Nr. 306 0riftletter tlug. ®o«n Teranlworll'ch für VoNnb Aug Goetz; ftr bei übrigen 3eil: Karl Daliber; für bin Injeigenteil 5>an» Bach, sämtlich in Enden. Die Hoffnung auf Tannes. Wie vor der Londoner Konferenz zwischen Lloyd George und Vriond macht sich auch jcyt wieder angesichts der am 6. Januar beginnenden Tagung des OberstenRate« tn Cannes in der deutschen Öffentlichkeit ein zu starker Optimismus geltend. Dieser wird dadurch begünstigt, dah die Reichsregierung über das im wesentlichen negative Ergebnis der Londoner Konferenz sowie über die fort- gesetzt stattfindenden Rcporationsberatunqen des Kabinetts strengstes Stillschweigen beobachtet. sowie durch die Meldungen der Pariser Presse über weitgehende Zugeständnisse gegenüber Deutschland, die der tn Cannes vorzulegende Zahlungsplan enthalte. 3m wesentlichen handelt es sich doch hierbei um Stimmungsmache; die französische Presse will die Oeffentlichkeit gegen Driand scharf machen, damit er um so zäheren Widerstand gegen Lloyd George«' ReparationSreviswnSplänc leiste. veber diese Pläne selbst steht nichts näheres fest, und was darüber aus französischer und englischer Quelle tn die Oeffentlichkeit dringt, ist mit gröhter Vorsicht zu geniehen. Man weih nur so viel, dah in Cannes die Frag« der Januar» und Februarzahlungen und möglicherweise auch die der 'Reparationslasten für das ganze Jahr 1922 geregelt werden soll. Bekanntlich beträgt die Zanuarrate 500 Millionen Goldmark und die Februarrate, die Nach der 26prozentigen AuS- führabgabe berechnet werden soll, würde sich auf 325—335 Millionen beziffern. Rach den Berechnungen der Regierung sind hiervon durch die bereits erfüllten Sachleistungen etwa 200 Millionen Goldmark beglichen. So viel man aus den Berichten über die Londoner Konferenz entnommen hat. will die Entente die auf Grund der Ausfuhrabgabe fällige Reparationsrate als abgegolten gelten lassen, und es scheint, dah man die 500 Millionen, die am 15. Januar fällig sind, bis zum 15. Februar stunden will. Aber auch an diesem Betrage fehlen noch weit über 100 Millionen Goldmark, deren Beschaffung auf dem Wege der Devisen zu einem neuen Druck au unsere Valuta führen mühte. Diese brennende Frage wird also zu« nächst in Cannes geregelt werden müssen, wobei sich die englischen Sachverständigen au den Standpunkt stellen, dah der Verzicht au einen Teil der Zahlungen leichter zu ertragen wäre als die Fortsetzung der Zerrüttung nicht nur auf dem internationalen Geldmarkt, sondern im Zusammenhang damit (Dumping-Einfuhr) auf dem Weltwirtschaftsmarkt. Run berichtet der Londoner Vertreter des „Ouvve" von wesentlichen Zugeständnissen, die England zugunsten Frankretcl)S zwecks Er- leichterung Deutschlands machen wolle. So wolle England angeblich seine Prioritätsrechte aus dem Abkommen vom 13. August abtreten und auf seinen Anteil an den deutschen Reparationszahlungen verzichten. Einmal sind diese Meldungen noch unbeglaubigt, und zweitens würde es im Endeffekt auf dasselbe hin- auskommen. ob Deutschland 132 oder 103 Goldmilliarden — nicht bezahlen könnte! Wetter berichtet das genannte Blatt, England geneigt sei. auf seine Forderungen an Frankreich in Höhe von 14 Milliarden Gvldfrankcn gegen Aeberlassung der deutschen scheu BvudS der Serie C zu verzichten, wenn Frankreich auf die Räumung des linken Rhein uferS sowie die Berringcrunc der französischen Streitkräfte zu Wasser uni zu Lande elngehe. Was die Konzession Rr. 1, die Räumung deS linken Rheinufers, bettifft, so wird man leider BriandS Erklärung, da Frankreich tn Cannes auf keinen Teil feiner Garantien verzichten werde, hierauf beziehen müsset c. 3m übrigen hat eS fast den Anschein, als ob auch die von englischer Seite ange- kündigten Geschenke Danaergeschenke seien; denn nach den Berichten der Londoner Blätter wollen die englischen Sachverständigen den Plan des Ersatzes der Geldleistun- gen durch die Sachleistungen in den Vordergrund stellen. And zwar soll Deutschland danach nicht nur Sachleistungen für den OhnenbcDorf Englands aufbringen, sondern auch für dessen Exporthandel mit den britischen Kolonien sowie mit Ruhland, und ähnliche Abmachungen sollen von 3talien, Belgien und Japan angestrebt werden. Die Verwirklichung dieses Planes würde legten Endes einer Uebemahmc des Welthandels durch die Entente, insbesondere durch England, gleich- tommen, während Deutschland zum Lieferanten der Entente degradiert und sein Expon- handel vom Weltmarkt auSgeschaltet wäre, was gleichzeitig den Verzicht auf die für uns unentbehrlichen Devisen bedeuten würde. ZedenfallS geht aus all dem. was man von der Konferenz von Cannes hört, hervor, dah wir keinen Grund au besonderem OpttmiS-1 muS haben, ganz abgesehen davon, dah der Oberste Rat voraussichtlich nur über die dringlichsten Reparattonssragen entscheiden wird, während die Lösung deS Kernproblems, der Repavatwnsrevision, der bereits in Aussicht genommenen internationalen Wirt- cha f tSkonferenz Vorbehalten bleibt, zu der man den Schuldner wohl oder übel „vor- laden" müssen wird. Die Verhandlungen mit dem Wiederherstellungsausschuh. Paris, 29. Dez. (WTB.) Die Repa- rationSkommisston hat heute abend olgenbe Mitteilung auSgegeben. Die Reparationskommission empfing heute nachmittag 4 Ahr, wie angekündigt, dieVertre - terderdeutschenRegierung. StaatS- ekretär Fischer, Ministerialdirektor T r e n- >e len bürg und RegierungSrat v. O e r t • zen. Die deutschen Delegierten fragten die Reparationskommission, ob sie eS für (nötig halte, eine sofortige Antwort auf den Brief vom 16. Dezember au erhalten. Die Kommis- ion antwortete, dah die deutsche Regierung allein über die Zweckmähigkeit zu entscheiden hätte, die eS für sie haben könne, auf den Brief der Reparationskommission vom 16. De- Aember sofort oder später zu antworten. Jedoch könne die Forderung auf einen Zay^ lungSaufschub, die von der deutschen Regierung in ihrem Briefe vom 14. Dezember gestellt wurde, von der Reparationskommission nicht geprüft werden, bevor sie nicht die in ihrem Briefe vom 16. Dezember angegebenen näheren Auskünfte erhalten habe. Die deutschen Delegierten baten alsdann die Repa- rationskvmmission, die weiteren Verhandlungen bis morgen oder übermorgen aufzuschieben. Rathenau in Paris. Paris, 29. Dez. (WTB.) Dr. Walter R g t h e n a u ist heute mittag in Paris angekommen. Die Botschafterkonferenz und die Deutschen Werke. Berlin, 29. Dez. (WTB.) Die Bot- schafterkvnferenz besahte sich am 28. Dezember mit der Angelegenheit der Deutschen Werke. Die von ihr getroffene Entscheidung wird der deutschen Regierung durch die interalliierte Militärkvnttollkommis- sivn mitgeteilt werden. Heber den 3nhalt der Entscheidung ist bisher an zuständiger Stelle bisher nichts bekannt. Der Reichskanzler und die neuen Steuervorlagen. Berlin, 30. Dez. Der „Lokal-Anzeiger" erfährt aus parlamentarischen Kreisen, der Reichskanzler Dr. Wirth werde einige Tage vor dem Wiederzusammentritt deS Reichstags die Führer der Sozialdemokraten, des Zentrums, der Demokraten und der Deutschen Volkspartei zu einer Besprechung ein- laden, um ihnen nahezulegen, sich über ein Kompromih über die Steuervorlagen zu einigen. Der drohende Eisenbahnerstreik. Köln, 29. D«. (WTB) Der Deutsche Eisenbahnerverband hat den StreikfürKöln- O ft auf beute nachmittag 2 Ahr und für Köln- Bezirk auf heute abend 10 Ahr au«gerufen. Die Arbeiter in Köln-Oft find daraufhin heute nachmittag 2 Ahr in den Au-stand getreten. ES ist bisher gelungen den Personenverkehr tm allgemeinen glatt abzuwickeln, jedoch sind im Güterverkehr bereits erhebliche Behinderungen einge- tteten. Düsseldorf. 29. De,. (WTB) Die dem Deutschen Silenbahnerverband anaeschlosfenen Eifenbahnarbeiter in Düsseldorf haben beschlossen, morgen um 6 Abr in den Streik zu treten. Die De'ayungsbehörde in Düsseldorf befahl, dah die Arbeit weiter fortgesetzt wird. Die in den anderen Verbänden organisierten Arbeiter scheinen gewillt, dem Befehl zu entsprechen. Heute ItJca noch sämtliche Züge von Köln. Esten und anderen Städten mit Ausnahme der von Elberfeld fahrplanmätzig ein Düsseldorf. 29 Dez. (WAV.) Der hiesige Deutsche Sifenbabnerverband teilt mit: Die Verbandsungen mit der 3nttrainierten Kommission gelangten heute zum Abschluh. DaS Endergebnis war. dah die Delegierten des Deutschen Ei^enbabnerverbandeS die Erklärung abgaben. dah sie sich unter Protest der ®c- toa 11 der DesayungSbehörde fügen tnürten Die De anungSbedörde verlangt in den neubefetzten rheinis^en Gebieten die Beachtung der Bestimmungen des Belagerungszustands. Die alt befehlen rheinischen Gebiete werden von der 2Ir.orbr.ung der Te'ay ngS. e^örde nicht betrogen. Dort können somit otc E.'enbahner unbehindert streiken. Di: samt igen Kn.tcnpunkte deS Eilen- bahndirckllor.sbe^rlS Elberfeld find völlig fiill- gelegt. so da st jeder QSerfebr unmöglich ist. Berlin. 30. Dez. Wie die Blätter mit- teilen, haben gestern im ReichSverkehrS- Ministerium keinerlei Derhandinn- gen mit den streikenden Eisenbahnern futt- cfunben, da man dort nach wie vor auf dem Standpunkt steht, dah die Teilaktion der Eisenbahner in Westdeutschland einen Tarifhruch bedeutet. DaS ReichSverkehrSministeriuni wird versuchen, einen wenn auch beschränkten Per- lonenverbehr mit den bestreikten Bezirken einzu- richten. Zum Schutz der Bahnstreäe usw. wird ein ausgedehnter Schutzdienst eingerichtet werden Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter hat gestern in einer VorstandSsitzung In Berlin beschlossen. eine abwartende Haltung einzunchmcn und die letzten Entschlüste wenigsten« solange zurückzustellen, biS eine angestrebte Verständigung zwischen dem Deutschen Beamtenbund, der höchsten Vertretung der Beamtenschaft, und dem Reich-finanzministe- rtum positive Ergebnisse gebracht hat. Die Gewerkschaft bat drei Vorstandsmitglieder nach den Bezirken Köln, Elberfeld und Essen beordert, um dort genaue Informationen einzuziehen, und um auch, wie da« .B.T." mitteilt, dahin zu wirken, dah sich die Beamtenschaft auf keinen Fall an dem Streik beteiligt — Rach einer weiteren Meldung deS .B. T." haben die Cifcnbabnbeamten in dem Bezirk Elberfeld der Aufforderung deS Eisenbahnpräfidenten, zusammen mit den arbeitswilligen Arbeitern RotstandSarbetten zu verrichten, nicht Folge geleistet. Blättermeldungen auS Dresden zufolge Kiben die Dresdener Eisenbahnwerkstättenarbeiter in einer Versammlung zunächst den Streik abgelehnt, nachdem sich auch die Gewerkschaftsführer gegen den Streik ausgesprochen hatten. Wie der .Lokalanz." auS Dresden erfährt, »errfcht unter den s ächslschen Eisenbahnern vorläufig völlige Ruhe. Berlin, 29. Dez. (WTB.) Wie .Dor- wärt«" und .Freiheit" mit teilen, hat sich gestern abend >tne Funktionär-Versammlung deS Deutschen EisenbahnerverbandeS für den Bezirk Groh-Berlin einstimmig für den Streik erklärt. Laut .Vorwärts" dürfte der Streik schon heute abend beim Schichtwechsel eintreten. • Elberfeld, 30. Dez. (WTB.) Rach Mitteilung der Elberfelder Eisenbahn-Direktion ist im Streik der Eisenbahner dadurch erneut eine Verschärfung dzw. AuS dehn rng ein getreten, dah neben dem Deutschen Eisestbahner-Verband nunmehr gestern auch die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner In Darmen-RltterShausen die St reikparvle auSgegeben hat. Die Eisen- bahndirektivn Elberfeld ist weiter bemüht, LebenS- mlttel- und Kohlenzüge trr.*in3iil>4 )mmen. Köln. 30. Dez (WTB. » Die Sifenbabn- DivcMvn Köln teilt mit, dah akxmdS 11 Ahr die Lage wenig verändert war. Rur an einzelnen Stellen seien noch die Eisenbahner In den Streik getreten Bisher konnte der Verkehr kaum aufrechte rhalten werden. Der Konflikt in Washington. Washington, 33. Dez (WTB ) In der gestrigen Sitzung wurden von Staatssekretär HugheS 2 Resolutionen eingebracht betreffend die Verwendung von A - B o o t e n in KriegSzeiten. Darin hecht eS. dah A-Boote Handelsschiffe nur angreifen dürfen, wenn dese dem Befehl -um Anhalten nicht Folge leisten, und dah Handelsschiffe nur vernichtet werden dürfen, wenn vorher die Besatzung und die Passagiere in Sicherheit gebracht worden sind Kein A-Bool könne HandelS'chfse alS Prile erklären, wenn sie durch die Umstande genötigt worden seien, die oben erwähnten Bestimmungen zu verletzen. Die Anterzeichneten erklären. datz jede Perlon, die die genannten Bestimmungen verletzt, vor Ger ich t gestellt and zu Gefängnis verurteilt wird, al« wenn sie Seeraub begangen hätte. London. 30. Dez (WTB) Der Sonderberichterstatter de« ReuterbureauS meldet au« Washington, nach einer Mitteilung soll 6a r • raut über daS von Frankreich beschlossene Programm für seine A-Doote und HilsSschiffe Sr- fiärunqen abgegeben haben. eS handele sich um Bemühungen Frankreichs zur Erreichung eine« Aebereinkommens bezüglich der Einschränkung der U-Boot- und HilfSichifitonnage. 2lmerikanische italienische und japanische Delegierte drückten ihr 2kbauern darüber au«, dah ein Uebereinfommen nicht möglich sei.Balsoursagte,dahGroh- Britannien daSsranzösische A-B o o t- programmalSeineernsteDedrohung für feine Sicherheit ansehen müsse S ch a n z e r sprach ebenfalls über die ernsten Bes or gniNe Italien« wegen der wirtschaftlichen Opfer und der politischen Folgen, die das flanzöfilche Programm zur Folge haben konnte. Der französische Delegierte erwiderte hieraus mit Schärfe auf die Behauptungen te« Vorredner«, von denen einige für ihn unannehmbar seien. Balfour erklärte Wahrend e« undenkbar sei. dah etwa« an bered alS Freundschaft zwischen Frankreich und England herrschen könnte, beweist die Geschichte, dah beide Länder in der fernen Vergangenheit in Streit miteinander getoekn feien. G o -Dr t .nn.en fc Frankreich zur 6«: stet.« überlegen. zu Lande stet« unterlegen gewesen. Frankreich habe niemals in seiner De'ch chte zu befürchten brauchen. dah Vroh-Dritannien die Wacht hätte, einen Schlag gegen da« Herz Frankreich« zu führen. RiemalS sei eine schwächere Militärmacht in der Lage gewesen, ein? überlegene Militärmacht zu gefäbroen. nur well fie mehr Schiffe gehbl hätte Angenommen, da st da« Andenkbare geschehe, und dah bic Alitierten zu Feinden wurden. sei e« vollkommen klar bat) in diesem Falle die britisch« Aeber legen heit an Grobkamp! schissen das Leben Frank,eich« tetneSfall« auch mr für eine O.unbe geiabiben würde. Wenn Frankreich jedoch die g.vtz e A- Bvotflotte der Welt behoe, könnte e« seine Flotte, wenn e« tpollte. zur Zerstör mg des Handel» bt- outzen. und rt kl schwer zu glauben, datz tn Zerten der Gefahr Zrankr'elch tn k Zlotr« nicht so verwenden würde, wem, Grost-^r.tannlen gegen die A-Bovte unbewaffnet fei ES fei klar, datz Frankreich, wenn es bl fe verbreche, tsch« Waffe anwende, bk Srlstenz DroN-Brttannien« vernichten könne. Balfour sagte. &irraut da de von bei unbedingten Rotweichlgkett für Frankreich. eint A Boot lotte von 90.03 Tonnen za besitzen, gesprochen. Zu weichem Zwecke V Keineswegs. um mit der Grotzkampssch.si-'Flotte non 175 000 lonr.en zufammenzuw.iken. $>.< A-Doote seien eine mächtige Waffe nur zu dem einen Zwecke, nämlich zur Zerstörung des Handels. Drost-Britannien könne nicht anders a « in Anbetracht der Dedrohu g durch vLa fang einer groben A-Bvotflottc linertxilb w n.ger Me len von Hiner Stüfle, die zu keine n an'eren Zweck» al« zur Zerstörung de« Hand.'l« bl nen könne, offen erklären, daN c6 die dadu, ch geschaffene Lage nicht gleichgültig anichen könne. Lcharfc Sprache brr ntnlifdini Prr ssr. London, 29 Dez. (Wo'.sf ) Die Weigerung Frankreich« In Washington, seine A- Boote zu beschränken, erregt hier grobe« Aufsehen Die Dlätter heben übereinstimmend den schlechten Eindruck hervor, den diese Haltung auf die Vereinigten Staaten machen könne. .Daily 6 t> r o n l c I e“ schreb! In einem .Frankreich al« Friedensbrecher" überschriebenen Artikel, der eigensüchtiae Militarismus Frankreich« habe einen groben Teil der Hoffnungen der Welt auf Verminderung der Ausgaben für die Rüstungen zur See und auf Beseitigung der Gefahren de« RüstungSwett- bewerb« zum Scheitern gebracht. Frankreich habe tn Washington genau bic Rolle gespielt, die Deutschland seinerzeit aus der Haager Konferenz gefpieit habe Frankreich sei In Deutfchlanb« Fuhtapfen getreten. Diese Frage berühre die Wurzel de« englisch- französischen Zufammenwirken« Grvstbritn nuten könne unmöglich weitere finanzielle Opser bringen, um Frankreich au« seiner misslichen Lage heraus- zuhelfen, wenn Frankreich das so erhaltene Geld zum Bau von Anterseeboolen gegen den Frieden der Welt verwende. Der französische Flot- iengröflenwahn stehe jedoch vorläufig nur auf dem Papier. SS seien liberale Kräfte In Frankreich vorhanden, die sich vielleicht 'Geltung verschaffen würden gegenüber einer so katastrophalen Torheit. Mit einem friedlichen, nicht- aggressiven Frankreich würde Grostbritannien durch autzerordentlich starke Bande veiln pft fein. Aber keine Ration, auch Frankreich nicht, könne die Zuneigung England« besitzen, wenn sie fortfahre, gegen die Sicherheit England«, gegen die Freiheit Europa« und gegen den Frieden der Welt Komplotte zu schliessen. Auch die .Time«" bedauert den Defchlutz Frankreichs. Er könne eine unglüTliche Wirkung auf die amerikanische Oefsentlichk.it auiüien. Die Enttäuschung in den Bereinigten Staaten werde grob sein und vielleicht einen unliebsamen ©in- flufj auf die Haltung de« amerikanischen Volke« gegenüber zahlreichen wichtigen Problemen haben Der Schritt Frankreich« werde unverm iblich bk amerikanischen Sympathien sür Frankreich schwächen. Die .Westminster Gazette" tndrt aus die Erklärung Balfour •> hin. In der dieser sag e. ihn berühre der Besch.ud Frankretch«. feine Stellung aufrechtzuerhalten. .unsagbar schmerzlich" Das Blatt sieht au« der Haltung Frankreich« ernste Folgen für Frankreich. England und die gesamte Welt entsteh?n. Präsident Har ding werde diele Abweisung nicht hinnehmen und sich wegen einer europiilchen Macht, die anderer Ansicht sei. nicht für ge'chlagen erklären. Die Washingtoner Äonle-rm werde wenigsten« zu einem Zufammen'chluss der englisch sprechenden Völker führen. Frankreich könne sich nicht beklagen, wenn e« jetzt sowohl moralisch wie materiell isoliert werde. London. 29 Dez iWvlsf ) Auch die Wa- shingtoner Berichterstatter der englischen Blatter geben ihrem Bedauern über bk Haltung Frankreich« Au-druck. Der Korrespondent der .Time«" schreibt, sicher habe Frankreich erkannt, dah die amerikanischen Sympathien für Frankreich eine Schwächung edabren haben. ES habe jedoch diele Tatsache im vvrau« tn Rechnung gestellt. Frankreich habe die Wahl zwilchen einer Verminderung de« amerikanischen Vertrauen« und der Preisgabe einer Machtquelle. die e« mit Erfolg bei der Regelung ter englisch-französischen Tifferen- zen, die sich nicht mehr lange auffch esten lalle, zu verwenden hoffe Wenn diele Ar licht bie Lage und über die französische Politik Tatlacs-en entspreche, dann werde Frank rfch bie U-Dvotfrage in Tannes und nicht in Washmgion Vorbringen. Auch der Berichterstatter der .Mornina P o st" weist auf die Möglichk-it hin. dah Frankreich r-erfuche. eine Aeberernstimmung mit England über die gegenwärtig zwilchen beiden Ländern schwebenden Fragen herbeizu'ü> en und dabei dre Unterleebootf rage al« Waffe i u benutzen Harbing und Hug^ feien lehr darüber beunruhigt, dah Frankreich die Wafhing- inner Konferenz benutzen wolle, um europäische politische Fragen dabei al« Handelsobjekt Die Wiederherstellungen in Oppau. Berlin. 29. Dez. Sine Blättermeldung t: Der bayerische Minister- aus München besagt *81 wütende Franzose schreibt weit'" peinlich, dieses odiöse Blättchen u .Ist es schon durchblättern. — SindeutschesOriainalander Oxforder Bibliothek. Der vor kurzem im Alter von 77 Jahren in Darmstadt verstorbene Dr. Heinrich Krebs war seit dem Jahre 1871 Bibliothekar des Taylor-Insti- tutes in Orford und hat diesen Posten bis zu Die Lage in Aegypten. Kairo. 29. Dez. (WTD.) Lord Al- lenby deröffenllicht eine Kundgebung, in der er die Unterstaatssekretäre jedes einzelnen Ministeriums ermächtigt, die Gewalt und die Funktionen eines Ministers in Derwaltungs- fragen auszuüben. Die Unterstaatssekretäre werden die jeweiligen Minister vor den Ge- richtshöfen ersetzen, bis das neue Kabinett gebildet sein wird. Der Rektor und der Bizerektor der Universität AlaShar haben an den Sultan einen gemeinsamen Brief gesandt, in dem sie erklären. dah die UlemaS sich der Protest. Kundgebung der ägyptischen Nation an- Vekai Bft.: MchM j Inf ®mnb bet |*eng ist rom 0 Itfctn -it Wiriiu I* ?wöhnlilher •eibti; ^kksichrrte über 2 , von 1( unter I t>ie in her B jWkitrnt L Januar 1922 a Siehen, den 1 Deistcheni schlietzen. In dem Schreiben wird die iln- zufricdenheit über die augenblickliche Lage, über den Druck, der auf die Freiheit des Einzelnen ausgeübt wird und über die Attentate auf unschuldige Personen ausgedrückt und das Eingreifen des Sultans gewünscht und von ihm verlangt, er möge die Lage mit seiner bekannten Weisheit prüfen. Die deutsche Gegenliste in Südamerika. Paris, 28. De.; (Sin Leser deS .TempS' In San-Salvador beklagt sich bitter darüber, dah die .gemeinen Schmutzseyen der Boches", die .Deutsche Gegenliste", ganz Südamerika überschwemme. Dieser .Derleumdungswisch". mit dem .die deutschen Propagandisten die eigenen Derbrechen des deutschen Militarismus glaubten verteidigen zu können". sei bereit- in mehr als einer Million Exemplaren in Südamerika verteill worden. Ganz Amerika würde damit überschwemmt. Der rat beschloß, daß die Badische Antltn- und Sodafabrik zum Wiederaufbau in Oppau auf eigene Kosten rechtlich verpflichtet sei. Die freiwillige Millionen- spende der Allgemeinheit dürfe nicht dem Wiederaufbau der industriellen Anlagen, sondern nur der geschädigten Bevölkerung zugute kommen. Der bayerische StaatSkommis- sar für Oppau begab sich nach Berlin, um dort die Stellungnahme der bayerischen Regierung der Reichsregierung mttzutellen. Aus dem Reiche. Em sozialistischer mitteldeutscher Bund. B e r l i n. 3V. Dez. Wie den Blättern aus Dresden gemeldet wird, findet in Weimar wieder eine Zusammenkunft sozialdemokratischer Minister aus Sachsen. Thüringen. Braunschweig und Anhalt statt, auf der die auf der- Leipziger Konferenz eingeletteten Beziehungen zwischen den sozialistischen Regierungen der mitteldeutschen Länder zu einer dauernden Arbeitsgemeinschaft zur Förderung sozialdemokratischer Arbeit in Mitteldeutschland verdichtet werden sollen. diesem Jahre, also ein halbes Jahrhundert hindurch, bekleidet. Im Manchester Guar- dian wird dieser populären Oxforder Srschei- nung, die allen Studierenden der modernen Sprachen wohl verttaut war. ein Dcdenkblatt gewidmet, und dabei werden einige Züge mit- geteilt, die Dr. Krebs als 'ein interessantes Original erscheinen lassen. In seinen bibliothekarischen Maßnahmen ging er seine eigenen Wege. Sv las er eines Tages in der Zeitung die Anzeige von! Tode eines früheren Oxforder Abgeordneten Charles Reade. und sogleich fiel ihm ein. daß er noch ein Buch aus seiner Bibliothek hatte. Sr schrieb also den folgenden Brief: ..Sehr geehrter Herr! Ich nehme an, daß Sie für — dann kam der Titel des enlliehenen Buches — keine Verwendung mehr besitzen urrd würde Ihnen daher sehr verbunden sein, wenn Sie so freundlich wären, mir es möglichst rasch wieder zuzustellen." Er adrestierte dies Schreiben an den ..verstorbenen Charles Reade" und schickte es in das Haus, in dem die Leiche des Abgeordneten aufgebahn war. Sine besondere Auszeichnung war es, wenn Dr. Krebs vertrauenswürdigen Benutzern der Bibliothek erlaubte, sich die gewünschten Bücher aus den Regalen selbst herauszunehmen. Aber diese Ehrung wußten nicht alle zu würdigen. Sv kam einmal die Frau eines hervorragenden PrvfesiorS und bat um ein Buch. Liebenswürdig sagte der Bibliothekar: „Sie können es sich selbst nehmen," erregte aber dadurch die Entrüstung der Dame, die überall herum» erzählte, Dr. Krebs sei so unhöflich, daß er Damen sich selbst die Bücher nehmen ließen halb nötig gewesen, daß diese Gerüchte auf der Kammertribüne niedergeschlagen wurden. Auch er habe in London erklärt, daß das Reparaiions- problem die Lage Frankreichs beherrsche, und seine er st en Worte an Lloyd George seien gewesen: .Frankreich muß bezahlt werden. SS muß wiederhergestellt werden. Wenn Opfer gebracht werden mu'sen, müssen sie andere bringen. Lloyd Dwrgc habe ernt internationale Anleihe ins Auge gefaßt, durch die Frankreich sofortige Vorschüsse hätte erhalten sollen. Gr habe diesen Gedanken aufgeben müssen, da gewisse günstige Umstände nicht eingetreten seien. Es fei dann die Lage im Jahre 1922 geprüft und setz gestellt worden, daß Frankreich nicht für einen Sou Opfer bringen könne. Aber, da dir Frage auch Belgien und Italien an- gehe, so sei bef flotten worden, daß vor der Zustimmung der anderen intereffierten Staaten nichts Endgültiges entschieden werden solle. Ribot habe von einem großen Wiederaufbau Europas gesprochen. Alle Welt sei einig, daß das nur mit Hilfe aller geschehen könne, und daß ein derartiges Unternehmen Schwierigkeiten und Gefahren in sich berge. Aber die internationalegrohe Konferenz unter Beteiligung Deutschlands und Rußlands sei noch nicht einberufen. Eine Regierung, die dieses Namens würdig sei. müsse ihre Blicke in die Zukunft rich- ten. Rußland sei kein Land daS man vernachlässigen könne. Rußland dürfe nicht unter die wirtschaftliche Herrschaft eines anderen Landes fallen, der dann bald auch die politische Beherrschung .folgen würde. Frankreich könne sich der Wiederaufrichtung von Mittel- und Osteuropa nicht entziehen. In London sei beschlossen worden, daß disseS Werk nur durch ein französischenglisches Abkommeir auSgeführt werden könne. Man werde davon in Cannes reden. WaS die Anwesenheit Deutschlands und Rußlands auf einer wirtschaftlichen Konferenz anlange, so fei die Frage noch nicht entschieden. Wenn aber Deutschland aus ter Wiederaufrichtung Rußlands Nutzen ziehe und dies den Reparationszahlungen zugute kommen würde, so würde eS keine schlechte Operation sein. — Briand fuhr fort, er müsse noch von der Reparationsfrage sprechen. Der Mechanismus des Vertrages werde nach jeder Richtung funktionieren, wie eS sein müsse. Heber die Verfehlungen Deutschlands müßte sich die Repa- rationskommifsion aussprechen. ilrtcUc sie nicht, dann hätte bie Regierung zu entscheiden. Die Kommission könnte das Verlangen Deutschlands nach Zahlungsaufschub abweisen. Sie könne neue Garantien verlangen. Driand sagte hinsichtlich t>er Washingtoner Konferenz, die 11- V o o t e seien für ben Schuh der französischen Kuße und der französischen Kolonien unerläßlich. Das Abkommen von Angora habe gewisse Schwierigkeiten mit England ergeben. Driand betonte die Notwendigkeiten, die sich ergaben, mit Mustapha Kemal Pascha zu verhandeln. Der größte Vorteil des Abkommens sei, daß 100 000 Mann französischer Soldaten nicht mehr in einem fernen Lande zu dienen brauchten. Das Abkommen berühre jedoch nicht das Mandat über Syrien. — Nach kurzer Unterbrechung der Sitzung wurde schließlich das Budget für auswärtige Angelegenheiten angenommen. Paris, 29 Dez. (Havas.) Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat heute die neuen Erklärungen geprüft, die ihm durch Ministerpräsident Briand gemacht worden waren. Er hat formell den Wunfch ausgesprochen, daß bei den demnächst igen Verhandlungen keine Entscheidungen getroffen werden sollen, durch welche die von Deutschland geschuldeten Zahlungen verzögert oder herabgesetzt würden. Der Ausschuß hat ferner den Bericht Guemier angehört über das mit Ungarn geschloffene Uebereinfcmmen bezü glich der Anwendung der wirtsichaftlichen Klausen des Vertrages von Trianon. O^dr. oder .Ich kund Such fürwahr ein gut selig c?rr i On manchen Fällen tritt der Drucker selbst hervor: so schreibt der rührigste unter diesen frühen Kalenderdruckern einmal: .Zesum und Tiariam sin Mutter dar Wünscht euch HanS Zainer zum guten Jahr." Sin Nürnberger Blatt fugt dem Lbristkind einen Wetterhahn bei unb loht diesen sprechen: „Ich bin ein Wetterhahn. Gin selias Jahr verkünd ich lebermann.“ DaS Christkind aber sagt: .Das sottt ich allen denen geben, die in Gottes Forchi leben/’ Eine beliebte Verzierung der Kalender war die Darstellung der verschiedenen Planeten. deS astrologischen Himmelshauses. des Adorlaßmänn- tan«, der Sonn- und Mondfinsternisse, also der Hauptinhalt deS Kalenders bil- oeten. Jldm hlich werde i1 le Salnbe im - er r ehr mit Bildern ausgeschmückt. Das schönste Blatt stammt von Peter Drach in Speyer aus dem Jahre 14S3 und zwar schmückt den Kopf des Kalenders ein Liebesgarten, in dem. durch ein Drünnlein ge- trennt, Jüngling und Mädchen zum Neuen Jahr Glückwünsche tauschen. Jeder Monat ist mit einem dubschm A tezcich ungsbuchstiben geschmückt. Man hat als den Schöpfer dieser Zeichnungen einen der beften graphischen Künstler des 15. Jahrhunderts, ben sog" »Meister des Amsterdamer Kabinetts'' festgestellt. Die Drucker waren deshalb von Anfang an so eifrig auf die Herstellung von Kalendern auS. weil ihre jährliche Wiederkehr eine sichere Ein- nabme verschaffte. Der wichtigste Inhalt bestand m ben .sterndeutenden" Angaben, die dem astrologischen Aberglauben der Zeit entgegen- tarnen. Manche der frühesten Kalender find lateinisch geschrieben und ft-'iben ihre Gelehrsamkeit &cr.iu*. So bei l es z D.: .Di fer Almanach ist der Hoheni^ule der «großwürdigen Stadt Mainz oder ..Almanach in der hochgeprie- fenen hohen Schule zu Erfurt durch Jacoben .y>e:inlgcr auf das 1494. Jahr gecakulleret.“ Viel- faruck. indem er dc . offen« Hand t So übcrlanb:» « je IW»* Denkmals l^,. iieWte»JJ® men , ud) HaturaHeM K Herr Gemeinde ernan^ , QitrUo . • ■ • e*lind» Valmia , . Für Silvester RumArraK♦Kognak Düsseldorfer Punschessenzen Rot- und Weihweine Schaumweine Erdbeeren, Pfirsiche, Apfelsinen Monopol.Trinkbranntweine •/< idiier ML. 3L— auf reinen Cbfifähen. ohne chemische und schad- Uche Zusave die Flasche M.S.-. Reformhaus Kreuzvlav 5. l*u Adolf Plack Neuen Bäue Fernsur.lSßB Gericktssaal. ta. Krofdorf. 28. Dez. Für Ärofborf find Ne Gerichtstage im neuen Jahre tote folgt festgesetzt 16. Januar. 20. Februar, 3. Avril, 8. uHai. 12. Juni. 10. Juli, 18. September, 23. Oktober und 4 Dezember. Allen unseren werten Gästen. allen Freunden und Gönnern Sie hellen 6WiMie WZohmmeW Fritz Strasser und Frau. Einem hochlöblichen Publikum von Giehen und Umgegend zur gefL Kenntnisnahme, dah ich die Beftooratioii UM M ,Zn SellmhW- von Herrn Tonrad Ruth käuflich erworben hab«. Al» Fachmann und langjähriger Restaurateur wird es mein Bestreben sein, in Küche und Keller das Beste zu bieten, um somit jedem Gast gerecht zu werben. Ich mache besonders die Nachbarschaft auf mein gemütlich eingerichtetes Lokal aufmerksam. Hochachtungsvoll Fritz Straffer. Don Siloefter an täglich frische Areppel sowie Berliner Psannluchen foulen ncfiirtit. ($diL rolrb tabelloler Doppel - Ti dL- SitreibilM) gen. TodpcI- Giebpult in Tausch or aeben. Schr. ftngeb. u. 0167*4 an den Gietz. Wn*. Bekanntmachung. r%8berversicherung»amt für die Stabt •leben mii Hhtkunq vom 1 Januar 1922 ber Ort». Gvh« gewöhnlicher Tagearbeiter wie folgt festgefetzt fpd. Bad-Äauheim. 29. Dez. Die k-adtverordneien »Versammlung y'tttt in geheimer Siyuna das Zuzugs- . rhot nach Bad-Aauheim ab. Kirche und Schule. ch, Münzenberg. 28 De^ Auch aller ILöner Sitte wurde hier am 1. WnhnachiSieiertag mögens um 5 Uhr die Ghrist mette ver- bunben mit der Feier des heiligen Abendmahls ngen. Feierlich rufen Mc «loden zum erstey- um 4 Uhr durch die nächtliche Stille zur Lndacht Um ' 5 ertönt bann noch eine Glocke p kurzer Mahnung. NS fich dann gegen 5 Uhr L*i die Türen aller Häuser öffnen und die An- igen zur Kirche strömen. Besonders ist es Ks Jugend, die zur Feier geht, wird ihr doch (rtabe in brr Lhristnacht das heilige Tlbendmahl res Iahrhun^lk üanlf,,[lcs Ciforbcr SSL SÄ } in bet ZeMS ° „och Ctn r°« . er Ich'l'b ^ r ^,ch°^ :KS rn atii iten M SU «jJSn £“3MZ.S0 S*. ®ai £? I °'IO Aart u> ^Uomrttr m- Da«, 600 M Jtllßnc, Dari. HW * Äibmetc J Desprächoi vird “lnuten "ichl dn°. tyting rr.alvrt.-k ve'-ler. Ibättt bei iliahai treibt, mk mi gefeilt virL, uni einen jungen (Wt, bet eng. |oll. 6t ,Jaufte* IliMhlung etiä ie er einem an. -rem Kn tDtütt öchvlndlei trägt IrmanteL »Hen-Sesesf. eröffnet am i/r Uhr, in dem •enfcfiule in ber jerfurfui in btt Om Einblick cnl ’lrift in Handel, tonn /eöermjnn KachbumschH rgenheit ztu St- »tzunehmn. L für Freitag: )deS und Hari- ihnhofsttahe, ab ag: „Die Aäcktt .Die Jagb mtd* unter 21 Jahren . 17.00 . ---- Die in ber Bekanntmachung vom 15. Febr. 1921 ■tlaltene Festletzung tntt mit Wirkung vom s. Januar 1922 anher flraft. Giehen, den 19. Dezember 1921. Deifidierungtaml ber Stabt Giehen. Dr, Frey.13482B Zlifitze Borttons - Söjennföie st.Rauch-Schellfifche — Neue Heringe — 8 Dtück, zirka ' .V'd. Tlt 5.-. Ät&.. Sauerkraut «fb. Dlt 1.50. Margarine ‘e vcrfch ebenen Wintersportarten entsenden wird Auch auS der Schweiz. Böhme , Schweden und Äaditube 1:0: 5. Mai Österreich— Deutschlarrd in Dresden 3 3. 8 Ma» Aiederöhrrreich—Süddeutschland in Fürth 2 3. Dcuttchdödmen—Süd- deutschland in Ludwigshafen 0 4. 15. Mar: Horb- Holland—Aorddeutschland in Groningen 2.3. 5. Juni Ungarn- Deutschland in B-dopest 3 0: 6. Juni Sudschweden—Aorddeutschland in Malmö 2 1. 12 3unt Hellingdorg—Aorddeutschland in Heltingborg 4 3. 14. Juni Göteborg-Aord- dcu'.schland tu Gö'.ebvra 1:0: 19 3ur.i Sud- deutschlarch—Aorddeutschland in Hamburg 2 1; Südostdeutschlanb - Boltenverband in stottdus 1 1. ?e. Juni Süddeutschland- Ungarn in Budapest 0 3. 29 3uni Deutsch-Böhmen-Sübdeut'ch- land in Prag 3.2. 18. September Finnland Deutschland in AcBhiätort 3.3. 9 Oft ober West de-atschiand-Süddeuischland In München-Gladbach 0 0 Südostdeutschland—Mitteldeutschland in Breslau 0.3. Ballenverband-Aorddeutschland in Stettin 14. 13. Avoernder: Berlin—Suddeutschland in Fürth 0:3, Mitteldeutschland - Aord- Aorddeutschland in Halle 0:3; 11 Dezember Aordholland- Aorddeutschland in Hamburg 1 5 - Aad-Weitmeifter Moescovs geschlagen. 3m Panser Winrrrvelodrrm starteten in dem .PreiS ber Fremden' einige be- km nie Fadrer. u. a. bk auch in Deutschland Ixlanntcn Renn fahr er Moesrovs t Holland staut- mann - bringen. Diele B gegnung erhält erhöhte Bedeutung dadurch, dah sowohl Lewanvw nach kincm. süngsten Sieg über Lorenz aI8 auch Kaufmann sich in ausgezeichneter Form befinden, wie dessen letzter Sieg zu Weihnachten in Pari» über den Weltmeister Moescops lHolland) beweist. — Die Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen vorn 21. bis 29 Jan. bildet bekanntlich den 2luftalt zu den Deutschen stampsspielen 1922, während der Hauptteil der schalten. MlUamen ieöerjw fl ÄrroOdlDliaK Ualü.-DnitirteL H. Llkikll Für Silvester biete an: Punschessenz Rum, Arrak Weinbrand Rot-u.Weißweine in bester Oute, sehr preiswert Die seither versicherur.gsfreien Angestellten, soweit st« ein Einkommen bis z» 40000 Mk. jährlich haben, find innerhalb einer Woche von ben Arbeitgebern bei den rnstänbigen Meldestellen anzumelben. Gleichzeitig werben olle Arbeitgeber von versicherten aufgeforbert, inner, halb 8 Tagen unseren Ortsstellen bte am 1. Januar 1922 gezahlt werbenden Löhne in Dar und Sachde;ügen ,u melden, damit eine einwanbfteie Iuttt ung ber versicherten in btt neuen Lohnftufen vorgenommen werden Kann. Gegen bie Säumigen wirb mit Strafe vorgegangen. Morgen Somsraa den 31. Dezember 1921 auf ö?m volvnMlll!! (Brandplav) o.8—2Uhr MNi der Zitafl. SÄ um. erlest die «rohe Walch- motchine ooültänbifl. Aa- rnn:le für ^attdarkeu u. labellofe Funktion: un entbebrhtb «ür ieb. ^anS- balf. wäscht bas gröstte wie bas flrtn ste Cucntum Sa leb«. 018795 '.enteren erst in die 3rt: vom 18. 3unt M 1 3uD fällt Die Wetttämp'e in Darrrusch und aus der neuer bauten Bahn am 2tiV rung von taufenden Zuschauern, deren Sintnttügelber so der guten Sache t^erloren gehen, und deren Quartiere vielleicht damit sogar umsonst bezahlt sind Der eigentlichen Winterlvortwrche gehen voraus die Bobsleigh rennen um die Deut'chc Meisterschaft am 14 und 11 Januar Die Wettkämpfe im Aahrnen der Deutsche «ampsspiele beginnen am 21. Januar und umfassen an diesem sowie dem folgenden Tage die Borkämpfe im Brblleigh- sahren, GtSlchiefie" und die Deutlchen SiSlaus- meisterschasten DaS Programm der ü -rtgen Tage steht vor am 23 1 Aodeln und llislch« ^>en. am 24.1 GiSiaus. OiShodetz Aod In und i»ts'chtesten. am 25.1. OiSlauf, SiSbvckov und Sislchiesten. am 26 1 SiSlauf und Sishodetz am 27 1. die I kebrlinne: 2 Orilnire, 1 Tchtosier, 1 ffaulmnnn- | lertjubrnncbcr. 1 Minier. 1 Lackierer. 1 Uhrmacher I 1 Pholonravh, 1 Gärtner, 1 «mofchlosier l z. bet answärtiaen «rbeltnebern: ."vroolstons- rrilenbr. 5 tiletirouiontcurc. I Latiler u. vol'terer. I 4 Mnlchineulchiolfer. 2 ^ertocitafchlosfer. 2 desgt. I für Lchnitte und Ltanzen. 4 stelsellchmtede. drei I schreiner 1 Soengter. 1 3"stnltaienr. 1 älterer | Vnulchloüer. 1 Ärstrk^euglchtetfer. 1 Seor. Heizer. iochneider.2 jüngere laaöro. «nechte. 2 Schmiede. Dteher. kebrlinnet 1 Glaser. 1 Lchmied. 1 Schreiner, zwei ■ (fnleure, 1 Schiosier. 1 Mechaniker. Indien Brbelf. Buchdrucker. Kaufleute. Schrei- ■ ter und bellende, Backer. Qausburlchen und I UnSläuler.MnIchinenlch!ois..2iaulchtolser.Maurer, I vetitbiuder. Schuhmacher, t verh. I mbro. stnecht, I rkrankeuvllener. I Sauter il Polsterer, Bäcker und Mehner, mehrere Seltner, 1 Former, t liW I Schmied. 2 Buchbinder Mechaniker, 1 Wnaner. I 1 Schaler. 1 oerheirateter Hofmeister. 2 Partner. I 1 Handichi'bmacher. Beraarbetier, «uioschfolfer, I l^nhaQaieur u »oenairr. t Monteur, 1 Bnndaniu. I Maschinisten und Heizer. 1 Zeichner. > Verwatier, I 1 t'botoiraoj. 1 Fraler. 1 Müller. vauhllfSar- I »eiier. i?rtznrbeiier. 2 Dachdecker. «eteaeubeitsardeiten werden ebenfalls entgegen- I lenommcn. । vebrtinae: 1 Qrleltromonteur. 1 Tlekirotechniker. I 1 Schuhmacher. 3 «uiolchloster. 1 Maschinen- I schlosier. ! Uhrmacher. 1 Schreiner, 1 drlfeur, | 1 Schrilisetzer. SVelbliite vbteil nng: ||. I OS fönnen eingestellt werden: || bei biestneu »Irbeitaebern: Mätzchen für tag5- I Iber, Dienstmädchen, Lauflrauen und -mädchen ’dr ! tmirlnc inne, nichtige -tileinmädchen. 1 ÄOtbiit, 1 Lehrmädchen in Binmennelchait. 1 Zimmer- !| „ädchen 1 Nüchenmädchen. 1 .QÖlln lOfraelt Ink i b. bei auswärtiaen Arbeitgebern r 2 land wir:- 8 IcUrthUdje Diennmadchen, Dienumädchen. allein- I mädchen. Zimmermädchen, ktuchenmädchen, eine I Ltuve. 1 Köchin. 1 Oautzhälterin. ■tf» inrbett Arbeit: 2 Berkäulerianen, 1 tzlickertn. | ® Waichfraneir. einige Vauliraufn, auch für ^tach- | miitagdbefchasiignn.r, ü/tadchen für tagsüber, eine Biifllcriit 1 Aräulctn erteilt 'ranröl. Unierrich,. I 2 Kontoristinnen, 1 Schneiderin als Beihilfe bei | Herrenichneider, 4 Lerkäu'erinnenlebrmädchen Tie Beruiederatung und «rbeitck veemitt !un iür Musiker nutzet werktags von 1 •> bis 12 11 br Katt- _________________________f 1344GB ihm und singen obne Crgclbegkr.ung Im Wechtel- gefang mit der Gemeinde in dreifacher Wieder-1 bolung und sich steigernder Tonhöhe: .Heilig ist unter Gott Dobet läuten alle Glocken und verkünden den zu Haust aeblubenen Gliedern ber Gemeinde dteten feierlichen Aagenblid Dreie schönc Sitte ber Ghrifnnette hat sich, totnel unS bekannt ist. sonst in keiner evangelilchen Gemeinde unseres HefsenlandeS erbauen Bei ihrer groben Beliebtheit bad man annehmen, datz sie uns auch ferner nicht verloren gehen wird. — Dir brüte gottesdrenstlich< Seiet des ersten Lhrilt- tages abends 7 Uhr ball ber Gesangverein Eintracht in dankenSwener Weife verschonen der auch den herrlichen hochragenden Lichtcrdaurn für die Kirche gestiftet hatte. ra. Wetzlar, 28 Dez Der Kreistag hat den Schularztdienft in brr Weise geregelt, datz dreier für die Folge durch eine Reihe von im hiesigen Äretfe und an dessen Grenzen gen Aerzten an Stelle von Medüinalrat Dr. Braun auSgeübt wird Der Kind wurde auf 4 Ml. iestqeieyt: bei 10000 Kindern macht dies für den KreiS eine Gesamtausgabe von 40 000 Mk., die zur AaLfte von den Gemeinden getragen werden soll tg&uL lltr . I LU : fnik *“ 27*VT ? M-w w SVu? ilitrbot nad> Bad-Dauheim ab. Ctartcnburg und Nsietnhefien. rm. Steinbach l O. 29 Dez^eber- slenund schwe r bedroh tvurk^am Frei- . früh der 2Ubettet ß. <3 auf Don Wege nach hier -rbeitSstätte. dem unters Hammer. Als --rüter wurde der Kommunist Schlbtit Tagesverdienst TL Jahres. verditnst. grenze M. Grundlohn M. Wochen, beitrag M. Invalid Klasse enversicheru Wochen, beitrag bi» 3.33 1000 - 3.- 1.17 A 3,50 von 3.34 bis 6.66 2000.- 6.- 2.34 1 B 4,50 . 6^7 . 10 - 3000.- io.- 3.90 1 „ 10.01 . 16.66 5000 - 16.- 6.24 C 5,50 _ 16 67 . 23 33 7000.- 22- 8.58 D 6^0 . 23.34 . 30 - 9000.- 30.- | 11.70 E 7^0 . 30 01 . 40.- 12000 - 40 - 15/4) F 9,- , 40 01 . 50 - 15000 - 50- 1950 0 10^0 , 50X11 , 60.- J über 15000.- 60.- 23 40 H 12,- Statt Karten absehen zu wollen. 016788 schlafen ist. Gießen im Alter von 81 Jahren. Verlobte Neuen Friedhof aus statt. loiMO» Großen-Duseck Vermietungen | Weihnachtsfeier D Gießen, Frankfurter Straße 129 Laden. 184«» Slcuftnbt 50. 016776 Mts Maschen sosorl gesucht. 01675t Konditorei und Cafe Krämer 016755 □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ODDO□□ XXL □ □□□□□□□ □-□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ essen« gesucht. 016789 pcboic unter 016759 an ©tiibnctL 016769 Stellnn Lehrstelle als Schlosser tolßriÄge litäten 13440c Heinrich Driesch | Verkante l349Hse Ein 9 jähr. 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Januar 1922, nachmittags 2xf Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir Am 2& Dezember entschlief sanft nach schwerem, mit groffer Geduld ertragenem Leiben mein inntgst geliebter Mann, unser guter Vater, Lohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Friedrich Wagner Schrankenwärter in Butzbach im Alter von 29 Jahren. In tiefer Trauer: Katt). Wagner geb. Schneider mb Khtbet nebst allen Angehörigen. Allendorf a. d. Vabn, den 3d Dez. 1921 Die Beerdigung findet SamStag den 3L Dezember 1921 nachmittags 3 Uhr in Allendorf a. d. Vabn statt. Wir haben uns verlobt Leni Rühl Erich Iaekel and. rer. techn. plalin-, Gold- u. Silderbruch fntif* '*• den höchsten »UUsl Preisen 016761 Walldorf, r Hamm'iralle S. Gebrauchte BjjBFD-Verein Gießen. Ihre am 29. Dezember in Garding stattgehabte Vermählung geben bekannt Joseph Kreuter Erna Magdalena fireuter geb. van der Lech Junger Mann bewandert in Buchführung, Ltcnogravhie und Maschinenschreiben, sucht Gießen (Rodheimer Straße50), Bonn, Mühlheim a. Rh., Bad Homburg, 30. Dezember 1921. Ministerialrat K. Löhlein, Darmstadt Professor Dr. W. Löhlein, Greifswald Emmy Höhlbaam geb. Löhlein, Düsseldorf. Von Besuchen bitten wir abzusehen! 13496D □ empfiehlt von Silvester ab seine in bekannter □ Güte täglich frischen oiewn g Kreppei u. Neujahrsbrezeln 8ut tri. NWWit und Kinder-Badewanne zu kaufen gcs. Schristl. Angebote unt. 016752 an den Gießener Anzeiger. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung. daß meine gute Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere Schwiegertochter, Tochter, Schwester, Tante und Schwägerin Frau Luise Martin geb. Höhmann nach qualvollem Leiden im Alter von 38 Jahren sanft entr Flügel ober *>erld Piano — gesucht. Gell Offerten unter J.V. 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