Ur. 255 Der tiejentr »«zelAer erscheint äglich, auyer Sonn» uub Feierlaos. monafliditSeragsprffe: Mk 6.50 «nschl. Träger» lohn, durch die Dost Md. 65es Artikels 98 des Versailler Vertrages eine Vertragsverletzung — welcher Art auch innner — auSmacht. Sie betrachten infolgedessen den Pro- test der deutschen Regier ung alS grundlos, null und nichtig. Sie wollen ie an sie durch Eure Srzellenz gerichtete Mitteilung mir insoweit zur Kenntnis nehmen, als die Erklärung ohne Bedingung und Vorbehalt von der deutschen Reg erung gemach' ist und als diele sich allen Vorschriften der Entscheidung vom 20. Oktober mit den sich daraus ergebenden Folgerungen, zu denen der Friedens- Vertrag Deutschland verpstichtet, untervrdnet gez.: Briand. Die Ausschüsse für Oberschlesien. Berlin, 29. Oft. Rach der Entscheidung der Bvtschafterkonferenz über 0 b e r s ch l e - sien müssen insgesamt vier Kommissionen gebildet werden, erstens eine Kommission für die Verhandlungen über die WirtschaftS» bestimmunqen und den Minderheitsvertrag. Die deutschen Bevollmächtigten sind Reichs- Minister a. D. Schiffer und Staatssefretär a. D. L e w a l d. Die ^Interkommissare werden voraussichtlich heute ernannt werden. Zweitens eine gemischte Kommission für Oberschlesien, bestehend aus zwei deutschen und zwei polnischen Bürgern und einem neutralen Präsidenten. der vom BöllerbundSre' bestimmt wird. Drittens ein Schiedsgericht, wofür ein deutscher Schiedsrichter bestimmt werden muh. Bienens eine Grenzfestsetzungskommission für Oberschlesien. AlS Kommissar bleib! Herr von Treu Her. der bisher bei der Grenzfest- setzung zwischen Deutschland und Polen tätig war. Der Poftanweisungsverkchr zwischen Frankreich und Deutschland. PariS, 29. Ott. (WTB.) 216 1. llkovem- ber wird der Postanweisungsverkehr zwischen Frankreich undDeutsch- land wiederherge stellt. Postnachnahmesendungen sind von diesem Tage ab auch wieder zugelassen. Der Höchstzahlungsbetrag für diese Sendungen ist auf 1000 Franks festgesetzt. Lloyd (vcorge entschuldigt die farbigen Truppen. Paris, 30. Oft. (Wolff.) HavaS meldet aus London: Der englische Abgeordnete WeekS hatte nach seiner Rückkehr aus Deutschland an Lloyd George einen Brief gerichtet betreffs der Verwendung farbiger Truppen durch die Franzosen in den von ihnen besetzten Gebieten Deutschlands. Lloyd George lieh darauf am 27. Oktober durch den Staatssekretär des Auswärtigen, Hamsworth, antworten, daß die gegen die farbigen französischen Truppen vorgebrachten Beschuldigungen im allgemeinen stark übertrieben gewesen seien. Für 133 Anklagen in einem Zeitraum von zwei Jahren seien nur Beweise in 30 Fällen geliefert worden. Von 30 Schuldigen seien 13 verurteilt, zwei freigesprochen, sieben disziplinarisch bestraft und bei acht anderen das Verfahren eingestellt worden. Diele Anklagen hätten auf freier Erfindung beruht und andere gründeten sich auf leichtfertige Erklärungen. Die deutsche Regierung könne weitere Anklagen in Koblenz erheben und in diesem Falle werde die Oberkommission sofort eine Antersuchung einleiten. ES scheint übrigens — so heißt eS nach Hadas weiter —, als sei eS nicht richtig, die von den Franzosen verwendeten farbigen Truppen als Schwarze zu bezeichnen, da sich unter den farbigen Soldaten M a l a h e n und Marokkaner befanden. Die englischen Offiziere, die man im allgemeinen nicht als An- Hänger einer Politik bezeichnen tonne, die darin bestehe, farbige Truppen bei den deutschen Einwohnern unterzubringen, seien im allgemeinen der Ansicht, dah diese farbigen Soldaten nicht mehr Ausschreitungen begangen als andere Soldaten, die deutschen Soldaten selbst in den Garnisonstädten vor dem Krieg nicht ausgenommen. Der Brief schlieht fvlgen- dermahen: „Wie Sie sich selbst überzeugen können, hat die britische Regierung sorgfältig die Tatsachen nachgeprüft und Sie werden mit mir darin übereinstimmen, dah kein Grund v o r l i e g t. irgendwelche Vorstellungen bei der französischen Regierung wegen der Verwendung farbiger Truppen im besetzten Gebiet zu erbeben." Marschall Rorfr an das amerikanische Volk. Paris, 29. Oft. (Wolff.) Rach einer Meldung aus Washington hat Marschall Foch sofort nach seiner Ankunft in Reuyork eine Botschaft an das amerikanische Volk gerichtet, in der er seine grohe Befriedigung zum Ausdruck bringt, aufs neue den amerikanischen Waffenbrüdern zu begegnen, die jetzt der Friedensarbeit mit denselben Eigenschaften, die während des Krieges ihre Stärke und ihren Ruf ausgemacht häten, ergeben seien. Aus dem Reiche. Die Kreditbeschaffung der Industrie. Berlin, 29. Oh. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" hört, berief der Reichs- verband der deutschen Zndustrie seine nächste Mitgliederversammlung auf den 5. Rovember ein. Dieser Sitzung wird eine besondere Bedeutung beiqemessen. well über die vielerörterte Frage der Kreditbeschaffung endgültig Beschluß gefaßt werden soll. Der Reichswirtschnftsrat gegen die PreiS- tre'bsrei. Berlin, 29. Ott. (Wolff.) Die Gruppe 7 des vorläufigen Reichswirt- schaftSrateS (Derbraucherschaft) brachte folgende Entschliehung ein: „Der ReichSwirt- schaftSrat lenkt die Aufmerksamkeit der Regierung nachdrücklichst auf die sprunghafte Steigerung der Preise für alle Gegenstände deS täglichen Lebensbedarfes", sowie auf die daraus hervorgehende unerträgliche Rotlage der gesamten Bevölkerung und ersucht die RcichSrecirrung. schleunigst alle Mahnahmen zu ergreifen, um dieser Entwicklung, insbesondere den lediglich auS gewinnsüchtigen Absichten entsprungenen Preistreibereien und zunehmenden Derkäufen an das Ausland entgegenzutreten." Aus dem besetzten (Bebte4 Koblenz, "29.Oft. (Wolff.) Enrgegen anders lautenden Prestenachrichten wird von zuständiger Selle mitgetsilt, daß in allen Teilen des besetzten Gebietes sowie in Essen, der bayerischen Pfalz, Birkenfeld, Brückenkopf Kehl einheitliche Bestimmungen zur Derhütung deS infolge des Markkurses einfeyenden Ausverkaufs erlassen wurden. Die Bestimmungen in allen Teilen des besetzten Gebietes halten sich inhalllich an die Verordnung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz und wurden von der interalliierten Rheinlandkommission genehmigt. Der Parteitag der Deutschnationalen (Hessischen) Volkspartei. 2lm Sonntag nahm der Parteitag um 11 llhr wieder seine "Beratungen auf und empfing den Bericht des 21 bg. Prof. D. Dr. Diehl- Friedberg über die Tätigkeit der Fraktion im Hessischen Landtage während des vergangenen Jahres und die Aufgaben des lov.- menden Landtages. Mit großer Feinheit, öfter durchsetzt mit köstlichem Humor, zeichnete er das Bild des vergangenen Landtages an Hand der beiden groben .Sensationen" Abgang Fulda and Strecker. Fulda matzte gehen, weil er nicht in ungesetzlicher Weise die Verwaltang demokratisieren wollte. Als Historiker, der D.ehl ist, wies er nach, welch grohe Gefahr es bedeutet, day der Kampf gegen daS historisch gewordene Recht noch nicht zu Ende ist, datz man Vorsicht wallen lassen muh. Kindlichster Dilettantismus herrsch:, der in den einfachsten Fragen nicht mitlommt. Wenn ein Minister nicht weih, was eine Patro- natspräsentation ist, wie es bei Fall war. so ist man sprachlos. Strecker stürzte über seine eigenen Ideen und am gesunden Sinn des Volkes Dazu, welche Heuchelei, wenn er sich als Mann der Freiheit brüstet und gleichzeitig den Auö- spruch gegen die Oberlehrer tut, man müsse ihnen zwei Monate den Gehalt sperren, um sie kirre zu machen. Er war 2lutokrat vom reinsten Wasser. Wenn die Partei auch klein war, so gelang cs ihr doch, durch sachliche positive Mitarbeit in den Ausschüssen, wo ja die Parlamentsarbeit geleistet wird, mahgebenben Einfluh zu gewinnen. 2lufgabe für die Zukunft wird sein die Entsendung von Persönlichkeilen in die Kammer, die vom Leben etwas verstehen und mitarbeiten können. Dah wir dazu in der Lage sind, zeigt unsere Kandidatenliste. Reichstags- u:id Landtagsabg. Dorsch grl^te in packenden Worten, wie es im Reichstag hinter den Kulissen ausfieht, wie auch hier blutigster Dilettantismus und Parteiegoismus herrschen, welche die großen Ziele für das Vaterland vergessen lassen. Die Krönung erfuhr der Parteitag durch die Rede des Vorsitzenden der Deutschnationalen Partei, des Staatsministers a. D. Erz. Hergt Der Cinhornsaal erwies sich als zu klein, um die Massen zu bergen, Scharen mußten, ohne Einlah erhalten zu können, weil eS unmöglich war, in den Saal zu gelangen, umkehren. Rach herzlichen Begrühungsworten durch den Landes» Vorsitzenden Dr. K l i n g s p o r - Offenbach begann Exz. Hergt, stürmisch begrübt von den Mengen: Es ist ein eigenartiger Zufall, dah in den letzten entscheidenden Wochen drei Landeswahlen stattfinden. Berlin, Baden und Hessen. Wie Berlin es bereits getan hat. werden auch Baden und Hessen zeigen, wie das Voll denkt, was es vom Kabinett Wirth gehalten hat und hält. Sie wisien am Besten, was Ihnen in Hessen nottut. 3ch will daher nicht von den lokalen Zu- lammcnyängen sprechen, sondern von den groben Fragen. Die Antwort geben auf Gens und Berlin, wohin aller 2Iuqcn gerichtet sind. Wir rufen hinein ins Land: Kommt zu uns, tretet herein, wir wollen euch den rechten Weg zeigen. Es war ein schwarzer Tag. der 26. Oktober. Richt nur schwarz wegen Oberschlesien, schwarz, weil man nicht die richtige Stellungnahme dazu nahm. Reichstatspräsidmt Lobe sagte 'ehr richtig zu Anfang der Sitzung: „Gewalt steht gegen uns Aster niemals kann Gewalt Recht schaffen!" Die Regierung hat im Reichstag versagt. Rathe- nau bat vorgestern in Frankfurt den Vergleich mit 1871 gezogen. Die richtige Konsequenz zog er aber nicht. Wie war es damals: Die Rationale Regierung legte der Rationalversammlung in Bvrrleauze den Friedensv^rtrag von Frankfurt vor. Es war kein Vertrag nach Art des jetzigen. Elsah-Lothringen war deutsches Land feil jeher, uns durch Raub und Gewalt von Ludwig XIV. in Zeiten deutscher Ohnmacht und Unetnigfeil entrissen. Die Versammlung konnte daher nur an- nehmen. Wer. die Deputierten aus Elsaß und Lothringen legten feierlichen Protest gegen die Abtrennung ein. So erwuchs die Revancheidee, die das ganze französische Volk, Kultur, Leben, Schule und Famllie durchtränkte. Wer sie nicht mitmachte, dem ging es schlecht. Wenn sie auch manchmal uneinig waren, immer einigten sie sich im Hast gegen Deutschland, scharten sich um die verhüllte Statue von Elsah und Lothringen, ünb was ir-a- der Erfolg? Die ganze uns jetzt feindliche Welt nahm die 3 b ee auf. sie focht unter ihr. ilnb wie war es bei uns am 26 Oktober? 3n tiefer Trauer müssen wir den Unterschied (eben. Es fehlte uns die nationale Einheit die nationale Erziehung. Dabei ist dieser sch.amlo'e Raub en eflaanter B uch des Versailler Vertrages. Richt, wie die Gegner geteilt haben, sondern, dah sie überhaupt geteilt haben ist der Bruch. Man hatte den 25erbleib Oberschlefiens abhängig gemacht von der Mst immung in der Hoffnung, dah für Polen gestimmt würde. 211# das wider ihr Erwarten nicht geschah, setzten sie sich über ihr gegebenes Wort im Vertrage hinweg und teilten. Untere Stellung war daher gegeben: Ab- Icbnung des Diktates und keine Entsendung einer Kommission. cu3 ke notw.md g Wei e d e Annahme gefolgert werden must, ^tau d.ssen uutb eine Kommission unter dem Demokraten Schisser entsendet, die jeder 3rredent.npolitll den Boden entzogen hat Wir muhten eine kräftige Zrredent r>.Politik treiben, vucdclter als Frankreich, das muhte zu unserer (Sinigung führen. Statt dessen eine Regierungserklärung, die nicht im entfemteflen das sagte, wo- man erwarten muhte. Es muhte vielm.hr eine kraftvolle Protestkundgebung des ganzen Boik.S, der übertoiegenben Mehrheit deS Reichstags fia.Tinten. 3n engster Zusammenarbeit mit Deutsche r Volkspartei. Zentrum und Demokraten hatten wir einen Entwurf ausgearbeitet. Dir hatten jegliche Rücksichtnahme auf unfen Partei fallen lassen. Sie nxir so gehalten, dah die Mehrheitssozialdemokratie ihr zustimmen konnte und zustimmte Sie werden sie in den Zeitungen gelesen haben. Dir verzichteten sogar darauf, sie von unS aus einzubringen, wollten nicht als "Partei auftreten. Zentrum und M. S. P. sollten sie einbringen und beide waren bereit. 3 n letzter Stunde vereitelte Wirth ihre Vorlage unter Androhung deS Kabinett rücktrittes, mit der Begründung, die Resolution sei für das Kabinett unannehmbar. Daran scheiterte die einmütige Kundgebung Dazu kam. dah die Demokratisch? Partei plötzlich und ihrer vorherigen Mitarbeit entgegengesetzt ab- schwenkte So ist eS gekommen, dah uns die Grundlage für die 3rredentapolitik entzogen wurde. Doch nicht rasten und nicht rosten, bis unser Ziel err.'icht. bis ein Einsehen bei unseren Fein- den erreicht und Oberschlesien wieder deutsch ist Wir müssen gegen den Reichskanzler sein, wenn er nicht mit unS ist. Breitscheid von der ll. S. P. hat die jetzige Regierung die Regierung der Persönlichkeiten genannt. Rur Köster und Radbruch sind neu. Sonst bekannte „Persönlichkeiten". Radbruch, der juristische Beirat der M. S. P., ist bekannt durch seine heftigen Angriffe gegen die deutsche Richterschaft. Rathenau war voryer die Persönlichkeit. Er ist eben nur auf Ferienurlaub und wird wiederkommen. Wer weiß, inwieweit daS Wiesbadener Abkommen dadurch auf daS Schicksal Oberschlesiens eingewirkt hat, dah wir England gegen uns bekamen. Die alte Regierung war belastet durch ihre Vergangenheit. 3hr Sündenregister ist groh Mit wenigen Worten: Die Frage der Handelsflagge, das Ultimatum. Glauben Sie nicht, dah die SarH- tionen aufgehoben sind Die militärischen bestehen ncch, die wirtschaftlichen durch die Einsetzung einer Kontrollkommission für Ein- und Ausfuhr ins besetzte Gebiet ebenfalls noch. Oberschlesien. Die Ersüllungspolitik. Eine Milliarde Gold haben wir gezahlt. Die am 15. 11 fällige Goldmilliarde ist gesichert. Am 15.1. ist eine halbe Milliarde fällig. Wie wir sie leisten sollen, ist sraglich Die Valuta wird noch mehr sinken. Gold können wir nicht ausführen, ohne den Lebensnerv der Reichsbank zu treffen. Sachleistungen nehmen Frankreich und England nicht mehr an. Sie sind mit deutschen Waren mehr als gesättigt. Devisenauskauf? Be^thlen mit Papiergeld? Sie wird dann gar nichts mehr wert sein. Am 15. Mai sind 400 000 Goldmark zu zahlen, was uns nach Ansicht ausländischer Kenner Deutschlands, z. D. KehneS unmöglich sein wird. Dabei sehen wir in den Koalition-Parteien nicht vaterländische Politll, sondern reine Parteipolitik. Es ist ein Hohn, wenn Rathenau in Frank- iurt Wirch mit Bismarck vergleich'.. Rückzug über Rückzug von feiten des Kabinetts. Blamagen über Blamagen. Die Berliner Wahl ist die Quittung. Bayern ist auf das schwerste gekränkt. Die Reichseinheit war aufs schwerste gefährdet. Man setzte Himmel und Hölle und das Wolffsche Bureau v* Bewegung um am ande-n Tage die Worte, die man am vorherigen als Parteimann gesprochen, ua.jer zu giutie.t Don öenen u,geLW«en löstet tDuiDtn. ormatiDii 2i-: hweren Ri> Herren sW» ifterung an, iL das DefvrW« ür die ZMfr. Pfe. die über ■nnten den Sie. 1 aufljdten. ipideriammiMH Jvhanneslüik g. - Asllck« schllchlich Ito - Wtspiü. n:„$ei Spiel» t)tateti‘3ni SerSchwars' 6,«ne geht, i: Iten Hause hie Kiehcner kiad!' ersten Dühncu, )er zu früh Der- rt hat. > Zeit auf oct- wieder aufgc- ndeSiheater w 1 in Mannheim, Mich Mm ) hier etntreten, > Besetzung er« i sind beschäftigt er und Rammet )lch Döring und führt Süetot lourert »ppa* 3ntaJ en 5. «J*5 Ms Einhorns ine tri« man em n d$« rech« jn L; Die aus w , Auidum in den je in die Lech«' L“ Dicht durch sondern durch Erst das Mott 'n betrug? (fae Diäten, W KL befremd« y untoidecheM Lausch m ht b«srele"^ td Kfflit£ :mÄt* Sffis äiatili» 6"Sp«** -’fe SiSyS * ’ß** invK°^ ichtungel Lv«we-Bakkaden-Abend des Stemmer- fanget« ®mft 2t; t b c r ftattfinbet Die DvrrragS- folge Dertünbet bit besten Lor weichen Ä»mpofi- tionen. Rieder, welcher z. Z. alS der beste deutsche Lvewe-Intcrpret güt, bürgt für einen erro^m Äunflgenu') Dir .2Ea-burgcr ctg." schreibt über Tiieber: .Seilern burften wir zwei Feierstunden »erleben, JCammedänger Rieder erlang sich schon mit dem ersten Lied die -erzen aller Zuhörer. Das an diesem Abend geboten wurde, war ein Kunstgenuß. welcher so lc'.chr nicht wiederkehtt." Die .Kranffurter Zeitung" schreibt: Gestern machte man uns mit einem gan, hervorragenden Sänger, Ornfl Rieder, bekannt. Die Leiltengeu waren geradezu klassisch vollendet Kammersänger Rte- der Hal sich in Anbetracht der grohen Rot, welche bet den Opfern von Oppau herrscht bereit ec klärt, bonorarfrei zu singen, um mit behtisltch zu lein, das) den Unglücklichen von Oppau, welche ibree «mähret und fyib und Gut verloren haben, geholfen werden kann. Möge der finanzielle «rsolg ein guter werden, damit ein an- sehnlicher Betrag an den HilfSauLfchuh überwiesen werden kann." Mrei» Schotten. — Oberseemen, 29. Oft. Für unseren Ort soll die Feldbereinigung durchge- führt werden. Gin von einer Abordnung im Ramen fast aller 'Beteiligten beim LandeS- ernährungSamt eingelegter Protest blieb erfolglos. Kreis Fricdbcrq. R Friedberg. 29. Oft. In der gestrigen tverordnetensitzung wurde vom FriedhossauSschuise der Plan für die Reuanlage deS allen Friedhofes vorgelegt' vor einer be- fllmmfen Entscheidung soll erst noch der 25au- ausfchub gehört werden. — Beigeordneter Winde ck e r berichtet über die geplante Erhöhung der Dachtverträge auf Grund der PachtschuNordnung für die auswärtigen Pächter und schlägt vor, btefe von dem Pachteinigungsamt für das Jahr 1920 21 feftfehen zu [affen. Rach längerer Aussprache wird beschlossen, erst mit den betreffenden Pächtern mündlich zu verhandeln und erst, wenn dies ergebnislos fein würde, das PachteinigungS- aml anzurufen — Dem Rentnerbund wird für feine Versammlungen ein städtischer Saal überlassen. — Der Voranschlag der Augustinerschule wird horgclegt; der städtische Zufchus) ist auf 400 000 Mark gestiegen. — Den an der Fortbildungsschule tätigen Lehrern wird eine Vergütung von 10 Mk für die Stunde bewilligt. — Eine De- schw-rde^chnft des MielerpereinS g^gen die Erhöhung der Mietpreise wird zur Kenntnis gebracht' der Vorsitzende deS Mieteinigungsamtes, Rechtsanwalt 3 ö d e I, erklärt in einem Schreiben sein Einverständnis mit dem Deschlusse der Stadtverordnetenversammlung, der eine hundertprozentige Erhöhung zulästt unter der Bedingung. das) der Vermieter die Wohnung in ordnungsmäßigem Zustande erhält. — Der Mietvertrag zwischen der Stadt und dem Staate wegen der Diensträume des Landamtmanns wird genehmigt. — Dem Wetterauer ©e- flügelzuchtverein werden 100 Mk. zur Anschaffung eines Ehrenpreises bei seiner Ausstellung bete illigt. dem Stenographenverein (Sabelsberger 160 Mk Beitrag zu seinen Deleuchtungskosten. — Der Staat beabsichtigt die Herstellung von weiteren sieben Deamtenwohnungen, wozu die Stadt einen Beitrag von 132 000 Mk. bewilligt. 03 u t) 5 a cf). 30. Oft. Eine Personen- und Dost-Auto-Verbindung wird demnächst von hier nach Wetzlar eröffnet werden. Hcffcn-Nafiau. fpd. Frankfurt euifcben Kampf- fpielen,bie im nächsten Jahre erstmalig von statten gehen, den Erfolg zu sichern. Staatssekrelär Su Lewald wies in markanten 'Dorten auf die Bo- beutung hin, die diese Spiele für unS haben. Sie sind die Grundlage für die Schaffung eines kräftigen, gesunden Michwuchses, Den unser Boll bitter nötig hat. Bei vollem Verständnis auf allen Seiten wird eS dann nicht schwer fallen, das deutsche Doll wieder auf das frühere kraftvolle Q2lab zurückzubringen. Geheimrat Roll-, der Vorsitzende des KampsfpillauSsä^isses, napni dann Veranlassung, sich über die künstlerischen Darbietungen während der Spiele auszubveiten. Von dem Grundgedanken ausgehend, daß die Spiele der körperlichen und geistigen Kräfte eine einzige Einheit bilden, soll dieS oei den Kampfspielen, die daS Höchste in diesem Sinne darst eilen, zum Ausdruck kommen. Die Kampfspielwochen werden also nicht nur im Zeichen deS Sports, sondern auch der künstlerischen Darbietungen stehen. AuS den Ausführungen deS SlaatSministers Dominicas ging hervor, daß die Behörden aller Länder sich der Bedeutung der Leibesübungen voll beton fei leien, und daß alles mir Mögliche geschehen würde, um die Kampfspiele zu unterstützen. Diese nehmen mit der Wintersporlwvche vom 21. biS 29. Januar tn Garmisch-Partenki rchen ihren Anfang. Während der Sommermonate Juni und Juli kommen dann die übrigen Sportarten sowie bi» Turner zu Wort. (Einqefanbt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)- Gießen. 30. Oft. 1921. Endlich, endlich ist das Bild des Groß» Herzogs auS der Aula der Universität entfernt worden! WaS soll unS heute noch das Bild eineß Mannes In glänzender Uniform, das uns doch nur an vergangene Zellen erinnern könnte! WaS foll uns das Bild deS feinsinnigen ManneS, der seine Hauptaufgabe in der Förderung von Kunst und Wissenfchaft sah? —« Der Freiheit eine Gaffe! Weg mit den Erinnerungen an unseres Vaterlandes Dnötze! Der Fvrt- schrttt marschiert! — Selbst der Flügel war verstimmt über den leeren Platz, der nur der Maurer Kunst bewundern ließ. Vielleicht wäre es am einfachsten und finnentsprechendsten, man schlüge die Wand durch, und ließe frei die freie Luft unserer Zeit hereinströmen —I P. ®. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Montag, 31. Oft., nachm. 5 u. abdS. 8 Uhr? Gelegenh. z. hl. Beichte. — Dienstag, 1. Rov. Fest Allerheiligen. Dvrm. S .: Gl ger.h, zur bl Deichte. 1; Hl. Messe. 8: Austlg. d. bl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11 Hl. Messe m. Pr. Rachm. 3; Rosenkianzandacht mit Segen; darauf Predigt u. Andacht f. d. Abgestorbenen. 5 und 8 Uhr; Deichtgelegenhell. Mittwoch. 2 Rov. Allerseelentag. Vormitt. 6 älhr: Gelegenh z. hl. Beich'.e. 6—8; Hl. Messen. 8: öeelertamt f. alle Verstorbenen dc» Pfarrei. Rachm. 6V,: Rvsenkran^andacht mit Segen. — Freitag 1 Uhr ist SegenSmcffe. Kathvl. Gottesdienst. 1. Rov. Aller» heiligen. Hungen, vvrm. 8 Uhr. — L i ch, t>orm. 10, nachm 2 Ühr. — 2. Rov Allerseelen. Hungen, vorm. 8 Uhr. Seelenamt. — L ich, vorm. 10 Ühr. Seelenamt. Hamburger ■»FisclMdliing ftflülMe 10. lei. 1612 empfiehlt diele Docke täplirh irische Seefische. tluhcTbcm Dienstag Karpfen, Mittwoch griineHeringe. NB. Gut erd. Zeitungen werden onnefaufr. „Ttetnf ffrau mai über 60 Bahr« m. einer bJfoll Brandplatz, gegen- $ über d. alten Schloß. B Kiavierstimmen und Reparaturen. W. Schlüter, Klaviermacher. ei 4*s 11 feehottotrafio 16, Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. November d& Js., nachmittags 2 Uhr. statt 11540D l Telephon ‘2166 Seltersweg 81 Ab heute b. einNchl. Donnerstag das grandioseste Fi Im werk der Gegenwart W Spicl von Liebe, Lust und Leid. Tn der Hauptrolle: A Die schönste Fran " Europa* uaec Lucie Daraine. Vortührnag 4.13 , 6.30, 8.45 Uhr. :ung*pi an 6ts wurdr De: '26' Sutt 6f)i 11 uf fcü 2ac tidd b 511 Merdal ininöcn mittag Dei 3M e die Zreihei! q Äov< ^nfer njtti ist eine - -üM - fffl .jufunfi Meibeik kett deher heibgett» M 51 Lcichspa Arden u liebt Bericht' die Sag' sM kt., saft neuer Wlntcrtiber- Tleher und verschiedene Bilder wegen Raummangel billig abzugeben ui*? Bieunarckstr. 26 I. 20—25 Zentner Roggenftroh taeptat flott in Stenographie n. Schreibmaschine zum sofortigen Eintritt gesucht. Schrift!. Bewerbungen ü. 11542D a. b. («ich. ?lnz. Tüchtiger, flotter Zchristsetzer per sofort gesucht. 11552 Buchdruckerei Nilschkowski Dietzen. Wer übernimmt bie Be- dienu'.tg einer Zentral- beizuag? Näh. bei Nicolau d, Süd • Anl. 17 A. meöalllongefniiö/n. Abzuhol. iUciu Viubcn, öraulfurk Str. 29L6,UU Mittleres Wahn- ober mit freito. Wohnung u. Vabcn bei größerer Anzahlung sofort zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 014241 an den Gieh. Anz 1 ob. 2 gut möbl. Zimmer m. elektr. 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Juli 1875 zu Beuern, wohnhaft in Giesten, evangelisch, verheiratet, ist schuldig ber Beleidigung im Sinne der 88 185, 186, 200 R.- Str.-G.-B. und wird deshalb in eine im Unein- bringlichkeitSsalle mit 10 Tagen Gefängnis zu uer- büsteude Geldstrafe von einhuubertunbfünfzigMk. und zur Tragung ber Kosten beS BersahrenS verurteilt. Dem Privatkläger wirb baS Recht zugesprochen, benentschei- deiiden Teil beS Urteils binnen zwei Wochen nach Rechtök'aft burch einma* lig S Einrücken im Gie- steuer Anzeiger auf Kosten des Angeklagten bekanntzumachen. _ Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Bollstreckbarkeit deS Urteils bescheinigt. Giesten, bett 25. Oktober 1921 L. S. gez. Keitzer, GerichtSfchreiber deS Amtsgerichts. Für bie Abschrift: Hornberger, Rechtsanwalt. .11497« fZtriinbl. Biolin- und Klavier-Unterricht aesttcht. Sd,r. Angeb. mit Preisangabe unt. 014293 an den Giest Anreiger. fichrcr erteilt Nachb'lfe in Deutsch, Französisch und Mathematik. 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Oktober 1921, Amtsver- künbitzungsblatt Rr. 153 vom 28. X. 21, wirb hiermit hmgewiesen. Gießen, den 24. Oktober 1921. U532B Der Oberbürgermeister. 3.03.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung. Betr.: Gewährung laufender Teuerungszuschüsse an KriegsbeschSdigte unb Kriegshinterbliebene Die Auszahlung ber durch Erlaß des R.chs» arbeitsminiftets vorn 24. 9. 21 bewilligten Teuerungs- Zuschüsse für Kriegsbeschädigte, bie 50 Prozent Rente unb mehr beziehen unb in ber Stabt Gießen ihren Wohnsitz haben, finbet bei ber unterzeichneten Stelle wie folgt statt: Buchstabe A — F Donnerstag, 3. Roo., vorm. 8-12 Uhr „ G-K „ 3. „ nachm.2-6 „ „ L-S Freitag 4. „ vorm. 8-12 „ „ Sch-Z „ 4. „ nachm.2-6 „ Die Auszahlung ber Teuerungszuschüsse wirb von ber Vorlage bes Rentenbescheibes ober Rentenbuches, ber Stammkarten-Rummer unb bei Verheirateten bes Familienstammbuches ober ber Ge- burtsurhunben ber Kinber abhängig gemacht. Die Auszahlung ber Teuerungszuschüffe an Kriegshinterbliebene, die erwerbsunfähig sind unb nicht im Erwerbsleben stehen, erfolgt für bie Buchstaben A - F Mittwoch, 2. Roo., vorm. 8-12 Uhr „ Q-K „ 2. „ nachm.2-6 „ „ L-S Donnerstag, 3. „ vorm. 8-12 „ „ Sch-Z „ 3. „ nachm.2-6 „ Sonftige Anträge irgend welcher Art können an ben Auszahlungstagen nicht entgegengenommen werben. Gießen, den 27. Oktober 1921. 115418 Städtische Fürsorgestelle ber Kriegsbeschädigten unb Kriegshinterbliebenen, Afterweg 9. WMlsUW-MM über abgelieferte Einkommensteuer für Ärbeitgeber, bie vorn Markenkleben befreit sind; Halber Bogen — 50 Pf., bei 10 Stück — 45 Pf. (für 49 Arbei nebmer ausreichenb) Ganzer Bogen — so Pf., bei 10 Stück = 70 Pf. (für 117 Arbeilnebmer auöreichenb». Zu beziehen burch Vriihl'slhtUliivttsitstS-Vult!- ii.skiniirmferti Schulstrafre 7. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, die reichen Kranzspenden und besonders für die überaus trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler am Grabe sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: W. Hildebrand. weis zu 4 Mk. 11526v 1153QD Statt Karten. Langen OKTW Wiefeckl Lollar 30. Oktober 1921 Gießen, 30. Oktober 1921 1. i ••••©•eieieeesee» Imio Böteporl Gieta 1813 e.l und akademische Roderabieilung. (Bretel Hof Karl Lspich Verlobte Unsere vollzogene Vermählung zeigen wir hiermit an l.rironakversammlung am Sreltag, 4. Hoo., abends 8V, Uhr im vootshaus. Gießen Forsthaus Hochwart Liefet Arft Otto Hellwig, Amtsrichter Verlobte Heinrich Schmoll und Frau Mathilde geh. Rühl. BüoiI zurPflege von Musik and Literalur Samstag, 5. November 1921, nachmittag« 4 - uadabende tz'/« Uhr, in der Neuen Aula der Cnlversltilf: FürdieOpfervonOppau Samstag, den 5. Nov.,abd*. 8 Uhr, lin Saale des Hotel Einhorn Loewe-Balladen-Abend Kammersänger Rieder aus Franklort a. M. Karten ä 10, 7 und 4 Mark in der Musikalienhandung Ernst Challier, Neuenwee- 9 und an dor Ka«se. Der getarnte Eetnertrag wird lern Relefce- hllli- Äaaechcfl een Oppau flberwieiea. 1. Vortrags-Abend der Vortrags-Vereinigung (Bund - Kaufm. Verein - Ortsgewerbeverein Ivo Puhonnys Künstler-Marionetten-Theater an* Baden-Baden (Märchenspiele. H.-Sachs-Spiele, Dr. Faust, Solo-Marionetten). EintrittskxrleB sind in der Musikalienhandlung Challier. Neuenweg, in teeehränkter Zahl zum Preise von 7, 6 und 5 Mk. zu haben. Billg'iller des Buadee erhalten auf Vorzeiffen der grttneo IBItg!leen mit der Demokratie ist vorläufig ausgeschlossen, solange U< ihre jetzigen Führer hat, solange Geist und Ton von Zeitungen vom Schlage derer in Frank- iiir» und Berlin derselbe bleibt Was die Politik ber deutschen Bolkspartei angeht, so ist ha die Entschiedenheit, die nvttut, zu vermissen. Das Eintreten für uns fehlt. 'Wir hoffen jedoch auf die Partei ber groben Rechten. Dii Bedeutung der hessischen 'Wahlen wird oft stark verkannt. Wir dürfen nicht dulden, hat? in unserem noch geordneten Staatswesen die Ikrtoaltung politisiert wird, daß Parteigeisl an Stelle der Unparteilichkeit tritt Die nächsten Berichte über die Entwicklung ber Partei rn den einzelnen Provinzen erstatteten die Provinzialvorsitzenden, die Herren Lehrer Kling für Oberhessen, Rechtsanwalt Reifel für Starkenburg und Dr. med. R a i f c r für Rheinhessen. Frau Klara K l i n g s p o r - Offenbach berichtete über Arbeit und Ausgaben des Frauen-Aus- schuffes und richtete die Mahnung an die Frauen, herauszutrelen aus dem Heim und der Familie, um für deren Schutz zu wirken. Heber die Ziele und die Tätigkeit des S t u • bcnlen‘ und IugendauSschusses berichtete Herr cand. rer. pol. B o s s i u s. Wie bereits einer der Borredner erhob er dagegen Protest, bah die Studenten ihres Wahlrechts beraubt werden sollen bzw. beraubt worden find, indem sie nicht in die Wählerlisten aufgenommen wurden. 3m würdiger Kommentar zum Kapttl Demokratie. SS entstand eine allgemeine Aussprache, an der sich viele Paneiireunde beteiligten, u. a. Abg. vDrhander. Schriftsteller Süb,Pfarrer Papst. Die Wahl deS Dorstande» ergab mit Stimmeneinbeil die Wiederwahl des um die Partei hochverdienten Dr. K l i n g f p v r zum ersten Dorfitzenden. Desgleichen die Wiederwahl von Prof. Dr. Werner zum zweiten, des Generals von Hahn zum dritten Dorsihenden, der Herren Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg. Pfr. P a p st - - Worms, Pros. Dr. Lenz- (Sieben und Oberpostinfpe-tor Koblhaase-E ie'jen und anderer Herren zu Mitgliedern des engeren Borstandes. Mm 8 Mhr fand im Kath. Vereinshaus im überfüllten Saale eine Versammlung statt Abg. Dr. v. Dryander sprach über »Politik und Weltanf ch a u ung". Wenn sich die Deutsche Volkspartei die Partei des Wiederaufbaus nennt, so sind wir die Partei der »Inneren Erneuerung". Es must aufhören. bah angesichts beS Untergänge» bas Volk tanzt, lacht, spekuliert und lln Bruderkampf sich leibst zerfleischt. Anfängen mub die Erneuerung mit der Schuldfragc. Richt mit der nutzeren, die ist längst erledigt, geklärt. Um so ernster die innere Schuld. Wie war es 1806? Damals prüfte man die inneren Fehler und befTertc und baute auf durch deren Abstellung. Das mutz heute auch geschehen. Richt durch Schlagworte, durch Taten. Keine der alten Parteien ist ohne Schuld, von rechts bis links. Das ganze Dolk ist schuld. Das muh es elnfeben, sonst ist kein Wiederaufstieg möglich. Wir müssen die Volksseele binden, es mub einen Gemeinbesitz geben. Dir brauchen eine Weltanschauung, die alle verbindet, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, Gebildete wie Ungebilbetc, reich und arm, Evangelische und Katholische (lebst. Bravo unix Händeklatschen). Wir müssen neue Formen finden, nachdem Krieg und Revolution die alten zerschlagen. Wir brauchen Volksparteien auf breitester Grundlage, keine Klassenparteien. Unser Volk braucht den festen Kitt grober gemeinsamer Weitauschau - ung en. Dieser Kitt ist der nationale Gedanke, der christliche und der Gedanke der sozialen Versöhnung des Volkes. Was ist national? In erster Linie deutsch sein, dann erst Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Beamter. Parteimann. Wir müssen so deutsch sein, datz der Gegensatz hie evangelisch — hie katholisch verschwindet! iDravo!) Den Geboten der Entente ein »Rein". (Bravo!) Wir wissen, datz jede Regierung von der Entente abhängt. Mit ihr gilt eS einen modus vivendi zu frühen. Das Ausland hat gröbere Achtung vor uns als vor denen, denen die Geschicke eben in die Hand gelegt sind. Die Ententepresse verschweigt das aus Disziplin. Für sie ist Wirthsche Politik mir von Vorteil. Wir Deutschnationale waren und bleiben Monarchisten (Bravo I), weil wir glauben, datz T utschland die überpersönliche, überparteiliche 61 lcttsgewalt der Monarchie braucht. Doch niemand will die Monarchie über Rächt einführen. Sie soll der Schlutzstein des Wiederaufbaues sein, wenn das Volk in seiner Mehrzahl es will, und dann nur auf dem Wege der legalen Verfassungsänderung. Wer irgendwelche Gewalt will, ist nicht deutschnational, er steht nicht auf dem Boden der Partei. Es gilt, die Arbeits- und Lebensbedingungen des Arbeiters zu heben und zu bessern, einen lebensfähigen Mittelstand zu erhalten, um dem Arbeiter Aufstiegmöglichkeiten zu schassen. Prof. Dr. Werner sprach sodann, stürmisch begrübt, über „Das Reich mub uns doch bleiben". Wenn wir zurückblicken, haben wir die Pflicht, an das Reich der Zulunft zu denken, das ander- aufgebaut werden mub als es war. Das alte ist in Scherben. Wir treiben keine bhnastifche Politik. Wir sind aber Monarchisten, weil die Monarchie der rührige Pol in der Erscheinungen Flucht ist. Das Reich der Zukunft zu bauen ist unsere Pflicht. Dabei müssen wir demokratisch fein. Richt im Sinne der .Demokratie" der „Frankfurter Zeitung". sondern nattonal-demokratisch. Die Fahne des deutschen Blutes und Volkstums mub voran- gclragcn werden hn Kampf, die alten Farben »Schwarz-weiß-rot". geschmückt mit uralten germanischen Runenzeichen. Der völllsche Gedanke mub hochkommen, es gilt eine neue völllsche Internationale zu schaffen hn Kampf gegen die Dunkelmänner und Mnterirdischen. Es mutz gekämpft werden. In matzvoller, aber entschiedener Weise. Sorgen wir, datz Selbsterziehung Platz greift in Stadt und Land, datz niemand BolkSiremden nachläuft. Lassen wir ab vom Geiste, der uns trennt, vom Kastengeist, vom Geist des Mammons. Kein Geist des Individualismus und Egoismus. Rein werden in uns selbst Tann wird das Reich kommen, das wir brauchen, der Steifer. getragen vom Vertrauen des Dolles. Der Geist Bismarck» mutz in unS hinein, fein Welen, seine Kraft, seine Selbstverleugnung. Das Reich mub uns doch bleiben. Wir brauchen etwas. waS unser Herz hält, wir brauchen Ideale. Komme bald, du Dmlsches Reich, wehe bald wieder deutsche Flagge, schwarz-weitz-rot! tSchlub des Berichts folgt im 1. Blatte.) Die neuen Steuern. Berlin, 29. Oh. Bei Beginn der heutigen Sitzung deS ReichSwirtfchaftS- ratS erklärte laut F. Z. der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium 3 a p f auf ein von dem Vorsitzenden an den Reichskanzler Ersuchen, datz die Reichsregierung an ihren sämtlichen Steuergeseyentrvürfen, die den ReichS- wirtschaftSrat und den Reichsrat schon beschäftigt haben, festhalte. Rur der Entwurf der Kohlen st euer müsse zurückgestellt werden, weil nach dem Beschlutz des ReichökohlcnratS dieser Entwurf nochmals nachgeprüft werden muhte. Darauf wurde der Bericht des Reparationsausschusses über das VermögenSsteuer- und Vermögenszuwachssteuergesetz einstimmig angenommen. Der Bericht über die Steuer vom DermögenSzuwachS aus der Nachkriegszeit wird im Hammelsprung gegen eine starke Minderheit der Arbeitnehmer abgelehnt. Dafür stimmen 65, dagegen 68 Mitglieder. Die Beratungen über Maßnahmen gegen Preistreiberei und Verkäufe an das Ausland werden abgefetzt, weil der Wirtschafts- und der Ernährungsminister heute verhindert seien. Der Bericht des Ausschusses über die Entwürfe zur Erhöhung einzelner Verbrauchs • Steuern (Leuchtmittelsteuer, Zündwarensteuer, Diersteuer, Tabaksteuer) wird einstimmig gutgehcißen. Die Zündwaren- fteuer wird danach auf das Doppelte, die Biersteuer auf das Vierfache des bisherigen Steuersatzes erhöht. Aus der bisherigen Abgabe auf Auslandszündwaren werden dem Reich 15 Millionen überwiesen, um eine Nachbesteuerung zu vermeiden. Die Tabaksteuer wurde auf Anregung der Sachverständigen abgelehnt, es wurde aber beschlossen, der Regierung in bezug auf Erhöhung einzelner Steuersätze entgegenzukommen. Nach dem Bericht des Ausschusses über die Zollerhöhung für Kaffee, Gewürz, Schokolade und Kakao werden nach kurzer Debatte die von der Regierung vorgeschlagenen Erhöhungen gutgeheihen, nur wird auf Antrag der Arbeitnehmer der Kaffeezoll nicht auf 200 Mark, sondern 160 Mark für den Doppelzentner festgesetzt. Auch der Kakaozoll wird gegen den Regierungsvorschlag ermäßigt. Der Erhöhung der Industrie- Aötle hat der Ausschuß nur unter starken Be- oenfen zugestimmt. Er empfiehlt, die Revision des Zolltarifes zu beschleunigen. Generaldirektor Holub erstattete den Auöschuhbericht über dieDersicherungs- Heuer. Der Ausschuß hält die Steuer für unsozial und beantragt, ihre Sätze wesentlich zu ermäßigen. — Die Feuerversicherung soll einheitlich mit 20 Pf. für 1000 Jllk., die Transportversicherung mit 3%, und die Lebensversicherung über 5000 Mk. mit 4% besteuert werden. — Munzel beantragt, die steuerfreie Lebensversicherungssumme auf 30 000 Mk., und die steuerfreie IahreSrente auf 3000 Mk. heraufzusetzen und diejenigen Lebensversicherungen frei zu lassen, die von £>er Angestellten- Versicherungspflicht befreien. Nach kurzer weiterer Aussprache wird der Antrag Munzel angenommen, ebenso ein Antrag Grünfeld, bei Versicherungen verschiedener Art in einer Urkunde einen Durchschnittssatz von höchstens 5 Prozent zu erheben. Mit diesen Aenderungen wird der AuSschuhbericht genehmigt. Die Kraftfahrzeug steuer wird nach den Vorschlägen deS Ausschusses angenommen. ' Das Haus vertagt sich hierauf auf DonnnerStag, den 3. November, 11 Uhr (Der- mögenSsteuergesetz, Ertragssteuer). Aus Stabt und Land. Ziehen, den 31. OIL 1921. ......... London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Reuhork....... Agram....... Bukarest...... Handel- Frankfurt a. 1. 31. Oktober. 1.7.14. Fr. 125.40 Fl. 59.20 Kr. 88.80 Kr. 117.80 Kr 88.80 Kr. 117.80 Sh. 97.80 Fr. 125.40 $ 23.80 Züricher Devisenmarkt.^ 186.- 3.10 0.27 5.10 39.90 21.45 2L85 38.80 0.725 545 - 1.80 3.75 29.10. 3,12 1,66 3,10 Auch auf dem Wege wurden Blutspuren gefunden. mc. Frankfurt a. M., 30. Oft. Nach dem neuen Winterfahrplan laufen im hiesigen Hauptbahnhof täglich 480 Züge ein und aus. Damit nähert sich der Verkehr wieder der Zeit vor 1914, wo täglich 550 Züge ankamen oder abgelassen wurden. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Vermischtes. ♦ Di« gegenwärtige Lage der Aerzte in Sowjet-Rußland. Der Brief eines russischen Arztes aus Moskau, der in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" veröffentlicht wird, gibt ein interessantes Bild von den gegenwärtigen ärztlichen Verhältnissen in Sowjet- Rußland. „3m Verlaus des letzten Jahres," heißt es hier, „hat sich die Lage der Aerzte wohl ein wenig gebessert, aber eben nur im Vergleiche zu dem, wie sie vor drei Jahren war. Gegenwärtig darf, einem Dekrete gemäß, kein Arzt mehr aus seiner Wohnung ausgesiedelt werden, und er hat persönlich sogar das Recht, außer seinem Schlafzimmer noch ein Arbeitskabinett resp. Empfangszimmer zu, besitzen: ferner unterliegt seine Wohnungseinrichtung und Bibliothek keiner Regm- sition und bleibt dieses Dekret auch für solche Häuser gültig, die den Arbeitern als sog. »kommunale Arbeiterwohnung" übergeben sind. Diese rudimentäre Habeus-Corpus-Akte, die wir auch nur dem persönlichen Einfluß des Volkskommissars für Gesundheitswesen verdanken — eine, beiläufig gesagt, den Aerzten sehr entgegenkommende Persönlichkeit und auch korrekter Kollege —, wird hier in der Residenz wohl respektiert, jedoch nicht so gewissenhaft in den entlegenen Provinzen, wovon so mancher Kollege ein trauriges Lied singen kann. Die Besserung der Lage der Aerzte bezieht sich «iber nur auf die Wohnungsfrage, im übrigen ist noch vieles, ja sogar sehr vieles zu wünschen übrig. Die Ausübung der Privatpvaxis wird in maßgebenden Kreisen in das Gebiet des Schiebertums hineingeschoben und auch dadurch eingeschränkt, daß Rezepte von Privatärzten von den Apotheken nicht angenommen werden dürfen. Letzterer Umstand hat schon so manche unangenehmen Konseguenzen nach sich gezogen, aber nur nicht die, daß das Verbot zurückgenommen wurde. 3m übrigen ist die Versorgung der Apotheken derartig trostlos, daß die Anfertigung der gewöhnlichsten Mittel mit dem Vermerk »Fehlt" abge- wiesen wird. Die staatlichen Stellen geben aber noch immer nicht die Möglichkeit, wenigstens satt zu werden; von anberen Kulturbedürfnissen wollen wir nicht reden — so daß die Privgipraris doch noch ein wenig den Haushall im Gleichgewicht hält obgleich dieses Gewicht recht schwer auf die Schultern fällt. Die akademischen Mediziner sind in einer etwas besseren Lage als die „gewöhnlichen Aerzte", da sie vom Staate monatlich ein bestimmtes Lebensmittelguantum den sog. akademischen Paiek — erhallen, welches mit einer gewissen Erfindungsgabe, gepaart mit proletarischer Bescheidenheit und Genügsamkell. dem glück- lichen Empfänger dieser Gabe so manche satten Lage im Monat verschaffen kann. * Eine botanische Fo r schu ngs - reise nach Mexiko unternimmt, wie K. Machow in der Monatsschrift für Kakteenkunde belichtet, der 3nspettor am Darmstädter Botanischen Garten I. 2. P u r p u s. der eine bekannte Autorität auf dem Gebiete der Kakteenkunde ist. Er wird mit seinem ebenfalls als Pflanzenforscher bekannten Bruder C. A. Purpus unerforschte Gebiete in den südöstlichen Sierra« und dem Staate Chiapas im südwestlichen Mexiko bereisen. Vor allem soll der von Purpus entdeckte Gunnera mexicana in den Gebirgen bei Wisanlla aufgesucht werden, um die Pflanzen näher zu studieren; sodann sollen Sarnen und Heine Pflanzen verschiedener Kakteen, Orchideen und anderer Pflanzen gesammell werden. Die Dauer der Forschungsreise ist mit einem halben Hahr angenommen. Gerichtssaal. Die Kapp-Prozesse. Berlin, 29. Olt. (Wolff.) Anschließend an die Bekanntgabe des Beschlusses des Reichsgerichtes vom 17. Oktober, wodurch den vier im Kapp- Prozeß Beschuldigten, nämlich Oberst Bauer, Korvettenkapitän Ehrhardt, Major P a b st und Schriftsteller Schnitzler freies Geleit be- wllligt war, wurde in der Presse die Behauptung verbreitet, daß die Genannten zwar vor über einem halben Zahre ihre Bereitwilligkeit erklärt hätten, sich unter gewissen Garantien dem Reichsgericht zu stellen, daß sie dieses Angebot jetzt aber nicht erneuert hätten, so daß die Entscheidung des Reichsgerichtes auf das alte seiner Zeit unbeachtet gebliebene Erbieten der Beschuldigten zurückareife. Diese Darstellung ist unrichtig; vielmehr stellte der Verteidiger der Beschuldigten am 14. Oktober einen Antrag auf Verschonung der Beschuldigten mit einer Untersuchungshaft. Lediglich über diesen Antrag hat das Reichsgericht am 17. Oktober entschieden. Da die Beschuldigten der in diesem Beschluß ihnen auf- erlegten Verpflichtung, sich ungesäumt dem Unter» suchungsrichter in Leipzig zu stellen, nicht nachgekommen sind, hat das.Reichsgericht durch Beschluß vom 24. Oktober die Bewilligung des sicheren Geleits zurückgenvmmen. spd. H e i d e l d e r g, 28. Okt. Das Wuchergericht verhandelte in langen 'Beratungen, zu denen viele Zeugen aus Dossenheim und Handschuhsheim geladen waren, gegen den Händler Kreß aus Andschuhsheim wegen Preistreiberei. Obwohl fest gestellt wurde, daß sich Kreß wegen wiederholten Preiswuchers beim Kirsche n a u f ka u s e n strafbar gemacht hatte, mußte er doch freigesprochen werden, weil die meisten Zeugen mit ihren Aussagen glänzend versagten. Denn die Zeugen, die alle Kirschenerzeuger waren, hatten dem Händler bei der Preistreiberei selbst Vorschub geleistet und nahmen von dem Manne, was sie bekommen konnten. Es wurde in der Verhandlung sogar ein regelrechter Rachrichtendienst unter den Kirschenbauern von Dossenheim und Handicyuhsheim festgestellt, durch den die Bauern sich gegenfeitig über die Preise unterrichteten. Das Gericht mußte deshalb zu einer Freisprechung kommen, erklärte aber, daß es von jetzt ann in allen ähnlichen Fällen diese Sünden nur noch mit schweren Gefängnisstrafen ahnden werde. Weiter sollen künftig stets die Ramen der Be- stralten in allen Zeitungen des Interessengebietes auffallend verössentlicht werden. Kirche und Schule» Alten-Duseck, 27. Oll. Am Sonntag, den 23. ds. Mts. wurden im liturgisch reich aus- geftatteten Gottesdienst unsere beiden neuen Glocken in Gebrauch genommen. Der Ortsgeistliche legte seiner Predigt Ps. 95, 6—8 zugrunde. Durch trefflich eingeübte Chöre der Oberklasse unter Leitung von Dr. Rikolei, sowie der Gesangvereine Germania, Eintracht und Iugendkranz, die alle sehr Anerkennenswertes boten, erhielt der Gottesdienst seine festliche Weihe. Eine Kollekte zum Besten des Glockenfonds ergab den Betrag von 185 Mk. Am Rachmittag um 4 Hßr fand in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal von W. Rabenau eine Rachfeier statt, in der prächtige Lieder des Gesangvereins Germania und der Oberklasse abw«hsetten mit einem Vortrag des OrtSgeistlichen über Geschichte und Herstellung der Glocken und mit Deklamationen von Schillers Glocke und anderer deutscher Glockenpoesie durch junge Mädchen und Schülerinnen der Oberklasse. Da der Saal zu klein war, um alle Gemeindeglieder von Alten-Buseck und Drohe zu fassen, wird die Feier auf Wunsch am Sonntag, den 30. Ottober nachmittags 3 Uhr in demselben Saale wiederholt werden. Die beiden neuen Glocken, e und g, von der Hofglockengießerei F. Schilling Söhne, Apolda, geliefert, 18 und 10,4 Zentner schwer, ergaben mit der noch vorhandenen st-Glocke ein schönes harmonisches Geläute und sind zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ausgefallen. Vermischtes. Falschmünzer. München, 29. Okt. (Wolff.) Hier wurden als F a l s ch rn ü n z e r ein ehemaliger Opernsänger, ein Schauspieler und ein Konzertdirektor aus Landshut fest genommen, die mit der Herstellung grüner Fünfzigmark-Danknoten, Ausgabe 24.6. 1919, sich befaßten, wovon sie bereits für hunderttausend Mark hergestellt hatten. Von dem falschen Geld wurden 46 000 Mark beschlagnahmt. von Driesen «7w nach Orten in den besetzten rheinischen Gebieten sich dieser Sachlage nnmer bewußt bleiben und in ihren Mitteilungen alles vermeiden, was im Falle einer Durchsicht ihrer Sendungen ihnen selbst und besonders auch den Empfängern zum Rachteil gereichen könnte Landkreis Gießen. iS. Steinbach b. Dießen, 29. Oll. 3n der Dacht von Donnerstag auf Freitag wurde unser Dorf von Dieben besucht, die aus verschiedenen Gärten die zum Trocknen aufge- hängte Wäsche vom Seile stahlen. Anscheinend hatten sie es meistens auf Bettwäsche und sonstige neueren Sachen abgesehen, da sie das Alte hängen ließen. Kreis Büdingen. X Hirzenhain, 30. Oll. Am 12. und 13. Dovember feiert der hiesige Zweigverein vom Vogelsberger Höhenklub fein 40. Stiftungsfest. Kreis Schotten. X rilrichst ein, 28. Okt. Vor einigen Tagen wurde in Ober-Seibertenrod eine Kuh gepachtet und das Fleisch zur Verwertung an einen hiesigen Metzger weitergeleitet. Bei der Fleischbeschau ergab sich zunächst nichts Verdäch- tiges, doch erinnerte man sich zum Glück daran, daß vor 31/2 Jahren aus dem Viehbestand des Z. L. In Ober-Seibertenrod mehrere Stück Vieh von einem tollwütigen Hund gebissen worden waren und damals eingingen. Das Ergebnis einer genauen stlntersuchung durch das Kreis» beterinäramt hat nun einwandfrei feftgefteilt, daß auch diese Kuh tollwütig war, und der etwaige Verkauf und Genuß des verseuchten Fleisches hätte unabsehbares Unheil herbeiführen können. Der hiesige Tierarzt M. und der Metzgev D., sowie die zwei Metzger aus Ober-Seibtrten» rod. die die Schlachtung vorgenommen hatten, begaben sich heute nach Berlin in das Pasteursche Institut, um sich dort der Schutzimpfung gegen Tollwut zu unterziehen. Starkenburg und Rheinhessen. rrn Darmstadt, 28. Okt. Das städtische Defizit, das nach der vorläufigen Aufstellung des Voranschlags im Mai auf 12 Millionen Mark vorgesehen war, konnte inzwischen auf 8 Mill. Mark herabgesetzt werden. Die Gesamtausgaben betrugen etwa 60 Mill. Mark gegen 48 Mill, im Vorjahre, auch die Verwendung von Dermögensmitteln ist von 58/< auf 12V2 Mill. Mark gestiegen. Die Per'onallosten betragen allein ce r t und der freie Handel w.cder Der- werde Afquith wird im Zusammenhang fer liberalen Konferenz am 25. Rov.mder De hallen. n d o n, 31. CiL (WB ) Im Unterbau» ir Rodert Hörne mist Dab die britische ng nicht in Unterhandlungen mit Der Nischen Regierung über die Streichung ropäi schon Kriegsschulden stehe Den Pressemeldungen, da!) Die ameti- Regierung beschlossen habe. Dab auf Der ingtoncr Konferenz keinerlei chaftliche Fragen erörtert werden erklärte Home, Dab Fragm dieser Art eignet seien, Schw.erigkeiton zu erzeugen, einer Lösung zu führen. Poincar^ iti London. n do n, 31. OIL (Wolff.) Drr vormalige rt der französischen Repub.ik, P o i n - st gestern zu kurzem Aufentdalt in Lon- letroffen, um an einer Zeitlichkeit in der •r Universität teilzunehmen Poincars t morgen mit Dem König im Bücking- last. die ftragc der Herabsetzung der BesatzungSkoften. tris, 31. Oft. (WTB.) Wie Dei I* mtttdlt, ist Die hier tagente Korn- zur Her abfetzung Der m111- heu Besatzungskosten nicht in e, ihre Arbeiten, wie vorgesehen, zum tmter abzuschliehen. Der Bericht des an Ort unD Stelle entsandten Unter» seS über die Bedürfnisse Der Be- armee und die von ihm festgestellten uche haben Den Anlab Dazu gegeben, re Auskünfte, namentlich,wie Der “ mitteilt, vvm englischen Kriegs- lum einzuhvlen. Die nächste Doll- wird kommenDen Donnerstag ftatt» Lloyd I pensionsfähigen Bezügen gekommen wären. *• Auch Der Ortszuschlag und terKinder - Zuschlag sollen wesentlich erhöht wer Den. 2lmtsDerlünNgung$blati für die provinzialdirettion Gberhessen und für dar Kreisamt Gietzen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Dost zu beziehen gegen Mk 2.50 vierteljährlich. Ausführungs-Bestimmungen Aur Verordnung Des Reichspräsidenten vom 28. September 1921 dur xveroronu y ^-^.^^tzbl. S. 1271). Aus Grund DeS 9 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 28 Lptember 1921 - ReichS-Gesetzbl. 0. 1271 - bestimme id) ^^^^Discher Druckschriften sind unter Annabe der Dummem, die zu dem Verbot Anlab gegeben haben, und der Dauer des Verbots durch die Behörde, welche das Verbot erlassen hat, sofort im Reichsanzeiger zu veröffentlichen. Wird das Verbot vor Ablauf der ursprünglichen Frist aufgehoben so ist die Aufhebung in gleicher Weise durch Die auf- bcbcnDe' BehbrDe im Reichsa.-.zeiget belanntzugeben. 2. Von jedem Verbot und jeder Beschlagnahme, die auf Grund der Verordnung vom 28. September 1921 stattfindet sowie von jeder Aufhebung einer Derartigen Mahnahim', Hai Die BehörDe, Die Die AnorDnung erlassen hat, sofort Dem Retchs- minister Des Innern unter BegrünDung Der von ihr getroffenen Mabnahmen Mitteilung zu machen Bei einem Verbot oter einer Beschlagnahme von Druckschriften ist zugleich ein Stuck Der Druckschrift Die GrunD zu Der betrefsenDen Mabnahme gegeben hat. Dem Reichsminister DeS Innern zu überfenten Wird Beschwer De beim ReichSratsausschust erhoben. Io ’inD Der Stellungnahme zu Dieser Beschwerte acht weitere Stucke Der Druckschrift beizufügen. _ . 3 Don Vergehen gegen §§ 5 unD 6 Der DerorDnung vom 28 September 1921 l-aben Die zuständigen PoltzeibehorDen als- bald Dem Reichsminister Des Innern unD Der Staatsanwalt An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises Wir verweisen Sie auf Die Bestimmungen Des vorstehendab aeDruckten Gesetzes. Sollen inDircIte Stenern etngefuhrt werden, so sind gemäb Artikel 192 Der LanDgemeindeorDnung die ersorter- lichen Vorschriften durch O-tssahung zu ^fem Bestehen über die Zulassung bestimmter Steuern irgendwelche Zweifel, fo emp icpi eg sich, Diese Durch Vorlage an uns zu klaren, bevor Sahungs entwürfe vorgelegt werden. Sieben. Den 25. Oktober 1921. Kreisamt Gicben. Dr. s t n g e r.__ Gesetz . o x über bie Srgäneung b-s »tifet« 181 bet ®^. Lund- aemeindevrDnung betreffcnD, vvm 8. Juli 1911. Vom 5. Oktobeo 1921. I Der Artikel 181 des Gesetzes, Die LanDgemeinDeorDnung be- trcffenD, vom 8. Juli 1911 wird wie folgt ergänzt: In Absatz 1 werben »wischen Den Worten ..Abgaben und „sowie" Die Worte eingefügt: »indirekten Steuern II Dieses Gesetz tritt mit seiner Verkündigung im Regterungs blatt in Kraft. Darmstadt, den 18. Oktober 1921. Hessisches Gesamtministerium Ulrich v. Brentano. Reumann. Raab. Uebel. U r st a d t. ivmk, wu>ii ui« wi«y "uiu/s wruTirnuDariier 5 ante es den Feinden Englands frei wäre, Abmachungen zu treffen, um den britischen Handel zu bekämpfen und wenn der britische Handel Angriffen an Der irischen Küste ausgesetzt werDen sollte, ohne Dab Grobdritannien das Recht habe. Die Küsten Irlands zu seinem eigenen Ruhen zu benutzen, wenn auf Abmachungen bestanden würde, die den Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten bedeuten würden, dann würde Grobbritannien die notwendigen Opfer bringen, um ein solches älnheil abzuwenden. Asquith gab feiner Befriedigung Darüber Ausdruck, Dab Die Regierung endlich eine Politik eingeschlagen habe, für Die Die Opposition von Anfang an eingetreten sei. Asquith stimmte mit Lloyd George Darin überein, Dah Die Konferenz Der Regierung mit Den Öinnfeinern streng privat unD vertraulich sein mühte. Vs Dürfe jedoch keine Regelung ohne Das Parlament erfolgen. Wenn Die VerhanDlungen abgebrochen werben sollten, so werbe man sich einer Lage von beispielloser Schwierig- keit unb Gefahr gegenübergestellt sehen. ...... ~u---- hvW«-wi»w «yuiuiilivn uuraMutuoren. Zs seien B feste Garantien gegeben worben, tocchtem die Regierung Beweise erhielt, dab Vor- fareitungen für eine Waffenlanbung in Jir I a n b getroffen würben. Ein Teil bes bieS- krzüglichen BeweiSrnaterialS fei Der Aktion b ? r Deutschen Regierung zuzuschrei- 6 t n unD, so fügte der Premierminister hinzu, eS schöne sich, Dah dieS Dem Unterlaufe mitgeteilt t*m-Dc. LloyD George erklärte weiter, Dab keine Hzbereinfunft, Die im Laufe Der irischen VerhanD- - Ntrbunbcn seien. Die alles verabscheuen, fo wolle « die Frage stellen, mit wem sie Denn verhandeln Ide. Wenn überhaupt eine Konferenz stattfin- twi sollte, so müsse sie mit Den Leuten geführt t=?rDcn. bie für Den Augenblick im Rainen ber Mehrheit des irischen Volles sprechen. Lloyd esrorge sagte, er gebe zu, Dab sich alle Sinnfeiner füx eine Republik erklärt hätten, und Dab alle 1 Albach Wahlraum: Alter Schulsaal: Wahlvorsteher: Vürgermcister Arnold, Stellvertreter: Beigeordneter Bruck 2 Allendors a d. Lahn. Wahlraum: Atter ochulsaal: Wahlvorsteher: Bürgermeister Voll, Stellvertreter: Beig. Binz. 3 Allendors a. D. Lumda. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher: Bürgermeister Rein, Stellvertreter: Beig^Welcker. 4 Allertshausen. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Bürgermeister Reinhardt, Stellvertreter: Beig. Hillgartner. 5 Alten-Buseck. Wahlraum: Gemeindehaus: Wahlvorsteher: Bürgermeister Rau, Stellvertreter: Veig. Becker 6 Annerod. Wahlraum: Alter Schulsaal: Wahlvorsteher: Bürgermeister Horn, Stellvertreter: Beig. Hahn 7 Bellersheim. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher. Bürgeimeister Müller, Stellvertreter: Beig Göbel. 8 Beltershain. Wahlraum: Schulsaal: Wahlvorsteher. Bürgermeister Zimmer, Stellvertreter: Beig Äaub. 9 Bersrod mit Winnerod. Wahlraum: Alte schule, Wahlvorsteher: Bürgermeister Becker, Stellvertreter: Dmg. Botz. 10 Bettenhausen. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher:' Bürgermeister Roth, Stellvertreter: Veig. Leidner 11 Beuern Wahlraum: l. Schulsaal: Wahlvorsteher: Bürgermeister Walther. Stellvertreter: Beig. Arnold 12 Birklar. Wahlraum: Alter Schulsaal: Wahlvorsteher. Bürgermeister Müller. Stellvertreter: Beig. Mülles 13 Burkhardsfelden. Wahlraum Reue Schule: Wahlvorsteher: Bürgermeister Schmidt, Stellvertreter: Betg. Damm. 14 Climbach. Wahlraum: Schulsaal: Wahlvorsteher. Bürgermeister Stein, Stellvertreter: Veig^ Leyerer 15 Daubringen. Wahlraum: Alte Schule, Wahlvor- steher:'Bürgermeister Preis, Stellvertreter . Beig. Jahres 16 Dors-Gill. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher. Bürgermeister Schmidt, Stellvertreter: Beig Knopper. 17. ©ber habt mit Arnsburg. Wahlraum. Rathaus, Wahlvorsteher: Bürgermeister Löbrich, Stellvertreter: Beig.Muller. 18 Ettingshausen. Wahlraum: Rathaus: Wahlvoi- fieber:' Bürgermeister Keil, Stellvertreter: Beig. Opper. 19 Garbenteich. Wahlraum: Rathaus, Wahlvorsteher. I Bürgermeister Kissel, Stellvertreter: Beig. Mohr 20 Geilshausen. Wahlraum: Reue Ahule Wahlvorsteher:' Bürgermeister Wagner, Stellvertreter Betg. Htlberg 21 Göbelnrod. Wahlraum: Standesamtszimmer m ber Schule: Wahlvorsteher: Bürgermeister Weber, Stellvertreter: ^^22/G^r ost^e n - D u s e ck. Wahlraum: Schulsaal Oberpforte 11; Wahlvorsteher: Bürgermeister Gans, Stellvertreter: Beig^Haibach. 23 Groben- Lin ben. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher: Bürgermeister Lang, Stellvertreter: Beig. Wetganb I 24 Grünberg. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher. Büraei-meister Ranft, Stellvertreter: Beig. 5ulbaL I 25 ©rüningen. Wahlraum. Rathaus; Wahlvorsteher Bürgermeister Bingel, Stellvertreter: Beig Isheim 26 Harbach. Wahlraum: Schulsaal; Wahlvorsteher. Bur- I nermeifter Münch. Stellvertreter: Beig. Albert. I 9 27 Hattenrod. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher. I Vüraermeister Reeb, Stellvertreter: Beig. Wilh. Stein. I 28 Hausen. Wahlraum: Rathaus; .Wahlvorsteher: Bur- I germeister Happel, Stellvertreter: Beig. Muller IV I 9 29 Heuchelheim. Bez. I Ansangsbuchstaben A—K. Wahl- raum Schulbau«. Warltstrab-. WaAvurst-b-r. Durg-rm-.l.-r Kreiling Stellvertreter: Betg. Greding. — Bez II Anfangs buchsta^n L- 3. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher^Gemeinde I rat Schmidt IV. Stellvertreter: Gemeinderat Mandler II. I 30 Holzheim. Wahlraum: Bathaus; Wahlvorsteher. 1 Bürgermeister Weh, Stellvertreter: Beig. Kuhl. Bclauntmachunll. Auf Grund ber Verordnung vom November l.9^ ^Reichs- brudt Datmstäbter Zeitung" vom 31. Januar 1920 im Cm Sm”t dem bcmi&n Min.s.er.um der 8>u°n,°u. Ab. leiluna lür Forst- und Äameralucrtoaltung. auf. $C8ugSmöglid>fcitcn von Dauholz fotoie der übrigen Dau- fioffc tann bie Hessische Da u st °I f bes chaf su ng«. I« 6ih 5 an furt am Main. Obcrmain- graste?>.°Fernrus Ami Hansa 77 34^ Sprech- stunden vormittags von 8 b i S 1 ü hr, iebetjeit Jnieressenien kostenlos vermiiieln. D°r^!skmEar'sü? d°e wirifchafili-^ Deniobilmachung in Hessen. I. D.: 0r. Bernheim. Blätter melden, werden Exkönig Karl und 311 a in der Rächt zum Mittwoch von Tihany nach Duna Foeldvar gebracht, wo sie von dem inzwischen dort eingefrorenen Kanonenboot „Glowworm" ausgenommen werden sollen. Für die ilcberfüfjning werden die gegenwärtig in Tihany weilenden Militärvertreter Englands, Frankreichs und Italiens Sorg-? tragen. Die (Entente schützt Ungarn. London, 31. Oft (WTB.) Reuter glaubt zu wissen, daß die Regierungen der Kleinen Entente benachrichtigt tourben, das die Grobmächte jede aktive Intervention gegen Ungarn im gegenwärtigen Augenblick durchaus nicht billigen. Die türkischen ^riedensbcdingnngcu. Konstantinopel, I. Rov. (WTB.) Rach einer HavaSmeldung wird aus Angora berichtet, datz die Rationalversammlung folgende Beschlüsse gefaht har: Die Türkei ^Nknlts.!d-beriick»t- Verbote periodischer Druckschriften. - Ergänzung des Artikels 181 der Londgemeindeordnung. - Aufhebung der Bekannt. U7r Z?Brennholz. - Landtags^. - Schulbesuch der jüdischen K.nder an. .üd.schen Festtagen. - E.n- 9 sendung der Kirchenrechnungen. - Diehmarkt zu Hungen. - Feldberemigung Lellershain. irükkziehung der amerikanischen Truppen vom Rhein? ts hing ton, 1. Rov. (Reuter.) Wie t, teilte Präsident Ha rd i n g tei einer nmg mit Porter, dem Vorsitzenden räsentantenauSschusseS für auswärtige enheiten, mit, Dab er gegen Die )me jeder Gntschlirbung sei, )ie unverzügliche Zurückziehung ckkanischen Truppen am Rhein vorsehe amerikanischen Delegierten »ie LLashingtoner 5ronserenz. .shington, 31. Oft. (HavaS.) Dei> ckschen Delegierten für die WaHing- )nferenz ist ter Rang von Bot- rn verliehen worden, damit sie den ten ter anderen Länder gleichgestellt und sich in ter Lage befinden, von Botschaftern der Vereinigten Staaten im Auslände Bericht eknzufortern und ihnen 3n- ftruftionen zu erteilen. schäft Anzeige au erstatten Berlin, den 1. Oktober 1921. Der Reichsminister bes Innern. ienstag, November 192J Annahme von 3np! 43. Londorf. Wahlraum: Rathaus: Wahlvorsteher: Bürgermeister Aumann, Stellvertreter: Beig. Hasselbach. 44. Lumda. Wahlraum: Schulsaal: Wahlvorsteher: Bürgermeister Schultheiß, Stellvertreter: Beig. Hehler. 45. Mainzlar. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Bogel, Stellvertreter: Beig. Bingel. 46. Münster. Wahlraum: Standesamt: Wahlvorsteher: Bürgermeister Gontrum, Stellvertreter: Beig. Walter. 47. Muschenheim mit Hof-Güll. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Bürgermeister Becker, Stellvertreter Beig. Roth. 48. Rieder-Dessingen. Wahlraum: Gemeindehaus; Wahlvorsteher: Dürgerm. Steuernagel. Stellvertreter: Beig. Klös. 49. Ronnenroth. Wahlraum: Gemeindesaal; Wahlvorsteher: Bürgermeister Hoppe, Stellvertreter: Beig. Koch. 50. Obbornhofen. Wahlraum: Gemeinderatssaal; Wahlvorsteher: Bürgerm. Philippi, Stellvertreter: Beig. Hensel. 51. Ober-Bessingen. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Lehrer Jakob, Stellvertreter: Beig. Keil. 52. Ober-Hörgern. Wahlraum: Schulsaal; Wahlvorsteher: Bürgermeister Holler, Stellvertreter Beig. Matthäus. 53. Odenhausen mit Appenborn. Wahlraum: Amtszimmer der Bürgermeisterei; Wahlvorsteher: Bürgermeister Rachtigall, Stellvertreter: Beig. Werner. 54. Oppenrod. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister- Balser, Stellvertreter: Beig. Kloos. 55. Queckborn. Wahlraum: Schule Llntergafse 5; Wahlvorsteher: Bürgermeister Albert. Stellvertreter: Beig. Aff. 56. Rabertshausen mit Ringelshausen. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Dürgermeister Reichhardt. Stellvertreter: Deig. Ludwig. _ , , 57. Reinhardshain. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Graulich. Stellvertreter: Beig. Gieß. 58. Reiskirchen. Wahlraum: Gemeindehaus; Wahlvorsteher: Bürgermeister Launspach. Stellvertreter: Beig. Stumpf. 59. Rodheim mit Hof Graß. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Bürgermeister Kröll. Stellvertreter: Beig. Reichhardt II. 60. Rödgen. Wahlraum: Kinderschule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Kraushaar. Stellvertreter: Beig. Stein. 61. Röthges. Wahlraum: Schulsaal; Wahlvorsteher: Bürgermeister Metzger. Stellvertreter: Deig. Damm. 62. Rüddingshausen. Wahlraum: Reue Schule^Wahl- vorsteher: Dürgermeister Müssig, Stellvertreter: Beig. Theis. 63 RuttershausenmitKirchberg. Wahlraum: Alte Schule; Wahlvorsteher: Beig. Karber. Stellvertr.: Bgstr. Klinkel. 64 SaasenmitDollnbach. Beitsbergund Wirtz er g. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Schmitt, Stellvertreter: Beig. Schmitt. 65. Stangenrod. Wahlraum: Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Knauh, Stellvertreter: Beig. Schultheiß 66. Staufenberg mit Friedelhausen. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dürgerm. Meyer, Stellv.: Deig. Karber. 67. S t e i n b a ch. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dur- germeister Krämer, Stellvertreter: Deig. Ricolaus. 68. St ein heim. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dürgermeister Kreiling, Stellvertreter: Beig. Rudel • 69. Stockhausen. Wahlraum: Schulsaal; Wahlvorsteher: Bürgermeister Jochim, Stellvertreter: Beig. Carle 70 Trais-Horloff. Wahlraum: Reue Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Bormann, Stellvertreter: Beig. Hntzüh. 3.55 3.75 Marknottenmgen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 29.10. 3,12 1,66 3,10 worden, ____ ... .. . .. , letzten Tage und am Laubhüttenfest die beiden Beschlußtage dem Detr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen für 1920. An die Kirchenvorstände des Kreises. Wir erinnern an die Erledigung unserer Derfügung vom 29. August 1921 — Amtsverkündigungsblatt Rr 126 —, soweit noch nicht geschehen. Auf den Schluhtag der Derfügung wird besonders hingewiesen. Gießen, den 27. Oktober 1921. Kreisamt Gießen. I. D.: W e l ck e r. vorhandenen "tz-Glocke' ein schönes harmonisches Geläute und sind zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ausgefallen. Vermischtes» meister Schmitt, Stellvertreter: Deig. Rau. 73. Lltphe. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dürgermeister Dietz, Stellvertreter: Deig. Raab. 74. Dilling en. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dürgermeister Rühl, Stellvertreter: Gemeinderat Leidner II. 75. Watzenborn mit Steinberg. Wahlraum: Rathaus; Wahlvorsteher: Dürgermeister Schäfer, Stellvertreter: Beig. Philipp II. 76. Weickartshain. Wahlraum: Reue Schule; Wahlvorsteher: Bürgermeister Knöh, Stellvertreter: Deig. Hork. 77. Weiters Hain. Wahlraum: Reue Schule; Wahlvorsteher: Dürgermeister Reichert, Stellvertreter: Deig. Röcker. 78. W ieseck. Dez. I (Anfangsbuchstaben A—K). Wahlraum: Dürgermeisterei; Wahlvorsteher: Deigeordneter Schäfer, Stellvertreter: Heinrich Decker. — Dez. II (Anfangsbuchstaben L—Z). Wahlraum: Schule Gießener Straße; Wahlvorsteher: Bürgermeister Schomber, Stellvertreter: August Weber. wn Driesen «fto narr» Orten in den besetzten rheinischem ©ebicten sich dieser Sachlage nnmez bewußt bleiben und in ihren Mitteilungen alles vermeiden, was im Falle einer Durchsicht ihrer Sendungen ihnen selbst und besonders auch den Empfängern zum Rac^erl gereichen könnte. Landkreis Gießen. is. Steinbach b. Gießen, 29. Oft. 3n der Dacht von Donnerstag auf Freitag wurde unser Dorf von Dieben besucht, die aus verschiedenen Gärten die zum Trocknen aufgehängte Wäsche vom Seile stahlen. Anscheinend hatten sie es meistens auf Bettwäsche und sonstige neueren Sachen abgesehen, da sie das Alte hängen liehen. Kreis Büdingen. )( Hirzenhain, 30. Oft. Am 12. unZ 13. Rovember feiert der hiesige Zweigverein von Vogelsberger Höhenklub sein 40. Stiftungsfest. Kreis Schotten. X Ä l r i ch st e i n, 28. Oft. Dor einigen Tagen wurde in Ober-Seibertenrod eine Kuh ge- ihLachtet und das Fleisch zur Verwertung at einen hiesigen Metzger weitergeleitet. Bei de' Fleischbeschau ergab sich zunächst nichts Derdach- tiges, doch erinnerte man stch zum Glück daran daß vor 31/2 Jahren aus dem Diehdestand tei 3 ß in Ober-Seibertenrod mehrere Stück Diel von einem tollwütigen Hund gebissen worde, waren und damals eingingen. Das Ergebnu einer genauen Untersuchung durch das Kreis velerinäramt hat nun einwandfret festgestellt, das auch diese Kuh tollwütig war, und de: etwaige Berkaus und Genuß des verseuchten Fler schas hätte unabsehbares Unheil herbeifuhrei Dirnen Der hiesige Tierarzt M. und der Menge D, sowie die zwei Metzger aus Ober-Sech rrten rod, die die Schlachtung vorgenommen hatten begaben sich heute nach Berlin in das Pasteursch Institut, um sich dort der Schutzimpfung geg« Tollwut zu unterziehen. Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 28. Ott. Das städti jche Defizit, das nach der vorläufigen Auf stellung des Doranschlags im Mai auf 12 Mil lionen Mark vorgesehen war, konnte inzwische: auf 8 Mill. Mark herabgesetzt werden. 5>ic Ge samtausgaden betrugen etwa 60 Mill. Mark gege: 48 Mill, im Dorjahre, auch die Derwendung vo Dermögensmitteln ist von 58/4 auf 121/? Mist Mark gestiegen. Die Per'onall osten betragen al (ein c<& 36 Mill. Mk. Richt mehr vorgesehen sin die Ausgaben für die früheren Hofgärten, di zuletzt 270 000 Mk. betragen hatten und in dieser Jahre auf 514 000 Mk. erhöht werden sollten Für die Erweiterung des Gaswerks sind l3/ Million, für Bauüberteuerungskosten der Grub Prinz von Hessen etwa 2 Millionen und für Rot standSartzeiten 4 Millionen Mark vorgesehen. Di Derwaltungseinnahmen sind mit 163/< Millione Mark oder rund 100 Prvz. mehr wie im Dor iahre, die Einnahme aus Steuern auf 25 Mil lionen Mark vorgesehen gegen 173/4 Millione Mark im Borjahre. 3m allgemeinen wrrd mil geteilt, daß der Stadt noch entsprechende Der mögensmittel zur Verfügung stehen, so daß tro der hohen Dettäge für Beamtengehalte un Arbeitslöhne die Lage der Stadt nicht ur günstiger ist, wie die anderer Städt Schars kritisiert wird die ganze Unklarheit Di Reichssteuerverhältnisse und die völlig unzure chende Lieberweisung der weiteren im Interest des Reiches vorgelegten Beträge. Rachteilig Hal für die Städte die Beseitigung der Ersten Kan mern gewirkt, da sie dort gut vertreten Ware, Die Grundbedingung müsse für die Städte d größtmöglichste Selbstverwaltung und die Wi< dererlangung der Steuerhvhett sein. Aus d Anregung, die Staatshauptkasse in eine Stad 5a n t umzuwandeln, antwortet der Finanzreferei Deig. Daub, daß er dies für völlig unmöglich halt Don Interesse ist auch die Mitteilung des Stad verordn. Dr. Osann, daß nach der »Doss. Ztg der Anmarsch des Intendanten vom Landesther ter Hartung nach Derlin auf dem Wege fei, -ix mit sei sein Abmarsch von Darmstadt kaum mel zu bezweifeln. Man werde dann auch zu vrüst haben, ob ein zweites Theater in Darmstadt, fi dessen Herrichtung jetzt schon 900 000 Mark he gegeben wurden, die aber noch lange nicht au: teuften, nötig war. Im Laufe der Debatte fa auch die Sozialisierung der Betriebe zur Sprach die von einer Seite wegen der Steuerausfäl- stark bekämpft, von anderer Seite aber ebenso warm verteidigt wurde. Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a. M., 30. Oft. Der bei der städtischen Fuhrparksverwaltung beschäf- ttgte Arbeiter Heinrich Rix, welcher in Enkheim wohnt, fährt allabendlich mit eigenem Fuhrwerk nach Frankfurt, um Futter für seine Schweinezucht zu holen Am Freitag abend wurde er nun von unbekannten Tätern ermordet. Man fand sein Gefährt führerlos in den Sttahen Enkheims, die Leiche meiner __________ großen Blutlache auf dem Wagen liegend. Geld wurden 46 000 Mark beschlagnahmt. 1.7.14. 28.10. Orr. 125.40 3,05 31. 59.20 1,64 Kr. 88.80 3,10 Är. 117.80 — - — Kr. 88.80 2,50 Kr. 117.80 2347,- Sb. 97.80 7,75 3r. 125.40 $ 23.80 -.56 ttn Deichöit bah die nt früher nicht b [tren aufbiad unb Deutsch I verloren. Du I inen eingebü1 ! Kutscher in kleine Haupt MmSturm ii ■i bekanntlich !C hergt in ?che W zei I "WiM-iffer 1 'M Mchsl- I ^.«.'ergebniss I ’.-tfzfaflig a HM W MhängM Das Aus 1 in Baden Ä tritt baJ tm bürgerlid großen gnir ßr. 256 & «W? und LÄ- Ähnft sur poßfch^ vtnfhirt a- vas Er! La Wahle"in 3 vr Älrtscha.s «n 85 000 I Seren de"1 KnreW J diMaltg 58 000 StilM T Stimmer 1 D geringer, qi in der gn skaten, die ■g der Zusan jen, die von jährend ihre .nisten, nur ei zu verzeichn« einen Grund «anders darb ter LandeSh Lager der De Jbrr das tot für. baß die < ob Anhang Der Zug ßloi] tzrdir Lvnöo »t|e erklär Milche Pi ei desentlich foflieru: Ahauses W des ' bet & ßimifeini J1 ihnen { !Ü,leien z. 1 »iöcm die' ^itungen ,)rlanb oe ^glichen 1 ?er deuts Jen und, so Köne sich, j Lloyd ^reinkunst, 3® kingeg^ <+|3ung bei E ^inzeshe Jr® Verden 1 7**-® obe fj I «ft* L 2uJtt«Nu Ä 1 iS er SÄ । sei;>un£ ^?.,bie fr, JS' ■Ä'°