerecht bin ich, hoff' ich Ad r ich kann auch sehv mrldr sein — und wirk ich gut Dar erst, wenn ich jema.ö sehr lieb h:b>." Da schlug fte dir Augen nt.drr and drr- flammte. Tie Frau Mutter merkte nichts, oder sie hat gedach': „Das dumme Kiad!" Ater Ne Shveiern fi gm aa ;u ta'ch lr Sie Lore, die sonst schlief wie ein Murmeltier >m mimtet, hat oft die halb: Nacht wach g ie-e t lag und starrte nach dem Mo dschein, de: s ch durch die Dorha ge sa l. S e war nach and rs wie sonst, hatte b^sw.llen A wrndlungen s-ll- same von übergroßer Zärtlichkeit, hmg'heute tem Siechen am Halft u ib mute morgen d e Lulle notwendig abknutschrn. Aach wählte f:n Giese, so sch leb d e fremde Frau, hätte einen schveren Unfall er i ten tr:t einem Brande, wäre aber du-ch ihren Srhn. den Grafen Martinez, glücklich wenn auch n cht 'oh e Brandwunden gerettet werden und bei chr tn guter Pflege. Die F au D.lronin solle sich nicht sorgen: die Aerzte sprächen von baldiger Wiederherstellung, und sie, die Gräfrn, hätte besondere Liebe zu der lieben Luise gefaßt, Die ihr Leiden mit großer, brLundcr sae ter Geduld trüge, lieber alles würde die Baronin von Dach- roeren berichten, die auch nur mit Müh' dem Brande er tkommen sei; u d auch sie, die Drastn, wolle bald wieder Nachricht geben. Las war sch^were, trübe Kunde. Mama Di se jammerte freilich nicht, hatte auch keine Dränen. Aber ihr Gesicht Lar n ch starr:r g Word n, ft fest Irih sie die Lippen und die ^ahne z rsammen. Und daL Cin'ige fast, was sie sagtr. urd zwar zu Frau Amalia, Lar, daß sie nach W^en müße, nachi der ältesten Tochter zu seh«.r. hForlfeyung totgL) 'X -uhl Ms ZA DieSer ters--tpl xunt ■ stfaÜeu- — veise «mL«^ veniger Sch MierSm«lw Mhetev s M'S tob' Mtemreg« Stark AD einer De Christian 1 well, ’M los alede ßand in die wurde. 2m sinnige M m. Weh thein-reuhilch haften ju D ÄawLiüg, de runfl^lut' Mitglieder bt ten ün Kreis ab. Saran । 29. Iamar. besprechu sich dnei red Wer der D bei Elösfmno De:burdsrev! Thema.Sian indem er di kennzeichnete, ter arbeiten; feamg, aber betecebiei & 3n tem Atocit ötetofcnfiii'tA nahmen, die t te-Dorceruien, IM sch tim mit dem .Dell fa'tenedKi mc. $ia Zeit (Dieter s Menten na als er den l fein Sepäcl i eine Huldtasii stöhlen. Die 11 iePvltzei ist W möglich, verkehrte) SSL « Drauo ,e faM so w l,7 a i ten fr-1 «'ch n chl e Tonin sol-e Utcd-r- S"«°h i;t S^««- ®l,[‘ -1* . Ml-' G können. Gerichtssaal. Don gewann scls in Viehen Giehen Dieben den ersten Preis Wiegrneyer -Svaun» 23 Min. 48 Sek., den 2. Reiber» tn 24 Min. 26 ©cf., den 3. Walker- In 26 Min. 25 Sek., den 4 © c y d e l- tn 26 Mm. 50 Sek. In der Klasse über •• Die Schwirrgerichlsverhand- lungen für Oberhessen werden durch Landgerichts rat Schade, Girtzen, diejenigen für Rheinhessen durch Landgerichts rat Bechtold, Mainz, geleitet. Berlin. 31. Jan. (WTD.) Wegen Er- regung öffentltch.n Aergemifses sind die © ch ö n- h ertstänzerin Lola Dach zu einem Monat Gefängnis, die Tänzerin Liselotte Lampert zu 1000 Mark Geldstrafe, der Regisseur Dr. Voelker zu drei Monaten Gefängnis und der Schauspieler Ernst und die Tänzerin ©chmieter zu je 500 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Für die Gefängnisstrafe wurde DewährungSfrist bewilligt. — ©chlub der Winterkampfspiel- wvche. DaS ausgezeichnete Winterretter ist blS zum Schlubtage der ersten deutschen Winter- kampf-spielwoche in Garmisch-Partenkirchen treu geblieben. Der kehle Tag war den ©pru gläuten gewikmet, die taZ ganz besondere Interesse bet zahsre chm WiTrterspoicklec sa tbei. D r Spru g° Hügel war umsäumt von einer erwarturg wol en Me'gr, kie zun Teil ausceech ee © rrrg^ zu sehen bekam. Dm testen gestrn e -.en Sp u g erreichte der Münchener Martin R uner mit 35 m. während der Deutsche ©kimeister Buchberger- ©pindelmühle mit 47 m die beste Weit^ deS T^aes erreichte, ohne allerdings habet zu stehen. Jeder Springer hatte drei Sprünge zu abpüxctcn. deren beste Gesamtleistung nach Punkten gewertet wurde. In den vier Klassen gab e3 folgende Ergebnisse: I. Al errklasse: 1. A Blld- stein-Wien; 2. I. Schulz-München; 3. Ä Lu her- München. — II. Al:er^klasse: 1. © u)er Mün- chen: 2. Letder-Mül.lbach. — l. Hauptklasse. 1. Ö Sch-eider-St. Anwn; 2. HaUec-M machen.- 3 Daader-Dinglingen. — 11. Hauptklasse: 1. Schöne.berger-TuiZburg; 2. Allgeier-Freib arg; 3. M. Kcöckel-Reuhaus. — Die Bobsleigh- meisterfchaft von Bayern gewann der Dcb „Ehrenfeld" (Führer: R.unec-Mü..chrnj mit 3:23. von 33 Min. 40 ©cf., mit der er noch manchen Läufer der höheren Altersklassen übertraf. Gr gewann den Iugcndpreis und berechtigt zu guten Hoffnungen. In der Mittelklasse (bis 32 Jahre) schecks iricht statthaft ist. —Die Bemühungen dec Hand.l kammer um Abände m g tkr Bedingungen für den VrubenholzverkaafauS den besuchen ©taatswa.duigen im ©ubmti- ftonswege sind ii so veit i on Er;olg b g (it t gewesen, alS das Ri iko nach oben und un:en aus 20 Pro ent beg.cn’ t worden i.r, zur Berechnung nicht der Dollarsrand am aleoerwei- fungstage. sondern dec Du.chschnitt aus den Dollarständen eines zweimonatigen Zcitraum» herangezogen wird und auf Du sch ter Tag der Algade des Gebots statt der Tag des Kaufabschlusses als Stichtag rerci bart werten kann. — Bei dem Reich^wlrt.cha,tsmtntstectum wurde im Interesse der im Kamme b z rt vertretenen Seifenfabrikation eine kessere Versorgung mit Sota darch das Sotasyndilat befürwortet. — Einer erneuten Zwangsregelung auf tem Gedie e ter Schrottbewirtschas- t u ng tonnte die Handelekammer nicht das Wort reden; gegen die in die E.scheimrng getretene spekulative u-d wucherische P.ei.tre ber».i könne nur die Se b Hilfe der Verbraucher zu einet Bessern -g fahren. Im Interesse der Zigarren- und Ta- bakindustrie des Bezirkes hat sich die Handelskammer dafür eingeseyt. daß die erschwerenden Testimmungen bei der Ausfuhr von Tabakfabrikaten entweder gänzlich beteiligt oder doch wenigstens gemildert werden. — Die hessischen Hanärlskammern haben die Absendung einer Erklärung an die politischen Parteien und an einzelne Reich Ztagsabgevrdnete besch ossen, in welcher die grundsätzlich ablehnend« Stellungnahme gegenüber den Ee etzentwürsen über den Arbeitsnachweis und über die Entsendung von D e - triebsratsmilgliedern in die Auf- stchtsräke von Gesellschaften zum Ausdruck gebracht werden foll. — Auf Antrag der Handelskammer Sieben werden die hessischen Handelskammern zur gegebenen Zeit in eine Prüfung der Frage eint.eten, wie Handel und Industrie tmHesfischen Landtage eine ib ec Tedcutung cnt p echmd? Vertretung finden können. — Gemcinschastlich mit der Handelskam- Turnen, Sport und Spiel. Ekirermen auf dem HoherodSkopf. Am vergangenen Sonntag fand unter guter Beteiligung daS Rennen des S k i k l u b s „CCD in terspvrt Giehen" statt. Hauptzweck war zunächst, zu Ifdjen, was an Können überhaupt im Klub steckt; das Rennen trug daher internen Charakter. Erfreulicherweise hatten sich jedoch auch einige Läufer auher Konkurrenz gemeldet. Der L a n a l a u f führte über 41/- Kilometer. Am Start standen 20 Läufer. Wegen erheblicher Altersunterschiede der Teilnehmer (14 bis 40 Jahre) muhte der ßanglauf in 3 Klassen gelaufen werden. Als einziger im Knabenlanglauf startete Wolff-Giehen und erzielte die Zelt 32 Jahre gewann den 1. Preis Walther- Grünberg in 25 Min. 3 ©cf., den 2. E. Schmidt- Gieben in 27 Min. 25 ©et. In Anbetracht der starken Steigungen und Gefälle der Langlauftrecke müssen die Leistungen als durchaus gut »ezeichnet werden, um so mehr cüs kein einziger Läufer vorher ernstlich trainieren konnte.. Auher Konkurrenz erzielte die beste Zeit Schön-Giehen mit 29 Mm. 25 Sek. Zur De- treitung der militärischen Konkurrenz hatte die Garnison Giehen drei Lauser entsandt. Leider muhte Schütze Rudolf aus- scheiden, da er unterwegs die Strecke verfehltL. Er könnte fich nachher im Militär-Hindernis l a u f noch einen Preis holen. An seiner Stelle konkurrierte Braun-Grünberg der im Langlauf vo he: weg nTin)ung.bruchs unlerwezS aufgeben muhte. Die Strecke war die gleiche wie vorher, um 500 Meter verlängert. Erster Sieger wurde Schütze Tscheche in 30 Min. 35 Sek., 2. Braun- Grünberg in 32 Min. 5 Sek., 3. Gefr. Schmidt in 36 Min 4 Sek. Den Volks- und Iugendlauf gewann Linker- Breungeshain. Leider war hier die Beteiligung gering, man hatte viel mehr einzesessene Vogelsberger zu dieser Konkurrenz erwartet. Im Springen wurde S e y d e l - Giehen Erster, G e r st e r - Giehen Zweiter, Legler- Giehen Dritter. 3m Kampf um den kühnsten Sprung behauptete G e r st e r den ersten, © e y d e l den zweiten und Wiegmeyer den dritten Platz. Den Sprunglauf in der Altersklasse (über 32 Jahre) gewann E. Schmidt- Gieren. Im K u n st l a u f würde G e r ft e r erster, Legler zweiter und © e h d e l dritter Sieger. In der höheren Altersklasse behaupteten C r h a r d-Giehen den ersten und Walther- Grünberg den zweiten Platz. Don den Giehener Studenten schnitt am besten cand. med. Seydel ab. Zu erwähnen ist noch die gute Zeit im ißanglauf, die stud. agr. Reiber erzielte. Cs wurde allgemein bedauert, dah die akademische Wintersportabteilung nicht offiziekl vertreten war. Erfreulicherweise waren auch genügend Meldungen für den D a m e n l a u f eingegangen. Erste wurde Frl. Weisgerber - Giehen, Zweite Frl. Friedel E i t e l - Giehen; die zweitbeste Zeit lief Frl. Dietz (auher Konkurrenz). Rach der so wohlgelungenen Veranstaltung, die unter der vortrefflichen Leitung von Dr. Erhard programmähig und ohne jeden Unfall verlief, erfolgte gemeinsame Abfahrt; es war auch höchste Zeit, denn Petrus hatte gerade bis Schluh des Rennens mit dem Regen noch zurück- gehalten. Der Einmarsch in Sieben erfolgte unter frohem Gesang, eS gab unter den Passanten manche erstaunte und vor allem viele neiderfüllte Gesichter. Mögen sich die iwch Zögernden boD* dem Skisport zuwenden, eS ist niemand zu alt ba^u. Der Skiklub hofft im kommenden Winter wieder ein öffentliches Rennen abhalten zu mer Friedberg ist die alsbaldige Wiedereinlegung des Eilzugspaares 77 und 80 auf der Strecke Gt.hen—Frank,urt a. M. beantragt ax>r- den. Die Bestrebungen der Handelskamnier auf Wiedcreinlegung der auf der Strecke Giehen— Gelnhausen ausgefallenen Züge 505 und 506 haben zu dem gewünschten Erfolg geführt; hingegen haben die in der gleichen Richtung laufenden Bemühungen bezüglich der Eilzüge 2 2 7 und 228 auf dec 0t ecke Gie'.en—Fulda bisher nicht den gehofften Erfolg gehabt, wohl aber ist die Wiedereinlegung dieser Züge bei Besserung der Kohlenzufuhr zugesagt worden. In mündlichen Verhandlungen sind der Eifenbahndirektion die Wünsche der beteiligten Kreise bezüglich einer Verbesserung des Zugverkehrs auf der Strecke Lauterbach—Gedern vo getragen und die weitgehendste Berücksichtigung versprochen worden. — Die Handelskammer beschlicht ferner die Abhaltung einer Konferenz zwischen der Gisenbahnver- waltung und den beteiligten DerkehrSkreisen, m welcher alle in letzter Zeit der Kammer vorgetragenen Wünsche bezüglich des Eisenbahn-Güter- de.ckeh.s (Wagenstandgeld, Güterannahmeschluh, Haftpflicht dec Ei.enbahnverwaltung, Te.-mictung von Lagerplätzen usw.) zur Erörterung gestellt werden sollen. — Der Hessische Handelskammertag hat sein Einverständnis mit den folgenden vorn DeziriSeisenbahnrat Frankfurt a. M. in seiner letzten Sitzung gestellten Anträgen bezüglich des Eisenbahn-Güterverkehrs erklärt: a) der Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben ist nicht nur durch Tariferhöhungen, sondern auch durch wirtschaftliche und organisatorische Mahnahmen in der Verwaltung uno im ^Betriebe anzustreben, b) möglichst gleichzeitig mit den am 1. Februar 1922 zur Einführung gelangenden neuen Tarifen sind für die Wasferumschlagsplähe Ausgleichs- tarise zu schaffen, c) dem Sammelverkehr muh verstärkte Aufmeicksamkeit zugewandt werden, d) möglichst bald sind feste Lieferfristen wieder eln- zuführen. — Bezüglich der24-Stundenzäh- [ung haben sich die hesfiscken Handelskammern dahin ausgefprvchen, dah sich die Einführung dieser Zählung im inneren Eifenbahndie ist und für die Fahrpläne zur Vermeidung von Fehlern und Mibvecständnlsfen Wohl empfiehlt, hingegen ein Bedürfnis zur Bezeichnung der Stunden von 1 bis 24 in allen anderen öffentlichen Derwaltungs- kreisen wie auch im bürgerlichen Verkehr nicht anerkannt werden könne. SreiS FrrcBberg. ’2£ Butzbach 30. Ian. Der Turn- und Sportverein (Turnvere rr ahmen, die durch die heutige Geldentwertung he-borge usen. besprochen. An beide Vorträge !chloh sich eine rege Aussprache, die sich auch mit dem „(Mb- und Warenverkehr" beschäftigte. Hcsscn-Rassau. mc. Frankfurt a. M., 31. Ian. Die D-Zug-Diebe machen sich in der letzten Zeit toteber stark bemerkbar. So wurde einem TiLisenden nach Frankfurt in dem Augenblick, als er den v-Zug in Hamburg bestieg und sein Gepäck im Wagen unterbringen wollte, eine Handtasche im Werte von 25 000 Mk. ge» tohlen. Die äleberwachung der v-Züge durch >ie Polizei ist jetzt nur noch auf den Stationen elbst möglich, da das Eisenbahnministerium aus verkehrter Sparsamkeit die früher gewahrten Freikarten für Kriminalbeamte nicht mehr verabfolgt, obgleich eS fich nur um wenige Stück handelte. Das reifende Publikum hat Ben Schaden davon. Auszug aus dem Sitzungsbericht der Handelskammer Gießen vom 25. Januar 1922. Der bisherige Vorstand, bestehend auS den Herren Kommerzienrat Schirmer. Kommerzienrat Klingfpvr und Kommerzienrat Grünewald, sowie der Rechner, Herr Kaufmann C. Röhr, wurden durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. — Der Entwurf über die Abänderung des hessischen VolksschulgesetzeS s.eht u a oub eine Reu- rcgelung deS gesamten Fortbildungsschul- Wesens vor; In Gemeinschaft mit den übrigen hessischen Handelskammern wird die Handelskammer darauf bedacht sein, dah der kaufmännische Fachui.terricht keinerlei Schmälerung erfährt. — Die Handelskammer wird mit den übrigen hessischen Handelskammern Schritte tun, um die angestrebte Einbeziehung des gesamten Dau- aewerbes in die Derussvertretungen des Handwerks zu verhindern. Die Handelskammer hat fich dafür eingesetzt, dah bei Entrichtung der Einkommensteuer für 1920 jedwede Härte vermieden wird; es ist ihr auch zugesagt worden, dah In allen Fällen, wo die Entziehung gröberer Steuerbeträge aus dem Geschäft dessen weitere Existenz nachweisbar in Frage stellen oder zu sonstigen schweren Störungen führen wird, auf Antrag Stundung oder Ratenzahlung gewährt werden kann. Die Handelskammer wird ferner bei dem Hessischen Handelskammertag folgende Anträge zur Weitergabe an die zuständigen Landes- und Reichsbehörden stellen: Die Zahlung der Einkommensteuer für 1921 in Raten soll statthaft fein; bei Einstellung des nach §59a des Einkommensteuergesetzes zulässigen Erneuerungssonk^ in die Bilanz ist den Steuerpflichtigen seitens der Finanzämter weitestes Entgegenkommen zu zeigen; die scharfen Vorschriften der Reichsabgabenordnung über Auskunftspflicht in Steuersachen sind zu mildern; die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen über Verzinsung gestundeter ober zuviel gezahlter Steuerbeträge sind zu ändern bzw. zu ergänzen; in den bei den einzelnen Finanzämtern gebildeten Steuerkommissionen ist Handel und Industrie §ine ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung zu sichern und den Handelskammern das Vorschlagsrecht einzuräumen. — Um Aufklärung über die verschiedenen ©teuerfragen In die Kreise der Kaufmannschaft hinein'utragen. beschliesst die Handelskammer, sich um die Veranstaltung von Vorträgen zu bemühen. — Als ehrenamtliches Mitglied des bei dem Landesfinanzamt In Darmstadt gebildeten F i n a n z g e r i ch t s wurde für den Bezirk der Handelskammer Herr Kommerzienrat Adolf Klingfpvr (Giehen) benannt. — Bei den zuständiger' Reichs- und Landesbehörden ist schärfster Widerspruch gegen die geplante Des rei - u n g der Genossenschaften von der U m- satzsteuer eingelegt worden. — Zur Reuregelung der Wandergewerbe st euer sind von dem Hessischen Handelskammertag folgende Anträge gestellt worden: Die Schätzung des Verkaufswertes der Warenvorräte durch die ©teuer» Verwaltung soll zuläs.ig sein; Ergänzung der Warenvorräte während des Verkaufs ist sofort anzumelden; die fällige ©teuer- summe muh sofort entrichtet werden; die jetzt gültigen Steuersätze sind um das 20sache zu erhöhen. Es ist von den hessichen Handelskammern die Au Hebung der Dekann ma^ang ü e? Zeitungsanzeigen vom 16. Dezen >bec 1915 als nicht mehr zeitgemäh angeregt worden. Rach dieser Verord ung dür'e.i A zeigen über Angebot u d Rach age i brr Segen ä b? deZ täglichen Du arfs in periodischen D.uckichrif en nur mit Qlrgaie des Ramens ober dec Firma sowie ter Woh:ung des A'zeigender zum Abb.uck ge- brache werden. — Dce hessischer Handelskammern haben beantragt, tah § 139 e des Vor- entwurss eines Gese es über de Arbeitszeit der Angestellten ci e Fas ung erhält, wonach außerhalb der Gechäftsz.it der Ladengeschäfte der Verkauf von Lel-ens» und Genuhmitteln nir noch in Schankstätten anb Wirtschaften unb nur zun sofortigen Genusse statt, Inden darf. — Die Hessi chen Handel», kümmern Haden den Erlah einer Aussührungs- desiinmu g zu § 14 des ©checkges etzes an- aeregt. u o in cintra d ret benimmt werden s ll, dah eine 2 r u z hl ng von D e r r e chn u n g s- ©chlesinger erhalten hat, als dem Staate ver> fallen erlitt Das Urteil gegen Schlesinger lautet grmäh §233 bed Reichost rafgesetzbuches auf zwei Monate Gefängnis. Vier Monate Gefängnis für „Wrntsterprasident" Oerter. Draunfchweig, 31. Jan. (Wolff.) ____ der ersten Strafkammer des Landgerichtes Braunschweig wurde heute In dem bekannten Prozeß gegen den früheren braunfch vngischen Mtnister- Präsidenten Oerter und den vielgenannten Dsychoth.rapeuch Otto S ch 1 e f i n g e r aus Blan- fetburg t Harz, genannt Otto Otto, das Urteil gefällt Wie die .Braunschweigische ßan- deszeitung" meldet, wurde Oerter nach § 231 des Strafgesetzbuches wegen ein'acher Bestechung zu vier WonatenGesängnis verurteilt Auhecdem wurden die 20 000 Mark, die er von Doppelt sparsam ift die echte, gute f 63 \ Pfeiffer ADillere / \ ftaffee-€ffenz I /j\ | dennfie ift fo ergiebig, daft trwm / auf oier Itaffee-Cdffel txm öobnee V / füalz oder Gerfte nur einen Löffel W y braudyt und aübendem rverden. Dohnen oder Gerfte dadurch noch cnel gründlicher ausgenut)t- ? Originalddm u.Süberpakde zu haben in den Gafchäftgnl Evi MI. stsbcrcS Zimmer »nm 15. !>ebr. zn mieten nefittln. 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Februar, nachmittags Vs4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Gießen (Buddestr. 8), den 1. Februar 1922. 1126 Gebrauchte Säcke aller Art kaust Alt höchsten Tagespreisen HIMMüMil Sackgrosrbandlung Gießen SeltcrSwea 83. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme an unserem schweren Verluste, sowie für die Worte ehrender Anerkennung am Grabe des Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Marie Gerhard geb. Arnold. Kräftiges junges Mädchen neben Stütze in f. Haus ohne Kinder a c i u ch t. Borzust. Aw.2u.4Ubr. Hoher Lohn. Fahrt wird vergütet. 1127A Elsner, Frankfurt a. M.» Nicdeuau 41. Mita 8 — 10 Morgen, auf Lehmboden, dtähe der Eisenbahn gonuchr. Offerten unter F. 91. J. 3598 au Rudolf 9io*ee, Frankfurt a. M. IkSss Ehrliches, sauberes MiMSdlW per sofort gesucht. D fiert. mit GehalrS» ansvrüchen an 1129° m Lr"" Negierungsrat b. Mainz-Wiesbaden. Schnupv, Ltebiggr. 8L WM- Hur Donnerstag "WWL IMF- 2. 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Auch für Waggonfabriken und Werftaktien zeigte sich Widerstandsfähigkeit. Arn Mvntanmarkt wurden Lauraaktien von gewisser Seite in größeren Posten gekauft und gewannen 43 Prvz., was befestigend auch auf die übrigen vberschle- sischen Werte einwtrkte. 3m Verlaufe erwies sich die Börse ziemlich widerstandsfähig. Das Geschäft blieb aber eng begrenzt. Schiffahrtsaktien und Dankenwerte erfuhren nur geringfügige Aenderungen bei vorwiegend mäßiger 1.7.14. Fr. 125 40 Fl. 59.20 gehilfen 370 Mt. Die buttrigen 'Bcrtcirateten-- ,zulagen sollen weg,allen. Für Kost und Wohnung sollen den Geholfen wöchentlich 1E0 Mt. abg^rgen werden. 5-*r Bad N uh in ist b r Schied.fp ui) auf G u..b einer D^nimmu g LeS Taiüvett.ages bindend, für Sie c.t erhielten de Parteien Erkläru g^frist dis zum 14. Februar 1922 mittags 12 Dlyr, Die Mitglieder der Ortsgruppe Bad-Nauheim des Südwest deutschen Arbeitgeberverbandes für das Transport-, Handels- und Verkehrsgewerbc filci v m 1. Januar 1922 an dieselbe r Löhne zailen. w e sie am 30. Januar 1922 zwischen dem Deutschen Transportarbeiterverband, den: Arbeitgeberverband für Handel u ;b Gewerbe und den Der- einigten Fuhrwerksbesiiern für Diesten vereinbart worden sind. Hiernach erhalten z D. die Fuhrleute ab 1 Januar 1922 355 Mk. Wvchen- lohn, ab 3 Februar 410 Mt., die Lagerarbei er usw über 20 Jahren ab 1. Januar 325 Mk., ab 3 Februar über 23 Jahre 390 Mk.. V)n 20—23 Jahren 360 NN. Der' Transportarbeiter, verband lehnte den Schiedsspruch ab, der 2l.be A- gederverband erhielt eine Woche Drkläru gsfrtst. Kurs 30.1. 77,50 87,80 109,50 71,90 400, - 29 <,50 293,— 275,- Geld Brief Geld Brief Datum: 30. 3ttn- 31.3an. Amsterdarn-Rotterd. 7492,567507,90 744^,55 7457,45 Brüssel-Antwerpen. 1398x3 1601,60 1598.4a 1601,60 .3196,80 32)3,20 3186,80 3193,20 . 4055,90 4064,10 4068,60 4076,60 .5119,85 513015 511^,85 5120,15 . 421,1:5 422'45 402,56 402,45 . 9)5,05 906,95 919,05 920,95 . 86i,10 865,90 861,60 863,40 . 203,54 203,96 200,91 201,33 . 1673,301676,70 1675,30 1378,70 .3)81,- 3989,- 3)36, 53943^5 .3076,90 3083,10 3056,90 3063,10 Prag...... Budapest. . . . Buenos AireS Bulgarien. . . Konstantinopel Kr. 117 80 Kr. 88.80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 Fr. 125.40 , 23-80 Büchertisch. „Zeitschrift für Musik" Nr. 1. 1. Januarheft 1922. (Sleingräber-Derlag, Leipzig.) Das erste Januarheft der »Zeitschrift für Musik" bringt als Neuerung eine Sonderbeilage mit dem Titel »Musikalische Rundschau". Sie enthält Berichte aus den verschi^ensten Orten Deutschlands und verspricht, ein Ileberblick über unser gesamtes Musikleben zu werden. Dr. Heust gibt eine Abhandlung über »Das Problem der künstlerischen Genialität: mehr ins praktische Leben greift Dr. Döhlers Beitrag über den Musikunterrichts-Erlaubnisschein. Der übrige Teil zeigt die gewohnte Reichhaltigkeit. 71,50 405 - 299,— 292,— 270,— 4 6,- 404,- 307,- 288,- 284,75 898*- 839,- 860,- Oberschl. Eisenb.-D. Ooerschles. Eifenind. Phönir-Dergb.-Akt. Dad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Des. . . Felten A Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4° 0 Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtfche. Bereinsbank Kur- 31.1. 77,5.0 8 ". 90 109,75 72- 400,- 283,75 292,- 2/5,— 474,50 405 - 318,- 2'5,- 282,50 921,- 854,- 346,- 851,- 1420,- 755,. 651,- 955,- 614,- 552,- 645,- 935,- 614,50 583,- 485,- 74.75 710,- Dörse entspricht v)ll „ Das Geschäft war auf den meisten Gebieten ruhig. Der ülltnn) ist vorüber, aber von einer Belebung des Marktes ist keine . Spur zi bemerken. Man konnte wiederum die Beobachtung machen, Börsenkurse. Franst urt Berlin 1-tthr- 1-ttyr- Schluß- Schluß- Wechsel auf Holland....... Deutschland .... Wien...... Prag........ Paris........ London....... Italien....... Brüste!....... Budapest...... Neuyork. ...... Agram ....... Warschau...... -d)rif Prozent. Frankfurt a. M., 1. Februar, Derliuer Devisemnartt. ^Uch'e Mt MAN tdh|ea83 Deutscher Reichstag. 164. Sitzung, mittags 1 Uhr. Berlin, 31. Han Rach- Erledigung mehrerer k einer 211 fragen ( wird die allgemeine Au.spräche über den Reichs- haushallspiaa für 1922 fort e etzt. > Aba. Dietrich (Dem.,: 'Das Bestreben d s Finanzmiwi ers. iL> Verwaltung zu vere.niacheii. findet unsere Zustimnzung. Wir hoffen, daß dre . innere Anleihe so gestattet wird, daß sie eine , gute Ausnahme findet. Es tanDclt sich hier um eine auß^pvlillschc Angelegenheit, denn die Re- parattonslasten werden wir r.L~mal3 tragen ton3 nm, solange wir eine Pass ve Ha. vel.bilanz ha hm. Lste Betriebsverivaltun^en muß ei auch mit einem kleine en 'Beamt: nab parat a.b.it-n tonnen Besonders den ob:ren Deam en müße klar -oemacht acrden. daß sie öenten und nicht bloß Licnst/'eit absitzen sollen. Beim Reichs» miviste.ium für Landwirtschaft ist der ‘Beamten» abbarai viel zu groß. Das Reichsschahmmisterium mit seinem gettaUigen Personalbestand ist erst ochr übevslüfsig. Sechs Zeh.'ttei ker un erftühten (Srtee b. losen Deut ch.ands befinden sich in ‘Berlin Hier sollte l ie Regie ung einmal nach tem Nutzten sehen. De Orb ung der 'Berliner Be hältnisse ist rbehaupt Vo aulse ung f r dre Ge- funi;ung Deut cha ds. Der fu^ch ba.en Roll ge dec Hvittdrsitzer und Rentner muß ab^eholsen werden. D.e ‘Beamten können kein ©tteilr:^ in 2lnjbrtKt; nehmen, wenn sie nicht auf ihre Becmtenred>te verzichten wollen. Die Notlage Der Presse sollte der Elle.bahnveraaltung ten Ge- hinten nabeleyen, ob nicht das ^eitungspapier tn einer ntrdllger-en Tari^k.asse befördert werden tarnt Bon den wahnwitzige, Putschadslchtcn ist man jetzt wohl rechts und llnts abgefommen. Wir muffen uns im Innern verstehe.: lernen, damit wir auch nach außen die notwendige einheitliche Linie bilden tonnen. D.e Mart muß sta- bllistert werden. Das tüchtige deutsche Voll wird schließlich auch die jetzige trübe Zeit überwinden. CBeif-Il bei den 5knutrat:n.) Wg. Srfing (Zentr.): Wir müssen ernstlich sparen Die Vereinfachung der Verwaltung ist nottoenbig- Die langsame Wwicklung der auf- gebobenen Kriegsgesellschaften sollte tatkräftig ßcschleun'cgt werden. Die Steuermöglichketten müssen endlich tlar zwischen Reich, Ländern und Gemeinden geteilt werden. Die Gemeinden müssen sich nach der Decke strecken, besonders auch in der Beamtendesoldung. Die Beamten sind im Unrecht mit der Behauptung, daß die Angestellten und Arbeiter der Privatinduftrie besser gestellt sind als sie. Dem Ultimatum der Reichs- gewerkschaft der Eisenbahner gegenüber sagen wir: Regierung bleibe Hartl (Unruhe bei den Äommuniflen.) Dieses Ultimatum richtet sich doch clgentlM) gegen das deutsche Doll. Das (Beamten» recht ist mit dem Streikrecht unvereinbar. Die Leitung dieser Aeichsgewerkschaft arbeitet seit langem planmäßig aus den Streit hin und erläßt für die Streikdurchführung Bestimmungen, so rigoros und volksfeindlich, wie sie niemals eine christliche oder sozialistische Gewerkschaft erlassen bat Die Mitgli^r werden hoffentlich eüzfeben, in wie verbrecherischer Weise ihr Vorstand sie am Narrenseil führt 3n den letzten Monaten sind 30 bis 35 Milliarden Mark für Beamten-Gchallserhöhungen ausgegeben worden. Und da wagt es die Streikleitung der Reichs- qewerkfchast, tn ihrem Flugblatt zu behaupten, DaS Deutsche Reich habe gar nichts für seine Beamten getan. (Hört, hört!) Die gewaltigen AeparationSforderungen der Entente sind unmöglich zu erfüllen. Wir müssen aber immer iDtcber auf die riesigen Leistungen Hinweisen, ui bi? sich unser Grfüllungswillen umgeseht hat Die Dertoüstungen in Nordsrankreich hätten zum großen Teil gutgemacht werden können mit den Summen, die der Militarismus der Drsahungs- armee tm Rheinland uns entzieht (Beifall im Zentrum.) Abg. Henke (U.) nimmt die Reichsgewerk- schäft her Eisenbahner gegen den Vorredner in Schutz. Die mtt großer Reklame angekündigte Hilfsaktion der Lmdwtrtschaft werde mtt der Androhung eines Lteferstreiks begonnen und die Httfsaktton der Industrie habe sich als Schwindel erwiesen. Die Kaiserjacht sei für 2 Millionen verschleudert worden, während 100 Millionen dafür zu haben waren. Das fei eine treffliche Illustration zu dem Gerede von der Sparsam- üctt Der Redner polemisiert sodann gegen Scheidemann, der ihm als Schönredner nicht imponieren tonne. Durch die Aufstellung Noskes wlS Retchstagskandidat habe die Sozialdenw- fratic ihren antirepublikanifchen Charakter be= wiesen. In Lübben habe die Reichswehr drei Lage lang Kaisersgeburtstag gefeiert, und sei unter Führung eines besoffenen Offiziers mtt schwar^-weih-roten Fahnen durch die Straßen marfd&terl (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Das „diplomatische Ringen" zwischen England und Frankreich. Paris, 31. Ian. (WTB.) »Oeuvre" bc» trachtet die Vertagung der Ortentkon- f e r e n z und den geftrlgen Deschluh der Reparattonskvmmissivn, den alliierten Regierungen die Verantwortung für die Entscheidung der Repärationsfrage zu überlassen, als ein Symptom für das diplomatische Ringen, das zwischen der englischen Regierung und der Regierung Doin- ca r 6 d entstanden sei. Alle 2luskün,te, die das Blatt aus London erhalte, bewiesen, daß Ll^yd George und Lord Curzon einig darüber seien, eine groheOffensivegegeN4Frankreich zu eröffnen. Das Blatt behauptet auch, daß die schlechte Laune der englischen Alliierten gestern in der 2teparationskvmmission durch einen auffallenden Widerstand Sir John ‘BradburyS zutage getreten sei. Man muh dem Blatt die Verantwortung für diese Mtttcllung überlassen. Paris, 31. Ian. (WTB.) Der „Malin" weist darauf hin, daß sich nach einer Nachricht bie englische Regierung mtt einer neuen Lösung der R e Pa r a t i 0 n s f r a g e be- scbäftige und daß sich hierdurch Fvanteclch und England zu Opfer verpflichten würden, die aber ausgeglichen werden sollten durch eine Lösung der Frage der alliierten 0(halben, an bet sich Amerika beteiligen trarbe. D e französische Regierung soll nach Ansicht dieses Blattes Der Uehcrtoeifung an den Repar; tivnsaus ch uy zustimmen, doch sei es zweifelhaft, ob bie alliierten Regierungen bie gleiche Ansicht verträten. gjotneare will reden. Paris, 31. Ian. (WTB) Ministerpräfr- dent Poincarö wird am Freitag vor dem S e' natsaassch.uh für auswärtige Angelegenheiten erscheinen, um sich über feine auswärtige Politik auszusprechen. Die Wahlen in Portugal. Lissabon, 31. Ian. (HavaS.) Dte Wahlen Huben mit einem Sieg der verschiedenen Gruppen der republikanischen Partei geendet. Die Monarchisten fmb überall in der Minderheit geblieben. Gehaltswunsche der höheren Beamten. Osnabrück, 31. Ian. (WTB.) Sestern traten hier die Vertreter der höheren Beamten von Nord - und Westdeutsch' land zusammen, um za der sett Oktober im 50 Prozent gestiegenen Teuerung und der durch die Gehaltsbewegung der Eisenbahner ge'chaifcneri Lage Stellung zu nehmen. Eine Neuordnung der Besoldung auf Grmblnge des E^l'tenz- minimums wurde für bringend nottoe.adig erklärt. An den 23. Ausschuß des Reichstags to-irbe Draht- sich die 2lufforderung gerichtet, die A batten zu: Einführung einer gleitenden Setza tsjkala zu beschleunigen, um der Forderung auf automatische Anpassung Der Gehälter an bie fintenbe Kaufkraft bes Geldes anverzügllch entsprechen zu können. Züricher Devisemnartt. |(9ui trönllenefli-brnudiie Radiatoren f.$9armronfietbAft.ktftui (Kfudjt. 2 ciicrnt Türen inf Wflrtniu.lt pt.nn.' KMMi II illon. alt, fll$ SlboFii» tinb abMtfitben. Sät Slim. 11. Oli/f)/a.0. ß.ilni Terrier wM mit Ickwamn teu, cntlauicu. Wiede)' btinner LelobmM . g-hifffttbcrflcr-iven 1^ WeMörnkMvstldiM» »en uiütti tiei w ter äni-Geb. aduib°u° stlciu-t'indcn.MebM gir.ftlncfleiiub.b.M mdj6Ubrnbenb^_jn« Q Vere/^C J MMscher WIchirveick öiehen. t. Deranstalümg drS Winterhalbjahrs ^"Mf.Nbrvünk'U Otto oH TOirtfctiaftu.StaJt «nwiwf ten Butzbach. 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