Donnerstag, 29. Dezember 1921 M- Jahrgang Erstes ülatt Die Konferenz in Tannes mal gröber als das einer die den von am am Die Lohnbewegungen,Streiks u. Aussperrungen im Jahre 1920. Frankreichs definitive Tonnageforderung. den Zustand des Heeres gemacht und erklärt, dieses fei trotz der ernsten internationalen Lage von fünfeinhalb auf Dreieinhalb Mill. Mann herabgesetzt worden. 3m Verhältnis zur Gröhe Rußlands sei Seispteksweise das Heer Frankreichs letzt achtzehn- “ ' andS. 1. Januar und die anderen Delegationen 5. Januar. Wie der .TernpS" mitteilt, werden an technischen Vorberatungen bei der Konferenz Russische Truppenansammlungeu ein der finnischen (grenze. Frankreichs. Sarraut, die offenbar defi- nitiveErklärung abgegeben, daß Frank- reich keine geringere Tonnage als 330 000 Tonnen für die großen Schiffe und 90 000 Tonnen für die Unterseeboote annehmen werde. Die britische und japanische Dcleaation hätten er» klärt, dah sie angesichts des Verlangens Frankreichs sich ihre Haltung hlnsichtlich der Tonnage der großen Schiffe Vorbehalten müßten. Jtalienfeindliche Kundgebung^« in Agram. Graz, 29. Dez. (WTD.) Die ..Tages- post- meldet aus Agram: Die akademische Jugend hielt gestern eine große Protestvev- sammlung gegen die von den 3taltenern in Dalmatien vvrgenommenen Verhaftungen ab und veranstaltete dann vor dem italienische» Konsulat eine große itolienfemdltchc Kundgebung. ___________ Paris, 29. Dez. (WTD.) Aach Havasnachricht aus Washington hat gestern vor der maritimen Kommission der Delegierte Kopenhagen. 28. Dez. (WTB.) Aach einem Telegramm der Zeitung „Politiken aus Helsingfvrs ziehen die Aussen an der finnischen Grenze starke Truppenabtei- jungen zusammen. Dies veranlaßte vor einigen Tagen die Gerüchte, nach welchen zwtsche» den bolschewistischen Truppen und den sin- Nischen Freischaaren blutige Zusammenstöße statt gefunden haben. 3n finnischen Militär- kreisen betrachtet man die russischen Truppen- konzenttattonen als militärische Demonstration. Von sinntscher Sette wurden Maßnahmen getroffen- für den Fall, daß die Volschewtste« Grenze überschreiten. Ein Beschluß des MarineauSschusscs der Kammer. Paris. 29. Dez. (WTB.) Der Ma- rineauSschuh der Kammer hat gestern eine Sitzung abgehalten, um Erllärungen des Marineministers über die Verhandlungen in Washington entgegenzunehmen. Die Kommission hat einmütig auf den Vorschlag des Abgeordneten Gels hin beschlossen, das Ministerium zu verpflichten, energisch die maritimen Interessen Frankreichs zu unterstützen, das eine genügend starke Flotte nötig habe, um seine Küsten, seine Kolonien und die Freiheit seiner Verbindungen zu schützen. Die neue U Bootsrage. London. 28. Dez (Wells ) Reu er meld« au» Washington. der Vorschlag da» getarnte II-Doot-Problem in 2 be rach! d r augenblicklich entftanZK-nen Schwierigkeiten einer k ü n s- tigen Weltkonseren, zu ub'rla'fen. sei ,eht mehr in Nm Vordergrund fldrre i di r trügen die Dr'e te ten den ge orh t?n Di- pLometifd:en Oprim S EM» »ur 61xxu 3a vri- txrten Gesprächen hab. redoch mehr alÄ einer der ! Delegierlen zugegeben, tat? dre Haltung der aran- PariS. 28. Dez. (WTD.) Aach einer Meldung der HamSagentur finden die Sitzungen deS Obersten Rate» in dem Saale einer Rudergesell- schafl In SanneS statt. Die erste Sitzung ist au den 16 3anuar anberaumt. Für die Verhandlungen sind etuxt a ch t T a g e vorgesehen. 3m ganzen werden für die Verhandlungen etwa zweihundett Peisonen erwartet. Die amerikanische Delegation trifft am 29. Dezember ein, die englische Die neueste ,.Verfehlung" Deutschlands. (Berlin. 28 De^ (Wolff.) Französische Blätter teilen mit. daß die AeparationSkom- mission sich heute mit einem angeblichen Der- zug Deutschland- in der Lieferung von KokS zu beschäftigen habe Die refldmahijc Lieferung von 15 000 Tonnen pro Tag sei feit dem 15. Dezember auf 9—10003 Tonnen zurück- gegangen Die Mitteilung spricht von einer dritten Verfehlung Deutschlands, die hierdurch fest- aefiellt werde Die erste Verfehlung datiere vom 3uni 1920 vor der Konserenz von Spaa, die zweite gehe aus den Monat März 1921 zurück. alS die deutsche Regierung die erste Milliarde Goldmark, die auf Grund de- Versailler Vertrages al- Abschlagszahlung der Summe von 12 Milliarden verlangt wurde, nicht befahlt habe DaS .Scho de Paris" füg« der Vachrichl hinzu. eS erscheine ihm angebracht, am Vorabend der Konferenz von Cannes den schlechten Willen Deutschlands noch einmal feierlich feftzustellen Don unterrichteter Seite wird hierzu solgen- deS bemerkt: 3m Verfolg deS Snde November Selen und der Japaner In der U-Boot-Frage eine Regelung jetzt unmöglich mache. P.as bci-.i Har ding tli. ttwe verlautet, für den Plan dner ipäierei Konferenz zur B^han^n? Mder Frage, ii^chefrndere, da sie zu se.nen P.änen für sche Abordnung die Antwort der Regleruna betreffs der 11 • 03 o o i e erl-alten. Sarraut und Admllal Le on halten eine Unterredung mit HugheS 3n untcr- rlchleien Kreien wird geäußert, Frankreich werde den amerikanischen Vertrag, der die Deibelialtung deS StatuSguo in bezug auf die Unterseeboote Aufklärungen zu geben Die Versuche, eine vernünftige Lösung der Reparationsfragen, um Die sich gegenwärtig alle beteiligten Mächte bemühen, nach dem Voibilde von Svaa durch Schaffung von Schwierigkeiten in der Kohlenfrage zu stören. Dürften daher ohne Erfolg bleiben. Von Deutschland sind auch die beiden ersten angeblichen Verfehlungen niemals anerkannt worden Von einer dritten Verfehlung kann somit weder sachlich noch formell die Rede fein. Tnd Wirtschaftsabkommen zwischen Danziq und Polen. Danzig, 28 Dez. (WTD.) 3n der hnatigen Sinuna deS VolkSlageS wurde nach längerer Debatte die Ratifizierung de- Danzig-polnischen Wirtschaftsabkommens In zweiter Lesung mit 62 gegen 22 Stimmen angenommen. Die Dritte Lesung findet am SamStan statt und Dürfte das gleiche Stimmenverhältnis zeigen. Trotzki Über das russische Heer. Kopenhagen, 28. Dez (WTV.' Die Zeitungen melden In einem Radiolrirgvamm aus Moskau: Trotzki hat gegenüber Vertretern des Voten Kreuzes Mitteilungen über Paris ab. An den am Freitag in Paris beginnenden 'BerbanMurgen wird auch Sir Dort- hlngtvn Evans teilnebmen. Sitzung der Botschafterkonferenz. Paris, 28 Dez^ (WTD.) Die Botschaf- terkonferenz hat heute oormlltag eine Sitzung abgeballen und sich wie der .TempS" mit- teilt, mit Fragen beschäftigt, die die Ausführung deS Friedensvertrages betreffen. Rathenau in Paris. Ber11n. 29. Dez Wie die Blätter erfahren. Ist Dr. Vathenau gestern von Berlin nadi Pari- abgcrelft Der .Deutschen Allgem. Zig." zufolge ist Die Veise auf eine AufforDerung von autoritativer Seite der Entente erfolgt. ZwcisellvS steht Die Reife Rathenau» im Zusammenhang mit den Verhandlungen. Die heute nachmittag in Pari» zwischen Der RevararionS- kommiNwn unD Der deutschen Krieg»lastenkom- Million beginnen sollen Laut .Ball. Fig." wird Rathenau in Pari» nicht in offizieller amtlicher Eigenschaft und nicht im Auftrag Der deutschen Regierung tätig sein. Dic geplante internationale Konferenz. Teilnahme Deutschland» und Rußland» wird In der P r e s s e ausführlich besprochen. Laut .Evening Standard' hat sich Rußland Dem Standpunkt Der all heilen Rationen allmählich genährt. Es bestehe Die Möglichkeit, daß Die Konserenz von EanneS zu eine. .1 i äbtrung der öotriclrcalcrung sowohl an D.c Xhic.tcn, al» auch an tie Vereinigten Staaten führen axrdc. .Manche st er Guardian- giot in einem Lcliartikel der Hoffnung Ausdruck. Da6 die Meldung über eine bevorstehende ÄntaDung an Tschitscherin und Lltwinvff, nach London zu kommen. Un schlimmsien Falle verfrüht fei Rußland und TxuIschiand. saat da» Blatt, halten die Schlüssel zu tem a irtschaltllch'i Durcheinander In Europa in der Hand, und Rußland nach. Ansicht vieler Leute den Hauptfchlüffcl. .Pall Mall and Giove" schreibt, England hätte Rußland al» Runden nötig Wenn England sich nicht beeile. Die offiziellen Bezie- bunten mit Rußland usteder herzu e i n, so wüibc Deiulchland daS russische Wlrt'chaNsleöen mit seinem eigenen verketten, den rufh' hen Handel abbän iig von sich machen. (feiglanD einen Kunde« weanehmen und 'ich ein Monopol auf tie rustl- ld.cn Rohstoffe fichim ßloo** ® *rrge we de vielleicht innerhalb feine» Kabine t» einen Kamps zu flcuxirtlgen « haben. Minj'ier Lhurchl11 flünbe. wie cS heißt, dem Wißen der Konferenz keineswegs wohlwollend flc<-cnü!*r. London. 28. Dez «Wolff) .Dali» Mall" nicldet auS London. Präfidenl >>ardl ig habe mit- geteilt, daß die Verhandlungen übe eine muc u m» aflcnde Konferenz Fortschritte mache, und daß die diesbezüglichen Abmachungen beendet fein werden, bevor sich die augenblicklich? Kon- serenz vertage. Der Zeitpunkt und Ort für di« Kouserenz werde in einer Rote an die In Washina- ton vertretenen Mächte bcbanbclt. Harding sei lut 21bbaltuiig der neuen Konserenz in Den Versinig- ten Staaten. Laut .Daily Mall" wird auf die frühere Erklärung HardinaS. daß Deutschland o'en betrachlctcn die il-Voote alS Derteidigurgswaf e. De fron- zöllsch-en Äichoerständigen crlläicn, daß sic auf ihrer Stellung behanen. Sie lind der Ansicht, daß jedes Land txrS Rocht habe, die Stärke der nötigen Stieitkiäste unter Deiücksichtigung der Länge seiner Küßen selbst sestzulegen. R e u h o r f, 28. Dez. (WB ) Durch Funstpiuch. Die Associated Preß meldet auS Washington: Richtamtlich wird argcDcutel, daß F ankieich möglicherweise dem SlaiuSquo in der Begrenzung der Unlerfec-6trcltf räf te zuslimmen würde, trenn die anderen Mächte sich einem Vertrage anschlösten, Der eS sich zur Aufgabe macht, Den Frieden in den europäischen Gemässem zu erhalten. Die Slanalaimüdhte sür einen solchen Vertrag wären Fi-ankreich, England. Italien und Deutschland. Dir Haltung Japans. Washington. 28. Dez. (WTD.) AuS Telegrammen, die in den letzten Tagen au» Tokio hier eingingeu. geht hervor, daß die j a p a n i s ch e Presse sich energisch der Einschließung deS j a • panischen Festlandes in da» sogenannte Viermächteabkommen betresscnd den Stillen Ozean v--dersetzt. Japan würde dieser Entschließung nicht zuslimmen, solange daS Festland der anderen Vertragsunterzeichner ausgenommen sei. Die Lage auf dem Weltkohlenmarkt. Da» Angebot auf dem Deltkohlenmarkt ist «in außerordentlich großes. Diese Tatfacha erklärt sich ohne wettere» au» den Folgen der chaotischen Verwirrung, In die die gesamte Weltwirtschaft infolge der Wirkungen de» Derfaillcr Diktate» geraten ist. VewciS hierfür liefern neben den ungünstigen Außenhandel»^ zlffern besonder» die ArbeitSlosenzahIen in Amerika, Großbritannien, Italien, Belgien vsw. Rur In Frankreich scheint sich eine gewisse Besserung anzubahnen, we.^uf auch wohl seine vermehrten Ansorderungen an Kok» zur Stärkung seiner Roheisenerzeugung zurückzuführen sind. Diese a llgemelne Lähmung de» Wirt- schaftslebett» bedingt einen fühlbaren Rückgang de» Verbrauch» am Grundstoff Kohle, der feinerfeit» wieder eine deutliche Rückwirkung auf die Kohlenförderung äußert. Rach den Feststellungen de» Washingtoner geologischen äleberwachungSamte» Ist die Welt- erzeugung an Kohlen im laufenden Jahr so zurückgegangen, dah sie voraussichtlich etwa nur die Höhe des Jahres 1909 (ZahreSerzeu- flung von rund 1100 Millionen Tonnen) er- rcldtcii wird. Linen starken Ausfall hat besonders Der diesjährige dreimonatige englische Bergarbeiterstretk mit einem Verlust von rund 52 Millionen Tonnen gebracht. Eine sehr große Einbuße weist auch der nordamerika» nisme Kohlenbergbau aus: den rund 436 Millionen Tonnen, die in den ersten drei Vierteljahren 1920, dem bisher stärksten ProduktionS- jahr VordamerikaS. gefördert wurden, steht In demselben Zeitraum 1921 eine Leistung von nur 366,5 Millionen Tonnen gegenüber. Dementsprechend ist auch die nordamertkanische Kohlenausfuhr 1921 stark zurüelgegangen. nämlich um 6,9 Millionen Tonnen, d. h. 22,7 Prozent gegenüber den ersten drei Vierteljahren 1920. wobei sich bei Verfolgung der einzelnen Zahlen Deutlich die verringerte Aufnahmefähigkeit der europäischen Märkte nachweisen läßt. Nordamerika hat In den letzten Monaten seine im Vorjahr und in der ersten Hälfte dieses Jahre» noch behauptete Dor- mauMfkUung in der Kohlenausfuhr wieder an England obtreten müssen, da eS von ihm im letzten Vierteljahr erheblich überflügelt wor-' de» ist. England bleibt mit seiner Erzeugung ge- Jienübcr der entsprechenden Zeit deS Vor- ahree zurück. Ganze Grubenbezirke liegen still, weil wegen der hohen Inlandpreise, der Ge- fchäsl.slaute und der zunehmenden Oel- verfeuerung der Inlandabsatz stockt. Zum AuS^ gleich Die ‘ Ausfälle im In lande • sucht England die Kohlenausfuhr zu forcieren, indem es mit großer Konsequenz unter Hintansetzung Der Interessen seiner InlandabnehmeS die Ausfuhrpreise niedrig hält. Vach seinen bisherigen Ausfuhrzahlen wird feine Abgabe an Kohlen in» Ausland für dieses Jahr auf etwa 40 Millionen Tonnen zu schätzen (ein (im Vorjahr 25 Millionen Tonnen), während e» 1913 etwa 73.5 Millionen Tonnen auS- führte. Seine Kohlenlieferungen an Frankreich. Italien und Belgien zusammen sind in der Zeit von Januar bi» September dieses Jahres gegenüber der gleichen Zeit in 1913 um etwa 123 4 Millionen Tonnen von rund 18'/, Millionen auf 5* Millionen Tonnen zurückgegangen, eine unmittelbare Folge des Kohlendiktates von Spaa. Zur Zeit über- schwemmt e» den Vörden Frankreichs mit seinen Kohlen, die die nordfranzösischen Grubenpreise fühlbar unterbieten und dadurch Den französischen Markt in Verwirrung bringen. Es stößt jedoch auf eine lebhafte Konkurrenz mit Der belgischen Kohle, die ihrerseits wieder die britischen Preise unterbietet. Dieses Bild der älmkehr von aller früher gewohnten Ordnung und Vegelur^i auf dem Weltkohlenmarkt wird vervollständigt durch den Ausblick auf die Mcberfättigung Frankreichs und des Saar- gebiete» sowie Der Tschechoslowakei mit Kohlen. und durch den HinwetS auf das trotz seiner Clgcnen starken Kohlenerzcuyung infülg* der Diktate der Gegner zum Kohlenhunger verurteilte Deutschland, das nicht al» Käufer auf dem Weltmarkt auftreten kann; die monatlichen Kohleneinfuhren Deutschlands betrugen im 2. Halbjahr 1921 trotz des großen Bedarf» durchschnittlich nur 7 080 000 Tonnen. Auch diese Beobachtungen als einem Ausschnitt aus Dem allgemeinen weltwirtschaftlichen Problem drängen mit Macht Darauf hin, daß endlich den Stimmen der wirtschastlichen Hcbcrlegung Gehör geschenkt und in gemeinsamer Beratung der Völker ein geeigneter Weg zur Gesundung der Weltwirtschaft gesucht und gefunden wird. nr. 505 Der eirl-entr Iwvtya erlernt läqlid). außer Seen, end Acierto q«. «tz EßLO ereichl. Irlget- letze, lerd) bie Poft flÖL IS) fin'*L «eilrll. ,el». auch bei Kichterfchei- ere euqelnrr Tlummtni '■folgt tzötzerer ».wall. 3«r n |j> r e 4t, • anie.lütie: fur6ifS*rtfiktiueg:i2; ft« Drwdiem, Verlag ued Ge.chaf,»i:t2« 61. «elchrif, für Dr^tzteach. nchtee lijcigtf •Itfcce. pe|f*«ftoule: Sreihvrt a. M. II6M. Wie alljährlich, fo hat auch über Da« Jahr 1920 Der foziattstifchc Xlgcmrine Deutsche G- wertichaftSbunD eine Stalls'ik über Lohn eDegu» oen, Streik» und Ausjperrungen fm Iah e 1920 bc au»fle;c en. Wir wollen nächstchend ti- r.A* liflf'en Zahlen unb Bemerkungen Daran» ttne^er- cet-en. Die DerbänDc Der Buchdrucker und Landarbeiter haben ßch an Dieser Statistik nicht beteiligt. weil fie Die notwendigen Angaben nicht rechtzettig zu machen nermvch en. Bon Den 3t an der Statistik beteiligten Verbänden wurde» London. 28. Dez. (WTD) Der Plan einer 1 1920 zusammen 39 547 T^unyn ohne: wj großen internationalen Konferenz mU 2rbeit»cinstellung gel^h7O,e stch auf 5t b0> yir Wiederherstellung Europa» unter I Orte und 642 567 Ttetriebt erstreckten und an bene» Eannes. Die unter Dem Vorsitz Loucheur« am Samstag in Pari« beginnen, auch Delegierte Der Italienischen unD belgischen Regierung teilnebmen. Für Italien totrD dessen Handel«- mintfter al« Vertreter erwartet London 28. Dez. (Wolff.) Die eng- lischenSachver ständigen, die mit Lloyd George Die Frage der Wiederherstellung de« europäischen Handel« erörterten. fahicn morgen zu "Beratungen mit den Sachverständigen der französischen Regierung nach ... Hi Sajf'«eti für bu Ia)f*ne»eiu bi» GiehenerAnzeiger ■ 1 < fr» fe Ichnf'leiter ’n General-Anzeiger für Gberhessen MM E- ** " • lnjarbeilcn ufw. haben nach den heute vorliegenden Meldungen Den Erfolg gehabt, daß Da» Lieferfoll an Kok« im Durchschnitt deS 25., 26. und 27. Dezember voll erreicht Ist. Am 27. Dezember sind nicht weniger al« 43 298 Tonnen Koks verladen worden Die Reparationskvmmissivn ist durch die deutsche Kriegslastenkoinmillion über die "Bemühungen ber deutschen Regierung, die vorliegenden Schwicrigkciteii zu überwinbfn, sortlausend unterrichtet worden ES wird überdies Gcleacn- heit sein, aus den für den 3. Januar in Aussicht genommenen Verhandlungen über die weiteren Lieserprogramme und über die AuSsuhrsrage noch etwa von der Reparationskommission gewünschte UMöözO vertonen, carunter t, oiz cxm »erbitte, beteiligt waren. Die Statistik des Jahres 1919 toetft dagegen nur 26 433 Bewegungen mit 1435 709 Beteiligten auf. Hierzu ist aber zu bemerken, baß in bezug auf Orte, Beiriede und beteiligte Personen sehr viele Doppel- -ählungen vorllegen, weil jede Lohnbewegung für fkb gezählt to.ro trtb im Laufe des Jahr s ein und dieselben Personen an verschiedenen Lohnbewegungen beteiligt waren. Bo - den gesamten 38 547 Bewegungen wurden 33 001, gleich 85,6 Prozent, friedlich durch Vergleichst^ Handlungen erledigt, an denen 12 103 847, gleich 92,8 Prozent der Gesamtzahl, beteiligt waren. Bon die'en Bewegungen waren 32 754 Angriff cbewegungen und nur in 247 Fällen mit 50 305 Beteiligten handelte es sich um Abwehr verschlechterter Arbeitsbedingungen. Wie man sieht, sind die deutschen Unternehmer nicht jene verrufenen Arbeiterfeinde, die lebe Gelegenheit erspähen, um den Arbeitern verschlechterte Arbeitsbedingungen aufzuerlegen. Fast ausschließlich waren die Gewerkschaften die An- Ireif enden. Zur Arbeitseinstellung tarn eS in 5546 Fäl- «m, davon tourten detrvjf m 813 477 männliche, 126 604 weibliche, zulammen 940 081 Perfonen. Die Durchführung der gesamten Bewegungen verursachte tei b te (gten Geverkschastet eine G - famtausgabe von 98 032 996 Ml Für 780 220 Streikende und Aasgsperrte konnte der Verlust an ArbeÜSzett und der Ausfall an Verdienst fertflcrt'dt werden, und zwar betrug der Verlust an Arbeitszeit 12 716 093 Tage and an Aerdienstaussall 270 C61 £23 Mark. Die Ersolge der Bewegungen werden wie folgt angegeben: Es wurde erreicht für 131 787 Personen eine Arbeitszeitverkürzung von zusammen 765 307 Stunden und Lohnerhöhungen für 11 357 313 Personen im Gesamtbeträge von 608 159 858 Mk. pro Woche. Der auf jede Person entfallende Durchschnittsanteil an Lohnerhöhung betrug je Woche 53,55 Mk., doch muh hierbei berücksichtigt werden, dah unter Berücksichtigung der Doppelzählungen der Anteil weit höher ist. Man braucht sich nur zu vergegenwärtigen, dah der sozialistische Gewerkschaftsbund nur rund 8 Millionen Mitglieder zählt, während über 13 Millionen Perionen an den Lohnbewegungen beteiligt waren. ES wäre natürlich sehr lehrreich. äu wissen, wieviel an Lohnerhöhung auf den Einzelnen entfallen ist, aber soweit hat es die gewerkschaftliche Statistik noch nicht gebracht. Der sozialistische Gewerkschaftsbund hat es frfbft vor einiger Zeit in einem öffentlichen Aufruf ausgesprochen, dah der Wettlauf um die Lohnerhöhungen eigentlich nur ein ungesunder Kreislauf sei, weil die Lohnerhöhungen naturgemäß Preiserhöhungen nach sich zögen, ja, dah die Preiserhöhungen längere Beine hätten, als die Lohnerhöhungen. Das wird auch in dem begleitenden Text zu der Statistik unumwunden zugegeben. Es heiht darin: „Dringt man jedoch in die Zahlen tiefer ein, zieht man insbesondere einen Vergleich zwischen Den gestiegenen Kosten der Lebenshaltung und den erreichten Lohnsteigerungen im einzelnen, so kommt man zu dem Schlüsse, dah trotz der immerhin gewaltigen Erfolge an erreichten Lohnerhöhungen diese nicht die gestiegenen Kosten der Lebenshaltung auszugleichen vermochten." Das ist richtig gesehen, aber gerade die sozialistischen Arbeiter sind zum guten Teil an diesem Ergebnis schuld, weil sie ihre Hauptkampf- fraft gegen die deutschen Unternehmer ober, richtiger gesagt, gegen die deutsche Volkswirtschaft richten, anstatt sie gegen den Friedensvertrag von Versailles in Anwendung zu bringen. Denn solange dieser Vertrag besteht, solange er mit all seinen Begleiterscheinungen das beste Mark aus der deutschen Volkswirtschaft heraussaugt und die deutschen Arbeiter zu Lohnsklaven des feindlichen Imperialismus macht, solange wird die lRahrungs- und DedarfSmitteldecke zu kurz und Mi schmal sein, um dem deutschen Volke eine menschenwürdige Lebenshaltung darzubieten. Das ist ^>ie Hauptlehre, welche aus der Lohnbewegungsstatistik der sozialistischen Gewerkschaften gezogen werden muß. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die Lohnbewegungsstatistik über das Jahr 1920 überhaupt dte letzte ist, welche von den Gewerk- schäften selbst ausgenommen wird, da sie zukünftig vom Reichsarbeitsministerium amtlich bearbeitet werben soll. Emil Kloth. Aus dem Reiche. Personalveränberungen im Reicbsheer. Der 1 in. 28. Deg. (WTB) Derschiebene Zeitungen bringen unter Der lleberschr.ft „Umfang- ch e Personalveränberungen im Reichs Heere auf OloUetö Befehl" zum Teil völlig unzutreffenbe Rachrichten. Zu ben be- vorstebenden Personalveränberungen teilt das Reichswehrministerium mit: Die Veränderungen betreffen zunächst einen im dienstlichen Interesse liegenden, nach und nach beabsichtigten Austausch von Hauptleuten und Stabscffizieren. um die alten Verhältnisse wieder herzustellen, baß im allgemeinen Hauptleute bie Kompagnien usw., Stabsoffiziere bie Bataillone usw. führen. Die im Frühjahr 1922 zu erwartenden Verabschiedungen haben mit diesem Austausch nichts zu tun. Sie beruhen lediglich auf dienstlichen Erwägungen und halten sich in engen Grenzen. Die davon betreff fenen Offiziere sind bereits sämtlich benachrichtigt. Die in der betreffenden Rotiz erwähnte wahrscheinliche Verabschiedung der Generäle von Hammer- stein und Müller beruht auf freier Erfindung. Von neuen Entlassungsforderungen des Generals Rollet ist im Reichstvehrministerium nichts bekannt. SS ist deshalb auch nicht gut möglich, daß die erwähnten Verabschiedungen auf seinen Befehl zurückzuführen feien. Streik kaufmännischer Angestellten in Stettin. Stettin, 28. Dez. (WTB.) Seit der vorigen Woche streikendiekaufmänni- schen Angestellten der Firmen Goll- nvw & Sohn, der Stettiner Chamottefabrik Aktiengesellschaft, der Nähmaschinen- und Fahrrabfabrik Bernhard Stoewer Aktiengesellschaft und der Swewerwerke A.-G. vormals Gebrüder Stvewer wegen der Forderung einer außertarillichen Weihnachtsbeihilfe Da di- Verhandlungen bisher zu einer Eutigung nicht geführt haben, andererseits aber wegen des Fehlens der kaufmännischen Angestellten die Betriebe nickt aufrechterhalten werden konnten, sc.hen sich die Werkleitungen gezwungen. ote Betriebe ao yeute zu schlietzen; dte gesamte Belegschaft wurde entlassen. Der deutsche Schiffsbau. Berlin, 29. Dez. Auf der Hamburger Deutschen Werst ist der letzte auS einer Serie von vier 8000-Tonnen-Dampfern vom Stapel gelaufen. Mit diesem Stapellauf hat bis Deutsche Werst in diesem Hahr den 21. Reubau zu Wasser gelassen mit einer Gesamttonn.age von mehr als 84 000 Tonnen. Aus dem besetzten Gebiet. Ausweisungen. WieS haben, 28. Dez. (WTB) Wie bie .Wiesbadner Ruesten Ra chrich en' mitteilen, hat bie Rheinlandkommifsion auf Vorschlag des französischen KommifsarS und in Uebereinflimmung mit dem Kommandierenden General der Rheinarmee den Lehrer Prager in Wiesbaden und den Polizeikommifsar Schmidt in Bad-EmS auS dem besetzten Gebiet ausgewiesen: ersteren, weil er seinen Schülern Mitteilungen über eine im besetzten Gebiet verbotene Broschüre „Die Gegenrechnung" gemach! hat, und letzteren, der bereits zweimal wegen „unkorrekten" 'Verhaltens gegen die Ve atzungebehörden bestraft tmirce, weil er angeblich tendenziöse und unwahre Be ichte über baä Verhalten der französischen Polizeibeamten an feine vorgesetzten Stellen gerichtet habe. Die Zensur. Koblenz, 28. Dez. (Wolfs.) Die interalliierte Rheinlandkommission verbot im besetzten Gebiet den Vertrieb folgender Bücher, da sie die Sicherheit und das Ansehen der Desahungstruppen zu gefährden geeignet seien: „Sartaren am Rhein", he.ausgegeben vom Dvmverlag in Berlin. „Fard.gr Franzosen am Rhein", heransgegeden vom Bering Robert Engelmann in Berlin, „Deutsches Land in Feindes- Hand", he rau tge geben vom Verlag Hermann Richtblatt Leipzig. Die Exemplare wurden beschlagnahmt. Ebenso hat die Kommission den Vertrieb der „Deutschen Staat.brg.rz i urg" im tejejen Gebiet für drei Monate vom 1. Januar ab wegen eines Artikels ihrer Ausgabe Rr. 42 vom Jahre 1921, der geeignet sei, bie Sicherheit der Be- sahungstruppen zu gefährden, verboten. Der Heilige Stuhl und das Saargebiet. Berlin, 29. Dez. Auf die beim Vatikan erneut unternommenen französischen Schritte um Schaffung eines eigenen Bistums für das Saargebiet hat, wie bas „D. T." aus Rom meldet, der Heilige Stuhl eine definitiv ablehnende Antwort gegeben. Aus Stabt und Land. Gießen, den 29. Dez. 1921. Die Grippe. Die Grippe greift nach neuen Meldungen immer weiter um sich. In auswärtigen Städten hat bie Krankheit biesmal bie meisten Opfer unter ben jungen Mäbchen im Alter von 16 bis 20 Jahren geforbert. Wie aus Rachrichten, bie wir an anderer Stelle tolebergebcn, ersichtlich ist, tritt in Frankfurt bie Grippe in einzelnen Straßenzügen epibemifch auf. Zum Glück ßanbelt es sich hier wie allenthalben meistens um mildere Formen ber Erkrankung. Das Frankfurter Städtische Gesundheitsamt schreibt: „Die recht stürmisch cin- setzenbe Grippeepidemie scheint zahlenmäßig in ein langsameres Tempo übergehen zu wollen, wenigstens geben ein eingetretener kleiner Rückgang in den Krankenbausaufnahmen und die Eindrücke der Aerzte ein Recht, auf einen gewissen Stillstand rechnen zu können. Insbesondere ist es bisher von vornherein gegenüber den Erfahrungen der letzten Jahre bei dem milden Charakter des Krankheitsverlaufes und der relativen Harmlosigkeit der Komplikationen geblieben." Wenn also auch die Grippeerkrankungen diesmal in ber Mehrzahl ber Fälle einen harmlosen Verlauf nehmen, ist es boch geboten, Vorsicht walten zu lassen unb vor allem folgende Grundregeln sorgfältig zu beachten: Man spüle sorgfältig ben Munb, sehe sich nicht ber Zugluft aus, lasse sich nicht anhusken und vernachlässige keinesfalls einen Katarrh. Man vermeide auch möglichst den Besuch überfüllter Versammlungen. Sobald sich Anzeichen von Grippe bemerkbar machen, z. B. allgemeine Mattigkeit unb Abgespanntsein, Schmerzen in den Gliedern, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, sollte man sich schonen unb im Bett liegen bleiben. Ein bis zwei Tage Bettruhe wirken in solchen Fällen oft Wunder. Zeigen sich irgendwelche bedenkliche Erscheinungen, so ziehe man sofort einen Arzt zu Rate. • •* Amtliche Persvnalnachrichten. Der Stellenanwärter Valentin Liebig beim Finanzamt Friedb.rg wurde zum Steuerwachtmeister ernannt — Ernannt wurden am 18. Dezember 1921: ber Kommerzienrat Heinrich Schirmer In Gießen, ber Kommerzienrat Gustav Mueller in Gießen, ber Kaufmann Johann Joseph S a u er in Gießen und ber Kaufmann Friedrich Heimer in Gießen zu Handelsrichtern, der Kaufmann Carl Röhr in Gießen unb ber Dankbirrktor Ludwig Grießbauer in Gießen zu Ergänzungsrichtern bei ber Kammer für Handelssachen in Gießen für bie Zeit vom 1. Januar 1922 bis zum 31. Dezember 1924. "DaS Zweigpostamt in der Schulstraße bleibt vom 1. Januar 1922 ab an Sonntagen unb allgemeinen Feiertagen geschlossen. Die Butter- and Eierpreise haben auf dem heutigen Wcchrmnarkt eine erhebliche Senkung erfahren. Das P'und Butter wurde mit 35 Mk. abgegeben; die Eier mit 3 00 bis 3.20 Mk. Trotz ter geru leiten Preise hält das Publikum mit dem Einkauf zurück, and es ist zu Ende des Marktes mit einem weiteren Preis- Abschlag zu rech -en. •• Diebstähle. Don verschiedenen Häusern, u. a. von einer Badeanstalt, wurden in letzter Zeit die Dachkandelablausrohre entwendet. Dor Ankauf wird gewarnt. *• Dom Lazarett-AuSschuß werden wir um Te offent ieß ing fo'genben Dankschreibens gebeten: Ti. di s äorigen Weihnacht-spenden, die an die Verwundeten des hiesigen Lazaretts ein- gingen, haben wiederum gezeigt, bah cs auch noch Leute gibt, bie ein Herz für die haben, die heute noch an den Folgen des Weltkrieaes bar- rn^crliegen. Wir bauten deshalb allen bieten ebten Spendern von ganzem Herzen und wünschen ihnen ein glückliches neues Jahr. Besonderer Dank gebührt noch den Spendern der Gemeinden Tieberfleen, Haiger, Saasen unb Wißmar. Vorriotizen. TageSkalender für Donnerstag Astoria-Lichtfp ele, ab haute: „Der geheimnisvolle Dolch". — Lichtfp.clhauS. Bah Hofstraße, heute: „Tas große Radaimg.heimn.iS . 2 Teil. — Aus dem ö t a b 11 b c a t e r b u r c a u. Auf bie morgen Abend fiattfinbenbe Dieberholung von „Herobes unb Mari am ne" sei ganz besonders hingewiesen, da bie Vorstellung dieses Werkes mit Recht allgemeinen Beifall gefunden hat. Kreis Alsfeld. b Ton ber Lhm, 23 Dez. Weiße Weihnachten, wie wir sie gehabt, sieht man gern. Ihnen sollen nach ber Witterungsregel — grüne Litern folgen. Der Schnee ist bald toicber zu Wasser geworden unb v rstärkt fo die Niederschläge. Eine Wendung in der Trockenheit hat wirklich die Sonre .toenbe gebracht. D i e Feuchtigkeit ist bereits fußtief in den Boden gedrungen. Das ie gen bie Stoppeläcker, bie man öum Teil noch in ber Weihnachtswoche gestürzt hat • » Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 28. Dez. Am 1. Weihnachtsfeiertag ereignete sich vormittags ein Eisenbahnunfall. indem beim Rangieren zwei Wagen aus bem Geleise sprangen und quer über das andere Geleise sich legten. Dadurch war der ganze Zugverkehr bis zum Abend gesperrt Ein Hilss- c,vg aus Fulda brachte Mannschaften, die bis zum Spätnachmittag angestrengt an der Beseitigung des Berkehrshindemisses zu arbeiten hatten. Äreis Schotten. tz U l r i d) ft e i n, 28. Dez. Seit bem 18. d. Mts. kostet die Fahrt mit dem Postauto für den Kilometer 83 Pf., vorher 53 P'., voraus- gehend 60 Pf. Die Fahrt zwischen Ruppertenrod und Mücke kostet jetzt 4 Mk. eb. Unter-öeibertenrob, 28. Dez. 3m letzten Herbst stellte es sich heraus, baß die bereits vor einigen Jahren gefaßten Quellen unserer im Bau befindlichen Wasserleitung bedeutend weniger Wasser lieferten als bei früheren Messungen. Cs wurden deshalb oberhalb Stumpertenrod zwei Quellen gefauft, deien Wasser durch die Stumpertenroder Leitung unserer Quellfassung zugeführt werden soll. Man hofft, »um kommenden Frühjahr unsere Wasserleitung benutzen zu können. tzAusdemVogelsderg, 28. Dcz Jetzt, da die Lbstdäu ne völlig entlaubt, en deckt man eine große Menge von Stieglitz-(Di st el- f i n I e n -) Ql e ft e r n. Selbst auf den kleinsten Bäumchen sind solche Rester, die während der »Tclcubung nicht zu bemerken waren. So ist auch die Unmenge der Stieglitze zu erklären, die im bergciigenen Herbst in großen Schwärmen um d e Ortschaften flogen. Früher nru d.' der D stelfink. alS noch überall die Kanarienzucht im Schwange war. gern gefangen und zur Kreuzung mit Kanarienvögeln benutzt. Kreis Friedberg. rm. Dad-Rauheim, 28. Dez. Der Hausbesitzer als Dieb. Der hiesige Hausbesitzer, Glasermeister R., wurde wegen Diebstahls zur Anzeige gebracht, weil er einer bei ihm wohnenden Friseuse, als er die Wohnung nach „QKäu- fen" absuchte, in verschiedenen Fällen aus dem Schrank etwa 1500 Mk. gestohlen. Da die Bestohlene Verdacht geschöpft und die Schrine gezeichnet hatte, konnte man R. leicht überführen. : P o h 1 - G ö n s, 28. Dez. Eine dahier stattgehabie Hausfammlung zur Errichtung eines Kriegerdenkmals hat ben Betrag von 13 826 Mark ergeben. Dieter für unsere Heine Gemeinde sicher recht ansehnlich? Betrag hat dennoch nicht ben Erwartungen entsprochen, unb es wird noch mit bedeutenden Nachzahlungen gewisser Kreise gerechnet. Starkenburg und Rheinhessen. fpd. Walldorf (Hessen), 28. Dez. Unter bem Vorwand, Kartoffeln liefern zu können, schwindelte der angebliche Reisende Hermann Schröder aus Mainz der hier wohnenden Witwe Jakob Jourdan X. nicht weniger als 18 000 Mk. ab. Feststellungen ergaben, baß Tarne unb Wohnung bes Schwindlers nur fingiert waren. Hessen-Nassau. 40 000 Grippekranke in Frankfurt. mc. Frankfurt a. M., 28. Dez. Die Grivpe nimmt weiter rapid zu unb behindert das Geschäftsleben auf das allerschwerste, da immer mehr Angestellte und Arbeiter krank werden. Rach ärztlicher Schätzung dürfte bie Zahl ber an Grippe Erkrankten 40 000 betragen. Man glaubt, daß diese Zahl eher zu niedrig, als zu hoch gegriffen ist. Frankfurta. M., 28. Drz. (Wolff.) Eine Frankfurter Goethe-Woche. Die Gesellschaft der Freunde deS Goethe-MuseumS plant ür Ende Februar eine Goethe-Woche. Die Vorbereitungen dazu find bereits im Gange. Die Frankfurter fläDtif j,en Bühnen werden F.'stvvr- ftellungen veranstalten. Hervorragende deutsche Versr nüchkeiten ' werden vor ben Vorstellungen im Oicri- und Schauspielhaus Ansprachen hallen. trWt. Zwecke Cntbrbuna von NeuinbrSbesuben und ffliüdroünfcben nimmt and) In diesem Jahre obiae ?lnualt durch ihre unterzeichneten BoritandSmit- glieber Waben enigegen Tie diamen der Lvender werden rechtzeitig im .(Siebener Anzetger" bekannt- gegeben. llTÄßD Wieben, am 27. Dezember 1921. Ter Vorstand der (flUabetb Kleinklnderichule. iVrau Fabrikant Uanninger Wwe^ Vubtöiflftrane. vfnirer Bechtoldbelmer. Liebiaftr. Frau Weichen- «teuer Bechtold. Buddestrake. i>rnu .Qonuner*lenrat i-^oligenitaeüt Wwe., Vieblgitrabe Vrof. Dr. genfer, Ost Antaae. ftrau Lchuhmachermeliter Hes^ viile- branbftrahe. LvorkafiekontroUenr Haas, Lteod'in- itrabe. Landgerichtsrat Schabt. Lutzwlastrahe. Frau Stadtverordnete Sinn, Frankfurter ©nahe. ff1?redenläufere zu entbedm und nach europäischen C.dtntng#ineiboben Guiwbllbcn. Reuerdmg» ist auch die bekannte amerckan schc Sportfirma JL G Spalding. la deren Deriage die amerikanischen Athletik-Jahrbücher erscheinen, an Han» Doro- tri. Sharlottenburg berangetrr.cn, mit dem Gr- suchen tn Zukunft den eurvputschen XcU dieser Sportbücher zu bearbeiten Dah ein Deutscher hierbei Kontrolle gewinnt über die Gestaltung amettkan,scher Spottschriften, ist cntfchiekvn mit Freuden ^u begrüben Ferner verlautet, dast einige amerikanische Studenten in Verbindung rr.tt den Deutschen Kampf spielen die Abficht haben, sich für tne Dauer von einigen fahren In Deutschland n.ederzulaffen und aus der Hvchichule für Vribc»übungen die deutschen Spottmethoden ah ftubiet*’! — Tie deutschen Automobilfir- men im internationalen Spvrtleben Aachdcm bereit» Mercedes und D nz ihre feil- nähme an dem Drohen Preis von Italien den man gerade wegen bei deutschen S tu ritz in .Drohen Preis von Duropa" umgetauft bat — zugefagt haben, soll Nch feilt auch Opel mit der gleichen Absicht tragen. Sveiiulwagen für das 3cnncn sollen bereit» in Arbeit fein Tlctxebc* bat aus« einem besonderen .Zweilitetthp" für den ®rpf*n Preis noch einen belonbercn TvP für da» italienische 2Uu>nu>bttrennen Targa Florio geschaffen. — Da » Dlermeister-Schachturniet in Sri berg endete erwattungs^.emäst mit dem Siege de^ russischen D rostmeister» Rubin- fietn. ter Ix kann stich Sap.blanca zum Kampfe um dir Weltmeisterschaft he rau »gefordert bat während Rubinstein 8 Gewinnpunkte erreichte gelang es unserem einzigen deutschen Vertreter SPietmann < München). zusammen mit den- sebr starken russischen Meister Dogolsuboff mit k 6 Punkten den 2 und 3. Preis zu teilen und der dritten russischen Meister Selesniew auf den 4 Plah zu verweisen. Kirchliche Nachrichten. Israel Religionsgemeinde G"ttes- dienst in der Synagoge svud-Anlage» Samstag 31. Dez Dovabd 4 33 Morg. 9.00. Predig' Adds 4.45 u 5.25 Ubt. Israel. Religion» - DefelNchaf k Sodbatfeicr 31 Dez .ircitag add 4 1? Samstag oorm 8 3? Predigt Aa i m 333. Saddat- ausgang 5^5. — Dochem gölte» dien st: morg. 7,05 abds 4 00 Uhr pte Käfer für diese neue Industrie geeignet zu oeachin werden sie einem Metallisierung»- oder Derknöcherungs-Decsahren unterworfen Diele Schmucksachen sehen gcwih sehr originell au»; aber es dürste doch nich: jedermann» Geschmack fehl, sich mit solchen präparierten Lebewesen zu gegen deutsche Vereine austrugen Hiervon endeten 12 irrsten mit dem Siege der Au ständer. 10 mit dem Siege deutscher De reine und 3 unentschieden während ein Spiel wegen spielansühisen Do de ns at>gc^ur>chen wurde Die nachfoiaende 3ueliere fremdländische Käfer mit tchllernder Färbung als eleganteste 3ierbe. verarbeiten aber auch einheimische Arten 6» werden a D Marienkäfer und andere ihnen ähnliche Infekten zu Halsbändern und Hals- hlieri anelnanbergereibL Grätzere Käfer fastt men als Anhänger. Droschen. Schlipsnadeln ulw unb erzielt damit eigenartige Wirkungen Um gen. Zweifellos werd eine PvpulanfteruNG des Sport» tn bar ganzen Ration mehr und mehr er* reicht. Zwar sind die Rachrichten, dre zu un» gelangen, ftcherlkch nicht gam vollständig da Devtfchland auf bei meisten (Sebie'en von internationalen Der anst Altungen ausgetchlotsen ist durch den g>ei: der Strafe, der sich au einer übertriebenen und hartnäck gen Deut'^enfurch entwickelt hat. so lsttst man nicht gut feine Fortschritte mit denen des Auslandes und de ganzen Dell vergleichen kann Dennoch ist ganz klar, dah es sich in ganz beträchtlicher Wei c vorbereitet Seien wir überzeugt da» mit tiefem sportlichen Auf Ichtrung der Rochl irgszeit ein Zustand erstrebt wird. Per den Hochstehenden Leistungen anderer Rationen vor dem Kriege gleichkvmmen wird . Deutschland hat wie andere DLlker. feine großer Spezialisten, aber nicht von diesem kommt uns die sj\.1abr Ie mehr 5-eutschland von den intcr- nauonalen Wettbewerben lernaehalten werden wird, um fo gröber wird sein Triumph an dem 2'age sein, an dem es den Wiedereintritt tn dir Sportarena der Rationen begebt Tie sportlichen Instruktionen werden nun in Deutschland auf die gtorii Ma le ausgedehnt Wir erleben eine grandiose Verbreitung des Sports und daraus werden wir die groben Meister erstehen sehen Deutschland. welches als erstes Land nach dem Kriege 'ich bei amerikanischen Spvttauffalsuttg nähert, wird einen Dorrang im Sport in der ganzen Welt ernten, es wird In naher Zukunft der Rival der Dcsten sein. . Aus bie'er groben glgan- n'ch.-n Sportbewegung repräsentiert snch eine Gefahr für uns. die bei der Wiederaufnahme der normalen DezirHungen viele Siege den bisher deutschfeindlichen Dollern wegnebmen wird, wenn wir nicht uns daran gewöhnen, unsere alle Leistungen der befreundeten Völker mit ebenso begründeten Hoffnungen zu betreiben. Wir können aber eine solch prächtige Gntwicklung nirgends wahrnehmen. Dor dem Kriege war die Derboeitung des Sport» im deutschen Volke eine minimale, aber sctzt. befreit von den Fesseln de» der tragen, da» ganze Volk beweglicher und in feinen Eigenschaften vollkommener zu gestalten. Daraus wird resultieren eine Wiedergeburt de» ganzen Deut ch'.and auf allen Gebieten des fpott- lidb' Loae. «7M Geld gvwieBc Marti: 80000 n Möchügtwine: 50000 40000 110000 Lose iu Mk. 3-eo. Lrtr c»d Porto M. 1 V) «npfeti i lr Verk jiute.lea Statt Karten (Carl Kiefer Editl) Kiefer geb. Koester Vermählte Düren Gummersbach Frankenstrahe 38 Kaisersttahe 67 29. Dezember 1921 t liildeui Lkerb Frtier L. , r ... r L r . Wäret »teH»«r1 rüpxitiiwti Pension Ahmcillkkrlslrliiilklisiisik kikßkii ■ Än meinem Kursus Wir haben für unsere Mitglieder sowie die »r-1 f5narn sich noch L - .3 Hansa- Schule Gießen Sdtersveg73. Fernr.821 Priv.-tiandds Uhranstalt von J. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-HanddsUh/rr. 9. Januar Kurse Anmeldung tag! . Prospekt frei G.UO^ gesucht. 13445v gs>ersuchs- ■V Kaninchen Stadttheater Leltui: I. StelBfeettw, Srrita«, 30, Trtrmbrrl 12. irreitae-flbon.-f*u nunfl Id. direkt bat einer wi- e viidr e tetn pi ' leltrchc rrtcbd 'cmnener bah die einigen die eingc 616 kender Parole c jufiihrm. Ämmnlffi stelligt n> Der ' an die 6isenb Zum 1! AIS Thrill ian da war er Hann. < dem 'SJu raschend 'chastlichr Tchriirlie den mvi anzubmd tiffflen | Lessing n flntiouarj '<>en ©er, 2rbeü er Dassen b "wralilch^ schütten, An sie Stte-M J ÜT ** 'chastliche Me 5 aushdbe Urr.di Men, JttÖonr Saiten 9W, N bc dertndr N ZÄ pwem a Spfaoi Mu ittui Ä D 8«r! gogc 7jV fit 3 Dcrl ^unbabn' >irch dal suM SJi»« IS*"’, .Nt W*r * Mchl a «lftv-terl kerZvrde aMndu' % -Slai E Tiatur ut Sraatsbe Sic gani lem, wc" bjnetflli würde. Sief chvngen i Leichsvcr den die 6 illnmahir Aeichsvcrl die Delle lichen. ha -Berliner 2 ta - di veTlsälifch bis geften Zreilag v langen in WM empfiehlt sich Wereiiien n n ö Gestüschaste», u Hochzeiten u. sonst. Fest- lichleiten. Arrongieren v. Lerstnuqen jed. Art! Als Einlagen zn Konzerten in CaseS »ad Restaurants. Neinhard Zelsch, (sreduerskrasie 46 II. TÄr rrfiuirrhiinö »ugelausen. (Menen ver- Süiunfl der flohen abau ölen ab 5 Uhr abend» ,^7. sicher Ltrahe 9 11. SamStag, 7. Januar 1922, abend« 8 Uhr: taeral- meliiag Frankfurter Hof. •*a*v Der Dorstand. SN XII. T UW: JebrcischL 11 l. . Br.ahl. 13444c 27. Dezember 1921. Die Beerdig, find. Samstag, 31. Dez., nachm. 1*/, Uhr auf dem Neuen Friedhöfe statt. Heute morgen entschlief im Aster von 79 Jahren nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Georg Jung,Hilfsbremser. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Kaiser-Allee 17), Rödelheim, den Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgänge unsrer lieben, guten Entschlafenen MMlieWlenbeuM.Mel sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. 13453D 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Birkenbeul. Gießen (Stephanstraße 30), 28. Dez. 1921. Textor (Liebigshöhe) unser [13477v Für die Beweise der Teilnahme bei unserem schweren Verluste danken wir hiermit herzlich. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Mathilde Thiede. Gießen, 29. Dezember 1921. _______________2_______________13481V Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend (6. v.) Unseren verehr!. Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, daß am 4. Januar 1922, abends 8 Uhr, bei Kvll. Winterfest stattfindet. Die Einlaßkarten mästen spätestens bis zum 2 Januar bei unserem Rechner fioö. H ch. Elges abgeholt werden, auch können die Geschenke zur Tombola daselbst abgegeben werden. Um recht zahlreiches Erscheinen wird höfl. gebeten. Der Dorstand. fTjfirrrrrfTjririTniifiniiiTn HOTEL SCHUTZ (MeSiteter-Feler Neujahrstag MM-UMllMl Leitung: Obermusikmeister Löber Anfang 4 Uhr Anfang 4 Uhr XIZXO^XZXZTXZJXrXXUXIXXXIXX Für Silvester total iiÄteiiil bringe ich meine Kreppei Berliner Pfannkuchen Neujahrsbretzeln Weg 41 II. 016717 gesucht. 13462 1 Sportwagen -u verlausen 016710 Miiblttraste 10 v lung famttiar. 13461 | Kaufgesuch« | Luche ein NeißigeS, ehrliches Mädchen für Küche u. vau5. Behänd- für Stenographie und Maschinenschreiben empfiehlt vom 31. Dezember ab seine in bekannter Güte täglich frischen Schwerer.iwciivänner Wagen. fall neu. Tragkr. 1'20 130 3fr., m. 2 Reserve rädern, für Fubrunier- ncüiiL «ecifln, weil über Aäbüa bin A.urt Vlaurer- meiitcr Becker, Hungen, fflröfi. CbR u. toemüie- nnrten ah oerfatnen. Näheres Schifienberger Grube Mist sofort abtitaeben 1016783 Steinstrakc 69. aus guter Familie lucht Gesucht Aitm baldigen Eintritt ein erfahrene» 11. selbständig arbeitendes Bidcheo aefl. hob. "lebalt. •Iran Cberinflcnicur RerkIina, Buubach, Taunusstraße 33. IMW Münchener Dortmunder llulmbacher Pfungstädter Srpott- und yökt-vicren In empfehlende Erinnerung l Kinderbett E ' ■ Neuenweg 30 || Jd- bass, madeken s.St llg. b Bindern, übern, leichte Hnusarb. Näh. 016731 (^belftraße S, H v. Besseres, durchaus ehrliches 1 leichter Fcdervritichen wagen ah oert (016714 Alten Buieck, Grohen-Bnfetker Sir. 46. FL Bettstelle ii. 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Publikum sowie meiner werten Nachbarschaft die ergebene Mitteilung, dah ich am Samstag, den 31. Dezember meine Metzgerei wieder eröffne (Es wird mein Bestreben sein, durch Lieferung guter Ware meine werte Kundschaft zufriedenzustellen. Hochachtungsvoll Adolf Hofmann, Metzgemeister Walltorstratze 13 016739 Walltorstrahe 13 Große deutsche t-, Lebens-, Unfall-und hastpflicht- Verficherungs-Gesellschaft welche durch Anschluß an einen Konzern auch die Sachschadenversicherung betreibt, sucht für den Freistaat Hessen einen tüchtigen Beamten als General-Agenten Fachkundige, aber nur leistungsfähige Herren, wenn auch bisher nur im Nebenamte in der Versicherung tätig, wollen sich um diese aus- B sichtsreich*, gut bezahlte Stellung unter aus- H sührlicher Darstellung der Verhältnisse unter ■ J. V. 5399 an □noaltbenbanh, Frankfurt ■ am Main wenden. 13158 id | Alter von 22 Jahren. im jugendlichen blühenden 1921. Wiescck, den 28. Dezember Freitntr den 30. Dezember, nach- LlM70 Trohe, den 28. Dezember 1921. Die Beerdigung findet am 30. Dezember 1921, nachm. 21/, Uhr, statt gesucht. 13479 beten an 13451c Vobn gesucht. 016703 gesucht. 13149 fort gesucht. 13468 Vicbißftrahc 47 v. Mäudburg 11. 24aij L 60., Ktrchenvlatz 10. August Wallenfels, Feinkost u Welnhandlg. In tiefer Trauer: Familie Römer Familie Deibel Familie Keller. Pferoehnnoiung mirtjei Bleichstrane 24. Bum 1. od-v 15. Januar Mädchen bei gutem Vobn ges. I3,M ^rnu Foiefiue StcnAl, ^lieber Tlngclbeim bei Vl'ainA, Bäbringerstrasje. Al. lüüötfien für 1. ober 15. Fammr Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, herzensgute Tochter und Schwester, meine liebe Braut Fräulein Mariechen Klug im blühenden Alter von 21 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Klug, Bahnwärter Fritz Wolff, als Bräutigam. Die Bee.rdlemng findet mittags 3 Uhr, vom Sterbehause Aliceatr. 34 aus statt Sanft, nach kurzem, schwerem Leiden, verschied gestern früh 51/* Uhr meine treusorgende Frau, meine liebe Mutter und Großmutter Frau Marie Stollmer geb. Häberle. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Stollmer, Frau Berta Felber geb. Deuz, Ursula Felber. Gießen, den 29. Dezember 1921. Beerdigung Samstag, den 31. Dezember 1921, mittags 1 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe. 016746 Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, gute Frau, die Freusorgende Mutter ihres lieben Kindes, unsere unvergeßliche, innigstgellebtc Tochter, Schwiegertochter, meine herzensgute Schwester. Schwägerin und Tante Frau Margarethe Römer geb. Deibel | Mletgosuche | Kinderloses Ehepaar sucht für bald möbl.od. leeres Zimmer mit Kochgelegenheit. Schr. Ang, u. 016748 an d. (M. A. Junger Mann, i (Geschäft taug, flicht bald ob. 1. Jan. niöbl. dimmer. Echrifil. Ang, u.016712 g. d.G.AnA. Frau sucht 1-2 unmöM. flimmer, übernimmt auch Pflege und Aufwartung bei alt. Herrn ober Dame. Schrlfil. Llngeb. unter 016727 an den Gieß. Anz. Heute letzter Tng: Das groHe Radiumgeheimnis Ab morgen bin Inkl. Sonntag Albert Bassarmann in „Die Nächte des Cornelis Brouwer“ Gesellschaftsdrama in 5 Akten. Fernen Diejagd nach Luxus der Roman einer Geheimagentin in 5 Akten. Ab Montag: Das große Radiumgeheimnis 3. Teil LW.jMrl.MWkn für Küche ».Haus in guten HanSdalt gesucht. 0167*25 Süd-AnIage 9 v. Junges möölen ver 1. 3an. gef. 016720 Dammstraste 41 v. M n b rf) e it fleißig und ehrlich, für so- Lichtspielhaus Rahnhohlraße .34 l,**9c Existenz Für Neugründung eines Lebensmittelgeschäftes und Ausschnitt feiner Wurstwaren, Weine usw. suche per 1. oder 15. Januar tüchtigen, ehrlichen Geschäftsmann als tätigen oder stillen Teilhaber mit 30 - 50 000 Mk. Laden mit 2 großen Schaufenstern in erster Lage und Einrichtung vorhanden. 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Der Eisenbahn- direktsonS-Präs ident von Slderseld hat einen Aufruf erlassen, in dem eS heiht: Die 21rM »/Inftellir g-m, die f.gar zu qett>Jlt ätt e.i --griffen in den 'Betrieb geführt haben, sind ab8 wilde Streik- wlzufehen, d e mit allen Mitteln zu Mampfen sind. 3m Jntere fe der Au'- lechterhalru ig eine- wen.g e:i» i.otd rfiiaen 'Betriebe- erwarte ich die Untcrftütu.tg aller beton nenen 'Bediensteten. 3d) sehe dabei Vorau-, daN die Beamten in ©emeinfd ift mit den arbeitswilligen A-heitern all?- ausd.eten werden, um die eingetretenen Störungen zu beseitigen. Elberfeld. 29. Dez. (MTB ) Die streikenden Eisenbahner gaben nacht- die Baroie au-, den Streik mit aller Schärfe durch- zuführen. Rur Transporte der Interalliierten Kommission sollen van den Streikenden bewerkstelligt werden. Berlin. 28 Dez (Priv.-Tel.) 3m Anschluft * an die ultimativen Forderungen der Eisenbahner der DirektionSbezirke Elberfeld. lehnt, das Ultimatum der Bezirk-- organisativnen von Elberfeld. Köln enb Etser. anzunehm" n da er richt in der Qoqc sei. ohne da- Einverständnis mu D?m AehHOstnanznttnister Derartige Forderungen zu bewilligen. An der Aktion beieibgen sich Du Mit- flleber der G werNchasten Dautdxc Ctfenbabn- beamtet unb -Anwärter nicht. Die Ltrttung der Neicheregierung. Berlin. 29 Dez DaS AeichSkabinett hat sich gestern mit Der Arbeitsniedei lequng der diknbaft tar eiler in einzelnen le i.krn bi? hei- ntsch^westlälischeo 3nbu|tricaebiiio beldxitttgt. Der Reich» verkehrsminister berichtete über die hurch da- Ultimatum der Funktionäre De» Deutschen Eisenbahner verbände- Der Direkiion-- beztrke SlberfelD. Köln und Essen ge'chaffene coge. Da- Kabinett hat sich auf Den Standpunkt gestalt. Dab Die Ultimativ gestellten Forderungen nicht zu bewilligen feien, und Da»; die Regelung der Besoldung der (lilenbab.iarbciler. die vor Weihnachten getroffen worden ist. mv Rücksicht auf die gesamte Lage de- Reiches Weiler aufrechterhalten bleiten mülle. Die Bewilligung der Forderungen ttmrDe für da- Reich eine Mehi- aufwendung von mehreren Milliarden bedeuten. 1 er betonen, daft Die JL-ixeregtvrung nicht zuletzt au- Erwägungen auk apolitischer Hatur um jeten Preis durch Tariferhöhungen dir Staatsbetriebe rentabel zu machen bestrebt ist Die ganze Anstrengung aber würde vergeblich lein, wenn eine neuerliche Belastung de- Eilen- bahnetat» von mehreren Millialden erfolgen würde. Die für gestern nachmittag angelegten Besprechungen der Sifenbahnerorganifationen mit dem Reich-vcrkchr-minister sind infolge des Drucke5. den die Sifenbahner in Westdeu'.fchland durch da- Ulrimatum und die Teilstreiks au-üden. vom Reichsvei kchr-minister abgesagt worden Um die Wetterführung der Verhandlungen zu ermiß- lichen. haben — anscheinend auf Anregung des Berliner Hauptvorstande- des tii|e..baUaerverban- des — die Werkitättensunktionäre des rheinisch- westfälischen 3ndustriegebieteS ihre ursprünglich bi- gestern nachmittag befristeten Forderungen bis Frettag verlängert. SS sollen heute Die Verhandlungen im RcichSverkchrSrninisterium fnrtgefübrt Aus Stabt unb Canb. ® ieben. Den 29. Dez 1921. HauSfranenkampf gegen Lchieder. Vicht nur bei un- Hagen Die Hausfrauen über die hohen Preise, die für alle Gegenstände deS täglichen Bedarf» gefordert weiden und die nickt selten ungered)tfertw! in die Höbe geschraubt lino Auch in Amerika weist man davon ein Lied zu fingen Aber während bei uns die HauSfrau selbst geduldig und passiv ihre Sorgen trägt und höchsten- von den Blafinahmen der Polizei Besse- rung erhofft, gehen die praktischen Amerikanerinnen zur Selbsthilfe über. Der Generalstaats- ann-alt des Staates Veuyork. Mr. Daughtey. hat selbst einen Aufruf an die Hausfrauen zum Kampf gegen da- .schamlose Schiebertum" erlassen. Er behauptet, Dab Polizei und Rechtsprechung dagegen nicht so durchgreifend vorgehen könnten, wie die Hausfrauen selbst. .Wenn die Hausfrauen sich Aulammentun und jede Uebervorteilung Zurück- weisen", erllärt er. .dann werden sie viel mehr erreichen, al- die Regierung tun kann, um diese oiganisie.te R:uberei zu beseitigen. Hausfrauen sollten nur in Läden laufen, in denen angemessene Preise gefordert werden, und sie sollten rücksichtslos alle Geschäfte bohkvttieren. in denen ihnen zu viel abgenommen wird. Die meisten Frauen lind aber zu bequem; sie kaufen in Läden, die in ihrer Rahe liegen, und kümmern sich nid)t genügend um die Preise. Sie müßten viel mehr alS bisher die Preile der einzelnen (Bcfdxifte vergleichen und sich die billigen auswählen." Untere Hausfrauen sollten sich an dem Vorgehen der Amerikanerinnen ein Beispiel nehmen und Io auch ihrerseits dazu beitragen, den Wucher, her sie ebenso schädigt wie den reellen Geschäftsmann. zu bekämpfen. KrciS Schotten. b. Schotten, 27. Dez. DaS rechte WeihnachtSwe.tter — dicker Schnee im Vogelsberg — hat sich zur großen Freude aller Wintersporttreibenden eingestellt. Schneeschuhe und Schlitten (sprich schötterisch: Desse!» werden schleunigst hervor« geholt. Das Weihnacht-fest wurde am heiligen Abend durch einen stimmungsvollen Gottesdienst cingeleitet, bei dem ein vorzüglich geschulter Dchülcrchor der Volksschule alle, vertraute DeihnachtSweisen sang. Am ersten Feiertag gaben wie tm vergangenen Jahr Kinder der Volksschule eine äufterst gelungene Weihnachtsfeier in der überfüllten Turnhalle. Prächtig gespielte Weihnachtsmärchen, Lieder und Reigen übten tiessten Eindruck aus die Gemüter von alt und jung. Am zweiten Feier- tag sand wie alljährlich Konzert und Ball des Turnvereins statt. bg. 5c ( Dir ü den, 25 Dez Gn einer Der Rächte kurz vor Weihnachten toarben pkf ge Bewohner durch Hilferufe au'grsch reckt, D e von Dem abseits gelegenen Anwesen Der Witwe D herüber Drangen. Als beherzte Männer Dorthin- eilten, fanden sie Die betagte Witwe mit ihren leiben Töchtern in größter Au regang vor Sine vermummte Ulan n 6 Perl on ttxir. b kleidet mit einem Frauen rock. Dem schwarzen Rock Der unlängst verstorbenen D. und Strümpfen. Die sie über die Schuhe gezogen hatte — alles Gegenstände, Die sie einem im unteren Raum deS Hause» sichenden Schrank entnommen halte —. eingeDrun- gen. AlS Die eine Tochter erwachte unD ein Geräusch vernahm, wollte sie DaS Licht anzünden; in diesem Augenblick rief Der Kerl. Der sein Ge- ticht mit einer Schürze verhüllt hatte und einen Karabiner in Der Hand trug: .Hände hoch!" AlS Das erschrockene Mädchen um Hi.se rief und nach die von ihm gemachten 'Beobachtungen berichtet A. Mvrgner in Der „Umschau". Sie fanden Die östliche Hälfte Spitzbergens völlig unbewohnt und über und über mit Eis und Schnee bedeckt. Die neueingerichteten Grubenbetriebe in Westfpitzber» gen haben Dagegen dort einige Bevölkerung hin- lezvgen. die sich auf etwa 1000 Einwohner bc- äuft Das 3nncre dieser westlichen 3nselhälsle ist noch nicht völlig durchforscht, doch wurde em Ifroher Landstrich durchquert und alS ein Geriet von Gletschern unb unvereisten Bergen festgestellt. An geologischen Ergebnissen wurden prachtvolle Fossilien auS Tier- und Pflanzen» wett mitgebrachl. SS geht daraus hervor, Daft Spitzbergen früher eine Flora besah. Die beteiligen tropischer und gemäßigter Klimaten verwandt war. Die Expedition brachte auch eine grofte Anzahl schöner und seltener Exemplare der gegenwärtigen Flora und Fauna von Spitz- bergen heim. Die merkwürdigste dieser Pflanzen ist wohl eine Zwergweide. Die zwar ein regelrechter Baum mit regel re ±/.em Stamm ist, aber nur die Stärke eine« Blumenftengel» und eine Höhe von 6—8 Zentimeter hat. Diese Liliput- bäumchen wachsen nicht aufrecht, sondern kriechen am Boden hin Andere seltsame Pflanzen arten verdanken ihre Entstehung Der fehlenden Befrucht ungSmögllchkett durch 3nfekten. Bei den sehr interessanten Vogelarten ist besonder« die Tatsache merkwürdig, dah bei manchen eine völlige Umkehrung der Pflichten bet Geschlechter beobachte! wurde: Da# Männchen trägt Die .Sorge für daS Rest und brütet Die 3ungen aus. während bas Weibchen der werdende Tell ist und Deshalb auch ein farbenfreudige- Federkleid bettyt- Hesscn-Rassau. • Frankfurt a. M., 28 Dez Mädchenräuber entfuhrt. AuS nach wird dem .Mittagsbl." ge'chrieden: Eine traurige Weihnachtsüber a chung wurde ter Familie itnc» biefigcn Arbeiter- zuteil Vor einem Btct:cliabr verschwand Die 19 3ahre alte Tochter Dee ^au’cs fpurloS. Alle Alachsorschungen nach dem Derblcio des Mädchen» waren bisher er* gebnisloe Da traf am Tage vor 'Weihnachten die Rackricht ein. dah da- Rlädchen schwer krank in einem Frankfurter Krankenhaus Dar ncDerliegc. •Sei Vater reifte am ersten Weihnacht-tage nach Frankfurt, wv er sein Kind tn einem erbarmungswürdigen Zustand vorfand 3n der Bahn erzählte er den Mitreisenden dah feine Tochter im September Rladchenrä übern in die Hände gefallen unb von bleien entführt worden sei. Er glaube, dah es fick hierbei um fremde Schiffer handle. Die in jener Zeil mit ihrem Boote auf der Rahe bei Kreuznach hielten. Später, al- das Mädch« krank geworden lei. habe man e» auf Der St raste liegen lassen Tiefer traurige Fall trifft Die Familie des Arbeiter» um so härter, al» sie vor wenigen Wochen auch einen 13 Hab re alten Sohn lnl %Tnrta ^oooo.ant. Stiftung. Rach einem bei der Stadt!>ehörD« cinacgangenen Telegramm hat d.'m .Han. Anz.* Aufolge Der Präsident De» industriellen Verein« in Tokio. Scki Hoshino. für arnu .'stls »bedürftige Äir.Der Der Stadt Hanau und De» IDede» Wolfgang die Summe von 10 000 Mk. durch Den Allgemeinen Deutschen GewerkschaftSbund nach Mer überweisen lassen. Dem Gewehr faÜte. erchiett e» einen Deftigen Schlag mit Dem Kolben auf Den Kops. Der herbeieiie*» ten Ak! er p.rHite ttnmrnfch en.m uxrch- tigen Är;ber.i!oh le» Gesicht D e andere e och:« ver'u- !c . un, ten Angrerfe- Die Waffe M «nl- ir;i *en und i! m k*tne Hwi Dc*m Besicht zu leiden. DckT Der ertte nu' Die Treppe bin ab un* verschwand tm Dinkel Der 2Iachr Die MOn- rtr Die nu t Kit H.l'. b*rb«ag s.hen Hütte. Die beide« verletzten Fr uen bettndsi sich in ärztlicher 'Be- : .xnD.u :g PL* jLnregung n unkrem Crt utxr Diele» Vorkeinmni- ist begrerslicherweise grab. bg. M I r l db ft e i n, 28. Dez Gmc fckäntz Weihnackt-überrafckung wurde Den IktDob» nern des höchstgelegenrn beffi’cben Städtchen- dadurch zuleli/daft in der Mitternachtflunde vom 23. auf 24. Dezemder unser Ortsnetz in den Stromkreis Der elektrischen Heber* lan banlage der Provitiz Lberhessen ein» geschaltet tpurBe. Fieberhaft wurde dann noch bi» zum heiligen Abend von bett Angestellten der Rl-eineieltra und den Vertretern der installierenden Firmen gearbeitet, um kleinere Störungen zu beseitigen und die letzten Anschlüsse fertig zu fteilen. So erstrahlten denn an Weihnachten zum erstenmal die Häuser unb Straften Ulrichsteins tm Hellen Schein M elektrischen Lichtes, und man sah überall fröhliche Gesichter ob diese- „Ehrift* kindchens". Da auch der Himmel noch für au»» Feuilleton. Cin Gegner Lessing». Zum ISO. ToDeStage von Klotz, 31. Dezember AIS Der Hallesche Geheimrat unb Professor Christian Adolph 5«oh am Silvestertag 1771 starb, da war er in Den Augen Der Welt bereits ein toter Mann Rachdem in frühester Zügen!) da- Gluck Dem Wunterkinde gelächelt, nachdem er überraschend schnell Äarrictv gemacht. Hobe wissenschaftliche Ehren geerntet und fich durch feine Schriftstelleret ein .Rähmchen in deutschen Landen erworben, hatte ein Gröberer, mit dem er anzubinden gewagt, ihn in einem Der denkwürdigsten literarischen Duell» unmöglich gemacht. Lelfing war eS. der in seinen berühmten „Briefen antiquarischen 3nhattS" Die Hohlheit der Klotz- schen Gelehrsamkeit unb die Leichtfertigkeit seiner Arbeit erwtes. und er hatte mit so gründlichen Waffen den Gegner abgetan, dah ihn nach Der moralischen Hinrichtung Klotz rascher Tod tief erschütterte. .3ch möchte gern über diesen Zufall lachen," schrieb er auf die Todesnachricht bin. „aber sie macht mich ernsthafter al» ich gedacht hätte." Klvy wäre heute verge'fen. wie so viel Professoren. Die im IS. Zahrhunderl mit mehr oder nxniger Geschick einen eilfertigen wissenschaftlichen Betrieb veranstalteten, wenn nicht die grobe Persönlichkeit feine» Gegner- die »Klotz- schen Händel" tn» Typische und Allgemeine bm- aufhöbe 3n Den Riederungen Der deutschen Literatur. btt damal» noch voller Dünste unb Wolken steckten, bedurfte es reinigen Der Gewitter, bevor Die Sonne unserer klassischen Dich ung und Wissenschaft emporsteigen konnte. Rach Der ersten .Reinigung", die der Streit der Schweizer mit Gottsched brachte, erstand tn Lessing der HerkuleS, Der tn Dem Augiasstall deS damaligen Schrifttum- aufraum le. Klotz war gtiri^ keiner von Den Schlechtsten unter den Rokvkv-G-e^ehrten. Die damals mit galanter PlauDerei unb frivoler Dber- slächttchkreit dem Ernst unb Dem WahrheitSstreben erster Willenschaft im Wege standen. Aber gerade indem Lessing Den berühmtesten unter den Sin- tagSfliegen der Rokoko-Willenschast zum Opfer wählte unb mit unerbittliche Strenge vom höchsten ftttlKben ötanbpunft auS bie Richtigkeit drc'es Treibens erwies leistete er unterer Kultur einen hohen Dienst. Klotz hatte eine verhängnisvolle Begabung mit auf Den Lebensweg bekommen. Die ihn schon alS Knaben in lateinischen Versen Landkreis (Stessen. ten Fc-ertaze verunstaltete Der Turnverein ein DethnachtSvergnügen. Da» Pro- qiamm war Derart reichhaltig daft Die Zeit nicht icid tc. um es ganz Durd>» jtubren. So fielen z. B leider Die Bottrig? des Gesangvereins au*, wa» im 3nteref e De» Ganzen bcbäuerlich, aber nicht zu ändern war. Die Frier verlief in durchaus würdiger Weite Leider war in Dem kleinen zur Vertugung "chenden Raum >o wenig Platz, d^ast eine grobe Anzahl der Besucher stehen muhte. Der überaus gute Be'uch De» Feste» beweist, wie beliebt Die Veranstaltungen des Turnvereins hier sind. Vdtxr fehl: es Immer noch an einer Turn- Halle, ötc Den Turnern ermöglicht, ihren Hebungen a ich wahrend der ungünstigen 3abre»zeit zu obliegen und Veranstaltungen abzubatten, die zur geistigen Anregung nach des Tage» Mühe unb Arbeit gerade auf dem Lande dringend nötig lind Die Erbauung einer Xurnball? käme Der ganzen Bevölkerung zugute. Da sämtliche Ver, eine ihre Hebungen unD Veranstaltungen Darin cl'baltcn könnten Die Gastwirte brauchten deshalb nich. gclchädigt zu werden. xWieseck. 28 Dez An Weihnachten fand hier nach Dem Krieg bereit» die zweite Doppeltrauung statt Die Bräute waren zwei Schwe- stern Marta und Viktoria Blelita Roden Hausen. Tochter des Schreiner» Heinrich Rvdenhausen IV. " Der Krieg er verein Sieben se.rte v.x Oona fchast nr.i P.*r kamerad'chafllicke be*- Einigung cbemaliger Seibgarbtficn tm Saale der chtedigshöhe sein Weihnach:»sest. Der 1. Vor- tmrnde de» Kriegervercin» leitete durch eine A.-.- spräche da» Fest ein. da» igc Gestalt de» alten Sara Drammaticu». in Dem er ernc wichtige Quelle für die Kenntnis der altdeutschen ‘"Hergängenbeit erblickte. ..So bat Klotz . urteilt Schmidt abschließend. ..trotz aller GVferngteit num- chen furchtbaren Samen ausgestreut. und auck die populäre Tätigkeit einiger seiner junger blieb nicht unbelobnt " Aber so anmutig unb bestechend auch das Aeuftere seiner Gelehrsamkeit wirkte, so faul unb Dciberbt war fte im Kern, unb al» er lich schlieft-ich in seinem Buch über Die .Kunst in Stein zu schneiben" mit Lessing einlieft, würbe iftm bie» verhängnisvoll. Er bot ben Anlaft zu einer der genialsten Streitschriften, die je in einem Schrifttum die Hoblheit lächerlich gemacht und die Ebaraderlofigkeit veruNcllt bat Das großartige unb schneidende Pathos, bas Le.lling hier entfaltet, hat Kloy für ewig al» Beispiel ell- fertiacr unb gewissenloser Vuchmacherei gekennzeichnet. So lebt er fort, unb so erschien er auch bereit» feinen Zeitgenossen, al» er frühzeitig un- röhmlich au» Der Well schied •eiteren Diebstah Falles muhte Freisprechung man» Gels Beweises ein treten. Die Berufung der Staatsanwaltschaft «gen ein Urteil des Amtsgerichts Friedberg, daS den Molkereigehiljrn St. daselbst von der Anklage der Milch fälschung freigesprochen hatte, fcnnrbe verworfen. Die Deweisausnähme ergab, dah St. bei der Zurichtung der Milch überhaupt utcht beteiligt gewesen war. Unter Ausschluß der Oefferrtlichkeit wurde gegen das Dienstmädchen Wartha ÄI. und den Gärtnergehilfen H., beide in Bad-Rauheim, wegen Abtreibung und Beihilfe dazu verhandelt. Die Kl. erhielt 6 Monate. H. 3 Monate Gefängnis; beide waren in vollem Umfang geständig. Am 23.3.20 fliehen gegen 9^ Uhr vvrm. jtori fürstlich büdingische Förster im Forstbezirk Qtmberbüflen auf drei mit Karabiner bewaffnete Wilderer. Sie riefen diese an, die Wilderer flüchteten und schossen auf die Förster. Diese erwiderten daS Feuer. Aach kurzem Feuergefecht gelang eS den Wilderem, spurlos in dem Wald zu verschwinden. Die Förster meldeten al-bald diesen Dorfall tbiem Borgesetzten, Forstmeister Hoffmann, telephonisch, der seine verfügbaren fiotfl beamten in das sogenannte Zechen Häuschen Beorderte. Er selbst begab sich zu Pferd dorthin. Aus dem Fußpfad Dreitenbom—Rinderbügen bc- eegneien ihm drei Personen, die volle Rucksäcke trugen. Da sie ihm verdächtig vorkamen, stellte er traft ferner Eigenschaft als Forstpolizeibeamter (bre ilamen fest und ritt weiter Rach kurzer Zeit glaubte er sich zu erinnern, einige Damen auf der sog. schwarzen Liste (d. i. die Liste der der Wilderei verdächtigen Derfonen) gelesen zu haben, und erinnerte sich das) kürzlich nach ihm gewordener Mitteilung an derselben Stelle drei Wilderer sich im Gebüsch versteckt gehalten hatten, während er vorbeiritt. Gr galoppierte zurück, erklärte die Leute für vorläufig festgenommen und lieh sie durch feine tkuu kommenden Fvrstbeamten untersuchen. Da sich hierbei herausstellte, dah es stch um harmlose Hamsterer handelte, lieh Forstmeister Hoffmann die Leute gehen. Gr selbst begab sich mit seinen Förstern in das Zechenhäuschen. Rach einiger Zeit hörten sie Schüsse und eilten nach deren Richtung. Ball» bemerkten sie zwei Leute, die mitten im Walde auf eine an einer dicken Giche befestigte Scheibe schossen. Sie riefen die Leute, denen sie die Waffen abnehmen wollten, an Diese flüchteten und schaffen auf die Forst beamten, die daS Feuer erwiderten, während auf feilen ihrer Gegner noch mehrere Schützen etngriffen. GS kam zu einem mehrstündigen Feuergefecht. in dessen Verlauf — wie sich später her- auSstellte — her Jakob Guillemont von Waldensberg angeschofsen wurde, der noch in derselben Rächt in dcm Gelnhäuser Krankenhaus starb. Wer ihn g-»schosten hat, konnte nicht festgestellt werden. Auf Grund dieser beiden Vorfälle entstand in der Düdinger Gegend das Gerücht, der Forstmeister Hoffmann habe hoch zu Roh einen harmlosen Hamsterer erschossen Unter der Anklage, diese üble Rachrede verbreitet zu -haben, standen heute der Oberamtsrichter Dr. P. von Ortenberg und der Themiker Dr. M. von Büdingen, fetzt in Berlin, vor der Strafkammer. Die Angeklagten bestritten, derartige Aeuherungen tn beleidigender Weise getan zu haben und nahmen für sich den Schuh deS § 193 St. G D (Wahrung berechtigter Interessen) in Anspruch. Rach umfangreicher Beweisaufnahme wurde um 10 Uhr abends daS Urteil dahin verkündet, dah beide An- geflagte zu einer Gefängnisstrafe von je 1 Monat verurteilt wurden, und dem Rebenkläger Forstmeister Hoffmann Publikationsbefugnis zugesprvchen, soweit Dr. M. verurteilt ist, letzterer wurde wegen eines Falls der Beleidigung freigesprochen. DaS Gericht nahm erto-cfen an. dah Dr. M. Gnde Mai oder Anfang Juni in einer öffentlichen Versammlung zu Gelnhaar, in der er einen Vortrag über Draundrhlenverwertung «Malten hatte, mit Bezug auf den Privatkläger Ito dahin geäußert habe, dah an einem harmlosen Hamsterer eine ruchlose Bluttat verübt und der tödliche Schuh hoch zu Roh abgegeben worden sei. So weit Dr. M. angellagt war, die Mitangellagten 5h:. P. gegenüber derartige Aeuherungen getan zu haben, wurde er mangels Beweises freigesprochen. Bezüglich des Oberamtsrichters Dr. P. wurde festgestellt, dah er zu einem Schöffen nach der Schöffengerichtssitzung am 1. Juni 1920 geäußert habe, die von diesem gegebene Darstellung des Vorfalls sei unrichtig, Guillemont fei nicht beim Wildern erschossen worden, vielmehr habe ihn Forstmeister Hoffmann als harmlosen HarnftMer auf offener Straße angehalten und glatt nicWr- geschossen, als er sich geweigert habe, seinen Rucksack zu öffnen. Oluf die Einwendung des Zeugen, das könne unmöglich so sein, antwortete Dr. P.» seine Angaben seien richtig, er habe sie von durchaus zuverlässigen Gewährsmännern, nämlich Dr. M. und einem Arbeitersekretär Sch., während Sch. tatsächlich nicht mit Dr. P. hierüber gesprochen hatte. Den Schuh des § 193 billigte das Gericht beiden Angeklagten nicht zu, da sie berechtigte Interessen nicht wahrgenommen und auch nicht ge- Spuren im Schnee. Roman von Sven Glvestad. Ermächtigte Uebersetzung. 24. Fortsetzung. (Rachdrnck verboten.) »Ich kam eben an Ihrem Hause vorbei, und 'ua wollte ich nur geschwind den Kopf herein- stecken mit der großen Rcuigkeit," sagte der Arzt. Haben Sie schon gehört?" .Ich ßabc den ganzen Tag noch mit keinem Menschen gesprochen und auch keine Zeitung ge- tefen.'^mDibcile der Kap'ckän. .Man hat die Mörier gefunden f T«S gab dem Kapitän einen Ruck, und es siel dem jungen Arzt aus, daß er weit inS Zimmer zur ickwich. Sr faßte den Verdacht, der Kapitän wimsche vielleicht den AuSdruck seines Gesichts zu verbergen. »Die Mörder?" fragte der Kapitän dann wieder gefaßt. .Sind es denn mehrere?" .Ha, ganze zwei Stück." „Was sind cs für Leute?" .Gckvöhnl.che Landstreicher. Polckcken. wie man vermutet." -Was für Derdachtsgründe liegen gegen sie vor?" ..Verdachtsgründe!" rief der Arzt. .Die braucht eS gar nicht, denn der eine hat derri s gestanden. Hier ist die neueste Stockholmer Zeitung Sie können alles selbst nachlesen." Wieder gehen ein paar Tage inS Land, und dann steigt eines Rahmittags ein Mann an dem kleinen Dorsbahnhos au3. Riemand kennt ihn. und er kennt offenbar auch niemand und ist noch glaubt hätten, solche wahrzunehmen. Bei der Strafzumessung wurde berücksichtigt, dah Dr. M. in öffentlicher Versammlung die den Privatkläger auf das schwerste beleidigenden Aeuherungen getan hatte, und daß es sich bei Dr. P. um einen Richter handelte, der nach den langjährigen Erfahrungen in seinem Beruf sich davor hätte hüten mfiffen, in so leichtfertiger Weife derart schwere Beleidigungen weiter zu verbreiten. Vermischtes. 1 DaS Leichenbegängnis der Kaiserin-Witwe von China. In Peking ist die Fürstin Chuan, die Mutter des früheren Kaisers von China gestorben, und sie erhielt trotz der Herrschaft der Republik ein Leichen- bcgängntS mit all der Pracht und Großartigkeit, wie eS einer chinesischen Kaisertn zukommt. Der Zug, der dem Sarge folgte, brauchte zwölf Stunden, um sich zu entfalten, und das Begräbnis verschlang gewaltige Summen. Die Fürstin hat sich selbst mit Opium vergiftet, und zwar soll der Grund für ihren Selbstmord nach Berichten englischer Blätter m etreitigfciten mit andern Mitgliedern des kaiserlichen Haushaltes za suchen fein. Es handelte sich bei diesen sehr erregt geführten inneren "Halastkämpsen um eine für eine Mutter sehr wichtige Angelegenheit, nämlich um die Wahl einer Braut für ihren Sohn. Tie Leichenprozession nahm um 2 11 ßr nachmittags von dem Palast des früheren Kaisers seinen Ausgang und bewegte sich in langsamem Marsch nach dem kai'eriichen Mausoleum zu Schang-Ping, daS etwa 30 Kilometer entfernt liegt. Tie Fahne der Mandschufamllie wurde an der Spitze der Prozession getragen und war begleitet von einer Schar der ehemaligen kaiserlichen Garden. Dann tarnen vier Kamele, die kaiserliche Iagdzelte trugen, und vier Jagdfalken wurden von Falko- irieren auf ihren Fausten dahergetragen. Danach folgten die Träger von 12 Bannern, die Insignien der Dhun-Fanrille zeigten, und dahinter ritten Mitglieder des Musiktorps der Gendarmerie von Peking, die den Trauermarsch aus .Saul" spielten. Danach wurden im Zug? zwei aus Stein gehauene kaiserliche Löwen gefahren und ein prunkvoll ausgestatteter Wagen mit verschiedenen kaiserlichen Emblemen. Es folgten Träger, die große Prachtfächer in den Händen trugen, die der Verstorbenen gehört hatten, und auch ein großer Regenschirm der Kaiserin, der in der Mitte gelb war, wurde ihr in dem feierlichen Zuge nadjgctragen. Der rotariSg.schlagens Sarg wurde von 80 Kulis getragen, die in Purpur gef e.bet waren, und ihnen schloß sitz eine lange Schar von Mandschurcktern an. Die Republik von China war durch eine feierliche Abordnung verrieten. Der frühere Kaiser selbst, der in ein Kleid vom Lammfell zum Zeichen der Trauer gekleidet war, verbeugte sich dreimal tief vor dem Sarg, als man an dem Mausoleum angekommen war. • * Fochs Schweinchen. Der Marschall Fvch ist von feiner Amerikafahrt mit Gescheicken beladen zurückgekehrt. Unter den Gaben, die man ihm beschert hat, befinden sich alle nur erdenklichen Gegenstände von Ghrensäbeln bis zu einer Wildkatze, die ihm Montana schenkte, und die er dem Pariser Zoo überlassen wird. Gins der eindrucksvollsten Geschenke aber, die der General erhielt, war nach feiner eigenen Erzählung ein Schweinchen, das man ihm in Iowa verehrte. ®r hat das niedliche Rüsseltier leider nicht mit nach Europa bringen können. Sein wehmütiges Grunzen erregte so stark das Mitleid des harten Kriegerherzens, daß er es mitten auf dem Ozean schlachten ließ und in der Form von Wurst verspeiste. Berlin, 28. Dez. Börsen st immunas- bild Die Börse stand heute unter dem Zeichen großer Zurückhaltung der ülntemehmungS- lust, gehemmt durch die älngewißheit bezüglich der Entscheidung über die Zahlungsverpflichtungen Teulschlands im Januar und Februar. Die Stimmung war aber nicht unfreundlich, und die Kurse auf den Hauptumsahgebieten, als am Montanmarkte, in chemischen Werten und Waggon- aktien, durchschnittlich 20 bis 30 Prozent höher. Rur wenige Papiere hatten Abschwächungen zu verzeichnen. Am DchiffahrtSalt.enmarkt waren Argo um 100 gebessert. Auch sonstige Schifffahrtswerte etwas anstebenb. Am Bankak.ien- markt waren mir geringe Schwankungen zu verzeichnen: Abschwächungen und Besserungen hielten sich die Wage. 3m Verlaufe waren die Kurse eher etwas weiter anziehend unter dem Einfluß leichter Besserung der Devisenpreise, die am Vormittag eine entschiedene Abschwächung erfahren hatten. Frankfurt a. M., 28. Dez. Börsen- stimmungsbild. Die mehrtägige Feiertagspause brachte auf einzelnen Gebieten eine mäßige Befestigung. Das Geschäft blieb weiter still. Ausländische Devisen unterlagen mäßigen Schwankungen. Der Dollar wurde 178—175 genannt. Unter niemals hier gewesen. Sein AeutzereS ist in keiner Weise ausfallend, aber feine Kleidung und sein ganzes Wesen verraten eine gewisse Vornehmheit, ©ein Alter kann fünsunddreirig oder vierzig Jahre betragen. AIS er sich mit einer Frage an den Bahnhofsvorstand wendet und habet ben Hat zieht, kommt eine kleine Glatze zum Vorschein. An den Schläfen und hinter den Ohren ist sein Haar ergraut, und dieseS kurzgeschnittene graue Haar sieht in sonderbarem Gegensatz zu feiner geschmeidigen und jugendlichen Gestalt. Sr trägt einen schwarz eingefaßten Zwicker. Ter Mann erkundigt sich bet'dem Bahnhofsvorsteher- nach Kap.tän Rylanders Wohnung, und als ihm der Vorstand mit der Hand den Weg zeigt, der sich durch die Felder schlängelt, sagt ein Junge, der neben den beiden steht: »Ich habe denselben Weg und kann den fremden Herrn führen.- Der fremde Herr dankt und macht sich mit dem Jungen auf den Weg. Sie gehen ein gut Stück hinter dem Strom der übrigen Reisenden Ser Junge zeigt sich redselig und neugierig, redet das Blaue vom Himmel herunter und möchte augenscheinlich gar zu gern wissen, wer der Fremde ist. Abei der Fremde ist ein Teufelskerl, der es versteht, ausweichend zu antworten, und der Junge kann nichts in Crfaßrung bringen. 2ls sie an der Apotheke vorbetkamen, blieb der Fremde stehen, betrachtete daS Gebäude und sagte- .DaS ist allo die Apotheke." »Ja. Sind Sie denn schon früher hier- gewesen, bah Sie das wissen? DaS Schild ist dock an der anderen Seite." den Dalutapapieren blieben Mexikaner ziemlich behauptet. Zu etwas lebhafteren Umsätzen kam es in Deutsch. Petroleum, welche mit 1500 einsetzten, dann aber auf 1475 zurückgingen. Sonst herrsch le luftlose Stimmung auf dem Markte der unn örterten Werte. Benz 610—600. Hansa Llovd 330—325 Ufa 220—230. Chemische Rhenania 840. Auf den variablen Märkten vermißte man wieder eine lebhaftere Geschäftstätigkeit. Am Montanattien- Marite stellten sich verschiedene Papiere höher. Reckarfulmer 880, gewannen 10 Proz. Anilin- werte warqn geböllert. Feste Haltung zeigte der EinbritSmarkt, wo Kurserhöhungen in Maschinenfabriken zu beobachten sind. Banken lagen ruhig. Schillahrisattien fester. Die Grundstimmung blieb auch im Verlause freundlicher. 'Verschiedentlich stellte sich ein reger Verkehr ein. Der Schluß gestaltete sich ruhig bei festerer Tendenz. Privatdiskont 4'Prozent. Die nächste Börse finbet am Freitag ben 30. Dezember statt. Frankfurt a. M.. 29. Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries 28. Dez. 23. Dez. Datum: Amsterdam-Rotterd. 6943,05 6956,95 6668/0 6681,70 4682,80 4632 20 366,60 367,40 841,65 843,35 787,20 788,80 189,06 189,44 809,15 810,85 769,20 770,80 182,81 18 <,19 7,22 261r30 29,63 62,60 Lhristiania . . Kopenhagen. . Stockholm . . . Helstngfvrs . . Italien London .... Reuyork .... Paris Schweiz . e . . Spanien .... Wien (altes) . Deutsch-Oefterr. Prag Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel 7,15 260,70 29,57 62,40 7,43 256,70 2d,27 60,90 7,47 257,30 29, <3 61,10 1493,- 1499,- 1479,50 1481,50 3’26,25 3753,75 356 ,40 3593^69 2807,15 2812,85 2717,25 2722,75 Drüssel-Antwerpen. 1436,05 1458,95 1406,05 1403,95 2947,05 2952,95 2944,55 2950,85 3786,20 3792,80 3656,30 3563,70 ----------- 4535,45 4544 55 357,60 358,40 Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1-llhr- 1-ilbt- Schluß- Schluß- KurS Kurs Kurs Kurs Datum: 22. 12. 28.12. 22.12. 28.12. S'/.Dtfch.Kriegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4',Dtfch.ReichSanl. 88,- 87,- 88,- 88.- 3°/,Dtfch.Reichsanl. 103,- 103,- 104,- 103,75 4% Preuß. KonfolS 69,- 71,— 69,- 63,- Hamburg-Paketf.. . 351.- 420,- 339,75 412,50 Rorddeutscher Lloyd 432,- 448,- 422,50 440,- Comm.u.Privatbank 290,- 283,— 295,- 297,- Darmstädter Bank . 300,- 300,- 298,- 300,- Deutsche Bank . . . 472,— 473,— 475,— 490, — Disconto-Gesellfchast 41g,- 419,- 415 - 420,- Dresdner Bank. . . 360,- 360,- 383,- 390,— Mttteld.Creditbank. 295,- 3u0 - 3u0,- 300,- Rationalbank f. D. . 299,84 300,- 298,- 300,- Boch.Gußstahlwerke 895,- 900,- Dud.-Gisenw.-Akt.. 702,- 790,- 6d0,- 715,- D^Luremb.Bergw.. 715,- 731 - 720,- — Gelsenkirch. Bergw.. 761,- 800,- 755, Harpener Bergbau. 1005,- 1150 - 1126,- - — Oberschl. Eisenb.-B. 635,- 710,- 650,- 720,- Ooerschles. Sisenind. 730 - 750,- 715,- 750,- Phönir-Bergb.-Akt. 985,- 970,- 975,- 995,- Dad.Aniliwu. Soda 575,— 580,- 589,- 610,— Höchster Farbwerke. 551,- 569,- 559,- 590,- Allg. Elektt.-Ges. . . 660,- 640,- 657,- 679,- Felten L Guilleaume 895, - 980, - LOS, - 1000, - Schuckert-Werke. . . 565,- 530, - 550,50 592,- Adlerwerke 545,- 581,- 556,50 600,- Daimler 451,- 485,- 490,- 500,- 4', Hess. Staatsanl. 74,- 73,25 76,- 75,10 Electron Griesheim 640,- 683,- 661,- 682,- Dtsche. Dereinsbank 225,- 225,- -,- Marknokierungeu. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 27.12. 28.12. Zürich Fr. 125 40 2,90 2,82 Amsterdam Fl. 59.20 1,52 1,50 Kopenhagen Kr. 88.80 2,85 2.85 Prag Kr. 117 80 38,- Stockholm Kr. 88.80 2,30 2,35 Wien Kr. 117.80 -,- -,- London Sh. 97.80 -,— 7,60 Paris Fr. 125.40 7,- 6,75 Reuyork $ 23-80 -,55 -,55 Züricher Devisenmarkt. 2-i. 12. 29.12. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 188.- 187.50 Deutschland 100 Mk- — 2.80 2.75 Wien 100 Kr- = 0.19 0.19 Prag 100 Ät. = 7.20 7.25 Paris 100 Fr. « 41.25 41.20 London \ £ — 21.50 21.49 Italien 100 2. = 22.25 2210 Brüssel . 100 5r. *= 39^0 39.20 Budapest 100 Kr. — 0-825 0.85 Reuyork 100 S — 513.- 512.50 Agram 100 Kr. — 2.- 2. - Warscha» 100 Är. = 0,19 0,18 Märkte. Frankfurter Getreide markt. Franksurt a. M., 28. Dez. DaS Geschäft ist außerordentlich ruhig. Die Devisenbewegung kam nur wenig in den Preisen tum Ausdruck. SS fehlt angesichts des OahresabschlusseS an Unter» nehmungslust. Futtermittel waren gefragter, und die Tendenz daher lebhafter. Suiterfleie findet besondere Beachtung. Hülsenfrüchte sind behauptet. Weizen und Roggen zeigten sich etwas begehrt. Die Preise zeigen mäßige Befestigung. Gerste war gesucht. Hafer lag ft UL In Mehl war der Umsatz schwach. Heu und Stroh, gute trockene Ware, finden bei fester Tendenz Ausnahme. (On einem Teil der Auflage wtederhoU.) @in amerikanischer Vertreter in Cannes. London. 28. Tez. D rauchen nach wie vor OOLD ZIGARETTEN .Rein," erwiderte der Fremde. .Aber alle Zeitungen haben Bilder davon gebracht." Er trat näher und betrachtete die 2lpotheke ganz genau. Besonder- schienen Türe und Fenster seine Aufmerksamkeit zu erregen, ihr Verhältnis zueinander und der Absland den Fenster vom Bodei^. ES lag eine solche Spannung in der stummen, eingehenden Untcrfudjung, daß dem Jungen daS Plapper-maul flUIitanb. Dachdem der Fremde fertig war. sagte er: .3d) bin etwa- erkältet: ich will hineingehen und mir Pulver geben lassen." Der Junge ging mit ihm in die Apotheke. Provisor Larsfon versah den Dienst. Der Frernde verlangte Pulver, deren Zubereitung mehr als fünf Minuten in Anspruch nahm, und während dieser ganzen Zeit schweiften feine Blicke forschend überall in der Apotheke umher. Gr faßte alles und jedes ins Luge. Die ver'ch edenf arbigen Glaskolben auf den Gestellen schienen feine Aufmerksamkeit ebenso zu wecken, wie die abgetretenen Bretter des Fußbodens, der Rezeptierlisch die dlankgeputzten Scheiden der verschiedenen 5cnfier und die geschlossene Türe -um Rebenzimmer. Ader es war nicht die gewöhnliche Reugier, all diesen Dingen gegenüber, die er verriet: es lag eher etwas Suchendes in seinen B.icken. als ob cr etwa- Bestimmtes zu finden erwarte. Gr wollte offenbar ein deutliches Bild vom Innern der Apotheke seinem Gedächtnis einprägen, eine genaue Wiederspiegelung, wie icdes einzelne Ding aussah und wo es in Beziehung zu den anderen Gegenständen seinen Platz hatte Gndlich. nachdem er fein Pulver erhalten und bezahlt hatte, ertaubte er sich noch einen letzten Mebcrblüf über das Ganze, der gleichsam alles in dem Brenn- punkt seiner Erinnerung zusammensaßte,' baue ging er. Aber draußen auf den Stufen brttb er ntto einmal stehen und betrachtete neugierig einen Deinen schwarzen Knops am Türpfosten rechts. .Ist dies die Rachtglocke?" fragte er ,3a,“ antwortete der Junge .Das ist dtz» Rächt g locke." .Aber bie kann doch bei Rächt rrtemnto sehens" meinte der Fremde. .Rein, aber man kann sie erit den Finge» tasten." .Für Leute, die hier rächt befarutt sind, tone es allo seine vchwierigkril haben, die Rocht- glockc zu sucherr." .Ja," sagte der Junge. .Wenn nicht gaabe Mondschein ist. Da sieht man fit." Der Fremde stutzte. .Sehr richtig," sagte er barm Darauf gingen sie weiter. Als flc tx fc* Rähe der Wohnung des Kapitäns angefommte waren, deutete der Fremde auf den Giteob«, ’ter sich über den Fluß hinzog und sagte: .DaS ist also bre Gisenbahnbrücke^ ,3a." -E- ist eine schöne und eicsentLmkHchg Brücke," bemerkte der Fremde vachdeickllch. .Ltz» muß jedermann sofort auhaQen, und wenn man diesen Eisenbau einmal gesehen hat, wird ma» ihn nicht fo leicht wieder Der gellen." Endlich konnte der Junge mit dem gtaga ans des .Kapitäns Wohnung deuten. .Hier kst es." sagte er. l Fortsetzung folgt}