Nr. 149 Der *ifht* Af crrlAnh .X)' ,9ufi(blag. \ —r 1 lu9- General-Anzeiger für Oberhessen UßM _ . Anzeiaenieil: »ansVeck, Drua und Verlag: vruhl sche Univ.-Buch- und Steinöruderei R. Lange. Zchrifrleittmg, Geschäftsstelle und vrnderef: Zchulftratze 7. in Das Reichssperrgesetz und dieHessischeBeamten- Besoldungsordnung. Don Herrn RcchnungSrai Haas. Ortenberg, erhalten wir folgende Zuschrift: Wie der „(Siebener Anzeiger" in Ar. 147 vom 27. d. M. schreibt, beanstandet das Reichsfinanzmini st erium auf Grund des Sperrgesetzes die neue Hess. Beamten- besoldungSordnung. Dieses Dorgehen des Reichsfinanzministeriums sollte doch die Oessentlichkeit in wünschenswerter Weise beschäftigen. Das Hess. Staatsministerium wie die Hessische Volkskammer mühten ebenfalls diese äußerst wichtige Frage, die sowohl Beamtenschaft wie Allgemeinheit angelegentlich berührt, zum Gegenstand ernster Besprechungen und Beratungen machen. Rach wochenlanger mühevoller Beratung kam durch einsichtiges Handeln von Staatsregierung und DolkSkammer die hessische Besoldungsordnung zustande. Das Dorgehen von Berlin könnte als gerechtfertigt gelten, wenn im ganzen deutschen Reichsgebiet die Bezahlung der Reichsbeamten auch genau nach den Gehaltssätzen der Reichsbesoldungsordnung erfolgen würde. Aber dem ist leider nicht so. Denn die Finanzkassenvorstände in Preußen wie in Bayern erhalten tatsächlich eine durch nichts gerechtfertigte höhere Bezahlung wie die anderen dieser Dorstände im übrigen Reichsgebiet. Das erscheint kaum glaublich und doch ist dem so. Wie kam das? Als die Einstufung der Kassenvorständc in die vorgesehenen Klassen im Reichsfinanzministerium mit den eigens hierfür bestimmten Dertretern der Gliedstaaten zur Beratung stand und die Einigung erzielt war, kamen am anderen Tage als letzte die Bayern dran. Sie verlangten für sich höhere Gehaltssätze, da die bayerischen Sähe höher seien. Als Berlin diese höheren Beträge nicht bewilligen wollte, schlugen die Bayern mit der Faust auf den Lisch. Das half! Bayern gewann die Partie. Was war aber die Folge? Obwohl die ausgleichende Gerechtigkeit ebenso wie die ReichSbesoldungSordnu'ng für das ganze Reich in Bezug auf die gleichen Stellen gleichmäßige Bezahlung vorschreiben, hat Bayern höhere Besoldung von Reichsfinanzbeamten. Auch Preußen griff nun ohne weiteres zu. indes die Reichsfinanzbeamten im übrigen Deutschland eine weit geringere Bezahlung erhalten. Jedenfalls ist die Frage sehr berechtigt: Oft der hier geschilderte Zustand gesetzlich haltbar, trenn nicht, welche Folgerungen ergeben sich für den hessischen Beamtenverband, und was gedenkt die hesssiche Staatsregierung zu tun? Dielleicht empfiehlt sich hier das bayerische, erfolgreiche Dorgehen, und man schlägt kräftig mit der Faust auf den Tisch! Welche Haltung wird die Hess. Dollskammer dazu einnehmen? Hoffen wir das beste! Aus Oberschlesten. Oppeln, 27. Ouni. (Wolfs.) Die Enttäuschung, die die oberschlesische Bevölkerung nach dem Eingriff der Engländer erlebte, blieb auch der Bürgerschaft in Gleiwiy nicht erspart. Die Engländer verließen, kaum angekommen, die Stadt wieder, um eine westlich von Gleiwiy gelegene Stellung zu beziehen. Aachts hallte die Stadt von Gewehrschüssen der räuberischen Insurgenten wieder, deren Angriff an der Wachsamkeit des deutschen Selbstschutzes scheiterte. 0n kurzer Zeit besetzten die Insurgenten die Wagenwerkstatt der Eisenbahn, die staatlichen Hüttenwerke und das der oberschles'schen Cisenbedarfsaktiengescllschast gehörige Stahl- röhrenwerk. Die Wcrlstätte wurde vom deutschen Selbstschutz energisch verteidigt. Die deutschen Arbeiter zogen geschlossen auf den Markt und bewogen die Italiener und später die Franzosen zum Eingriff. Rach einem Bericht von Augenzeugen feuerten die Franzosen auf die Werke, dagegen auf die Polen, lediglich mit Platzpatronen. Bier Angehörige des deutschen SeLstschstyeS und zwei Frauen fielen den Kugeln der Insurgenten und ihrer Deibündeten zum Opfer. Die deutsche Bevölkerung, der sich eine ungeheure Erregung bemächtigte, versammelte sich vor der Wohnung des Stadtkommandanten und verlangte energisches Einschreiten. Daraufhin leitete der französische Kommandeur Dcrhandlungcn mit den Insurgenten ein. ilm 6 Uhr abends liehen sich die Polen herbei, den Rückzug anzutreten. In dem von ihnen besetzten Werk hausten die Insurgenten wie Räuberbanden. Sie haben die Einrichtungen teils zerstört und die Bureaus geplündert. Der dadurch angerichtete beträchtliche Schaden läßt sich noch nicht übersehen. Bruch des Räumungsabkommens durch die Polen. Berlin, 27. Iuni Im „Berliner Tagebl" stellt der deutsche Plebiszitkommissar Urbane! fest, daß das oberschlefttchc RäumungSab- kommen durch die gemeldeten polnischen Angriffe auf den Bahnhof Gleiwih und Beuthcn von Polen bereits gebrochen worden sei, und verlangt, daß die interalliierte Kommission diesen Treuoruch sühnt, besonders da in der letzten französischen Rote an die ReichSregierung betont wird, daß eS jetzt vor allem darauf ankomme, das Prestige der interalliierten Kommission wieder herzustellen. R a t i b o r, 28. Ouni. (Wolfs.) Wie Flüchtlinge berichten, ziehen die Polen im Kreise Rybnik neue Berstärkungen zusammen. Ein unerhörter Terror seht überall ein. In Rogau (Kreis Ratibor) steht ein Zug Insurgenten unter der Führung des zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilten Verbrecher- Iosef War- zoschka. Der polnische Apobeamte Friedrich in Rogau requirierte rücksichtslos bei den Heimattreuen und erpreßte Summen bis 15 000 Mark. Die Polenführer halten in den Dörfern Versammlungen ab und erllären, im Falle einer ungünstigen Entscheidung würden sie den Kampf gegen Deutschland wieder beginnen. Aus Ratibor- hammer treffen Flüchtlinge ein. denen in den letzten Tagen polnische Gestellungsbefehle zugestellt worden waren. Die deutsche Bevölkerung rechts der Oder befindet sich in großer Besorgnis vor den kommenden Ereignissen. Zahlreiche Personen treffen in Ratibor ein, um das Rotwendigste einzulaufen. DerWiederherstellungsausschuh über die deutschen Zahlungen. Paris, 28. Ouni. (WB) Die Repara- tionStommisston verösfentllcht folgendes Kommunique über die von Deutschland auf Grund des Zahlungsplanes bisher geleisteten Zahlungen: „Die deutsche Regierung leistete soeben auf das Konto der RcparationSkommission eine neue Zahlung von 44 Milliarden Gvldmart in europäischen Währungen. Diese Zahlung wird zur Tilgung der deutschen Reichsschatzwechiel verwandt. die auf Grund deS Art. 5 des Zahlungsplanes ausgestellt wurden. Der Art. 5 schreibt vor. daß Deutschland bis Ende Mai eine Milliarde Goldmart in Gold, ausländischen Devisen, oder ausländischen Wechseln, oder in ReicdS- schatzwechseln mit drei Monaten Lautzeit zu bezahlen hat. Der augenblickliche Stand der Ausführung dieses Artikels ist folgender: Dec Ende Mai übergebene Drcimonatswechfel lautet auf 839 573 000 Goldmark. Die ausgeführte Barzahlung zur Erreichung des Betrages von einer Milliarde beträgt 160 427 COO Goldmart. Deutsch- land zahlte bisher zwecks Tilgung der Schatz- wechset insgesamt 83 949 690 Goldmart. In vieler Summe ist die soeben geleistete Zahlung von 44 Millionen enthalten. Die seit Mai geleisteten Barzahlungen belaufen sich mithin aus 160 427 000. Herv6 fordert die Aufhebung der Zwangsmaßnahmen. Paris. 29. Ouni. tWTB.) Gustav Herv 4 spricht in einem Leitartikel der „Dictoire" die Zustimmung de- Generals Höfer zu dem Rück- zugsplan der Abstimmungskommittion als einen neuen Beweis für den deutschen " " « " n Willen an. Warum, so fragt er, versteift sich der Ministerpräsident in diesem Augenblick gegenüber der yeuen deutschen Regierung mit ihren demokratischen Tendenzen darauf, die Aufhebung der im Rheinlande gegen die alte reaktionäre Regierung von SimonS ergriffenen Sank- t i o n e n zu verweigern? Er fürchtet, der Schwäche angcfTaqt zu werden Er fürchtet die politische Llnerfahrenheit vieler junger Abgeordneten, die von ihrem Haß gegen Deutschland oder von der Furcht vor ihm verblendet, die Räumung der Koblenhäfen am Rhein und die Beseitigung der Zollinien als einen Rückzug betrachten würden. Will man die demokratischen Tendenzen in Deutschland begünstigen ober nicht? Wenn ja. so bebe man die Sanktionen auf. Es ist unehrlich, Sanktionen aufrechtzuerhalten. wenn die Ursachen, die sie veranlaßten, verschwunden sind. Die Fortsetzung der Wiesbadener Besprechungen. Paris. 28. Ouni. (WTB.) Heber die beute begonnenen Beratungen betreffs der Ausführung des> Londoner Abkommens wurde offiziell folgendes Communiqus auegegeben: In Fortfetzung der Wiesbadener Be- fprechungen haben heute die Verhandlungen in P a r i S begonnen Teilnehmer waren auf deutscher Seite Staatssekretär Bergmann und Reichskommillar für den 'Wiederaufbau Dr. Guggenheimer. auf der französischen Seite Minister L o u ch e u r und aus den beteiligten Ministerien Seydvur. Tannery und Cheysson. Beraten wurde die Frage der Restitution und Ersatzleistungen einer Anregung der Repa- rationskommilllon. Die Verhandlungen über diesen Gegenstand werden morgen fortgesetzt. Morgen nachmittag wird über die Lieferung von Materialien verhandelt werden. Die Einladung Lloyd Georges von den Iren abgelehnt! London, 29. Ount (WTB.) Das lllfter- fabinett hat beschlossen, die Einladung Lloyd Georges zu einer Konferenz ab» aulebnen Die Beilegung des englischen Beraarbeiteestreik^. London, 28. Ouni (WB > Reuter melde! amtlich. Der Ber gar dei t erst rei t ist beige l« g t. Paris. 28. Ouni. «Havas.> Rach einem Londoner Telegramm de- „Intranfigeant" werden die Bergleute am nächsten Montag die Arbeit m wc b e r aufnebmen. Die öini- gung wurde durch gegenseitige Zugeständnisse erzielt. Die Arbeiter verzichten auf ihre Forderung einer nationalen Kasse für die Gewinne zum Ausgleich der Löhne und nahmen alS Grundlage der Löhne den Tarif von 1914 mit einem Zuschlag von 20 Prozent an Die Arbeitgeber ihrerseits überlassen den Arbeitern 83 Prozent des Rohertrages uyd begnügen sich zur Verzinsung ihres Kapitals mit 17 Prozent anstelle der ursprünglich verlangten 20 Prozent. Um die Ausführung dieses Abkommens zu ermöglichen. ist der Zuschuß von 10 Millionen Pfund Sterling, den bh Regierung angcboten, bann aber vor zehn Tagen zurückgezogen hatte, erforderlich. Der Ministerpräsident wird morgen vormittag mit seinen Kollegen beraten, ob der Zuschuß gewöhn werden sott oder nicht. Der Kommunismus in (England. London. 29. Ouni. «WTB ) Der Sekretär der kommunistischen Partei Großbritanniens, Tu- p i n , wurde wegen Veröffentlichung kommunistischer Literatur zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Englischer Neid. London, 28. Ouni. (Wolff./ Einer Lloyd- Meldung auS Grimsby zufolge haben Fifcher- Icutc aus Acrger über die Landung von Fischen, die daS deutsche Fischerfahrzeug „Wilhelm Hei- nvld" gefangen hat. die Fische ausgefchüt- t c t und auf dem deutschen Fahrzeug Kompaß und Brücke beschädigt. Zum ttabinettswechsel in Italien. Mailand. 28 Ouni. (HavaS ) Graf Sforza hat vor feiner Abreise nach Massa die Utbcr- zeugung ausgedrückt, daß die auswärtige Politik Italiens unter feinem Rachsolger nicht geändert werde. Den Posten eines Gesandten, fall- er ihm angeboten würde, könne er nicht übernehmen. ®raf Sforza wird sich auf seine Besitzungen bei ßuni- giana zurückziehen. Aus dem Reiche. Kohlenknappheit. Berlin. 28. Ouni. (WTB.) Im Haupt- auSschuß des Landtags hob Handel-minister Fischbeck hervor, daß eine schwere Kohlen- kappheit bevorstehe Die Förderung tmtrug im Oanuar 7.8 Mill. (82.7 Proz. des Friedens- quantums). im April nur noch 7.648 Mill. im Mai 6,7 Mill. Im Sommer fei ein Ausfall von 40 000 Tonnen arbeitstäglich zu erwarten. Dazu komme, bah Oberschlesien jetzt gant auSsalle. bas früher ein Drittel der Kohlen lieferte. Die Vorräte feien aufgebraucht. Der englische Dergarbei- terftreif und bet Ausfall der englischen Kohle wirkten mit, bazu komme die Erfüllung bes Spaa- abkommenS, so baß trübe Zeiten hinsichtlich ber Kohlenvorräte bevorftünben. Sitzung des Reichskohlenrates. Berlin. 29. Ount In der gestrigen 2 o l l - Versammlung oes Reichskohlenrates erklärte der Geschäftsführer. Berghauptmann Bennhold, in seinem Bericht über die Kohlenlage, daß vor allem in den Leistungen des Steinkohlenbergbaues ein erfreulicher Aufstieg zu verzeichnen sei, daß aber die Förderung noch um 20 Prozent hinter den letzten FriedenSjahren zurückbleibe. Die Braunkohlenbrikettserzeugung übersteige dagegen die Produktion bes IahreS 1913 um etwa ein Drittel. Angesichts der schlechten Kohlenversorgung Deutschlands forderte der Redner wenigstens eine vorübergehende Heberarbett im Ruhrbergbau, zum mindesten bis zur Beilegung der oberschlesischen Besetzung Bezüglich ber Heranziehung bes beutlchen Kohlenbergbaues zur Erfüllung ber ReparationSverpflichtunaen er- llärte der Redner, baß ber Deutsche Kohlen- bergbau es für seine Ehrenpflicht Halle, an der Einlösung des gegebenen Wortes mitzuwirken. Allerdings sei eine Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen überhaupt nur bann möglich, wenn daS oberschlelische Kohlenrevier ungeteilt bei Deutschland verbleibe. Der Verlust der oberschlesischen Kohlen würde katastrophale Folgen für das deutsche Wirtschaftsleben haben. Hessische Volkskammer. 84. Sitzung St. Darmstadt. 28. Ount Am Regierungstisch Staatspräsident l r i ch, Minister des Innern Fulda, Ousti-minister v. Brentano, Präsidenten der Landesämter und Kommissare. P.älidcnt Adelung eröffnet die Sitzung um 93, übr. Das Wort zu einer kleinen Anfrage erhält Abq Häuf er «Soz.,. Der Redner ist aut ber Tribüne, trotz zweimaligen Ersuchens des Präsidenten. lauter zu sprechen nicht zu verstehen. Die Anfrage betrifft die Arbeitslosigkeit durch Zechen stillegung der Eisenerzgruben der Firm stellung der Straßen auf Kosten der Allgemeinheit und andere Erleichterungen unterstützt werden. Seit längerer Zeit ist hier in Gießen eine Bewegung im Gange, die den Zweck verfolgt, Eigenheime zu errichten, falls sich Männer fipden, die bereit sind, unter jvor- stehenden Doraussetzungen sich ein Heim zu schaffen. Verschiedene Besprechungen haben bereits stattgcfunden; es ist Hoffnung vorhanden, daß in nicht allzu langer Zeit mit dem Bau von Eigenheimen begonnen werden kann. Voraussetzung ist, daß das Unternehmen, wie auch anderwärts, bei der Stadt Unterstützung Aus Stabt und Land. ©leben, ben 29. Hunt 1921. Ferienarbeit für Studenten. Vorn Studentischen Arbeitsamt wird uns geschrieben: Es ist dringend nötig, die Oeffentlichkeit einmal ganz ausdrücklich auf die wirtschaftliche Bedrängnis eines nicht unwesentlichen Teiles der Gießener Studentenschaft hinzuweisen. Sin gewisser Leichtsinn, der von vereinzelten studentischen Kreisen wieder gepflegt wird, darf die traurige Tatsache nicht verdecken, daß auf der an- bern Seite aber auch mancher unserer strebsamsten Kameraden fein Studium nur unter den allergrößten Schwierigkeiten betreiben kann, daß drückendster Manael am Rotwendigsten weitgehend die Gesundheit und Arbeitskraft bedroht- doppelt hart für die Studenten, die kurz vor dem Gramen stehend den gesamten Sdolg ihrer Studien gefährdet sehen. Stipendien reichen lange nicht au«, es gibt nur eine einzige Möglichkeit- Verdienst durch Ferienarbeit. Wir richten daher an die Arbeitgeber aller hierfür in Betracht kommenden Berufe die herzliche Ditte, unsere Kameraden durch Dereitftellen von angemessen bezahlter Ferienarbeit nach Kräften zu unterstützen. Insbesondere ergeht unser Ruf an die Aa n ^Wirtschaft, nicht nur, weil eine ganze ■Reibe schon landwirtschaftlich tätig gewesener Studenten als Erntehelfer einspringen will, sondern auch vor allem deshalb, weil die Landwirtschaft am ehesten gesunde und kräftigende Arbeit zur Verfügung stellen kann: sie »ist in erster Linie berufen, hier zu helfen, ihr empfehlen wir unsere bedrängten Kameraden an. Sollten aber hinsichtlich des Arbeitswillens unterer Mitstudenten irgendwelche Bedenken bestehen, so sei daraufhin nur gesagt: Wer mit solcher Zähigkeit und unter solchen Opfern an feinem Beruf festhält wie die Leute, die sich in den Ferien einen Teil des für daS nächste Semester nötigen Geldes zu verdienen suchen, der wird auch an jede andere Arbeit mit einem starken Pflichtbewußtsein herantreten Darum gebe jeder Landwirt, der Erntehilfe nötig hat (In Betracht kommt die Zeit vom 1. Lugust vis mindestens 15. Oktober), feine Adresse unter Beifügung der Lohn- und Unter- lunf «beblngungcn dem Stubenrischen Arbeitsvermittlungsamt, Gießen. Lubwigstraßc 23, Zimmer 42, unverzüglich an. Erlebnis des Krieges hinter sich haben, einmal zusammen kommen, um die Erinnerung an gemeintem Erlebtes, an gefallene Kameraden au pflegen Ebenso natürlich ist es. daß bei Mastenzusammeulünften auch ein gewisser Geist zum Durchbruch kam. Daran sind dock» keine Drahtzieher ober „Mächer" schuld. Run zum Drohherzog Es ist doch lächerlich, irgend jemand einen Vorwurf zu machen, wenn bei Tagores Besuch nach dem Herrgottsberg ein Hoch auf den Großherzog ausgebracht wird. Lächerlich, den Großher^og dafür auzugreifen und nach Polizei und Staatsanwalt zu rufen Ich meine, es ist ein Zeichen dafür, daß die Partei, die doch nur durch Kampf groß und herrschend geworden von der Macht und Kraft ihres Gedankens, ihrer Idee, nicht mehr überzeugt ist, wenn sie jetzt nach Staatsanwalt und Polizei ruft und unerquicklichste Dinge aus Vergangenheit umgekehrt wieder aufleben läßt. Zum Schlüsse möchte ich auch meinerseits zum Frieden und zu gemeinsamer Arbeit anregen Wir müssen mehr als bisher auf sozialem Wege zusammenkommen, müssen die Bedürfnisse unserer Mitmenschen erkennen und ihnen Rechnung tragen lernen. Das soziale Gefühl muh erweckt werden. Das ist der Weg, der zu gemeinsamer Arbeit führt. Dazu gehört auch die Achtung vor den Rechten der Kirche. Ich möchte zu dieser Frage doch den Wunsch äußern, daß wir sie wissenschastlicher und gründlicher behandeln als bisher. (Bravo!) Rächste Sitzung Mittwoch 91/ . Uhr. Schluß 7,3 Hbr. •• Erfolge der Gießener Hundezucht. Rachdem München vor 6 Wochen, und BreSlau vor 3 Wochen die Kynologenwelt zu einem Wettbewerb in ihren Mauern bereinigt hatten, stand am Sonntag Frankfurt a. M Im Zeichen der letzten großen Hundeausstellung dieses IahreS. Wie schon so oft, sind auch dieses Mal wieder bte jahrelangen Bemühungen der Gießener Züchter um die Hebung reinrassiger Hundezucht mit reichlichen (Erfolgen belohnt worden. Es errangen zahlreiche Preise und Ehrenpreise August Schwan für Schnauzer Frau Karsten für Braunttger, Wilh. Bach und' Emst Riemann für Borer Dr. Erb für Whippets Oskar Graf für Fonemer. Ganz besondere Sr- * • Peter und Paul. Am heutigen Tage feiert die katholische Kirche das Fest der Apostelfürsten Peker und Paul, das jetzt wieder nach einer Verfügung des Papstes überall als gebotener Feiertag gehalten wird. Das Landvolk betrachtet Peter und Paul von jeher alS Lostag erster Ordnung. ..Peter und Paul macht dem Kom die Wurzel faul“, ist die bekannteste Bauernregel. In anderen Gegenden hat der Peter- Pauls-Tag eine ähnliche Bedeutung wie die Siebenschläfer. Man glaubt nämlich, wenn es an diesem Tage regnet, dauere die Räss? sieben Wochen. ** Die Haaß-Berkow-Spiele wurden gestern abend vor ausverkauftem Hause mit dem Paradeisspiek und Totentanz eröffnet. Wir werden übet die Darbietungen nach dem heutigen zweiten Tage eingehend berichten. Vorweggenommen sei schon, daß die Spielgemeinschaft tiefstes Kunsterleben mit so unmittelbarer Kraft vermittelt, daß sich niemand dem Eindruck entziehen kann Der Totentanz zumal wurde zu einem erschütternden Erlebnis. Am heutigen Abend sind fröhlich-' Vvlksschwänke vorgesehen. Wie wir hören, ist noch eine beschränkte Zahl von Karten erhältlich Der Besuch kann nicht eindringlich genug empfohlen werden. — Soeben wird uns mitgeteilt, daß von den höheren Schulen eine Wiederholung des Totentanzspieles für die oberen Schulklassen angestrebt wird. Es wäre sehr $u wünschen, wenn außerdem eine Wiederholung für die breite Oeffentlichkeit stattfände. Das Theater würde sicher abermals ausverkauft sein. **ImOberhessischenKunstver- e i n wird gegenwärtig eine Ausstellung des Verbandes bildender Künstler Hessens eingerichtet, die vorwiegend Graphik aufweist. Attherdem gelangen noch Werke der Malerei bekannter Künstler zur Ausstellung, so daß auch die neue Ausstellung sich wieder sehr abwechslungsreich gestalten wird. Eröffnung am nächsten Sonntag. * * S t r a ß e n s p e r r e. Rachdem die Abbruchgarbeiten am Hause Schlohgasse Rr. 6 soweit fortgeschritten sind, daß Lebensgefahr für Passanten nicht mehr besteht, wird die Sperre der Schlohgasse für den Durchgangsverkehr aufgehoben. Für den Fuhrwerksverkehr bleibt die Straßensperre noch bis auf weiteres bestehen. ** Erhöhung derWasserpreise. Infolge der bedeutenden Erhöhung der Kvhlenpreise und der Frachten am 1. Aprtl d. I. wird der Preis des Wassers auf 0.65 Mk. für das Kubikmeter vorn 1. kommenden Monats ab erhöht. Der »e Mindestverbrauch für Gärten wird auf festgesetzt. Die oisherigen Mindestver- brauchssähe für Wohngebäude und die Rabattsätze bleiben bestehen. * • Ihren 85. Geburtstag feiert heute in voller Rüstigkeit Frau Dorothea Schmidt Wwe., Frankfurter Straße 167. * Der O b ft- und Gartenbauverein Gießen hielt am 25. d. Mts. im „Pfälzer Hof“ seine diesjährige Hauptversammlung ab. die gut besucht war. Der Vorsitzende. Lehrer Becker, gab einen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Die Tätigkeit sei gerade im letzten Jahre sehr rege gewesen. Reben mehreren Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen seien des öfteren Besichtigungen von Gärten vorgenommen worden. Die im Herbst veranstaltete Obst-- und Gemüse- Ausstellung könne der Verein als einen vollen Erfolg buchen. Sine stattliche Anzahl neuer Mitglieder sei bei dieser Gelegenheit gewonnen worden. — Rach Bekanntgabe des Kassenberichts wurde die Vorstandswahl vorgenommen. Drei ausscheidende Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt und auf Antrag des Vorsitzenden, der infolge der großen Mitgliederzabl eine Erweiterung des Vorstandes für angebracht hielt, zwei weitere Mitglieder hinzugewählt. Der Beitrag wurde auf 10 Mk. pro Jahr festgesetzt, da die bisher eingegangenen Mittel zur Bestreitung der Kosten für öfters stattfindende Versammlungen. Vorträge auswärtiger Redner. Ausgestaltung der Zeitung usw. nicht mehr ausreichen. — Für den Abend war Kreisobstbautechniker H e - derer (Heuchelheim) zu einem Vortrage: „W a s muß der Kleingärtner von der Pflege der Obstbäume wissen?" gewonnen. Der Redner behandelte speziell daS Pftenzen der Obft- bäume. Im Frühjahre ober Herbst könne diese Arbeit ohne Rachteile vorgenommen werden. Er selbst halte jedoch den Herbst für zweckmäßiger, da In dieser Zeit daS Pflanzenmaterial besser sei. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen schilderte er dann eingehend das Pflanzen von Hochstämmen, Buschobst. U-Formen usw. und wies auf die hierbei in Betracht tommenben gesetzlichen Bestimmungen hin. Der Rebner nannte bann mehrere Obstsorten, bie sich für die hiesige Gegend sehr gut eignen. Er kam dann auf die Frage der Bekämpfung von ObstbaumsHädlingen zu sprechen. Da gerade In letzter Zeit die Blutlaus verheerend auftritt ,so empfahl er, Obsibaum-Karbolineum 1=4 in Wasser verdünnt, mit einem Pinsel auf die betreffenden Stellen aufzutragen. Auch dem Beschneiden der Bäume empfahl er, größte Sorgfalt zu widmen und diese Arbeit nur durch wirklich fachkundige Personen vornehmen zu lasten. — Die Versammlung schloß darauf um 11 Uhr. Dt-upvenkonkurrenz für Wach- und Schutzhunde mit leinen Schnauzern den 4. Preis errang. Vornotizen. Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater. 7> - Uhr, Haaß-Berkow-Spiele. — Lichtspielhaus, wie aeftern. — Lichtspiele. Selters- toeg, ..Das Rattenloch" und „Karlchen auf der Walze". Aus dem Stadttheater- bureau. Am Mittwoch den 6. Juli findet ein Gastspiel statt, das sicher auf Tell- nahme der weitesten Kreise rechnen darf. SS ist ein Gastspiel des Mainzer Stadt- t h e a t e r s mit Oskar Strauß' neuer Operette ..Der letzte Walzer". Das Werf wird in Mainz in vorzüglicher Darstellung gegeben, und die Gießener Aufführung bringt die erste Mainzer Besetzung. Die Mainzer Operette steht zur Zeit künstlerisch sehr hoch, da das Mainzer Stadttheater ja aus nationalen Gründen sowohl vom Reich wie von Hessen größere Subvention bezieht. Es wird aus diesem Grund interessieren, nach den Darmstädter Opern auch einmal ein Gastspiel des Mainzer ^tadttheaters hier zu haben. Bestellungen möge man im Briefkasten des StadttheaterS niederlegen. Ueber ..Die gegenwärtige hessische Schulpolitik und den Gedanken de« Fortschritts auf dem Gebiete de« hessischen Bolls- schulwesens" wird nächsten Samstag im Hotel Großherzog Landtagsabgeordneter Professor Dr Diehl-Friedberg, Mitglied des Schulausschusses sprechen. Siehe Anzeige. Dem Verein für das Deutsch- tum im Ausland (Ortsgruppe Gießeni ist es gelungen, für seine Festveranstaltung am 16. 3uli die Beteiligung mehrerer Gießener Vereine zu gewinnen. Da von dem Reinertrag deS Abends ein Teil ben schwer bedrängten Oberschle- Hern, und ein anderer Teil ver Rückwanderer- Hilfe für die durch ben Krieg schwer Heimgesuch- len früheren Auslanbbeutschen zugeführt werden k II, ist der Veranstaltung möglichst Zahlreicher Besuch zu wünschen. Räheres über daS Programm wirb noch bekanntgegeben werben. Landkreis Gießen. a. Alten-Buseck. 27. Juni. Der Ersatz unserer beiden größeren während des Krieges abgelieferten Glocken ist durch Beschluß des Orts° und Kirchenvorstandes der Hofglockengießerei Franz Schilling Söhne, Apolda übertragen worden, derselben Firma, die auch der benachbarten evangelischen Gemeinde Großen-Buseck ein sehr schönes Geläute geliefert hat. Die größere der beiden neuen Glocken wird dem Gedächtnis der aus unserer Gemeinde im Weltkriege Gefallenen gewidmet sein. Erlöst wurden seinerzeit beim Verkauf der alten Bronzeglocken 3499 Mk. Die beiden neuen Glocken, ungefähr von derselben Größe, kommen auf 60 000 Mk. — Die HauSsamnllung für die H e s s. K t n d e rhilfe ergab hier den Betrag von 310.50 Mk.. dazu kamen noch 30 Mk. einer am 19. d. M. erhobenen Kirchenkollekte. Kreis Büdingen. )( Liß berg. 28. Juni. Am Samstag- morgen fand ein Fräulein aus Ortenberg beim Holzlesen in unserem Wald eine am Baume hängende männliche Leiche vor. Amtsgericht und Kreisarzt, die herbetgerufen wurden, stellten fest, daß es sich um einen Gold- arbciter aus Offenbach handelte, der seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hatte. Zwei Tage vorher war der Mann verschiedentlich gesehen worden, er war aus ter Suche nach Arbeit. Arbeitslosigkeit und Ehezwtsttgkeiten scheinen ihn in den Tod getrieben zu haben. Seine Leiche soll hier begraben werden. Kreis Lauterbach. fpb. Lauterbach, 28. Juni. Eine Firma veranschlagte den Bau des Ortsnetze« einer Kreisgemeinbe auf 350 000 Mk Der Gemeinde war bieser Voranschlag zu hoch, unb sie beschloß, ben Dau des Ortsnetzes in öffentlichem Wettbewerb auszuschreiben. Zu ben Bewerbern gehörte auch wieder die Firma, die zuerst 350 000 Mark gefordert hatte. Diesmal war daS Geschäft mit 160 000 Mk. zufrieden und erhielt den Zuschlag. Die kluge Gemeinde aber hatte 190000 Mark gespart. Kreis Friedberg. fb. Bab-Rauheim, 28. Juni. Wenn männliche Gefangene ihren Transporteuren entspringen, so ist bat keine Seltenheit. Hier kam es aber vor, baß ein junges Mäbchen unter Anwenbung gefährlichster Kniffe seinem Transporteur au Stückte. Es handelt sich um bat wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafte Dienstmädchen Luise Heeb aus LudwigShasen Starkenburg und Rheinhessen. Scheußliche Gewalttat. rm. Darm st ab t, 29. Juni. Eine hier zu Besuch weilende 72jährige Frau au« Mainz hatte ttch am Sonntag vormittag zur Erkebigung von Geschäften nach Griesheim begeben Auf dem Rachhaufcwege wurde die Frau unweit de« Waldfriedhofe«, als sie bereit« die Grenze überschritten hatte, von einem farbigen Franzose n rücklings überfallen unb trotz energischer Gegenwehr in ben Walb geschleppt, wo sie der Rohling vorgewaltigte. Auf Hilferufe der Lieberfallenen brohte bet Rohling mit Erwürgen unb der blanken Waffe. Der Vorfall ereignete sich mittags zwischen 12 und 1 116c. "* Kurze Rachrichten au« Hessen unb denRachbarstaaten. Wegen bet schlechten Aussichten für bie diesjährige Heuernte wurden bei HeugraSverfteigerungen In der ilmgegenb von Schotten ungewöhnlich hohe Preise erzielt. Der Zentner Heu stellt sich, 2lr- beitSlöhne nicht eingerechnet, auf der Wiese auf 60-70 Mk. - In SichelSdorf starben btefer Tage bie beiden Veteranen Ioh. Emmel (1866 unb 1870/71) und Karl Mitze (1870/71). — Der Schweinerotlauf, der im letzten Sommer große Verheerungen unter den Schweinebeständen de« un6 S-rr August Sdjman, d-i V ta IS etSma,,cn Verichtssaal. Hall«. 28. 3uai. (DTB ) Da» ö o n berge r itb t verurteilt- Ätm pi n. elften der Haupt- r4beUfüj&ter Im mittHbeutfcben Ausstand, bcfon- bert in ben Qaraatoericn, gcmäf) dem Antrag des Staatsamvaltes zu lebenslänglichem Zuchthaus. fb Würzburg. 28. 3uni. Der Händler Ioachtin LacuA aus Ludwigshafen wurde auf bem Bahnhof Kirchheim von Landjägern dabet obflcfabl. aI8 er bedeutende Mengen von Eiern In# befehle Gebiet verbringen wollte. Er benahm sich gegen die Beamten derart ausfallend, daß nicht weniger alS drei Personen den wildenRhem- pfäher bändigen muhten. WS er dem Stationsgebäude AUflefübtl wurde, warf er einen Kord mit 500 Stern den Beamten vor die Fähe: „Denn die Franzosen keine Ster brauchen, dann sollt ihr auch leine fressens" Hierfür verurteilte das htesiae BollSgericht LacuS zu der höchstzuläsfigen Strafe von 1000 Mark. —. , . Wandern nnd Reisen, Väder. Der Tremdenverfebr in Tirol. Dien. 28. 3unl (DTB.) Der Dersassungs- gericht-hos hob den Beschluß deS Tiroler Landtages. betreffend Einführung deS Reisescheck- Verkehrs für Fremde als gesetzwidrig auf. ebenso die Derordnung über die Regelung de» Aufenthaltes und der Verpflegung der Fremden in Tirol. Kirche und Schule. X Rodheim a. d. Horloff. 29. ^)uni. De- tnlnftigt vom schönsten Sommerwetter feierten am Johannistag die Schulen von Steinheün. Rodheim und Rabertshausen ihr Hugendfeft auf dem waldftillen ForsthauS Glaudzahl. Rach drei Uhr trafen die Kinder unter Borantritt einer Musikkapelle und begleitet von Eltern und Anverwandten auf der Datdwiefe em. Sin Massen- chor- „Stimmt an mit Hellem, hohen Klang" leitete die Feier ein. 3n der Degrühungsansprache wurde die Bedeutung deS Iugendtages dargelegt. Turnerische Hebungen. Mädchcnroigcn. Sackhüpfen, andere BolkSspiele. gemeinsame Lieder und Kon- Wertstücke der Kapelle wechselten in bunter Reihenfolge miteinander ab. Dazwischen waren Detl- spiele eingeftreuk. die den Siegern grobe Preisbrezeln embrachten Au Herdern wurden jedem Schulkinde 2 mürbe Festbrereln ausgebändigt. Am Sonntag bildeten die Aufführung einiger Theaterstücke durch die Schulkinder von Rodheim. umrahmt von Liedern und Gedichten, den Schluhakt des Festes. -r Glauberg. 27. Juni. Dom herrlichsten Sommerwetter begünstigt, fand gestern das Iahresfest eines Teiles der oberheffifchcn Posaunenchöre hier statt. Don allen Seiten strömten die Mitglieder der Shöre zu Fuh. auf Leiterwagen und mit der Bahn herbei, auch aus allen Gemeinden der llmgegcnb war eine sehr grvhe Zahl Festteilnehmer berbeigeeill. Rach einem Festzug am Rachmittag durch die feiernde Gemeinde begann um xj£ Ufcr der Festgottes- dienst auf einem schönen Diesenplatz, da die Kirche die Menge der Teilnehmer, etwa 800. nicht fassen konnte. Der Gottesdienst wurde dngclcitct und in seinen weiteren Teilen verschönt durch die Borträge und Begleitung von über 100 Bläsern, die unter der sachverständigen Leitung von Boller- Lang-Göns standen. Die Festpredigt hielt Pfarrer Vchmtbt-Avendvrs a. b. Lahn Rach ihm sprach Pfarrer Kaldhenn-Ober-Mockstadt. Rach einer Äa• hxraufc fand eine Rachverfammmluna statt, die noch besser besucht war und in bet Missionar Schlaudrvff eine ttHttungeDdie Ansprache dielt, ^höre verschönten au® diese Feier durch ihre Dvrträge. Sine bet beiden Feiern erhobene Kollekte erdtachte einen sehr ansehnlichen Bet tag Aus de» Amteveeküudiguugvdlatt. " Das AmtSoerkündtgungs- blatt Ttr.93 vom 28. Juni enthält: Anteil her Gemeinden aus bem Verkauf von Ginkvm- mensteuermarken.—Fleischbeschau. - Biehseu- chen. — Dienstnachrichten. Straßensperre. — Feldbcreinigung Ober-Steinberg Anteil der Gemeinden aus dem Berkaus von Einkommensteuer- marken. Laut Beksügung des Ministeriums des Innern vorn 15. d. Äl. zu Rr. M. d. I. 13 283 ist die Hauptstaatskasse angewiesen worden, den Gemeinden alsbald die beige- scyten Betrüge abschlaglich auf die diesen für 1920 zukommenden GinkommensteueranteUe zu überweisen. Bei verschiedenen Gemeinden wird der als vorläufiger Ginkornmcnsteueran- tcil für 1920 festgesetzte Betrag unter Berücksichtigung der unmittelbaren Zuweisungen durch die Finanzkassen aus vorläufigen Steuerbescheiden und Anforderungen überschritten werden, insoweit werden die bei den Gemeinden aufacfüorten Beträge nur unter dem ausdrücklichen Borbehalt gewährt, daß die den vorläufigen GinkommensteneranPel» überschreitenden Teilbettäge als Abschlags- zahlung für 1921 gebucht werden. Der Anteil für Gießen mit Scht'fenberg beträgt 874 8M Mark Die Fleischbeschau In Annerod übernimmt Flcischdeschauer Hahn daselbst, bei besten Derhinbcrung Fleischbeschauer Müller in Steinback' Maul* und Klauenseuche. Die Gemarkung Danenborn-Steinberg scheidet aus dem Beobachiungsgebiet an*. Die Gemarkung Lber-Sreinderg verbleibt bis auf weiteres in demfelden. Die Schweineseuche ist in Gießen in dem Gehöfte Bruchstraße Rr. 12 erloschen. Die Sp^rmaßregeln sind aufgehoben. Die Rotlaufseuche ist in Gießen in dem Gehöfte Frankfurter Sttaße Rr. 114 erlvfchen. Die Äperrmaßregeln sind ausgehoben. Dienstnachrichten des Kreisam- > eS. Landwirt Karl Schm 111 von Beltershain wurde zum fteRpcrtretenben Kommandanten der Pflichtfeuerwehr für die Gemeinde Beltershain bestellt und vom Kreisamt verpflichtet. Tnd 'Zahnpulver $3* reinigt bte SriUnt Io vollkommen, daß 1 hon nach tura (Ncbraud) d. fluOfcbfn bedelbrn bfbeuL nerbcR. wirb. Ireii-Dreierie.tiabnbnfitr. DL Dreg. 0. WlBierbeü, am StrruM’lafc. Brei. Carl Seibel. Aranfiarttr6ir.il Familie Franz Bette Gießen, 27. Juni 1921. 7197 £ = = Waschkommoden = | Emil Dörr und Frau. eitzes Brauhaus € efeck. Ilflimig! Statt Karlen! 0030 Heute grotzeS Wirte Häms Shrsineer. ES labet ein Steinberg Derrn ähste Oki Frankfurt a. M. Jtj Für die vielen Glück- und Segenswünsche zu unserem Doppelfeste, insbesondere den Herren Sängern, danken wir herzlich. 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Theodor Mobr und Angebürlge Stamilic Heinrich Müller IL Für die vielen wohltuenden Beweise herzlichster Teilnahme bei dem so frühen Heimgänge unseres Heben kleinen Iofef sagen wir allen innigsten Dank. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres Heben Entschlafenen sagen innigsten Dank Mir Waget und fflnhet. (Stehen, den 27. Juni 1921. ms g Th. Brücki | Inh.: Th. Weinert | | Gießen f | = Brand platt, gegen- = = über d. allen Schloß. = ^llllllHlllllllllllUllllllllfllllllllli vuchenftammholz vuchcnlcheitholz 6ti)noartenflh)ftro frei Wald bei Bietzen sowie frei Haus abzugeben Carl Haas jr., frankfurterrtratzt 59. Teleohon 1682. 6388c R/mILr Weißstück IK 91h Graustück ■W MW S RRh eraLklawüre Ringofen wäre l*U ■ I* von größter Enrieblür die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme während deS Krankseins und bet dem Ableben meiner geliebten Melodia 7ueD sage ich allen meinen tiefgefühlten Dank. ^rauAmalitNnoloWw.gcb.Klapvcrt Dchillerstratze 23. .... 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Buehunft über Abregen u. |. f. durch öle f: auf der Strafte bestohlen, ohne das) sie eS gemerkt hat — sehr möglich: ohne es mir gleich zu erzählen — unwahrscheinlich: Juwelen und eine Uyr im Täschchen — noch unwahr- von 1908 feftgenommen, die der Scotland Bord über drei Wochen getrotzt bat." ..Glauben Sie, das) er sehr teuer ist?" fragte Fräulein Holten. „Ach nein, getolft nicht. Er übt seinen Ve- ruf mehr al« Amateur au», für einen interessanten Fall nimmt er vielleicht überhaupt nichts. Ich bin überzeugt, dab er sich für Ihren interessieren totrb. Fräulein Holten Aus der Strafte bestohlen — ohne das) Cie etwa» merken, ohne das) Ihnen da» Täschchen enteisten wird Richt übel" „Unb er kann meinen Dieb arretieren, wenn er ihn findet?" .Aber ja, feien Sie ganz ruhig. Fräul.nn Holten. Er ift etn ebenso richtiger Detektiv, tote nui irgend einer von der Scotland Drrd Ich kann Ihnen feine Adresie auf eine «arte aufschreiben." „Danke, wenn Sie fc freundlich fern wollen . . Philipp rift ein Vlatt au« seinem Brock- CEeicT- unb schrieb mit zierlichen Buchstaben: Mr 3. Kenhon. 5 Vradford MonsionS. W.. und über- can cs Fräulein Hollen, die es in ihr Täschchen steckte Denn er nach Smpsehlungen 'ragen sollte — man weis) ja nicht —. so beraten Sir itch nur aus Professor Pelotard' „Aber ich kenne ia teerten Profesior Pelo- tard.' wendetr sie ein. Das macht nichts. Ich kenne ibn gut. Unb ich nehme mir die Freiheit. Ihnen in Jeinem Hamen die Erlaubnis zu geben. Ich wer!) auch. baft Äentjon grobe Stücke auf den Profesfoe hält." „Danke." sagte Fräulein Ho'tr-i, und nippt« an ihrer Äaffeciafle, während Philipp etwas bleich In sich hineinlächelte. „Haben Sie da« Cigna lern tut der verschwundenen Dachen gegenwärtig. Fräulein Holle»T* Sie stutzte, offenbar au« ihren Grübelet« herausgeristen. „DaS Signalement? 3a, natürstch." Philipp betrachtete sic einige Augenblicke, während die blttern und die hvsinungSvollen Ge- barüen sich ickandenrafch in seinem Innern ablösten War e« mögllch? Muht« er ihr nicht un- rechr tun? Konnte sie eine angenommene Roll« so gut spielen? Ob, Weib. Weib . der erste Gedanke, den Lott hatte aber wir wolle» sehen. Die Zukunft wird mir bald zeigen, ob str-echt habe ober nicht, und heute ist heute Gr raffte sich auf und sagte: „Fräulein Hollen, waS meinen Sie? Dari Ich die Freude haben. Die zu einem kleinen Theoterbcs ch einzuladen? Garrick gibt etn Stück, das interessant sein soll. The Wvman m tbt (Safe.** „Danke," Tagte fic. und lächelte .nmerkttch über den Titel. „Sie überhäufen mich mit Freund- sich ketten, Herr Tolltn. aber ich kann doch nicht tm etraftenllctb kommen?" ..Wir nehmen eine Loge für int«,“ fagtt PHUipv ..Ich glaube wahrhastig, eS ist fch», acht Uhi Kellner, die Rechnung, und ein Tab.“ sForisttzung folgt) Koalitionsregierung must ich versuchen, meine per- önliche Meinung möglich't durchzulehen. DaS habe ich gerade auf diesem Wege im grössten Umfange getan. Aber die Tatsache bleibt beleben, das) die Mehrheit dieses Hauses die sofortige Auf'e-ung der Ausnahmezustände abgelehnt hat ebenso haben einzelne -Länder diese Meinung. Diese Ansicht muft auch ich achten und lauft mit den Landesregierungen verhandeln. Die Ma ft nahm en. die in Stut gart gegen di kommunistisches Vlatt ergriffen worden find. billige ich Per fön sich nicht wie ich überhaupt gegen jede Vorzensur bin Wenn in früheren Verordnungen härtere Strafen angedroht worden sind, so bin ich dasür nicht verantwortlich. Ich hoffe, baft wir überhaupt recht bald zu einer Milderung der Litten und Strafen kommen. Ich erwarte viel weniger von den Strafen, als von der Einsicht de« Volkes, baft wir unter dem grossen Zwange der Derhältnisie stehen. Abg. Müller- Franken (S.) schliefst sich den Ausführungen des Minister» an. Seine Partei habe geglaubt, daft man in Vat-ern auch ohne AuSnahm zustände auelommcn würde, doch habe gestern Minister Dradnauer im AuSschuft ibn von cm Gegenteil überzeugt. Die Länder edflierten nun einmal und das Reich habe die Pflicht sich mit den Ländern auf friedliche Weise auSeinander- zusetzen. Abg. Dr. G e h e r (5t) tritt für sofortige Aufhebung aller Ausnahmezustände ein, die sich speziell gegen die Kommunisten richteten. In Sachsen habe Herr Dradnauer nur mit den Ausnahmezuständen regieren können. (Sine vernünftige Re- ?ierung würde als erste» Mittel zur Entwaffnung er Reaktion in Vayern dort die Ausnahmezustände ausheben. Durch die Aufhebuftg der Son- cergcrichtt m .ftten erst die Kräfte cittsesielt werden, auf die sich eine wirkliche demokratische Regierung stützen konnte. Tue die Regierung daS nicht, so mühten die revolutionären Parteien selbst den Kamps aufnehmen. Reichsjustizminister Schiffer stellt gegenüber den Ausführungen des Abg. RosenfcL» fest, baft der frühere Pclizeichef von Iagow gegen die Stellung einer Kaution von 503 0X Mk. und auf ein ärztliches Attest, daS von einer Rachwirkung der Tuberkulose und von einer Lebererkrankung spricht von b.-r Untersuchui g?haft befreit worden sei. Diese Tatsache habe er, der Minister, auch schon früher erwähnt, daran werde auch nichts geändert, wenn Herr von Iagow jetzt in einer Tageszeitung erkläre, er fei feil längerer Jett nicht krank gewesen. (Heiterkeit bei den Kommunisten und Unabhängigen.) Es folgen weitere Ausführungen der Abg. Mittwoch (11) unb Rosenfeld (11), ber den Fit! Iagow alS ein fchlagende» Beispiel der Älalfcn- justiz bezeichnet, sowohl hinsichtlich ber Kaution, wie auch hinsichtlich ber Krankheit, von der Herr von Iagvw scheinbar selbst nichts wisse (Zwischenruf de» Abg. Ad. Hoffmann: Vielleicht zahnt er noch? Stürmische Heiterkeit) Iustizminister Schiffer: Ich werde immer bestrebt sein, mit gleichem Maft zu messen, aber meine Kompetenz ist begrenzt durch die Rechte ber Länder. Auch muft ich mir verfügen, den RechtSspruch des Reichsgerichte» zu tritt I ren, da» Herrn v. Iagow auf freiem Sufte lässt. Aufterdem. nicht bloft die Rümberger hängen keinen, den sie nicht haben, ich z. V. weift nicht, wo sich Herr von Iagow befindet. (Lärm und Heiterkeit linkS.) Dbg. Rosenfeld (11SP): Die ilnab- hängigleit der Richter steht nur auf dem Papier. Die Richter wisien, was oben gewünscht totrb. Ilm Hölz zu fangen, hat man eine hohe Belohnung auSgefeht. Tun Sie das bet Iagow auch, aber ordentlich hoch, bann werden Sie ihn auch bekommen. Iustttminlster Schiffer: Auf die Ergreifung der Kappleule find hohe Belohnungen aus- gefetzt worden. Tie Unterstellung, als touren unsere Richter nicht unabhängig gegen äb'r den vorgesetzten Behörden, weise ich alS objelttD unwahr entschieden zurück. Abg. Kuhnert (HSP.) wünscht Neuregelung des Schulgesetze». Damit ist Kapitel 1, Titer I, kanzleisekretäre, angenommen. Zu Kapitel 1, Titct 16a (Entschädigung ber ReichSeisenbahnen für die Freifahikarten von ReichSratSmitgliedern) wird ein Antrag der MehrhsttSparte;en anaenommen. welcher die Zahl der Frei'ahrkarten beschränkt Aus einen von dem Aög. MoseS (ULP.) vorgebrachten Wunsch wird rcg*.erung5fcitig zugestimmt. bah eine neue Statistik unserer KrregS- verluste veröffentlicht werden soll. Der Rest des StatS totrb angenommen. Cbcn- fo eine Reihe von Titeln deS ReichShauShaltS de» Minister» für Ernährung unb Lanc w r f haft. Abg. Körner schaftliche Fvrfchungsanstallen in Süddeutschland eintritt. Die Entschlietzung wird angenommen. Hieraus benagt sich da« Hau« Rüchste v.tzung Donnerstag. 2 Uhr. Tages- Ordnung. Interpeltation Ltrrscmann wegen Aufhebung der Sanktionen. Fortsetzung der kleinen Anfragen. Schlutz nach 6 llhr Aus Stabt unb Lanb. Dietzen, den 29. Juni 1921. Die 2oniitaj(ftld) In vrogm» en» RolenloltpartnbanMungtn. Behördliche Anzeigen Wasscrpreise. infolge der bedeutenden Qrbbbung der Kohlenpreise und der Frachten am 1. Äpru d. 3. wird der Preis deS Wasser« auf 0,65 Mk. für ba« Kubikmeter vom 1. kommenden Monat« ab «höht. Der jährliche Mindcsiverbrauch für Gärten wird auf 3OQKL festgesetzt. Di« bisherigen Min destverbrauchsätze für Wohngebäude und die Rabattsätze bleiben be- Qcben. 7221B Gießen. den 27. Juni 1921. Städtisches ©aß- und Wasserwerk Gießen. 6 t e b t n g._____________________ Betanntmachnng. 3n unser Handels reg st. r. Abt. 6. wurde heute bezüglich der Firma Rimtsch, Schwalm X (So., Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Dietzen eingetragen: Johanne« Rimtsch ist nicht mehr Geschäftsführer Dietzen, den 27. 3uni 1921. Hessische« Amtsgericht. 7232B Wveeken MlIW! 3oWDeeten Donncrstaa früh 7 Ubr kommt eine grobe cenbunn biete 3ohanui«bccrcn und t'iuibcercu auf dem Branvplay arm Berkaus Mache die geehrten Hau»irmien, die Beeren AuiSinmrtcbAivetfen gebrauchen, darauf aufmerksam, bah ich nur eine einmalige grobe Sendung 511m Berkaus bringe...,,« Heinrich Huhn, Steinstrabe 70 9(d)tung! Sfdjhing! All die Albcittr htt tfientiften Snhufirit in SOerficütn, Laha- und M-8tbitt! Da« mit Wirkung vom 1. Aovember 1920 getätigte Lohnabkommen der chemischen Industrie, Sektion VII der DerufSgenossenschaft der chemischen Industrie, ist durch den Reichsarbeitsminister mit Wirkung vom 1. Januar 1921 für allgemein verbindlich erklärt worden. Da ein Seil der in Oberhrfsen, Lahn- und Dillgebiet liegenden Fabriken bis jetzt die tarifmähigen Sätze noch nicht auSgezahlt hat, fo ersuchen wir sämtliche während dieser Zeit in den obenbezeichneten Betrieben beschäst.gten Kollegen, die im Fabrikarbeiterverband organisiert sind, möglichst bald ihre rückstän- bigen Forderungen dem DerbandSbureau In Dietzen. Dahnhosstratz? 31. münd! ch oder schriftlich einzureichen, damit wir dieselben auf gerichtlichem Wege eintreiben können. Bemerken möchten wir noch, dah die Arbeitgeberverbände des Lahn- und Dillgebiet« sowie Dtr Provinz Oberbellen versäumt haben, rechtzeitig h de^ Legen die DerbindlichkeitSerllärung zu Gleichzeitig teilen wir mit, datz die Arbeiter be« DonwertS Abendstern in einen Abwehrstreik eingetreten sind Die Firma will einen Lohnabbau Don 10 bis 20P"v-,ent herbeiführen Wir ersuchen dre Arbeiterschaft, den Streikenden ihre Solidarität du bezeigen und jeden Zuzug fern zu halten. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands, Kreis Verwaltung Dietzen 3.A.: Peter Schreiner. Z218D U*e \ jnjtW D«r 6£f^5b‘,Iat; .SP01’’®, au6< sche- ‘ Sdertaji N Lurch d' 0 n,rt Mark a.7 s*2t|ger6le6eb ä* Latsch in der 361 Heute geht öl' krgtr M» ” Ä?«S Meß gegen chn f>ätte. Sie trntni, fe geftern lagen stm S* ibn ta »rtaiift ctbdien. sind m>q um daraus ein A Soviel steht danac berget die politisc deS Zentrums be Mn begnügt sich Märungen von denen Herr Math Dohle der Partei Die Einigkeit innei er zu sördern suche ES ist klar, da eigene Mise ( wird. Dir kennen unbelehrbaren un dessen politische C Mangel gerade de legt, die eine Cßc mähr für Cintrach seiner Partei biet trum mag ja wol stehen. Cs kann t ausschissen, v§ne aMtvenden, der zweifellos eine suchen, und an Anhängerschaft | Abstimmung bei lag, bei bet Ni Tros seiner Partei W MvrLerte, \< und erweist, dah Erzberger als er «Wsehen sind. Außerhalb i senigen Kreisen,! mung ben ®rub gestanden haben, Ausnahme der p, (W sich nicht ftflj es war klar, daß N 6em Felde i ?“rc; Hetman p sehen und kir Ä6)0 m°! Östlicher Solidl Magwort, das Mn nicht erlei anders, da Herr ener Pa^le skru SdLS AGruck a^;Ä b,zF^Un. 3o. rMH SM ^chdrucklits,^^ch^ ^urg-A'is.^ .Aaun berbl OhfUrto,tö da S*w*ni« eine e s" tzrzbe «bei 4 q ' 'n &*Ss », S'GÄ . 's,.7"^ M'*' ?'nister y^gen £■> dich, wÄ». & er|”'g^' Gelegenhelt! Blusen-Seidc gute Qualität, kariert oder ireatreift, völl pre Breite, iu vielen Mustern, Mtr. Mk. 35*° QJ^debmjs^aJomr H-S- hiesigen Buchhandel erhältlich. im bessert 1257. 5 Proz. Goldmexikaner 775, I t 2 Prvz. niedriger. Schiffahrtsaktien unterlagen mäßigernAngebot. Hapag 167 verloren ZProz. 3m freien Verkehr wurden AugSburg-Nürn- berget stärker gesucht, bis 500 Geld genannt. PH. Holzmann unterlagen Realisierungen .359 bis 357, auch Hansa Lloyd schwächer 139, 136. Benz Motoren 218. Neckarsulmer Fahrzeug 325, 324. AnZeboten waren Sellindustrie Wolfs. DiSkonto-Gesellschaft 278*/2 stellten sich 3V8 Pwz. höher. Der Schluß gestaltete sich fest. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 29. Juni: 18° R. Hühneraugen u X>ornbnui verschivinden ficter mit Karns Hübner» auneninliteln. 1 Schachtel SMk., ^laiche Mk.LtD nur Central-Drogerie, Schulstr. Handel. Berlin, 28. Juni. Börsen st im- muugsbild. Die Börse eröffnete mit teilweise schwächeren Kursen, well der Rückgang der Devisenpreise die Kauflust einschränkte und zu Gewinnstcherunegn Anlatz gab, jedoch stellten sich von Beginn an Kohlenaktien auf die bevorstehende Kohlenpreiserhöhung und die Werte der Dhein-Elbe-Anion, wie Bochumer, Deutsch-Luxemburger, Schuckert und Siemens u. Halske höher, und die weitere Aufwärtsbewegung dieser Papiere wirkte späterhin allgemein befestigend. Chemische Werte und Elek- tri;itätSaktien profitierten aber von der Besserung nur wenig. Bon Spezialwerten gewannen Augsburg - Nürnberg ziemlich 50 Proz., Deutsche Waffen anfänglich 9 Proz. Sonst waren die Rückgänge auf diesem Gebiet aber entschieden überwiegend. Valutawerte waten nur wenig verändert. Mexikaner lagen schwächer. Der Anlagemarkt behielt seine feste und ruhige Veranlagung. Deutsche Anleihen waren teilweise um Kleinigkeiten gebessert. Die Börse schloß abgeschwächt auch am Sin- heitsmarkte auf den andauernden Rückgang der Devisenpreise. Frankfurt a. M., 28. Juni. Börsen- stimmungSbild. Die feste Grundstim- mung, welche im allgemeinen vorherrschte, erhielt sich auch an der Abendbörse. DaS Geschäft war ruhig, doch fanden in einzelnen Spezialpapieren wieder größere Umsätze, verbunden mit Kurssteigerungen, statt. Höher gesucht waren Doltohm Sell- u. Kabelwerk, Löhnberger Mühle. Scheldeanstalt waren gefragter und wurden mit 614 bezahlt, während Badische Anilin und Farbwerke Höchst sich behaupteten. Der Montanmarkt zeigte meist mäßige Befestigungen. Gelsenkirchen gingen mit 394, Deutsch-Luxemburg 360 um. Kali Westeregeln 430, schwächten sich 3 Proz. ab. Landwirtschaft. Zunehmende Pferdezucht. mc Frankfurt a. M., 28. Juni. Sowohl in der Provinz Hessen-Nassau wie im Gebiet des früheren GrvßherzvgtumS Hessen macht sich ein erhebliches Anwachsen der Pferdezucht bemerkbar. Zahlreiche Landwirte. die früher keine Pferde züchteten, haben sich hochwertige Stuten zugelegt. Die Land- wirlschaftskammern sorgen durch Errichtung von Beschälstationen für gesunden Nachwuchs, der übrigens vorzüglich bezahlt wird, kosten doch heutigestags kaum einjährige Fohlen schon mehrere tausend Mark. Die Getreideernte beginnt. fpd. Du« dem Maintal, 28. Juni. Ueberraschend schnell reift in diesem Jahre da« Getreide heran. Mit dem Schnitt der Wintergerste wurde schon allerorten begonnen, und überall sieht man bereits auf den Stovpelfeldern die ersten Stiege aufge- richtel. Der Roggen bleicht zusehends; in wenigen Lagen dürfte auch mit seinem Schnitt begonnen werden. Allen Anzeichen nach fällt die Ernte recht befriedigend au«. Nur einige Körnerfrüchte stehen etwas kurz auf dem Halme, eine Folge der Dürre im Frühling. Briefkasten der Redaktion. 5. §., eich. Die Einrichtung wurde seinerzeit von den freien Gewerkschaften in« Leden gerufen, fie ist jedoch auch bald von allen anderen Bevöl- kerungsfchichten benutzt worden. Da aber der 2r- beitentarb vorweg.nd vertreten, erfd) int c« verständlich, datz der Einflutz der freien Gewerkschaften auf die Entwicklung dieser Bewegung sehr stark ist, zumal Vorstand und Ausfichtsrat sich meist aus Mitgliedern der vorgenannten Gewerkschaften zusammen! eh t. stchtSkärtchen eine zweckmäßige Ergänzung. Dem Büchlein sei der Enolg, den die sleitzwe und un- danllrare Arbeit vcrd^ent hat. — Das Bändchen ist Regere Kauflust führte zu weiterer KurS- erhöhung in Elekiro Schuckert 274, A. G. G. 2991/«. Deutsch-Llebersee waren 6 Proz. ge- Wandern und Reisen, Bäder. — Hölscher« Lahntalführer, Der- kaa Harn sch il Bechstedt, Köln, 1921. Zu den ver- schtedensten .Kölscher« Westdeutschen Relfe* und Wänderführern", von denen der Rheinführer wohl am bekanntesten sein dürste, ist jetzt zum ersten Male ein Wegweiser durch« Lahntal erschienen Wertvoll für den Tourist ist das Büchlein vor allem dadurch, dah die angeführten Wegebeschreibungen vom Verfasser sämtlich nach eigener Wanderung wiederaegeben find, der Führer alfo au« der Prari« geschrieben ist und damit Gewähr für Genauigkeit und Zweckmäßigkeit bietet. Daneben bringt der Verfasser geographische, historische, wirtschaftliche und andere Mitteilungen, ohne sich jedoch zu sehr in Einzelheiten zu verlieren, an denen manche andere Wander-» oücher kranken, die gerade wegen ihre« zu umfangreichen Material« tem Al'g m.inint.resse weniger zufagen. Der Text erhält noch durch einige lieber- gebet erklärten nach Verhandlung, den DezirkS- tarifnertrag künftig anzuerkennen. Der Einspruch eines Arbeiter« deS Pflastermeisters Heinrich Wirth II. in Ober-Schmitten gegen fristlose Entlassung wurde aut den ordent- llchen Rechtsweg verwiesen, da ein Schlichtungsverfahren nach § 84 de« B.triebsrätegesr(eä dort nicht zulässig ist, wo fein Betrcedsrat besteht. Der Zentroiverband der Landarbeiter beantragte, den Kreis Schotten zu verpflichten, den KrÄSstratzenwärtcrn die Lbhne des Dar sVertrags zu zahlen, der für die Zeit vom 1. 1. 21 bis 3L 3. 22 durch die Besprechung tm Ministerium he« Innern über die Lohn- und Dienstverhältnisse der Kreisstratzerw-rter und Krelldaumwarte -jnterm 24. 2. 21 vorgeschlagen worden war. Diese Löhne sind monatlich 63 Mk. höher als die bisherigen be« Tarifvertrages für 1920. Mit Rückficht auf die besonders schwierigen finanzi l'en Verhältnisse de« Kreises Schotten wurde eine Erhöhung von monatlich 40 Ml. mit Wirkung vom 1. 7. 1921 durch Schiedsspruch vorgeschlagen. Ein Stratzenwärter de« Kreise« Schotten, dem wegen Aichiannahme seiner Versetzung in eine andere sreigewordene Strlle x-ekünd'gt worden war, beantragte Weiterbeschä t g ng in s'iner b «hcm- gen Stelle. Dem Antrag konnte nicht stattgegeben weiden, weil die Verhältnisse deS Betriebes dte Aushebung dieser Stelle fordern. Amsterdam Brüssel.Antwerpe» . 596,90 598,10 586,90 588,10 122,15 37?,10 372,90 357,10 357,90 273,29 273/0 279,20 27',80 74,42 74/8 72,67 72,83 959,- 979, 931 Berlin Adcnv' Äoend- Sck>12»-Lchlab- 235,50 237, 29.6. Är. => 100 L. 9d0 100 100 100 ioo gt ioo in. 100 100 100 100 100 289 50 71,75 307.75 166,50 170, — 324 - 278,50 12,88 98,80 2lch07 8.15 1X»75 8.20 47.65 22.27 29.25 47.45 2.30 590.- 380 9.15 399,- 331,50 299,- 260,- Lür» 28.6. 77,50 Börsenkarsr. Frankfurt 3'9,50 389,50 560,- 310- 166, 167, 27.6. 7,92 4,07 8.10 ßt. Är. y ß. 390, 556, 310, 275, 769, 410, 12,92 100,- 28,13 13,57 99.65 28,47 Schweizer Franken = 195.75 19*80 KurS 27.6. 77,50 77,20 76,(0 70,- 177,— 323,- 273.- 22?;- 181,50 166,- 169.- 149,50 520,- Kur« 27.6. 77,50 76^25 299,50 273,- 532,- 236,50 585 50 282,- 71,60 360, 394, 555, 309, 6 16 957,- 6,93 16,50 1,83 1.10 8.- 47.50 22.70 28.70 47.50 2.25 591— Thristiania. . . Kopenhagen .. Stockholm . . . Helsingsorr. . . Italien London NeutzorK . . . . Pans Schweiz Spanien . . . . Wien (altes). . veutsch.Oefterr. Prag...... Budapest. . . . Bulgarien . . . Konstantinopel. Wechsel auf tzolland....... Deutschland . Wien........ Prag Pari» London ...... Italien ...... Brüssel Budapest ..... Neuyork. ...... Ägram........ Bukarest 403,- 329,50 299,25 276,- Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm. Wien. . . . London .. Paris . . . Beuyork. . 13,52 99,85 28,53 Datum: 1 7.1 l . . . Fr. 125,43 . . . Kl. 59,23 • . . Kr. 88,8) . . . Är. 11730 . . . Kr. 83,8) . . . Är. 117,83 . . . Sh. 97,8) . . . Fr. 125,40 . . . S 23,8) 297, 259, 28.6. 8,10 4.17 8,20 615 963,50 7.14 16,87 135 Datum: 5e/. Disch jinegsanl. 4°/, Disch. Reichsanl. 3*/e Disch. Ne'chsanl. 4e/0 Preuß Konsols Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Nationaibank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . v.-Luremb. Bergw.. Gelsenkirch. Dergw. . Harpenec Bergbau . Oberfd) lef. Eisenb.-B. Oberschlef. Eisenind. . Phönix.'Lcrgb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E.G Schuckerl-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.- Eisenw.- Akt. . Adlerwerde Hess.Staatsanl. . Elektron Griesheim. Züricher Devisenmarkt. 28. 6. 1073^0 1076,10 1042^5 1046,05 1271,2° 1^73,801239,75 1236,25 1665,80 1669,201623,35 1626^65 ----- 23,15 120,35 120,65. Kur» 2d. 6. 77,50 77,60 76,- 70,- 177,-0 323,- 273,25 226,50 181,50 166,- 1OS.75 148,- 529,- 363,- 334,- £60,- 306^0 274,- 757,- Fran ksvrt a. M.. 29. Ium. Berliner Devisenmarkt. Geld Bries Geld Brief Tattim: 27. 3rnL 28. Juni. Rotterd. 2467,59 2472,50 2407/ 5 2412,45 Marknotierangcn. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt^ 600,85 602,15 589,40 590,60 1257,20 1261,30 1233,75 12 6,25 961,- /Tht einem Teil der Auslage wiederholt-) Die neue Konferenz der Entente. Rom, 28. 3unl (WT2.) HavaS. Die Tagung der Konferenz von Porto Rose ist auf den 9. Hüll verschoben worden. Diese Vertagung wurde, tote HavaS meldet, dadurch notwendig, datz die italienische Regierung zu einem Meinungsaustausch schreiten mutzte, nachdem England ben Vorschlag zu einer längeren Vertagung gemacht hatte. Lloyd George und die Bergarbeiter. London. 28. Huni. (WB) Dte Konferenz der Be r gw e r k S d e si tz e r und Bergarbeiter mit Lloyd George, die um 10 Ahr abend« zusammengetreten war, vertagte sich^Um Mitternacht, da keine Vereinbarung über die Beisteuer zu ben Bergarbeiterlöhnen erreicht wurde Lloyd George erklärte, er müsse sich mit dem Kabinett beraten. Die Konferenz zeigte, dem Reuterschen Bureau zufolge, datz die Bergwerlsdcsitzer und die D-rg- arbcüer sich über die Löhne und da- Verhältnis zwischen Gewinn und Löhnen, wenn ein totrb schaftticher Wiederausschwung erso'gt. einig finit DaS Abkommen soll bi« zum September 1922 gelten. Wenn die Regierung eine Beisteuer gewährt, werden die Führer den Bergarbeitern die Annahme des Abkommens empfehlen. Die Lage ist noch ungewitz, da die Führer die Wiederaufnahme der Akbeit nicht anordnen können, bevor sie sich nicht mit den Bergarbeitern besprochen haben. Rheinischer Frauentag der Deutsche» Voll«« Partei. Köln, 27. Juni. SarnStag und Sonntag fand hier ein Frauentag der Deutschen Volks« Partei für die besetzten Gebiete und deren Umgebung statt. Aeber tausend Frauen aus dem Rheinlande, aus der Pfalz, aus Nassau und Rheinhessen waren erschienen. Starke Abordnungen hatten entsandt die Frauenausschüsse von Mainz. Worms, Alzey, Bingen, Darmstadt, Gießen, von der Bergstraße und aus anderen Orten Hessens. Arn Freitag fand ein Degrühungsabend statt, Sonntag vereinigten sich die Teilnehmerinnen zu einer Tagung mt festlich geschmückten Saal der Dürgergeselll schäft. Frau Neven d u Mont begrüßte die Gäste. Frau ReichStagSabg. v. Oheimb sprach über die Erziehung der Frau zur Politik, Adg. Dr. Moldenhauer über die Steuerfragen, Frau Abg. Mende über die Deutschen in den Grenzmarken und tm Auslände. Besonders eindrucksvoll war der Dorttag von Frau Mühsam (Mitglied des Reichswirtschaftsrates) über die wirtschaftspolitischen Aufgaben der Frauen. Frl. Dr Bernays- Mannheim sprach über die Kulturaufgaben. Zum Tode verurteilter Gattenmörder. Berlin, 28. Juni. Der „Lokalarueiger" berichtet aus Hannover, daß das dortige Schwurgericht den Ziegeleiarbeiter Pott- Hast, der feine Frau umgebracht hatte, um seine Geliebte heiraten zu können, zum Tobe verurteilte. Der Angeklagte hatte die Frau erwürgt und sie dann mit einer Schlinge an einen Baurn gehängt, um einen Selbstmord vorzutäuschen. besäigf Khneä.Mfer «nmertios Drogerie Voll, Bahnhofstraße 5L «y wende sich an 7019 Frankfurt a.M.,West Gießen IBeMrliiN. Goldenstelzstrahe 8 « gtirifatiin ff. UlctülblesinlnHtntt Aü.il.rttk-!isgcbriii»t.z«ßrl!Utite Reparaturen gut und billig. Achtung! Wer gröhere Spengler- u. Installa- tionsarbeilen auszuführen Hal und bei solider Arbeit Geld sparen will, •eeeeee ® ••••••• Tennisschläger nur erstklaffiae deutsche Fabrikate. Alleinverkauf der Kreuuer Echläger u. -Tchnbe. Tennisschuhe und Haussodleu. Tennisbälle 1921 tL GontincutaL lemisvetze, lennlspteffen uno öele. Hepauturen unö Heabrioonaen oon IebdIs- IMgera faflgemäb inneiQülö 24 Siunöen. 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