Erstes Blatt M. Jahrgang Montag, 3H Januar |92| Nr. 25 Der Stehen« Lttzeiger erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Menatlkche Bezugspreise: Mk. 4.25 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 5.- einschl. Bestellgeld. Mit „Sport-Umschau- Mk. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 8.25 einschl. Bestellgeld. Fernsprech.Anschlüsse: für dieSchriftleitung 112; Berlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe»» poftschelNsnto: Zraukfurt o. HL U686 Ä O Annahme von »azeizei Amm™ ▼ sW V für die Tagesnummer bi» GletzenerAnzelger« XA Hauptschriftietter: Aug. General-Anzeiger für Oberhessen WZ vruck und Verlag: vrühl'sche Univ. Such- und Steindruckerei H. Lange. Schriftiettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. sämtlich in Gießtn Vie Lrpressertaltik der Entente. Die ganze deutsche Presse ohne Aus- nahme lehnt die ungeheuren Forderungen, die von der Pariser Konferenz gegen Deutschland gerichtet wurden, mit größtem Nachdruck ab. Wir stehen wieder einmal vor einem Ereignis, bei welchem über so viel Heuchelei und Unmoral in der Völkerpolitik einem die «rechten Worte fehlen. Der rasche Abschluß der Pariser Bestimmungen hat auch etwas ganz Rätselhaftes an sich. Wenn man nämlich von der unmutigen Rede Lloyd Georges gegenüber den phantastischen Vorschlägen und Ziffern des Finanzministers Doumer Kenntnis genommen hatte, so fehlt jede Brücke zum Verständnis der Zustimmung des englischen Fübrers zu der Erpressung von 3000 Papiermilliarden, auf die das neue Pariser Diktat hinauslaufen wird. Und obendrein schloß die Pariser Konferenz mit einem Einigungsmahl aller alliierten Delegierten ab, wonach Lloyd George die bereits gemeldeten Worte Briands: „Wir sind einig, vollständig einig!", ganz vergnügt dahin ergänzte, daß er in einer förmlichen Programmrede sich darüber ausließ, wie zweckmäßig und richtig das ganze Werk sei,lüber das man sich jetzt geeinigt habe. Das ist ein beinahe noch größerer Umfall des englischen Ministers als jener, womit Wilson durch seinen Absturz vom Sprungbrett der 114 Punkte das Schwimmen im Ozean unverfälschter Geschäftsmoral wieder lernte, die er in Wirklichkeit ja niemals vergessen hatte. Nun ist uns das neue Abkommen amtlich be- gemeldeten Sanktionen, die in der Entwaffnungsfrage vorgesehen sind, sollen auch ür die Reparationsfrage gelten. In bezug auf aie Hilfe für Oefte rreich ist ein ^Bericht Loucheurs angenommen worden, der die Gründung «eines Finanzsyndikats mit einem Kapital von 200 Millionen Franken vorsieht. Nach einem Spezialbericht der Havas- agentur ast das Abkommen über die Entwaffnung um 4 Uhr unterzeichnet worden. Barthou habe beim Verlassen des Sitzungssaales «erklärt, die Entwaffnungsfrage sei zur gemeinsamen Befriedigung der Alliierten und nn (Interesse der Sicherheit ihrer Länder geregelt worden. Nach der Havasagentur vertritt die französische Regierung in der K o h l e n f r a g e folgende These: Frankreich verlangt eine monatliche Lieferung von 220 000 Tonnen. Die Bezahlung von 5 Goldmark pro Tonne, die für )ie Ernährung der deutschen Bergarbeiter bestimmt war, soll aufgehoben werden, dagegen eine Prämie für erne besonders gut ausgfr, uchte Qualität der Kohle bewilligt werden. Die Reparationskommission soll die Ausführung des Abkommens überwachen. Am 28. ^Februar wird in L o n d o n eine neueKonferenzdes Obersten Rates zur Erledigung der Orientfrage stattfinden. Gleichzeitig wird dabei die Frage der Wiedergutmachung auf Grund der Arbeiten der Sachverständigen wieder aufgenommen werden, die am 7. Februar in Brüssel ihre Arbeiten beginnen sollen. reits notifiziert worden, wobei man uns „schonend" davon entbinden will, die neuen Androhungen «zur Erfüllung der Wuchersorderungen förmlich zu unterschreiben. Es heißt, Deutschland würde in einer neuen Konferenz Gelegenheit erhalten, sich über das Pariser Protokoll zu äußern, oder vielmehr, wie die Franzosen lieber es aussprechen, sich damit abzufinden. Es wird ungemein schwer für die deutsche Regierung werden, jetzt ihre Entschlüsse zu fassen. Wieder einmal sind Tage gekommen, wo es auf das ganze deutsche Volk ankommt, denn Berlin kann seine Entscheidungen nur auf den festen Grund des gesamten Volks- wiuens stützen. Soll Deutschland sich an dieser neuen Schacherpolitik irgendwie beteiligen, um vielleicht einige Milliarden abzuhandeln oder von den 42 Jahren finanzieller Sklaverei einige Jährlein zu streichen? Zunächst ist es erforderlich, festzustellen, daß das neue Entente-Programm die ohnehin entstellten Züge des Versailler Gesichts noch mehr verzerrt. Vertragsverletzungen offensichtlicher Art werden uns angetragen. Nach dem Versailler Vertrag muß prinzipiell innerhalb 30 Jahren die Schuldtilaung erfolgen. Eine Nachfrist, die vorgesehen wurde, trug allenfalls dem deutschen Können und Vermögen Rechnung. Heute aber hält man sich in Paris gar nicht mehr an eine gewissenhafte Bezifferung von Schäden, deren Wiedergutmachung man von uns verlangt sondern man sucht das neue Deutschland, das man fürchtet und haßt, prinzipiell nach Wucherart bis aufs letzte auszusaugen. Der Engländer Kynes hatte die französischen Kriegsschäden mit nur 10 Goldmilliarden beziffert. Hier muß nun zweifellos eine feierliche Verwahrung Deutschlands einsetzen, die es vollkommen ausschließt, deutsche Vertreter wiederum mit englischen und französischen Staatsmännern konferieren HU lassen, wenn nicht Gewähr dafür geboten wird, daß dieses ganze oder halbe Diktat schweigend HU den Akten gelegt wird. Paris, 29. Jan. (Wolff.) Wie die Havasagentur nichtoffiziell meldet, nahm die Konferenz in dec Vormittagssitzung den Bericht des interalliierten militärischen Ausschusses in Versailles über die Entwaffnungsfrage 'entgegen. Es wurde hiernach Deutich- land für jede der noch auszuführenden Maßnahmen eine Frist bis zum 1. Juli bewilligt. Die folgenden Sicherungen der Durchführung sind vorgesehen: 1 Ausübung der Räumuugsfrist für biefHftetntanbe, 2 setzung neuen deutschen Gebietes, 3. Errichtung eines besonderen Zollregimes in den Rheinlanben, 4. (auf Antrag von Lo^ Enr- zon (Einspruch gegen die Aufnahme Deutsch- lands in den Völkerbund. Paris, 27. Jan. (Wolff.) Die Konferenz ist heute kurz vor 6 Uhr a e sch lo s- !sen worden. Nack) einer Meldung der Havas- Iqaentur 'ist auch das Protokoll über die !AbmachungeninderReparations- >frage nm o Uhr unterzeichnet worden Die Beschlüsse sollen morgen der deut- Wen Regierung notifiziert werden. Sie wer- tag stnit dem Begleitschreiben an die deutsche Regierung veröffentlicht werden. Die bereits Paris, 30. Jan. (Wolff.) Gestern abend ist ein Kommunique ausgegeben worden, in dem es heißt: Die Alliierten haben schon jetzt unter sich die Maßnahmen festgehalten, die eventuell angewendet werden sollen, im Falle Deutsch- land sich weigern würde, loyal und lückenlos die Verpflichtungen auszuführen, die sich auf die Reparation «und auf die Entwaffnung erstrecken. Aus Höflichkeitsgefühl und von der Hoffnung erfüllt, daß Deutschland aus sich selbst heraus seinen Verpflichtungen nachkommen werde, hätten die Alliierten geglaubt, in diesem Augenblick diese Sanktionen inBerlinnichtnotifizierenzulas- se n. Qualifizierte Vertreter der deutschen Regierung würden eingeladen werden, Ende Februar jin London mit den Vertretern der alliierten Mächte zusammenzukommen. Das Kommunique stellt alsdann fest, welche Fragen von der Konferenz im Laufe dieser Woche noch gelüst wurden, und betont alsdann, gls das wichtigste Ergebnis der Konferenz, daß die Entscheidungen in dec herzlichsten «und engsten Einigkeit und im Einverständnis erfolgten. Paris, 30. Jan. (Havas.) Der diplomatische Mitarbeiter der Agentur Havas sagt, daß Hm Laufe des gestrigen Abends Deutschland folgende Beschlüsse mitgeteilt wurden: Hinsichtlich der Entwaffnung Deutschlands wurde der Bericht des Marschalls Foch etwas pbgeändert. Deutschland muß darnach seine Gesetzgebung den Vereinbarungen des Friedensvertrages anpassen, die überzähligen Offiziere vor dem 28. Februar entlassen, die Bürgerwehr vor dem 30. Juni auflösen, die Reserveschiffe vor dem 31. Juli entwaffnen, die im Bau befindlichen Kriegsschiffe sowie alle Unterseeboote vor dem 31. Juli zerstören, die im Jahre 1919 zerstörten Zeppeline ersetzen, darauf verzichten, eine Luftpolizei zu bilden und die alliierten Definitionen an- nehmen, die die zivilen von den Militärflugzeugen unterscheiden. Das Abkommen der Alliierten betreffend die Reparation werde der Reparationskomnnsfton mttgetetlt werden, welche den deutschen E x p o r t überwachen wird. Deutschland wird den Alliierten entsprechend dem ihnen zufallen- de>r Anteil Gutscheine für die Jahresraten geben. Die vorgesehenen Maßregeln bestehen vor allem «in der Besetzung neuer Gebiete, Verlängerung ver Besetzung der Rheinlande, und Ausschließung Deutschlands vom Völkerbünde. Die Prämie von 2 Goldmark für die Tonne guter Kohlen wird aufrechterhalten. P a r i s, 30. Jan. (Havas.) L l o y d G e - o r g e gab gestern abend den alliierten Konse- renzdelegierten xin Essen und reiste alsdann mit der englischen Delegation nach London zurück. Lloyd George über seinen Eindruck von der Konferenz. Paris, 30. Jan. (Havas.) Nach Schluß der Konferenz erklärte gestern L l o yd Geo r g e französischen Journalisten, sein Eindruck von der Konferenz sei ausgezeichnet. Er habe selten eine Konferenz gesehen, die man mit solch allgemeiner Befriedigung verlassen habe, und das sm sehr gut so, demi wenn man nicht zu einer üomtanaipert (Verständigung gelangt wäre, wäre bn in wirkliches Unglück gewesen, und nur die Deutschen hätten sich darüber freuen können. .Die Deutschen würden allerdings nicht so recht mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden sein, fürchte er. Irgendwelche Schwierigkeiten für die Erhebung der Kontrolle der Ausfuhr fürchte er keineswegs. Ee stände den Alliierten mehr als ein Mittel zur Verfügung, um dieser Schwierigkeiten Herr zu werden, falls sie auftauchen sollten, vor allem die Zollkontrolle, die sie einrichten würden. Diese Kontrolle werde allerd.ngs durch einen deutschen Beamten ausgeübt werden. Aber die Ernennung dieses Beamten werde nur unter Zustimmung der Reparations.ommis ion er'olgen können, dir jeben Augenblick seine Abberufung fordern könne. Wenn die Deutschen trotz dieser Kontrolle ihre Ausfuhr irgendwie zu verheimlichen suchen würden, so brauche man sich nur an die Verbündeten oder sogar an die neutralen Regierungen zu wenden, die ja größtenteils schon Statistiken über ihre Einfuhr veröffentlichten. Man würde dann bie’e Statistiken nur mit den deutschen Ziffern zu vergleichen haben. Ueber die militärisck)en und nichtmilitärischen Zwangsmaßnahmen erklärte Lloyd George, man müsse sich wohl davor hüten, die Kontrolle der deutsck>en Zölle, die keinerlei Zwangsmaßnahme sei, mit der Einrichtung eines direkten Zollregimes durch die Alliierten M verwechseln, was natürlich eine Zwangsmaßnahme wäre. Mau habe es vermieden, den Ausdruck „Besckpagnahme" zu gebrauchen, wie man überhaupt alles zu vermeiden gesucht habe, was die deutsche Empfindlichkeit verletzen könnte. Es sei den Alliierten nicht daran gelegen, Deutschland zu emtebrigeit, sondern nur darum, in den Besitz ihrer Forderungen zu gelangen. Die rein moralische Zwangsmaßimrhme der Nichtmsnahme Deutschlands in den Völkerbund, die aus Vorschlag Lord Curzons zur Annahme gelangte, könnte ohne weiteres dadurch verwirklicht merken, daß die Alliierten sich der Aufnahme Deutschlands tvidersetzten, falls dieses sich weigern sollte, die soeben unterzeichnete Lösung anzunehmen. Lloyd George wies noch besonders daraus hin, in welchem Geiste die vorgesehenen Zwangsmaßnahmen zur Anwendung kommen sollten. Die Allierten seien sich vollkommen darüber einig, daß man sie nicht leichtfertig zur Anwendung bringen dürfe. Man roerbe mit anderen Worten Deutschland nicht gleich wegen jedes leichten Verstoßes mit der Anwendung dieser Maßnahmen droben. Aber diese Maßnahmen würden in ihrer Gesamtheit rücksichtslos zur Anwendung gelangen, wenn die Alliierten es für nötig hielten. Tu RepanationSkvmmifsion werde ihre Arbeüen fort führen, weil Frankreich wünsche, daß die gesanrte Summe der Forderungen aller Alliierten Deutschland gegenüber gern ätz dem Vertrage festgestetlt werde und weil man immerhin die Möglichkeit vorausseHen müsse, daß Deutschland das setzt getroffene Abkommen nicht annehme. In diesem Falle ivükde nichts anderes übrig bleiben, als die Bestimmungen des Paktes restlos und bückest üblich zur Anwendung zu bringen. Die Frage der interalliierten Sckmlden würde Großbritannien mit dem allerbesten Willen regeln und nut dem größten Entgegenkommen. In Hyt!)e habe ia England bereits versprochen, fünf Jahre lang leinen Anteil an der deutschen Entschfdigungs- fumme nicht zu kapitalifieren, nur um einer etwaigen französischen Anleihe nichts tu den Weg zu legem falls Frankreich versuchest joll'e, auf diesem Wege seine Forderungen gegen Deutschland flüssig zu Mücken. Das sei zwar nur wenig und England würde gerne mehr tun. Aber es sei ganz unmöglich, sich mit einem Sonde-lammen nur zweier Lander über diese Schuldui zu befassen. Dafür bedürfe es einer ganz allgemeinen Lösung Wir schulden t*en Ameri'anern Geld. Frankreich ist unser Schuldner Und andrre Nationen wiederum sind Frankreich Geld sämldig. Es ist da kerne Lösung möglich, foimige Amerika sich von den Besprechungen sernhält. Tun wir inzwischen so, als ob uns keinerlei Sckrulden drückten. Das wird uns ermöglichen, noch zu warten. Wenn mein Gläubiger mich nicht drängt, so werde ich meinerseits auch meine Schuldner nicht drängen. Ei« amerikanische» Urteil. P a r i s, 30. Jan. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Neuyork soll dec amerikanische Finanzmann Vanderlip in einer Unterredung erklärt haben, niemals könne Deutschland die verlangte Summe bezahlen. Die Maximalsumme, die Deutschland jemals bezahlen könne, würde drei Milliarden nicht überfteiaen. Vanderlip sieht voraus, daß Deutschland sich weigern werde, die Beschlüsse der Konferenz anzunehmen. Die Beteiligung deutscher Arbeit beim Wiederaufbau in Frankreich und Belgien. Berlin, 29. Jan. (WTB.) Im Hauptausschuß des Reichstags fragte Nienbeck (D.-N.) an, wie es mit der Beteiligung des deutschen Handwerks und derdeutschenJndustrie an denWie- deraufbauarbeiten in Frankreich und Belgien stünde. Ministerialrat C u n tz e vom 'Wiederaufbauministerium erwiderte: Bereits im August 1919 wurden auf französische Anregung hin in Paris die $er= Handlungen über eine Beteiligung deutscher Arbeiter beim Wiederaufbau begonnen. Die Besprechungen verliefen befriedigend und führten schließlich zur Bereisung der zerstörten Gebiete durch die deutsche Kommission In der Veschlußbesprechung vom 2. Oktober l919 wurde unseren Unterhändlern in Aussicht gestellt, daß uns in nächster Zeit bestimmte Gebiete zur Vornahme der Aufräumungsarbei te.t überwiesen werden sollen. Seitdem haben wir trotz Erinnerung in dieser Angelegenheit von Frankreich nichts mehr erfahren. Wohl haben wir aber aus der Presse ersehen, daß anscheinend die gesamte französische Bevölkerung in allen Klassen und Schichten die Beteiligung deutscher Arbeiter beim Wiederaufbau ab lehnt. Erst jetzt, anläßlich der Brüsseler Verhandlungen, hat der französische Delegierte Seydoux auch diese Frage wieder angeschnitten und die Beschäftigung deutscher Arbeiter im Wiederaufbaugebiet in den Bereich der Verhandlungen gezogen. Wir haben unsere Bereitwilligkeit erklärt, uns auf diese Verhandlungen einzulassen und auch 6fr reits in Deutschland mit den Arbeitnehmern die Angelegenheit besprochen. Die Republick Georgien. Paris, 30. Jan. (WTB.) Wie der „Temps" mitteilt, beschloß die Konferenz in Paris gestern, die Republik Georgien als Staat anzuerkennen, da der Vertreter von Georgien in Paris das offizielle Verlangen stellte. Aus Sern Reiche. Die igcgenseitige Vertretung der deutschen Länder Innethalb des Reichsgebietes. Berlin, 29. Jan. (Wolff.) ImHaupt- ti u s s ch u ß des Reichstags entspann sich eine Aussprache über die gegenseitige Vertretung der deutschen Länder innerhalb des Reichsgebietes. Staatssekretär Albert von der Reichskanzlei wies darauf hin, daß die Länder sich gegenüber der Reichsregierung verpflichteten, von der Einrichtung besonderer Gesandtschaften untereinander abzusehen. Insofern sei die Vertretung der einzelnen Lander untereinander nicht von unmittelbarem Interesse für die Reichsregierung. Allerdings könne in anderen z. B. wirtschaftlichen Fragen die Einrichtung von Vertretungen der Länder notwendig werden. Indessen hatten die Länder bisher hiervon keinen wesentlichen Gebrauch gemacht, so daß die Frage keine praktische Bedeutung habe. Der Staatssekretär erklärte ferner: Irgendein Verkehr, der nicht im Rahmen der allgemeinen Politik des Auswärtigen Amtes liegt, sindet zwischen der bayerischen Regierung und dem in München amtierenden französischen Gesandten nicht statt. Der bayerische Gesandte Präaex gab folgende Erklärung ab: Die süddeutschen Regierungen haben vor ungefähr einem Jahr in Stuttgart übereinstimmend die Rechtsausfassung vertreten, daß das Recht der Länder, Gesandtschaften untereinander zu halten, durch die Reichsverfassung nicht berührt werde. Aus diesem Standpunkt steht die bayerische Regierung auch heute noch. Besonders muß sie sich das Recht wahren, selbständig mit dem bayerischen Landtag darüber zu entscheiden, in welchen deutschen Staaten sia Gesandtschaften oder Vertretungen halten will. Zur Zeit hat Bayern außer seinem Gesandten bei der preußischen Regierung keinen diplomatischen Vertreter in deutschen Ländern mehr. Eine Ävuferenz über Arbeittzbeschaffuna. Berlin, 30. Jan. (Wolff.) Unter deut Vorsitz pes Reichskanzlers und in Gegenwart der beteiligten Reichs- und preußischen Ressortminister sowie Vertretern der SiNsßlkslN! Wer seinen Stimmantrag nicht so rechtzeitig bei der nächsten Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlester einreicht, daß er bis zum miv 3. Februar bei dem paritätischen Gemeinde- Ausschuß in Oberschlesten vorliegt versündigt sich am Vaterlande Der Lderbacher Uedersall. der im Auftrag des sind. totnbinrg der Symbole Seele. Erde, Mutter durch! wiederkommen, um dann \ecntn jßortr' di- Geist. Reich. »°t-- beutd. _ viel volle Häuser haben zz. daß er über das Schwabenalter daraus rjL das i ihm noch erlaubt hätte, fern eheliches Glück mü I Brücker eingetroffen, amerikanischen komman- man nicht eine «gröbliche Charakterfigur mach«. Wenn nichts trügt, wird diese Operette nodt lenz im Automobil Manische Oberst A«s Statt unö Land. Gießen, den 31. Jan. 1921. Der aussterbendc Winter. Tab der alte Winter, der „strenge Mann" mit lernen starken Frösten und Schneefällen, allrnäl> t Vortrag über uuu vtv ---------- halten S wich in Gießen eine aufnahmefereite Gememde fmden, deren Gewlgichast er sich mcht rnleht durch d^-l Abend erworben hat. Denn man von sittlicher Erneuerung unseres ^Kolkes spricht, wird die ethische Wirksamkeit Waldemar Borfels heidelb erg, 29. Jan. Wie die „F. Z." «aus Eberbach hört, ist dort gestern, von Kob- kommend, der a m e r i - Siebener Stadtlheater. Die FaschingSf«. Operette von Emmerich Kalman. Gießen, 30 Jamrar 1921. rcit‘3 ihre ZuArajt bewiesen. (Seilern ab mb nur das Theater so überfüllt, dag nicht einmal ein Strtwlatz mehr hätte ausgegebrn. werden können. Was sollte das Herz auch mehr begeb’, en, ober das Auge, oder das Ohr. Gefällige Melodien eines liebensrvürbigm sbrnnxmi.'^n, Fasching numnul kurz vor dem 8. Februar, ein Atelier fest, tee elegante Aufmachung eines vornehmen Hotels und zwei, bte sich lieben und schließlich dock kriegen, weil dies der Lauf jeder Operettmhaudlung ist. Diesmal sind diese zwei, ein Kunstmaler und eine ungarische Fürstin, die kurz vor der Verlobung mit einem Verzog steht. Dreier steht endlich ein. Wenn die literarische Gesellschaft, die, dm Dichter für Gießen gewonnen batte, daraus bestand, daß er aus feinen Werken las, so hatte er die Auswahl doch so getroffen, daß sie im Gedankenbereiche seines Vortrages blieben. Er las aus der Jndiensahrt daS gedanklich tiefe Gespräch mtt dem Brahrnanen über den Tod und das Christentum, sowie aus Menschenwegen das Kapitel Penina, das Gleichnis von der Erlösung einer Verworfenen, in der die Liebe ist. Gerade diese beiden Proben seines Schaffens zeigten, wie sehr die äußeren Vorgänge Borwand zu der Welt des geistigen sistd, die sich dahinter auftut. nur Gleiches, nur Symbol, wie die Personen nur Träger der Ideen einer lebendigen Weisheit find, die in edelstem Svrachaut 5.70rmt wird. Der Dichter wird zum ikrfüuber, zum priesterlichen Lehrer. Und so märe es denkbar, daß uns Bom'els ein hymnisches Epos der Lebensiveisbeit schenkt, das den Beden jenes Indien nicht fcnrjW, das er liebt. durchleuchte!, die Anekdote sich völlig dienstbar, ja übcrstüssig macht, wie dies ht fernem letzten Buche „Eros und die Evangelien", der Fortsetzung der „Menschenwege" teinttfe schon der Fall ist. &n der Linie dieser Entwicklung liegt es, daß Bonjels aus seinen Bortragsceisen nicht ans seinen Buchern vorliest, sondern, wie am Tage zuvor in Frankfurt. Vorträge hält, die zu d m letzten Probleme vordrinavi. da-« uns fr. . ** Der Konzertverein ist mit den üblichen zehn Abonnementskonzerten Heuer so vorgeschritten, daß nur noch zwei auMehen. Das eine wird in der zweiten Hälfte des Februar als Orckesterkonzert im Stadttheater statt- fmben; das andere als grillicfe Äuftührung — Bachs Johannespassion — am 11. ML z in ter Sta)1kircfe. In der Zwischenzei ve anstal.et der Vere n am nächsten Sonntag, 6. Februar, in der Aula ein Sonderkonzert, da- uns die erste Bekanntfcha t mit einer jun-en Künstle in und gewinnenden Per Lnlichkeit, Fräulein Irma Petar ans Berlin, oerntittrtn soll, von der in der Musikwelt viel und rühmlichst gesprochen anrb. Tas Engagement der Kü stlerin war schon vor einigen Monaten beabsichtigt, doch konnte sie erst jetzt für uns gewonnen werdm. Die Berufung namfa ter Künstler gestaltet sich üb.whaupt von Tag zu Tag schwieriger. Der Mitbewerb des Auslandes, in dem sich ein wahrer Heißhunger nach deutscher Musik bemerklich macht, und die glänzenden Honovare, die es zu bie-en vermag. locken un ere Künstler in großm Scharen hinaus. So bereist das Schörg-Ouartett, das erst kürzlich wiederholt hier musizierte, gegenwärtig die skandinavisch n Länder, das Wenöling-Ouartett weilt sett einiger Zeit in Spanien während in Mad id deutsche Oremkraste Wagners ddibelungenring auf* führen, die Virtuosen Backhaus u:b Szigett haben sich in Italien Er olge.über Erfolge geholt und der Sänger des Evangelisten in d r bevorstehenden Auf ühmng der Johannes'assion, der berühmte Tenorist Georg A. Walter, kommt zu diesem Konzert eigens aus Barcelona zu uns, um anbrrn Tags wieder in das Ausland zu reisen. Unter die en Umständen hat die Konzert'eitung geglaubt, un eren Mu ik reunden das Sonderkonzert einer daß auch die heutigen Gegner des neuen Bürgermeisters, wenn die Leidenschaft des Wahllampies sich erst einmal abgekühlt hat, ihm sein schweres Amt nicht noch schwerer machen werden, sondern ihn erst ernural arbeiten lafen. brnor sie eine endgültige Stellung Üynr gegenüber etn- nebm.cn. Zum Besten unserer Vaterstadt ist em verständiges, vom Geiste der Versöhnung gdra^ genes Zusammenarbeiten zwischen Bürgermeister und Einwohnerschaft zu ersehnen. Dem: mir ter unterstützende Mttarbeit aller rime Unterschied brr Patter kann dem Gemeinwohl bienen. * u Heuchelheim, 28. Jan. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Stelle eines Nachtwächters neu bfetzi. Um bte Bautätigkeit neu zu beleben und zu fördern, wurde die Erwerb ing von Baugelände für sechs Wohnhäuser in ter Ernststraße beschlossen. Auch die neue Backhausordnung gelangte nach dem Entwurf zur Annahme. Kreis Alsfeld ** Eulersdorf, 31. Yan. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Samstag nachmittag gegen 5 Uhr beim Holzfällen im Distrikt Altstrauch zwischen Eulersdorf und Eifa. Als eine Gruppe Holzfäller mit dem Umlegen einer Kiefer beschäftigt war, stürzte hinter ihnen eine bereits an- gerodete Kiefer um und begrub drei Holzhauer unter sich. Der Holzhauer Konrad Schäfer aus Eulersdorf war auf der Stelle 101. Konrad Höpfner aus Eulersdorf wurde schwer verletzt, während Johannes George, ebenfalls aus Eulersdorf, mit einer leichteren Verletzung baoonfam. Der Schwerverletzte wurde sofort von der Unglücksftelle aus mit einem Auto in das Kreis krankenhaus Alsfeld gebracht. Er soll außer Lebensgefahr sein. Der Tote hinterläßt eine Witwe und mehrere kleine Kinder. mehr zugefrvren ist intb daß die TYemje zum letztenmal im Jahre 1814 bis in dre Gegend bet Lon- । dotier City vereist war. Tie Schweitzer Glettcher zeigen feit den letzten 50 Jähren eine beständige Abnahme, und es gibt Meteorologen, die dreies Zu rückg hen der Bergletfcfenmg mit der ttilmäc* lüfen Milderung des Wtrtterkltmäs uf Mitteleuropa ni Zusammerchang bringen. Aber die Der- ertung ter Erde geht nicht nur in der Schweiz zurück, sondern man hat auch eine Abnahme tes Eires aus dem Südpolarkontmgent beobachtet, und in den letzten 80 Jahren ist die ungeheure Ers- barriere, bte ihn umgibt, um titele Kilometer zu- rürfgegaiigm. Dieses Zurückwttchen des Eues am Südpol Hält beständm an. Woher aber ixeie Ver- nngenmg oer Eismas sen aus "ter Erde kommt b.rs ist nach dem heutigen Stand der Kenntnisse Khmer zu sagen. Vielleicht hat die Hitze der Lonne zugenommen. Doch sind unsere Meßmethoden in »iestr Beziehung noch nicht wett genug vorgeichrtt- ten, um darüber sichere Aufflärung zu vericfeNen. Veranstaltungen. Montag: Cafe Leib, 7»/,.Uhr, Konzert und Vorflellung der Chiemseer. — Lichtspielhaus, ,^ta- tharina die Große". — Lichtspiele, Seltersweg, wie gestern. * ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 17. Januar der ordentliche Professor an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim Dr. Hermann Krämer zum ordentlichen Professor der Landwirtschaft mtt dem Lehrauftrag für Tierzucht an der Landesuniversität zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1921 an. U Verträgen wurde am 24. Januar dem Lehrer Jakob Neeb zu Höchst i. Odw. die Lehreritelle an der Volksschule zu Wippenbach (Kr. Büdingen). Am 25. Januar 1921 wurde der Strasanstalts- wachtmeister an der Zellenstrafanskalt Hemrtch Birkenfeld in Butzbach mit Wirkung vom 1. Februar 1921 in gleicher. Eigenschaft an das Landeszuchthaus Marienschloß versetzt. ** 1919 teilt Kriegsjahr. Bet der Anrechnung vpn Kriegsjahren svtd Zweifel darüber entstanden, ob auch das Jahr 1919 dafür tn Betracht kommt. Das Heeresabwiclelungs-Haupt- amt hat deshalb ausdrücklich darauf htngewiesen, daß eine Anrechnung von Kriegsjahren auf Grund des Offizierpensionsgesetzes und des Mannschafts- versorgungsgesetzes zunächst nur für die Jahre 1914 bis 1918, nicht aber 1919 in Frage tarne. Hesfen-NafflM FalkrHe Preise. mc. Frankfurt a. M., 30. Jan. Die Preise für ausländische Artikel fallen m Frank- fuxt augenblicklich noch stetig. So kostet Sä>w ein e schm alz in den meisten (McMftei nur noch 13 Ml. das Pfund (in Gtehen Mit 12,70 Mark angeboten), einzelne smd ab« auch da, die eS Lm Detail schon für 12 und!2ch0 Mark abgeben. Kaffee kostet nur noch 18 bi5 20 Mk., auch Kakao und Schokolade haben einen ziemlichen Preissturz erlitten. D« Geschäftsinhaber halten den augenblicklichen Pv.tssturz mm von langer Dauer, da der Weltmarkt dies nicht zulasse, vielmchr seien die nirtreren Preise auS einer Baisse zu erklären, nm? ste nach bett hohen Festen immer einzutteven pflege. Der Frankfurter Jugetttrrag. mc Frankfurt a. M., 30. Jan. D«. heutige Sonntag galt der Jugend. Der Frankfurter Jugendrina, in den alle Jugend vereine ohne Rücksicht auf Partei und Konfession zu- sammengeschlofsen sind, protestierte in machtvollen Kundgebungen gegen den Schund in Literartur, Theater und Kino und erhob feine warnende Stimme gegen Bars, Dielen und Animierkneipen. Der Jugendtag wurde mit einer künstlerischen Morgenfeier im Saalbau eingeleitet, der sich am Nachmittag eine mächtige Befammlung in der Paulskirche anschloß. Am Abend durchzog bann ein mächtiger Fackelzug von Taufenden von Jugendlichen bte Stadt, um gegen die Entsittlichung des deutschen Lölkes zu protestieren. Es wurden auch eine Anzahl von Entschließungen gefaßt, die den zuständigen Stellen übermittelt werden sollen. Verhaftung einer Räuberbande. st. Frankfurt a. M., 30 Jmt. l&nt Räuberbande, die in den letzten Wochen w m elfter der Stadt Lich, ist am 2. April 188b mi ErWadt ^Steid Hanau) geboren, fleht also tm 33. Lebensjahre Nachdem er dir Realschule al solviett, war er seit 1905 im Dienste der Stadt Friedberg, die ihn 1916 definitiv anfteUte. Aus seinem bisherigen Wirkungskreise bringt er für ein neues Amt reiche Erfahrung und hsachvcnnt- liis und gute Zeuanisie der verschiedensten Behörden und politischen Parteien mü. Er selbst steht auf dem Boten der denwkrarischen Wettanichauung. Ter neue Bürgermeister, der von tombercin nahezu die Hälfte der WÄlerschast nicht hinter sich weiß, mitt' ht seinem Amte zunächst auf mancherlei .0 hervorragenden Kü ist e.in. .tote Fräulein Petar es ift. nicht tioreatteften zu sollen Die Konzett- aeb.'r n nennt nicht nur eine der reizvollsten Koloraturstimmen ihr eigen sondern hat zugleich eine Vorliebe für das Lieb das sie mit ihrem tätigen und doch wundervoll weichen, hohen Sopran ganz fein innig zn behände n und vorzu- tragen versteht. Besonders wirb die meisterhafte Behandlung dec Kop töne an ihr gerühmt, die sich so ganz und gar von den sonst gchörten unterfcheiden. Das Urteil der Sachverständigen geht baten, daß sie zu ten Auserwählten Unter den Berufenen gerechnet tverben muß. Die Klavierbegleitung wirb iür unseren am Ken \ertage verhinderten Prof s or Trautmann, ter Korrepetitor am Franksuiter Opernch.'use, Herr P a n l M e y c r. üternehmm. Das Ko^zwt findet, wie b'reits erwähn'., außer Abonnement statt. Doch werten ten Abonnenten die angestammten Plätze bis morgen Dien-tag, abends 6 Uhr, zur Der ümng gehalten und ihnen empfohlen fie innerhalb dieser Frist in dec Musckalten- handlung von Ernst Challier qb^olen zu la en. ür Deutschland". Landkreis Gießen. Büraermeiftrrstichwahl in Sich. Stadtfekretär Völker (Friete berg) ntit geringer Mehrheit gern ählt. 6 Lich, 30. Jan. Unsere Vorauslage über ten Ausgang der Mrgermeilterwahl sich ziemlich bestätigt. Stadtsckretar Völker (Fnedterg) hat mit einem nicht sehr großen Mehr von Stimmen den Sieg davongetragen. _ Der Wahlkampf war gestern und heute noch äußerst lebhaft. Em wahrer Regen von Flusvlättern ergoß sich über bte Wählerschaft. Für die Kandidatur Walz arbeitete fieberhaft auch ter Wahlausschuß des tm ersten Wahlgang ausgeschietenen Bertteters der Landtoittschas, Ft) chec. Schon vorher war von bieser Seite Parole für Baumeister Walz (Vilbel) ausgegeben worden, da nicht dessen politische Stellung, sondern die Tatsache, daß er als her gebürtige Kiefer dem Bauernstand näher stehe, ausschlaggebend sem müsse. Für beide Parteien waren feilte den ganzen Tag über, besonders tn den spaten Nachmittiasstunden, die „Dckckeppett' tätig; wer nicht Mc Wahlurne g^fen konnte, wurde hin- gefühtt ober tm Magen terangeholt. Es war so auch eine Wahlbetetligung zu verzeichnen, wie sie in unserer Stadt von ferner Wahl in Errmterung ift 90 Prozent der etwa 1650 Stimmberechtigten sind zur Urne geschritten, davon erhielt Stadtsekretär Völker (Friedberg) 7o3, Baumeister Walz (Vilbels 676 Stimmen, einige Stimmzettel waren ungültig. Sckwn lange vor Verkündigung des Wahl- eraebniffes war der Rathausplatz mit MenlLerl angefüllt. So erregt aber die Gemüter ten ganzen Tag über gewesen, so gedrückt nmrde um 10 Uhr abends bte Stimmung, mit ter ber aus- »tmq der Wahl ausgenommen wurde. Das äußerst lebhafte und bewegt Treiben des, Dages wurde an vermittelt von einer ungewShnlufei Rute av- gelöst, wie sie sonst das ^ttaßenleben unterer Stadt' an Sonntag^rbenden nicht kennt._________ Waldemar vonsels-Abend. Gießen. 29. Jan. 1931. Anderes als viele seiner Zuhörer erwartet haben mögen, bot Waldemar Bonfels an liefern Wend. Der Dichter der Bieiie Mafa, der die Seelen der Kinder gefangen nahm, ist im Begriffe, über sich selbst hinauszuwachsen, die Anekdote wird zurückgedrängt zugunsten des etlnschen Ge- lxrlles feiner Wecke. Als erhabenes Ziel leuchten vor dem Dichter die Worte Christi an den Fischer PetruS: „Bon nun an follsr du Menschen sangen.' Die Bewnimz eines reinen Ethos bedeutet bei Bvnscls keine iimere Wandlung, kein Sich- treibenlasjen von mystischen Unterströmen der Zeil, sie ist innerfter Zwang M immer bmmßter gewordener Pflicht Wer seine Bücher in der Folge ihres seitlichen Ettätehieiis lieft, wirb das Etlw) seiner Weltanschauung hinter lebem, auch ber Biene Maja, spüren, nut daß es immer stärker üch ausstirbt, ist eine Bemerkung, die man je&r After hören kann. Mit Ausnahme des Winters von 1916/17 haben wir m wirklich in letzter Zeit ungewöhnlich milde Winter gehabt, und teefe Er- icfetrnnTg tritt in diesem Jahr besonders deutlich hervor. In erster Linie klagt man aus ten ve» fchlttrensten Gegenden über die geringe S chneemenge. Die Schwei- hatte selbst in H^en, die sonst immer eingeschneit waren, fast gar keinen Schnee. Aus Rußland wird berichtet, texte der diesmal besonders katastrophale Mange) an Brennmaterial zum großen Teil dem Umstand zuzuschreiben sei, daß infolge des fehlenten Schnees das Holz nicht auf den bequemen Schlitten befördert werden koirnte. Aaich sonst wird von überall her ungewöhnlich warme Witterung gemeldet. s)tun hat cs solche mitte Winter auch tn früheren Zeiten gegeben, und die Chroniken ans ferner und naher Vergrngenfett wisstm davon zu erzählen, daß im Janimr Die Blumen blühten und man sich bereits in ten Frühling verletzt glaubte Danach aber kamen dann auch wieder Perioten ichr strenger Winter, und man muß daher tebr vorsichtig (ein mit ber Behauptung, daß ter Winter ausstcrbe imb daß die Winter in Europa immer milder geworden sind. Immerhin ist sestzustellen, daß seit dem Jahre 1879 ter Brteniee nicht ** Die M änner- und Frauenvereinigung der MatthäuSgem einte hielt am > Donnerstag ihre diesjährige Hauptvwammlung - im 6 m.tnbeiaale ab. Rektor Knautz. der 1-Vorsitzende ber Vernnigung, feyrüßte die zahlreich । Er chienenen. Ter Jahresb.ncht zeigte eine lehr b friedigende Entwicklung des jungen Bereis. Aus b2 Mttglietetti bei der Gründung waren teren 452 im ersten Jahre geworden. Es lauten in diesem Zeitraum Hat: 5 Miiglttter-, 5 erver- ammlungen und 5 Vorstands, itzungen. Eine sehr rege Tätigkeit entfaltet? auch der Helterkreis in einen 24 Bezirken ter Gemeinde. Ihm 11t in erster Linie ter bedeutende Zuwachs von Vereinsmtt- gLiebem zu danken. Gleich günstig gestaltete iick die Rechnungsablage. An Mitglteberteilragen und außcrortentlichen Zuwendungen war 10 viel einteganjen, bat ber Aofchluß noch einen Kassen- oorrat von 666.30 Mk. ergib. Die Venammlung stimmte dem Borstanbste chluß, der die Erweiterung von 5 aui 15 Mttglieter vor ah. zu und wählte bement prechenb zu den bisherigen G.iedern 10 weitere, fo baß sich ter Vorstand nunmehr neben dem P arrer der Gemeinde als Geichafts- führer aus 9 Männern und 6 Frauen zu ammen- setzt. Man war bestrebt, allen imBerein zuammen- gefchlossenen Kre fen Rechnung zu tragen Nachtem der Veriammlung die Be eutung der wier* arbeit im einzelnen (largelegt worden war, brachte man zum Ausdruck, bas die Männer- und Frauen- veceinigung nur kirchlichen Interessen dient und somit jeder politischen 29e:ä.ipntq,_ von welcher Seite sie auch kommen möge, die Türe weift. ” I n ber Zionistischen Ortsgruppe Gießen hielt am Sonntag abend im Hotel Gvostferzog Dr. Prager aus Kassel einen Lichtbildervorttag über „Das neue iüdi|che Palästina". Der große Saal war. wie ims geschrieben wird, dicht gefüllt, ein deutliches Zeichen bafux, baß ber völkerrechtlich garantierte Aufbau Palästinas als jübische Heimsvätte über den Rahmen ber zionistischen Organisation hinaus lebhafte leib nähme erregt. Der Vortragende verstand es, durch Verbindung von Watt und Bild ben Zuhörern das wiederenvachende jüdische Palästina lebendig vor Augen zu führen und schloß mit dem Appell an die Versammelten, beim Aufbau Paläittnas mtt ganzem Herzen und vollen Händen mitzuwirfen. , ** Kleine Mitteilungen. ,Die Steuerordnung der Stadt Gießen über die Besteuerung des reüfefteuetfreien Einkommens ift aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer *u ersehen. — An gleicher Stelle wird die Sonderausgabe von verbilligten Schuhen crngekündig-t und mitgeteilt, welchen Geschäften der Berkaus von Spiritus übertragen worden ist. — Ihr 25j ährigesDien fr» jubiläum feiert Frau Katharina Henke Witwe als Haushälterin bei Bäckermeister Forbach tn der Kaiserallee. — Die Sozi al devro kr at 1- sche Partei veranstaltet öffentliche Versammlungen in Lollar Mtttwoch den 2. Februar, abends 8 Uhr tm Saale „Zur Germania"; in Gießen Donnerstag ben 3. Februar, abends 9 Uhr im Gewerkschaftshause; tn Lauterbach Freitag ten 4 Februar, abends 9 Uhr. tm Saale „Zum Johannisberg" In allen Versammlungen spricht Redakteur Schwartz aus Budapest über : „Der rote und ter weiße Terror tn Ungarn und fettK Lehren politischen Parteien des Reichstags fand heute Line Aussprache Über die Arbeitsbeschaffung wit Vertretern aller Getverkschafts- »gruppen statt. Allseitig wurde ine über- /nis ernste Lage auf dem Arbeitsmarkt anerkannt und betont, daß das Reich und ine Länder bis zur allgemeinen Besserung der Wirtschaftslage mehr noch als bisher Arbeits- -gelegenfeit schaffen müßten. Die Erörterung zeigte die Möglichkeit dafür, insbesondere auf dem Arbeitsgebiete des Reichsverkehrsministeriums und des Reichspostministeriums sö- wie in den landwirtschaftlichen Bodenver- beffenrnaen, wo sie schon setzt mit Hilfe der produktiven Erwerbslosenfürsorge betrieben jDerben. Sehr bedeutungsvoll für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes schien nach allgemeiner Auffassung dieBelebungder Bautätigkeit. Auch die Zukunftsaussich- ten der deutschen Industrie wurden eingehend erörtert. Aus dem Kreise ber Gewerkschaften tourbe auch die Notwendigkeit der Anwen- Hung der Methode der Kur,zarbeit sowie die ^rage des Wechsels der Belegschaft zur Erörterung gestellt. Sämtliche Anregungen sollen von den in Betracht kornmenden Behörden nachdrücklichst und schleunigst verfolgt werden. Die Finanzierung des NeckarkanalS. Karlsruhe, 29. Jan. (WTB.) Gestern mochmittag traten im bcttüschen Arbeitsministerium die Vertreter der Reichs-, der badischen, württembergischen und hessischen Regierung sowie Vertreter des süddeutschen Kanalsvereins und der am Neckar gelegenen Städte zu einer Aussprache über die 'Gesamtfinanzierung des Neckarkanals zusammen. Es wurde die Bildung einer Fi- nanzgesellschaft ins Auge gefaßt. Sckwierigkriten stossen. Datz es ihm gelingen wirb, durck seine CharaklereigenfcdasMi und Fähigkeiten, die selbst vom ifegner im Wahlkanwie nie angc zweifelt worden find, alle ^Hinternisjc zu über- winden, wird im Interesse einer gtteifrtufvn Fortentwickelung unseres Gemernwesens aber von jeder- einer — ausgerechnet imgarifcfen — Fürstm zu versuchen. Bis er aber so wett kommt, intb mancherlei komische Mißverständnis se und tragische Situationen zu überwinden, die mit viel Geschick ju einer abwecfelungsceicfen Handlung verknüM ftnb. Aber selbst wenn e5 ben BühnenvoraL«t an j«rl«fer Motivierung fehlte, genügte die Muss, bte Operette zu«mmenrukLten. Sw [titelt ml lobten, bte auch den Wrtetttrebendsten gefangen nehmen, weil sie die Einfälle eines nicht gar tiefen, aber durchaus musikalischen Temperamentes sind, das es auch versteht, fte in ten 'besttickeobsten Farben schillern $u lassen. DaS Orchester hatte unter der Lettung von Karl Schlager prachtvoll« Zug, ebenso wie die Darstellung, für bte Rubrik Goll yidntete. Die Fürstin von Steffi Bfef- fer-Teu tsch war sehr erfreulich, da fe aast für die Ausgelassenheit einer ungüTiüten Fürstiv Grethen wußte. Scmrmlich war fe gut disponiert, ebenso wie ihr Parwec Adolf Falken, teffe eleganter Maler vielleicht doch noch eine kleine Spur von Boböme hätte an sich tragen bürten, DaS humoristische Gegenpaar wurde von Srar Otte unb Richard Hellborn gegeben, br sich jeder «eise köstlich ergänzten. Aus der groß« Hierenden Generals in Koblenz dem Untersuchungsrichter Dr. Schlimm den Vorschlag mitteilte, die beiden verhafteten Amerikaner Neas und Zimmer frei zu bekommen. Er teilt mit, es sei beabsichtigt, die beiden Verhafteten vor ein amerikanisches Kriegsgericht zu stellen. Wie die „Eberbacher Bettung" mitteilt, fyit der deutsche Beamte dem amerikanischen Offizier die selbstverständliche Erklärung abgegeben, daß nur ein deutsches Gericht zuständig fei, in dieser Sache ein Urteil zu Fällen. Auf den ausdrücklichen Wunsch des Obersten Jet diesem eine schmftliche Bestatt- mntg dieser Antwort gegeben worden. Die beiden Verhafteten erklärten im übrigen, daß sie im Eberbacher Gefängnis gut behandelt wurden. Wie groß das Interesse ist, das in amerikanischen Kreisen der ganzen Ange- legenhett entgegengebracht wird, geht auch daraus hervor, daß amerikanische Zeitunas- reporter aus Berlin in Eberbach eingetroffen Diele seiner Zuhörer mögen anderes von Bonfels erwartet haben, was er ihnen bot, war fchwerc Kost. Aber waö ter Dichter reif an geistigem Inhalt und reif tn ter sprachlichen Form in t, Seele ter ihm Folgenden senkte, _____ cr, wirb wie daS Sgattoni sein, baS auf fruchtbaren (Trio hi Ng. Ui»b test er die Lösung dieses Pro. - Boten fiel blemeS in teil Evai'äcften nutet, 11c als verlautet, soll Vomeis nn natblten yahte Datum: Amsterdam 210,25 ^langte nach dm Kn, Rar- Kurs KurS ereignete sich am M 5 Uhr beim Holz, rauch zwischen Eulers- 180, 269, tolerwerte. . . TBien New-Port 31. 1. Wechsel aus- Schweizer Franke» die Tx* Kondensierte gewatete wird. Vollnttlch 9 SOMkd« Dole. Berkaus tm £d*nfmihe(80 dt tu 28.1. 11,- 5,17 9,15 128,25 8,20 197,80 211,75 221,25 56,94 399,63 919,55 799,20 lö'&i 77,65 19,58 des steuer gesttzes vorgrsehem memdeüeuer herangezoge^. 77,60 11.27 Cornedfees Sterilisierte Alremnüch c Bärenmarke) DursUonserven Erbsen Bohnen Kernseife 183,50 189,- 334,- 333,50 471,- 260,- 284,- 593, 536.- 424,- 3 7,- 253,- Brüssel-Antroerpen . Christiania...... Kopenhagen Stockholm Hetfingfor» ..... Italien........ London. , .^j • . . New-York Pz grftngert Bodt'che Anilin befestigt Desgleichen be «nd für Sdxibc» anstatt wieder >vausrnteresse. wodurch der RXiri um 6 Prozent g-"bobrn inurtx Ettttrv werte nxircn rutnger wi> pr«-.:Ktitenb. Trulzch-Urtertee ücCten sich ansan^ich atu 885. Zellstoft Walddof Wirten Sragter. Stil Destrregetn ux*n an. SckiN- nsaktien bei regrr Kau'tust test, besonders Norddeutscher Ltovd Im weiteren tk-rlaui trat eine merkliche Abs^nächung der Devisen ein, tnYpige» besten waren Merilaner nriebev rüdgängrg weiter schwächte sich die Börse aut tnc Nachrichten von der Panier Konteren» wieder ab, doch war der ödtub bei stillem Geschäft vornnegend behauptet. dnnaLrtkovt 3?/e Pros Jrankfart a Ul, 81. Ian. Berliner Trtnknmarft W. Benner. Marktstvaße 34, C. Berg. MäuSburg 4, L. Dernbardt. Schulstraße 10, S^BeS, Zchuhwaren. EellerSweg 71- . Herbert. Marktplatz 2, H. A. Junker, Marktstraße 21, I. Lilienfeld, SefterSweg 52, Chr MagnuS. SelterSweg 81, KtirihauS Ma rum, Bahnhofstraße < S. Mever, Bahubosstrahe 30, Schuhbaus Metnorvl, SelterSweg 19, F. Reumeier. Smnenstraße 20, N. Reiß, MSusburg 12, Sprmgmanns Schuhbaus, Bahnhofstraße 58, L. Süß. Marktstraße 9, d. Daldschmidt, Frankfurter Straße. HMEs. SSW 1073,40 1076 10 104^,95 «51,05 11'3,851116,15 1078,40 9081,19 1251,201253,801263,70 1266,30 183,80 13j,20 ----- 209,75 ----- Soaöerausaaüe oon oeröimgtm Sdrnhei Bon der ReichSschuhoersorgung Berim imd mir eine beschränkte Anzahl Schuhe »u wrbuhgtrn Preisen für die minderbemirielt': unb tn Schuhnot befirchtiche Bevölbe-irng fcirr VerfüMNg qeftrfft nx>r> den. Die Prei e stellen sich wie folgt: Klasse L L>erren stiefel in bester, ra^nengenabter AuSnihrung M 175 Mk. Tarnen fhefd in gleicher Ausführung tu 160 Mk. ffiafle A. £>eneninrel, dvrchgenäht und hol genagelt m besserer Ausführung *u 125 Mk. Damenstie-'el in gleicher Ausführung M 110 Mk. zechlre, etTbron n ernen großen «iveneinbruch verübt hatte, wobei fbr mehrere kostbare Teovicke unb andere ®rrto»qenftäitbe in die Hände fielen Tie flüchtigen Täter wurden tn Heilbronn ermittelt und feftgmommen. Ite Fest- stell an gen der Polizei ergaben außerdem btc tn- terestante Tatady. daß sich am 29. Dezember vor der Abfahrt des Suge4 nach Chembon nicht weniger tiS neun Personen am Frankfurter Süd- bohnhot ern gefunden hatten, die alle von bem cep?antm Verbrechen wußten und noch darüber tn Streit gerieten, wer sich bet der Ausführung der Tat im Än-einen beteiligen sollte. § 4.. Das reichssteuerfrere 6ntBommen von Steuev- pflichtigen mit mehrfachem Wohnsitz wird mit dem Teil $ur Gemeindesteuer heran ge-ogen, der aut das aus der Stadt Gießen herrührende Einkommen entfällt. 8 6. Dre Gemeindeeinkommen steuer wird in den Fällen der 88 26 und 44 des Emkommmtsteuer- gesetzes tn dem gleichen Verhältnis ermäßtgt, m welchem die RetchSetakommensteuer nachgelassen ßanöcl Berlin. 29. Jan. (Wolff.f Ueber die starke Steigerung der deutschen SalzauSfuhr wird berichtet: Die deutsche Salzaus uhr erfuhr 1920 eine weitere ganz erhebliche Steigerung. Gegenüber einer Menge von 573 000 Tonnen im Werte von 72 Millionen Mark im Jahre 1919 gelangten 1920 1121 000 Tonnen Speise-, Gewerbe- und Jndustriesalz im Werte oon rund 280 Millionen Mark nach den europäischen Ländern und nach llebersee zur Ausfuhr. Berlin, 29 Jan. Börsenstimmungs- btlb Die Börse stand in der .Hauptsache unter dem Eindruck der Pariser Besckstüste üter die deutschen Reparationstzahkmgen. deren Löhe im allgemeinen verblüffte Die Stimmung war in diesem Zusammenhang daher tienriitf) nervös und unsicher bet schwankender Äursbilduns und ruhigem Geschäft. Das weitere Abbröckeln des MarkkurseS in Neuyork die die deswosTnr ant vormittag ink Frei» verkehr ringetretrne wesentliche Befestigung der Devisenpreise bewirkte zunächst weitere Decktmgen der Börsettspekulation und rin Anziehen der Kurse der meisten Papiere um 10 bis verrinzelt 15 Proz Daneben waren aber auch schon für einige Papiere wie Nheinsftchl, CrenP.rin u. Koppel, unb Pbönii mehr ober mtnber große Etnbußen zu verzeichnen. Als dann die Devisenpvoise erheblich nachgaben und alS die eingangs erwShnten Pariser Beschststsse bekannt wurden, wurde die £>altimg schtvach unb rin wesentlicher Teil der Kursgewinne ging nritber verloren, n»bei wesentliche Schwankungen bei höheren Kurien in Th Golbschmidt, bei ntebri-Trren in Orenftrtn u. Koppel jlattfonben. Bankaktien, Balutapapiere unb Rentenwerte änderten ihren KursstMtd nicht erheblich. Die Unsicherheit trat späterhin bet anhaltend stillem Geschäft tn weiteren Schwankungen führender Papiere deutlich zutage. Auch in den zu ErnheitSkursen gehandelten Indust riepapieven war. wie schon gestern, das Geschäft wesentlich ruhiger, da das Privatpublikum wegen der Unsicherheit der fetzigttt Börsenlage stärkere Zurückhaltung übt. Während die Kurse der im Großverkehr gehandelten Papiere, unter diesen besonders Deutsckr Petrvlewn. gegen Schluß wieder erheblich nachgaben, waren die zu Einheitskursen gehandelten Industriewerte bemerkenswert fest. Frankfurt a. M., 29 Jan Börsen- ftt m mungSbild. Die Börse »ergte am Wocken- schluß bet etwas lebhafteren Umsätzen eine Teftere Tendenz. Tie $hir5bri;enng aur dem anSländt- schen Tevisenmarkt versehl'e tbre Wrrku "g nickt, ließ über, als sich der Tollarkurs etwas senkte, ernen unregelmäßigen Berlmn erfemten In T?en» kaner waren bte Umsätze etwas reger. Montrn- rvertc konnten im Vergleich zur gestrigen Abendbörse ihre Kurse teils etwas erhöhen, teils waren sie gut behauptet. MvmneSnunrn, auch Zarpener Wirten gesuchter. Taimler-Motoren, Ad er Kleber und besonders Ben--Mowren schwächten sich ob. Datum: 1.7.14. 125,10 ...... 59,20 88,80 117.83 88.80 .......117.88 .......97,83 125,40 22,80 01 §1 Das nach ß 20 des Sinkommens»>ergeietzes vom 29. März 1920 reichssteuerfveie Einkommen unterliegt der gemeindlichen Besteuerung. 8 2. Die gemeindlich? B ftcuerung begrünt: 1. bet einem steuerbaren Ern kommen von 8000 Mark, wenn das reichssteuerirr^ Einkommen nicht mehr als 1500 Mk. beträgt; 2. bei einem steuerbaren Einkommen non 10000 Mk.. wenn das rrichisteuenre« Entkommen nicht mehr als 3000^Mk. beträgt: 3. bei einem steuerbaren Einkommen tx>n 12000 Mk., wenn das rrichsst-uern:ere Ern- temmen mehr als 2000 Mk. beträgt 8 3. . Das der ®ememi>2beftaenutg- unferiregenöe reichssteuerfreie Einkommen wirt, sofern es ntchl mehr als 1500 Mk. beträgt, mit dem gatuat Betrag und, fofem e5 den Betrag oon loOO Mk. über'ic.^t. zur Lälftr mit dem tn § 30 des Lan- Dxbeiben, bt« 30. 3amun 1921. H»D Hesstsch« SitegeHaeiMri. 5t« *3- Geld Brief Geld Brief 28. Ian 29. Jan. Phonix-Pergb Lbt . 595, Bad. Lnllin- u. Soda 533, Höchster Farbwert«. 431, airttr. A. L. D. .. 805, Lchucken. Werte . . 255. Felten. Guilleaume . —. Daimler —, Bub.. Lisenw.» Akt. . —, 4e/05tfi Staatsanl. . ——,— (Electron ®rie»beim . 400.- 4u7,— -,- Marknotitzrungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Berlin ß. Schluß- Schluß- übrigen bUrt es bei den biShen^en Bestimmungen. Ein-. Aenderung bet Dariidestinimung über die Arbeitszeit der Fuhrleute konnte nicht ut Frage kommen. weil diese Bestimmung laut Tarifvertrag bereits am 1 Dezember 1920 hätte gekütwigt werden müssen, um gründen werten zu können. Bride Par- irien erhielten eine Frist von einer Woche zur Erklärung über Annahme oder Ablehnung bei Schiedsspruch» gesetzt Ter Spengler £>. Stock in Alsfeld wurde mit seinem Anspruch gegen die Firma Julius Bagh m Alsfeld auf Viachzahiung eines höhTren Lohnes für die Zeit Pom 12. Mai 1919 bis zum 12. Juni 1920 ans den orten!lieben Rechrsweg verwiesen, da der SchlichtungSauSsclmß zu einer Lohnregelung für eine so weit ntrückliegende Zeit nicht zuständig ist. Es wurde iedock bte Entlohnung bei AntragstellerS mit 50 bis 66 Pfg. Stunden lohn in der fraglichen Zeit, selbst wenn man berüdiidxigt, daß Stock kein nelernter Arbeiter ist, für durchaus ungenügend er» kläN. Beide Parteien haben den Schiedsspruch angenommen. Den Arbeitern der «ieselgurgrube Nieder-Oif- Ieiben der Firma Grün zweig u. fcarhnann soll unt Wirkung vom 15. Dezember 1920 ein Stundenlohn von 4 Mk gezahlt werten. Antragsteller war der Fabrikarbeiter ^Verband ^wri weitere Sachen erledigten sich durch Ver- stündtgung der Parteien vor Eintritt in bte Verhandlung. Kurze Nachrichten aus Dessen und den Nachbarstaaten. Aus russischer Gefangenschaft lurikfgefebrt sind PbilivP Dritter ans veuchelheim nach fünf Jahren, Karl ideuser III au- Steinberg nach fünf Iabren und Otto Eich au- Ober la iS Für die Sxrin. gekehrten wurden Degrü^unqS'eiern veranstaltet unter Mitwirkung der Gesangvereine. — In Lang-GönS feierte der Gesangverein „Ger- tnania" sein dreißigjähriges Stiftungsfest: an 24 Mitglieder wurden Chrenprri'e verteilt. — In Lick hat sich unter dem Vorsitz von Earl Neger eine zwanglose Verrinigimg ebemaibtr UfKt geb ldet. her zahlreiche NerimentSaTtqehörige beitraten — Der Holzhauer I. Battige vermiß glückte in Steinbach am Freitag beim Holz- hanen: durch unglücklichen Sturz brach er rin ©ein. — Die Fertigstellung der elektrischen Lichtanlage ist für Glashütten in aller Kürze zu erwarten An sre'witsigen Gaben für di» Grenz- spende Oberichlesien nntrbm durch den OriSarist- lichen 255 Mk. gesammelt. — Bon der Deutsch- nationalen BolkSvariri wurden Versammlungen nt Lützell in den imb Hochelheim abac’ firtTtm. wo Gvmnastaldirektor Krotb-Deklar und Pfarrer Düller-Großrechtenbach, Betirksbanern PereinSsekretär Müller und Landwirt Rvmpf sprachen Die Versammrimgen waren stark bc- ichrcke: in fftorfi'f^im wurde eine OriSgruvpe ge- toiTbrt. — Bei Bischofsheim wurden bei AuS- .arabntnrn werwolle Aschen» und Knochenreste vom 30. März 1920 unb der Verordnung über die Besteuerung des rrichssteuerfreien Einkommens durch die Qtemrinben vom 28. Mai 1920 wird am Beschluß der 3*abtoerortxietenDeriainmhntg Mm 31. Dezenrber 1920 und mit Genehmigung der Ministerien des Innern und der Finanzen vom 9. Januar 1921 für den Bezirk der Stadt Gießen folgende Lt e «erorduun g erlassen gruppe 4 männlühr 3ugmthidr im Liter von 16 bis 18 Jahren unb Ärteiterinnen 125 Mk. fdiSher 120 Mk Aroftfahrer erhalten wie bisher einen um 30 Mk höheren Lobn als Lohngruppe 1 Die tbrgelbcr bä lieber.and ährten wuroen rrhiht für ourm, die über 2 Uhr mittags bauern, auf 10 Rk (bisher 5 Mk. und für ganze TageStouren mit U bt maduen auf 30 Mk idtsher 30 Mk.). Im US hmrbc bl. Wett Ita Ä * "um» ju Töthern, taä* Datum. 5 •/, Deut AritgsanL 4*/e De«L Retchsanl. 3 •/, Deut Veichranl. 4* 0 Preuh Konsul» Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Dirconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Lreditbank. fi.« 'jlmcrÜL Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Butzstahlwert . D.- ßu^tmb. Bergw. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Bergdau . vderschlLisend.- B. . Oberschles. Lisenind. . Der Oberbürg»rmeriier. sLrten-mitttkamt.) Arbeitsvergebung. unsere Produkte Für 1 Kilogramm statao erhalten wir mir 25 Pf., früher crbtdten wir 80 Pf. ober 1 Mark Wer 10 Ladungen von 30 Kilogramm bat, verliert baran etwa 200 Mk DaS macht allän eine JaboeSsteuer von 200 Mk. Ferner berechnen uns die Engländer für ihre mii> dcrwerngen Waren mein als die Deutschen für ihre guten Warrn. Irgend i em and, der einen Zeugen bringt, kann ein Strafverfahren gegen uns veranlassen Obgleich unsämldiq, werden wir vev- urteilt unb mit hoben Geldstrafen belegt." Stäöt. Lebenrmittelamt Sonderausgabe; (In einem Test der Austage wiederholt.) Vie Lrgebniffe ver pariser «onscreiy. Pans, 29 Jan. («TB.» Um Mitternacht dauerte die Sitzung be 4 Unter« us'chus- , es für die ReparationSlragc noch fort Havas meldet dazu: Nach den letzten Nachricht« wird der Unterausschuß für die von Deutschland flcfortertcn JahreSjoLlungen unter B,-rücksich. t gung der Zoblung5fähig!rit Tevtschür dv tolgen- oeS System Vorschlägen: Tie Jahreszahlun- gen werden m i nde sten S 2 Milliarden Goldmarkund höchstens 6 Millia rden Gold mark betrogen. Der LluSfchuß anrt sich mit zwei Staffelshstemen zu beschä.tts» haben. Tas erste lautet wie folgt: tnc entert $ron Jahre je 2 Milliarden Goldmark, für bat dritte b Milltarden Goldmark, für das vierte 4 Mislrw- ben Goldmark, für bas fünfte b Milliarden Golb- marf mrt für die fotgenben 37 Jahre ie 6 Mü» Karten Goldmark, rnsgesamt 23h M il» ltarden Goldmark in 42 Jadre-rrteu. Nach der anderen Methode wirt sich die Staffelung in folgender Weise regeln: zwei Jahretz- zccktungen von je 2 Millnnven ©olbman, oca Jahreszahlungen von je 3 Milliarden Goldmatt, drei IahreSzahkungen von ff 4 Milliarden Gold« mark, drei JahreSzahlungen von ie 5 Milliarde» Goldmarl 'und schließlich troch 31 Jahreszahlungen von 1C 6 Milliarden Goldmark. Tas macht zusammen 42 JahreSzahlungen von insgesamt 22b M illiarden Goldma r k. Pari-, 29. ^an. (WTB.) Nach Beendigung der Sitzung des Unterausschußes der alliierte» Konferenz um IW Uhr nalsts erklärte Mtnistev- präribent Br iand focmzö ii'chen Ioutmaftüen gegenüber: Wir ftnb einig, absolut rtiig! Die heute oormittag 11 Uhr zusammentteteube Bollkonferenz nntb nur die in der vergangenen Nacht sestgeletzten ZahlungSrnetho- bcn zu genehmigen haben. Die Dollkoufv- renz wird sich dann nur noch mit Fragen von untergeorbneter Bedeutung zu befassen toben, unter anderem auch mit der Frage der deutschen Kohlenlieferungen, bte für bte nächsten Monate sestgelegt werden müsse. Nach den getroffenet Vereinbarungen in her Revaralionskommisston seien die Alliierten einar Wir derer bcbung Deutschlands auf wirtschaftlichem Gebiet durchaus nicht im Wege, aber man laufe nicht mehr Gefahr, dem paradoxen und unmoralischen Schauspiel »utufrten, daß Deutschland reich würde, während Frankreich in Not sei. (0 Dermildifet. • «tcetn Neger über die Dentlche> urteilt! Noch immer begegnet man Iriber ter Anstcht die Briet:riruna der deutschen Herrschaft in den mnprädw bat Wünschet der Etn- artoomen, weil btrif durch unS ane ungriechtr Bebandkun. erfahren b&tim. Derartig wischen Auffassungen, br m der Hauptsache fr.ircb eine klug aiijidegte Hetze in der setnnichen her- DorgeruNm worden sind, kann nicht energisch genug nugegcngctrrteii werten Es ist do. allem notwendig daß die Urteile der Einaeborenen weiten Kreisen lUQängig gemacht werten: denn fte sind in erster Lutte ger^rut. das engmaschige Netz der Verteum dangen zu bmdjbredrn. Einem deutschen Arx gegenüber, der wegen ferner J-strsorge für die (nngeboemet deren besonderes Vertraue» erworben batte, erklärte, noch den „Ainka-Na^tz' nchten", dem Blatt der Kvt?ma!>iin'chcn. z. B. rin Neger unserer Kolonie Togo fvlgenM ..Die deutsche fRegteruna verlangte von uns läbdvti rinf Steuer von 6M Btete von uns waren damft nicht rinoerihmbm. Wir protestierten und erklärten: Was haben wir von der Regierung gekauft, daß mir Geld bezahlen sollen? Doch mir waren ohne Mühe zur tteGablung dieser G Mark imstande Unb eS herrschte Ordnung unb Sicherheit im Lande Ader die (fcnglänbn erzeugten mu ihren Unsicherheit im Lande unb nahmen unS mehr Geld ab, als eS die Deutschen mtl ihren Steuern icmal-5 taten Bor allem bezahlen fte uni nur den vierten Teil des früheren 'i'rnir.s für ne Grnyye Wätttr ner liefet bMsligi hnen eine bereits an. mb beami drei holz, bei Holzhauer Svnrod orf lvar auf der Stellt : aus Eulersdorf rombf während Johannes So Eulersdorf, ml eine baöontam. Der Schwer« t von der llnMsslellt o in das Sretifcanten« t Er soll außer Lebens e hinterW eine Dü» Ander. i'NasslM. de Preist. a. M, 30. > $ stllm m Fr^- «6 W in den meisten <ÄrW Int (Mitcm (tnb * . ml schon für 13 Md M | p lüftet nur noch 18.di- mb ' erlitten. , : der Wellmack des «» : die mckerm Vmie« v, wie sie naw oev tri *' rterZugrE •t 0.3)1, 30. : der Mert. Der Fr^ rS. * ie . Der Oberbürgermeister arb«1eLben gehörige Feldjaatz, d- stehend au« 1720 Morgen Feld, öffentlich wtftbtel** auf weitere 6 Jahre verpachtet werden Burkhartzrfetden. am 28. Januar 1921. BürgerTnttftuei Du7khaiö«feLen. f!066D Schmidt. ArbeckSbeschrribunq unb Bedingungen liegen bet Uns »ut Einsicht offen. Angebote ans Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis »um genannten Terurm an uns em»urrichen. Zulchlagsirtst 3 Wochen. . Gießen, den 29. Iwnwr 1921. H74B Stabtb"'vmt. I V.: Nold. Bekanntmachung. Oer Bsranschlag der Gemeinde 0n Heiden für bas Pj. 1921 liegt vom 3. Februer ab 3 läge lang auf unserem ,mt«,immer pu «nstqt kn,Ut ’ nni tag von 9—12 Uhr txrem. unb 2—5 Uhr nazfm., Samstags nur von 9—12 Uhr vorm. 12078 Gießen, den 31 Ja-euar 1921. Der Cbetbflrgrtmriftrr. (LebenSmittttamt.) Bekanntmachung. Für die Zeit vom 1. Februar bis 30. April 1921 habe ich nachstehenden Geschäften den Verkam des Spiritus übertragen: Hch Reuter, Ludwig-"platz, F MaternnS, Frankfurter Straße, Hans Noll, Neustadt, Schtvrineschenalz zu Tagetpoetsen 7.— Mk. 01474 An verkaufen Gießen (Steinstraße 73), Kottbus, Wiesbaden, Bobenhausen, n:____ tzxi- NT.---A»- 1A Tonmr 1O01 findet Mittwoch, 2. Februar, nachmittags 31/, Uhr Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 1199 Srlder Lang-Göns, den 30. Januar 1921 Kis. fiinörrbcrtftcBc [01461 zu verkaufen | Vertreter 01460 2‘/, Uhr, vom Trauerhause aus statt. Wieseck, den 28. Januar 192! Großen-Linden, den 27. Januar 1921 1104 [1206 Gietzen, 3L Januar 1921. My Du flSe Danksagung Odenhausen (Lahn), den 30. Januar 1921. 1190 Jul n eine Schrin-Neubeiteo erlaube mir besonders hinzuweisen 1178 Telephon 84. flWfer Neustadt 78. 01467 ‘yöitt 1168D Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Schneider nebst Angehörigen «Ätkcr beizutragen haben. Nonnenroth, den 28. Januar 1921. Bürgermeisterei Nonnenroth. Hopp Treis a. d. Lda., Geilshausen, Viernheim, den 31. Januar 1921. Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. Februar, nachmittags Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Kalbfleisch verw. Schnöder Familie Fritz Kalbfleisch Heinrich Kalbfleisch und Frau Familie L. Schuchardt Familie H. Geck Familie W. Lotz. srinistkZi •feg imb myi Mr. ober um 3E,fonie*$ 55*5?^ i otitauldjcn. M. Aetlrr Tie i lnaort^ die iil ve> ronSrnttW1 -mögW, pw ) :>0 Mogiamm Aessiemng eiiM fatffri Vwtget mittel hätte sche iotttee müssen. - ffdueibf auch V«! ■flL Durch die tx> cvcgcaam menen 5 lufün Betriebe Lanwirte nicht 9 em ansemessenc rncht oevochtt Me mittel so teuer für ifföflnflöiritttl jr Mi M haben. at DrffWrt Briders gut ist, Aumcn Tonna wb einfühmi m '•1 Minister Ser - ihnen AmtÄoi rinih bat und da M sind. Wir weil dal Wtafe lch ba Lwdyi, /btt toiib. TÄt’? * restlos ab blassen, ,8ns , ^"sch 'lkcknätzig an di A wtzen SSj ;ur neuen krnteM inß mfiflfflWbt- jnüml* no(h ww| gito Mrstüyen. 2 **n SÄvnneM Im Namen der trauernden Hinterbliebenen J. C. Weil, Polizeidiener. Buchdruckerei Nfitschkowski Ludwigstr. ♦ :: GIESSEN :: Fern$pr.724 *vben, 2 ?7< 0t t>n non ®el 3 Snm nm SsS'S in alle» »läfc §ru:i« euiec Veriilttguna ^^51^, b" ^Eg-vew rtt des BrotmtcecheS im beferen Gebiet bcftxmnu SRxrfaxrt. toen nxd btt Xtante 5 imb, fantelt eS sich nur um ernt ürete^bt anrrschaft hertte tikIäj mO>r ratha; metl habet me fi 1.1 die bau. nschen und rfemischen Lanb.virte ^rch rttetle gefe^chen fri.b. Ttt Abl.'.5muüftrr ab, werde aber wohl nn Sinne der M -i^rSlefehLdigren «löst werden Äbg von Gall« itz D-Ratl berumtet die 9?otroaibtflfät einer Brrgrofemmg der Heeres bikherrt Abg ftunert (116$.): Uw# kommt cd nur darauf an, terfo bn4 92a±n>et#bumni nicht ernrit riest wird Die ilbfiwnramfl über diesen Etat titel wirb Er suchte den öengft allmählich in ein etwas langsameres Tempo zu bringen, aber auch dreier schien gew s errnastcn 00m Rekor t u ei bl elfen zu Irin, denn er griff nur noch stärker au 3 und raste dahm, rofc wenn em Prärienbranö hinter - ihm her sei. Sir fuhren nun durch daS letzte dem Gut vorgelagerte Waldstück, in etner Dunkelheit, wie m einem &jenbd>ntunnel. (Fonsetzratg MaU Siehst du den Lichtschein im Selbe?" „Gewife" „Das ist unser Gut, und stunde sind wir daheim. Wir fahren, denn man rechnet sonst Irtfert werden, die ih.er 3Ku.Krun»R,l ttit ndxifl racher kommen irret*. Sir fümmai dem Nachtrage- ctai ru. xTbg. Robert Sd) m ibt (Sat? verweist auf die Mitteilung, tag, wenn nur inner Ls.otgetretde Ich bitte den Sxmt Prästdenten, btc süddeutsche Gigenatt zu berücksichtigcn. Reich-wehrminister Tr. Ge feier erklärt, auch chm sei das SriBdttnen in der oetk vethafet. Ter kounmmistischen Agitation müsfe aber entgegen getreten werden. Tie Schm'rung von Soldaten räten könne nicht -zugelasstm werben. Ter ÖeereSeta'. wirb faixeut genehmigt, desgleichen der Sbarincetoi, mit Ausnahme brr Ra- pitel, zu denen AbäiidenmsSantrLae vor liegen. Nächste <9itpmg Montag 1 llbr. Tagrdord- mmg: Tritte Lesung des Not- und ErgänzungS- rtat§ rmd Intervellat'on über Obetfebleficu. Schllch nach 5 Nhr ß6d)fefttiliiäd>rid>tCM. Bon der Äranffnrttr Universitär. mc. Frankfurt a. M., 99. Jan Ter Professor für Marhematik Breberbach hat einen Abg. Simon- Franken (USP.) stellt fest, bafe der Ausschuß zunächst 2 Millionen Tonnen Getreide, txnm aber IV3 Millionen Tonnen an» , als Vorbedingung für irtschast für Fleisch. kaum einer halben Stunde mit Zügelzerren und Peinchächieben an. -* Ich machte cht ausdrücklich darum aufmerksam, daß er mentetroegen nicht so zu eilen brauche, da ich, wenn eS sein müßte, mit dem Abendessen gut auch noch vier, füm Stunden nurttn könne, aber er schien feiner Unruhe nicht Derr werden zu können und trieb, statt aller Antwort, den Traber, brr unverwüstlich zu fein schien, nur noch schärfer an. £>in und nxftxr häuften mir über Stellen der Landstrafee, d.e noch mit starken Schneewehen bedeckt waren, und der Schmee lmirde von den Rädern in ganzen «llmnpen zu tm5 heremgewirbelt. ES wurde bei der scharfen Fahrt mit der Zeit auch bcdenllich kühl, und ich schlug deshalb meinen Pelzkragen bis hoch über die Ohren hinauf. Unsere Untcrtoturg fchicypte sich nur mühsam vorwärts, und nachdem ich einige vergebliche Bernrche gemacht batte, sie in Flug zu bringen, gab ich sie als aussichtslos auf. UebetineS brachte das wohirwitzige Tempo der Fahrt eine genni'e Sornnung mit sich: in den ZVrrven hatte ich die größte Mühe, mich feü^chalven, um nicht hinaus- geschleudert zu werde:', und manchmal schien es mir, als balanciere unser leichter, zwerrädriger Sagen übechaupt nur noch auf einem Rac Ta zu war es, roc-m wir biswTilen längere Zeit durch dickten Dald fuhren, so stockdunkel, daß rck. nicht fünf Schrille weit zu scchm vermochte, während der Mengst, als sei es hellichter Tag unbeirrt un gleichen Trab weitersauste. to_unt> zu tarnen axr an Dauern mit Sagen oder Schnitten vorbei, ötr i*n3 brummend irachahen, ;a einen von ihnen hörte ich noch von ferne den andere» jroixn; Ruf an die Berliner Universität angenommen, während Profcfsor Max Weber, der bekannte Volkswirtschaftler, nun doch dem Rufe nach München folgt. Damit verliert die Frankfurter Universität zwei ihrer besten Gelehrten, btc minbeltbreiie 3 m, »u VLkLL wii ;m> ÄÄUUS S^OUoSon d.UbLni Sitzliegewageo LNrSK LandEier kauft ... diesem Ab«id eine Art Pelzmüee, ^-ren Ohrenklappen hevabgeschlagen -vor en, st''s- «leider a us wasserdichtem Swff waren von lano.ichem Schnitt, und die Beinkleider waren, in die pelzverbramten Sttefelfchä te gesteckt, die ihn bis zu den Anten fetnaufreiten. c .. ... Er schien eine Äntwort von meiner Seite zu erwarten, sah mich ein Weilchen tragend an und sagte dann vloölich, ^rt und enttch-osfen: Reelle dich also! Wir wüsten fort! Ich lebe in einer ständigen Furcht, bafe in meiner ab- wesacheit etnxfco passieren könnte." Ich eilte noch einmal in mein Zimmer YNNius, tat das Unentbehrlichste in meinen Dandvlier und stand m wenigen Minuten bereits wieder drunten neben meinem Freund auf der Straße. Ter Wagen wartete vor dem Porta^, und der mächtige txngft )darrte ungeduldig mu den vu en irtti» mochte die Pflastersteine Helle Funken sprühen. 2. K'apitel. Ich sitze da und denke darüber nach, nxmn eigentlich zum ersten Male das bestimmte GeMdl hatte, einer Geiahr entgegetipigehen, ob es fckon während der Fahrt auf Bugges Gut hmaus, ober erst ein paar Tagt später war. T<« Benehmen meines Freundes wahreno semes Besuckes bet nur hatte allerdings einen sonderbaren Eindruck auf mi-ck gemacht, es wurde mit im Laufe unserer Fahrt irbocf) noch unverstan»' lick'cr, ohne bafe ick eine plaw'ible Grllärung da'ur zu frnden vermocht hätte. Während ich zuerst noch verhältnismäßig ruhig war und von allen mog- liefen persönlichen Verhältnis!en jXauber e. unter anderem davon, bafe er m etwa einem halben Jahr ,u he.raren beabsichtige, wurde er nach und nach sichtlich nervöser unt> trieb ixx Üengst schon a*ub gän-ungsetat werden angenommen. Es folgt der Rest des Wehrriats. Alle strit- t iaen M siimmungen nxrbcn fort gelassen. Die Aus- sckufeanträgc werden, soweit sie nubt durch be- sondere Anträge ahgeänbert werden, genehmigt. Wg. Kunert illSP.^ wendet fub gegen das Militärbildungswesen. Der Redner führt w* schwerdc darüber, bafe die pecreäbücbetei in der ehemaligen Ärivqsakademst sich so ausgedehnt hat, bafe deswegen bie sehr.iwtnx*nbtge Aarskunftsstelle für striegsreschädigte exmiktrert wn^ai mustte. Reichsn.^hrmvuft-er Dr. Gefeler: Ich erkenne die Bereckttisuns der stntck an. Ube. von einem Wiebcra-ufleben der Kritik kann natürlich feine Rede sein. Das Geheimnis des Alten. Roman von Sven Elvestad. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 3. ,L»öre," fragte er, „föratteft du dien Gepäck nicht möglicherweise mit der Bahn befördern lassen? Ein Handkoster würde ixr ja für ein, zwei Tage wohl auch genügen? Siehst du, ich möchte nämlich schnell fahrent und der Wagen hält eine sehr viel stärkere Belastung nicht mehr aus." ..Gewife," antroortete ich, , dagegen habe ich durchaus nichts einzuwenden, um so mehr, als das Hotel die Beförderung ia gern übernehmen wird/ Ich roan einen Bllck auf die Uhr. L>ie zeigte auf sieben, und ich halle um vier Uhr zu Mittag gespeist. „Wie lange haben wir berat eigentlich zu fahren?" „Tret Sbetten etwa." „5a. aber bann bekommen wir ja vor halb elf nachts nichts zu esten. Wäre es da nich: das Beste, wenn wir vorher hier im Hotel das Abendbrot einnchmeu würden?" Aber mein Freund stand bereits fü und fertig mit der Peitsche r.t der Hand ba und klovfte mit dem St'.el un geduldig gegen seinen Sttefelscha t „Nein, nein/' bat er, ,lafe uns nur lieber jetzt gleich fahren? Ich will dann zmehen, bafe ich den Hengst gehörig auägreifeii laste und den Weg in zweietiihalb Scunden mache." Ich sah ihn einen kurzen Augenblick an. Wie merkwürdig scharf mir btc ganze Sjenc_ noch jetzt, da ich dies schreibe, vor Augen steht! Lerne tobe, schwanke Gefbait tob sich bunfel von der weifeen 9Rarmort feümg der Hotelhalle ab. Sr trug an f£öy, die Gelder für die Beschasfung ausländisckier Futtermittel sind nichts als ein Geschenk. Tte Schweine lucht ha! sich seit Juni vorigen Jahres sehr ge» tobai, nnc aus der Viehzählung Dom Tezemder hervorgeht Tw Stadtverwaltungen sind nicht ui der l'age, SchwememasWert.ä.fe abzuschlliefeen, da dxin der Satz von 12 Mk. für das Pfund für die -erltälrge Bevölkerung zu !>och wäre, geschveig, ^enu 24 Mk., welchen Satz die Landwirtschaft : erlangt Wenn nun die Landwirte aber für einen . Jen hier Grire ide l*/z Zentner Mais haben wollen, io übersteigt das dock alle Grenzen Ter Unmut machst m allen Schichten der Bevölkerung, selbst heim Zentrum, zumal, ba die Regierung auch bet der startoffelversorgunq versagt hat. Berichterstatter 3bg. Bl unck (Tem.l weist cirauf fein, bufe von einem Geschenk an die Agrarier keine stteve sein kann. Schon seit 1917 sind bie ^rühdrusstzprämien einaesührl und bezahlt worden. Bksckstossen ist die FriMruschprämie auch für dieses .labr. Tine Ablösung hat keinen Zweck, da die ReichSgetveidestelle doch tozahlen nrufe. Ter Preis für ausländisches (betreibe ist so hock), bafe wir biS Ttoiftroifdl Rrick»darbeitSmirafter Braun, steichSfoianzm!inner Wirth. - li^t bw Mrttsteuer wird . uattelos dem Wohnungüausscto tz übtrnne ei ^J^Lfro5fnfc18ej5nm9 des NvtetzttS für UanbiDind^'ft und Tiniah.u g fordert Abg Dr j c rft (UsP.) eine BeschrÄitung der Tieif'auto- iobiü. Tie Frühdrusck^p ämie labe das Gr geniest deS Tr wartet en erreicht. Bei den 12 Mil Währmd der Älkohosgenufe im Laufe des Striegv» immer mehr zurückgegangm ist, nimmt er letzt nach unb nach wieder yi Die Folge b>- von ift die Zunahme der Rohdertsbelrkte, die lange Zeil hanm Mr Vlbiirtriknifl tarnen. Wr« bereits berichtet, lxchaupteten tn der vorigen Sitzung em Messerstecher und ein T«eo, sie feien sinnlos betrunken gewesen, waS ihnen allerbing-.' nickt» initzte. Auch heute bctnrUTtrten 2 ’Ängrftafltt, em Former unb em Fuhrmann ari5 Giesten, tue jfwrr lebe Veranlassung im vergangenen Sommer am Ttoater nachls mehrere junge Leute Überfallen unb mit harten Gogenständen geschiagen batten, sie seien fo betrunken gewesen, bafe ftc sich an nichts mehr eimnern tomifcm. Da tarnt die Zeugenaussagen fcftgeftcRt wurde, bafe von sinnloser Trunkenheit nicht die Rede sein formte, erhielt jeder von ihnen eine ©dtrftrarv von 300 Mk l?ne Fabrikarbeiter, dem seine Belestigung an der Schlägerei nicht rrächgewresen werden konnte, der ober überführt wurde, gröberen Lärm in der Blockst ratze d trübt zu hüben, erhielt deshalb eine Geldstrafe von 100 TM. Die gleiche BcHuurLung, Itttnio« betrurw ken gewesen ku lern, steLten 4 Angellagte, ein. gefeiter, rin Tadjbetfrr und 2 Handlung-gehilfen von Gietzen, mit dem gleichen negativen Iriplgr auf. Mit den Rufen: ,j®ir sind Spartakisten, wir hauen alles zusammen^ zogen sie in der Nachti vom 4. zum 5. September 1919 mit 4—6 anderen Personen vom ftTeiUP’jaft den SellerSweg btiunrr. ?Ln der (Mr der Goechestrafee trafen sie auf einen Mctzgerburschen, der dort mrt einem Ntädchen stand EW jebe 54eranIxrifung fdiugen le ckus den Burschen ein und belästigten das Mäd.sten. dann gingen sie aus einen Friseur und einen türkischen Studenten, die art dem ZigarrenhauZ Möler standen, ru. Ter Arbeiter schne: „ÄaS seid Ihr, ich bin USP." und schlug sofort auf den Studenten, der sch natürlich zur Wehr letzte, etn. Alle Angeklagten zogen ihn hierauf in bu Reben^aste und schlugen aus ihn, so bafe auf der Strafe eine Blutlache entibmb Ter Arbeiter tat sich batet noch besonders hervor, intern er dem Studenten mit dem Absatz rnS Gesickt trat und seine Genvs'en auftarbertr, rin Gleiches zu tun. Auch hier bekunden die Zeugen übereinstimmend, bafe bv Angv» ftagten wohl angetrunten, aber krineFw-gS sinnlos betrunken gewesen seien. Mit Rücksicht aut Ine ywfe Rohheit und Frivolität der RMisbote, bce ickvn ourch ihre AuSrufe 91 erkennen gaben, cxrfe sie unbedingt ein Opfer suchten, versagte bad Gericht den Angeklagten miltemte Umstände unb verurteilte die beiten Handlungsgehilfen »a je 6 un» .1 ?>*• ■ April schon 5Vs Milliarden bezahllm müssen, bis zur neuen Ernte aber über 10 Milliarden. Andererseits müssen wir die versuche ter Regierung, das im In lande noch vorhandene Gctreite zu erfassen, energisch unterstützen. Ter Ausschub hat sich übrigens gegen Schweinemast Verträge ausgesprochen. Tic intern sollen vielmehr ihre Schweine gegen Mais austauscycn Aba. Weilnböck ($.'^2.): Die fortschreitende Äitivickelimg und Berliesserung ter Produk- tionSmethoden hat es der deutschen Landnnrischast -ermöglicht, pro Jäte und ter Bevölkerung 50 stilogvamm Fleisch zu liefern. Ter jetzt von der Regienmg eingeschlagene Weg des Austausches deutschen Brotgetreides gegen ausländische Futter- mittel hätt- schon viel früher beschritten werden werden müssen. Wir verlangen, dab neben Brot- g-tretde auch Hafer und Gerste ausgetauscht werten. Durch die von ter Regierung weiter so rigoros Dorgenom menen Durchsuchungen ter landwirtt chaft- lichen Betriebe toitb die Leistimgs fähig kett ter Santemrte nicht gesteigert Ter Landwirischast darf eine angemessene Preissteigerung ihrer Erzeugnisse nicht verwehrt weiden, so lange ihre Produktionsmittel so teuer sind. Der Zlusglria>Sfond für Stick- üofft>üngemittel sollte aus gelöst werten (Beifall rechts.) Abg Dusche sD. Dpt ): Der frühere sozial- temDlratikfe Ernährungsniinister Schmidt rühmte ach, b« Brotpreise unter den Erzeugerpreisen gehalten -zu hoben Das deutsche Volk ist dabei aber brindfe verhungert. Da die Brotgetveiteerntc nicht besonders gut ist, werten wer inttidestrns 2'/, Millionen Tonnen Bvotgetreite aus dem Ausland ettifühven müssen. Wir begrüftcn es, bafe her Minister S?erme3 in er-freulichem Gegensatz -.u seinem AmtSvovgänger Schmidt rechtzcttig ein- getauft bat und daß schon 1,8 Millionen Tonnen gekauft sind. Wir sind nicht für Schweinemast nertröge, weil dabei nichts heranskommt. Das 'Brotgehrite läßt sich nur bann restlos erfassen, iMnn den Landwirten Mais als Futtermittel go geben wird Diejeiüigen Landwirte, die ihr Brot- getveite restlos ablicfertai, müßten ihr Bieh fein* tetn lassen. (Beifall.) Abg Ker schb anm (Dem.): Ter Mais sollte oleüfenästig an die Landwirtschaft im Reiche verteilt werten Den kleineren Bauern sollte dabei besonders entgegengckvm men werden. Die Schweinemast ist heute mehr als ic das Arbeitsgebiet ter kleineren und mittleren Bauern. Die phosphor- sauren Tüngenrittri sind itngcteuer hoch im Preise. Tas DruschprÄnicnsystem hat überall Berbttte- nmg unb Unfrieden in btc landwirtschaftliche Bevölkerung getragen Wtt bitten um auskömmliche Preise, aber um Beseitigung des Prämiensystems. Man sollte mehr Wert auf Produktion als auf Erfassung und Verteilung legen. (Beifall.) Abg. Türnr ei ter (Bover. Bollsp.): Die Zwangswirtschaft steht eigentlich nur noch auf dem Papier. Tao Umlag?versahren roür:c dem fetzigen System gegenüber den Dorzug verteenen. Wetm er auf 56. (Großer Lärm und Zurufe lcnks und rechts.^ Die Regierung mutz die 'Ablieferung des Getrcites erinni'grn Wer will uns denn ivetß- inarfwi, bafe em Eierprris von 3,50 Mk. für das o/feSL?0?1 dtt Produktionskosten deckt, und bei -4Mk. für ein Prund Schweineftaisch ist es ntdu anteri Das sind doch Ricfenverteenste. Auch daS soziale Gewissen sollte bte Bauern ve rn- .afsen unser Aolt rn seiner Not nicht im ettdx SU taffat. Tie Arbeiterschatt verlangt, bafe enb- Iraj nut dem Abbau ter Preise Ernst gemuckt wird. Abg. Dietz (8 ): Wir müssen vom Auslände unabhängig werten. Deshalb brauchen wir di' (Etat- öofttn, gegen die sich ter Abg Hertz gewrifri bat Wir temuten auch Phosphate unb Futtermittel, speziell Mars, damit wir nicht Gkteerte und Maie zu verfüttern brauchen. Mit ter Einkausspolitik des Ministers sind wir einverstanden Die ßanbroir;- schast hüll keine hohen Preise. Wer die Preise lassen sich auch nicht auf Kommando abbauen. Tie mangelhafte Getreideablieferung liegt an ter siechten Ernte, die nur 40 Prozent ter normalen Ernte beträgt. Reichtümer bat btc Landwirtschaft au>3 dem Getreide nicht gezogen. Tic neuen Priisc müssen jedenfalls noch einen Nutzen lassen Reichte rnährun gsm inister H e r m e 5: Tie vom Minister Schmidt eingdeitete Politik ter Mindestpreise feit sich nicht bewährt. Tie Jntexkommis- sion feit deshalb bestimmte Borschlage gemacht, die auf ter Ernährunasministerkvnsevenz besprochen wurden. Beschlüsse sollen erst in München gesastt werden. Wenn Sie die Bewilligung billiger Tüngc- inittel usw. von niedrigeren landwirtschaftlichen Produkten abhängig machen wollen, treiben Sie jedoch den Landwirt dazu, das anzubauen, waS ihm den meisten Gewinn abwirst. Die Wliefermiqs-- 3afften seien höher als im Dorjahre gewesen. (Zu- nifc links.) Natürlich seien auch Zurückhaltungen vorgekommen. Don einer katastrophalen Lage ter Brot Versorgung könne keine Rede sein. Tas Quantum von 200 Gramm für den Kote sei Dank unserer Zukäufe im AuÄante gesichert. Warn ter Absatz unserer künstlichen Tüngemittel im Auslände sich st> Wetter entwickelt wie bisher, dürsten wir bald an einen 2lbbau denken können. An Thomasphote phatmehl haben wir das Zehnfache eingesührt wie im Vorjahre und unsere Landwirtschaft wird dadurch in Die Lage versetzt, allmckhlich wieder leistungsfähiger zu werten. (Bravo.) Abg. Düwell (Stontrn.): Sett 1914 seien die landwirtschastlichen Preise 13ntal heraufgesetzt worden und ba wolle ter ErnährungSnrmister uns weismack'en, bafe bie Löhne bei weitem die Hauptschuld daran trügen. (Vizepräsident Bell rügt den Ausdruck weismachen.) Die Landwirtschaft halte mit den Ablieferungen zurück. Deshalb müssen wir die teueren Einkäufe ttn Auslands machen. hin kaum zu ersetzen sind. Schöfiengericht. G i c fe e n, 26. Jan. Eine Bttch'chirduna. Deutscher Reictzstag. „ .... Berlin, 29. Jan , .3*1,5ral’^>CT;t eröffnet die ©tuntig m.tvrgS Uhr. Be. Beginn Der Sitzung weilen bte Trv 'unen ernt ungleich stärkere Brietzung auf al4 daS vxru». handelsverbandes verferndett worden. Tie Sache wurde damals auf Antrag bet Staatsanwaltschaft vertagt, wett diese noch wettere Ermittelungen anstellen wollte. Das Ergebnis ter- selben roar, bafe gegen vorgenannten Viehhändler, sowie gegen zwei Viehhändler aus Friedberg und aus Oldenburg Anklage wegen Preistteiberei und gegen bie beiden Erstgenannten Anklage wegen Del- laiteten Betrugs erhoben wurde Ter Sachverhalt ist kurz F-olgeiwer: Im Sommer 1919 war die Belieferung mit Schlachtvich sehr schlecht. Ter Oberhessische Vieh- hantelsverband ging daher auf ein Anerbieten des Friedberger Viehhändlers, der holländisches Bich zu liefern versprach, bereitwillig ein. Ter Vertrag konnte jedoch nicht erfüllt werden, weil bie Reichs- sleischstelle in Berlin Schwierigkeiten machte. Ter Vorsitzende des Verbandes erfuhr nun, bah es möglich fei, gus Holland eingeschnuggeltes Vieh zu er- werben. Zufällig hörte er, bafe ter (Düsseldorfer Viehhändler deraNiges Vieh nach Nauheim gelic* fort s,abe, unb er machte deshalb den Friedberger auf den Tüftelte riet aufmerksam. Die Seiten trafen sich darauf mit dem Oldenburger Viehhändler in Bremen Bei dieser Zusammenkunft wurde, nachdem der Düsseldorfer erlläri hatte, bie Lieferung von geschmuggeltem Vieh sei unmöglich, vereinbart, der Düsseldorfer solle inländisches Vieh erwerben unb nach Giefecn schicken. Aus die Frage, woher er das Vieh bekomme, antworte« er: „Fragen Sie mich nicht zuviel, wenn Sie in Giefeen gefragt werden, antworten Sie dasselbe." Der Frieobinger Handelsmann ichlofe daraus in Gießen er nm Vertrag ab. wonach eine Probesentemg Steh zum Preise von 7 50 Mk. je Kilo franko Empfangsstation geliefert werten sollte. Auch wurde ein neuer BertragSmtwurf über die fortdauernde Lie- ’erung von ausländischem Bieh nicbcrgriitnicben, ter aber nicht unterichri'llich oollzogm wurde. Aus hinausgesetzt Vetm Titel „Nacteichtauoesen" erklärt Aby. Seidel (USP ), die ^ixondurrtabtrihmg orgam- iifrc einen Svltzridttnst, der auch die Zwilbeoöl- frnrrq, vor allem die Arbeueestbost, bespitzelt »Ä'S> 'lllfdjxx^ ? ,u.»t »«1 ’lKtrttffi; ^tän djtn Wa'chtiich ^auchertilch ^ücheoschraok 1 «01a Vertiko i"'“« ev°w _ 01 «5 nicht eine Million Tonnen zur Stelle. Damit habe ter Muttster sich ater 'als Minister gegen ine BolksernLh'.rrng errotden. Tonnt schliefet die Debatte. Not- und Er- .... _________ gut drei Stunden für bte Strecke, bte wir setzt tn zwei irxb einer Viertelstunde gemocht haben." K». nflemet t joiTws ■ ’ !Wi( Archen An,, ■1*l ' Deutscher MN * MtNstikl Morlalü roße k>, loroic oeiidjieb. 'lltbeitiiÄubc im ^eue von 150-220 u verkaufen Aller. weg 3 (Vabenk (01473 Kinderschuhe, Kleidchen, Tchür;en M3 jähr, au oert 0M Wetzlarer Wer «7 I r. 25-30 Beniner lebrnuie» Ap.t gegen SDlelitncboi V™ zu verkaufen bet Heinrich Schaaf, 1195 lerfenbfldi. 8tljt leert Kisten die Frage des GeschästSsührerS, ob auch kerne Dummheiten «macht reihten arnworreie ter 5ncbterget „Fragen Sic mich nidX #u viel.' Im Auguü rourten dann etwa 150 Stück V i e h an oerschretenl Q-ommuntarbänte Hessens geliefert \Mer in Gersten trafen Ente August auf wer Frachtbriefe 32 Stück rin. von denen 12 Lüde Ul Bcrnstori in Hannover und A) Otfeen imb trächtige Rinder am tem u,uUxn'KtKx'l tn Ber.m unter ter Adresse „Stadtautsverivalrung Gtesten" verladen worden waren. Hier wurte sofort festgestellt, dafe ei sich nicht um ausländische-, sondern um inländisches Vieh hantele Ter Dü'iridorfer und ter Friedberger Viehhändler wurden sofort telegraphisch becbihieruim. Beite bclauDtreu. da» Vieh sei Auelandsvied. und baeten hierbei trotz mchrsachen Vorhalt» steten Erst al5 sie auf d«e Tatsache hingewiesen wurden, tos, sämtliche» Vieh deutsche Ohnncirken trage, gaben sie zu, bau cs kein AuSlandSvied kei. Sie erllärteii nunmehr, c» müsse eine Verwechselung vorliegen, da» Vieh hätte anderswohin geben sollen Die Forderung für die 150 Stück betrug nach dem abgeschlossenen Vertrag etwa 510 000 Mark. Im Laufe der Veifeuidtung mnäfeigie der Düsseldorfer bann bie Forte-rung auf den Höchstpreis für deutsche» Schlachtvieh, ter damals nur 2.60 Mk. je lkilo betrage, während bie Angeklagten ihrer Forderung von 510 000 Mk. den für die Lieferun.f von Au-landsvied vereinbarten Dreis von 7 50 Mk. je Ürlo zugrunde gelegt batten Ter Nachlaß betrag mithin über 300000 Mk. Auf 'Grund der Uen^ioaumahme miTtrn nun der T-üffelborftr unb der Friecktepg-r Biechhsmdler n*cflen Betrug- zu GefäirgniSst.« en von 4 unb drei Monaten, ferne w GeÜnttnren von je 3OOii x,J?, uni blau schwarz farbig iso-ieo ---cm breit Gieß« (z. gt. Rodhekner Strafe 20), den 29. Januar 1921. Kräftiges Mädel angenommen Georg Weichsel und Frau Emma geb. Röhm Jahre»....... Ausyefchieden durch Tod . . Freiwillig....... von 2850.— an. Dir Mtw* sagen, w st"da öl S'ln Ikschiüii'l glimmt' fonflifte wÄ in tageö an versamn bitte Vc ^eitlufK uns au rolilijch Der Sa tat töid ffltr tW den btid emgtttoi tritt bi tt«W Dollerer jung ii 'die ja i Don ®i haben die W nandu nähme Wit un ttntlit res Qt Ctjnmi der & schreib deutsch hätten mW. Oitii [ ba9 1Hii Mui aber Li Ihre Verlobung geben bebannt Paula Zinher geb. Koehler Dr. Ernst Seid Seigeorbnetet Dietz«, im Januar 1921 XEule* Sle?^ ■ dann kaufen Siel reich sot 1 Schacht. O.IhWi.Mlö' l nur tn der Vlreozplatz4)regBrt8 a KreuxplaU S u.ir Crtödl-Oanto^Sifiule „1II16“ liufflm rund । öie £>( »Ken d'e Ko »Ji8c aus 15 Ente?, M tz am <2 mit q Äi M W f Mr C 11 «n, Preisabbau in Wurstwaren Neueste Preisliste m'.t bedeutend ermählgten Preisen über unsere la Oldenburger Wäret- und Fleisehwaren steht Jnterreff. letzt z. Bersllgung Ammerlandleche Fl e lech waren - Fabrik Alles schneidert nach ,mc FavoritSchnitten xu haben im Bauer,Tuchhandlung Moltkestraße 22 - Femspr. 1669 iogß<. Verkauf nur L Stock. Haltestelle d. roten Linie ®leben. Bahnhofftr. 60 Tel. 1097. - ®egr. 1909. Beginn »euer 22c Ubrnö- n Inges turfe. BaGhltorang Sä Sohin-, tut- ud LaU- ukrllt l Haxdslsfäeker. AMjaelLlhiL Preis. IreL Vogt'sehe Privat - Handelsschule Qiefiefl, Ooethoetr.32. Tel. 2064. "-e Teilnahme an den neu begonnenen Kursen in Buchführung Maschinen- schreiben Stenographie bis Ende Januar noch möglich. 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Treppe mit- genommen hat, NealSbald zurückzudr.. da er erkannt u. beobachtet worden ist. gegen üb. d. Stadttbeater. »euer Besitier: O.Wlraar Täglich nachmittags und abends 864c erstkl. Künstler-Konzerte ff. Biere und Weine. Cato Konditorei. Gesellen-Prüfnnaen. Die Anmeldungen zur diesjähr. Besellenprüfung der Schmiede, Schneider und Schuhmacher finde» Montag den 7. Februar von 5 bis 7 Uhr Im ®* werbehaur (Kirchstrahe 16) im Zimmer 13 statt. MKzubringen ist der Lehrvertrag und 16 Mk. Prüfungsgebühren. Die Zwangs-Innungen der Schmiede, Schneider und Schuhmacher: 1193V tz. Decker R. Gärtner L. Bernhard- Spinnwolle z.Selbstherstelluns schön, billig. Stricknarnö, reine ostsr. Qualität, gekämmt, ptundweise lieserbnr. Muster gegen Einsern düng von 1 Mk. 1169A Knodt A Keeellne Hannover, Sönigstr 38. Ä Kohlengrus i 6 9JL bat abzugeben Etudentenbet», Burggraben 9. Daselbst find groheLnelk- platte» s. 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