Mittwoch, 28. Dezember 1921 m. Jahrgang Erstes vlatt glettung Dtt Txii befltnunien Villa. ung wäft- | wurden ui rcnb ix- Sinajymtmfler fit habe uTNergehen I uerurteilL la'len wollen. Die ei^una terid ’flti- I non der deut- deutschen Zah- Aus der französischen Kammer. Paris. 27. De- (WTB.) In der heutigen Kammersitzung ergriff Ministerpräsident Briand da- Dort, um auf die Interpellationen über die Sanierung der Dan que inda- strielle de Thine zu antworten. Er be- schästigte sich im einzelnen mit den gegen den abgegangenen ©eneralfefntär Philippe Der- thelot vorgebrachten Beschuldigungen und er- flärc. da- Xclegramm. daS DertHelot dem fran- zölischen Finanzagenten übermittelt habe, fei kein offizielle» Telegramm g-noefen, jedoch habe Der- tb'lvt geglaubt, er fei im Unrecht und fei deshalb gegangen. 2- fei ein Unglück für daS Land, einen derartigen Beamten zu verlieren. Die Lage der Banque Industrielle de Thine werde jetzt durch den Gesetzentwurf, den er heute, in der Äarrmcr ein gebracht habe, gerettet DaS hindere nicht, dal) wenn Fehler begangen worden feien, die schuldigen bestraft würden. 6me Untersuchung fei im Gange. Im Laufe der Debatte, die fortgesetzt wird, sprach der Abgeordnete Painlevc den Wunsch auS. dah in Zukunfi die Regierung über alle bedeutende Bankunternehmen eme Kontrolle ausüben möge Abgeordneter Teittinger, der die Anklagen gegen Bert Helot am Samstag erhoben hatte, ergriff nochmal- daS Dort, um feine bona fideS fefi- -ustelfen. Gr fei nicht stolz darauf, dah Phllwve Derrhelot tem fiioniert habe, den er jedoch mit Vergnügen davvnaehen lebe. Al- der Abgeordnete de Moro Da'feri emgre^en wollte fchrie fre Stemmer: Lan dru' Der T.gaWe Tel- (Öärnnq in Indien. London. 27. Dez. (WTB.) Reuter meldet. In Rchmedabod fand eine allindifcht Kalifatskonferenz statt auf der Hakim 2 dfchmal Khan einen Ueb erblick über die Lage in der mohammedanischen Dell und übet die Lage in Indien gab. ®r führte auS. Kleinasien auf der einen und Indien auf der ander» Scire feien die äuhersten Glieder der Kelte de» künftigen islamischen Bunde- Gr beg'.uckwün'chte die Afghanen zur (Erlangung ihrer vollkommenen Unabhängigkeit infolge de» englifch-afgl-anischen Der trage-, ebenfo die Türken zu ihrem Lieg über die Griechen. durch den die englische Diplomatie eine vollkommene Riederlage erlitte» Die deutsche Regierung ersucht die Reparationskommission um Aufklärungen. Part». 23. Dez (Havas) Die Reparation,- kommission veröffentlicht folgende» 6ommuniqui Die deutsche Regierung hat die Repara- tionSlommisfion ersucht, ihre Vertreter wegen g c* wifser Aufklärungen, deren die deutsche Regierung nach Beantwortung de- Bricie» vom 16. Dezember bedürfe, zu empfangen. Die Repara- tion-kommission hat beschlollen. die Derlreter der deutschen Regierung am 29. Dezember. 4 Uhr nachmittag-, zu empfangen. Berlin. 27 Dez. Laut der .D I." befchloh die deutsche Regierung im Dege mündlicher Verhandlungen wettere Erkundigungen bei der Reparalion-kommissivn einzu.ic- hen. Zu diesem Zwecke wurde der Vorsitzende der Kricgslastenkommiffion, Staatssekretär Fischer, nach Pari- entsendet. (?inc ncnr„Verfehlung"Deutschlands. Paris. 28. Dez. (DTB) Die die Blätter Mitteilen, hat die Reparation-kommillion sich tcu‘4 mit einer angeblichen Verfehlung Seuild)* land- in der Lieferung von Kok- zu beschäftigen. Die regelmäßige Lieferung von 15 000 Tonnen pro Tag fei seit 15. Dezember auf 9—10 000 Tonnen ftutüagcgangen. U-Dootkräste auf dem gegenwärtigen Stande zu befallen Diele Anregung hat jedoch noch in keiner Delegation die Zustimmung der maritimen Kreife gefunden. Die .Times" erinnert in ihrem Leitartikel daran, dah nach neuerlichen am«^i'ani'chen Dvr- fchlägen tic T nnag? der amerikanischen und englischen Unterfeebvvte auf je 63000 Tonnen t-erringert fcvrben tolle während die Tonnage der Unterfeebooke Italiens und Frankreichs auf 22 030 bzw. 24 000 Tonnen erhöht werden solle. Das Blatt weist darauf bin, dah die deutschen Unter'erbv rie von den arte-len Hill-fchffen geschlagen wo.^en feien, und fügt hinzu, di? Sicher- beit der w cht g'ten Handelsstraßen habe fü’-Cnq» land die gleiche D^eutung wie für Frankreich die Sicherh i: f iner CftiederHerstellung Europas berät, den Vorsitz führen muhte. Die deutsch-polnischen Verhandlungen. Genf, 27. Tei. (WTB.) Der Präsident der deutsch-polnischen Konserenz. Calo n d e r, wird auf feiner Reife nach Oberschle- ficn von mehreren Mitarbeitern des^Bölk.-rbund- fefrclarial» begleitet fein, darunter, wie bereit- festgestellt, von dem Holländer Dr. Hamel. Direktor der jurisli'chen AbteUung. und dem Schweizer Dr. Wcllmann, Privatdozent an der Genfer Universität, letzterer al- persönlicher Sekretär (Sa- londer-: auherdem werden u. a. t*r Engländer Lo- veh von der Finanzabteilung und der Schweizer Montenah von der polllischen Abteilung als wahrscheinliche Begleiter genannt, wahrend eine Pressemeldung über die Beteiligung des Franzosen Ernest DeniS nicht zutrifst. Endlich wird die Teilnahme eines Mitglied- de- Arbeitsamts in Erwägung gezogen dagegen sind dem Völkerbund nicht angehörende Personen oder besondere Sachverständige, wie seinerzeit Hodach. nicht vor- gesehen 3m ganzen dürften etwa sechs Herren nach Oberschlesien mitgehen. Oesterreich und der Wiederherftelluttfisausschnft. Wien, 27. Dez. (WTB.) Die österreichische Regierung stellte an die ReparationSkom- Mission da- Ersuchen, ihr bi- zur endgültigen Rückstellung de- Generalpfandrechtes die Ausnahme eine- Interim-Vorschusses von drei Millionen Psund Sterling birch Freigabe von Aktiven zu ermöglichen. Die Repa- ration-kommifiion erflarte sich bereit, zu diesem Zwecke Gobelin- und eventuell auch andere Pfänder sreizugeben. Rücsgang des amerikanischen Handels mit (Europa. Paris. 28 Dez (WTB) Wie dem .Reu- horl Herald" aus Washington gemeldet wird, ergibt die Statistik für die 11 ersten Monate deS Jahre- 1921. dah die Geschäfte mit Europa um 50 Prozent hinter denen des Jahres 1920 zurückblieben. Die Konferenz in Cannes. Sannes. 27. Dez. (TBofif.) Lloyd Ge vrge ist . ■ I tu halten. Die ' ;tT. r men und wurde auf dem Bad -ho» vo: den Be» l selbst, wenn das Unter!: joc:. roblem in Wa- Hörden begrübt. Er begab sich darauf in Be-1 fhingwn nicht gelöst werden könne, werde Ena- Paris, 27. Dez. (WTB) In der Kammer wurde nach nochmaliger Kontrvre.se zwilchen intntfieiprdfibcnt brianb uaö dem ncten Teittinger. der wiederholt verlangte, bah die Derantwvrll ichkeiten in der Angeleaen- heil der Bangue industrielle de Ohl ne klttufteUi werden, und bah evtl. S nifnuU-mib nen ergriffen werden sollen, die Debatte geschlossen. E- wurden aus dem Hause verschiedene Tagesordnungen eingebracht. 3Hiidftcrpt6ltecnt Briand nahm die Tagesordnung des Abgeordneten Outrey an, in bei gesagt wird, man vertraue der Regierung dah sie das Prestige und den Kredit Frankreichs Im ferne« Osten nicht vermindern late, und dal) sie alle erforderlichen Mahnahmen hierzu ergreife, auch alle Verantwortlichkeiten in der 2 igelegenheit der Bangue industrielle de Chine lef'ftelle. um S-anktionen gegen die Verantwortlichen zu ergreifen. Zu dieser Tagesordnung stellte der Abgeordnete H e r r i o t den Zusatzantrag, jedem ’fkii lamcnt6miiallel> und icbem ©taat. beamten u verbieten, in den Aufsichtsrat von Fmanzgesell- schaften einzutreten. Den gestellten Antrag, eine Cnguetekominillion einzufetzen. lehnte Brrand ab. Die Kammer lehnte ebenfalls mH 393 gegen [lettung des Bürgermeisters nach der für ihn I land durch < Uerbtnt l ^hnL Srm tir l mm ch-he für n|ri$cnp 34.nir.‘Breite örilirb S5 Pt , du»a>4rtS 65 Pf., für Reklame. Vnjfigrn von 70 mm Br rite 250 Pf. vei Ploy. eorfArdt 20 Auf chlag. Aoup.l*r:ftletter Mea. U-oes PerantrooNlich für Politik: Aug. ®o«h; für den übrigen led: Aarl svasther - für den Anzeigenteil Aen* Deck, Pari-. 27. De, (Dolff.s Hava- meldet: Laut .Petit Zoumai' fallen Lloyd George und Priand bei ihrer gestrigen Besprechung auf dem Lyoner Bahnhof dahin übereingefommen fein, vor der Eröffnung in EanneS nochmal- zufammenzukommen. um in einer privaten Unterredung alle Fragen zu prüfen, die der Entscheidung de- Obersten Rate- vvrgelegt werden sollen. Journalisten gegenüber verweigerte Lloyd George jegliche Mittcilung und beschränkte sich aus die Erklärung: .Ich fühle mich sehr wohl, und eS wird In Eannes sehr gut geften.“ (^inr internationale Abrüstungskonferenz? Pari-. 28 Dez. (MTD.) Der Korrespondent de- Ssschange^Telegrapbenamtes in Washington teilt au- autorisierter Quelle mit. dast Vorbesprechungen im Gange seien, um eine neue internationale Konferenz für die Entwaffnung einzuberusen. auf der eine gröbere Anzahl von Rationen oertreten fein soll Präsident Hardi ng sei tatsächlich der Ansicht, bah 5 Mächte nicht allein der gesamten Well die Gesetze diktieren könnten. Keine Wirtschastokonferenz mit den Lowjetdeleaierten. Paris, 28. Dez. (WTV.) Die Rach- richt, Tschttsche rin und Litwinow seien von Lloyd George und Briand zum 8. Februar zu einer WirischaftSkonferenz nach London eingeladen worden, wird im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten als falsch erklärt. Eine derartige Entscheidung sei niemals getroffen worden. Orin französisch englischer Zwischenfall. London. 27. Dez. (WTB.) Einer Mel- (rünbe der wirllichen ßöfung der Frage des nahen Ostens im Dege. Hoflentlich, fo fuhr er fort, werde Italien dem Beispiele F-a-kreichs folgwi und einen Sondervertrag mit Angova schliehem Der Redner fügte die Mitteilung ftirtyi. bah in Malabar unter dem KriegS^etetz unmenschliche ®rautarntetten von der Regieruna begangen würden. In Atlahabad werden noch immer Verhaftungen vorgenommen 45 Peckone» i drei bis sechs Monaten Gefängnis 213 .Stimmen die verlangte Untersuchung ab. ®cgca die beantragte einfache Tagesordnung stellte Minister L o u ch e u r namens der Regierung die Vertrauensfrage. Die eiillache Tagesordnung wurde mit 373 gegen 153 Stimmen abgdeftnt. Hierauf folgte die Abstimmung über die Tage-vrdnung Outrey und über den Zusay- antoag Herr io t, den Briand ebenfalls angenommen halle. Paris. 27. Dez (WTB.) Die Qkrtrauen*- tagesordnung Outrey wurde in der Kammer mit 355 gegen 117 Stimmen angenommen. Ein französisches Spiel mit deutschen Zahlen. Es ist von Interesse, zu beobachten, wie fdbfi zu einem Zeitpunkt, in dem die Heber- Mugung sich fast in der ganzen Welt durchgeictzt hat. bah man Deutschland untragbare Lasten auf gebürdet habe. tote in einem solchen Augenblick mit allen Mitteln des Bluff* in Frankreich Sttmmung-mache gegen Deutschland getrieben wird Offenbar gilt eS. die Zahl derjenigen bei der Stange zu halten, die der Aufwallung sind, dah Deut'chla d. wenn es nur wolle, unbedingt auch zahlen könne. Man rechnet damit, dah die grobe Menge der Beweisführung politischer v . folgen werde, und man glaubt das Ziel politischer Verhetzung am besten dadurch erreichen zu können bah man die Zaft- Iung»fal Ig'eit Deutschlands durch einen Ter l ich der SchuIden lch: Deut'ch'and und Frankreich haben, und der S t e u e r n. die hier und dort gezahlt werben, zu .beweisen" versucht Geslissent- Nch unterläßt man es babei, zu prüfen, ob dieser Beweis nicht auf gänzlich unrichtigen Voraussetzungen aufgebaut ist. So hat noch jüngst in einem Artikel des ,Echo de Paris" der Senator Gaston Iapy aus- gesührt, bah Deutschland in finanzieller Hinsicht wett günstiger dastefte. als Frankreich, well es nicht an das Ausland verschuldet fei, seine Kapitalien brauhen stehen lasse, weniger Steuern zahle, feine Bevölkerung ein billigeres Geben führe u. a. m. Rach Herrn Hapy beläuft sich blc ändere Schuld Deutschlands auf ungefähr drei Milliarden die französische dagegen auf 35 MU- liarbcn Dolbsrarken Dem Verlaffer ist offenbar die Reparation-schuld von 132 Milliarden Goldmark völlig und Linnt. die Deut'chland auf Grund des Londoner Ultimatum* zu zahlen sich hat ver- pslichtet^, müssen. Roch erstaunlicher ist. was der Herr Senator über die innere Schuld Deutschlands und Frankreichs herausrechnet. In Deutschland, er- klärt er. beträgt sie 320 Milliarden Papiermark 32 Milliarden Frank, in Frankreich aber 230 Milliarden Frank Er zieht hier also die 2luhen- toerte des Frank und Per Mark zum Vergleich heran, vergiyt aber dabei, dah es sich hier um die innere Schuld handelt, und dah für alle Lasten und Zahlungen innerhalb eines Landes nur der Innenwert der betreffenden Währung mahflebenb ist. Der aber ist nicht nur in Deutfchland. sondern auch in Frankreich erheblich gröber als der Aubenwert Herr Iapy hat einen Kur» deZ Franken — 10 Papiermark angenommen Was würde er wohl lagen, wenn ein Amerikaner nach seinem Rezept finanzielle Vergleiche zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich anstellte? Hier könnte angesichts der Unterwertigkeit be» Franken gegenüber dem Dollar hie sranzösische Schuld an Amerika auf einige hunderttausend Dollar zusammcn- fdft rümpf en ES ist also vollkommen sinnlos und irreführend, die Aubenwerts verschiedener Währungen zum Zweck solcher Vergleiche heranzu- zichen. Auherdem läht Herr 3apt) ganz da» Verhältnis dieser inneren Schuld zum VolkSvcrmögen auhcr Betracht. Diese» ist in Deutschland so stark gtfunren. dah die deutsche innere Schuld, die in Wirklichkeit auch nicht 320, sondern 328 Milliarden Mark auSmacht. absolut wie im Verhältnis zum Volk-vermögen hinter der französischen Schuld nicht zurucksteftt Gleich treilg beweiskräftig ist, wa» der Herr Senator über die Steuerbelastung in den beiden Dergieick^ländern sagt. Auch dabei berechnet er die Steuer pro Kops in Deuttchland in Franken Dast aber der Deutsche fein Einkommen nicht in Franken bezieht, sondern in Papiermark. übvr’tebt er vollkommen. Rach genauen neueren Untersuchungen hat im Abrigen der deutsche Einkommen-träger von einem Durchschnittseinkommen von 48i5 Papiermark ohne Berücksichtigung de, noch au-stehenden neuen Steuern 1401,70 Mk. 28 75 Prozent feines Einkommen» bem SteuersiSkus zu bez thlcn. währenb der französische Steuerzahler von einem DuichchnittSein- fenrmen von 2703 Papieriranken 479.40 Papiersranken 17,75 Prozent seines Einkommens zu neucrlldbcn Zwecken absugeben bat. HicrauS folgt, wa» davon zu halten ist. wenn Herr Iapy einer Prvkopsbelastung durch Steuern von 563 Franken in Frankreich eine deutsche von 152 Franken gegenübcrfteHt Wer objektiv sein trill. mub die Steuern im Derhälinis zum Einkommen betrachten, und da ergibt sich auS dem Vorhergesagten. dab die deutsche Belastung nicht ein Drittel oder noch weniger, sondern ganz erheblich gröber ist al» die französische. In dieser Weife jongliert Herr Iapy auch noch mit anberen Ziffern, auf bie einzuzehen sich wohl erübrigt Aus dem Getagten geht zur Genüge hervor, mit welch naiver Zahlenspielerei ein französischer Politiker ber Oellenllichkeit au'warten darf Da» ist bie Art. mit ber in Frankreich über bie wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschland- geurteilt wird. Und solche schiefen Darstellungen. die sich in vielen Fällen al» bemühte Vorspiegelung sal'cher Tallachen charaktcrifiercn. bung des ..Daily Expreß" aus Konstantinopel zufolge erregte dort die Nachricht arvtzeS Aufsehen, datz britifche Kontrvllbe- amte eine aus Frankreich kommende Schiffsladung von 200 Tonnen Munition für Anatolien beschlagnahmten. Französische Beamte seien in die Angelegenheit verwickelt. Die (ttegenfätze in der U-Bootfraqe. Neu York. 27. Dez. (WTB.) Durch Funkspruch. Die „Neuyvrk Times" meldet, aus Washington verlaute aus guter Quelle, dah die amerikanische Delegation hin- sittlich der U-Boot ton nage auf der Höchstziffer von 60 000 Tonnen für die Bereinigten Staaten und England, 36 000 Tonnen für 3apan und 35 000 Tonnen für Frankreich und Italien beharre. Wie der „Neuyvrk Herald" aus Washington meldet, gelangen die Franzos en zu der Ansicht. dah sie gegen eine amerikanisch-englische Kombination kämpfen. Frankreich fürchte, dast Grotz- britannkn beabsichtige, sich Amerikas zum Ausbau der angelsächsischen Herrschaft zu bedienen. London, 27. Dez. (Dolfs.) Der Agentur Reuter wird au-Wosbington gemeldet, man glaube zu wissen, dab der Flottenausschub feine nächste Sinung bi» Mittwoch vertagt habe, um der französischen und der lapanischen Delegation Gelegend'it zu geben. Infkruktionen aus Pari- und Tokio wegen de» amerikanischen Vorschlages bezüglich der Abschaffung der Unterieeboote ein- xubolcn. Wenn auch behauptet werde, dab die Versagung auf Grund eines Gefuche» ber französischen Delegation erfolgt sei. so beuten doch verschiedene Anzeichrn daraus fttn. dab die französische wie auch bie japanische Delegation aus ihren Einwänden beharren werben. Fall» der amerikanische Vorschlag keine Grundlage für eine Verständigung bieten soll, spricht man in Kon- serenzkrelscn von einem Versuch, die Flottenpause auch aus die Unterseeboote auSzudehnen. Die fünf Mächte würden dann befchlieben. ihre GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen VniS »mb Verlag: vriidl'fcht Univ.-Vuch- enö Stelnbniderei N. Lange. Sdiriftletting, »sfchüflrstelle und Drwderei: Schulstroße 7. Lenin über Reformen r in Sowjet-Ruhland. London, 27. Dez. (WTB Der Sonderberichterstatter des ,Observer" melde, aus Moskau: Lenin hielt bei (Eröffnung des 9. S o w- jetkongresses eine von 2C00 Delegierten begeistert ausgenommene Rede, worin er die internationale und die innere Lage der Sowjetrepublik barlegte Lenin sprach nicht als Führer der Kommunistischen Partei, »ondern als Premierminister. Er griff mit bitterem Sarkasmus die Kommunisten wegen ihrer Ansicht an, dah es noch möglich sei, das Wirtschaftsproblem durch die Methode des Bürgerkrieges und kommunistischer Abgeschlossenheit zu lösen. Ruhland sei arm, erschöpft und schwach. Es werde jedoch nicht dulden, das) seine 5riebfertigleit zum Zwecke eines Angriff- benutzt werde. Das sollten sich Polen, Finnland und Rumänien gesagt sein lasten. Grobes Aufsehen erregte die Erklärung Lenins, dah die Regierung vor den Sowjetkongceh trete mit dem endgültigen Ersuchen, die Befugnisse der auherordentlichen Kommission drastisch zu beschränken. Er sagte, der ursprüngliche Zweck a-t autzerordentlichen Kommission sei unvereinbar mit der neuen Wirtschaftspolitik und müsse den neuen Zeiten und der neuen Politik angepabt werden. Laut „Daily Telegraph" sind besondere Mahnahmen getroffen worden, um zu verhindern, dah irgendwelche Informationen über den 9. Sowjetkongreh durch'ickerten. Jedes Mitglied deS Kongresses müsse einen besonderen Ausweis besitzen, und die Sekretäre und Stenographen würden einer strengen Kontrolle unterzogen. Auf dem Kongreh würde auch die Anerkennung der russischen Staatsschulden erörtert werden. Die britische Delegation in Moskau verfolge die Lage sehr genau und werde au-giebig Bericht erstatten. Tinowjetv sucht aufznmuntern. Die immer wiederkehrenden Blamagen des deutschen Kommunismus sind natürlich auch auherhalb des Reiches, und nicht zuletzt in Moskau und Petersburg, bemerkt worden, und so hat, wie die .Boss. Ztg." schreibt, der Dorfitzende des Sxekutiv-Komitees der III. Internationale, der auch in Deutschland bekannte Herr Sinowjew, Anfang Dezember durch eine seiner groben Agitation-reden in einer Sitzung der l^ekutive versucht, den deutschen Genossen Mut zu machen. Die „Rote Fahne" druckt die Rede ab. Mit seiner agitatorischen Taschenspielerkunst unternahm es Sinowjew, das tatsächliche Bild geradewegs ins Gegenteil zu verkehren. Er behauptete, die Arbeiter begännen jetzt Episoden, wie die Märzaltion, „die manchmal leichtfertig und ein bihchen nach Abenteuertum zu riechen schienen", langsam ganz anders einzuschätzen, und das Ansehen der Kommunisten in Deutschland fange an — zu steigen! Dermutlich sieht er auch in den Enthüllungen des „Dorwärts" über die Märzattion, die eine Krise in der deutschen Partei hervorgerufen haben, nur eine Bestätigung für feine Darstellung. Er erklärte, Deutschland lei augenblicklich das wichtigste Land der Re- volution, well dort die Revolution am nächsten sei. Mancher sähe zwar vor „konkreten F agen" noch nicht „!)as Allgemeine", und die Richtung sei auch nicht sofort zu erkennen, aber man merke, doch, bat) es sich bei den Wandlungen und bei dem Ringen in der Partei während des letzten Jahres nicht n u r um Kleinigkeiten und Dummheiten gehandell habe, die zwar dagewesen 1 el en, aber nicht die Hauptsache darstellten. Jetzt sei ein gewisser Entwicklungsprozeß abgeschlossen. Dann fuhr er fort: „Die haben die Resolution des Zentralausschusses gelesen, in der die Deutsche Partei ganz fest und entschlossen für die Parole der revolutionären Einheitsfront auftritt und sogar unter ^gewissen Bedingungen ihre Zustimmung dazu Hibl. in eine Arbeiterregierung einzutreten. Da- *oci haben wir den Spektakel erlebt, daß Levi und tfeine Gruppe dagegen auftrat, soweit ich nicht irre. (Radek: Rein.) Rein, nicht ganz klar, aber sie versuchen doch, dies als etwas ganz Unerhörtes für den Kommunismus, für unsere Linie hinzustellen. Ich gehe nicht auf Detail- ein. ES genügt, zu sagen, dah die deutsche Partei, eine der wichtigsten Sektionen der Kommunistischen Internationale, jetzt mit gro- heb Majorität eine solche taktische Linie angenommen hat, und dah die Folge nicht ist — wie Levi angibt —. dah der Kommunismus jetzt in Deutschland im Sinken ist. Jedermann (!) sieht ein, dah der Kommunismus und fein Ein- flust in Deutschland fern Wachsen begriffen ist, daS ist absolut ein Ariom, nicht schnell, aber die Linie ist steigend." DaS rosige Bild, daS Sinowjew von der deutschen Partei entwirft, wird eigentümlich beleuchtet durch einen Aufruf der kommunistischen Arbeitsgemeinschaft an die Mitglieder der K. P. D., den die „Rote Fahne" in der gleichen Rümmer veröffentlicht. Daraus wird auch FLir. dah der Vorsitzende der Erekutive noch ein besondere- Interesse daran hat, die K. P. D gegen die K. A G. zu stützen. In dem Aufruf heibt es „Don neuem stürzt man die Partei in eine schwere Krise, «an derem Ende, wenn sie nicht schnell und restlos beseitigt wird, der Zerfall stehen muh. Rach den Enthüllungen über die Vorgänge während der Märzaktion wäre es Pflicht gewesen, nicht einfache Arbeiter, die aus ihre Anweisungen gehandelt haben, al- Lügner und Phantasten zu beschimpfen. Von den Führern erwarten die Arbeiter. bah sie zu ihren Taten stehen und das auf sich nehmen, was sie selber zu verantworten Haden. Der freiwillige Rücktritt der durch die Enthül'ui gen k. mpromit ierten Genossen toire die Lösung gewesen, die nach auben sichtbar ledern Arbeiter gezeigt bdtte. bah die Kommunistische Partei mit den Methoden der Provokation rücksichtslos und endgültig gebrechen hat. Die Parteifühi-ung hat durch ihr Verhalten die luertrx'IPcn Stunden verpatzt. Anstatt die feikftverstä. d.ichen personelle i Fo gerung n au lehrung unb ®e|_nb- heitspflege ist für unsere jetzt fo schwer gefährdete Ration von besonderer Wichtigkeit, unb d e Berufensten für diese Au'gade sind Du Aerzte, die durch festen Zu-anrrnenschluß das Licker ungeeigneter Persönlichkeiten unschädlich machen müssen. Als ein DU Piel für eine einfache, 54- lige und wirksame Art der hygienischen Volle- belehrung führt Dr. E. Welbe in der „Deutschen Mcd^imschea Wochenschrift" den Leipziger Verein für Volksbelehrung in SauglingS-, Kind^r- unb Mutterpflege an. Seit 1915 werden hier leg. Mutterkurse in Säuglings- und Kinderpflege veranstaltet, an denen dis 1919 über 2000 Teilnehmerinnen gezählt wurden. 1920 wurde bann der Verein gegründet, der außer den Muttertursen monatliche DereinSabende adhält unb auch ab unb zu größere Werbefeste mit Vortrag, Kunftvorfahrungen unb Tanz veranstaltet. Auch auf dem Lande ist der Verein mit Erfolg tätig gewesen. Verschiedene AmtShauptmannschaf- ten der Umgegend von Leipzig Deranftaüctcn solche Lehrkurse in den kleinen Städten und Dörfern. Auch wurde dem Verein die Fortbildung der Fürsorgerinnen und Hebammen übertragen. D.e Erfolge dieser Lehr- furle sind überraschend günstig. Sie finden in einem Gasthofsaal statt und werden durchschnittlich von 300—500 Frauen, Mädchen unb Männern aller Stände unb Partrtea besucht. Diese starte Beteiligung wird hauptsächlich dadurch erzielt, daß nicht nur der belehrende Vortrag geboten wirb, sondern gesellige Veranstalrungen. bisweilen auch Tanzvergnügungen, dami: verbanden finb. Mancher kommt zunächst der Ges l.igteit halber und erhält bann hygienische Aufklärungen. Durch diefes zunächst örtliche Zusammenkommen der verschiedenartigsten Elemente in einem Raum zu gemeinsamem Zweck wird auch eine geistige Annäherung her zer plitterten Volkskreise angebahnt — die erste und wichtigste Grundlage für eine großzügige Fürsorge, die dem deutschen Rachwuchs zuteil werden soll. Der Verfasser glaub:, daß derartige Vereine auch in andern Städten und Ländern die so dringend notwendige hygienische Aufklärung unsere- Volles fördern würde. •• Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 22 Dezember Frciin Elisabeth von Bie geleben aus Hannover zur Labora- toriumsfckwester (Laborantin) an her Landes- He.l- unb Pflegeanstalt „Philippsh jpitcf bi Goddelau mit Wirkung vom 1. Rovern der 1921. — Am 23. Dezember 1921 wurde der Ministerin!- oberrebifor Ludwig Beck zu Darmstabt vom 16. Januar 1922 ab zum Rechnung-rat bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. — Am 23. Dezember 1921 wurden die Daupraltikanten Jakob Maus aus Dornberg, Kreis Groß-Gerau, und Philipp W a m b o l d auS Darmstadt zu Oberbausekretären ernannt — Durch Entschließung des Landesamts für das Dlldungswesen wurde der Studienreferendar Fräulein Dr. Elsbeth S e i p zu Bingen zum Studienassessor ernannt — Heber tragen wurde am 22. Dezember dem Schulamtsanwärter Karl Reitz aus Rieder- Ohmen eine Lehrerftelle an der Volksschule zu Kefenrod, Kreis Büdingen. — In den Ruhestand versetzt wurde am 22. Dezember der Reallehrer an der Realschule zu Lauterbach Adam K a d e l auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1922 ab. — Am 23. Dez. 1921 wurde der Rechnungsrat bei dem Ministerium der Finanzen Ludwig Duttron zu Darmstadt auf sein Rachsuchen vom 15. Januar 1922 in den Ruhestand versetzt ** Ausfallen de Züge. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, fallen wegen Kohlenmangels noch folgende Züge außer den schon kürzlich angegebenen auS: O-Zug 81 (Frankfurt— Hagen—Köln) ® iebe n ab: 8,41; L)-< ug82 (Köln —Hagen—Frankfurt) Gießen ab: 10,19 abds.; ferner Pz. (Frankfurt-Hannover) Gießen ab 12,37, sowie Pz. 776 (Hannover—Frankfurt) Gießen ab: 2,40. erung" und das Weihnacht, manchen .'Waldgeister in der heiligen Rächt". 'Da« lentere fand mit feinen anmutigen Glfenreigen und 3tverg- tänzen so viel Anllang, daß es auf vielseitigen Wunsch hin für Jugend und Grwach'ene wiederholt werden muß. Heute veranstaltete der Turnverein 1860 eine Weihnachtsfeier für feine Schülerabteilung. wozu bie Eltern ber Tumschuler geloben waren. Rach einer Ansprache des 2. Vorsitzenden Lehrer Ostwald wickelte sich ein reichhaltiges Programm flott und frisch ab Es war eine Lust, die 40 jugendlichen Turner an den verschiedensten Geräten zu sehen. WaS turnerisch gezeigt wurde, legte Zeugnis ab von fleißiger Arbeit der Iugcndturnwarte und frohem Ciser dec Schüler. Freunde des Vereins hatten in an- erkennenswerter Weise Gaben so reichlich zur Derfüaung gestellt daß jedem der Heinen Turner eine schone Weihnachtsfreude ber-jtet werden konnte. Hcffcn-Naffau. Die Grippe. ntc. Frankfurt a. M. 27. Dez. Die Dripd« hat über die Feiertage so stark um sich gegriffen, daß man von einer Epidemie sprechen kann. In den meisten Familien finden sich erkrankte Mitglieder. Die Krankheit tritt dieses Mal ziemlich plötzlich auf und verläuft in vier bis fünf Tagen, wobei die beiden ersten sich meist durch hohes Fieber auszeichnen. In den Geschäften macht sich da- massenhafte Fehlen des Personal- sehr unangenehm bemerkbar. Bei der Straßenbahn mußten am ersten Feiertag 50 Mann während de- Dienstes abgclöfl werden, da sie krank geworden waren. Am zweiten Feiertag wurde an ber Ecke ber Jeldbergstraße ein vollbesetzter Wagen der Linie 6 gerade tm letzten Augenblick vor b^m Entgleisen bewahrt, ba der Fahrer ebenfalls zusammengebrochen war. Wie stark Ne Grippe diesmal auf tritt, geht auS den Fehlzahlen der Geschäfte hervor. So blieben heute früh bei einem gi Dfien Waren hau- auf der Zell allein 74 Arbeiter und Angestellte au-. Die Krankenhäuser sind überfüllt • fpd. Frankfurt a. M. 27. Dez^ Vor einigen Wochen wurde in einem hiesigen Hotel einem Juwelier ein Perlenkollier im Werte von 160000 Mark abgeschwiadelt. Al- Täter ist an der Hand von Lichtbildern ber 28iäbrtge Kaufmann Joses Klug auS Köln- Mülheim ermittell worden. Klug ist flüchtig. Auf die Wiederherbeifchaffung be- Schmuckstückes und die Ergreifung de- Schwindlers ist eine Belohnung von 30000 Mark au-gesetzt worden. ■ Kassel, 27. Dez Bei der Ucberfübrung von 18 Pollzeigefangenen, die in bas Zuchthaus nach Celle tran-portHert werden sollten, entsprangen auf dem Oberstadt bahn dos fünf Mann. Durch einen Helfe«heller war der G e- angenentoagen mit Rachschlüsfeln geöffnet worden, so baß die fünf Verbrecher entweichen konnten. Die anderen Gefangenen blieben Im Wagen fitzen, bi- sie in »den Eisenbahn- -ug gebracht werden konnten. Die Entflohenen, bie zu längeren Zuchthausstrafen verurteilt find, tammen sämtlich auS Kassme der 5.1..C.M läxrbetL ck ratz der Clei- gcrung der Anzabt Nr Flüge wa de.' 1921 tu* folge txn: Oloi* oder dto.^nlan.-ungen nur 04 Fluge unte brachen gege i I3l im x\i)re 19», iv Ml stt diesem Jabre *586 Fiirge glatt durch» gesühn wurden. 1920 aber nur 2*67 IDegen schlechten ©euer* muhten 1920 64 Fahri en ausfalle», dagegen tn Metern 3abre nur 50. Die Detör- dfsern finb ei> nML * bedeutend ge liege», öo buben 1921 7052 dragiere bei Vul.meg ge- tvüdlt gegen 2665 im Boiahre. De befötberte Wenge der Braipost. 5>vu *'cd.t4t6fd)reiher Der linksrheinischen Oherftubltnrat Professor Hermann Schreibmüller tn Landau, die Würde eines Ehrendoktors verliehen. Turnen, Sport und Spiel. — Der tschechische Fuflball- meister Sparta Prag, der sich zur Zeit auf einer Reise durch Spanten befindet, traf am ersten Feiertag mit dem spanischen Meister F. L. Barcelona zusammen. Rach aufregendem, spannendem Kampfe behielten die Tschechen mit 3:2 die Oberhand. Sin zweites Spiel Der Prager gegen den gleichen Verein ging mit 0:2 verloren. — Reue Meldungen für den Drohen Preis von Frankreich. Für daS Holzversteigerung. Freitag den 3 0 Dezember kommt im Muschenhcimer Demeindewald folgendes R u N h o l z zur Versteigerung 46 5chm Fichten st mrnhvlz 4. u. 5. Klasse 3 Festm Zichtenderbstanaen. Anfang vvrmirtags 10 Uhr am Küchenstaatskvps. Muschenheim, den 26. Dezember 1921. Bürgermeisterei Muschenheim. 05 eNpre.- Arwt llollnrndrr'e SebulatgrleaiÄi anffuri M..Prtbm nnur.LU ragt. 11—1,5—7Ubr. ('•"S-i -Sonnt. 10-12Uhr prReppin5Backöle Wuburxl- • -x»nkeu- bewerb um den Tams-Pokal. den Amerika zu verteidigen Hai, beteiligen sich nach einer soeben eingegangenen Meldung im 1922 tolgende Raturnen England, Frankreich. Äanaba 5"fdxd)D» Slowakei. Svanien. Belgien. Italien, ^g'na. Japan. Philippinen, Australien. Hol!a>rd. Südafrika und bu Bereinigten Staaten Deutschland ist also in diesem Jahre noch nicht zugalafsen. — Der Minter in der Schweiz. 3n den letzten Tagen vor B5eidnachten sah es recht trübe um die Aussichten im Minterfport in der Schweiz aus. Sin jäher Millerungsumschlag hat jedr zur Freude aller Sporisleule darin B>andel geschaffen. Rrvia. Gaur und Davvs melden zu Weihnachten Schneehöhen von 10 bis 30 3enti- metet bei 2—6 i?rab Kälte. Ruch in anderen Mim er kurvet en werden die Aussichten günstiger, Adelboden. iZhateau b ter. Emgel berg. Grindel- wald. Gstaad, Montana-Derrnala und Mürren haben starken Schneefall, so bat) auch hier bald die Schneedecke die gewünschte Stärke aufuxilea dürfte. Gar kein Schnee verzcihnen die niedrig gelegenen Les Rvants und Zwvistmmen. — Deutfcde Lustverkehrs-Statist i k Die Deut'che Luftverkchrs-Ge'eMchast gibt soeben eine Lu Hx: lebrt-Ctatiirtl heraus. Aus ihr geht ein gewaltiger Busschwang des deutschen ZWU-Flugwesens hervor. 3m Öabre 1921 warben • Schw arzer Marmor in Bayern. Rus München wird uns geschrieben: Schwarzer Marmor gechsn bekanntlich zu den seltensten undDah.r kostbarsten Marmorsorlen. die es gibt. Lur Belgien hat gröhere Dorkommen dieses Gesteins und genof) daher bis vor kurzem eine Än Monopolstellung auf dem Marmormartte. Run sind In letzle., 3eit auch in Deutschland, und zwar im l . >ci .1 inlen Druchstätlen schwarzen Marmor» entdeckt worden. Sie finden sich im Franken vald^ und am Dödraer Berg in der Bähe d o oberfrkinkifchen Städtchen- Qlaila. Mit dem Döhraer Marmor wurden bereUs Polier- < angestellt. Die Orgebnif’e find hervorrage ri' c Der Döbrarr Stein nimmt Hochglanz an und zeichnet sich durch einen rein tiefschwarzen Grundton au#, der von leuch.enbweistem Geäder du.chzcg^n wird Damit ist ein neuer färbenS & F-Kaffee reinlktiiiieck. 38.00 erttflMne Mischungen. . . . Piund *4.00 und 4H.00 5 & 3-fiolao flart?rl:lcn l Seine Som- onöSpelie- 7.50 u„b 6.5015CÖ0t0!aöea „„4.25 „„ C t ? Too aromatisch. 5 & 3-1«Lj^niue ehmMi5j| >/„ Vstlnd J-UU und UU| Heidelberg. 27. Dez. (Dolfs.) gelang es. den von verschiedenen Behörden ©erfolgen Ginbrecher und Mörder Kohl zu verhaften. Cr hat im Ccmmct einen ihn versolqcnden Schutzmann erschossen »nd fast bi- vor kurzem In Frankfurt am Main in Untersuchungsh-aft. Bei einem Transport gelang e- ihm zu entfliehen, obwohl er mit Junen an einen anderen Verbrecher an- schlossen war. Am Lhristabend rauble Kohl n einer BUla in Wiesloch eine Kassette mit berufen ist. • Hine malaiische Ausstellung fltnen grasten Grfolg erhofft man von der .Ma- layv-Bornev"-2uss:el!ung. die in Smgapore stattfinden soll. Der englische Handel wckl auf bi der TtidernncHe mit betn Orient in nähere Derdin- dung treten. Der Aaupiatjent aber wird-.au' Ontfaltuna orientalischen Lebens liegen, denn aus allen Teilen des Offen* werben hier Säufer er scheinen, und ebenso Tünzer. Mu'ller, sauberer uf».. so bah die seltsamste Mischung von Rassen und Böllern zu erwarten ist. e 4i n 2 Millionen ßabre altes Fossil. Ein (Aäger narnrn* Louis be Fries Hai -Ltch einer THel-ung aus Durban auf den noch unerforschten Höhen des Drakmsberg Fossilien eines Tieres entdeckt, dessen Alter von Dr Arthur W. Rogers, dem Geringen der Verwaltung vor. Drütoria, auf 2 Millionen 3abre geschätzt wirb Bei bem Fund, der am älmkonbonia Fluh im Dergville-Debiet gemacht wurde, handelt es sich um ein vollkommen ausgestorbene* Tier des Urz zeit. ®* ist der erste Dinosaurierfund, der in dieser Gegend gemach! worden ist. Alle drei Kassen haben für die genannten Angestelltengruppen die günstigsten Bedingungen. 13426D Auskunft darüber sowie über die gesetzlichen Vorschriften bei: H. Emrich, Roonstrahe 16. larragona-Cort ^37°° ,',t22^, Blalnga Ä';.22^ z«e Junraeflemca 5«:°°»°° Piatzbezeichnung OptrrtL» pretk SOmu- ipitlprr'l« < IHne Vrrlle 'Vrohenium»'Vone..... 21. - 16.- ft.— flhuifl-Vone.......... 21.— 16.— ft.- 1. Rana-Bordervlatz. . . . 21.— 16.— ft — Orchester........... 11- R— I. Loerrnh.......... 20.— 15.- R- 1. Rana-Mittelola^ .... 20- 15- K— II. Sverrfitz......... 16.- 12.- 7.- I istaim-ttk'ickvlah...... in.- 12.- 7.- II. :h*nnli-ikoU.’Vo(ie . . . 12.- K.— 6.- II. Nana-Borderplah . . . VI- 8.- 6.- 1 I Toerrstv......... 12.- R- 6.- II. Mtiuifl-l’iuielulaü .... 9- 6.— 4- 11. fliana-tst.ickutay..... 7.- 5- 3.- II. Nana-Auckvlav. Seite L- 8.- 2.- Ans alle Blätze Im I. Nana nnb dem gesamten 9 Januar Beginn der neu. Handelskurse. Tages- und Abend• unterr. in Stenogr, Masch., Schönschr, Buchführung usw. Prsp.u.Aufnahmesch fr. Pri va t-Han dels- Schule „Bernes“ Bahnhofstr.60. fei.iM'7 13442D Gießen, den 28. Dezember 1921 Die Beisetzung findet in der Stille statt. 13443V 016702 Gießen, den 28. Dezember 1921 016691 016701 Großen-Llnden, den 28. Dezember 1921 016679 Preise» Verschiedenes! Sofort lieferbar (Gulasch), Gramm Alte Gebisse l 13488 Lindheim Gießen 28. Dezember 1921 2LL sofort gesucht. 13413 016M In Vorbereitung; 13432c jranhjurt am Ulaia- 13430X, Marie Zecher Emmi Zecher. Goliath Armstrong derHerkulesderschwarzenBerge Anmeldungen erbeten Prospekte frei. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen, sowie für die Blumenspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers danken wir auf diesem Wege recht herzlich. Gießen, Philippshosp. Goddelau, 28. Dez. 1921 z. 3t. Darmstadt, Hotel Prinz Heinrich fort trfiubt. Vnprfsche Handelsschule Gießen Goethestraße 32 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Dr. Alex Büchner. An kleinem gutgehend. Geschäft möglichst bessere Kundschaft, wünscht sich Dome Ans. 30er bei anderer Dam« zu beteiligen. Evtl. auch alleinige Ikbernatjme. Bedingung: 2—3 Wohnraume müssen frei sein. Offerten unter F.T.15289 A an Ala Haasenffetn $c Vogler, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Mathilde Noll. geb. Hirsch Witwe des Oroßh. Hessisch. Schulrats Friedrich Büchner Dr. med. Willy Bausch und Frau Paula geb. Klein Vermahlte in gutem Hause mit oder ohne Pension. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter 13394c an den Gießener Anzeiger erbeten. Eckert, Plockltr. 4 HL Tel. 606. Wellen Kupplungen Ringschniier-Stehlager Ringschmjer-Rängelager Rjngschm.'WaDdkooso'lagsr in verschiedenen Ausführungen liefert ab Lager Carl Gaerthe Wetzlar, '««h ZmnMrjikMiM. Tonncrfltafl, b. 12. Ja n»ar 1922, vormittags 9 Uhr, werben aus dein Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unsere liebe, treubesorgte, herzensgute Schwester, Tante u. Schwägerin Fräulein Emma Zecher im 51. Lebensjahre zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: MW-MMMWe. Zwecks Enthebung von NeujabrSbesuchen und Glückwünschen nimmt auch in diesem Jahre obige Anitalt durch ihre unterzeichneten BorstandSmit- glteder Gaben entgegen. Die Namen der Spender werden rechtzeitig im „Gießener Anzeiger" bekannt- gegeben. 13395D Gießen, am 27. Dezember 1921. Der Vorstand der Elisabeth Kleinkinderschule, ftrau Fabrikant Bänninger Wme^ Ludwigstraße. Pfarrer Bechtolsbeimer, LhcbigitT. Fran Weichensteller Bechtold, Bnddeitraßc. ,yrnu Kommerzienrat Heyligenstaedl Wwe., Liebtg'traße. Prof. Nr. Heuler, Ost-Anlaae. Frau Schuhmachermcister Heß, Hille« brandstraße. Svarkassekonirolleur Haas, Stephan« straße. Landgerichtvrat Schudt, Ludwiastraße. Frau Stadtverordnete Winn, Frankfurter Struve. Gießen, Homberg, Frankfurt, Darmstadt, 27. Dez. 1921 Die Beerdigung findet am 30. Dezember 1921 nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt In stiller Trauer: Frau E. Richter und Kinder Großes Industrie • Unternehmen sucht zum sofortigen Eintritt, spätestens jedoch am 1. Februar 1922 tüchtige Urast (Dame oder jüngeren Herrn) für Stenographie und Maschinenschreiben. Ausführliche Bewerbungen sind zu richten unter 13402A an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Es würde zu weit führen, jedem Einzelnen für alle Beweise der Liebe und Anteilnahme zu danken, die mir und meinen Kindern in diesen schweren Tagen in so reichem Maße zu teil wurden, deshalb auf diesem Wege unseren tiefempfundenen, herzlichen Dank. Stoffe und Futter liefert noch zu alten In der Nacht vom 26. zum 27. Dezember 1921 entschlief sanft im Alter von 88 Jahren unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Mathilde Büchner Suche für eine Dame, welche in meinem Geschäft iine erste Stellung einnehmen wird, ein Dose M. 10. . Wiener Würstchen (12 Stücks, 350« Gramm- D^se M. 10.-. Enql. Offizierskost 1750Gramm», Fletsch, Fett und Bohnen M. 1(150. Calactina (Kakao-Frühstück». Kakao. Milch und Bucker, 500 Gr.- Paket M. 24.— und lose ausgewogen. Alles zu haben bei: Georg Ufallensels Marktplatz 21 ^"c (gegenüb. d. (5ngelavoth.s. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hin- schelden unserer lieben Entschlafenen Frau Christine Weinandt geb. Zörb für die zahlreichen Kranzspenden, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schultheiß und dem Gesangverein „Harmonie sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Adolf Weinandt brrntditd verblllffeav bopptll Port, ami<6M. tn Npolhklrn u. Drogerien Seibel, VutnpiflfplnQ 13. 'MtrtÜ ^auSmäödirn zum 1. Fan. ob. später bei hohem Vobn gesucht. lstÄ CVrmi Direktor Weißkopi, Darmitadt, ^iih.lmstraße 24. Pinscher 11 Monate, ju vk. 016683 Stevbannraße 44 v« Fast nicht gebrauchte neueste M*- Mmafiilne braun gebeizt, trichterlos, m. 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Immer enger, fester und inniger must das Band werden daS Oberschlesien und das vCcid) umschlingt. DaS ist die Xifgabe der Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlester. die e« al« ihr grotzeS Ziel betrachten, daS Deutschtum in dem unS gebliebenen Teile Oberschlesien- zu festigen, dem Deutschtum im geraubten Gebiete wirksam üudi schon oor dem 1. Januar et« folgen. HandlungSgebilsen und Lehrlinge, 21 n» gestellte in Bureau und VerwoiNlngen, alle weiblichen Angestellten, sowie technische 21 n- ..c stellte und Werl meister können sich von der Fälschung holländischer Bank« Vermiedenen PreEsemeldtrngen zufolge i Deutschland, namentlich in SüS- und Feuilleton. Lenes von der 6oti>jct»ÄunfL Die bildende Kunst hat im bolschewistischen für sie ungünstigen Zwangrirankcnkasse de- freien, indem sie den als Ersaykassen gcsetz- Nr. 504 Zweiter vlatt Iugend? '2üe nach dem lebten polnischen Aulstande di« Vor tn Oberichlriren auf da- flt* fliegen war. entschlossen sich bie Vereinigten Verbände heimanreuer Oberschlelier. den Kindern de» gequälten Sanbe« die Möglichker: zur ®t» holung. zum Aulatmen nach br*. Schreckcnsmo- naten. au: Äeicntm« ihres Vaterlandes zu geben. Sie rieten durch ihre Landesg.uppen tn allen Teile- be* Xeute» die obcrichlclrfchen Lands- leuie und alle ankeren Volksgeno'sen aus, Frei- Aeue Dege der ReName. Die Reklame wird nicht dadurch gesunden, dah man dem einzelnen Vlatt gegenüber Verbesserung-Vorschläge oder ästhetisierende Poltzet an- wendet. Viel wertvoller ist die Erkenntnis der fach- lich entscheidenden Ge'ichtSpunkte, nach denen Reklame zum BUd gestaltet und nach denen die vorhandenen Vildkarien angebracht werden, um sich innerhalb deS Ganzen behaupten tu törmeiL Wit diesen Dorten bezeichnet der Reich-lunst- ttxxrt Dr. Red-lob die modernen Forderungen die an die Reklame gestellt werden mulen Grw die- in einem soeben bet Rermar Exbbtng m Berlin erschienenen Buch Die Sl'enbahn^Rell^e das eine Reihe wertvoller Aufsatze über Desen und Bedeutung der Reklame vereinigt. wanden werden mutz vor allem . satzrl Redslvo fort, „bei der Autzenrellame der Smdruck. al- ob wahnsrnnig gewordenes Pap'er die Fassaden Überdrücken. Kein Wunder, dah die Kinder ihrer Freude über die liebevolle Ausnahme in unzähligen Karten und Briefen Ausdruck geben, t>ah ihnen der Abschied von ihren Pflegeeltern recht schwer ge- worden ist Ordentlich au gefüttert, mit zahlreichen Liebesgaben versehen, erfüllt von den schonen Erlebnissen hn groben deutschen Vaterland«, kehr- tcu sie nach ihrer Heimat zurück. Run wissen sie, dotz die Herzen aller Deutschen für Oberschlesien schlagen, bah sie mit Recht stolz auf ihr Deutschtum sein können und bah sie immer In ber Rot Schutt und Hilfe im Reiche finden. Allen die zu dem Gelingen des Werke- beigetragen 6abcn. sei im Rainen der Kinder, ihrer eitern und im Ramen der Vereinigten Verbände beimaHrcuer Oberschlesier der herzlichste Dank gesagt Er gilt den Führern und Organisatoren der Transporte, er gilt den Pslegeeltern, den Geistlichen, den Behörden und all den Organisationen. die tatkräftig an dem Werke mitgearbei- tel haben. Mag da- Liebe-werk reiche Früchte tragen mag es in den jungen Seelen die Liebe zu den Volksgenossen, die Siebe zu dem Vaterlande als heilige Glut ausgehen lassen, die aller Herzen erwärmt und uns über bic Rot der schweren PrüfungSzeit hinweghilft. ilnb wenn im kommenden Jahr wieder unsere Aufforderung zur Aufnahme vberschlesischer Kinder au-gc- sprochen wird, dann hoffen wir auf die gleiche Unterstützung durch da- deutsche Volk, die unS jetzt zuteil geworden ist. und bte wir für alle vaterländischen Ausgaben ber Vereinigten Verbände heimattreaer Oberschlesier erbitten. Pflegling« heimkehren muhten, groh. Sie baten, bei lommcnben Transporten un! «dingt berückfich- tigt zu werten. Mit grober Siebe sind die Kinder überall ausgenommen worden. Ihre deutschen DrUSgenollen betrachten bas Liebe-werk al- eine freudig ergriffene Gelegenheit den Oberschlesiern in Gestalt ihrer Kinder gleichsam die Hände zu Rnhland zweifello- eine grobe Förderung erfahren Sitten doch im Präsidium de- Regie- rungskvllegiums sür die bildende r Künste so her- vorragende Männer, wie der führende rusti'chc Kunsthistoriker Drabar und der berühmte Maler KandinSktz. lieber die Erfolge dieser Arbeit berietet Iwan Faludi In einem Aussatt der von Dv Mar Epstein herausgegebenen Zeitschrift .Das Blaue Heft". Während das zaristische Ruhland nur 31 Provinzmuseen belast, gibt es letzt 191 ORuleen In den Provinzen .Das Inventar und die gesamten Kunstschutt« dieser Ma'een', schreib: Fa- lubL „rühren allerdings aus Prtvatbefrtz her. Man bann aber dreie 2Lil der So-ialisierung nicht Raab nennen, denn die Sowjets retteten ledig- Uch die meisten Kunftschäye vor der Wut des Pöbels, indem sic sämlliche bei Privarsamm- lern besindlich« Gemälde und Skulpturen als Staatseigentum In Sicherheit brachten. Die von den Sowjetleuten geleistete Jbüturarbeit machte sich in erster Linie in der Reuorganisierung der allen Sammlungen bemerkbar. Die Eremitage, die berühmt« Galerie KaiharinaS II. im Winterpalais. war bisher nur Kunstwerken zugänglich, die aus dem 17.. 18. und früheren Jahrhunderten stammen. Heute beherbergt das ..Kunstpalais". wie das Dinterpalais des Zaren genannt wird, alles. waS in der Kunst für wertvoll gilt, gleichviel, welcher Tendenz und Epoche es entstammt. Kataloge und Illustrationen machen das Volk mit dieser ersten Kunstsammlung der Sou^etrepublik bekannt, und billige Reproduktionen von Gemälden werden unter dem Landvolk verbreitet. Auster ter Organisierung von Muleen und ständigen Ausstellungen machte besonder» das Kultur- werk der Wanderausstellungen und der Volkskunst grobe Fortschritte. Sv veranstaltete man tn den Festsälen der chlniveriität in Kasan eine grandiose Ausstellung aus der Kunst der Oft- Völker. Unter der Leitung Grabars bereiste eine Kommission das nördliche ^uhlanb. um dort Kunstwerie zu sammeln. Sibirien, dessen Kultur in den letzten Vorkriegsjahren sich sehr ent- lander, wie in der Umschau" erzählt wird, auf einen originellen Einfall, sie beauftragten die Kriminalpolizei mit der „Feststellung der Täler» schäft". llnd sie waren an die richtige Stelle gekommen. Man weih nämlich, bah Leonardo, wie Tizian, bic Angewohnheit hatte, beim Malen aus frische Stellen seine Ringer au legen und so auf der MalNä-be klne Fingerabdrücke zu hinterlassen Die von Scotland Vard so hoch ausgebil- bete Daktyloskopie, die zur Identifizierung der Verbrecher verwendet wird, konnte also auch auf die Tal Leonardos angewenbet werden. Di« S.ich- verständigen ber Londoner Kriminalpolizei untersuchten die Fingerabdrücke auf dem Londoner und aus dem Pariser Bilde und stellten fest, bah diese Abdrücke notwendig von derselben Person herrühren müssen Danach wär« allo auch da« Londoner Gemälde eine eigenhändige Arbeit Leona rdos — Die Wiederherstellung einet antiken Tempels. Der grohartige Herak- leS-Tempel von ® i rgentl au« de» 7. vorchristlichen IahrhundeN ist 406 v. Ehr. von den Karthagern zerstört worden, und wahrscheinlich hat auch noch ein Erdbeben geholfen, ’d dah die Säulen des durch eine Mauer ge- 'chühlen und r-erichlofsenen Tempel- in Xrüm- mern berumliegen. Wie in der ..Kunstchrvni^ mirgeteilt wird, hat sich nun der in der Räbe b«ü TempelgebieteS wohnende englische Kapitäa A. Hardcastle bereit «Hart, einen Teil ber Äoften. zu tragen, wenn baS itallenifche Ministerium sich entschließt, wenigstens vi« der wundervollen zev» i .-ümmerten Säulen nebst t>en Kapitellen und Arch :raven wied« aui-urichten. Dadurch wurden WiederherttellungSarbeiten veranlaht. die dazu führen werden, auch noch ander« Säulen au« de» i rdlreichen am Boden Herumliegenden ob« in ih» -fenen Baugliedern wieder auf jufi«:len. Bisher ragte von den 36 Säulen des Tempel«, die 9 THeter hoch waren, nur noch ein Stumps - on ZTrommeln empor. Run ab« wird ein XeU biefei herrlichen Bauwerkes. daS einst eine berühmte Brvnzestatt.e des HeralleS enthielt, au« den Trümmern zu neuem Leben cullerweckt. In and«en Kreisen i«doch hält man solche Anschauungen, wie sic kürzlich u.a. auch Eh a r l e s M Schwab vom Stahltrust vertreten hat. sur über Gebühr optimistisch Gs ist zuzugeben, hab di« industrielle und di« Geschäftslage gegentoartig ein« gewiste LiuswäriSdewegung erkennen lassen, doch scheint dies« Wandlung mehr vorübergehender aiS permanenter Ratur zu fein und ein« grunbkgenbe Aenderung ist nur möglich, dann allerdings auch sich«, wenn sehr bedeutsam« Fragen der internationalen Beziehungen, die noch der Regelung harren, auch wirklich geordnet sind Man mut) hierzulande immer Wied« betonen die ganze Wirtschaftsorganisation ber Vereinigten Staaten ist mit der der übrigen Welt unauflöslich verbunden. Ds wird dem Arbeitgeber immer klarer werden müssen, bah seine individuellen Geschäfte nicht unter Autzerachtlassung ber Weltlage florieren können, und dem Arbeit«, das) seine Lebenshaltung nicht ohne Beziehung zur Lebens- Has tung der Arbeit« in anderen Staaten bleiben farm. Die Entwicklung, die die Vereinigten Staaten nun einmal genommen Haden, schiletzt eS ganz aus. datz sie abseits bleiben als ein Land, das vor allen anderen von der Vorsehung begünstigt worden ist. Sie müssen mit den übrigen zusammen leiden und zusammen arbeiten. stellen *ur Aufnahme oberschlesischer Kinder zur Verfügung zu steilen In Kürze meldetet' sich viel« tau’enb Familien Rasch wurden die Trans- | Porte zusammengesteilt. Da bic Zeit drängte, i war es nicht möglich, mehr als 4W0 Kind« aus ............._ ... . . .. _ . . den Weg zu bringen, obgleich viel mehr 3rci- zu gelassenen Krankenkassen des Gewerk- stellen angcboien 'orrden waren Au« den Ge- -ck-afl-bundes der Angestellten vor dem 1. 3a- bieten. die füll)«'üllle Geichäflspoliitker den Po- lr de,treten Auskunft wird tn Dieben len au«hef«lrn. au« >7m uns gebliebenen ach- . . '»nnnürahe 16 Hiebe mürben bic Knaben und Rlädchen rtetl von H. Gmrich. Aoonslrav« Iv il'cye Riveau. da« sie während des vorausgegangenen ZahrzehntS erreicht hat. wieder herunterzud ücken Diese Veränderungen haben biS zum Kriege und j während des Krieges angedauert und haben sich nach dem Kriege noch verschärft, so dah. wie neuerliche statistische Erhebungen zeigen, die Lebenshaltung d« amerikanischen Lohnempfänger zu Anfang des ZahreS 1919 erheblich unter de, des HahrzehntS 1890/99 stand. Reuerlicb ist nichr nur da« Durchschnittseinkommen in den Vereinigten Staaten weiter zurückgegangen, sondern es hat auch die Lage des Lohnarbeiter-, wie in leinen Reallöhnen und in seiner in den Organisationen zusammenacsastten wirtschaftlichen Macht und seiner Kraft oci Verhandlungen -um Ausdruck kommt, einen Rückgang erfahren. Erhebungen der volkswirtschaftlichen Fakultät -er Universität Lhicago haben folgende- gezeigt: 1. Die Kaufkraft eines Stundenlohnes war 1918 um 2 nt geringer al« im Durchschnitt ber Jahre 1890 99 und die Kaufkraft eine- vollen Wochcnlohne« um 29.6 Prozent geringer als in ber genannten Zeit. 2. D« stark« Rückgang konzentriert sich fast ganz auf zwei Perioden di« Hahre 1907 — 12 und 1916 -17. Im erstgenannten Zeitabschnitt ging die Kaufkraft der Stundenlöhne. gemessen an den Kleinhandelspreisen für die Rahrungsmittel, um 9 Pi oz zurück, während in den Jahren 1913—18 der Rückgang 17 Pro-, betrug. Der Rückgang der Kaufkiast des vollen Stundenlohnes ging in den Hahren 1907 -12 bzw. 1913—18 um 13 dzw. 19 Prozent zurück. Darau« «gibt sich, dah bei Abschluh de- Weltkrieges d« Wert der Waren, die der ameri- kanische Arbeit« als Sntluttnung für eine gleich- wickelt hatte, macht heute dem europäischen Ruh- land starke Konkurrenz. Im Zusammenhang mit dem Museum für Kunst wurde in Omsk eine Kunstgewerbeschule «öffnet Tomsk, Irkutsk und andere kulturelle Mittelpunkte deS asiatischen Rutzlands besitzen ebenfalls Hochschulen für Mulik und Malerei." Die proletarisch« Kunstbewegung, die die Arbeiter zu Äünftlcm machen will, hat allerdings noch keine groben Erfolge erzielt denn die wirischaftlichen Bedingungen, die dazu notig sind, liehen sich nicht verwirklichen Hunger, Elend und Verkehrsnvt wirkten auf das Geistesleben hemmend ein. Unter den neuen Kunstrichtungen. die wie Pilz« d« »rde chollen. lind hauptsächlich bex „Künstlerische RihtltSmaS von Maljewitsch zu nennen, d« bte Bernetnung sämllicher Farben unb Ausdrucksmittel predigt und Gemälde ..Weih auf Weib" schafft und der TatlinismuS". dessen Schöpfer Tatlin mit dem Entwurf deS Denkmals d« Dritten Intematwnche beauftragt wurde. Da« Denkmal soll ausschlleb- lich aus Glas und Eisen bestehen unb eine Verbindung des Eiffelturms mit ben Motiven amerikanisch« Wolken kratz« unb asiatischer Baukunst darstellen. Die allerneueste Schule ber ..tektonischen Primitiven" arbeitet mit den Mitteln der asiatischen Volkskünste und des Kubismu«. dah« so folgern bielc Erhebungen —. nicht ven Rechts weg«, beschuldigt werden. Ärieg«g«&lnnlcr ?icuxim zu fein, sie muhten vielmehr nur schneller aufen. um auf demselben Fleck verharren zu können. b. h sie muhten mehr unb läng« arbeiten Anbere Erhebungen über die einzelnen Ausgabeposten tm Haushalt bes Lohnarbeiters ie- doch versuchen au beweisen, bab in b« Zeit von 1901—18 bic Lebenshaltung sich gebelfert bat mit ber Begründung, bab im letztgenannten Zähre ein geringer« Teil ber burchfchnittlichen Ausgaben einer Famllie auf 2laheungsmittel entfiel, als das im Zähre 1931 ber Fall gewesen war Diese Begründung erscheint jedoch einiger- mähen fragwürdig denn trott d« and«en Verteilung b*r einzelnen Ausgabeposten im Budget ter Familie lind im Rovemb« 1921 bic Kosten für den Lebensunterhalt imm« noch um 63.8 Prozent höh« als hn Zull 1914 unb sogar wied« ein wenig höh« al« tm Vormonat Bon der Arbeitslosigkeit ist derzeit in den (Bereinigten Staaten wenig die Rede, als Thema des ösfentlichrn Interesses ist sie gant unb gar von der Abrüstungskonferenz abgeiöst inorben Ss wird allgemein vermutet und amt- lichrrfeitS. auch von Hoov«. behauptet, bab lih die Arbeitslosigkeit im Rovemb« verrinaert habe, ab« mit Sicherheit ist darüb« nichts festzustellen, ba umfas'ende Statistiken fehlen Seltsam genug ist zur Zeit an manchen Stellen bic Red« davon, bah für da- kommende Hahr die Möglichkeit einer Knapppheii an Arbeitskräften besteh«. Dir hatten, so sagt man. im Zähre 1914 «inen ausgesprochenen Mangel an Arbeitskräften, unb seither ist bic Einwanderung unb ber natürliche Zuwachs an Arbeitskräften nur gering gewesen- man glaubt daher, bah mit den ersten Anzeichen einer Belebung ber Geschäftslage die Zahl der über daS gewohnte Mab hinausaehenden Arbeitslofen bald verschwinden, und datz sich eine Knappheit an Arbeitskräften tn gewissen Gewerben unb Industrien schnell fühlbar machen werde •• Da S Märchen von den Platin- ba H tflcn R i ckel m ünzen. Der Zentral» verband der Deutschen Uhr.nacher in Halle tritt mit, dass feinen Mitgliedern allenthalben fort- gesetzt 10 P eniii istücke von 1874 v^er 1876 zum Ankauf dn.wbotcn werden, weil diese Stückr Platin enthalten sollen Diese- Gerücht ist tn sehr lochen BollSkreisen verbreitet. Durch chemische Llntersuchungen der Münzen bat der Verband feftftellen lassen, das) die Ricke!- münzen keine Spur von Platin enthalten. Die Zehnpsennigstücke haben nur zehn Pfennch Wert. DaS Gerücht wird offenbar von Rtckel- flclbbamftem verbreitet, die hoffen, ihre Bestände Leuten. Die das Märchen von den platinhaltigen Rickelmün.zcn glauben und an ihnen Gewinn erzielen möchten, mit Aufgeld aufzuhängen. •• Der Evang Arbeiterverein bleit am 2. Weibnachtsleieriag im üb«füllten Saale v«s HotelS Ei-Horn feine Weihnachtsfeier ab Im Mittelpunkt der (Deranflaltuna stand bte von Pfarrer Becker gehaltene Wihnachts- anfpradje, die hn besondeien Maste geeignet war, n i. klich reine Wrihnachtsstimmung aus kommen AU lallen Für den musikalischen Teil des Abends hatten sich Pianist Hahn und Musiklchr« Gernhardt zur Verfügung «fiellt €1« ernteten für die gebotenen musikalischen Genüsse stürmischen Beifall besondere Erwähnung verdient auch Frau L. Scholz, die mit einem Melodram .Role und Palme" sMusilbeglritung Pianist Hahn) «freut«. Auch di« Darbietungen ber Kind«, sowie ein flott gespieltes Theaterstück fanden reichen Beifall. Landkreis Gietzen. o-o. Beuern. 27. Dez. Der hiesige Ev. Kirchengesangverein unter ber lübriaea Leitung von Lehrer Rau veranstaltete am ersten Weihnachistag? in der vollbesetzten Kirch« ein Konzert Zum Dortrag kamen: .Herr deine ®üte" unb .Gebet" von 5$ M. v. Wagner durch den Schülerchor. .Ehristglöckchrn läutet" von Simon durch den Kirchengcfangvercin: ferner «ine gröbere Wribnachtskantat« .Di« heilige Rächt" von Seis- fert für gemischten Thor, Schülerchor unb Solo mi' Begleitung von Orgel, Klavier und Violine. so gut wie ausschlöllc unb ein unüberwindliches Hindern iS für ein inlemationale» wirtfchaft- ttch«s Zusammenarbeiten in Richtung auf ein erhöhte» wirtschaftliches Wohlergehen barftelle Die sich der amerikanische Stanoard os life zu dem sonstiger Länder stellt, ist unmöglich genau Itftjuftellcn aber neuerliche Untersuchungen übet Me Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten deuten daraus hin. bah da« ganze Land aus d« Zeit der glücklichen Selbstversorgung al- in erst« Linie ackerbautreibendes Land heraus- wächst, und dast innerhalb der Industrie Veränderungen Platz greifen, die auf schlechtere Lebenshaltung der amerikanischen Arbeitnehmer folgerichtig hinwirken müssen. Bis gegen 1890 waren die Vereinigten Staaten kein starkes erporlierendes Industneland. E.' var noch da« Land grober unberührter nalür- ich« Reichtümer und überreichltchc'r Aohstoffk hie in ber Hauptfach« seinen Handel mit anderen Staaten unb leine Konkurrenz auf bem Welt markte ausmachten Als es endlich feine politische Ausgeglichenheil vollendet hatte, fetzte ber Aufschwung leinet Industrie ein. Das Wohlergehen des amerikanischen Arbeitnehmer«, gemessen au der Kaufkraft feine« Lohnes, scheint zu jener Zeil einen Gipfel erreicht zu haben. Seither aber bat die Fabrikinbustrie sich rasch und riesig auS- gebreiiet, ist die landwirtschaftliche Produktion nn Verhältnis zur Zunahme der Bevölkerung zurückgeganaen. sind amerikanische Waren mit den Produkten ausländischer Arbeit in Wettbewerb getreten, die Einwanderung hat beständig zugenorninen. die Entwicklung der innerpolitischcn Verhältnisse hat der Tätigkeit der Arbeiterorganisationen wachsenden Zwang auferlcgt, eine Riesenmasse von Gold hat sich im Inlanöe angesarnmelt und zahlreich« andere Veränderungen haben Platz gegriffen, die dahin wirkten, die Lebenshaltung der amerikanischen Arbeiterschaft" von dem hohen ein Rückhalt eine Quelle der Kraft -u «ein I und Orckesterm.''lteder. 'oDie Lehrer und Gr- Wa« aber ih dell« greinet, bte Vaterlands- zieher b: zu einem ^adtesardetlsverdtenste liebe zu verliefe als die Äcr tnU des Vater- , 40000 Mk. c.n' zu dehnen. Diese 2lnae- Was 'icherl bic 3ufun‘t br ftriliengruppcn müffen also, wenn ihr Moats bte Gewinnung rdrrichl« t'cher i «inschliestUch aller teaelnQtzigea I Be»uge aus dem ArbeltSverdälutille 3333,38 Mar! nicht Übersteigt, einer Krankenkaste bei» treten. Diese Verpflichtung ailt ab 1 Januar 1922. Der Arbeltgeber bat die verftcherungS- pflichtig Werdenden bis zum achten Tage nach dem 1. Januar der zuständigen ZrvangS- krankenkasse zu melden, doch kann die MeldunE Die Lebenshaltung und die wirt« 1 Arbmtszrit «hickt. um 10 bu n.SV-Ti ' 3 . gering« war als in den Zähren 139> ' unb schaMichen Tendenzen tn oen | um 7—17 Prrzcnt geringer geworden war allein Dereiniaten Staaten 'uxnd> bie 'cha-.sc Aufwar-.sbeweguna d« Preise üeceintyieii ^iuuivii. im Jahre 1916 Die Kaufkraft etnes Wochenlohr.es (F P S.) In ben Diskussionen über eine ^ar um 2^ 30 Prozent geringer als in den 90er Stabilisierung der W,rllchaflsverhältn,'sc bei \ unb um 10 20 Prozent gering« als Un Weit unb über die MsgUchkeu ben Eßporthanbe. 1915 Die amerikanischen Arbeiter können her Vereinigten Staaten zu steigern, ist bieLcbens- Haltung unb bte wirtschaftliche Sage des antcila- nischen Lohnempfängers ost mit der des Arbeiters in anbextn Ländern verallchen worden, unb zwar meist in der Wficht. beweisen zu wollen, bah der Unterschieb berzeir so groh fei. bah er ber. 4nirrilani14>cn Wettbew«b auf ben DritmSrkten Aus Stadt und Land. Die Ven, den 28. Dez. 1921. •• Erweiterung der Kranken- versicherungSgrenze. Am 14. d. MtS. hat der Reichstag mit Zustimmung des ReichS- rats befchloffen, die KrankenversicherungS- pflicht für Betriebsbeamte, Werkmeister und andere Angestellte in ähnlich gehobener Stellung, Handlungsgehilfen und Lehrlinge, Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, Bühnen. wuchern wolle PlanmähigeS Zusammenfassen zu frei« und bunter Wirkung ist Hi« entscheidend Anwendung wetterfest« Materialien, wie Mosaik. Verglasung, wird in vielen Fällen die Lösung bringen Vor allem muh innerhalb der groben Werbetätigkeit gelernt werden. daS einzelnePlakat so aniubringcn. bah es al« Trumpf, nicht als Störung auffällt und Freunbe wirbt." Ueb« bad Wesen de» Plakats äuhert sich Peter Behren S folgenbermahen: „Ein Plakat ist kein Archi- tcfturbctatl, durch daS eine räumliche Absicht vollendet w«den könnte, vielmehr liegt die Art b«S Plakate« im Zufälligen der Erscheinung, tm HerauStreten au« der Gieichordnung seiner Umgebung. Darin ist nicht nur sein geschäftlich« Erfolg, sondern auch seine künstlerische Eigenart begründet. Das Anbringen d« Plakate in Wänden der Gebäude hat nach anderen Gesetzen als nach solchen eine- schulmeist«haften Orbnunge- finnes zu erfolgen, sie müllen aus dem We'en der Rckam.' selb! gewonnen w«den Dann wird auch der Architeklur fclba lein Abbruch getan. Es ist durchaus möglich, mit ber Verschiedenheit des Pla- tatmaterial« Anordnungen zu treffen, bie von >«löst ändiger künftlerifch« Bedeutung sind und sich dennoch den Bauwerken angliedern zu beiber- feiligem Vorteil Heber bie Wichtigkeit des Denkmalschutzes bei der Durchführung der Ellendahn- reHame sagt Geh Rat T 0 r n e l i u S G u r - litt: .SS muh dafür getorgt w«den. datz sich an aufdrängend« Bild immerhin innerhalb der Ge- sairuericheinung sich halte, bah b« farbige Fleck im Landschaft«- unb Strahenblld an recht« Stelle stcde Tgau bedarf c« ein« Schulung, nicht nur d« Rellamckünstl«. sonbern namentlich auch derer, die ihr Erzeugnis in bex Ratur, tn den Stabten anzubringen haben " — Leonardo da Vincis Ftngcr- ab brücke Sine der berühmtesten kunstgeschich'.- lichen Streitfragen war lange Zeit, ob betbe 5a<- fungen bex ..Fri'cnmabonna'. bte sich tm Soun re unb in der Londoner Rattonalgalerte beftnben. eigenhändige Werke Leo.tardos «eien. Dah daS Paris« Gemälde ein echt« Leonardo ‘ei. «richten «chlietzlich unzwei'elhast . doch neigte man dazu daS Londoner Stück für bic Arbeit eine« feiner Schu- 1« zu erklären. Da verfielen bte findigen Sng- Obcrij4riicn wurden die Knaben und Mädchen rtettt vv! nach Mittel- und Riederfchicflcn nach Württem- anzeige). b«g und Bayern, nach Sachsen Hessen und " £ Hannover und in kleineren Transporten nach noicn Rheinland-Westfalen, Baden. Pommern Gran- ■ -inb in benburg und Schleswig-Holst«in gebracht Uebcrall hatten sich bie Pllcgecltern aus den ' ^'Ostdeutschland bedeutende Meng«" gefälschter ______, hclländischet 3d?-Gulden 200-Gulben-. 100- Bahnhöfen «ingefunden. um ihre Schützlinge zuG.>ld 1- und bd-Gulden-Roren im Umlauf b»e begrüf-en und nach den Bestimmungsorten zu icschickt nachgeadmt find Die FabrllaltonsstäN» bringen Als die Züge rinitefen. als mel weniger . c. ^O-Gulden-ckloten wurde dies« ?agc «mittelt, Kinder eintrafen als «träntet, war die Ent- «die Hersteller und Hauptverbretter der Scheine täufchung vieler Familien, die ohne bic erhofften for.ntcn verhaftet werden Dagegen konnten Me •• • • •-*-— —*•*— —* A1- Wctkstättcn ber übrigen Falfch'cheine noch nicht ar esin. .g gemacht nxrben Dtc Rtcd^rlandlfche lanr l>a! auf dte Aushebung einer jeden Fabri- falion-ftättc 1500 Gulden Belohnung ausgricht. aber allmählich zogen sich weide Strahlen durch biese Flüssigkeit, wie tocrni das GlaS, das sie umgab, nach allen Seiten gesprungen wäre und in Stücke gehen wollte. Lind wie diese weihen Stra> len zahlreicher wurden, durchdrungen sie die Flüssigkeit mit einem Licht, das diese immer Heller rot färbte, And allmählich ging diese Röte in einen gelblichen Schein über, der so stark wurde, das; er dem Kapitän die Augen blendete. .Jetzt sehe ich e8,“ sagte der Kapitän. .TS ist wirklich Licht." 2Iber da lehnte stch Doktor Flo bin von neuem über ihn. »WaS Ohne Hände mager sind!" sagte der Kapitän. .Meinen Vie?" fragte der Doktor lächelnd and griff dabei mit seiner rechten Hand um den 2irm deS Kapitäns. Der Kapitän empfand diesen Drift wie einen Schmerz, der vom Arm auS durch seinen ganzen Körper Drang. ES war ein eigentümlicher Schmerz, wie eisige Kälte, gemischt mit brennendem Feuer, lind mit diesem Schmerz krallte sich eine maßlose Angst in fein Herz. ®r fuhr in die Höhe. Der Kapitän meinte einen Schrei zu hören, den er selbst auSgestvtzen Haden muhte. Er meinte, noch einmal deS DokwrS Hahrotc Lippen zu sehen, die mit einem pfiffigen Lächln zwischen dem dunkeln Tapetenmuster verschwanden. Aber sein Leden war merkwürdig unklar, seine Augen waren immer noch wie von dem gelben Schein der geheimnisvollen GlaSslasche auf dem Bord- brett geblendet, und eS währte eine ganze Meile, bis er sich über dieses Licht klar wurde und erkannte, bah der Lampenschein die ganze Zeit über auf feine geschlossenen Augen gefallen war. Er barg das Gesicht in den Händen. .Gott im Himmel, ich Weitz nicht mehr, wo ich bin?" flüsterte er. Gewaltsam sperrte er die Augen auf und sah sich um, und einen Augenblick südltc er sich beruhigt. alS er all die bekannten Gegenstände um sich her. seine Möbel und Bilder, die weihe GipSdecke, die weihen Vorhänge und den alten, abgetretenen Bodenkepplch erblickte. Auf dem Tisch lag der Wechsel. .Da liegt das Papier und rührt sich nicht," dachte er. Dann erinnerte er sich an das Lächeln Der blatzrvten Lippen, wie er eS im Traum so Deutlich gesehen hatte, und empsand eine namenlose Beängstigung, weil er wußte, datz alle diese Ge- fi$te und Träume ihn noch lange verfolgen wurden. Plötzlich wurde er ganz starr und steif. CÄ war ihm eingefallen, datz er soeben geträumt hatte. Der Mörder habe ihn mit seinen eiskalten Fingern um den Arm geefaht. Er meinte immer noch Den Griff zu spüren, und unwillkürlich schaute er nach seinem linken Hemdärmel. Deutlich waren auf Dem weihen Linnen Fingerabdrücke zu sehen. Abdrücke blutiger Finger! ■Unter dem namenlosen Erstaunen, daS den Kapitän bet diesem Anblick ergriff, war ihm nur eineS vollständig klar: er träumte nicht mehr — er war vollständig wach und bet voller Besinnung! Dreizehntes Kapitel. 3n den nächsten Tagen tarn Der Kapitän Faum zum Vorschein. Die ganze Umgegend war über Die rätselhafte Untat entsetzt Äe Polizei konnte keine Spur von Dan geheimnisvollen Mörder finden. Der Kapitän beschränkte sich darauf, die Frau des Ermordeten zu besuchen und zu trösten, so gut er es vermochte. Seinem düsteren und zurückhaltenden Wesen war leicht anzumerken, wie autzervdentüch ihn die unheimliche Geschichte angegriffen hatte. EineS Abends in der Dämmerung, als er sich auf einen kleinen Spaziergang gewagt hatte, weil er meinte, fetzt niemand zu begegnen, lief er Dem jungen Arzt gerade in die Arme. Augenscheinlich war diesem viel Daran gelegen, datz ihm Der Kapitän wegen jener Unter- re Dung nichts nach trage, denn er fragte ihn freundlich ob er keine neuen ilmhänbe entdeckt habe, die für die Untersuchung deS Mordes von Bedeutung sein könnten. .Dein," antwortete Der Kapitän .Ich Vn sogar angestrengt bemüht, mit Die Sache so gut als möglich aus Dem Kopf zu schlagen. Leider wül eS mir nicht gelingen, fi ezu vergessen." .Aber Sie haben doch Verschiedenes erwähnt, waS dem Gericht bei seiner Arbeit von blühen sein mühte, auch wenn die Dinge unmöglich die Bedeutung haben können. Die Vie ihnen beimessen. Da war etwas wegen eine» Fensters . “ Der Kapitän gab ausweichende Antwort: ,6ie müssen kein Gewicht auf daS legen. waS ich in jener Aacht gesagt habe. Ich war aufgeregt und nervös, und das Ereignis selbst hatte mir innerlich einen gewaltigen Stotz versetzt Sicherlich war alleS, waS ich vorgebracht habe, sinnlos und unzusammenhängend. Ich erinnere mich übrigen- selbst nicht mehr, was ich bei jener Gelegen heil gesagt habe." »SS scheint aber doch nicht gtnz ohne Bedeutung . . .* , Dagegen erinnere ich mich noch ganz gut, mit welch au-gesprochenem Zweifel S.e meine Erklärungen entgegeng- nommen pibm," fuhr der Kapitän fort. „Ich will mich nicht noch einmal bei einem Menschen diesem Lächeln und diesem mitleidigen Achsel »ucken aus setzen - »Lieber Freund. eS war nicht meine Absicht . * suchte der junge Arzt zu beruhigen. .Das ist ganz gleichgültig, unterbrach Ihn der Kapitän, der Die ganze Zeit über nur Darauf bedacht gewesen war, Den anderen loSzuwerten .Aber wenn ich Derartigem ausgesetzt bin. zietze ich eS vor, für mich $u bleiben. SS kommt ja auch m diesem Fall nicht gerade mir in erster Linie zu, dem Gericht unter die Arme zu greifen Aut keinen Fall könnte ich Damit meinen lieben Freund mS Leben zurückrufen Und ich wollte das nich: einmal, selbst wenn ich eS könnte. Warum einen Menschen stören, wenn er einmal Ruhe gefunden hat? Ich meine, man sollte Den Mörder laufen lassen, wer er auch sein mag. Wozu das Herum - hetzen?" .Sie haben Merkwürdige Einfälle," sagte der Arzt. .Deshalb btn jd> auch am liebsten mit meinen Gedanken allein." erklärte der 'Kapitän. .Guten Abend, Herr Doktor.'" Aber zwei Tage hernach wurde der Kapitän durch einen Besuch des Doktors in grobes